C!nzs!x?:!s 20 Pfennig* 3. Jahrgang Senntog, sen 4. Januar 1�20 Di«»Freibeit� erscheint morgens und rmrf'm ittaaj»«m 5onv mid Festtagen nur morgen» Der Ve�zsvreis beträgt bei freier Zustellung, ins Haus für GroZ-Beriin 4-50 M.. bei direktem j�oftbe-ng monr.tl, 5.35 bei Zustellung unter Streifband für Deutschland ?— fürs Ausland 8.— per Brief 3?— HL N,»>n«s>m anb«ijjjcbirtom«erlin NW.«. Schiffbanerdemmi 19111. Fernsprecher: Auu Norden S8SS und 98»«. Nr. HM 4 � Nlor�en-flusgabe Inserate kosten die achigespalt. Nonnareillerelle od. deren Raum einschL Teuerungszuschla« 3L2l> Mk.. das fettgedruc?� Wort 1.�5 lNk.,'edes weitere Wort 85 Familien- Grganisationsan�eigen die achtqespaltene Nonpareillezeile Z.40 lNk., das fettgedruckt» Wort 7ä p\., jedes weitere Wort 45 Pf. Inserate für den darauf olgenden Tag müsse» spätestens bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition aufgegeben fei«. Jnieeaten-Abieilung: Berlin NW. 6, Tchiffbanerdamm Iv. Fernsprecher: Amt Norde« SSOS-V«, V7SS berliner■Organ Jas revolullonare RAesystem. Die deutschen Alerter stehen zu Beginn dieses Jahres oor einer folgenschweren Entscheidung. Es handelt sich für sie darum, ob sie die kapitalistische Ausbeutung als Dauer- zustand für alle Zukunft auf sich nehmen wollen, oder ob sie in Erkenntnis der Hoffnungslosigkeit ihres Schicksals in der gegenwärtigen Wirtschasts» und Gesellschaftsordnung Hand anlegen wollen, die bankerotte kapitalistische Welt umzustürzen und die sozialistische Produktion, die Arbeit aller für die WgemevnHeit, an ihre Stelle zu fetzen. _ Das Betrjebsrätegesetz wird in nächst«: Zeit Gesetzeskraft erhalten. Die Regierung und die auf die Erhaltung des Kapitalismus bedachten Mehrheitsparteien der Nationalversammlung wollen damit in der ArbiüterKlxift die Täuschung hervorrufen, als ob dem revolutionären Rätegedanken eine Konzession gemacht werde. In Wirklichkeit sollen die Betriebsräte nach dem Willen des Gesetzes die kapitalistische Produktion, damit aber natürlich auch die Vrofftinteressen ocä Unrernehmerlnms stärken und sichern. Sie sollen„den betrieb vor Erschütterungen bewahren", sie sollen dem Unternehmer„zur Erreichung de? BetrtebSzweckeS-" helfen. Tie Betriebsräte nach dem Herzen der Regierung sollen die Arbeiter ihrer Betriebe dem Unternehmer gegenüber zwar in bezug auf Lohn- und Arbeitsverhältnisse vertreten. Lon einer irgendwie wirksamen Einwirkung auf den Pro» duktionsprozeß ist keine Rede. Und das in einer Zeit, in der nicht allein das Wirtschaftsleben, fondern vor allem die ökonomische und kulturelle Lage des Proletariats geradezu nach dem Sozialismus schreit. Di« Arbeiter- und Betriebsräte sollen dem Kapitalismus wieder auf die Beine helfen. Sie selbst aber sollen sich abfinden mit der wach- senden Verteuerung der Lebenshaltung, mit zunehmenden. ins Unerträgliche steigonden Steuerlasten, mit dem Verzicht auf sozialen und kulturellen Aufstieg. Denn so, und nicht anders wird das Los der deutschen Hand, und Kopfarbeiter sein, wenn sie sich widerspruchslos und untätig unter das Betriebsrätegesetz fügen, wenn sie sich mit dem trügerischen Murchen von einer wirtschaftlichen Demokratie abspeisen lasten. Das Betriebsrätegesetz kann den Arbeftern nur eine Scheindemokratie bringen, die nicht das mindeste an den Ausbeuftings- und Prosittendenzen der Kapitalisten- klasse ändern wird. Von einer„Sozialisterung", von der Umwandlung der kapitalistischen in die sozialistische Produk- tion kann dabei erst recht keine Rede sein. Tie klassenbewußten Arbeiter, die Angestellten, die die Ilnhaltbarkeit des kapitalistischen Systems begriffen haben. können und dürfen dieses Betriebsrätegefetz nicht geduldig hinnehmen.■ Sie haben schon jetzt in den Betrieben olle Vorarbeiten zu leisien, daß Arbeiter und Angestellte Be- triebsräte wählen, die über die armseligen Konzesstonen des Gesetzes hinaus den Kämpf um das Mitbestimmungs- und Kontrollrecht im Produktionsprozesse aufnehmen. ©ife haben ttbfr darüber hinaus dem..Rätesystem" der Regiercmg ein revolutionäre? Rates y st em. 'das die kapitalistische Produktion in allen ihren Zweigen durchdringt, mit dem die Fordärung des Bestimmungs- und Kontrollrechtes einheitlich und planvoll verfochten wer- den kann, entgegengestellt. Dieses revolutionäre Rätcfystem soll aber auch gleichzeitig die Waffe werden, mit der das im gesamten Produktionsprozeß erfaßte klassenbewußte Probe- kte twlitifcfic und wirtschaftliche Macht erkämpft. f ch'oll schließlich die unumgänglich notwendige Organli- f.rtlon rein, auf Grund derer die.Hand- und Kopsarbeftcr tu engster Zii�mnienarbeit die sozialistische Produktion dirrchliihren. Die wirtschaftlich? Orgamiisation des Räte» fysteins hat dann eine Ergänzung und Erweiterurig zu erfahren durch cim politische Näteorgaintiation. Wirt- schaftsräte und politische Arbciterräbe haben dann in steter Nrbe'.s-pemr.nscknst Produktion und Kvnfum zu regeln, die Verwaltung und die voliti'chen Geschäfte des sozialisti- sehen Gemeinwesens in die.Hand»gl-nehnwn. Diese große, weltgeschichtliche, dem Proletariat durch den vcrbnechen.'chbn Bankrott der kapitalistischen Welt zn- sollende Aufgabe muß schau jetzt begonnen werden. Die w rtschaftlichzn Armeekorps und Divisionen müssen lchon jetzt formiert, ihre Genemlstäbe schon jetzt gMfdet werden. Schon jetzt rauch zunächst der klassenbewußte Teil der Arbeiter und AnaeMten dergrt geschult DexdW, jgb sie sich nicht Mehr als kebsndlge Maschin manh ä ng"«T und Aus- beutungsobfekte des Kapitals betrachten, daß sie nicht mehr als Werkzeug« einer abstumpfenden Arbeitsteilung des Blickes für das Wesen des gesamten Produktionsprozesses «ntbehrsn. Alle diese Zieke sollen erreicht werden durch die Der» eirtigung und die Zusammenfassung alter revolutionären Proletarier in alten Zweigen des Wirtschaftslebens. Der Aufbau der revolutionären Räteorganisation soll erfolgen nach den nachstehenden Richtlimen. Die schon jetzt in den Betrieben tätigen revolutionären Betriebsräte und Betriebs funktionäre haben bei der Orgvinisierung der Haupt- und Untergruppen tatkräftig miczuwirken.©te haben ferner die Belegschaften ihrer Betriebe so zu schulen und aufzuklären, daß bei den kommenden BetriebsratswÄhlen die Wahl revolutionärer auf dem Boden des sozialistischen Rätesystems stehender Be- triebsräte gesichert ist. Da zur Erreichung' der Ziele der Rätevereinigung die aktive Anteil-nahme aller Arbeiter und Angestellten notwendig ist, da ferner der Aufbau und dt« Arbeit der Rät«ver«inigung finanzieller Mittel bedarf, ist von all denen, die die Notwendigkeit einer sozialistischen Nädevereinrgnng begriffen haben, in allen Betrieben eine rege Werbe- und Aufklärungsarbeit zu entfalten. Ein Teil der für die R ä t e v e r e i n i g u n g auf- gebrachten Mittel muß für die Erhaltung und den Ausbau von Räte schulen verwendet werden, um Betriebsräte heranzubi'tdm, die zur Ueberwachung und späteren Ueber- nahm« der Produktion befähigt sind. Die Betätigung der revoilutionSren Räitevereinigung erstreckt sich in erster Linie auf den Produktion?- Prozeß. Die Regelung der Lo hn- und Arbeits» Verhältnisse der Arbeiter und Angestellten kann aber nicht im Rahmen des Einyelbetiiebes, sondern innerhalb der gesamten Jndustriegruppe erfolgen. Daher müssen die Gewerkschaften als Vertretungen der wirtschaftlichen (Lohn, und Arbeitsverhältnisse) Interessen der Arbeiter Heid ehalten werden. Da aber andeverseits die alte Gewerkschaftsbureau- knatie auf dem Wege der Arbeitsgemeinschaft die Berufs- organisationen zu wirtschaftsfriMichen Gebilden umzugestalten bestrebt ist, da ferner die Berufs Gewerkschaft in den wirtschaftlichen Kämpfen der Gegenwart, die sich mehr und mehr auf ganz« Industriezweig« erstrecken, den heutigen revoimtionären Kam p ftwtw en dig kei im nicht mehr gerecht werden kann» und da zum dritten die Regelung der Lohn- und Arbeftsverhälwisie nur unter Berücksichtigung des jewmligen Standes des Produktionsprozesses und der ökonomischen Lage der Arbeiterschaft in den einzelnen Jndustriegruppen erfolgen kann, w müssen die alten Be- rufsgewerkschaften von innen heraus revolutio- niert und dem Aufbau und den Aufgaben des revalu- tionärsn RätesystemS angepaßt werden. Die alten GeWerk- schaften müssen zu Jndustrieverbänden umgestellt werden, die Hand in.Hand mit den Betriebsräten der ein- zehnen Jndustriegruppen z» arbeiten haben. Ebenso wie die Groß-Berliner GewerkjchiaftSkommissjpn und die Ver- bandsgeneralversammlung der Berlin- Brandenburger Paritplorganisation der Unabhängigen Sozialdemokratie hat sich auch der Deutsche Metallarbeiterverband bereits auf seinem letzten Verbandstage für die Umstellung Win Jndustrieverbande ausgesprochen. Pflicht der k bissen- bewußten Arbeiter und Angestellten ist eS, in ihren Gewerkschaften auf die schleunig« Revolutwnierung und Um- stclliu'ng der Organisation hmzuwirken. Der Aufbau der revolutionären Rätevercinigling muß ferner erfolgen in engster Fühlungnahme mit den revolutionären politischen Parteien des Proletariats, wie diese ihrerseits ihre Mitglieder w eifriger Mitarbeit rnn Räteaufbau anzufeuern haben. Das Leipziger Aktionsprogramm der Un- abhängigen Sozialdemokratie wird dieser Forderung gerecht, und es kommt jetzt nur darauf an, sie in die Tat umzusetzen. Alle kommenden wirtschaftlichen und politischen Kämpfe können nur' in engster Kampfgemeinschaft von revolutio- närer Rätevereinigung, revolutionären Jndust rreverbänden und revolutionären Parteien siegverspMend durchgeführt MHev.*< Arbeiter. Angestellßs. ans Werk! Bäint eine revolutio- näre Rateosremigung auf, ringt arm die Herrschaft im Produktionsprozeß und damit um die politische Macht. In den Mtgufttagsn 1914 habt ihr euch als willenloses Schlacht- opfer im den Weltkrieg treiben lassen, in den Umfturztagsn des Jahres 1918 wußtet ihr nicht, waS ihr zur Behaup- tung der politischen und wirtschaftlichen Macht zu tuv hottet. Heute, wo epch eure Ausbeuter und �Unterdrücke, mit heuchlerischen, demokratrschen Scheinkonzessionen Wiedel unter das alte Joch zwingen wollen, wo man euren Schuh tern die Hauptlast der Knegsschuldon aufbürden will! stehen euch Mfttel und Wege zur Verfügung, als aufrecht» und denkende Menschen die Gestaltung eures Schicksals selbst in die Hand zu nehmen. Jahre harter Arbeit stehe« uns noch bevor, wenn wir aus dem Verfall und dein Elends baS der Kapitalismus in feiner Kriegsraserei iiber euch gebracht hat, herauskommen wollen. Ihr HM zu ent- «scheiden, ob ihr diese Arbeit leisten wollt als freie, ihrei eigenen Kraft bewußte M-snschon, mit der Aussicht, durch Verwirklichung des Sozia lismus ein« besim Zukunft und «im höher« Kultur form zu schaffen oder ob ihr in alter Unterwürfigkeit und Kmechtfelrgkeit für immer das kapi- talistische Joch tragen wollt. Wer« dos Letztere nicht will. der bekenne sich zur revolutionären Räte« Vereinigung und schafsio und wirke im ihrl. Äichllmleu für die revoluliouüre Rükevereluiguug des Wirlschaslsbezirkes Grotz-Lerllus(Sitzverllu), I. V Die DeriTnigung erstreb! dl« Trfassung und Vereinigung aller produktiv tätigen Hand- und Kopfarbeiter durch den Zu- sammenschluß der Betriebsräte aller Industrie-, Handels- und Verkehrszweige sowie der freien Beruft, die sich grundsätzlich zu den Grundsätzen des revolutionären RätesystemS bekennen. �: 2.■:* Die Vereinigung gliedert sich enksprechend der Produktion d. 14 Hauptgruppen, und zwar: 1. Landwirtschaft. Gä.tnerek, Tierzucht, Forstwirtschaft �nnd Fischerei. S. Bergbau. Hütten- und Sakiuemoesen, Torsgräberei. 3. Industrie der Dt eine und Erden, Baugewerbe.. 4. Metallindustrie. 6. Chemische Industrie. 6. Spinnstoffgowerbe, Konfektion. 7. Papierindustrie, graphisches Gewerbe. 8. Leder- und Dchuhinduslrie, Industrie letevartiger Etofse. � S. Hotz, und Schnihstoffgewerbe. 10. Stahrrings- und Genußmittelgewerbe. 11. Bank-, DersicherungS- und Handelsgewerbe. 12. Verkehrgewerbe. IS. Beamte und Arbeiter der Staat?- und Komnucna'derwat- tungen und-betriebe. 14. Frei« Berufe.' p '' 3.' Jede Haupigruppe gliedert sich in Untergruppe« die Ar» t«r Produktion ist destimmend für diese Gliederung, desgleichen auch für die Zuteilung der Betriebe zur Untergruppe. Die Ar- beitslosen entsenden ihre Vertretung in die für sie zuständige Untergruppen. * Organe der Vereinigung. 