klkzelpress 20 Psennig- z.?erheang 5rektag, öen 20. 5ebruar 1�20 Nr. 43/A24< Meegcn-flus�abe 'c"! ?** n-ciäfrs imt red tKi«*«*, er foim»im� mrrotnt «r Fewesyt»;» Vfttäot hti rrirt JnfieUunj m» fau»<üi«ftoit�nlin 4.50 Ol." bei "trfUm peflhtjtia irenntl. f.t® m. hn �rOfCunj vmtn fhri�onS 1S1 veiltschlare ?— IN,«fit» anjletrt 8.— M, per»ritt IS_ HL »mb»rpedlilo»: Berlin«TO.«,«chlffdemerdam« 19 III. Sau Korben«»95 unb 88»«. Jnfttaf»»ofen die editnfrelL rtenrertitlMeiT»«d. deren Raum«michL tlenmma�r'id'as 5.�> Nif.»eitaedniiftp INart M'> INI*, ede» we'ttT'- IVcrt g:; Ot. rartiiifnj> ich kNrAanisatisnsrnreiaen die acdtaespaltene Ilonparrillezeile 2.*° IRL, das fettet vu&t IDott 7t p, jedes w»>I-re Ulori 4Z Pf. �nieraie-ür.',» darauf»laenden Taz mbtie» Sirene»» die d Uhr ua.lnmnags i» der Lipedilioi,»Uigegeden ieer.' Jnferaten-A b«eil,m-i: Berlin«TO.«. SS!lffvnnervmn?n 18 Aerujpeecher! A«i Starb rn 88SS SS,«?«» berliner'Organ tw Vnatyänöigm Sopalömofmtie S>eut)tf)fan(>a Die Wahl der VelriebsrSle. KS wird weZler xemordek. Wie«. Iv. Februar. De» Chefredakteur de» Vudapester sozialistische« Crgant Genosse® 6 m o g u i f ist 00« der au» Offizieren be. aihenbcn Brachialgewalt ermordet worden. Er hatte am '»»taz in der Redaktion eine« Artikel zur Abwehr von Angriffen �kinistcrpriistdenten ans die Eewerksckjasten geschrieben und ■«* dann mit eine» jungen Dichter» namens Latscho, fortgezan- Beide würben nicht«ehe gesehen. Ihre Leichen war- JB jetzt an» der Donau gezogen; sie hatten mehrere *~*>cheit, auch die Füße waren znsammenzebunben und die £jk*ittf(f)en tost Steinen beschwert. Sömozhi war nie an der �iediktatnr beteiligt» sondern Rechtssozialist. In Ungarn geht Sa» Morden weiter, nnvekummert ttn, J»e Proteste. Dabei haben die migvrischcn Regier, mg»- Männer, die Horthy und Hufzar. die Schirmherren Mer Mordtaten, noch die Stirn, flammlnde Entnistlmgs- Meie über rumänisckie Grausamkeiten gegen ungarische �Ver in die Welt zu senden. � Mit welcher Gemeinheit und RechtSbengung in Ungar» scheite« wird, zeigt sich bei der Vorbereitung zn dem j™%n Prozeß, der in einigen Tagen gegen 21 Mitglieder ** Nöterctzierung vorhandelt wird. Dte Staatsanwälte Mren riu' voraus, die Regierung habe die Absicht, samt. .Me Angeklagten ohne Ausnahme dem Henker»u über. !''»ru. Wozu dann erst eine Pro??ß?omödie? Will man Ms ofsenboeen Mord dnrch juristische Teklamationen recht« ''Mgen«der der Sensationslust der Ordnungsbestie frönen? ,. WebrigenS: Was sagt die Entente zu diesem Prg« ft«? Der größte Teil der Angeklagten ist auf Bitten . � r JJ n t« n t e in die Räteregierum eingetreten. Nach � Sturz der Ncileregierrmg wurden zwischen der Entente � neuen Regierung ein Abkommen getroffen, worin 17 beißt, daß alle politischen Verfolgungen, rechts folvool wie nach links, sofort einzustellen sind. � L Hier hätte die Enten!? Gelegenheit, sich als Hüterin �r Menschlichkeit unb der Gerechligkeit zu betätigen. Wo bleibt die Anler'uchung? . Vir verSsfenM-hlen kssrzklÄ den In eine« bürgerlichen Ltock« T'lv'er Blatte erschienenen Bericht eine» Angenzengen dee Er. Mrtwng Rosa Lnzembueg» und Karl Liebknecht», nv» dem her- Mäing. daß ei» FLHnrichHafsmann.der Sohn eine« zur 92 Ernorbung im Eden-Hotel tätigen General»» den ersten jfttichrn Schlag gegen die tabsere Fahrerin de» revolutionären �«btariat» gesiihet. Aus unsere Frage, ob man sich zn einer Msuten Nntersuchnng der vegleilnrnstände de» Verbrechen» aus. .�"l-een känne, erteilten bisher nur die ofsiziZsen P. P. 7l. eine �"«tdeeigr Antwort de» Inhalt», der Fähnrich Hoffmann fei kein �"bn de» Unterhändler» in Brest-LitowSk. Veiter wurde bisher nicht» in der Angelegenheit vernommen. 9'>bst die bürgerliche Presse forderte ihre«ustlärnng, die in der pchj'n internationalen politischen Sitnation notwendiger ist al» *' Wo also bleibt die Unteesuchung? teechauels Aulrllkbolschast. Pari», IS. Februar. » In se ner Botschast, die heule kn der K o m m e r und im Man« verlcsrn«nrde. sagt Präsident DeSchanel n. a.» in der .'»elnigung aller siegreiche»«»llee liege die ,« Sicherheit für den Frieden und dir Grundlage für die Ge. Schaft der Rat onen. der der Vertrag von«ersaisie» die AuSfüh. gewisser grundlegender«edingungen anvertraut Hobe. ,'"kreich«olle«rssillnng»e» versailrer Per- ,'»e« durch Drntschland. Scine Poli.ik sri Willen«. "'j«. rotlrof» und Glaube. Auch im Orient müßten seine Znter. �ka. Rechte und hundeetsährigen Traditionen sichergestellt werden � H!e Frieden»« nsgaben im Innern seien«'cht �'ster schwierig nl» diesenigen de» Kriege»: sie verlangten fort. �he Arbeit und vielleicht neue Entbehrungen. Jeder müsse , � seinem«Snnen Steuern zahlen. Tie wietfchastlichen Aus. «de, sAetreide, Kohle» TronSpertmitlel, Wechselkurs) eefordcete» .*'akag» zuerst eine Slael-guug, dann regelmäßige, Veefahren, f änsammeusossung aller Kräste. Tie soziale Gesetz» fc.aag sei ,u vervollkommnen, die Familie» die Grundlage der tz�°a. zu verteidigen und die Konflikte Zwischen Kapital und •tH t» verhüten, endlich den»rl>ti.«t» i» Stadt»«d Land he» Aibesler und Angestellle! TaS revolutionäre sozialistische Proletariat kämpft ci« Jahr und länger gegen eine Welt von Feinde» um ein Ritrsypem, daS den Arbeitern und Angestellten im Wirt- schaftsprozrß jene herrschende Stellung geben soll, die ihnen, den produktiv Schaffenden, zusteht. Regierung nnd Na- tionolversammlung habe« ein Betriebsrötegesep gemacht, da««cheinrechte gibt, die Rätcidee de« sozialistischen Proletariats zur Unkenntlichkeit verkümmert und den Be. trirbsrat herabdrückt zum Arbeitrrausschuß allrrältcstc« StikS. Dem geschlossenen Ansturm des UnrcrnehmertumS ist es gelnngen, da« Gesetz z« einem Trugbild zu ge. stalte». Die Bemühungen der Unternehmer t» den Be. triebe» werden darauf gerichtet sei», da» Gesetz in ihrem Sinne auszunutzen, die Betrichörate zur Ohnmacht zu der- dämmen. Arbeiter und Angestellte! Trotz alledem muizt ihr v«. suchen, die Möglich'.iicu, die selbst dieses Grsc«) gibt, für den Kampf der Arbeiterklasse auszunutzen. Selbst auf ungünstigem Boden den Kamps mit dem Klassengegner ans. zunehmen und ihn ans dem Felde zu schlage«, war stets proletarische Taktik. Der Kampf mutz grsühri werden im Sinne der Nätcidre des revolutionäre» sozialistische» Pro- ktariats. DaS ist die Art, in der die Arbeiter und Angr. stellten das Gesetz anzuwende» haben. Zu solcher Anwendung des Gesetzes gehöre» geschickte Hände, klare, überlegene Köpfe und ein bewußter Wille. Taö Proletariat darf bei der Wahl der Betriebsräte nur Männern sein Vertrauen schenken, die geeignet und gklvillt sind, die Möglichkeiten des Gesetze« auSzunnve» bis znr letzten Grenze. Die Arbeiter und Angestellten müsse« Kandidaten aufstelle», die jeder Verwischung des Klassen- grgensatzcS— in ArbcitSgcmeinschastr» nnd anverc« paritätische» Organen znr Verblendung der Massen— gegen. über standhaft sind und den klaren Blick bewahren, die bereit sind, an der engerr» nnd engere« Zusammenhal. tnng der Arbeiter nnd Angestellten i« Jndnskrirver. banden nnd an der E r z i e h« n g der organisier- ten Massen zum revolutionären Sozialismus zu arbci. te«, die ferner erkannt haben, daß der NStebrwcgnng die große Aufgabe zufällt, den Kapitalismus zu überwinden nnd eine planmäßige Regelung der Produktion«ach foz a- listische» Grundsätze« an seine Stelle z» setzen. Und die ferner jrne geistigen Qualitäten besitzen, die ihre Aus- gab«, m Betrieb erfordert, die rS ihnen erlaubt, sich in den Produktionsprozeß einzubohren— nicht«m den Produktionsprozeß als solchen z« sprengen, sondern um die kavitalistischc Wirtschaftsform z« überwinde« durch das Wirke» für den Sozialismus, durch das cindriugliche Wort wie durch die überzeugende Tat. Sozialistische Regelung der Produktion«Ver ist nicht möglich vom Einzelbetrieb ans. Sozialismus ist planvolles Wirken für die Gemeinschaft. Es ist nur denkbar im großen, in der Anwendung von Grundsätzen»ach einhrit- lichc« Gesichtspunkten. Zentrale Körper und lokale wtk Betrikböorgane müsse» sich im Wechsel von Anordnung und Tnrchsührnng der Anordnung«ach gemeinsamem Will«» gl» planmäßiger Arbeit vereinige«. Dazu ist die Z n s a m m e n f a s s u n g der Betrieb», rate zu Gruppen mit übergeordneten Körperschaften die Voraussetzung. Tie ReichSverfassung verspricht auch diesen Aufbau. Sie stellt BczirkswirtschaftSräte und eine» Reichswirtschaftsrat in Aussicht. Regierung und Nationalversammlung zögern mit der Einhaltung des Der» sprechcns und wenn sie es einlösen werden» dann wird ihre Schöpfung jenem Gesetz ähneln, daS die Basis bilden soll für jenen Aufbau, dem Brtrirbsrätegesetz. Bezirkswirt» schastsräte und ähnlühe Bildungen werden ebenso wie dieses ein Machwerk sein von Gchcimrätcn und KapitalSsöld. lingcn. Und darum ist eS auch Aufgabe der Betriebsräte, vou vornherein auf eine