tita«S 1 oon !tNch 7 � ot« in* tllch 7>* alle»? etn, v- II. e*4� imlunj ?!e!idV Trut' ixbonifl S �Inrciprcfs 20 p�ennkg ♦ A.?ahrfang Zreita� Len 27. Februar 1020 Nr. 50/ � 37 F Morgen-Msgade »treibe, t* eritbem» wsraens ,md va�mtttaa».«m �onn-und Fk�tagen nvr worams �er �e?«asr'reis i'eträat bei're,e, Ausreliunq ins k'aus nir �r«st»5eriin 4.5V b« "nkt�n �ostdezno montit! L.Z5 M. t'ei �»keNung unter 5t?,i?i-ant'»Or veutschlamd 7.— IN«>Hrs Ausland 8.— per Brief 13— M. Äfböfripii nnb CPrAcfefflfm* Werfte VW.«. Tchjffbauerdam« lS ltt, "Sprecher: Amt Norde«'«SS und tsnik Inserate foften die ack>tgeft»att. NanvareiÄe-ieil? od. deren Raum einschl. TeuernnoszusFzlaq Z.Z'') tnu. f>as felt(?edriicfft Vori 1.15 edes weitere Morl 85 Oü.ram'Uen- unS Grganisationsanreiaen die achtgespalrene Nonparei.tezeile 2.40 Mk�. dos s«-!tqe�N'�Le Vort 75 weitere N?ort 45 s)f. In'.erate für den darauf olaender 3 ao müfie» spätestens bis 3 Ubr nachmittags"in der Erpedition aufgegeben fein. Inserat«»A bteilmia VrrN» RW. S,-ech!M>mlerdamm IS Aernsvrecher: Amt Rorde« SWS 06, 6T6N Berfmer-Organ W* sranzW orew ltorba»,> 1055« eo A»1 BtIK'. cü dijX'l rbllebMf rlrK N fj �agu11 herJ!�' K\ de' m-w-' uten � Die tSustige Volitil owjet-Regiemng. M *sA Ter russische Friede. Eine Kundgebung Lenins. 'geite Drahtmeldung der.Freiheit' Haag, 26. Febwuor. t,,„New Aortk Stmcrirait" bringt eine Venn 18. Feibruar stierte drichtloi« Depesrlie L e n i n S an Herrn v. Wiegand, <>»il-j, borl"1 Z!«°Ä rerrt'fo ,"8Z it':;itf .?Z Kt"5, rUd'�. rcn]� soo< >.M To< en«,e< Eenera'lvertreter der cmwrikanischen.Hearst-P reise IN Min, in der eine aürssÄinliche Anärvort beziiglich der zu- Sjnftivwn Politik der Sowjetregierunig enthalten ist. Die �«Vosä)« Lenins lautet: »Ob wir beabsichtigra, Pole» und Numänira aarugreifrn? �ki». Wir haben auf da? bestimmteste und»ssttiell im Namen � Nateb der Bolksrommissare«nd de» alirusstschea Zentral- �kkutiv-Komitee« unsere friedlichen Absichten erNSrt. � ist sehr zu bedauern, daß die französische kapitalistische Rr. ikttiag Pole«(und wahrscheinlich auch Rumänien) zu einem -tollfifs auf uns anstachelt. Da» wird auch erwähnt in«iuer "'•iit von amerikanischen Nadiodepcschea auS Lyon. Vir fragen nach unseren Plänen iu Asien? ES find «Iben wie in Europa.— friedlich-nachbarlich«» Leben mir allen Eikern und mit den Arbeitern«nd Bauern aller Nationen, die �«inew neuen Leben erwachen, zu einem Leben ohne Ausbeuter, •bite Grundherren, ohne Kapitalisten und ohne Händler. Der �berialistische Krieg voa 1914 bis 1918, ein Krieg eaglisch-fran Äscher und russischer Gruppen gegen deutsche kapitalistische '»ppmi um eine Teilung der Welt, hat Asien geweckt und dort � iiberall da» Streben nach Freiheit, nach friedlicher Arbeit � gegen dir Gefahren eine» zukünftigen Kriege» gestärkt. Lie fragen nach den Grundlage« eine» Frieden» Mische» Rußland und Amerika? Die amerikanischen 'Vitalistrn sollen uns in Frieden lasten, wir werden sie nicht Meisen. Wir sind sogar bereit, Maschinen, Werkzeuge usw., ' für Transport und Industrie nützlich sind, mit Gold z» be i�hlen— und«icht nur mit Gold, sonder« auch anherdem mit �Materialien. Sie fragen, welche» die Hinderniste eine» Frie- en8 zwischen Rußland und Amerika sind? Kein» von nnserer �t«, der Imperialismus der amerikanischen so g«t wie der öderer Kapitalisten. Welche» unsere Ansicht über die Deportation der Mischen Revolutionäre aus Amerika ist? Wir haben ■k empstjngen, wir fürchten in diesem Lande keine Revolutionäre, °'Iüchlich fürchten wirhier niemand, un» wen« Amerika einige ™td,rt oder Tausend seiner Staatsbürger fürchtet, sind wir in Verhandlungen einzutreteu«it der Absicht, solche �»atsbürgcr, die Amerika fürchtet, mit Ausnahme vo» ker Schern selbstverständlich, zn rmpkangen. . Welche Möglich keiteu ri-ef» wirtschaftlichen �ndnissr» zwischen Rußland«ud Deutschlaad � gibt? Leider keine großen, den» die„Scheide. Jänner" sind schlechte Verbündete. Wir streben ein ttndni» m i t allen Ländern, ohne Ausnahme an. , Welche» unsere Ansichten über die Forderungen der Alliier- "> Kriegsverbrecher«»»zuliefern, sind? Wenn � ernsthaft über die Angelegenheit spreche« sollen, so find dir huldigen die Kapitalisten in allen Länder«. „Ergebt un» alle Eure Grundherren sdle mehr al» 196 Hektar .""d haben, und alle Kapitalisten«die mehr al» 100 096 Frane» ."He»), und wir werden sie zu nützlicher Arbeit erziehen und •d, daß ste mit der schimpflichen, niedrigen und blutigen Rolle Ausbeutern und Anstiftern von Kriegen wegen Austeilung 4 Kolonien brechen. Kriege werden dann bald unmöglich sei». �®'r fragen, welchen Einfluß der Friede zwischen Rußland g. dem Rest der Welt auf die«irtschastlichen Verhältnisse j)Ilrot"'» haben werde? kann— frage ich— der Austausch von «o, ine« für Getreide, Flach? l'-----"-----"--- ,,�'lß-f« für Europa sein? E» "Ji Getreide, Flach? und andere Rohmaterialien nicht ist klar, er kann nicht» andere? "»etrilhast sein. I, Waz unsere Meinung über die zukünftige Eatwick- f,,"B der Sowjet» i« rner Weltmacht ist? Die Zukunft h'" dem Sewfetshstem über die ganze Welt. Dir Tatsachen iilh'? r6 bewiesen. Man braucht nur, sagen wir, in viertel- ß/M« Perioden da? Anwachsen der Anzahl»,n Pamphleten. Flugschriften und Zeitungen in jedem Lande zn be- stjn,,rn. die für die Sowset? eint eten. E? kann nicht ander? Wenn einmal die Arbeiter in den Stödten, die landlasen Ii,'frn"nd Tagelöhner In den Dörfer« uvd die kleinen Vavern, "'cht ihr- Zuflucht zur Ausbeulung gemieteter Arbeit nehmen, * bi»k» unaeheur« Mehrheit von Arbeiteuda« ver» standen hat, daß die Sowjet» die ganze Macht i« ihre Hände geben, indem ste ste vou dem Joch der Grundbesttzer und Kapi ta listen befreien, wie könnte jemand den Sieg de» Sowjetstzstem» in der ganzen Welt verhindern! Hat Rußland Grgearevolntio»»ad Int er» vention von außenher zu fürchten? Nnglücklicherweisr hat e? da», weil die Kapitalisten dnmme«nd gierige Mensche« sind. Sir machten eine Serie solcher dummen und gierigen J»ter> ventionSversuchr, daß man ihre Wiederholung fürchten mutz, bi» die Arbeiter«nd Bauern tu jedem Laude ihre Kapitalisten gründlich neu erziehen werden. Ist Rußland bereit, in geschäftliche Beziehungen mit Amerika einzutreten? Sicher.(CS ist bereit, wie e» mit jedem anderen Land bereit ist. Der Friede, den wir mit Estland abgrschlofien haben, dem wir enorme Konzesstonen machten, hat unsere verrllwllligkeit bewiesen, selbst industrielle Konzessionen nnte« gewissen Vedingungen z» erteilen, um der geschäftlichen Beziehungen willen. gez. Lenin. Die Kirrfdfl'c&untg OemnS WbckerhM nochmals in Prä ziffer Fomi, daß die Sowietregiemmig nichts anveres will als ftiriedon und freien Jniri'fchcifHichcn Verkohr mit allen üäiv sern der WM. Sie ist bereit, mr Interesse des wirtischatft AvtfibatreS RuHknrds, pem cuts-löttldiffchen Kapidal-Kon- zassionon zn unxhen. In Politischer Hiirsicht strebt die Sodv- ietveyienun«g«in Bii-nbaris mit allen ßäitidern an. Es ist für die notierte Stevinmr DenttschloudS oacher- ordentlich bezeichnend, dast Lenin der Möglichkeit eines wird schaiftliichen Bündnisses mit Deutschland sehr ffep Lasch «e�ewW ersteht, mid fvat, pM die Scheiidomünner„Wachte Verldünidete" seien. Deutschland und Ruhlanb. Nirsere Kritik an'dem Antmy der sozialdemokratisch Fraktion der P reich i.schen Landesvcrsuninmung behygt dem „Vorwärts" nicht. Er wird keck un!d deffchirldcht.uns, diese ssrvge zgrm„Gqzenstcmd einer gedanikenllosen StrsithünsÄlei" hu madym. Das liegt rrns wbrKich fern. Etz nwtz aber doch««sogt werden, daß ein Antmy von so großer Vc-dmtimg, wie der ffltf Wedervarfnochlme der Beziobllnym mit Rnchland ver- wenig von sozialistischem Emü'lfinden ver spüren läßt, wenn er die Vvrlbchoilte in den Vordergrund rückt, daß Soilvtetrutzkmd ausdrücklich M,f die„E!n>nlischldivg m rmterdeiUische VerbMnisse" verzichten soll,-und daß die VaziMmpen zu Nuchlonj beileibe nicht den Charakter eines Bmrdnisses annehmen sollen. SdichltMuö will, wie die oben» stchende Kmrdffebnng LeninS zeigt, ein Bündnis mit allen Landern der Welt. Die rechtssozialistischen Gralshüter jedoch mimen erschreckt ab, ohne zu merken, wie sehr sie sich durch eine solche HaDmvg um den letzten Kredit bringen. Varleilag der frmzSflschen SozIaWen. Strnßbar», tzk. Februar. Der vozjalistenfonsreß verwies den Eiuspruch rlulger Genosse» de» Selne-Berbande», die au» der Parte« an»- geschlossen worden find,«» die Kommission für Streitig» leiten. Raffln. Dnsrn» griff die GeschäftSIeitung heftig an. der er vorwarf, sofortige Wahlen verlangt zu haben, wodurch die Wahlergebnisse für die Partei ungünstig gewesen seien. Der Be- richt de» Sekretariat» wurde olSdann augenomme». Bei der Le- Handlung der finanziellen Fragea kam e» zwischen Loriot und Long««»» heftigen«»»etnandrrsetznngen, wo- bei Loriot erregt erklärt«, daß ma« sich nächste? Jahr rineu audrreu vasstrrrr suche« solle. Die auswärtigen ver- treter bekundete» dir Solidarität ihrer Berbündc mit den franzSsischr« Sozialisten. Tagung des vecsassunzsausschuises. Der VerfassuugSauSschuß'rr Nationalversammlung trat heute zu einer Sitzung zusammen ünd nahm einen Bericht de? ReichSminister? Koch über die Vorentwürfe zum ReichStagZwahlrecht entgegen. Die endgültige Vorlage liegt nach Mitteilung de» Minister? dem Kabinett bereit? tor. Der Ausschuß nahm indessen von einer materiellen Beratung der Entwürfe Abstand. Minister Koch teilte ferner mit, daß die Entwürfe über die Wahl de» Neichspräsidenten und über den Volksentscheid gleichfalls dem Kabinett vorliegen »nd daß der Entwurf dev Staatsgerichtshof ausgearbeitet iit Der Kamps um die Külemahlen. Ein Unglück kommt selten allein. Nachdem die Natt»- nalversammlung dem Proletariat ein Betriebsrätegesetz aufgezwungen hat. das den ursprünglichen revolutionären Sinn der Räteidee völlig in das Gegenteil umkehrt, benutzt die obere Gewerkschastsbureaukratie ihre formale Gewalt, um die ersten Wahlen nach diesem Gesetz zu einer Macht» probe ber beiden einander widerstrebenden Richtungen i« den Gewerkschaften zu gestalten. Den sozialreformerische« Sinn deS Gesetzes noch übersteigend, bietet sie ihren gvn» zen Einfluß auf, um die einzelnen gewerkschaftlichen Zen» tralverbände und Ortsvereine zur Wahl unter ausschließlich gewerkschaftlicher Parole zu zwingen. Unser« in den Berliner Gewerkschaften führenden Genossen sahen sich daher gezwungen, ihre ursprüngliche Absicht, den Wahlkampf Seite auf Seite mit den anderen Organisationssormen des klassenbewußten Proletariats, unserer Partei und der Zentrale der Betriebsrate, zu führen, aufzugeben und sich der Parole des„Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbunde»" zu fügen. Die in imferer gestrigen Abendausgabe abge- druckte Erklärung begründet diese Aenderung der Taktik genauer. Die Berliner Arbeiterschaft wird, dessen sind wir gewiß. Verständnis für die Haltung ihrer gewerkschaftlichen Führer haben, sie