klnMpreks 20 pfenalg- A. Jahrgang Vlenstag. Sen 0. NSrz �20 jj» mfnihtxf* nfStmt m*:ams avb mx 6 mittag», an Semnm jr*> frAtiftn war beträgt btt freier Anstellung in» L«u« ür<�vatz»V»riin»UlS« »vraa» zahldsr, bei flsstbe,«» monat ich{LÄO ITT.«yfL AusteIKmz»g»� hren, �e,?»- �ivng u«er Streifband �.75 M. fl'eutsch'and nntz!Ür da» übrige Zlu»« land 55-»- M. Zuzüglich vaiixtaauf ch ag. Redaktion Mld«rpedition: Verltn«. StdiffdauerdM«» lSM. Fernsprecher.- Amt Aorden A25— SA, 2895 und 28tt« Nr. 76/ A 42> Nlorgen-�nsgabe Inserate kosten die a�taeipakt. Nonrareisteteile od. deren � Hlf.>a» r'ettoedrüifte EPcirt I.JS tTTF� ede» mfter- U'd" 85 l>r. tanniien*»nl Grqanisation» anzeigen die acbigespaltene Nonpareillezeile 2.4� Mk� da» fettgedruckte Vcrt 75 p-, jedes«»eitere tvort 4Z Pf.)ni erste iür den darauf oisenden müssen spätestens b»s S Üdr mubnuttag«"in der Expedition aotgegeben sein. Jnseraten-Abteillmg: Veriw NW. v. EchMbanerdamw 19 Fernsprecher: Amt Norde» 855—5«, 2895 96, 9768 hV Berliner-Oman ue monarchistische Herausforderungen. VlanmWZs Iriedensstörllng. Bremen, S. Wrq. 8u einem bedauerlichen Vorfall kam es heute nachmittag Ver auf dem Kafornenhof. Von der zur Zeit sich hier aufhalten. °en Enten:emililärkommission, bestehend aus Italienern, Eng» | Indern und Franzosen, begaben sich zu Verhandlungen zwei �hcre französische Lffiziere in Militäruni form in die Kaserne. �eim Betreten des Hofes sangen die dort anwesenden Soldaten «Deutschland, Deutschland über alleZ". Infolgedessen sammelte l'H eine größere Menschenmenge an. Als die Lffiziere aus dem �sernengebaude zurüik kamen, wurden sie von der Menge Zugehalten und mißhandelt. Die iuMischen alac» U>icrtt Sicherheitspolizei zerstreute die Menge und brachte die k'f'jiere in ihre Quartiere. Die Untersuchung Wer diese Vor» u*lle ist sofort eingeleitet. Die Vorfälle in Bremen bestätigen, daß die nationa- Mischen Nadauszcnen im Adlonhotel nicht als isolierte Er- Meinung aufgefaßt werden dürfen. Sie bilden vielmehr s>u«v Bestandteil der planmäßigen Friedens- 'abotage, die von den Monarchisten betrieben wird. .Überall wird noch demselben lliezcpt georbeitst, um das «Attsche Volk in neue Verwicklungen hineinzu- treiben. Die monarchistischen Drahtzicher, die sich für ihre TOecke vor allem ihres Einflusses auf die Reichswehr bc- Lienen, tragen die D e r a n t w o r t u n g für die neuen Schwierigkeiten, die sich au» den Vorgängen der letzten d-age ergeben haben. An sie hat sich daS Volk zu galten, wenn infolge der monarchistischen Provokationen neue Ansprüche an Deutsch. tavd gestellt werden sollten. Ter Vrinzeustandal. . Muttg wde so ein Hohenzoller nun einmal von Ge- fürt auS ist, bestreitet der Prinz Joachim AlSrecht tiwe VeteiliMmg an der Rauferei im Adlon-Hotel. Er will nur Juschauer gewesen sein und feinem patriotischen lfaipsutden durch Prügel und Werfen mit Gebrauchs» und �kuSgegenständen keinen Ausdruck gegeben haben. Ohne fiteres sst die nationale Presse bereit, ferne Unschuld zu feuern, denn an einem Fürstmwort kann doch nicht ge- stielt und gezweifelt werden, und wenn auch die Ange- Mten des HotelS ohae Ausnahme das Gegenteil behaup. N? und jeden Irrtum in der Person für ausgeschlossen er- "aren waS will die Auslage von Kellnern und Dienern �veniiber der Erklärung eines Prinzen bedeuten? .. Nur schade, daß sich mch Personen oon Stand finden, . k die selbstverständliche Pflicht, einem Sproß deS Hohen- �ernhauses nicht zu widersprechen, nicht anerkennen �»llen. Ter Graf Metternich, der, wie bereits be- Mtet wurde, am Sonnabend den Prinzen zurechtwies, �sichert, daß eine P e r s o n e n v e r w e ch s lu n g v'cht vorliegen könne. Er hcche drei Tische von Prinzen entfernt gesessen, u>n.d wenn dieser jetzt die >chcduptirng aufstell«, daß sr nicht der Angreifer gewesen 3» solle man ihn ihm gegenüberstellen. Die Hoheit habe � dem Ruf«„Schlagt doch dies-Schweine tot!' �unol mit vevschiedenen Gegenständen nach den Fran- T/en geworfen und sei nur durch den Oberkellner oara-n Rindert worden, auch den Ksrzenhaltor nach ihnen zu •? eudern. So dürste es dem kühnen Verfechter des deut- �5.!? Gedankens am Ende doch kaum gelingen, sich aus der Nor« herauszulügen. ->.Im übrigen steht fest, daß Herr Joachim Albrecht von ."�enzollann bereite! feit längerer Zeit im Hödel Adlon 8 e n die Mitglieder der Ententekom- .' s s i o« gehetzt und Zusammenstöße mit ihnen jaucht hat. Allabendlich ließ or zur Hebung seiner den Sekt noch nicht genügend belebten Stimmung die „Teut'chland, Deutschland über alles" spielen, und Msniol verlangte er. daß die Ausländer jich zu Ehren des �es von den Plätzen erhoben. Mit der Airffvrtevung zum Toffchlagen der fremden e�vein« n>rr der Herr mit der ausgezeichneten Kinder- stets hei her Hand, und die Angestellten deS Betriebes i}!f die Gäste crtvarkien eigentlich jeden Tag einen b?!en t�lükh Xcp der Hote.hes'.