■ KoW NnMpreks 20 P'cnnfg« 3. Iahrgong S-nnteg, öcn 7. MSrz l«20 �ie �eid»it� erschein» morgens unv nachmittogs, an Sonn» und Kesttaae» nur morsen?. �»r �usspreis beträgt bei ireier Autt�Uuna in» kmn«ür«�roß»Verlan �30 M. im »orau. zahlbar, bei m«mÄt'ich L.50 DT, er kl. AusteTTungSiIeb bren,'f'>«« peaunj unm itreifbanf 3.75 DT. t?e«Tsch and»->d V.str r i.I'). lür d« übriz- Aus» land l?.»» DI. zuzüglich Valutaauf, chluz. NedttM«» mtb(hfcbition:«rrritn??W.«. TchikN-mierda«« ISlll. gerulvrccher: Amt Norden SSS— ZK, l»8SS und««!<«. Nr. 73/ IHO> Nsrgen-flusgab« Inserate kosten die achtgespalt. rkonvareille�eileod. deren Raum einschl. Teuerungszuschlag 3.2�1 Mk�>as sett-zedrü.l'te wort M?; edes weiter? Won 85 pi..\aniilicn» und ® r g am fat! onsan zeigen die achtgespaltene Nonpareillezeile 2.W Mk� das fettgedruckte Wort 75 p?, jedes weitere Wort 45 Pf. Inserate für den darauf ol senden Tag müssen spätestens bis 3 Ubr nachmittags tu der Expedition aufgegeben fein. Jnseralrn-Abteilnn�: Berlin RW. Schkssbnnerdnmm IS Serujprecher: Amt Norden 8SS-SS, S8SS-V0, V7SS berliner-Organ im Unabhängigen SojintömoPmh'e S>eutMtoni>& WWWMWM WWWWWMMWWW WWMW WWWWMMWWpMWM'WWWWWM c-. k � lieder» Dem Kämpfer Georg Leöebour. Zu seinem 7g. Geburlskaze. Die Geischichi-e der deutschen bür�erlickren Demokratie ist die Geschicht-e ihres Hinsiechrns. Alle Versuche, die seit l>em Jahre 1848 gemacht wurden, eine LcbensMige bürgerliche Demokratie zu fchasfen, sind nnßlungen, da dem beut- scheu Bürgertum die Angst vor dem Proletariat und der Respekt vor den Landesvätern und de>n regierenden Jimkern Hl tief in den Knochen saß. Die Sozialdemokratie sah auf Hiesen unaufhaltsamen Verfallsprozeß mit einem heiteren und einem nassen Auge. Einmal erleicherte ihr dieses Po- litstcke Versagen des Bürgertums die Ablösung des Prole- wriats vpn den politischen Vertretungen dieser Klasse, Andererseits aber war das Versinken des Kleinbürgertunis w den Sumpf des Fortlschrittlertums oder gar des Anti- ssluitismus für die Poiirische Entwicklung Teutschlands ncherlich kein Vorteil, und die Behauptung der jungen Proletarischen Partei gegen die Reaktion wurde dadurch Manchmal erchwcrt. Indes ist dieser Nachteil auf die Dauer immer ausgeglichen worden— vor altem steht ihm das sli?H>erftwg?nde Moment gegenüber, daß die besten, die "rtkräftigslkn Männer der bürgerlichen Teniokratie mit Naturnotwendigkeit ins Lager der Sozialdemokratie ge- rangt wurden. Die Kämplernaturon. die wirklich ernst- cht für politische Freiheit fechten wollten, fanden früher adcr später heraus, daß das Bürgertum nur bleierne Säbel Hi führen hatte, die zu schärfen die Arbeit des Snyphus bedeutete. Sie mußten erkennen, daß die Arbeiterklasse der einzige Hort der bürgerlichen Freiheit war, und das dankte ihnen dann auch Verständnis für die Bedeutung der ozialisti'chen Forderungen des Proletariats, für die Nor« �endigkeit ein, die politische Freiheit durch die Wirischast- *>che zu stützen oder vielmehr erst zu vollenden. So sind auf dem Wege eines natürlichen Entwickkungs» Prozesses die energischsten, ehrlichsten und weitblickendsten Elemente der bürgerlichen Demokratie zur Sozialdemokra- gekommen: unsere Partei verdankt ihnen eine ganze «nzahl verdienter Führer. Unter ihnen tritt Georg Ledebour hervor, der heute �snen siebzigsten Geburtstag feiert und dabei � auf ein jjrenfchenaltcr zähen und treuen Llampfes in den Reihen des '«sscnbewußten Proletariats zurückblicken kann. In be- �kidenswcrter geistiger Frische und körperlicher Rüstigkei: er das biblische Aller erreicht. Im nimmer ruhenden streit hat er sich die Jugend des Herzens zu bewahren ge- �ußt— der Reif des Alters hat sein feuriges Tempera- ■Aent nicht in Fesseln schlagen können und der einmütige Glückwunsch des revolutionären Proletariats, daß Georg >edebour nock. ein langer Abend zum Schaffen, zum Kämpfen in den Vorderrcihcn der revolutionären Scharen gegeben lfin möge, hat nach menschlichem Ermessen alle Aussicht auf �liillung. . Eine Katastrophe der bürgerlichen Demokratie war der lehte Anstoß für Georg Ledebour, den Schritt ins sozial- »cinokratischc Lager zu tun. Im Jahre 1884, als der putsche�'fen werden. Und als er 1889 in die Redaktion der von p!va»z Mehring geleiteten„Berliner Volkszeitung" eintrat. r*. wie Sä önlank zu jener Zeit einmal ausgesprochen hat, **•).«• J;C»t letzten Zusammenhang de? Bürgertums mit dem Prole- !?viat ausreckst erl ielt, da mußte cr die Erfahrung machen, �.ß � Kapitalismus die Existenz eines antrkapitalistischcn M arbeiiersrcundlichcn BtatteS nicht mehr gestattete. Der A>ll Lindau", der tapsere Feldzug der„Volkszeitung" und Mehrings für eine fchmählich gehetzte Schauspielerin, •j'�n einen der„angesehensten" journalistischen Klopf- Schier der Bourgeoisie, war dxr Strick, den der Verleger ckr„Volkszeilnng" benutzte, um der unbequemen Richtung Zn.�.z-Tiznichniiren und dem Blatt eine gehörig« in der Richtung zum deutschen Frei- U�ehnng imch reckts zu geben. Zu Ende des Jabres 1899 war iciir �-rliner Bolkszeiiung". die wegen ihres tapferen Kampfes #tö«i das Sozialistengesetz utch für die Forderungen der Beide waren Schriftsteller und ZeiinngsschreÜber. Aber während Franz Mehring ans diesem Gebiete fein Genüge fand und in dieser klchgen Beschränkung Unvergängliches voltbrachte, drängte es Georg Leoeboair immer mehr in die Arena des gesprochenen Worts. In der Versammlung, wo er umnitkei-bar an die Menschen herankonnte, wo er die Wir- kung seiner leidenschaftlichen Rode von den Gesichtern, der Zuhörer astkesen konnte, wo der leibendige Konbaki' zwischen Masse und Führer wechselseitig beide fördert, dort war ihm wohler als am Schreibtisch und die scharfe, klärende Debatte war für den Schlag fertigen das eigentliche Lebensslement. Ein Drang, zu belehren, zu entwickeln ivor in ihm und ihm konnte er besser in der direkten Berührung mit den Am- nahnwföihigen als auf dem Umweg über die Feder genügen. Ledebour war immer uicbr Siebner als Schriftsteller. Und so fand er denn das Ardeitsgeibiel, aus dem seine Fäi-iglci» ten stell am besten zu entfallen verinoaTten, als ihm im Jahre 1999 die Gonvssen des 9. Berliner öteichstagAvahlkreises das Mandat zum Parlament übertrugen, das der Tod eben dein greifen Wilholm Liebknecht aus den'.Hand genommen hotte. Ledebour war dmuais gerade ans der Redaktion der„Säch- fischen Arbeiterzeiinng" ausgetreten, der er seil Ausgang 1898 als Leitender angehört hatte, nachdem er vorher, von 1895 bis 1899 am„Vorwärts" tätig gewesen war und spä- ter längere Zeit für den im Gefängnis sitzenden Schipp el, das damalige Wochen- Feutralorgan, den„Sozialdemokra- ten" geleitet lallte. Tie„Sächsische Arbeiterzeitung" war unter Parva s—'der damals noch in der Blüte seines Radi- kalisnius stand—. Karski und Rosa Lurcmbura. eines der bedeutendsten Blätter des linken Flügels der Partei ge- worden. Sie behaupte!e sich ohrenvoll neben der„Leipziger Volkszeit-ung" und Lodcbour.hvt es verstanden, ihr diese Stellung M wahren. Er steuerte sie enlichlosson und ziel- bewußt im antirevisionistifchen Kurs und lxit damals sehr wertvolle Beiträge M der Auseinandersetzung mit Bern- steins bekannter Programmschrift des Revisionismus ge- liefert. So hat er stets in den inneren Kämpfen der Partei klar und entschieden seine Stellung genonimen: stets in ent- schlossener Aöwohr aller Bestrebungen, die den Klassenkampf- standpnnkt der Partei verwischen, verdunkeln wollten oder konnten. Wenn sich am 4. Augn-st 1914 wenigstens sogleich ein Teil der Partei gegen die Preiogabe der Grundsätze empörte, so darf Georg Ledebour einen Teil des Verdienstes daran beanspruchen— er hat stets und überall gegen die Versumpfung der deutschen Sozialdemokratie gekämpft. Aber darüber hat er den Kampf gegen den kapitalistischen Erbfeind nicht vernachlässigt. Im Parlament und in der Volksversammlung wie m.t der Feder hat er für die so- ziaft Revolution imablässig geworben und an der Revolutro- nievung der Geister gearbeitet. Fast zwanzig Jahre lang hatte er dem Reichstag angehört, als öcr 9. November 1918 den Schlußpunkt setzte. Tie Fraktion lzotle ihn. bald in die erste Reihe ihrer Redner gestellt. Durch Form und JnHalft seiner Ausführungen eroberte er sich das Obr des Hauses, die Achtung der Gegner, die das leidenschaftliche Feuer ge- sestigter Uoberzeugung in seinen Worten venpürten uvd die die- scharfen, satirischen Geißelhiebe fürchten lernten, die dieser allezeit schlagbrnite Kämpfer auszuteilen verstand. Die Reichstagsreden Georg Ledobours würden mehrere dicke Bände füllen und wenn sie nickst alle gleickwertig sind— weit mehr als der Schriftstell« ist der Rodner von stören- den Einflüssen des Milieus, der Stimmung und von körper- lickien Hemmungen abhängig— so sind sicherlich viele darum- ter, die Leistungen ersten Ranges waren, denen die Arbeiter- flasse Dowtschsands auch nock in ihrer abgeblaßten, verstümmelten Moder gäbe in der Presse begeistert zugejauchzt hat. Auf den Höhepunkten des parlamentarischen Lckbens, in ent- scheidenden Sckstacksten ist Georg Ledebour des öfteren der beredte Wortführer der Millionen des klassen'bowußten Proletariats acwesen, der ihrem Zorn, ihren Leiden, ibren Forderungen Donnevworte geliehen lmt. So besonders in den letzten Jahren des Krieges, als der Verrat der Sozial- Patrioten zur'Spaltung der Partei und der Fraktion ge- führt und in der verkleinerten Vertretung des revolutio- nären Proletaricts vern sl rte Arbeitslast auf die Schultern der Abgeordneten siel. Für die jung« Unabhängige Sozialdemokratie, die unter deni Druck des Kriegszustandes stand, waren in jener Zsik die Rychswasreden ihrer Vertreter HaZ wichtigste AgÄationsmittel und die Steno gram nie, die in der„Leipziger Volkszeitung" erschienen, haben ein tüchtiges Rtaß von Erweckung und AufrüttÄuug gol eistet. Georg Ledebour steht neben dom uns viel zu früh entrissenen Hugo. Haase an erster Stelle unter diesen Gewissensschärfern. diesen Anklägern des Kriegsverbrechens, diesen Rufern und Kündern der kommenden Revolution. Ledebour war der erste, der von der Tribüne des Reichstags zum internatio- nalen Massenstreik zur Erzdringung des Friedens aufrief und er ist nicht müde geworden, diesen Zlppell zu wieder- holen, die Gerster bereit zu machen zur notwendigen Tat. Ledebour ist ein Redner, dem Schwung, Fsuer, Satire und packendes Bild zur Verfügung steht. Aoer die Rede ist ihm nie SelbstAveck gervorden, wie er auch als erfolgreicher Pavlamentarier nie in die Kraülheit des parlamentarischen Kretinismus verfallen ist. Der rheiorische Schmuck ist iilstn nur Beilverk, das aus der vielseitigen Bildung, aus>der Be- herrschrmg der Sprache, aus dem Drang, den Hörer zu packen und ihm vom Feuer des Redners mitzuteilen, von selbst erwächst. Das Wort ist Georg Ledeibour nur wert als Werkzeug zur Ncvotutionierung der Köpfe, zur Vorbersi- tung der Tat. z Die deutsche Revolution ist immer der Leitgedanke de? politischen Tätigkeit Georg Ledobours gewesen. Er hat das große Ziel nie aus dem Auge verloren, auch in den Zeiten, des scheinbaren Sillstandes nicht, da in der Sozialdemo- kratie die Neigung überhand zu nehmen drohte, gegen posi- tive Linfengerichte das revolutionäre Erstgeburtsrecht des Proletariats zu verkaufen. Nach der schweren Schlappe bei den Wahlen von 1997 sprach er das optimistische Wort:„Ich will die Revolution noch erleben." Aber seine revolutio- näre Grundstimmung hat'ihn niemals daran gehindert, in den Zeiten der vermeintlichen Stagnation um jede Möglich- feit einer Reform zu ringen. Er war von der rettungslosen Versandung des deutschen Liberalismus überzeugt, ober er hat ihn und das Zentrum in den Tagen der No- ventberkrise vcu 1998 mit oen schärfsten Rutenstreichen noch einmal zum Kampf gegen das wichelminische System auf- zupoi täten versucht. Die zermalmende proletarische An- klage rede, die er danials dem Absolutismus entgegenschleu- derbe, war ein Erlebnis für den Zuhörer.' Georg Ledebour war