wird einsehen, daß die Vorstände der Ber- liner Gewerkschaften dem Gelverkschaftsbunde und den rechtssozialistischen Zentralvorständen jetzt nicht den billi» gen, längst ersehnten Vorwand geben dürften, um die Berliner Ortsvereine von den Zentralverbänden abzusplittern und damit eine unbequem starke Opposition loszuwerden. Die Berliner Arbeiterschaft wird also Disziplin zu wahren und sreigewerkschaftliche Listen zu den Betricbsrätewahlen aufzustellen haben, aber sie hat zugleich die Pflicht, für die Aufstellung von Kandidaten einzutreten, deren Gesinnung Bürg- schaft ftir eine Ausnutzung aller Möglichketten des Gesetzes zugunsten der Arbeiter und Angestellten gibt, das heißt, die sich zum Klassenkampf bekennen und im Räte- system den Hebel zur Umgestaltung der Wirtschaftsform im Sinne des Sozialismus erblicken. Was ist min eigentlich geschehen? Welches ist die Sünde, deren man unsere Genossen zeiht? Sie haben«inen Wahlaufruf unserer Partei und der Zentrale der Betriebsräte unterschrieben, der die Arbeiter und Angestellten auffordert, sich bei den Wahlen als revo- lutionäre Soziali st en zu bekennen und Genossen zu wählen, Männer und Frauen, die sich auf den Boden des Klassenkampfes stellen und jene Harmonieduselei ablehnen, die die obere Gewerkschaftsbureaukratie pflegt. Sie haben erklärt, daß sie in dem Wahlkampf einen Teil deS großen Kampfes um den Sozialismus sehen, kurz, sie habe» sich auch bei dieser Gelegenheit, getreu ihrer Gesinnung und dem Willen der gewerkschaftlich organisier- ten Berliner Arbeiterschaft, zum offenen un- imganglichen Klasscickampf bekannt. Das ist alles. Und das nehmen einige Leute, denen nur ein unglücklicher Zufall noch ihre Mandate und die Führung im Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommis« sion erhalten hat. zum Anlaß, um einen Konflikt zu eilt- fesseln, dessen bewußter und gewollter Endzweck die Spaltung der Organisationen ist. Auf eine Macht g» stützt, die ihnen sormalrechtliche Bestimmungen gibt, die längst jeden Inhalt verloren haben, da den In- habern dieser Macht das Vertrauen der überwiegende» Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter nicht mehr gehört,— gestützt auf solche, jedes moralischen Ge- Halts entbehrende Macht, erheben diese Herren Anklage gegen unsere Genossen— weil sie sich als Sozialisten be- kennen und betätigen.... Soweit ist es gekommen. Das Bekenntnis zum Klassenkampf ist ein Ver- > r c ch e n. und wer es begeht, der wird als unfähig erklärt, im Nahmen der deutschen Gcwerkschaftsbew.gung den Kampf für die Befreiung der deutschen Arbeiterklasse zu führen. Es gab einmal eine Zeit, da nannten sich die deutschen Gewerkschaften mit Stolz sozialdemokratisch. � Tie ganze Internationale blickte auf das Beispiel dies« Gewerkichajteu, und ihr Denke» nah Handel» richtuntM'ebenb für große Teil« �cS Proletariats der ganzen Welt. Aber heute ist eben nicht mehr der Sozialismus die Befreiung der Arbeiterklasie Ziel und Inhalt der Be wogung, sondern ausschließlich der kleine Augenblickserfolg. erkauft durch schmählichen Kuhdandel mit Unternehmern und politischen Agenten des Kapitals. Wie kann man zu geben, daß die Berliner Gewerkschaften die Arbeiterscheift auffordern, nur Kandidaten zu wählen, die die..Arbeits gemeinichaften" ablehnen, während eine Hobe Bureaw kratie das S chw e r g e w i ch t der gewerkschaftlichen Arbeit immer mehr in die Arbeitsgemeinschaften verlegt, um stch dort eine festePosition zu schaffen, in der sie vor dem Anprall der oppositionellen Strömung sicfcr ist? Solche Erwägungen eines engstirnigen Reformismus de stimmen heute die Taktik der deutschen Gewerkschaften. Und wer Wider den Stachel lökt, wer die Organisationen in den Dienst des Klassenkampfes um die Befreiung der Arbeiter klaffe stellen will, der wird verfemt und verfolgt. Das alles geschieht in einer Zeit, da die Bour> g« o i s i e ihren Klassenkampf gegen das Proletariat mit fieberhaftem Eifer und gewaltigen Muteln ruswt. Immer fester sammelt das Unternehmertum seine Macht in sta r» ken Organisationen, immer stärker wird sein Ein- fluß auf die Staatsgewalt. Dem Kamvf der Ar- heiter aber werden Hemmungen auferlegt durch eine der- verbliche, das Heil in der Harmonie der Klassen erblickende Taktik der eigenen Organifätionen. Während die Vertreter der alten sozialistischen Kampfes nr et Hoden — nur darum handelt es sich in diesem stlalle— mit A ch i und Bann bedroht werden, finden sich die Zeritralvorstände friedlich zusammen mit Unternehmern und wirtschastsfried- lichen Organisationen zu gemeinsamer Arbeit. Es hat schon seinen logischen Sinn, daß es in den Richtlinien des Gewerkschaftsbundes zu den Betriebsratewahlen heißt:„Wahlabkommen mit anderen Gewerkschaftsgruppen sind zu vermeiden." Sie sind beileibe nicht vor- botenl Verboten sind dagegen Wahl- abkommenmitdenKampfesorganisationen des revolutionären sozialistischen Prole- t a r i a t s. Diese Vorgänge beleuchten die Situation in den Ge- werkschaften mit grellem Schlaglicht. Die Arbeiterschaft ober wird erkennen, welche Schlüsse sie aus alledem zu ziehen hat. Die Berliner Vorstände mußten von ihrer beabsichtigten Wahltaktlk Abstand nehmen, aber die Wahlparole der Berliner Arbeiterschaft kann und muß die gleiche bleiben. Unsere Berliner Gewerkschaftsgenossen burftcn nicht zulassen, daß sich der von einigen Klebern heraufbeschworene Konflikt zur Spaltung der Organisotio- nen steigerte. Sie hatten keinen Anlaß, sich von den aus das Uebergewicht ihrer formalen Macht gestützten Zentral vorständen aus den Gewerkschaften verdrängen zu lassen. Wenn sie von ihren Absichten zurückstanden, so waren sie das der Arbeiterschaft schuldig, die die Einheit ihrer Organisationen beute nötiger braucht, als das tägliche Brot. Dieselbe Arbeiterschaft aber muß wissen, daß sie diese Zustände zu ändern hat. Sie muß den Männern, die die wahren Interessen der Ar Heiterklasse erkannt hohen, die Bewegungsfreiheit schaffen, deren sie bedürfen, um die Klasseninteressen de? Proletariats nachdrücklich vertreten zu können, ungehindert durch Zentralvorstände, denen das gute Verhältnis zu den Unternehmern höher steht, als der Kampf für den So- zialiSmus. Noch eines kommt hinzu. Wenn die Herren K ö r st e n und Genossen Eile hatten, um die auf dem Boden unserer Partei stehenden Gewerkschafter in die Rolle des Ange- klagten zu versetzen, so nickt nur der Wahltaktik wegen. DaS war ihnen nur der günstige Anlaß. Es liegen andrn Ding« vor. deren weiterer Entwicklung sie zuvorkommen wollten, weil diese Entwicklung für ihr« Stellung in der Berliner Gewerkschaftsbewegung bedrohlich werten könnte. Kurz, sie kämpfen weniger um Prinzipien, sondern vielmehr um den Stuhl, auf dem sie sitzen. Und wenn eS darum geht, dann ist ihnen die Ein- hcit der Bewegung«inen Pfifferling wert. Die Arbeiterschaft wird auch daraus zu lernen und ihr Verhalten danach einzurichten wissen. MM. MMWW. MeWe Die Vcrlincr Gewerkschaften habe» beschlossen, zu den BctricbsratSwahlen Listen der freien Grwcrkschaftcn anfzn stellen. Tie U. S. P.-Vorstände der Berliner Gewerkschaften und dir N. S. P..Fraktion der Berliner GcwerkschaftSfrak tion motiviert diese» Beschluß folgcudermasjcu: Di« vorstände lönnen dl« Verantworttin nicht übernehmen, daß ein mit den Beschlüsse des Allgemein«» Deutschen Gewerkschaft» bunde» nicht überein st immende» Borgehen be den BetrlebSrärewahlen von anderer Seit benatzt wird, um In jenen Verwaltungen, w die Vertreter des grundsätzlichen, sozialisti fchen Klassenkampfgedanten» die M eh rh e i haben, dl« Spaltung und A b sp l i t te r u ng zu Tatsache werden zu lassen. Es kommt also jetzt darauf an, daß die Arbeiter in den Betrieben dafür sorgen, daß als Kandidaten für diese Listen nur energische und erprobte Vorkämpfer de» revolutionären sozialistischen Rätegedankens aufgestellt werden. Mit eine» klaren zielbewußten Pro grnmm sollt Ihr die Tüchtigste« aus Eurer Mitte aus die Liste der rcvolutionär-sozialistischeu Betriebsräte setzen. Diese Parole verträgt sich nicht mit den Plänen der Väter diese» Gesetzes. Auch die„höchsten Vertreter der Arbeiterschaft" im Bundesausschuß dcS Allgemeinen deutschen Gnvcrk- schaftSbundcS(Generalkommifsion) wollen die Betriebsräte als williges Werkzeug im Dienste der Arbeitsgemeinschaften zwischen Untcrnehmrrverbände» und Gewerkschaften be nutzen. Diesen Plänen gilt eS entgegenzuwirken! Es gilt dafür zu sorgen, daß die Arbeiter und Angestellten nur solche Vcr tranenSpersonen in die Betriebsräte entsenden, die die nach stehenden Grundsätze vertreten: Sie sind Gogner der„ArbeitHzomo'iirfckttisien" und er- streben den Uirtbau und Ausbau der Gewerkschaft cn zu Jndustriovevbäuden, die olle Hand- und KopforbeUer um fassen. Sie evstrelben weiter den Aus��u eines RätesystemS da» als Kampsmittsl zur Böserti-gung des kapitalistischen SystomS zu wirken hat und dom die Aufgabe zufällt, die llebetzleitung der fopiMi-strsefcn Produktion in sine sozio' liiflifcbc vorzubereiten. Sie verpflichten sich, sofort ihr Amt mederznifogen. wenn es di« Mohrheit ihrer Wähler in einer DetricbSvvr smnmwng fordert. Arbeiter, Arbeiterinnen, Angestellte! Tut Eure Pflicht und sorgt dafür, daß trotz aller Machsi Nationen nur solche Betriebsräte gewählt werden, die ge willt und in der Lage sind, unsere Bedingungen zu erfüllen und unser Endziel: den Sozialismus, mit Zähigkeit Kraft und Ausdauer zum Durchbruch zu verhelfen! Bezirksverband Groß-Berlin der tl. S.P. Zentrale der Betriebsräte Groß- Berlins. hetra tzelfferlch Ins Stammbuch. wie lange noch? Wie lange gedevikt Senn die Regievirng eigentlich dies- mal die Schutzhaftbefehl« aufrecht zu erhol- t e n? Daß für diese Willkllrmoßnothmen nie ein stichWtiger Grund vorgeleae-n hat, wird sie wohl selbst kaum mehr in Mrode stellen Foimen. Trotzdom find unzählig« VertrauonS- männer der gewerkschaftlichen und po-litifck�n Aideitevbe- lwegumg in den Gefängnissen festgehalten. Die Regierung hält eS nicht einmal der Müh« wert, der Oeffentlichkeit mit- yiitoilen, wie viele Leute ouf Grund des HaftibefeblS trgendeiner militärifchen Stelle, di« in der vollendeten De- mökwtie über die Freiheit des Staatsbürgers zu befinden haben, eingekerkert sind. Ist es nickt ein Skandal, daß der Vorsitzende der Unabhängigen Sozial- demokratie, Genosse D ä u m i g. noch vmaner festgeihal- ten wird, obwohl nicht das geringste gegen ihn vorliegt? Die Regierung kann ja auch gar nicht daran denken, gegen tihn ein g e r i ch t l i ch e s Verfahren einzirieilen. DaS ist ja gerade das Perfide. Auf diese Weise kann sie den uwbe- quemen politischen Gegner auf beliebig lange Zeit hinter GefängmS-mauern halten, ohne fürchten zu müssen, diese ftsreiheitsentzishurig rechtfertigen zu brauchen. Und um diesen Glia..'oo>l bekümmert sich die OofsenUichkeit nicht im ge- ringsten, die neugebackenen Demokraten und Republikaner ebensowenig wie die rechtSsozialiftifckten