�er, dessen Haus nit Entente- Ät. niÄ weit» MW dem vaterländischen Petllfigungsdrang des Prinzen Zügel anlegte, läßt sich wohl nur auS dem tieseingewurzelteu Ne- lpekt des deutschen Bürgers vor allem, was an das alte. glorreiche Herrfcherhaus gemahnt, erklären. Die Ange- stellten sind dem Veranstalter der Rüpelszene gegen- über am Sonnabend erfroulicherweise deutlicher geworden ' als ihr Chef. Als er versuchte, sie von der Vortrefftichkefi * feines Verhaltens zu überzeugen, haben sie ihm ausein- ! andargesetzt, daß es das deutscheVolk sei. das unter j keinen Ausschreitungen leiden müsse, und daß, wenn das Hotel geschlossen werde, die dort Beschäftigten die Last z» tragen hätten. Daß die in jeder Beziehung königliche Hoheit für diese Beweisführung keinerlei Verständnis besitzt, ergab sich aus Hochdero Zuitwort:„Wenn das Hotel gejlchsvssan wird, dann wird es wenigstens rn Ehren ge- schlössen." Ter Prinz ist inzwischen in Haft genommen worden, aber natürlich wurde dieser Akt mit all der Rück- ficht vorgenommen, die einem so hochstehenden ldebeltäter gebührt. In der ersten Ausregung hatte sich Herr Noske dazu verloilen lassen, in der Nacht vom Sonntag zum Mon- tag die so fontige Haft anzuordnen. Aber er bcharui sich bald darauf, daß«S sich ja nicht um«inen kommunistischen oder noShängigen Arbeiter, sondern um ein Mitglied der Familie Hohenzollern handelte, und deshalb wurde der Telin- guent zumächst nur in feinem Palais rnder Wil- Helmstraße überwacht. Erst am Montag vormit- wg komplimentierte man ihn in daS Polizeipräsidium, wo er sich— wir wollen es wenigstens hoffen— zur Zeit noch befindet. Das Auswärtige Amt hat sich im Laufe des Montags nach dem Befinden der am Sonnabend Verletzten orkundi- gm und ihnen daS Bedauern über den Vorfall aussprechen lassen. Der französische Gefchäftstrogsr und der Ehes der französischen Müiiarmisfion sind bei dem Außenminister vorstellig geworden, und der Minister Müller hat ihnen da? Bedauern der ReMerung ausgedruckt und erklärt, daß eine strenge Untersuchung des Falles eingeleitet fei und die Schuldigen bestraft werden würden. Ob die französische Regierung noch eine besondere Genugtuung fordern wird, steht dahin. Halbamtlich versichert man. daß die hiesigen französischen Stellsn nicht geneigt'feien, der Sache eine übertriebene Bedeutung beizumessen und vor allen Tingen das deutsche Volk die Frechheiten einer weniger nicht entgalten lassen wolle. Vielleicht trifft das zu. Aber auf alle Fälle wird die in ihren Vertretern gekränkte Regierung eine strenge Bestrafung der Schuldigen fordern, und der Prinz wird ins Kittchen wandern müssen. daß diese Aussicht für einen, den auch die Revolution nicht au? feinem Palais verdrängt hat, nicht gerade sehr verlockend ist, läßt sich begreifen, und deshalb mag schon etwas an den Gerüchten sein, wonach er bereits am Sonntag der- sucht hat. seine Bank authaben flussig zu machen. Herr Noske wird gut tun, alle Voikehrnngen zu treffen, um das Entwischen des DöglsinS zu vereiteln. Im Ausland aber wird man sich so seine Gedanken über_ die deutschen Zustände machen. Tor Vertreter der Familie, die daS Land in daS größte Unglück gestürzt hat. kann es wagen, in öffentlichen Lokalen in der heraus- forderndsien Weste aufzutreten und seine nationalistische Gesinnung in der Manier eines Raufbolden zu bekunden. Geschlagene Generale sind Helden deS TogeS, und einer von ihnen wird als Kandidat für den Posten dsS Reichspräsi. deuten ausgerufen. Offiziere, die vier Jahre hindurch die Whne des Votkes gedrückt und getreten haben, Spreizen sich.™.......... auf allen Straßen, und-in Hohenzollernprinz spielt den �nd eu�r Pro'ffrwtionÄiste. die dank unikontrMier -- x_2—<«......jl.-—• x y.?'barer Spitzel- und Denunziantenarbeit zuitanoe gekommen Geb! die Lchutzhaslgesangeseu frei! Von Ernst Däumig. Nach jiebenwörhent'licher Hast'habe ich die graue �elle des alten, elhomaligen ZuchchauSbaues in der Lehrt» Straße verlassen können. Aber die Genugtuung, mich wie- der einmal ohne Vevgo.valtigung meiner persönlichen Frei» lheit„im freisswn StoätSioesen der Welt" bewegen zu kön« nen, wird durch den Gedanken vergällt, daß noch viele SchickÄIsgefährten hinter Schloß und Riegel sitzen müssen, die genau so schüldig— oder richtiger unschuldig— wie ich der Schutzhäftwimür zum Opfer gefallen sind. Das Bartholomäusnachtgeschvei der Männer, für die das Wort gilt: ilz rögnent mais ils ne gouvernent pas — sie regieren, aber sie herrschen nicht, mußte sich als Fie- lwrMrnum eines angftgepertschten bösen Gewissens erivör- sen. Die Regierenden von heute trauen uns Verfechtern des revolutionären Sozialismus den gleichen FeLifchgilau-' ben an die brutale Gz.valt zu, der ihrer RegievungÄoeiS- heit letzter Schiaß ist. Sie lmeinm, eine Idee, der trotz aller zur Zeit noch vovhandenon inneren Gähnunapn und trotz aller äußeren Hemmungsn die Zukunft gehört, mit MaichinengerÄren, EiNkevkerungen und Pretzverboten er- drosseln zu können. Wir wären verbrecherische Narren nach dem Herzen der heutigen Staatsleuchten gewesen, wenn wir die waffenlosen Berliner Slibcitet in der ungünstiglten innen- und außenpolitischen Situation und nach den Ersah- vungen des vergangenen Jahres zur Demonstration gegen den Wechs'Älbalg von Bstriabsrätsgcsetz aufgefordert hätten mit dsm Hintergedanken: Um 4 Uhr nachmittags wird die Rätediktatur aus dem Wrllhelmsplatz pvoMantiert! Ach nein, wir wissen nur zu gut, luß-im zähen Müsse der sozialen Revolution, die jetzt über den Erdball dahin- geht, die Köpfe und Herzen von Proletariermillionen von der Erkenntnis der Notwendigkeit des SSKicklismus, damit auch der Diktatur des Proletariats und'deren