Gestaltung dieses Aufbaues im Sinne des revolutionären sozialistischen Proletariats zu dringen. Auch hier wieder durch das eiudrlugliche Wort und die überzeugende Tat. Aber auch die Gewerkschaften haben ein Jnter» esse au der Wahl und Zusammensetzung der Betriebsräte. Sie müssen sich der neuen Organe für ihre besondere» Zwecke bedienen. Das zwingt sie, von vornherein in engster Fühlung mit ihnen zu fein, und darum müssen auch sse i« den Wahlkampf aktiv eingreife». Ihr Juteresse aber liegt auf der gleichen Linie mit dem Wollen des revolutio. «ären sozialistischen Proletariats, denn auch der Gcwerk» schaftskampf wird mehr und mehr zum Klassenkampf, auch die Gewerkschaften müssen sich zum Ziel setze» die lieber. Windung der Lohnsklaverei deS Kapitalismus. Arbeiter nnd Angestellte! Wollt ihr, daß ru'r Klasscnwille In den BetricbSrötei» eine neue Waffe finde für den Kampf um die Befreiung deS Proletariats, so wählt Männer nnd Frauen, die diesen An- fordcrnnge» genügen, so stellt überall in den Betriebe« die Liste der revolutionären sozialistischen Velrlebsräle aus. Die Kandidaten dieser Liste müsse» sich zum«Volt». tionäre« Klassenkampf verpflichten. Sie sind Gegner der„Arbeitsgemeinschaften� und er» streben den Umbau und Ausbau der Gewerkschaften z« In» dustrieverbändcu, die alle Hand- und Kopfarbeiter um- fassen. Sie erstreben weiter den Ausbau eines Rätrshstem», das als Kampfmittel znr Beseitigung des kapitalistiscken Systems zu wirken hat und dem dir Aufgabe zufällt, die Nkbrrleitnng der kapitalistischcu Produktion in eine sozia- listische vorzubereiten. Sie verpflichten sich, sofort ihr Amt niederzulegen, wenn es die Mehrheit ihrer Wähler in einer LetriebSversamm« lung fordert. Schenkt den Kandidaten euer Vertrauen, die diese Be. dingnngk» erfüllen! Schreitet in Massen zur Wahl! Der Wahlkamps ist ein Teil des großen Kampfes nm den So- zialismus, um die Befreiung der Arbeiterklasse. Bezirksverband Groß-Dcrlin der il. S. P. Zentrale der Betriebsräte Eroß-Berlin. ll. S. P.-Fraltkon der Berliner Gewerlschaftslommlssion. Weg z n eigenem vejltz zv erüffnen. Der yevösterung der brsrtzt gewesenen Gebiete habe die wärmste Fürsorge ,n gelten. Der Präsident begrüßte Elsa ß. L oth r in g e n und ge- dachte der Kolonien, der Lbopti»ki„der Frankreich». Ablehnung der polltische« Amnestie filr Sachsen. Au» Dresden wird un» geschrieben: Die unabhängige Fraktion hatte der sächsischen Regierung einen Antrag eingereicht. der eine Amnestie für politische vergehen und Uebertretungen vorsah. Genosse LipinSk, begründete diesen Antraz, der Just'zmirnster Harnisch bekämpste ihn mit einem ungeheuren Phrasenschwall. Er stellte die kühne Behauptung auf, daß die sächsische Regierung den Dciagerungizustand so milde ausgeübt habe, wie irgend möglich, daß aber d'e Unabhängigen immer wieder Beunruhigung in die Bevölkerung trügen. Dann wollt« er seiner Zuhörerschaft Glauben machen, daß der Anrrag gar keine Bedeutung habe, denn Gnade habe bis jetzt immer geholjc« und werde auch weiter Hessen. Außerdem empfehle es sich nicht. daß Sachten allein mit einer politischen Amnestie vorginge. In seinem Schlußwort widerlegte Genosse Lipinski die Ausführungen deS Ministers und wies nach, daß nicht die Arbeiterschaft und nicht die llnabhäng'gen die Schuld trügen an den unruhigen Zustän» den, sondern daß die Maßnahmen der Regierung und der Br» lagerungSzustand eine immerwährende Steigerung der Beunruhi. gung darstellten. Niemand verwehre es übrigens der Regierung» auf die Reichkregierung einzuwirken, daß die Amnestie allgemein werde. In der Abstimmung wiesen die bürgerlichen Parteien in rührender llehereinstimmung mit den Nechtsiozialisten de» Amnestieantrag ab- Eine Svmpothickundgebnng ssir Ealsinnz beschloß dlO republikanische Bereinigung der Studentenschaft Frankreich». In dieser Erklärung wird prsicsiiert gegen die Presseumirieb:. di» darauf hinzielen, die öffentliche Meinung hinsichtlich bei Alifc gangeS des Prozesses im voraus zu hennjlussesv/ M pMsche Nach! der englischen Arbeiker. Uohd GeorgeS hat in semer NÄe im Unterhaus die Nationallsierung Idar D�rOvevke lehnt un-d doibei die Unterstützung einer«großen ParSanrentSmehrlxit go�unden. Die Bergarbeiter müssen mminchr die EnU'chei'dung treffen, vo sie diese Afflehmmg mit dem Streik bcairttworten, oder cü sie andere Kampfmittel amvenden wollen.' Wahrscheinlich werden sie in diesem Augenblick den StreK nicht«r- klären. Gewiß iist die Nationalisierung der Bergwerke für sie eine äußerst wichtige Forderrmg. und ihre endgültige NSlchnun'g iväide für den Bergapberterverdand eine sätvere Neerlage bedeuten, wenn er sich sagen müßte, vaß in ab» iphdarcr Zeit nichts au ihrer Durchführung geschehen könne. So liegen die Dinge oder durchaus nickst. In allen Parteien EnglarhJ ist nmn von dem rapiden Anwack/sen der tzolitifchen Macht der Arbeiterpartei fest überzwilgt. Man koimirt alknählich wieder m dom System der zmei großen Parteien im Parlament, mir daß sich bald nicht mehr liberale und Konservative gegenüb erhohen werden, sondern Konservative und Apdeiteripurter miteinander an! die Macht ringen. Der AbereSis-mus hat mehr irud mehr aiiSgespiolt. Die jiiirgeren Glomente deS mdikälen Liberalismus gehen ffur Arbeiterpartei über, andere,«denen es nicht so ernst ist mit den Grundsätzen, gehen zu den Kon- servativen, und rhnen tat Lloyd George den Weg durch seine Politik in und noch dem Krieg«, die einen loberäleu Grundsatz nach doui«anderen über Bord warf, besonders leicht gemocht. Die Erkenntnis, daß die Zeit des Liberalis-muS vorbei kst, wächst auch in den Reihen der Liberalen soldst, und erst vor«weniigcn Tagen lat ein so hervorragendes Mitglied der ASguitihgruppe wie ViScant Hatdane in einer Unter- redung erklärt, daß seiner Aüfsassung nach die Zukunft der Arbeiterpartei gehört. Er uüderst'mch der AiOckst, daß Liberalismus und Ar- beitersckxdft sich an gemeinsamer Arbeit verbinden könnten. DaS sei rrnnvöglich. Vieles im LibewliSnvus sckätze er'hoch, und er wüüsche nicht, daß es verloren gehe, aber er habe zu seinen Froimden bereits gesagt:„Der L.berral! SinuS. wie wir ihn kannten, geht in etwas noues über, und die Hoffnung für morgen ruht oüf der Anbeiteiühafr. Er sagt>dvS nicht in Sorge, sondern er hat Vertrauen in diese Zukunft', denn die Arbeiterschaft erkenne meihr«und mehr, daß sie in ihren Reihen nickst mir die vollendenden Hände, sondern auch die arisrnbeitenden Köpfe brauche. Das Gehirn sei«daS not- weNdiigste. Di« Gedankon müssen arbeiten, ehe die mote- rielle Arbeit anfangen«kann, und wenn die Arbeiterpartei die Kapfarbeiter ausgelassen haben würde, hätte sie sich selbst derkn'ilppÄt. Ans die Frage, ob die Arbeiter fähig seien, px regiere:,. hat Havdane eine andere Antwort als C h» r ch, l l, der sie {a verneinte. HaSdane ist von ihrer Fähigkeit überzeugt, und er wies an dvni.Beispiel der Bergrverkc nach, wie er sich das denke. Vor der Sa nley-Canrnri stion hob« er sich de- bcitS in dem Sinne vrklä-rt. Der Bericht verlange die Na- tionalisienmg, jadoch nickst vor Ablauf von drei Jahren. „Ich glanbe nicht, daß S m i l l i e sich«dam widersetzen wird. denn er versWht die Notnaendigboit. Wät)rend der drei Jahre können die Arbeiter die Männer.finden und erjicfjcn, die die Bergwerke im Dienst der Nation verwalten werden. „Und solche Männer vormiSgesetzt, kann.ich nur GuteS schien, das«bei der Nrrtionoli.sierung henailSkonmrt, fei eS die Rytioim-lisicrung der Bergwerke, der Erssttbohnsn cber der youcm U«chevkmflwev?e.' Die Worte HaIl,dan«S berühren«ißerovdentlich.sym- pa tisch ES muß betont weiden, da* er der ASauitbpartei noch angehört und oeich für ibn.rm Wahlkreis PsiRev ar- heilet: aber wo fänden wir hier in DeMchand ökinlicheS Verständnis für die politische«Entwicklung der Arbeiter- Partei? Ander« seiner frsibenen Parlergenossm sind indischen bereits weiter noch«links gegangen. Sie verbreiten gerade setzt einen offenen Brief an den Arbeiterkondidaten im Wahlkreis BaaSley. Biggar, der mit folgenden Worten beginnt:„Vor den» Kriege waren wir. die wir diesem Brief unterzeichnen, alle loyale Anhänger der liberalen Partei. Wer fetzt haben wir»inS zur Arbeiderpartei gctvandt, die pnierer Generation größere Hoffnungen zu bieten sckiirint." Der Brief zählt die politischen Fehler auf, die gerade ASanith während des Krieges gemacht habe und n-xki jetzt mach?. Er schließt:„Die Arbeiterpartei kennt die Nöte des Volkes und wird ehrlich versuchen, em« bessere Welt zu scholfm,.