4..' A Dke Betriebsräte einer jeden Untergruppe wählen eine? geichastSführenden Ausschuß. Ueber die Stärke der ge-chästs- führenden Ausschüsse der Untergruppe entscheidet die Vollver- sanunlung der Hauptgruppe. Die Betriebsräte der Hanptgruppe bilden die Vollversammlung. Diese wählt den geschätissühren- den Ausschuß der Hauptgruppe. Ter geschäftö fuhrende Aus- schuß der Hauptgruppc hat das Recht de? Kooptation bis zu einem Viertel seiner Erundstärte. Die geschäftsführenden Ausschüsse der Untergruppen treten' als erweiterter Ausschuß ihrer Hauptgruppe zusammen. 5. Die Vollversammlung der Hailptgeuppen wählt die DM- gierten zur Generalversammlung der Räteveceini-rung de» Wir! schaftsbezirkes Groß-Berlins. Die Ä"'ahl der aus die einzelner Hauptgruppen entfallenden Delegierten ergibt sich/ aus der An> zahl der von der Hanotgruppe erfaßten produktiv tätigen Mit? glieder. Die Mitglieder der geschäftsführenden Ausschüsse de: Hauptgruppe haben, soweit sie nicht als Telegicue zur General Versammlung gewählt sind, Zmritt mit beratender Stimme. Di« ANMÄsammluA ist di-�M!� M BMiMM Ihre Beschlüsse sind für alle Haupt- und Untergruppen sowie für alle Mitlplieder bindend. Die Generalversammlung wählt den Hauptaukschuß der Rätevereinigung für den Wir!schaft?bezirk Grotz-Berlin. Dieser bat das Recht der Kooptation bis zu einem Viertel seiner Grund» starte. Alle Organe der Rätevcrcinigung sind von ihren Wählern jederzeit ot-berufi&ar. Beiträge. 6. Die der Vereinigung angeschlossenen Mitglieder entrichten monatlich einen Beitrag in Höhe von GO Pf. bis zu 1 M. zur Er- Mung der Organisationszwecke. Aufgaben der Rätcvereinigung. Die Vereinigung will alle Kräfte de» werktätigen Volke» so» wohl zu einer Kampsorganisation zur Crkämpfung des Sezial�S- mus erfassen, wie auch gleichzeitig alle Vorbereitungen zur Uebernahme der kapitalistischen Wirtschaft und deren lleberleitung zum sozialistischen Gemeinwesen treffen, um sich dann selbst zu einem das ganze Wirtschaftsleben tragenden Organismus fort» Xibilden. Ausführungsbestimmungen. Die Ausgaben und das Tätigkeitsgebiet der Haupt- und Untergruppen. Tie Vollversammlung der Hauptgruppe entscheidet über alle Kragen der Hanptgruppe nach den von der Generalversammlung der Rätevereinigung aufgestellten allgemeinen Richtlinien. Sie regelt außerdem da» Tätigkeitsgebiet der Organe der Unter- gruppen. Im gegenwärtigen Stadium der sozialen Revolution obliegt den Organen der Unier. und Haupigruppen die Agitation und die Schulung der Mitglieder im revolutionären Sinne. Es gilt, die mit dem Wesen und Ziel der Revolution noch unveriraulen Massen zu gewinnen und für revolutionäre Aktionen vorzubereiten. Dazu bedarf es neben einer Propaganda in Wort und Schrift der Errichtung von Räteschulen, durch die der Arbeiter- schart ein Eindringen in die Eigenart de» Produktionsprozesse» ermöglicht werden soll. Die Organe der Lauptgruppen müssen mit den Leitungen der Gewerkschaften Fühlung suchen, um«in� gemeinsames Vor- gehen zu ermöglichen. Soweit reaktionäre Gewerkschaften Schwierigkeiten bereiten, haben die Mitglieder die Pflicht, für deron Beseitigung Sorge zu tragen. Die Generalversammlung der Rälevereinigung nimmt zu allen wirtschaftlichen und politischen Fragen Stellung. Sie«nt- theidet über die Notwendigkeit politischer Aktionen und führt iese Aktionen gemeinsam mit den anderen auf dem Boden dcS revolutionären Sozialismus stehenden Organisationen der Arbeiterschaft durch. Die Generalver'ammlung stellt außerdem einheitliche Richtlinien für di« Tätigkeit der � Betriebsräte auf, vi« ste auch das Verhältnis de.r Hauptgruppen zueinander regell. Die Gewerkschaften sind diejenigen Organisationen, die die Führung der wirtschaftlichen Kämpfe übernehmen, soweit«S sich um Veckesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen inner- halb der kapitalistischen Wirtschaftsordnung handelt, oder soweit abwehrdrohende Verschlechterung in Frage kommt. Ihre Um- gestaltung zur revolutionären Jndustrie-Orgamsation ist not- wendig. Der Kampf gegen syirdikalistisck« Sonderorganisationen, ebenso(fegen die sich der illevolutionierung der Gewerkschaften entgegenstellende YtewerkschaftsHureaukratie muh mit aller Schärfe geführt werden. Wachsen sich wirtschaftliche Kämpfe zu politischen Kämpfen aui, dann übernimmt die Eeneralversamnr« luna der Rätevereinigung die Führung. Da» bedingt ein« ver- ständigung mit denjenigen politischen Parteien, die sich ein revo- hitionäre» Aktionsprogramm gezeben haben. Die praktische Be- tätigung der Hanvtgrnppe. Untergruppen und der DetriebSrät« muß im Augenblick darin bestehen, den Kampf um da» Mit- bestimmungSrecht aufzunehmen, der in feinem Endziel ein Kampf «m die Produktionsmittel ist. Die nächsten Aufgaben der Rätevereinigung. 1. Restkos« Erfassung der Betriebe durch di« Untergruppen. i) In allen Betrieben sind Betriebsräte zu schaffen. Die Leitung der Wahlen crsolO durch die Untergruppen. 2. U Überwachung, Kontrolle, Mitbestimmnri g? recht der Betriebe durch die Betriebsräte a) in der technischen Leitung, b) in der Produktion, c) in der kaufmännischen Leitung, ck) in allen Lobn- und ArbeitSfragen des Betriebet. ft, Vorbereitungen für die Sozialisierung des Industriezweiges. Austlahmcbestlmmnngen für Mitglied«. Mitglieder der Vereinigung können ohne Unterschied des Ge- schlechte alle über 13 Jahre alten Hand- und Kopjarbeiter werden, die ohne t-.iSbeutung fremder Arbeitskraft gesellschaftlich noi- weAdige nützliche Arbeit leisten und dadurch ihren LebenSunter- hau erwerben. Diejenigen Personen, die zum Erwerb ihre? Lebensunterhaltes vorübergehend eine beschränkte Anzahl von Hilfskräften gebrauchen, wie Acrztr, Schriftsteller. Künnstler, sind aufnahmeberechtigt. Ausgeschlossen sind Personen, die im Besitz von PrnduktionS- Mitteln sind, dies« im eigenen Interesse ausnutzen und ständig durch fremde Arbeitskräfte bedienen lassen, ferner Personen, die einen privaikapitalistischcn Betrieb pachtweise aufrechterhalten und ständig fremde Arbeitskräfte beschäftigen, desgleichen auch solche, die von Grundrente oder arbeitslosem Kapitaleinkommen leben, wwie durch Tantiemen u. dergl. am Unternehmergewinn be- ieiligten Direktoren, Prokuristen usw. Die Ausnvbnreb er echt igten werden ersaßt in DPrieben, und soweit sie als Einzelpersonen in ihren Berufen tätig sind, nach Berufen auf territorialer Grundlage. An letzteren gehören auch Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen. Für die Erfassung nach Berufen kommen u.Rat, daß der Belagerungszustand für Leipzig keine Geltung habe. Einige Zeit später mußte Herr Ebert den Be- lagerungszuftand über Sachsen von Reichs wegen erklären; ob- gleich auch da» gesetz- und verfassungSw'drig war, so wurde doch damit zugestanden, daß der Leipziger A.« und S.-Rat durchaus richtig gehandelt hotte, als er den von der sächsistten Regierung verhängten Belagerungszustand für ungültig erklärte. Deswegen est Geyer der.Empörer"! Man braucht dem nicht viel hinzuzufügen.?!?!?;, was mit Revolution zu ammenhäsgt, ist NoZk« und seinen Gesinnung;.. genossen»crbaßt/wie alles, wa» irgendwie mit Bildunz'j zu run Vau Die Majjeiwhlöchter gno ytafjgnm'w'/ej wjfd�jj IN Deutschland berherrkicht. Die Vogel, die Marloh, die Arco, ti> Hiller, die Reinhard, die Kessel laufen straftrei herum. Die Ge- bilöeien- und die Empörer dagegen werden ins G-tängNi? ge» warfen. Sie Eiltberufusz der LMetveriMNltW. Die energische Forderung unserer Preußenfraktion nach Einberufung der Lcmdesversimmiiung hat die Kapitals- lakaien der bürgerlichen Presse aller Richtungen am- gescheucht. Sie sehen natürlich allesamt keinen Grund, die hohe Versammlung zu bemühen. Das„Berliner Tageblatt" (die übrigen Blätter, die einige VerlegenchsitKbrocken stam- meln. wollen wir laufen laifen) erklärt, die Meinung der Mehrheit des Preußenhauses über die vorliegende Frage fei doch bekannt, denn sie habe sich bereits für„geeignete Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleisiung ausge- sprochen". Mit diesen geeigneten Maßnahmen meint das Blatt die famosen„Leistungsausichüsse". Soweit dem „B. T." bekannt ist, handle die Eisenbahnverwaltung nach dem ihr bekannten Willen der Landcsversanrmlung. TaS stimmt, wenn es der Wille der Landesversammlung.ist, daß» die Eisenbahner provoziert werden. Es sei also, schreibt das Blatt, gar nicht nötig,„eine derartig einseitige Aktion zugunsten der Forderungen der Eisenbahner, wie sie in dem unabhängigen Antrag verlangt wird," einzuleiten. Sie könnte nur„zu einem Zusammen- bruch unjsres ganzen Eisenbahnwesens führen". Das ist üble Verdrehung der Wahrchett. Zunächst hau- delt es sich hier nickst so sehr um eine Aktion zugunsten de? Arbeiter, sondern um eine hoch st notwendige Aktion gegen zopfigen und böswilligen Bureaukratismus. der durch seine Anmaßung die Eisenbahner aufbringt und damit— scheinbar bewußt— eine Gefahr für das ganze Volk heraufbeschwört. Sie sind es.'tie durch Unverstand oder bösen Willen das Eisenbahnwesen dem Z u s a m me n b r u ch entgegentreiben, wenn ihrem Treiben nicht schnell Halt g> boten wird. Diese Gefahr gilt es abzuwenden. Eine Aufgabe, die nichts weniger als„einseitig", aber durcb- aus des teuren Schweißes eines hohen Hauses wert ist. sofern sich Präsident und Mitglieder ihrer Pflichten nocki be, wüßt sind. Die ZMjbewepng der Eisenbahner. Frankfurt a. M., 8. Januar. Die Frankfurter Eisenbahner hatten, wie gemeldet, ie» schlössen, vom 2. Januar ab«nur soviel zu arbeiten, als ei die für den Eisenbahnbetrieb gültigen Bestimmungen zulassen". ES vi die! eine Art von passiver Resistenz. Sie wird seit gestern ge- handhabt. Unter Beachtung aller Vorschriften erfüllt man in den Werkstätten und den Bahnhöfen di« Dienstobliegenheiten, aber der Betrieb wickelt sich, wie die«Frankfurter Zeitung" bemerkt, lang» samer als sonst ab. namentlich im Güter- und Rangierverkehr. Infolgedessen find Stockungen und Verzögerungen unvermeidlich. Auch die oberschl« fischen Eisenbahner protestie« ren gegen die erneut eingetretene Verschleppung der Tarifverhandlungen und gegen die Nichtanerkcnnung der bereit» Anfang Dezember crhorbenen Forderungen. E» kam zum Ausdruck, daß auch in Oberschlefien alle Lorbsreitungen zum Streik getroffen sind. Obwohl die Arbeiterschaft sich be* wüßt ist, welch schweren Schaden die Allgemeinheit durch einca derartigen Schritt erleidet und in welche Notlage der Staat in wirtschaftlicher und politischer Beziehung gerät, so seien doch di« Folgen dem NichtverständniS der Regierung gegenüber der Not der Arbeiterschaft zuzuscheeibrn. Diese Meldungen lassan erkennen, wie ernst sich bei Konfliktsstoff bereits entwickelt hak. Anstatt ifafe die Behörden ernstlich darauf bedeckst find, allen Reibungen die Spitze abzubrechen und den Verhandlungen ein schnelleres Tempo zu geben, spielt man w-ied?il den Teschwollenen. Tie halbvffijiöftm„P. P- N." melden:„Weim die passiv« Nesistlenü in den Frankfurter Werkstätten andaneve, würde die Direktion gezwnngrn fem, die Werkstätten wegen Un- renMiilität zu schließen. Es ist zu hoffe>n, daß dicS vermieden werden wird. Tie Ta-vi fverha ndlun gen neb-men ihren Fortgang. Sie können durch derartige sywdikdrstische Sonderaktionen«me» Teiles der Arbeiterschaft nur gestört Herben." Im übrigen, wo bleibt der Arbeitsminister? Neuregelung der Strafrechlspslege. Im Reichsjustizministerimn sind in den letzten Wochen ueu» Gesetzentwürfe ausgearbeitet worden, die gewisse Teile der Strafrechtspflege mehr oder minder umgestalten sollen. Die Entwürfe sollen bereit» in der allernächsten Zeit der Nationalversammlung zur Beschlußfassung zugehen. s Es handelt sich bei diesen Gesetzen zunächst um«ine Novelle zum GerichtSverfassungSgesetz, durch welche inSbeson» oere die Strafkammern völlig umgeändert werden sollen. Die''« sollen nicht mehr wie bisher aus 6 BeruiSrichtern, sondern nur noch auS zwei�BcrufSrichtern und drei Volksrichtern be- stehen. Die Strafkammer wird damit zu einem vergrößerten Schönengericht, Berufung gegen Straflammerurteile soll von nun ab zulässig sein. Zu Schöffen sollen auch Frauen ve- stimmt werden können. Neu ist die Einrichtung von sogenannten Rügegerichten und bemerkenswert ist ferner noch die Hebung deZ Ansehen» der Verteidiger durch Abschaffung der Ordnungs» strafen gegen sie. D:e z!wo:>te Novelle betrifft ein« Neuordnung de» eigentlichen Strafverfahren». Di« Ermittlung und Untvusuchung �oll � wcent lichen nur dam StaaiSamvalt zustehen. Wesentlich» Entubueßungen dagegen bat nur nocb dac- Gericht z» treffen. AuS'chilcß�ch hat da? Gericht zu best enmen üb« Unter» luchungshaft, Beschlagnahme' und Vereidtgung von Zeugen rm bortieiuahrat. Di« Recht-stellung des Bofchuldigten wi.rd viel- �- m als U nlor suchu n gsge ta ngen c r jederzeä oa» Recht, sich Pom Richter vorführen zu lafjen. Er sowohl, alt auoy:sin Vcn'teDtger können allen Zeuge nvevnehlnungeai be:- 5��.. � halben ldas Rech:� Fragen zu stellen. Der vbrkehr de»-tertediger« m.t»hm wird bodeutenS erleichtert. Eine IIa- teriuchungshaft be, Kollusionsgefahr darf nicht mehr erfolgen. >5» a�Serorden.l icher Tragweite ist ferner die Aufhebung culiLI»?. na n nt e n L e g a I i t ä t S v r i n z i p S, durch welcbe» s.