Einzelpreis 20 Pfennig» 3. Jahrgang vlenstag, Seo 13.?anuar mo �' Nr. 22 /fll3* tNorgen-Msgavi Di« trlO-tint meiamj vnr roitmitlag«, cn ftr«. tmf'ffltnom nur norffiu D«t Dttuasfrti« betrSal bei Tfift guf.tUun« in» E«u» ffitn 4-50 M, M tinftdn poflbtjua mcnotl. b.zs Dl. ifi �uflclhma imirt flrfi'bftnö für DeuIschlanS 7.— Ol. für» Aulland J.— IN. p» Brief 13— IN. wrtoftitm und fftpfdltion: verlin NW. A, Schiffbau erdaun« 19 HI. Sernjprecher:«nu Norden 2S0S und 9898. 3"t»r* nncifi* berliner■Vrgan ter Vm�angigea SyMömwfratip SeutTcbtantä Arbeiter! Arbeiterinnen! Mgeftellte! Die Nationalversammlung tritt heute nachmittag zusammen. Sie hat den Auftrag, das BetricVSrlkte- Gesetz durchzupeitschen. In diesem Gesetz paart sich Verlogenheit mit Niedertracht. Wirtschaftliche Demokratie behauptet man Euch geben zu wollen. In Wirklichkeit will man Euch wieder fest an das kapitalistische Joch schuueden, will man die Betriebsräte zu Mamelucken des Unternehmertums machen. Laßt Euch eine solche Gesetzesmacherei nicht gefallen. Zeigt den Erwählten in der Nationalversammlung, daß Ihr Euch nicht zu geduldigen Objekten der Gesetzgebung erniedrigen lassen wollt. verlaßt daher heute mittag 12 Uhr öle Setriebe! Demonstriert in Massen vor dem Reichstage! Beweist der Negierung und der herrschenden Gesellschaft, daß Ihr Euch die letzte Errsngenschaft der Revolution, die revolutionären Betriebsräte nicht rauben lassen wollt.-r. ßuf zum Protest! Meöer mit öem Setriebsratsgefetzl fittf zum Kampf für das volle Mtbestlmmunzs- und Kontrollrecht, für revolutionäre Setrieberäte, M für öas revolutionäre Ratespsteml \m '■c'A 'S v'* Of � üsc: J'y Cflljü n soi ) ItOllO" «nfj o 7S*i Verband der Buchbinder. Verband der Buch« und Steindruckereihilfsarbeiter. Verband der Fabrikarbeiter. Zentralverband der Fleischer. Verband der Gastwirtsgeljilfen. Zentralverband der Glaser� Verband der Holzarbeiter. Verband der Lederarbeiter. Verband der Maler und Lackierer. Verband der Maschinisten und Heizer. Deutscher Metallarbciterverband. Verband der Schneider nud Wäschearbeiter. Zentralverband der Schuhmacher. Verband der Sattler und Portefeuiller. i v Deutscher Banarbciterverband. Bezirksverbmid Berlitt-Brattdenvurg U. S. P. D. Vollzu�srat Groß-Berlitt. n»ofoch iu£ -i 1 78-Wj n ilBI ;n Oc'.'f« «VÄSClie»1 9. � IllliS »ge». t Vor der Enlscheidung. Wenn die Arbeiterschaft in zwölfter Stunde zum lStnrm gegen das BetriebsrötiVesetz antritt, so geht dieser Kampf nicht um kleine Verbesserungen dieses elenden Mach- toerkeS, sondern«s gilt den Kan.lpf u m d i e N ä t« i d« e schlechthin. Tie Arbeiterschaft bekämpft dieses Gesetz nicht, weil es ein schlechtes G?)-tz ist— deren gibt es diele—. sondern weil es ein Gesetz gegendieNäteist, wetl es den Znxck hat, das Unie-rnchmertum ein für alle- mal vor der„Nätegefahr" zu bewahren. Wir haben schon vft damiif hrngewiesen, dah dieses Gesetz die Betriebsräte auf das Niveau des Arbciteranschusses, den wir längst be- sahen, imb sogar imter dieses Niveau hcnmterdrückt. Da- Mit wird nnter dem Nomen der Näte eine Einrichtung ge- schaffen, die einen völlig anderen, der Näteihze geradzu feindlichen Aveck verfolgt, die eine Zuchtrute statt eine Waffe der Arbeiterschaft fein wird. Wir fordern das Nätesystem als Mittel, um der Ar- bevterschaft jenen Ernsluh auf die Gestaltung der Gesamt- Wirtschaft zu schern, deren sie bedarf, um die„Detriebs- zweckc". wie es im Gesetz mehrfach heistt, wirklich in den Tienst des Gosamtinteresses zu stellen durch Vorbereitung und Betreibung der Sozialissierung der Wirtschaft. Während der selbstherrliche Kapitalist unter dem Betriebs- zweck nur den Prositzwcck versteht, während ihm die Ge- säinkvirli'cl>>ft eine völlig gleichgültig« Angelegenheit ist. weim nur sein Betrieb„sloriert". fordert die Arbeiterschaft Organ«, die. an der Betriebsleitung teilnehmend, de'n Be- trieb doch nur als Teil der Gesamtproduktion betlcchlen und ihm planmäßig seine Aufgabe im Nahmen der Gesamtproduktion zuweisen sollen, indem sich Betriebsiäte zu Bezirkswirt- schaflsnilon und höher hirciuf zu unisassenderen Körper. selpften zur Leitung der Produktion zusammenschlieben. Es Kilt die Einführung einer planmäßigen P r o- dukti-nsleituna. die öS im KapilglismuS nickt g ib t, der nur eine Betriebs leitnng kennt und nur Profitinteressen deS einzelnen Uirternchiners oder UntenrchnoerkonzernS maßg abend sein läßt für die Gestal- düng der Produktion. Darum ist«S eine Verdrehung der Wahr- hei t, wenn das„Berliner Tageblatt" mit Bezug auf die gegenwärtige Bewegung behauptet, die wirtschaftliche Ordming" müsse„gegen den Ansturm des Radikalismus" verteidigt ioerden. Es handelt sich im Gegenteil darum, den ersten energischen Schritt zur Herstellung einer Wirt- slfyasts Ordnung zu tun, indem Körperschaften eingerichtet Ivelven, die imstande sind, das kapitalistische Wirt- schastSchaos. daS in d e r gegenwärtigen Not ein Hindernis des Aufstieges ist, durch einen organischen Nmgestaltungsprozeß zu einer planmäßi- gen Wirtschaft zu entwickeln. Es handelt sich darum, Organe zu schaffen, deren ungehindertes überlegenes Wirken alle Schmerzen der mangelhaften Produktivität der Arbeit, die nur eine Folge der dapitalistischon Wirtschafts- gnorchie ist, mit großen Mitteln zu bekämpfen. Aber das eben ist der gefährlichste Sclkvindel. ber mit dem Betriebsrätegesetz getrieben wird. Mit dem Vorgeben. das hier das von den Arbeitern geforderte Nätesystem ver- wirklicht werde, soll in der Arleiterscl?ast zugleich der Ein- druck erweckt werden, als sei damit auch ein Schritt aus dein Weg« zu? Aushebung der Kapitalsall- macht ge-tan. Und weil dem so sei, well die Arbeiter nuunichr„gebührenden", allen«gerechten Forderungen entsprcchMden" Anteil an der Betriebsleitung und Pro- diiklionsführung haben, darum hätten sie nunmehr auch die Pflicht, die..Vetriebszwecke" pflegen zu helfen, die Pro- vnküon vor Erschütterungen zu bewahren— und was dergleichen ehrenvolle Ausgaben mehr sind. Das heißt, dle Arbeiterschaft soll die Vertretung ihrer Klasseninteressen zurückstellen und ihre Vertrettingen beauftragen, die„Be- I rieb szw« cke' des Kapitals zu fördern, die Vormacht- stell img d-eS Kapitals im Produktionsprozeß fester und seltvr iu suudlmn. Kuf lo öMoaen» Art begründet mau Jen« Bestimmungen des Gesetzes, die an den Betriebsraß die unehrenhafte st en Zumutungen stellen, die den Betriebsrat zu einem Mittel der Zerstörung der Arbeitersolidaritöt machen, indem sie ihm die u n n würdige Noll« eineS Aufpassers im BetrieH zuweisen. Gegen diese Unordmmg und Unmoral richtet sich der Kampf ver Arbeiterschaft. Er ist ein Kampf gegen die son ziale und wirtschaftliche Konterrevolution und für ein« höhere soziale Moral. Tie Arheiterschaft will ihr« Solidarität nicht nur bewahren, sondern sie will Vorkehrungen treffen, die geeignet sind, die S o l i d a r i< t ä t, daS Einsetzen aller Einzelkräfte für ein Ganzes, von der Arbeiterklasse, auf die sie beschränkt war, auszu» dehnen auf die Gesellschaft. Und was ihnen cnb gegenge hallten Witt), ist niedrigstes Prvfitmteresse, schäbige ster KlassenegoisinuS. Obwohl es sich bei unserem gegenwärtigen Kampf unt dieses große Prinzip und nicht um alle die kleinen Fragen der Bilanzeinsicht, des Einspruchsrechts bei Ent- lassungcn und Einstellungen usw. handelt, haben doch auch diese Einzelheiten ihre Bedeutung. Sie haben sie vor allem für die Gewerkschaften. Auch sie bedürfen weit» gehender Rechte für die Betriebsvertretungcn, um auf ihren? eigensten Gebiet weitere Fortschritte zu machen. Beschränkt sich der Gewerkschaftskampf auf die althergebrachten Mittel, dann verfällt er bald völlig der Stagnation. Auch die Gewerkschaften können sich daher mjt den Türfttgkeiten dcl Gesetzes nickst begnügen. Sie haben es— wird man er» widern— nun in der Hand, durch tarifliche Vereinbarungen die Rechte der Betriebsvertretungcn zu erweitern. Ab es daran wird sie das Gesetz hindern. Das ist' dal andere Ucbel die'er konterrevolutionären Gesetzgebung, daß sie der Initiative der GewcrkMften den Weg versperren wird, denn alle Welt wird, nachdem der Wechselbalg Gesetz geworden ist. auf ihn verweisen und weitergehende Forde» runaen zurückweileu mit der BeMptung, Betriebsräte seien flesetzlicki geregelt, und damit scbeidc diese ßliigelscMibeit aus iien prwaien Erörterungen aus. So wird das Gesetz zu einem Hemmnis des a l l- K e m e inen ökonomischen und sozialen Fort- s ch r i t t S und zu einer Einschnürung der l! a m p fe S fr e i h e i t der Organisationen. Und lvenn die Arbeiterschaft sich in letzter Stunde gegen diesen Schlag zur Wehr setzt, so wahrt sie damit nicht nur ihre elementarsten Klasseninteressen, sondern vertritt gegenüber dem Profitindividualismus der Unternehmer die Grundsätze eines höheren sozialen Rechts und die Jnter- essen des ganzen Volke?. Und dielen Kampf wich das Proletariat rücksichtslos fortsetzen, unbeirrt von dem Geheul der Presse, auf das einzugehen sich noch Gelegenheit finden wird. Je �stärker dieses Gebrüll der Geg. ner, um io stärker die Ueberzeugung der Arbeiterschaft, daß % Weg der rechte ist. Noske-IeZweAk in Sachsen, Leipzig, 12. Januar. Der militärische Oberbefehlshaber für Tachsen-West, General- major Scnfft v. Pilsach, ertößt einen Ausrns, in dem unter HiuweiS auf die geplanten Prot» st Versammlungen der N. T. P. D. gegen daS BetriebSrötrgrsetz an b!e Bevitlkcrnng, insbesondere die Nrbeitcrschast, die dringende Mahnung gerichtrt wird, sich nicht für die politischen Zwecke einer Minderheit mißbrauchen zu lassen. Aste» Versuchen, durch De- monstratronen oder Gewaltakte eine Umwälzung herbeiznfilhren, werde militärischer-seitS rücksichtslos mit Waffenge» walt entgegengetreten werden. Aelle Zuslande. Wir haben letzthin j«n«S Schreiben in Erinnerung gebracht, mit dem einst Herr Krüger, der Adlatu» Eberls, zur Er.istelUmg dcS grohen Angestelltenistreiks um das Mitbestimmungsrecht im April ermahnte, indem er tröstliche Versicherungen über da» kom- mende„Rätegesetz" abgab. Ein« sichtlich offiziös inspirierte Pressenotiz verkündet nun, dah eS sich dabei um ein Privat- vergnügen des letzteren und der Arbeiterschaft als Vorsitzen- den der Berliner NechtSsazialiiston wnvühmlüchst bekannten Heran Krüger handelte. Der„Abgeordnete Krüger' s«i nebenbei auch Bureaudirektor det RoichSprösibentein. Und weil er sich al» solcher der amtlichen Briefbogen bedient, darwn werde der Eindruck erweckt, al» handelt eS sich um ein« Kundgebung de» Negier un g. Mit Verlaub: nicht dadurch allein, sondern tv«l eS i-n dam Schrelbsn hoiht, die Nogieumg werde e» sich angelegen sein lassen, für eine gesetzliche Festlegung de» Mitbe- ftmwwnngsrechleS zu wtrlksn. Die Notiz geht weiter, dah die Untern ehmcrorgamsaiion da- mal» gegen da» Schreiben protestiert habe. Und darauf habe Herr Krüger, zur Rede gestellt, folgendes erklärt: .Das Schreiben habe ich, wie au» seiner Fassung ganz Kar hervorgeht, als Person und auf Wunsch der Angestellten an die Arbeitgeber gerichtet. Die sogenannten Drohungen am Schlüsse des Schreiben» bringen meine persönliche Meinung zum Ausdnuck, die auszuisprechen ich als«nain Recht betrachte. Auch die Verwendung eines amtlichen Briefbogens ?avin an dem rein persönlichen(Tharakter diese? Schreiben? 