■"SS ■�XOClÜMt » 7 llhi. abend« UTVg kal bet DOS fittTWÄ imen i« B pe» ng ia !8.?«« unser» oiet nieren. stisch«» ch di« sich in ieuiiölln. ruck der »INN! l9' �lnzelpreis 20 P'ennkg- z.?«hrxang Mittwoch, den 25. Zebruar 1220 Nr. 52/ k 20, Morgenausgabe "steint niorae�L und nachmittags, an 5onnw und Festtagen nur morgen» e?. tncgsprei» beträgt b«, reier Zustellung ins Vau» für<�roß»Vertin 4.S0 M. � IWftfift Po|tfc(jua Tnonrttl K N7 y»i X|< s f*« HWWWHWWW. bei 5.|5 Hl« bei Zustellung unter Streifband für Deutschland M« für» Ausland 8.— HT« per Brief 13._ M. »nd �rvodlrio»: Berlin RW.«. Tchiffdanerdamm IS Ii». I'rrchew Am, Norden'�«SS und 28!»«. pr Inserate tasten die achtgespalt. NonpareMe�eile od. deren Raum einschl. Teuerungszuschlaa &20 IHf., da» fettgedruckte wart V1?� jedes weitere IDort 85 Pf« Fanulien-»n« Grgctnisationsan�eigen die achtgespaltene Nonpareillezeile 2.»0 XITL, das fettgedruckte XPort 75 pr., jedes weitere lvärt 45 Pf. Inserate für den darauf olaenden Tag müsien spätesten» bis 5 Uhr nachmittags" in der Expedition aargec.eben sein. � J«seraie»-Nbteilung: BerZin NW. 0, �chiffbauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Nordel» 2895 LS, 97SS Berliner-Organ Erzbergers Endel Ii« M«»e E»ptti» »la»iaM . OÄltj-l-«' alN n. Rebf»f/ Pthrri'1/ leistet ioli �>' De Ii. Tt . di'/fl>!> Sin Gruß nach Siratzburg. Heute begmnt in Sdraßburg ier Parteitag der franzS» � l Sozioiliften. Unsere Genossen sind über den Vcr- -. erhaben, daß sie sich bei der W-chl ihres KongretzorteS Mnbtvie durch chauvinistische Erwögungen hatten be- WiRrton hassen. Sie gehen nach Strasburg nicht, um den der Waffen der Allitierten zu feiern, sondern sie wollen g?1 Sozraiisten in den wredereroberten Provinzen eine N�üng erweisen und ihnen gleichzeitig eine Nucken- l�'ung gewähren. Die Sazialdemobratie hat in Elsaß Lothnmgen bei den jüngsten Wahlen zur französischen �butiertenkanmver nicht gut abgeschnitten. Es ist ihr � gebimgen, mit ihren 113 608 Stimmen auch nur einen >�igen(ihrer Kandööciten ins Parlament zu senden, sie dem nationalistisch-klevikalen Block. Die Gesamt- }?rki fonrmt jetzt m ihr, unr.ihr zu sagen, daß sie keinen ."«ß zum Verzagen hat, und um sie durch den Hinweis don Aufschwung, den der Soziallis-mus in Frankreich im "�weinen genouimen bat, z», erniuntern. Zwar hat die ..*'ion im Parlament einen nicht limbeträa>tlichen Nück- ij�g erfahren. Aber die Wöhle nnassen sind von 1.4 Mil- .'°«vn auf 1,7 Millionen angewachsen, inrt» das neue, auf �Vorteil der bürgerlichen Parteien zugeschnittene Wahl- 3* trägt im Bunde mit einer niederträchtigen Wahlkreis- CTrttic die Huulptschiuild an der Niederlage. Gin besserer fechomcffcr als die Sitze in der Kammer sind sedensalls die .'tgli?dorzahlen. und di« haben seit dem.Krieg« einen » forden! lichon Aufschwung genonmien. Sie betrugen '��des letzten Jahres 133 327. ziffernmäßige Stärkung der Orgo- Stationen ist das eine Kennzeichen der Entwicklung Ij'ranzösifthen Partei. Das andere ist ihre N a d i kq l i- f. Illing. Sie begann in den letzten Jahren des Krieges w�.dem wachsenden Widersland gegen die opportunistische ,'.'tik Ncnanbcls und sainer Freunde, und sie trat nach öden deutlich erkenribar in die Erscheinung, als die alte, �.»�riegSpolitik der Negiernng unterstützende Mehrheit «i' bvn der kiitisck)en Opposition unter der Führung deS chuossen L o n g u e t abgelöst wurde. Renuindel mußte Chesredakton des Zentralorgans, der„Hlvinanito�, b�s��fegen, nnd an seine Stelle trat Marcel Eachin. Die �''�>ge Minderheit übernahm die Führung der Partei. sil v?n WahlfÄldzug ging man mit einem sehr radikalen -Äbnim, U'iib wenn wir von den durch die besonderen vsii r �"isse Frankreichs natürlich gegebenen Abweichungen � so dürfen wir mit Genugtuung sestfbellen, daß sich sraiizösischcn Genossen in ihrer großen Mehrheit im , wnrcinen auf der Linie halten, aus der sich die Unab- "lüge Sozialdemokratie Deutschlands bewegt. v»« hüben deshalb ganz besonderen Grund, über die �der nocl) voischlossene Grenze nach Straßburg hin llec zu senden und dem Parteitag mit unseren jf'.'chften Wünsche,, jU begleiten. Wir, die wir stolz r find, in Krieg und Nevolution unser soziaUstischcs beivahrt zu haben, fühlen uns denen ganz bo- nahe, die nach all dem Entsetzlichen der letzton touHL �cn W�g des revolutionären Proletariats wieder- *i 1 n �ben, rücksichtslos auf ihm vorwärts, narWoron der Situation dieselben Schlußfolgerungen ziehen, L,®*""«« wir in bezug auf die internationale Ar- �rvsvegung gelangt sind. ön ihrer großen Mehrheit sind die Franzosen ent- »u»' zweiten Internationale tay", �>> s ch e i d e n. Sie erkennen wi« wir, daß»ür eine ��ct'wnäre und MssonMmipferische Partei in ihr kein «Iie ist. Nur die Gruppe Renaubel will in dem �-.�.��rbande verbleiben, aber auch ihr« Versicherungen. kp» o dort, zusammen mit den Belgiern, über die beut. Rechtssozialisten zu Gericht sitzen wollen, wird in «ßburg wenig Eindruck machen. Schließlich ist ja auch � audel kaum berufen, den Richter über Herrn Scheide- iijj n Und seine Partei zu spielen. Wir wollen ihn beileibe ipT* Mit Scheidemann oder gar mit Noske in eine V«'- vom Aml suspendiert. Amtlich wird folgende Meldung verbreickotr «ach Bekanntgabe der gestohlenen Stenerakten de» Ncrchisinanzminister» Erzberger in der Presse hat dieser nn. verzüglich beim Finanzamt Charlottenburg eine Nntersnchung gegen sich veranlaßt«nd damit seinerseits ans jede materielle Erwiderung in der Presse verzichtet, die der Untersuchung vor- »reife» konnte. Gleichzeitig hat er den Herr« Reichspräsidenten gebeten, ihn bis zum Abschluß dieser Untersuchung von der Wahr» achmung seiner Dienstgeschüfte zu entbinde«, damit auch nicht der Schein eines Druckes aus die Untersuchuagea de» Finanz. amtrS fallen möge. De, Herr Reichspräsident hat dem Ersuchen de» Herrn FInanzminifterS nunmehr entsprochen«nd angeordnet, die Unter» suchung mit tnnlichster Beschleunigung durchzuführen und ihm sofort Bericht über daS Ergebnis z« erstatten. Mit der Sttll- vertrewng des Minister» ist der Staatssekretär MoeSle beauftragt. Am Gotmtog e rWärte das Finanzministeviium in einer Notzig. für die, wie man(«ästttiglich eofulhr, cur Herr®r.v beiger hie DemnAvorbung taug, haß der Herr Relchs- finanzmrn'ister eS mit Fug und Recht ablehnen dürfe, sich über seine privaten EinkiomimenverhMnisse und seine steuer» sichm Angälegenhsiten in der Osffenitiichkeit mit seinen Gsg- nern auscimurdsrzusetzen. Das Qv-n� ichr patzig und sehr stc% konnte dber den ungünstigen Eindruck, den die„Eni- hüllungen" der deutzschimdionalen Presse gemacht hatten, nicht vettvischen. Man sagte sich, daß Herr Erzchevger, der sich doch sonst keinescvegs vor cssenttichen Auseinandersetzungen zu scheuen pflegt, die Behauptiungen seiner Geg- ner svisort en Kräften wüvde, wenn er dazu in'der Loge wäre. Nim wird die vom Reichspräsidenten angeordnete Un- tersluchung ja die nötige Ktavheit bricngen. Und wenn sie die Angaben der„Post"-ilNd der„Hanmunger Nachrichten" auch nur zum Teil bestätigt, dann ist der Lielgcwandte er- ledigt. Die Regierung könnte nicht wagen, eine derart kompronrittierte Pevjvn'IiclÄeit länger im Amte zu halten. Dazu kommen noch die Ergebnisse des Hellfserich-Pro- zeffes. Ein olbschließenbes Urteil über sie soll heute noch n'ickzt gesSAt werden aber soviel sieht doch schon fest, daß der Kläger aus diesem Prozeß nicht äls der morälische Sieger hervovgchen wird. Wenn auch die Berguickung von PoK- ti? imd Geschäft sicher kein Vergehen ist, dessen sich von allen dürgeriichen Pavlamentaviern nnrr dieser Nerikr'le Ab- geordnete und Mnisier schuldig gemacht hat, so sind seine offenkundigen Sündeufälle doch zu zaHlreich und zu beiden?- sich, als daß er noch weiter an leitender und sichNarer Stelle in einer Regierung bleiben könnte, die noch eia wenig Wert aus ihren guten Ruf und ihr Ansehen legt. Es darf also wohl angenommen werden, daß Herr Erzbergat auf seinen Posten nicht zurückkehrt. Herrn Helfferich und seinen Freunden auf der Rechten ist der Streich gelungen, nnd sie köchren sich schmeiä)eln, nicht nu-r den ihnen der- haßten Zcwihtmsnratm, sondern auch dem ganzen Kabineft einen heftigen Stoß versetzt zu haben. Muß Erzbsrger als ein Unsauberer weichen, so ist die ganze Regierung in Mit- leidenschost gezogen. Außerdem aber war der Reichsfinanz- ininifter der stärkste Träger des Koalitionsge- danke ns in der Zentrumspcntei, und die Möglichkeit einer politischen Neuorientierung dieser Gruppe, spätestens nach den Wahlen, rückt in größere Nähe. Wir haben nicht allzu viel Sympathie für Erzberger, und wir empfinden nicht die geringste Trauer über die Stfyviersg ketten, in die das Ministerium Bauer gerät. Aber eine restlose Genugtuung über die Entwicklung der Affäre können wir auch nicht empfinden. Wir gäirnen den Ratio» -nalrsten«ih-ven Erfolg besonders deshalb nicht, weil die Be- weggründe ihres Handelns ebenso schäbig waren wie di« Kainpslrtittel, die sie anwandten. Ihnen ging es nicht um die Reinheit des öffentlichen Lebens, sondern einzig und allein darum, einen ein'Bußreichen politischen Gegner unmöglich zu machen. Tie geschäftlichen Beziehungen des in so vielen Sätteln Gerechten würde ihr Gewissen nicht beschwert haben, wenn es sich nickt um einen Mann gehau- delt hätte, der ihnen seit der Fnedonscesolution von 1917 aufs höchste zuwider war. Sie haben den Reisighaufen zusammengetragen, um den Politiker, der als Bürgerlicher mit Entschlossenheit die neue StUatsform verteidigte, und der außerdem ein» Finanzpolitik trisb, die— mag sie im einzelnen gut oder schlecht gewesen sein— jedenfalls nicht davor zurückschreckte, das Portemonnaie der Besitzenden recht derb anzufassen. Sie verfolgen und verfolgten den Zweck, mit Erzberger die Revolution und die Republik zu deskredi- t i e r e n und den Anschein zu erwecken, als ob dos System, dem sie in der Vergangenheit dienten, fleckenlos dage- standen habe. Erzberger weinen wir keine Träne nach, aber daß sein Sturz den Teutschnationalen und ihrer Heuchelei zu einem gewissen Triumph verhilft, ist uns einigermaßen schmorzlich. werfen. Er kann für sich ins Treffen führen, daß W Ccich ja in der Tat am Ausbruch des Krieges kerne iLl'ttelbare Schuld trug, und daß, wenn eine Pflicht»ur �"�Verteidigung für den Sozialisten überhaupt ange- HH. fcg sm weit mehr coiba ÜfVtl zosen alz auf der der Deutschen stand. Aber er hak doch dem Burgfriedensgedanken Zugeständnisse gemacht, zu denen sich ein Sozialdemokrat niemals verstehen darf, und er hat schließlich die imperialistischen Bestrebungen der En- tente nicht minder unterstützt als unfere Soztalpatrioten die deutschen. Besteht über den Willen zum Verlassen der zweiten Internationale von vornherein� kein Zweifel, so wird � sich doch der Straßburger Kongreß über die positwe Seite seines Verhältnisses zu den Sozialisten der anderen Länder schlüssig zu machen haben. Longuet und seine Gruppe ver- tritt den Standpunkt, den der Leipziger Parteitag der deutschen Unvblhangigen eingenommen hat. Er will im Verein mit den ähnlich gerichteten Parteien in den anderen Ländern mft der Moskauer Internationale in VerHand- hingen� treten. Er ist bereit, ebenso wie beispielsweise die Unabhängige Arbeiterpartei in England, unseren Vorschlag einer gemeinsamen Besprechung und eines auf sie folgenden gemeinsamen Handelns anzunehmen. Aber links von dieser Fraktion gjbt es noch eine andere. gssAhrt von Loviöt mch der Genossin Sommonocm, die den sofortigen Anschluß an Moskau fordert. Die Frage ist, welche von den beiden Richtungen auf der Tagung, die jetzt beginnt, den Sieg davontragen wird. Einstwi'ilen scheint es so, als ob die Anhänger Longuots die stärkeren wären. Wir hoifen, aus den Gründen, die für den Entschluß des Leipziger Parteitages maßgebend waren, daß diese An- zeicken nicht trügen. Aber wir hoffen auch, daß die äußerste Linke sich durch eine Entscheidung, die ihren weitergehenden Wünschen nicht entspricht, sich nicht etwa veranlaßt sieht. kt Itatin tat föftn m Mm und eia& um ieMiutml w« Organisation zu schaffen. Eine solche Spaltung würde weder der einen noch der anderen Seite zum Vorteil gereichen. Die sachlichen Meinungsverschiedenheiten sind ge- ring. Bei einigem gilten Willen wird man sich über das taktische PrcHlem einigen können. Blocken die beiden Gruppen beieinander, dann darf der smnAösische Sozialismus jedenfalls voller Zuversicht den schweren wirtschaftlichen und sozialen Kämpfen entgegen- sehen, die in Frankreich bevorstehen nnd er wird zugleich dem Proletariat der ganzen Welt die ho" und wertvollsten Dienste leisten. » Sie Sstömssgeii in der slmyZWt« Karlei Schon vor dem Straßburger Kongreß ist in den einzelnen Verbänden der französischen Partei die Frage der Internationale mit(roßer Leidenschastl-chkeit erörtert worden; die sozialistische Presse dnrchte täglich Abhandlungen über dieses Dhema, die hier und d- nur gefühlsmäßigen Erwägungen Raum gaben, ihrer großen Mehrzahl jedoch von einer erfreulichen Sachlichkeit waren. Drei Gruppen haben sich gebildet: die schwächste ganz recht» stehende, dü an der zweiten Internationale festhalten, jedoch die deutsche Mehrheitssozisldeniokratie wegen ihrer Politik verurteilt sehen will, unier Rcnaudel; die sogenannten Cen» tristen, di« sich um das»Komitee für den Wiedcrausbau der Internationale'' gruppieren mtd eine neue Internationale unter Mitwirkung der dritte» Internationale angeschlossenen Parteien und Gruppen schaffen möchten: unter Longuet; und schließlich die radikale Linke unter Führung von L o r i o t und Louis« S a um o n e a u, die den bedingungslosen Anschluß an die MoS- ZiMmaWnals schert. Kil. fofM'ämefi ä& Wvss, fn Wef!, daß sie versnche« WM, VerPanvM'asen am Den deutschen Unabhängigen fu hintertreiben, falls ihr Antrag auf dem Partei. tag nicht angenommen wird. Sie trifft sich mit dem Komilee für den Wiederaufbau nur insoweft. aiS fi« mit ihm gemeinsam für den Austritt aus