�tSanwaltfchaft verpachtet war, in jedem' ihr zu OHren�lanmtAch«, valle, einer strafbaren HanStung einznschcri- l°.l bei geringen Verfehiunzen von staalean- �,cha,:!.ck« Beroigung AbsrnnS u w-rd n. j doch evya-lt tn fachen oölltn der Verletzte daS Recht, ein« Eigeuklage le ü-.r die-vani.t>.c.,a>l0lul! z, .ira Rccs.�m.ttcl und andere Teile der EtrafproZtpordnuwa wer» den nr mancher B-'iehnng grünbrrt.- � � r c ri te Gesetzentwurf trtriüt die Ncurepe'u m der .�unendgerl�tspflege. Hier ist die wesentlichste Bfltim. mu..�, Hie«va��nnfl de? s t r a f m ü n d i g!«it»ast«rl Inf M?ür dte Adurtswkrrg sollen de- cnder«, in«noer Verbindung mit den Vormund'chastSgeri�en E-r 7 te«-ichasien w:rden.«SpliMt koll der Jugend- sNL'frlchte� zugleich Vvun unb[er(■ein. Bei etilen JuFenld- fca;eh! dr? Abreise Siadeks bevor, da die dazu erforderlich gewesenen Vorhand- lnngen sich ihrem Abschluß nähern. Damit erlÄdiait sich auch ein? durch die bürgerliche presse gegangene Zpitzeluobiz. die yu erzählen wusiie. daß Nader mn 7. Janu'ar bei der Gedenkfeier für die gefallenen & svolrrti an s kam p fer sprechen tverde. * Dazu wird uns noch geschrieben: Die bürgerliche Press« begann in den letzten Tagen eine neue Hetze gegen den Genossen Nadek, indem sie behauptet, er trete in Versammlungen auf, agitiere für Demonstrationen usw. Alle diese Behauptungen sind aus den Fingern gesogen. Rade! ist in de: Wohnung xineS Beamten interniert, von Kriminakbeam» tcn bewacht, ohne die er leinen Schritt tun kann. Er sollte schon am 27. Tezember Deutschland verlassen. Venn dies nicht ge- schah, so nur dank her Bedenken der deutschen Regierung. Wenn die Politische Polizei, die tagtäglich Bericht« bekommt, über die tBemche, die Rädel empfängt, den Treibereien nicht entgegentritt, sondern durch ihre Offiziösen Nadek mit Strafen wegen der an- geblichen Agitation bedroht, so macht sie sich schuldig der Förde- rung von Machenschaften, deren Zweck nur die Gefährdung Na- de!s sein kann. Wir raten den Eliqueu des Auswärtigen Amtes, die hinter diesen Wachcnschajten stehen, etwas Vorsicht an. Die Liebedienerei vor Ko'i'chak und Denikin kann sich als wenig reu- kabel zeigen, und für jede Gefährdung Rädels könnten die Familien der deutschen Gefangenen in Sibirien die Herren der» «wtwertüch machen, die aus ihrem Versteck mit Menschenleben jpickit. Eine schnelle llnlersuchung. Der rechtssozialistische Abgeordnete Davidsohn teilt dem .Vorwärts" mit, daß er auf Gound eines Gerüchts, auf gewissen Asmtorn seion Papier« usw., die mit den Sblarzgeschäften in Veckindunig stchen, beseitigt oder yar vernichtet worden, der E-taatSanwaltschäft Mitteilung gomacht habe, zumal, so fährt er fort:.6a ja unser« führenden Genossen bereits im S« p t e n?» der den Wunsch geäutzewt hatten, die Sache Sklarz möge so bald wud so energisch wie möglich ihren Lauf nehmen. Andererseits hat d« Prozeh Marko h gelehrt, wessen man sich heutzutage von g-wissen behördlichen Stell«, zu verseihen hatl" ' Gestern abend konnten die.P. P. 91." bereits mitteiken, dah dieses Gerücht nach Mschliuh der sofort eingeleiteten Unter- suchung in vollem, Umfange unzutreffend sei. Di« Untersuchung est also mit einer sonst ganz ungewohnten Schnelligkeit durchg>i- fü�rj und beendet worden. Man erfährt allerdings nicht, wer sie gzf-uhrt und in welchen Aemtevn sie veranstaltet worden ist. Man darf also schon berechtigte Avcifcl darüber hegen, ob damit da? Gerücht wirklich vollständig widerlegt worden ist. Eine Amnrfile. Um nicht falsche Erwartungen zu erregen, wollen wir von vornherein sogen, datz«» sich nicht um eine Amnesiie für politisch« Vergehen, um di« Aufhebung der Schandurteile gegen revolu- tionär« Arbeiter handelt, vielmehr ist«ine Amnestie erlassen worden gegenüber den Landsknechten, dieausdemBaltikum zurückgekehrt sind. Selbst die Offiziere des D e t a ch e- ment» Nofjbach, di« sich ganz offen und unzweideutig mit der Waffe in der Hand gegen die Negierung empört haben, sind amnestiert worden, nachdem das Detachement beim Heber- schreiten der Grenze ein Ultimatum gestellt hatte, wonach die Amnestie bedingungslos auch für die Führer der Truppe gelten müsse. Der.Vorwärts" hatte sich kürzlich darüber aufgeregt, daß die Roßbacher ebenso rücksichtsvoll behandelt werden sollen, wie die anderen Baltikumer. Seine Aufregung hat sich allerdings bald gelegt, nachdem ihm wohl von der zuständigen Stelle» die nötigen Weisungen zugegangen waren. In der rechtsstehenden Presse wird dem.Vorwärts" jetzt aber folgende» gesagt: Der Artikelschreiber weiß natürlich, daß daS Baltlkum- Unternehmcn seinerzeit von der Regierung mit allen Mitteln in Szene gesetzt und lange Feit nach Kräften unterstützt worden ist. Hier wird also festgestellt, daß die Regierung hinter dem Baltikumäbenteuer gestanden hat und daß es Heuchelei und Lüge war. wenn sie behaupten ließ, di« Baltikumer hätten auf eigene Faust gehandelt. Jetzt versteht man auch, weshalb sie so bereit» willig die Gnadensonn« über sie leuchten läßt. Um Grmdlöhne für die englischen N'enbahner. London, 3- .Daily Herald" veröffentlicht die B i d> n g>> n« e n. die Regierung dem verband der Eisenbahner»~ � Bedingungen beziehen sich«»l den Wunsch. �eundl°l..e ,. halten und sehen als Mlndestlohn der E s-nbahnarbett r r � Wochenlohn von 40 Schilling vor. der 2°�°'» w.rd m.t Schilling erhöht. Diese erhöht. Stailelung w,rd des nächsten Septembers unverändert blc.ben nach dem n lauf dieses MonatS, je nach dem Steigen°d-r Fallen der L-b mittelpreise, erhöht oder rrmässigt werden. D-ft N gelung w rd am Mittwoch in einer Sonderversammlun« der E>>cnbahner sprechen werden. Nr eslaifch-mMe TofenMlMdsoerlroi. Helsingsor«, 2. Januar. Der Zwilchen Estland und Sowjetrußland abge- schlössen- Waffenstillstandkvertrag enlhält drei 3u,atzabkom. me n. Erstens die bedingungslose Anerkennung der unmer währenden Selbständigkeit Estlands, zweitens mültä- rilche Garantien sowie die Ncutralisierung b-zw.« n..' Nationalisierung des Finnischen Meerbusen, wobei geplant ist. daß Sowjetrußland sein« Kriegsflotte nach de. Peivu?-Sec zurückzieht, drittens ein G r e n z a bk o m m e n, wonach die Grenze im Äb'tand von zehn Werst längs der Narowa! über den PeipuS-Sce und weiter längS der jetzigen Front v�r- läuft. Die Veröffentlichung des GrenzabkommcnS fall wen 21000 Mann. Die Nationalist der Truppen steht noch n>� fest. KSMWÄ! IKstkMSWSA de: S. S.?. L. Grsß-TerKss. Die Kommunale Vertreterkonferenz der U. S. P. D. Groß- Berlins befaßte sich gestern abend mit Schulsragen Groß-Berlins und Grog-Berliner Steuerfragen. Zum ersten Punkte der Tagesordnung entivickclte Genosse Dr. Löwenstein die Richtlinien eines Bildungß- und Erziehungsprogramms der Gemeinde. In dieser Frage, so führte der Referent aus, kommt eS dar- auf an, daß grundsätzliche Politik getrieben wird. Das Gegebene muß voll und ganz umgeformt werden. Hönisch hat jetzt etwa» vorgelegt, lvaS einige Verbesserungen enthält. Die Schuldeputa- tionen sollen nach wie vorher unter behördlicher Aussicht stehen. Wegfallen soll die selbstverständlich« Beteiligung der Geistlichen. Im Grunde bleibt das Gebiet so reaktionär wie bisher. Auch vom Reiche ist in dieser Beziehung nichts zu erwarien. Wir sor- dern ein« Zentralisation van unten herauf, im Gegensatz zur Zentralisation durch obrigkeitliche Verordnungen. An der Verwaltung der Bildung-- und Erziehungs- iuteressen sind zu beteiligen: 1. Die Gemeindevertretungen, 2. die Vildungs- und ErzichungSräte, 3. Fachräte, 4. die Interessenten- AClÜDll! FUüKiiiiniS(18 WlMZWMZi Arbeiter-, Betriebsräte, Arbeiter- uad Aogestelltenaasscliüssel Dienstag, den 6. Janaar 1920, naciunitta�a 5 Uhr in den Sophiensülen, Grosser Saal, Sopbienstraße 13 /MiMne RmkilonCrMSiMlüiis des Verkehrsgevrerbess Eisenbahn, Post, Telcgrapher.betriebe, Kleinbahn- und Slraßcnbahnbetrieb, Spedition und Güterbeförderung, allgemeines Fuhrwesen, Autobetrieb, Fährbetriebe aller Art. Wach- und Schließlesellschaften, StraQcnrcinigung und Müllbesaitlstung, See- und Binnenschiffahrt, Schiffsbefrachtung, Hafendienst, Schleusen- und Kanalwachcl Tagesordnung: Die Bedeutung der Im Verkehrsgewerbe Bescliältlgten für das V/irtschaltsleben. Die Wichliflkclt Äer Tagesordnung erfordert es, daß alle oben genannten Funktionäre erscheinen müssen! Arbeite�) Angestellte! Es Ist Eure PQicht, dafür cn sorgen, daß jeder Batrieb vartreten ist Zentrale der Betriebsräte Bezirk Groll-Berlin. Münzstraßa 24, III. , K,M. WWHDMKMMw gruppen. Die Vertvaltu.� geschieht durch die Schuldeputa» t l 0 n, in der die Fachräte und In te r esse nie ng ru pp« lediglich be» ratende, die Gcmeindevertreter und ErzidhungS- und DildungSbel- rate beschließende Stimme haben sollen. Die Mitglieder der Schuldeputation bedürfen nicht der Bestätigung der Landesbehör- den. Die Aufgaben der Schuldeputation sind Beratung und Aufstellung de» HauShaltSetatS, Unterhaltung, Ueberwachung, Vervollkommnung und Errichtung der notwendigen BildungS- und Erziehungseinrichtungen, Anstellung der Lehrkräfte, Versetzung von Lehrkräften. Dle BildungS- und ErziehungSräte haben in der Schuldeputation mitzuwirken. Fhnen obliegt die Kontrolle des gefanüen BildungS. und ErziehungSmesenS und die Ueberführung de? Klassen, und Standes-, Vildungs- und Erziehungswesens in daS sozialistische, und Erziehung von GemestischaftSfunktionaren. Die E l t« r n r S t e befassen sich mit den Wünschen und Be- schwerden über Lehrpersonen usw.,.mit Veranstaltung zur Be- lehrung usw. Die Durchführung dev Einheitsschule setzt vorauS: 1. vollständigen Abbau der Mittel- und höheren Schulen, L. die Abschaffung de- Klassenprinzips und seine Ersetzung durch das Prinzip der Arbeitsgemeinschaften mit voller Lehrplanfreihcit, 3. die Umwandlung de« Wort- in AvbeitSunterricht, 4. Gemein- ichaftZuuierricht, ö. gemeinschaftliche Erz-iehumg der Geschtechter, 6. volle Woltlichkeik d.?s öffor.ltzcheu Bildung»- und ErziehungZ- wesen», 7. gänzliche Umgestaltung der geschichtlichen Unterweisung, 8. Ersatz de» ObrigkeitSgrundsatzeS durch genossonschastlich« Kameradschaft, 0. volle Uncutgeltlichkeit der Bildung», und Er- ziehungseinrichtungen, der Lernmittel usw.,"ll>. Oeffentlichkeit deS gesamten Unterrichts, 11. Abschajfung der Pvivalschulen. Die Stufen der Einheitsschulen umfassen Er- richtung von Tchwangerenheimen, Säuglingsfürsorgestellen, Kin- dergärten, Grundschulen, Oberschulen, Anschließung der Gemein» den an da» Hochschulwesen. Der Redner streifte weiter die Errichtung von Kinder- und Jugendheimen und di« K o m m u n a l i s i e r,u n g de« Schul buch Handel». Er empfahl die Einführung bon Schulzeitungen als Ersatz für Lese- und Realienbüchdr. Die Debatte über das ausführlich« Referat wurde bis zur nächsten Konferenz ausgesetzt. Ueber Groh-Berlkner Lteuerfragei, referierte alsdann Genosse Dr. Em. Wurm. Er erörterte aus- führlich die bisheulg« Steuerpolitik, die die jetzige mißliche Lage den Gemeinden der»macht bab?. Statistisch'ei einwandfrei nach- grwiesen, daß.inn Monat Jult eine Pe'rison für Le- beuSnnittel