GefinnungShobden. Und Genosse Däumig ist nicht daS einzig« Mitglied der Par- teileitung, das in Schutzhaft genommen ist. Auch der alS Beira�mitglied der erweiterten Parteileitung angehörende Stcdakkour der„Leipziger VolkSzeittrng", Genosse Sott- ch« r. ist seit dem 19. Januar verhattet. Wer nicht nur die Schutzhaftwillkür steht in voller Blüte, auch mit Zeitungsverboten wird nach wie vor gewirtschirftet. So ist z. B. unser„Volksblatt" in Halle noch immer verboten, obwohl es in Halle nickt zu den geringsten Ruhestörungen gekommen war, diesen Vor- wand für ein solche« Verbot hätten gaben können. Daß der Belagerungszustand aufreckst enbdkten und mit aller Schärfe gegen die Unaibhängiae Sozialdemokratie ge- lhcmdhÄbt wird, in der Zeit, da die Wahlen zu denVe- it rieb Träten stattfinden, vervollständigt noch das schöne Pfli regierlmgö sozial est ilchcr Herrschaft. � Uckber den Prozeß Erzberg�r wird ja noch ausführlich zu sprechen fein. Daß aber Herr Helifferich, wenn er Moral trieft, geradezu abftoßeud wirkt, steht jedenfalls fest. Mr stimmen da durchaus dem Urteil der„Franks. Ztzg." über Holfforich zu, wenn sie schreibt: ES ist eine der unglaublichsten Erscheimeogen unserer Tage und ein Beweis für die moralische Verwirrung ebenso wie für die polltische Jnstlnktloslgktt ganz großer Schichten unseres Volke», daß dieser Mann jetzt diese Rolle spielen darf. Herr Helfferich wird wührend seiner Amtszeit keine Geschäfte gemacht, keine Aktien gekaust und sich nur von den Zinsen deutsckier Reichsanleihe und preußischer Konsol» aenährt haben ob er, der Herrn Erzberg« auch den Schlrichhandelibezug württembergifcher Lebensmittel mtz moraltf-her Entrüstung vor- wirft, sich während des ganzen Kriege« und auch nachher aus« schließlich von seiner Lebensmittelkarte genährt bat, wagen wir zu bezweifeln)— aber macht ihn das astctn schon zum Eato? Herr Helfserich ist vorsichtiger govesen, er war Direktor der Den fchen Bank, bevor er PotitiSer wurde(übrigen» von dem Kanzler sofort zum Staatssekretär berufen und nicht genötigt, sich auf lanmverigen Wegen vorwärts zu bringens, er hatte r» nicht mehr nötig, und er, der, t»nn auch nicht im Purpur, so doch in Wohlhabenheit und in allen Möglichkeiten bester Ausbildung Ge« boren«, steht nun mit Haß und veracktung auf den Plebejer, der gar nicht» hatte, der ein kleiner Volkssckullehrer war und nun so viel mächtiger ist al» er. Wie kommt Herr Helfferich zur Rolle de» Ankläger«? Daß einer ketne silbernen Löffel gestöhlen hat, macht ihn doch noch nicht zum sittlichen Vovlnld. Ob er T h a r a k t e r bewiese» hat neben der Fähigkeit, ob et den Mut de» Mannes hatte, der für seine Ueberzeugu g kämpft bis zum Letzten, da« wäre zu zeigen. Und da steht Herr Helftzerich nackt und bloß. Denn er hat in enkstheidenen Augenblicken de» Kriege», al» er zur Rettung de» Vaterlandes hätte beitragen können, keinen'Eharakter und keinen Mut gehabt, und er hat dadurch Deutschland mittnSverderbe» geführt: sein jammervoller Umfall in der U-Bootfrage ist da» wichtigste, irirht da» einzige Zeugnis dafür. Dieser Mann müßte jetzt f-bweigen, endgültig uwd vollständig, er hat daS Recht verwirkt, dem deutschen Volke ein Führer zu sein, weil er der sittlichen Eigenschaften de» Führer» entbehrt. Ja. Helfferich hätte längtst sckZweraen müssen und hätte erst als AnaeklaqtervordemStaatSsierichtS- Hof feinen Mund wioder austtm Hülfen wenn nickst ein solch großer Tett öcS deutschen Volke? Her„sittlichen Velwirru-ng und politischen Jnlsliickttosigkeit" verfallen wäre. Eine deutschnationale Drohung. Die„Deutsche Tageszeitung" veröffentlicht folgende Droh n«te: Für die morg'ge Pressekonferenz hat ein RegierungSvert.-eker dem vernehmen nach eine Auseinandersetzung angekündigt, die alz eine Art Ä b r r ch n u n g m i t d c r n a t! o n a l e n P r c s s e wegen ihres Verhalten in Sachen ErKberger aufgefaßt worden ist. Wir Möchten den Reaierunakvertretern den aufrichtigen und drtngrnden Rat geben, in diesen Dingen vorsichtig zu scIA sie haben darin schwerlich die sachliche und moraksche StellunS dir dazu nötig wäre, Vcr nationalem Presse moralische B«!rhcunl zu erteilen. Ein N eberschreiten der geboten«» Grenzen dürfte auch schwerlich im Interesse d«l Negierung selber liegen. Donnorwencrl Die Herrfcha-ften fühlen sich. AR? haben sie einer so fchen Nsgieruirg gsgenüber Hazu mcht auch allen Grand? Gegen den v�ovalistlchen Versam-rsungspS' �. Die Berliner Ortsgruppe der Deuischrn Frieden»« gesell schaft bat gegen die von nationalistischer Seite insze- liierten Versammlungssprengungen, die j-tzt ia allen Orten Demschlands planmäßig vorgenommen werde», folgende Resolution angenommen: Eine kriegS verrohte Soldateska hat am Freitaä den 20. Februar, in einer Versammlung de» Bunde» Neu«» Vaterland unter der Regie nationalistischer und deuischvölkischkk Offiziere Herrn v. Gerlach und noch verschiedene ander« Teil« »ehmer in der bestialischsten Weise niedergeschlagen. Die Versammlung der Ortsgruppe Berlin der Deutsche« FricdenSgesellschast spricht neben ihrem schmerzlichsten Bedaucn» für Herrn d. Gerlach wegen de» gegen ihn verübten Attentate» ihre tiefe Empörung darüber auS, daß so etivaS unier de>» Schutz der verantwortlichen Behörden überhaupt möglich ist, um so mehr, al« e» sich hierbei nicht um einen vcr- einzelten Fall, sondern um ein Glied in einer fort- lausenden Kette handelt. Sie fordert auf da« energischstt« biß t. der verantwortliche ReichSwehrmtnister auf das schleuntM kür die Entwaffnung diese» gemeingefährliche» Gesindel» sorgt-, L daß der verantwortliche Minister de» Innern der immer gefährlicher werdenden Judenhetze mit ollen Machb Mitteln enigenrntritt; 8. daß die polizeiliche Aussichtsbehörde der pazifistischen, g-.'aeh jede Gewalt sich auslehnenden Gesinnung ebensoviel Schutz gewährt, wie der chauvinistischen Hetze, die st� vier täglich mehr mit Propaganoo de» Fremdenballel b-rtfi machen darf; 4. daß die Gerichte die vorgesallencn Ausschreitungen mit alle» Mi teln der gesetzlichen Sühne entgegenführen, damit det Schein vermieden wird, al» gäbe es in Deutschland fei»' Gerechtigkeit mebr und dem Ausland nicht noch mrbt Gründe in die Hand gespielt werden, un» Deutsche sür ei»» unheilbar der Gewaltverherrlichung verfallene Nation t» dm reit. M't ollem Nachdruck weist die Ortsgruppe Berlin der Deid' fchen FriedenSaef.'llichaft darauf hin. daß die vom Kriege fl»' weckten bestialischen Instinkte, die man al» nationale zu& zeichnen beliebt und die da» Bestehen unserer werdenden Dein«' kratie auf da» ernste gefährden, nur gefesselt werden könnet wenn die Energie der Regierung nicht Immer wieder vor dt» Drahizirhern der Reaktion kapituliert und wenn ferner dU -azlsistische Geist asch tm deutschen Volk Wurzel faßt. Neue Sprengungsversuch«. Die deutfchna'iemalen Herren haben in Bremen er» eine Versammlung zu sprengen versucht. Tort sollt« an Gte»» de» erkrankten Herrn Gerlach der Sekretär de? Bunde» 5e«� Vaterland, Herr Dr. G u m p e l, in einer von pazifistischen C qanisationen einberufenen Versammlung sprechen. Die nationO listische Cprengkolonue unterbrach die Rede durch sorigesetzt� Schreien, Pfeifen und Johlen und ging schließlich zu Tätli«? keilen über. Rur dem schnellen Eingreifen der Polizei ist e» k"' zuschreiben, daß e« nicht wieder zu blutigen Ausschreitung� kam. Auch dieser Vorfall beweist, daß die Reaktion pla n m 2ßs»j| ie Bersammlimqen der Pazifisten zu sprenaen oersucht. � Direktiven zu den Krawallen gehen von einer Organisati»» au«, die ihren Sitz in Berlin zu habt» scheint. In Arbeite»' Versammlungen wagt der zumeist von Offizieren geführte vorderhand ncch nicht aufzutreten. Dir wackeren Heldra u»�' nehmen ihre Vorstöße nur dort, wo ste ein Publikum anzutrtfsi* glauben, von welchem sie wissen, daß eS sich nicht zur Wehr(»» Die Opladeuer CiseabahMerkstSkle. Wie anderwärts, so hatte die Regierung auch in Opln� .Krei» Solingen) die Eisenbahnwerkstätte geschlossen und Arbeiter auf die Straße gesetzt. Am 27. Februar soll der wieder eröffnet werden. Sämtlich« Funktionäre unserer tri im unteren Kreis« Solingen, die in der Eisenbabnioerksli arbeiteten, sind nicht wieder angenommen worv» � Wer die Dinge aus nächster Nähe betrachten kann, dem sich die Ucbcrzeugung auf, daß, wie die Schließung unserer 3»� lungcn, so auch di« Stilcgung der Eisrnbahnwerkstälten»i" ausschließlich von den unfairsten Motiven diktierte politische Al� egen unsere Partei ist. Wie wird in diesem Fckle � Eisenbahnminister Oeser seiner Anordnung Geltung versag en. daß Entlassungen und Wiedereinstcllungen nicht nach chaftlichen und politischen GcsichtSpunlten erfolgen dürfen?. oll diese Anordnung für Mitglieder der U. S. P. D.!«>»» llng Häven? »r. ic). »lz-, I« Gewäsch. Die gestrige Rummer de»„Abend* btinr', ensationeller Dusm�chung Mitte'lungen über aeheime � nnktB a?»Rlk?r?�?k«�'o»s' 0».ot lünste wird ausländischer Bolschewsitenführer. Besonder»" y«, der frühere ungariiibe Volkskommissar»o!"' G a r b a i, der in Berlin bereit» mtt unabhängigen und munistischcn Führern zusammengekommen sei. Da» Biall» � über ein« internationale Bolschewistenorganisation und allerlei Pläne auf. hei Dazu ist zu bemerken: Alexander Garbai einem Versuch, unerk/mrn nack Budapest zu gelangen» jg a f t e t worden und sitzt in festem Gewahrs» � Budapest. Alle» Uebrige«it ebenso au» den Fingern ll»> � Tie lnieralli erte Ko ttrollkommisston für Oesterreich£ Itfi den näisten Tagen in Wien ein. Si« besteht au» 12Ü Lff« und ö00 Mannschaf.en. Eine Ente. Der Berliner„Lokalanzei�r" bringt dcta��ff Mitteilungen über die Erschütterung der Stellung de« Ms �jrd, Heine. Tiefe Meldungen entbehren, wie amtlich mitgeteu» jeder Unterlage. Eisenbahn erstreik In Frankreich. Der Ausstand ist Linien der Eisenbahngeicllschaft Paris— Lyon— Medi'crraw��j feit Mittwoch abend fast vollständig. Ter 8tyz««. bitf! in Pari? ist geschlossen. ES scheint, daß die Paris tr der Bewegung folgen wollen. Ihre Delegierten haben abend beschlost'en. in den Streck cinrutrf.vn. In iuwn._' ijl und Dijon sind nach de»»Mal in' ähnlich» Befchlüu» w worden.--- ,«•& Erzverger tinö der A-Soollrieg. Lelhmmn Hgllweg a's Zeuxe. Im w.'itere« Verlauf der Debatte über die Sieucrdorlage d°n lilis-iv erklärt Bethmann. er Hab« den Sindruit aeivonnen. °ai! Sr,brgcr viel darum zu tun»ar, die Vorlaie»u Fall»» brikftkn Si«h weiteren unwefen'licben Aeuberunzen Dethmann« w/r» idamal, in Berlin delindliclx'n Oberen?>eere?Ieitnna aelade» ZeulruniSabgcordnete Spahn vernommen der«iB' �urde,„�hr ich alz>ch dort einir. f, dah Lndcndorff sidon abge- �-idrrger i'ch si.