Nnzeiprels IS prtnnrg» 3.?ahrgang vkenstag, Sei,».?anuar 1 Nbrnö-Nusgad» IHt»Areibeit� erfd'einl merotns v«d«ock'mittaas.«m Fonn» nnd FeMaätt» m»r morntiM Der Ve?ug»p?ei« betrögt bei treier Zusiellung in» kau» für Groß-Bertin 4.SS DU bei biet firm Postbezug monatl. 545 DI« bei Zustell««g unter 5 treisband für Deutschland DU für» Duclond 8.— DU per Brief 15.— Dl. WrtnfHp* und fftv-rMtinn: Berlin S!W. 6, Schlffbanerdam» 19 IH Jernjprech«! Slmt«Sorben SSÖä trob 28961 Jnfefete Mm M» wWgtfpaH. Ztonrartinmilr ö>. ixrrn Sern™ einschl. Tnienmoezuschlag s�) Ulf.. Da» selig, dru-st» tfort 1.15 ITtf, irt« weitere Won 85 Of. Familien, unk ©r(!anifaiion»antfiant Mi achtzesgalten« Nonpareillezeile J.to int, da» fettgedruckt« Wort» p,, jede» weitere Wort« Pf.)ni«rale für o,n darauf oia-nden Tag müssen fpSlesten» de» i Uhr nachmruag» in der Expedition aaszrgeben fein. Jnseretten-Abtrilimn: Berlin NW. 6. Tchllsdnuerbnmm 19, Sernlprecher:«ml Norden 2894-9«.»7M Berliner■üftian verschiebliliz des eichMgeu Zredelisjchiuffes. � tt. K. P a r i 9. S. Januar. Der Austausch der Natlfikationsurkunden, der ursprünglich für heute angekündigt war, kann, wie bereits angedeutet wurde, wicht erfolgen. Der Grund liegt vor alltm darin, daF verschiedene Einzelbeiten bezüglich der BolkSabstiulMungSgebiet; noch niilft geregelt sind. Man glaiiibt jedoch, dast die Lösung dieser Fragen nicht mehr Zeit erfordern wird als bis zum Ende dieser Woche und hosst bestimmt, dag der Austausch der Rati- ftkatiouSurkunden am Sonnabend stattfinden werde. Der Oberste Rat setzte den Text eine» Briefe? die deutsche Regierung fest, in dem erklärt wird, dag mit der beut- scheu Delegation eine Einigung bezüglich des Schadenersätze» für die Versenkung der Flotte lei Srapa Flow erzielt wurde. Clrmenceau drtrd diesen Brief im Namen der Alliierten nach Austausch der Ratifikationsurkunden Herrn von LerSner überreichen. Der Brief enthält für Deutschland die Berpflichtnng, sofort 192 0«) Donnen Schwimmdocks auszuliefern. Die zuerst geforderten 409 090 Tonnen werden auf ZOO OVO Tonnen herabgesetzt. Ferner beschäftigte sich der Oberste Rat mit neuen Jnstruk» tionrn f7.r General Massermann, den Führer der inter. alliierten Kontrollkommission für die deutsche Luftschifsahrt in Berlin. Diese Instruktionen werden sich auf die Herstellung von Lustschiffmaterial in den deutschen Fabriken und die Regelung der deutschen Luftfahrt beziehen. Die Frage de» Luftfahrt- «aterials ist schon jetzt so gut wie erledigt. Sonnabend Ratifikation? Paris, 6. Jcmuor.(HavaS.) Der Text der vom Lverslen Sitot angenomnwnen Nomret. tvelcher tfire DerchlnMlonVen über das von Deutsch- land zur Kompensation für iic Zerstönuibg der Flotte von Scapi Flow verlangte Maiincma.tvrial zugrmcke lieyen, wurde am M o niag nockfluittag dem Fmiherrn von Lersner übergeben. Miin hat sich mit der deutschen Delegation endgültig über die Formulieamg geeinilKt, �o daß der Unterzeichiumg des Natifikptions. Protokolls des Friedensverbraizes nichts mehr iim Wege steilit. Die durch die Jnkraftlehnny des VertmgeS nötig geworbenen Mtaßncchmen wurden im Prinzip ins Auge ge- w?t. Ter Austausch der Nc..tiiikvtiLPsurkun!>en wurde auf Sonnabend, 10. Januar, nachmittags, fest- «esetzt. Hilfe für Oesterreich. �lariS� S. Januar sHavaS). Der Oberste Rat hat dcschloffen, einen neuen drin- senden Appell an die Vereinigten Staaten zu richten, damit sie für die LebenSmutelsendungen für Oesterreich die nötigen Kredite gewähren. Abreise der vngkMcn FriLdevZdslegMolu Budapest, v. Januar. Die erste Truppe der ungarischen FriedenSdele» gierten ist unter Führung des Grafen Apponyi heute früh nach Pari» abgereist.- Srraenoio Mischer vberbesehlshaber. , Amsterdam, 6. Januar. .Time»«neidet, dast General Semenow zum Oberbe- fehlSyaber der Truppen von JrkutSk und der gesamten Front Muh deS Bmkalsee, ernannt worden ist. Um die Herrschast au der Adrsa. Lern, 6. Januar. Wie der Vertreter der»Agence Centrale� in Belgrad au» Paris erfährt, gibt die Denkschrift Ciemenceau» und Lloyd Veorge», die Scia los a eingehändigt worden ist. den Gedanken der Schaffung eines Pufferstaates mit 200 000 Süd- stawcn nicht auf. Darüber hinaus verspreche sie Italien die Insel L i s s a. die italienische Schutzherrschaft über Albanien und die Neutralisation der ganzen dalmatinischen Küste di» zur Bucht von Outtara. � Der italierüfche Ministerpräsidennt Nittf und der Außen miniiter Seialoja Lud in&oahön{jjyxtiigifsn, UM an Besprechungen über die F i v m e f r a g e und die Neutralisierung der Adriaküste teilzunehmen. Uexudlikaussche kuubkebsneeu in Uulgarien. Bern, 5- Januar. Die Genfer»S u i s s e' meldet, daß die letzten Unruhen in Sofia königSfeindlichen und republikanischen Ge» präges waren. Ungefähr 40 000 Menschen nahmen an der Kund- gcbung teil und riefen:.Nieder mit dem König! E» lebe d i e N e p u b l i k 1" Als man das Königliche PalaiZ angreifen wollte, griffen Soldaten ein. Die Truppen wurden mit Revolver- schössen und Steinwürfen empfangen, zahlreiche Personen wurden schwer verletzt. Die Zahl der Toten ist noch nicht bekannt. AiisflWe. Angesichts der nunmehr auch wuS den Kreisen der Baltikum- truppcn immer deuitchtr werdenden F estftellunge», daß die Regierung selbst daS baltische Abenteuer ursprünglich ge- fördert und ü»ismiort hat, und das sie«2 vor«tuen Di-sesi ge- »oefen ist. di« da» Verbleiben der Truppen im Baltikum ange- ordnet! hat, können die verantwortlichen Stellen nun nicht mehr leugnen und N öS ke lägt mm mehr crßären, daß in der Tat die RezierUn» an dem urkprünalichen Balt kum-Aufmarsch beteiligt war und das Verbleiben der Truppen im Baltikum angeordnet hat. Herr RaSlr hat aber eine neue Entschuldigung ewtdeckt, an- zcblich ist nämlich der Waffenstillstand daran schuld, der der deutschen Regierung die Pflicht auferlegt haben soll, die Truppen im Bastilum zu belassen. TaS Rcichswehrminislerium kann selbstverständlich«ine solche AuSrede mir benutzen in der Hofsnu-ng, daß niemand sich mehr des Waffen siillftaiidZ und sauer Entstehungsgeschichte erinnert. Aus der Drucksache Nr. 3 der Deutschen Waffen- st i i I st a n d S i o m m i s s i o n auf Seite 14 geht klar und beut- lich hervor, dast der ursprünglick>e A-rtlkel 12 betreffend die Bs- stimmungen über die Räumung des Ostens wie folgt lautete: Alle deutschen Truppen, welche sich augenbbickbich auf den bor dem Kriege zu Oesterreich, Rustland, Rumänien, der Türkei g?