organisalv- fischen Ausdrucksisorm: der Rätediktatur erlöuchtet werden müssen. Aber jeder Tag, jede RogievunMand- lung, jede Reibung der aus den Fugen gegangeneu Wirt« schastsmalschine fördern diese Erkenntnis. Und nicht zu- letzt die tobsüchtige Angst vor Bariholomäu�nachi-GeWen- stern, Haiben die daraus entsiwungenen Wutopfsr, Presse- knäbelungen und Freiheitsberaubungen in gleicher Rick- tung goivivkt. Wir �brauchen wahrhastig keine Bariho'lo- mäusnacht. Etz geHort schon eine reichliche Pofiion an- lmaßlicken Dünkels dazu, wenn sich unsere hsutigen Varia- mentafischen Angstmeier und Spießer im Verein mit den regierenden Erzellenzen mit den Hugenotten identifizie- ren, die immerhin ganze Kerle waren, ihr Leben für ihre Idee in die Schanze schlugen und sich nicht hinter die brei- ten Rücken gulbezoWter Söldner verkrachen. Weder das-Oberkommando noch das PolizechrMdinm simd trotz sicherlich heißen Bemühens und trotz ihres um- fangreichen RecherchieropporateS in der Lage gewesen, dem Schutzhaftsmate deS Reichsmilitärgerichtes Marerial zur Verfügung zu stellen, auf Grund dessen man mir als einen proletarischen, blutdürstigen Wüterich k la Karl IX. den Ge- muß der republikanischen Freiheit hätte entziehen müssen. Aber genau so wenig Material liegt vor gegen die unab- hängigen und kommunistischen Genossen, die in der Lehrter Straße zurückgebliehon sind. AtofiT- und si stcmloS sind dis �Verhaftungen vorgenommen worden. Wahrscheinlich auf Grund einer PröffrilptionÄifte, Bannerträger der deutschen Kultiur, indem er die Vertreter der Entente mit GassenauSdrücken belegt und sich tätlich an ihnen vergreift. Können wir uns wundern, wenn man draußen über unser« Revolution lacht und Teutschland für einen hoffnungslosen Fall erklärt? Rittmeister Plate« verhaftet. Vrrliit, 8. März. tauch Rittmeister von Plaien, der an der Affäre im Hotel Adlon beteiligt war, ist heute verhastet worden und zwar in Peisdam,»o er sich seit gestern aufgehalten hatte. Er traf heute Abend in Berlin«in und wurde dem UntevstrchungsgesängniS in Maablt ziiMfüsrt. Morß-n wird da? Vciickt dariiker erlfcheiden, oh die Halt deS Priozen w'd de» Rittmeisters«ufrecht exhalmi ofatt auACthöbtsi totrhttt ioIL* ....... �______ MWMMWWWS» gSW ■st. Tenr_ Wofi-lauite«der HaftbefcHle nach müssen diose Schutzhöfttinge sch.veve Staatsverlbrecker sein. Lieht man Ire sich aber näher an, so sind es harmlols Menschen von aufrichtiger Ueberzeugung, die sie zu Mil gliedern von Parteien»verden liieß, die in umsevcm demokratischen Staats- Wesen mit den vollendetsten Rechtsgarantien den regieren- den Hmschcilfien nnbeauom sind. Seit Wochen lausen sich die Rechtsanwälte dieser Schutzbäsilinge die Stieifelffchle.» äb, um beim Oberkommando oder beim Polizeiipräsidinm Einsicht in die Akten zu bekommen. Immer wieder müssen sie ihren Klienten den Bescheid bringen:„Es ist kein Ma- ternA gegen Sie airfzntreiben: es sind nirgend? Sie b«- lc-stends Akten zu finden." Leichtfertiger und gÄvisssnlokr ist wähl nie m pinsm iAfrgfWfcfl i�hAtifchsn�Ms Aitt bsr psrsöulich,� ßpeifjctt der©faofSbötvjirr irmycip-rimgen tootbcn, wie in der glorreichen NepubUt T-euljchtauS mit ihren wzrai. demokral-r scher, Ministern. Kl, verzrchve auch Sarauf. an das deinohratiiche oeer gar H),j wirst iich« Gervissen dieser! Serren kn«ppellttten. Bar jcoer Sewsikrttrk, ein Sprei- 1 ball zwischen seiger Angst und MachtcoUer, ist diese zur teie- wait geianL>.!e �pieizertiafse unsachig. pvMi',che Scham zu! ernpsinben. Aber die öffeniiiche Meinung des �n» und des Anslerndes nmfe in rar er von neuem daraus aufiieerkfam gemacht werden, daß das deubsche Volk, und vor allein das dewesche Proietaiiat noch eine Niefeirvcheit zu leisten hat. bis es poii.rsch rund wirtschaftlich seine Kräfte sroi entjaNen und gesunden kann. Denn so. wie es meinen Leidensgefährten in der Lehrter Straße und inr Polizeigejäiignro rn Bsriin ergelst, ergeht es nach Hunderieir rn Dutzenden deirtillsen Gcsäng- «rissen. Und da. cttvorlet n>an von den Berwand-ten, den ßreunden, den Arbvitskollegen und Klassengenossen der pollriischen Gefangenen, daß sie freudig ihre Hände regen iollerr für den wirbsclzaftlichen Aufbau eines Staatswesens, in dem so gewisse mos mit der persönlichen Freiheit umge- sprungen wird.— O, über die Engslirnigkert biejer regre- renden Herren! Genau so wie mir der Spruch des Schutzhastsenats die Freiheit wiedergegeben hat, genau so gebührt die Freiheit den dciceir unabhängigen Genossen, die wochenlang in der Lehrter Straße sitzen, weil sie als Angestellte der Reiche Post das Mißfallen ihrer vorgesetzten reaktionären Bureau» lratcrr erregt haben, gebührt die Freiheit unserem Genossen BÄlcher von der«Leipziger Bolkszewung", der mit vielen puderen, deren Namen nur unbekannt sind, aus der Festung lKönisstein sitzt,«gebührt die Freiheit den Kommunisten, die man einkerkert, nur weit sie Kommunisten sind. Ich empfinde es als brennendes. Unrecht, daß Dr. Paul Levy in seine Zellle in der Lehrter Spreche zurückkehren mußte. Auch ich bekenne mich mit aller Entschiedeichvit zur Diktatur des Proletariats und zürn NÄesystenr wie zur III. Im er- nationale, und habe das vor dem Echutzhaftsenate betont. lllnd mit mir tun es Hrinderttausende. Ist das ein Per- brechen, nun Wohl, so mögen