* Die Unterzeichner tragen Namen von Klamg. ES sind nicht die ersten besten, sondern Männer, die als anf- rechte Kämpler für die Demokratie bekknnt find, so Eh. Roden Burton. Joseph King. R. L. Lambert. H. B. Lees-Smith, R. L. Outhwaite, A. Ponsonby. Ch. Trc- delyan usw. Sicher wird daS Eintreten dieser Männer für die Ar- beitervartei nickst olme Erfolg bleiben. Es wird vor ollem auf dieienigen wirken, die durch äußere Rücksichten und stmmiungsnmßig« Erwägungen zurückgehalten wurde», für die Arbeitervartei zn wirken. Aber ob nzin viele oder wenig« von dieser Seite ge- Wonnen werden, sicher ist. daß dar Tag nickst mehr fern an dem die Arbeiterpartei die Macht übernimmt. Tcslia'd können sich aixb die Bergarbeiter gedulden. Ihre Zeil kommt, und sie klmcrnt bald. Kg g bl ms Erden vrol genu». John C. Proctor, ein führender Getreidchändler zu Liverpool, hat vor kurzen, in der„Times" festgestellt, daß nach mäßigen Sckstitzlmgen am 31. Juli 1920 in den Ge- trei«'« prodnzim'ndiirn Ländern AinorikaS«n Weizonuber- schiß von 90 Millionen OuarterS(ein Ouarter etwa gleich einem Viertel zentnc) vorl�nden fem würde. Infolge des Prei'es und des ValiitastandeS würde Europa aber m,r 00 Millionen Orxvricrä kaufen können. Der Rest muffe v s r n i ch t e t w e r d e n. Eine'«chatziing von s»r JomeS Wilson, dein bnüichcn Te�icrten beim dem Jnternatio- nalen iandwrvt'schas-tlichen Institut in Rom. kommt sogar. daß 43 Millionen Oiiariars Weizen nnverwendbar sein würden. Man hungert alm in Europa, und besonders»n den mitteleuropäischen Ländern, während in Amerika die Yrolfruckst der Vernichlung anheimsällt. Im Zirsammenhang mit diesen Ziffern yl»s ein An- jejkst erwähnt werden, daß ein Mitalied der KoiumunisiÄ- üchen Parf«! in Holland von einen,'ffroßen LcbenSmtkte?- schiober erhielt. Dieser Treffliche, dam sonst KonimunismuS und Sostalismus ein Greuel inch Scheue! sind, glaubte die linksrabikalen holländischen Genossen benutzen zu können, wm mit ihrer Hilfe ein lohnendes Geschäft mit Rußland in Gang zu bringen. Er bot ihnen sogar eine Million Boteili- gurrg an. Selbstverständlich wunde er«abgewiesen, aber man nahm doch von den Einzelheiten feiner Offerte Notiz, nm sie in dem Organ der holländischen Kommvniston, der „Tribüne" zu verössentlkhen. Danach stellte der Händler u. a. in Aussicht: 300000 Tonnen Reis. 100 000 Tonnen Margarine. 500 000 Faß Heringe, je 100 000 Tonnen Rtn- dcrfott. Speck. Gefrierfleisch, gesalzenes Rind- imd Hanl- melflersch, 300 000 Tonnen Zucker, 600 000 Ballen Kaffee, 10 Millronan Kisten kondensierte Milch, 5 Millionen Kisten Corned Deef, 10 Millionen Paar Schuhe. All dies« Reichtümer und noch viel mehr sind vorhanden, sind, um im Schieberjorgvn zu reden, greifbar, nur nicht gmsba-r für die Hungernden und Notleidenden. Denen zeigt man dos Paradies von Fern« und versichert, daß sie«s durch Arbeit orveichan könnten. Diese Arbeit aber kann nur geleistet werden, wenn ausreichende Ernährung vorhanden ist, imd die Nahrungsnüttel nickst in den Händen derer bleiben, die. ohne zu arbeiten, mit ihnen Wnckzvr treiben. Sellsame Aceund? SswIelrWands. Ein Berliner Blakt hat gestern abmb die Meldung der „Morningpost", daß England mit Svwjetrußland Friedens- Verhandlungen eingehen wolle, zum Anlaß genommen ,um einig« Ausführungen über das Verhältnis Sowfetrußkands zur Enkate m machen. Das Blatt sthildvrt, wie Sowjet- riißlund alle Kräfte zusommengefaßt Hab«, um sich der Um- klanimeru-ng diurch die Entente zu entziehen. ES spricht davon, daß die„gekauften Kreaturen Koltschak, Tenikin, Jiteenstsch usw." vorhzgt und daß jetzt die Boljchewifton die wickstigsten Stützpunkte der Entente erobert hätten. Nun bitte'iran in Engla-ud um Frieden. Wir lesen weiter in diesem Blatte: Diese Tstialfi ist von ungeheurer Bedeutung. Eni. gegci, den Behauptungen der B sttter undcrer N chving, die iinincr wiederholten, England würde nie mit«Sowjetrußland Frieden schließen, dazu habe e» sich zu festgelegt, haben wir immer betont, daß cS dazu kommen würbe, wenn der Tkpe-zng der Sovjet» Heere noch kurze Zeit a. dauere. Da« ist gestehen und die Welt licht vor dem Schauspielc, daß England, der Haupt sieger d«S Weltkrieg?, di« Macht, die alle? er- reichte, waS sie erreichen wollte, vor Rußland heute kapituliert, moralisch kapituliert. Poli- fische Knpüulationen werden notgedrungen folgen. Ruhland war in Versailles nicht verlrcten. Im blinden Siegoslaumel halte man sich am Anblicke der 26 Vertreter anderer Staaten und Stätchc» berauscht, hatte geglaubt, man könne sich ruhig Mitteleuropa, Ost. europa, Mitiel» und Ostasirn zum Feinde halte». Die Ab Wesenheit Rußlands im Gp,egelsaale von D e r- sajlle? war da? Menetekel d«S 29. Juni ,919i Noch ist kein Jahr vergangen, und England kriecht vor der Macht, die eS aus dem Völkerbünde, gleich im», oulgeitojen halte, die cS durch die erbarmungsloseste Blockade vernichten wollte, die es schtvor, nie als Staatengebilde anerkennen zu wollen, zu Kreuze: es«bittet Eoiojetrußland um Friede»»!— Das Blatt, in dem wrr biete Ausführungen finden, ist — ,n:- inoeltet feinen Witz— die„D e u t f ch« Z e i t u n g", bas Hailptorgan der Alldeutschen. Man sieht, daß eS g-ründ- lich umgelernt hak. Wie lange erst ist es her. daß dieselben Kreis«, deren Wortführer die„Deutsche ZeUung" ist, die Abenteuer der Baltikum?? mit Jubel begrüßt und ihimi alles Gute für den Kampf gegen den BoMewisiimS ge- wünscht haben? Waren nicht die„gekauften Krerrtinen Koltschak, Denikin. Ii« den stich ufw." die Nationaihelben glich »»fever Alldeutschen? Jetzt aber ruft die„Deutsche Zeitimg" wallen unfern Freunden zu. v o r a l l« m den B a l- tikumkämpfern. sowie nnsermderansietenden Mi�ari?. muS schrei', n. Das kann und wird ern«ste uvd tersläntize Mir,. ner. die to» wahre Wohl der«Staate» und BSite-. t»»u« baden. »ücht aiMte». dem» di»«-sah« P»iofengroß.- Der preußische Militarismus soll also in akter Horp I lichkcit wieder erstehen, das deutsche Volk in e'.ncn Knttz gegen Sowjetrußland hineingelietzt worden. Wenn mo» dies« Phantasien der Alldeutschen liest, so könnte man bc«- nahe annahmen, daß m ihren Reihen nicht eine Gnppo» sondern ein Wahnsinnsepidemie wütet. verlöngewnz der Meilszell im vergiim. Die Demonstration der Ministevmvsfen rn Essen-hat ihl Ziel erreicht: die Arbeitszeitverlängerung, auf die es van varnlzorein allein ankam, ist durchgtietzt wor- den, obwohl Vertrete? der Bergarbeiter dringeni, davor gewarnt haben, wie selbst aus den offiziösen Berichten zu. er- kennen war. Nachdem die Verhandlungen mit den Ml"'* stom beendet waren, sind Bc-ratungen in der„Arbeits- gemeinschast" gepflogen worden, um Form und Maß der „notwendigm Mehrarbeit" zu bestimmen. Dabei ist nach einer Meldung von Wolsfs Buvrau folgrmocs heraus- gekommon: Ei sollen wöchentlich zwei halbe Nebersckichfcn?<«- fahren werden. Als Entgelt hierfür erhält der Untcriaze- Arbeiter 100 Prozent, der Uebertage-Arteitcr 60 Prozent Zuschlag zu den besteheroden Löhnen. Außerdem wird dc» Berg- arbeitern, die die Ncberschichten leisten, eine Zulage an Lebcist- Mitteln gewährt. Sie erhalten pro Mann und Monat 12 Kste- gram« Brot und Vier Kilogramm Fet-t, und zwar zu den Prr» cu der rationierten Lebensmittel. Das Abkommen tritt am 23. binar in Kraft und gilt vorläufig auf die Dauer von drei Wccheu bis zum 14. März. In etwa 14 Tagen sollen neue Verhondlunge» über die Verlängerung de? Abkommens einsetzen. Die offiziöse Aenßerung fahrt dann fort: Diese Bereitwilligkeit, die Kohlcnproduktion durch LelstunZ von Uebcrstundcn zu steigern, haf den Bergarbeitern den Dank dcl ganzen Volkes gesichert. Ein Teil der mehr gesörderte» Kohle» wird zur Erfüllung unserer Derpflichtungen aus dem Fricdeus« vertrag benutzt werden. Ob die Bc-vLarbeiter so„bereitwillig" sein werben, wst ihre Lert-rotor in der„Al.beitsg«meinsckxist", ist mxh zi«.st'' selhaft. Einstweilen liegt nur eine MeKuing über eine Ver- trauens-niänuerlv'nforenz christlich organisierter Bergarbeiter d«es Bochumer»md Hattingcr Itevicrs vor, die boittlich die Besürchtiing erkennen laßt, baß bt „Neber-schichten" allmählich in eine Verlängerungdec Schichtzeit ausarten, während di« Verga-rbeiter nüitig eine Verkürzung der Schicht fordern. verdienen den Dank des Volkes, meint das offiziöse Bil-rceu. Allerdings— und sie erwarten, daß dieser Tank zmn A"�* druck koimnt, in dem die berufenen Vertreter„des ganM Volkes" dafür eintreten, daß imvev-nglich Mahnalimen griffen werden, um die Voraussetzungen für di« Seclss-* stlmdenschscht in schlcunigstent Tempo herzustellen. Ei«'"' weilen gechteht genau da? Ecgcntinl. � Tie Schwerindustrie wird mit diesem ersten Schr'" nicht lange zufrieden sein. Was den Bcrgardettern nach& vorstehen dürfte, zeigt folgend« Auslassung der„Post":- „Trotzdcm die schwere Arbeit der Untertogarbester auch te* un» gcwüvdigt wird, stnd wir der Ansicht, daß die Regierung W sehr schweren Bedingungen der Bergarbeiter hat fügen müssi» E» darf nicht vergessen werden, daß die Bergarbeiter heute stte» neben den hohen Löhnen freie Kohlenlicfrrungcn erhaltcit. Folge der immer kostspieliger werdenden Kohlenförderung natürlich in Fortschreiten