- hörigen Gebieten befinden, müssen hinter die deutschen Grenzen, wie sie am 1. August 1S14 waren, xurückgelhen". In diesem Ar. tikel war klar und deutlich ausgesprochen, daß auch �aS gefam� besetzte russische Gebiet sofort z« räumen sei. Herr Erzberger aber, dessen besonderes Interesse an dem Ballikuniabenbeucr ja während d-S ganzen Krieges bekannt war, bemerkt« in seiner Antwort zum Artikel 12:„Die Räumung der bisher zur Oes«rreickisch-ungarischen Monarchie gehoronden. ferner der rumänischen und türkischen Gebiete kann sofort er- folgen, dagegeel wird darauf aufinertjlam gemacht, datz die so- sortöge Räumung der ehemals russischen, jetzt noch von deutschen Truppen besetzten Gebiete die dortige Bevolkerunz den Greuel- täte» de» Boischewis-muS schutzlos preisgeben würde. Herr Erzberger bot also den alliierten Siegern seine Pol izr id ien sie in Rusiland an«in der Hoffnung, doch noch seine PWmckpn im Baltikum zum Teil verwirklichen zu können. Deshalb erhielt der Artikel lik in den endgültigen Waffenstill standsbestimmungen den Absatz:.Alle deutschen Truppen, weiche sich augenblickdich auf den vor dem Kriege zu Ruhland gehörigen Gebieten befinden, müssen ebenfalls hinter die wie oben ange- gebenen Grenzen zurückgehen, sobald die Alliierten unter Be- rücksichtigung der inneren Lage dieser Gebiolle den Augenblick für gekommen erachten". Die Alliierten nahmen also da» Angebot der deutschen Re- gierung, den Büttel gegen den Bolschewismus� zu spielen, dankend an. Wenn der Abkmnsport der deutschen Truppion trotzdem in ganz Nuhland sofort erfolgte, so war das nur den Soldatenräten zu danke,,. Schon damals in den Novemberiagcn bestanden in der Regierung Strömungen, die die Truppen in Ruhland fest. Ha-Ijen wollten. Allerdings waren dies« Strömungen zumeist« n» offizieller Art uud der verstorbone Genosse Haase hat sich mchrsach aus da« energischste pegui solche Mechenschaften der immer noch bestehenden militärischen Nebenregierung, be nicht zuletzt bei Herrn Erzberger ihre Unterstützung fand, wenden müssen. Als eS aber der Regierung gelungen war, die Wük» samkeit der Soldatenräte einzuschränken und be alten nrilitüri- schon Kommamdastellen wieder in ihre Rechte einzusetzen, da hörte der Abtransport im Baltikum sofort aus. Dag dieS nicht auf einer Verpflichtung des Waffenstillstandes beruht« und bah die deutsche Regwcimg früher niemals den Wassenstillstand so ausgelegt hat, geht aus der Tatsache hervor, dvh,«IS im Januar die Alliierten in der Tat Verla! �ten. dah die deutschen Truppen im Baltikum verblieben, in einer Ka- binckMlitzung einig waren, baß au» dem Waffenstillstand keines- wegS das Recht zn einer selchen Forderung der Entente hergeleitet werden kSnne. Wenn man die deutschen Truppen doch im Balti- kum belieh, so aesckah eS also nicht auf Grund oinvr Waffen- stillsta-ichsverpflichtung, sondern weil man in der Re» g'ierung selbst dem Baltikumabenteuer»ur all- Kit Sie Rechte der LelrledsrSke. Den Kern des BeirrebsrätvsiesetzeS bilden die Bestimmungen über die N« ch t e d« r Betriebsräte. Die heftige Kampvsne der organisierten Unternehmer gegen das Gesetz richtete sich vorwiegend gegen diese Abschnitte des Gesetzes. Gegen die Wahl von Betriebsräten wanden die Herren kltpgerweise nichts ein, denn damit würden! sie ihre gewerkschastsbureautratischen Kumpane i-n den„Ar- beitsg'Smeinschast'en" in allzu große Verlegenheit bringen. Um so stärker war ihr Bestreben, dve Betriebsräte, die an sich nicht zu vermeiden sind, zu einer hilf- und zweck- losen Vertretung der Arbeiter schaft zu machen. Beim siebenten Ausschuß der Nationakversammlung haben die Unternehmer weitgehendes Eni- gegenkommen gestunden. Tie Nechtssozialisten wichen Schritt sür Schritt vor den Forderungen der Teimokraten und Zentvumsleute zurück, und als die Situation kritisch wurde, als der im allgemeinen glatt ablaufende Kuhhandel bei der Erörterung der Frage der BiilanFeinsicht ge- sährdet erschien, sprang der Neichsarbeits>minister Schlicke in die Bresche und kündigte mit listtgeiN Augen- zwinkern das Antistreikgesetz an. um die cmfsässi- gen politischem Agenten des Kapitals zu einer milderen Beurteilung der Sozialpolitik des Reiches zu bewegen. Wie weit die Verstümmelung de« von vvrn< herein unzulänglichen Gesetzentwurfs unter diesen Be- dingungen fortgeschritten ist, und wie weit die Rechte, die das Gesetz den Betriebsräten zugesteht, von den M i n d e st« forde rungen ontfennt sind, die die Ardeiterschaft zu stellen hat, zeigt am besten ein Vergleich der Fassung des Entwurfs mit den Formulierungen der Kommission. Der entscheidend« Paragraph 35 lautet in der Re- gierungsvorlage: Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Betriebsrat in Be- trieben mit wirtschaftlichen Zwecken, die nicht zu Unternehmun- gen gehören, in welchen§ 34 Nr. 12 durchgeführt ist, das Recht, vom Arbeitgeber zu verlangen, dah er dem BetriebSauZschusse, wo ein solcher nicht besteht, dem Betriebsrat über alle die Ar, beitnehmcrverhältnisse berührenden Be- tricbsvorgänge Aufschluß gibt, soweit dadurch keine Be» tricbs- oder Geschäftsgeheimnisse gefährdet werden und gesetzlich« Bestimmungen nicht entgegenstehen. Insbesondere hat der Ar- beilgeber auf Verlangen die Lohnbücher vorzulegen und ihn über die Leistungen des Betriebs und den zu erwartenden Arbeits- bedarf zu unterrichten. In Unternehmungen!, die zur Führung von Handclsbüchern verpflichtet sind, und von denen mindestens fünfzig Arbeitnehmer beschäftigt werden, können die Betriebsräte der zu- der Unter- uchmung gehörigen Betriebe verlangen, dah den BetriebSauS- schössen, wo solche nicht bestehen, den Betriebsräten alljährlich vom 1. Januar 1920 ab eine Bilanz und eine Gewinn- und Ver- lusircchnung für das verflossene Geschäftsjahr zur Einsichtnahme vorgelegt wird. Die Mitglieder deS DetriebSauSschusseS oder des Betriebsrat» sind verpflichtet, über die ihnen seitens des Arbeitgebers ge- machten Angaben Stillschweigen zu bewahren. i Di« Kommission ondnde die Bestimmungen ab, indem sie rmr die Unternehmungen zur Billanzpoplage verpflichlen will, die mehr als hundert A n g e st e l l t e und fünfhundert Arbeiter im'Betried beschäftig-en. Aus einer Deklaration, die der Ausschuß diesem Passus gab, geht hervor, daß den Betriebsräten nur die fertige B i la n z zugänglich gcmvcht werden soll. Einon Anspruch auf Emfichtnshme in die Unterlagen zur Bilanz- a u f st e l l u n g haben sie nicht. Die Betriebsräte wecken also frisierte Aufrechnungen vorgelegt bekam- uren, ohne daß sie die Möglichkeit haben, sie zu p r ü f e n. Vor allem aber ist sestzühal'ten, daß der Betriebsrat nach der Regierungsvorlage wie nach der Kvniiuissious- sassung, die das noch schärfer und unzweideutiger form»- liert, nur das Recht hat, Ausschluß über solche Betriobsvoc- (länge zu beanspruchen, die.den D i e n st v e r t r a g und die T ä ti g k e i t der Arbeitnehmer" be- rühren, wie es in der Fassung der Kolmmiffion heißt. Da- mit wird der Betriebsrat zum Arbeiterausschuh iiJültJL5 v IIÜLU- � fich OTt mit Loknkiaa«««j Sef�'Hgen Hat tmj» aus H-e©rftalihmg filct Produktion nicht d en minderen Einfluß ausübt. Damit be- stätigt d.as Gefetz nvchhwkend einon Zustand, der in allon !Pro>duktti.'nsAweigen, in