M kliWpreis 20 Pfennig» S. Mnßaag Donnerstag, ken 2H> ssebruar-oss?r. S4fA ZS, Mecgen-Msgaie »6rei�eit� vcrntr* rr� rcicf rrittacs, cm 5enn» unb �flUcarr: nur morätM» « srzugipnis beträgt bri srrter Zustellung in» hau- ffir Groß»B«rtin 4.50 IN, bei "KtNem Postbezug Mona«. 5.1.5 IN. bei Zustellung unter Streifband für veutschlanb M. fürs Ausland 8.— M. per Brief IZ_ M. «ebnfticm und Erpedition: Berlin«W.«. Schiffbauerdamm lS i'i. »ernsdrecher: Ami Rorden»80» und»8»«. 5 pf., iedes weitere Q)ort pf, Inserate für den dartnif'olgenden müssen Ipätefletw bis 3 Uhr nachmittags in der€rpebftiou anfgeyeben fein. �nsentten-Abtettnnst: Berlin NW. K, Tchiffbanerd�nlm I v Fernsprecher: Amt Norden 28SS S<5, V7VS berliner$rgan tw Vnabftängfgen Syiaiömotmtie Seatflütanös Die Totengräber des deutschen Volles. Der Dolchstoß von vorne. t. Das deutsche Volk Hai sich bisher diel z« wenig mit i>er ?�ge t)er K r i e g s f iih r u n« besaßt. Dieser Uirrstcurd � noitionalistischs!i Kreisen sehr m stottcn. Sie rs� bie Kriegssührn-ng für eine AngÄegenhert Der höhe- A�Führer, übei die sich das Volk als Laie kein Vild Men könne, umgeben diese höheren Führer init dem j, fm()itä her Echabenheit und halten jede Kritik geflissont- »ü �nen fern. So kommt es, haß in weiten Kreisen ��ikcs iimner noch der Glaubs verbreitet ist, als sei die �.'chche Krtsgsfiihvnng in den besten Händen gewesen, die ."�ervlrtät habe wahre Wunder der Kriegskunst vollbracht, »l Heeifiihrvr jemals einen nennenswerten Fehler bc gsicl-weige denn gar ein Verbrechen verübt, und w-ÜI große Ziel— der deutsche Endsieg— nicht er- rscht werden konnte, so habe das lediglich an der Heimat �'igen, die dem Heer die Waffe auS der Hand geschlagen lg*, niemals aber an den mangelnden Kenntnissen und L�lgkeiten jener Männer, die das Geschick des deutschen es vier lange Jahre in den Händen ha-ttsn und die Assen und be fähigsten Leute ihre» Faches nicht nur iu "land, sondern in der ganzen Welt gewesen w*öon diesem Glauben muß sich daS Volk endlich frei weil er den wichtigsten Nährboden für die natio- .utlstjschi. Propaganda bildet imd einer Abrechnung mit ?? Sünden der alten Machthaber hindernd in den Weg nm- Es ist heute nicht mchr scltwer, den Nachweis zu daß die Niederlage des deutschen Volkes nickst nur Hur'*1» Quf die zahlenmäßige Ucberlegenheit seiner Gegner Zuführen ist, sondern daß der militärische Zusammen- ßj- m erster Linie verschuldet wurde durch eine in der j.m ch j ch t e nahezu beispiellose schlechte m i l i- r>p/ �fche Führung. Die Erfolge, die während des Knie- tri?��ngcn wurden, find ausschließlich auf die Tüchtigkeit s�' deutschen Soldaten, auf seine Neigung zum Gehorsam, lbn Selbstlosigkeit und seinen Hang zur unbedingten ls Ordnung zurückzuführen. Kein Land der Welt ver- Üldu �der ein Menschemnaterial, da? sich so über alle 8ut zur Kriegsführung eignete, wie daS deutsche, wenn es trohdem in den Abgrund geschleudert wurde, � ovsschließtich deshalb, tveil leine Feldherren unfähig c»j�' ihnen gestellten Aufgaben zu lösen und eine» -Xheidenden Sieg über die Gegner herbeizuführen. si�,, � Fehler und Mängel der deutschen Kriegsführung ftlin deute auch von den Heerführern nicht mehr abge- h«en werden. So ist vor kurzem ein Buch des Generals dop dt über die Leistungen des deutschen Generalstabes lind während des Weltkrieges erschienen. Der Ver- klvge Jahre im Großen Generalstab tätig, war tväh- st.-.-,"es Krieges Chef des Generalstabes der I. Armee, i,, k' der Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Er will �«einer Schrift den Großen Generalstab von den gegen H i» r.�densn Anklagen rechtfertigen, kommt aber un- i ii q! � einer Verurteilung in allen Punkten, die für hm des Krieges von ausschlaggebender Bedeutung ®iÖon der Aufmarsch und die Durchführung der ii-f' rr neu gegen Frankreich endeten mit einem völligen Hz. lchlag. Die Marneniederlage brachte den deut- 'itci-r �"hweis, daß die französische Führung der deutschen liiin d-01-1 war. Wir hatten ein Heer, das bei Paraden. am-�bielen und Kaiiermanövern glänzte, die Führung kj„ war ini Mechanischen erstarrt, sie konnte Siege nach �law ��lir durchdachten Plan erringen, solange nur mit Irit ioi.n nen geschossen wurde, und sie veriagte, alles, was i>!ii«-. erprobt und durchdacht war, erwies sich als fehler- Id freudigen Heere entscheidend aufeinander- ij�r deritsche Geueralsiab hatte seine Operationen daraus »«im,' breiter Front ohne Tiefen gl i e d e r u n g iii,�.wllrsckneren, den Gegner auf der rechten Flanke zu t?- Allein und ihn vernichtend zu schlagen. Die Umfassung Tü A�llners b.cherrschte die ganze Ausbildung der Armee. «oivJfrGwVJfen Hingepen verwarfen dieses Verfahren, sie I>eis.?. es brutal und operierten aus der Tiefe, das >«" mehreren Linien hintereinander, wobei sie, j£ nach i,� �efachtölagc, Rückwärtsbewegnngen vornahmen, um Legebenen Moment die Hauptmacht dort einzib Das russische Iriedeusproblem. Ratifizierung der Kopenhagener Wmachungen. U.X. London, 25. Februar. O'Grad» wird am Sannabend nach Kopenhaacn zurückkehre», nm dort die mit Litwinow getroffenen Bereinbarnngen zu ratiliziercn. Friedcnsnoten der Sowjetregierung an und Rumänien. Amerika, Japan U. M o s t a u, 25. Februar. Tic Sowjetregierung ha« heute drei Friedensnotru an die Vereinigten Staate», Japan»nd Rumänien ge- richtet. In der Note an die bereinigte» Staaten wird auf die ungeheure Aufgabe des Wiederaufbaus, welche Rußland zu er- füllen bat, und auf dir vorteile, welche für beide Länder an? einer Znsammenarbeit in dieser Richtung entstehen könne, hin- gewiesen. Amerika wird gebeten, mitzuteilen� ob«nd wann tluterhnnd'.ungen beginnen können. In der Rote an Japan weist die Sowjetregierung auf die russischen Prinzipien der Selbst- beslintniunz und auf die vielen vorangegangenen Friedensvor- fchläg« an Jopa» hin. Weiter werden mit dem Hinweis auf Japans große wirtschaftliche Jntrresteu im fernen Osten die gegenseitigen vorteile guter Beziehungen betont«nd bnrnnf hin. gewiesen, wie wünschenswert Friedensunterhandlungen jetzt wären, Die Rote an Rumänieu atmet den gleichen Geist. Die Bedingungen des Waffenstillstandes von Wladiwostok. H. jSJ. Wladiwostok, 25. Februar. Die Bedingungen des Waffenstillstandes zwischen den Tschechoslowakei!(die bisher auf der Seite der Antibolschewisten in Sibirien kämpften) und den Sowseti wippen enthalten folgende Punkte: Eine neutrale Zone Wischen der tschechischen Nachhut und der roten Borhut. Versorgung der Tschechen mit Stein- kohlen durch die Sowjettruppen. Auslieferung des von den Tschechen in Jrtutfk beschlagnahmten Goldes. Die Tschechen müssen sich verpflichten, die Antibolschewisten nicht mehr gegen die Sowjettruppcn zu unterstützen.. Eine Kundgebung des Wiener Arbeiterrats. Wien, 2t. Februar. Die„Arbeiterzeitung" meldet: Ter Wiener Kreis- «rbeiterrat hat eine Enffchliestung angenommen, in der die Wiederaufnahme der normalen diplon»«tischen Beziehungen mit allen Staate«, insbesondere aber mit S o w j e t r uß l a„ d, verlangt wird, von den Genossenschaften Teutschösterreichs werde erwartet, daß sie alles täten, um mit den Genossenschaften SowietrußlandS in Beziehungen zu komme«. Weiter«tird die energische Durchfiihrvng des R ü ck t r a« S- Portes der Kriegsgefangenen-nS Rußland«r- fordert«nd der Wunsch ausgesprochen, daß Drutschösterrrich ollen aus politischen Giinden verfolgten Ausländern A s p l gewähre. Endlich sollten sofort all« kompromittierte« Offiziere und Zivil- emissäre der ungarische« Regierung ausgewiesen werde«. Eine Schwenkung der Rechtssozialisten. In der Preii ßiikben Laudesverfannnlfung ist von der ! o z ia lde m o krat i sch c n F r a kt i o n folgender Au- Img eingebracht worden: „Die verfassunggebenbe Preußische TandsSverfammBMU wolle beschließen: die Staatsregiernng zu ersuchen, bei der Reichsrcgienmg dabin einz-nwirken. daß sie in planmäßiger Fortsetzung ihrer bisherigen AußenPolitik a-uf friedliche und korrekte Beziehungen mit allen Staaten, insbesondere unsere« lliachbarstaaien, hinarbeitet. Unter der Voraussetzung, daß Sotvjetrußland aus die Einmischung in die innerdeutsche« Verhältnisse verzichtet, soll auch mit der Sowjet- republik Rußlands die wirtschaftlich« und diplomatische Beziehung möglich st rasch wieder aufgenommen werden, ohne indessen den Eharakter eines Bündnisses anzunehmen und den Frieden mit irgendwelchen anderen Staaten zu gefährde«.' Tie„Vossifche Zeitung" bmicrkt nickst mit Unrecht, daß dieser Antrag wohl nur deshalb eingebracht worden ist, um mit dem vorher estugebrochwu rmakchäuzigeu Antrag Schritt zu halten. Dieser Antrag verlangt bekanntlich die schleunige Wiederaufnahme der diplomatischen und wirtsck>aft- lichen Beziehungen mit Sowjetrußland, und zwar ohne Vorbehalte und Einschränkungen. Dia rechtssozialistische Fraktion macht in ihrem Antrag zwei Vorbehalte: sie verlangt einen ausdruckiiechn Verzicht auf„Einmischung m mnerdeutsciw Verhältnisse" und lehnt ein Bündnis mit Sowsetrußband ab. Beide Vorbehalte sind so bezeich- nend für den spießbürgerlichen Charakter der rechtssoMlisti- scheu Politik daß eine Kritik sich erübrigt. Selbst wenn die Rechtssozialisten unter dem Druck der Verhältnisie sich zu einem halbwegs vernünftigen Schritt entschließen, legen sie Gewicht auf den Nachweis, daß sie sich innerlich nickst im geringsten gewandelt lmben. Gegen die MtWtmgsptaii*. «m Montag beschlossen die Vertreter der 50 Distrikte der Organisation der Unabhängigen Sozialdemokratie für die Kreise Merseburg«nd Qnerfnrt eine Protest« erftärnng an den Reichskanzler, in der festgestellt wurde, daß durch den ohne Grund und ohne Wissen aller Zivilbehörde« verhängte» Belagcrnngsznstand allein die schaffrndc Bevölkerung, die klassenbewußte Arbeiterschaft getroffen wird. Sie weisen besonders darauf hin, daß die Land-, Berg-, Verkehrs- und Industriearbeiter der genannten Kreise sich dieser nicdcrlrächtigen Ausnahmcbchandlnng, dieser grundlosen»nd verfassnngSwidrlgen Recht- und Tchntzlosmachung voll und ganz bewußt sind, ober andererseits auch, daß es dir Arbeiterklasse ist, die letzten Endes die Grundlage bildet für die Anfrechtcrhaltnng des ZSirtschasts- lebest?.' Sic warnen die Regierung vor einer Ucberspannung der Gcwaltprazis und fordern aus Grund der demokratischen ver- sassung, im Interesse der Zukunft des gesamten Volkes, auf Grund der Bedeutung der Arbeiterklasse und fußend auf der Macht des klassenbewußten,»rgnnificrten Proletariats, die sofortige Aufhebung des Belagerung?- z u st a»d e S, dir sofortige»ncingefchränkte Freigabe der Presse, die Freilassung der politisch c« Gefangenen die Garantie der persönlichen Sicherheit und Freiheit. sehen, wo der Gegner am schwächsten war. An der Marne Ijai sich die Ueberlegenhcit dieses Verfahrens zum ersten» male gezeigt, das deutsche Heer erlistt die größte und ent- scheidenste Niederlage im ganzen Kriege, und diese Nieder- läge war eine Niederlage der deutschen Führung. Kuh? gesteht dies m den folgenden Sätzen ein:, Unser Vormarsch durch, Belgien und Frankreich>>" August und September 1914 schien den Ansichten zu entsprechen, die sich.die Franzosen von unserem operativen Verfahren gemach! hallen: Vormarsch in breiter Front mit der deutlichen Absichl der Umfassung des linken französischen Flügels. Leider bc- hielten die Franzosen auch darin recht, daß nur geringe Reserven folgten. Unsere Reserven schmolzen ans dem rechten Flügel hin, als zwei Armeekorps nach dem Osten befördert und je ein Armeekorps vor Antwerpen und Maubcugc verwendet wurden... Wir gaben de» Franzosen Gelegenheit zu.nianöverieren'.., Planmäßig setzte Josfre das französische Heer durch»ine« Rückmarsch vom Feindr ab, um bann z» überraschendem Angriff gegen den nachdrängenden Feind vorzugehen. DaS Bild, das wir uns vom Feinde machten, traf nicht zu. Die Taktik der Franzosen, die ihneu an der Marne die lleberlcgenheit gesichert hatte, bewährte sich auch in der Ver- ieidigung, bewährte- sich besonders im Stellungskrieg. „Unser Reglement stand aus dem Standpunkt, daß grund- jätzlich nur eine Stellung auszuwählen und KU be- lest igen sei." Die Triwpen wurden in vorderster Linie i« (iefeu Unterständen untergebracht, die_ regelrechte M en sch e n fal l en waren, denn das gesteigerte Artil- teriefeuer richtete furchtbare Verheerungen in diesen zusam- luengeballten Menschenhaufen an, und auch bei feindlichen Vorstößen erwiesen sich die tiefen Unterstände als fehler- hast, da die Mannschaften nicht rechtzeitig genug heraus- ftvimen und gm zu leicht eine Gefangenenbeute für de« 1 'Meiler JmtrSctt. Trohdem fötirSe dwfes System der V?r> teidi�nng jahrelang beibehalte, Jehniansende deutsch« Soldaten wurden einer fehlerhaften Idee geopfert, und Iwrm Lüdendorff später einen Wandel herbeiführt«, so bv- stand dieser lediglich in einer Nachäffung des französischen Wevteidigungssystems. Aber nicht nur allein in der Durchführung der Operationen hat der deutsche Gonemlstab völlig versagt, son- dem auch in der Ausrüstung und in der Verwendung von neuen Kampfmitteln blieb er inr Hintertreffen. Die fran- za fische Artillerie war der deutschen weit überlegen. überlegen war mich die Fl leger waffe. Franzosen und Engländer verwendeten seit 1916 den Tank, er er- wies sich gleich im Au fang als eine gesürchtete Waffe, die sortlaufend verbessert wurde, während sich Ludendorfs be- Harriich weigerte, ihn in der deutschen Armee einzuführen. Das sind nur die schwersten Unterlassungssünden,' die gröbsten Fehler, die sich, die deutsche Kriegsfuhrung zu- schulden kommen liest. Und derselbe Dilettantismus, der auf rem mÄillmschem Gebiete vorherrschte, zeigte sich auch in der Behandlung der wirtschaftlichen und politischen Fragen. Auch hier tritt ein völliges Versagen zutage. Wenn das Kriegsühren nun einmal das eigentliche Hand- werk der Militärs ist, dann öann man von ihnen auch vcr- langen, das sie es richtig ausüben. DaS aber haben die deutschen Heerführer nicht vermocht, geschweige denn gar, dast sie es in der Kriegsführung zu einer Kunst gebracht hätten. Sie waren militärisch und politisch die Totengräber des deutschen Volkes. Lilelkakk und Fachmann. Fast überall herrscht die Meinung vor, dast ErKerger Aicht auf den Platz des Finvnzministers zurüKehren werde, «nd selbst die Zentrumspresse wagt dieser Auffassung nicht zu widersprechen. Sie beschränkt sich auf die Bemerkung, dast noch keinerlei Entscheidung gefallen sei, und dast man mit dem endgültigen Urteil bis zum Ablchlust