3 nichts ändern. Auf die Mitteilungen der Presse, daß ich als Liegierungsdertreler verhandelt habe, habe ich keinen Einfluh gehabt." Wenn der'Herr nun schon die Dreistigkeit hat, Briefbogen lMit dem amtlichem Siogellausdruck für fein« Poivalboisfschoeiborei zu benutzen, wie kommt er denn dazu, Erklärungen im Namen der Regierung als—„persönliche Meinung" abzugeben. Oder sollten das alles nur faule Ausreden sein? zwei'eg Scapa Zlsw. Unsere Mitteilung über die in Deeoffizierskveisen de- stehende Absicht der Versenkung der fünf kleinen- Kreuzer. die wir an die Entente ckbzuliesern haben, hat den Erfolg gehabt, daß die Regierung von■ diesem Plan abrückt und seine Durchführung als einen verbrecherischen Art bezeichnet. Zugteich versucht aber das RerchSwehrmim- sterium, im Bund« mit der ihm ergebenen Presse, eine Ret- tungsckktion zugunsten des Osfizierkorps zu veranstalten. Es wird erklärt, daß die Offiziere schon seit geraumer Zeit be- müht seien, beruhigend auf die Besatzungen einzu- wirken, die über die Forderungen der Entente„erregt" seien. Auch der kürzlich wegen seiner herausfordernden Reujahrsbotschaft gemaßregelte Konteradmiral Meurer wird in dieser Beziehung als„vorbildlich" geschildert. Schuld sind also diesmal nickst die Herren Offiziere, sondern die Matrosen, dieselben Matrosen, die sonst als Aufrührer, Meuterer usw. in den schwärzesten Farben geschildert wer- den. Wie verlogen diese ganz« Aktion ist. die unt«r Füh- rnng der Regierung eingeleitet worden ist, geht auS dem Wortlaut des Schreibens hervor, das ein höherer Militär an die Parteileitung der Kieler RechtSsoziali stsn gerichtet hat. DaS Schreiben lautet: Kiel, 7. Januar. Anqesichbs der furchtbar schwerem Lastsn, die uns von de>r Entcinde für die'bei Scapa Flow vevsemlte Flotte aufgebürdet sind, halte ich cS nach reiflicher Ueberlegmmg im Im- Kresse unseres dsut'chem Vaterlandes für meine Pflicht, Sie als'den Vorstand der Sozialdomobratiichon Partei, Ort». gmppe Kiel, vom folgemdsm im Kermtmi» zu fetzon: Herr Leutnant z. S.... kam kürzlich zu m»ir-und teilte mir mit, daß aram beabsichtig-, die jetzt von der Entente geforder- tan Schisse— vier kleine Ksenzor— zu dvvsonlem, vm«im Ab- liefern unmöglich zu machsn. Ich kenne Herrn Leutnant.. �watr erst kurze Feit, er hat aber aus mich den günstigsten Timdvuck gemacht, nicht den eine» Schwätzer». Ich hal!« ihn für eman äußerst vaterlanidsliobemse» jungen Offizier. Ich bitte Sie daher dringend, sch sobald al» niöglch mit Herrn Lt....perlömlachim Verbindung zn setzen „md die Angelegenheit zu verfolgen, wich, falls es wahr fein sollte, daß Sinzeime und unvernünftige Hitzköpfe sine solche Wahn. sinnStat b sab ficht igen, rechizeüig energisch swzngvestsn. Unser armes Deutschland braucht Frioden. DaS ganze Volk würde für diese Tot wieder schoer büße» „lüssen. Hochachtend I(Unterjchvist.) Aus dem Schreiben geht unzweideutig hervor, daß ein Leutnant, in Verbindung mit einer Gruppe von Gc- sinnungsfreunden, den Plan der Versenkung der fünf Kreutzer ins Auae aekaßt und wohl auch vorbereitet bat.®i ist Die Meldungen über den Vorlauf der Eisenbahnorbowegung lassen erfwinoii, daß dieselbe in«m kritische» Stadium sin'getveion ist. Awlschon der Regierung und der Vorhandlungs- ioinm cssion ist bitih?>r ein Ei-mernehuiem aber ein« Anzächl Direl- tionSbezirke im Westen und Südwesten«rzioit wovden. Die höchst« Lohnhiasse sieht oinen Stundenlohn für Handwerk« nn Mter von 24 Jahren und dcriiiber dem 3,50 M. vor, mtt AuS- iiahme von Berlin, wo 3,ö0 M. gezahlt wsrdsn. Jeder Di- veckt.ouNczirk wunde bisher in Wir.schastsölassen eingneHt und de« Lohn entsprach enld abgestuft. Daß eS hieoboi zu Differenzen über die Einvoihimg dar si-nzeSnen Ort« kommen mußte, ist 'ganz erklärlich, da sich bei jcd«r Abgrenzung Mlißstimrmingen er- flcdsn. Abor gefährlich ist e§, wenn innn ei'.ih ertliche Wirtschaft»- gebiete glaub: rar der Entlohnung zerreißen zu anüsssn. Dies lst m>:t ein Gvund, webhald im Westen der S-l>reik der Elsen- bahner an Ausdehnung danelrnd gewinnt. Hinzu b�mimein noch einige ganz unglaublich. Maß- nahmen der Regierung, welche msscheinenid iuemsr noch nicht weiß, daß die Arbeiterschaft wicht mehr wie früher ve- handelt werden darf. Eine A>omimission der Sdrsikondsn au» dem D�reküoinKbezirk Essen traf hier am Montag ewr» um dem Minister«um di« Forderung� der Streikenden zu un:«>rbr«iiten. Daraus antwortet die Regierung.in der alten Weise:»Die Kommission wird nicht vorgelass« n." Ebenso wird ein Telegramm bekannt, melchc-» dem einzelnen Verwaltungen die Anwerbung 6'bt, unter allen U-mständen ans der Schrffu-ng von sechs Wirk,chaf.kiklaffen bestehen zu bleiben, auch wenn e» zu elnem�strerk kommt. Dl« RegienungSvertreter.bestreiten dies, wahrend aus den verschiedensten Dn-re l diem kb-z: rken da? Deiche gemeldet wird. Auch sine Verfügung, wonach bereit» Briefumschläge mit dem Adressen besonder» besonnener Elemente angcser?igt werden sollen, und ein« zweit« Verfügung, wonach d:« Meldimg zu erstatten ist, daß di« Ainferti- gung besagter Bricsuinischläge erfolgt sei, wird bebannt. Und um da? Maß voll zu anachen. wind der BÄagovuinziSzilsda.'d, welcher bisher im Westen im Regierungsbezirk Freiherr von Matter- severng nicht aufgehoben wurde, verschärft. Ein besondere, Zwischenspiel leistet sich der R-gi-rungirai Marenbach au, Essen. Die verhandlung-kommission der Arbeiter gibt sich alle Mühe, die Forderungen der Arbeiter durchzusetzen. Es gelingt ihr, die Forderung im Tarifentwurf um 20 Pf. pro Stunde in der höchsten Klasse zu überschreiten; bei der Einreihung der Orte in die einzelnen Wirtschaftsklassen 'lcheilert mancher Wunsch der Kommission an dom»Ilnannshm- bar" der Regierung. DaS alles weiß der Essener RcgierungSrat, welcher bei d-n Verhandlungen zugegen ist. Trotz alledem bekommt es dieser Herr f-rlig, d-n Arbeitern seine» Direktion»- bezirk» mitzuteilen, daß. wenn nur die Gewerkschaftsvertreter ener»isch>er gewesen wären, eine andere Einreihung verschiedener Orte erfolgt sei. Diese Methode, die Mißstimmung der Arbeiter auf die Gewerkschaften abzuwälzen, ist bei Regi«rung»vertr«tern wohl neu, aber sie dürft« nicht ungefährlich sein. Daß bisher die Verhandlungen noch nicht«bgeschlossen werden konnten, liegt an der Regierung, aber die Arbeiter können und wollen nicht länger warte.i. Di« bisherigen Verhandlungen ergeben«ine Lohnerhöhung für jeden Arbeiter von ca. 1 M. pro Stunde. Die Arbeiter verlangen nunmehr, daß diese Summe noch jm Lauf« d«» Monat» Januar zur Auszahlung gelangt und nicht gewartet wird bi» zum endgültigen Abschluß der Verhandlungen. Daß die Geduld der Arheiter bi» auf» äußerste angespannt ist, ergeben die neuen Nachrichten, wonach damit zu rechnen ist, daß in den nächsten 24 Stunden auch in Mitteldeutschland der Streik ausbricht, wenn nicht die Regierung sofortige Zu- geständniss« macht in der Auszahlung der bereit» de» willigten Zulage von 1 M. pro Stunde. E» muß auch die Möglichkeit offen gelassen werden, daß in den DirekttonSbezirken mit den Arbeitern etwaige Ungleichheiten bei der Einreibung der Ort« in die WirtschaftZklassen ausgeglichen werden können. Die Situation ist furchtbar ernst, da» wird nun auch die Regierung endlich begreifen. Wenn e» ihr ernstlich darum zu tun ist, den Streik zu beenden, so hat sie«» In der Hand. Ihre neuen Maßnahmen lassen allerdings erkennen, daß sie e« nach wie vor mit der Gewaltvolitik hält. So veröffentlicht die Eisenbahndirektion Essen eine Aufforderung an sämtlich» Eisenbahn bedien stete ihre» Bezirkes, wonach die« s>ch jeder unbefugten Einmischung in Betrieb und Veriehr der E.sen- bahnen zu enthalten und den Dienst sofort wieder aufzunehu»«» haben. Wer seine Arbeit nicht fpäiesten» am Mittwoch, d-n 14. Januar, früh planmäßig wieder aufnimmt, ist entlassen. Im allgemeinen ist in der Sireiklage im Westen keine Veränderung«ingetreten Die Streikbewegung in Oberschlcsicn hat bereits auch Mitte!- und Niederschlesien erfaßt. Im W.jten ist durch den Streik der Po st verkehr und' der Kohlen- abtranSpoit stark in Mitleidenschaft gezogen. Minifterweisheit. Während die offiziös«»Deutsch« Allgemeine Zeitung" übe» die AusstaiidSbewegnng der Eisenbahner jammert'und von„wic» den Sdroikagitatoren"»simnkoser ArbettSsabotog«" spricht, t-äßt sich Herr Ver.'ehrsminister Bell im.S-Uhr-Abendblatt" über die Gründe der Eisenlohnerbeivegung vernehmen. Er ist nicht ganz sicher, ob die Bewegung rein politischer Natur ist, jedenfalls stecken cfcet»bjiwiimuffiiisch; Aap ta boren" dachintor. Wie sich in so einem Ministerkop� di« Welt malt. Mit dem plattesten AlltagSgewäsch über kommunistisch«'Hetzerei geht Herr Bell über die ungeheure Wichtigkeit dieser Bewegung hinweg. Kein Wart de» Verständnisses oder der Kenntnis der Eniwick» lung der Verhältnisse, die gerade bei den Eisenbahnern außer» ordentlich kompliziert ist. Herr Bell schlägt mit der Faust auf d«n Tisch und sagt:»Die Streikenden laden eine ungeheure Verantwortung auf sich". Hat«r auch an di« Verantwortung gedacht, die die Regierung auf sich lädt durch Machei-schalten, wie wir sie oben geschildert habenk Sie macht die ö serrt. che Meinung geoen d:e Eisenbahwer mobil, und zwar mit den un» lautersten Mitteln. Die bürgerliche Press« veröffentlicht«in» Notiz, daß Deutschland insolg« de» Si-senbahnerstreil» nicht In der Lag« wär«, da» für den Rücktran»port der Kri-gSaefangenen nötige Eisenbahnmaterial rechtzeitig zu stellen. Dazu schreibt di«„Deutsche Allgemein« Zeitung":.Bi« jetzt war an dw deutsche Negieru.rg von fvmwsischer Seite üb« rh a u p t n o ch keine Aufforderung ergangen, Eisenbahnmaterial in bestimmter Zahl zu stellen. Erst Montag morgen haben die zu» ständigen Stellen ein Telegramm ekbakten, da» Einzelheiten übe» den beabsichtigten Abtransport angibt." Also die Regierung mußte sich wieder einmal selbst demew t'ersn. Aber was tut'», der Zweck«ist erreicht, d,- Ei'embahn«» haben einen moralischen Denkzettel. DaS sind die Waffen de» Regierung in großen W!rtschaft»?