einer der eifrigsten, die dsm kommenden Unheil des Weltkrieges vorzubeugen suchten: einer der grimmigsten Be- kämpfer des Imperialismus, ging er zur interparlamenta- rischen Konferenz in Bern von 1913, die den Zündstoff ElsaßkLothringen zwischen Deutschland und Frankreich wegräumen sollte: er forderte im Reichstag die Aufhebung des Seebeuterechts in Verbindung mit der Abrüstung zur See, im die gefährliche deutsch-englische Spannung zu beseitigen. Und als der Krieg doch ausgebrochen war, da hat er als in- ternationaler revolutionärer Sozialist seine Pflicht getan, indem er einmal alles aufbot, um den Krieg zum Hebel wider den Kapitalismus zu nützen, und zweitens, um ihn durch eine internationale Aktion des Proletariats zu'be- enden. An den Schritten, die zur Gründung der Unab- häng igen Sozialdemokratie führten, hat die Initiative Lede- boirrs erheblichen Anteil, und der internationalen Aktion hat er in Zimmerwald und Stockholm, wo er den Gedanren des internationalien Massenstreiks durchsetzte, der sich freilich zur Verwirklichung noch nicht reif ertvies, die Wege zu bahnen gesucht. Daß Georg Ledebour an den letzten Vorbereitungen, die die Arbeiterschaft vktionsbereit machen sollten für die her- ankommende Revoliition. großen Anteil gehabt hat, das persteht sich für dieses revolutionäre Temperament, für die- sen glühenden Willen von selbst. Und daß er im Kampfe um die Rettung der Revolution vor den Sozialverräter» in erster Linie stand, nicht minder. In jenen gärenden Zei- ten haben sich rmfere Wege zeitweise getrennt, und eine Zeitlang schien es gar, als ob es eine Trennung von der Partei werden sollte. Ter lodernde revoCickionäre Wille hat damals— unserer Meinung nach— den Genossen Ledebour zu einer Ueberichätzling des revolutionären Willens der Massen, zu einer Unterschätzung der entgegenstehenden Hin- dernisse geführt. Wir konnten ihm nicht folgen— wer recht hatte, wird die Geschichte entscheiden. Tie Partei hat heute zu bedauern, daß um jener Zenrürsnisse willen Georg Ledebour unter ihren Vertretern in der Nationalversammlung fehlt. Es ist sdbstverstäudUch daß bei den'Neuwahlen dieser Fehler wieder gut gemacht werden muß. *»* Georg Ledebour ist eine ausgeprägt Persönlichkeit mit scharfen Kanten und Ecken. Deshalb ist der politische Um- gang mit ihm auch für den Parteifreund nicht immer be- quem. Aber ohne diese Kauten und Ecken wäre eben die prächtige Persönlichkeit nicht geworden. Nur eine solche, lichac in{ich ieW ruhende, kounttz ihren Richtern mit dex inneren Uebc�Iegenbeit enTflC�cnireJen, wie Georg?odebour c:• fleittn hat, konn-te den Prozeß, der ihn jev u'vnret.cra #ofl4e, zu ctnont Trimnph dc? Stevoliltion. zn einer Werve- Mite für die Ideen der Unabhängigen Äe'-.aldemokrntie machen. Und n-nr ein bis zur Verwegenheit Tapferer, nur einer, der, unhMitmniert tmi>pevsön>liche Gesnhr jedem niiß- handelten Werbe auf der Straß« beispringt, und desson nn- beugsames Rechtsempfinden ihn zum beredten Anwalt aller unterdrückten fremden Volkssplitter_ im wilhelminischen Kteich machte, nur ein solcher konnte sich in diesem Prozeß. öie stolze Richtschnur schon:„Ich HMe mich verpflichte, tflö Vorkänlpfer des revolutionären Sozw«lisnms meine Vertei. fbigirtrg so zu gestalten, daß daraus unserer Bewegung der größtmögliche Nutzen evirächst... Welche Wirkungen mein Auftreten vor Gericht auf den Ausgang des Prozesses haben wird, konimt für mich gegenüber dem höheren Zweck fc«: Förderung unserer großen Sache überhaupt nicht in Betracht." Der Bericht über diesen Prozeß gehört als eines de? wichtigsten Tokumc�e der Reoolution in jede Arbeiteroer- ieiinSbibliothek— die proletarisch? Jugend kann hier lernen, was Hingabe an die große Sache der Arbeiterklasse, was Opscrbcreit'chaft für diz Revolution ist. Wir grüßen den jugendfrtschen, greisen Skurmgcsellen. Und wir hoffen, daß das deutsche und vas internationale Proletariat die Damesschuld, die sie an ihn hat, in vielen kommenden Jahren noch größer und größer werden sieht. Die Reilungsaltio». Die Nachricht, daß der Oberste Rät in London neue Richtlinien für die wirfscya ftsvolitische Behandlung Mittel- europaS, will sagen in erster Linie Deutschlands, anfgestellt habe, hat aller, tlMben das größte Aufsehen erreg, und viel- fach wird sie bereits als der Ansang der Nevision oeS Per- failler Vertrages begrüßt. Wir tim aber jedenfalls gut daran, kühles Blut»u bewahren und uns vorläufig keinen ensstchweifenden Hoffnungen hinzugeben, denn bei dem, was bisher in die O-esfentlichkeit gelangt isi, handelt es sich nur nm einen Entwurf, und wir wissen noch nicht, welck?e ?kender,mgen er, besonders unter dem Einfluß Frankreichs, bis zur amtlichen Be Kumtgabe des Programms, noch er- fahren wird. . Im Mittelpunkt deS Projekts, so wie eS bisher vorliegt, stehen die Gewährung einer größeren Menge von N o h- puffen für die veupche Industrie und die DeutWand zu erteilende Erlaubnis zur Aufnahme einer An- l ei h e v o n 30 b i s t tt M iT I i a r de n in den alliierten ,md den neutralen Ländern. Von diesem Betvage sollen etwa 12 Milliarden für die Anschaffung von Lebensmitteln und Nochmatcriailien verwandt werden, während der Nest für die Begleichung der Wiedergletmachungsfordernngen der Alliierten dein mint sei. Daß sowohl von, Standpunkt der deiusclen wie der Ententewirtschaft aus eine Rettungs- akion dreier Art notwendig und wün-silwnswerk wäre, ist nicht zu streiten, aber die«gierenden Kreis« in Paris hegen lebthtafte Bedenken gegen den Plan. Sie befürchten die Wie- dererstarkung des Nachbarn nnd sie beanspruchen außerdem aruh aus alle Mittel, die ihm zugeführt werden, eine erste .Hvpotber. Erhält Deutschland ein« Anleihe, so soll sie in allererster Reihe zur Abdeckung seiner Verbmdlichfeilen an 5?mnlreich bennht werden. Ob das Ltellt, als ob es der Sozialisinus sei, den die Entente fürchte, und-der sie daran hindere, un? irgendwelche Z»geständniste zu machen. Schon ihre Bereit- Willigkeit, mit dem Bolschewismus zu paktieren, beiveist die Unrichtigkeit dic-jer Behauptung. Was sie mit Sorg« er- stillt, ist einzig imd allein die Reaktion, und gerade die Kreise, die vorgeben, Deutschland wieder emporrichten und seinem Namen wie-der-einen giften.Klang ver-chassen zu wollen, sind in Wahrheit seine Zerstörer und seine Toten- gröber. Ob es möglich ist. Europa und die Welt auf dem Wege, den England zu be-treten jetzt vorschlägt, wieder gesunden zu lasten, ist nnS deshalb zweifelhaft, weil wir nicht daran glauben, daß der Kapiralisnins überhaupt noch) die Fähig- seit besitzt, die Menschbeit auf die Dauei auS ihren gegen- wärtigen Noten zu erlösen. Aber unser Glaube an den Sozialismus mgcht uns nicht bl-ind für die Vorteile, die auch der deustchen Arbeitepchast darans erwachsen können, daß man dem Land die Möglichkeit des Wiederaufatmens ge- währt, und da wir nicht töricht genug sind, uns von der Katastrovbenpolitik, die die Rechte«treibt, einen Sieg u n- serer Sache zu verlpltchcn. fordern wir. daß Deiftschland alles tut.»m sich dos Berlranen des Auslands zu erwerben, mag dieses Bertrcm-en �ch zunächst auch niir genau wie gegenüber Rußland ,n einer UngerstützungSakiion auf ka- pitalistircher Basis äußern. Las Manifest der Alliierten. P« r i».«. MSrz. Da? wirtschastliche Mnn.ifest, da?, wst der„TempS" heut« al-r»d miucilt, auf Burla»««!» der franzilsischr» Rczieru»g rinigr Adniiderungen rrfahrc« hat, so» gestern abend von London n'ach PariS telegraphiert worden sein, um zur Ge. nrhmigung dem MlnisterprSsidenten Millrrand unterbreitet zu werden. Juzwischc« aber ist In London, wie ebenfalls der„TempS" feststellt, ein Auszug deS Manifestes verSsfrn licht worden. DaS Memorandum belchäftrgt sich zuerst mit dein Wechselkurs und führt dann fort: Die Brrsuchc, die So» den Regierungen unternommen wurde», den Wechselkurs zu verbessern, Nmie» die »ollstündtge Wiederherstellung, der Lage nur verzögern. In der Zwischenzeit müßten Mittel gefunden werden, um de» Zu» soinmenbruch dee geschästlichrn Operationen zu verhindern, Der Oberste Rat glaubt, daß dir notwendige» Kredite ge. funden werden müßten, sobald die europäischen Regierungen Maßnahmen getroffen hätten, um Vertrauen für ihre wirt- s, hastliche und finanzielle Politik zu gewinnen. Der Oberste Rat erkenne un, daß die Wiederaufrich. rnng der verwüsteten Gebiete und be'onderS der per» wüstete» Gebiete Frankecichg für die europäische Wiedernufrlch. t»»g unbedingt erforderlich» srien. Ferner habe er dir be» sondere Lage D e u t fch l a n d S in« Auge gefaßt, wo angenblichlick jedes Unternehmen gehemmt sei, und jeder Nersuch, pnndr-skredite zu erlangen, fehlschlage) und zwar aus dem Grunde, weil seine Verpflichtungen zur Wiedergutmachung»och vollkommen nnl-ckannt feien. Ter Oberste Rat glaube deshalb, es wäre außerordentlich wünschenswert und liege im Interesse hex«llisertea Länder, wen st im Qnteresse �utschlaüds dl; ge sanfte«limine der Wicdcrgntmachnng', die Tcu'schlnnd gchektea sei nach dem Friedensvertrag von Versailles zu bezahlen, sel-lil» wie möglich festgesetzt werde. Ter Oberste Rat glaubt, daß Deutschland in die Lage versetzt werden müsse, die not» »v endigen Lebensmittel und Rohstoffe zu erhalten, niid, wenn dies nach der Ansicht der WiedergutmachungS» kommission notwendig sei, müsse es berechtigt sein, eine An» leihe im Auslände aufzunehmen. Ter Oberste Rat sei »brrcingckommen, gewisse Leitsätze aufzustellen, um die Wirtschaft» tlchen Echwicrigkciten Europas zu vermindern. Zum Schlüsse heißt es: Ter Oberste Rat sei entschlossen, i« gemeinsamen Interesse Deutschlands und seiner Gläubiger die Teutschland auferlcztr» Zahlungsfristen auszuwählen, und cr habe beschlossen, von seinen Delegierten bei der Wicdcrgut- machungskommissson zu verlangen, daß sie Deutschland von der Verlängerung dieser Fristen in Kenntnis setzen und es fragen, ob eS damit einverstanden sei, wie dies im Briese vom 16. Juni Ivlsi ausgesprochen sei, daß sobald wie möglich auf der Grund- läge der Zahlungs Möglichkeit die Gesamtsumme fest« gesetzt werde, die Deutschland alS Entschädigung zu bezahlen habe. Sie HIscher See migarl'chen Mlloii. Versuch zur Entführung Bela Kuns. N. dl. W i e n. K. Mär,. Heute nacht schlichen sich mehrere angeblich ungarische Oisi' ziere an daS städtische Krankenhaus in Docker an, in>veUl»e« sich Bela Kun befindet, heran und versuchten den Wächter zu» nächst mit Gewalt, dann durch ein größeres Geldgeschenk dazu zu bewegen, daß er sich entferne. Tie ungarischen Offiziere wollte» Bcla K»n mit Gewalt entführen. Ter Nachtwächter holt« wsort Gendarmerie zur Hilfe. Doch es gelang den Osfizicren» Im Auto zu entkommen. Di«„Neue Freie Presse" schreibt dazu: DaS Vorgehen d» ungarischen Offiziere widerspricht dem Völkerrecht, und eS ist höchste Zeit, daß diese Einbrvck»« aufhören. Sie bieten nur die Möglichkeiten zu neuc» Zwistigkeitrn, und OkstcrrrichS Wunsch ist es, i» Frieden und Freundschaft mit Ungarn zu leben. Tieft unverantwortlichen Gewalttätigkeiten dürfen nicht soft» »esrtit werden, weil sonst das BerhältuiS zu Ungarn darunter leiden mlißle. Bela K n n ist von her österreichischen Regierung«rt Krankenhaus interniert. Dos Auslieiscrun-gsbegehren der imgaritschen Reaktionäre hat Oesterreich abgelehnt, und »im senden die Schlächter von Budapest Scndlinge aus, di« sich des gehaßten Führers der ungarischen Räterepublik be« mächtigen sollen, um ihn— lobendig oder als Lciclze— an den Henker Horthy ab-uliefern. Und dieser Mann empfiehlt sich iwrd seine-Svießpesellen der Welt in einem Aufruf als Hiitcr der ch r i st l t ch e n M o r a l, der Toleranz und G» rechtigkeit., Die bürgerliche presse gegen Ztttunglverbyle. Berlin, 6. Mär� Zur Frage der Zeltungsverbote und Inhaftierung von Ne« daktouren hat der Vorstand de» NeichSverbondeS der Deutschs» Presse auf seiner Essener Tagung nachfolgen de Entschließung ge« saßt: Der Vorstand de« NcichSierbande« der Deutschen Presse er« hebt schärfsten Einspruch gegen die Art, wir