-�n die tfhtbcintfmio neuer Steuern während de«-- «titB«! nuSzifproche» Hab«. Der ll-Bvot-Vorsiob Crzbergers. Helfferich: Im Juli llll? fand bei mir eine Vesprechun<, �'t den einzelnen FrallionSführrrn ilatt, zu der vom Acntrum Spahn und Srzberger erschienen nwren. Erzberger drncl'tc d>e U'Boot-Zrage zur Sprache und dediente sich hierbei de» Ma terialz da«, wie ich glaube, ein holländische« Blatt berichtet hat. lrag'r Srzberger hierbei, ob er in dem Angenblilt. in dem 1°� alle Straft zusammenfassen mühten, Zweifel über die Wir! iamseii d?» U-Bootlriege« aufkommen lassen wolle. Srzlergcr sicherte mir zu, dag er in der vndgrttommlssisn davon nicht spreche»»erde. jfrvtzdkm hat et dort wenige Tage später de« sensationellen vor- gemacht. . Erzberger: Bei der Besprechung betonte ick. daß ich von Antwort dc» Admiralsttrbe» meine Alton abhängig machen �°lle. Denn ich halte dem«dmirolstab Material gesandt and �llt, al'inarten. ob die Aatwort befriedigend«»«fallen werde. . Cotiipenber: Hier herrscht«in D e g e n s a tz. Sie Helfferich auldrüillich gesagt, dah Sie weitere Schritte d°khal!r„? Helfserich destleitrt da« doch . Erzbergcr: Ich habe jedensal!« an welter« Schritte ge. �t. und ich bab« da» meiner Erinnerimg nach zum Aubdruck xbrncht. Ich habe übrigen» Dr. Solf. mit dem ich in jen«n �SNt über d« politische Lage sprach, dasselbe gesagt. Ich habe �ederholi mit Herrn v. Berger und Dr Solf gesprochen. Sie war ».» 1-..»'»»V � 4 1»l V(<»IV Jt*k �meordentlich bedrohlich, und de Gefahr war alweller, a!» ma» lürt t Soziaide molraten wollten, wie ich gc- " natfe, gegen die Kredite stimmen. Nach den mir "(jenen Nachrichten Ivar man m der sozial demolratischcn zu der Ansicht gelangt, dag �tschland nicht mehr einen Abwehrlrle, führe, sonder» zum Er»brruns»kr!eg übergrganqea sei. >vollten di« Sozialdemokraten die Kredit« venveigerii. � � trobeubstimmung, die»nnerhalb dieser Partei vor« P ntitnen worden war, hw.te ein« Mehrheit für die Ab- Zuk"r"" h ergeben. Ich sprach mit Dethmann Hollweg über dir bedrohliche Situation. \0 r f.: Da, ist ja ganz schön, aber was hat da, mit Ihrem zu tun» Die Frledensresolutlon. � �Zb erger: Der Neichskanzter sagt« mir an esn?m dieser fiJr' hudZürftBülowbeiihm gewelcn und mit idm längere i,/ ülx'r di« polnische Lag« gesprochen Hab« Fürst vülew Biu' Habel, e? sel nun Ansgabe de» Reichbkanzler», dn» drntsche Hähk seiner Hoffnungen in da« Tal der Wirklichkeii �."«nsühre». Diese Änsicht Büiow» war austerordentl'ch ver- Und ich stimmte ihm vollkommen b«t. Ich sagte zu Herrn ' Hcllrveg.«» sei höchste Z«t, etne feste Susi« süt de» J 111 schaffen. hft,.* ich am Nachmittag de, 8. Juki, nachdem ich meine erste di?,) Reichstag gehalten hatte, zu Bethmann ging, sagte ich':) Zu mir, Sie haben mich ja überfallen, worauf sts«. untwortete. aber ich habe Ihnen doch die Sache voran». di»'!. V>ie au, dem Reich»lag»�tenogramm hervorgeht, ent- «ui i sich die Friedensresolution bereit» au, den Sitzungen ich v und 6. Juli und all ans meine Rede am B. Juli, worin UJJ* inner, und auberpolitischen und ErnährungSverhältnissc djx Antwort der Regierung ganz nichtssagend war, _'ch von den verschiedensten Seiten gebeten, weiter vor- t>en. �k». L"&> bitte folgende» zu beachten: Wenn 7°r. �.""d lkrzberger vorher wustten, wa, in der Sitzuno �iiier.n H,-nIme? svllte..donn war der vorstoh Srzberger, noch r'"ex � Reichskanzler aber nicht darüber unterrichtet hl,«"stch» e,n feiger Ueber fall au, dem Hinter- N drr Vorsitzende Srzberger» Rede»m Hattptali»schuh k. ''"" 1017 n«rlf fen bot. referiert Helfferich: Die I Ili AI» nächster Zeuge wird der llnterstaatssekretär Lewald vernommen, der eine aus-sührliche Tarstellung von der Bespre« ilmng, die bei Helfserich vor dem Er-bcrgerschen Porstos; statlge- '»»den hatte, gab. C r z b e r g c r führt da�u aus: Ich wollte Bell,- "tvnn in seiner FricvcnSpol'tik stützen»nd hebe darüber am 'i. J»lt keinen Zweifel gelassen. Am 7. Juli ist ein Wechsel r.i meiner Auffassung eingetreten. AI» ich nach meiner Rede zu der ieist sei. Sin Lsfizirr erklärte mir das, d?r Kailer auf Vclh mann» Drängen die O- H. L. von ver in fortgeschickt habe. Ich -imr über diese Tatsache sehr erregt und sagte mir, wenn vrtftmann Hollwe, dl? Nrsache Ist, dah die Nnkerrrbung niäu zustande gekommen ist, dann habt ich auch keine Verl nnlassung mehr, ihn zu unterstühen. Wann meine Aruhernng, dah ich Bethmann Hollweg stürzen woll r. erfolgt ist, kann ich nicht genau saaen. Der zu diesem Punkt vernommene Abg. Strefemann erklärt, das, ihm Erzberger am Morgen deS 7. Juli in Gegen wart d.'S Obersten Bauer die fragliche Aruherung gemacht habe. Srzberger: Wa» der Abg. Strefemann von unserer »iilerrednng vom Sonnabendvormittag sagte, ist mir absolut nicht bekannt. lHeitcrlei« im Znhörerraum.)— Helfferich: itch habe hier da» Stenogramm einer Nnterhaktnng zwischen dem stronpelnzen und dem Abg. Srzberger vom 12. Juli, wonach Erz« l>ergcr zum Kronprinzen sagte, Bethmann verpaßt jede Kon« iunktur und verhindert dadurch den FriedenSschluh. Ist Herr» Srzberger diele Erkenntnis auch erst am 7. Juli abrnd« ge. kommen?— Srzberger: Meine Unterredung mit dem Kronprinzen fand nach einer Irak ionSb.'sprechung statt und«h klinu mich nicht mehr entsinnen, wann dic, war. Die Wiener Reise Crzbergers. Im weiteren Verlauf der Verhandlung kommt die angeb- liche Sendung Srzbcrger» nach Wien zur Verhandlung, von der Srzberger behauptet, sie sei im Auftrage d e S Reich». lanzler« erfolat. Hier'erllärl Bethmann. dal, er Srzberger keinerlei Auftrag gegeben habe, nach Wien zu reifen. wildern daß ibm Srzbrrger nur fein« Reifeabsicht mitgeteilt habe. Er habe Erzberger» Reife nur dazu benutzt, um i.if die Wiener Stimmung in den mit Herrn Erz» berger in Verbindung stehenden Kieistn zu wirken. iSt habe im Auswärtigen Amt keine Anweisungen erteilt, srzberger den Gehcimbrief au»z«hiliidizen,„nd wenn dieser etwa» andere» sagt, so t ä u l ch e ihn sein Gedächtnis. Als demgeaennber Srzberger ,oiederum«rk ärt. von Bethmann daz» aufgefordert zu fein, weift Bethmann diese Behauptung »vchmal,«nischieden zurück. Nach weiteren unwescnt- lichen Verhandlungen wird di« Sitzung auf Freitag morgen vertagt. LreuMje cantesversmum.ul>z. Wahlprüfungen.> Zwei Wnhlprsisnngen lagen der LondeSversammIung zm Entscheidung vor. Die Absiimmnng Im Plenum blieb zweifelhaft. Her Hammelsprung ergab vcschluß>lu,ähi»krit. Die nächst Zitziing wurhc aus eine Viertelstunde svät-r einbenisrn. In der zweiten Sitzung wurde der Defetzentwurs über Hernbse, unp de« voek'rreitnngSdicusteS für GerichtSreferenbar« in erster Lesung verabsch edet und an den RechlvauS'chiuh über- wiesen. All« Parteien begrüßte« di« Herabsetzung von vier auf drei Iah«. Genosse Dr. Rosenscld führt« dazu au«: Dir begrüsten di« Vorlage. tPeK sie die sozialen NesichtSpunsse berücksichtigt. Wir wüiisckien, daß die« auch andern berufen gegenüber mehr al« b«her geschieht. Würden die jetzigen Znständ« sich auf ihrer Bahn weiterbewegen, dann würde die llirislische Lausbahn immer mehr zum Pnvikn der besitzenden Klasse werden. Angesicht» der großen Notlage der Ge» r! ch t S r e f« re n da r« ist c» eine uiiglaublich« Hart«, daß sie lwi der Festsetzung der DeschajfungSbeih Ifen ganz ü berga n- gen worden sind. Sie stehen überhaupt am schlechtesten da. In allen andern Freistaaten werden ihnen schon längst Qktzalt oder tage gelber aewährt. Die Referendare müßten sich bei ihrer Vorbereitung auch an die Arbeiterfekretariatc wenden, um mit dem werk- längen Leben gaug unin ttelbar in Berührung zu kommen. Der ?n uno ovivm, buk im n/n.... � v—,—■ «ii,,. J verloren. Erzberger hat in der.Deutschen Allgemeinen v 2 I»s> erklärt:.Die Bemühungen erfolgten nach «rst�nder Rücksprach« m!» dem Reichskanzler'. Da» ist d«, lk rW" Unwahrheit. bat„1.* r 0« t: Der Ausgangspunkt der FriedenSresolntton ton � U-Booifrage, und ich habe vorher auch Nicht Ivlck«. ltriedenSresolution, sondern von der FricdeiiSatlion al, gesprochen. Wie Bethmann unterging. �5 1 1 1« r l ch: Am 11. Juni übermittelten Sie und der «lz �.oehrenbach eine Enlschlteßung der Zentrum«parlrl, in der h?,, ,�edn>, resümier« wurde, daß die Fraktion in ihrer Mehr. öoli,, wm«»laß zu einem Rücktriti de« Herrn v. Belhinaiin ßt,. sikhl, daß eine Minderbe» allerding» de» Kanzler al» sih,"�hulderni, ansehe. Am Nachmittag fand die FraktionS- stin"9 und am vormittag hat Srzbcrger bereit» zum Krön- Brlngi, daß Herr v. Bcthmanu Hallweg vom Zentrum »rlassen wllrdr. tz, der Mittagspause erklärt der frühere Reichskanzler �»d �unn.Hollweg. daß Erzl�rger di« Absicht einer aebun� mix si« sich später in der FviedenSresolndion äußert«. � weder mit ihm besprochen noch vereinbart habe. ,«1,(1* g e r: Haben wir nicht über drc No.'wendigkeit einer k über ocn U-Bootkrieg gesprochen?— Beihmann: fltcit allgeniein über die«limmung in den rechtSraditaien »ii, Aber daß S:e im Anschluß a» die Rcich»tag?sitzung ist g üd,. Möglichlcit eine» Vorstoße« gesprochen haben, d«ti,n Schlössen.— H c l s s e r l ch: Ist e» Herrn von Bethmann dag Stzoerger. nachden.«r am 6. Juli dem Kanzler vcr» vhi' �nte. er ivolle ihin bei seinem vorsiotz eine trag- Wt Mehrheit im Reichstage sichern, dann am«ndkra *" andern Personen geäuhcrt hat. er wolle he,. Hollwrg stürzen?— Srzverger: Erinnert sich p»jti»>> �rlhmann Hollweg, daß ich mi. ihm über die von der VQ.j-�V y, U•"-»*•-f—' mvv»"-v vw..--- feflf'djmoltatie oesajaiieue Lage gesprochen habe, daß die Ge- t-iz, dkstaird, die Sozkldeniokraten würden die Kredite nicht be- � Bethmann: Ich b-rtte die Cmpfinduag, dag die I Nzjqiv'— Bethmann: Ich strkte !'>?>, s?"">kralie zwar durch ihre Haltung den Massen"gegenüber ji dj, llMrrt,n?!nnd halte, aber eS war mir nichts bekannt, dal> •t 4 ,r.rfe'Ie«blchnru wollte.— Der frühere Staatssekretär �»tkri),. erklärt daß Erzber>r in'o'ge sc'ne» umfangreichen den u.»oo'?rieg für eip furchtbare» Unglück «eutfchlaztz hielt,_--' [iljeiue» auch heute noch nur dann Aussicht auf For kommen zu hat«n, wenn sie über entsprechend nrosj« Mittel oder gut« Be- zi-chnngen versngen. Si« stehen den Wünschen und Bodürstrissen de« Volke« zumeist verständnislos gegenüber. E» folgte die Beratung eineS Antrag» de« Zentrum» auf Einrichtung von Berufsberatungen. Auch h'mr trat im allgemeinen Uebereinstimmung zutage; aller Vings mir, ivcil sich die Redner aller andern Parteien auolchlk ß- »ch auf den Boden der privatkapitalistischen Wirtschaf! stellten. Unsern davon grundsäp�ich abweichenden Standpunkt arbeitet« Genome Kleluspehn heran». Er sagte: Früher stand man den dem? nlrag zugrunde Ihgeiiden Gedanken durchaus«Aehnend gegenüber. Erst der Krieg mit seiner ungeheu cn Vergeudung von loitbeirer Ren- schenkrast und dec dadurch beding:?» ungeheuren wirtschastlichen Noilagc hat einen völligen Wände! im Dculon herbeigeführt. Der große Mangel an tüchtigen Arl?ei!Skrä-ten zwingt alle Kreiß: zur rokwiiellswn Anwendung derselben. Die Berufsberatung in vell- kommenpex Form Ist zu einer unumgänglichen?i»avendigkcit gr- worden. ES darf nicht länger dem Zu soll überlassen bleib.