die Regierenden von heute die Gewalt, ülcr die sie zu versügen meinen, dazu anwenden, alle, die so denken, einzusperren. Aber einen einzelnen oder einzelne herauszugreifen und sie auf Grund eines � jWillkurrechtes— denn nichts anderes ist das sogenannte Schntzhastgesetz— ihrer persönlichen Freiheit zu berauben, ist ein Unterfangen, das nicht scharf genug gebrand markt worden kann. Den Regierenden von heute steht noch das ganze Para» praphenarfenal der alten Gesetzgebung d«S imperialistischen LbrigkeitslepteL, stehen noch ganze Kompagnien strebsamer Staatsanwälte zur Verfügung. Sie können diese mobill- fieren, wenn sie glauben, Material gegen politische Gegner zu haben. An Proletarier- und revotutionsfeiirdlichen Rich- tern wird es ihnen heut« auch nicht fehlen. Aber oinen politischen Gegner Wochen» und monatelang in Schutzhaft «, halten, bloß weit er Kommunist oder Unabhängiger ist, t gleichseitig so feige und so kläglich, daß die deutsche Sprache zu arm ist, sine solche Regie runyskunst richtig zu lkennzeichnen. Wie«S heute viele Zmiyenchristen gibt, die den revo- lutionären Nazaronern der ursprünglichen christlichen Legende alS«Spartakisten" an das Kreuz Magen würden, so gibt es auch so�ialdenioknatische Minister, die es fertig bringen würden, die Väter des kommunistischen Mgnisestes wegen„Aufreizung zu Gewalttaten" in Schutzhaft zu stecken. Immer wieder muß diesen Männern mit verknöchertem Herzen der proletarische Schrei ins Ohr gellen: Gebt die Schutzhastgesangenen frei! gort mit dem Belagerungszustände! rufen. Auch die pommerschen Gerichte arbesfm den Funkern in die Hand. Sie geben stifl in allen Fällen den Räumungsklage?! der Gmsherren statt, erklären, daß die Anordnung Nookes für sie nicht maßgebend sei, und io lveriVn die gekündigten Landarbeiter buchstäblich aus ihren Wohnungen getagt, ohne lllücksicht darauf, daß die Feldbestellung vernachlässigt und die Volksernährung aufs schwerste gesährdet wird. Aber die Junker haben auch bereits nach Ersatz für die gekündigten Landarbeiter Umschau gehalten. Wie die ..Deutsche Tageszeitung" letzthin meldete, hat sich«die Eiserne Division zwecks Ueberleitung in zivilen Beruf zu Arbcitsgrmeiiischaftcn von je 2000 Mann » u s a ni m e n g e s ch l o s s e n, d i« d e m n ä ch st zur Hilfeleistung bei der Frühjahrsbestcl- l u n g nach Pommern abtransportiert werden" sollen. Diese el/enialigcn B a l t i k u m e r, die sich aus allen möglMn Berufsschichten zusaminensetzen, können natürlich die er- kahrenen Landarbeiter nicht ersetzen. Außerdem haben sie durch ihr ganzes bisheriges Verhalten gezeigt, daß sie keine großen Freunde anstrengender produktiver Arbeit sind. Aber darauf kommt es den Junkern auch gar nicht an. Sie wollen in erster Linie eine bewaffnete Schutz garde um sich versammeln und sagen deshalb die erfahrenen Landarbeiter von Hius und Hof. Die bewaffneten Banden sollen dm Junkern unter der Maske friedlMr Arbeiter zur Durch- lührung ihrer politischen Ziele verhelfen. Ob die Regie- rung stark genug ist, diesem Treiben ein Ende zu machen. wsrd sich bald zeigen. Die Gefabr. die dem Reiche von Pommern her droht, ist sedensalls sehr groß. Selbst, der ..Vorwärts" kommt zu dem Schluß, daß die Situation ernster sei, als die Mehrzahl des Volkes dies ahne. Sie deulsche Demokralie. Dcrwn aber, daß die Berhaltnksse sich so enfwi� Hoden, rrägt die Roglerung den größten Teil der Schuld Sie Hot die Stützen des varreuataionnrcn Shstenis B Hilfe gevufen, um das, was sie Demokratie nennt, gegen die Revolution zu verteidigen. Sie hat der eingeschüchterlcn Reaktion neuen Mut eingeflößt und lebt heute von ibrcn Gnaden. Tanilt soll nicht in Abrede gestellt werden, dag ein« verrrünfbige Potttik der Alliierten die militaristische und nationalistfsche Gefahr in Teutschland verringern könnte. Tie wesentlichste Vorbedingung aber ist und bleibt daß nra-n sich in Teutschland selbst entschließt, reinen TÄ zu machen und ein wirklich neues Eenieinwesen arlfboiit. Diesen Mut und diese Kraft von einer innerlich so hasi' tosen Negiermiig ww der unsrigen zu erwarten, wäre fr«- lich vermessen. - Der wahr« Zweck de» Au» nahrnezustai-de» ist sängst deuilich geworben. Er dient der Unterdrückung t*r revolutionären Bewegung und der Mundtotmachumg der lrnk»vadila>len Presse und Politiker. So hat man in Stolp m Pommern den Genossen Schar kowski, Lrbeiierrat beim LandratSanck, Vorsitzenden unserer Partei nnb ersten Bevollmächtigten de» Metallarbeiter- Verbandes, in Schu tzhaft genommem Degründet wird sie damit, daß ScharkowSki durch sein Treiben und sein« potitiifche Hetztätig- lest die S.cherhcrt de» Reiche» gefährdete. Er habe auch«in einer Versammlung gesagt: Eigentum sei Diebstahl und habe zur Ge- watltanwendung aus gefordert. Die Wahrheit ist, daß Genosse Scharkowlki die Seele unserer Patte ibetocgurlg in Hünlerpoinnrern und al» solcher längst ver« haßt ist von den Konservativen bi» zu den Recht» sozialsten. Der rechtssozialistisch« Ziviilommchar für Pommer», der Gauleiter de» Bauarbeitervcrbande» Schauer, hat sein Einverständnis mit leit die Sicherheit de» Reiche» gefährde. Er halbe auch in eine? Persammlung in F reißt, m der er über die ZrvangSivirlschast sprach und die stark von den Klonserdativen besucht war, auf einen