in letzter. Zeit dl«W Pesscfrciheit durch Verbote von Zeitungen»der Fnhafisrtzung vo Redakteuren vergewaltigt worden ist. Er verurleilt grundsätzli ZeitungSverbote, da durch sie die Angehörigen der Presse schlcchtek gestellt werden als andere Staatsbürger, die nur für begangeni strafbare Hindlungcn und nur auf Grund gesetzlicher Vcstim» mungen bestrafl werden können. Jedenfalls aber verlangt der Vorstand des öseichsverba.ideS der Deutschen Presse, daß Zeitun» gen vor einem Verbot gehört werden und daß ein« besonde re richterliche Instanz geschaffc,, wird, an di« eine gem-eßregetie Zeitung wegen eines Verbot« appellieren kann. Vor dieser Instanz müßien ans Wunsch der Betroffenen Vertreter deS Reichsverbande« der Deutschen Presse guiachflich gehört werden. Eine deussch: Aerzleexpedillga für Rußland. Berlin, 8. März. Eine deutsche Expedition zurBekämpfung de» FleckfieberS wird in kurzer Frist noch R u ß l a.n b ab» gehen. Die Expedition wird veranlaßt von einem Konnte«, bei» Graf Area, Prof. Albert Einstein, Prof. Kraus von der tZhariiö und der Berliner Arz» Dr. Erich Schlesinger angehöre». Führer der Expediion, die auch Arzneiiii'tlel mitnimmt, ist Dr. Frcymuth. Die Sowjeiregierung, die der Erpedition jed� Hilfe gewähren will, hat heute funienlclegraphisch Dr. Sehl«' finget die Einreiseerlaubnis übermittelt. Dr. Freymut� mit seinen Gehilfen wird sich dem ersten nach Rußland gehenbe» Kcicgiaesangcncntranspolt anschließen. Zwetter deutscher Soztalisteula?. Im Berliner GewerkschastShans« traf gestern der zweite Deuk- fckie Sozialiftentag zustimme». Eingeleitet luurv. die TaguNss »urch eine Erörterung über die SrnährungSschwierig' k e i t e n. Nie iergutsbcsitzer d. Holläusser-Ktzpte au» Wiederau bei Leipzig legte die allgenieinen Schwierigkeiten duc >'--d trat für eine riftioiiclle Bewirtschastung de« Grund und B-Hcr.« unter mönlchster Ausschaltung de« ZwilchenhaiidelZ ein- An da? Referat schloß sich«ine längere Aussprache. In der Nachmitlagsjitzuiig bezeichnete der Vorsitzende t-ft Vierzehiier-Koiniiiission, Bauer» Bertin, der die Bersaminluuä leii.rtc, die außerosdemlich schwierig« wirrsch>astliche Lage at» tst» Anlaß zur Einberufung der Tagung. Dann gab eS zunächst ei"� längere Gcs.kiästSordiiungsdebatle über die Festsetzung der TagcS» ,'idiiiliig, wobei namentlich die Gegnerschaft der auswärtigen De' leg-erten gegen die Erörterung über die Gründung einer neue» Partei zum Ausdruck kam".run sprach Eduard Bernstein über die politische Lage. Die auswärtige Politik der deutschen giernng, so führte er aus. entspreche im großen und ganzen HS» bom Ersten De Irschen Sozial. sie iftog aufgestellten Nichttinit-"' u-eii» man auch mit der Ausführung niftk immer esi> verstaube» sein künne. Zur Klärung der Scliujdfrage sei gawiß'nicht alle» geschfehen. was hätte geschehen müssen. Die Schuidfrag- düci» nicht verwischt werden, indem man darauf hinwesi«, daß dir deren Länder ebenfalls Schuld haben. Ii, der auSwärt gen Laff- sei allmählich ei» Umschwung eingetreten, der besonders groß'' Englmid sei- Das Hauptprohtein der inneren Politik-ist i"'? Wirlschastc-prciblem. Trotz aller Fehler halte er ZioSke" l' 7 für«inen Sozialdemokraten.(Zuruf;„Wir nicht'' Es habe noch leine Reoolution gegeben, wo nicht die Regiernpä' dw die Verantwortung übenie'-uien mußte, Gewalt anz-mve»�' gezivilnge» war. Die T ktatur des Proletariales sei uns möglich. Während die Kapi-talisten erstarken, verliert die deniokratie an Einfluß. Die Ursache sei die Spaltung,-1 Eviwtßg weiHi) tziql Pechandlungen sonHe setzt. Wählt nur öle Kisten See Unabhängigen! ! Zer sranzSsl'chs Varle'.iaz. in Di? Triette über die International« beginnt am vierten r�. K r o s i q r d gibt den Bericht der �e.manctucu Bei« Mtungslommission. Er erinnert daran, unter welchen Be- ».«gl!!, e-' I'ch dann die ti o n> m u n i st l s ch e Internationale de» l SJ r'en 0Öe"®ruP!:'en umfaßt, die 07 Natwnen g."'-rr1'c/1,- Sil ihnen gehören rti« wichtigste die Britisch? ���.Un'sche Partei und die Italienische Partei. Schlietzt.ch sind «., r�'k'zer und die amerikanischen Sozialisten sowie die / i � e n tl n a l. h ä n g i g c n Sozialdemokraten >-°"r II. Internationa!« auegelrcten; sie haben sich dkher d'er lll. �»iernaiion.chs noch nicht ongcschlosscn. �.itrossard berichtet trwter über seine Informationsreise chfch.m Schweiz. Der Seßwcizer Parteitag hatte zunächst be» ' eile», sich t»er III. Jniernaiionatc anzuschließen. Deis Nefe« tPy,<' l/v*»*• ni«v** i• v*. 7»'� U*'«-»i- ?;�um Parteimitgliedes hat jedoch diese EnLscheiduna vmge- Uew Auf die Frage nach den Gründen die zu diesem Ergebnis ''Wen, habe ihm Grober geantwortet, daß er die. veriorenen und ver d-chr".«.ireitK, d'e zu Reibungen zwischen den politischen .'�'Uuchen Arbeiterorganisationen geführt baben. dafür de» ill.- � brache. Eine neu« Befragung würde vermutlich«in Iii �Uublnieres Ergebnis im Sinne der Zurüchbaltung von der •.Mlil»rr„fTrtnAw Ar.lo.hary t\\vjr{\ar firtfl« ftillfl 'lore u s Araber ,ag-c:.Ich habe keine keteri».. bßchberdeutige Fonmiberung der Dilla�ur des Pro� . erhalten können: die Jnterp.etatinnen sind ver'chieden tivikf?* Jnternottonole. kann nur emf einer einfachen Sor» H'ffimg der Taktik oufgebeui werden. Die Internationale als Basis �den Anlimitilar'smus und den AntiministerialiS, Ün» j�n." Frossard bat Graber und Grimm gegenüber die �-•»mlung der sranzsiichen Partei ge'childert, und diei« bebau- itif% Polemiken, die von den Bolschewiki gegen diejenigen Kn! wurden, die ihre Lehren n'cht vollständig annehmen Man kann diejenigen, die sich tueigern, auf das Mos- itifu1"-O'we ZU schwören, wie Lcdclwur, Kautkky und Longriet, ßtj.* Verräter behandeln/ sagte Grimm..Es ist Zimmer der Um der Russen gewesen, ibre internationale Politik auf ,-vc-tljeteti zu gründen, die sich wchi verwirklicht haben,«ruf die jt"trevo!utio!,. die sie sicher alaubten. Außerdem haben die sv' Vorurteil fortschwemmen, das uns das Vaterland der Bourgeoisie oerleid�grii lag." Im Gcgersutz zu dem Verland, dem er angehört, erklärt Georges fc» c i 1 1, dag et perfonr.ch vua,uuG.r d.r..e otutio» der Rechten bleibe. Auch er will nur unter bestimmten Bedingungen bei der Ik. Internationale bleilen: er verstehe, daß nach de» Radios der Bolschcn-ikt d>e.Wieocrausbauer"»cht ohne Bedin- gung zur III. wollen' d. a f s sn- Du g« n s nennt diese RodioS apokryph, aber L o n g u e t teilt mit, daß er vom osnziellen Bureau der 6. Inrer- nationale ein Telegramm erhalten habe, das den Brief Lenins bestätige, irr dem er seine Gruppe verurteile, die unbedingte An- ..'tep.nang oer Ltiralur des�ProletariatS und die Aurschtießung von Männern wie Tboinas. S'nrtat und B r ck? sei Vorausicyung des AnschlusscZ an die Ilk. Internationale, Die Anerkennung der D.ttarur des Prolctariats dcörnae o.n«rurz des stapiraliemus durch Massenahtion; und grade dos Gegenteil dieser Taktik per- 'eigen Lenauet und seine Freunde.?ewn sagt den Arbeitern, die für die D/taiur oc- Proletariats kämpfen wollen, in dem Brief weiter, daß in der III. Internationa««in Zwiespalt zwischen Wor- reu und Talen nicht gevutvct wuroe. Darrel) fahrt M e i l l in der unterbrochenen Rede fort. Für tön lgsit sich d'e Airt-'rnat'ai-al« sehr wor.) nW d-�m"a'iomvcn Patriotismus in Einklang bringen, und weil die llk. Jnternatio- »ale die Negation dieses Prinzips ist, lbetainpsl er p«. !fü Sie füg' hinzu, daß keine der alt«n Parteien reis ur die Kommunistisch« Internationale sei. wenigstens erst nach e ner tiefgehenden Umwandlung und nach ] einer Rein �ung. Sie gibt die Namen' der Genossen, die aus der ! Internat onale ausge schlössen worden müßten die jeeoch per Bericht der �Humani e" nicht nennt— ,mnd dies« von allen geachteten Namen erregen im Kougwß Mauiijejra.chucu". I!« zur Folge halte; ist die Blockade aufgehoben, so werden El"1 nicht zu übersehendes Element abseits der bolschewistischen "Miwn fein." ��rosfard geht über zu den deutschen kknabhängigen ��«emokralen und gibt eine Schilderung ihrer stäwdig wach- ' �!ärk� und der Beschlüsse des Lcipz ger Parier. azs. Mit .«kgen tls Stimmen fei dort eine Resolutton angenommen 't", die unter gewissen Reserven den Anschluß n« I»! k aussprach. Man beschloß eine Konscrenz einzrwerufen, ss' d'r alle die Grupoen bertreie» sein sollten, die bereit sewn, I? a»f dem Boden der Revolution und de» Klassenkampfes z» Bj'Mflen. Ein Amendement Slöcker wurde angenoinmen, daß I?"»abhängigen sich der IM. Jnternat'snale anschließe» wer- r»-'«'nn di- Ztonferenz versagt. Rad et habe vor seinem Per- Tout'chlands versprochen, die Idee dieser Konserenz bei den � ügnen der Iis. Jntcrnaiisnale zu verteidiaen. Frossard schließt se'nen Bericht mit der Aufsorlderung, daß dks..Pki der Debatte, die einen hohen h'itorischen Wert habe, Tradition der französischen sozialistischen Partei einge- Nsio! tf-' ��kich und loyal an dem Ausbau der revolutionären U Wichen Inlernationale mitzuwirken. ilicl, � Generatdiskusfivn wirb eröffnet und für sed« der drei l Ziveiciuhalb Stunden Redezeit bctpilligt. . b i f s o n verteidigt die Resolution der Rechten. Er fragt, !tj. e nternalionale, die in einer kapital'stiselren Gesrllsehlrft Mietn a vermeiden können, und außerdem sei die ''»d. onali.- doch nur dasselbe, rva» die nationalen Sekt'onen denen sie sich zusammensetzt.„D� Rechte ist hartnäckig �/'kte Internationale, und das aus dem genügenden man litis nicht zulassen würde, wenn man den von tinn-'f'>ffencn Meldungen glauben darf und noch einigen W; ilg"' d'e Anhänger des sofort gen Aus'ch'/asses sind und die Ist Verräter ansehen. Möoen sie die Vera» wortlickkeit da- Tist.,, uns aus der Partei zu jagenl"... Was d e "' Vx � c" Proleiarial» angeht, ko nehmen wir sie an, aber >3''..�'"gunfl, daß sie unpersönlich und vorübergehend ist, wt sie sich»nf eine starke und diszuplin'ert« Arbeiterdemo- ktutzt. Was man in Frankreich Sowjet nennt,'st d'e Er- !»««'?.» regulären Arbeiterorganisationen durch Werkstätten» Hz A»l den Zuruf, er möge zwischen der Regierung Nos- i üz � der russischen wählen, envidert Po'sson, bah er weder die ■tii, f.,3' die andere wolle, da beide auf dem gle'chen Grundirr- 8ti!.ti;r'")'fn. Es handle sich nicht um de» Wiederarifban der xvsko,?-ßlr- sondern darum, ob man einen Schritt nach ' sikhen, oder alle sozialistischen Parteien in einer neue» "tul. 1"blinke berein'gen wolle.»Ilm ves Weltfriedens w lle» �»N bie Einigung der demschen Sozialisten wün'chen." '!rn7 J'>"- D u g e n» erklärt, daß die Stuttgarter Resolution !!»„..��Verteidigung vorschreibt, aber aus der Landesne'teivi, �ht w k>en Krieg juagv»u baut kbls aufs Messer) ge- k. kkite! die II. In.ernotionale und verpflichtet uns, der W,>.-t>"!immen Wird diese Ausschließungen fordern? Da» wäre llilch.» y-egen die AnS'chließung Loiigncts werde Rassin- öas öerlincr Proletariat! Die preste ist unsere stärkste Waffe. J\n ihrem fluöbau mitzuwir?. I. ist deshalb pj licht jeöes Kevolutionärs. Es genügt Nlcht nur, Leser der..Freiheit- zu sein; nur der «rwerb von Fatiil chernen ü?r h werhzgenossinschait'sr«i- beir' zeigt dos volle Per.ar.diris sür die uu�e»blicklio;eu Aufgaben des Proletariats /lm Nilt�och ist Zahsabenö. Wenn jeder Parteigenosse an diesem Tage seine Pflicht erfüllt uno Mitglied der V.rlazs�enossenjchast rvird, dann ist un>er Ziel, öle hersiellung öer„5reihe!t� in eigener Druckerei in die allernächste Röhe gerückt. rli ------ viptu vlv fivw w:»»» V.S aufs schärfst« prstestisren.�,... von Mo?ken geforderten Aus'chltcßungcn scheine« die radikale Linke hinew z" verstummen. Leb a» milk sich >K!» Von der lelais.chen und von der-nglnchen Arbe.terpar« �ne sie sei eine Iniernasionale nicht mSfr'icfi. Cr will s!»?°'-ch den Austritt aus der I?.?nteenatt-nale. we.l dann d e V.*" einer neuen letchier s'i. D'e D'ktatr.r des Pro-tanatS alle serinllstische stdee. der die franzSstsche Partei in ihrem !!i K'-Ü'ra»n.- neneS Leben gegeben habe. D'. �zi-list-«.»