der zweiten Internationale stimmen wird. Für die von Longuet geführte Gruppe der Centristen ioder»Wiederau fbauer' ist der Leipziger Beschluß der deutschen Anabhängigen naturgemäß von große? Bedeutung gewesen. DaS geht auch auS ihrer Resolution hervor, in der es heißt, daß sie unmöglich in einer Internationale bleiben könne, in der Deutsch» kand allein durch die kompromittierte Mehrheilssozialdemokratie vertreten sei. Aber nicht dieser Grund allein zwingt sie, den Austritt zu vollziehen Sie ist auch der Ansicht, daß ein« kämpf- fähige Internationale nur von Parteisn oder Gruppen gebildet werden könne, die den Klassenkampscharafter bewahrt haben und rnfolgedessen sede Koalition mit den bürgerlichen Parteien ab- lehnen. Diese» Standpunkt nehmen die Longuctisten nicht erst feit heute oder gestern ein, sie brauchen ihn nicht nur als Be. grtlndung für ihren Austritt, wie der»Vorwärts� in einem Ar- tikel andeutete, sie haben ihn auch während deS Krioges mit aller Echäne vertreten, als sie noch die Minderheit dsr französischen Partei bildeten. Sie setzen sich damit in Gegensatz zu der bei- gischen so gut wie zu verschiedenen skandinavischen Parteien, von den Deutschland-MehrheitSsozialisten nicht zu reden. Wie die Entwicklung in Großbritannien verlausen wird, ist nicht klar. Möglich, daß NeuwoHlen«ine Koalitionsregierung nach sich bringen werden, ebenso möglich jedoch, ja fast wahrscheinlicher. baß auch unter den britischen Arbeitern der Klassenkampfstandpunkt «ine immer größer« Anhängerschaft findet, der sie bestimmen wird, eine gemeinsame Regierungsbildung mit Bürgerlichen ab gulehnen. Longuet und feine Gruppe würden«s vorziehen, in gemein» famen Verhandlungen mit der Moskauer Internationale und den aus der Zweiten Internationale ausscheidenden Elementen «ine neue arbeitsfähige Wellorganisation zu schaffen. Sie haben Bedenken, ob nicht die Dritte International« ihr Programm und ihre Taktik zu sehr auf Rußland und den Osten zugeschnitten hat und zu wenig die wesentlich anderen wirtschaftlichen Be dingungen der Industrieländer des Westens in Betracht zieht. Sie fürchtet, daß viele weniger geschult« französische Partei venosfen nach dem einmal vc'?nen Beitritt zur Dritten International« erwarten, daß i sofort in Frankreich die Revolution proklamiert werde, oh:., zu bedenken, daß«ine erfolg- reiche revolutionäre Erhebung nicht nur von dem Industrie- Proletariat getragen sein, sondern zum mindesten auch bei den Bauern auf eine sympathische Haltung rechnen könne» muß. Sehen diejenigen, die alle Hoffnungen auf Moskau setzen, ihre Erwartungen in diesem Punkte getäuscht, so kann sehr bald«in empfindlicher Rückschlag erfolgen, der um so sicherer Erwartet werden muß,«ÜS die Renaudelgruppe mit Austritt und Gegen-- agitation droht und die Bourgeoisie naturgemäß mit dem Bolfche- widmus vor allem die Landbevölkerung ängstigen und ver- hetzen wird. Die französische Partei steht affo vor einer Entscheidung von ungeheurer Tragweite. Die Stimmung neigt« in den letzten Tagen sehr stark zur Lorritgruppe und da».Comitb für den Wiederaufbau' sah sich wohl dadurch veranlaht, seiner Resolution einen Pafsu» hinzuzufügen, der besagt, daß dl« französische Partei sich auf jeden Fall mit Moskau in» Einvernehmen setzen solle, auch wenn«ine von der italienische» und schweizerischen Partei einzuberufend« Konferenz kein befriedigende» Ergebnis haben verde. Beklemmungen. Der WlederaufbL« der ZnlernaNoaale. T. ll. Z a r i ch, 24. Februar. Die englische»«uabbhSngige« Sozialisten keilten der schweizerische» sozialistischen Partei mit, daß sie den Vorschlag, Mischen de» verschiedenen linkssozi-ristischeu Pur- teien Besprechungen wegen einer Organisierung aus internatie- nnlem Boden eiazuieiteu, beipflichten. Amsterdam, 24. Februar. Wie Tlelegnmf«uS London meldet, haben verschieden« Ab- ttllnngen der englrschen unabhängigen Arbeiterpartei auf die Tagesordnung ihres Osterkongresse»«inen Antrag gosetzt, daß die Partei sich der dritte» Internationale von Moskau an- schließen soll. Man erwartet, daß«» hierüder zu lebhaften Er- Zrterungen kommt, denn die beiden Hauptführer der unav- hängigen Arbeiterpartei Raarsay Macdonald und Phi» tipp Gnowdeu wibersetzea sich einem Anschluß an die Bot- kchowistr». ,, Sie Entenle und SowjelrMand. London, 84. Febrnar(Renter). Di« Frirdengkonferenz hat hente den Beschluß gefaßt, daß stke diplomatische» Beziehungen mit Sowjetrußland nicht wieder aufgenommen werden sollen, bevor Sowjetrußland' nicht eine Haltung zeigt, die mit de» Forderungen der Zivilisation über- einstimmt. Inzwischen wird de« Randstaaten Rußland» an- geraten, sich eineß Angriff» auf Rußland z» enthalten, doch wird ihnen gleichzeitig die Unterstützung der Alliierte» für den Fall eine» Angriffs Rußland» zngesichrrt. Paris, 24. Fehruar. Saint Erics ieflt im.Journal" mit, man Hab« sich in London grundsätzlich über die russische Frag« geeinigt. Keine Armee, die gegen die Sowjet» kämpfe, werde in Zukunft irgendeine Unterstützung erlangen. Der polnischen Regierung soll anempfohlen werden, jede offen- sive Handlung gegen den BolschewiZmu» zu vermeiden. Jedoch sollen Pol«», Finnland und die baltischen Staaten unterstützt werden, im Fall« diese einem bolschewistische» Angriff ausgefetzt seien. E» wurde grundsätzlich beschlossen, mit den Vertretern der Sowjet» über die Wieder- aufnahm« der Handelsbeziehungen mit den russisch«» Genossenschaften zu verhandeln, je- doch zu vermeiden, über die offizielle Anerkennung der bolfche- «Istischen Regierung zu sprechen. Wmn die Angaben deS Pariser Blattes zutreffen, be- deuten sie ein weiteres Zurückweichen der Entente in der Frage der Aufnahme der Handelsbeziehungen. Die bis- herige Forderung, nur mit den Genossenschaften zu verhan- deln, wird fallen gelassen. Es soll nun auch mit den Ver- trete rn der Sowjets verhandelt werden. Wie diese Bcrhandlungen auf die Tauer ohne offizielle Anerkennung der Moskauer Regierung geführt werdest können, ijt»in Die bürgerliche Presse kommt aus ihren Beklemmungen wegen der Rnßland gegenüber einzuschlagenden Politik nicht heraus. Ebenso wie in den Regierungskrciscn herrjchl in der Presse daS wüsteste Durcheinander. Die alten abge- klapperten Schlagwörter müssen umgeprägt uud neue Walzen für die Pvesse-Phonographcn angefertigt werden. Bekum- wert fragt Gros Neventlow. der tapfere Heimkrieger: .Soll Deutschland die Sowjet-Republik anerkennen oder nicht? Soll T>eu>tschland Handelsbeziehungen mit Sowjetruß- land anbahnen, und wenn: unter Berücksichtigung welcher leitenden Gesichtspunkte? Muß Deutschland sich auf einen Angriff der rwMchen roten Armee gefaßt machen, und wenn: was könnte«» tun, wo» dürfte«s tun?"> Vorläufig hat der Graf die Antwort auf diese Schick- salsfragcn noch nicht gegeben. Er droht aber mit einer ..zusammengefaßten Stellungnahme" in einem späteren Ar- tikÄ. Heute macht nmr die dem Gmtfen Neventlow ge- sinnlingsverwandte �lreuz-Ztg." ihrem gepreßten Herzen Luft: Jsc sehr auch vom wirtschaftlichen Standpunikte aus«in« An- Näherung an Rußland zu begrüßen wäre, so beistehen doch anderer- feit» die schrverften und gewichtigsten Bedenken gegen ein« Berständigung mit der Sowjetregierung. Tie Auffassung Lloyd George«, daß die Gefahr einer kriegerischen Expansion de» russischen Bolschewismus nach Europa nicht so groß sei und daß sie um so geringer werdan würde, je mehr man Ruh« la»d durch auswärtige Handelsbeziehungen wirtschostlich belebe. und daß der Bolschewismus, au« der Not geboren, mrt ihr ver- schvinden- werde, vermögen wir nicht zu teilen. Da» «»ihre Ziel der Sowjetregterung liegt nicht auf Wirt- schafilichem, sondern auf politischem Gebiete, in der Abficht der Durchdringung Europa« und der Welt mit dem Evdankcn der Weltrevolution und hier liegt dir große Gefahr, der man sich nicht verschließen sollte" Auch d?r Demokrat a.D. Gothein schikbert im „8 Mir-MenIVWatt" ine vom Osten her drohende rote Gefahr. Er sieht aber keinen anderen Ausweg, als sich mit Sowjetrußland zu vertragen. Er schreibt resigniert: »In dieser Lage bleibt un» laum etwa» andere» übrig, als trotz aller schweren Bedenken die Beziehungen zu Sowjetrußland aufzunehmen. Durch den Frieden von Versaiste» fiird wir wehrlos gemacht, ist un» verboten, da» Volk zu den Waffen zu rufen. Und selbst wenn un» die Entente angesichts der drohenden russischen Gefahr die Erlaubnis dazu gäbe, so würde da» deutsche voll diesem Rufe nicht Folge leisten, um für seine Zwingherren im Westen, die Franzosen und Belgier, für die im Osten und Südosten, die Polen und Tschechen, die Kastanien au» h«m Feuer zu holen. Um da» deutsche Volk zum Kampf gegen den Bolschewismus reif zu machen, wäre eine Beseitigung de» Frieden» von v e r s a i l l«» die Voraussetzung. Dies« Einsicht ist heute weder in Pari», noch in London, noch in Warschau vorhanden. Un» bleibt also nicht» andere» übrig, als un» mit der Sowjetrepublik z u»ertragen und den versuch zu machen, friedlich« wirtschaftlich« Beziehungen mit ihr anzubahnen." So stehen die politischen Mche vM hestftOer Defsenr» rntinocn herum, und iolbst ein so emfocher Beschluß wie der, die wi-rtsckpfisichen und politischen Beziehungen mit SowfetruUond aufzunehmen, verursacht ihnen die stärksten Bechivrrden. Vergebens sucht man in dar.fühtetrbcn" Berliner Presse die n-ucksterne Auffassung, wie sie brispielS- weif« die„Franks. Ztg." vertritt. DaS Blatt wemde-rt stell darüber, daß die Regierimg erst jetzt der Öffentlichkeit mit- teilen ließ, daß Deutschland sich tatsächlich nach dem Frieden von Brest-Li-towsk mit Sowjebrußlarrd im Frieden befinde. Denn enoncheS von dem, was im Laufe des letzton JahreS bis in den Winter hinein entweder von der deutschen Regierung oder mit ihrer stillschweigenden Duldung in den lxiltischen Provinzen und in den deutschen Otprovinzen ge- schollen ist, habe gar nicht so ausgesehen, als ob wir uns im Frieden vcit Moskau befänden. Aber auch die jetzige Er- klänmg, fährt da» Blatt fort, bringe uns nicht viel weiter, wenn nicht de? Inhalt unseres Verhältnisses zu Sowjetrußland erneuert wird. .Der Fried« von Brest-Litowsk ist von der Entente für nichtig erklärt. Aber auch ohne ihn sind durch die Ereignisse so tiefgehende Aeuderungeu in dem Bestand« der Ostgebiete«in- getreten, daß ganz neu« Vereinbarungen not- wendig geworben sind. Wir nehmen an, daß diese ohne Schüre rigkeiten zustandekommen werden. Woraus e» aber in diesem Augenblick am meiste» ankommt, da» ist die Herst«!- I» n g«ine» geregelten A u» to u schv« r kehr» mit Rußland, auf dessen Nvstvendigkeit vnb Wert für beide Teil« der bolschewistisch« Gesandte Kopp kürzlich eindringlich und zn- treffend hingewiesen hat. Di« st>rm«lle Feststellung de» rechtlich hestchenden FriebenSzu staube» mit Rußland sagt darüber leider nicht», aber wenn nun wirklich Fried« mit Rußland besteht, dann «rgciben sich doch die vernünftigen Forderungen für einen fried- lichen Verkehr au» diesem Rechtsverhältnis ganz von selbst, und dann darf man nun wohl auch annehmen, daß die deutsche Negierung sich dieser Frage mit etwa» größerer Lebhaftigkeit und Kraft«IS bi»h«r annehmen w i r d." Dieser Mckhiumy beS dsmvkrcktischen BlvtteS kann man mir bow fachten. Die RogionuftZ hat sich zwar nmckich in ilhrom OffizivtstiS selber bescheinigt, daß der von der mmb- hängigon Presse gegen sie erhobene Borwurf her Verna ch- lässig, mg der OMragen.nicht zutreffe". Hier wird min von einer'der Regierung nahesMtzenden Seite bestätigt, daß »ufere Vorwürfe durchaus am Platze sind. Die deutsch-russischen Verhandlungen. Berlin, 24. Februar. Die bereit» angekündigfen Perhandlungen, mit dem ver- ireler der Sowjetreg'erung über die gegenseitig« Heimschaffung der Kriegsgefangenen werden von der Reichszentralstelle für Krieg»- und Zivilgefangene durch den vor- sitzenden, Reichskommissar Stückle», und in dessen vertrerung von dem stelloevtreteuden Vorsitzenden Schlesinger geführt. Ergebnisse der Verhandlungen werden durch die Reick I- zeniralstelle bekanntgegeben; nichiamtlich: Auslassungen und ioiist'gr an diese Verhandlungen geknüpft« Äonrnnationen erfahren keine Berichtigung Di« Verhandlungen werden auf einem rein humanitären gewisse«usgave» wernourmou hat. wird W den verhandua» beteiligt sein. Die Beteiligung humanitärer Organisationen essenverbänd« cm der Durchführung der Aufgab« zeitig«rjolgen. und Irl«' w-rd«ch» liußlmds Programm des Ware»- ausimsches mit dem A!,s'an)e. An Nor»M-nomilschr-kaj- Sh�n' vom 22, Joono. schreibt der stellvertretende Vorsitzeitd« de» Obersten®rJfchi! ratcS über die Aufgaben des WärenauStausche» ScOvjetrußW»» mit dem Ausland«: .Di« Nieder lag« und Vernichtung von uick» Denik in, die Entwicklung benmgung in den eigenen Koldschak, Juden� der rawlut-ionären Arde'la' onixgi-iig m den eigenen Ländern uiä die otyeftive Lage PutkAvirtschaft zwangen die Entente, offen die Blockade vußlasidS auszuheben. Die Grundaufgabe der Eiilanle bell jetzt darin, daS sozialistische Nußlaich»cht mit Wessen, soud� auf friedlichem Wege mit Hilf« von Lommiz vojmgeure lerir reiftiche) und Syndikaten zu erobern. Zu biqarn Zwecke dnd- 5!r. Stlfse pbrack fenu: totgei;: telschii r E «k ?