der Teuerung in Dcutsckland. nnv t<" rnt: eine weitere Entwertung her Mark fein. De Regier«»� denkt wie gewöhnlich nur an die Schwierigkeiten dcK gegenwärtig Augenblick»." Die„Post" also dankt weiter und ihre Hinier-män"� werben nach Möglichkeit dafür sorgen, daß stch die RegteniM in Zukunft weniger schweren Bedingunaen der Vcrglcvlt wird fügen müssen. Die sittliche Sraf! der Agrarier. Auf einer Tagung der Deutschen Ka r t o f fe Iba»' Gesellschaft hielt DonrerStog vormittag Herr Dr Str»' in er au» Siettln einen Vortrag, worin er ausführte, d».' Deutschland vor einem Zusammenbruch der Kartoffelwirtsck«"'' stehe. Der Kartoffelanbau sei während des Krieiel außer' ordentlich zurückgegangen, ein weiterer Rückgang sei zultefürchte«1* Die deutsche Landwirtschast könne die Aufgabe, die Bevölkerung zu ernähren, nur da�nn erfüllen, wenn ihr genügend Dii>'< mittel zugeführt werden. Schuld an dem jetzigen Zustande sei � ZiviuigSwirtschast. die die Produktion zugrunde richte. Fetzt c««9' sich scheine man den Weg einer vernünftigen Preispolitik K schreiten zu wallen. Für das kommende Jahr ist d-r Mi-idestprcl' für den Zentner Kartoffeln auf 25 Mark festgesetzt. Der 9� net gab dann eine auSfuhrluhe Schildcrung von der Steigettt»� der Produktionskosten der Landwirtschaft und behauptete te"»- d"b gegenüber einer 10- bis SOfaeben Kostenstemerung die Vre'' für landwirtschaftliche Produkte sich nur um das Zwei- bis Drcst fache erhssht hoben. Der?tcdner richtete die Mahnung an � Landwirte, die Löhne nicht zu hoch werde« zu lassen, da die V'ltt' ivirtschaft das nicht vertragen könne. Der Lohn des Landarbeit' fei der Regulator für alle Löhne. Zu helfen fei d-m deutle» Kartoffelban� nur durch eine znrelchrnd« PretSbiNmng. Dc�» Landwirt müsse durch einen gewissen Gewinn anch der Anr-> zum Anbau gegeben werden. Fllr.fchw'ndelhatte Preise lehne Landwietschaft di« Verantwortting ab. Bei Aufbebung � ZlvangSwirt'chaft würden die Landwirte selbst die s i t t l i Kraft haben, an den Höchstpreisen festzuhalten. Dieser Wortführer der Agrarier will also, laß die Preise � landwsttschaftlichen Produkte sich auf da! zehn- bis zwanzigi�' der früheren Preite steigere, der Lohr, der Landorbeiter dag-�. soll keine angemessene Steigerung erfahren, fl« sollen auch kii«'� da» tiimOTcrsiche Dasein führen, an bat st- nnter der agrar«'��, Wirtschaft bisher gewöhnt waren. Wenn fick an diesem Bcisp� schon die.sittliche Kraft" der Agrarier, von der der Redner � sprachen hat, zeigt, so kann man sich vorstellen, wie sie i»'. AuZmerzung des Wuchers mit landwirtschaftlichen Produkt» wirken wird. Drohender Streik In Vitterf-ld. Tie A-beide rsrha st d«? W.", Werks Z s ck o r n e w i tz bei G o l p a. das zur Sirmnver� fgtng Berlin» beiträgt, befinde! sich in«n.r Lchnd Ivo»«»9- die Lohn forte vurgon abgelelmt wur�-n, drohen die Arbo-:«- dem AuSsiand. Um den Betrieb ausrechz-r-rhosten, wvrte ic f. die.D änische Rokhilfe" Berlin nvd L-alle ular�iert. Die Bcr.� t.. o-»«.----\ y».• i �.. v.* i-.|..j- k[j/ w ii u.»»— abzusehen uns bis Verhaadlunsen üb» di« Lohnforderungen teczusüh.e», keine Neuwahlen in Vrenhen! Vreutzische Landesversammlung. Crhohunz der Eilenbahntarife. �ur Beratung stand die GesetzeSvorlag«, welche ein« «-rhö�ung der Eijenbshnlarlfe siir Güter und Tiere um vorläufig log Prozent aS 1. März l02l) vorsieht und eine alsbaldige Er« der Perfonentarife in Aussicht stellt. Minister Leser begründet« die Borlage: Die Finanzentwick- 'llng in sc Ige de» Krieges zwingt zu der Erhöhung, deren ein- schneidende Wirkung der Regierung wohl bekannt ist. Roben den Löhnen und Gehältern sind di« Materialien geioaltig im Preise (Kliiegen. die die Eisenbahnen seht in grast«« Mengen brauck�n, twil die BetriobSeinrichtunaen während d«S Kriege» total her- untrrgewirtschastet worden find. Der zu«rnwrtcnde Fehlbetrag ton 6,7 Millia den darf nicht durch Anleihe gedeckt werden und «»ensowcnig durch Zuschüsse au» den St«uercinnahm«n. Die »isenbahn muh sich selbst erhallen. Do» kann nur durch Tariserhöhung geschehen. Daneben wird die Ersenbahn- berivaltung die Wirtschastlichkeit der Betriebe zu steigern bestrebt lein. Da» Jahr tV20 wird hofsenllich die Wiedergeburt de» Wirlsch)af!SlobenS bringen. Reumaun iEoz.): Wir stimmen im allgemeinen der Vorlage ?u, behalten un» jedoch für die AuDschnMieretung Bevbeflcrung»- °n rage vor. Wie der Minister de« Lakimotlvmangel durch Schlie- »ung der Werkstätten beheben will, ist nicht sehr rlnlruchtend. »ine bessere Organisation der Arbeit durch Schasfung von Weben- Werkstätten würde die Leistung steigern. Den Eisenbahnern die Stelen Diobstähle zuzuschreiben ist ein schwere» N n r«cht. um bei den Eisenbahnen Einnahmen und Ausgaben in Einklang bringen, wäre vielleicht rlnr sckjärfere Verteuerung der 2.»a» � Wagenklasie zu empschlen. . Kuhle(Dem.): Die Eisenbahnen sind ein warnende» Bei» wiel gegen allzu eifrige Sozialisicrung. Di« vorgeschlagene Er- Mung»st ein grobe« Mittel. Sie wird verhängniSboll auf die «Mschast wirken. Tie Wirtschaftlichkeit der Eisenbahnen würde Nk'loben werben können, wenn die schcmatische Durchführung de» Killlstundentogc» einer Nachprüfung unterzogen würde. Dr. Seelmanne Eisenbahner selbst fordern zum überwiegenden Teil die �dcrrmfghning der frühere» Zucht und Ordnung. Hier hätte bir Minister längst mit starker Hand eingreifen müssen. Nur unter Bedingung, daß un« hierfür Garantien geboten werden, wer- wir der Vorlage zustimmen. Paul Hosfmann(II. Soz.): Der Zweck der Schließung der Werkstäiten ist, die Arbeiter wuber völlig zu Helote« hrrabzndrückea und sie dem Akkord» l�ssem zu unterwerfe«. Die Arbcitervertrcter sind einstimmig 1** Ansicht gewesen, daß die Akkordarbeit ungeeignet für Elsen- �"brlricbe ist. Kennzcichnend für die RcchtSsozialisten ist. daß � di: auch von rechtSso-ialistischen Eisenbahnern beschlossenen cste hier mit keinem Worte erwähnen. Räch außen hin tu« torr m-if» mir» rfthifrt(«mS fiifr tliilttn fif hie brutalen 'lc wer wcib wie radikal und hier stnhe« sie die brutalen Mah- �bnien der Regierung. Un» find au» zahlreichen Orten Deutsch- »ndz derartige Protest« zugegang:«, denen wir un» voll und ganz "Wiefeen. . Ter merkwürdige Elsenbahnervertreter R i edek, der Demo- Jn', hat neulich den Eisenbahnern nachpekag«. sie seien faul, übten �ror. bedrohten Beamte mit GewalltZ'igkeiten usw. Sr führte "�sondere angebliche Vorfälle au» der Werkstatt Grunewald Seht km, da» Werkställenamt»»«drllcklich Riedel, vrhauvtun. "«>» Lügen bezeichnet....»...... dieser Mann führt also de« Rame»»Lügenrirdel mit Rech«. ... Wer den Willen bat. da» WirtschaflSlcbcn wieder«nifzu. �lcn. sollte den Wünsck?cn und Forderungen der Eisenbahner �ch»»ng tragen. Mit den«iiWSwvrdinra und grmrinea Mitteln c* Au»nahmrzustande« erreicht man da» Ge«catril. Präsident Lcinrrt: Der Rcgicrun« vorzuwerse«, sie arbeite nichtswürdigen und gemeinen Mitteln, entstmcht n« ch t der de« Hanse«. Ich muh Sie also bitten, sich zu mäßigen.� Abg Piu, Hofsmanue Vorlage ging an den S t a a t» ba u»he l t« a u»» "ll u ß. Dann ward die Auespruch« über d,e . � EllembelrSle '»Ng'sttzt.. .. Heller(So».): Die unteren Behörden sind e« gewesen, dt« ».s'fach mit Ablicht Verwirrung über die Wahlen hervorgenifrn. ?!« wollten diese Einrichtung unterminieren. Dort sollte der �kr�icht, minister einmal gründlich Rachschau halten. Wir .»"ickien.«m der groben Beunruhigung entgegenzuwirken, daß 1 Wahlen schnellsten« durchgeführt werden. Martha Arendsee Ol. Soz.): ...D)« Ankrüne envecklen den Anschein, al» sollte hier ein De- fcct E,,„nbeirStr vo' sich gehen Nach dem R tckznge bk.!»." i 1�» sind die Demokraten zwar umgefallen, aber e» »sw, ggn der ursprünglichen Verordnung wenig mehr beliehen. erk��blcn sollen dort unterbleiben, wo die» wünschenswert Cunl."'* Wer bestimmt hierüber? Und nach mechen . r cht»p„nkl,n soll entschieden werden? Gerade wo Minder- de» borhan'.en sind, ist di« Wahl von Elternbeiräten am �'wendsten geboten. E> ist absichtlich Verw-rrnna angerich'et M'N. um die Arbeiterschaft zu täuschen. Durch die Presse« lchnsstn c> un» leider unmöglich gemacht. Aufklärung zu dat. �»«"»minister sollte sich endlich darüber Aar werden. lTvi.H rtschm.r nur im Kampf geacn die Dunkelmänner er- 0i."'�n werden können und nicht durch ängstliche» Zurückweichen. »er* d'e Furch» tavor. dost ihnen ihr wichiige» Mack'tmitte a»S te4fJ!frh gerunaen wird, ist«e». au» der die Gegnerschaft der «öl* Parteien entiprmgt.. Sir*®5'1»rrtanflen, beb den Etternbeirätea viel weltergehenot be», i.�inikräumt werden, nnd dost üe ein organische« Gred>» Ük von Erzieh««,», i nd vildungSrätr« sind, wie wir Insbesondere sollten sofort auch in den Volk». P"*,,,"«chittrrräte gebildet werden, w'« sie on den höheren bere t» beliebe.' und die sich nach der AnSkunft der PhSi �Vertreter besten» bewährt haben. Eltern- und Cbg. in Verbindung mit Fachbeiräten, sollen Über den »>rr der Schule entscheidend bestimmen. b-f Sbntr ist n»i, iehe- ein Macht- nnd Herrsch�ftSmittel in d-r hrrr'chenden Klassen«rwerrn. Si« wird'»ren itgg.