des Prozesses und der Steueruntersuchung warten müsse. Aber wenn die «Kölnische Volkszeitung" versschert, sie werde im richtigen Augenblick mit ihrer Meimmg nicht zurückhalten, so läßt auch diese Vertröstung auf die Zukunft nicht gerade auf eine besondere Sympathie für den schwerbelastetea Parteifreund 'fchlieszen. Das klerikale Blakt meint, dast' zur Konstatierung etner Erschütterung der Stellung des NcichsfmanzmiuisterS vor vllem die eingeschworenen Gegner Erzbergers auf der Rech- Im nur allzu gern bereit seien, ober es sieht doch so aus, als wenn es nicht ausschliestlich die Clique des Herrn Helfso- rich gewesen sei, die am Sturz des Ministers gearbeitet habe. Der„Berliner Lokalanzeige r* will wissen, dast schon seit Tagen innerhalb der Mehrheitsparteien eine Aktion vorbereitet worden sei. die den Aoeck verfolgte, Erz- berger solange von seinen Geschäften zu entbinden, bis sich seine volle Unschuld erwiesen haben würde. Die treibende Kraft soll dabei in erster Linie der Abgeordnete Dr. Fried» b er g gewesen sein, und daS klingt nach dem Vorstost. den Friedberg schon vor Monaten in der preustischen LandeSver» farumlung gegen den Dater der neuen Steuergesetze unter» nommen hat. durchaus glaubhaft. Jetzt soll eS seinem Ein» flilß zu verdanken sein, dast die Demokraten aus dem Fast jErzberger eine Ehrenfxage der Mchrheitspacteiea ge> «lacht haben. I Wir wollen den Demokraten mit Zweifeln au ter Ans- richtigkeit ihres Ehrgefühls nicht zu nahe treten. Aber sie dürfen es uns nicht tibel nehmen, wenn wir behaupten, dast die Rücksicht auf die Ehre doch tvohl nicht der einzige Grünt ihrer Abneigung gegen Herrn Erzberger gewesen ist. Dieser Partei, die in der Vertretung kapitalistischer Interessen hinter den Deutschnationalen nicht zurückstcht, geht die Steuerpolitik des Finanzministers— so wenig sie auch mit sozialistischen Grundsätzen Zu tun haben mag— stark wider den Strich, und.Herr Friedberg, der als alter National- liberaler sonst sicherlich allerlei Verständnis dafür besitzt. hast es einem bürgerlichen Parlamentarier, was die Der- quickung von Geschäft und Politik angeht, recht schwer fällt, sich so kinderrein zu haltm, wie's ihn die Stimme lehrt im Innersten, würde an der Moral Erzbergers wohl nicht so viel Aergernis genommen haben, wenn ihm seine P o l i- K i k besser gefallen hätte. Auch hier wird— ob Zwar in etwas anderem Sinne als bei dem Abgehalfterten— das Geschäft mit der Politik verbunden, und schließlich haben die Aukläger und der Angeklagte sich gegenseitig nicht allzu viel vorzuwerfen._ Auch von dem Nachfolger ist beNeitS düe Rede. Ein Zentrums mann, der der schweren Aufgabe des Finanz- Ministers gewachsen sei, so sagt der„Lokalanzeiger", wurde sich kaum finden. Von den Demokraten kämen m»r Schiffer und Dernburg in Betracht, aber die seien nicht geneigt, das Erbe Erzbergers anzutreten, und deshalb werde darauf hin» gearbeitet, einen Fachmann zftx berufen. Der Wunsch nach einom Fachmann klingt ja austev- ordentlich'achlich. Aber wie wird eine solche Periönlichkcrt, wenn sie Gnade /or dem Augen der Demokraten finden will. aussehen.müssen? Es wird ein Bankier, ein Industrieller oder ein Grostkaufmann sein. Nur von der Wirksamkeit eines Mannes dieses Schlags wird sich die Partei, die keinen Tag vorübergehen läßt, ohne vor dem verderblichen soziu- listischen Experimenten zu warum, die Medergeburt und den Wiederaufbau Teutschlands vorsprechen. Ein solcher Minister wird sich in der Tat darauf berufen können. durch Parteiprogramme und durch parteipolitische Vor- urteile nicht gehemmt zu fein, doch sein Programm ist eben das seiner Klasse, und der Beweis dürfte sich nicht erbringen lassen, dost wir damit besser fahren würden, als mit dem System des Herrn Erzbergor. Indessen die Moral! ZweifeKos Wird der Finanz- mann als Fitionzminister vorsichtiger fein als sein Vor» gänger. Er wird gegen kleme Anfechtungen und Versuch, mgen bessor gewappnet sein, alS der Neuling, der auS Buttenhaufen in den Wirbel des Berliner Getriebes ge- stürzt>i-n seinem Hunger nach Lebon und nach Einfiust gierig alle Möglichkeiten ergriff, und nachdem er einmal dm gefährlichen Weg in halber Blindheit betreten hatte. amf ibm fast mit nvtnnlicher Folgerichtigkeit weiterschritt. Aber waS wäre für Land und Volk gewonnen? Ton Mann der kleinen Geschäfte wären wir los, ob iedoch die groston Geschäfte, denen der Personenwechsel die Bahn siel toMm ML WMM wurden, ist eine andere Frage. Die persönliche Unantast- barkeit eines Ministers ist ein sehr hohes Gut. aber es kann einer allen Anforderungen der geltenden Moral«nt- sprechen, uno trotzdem eine sehr unmorollische Politik treiben. Daß Herr Erzberger beispielsweise einen Teil seines Geldes ins Ausland geichafst hat, ist sicher höchst bsdenötich und macht ihn zur Bekleidung eines Staatsamtes unfähig. Nurjntd diese Schiebungen in den Kreisen, aus denen jetzt ein Fachmann geholt werden soll, im allergrößten Umfange getrieben worden, und ein Minister, der die Schliche kennt, bietet noch keine Gebühr dafür, dast er sie verhindern wird. Ganz davon abgesehen aber, ist eine Finanz- und Steuer- Politik, die sich heute noch demokratischem Rezept durchaus auf die kapitalistischen Interessen einstellt, an sich weit um sittlicher und weit verhängnisvoller für die Altgemeinheit. als es die trotz allen Ernstes einer gewissen Komik nicht entbehrenden Operationen des Herrn Erzberger waren. Sie rettet das Land nicht, sondern sichert auf seine Kosten nur den Profit einer Klasse, und deshalb können wir dam kom- Menden Fachmann wahrhaftig nicht mit mehr Vertrauen entgegensehen, als wir dem scheidenden Dilettanten ent- gegengebracht haben. Jener und Wasser. . Tie„K�iizZeitung" mmnte H. v. G e r l a ch vor kurzen einen„Abtrünnigen der Ueberfiefeningen eines alten königsdmim Geschlechts". Das hat einen Pastor Martin v. Gorlach auf den Plan gerufen, der jetzt umständlich aus- einandersetzt, dost Herr v. Gerlach eigentlich gar kein vich- ttger Gerloch ist. Er gehönt nur dem Geschlecht der Wasser- Gerlach an und Hot nicht die Ehre, sich zu den Feuer- Gerlach rechnen zu dürfen. Die Feuer-Gerloch haben ein Wappen mit einem aus dm Flammen wachsenden silbernen Pferd. Bei den Wassor-Gevlach wächst das Pferd nur aus dem Wasser, und sie sind auch sonst nicht recht vollwertig, da ihnm erst im Jahre 1840 der Adel verliehen wurde. Die Wasser-Gerlach werben nach der Ansicht des ge- schlecht skun lügen Pastor zwar auch die Abtrünnig keit ihres Hellmuth bedauern, aber der Feuermann gibt doch deutlich zu vorstehen, daß es sich-sthliestlich begreifen läßt, wenn nt einem lochen Hause, das erst vor achtzig Jahren in den Kreis der berufenen Träger echtprenstischer Ueberlieferung emgetrsten ist, ein ungeratener Sohn vorkommt. In der Familie mit dem Fmerpferb kann so etwas nicht passieren. „Unser alteS königs treues Geschlecht," sagt der Pastor,„hat noch keinen Abtrünnigen zu beklagen gehabt: die Söhne wandelten noch stets in den Fnsttiapfm her Väter, und der- sprechen es auch ferner zu tun." Die Söhne werden also von dem Geist durchdrungen sein, der beispielsweise einen der bekanntesten ihrer Vor- fahren, den Flügeladjuwnten Fried-nch Wilhelms IV., Leopold v. Geclach, mtftteufzm liest:„Wenn sich doch ein Hofprediger fände, der dom König Kar machte, daß der Eid auf die Verfassung nur ein den Mmschm geleisteter Eid ist, der nicht gehalten zu werden braucht!" Von einem Wasser-Gerlach läßt sich ein solches Most von Königstreue «nd wahrem Preustentum kaum erwarte» ÜM-siirfiuig. Ter an der Ermordung Karl LiebkneWs beteiligte Kapitänleutnant Pflugk-Hartung verweilt immer noch unter dem Schutze der liberal-sozialdemokratischen Regierung in Schweden. Immer eindringlicher fordern die schwedischen Arbeiter seine Ausweisung. Tagtäglich strömen aus allen Gemeinden, aus jeder Werkstatt telegraphische Proteste gegen daS Weiterverbleiben dieses Dunkelmannes ein. Die Arbeiterschaft wird sich schfiestlich eines TageS nicht mehr mft diesen Protesten zufrieden geben, sondern zur Selbsthilfe greifen. Bezeichnend ist. baß die Machkhaber in Schweden mili- tärische Gewaltmastnahmen vorbereiteten.„Politiken" hat mitteilen können, dast von militärischen Dienststellen heimlich« MobilisierüngSmastnahmen getroffen werden. Die zuständigen Behörden dementieren natürlich kategorisch oder bezeichnen die Vorkommnisse als alljährlich übliche. Auch ist unter der akademischen Jugend die Bereitwilligkeit vorhanden,„in Stunden der Gefahr das Vaterland nicht zu verlassen". Deutschland macht Schulet Verbote. Die Verbote von Druckschriften folgen einander unauf- horlich. Zuerst kam die Beschlagnahme von Helßferichs Bro- schüre„Fort mit Erzberger!". und sie war um so amüsanter, als diese» Heft monatelang öffentlich vertrieben wurde, und als man jeden Tag in dem Prozestbericht viel ausführlicher als in der Broschüre lesen kann, was Helffe- rich seinem Gegner vorzuwerfen hat. Dann folgte der „N a t t e n k ö n i g", eine Schrift, die den Fall Sklarz be- handelte und im wefentlichm auch nur enthielt, was wochenlang in allen Zeitungen gestanden hat. Unterdrückt wurde ferner eine Broschüre über ErzbergerSongeb- liche Steuerhinterziehungen, und jetzt ist der konservative.Reichsbote" auf zehn Talle verboten worden, weil er den Inhalt der.Rattenkönig"-Bro schüre kurz wiedergegeben hat. Wir finden nidjt den geringsten Gefallen an Herrn HelfferickB Treiben. Wir haben für die sensationell zu- gespitzten„Enthüllungen" der Nationalisten nichts übrig, und der„Reichsbote" gehört zu jenen Zeitungen, die eS am wenigsten verdimen, daß wir uns ihrer annehme» Aber wir zögern nicht, gegen diese Beschränkungen der Pressefreiheit auch dann zu protestieren, wenn sie sich ausnahms- weise nicht gegen unS, sondern gegen die Reaktionäre richten. Wir fordern für jede Meinung daS Recht, sich frei zu äußern.....- Daß wir dabei nicht auf Gegenseitigkeit rechnen kon- neu. wissen wir, und es bietet uns keine Überraschung, dast die„Deutsche Tageszeitung", die sich über daS Vorgehen bei sstegierung entrüstet, dm Ausnahmezustand nicht grundsätzlich verurteilt, sondern ihn zur Aufrecht- erhaltung der öffentlichen Sirberheck gelten lassen will. Tos Matt würde ja mich wahrscheinlm, nicht das ge- ringste einzuwendM haben, wenn es sich bei der Unter» dMMng um.P.amphlew qus fcem Lager der UMMgig� handelte. Die öffontliche Sicherheit ist eine Sache, lfe seinen Augen nur von links, niemals aber von den' slürzlern auf der Rechtien bedroht werden kann. R, In einer anderen Beziehung aber müssen wir „Deutschen Tageszeitung" schon recht geben, dast eZ !ich von einer sehr subotternan Auffassmig zeugt, wenn Rcgieruug glaubt, mit solchen Mitteln etwas erreicheri können. Die Methode des Niedrigerhängens beweist. je' falls iumier ein besseres Gewissen, als die des Verbiet und soviel Erkenntnis sollten die beutigm Machthaber auch nock) aus vergangenen Zeiten gerettet haben, m Unterdrückungen und Verfolgungen, nach welcher RichM" sie sich auch kehren, immer das GegenteU von dem beabi« ligten Erfolg erreichen. Aber diese Herrm wollen ja nw Icruvn. Die Nol der fresse. Im Anschluß an die allgemeine Zeitimgsvevlegerve? sammlung in Weimar trat gestern auch die Vereinig� großstädtischer Zeitungsverleger zusammen, um die NeSs!� nmg zu Mastnahmen aufzufordern, die geeignet wären, d» der deutschen Togespresse drohende Katastrophe aufzuhalten lind faßte insbesondere folgende Entschliestung: .„Die gesetzgcbenden Körperschaften werben ersucht, die in die tlmsntzstever eingefügte Anzeigen st euer sofort wiede! aufzuheben.� Das IeihrngSgewerbe weigert sich nicht. � den der Allgemeinheit aufertegirn Lasten mitzutragen, und v? sich daher der allgemeinen Umsatzsteuer von IM Prozent auch f1* das Anzeigenwesen unterwerfen. Wieder abschütteln aber W' sie die So n de rbe last u ng, als welche sich die Anzcifli» st euer barstellt, zumal in der jetzigen Fassung, welche die Tasl� zeitungen gegenüber allen seltener erscheinenden Druckschriss� in Nachteil bringt. Seit Erlast des Gesetzes hal sich der mutmastkich« Ertrag in Umsatzsteuer vielleicht schon um Milliarden vergrößert. Auch'f. dieser Ertragssteigerung hat das AeitungSgewerbe einen An»" durch die im Geldwert gesehene ungeheure llmsatzsteigerung � Papier, Rohstoffen, Gehältern und Löhnen. Da die Nationalversammlung die Notlage der Presse o* erkannt und sich bereit erklärt hat, ihr zu helfen, so leiste sie i'u" dies« Hilfe bor allen Sondervergiwstigungen durch die sreiongvon«tger ungerechten Last." Zer Varleikamps in Zwnlreich. Em Vorstost der ReaMon. Haag, LS. Februar- Aus Pari? wird gsmeldet: Senator Chero» hat im eine Interpellation über die Mastnahmen eingereicht, diel� Regierung zu treffen beabsichtigt, um in Frankreich die Org®* sation der bolschewistischen Propaganda zu bekämpfen. Man& hauptet, die Tatsache, dast die Seine» Sog iaDästen, d. h. s* äußerst extreme Richtung Loriot den Sieg über die rdbilal' Anhänger Longuets davongetragen hätten, könne noch weiigehr� I Folgen haben, besonders da sie beschlossen hätten, sich der drü�ß Internationale anzuschließen. Der Vorstoß des SmatorS Chervn bedeutet den??? fang einer organisierten Hetze gegen die sozialisti!» Partei Frankreichs. Die Debatte über die Internat«"1� die auch in der französischen Partei zu heftigen Ausrij" andcrsetzungen geführt hat, wird von. den Wortführern y Reaktion als Anlast genommen, um daS„rote Gespe� an die Wand zu malen und Ausnahmebestimmungm(tfjjv die Sozialisten zu vergangen. Senator Cheron steht keis� weg? allein. Ihm sekundiert der Chor der bürgerli", Presse, die über dm Beschluß deS Sein-e�VerbandeS, dem bekanntlich die extreme Linke unter Loriot siegte�. sllsiirffter Weise herfällt und nach polizeilichem Schutz 3� die„Expropriateure" schreit. Stimmen der sozialistischen Presse. Patt», SS. Fbrurt- lieber den Beschluß der sozialistischen Seineföderalioa � treffend die dtttte Internationale schreibt das radikalsozialist»� .Jouknal du Peuple", man solle nach Moskau Vi» man aber dotthin gelange, bleibe noch viel Zeit zur. Nr von geü best toei Mai wid veri Ler gcsc hat am »tve scho für sche litte! Hai zur Fes: legung. AuS dem Kongreß von Stratzburg würden Lottot -!t Longuet, indem sie sich die Hände reichten, verjüngt und vcrs� hervorgehen. Di« gemäßigt sozialistische.Franc« Lidrr" sagt. französische Sozialismus fei national ohnmächtig, intern«tio sei er e» noch mehr. Die Streitigkeiten, die in hm