etwa 113 M., und im Dezember L2ö M. auswenden mußte. Die uaueu Pcrtetkeruingen belegten eine Person im Monat mit etwa 10 M. Der Rednor behamSelt die b'SH-rige Steuerpolitik und macht, da setzt 360 Proz. Zuschlag gefordert wird, darauf aufmerksam, daß di« 300 Proz. im Mai »'Nd Juni bewilligt wervden, in einer Zeit, in der die Wirtschaft- lichen Verhäl nisse wefentlich andere waren. Einen neuen Zu- schlag körme die arbeitende Bctfällemrag unter keinen Umständen l agen. In feinen weiteren Ausführungen schilderte Genosse Wurm di« Sihrat'on, in der sich die Gemeindevertreter jetzt be- finden, wünscht aber vorerst Vorschläge von den anwesenden Ge- »offen, ehe er seinen Standpunkt mitteilt. H o m a- Pankow verlangt, d»ß die Gemeinden an die Re- g!?rung mit dem Ersuchen um Schaffung einer anderen Stasfe- lun� herantreten, Rad te- Neukölln ist für bddiiigt« Beimlligiing der 350 Prozent, Ma nasse wünscht, daß die Mmeindedertre«' ler für Aeuderung der Laudesgesetze eintreten sollen, Freund- Neukölln will daö Gemeiudeparlaänent nicht als eine Vewilli- gturgsmaschine b.trachte: sehe». E« sei zu frazen, für was die neuen Steuern dienen sollen. Den-m, die die Schuld an den Bor- hältniffsn tragen,, dürfe nicht der Rücken gestärbt werden. Dr. Rosen feld ist für Bewilligung unter Protest. Im Schlußworte führt Genosse Wur.m aus, daß diese Er- höhung nicht bewilligt werden dürfe. Es könne nicht verant- wortet werden, daß bei der herrschenden enormen Notlage der Arbeiterschaft, die sich nicht einmal die notwendigen Lebensmittel kaufen können, die Stauern um 50 Prozent erhöht würden. Der Bevölkerung muß gezeigt werden, daß. sich das, was sich heute abspielt, ein schreiendes Unrecht ist, an dem die üemetnfce Mi* Schultz trägt, sondern di« Mehrheit in den assctz. acbentzen, staallichen Körperschaften. Die ganze katzitalistSsche Wirtschaftsweise, die heute noch regiert, ist bankerott. ES ist darauf Hinzuwelsen, daß die jetzigen PraduktionSmethsden un- möglich sind. Die uns auferzwungene WirtschaftZweis« kann nicht mehr von uns unterstützt werden. Die Bevölkerung hat zu viel geschlafen. Die Verwaltungen der Vergangenheit haben diese Mißstände vorbereitet, aber die sogenannt« Umwälzung reicht nicht aus, um der Arbeiterschaft ein« kümmerliche Existenz zu schaffen. Tie 50 Prozent Zuschläge auf die bestehenden 300 Prozent empfehle ich daher abzulehnen. Wegen der LieferunoSprännen an di« Landwirte(mutze«*• stimmig nachstehende Resolution beschlossen: Die. Konferenz der zur U. S. P. D. gehörenden Gemeinde- Vertreter Groß-Berlins protestiert gegen die Eeivährung von Lieferungsprämien an die Landwirte, weil dadurch der Preis der notwendigsten Lebensmittel noch weiter erhöbt und die Le- be-nshaUung des Volkes noch mehr crschtocrt wird wie bisher. Die Konferenz protestiert ferner dagegen, daß die Regie» rung den Gemeinden in Zukunft Zuschüsse zur llerbilligung der Lebensmittel für die minderbemittelte Bevoiierung nicht mehr gewähren will. Die Konferenz vertangt, dg* die Regierung mit allen Mit- teln der Staatsgewalt die" Landwirte zur Erfüllung ihrer Ab- lieferungvpflicht zwingt. Die Konferenz fordert die Gemeindevertreter der U. S. P. D. auf, in allen Gemeindevertretungen eine, Protest- bewegung gegen diese die Lebenshaltung der Bevölkerung schwer schädigenden Maßnahmen der Regierung zu entfachen. Acndrrnngea in der Leitung dev BcrgardettrrvrrbandeS. Am 1. Januar 1920 traten mehrere leitrzide Personen au« den Dien» stcn de? alten Bergarbcsterverbandcs au«. Der 1. Borsitzende Sachse Z wird Kalirat, R u ih m eg« r, der 1. Kassierer de» Verbandes, Landrat des Bschumer Kreises, L S ffler,«in Vorstandsmitglied, wiud ebenfalls in den Kalirat eintreten. Gegen da« Urteil, wonach bie deutschen Großindustriellen tnt Saargebiet, Robert und Hermann Röchling, durch ein fran« zöstschei Militärgericht in Amiens jeder zu 10 Jahren Zucht- bauS, IS Jahren Landesverweisung und 10 Millionen Franken Buße verurteilt worden sind, ist Radis ion eingelegt worden. Wahlerfolg der englischen Ardeiterpartei. Der von un» bereit» gestern mitgeteilte Wahlausfall der Ersatzwahl in Brom» leh zeigt einen lebhaften Rückgang der Stimmen der Koalition. Zum ersten Male stellt« die Arbeiterpartei in Bromley einen Kandidaten auf, und die Tatsache, daß dieser Kandidat sofort mehr als 10 000 Stimmen erhielt, wird von der ganzen Presse als überraschend und höchst bemerkenswert be- zeichnet. Die Presse bringt diese Wahl im Zusammenhang mit der kürzlich vollzogenen Ersatzwahl in St. Alban», wo ebenfall» der Arbeiterkandidat«In« starke Stimmenanzahl auf sich ver- einigte. Die beiden Ergebnisse seien von großer Tragweite. Die Meldung über da» englisch.amerikanische ytnanzabtom- men, da» Lorid Grey m Anneviba zustande gob rächt haben.soll, wird dementiert. Greys Sekretär erklärt obsnfall«, daß Grctz an kelnon diesbezüglichen Besthandlumgen teilgenommen hat. Der Streit der englischen Eisengießer, der monatelang an» dauert, ist in ein n e u e S S t a d i u m«ingetreten.-Di« Regierung hat neue Bedingungen erwirk». Die Regelung ficht eine Er- höh un« des Wochenlohns um S Schilling vor. Ferner dürfen di« entlassenen Arbeiter wieder in dm Dienst treten und müssen sämtlich« Werkstätten die Arbeit bis zum 19. Januar wlcoer aufgenommen haben. " Ein« Havas-Meldung besagt, daß der Gtretk auf Grund du neuen Bedingungen beigelegt worden sei. Die Ausschreitungen in Irland nehmen einen immer größer ren Umfang an. In L i m e r l ck wurde vorgestern daS Postamt durch 20 bewaffnete Leute überfallen. Da! Personal wurde auS dem Postamt gewiesen. Die Räuber nahmen etwa 4000 Pfund Sterling und viele wertvolle Postsachen mit. Der Dienst wirk nunmehr von Militär versehen. Der bekannte Jrenführer Jahn Dill an wird wieder in» politisch« Leben zurückkehren. In Bulgarien kriselt rS. Di« bürgerliche Presse malt bolsche- wistische Schreckbilder an die Wand, die bürgerlichen Parteien rufen zum Zusammenschluß und fordern die Regierung auf. di» Ordnung zu sichern. Die italienischen Delegierten der Internationalen Arbeiter» konferenz in Washington sind in Neapel eingetroffen und habew der.Epoca" zufolge, sich über die Konferenz und über die Au»»' sichten einer baldigen Verwirklichung der internationalen Ge- setzgebung zugunsten der Arbeiter skeptisch anSaesprochm. Durch die Abwesenheit deutscher, österreichischer, ungarischer und russischer Delegierter sei der Erfolg der Konferenz beeinträchtigt tvorden. i 200 Bolschewisten»nd Anaichisien wurden einer Paris« Meldung nach in Chicago verhaftet. Aus der Var!e!presse. Die soeben erschienene Nr. 1 der don Dr. Rud. Breitscheld ausgegebenen unabhängigen sozialdemokratischen Wochenschrift «Der G o z i a l i st" enthält folgend« Beiträge: Da» neue °lte Geist'von Rud. Breitscheid: Korn. muntZmu» und Terrorismus von Bruno Asch: Die Kommunisten in Deutschösterr.ich von Julius Braunthal- Wien; Theodor Fontane von Anna Siemlen. y* x0c® 5'f* ericheint wöchentlich einmal und ist lon D*ie obet durch den Per. ' m.." J®' 3't,m freist von vierteljährlich 6 M. zu beziehen. Preis der Einzelnummer 60 Pf. L»'*' Die„Freie Welt" Ist die bsste illustrierte Wochenschrift Jedes IfSeft SO Pfennig. Bcaohton Sie auch das Inserat in der„Freiheit" ■ÜBipzJgQP JzV? Tdönigstn RosenthaCar Sti? 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Montac 7 Uhr: Orestie (33. Abila. 1. AbdJ_ Cirektloa tut Ktelobard— Red. Benutaar Theater I. d. KSalggratzer Straße Nachm. 3 Uhr: Erdaelst (Lulu: Maria Orska* V8U.: SeijloflWettersteln Mt&tSsC'loüWettersteln Jj rnsiatt: Neu aufEenommen: Die htiitiea der e salliehaft (Else Lehmann, Allred Abel. Alexander bkert. Reinhold Sch inzel, Grete Diereks. Rose Veldtkirch, Jenny Marbe, Far- dinand v Alten. Qus'av Potz) MtwiSchloßWetterstein Don.: SciiloQWetterstein Freitae: S'üti n d. Geialliebalt Sbd. Schloß Weltcrateln SonnnE nachm.: Brdltetst Abends: S'tltzen d Geiali schall Wie; Schloß Wetterstein KomOdienbaus 3 Uhr: Llselott von der Pfalz i« Uhr: „s i e Berliner wm 3 Uhr: iUne. dl<»1,1« Itudilii 7J5 Uhr: BUDIDBl- Stndenten läs-liealcr Direktion: YJklo»' Barnowsky 3 Uhr: Der rot© hahm 74 uhr: Pygmalion Montag bis Donnerstag 74 Uhr; Pygrmalion. Frei ig 7 Uhr: Zum l. Male: Holle. Weir. Erde. Von Georg Kaiser. Sonnabend Tt Uhr: Pygmalion Sonntag und Montag 7 Uhr: Hölle. Weit. Erde. DÄllistL-ltotir 3 Uhr; Dies Irae. Ailahandiiob xMenne (Konstantin, Götz« Walter) Residenz-Tiieater Kachm. 4 Uhr k'eine Preise Der grute Ruf Taglich 74 Uhr: En unMI Mittwoch4Uhr; Rotkäppchee. Donnerst. 4 U.; ßebnaewloehen Tnnnon- Theater Nachm. 4 Uhr kleine Preise: Johannisfeuer. Täglich 74 Uhr: Maskerade Mlttw. 4 Uhr: Schnoewlttchoa. Donnerst 4 U.: Rothfipnchen, Rose-Theater 2 Uhr: Diu im Sobaiten lebe«. n uhr: Vis Bfrndstif'erin. " Cflslno-Theafer yrthrln gcr Sir. 37. T»gl.'/«8 Uhr sc! �erlii.-.------ W—------- Vorher erstkl. Spezialitüten Am 4. Januar 3'- Uhr; -Frohes Fest" Walhalla-Theater Uhr: Pniulllc Hannemann 74 uhn Die Ghardastörstin Heues Operettentiaus Direktor: Jeaa Kien Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Die Dame vom Circus Apollo-Theater Frtedclchsfr. 21S. 71/ Allabendlich i*1: Sonntags 3'', u. J Unübsrtrelfliches Varletd-Prcgramml Wintergarten. »»lieh 74 Uhr VarletMeSlung Rauchen gestattet. Ihaatar am Eotibuser Tar Tel.; Moritzplatz 14814. TZgl. 7« und Sonntas nachm. 3 Uhr: EiMngsr 9 ehem. Mitgl. der Stet in« Sänger. Blätlicen-üonnrl Vorv. 11-14 u. 4-6 ü. Cimufllnssh Heute Stg. 2Vorst..)4u.74U. Nachm. I elg. Kind frei «J rch. Pnrt.. JUoheabrf dal'• Abends Tragikom. Pant „ApKrodite" In beiden Vorst vorher dna neue Jnnuar-Progf. Riesen- Beifall I Der gratis Schaufilm /flHobo! Außerdem du Lustspiel: Valer G. ni. V. H. Einlaß: 330, B. 63«, Bis Vorrerkaul 11—1 Artus-Hof PtHiSerttr»ril. 21. Hr.(IK IM Heute und morsen: Carola ToeSI® in „DerfalsüliöSciieln" da» AnnaMQdaf-LIrcka m Margots Freier Lustspiel In 3 Akten und Kitts Stim- Ereil Hilm In W« In ißrt Ist Hirt< i Enal Uüs. Filmspiel In 2 Akten. Ab Dienstag, d. 6. Jan. l ötet nicht mehr! Für Vereinsmusik legi. Art empfiehlt sich bestens August Bsde. Kapellmeister, Große Präsldentenstraße 3. Möbel auf Tellzahlunc Spezialität; Bürgerliche| lekaungt-EiiriektD:!)« Moderne Spi'ti-. ß«!». enit Sibiilziiiner in großer Auswahl IM. lieber,] Aiexauderstr- 16,! aahed. 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L Abend. 6 Jsmsr 1920: Literatur- Angtbei, Entstehung und Aufmachung der Bilanseo. 1 Abend, 13. Jaanar 1920t DI» bnchhhaltarfachea und luristischen Grundlagen der Bilansen. L Abend, 21. Jaanar 1930) Bewertung imdAbtehrelbnag; Aktiv- and Passiv-Posten. Reserven. Reingewinn. 4. Abend, 28. Janasr 192»: QesehSItsbe riebt. 1) videndenpoMllk, Bank, Bilanz und Börsenkurs, Bilanzlllschung und Bilan Verschleierung. fc Abend, 3. Februar 1920: Bilanzkrltlk, Ihr V tsen. Aulgaben. Möglichkeiten and Grenzen, Statistik, Vo ksvirtschaft und Bilanz. II.(praktischer) Teil. Bilanx-Kpitik. 4. Abend. IL Februar 1920: Zergliederung einer einfachen Bilanz(offene Handels- gasellschaft), Zeit und Entstehung des Gewinns. ■T. Abend, IT. Fcbrnar 1920: Genossenschalts-Bilanz: Bau-. Konsum- nnd Kreditgenossenschaften, Besprechung von Zettungshllanzen. fi. Abend, 24. rebruar 1920: Brauerei-Bilanz(Entstehungskosten), Bilanz einer ehemlschen Fabrik. 9. Abend. 2. März 1920; Maschlaenfabrlk-Btlanz(Vergleich verschirdeeer Jahre), Metellwarenfabrlk-Bilanz(Vergleich verschiedener Werke) 10. Abend. 9. Mirz 1920: SpezIallUtenlabrik-Bilanz(Aktlonirztandpnnkt), Bau- und Terreingesellschafis-Bilanz(Bilanzldlschung). Revlsionaiechnik. Aendernngen vorbehelten. Die notwendigen Drucksachen(Bilanz-Schemen oswj werden vor Beginn der einzelnen Vortrüge verteilt Es empfiehlt sich, Schreibzeug. Papier. Bleistift und Lineal mltzubmigen. Wir bitten die Arbeiter, Insbesondere die Vertrauensleute, um z-thlreichen Besuch. Dielenigen, welche den ganzen Kursus unentgeltlich zu belegen wünsche», werden um Mitteilung Ihrer Adresse gebeten. VVVWVVWVVWVW. WVW� AV4i VASV.VW. v%vw% „Hufbau und lüerdtn" StfeUlchafl für praktifd&e Oolksaulklärung Otto Fertz Beauftragter der dcuifdtjfn Brbcltcrräte in SowjetruSland fpricht Ober SMjcküklliiid unil M öniffdjc i'rüWariat Moniag, am 5. lanuar, abends VI, Uhr. In der Hula des Sophien ihreums, roemraeifterftrafee 16<17 freie Hnsfprsche» eintritt frei WÄe»eUWiMöiW«i.