« MWe des Sozialismus Leba» glaubt, daß die Ueberein- iii�i VVW>»' v()' W.. fc,----- M- ?!' den, der Partei großer sei als nian annebme. Man solle l,!.W»(Pp'ch*" �>ser an den Wiederaiisba» der polltlichen Ar- »«>,,'�""iionale kwrangehen, wie es die Gewerkschastsorgeiiti- M.Sn x. dalen. JJV•■„."."'fchsc Sprache, die von H. Roland-.5okst übertragen �» h n sMiihsWn'en). Er wendet sich scharf gegen 8. gf"'"msmue im Elsaß, an dem außer Millerand . n'l'"k Soriolisten schuld seien. Man dür« weder i. k r." Grumbach glauben..Man weist die?!?> vl st»i,nI,>�Psk!ar!at» zurück, aber man nimmt die Diktatur �'r an. Die ,o,I«Mische Einigkeit gegen die Unter- t, notig. Die russische Welle tvird das nationalistische Für die Resolulion der.Wiederausbaner" fLonguetgruppe) spricht Pres je man«. Er untersucht die Gründe, dw dem BolschewiemuS zum Siege verholsen Hobe», die in Frankreich je- doch nicht gegeben seien. Er nennt vor allem di« Austetlung des Landes unter die Bauern und sagt, daß die europäische Koalition gegen Rußland dort«ine wirklich na ionale Bewegung geschasfen habe. Es gebe in Franlreich Unzufriedenheit, aber nichis lasse darauf schließen, daß die unzufriedenen Massen be» stimmten Formel» iyro Zustimmung gäbe». Tie von der Minder- hcjr aufgestellte>Tl?eorie würde uns ein schlimmes Erwachen bringen, denn die Massen sind erschöpft untz die Produktion ist desorganisiert.„Wenn uns die 40 Millionen Tonnen Getreide und die S0 Millionen Tonnen Kohlen fehlen, di: wir von außer- hall» haben müssen, so ist die RevoluUon kompromittiert und die ihsegenrevoltilion tzegünsiigt." Tie Propaganda muß verstärkt und durch das Licht der Totsachen erhellt werden, so schasse»ran ein der Revolution günstiges Milieu. Presseinaue wendet sich ganz besonders an die ländlichen Vertreter und legt ihnen ihre schwierige Aufgabe aus Herz. Er schließt damit, dgß sie die Ar- best der Par.ci nicht erschweren würden, wenn die Mehrheit zu» gunsten der radikalen Linken aussallen sollt;. Rappoport sagt, daß die II. Internationale am nationolistischen ResormiSmuS gestorben sei, sie habe die inler- nationale Solidarität der Mystisikat'on der nationa«n Verleidi- gung geopfert, die nichts anderes als kapstakistische Verteidigung war. Vom kapitalistischen Gesichispnntl aus habe Deutschland recht gehabt, den Krieg zu ertläre», denn die Welt habe ihm seinen Anteil an der Welibeuic vorenthalten..Die Revoiutio.«» sind nicht vorherzusehen, aber was bekannt ist, das ist die Un- Möglichkeit für die herrschenden Klassen, alle Wcltprobleme bei Produktion und der Ge dwirtschafl zu lösen. ,Dcn sicheren Fri�- den faiin man nur durch die Revolution erhalten.... Die III. Internationale verwirklicht die klebercinstimmung von rcvo- lutionärrr Theorie und Praxis; sie kämpft für unS und läßt uns die' Autonomie, sie hat ein Recht auf unsere morolischc Unterstützungt da» ist daS M nimuin." Nach Bracke, der noch einmal ds« Geschichte der TT. Internationale ausvolli und mit»en Worten schließ';.Ich bitte euch, Genossen, schließt nicht Marx von der III. Iirterna''ionale auS", sprichl Long» et. Er sragt die äußerste L uke, iimsicfcrn die Aktion seiner Freunde weniger revatutionär sei als ihr«, und waS man ihm vorwerfen könne; er erhält den Zwischenruf, dag niaar die Partei nicht»gerein gt" hatw, Er fähr1, dann fort:.Die II. Internationale hat de? Verstauen der Massen verloren, weil sie. um eine Spaltung nach recht» zu tn.rhind.rn, eine Spaltung »ach links iZimmerwatd und Kientbal) hervorgerufen hat. Die S-ituaton hat sich verschlimmert, als Brarsting. Van-xrvelde und TtomaS in Bern d m Botsckiewst'niuj den Pr�eß mach«n in einem Moment, als sich ganz Europa ge-ren die Sowietrepublik vereinigt l>atlc. Die III. International« wurde nach der Absicht Lenins eine Waffe gegen diese bürgert che Koalition. Aber die Internationale kuun sich nicht aus Rußlar.d deichränlen. Sie muß wieder aufgebaut werden...> Wenige Kaineraden geben sich Rech.mschast von den Schwierigkeiten, die c» macht, einen einfachen Interna' noalen Kongreß zu organrsiereu. und nun wei- yiert sich die III. Jnternationate, oie Parteien aufzunehmen, die zu ihr kämen: die Jndependent Labour Party, die Holländische Soziabistische Partei, die deutschen U nabhäng gen. Sie hat er- klärt, daß VorkespreelniiNgen mit diesen Partei«» unmöglich wären. So vergrößern sich die Schwierigkeilen. die der Enthusiasmus unserer Genosse»!, d e sich mit de» großen Revolutionäver» von Moslau solidarisieren wollen, nicht vorausgesehen hat." Henriette Roland-Hol st trägt die Bedin gringr» vor, die von der Amsterdamer Kommunistifchen Konferenz für die Zu» lassung zur Kommunistisihen Jatcriratiouale auigcstellt worde'n sind:„l. Tatsächlich« Massenaktion. 2. Bruch mit den bürgerl chen Parteien und mit den Soz'alpatrioten. 3. Arbeiterrät«, die dem Fetisch des Pariamen'» entgegengestellt weocen. Diktatur rm Gsgeufatz zum allgemeinen Wahlrecht,". Lelitsche ssaliollsIttersaiümlNiz. Sitzung am Sonnabend, 6. März. Das Landesstsuergesetz. Die zweite Aussprache dcS L-rndeSsteuergesehcS wird fort» gesetzt. § 8 bestimmt: Die Länder erbeben Stauern aj vom Grundvermögen, bj vom Gewerbebc trieb. D e.steuern können anm- unabhängig vom Ertrag nech M.rk- malen des Wertes oder UmfangeS de» Grundvermögen» bzw. des Gcwcrbebetrirbes veranlagt werden. De Genre»de» töniien von den Ländern an den ErlragSjieuer» int beliebiger Höhe be» teiligt werden. Ge». Düwell Wir legen Wert darauf, d-.rß die Länder ver» pflichtet sind, die Gemeinde' in dir Ertrags st euer zu beteiligen, und daß es nichr nur ihrem Ernresse» über» lassen bleibt. Der Tendenz deS Antrages Baerecke stimmen wir zu. Astg. Baerecke sDnat.) ztebt seinen Antrag zugunsten einer enisprechenden Resolution zurück.— Die Resolution wird e i» st i m»r i g a n g e n o ui in e n. H IS a läßt de» R e l i g i o n s g e s e l l s ch a f t e n das Recht auf Zuschläge zu de» Reichssieuern. Der Antrag Düw-ll auf Streichung wird abge- lehnt, der Paragraph wird unverändert angenommen. Der Z lg bestimmt in der AuSschußsassung, daß Länder und Gemeinden mit zwei Dritteln des Ertrages beteiligt werden» während die Regierungsvorlage nach den Steuerbeträgen abge- stufte Anteile festsetzt. Gen. Wurm: Es muß den Gemeinden ein Sicherheitsrecht ge» geben werden, da» wir in der Regierungsfassung sehen, mit dem doch durchbrochen. Im Interesse der Bevölkcrring liegt es nicht, daß die Gemeinden verlümmcrt werden. Wenn die Länder wieder die auf die Gemeinden abgewälzten Ausgaben übernehmen wollen, Nrnn brauchen sie le ne"nstt bne»u een-a-en. So aber werden die Gemeinden noch mehr Hausdiener des Staates.(Sehr richtig! Link?.) Wir beantrage» Wiederherstellung der Regimuigssasjung. Der Paragraph bleibt, nachdem sich auch ein bayr. RegicrungS» Vertreter gegen ihn ausgesprochc» hat, unverändert. Z 40, der den t.lnteil der Gemeinden an der Umsatzsteuer auf 5 Prozent festsetzt, wird entgegen einem Antrag der Unab- h ä n g i g c n t2ü P rezent) unverändert angenommen. ; Der tj&3 gewährtesitet jedem Land die Einnahmen in der bisherigen Höhe, Der Anteil an der Einkommensteuer muß min« desten» das Aufkoriimen vo» 1vl!> zuzüglich von jährlich ti Prog. erreichen, Ein Antrug Hesse(Dem.) und Herold tZtr.) will eine Steigerung von 2S Proz. festsitzen. Gen. Wurm will den Anteil so groß gestalten, daß die nöti» ren AnSgaben gedeckt werden können. Außerdem fordert er Wie- dereinführung der Bestimmung, daß Steueränderirngen nach dem t. Lltober llllS nicht erst nach dem 20. Februar 1020 außer An» (etz bleiben. Der Antrag Wumr wird ahgelehn t. Der Antrag Hesse» Herold wixd angenoinmen: ebenso ein Rrrteag der Mehrheittpar» teietz und der Unabhänaigen um Aenderung des Stichtages 20. �yr.) in den b. März 1020. Nächste Sitzung Montag Uhp. Der deul'che Mac Mgt-on. Di« reaktionäre Presse kündigt dl« AMelluny HindenburgA als Präsidentschaftskandidert an, der,„über allen politischen Ge» genfätzen und allem Streit der Parteien stehend, das Berlrauci; des ganzen Volkes genießt". Die von T. 1k. verbreitete Meldung erklärte we'ter. daß schon in der nächsten Zeit ein Ausruf führen» der Persönlichkeiten zu seiner Wahl aarssordern werde. Wir sind nun der Ansicht, daß Herr Hindert kirg, der durch seine Einmischung in die Politik während des Kriege» genügend Schuld am deutschen Volk auf sich golcrdcn hat, nochgerabe besser daran täte, aus. den Lorbeeren seiner.Siege" auszuruhen. Daß die Reaktiv» diesen Mann al», wenn auch aussidfslosen, Kandidaten überhaupt zu präsentie trank 7i Uhr: Paul L.anire und Tora Parsberg_ Opernhaus Die Jüdin Apfan« b Uhr Ssüaas�ioift ius Nachm. 2 Uhr: Volk»- Vorstellung Journalisten 6S Uhr: Der Kronprinz Direktion;«»Z Urinharin vechcdA Tdenter 71 Uhr: Und Pipoa tanzt. Montag 7 Uhr Der lebende Leichnam Konimenplele ft Uhr: Der Weibsteufel 7*- U: Gdbricl ScIiiillnK«v Flucht Mtg.7 LK; I). Büchse d.Pandor« Grcßes Schsusfiie'.ha'js Karls�raße 2k U. Hr:n:!et(auß. Abonn.) 7U.: KönLc OcdJpus auQer AbJ Montag 7 Uhr; Hamlet Abteilung. II. Abend.) 1 Residenz-TlifcöiSr I �Stadtbahn Jannowhzbrucke) . Heute 4 Uhr zu kleiner Preist n: Der«ri4a Kiyf Täglich 18 Uhr: Die KW KM Mittwoch4UHc: Rofkänpchen. "Trianon-Tfesater (Bahnhof Frledrichstiaßc) Heul�dtilif zu kJernen Preisen: JöfeaRnßfe'jcr ä mmk iW Itinroch.: 4 U.: BT?« B Marli» Cas ßo-'lheater Lothriase.- Sir 37. Tftgl.MUhr Auf allgemeinen Wunsch des großen Erfolges wegen noch bis Mittwoch: Schniepeis Lcne Donoerstag, den II. März Zum I, Ma e; Ein nlter Sünder Sonntag 3V: VI« Wrneerkar. Oirbmiea Carl Xelohurd— Und. Berotatr Tfteoter I. 3 Uhr; Erdseist M,0(ska) 1.8 U: SchtoiiyVetterstem .v.$g.;Sclik>iiWeiterstein Dig.: ScSrlol) Wetierstein Mw.: Sclilo« Wetierstein DonneeMag: Zunuirsgen Male; König Nlüoio oder: So ist das Leben Scbadtspiel von Frank Wedekjnd Musik v. Eduard K ü nn ekc or Mann in. lUAlil der Flasche Bjin'e uiklce CyU S Dacke spiele Sowie die übrigen Nummern m— hm. MUrchen-Pnniom. Nachm..„Aschenbrödel" I ctg. Kind frei. ~~\ R�chslanz ösf f" u, PanaüieDäco v. __1 In„AphrorfHo" 1__ Schau-ZW Potsdamer Platz Äönlggröher Str. 121 FD! I-Kiiharmonio(Cdorlielilssal), INongen, LU | Dem Gedäclknis LÜDWiG RÜBINEBS Alired Bcler'c(?or!e:ons), Hiidolf Leonhard(ReiSs) I Roma B- hiz-MarUn— Karlhei. z MatSsn(forlisoas) aus wDas himmlische Licht".„Der.Mensch in der Mitie mDie Qewaltlosen" 1. Akt. Karlen ä M. 2.1Q i. d.„Fi eiheit"-Buchhandlg., PreiteStr S'� I Der Rc'nertrag ist für politische Gefangene bestimmt, WW Wintergarten. Täglich 7? 