ausgab«�. seien und die sich ohne Zweifel in Strastburg verstärken wüe� begünstigten nicht die nationale Wiederaufttchtung, sonder« Wiederaufttchtung der Bourgeoifte. � Im.Populair«" sagt Jean Longuet, zwischen Anhängern und den Anhängern von Lottot sei der Unters«� nicht sehr groß. Zwei Gefühle seien den beiden Richtungen meinsam: Der Hast deS KttegSsozialiSmu» und der Tnihusin� für die russisch« Revolution. Dadurch beweise man, wie w. sächlich die künstliche Opposition in einer Fornttrage setz man über alle gvoste» Probleme der. gegenwvrtigea S-» einig sei. UeuL Aledcrlageu Lloyd Georges. Land»«, LS. Bs! der Nachwohl zum«hglsschen Parlament tn P�', Ktl> othielt«squith sLib.) 14693, Bigger(lArfc. Part� und M c. Lea» fRegierungÄoalition) S778 S-timlen. � Nachdem die Koalition Lloyd Georges eben erst. � Wahlkreis Wrekin eine schwere Niederlage erlitten � trifft sie dieser neue Verlust. Zwar hatte st« mit einttn folg in diesem schottischen Bezirk kaum noch zu rechnen � wagt, aber dast ihr Kandidat so unendlich weit hiutet� beidrn anderen zurückbloiÄt, wild ihr eine schwere Ueberraschung sein.. Auch die Arbetterpvrtei dürft« einig« Enttawss�� empfinden. Si« hotte nach all den Triumphen der wo Zeit auf den Sieg in Paisfey gehofft, oder doch nur um ein sehr Geringes hinter ASquith zurückzllf� liberale Whrer war jedoch ein zu starker Kandm�- Die Oppösitimr erhält jedenfalls durch ASauitd cryuia j«ifeii|uuö i/uiu� starken Zuwach» im Pvrlamrnt, und Lloyd George, erkennen, daß trotz all seiner Demagogie und trotz' jft Bereftwilligkeit zur Zugeständnissen an dem Standp«w Liberalen u-nd der Arbeiter die Tage feines Krieg»" GtoeStoforett»«äMt Rt� Werger und die auMMHeu Vanttonken. Bankkonten des Herrn Erzberger. Der Aklendied- stahl im Flottenverecn. Im weiteren Bertauf der gestrigen Verhandlung erklärte hLüt' k c t n c r' dag feine FainUw aus Gesundheitsriickiichren �ch der Schweiz reisen nrugie, und daß er dafür den Kredit tttier� Schweizer Baut in Anspruch genommew habe. .Helfferi ch: H-iiben Sie sich o»che ren Personen gegenüber Lautzert, dag Sie rechtzeitig in der Schweiz für Kredit gesorgt Mten? . Erzberger: Nicht für mich persönlich Als Propagan- »achef mufste ich »ine Reihe»»n Geldfmnmen nach der Schweiz überweise». . Ich traf Mäßnahmen, durch welche ich das Geld relativ billig vekam. Tiefes(Äetd ist nur aus pslitischen Gründen «ach der Schweiz gesandt worden, auch wenn es nach außen hin •'».für kirit' ich? an c.ee beftimmt. bezeichnet wurde. Diese lieber« �lungen find durch die Teubsche Bank vorgenommen worden, b»d es wurde manches oarüber gesprochen, der Schweiz sitzt. �Un eine Nachschnüffelei und eine Spionage gegen "»ch ein, die hruptsäch!ich von zwei Herren, Peter und '«atthc betrieben wurden, welche erklärten, sie hanoelrcn im Austrage einer Persönlichkeit, um für Hclfferich Material für de« «"».ieß tu sammeln. Nach längerer Debat!« über dic�e Spionageaffär«, in der �clsferich erklärt, nie einen Pfennig Geld für sein Material ge« zu haben, fragt er den Nelenstäger, we dieser sein Geld der Schweiz überführt habe?— Erzberger:?ch habe dorschriitSmästigcn W�eg gewählt, indem ich der Deutschen r*1"! entsprechenden Auftrag gab. Ich habe auch zu politischen «wecken Geld nach der Schweiz überweisen lassen; das geschah "be? mft Kenntnis und Zustimmung des Aussvär igen Amtes. Helsfcrich: Sind nicht auch im Gepäck drr Provazanda- "'eil, mg(also des Herrn Krzberg/er) gröherr Betröge und Efsek. ">n d e Schweiz abgewandert? Ich habe allerdings cre Geldbeträge .. �... ,iu, uuct stets um brummen für Lüsche Zrvecke, über die ich mir vom Auswar igen Amt eine �»wiuigung geben lieh.— Bors.: Können Exzellenz unter jWcm Eide aussagen, dwh Sie in Ihrem Kuriergepäck Wertsachen ,'�r Gelder für persönliche Zwecke nach der-Sdtoeiz nicht ge- Wttcht haben? I»,..® r z bc rg« r: Weder nach der Schweiz noch sonst mrf meinen "stn nach dem Auslände. kl f f eri ch: Warum Hachen Sie aber dann für die lleber- die fting von Geldern zu .___________ ki tischen Zwecken, also zu Mafprahmen, twu der RechSregierOH gebilligt wurden, "'cht den vorschrlftSmössiz?« Weg, der Neberweisnug a« die zu» ständige Botjchaft gegeben? -«.Erzhe pger: DaS hatte seine Schwierigbeitcn, denn die .?'>chaft kenut nicht alle politiscken Geschäft«, die in Frage kom- �''u, und mit kirchlichen Geldern konnte ich fÄbstderjtändlich die ««tickuft nicht behelligen. � Helfferich: Jck> muh Sie weiter'fragen Haben Sie nicht Konw bei der Nationalbank in Zürich.>s "«obi* ■»? HWW?. DU WM K?»cm Kriege Geld in Deutschland angelegt. Ich war ersucht «e»"' bei Ausbruch des Krieges dieses Geld auf mein Konto f"btrnehmen. Dazu war ich gern l-ereiä. >. velfferich Ich nenn« Ihnen nun noch dt« Genossen« �"I'Sbonk St. Kalleu und Sandencr Dank. Erzberger: Ich habe dort keine Konten gehabt. Helfferich: Aber bn Oesterreich? Erzberger: Allerdinas hatte ich dort«in Konto, doch u» ich über die Zwecke, für welche diese Gelder bestimmt waren, öffentlich nickt reden.. � Helsfcrich: Unter der Flagge politischer.Zwecke sind auch 1 dem Waffenstillstände HunderUausende nach dem Auslände llkwa>�>xxt. Nachdem Erzberger es als möglich bezeichnet hat, �dah -"---- ~. a oc i gt: r; Eine ausländische Missi onSgcf e Mch a i l hatte dem Krie,?? Geld' � ,''u�n'!'» Ausland eingegangen ist,"fragt er Erzberger, ob er 8chuiiinV* �■m. ardeilenden Schweizer Bankier, der an g:wissen ''Sinittellieferungen für Württemberg interessiert war, wertvolle politische Informationen zegeben habe. Lg�iberger: Wir sprachen über die ganze Die llnwahrhastkgkelt Erzberger?. ak�? Punkte„Nnwahrhaftiglcit" wird hierauf Assessor ttn»' Generaldirektor des THYsfeiikonzer.iS, vernommen. Er � In, Mai 1912 sei Herr Äöwoisch aus Veranlassung s,g,�üert z« ihm gekommen und habe ihm sei» Versahren, flüs- scj?iz Sprengmittcl zu verwenden, angeboten. Die Ofjerte l ieSreir v'" �a�c�i.gnnrrrt ou----- eeort,,°7°?u?nlS abgelehnt worden. Juni 1912 ihab« sich der Ab- doch �Hberger nochmals an Thyssen gewandt, er möge sicb «!„ ,�ch« annehmen, worauf nach längeren Versuchen 1914 Pölb«« rO0»Wischen Thyssen und den Herren Erzlieracr und %, abgeschlossen worden sei, wonach die Thhssenwerke berech« du,,,, das verjähren zu gebrauchen. Im Jcchre 191V sei dl« G. h. H. begründet worden.— der a'?' Alsberg: Von wann an hat Herr Thyssen Geld zu �"Ge gegeben? &"9«: Zum erstenmal am I. Februar ISIS. .��berg: Hat Herr Erzberger davon Hier rv,«*?ehabts— Zeuge: Gewiss.— Alsbergs sOoen Sie also wieder eine UnWahrhaftigkeit. VcrhandlungStage wurde diele Frag« eingehend er- nür' �er Vorst bend« bat den Herrn Nebenkläger gefragi. ob der G. m. arauf gqaul gegeben. Darauf Der Meuökbstahl km Flotienverew. Zu dem„Fall Jahnke*. der Erzberger unanständige EHarwktereigenschaften nachgesagt hat, ergreift Dr. Helffer-ich nach der Pause das Wort und erwähnt, dag er an zwe, Stellen seiner Broschüre auf diese mit dem Aktendieb stahl im Flottenvereit, zusammenhängende Angelegenheit Bezug genommen habe. Einmal Heissi es dort:„In der Tat, wer so mit der Wahr« -heil nm'pringt, der pftegt es es auch in allen Dingen nicht genau zu nehmen. Herr Erzberger hat dafür frühzeitig Beweise er» bracht. Ich erinnere an den Stra'prozess wegen der Entwendung von'Akten au? den Räumen des Flottenvereins. Der Oberstaatsanwalt hat in dessen Verlauf folgende Feststellung gemacht: Dem als Zeligen vernommenen Zlbgeordneten Erzberger ist der Dieb offenbar bekannt. Da er sich aber bereit erklärt, das zu beschwören, dah er nach bestem Wissen annehme, er würde sich durch eine Auskunft der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung aussetzen, wird er zu einer Aussage nicht gezwungen werden können." An der zweiten Stelle der Broschüre heißt eZ: Hat nicht etwa im FlotienvereinSprozess Herr Erzberger sich bereit er- KoMung i Achtung I FunktionSr«. der Bekleidung s- und Textilinduslrlel Arbeiter- und Betrlebsr&el Arbeiter- und Ancestellienausschüssel Freilasr, doa 27. Fefarnar 1920, abends 0". Uhr, in den Eornsaia„Sftlen, AcUcrrniraflc 6-7 WWÄiw FunKtitnär-Uersammlans der Bekieidun-s- und Textilindustrie! Ple Wichligkeit der Taiesordnnn« erfordert ej. daS alle obentenannten Vertretnnjfen eise einun mössen, Arbeiter ond AeKcslel te! Es Ist Eure Ptlloht, dalllr t« sorje«, daS jeder Betrieb vertreten istl Ber prorisorlsclü! geschillslölireiiBc Baspl- aiisscliflss derEefilCltogs o. TexlilinMe Zpnlralg der Belrieberüe Bezirk'iroS- Berlin, MBnzstraBe 24 III. i f*** VW«.- �_________%J-~ w_ H jstnfl-», nJch' schon vor der Gründung der G. m. b. H. Geld dazu ? bc �e- Herr Erzberger hat darauf gaaickwortet« Thyssen hESw,"™ech dazu gegeben. Darauf rief Helfscrich: DaS ist un- f"inj. v �crt Erzberger verbat sich diesen Zwischenrulf. Dar- � anhz� Angeklagte, er könne nicht mit ruhigem Blut so �kfl|c6oweifl',s?ert ktlhyss« hat kein Gew für die«ntern« !Il.L Illeben, sondern nur für seine eigenen Versuch«.— !>� ü: Wir hal«» behauptet, dass Herr Thyssen - Geld aichgebracht habe. Und daß schon, bevor der > �n Thyileuschen Auftichtsrat eintrat, Bestechungen 'do!? �sien und ErZbcvger bestanden haben, die nicht rein . V Der Herr Nebenkläger hat da» bestritten. 'r 3--,.l:; Tle.ne Frage konnte doch nicht so genieint sein, dag . E t7rn nur für die G. m. b. H. Geld gegeben habe? l?i!.,>/. r r g, r: Ich habe e» so atchgefassk, ob Herr Thyssen -c die Studiengesellschost gcgcöcn habe, nicht aber Geid ,��?kl Wokff wird nochinalS kurz gestreift.' *"»JitCßSZa ul?(ig~"~ r«1ts..He. «r F« � Dil Darauf ♦t— v klärt, zu beschwören, daß er nach bestem Wissen annebm«, durch eine Aussage über den Dieb sich selbst einer strafrechtlichen Ber- folgung auszlilsrtzen?"' Justizrat G o r d o n: Was hat daS mit Unwahrheiten zu tun? Helfferich: Das ist mehr als Nnwahrhaftigkcit. Der Vorsitzen de reiferievt nun über die Enttvicklmtg der gamzen Sache. Der Anlaß dazu war«:n Artikel im„Bayerischen Kurier", worin es unter anderem hiess, daß bei der Präsidial- stelle des Floltenvereins eine überaus starke Agitation getrieben wurde. Erzberger erk ürt nach längerer Erörterung wiederholt, daß von oinem Diebstahl überhaupt nicht die Red« war. Justizrat v. Gordoii' Auch die übrigen Zeugen haben damals nie etwas von einem Diebstahl, sondern immer nur von einer Lieferung des Materials gesagt. Die Frage lautete immer: Wer hat den Artikel �m„Bayerischen Kurier" geschrieben und wer hat da? Material geliefert? Rechtsanwalt Alsberg: Ist es richtig, daß Sie, Herr ErDerger, den Zeugen Jank« im Piusverein kennen gelernt haben? Erzberger: DaS ist eine der üblichen Unwahr- h e i t e n. Nach längeren weiteren Auseinandersetzungen wird vom Vorsitzenden in Aussicht genommen, diesen Fall am Montag durch Zeugen weiter anfzliklören. Es kommt nunmehr zur Sprache, daß am heutigen Tage der frühcte Reichskanzler B e t h m a n n Hollwcg alS Zeuge vernomisten werden soll. .Vorsitzender: Morgen soll also der politische Tanz erst richtig seinen Anfang nehmen. Ich kann aber den Parteien schon jetzt sagen, daß ich alle Energie aufwenden werde, um alle Auseinandersetzungen, die etwa ans eine Rechtfertigung der Politik des Angeslagten, des Nebenklägers oder der des früheren Reichskanzler» Bethmann Hollweg hinaus- lnufen, abschneiden werde. Dr. Helsferich und Erzberger erklärten, diese Absicht nicht. zu haben Vorsitzender: Dann besteht ja die Hoffnung, daß wir morgen fertig werden und dann am Montag die Nachfrage der ciiizeluen Stellen erledigen können. Am Dienstag könnten wir dann mit den Plaidoyert beginnen. Ich möchte nun fragen, wie sich die Parteien zu der Erörterung der politischen Lage betreffend die belgische Politik und die FriedenSsrage usw. stellen. Es kommr dabei der Vorwurf deS Angeklagten gegen Erzberger in Betracbt, indem er ihn der gemeinen Lüge und der Denunziation bcsibuldiat. Es fragt sich, ob wir diese Sache nicht ausscheiden können. Jcki gebe mich wenigsten? als deutscher Richter nicht dazu ber, der Entente Material zu liefern. Dr. Hrtffertich: Der Vorwurf der gemeinen Lüge-und der De- mmz atwn bezieht sich mrf die Belmupluna, daß ich der EMment jener belgischen Politik bin, tzi« die Tepor-'ation usw. auf dem Gewissen hat. Wenn der S'r-crf.antrag in diesem P'.mlte nicht zu- rückgenommen wird, bm ich gezwungen, Beweisanträge eventuell in nicht äffen'bicher Sitzung zu- stellen. Erzberger: Ich kann den Strafantrag nicht zurücknehmen. Nach längeren AuSeinandersetzungrin teilt dann Fustizrat Görden mit, daß er morgen ebne Erklärung abgeben würde, bevor der Nebenklägkr dem Ausscheiden- deses Punktes zustimmen würde. Auch Dr. Helsferich stellt ein« ähnliche Erklärung00 Bureauange. stellte der Paris— Lyon-Mittelmeer-Gcsellschaft die Arbeit niedergelegt. Da»„Echo de Pari»" meldet, daß in Lyon 69 000 Arbeiter streiken, die teil» zur Textil-,� teil» zur chemische», zur Elekirizitäts- oder Metallindustrie gehören. Heute ist kein einziger Zug von Lyon nach Paris abgegangen. Die Wiederaufnahme der dipl,matischea Beziehungen zwi- schen Frankreich und dem Vatikan steht, einer«Tum«»"» MsKuiA üfufetee ij» dchexetiLuslsich! ZrmMsch-enMche AnflimmiMen in dee vesetzullgssrage. Paris, 25. Februar. Der Auslandspoliiiker de?„Matin" Sauerweia erklärt in einem Londoner Telegramm, Frankreich verlange von Eng« land eine Militärallianz, unabhängig von der Ratifi« zibrung des Friedensvertrages durch Amer-j.