denen dank dem Wirken starker Gewerkschaften umftchtfige und energische Artueilerwusschiissc bereits Nner'kennung gefimden hatten, läng st gegeben war. Das bewerft>zm besten, daß die soziale Gesetzgebung dieser Naftanalvers ammlung und dieser Bourgeois- regierrmg keine voi wärtsweisende Tendenz verfolgt, son- dern ängstlich am Dioden des sogenannten„historisch Ge- gebenen" ktedt, und in widerlicher Bediendenhaftigkeit den Geboten ihrer kapito �schweren Herren folgit. Ist eine solche Politik schon iu ge> vohnistchen Zeitläusten schwächlich und feige, besonders dann, wenn sie mitgetragen wird von einer Partei, di e sich noch sozialdemokvaiisch nennt, so wirkt sie in tcvolEtfionärjcc Situation vollends k o n t e r- revolution är. Um nur anzudeuten, wie etwa die M i n d« st f o r d e- r u n g der Arbeiterschaft an eine ernsthafte'Arbeitsgesetzgebung in diesem Punkte ausglichen hätte, stellen wir in dem folgenden Zitat die Formulierung des Gegenent- Wurfs der„Arbeitsgemeinschaft freier A ng e ste l lte n v e r b ä n de" den Probuktm der steam- teten odengewählten Gesetzesmaäier gegenüber. Der de- treffende Absatz diesest GegenentwirrsS lautet: „Ten Veauttragten des Betriebsrate« sind all« zur Beurtei- lung der gesamtem TeschäftSgebarung und der technischen Betritbsführung sowie der Organisation des Betriebe», der Vernmitung vsw, notwendigen Bücher und Korrespondenzen und sonstigen Geschäftspapier«, insbesondere auch diejenigen, die über die ÄmtaufSpreis«, die Art und den Umfang der Erzeugung oder d«S Handels, die Betriebsleistung und die PreiSkalkulation Nufschlutz geben, vorzulegen. Der Betriebsrat hat gegenüber den geplanten Matznahmen der Geschäftsleitung das Einspruchsrecht, sofern er durch sie daS Betriebs- oder Ge» meininteresse gefährdet sieht. In Streitfällen dieser Art zwischen Betriebsleitung und Betrichsrat entscheiden die noch zu schaffen. den BezirkZrät«. Dem Betriebsrat ist vor Veröffentlichunng bzw, A'dfchlutz die Gewinn- und Varlustrechnung sowie die Bilanz ein- schlietzlich der zu ihrer Aufstellung dienenden Geschäftsbücher, Jnventarien usw. vorzulegen. Er hat das Recht, sämtliche Unter- lagen und den Abschluß durch einen Bücherrevisor prüfen zu »äffend Hier ist nicht mrr die N-sde von Lohnangelegenheiten. sondern von der„gesamten GeschäftSgebarung und der tech- njfchen Betriebs führung". Nicht minder ichlimm ist das Schicksal, da» die Be- stimmungen über das Mitbestimnmngsrecht bei Enblasfun- gen und Eftrstellamgen in dem famosen siebenten Ausschuß erfahren Heden. Die Regierungsfassung über die Einstellungen lautete: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, von jeder Einstellung eine« Arbeitnehmer» oder von jeder einen solchen betreffenden tdündi- guug dem Betriebsrat oder, wenn«i« vertrauliche � Behandlung erforderlich ist, vorbehaltlich de» 8 SL dem BetriebSauSschusie Kenntnis zu geben. Di« Mitteilung von der Einstellung hat späteste»» am Tage de» Abschluffe» de« Dienstvertrag«», die von der Kündigung mindesten» Zech» Stunden vor ihrem Ausspruch zu erfolgcw Der Ausschuß dagegen erklärt kategorisch: Ncber die Einstellung de» einzelne» Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber allein»hur Mitwirkung oder Koatroll» de» Betriebs-, Arbeit«,«der vngrstrlltrnrat» zu entscheiden. Ein Kommentar erscheint Ms überflüssig. Zier erfreut sich der„Herr im eigenen Hause" de» ungetrübtesten Daseins. Aber auch baL Einspruchsrecht bei Entlassungen, daß die Resirvungsvorloge vorsah, mdem sie erklärte, der Botriebsrat könme gegen jede Kündigung binnen fünf Tagen Einspruch erbeben, ist durck den Kom- mifsionSkuhbondel zur Bedeutungslosigkeit herab- gedrückt worden. Die Kommisstonsfassung erklärt: nrbeiinchmer können km Falls der Kündigung ober Eni- laffung seitens des Arbeitgeber» den Arbeiter- oder Angestellten- rat anrufen: l. wenn der begründete Verdacht vorliegt, daß die Kündi- gung wegen politischer, militärischer, konfessioneller oder ge- werkschaftiicher Betätigung oder wegen ihrer Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem politischen, konfessionellen oder beruflichen Lere» oder eiaem militärischen Verbände erfolgt; 2. wenn die Kündigung oder Entlassung ohne Angabe von Gründen erfolgt; S. wenn die Kündigung deshalb erfolgt ist, weil der Arbeit- nehmer sich weigerte, dauernd andere Arbeit al» die bei d« Einstellung vereinbarte zu verrichte»; 4. wenn die Kündigung sich al» eine unbillige, nicht durch die Verhältniffe de» Betriebe» bedingte Härte darstellt. Da, Recht deS Einspruch» besteht nicht bei Entlaffungen, die auf einer gesetzlichen oder tarisvertraglichen oder durch Schied»- spruch einer gesetzlich anerkannten Schi ich du ng» stelle auferlegten Verpflichtungen beruhen, bei Entlassungen, die durch Eiill- kegung de» Betriebe» erforderlich werden, und bei fristlosen Kündigungen au» einem Grunde, der nach dem Geseh � zur Kündigung de» Dienstverhältnisse» ohne Einhaltung einer Kündi- gungssrift berechtigt. Erachtet der Arbeiter» oder Angestelltenrat die Anrufung für begründet, so hat er beim Arbeitgeber auf ein« Verständigung hinzuwirken. Gelingt dies« Verständigung nicht, so kann der Arbeiter- oder Angestelltenrat ob« der betroffen« Arbeitnehmer den SchlichtungSauSschutz anrufen. Nach allen diesen Einschränkungen siseikst kaum noch ein Fall von Etttfassturog Wrstg, der zu einem Einspruch sierech- tivt. Auch hier ist alles, wrrs das Gesetz. gnädigst zugestellt. siereftS ohne das Gesetz geyeisien. Ter Schutz gegen Willkür- iiche EwKastun-gen wind durch daS Gesetz nicht im m»n- desten verstärkt. Der Entwurf der freien Anaeste Ute nv er- siänd« fordert mit vollem Recht für die Betriebsräte sie» Einistellungen amld Entlossamyen solgenlde Bef�ugnisse: Zur Evlesi'gung der für Einstellungen, Kündigungen, Eni- laffumzen, Versetzungen, Bviöidevungen, VertragSveriängvvmigen erforderlichen Maßnahmen kann der BetriebSva« VertrauenSper- fönen bestellen. Er hat da» Recht der Sinsichwohm« und der Vor» nähme eine» Sichtvermerk» bei allen Akten, ein» und«uSgesienden Schriftstücken in Personalongelegerchrite«. Zu» Prüfung von Be- weckningSpapieren bestellt ber Betriebsrat nrindesten» zwei Ber- twuenSpersonen. Diese haben dir äjnan hierbei zur Kennini» kom- inenden Pevsonalien der Bewerber vertraulich zu behandln, vor» sätzliche oder fahrlässige Verletzung dieser VertvaulickSeit zu-m Schaden der Bewerber ist strafbar. Der Betriebsrat ist von beabsichtigt«, Nemoenlstellunigen vor Abschluß de» Dienstvertrage» so rechtzeitig zu uinerrichiem, daß ihm die Möglichkeit der Prüfung gegeben ist, M Kündigungen ist ihm mmdesten» broi Tage vor Ausspruch derselben Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Soll ein« fristlose Entlassung vorgenom» men werden, so treten GoschäftSleitung bzw. die«„�sprechende be» hördliche Stell« und ber