�'barzkler erst verlieren mit dem Aufhören de» Klassen- Wu.» Desha'b ist e* ein naiver röuschnng»versuch. zu de» � wie trüge» den politischen Meinungtkampf in 1* Schule. Der Kamps um die Schule ist ein politischer Kampf und wird al» solcher auch von ihnen geführt. Nur besteht der Unter- schied, daß wir offen unfern Standpunkt verfechten, während Sie sich unter der täuschenden MaSle angeblicher unpolitischer Listen Stimmen erschleichen Die Eltern beiräte sollen auch den Lehrern Schuh grzen TerroriZmuZ bieten, wie er vielfach gegen freidenkerische Lehrer geübt lvoiden ist. Und wir fordern, daß den El'ernbci raten da» Recht zustehen soll, dem Unterricht beizuwohnen. Lehrer, die«ich!» zu verbergen haben, werden stolz darauf sein, ihr Wirken offen � zu zeigen. Es find uns aber auch eine ganze Reihe von Fällen bekannt, wo eine Kontrolle crfcrbcrl'ch ist. Wenn auch di« Eltern- bei äte in ihrer sehigen Form unfern Wünschen nicht»oll ent- sprechen, so betrachten wir sie als den bescheidenen Anfang einer srriheitlichcn Entwicklung, die sich, allen Dunkelmännern zum Tr»h. durchsehen wird.(Stürmischer Beifall liniZ) Da namentliche Abstimmung beantragt ist, wirb di« Beschlußfassung erst heute erfolgen. Nach Erledigung einiger kleinerer Sachen wurde über die Verordnungen beraten, die im November lül3 die Auflösung de»«bgrordnetenhause» nnd dl« Vrseitigung de» Hmeuhause» versuztea. Nbg. Dr. Nosenseld(II. So,.): Es war gewiß eine dnirgende Notwendigkeit, daß mit der Ne» volutron da» D rai kla sse n pa rlament und da» Heercwhau» txr» schwanden. Aber auch die heulige„verfassungg'bende- Preußische LandeSvcrsammlung entspricht nicht mehr dem WillenSaubdruck des Vo'ke». Sie hatte die Ausgabe, de», praußisch-en Staate ein« Ver. fassnng zu(wtfi.ln. Aber obwohl die Werf»! vor mehr als einem Jahre slatdgcsuirdrn Hai. ist un» bis heute der Verfassungsentwurf noch nicht zugegangen. v. d. Osten(Tnatt.): Den letzten Ausführungen schließen wir "»» an, weickjen jedoch ab!« der Mein, mg über die Zweckmäßig- keit der Auflösung cd Abgco rd»c tonha u s« L inU) in der Beseitigung de» Her.ens,nl'eS. Abg. Gräfeg der Sozialistischen Studenten ist zu erwarten, daß sich deren zahlrc che Anhänger zu einer festen Organisation zusammenschließe», um. durch konsequent sozial st ische Arbeil die Universität auch von innen hcrau» zu de», zu machen, wozu sie destimml ist, zu einer watzren Boll». Hochschule! Scheibemann» Möbel haben dem PreußisEen Lanbwirtrchofts. mlnksteriiim Anlaß gegeben, sich von Herrn Kurt Heinig ein Gut. achten über die Angelegenheit ausstellen zu lassen. Wir erfahren daran«, daß die SinrichtungSgegenstände, die Herrn Scheidemann zur Verfügung gestellt»erden sollten, schon seit vielen Jahr- zehnsen an Ort nnd Gelle gestanden halten nnd alltnohlicheit Vernichtung durch das zwecklose Lagern entgegengegangen wäre». Ez sei notwendig, sie der ärmeren Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Der Landwirtschaftsminister soll in diesem Sinne bereit» verfügt haben.— Da Herr Scheit»nann neben seinrne sonstigen Einkommen al» Obcpbürgermcister von Kassel ein Ge» hak! von 36 000 MI. bezieht, so wird er sich wohl selbst kaum zu der ärmeren Bevölkerung rechnen und auf die Mij&el au» de« löuiglichen Schlössern verzichlen müssen. Der zweite Deutsche Sozialistentag ist vom LI. Februar auf den 7. und 8. März verschoben worden. Die Gründung der neuen Partei, die vom süddeutschen Dozialistcntag propeniert worden ist, soll au.f der Tagung in Berlin, der Delegierte au? ganz Deutsch» land und au» allen Parteien be wohnen werden, zur Entscheidung komme». Auch die Parteivorstände sämtlicher sozialistischen Par» tcien sollen ersticht werden, sich auf dem zweilcn Sozialistentaz vertreten zu lasson. um zur Gründung einer EinigungSpartei Siellung zu nehmen. Die Vierzehnerkomniisston legt darauf Wert, festzustellen, daß die desimlive Entscheidung über Gründung einer neuen Einigungspartei erst am 7. März fallen dürd», öelriebsräte. D e Wahlen. Betriebsräte, Arbeiter» und Angestellten-Ausschüsse! TaS Dvl-rirbSrätcveisctz ist mit sekrer DeroffontlichunF am 11, Febr«-« in Kruft getroten. Die Wahlen miige« bis Himl 23. März 1920 erfolgt srin. Die Frist von, Wdhl» ausschreiben bis zu-r Stinmvabgnbe muß 20 Tage betragen, so daß also dar Aushang des WahlanöichreibenS in doli Ao» trieben spätestens am 2. März erfolgen muß. Damit unsere Funktionäre mit d-e.n Beslimmttngen der Wahlordnuna vertrairt werden und die Vorarbeiten zur WM treffen können, erläutern wir im der.S palte B«. t r i e b S r ä t e abschnittsweise alle Fragen über den wahl� tcchnblelxm Vorgang. Wir ersuchen unsere Funktionär« diese Auszüge mif» zitbelvahren. Anfragen und Bestellungen vo« Referenten sind zu tichten anüieZentrale der Betriebsrat«(Groß- Berlin), Münz» stto ß e 24. Im übrigen gibt die in der Vnchhandlnng„Freiheit" erßl>!encne Erläuterung zum Gesetz von S. Auchäufer AuÄ» kunst über alle Fragen, die aus dem Gesetzestext«itstzehcn. Ertappte Heuchler. Wa» wir erwartet haben, ist pünktlich eingetroffen. Unsere Mitteilung in der gestrigen Movgennumnicr. daß sich die U.S. P.» Fraktion der Berliner GcwerkschaftSkommission entschlossen hat. bei den Wahlen der Betriebsräte ein« Liste der revolutionären sozia» listischcn BclriobSräte zu unterstützen, dient dem.vonvärt»- al» Anlaß, iwn uns und die betresfeuden GcwcrksckaftSgenossen der .ZersPlitterungSiakbik- zu zeihen. Der.Vorwärts" schreibt, daß.die Hoffnung, auch in Berlin den Wahlkampf durch die freiorgani- perlen Gewerkschaften i n geschlossener Front durch» zuführen", damit vergeblich geworden sei. Tann fährt da» ehrenwert« Organ für.geschlossene Fronten' fort: .Da infolge der zcrsplitter.iden Taktik der Unabhängig»« nicht daran zu denken ist. daß in Berlin durch die gewerischast» lichen Organisationen die Aufstellung der Kandidaten erfolgt, werden unsere Parteigenossen wahrscheinlich gezwungen sein, auch ihrerseit» mit eigenen Listen in den Wahlkampf einzu« treten und Kandidalen aufzustellen, die zwar acht die.revolutionäre" Phrase im Munde führen, dafür aber da» nötige Ter» sländni» für die Aufgaben drS Betriebsräte» haben und gewillt sind, in enger Fühlung mit den Geiverkschaften ihre verant- tvortungSvolle Tätigkeit auszuüben." Da» übersteigt nun doch alle» bisher dagewesen«. Aber wie wollen unS gar nicht entrüsten, sondern einfach folgendes fest» stellen. Bevor die U. S. P.«Fraktion der GewerkschaftSkommissio» ihren vom.Vorwärts" mit so wundervoll gemachter Entrüstung verabscheuten Beschluß gefaßt hat, lag bereits«in vom.Bezirks« verband Groß-Bcrlin(S. P.D.)" und vom.VollzugSrat der so- zialdcmokratischen Arbeiter- und Betriebsräte" unterzeichnetes Flugblatt vor, das den parteipolitischen Kampf um die Betriebsräte eröffnet. Ist der Kampf aber einmal auf das Poll» tische Gebiet geschoben, wie soll dann die.gcsch'ossene Fronl" erhalten bleiben? Di« logische Folge der Führung d-S Kampfe» unter parteipolitischer Parole muß die Aufstellung besonderer Parteilisten sein. Ist cS dann aber nicht ehrlicher, man gibt das von vornherein zu und stellt gleich Listen auf, die die ver» schieden«» im Proletariat— auch in den Gewerkschaften— vertretenen Auffassungen streng voneinander scheiden? Aber auch wir wissen, daß die Zersplitterung gerade bei dieser Wahl ein Nachteil ist. Darum haben wir schon gestern früh ge» schrieben, daß die Wahlbewegung bei aller Schärf« de» fachlichen Kampfes so geführt werden möchte, daß der Gegensatz Raum läßt für ein späteres fruchtbare» Arbeiten der Betriebsräte nach der Wahl. Wenn der.Vorwärts" jedoch so fortfährt, dann wird da» schwer sein. Auch das„Berkiner Tageblatt" beschäftigt sich mit«nsrrer Wahltaktik. ES gibt die Forderungen wieder, die wir an di« Kandidaten zu stellen gedenken und schreibt dazu: .Dieses unabhängige" Programm bedeutet den Versuchs entgegen dem Sinn und Zweck de» BelriebSrätegesetzeS die Betrieb« zum Tummelplatz politischer Klassenkämpfe z, machen." Wir brauchen wohl nach den obigen Darlegungen nicht darauf zu an:worten. DaS»Berliner Tageblatt" mag sich mit seine» Vorwürfen an seine rechtssozialistischen Bwckgenosscn wenden. lind wie ist eS mit der.revolutionären Phrase", von der der .Vorwärts" schreibt? Wir wiederholen nur da» Zitat au» dem S. P. D.» F l u g b t a t t, das wir schon gestern brachten: .Jetzt heißt e» Betriebsräte wählen, die in vollkommenstem Sinn« des Wor:«» revolutionäre SetricbSräte sind". Und noch manch« andere Phrase ist in dem Flugblatt enthohen. Die 5. Auslage Sc» Gesetz über Detrictsräte mit Vahlorönung unö Anhang preis 4.