>i«Mki 1MT Mgrllgang von eleganter DamengartisrcHe eleganter flcrrensartieriräe. Solid.nt« Vm-nrbeitnni».— T.d.Iloser SHs. Umarbeite-), Wenden und Reparaturen werde««als sorgialtleste ansgeiübrL Gute Friedensstoffe am Lager. Wühelra Lemke Nchf. Hans Hauser Stololscbe Stral'.e 23. Speiial-Arzt Dr. med. Lommer. SyphlHs, Harn-, Frauealeitfen» Heilung schnell, sicher und sch m e r 2 1 o s oh ti" Be rn f s« tör ub g: KffasrH. Hobosaoim«. Brunnenstraße m 9-1,4-8, Sonn'.9-1. im» üsur/kfiitj Patent-Mosier schütz- An» mcldnng 35— Marl,. Steuer» reklaraatioren ferngt so Post, Putbuser Straße 42. Nr. 0. Beilage zur„Freiheil" Ssrnlag. t. Zauugr 1J?20 Löhne und preise. Ve-chlüsse der Berliner Eewerkschastskommission. Am Freitag, den 2. d. M., nahmen die Gewerkschasts- vorstände der Berliner Gewerkschaften Stellimg zu der'am 1. d. M.«ingetretenen Verteuerung der wichtig» st en Lebensmittel d-urch die PrämienZahlung der Negierung an die Landwirte. Die von der Regierung und dm Arbeitsgemeinschaften errechneten Verteuerungen von b M. für eine fünfköpfige.Familie wurde von sämtlichen Rednern als zu minimal betrachtet. Es wurde betont, daß mit der Verteuerung dieser wichtigsten Lebensmittel zu gleicher Zeit die Vataiening aller zum Lebensunterhalt notwendigen Produkte erfolgen würde. Hierfür auch nur einen gerechten Ausgleich zu schaffen, fei es notwondig. daß neben, van de steten den Löhnen eine sofortige laufende Zu- lag« von 25 M. pro Woche an alle Beschäftigten,— Be- cmrte, Angestellte, Arbeiter und Arbeiterinnen— von den Arbeitgebern zu zahlen ist. Zu dieftim Zweck sollen die einzelnen Gewerkschaften ihren Arbeitgeberverbänden diese Forderung bekanntgeben, um dann gemeinschaftlich mit dem Neichsarbeitsministerium diese Forderung allgemein verbindlich Vurchzufetzen. Diese Forderung ist unabhängig von dm tariflichen Forderungm und Bestimmungen der einzelnen Gewerkschaften. Von vielen Rednern wurde darauf hingetbilsfm, daß zwar viele Inlandspreise den Auslandspreisen angepaßt seien und hierdurch dm Unter- nehmeim große Getvinne zufließen, daß aber dir Arbeits- löhne dagegm so gehalten sind, daß die Verelendung der orbeitonven Schichten der Bevölkerung immer mehr um sich greift. ES wurden folgende Resolutionen onge- nomnien: 1. Es find sofort Verhandlungen mit den Berliner Ardeit» gebern einzuleiten zu dem Zweck, eine fosortig« Erhöhung der Löhne für alle gegen Lohn und Gehalt beschäftigten Beamte, An. gestellte, Arbeiter und Arbeiterinnen herbeizuführeu. Die Lohn» höhe muh den geltenden Marktpreisen für alle Lebensmittel und Bedarfsartikel entsprechen. Außerdem müssen durch die Haupt- vorstünde und Bundesvorstand die gleichen Forderungen für das Reich erhoben werden. Die Löhne müssen in einen festen und einen beweglichen Teil umgestaltet werde«. 2. Die am 2. Januar tagende Sitzung der Berliner Gewerk- sihaftSkommisfilM bringt zum Ausdruck, daß die Verteuerung der Kosten der Lebenshaltung infolge der Lieferungsprümie der Land. Wirtschaft bedeutend höher find, als sie von der ReichSarbcitS» gemeinschaft angenommen werden. Sie hält einen Lohnzuschlag von 25 Mark für diese am 1. Januar eingetretene Teuerung für das Minimum dessen, was notwendig ist, um dir Arbeiterschaft lebensfähig zu erhalten. Tie Gcwerkschaftskommisston beauftragt ihren Ausschuß, über daS NcichSarbeitSministerium mit den zu- ständigen llatcrnehmervcrciniguugen i» Verhandlung zu treten. Das Resultat dieser Verhandlung soll für alle Lohnarbeiter im Wirtsckmftsgcbiet Berlin rechtsverbindlich erklärt werden, und zwar ob 1. Januar 192<1. Drohender Streik der Verstcherungsangestelllen. Eine Massenversammlung der Berliner Bersicherungsange» stellten im Zirkus Busch nahm am Sonnabend«inen Bericht über die Situation in der Versicherungs-Anyestellten-Bewegung ent- gegen. Der Riesenraum war in beängstigender Weise überfüllt. Tansende fanden keinen Einlaß. Dr. Vollbrecht beleuchtete grell die verschiedenen Niederträchtigkeiten der Unternehmer, die die Empörung der Angestellten ganz enorm gesteigert habe. Zum L. Januar hatten die Direktoren einen Sireik erwartet und an diesem Tage erschienen in den Betrieben Sicherheit? sol» daten, um die Verbindung zwischen den Direk- toren und der SicherheitZwehr aufzunehmen. Nachdem Schneider mitgeteilt hatte, daß am Montag durch Urabstimmung in den Betrieben darüber enlschieden werden soll, ob der Streik zu proklamieren ist, ergriff Genosse Fritz Schmidt das Wort. Er führte aus, daß die Unternehmer den Kampf un- bedingt wollen, die Angestellten seien bereit, den Kampf aufzu- nehmen. Die Lohnforderungen dürften nicht von dem geforder- ten Mitbestimmungsrecht getrennt werden..(Lebhafter Beifall.) Die aufgestellien Forderungen könnten und müßten bewilligt wer- den. Der Prosit der Gesellschaften wird den Taschen der ge- samten Bevölkerung entnommen, und die Angestellten fordern, daß der Streit, diese Einnahmequelle mit Beschlog belegt. Der kommende Kampf würde ein Kamps bis zum Weißbluten. In diesem Monat wird er nicht zu Ende gehen..Sind Sie," so rief der Redner,„auch dann noch bereit, in den Streik zu treten?" (Stürmisches„Jawohl!")„Sind Sie," so fuhr er weiter,„der Auffassung, daß ich Sie in den Streik gehetzt habe?"(Stürmisches „NeinI"„Die Unternehmerl"„Die Direktoren!") Jeder Streik, der um wirtschaftlicher Forderungen willen begonnen wurde, hat seine politischen Wirkungen. Die Angestellten werden sich von Noske nicht provozieren lassen. Es gibt kein Nachgeben, bis die Unternehmer nachgegeben haben.(Langanhaltender Beifall.) Der Obmann der Einnehmer teilte alsdann mit, daß auch die Einnehmer abstimmen werden. Sie erklären sich mit den Angestellten solidarisch. Folgende Resolution fand«instimmig Annahme: „Die am 3. Januar 1820 versammelten Angestellten de: Croß-Berliner Vcrsicherungsbetriebe nehmen mit Gntrüstung Kenntnis von dem weiteren rigorosen Vorgehen des Arbeit- geberverbandes, jede Verhandlung mit dem von den Ange- stellten mit ih.wr Interessenvertretung beauftragten Zentral- verband der Angestellten abzulehnen. Die Haltung ist selbst der in Betracht kommenden Behörden wie z. B. dem Arbeits- Ministerium absolut unverständlich. Die Versicherungsange- stellten erkennen daraus, daß der Arbeitgebcrierro: nicht halt macht vor der albgemeinen traurigen Wirtschaftslage bzw. der Notlage der Versicherungsangeftellten. Ihr Egoismus ist in dieser Beziehung grenzenlos. Die rigorosen Maßnahmen des Arbeitgeberverbandes gegen die Angestellten hat das Band der Solidarität zwischen den Versicherungsangestellten nur noch mehr gestärkt und sie be- auftragen den Zentralverband alle gewerkschaftlichen Mittel gegen die von so ganz verantwortungslosem Machtwillen er- .füllten Arbeitgeber in Anwendung zu bringen." Lohnbewegung in der Gipsbaubranche. In einer Bersamnnlung der Rabitzputzer, Träger und Span- ncr, die Freitag stattfand, sprach der Sektionsleiter S chu b e r t über die Neuausgestaltung des am 1. April automatisch ablaufen- den Tarifvertrages. Der Tarif soll zukünftig aus einem festen und beweglichen Teil bestehen, damit den TeuerungsverhÄinissea besser Rechnung getragen werden kann. In Anbetracht der stän- dig steigenden Preise für all« Bedarfsartikel schlug der Referent vor, daß mit den Unternehmern sofort in Unterhandlungen«in- getreten und ein Zuschlag von 80 Psg. auf den jetzigen Stunden- lohn gefordert wird. Mit der Zweiteilung des Tarifvertrages war die Versammlat.ig einverstanden, jedoch wurde die Forderung von 80 Psg. als entschieden zu niedrig«mpsunden. Es wurde beschlossen, daß 1,50 M. Zuschlag für die Arbeitsstunde gefordert werden soll. Zu beachten ist, daß diese Arbeiterkategorie nur höchstens 10 Wochen im Jahre arbeiten kann. Organisationsschädlinge. Wie haben die Rechtssozialisten geschrien über Spaltung, über Schwächung der Arbeiterbewegung. Wie«ruft«S ihnen da- mit ist, zeigen die Vorgänge im Metallarbeiterverband. Weil eS ihnen heute nicht mehr nach ihrem Willen geht, und die große Masse der Mitglieder sich auf sich selber besonnen hat, suchen die alten Machthaber, die Wuschick, Cohen, Brolat und Haböck auf eigene Faust zu arbeiten. Im vorwärts" vom 8. Januar 1820 ist folgende Notiz«nt- halten:, „Achtung! S. P. D.-Metallarbeiter! In allen gewerkschaftlichen Fragen, einschließlich Betriebs- ratSwahlen, wird Auskunft erteilt Lindenstraß« Iis, v. IV. Der Vorstand der Fraktion der S. P. D-Metallarbeiter." Hierzu bemerkt die Ortsverwaltung des Deutschen Metall- arbeiterverbandeS:• „Wir fordern sämtliche Vertrauensleute der Organisation auf, unsere Mitglieder in den Betrieben dahin aufzuklären, daß seitens der Organisation irgendeine Verbindlichkeit für Auskünfte, die vom Vorstand der S. P. D-Metallarbeiter-Fraktion erteilt werden, nicht entsteht. Für die Organisation verbindliche AuS» kunftserteilungen werden gegeben: Linienstraße 83— 85, Zimmer 8. Wir warnen unsere Mitglieder noch einmal, dem organi» sationsschädlichen und zersplitternden Treiben der S- P. D.Metallarbeiter Vorschub zu leisten." A.E.G. HenaigSd-rf. Dienstag, den 8. Januar, abends 6 Uhr Versammlung der ausgesperrten und arbeitenden Kollegen und Kolleginnen im ArbeitSloscnraum. Linienstraßc 83—35. „Noske" ist schuld. Es kam so: Von der Arbeit heimkehrend, wollte er ein Glas Kulmbacher trinken, ausgerechnet Kulmbacher, daS trotz feines geringen Gehalts noch schmackhafter ist, als das sogenannt« gewöhnliche Gebräu. Und das gab es in einem bestimmten LoSal.„Was," fragte sein Gegenüber,„nur eins? Nein 6—8 jeden Tag und die nötigen Boonckamps dazu, das muß ich haben."„Nein!" erwiderte der andere. „Wo soll ich die Mittel dazu hernehmen? Man hat doch eine Familie und der Verdienst ist nicht so hoch, daß man sich mehr leisten kann." Da zeigte der andere nach einem Tisch, um den dichtgedrängt Leute in Arberterkleidung stvn. den. Auf dem Tisch, ausgebreitet, war ein Spiel Karter» auf Leinwand aufgeklebt. Niemand von den Umstehenden nimmt von dem Neu- ling Notiz. Nur sein Kollege erklärt ihm nun das Spiel. „Schlesische Lotterie," fei ein„harmloses" Spiel. 1 M. auf eine Karte gesetzt, erihalte man 9 M. zurück, wenn daS große Los auf seine Karde fällt. Mißtrauisch, wie alle Neulinge nun einmal sind, be, twchtet er die Mitspielenden. Starr, den Blick nur auf die Karten gerichtet, stehen sie um den Tisch mit rotem, fiebern. dem Kopf, der Schwleiß rinnt manchem vom Gesicht. iMan niüßte es doch einmal versuchen. Zunächst im stillen für sich, ohne Einsatz. Er setzt auf Herz-Aß. Der Bänker zieht die Karten mit einer Würde, als ob» der leibhaftige„Ebert" am Tisch sitzen würde. Herz-Aß, 44 Mark, ruft der Bänker, und schön beginnt man von neuem zu setzen. Also seine Karte hat gewonnen, weshalb er nun bloß noch gezögert hatte. Man muß nicht gleich drauf loSsetzen. meinte sein Kol- lege, sondern seinen Tip Abwarten. Und sein Tip im stillen hatte wieder» gewonnen. 1 Mark legte er behutsam auf eine Karte Pique-König. „Noske", ruft alles. Er versteht den Ausdruck nicht,. ist über all« Maßen erfvwrt, als ihm der Banker 8,5(1 M. ii bergab. Du mußt jetzt mal deinen Gewinn höhersetzen, meinte sein Kollege, mit einem Trommelswcke fange ich erst gor nicht an. Nun war es vorbei, er konnte setzen, wo er wollte, das Glück blieb ihm nicht mehr hold. 1l Uhr abends kommt er nach Hause, aufgeregt, mit sich selbst nicht mehr einig, fluchend und schiinpfend. der Fa- milie den Schlaf raubend. Er muß das Verlorene wieder zurückholen. Mit diesem Vorsatz versucht er jeden Abend sein Glück am Spieltisch. Der Spielteufel hat ihn erfaßt, der sonst Ruhige, Niich- terne wird roh und flegelhaft wie alle Spieler. Die kümmerlichen Ersparnisse greift er an, nicht auf die guten Ratschläge seiner Frau hörend. Auch diese opfert er seiner Spielwut. Sonnabend. Er hat seinen Verdienst erhalten, das gibt ihm neuen Mut. 73) Jimmie Higgi'ns. Roman von Upto« Sinclair. Aus dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühlen, VI- Die meiste Zeit jedoch war er vom Geist der Hcrt« be- herrscht: er wollte, was alle um ihn wollten: das Ungeheuer zurückhalten von den lieblichen ftanzöfischen Feldern,«n komischen kleinen Dörfern, den amerikanischen Spitälern, Rastlagcrn und besonders von dem Nadreparatur, chuppen. ivo Jimmie Higgins arbeitete. Das Unglück jedoch war, daß das Ungeheuer nicht zurückgeholten wurde, näher kam, vor- stürzte, wie sich ein Stier auf den andern stürzt,-�immies Dorf log in der Sähe des Marnetals, und dies war der Weg nach Paris, wohin das Ungeheuer wollte. Lauter und lauter dröhnten die Geschütze, wilde Ge- rüchte slogcn duichs Land. Immer dichtere Züge erfüllten die Straße, doch kamen sie langsamer als zuvor, denn die Deutschen haften die Straße erspäht, ein Artilleriezug war, bloß einige Meilen vor dem Torf, getroffen worden.