ämpfen. Ist e» zu verwundern. wenn die Arbeiter nicht da» geringste Vemauen zu dieser R» gierung besitzen k Esse«, 12. Januar. Heute nachmittag fand im Städtischen T aalbau eine«er- sammlung der streikende« Eisenbahner statt. Seiten» eine» Redner», der hervorhob, dah e» sich nur um«inen wirtschafttichen Kampf nnd keinesfalls um politisch« Ziele handle, wurde die Bekanntmachung der Eiseubahndirekiioa verlesen, die unbefugte Tinmischun, in Betrieb und. verkehr der Eisenbahn verbietet, ferner sofortige Wiederaufnahme de» Dienste» in allen Dienststellen verlangt und mit Entlassung drobt, falls die Arbeit am 14. Januar nicht wieder aufgenommen ist. Diese Bekanntmachung wurde von der Versammlung mit Pfui» rufen beantwortet. Seitens der Z-ntralstreiNcitung Esse» wurde als Pro» g r a m m' aufgestellt: 1. Nachzahlung der neuen Bezüge a» 1. Oktober ISIS. 2. Gewährung einer Wirtfchastgbeihilfe. Z. Er» Hebung de» gesagten Industriegebiete» in dir erste Wirtschaft»» klasse. 4. Solidarität mit den Fordernnze« der Eisenbahn» beamten. 5.«uSsperrungen-u» Anlaß de» Streik» dürfcu rn.cht stattfinden. Die überaus zahlreich Versammelten erklärten s-Ä r i n st i m m i, zn diesem Programm. Schließlich erklürto der Bundesvorsitzende der lve»erkschaft deutscher Eiscnbahnbeamicn» daß dir Eifcnbabnbeamten infolge Bewilligung ihrer Forderungen nicht mehr im Streik verharren, da» sie aber unter keine» Umstände» den streikende» Arbeiter» in den Rücken falle« werde». Dies« Erklärung wurde mit Beifall ausgenommen. nicht anzunehmen, daß er seine MUverschtoorerien an» den Reihen der Matrosen gewöhlt hat; eS ist vielmehr wahr- schdnlich, daß mindestens die Leitung des gevlanten Der- brcchcnS in den Händen einer Gruppe von Marineoffizie- ren liegt, die sicherlich auch nichts unversucht gelassen hat, um einzelne von ihnen beeinflußte Matrosen olS Hand- langer für die Durchführung der Versenkung zu gewinnen. Da die Parteileitung der Kiele? RechtSsozialisten schon ani 7. d. M. von dem Wame Kenntnis erhielt, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß die Regierung über olle Ein- zelhsiden rechtzeitig unterrichtet worden ist. Um so em- pörender ist eS, daß noch jetzt von feiten der Regierung ver- sucht wird, die An-gelegenheiit in einem für die Offiziere gün» stigen Licht darzustellen und gleichzeitig die Tat von Scapa Flow noch immer als ein„Heldenstück" zu erklären. Daß fast die gesamte Presse sich sofort diese Parolen zu eigen macht, nimmt nicht wunder. Verwunderlicher aber erscheint es. daß die Regierung, die nach den bösen Erfahrungen der Affäre von Scapa Flow gewitzigt sein sollte,«S noch immer nicht unterlassen kann, mit dem Fvuer zu spielen. Stat! sofort di« energischsten Maßnahmen gegen die verbreche- rischen Osfi�ierskreise zu ergreifen, wird dieselbe verlogene nationv-listische Politik fortgesetzt, die unS schon so viel Un- heil gebracht hat. Gemeine Hetze. Die bürgerliche Presse läßt sich aus dem Westen be- richten, daß der Streik der Telegraphenarbeiter Sabotageakte gezeitigt habe. So liest man z. B. in der„Vossifchen Zeitung" an erster Stell« in fettesten Lettern folgendes: .Durch Sabotage der Streikenden ist der Telegraphen» nnd Telephonverkehr im ganzen Industriegebiet erheblich geschädigt. Von den maßgebenden Stellen ist«inwandssrei festgestellt worden. daß e» sich um ein von langer Hand vorbereitete» Komplott zur Störung de» Drahtverkehr» handelt. Die Streikenden haben sich nicht damit begnügt, einzeln« Drahtverbintaingetz zu durch- schneiden, sie haben auch an zwei Stellen ganze Kabel mit je 25 Leitungen zerhackt, wodurch naturgemäß Masseuüörungcn «gt stand« siflV Daß wir Sabotageakte in jedem Falle verurteilen und in der Sabotage ein völlig ungeeignetes Mittel im Arbeit»' kämpfe erblicken, haben wir oft genug betont. In diese!» Falle aber nehmen Ipir an, daß diese Meldung bewußt lügt. und daß Berichte dieser Art nur den Zweck baborn dem Ein- greifen deS Militärs in Westdeutschland einen Schein vo» Berechtigung zu geben. Tausend Erfahrungen berechtigen zu dieser Vermutung. In jedem Falle, da die Militär- gewalt ist die Nrbertskämpse eingegriffen bat, wurden sofort allerlei Erzählungen über Untaten der Arbeiter in die West hinausgemeldet, die sich später regelmäßig als erlogen od« von Spitzeln verübt herausstellten. Lle Reattlon in Frankreich. T. U. Genf, 18. Jamurr. Wie der„Pupulair«" mitteilt, hat di« fvanzösisch« Regie rnng dem Direktor de».Aoantt", Serratt, der i« Poris an eii«« sozialsstifchon?«rs«mm!i»ug terlneHmen wollte, am der Greuz» d« n Eintritt nach Frankreich verwehrt, obwohl»>» französische Botschaft im Rom feinen Paß visiert'hatte. Die Regierung der französischen Republik scheint Wert darauf zu legen, sich durch ihr» antisozialistisckstm Maß»* nahmen den Ruf einer der reaktionärsten Regierungen j Europa» zu bewahren, den sie sich in den letzten Jahren er- worden hat. DaS Einreiseverbot gegen den Genossen Sek- rati, der nicht nur Chefredakteur de»„Aoanti", sondern auch Mitglied deS italienischen Parlaments ist, ist ein internationaler Skandal, der noch dadurch ver- stärkt wird, daß die französische Botschaft in Rom den Paß SerratiS visiert hatte. Wenn di« sranzöstsche Regierung diese skandalös« Absperrungs» und Reprsssivpolitik fortsetzt wird sie daS bismarckische Deutschland zur Zeit deS Soz� lisfrngesetzeS bald in den Schatten gestellt haben. Kein fvrmellrr Friede mit Amerika. D!« Ragiotilrog dm Bereiirigteu Staaten hat Teutschland fooucü liiagettiil, dag di» Bedingungen de» Waffenstillstandes für t>ic Be- Ziehungen zwischen den Pereiniaten Staaten und Deutschland mstftSh* twnr) ZU Wisstzr! ®;oto Ledsbour v>eröffen>tlicht in der MoiMnausFabe der„gveiheu" vom 3. Januar einsn Artikel„Zur N.cht- fer.igung der Jvnricrrerhebung", in dem er mich so scharf hercuisfocdert. daß ich Wir Ar�üosrt gezwnns:« bin. Ich habe die Ledebeurscl>e Le>gr.'ndenbild>unkn bestand. L.üebour ist der Mernwig,„daß nämlich die rcvolu- roiwn: Aibeitersci)ast Ler.ins gar nicht umhin koimte, den «tückiisckxn Provokationen der rechts stzzialistischcn Negierung einen Widersuand entgegenM�tzen, der im Falle des Er- folges den Snirz dieser verräreriick)?n Notierung hält« her- beisiühren müssen". Ich war damals wie heute der Meinung, daß nrvn woht den Sturz einer solchen Regierung anstreben kann, dies aber nicht möglich ist durch Putsche, wie der vom Januar 1318, deren Führer Ledebour— er dezeichnot sich ja selbst crIZ solcher— zwei Tage später an r.lle Ragiierung-spforlen anklopfen muß*,«in mit dieser Negierung Verhandinngen zur Beilegung der revolutionären Erhebung auszunehmen. Mein« Ansicht über die Januarereignisse hätt« ich nicht in dresar Form der Oeffentlichkeiit lmlerbiieitet, wenn nicht Ledabour unt-ar HvnweiS auf die Sitzung der revolutio- Väven lD bleute vom 5. Januar 1918 über meiue Stellung- nahm« in dieser Sitzung fvlaendeS geschwi«ben hätte: »Während die anderen Opponenten in voller Loyalität aegenüber der revolutionären Körperschaft, der sie angehörten, sich dem Beschluß fügten und daher genau so gut ihre Haut zu Markte ge:ragen haben wie mir anderen, erklärten Müller und Tthimig, daß sie jede Beteiligung an dein Kampf ablehnen und sich von der Bewegung zurückzögen."...»Wer der Ehre gewürdigt wird, in einer>o!chen Körperschaft mitzuwirken, dürfe sieb nicht zurückziehen in der Stunde der höchsten Gefahr, auch wenn der Beschluß zur Aufnahme de» Kampfe» gegen ihn ergangen ist. Da müsie jeder revolutionäre Kämpfer sein« Pflicht erfüllen an dem Platze, wohin die Organisation ihn gestellt hat. Wolle der einzelne dann sagen, er spiele nicht mehr mit, weil ihm der entscheidend« Beschluß nicht paßt, dann verstoße da» gegen die kampfgenössisch« Treue; so führe man keine Partei, so diene man vor allem keiner revolutio» .«ären tzlcweguiig. Mit biesen Ausführungen wirft mir Georg Ledebour Feigheit vor. Einen solchen Porwurf kann ich nicht ruhig hinnehmen, da» werden unsere Parteigenossen verstehen. Ledebours Vorgehen erweist sich als beispiellos un- gerechtfertigter AnWurf, denn er muß die Begründung Wewer Haltung, die ich in der Sitzung der revolutionären Obleute vom 6. 1. 