«ss nchtz da» internatianaie-Kapital Rußland al» Agrarland, als �pits einfache Kolonie erhalten sehen. Au» Rußland Brot, dird s Hanf, Dorsten, sowie oerschieDcm« NahrungSmnlel zu erheiter gchep das ist der innerste Wum'ch von Italien, Feaickce.ch-und Engian»echdc die un» im NuStau ich ihr« Fadnkcue, Stiefel, Wäirtel und V � Ze schied««-» ander« anbieten..,«> Hndom wie nun jetzt in HandelSbeziehurogen mit den kar� �5 i lift-ifchan Ländern eintreten, müssen wir un» emen klaren v-- des Warenaustausche» auSoibeiton. Unser» Aufgabe steht darin, den UmwandlungSprozetz NujjlandS aus einem � itotzjj agrarlanb in ein Industrieland mit allen KrSitcn zu ftinz«, Während bei Kriege» versuchte Rußland infolge der llnw r bcechuiag der öl ononn sehen Degiehui-.gcn mit den anberen Läube, � ein« Reihe von Knduftvicn dci sich zu derpslao�cn und zu e> wickeln. Die Blockade stieß Rußland noch weiter in der Richtung. Diese Airdust rien müssen uiUcr allen Uunftünden vchg�, enbw ckelt werdorr. l V Der Krieg und die Revolution führten dahin, daß die � nische AuSrüfbung der Betriebe nicht erneuert wurde und ein« starke Abnutzung der Maschinerie eingetreten ift. Die � d Möglichkeit,«uS dem Ausland« Ma'chineutc-ile zu erhalten, � setzte oft die Industrie in erne auSsich-Slas« Lage. Unter« U| l Vi« njaivurnnc Ul VlUC U»U v| uu/iirwiS- w. �' Idiirständen müssen wir bei dem geringen Fond? von Erportw»� über die wir verfügen, darauf achten, daß wir aus dtzm>> -ine« a. lande nur Produktionsmittel, Masch...... � deren Teil« einführen sollen. Unter keinen U-m-stä�' dü-rfen wir nach den MassenvcrbrauchSartikcbn jagen, die mt.'u Nur in ganz besoubetn LuSnohmofällen döln geboten werden. wir uns diesen LuxuS gestatten. In erster Reihe müssen wir' hu » Atschs, dem Ausland« Lokomotwen und die notwendigen Teile für u«. Dampf'chiffe erhalten. � Unser Ezport-FondS sind Rohstoffe, die-in u-nsi' Fabriken und Werken nicht berarteiirt werden können, sowie Konzessionen, die wir dem ausländischen Kapital daci'�c können. Die Ententeländer haben den Boden der wirtfchosti� P» de !' he, &«a Wie, Ä 5«nt( «nr Beziehungen«mt Sowjetrußland noch nicht scft bechridten. ll?- � d Ausgabe muß e» fein, den Turchbruch der Blockade zu vevgrol und die schon erreiebten Resultate zu befestigen. ES ist notitxi ein« verstärkte Vorbereitung zum WarenauSdaufch mit dem � lande vorzunehmen and zu diesem Ztoeck all« schon besteh«� Pläne nach dieser Richtung durchzuprüfen." T Die Veilu'chiing begiu»!. AlS die bliitisten AuSfchrritiinstim bekannt U/urd«n. hi** itt j\i*r inmTitn»* fil h* fc «Wer N er >r« f Wut t" Stiel) elf ! M Dr. habrn wir die Bescharunstl Die verkwffttcn "'Ä u(u' Rst 93) sich de? nationale Pöbel in der Versammlung Neues Vaterlandes zuschulden kommen ließ, wurde von ständiger Seite sofort erklärt,«S fei ein«„strenge W-j stichung" flogen die Uebeltäter eingeleitet worden, r setzten im voraus auf diese„Untersuchunfl" keine slt»° Hvfsnungen, weil wir ersahrungStrrntäb wissen, daß sie ausgehen, wie da».Hornberger Schießen. Wie reckst � darin hatten, beweist die folgende Meldung der offis�l „P.P.N.": u Im Zusammenhange mit den veröffen-ftichimgen Üb't. Vorkommnisse bei der Sprengung der vom Bunde Neue» � land am 20. 2. einberufenen VersomnUung, sind auch zahl von Angehörigen der Re-chSwehr, insonderheit der J'1' in Döberitz stvhenbru 2. Marinebrigade namentlich� nannt worden. Wie die Brigade bei der vorläufigen rnung festgestellt hat, handelte e» sich dabei um völliz unfib"1 � Personen, die nur der Versammlung beiwohnten, keinen a» den Tumulkcn, nnd daher auch keinen Anlaß zum Ei»l>s� hatten. Zudem trugen sie olle ordnungsmäßige formen. Eine gerichtliche Unterstdchung ist trotzdem getzt" � j�ddj ©istierte'» eingeleitet worden. E» bleibt jedoch lebhast zu ,�Ng dauern, daß von irgendwelcher Seite durch ve ofsentlichung � � �t Nomen Personen an den Pranger gestellt t>* j teiicn nah den bisherigen Feststellungen, auch nach t«nei> Sicherheiis-wehr, keinerlei strafbare Handlung" geworfen werden konnte. ■?f! 4l,9 b< DienStag abend zu großen»Demonstrationen, wobei _®. Lebensmittelgeschäfte gestürmt wurde«. Dl» französilchs ßtafli-jrnnkt � tutzesqztkngltz M« jMWk«»»ahm Bschqsftln«« p«.- sonan sind allcsanlt„unschuldig",»nd ohne daß sie einem Augenzeugen flegcuübcrgest-cllt worden fühlt sich eine offiziöse Stelle veranlaßt, ein« öfstv'� E h r e n r e t t u n fl für sie vorzunehmen. Diese P a t s »ahm« für die TersaminlungSstörer wirkt uin so h-s.i( [ordernder, als in der nationalistischen Pr.sse ailSdN'�z festgestellt wird, daß nicht Baltikumsoldot� sondern Angehörige der Marinevrtgali� die eigentlichen Ruhestörer waren. 2� ..Deutschen Zeitung" schildert eine? dieser RadouN>, sogar seine Erlebnisse uud hebt dabei als besonders riih>"� werte Tat die Zerstörung der in der Versammlung losten pazifistischen Bücher und Schriften hervor.." diesen Leuten soll, wie die„P. P. N." ankündige», nachzuweisen sein, auch dicre nationalistische Heldentat � wie so viele andere, ungesühnt bleiben. Bei iolchen Rechtsverhältnissen im neuen wird die Reaktion sich die Sprengung von gegnerischen � sammlungen bald zum volitisch>en Prinzip mach-en De'st�Ä bewaffneten Stoßtrupps für unverletzlich und keinem, unterstehend erklären lasten. Vielleicht finde-t sich für eine„zuständige" Stelle. stss LcbcnSmitteffrnwelle in LudwigShafen. Anläßlich der � sehenden LehenSmittelknappheit kam ei in LndwigShoft'' � DienSiaa abend zu aroßen»Demonstrationen, wobei S-t-i .- G kohrer Hi �getr v-tgel Sei Aussei »lsih id � i�xi 'her 7- da Mi en. Ui ?dalt Fngi >■ •'»»e 5' Jn,oi Mde s» »"d 'klN i Ssbolage der LebensmlNel-VewirifchaZlMg. Wie die»P. V. N.- von zuständiger Seite erfahren. wt der Justizminister auf Erfüllen des Neichswirischasts- Ministers di« Bcanit.�n der Staatsoniixiltscliast angewiesen, liegen solche Personen energisch vorzugehen, welche Land- Milte zur Nichtabliescrung öfsentlicher bewirlschafteter Er. �'iignisse aufwiezwln. Vor allem wäre es nouvendig, die Landrät« und Gemeindebchördsn anzuiveisen, dafür zu sorgen, dah die Erzeuger endlich ihren Lieferungspflichten nachloinm>.'n. Wie wenig bisher in dieser Hinsicht geschehen W» zeigen die folgenden Einzelheiten, die uns von einem «Mtstcllungskommissar des Groh-Vrrliner Lei'ensinittel- derbandes über das Verholten der ländlichen Besiher in der »ll'IIeseriingsfrage und gegenüber den FestsUllungskom. Missaren mitgeteilt werden. In dem Ort« Hactenberg, Kreis Osshavelland, wurden t-®. 18 Schweine, 17 Stück R.ndvirh und S Schafe mehr fcst> oeslellt. als die letzt« BlchzählungShste angab; bei einem Bel schtr aklein v Rinder mehr, als«r angegeben hatte. Bei einem Cciitzrr in B« l z i n, besten Sohn Echiächtcr ist. wurden eben falls v nicht angegebene Schwein« gefunden. Das; die Besitzer aber nicht nur vieljach ihren Bestand z« Medrig a»geben, sondern auch die behördliche» Vertreter bei ">ren Ermittelungen belästigen, zeigt ein besonder» kraster Fall M Hohenbruch(Osthavellandf. Auf dem Gut Johannistha',. ocsten Besitzer er,, Sohn de« ehemaligen Minister» Helfferich fein sog, wurde eine behördliche FrststellungSkommistion von 20 bis 80 Besitzern und deren Inspektoren, die alle mit Knüppeln «ad Stöcken bewassncl waren, empsangen. Ohne dast di« Kom- '"istion überhaupt zu Wort« dam, nähmen die Agrarier eine drohende Haltung ein und verjagten die Koinmistace mit dem vsinerken. fcch sie noch froh sein könnten, so glimpflich abzu- •Wimen. Während ihre» Rückweg» nach dem lö K'ilonietec ent- striilen Oranienburg wurde die Kommistion vrrsvlgt. Trotzdem dieser Borsoll sofort dem Landraikamt Nauen gemeldet wurde ■fl auher einem Sckwistwcchsel zwlick>en Hohenbruch und dem LandratSomt nicht da» geringst« geschehen. 1 w An'chein'ewd sohlt dem vcmbrrit d<-r Wille, sich unb bor »l«Nwriin' die auch bei dm Vorfall von den Aglurriern kräftig be/ impft wurde, den nötigen Respekt zu verschaf. [rn. Aber daS ist nicht verwunde rliel), solveige der L a n d- ' lein« volksfeindliche Propaganda ungehindert de- brinbrn kann. Allern seiner Agitation ist es zu danken, ein Teil der Landwirte di« Aufhebimg der Ztixings- toirtschnft fordert und mehr und mehr zur offenen Obstruk- übergeht. Wenn di« untergeordneten Bebärden diesen Widerslond stillschweigend dulden, kann die Regierung die JWwier mit lahmen Erlassen niemals zur Ersüllung ihnei ��ichl bvimgen. ES wäre wünschrnswert. dast die Rrgie- �srng diesÄben MtikÄ, die sie w so imifasscndan Muhe gegen Arbeiter mrzliwenden weih, endlich eimnal gegen die �iksseindlichen Agrarier gebraucht. lTarom öle kohleasSrder'-ng Ml steigt. Der Hauptgrund für da» stet«, Rückgang der Kdhlenfärde. ist neben dem Raubbau, drr im Kriege betrieben wurde, ar'n zu suchen, dost e» an wichtigen und notwendigen Zlliaierc- "'fn in den Bergtvcrken fehlt. So vor allem auch an Förder- �Nen. Angeblich können Fördenvogcn nicht hergestellt wrrden. �il«» a» den dazu erfocherlickxn Staylblechrn sehlr In Wahr» «it aber würben genügende Micngen von Blechen zum Bon "-n stvrderwagen vorl>anden sein, wenn nicht die Walzwerke e» �öogen, auch ihrerseit» von den schlechten Balulaoerhältnisten � profitieren und sie in erhöhte Dividenden für ihre aktwnär« umzumünzen. Sie verkaufen ihre ProduZtion an fast auSnahmelo» an da» Ausland: weit diese««bei 'beutend gröhe« Beträge in bar dafür bezahlen kann, al» die "Utschen Berbraucher. Auch diese Totsache ist ein Bewei» mehr für die Mangel- f�gkeit der de, rtfchen Wirtschgtspolitik. die e», um gar nicht °k>n privatkapitalistischen Profit nahczutreten, zulüht, dah Jn- �itrierrjeugiiisse, die für die Aufrechteriholtung de» deulschc» �'rtschasizix�rn» von ausschlaggebender Bedeutung sind, ex �•7:ert werden. Man kann wirklich neugierig sein, toann dir Etliche Auvfuhrstelle. die allein den Export durchführen soll, Und von deren Errichtung vor einiger Zeit gemunkelt wurde, " Wirksamkeit tritt. Wahrscheinlich erst dann, wenn e» nicht» 'Nchr auszuführen gibt. * hämmern, daß die» nicht die geeigneten Methoden zur yorverimg der ArdeitSsreudigkeit sind, ivelch letztere doch eine unerläßliche Vorbedingung für die Hebung der Kohlenproduktion üoechaupt ist. Abermals ein Zei!«ngsverö?l. llnser Partekblatt in Remscheid, die»Vergische Volk»- stimme, wurde innerhalb weniger Wochen zum zweiten Male verboten. Bei der Aufhebung des ersten Verbote» halte di« Redaktion versprechen müsie», über die Politik der Regierung in der Kohlen, und Bergarbeilerfrage nur referierend berichten, was sie auch stet» getan. Am 23, Februar erhiell Plötzich folgende» Telegramm au» Münster i. W.: .Die.Bergische vom 24. Februar bis auf f.» i>e ortrnnmrng ver rrnlenrepoittir zunngumren iveniicyilinvv wagr» scheinlich, da Poincare besonders in der Frage der Räumung de» Rheingebiets eine äußerst chauvinlstifch« Haltung einnimmt. Das bulgarische Parlament ist vom Ministerpräsidenten a u f g e l ö st worden. Die Neuwahlen sollen am ö. März statt« sinden. Da» Frauensiimmrech, In Belgien. Die belgisch« Kammer wird demiiäast e:nen Geietzenlwurs übor die Verloibrmg de» aliioen und passiven Wahlrech!» zu de» Geineindckörper» fcha sten an die Frauc» beratcir. Dl, ansjer der sozialiistiselre» Fcallion auch dre laiholisch« ihm zusrinrint, dürsw se.ne Annähen« gesichert sein. Vorgeschlagen w,id, dre Gemeinde wählen nach dem Propertiona�vahlrecht mit geirennten List«n für Mäniier und Volksstimme', Remscheid, mit Wirkung � borzu..ehi.,e'i, um zu verhindern, daß die Frauen, welj.« weitere» verboten, da sie das i der Kr.cg«»achw.rkungen tn viele» Geu.ei irden de Mehr. Versprechen, die Poluik der Regierung bezüglich der Kohleu- sörderung nicht zu durchkreuzen, nickt eingehalten hat. WehekeeiSkommand» VI.' Abgesehen davon, dah dos Verbot völlig unbegründet ist, fehlt ihm jede Beseistun«. Trotzdem di« Regierung zugesagi s.d?«Aschen Orxa.i«s«nw,.«m aufgc'ivrdert werten, ziveck» ha,, in Zukunft nur noch b- fristete Verbote ergchen � U.ntcrnutzu� der streikenden hollä, tischen Kollegen jeaU.be-üiis« zu lassen,'cht sich der selbstherrliche General Matter darüber; f1" Holland, ich: Schifpe za, verweigern. Ferner wird instaewi'? b'"WNn Das> der weitralich« StaatSkommisiar S e v e r i» g s daß di« Franzv,e,. dieselben Maß-mhu.en lcefiew A,,, Sckläst Ä dom Willen seiner regierenden Genossen e nem reaktionären'....'i«»>«o-u-v dc» heil der Bevölkerung bilden, d>« lommwiialen Körperschaften allein besetzen. Dem niederländischen TranSpvrtarbritrrbund ist ein Schreiben de» englischen Tra»»vo.tar!>eiteevcrbande» zugcgcrngen, dem zu» die vin'tischen Ori>ai,i!'aiie>i>ei, General gegeniibcr nicht den nötigen Ncichdruck zu verschajje» ivciß, illustriert den Wert von RegierungSversxrechungen. Die Answei'vn-spraxis. Profesior Rosebery d'Arguto wurde Ansang Februar in einer kommunistischen Versammlung verhaftet und in Schutzhast genommen. Der Genannte hat sich an der kanuimnisti scheu Propaganda nicht beteiligt, sondern nur bei der Veranstaltung künstlerischer Abend« mitgewirkt. Nachdem er bi» gestern in Sckutzhast gesessen hotte, wurde ihm eröfsnet, daß er inuerhaib 8 Tagen da» preußische Gebiet zu verlassen habe. Rojcbrry d'Arguto ist seil 12 Jahren in Bertin ansässig. Er hat sich mit musikpädagogischen Studien besaßt und eine An- zahl wisienschoitlicher Schriften versaßt. Im wilhelminischen Deutschland nahm an feinem Lusen:>halt niemand Anstoß, et blieb sogar während de» Kriege» unbehelligt. Im repudlita- iiistlwn Deutschland wird er plötzlich als lästiger AnSlöiider entdeckt und soll über di« Grenze geschoben werden. Wir nähern im» immer mehr den vormärzlichen Zuständen. Fn Baden und Württemberg wird die Ausweisung»» praxi» sckon seit vielen Monaten gohaudhabt- Don ist man so. gar noch siorlschrittticher al» in Pr«ißen: man weilst nicht nmr Ausländer, sondern auch Deutsche au», sosern sie nicht da» Glück haben, in einer dieser jetzt von den Recht» sozial, sten de» herr'chten Demokratien geboren zn sein. So wurde dieier Tage Schreiben» heiß! e». die»>«i da« erstemal, daß die Internationale im T.an»por:betriebe in so ciiigreijeiider Weise ihren Emsiug b« einem Streik zur Geltung bringe. Avfhedvvg des Eheverdols für Lehreeimea. Eine Anfrage unserer Genossen in der preußischen LartdeS» versmmnlung deslltärtigt« sich nnt der Frage der Aufhebung de» Eheverbot« für ltehrcrinnen und B e» a m l i n n e n. In der Antwort teilt da,' 5rul»u>?ii�msieni.i«n mit, vaß der Reich« ichulausschuß dies« Frage zum Zweck einer gleichmäßigen Regelung im ganzen LleichSgeinet zur Eroneruiig aus die Tasesoedniiiig seiner narlnden Sitzung am 24. Fei' euer gesetzt hm und daher eine einseitig« Regelung durch ome» der Länder vor dieser Besprechung nicht z w e ck in ä ß i g fei. Bi« zux