Zwischenruf geanlcoottet, vom pvlitisch-okonomischm Standpunkt sei Eigentum Diebstahl. In der Diskussion machten die Konservativen Krach und schrien:«Schmeißt den Scharkowlk! rauSI" Natürlich«nlstand Tumult; denn die anwesenden Arbeiter wellten sich da» nicht gefallen lassen. ScharkowSki ge« lang e». die Dersam«m-lung zur Ruhe zu briirgen. Dafür sitzt er wegen Aufreizung zur Gelvastanwendung rn Schutzhaft. Die Methode der Schutzhast ist nicht nur politisch, sondern auch menschlich gleich verwerflich. ScharkowSki ist verheiratet und hat drei Kinder. Wer ernährt seine Faniili«? ES ist eine Schande, daß in einem demokratischen SlaatÄvesen so willkürlich und un- gesetzlich mit der persöniichen und politischen Freiheir de»«in. »einen Staatsbürgers umgesprungen wlrd. Sie kaitipksronl der Zmiler. Die pommerschen Junker holen zu einem großen Schlag gegen die Landorbeiter aus. Sie wollen zumi 1. April Tausende von alten, erprobten Landarbeitern auf� die Straße setzen, um aus ihren Gütern wieder die alte! Sklavenwirtschaft einzusühre», die nach dem 9. No- vember etwas gelockert wurde. Die Kündigung gegen die Landarbeiter ist bereits ausgesprochen worden. Herr Noske hatte daraufhin angeordnet, daß sämtliche Kllndi- ernngen vor einer Einigung» st elle nachgeprüft werden sollten. Wi? setzt der„Vorwärts" mitteilt, wird diese Anwers.ulng von den Junkern nicht befolgt. Dank der iiiildon Nochsicht, die ihr G.baren bisher von der Regie» rung erfuhr, sind die Junker heute so stark geworden, daß sie auf die Anordnungen der Regierung pfeifen und eine irl'chloiiene Kampffront gegen si« in» Leben Zwischen dem Pariser„TempS" und der„Deutschen Affigem einen Zeitung" hat sich eine recht bemerkenswerte Diskussion über die Demokratie in Deutschland angesponnen. Das Organ der dentichen Regierung hatte den Franzosen ftjar zu machen versucht, doß es im beiderseitigen Interesse liege, wenn Frankreich durck? ein Entgegenkommen in den miit dem Friedensvertrag zusammenhängendcn Fragen daS gegenwärtig hensckende demakvo tische System stärke. To» leitende Blatt dcr französischen Bourgeoisie antwortete «hieraus mit«dam Zweifes, öb denn in Doulschiland ülderÄMipt von einer Demokratie die Red« sein könne, und es verwies lauf daS reaktionäre Treiben der Militaristen«nd das Bestreben, die Reich&Jvchr ül>er das im Bersailler Vertrag zugestandene Maß zu vergrößern. Dieses Bedenken sucht nun die„D mische Allgenrcine Zeiwng" wieder zu ent» krästcn, tind sie stellt die Tinge so dar, all ob die anti- demokratischen Tenden'PN, deren Vorhandensein sie nicht bestreiten kann und will, praktisch ohne jeden Einflnß auf die Politik des Landes feien. Ihr Gedonkengong ist ungefähr der folgende: Jede Urrdemokratie müßte sich von der Demokratie dadurch unter» scheiden daß sie nicht eine Revision, sondern eine Bernich tung dcS Bersailler Friedens bezwecken würde. Die Re- akticm müßte auf eine militärisch Wiedergeburt hin» arbeiten und die Frage nach der deutschen Zukunft mili- tari'sch zu lösen versuchen. In diesem Falle wäre eS verständlich, daß man in Paris keine Luft hätte, � zu einer Wiederausforstung Teutschlands die Hand zu reichen. WaS an reaktionären Gelüsten in Wirklichkeit vorhanden fei, besitze aber keinen Einfluß auf den Kurs der deutschen Re- gienmg. Tie inner- und außenpolitischn Entfchidungen würden von der Demokratie frei getroffen. Wenn die De- mokratte für eine stärkere Armee eintrete, so liege darin die Gewähr, daß keinerlei Angrisfiabsicksten damit verfol«gt würden. Täte die Reaktion dasselbe, so sei eS ja freilich klar, daß sie ein neues großes Heer für AngriffSzwecke schaffen wolle. Die« Deutsche Allgemeine Zeitung" macht sich Mo ihre Beweissülhivung reckst leicht. Sie fordert einfach, daß die derzeitige Staats- und Re«giemlngsform als dsmokra» tisch anerkannt wird nnd spricht der Opposition von rechts her so gut wie jede Bedoustuing ab. In der einen wie der andcrn Beziehung tut sie«dvnirt den Tot sacken Gewalt an, und es ist ftuum omvundfrnien, daß illire Darlegungen auf die Franzosen fonoerllichen Eindruck mockM Werder?. Zutreffend ist. daß die dcnische Ragievung für demakrotisch gehalten win will. Aber eS sind nicht wir allein, die die Berechtigung dieses AnsipruckstS bsstreiten. Ihr« Demo» kratie beschräM sich im großen nnd ganzen aus daS Wastl» reckst rmd den Pa rtamenbari simis. In«der Form unter- scheidet sie sich dadurch von dam in der Revolution gusam- mengebrochenan Regime. In der Sache aber bedient sie sich der früheren Mittel Ihr rücksichtsloses Festlhalten an« Ansnal/nieziistand ist der chrste Boireis dafür, daß die De- mokvatie für ste nur das äußere Gcwand bedeutet. Unter dieser Hülle lädt der Geist deS ollten ObrigkoitS» und Ge- waltsiaates. Gerade der„TemipS" ist Wer dre deutschen Berhälttrisse so gut«unterrichtet, daß ihm diese Dirrge ebenso bekannt sind wie nrnl und er wird auch die Versicherung von der «praktischen Ei rüffußlo streit«der Reaktion mit einem sehr i?ngilä««bigen Lächeln au«fnshnren. Man muß Los Au Rand wirklich für s«chr naiv halten, wenn man ihm einreden will, eS handele sich lbei den Anbetern der Vergangorfheit nur nirn ein unbeträchtliches.Häuflein von Mißvergnügten, die sich vergeben? bemühten, den Zeiger der Uhr zurück,»- drehen. Draußen werden sie