18 gab, noch im Gedächtnis haben. Er wuß vor allem die fünf Fragen kennen, die ich in jener Sitzung an einig« Genossen stellte: er muß weiter die Ausführungen der Redner kennen, die nach mir sprachen, und er muß weiter wissen, daßichjetztnichtin der Lage bin, mein« sachlichen Ausführungen von damals der O e f f e n t l ich k e i t mitzuteilen, da dadurch unter den heutigen Zuständen«ine Anzahl Genossen der Justiz ci ns Messer geliefert würden. Letzteres der- bietet mir, und wohl auch dem Genossen D ä u m i g, die Ledebouriche Legendeichildung zu zerstören. Ledebour weiß aus unserem gemeinsamen Zusammen- arbeiten v o r der Novemberrevolution, daß ich mein Leben ousz Spiel setzte, wenn es galt, die revolutionäre Entwicklung vorwärtSzutrciben. und daß ich nicht wie ander« in kritischen Momenten das schützende Doch deS Reichstags aufsuchte. Ledebour darf aber nicht glauben, daß ich»meine Haut zu Markte trage", wenn ein politischer— auS vollständiger Verkennung der revolutionären VorauSsetzuw gen oder ans Eitelkeit eine„revolutionäre Erhebung" für gegeben erachtet. Ich überlasse unseren Parteigenossen das Urteil und werde auf»weitere Ledeboursche Anzapfungen nicht ant- Worten. Rich. Müller. „Mev muß Hellen!" AI» vor etwa zwei Wochen jene Bczirk'konscrenz der D. P. D. Broß-Vcrlin'stallfcrnd/ die trotz der Schmach de» Markoh» Prozesse» ihrem NoSkc ein Bertraueukvotum aulstellte, knüpften >vir an diesen Vorgang einig« Betrachtungen über den Tiefstand �cc rechksozialistischen Parteiorganisation, die sich noch immer wit d. n System Rorkc solldavisch erklärte. Ulm veröffentlicht der -Marx, st", da» Organ der stcutralstelle für Einigung, einige darülber. wie d>'e« Vertraue nivobmm für NoZke itustanid« gebracht würbe. ES erweist sich, daß die Regie cruch �e»mal in den bewährten Händen de» Leiter» der Bezirks- Organisation Groß-Berlm», Herrn Franz Krüger, lag, der als Bureouchef de» Reichlpräsidenten Ebert die nötig« liebung dorin besitzt, d'.e rechtssozialistisch« Parteiorganisation ia den bleust der regierenden Clique zu stellen. Es ist recht lehrrech, wie dieser Herr die erwähnte Konfe- renz vorbereitet hatte. Zu: Konserenz der Funktionäre ferste» PrrtraucnSvotumj und zur.AgitaitonSkonferenz"(zweite» Der» trauenSvotum) wurde nur persönlich eingeladen, als» nicht aus dein sonst ühlichen Wege. Dabei wurde gesiebt: Funklionäre, v!e al» Gegner NoSke» bekannt sind, erhielten keine Einladung �ifenbar um zu verhüten, daß sie unter der Hand erfuhren, wa» »ei'Iant war» wurde da» in der Einladung verschwiegen: «IS Gegenstand der Verhandlung war ein Referat von Dr. David «"gegeben. Dieser erschien gar nicht, sondern an seiner Stelle stnachkn NoSke und Schöpslm. Da» Vertrauensvotum einer so issitandegekommenen Versammlung wurde dann al» einmütige» Aotum der gunktionäre Groß-Berlin» au»posauM all iht'Wliliif iwiife Trotz der Kunststücke des Regisseur» Franz Krüger ioar auf der zweiten Konserenz dennoch eine starke Opposition vertreten. Bericht des„Vorwärts" über die Konferenz w ir allerdings einiges gesagt über einen opyofitionrllen Versuch, aber der Be» eicht vcrfch.vieg, w i« diese Opposition erdrosselst worden llt. S.e war sehr stark, und e» gab stundenlange Debatten, in oenen Zrarz Krüger alle» aufboi, um wenigsten» den Echem eine» Vertrauensvolum» der Organisalionen Groß-Berkin» für r'ioZke zu retten. Nachdem schon der größte Teil der— an sich kleinen— Versammlung diese verlassen batte, ging schließlich auch der Nest der Opposition hinaus, und eine Handvoll Ge- ireucster nahm da» Vertrauensootum an. Man muß Herrin Hanö Lvutz, der dies« Tat'achen i-n ver „Welt am Moinag" wiedergibt. Reckt geben, wenn er erklärr, die ganze Mache beweise, daß ein VerlrauenSvotum für Noske selbst in der Berliner Parteiorganisation der RechiLsozialisten nicht zu baben est, und daß man e» mir durch solch eine Sie- b u n g und Schiebung vortäuschen kann, wie sie auch diesrnial von den reg cre-nven Pavtoiburcaukraten und ihrem„Vor- wärt»" vorgenommen wurde. Herr Leuß glaubt an» der Gnikhüllung dieser Vorgeschichte de»„VettrauensvotmnS" den Schluß ziehen zu können, daß die Demokratie in der S. P. D. Groß-Berlln» zwar von dsn Kü.r» Parteigenossen! Werdet Mitglieder der Verlagsgenossenschaft„Freiheit". Sie ist der»eschkiftkiche vntcrbau unserer Bettung. Sie ist nach sozialistischen Grundsätze» aufgebaut, ist praktischer Sozialismus. Wer seine sozialistische Pflicht erfülle» will, wer erkannt hat, eine wie ungch:uer wichtige Waffe im politischen Kampfe dir Press« ist, der helfe mit, st« zu stärken, st« über die jetzigen schwierigen Ber- hältnisse hinwegzubringen. Deshalb werdet Mitglieder der Verlagsgenossenschaft„Freiheit". Zeichnet Anteile. afeifo �gstätuex ste-n etne» Klüngel» gefälscht, aber doch Nlicht so außer Kur» gesetzt wevdsn könin«, daß ein paar taufend Funktionäre da-uend gegen den W llen der Massen NoSke mit Vertrauen bedenken dürfen. Der Opt'nnismu; des Herrn Leuß erscheint un» etwas über Ziehen. Solange sich di« Parteinribgliedschast und die Funk- tionärc der S. P. D. dauernd gefallen lassen, daß eine Clique von Leuten, eine Politik betre-bt, die ihren Willen in das Gegen- teil umfälscht; solange sie eS selbst ruhig miit amsahsn, daß di« angebliche.Temokrarie" der S. P. D. in Wirklichkeit in d'« schistnimste Diktatur ausgeartet ist, dürson sie sich nicht wun- denn, daß sie für all« Sünden dieser Clique, für alle Verbrechen dies« Diktatur mit v«ant»vortlich gemacht werden. llederscil deuZschnMonaler 8!u)eutev auf pcosefsor Nico!al. Un? wird geschrieben: Eine Skandakszen«, wi« sie in der De- schichte der deutschen Unidersiläten noch nicht vorgekommen ist, er- eignete sich gestern abend in der Berliner Un-ivens ität. Der bekannte Biologe und Mediziner, Professor Nicolai der in den letzten KriegSjahrcn durch seine muivolle Gegnerschaft gegen di« deutsche Kriegführung von den Behörden drangsaliert und sich dem wütenden Haß aller„notionalgesinntvn zugezogen halte, hatte sein Kolleg über„Gehren und Seele" aus 6 Uhr abend» angesetzt. Di« reaktionär« Studenteneliqu« organisierien nun für gestern abend«inen Gewalt st reich. Der Streich war schon vorher ruchbar gcworden und eS warsn viele unserer studenti-chen Genossen erschienen, um Professor Wcolai zu schützen. Um 6 Uhr drang«in« Horde Dvutschnationa- ler in den Raum«in, darunter viele mit Dolchen usw. bewaff- nete Offiziere. Als Professor Nicolai eindmt, forderte ihn oin Leu traut m unverschämtem Ton auf, sich zu verteidigen; er sei ein De s e r j e u r und nicht wert, ihr Lehrer zu sein. Notgedrungen mußt« Nicolai sprechen. Bei jedem dritten Wort wurde er von den deucsch-nattonalen Flegein unterbrochen. Rufe: Lump, Verräter, Schurke, elenderFeiglin gl ertönten. Tie Szene wurde immer gemeiner, wieherirde" Gelächter, Sirenen- tön« und Trillerpfeifen unterbrachen den Dozenten. Schließlich trat Genosse Wachenheimer vor und bat d«n Gelohrtcn, die- s« unwürdigen Szene ein End« zu machen und sich nichl weiter vor diesen Leuten zu verantworucn. Professor Nicolai sondert««nn die Kvakeetor auf, den Saai zu verlassen. Man tot e, nicht. Wieder traten Nckirer auf. Schließlich fordert« de- Leiter de» unerhörisn Spottat sl» alle.Deutschgesinnten" aus, den Saal zu verlassen. Nun erhob sich stürmischer Beifall für den Pazifisten. Aber wer dachte, die Vorlesung könne ungestört weitergehen, irrt« sich Al» di« studentischen Terroristen sahen, daß st««inen ungeheuren Rein fall erlebt hatten, rissen sie all« Türen aus und intouiorten auf dem Wandelgang.Deutschland, Deutschland über alle»" und.Di« Wacht am Rhein". Nicolai forderte nochmals auf, ausoinandar- zugehen. Man fang weiter. Da» Kolleg»mißt« abgejagt werden. Der Leiter diese» unerhörton Bruche« der Lehr- und Lern- frviheit ist, wie wir erfahren, der Fi«gerleu-dnant von Stuckardt. Auch der Vorsitzende de» berüchtigten.Hochschul. riug» Deutscher Art", der Student de la Chevalleri« wuode unter den Krakeelern gesehen. Wir sind gespannt, wa» Rektor und Senat ber Universität gegon diese unerhörte Anrompelung eine» Universität»l«h/vri unternehmen wertem. Mit der geistigen Freiheit in Deutsch- land ist e« weit gekoinnun, wenn derqrti�e Dinge möglich find. kcr 5er/ lmii-Zrozeß in H lle. In dem Prozeß gcgen unseren Genossen Ferchland, der nuck beretts eine Woche dauert, wurden in den letzten Tagen besonder» Belastungszeugen, die größtentei!» au» dem Kilian-Prozeß be- kannten Spitzel Klau», Langer und Härtung ver» uommen. Der Führer der Matrosenkompagnie Henne be- kündete, daß er und nicht Ferchland zur Gründung der Ma- trosenkompagni« geraten habe. Nach der politischen Organisation tei bei der Aufnahme der einzelnen Leute nicht gesragt worden. Der Spitzel Härtung sei ein Hetzer schlimmster Corte gewesen, der in Leipzig wie in Halle nur zu Putschen aufgefordert habe. Ein« Reihe von Zeugen bestätigten die Aussagen Henne». Darauf wurde der im Kil-an-Prczeß verhaftete Bruder de» An» geklagten. Hau» Ferchlandt, von zwei bi» an die Zähne bewaffneten Söldnern vorgeführt, verweigert« aber jede AuZsage. Dann trat der bekannte Lockspitzel Härtung auf mit der- selben frechen Miene wie im Kilian-Prozcß. Man brauchte eine geraume Zeit, bi» man diesen„Ehrenmann" über sein bewegte» Hochstaplerleben ausgefragt hatte. Dabei kann man von vorn- herem deutlich beobachten, wie vom Gerichtttisch au» Härtung in jeder Were in Schutz genommen wird. Härtung behauptet«, daß er von Ferchland en Auftrag bekommen habe, mit 8 Ma» troscn beivafsnet« Hilie au» Leipzig zu holen. Ferchland bab« ihm persönl'ch die Fahrscheine gegeben. Auch habe Ferchland beabsichtigt, ein« mitteldeutsch« Räterepublik zu errichten. Z« diesem Zwecke habe er auch im Austrage Ferchlands den rufst» scheu Kommunisten Schleifstein, einen Beauftragten Radek», von Leipzig nach Halle gebolt. Die„Saale-Zeitung" habe er ebenfalls auf Weifung Ferchlands besetzt und die bürgerlichen Flugblätter verbrannt.— F e r ch l a n d: Ich habe Härtung am 7. Aanuar anläßlich der Besetzung der„Saale-Zeitung" zum ersten Mal« gesehen und alle übrigen Angaben Härtung» sind völlig unwahr. Trotzdem wurde Härtung, den da« Gericht als HauptbelastunaSzeugen ansieht, noch einen ganzen Tag über alle Ereignisse wahrend der RevolutionSmonat« in Halle auS- führlich befragt. Härtung schilderte ausführlich, wie Ferchland angeordnet habe, daß RegierungStruppen entwaffnet wurden, Dann berichtet« er stundenlang alle möglichen Dinge, ohne vor» Vorsitzenden unterbrochen zu werden. Lle ßschKLsisrkal�ro�e. «u» Marburg an der Lahn wird gemeldet, daß da? Hochwasser der Lahn zu einer Katastrophe zu werden droht. Da? Wasser hat bereit» den Stand de» Unglückljahre» von 134 1 erreicht. Da» Gaswerk teilt mit, daß kein Ga» mehr abgegeben werden kann. Die Keller in den Landorten sind über- schwemmt, so daß die Kartoffelernte zum Teil ver- n i ch t e t sein dürft«. In den niedriger gelegenen Stadtteile» Marburg» und den meisten umliegenden Ortschaften ist der Ver- kehr meist nur nochmit Kähnen ausrecht zu«halten. Da? Vieh konnte teilweise nicht gerettet werden. Auch au» dem Schwarzwald kommen erneut Hochwasser- Meldungen. Der orkanartige Sturm hat die t e l e p h o n i s ch» n Verbindungen größtenteils unterbrochen. In Homburg vor der Höh« ging in der Sonnta? Nacht unter heftigem Sturm«in wolk«nbruchartiger Regen nieder, der Hochwasser zur Folge hatte. Da» Wasser richtete großen Schaden an. Da» Vieh, da» mancherorts bi» an den Bauch im Wasser stand, konnte nur mit Mühe ge- rettet werden.