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Seit Jahren konnte sich die dem Kapitalismuz eigene zur Verelendung der Arbeitcrmajsen nicht so unge- henimt ausleben, wie gegenwärtig, unterstützt iiud gefördert durch o:e Staatsgewalt. In dieser Situation braucht das Proletariat • ie Einheit seiner G« werkschaftsorga nisatio- � n so nöt g, wie das tägliche Boot. Dieser Gesichtspunkt muß 'für die Arbeiterschaft bei allen Handlungen auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewegung gegenwärtig matzgebend sein, alle andc- ren Erwägungen und Wünsche müssen einstweilen dahinter zu- rücktreten. Pflicht eines jeden ist es, dafür zu sorgen, datz in ollen Einzels ragen nach dieser Auffassung gebandelt wird. Pflicht gegenüber dem notwendigsten Bedürfnis der Arbeiterklasse. Es liegen Anzeichen dafür vor, datz wir bald genötigt sein werden, diese Forderung mit aller Schärfe gegenüber Zersplijtc- cungs versuchen zu betonen, die vom rechten Flügel inner- halb der Getverkühaftsbewegung ausgeben. Einstweilen aber wüssen wir sie leider erheben gegenüber dem Genossen Victor � t e r n, der durch die Verbreitung eines Artikels im Nachrichten- �cnst unserer Partei allen, die so zu handeln gedenken, in den «iücken fällt. Von dem oben gekennzeickmeien Gesichtspunkte ausgehend, haben sich alle unsere Genossen, die sich innerhalb der Gewerk- schaften in verantwortlichen Stellungen befinden, entschlossen, die Betricbsrätcwahfen mit sreigewerkschaftlichcn L i st e n k" führen. Sic geben deutlich zu erkennen, datz sie in einer Ltuangslage handelten, und wir sind sicher, datz überall dort, wo Unsere Genossen als Gewerkschaftler Einfluß auf die Wahlen ans- üben, das Ergebnis der Wahlen auch unter dieser Parole den Wünschen unserer Partei völlig genügen wird. Weil die Partei zu den Genossen dieses Vertrauen hat— eS wäre schlimm, wenn de eS nicht haben könnte— hat sie sich in die Angelegenheit ent- weher nicht eingemischt, oder dort, wo sie mit den Gewerkschafts» genossen gemeinsam über die Wahltaktik beraten hat, sich den zwingenden Notwendigkeiten der gegenwärtigen Situation in den Gewerkschaften unterworfen. Dazu kam die Einsicht, datz ei jcdf Arbeit in den Gewerkschaften, welcher Art sie immer sei, Unmöglich macht, wenn andere Glieder der Arbeiterbewegung von outzen her die Entschließungen der Gewerkschaften entscheidend i«ii>kll.sson wollen. Und nun häit es Genosse Stern für zweckmäßig, mitten >in Wahlkampf diesen Entschluß unserer Gcwcrk'chafis» »cinssen aufs heftigste zu bekämpfen. Er zeigt auch nicht nur, daß ihm jedes Verständnis für die gegenwärtige schwierige Situa- üon der Gewerkschaftsbewegung im allgemeinen und unserer darin tätigen Genossen im besonderen völlig abgeht, sondern auch, daß ihm die Voraussetzungen für die primitivsten Forderungen der Disziplin fehlen. Stern fürchtet— das ist kurz der wesentliche Inhalt eine» an Korten überreichen Artikels—, daß die Gewerkschaften die Be- triefcsräte durch ihre führende Rolle bei den Wahlen in die Hand �lomwen und sie ganz zu Organen der(Gewerkschaftsbewegung Uwchon werden, so datz die Möglichkeit verbaut wird, durch die Abständige Zusammensetzung der Räte.revolutionäre Organi- Lotionen zu schassen, deren bloßer Bestand den halben Sieg über das gegenwärtige System bedeutet hätte." Obhzohl wir in der Einschätzung der Wirkung der Räteorga- Dilation nicht ganz so optimistisch sind� wie der Genosse Stern, so evsten auch wir eine besondere Zusammenfassung der Rä!e für ätoeckmcitzig. SUbfr das ist eine Aufgabe» die n a ch d e n Wahlen erfüllen sein wird. Im übrigen fürchten wir eine enge Berührung der Gewerk- ichaftcn mit den Betriebsräten nicht so sehr. Wir möchten sogar fafwn, wer von der revolutionären Wirkung der Räteidee über- zeugt ist, der sollte sogar wünschen, datz die Gewerkschaften recht viel mit ihr zu tun bekommen. Wenn wir, wie der Genosse Stern, fürchten, datz der revolutionäre Rätegedanke den: Ein- slutz rückständiger Strömungen in den Gewerkschaften zum Opfer fallen wird, so ist das unseres Erachtens ein Manko an Ver» Iraueo in d'e Kraft dieses Gedankens. Ein Manko, datz wir ge-' rade vom Genossen Siern nicht erwartet hätten. Auch wir bedauern, datz die Gewerkschaften zumeist unier dem Einfluß einer Richtung stehen, dw im Frieden mit dem Unternehmertum ihre kleinen Tagesgeschäfte macht, anstatt den Klassenkampf mit der gebotenen Schärfe zu betonen und eine ent- sprechende Taktik zu pflegen. Aber eine Aenderung können wir nicht von einer Wahlparole erwarten, die zunächst nur dem Keim des Zwistes in den Gewerkschaften neue Nahrung geben würde, sondern nur von einer neuen Belebung des revolutionären ElcrnS in der Arbeiterschaft. Auch sie schafft man nicht durch Parolen und auch nicht durch Artikel, wie Stern sie unserer Presse zumutet. Steril untersucht dann den Grund dafür, dag unsere Partei es versäumt hat, den Gewerlschafteli mit der Aufforderung zum Wahlkampf unter parteipolitischer Parole gegenüberzutreten. Er schreibt: � .Die geunnderte Mionsfähigkeit unserer Partes, daZ gerade für unsere Partei so charakteristische häufig unent- schldssene Schwanken, die cschivchrigkett, gu einem Entischln.tz, zu einem konsequenten Handeln zn kommen, die Halbheit vieler unserer Entscheidungen, das alles beruht darauf, datz in der Führung unserer Partei zwei widerstrebende Richtungen um den matzgebendcii Einfluß ringen, die eine hierhin, die andere dorthin zerrt, und das Resultat natürlich keinem entschlossenen Vorwärtsschreiten, sondern eher dem Taumel,-, eines Betrunke- neu gleicht. Daß in der Partei zwei Richtungen einander gegenüberstehen,-ist dabei nicht das schlimmste. Wer eine Partei ohne' Rkeinungsvcrschiedcnheiten will, der müßte eine Partei von Hohlköpsen gründe,». Solange nicht eine der beiden Rich wagen direkten Verrat an den Grundprinzipien in der Revolution verlangt, solange nicht die Gegensätze so Vniiber- brückbar sind, wie etwa der zwisil-en Demokratie und Diktatur, ist es besser, beide Richtungen in einer Partei vereinigt zu halten, sonst käme man mit dem Spalten nie zu Rande, da es ja schließlich auch innerhalb der Linken und der Rechten noch immer ziemlich ins Geivicl't hallende Meinungsverschiedenheiten gibt. Aber der Kampf dieser Richtungen darf nur ein theoretischer sein, wenn nicht die Partei aufs schwerste darunter leiden soll. Das Handeln mutz die siegreiche Richtung allein beeinflussen." Stern unterscheidet Mo nicht nur rechts und links in der Partei, sondern, nach ihm gibt es sogar eine siegreiche blich» t u n g, ivas doch wohl die Existenz einer besiegten Richtung voraussetzt. Wir haben zum Glück nicht daS' Gefühl, daß es in der Partei Personen oder'Strömungen gibt, die sich als Be» siegte betrachten müßten. Und noch weniger scheint es uns, daß Genosse Stern Anlaß hat, sich als Sieger zu fühlen. Wenn es diese» Siegergefühl sein sollte, das ihm den Mut gibt, die Partei zu einer Taktik gegenüber den Gewerkschaften zu veran- lassen, die eine Gefahr für die Gewerkschaftsbewegung bedeuten würde, so erblicken wir darin eine Gefahr und wir würden wünschen, datz er diese Gefühle in Zukunft ein wenig bändigt. Achtung! Bauarbeiter! Montag, den L. März 1820, a b r-n d L ß'/s Uhr, Andreasfestsälc, Andveasstr. 21, Allgemeine Versammlung aller im Baugewerbe beschäftigten Maurer, Zimmerer, Dach- decker, Glaser, Töpfer, Maler, Tischler, Rohrleger, Klempner usw. Tagesordnu n g: t. Aetriebörätewahlen oder tarifliche Vcriretung. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Uniergruppenkeitung. In Anbetracht der äußerst wichtigen �Tagesordnung ist das Erscheinen aller genannten Grtlppen unbedingte Pflicht. Die Zentrale der Betriebsräte Gross-BerlinS. Der Nntergcuppenausschuß für Hoch- und Tiefbau. Hewertschastiiches. Die Versicherungsangestellten zum Schiedsspruch. Arn Sonnabend tagte eine Versammlung der Ausschutznnt« glieder und Vertrauensleute der Grotz-Berlmer Versicherung»» betriebe, in welcher folgende Resolution mit überwiegender Mehr- heit angenommen wurde: „Nachdem das Schiedsgerichtsverfahren durchgeführt worden ist, mutz damit gerechnet worden, datz die sich aus dem Schiebs- spruch ergebenden weiteren Schritte des Reichsarbeitsmini» steriums wegen der bedauerlicherweise einsetzenden formellen Matznahmen noch eine gewisse Zeil in Anspruch nehmen. Demgegenüber steht die Tatsache, datz die traurigen Wirtschaft- üchen Verhältnisse, die eine von Tag zu Tag fortschreitende kolossale Preissteigerung mit sich bringen, eine immer mehr um sich greifende Geldentwertung verursachen. Lediglich um die sich hieraus für die Äollcgenschaft ergebenden, in der heu:i- gen Zeit doppelt und dreifach fühlbaren Nachteile zu crmessen. empfiehlt die heutige Versammlung der Vertrauensleute und AusschutzmiMeder der Berliner Kollcgenschaft, die Rc'/erso zu unterzeichnen. Die Tatsache, datz am 10. Februar 1320(Beginn der Schiedsgerichtsderhandlungen) in ganz Deutschland nur 10 Prozent der Kollegenschcrst die Reverse unterzeichnet hat, wird in Verbindung mit den Erwägungen, die zu dem- heutige» Beschluß führten, jeden Beweis liefern, daß lediglich die un- geheuren Notzustände zur Reversunterzeichnung füfcrhu. Diese Tatsache kann und darf auch den ReichsarbeiiS» minister nur darin bestärken, datz weiter nichts als die schnelle Verbindlichkcitöerkläriing des Schiedsspruches die Ruhe in den Betrieben aufrecht zu erhalten vermag." Neue Mastenentlassungen in Reichs- und StaatsbefaKben. Laut Verordnung des Reichswehrministoriums vom IS. Fe» bruar 1820 soll sämtlichen Zivilangestellten zum 1. April 1820 gekündigt werden. DaS HeareSverorduungSblatt vom 18.-Februar 192!? bringt auf Seite 220 folgend« Notiz: Rc i ch»wehr mi n i sterirnn Heeresleitung. Berlin, den 18. 2. 1920 Allgemeines Truppen« nrt. Nr. 3345/1. 20. T. 2. I. Annahme von Zivilhilssirüftcn vom 1. April 1920 ab. In welchem Umfange von den Truppen usw. vom 1. April 1320 an Zivilhilsskräfte angenommen werden dürfen, wird noch bekanntgegeben. Damit keine Ausgaben entstehen, iür die Mittel im HeercshamShalt für ,1920 nicht vorgeiehe:! sind, ist sämtlichen Zivilangestellten Kim 1. April 1920 zu kündige». Neuanstellung von diesem Zeitpunkte ab ist nur in Grenzen der noch zur Mitteilung gelangenden Höchstlstürken zulässig. Im Auftrage: Heye. Aus Grund dieser Verordnung ist bereits sämtlichen Lohn- eippfängern des Sanitätsdcpots Berlin, Scharnhorstsfratze, mitge- teilt worden, datz den dort Bcschaftigien am 15. Mörz V'0 die Kündigung ausgesprochen werden wird. Dasselbe Los sieb! v- scheinend den Pförtnern, Schließern und sonstigen Lohnrmpfti;� gern der Kommandantur Berlin(Nördliche und Südliche Arrest-' anstalt) und dem Absperrversonal des Kricgsonnisteriumö bevor,. Schon vor einigen Tagen hatten diese, erfahren, datz beabsichtigt sei, ihnen zu kündigen, um an ihre Stelle Chargierte der Reichs- wehrtruppcn zu- setzen. Gegen diese Brotlosmachung mutz, falls sie Wirklichkeit wer» den sollte, auf das allerentschiedenste Protest erhoben werden. Müssen Entlassungen bei der Reichstvchr vorgenommen werden, -dann darf man wohl erwarten, datz nicht andere Arbeiter brotlos gemacht werden, um den Chargierten der Reichswehr eine sicue Futterkrippe zu schaffen. «- Vom Zeniralvevband der hinge st elltcn wird uns zu dicur An» gelegenheit noch geschrieben: „Die ohne Aufschrift durch die verschiedensten Zeitungen ge» gangenc Notiz, daß den Zivilangestellten bei Behörden usw. zum 1. April 1320 zu kündigen sei, hat zu vielen falschen Mastnahmen e» b» !ee, der en- ist ede utQ sett Der Sternftemhof. Roman von Ludwig Anzengrubcr. iul» mg 9' illls dar und ein- dce ml? pc» ;in( (£s* ue» i n Reden ien, den lle» iii- rtN» age ;>« dclf 0>h 1") iniV pe« im' ich' st- „Die gönnst ihm?" murrte die Alte.„Spiel du�d'ich �it auf die Erkenntliche hinaus! War' dir so ums Herz, io ging wohl dein' Mutter allen andern voraus! Nit? �ber wann nur du dich z'sammstatzen kannst, so mag ich "cbenhar rennen wie ein' Hadernkönigin. Der Muckerl Kuird' mich auch bedenken, w-ann du ihm nur ein gut' Wort Äbest." „Ich Hab' um mein' Sach' kein's im ihn verlorn, werd' ich dock, nit um fremde betteln.". .„Ja. das stund' dir nit an, du hochfahrig's Ding? Holt'st dich"Icickrt schon vov'tn Bettelngehen sicher? Nimm "»r dein' Holzschneider. Fahrt ihm einmal unversehens der Schnitzer in d' Hand und bleiben ihm die Finger verkrümm:, �'s mit der ganzen Herrlichkeit vorbei. Hätt'st wohl auch «uf was G'jcheidter's warten können." In selbstgefälliger Eitelkeit» die Worte drehend und folgend, entgegnete die Dirne:„Zuwarten und aufdringen Ist nit mein' Sach'." Sie befühlt« ihre vollen Arme, die ».•»»■*, Iii„ LI l az»»-y•>»»'»»- I>■' f, fo Vor sich über der Bettdecke liegen hatte, den einen mit °e>n andern.