ä. Zweitens die De- sehung der Rheinlande auf so lange als es notwendig erschein« und ihre Erweiterung auf das Nu-hrkohlen-gebiet. Außerdem dem« crnde finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung zum Wieder- ausbau. Eine räumliche und zeitliche Ausdehnung der Okkupa« tien m den Rheinlanden sei England sehr unangenehm, dun englischen Oberkommando sei es auch unangenehm, daß Frank» reich schwarze oder marokkanische Truppen-dort verwende. Man cvklärte die Ausrechnung der Okkupation werde Frankreich und Deutschland und infolgedessen auch ganz Europa in einem Zu- stand erhalten, der weder Friede noch Krieg sei. Eauerwein erklärt, er habe vor seiner Abreise nach Londa.i mit einem franzosischen Staatsmann gesprochen, der ihm erklärt habe, Frankreich selbist solle sich Gab a n t i en am Rhei n der- schaffen, aber nur im Falle absoluter Notwendigkeit und al» Vorbote einer unmittelbaren Verständigung Frankreichs mit Deutschland. Endlich solle man aber England und den Neutralen durch eine große Prvbuktionsanstrcngiing und durch die notwendigen fiskalischen Opfer Vertrauen einflößen. hoover für FtledeksratZfikskion dmch Amerika. Amsterdam, 25. Februar. Laut„T i m e S' hat H o o b e r in Baltimore eine Rede gcge» da# Bestreben des Präsidenten gehalten, den Friedensvertrag einer Vollksabsbimmung zu unterwerfen. Da Europa nicht genesen Iditrte, bevör die amerikanische Mitwirkung bei der Wiederher st ellung de? Kredit Sund der Erzen» gu n g gesichert sei, solle das amerikanische Volk im eigenen Jnter- esse den Friedensvertrag ratifizieren. Die Rede Heover» hängt mft einer Bewegung unter den Drtnokraten zusammen, die Annahme des Friedensvertrages im Senat so zu irreichen, wie sie von den Republikanern gewünscht wird. Enkwiltlung derHandelsdeziehungp« mitRyßlgsd. All« Staaten rüsten sich zur Wiedera-ufnahme der wirtfcliaft- tichen Beziehungen mit Rußland. Man kann den großen Absatz» markt nicht länger entbehren, ebenso wenig wie die Rohstoffe. die Rußland selbst zum Austausch anbietet. So erfährt die in Paris erscheinende Zeitschrist„La Republique Russe", daß auch Japan seine Borbereitu-ngen trifft. Dort ist eine bedeutcnde Dampsschiffahrlsge seil schaff gegründet worden, ausschließlich zu dem Zweck, um die Verbindung mit Rußland herzustellen. Die Gesellschaft beabsichtigt, schon in der nächsten Zeit vier Dampfer von 6000 Tonnen nach dem Süden Rußlands zu entsenden, und zwar sollen sie vor allem Zucker, Manufakturwaren, Stiefel, Maschinen, Arzneimittel dortb-in bringen. Auch Belgien schickt sich an, die Beziehungen wieder auf- zunehmen und erwartet vor allem, daß eZ da? dringend be» nötigte Holz aus den russischen Wäldern dem belgischen Markt zuführen kann. Di«„Russische Republik" teilt übrigens auch mit, daß da» in russischen Unternehmungen angelegte deutsche Kapital von einer russischen Stelle auf 815 Millionen Swbel geschätzt werde. Aber dies« Schätzung berechne mir da? in Gesellschaften mit be» schränkte! Haftung investierte Kapital; die Gesamtsumm« fei beträchtlich höher. DaS deutsche Kapital sei folgendermaßen der» teilt. ES seien angelegt 27 Prozent in Trank-portunternchmungen, 10 Prozent in der Textilindustrie, 9 Prozent in der Metallindustrie, 8 Prozent in der Naphthaindustrie, 6 Prozent in Unternehmungen de? Maschinenbau?, 5 Prozent im Bergbau. 2 Prozent in der chemischen Industrie, 1 Prozent in Gas- und EelcktrizitäiZwerken. Frauen und Alkohol. In der Schweiz wird zur Zeit der Gedanke erwogen, de» Gemeinden durch eine Revision der Bundesverfassung das Recht zu geben, für ihr Gebiet den Ausschank von Schnäpsen aller Art zu verbieten. Vorgenommene Probeabstimmungen ergaben nach dem„Schweizer Abstinenten", daß in den Gemeinden etwa durch- schnittlich 80 Prozent der Frauen für eine Verfassungsänderung im a-naedeuteten Sinne waren, während nur etwa 50 Prozent der Manner sich damit«inverstanden ertlärten. Hastenttasinn» einer Angeklagte» im Sklarz-PrszeS- Me eine Lokalkorrespondenz meldet, ist die gemeinsam mit Ernst Sonnenfeld von Holland ausgelieferte Fräulien Schlack von der Staatsanwaltschaft aus der Haft entlassen worden. Fräulein Schlack soll bekanntlich an d-r Unterschlagung von 1200 000 M. durch* Sonnenfeld jun. beteiligt gewesen sein. /fS\ 'K' Heute neu Freie Welt! KsMm MKr iitf WxssZMm zu haben ist ein Blück, das meist not wenigen beschisdea ist, die genötigt sind, sie zu tragen. Unseren Kunden ist es beschieden, denn wir garanti-ren nicht «twa nur gegen Fabrikationsfehler, nicht nur für gute Oualitäi, wir garantieren einfach für Zufriedenheit. Mag also die Brill« oder der Kneifer durch eigene Unoor- stchtigkeit zerbrochen sein, mag das Glas schon vor längerer Zeit bei uns getauft sein— wenn das Gestell zerbrochen, verbogen oder sonst beschädigt ist, reparieren wir es in der Garantie» zeit, und wenn die Gläser nicht passen, tauschen wir sie inner- halb drei Monaten um, alles ohne Kosten für Sie. Nur zerbrochene Gläser, zerbrochene Teile aus Schildpatt» Horn oder Celluloid smd von der Garauiie ausgenommen. Schon für Fassungen zum Preise von L.SO M. garan» tieren wir zwei Jahre, für teuere Brillen und Kneifer bis zu drei Jahren. Es gibt zahlreiche Gründe, bei uns zu kaufen, die Güte und Preiswürdigkeit unserer Ware: unser Bestreben, Sie durch Gewährung einer so weitgehenden Garantie unbedingt zu- sriedenzustellen, die bequeme Lage unserer 22 Geschäfte, unser guter geschäftlicher Ruf usw. Es gibt aber keinen einzigen Grund, bei uns nicht zu kaufen. Glauben Sie trotzdem einen zu wissen, so schreiben Sie an unsere Direktion? wir sind Ihnen auftichtig dankbar dafür, well jede Kritik zur Dervollkomnmung anregt. SchSaeberg» banffllt 21 Ecke«laztmstr. Friedenau: «tdaflt. IM, fit«trchßr. Neukölln: Sog[it.*, Eck, 3i«q-»ln. Spandau: vrin, Str. IS. mch« m»« Alte» Gold wird zum Tagespreise angelaufi und in Zahlung genommen CA Vrauien-Str. 44 w W zwischen Mvrig. Ilvd Oranlenplaz S Kotkbuser Damm 10 »ah« I»»dort Hpkiktr vrrlanzcn Sie»ach avgec. Hai» tasiealo»»ns-re» vaiameier zum Seiden«. siimme» policnder S.äler nebsl N:rsaa»»fte. CSMelmarN Eck» Wallstr. WFrIedrIch.Skr.1S3a ÄNW stt- Friedrich- 5fr. 106 eil Leipziger 6t». Ecke Dorvtheenstr. tv'l» fit AegvStr. Q Frankfurter All« 14/ Alerander-plah nahe«ichinzer DelleAlliaocestr.4 »°h- Iandars Leipziger Skr Sit! 113 Mauer-St� cwk. Str. 1 Elke Potsdamer 6tr. N THaussee-Str. 72 nahe Müllerstr. Schenhauser Allee am Dhf. Nordring S1 Invaliden-Str. 104 Sit Prunarnstr. Invaliden- Skr. 117 »m Stettiner 2hi. wtn und VAUWUM. Volksbühne Theater am Bülowplat«. ifi üb»; Cygesiiiül sein Ring. Opernhaus 7 Uhr Tiefland Sehasspielhans 7 Uhr: Die Gnüs Gottes Direktion: Kax ßeinhirdt Deiüschss Mvier 3|U.: D, SondnoK Scnwala Kanünonoiele A Ulir; Frühlie's Erwach«# Großes Schauspieüiaus Karlalralle 7 Uhr; Hamlet (15, Abteilung. II. Abend) DirehUon Carl MoiEhari— Red. Benuser Theater I. d. 7.15 U.rSrOuen d. Cosel, sehalt frt.: SchloO Wetterstein Sonnabend: Zum I. Male: Könicr Micolp «dar So ist da» Leben. Echansp. von Trank Wedcklnd Musik von Eduard Künoekc (Ludvrig Hanau, Alice Verden a. 0. vom Staatsth. i. Dresden, Ernst Dernburg. Frieda Richard, Paul Rel.kopt. Robert Scholz, Hellmuth Bathe, Fei!» Rössen, Otto Schiller, Rudolf Jünger) RonilHBenfiaas %8 Uhr;„S B O Freitag: Der Biberpelz. Sonnabend:»«S i e** Berliner Tfeenler vi-, Oer letzte Walzer ffritii ÄtviwTr, Otto Storni, Hans Wa�mann usw.) Ii-Mr Direktion: Viktor Barnowsky a uht: Pygmalion Freitag 7 Uhr; Peer(iynt Sonnabend 7"iU!ir: rypatdan BfätsslWlHüttr 7 Uhr; Zum ersten Male • Masogerie �Habendi. 7« u.-Menagerle hsatar aa Kontuer TM Tel.: Moritiplatz 14814. Till. 7li nnd Sonntasr nnchm. 3 Uhr: Eiiie-Sönger '«Ä'Är Blstthsren-baoit Vorv. II.«,».4�» Rose-Theater 7h Uhr: Wilhelm Teil Walhalla-Theater 7S Uhr: Die Csardasfürstln. Wintergarten. Tdglich 7h Uhr Varletevorstelliing Ranchen cestattct. fTtmslBmdi Heule Donncrslaß 7Va Uhr Dasgr.Febr.-Progr.! e Gase!;*. Ghanriat e U Drahtsellkünstler. U 3 OrDanls Ä 3 Amateur-Raiten 100.— M. Belohnung erhält, wer 3 mal stehend die Manege umreitet. Sowie die übri«. Nummern. "Tj Backlanz der fT" u Paflattiecäen u. '| in„Aphrodite'*.| >RönlgstDdt-KDSino< Alexanderstr. 21. Tel. A'exander 424 Sülo und Vercloszlmmer. 1» jeder GrOS«. i< BMZ ODerettenlmus Direktor: Joan k*ew Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Kia Werber a. CL in Ole ki'e�ne Kobalt Rssitienz- Theater � (Stadtbahn Jannowltzbrücke) Täglich 7S Uhr; EkiSes fesWt Sonn ibd. 4 U.; Mas a. Moritz Sonn ta g4U.: Per gute Hai Tttanoa- Theater (Bahnhof Friedriclistiaßc) Sounab. 4Uhr: Ransel u.Gretei| Täglich 7k Uhr; €?.28ii9-Th«at6r LotiiitatrSlr.l?. Tägl.'/eSUhr Des groBen Andranges wegen noch kurze Zeit verlängert! •' ß6has«f«ls Lose Uefccr XOO Mial aolgetithrE and ersttlasslM Sn�ztaNläten Sonntag Ä: ab■/ucutrkar. FMIU iUsa£ 3 a-T'iie a te p Fr! idrlchstr. 218. 7,,' Allabendlich 71/ 'ä Sonntags 3'. u. J lupfer Messing Zinn Sämtl. Metalle Quecksilber Platin Gold"« Silber- Abfälle Zahngebisse k&utt in rl«sig Msn Prsisu ia undtren 6 Einkaufssielten Msiall-ZtiM 1. Bruontiistr.il am Rosenthnler Platz 2. FennstraBe 48 am Weddingplatz 3. 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Bei den Verhandlungen der Nationalbersammlunig ist don Regierungsseite wiederholt betont worden, daß dre gesetzlichen Betriebsräte das Mindestmaß von Vertretungs- befugnisscn der Arbeiter im Betriebe haben sollen, ohne Weitergehende tarifliche Abkommen damit unwirksam zu wachen, und eS würde ja auch dem ganzen Tarifgedanken widersprechen, wenn der Gesetzgeber den Unternehmern verbieten wollte, mit ihren Arbeitern sozialere und bessere Vereinbarungen zu treffen, als sie in diesem Betriebsräte- gcsetz vorgesehen sind. Der Rcichsarbeitsminister Schlicke hat auch ausdrücklich im Ausschuß und dann im Plenum am 14. Januar erklärt, »weil alles flüssig ist, weil alles von der Entwicklung der Wirt- schast abhängt, sollen auch in dem Gesetz nicht zu enge. Grenzen für den Ausgabenkreis gezogen, sondern sollte die Möglichkeit ge- schassen werden, unter fortgeschritteneren Verhältnissen, fort» geschnitteneren Gegenden das Fortgeschrittene zu er- halten, in minder fortgeschrittenen Gegenden aber dem Weg zur Tntnzjcklung ossen zu lassen, nur für das Umstrittene sollten Festlegungen erfolgen.... sin Kreisen mit vorgeschrittener Arbeiterschaft und mit sozial- polnisch vorgeschritten«!! Arbeitgebertum werden zweifellos w e i- lere Aufgaben mit den Betriebsräten verein- dort werden können. Das will iws Gesetz nicht verhindern, es will die Möglichkeit einer Weiterentwicklung durch Tarifvertrag schaffen. Eine inhaltlich mit dieser Erklärung iibcre in stimmende Feststellung ist auch in der Begründung zur Regierungs- Vorlage enthalten. iSiehe siommentar Aufhäuser, Anmer- "lng zu Z 64.) Es bestand denn auch bisher kein Zweifel darüber, daß die 88 62— 64(Sondervertrctungen) den offen lassen sollen, durch tariflich vereinbarte oder noch zu vereinbarende Betriebsvertretungen einen Ersatz für die recht mangelhaften gesetzlichen Betriebsräte zu schaffen. In der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" wurde diese Möglich)- keit in einem Artikel des Abg. Behrens am 17. November 1!>19 in aller Ausführlichkeit erläutert. Der„Vorwärts" hsWegen versucht setzt, den Arbeitern und Angestellten� den �«g zur Schaffung besserer, tariflich vereinbarter Betriebs- käle zu versperren. Der 8 L2 lautet: Ein Bclriebsrat ist nicht zu errichten ober hört zu bestehen wif, wenn seinor Errichtung oder seiner Tätigkeit nach der AaUir bes Betriebes bcspndere Schwierigkeiten entgeoensteben und auf lllrund eines für allgemein verbindlich erklärten Tarifvertrages �iie andere Vertretung der Arbeitnehmer des Betriebes bestehi oder errichtet wird... Das Gesetz läßt alio zwei Fälle offen, in denen ab- weichend vost den gesetzlichen Bestimmungen Sondervcr- stetunaen geschossen werden können: 1. Wenn nach der Natur des Betriebes der im Gesetz borge» sthene Aufbau de? Betriebsrats auf besondere Schwierigkeiten Ilöht,.wie z. B. im Baugewerbe. 2. Wenn auf Grund eiiu-S als verbindlich erklärten Tarif- dertvrgZ eine andere Arbeitnehmcrvertretung besteht oder errich- let wird. Der„Vorwärts" legt nun, gestützt auf den Kommentar von Dr. F l a t o w, k«n Harrpiwert auf das Wörtckfen -und", um mit besonderer Sophisterei zu erklären, daß die "nter 1 und 2 genannten Voraussetzungen zusammen- Neffen müssen, wenn die anßergcsetzliche Betriebsver- tretiing zugelassen werden kann. Damit würde mit einem �cksiage. abgesehekl vom Baugewerbe und Betrieben„be- sondere'- Natur", jeder tarifliche Ausbau der Betriebsver- Veilage .»NN'V tretungen gewaltsam unterbunden. Gegenüber diese? arbeiterfeindlichen Auslegung des Gesetzes verweisen wir nochmals nachdrücklichst auf die Erläuterung von Aushäuser, die in diesem Falle grundsätzlich auch durch den Kommentar von Schneider, dem Berichterstatter der Nationalversamm- lang, bestätigt wird. Schneider schreibt, nachdem er auf die Betriebe„besonderer Natur" hingewiesen hat: »Es iit>aber auch allgemein zulässig, durch Tarifvertrag eine anderweitige Vertretung zu veveinbaren." Ganz abwegig ist es schließlich, wenn der„Vorwärts" darauf himveist, daß nach Z 106 nach dem Inkrafttreten des Gesetzes die vorliandenen Arbeiterräte, die bestehenden Ar- bciter- und Angestclltenausschüsse zu bestehen aufhören. Die Vcrquickung dieses Paragraphen mit den hier zur Debatte stehenden tariflichen Sondervertretungen ist die reinste Willkür. Der 8 bezieht sich nämlich auf die bisherigen gesetzlichen Arbeiter- und Angestelltcnausschüsse, sowie auf die durch die revolutionäre Arbeiterschaft selbst ein- gesetzten Betriebsräte. Es hat aber niemand daran gedacht, auch tariflich vereinbarte Betrrebsvertretungen mit den ihnen zugestandenen Befugnissen nach dem Jnrralfttreetn des Gesetzes zu beseitigen. Die in einem vom„Vorwärts" kriti- sierten Flugblatt der Berliner Gewerkschaftskommission der- tretene Auffassung bestcht also durchaus zu Reckst: Die tariflichen Arbeitzervertretungen sollen den gesetzlichen Ve- triebsräicn in jedem Falle vorgehen. Es ist aber bezeickf- nend für da»„Arbdterbkrtt"„Vorwärts", daß es sein« Aufgabe darin erblickt, durch spitzfindige juristische Ans- legungen die Arbeiter um den Rest ihrer Rechte zu bringen. SklrlkbsrSlklsrxretz Ses LkÄfchkn mbMnmbakdcs In LkWg. Am Sonnlag und Montag tagte nn Großen Saale des Lech- ziger Volkshauses der 1. Kongreß der Betriebsräte- und Llrbei- terousschüsse, den der Deutsche Textilarbeiterver» band einberufen hatie. Panzer- Leipzig hieß die Delegierten herzlich willkommen und sprach den Wunsch auS, daß die De- sthlüsse der Plaueucr Gene ra lve r jam mlu ug zur Durchführung kommen möchten. Der Vcrbandsvorsitzeude, Hermann Jäckel, Verlin, eröffnete die Verhandlung, begrüßte zuerst die Gälle (vom Gewcrkschastsbund war Graßmann, vom Schneiderver- band Schumacher- Berlin und als Referent Dr. H i l f e r- ding erschienen) und führte dann aus, daß diese Tagung den ersten Kongreß von Betriebsräten darstelle. Als erster Referent nahm dann D o h m i s ch- Augsburg das Wort und führte in einem kurzen Rückblick aus, wie die Betriebs- rä'ie entstanden seien. Er ging in einigen Einzelheiten auf das VetciebSrätegesetz ein und verglich es mit den früheren Arbeiter- rechten. Die Betriebsräte müßten vor allem in den Gewerk- s cha f t e n verankert sein, um eine starke Organisation unter sich zu haben. Von großer Bedeutung war ein Referat unsere? Genossen I e ck e l. In langen, von großer Sachkenntnis und Beherrschung des Stoffes