Betriebsrat unverzüglich zuscvmmon. Der Einspruch de» Betriebsräte» hat in allem Fälle« rechtlich aufschie- bende Wirkung. Auch dieses Ziivt geben wir nur al» BÄspiel für eine Formulierung, die den dringendsten Bedürf- nissen der Arbeiterschaft entsprechen würde. Mr dieSmvil nwg eS genug sein. Die»wer te Lesung der Vortlage im Plenum der NvtionÄversamm» lrmg steh-t bevor ursd unsere Genossen werden das unmögliche Gesirloe asitlesinen müssen. Zuvor muß die Ar» beiterschast jedoch noch einmai zu einer großen Bewegung ansetzen, um ihre Räte- forderung mit wuchtigem Nachdruck zu ver» treten. Seilherds Lekeaostiiz. Oberst Reinhard, intellektrieller Urbeber deS Matrosenmordes in der Französischen Straße, veröfftntlicht in der alldeutschen Presse eine Dlrstellung über seine Per» abschiedung. Ucber die Einzelheiten dieses ergötzlichen Spiels zwischen Reinhard, No-ke und dem Reichbkabinett. bei denen man im Zweifel ist. wer wohl die umvürdigere Stolle gespielt hat, wollen wir uns nicht auslassen. Unsere Leser und die gesamte Oefsentlichkeit wird weit mehr inter- essieren, was Herr Reinhard zu den Beschuldigungen, die im Marloh-Prozeß gegen ihn erhoben wurden, zu sagen weig., Er führt in seiner DarsteRung aus: In bezug auf den Matrosenpwgetz seien diese Perlönsich- leiten(Ebert und Bauer. Red.) der Ansicht, daß, wenn ich nicht seinerzeit Kopf und Nerven vevloren hätte, ich die Erschießung vielleicht noch hätte vechindera können. Hierzu habe ich zu erwähnen, daß ich bei denselben Verhält» nissen und bei dem im Prozeß selbst aufgedeckten Wirrwarr der DefehlSvrteilung von oben immer wieder so gehandelt haben würde, wie e» geschehen war. Reinhard drückt dann weiter sein« Freude über den Freispruch Marlohs aus und bftont, daß er immer warm für ihn eingetreten sei. Diese Aussprüche sind die treffendste Charakterisierung für die. bornierte Hals- starrigkeit, für den anmaßenden Dünkel des preußischen Offiziers. Mögen Hunderte oder Tausende zum Teurel gehen, derBefebl gilt. AuS dieser Anschauung ist daS Gefühl ffir Menschlichkeit und Gerechtigkeit völlig verbannt. Brutale Gewalt, widerstandslose Unterordnung, das swd die Grundpfeiler des verhaßten Militarismus. So sieht Roskes Gehilfe aus den Märzkämpfen aus. hell VInnlz. Der„Vorwärts" weist immer mit stilBer Gsnugtuumg darauf hin, daß Noske trotz aller Gegnerschaft in den oigmm Reiben immer wieder das Vertrauen der Ge» nassen erhält, wenn er zu ihnen selbst soricht, d. h., wenn er sie„einseift". TvSselde Schauspiel, dtaS nur politische Kindsköpfe noch ernst nehmen hönnenv wiederholt sich mit Herrn August Wtvnig, weiland Regierungs- konmiisiiar für den deutschen Osten und das Baltikum, jetziger Oberpräsident der Provinz Ostpreußen. Herr August Winnag, der schon während des Krieges der eiftigsie Verfschtvr der mehchetiiichen Kriegspolitik war und am Nation« liSniiiS nicht hinter den Alldeuffchen zurückblieb, hat in der Revolution Messe Arbeit gpet reut ich fortgesetzt. Ihm ist ein g-roßer Teil der Schuld an der verdersi�cheit Baltikumpolitik der deutschen Regierung zuzuschreiben. Er ist es, der durch sein revolutionsfeindliche» Verholten in den Riandstowien. die die deutsche Revolution al» Erlösung begrüßten, eine antideutsche Stimmung erzeugte und ji« der Entente in die Hände trieb. Dieser selbe Herr Winnie gegen den sich die Stimmen au» dar eignem Partei mehren, dessen Abberufung und Ausschluß aus der Partei die redstsfozüÄistffche Partei- organisabion Ostpreußen« gesondert hatte, dieser selbe Herr Winnig erhält„nach'einer Aussprache" mit dem öfftmißf»- schon Provmzidivorsiand der Recht ssoziolisten— ein „Vertrauensvotum". In diesem Vertwuensvotni» tvird die schwierige Stellung Winnigs, die Parteien zur gemeinsamen Arbeit für das Deutschtum zusammenzu- führen, anerkannt. Zwar stellt sich der Provinz ualversiand Messen Bestrebungen deS Herrn Winnig infolge des Ver- Haltens der Reck>tsparteien ablehnend gegenüber, zwar billigt man nicht, daß Wmnig in einer von den Reaktiv- nären vinberussmen Versammlung nationalistische Propa- gttndo treibt, aber dos sind nur„M einungsoer» schiedenheiten", die keinen Grund abgebest, die weitere Zusammenarbeit mit Winnig abzulehnen. Es werden deshalb energisdhst alle Gerüchte über die ge» mm. „Main Gott, wie Sin ich müde!"— faufzte M««lazante Frau, stch Mlf die bequeme Whaisolougu« tvenfvnd. Sie hielt per Zof« Pen Iloisen Fuß hin,««mit diese ihr feinen Siisfelchvn au»- „Lassan Sie«rir rasch eine Tasse Tee machen, Mari«. Ich bin ganz abgehetzt. Einkäufe, T«e«m Adlon, und jetzt Hab« ich bloß«ine Stunde Zeit, bevor ich mich zum Diner anziehen muß." Sie vengruib sich m die weichem Kissen �Fch dürfte spät heim. tammsn, vertu chon Sie, nicht wieder«inzuschtofan, wie gestern Rächt; e» ist kein Pongn-ügen, wenn emrn wdmüd« nach Hause kommt, noch tim Lieneisiunde nach Ihn«, schellen zu müssen." Die Holzscheite prasselten im Kmwm,«in« rosa verschleierte Lampe erfüllte den schönen Raum mit weichem, warmem Sicht. Die elagawte Frau dchnte sich beihagkich.„Mewi Gott, w« bin ich müdel" Durch die kalten, nebligem Straße« strebt eine andere Fram ihrem Heim zu. Endlos dehnte sich der Weg; vom ftühen Mor- gen an hat sie in der Fabrik gearbeitet, ihr Krsuz schmerzt, ihre Hände zittern. Vor den«rüden Augen tomzen die Bogenlampen, in ihren Ohrvn dröhnen,«rttcnn noch immer di« Maschin«,. Daheim wird eS kalt sein, di« Stube in Unordnung, sie hat am Morgen keime Zeit aufzuräumen, und die Kinder werden lhrdng-rig sei«. Auch dem Rock muß sie noch flicken, mit dam sie heute am esiram Nagel hängen blieb; mu diesem Riß kann sie » nicht in die Arbeit gehen. Keuchend schleppt sich die Arbeitern die vieken Tveppen hin- auf, Hr Herz pocht, ihr« Knie beben. Ade: sie sagt nicht:.Mein Gott, wie bim ich müde!" Sie ist Niel zu mülda, Hermhmia Zur Mühle«. Erte auf Srde». Vor der Sintflut gab e» einen englischen Garten.Venedig in Wien"; nun hat sie den menschlichen Urstoff hart angefaßt; Oesterreicher, die sonst phäakisch da« Paradie» lebten, auf deren gondelrciche Praterteiche ein Wirt»hau»himmel voll Zigeuner- geigen hing, mußten den bitteren Geschmack der Erde erkennen. Was kurzsichtige Historiker Neuzeit nennen, ist tollwütige» Mittel- alter, noch immer kriegsblinde» AnfangSstaMum einer dereinst— hoffen kann man'» ja— friedentseligen Menschheit. Da» allzu irdische Bastspiel der blutigen KriegSzeit ist Thema der musikalischen Lyrik Hugo Sonnenschein», und wenn er schon ISlv mit dem revolutionären und darum fast ein Jahr- zehut lang konfisziert gewesenen Inhalt seine» ausgezeichneten Versbuche»„Jchgott. Massenrausch und Ohnmacht" WM lmm Kiilt, jsst «ine« aufglühenden Idealisten, Freud« und Lust diese» sicher auch Licht spendenden Stern» gegen tü« stumpfe Verschlafenheit der Materie mobilisierte, so ist sein in Bitte und Anklage