-Am Hsmburger Bahnhof drangen die Masser- massen in die Unterführung zu den Bahnsteigen ein und über« fluteten auch die Fahrkartenschalter. Auch au» den umliegende» Ortschaften werden Ueberschwemmungen gemeldet. Die Bäche im Taunu» führen heute noch groß« Wassermasse? zu Tal. Anruftn in H.'MSorn. Die.Obephausemer Zenttmg" meldet: In Hamborn kam, k» gestern nachmittag zu großen Plünderungen. Di« P!' nteerer stürmrlon da» RachauS, bomächtigton sich der Waffen, wa-fan die Akten»of die Straße und räuimtem dann die Ge- schäft« der Jägeristrah« au». Di« Umruihrn dcihnten sich späte» rnif Marxloh und Bruckhausen au». Zwischen den Plün. devern und der Poäizei kam e» znmt Jeuergesecht. Am abend ioar di« Ordnung nach nicht wiederhergestellt. Sic Mische Rsattio» an der Akbeil. tzr 1 i j 1• Wien, 12. Januar,' Nach einem Funkspruch au» Warschau berief die polnisch« Negierung ein« Konferenz der Vertreter aller Randstaaten ein, welch« eine gemeinsame Verteidigung gegen den BolschewiSmu» organisieren soll. Für die zweite Hälfte de» Monat» erwartet man dl« Ankunft der litauischen, estnischen, finnischen, ukrainischen und kaukasischen Vertreter ii, Warschau. Man rechnet auch auf die Teilnähme Rumäniens» da» infolge ständigen Rückzüge» Denikin» durch den BoljchewiS-. mu» sehr gefährdet sei., � u �! i. - A Die Ent-nte-vrrtreter In Deutschland. Zu Geschäftsträgern in Berlin wurden ernannt: Seiten» England» Lord Til- manrok; seilen» Frankreich» Herr de Marcilly, früher Generalkonsul in Genua; feiten» Italien» Graf Aldro- vandi di Maretcotti. Die Beglaubigungsschreiben sind bereit» in Berlin eingegangen. De deutschen Vertreter in den drei Ländern sind noch nicht ernannt; doch ist ihre Ernennung in Kürze zu etwarten. r«.4.UmN lesen nur die FKEIE WELT Wöchenfllch ein HefT 3 O PFENNIG Ttienter und SeiWMW. Volksbühne Theater am Bülownlats. 0 Uhr: Götz von RerHchiMgea Opernhaus 7 Uhr: Köllme Bültern? Scüauspieiliäiis 6V Uhr: Peer Cynt * Direktion; Ua KÜäiärit Ceutsciies Tbeater 7 Uhr: Un� das Liebt achelaat La der Finsternis fvömmersplele 7 Uhr; Advent GroO�s Schaaspieüiacs KarlstraS« Tt Uhx: urestie (29. Abtlg I. Ahd.) OirtkuM •tri Selnhtrd— Cid. BcnuMr Thea(er I. d. Wggrützer Straße is U; SciiloOWetterstein Mitiw.: tiitotin itt Citellsekitt Don.: ScIiioOWettersteln Komoiilenliflus U Uhr: MS i ß44 Beriiner Tbealer Bammel- Stude&ten MS Uhr: [iiRSier Direktion; Viktor Barnowskjr 7� uhr: Pygmalion Wl ty, 7S Uhr: Pygmr'ton Ileiiliell!hsli.-Tiiealer "ä'S!" ftprlcnne �Konstantine Ofliz, Walterl fiesitienz- Theater Täglich u> Uhr: Evchen Hunnrecht M'ttwoch�Ulir: Rotkäppchen. Donnerst. 4 U.: Max a. Morltx Freit. 4 Uhr; Hänsel u. tirctel, Trianon- Theater Tdelieh V8 Unr: Maskerade Mittw. 4 Uhr Max nnd Moritz Donnerst 4 U.: Rotkäppchen. Freitatr 4 Uhr: Max ü. Moiiü Casino-Tüeatet tothringar Sir. IT. Tägl.'/.h Ukr Der Sehltter der Ipitlnlt SEiaiepeis Lei« Berliner Volksstück In 3 Akt, Vorli"r erstkl. Spezialitäten Keaes ODeretienhaus Direktor: Joan Kren Allabendlich 1 Uhr IS Mio.: Die kleine Hoheit Rose-Theater 7 Uhr: Die Im Sciiatien leben Apollo-Theater Frlcdrtchstr. 218. 71/ Allabendlich?i/ Sonniazs 3' t«. J'* Varietö-PfDgramral Thsater an Eottbu« TW Tel.: Morilzplali 14814. Tägl. Ts nnd Sonntas nac/im. 3 Uhr: Eiite-Sflnger 9 ehem. Mitgl. det lte|ilB«r Skager. Blfltitkren-loiart _ Vor». 1I-U».4�U* CimtBasd Ii Qr. Circus-Proer.l| n. a. Eurcoa-C«. Re»na u. Am. 2 Lanaona. O'Loarr. » �r:„fiphroölte" SchauliQiine nontzpiotz früher Boeirechaara t Lachen ferraüii! Der eroBe LacbschlaKer: Jajer dH dem Wintergarten. Tlrllch 7h Uhr yarleteycrsteilung Ranchea itstanet. Walhalla-Tboater TS Uhr: BIß CsarhasfOrstln. Politisch« Prii.Utte 774 verlange*. B!ch.L!vIM.L?!M. Könlesir. 22. Fernruf 23C9. PerJeberger5tr.26. Dir. C. Reich. Dieiutae— Donneratac: Esther Carena Der Schrei des Gewissens. Ocsellschahsroman In 5 Akten. Dnu Paul Heidemann In dem Zaktlgen Lustspiel: K.os vom Weibe. Freitaz, 16. 1.; DI« Herrin der Welt- II. TeiL (Die Qesch chte der Maud Qrecanrds.' Wand« Treumann in:«nezeienneta Mädchen14. Achluuz! TrausPNksrbeller- ZMüsnSre! Sonncictnn br« 15. Aannar,«aa». 6 Uh>. bei«elnrlch, ffir. Srnntfuttcr Ctr.ilie Wichiii,- Btfpctttniita alitr am beut »oben der Cpuefttio* Ii Henden rsuattlonilre res Tnulchen Et.in?' pertard.>B:tdiiitoe«. Seiner bot) teülcn. SKii«litb#b;l(tjer l:#itimleiM. Piatfnazähne CnteV 8, OS Kk. Alle(iebisse, ücidsachen, Silber» Sachen. Alilnzea In Uoid und Silber PSaSlüO kauft Fraa ICnilShf ZionsklrchstraBe 5<. vorn II SpezislbsbandSung# dir Haut» und OeschlecTilalclden C. Weissen, Vieh Jattre in Kranksn�üsern u. Kliniken tätig; gewesen KosißDlosß Uritersuthang nr.ö Beratung üher sachgenilißß Behandlung Sprcehatandon 10-12 and 4—8. Sanntae* 10—12 In der Haaptroll* Paul Bsndiz nnd*r«t« VarleK-flltrakL Anfans 7� Uhr unt-, Barn-,, Gesclileihts-■ Unterleibsleiden bei Mtnnern und Tranen werden schnell und gründlich m t seit Cber 20 Jahren von mir erprobten, bewdhrtcn und wissenschaftlich anerkannten Heilmitteln Mit ffutem und dauerndem Eriolce behandelt, speziell mit elektrophysikaliscbem Licht- und Natur-heilvenahien. 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Kreistages eine grössere Aufmerksamkeit der Arbeiterschaft, insbesondere unserer Presse, da hier drastisch zum Ausdruck kommt, wie stark in kcr inneren Aerwaltung noch der alte reak- tionäre Geist herrscht, und wie einslusslos dies Parlament in unterem Zeitalter der.Demokratie" ist. Diese? Scheinparlament ist im Grunde genommen nur«ine Bewilligung?maschlne, die nur auf Gsheih de?.Herrn Landrats in Bewegung gesetzt wird. Der Herr Landrat schaltet hier nach feinem Delieben. Von ihm hängt die Einberufung dieses«Par- lamentS" ab, er bestimmt in der Hauptsache die Tagesordnung, er erlaubt sich sogar, Rednern Zensuren zu erteilen und zu jeder Zeit das Wort zu ergreifen. Dass trotz der Revolution derartige Zustände möglich sind, ist bor allem Schuld der stärksten Fraktion, der der Rechtssozia- liftischen Partei. Statt gemeinsam mit der U.S.P.D.-Fraktion für die wahre Demokratie, als deren Wortführex sie sich so gern aufspielen, zu kämpfen, sind sie«ine feste Koalition mit den Dürgerlichen bis zu den Erzreaktionärsten eingegangen. Bei den Wahlen der AmtSvorsteher im Oktober haben sie sich mit dem gesamten Bürgertum verbunden und zugunsten bürgerlicher Kan- didaten die Wahl von Unabhängigen verhindert. Und jetzt haben sie sogar die Initiative zu reaktionären Massnahmen er- griffen. In der letzten Sitzung des Kreistage? beantragten die bürgerlichen Parteien, der Zentral st elle der Arbeiter- räte de? Kreises die finanziellen Mittel zu entziehen. Die SP. D.-Fraktion beantragte, al» Ersatz für die Zentralstelle eine Beschwerdestelle aus Vertretern aller Parteien zu bilden, die lediglich der Entgegennahme von Beschwerden und Auskunfterteilung dienen soll. Da? Kontrollrecht, da? bisher di« Zentralstelle der Arbeiterräte hatte, soll dieser und der künftigen Beschwerdestelle ausdrücklich vorenthalten werden. e r b st, der Führer der S.P.D.-Fraktion, begründete den Antrag damit, sie«als Demokraten" könnten e» nicht zulassen, dass eine Klasse da? Kontrollrecht ausübe. Seme Rede enthielt das wichtige Eingeständnis, dass sie Demokraten(also nicht mehr So» ß i a l demokraten) seien. Genosse PeterS, der den Standpunkt unserer Fraktion vertrat, wandte sich gegen sämtliche Anträge. Er legte in längerer Rede unsere grundsätzliche Auffassung zu den dlbbeiterräten dar und beleuchtete die Machtbefugnis der Parla- Uwnte". die nicht einmal Beamte entlassen dürfen. Besonders fcharf kritisierte«r das Verhalten der S.P.D.-Fraktion, die hier in dieser Frage den Reaktionären mehr Entgegenkommen zeige, als dies« selbst verlangten. Bei der Abstimmung entfielen auf den Antrag der bürgerlichen Parteien zuerst SS Stimmen, gegen ihn «rhoben sich 34. Die Abstimmung wurde mit Erfolg angezweifelt, da tatsächlich nur Lg Abgeordnete anwesend waren. Di« noch- tualige Abstimmung ergab nur 34 Stimmen für und 34 Stimmen gegen den Antrag. Die Rechte hatte also bei der ersten Abstim- wung gemogelt. Obgleich nun der Anschlag der Bürgerlichen gegen die Zentralstelle der Arbeiterräte abgeschlagen war, hielt die S.P.Ä ihren Antrag auf Beseitigung des Kreis- Arbeiterrats ausdrücklich aufrecht. Für ihn stimmten '.sämtliche Bürgerlichen und nur ein kleiner Teil der S.P.D.�F r a k t t o n. Ein Teil ihrer eigenen Parteigenossen siimmte nicht für den Antrag. Unmittelbar danach lieferte der RechtSsozialist Meyer eine treffliche Illustration zu der von den RcchtSsozlalisten vorher fo taut gepriesenen Demokratie. Er beschwerte sich, dass die im Cf« tob-r gewählten AmtSvorsteher noch nicht bestätigt seien. Er der» 'tut«, dass hier ein« Sabotage von Regierungsbeamten vorliege. sarkastisch antwortete der Londrat, dass e? ja doch gerade feine, desJnterpellanten. Regierung sei, die hier eine«in- gehende Prüfung der von den Parlamenten Gewählten offenbar wr notwendig erachte und di« sich das Bestätigungsrecht der vom Parlament vorgenommenen Wahlen dvrbehalten Hab«. So endet« dies Demagogenkunststück zur angeblichen Rettung der demokratischen Recht« mit einer nie- derschmetternden Blamage der Nechtssczialisten. Zum Schluh protestierten die Fraktionen der U.S.P., S.P.D. und Demokraten gegen die eigenmächtige Herausgabe einer Denk- schrist, die gegen die Schafsuug der Gross-Aerliner.Einheits- gemeinde Stimmung macht..-' Gewerkschaftliches. Eine Unternehmer-Schamlosigleit. Uns torad gefchviebon: Die unverschämtesten Steigerungen der Preise aller Leben?