zeugenden Ausführungen dehandelte er das Thema; Das BetriebSrätegesetz und die künftige Arbeit der Betriebsräte. Er begann mit dem Hinweis darauf, daß nur die Arbeiterschaft selbst den Kampf um ihre Befreiung mit Erfolg führen könne. Die Schaffung der BetriebSdemoikvatie sei der erste Schritt, zu ihrer Verwirklichung müsse die Arbeiterschaft nach wie vor ihre ganze Ästaft einsetzen. Der G-werkschastsbund habe durch seine Untätigkeit bei den Vorarbeiten für das Betriebsrätegesetz seine Pflicht schwer verletzt. Die Produktion müsse im Interesse des Gemeinwohles und nicht im Interesse des Profits gestaltet werden, dazu feien die Betriebsräte notwendig, die man zu Organen der Revolution, zu Dord e r« itn n gSo rgon e« fürdi« Soziali sierung umformen müsse. Wenn wir«uw. an der Wahl beteiligten, so tun wir e«, um isk. Betriebsräte zu ercBern und zu Kampforganen anL.jBgesta.lten. Der Rsfe« vent ging dann in längeren treffenden Ausführungen auf die! künftige Tätigkeit der Betriebsräte ein und stellte fest, daß noch unendlich diel getan werden müsse, um aus den vom GeseJ) gebilligten OrgInen, die nicht viel andere» als die fächeren''A r» beiterausfchüsfe bedeuten, wirkliche Betriebsräte zu machen. Sein« Ausführungen gipfelten in einer Zusammenfas« sung der Stellung zum Betriebs rätegesetz durch«ine entsprecheuds Resolution. In der anschließenden Debatte kam der Gegensatz zwischen den oppositionellen Gewerkschaft, lern und den«! der alten Richtung sogleich zum Ausdruck, da diW Arbeiterfragen und die Berschandelung der ReoolulionSergekmisse, wie sie das Befriebsrätegesetz darstellt, nickt behandelt werden konnten, ohne ine Tätigkeit der Regierung zu geißeln, die die alten Gewerkschaftler zu entschuldigen und zu stützen sich verpflichtet fühlten. Dabei klang aus all den Reden der Guverk- scha stier alter Richtung der verzweifelte Ruf nach Einigkeit. Tie GewerkschaftAbeamten, die den offenbaren Arbeiter verrat der Regierung stützen, fühlen sich allmählich so von den Arbeitern der» lassen, daß sie wieder Anschluß suchen. Sie meinen dabei natür» lich mit Einigkeit, daß die Arbeiter wieder reumütig zu ihnen zurückkehren sollen. Wie wenig die Arbeiter dazu Neigung ver- spüren, und daß sie all diesen lockenden Einignngsfanfarc» nicht mehr folgen, zeigte der Umstand, vzie kühl die Ausführungen de» Vertreter» des GewerkfchastSbtmdes, Graß m ann, aukgenom» men wurden. Am Montag nahm der Kongreß das Referat von Dr. H i l f e r d i n g über „Balutafragen, Ein- und Ausfuhrhandel, Nohssoffoersorgunli'' entgegen. Genosse Hilferding begann feine Ausfnlrrnnge» mit einer eingehenden Darlegung der Ursachen, die zur Geld» entwerrung geführt haben. Während die ReichShank früher nur sobi Noten, soviel Geldzeichen in Umlauf gesetzt habe, al» erstens Golddeckung dafür vorhanden gewesen sei, und sogar dann nur gegen Warenwechsel, gegen die Sicherheit bereits pro» duzierter Ware, hat das Reich während des Krieges Neichsschatz« scheine ausgegeben, für die die Reichsbank Noten hergab, ohne an die Deckungsbestimmung gebunden zu sein. So wurden in die Zirkulation immer mehr Geldzeichen gciverrt. ohne daß diesen Geldzeichen Warenwerte gegen übe rstand e n. Durch �den er» höhten Notenbestand fand nun auf der andern Seite eine Ver» mchrung der Kaufkraft statt, während auf der anderen Seit« die Warenproduktion vermindert und die noch vorhandene» Waren durch den Krieg zerstört wurden. Die Geldmenge wurde größer,— die Warendeckung geringer, die Geldcntiveo, tung begann. Sie werde solange andauern, solange der Staat nicht versuche, für seine Ausgaben real« Steuerein» nahmen als Deckung heranzuziehen. Damit kam der Refer"-� auf die schweren Versäumnisse kurz nach der Revolution zu sprechen. Es hätte sofort die schärfste Erfassung und weitgehendste Enteignung der großen Kriegs- vermögen erfolgen und sogleich«iue große Vermögenssteuer erhoben werden müssen. Statt dessen habe die Regierung, an jeder repolutionären Tätigkeit durch den Hemmschuh der Mehrheitler gehindert, auf die Nationalversammlung gewarrer. Heute feien wir nun so weit, daß es die Kapiialtstcn geradezu zu einer Wissenschaft ausgebilder hätten, Geld ins Ausland zu schaffen. Ein großer Teil der im Kriege � entstandenen und nach der Revolution dank der Neu- belelmng des Kapitalismus duvh die RechiSsozialisten noch vermehrten großen Vermögen ist dort investiert. Die anderen beiden Ursachen ftir die Geldentwertung neben der verminderten 94) Iimmie tziggins. Roman von Upton Sinclair. Aus dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühlen. Der Präsident der Verei'r'oten Staaten vcffcmatze es �icht im geringsten, in Rusilanh einzudringen urtdlMh Volk «einer Freiheit zu berauben-, er war gegen fein-en Willen von den französischen Bankiers, englischen GrunÄbesitzern und den jungen Imperiaftstzen Italiens dazu geMungen war- ven. Der Präsident wußte wochl. diese Regieruwen wen korrupte KLassenrossievimgen, doch waren sie iftm bester vorkommen als die bentsche Regierung, weil das Välk über sw immerhin eine gewisse Kontrolle besaß. Uußcrdeni wußte Amerika, mit Deutschland im Krieg liegend, jene Bun» �sgenosscn benützen. die zur Sand waren. Um die Weit- wont zu retten, mußte sich Amerika den gemeinsamen Be- WtzlKdabern unterwerfen, was scktziesilich die Folge rotte, °?s! ein französischer General das Recht besaß, amevikaniffckze Truppen nach Rußland zu schicken. So kam es. daß m Archangelsk Amerikaner von Engländern uitd Franzoien �iföligt wurden, die nchtS für Sentimentalitäten und p�vifisinnis übrig hatten, kein törichtes'denwrrati- sches Ideal hegten, fondern als vraktiisch« Leute vor- wngen. um ihre zehn öder fünfzehn Milliarden Dollars retten und eine fanatische Propaganda, d-e die Welt mit der Flamme der Revoluitiorl bedrohte, vom Angesicht'der ?" fegen.. � � . lind nun kam ein armlsesstger unbekannter kleiner Ao- ftalist daher imd wollte den Plan, die Welt dem Kckpitälis- wus za sichern, vereiteln. Und dieser Kerl wagte, die Bot- Soften des Präsidenten buchstäblich zu nehinen. den Offf- )wren Trotz zu bieten, sich mit verräterischen. verStecheri- Wien Schurken zu verbunden, den Geist der ameritamichsn Soldaten z>l vergiften, die Fakel der Empörung in Branü Zfu fetzen! Genau, wie Jimmie Higg-ns sich einst in einer Nrategiischen Lage Hefuirden. da er ein ganzes Himnentieer und die Schlacht von Eliateau-Wierry ge- si�nnen l atzte— so fand er sich jetzt wieder in einer wich- strategischen Stellung: ap der Vechin-dumMme der �ui chnd angreffenden alliierten Heere und dies-inckl drichte er. die Verbindung abzuschneiden und die Arm« zum Ruck- :'3 zu zwingen I V. � Es:> üide nötiger denn je, die mit deni BvijchsioW �hn..pati llic.rudeu-u�entdecken und ihre Propaganda LU �rsjquipftgi. Tn dos Wffku-nig ergSben'hatte, ivurde er in eine Ei-nzelizelle gebracht uüd auf eine Diät von Brot irn'b Wasser gesetzt. Auch dies\ war eine Fort-Leaveiiwarth-Prode für die Auftick>tißkeit'der Goivissen. Dem Gwvissen kann ei.ne Diät von weißem Mcä und Wasser vielleicht bekömmlich'sein, doch bemerkte Jimmte gar bald, daß sie. für Tvvm'»nd Einigcwoi'de äußerst schäd- tich sei— Midlicher als Wasser allein. Ein Menisch, der etliche Tage von weißem Brat und Master leftt,'leidet gar bald oniwedor an einer völligen Verstopfimg oder aber an 1 heftigem Durchfall. Die Starke vergiftet ldas Blut, wirkt schädlich auf das Nervensystem und er fällt bald der Tuber- kulose, gefährlicher Blutarmut oder einer anderen Krankheit zum Opfer, die er nie mrfn lasgnikriegen vermag. Jimmie wurde also aiff die Fort-Leavenworth-Diät gesetzt. Alle Gsfangenen Mußten gebadet werden. Dieser BvfÄil wurde von den Kebkenmeistern so anifgäsaßt,'daß sie den Häftling mit eistgom Master degossm. Da Jimmie seine wunden Arme nicht gestatteten, sich ftlftst abzureiben, nalmi Eonnor eine harte Bürste, tauchte sie in Salzwasser und nvb Jimmie die Haut vom Leid. Rannte Jimmie fort, so folgten sie-Ann mit'dem Wasserschlauich, schrie er, fo flpritzten sie ihm Wasser in Mund und Nase, fiel er erschöpft zur Erde, so iidergvssen sie ihn eine Biertoistunde lang mit eiskaltem Wasser. Jiürmrie hatte in seinem armen LebeH gar manche Drangsale erlitten, doch irmren sie niemals gar so nahe«uff- einander gefolgt. Sern Mut ihbisb ausrecht, Geist und Körper jedoch brachen zusammen. Halluzinationen und Visio- neu suchten ihn beim, der Alvdruck der Näche verließ ihn auch bei Tag nickt, oft vevmeinte er, gefoltert zu werden. wenn er bloß angekettet war. So ging dies,� bis eines Tages Psvkins durch den Spalt lauschend, sÄliame Tone hdrte, Bellen, Knurren, tierische Laute. Er rief Eomror und Grady, und alle drei hörten zu. „Mein Gvttl"— riss Grady—„er ist wahustnnig ge- ivorden." „Er ist verrückt!"— meinte Comwr. „ Uäbe rgeschnappt"— sagte Peikins. Dann aber fiel ihnen ein, er simuKere vielleicht bloß. Es mußte bissen Sendboten Satans leicht fallen, vorM- geben, sie feien vom Teufel besessen. Sie warteten ndch ein 'weivig, dann betrat Connor die Zelle. ü,n Jimmie an die Kette zu legen und sali,'daß der Gefangene die eigenen ».entdecken und ihre Propaganda M------..------ y,-..... ' Hesseln Z.ummieß nickt die o-wu-ffchte und versuchte. ml) können. Er flatschte die Zälwe, sobald jömand in seine Nahe kam, und mußte mit Schlägen betäubt webdsn, daniit man'ihn in die Zlivan'gsiacke stecken'konnte. VI. So entkam Jimmie seinen Henkern. Nun weiß et nichts mehr von Kalenkin, dem russischen Juden, könnte ffflbst, wenn er es wollte, das Geheimnis nicht verraten. Deshalb haben sie es auch aufgegeben, sein Gewissen weiterhin zu erproben,'behandeln ihu gut und haben ihm eingeredet, er sei ans der Falle ent- kommen. Er ist«in zahmes Tier gewovwA. kriecht auf allen Vieron umher und ftißt aus einer Blechschüssel, ohne die abgenagten Finger zu bsnützen. Seine Gelenke schmerzen noch heftig, doch stört ihn das nicht sehr, wie ein Tier ist er sich bloß des augenblicklichen Schmerzes bewußt und weiß nicht, daß er auch morgen leiden werde. Er gehört nicht mehr zu jenen, die„in Vergange nbeit und Zukunft blicken und sich nach dem sehnen, was nicht ist". Doch ist er ein„gutes Hünstchen", streichelt man ihm den Kopf, so reibt er sich an der freundlichen Hand und winselt zärtlich. Er gehört zu der großen Zahl jener Wahnsinnigen, deren Verstand die Gewisssirsprobe der amerikanischen Militärmaichirve nicht zu erbragen vermöchte. Der arme verrückte Jimmie Higgrns wird nie mehr die öffentliche Ordnung stören, Jimmies freunde und Anhänger jedoch. die seine Geschichte kennen, sind rasend geworden, sind von einer Tollwut bösessen, die für die Gesellschaft weit gefähr- sicher ist. In der sozialen Revolution, die cm die Tore der großen westlichen Demokratie pocht, wird es Männer und Frauen geben, die wildlodernde Bitterkeit beseelt, die jeder Gefahr trotzen und zu jeglicher Rachdat, sei sie noch so grausam, bereit sind, und die große westliche Demokratie wird über die Geistesverfasftmg dieser' Menschen staunen und nicht begreifen können, woher sie stammt. Tie groich Demokratie hat die Worte ihres größton Demokraten ver- gessen. die er als ernste Mahnung während des Mordens und der Zerstörung des Bürgerkrieges gesprochen hat. „Gott will, daß der Krieg wahre, bis aller Reichtum. den die Sklaven in unientlohntsr Arbeit in zweihundert- unbsiinfzig Jahren angehäuft haben, vernichtet ist, bis jeder Tropfen Blut, der unter Pfttschenhiebon floß, durch Blut bezolilt ist, das durch daZ Schwert vergossen wurde. Was vor dreitausend Jahrn galt, gilt heute nach: Das Gesick t des HeJWjKjQftWgf�.«Yd\ x JL karendeckung feten daZ Defizit der HandelSwirttchaft «nd daZDefizitderLolkswirtschast.?r>«n fei«s aber entscheidend, dag die Hebung der Produktion nicht erfolgen dürfe «uf Kosten der Arbeiterschaft, wie es der sächsische mehrheitS- fuz'alistische ArbeitSminister Held in seinem Erlag gegen den Scbistuudentag versuche. Di« Arbeiterschaft habe das Interesse, daß bei der Wiederauftichtung der Bolkswirtschaft nicht dieselben Ginrichtungen wieder geschaffen werden, die zu ihrem Defizit geführt haben, sondern daß endlich mit der Umstellung der Produktion auf die B e d a r f» w i r t s ch a f t begonnen werde. Auf den immer wieder erhobenen Einwand, es feien nichts als Schulden zu sozialisieren, könne nur geantwortet werden, daß der ganze vorhandene ProduktionSapparat der deutschen volkSwin- fchaff«in ganz außerordentlich bedeutendes Aktivum darstelle. Die Sozialisierung sei ökonomisch durchaus möglich gewesen, weil daS sozialistische Produktionssystem dem kapitalistischen überlegen sei durch die technische Rationalisierung und durch die Ersparung von Unkosten. Nicht aus ökonomischer Notwendigkeit, sondern an dem politischen«erhalten«in«, Teils der Arbeiterführer fei die Sozialisierung gescheitert. Wenn nun der gesteigerte Geldumlauf und die verminderte Warendeckung eine Aufblähung aller Preise erzeugten, so müsse die Arbeiterschaft darauf dringen, daß neben den anderen Waren auch die Ware Arbeitskraft Vesser bezahlt werde. Es müßten von Gefehe» wegen Lohm zuschläge festgesetzt werden, die der Preiserhöhung entsprechen Der Referent schloß seine von dem Kongreß mit größter Aufmerksamkeit angehörten Ausführungen mit dem Appell an di« Betriebsräte, in den Betrieben all« notwendige Kleinarbeit zu leisten, dabei, aber nie da? große Ziel de, Sozialismus aui de« Augen zu verlieren. Di« Debatte brachte nicht. Wesentliche,. Ein Antrag. daS Referat HilferdingS in Druck erscheinen zu lassen, wurde angenommen. Mit einem Hoch auf den Teztilarlbeitervcrband schloß der Vorsitzende die Tagung. ES wurden folgend« Resolutionen»nd Anträge »»genommen: Eine Resalutlon, in der schär fster Protest erhoben wird Gegen die Schädigung der Arbeiterschaft durch ZettungSverbote. «elagernngSzustand und Schutzhaftschande; eine Resolution gegen die Anerkennung der gelben Organisationen als den freien Gewerkschaften gleichberechtigt durch den ReichSarbeitS- »inisier Schlick«;«ine Resolution gegen den von der Re- .gierung zugunsten de» Unternehmertum» eingeleiteten Kampf gegen den Achtstundentag; ein Antrag, die von der Arbeits- �Gemeinschaft freier Angestellten verbände herausgegeben« Zeit- schrift.Der Betriebsrat" auch für die Betriebsräte der Textil- »rbeiter zu abonnieren; endlich«in« Resolution Jäckel, di« sich «it der Stellung de» Kongresse, zum DetriebSrätegesetz befaßt »nd an die PerbandSleitung die Forderung richtet, sofort d'« Vorbereitungen für di« Betr»eb,rat»wahl«n im umfassendsten Maße einzuleiten. Der Kongreß war nach den Feststellungem der MandatS- drstfungSkommission von WS Delegierten«nd Gästen besucht, davon waren Svg Betriebsarbeiter. Allerdings steht die Zentral« der BeirtedSräte er.rr dem Stand puntt, daß die Beiri-bSräte neben den w rt'chaf lichen auch tM politische Aufgaben zu erfüllem haben. Wir kom-en daher bei de» Wabten«ich: frsigewerlchaf.iich« Listen aufstellen, sondern Wik werden an die Wähler mit Listen der vovolutanären soztelist.sche» Betriebsräte herantreten. Wenn im.Vorwärts' jetzt behauptet wird, wir hä ten durch Ireußlsche tmhesver'mmlun?. Sitzung vom 25. Februar. Bekämpfung der Eefchkechtslrankheiten. Regelung des Proflitutionswefens. Der Lande Sversammlung lag ein Antrag de, Ausschusses'dkese Parote d-n Keil zur �älwng �in die �w-r.s�n �tri.' ---*■■■-■-- iben. so rst daS erne bewugte Heuche.