fragen, warum sich«denn«die heut« herrschenden Parteien so«gSwmttg gegen eine'boldige Anberaiemung von Neutvaihlen sträuben, wenn ,sie ihrer Sache so ofölellurt sicher sind, und ihre Ueberzeugung von der inneren Festigkeit der den ticken Demokratie.wird äuge- sichtS der durchaus rrndemoknatifchen Verfängertmg dcS LobsnS der NativiMveviammlung nickst gerade en'trrkcn. Und dann ist es doch auch nicht so, daß die militari» stische und monarchistische Reaktion, so stark oder so schwach sie sein möge, nur außerhalb der Bezirke der Rogie- rung ihr Wesen triebe. Die Reichswehr ist von ihr durchseucht und nicht minder sind eS zählreiche Aemter und Ministeri"!?. Mehr oder weniger offen wirkt die„Un- demokralie"— um mit der„Deutschen Allgemeinen Zei» tung" zu reden— durch Offiziere sowohl wie durch Geheim» röte auf den amtlichen Betrieb ein, und sie wartet nur auf den Moment, wo sie sich wieder aller Rücksichten entledigen und den berühmtm Boden der Tatsachen vom November 1918 verlassen kaiin, weil sich eben ii« Tat jachen gewandelt haben Unsere Ausfasiung über die Stärke der Reaktion wisd gerade jetzt von einem so linverdäckstijwn Zeugest wi« Scheidemann bestätigt. Im„8 Uhr-AbenÄlatt" schreibt er: „Die Reaktion ist sehr rührig. Sie appelliert genau«?«- vor«dem Kriege an den Unverstand der Massen. Sie vergib die heutigen bejammernswerten Zustände mit den Pcrhältni« vor dem Kriege und beschuldigt die Revolution, das Elend t un» heraufbeschworen zu haben. Man solle zwar auuc r � daß giur hoffnungslos mit BI ndheit geschlagen« AnalphaR!' auf derartigen Schwindel hineinsallen könnten, aber— ld.:- — die Zahl solcher Analphabeten ist groß." Scheidemann weift dann hin auf die Reaktion in Behörden, in der Reichswehr und unt.r den im Landbin� vereinigten Agrariern, und zwischen den Zeilen liest niai deutlich den an seine Freunde in der Regierung gerichtet� Vorwurf des Mangels an demokratischer Entschlossenh.'ü Daß der jetzige Oberbürgermeister und frühere Minister' Präsident die U. S. P. und die Konmrunisten in erfttf Linie für daS Wiedersrstarken der gegenrevolutionären � walten verantwortlich macht, versteht sich.von selbst. Dicst Verdrehung der Talsachen gehört zum System deS Hcrrn Scheibemann, der sich selbst ohrfeigen würde, wenn er die für ihn so naheliegende Verteidigung seiner Politik vD zicktcte; ober hierauf kommt es ja im gegenwärtigen 5� mcnt auch weniger an. als daß ein Mann, der selbst an dck Spitze der Regierung gestanden bat, dem Regierungsblatt« daS sich im Schweiße seines Angesichts bemüht, die Reakt � als harmlos hinzustellen, so gründlich das KonM verdirbt. das neue schwedische Kabinett. Branting mit der Regierungsbildung betraut. Kopenhagen, 8. Mäe» „RationaltSenbr meldet ans Stockholm: Der Sozlalist«»' flihrtr P r a n t i'n g wurde heute vormittug vom KZnlg fangen und ersucht, die Bildung einr» neuen Ministerium»«J übernehmen. Heut« abend versammelt sich die sozialdemokratls� Parteileitung im NeichstagSgebäude, um die politisch« Lag» P erSrtern. Merikanischer tebensmlllelkredl! für EurM Wastilngton, 7. März.(Neute«�. Der HauShaltungSauSschuß des Repräsentantenhauses r» die Entschließung gut geheißen, in der die Regierung und fU Getreidekorporation ermächtigt wenden, den bedürftig europäischen Ländern fünf Millionen Scheffel Welz' auf Kredit zu verkaufen. Dieser Weizen wird statt der Schatzamt vorgeschlagenen Anleihen von fünfzig Millionen für Oesterreich, Polen und Armenien angeboten. Die Wirlschaflslonserenz der Cutenle. zösische Regierung Einwendungen machen wollen,'s»: s,( hauptsächlich gegen die Stelle vcrnmhtt, die von der Revision� Versailler Vertrage» handelt, und der Wiedergutmachung � � Mission ihre Vorrechte an dem Vertrag« nimmt sowie Deutscht die Freiheit laßt, über die Ausdehnung seiner Verpflichtungen Z bestimmen, die ihm obliegen. Die Negierung betonte augCr', die besondere Wichtigkeit, die sie auf die Wiederherstellung-. zerstörten Gebiete, besonders RordfrankreichZ, leg«. Der Höh- der bis zur Abreife Niiti» in London tagte, hat ihre Einwen gen zu Re«Ht erkannt. Er hast die Verantwortung der Wieder � machungZkommission bollständig aufrecht und fügt eine hinzu, in der die Wichtigkeit der Wiederhersiellung der verrtH, ten Gebiete hervorgehoben wird. Ueber andere Punkte derse Frage werden die Verhandlungen gegenwärtig fortgesetzt. Dle AusNümngsarbeil in Rutz'and. Auf dem letzten Rätekongreß in Mos'kmr unrer Kemew.� Vorsitz erstattete unter anderem der VoikZbi dungsloinw � Lunatfcharski einen Bericht, au» dem hervorgeht, do!!� Sowjet rußland äm Jalre t91g IgölZ Schul«? eröffnet sind. Im ganzen bestehen i» Sowjetru'gland vv!? Schulo's tsn erster Stufe und LI 000 ztveii«er Stufe.__ �0 Jahre 1010 wurden 150 000 Paar Ttiefel an bedürftige linder ausgeteilt.»Zur Förderung des höheren Schulwcfen� �� da» Kvmmisswnlat für Volksaufklärung in feinem Budg t Betrag von 140 Milbionen Rubel in Anschlag gechrache. Die zahl der Studenten in Rußland beträgt gegenwärtig 15?£00. � Kategorie der Studenten we deu übrigen» auch die Volk»« und Bauernuniversitäten gerechn't. sowie die Teiln«� einer Reihe derschstdener Kuts«. De Zahl der Praessorert irägt 6500. Ferner gibt e» in Petersburg, Mölkau. W-'' � Kasan und Saratow verschieden« Schulen zur AuSb.dung Künstlern, welche von mttzt stä 4000 Schülern besucht werö"» « �'e Z M« dr �«goncr �ftrorde Nm od �rufcn 5?