„Mit solche Arm' braucht mar nur festz'halten. einem taugt, unter dö, was darnach greifen." „Freilich wohl, dalkete Gredl! Aber latzt mer sich ein- "fal drauf ein. dann hältst mer nit nur. mer wird auch �'Hollen und mag nit loskommen" DaS Mädchen kehrte sich gegen die Wand und gabn.e. »Pah, war' mir d'rum, riskieret ich halt ein blaues Fleckel." III. . Ter Sonntag hat seine festliche Stimmung vom ersten 7?liten der Kirchonglockea, das in der Morgenlust verklingt, As nachmittags, wo man, vom Segen heimkehrend, wieder ifoer ik heimische TürsckMelle tritt; danach aber, wenn dl« �un.ie sich neigt und di« Vögel zu lärmsn aufhören, wäh» �nd„Manner und Buben" im Wirchauife damit anheben. beginnt für jene, die in den Stuben sitzen, fiir die Bäuerin- fffn. für die Bursa, en, die kein Geld haben, für die Bauern. es sparen wollen, für die Unkräftigen-, W vonr Siechtum eben erstanden sind oder sich in dasselbe gelegt haben. «ine verlassene, nachdenkliche, ja, langweilige Zeit. Gegen das Verlassensein hilft freundnachbarlickjer Besuch. gegen die Nachdenklichkeit unterhaltsame Ansprache, welche auch der Lttogweile nicht aufziukommen gestattet. Es war daher recht christlich von der alten Matzner Resl am oberen Ende des Ortes, datz sie sich enbschlotz, die Kleebin- der in am unteren Ende desselben heimzusuchen.:- Die alte Nesl befand sich nicht einmal auf ihrem Stü-bel, sie hatte da jederzeit ihr einzig Kind, die Sepherl, um sich, mochte sie übrigens auch einen klein wenig selbstsüchtigen Anlaß zu dem Besuche bei der Mutter Muckerls haben, so soll das der Christlichkeit ihres Unternehmens keinen Abbruch tun, wer kann im Verkehr unter Menschen- diese Schwäche hoch aufnehmen, die s-e-rbst der Frömmste im Verkehr mit Gott nicht los wird, durch den er für sich die ewig« Seligkeit zu gewinnen hofft. So gingen denn Mutter und Tochter die schmale Straße zwischen der Hauserzeile und dem Ufer des Baches dahin. Sepherl war eine, mannbare Time, mittelgroß, mehr sehnig als voll gebaut" was, wie die Rauhheit ihrer Hände, von früher, harter Arbeit herrühren mochte, sie hatte ein rundes, gutmütiges Gesicht, das Schönste in sÄbem waren große, friiche. blaue Augen, die sie oft wie wundernd, weit aufriß, und daher rührte wohl die dünne, in der Mitte ge- brochone Falte, die über den Brauen von einer Schläfe zur anderen lief. Ihr Mund war klein wie im Wachstum zurückgeblieben, und nahm sich, geschlossen, die blutroten Lippen in tiefe Winkel verlaufend, wie der eines Kindes ans, das dem Weinen nahe ist. Die alte Kleebinderin saß bei geschlossener Türe am Fenster, als die beiden in das Borgörtchen traten. Sie be- eilte sich ihnen entgegen. „Bist allein?" sagte die Resl. „Ja, mein Muckerl is ins Wirtshaus." „Ich weiß."- „Tut Euch setzen. Sepherl, nimm dir den Sessel aus dem Eck dort. Is recht schön, daß Ihr Euch wieder einmal anschau'n laßt." ..Freut uns, wann wir dir nit ung'legen kommen. He;# is ü schöner Tag, und'g Weg von uns her kann.mer 'wohl für ein' klein' Spaziergang rechnen. ES war' auch i gar nrt unlustig zu gehen, tät' nur der Back) nit jein, cer stinkt so viel." !„Ja, so viel stinken tut er," sagte Sepherl mit dünner Stimme, und wunderte sich hinterher, das heißt, sie machte große Augen, sei es über die üble Eigenschaft des Bc-.heS, ! oder weil sie, ungefragt, dazwischen gesprochen. „Dich sieht mer aber fast gar nit außer Haus. Klee- bin denn?" »Ich komm' so viel schwer-ab. Weißt a, Matzner Resl, mein Muckerl arbei-t't heim. Feldarbeit braucht kein Nachräumen, aber Stubcnarbeit braucht's man glaubt nit damit 'fertig z'werden. Ja, er schafft aber auch fleißig die ganze Woche über. No, wollt' er sich heut' einmal lustig mache u, Hab' ich mir gedacht, soll er." „Hast recht, Kleebinderin, Ich kann mt anders sagen, als daß du«-rccht hast. Er is a braver Bub' und gönnt dir, als seiner Mutter, so auck) alles Gute." „Das tut er. Der liebe Gott wag ihm's lohne:!." „Amen!" sagte die alte Resl, dann deutete sie nach der . oberen Lade eines breiten Wäschchchrankes.„Gelt, jetzt is � wohl wieder Geld da d'rein, wie der alte Kasten schon seit viel Jahr' n-immc-r beisamm' g'seh'n hat?" „Es is schon«ins d'rein," sagte die Kleebinderin, vom , Ellbogen auf die Hände dazu beteuernd schüttelnd,„ich sag' nit, daß kein's-d'rein war', aber so viel, wie du vermeinst, mein' liebe Mahnerin, wohl nit! Mußt ja bedenken, daß aus'n harten Zeiten her noch Schulden tzu zahlen waren. und'was's Arbeitszeug kostst und d' Farben, wie hoch j d' Fracht z'stch'n kommt und was ein'm d' Steuer abbricht, i Jesus, du mein!" Sie beugte sich, beide Hände ans die ■ Knie gestützt, vor und sprach zur Diele hinab.„Kannst ' mir's glauben, wann-d' besten Freund' kämen, nrt ein' Heller hätten wir zu verleihen." „Mein' liebe Kleebind�rin, wer so gut als ich weiß, toi« ein in nach nothafter Zeit«der z'rückg'legte Groschen an- lacht, dem leid't's d' Freundschaft nit, daß er davon borgen kommt. Mußt also nit meinen, ich hätt' an dein' Geld- truhen klopfen woll'n." „Glaub's ch' nit, bist ja van je a Sparmeisteri» 3'west."„ v,.Wrtschung, Anlaß gfCftefe«. wie Sefreffeuiic Verfügung SMiig Bern Reichs» toehrministeruun und.betritt nur die diesem unterstehenden Dienststellen. Für die HeeresabwicktungSstellen und Auflösung�- Kommandos, die dem Hecresabwicklun�s-Hauptamte und dem Heeresalnsicklungsanue Preußen unterstehen, trifft diese Ver- ifugung nicht zu. Der Adbau dieser AdtviLlungSstellen findet nach wie dar in gewohnter Weise durch die beiden WbwickiungSämter ini Einvernehmen mit dem Neichtabwilli'.tngZloN'.missar usw. statt. Da demnach irrtümlicherweise Kündigungen von Zivilangestellten bei HcereSabwicklungsstellen vorgenommen wurden, sind sofort der Abbau-AuSschutz beim AbwicklungSamt des früheren GaroekorpS. Berlin C. 2, Hinter dem Gießhause(Zentrum 12810), und der Abdau-AuSschuß beim UbwicklungSamte des früheren III. Armee- ikorpL, Berlin W. 10, Genthiner Str. 3, I Mollendorf 21G-1 und lKurftirst 5785) zu benachrichtigen bzw. die Entscheidung des Reichs- aAvicklungskommissars oder dessen Bevrllmächtiglen, Dr. Zucker, Leipziger Platz 13(Zentrum 6900) einzuholen, damit die unnötige Benwruhigirng der in Frage kommenden Zivilangestellten baldigst behoben wird." Beendigung des Bäckerstreiks. Der Bäckervorband hatte zum Freitag, den 6. März, dl« Im Ausstand befindliäjeu Sirci-barfer zusam menbernferq, um diesen ist« Nervi nbarung zu unterbreiten, die zwischen der Vereinigung vor Brotfab�Zartten Groß-DerlinA und dem Zcntralverband der Bäcker und Kandhoren und verwandten VeruiZgenossen Verivab tuug Berlin, vorbehaltlich der Zustimmung der Auftraggeber ab- geschlossen war. Danach beträgt dar Mmdestwochenlohn in den Graß-Berliner Großbetrieben für den Gelellen M. 105 mit Wir» kung vom 16. Februar ISA). ES soll unverzüglich in B erHand- lungen wegen eines neuen Tarifvertrages eingetreten werden. WS zum Abschluß desselben gelten— mit Ausnahme des festge- setzben Lohnsatzes— die übrigen Bestimmungen des alten TarisS. Maßregelungen aus Anlaß dcS Streiks dürfen nichjj stetttfinden. Die Versammlung stimmte dem Abkommen zu und wurde die Arbeit sofovt wieder aufgenommen. Achtung! Töpfer! Die Töpfermeister Berlins haben in ihrer am Freitag ab- gehaltenen Versammlung beschlossen: Ab 8. März 1920 find an Lohn 5 Mk. pro Stunde zu zahlen, für Akkordarbeiten erhöht si-b die Teuerungszulage für O-fen und Kochherde auf 350 Prozent. Der Borstand der Filiale Groß-Berlin de? Zentralverbanbcl Ger Töpfer hat dazu Stellung genommen und folgenden Beschluß «efaßt: In den einzelnen Firmen haben die Kollegen am Montag, den 8. März vor Arbeitsantritt die Forderckng an den Unter- nehmer zu stellen, daß der Lohn von 5 Mk. und die Teurungs- zutage von 350 Proz. rückwirkend vom 1. März an gezahlt wird und zlvar vorbehaltlich wetterer Verhandlungen. Erfolgt die Zu» strmmung des Unternehmers nicht, so haben sich die Kollegen so- fort mit dem Beibandsbureau telex Hönisch ig Verbindung zu fetzen. Um Dienstag, den 0. März 1920, abends 6 Uhr,-findet im KSnigstadt-Kastlu,, Holzmarktstraße 72. eine Mitgliederverfamm- lung statt, in welcher weiter- Beschtüffe gescrfst werden sollen. Kein Kollege darf fehlen. Der Vorstand der Filiale Berlin. Maler! Laut Vereinbarung im ReichSarbeiisministerium von, 5.-7. Februar, der beide VertragStontrahenten zugestimmt haben, ist der Lohn um 1,20 Mark pro Stunde er- höht worden, so daß der Min-malwhn rückwirkend vom 15. Februar ab 4,20 Mark beträgt. Tempelyrs-Mariondolf-Warienietde.. Am DienÄag, den 9. d. M., abends 7 Uhr, findet bei Streiter in Wariendorf. Ehauf. westraße 27. eine Sitzung der GewerkschMskommifsion statt. Sämtliche DLtglieder der Kaminifsivn, fterue die Obleute der Be- triebö- und Angestellteuräte auS allen Betrieben Mariendorfs nmssen unbedingt zu dieser'Sitzung erscheinen. Auch die Kandida- ■ten für das Gewerbe- und KausmannSgericht Mariendorf sind hierzu eingeladen. Aus den SügguMsrn Bezlrksverband Berliu-BrandenSurg. Die Verbandsgeneralversammlung dcS Bezirks Berlin-Bran- denburg findet am Sonntag, den 28. März, vormittags 9K Uhr, im Svphienlhzeum, Weinnieisterstraße 10/1? statt. Die Tage»- ordnung lautet: U Beschlußfassung über da? Reorganrsatlonsstatut Berlin- Brandsiwurg, � �- 2. Verschiedenes. Der Vorstand. I. Distrikt. S. Abteilung. Z nhlmorgen an, Dienstag, früh 4 Uhr, bei Schirm, Charlotrsnstrahe k. T�-O.:»Uisser neues Organo sation�stawt�. vb-nd- 7 Uhr. Algaer Strohe S. Realschule. Konferenz sämtlicher Funktionäre und aber p.omnnsslonsmltgtic�er. T.-O.: Vortrag des Denoffen Wsis« über„Swnerprobleme... 8. Distrikt. Montag, obends 7 Uhr, Berfammlung aller Funk- tionäre, Schulanla, Dieffsnbachstrahe 51. 7. Distrikt, ffllonto!,, abends 7 Uhr. bei Rnimmbach, Warschauer Strasse 6t, Sitzung sämtlicher Funktionärs tDistriktskonsersnz). 10. Distrikt. Zentralmahlburem» sur>Llt-rnratswll-,lcn vsfindet stch bei Krone, Wolliner Siratzs 54. bjenessen und G-nossmn-n zur Wohlhilke tressen sich dort vormittag?« Uhr. Radscchrer werden gz- boten, ssch emzusindeg, keiner darf fehlen. 11. Distrikt. Die Funktionürkonserenz findet wegen d-s Gesell- schaftsabends zu Ehren des Genossen L-d-beur dle-mal D-enstag. den S. März, abends 7 Ichr, im Lobal von Kluge. Zosmunder Str. S. statt. 15. Distrikt. Die Distriktt>onfer«iz findet nicht«„Schultheiß", Neue Fakobstr. 24/Z5. Vertrauensleute der in.Buchdruckiereien besa>Sftigt«n Nuchdinder» arbcKev und-arbeiierinnen. Montag nachm. Kä Uhr Bertvmiens- män Versitzung im Gewerdsrizaftahau».(Näheres sieh« Infenat.) Liix'wpapisr.. Briefumschlag-. Pap!«ra«»stattmig- und Kolorier« betriebe. Moniag nachm. 5 Uhr B r a»ch e n vers a mm l u ng M den Ssphlenfälen, Sophienst«. 17/18. Sozialist'.sch: Prvleta-teriirgsnd NenkZNn. Heute, Sonntag. Wände« rung nach Erkner. Treffpunkt Vj7 Uhr Kreuzfüchse, prima, 200 M. an, Alaskafüchse 150 AI. an, Zobel füchse.BIaurQclise.Si Iber* täcIOe und alle anderen Pefz- waren staunend bilUg.MTiptop**, Turmstraße 38. Sonntags geschlossen. Möbe?, jranze Einrichtungen. 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Besonders gegen die Unaü- d.fen richteten sie chre Angriffe und warfep ihnen vor, tfr. �re Politik in die Schule hineinbringen, mit 4 iot& und Parteigeist die Schule vergiften wollen. sfn natürlich blanker Unsinn, und die Schreiber solcher �wtter und Zeitungsartikel wissen auch ganz genau, ha nic�t? ferner liegt, als die Schule politisch zu miß- u>en. Wir wollen im Gegenteil die Politik aus der «�vtfernen. und.'fnxtx jene Politik, die unter der Herr- .Si Reaktion in den Schulen getrieben wurde und auch noch von ihren Anhängern getrieben wird. Uugählige �le vcweifen es, daß niit allen Mitteln versucht wird, Seift, der die Schule beherrschen soll, von ihr »iS? gezwungen werden� die raAtionären denen zum Teil noch unsere Schuljugend anver- Riül'.�ö:aon vthgolialteu, den preußischen Untertanen- . uuo die Frömmelei noch weiter unseren Kindern einzu. ,�l>ch heute schwärmen diese.Herrschaften für das �wdene.HohengollerNhaus und suchen die-ihnen anver- � Zöglinge damit anzufteckeu. Wer da weiß, daß die ßHTOg zu einer solchen Denkweise nur im Interesse einer �Achaft liegt, wird das demagogische Gebaren der so- ,..Unpolitischen" sosort erkannt halben und sich mit M chnen albwenden. Wer ist wahlberechtigt? Bater und Mutter, Adoptiv- und Stiefeltern. Geht frühzeitig zur Wahl! Das ist notwendig, damit niemand seines Stimmrechts verlustig wird. In Neukölln und anderen Vororten mußten Hunderte von Wählern zurückgewiesen werden, da die Wahlzeit pünktlich eingehalten werden mußte, auch wenn noch Wähler im Wahlraum vorhanden waren. -der finden diese Wölfe im Schafspehz o-nch noch unter jkchsrterfrauen fruchtbaren Boden: die Erhaltung des «Unterrichts in den Schulen müsse gegen die RÄ-i- lz» geschützt werden. Nun ist aber lv-ut Verfass'.mg �»givnsnnterricht in den SkMen— wir sagen leider � �gelassen, und die Elternräte, die.beratende Stimme 4n?nnen �)n vick't beseitigen. Alber wenn auch der /.wsun-terricht aus der Schule einmal entfernt wird, "awit doch nicht gesagt, daß niemand,.der noch reli- Wm>nt, ist, auch seine Kinder religiös erziehen lassen '-vur in der Schule soll dos nicht mehr möglich sein, 1 es sollen dafür andere Möglichkeiten gesch-rfsen vetzt aber soll verhindert werden, daß die Kinder, eigenen Wunsch oder auf Wunsch ihrer Eltern am ;r?!