«.. Der Bezirlsveroand Gro� für BevölkerungSpolitit vor, worin gefordert wird: r'''U7 � � des Prosiituiionswescns mit möglichster Beschleunigung«inen de r Ve- Angestellten» und Betriebsrätewablen. Wir erhalten folgende Zuschrift: i Unter dieser Ueberschrift bringt die Nr. 50 der.Freiheit" Ate Deröffentlichung einer Erklärung, die die Wiederholung<1:«S Antrages bedeutet, der in der Afa-Delegtertenvorsammlung am L3. Februar gegen die Stimmen der 3 Antragsteller, also mit über wäliigender Mehrheit, abgelehnt worden ist. Wie müssen un, mit Entschiedenheit dagegen wenden, daß durch die Vcröffent. Uchung einer solchen.Erklärung" von einigen Außenseitern der versuch gemacht wird, die Sfa-Parole zu durchbrechen und ver- .itoirrung in die Kreise der Angestellton zu tragen. Wir betonen erneut, daß für den Zentralverband der Angestellten nur folgende Ufa-Parole Geltung hat: Kampf für dle Gleichberechtigung in der ProbuksionSführonz. Kampf für die Durchführung der SozialisirrunA. Kampf gegen de« kapitalistischen Betrieb, absolntiSmuA • Kampf gegen.Gewerkschaftsbünde"»nd sonstige Harmonie- pereine. Da» Eintreten sür die restlose Betrieb, solidaritift«edietet r», »nter Ausschaltung jeder politischen ZerNüfiUng einheitliche Afa. Listen für die Angestellten«der mit den Arbeiter» zusammen frei- gewerkschaftl che Listen aufzustellen. Jede Gemeinschaft mit politischen Listen ist abzulehnen. Wir erwarten von alten unseren Mitgliedern vollste Disziplin. Feder Einzelne soll sich vor Augen halten, daß e» in dieser Frage keinen Kampf in der eigenen Organisation geben darf, sondern daß der Kampf gegen die gelben Gewerk- fchaftSbünde und die Unternehmer geführt werben nmh. damit ein wirklich ftuck-tbave» Arbeiten im Interesse der gesamten SngestcL- ten und Arbeiterschaft innerhalb der Betriebe ermöglicht wird. Die engere OrtSverwaltung de, Zenträlvcrbande» der Ange- stellten, Ortsgruppe Berlin, war einstimmig der Meinung baß die Handlung»««!*: der Unterzeichner der Erklärung als ein« »rganifationSschädigend« ,u bezeichnen ist. In gleicher Weile zu verurteilen ist auch daS Vorgehen einiger Mit- glieber der Gewerkschaftskommission, die ihr eben übernommen«, Amt dazu mißbraucken, die geworkschaslliche Arbeit ihrer Organi- fatien zu stören. Die Stellungnahme der engeren OrtSverwal- tung wird der Oelftnilichkeit zeigen, daß die große Mehrheit der Mitgliedschaft dics-S Vorgehen verurteilt. Die Ortsverwaltung des Zentralverbande» der Angestellten. Bezirk Groß-Berli«. Gesetzentwurf nach folgenden Gesichtspunkten vorzulegen Es folgen nun ausführliche Richtlinien, in denen D e- rat nngs sielten und Pflegeämter an Stelle der poli- zeilichen Reglementierung geford'rt werden. Neben die Be- Handlungspflicht tritt daö Recht für all eftranken auf B e h a n d l u n g, allerdings auch die unerläßliche Voraus- fctzung, die Anzeigepilicht. D e Aerzte werden verpflichtet,«in- gehende Belehrungen an die Patienten zu erteilen. Dann folgen Vehandlungsvorschriften, wobei �fernbehandlung usw. untersagt werden Personen, die gewerbsmäßig Unzucht treiben, «ollen gezwungen sein,«inen Gesundheitsnachweis zu führen. Schließlich fo'aen eine große Anzahl Strafbesiim« mu ngen für leicht fertir:? oder gewissenloses Verhalten Kranker. Ob zwar die ganze Vorlage im Ausschuß sür BevölkerungS- Politik einstimmig angenommen worden war. traten bei der Behandlung im Plenum doch große M e i n u n g S v e r s ch i e denheiten zutage. Ter Hauptstoß richtet« sich gegen die Anzcigepslicht. Man glaubt, dadurch viele Kranke abzuhalten sich behandeln zu lassen. Die rechtsstehenden Parteien Möchten auch die polizeilich« Mitwirkung nicht missen. Schwere Bedenken äußert« insbesondere der Volksparteiler S t e n d e l gegen die vorgeschlagenen Strafbestimmungen. Unser Redner Genosse Dr. Wey! führt etwa folgendes aus: Es handelt sich nur um Richtlinien, die wir der National« Verlarn mlung an die Hand geben wollen. Das Problem �alS solche» muß grundsätzlich behandelt werden. Erst wenn der Nähr boden für dir sozialen Geschwüre, die kapitalistische GesellschaftSl ordnun« beseitigt ist, kann auch hier»rrn einer aussichtsvollen DekSmpfung gesprochen werden._DaS läßt sich nicht von heute auf morgen erreichen, deshalb müssen wir uns damit begnüge« wenigsten» durch Annahme der Richtlinien«inen Schritt vor wärtz zu tun. Allerdings wollen die Demokraten und das Ze« trum die Vorlage dadurch völlig en'werten, daß sie di« Anzeipe> Pflicht herausnehmen wellen. Kennzeichnend ist, daß e, gerade Aerzt« waren, die im Ausschuß gegen die Anzeigepflicht kämpften. Diese besteht in verschiedenen anderen Ländern und hat sich besten» bewährt. Die polizeiliche Reglementierung dagegen hak völlig versagt. Und doch ist vom Vertreter de» Minister» des Innern der Standpunkt eingenommen worden, die Sitten- Polizei könne nicht von der Zhriminalpolizei und Sicherheitspolizei getrennt werden. Man scheint dl« Unglücklichen Geschöpfe, die der Sittenpolizei unterstehen, zu uusanberen politischen Zwecken als Spitzel»nd acenks provocatears, auch fernerhin mitzbrauchrn zn wollen. Die Anzeigepflicht ist notwendig, wenn die Be handlungspflicht wirksam durchgeführt werden soll. Es sollen dabei keine Klassenunierschiede gemacht, kein Ausnahmegesetz gegen die Armen geschasse» werden. Dir stehen ja auf dem Standpunkt, daß eine allgemeine gleiche AnzeigepfNcht an ein zum strengsten Stillschweigen verpflichtete? GesundheitZl amt einzuführen ist. Nur wenn dieser wichtige Bestandteil der Vorlag« einverleibt wird, dürken wir behaupten, einen tüchtigen Schritt vorwärts getan zu haben zur Bekämpfung einer der furchtbarsten Gefahren der Menschheit.(Beifall links.) Der Gesamtantrag de» BevölkerungSauSschusse, wurde fast einstimmig angenommen. Angenommen wuvde ferner ein Antrag, den Schwerkriegsbeschädigten im Staats- dienst ein:« gefetzlichen Anfpruch auf Befchäfti- g u u g zu gewähren. Vertrauensmännerversammlung der Berliner Holzarbeiter. Eine allgemeine Vertrauensmännerversammlung de« Deutschen HolzaubeiterverbondeS, Orttverwaltung Bertin, nahm am 24. d. MtS. in der Neuem Welt eineu Bericht de« Bevollmächtigten Siegle üb« die beigelegten Differenzen im Holzgewerbe ent- gegen. Durch ein vom Reichsarbeitsministerium eingesetzte, 20. Januar d. I. der RehT Schiedsgericht «in wurde am eÄStarif- Mg ter kar elpreffe. Di, neue Nummer der„Freien Welt". Die neue Nummer der.Freien Weli� bringt zum 80. Ge- ourtstage unseres unvergeßlichen August Bebel alz Titelbild die letzte Aufnahme des Verstorbenen. Die aktuellen Bilder vom Tage zeigen da. Wüten de, Weißen Schrecken, in Ungarn, die 3. Dagung de, Jntcrnalionalen Ardeitsamtes, da» verloren« RondschleSwia, die AbstimmungSpropaganda dort oben, die Arbeit in den Eifenbahnwerkstütten vor ihrer Schließung und viele» an» der«. Die Entwicklung de» Luftverkehrs u.id de» Reiseluxu, be- sia-ndelt ein reich illustrierter Artikel. Ein« Novelle.Ein Paar blaue Seidenftrümpfe', eine p.auderei über den Welthandel, !le.ine Notizen ergänzen den untcsibaltendcn Teil, z-chlrctchc Kart- clawreu befchtieBe» die Rümmer.' r?**!>? m Pi• � Vertrag für die Holzindustrie zum Abschluß gebraHl. Die in dem SchiedSipruch vorgesehenen Teuerungszuschläge wurden von den Unternehmern tvillkürlich gezahlt. Nachdem au» diesem Grunde in einigen Berliner Betrioben die Kollegen die Arbeit ntedergelegt hatten, kam eine Verhandlung zwischen Arbeitgeber, und Arbeit- nehinerorganisation zustand«. Da» Verhandlungsergebnis ist von der OrtSverwaZtung in Nr. 47 der.Freiheit' vom■Sonntag, den 22. d. MD., bereit» veröffentlicht worden. Nach kurzer Debatte stimmte die Vertrauensmänner- Versammlung dieser Vereinbarung mit zirka 2000 gegen 12 Stim- mrn zu, nabm jedoch mit demselben«timmenoerhäteniS nach s cstgende Reidlntion an: .Di« Berliner Holzarbeiter sinh von den beiden im Reich«. arbeitSamt gefällten Schiedssprüchen über ihre ideellen Foc- derungeu und die Lohnfrage durchaus nicht bejriedigt. Von der Städtekonferdnz hätten sie erwartet, daß sie beide Schied,- sprücl« abgelehnt hätte. Da ober durch beide Parteien im Reichs« rbeitSamt die Annahme der Schiedssprüche ausgesprochen wurde, und damit die RechtsvorHindkichkeit für di« Mitglieder beider Vertragskontrahenten eingetreten ist, erklären die Berliner Holzarbeiter, trotz ihrer grün hätzlichen Gegnerschaft zum Reicks tarif, daß sie diesen-l« notwendige» Uebel hin- nehmen. Damit soll keiueSweg, gesagt sei«, daß sie nunmehr glauben, die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit ließe» n* am Verhandlungstische ausgleichen. Die Zeit de, Vertrags- Verhältnisses soll vielmehr ausgenützt werden, die Organisation auszubauen und die Kol!« genschaft im Sinne de» revolutionären Klassenkampfes aufzuklären und zu erziehen." Nachstehender Antrag der Rusilinstrumentenbranch« wurde von Dorn begründet: .Di« jetzt gezahlten Unterstützungssätze für die streitenden DerbandSkOlüegen sind von der fünften Streih.voche um ein Drittel, die der wcibliten und ju«endlichen Mitglieder um ein Btertel der bisher gezahlten Sätze zu echöhen." Der Antrag wurde ohne Debatte der Verwaltung zur Ertedi- GNig übe».Viesen. Zur Deckung dieser Mehrausgaben«mvfteb't me Versammlung, jetzt einen Eztrabeit«« von 2 Mk. sum; der «Sherigen 1 Mk. pro Woche zu zählen. Die Versammlung nahm dann ein Referat eines Vertreter» der BstriebSräle-Zenirale entgenen.---■ daß. wenn wir auch da weil eS ein Gesetz zur Fraktion der GewerkschaftSkommission r-emeinsam mit tviebSräte-Zen rate dazu Stellung genommen hatte.- Nur durch Zusammengehen oller revolutionären Hand- und Kopfarbeiter wird es mögl ch sein, dem BetriobSreitegesetz einigt ©ifizäljite auszubrechen. Unser« Wahlparole lautet: Gegen b» A rbe itegcmein ichaften, für die sozialiftisch-revoiutionären Be- triebSräte.(Starker Beifall.) Der Streik in der Damenwäschebranche beendet. In der am 25. Februar d. I. staitgesundenen Versammlung der Streikenden erstattete SaleioSky Bericht über die vor dem Schlichtungsausschuß gepflogenen Bcrhandtu ngen. Die Aodcät- a?b?r verlangten zunächst bedingungslose Wiederaufnahm« de« Arbeit, um dann über bit gestellten Forderungen zu«nchan'. m Die Brbertnehmervertreier erklärten sich dazu bereit. S.fern aocr keine Einigung erzielt werde, sollten sich beide Parteien de« Schiedsspruch des Reich Sa rbeilSministeriumS unterwerfen. Dte Arbeitgeber lehnten diesen Vorschlag, welcher schon einmal gemacht worden ist, wiederum ab und beharrten auf ihrem Standpunkt. Der SchlichiungSauSschuß entsckied, daß der. beiden Parteien auf- gegeben wite», b.nnen 48 Stunden in Verhandlungen einzutreten Di« Arbeitgeber hatten nun beschlossen, daß di« Arbeit aM Donnerstag, den 28. Februar, von sämtlichen Arbeitnehmern auf« tenommcn werden sollte und, fall» in den stattfindenden ver« andlungen keine Einigung erztett wird, der Schiedsspruch de» NeickSarbeiäminifteriumS für beide Parteien bindend sein soll. Di« Streikentten stimmten dem Vorschlage zu und beschlossen di« Wiederaufnahme der Arbeit am heutigen Donnerstag. In der Diskussion wurde bedauert, daß die Heimarbeiterinnttl der Bewegung zu wenig Beachtung geschenkt haben und aul» gesprochen, daß«S doch Anbei ter frauem find, drren Männer i�lietz« lich nicht nur gewerksckvft-Iich, sondern auch politisch und sie vim- lricht alS Frauen auch selbst politisch organisiert sind und si* trotzdem nicht entschließen können, al, Heimarbeiterinnen ihret zuständigen Go.verkschcrft beizutreten. Die Auszahlung der Streikunterstützung findet am So-nnabenk nackmiittag von 2— b Uhr im Verbandsbureau, Sobailia» straße 87/38, statt. Streik der Mühlen arbeitet. Wie wir kurz vor Redaktionsschluß, und zwar nicht durch di» Verbandsleitung, sondern durch eine Korrespondenz erfahrt haben sich die Berliner Mühlenarbeiter durch Urabstimmuns gegen oen Selsiedsspruch erklärt und sind gestern früh in des Streik getreten. Tarifbewegmig im Bersichenmgsgewerbe. Bei den gestrigen Verhandlungen vor dem vom ReichSarbeitV Ministerium eingesetzten SchlichtunoSauSschuß kam zunächst i'1 Frage der Leistungsfähigkeit der Versicherungsgesellschaften Sprache. Zu bemerken ist noch, daß der Lobeitgeberverband auch in diesem Termin wiederum ntebt vertreten war. Nachdem da»» das gesamte Material besprochen war, trat der Schlichtun,'1- ansschuß abend» wieder zusammen, um seine Beratungen übtk den zu fällenden Schiedsspruch zu beginnen. Die Fällung dek Schiedsspruch» wird voraussichtlich im Laufe de» heutigen Tag�» spätesten» jedoch Freitag vormiteag 10 Uhr erfolgen. Achtung! Generalversammlung der Maler. An der Mittwoch- Morgenausgabe de».Vorwärts' werden t* S P D.-Miglieder de» Verbandes der Maler, Lackierer usw. aul' gefordert, vollzählig an der am Donnerstag, den 28. Februar, f BewerkschaftSlhauS stat findenden Generalveriammlann teil�' nehmen. De Rech! Sfozia listen können e» immer noch nicht ve�' schmerzen, daß sie unter den Malern und Lackierern keinen groß«* Anhang mehr haben. Der Aufruf iist der Versuch, alles daran s" fetzen, die Leitung wieder in ihr« Hände zu bekommen. Dief� versuch wird an dem W llen de» größten Teile» der Mitgliedes scheitern. E» ist aber nötig, un gegen all« Ueb-er raschungen siebe' zu sein, daß auch untere Genossen die Versammlung vollzäb� besuchen. Da» Manöver der Auchsoziabisten nruh unter allen!!>"' ständen erfolglos dleiien� Auf der TeoeSordnung der Verfaw� siing ftehtt Abstimmung über den neuen Tarifvertrag! Bericht* Vorstände» und Neuwahlen. Pünktliches und voll zähl ge» Srfcht'' neu ist für unsere Genossen unter allen Umstanden nötig. Die Borstandswahlen tm Angestelltenverband. Di« Delegtertenversammlung de» Zentralverbande, der** gestellten(Bezirk Gmß-Berl n) vom 15. Februar That folgevds Wahlen vorgenommen: 1. vorfitzender Hugo Cohn, 2. Vorsitz�' Max Schröder. 