„Wenn das so Weiterg-cht, werden sie uns zurückkommandieren sagte der Feldwebel zu Jimmie, der sich fragte:„Wie, wenn sie uns nicht zurückkommandieren? Auch uns vergessen� Gwt es jemanden, dessen besondere Pflicht es ist, dafür W sorgen daß die Auiomobilabteiliing zur rechten Ze't m �ichecheit gebracht wird? Und was geschieht, wenn die Deui'.chen allen Berechnungen zum Trotz durchbrechen? Damit hafte Jiminie nickt gerechnet, als er in Leesvrlle das Musterungsbureau hefteten hatte. . Gasmasken wurden ausgegeben, eine Alarmglocke wurde im Schuppen angebracht, und alle mußten sich üben, die Maske m größter Eile anzuziehen. Jimmie hafte solche Angst, daß«r bereits ans Fortlaufen dachte, und dann — dies isl der der menschlichen Natur eigene Widerspruch lies er genau in die entaegengesetzte Richtung. Der koni- markierende Offizier erschien im Schuppen und; „Kann einer von euch auf dem Motorrad fahren?" Wird ein Motorreprrateur je zugeben, sich darauf nicht zu Lift" stehen?„Ich kann fahrenl"— rief Jimmie— und„Ich kann es!"— rief jeder andere Arbeiter. «ES ist eine gefährliche Mission"— fügte der Offizier hinzu: glaubte er etwa dadurch jemand abzuschrecken? „Was ist'S?" fragte Jimmie. stets bereit, sich vorzu- drängen. _„Die Franzosen verlangen ein halbes Dutzend Leute. Sie haben einige Motorabteilungen verloren." „Gut"— entgegnete Jimmie—„ich gehel" »Ich auch!"„Ich auch!"„Ich auchl"— riefen andere Stimmen. »Gut,"— der Offizier wählte aus—„Sie, und Sie, und Sie. Cullen, übernehmen Sie-das Kommando und melden Sie sich im Hauptquartier in Chcfteau Thierry. Wissen Sie. wo das ist?" »Freilich"— entgegnete Gullen—,„ich war ja schon dort." Jimmie war nie in Chateau Thierry gewesen, doch wußte er, es liege irgendwo auf der anderen Seite der Marne. Der Offtzier gab ihm eine Landkarte, auf der die Dörfer verzeichnet waren, die sie passieren mußten. Jimmie und feine Kameraden nannten die Dörfer beim Namen, ohne sich um die blödsinnige Sprache der Eingeborenen zu kümmern. Jimmie hörte Namen zum erstenmal, ebenso den Namen deS Ortes, wo die Amerikaner vor einer Woche den ersten Sieg davongetragen haften, und den sie trotzdem nicht richtig auszusprechen vermochten. Und nun sollte Jimmie gegen Chateau Thierry vorstoßen, unter dem Befehl eines rothaarigen irländischen Katholiken, der vor wenigen Tagen behauptet hatte, alle Sozialisten seien Verräter und mußten erschossen werden. Jeder bekam einen Paß für den Fall, daß sie vonein- ander getrennt würden. Während sie dem Raum zustrebten, wo die Räder aufbewahrt wurden, überkam Jimmie eine wahnsinnige Angst. In was zum Teufel hat er sich da hin- eingeritten, Idiot, der er ist! Hinfahren, wo Granaten kre- Pieren, Gas-bomben Platzen I Dies setzte allen Dummheiten seines Lebens die Krone auf! Seine Knie� begannen zu zittern, ihm ward übel. Doch da begegnete sein Blick Pat Gullens drohenden blauen Augen, Jimmie gab den zor- nigen Blick zurück, Kampflust flammte in ihm auf, er schob sein Motorrad der Tür zu. Sollte ihn solch ein katholischer, irländischer Kerl als Feigling erwischen, es den Leuten hier verkünden und dadurch die sozialistische Bewegung in Schande dringen? Um nichts in der Welt! Dreiuudzwnnzigstes Kapitel. Jimmie Higgins- begegnet den Hunnen. l. Die sechs Motorfahrer sprangen auf ihre Räder im 5 sausten los. Natürlich stellten sie ein Wettfahrcn an— das tun Motorfahrer immer— und diese hier hatten einen triftigen Grund: das französische Heer bedarf ihrer, denn es hat etliche seiner wertvollen Antom-obilabteiliingen verloren. Sie rasten dahin, zwischen Lastwagen und Automobilen, Kranken- und Munitionswagen, Pferden, Maultieren, entgingen der Gefahr stets um eines Haares Breite, weis zum Haupwergnügen der Motorfahrer gehört. Bisweilen, wenn es ihnen zu langsam ging, versuchten sie im Straßengraben oder auf den aufgeockerten Feldern zid fahren. So' kain es auch, daß Jimmie mit seinem rothaarigen Feind den Weit- kämpf aufnahm, ein enger Spalt wurde zwischen zwei Fahr- zeugen frei. Jimmie schlüpfte durch, sprang auf sein Rad, jagt« von dannen, triumphieren'd. frei, fein eigener Herr. Er fand dies gerechtferftgt, kein priestergeknechteter Papist sollte ihn einholen und ihm Befehle zuschreien. Lange Züge von Flüchtlingen strömten, die Straße entlang: kläglich aussehende Bauern mit Pferde- und Hunde- wagen, sogar mit Schubkarren, zahnlose alte Männer und Frauen humpelten neben den Gefäbrt-en einher, Kinder hockten auf Bettzeug, Möbeln und Küchengerät. Ties war der Krieg,, wie ihn die einfachen Leute iahen, doch hatte Jimmie jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken,— Jimmie ging an die Front. Große Vevbachtungsballons schwebten über jeinem Haupt, sie glichen ungeheuren grauen Ele- fanteii mit riesigen Ohren: Aeroplane durckchwirrten die Luft, machten unglaubliche akrobatische Kunststücke, über- gössen einander mit Stahlfluten. Jimmie jedoch hatte keinen Blick für all dies:— Jimmie ging an die Front. tKaftieüung folatH «ftn Vorbeigehen muh er erst nachsehen wie heute die Karten schlagen... Das Glück scheint ihm heut: hold zu sein. Zweimal das große LoZ. Nun aber ran, ermuntern ihn die Um- stehenden. Das war sein Verderb. Blank und kahl kam er nach Hause, selbst seine Ilhr. ein altes, teures Andenken, hat er am Glückstisch gclassem Die Vernunft dringt endlich, naclchom er vollständig an Leib imd Seele ruiniert, durch. Es klinget. Seine weinende ftrau öffnet die Tür und herein kommt ein Arbeiter, einfach, schlicht, wie ein Apostel zur rechten Zeit. Sie sprechen über Organisation. Ailsbeutung durch die Kapitalisten, vom Völkerfrühling, Lebensglück und Lebens freu de. Alles das war ihm bisher fremd. Daß ein einfacher schlichter Arbeiter sich mit derartigen Sachen befassen konnte und so weiter, löste bei ihm wieder Vertrauen aus. Beide hatte sich gesunden, im Vertrauen erzählte er sein Leid. „Noske" hat mich ruiniert. Weshalb„Noske", erkundigte sich der Genosse. Piquekönig nennen die Spieler„Noske", während der Kreuzkönig mit„Ebert" bezeichnet wird. Hätte ich beim ersten Spiel auf„Noske" nicht gewon. *en, wäre ich heute nicht ruiniert. Beide schüttelten sich die Hände, gelobten, gemeinsam den Kampf auch gegen den Spielteufel aufzunehmen und schieden voneinander als Genossen. An bke Gewerkschaften und Parteiorganisation«:. Die Umstände bedingen eS, daß der Umfang der„Frei- heit" nach wie vor noch ein beschränkter bleiben muß. Um nun in den Morgennnmmern, für die der Stoffandrang gewöhnlich größer ist als für die Abendausgaben, mehr Raum für Text zu gewinne», bitten wir dir Gewerkschaften und Parteiorganisationen, die Inserate für die„Frei heit" nach Möglichkeit für die Abendausgaben zu bestimmen. Im Interesse der Auftraggeber aber liegt es auch, das« die Inserate so früh wie möglich bei unserer Inseraten- gbteilung aufgegeben werden. Verlag der„Freiheit", Achtung! Arbeiterrate! Am Montag, den 6. Januar, abends 6 Uhr. findet in wn BoruissiÄsälen, Ackerstraße 9, eine Vollversammlung der Arbeiterräte statt. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das voll- zähl ige Erscheinen sämtlicher Arbeitcrräte. Der Vollzaigsrat. Rich. Müller. I. Heinen. Erhöhte Preise für Butter und Margarine. DaZ Inkrafttreten des neuen Umsahsteuergesehe» ändert {eine Wirkungen auch auf die amtliche LebenSmittelverteilung; I« Umsähe zwischen Großhändler und Kleinhändler und zwischen Kleinhändler und Publikum sind nach dem neuen Steuergeseh steuerpflichtig. Bei der Fettverteilung kommt zu dieser Be- lastung hinzu, daß in der Hauptsache AuSlandSbutter zur AuS- gäbe für die Butterportion verwendet werden muß, der Ein» laufSpreis ständig gestiegen und jetzt eine den bisherigen Klein- de rkaufS preis weit hinter sich lassende Höhe erreicht hat, daß der bisherige Verbraucherpreis nicht mehr länger beibehalten werden kann. Die Bemühungen der Fettstelle Groß-Berlin, billigere In» landStmtter von den OberverteilungS stellen zu erhalten, haben leider keinen Erfolg gehabt. Außerdem sind mit Rücksicht auf die gesteigerten Geschäftsunkosten«die Händkerzrrschläge wesent- lich erhöht worden. Durch das Zusammentreffen- all dieser Um- stände sieht sich die Fettstelle Groß-Berlin genötigt, vom 6. Ja- lnuar 1920 ab den Preis für die zur Ausgabe kommend« Butter- wochenmenge aus SO Pf. Ml erhöhen. Bei der Margarine muß Wegen der Heraufsetzung des EinkäufSvreiseS sowie� der. erhöhten Umsatzsteuer und der Erhöhung der Händlerzuschläge gleichfalls eine Erhöhung, und zwak auf 1,02 M. für die Wochenkopfmenge «intreten. Insgesamt wird daher die Wochenkopsportion 1.B8 M. tosten. Die KMenstelle Grofj.Verlin teilt mit, daß vom Monfag, den V. Januar 1020, ab bis auf weiteres neben den bereits fre!» gegebenen Abschnitten dco: Kohlenkarten, die Abschnitte L. 12, 22. «2, 12 bzw. S2 und 02 der neuen S-, 10-, 20-, 30- und 40- Zentner» Ofenkarten beliefert werden dürfen. Auf die Ab-chnitte 1—6 der io l t en Kochkarten, 1—6 sämtlicher alten Oscnkarten, 9— 10 der alten 10— 60-ZenIner-Ofenkarten. 1—6 der alten Kokskarten, i— 10 her alten Sonderkarten dürfen Kohlen nicht mehr ab- gegeben werden. Kaifer-Wilbelm-Vedächtnisklrche heißt immer noch der grau« Kasten in der Rähe des Zoo. Die Geistlichen, die dort predigen. glauben cS diesem Namen wohl schuldig zu sein, daß sie auch den Enkel des Mannes, nach dem die Kirche benannt ist, nicht vergessen. Sie schließen ihn. wie dies z. B. am NeujahrStege noch der Pfarrer Korner tat- In ibr Gebet ein. Das darbende Volk, da? sein Unglück diesem unheilvollen Mann in Amerongen mit zu verdanken Hot, kann darruS ersehen, für wen das Herz der Kirchengewaltigen am wärmsten schlägt; eS kann daraus feine Schlußfolgerungen ziehen. DaS proletarische Theater dcS Bunde» für proletarische Ank- tur veranstaltet am Freitag, den 9. Januar, aben» 7�4 Uhr, im großen Saal der.Neuen Welt", Hasenheide,«ine Aufführung de» NevolutionSdramaS.Freiheit" von Herbert Cranz. Zahl» reicher Besuch unserer Genossen und Genossinnen ist zu wünschen. Eintrittspreis 1 M., Garderobe 0,50 M. Schulbeginn am 19. Januar. Auf Anordnung der Schul. Nif. stchtSbshönde soll in Groß-Berlin der Schulunterricht einheitlich am 19. d. M. aufgenommen werden. Mehrere Groß-Berlin-r Gsmeinben, so Wilmersdorf und Neukölln, hatten beschlossen, mit dem Unterricht bereits am 6. Januar zu beginn-en, weil die Schulen über anSreichsndeS Heizmaterial verfügten. Nachdem jetzt aber durch da? inzwischen eingetreten« Frostweiter die Schwierigkeiten in der Versorgung B-rtmS mit Kohlen sich wieder vergrößert haben, haben auch diese Gemeinden den Beschluß qe- faßt, die Schulen erst wieder am 19. Januar zu eröffnen. Verabreichung einer rcichhalterlgrn Mittagskost in drr Nen- tSUner Bürgerküche. Vom Montag, ö. Januar, an wird in der städtischen Vürgerküche, Herhbcrgstraße 26, versuchsweise ein auS pvei Gängen bestehendes MittagSgcricht ausgegeben werden. Der Preis beträgt für jede Portion 2.25 Mark. Damit die Küchen- Verwaltung über die Menge deS anzurichtenden EssenS im klaren ist, muß das Essen am vorhergehenden Tage durch Lösung der Speisemarkcn bestellt werden. Der Speisezettel wird zuvor be- kannt gegeben. Bon Einbrechern niedergeschlagen und beraubt wurde in der dergc ngenen Nacht, wahrscheinlich schon Freitag abeich der au yopre aiie ea uy wc-.a,v rmeige r Heruuann tvreuspceajer in der Potsdamer Straße 106s. Der Mann ist Verwalter von drei Häusern und bewohnt im