endgiitiigen Regeliing tot das Miiwsterium Bor» sorge getrossen, daß die bi» räch», fest angestellten Lehrerinnen nach ihrer Verboiratumg auftragSwets« wieder bc» s ch ä s t i g t werden können. Ttigimg des kie'chzschni.Auzschsflzs. Der ReichSschulau»schub trat am DrnSlag zu einer »Iis zn-ei Ta-r- ltrechn-ten Kouierenz i'ntrr deui Vorütz de« Reichsminister» Koch zusammen. Prioatbugent Dr. Schtvarz vom Reichsiitinistertum ck-» Jnneni Oec.a/ieu über i)K Vorbereitungen zur Reichsschulkonserenz, die in der Zeit vom 7. bi« zum 17. April im ReichStagSgebände stnttk'iiden soll. Die fsabl d-r V-rtr-tre ist uugeröi'. ans 500 Baden der in Berlin ansässige Genosse Ren wann an»- festgesetzt worden. Die Verhandlungen und die Abstimmungen tn gewiesen, der sich voiübergehend i» Lörrach airfhivii und dort für die U. S. P. D. Versa imirlnngen abhielt. Am t7. Fobruar wurde er durch«inen von dem recktSfazialistischen badischen Mi- nister de» Innern Rrmmel« unterschriebenen Beseht au» dem Gebiet Baden» auSgewiesonI Innerhalb 24 Stunden mutzt« er da» Meisterländle de.Iassen. Mehrere Tage lang war der Au»- weisungSbrfehs in den Händen der Polizei, di« Neumairn vor seiner Wohnung auflauerte, da sie e« nich« wagt«, ihm in den Virsaminliingen. in denen er sprach, di« Order zuzustellen. Die süddoutschen Staaten waren zur Zeit der Hohenzollern» Herrschaft fortschrittlicher al» Preußen. Der Polizeigais« über- wucherte nie da» össentliche Leben. Heule lau'en sie mit Preußen um die Wette, um bei der Durchführung der Demo- kratte, im Sinne Heim« und Nooke«, nicht nachzuhinken. yercn euvenöorffg Ehr?nmork. Herr Ludendorff, der«» in seinen.KriegSerinnerungen" irrsflich verstand, die Unfähigkeit oder Leicktsertigkeit der Obersten lontion� wie UnlerstaalSirlreiar Sa,utz ouqühee leinen die Regierung bindenden Charakter tragen, wer» den aber für die kommende Schil'gesetzgcbung al» iverivollc» »nd rickstunggebrnde» Material dienen. lieber den Wegfall de» Einsährigen.Zeug» » i s s e» berichteten Geheimer Oberregierungsrat Reinhardt» UVriin und Oberregierungdoir L ö s s l e r. Württemberg. E» tvnrden Porschläge angenommen, wonach die in der Wehrord» iiir.ig vorgesehene» Prüfungen nlchi mehr abgehalten werden und die höheren Schulen, sowie die LebrerbildungSanstulten leine besonderen Einjähr'.gen.Zeugn isse mehr .iiisstelltn solleiu Die ReickiSschnlloinmisiion ist aufziilösen. Di« biober mstitärberechttgien höheren Privatschulen sollen im Jahr« tstSl letzlma!» Äbgangoprüsuiigen unter der Leitung eine» Re» gierungSkom.missirS abhalten,»ich den Schülern soll bescheinigt i,'erden, daß da» bestaichen« Examen früher zum einjährig-srei» willigen Dienst berechtigt babe. Zur Frage Zölibat der Lehrerinnen nnirde nach Referaten des baberisch«» Ministerialrat» Hauptmann und de» badilchrn KnItuSniinisier» Hummel und nach längerer Aussprache folgende Entschließung einstimmig angenommen:.Der ReichS'ckulaiiS'chiiß häl, e» für dringend netwendg, daß die e>k«re»Ieituna und ihre Schuld am militärische» Zusammenbruch! Frage der Verehelichung von Beamtinnen baldigst durch Rciick»- L? träge zur heduug der Arbeltsfrendigkelt. Wir stehen vor einer Kohlenkalastrophe, ja wir find vielleicht Fitten drin Die AeichSregierung bemüht sich in persönlichen �rhandlungen eine Hebung d-e Kohlenförderung zu erreichen. �•S hindert Herrn Reickslommiffar Severing, der die Zivil» skwalt jn, Ruhrgebiel inn- hat. nicht, durch«inseitige Unter- drückung politisch mißliebiger Arbeiter die Stimmung unter den �•'gacbeitern z».verbesiern'. Besonder« die Betriedsräl« daden sich der liebeoullsten Aufmerksninkeit dr» Herrn Reichs» un'missar« zu erfreuen. Nachstehende» Schriftstück mag für sich ">st sprechen: �werksckast de« SkelnkohkerArrgwerke« »Aerrinigl« Heien« und Anml»»'.' Esten- Bergeborbeck, den 12. Februar 1220. Herrn Mathia» Hertmann Essen-West. Gemäß den VerhariWimgen mit dem Vertrauensmann de» rr» Reickskommissar, Herrn Hamacher sind Sie tn unsere eiegschaf, wieder eingetreten unter der Bedingung, baß st« sich kommunisttschen Bewegungen enchiciSm uiü>, soll» Sw g'che vornehmen, endgültg au» der Bclegsckaft ausschieden. Bedingung haben Sie nicht befolg« und yaben«vir solch«» Herrn Reich» kommissar Severing mitgeteilt. Mit schreiben vom Lt. Januar rcttUt un» der Herr Reichskommistar Erlaubni», Ihnen zum 1. März die Arbe», zu kündigen. Reichskommissar fügt hinzu, daß. fall» Sie in der p'vischenzei« da» Geringste unternehmen, wir zur sofortig»' Ent» !?llnng brrecktigt sind. Auf Grund vorstehender Auksührunge» Endigen wir Ihnen hiermit zum 1. März lgLg. Zeche Helen« und Amalie. Dt« Direktion: gez. D-. Beiße!. . klkkerdirg» erklärte Severing dem Betriebsrat Lang« . üeniibe�«« habe da» betreffende Schriftstück nicht selber unter» �•«ben, sondern da» hätte sein Stellvertreter Schröder getan, - �«r könne die Entscheidung jetzt nicht mehr rückgängig machen. ,ui»«r einer Flut von Berleumduegen gegen di« Revot-ution zu verbergen, ist auch in anderer Hinsicht ein angenehmer Zeih genösse. LI» ihm nach dem Siege der Revslunon die Angst um sein bißchen Leben in» Gedärm geschlagen war, sah er sirch noch einem AiiÄandSpoß nm und suchte zu dic'em Zwecke auch Ver' bindung mit Milgfiedern de» Berliner VollzugSraie» Colin Roß erzählt in der Berliner Wochenschrift.Da» Tagebuch' dar- über, daß«ine» Tage» Herr Ludendorss sich durch ei in» Mittick»- mann um Besorgung eine» Paste» noch Sckiweden an kbn gewandt hätte, der dem KricgSverlierer die Flucht unter falschem Namen ermöglichen sollte. .Ich sag«« Ludendorss» Vertrauensmann mein« Bereit- Willigkeit �u, nachdem dieser mir erklärt hat!«, daß Ludendorss sich verpflichte, nicht» gegen di« Revolution und gegen di« neue Ordnung m Deutschland zu unternehmen.' Da Liidendorif vv« andere: Seit««inen Paß bekam, erübrigte sbch Colin Roß' Hilf«. Di« Tätigkeit des Ge:eral» nach seiner Rückkehr au» Schweden beweist, wie sehr ihm fem Ehrenwort am Herzen getegew. gesetz geregelt wird. Bis tmhin wird den UnterrichtZverwaltungen der Lander empfohsen, für ihren Amtsbereich«ine vorläufige Regelung für die Lehrerinnen unier Würdigung der Bestim- mungen der ReichSversassung zu treffen.' einer nannte» �Uuerh Scheid«mann ak» NebenNöger. In dem Verfahren gegen den Koichinann SonneiAeld. welcher die Bebaupdung aufgestellt hol. dma»n soll onch in dem bereit» anhängig gemachten Verfahren gegen de» Verfasser der Sklarz-Broschüre.Der R a t« e n k 3» i g der stch hchier dem P'eudonpin.S'ncton llpelair' venbirat. a!» Re- henk läger zugelassen werden, da� in der Bro'cküre Dchaupiun-'rn ül>>'r den früheren Min sterpräsidenien aufgestellt ssnd, welckie geeignet f«ien, Schecheenann in den Augen der Leser herabzu- setzen und verächtlich zu weichen. Neue Vrrsiimiiiluiigssprenanng In Hamburg Bei eine»' vom Monistendunde veranstalteten öffentlichen Vor. rage von Dr. Magnus Hirschfeld über.Ferl» und Höherpflonznug de« Menschengeschleckt»' kam f« zu Ruhestörungen. Im Saal wnrden Stinkbomben und Sprengkörper gefunden. Die Sicherheitspolizei stellte die Ruhe wieder her und verhaftete Iii Personen. Die.Berk. Volksztg." meldet dazu, daß sick unter den Verhafteten 7 Personen mit dem Abzeichen der Bahren» selder Zeitfreiwilligen befinden, die sich bekannilich auch an den antisemitischen Kundgebungen beim Moissi-Abend hen'orragend beteiligt haben. Ein WirtschoftSrnt de« Saargebietz bat sich konstituiert. Er betont den re.n w i r t s ck a k> I i ch c n C'h a r a' t e r seiner Aufgaben. E» wurde ein Sonderausschuß für tn« Lohlenfraze gebildet. Die vnternehmerverbklnde im b-letzten Gebiet(Rheinland und Pfalz) haben sich im Laus« der letzten Mniate zi gros-n zentral organisierten Regonalverbändeu zusammen» geschlossen. Poincarb v-rsitzender de« Wiedergutmachunglkommisssvn. Di« WiedergutmackungSlommisswn hat am Montag Poinrart Vreußlsche tanüesver'a! Sitzung vom LI. Februar. Da» Hau» setzte die Beratung über die Höchst, nietcnvrrordnnng fort. Der Abg. Leidig(D. vp.) will weder di« gesetzliche noch dl« sachliche Berecht gung der Verordnung bestreite», beziveifelt jrgoch, ob der richtige Weg eingeschlagen sei. Minister Stegerwald, der erneut da» Wort nimmt, schwächt seinen früher vertrrtcnrn Standpunkt wesentlich ab. Die Ab» sttmmnng wird eine namentliche sein und heut« slaltfinden. Hierauf wird über die Notlage der Bltpensionäre, Rentrnempfilnser usw. sow'e� über die Ausk>esserung«!i für Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und inSVesonder« auch uneheliche Kinder von Krieg Sgesallenen verhandelt. Alle Parteien waren Meinung über die außerordentli'che Notlage der ae« BevsIkrruiigSteile, nnc Genest« Dr. WeR feststellte. Er schöne Reden D» Er«mp'ehl« den RechiS-ozialisten, auf ihren Ainanzin'nister Südelu,» einzu» iviiken. daß die Schlösser der Hohenzollern di.'ien u> ch t zurückgegeben,-ondern in den Dienst der allge» meinen Wohtsahrt gestellt würden. Sämtlich« Anträge wurden angenommen. Im Anschluß daran kam un'er Antrag zur Verhandlung. di« D e z Ü g e der Ren e n r»> p i ä n g e r d e r I u v a I i v e n. und N n f a l l v e r f i ch e r» ii g den Ze.tverbältnissen ent» «prechend zu erhöhen und für die zurückliegend« Zeit«in« größer« einmalige Zuwendung zu gctoähren. Genosse Ehristanf« entwickelte ein dr-taillierte» Bild von der grenzenlosei Notlage der Reiiieuempsängec Er erkannte dankbar vi« Hilssaklion gewisser Menschei.frcund« und besonder» der dänischen Gewerkschaslen an, die sich der notleidenden Kinder angenommen habe, forderte sedoch, daß sich der Slaa: in erster Linie seiner sozialen Pslickt beivußl werden müsse. Die voll- ständige Abweicnheit der Regierung beweise aber deren großen Mangel an VerständiiiS in diesen Fragen. Unserem Antrag« wurv««inmüilg zugestimmt. iu Wirft««i ttudj Kerr» fjacdjig stZH WM MÄ tsiMmWiz jUA Kräsidi Plexi gewühlt. Dadurch wird«ist« Sltr- AuqvisI Befoei Zu seinem 60. Geburtsfag Freie l"2eli Ö Erschein: morgerrl MM Bnd WWWM. Volksbiilw� TbeatoT oni 7' U: DerJ-- Opsrnr.aus T�jftrs�i.Mssr S Uhr: D 2r Kronprinz i' rektion-::Ä>tCJJiiiä:dt mmi MÄL? 7i U.: SJ. SccdaBi; i;«nüeJ» AWLk ßlsle T Uh� ünterwess K'M? LckZMig'dM Kiirli'.raBo 7 Uhr: Hnm'.et (U. Ah eil»nK. II. AbenJ.) PZvÄltt»» Cv! Sclakuü—'lud' Sortancr Tlieatcr I. d. JEfelisrStzer SlraSe Vi 0: bc'.tU BWcttcrsxeln Vomier IsliiU» d, e-ü; schaf: fii. SchloB Wetterstete Sohl''h'nd: Zum UMaic: SCBr.is: Mcolo oder Bo i«*e taten S nug vT,: Jie WaBicriror. Apoä$&>T«)6feköi* _ Frieärlchstr 318. 71 Atiabendlich'Ii •f Sonntags Z'? u. J BßSiWf rsiiiiiiies Vatstii Prgratn�i! Tlti-ter om Fofdn» Tor Ted.: Morrtzplatz>4814. T.iei. 7» und lionntac oacitm, 3 Utir; Üls-Sfinser 9 ebeut. Mitsrl. der inr Siiitr. BKitiurea-EMart Votv. II-»>.4-uU* Rose-Theater 7vuhr:fi!iüiSc!ir(!fglgden Wisi�lilt-Thoftt« 7 Uhr: f'msfömch Hei! 3 MiitNsoch 71•» Uhr s�rr.Fskr.-Prm! e G�OhW. ßCMlMt e u Drahiseilkänstler. 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Nebenklägers zu Kapfialverschebungen nach dem AuS- t.Ca � r S u t informiert ist und der die sämtlichen 7«M!ÄsluchtSsachen bearbeitet. Der Staatsanwalt Wesserschmidt »" Auskunft gebe« über verschiedene Fülle, in denen Herr .rzverger ein« Rolle gespielt hat. Ich new-re � Ll den Namen Anwalt Thalberg. �Zeuge Erzberger: Ich kann natürlich eine derartig Beschuldigung auf keinen Fall auf mir sitzen lassen und den tat» dezu-egen bitten, sofort den Staatsanwalt Messerschmidt �°>e Behauptungen des Angeklagten zu vernehmen. Gleich- F"? beantrage ich den Geheimrat Dr. Pfeiffer vom Reichs- .onjminifteriiMn zu laden, der die Kapitatfluchtangelegenheiten iT�btii�t. ftA#/»rtTi-f m m triti» fvo+rr,-»/»« tA hrtÄ rr-ucuei. Ich kann immer nur wieder betonen, dah ich das "zendfte Interesse daran habe, daß dieser unglaublich« Vor. �ß die«Ji c u nd � Die lv »alte«.. .„der d« dem iirfi1 MC II«* llen düw en w"� jüt UNt� � nach jeder Richtung auf das schnellste aufgeLärt wird. � iltachdem noch verschiedene Geschäfte ErzbevgerS kritisch be» ?�et worden waren, wurde nach der MittagSparvse Staats- Mesferschmidt über die tum HMerich ausgestellten �yauptungen als Zeuge vernommen. lv o rf.: Wissen Sie etwas über 'tfctUgtmg de» Herr» Erzberger nt Geldverfchiebungku H dam Auslande? �TtoatSanwalr Messerschmidt: Ueber seine Beteiligung �«h nichts, aber«z liegt der Verdacht der Betzünftigung vor. z>.� lSlS ging eine Anzeige bei uns et» gegen den Schweizer �MSanwalt Dr. M-chaei Thalberg, der der Kapitalver» �dung noch der Schweiz für Deutsche beschuldigt wurde. Tat- 'ch konnten schon nach wenigen Tagen etwa 4L Millionen ».w."""w" icyon naey wenigen �agen etwa 4� iKtuionen Gelder, die auf Konten d«S Herrn Thallberg bei deutschen �»en logen, beM-lairnaliim htfrhfn. nansp SBeem« heu»r ri�tn hat. f; in unsk? i, fowi- tnrl"� tschaftl� iton. Uni' vergrö» notw«"' : dem® best-� logen, beschlagnahmt werden. Der ganze Betrag, den er n hat. mag etwa l» big 15 Millionen Mark betragen. »£fn Angeschuldigten gehören eine große Reihe vm Herren ti. ��rragenbe« Lebensstellunge«. Da» kommt daher, weil ' llavital flucht nicht ein Bergehea der Armen, sondern ein ver- der Reiche« ist. An der Sache ist auch eine Großbank »'"ligt, und ich muß sagen, daß auch gegen den Direktor dieser rin verdacht vorliegt. Dieser Direktor erklärte mir, ein verdacht vorliegt. Dieser Direktor erklärte �- Thalbcrg d« besten Beziehungen zu den Richter« habe, daß ihm diese gefällig gewesen seien. Er haz meines �jjdj de» Kanten Erzberger genannt. Anklage kein Glück habe, weil SN höhere» Stellen die Verfolgung der Angelegenheit nicht gewünscht werde. airdell, ;S lßU"' [»c von iac den. oe(lr «ß sie| rerfsi offiiW Verfahren würde sicher niedergeschlagen.»Sie müssen doch daß z. B. Exzellenz Erzberger in etnemjjet ersten Hotels ßt1nt und dort sechs Zimmer mn« hat. Wie hat Exzellenz S�arrgcr da? Geld nach der Schweiz hinüberbekommen?