�» vi? .."ier ha »age Pari», 8. Mär» Die Verhandlungen zwischen den alliierte:» Regierungen, da» vorbereitete Wirtschaftsabkommen zum Abschluß i bringen, dauern fort. In dem Memorandum heißt eS: Friede t st nicht völlig wieder h e r g e st e I l r Dc' s dustttelle und landwirtschaftliche Erzeugung vermindert sich rend der verbrauch überall wächst. Der Papicrgeldumlauf ist�� höht. Die öffentlichen Ausgaben werden immer sühlbarer außerordentlichen Ausgaben hoben sich in ungeheurem erhöht. Die Valuta hat da» Gleichgewicht verloren. Außerdem befaßt sich da» Memorandum mit den den führenden Regierungen gewährten Krediten. Hierauf st'4 eine Reihe von Vorschlägen, um der w i rt's chaftlichen Ks'. w» I*»/» o f*V» V»( vvj e*]• e vvj v»■ abzuhelfen. Namentlich/ gegen diesen letzten Teil hat die ff' � -- Sie ist«' )1«£ Jso«» Gouvernement erhält einen jährlichen Betrag von Millionen Rubel zur Verwendung für Volksbildungszwecke-�� Der BonflUI in ver VerNner GewerlschastslommWon. Der Vorsitzende Körsten abgesetzt. Gestern abend tagte die Plenarversammlung de, verliner Ncwerkschaftekommissioa. Do ein« Beschwerde gegen den B«r- sttzenden Körsten zur Berhandlung stand, übertrug dieser den Vorsitz dem Mitgliede de» Gewrrlschaftßauoschusse» Bauer. Rusch vom Metallarbeiterverband führte zur Begründung der Beschwerde au», daß Körstcn seine Pflichten al» Borsitzender der Gcwerkschaflökommission gröblich verletzt habe, tzll» «m 17. Februar da» Flugblatt vom Lollzug»rat und Bezirk»« dcrband Groß Berlin der S. P. D. erschienen war, beschlossen die Borstände der Gewerkschaften, dir auf dem Boden der U. S. P. D. standen, mir einem gleichen Aufruf an die Oessentlichkeit zu treten. Es wäre nunmehr Pflicht von Körsten gewesen» den Ausschuß der Gcwer'schaftSkoinmission»der dir Kommission selbst zusammen- zubcrufcn, um über die strittigen Fragen zu beraten. Statt dessen trichien gleich danach der bekannte Aufruf im„Vonvärt»" von ltiirsten und fünf seiner Parteifreunde, die dem Ausschuß der GewerkschaftSlommission angehören, unterzeichnet au» dem zu intnchmcn war, daß nach Ansicht Körsten» nunmehr die S p a l- iung der Berliner Gewerkschaften vollzogen sei. Ö if da» Drängen von Nusch, Neimann und BollmerShan», eine AnSschußsitzung einzuberufen, erklärte Körsten, der Ausschuh be- stehe nur noch aus den ti S P. D. AnSschußmitgliedcrn, die den klusruf unterzeichnet hatten. Außerdem liege die Angelegenheit ie.'t in Händen de» GcwerkschastSbunde». Dadurch war die große *>!ehrznhi der Berliner Gewcrkschafltn, ohne gehör» zn werden, außerhalb der Gcwcrkschaftkkommission gestellt worden. Rusch betonte, daß die» ein so schwerer Bertraurnsbruch de» Borsihcndcn gegenüber seinen Mandatgebern sei, daß er sich gc- nötigt sehe, zu beantragen, Körsten ditz schärfste Miß« dilti gu n g wegen seines Bcrhaitcn» anSznfprechcn. Körsten trat den Ausführungen Rusch» in eingehenden Darlegungen entgegen. Er betonte, daß er immer versucht habe, als Borsitzendcr der GewcrkschastSkommission die Politik von den »rwcrkschastlichen Fragen fernzuhalten. Auch bei der Frage der BetricbSratswnhlen war dieser Moment für ihn ausschlaggebend. Die Differenzen liegen scho« länger zurück. Schon beim Metall« arbeiterstreik sei der Ausschutz der GrwerkschaftSkommission von de» damaligen Streikleitung vergewaltigt worden. In der prin- Ilpienen Ablehnung de» Betriebsrätegcsrtze» waren wir einig, trotzdem wurde am 13. Januar der Proteststreik von hinter herum »rranglert. Al» später der BollzugSrat der S. P. D. mit dem Ausschuß eine Verständigung über dir vorzunehmenden Wahle« »u den Betriebsräten herbeiführen wollte, lehnte der Ausschuß borderhand eine Verständigung ab. E» kam r», daß de, S. P. D.« BollzugSrat in einem Flugblatt die Aufstellung eigener Liste» an. kündigte. AlS dann der Gegenaufruf de« N. S. P. D.-Frakti»n der GrwerkschaftSkommission herauskam, mußten wir nach dem Regulativ erklären, daß diese sich damit außerhalb de» Rahmen» der Berliner GcwerkschaftSkommissiou gestellt Hab». Wen» ich »UZ diesem Grunde ein Mißtrauensvotum einstecken soll, bann iverdr ich rß mit Würde zu trage« wissen. E» entspinnt sich nunmehr eine lebhafte DlSkusfion. Rücke, IFabrikarbriterverband), M a l tz a h n sMrtallarbeiterverband), Hauerlmindustrir> und Müller(Heizer und Maschinisten) �»ache« sich sehr scharf gegen Körst«« au». Er habe tu gröblichst« Weise da» Bertraurn, da» ihm die GewerkschaftSkommisstan über» tragen hat, mißbrancht. E» ginge nicht an, daß ein Vorsitzender die Mehrheit der Verliner Gewerkschaften ohne ersichtlichen Grund au» dem Gewerkschaftsbund eigenmächtig auszuschließen »ersucht. Um sich ähnlichen Gefahren nicht wieder auszusehen, Msse Körsten von seinem Posten abgefetzt werden. E» entspreche die» hurchau« dem demokratischen Prinzip. Wenn »in Borsitzender da» Vertraue« der Mehrheit nicht mehr genießt, I» muß er rlnem andern Platz machen. Während O r t m a n»(Trantzportarbeitrrverband) vermit- »»lud zn wirken versuchte, wandt« sich sein Kollege Ute» sehr I'üarf gegen den Beschwerdeführer Rusch. Rusch sei an dem gan- t'n Konflikt schuld, er hätte hier»icht al» Ankläger auftreten »ürfen. Rusch nnd