- bedürsnisse wivd von den Untecnohmera jetzt vielfach motiviert Unit dm angSblich io enorm', gestiegen e.n Gechältemn und Löhnen«n der be.veffeinidsn Boanche. Dabei bleiben die Lohn« umd Ge- lhaltsstiiiaeivungen wei-t zurück hinter den PrsiSeirhöhungein, ja,«S gibt LÜlle, iu denen die Umiterinehmer lniur sehr geringe oder über- houvt keine Gehalts- twid Lohncvhöhulngem gewähr on, trotzdem sie Die exorbitaultsstM Preis erihöhulngcu chrer Kundschaft gezen- über mit folchru zu rechtfertiigsm suchen. DaS trifft in oewn- dersm Masse für-fcn Buchhandel zu. Wer sich zetzt-im Ber- lim-im eimer büvgerilichcm Buchhandlung ein Buch kauft, der muss einen Temer u ng S zuf chlag von 20 Prozent zahlen. Ihm w.rd dabei folgender gedruckter Zettel in di« Hand gedrückt: Zlmlg?sich!s der fortgesetzt evheblich-m Steigerung aller Ge- fchäftÄu-nkosten, imiSbesanider« aber angesichts der seit Mai 1319 erfolgten Erhöhung der Gehälter und Löhne um durchschnitt- lich 20g Proz., sehen sich die Ssrtim emt sbuchh Lmdler Groß- Berlins gezwungen, vom November 1919 ab einen TeuerungZ- zuschlag von 20 Proz. auf alle Verkäufe zu echobem. Bei Schul- üücherm beträgt der Teuerungszuschlag 10 Proz. Der Vorstand des Bsvlimer SortimemtervoreinZ. Fragt man nun im einer Buchhanclu-ng, besonders im einer kleineren, im der wenig Personal beschäftigt»st, nach der amgeb- lichem GichalliSsteigerrmg von 200 Prozent, so erhält man zur Antwort, dass dem Personal davon nicht» bekannt«st. Meist sind nur ganz bescheiden« GehaltShöhungen erfolgt, ja viel- fach überhaupt keine, trotzdem di« Unternehmer Mitglieder des Berliner Sortimsn terve reins sind. Gegen iolchc fckxrmlose Unter- nehmerpraktikem mutz auch das Bücher kaufende Publikum ener- gisch Stellung nähmen, wenn die Angestelltenorganisatiom zu schwach-ist, Abhilfe zu schaffen. Um dazu anzuregen, ist der Zweck dieser Zeilen._------ Lohnerhöhungen in der Mabasterbranche. Die Teuerung veranlasste die Kollegen. Drechfler, Schleifer, Bandsägenschncider, Arbeiter und Arbeiterinnen, der A l a- basterb ran che an die vereinigten Unternehmer der Branche folgende Forderungen zu stellen: Erhöhung de» Lohne» der männlichen Kollegen vro Stunde 1 M.. der weiblichen Kollegen pro Stunde 75 Pf., der jugendlichen Kollegen unter 18 Jahre pro Stunde 50 Pf. Diese Forderungen wurden den Arbeit- gebern am Montag, den 5. Januar, gestellt. Am 3. Januar fanden Verhandlungen statt, die folgende? Ergebnis hatten: Statt 4 bzw. SPS Stundenlohn werden 5 M., statt 3,50 bzw. 3,35 werden 4,50 M., statt 3 werden 4 M., statt 2,25 bzw. 2 werden 2,75 M. gezahlt. Angelernte Arbeiter erhalten in den ersten 4 Wochen pro Stunde 3 M., in den zweiten 4 Wochen 3,50 M., in den dritten 4 Wochen 4 M.. Noch dieser Zeit entscheidet die Lohnkommifswn, ob der betreffende al» vollwertiger Arbeiter zu entlohnen ist. DaS Resultat dieses Vertrages ist also, dass die Arbeiter ihr« Forderungen vollinhaltlich durchgesetzt haben. Die Arbeiter des Eisenhandels und der Glas-Engros- Branche fordern Teuerungszulagen. Die am Freitag, den 9. Januar stattgchab!>e, vom 1200 Kol. legen besuchte Bvanchenversammlumg de» Eisen- und GlaS-EngroS» Handels war neben der Abrechnung der freiwilligen Sammlungen für di« Opfer de» Streik» im Eifenhandel bor allem der Besprechung der gegenwärtigen Teuerung geimdmet. Kohlschmidt vom D. T. V. ging auf di« Ursachen und Wirkungen des neuen Preisaufstieges aller Lebensnotwendigkeiten im längeren Aus» führungen ein. Er teilte danm mit, dass er, unter Anlehnung an den Beschlutz der Gewerkschastskommission, dessen Satz er als z U niedrig bezeichnet«, an die in Frage kopnnenden Arbeitgeber- Verbände bereits am Montag eine Forderung auf eine ögprozentige Teuerungszulage eingereicht habe. Ebenfalls seien diese Forderungen an die enizelneii Arbeitgeber/ die nicht Mitglieder der Arbeitgebcrvcrbände sind, eingereicht worden. In der Diskussion sprachen sich sämtliche Redner für daS Vorgehen der Branchenleitung aus und wurde ein- stimmig beschlossen, die Forderung mit aller Kraft zu vertreten. Nachdem Schattschneider in längeren Ausführungen die Not» wendigkeit der Erhöhung der Verbandsbeiträge begründet hatte. stimmte die Versammlung mit allen gegen zwei bis drei Stim» men der Erhöhung zu. Beginn ber Tarifverhandlungen im Vjersichsrungslvesen. Die Tariifverlhanvlum-gm i,m Vensiche-vuiugsiwefelN haben heute -mr'Mittag ihren Anfang ge-noimmen. Vom Z-entralverbinld der Angestellten, dem Gewerkschaftsbund der Angestellten und dem Gewerkschaft sb und kaufmänmifcher Augestelltsnbe�ichände waren grössere Abooduu-ngen erschienen, denen auch Bertrebe- vimmsn der w-c-iblichm Angestelldem beigegeben waren. Die Be- fprechun-g bsschränckl« sich auf die Erledigung einer Anzahl bech» nischer Vorfragen. Vom Avbeitgeberverband wie von den ein» zelnen Avbei-dnehmerorganifationen wurde je ein Vorsitzender ünh j« zwei stellveriretende Bovsitzsnde gewählt. ES wurde eme Ber- ständigung darüber erzielt, daß die Beratungen am Donners» tag, den 15. d. M., vormittags 10 Uhr, fortgefetzt werde» soll«»., � Achtung! Versicherung! Dureaudiener und Boten, Portier?, Fahrstuhlführer urck Wächter auS den Versicherungsgesellschaften. Mittwoch, den 14. Januar d. I.» abesid? Uhr. im Lokale«Zum Kulm» bacher". Breite Str. 22, wichtige Versammlung zwecks Aussprache über die von un» zu stellenden Forderungen. Mitgliedsbuch mit- bringen. Die Bra.ichenleiumg. Di« Angestellten. Ausschüsse werden ersucht, die Obenge» nannten auf die Versammlung aufmerksam zu machen. Zentralverbanb der Glaser. Zahlstelle Berlin. Die Kollegen treffen sich Dienstag, mittag» 1 Uhr, am Kupfergraben. End« station der dl-Bahn. Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiterverhand. Sektion V Metall-Jm bustrie. Bezirk: Ober-, Nieder-Schöneweide, Johannisthal, Baumschulenweg, Mittwoch, den 14. Januar d. I., 3 Uhr, im Lokal von Vamp, Wilhelminenhosstrasse 43: Bezirks-Vertraueni- männersitzung. Töpfer und Ofensetzer. Bei der Wahl zum Bezirksvorstand ist zu beachten, dass Kandidat der Opposition für den 2. Vo» sitzenden der Kollege Karl Mewi» ist. } A_____ llm Eroß-Berlin. 4 Der Ausschuß der preußischen Landesverfammlung zuk.!-ir-. Vorbsoabung des Gesetzentwurfs zur Schnffung eines Gross. � Berlin nahm gestern feine Arbeiten ans und tmt nach einem kurzen Resemt in die Generaldiskussion ein, di« auch abM schlössen wurde, um heute. Drönsba-g, mit der Spezickberatunig zu beginnen.' Von den Nechtspavteiisn wurde das im grossem Um» fange von der Negi-orung beigebrvchte Material noch nicht für zUreich-end gehalten, und es wurde die Vorlesung weiteren Matsrials beantragt, obwohl manches Geforderte für die Erledigung der Materie unerheblich, abe-r doch sie» eignet ist, die Beratimgsn zu verfchieppen. In einer Reihe von Fällen will und kann die Regierung diesen Wünschen 'sofort nachkommen, m andsren Fällen lehnte dis M-ehrhM des Ausschusses die Anträge ob und beschloß, am heutigen Dienstag, die Beratungen fortzusetzen. � Immie higgins. Roman von Upto» Sinclair. dm Manuskript übertragen von Hepmhni« Z u k Mühlen. taiS tit fc' Jrglmidwo tirt Ung�ueren EhaoS erscholl Husten. «NN, nach Jahrhunderten, kam aus grenzenloser Leere die geheimnisvoll« Erinnerung an ein Ringen g?g-en drohende «efahr. Nach etlichen unbegreiflichen Betätigungen flackerte daS Bewusstseins-lichtlsin, welches sich Jimmie HiggrnS na-nnts, wieder auf, und Jimmie erkannt«, dass kr es sei, der verzweifelt gegen das Erwürgtwerden kämpfe. erkannt« euch, dass fein ganzes Sein zu einem einzigen furchtbaren Schmerz geworben war; jemand hatte einen �agel durch seinen Arm geschlagen, und ihn damit am Erdboden befestigt, auch seinen Bauch hatte man auf- getrieben, so baß er zu platzen drolhte und jeder Atemzug «ine Qual war. Er stöhnte um Hilfe, doch beachtote ihn jjiemaiud: er war verlassen, vergessen, lebend im Kerker °er Pein. Allmählich aus dem Nesielreich der Anästhesie Kurijck- Ehrend, erkannte er, dass er auf einer Bahre getragen tourde. Er wimmerte nach Wasser, doch bekam er keines. «r stöhnte, etwas sei in feinem Bauch in Unordnung ge- Aiten, er werde platzen, worauf ihm erklärt wurde, dieS sei Tag, er solle sich kein« Sorgen machen, es werde bald alles wieder gnt sein. Er warb in eiin Bett gelegt, das zwischen Alflen anderen Betten stand, und den Dämonen überlassen. war der Krieg!«in Mainn, der bloss einen zerschmetter- »en Arm hotte, konnte sich glücklich preisen. � Einen Tag und eine Nacht lvg Jimmie in seinem �ott, bestrebt, der bösen Lage die beste Seite abzugewinnen. ciwei Pflegerinnen bedienten dieses Zelt, und Jimmie, der Zeit genug hotte, sie zu beobachten, nährte in seinem Tunern einen wütenden Hass gegen sie. Die eine war '"vger, eckig und blaß, sie erfüllte ihre Pflichten mit gtirn» wigem Ausdruck, und Jimmie bemerkte nicht, dass sie vor �rnnibiing am Zlisonmi-enbrechen war. Tie andere hübsch, doch war er nicht in der Stimmung, sich mit der Philosophie des Flirts zu befassen:— er dachte cm die Honourable Beatrice Clen Henning und sehnte sich nach England zurück. Auch seine pazifistischen Ueberzxug-ungen fielen ihm ein, und er wünschte, or hätte sich diefsm höllischen Krieg fern» gehalten I Als seine Schmerzen naWessen, wurde er abermals in ein Automobil geladen un-d landeinwärts, in sin grosses Spital, geschafft. Nun konnte er bereits ausrecht sitzen, ward in die Sonn« hinausgebracht und entdeckte das Wim- dervolle Glück der Garvesung— den fabelhaften, stets regen Appetit, die köstlichen Ding«, die er zu essen umd trinken be» kam, die Freude beim Anblick der Bäume und Blumen, beim Anhören d«S Vogelgssangs, das Vergnügen, anderen zu erzählen, wie er die„Batterie N-umäro Cinque" ge-sucht Hobe(was zum Teufel bedeuteten diese Worte eigentlich?), o»s eine Huninlsnarmee gestoßen sei, si» etliche Stunden aufgehalten und die Schlacht von Chauteau Thier ry ganz allein gewonnm Habel, ü:,•:»' IV« Mner der ersten, Mit denen Jimmie zusammenkam, wa-r Locey Granitch: dieser zog ihn in eine Parkecke und fragte:„Haben Sie niemandem vtwaS gesagt?" „Nein, Herr Granitch,* *».Ich heiße Pcterson." 1„Ja, Herr Peterson.