-— ' erklärt« dem Angeschuldigten und seinem Verteidiger, das tj-�e ja auch auf reguläre Art geschehen sein. Im übrigen beiVfc f.8. m'r ganz gleichgültig, ob ein« Exzellenz oder«in anderer ißt würden. Dann erhielt ich eineS� TageS cinen�Brief schönem Rechtsanwalt Kahn a u S München. Dieser t m a n n zu mir und sagte, er habe mit Thatberz gesprochen und Thalberg habe ihm erklärt, er habe durch den Baron OSkar Rosenberg mit Erzberger verhandelt und dieser habe ihm erklärt, die Sache werde nicht so schlimm werden. Dr. Helfferiich: DaS ist der Baron Rosmberg, der auch mit dem Abgeordneten v. Richthofen, so eng lräsrt ist. Staatsanwalt Messerschmidt fortfahrend): Das wird wohl stimmen. Auf meine Fege, wie Exzellenz Erzbcvger mit Thalberg zusammenkomme, erwiderte der Vizekonsiul Wei-mann, daß er Beziehungen mit ihm habe. Im übrige« war Thalberg spionageverdächtig, und«s war ihm verboten, nach Deutschland zu komme». Gleichwohl ist eS ihm gelungen, nach Berlin zu fal,ren, um angeblich dort mit dem Herzog von Aren- berg zu verhandeln. Er ist dam, rn Steifin beobachtet worden. Der Herzog von Avenberg war gar nicht in Deriin anwesend. Dafür ist er ober mit Frkcherrn v. Richthosen gekommen. Geheimrat v. Gordon: Welche DerdachtSmomente bestehen nun dafür, daß Exzellenz Erzberger an de» Balutaschiebungen beteiligt ist? Staatsanwalt Messerschmidt: Wenn Exzellenz Erz» bevger tatsächlich in der Schweiz war und mit Thalberz gesprochen hat, so ist es doch klar, daß er sich mit ihm über diese Dinge uniterhalten hat. Dr. H e l f f e r i ch: Ich habe nun an den Zeugen Erzberger einige Fragen zu richten. Ist dem Zeugen Rechtsanwalt Thal- berg näher bekannt? Zouge Erzberger: Ich haste mich mit Dr. Thalberg meines Wissens einmal getroffen. Daß er ein Freund von mir wäre, muß ich entschieden in Abrede stellen. Während meines Aufenthaltes im Llwzuft i« der Schweiz habe ich ihn nicht ge° troffen. Dr. Helfferich: Ich frage den Zeugen ans seinen Eid. Ich betone ausdrücklich, daß ich sehr gut informiert bin: War der Zeuge nur einmal mit Herrn Dhalberg zusammen und hat er sich mit ihm niemals in der Schweiz getroffen? Zeuge Erzberger: Es ist möglich, daß ich zweimal mit ihm zusammen gewesen bin. Aber ich etinnere mich genau. daß ich ihn das letztemal» als ich in der Schweiz war� nicht gesprochen habe. Dr. Helsfertch: Haben Sie nicht durch Mittelsmänner oder MittdlSfrauen mit Thalberg in Sterbindung gestanden?— Erzberger: Ich weiß nichts davon; ich Kaub« nicht.— Dr. Helfferich: Hat Ihre Fron nicht Herr« Thalberz{» seinem Burran i« Zürich eine» Besuch abgestattet?— Zeuge Erzberger: Ich weiß nicht; aber ich werde meine Frau danach fragen.— Dr. Helfferich: Bestehen nicht Beziehun. gen zwischen Herrn Thalberg und dem mit Ihnen geschäftlich zu» sammen interessierten Freihsrrn v. Richthofen?— Zeuge Erzberger: Herr v. Richthofen Hat mir Herrn Tholberg vor- gestellt.— Dr. Helfferich: Wie erkläven sich Ihre Konten in der Säßveiz?— Erzberger: Es handelt sich um politische Konten.— Dr. Helfferich: Sie und Ihr» Frau haben sich doch lange Zeit in der Schweiz aufgehalten? Di« habe» Sie Ihr Geld, da« doch auch«ach Hunderttausende« zählt,«ach der Schweiz bekomme«? Erzberger: DaS ist auf ganz reguläre« Wege durch die Bon. ken geschehen.— Dr. Helfferich: Ich möchte gern wissen, auf welchem Weg« daS geschehen ist. ES mte»ssiert mich ganz außer« oidentlich.— Erzberger: Dan« muß ich mich erst genau darüber informieven. Ich habe die Angelegenheit durch die Banken gehen lassen.— Dr. Helfferich: Ich muß sagen, daß ich es für schwere Svrruptia« halt«, wen» ein Finanzminister, der sich selbst gegen Geldverschiebungea in» AnSlaud sehr hestig eingeseht hat. persönlich Gelder da«« nach der Schweiz schafft. Hierauf wird Gehe im rat Pfeiffer� vortragender Rat im Finanzministerium vernommen. Borst: Ist Ihnen etwa» darüber bekannt, daß Herr Erzberger Kapital verfchaben haben soll? Zeug«: Davon ist Mir nichts bekannt. Erzberger: Wann haben Sie mir über die K api talve rschie bung, die Staats- anwalt Messerschmidt bearbeitet, Vortrag gehalten, und was ist dabei beschlossen worden? Zeuge: Es war am Tage der Valuta-Kommission(vorige Woche). Ich hatte von der Staats- anwaltschaft das Maierial im Falle THalberg erhalten und habe Exzellenz Vortrag gehalten. Ich habe dabei betont, daß die LmatSanwaltschaft mit großer Schärfe vorgehe, und daß im Zu- sammenhang mit dieser Affäre auch der Name des Herrn Mi- nister Erzberger genannt fei« Gcheimrat G o r d o n: Woher wußten Sie, daß mit dem Fall Thalberg auch der Name des Ministers Erzberger in Verbindung gebracht worden sei. Zeuge: Durch die Zentral-PostüberwachuugS- stelle, mit deren Leiter ich über die Sache sprach, war mir oer Name des Ministers genannt worden. Einer der Angc-� klagten soll in seinem Schriftsatz angegeben Hoben, daß Thalberg sich auf seine Bezieh mrse» zu prominenten Persönlichkeiten berief, und dabei sollen dir Namen Arenbergs uud Erg- berger genannt sein. Vors.: Damit find die Fälle der Ge- schästspoiitik wohl zumeist erledigt. öetriedsräte. Die VorberMuge« zur Dahl. Die Wahltermin« zw den Betriebsrätewahlen rücken näher und näher. Unsere Genossen müssen daher in den Betrieben überall ihre Vorbereitungen treffen. Es sind B e- triebsversammlungen einzuberufen, in denen alle auf die Wahlen bezüglichen Fragen zur Erörterung stehen müssen, denn es ist vorteilhaft und trägt mit zum Erfolg bei den Wahlen bei, wenn alle Wahlberechtigten über die Einzelheiten des Wahlvorganges genau unter- richtet sind. Die Vertrauensleute tun daher gut, sich sachkundiger Referenten für die Betriebsversammlungen recht- zeitig zu versichern, die chnen durch ihre Gewerkschaft. durch das Parteibureau oder durch die Z e u t r a! e der Betriebsräte. Münzstraße 24, vermittelt werde» können. Es wird sich empfehlen, Kleinbetriebe zu gemeinsamen Versammlungen zusammenzuziehen, damit die Arbeit bewältigt und wirklich jeder Betrieb erreicht werden kann. Auch zahlreiche Mittelbetriebe dürften sich zu gemeinsamen Versammlungen vereinigen können, wobei indes darauf zu achten sein wird, daß in den kombinierten Versammlungen stets nur Betriebe des gleichen Produk- tionszweiges zusammengefaßt werden sollten. Die Vertrauensleute aber müssen sich in die Vorschriften der Wahlordnung selbst sorgfältig einarbeiten, damit sie in die Lage kommen, den Wahlvorgang genau leiten oder doch wenigstens überwachen zu können. Wir haben in einigen kurzen Erläuterungen einzelne Fragen der Wahltechnik versucht, den Genossen Fingerzeige zu geben. Mehr zu tun ist in einer Tageszeitung nicht möglich. Die Genossen müssen sich daher bemühen, mit Hilfe der in der „Freiheit" gegebenen Hinweise in die Dinge einzudringen. durch sorgffältiges Studium der Wahlordnung oder a&ct, in den Kursen der Räteschule Aufschluß über Unklarheiten zu suchen. v Alle diese Arbeit muß schnell getan werden. Wenn cS zur Wahl geht, dann müssen alle Fragen geklärt, alle Lorbereitungen vollendet sein. Rur so i st ein E r- folg der Listen der revolutionären sozia, listischen Betriebsräte möglich. Eia GugestSkdvis. Seit mehreren Tagen haben wir wiederholt auf jenes Flug» blatt von der Bezirksorganisation und dem gelblichen Voll- zugSrat der S. P. D. hingewiesen, daS als erste Aktion eines politisch orientierten Wahlkarnpfes die Wahlbewegung für die Betriebsräte eröffnete. Nach langem Zögern geht der „Vortoarts" heute endlich auf das Flugblatt ein. Wir wollen, schreibt das Blatt,„die S. P. D. für das Hineinziehen der Politik in die Betriebsrätewahlen verantwortlich machen", indem wir auf das Flugblatt hinweisen. Wenn das heißen soll, wir wollen die Derantwortuuz für irgendwelche Vorgänge von uns auf andere abwälzen, Jimmie higgms. «nsiftu inen Ü"- ffinü'' i ig. u' >[ hung It n* den." «« i ng teten HC< rde» Wfl W »»--5 Ida 1 g" � ftl ln-iuN" ruh"" ng o>> oor. zen, l"! pilb ntat jji" >1�2 l em W 0 öU« i tft � hafHül s�'M m � Roman von Uptou Sinclair. dem Manuskript übertragen von Humynia Zur Mühlen. III. Nmmie wurde inS Gefängnis zurückgeführt. Major lLi|y*_____....______ �___ ff____, der ein gerechter Mann" war"und Gesetz und Ord- Zu seiner Religion erhoben hatte, gab strengen Befchl. � Gefangen« dürfe nicht mehr an den Daumen aufgehängt �toen. Ez war freilich äußerst wünschenswert, zu er- juV***, wer die bolschewistischen FlugbläKer gedruckt habe. dürften zur Erreickwng dieses Zieles nur jene Strafen gewendet werden, die offiziell von den Armeeautoritaten �.'geheißen waren. In der Art, wie sie in den Disziplinar- �sacken von Fort Leavenworth angewendet werden, wo die tofin feigerer aus Gewissensgründen die Probe bestehen �''en. ob sie tatsächlich ein weitherzigeres Gewissen haben, wre eigene Regierung. �»js�kehrte Jünmie in fein unterirdisches Verlies zurück. Stunden am Tag wurde er mit einer eisernen Kette » ,U a« � Elsenring gefesselt, daß seine Füße kaum den �®n berührten, und so hing er und erprobte sein Gcwiss?u V � S."«-Myiicil, UllV[V y MV« GL—---... 3" w wirklich lange nicht so stark war. wie es hätte fem Jimmie hatte Stimmungen schimlosesten Selbst- uerns. folternder Zweifel. Er wollte dies gern, vor iVliCLUUCL V>4, wav-e 0~~'-. %h«u Kerkermeistern verbergen, doch lauschten sie an einem ."olt V— o—... JUai-m Omorf fi/iH* fltt- m der Tür. den der Zar zu diesem Zweck hatte an- U,* lassen. Er konnte geschlossen werden, wenn der Ge- »in. � unter der Folter aufbrüllte, und geöffnet werden. baß der Zelleninsasse es merkte. h �rkins hörte Jimmie schluchzen und wimniern, mit üvin�t und anderen Leuten sprechen, die„Erdbeere und Bill" hießen;" er fragte sie,' ob auch sie so furchtbar %nr.bitten und sich das Ganze wirklich lohnte, ob esder W �ann -wilder Bill" trugen. V«y ronnien ,« nian kyn.; der wilde Bill hatte sich an einen Ort gerettet, zu . � eÜUsssj hes"------ c* fmm Doch konnten sie nicht gefuilden und der Erdbceren-Curran stand eben zusammen mit einer Anzahl anderer Internationalisten vor einem kalifornischen Gerichtshof. Feldwebel PerkinS hatte bei feinem Ringen mit Jimmie einen großen Vorteil: Jimmies klägliche Seelenschwäche war ihm offenbar»!-während Perkins Seele vor Jimmie ver- borgen lag. Jimmie wußte nicht, daß PerkinS von Wut und ein wenig Angst gequält wurde. Was zum Teufel waren diese Ideen, die einen armseligen kleinen Prole- tarier starker machten als seine Bedränger? Und wie konnte man verhüten, daß dies« Ideen sich ausbreiten und die be» hagliche, geordnete Welt zerstören, in der Perkins lebt, und in der er bald zu avancieren hofft? Am Tag nach der Gerichtssitzung, die doch ein tiefes Geheimnis war, gerieten die Armeeautoritäten in großes Erstaunen, da sie-an ver- schiedenen auffälligen Stellen ein in englischer Sprache ab- gefaßtes Plakat erblickten, des Inhalts: „Amerikanische Soldaten! Wißt Ihr, daß einer Eurer Feldwebel gefoltert und zu zwanzig Jahren Kerker verurteilt worden ist. weil er versucht hat, Euch mitzuteilen, wie die Bolschewiki den deutschen Kaiser bekämpfen? Wißt Ihr. weshalb Eure Heere hier sind? Weil die Regierung des Zaren den französischen Bankiers sieben Milliarden Dollars schuldet! Seid Ihr berett, in den Tod zu gehen, mn daS ruf- sische Volk zu zwingen, diese Schulden zn bezahlen? Ist es Euch recht, daß Eure Kameraden gefoltert werden. damit Eue» der wahre Sachverhalt verborgen bleibe." Natürlich lasen die amerikanischen Soldaten daS Plakat und wollten wissen, was daran wahr sei. Und gar bald ent- stand das Gerücht, daß jedes Wort auf lauterer Wahrheit beruhe. Etliche Leute besaßen noch? die von Jimmie ver- teilten Flugblätter, welche jetzt viele Leser fanden. Gar bald kannten unzählige Soldaten den Inhalt und debattier- ten über die Frage der Verwendung amerikanischer Heere, um in fremden Ländern die soziale Revolution mederzu- schlagen. Archangelsk war kein angenehmer Aufenthaltsort, besonders seit' der Winter nahte; die Mannschaften be- gönnen zu murren, und letzt Hatten sie einen guten Vor- wand! ■*: IV. Die ÄuioritÄen dieser Expedittan hatten gegen einen ".jttWMsik. da* WW aaöJ»a feww« Armee der Weltgeschichte verspürt worden war. Der Höchsb« Kommainidierende des Heeres, der die Politik-und die mora- Wilsche Verfassung bestimmte,'ließ sich zu Brandreden und gewagten Aussprüchen hinreißen, die gesähstliche Ideen in den SvlldatenWpfen hervorriefen. Disziplin u-nld Moral untergruben. Der Präsident hatte an eine Körperschaft Amerikas einen Bvisf gerichtet, in dem er schrieb:„Tie Arbeiter Amerikas leben in idustrieller Sklaverei": außerdem erklärte er immer wieder, sedes VoSik habe das Recht. seine eigene Regierung xu währen, über sich selbst zu be- stimmen, ohne daß sich jemand Anemmiffchen dürfe. Und derartige Worte sprach er, während das amerikanische Hoep die Russen bekriegte, die sich gegen die„industrielle Vor» sklavung" in ihrem eigenen Lande erhoben hatten. Eine Armee«st eine zu/Kampfßwecken erbaute Maschine. Jedermann der ins Heer tritt, nimmt gor bald dessen Ton an,— die abgründige Verachtrm'g für alle Politiker, ins- besondere für die briefeschreiibende, vie'lsiprechen'de Abart, für die„Idealisten".„Träumer"...Dhemetiler", die üickst begreifen können, das Geschäft«des Menschen sei Schlachten zu schlagen und ztz siegen. Alle Offiziere des alten Heeres, die m West-Point anzogen waren und die Tradition der Klaffen- Herrschaft im Wut bette«, hielten sich fiiir eine besondere Rasse, glaubten, der Gehorsam gegen sie sei ein gottgegebe- ncs Gesetz, und die neuen Offiziere stammten größtenteils aus wottjthabenden Kreisen und hatten kein Verständnis für Menschenrechte._ Es behagt ihnen keineswegs, einen vnzi- fistischen Kriegssekretär zum Vorgesetzten zu hoiben, den der „Präsident-chsöchstkommaTÄbierende" eingesetzt hatte, und sie veriborgen ihre Empörung nicht, wenn dieser pazifistische Kriegsisekretär betreffs der Dienstverweigcrer ans Gewissens- gründon Befähle erließ, die aus Sentimentalität und Theorie gegründet waren. Deshalb erlaichte sich die Heeresmaschin«. diese Befehle ihren eigenen Ansichten gemäß auszuführen. Je tveitep entfernt die Kanzlei des pazifistrschen Kriegs- sekretärs war, desto mehr veränderten sich die Befehle, und derart war Aas Phänomen möglich, baß den armen Jimmie so sehr verwirrte— die Politik ehrlich menschlicher Pazi- fisten in Washington wurde in Archangelsk von einem Komitee Pölizeisergeauten gehän�häbt,'die in einer Schule der Korruption und Grausämkeit herangezogen worden waren: von einem Ex-Einbrecher � Und Rairfbold, einem Anhänger Tamnnmy Halls uNd vineW rMMch-kaibplKhep Autgmvten. � � r.'