«, ob einer an den für ihn geeignetsten Platz kommt oder nicht. Zwar werden heute schon dahingehende Prüfungen in einzelnen größeren We.ken vorgenommen. Darin liegt aber die große Ge» fahr, daß einzelne Betriebe, dank ihrer großen Mittel imstairde sind, für sich die besten Kräfte h- rauszusueljen und dadurch eine» gewaltigen vorsprung vor allen anderen zu erlangen. Die Be» rnssberatung ist eine gesellschaftliche Angelegenheit und darf nicht auf vrivatwirtichaftlicher Grundlage ausgebaut sein. Der Sozialismus ist die einzige Voraussetzung für den grüßt. müglichrn Ausstieg, weil er gegenüber der kapitalistischen Wirt» schoftöanarchie den organischen Aufbau bedeutet. Erst unter De. lücksichtigung dieser Tatsache wird sich pj? Berufsberatung a!» soziale Einrichtung voll bewähren können. Sie wird aber mir im Zusammenhange mit der von un« geforderten Arbeitsschule niöglich feia(Beifall b. d. Unabh.X Parteitag der norwegische» klrbciterpartel. Nach einer Mel» dung der„Vänstcrpräß'. deS Presseburcaus der linkssozialisii. scheu schwedischen Partei, wird demnächst die norwegische Ar- bciietpartei ihren JahrcSkongreß abhalte». Er fall vom 22. bi, 25. Mai in Ebrittiania taattu_— Vrosiiizia'lmdkag füt Brentcneutj, Sitzung vom 26. Februar. Die reftsichen 5 Millionen Aktien von der? ll gemeinen Sief» trizitälSgesellschast füt da« Märkisch« Elektrizitätswerk. werden von der Provinz üb>.'rnommen,>rm c« vollkommen im Besitz der Provinz zu haben. Die Uebernahme soll zu 120 Proz.nt erfvkgen. Durch die vehernahm« wird ein weiterer Ausbau de« Netze» sowie ein erhöhtes Interesse der einzelne» Gemeinden erzirlt werden. Genosse Andre«- Weissenine brack?« kes�aft« Klaaen ssher das GeschäslSxeebaren dc» Märkischen ElektrizitälSwerke» gegen- über der Geme'nde Weißenkee zur Sprache. Dadurch ist Weißen- sce ein großer Schaden entstanden. Für den Bau der Drandenburgisch/n Heb« ammcnlehranstalt und Frauenklinik wurden 1200 003 Mark nochh willigt, um die Anstakt iveiter auSz"ha"en Zum Bericht de» vorstände» der LanteSversiche- rnngSan statt Brandenburg stellte die U. S. P.-Fraktio« folgende Anträge: 1. Der Bpondenhurgiftbe Previnziollandtag möge beschließen, den Vorstand der LandrSverssch'eri'naean�lt zu e-suchen. kämt» sich? Renten von der Landesversicherungsanstalt um mindesten» 100 Prment zn erhöhen. 2. Die Reich-Sreoierung zu ersuchen, allen Anstalten auS- reichende Lebensmittel und Kotzlen zur Bevsüauna zu stellen. Gen Böhm heornndete die Anträge einaehend und rügt« die Festlegung so ungeheurer Kav'lasien d-r Anstalt für Krieg»- anleif-e, wodurch den Versicherten seh! erhebliche Verluste en'stehrn. Di« Not der Rentenempfänger wurde allseitig anerkannt, deSba'b müsse man schnell helfen. Die Feltl-biina der Renten verzögere sich nngebührlich, wodurch die B-z»g?hercchtig't Verhältnisse in der Anstalt Kolwitz bei Koltbu, wurden eine? verdienten Kritik unterzogen. llnler Antrag fand nur die Ziilklmmung der beiden sozial- demo'rat'schen Fraktionen, die bürgerlichen, einschließlich der Demokraten, stimmten dagegen. Annahme fand der Kommi'sssanSantraa, die ReichSr«' iernnq zu ersuchen, ein Gesetz über erhöhte Rentenleistunaen nnh Er» weiteruna her VersscheruuaSbeitrZge schleunigst fonuVaen. Nachzutragen ist noch von der S'tzung vom D'-rStag, baß' die Fraktion durch Gen. R a M k e auf die weiter« Fürsorge für Notstandsarbeiten hinweisen ließ, damit di« notwendigen Arbeiter nicht zurückgestellt werden. Ne ttorflnge In der U. g. v. Charl?k!enbnrs. Nachikw-N durch die Verssshnrklichuull deS VerrchtS schee dle MistgssrHewersammsunq in CstgrlHtkenkmrg ein« ver« zerrte Darstzellimg ihre??ep?o»f? in bk bürgersickw Vvesse ofVnert ist die dem„Varwärtv" Vsranlasslrna zu ssmnischen Glossen über uns??« Pgrlei gikit� verösßenk'ltrs'en wir auf Wunsch di« fosgende sachliä)« Darstellung deS Verlaufs der Versonrmlung. Geyen den obn« vorheriae Ankiindignna de? DaaeSortzvung und nur mit geringer Mehrheit gefaßten Beschluß«lr.er Mit- akiederveriammliing airf Abberufung der Stadträte hatten die M i t g l t« d e r der Partei lebhaften Protest erhoben. Mit einer einzigen Ausnahm« hatten stch alle Griivprn auf ihren Versammlungen kür da» Verbleiben der Stadträte fl iS'.e'rtwfieit, ebenso eine Fiinstionärversgmmliing gegen eine.-in-ige Minder- beit»nd di« politische Kommission, sowie die Dcwerk'ch-kft»- und Rätekommisston einstimmig. Be-i dieser Dachsoge beschloß dst Konferenz der Funktionäre, diese Angelegenheit einer neuen M.sigsiederder'a»»ii'uu.z zu unterbreiten. in der nach sachlicher Erörterung die wirkliche Mei- nnng der Mitglieder zum Ausdruck kommen sollte. Daß e» in der Versammsiing am Montag zu diefer'a.blick'en(kiürleruua nicht kam, ist nicht di« Schlild der Funktionär« und ihrer Festsitzung der Tagesordnung, di« ja von der Versammlung in mehrsuchen Abstimmungen gebilligt wurde, sondern die Folg- der iiiiuichlichen Brörlerung, die durch den Genossen Broh in die Versnmmlui'g hineingetragen wurde. Schon vo r Beginn der Versiimminng sprach er mit einem seiner Freunde daniber. daß<:» verhindert werden müsse, daß Genosse Srispien zu Wce:-'oiume. bevor di« StadtratSaskärc erledigt sei. Er trat dann auch in der Ver- sammkung dafür ein. da« Reserai de» Genoss:» EriSpirn, da» bereits Monate vo-her in AuZsicht geuoinmen ioar.-n der TaaeSordiiung zurückzustellen. Broh war e» vor allen-, der SriZ« vien die Zurufe macht«»nd die Erregung der Ver'am ml.ng ver« irrsach«, di« EriSpien hinderte, eine kurze Bemerkung zur Ge- schäsiZordnung zu Ende zu machen, die ii»r dem Zwecke diente. der Versammlung zu sagen, daß sie di« Frag? der.Ibberuiung der Stod'räte fachlich prüfen müsse»nd daß feie Erörterung nicht in so demagogischer Weise geführt werden dürste, wie e» von Broh geschehen sri. Die gewaltsame rlnterbrechnv.i Es!»>,jenZ, dem die Einzelheiten der Vorgänge, die zu dem Beschluß auf Abberufung der Stndtriäte geführt Hutten, nick� bekannt waren und dem deshalb eine Parteinahme völlig fernlag, führten dann da» stürmisch? Ende der versammkung herbei. An bWer gewaltsamen Unterbrechung war Nroh in hervorragendem Mäste beteiligt. Wenn in dein Bericht ferner gesagt wild, dast d'e Versamm» liing die sofortige Abstimniung beschlossen habe, so ist da« unrichtig, da die durch da» veilangen auf Abstimmung he'vorger»fe':e (steschäftSordnungSdebatle übklh, upi nicht zu Ende geführt werde» könnt«. E» bat auch weder bei der Versammluva»?eiti!na noch bei den Funstiouärrn der Partei jemals die Absicht bestand?'», einem ordnungsgemäß zustand« gekommenen Urteil der Mit» gliederversamiiuung über da« Verhalten der Stadträte zuwider- zuhaude'n. Wa» atzer im Interesse oer Partei dringend persangt werden muß. d?« ist ein einwandfreie» Verfahren, da» Klarbeit schafft, ob ba» Verbo.ten kur Stadträte Veranlass»»» zu der Abberufung bietet oder nicht. Dio'cm Gedanken eutsprah auch der vom Genossen Wegmann gestellte Antrag, nochmals eine Kommission zu wäbieu, die d:cse Aufgabe durchführen soll«. Daß auch er insolae dc» Tumult» unter den T'sch fiel, wodurch jede N.'geluna der Angelegenbeii perbindert w'.irde, zeigt edeufall»� wessen Absichten das tumultuarifche Ende der Versammlung entsprach. E» ist auch unrichtig, daß die S'ad. verordneten» fraktion, um die Mitglieder zu hretuflussen..gedroht" Hube, im Falle der Aufrechterl?ali»ng de» Beschlüsse» über den Rückt r'tk der Ziadträte geschlossen ihre Monda.e niederzulegen. E? ist lediglich von einem Stadtverordneten uw Ende der ersten ver» sommlung gesagt wor'wn, er stelle sein Mandat zur Ver» fügung. daS beißt, die Mitglieder hätten zu entscheiden- ob er eS wrster behaltea'olle. Da kein Zweifel beste dt. daß dt« Masse der Mital seder mi? von sachsichen GestchtSpunkten und vom Intzrressr der Partz-t geleitet ist. sa ist dringend zu hoffen, daß die rubige Hetzer- legung di« Obcrkiotid gewinnt»nd daS Interesse der Partel »nd der W llc der Mi!.g'.icder über den persönlichen Mot.vc», einzelner siege» wird- r f" Volksbühne Theater am Rtilown?n»z. '): Oer Liebe trank Opernhaus 6 Uhr. ösk üosenkggallgr IkhaaspteHiias 6'. Uhr Der Kronprinz Pirtk'lon:'"«*«etlih».-!« Deutschs Tligntsr f Ulw Oer lohende Leichnam ??iniiüßrwGl8 TV'1:(icsoeiistersonate GroOss Schauspielhaus KaristraBe 7 Uhr: Hamlet (ifi. ÄbieilHng V. Abend.) Direktion Carl Meinhard— Rod. Benuner Theater I.(I. Mnl�rfitzer Straße U:.SchloOWettersteln Sonn''b'"'d: Z'im I. Male: KönJif Nicolo «der So ist das Labe«. Stimviitl rsn Fmk Witikial linik nn Ftuari kiliiiki tt-'Jdwiit Itaftaa. Alice Verden a. O. vom St lalsth. i. Dresden, Ernst Ner-Ihum. Prleda Richard, Paul Rchkopf, Robert Scholz. Hellmuth Bathc, Pelix Rossert, Otto Schiller. Rudolf Jhnxer) HomSdlentions �8 Uhr; Der Biberpelz. Sonnabend:..S I«" Sonntae: i e" Berliner Tfietfer vln Der Setzte Wafzer (Fritz! Missery, Ott. Sterm, Hag« Paatmaati)_ ter Direktion: Vlktsr Barnowsky 7 uhr: Peer Gyni Sonnabend 7». Uhr: PypoaliBB Sonntaz U.: Pysrmallon. BEDtselKSsstL-TliMtef Henngerle Kenßs Operettenbinis Direktor; Jau Kran Allabendlich 7 Ubr% Mi«.: Mia Warbar a. O. la Die kleine Hoheit Residenz-Ttienter (Stadtbahn Jannowitzbrücke) Titclfcb 7k Uhr: Mi ilMt Sonnabd. 4 U.; Mai a. Moritz Sonntag 4 U.: Dar«ata Wnl Trlnnon- Theater (Bahnhof PrlediichJtmBa) Sonnab. 4Uhr: Ufinsel au Gratcl Täglich 7k Uhr: FEilNA Gas'no- Theater loihiiDgarStr. 37. Tägl-'/aSUkr Des grollen Andränge» wagen noch kurze Zelt verlängert! Lshvlspsle Leae (Jeher 100 Mal aulgcfdhrt, and eretkiasdae Spcrlalltäten Sonntag 3k: Vit WtutOtsrknr. Apollo-Theater Frledrlchitr. 218. Jli A'labendlich Ii t' Sonn tagt 3% iL M' üniüjsnre'fllches Varietö- Frcgramml Thtatar am rtttbnMr'fil Tel.: Moritanlatx 14814. Tagl. 7k und SonntaS n raebtn. 3 Uhpt Eüte-Sönger »ehem. Mitgl. dar etetilr.tr Sänger. Biatligen.lwwl Vonr. H-lk a.4-ä U» Rose-Theater tv uhr Seins zweite Frau, IZlalhaila-Theater 7', Uhr: Sie CsordosfOntln. I mterganen. Täglich 7k Uhr Vtmeft/orsteiiDng Rauchen gestattet_ SAosknnU umsonst bei chwerhörigkeit Ikritttineli, Mn. eknthain über unsere ttusemllacb he- währten, paicnttmtlieli gesch. HS irommeln. nBS.u« tragen. EllcmO iMrknnncH Siinic-Varsand. aiedit» ä. 21 0* Achtunsrl■* Kupfer M. 25.50 Messlna 15,— Blei..... 9.75 Zink•.... ö»—. usw. kauft Einkaufsbureau 0 34, Gubener Str. 23» Alex. 1940 Metallelnkaaf O 112, Petlenkofer- Itr. 29. K«nlg»ldt. 8103 GROSSES SCHAUSPIELHAUS Direktion; Max Reinhardt Abonnement für die Spielzeit 1920/21 Goethe: Egmont Schiller: Die Räuber Shakespeare: Ein Sommsrnachtstraum Calderon; Das Leben ein Traum Romain Rolland: Danton Gerhart Hauptmann: Florian Geyer Anderunsen vorbehalten Preise der Plätze für die 6 Abendvorstellungen des Abonnements: Logen 67, 80 M.— also 11,30 M. pro Abend (Kassenpreis 24, SO M.) Parkett 67,80 M.— also 11,30M. pro Abend (Kassenpreis 24,60 M.) Balkon 50,40 M.— also 8,40 M. pro Abend (Kassenpreis 17.60 M.) 1. Ring 32,40 M.— also 5,40 M. pro Abend (Kassenpreis 8,90 M.) 2. Ring 19,20 M.— also 3,20 M. pro Abend (Kassen preis 5,40 M.) 3. Ring 12,60 M.