gottsüchtiger V.er»krei».Erde auf Erden"(Verlag Strach«, Wien) Kampf und fchließlicher Sieg menschlichen Selbstvertrauen» über zähe jammernde Schollengebundenheit. Blutmeere sind zu durchwaten, Eiswüsten zu durchschreiten, ehe sich die Seele höher schwingen darf. Hugo Sonnenschei« hadert mit Gott und preist ihn, flieht ihn und flüchtet zu ihm, er ist prophetisch ergriffen, immer in erregter Bewegung, statt pantheistisch stillzusitzen und die Dinge guszuheißen. Er ist eben ein pathetischer Hymnerhicht-r und kenn epischer Öuietist, als Gestalt» und Erotik« lein Freund mimosen. hafter Bctulichkcit. Seine Rhytbmen, von einem nervösen Wander- trieb gejagt, atmen mehr Kraft, al» ein Dutzend Besitz»»gel. rechter Worlbetriebe in netten Sonetten zusammenreimen könnte. Schlichte Gedicht«, die über ihre trunkene Schönheit himni» auf tau send Zusammenhänge Licht gießen, wechseln mit meta- physischen Naturbetrachtungen, denen gegenüber sich freilich mancher altgebackeue Hausverstand kopfschüttelnd auf die« Mten» teil zurückzog. Aber wer für di« junge, frische Hellstchtigkelt«ine» philosophischen Künstler» Gefühl hat, wird sich freuen, daß in Wien endlich auf den langweiligen Landregen vercliqueter Artistik nicht ausschließlich die Traufe treuherzig- primitiv jodelnder Krieg»«ime folgt«, sondern endlich Sonnenschein. Albert Ehrensteiu. Die pMhars'gmödie. (Kleine» Theater.) vor einem Jahr starb Heinrich Lauiensack, noch nicht 40 Jahre alt. Vcrscmacher, Laussbursche, Kunftzigeuner. Opf« der Tage! fron, G- etztsein, Jrrenhau». Sin« mordsdumme Zensur verbot seine Stücke. Fetzt spielt da».Klein« Theater" seine.Pfarrhauskomödie", drei Szenen voll Humor und Satire, di« auf» kräftigste durchschlagen, der Dichter aber ist tot, mußte sich zeitleben» erfolglos schinden und plagen. Jetzt er» scheinen seine Werke auch im Druck(bei Gurlitt). Die Pfarr- hau»kc«nödie ist dichterisch nicbt am stärksten, aber menschlich liebenswert. Der katholische Pfarrer, in Niederdahern oder sonstwo auf dem platten Lande und seine Köchin, die über dav kanonische Alter hinau» ist und doch ein Kind von ihm kriegt. Währenddessen hat e» der Herr Kooperator im Pfarrhause mit der jungen resolutem Ersatzmamsell— oder|U mit Ihm— und da» zu«wvartende Kindlein könnte gleich zwei geistliche Väter haben. Diese einfache Handlung zwischen vier Personen voll- zieht sich ohne störende Einschsiedsel in natürliche« und Humor- hafter Munterkeit. Die Satire gegen da» geistlich« Zölibat streift .MliB M stößt auf den Grund de» menschlichen Humor», die Tragik. Di« Aufführung bewegte sich in dem herzhaften Naturalismus de» »Lieben ist keine Sünd" und gab mehr die Sprache de» Blute» al» den Stil der Komödie, womit ab« dem Werk« durchaus kein Unrecht geschah. Im Gegenteil.«S«hielt Leben und un» gewöhnlichen Glanz durch die vovsaftig« blonde Pracht der L u c i e Höflich(die niemals besser war), durch die charakteristische dunklere TÄnung der Jlka Grün in», die wmb« Jungen- seligkeit de» Herrn Pröckl und die pfarrerlich leichte«er- schmitzheit de» Herrn Licho, der auch di« Regie führte. Aber da» Siück spielte sich mit solchen schauspieierischen Vollnatur»» wie von selbst. x. g. DostojewSki-Aüenb. vor leider allzu sspärsich erschienener Zuhörerschaft rezitierte Alfred Beierle am Sonntag im Schilleriheater Charlottenburg DostojttvSki».Traum eine» lächerlichen Menschen": Ein Verzweifelnder, der seinen Selbstmord träumt und sein« heimatlos(jrtoovden« Seele auf eine fremde. paradieshaste Erde, Ursprung alles UebelS. die Lüge, verpflanzen ficht und ihre Folgen: Haß, Eifersucht, Mord und Krieg erkennt. der dann, au, dem Traum zum Leben erwachend, auszieht, die Wahrheit zu predigen. Beierl«« aufrüttelnd schöpserische Sprache umzuckte un» mit dem differenzierten Empfinden des russischen WahrheitSfanatiler» und Erwählt« Hirn und Hnz der kleinen Gemeinde. � a. Arn» Nadel, den die Leser der.Freien Welt" al» den Dich- ter de« heiligen Proletariats" kennen, hat schon rar seinen reit- �ö»--sozialistischen Gedich on, om« Fülle dmssangreickvr Werke ge- schaffen. Da sie infolge der wnleAichvn BechZIw-iss« noch-> cht erschiene« sind, hat man vorläufig nur Gelegenheit, si« in Vor» tragSveromstol dangen kennen zu lernen. Di«» war wieder Sonn, dag d« Fall. Im Kunstsalon Gurlitt lasm Ernst Deutich und Jcchmna Hof er Gehichte au» den Haupteoerken d«tz.Di�«�t«sonder, Lieibe-Hchichie, griechilchr Stück«, balloden- arkge Geblde.«ine«»greisende Folge von S-x-nmungon und Ge- sichien, dam Allerzartesten und Dusigsie«. d«» kaum m sa'ca ?••?.»?«->»*<•«* m££* üiSZJim-- bc« Dwnhso». Den Schluß d« Vorlesung pilpcte«ine biblisch- a¥nt t»r � 8?.tQ 1 1"' Stück von großer Kraft UN» Dolitch und Johai««, Haser lanen außerordent, lich schon,«r oft mN fth«»scher G-rvolt. sie so zart und keusch, sich Tede» Wort n Lächeln und Seele auKöste. Der Bei«>a!l wa« nach ollen Teilen sehr groß. g Sr. 5?»st auS dem Rachlaß de« Dick- er» ein« im Jahre 1887 m Zürich geschrieben« erst jetzt zur v'rösfent- achung gelangende Bauernncvrss«.Marianne' erschienen. wZ lch den. späten Dicht«» nur ahnen. budvt den Inhalt der ersten Rümmer der neuen Wochenschnck *.Mii ftuini feifti tzon J�eriztg h»nide»vorstande» Neutralität»- Wahrung" mit dam Bemerken festhalten, daß, falls nicht ut> verzüglich Zusagen der Regierung hier«inlrtsfen, wir für den weiteren Verlarcf der Bewegung keinerlei Garantien übernehmen können oder werden." Inzwischen sind die Tarisverhandlungen Programm- wäßig am 6. Januar wieder aufgenommen worden. Sie werden nun unter dem Eindruck der kräftigen Vewegung sortatfichrt, wa« sehr heilsam sein kann, wenn die verhandelnden Bureaukraten Verstand genug be- sitzen, uni aus dieser Erscheinung zu lernen und ihr Be- nehmen danach einzurichten. Wir haben indes wenig Hoffnung, daß die Eisenbahn- Verwaltung und die Reichsreluerung fähig sein werden, die beliebten und im Erlaß des AcheitSnrinister» wiederum zum Ausdruck gekommenen Polizermanieren abzulegen und grö- ßereS Verständnis für die unumgänglichen Not- wendigkeiten mehr enthalten die Forderungen der Eisenbahner nickst zu zeigen. � Einstweilen verteidigt die offiziöse.Deutsche Allgemeine Zeitung" alle Maßnahmen und Unterlassungen der Regie- rung. Sie tut da» mit den üblichen Verleumdungen und Verdrehungen. Di« Unabhängigen sind schuld an allem. Es sei uni unangenehm, daß die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. DaS ist bewußter Unsinn, denn jedermann kann bei uns nachlesen, daß unsere Lhitik vor allem bemängelte, daß die VedHandlungen durch die Haltung der vorhandenen Behörde verschleppt und unfrucht- bar geniackst worden sind. DaS Blatt meint,„daS Schreiben des EisenbaHnministerS weist ausdrücklich darauf hin. daß die Rückwirkung des neuen TarifeS auf den 1. Januar 1920 bereits zugesagt und daß Vorschüsse auf die neuen Lohnsätze schon jetzt gezahlt werden, auch ein« Verzögerung in den �arifverhandkungen— was ja die gestern erfolgte Wte5ek-i KSteassti . r"!3>nmtH II a aufnähme auch bestätigt— nicht in Frage kommen." Damit sei doch jedem Mißtrauen der Boden entzogen. Das Blatt verschweigt, daß gerade die Beträge der„Vorschüsse" den Eisenbahnern Grund zu der gegenwärtigen Erregung gegeben haben, da auS ihnen schon zu. sahen ist, wie die end- gültigen Ausbesserungen beschaffen sein werden. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" halt es übrigens selbst für zweckmäßig, in dem gleichen Artikel unter Hinweis ans die Löhn« in einigen Orten nachzuweisen, daß die Eisenbahner eigentlich schon jetzt zu diel verdienen, womit sie selbst den Geist kennzeichnet, unter dem die Verhandlngen seitens der Verwaltung geführt werden. Aber wir wollen einen Führer der Eisenbahner reden lassen, der durchaus nicht zu den Unabhängigen gehört. Der- bandssckretär E n g l e r t chreibt in der„Morgenpost" einen Leitartikel über die Bewegung. Englert weist daraus hin. daß es notwendig ist, die Preise für die Lebenshaltung mit de« Löhnen in Einklang zu bringen. Ein anderes Ziel habe die Bewegung nickst. Die notwendige Uebereinftim- mung zwischen Löhnen und Preisen sei jedoch nicht gegeben. .Und ganz besonder» sind ei die Eisenbahner, deren Tin» kommen mit den lebensnotwendigen AuKpaben nicht bn ent- ferntesten mehr im Dinklcrng steht. Delrägt doch der Höckst- stundenlohn für einen voehondwerter in Berlin(I. Lohnklass«) 2,50 M., ganz zu sckwestjen von dem Lohn eine» Bahn unter hol- wngScmbe�er» braußen im Land«. Mit solchen Löhnen ist unter den heutigen Verhältnissen einfach nicht auszukommen. Nun sei«S den Gewerkschaften zwar in vielen Fällen gelungen. Teuerungszulagen durchzusetzen. Aber mit diesem provisorischen Mittel könnten sich die Eisen- bahner nicht dauernd begnügen. Deshalb sei es ihr Bs- streben, einen ordentlichen Tarif zur Anerkennung zu bring«. Ueber die Tarifberatungen schreibt Englert: .Daß die Verhandlungen selbst bisher«Inen äußerst schlep. penden Verlauf nahmvu, ist trotz aller Schwierigkeiten, die ich ' itl V_�. Vha gegeben, im ve-ag von 5- S w?ll wöchentlich ein abgeschlossene» Werk bester®.# � � ijt von Willy Jaeckel mü kräsllger Hanb»llustUevt woro Konzerte. Inmitten der Konzertsaal» Ueberschwemmung mit ewiger Schablone hebt sich zuweilen em. feinfinbiger ftopf bervor, der «ine Interessante Zusammenstellung zu gestalten versteht. Kam- oierkonzert alter Meisterl Wie sonnige» Erkennen mutet« diese» Zurückschweben in die Uranfänge der Harmonik an. Gleichviel ob Helene Siegfried auch zugleich die reiz- fpürige Autleserin dieser neuentdeckten Köstlichkeiten war, ihr« verinnerlichte Einfühlung in die wechselnden Stileigenheiten der antiken Schulen zeugt« von außerordentlicher Berufung. Sie belebte ohne jegliche veräußeriichung da» musikhistorisch Interessante mit unmittelbaren Eindrücken. Da war Georg vhii- Telemann, der quantitativste oller Musikschöpfer, mit 2 Arien au» Kantaten seine mit geschickt angepaßter, ftreichquartettistischer Bearbeitung von Leichtentritt) und 2 Liedern vertreten, weiterhin Johann Adolf Hasse mit einer Arie au» einem.Salve Regina", Führer der 2. neapolitanischen Schule, verfaffer von über 100 Opern und Schüler von Älessandro Ecarlatti. von dem(neben einer Arie von Srtil« Äriosti) die Larte Rose" mit obligater Viola d'amore zu neuer Blüte auferweckt wurde. Unter den Liedern mit Klavierbegleitung waren besonder» wertvoll di Stolberg-Versg»Ich gitm unter Erlen' in der Vertonung vo Philipp Emanuel Bach durch ihre neuzeitlich- verwandte, impressionistisch« Verkianglichung de» Gehalte».— Da» Quartett D-man. Gehwald. Koeneck«, Deckert. da» mit einer »Suite �-Moll" von Telemann und der.Sinfonie O-Moll" von Slorelli da» Programm vielseitig gliedern sollte, schwächte den Gesamteindruck durch akademisch trockene», klanglose»,«ubeseelti» Herunterspielen. viel Erwartung erregje und wenig Hoffnung erfüllt« der Mahler- Orchcsterlieder-Abend von K. v. Zaw ilow sli. In den.Desellenliedern' glaubte man ein Klangschöpfen und ein« Gestaltungskraft(besonder» im 8. Lied) au» voll- erfassendem Innern zu vernehmen. Die.Kinderotenlieder" muteten auf- fassungSfremd und so gleichförmig durchdringunglschlaff an, al» sträube sich die Stimme in di« Düsterheiten de« Gedanken hinab- zusteigen. Die 3 Lieder au« letzter Zeit verblaßten gänzlich eindrustslo». Seimar Meyrowitz, der sonst so Blutheiße. dirigierte gähnend langweilig, al» käme er«den au» dem Bett F 8 W. Ein Schaufptelerstreik ist in den Theatern und Opern kand» ausgebrochen. Di« meisten Bühnen sind geschlossen. Die Schauspieler perlianizq» Ae halt» erhöhung und Altersversorgung ohiw'westere» zugebe, zümal e»' der erste Tarif ist, den die Eisenbahnverwatmng mit ihren Arbeitern abschließt, nicht von der Hand zu weise-n. Wenn gesagt wird, daß di« verhandlun- gen in wichtigen Punkten schon zu einer Verständigung geführt hö'ten, so könnte man doch neugierig sein, welch wichtig« PunKe die» eigentlich wären. Totsache ist sctenfall», daß die Haupt« arbe« btsber in ein«r Unt-rkommission geleistet wurde. Ihr Ergebni» dürste in vielen Fällen im Plenum kaum Annahm« finden." Englert schildert dann, daß der schleppende Gang der Deähandlungen die Ungedld der Eisenbahner inS Ungemei- icme gosteigert hat. Nach vielem Drängen gab die Verwaltung der Forderung einer Vorschußzahlung noch. Dann fährt er fort: .©etfMtärfWg hat di« Verwaltung allerbing» in der Höh« «nd Stas'felung der NHschK»q«zoih!un« und da» ist de« Pudel» Kern, wodurch die Unzufriedonhe.st noch nwhr ge- steige.! t wurde, de berer» zu TeilstroikS und pafsiv« Resistenz führt«, und an der einzig und allein die Siseibähnverwaliung die E Pf. in der Sliinde. wodurch bei den Eisenbahnern der E-ndruck erweckt wurde, al» sollten viel« Sätze auch später für den Tarif Anwendung finden. Die» war ein« taktische Un- »lugKeit der Eisonboihnu-nwaltumg. Wohl hat die Verwaltung den F-ihnenn der VoNbände zugranntel. chve Zustinmmcng zu dieser Stakf«-!!!� zni geben, wc» von ihnen im der nochmaligem Hin-uwi» cmf bi« Unzufri-donlheit, die dadurch bewmsgorufen würde, abgelehnt wurde. Die Gewerkschaftsführer habsn dann lediglich-im Interesse de» Frieden» sich daimit einverstan- den orklärt, nicht gegen die voageschlogen-m Sätze Stellung zu nähmen. Den Gofolg ihrer Haudlw<-'weise hat die Eilenörchn. devwoknng jetzt, indem«» an allen Ecken und Kanten lichterloh brennt. Da Holsen auch d« lchönsten Be nhig» ngSpi llen nicht» mehr. Der alte Gebeirnrat«klün»�l ien Mmiftorium hat seinen Willen, und da» voll trägt die Kosten dafür." Wir'halben diesen Detvachdimgon«wstweillen nichts hin- Susulfügon. KSppe.