< |b ist Jfo? n r H'i riMg."Unser HlniveiS auf �aS FluMaU dimte nur dem Zweck, die Heuchelei jener Demagogen aufzudecken, die uns und unseren Genossen in den Gewerk- schaften einer Sünde bezichtigen, diesie selbstbegan» gen haben, wobei wir indes betonen möchten, daß w i r in der Führung eines politisch orientierten Wahlkampfes keine Sünde, sondern unter den gegenwärtigen Verhält- pissen einen unausweichlichen Zwang sehen. Um nun aber seine Hintermänner gegen unsere jßor- ihaltung in Schutz zu nehmen, schreibt der �vorwärts" jolgendes: .Der Dokkzu gSrat der auf dem Svdeu der G. P. D. stehenden Arbeiterrätc war wiederholt an die Gewerk» ffchaf tS komm i ssion herangetreten und hatte Vrrhand» lunyen mit beiden Parteien(S. P. D. und IL©. P.) vorgeschlagen, um die Aufstellung einheitlicher Gewert. schastSlisten unter Vermeidung von Parteilisten herbeizu- führen. Die unabhängige Mehrheit der GewerkschastSkommis. siou lehnte nach vielem Hinzögern diesen Vorschlag ab,.da man um politische Wahlen doch nicht herumkomme." Da stimmt etwas nicht, verehrter.Vorwärts"! Der Gewerkschaftskommission ist weder von einer solchen Anfrage des gelblichen Bollzugsrates, noch weniger aber von einer solchen Antwort erwas bekannt. Wie konnte die Gewerkschaftskommission. die sich doch in ihrer Mehrheit vor einigen Wochen, als die Gestaltung der Kämpfe noch nicht so genau zu übersehen war, für ge- werkschaftliche Listen entschieden hatte, eine solche Antwort geben? Richtig ist dagegen, daß sich Herr Vrolak alS Be «uftragter des VollzugSrats der S.P.D. an Herrn Kor> fften— der unseres Wissens noch nicht die Gewerkschafts- kommisston darstellt— gewandt hat, um eine Vereinbarung der vom.Vorwärts" gekennzeichneten Art herbeizuführen. Welche Antwort er darauf erhalten hat, ist uns nicht bekannt. Daß K ö r st e n jedoch die vom„Vorwärts"— in Anführungszeichen, also als wörtliche Wiedergabe— wach- gedruckte Auskunft erteilt haben soll, das glmrbt doch der »Vorwärts" selbst nicht. Der.Vorwärts" aber fährt fort: r'.Die Absicht(der gar nicht bcsragtvnemerksn, alle über 18 Jahre alten männlichen und weiblichen Arbeiter und Angestellten. Berichtigung. In Nr. 46 der.Freiheit" machten wir Angaben Tellstteik im Bäckergewttbe Ervß-Bcrlin in Sicht. Die in den Großbäckeroien beschäftigten Bäckergesellen Holben am 15. d. M. das Angebot der Brotfabrilanten als ungenügend und nicht der GerechtiAeit entsprechend, abgelehnt. Hatten doch die Drotfabrikanten nur zugestanden, denselben Arbeitslohn wie die 5dle!ntbetr:ebe zu zahlen, trotzdem das Arbeitspensum des einzelnen Arbeiters bodoutend höher und durch die teilweise vor- han&encn maschinellen Einrichtungen nicht ausgeglichen wird. Falls, was nicht anzunehmen ist, die gesamten in Betracht kom- inenden Betriebe eS zum Kampf kommen lassen würden und dem- zufolg« deren Produktion aussetzte, würde di« Versorgung der BevöAerung dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen, da dieser Ausfall durch die Kleinbetriebe mit hergestellt werden könnt« und wird, da ja nur ein Drittel des Bedarfs betroffen wird. Für das Publiium würde sich nur ergeben, das Brot nicht au» den Vorkost- und sonstigen Geschäften entnehmen zu können, sondern die» au» dem Bäckerladen zu beziehen. Wegen deS Erlasses des ReichSwähnministerS hat stch die Ver» lvndsleltung in Verbindung mit dem Gerne rlschaftsbund mit dem NeichSwehrmsnister in Verbindung gesetzt und ist daS Re- sultat der stattgefundenen Unterredung nachstehender Bescheid, der den BvodfabrÄanten zum Bewußtsein bringen wind, daß ihre Kalkulation auf diese Verordnung verfehlt ist- Der NeickSwehrmimster Persönlicher Stab. Berlin W. 10, den 2L Februar 1920. Bendlerstraße 14. Zu den von feiten des GewerikschastSbundeS gegen die Verfügung deS LberkammandoS Nosk« vom 16. Februar 1920 geltend gemachten Bedenken hat der Herr Raichswehrminilster mich beauftragt, nachstehendes zu erklären: Einer Stillegung der gesamten Brotversorgung Berlin» könne nicht ruhig zugesehen werden. Bei den augcnbllcklich schwebenden gewerkichaftlichen Verhandlungen im Bäckereige- werbe betreffen die Differenzpunble jedoch nur einen Teiil der Betriebe. Der Herr N e ichswehrmi niste r denkt gar nicht daran, sich schützend vor di« Unternehmer zu stellen. Er wird stch deS- halb lin die jetzigen AuSeinaickersetzungen nichteinmlschen. Sollte da« wider Erwarten in einem späteren Zeitpunkt doch erforderlich werden, so wird es erst geschehen, nachdem sich der Herr llierchÄwehvimnister mit dem Herrn Abgeorbneten Legien und dem Vorsitzenden de» Verbandes der Bäcker und Konditoren tn» Einvernehmen gesetzt hat. gez. Rausch, RSferent im Reichswehrnriniffkerlum. .„Die Gesellen der Betriebe werden nun zeigen, daß sie ge- wlllt sind,-hr Rech: zu bchaupten. Gleichzeitig appellieren st- aber an die Einsicht und SolldavitätSbokundung der Bevölkerung. Drohender Ausstand in der Arznei- und Verbandsmtttel- Versorgung. Mit dem DerAner Apolheker-Vevein, dem Aribeltgeber-Derein de» Chemischen Großhandels sowie dem Arbeitgeber-Verband der Verband Smittelhersleller hatt« der Deutsche Transportarbeiter- V«rftnrnd, Chomifche Branche, im Laufe'de» vorigen Jahre» Tarifverträge getätigt. Diese Verträge wurden»um Jahresschluß bzw. zum SL Januar 1920 ordnungsmäßig gekündigt. Einen Schiedsspruch des EchtichtungSauSschusseS lehnten die Apotheken- befltzer ab. Für den Chemischen Großhand«! und Mineral» öle und Fette wurden die Forderungen im Anfang Januar einigere. cht, erst am SO. Januar konnte es zu einer Verhandlung kommen. Nach zweimaligen Verhandlungen vor dem EchlichtungS- ausfchuß kam«S zu einem Schiedsspruch Auch in diesem Falle wurd«� der Schiedsspruch seitens der Arbeitgeber abgelehnt.. Für die Berbandsftoffbranch« liegen die Verhält- nisse noch krasser. Am 19. Dezember 1919 wurde der Vertrug gekündigt und am 5. bzw. 10. Januar die Forderungen ein- gereicht. Nach zweimaliger Vertagung soll am Mittwoch«ri dritter Termin stattfinden. Wir riuifen die Aribeitnehmerschast dieser drei Gruppen auf, am Donnerstag, den 26. d. Mi»., abends 8 Uhr. in den MufSerfälen, Kaifer-Wilhelm-Str. 81 zur Versammlung zu kommen. Diese Versammlung soll ent- icheiden. n>zS weiter zu geschehen Hai. Die VerbandSleilung und die LvhnkominiMon können di« Verantwortung nicht mehr tragen. Bedauern müssen wir eS allerdings, daß die Regierung gar keine Machtmittel in der Hand hat, derartige reaktionäre rückständige Unternehmer in Raison zu bringen. Tarifbewegimg der Staats- und Ge�eindearbekter. Die Generalversammsung der Staats- und Gemeindearbeiter befaßt« sich Dienstag eingehend mit dem neu einzureichenden Tarifentwurft Der neue Tarif soll vom 1. 4.— SO. 9. Gültigkeit haben. Neben einem Grundlohn soll eine monatlich festzusetzende sich den TeuerungSverhältniffen anpassende Zulage treten. Sl« Grundlohn werden nach den Entwürfen der Verwaltung für Arbeiter Stundenlöhne von 4,20—4,80 M, für Arbeiterinnen 3,20-— 3,70 Mk., Jugendliche 2,00— 3,20 Mr. Für jede» Kind unter 16 Jahren wird sine Zulage von wöchentlich 12 Mk. ge- fordert. Für Schwerarbeiter wird ein« besondere Zulage ver- langt. Die gesvrderlen Zuschläge für Ueberstunden betragen 8314 und ß&ü Prvz. Frauen, die biefelb« Arbeit wie Männer le sten. sollen genau wie dies« entlohnt werden. Die Verhandlung». kommission setzt sich aus 10 Vertretern des Staats, und Ge- moi n d carbe itar-Ve rbcmtes, 3 des TrvnSportaribeiter-VerbandeZ. 3 des Metallarbeider-Verbandes, 3 der Heizer und Maschinen und 1 de» Gärtner-DereinS zusammen. Zu der Tariskündigung war eine igrvße Anzahl von Abände- rungSvorfcklägen eingereicht, di« nach eingehender Debatte der Tarifkommission als Matevial überwiesen wurden. Verschmelzung der Verbände der Sattler und Tapezierer. In einer allgemeinen Mitgliederversammkunq de» Tape- ziere r»Verbandes, Verwaltungsstelle Berlin, die am MoMag abend im Gewcrkschaftshause stattfand, widmete Koll. Max Müller dem kürzlich verstorbene« langjährigen BerwaltungSmitgliedv Gustav Schüler einem warme« Nachruf. Zum ersten Punkt der Tagesordnung. Statutenberatung, gab der Verbandsvarsi tzende Fritz Gerhardt den Ver cht. Nachdem die Sattler auf dem Verbands age und die Tapezierer durch Ur- abstimmung beschlossen hatten, beide Organisationen zu«jner gemeinsamen zu verschmelze«, haben die Hauptvorstände der beiden Organisationen gemeinsam««inen Statutenentwurf ausgearbeitet. Di« Berliner Ortsverwaltung der Tapezierer legte der Mit- gliederversaminilung zu diesem Entwurf einige AbänderungSvor- 'hläge vor. die nach kurzer Beratung ar'emommen wurden; die- selben werden jetzt al° Antrag der Berliner Verwaltung dem Hauptvorstand unterbvoitet. Zu der laut Tarifvertrag am IS/ März vorzunehmenden Lohnregulierung wurde beschlossen, für männliche wie weibliche Teuenmgszuschlage für Hanbelshilssarbelter in der Ledcrbranche. Eine am 19. d. M bei Wilke, Sebastianstraße, stark besuchll Mftgllederversammlung des Deutschen Transportarbeiter-Ver> 'inudes der Hausdiener und Packer nahm Siellung zu dem Ver- handlungSergebni» mit den Ambvilgeber-Verbändcn zwecks Ge- Währung von Teuerun�Szuschlägen. Stach viner lebhasten AuS- spräche, bei welcher fast allgem«.ln die Zuschiäge der Zeit entsprechend alS zu gering bezeichiset wurden, wurde eine Resoluticn angenommen, die der VerjammlungSiomimsston ihre Anerkennunz ausspricht für die feste Haltung, welch« dieselbe den Unternehmer» gegenüber bewiesen haben. Ferner wird darin gefordert, daß die Wirtschaftsbeihils« noch nachgezahlt wird. Die von den Untcv nehmern ba villi gl en Zuschläge werden für zu gering erachtet,>» Anbetracht der schweren wirtschastlichen Lage sind die Handelt- Hilfsarbeiter aber gezwungen, die von der VerhandtungSkommisji»» zugestimmten Vorschläge anzunehmen. Gegen ein« Minderheit wurde die neue Regelung der Tarif' löhne anerkannt, welche nunmehr folgendermaßen lauten: Für die Zeit vom 1. Januar bis 80. März 1920 worden den zur Zeit det Vertragsabschlüsse» beschäftigten Hausdienern folgende Teue- rungSzufchläge zu den Tariflöhnen gewährt: an jugendliche männlich« ArbeiiSkräfte von 14— 16 Jahre 9 Mt, von 16— 18 Jahr» 18 M., von 18— 20 Jahre 27 M.. an männliche Arbeitskräfte übet 20 Jahr«, ledig, 4L M., diesebben verheiratet ohne Kind 47 M-, dieselben verheiratet mit Kindern 52 M., weiblich« ArbeitSlrässt chatten 35 Prozent dieser Teuerungszuschläge. Betriebsräte, Arbeiter, und AngestelltenauSschüsse der Cbemb schen Industrie! Keiner der genannten Funktionäre versäum« in di« heute abend 7 Uhr im Rosenthalerhof, Rosenthastl Straße 1ftst2, stattfindende Funktionärversaunnlunn 5" gehen» Die Schneider und Zuschneider der Berliner Hrrrea-, Knaben-, Gummimäntel» und Fantastewesten-Kenfettion nahm«» am Sonntag, den 22. Februar, in einer überfüllten Versammlurtj in den Musikersälen Stelluno zu dem gefällten SchiedSsprug des SchlichtungSauSschusseS. Im Referat de» Kollegen Fisch*' wie auch in der scharfen Diskussion wurde bedauert, daß«S nio möglich war, die Löhne so durchzubringen, wie sie gefordert wares Scharf kritisier! wurde auch, daß der SchlichtungLauSsebuß nu?' die Einsicht hatte, die Löhne der Teuerung entsprechend zu 6" stalten. In der Abstimmung wurde der Schiedsspruch angenoM' men. ES erhalten demnach: Zuschneider 240 M., Zuschneiderinnen t50 M., Tag schnei der 210 M., Näherinnen 140 M., alle im Zem lohn beschäftigten Schneider 225 M„ Etückschneider Zuschük 125 Prozent ab 15. Februar. Die Versammlung behielt sich voc, im gegebenen Momeir. ihre Forderungen neu zu formulieren und mit oller Macht zum Durchbruch zu bringen. Mit«in«� warmen Ruf an di« Kollegenschaft, für die Organisation werben, wurde die imposante Versammlung geschlossen. Die Böttcher ßsrotz-BerllnS stellten In ihrer letzten fjj gl!ederversamml>ung, am 22. Februar, di« neu« Lohn Vorder«*! auf, und zwar werden auf die zur Zeit bestehenden Löhn« vo» 3,25 M. und 3,50 M. pro Stund«, zuzüglich 25 M. Teuerung zulage wöchentlich, ab 1. 4. 1920, 50 Prozent Aufschlag gefordert Di« Verhandlungskommission wurde beauftragt, de.« neuen TaA ab 1. 4. 1920 al» laufend und von beiden Verträgst« ilea f 14tSg!ger Kündigung abzuschließen. Ausgesperrte der Knorrbremsr! Die Auszahlung der Unterstützung finde» heut«/ Mittwoch, von 11 bis 12 Uhr � Bunge statt. Achtung Riebe, Weitzense«. Mittwoch, dem 25. A 20:«J hol u ng von Formularen im folgenden Lokalen von 4— 6 W nachm.. Jastistr. 7. Musik. Fuchs, Masche, Weißcnsee, Allee 254 und bei Winkel sessm, Adolsjtr. 17. Am Freitag,?, 27. 2. 20, nachm. 4 Nbr: Betr.-Vcrsamml. Musikcr'äl«, Neue», daS seinen übevkommenen Anschauungen auS patrw tischen Urvätcrzeiten durchaus widerspricht., � Das hat zur Folge, daß di« Landarbeiterfchast di«lfa zialiSmu», nach der Sozialisierung von Grund uns Bode» � allen Produktionsmitteln versteht. Und weiter, daß sie sist zu leicht für die reaktionären Zweck« der Junker>,# Klassengenossen in Fabrik und Werkstatt mißbrauch«»...uA' Unbedingt �notwendig ist daher die Propagierung veS sozial» jjp revolutionären Gedankens auch unter dorn Landproletar>at-.„j, flvbeitofchaft kann auf seine Hilfe zur Durchfuhrung der alen Revolution nicht verzichten. Durch die TageSprcsse allein ist eine wirksame Ltl der Landarbeiter nicht möglich, weshalb sich di« Zentral" 5 oer U. S. P. D.«nlschlossen hat, zur Agitation auf d«n-.rf nne eige-ie Landarbeiterzeitung, den.Lnndboicn' � geben. Da» Blatt erschein ab 1. März d. I. monatlich' ,it soll pro Nummer 10 Pf. kosten. Es wird die Jntercst�.