— also 2,10 M. pro Abend (Kassenpreis 3,20 M.) In diesen Preisen ist die Lustbarkelfssteuer bereits enthalten Bei der Orgtnltetlon des Abonnements Ist dafür Sorge getragen, daß auch Abonnenten späterer Abteilungen frühere Aufführungen eines Werkes erhalten. Daj Abonnement Ist über.ra�bar. Oer Verkauf der Abonnements im Großen Schauspielhaus und an der Theateraasse A. Wanheim, Leipziger Straße. 3BSESsS33E: vn Zeh» 18.— bis UL— SPISSßfflf Bpennspitzen, Kontaktes Tiegel usw. Goldbruch* Sä bcrbruch kauft zu höchsten Tagespreise« A. Unser All« SchSsshanaar Str. 14-45, Uhren-Laden Die ZohneinKaufsstelle Charlottenburg. Prltschestr. 46, v. II. an der KantitraÖe(Bahnhof Cbarlottenburg:) kauft tflglich von 9—1 und 2—6 Uhr .j_ zu höchsten Preisen' etile Gebisse. Pro Zähe eicht utler 18— 20 M., Sllltzähne hl« 200 M- Kaoplzähte die Nällta.- Brand maicrel-btitt« nach Gewicht(Gramm 300 Mark). Kupfer bis 25,50, Messing bis 15.—, Blei bis 1 0—, Zink 9.—, Rotguß 23.—, Relnzlnn b. 80.—, Weißmetall 30.— b. 35—, Nickel 32.—, Aluminium 17— b. 20.—, Metallspäne zahlt per Kilo, bei grill. Post, mehr, Melallachmelze Marlanaenetraase 24 an der Kotthnser Brücke. Amt Mpl. 10688. Nebenanschi. Sendungen von außerhalb werden prompt erledigt. flcMüRo! Metallel Aufbellen! Zai-.le für Kupier. Messing. 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Februar I3?ll Die Angestellten und die Detriebsratswahlen. .In rincr Vvn ctwo MOV Funktionären und iluSschußmitgltc» «n, hcsuchien Versammlung am Mittwoch, die vo» der Nrb-itZ- �"cinschast freier Aiigesicll.enverbänd« diesen Voraussetzungen süsse die AjA-Parole: der AufstclUing w e r k scha ft l i ch e r Listen. Auf die Listen sollen nur Kandidaten kommen, die freigewerkschastlich organifl.'rl und wüßt aus dem Boden des Klassenkampfes ständen. Wenn es » Ittn die Arbeiter gehe, ständen dir Nn'ernehmer in einrr Front, . d wenn es bei der Wabl zu den Betriebsräten gegen die Un» r ginge, so dürfe sich die Arbeiter- und Angestelltenschasl . Luxus geffatlen, sich in politische Frakticmen zu spalte» s., uitz und Frommen der Unternehmer. Tönmig habe wieder- .> und ausdrücklich erklärt, dah er die Nätefrage nie al» eine �".'ipoiiijsch� Angelegenheit betrachtet willen wolle. ES sei zu jj.?"'™, daß durch politisch« Lisienaufstcllnng der Arbeiter rin �..lAwengehen mit dieser unmöglich sei. Die A?A lehne jede l!»!, sal'cher Solidarität dürfe die Partriz.'r» �.'mng nicht in die Angeüelltenschaft getragen werden. Durch j�k�'Porole sollt die AktionSlrast»er Angestellten gestärkt t,. �«nosse Wegmann vi?« in der Diskussion daraus hin. ��dox wäre, sich mit Leuten, di« Gegner de» Näte« seien, in den BeimbSräten zusammenzuwerfen. Eine des politischen Gärungsprozesse» in d>>m Betrieben sei dM Nur im rücksichtslosen Klassenkanrpf könne di« 5 rbeit- �Mterschast ihre Interessen duninehen. Dir geschlosscnr Feont "rbrjz.-r und Angestellton müsse unbedinat erhalten werden. schon frr gewerkschaftliche Listen ausgestellt würden, dann �.wj, Kandidaten, die lrtimßi auf dem Bodrn de« «Aukamp-eK s«eZ>en. Gegner der Arbeitsgemeinschaften sind ktss, �rcik erklären, dri ei mm Mißtrauensvotum sofort zurück» Knolle Hensek schkoß sich diesen Aussührnngen an und tliih"5 sich gegen ein« Nesoltttio» der versommliingslritnng, die klnnvslellten zur Wahl von fre�ewcrkschafllichen Kan. �, u.verpflichtet werden, weil dadurch dir Angestellten von (.„""ein von den Arbeitern getrennt würden. Hensel legte dl! v �"dere�llesolution vor. betonte sedoch. daß»ine Einigung :5.r Million der Versammlungsleitung möglich sei. fz�'e NechtSlozialistin Weinberg gab sich al« Klassen. auS»nd feierte da» VrtrirbSrätegesetz als ein« drmo. Tat erilen Nongr«. s,, am Schlußioort führte Genollr Fr ih Schmidt au», daß sd� �llromm der Zentrale der Brtrrbsräte dir Gewcrlschaflen Wt Jf?; Tie Liste der Zentrale sei nur eine verschleierte polili- ii,«!»-. In seinen weiteren Ausführungen griff Schmidt sv.�tositio» und besonders Genossen He n sei sehr scharf an. Vertreter in der Gewerkschaflskommission, dir a»s drm I� �drr II S. P. ständcn. hätten am Mittwoch beschlossen. Ausstellung politischer Listen k.bstand zu nrhmrn. Schluß wurdr rine Ncsokntion mit großer Mehrheit c,nu"on, die zum Kampf um die MeichberechtiHung in der b»-,"�itisähntng verpflichtet, sich gegen politische Listen und fk.„�«rbüntV richtet und von den Kandidaten verlangt, daß . kucktreten, sobald rin« VetrirbZmehrhcil gegen sic entscheidet. Funktionarversammlungen ln der Metallindustrie. Tic Arbeiter und DetricbZräte, Arbeiter- und Angestellten» auSschüsse der Metallindustrie nahmen am DienS'.az in neun Untcrgruppcnveriämmlungcn den Bericht der UntergruppenauZ- schüssc rntgegcu. Außerdem wurde die durch di« bevorstehenden Wahlen zst den Betriebsräten gcschajsene Lage eingehend be- sprochen. Cs wurde beschlossen, innerhalb der Gruppen dahin zu Ivirlcn, daß die Beteiligung zu den DetriebSräle-Dahlen eine allgemein« wird. FLnktlonSrkonftrenz kn der chemischen Inbusttie. Die Funktionäre der in der chemischen Industrie beschäftig- ien Arbeiter und Arbeiterinnen nahmen in einer gutbcsuchien Vresammlung, die von der Zentrale der Betriebsräte Groß- Berlig einberufen worden war. ein Neferat de? Genossen Stolt über da» BetriebZrätcgesetz und di« bevorstehenden Betriebsräte» ivohlen entgegen. Der Referent betonte di« Rotw«ndig?rit der Beteiligung aller Arbeiter an den Wahlen, trotzdem wir das Gesetz im Prinzip ablehnen müssen. Nach der Diskussion wurden di« Neuwahlen zu �en Unter- gruppcn-AuSschüssen vorgenommen. Versammlungen tu der Holzindustrie. Die Zentrsle der Betriebsräte Groß-Berlin hatte für die Arbeiter. Arbeiterinnen und Angestellte der Holzindustrie zum Montag, den LI Februar, siebe» große Versammlungen einbe- rufen. In ollen Versammlungen beschlossep die Kollegen nach Anhörung«ine» Referat» über da» BelrirbSrälegesetz, sich an den Wahlen nicht nur zu beteiligen, sondern schon jetzt eine reg« Propaganda zu«ntkalten, damit nur Kandidaten innerhalb der Holzindustrir als Betriebsräte gewählt werden, die sich auf den Boden de» prinzipiellen Klassenkampfe» stellen. gleichmäßig betragen. Außerdem soll gefordert werden, daß dil TeucruirgSzulage monatlich, jedoch bor Ablauf jedes zweiten MonatS, mindestens neu festgesetzt wird. Derselbe Passus soll auch für die auswärtigen Arbeiten eingefügt werden; e» solle» dann ucch als Landzulagen 12 und 1ö M. gefordert werden.' Branchenversammlimg der Kartvnuagenarbeiter. Di« im DuchKuderverbard organisierten Arhester und Arbrilerinne» der Kartonnagcnindnstri« nahmen'im'' Mibtwoch den Jahreobevicht»er Branchenleu.ung«iitgegeu Priem er gab C.- t übersichtliche Darstellung über die i»/ der Brauch« während des verilossencn Iahrc» geführten Streiks, sowi« über Die Gindel! In der Rohrlegerbranche. DI« Rohrleger und Helfer hielte« am 28. Februar im Ve» werlsck�iftshaus ein? Branchenversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung rckcricrtr Zief« über di« Einheit und Einigkeit der Brauche. E» hat sich notw'ndig ge» macht, diese Frage erneut zu behandeln, weil von leiten der S. P. D. rin Aufruf im.Voxwärt»' stand, der zu einer Ver« sammlung auf forderte, in dfe dir Mitglieder der S P. D. zur Branchenversammlung gesondert Stellung nehmen wollirn. Wir haben zu verzeichnen, daß hir S. P. D. rin eigene» Bureau«in- gerichtet hat unter dem Namen.Der FraltionSvorslaiid". Di« Rohrleger und Helfer müssen sich ganz energisch dagegen wehren, daß derartige B.'slrebiiugen in ihre Reihen hineingetragen werden. Durch cinr weitere Zcrspliltcrung hat letzten Ende» nur der Unternehmer den«orteil. Wenn ei« Teil der S. P.D.- Kollegen von Terror spricht, so trifft die» nicht zu; in gewcrk- schasilichen Fragen muß unter all«« Umständen di« Einigkeit gr- wahrt werden. In der Diskussion wurde von den Vertreter« der E. P. D. anerkannt, daß d'e Einheit der Branche gcivahr» werden müsse. Sir nehmen da» Rech» für sich i» Anspruch, ebenfalls Fralüoiuit zu bilden. Zum 2. Punkt der Tagesordnung bertchtet Ii« fr über die Vcihiiiidluiigen mit de« ArbrUgebervrrband wegen Rachzahlung d.-r Teuerungszulage vom 2. bis zu« 1». Januar lV20. Die Arbeitgeber haben sich bereit erklärt, vom l. di« zum Lt. März ivrilrrr fünf Prozent TeuerungSzulagr zu zahlen. Gegen diesen Vorschlag lpciide« sich ein Teil der versammlungSrednrr und wird dann beschlossen, die zugebilligten 8 Prozent al» zu gering- sügig almulehnen und dir Schlichtungekommissian zu bcauflragcn, da» EitligirngSami de» Gewerbe gerichl» zur Fällung«iur» Spruche» anzurufen. Dir Versammlung nimmt dann zur(krneurrring de» Taris- vertrage» Stellung. Im Namen der Cchlichtuiigslommission und der Agitationvkommission berichtet Zirsr über dir Vorschläge. die dahin gehen, daß die Frage de» Arbrit»lohnr» getrennt be- hiiudelt wird in Grundlohn und TruerungSzulage. Der Grund- lohn soll nach dem vorschlage»IS M. für Rohrleger,«.08 M. für Iniiggesellen, S,V8 M. für Lehrlinge, Hrksrr und Lagerarbeiter betragen. E» soll noch versucht»rrden. di« gesamtcn Lager- »rbeitcr unter dem Tarifvertrag zu dereinen. Dir Teuerung»- zuschlägt sollen ad t. April l M. pro S.und« für alle Kategorien Verbesserungen. Während im letzten Berichtsjahr di« Arbeite« einen Woärnvcrdienst von öS Mark hasten, ist dieser jetzt auf zirka löS Mark, der der Arbeiterinnen von L»Ill Mark auf IVS Mark »estirgen. Durch die am lg. FeSrna? abgeschlossen« VervinbaruiiA mit dem Schntzverband der Berliner Kartonsabrikanten rrhalteir männliche Arbeiter über 18 Jahr« LO/kll Mark, unverheiratet« 18,40 Mark, Arbeiterinnen über 18 Jahren«bensalls 18.40 Mark Teuerungszulage pro Woche. Jugendüch« Arbeiter erhalten Teuerungszulagen von 0,90 bis llhO Mark pro Wiche. Für Heimarbeit werden 100 Prozent resp. 70 Prozent auf de» Wochen« rerdieitst gezahft. In der Diskussion wurde der Branchenleitung Anerkennunzt für d>« geleisteur Arbeit auogcsvrocken und ein Antrag eins�mimg angenommen, der der Branchcnle.tnng vertrauen ausspricht. In die OrtSverwaUung wurden Kollege P r i« m e r und bw Kollegin Peter neugnvähkt. dir Branchenleitmig wurde durch di« Kolleginnen Peter, Bürger. König und di« Kollegen Ullrichs Zerkau und Prochnow neu gebildet. Achtung, Zimmerer! Laut Beschkuh der Zahlstellenversammkung vom 12. Fevruae 12»), ist jeder Kamerad, der im Berliner Lohngcbiet arbeite� verpslichtet, ab 8. Februar pro Mache S Mark an Extrabeiträgc» .zur Sonderiintcrstützunq für Streik.nde', zu Ouijlieet werden die Beiträge durch l-Mark-Marken. Wir ersuchen ditz VertrauenSlenle. ganz besonders bei der BücherkOntwllle daroul zu arkitrn, daß jeher seine Pflicht tut* De» westrorn geben wir nachMgcnd da? Nefultat der v or-tz, siandSwahl lwkannt. Gewählt sind fvlgond« Kameraden: 1. Vorsitzender: Benoda(U. T. P.), 2. Vorsitzender: E. Kling S. Pj, 1. Kassierer: F. Well'ow, 2. Kassierer: A. Rennuanw U. S. P.. t. Schriftssührer: G. Schncid'.r sll. S. Pst. 2. Schrift» sichrer K Decker(U. S. Pst, Revisoren: P. Kkchn(S. P. D), Schöniger