®untervicht nicksi teilnehmen, deswegen von den -�.zurückgesetzt und vcrnachläiffigt werden. Die Un- PTvit, die von vicklen Lehrern auch heute noch gegen- fkn Kindern sozialistisch und antichriftlich denkender �geübt wird, muß beseitigt werden, und dabei sollen Elternbeiräte helfen. # Zweite Richtung, gegen die wir bei den Elternrats- ! w kämpfen haben, ist die-der Rechtssozia listen. Im ° trennt uns ja in der Schul frage eigentlich gar ihnen. Ihr Schiilprogramm ist dasselbe wie un- �uch sie verlangen die Trennung von Schife nnd A und auch sie wollen einen anderen Aufbau der Aber wie in allen anderen Fragen, sind die Rechts. 'tzii 1 Q.U� in der Schulfrage recht unsichere Kantonisten. �d-nis mit dem Bürgertum, das sie überall, in Reich, Gemeinden, ja sogar teilweise bei der Listen- i>�j*g zu den Elternbeiratswahlen, eingegangen sind, �u fortwährenden Kompromissen, wobei der beste Programms dann unter die Räder kommt. Bei es wohl schöne Worte, wie sie sich die Fort- aller Einrichtungen denken, aber zu Taten, die ityjfMse des werktätigen Volkes liegen, können sie sich ' Tie Michwingen. Da versagt letzten Endes ihr Mut, l»!�"ch gebunden fühlen durch ihr Abhängig keitsver- � zu den bürgerlichen Parteien. allen Parlamenten, so bieten auch für die �errate Bat die vnabWMeu Kandidaien Gewähr, daß die Wünsche und Beschwerden der Schiilbe trieb betreffend, eine entschiedene Per- �'anden. Tie Unabhängigen brauchen keine Rücksich: nehmen, daß ihre Kritik, die notwendigerweise -ei.��kden muß, irgendwo bei einer höheren Stelle Schulbchörden selbst Anstoß erregt: sie können getreu dem sozialistischen Schulprogram-m, an ? ng der Schule mitwirken, soweit es der zur ki?Mr enge Rahmen gestattet. Für jeden Wähler ir. vr öei der beutigen Wqhl nur eine Parole: Ein scheint heute zur Wahl und Wll die Liste der Ilaabhäugigea! �'ternheiratswahlem in Berlin finden van vor- fk. �hr bis»achmittags 7 Uhr statt. Alle Partei- werden hierdurch aufgefordert. Freunde und Be- r Wahl mitzunehmen. Wie wird gewählt? ist geheim und erfolgt durch Abgabe eines ''cia-' nur den ersten Namen der Kandidaten- ,!* Wegen Papierknappheit werden keine Wohl- Vn�bfolgt. Deshalb bitten wir alle Wähler, den > zweimal geknifft dem Wahlvorsteher zu über- W�iet den vom Rektor zugestellten kleinen Zettel y.als Wablausweis dient— nicht zu vergessen. i�ptellung dieses Zettels etwa versäumt sein sollte. 4. Distrikt, 1. Abteilung. Helfer für die' Elternbeiratswahl treffen sich am Sonntag vormittag nicht Britzer Str. 32, sondern Ndmiralstr. 26. 18. Distrikt. Heute vormittag von 9 Uhr ab sämtliche Ge- nassen zur Wahlhilfe im Lokal von Börner, Bellermannftr. 97. Lichtenberg. Heute, 7. März, von 9 bis 7 Uhr, Elternbeirats- wahl-n für folgende Schulen: Reform-Realghmnasium, Parkaue; Liste Dr. W. Alterthum. Cecilien-Lyzeum, Nathaussir. L; Liste D. Bardach. Wählt die Listen der Opposition! Wahlhelfer treffen sich 8H Uhr Restaurant Haast, Möllendorffstr. 106=107, Ecke Parkaue. Herrn sdorf. Die Wahl findet heute in>der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags statt. Das Wahllokal ist bei Löffler."Die Genossen treffen sich dort um SV, Uhr. Tegel. Die Wahlen für die Huimbotdt-iOberrealschule finden heute von 9-�3 Uhr in der Schule statt. Es ist unbedingte Pflicht aller Genossen, deren Kinder diese Schule besuchen, sich an diesen Wahlen zu beteiligen, um wenigstens einige Überzeugte Vertreter unserer Schulpolitik in diese Hochburg der Bourgeoisie hineinzu- bekommen. Unsere Liste trägt die Bezeichnung»Liste-Georg Kohl". � eä sich, andere Legitimationspapiere(Mietkon- "�rzettel usw.) mitzubringen. Wo wird gewählt?. Schule, in welcher eure Kinder unterrichtet Altern, die Kinder in mehreren lln haben, dürfen in allen diesen Zählen. � �- Der Geist von 1914. Herr Adolf Wuschick, früher Angestellter des Metallarbeiter. derbaiches und jetziger Agiiator der S. P.D.,' hat kürzlich in einer Versammlung der Vereinigung von Frontsoldaten— einer Per» einigung, die auch die Wiederherstellung der Monarchie erstrebt— einen Vortrag gehalten und darin den Wunsch ausgesprochen, daß der Geist von 1914 noch einmal wiederkehren möge. Er hat damit stürmischen Beifall geerntet, und er erlebt auch die Genugtuung, daß dieser Geist sich bereits wieder sehr lebhaft zu regen beginnt. Wir erhalten jetzt einen neuen Deweis dafür. Im Efplanade-Hoiel in der Bellevuestraße, also ganz nahe der jetzigen Wirkungsstätte des Herrn Wuschick, spielte dieser Tage die Kapelle auf Wunsch einiger Gäste das Lied.Deutschland, Deutschland über alles". Die Mehrzahl der Gäste— man kann sich denken, daß es lein« Arbeiter waren— erhob sich und sang das Lied stehend mit. Ein anderer Gast aber, der den Zauber nicht mitmachte, wurde von andere» Gästen deswegen belästigt. Ist das nicht wieder der Geist von 1914? Sang man damals nicht in jeder Kaschemme Tag und Nacht unaufhörlich die patriotischen Lieder? Und riskierte nicht jeder mindestens ein blaues Auge, der nicht mitmachte? Nicht wahr, Herr Wuschick, das war etwas Herrliches, mit diesen Idioten sich zu verbrüdern? Und jetzt haben wir eS glücklicherweise bald wieder f» weit ge- bracht. Uns tun nur, die Arbeiter leid, die Herrn Wuschick und seinen Genossen noch immer nachlaufen. Ihnen müßte doch bald ein Licht ausgehen, wessen Geschäfte diese Herren besorgen. Der Geist v«n 1914, den sü herausbeschwören, hat das deutsche Volk inS Unglück gestürzt, was Herrn Wuschick aber nicht hindert, ihn zu» rückzurufen, und, wie man steht, mit gutem Erfolg. Etwas vom Sparen. In der heutigen Zeit ist alles so sündhaft teuer, daß auch der größte Verschwender von früher, wenn er nicht gerade ein Kriegsgewinnler oder Schieber ist, sich der äußersten Sparsam- keit befleißigen muß, um mit seinem Gelde auszukommen. Wenn es an len eigenen Geldbeutel geht, dann wird diese Spar- Methode von den meisten Menschen auch befolgt. Anders ist es aber, wenn es auf Kosten anderer oder der Allgemeinheit geht. Da fragen viele nicht danach und gehen arg verschwenderisch mit dem ihnen anvertrauten Gut um. Dur in unierer Redaktion können davon auch ein Lied singen. Heute nur ein kleines Beisviel. Gehen un» da aus einer Nachbargemeinde drei Briefe zu. Inhalt jedes einzelnen Briefes: Lebensmitteinachrichten. Jeder Brief ist mit einer lö Pfennigmarkc frankiert, alle drei von der Post abgestempelt:»4. 3. 30. 3— 4 N.,-also alle zu gleicher Zeit abgesandt. Wir fragen uns. warum werden die Mitteilungen, die zu gleicher Zeit aus einem Bureau kommen, nicht in einem Um- schlag verschickt? Bei der einzigen kleinen Sendung ließen sich schon folgende Ersparnisse machen: 2 Marken ä 15 Pf. gleich 30. Pf, 2 Umschläge k B Pf. gleich 10 Pf., zweimal Adresse schreiben zu bewerten mit mindeste»? 20 Pf., zusammen also 60 Pf. Ersparnis, also 200 P-oz. Und das bei einem einzigen kleinen Akt der Gemeindeverwaltung. Wenn das im allgemeinen so ge- handhabt wird, kann man sich ausmalen, welche Summen jähr- lich unnütz ausgegeben werden: natürlich alles auf Kosten der Steuerzahler, denn der Beamte, der dies zu verantworten hat. zahlt es sicher nicht aus ferner Tasche. Diese?, Beispiel ist nun nicht etwa das einzige, womit wir dienen können. C nein, es kribbelte uns gerade einmal in den Fingern, als es unS zu Gesicht kam, und einmal platzt die Galle doch, wenn man täglich die Erfahrung machen muß, daß mit dem Papier und Porto, daß doch wirklich teuer genug geworden ist, so geaast wird. Wenn einzelne Beamte sich nicht von selbst an etwas mehr Sparsamkeit gewöhnen können, wo es doch so leicht ist, sollte ihnen von maßgebender Stelle doch einmal etwas mehr Respekt vor. dem Eigentum anderer beigebracht werden. Die juristische Sprechstunde findet in dieser Woche zu folgenden Zeiten statt: Montag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr, Dienstag. Mittwoch und Fre-itag von 5—7 Uhr. Arbeiterbildungsschule. Der für he-ute angesetzte Vortrag der Genossin Dr. Anna Simsen findet erst am Sonntag, den 21. März statt. Genosse Fritz Zubeil, der vor etwa 14 Tagen an Grippe er- krankte, befindet sich, wie wir zur Beruhigung besorgter Genossen mitteilen können, auf dem Wege der Besserung. Er bedarf aber, was bei seinem hohen Alter und der Art der Erkrankung ver- ständlich ist, noch sehr dar Schonung und wird vorerst seine ge» wohnte Tätigkeit nicht wieder aufnehmen können. Einen grimmig«» Haifisch bracht« uns gestern«in Leser un- sercs BlarieS auf Sie Retaktion. Er hatte ihn aber— zur Beruhigung ängstlicher Gemüter— ncht in der Spree tze sangen, sondern unter dem Etikett.Seeaal" in einem Grünkramlaoen iß her Dresdener Sfr,?, gekauft. Zha Mn kleine Haifische gjS Seeaale den hungrigen Berlinern verkauft werden, dürfte die Hyäne des Meeres auf den Aussterbeetat gerutscht sein. Handgranaten auf den Straßenbahnschienen. Als Soiuv abend morgen gegen W Uhr der Wagen Nr. 2930 der Linie 64, vom Nollendorsplatz kommend, den Wittenbergplatz passierte, wurde von dem Schutzblech des Wagens ein Paket von den Schienen heruntergeschoben. Der Führer, der wenige Schritte weiter den Wagen zum Halten brachte, fand vier Stück in Papier gewickelte Handgranaten darin. Mit der Verteilung derartiger Mordwaffen sollte man endlich anfangen etwas vorsichtiger zu werden. Zu dem Brand der Zelluloidfabrik in der Jnvalidenstraße wird uns geschrieben: In dem Betriebe stehen die Arbeiter und Arbeite- rinnen seit dem 2. Febr. im Streik, zur Durchführung der tariflich festgelegten und vom 15. Oktober 1919 nachzuzahlenden Löhne. De Firma hat Arbeitstvillige eingestellt, die van den Gefahren bei der Verarbeitung von Zelluloid leine Ahnung haben. Vorschrists- mäßig müssen in jedem Betriebe zwei Ausgänge vorhanden sein. Verschiedentlich wurde der eine Ausgang von den Unternehmern verschlossen. Die Ursache des Brandes ist unseres Erachtens, daß die Arbeitswilligen das zu verarbeitende Zelluloid während der Frühstückspause auf der Anwärmplatte liegen ließen. Die Polizei- Vorschriften wurden nicht beachtet. Angebracht wäre. es, wenn sich die zuständigen Behörden noch etwas näher- mit diesem Be- triebe beschästigen würden, auch mit der Tatsache, daß die Arbeiter Zelluloid zur Heimarbeit mit nach Hause nehmen und dadurch eine ständige Gefahr für die vollgepfropften: Arbeitcrhäuser bilde» tebensmiklelkalender. Berti». An der Woche vom 8. bis 14. Mö-z inländisches Frischt fleisch oder ausländisches Büchsenfleisch. Bi» zu einem Fünftel der Wochemnenge ist aus Veitaigen der Schlächter w Wurst zu entnehmen. (Preis 11,84 bzw. 11,4« M. für das Pfund.)— Auf Abschnitt L d», allgemeinen Lebensmittewane bis zu 5 Suppentafeln, auf Abschnitt 3: Ivo Er. Graupen und auf Abschnitt 4: 125 Gr. Teigwaren. Die An» meldeabschnitte sind bis Mittwoch bei den Kletochandlern abzugeben.—- Ferner kommen im Monal März wiederum zur Ausgabe: 4 Pfd. Nähr» mittel an Kriegsbeschädigte mit einem Grwerbsverlust von vündeftens S« Proz., sowie kondensierte Milch und Panin an werdende Mütter Nu 5. und S. Monat nach Bestimumngen der Zentralstelle für Kranken» ernährung.— Aus Abschnitt 53 der Süßstoffkarte H entfallen im März 4 Packchen Süßstoff.