- Um ihre Avlchnung praktischer, erfolgversprechend« Arbest der BeiviebZräte zu begründen, erklären di« Ko-mununisten, daß ihnen d«r Gntwuvf für den Aufbau de» RätssysteinZ, den unser« Genossen vorgelegt haben, übkrvm'chen.li gekommen sei. Wir haben ihnen darcnif mit timlichc'ter Sachlichke't auseinandergesetzt, daß der Eniwurf in feinen Hauptzügem seit einem hakben Jahr sthr bebannt fei. Um die erste Ausrede zu decken, an.wortet« die .Rote Faihn«' heute mit einer zweiten. Sie schreibt: .Ein volle» halbe» Jahr also, da» ergibt sich au« dem ange- führten Datiachem, ist um Müller» System« willen nicht« ge» schahen für dem Kampf um revolutionäre Betriebsräte, für die Ennmrerung der vol&srsainmlung. T>i« Kammmmisten waren jeden Tag bereit, Hand anzulegen, um die von ihnen deutlich bezeichneten prciktischen Schritte zu tun." Die Atanmunisten waren bereit,.. Und wavum haben sie nichts getan? »Sie simd heut« jede Minute bsoat, praktisch zuzugreifen," führt tr« �üot« Fahne" fort. Und wanum zcgerm sie? Wa» hindert st« außer ihrer eigenem Konfusion, di« soeibem zur völligen Auflösung ihrer Organisation sich«, am ihren Taten? E» ist gut, daß sich uysere Genossen durch die.faulen Köppe" nicht verblstst«, lassen, sondern ruhig ihren Weg gehen. Zur Sperrung der Beelitzer Heilstätten. AuS unferrri Leserkreüsie gchen im« zashlveiche MMeNim» gen M darüber, daß noch in den letzten Tagen Aufincchme» beöürftige von'dem Vvrstcmi» der LalÄxsversicherung Ber- lin crbgewicsen worden sind. Die A b lehitrmgSjchl-e.iben sind gsömckt und haben folgenben WorÄaut: »Infolge der Kohle nmot und de» Mangel» an Aeb«m»mitt?ltt müssen wir die Belegung unserer Heilftä-lten bi» auf weiteres ganz erheblich einschränken, so daß Ihr« Aufnahm« in odfth- barer Z«it nicht erfolgen kann. Sobald sich Wieder�legtma der Heilstätten in größe«m Umfange ermögilichcm läßv wirk die» durch Tagesblätter bekanntgemacht. Wir stellen Ihne» anheim,. alsdann Fhrcn Antrag zu wiederholen." Wir hnben schon bargelicm, daß diese Maßnahme bot Vorstandes der ÄmdsS>wsschi?rtr.ty hirrch die Tatsache? nickst begründet erscheint. Wie hart aber die Abweisunge? im eiinzclnm sind, dafür nur einige Wispiele aus den uni Hugegcmgewen Schreiben: Ein Arbeiter schreibt: �Jch hatte im Juli IStg einen Antrag um Aufnahme in eins Lungenheilstätte gestellt, da ich heftige Beschwerden hatte ual meine Arbeit nicht fortsetzen konnte. Nach s«ch» Wochen wurdc ich zur Untersuchung vorgeladen. Der Arzt ftagte mich darauf ob ich nach einer Heilstätte, wollt«. Ich war sÄbiiverständlich da- mit«inverstanden. Nach wieder fünf Wochen bekam ich Bescheid, daß meine Aufnahm« in eine Lungenheilstätte in Aussicht genommen ist, jedoch die Heilstätten zur Zeit voll belegt sind und ich mich betreff« endgültiger Beschlußfassung«jner nochmaligen Untersuchung unterziehen müßte, worauf ich nach zehn Woche« vorgeladen wurde. Wiederum stellt« der Arzt die Frage an mich ob ich bald verschickt werden wollte. Ich nahm nach dem Gut» achten de» Arzte» an, da» mein Zustand noch derartig ist. da» ein Hestbersahren Erfolg haben könnte. Wie groß war jedoch meiss Erstaunen, alt ich nach wiederum fünf Wochen den Besäeil bekam, daß mein« Aufnahme wenigsten» zur Zeit nicht erfolge» könn«. Auf einen neuen Antrag bekam ich em gebvuckte» Schl»t> den, da» eine neue Vertröstung enthiekt. Ein anderer Arbeiter schreibt: .Meine Frau hat eine schwere Grippe durchgemacht, davon ist«in schlocre» Herz« und Lungenleiden zurückgeblieben. Nach dem Gutachten zwei Sanitätsräte, kann meine Frau nur ge- funden, wenn sie in einer Lunpenheilstätte Aufnahme firideß Auf Anraten derselben hat mein» Feau den Antmg gestellt um Aufnahm« in«wer Heitstätte. Resultat beiliegender gedruckter Bescheis. Wartet meine Frau solange bi» e» besser wird, dann liegt sie in der Erde und si« ist gut aufgehoben. Dringende Hilfe tut meiner Frau not." Aehnlich lauten die anderen Mitteilungen. ES sin!' Verztveiflungsschreie, die auS den unS zugegangenen Schreiben un» enftiegenhallen. Und da sollt« die Heilstätte ihre Pforten verschließen? Da sollte der Vorstand der Landesversicherung so pflichtvergesien fein, nicht alles zu wn, um die Heilstätte ihrem eigentlichen Zweck dienstbar zu machen? Patienten, die in Beelitz sind, sprechen es offen aus, daß die Begründung der Abweisungen«ine Gcheinbegrün- dung ist. Der wahre Grund sei ein anderer. Der Verwal- tung sei der Arbeiterrat der Patienten ein Dorn im Auge� Ihn zu beseitigen, sei Absicht. Und da» könne am besten geschehen, wenn die jetzt in Beelitz befindlichen Patienten nach Ablauf ihrer Kur entlassen werden und bis dahin Ney» aufnahmen unterbleiben. Erst später sollen Neuausnohmen erfolgen, damit die„alten Sinrichhmoen" au» der Welt geschafft sind. Sind solche Gründe mv siebend, so bedeuten sie geradezu ein Verbrechen an den Perionen, die Heilung in der Heilstätte bedürfen. Dann bendienten aber Leute* die so unverantwortlich handeln, daß sie liaber heute tut* morgen zum Teufel gejagt werden. Zur Förderung der vcrmißtennachfvrfchnng werden alle zi» rückkcihxvnden KriegSigefangenan gebeten, die«mnstmgcnen ve r< m! h t en- L i fte n«beim Zentralnachweisamt für Kriegsverluste und Koiegsaräder, Berlin NW. 7, Dorocheanstoaße 48, zu übersenden, da die Listen dort dringend fledraucht werten und tri» Nachforschungen nach dem Bert WO von venmitzwn bedeutend e» leichtern. Die«nsrsteltrn der Letterlegefchklfte Berlin» werden in eine, Versammlung am Mittwoch abend TU Uhr im Restaurant Kulm» bacher, FriedrichSgracht 60 zu einem neuen Tarif Stellung neh- men. Da erst einige große Lotterledeirieb« tariflich. erfaßt sind, wird der Zentralverband der Angestellten beim ReichSarbeii»« Ministerium dahin wirken, den jetzt aufzustellenden Tarit für all« Lotterieietrlebe verbindlich zu machen. Di« Gleichgültigkeit viele, Kolleaen. besonder» der weiblichen, erschwert der Tarifkommlllion da» B.'inühmen zur sozialen Hebung der übrigen Lotterieangestelb tan. Pflicht«ine« jeden Branchenangehörigep ist«», dies« Ver» sammlung zu besuchen. Soll der Kaiser«ni»geliefrrt werden? vetb« dies« Frage werden am Freitag, 0. Januar,%8 Uhr jm Herrenhaus, Leipziger Sdvaß« L, Eduard Bernstein und Hellm-ut von Verlach vor einer Verfammluiia des Bunde» Neue» Vaterland sprechen. EintrfttSkarten i 2- M. bei A. Werührim, Bo!« u. Dock, PorUer des Herrerchanse« und GefchäftSstell« de» vunde. Neues Aater- land, Kurfürftemstr. 126. Für Heus und Familie ist die„Freie Welt" die beste illustrierte Wochenschrift. Jede Woche ein Heft 30 Pfennig Frei Ins Haus durch jeden Spediteur. Uns den OrwnWonn. Ponbo«. Mittwoch ofcenb 7 Uhr öffenillch» vc-N>sn«rs-mrmlnng drf Linder. Breiteste.»4. lageeondnung: 1» 700 Pfd. Pandowsr Zuck»« verschoben I Wilmersdors'Halens««. Donnerstag obrnd 7 Uhr in der Aula de« Oberroal schule om Secpart, Eck« Auguftost.ntz«, iiffentUch» Vc>lk»v»v> sammlung. Togeeordnung: Vegenmart und Zud.unft der Wilmers- dorser Drfnelndepolitik. Res.: Dem Dr. Breitscheld. Bericht der Eladloerorbnetenfrotition. Schöneberg. H:ul« abend 7 Uhr In d«r Aula d«r Fichte-Realschole» Kolonnenstr. LS, Mitgliederversammlung. L-hn» Mitgliedobuch kein Zutritt. ZNr di« Dlstrlhte-Obl-nte der R»t»»«nd Veneerbschaste-Kommlfsimr sämtlicher acht Distrikt« findet am Donnerelog, den S. Januar, adende 7 Uhr, bei flling«, Sellerstr. 