Erdgeschoß am Hof, Stube uno Küche für sich allein. Seine Frau wohnt gesondert von ihm in der Monuinentenstraße 1, weil die Räume in der Potsdamer Straße für eine gemeinsame Wohnung zu klein sind- Breitsprecher selbst niußie e-bcr hier als Bcrwcrllcr und seiner Kundschaft wegen ioohnen bleiben. Ee hat die Behausung schon seit 30 Jahren inne. Tie Stube benutzt er als Wohn» und Schlasraum, die Küche zu» gleich auch als Werlstötle, in der er mit einem jungen Gesellen arbeitete. Direr fand ihn gestern morgen als er zur gewohnten Zeit»in 8 l'hr seine Arbeit antrelcn wollie. blutüberströmt und besinnungslos im Bette liegen. Breitsprecher hält im Keller Kaninchen. Wahrscheinlich brachen, während er Freitag abend die Tiere füttert', Einbrecher bei i'bm ein und hielten sich in der Stube auf, als er zurückkehrte. Ll?ne daß er von den Einbrechern elwaS merkte, setzte er sich in der Küche wieder an seine Maschine. Die Einbrecher aber hatten seine Rückkehr wahrgenommen. Um nun nicht gestört oder verraten zu werden, schlichen sie sich in die Küche und versetzten dein Meister mit einem schweren Gegen- stände unversehens drei wuchtig« Schläge über den Kopf, fodaß er zusammenbrach und besinnungslos liegen blieb. Eine große Blut- lache bezeichnet die Stelle neben der Maschine d cht an der Tür. Tie Verbrecher konnten nun ungestört in der Stube einen Schreibtisch und das Kleiderstünd mit Gewalt öffnen. Sie er. beuteten aus dem Sch.eibtisch nach Schätzung der Frau de- Ucbersalleucn etwa 20—80 000 Mark, das Pcivatvermögen dcS Beraubten, und Mieten, die er jetzt beim Vierteljahrswcchsel ein- gezogen, aber noch nicht abgeliefert hotte. Auch das Kleiderspind durchwühlten sie Dann vcrschtvandan sie unbemerkt mit der Deute. Der Uebeqallene, der erst später einen? ngenbl'ck wieder zu sich gekommen sein muß, schleppt? sich ins Bett und verlor dann wieder die Besinnung. Er hat sehr viel Blut verloren. Auch daS Bett ist über und über mit Blut besudelt. Mit Hilf« der Feuerwehr wurde er nach dem Kranke rihau'« gebeacht. Hier liegt er noch besinnungslos darnieder. ES ist sehr zw.üfclhaft, ob er mit dein Leben davon kommen wird. Vor% Jahren wurde sckon einmal bei Breitsprechs: eingebrochen, ebenfalls büm OuartalS- wechscl. Damals erbeuteten die Täter 800 Mark- Beim WeihnachtSvergnügen in der Radrennbahn zu Treptow hat ein Pavteigenoge Portmonuaie iruv drei goldene Ringe ver- löten. Dar ehrliche Finder erhält hohe Belohnu-ng. Abziigobea bei Schorn, Hossmau>nstr. 13(Z-garrengeschüjt). 'A'SL MensiMettaleMr. Charlottenburz. Fleisch 250 Gramm, Kartoffeln 4 Pfd. und Ersah kaut besonderer Bekanntmachung. Allg. Er.-Bsrl. Lebensmittelkarte mit Aufdruck Tharlollenburg: 125 Gramm Teigma.en(108), 250 Gramm ausländische Maisfabrikate(103), 250 Gromm ausländische Hülsenf.üchie (110), Ginfuhrzufahkarle: 70 Gramm Margarine(2). Di« Adfchnilte V. lg und H. 10 werden hierdurch für ungültig erklärt. Im Monat Januar 1020 verteilen wir an d!» Kriegsdefchädiglen, die 80 Pioz. und mehr»rwerbsunsahlg sind, 4 Pfd. Nährmittel, und zwar werden au»» gegeben: 1 Pfd. Reis. 1 Pfd. Hafernäh.mtllel. 1 Pfd. Graupen und 1 Pfd. Teigwaren. Die Ware wird gegen Abgab« der Berechligung». Karlen in allen bekannten Kolonialwaiengefchäften verabfolgt. Im Monat Januar 1020 wird einmalig ausgegeben: s) an die schwangeren Frauen vom 4. Monat ab 2 Pfund Weizengrieß 2 Pfd. Zwieback und 1 Büchse kondensierter Milch mit Zucker zum Preise von 2 Mk., auf Grund besonderer Bercchtigungskarlen, die durch die Kronkenernöh- rungsabteilung unter Borlage der üblichen Nachwerfe ausgegeben wer» den. b) an die Kinder lm 1. Lebensfah.« 750 Gramm inlünd. und an die Kinder im 2. Lebensjahr« 600 Gramm inländ. Hafernährmittel zu den vorgeschriebenen Preisen aus besonder« Berechtigungskartcn. die durch dl« Lrotkommlfsionen gegen Bo.iag« sine» amtlichen Alters- Nachweises ausgegeben werden. Die War« kann in den Kolonial- Warengeschäften bis zum 81. Januar empfangen werden. In der Zeit vom 5. bis 12 Januar 3) an die schwangeren Frauen vom 5. Monat ab und b) an stillend« Mütter'A Pfd. Wurst(la-iwurft, Poln, oder Kaiser- jagdwurst) zum Preise von 2.50 Rk.(Pfundpreis 5 M1>->! c> on die» jenigen bedürftigen Kronken, die auf Armenattest Nährmittelkarten von der Krankenernahrungsabteilung erhalten und«!) an die über 50 Prozent erwerbsunfähigen bedürftigen Kriegsbeschädigten% Pfd. Schmalz oder Speck(solange der Torrat reicht) zum Preise von Schmalz 1.66 Mk. Speck 1.45 Mk. sllr Pfd. Di« Ausgab« der Berechtigungs- karten fiir die Kriegsbeschädigten ersolgt In der Fürsorgestelle Stadt- schloß Luisenplatz. Di- Gülllgkcit der Abschnitt« 1 der Kartoffelkarte wird verlängert bis»in-fchliehllck Mittwoch, den 7, Januar. Wilmersdorf. Fleisch: Geniäh besonderer Dekanntmochung 2 Pst>. Kartoffiln auf 2 s bis 2 b. 500 Gramm Grohbrot auf 2 c— 2 g. 375 Gramm Zucker auf 80. Speisefett'. S-mäh besonderer Bekanntmachung, je 125 Gramm Weizengrieß, zusammen 250 G arnm. auf 107 und 108, 250 Gramm Teigwaren auf 110. Für Kriegsbeschädigte von 80 Prozent und mehr Erwerbsunfähigkeit: 4 Pjlb. Nährmittel. Aus- gab« der Bozugsschoins von Moniag dl» Sonnabend, den 10. Januar im Lsbensmittelemt. Zimmer 11. unier Vorlage der Rentenpapier«. Für werdende Müller im 4. bis 8. Monat: 1 Paket Milchsuhsuelf«. Für werdende und stillend«. Müi'Ier: 1 Paket Milfix, L Pfund Nährhefe. Für Kranke: Eier: Aus 2 der neuen Eierkarte. Neukölln. In de: kommenden Woche voraussichtlich Neuverteilung von 800 Gramm Teigwaren auf Abschnitt 01/05 und 150 Gramm Graupen aus Abschnitt 102 der Groh-Berliner L»b»n»mittelkart«. Die Kartofselralian wird deson-der» bekannt gegeben. Britz. Erotz-Berliner Lebensmittelkarte Abschnitt 100 250 Gramm Mal»sabrlkat«(Karte sür Kriegsbeschädigt«) Abschnitt 2 1 Psd. Nudel» graupen). Kart« für werdend«, stillende Mütter und Kinder: Ab- schnitt 10 250 Gramm Craupsnmehl(Karte sür Jugendliche). Ab- schnitt 17 200 Gramm Buchweizengrütze. Berlin-Brltzer Ausweis: Abschnitt 23 1 Pfd. Graupenmehl, Abschnitt 24 1 Psb. ausl. Haferflocken. Abschnitt 25 1 Psd. Obstmusmarmelad«. Einfuhr-Zusatzkarte: Abschnitt K. 20: 250 Gramm Komehl. Der Verkauf beginnt mit den Echluh- nnmmern am Montag, dann welter di, Nummern 8701—2700 am Diensiag. 2690—1800 am Mittwoch. 1790—000 am Donnerstag. 809—1 am Freitag. Spandau. Die zu«erabsolgende Flelschm«ng« wird noch bekannt- gegeben. Auf di« Speisefettkart« 40 Gramm Butter, 60 Gramm Margarin». Auf die Kartoffelkarte 5 Pfund Kartosseln. Am Montag % Psd. Teigwaren auf Feld 368, Preis 60 Pfg. Lichtenberg. Gegen Voranmeldung: I« 125 Gramm Teigwaren auf Abschnitte 107 und 108<59 Pfg.). Je 500 Ernmm weih» Perlbohnen aus Abschnitte 487 E. I. G. K.(4.80 Mk. pro Pfd.).— Auf Urtauber- bezugekarte 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade.— Für Kriegs- und Zioilgefangen« 250 Gramm ausläwdisch» Hülsen- flüchte.(Geschäfte siehe Ansästagsäulen.) Frledrlchoseld«. Kartoffeln bis auf weiteres nur 4 Pfund. Am Mittwoch: 100 Gramm Haferflocken(Abschnitt 100 Grotz-Berliner Lebensmitrelkart«), Suppenwürfel-(Abschnitt P. der Warenbezugs» karte). Am Freilag: 125 Gramm Grieft(Abschnitt 107 Grotz-Berliner Lebensmittelkarte), 250 Gramm ausländllches Aarlofselmehl Ab- schnitt L. der Warenbezugskarte).— In den Gemeindeveikauszsiellen pegen Vorzeigung der Haushaltskarl« ausländisch« Hlllsenfrücht« zum Breis, von S Mk. pro Psund, Auslandsmarmelade zum Preis« von 2.40 Mk. pro Psund. Treptow. Kartosseln auf Abschnitt» 2a dl» 2e 3 Pfund. Haferflocken und Nudeln aus Abschnitt 110 der Grotz-V-rllner Lebensmittel- karte 250 Gramm, Suppenwürfel auf Abschnitt 77 der Berlln-Trep- lawer Lebensmittelkarte 500 Gramm. Sraupsnmehl auf Abschnitt 20 der Lebensmittelkarte sür Personen über 65 Jahre 250 Gramm. Sutz- stosf auf Abschnitt 75 der Berlin-Treviower Lebensmltlelkarl« 1 Paket, Kunsthonig(Sonder, uweisung) aus Abschnitt 76 der Berlin-Treplower Ledensmittelkart« 250 Gramm. Glienick«(Nordbahn). Ab Freitag ans Abschnitt 100 der Leben,- Mittelkart« 125 Gramm Grieß aus Abschnitt 101 150 Gramm Grieß. auf Abschnitt 101 100 Gramm Nudeln, aus Abschnitt 47 der Lebens- mittelkart» für Jugendliche 200 Gramm Hülsenfrüchte, auf Ausweis: a) für werdende Mütter: 1500 Gramm Haferflocken. 2 Paket» Zw!«- backt und H Pfd. Kakao, b) für stillend« Mililer: 1000 Gramm Hafer- flocken 2 Pakete Zwieback und>4 Pfd. Kakao, c) für Kinder trn 1. Lebensjahre: 750 Gramm Haferflocken und 2 Paket« Zwiedack, . sind 6 Stück Pfcsserkuchen. Kriegsbeschädigte 1 Pfd. Ha-ferflocken, 150'Gramm Teigwaren(107), 200 Gramm Teigwaren für Jugendlich« (17), 100 Gramm Speiseöl(100). Am Nionlog und Dienstag in de» Baracken am Kaiserwrg Notkohl und Weißkohl gegen Borzeigung der Lebensmiitelkarie- 1 Psund Ka tofsetn, als Ersatz 100 Gramm Graß» brat. Abschnitt 103 der Lebeiismiiteiiraite'/„ Nm. Lfenholz, und zwar Moniäg. den 5. Norembsr, Nr. 1—2000, Mittwoch, den 7. No» vember. 2001—1000, Dvnnersiag, den 8. November, 6001— 8000. Freilag, oen 0. Norember, 8001—10 000. Tie Ausgab»«rfolgt nur in de» Ncrchaiitlagsstutidcn von 1—7 Uhr. Liiliars-Waidmannstust. 1 Pfund Kartasseln, als E.satz 100 G'amm Brot. 125 Gramm Graupen oder Nudeln auf Abschnitt 10Z der Groß- Berliner Karle, 250 Gramm Grirh auf Abschnitt 110, 150 Gramid Harzer Käs« auf Abschnitt 87 der örtlichen Kart«. Aus den Lr�anisafionc 1. Tistrtkt. Montag abend 7 Uhr Mitgliederversammlung In d«i Schulaula Niederivallstr. 12. Tagesordnung: 1. Bericht ran der FrauenKonssrenzr Genossin Ludewig. 2. Bericht vom Parteitag: D«- nosss Thomas. 4. Distrikt. Dienstag abend 7 üt>r Gsneralverfammfung In der Schulaula Manteufjelstr. 7, Tagesordnung: Bericht von der Reichs» Frauonkonserenz. 2. Bericht vom Parteitag, MUgiiedskait« legiti- inier t. 5, Distrikt(3. Kreis). Der Porbesuch d«» Erziehungsinstitut» Struveshof findet für besonder» Interessierte Milglteder Moniog. den 5. Januar, statt. Absahn nach Ludrvigsscid« vormittag» 11 Uhr 82 Mi« nuten. Treffpunkt 10 Uhr vorm. am Eingang de» Bahnhose». 6. Distrikt. Dienstag abend 6fj Uhr bei Kaiser, Langeslr. 14, Zu» sammenkunst der gesamten Agitalionskommission. IL. Distrikt. Dienstag abend 7 Uhr Frausnoerfammlung In der Aula Graunstraße 11. Portrog de: Genossin Minna Reichert. 14. und 15. Distrikt. Frouenversammlung am Montag, den 5. Januar, abends 7 Uhr, Cchaulaula Bochumer Straße 8 b. llharlottenburg. Montag abend 7 Uhr Lgllationskommission Sitzung im Staihaus. Zinnner 801. Eharlsttciiburg. Dienstag, den 6. Januar, abend» 0 Uhr, Mit« gliederversammlung Im Bolkshaus. Tagesordnung: Bericht vom Parteitog und der Derbandsgeneralversommlung. vildungsausschutz Neukölln. Sonnlag, den 11. Januar, 714 Uhr, in der Aula Boddinst.aße: Lichtbildervortrag de» Herrn Dr. Max Deri: »Zur Entwicklung der modernen Malerei". Eintrittskarlen zu 50 Psg. sind im Bureau, in den.Freiheir-Tpedition«« Neckar str. 8 und Emseistr. 83 zu haben. vildungekommission Neukölln. Mittwoch 7 Uhr im Idealkasino, Weich jelstraße 8, gemeinschaftlich» Sitzung aller Unterausschüsse. Tempelhof. Dienstag abend 7 Uhr im Lyzeum EeNnanioftraß», außerordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Ellern- beträte. 2. Stellungnahme zur Bezirksgeneraloerfammlung. 8. Partei« angelegenheiten. Lichtenberg. 1. Vieri«!. Montag abend 7 Uhr viert«I»v»rfamin« lang. Oberfchönewelde. Sonntag abend 7 Uhr öffentlich« Versammlung In der Aula, Schul» Frischenstraß«. Tagesordnung: Religion un>>» Schule. SUllungnahm» zur Wahl der Elterndeirät». Referent: Lehrer Ponfong. Adlershof. Der örtliche Blldungsausfchuß hat auch für Adlershof Dolkshochschulkurf« eingcsührt. Die Parteigenossen und Genofssnnei» weiden ersucht, recht zahlreich am Dienstag, 6. Januar, abend» TA Uhr, in d«r Aula der 2. Gemeindeschule, Nodickestraße, zu«rscheinen. Redakteur Gen. Seidel wird dort den Einsühiungsvortrag übe« »Die Vollishochschul«" halten. Ueber Beginn der Kurs« und Ausgaba der Hörerkarten erfolgt Bekanntgabe in der am S. Januar stattfinden» den Derfammlung und durch Aushang von Plakaten in den Geschäften. Post und Telegraph!«, Gruppe 4, Süden. Neukölln usw. ver« sammlung Montag, 8 Uhr abend,, bei Aassuchen. Neukölln, Eckstraß», Ecke Tonaustr. 