� Landarbeiterfchast auf» energischste Im Sinne de» revolut'-" zst Sozialismus vertreten und muß deshalb in sie Hänv« � Proletarier auf dem Lande gelangen.- Redakteur de» � Organs ist Genosse Marchionini-Lelpzig, den Druck und besorgt die Leipziger Buchdruckerei A.-G. Bestelliinge» üterall an d'e Bezirksleitungen unserer Partei zu richte tjil Möge 5.r UZandbote" recht bald in alle Dörfer gelangen,«m so sein Teil zur. Vereinigung de» tariots in Stadt und Land zum Ä'ampfe gegen �5 samen Feinde, Reaktion und Kapitalismus, beizutragen! i!»» Genosse auf dem Lande muß ihn lesen und verbreiteAr ifygibjiffitmxl k&i kvösWM m tieauiL� Wer die Zahl der BetriebSratSmitgliede»- nach der Summe der Kolkegen«in« lOOprozenlige Ausbesscrung der jetzt geltenden-aril» lw&M Mfe WL-Mtsen.. M heM liZAMmjätze zu jo�epZ,�"-' M M EllernheiralgWahle«. Weitere Wahlresultate. Dahme(Mar?) U. L>. P. Svtze, NechtSsoz. S Sitze, Bürgerl. ® E i tze. �Äittenau. Borsigwalde 1. Temeindeschule: VL. S. P. D. v sitze, S. P. D. 2 Sitze, Sfiriftl. 2 Sitze. 2. Gemeindcschuie: u S. P. T ü Sitze. S. P. D. 2 Sitze. Ctzristl. 4 Sitze. 8.©emeinbcftfiule: 11 S. P. D. 4 Sitze. S. P. D. 2 Sitze, «WftL 6 Sitze. Miticlschule: U. S P. D. 2 Sitze, Christ!. » sitze Ecwäblt haben durck-schnittlich 50 Prozent Fricdrich'se.de. 1. Volksschule: Wah'bcrcchtigt 1205, ab» K-gebene Stimmer. 503, ur.e.ültig 10. U, S. P. D. 24?<10 Z??an» »atet, S. P. D. 135<5 Mandate), Bürgerliche??(3 Martdate), Lentrum 29(1 Mandat)— 2. Volksschule: Wahlberechtigt 733, Abgegebene Stimmen 288. U. S. P. D. 124<5 Mandate), f P. D. 52(2 Mandate). Bürgerliche 54(2 Mandate), Zentrum 43 l- Mandate). Bohnsderf sDelkow). U. S. P D.: 130 Stimmen<4 Man» bäte): S. P. D.: 57 Stilmncm(1 Mandat); Bürgerliche: 50 Stirn» "�n(2 Mandade). Versammmlungen. 3. Dlsiltft. fiftite abend 714 llhr, Schulaula, Mittenwalder Strasse 84: Elternvcrsammlung. Neferentin: Den. Slise Beck. V-erzu sind sämtliche Kandidaten und die Wahlvorstände be» sondcrz eingeladen. 12. Distrikt. Donnerstag abend 7 llhr: Versammlung fümt» ,:(rer Kandidaten und der in die Wablvorstände gewählten Ge» °oil-n in der Aula. Pappcl-Allec 41/42. Allerlei Erbliultches ans der Verl ner ßomniune. Dah eS In den Dienstellcn der Stadt Berlin, die die �bensmittcl und Krankenernährung zu verteilen haben, nicht so i�lleht, rvie eS unbedingt sein müjzte, haben wir schon«ini�e Mole feststellen müssen, ohne dctz eS die betreffenden Dienst- stcnen für i.ötig befanden, sich zu den Feststellungen zu änhern. 8b>r erinnern nur an di« Zustände auf den Kartosfclbahnhöfcn uod ag tzjx Tatsache, dag Jnlaiidfleisch zu Auslandspreisen an J�e Bevölkerung verkauft worden ist. Tie Herren haben schein- vor. ein sehr d.cke» Fell. Wir fordern aber nochmals nachdrück- uchlt, daß korrumpierte Bcauite usw. rücksichtslos zur Nechen- aft gezogen werden, ebenso fordern wir� dag die Ocfsentlichkeit rüber orientiert wird, was»intcrnommcn wurde auf unsere tlühcrcn und jetzigen Feststellungen hin. Heult gehen unS folgende Mitttilu-ngen zu: .Der MagistratSrat� M i e r s ch hat an seine IS. 2�1.»» 82.. S-Zentner�Osenkarle, 10-. 20.» 0 40. viuyiiirmeeai an i c c i a; gai on leine Herren «oucgcn, alles chöhere Beamte wie MagistratSrätc. Magistrats- �iesforrn vervielfältig!« Bestellzettel verschickt, die zum ?�uge von gerösteten Bohnenkaffee von 10 Mark da? KU» bkleclu igten. Wo kommt der Kaffee her? Warum kriegen ärmere Leute ""e MagistralSbeamte keinen Kaffee zu solchen Preisen? . E-ive Stenotypistin, die alz ArbertzSwillig« in der Zucker- W�ywng wäbrend des Streiks«umstellt ivi» de, konnte sich ?! Pfund Näbrsciokolade zu obigem Preise kaufen. Die Dame � frsix geschäitSlüchlig, denn von den 20 Tafeln Schokoladt �'kaufte sie gleich II weiter für iuSgesiunt 85,75 M., so daß »llso Ö Tafeln Schokolade für 25 Pf. ntvorben hat!«. Ist die Dame so sehr pflegebedürftig? Kann der Stadt. wyilray Newnnin di« Nä-brschokoiadc, die für die unte crmährXn � blutarmen Kmdtr bestimmt rst. einfach verlaufen an Leute, " ihm mehr ober weniger nahe stehen? Herr Oberinspektor Lorenz von der Fleischversorgnng hat j" Vlänzend verstanden, Angestellte, nnlcr ibncn die Obmännin «?..Pug:stellien-AuSschusfcS. abzuschieben, weil sie nicht nur ihre �sticht erfüllten, sondern sich im Interesse der Allgemeinheit dar- "�ikümmerten, daß Mißstände behoben werden sollten. Die»in- ""isenen Mißstände bestehen darin, daß sei« Monalen die Fleisch- . �en, die die Schlächter abliefern müssen und nach denen sie �fert werden, nicht nachgezählt wurden. Lediglich unzu- 'hende Stichproben wurden vorgenommen. Wiederholt werden �cke vM Marken ohne jede Stichprob« und ungezählt einge- ''«mpft. Angestelltcn.AuSscbnß darauf aufmerksam gemach», ruarte der Obcrinspeklor, in seine Angelegenheit lasse er sich M hineinreden, er übernehme dafür die Verantwortung. . Innerhalb sechs Mona!« wurden so, sow�i cS sich überhaupt Wli-etP„ T:ffv C6fT 03 �frtner Frisch ohne Marken ausgegeben. . Viele Personen werden chne Abaab? von Marken mit Fleisch br&L"1- angeblich auf Verfügung des Magistrat». Der Reichs- pr-is.dent Cbert erhält außer Fleisch für sein« Umgebung x�ntlich 15— 20 Pfund Fleisch. Dasselbe Quantum erhalt der H t nl;.r?r5flh'n! Dauer. Wesentlich..wehr»hielt E eaf Berfasser ei«," sofortig.» Awifchlußverfahren gegen Eichhorn wegen IL«. b o n DonnerS m«, r ck. nämlich wöchentlich luv o»s � gu Sflntz verlang!. Tie Versainmlung gab ze- vertznig-ruiTg, h'v? es«? DcrkehrSerschwentng schlrlnmstsr A?k fcdeutet. rn dieseni Umfowz« unumgänglich erforderlich ist. Es darf auch nicht aus dem A-uge gelassen werden, daß ein Fcchrpreis von 50 oder 60 Pf. für eine Fahrt einen großen Nülickgang her Wogenbenutzung mit sich bringt. Aber fest steht, daß nicht«Zusehen ist, wo die je Schraube ihr ElDe hr.de» soll. Weitere Freigabe von Kohlen. Die Kohlcnstcllr Eroß-Berlin teilt mit: Vom Mitiwoch, den 2a. Februar 1000 ab werden zur Entnahme und Abgabe von Nohlcn solzende weiiere Abschnitte freigegeben: Abschnitt 3 der«euen 12-Zentner-Kochkarte, . 13.. 23.. . 83.. Abschnitt 3 der nouen 1».. . 23.. 33.. » 43 bzw. 53 u. 03, Auf die Abschnitte der alten Koch-, Ofen«, Koks- und Sonder- karte dürfen vom 1. März 1020 ob Kohlen n cht mehr abgegeben und enlnoinmcn werden. Den Kohlenhändlern wird im Interesse derjenigen Vcr- braucher, deren bereit» früher freigegebene Abschnitte der neuen Koch- und Osenkarte noch nicht.eingelöst sind, die erneute Ver- Pslichtzung auferlcgt, diese Abschnitte bevorzugt zu beliefern. Di« Abgab« der nunmehr freigegebenen Kohieninengen wird in vollem Umfange in den nächsten Tagen noch nicht möglich se'n, denn die Lagervorräte beim Kohienhandel sind fast gänzlich er- schöpft und die Heranführung der zu dieser B'lieierung für Gcoß-Bcrlin erforderlichen mehreren Millionen Zentner dauert längere Zeit. Infolgedessen kann die jeweilige Abgabe immer »nr aus den laufenden Eingängen beim Kohlenhandel erfolgen, welcher verpsl'chtet ist, die Kohlen gleichmäßig auf alle, bei ihm ciiigctragenen Verbraucher zu verteilen. Die Verstadtllchung der Müllabfuhr. Die Verstadtlichung der Müllbeseitigung beschäftigt setzt zum hundertsten Male die Ocffcntlichkeit. Di« Müllbeieitigung ist überall«in Schmerzenskind der Gemeinden. In den Kreisen Tclloiv und Niederbarnim darf kein Müll au» den Groß-Berlnier Gemeinden abgeladen werden. Es muh entweder verbrannt oder weithin fortgeschafft werden. TaS kostet Gel», viel Geld und abermals Geld. Ein Stadtverordneten-AuSschuß hat sich nun in längeren Sitzungen mit diesem alten Problem der städtischen Müllabfuhr beschäftigt, ohne zu� einem abschließenden Ergebnis zu gelang..,. Der Güterdirektor Dr. Ruths hat sich für die land- wirtschaftlich« Verwertung de» Müll» ausgesprochen. Baurat Szalla. der Direklor der Berliner Straßenreinigung hat sich an- geschlossen. Die jährlichen Betriebskosten sind mit 12 Millionen Mark veranschlagt. Da» städtische Hochbauamt für Heizung», vnd masbinelle Anlagen hat ein Gutachten über die Absuhr und Verwertung, insbricndcre über die Verbrennung des HouSmüll» in Berlin cr- stattet. Dieses Gntachten kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Die Kosten der Sammlung und Abfuhr sind auf 22 Millwnen Mark geschätzt. Bei der Müllverbrennuna sollen große Vorteile durch die Verwertung der entstehenden Wärm« für Kraft- und Heizzwecke, au» der Verwertung der Niickstände zu Steinen ufw. entstehen, wobei indes zu berücksichtigen sein dürste, daß der M ü l l v e r- brennungSofen in der Gitschmer Straß« sich seiner Zeit nicht rentiert hat. Dipl.-Ji.zenicur Behren? empfiehlt die Er- richtung einer Fabrik zur Herstellung von Schlackensteinen au» den Rückständen de» verbrannten HauZmüllS, um Baustoffe zu gewinnen, wie e» jetzt schon in den Schmelz- und Hüttenwerken Köpenick geschieht. Beide Möglichkeiten der Verwertung deZ Müll? haben natürlich große Vorteile aber auch manche Mängel. ES kann deshalb dahin kommen, daß man sowohl die landwirtschafti liche wie die industrielle Verwertung des Berliner MüllS ins Auge fassen muß. weil— das Müll sehr verschieden ist. Zur Abberufung der nnabhanglgen Stadttäte in Charlvttenburq. Eiere Lokalkorrespendenz verbreitet folgenden Bericht: Einen stürmischen Verlauf»ahm ein: Mitgliederversammlung der U. S. P.. die am Montag Abend im gros)«!, Saal de» VolkShause» tagte. Nach einem Vortrag de» Par.«ivorsitze,chen Cri Spien wurde über die«bberusung der Siadiräte ttbatztiert, die zusammen mit dem Magistrat sür die Bestrafung der Stzreikhetzer im Charlotten- burger Gaswerk nach den Lorsällcn des 13. Januar gestimmt hatte,,. Für die Abberufung trat der bisherige S!-adtverordiic»te Dr. Broh«in. während der Stadtverordnet« Dr. Löweustein di« Siadträte verltidigt«. Letzterer 0«ng zu scharfen Angriffen gegen Dr. Broh über und Verla» au» dessen soeben erschienener Bro- icl.üre.Kritik de» AttimiS-ProgrammS"«ine Sieile. worin der 01« Erf.faj.�ief.enljfit dem Gericht �'e Bir» t?r' wohl ein |J e S"r Berichtigung j----- »ii(l.iMe®en der Lieferung von S7ilch. Sahn« und Krankennähr- an hz-s. auL älteste, die zu Beginn de» Kriege» anS.. öur Berichtigung zurück. Zur Terkeuerung des Verlehrs. Wn, 1. Mäi, wiiv der Eisenbahnverkehr ?'chelfe vertinwi-t Tieie Verteuenina wird Dtstderb' Tiefe Berkeuerung..... Schichien der Bevölkerung am stärksten tripf, di« Für die Grvß-Derlinor Bevölkeruno �d-ina In-« Nn-hvcrkehrs ein? schwer« Be- «fin n-af' v bring-m. Tcnn dieser Nahverkehr, unter •ftitii/w.i fcc"f Stahlbchn- und Byrovlverkohr versteht, soll ufsch' ihn will man..nur" mit einem irfi i D,?n 25 Prozent bchonkcn. Damit ntscht genug, °�eks!v,�' 5��.6-roße Steigerung der Siraßenbnhnfahrten s.« x?» � kvird berichtet, daß die Sdrvßenbahn nicht s! bop � 0t. mit den jehigon Fahrpreisen die Sfmä- Tie Preise fiiir Bclriebsinaleviali'en seien ■•-«"--- u�,n fmr den erbat und erhielt und scharfe Angriffe gegen die demagogische Art de» Dr. Broh rillete, brach auf Seiten der radikalen Elemente cm wüster Sturm let:.Bonzenwir.schast",.Gehen Sie nach Geiisl',.Wir wollen Abstimmung!',.Schieber' und dergleichen wurden dem Viedner glugerufen. so daß CriZp>en n cht weiter Iprccheu konmit, sondern abtreten mußte. Da der Borsitzende trotz der tosenden Rufe.Abstimmung' diese nicht vornahm, ging vi« Versammlung schließlich unter erregten LuSeinandersetzunge» beider Parteien auseinander. E» �ist auffaklend, daß eine bürgtrlicke Korrespondenz so e,n. den über«in« Parteiversomimlimg zu berichten in der Lage ,st. ! An der Sache selber ist zu wunsthen. daß di« Enischeidung üb«r d.« Angelegen tz.-j« nach ruhiger sachlicher Prüfung er. folgen möge. � um daS CO Mar! Stenern für einen Hund sollen in Zukunft?>W Hiiiidebesltzer von Lichtenberg zahlen. Der Magistrat wir!» der nächsten Madtt>erordn«ten�3erfammlung«inen solchen Aw trag unterbreiten. StaatStheater in Neukölln. Seit Jahren desteht in nnfere» Nachbarstadt Neukölln der Wunsch, ein eijjCTie? Stadttheater zu besitzen. Die Pläne und Modelle dazu send längst fertig und auch her Platz dazu war ausersehen. Der Krieg hat wie s« vieles andere auch diesen schönen Traum vernichtet. Um s» dautl-arer wird e? von der Neuköllner bildungSdurstigen Bevölkerung begrüßt, daß auf Wunsch der städtischen Körperschastc» da» SlaatSlheater sich bereit erklärt hat, in Neukölln Gastspiele mit seinen besten Kräften zu geben;«18 MuseMempel dient der kleine Soal der»Neuen Welt' in der Hafenheide. Ucber die erste dieser Vorstellung, die am 10. Januar mit Hebbel».Maria Magdalena' unter großem Beifall gegeben wurde, konnten wir wegen des Verbots/der.Freiheit' nicht berichten. Am Monlag wurde Leasings„Naiian der Weife" gegeben, mit ebenso gutem Erfolg. Die guten Kräfte de» Berliner Schauspielhausc» gaben sich auch vor dem vorwiegend aus Arbciterkreisen zusammen- gesetzten Publikum die erdenklichste Mühe. Ihr wunderbare» Spiel und der Inhalt der Dichtung verschaffte un» allen«inen herrlichen Genuß. Wie wir hören, soll diese Aufführung in der nächsten Zeit wiederholt werden. Später sollen folgen: Minna von Barnhelm, Wilhelm Tell, Die Journalisten, Heimat, Die Gespenster u. a. Bedauerlich bleibt nur, daß die Vorstellungen so verhällnismäßig selten stattfinde.« können(c!wa alle drei Wochen einmal). Di« starke Nachfrage nach Eintrittskarten, die nicht befriedigt werden konnte, läßt«inen stärkeren Wunsch nach guter Theaterkost erkennen. Wann wird dieser Wunsch restlos in Erfüllung gehen? A. W. Jugendweihe ia Neukölln. Heute nachmittag 3 Ahr, Untev» richskursu». Jullu» Nummel, einer unserer ältesten Genossen in Neu» kölln, ist verschieden. Seit 28 Jahren in d«r Partei als Fun!» tionar und lange Jahre als VofttandSmitgkied täsia, war er allen Neuköllner Genossen als Muster treuer Pflichterfüllung bekannt. In den letzten Jahren wohnte er in eineen!!«:.!,!» Ort an der Nordserküste, dach gehört« sein ganze» Interesse der U. S. P. Eroß-B:rl!n. Die Beisetzung findet am Donnerstags den 20. d. M., nachm. 