�' Eine seltsame Kamerabschaft entspann sich zwischen diefm beiden, die von ben entgegengesetzten Polen sozialen Lebens stammten und durch die Demokratie des Leidens zusammengeführt worden waren. Der junge Lord von Leesville lag im Staub und Jimmie hätte über ihn hinweg- schreiten können; merkwürdigerweise jedoch empfand Jimmie ihm gegenüber eine gewisse schüchterne Demut. Hatte er ihn doch an eine grausame furchtbare Rache der- raten; außerdem vermochte Jimmie trotz aller revolutio- nären Gesinnung dennoch nie zu vergessen, dass er mit einem der Herren der Welt spreche. Wohl konnte mcm aus ganzer Seele daS Prestige und die Machst hassen, die eine Begleiterscheinung der Granitch-Millionen nwren, doch vermochte man ihnen gegenüber nicht unberührt zu bleiben, sich in ihrer Gegenwart nicht bohaglich zu fühlen. Was Lacey anlangte, so war er nickst mehr der stolze. freie, reiche, junge Aristokrat, er hatte viel gelitten und Achtung vor seineg MÄmen schall-- seien, sie Mg reich gdUl arm— gelernt. Er erfich», wie dieser kleine sozia-isttschg Maschinist, den er einst inmitten einer Horde Streiker be- schimpft hatte, in dem Rachen des Todes gedrungen war und geholfen hatte, das Ungeheuer sestziunageln. Er wollte ihn näher kennen lern-sn, und die beiden verbrachten manche Stunde im Gespräch miteinander, jeder eine neu« Well entdeckend. Ganz Europa und Amerika befaßten sich jetzt eifrig mit dem Problem deS Bolschewiki; hatten diese ta! sächlich die Dsmokratie an die Hmmein verraten, oder bahnten sie, wie sie selbst verkündeten, der Menschheit den Weg zu einer neuerem, grösseren Demokratie? Locey glaubte natürlich das ersteve, dies tal-en in der amerikanischen Armee alle, mit Ausnahme etlicher waschechter Radikalen. Als Locey entdeckte, daß auch Jimmie zu diesen Radikalen gehöre, be- gamn er ihm auszufroigem, und einige Tage tobte zwischen ihnen«im wilder Kämpf. Wie konnten Männer handeln, wie Lenin und Trotzky gehandelt hatten, wenn sie nicht be» stochen« deutsche Agenten sind? Jimmie erklärte die Theorie deS Internationalismus: die Bolschewiki mochten Propaganda in Deutschland, taten mehr, um die Macht des Kaisers zu brechen, als die alliierten Heere. Woher Jimmie dieS wisse? Er mußte zugeben, dass er für diese Tatsache keine Beweise habe, doch kenne er die Seele des Jnternatio- nalismus, wußte genau, wie Lenin und Trotzky handeln mußt-n, weil er selbst cm ihrer Stelle ebenso gehMideit hätte. Sie debattierten unentwegt, der junge Lord von Lecs- dille, der eines Tages ein ungeheures Vermögen erben würde, und der in dem Glauben erzogen worden war, dies sei nach menschlichen und göttlichen Satzungen sein gutes Recht, mußte sich von einem armseligen, kleinen Maschinisten aus seiner eigenen Fabrik sagen lassen, dieser Besitz werde ihm genommen werden, er, der Maschinist und seine Ge- nassen, zu einer einzigen grossen Gewerkschaft vereint, wür- den diesen verwalten, nickst zu Laceys Nutzen, sondern zum Nutzen der Allgemeinheit. Wenn Jimmie auf dieses Thema zu sprechen kam, vergaß er jeden Respekt. Dies war sein Traum, die Exploiticrung der Ausbeuter durch das Prole- tariatl Er sprach davon mit begeistert glänzenden Augen. In früheren Zeiten hätte der junge Lord von Leesville derartige Worte mit arrogianter Gelassenheit, vielleicht auch mit Maschinengewehren beantwortet. Heute sagte er zögernd, das sei ein ungeheures Programm, uO er sürchtö« es werde sich nicht verwirklichen lassen. �- Em-tl-MA �4� Bö Itdfrfn i'eoit MuTUltsse NnWÄ ksk, 5{e ton Mmemdcvorstiindsn und Korpomiicmen eingegangen sind, Ter JnHabt dieser EingaSsir ist sehr verschieden. Lseiilmeise beziehen sie sich auf Hinauslassung ans dem zu- künftigen Groß-B!erlin, teKweise auf erne andere Gliede- 'rung der VerwaAmng s bezir ke. Einige wollen die Gesamt- yenjeinde: der Kreis Teltow hat eine Denkschrift eimgö- zeicht, von der der Landrat fagit, lalle Mitglieder des Kreis- auZschusses hättm sich gegen den Gesetzen ttmrrf ausge- sprachen. Tarunter auch der Vertreter der Unabhängigen. Voweit wir unterrichtet sind, stimmt das nicht. Er hat sich �nicht mit allen Einxeliheiten des Gesetzentwurfes einverstan- den erklärt, sich aber nicht prinzipiell dagegen erklärt. Im Kbrigen hat der Kreistag die Denkschrist abgelehnt. Eharakteristiich für die Gegner des Gesetzes ist, daß sie Iga-r kein Hehl daraus machten, daß für sie vornehmlich 'politische Gründe für ihre ablehnende Stellung maß- gebcmd wären. Ein Redner der Dolkspavtei richtete an die Demokraten eiiten Appell, doch nicht die Hand dazu zn Zbietsn, ein Gebilde zu schassen, in dem die Sozialdemo- graten, vornehmlich die Unabhängigen ausschrrggebend �eien. Tann das würde bei einem Groß-Bevlin sicher ein- treten. Das Bürgertum müßte vor dieser Gefahr bewahrt bleiben. Der Regierung svertretcr erklärte, daß doch fach- -liiche Gründe maßgebend sein müßten, auch ein Redner der Demokraten! schloß sich dem an. Von rmsever Seite wurde betont, daß die wirischastliche Entwicklung Groß-Berlin schon längst zu einem einheitlichen Gebilde gemacht hätte "und daß die kommunalpolitifche Zusammensetzung nur die notwendige Jottge dieser wirtschaftlichen Entwicklung dar- stellt. Zudem hatten wir fchon ein Groß-Berlin gefordert zu einer Zeit, als selbst noch das Treiklassonwahloscht be- standen habe, weil die Notwendigkeit dazu drängte. Schon schwerer Schaden sei vngerichtist worden, der gar nicht mehr gutgemacht werden könne. Aich die Rechtssozialisten stellten sich auf dem Bodm der Ernhettsgemsinde. Die Demokraten sind geteilter Ansicht. Bei Beratung des§ 1 des Gesetzentwurfs wird die Entscheidung fallen, ab Ein« heitsgeineinde oder Gesamtgemeinde. Schweres tlnglück durch Explosion eines Blindgängers. Vorsicht beim„Kugelsuchen". «;■ Durch die Not der Verhältnisse gezwungen, Weyen Arbeits« toM?eit und den unzureick�nden Löhnen, suchen zahlreiche Ar- jberter und deren Angehörige auf den Schießplätzen von Tegel und Döberitz nach Sprengstücken von Artilleriegeschossen. Trotzdem wiederholt auf die Gesährlichlcit der Zünder und Dlindgänger in den Zeitungen und durch Plakate auf den Plätze» vingetmescn wurde und wird, wenden noch nicht abgebranNie Züuoer und Blindgänger mit nach Hause genommen und zer- fegt. Nicht der Neugierde wegen, sondern um durch den Vcr- /auf der Mctallteile einen kärglichen Nebenverldienst zu erhalten, »tm die herrschende Not etwas zu lindern. De» Gemeindearbeiter Mai in Tegel, Berliner Straße KS, fand am Sonntag einen Blindgänger und nahm ihn mit in die Wohnung des Arbeiters Franz Hanel um ihn dort zu zerlegen. Das Geichoß explizierte, Mai wurde sosorr getötet, Hanel, seine .Ehefrau und sein jüngster Sohn wurden schwer vertoundet und «ach dem Mrchoiv�Krankenhaus gebracht. Hanel verstarb kurz nach der Einliefern ng. Ob die Ehefrau und der Junge au>- lammen werden, ist sehr zweifelhast. Schävsste Atitik fordert die Tatsache heraus, daß es erst «ach 2 Stunden möglich war. einen Arzt zur Stelle zu bringen. Hnsexer Meinung nach muß doch mindestens der Gemeindearzt zu jeder Lest und Stunde zu erreichen fein. " Lücle Franke,©et Tod ihStt ve-He jgtnli Antl Freikchz abend ist die wohl allen Moabiter Genossinnen bekannte Ge. nossin Lucie Franke plötzlich im 71. Lebensjahre_ gestorben. „Unsere Lucie" nannten sie die Genossinnen und diesen Ehren- namen hatte sie vollauf verdient. Denn was ihr das Leben an Goselligkoit und sonstigen Freuden versagte, das suchte und fand sie in der Partei. ES war nicht ihre Art, viel von sich reden zu machen; desto eifriger wirkte sie im stillen. Besonders in der Khidcrsclmtzkomntission wigen die Genossinnen ihre opfen- belle Arbeit zu schätzen. ES gab bis zuletzt keine Parteiveran- staltung, auf der sie nicht zu treffen gewesen wäre. Sie war die Verkörperung treuer sozialistischer Pflichtevsüllung. Die MoabiXw Genossen, die in ihrem Ableben den Verlust einer chrlichei? und aufrechten Kämpferin beklagen, werden sie nicht vergessen. Den Jüngeren mag sie bin Vorbild und Ansporn zu- gleich sein. Die Einäscherung findet Freitag, nachmittag d Uhr, in der Gerichtstraße statt. Die edle Soldateska. Die Soldaten Leo Schwarz und Horst von der Feldintendantur der Deutschen Legion sind mit 4 0 l) 0 00 Mark durchgebrannt. Es wird vernru'et, daß die Durchbrenner, welche Papiere auf den Namen eines 32 Jahre alten, aus Stolp in Pommern gebürtigen Jntendmsturcrssistenben Willy Hermann Franz Dtaich, ober auch gefälschte Papiere auf unbekannte Namen mit den Stempeln der Feldintendantur besitzen, in bürgerlicher Kleidung im Auto umHerreisen. Schwarh, der au? Nattkischken im Kreis« Tilsit stammt, ist 26 Jahre alt, mittelgroß und schlank, hat hellblondes Haar, ein bartloses, blasses Gesicht und hervorstehende, blaue Augen. Er ist von Beruf Maler. Horst stammt aus der Gegend von Düsseldorf und war früher Kellner. Er tritt sehr gewandt«ruf, ist etwa 20 Jahre alt und etwa 1,60 Meter groß und hat eine mit'elkräftige Gestalt, dunkles Haar, ein bartloses, volles Gesicht von ungesunder Farbe und graue Augen. VA Millionen Mark find die Brillanten, Perlen und sonstigen Schmucksachen wert, die einer adligen Frau Geheimrat auf ihrem Schloß in der Mark gestohlen worden sind. 2% Millionen Mark, um den Körper einer einzigen Frau zu schmücken! Bon falschen Kriminalbeamten verhaftet wurde ein Silber- Händler au? der Bötzowstraße. Der Mann beschäftigte sich mit dem Ankauf von Silber münzen. Vor acht Tagen riefen ihn zwei Männer an und stellten ihm in Aussicht, daß sie zum Abschluß eines Geschäftes zu ihm kommen wollten. Sie ließen dann"aber nicht mehr von sich hören. Jetzt � kamen sie plötzlich nnerwarlet, erinnerten ihn an das Ferngespräch und boten�ibm ein Geschäft an. Während der Verhandlungen jedoch erklärten sie unvermittelt, daß sie Kriminalbeamte seien, wiesen sich auch auS, natürlich mit falschen Marken, �beschlagnahmten" 6500 Mb. verhafteten" den Händler und fuhren zunächst mit ihm nach dem Stetiiner Bahnhof und von dort nach dem Alexander- platz, unter dem Vorwand. ihn nach dem Polizeipräsidium bringen zu wollen. Auf dem Alexanderplatz aber fanden die Gauner Gelegenheit, ihren„Häftling" zu versetzen und mit dem Geüde zu verschwinden.