14, eint Sitzung statt, vollzähiige» Tr- scheinen ist ersorderlich. Verelnslalendn. SozkaNst. Proletarier.Iuzend, Dcupp« Fronkstrrter Vorstadt. MitA woch, den 7. Januai, bei Reil schlag, Eehreineistr. 18, Mitgiiederve» sammlung, Neuwahl. —-------- früh.> n k— c »Alerand rinerf, Norddeutsch« Gummiwerke. Ardellebeginn am Mittwoch.. Zcntralverband der Ange stellten. S-chgrupP«»(Seklion»- Mittwoch abend S Uhr Slexandrinenstr. 87». MUglüderversammlung im internationaler Bund der«riegebeschSdtg'en,»telln-hmee.-gesan- gencn und«rfegerhinterbliedenen, Ortc-grupp- Tempelhof. Mitb- woch abendm SckiUdoutrdamm 12» 6ÖÖÖ rreuie Zchachtel» i Ctü} möchte gern einem jeden, der V sich abgespannt fühlt, eine Probe meines Mittels zukommen lassen. Cs belebt die Nerven, regt sie an, und beeinflußt dadurch dermaßen die Ge- sundheit, daß man sich bald so frisch, wohl und unternehmungslustig fühlt, wie man es von Natur aus sein sollte. Kola Dulh soll überdies auch die Nerven in Anregung erhalten. Im eigenen Interesse eines jeden Lesers dieses Inserates, der erschöpfte Nerven hat oder der leicht müde und abge- spannt wird, oder an Kopfschmerz und Schlaflosigkeit leidet, wünsche ich, daß er Kola Dultz versuchen möge, und wahrscheinlich würde er dann baid wie viele andere sagen können: die Wirkung von Kola Dultz ist geradezu überraschend! Die besten Nerven sind die, von denen man am wenigsten merkr. K o la D u l tz ist ein Freund der Nerven. Es ist angenehm im Gebrauch und seine Wirkung ist eine Erfrischung. K o l a D u ltz ist unschädlich und wird Männern, Frauen und Kindern emp- fohlen. Das Alter hat dabei nichts zu sagen. Cs ist ein Präparat zur Anregung der Nerven. Kota Dultz ist überall am Dlatze, wo die Nerven nachlassen oder sich sonst unangenehm bemerkbar machen. Schrei-en Sie mit sofort einePostkarte und verlangen Sie Gratiszusendung einer Probeschachtel. ÖÜIiTZ, Berlin SO 33, Nr. 6!8. Nachruf. Drn Kollegen inr Nachrieht. dtB lolientf« Kollegen und Kolleniuncn verstorben sind: Der Schlosser Karl La&skanl MalplaquetstraCe 36. am 2/. Dezember 1919, Der ScliIo*ser Paul Alexander Nlederschanewelde, am 29. Dezember 19111 Der Helfer• Paul Zapff Helnersdorfer Straße 13. am 20. Dezember 1919, Der Hammerfnhrer Emil Scholz Reichenberiter Siraüe 60, am 30. Dezember 191» Die Arbeiterin Maria Schewe Kastanlenallee 90, am 23. Dezember 1919. Die Arbeiterin Hedwig Krause am 21. Dezember 1919. Die Arbeiterin Marie Schubert NenkOUo. Weserstraßo 153-134 am 19 Dezember 1919. Ehre Ihrem Andenken! Cie Ortsvcpwaltung. Vatbsnd der Maler, Ucklerer, Ansttercher etc. Filiale Berlin, NachruiS Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, dal die Mitglieder Wilhelm Biedel Reinickendorf. ScbwarzstraBe 9 am 24. Dezember 1919. Wilhelm Llcbenoir Sieglitz, Marlendorfer Slrafie 16 Iam 29. Dezember 1919 venlorben sind. Wir werden ihr Andenken in Ehren hnlten. Die Ortsverwnituns. '• ,1 ru— a Bekanntmachung 1 betreffenb den Ersatz für«Ken auegkschiebenen Stabtverorbnrten. An die Stelle des ausHeschiedenen Elablverovdneien Max Döilcher tritt»och der von mir auf Druni» der Bestimmung de« Z 8 der Verordnung über die ander- weite Negeiung des demetttderolchlrcch'.s vom 21. Ja» nuot 1919, sowie der§§ 58 und 69 der Wahlordnung für die Wahlen zur versossunggebenden deutschen Na- tionalvevsammiung vom 30. November 1918, in Verbindung mit dem � 21 des Reichswahlgesetze» vom 30. November 1918 vorgenommenen Feststellung ol« nächster Beiverder aus dem Wohlvorschiage Dri Hermann Wey! der Klempner Ott» firaatz, Berlin 6. 59, Urbansir. 94, nfs Ersatzmann in bie Stadloerott» nelenversammfvng in Berlin ern. Berlin, den 2. Januar 1920. Der Kommissar de» Magistrais» L o e h n i n tz, StodUot. 1 Lgb. Nr. 1478 Wahl. 19.), ZkiüsKtt Wcklllikbtiler�ttdsiiS verwaltungsslell«: Verlin V84, LInienstr. 83/81. Eesdiäslszeil von vorm. 9 Uhr d!» nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 18S. 1239, 1987, 9714. "jumcrstniu den 8. Jonnor 1020, abend« 0 Uhr, Branchen- Versamnilnng bM!al!'A.Ke!rolyzrdrehersow.?reheriuueu im.«.(ing.Iuler 15(Sani 1> Jngrtotbntins; 1. vortrng:.Tu» nette»beirteMritegrleb.* üicicvtiu: It. Uifnn» ttulojdjnUCl. 2. UMiiffion. 8. Crniiditiiurtteteoettllrtlen und»ifrirhlt'-me». ebne tuutntie&eijinf) rem Zuttin. In Ottbtir.iair bei tmdutficu Zun(»uibiiiing Ist vilnkiNche» 9t' schilmn alter ftbUegcn und fiuUcgiiintu brtuzeud nottuenuig. Achtung! Achtung! KiÄramcükevre vnd Helfer Groß-Berlins! Doiiuerrtog, den 8. Jnnnnr 1020, abend« 7 Uhr Branchen- Versammlung dt dcr Aula dcr Sopdirnlttinie. W:inmeilterstr«ße 18— 11. Iure oibtmtfl: 1. Aort nn über.Snruittirnrgenltotltmtit'. 2. Tleludien. 2. ibcndit iiiet die»urburrdaitbliiiigeit mit dm Uiuei. mhincin betr. ff» Uli»enteilte Mbiurttrsiazm. i. vranchmuiutllrglithette» und BerJüji. bette». In JiulMruriii d.e Wicht»»» kett der Tn,e»»tbiiuni ist da» Sn, schclnm aller»■ olle rn unbedingt eriorbeettch. COur aititQllcoebuch lein antritt. _ ate CrtuBertenllHBn. zlcuijchtt linharlitiltr�ttliaiii) Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Berlin S 0. 18, Rungestratze 30. Fernsprecher: Amt Moritzplatz Nr 10 823 und 3578. stsraglltof Tonnerstag. v.«.Januar Ivso . findet abenoo 5 Uiir im Arbcuslosensaal, giunaestrafie«tv, eine Versammlung Äer EmSikktk. Prchtt. LeltZniNt!!. Pgiktk. Pglktrisük!! nl Si|fi5Ii$e» sistt. Tagesordnung: Unser Tarifadkommen. In d:>nictl»n Lttul tagen um 7 Uhr die vertrntieu»Iente 1»nd Ä»tti»0Sa«»schltS»»-#1« Ctl«#eru»ftt|uufl. Miermll allen freunden; und Bekannten die tief- i iranrige Nachricht, daß{ unsere liebe Muttc.r,[ Schu ieger- und Qrofl-\ nt utter Christino Pctri am 3. Januar 1920, mittags| 11 Uhr verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen Kar) Petri» Neukölln,] Mr.hlowerstr 32.- Die Beerdigung findet{ am Mittwoch, den 7. Jan., nachm 1 V Uhr von der\ f.eichenhalle» des Neu- köün-r Qemeindefried-| hnfes an-s stait, Danksagung. Für die vielen Beweise] herzlicher Teilnahme bei ; der Einäscherung meiner| ' vielgeliebten herzeas- guten Frau sag© ich I allen Bekannten. Freun- [ den und Verwandten.| sowie den Genossen und i | Genossinnen des l, Distrikts, besonders der I Genossin Frau Warm | für dit trostreichen Worte am Sarge roeittea| | herzlichsten Dank Viozcaz GorlScli« Markgrafenstr. 6. r Moderne SchTafzimmer. Speisezimmer. i Küche, Ankieidcschrank. Verschieden. einzeln. Urnbausola. 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