— Nlart Solang« loeden zur Fuosab» Suchhanüliing»Freiheit"» öreite Straße Tümr und »erjnlljansen. Volksbühne Thcafor am Ciilownial*. nuhr: OfpsiGdsEinfling. Opernhaus 7* Uhr N!. Sfnfonis-Sonzert, feenaussie�iisus Friedrich der Crofle (I Teilt Uhr: Der Krcnprlrs. Großes Schauspielhaus Lsantag. den 22. Februar, 2'/, Qußcr kboanemea« Orestie Regie: Ma» Nelnhardt AeepteeU«»> filerander ZNalsfl, Paul f artraatm, Onftaa Cornea, nuauite Püntä clg, kl!« Heim», Zesef � dilei», Zeitz RIchaeck, ZTiargaeethe Lhe stlaa», HeeaU\ pavlsen. Direkiinn:-»x i'.e.naanil OEühcii�s Tlicotsr Tt U,: O. Sccc nnc Scmaela ftMWMkZiele 8 Uhr: Der UllRICnSCh. Gi'Oilss Schauspieitiads Knrlp'fJißo »Uhr; Hamlet (H. Abtettiin:�. H. Abend.) büektioa Carl Hleiahaiu— iUd. Btraa««r Tlicalcr I. d, Föniggrüizer Strafte |g.U; hjciilogWetterst ein ?-r,j rSchloßWettersteln SnnniK.: Estland. U.»el:ichalt Naclun.; Erdgeist(M.OtskaJ KomOdtenhans «8 Uhr:„Sie'* Bsrllner Tlißnter Uhr: Oer Eelzle Pfälzer CTritxl M Ott» Siarm, Hans iras..iaana usw.) lM-Ml' Direktion- Viktor namowsky Fuiir: Pcsr Cynt Sonnaben'l und Sonnl.if 74 Uhr: Pyttmalioa. DatstlHiaL-tattr Allabendlich A Uhrr Cla(ilsitjuics von Arc!s (Konstant n. Servaet. Siralimann-Witt. VeiJt) Residenz-Tlicntßr CS adtba m Jannowitzbrßcke) TAslich V8 Uhr: Eiöei isilratt Bonnabend d Uhr kleine Preise: frax und Alorltz�. �own atr4U.: Dergmt�Rm Trianon-Tließler (Caltnhof FiledrlclistraCe) ä vm Sornnbend-t Uhr kleine Preise: Mänsel und(Jretel Sonnlair 4 Uhr:.lohennKiener C-ssno- Theater lolhr iu-er S r. ST. Täel.'/,S Uhr — Letzter Monatl— Sei- November aulaelülitl: sshüiepels Leno (er Sehiager aller Posse«. c m r bruar.?nes!M tk'eo I , Televlion:»ml Narben 1SÖ, lä39. 1BS7. 9V.1- Coutttre, beu 22. Fclirnar 1020, vormittags 10 UI0 Vranches-Vetamm!««!! 6et(TmaiEIicrcr und vsrwandl«« T.r:1'' Im.Srcebner«arten', Stcfflnet etrutt«a. SSe iSrtnnn� "■««Ae laaceaibnan«; L StcHnnanohn« jn p-rrtrhorun«. 2. iUfuisbn. 8. Brai>chnian.>rreBtUI.iue SttschiebrneS. » i■ Mitgliedsbuch legitimier» l Funlllovare! film Eonntag, brn 22. geSrnnr>020, bnrmittne.s 0'-0P w mh«ermania AeilsS.en, lifjaufic it.« sc>>o. pcmelnlairc Sljni D?c enve'k rü» Lrisverwliltmg mit den Ardnler- und Augestellleu-AvsschWev. TazrSo ibnnnq: Ssrttai: SiepoNtticheBeb-ntnnabes'Leiriei�rS ege!<8� R e f t r,« t: vr. Nur!(ycycr. FurcktieaSriar!««nS Or.inaisalwa'ai»weis leblllmlett. Tie OrtsverwaltnnA. üclitang! Zuteressen enelnichalt Rl dir Aosttcnöetet räch Lo:vjek-LoWl� WÄ grettag, brn 20 Februar li.20, abends 7 Ubr', Oeffcullltc versammlitn in kose«u echiveiserganrn. ttlnbeiistrntif. _«eieren»- Sr«olbichmibt.__ � Deutscher Mseuvnhi.er- Vervali» VrirT«"r.Hn.(Vihlti-IT««rnnnlanlb. Am Freitag, den 20. Februar.«dcndS 7 Uhr. w ha«S kyarwiteiwur.:, filasia.Usir he S L«ll8 ÄUiitglieder-Verfnmmlung. rageSardaunq: l SniAt fiter bie fiauges««bellt« Sethe nbtueje«. 2. 8er ajLbeiu». »ie ertsaertaflWgg Auf irbwalirsw' Achtung I OBERLEDER "Per Art, Jeden Po len Uouf» MÜNSTER, Nnunytvstrofkr: St. Kapier Pohl& Wher liachn. Bcriln C 19- SpiUelaarkt 4 7). Sp8Zlalt!ansf.Vsre!n!ii�'iirf Verlane»« Sie Preisliste N r. Ii« �K5sing Zinn SSmll-Wstalle! ir VeilagsgSROEssnsch-ifl„Fraiheil", BERLIN C 2 Abt. Ruchhandef. U reite StraBe 9-9 Das Gesetz über Betriebsräte •rllatert vea S. AufhSaser im! V/ohlordnung und Anhang Preis 4*— Marie Orcanlsstionen erhalten Rabatt 8. nd S. Aollsr« dareb Totmibcstellinee« eaken rercrlDt« Die 7. Aufläse erscheint am ML-wcch tJ£r.tßrgarten. Tiellch 7V Uhr Vcrte'�crstelliing LancHen cestatiet. Tb liier nm rcl'bnsir Ter Tel.: Moritaplaix MI5 14. ■Ta«!. 7» und Sonntag uacum. 3 Uhr: Eiits-Sünger 9 ehem. MI Irl. der Stel ir.tr tiaj.r, BliitSisen-'ji.-.rt Vur». Il-Ua. 4-eU. (SmsSmch !n.: o lv ei. 7'/. Uhr. Dai sr. Circus-Prosr.l j Gtsciiw. Clitüriat" CfaitsIliitMiler. Z örlinnls K; 3 int nc* i'.näct urraiten IPO.— M. Le'ohnuef erhalt, wer.Imal stel e*d die Manege umreitet. "owij die übrig. Nummer». Fäclcr Weidlich. Alle Forte ii kä'Jer Lciteiwegea. Kastenwagm, Runrew»««. Vi umicut u.»9 W4J. Z« beliehen durch lede Buchhaadlung oder d.rekt von der Buchhandlung MFrcihcltM BERLIN C 2. Breite Straße 8-9 Platsn Cio'd-, SiSber- ßMmiQ ZatiR�ehisse bauit sa ritus beben Preisee in un oren 6 Einaiiss'-Ellen Melell-Zeetra'e I. BranstnsiMl (am Koseatha e- Pleta) Z. FennstrsSe 48 «m Wcd.iintTPlaty 3. Baisseirt. 29 «a le der Turmstraße 4. Eüüniiolstr. 2 Ccke Sghöncbergcr Str. am Anhal»er Bahnhof 5. Neu ölln Kalser-Prlcdrlch-Str�29 fnahe fiermannolatzl. 6. U/elCenveg 72 am UaUenpiaiz. Alte Zalüigeblsso pro Zaha 13.—. 13.— Brennspltseni Kontakte« Tiegel usw. Goldbruch ♦ Si berbruch kaaft an hSchstaa Tagesprtiaca A. Unger Kupferleitünsen, Kabel. Litzen kauft Butzmano. 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UunSchst müssen die Lohnforderun«« durchgeführt werden, Äriif i1'1'"nn€n die anderen Fragen erledigt werden. Wenn man orw'i a"' dir Unternehmer verlangt, so wollen wir daran mit« � oe»en, dah �i? Produltion gesteigert wird. Keine Partei hat so j* doliiischen Interessen ihrer Mitglieder vertrei-en. wie d'r �"dwirte. IsirgendS kcinmt der agrar-egoistische Stand» runtl so kros, Auddruck. Wir haben aber auch Rücksicht »''i die städtischen Arbeiter zu nehmen. Hätten die ndurbeiter nur an sich gedacht, dann ha.tcn sie Jahredlöhn« von � M. fordern müssen. dl.« man sozialisieren will, so ist zu übcrlrgen. ob ?*«erhölinisse dazu reif ssnd. Die Sozialisierung kann nur wenn die kapitalistische Entwicklung in HSchster Blüte »»» kommeu in einem Staate, der nur»rm Namen den Bankerott noch nicht angenommen ha». Di« Plan- »ulschofj Wissels hat vieles für sich, und wir werden dazu fom» cn, die Planwirtschast durchzuführen. Kauisky müsse zu» »»>mmt werden, wenn er schreibt, bah an eine Sozialistcrung Landwirtschaft erst in leh'er Linie gedacht werden könne. ES ? d» untersuchen, ob die Landwirte in ihren Betrieben vollständig wirtsck�asten können. Individuell muh in der Landwirtschaft �wirtschaftet werden, e» ist sedech zu untersuchen, ob das nur ?AWche»gen mit den Arbeitgebern. Di« Arbeitgeber verlangen erst Wiederausnahm« der Arbeit und wären dann bereit, weiter zu vevhandcln. Von Arbeitnehmerscit« wurde darauf hingewiesen, daß, wenn sie Wiederaufnahm« der Arbeit wünschen, sie unbedingt bestimmte Zusaze machen müßten über die Höhe der Zulage, durch welche der Streik enistanden ist. Die Arbeitgeber lehnten die» ab, ebens» wie den Vorschlag, sich einem Schiedsspruch de» Schlichtung»- «uSschussc» zu fügen. Damit waren die Verhandlungen gescheilert. Die Situation ist wie folgt: Bei den Nichtorganisierten Ar« beitgebern wird gearbeitet, da diese dl« Forderungen bereit» be» willigt haken. Die organisierten Arbeitgeber versuchen die Schuld auf den verband der Schneider zu wälzen. Sie selbst vergessen aber, daß bei den letzten Verhandlungen ihre Vertreter e» waren. welch« erklärten, daß die Zugeständnisse, die sie gemacht, ih« Letzte» sei, über da» sie nicht hinausgehen könnten. Wir ersuchen die Genossen, deren Frauen oder Töchtek Damenwäsche anfertigen, dies« auf den Streik aufmerksam zu machen, um z» verhüten, daß ihr« Familienmitglieder Streik» brecherdienste leisten. Inkbesonderr ersuchen wir die Heimarbeitr» rimwn, sich der Bewegung anzuschließen, da der Kamps, welcher geführt wird, nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Heimarbeiterinnen gilt. Weite?« Auskunft erteilt da» Etseikhureau de» Perbande» der Schneider, Schneiderinnen und Waschearbeiter Deutschlands Filiale Berlin, im Restaurant von Poweleit, Iosthstr. 7, Dl« Anzessessten k» den Bntterzeschllften werben noch wltz Sang elenden Gehältern abgespeist. Verhandlungen über eine« neuen Tarif suchen die Unternehmer zu verzögern. Eine Ver« sommlung der Angestellten, die kürzlich stattfand, nahm mit Ent» rüstung von diesem Verhalten Kenntnis und erklärte, mit den Hungcrlöhnen nicht mehr anZkommen zu können. Sie sind nicht gewiill, zu solchen Schundlöhnen weiterhin zu arbeiten und wer» den die ibnen zu Gebote stehenden Mittel einschließlich der ge» wersschasilich-n Kampfmitt-l anwenden, nm sich menschen« würdigere Löhne zu erringen. Sie sehen nur im Zentralverband der Anoestellten ihre Inieressenverttetung und beauftragen diesen mit Führung ihre» gerechten Kampfe» für die Verbesserung ihrer Lohn, und Arbeitsverhältnisse. Sie seüen al» äußersten Termin den 28. Februar lißG Sollten die Arbeitaeber weiterbin auf ihrem Slandvunkt verharren und die Verhandlung« cht zugunsten der Angestellten dechleunigen. so übertragen st« dem Zentralvcrband der Angestellte» Vollmacht, all« weitere» Schritte einzuleiten. Die BorstandSwahkea der Tdpser. Au» der WaR de» vor, stände» usw sind folgende Kandidaten al» gewählt hervor» eregangen: 1. vorsitztnder: Max Kemnitz, 1. Kassierer: Karl Brück mann, 2. Vorsitzender, zugleich 2. Kassierer: Karl Mewe». 