1. Schvif sichrer Clemens Nönpel. 2. Echrtflfübr� Fritz Nader, 1. Kopierer Max Weyland. 2 Kassierer Herw-l-n Ewald. A<:>ck«f!Ssührert Karl Dauer. Karl Bublitz Fr tz Schnn°» steteren i Fntz Fink, Gustav Murier, Otto Rossack. Schüler. Wilhelm Schulz. GewerkschastSlommifsion: Karl Aou«� Else«eck. R�ert Hetifel. Wich. Hesse. Felix Hirsch. WilV� Lange. Alv-Kommission: Fritz Bender. Karl Bublitz. Erich Fla.** Louis Fflefch Ludwig Jllmer. Clemens Nörpel. Mat-v Philipp' «iatuien-Be reriungsfom m ision: Paul Bornemann, Wich. Dentze'' Hermann Grieß. Robert Henfel, CtemenS Nörpel. Margr Theodor Silber mann.*'. »«gtfkfllftwAicSfdSttlmltflrirbtt»nd Funktionäre der lKeiegSerganisntlonrn). De für Donnerstag. IrJ; WiA�tec 5�°?"nlung"N.ASkanier'. � W-A/'nA V"-"-- Uh,-«h Die Vertrauensmännerversammlung der Maler, und � lZangenen DenStag erörterte eingebend den neuen 9�™,, .VterVn T�!1» 1!� regen Aussprache vlatzten die maI a»ander. Mit Lpptr Mehrbeit»'A chlteßlich beschlossen, daß über Annahm« oder Ablehnung "ollem Mitglieder durch Urabstimmung ents�� b» Vretterträger. Mit der �*** Aufstellung der neuen Forderu�� G&nrbert SrsZ 5'« Versammlung der Bce-tcriA u- a- tUl V-XtSgis-r Urlaub, ein Stunden� von 5 ü.50 �k-. e ne Ueberstundenent'chädigüna von 76 rur GonntegScrfete etn IMproz.«ufsck�° Z Kutscher* � vnt>«in Uebcrstundenzuschtea Lii ten K���TZlr pTQ<&' der unbedingte» Fc't�mjiin .»»s Richtigstellung, vl,*. T*...,-* �— weiten � Rutschen TranSporiarbeiter-vt� der Rotz vom Eonnab-f� der Pianoforfcfabe;! von Richay}* betreffend. folaendoS berichti-�, n' "�'rein der lnstrusss'<--» Ellervbelralswahlen. t' �lternbeirats�z�len tn Lichtenberg zeigen im einzelnen. '* sehr die R-chtz�vzialisten an Boden verloren, auch wenn J** diese Wahlen, mit Politischen Wahlen nicht in Vergleich fingen darf. Tv�h hie Bürgerlichen eine immerhin respcltable Wr ra-0" erhalten konnten, beweist den Einflus;, den t Pfarrer ugh der Hinweis auf die religionslose Schule auf E®®'" und Indifferente ausübt. Nur an einem Beispiel, da« J! Raummangel nicht vermehren können, wollen wir «erha'.ijiiz zeigen, wie c« sich in Lichtenberg gestaltet hat. Wahl- unpoi. Kn'ionu. «ch'dlt berechtigte Wähler ll. S. P.&. P. christlich Bürg. Listen Unpol. Desond. 3 4 6 6 7 8 9 10 11 12 tat« 15 18 17 18 1920 LI 22 23 24 25 23 J�naben- «ittelfchule 1657 Hilfsschule 177 J'ItSftbuf« 213 5?'lf,sck.ule 143 �Hilfsschule 202 1058 1169 1084 1S36 1308 1020 1049 1233 1009 165Ö 1089 1512 957 1761 1825 1315 1316 1840 1416 1735 1664 1326 857 799 403 623 733 703 017 649 694 896 414 852 681 058 632 848 864 637 706 805 781 824 735 «93 872 857 973 78 73 41 112 6 9 10 8 9 4 4 7 8 12 7 8 2 10 10 7 6 8 8 9 8 7 6 8 1 8 3 2 S 1 1 2 8 1 8— — 11 10— — 7 10— 8— 8— 6— 6— 8— — 5 11— ——— 14 2 2 8 8 2 2 2 1 10 11 7 8 2 10 11 8 19 — 2 7 7 18— 2— 8— ___ 8 1— 4— 84180 17271 174 48 165 61_ 21� 247 Weitere Wahlergebnisse. Konferenz statt und im Okkoher v. FS. der Preußisch« Feuer» bestattungstag. Bei beiden Gelegenheiten wurden seitens der Regierungsvertreter bedeutende Verbesserungen des Feueobestckt- tungSgesetzeS versprochen; bis heute ist dieses Versprechen aber noch aicht eingelöst worden, was zurückzuführen ist aus die Ein- flösse der kirchlichen Kreis«, denen gegenüber die Regierung sich zu schwach erweist. Auch sonst leidet die Feuerbestattung unter Schwierigkeiten. Im Jahre 1919 ist, wohl infolge de» Baumaterialienmangels, kein neue» Krematorium eröffnet worden und fünf Krema'orien mußten angeblich wegen K�hlenmangel geschlossen werden. Trotz- dem fanden aber in Preußen über 16000 Ein- äscherungen statt. Der Bericht dcS Kassierers ergab einen Vermögensbestand de? Verein? am Ende des Geschäftsjahres von 219 424,05 Mark, welch? Summe aber jetzt schon wieder um 120 000 Mark überschritten ist. Nach einem Bericht des Genossen Schreiner über das Kultur kartell wurde diesem auf Antrag die Summe von 1000 Mark bewilligt. Durch Statutenänderung wurde dann da? Annahmealter auf 14 Jahre herabgesetzt. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Anträge wurde der Vorstand ohne wesentliche Veränderung wiedergewählt. AIS Publikationsorgan wurden, wie bisher, die»Freiheit" und die »Welt am Montag" bestimmt. An ntifere Abonnenlen! BevertS cum 1. Februar haben sich sämtliche Jeitunkvn in Troß-Berlin zu erbebljchen Erho-hunsen ihrer Abonne- mentsprsife oezwim-gcr. g?>ehen. Tie täglich steigenden Un. kosten für Druck wnd Satz und fü-r alle sonstigen Ausgaben, insbesondere die gewaltige Erhöhung der Papierpreise, haben dasch»un.poi. g Sitze. 3. Schule U. G. P. D. 8, S. V. D. 3. EbriWeb-' Tatfache fedoch. dag die„Frechert" wahrend emes kurzen "«b».'. 11 Sitze. 4. Sckmle 11. S. V. D. 11. S. P. D. 4. Ehr Mich � Teils des Momrts Februar nicht erscheinen konnte, haben »vu�r»«-jl.,.««-««soa-rnrno i jpjj davon Abstand genommen, diesen erhöhten Abonne- meutSpreis einzuziehen, und baden im Monat Februar nur 4.50 M. erhoben. Vom 1. März ab muß jedoch der erhöhte Abonnementspreis in Kraft treten, Ida es sonst nicht möglich wäre, die Einnahmen mit den außerordentlich gestiegenen Ausgaben in Einklang zu bringen und den Anforderungen, die sich u. a. auch für die Erhöhung der Löhne und Gehälter der Angestelltan notwendig machen, gerecht zu werden. Wir richten an»n�re Abonnenten die dringend« Bitte, auch jetzt mit der Agitation für die„Freiheit" nicht zu er- lahmen, sondern mit allem Eifer ans Werk zu gehen, damit die Leserzahl der„Freiheit" sich dauernd vergrößert, und teilen außerdem noch.nals mit. daß die Broschüre„Mieterschutz" im Lais« des März bestimmt erscheinen wird. Der Torstand«nd AufsichtSrat der Lerlagögenossrnschaft„Freiheit". �dcl. 9 Sitze. 6. Seb.ile v. S. P D. 6, S. P. D. 8. ChrMch- 6, Hilfsschule U. S. B. D. 6, S P. D. 0, Ehristlichunpol. ».�tzc. zusammen U.S. P.D. 84. S.P.D. 12. Ehristlichunpok. � Sitze. »».Reinlckr«bvrf-West. 2. Schul« U. S. P. D. 14, G. P. D. 3. �'stch�unpol. 8 Sitze. 5. Schute N.©. P. D. 18,&. P. D. 8, g.w büchynpot. 8, tjtb. Partei 3 Sitze, zu'ammen U. S. P. D. 27, ' P- D. 6, Christlich-unpol. 16, lach Partei 8 S.tze. Versammlungen. » 1. Distrikt. Freitag abend 7 Uhr Jn'et-Fe'tsäle. Jnselstr. 10, «v�ag der Genossin Elise Beck. Thema: Elternbeirat« und „ 7. Distrikt. Freitag 7 Uhr Ellernversammlung in der Schul- Ir.' Bromberget Swaße. Referent:»Die Elternbeiräte und ■ e Vedeutung." Referent: F.au Sunecker. .» 12. Distrikt. Donnerstag abend 7 Uhr Schulaula Pappel- 41.42 Zusammenkunft aller Wahlleiter zu den Elternbeirats» �uen„nf? s'im!lick>er Kandidaten. ». 17. Distrikt. Elternbeiratswahlen. D?« Wahldorständ« treffen - DonnerSiag abend 7 Uhr bei Beyer, Müllerstr. IL«. Zur Abberufung der unabhängigen Stadträte in Charlottenburg. . 8n der Mitteilung der Lokalkorrespondenz über die Ab- Un* �"9 der unabhängigen Stadträte in Charloltenburg sendet Genosse Löwen it ein folgende Berichtigung: fc.,.•, Ich habe nicht tz« Zustimmung unserer Stadl zu einer öer Vertrauensleute im Charlottenburger Gaswerk szLtz�'St, weil eine derartige Zustimmung der Stadtrate.at- da? IL vorliegt. Ich Hab: vielmehr klarzustellen verfucht, höcku" sin Versehen unserer Stadträte vorliegt, e» gch rinc» Um sin formale» Versehen, um da» Un.erlassen & ds-�unle?« Tuossen�tatsächlich�g e g tVTt* Bestraft."�( b�ischn � P�nziaUandwge» den Ersuch M machen beabsich- iv'r nachdem sie vorher dagegen gesprochen hatten, völlig wurde. Ich hielt mich um so mehr zu d-efer klar- gj».'"9 berechtigt, al» außerdem durch die Haltung der unadhan- Ttrn«l'attion in der Stad.oerordnetenversammluny nnfer« in��ll�ahms mit aller Klarheit und Entschiedenheit bereit» ...»_«�v.____________ ü._____ w.�SBrfwn war und dies« Kundiwbung selbstverständlich>n frx, � E.nvernehmen mit unseren Stadträten erfolgt war. lind llp».--- un* uti|wiv.»--i.V at- fnfti,«"'s Vollversammlung der GaSarbeiler d-e gleiche«uft de«»"''s wir hatte und der Stadtverordnetenfraft:on und Pe„.«tadträien der U S P. offiziell und einstimmig ihr srtrau s»um Ausdruck brachten. meine Kritik gegen das vorgehen der NntersuchnngS- tn� wn gerichtet, die e» mir durch Ablehnung eine» Per- Uni''5»'"'trages unmöglich machte, an dem größten Teil der "»'chnng mitzuwirken. Keh« gegen hse Charlottenburger Gasarbeiter. Charlottenburger Lokalblatt veröffentlicht gestern auf» "i,, /."'sn Artikel gegen die Wiedereinstrllung der GaZarbeiter er Hsrzog. der von unwahren Behauptungen strotz. Uwe» efe* Artikel» ist. den Magift-..... stMMLU ß tz e ffliedereinttel »er Erwartung Aui '"lsn»�""ysn keine Fol« lsistet.. sondern «rbrit-,°b«re,rn unb rock tet läßt, da die Charlot en-burger Ga« Wi,/V°"m geneigt fein werden, rud.g anzusehen, wie ein wn�sr Kollegen, gegen U nicht» vorliegt,»-maßregelt Die Feuerbestattung tn Grob'Berlkn. »-N lk?..�n�ünger der Feuerbestattung in «ettJQc&.il Zehren bereits zu einer achtungzebi-�nden S-h Sn Groß-B-rlin bestehen mehrere Fsu-rbesatw g � S-v Dreine davon. d:r Verein der Sreldenker� 'bs stattung. hielt Montag abend swe Gcne��.� yä.vl aj'*■ von über 4000 M.tgliedern beucht war- | ft cite, Genosse Hermann JNülIer, 111 Jl(j.n Izst. " b-r®-te'n lstzt lt."'1 n0Ji sehr �l 5/'�» werden der Fe uerbejtattungS�we�ng noch VSst; VÄsT'SÄii» llenen t; �"'s> Artikel» ist. den Magistrat zu vcaan lassen,«nl »iiibeJ i?1 Beschluß d:e Wiedereinuelluna von Linke KU ve- �'ssen, n 9-ben der Erwartung Ausdruck, daß der Magotra' lolr» �Berlaniwn krin, kdnia? teiltet, sondern diese bedem-n -i-WWz' Wi KM eWWhi Wie die Arbestslosigkelt bekämpft wirb. Di? Arbeitslosigkeit ist immer noch erschreckend groß. Wer aber von Unternehmern verlangt, daß sie praktisch an ihrer Mil- derung mitarbeiten, der irrt sich; sie möchten den Ach stundentag aufheben und am liebsten wieder unbeschränkte» SuSbeutungS- recht haben. Leider gibt e» noch Arbeiter, die in dieser Beziehung dem Unternehmertum en gegenkcmmen. Wie un» mitgebeilt wird, soll seit Montag in den Fabriken der A. E. G. in der Volta. und Brunnensiraße täglich eine halbe Stunde länger gearbeitet wer- den. Dadurch werden Hunderte von ArbeitZkräf en überklüssig. Wir fragen: Geschieht die» Längerarbeiten mit Wissen und Zifftimmung de» ArbeiterratS f Wenn da», was uns di« Zu- fchrikt mitteilt, den Talfachen entspricht, müßten sick» die Ge» werkschaften im Interesse der Arbeitslosen einmal damit befassen. Eine Irreführung. Em« Korrespondenz vrrbr-i'et die Nach- richt, daß sämtlicke Fraktionen de» gegenwärt g tagenden branden» nken am Wedding, wo kiekamrMch am Mvnkast Are polkzMH» dlazzia slattgesunoen halt«. Verschiedene Laubenlolonisteii. die dort draußen ehrlich ihre K-rtosselvi und ihren Kohl bauen, süh» len sich durch dies« Bezeichnung mit Recht beleidigt. Wir tcilcu öhre Ansicht, daß Verbrecher jetzt wohl überall zu finden sein» werden, und wir Haiben ja schön darauf hingewiesen, daß eine Razzia in Berlin WSS. nicht weniger fruchtbir ausfallen würde. Die weitaus überwiegende Wehrzahl der Laubenkolonisten haben mit Verbrechern nichts gemein und verbitten eS sich daher, ihr« Kolonien gemeinhin al» Verbrecherhöhlen zu bezeichnen. Eine erneute Razzia im Scheunenviertel wurde gesterni mittag von der Sicherheitspolizei vorgenommen. Sämtlich« Häuser In der Grenadierstraße wurden umstellt und durchsucht, und 700 Personen mußten den Weg zur Aleranderkaserne an« treten, wo sie sich einer L.'ibeSuntersuchung unterziehen mußten. Bei einzelnen Personen wurden Schmucksachen und Geld in der Wäsche und den Strümvfen versteckt gefunden, bei ander:ck fand man auch Einbruchswerkzeuge. Bei den HeruSdurchsuchingej» konnte diesmal nur wenig beschlagnahmt werden; die Schiebe� durch di« vorhergegangene Razzia gewitzigt, scheinen ihre Ouar» tiere verlegt zu haben. Ein neuer Ueberfall ans einen Postwagen wurde in der Nacht zum Mittwoch ausgeübt. Ein Postwagen, der Güter und Wert- fachen von Rosenthal nach dem Postamt 4 am Stettiner Bahnhof befördert, kam abend» um llk4 Uhr durch die Reinickendorfer Straße. Zwischen der See- und Ererzierstraße wurde er plötzlich von drei Männern angefallen. Einer siel den Pferden in di« Zügel und brackle sie zum Stehen, der zweite hielt mit gezogenem Revolver den Postillon und den Mitfahrer in Schach, während der drit.e da» Vorhängeschloß not Gewalt abschlug. Die Geldlad« selbst öffneten dann di« Räuber mit einem Nachschlüsseb Sie erbeuteten daraus ein Wertpaket mit 15 500 Mark Papiergeld zwei Geldbriefbeutel und einen Briefbeutel mit 19 Einslbreibe» briefen. Der Geldbriefbeutel enthielt einen Brief mit 7000 M. Papiergeld und einen Brief, dessen Wert mit 2400 M. angegeben war und dessen Inhal: aus 13 Taschenuhren bestand. Postillon und Mitfahrer waren den bewaffneten Räubern gegenüber macht- IoS. Alle drei entkamen mit der Beut«. tigten, Wroß�S-rlin in irgendeiner Form mit der Provinz Brau deivkurg zu verbinden. Dvier E-edanke wird von dout'chna ionaler Seite gefördert und st auch schon alt. Dann heißt c» in der im .Ta-x-blatt" beiden Provli'gen Berlin vnd Brandenburg zur Erledigung gewisser Fragen zusam» nwnfschren würde. Dieser neue Verband bat beveit» die Zusliin- m>»ng der Fraktionen der preußischen LandeSvemainml'.mg aefti» den, und der AuS'chuß Groß�Derlin hat sich schon damit«inver standen er'Iärt, bei st nen Beratungen die für eine..Pn>vi>iz Berlin" in Betracht kommenden Paragraphen 4 und 5 der Vor- lag« über Gvoß-Berlin auszusetzen, b!» der Provinziallandlag seine eiddaültige Entsck>eidung getroffen hat." An dieser Dehaup- tnng ist kein wahre? Wort. Der AuS'chuß der Lande Svemammluiig für Groß-Berl n ha! sich mit der„Provinz Berlm" nicht besaßt. hat auch seine Bcra unren nicht�auSge'eht, sondern in erster Lesung vollkommen zu Ende geführt. Solche Nachrich'en werde» in die Welt gesetzt, um die öffentliche Meinung irrezuführen. Gen. Dr. Nosenberz höbt sein? Kur« am Donnerstag in der Weißenbnrger Straße 4a(6. Distrikts, am Freitag in Rosentkal iind am Sonnebend in der Eartenstraßc 25(11. Distrikt) wieder in der übliche', t Weise ab. Vorträge im Märkischen Museum. In der Reihe der im Märkischen Museum über die Bedeutung der Sammlung veran- iHieten Vorträge spricht Dr. Kiekebusch am Donnerstag, den 26, d. M., abends 7 llhr, über die märkisch« Steirneit. Proletarische» Theater. Die nachst-'n Auf'ichrungen de» Schau spels»Freiheit" finden statt zugunsten eine» Jugendheim- fand» für die Sozialistische Proletarieriugend am 27. und 29. d. Mt»., abend» 7 Uhr, in der Schulau la Parkaue Lichtenberg, und auf Anregung der Arbeiterslvit der Swnson- werke am 28. d. MtS., 7!