— Wegen der durch Echleusenschäden erschwertell Schiffahrt und weil die Stettiner Fabriken viel Zucker nach Ostpreußen liefern müssen, bleibt der Abschnitt 52 der laufenden Berliner Haid» jcchrs-Zuckcrkarte bis zum 15. März, der Abschnitt 53 bis zum 31. März und der Abschnitt 54 bis 15. April gültig. Charlattcnburg. Sö0 Gr. Fleisch laut b es cm derer Bekanntmachung: 4 Pfd. Kartoffeln und Trsatz laut besonderer Bekanntmachung: 20 Gr. Butter und 70 Gr. Maigarine: 125 Gr. Maissabrikate auf Abschnitt 7, 125 Gr. Graupen auf Abschnitt 8: Kreigsbeschädigte, die 30 Proz. und mehr erwerbsunfähig sind, erhalten für März je 1 Pfl>. Teigwaren, Graupen. Hafernährmitiel und Hülsenfrüchte. Schüneberg. Bis zum 9. März Voranmeldung für 125 Gramm! Welzengrieß auf Abschnitt 8, 250 Gr. zuckergesüßle Marmelade auf Abschnitt 12 der allgemeinen Lebensmittelkarte, 250 Gr. Maisgrieß auf Abschnitt 44 der roten und grünen Schöneberger Bezugskarte. Zu Ostern findet eine Bsrteflung von Zwieback, Kakao, Malzextrakt, Bienenhonig und Speisesirup an die Kinder bis zum 17. Lebensjahre, alte Leute von 60 Iahren und darüber und an werdende und stillende Mütter auf besondere Bezugscheine statt. Di« Voranmeldung htersin: erfolgt bis zum 1k. März. Die werdenden und ftillenden Mütter er» hallen die Bezugscheine in den Brotkommissionen gegen Vorzeigung der von der Kvankcnstelle ausgestellten Bewilligungsschein«. Di« Be- zugsberechtigten wollen dafür Sorg« trogen, daß sie rechtzeitig in den Besitz ihrer Bezugscheine gelangen.— Ausgegebon werden in der nächsten Woche: 4 Psd. Aartostoln auf die Abschnitte 11» bis llck der Karloffelkarte, für ausfallende 3 Pfd. Kartotfsln 400 Gr. Droßbrot auf die Abschnitt« Ue bis 11g der«artoffelkarte, 250 Gr. zucker» gesüßte Marmelade auf Abschnitt 6 uns 125 Gr. Gerstenfabrikats cmf Abschnitt 7 der allgemeinen Lebensmittelkarte. Für dl« Entnahme von Brolkartsnmehl gilt neben der Brotkarte für die Woche vom 8. bis 14. März der Doppelabschnitt 45 der roten und grünen Schöne» derger Bezugskarte. Wilmersdorf. Fleisch gemäß besonderer Bekanntmachung: 3 Pfd. Kartoffeln auf lOz— c, 250 Gr. Großbrot auf 10 für werdende: 1 Dose Malzextrakt, 4 Päckchen MIchsüßfpeisen, 4 Dosen Kondensmilch(nur im 4. bis einschließlich 6. Monat), b) für stillende: 4 Päckchen Müchsüß speisen. Steglitz. 20 Gr. Butter, 70 Gr. Margarine: Anmeldung vom 8. bis 10. März auf Steglitzer Karte<66): 500 Gr. Maisgrieß4—15„„ Rotguß 23„«„ , l.lel 9—10. j Ouecksilber>50„„„ I Zahngebtsse kelmeiaile HSciisIpreits » Silber- C; ® schmelze Köpenickerstr, 157. Tel.; Moritzplatz 12280. Kiipferieltimgen, Mo!ore, Dynnmoßrnht kauft zu Höchstpreisen Elel:irobnrcau.Lan{feStr�7f 1 Treppe» nicht Keller, Alexander 3939._ lüecksleiTa Xtgpfer Messing Blei Zink Zable die höchsten Tagespreise. MefaUankau! Neue Jakobstrasse 20 Koramandantenstr.77-78 Fernruf: Zentrum 5706 Groß. Posten werden abgeholt. HUXE-HALTü von alle Richtung Runfer�f Messing Blei Zink Zahlt die höchsten Preise nur SCÄer, Simeonstr. 23 Aüe MoWe Kupfer kg hu 25,00 Messing kg bis 14-50 Zink____ kg bu 8,00 Blei____ kg bis 9,50 Rotguß kg bis 23,00 Stolpisehe StraßsSO Achtf'nsrl � Kstofcr AI. 24.— /i.essins 14.— Biel..... 9,- ZinSc..... 7.50 usw. kauft i. Eiukaufsbureau 0 31, Gubener Str. 23, Alex. 1640. Aletal leinkauf O 112. Pcttcnkofer- str. 29. Künigsidt. 8103 Metalle IM Zim! Bctefflll! 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JiiciRtntcbonMuua u.-Unlersuchueg, Masierbeiioc» '«bten,'j.'Pntncii- vnd Rtöulttkuttn una Bäder, waneijiotjiütrtr, bomöopaihllche unb mechanv-ldetc �»rutiichc Beheudiung.—'/.cchireicimt gut» und • datiernde heile rsotge bei sämiiichcu Rrciiudeii»«, inneren und cn'-eten, Ibejicil chronüchen,) B Luuerne, Haid-, eMr>-, P'ngen., itierm-, eddericiden! Aervenschinäche, nervösen Ropijchntct)«n, eligemeiner"ieroosität, ci-cr- »"inet nerneftr Hblpanmina, z-chial, deicht,?ihenma- lesctas; lümllichen Anslchil-gen, siechten, Bunden; �«bntnngcu loivis Zdiederichmung; SicIIwechleikrnuk. »»•len, sntkerltruukizeii«Itv.— Freiimiiig», drieZIiche j»'«in. i statt ,11. Bichiec,•vetiin-.dioad!!, xOaloitr. 33. cuagreüibcc, Blulacmul, Btroeolchwüch» geheiil.— «-:«i Scorg Heinrich, Banmlchniemecg, Bainnledttlen- , T0f« 20 iL Sil: z nie. den gcheiii.— 3. Jrcu 6. Biß» »»tn, Kcpmick,'tingürte-Sikloria-aSte. 24. getj», Leder» nnd Ritrenletdeu iviederbvii gebellcrl.— 4 hetr • tsuiite,'eiestciii., Tharlotieubvrg, huiiet.sie. I? Thro- sicher Müeiadrkaiarrh gehcill.— 5. Ztau Sründeeg, ■"-'■ßenjtc, Cindtaalle» 2. Bora Ichweren Blittua bctreit V- Stau Di. 3eu» •»nlitnius und steif» Sidniier gehellt.— T. Herr£.£i;r. ®e.- Lichterleide, Ämglt». 33 a. Cheouiich� Wigeieekieideu raiederha» eesvlgreich dehand-Il.— ?• stau E. hedaeff, Betün. Koideiget Ettal,» SZiZd. •Uli!, it. und.laachcnhaateuiiücdrng— oeiiständig gc. W'-it— gl- t!II.— 0. Stau'Lrcufe'pmilt«?,"Domeroro- «»»■M, L.nigenhinie.t in 4 nagen vostständig g-hei». r,�. Zt.-V L. hengnenn. StfcSittbtTg. Zeutiglir, hi.— r"ttui,» s;;;,! nach Biladdarmoperatton gehe,».- II. *J'®. laifer, Siitdenou, Spomchftt 36. Bon Stile. Jfhtlelieri gebellt. 12. Stau A.«ofcrmolet, Beriin, ""nu t Str. I. Blies!3|aht!g's her-!»!»«» geheiii. In.,� b' t«.Bi-i1uei.Beiuich'»dotl.B>e>>, Aattiiiien. ' 5°'. �«ieferoereiiermtg geheiii-- 14 Stau h. h-gel. ..S'j�hänlri! d. Gtanienbmg>. Unirrl�BIi-inuaat �.«»rr-uleiden gchttit.— 15. Stau Ww. Sriischier, »Tf* c � rrs..—........ Art-tnngZ Achtung! JerlrsüeBleüte kt in MörnStteien bMD'tß!enÄnZz!nötletiilbeltZku.-llrhe!!el'.n!:en! Li-toutag, den 8. März,-nachm. Uhr im GeiorrlschastShattS,-aal 10,.pariem, ver!rlmeusms!>nerfltzung logtßotinutiB« .Siellui-.gnabme»um cegenwattigen Stand unserer Forderungen In den Bnchdiutk-.-rci u.-- Es wird cruMvtet, dab In die'er äußitsi wlchiigcn CitzUtiq aste Bnchdtudcteicn, die Buchdindereiadiliiuiigm haden,»crirctin sind, Deutscher Buckibinderverdand Die sirniichenleitutist �ichtnn�! Töpfer! Am Dienstag Versammlung _ siehe gewerkschaftlichen Teil. ANtitkl' US Ä.üchkötkil-ÄllsMüZjUcilcr in kogiüüüililts Zctritdc lüiii Ztksaltimgcii öer Adl Ltilii. Dieuetag. de»«. MSrz, adends.3 Uhr ia he».'jentraliesisalcn, Alte Inlol'ttratie SS versaniAluug aller Ausschuß-Mglleder. Tageiorduungi 1. Da» Betrlebsrätegescq. Siescrent Kenosse Daubgrt S. Die«nltielihmift Sc» CBeicf,ce ans die lommunalen «et, iede und Verwaltnugc».»ieserent vieuosse Sü». Jeder Arbeiter- und-siugcüeuttmaitsschub must-U dtc-er äußerst wichtigen Bermmmlmig mineestens i Berircier enisciideit. Fnnl- tiauurauiweis dient als LeaUimattan. Im Auttrage tolgendee Verbände: Staats- u.Gemeindearbriiet-Verbard, jientrntverdandderAnaeftellten, Freier Angeuei.icn-Verba- d. Aenirait-erbaiid der Maschinisien und Heizer, Deuischer Trausvortarbener-Verennd. Deutscher Meiallardciier- Verband. Bund der led'nlschen An e'tcllieu. Der Uorftnnö der ArbeiisgrmeinschtisI der«iriiciterrSie beim Mantsirat Pcriw. ?lchtnna! Achtung! ,,—..... w vwii w l-the-... As. �eich Boch, Beeliu, Haoelbetget Sit. 15. Bon ffin- nud Blajeultidea, KLo'sccsuchi. aiigtw. grofttx ..»'he geheiii.— I». Stau Bchaut. Hetmg,-dttim, e-äÄMh Ailee«7. Bon Baleh»»st!i««tanidetl -- 1°. Herr A. Bros.,»..Krtm-eihos. Strich. n,..�?>-Stt. 14. Schwer es Biick-nmaetile.deu»>«?>>h. �J�Bi.n-vottsiändig gehtilL- S0.SrsilA. Vopp, �mlnerftr. IS. Von chron. L«.k--en» ?! di"?'�erpoplnmg geh eilt,—• Btiltn Sa.niüiÜt 24. Bon S-Nchtsb.p� ss?.>»oir», v,i> Rabium eesiiglo, dedands,!-— 22- 5.,- üwtg,«..Borsigwaic-, Ltuststt. 25. Bon b�SAtgeschm- ifL Berstr-psanz und Beroenschir.ich» ge- ldett A.ichKtds««.«1. Be.lra.»'ttifin- itt- In Bon alchiisti..td°mn-«!cht'> E,<£,Ä und SntgsM g'hsUtt- 24>zetr Saiiwn chton J01' Cdatlartntbnrj, Wallfttabe ST. fo. ' derlelden und Oribsi Oji-cheili.- 23.!'»» V�rlia-vi�icnbcrfl, 6 aß i» dieser äußerst wichtigen Versammlung all? ig BnchWntKreien.«uchdrucheteien m d«eschäiislntchiabrtten btsind- itcheu Ardeittr und«rdetiertune» uuitrei vr aniiatwu vollrnhiig etichet ett._ Ds« PrnvcheuiciOtu«. Sevischer NetallNbeiler-SskiiiiAS Verwaltungsstelle: Berlin NZt, Linlenstr. 8Z/SZ. Geschäs!»zstt von vorm. 9 Uhr bis teochm. 4 Uhc. Tslgphon: Ann Norden 186, 1289. 1987. 9714. Rohrlegsr und Heise?. m�a.! Dienota«. den». Älär., 10*20, ader.dS(1 nur. im ScstecrllchastSiia»», Engeiuser>6 lTaai 4). ülllmdM. AMtzMtMNlüM Tagesordnung! 1. Stellun tnasme gtir Wahl der Pe- triebsräte.— 2. Aceicht von den Bwrhaudlnngen über die Teneruuas.tulagc. 3. Berdauds- u. Branchen« angcieg-itheiteu— 4. sierich edenei. - wiitstliedsduch'enuitttlm:- Weaen der auße ordculiichc» Wicht iaieit der Taaeeorduung ist Holljähitges und pllnltitches Erscheinen unbedingte Pflicht. Gv?d- uud Süderarb�lier. Mittwoch, den 10. vlär» 1020. abends.*> Ilhr, im Dresdner tvarien, Stcsonet Straße Lmiichen-SerseMU!.!»«! Tagesordnung; t. Lo-tt- fftib Tori; fragen.— 2. AerdandS» und Branchenaugelegenheilrn. Die wichtige Tagi-ordnuitg enordet i da» Erscheinen aller Kollegen. Am Montag, den 8. Marz, vormittag» 10 Uhr Sitzung fSmllicher Sbleule des A.E.'G.-Kouzems. geldstraft« S. erscheinen dringend nolweneig. g. O I i o Tos p�e r, Borsthender dcs'Zeniralrais der A.E.G. Wilhelm Soutg, Cnnnauu her Turbine. Die tllrtsvrr-tvaliung. verdand der Ka'er. Lslkierer, Avstreicher«sw. Zilisle Lerlin. Laut Vereinbarung im Reichsarbeits- Ministerium vom 5.-7. Februar, der beide Bertragskontrahenten zugestimmt haben, ist der Lohn um 1,20 M. erhöht worden, so daß der Minimallohn vom»S. Februar rülkwirkend 4, SO M. beträgt. Lie ousverwsllum. m H " uryrill. OSin JOD? ck-sno"""-- H�sfi �vri-llich« Or�inol�lirerkccnungnt PS» •Tstfe Z»U.nI»u stch« int WartqtM»« dtt BnflmI U ,n u"" 5«ttn. O Sprech, n»»-« »- SSielt!»- i.»-?.,.- Souniog n.Sn-ri-L-*''• � HeilanstnUlhisttser vrsfchor i». msiMy p MkMkt im AsÄ�b :•'■MnSO.Ö Brückcmtr.:Ob ßahnhof Jannaviitz-brücU.«' IM« ZMZMMll-MO. Bezi-rsvciwiiltuna Wroh-Ber'in. VerbanSsflmkltottijre� Betriebs- vertranensleute n. Branchenleiter Am Dienstna. den 9. März, abends 7 Uhr � im Deutsche» Hos, Lnckauer Str. IS Ailgeweiue Zukklionär'Vetsammiuag Tagesordnnnat 1. Porttng flber das Betrieb- rätraesstz. Res. Senoss- Aushauser. 2. Dtslulston. 3. Vcsthaiiitche». 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Abu Bafl"'L>< -—---- 7 ie» Am Donners«»*; ätt | 4. d. M. versia'" i Genosse, i Stanil. Will16' j Kottbuser Daniin ■ Die Eini ehern« � ,.__ nianctag' flhf Die cinö enc-, je det am Dicnsi**'. gM 9. d. M.. oacbin. j,r,jflS* von der Halle o..u|(P* lormms Gaurn� a«> weg. Kiefholrs"* «?>' Reteilf0" Um rege Bei«1 ersucht Der Dsutsslisr Metailarbeiter-Veruani! Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen und Kolleginnen zur Nachricht. unsere Kollegin, die Arbeiterin Emma Griüe, Charlottenbirg. PestaJozzis'raBc 42, am 2. d. Mt«' i Einäscherung nm Moniag. den S. d. Ml». naehwBS>�l I 3Uhr,im Krematorium Ucricntstraße— und un>crKolle>| der Schlosser Franz Tiede, SeestraBe 38, am 3. d Mts.— Beerdigung am"o"�! | denSd.M s., na- hmittags 3 Uhr, von der Leichenb Alien Nazaieth-Kirchho es. SÄMraße— gesloiben R" 1 Rege Beteiligung wird erwartet. _ ,» I Nachruf..» Den Kolleren und Kolleginnen zur Nachricht.» I unsere Kollegin Berla Eckard>, Charlnttenburg, Olberssuaße 2. am 2. d. Mts. -nser Kollege, der Mechaniker Gustav Kethning Reichenberger StraBe 136, am 2. d. Mis. gestorben R I Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltofl*' Deutsfter Trßiüportarüelißr-VerliniH1 Bezirksverwa'tung Groß-Beriin�, —-- � J;! Den Milgliedern zur Nachricht, daß unser Kol''*'' Auto.ührer, Johann Karnatz(ft am 4. d. Mts. Im Alter von 58 Jahren verstört"* Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung Bnde am Montag, den 8. d. Mt«-**A» mitiags 3''. Uhr, von der Leichenhalle des Nasa Kirchhofes. Berlin. Serstraile, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die BezirksverwaK«10'-. Verelnskrfinze.Biumen- bindeiei feinster Ausfilhiung billig. Bluraenhaus Thiedlke Neukölln, Hermannstraße 201. Telephon 1419. e k gj crnrtikel. bienenwachs, Stearin, aL»;h kleine Posten, uuitWln�0'-nnie-nbur!£tr Strafie 12. , c i t u n C 8 jlV . labet iSSlberiTC;> Neue Könl**"�!»*- — feiua»*-