sU. S. Pst, A. Pritsch s.K. P. D.), Kentrolleure: P. Schilf sU. S. P.). O. Müller(U. S. Pst. Stichwahl ist nicht erforderlich. Zcntralvcrbanh der Zimmerer. Zahlstelle Berlin«nd Umgegend. Achtung k FunMonäre und BetrtebSräte der Graphische« Perufrl Achtet auf la» in der Heuligen Nummer erschienene Inserat. Da» Graphische Kartell.. vetrlebSrätr— Arbeiter— AugrstrlltrnauSschllsse der vch klridung». und Tertillndnstrict Keiner der genannten Fund« tionäre versäume, in die heute alxmd 6'/i Uhr in den Borussia»! Sälen, Ackerstraße 0/7, stadtsindcnde Funktiouärvcrsarmnlung zi» gehen. »Angestellte«nd vrtrsrberäikwahlrn" lautet die Tagetz« ordnung ein« ösfcutlichcu Versammlung, die von der Opposition de» Zeiilralverbaudc» der Aügestellten einberufen ist. Die Ver» kammlung finde« am Freitag, abend» 7 Uhr, im Köllnisck.en Gym- nasium in der Jnselstraße statt. Referent ist ein Mitglied de« Zentrale der BelriebSrät«., ffi Aus dem Stadtparlament. »in von unserer Fraktion im vorigen Jahr« eingebrachte« Antrag auf Uebernahme der Müllbeseitigung durch die Stadt, war seinerzeit einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen worden. Tiefer Ausschuß hat«in reichhaltige» Ma» tcrial über di« Kvstcn'frage sowie über die krt der Beseitigung — ob Verbrennung odrr landwirlsckastkche Verwertung— zu- sammengetragen und der gestrigen Stadtverordnetenversammlung unterbreitet Er schlug nunmehr vor, die weitere Behandlung Lee Herzersblllld. Von J«on Bouchor. �krechtigt« Ucberfrtzuna au« dem FranzSsischa» von W. P. Larsenst Mokier eröffnet« da» Gespräch ohne alle Umstäade; li�'. war ihm nicht. sympachisää und noch bevor der Unglück- fen 10e �fnich den Mund awsgctan hatte, sucht« Dumiere "°ch einer Redewendung, mit der er ihn toSwerdeu könnt«. '�ie haben mir etwa» zu sagen?' sragte cr. ' uninnelte Pchckvla«. <:(,''"6 d-« gerade letzt sein?" erkundigt: sich Dumiere. inbem Itz, Papier« ordnete, als rüste er sich zum Gehen..Sie müs- «Ili ich bin i., dicscin Augenblick Peychalat nahm lnti,f.lnt Kraft zusammen, denn er wurde mit jeder»nred« K» von Mal zu Mol wankelmütiger. handelt sich um die Hand von Fräulein Staub." Ntzit»'ic �'"trt den Baron s'Ongc. Woher wissen sie da«?' «Hb»».Um'TIt» twr den Sinn« d« Wort« Peychalat» nicht»er- Ii �,,e- im ersten Augenblick von der unerwarteten V,""'O wie vom Schlage getrosfen, dann aber fand«r die »Ab� �Itvidera; � kr diese Heirat ist. ja ganz unmöglich., ilei, äu sagen, waru-m. � hol». schien Dumiere seinen Einwand völlig überhört und Peychalat geriet in eine imitier größere Erregung. fan«____ f.»..»- e* �->vvM;utui in«»»»« i»i««»»v. »So r•B unm5o''-ch lieben", sagte cr. '0*' machte Dumiere. Na. und—t' i.C liebt einen«nher-n" •�cnj«64 tincn �"deren. »Siich tagt« Dum!««, indem er sich erhob,.meine Tochter � eilirr 111 diesem Monat den Baron d'Qrge. Jz ti nettve«- & lagen, daß Sir demnach kein« Aussicht haben.. j""r versichert zu sei«, daß ich schwerwiegende 'h he. tzu handeln, wie ich e« tu«. Und wenn Ihr« Tocht«' , muß "Si viV"'' f"»* Xujukic auf,«(Kt Herr, va« sällt Ahnen �' w'■» V>W>»>f' V »Ich müßt« mir sehr schwere vurwürs« mache«, wem, ich Mvub nicht heiraten würde." .Tres« Aiispietung verstehe ich»cht" Peychalat wurde»schsaM. .Ich spiele ans gar rnchM an," swtlvrde er..Dennoch... Maud kann jetzt nur noch mir gehören I" Der Ouiilkt trat ciragc Schritt« ans den B-fucher zu. indem er ihn vom Kopf bi» zu den Füßen mustert«. .Ja, sind Sie denn Wahnsinn ig k Si« sprechen ja von meiner Tochter,«ü» wenn..." .So ist e»..." bestätigt« Petzchofctt inib« fühlt«, wie ihm zu schwindrin be?vm,. Di« Faust de» Bankier» sauste wuwcbenh auf ihn nieder. .Lassen Sie rnifchl" kreischte Peyckenat. .Idiot!" schri« der Bankier..Wollen Sie wfx tttaa» weitmach« n, daß rnoin« Tochter Ihr«©oCkOW fciVl" Peychalat, der von dem Swß in ein« Ecke getamnest war. rorg mühsam nach Fassung. Seine Lieb« mußte ihm mehr grb- wn al» sein Lrden, wenn er si« auch jetzt noch verteidigt«. .Ich habe ja nur die Wahrheit sagen wollen." stieß er hervor. »Und wenn ich doch bereit bin. sie ZU heiraten?..." .Heiraten l Himmekjotramcntl.. brüllt« Dumiere außer sich..Heiratanl... Sher«" S» sich hinau», aber Meunigst, und wenn Sie mir fr wieber vor dir Aug«, kommen wenn Sie je meiner Tochter vor die Augen komme»—" &onc Stimme versagte vor Wut, iuch dir Schmähimgen, mit denen cr doa anderen übrchäufir, waren nur«och lutierle Lautr. PeY-HÄat war in einen Sessel gesunken wnd keß alle» wider- stand»!«» über sich ergehen. Einen solchen Aiiflrrtt hatte er nicht erwartet. E» ha te ihn übermrnschlichc Anstrengungen ge- lostet, vor Moud» Vater hinzutreten, um ihre Unbosonnorcheit zu »ntschuibigen und wieder gut zu mach«,, und nun nach allefcem mußte er sich noch gefallen lassen, daß man jh»«ie emta daher gflouienen Strolch bchanbel.c. Der Bankier war kroidchleiÄ vor Du»„nd völlig außer sich .Und so'ch eine Partoil' schri« er und schlug mit der Faust auf den Tisch, so daß P:ych'lat entlsetzt auffuhr..Fünfzigtmlfcnd Franken Rente! Und nock, B-lon obendrein! Uid S«. di« Sie mein« Tochter in gemeinster Weise verführt halxn... um auf pieisiMN Wege... Aber, ha— da« soll mich nicht kiirninern! Steins Dotier hsicotci doa Baron, dag falle« Si« jehonl Mi« gebe ich«nein« Sinwilligfung zu einer anderen Verbindung, niel Ha, zum Teufel! ich weiß schon, was Sie planen— so ob» Sikändülchon mit eincr gut oingefädelten Erpressung, wicht wvhrtz Sie werde», Ihr blaue» Wunder erleben! Ja, da» ist so Ihre Sorte... Aber den Augenblick haben Sie gut gewählt, da» muß man Ihnen lassen— gerade, da ich meine Tochter in Ehren vor» heiraten will.. Er trat ganz nah« am Pcychata! heran. .S'e wollen akfo GcD von wie, he? VergebanS, mein Bester, denn ich besitze taimes... mein« Tochier hat nicht einmal ain« Mitgift.... Ja, ich will Ihnen noch mehr sagen.— ich. Dumier«, besitze überhaupt nichts mehr, aber auch nichts I Die Mi-lt«l, mit dem«, ich mich feit zehn Jahren über Wasser gehalten, sind er- schöpft, ich bin fertig, ich habe auSgcsst'eüt.— ich, Dumiere l und »renn der Baron meine Tochter nicht nimmt, si» taun ich mein Bankhaus zumachen I" Dumiere hob die Hand und w!«» keuchend, erschöpft, nicht mehr Herr soiner selbst, auf.die Tür:.Machen Sie, baß Sie rausbommonl Schleunigst! Und lassen Sie sich nie Wied« bücken l Nie wieder über meine Schwelle! Scheren Sie sich rauSl" Peychalat sah den Bankier an, und«S schien ihm, daß jener, wie er da schiveradmend vor ihm stand, gewiß nicht gouimg«« Wederlagen erbitten habe, als er. .Ich habe hunderttausend Franken Rontel"-murmelte er, noch völlig verstört und zerkwi tischt. Dumiere. der an seinem Schreibtisch lehnt«, ließ die Hand, die noch immer aus die Tür zeigte, sinken und starrte Pcychatat fassungslos an. EZ trat ein« bange Pause ein, während der Dumier« sich allmähbich eine ungezwungene Haltung gab, b:»« am Ende ganz bcquam in seinen Lehnstuhl hingestreckt saß. Soim Mienonspiel drück t« noch immer größte» Erstaunen cm», während er sich im Geist längst der plötzlich veränderten Lage angepaßt hatte; sein« geistige Gcschmoidigkoit war der kärpevlichen eban weit übcvlcgon. In der Tat hatte er trotz seiner scheinbaren Verwirr, mg bi» .Bewertung de? AngonblickS aus der Stelle ersaht Er lächelte Peychalat. der an seiner Kravott« nestelte, ungezwungen zu; tu hatr sich wird« völlig in Gewalt .So", sagte rr lentsclig..Krnn habe ich D'e demnach doch!« doch mißverstanben. E» haudcst sick also tun ein«, wivkUch«ub, richtig-u Her�enKkutw?."''■ 7 frc TTn�tTefffn�ett eTtrt g?miW«n Dc�wtion zu Lb-riragen. Diesem Antrage wurde nach kurzer Debatte entsprochen. � Einem weiteren Antrage ureserer F:aktion und der Zozial- bomokratcn entsprechend, wurde dann debaitetn? ein Klein» garten- und Siedlungsamt zu errichten beschlossen. Dieses soll die Ausgabe haben, Kleinsiedelungen und Lauben» kolonien zu fördern unter Ausschaltung des wucherischen Pächter- tums. Die Sozialdemokraten verlangten weite. hin die Cinrich- ltung einer Steuerberatungs stelle. SX'r Mogistrat empfahl Ablehnung des Antrags, da ohnehin in den Steuer- ZbnreauS jede gewünschte AuZlunst erteilt werde. Die bürger- lichen Parteien sprachen sich gleichfalls gegen den Antrag aus. Sie liegen sich dabei von.Sparsamkeitsgründen" leiten. Natür- licht die Besibendcn haben andere Möglchkeiten sich beraten zu lassen. Die Mehrheit war für AuSschuhberatung. Eine Magistratsvorlage wünschte die Wiederbenchung der bisher unbesetzt gdasscnen Rektoren, und Direktorstellen an den höheren und mittleren Schulent Bisher hatte man damit ge- wartet, um die kollegiale Schulleitung sofort einsetzen zu können, wenn die gesetzlichen Grundlagen donir geschaffen sein würden. Da dies bisher nicht geschahen ist, sollen sich zahlreiche Uebelstäudc an den verwaisten Schulen herausgestellt haben. Damit nun nicht in jedem einzelnen Falle eine Vorlage cingeb rächt werd n muß, ist auf Antrag der Bürgerlichen dem Magistrat generell die Ermächtigung erteilt worden, freiwerdcnd« Stellen bis zur gesetzlichen Neuregelung ohne weiteres zu besetzen. Ferner legte der Magistrat einen zweiten Nachtrag zum Stadthaushalt vor in Höhe von 107 Millionen Mark zur Bewilligung, der durch Erhöhung de? Einkommensteuerzu- schlagS von 300 aus 850 Prozent dienen soll. Wie zu erwarten, gerieten die Bürgerlichen ganz au» dem Häuschen» weil sie mehr Steuern zahlen sollen. Herr Cassel wünschte vor allem Ent- lassung der vielen überflüssigen Beamten und Hilfskräfte in der städtischen Vermaltung. Pastor Koch bemängelte, daß im Nach» trag nicht kenntlich gemacht sei, welche Deträge von den Werken infolge Mehrbezahlung der Beamten und Arbeiter aufgebracht werden müßten. Sowohl der Straßenbahntarrf, Gas» und Wasserpreise, sowie die durch die Stadt verteilten Lebensmittel würden auch noch beträchtlich gesteigert werden müssen. Spar» samkeit müsse mit größtem Nachdruck gefordert werden. Er sprach gestern direkt mit aufsehenerregender Sachlichkeit. Er rechnete dann heraus, baß unter Berücksichtigung der freibleibenden Stcuerstufen der Steuerzufchlag für die über 3000 Mark- liegen- den Einkommen tatsächlich 406 Prozent betragen. Seine Fraktion werde den Nachtrag ablehnen. Kämmerer Böß hielt den Vorrednern vor, daß sie es gerade gewesen wären, die stets«ine Deckungsvorlage für die AuS- gaben für Gehalts- uicd Lohnerhöhungen gefordert haben. Die Ausgaben, die gemacht worden sind, waren unumgänglich, weil sich die Dinge dahin entwickelt haben. Auch heute können die städtischen Angestellten nur notdürstig ibr Leben fristen. Spar- samkeit waltet überall, nur will eS die Ungunst der Verhältnisie, daß die gleichzeitig eintretenden Mehrbcdürfniss« die Vorteile so- gleich wieder ausiaugen. Allerdings müssen auch noch Hiliskräste ans Grund der DemobilmachnngSverordnung beschäftigt werden, für die eigentlich keine Beschäftigung mehr ist. DqZ kann aber pur geändert werden durch Aufhebung der Verordnung. , weiter. eS ist Schluß, haben sich doch die Dürgerkichen«st alker > Entschiedenheit gewehrt. Es komm: auch nicht darauf an, viele , Steuern auf das Papier zu schreiben, denn es wird sich heraus- stellen, daß sie nicht beitreibbar find. Das ist der Grund, weS» ! halb Sie zu den indirekten Steuern greifen. Sie wollen den i Rermercn auf diese Weise abpressen, was die Reichen sich zu zahlen scheuen. Aber Me Steuerzettel wachsen ebensowenig in ' de» Himmel, wie die Bäume, und eS bleibt fraglich, ob die De- träge so fett tingehen werden. Die fortt'chreitenbe Geldentwer- tung wird zur Folge haben, daß auch mit den günstigsten Steuereingängen nicht auszukommen sein wird. Tie Finanzwirtschaft steht vor einer katastrophalen Wende. Wir können gesunden, wenn wir schleunigst mit Rußland unsere Beziehungen auf- nehmen. Die Masse draußen wird stch mit Recht fragen, wer war schuld daran, daß die D°nge sich so katastroptbal gestalteten? Dabei werden die bürgerlichen Parteien nicht günstig abschneiden. Der Antrag wurde einem Ausschuß überwiesen. Die Gemeindevcrtrefcr der U.S. P. aus den Gemeinden Groß-Verlins werden gebeten, in der am Sonntag, dem 29. d. M., vormittags 19 Uhr, im Der- Uner Rathaus Msanimen tretenden Neichskonferonz mög- lichst vollzählig zu erscheinen. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung muß jeder Gememdevertreter der Konferenz beiwohnen.' Ter Kommunalr Ausschus, Grosz-Berlin. N o s e n f e l d. Weise. Eine falsche Beschuldigung. Genosse Em. Wurm wies darauf hin, wenn:» sich darum handelte, hie ärmeren Schichten mit Steuern schwerster Art zu belaste», haben wir von den Herren Easiel usw., denen die Gc- hältcr der höheren Beamten nicht hoch genug sein konnten, keinen Widerspruch gehört. Die Steigerung der Brotpreise und aller Lebensmittel stellt un» immer wieder vor die Notwendigkeit, die Bezüge zu erhöhen. Wir müssen dann fragen, au» w:lchen Quellen können wir schöpfen, ohne die Existenz der Aermeren zu gefährden. Denn dagegen, daß wir sagen, wir können nicht mehr Auf Grund einer schriftlichen Bescbwerde eine? Arbeitslosen teilten wir in unserer gestrigen Morgennummer unter der Heber- schrift.Wie die Arbcilstosigteit bekämpft wird" mit. daß tn den Fabriken der A. E G in der Brunnen- und Voltastraß« täglich eine halbe Stunde über die normal« Arbeitszeit gearbeitet wird. Wie uns vom Arbeiterrat dieses Betriebes mitgeteilt wird, trifft das nickit zu. Die Arbeitszeit ist wohl verlängert worden, aber durch den bekannten Beschluß der Berliner Metallindustriellen, die bekanntlich die Teuerungszulagen davon abhängig machten. daß die ArbeitSzer. mindesten» 40>s Stunden betragen müsse. Da die Arbeiterschaft zur.Feit nicht in der Lage ist, sickj gegen diese Forderung energisch zur Wehr zu festen �Verhandlungen durch Anrufung eines SchlichtungSauSschufleS find aber im Bange), mußte die Verlängerung der Arbeitszeit auf iHH Stunden pro Woche vorläufig in Kmif genommen werden. Wir bedauern, daß wir durch die Zuschrift de» arbeitslosen Genossen, dessen Wunsch, endlich Arbeit zu bekommen, durchaus begreiflich erscheint, irregeführt find. Wir freuen un» aber, daß die Arbeiterschaft, soweit«» in ihren Kräften steht, sich gegen die Verlängerung der Arbeitszeit wehrt..Denn solange eS noch eine große Fahl Arbeitsloser gibt, muß die Arbeitszeit möglichst kurz fein, um auch den Arbeitslosen'Gelegenheit zu geben, ihr Brot zu verdienen. Die Aril-eltSlosenunterstühung soll ja nur ein Notbehelf fein; die Arbeiter verzichten gern darauf; ihnen ist es lieber, wenn sie arbeilen können und so diel verdienen, daß sie mit ihren Familien anständig Icben können. Räteschnle der Groß- Berliner Arbeiterschaft. Die Kurse Bilanzkunde und Bankwesen II von Henry Meyer müssen heute abend wegen dringender Behinderung de? Lehrer» ausfallen. Vertretung war nicht zu befchasfen, nächste Unterrichtsstunde Freitag, den 5. März. Die Hörer de» Kurse» Bankwesen I. Dienstag von 5— 7. werden gebeten, von fetzt ab an dem Kurfes Bankwesen l. Mittwoch von 7— 9, teilzunehmen. Zu dem veberfall einer bewaffneten und maSkirrtr« Ränbrr- bände in dem Kontor dar Berliner Spedideurvcreinigung in der verkZiiyertm SchäneVerger Stvahe erfahren wir, baß her stfa** verletzt« Wächter»m Krankenhaus« gesto.ben est. Auf die Auf- klärung oe» UebeifalleS ist mx Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt. Zweckdient iche MÄterkungen nimmt Kvimunalkommiss« Dr. Grünberg un Berkmer PeUzeipräsiöium. Hausemruf 41h entgegen. Gefunden. Die beim Sindertransport am SS. d. Vi- gesunde« nen Gegenstände sind zu erfragen im städtischen Jugendamt, Juden siraß« 52, vorn S Treppen. Zimmer 7, ReichiauZschuß zur Vevschickung der Arbeiterkinder. Berliner Komitee. Zeuge« gesucht. Die Ortsgruppe Berlin der Deutschen Fn«« denSgesellichast bittet diejenigen, die in der Versammlung de? Bund Neues Vaterland am vorigen Freitag zugegen waren, um Angabe ihrer Adresse und um Uebcrfendung eines kurzen Di« richte». ES ist dringendst notwendig, daß sich jeder zur Zeugen« aussage meldet, um die Angelegenheit restlo» ausklären zu können.— Einbindungen find an die Geschäftsstelle, Charlotten« bürg, Kantstraße 159, Gartenhau», zu richte». tebevsmttkelkolender. ivilchaeetellung.«mn S7. b. vi. ab wirb auf Ma C Vl'9'mheV karten ein« Büchs« Koodeapmilch auf vi« Dauer vo»» Dag««(** Panko«. 5« btr Woche vom 28. M» 29. �tbrtuc WfinWMg Frischfleisch(250 Tromm mit Knochen) oder auolSndische» Büchsenfleis» iTVnedbeef)(200 Tramm ausschlief;! ch Büch sengewicht), gerner wiw in Anrechnung auf die Wochenfleischmeng» Durst Aiuland»*:«» anogegeden. griedrichafeld«. st« bor Doch« vom 2Z. Ma 89. geben ae inlSsw« tchea Frischfleisch(250 Tramm mit Knochen) oder«wlSnbische» se« fleisch(Corneddees)(200 Tramm au»schließlich Büchs engewichl). Aus den orglmisaklouen. Achtang! Referenten der ll.G.P.D.! Gonnahend, den SS. Februar, abend» S Uhr. wirb ta Arbeitor-Bitfaings schule, Schicklerstrahe 5, II, den vd.-ferenten Pawei ein instruktiver Vortrag über da» IvetriebSrätegesetz 9� halten. Di« Teilnahme aller Rcserenteu ist nötig, da stch a» de» Vortrag noch eine wichtige Aussprache anschließen soll. Der Zentral vorstand der U. S. P. D., Grvß-Ber!» v tt. DistrNct. Sonnabend abend 7X tchr. voNloliederabend in dtt Aula DIeim siraß»«g.— Frau Hardt zur Aiede»(Sesang), Herr TW» Kühn,(Lieder zur Laut«), Herr Trelow(Flügel).— Tintrttt»kart» i 1 Mark bei Dich. Hoffmann. Lychener Str. 8. und an der»denvk-nß U. Distrikt. Freitag abend» 7 Uhr in der Aula Bochumer D!strikt»-T«n«raloersammlung. Z>D.: Di» politisch» Lag«. AMgliedM buch legitimiert. � Wllmersdorf-Halense«. BSdungmnwschuß. grettoS ben 27. o» bruar, abd«. T/i Uhr, in der To« che schul«. Westfälische Str. 8, Den trag«abend de« Ten. A. Stein über: Di« Voraussetzungen de« lismu». Billett» zu.Proletarischen geierstunden" für Sonntoft 8».* vorm. 11 Uhr, sind in der.Freiheit"-Spedition zu haben.. Aiederbarnim Bord. Sonnodead. den 88. 2. Uhr; Sitzung Kommunalkommisstoa w de« dekonnlen Lokal bX Uhr. Vereinskalender. PnIoerfabriK Spandau. Sämtlich« beschäftigt gewesenen Arbi�ß > Angestellt« ttefseu stch Sonntag vormtttog 19 Uhr dai Dick�c» Streiitzer Straß» 10. klutz-nstehenb« Kriegsbeschädigte d« Apparat efabelk Sonnabend 19 Uhr Eeis« und Scheuertuch empfangen. veran, wartllch sür die»edaktion! Alfred««elepp, Aeu»� Verlag»genost-nschaft.greiheit",». T m. d. H� verlin.— Drut Lindeadruckeret und verlag»g«l»llfchaft». k. H.. Schiffdaverdam« 9i 2«l|"(|et Mckkiirbciltt« Itolntiii verw«itung»st»lle: Berlin 7! 54, Llnlenstr. 8S SS. Telchüflszeit von vorm. 9 Uhr bi? nachm. 4 Uhr. Telephon: Am« Norden 185. 1219.>»87. 9714. MotttaF,dett I.März IUS0,abendStlNhr Lezirks-Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin In lolqoiden Letalen: plorHrttt Manit-Täle, Mull.rsl-ate 1<2. Sloriten: Sdiulauio, Icrnraincr gUrat» 27. Norde»! Kula der Realschule. Ra sirat» 22. Norde»! RvUner«"esisZte, echioedler Krrabe M. Moodil! Lokal irtHwr Tand. VeuNetstrabe 9. aiiarlollriili'ig! Roll-Iiaii«. Nofineuttrahe 3. Wcsie».«chSiicdrra. Friedenau. Stea»«.«tlmeredart: Sderedo!. Lchiinedera Edr-auraar»achniltlao» ti Uhr, «Ndrnbezlrk«:«eioerNchiueaau».»ugetul.r>t>. Saal i. NeutSUn: L>oIir>U'al,t-».S°Ie. ttolidni«, Tamm 7«. Oste» nnd Nordotirn: Somealue-SiUe, Riemcler Slrat««7. ljntitenbrrg- Resoiw-Gaamalium, lartaae. «tratnu-otuuiuieleburg: O. viurac, cht»N»xt>azeu 64, Wrts-cnsee.st« a iJrÄicica", istdJtr Silas e 122. Kegel, v einxtendvrt.Weft: d.artt. Rrinl-leudori-west,«ih-n,. weaersiiasie>>7 ok. svbe>sch"n,weldc. NlederschSnewelde, liloyanntNhal nnd Uu grgend:.>i»m La»o>iur«ine.nn-, Ove>,qzucwetd«, 22.1- belunaendoiliiasic id. ISSpenich gtrtedr»ch«yan«u-.Schwester«arteu», SIpentit, , aiadeuaraue. Spandau: Aura der vderreallchul«, Motllcllrabe,»achmtllaa« 4-, Uhr. r-a««ordnuu, tu alle««erl»»mluu,,«! Stellungna' n,e ,nr DagcSorVnnnp der ordent- ltchen tScneralderfammlunn unserer Vrr- waltunasftelle au, II. Mär« d. I. — Odue Mltaltedebuch leln stutrtll.— Z.r iielcher Reluch wlid eiwarlel. wie Ortoverwaltung. Arlittti'a! Slctnniia! Stn die Filnktionä�e nnd Betriebsräte der arapliifchen Berufe. Sonnabend, den S«. gebruar. nm 4 Uhr nachmtNag«. im aioben Saale<4) de»««weilschailadau»« KöMimerte BerlminliiW aller tn Pttch. nnd Strindruiteretr«. Litographie- nnd trullftiinslnlten«-«ihbindereien. vnrndp.ipiersnbrtlen, aariousabrUeu sowie verwandte« Zweige» bcschästtgir» FnnntonSre. raa-»°rdnuuz: Stellungnahme zur Setliebaräiewahl. DaSGraphisch-Kartell. 5. ju;«| e t n a. wuchdro�erband.««ch'-tnverderdand. HCiticiw er u»tiograplicn und S:« ndruaer. Ocrdaiid»er«tnw- und Strt drnitcretht teardrtter. ÜA?K«ks!lli»tes klssr Zahle 1— u.k. iur 10 Cr-irnm. OrOSere Poaten mehr. ' rel. Neue KSnletir..78 r. Ht. JFe�j BoiGnfrayen ,vm\fistraeeii der, Freib«ii'k werden angenommen bei LBhrlcK. f�wrapf, FoKkansni�rskraficKr- 9. KafRSta 4- u. fi-Zylinder-Z8ndkerren. alt ond m u. Anlasser kauft Stein. FlrbriiieerßU, 9 MvuL MS7. ttvpIerZe tungen. Kciore, Dvnöir.cörülit kaa't ty Hdchstpreise« EleUtrobiueaa,Lan�(str 37, * Tieana. Aiexaada/ asdüL Mliiiii im MM, S�nfiiKtinnen uni) UMMeilkk Jeulilanös Filiale Berlin, Tebastianstraüe 37/39 Fernsprecher: Amt Moritzplatz 0737. »chtung, Dcmcn-ficiiicflion!«6,.�, D«r Betrieb des ZwischenmeisterS lstrauz, Berlin. Schwrdter Str. v ist wegen Nichtaner- leiinunn bc» Bktrirb4ratS a e i p e r r t. Die Koll« on befinden sich in, Streik. 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Hans PS"/.. nach schwerem na�a avH v« t>>«.t. pv Dies zeigen>le>h- ,� es Blee Pähl nnd ff"" Togostreße JV Die tiniechernna � der am Soanebe«»*„jt 28 Febrner. eaedmV,� i'/.Uhr. Im Kremalf ?'' h° •«Utih.,-, I v.ust—ffua»', P0r die aeh'JW Bewe te herihcj«' � nehme beim um»«, meiner Ii ben f'J*. M»'"' öerzensgBieP••• WUtieinlM fK Beie>"V sagen allen-i,-.. Insbesondere v. II noesea W 1 1[ M aw*—' eigaten Dank. Alex- TOchlerchen Familie Kl* fa«i