1. Schriftführer: Otto Hevn. 2 Schriftführer: Ecns» Müller: Beisitzer: RIcbartz Hagen. Willi Donner. Adolf Kaiser. Gustav Höseler: Revisor: Franz Segawe; Lohnkommisstcm: Maß Kemnitz, Karl Mewe», Cito Kronfeld, Richard Hagen, Ott» Henn, Karl Fcobberg. Pa"l Lemmhöfer, Ernst Grun,ke. Karl Liepe; ArboilSnacbweiS» Kurawrium: ordentlich« Mitgleder: Karl Brückmann. Otte Kronseld. Otto Hevn, Franz Segawe; Stcllvcrtrelcr: Karl Liepe, August Hinz, Fritz Merten, Ernst Müller. Graphlfche» Gewerbe! Jeden Sonnabend von<— st Uhr bek Baum, Stallschrciberstraß« 47: Block- Ausgabe. Block N r. 2 ist abzuholen. AN Jimmie higgins. � Roman von Npton Sinclair. dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühle». VI. «...Öinttnl« buchte sedrr neu, Schmerz noch Lrst??, ak« olle L�ffltOcinflenen. Er statte nie geahnt, daß Älimerzen so anhaiten, mit solch weißglichemder, verroh renber 'igyz—.>._________ an____ rc«__•.* v__ Ktzb brennet, können. Er knirschte mit den Zähnen, biß t'! die Zunge bin i ig. schlttg mit tem Kopf gegen den Stein. �"ven. 3{{jc8 firien Angenb-Islk Erleichterung, sogar eme Omni wäre ihm Erleichleriuig gewoson. damit«rmerz in seine» Schultern, Ell- und Gelenken vergessen sonnte. Doch gast e« keine vr'chlerung: sein Geist wurde durch die Untiefen ei-neS �?stNinst» gewirbelt. auS weiter Ferne, gleichsam v»n, Gip- ». eines hohen Bernes knm Perkins©tinune:„Gestehen J v, Di« Namen! Sonst lömion Sie die ganLe Nacht so Abringe» l" fj��Doch fom e» nicht dch»u? PerkinS war eS milde, ffirf Riiß zu ste?>en. oiiücröem wustte er. der Leutirant jn oben ungeduldig auf und ast, die Nnzichinglichkeit der m??äei versliÄivnd. Jimmle hörte die Stimme vom Berg- spieklyu: �Da» geht nickst, wir müssen ihn ein wonig � �ngen» Porkiu« entnahni seiner Tastkie einen Strick. das eine Ende im, IininsteS beide Dcnnnen. befestiiZte 2.' a�re an einem Erjeimng in der ffikrnd,— den ein Siii. des Zaren dort eingestlking?» hatte, damit dieser tei� de, Svckw der Temokrntie dienen könne. D»e Soldaten hoben Jimmi» o»f, bis leine k�iiste nicht i»a." Boden berührten, dann wurde der Strick ange- >uid Iimiuie hing mit den« gauzen Gewickst an semen "»en. die Ar.ne noch immer auf den Rücken gcfesselk. tg, �»n belästigte er seine Kersserm.ister nicht mehr, doch iL;? einen häszlickvn Anblick: mit verzerrtem, purpurrotem *""d der blutigen hcranShängeuden Zunge. Sie ss," o.. jh,, mit de», Gesicht geg-m die Wand: nun hörten flen r>"�hr Töne, aber auch die waren ircht gerade an- teil.* kchicr rbyihmi'ckx!? Irrereden, als käme es aus einer tz" Bienagcrie gefolterter Tiere. Minuten verstrichen. P.rkinS begann gereizt zu werden. Ii'" st fifric eS iwrig, er besäst gut: Nerven,»nd hatte itzv �'» srülieren Tagen viel niit Internatioimlislen zu dq,.�khabt: doch beunruhigte ihn der Gedanke an den Lcut- • außerdem stand{eine Neputatioa auf dem Spiel. Er stieß Iimmie und fragte:„Werden Sie gestehen?" Und da Iiiiimie sich immer nock» weigerte, bemerkte er:„Wir wollen's mit der Wasserkur versuchen. Connor. bringen Sie einige Krüge Wasser und einen mitteldicken Schlauch." „Ja. Herr"— entgegnete der Er-Einbreck>e? und ver liest die Zelle. PertiuS wandte sich wieder seinem Opfer zu.„Horm Sie, Sie junger Höllenhund, jetzt kommt etwas Neues, das Sie bestimmt klein kriegen wird. Ich war mit dem Heer in den Philippinen und dort hat dös Mittel immer gewirkt; ich habe noch keinen Menjchen gesehen, der e« a»«zuhalten vermocht hätte. Wir werden Sie mit Wasser ansiisicn. nach etlichen Stunden bekommen Sie dann eine neue Ladung, und so fort. Tag und Nacht, bis Sie nachgeben. llcberlcgcn Sie sich's mich und reden Sie. est ist leichter, da» Wasser hinein, als wieder hcrauSzubesommen. Iimmie prestte daS Gesicht an die Wand: die Schmerzen seiner gefolterten Daumen glich.m Messerstichen. Er vernahm die Drohungen, und seine ganze Seele jchrie nach Erlösung »m jeden Prei». Iimmie kämpfte einen Kanipf, den härtesten, den ein Mensch je zu bestehen hat.— den Kampf de» GewistenS gfiien die Schwäckx« de» Fleisck)eS. Verraten oder nicht ver- raten? Der arme gefolterte Leib schrie:„Sprich!" Da? Gewissen jedoch keuchte mit versagender Stimme immer wieder:„Nein! Nein!" Und diese Stimme dürft« keinen Augenblick verstummen, weil die Schlacht niemals vorüber, der Sieg niemals errungen war. Jeder Augenblick bedeutete neue Oual und daher neue Versuchung, da? Argument niustt« unentwegt wiederholt werden.„Weshalb darf ich nickt reden? Weil Kalenkiii mir vertraut hat, und Kalenkin ein Genosse ist. Vielleicht ist aber Kalenkin gar nickst mehr hier; vielleicht ist er an seinem Husten gestorben, oder er hat von weiner Verhastung gehört und ist geflohen. Li.st- leicht würden sie Kalenkin gar nicht foltern, weil er ja kein Soldat ist: sie würden ihn bloß einsperren, andere konnten leine Arbeiten fortsetzen. Dielleicht.. So ging cS fort; dt: schwache, versagende Stimme jedoch flüstert« Iimmie HiggiuZ zu: „Du bist die Nevolution! Tu bist die um ihr Leben ringende sozigle Gekeckst'gkeit der Welt. Du bist die Mensch- heit. deren Antlitz dem Lichte zugewandt ist, die über daß alte Entsetzen hinweg ngch dem neuen Ziel strebt. Du bist IesnS gin Kreuz, wenn du versagst, stürzt die Welt in die Nacht zurück, riel'elckt für ewig« Zeiten. Du mußt ans- harren! Tu miistt das erlragcnl Und diescS und jene«! Tu nius'.t alles ertragen, immer, solange«» not tut! Du darlst nicht nachgeben l"." i VN. Connor kam mit Wasserkriigen und einem Schlauch zw ruck.- Iimmie wurde losgebunden— o, köstlickfcr Augenblick de? Erleichterung für seine Daumenl— und die ge- sckstvollenen. schmerzenden Hände noch wimer auf dem Nüaen gefestett, auf den Boden gelegt. Grady setzt« sich ihm auf die liste. Connor auf die Brust. PerkinS stich ihm den Schlauch in den Müntz und beaann Wasser hineinzuqiesscn. Natürlich mnstte Iiurmie Mucken, im, nicht zu ersticken; HM» war er mit Wasser angefüllt w6> nun erlitt Iimmie Quälen, wie er ste noch nie empsmilden hatte. Sie Aickien dm Schmerzen nach der Cwcrolkm, waren aber noch viel änger. Er schuoll an wie ein Balten, sein Bauch tzrvhte zu bersten, sein ganzer Le'S»war ein einziger Sck�nerz. BiS- weilen setzte sich ichm Connor scister auf den Bauch, damit da» Wasser sich verteile. Iiimn!« venmockite nicht zu schreien, fein Gesicht färbte sich blau, die Mern an den SckMson nutz im Nacken spmngen Henwr. er rkchelte nach Lesst. und aber- tautsende von scharfen Messern schienen Kxi zu durch>chren. Jinmiie lsatte oft mit internattenalistiischen Freimden von der„Wasserkur", dieser in kleinen Städten und Dör> fern bei der Poftgoi bissielbten Merode, geüp rochen; si« ist einfach, billig ,md reiiÄich. läßt am KSnrer de? Opfer» kein» Dsuten und Wunden znriick, die diese» bei Gericht vorweisen kvimtr, verschliestt ichm den Wund, so daß kein« Schreie an» dem Zellenfenster dringen. Der wild« Bill hatte diese Wasserkur e'nmal. der Erdbeeren- Cnrrvn e wiche Mal« dnrck'gemacht.„Doch ach."— backte Jninnie—„e» kann nickt ganz so acrresen sein, wir bei mir— solche O nassen hat noch kein Stechlicher erbn.det!" Der arme Ihnmi« war in der Geschichte recht nnberandert. er wustte nicht, drist eS keine Quoten gfot. die Menschen nicht vcm anderen Menschen satten erdulden müssen—- wer- den ertzuSden nniissen, solange im Gesetz da» Wort..Privite» giert" vevnnr'kt stsht, und die Privilegierten WS Gesetz zu urtheVlgen Werken erniedrigen können. In Jimmi« Higgin» Seele tobte weiter � der«roW«, cfm'rpc Kampf. Er tivac ein arnrsessfger, Keiner xoidfifH'fchct Maschinist mit Meckiten Zähnen imd schvieiigen Länden; ihm waren erhaben«, begeisternde Taten verwvbrt. n selbst all« Würde mangelt« Lm,— dock ist eS schver. Würde zu bemaidren. wenn mmi am Baden siegt, zahitto'se Liter Wasser im Bauch, einen Mann aus den Fristen, einen aus dein Leib sitzen hat, svälirend ein dritter durch den Sckssmich noch mehr Wasser Kiestt. Iimmie vermochte bloß in seiner Seele den sriichlibären Kampf zu bestehen, sich nickN besiegen zu lassen.„Heden Sie ein Knie, wenn Sic gestehen nwilleu" — sagte Perfinl und von Zeit'zn Zeit evlrob sich Grady. i»m IiMlmie tzieß zu ennvglilhen— doch hod Iimmie sein Kni« nicht'-' Qortjttzim» falgt.�, Groß-Serlin. ............................................ � 7. der Staölverordnelenversammlung. � D!