7. Referat: Warum verlangen wir Eoziallsterung? Referent: Genosse krill«.— Gruppe 1, Zentrum, am Mittwoch b«f Powcieit, Iostystr. 7. verelnslalender. Zentraloerband der Angestellten. B-'fammtvnaen«m, (Ortsgruppe Groß-Berlin). Versammlung sämtlicher Funktionär-, Mit». S gliede: der Aiigestelltenausschüss«, Echlichtungsausschuß-Beisitzer, Mit» glieder d«r erweiterten Berwoitung abend, 7 Uhr in den Zemral« F-stfälen. Alte Ir-Iiobstr. 80/32. Dr. Hils-rdinz spricht über:.Di« allgemeine wirtschaftliche Lage".— Fochgrupp» 13, Sektion a(Kali): Scirtionssttzung abends 7fi Uhr im»Allen Askanier", Anhaitstr. 11/12. — Fockigruppe 15, Sektion b(Siemens): Miigliederverslnmnlung abend» 7A Uhr in den Sophien-Sälen, Cophienstr. 17/18. Tagesordnung: Da» Betriebsrälegefctz. Referent: Aushäuser. Angestellt« der Sl-ichs« und Staatsministerien. Montag abend 6 Uhr im großen Saal der Börf«, Neue Friedrich-Stiaße 53/56, Ei« gang Bürgst. aße. Versammlung. Themar Reichstarifvertrngl Achtung! Metallarbeiter, 2. Bezirk Osten. Sämtlich«, In b«d U. E. P. D. organisiert« Kollegen und Kolleginnen treffen sich Dien»« tag. den 0. Januar, abend« 0 Uhr, Coin«niu»-SÄ«, Memeler Straß» Mitgliedsbücher legitimieren. Zentralverband der Schuhmacher. Bezirksverfamnnlungen find«» am Montag. 5. Januar, abends 7 Uhr. statt: Westen: Bülowstr. 58 bei Wiemers: Südosten: Sklalitzer Straße 50 c bei Opitz; Osten u. Lichtenberg: Gubener Straße 8 bei Hossmann,' Neukölln: Zielenstr. 60 bei Kramer: Nordwesten: Oldenburger Straß» 10 bei Marx; Norden: Uso» domstraße 13 bei Henkel. Z-niraloerb-nd der Schuhmacher. Für Eharlottenburg und Wil» Wersdorf sindet am Dienstag den 6. Januar, abend» 7 Uhr, di« B»« zirksversanrmlung im Valkehause, Rasinenstr. 4, flott. Schwerkriegsbeschädigte der früh. Flugzeugmeisteret Adlershof. D!« Dersammiung sindet am Dicnstog, den 6. Januar, abend» 6A Uhr, im Lokal.Helmholtz-Liuelle", Hsimholtzst.aßs, an d«r Gotzkowsky-Brück» statt. Erscheinen ist notwendig. Arbeitcr-Clternbund, Gruppe Moabit. Montag abend S Uhr Mit- gliederversammlung bei Hartwig, Berlichingenstr. 4. Wegen d«r bevoi» stehenden Wahl äußerst wichtig. Inteenattanaler Bund der«rl-gsbeschSdlgte». Ortsgrupp« Spandau. Montag abend 6� Uhr G»n»ralverscm>mlung tn der Auto de» Oder-vyz-ums. Am«skanier.Ring. Miigltedskarte legitimiert. Soz. Prolelarlerjugend, Gruppe»Prenzlauer Vorstadl". Montag, den 5. Januar, abend» 7 Uhr, bei Eoular», Lychener Straße 10, außer« ordentlich« Mitgliederversammlung und Neuwahlen. Freie soz. Jugend, Aktlonsbezirk Osten. Delegierten der A. 9. n'o?' 3an'UOt- pünktlich 7 Uhr bei Kempin, Tttsiter St. aß«, Eck« Weidenweg. Iugendgenosscn rechnet dl- Weihnachtskarten ab. ..,?���'Radsahrerbund„Solidarität". Freitag, den 0. Januar, f.-"0s. Rungestr. 7, bei Heinrich. Zenlralfahrwarlsitzung. Neuwahl sämtlicher Obleute.— 8. Abt.: Sonntag, 4. Januar, Pichrlswerd«r Fteunü". Siart 1« Uhr Lausitzer Straße 25. Mittwoch. 7. Januar. Abteiiungs-sitzung. Neuwahl sämtlicher Funktionär«. Berichtigung. In Frei» soz. Iugend-G.uppe muß e» statt Hübenev stroß« 5. Gubener Straße 5. heitzen. Ansang 5 Uhr. Elternversammlnigen In Neukölln. Am 4. Jan. 11. Schuf, (Thomasstraße), 5. Jan. 20. Schul«(Richardstraß-). 0. Jan. 12. Schul« lKoplstraßel, 0. Jan. 86. Schule(Richardstraß:). 10. Jan. LS. Schul« (Nichattrnroße). Sämtlich« Versammlungen 7 Uhr abend». 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WMll'».!SrliiiihemllIlimiiilii»gt». (Veljammlunxen, die im MtltcilungSbialt nicht mehr Ausnahme fanden). Bodenlcger und Bahner: Montag, den 5 Januar 1920, abends 6 Unr, im„ScibandShuuS", Runxeftr 30 tArbettS- loseifsaal). Taeesortnung: 1. Die augeublickticke Siination in der Bodcnlegerbranche. 2. Branchenangelegenheilen. Muiikii!:ri!mxn»ei!arbe!ter Di-ndtaq, den 0. Januar. abends 5 Uhr, bei„ffiient", Hajenheide Nr. 13/15. Taaecordnnug: 1. Kainpibcdingunacn und ErfalasmigM- lette» unter dem Reich.: laiis und bei öniichen Lerem- barunaen. 2. Antrage zu den Tarisveihandiung n und zur allgemeinen Braiichentonierenz. 3. Wie erreichen wir bei dcni nblchncndcn Standpunli der Unternehmer zeit- gemä'ie Teueriuigsrulagen. Plana- �iechanilarbeitcr und-Nrbciterilmen: Donner?- tag, den Januar, abends 5 Uhr, in der Schulaula der .liealjchulc Tresoener Str. 113. Tagesordnung: Wa? liabcn wir letzt zu tun, nachdem die Piano-Mechantk- fabrl nten weitere ZZerhandlmigen über Teuerungszulagen l.bgeleint haben? Tischler. Bezirk Gliorl Ottenburg: Sonntag, den 11. Januar 1020, vormittags 10 Uhr, im„BollShanSch Charlotten- bürg, Ronncnstr. Tagesordnung: 1. Bericht der Sfonmrftion. 2, Neuwahl der Soiitroßtommiifion. 2. BezirlSangelegen- heiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheme« der Mit- glieder ö« unbedingt notwendig. Zilui- und Thratertischler: Sonntag, den 11. Januar 1920, vormittags 0. Nhr, Arbeittlojensaal, lliungejir. SO. Das Erschein.ti sämtlicher Kollegen ist notwendig. ZZll«»MM!kIIirIM»lIMUII. Maschiuenarüeitcr, Bezirl TO. NeuliMIn, Treptow und Britz: Mittwoch, der 7. Januar 1920, 4� Uhr nach- miiiagS, im„Ncichcnberger Hos', Reichenberger Str. 147. Maichinenarbeiler, Bezirk Borde», Charlotten bürg und . ioauit: Mittwoch, den 7. Januar 1020, nachmtttagS 4 Uhr. bei Nemsch, Swiiiemünder Stiahe 51. Maschinenarbeilsr. Bezirk Wciiicn'ee: Donnerstag, den 8. Januar 1020, bei Äialch-, Beiliner Allee 251. Maschiiieuarbeiter. Bezirk SÄ: Mittwoch, den 7. Januar 1020, nall mntagS 4) Uhr, bei Hönow, HagcISberqer Str. 0. Maschiiienarbettcr, Bezirk Osten: DonneiSiaa, den 8. Januar 1920. nachmittags 4'/, Uhr, bei Nawroki, Gr.»raiichiner Str. 10. Echneideinüllee, Bcrlrauenßmänner: Sonntag, den 11. Janimr, vormittags 0 Uhr, bei Hellmuth, Görlitzer Etravch Ecke Soraner Straße. Tage-ordnniig in asten Blaichinenarbeiter-Bersamm- -uugeu: 1. Leilcht der Komiiilssion. 2. Bericht der BetiranenSIeuie»ud Regelung unserer Lohn- und Arveits- hedmgungen. 3. Branchenangelegenheilen, Ilmstellung der Kandidaten zur Wahl der Delegterle» zur General- Versammlung. Leder Betrieb, wo Maschlnenarbelter beschäftigt find, mutz vertreten sein! Die Ortsverwaltunq. SeilWer Meialllirdesler-Verdand Ill-r>valtung»slelle verlin B. 54, Linlenslrast« 85/85. Gesri/ästszeitv. vorm. SUhr bisnachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norde» 185, 133». 1987, 9714. Tie»«tag, de» 0. Iannar 1020, abend»? Uhr Versammlung aller Metallarbeiter der Brauerrien Crash- Berlins im Lokal von BvSer, Uebcrsiraßc 17. Tageoorduu ng: 1. Wahl eines Kollegen In dl« vranchen- tomml iion. 2. Beejchiedenes. Zahlreiche« und pünktliche« Erscheinen wird erwartet. __________»te cnsverwakinna. SkkiüJhs! der Stoib«, MMmmien üiiii KUmhelser ZMImd; Filiale Berlin, Sebastianstrafte 87/38 Fernsprecher: Amt Moritzplatz 9737. Nchtunss! Achtung! Kinderkleider-Konfektion! Solkeriinnsn. Helm- und DZerkdallartellerlnnen werde» ersucht, am lOiolitaff. den d. Januar 1 Ät, abe»:» 7 Nhr, Im vllro»n-«red liierbae.dcc. zweck« Beratung eine»»arik» sür dl- vranche zu «rsthrtnen. Ire Iii dringend nonve dlg, dab die Lölme sür die 5tind-r!l.U>cr.Nii!erinuen ausgebessert werden und ersuchen wir d;dlwld um rege Beleillgung. Die Branchen leitung. Leilischer Texillarlieiser-vekbanv __ Filiale Berlin._ Am Tonnerdlan, den 8. Januar, abend« 7 Uhr. findet w Bocter» Jesiiäten, BZeüerstr. 17, etu« Versammlung der Fürber- und Wöscher-vranche statt. Tagesordnung: 1. Vortrag de» KoNege» Feinhal» »Tie kvniincnde(ReicMkimrttenj ür gärder und Waich. r'. 2. Er» gänziinaSivahlen zur Tari loaanisüon. S. Berschicdcne«. In.tuvelrachl der äußern«ichttaen Tagesordnung Ist e» Psi cht eines jedea Kollege» uns i-der itotlegin zu dieser Velsamin- luiig zu erscheineul wleichzeiilg wlrd um mögtlchste Plinlt ichkcir �cneleill_______ Ste vrnucheuletmng. /a».»Ä MW/S tdr Oesedlecüt«». tiout-, Itara-, «ssZ': feaueateiOea, opo-leii ,sr,It-to bm-inäciOgo Harnleiden. Ausschlag. Saivarsan-Kuran. ttrin- jind Hlutuntorsnchungen. n:: n Separates Datnenzimmer. Eir.ha und ü.'iesle Hei!- Anstalt Löser Mr.? Leiser senior. »ür RosenthDler Straße 69-30, von 3 Mk. an Kronen tor 3011k. an •chterrrtcdenfkautschak plomd�n in Qo'd, Silber und Porzellan. 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HiQ feasta Deuticber TfansDortar�üer-Verlianä Bezirksverwaltting Oroß-Beriin Unterstützung der Agitation ist das Bild Die Illustrierte Wochenschrift der Unabhängigen Sozialdemokratie, die„Freie Welt', bringt in jedem Heft Bilder aus dem Leben der Arbeiterschaft, Bilder vom Tage, Bilder aus dem Ausland, Romane, Novellen, Karikaturen, belehrende und unterhaltende Beiträge für Haus und Familie. Die„Freie Well" I;t die beste lilastrlerte MenschrlfL Die„Freie Weit" durl in keiner Fomllie fehlen. Soeben beginnt ein neuer Jahrgang. Benutzen Sie dieGelegenheit zu einem Probe-Abonnement für das erste VierleUabr 1920. Füllen Sie anhangenden Bestellxette! aus und senden Sie ihn mit genauer Adresse an Ihren Spediteur oder an die Verlagsgenossenschaft Fraii-aeit e. G. m. b. H.f Abteilung Buchhandel Beilin C. 2, Breite S.rafie 8—9. Den Miteliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen 1 verstorben sind: Der fensierputzer Franz Sehiilke | am 31. Dezember 1919 im Alter von 35 Jahren. Die] ! Bcerdigucg findet am Montag, den 5. d. Mis.. naclmuttagi i 121/« Uhr von der Lexhenhaiie des Sifidüschen Fried-| | hofes in Buch aus statt Der Hausdiener Wilhelm Schmidt | am 31. Dezember 1919 im Alter von 72 Jahren. Die| j Beerdigung findet am Dienstag, den 6. d. Mts., nach-. mittag ß'/'Uir von der Lhenha'.le des Lichteoberger; ! üemeindefriedhofes in Marzahn aus statt Um rege Beteiligung wird ersucht. Ehre ihrem Andenkenl Die Bezirksverwalfung. Deatsclier MtlalMitsr-VtM Ortsverwaltune Berlin. Linienstr. 83 85. Nachruf. Dem Andenken unserer Kollegen gewidmet. Otto Atzler, Mechaniker. 23. I. 89. Berlin (leore ticer, Gürtler, II. 4 83, Berlin Wudolf hcrniann. Klempner, 11. 6. 83, Bremen Paul Hubert, Anschläger. 13. 12. 70, Belli» hritz KOCH. Werkzeuttmacher. J8. 10. 97, Berlin Otto Koppen. Schleil-r. 19. 9 83. Berlin rranz Leopold, Maschint narbeiler, 17. ig 82. Berlin Gustav rsikolaus. Schmies. 23. 10. 85, Orae'a Paul Schellhase. Zeugschmied. 3. 5. Sl. Kl.-Ciiienicke EltllJ Seilen, Heller, 4. 3. 79. Beilin Ehre ihrem Andenkenl Die Ortsverwaltune. 2$�ZS$22SE3EES$£ Ausschneiden! BSStSÜZGtt©! Ausschneiden! Der Unterzeichnete bestellt hiermit 1 Probe-Äbsimsmsnt tni die„Freie Welt" für das L Vierteljihr 1920 Zustellung soll erfolgen durch meinen Spediteur zum Preise von M. 3.90. Direkt vom Verlag unter Kreuzband inkl. Porto M. 4.50. (Nicht°ewünschtes bitte durchzustreichen J Name: Wohnung; Gescliflftszelt 9—5 üör. Hein. Wilde& Co. Zentrale: Berlin C, Neue Friedrichstr. 21 a, Ecke Königstr. I Fernsprecher: Amt Königstadt 161 und 162. Grösstcs SortinientsgeschfiEt der Branche. I Zweiggeschäft: Kraus ens tr. 12, charEcke Seloimuns! Gegen Rllckgabe der Im Zage QroB-LIcbtcrfelde- Ost, II. Klasse zirück- gclassenen schwarzen! Aktentasche. Inhalt Qe-: schftfrspapiere. oder des 1 Inhaltes allein, an die' aus den Papieren er- j sichtliche Adresse, Friedrichstr. 225, werden Danksasuns. Für die vielen teil-] nehmenden Beileidsbezeugungen heim Abiehen meines Mannes Anton Bartsch sage hiermit allen Verwandten, Freunden und| ollcgen meinen herzlichsten Dank. Ww. Minna Barisch und Kinder. [Westmannsl Iraner- Mag?2in | Große AnNxrnhl. Ol lll�e Preinr. I. MchrenstraOeSIa! (Kolonnaden) lll.Gr.Frarkf.Str.115l (nahe Andreasstr.) Aureshliendung.«ef, Amt Zentrum 7S99. I Sonniao, gs.SloMan. | 9. Abt. Todesan7eit:e. Carl Biotin Maurer, Pücklerstr. 15 Gestorben am 1. 1. 1920 Die Beerdigung findet ! am Dienstag, den 6. 1. 1920, 3 Uhr nachm., auf 1 dem Emmauskirchhof. | Hermanns! ra'äe, statt. Rege Beteiligung er- | wartet Die Dlsfrlkfsfelt'jng. Danksasruns:. I Für die vielen Be- 1 weise herzlicher Teü- | nähme bei der Bcerdi-| | gung meines Mannes Paul Schleif. in:;| sage ich allen Tellneli-| mern meinen herzlichsten Bank. Amalie Schien, ing| und Tochter. Vereinskranz.-, u.uratn- binderet feinster Ausf ihnir.g billig. Blumenhnus Thiedil.c, Neukölln. Herraannsfralle.'Ol. 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