� Uhr, im GaoerkschaftShauS, Saal 4, Engelufer 15. EintristSkarien i 2 Mark sind noch an den Abend- knssen zu haben. Märchen mit Lichtbildern in N'ukSlln. Heute nachmittag 3 klhr in der Aula der Oberrealschule, E»:> rsiraße. � Karten i 20 Pf. am Saaleingeng. Da» Darad» dr» Greh-BerNner Verbrechertum» nennt der ts-ch linL�Lorwsct»." Ja. seiipi LMheukoia. Aus dem Ecme!«de!ebe«. Meinickendi-rf. In einer der letzten Gemeindevertretersitzunge» mußte auch unsere Gemeinde wiederum die Aufnabme einer An» leihe beschließen, um die nekwendigen Bedürfnisse zu decken» Einige Zaiflen: Für NotstandSarben bm, Ausbau der HumbÄdtz straße und Auguste-Viktoria-Allee 1 350 010 M., Verlängerung der Schillerpramenade 13 000 M. An Kosten der Erwervslosenfürsorge werden 300 060 M. und für einmalige Teuerungszulagen, die noch aus dem Rechnungsjahr 1913-19 stammen. 453900 M. benötigt. Die letzte Gemeindevertretersitzung hatte als ersten Punkt die Er» richtung mehrerer Lehrerstellen auf der Tagesordnung. Rektor Klempin von den Bürgerlichen protestierte gegen die Ausschreibung dieser Siellen, weil Lehrer mit sozialistischer Gesinnung verlangt wurden. Genosse Selke erklärte diese Art der Ausschreibung al» einen Akt der Notwehr, weil ja leider auch heute noch direkt und indirekt die Schule im alten memarck istischen Fahrwasser segle. Er illustrirte diese Behauptung durch Mitteilungen aus dem Lvzeun� woselbst am 27. Januar dem gewesenen Kaiser eine Huldigunq dargebracht wurde, indem spontan auS den Reihen der Schüle» rinne» L.'tzer wie:>D.".rtschland, Deutschland über alles" und ..Dem Kaiser sei mein erste? Lied" gesun'>en und ktaiserhochS auZ» gebracht seien. Wenn die heute noch herrschende Klasse die Sckmle nicht zum Tummelplatz politischer Verhetzung machen wolle, müsse sie zunächst einmal bei sich anfangen. Die sehr erreg'« Debatte zeitigte da? Einsetzen einer NntersuchungSkommission, um die ge- machten Angaben nackzuprüsen.— Einer Niederichlagung de» an die verheirateten Hilfskräfte gezahlten Vorschusses wurde zug�- stimmt, ebenso soll ein Teil de» Gehaltsvorschüsse» für die Diätar« nicht zur Anrechnung kommen. Eine längere Debatte löst« noch einmal die Besetzung der Arbeiterratsstcll: aus, die durch die llebernahme der kommunalen BildungSarbeit durch den Genossen Kaufmann vakant geworden. Die RechtSsozialisten brachten ihre bekannte arbnterkreunbliche Stellung durch Herrn Sck�rsf zum Vortrag. Die Besetzung wurde mit einer Stimme Mehrheit be- schlössen. Auf Antrag unserer Fraktion fand nunmehr die Neu« wähl der Armendeputv.Iierten statt. Von 13 Bezirken fallen auf unsere Partei neun Deputiert. An Stelle de» Genossen Fetz wurde Genosse Ulrich in den ErwerbSlosensürsorgeauSschuß ge- wähl4. Außerhalb der Tagesordnung Hatzte unsere Fraktion zwet Anträge«ingererZt. Der eine behand"!!? die Eruä tznm'chw! er o. ketten der Gemeinde und wurde, nachdem er vom Genossen Selke in eingebender Weise begründet worden, angenommen. Beim zweiten Antrag, der die. Aufhebung d-S Belagerungszustandes zum Gegenstand hakte, brachten die Rechtssozialisten auf sichtbare Verabredung mit den Bürgerlichen hin, eZ fertig, die Beschluß- unsäbigbeit herbeizuführen. Se fi'srckwe'en den Spiegel. Ab«? er wird ihnen bei anderer Geelgenheit doch vorgehalten werden. Wg den SrcmMeven. 5. DI stekkt. Pollttsch« Kommission F.aiiag«U>end 8 Uhr Schwei» k«dt, AU« staeobstr. 24. 7. Distrikt. Donnerstag obend 7 Uhr Schuloula, lllttaurr SI>oh� Kursus Mxr verfussungswesen. ReferoM: Dcnoss« Sichhorn. 11 Distrikt. Donnerstag}{<8 Uhr im Desengzsoal der Schul« Karten st oh« 25, zweiter Aocnd der Referentenschul«. Res«» rent: von. Pnag>?r. 17. Distrikt, 1. Abteilung. Aaltatlonskommission Freitag«bend 7 Uhr bei Winkelftsser, Adolsstr. 17. Teltow'veeekoio. Für all« in der Londagitallon tütigen Aenossei« am Freiiag abend W Uhr im Newerkschastohlw«, Tngelufer 15. Saal?, A'.ic-sprnche über Landarbeilersragen. Roserent: Denosse Abgeordniker Kiau-ner. ckharlettenburg. Fretztag abend 7 Uhr Sitzung der politischen Ksm« misston Im Sialhaus. Ztmmcr Svt. NeukZIti. Di« heutig» Funktlonüroersammlung tm Karlogorte« stndcl um 7 Uhr abends statt. Di« zu hrub« Abend dort»inberusen« Versammlung der Nrueinaet etenen fällt«rus. Weihensee Frcuenl.-'sob-nd Tonn«r«!og abend 7 Uhr im.vor» ttner Hof". Antonslatz. Referent: On. Lch« Zioölser. Bezirk verstgiuald«. Frritog abend 7 Uhr in den vrwslgivalie, Festsälen. Sssenllül« De srmmlmig. Dortr� über das Vetriebv.ä!« gesetz. Referent: Genosse Aushäuser. VerelrslftlenZe?. Zentrakverfmnd der Angestell ea. versomm langen am Freitage Fachgruppe l(Aivgeftilltze der Reichs- und SlagtebehS.den. Ve forgiingr- äm:»r>. Stellungnahm« zu den Betriebo ät«oahlen, abends 7 Uhr, köpenicker Stratze gg/v?. Reue Phichannonie.— Fach.'rupi>e II» f Magistrats- und Vemeindehiftskrüste) abrnr» 7 Uhr. R�siden-.Festsält Landsberger Strotz« 81 lStcllungnohme zu den Mass? n Hit n dirnn-i«n und zum Man�ltarif).— Fachgruppen: 8, 0 u. 18 tl— f fExport- und Fm» p» ibranche, Lederwlrlschaft und Edeimetallgewerb«) a-bend,>,i8 Nim im Dresdener Tastno, Dresdener Sluatze Vä sReser«: über da» D-trbr- s- rät»»- setz).*" Arbelter�llandervereln»Berlin". Sonntog. von 20. Frbruar Be» stchtigung der Ctiedlischan Wasseriverk« in Fnedrishogen. T eüvuntrt di, 8% Uhr valinhos in Friedrich' Hagen. Gäste Willi ommenl Sozialistisch« Prelitarier-ssugend Groß'B-'rlin. Am Eonnoüend den LL. Februa-, abend, 7 Uhr. findet unsere Generoloe sammlun» statt. Auf der Tave-ordnung steht: Jugendsektion od» ��i-t»°:o°ni,-r!!on.«s ist notwendig, datz all« Mi.glie�r erfch-tn-n» Die Mitgliedsbücher legitimieren.* «eronlworUich für die Redaktion: Alfred Äirlev» Aeukoll? Verlag sgenossenschäft.Freiheit", ei 9 m. b. H™ Verl in,— Drucks il r-u /r��f<• Z lltleKSmg sS! aUe Leser her Alle Leser der.Freiheit" erhalten gegen Ein- srl'iung des nebenstehenden Ciltscheins ein Gratis- Probeheft der rühmlichst bekannten illustrierten Zeit- st ist„Welt und Wissen". Tieselbe bringt von e r st e n Ccbrlst st ellern gemeinverständliche Aühandlun- ger. aus allen Wissen- gebieten. J-deS Heft enthält zirka 20 Artikel, z. SS.: Der Mensch in der Pfahlbauzeit. — Wenn die Erde erzittert.— Wie erhalte ich mich g sund?— Der Wille und dessen Gymnastik.— Das Leben unter Waffer.— Iernphotographie.— Liebe und Ehe bei den Naturvölkern.— Ter Mensch und die Eeisterwelt.— Flüssige Luft.— Einiluß der Lebensweise auf das Menschenalter.— Verschwundene Städte in der Sahara.— Eine Fahrt im Unterseeboot usw. Ausserdem erhält jeder Abonnent riiit große MKrirrte und zwar zu jedem Jahrgang drei Werke. Damit icder Leser darauf abonnieren kann, ist der Preis auf nur 4S Pf. pro Heft festgesetzt. n eryatt ieoer rivonnenr HwäiMs! glötis fue oie zefet f« „Zreihett für ei» lSratisprobesseft. AN den. Verlag von„Welt und Wisse« Berlin-Schvneboro, Nin Barl tt. Ich bestelle hiermit ein Vrobeii-ft kosten� zugestellt. Ort: Sniifer 23.10, Messing 15.00, Elei 19.00, iinfe bis 7.20 ■ bei eröfleren Posten mehr, zahlt■ K®talä- Einkaufs'Zentrale, Morüzpl, 13580. * In der Verlagstfenosscnschaft wFreibe?l" e. G. m.b. H.,! . Ableüuiii Buclihi-ndeU Berlin C2, Breite Straße 8�. ist soeben erschienen; Kstf tor Dumm 66. � SB (Hernsannplatz.) GESETZErEBWUTERUNGEN FÜR ARBEITER ll.'v ANGESTELLTE HEFT I DJIS GESETZ UBER OiTRSESSR'ÜTE i* miS Wahlordnung u.Anhang Erläutert von S. Änfhäuser IT ■■!■■■■■■■■■aaaaaaeeeaaeaaaa■■■■■■■■■■■!■« | 2asch& ßnezkowski j s Zeulr. 7119 Friedrichstr. 68 Zentr. 7119| In Stunden wird \ Herren- und Damen- Garderobe I I chemisch preinfct. 1 ■ �..... � � gsL3K-f.;Ta■ am* S ALho'ung und Zusendung kostenlosi Z m m »ISUUVUU>UU»UUVW»»U»>»»UUU»»»I»V»0>,«»,»»>»»»»» "fsezial- Behandlung v.(joschiechfs. Hs f-, Harn-, rraucnleldea, spez. veraltete, fcartnackise Harnleiden, nerv. Schwäche, Salvarsan-Kuren. Unn- und Blutuntersuohune, Licht- und Tineen-Behand- lunz. Sclineli. sicher, ohne BerufsstSrnne. Getrennte Warte- rim-nar für Damen und Herren. Aerzilich« Heilanstalt. p MilTIT'ctr O>>»>>« Alixandcrptalr l»iUXL£!»ir. 9.1. 4-8. Sonntars S-i. Spezlal-Hrzft ficrtnachltre Harnleiden. 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In«Ndcnachl bn Stiftern wichiizen Taoeäotbrtttn» tft bn« Erschkinen aller fto eaeit Ulli) Soneycucit noliptnliii. Rur Mii- olioeer haben qe-cn Varzel.ung des KiiaiiebSbuth». der KilUle». oder Kanlrolltarte Zu tri u.»In OrtSVerWnlNlNz. C�OOOOOOOOOOC Kitpf8rks2500M. Messing �15 DOM, Ulli.. kglO.ßfi M. Zink.. kg 7,50 II. H. BERLIN SO 26 NaunynrtraOe 38 an der Oranienbrücke. Amt Moritzplatz 4500. Zevkalverbond Oer Glaser 3aSla»He Berlin. Montag, den 1. März, abends 7 Uhr Mitglieder- Kersammlimg «m GewerNchnftslina,. rage<«rdnu»-|! VeirlebSrStc-Sesctz.»-»hRberssM«. wng oder Bejirtilalfieivl. Tie CrtMertonllnns _____ 3«.! änsf vurttrft. Schnelfaufbohrer, SchmTpelleinen, sümlüche aece Werlceenäe. kauft zn allerhöchsten Tauespreisen Henschtl, Moabit, Rostoclcer äUi-O. HiiüJimüsJmJSi. Schnellaufbohrer kante taiilond ieden Posten, zahle hohe Aufschläge auf Verbsnda- liste. Friedrich Morscastein, LichtenberZ. Weiehsclytr. 16, jU&aMkjm**' SUeberbiete jede Konkurrenz Im Anksui von | Goidbruch 1 . 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Ad. 654. 17. Distrikt I.Abt. Bez. 783 A. Am 23. 2. 20 verstärk der Genosse' Roberl Grün Uebenwaldsr Str. 47. Ehre seinem Andenken! Die Beerdignnt Badet am Donnerstag, den 26, 2 20, nachm. SV Lilir, an! dem Neuen Nazareth- ktrcWinf in K iaickea- dorf. West. Kögelstr. statt Um rege Beteiligung 'Cht Der Vorntand. JGOCvOOO ' Garantierte Höchstpreise-v [tfir Alt meta lle zahlt � Franz Antczak, o, � Metall-Zentrale Wedd'og. X i L0 BERLIN. N39. g Nene Hochstraße 26. A >ooococoooooo ßapfer. Mfing... MM.... öiei....... Zivi...... Mn]\m.. SmWtt MMeiiilM SchvItzMorferSlr.?. WIektrIsche eitungsdrShto »bei— Litzen Dvn»nio.u.K»nce>>lrähte kanft höclis zahlend iStsermaRR ,Noae Könlgstrasse 32 Femsor. Alex. 21 15. DsülscSer Melailaibeiter-Verianil _ Verwaltunssstelle Berlin- Todesanzeige. Den Kolleren nnd Kolleginnen zur Nachricht, daß folgende Kollegen und Kelleginaen gestorben sind: Der Hobler A;brrS Kramski, Ncnköfln, Friedclstraßc 34, am 17. d. Mts. Die Bcordl* -ung findet rm Donnerstag, den 26. d. Mls� nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Oemeinde-Friedhoies. | Mar endorler Weg, aas statt Der Schlosser EEmil Dürrenffeld, j Kochhannstraße 20. am 20. d. Mts. Die Beerdig««' | findet am Donnerstag, den 26. d. Mts, naci m. 3 Uhr. vos 1 der Leichenhalle des Auierstehungs-Kirchhofes Weisses- see, ans statt Der Arbeiter Franz Gutsche, NeukOfln, Hprrfarthstraße 3, am 21. d. Mts. Dft BeeflM* , gunx findet am DonneTStas. den 26. d. Mts� nachmittaj* l 2> Uhr, von der Lc cheohalle des Q&misoo-FriedhoicA Hasenheide, aas statt. Die Arbeiterin Emma Seiffert, KesselstraSe 38, anK23. d. Mts. Die Beerdigung finde' am Freitag, den 27. d. Mts, nachm. 3k Uh-, von der Leichenhalle des Gnaden- Kircbhoies.BartuQsU. aus statt Kegn Beteiligung vird ervartet NachruL Den Kollegen nnd Kolleginnen m Nachricht daß folgende Kollegen nnd Kolleginnen verstorben sind: Der Dreher Wilhelm Arend, L Ibaner Straße 9, am 23. Jannar 1920. Die Arbeiterin Frida Treige, Ctaarlottenburs, Kanaistr. 7, am 13. d. Mta. Die Arbeiterin Auguste Fischer, i Llberdastr. 15, am 15. d. Mts. Die Kollegin Berta Schröder am 17. d. Mts. Der Werkzeugmacher Martin Lobenstein, Exerzientr. 21b. am 19. d. Mts.* Ehre ihrem Andenken I Die OrtsverwaltuiiK. Deutscüer Trnniüortarlsßlier-Vßniflnil Bezirksverwaltuns QroD-Berün Den Mitgliedern zur Nachricht daß folgende Kolk verstoiben sind: der Industriearbeiter Willi Heltchen am 22. d. M. In, Alter von 19 Jahren. Die Beerdignng findet am Freliag. den 27. 4 8- nachmittags l\ Uhr. von der Leichenhalle des Emma«5* Kirchhofes, Neukölln, Hermannstr. statt Der Hansdiener Walter Scholler am 22. d. M. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. d. naclimittngs 2 U'ir, von der Leichenhalle des Andre»5' kirchhofes in Wilhelmsberg statt Der Bierfahrer Wilhelm RahnenfQhrer am 22. d. ht im Alter von 57 Jahren. u Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26 d."" nachmilia.s 3 Uhr. von der Leichenhalle des P»"' üerhardkirchhofes in Weißensee. Rölkestr. ilatt Ehre Ihrem Andenkenl Dm rege Betellignng ersucht Die Bezirksverwaltunf« Am Dienstag, den 24. Pebraa'. Irflh 5 Uhr, entschll'1 rem, mit g oßer Geduld ertrag«*' | nach sehr schwerem,... Leiden meine Ober alles gellebte Frsu Anna Schulz , � geb. Wölk!; im 39. Lebenslahre. In tiefer Trsner bittet nra stille« BeNeid Willy Schulz. Qnstwirt Elisabethstr. 39. Restaurant thsabeth'4rW' Die CtnKscherung findet Sonnabend, den 2ß.FekP>«' [ nachmittags 3 Uhr. im Krcma'orium Qerichtstraße Alien Parteigenossen, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daB am 21. d. Mts. meine iieoe Frau, unsere gute Mutter. QroBmniler. Schwester, Sctivigenn und Tante Anna Kose' mir der an Grippe und Lungenentzündung im 47. Le- benslahreveistorben ist. Die Einäscherung findet am 26. Februar, abends 6 Uhr. Im KrematoriiiRi Oerlchtstrsße statt. Von Kranzspenden bitte Abstand zu nehmen. Dies zeigen tiefhelrrbt an Gusinv Kutehmind.r nebst Kindern und Aageböilgea. 18. Distrikt. Bezirk& I\ ic lnii<_ J Spiralbohrer, Fellen. >ciimirs:eilciBen, neu, kauft Rominger Große hrankfurter -?ii c � vori1 n»r nachm.! Spiralbohrer,"läi, nene Werkzeuge, kamt 10"/' Menf«. I bOhlotitf laden Dfuoto-tvadmx, Kaiser-Fried« ich-Str. 7. III Geld m Jede Wertsache, Höchste Ankaufspreise f. Pfandscheine. brillanten, GoMtreKenst?ndc. iciypicke, Bücher usw. Wölfl, uisäüssjsiiiuik'' Am 21. 2.20 d e Uenosstu. Fra« Anna Kcs tin ir� an Lungenenlzfl«''1"1'' Ehre Ihre« And«"�, Die Einäscherung''r.i am 26. d, Mts,« � f. Uhr. im KrentaloP*' Oerlchlstr.. sisu- Kranzspenden ver Um r./e 3.1°""°" bitte« Der V°r5"L, 8. DUtrIUL|bt* Bezirk 39»«- I Hierdurch die««'Vil- Mitttilung, daß''I?j,c|ie' | glled. der buehdr� Willi 1 Straßmannstraßf i}t am 3J 2. versW'«�! 1 t;hre seinem A1«cg0d«' Die Beerdigu"»,. pf- . am Freitag. d°®-,4Uß'' I bruar,»achntitiaz„ auf dem Frtedh°>° ! Marzahn statt- �«r- Rege Beteiligfnß'ij.««; tet die DlstrlUsl' �it ! DieTcilnehipf'(s» sich bis WUbrbeiA'» Strsßniannstrni'« n.v,* k.xltuO