— In Anbetracht der sich immer mehr häufenden Fälle des Auftretenz falscher Kriminalbeamter sei daran erinnert, daß die richtigen Kriminalbeamten außer ihrer Marke noch einen Ausweis mit Photographie und Dienstsiegel besitzen, zu deren Vorweis sie verpflichiet sind. Außerdem empfiehlt es sich in allen Fällen, in denen die„Ver- hafteten" sich unschuldig fühlen, auf irgendwelcke Weise sich mit dem nächsten Polizeirevier in Verbindung zu setzen. teSensmikieikalender. Spaada». In dem Schuppen gegenüber dem Rath«rufe wirb Rotkohl abgegeben, am Rorbhafen bei der FuttermUtelftelle Weiß-, Rot- unä Wiriingkohl. Verausgabung der Milchkarten für Februar für das Stadigebiet in den bekcnnien Stelliru Anfangs buchstaben A bis F am 'Mittwoch,<3 bis 2 am Donnerstag, M bis R am Freitag� S bis Z am Sonnabend,' für Stemsnsstadt und Hafelhorft im dortigen Mazistrats- bureau: A bis L am Mittwoch, M bis Z am Donnerstag. Velten. Auf Abschnitt S der L'lensmiltelkarte werden in den Butterverkaufsstellen IS» Gr. MarmAd» verabfalgt. Am Mittwoch Kc»r!osieloerkauf in der Zunkeifchsn Fabrik, vormittags tu 8—12 Uhr. M de« WanWonen. I. Distrikt, 4. Abteilung Mittwoch abend 7 Uhr tm Zugendh«!«. Alt« Iakodstr. ISS. gemeinschaftlicher Zahlabend. Referat des Genossel, Kitten„Der Aufbau unserer Parteipresse."— 5. Abteilung. Z ah ladend bei Raihmann Wilhelmftt. IIS. Vortrag über„Glternratswohlen". 8. Distcilit,' 4. Abteilung Der gemeinschaftliche Zahlabend muh aus- fallen. Die Bezirke 127, 129a, 135 und 136 logen Schönleinstr. 6, die Bezirke 133 und 134 Treffenbcrchstt. 54» die Bezirke 137 und 138 Gräfe» strahe 82. 7. Distrikt, 7. Abteilung. Mittwoch, den 14. Januar, abends 7 Uhr, Abteilungsgcchiabend im„Freischütz", Fruchtstt. 3ua. Kortrog und Diskussion. Tharlottenburg. Gemeinsamer Zahlobend der S. Gruppe be» Werner, Wallstr. SS: für die 4. Gruppe in der Aula Witzlebenstr. 34. Charlottenburg. Bildungsausfchuh. Besprechung über den Kursus des Genossen Dr. Lier heute abend S Uhr in der Hindenburgschule, Guerickestrstze. Neukölln. Eltern der 13. und 14. Gemeinbefchule sKopfstraho) heut« abend 7 Uhr Zusammenkunft bei Regcnberg. Falkftr. 11. Neukölln. 2. Bezirk. Sämtliche Elternbeiratsmitglieder der g. und 17. Gemeindeschule treffen sich heute oibend 3 Uhr bei Ribbe, Hobrecht» fttohe 9. i Neukölln. Dienstag, 13. Januar, 7 Uhr Wählerverfammlung und Alststellung dar Elternrate. 21. ,'23. Schul«, Wrifeftrahe. bei Gtunw.'ld. Weifoftt. 14,' S2./24. Schule, Schillerpromenad«, bei Stahlbalg Stein- metzftr. 7k: 7.,S. Schule, Mahlower Strahe, bei Morawing, Weifestr. 3. Reukölln. Heute, Dienstag. 7 Uhr Versammlung der Genossen, welche Klnder in der 3. Hilfeschule hoben, bei Köhnert, Knesebeck» fttohe 118.— Die Wahlvorsteher der Neuköllner holen sich sofort Wahl» liste und Material von ihrem Rektor ab.— Die Bezirkskasfierer melden sich heute abend bis 7 Uhr im Parteibureaal zur Empfangnahme neuer Marken. Britz-Buckow. Statt der einzelnen Zohlabende findet diesmal am Mittwoch, 14. Januar, pünktlich 7 Uhr abends,«ine Mitglieder- Versammlung bei Meier, Jahn», Eck« Chausseestvohe, statt. Sehr wichtig! Tegel. Der Kursus„Oekonomische Lehre" findet nicht Dienstag, sondern Donnerstag statt. Oberschiönewelde. Der Zahlobend findet Mittwoch abend 7 Uh» gomain schaftlich in der Aula des Realgymnasiums statt. VereinslalenSsr. Zentra'verband d« Angestellten. Versammlungen am Mittwoch. 14. Januar: Fachgruppe 7, Sektion d lSchaufensterdekovateurel. MitAiederversammIung abends 7A Uhr in den Musikersälen, Kaiser« Wilheim-Strahe 31.— Fachgruppe 12 Sektion d(Glas, Keramik), abends 7 Uhr im Königstadt-Kasino, Holzmarktstr. 72.— Fach- grupp« 13. Sektion a—e, Mitgliederversammlung in den Zentral» Festsälen, Alte Iackobstr. 30,32, abend» 7Ji Uhr. Tagesordnung: Unser« Stellungnahme zum neuen Tarif. Versammlung aller In den Auto-Reparatur»W«rkstStt«n befchäf» tlgten Kollegen am Mittwoch, den 14. Januar, 5 Uhr, tm Gewerkschaft»» haus(großer Saal). Internationaler Bund der Kriegsbeschädigte», Ortsgruppe L i ch, tenberg. Dienstag abend 6 Uhr Generalversammlung im Gym» naswm Parkaue. Funktionär« erscheinen um Uhr.— Bezirk Norden lV. Heute abend, pünktlich 7 Uhr, Bezirksversammlünz bei Skauh, Pappel-Allee 25. Tourlsten-Berein„Tie Naturfteunde", Abteilung Norden Dien», tag 8 Uhr Iahrzsoevtammlung bei Blesstn Stargarder Stroh« 3- Punktliches Erscheine» aller Niiglleder ist Pflicht. Die Adtetlungs« lsttung. �. p Aus deu K-Nos. vi» einschl. Donnerstag gelangen zur Aufführung: Schauburg(Host, jäger). Könixgrötzer, Eck« Prinz-Albrechi-Strahe: Uraufführung de« FLm-Singfpiel»„Das Alte Lied". Persönliches Auftreten von Wandq Treumann in ihrem Filmsketch„Die tugendhafte Tänzerin."— Schau» bürg, Neukölln, Dergfttahe: Erstaufführung:„Sklaven fremden Willens" und persönliches Auftreten de» sächsischen Humoristen Paul Göbel. Theater de« Wedding, Mällerstraße, Eck« Weddingplatz: Manna Iza- tschewa in„Moderne Töchter". Veranlworllich für die Redaktion: Alfred Wielepp, Neukölln. Verlogsgenossenschoft„Freiheit",«. G m. d. H., Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Derlagsgesellschaft m. b. H., Schisfbauerdamm 19. ltllllkgezuciie Silber Quecksilbe I Kilo 70 Mk. Kupfer! Messing im\l netQ{le! 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Qoid, Silber, Ouecksllber.sÄmtllche Metalle kauft zu konicuxrenz'osen Pi eisen Christionat, l�eiehen- herger Str. 22(Kotthnser Tor). fintias unssa"zuu, Paletot, kauft. Preisangabe. ! Struby. Bardetetenstr. 3. Kupfer le.tungren, Kabel, Litzen, Motore kauft zu den höchsten Preisen ElekTo- büro. Lange Str. 27 1. Ecke Andreasstraße Ale*. 3930. Metallabtfilte. Kupfer, Messing.Zlnn.Zink. Blei, Putin, Oold. Siloer, QuecKsilber, Werkzeuge kauft zu den höchsten Tagespreisen Kottbuser Oanim 66 Morltzplaiz 13580. UOld, Silber, Mün. en. Ith- ren, Wertsachen kauft höchstzahlend, Schubert, Bacrwald- straue 5 t.____ Isolierten Kupterdraht, Litzen und Wachsdraht kauft höchstzahlend iDsenleurliorcaD utblich�g, Berlin W 9, Linkstraße 10. Tel.; Ultznw 3765 nnd MIß. 'KupteneitunKen. Kabel, Litzen kault Buizmaaa, Brun- nenstraße>52, Oucrgabdude part. rechts.____ Metaliabiäile kauft jeden Posten. Jeschke, Lichtenberg, PUrrstraS« 45. Wohnung; OUrtelstraß« 34._ Metalle kauft, auch kleine Posten. Hentschel n. 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Deutscher Metallarbelter-Verlianil Verwaltungsstelle Berlin. metaiischmelze Marlannenstr. 7«(Heinrlcha- platitkauf t zu höchsten T ages- nieisensämtlicheMetallabiälle sowie Platin, ao'd. SUber. nnecVsilber. auch Werkzeuge. HCL* ji''«■•———_ �C�hak wolle. Roßhaare, Felle ieder Art kault Möbelgeschäft Wojdenbergerstr. 2. Alezander 1837 ÄlteTaler 16 Mk. u. Silber- mtlnzen. Qold- und Silber- brach. Platin kauft Schneider, Woldenberger Sti aBe 2. Möbel- Blei, Zinn, Weiilmesail alle Legierungen, lade Menge, tu höchstem Taietnreia kauft EdttasUli-Einkiutsliilro Weberair, 31(Alex. 4243) pcrnflin. Wachse. Terpentin, Fmben. Malerart!- kel auch kleine Posten, kauft W.»M«r. Oranienbu-rerStr 12. HeliC, Ktninfeile. Hasenfelle. Ziegenfelie. Schaffelle, Kalufelle sowie alle anderen Felle, auch Wolle, kauft höchstzahlend Wolf. Pretulanar Straß« 88 L i l litrleitungs u.üynaniodröhte sowie sämtl. Elektro- materia! und Motore. {srea. Oranienstraße9. MoritzpIa'zMM Wküerstandsdraht. Glimmer nnd iMeislngnlech- abfllie kanft Elektro-KuUitar, Prenzlauer Allee 23a Todesanzeige- Den Kollegen zur Nachricht, daB nnaer Kollege, der Mechaniker AEox Gloger Ditffenbaehslr 66. am 10. d. M. gestorben tat Die l'eerd gnng findst am Mitiwoch. den 14. d. M. nachm. 3 Uhr. von der Leichenha le dea Oarniaon-Kireh- botea In der Hasenheide, aus statL Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, dal unsare Kollegen, der Schlosser WiShelm Struck Anklamer Str. 33 am 3. d. M. und der Metallarbeiter Karl Sasse ZiMsklrchatr. 2 am 8- d. M. verstorben sind. Ehre Ihrem Andenken! Die Ortsverwaltunr. Dynamodraht. kann Schwandt, WoIdenbergentr.IO Offene Srtf&e Kramnladergtacliwflre, «ach veraltete schm-rehafte Wunden. Entzflndnng mit un- ertrtgl. Jucken heilt ohne Nachteil laut vielen Erfolgsbericht. die echte..Oriinda- Salbe". Absot. mild«, natur- gem. Wirkung n. übe raus wohl- tuend. 8.50 Mk. Zur gleich. zeitig, innerlich. Kur Reichels Sal'arJ.n7i|uOtto KeVchek Elsenbahn, tr, 4, Seh. S.7. Berlin 46. Höbe! b&ar ■ad«ad Teilzahinng acfaoa EA ssU DJ bei Barthel : Zorndorfsr Straße 54 Am 10. Januar 1920 1 verschied nach langem schweren Leiden, unser| inniggeliebter Sohn, Bruder und Schwager Alexandsr Glogsr im 22. Lebensjahre. Im tiefsten Schmerz tia trmretn HiiterUiitaw. I Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 14 Januar er., nachm. 3 Uhr von der halle des Qarni- ! son- Kirchhofes Hasen-| beide, statt Arn Sonnab. d- 10. Janaar starb meine liebe Trau unsere gute Mutter, Tante und schwlgerln Kinna Hoffmann. (Cb. Sonnanberg. Di« Beerdignag findet am Mittw. nschro-ZUhr, von der Leichenhalle des 3. Pankowtr Gemeindefriedhofes, Schönbolzer Heide, ans statt.. Johann Hoffmann nebst Kindern, Pankow, Brehmestr. 17. !arl Liebknecht RaiaLazen- burg- Qedichlnithclt der Aktion. Mcrausg. von Franz Pfemlarl. Emzelpr. M. 1,60. lör Batriebe u. Wiederver- käu'er nnr I Mk Ausliele- .r»ng! Aktiongbuctihaiid- Vune. fttUa W iL bisHilM Ul Am 9, d. Mts.•nlschllef sanft nach kurzem, schwerem Krankenlager meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Qross- mntter Ber.a Rnucbwitz gab Oral. Dies zeig. tieibetrObt an Her mann Haacbwltz) nebst Kindern n. Enkel Dia Beerdigung findet am Dienstag, den 13.. nachm. 3 Uhr, von der Halle des Friednofet in Zepernick ans statt. Röntgental, d. 12. 1. 1920 tL�S�R�Trledrtchshaeen Den Parteimitgliedern zur Nachricht daB als nachträgliches Opfer dea Weitkrieges uUser(Je- nosse Wilhelm Hensel am 8. Januar, Infolge eines Im Eelde zugezogenen Lungenleidcua, gestorben ist Ehre seinem Andenke«! Die Beeidigung hat am Montag, den 12. Januar ata tgefunden. Der Vorstand, AchtuncI Wachabteilung dar Kommandantur für ehemalige Kameraden. Auf- arbeitung sämtl eher Polstermöbel. Qoitsdialk. Weder- atraße 4L