145 Uhr, auf dom Friedhof der Freireligiöse» Gemeinde in der Pappel-Slllee statt. Zu der Grabschilndung im Charlottenburger Mausoleum wird mitgeteilt, daß das Finanzministerium auf die Ergreifung der Täler und die WiederbeschasftiNg deZ gesiohle. eu Gute» eine De- lohnung von 5000 Mark ausgesetzt hat. Angaben, die zur Auf- klärung dienen lÄinen, werden von Kriminalkommissar Bußler im Zimmer 235 de§ Charlottenburger Polizeipräsidiums ent- gege�griiommen. Allen denjenigen, di« zweckdienliche Mitteilungen machen können, wird strengst« Versclwicgenheit zu- gesichert. Die Deutsche FriedenSgesellschast veranstaltet am Mittwoch in der Aula deS Friedrich-Wilhelm-GymnasrumS, Kochflr. 13, eine öffentliche Versammlung, in der der Chefredakteur der .Berliner VclkSzeitung' über.Demok�it!« und Frieden»- bewegung' sprechen wird. Eintritt 1 Man. k sih noch werden soll, wenn für �fr;v.enni3. se:el.Freiheit' von Cornz, aiifgesullrt vom Proletarische., Theater. Der Eintrittspreis beträgt 1,0g Mark. Der Heber- ichnß wird für das H:i»i verwendet. Parteigenossen, Arbeiter- iigen, die an der Errichtung von prolc- Jugeudheiinen Interesse haben, sind dazu feer der Jungprolc- i n d E ii r e Z u k n i, f t I ß'i für iri.iii 50 oöer.... Nun sind in allen �»elt» sind an sokge'.idcn Stellen erhältlich: Sekretariat der Slmßenbvchnb«nlltzl»ny«°Ssal. Proletarier�nd, Kon.gsberger Straße 7. Verbands. c\n(NM-Jin waren. f1 l'-«»b cklerstraße 5—6, g-mlä. Revaler Str. 21 Jin«en � � Nattschlag. Eckireinerilr. 13.«-.Iftchuß. Petersburger Slr. i u„&' B llewo'ni. gegangen. In Berlin wo.«., 5�;, o.. einen ni-.'drizen F-ahrpveis zu haben, und' �' h%.... d....war drrr.».k.Wt.rTf Schon der ietzsi-------- Cn Rückkehr der Kinder an» Dünemar!. Die am 22. Dezember Aus dem SimeindeleZen. Lichtenberg. Neben acht von der vorigen Sitzung über- nominellen Vorlagen waren noch weitere 34 zu veiihandcln. An zweiter Stell« stand unser Antrag, welcher Schritte gegen den Ausnahmezustand verlangte, nochmals zur Besprechung. Die Bürgerlichen suchten ihn als letzten Punkt zu verschieben. Ihr Antrag iänd trotz unseres berechtigten Protestes seitens der Ge- nassen Thurm und Gräbel die Zustimmung der Rechts- sozialisten, und somit Annahmel Unsere Fraktion verließ z,;» Protest den Saal und nur Genosse Tempel, al» Lorstehew blieb allein zurück. Wenn»hm auch von Bürgerlichen und Rechts- sozialisten parteiische Geschäftsführung vorgeworfen wurde, hatten wir doch erreicht, daß unser Antrag als achter Punkt behandelt werden konnte. Unsere Fraktion erschien bei Beratung desselben wieder auf ihren Plätzen und Genosse Mielitz hielt in l'A» stündiger Rede ein« zweit« gründliche Abrechnung. Alk er ge- endet, kam der erwartete Antrag, diesmal von den NegierungS- sozialisten, auf Schluß der Debatte. Er fand Annahme! Auch unser Antrag wurde abgelehnt. Bon den weiteren Vorlagen ve> dient noch erwähnt zu werden: Di« Nachbewilligung von Miitel« sür unfern Spiel- und Sportplatz in der Herzbcrgstraße. Der- selbe wurde 1014 als Notstandsarbeit begonnen und muß nun zu Ende geführt werden. Seine ideale iAnlage wird ihn zum Stadion de? Osten; stemrekn. Auch die Eim'ührung der sitilichei« LebenSkunde in unfern Schulen fand Annahme. Die Mitteilung des Sladtfchulrats Siggel, daß schon 2000 Lichtenberger Kinder am ReligionSunicrricht nicht mehr teilnehmen, war sehr erfreu- sich. Die Bürgerlichen zogen natürlich hier alle Schleusen ihre« Beredsamkeit auf; e? war vergeben», die Genossen Mielitz, Thurm und Gäbel machten unsere Anschauung kurz i,nd tresfemd geltend. An dl« Erwerbslosen wird. Wie in Groß-B.'rftn, eine einmalige Entschädigung, pro Kind 40 Mk� bezahlt, di« daz» nötigen 00 0V0 Mk. werden bewilligt. vöpenick: Die am 10. d. MtZ. staktgefundene Stadtberord- netensitzung brachte außer ihren 11 Tagesordmingspiknlten noch eine Reihe von DringlichkeitSanträgen. Darunter zwei feiten»! unserer Genossen, und zwar betreffend Aufhebung des Belage- rung-uftandes lind Forderungen der Arbeitslosen betressend. Erstcrer kam r.rsolge eine? VertagimgZantrages seitens dec RechtSsovalisten, weil sie sich in ihrer Stellung, lÄM« nicht „klar' wären, nicht zur Verhandlung. Den zweiten Anlrag will der Magistrat erst in der nächsten Sitzung— also nach 14 Tagen — beantworten. Den Dringlichkeitsanträgen de» Magistrat» kw- treffend Schaffung neuer Dienststellen sowie Regelung von Bor« schüssen für Angestellte usw., wurde teil» zugestimmt, teil» wurden, sie an die Lohn- und Geballskommission verwiesen. Die Erhöhung des Schulgeldes für die Körner- und Dorothcenschule wurde feiten» unserer Fraltioi, verworfen. Als Waisenrat für den 12. Bezirk— Marien- und Charloltcnstraße mit Glashütte— wurde unser Genosse K. Ehrcnterg gewählt. Bei der Beratung der Lustbarkeitssteuerordnung würde auf Antrag unserer Fraktion niiA für den BildungSauSschuß Steueriresheit beschlossen. Die Regelung der Lehrerbesolbung rief die Sprecher aller Fraklia.ie» auf den Plan. Unsererseits sprach Genosse Garzke gegen die MagisiratSvorlage und verlangte die günstigere Annahme de» Kommissionkbcschlusses. Es wurde demgemäß beschlossen. Ter Anlauf eines alten KiankentranSportwagenS für 8000 Mark� wobei der Verkäufer, dem auch die Llusführnng der Fuhren übertragen werden soll, ein feine» Geschäft macht, wurde iinssrer- seit» verworfen, da hierdurch dem Uebelitand auf sanitärem Gebiete nicht abgeholfen sei. Ferner wurde zur Beschaisung von Wäsche und Kleidungsstücken, für die Armenwrwaltung und Altersheim die Summe von 32 000 Mark bewilligt. Der An- kauf der Schicßstandeanlage in den Kanonenbergen vom Reich?» vermöaenAint wurde beschlossen, ferner die Ausgabme einer 2 Millionen-Anleihe. Die Festsetzung der Teuerungszulagen für städtisch« Arbeiter erfolgte auf Grund der Regelung für Groß» B-rlin. te'wsmWeMnDer. »"J'"-.. �eL'n�""i*' Konsum»«-«!«», welche bei de» ««noss-nschaft Brotaufft ich. und Nahrmitlel nicht lausen wollen, sind berech, Ig!, sich noch nachträglich in der Zeit vom Sä. t>i, L8. gebrua» al» Käufer bei der Eenwnt�veilloussftell«, Siurxiiifr,K 3* S'c. Mi Eck, S-ma'MMnstraße.«jWag« zu— v Cchmnfz«ndo:s. Donnerstag S b!s i Uh? ferrmm«! in dsr> Dunirttüüuii Cnnostratzs uns cm gneito® von 9 bis 1 Uhr in See Warns» Münder Strohs 4 Salzhering« Zum Vs:kauf. Ter Verkauf findet ohne Ttorfwn gegen Vorlegung des Haushaltungsblottes ftott. Ewiviürel- papier ot»er Gesähe find mitzudringen. Preis 0,60 Md. für einen Hering. Ane den 0rZlmisalio«ev. 12. Disirilit. Freitag abend 7 Uhr Mtsliederosrsammlung des 1?. Distrikts in bn Schulaul-» Dunke.ftrohe, Ccirc Wicherlftrahe. Tages- vrdnunz: Die politische Lage. Refo.en:: R. Aüier. lö. Distrikt. Donnerstag abend 7 Uhr in der Cchulaula Bochumer l Strohe 8b Distriktsversammlung. T.-O.: T!« polilifche Loge. Mit-� glledsduch legitimiert. Anberaumte Somiuiisimissiiznngen finden an diesem Tage nicht statt. Bildungsauoschust üRoabit-Havfaviertel, 14. und IS. Distrikt. Heute MittTOOch abend 7 Uhr in der Schulaula, Zwinglifttahe 2. .... Vortrag van Gen. Otto Meier über»Marxistische Streitfragen", harten zu 35 Pfg. an der Kasse. Charloteiiburg. Bildungz-- und Agitoiions-Komnrlsston, Funktio- «äve und Vertrauensleute der Schulen! Mittwoch, den 25. Februar, o>i>ends VJj Uhr im Dolkehaus, Rosinenstvahe, wichiige Volprs<5)ung für Mternbeiratswcchl-en. Zu ückgegebcne Kandidatenlisten mitbringonl Lharlolteiiburg. Freitag, den 27. Februar, 7 Uhr, Sihung der poUüschen Jdonwniffion im Rathaus, Zinnuer 804. Oharlottenluirg. Frausnkommission. Donnerstag abend 9X Uh- Rathaus, Zlmmer 304, Sitzung. Wilmersdsrf-Halenfc«. Oesfenliichs Volksversammlung am Don» nersiog abend K Uhr in der Aula des Vismarcli-Gymnastums, Pfalz- burger. Ecke Eljntzelst atze. Tagesordnung: Di« Letriedsräiewahlsn und die revolutionäre Arbc!te:>chasr. Neukölln. Mittwoch, den 25. Februar, abends 7 Uhr, Bezirks» vcrsammluna'n: 15. Bezirk bei Slania, Nogaistr. 34, Denosse Wolf über die politische La-W! 22. Bezirk, Kindlb auerei, Hermannstrahe, Vortrag über de» Betriebsräkegese� 21. Bezirk 5öi Roch, Weise» stratze 8, Vo.trag über das Bstrieosrätegefetz, Stratzendahner bei Hauser, Köllnische Allee 183, Bortrag.— Donnerstag, den 26. Februar, Kartsxar-en, Ka-lsgari-enstrahe, Versammlung sämtlicher Funk- tionare und Mi:giieder der Kommissionen. Stegl.tz, Ortsverein. Mi.'gliederversammlung am Donnerstag, den 26. Februar,"s-j Uhr, bei Schelihas« ik der Ahomstoatze. Crost-Lichterfelde. Donnerstag, den 26. Februar. 744 Uhr, bei Fleischer, Böikestr. 7, Mitgliederversammlung. Vortrag des Genossen Dr. Breitscheid:»Die innenpolitische Lage." Tcepto,v-< aumschulcnwig. 544 Uhr Bo.standssitzung, 7 Uhr Funk- ttonärsitzuna, Restaurant Krause, B-aumschulenVeg, mn Mttwoch, den SS. Februar. Ol-erfchZueweide. Mittwoch abend 7Z� Uhr öffentliche Versammlung in.der Aula, Schule Biückenstrcge. Tagesorb.-iung: Gemeinde- und Lebensmittel-Angeiegenheiten. Redner: Gemeindeschöffen und Gemeindevertreter der U. S. P. Rirderbarnim-Oft. Freilog abend 6 Uhr im CafS Bellevne, Lich- tenoerg, Hauptstr. 2 s Lahnhos St.oiau-Rummelslmrg) wichtige Frauen- Konferenz. Jeder Ort mutz verirelen sein. Rl�erbarnim Nord. F-eutiß abend 6 Uhr bei Teudner, Pankow, Florastratze 5/6» wichiige Frauenkonserenz. Jeder Ort mutz ver- treten sein. tefrskulenOer. Zeutraloerband der Angestellten. Versammlungen am Donners- tag, den 26. Februar, Fachgruppe III s sFunkttonäre und Angestellten- Ausschüsse de: Kriegsorganisattonen): Stellungnahm» zu de» Tetriebs- rätswahien abends 7 Uhr im»Askanler", Anhaltstr. 11/1S. Jugend- zruppe! Die Versammlung der jugendlichen Betrietsvertrouensleut« findet im Verbcndsbureou Belle-Aliianee-Siratze 7/10(nicht Havellands Festsäle) statt. Tranzperlarbelter-Verband— Chemischer Großhandel, Mineralöl« und Fette, Apotheken und Berkandsstosse. Donnerstag abend Z Uhr in den Musikersälen, Kaise.-Wilhelm-Slratze 30. TransportarSelter aus den FSrdeeelen von Geotz-BerAn. Freitag abend 754 Uhr im Königstodt-Kofino, Holzmarktstratz« (Ecke Alexanderstratze) Versommluna. Mitgliedsbuch legitimiert. Friseurgehilfen. Freitag abend<54 Uhr in» den SophiensÄett» Sophienstraje 17/18, össentüche Versammlung. I.«0� Wie erreich«» wir die Sonntagsruhe? Branche der Wach- und Schlieft angestellten! Donnerstag. 26. o«* bruar, mo gens 6 Uhr, im großen Saal« des Geweukschasishmis«� Engeluser 15, große Bronchenoersomrnlnng oller Wächter, Wächterrnaea, Oderwrihler, Komrolleuve, Lb»rkovtrolteu.ie und Wachtmeister. Lllgem. human. Kulturbund. Mittwoch abend 754 Uhr Astronom Eantke:»Der Priesberglaub«, gemessen an der Astronomie". Lehrer" oeveinshaus. Alexanderplatz. Eintrrtt frei. Voranzeige: L Keitum konzeri S. März, Harmoniumsaal. Freie soziallstische Fugend, Schönhauser Vorstadt. Sonrriag Unter" haltungsabend: Rezitation. Mnsikoorträge, Büch«. Verlosung. Ans«!? 7 Uhr, Mllasäl», Schönhauser Alle« 130. Gäste willkonrme». Freie sog. Auaend Neukölln. Heut«. Mittwoch, den 25. Februar. abend» 754 Uhr, rm Lokal von Rllrb«, Hodrechtstrotze 9,«utzerordent» IÄ>e Generalversammlung. Wichiige Togezordnung. Sozialistische Proletacierjugend Stralau. Mittwoch abend 7 Uh« findet in der Gemeinde schul« im Jugendheim die Dahl eines Augend« ausschusses statt. Sämtliche Mttgliedor müssen zur Wahl erscheinen. Das Heim ist jeden Abend vvn 7—10 Uhr geöffnet. Anfrage« find ZV richdon an Erich Zimmernrann, AlWStvalcm 6, Hlaterhaus III. Ans des Wm,* Am Humboldt-Theater, Dodsir. Ig,»ird der Film von McrttA Vergor»Die Nackten" mit großem Erfolge gespielt. An dies»in Fü« werden zwei WeliansöMiungen prägnant und scharf gegenüber gestellt wobei die Vertreter des alten System» zn Grunb« gehe». Veraniworllich für die Redoktion: Alfred Dielepp, Neukoll». Berlagsgenossenschasl»Freiheit", e. G m. b. H., Lerlin.— Druck der Lindevdrmiierei und Berlagsgefellschaft m. b. H» Schissbauerdamm 1»- Belanutzniichnng, betrefft nd Ken Ersatz siir einen ausgeschiedenen Stadtverordneten. An die Stelle des auszeschiedenen Stadtverordneten Dr. Ignatz Zadeir tritt nach der von mir auf Grund der Bestimmung des§ 8 der Verordnung über die andcrweite Ziegelrnrg des Gemeindewahlrechts vom Li. Januar 1019, ftwie der§§ 58 und 59 der Wahlordnung für die W-chl. ii zur Verfassunggebenden doui- schon Na-lionalvcrsamml'-iig vom 30. November 1918, »n V». bindu ng mit dem K 21 des Reichswohlgcsetze» vom SV. November 1918 vorgenommenen Feststellung als nächste' Bewerber aus dem Wahlvorschlogs Dr. Hermann Weiss der Nedakteur Paul Zohn, Verlin N. S8. EZHcrnrr Strai« 2, als Ersatzmann in die Stadive ordnelenversammlung in Berlin«in. Berlin, den 20. Februar 1020. Der Kommissar des Maglstrat». L o« h n i n z, Sludirot. (Tgb. Nr. 212 Wahl. 20.) Ztlltslijtl Utt!!!-lirßc!ttt--TtrbliÄ Nerwaltiingsstesse: Berlin N51, Linlenstr. SS 85. Geschäftszeit von vorm. g llhr bis nachm. 4 Uyr. Telephon. Amt Norden 185. 1239. 1937. g7'4. Doniterstag, drn Ltt.Zeb,«ar. abcnds k U!>r Branchtsslielsammlung der AiltSßen-. ClöltroschWkistl u.-gAe'�elllwell im klewerkschafieliau«, Sn,-cluser 1ö<-oal U>. Ta c e? o rd» ll»»: l. Tie lchwin-ae Wlrlso anilaae und «vscre---oli-iU'-«.'. Äemooin dcr i c,amr>u Lra»chcnk«mmtisu>r. S. B' an�kimnaeleoenlielte»«:» Vcrfitiedene». Iii tkli!«trai dcr w-N-tnen Taae oidnmi» Ist det Erscheine« aller stollegru uud Kolleeinnen ixlniend nono-ndia. Qhiie BttlgliedSdnch tein Zutritt. �___ Tie O tSv»w�ltimg Mba-id V. M!ex.» aSierer, Änslceichec usw. ffllialc Berli« Bnrcini: Me'chlrrstroi?>-, p.irt- Kerrnpr: Ann Morchplatz.>7�7 otrüeitSitr.chlu:©oirnenufit. 13. gern?r.: Amt Nor».«. 3701»ij 97 Sonnerdtag. den 26. ffedr- ar lNS«. abenN» 0 Uhr. im»ewertscha t»ha«»,«nrclulcr 15(Enal 4): General-Versammiullg Xa.i etord r i> n q: 1. StcItUBirmrhBif zum nei en llicirtM-rlf. 2'8c slin ecs Lorsiendc» stser da»»crfleffeue DeschSjtijahr. 2. DSlnisiou. i 4. 7»ahl o.» iSorstaute». 5.?eiich treue. 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