« Vorlage, welche für di« städtischen Arbeiter, Hilsskräste fcud Werlangestellten die Lewtlliznng einer lausenden teuerun,»- Zulage iin Gesanitbeirage von 4(5,5 Mi�ianen Mark verlangt, rief eine teilweise recht stürmische Debatte hervor, wobei Pastcr Koch wieder auZgiebig für den heiteren T''l die Kosten bestritt. Mit einem wahrhaft urkomische,. Stimmenaufwand posaunte er her- -'r «hie gleich im Lokal die Hände auf dem Rücken zusammen, wäh» rend der andere ihm die wertvcllen Ring« mit Gewalt von den Fingern zog und«ne klein« Pistole aus der Tasche nahm. Mir dieser Pistole wurde Otto erschossen. In einem anderen Lokal stahlen sie einem Gaste eine sehr wertvoll« goiSen: Zigarett«»- dose. Viele Fälle dieser Avt klärt die Krii»inalpol!..ei neben dem Raubmord cm Otto jetzt auf. Bestohlen« und Beraubte, bi« sich bisher wohl gescheut haben, Anzeige zu machen, werden dringend und nnter Zusicherung der LcrschloiegenhMt ersticht, sich bei de» Kriminalkommissaren Gennat und Trettin im Zimmer>52, de» Berliner Pol-izeipräfidiumS sHouSmmif 43G) zu melden. Da» gilt zugleich auch für die Kutscher, die in der verhäng. nisvollen Nacht zum 11. d. M». Otto mit seinem Be- gle-iter Gadow und in einer mideren Droschke Raschle gefahren haben. Die Drofchkcn sind in der Zeit von 2- 8Vj Uhr an bei Ecke der Friedrich, und Mohrenstraße genommen worden und nach der Ecke der Dudapester und Lennestras� gefahren. Der Kutscher, der den einzelnen Fahrgaü, Raschle, hatte, erhielt den Auftrag, der ersten Drosch'« mit den beiden Fahrgästen unauffällig zu soliden. Raschle gab beim AuSste gen dem Kutscher statt 10 nur 5 M. Der Kutscher wird sich dessen sicher noch erinnern. Ihm und auch dem anderen wird«ine entsprechende Belohnung zu- gesichert. Raschle behauptet immer noch, daß er an dem Ver- brechen im Tiergarten nicht beteiligt sei. Es ist ihm aber nach- gewiesen, daß er planmäßig die Bekanntschaft von wohlhabenden Herren gesucht und gemacht hat, um sie zu berauben. Unter dem Namen Fred Thom» wurde er al» feingekleideter Herr Mit- gl«d de» verein» für Halbblv'zucht. So ritt er auch im Tatter- lall in de? Luitenstraße und auf der Bahn im Tiergarten. Di« Bekanntschaft Otto» machten Godow und Nasch?« entweder schon vorher»der spätesten» aus dem Turnier im Tatlersall. da» am 10. Januar statdsond. Otto war auch Rennstallbefitzer. Auf dem Turnier Hab«, Godow und Raschke ttxrhrscheintich gehört, daß er nach Berlin«zekommen war, um Pferde einzukaufen. Entweder haben sie sich nun in der Nacht zum 11. ans Verabredung wieder ge» troffen, oder die Verbrecher haben den Rittergutsbesitzer nicht mehr au» den Augen gelassen, um ihn zur Nachtzeit bestimmt zu treffen. Al» der.Chausfeurmartin" in dem Nachtlokal Stolzen- fel» in der Mohrenstraß« merkte, daß Otto für die weitere„Tour" (ich nicht ihm, sondern nur dem.BoxerhanS" anschließen wollte. steckt« er diesem rasch die Pistole zu. Im Einverständnis mit Godow foigt« er dann in der Droschke und später zn Fuß den beiden, ohne daß der Rittergutsbesitzer etwas BöseS ahnte. Nach- weislich hat Raschke später auch davon gesprochen, er habe im Tiergarten Schüsse fallen hören und in der Gegend einen Mann liegen sehen, der noch geröchelt habe. Nach alledem hat er ohne Zweifel an dem verbrechen teilgenommen, zum mindesten an der Beraubung de» Opfer». s. tebeusmttleltalender. Frledrichosew«. Tter zum Preise von 1.70 PI. pno Stück werden In de«««»»indevoibaitfostellen aus»bschnitl A. MitwlftiZ» der 1-Ltt«r» Pollmilch-ginderdart» ouegegeben. und zwar 1 Ei pro Abschnitt. Am Freitag 250®t. Reis«ms B(S) Ii. auf v(S) tZ: 1K»«r. verstenstock«»,»roupen, Haferflocken, iludaln»der aweribo- Nische»»ogoenmehl.— Die Auagab, der Itährmilteldorten für dl, JfeU »am 28. Zedruor bi» 28. Mär, für Kinde: bi» ,a Z Jahren und für Krlegsbeschilbhzk« stndek tm Moirkag. 23. h. M, So« t Uhr vorm. dff 2 Uhr nach in. statt._ Aus den Orgamsalignen. Snhänz«« de» U. S. P. D. von Ober» und AielxrschZnewcld«, Iohann-sthal, Karlshorst und Baumschulenweg, deren Kinder da» Realgymnasium in OberschSnsweid« besuchen, lressen sich heule abend 7 Uhr b«i Imberg, Withrlminenhosstc.(M, ju«inte wichtigen S»* sprechung über Elle.nbeirät«. Achtung! ZeltuiizsIlvmNiissionrnt Freitag nachmittag S Nht Sitzung der Obleute der Zei.ungskommifsionin der.Freiheit" i» d«r Arbeiterbildungsschule, Schicklerstr. S. <> Dlsiribt. Sonntag v»imillag'A10 Uhr Debel-Sedcichtnislsisr i# der Urania, Wrangelstr. 10/11. Esdächtnisved«: Dr. Rudols V.ei fched. Rezilationeni Juliu» Hardt. Chorgesang: Kreuzdeiger Haimo»!«- Bille!» b. SO Ps. sind noch beim Senosseu Philipp, Wiangestr. 12, Z» haben. 10. Distrikt. Freitag Mitgliederversammlmig bei Büttner, Echwsdter Straße 23. Referent: Den. Ledebour.— Montag abend 7 Uhr Frauenversammlung in der Realschule Weitzenburg«r Ciratze 4- Vortrag der Denossin Bcendel über:.Dappelt« Moral." 11. Distrikt. 8. Abteilung. Fre. ag TA Uhr Extrazahlabend ivr Hamburger Hof. Dortrag de» Venossen Schneider. 12. Distrikt, 8. Abteilung. Cl»«rnb«irat»wahlen de« 215. Mädchenschule. Sonnabend abend 8 Uh: Dahlerversammlung b«t Paetzold, Dunckerstr. 82. 12. Distrlkt, 8. Abteilung. Tlt«rnb«Irat»>vahle». 283. Mädchenschicl«. Freilag, 20. Februar, abend» TA Uhr, Wühler« Versammlung bei Klug, Danziger Stiatze 71. Charlottenburg. 8. Gruppe. Freilog abend 7 Uhr Mitgttederver« sammlung in der Aula der Wiebeschule. Charlottenburg. Sonntag, den 22. Februar, vormittag, 10 Uhr, Bebel-Feier im volkehau». Festrede: Dr. Mose». Milwi kende: <Äesang»chor, Aisred Beyerl«; Rezitation«oolutionärer Dichtungen« Eintritt frei. Schöneberg. vlldungskommlssion. Sonntag abend 7 Uhr findet I« der Chamissoschule, varbarossaptatz, unser« Bebel-Sedäch nieseier statt.— Montag abend 7 Uhr Sitzung bei Klolh, Kolonnenltr. 28. wllmersbors-Halens««. Heut«, Freitag, abend T'A Uhr in der Epedilian bringend« erweiterte Dorstandesitzung. Sämtlich« Kam« Missionen müssen vertieten sein. Aibeilseinteilung zu den Cltei»' beiratswohlen.— vildung»au»schutz. Eonnlog. 22. Februar, abend» 7 Uhr, Debel-Feier in der Diktoria-Luise-Schule. Mit« wirkeich«!: Berliner Schuberlchor. Gen. Dr. Lreilschcib, Cd. v. Dinier- stein. ReukZlln. Zu der am Sonntag. 22. Februar, mittag, im Grohe« Schauspielhini» unter Mitwirkung von Alerander Moissi und Till» Durieuz stattfindenven B«b«l-Ftt»r sind Karten ü 1.S0 M. M Bureau, Äeckarstr. 3, zu haben. AeukSlln. vdleu!« oller Schulen heut« adenb 7 Uhr bei Mattausch, Kaiser-Frivdrich-, Ecke Cldestratze.— 18. B e z i r k. Sonnabend abrn» 7 Uhr vezirksnersammlung bei Dols, Prinz-Handjery-Stratze 60. Dar- trog:»Da» Betrieb»™ logesetz."— Politisch» Kommission« Sonnabend 7 Uh? im Partechuwcm. Adlerehos. Sonnabend abend 5 Uhr Flugblalwerbreitung von d-n Zahlobendlahalen au». Di« vezirkeführer holen die FlugdlätUr a* Freitag abend von 8 Ukr ab vom Den. Becker, VIemarckstr. Ol.— D>» Parteigenossen treffen sich am Sonntag mittag 12 Uhr im Lokal von Ziog«. Sedanstrotz«, zur Wahlarbeit sür di» Wahlen zu den Eiter»- beträten. Verelnskalender. ««rb«nb sozlaNsslfcher Lehrer und Lehrerl nen, Vriogrnpp« Droht Berlin. Sonnabend abend 8 Uhr Versammlung tm verlin«: Rathau» Zimmer 100. T.-O.: 1. veschästliche». 2. Zerstörung der Staatsschul«- Gen. Molpricht. Gäste willkommen. Deutscher Ciseubahner-Derborid. Sonnlag vormittag 3 Uhr sind«' Im Rsstaurant.Reue Well". Hosenheid«, di« autzerordentlich« General- Versammlung der Zweigstelle Grotz-Beilin de» Deutschen Eisenbahn««' Perbond«, statt. Z«ntral»«rbaich de« Maschinisten und Heizer. Bestrk I e 9< 1 Sonntag vormittag 0 Uhr Bezirkeverfammlung im.Lindeugarte»« Berliner El rohe KS. Postboten, Poflbotencnnvkrtrr, fugenbNch« DelegrommbesteU-r, Pest »rbeiter. Poflhelfer und-helserlnnrn sowie Reinmachefrauen vi* gesamten Oberpostdlrektlonsbezirk Groß.Berlst,. Sonntag nachmilt»« 1 Uhr tm Dewerkschaftohau», Engeluser 15 fgrotzer Saalj. Derfammlun?« Arbelter-Samorlter-Bund. Kolonne Grotz-Berlin, BeZ>l» Lichtenberg. Donnerstag, 20. Februar, Boziiksorrsammlung b«> Piekenhogrn, Echarnweberstr. 00. Duruvereln Ficht«. III. Männer». Lehrling»- und Knaben-Abt«� lung turnen nach wi« vor Montag» und Ionn«r»tag» von 0—10 Uff Gräfestr. 88/88. Wilmereborf-Schmargendarf. DI« Schüler-Abteilungen der A o r d' gruppe vom«. Bezirk im 1. Krel» de»« beiter-Turn- und Sp«� Bunde» haben am Sonntag, den 22. d. M.. vorm. 9 Uhr. in der Tu� hall, der Odervealschul» am Hindenburgpark. unwel« Wilh-lmsau» ein Hallen-Weit-Durnen.— Rachmitlag». um» Uhr beginne»� finde» In der Aula daselbst zum Besten de« Spielplane» d«r„Frei«» Turnerfchast"«in Run st abend statt. Nvs den Kinos. Da» Humbolbt-Dheater, vadstr. Ig. da» grStzt« Cichssplel'hev"* be» Sorben», bringt heut« zur Erstaufführung den fozialpolUischZ Film.Di« Nackten" von Marlin verger. Der A»ijass-r ist perjönlch anwesend. verantwortlich sür die Redaktion: Alfred Wielepp, Reuköll� B»rlag»e»noss-a>chast„Freiheit".». G n>. b. H.. Berlin.- Druck Liubendruckerei und verlogegesellschast m. b. H� CchissbauerdomM iicl'i'tiCjtC' iffetj/ ö-tf bivixt ttte faktyiCiT/ C�yibci�cyi ctch• va Aebtund Kapier... M. 2h— Messini..» Ii- Biel.... a— Zinlr.... C,7S MW. It.llf» Hin kaufsburean O 31. Gnb.ner Str. 23, Alex. ISMO Metal lelnkau'f O 112, l'ettcnkoler- Hr. 29. KAnitsirl-. 8'ftT CM- n. 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