Körste« gehen dann sm Schlußwort nochmals auf die gegenseitig erhobenen Anschuldigungen ein. Folgender Antrag wnrde dann gegen 7 Stimmen ange» kommen: V «Tie Mitglieder der Grwerkschastskommlsstan erMren da» Berhalten de» Genossen Körfirn für unvereinbar mit den Auf- »oben eine» vorfitzrndeu. Die Mitglieder der Gewerkschaft»»««. misfion entheben daher den Genossen Körfie« seine» Posten» »IS Vorsitzenden nnd beschließen, daß sofort ein andere, Gr» «osse mit der Leitung ,« beauftragen ist." Ein Antrag v»llmer»bau» verlangt dir Aufstellung kinbeitlicher freigewerkschaftlicher L'strn zn den Betriebsräte« Zahlen. Die Kandidaten müssen dl« sederzeitigr Abberufbarkeit �»rkenntn. Der Antrag wird ebenfalls angenommen. Ei« �trag Rufch, eine von Ute» eingebrachte Resolution zur voll» ständigen Ausarbeitung MU» Ausschuß zu überweise», wird eben- falls angenommen. Der vorsttzcnde nahm sodann die Wahl de» Vorsttzenden der GrwerkschaftSkommission vor. An Stelle be» biShctigcn vor« sttzend?» Körsten wurde der Bevollmächtigte der Verliuer Metall. «beiter, Genosse Rufch, gewählt. lah heronSgegehan, tu dem die gesamte Arbeiterschaft aus Me Nolwendifiteil vermehrter ArbeitSlelstung aufmerksam gemacht wird. Mit dieser Auffassang siegte also die Bernunst über den Parteigeist. ES wäre dringend wänfckwnSwert, wenn dieser Gesinnungswandel Gemeingut der gesamten Arbeitertlaste wurde." Da» könnte der.Post" und ihren Auftraggebern so passen. Die Arbeiter aber müssen wir ermahnen, scharf hinzuhören, wenn in diesem Blait oder in ähnlichen Organen von Vernunft die Rede ist. Sie können sicher sein, daß die Arbeiterschaft ihre Jnter« essen vernachlässigt Hot, wenn diese Leute irgend ein« Hand» lung der Arbeiterschaft vernünftig finden. Auch daf> die �stost" Vernunft in dem Erlaß de» Herrn Heidt vorfindet, sollte der Arbeiterschaft da» Urteil über diesen Mann und seine Gesinnung»« genossen erleichtern. Daß dieser Heidt selbst durch da» Lob der .Post" beirrt werden wird, erwarten w'r nicht. Im übrigen enthält der.Pcst"-Artikel keinerlei.Lichtblicke". verdilchtiges Lob. Die.Post" veröffentlicht einen Artikel ssbe, ha» Acht« 'unden-Problem. E» fällt ihr nicht sch»ver, denn für l�nen Kreis von Zeitgenossen, in deren Interesse ste ihre Spalten 3 nwürfen gegen die Arbeiterschaft füllt, ist da».Problem" im Sinne einer kürzeren Arbeitszeit gelöst, vorausgesetzt, die Arbeit» zeit für diese Kreise je ein Problem war. Blatt entscheidet über da» Problem de» Achtstundentage» fstr die Arbeiterschaft in dem Sinn«, daß e» sich erwiesen habe. die Verkürzung der Arbeitszeit nicht wettgemacht worden � durch Steigerung der Arbettlintensstit. Daß da» nur de»« "'kgen bisher nicht möglich war. weil sich di« Produktion!« Littel infolg« de» durch die.Post'-Kreife verursachten Krieg». Jknd» im jammervollen Zustande befinden und weil J*« Arbeiterschaft— dank der gleichen Ursache— entkräftet r sagt die.Post" nicht. Sie will die ohnehin unterernährte Ar» �terschaft schärfer herannehmen und darum begrüßt ste Herrn i�idt. den söchsischen ArbeitSmlnister, al» willkommenen Bundesgenossen. Sie schreibt: .ff» Ist«in L'chtdiick in dunkler Zeit, wen««euer» b'Ngs sozia. istische RegieruvgSmilglleder für i'Ne Erhöhung der Arbeitszeit eintreten. So Inj unlängst der sächsische Arbeit» auntster Heißt«inest Vr« Da» Friedmannsche Tuberkuloscheilmittel, n«, dessen Brauchbarkeit ein jahrelanger erbitterter Kampf in der 1«rzle» 'chaft geführt wurde, ist von dem Erfinder nunmehr für die Ge- samtheit der Aerzle freigegeben worden. Das türkische Ministerium ist zurückgetreten. Der Sultan hat den Marschall Jzzet-Pascha mit der Neubildung beauftragt. Palmer amerikanischer Präsidentschaftskandidat. Justiz» sekretär Palmer hat die ihm von der demokratischen Partei an» gebotene Kandidatur als Präsiden! der Vereinigten Staaten an» genommen. Die Volksvertretung der vlandslnfeln hat den finnischen vor. ! schlag, die Inselgruppe unter Gewährung autonomer Recht« in den finnischen Staaisverbanb einzugliedern, in einer Enr» ! schließung abgelehnt,-n der daraus hingewiesen wird, daß die Bevölkerung auf der Wiödervereinigung mit Schweden beharr«. Unruhen in Japan. In den Nawaia-Eisenwerkcn in Osaha ist ei infolge eines Auiftandes zu heftigen Zusammenstöße« gekommen. äm der VNwpresse. Heft Nr. v der Wochenschrift»Der Arbeiterrat' ist«ktchs». neu. Au» dem Inhalt! Unpolitische Betriebsräte(Max Eiever»), Industrie und Landwirtschaft(Bruno Asch). Di« Arbeiterrät« und dir Kontrolle der Produktionsm t'el(Karl Radek), T« Kampf gehen den Achtstundentag(Paul Weawann), vom Lude� leben der M-Üllkutscher(Rudolf Franz), Nationawersammbunq, Demokratie und Rätediktatur in Sewjet-Rußland(Eisenberger), Rechtskunde in der Räteschule, Maderialkuride für dt» Textll» indoftrie. SchAldeballe i» der Nalionasverjammlllng. >61. Sitzung. Montag, den 3. März 1920. LA) Uhr. Das HouS berät zunächst den Gesetzentwurf über Grund» schulen und Aufhebung der Vorschulen. Minister d«e Innern Koch: Da» Gcsamtprogramm der neuen Schulgesetzgebung wird erst auf Grund der Anregung der dem» nächst tagenden Schullonferenz mitgeteilt werden können. Da» Grundlchulgesctz nehmen wir vorweg, weil rasche Erledigung er» forderlich ist, da eine Reihe von Gemeinden schon in den nächsten Monaten a:rf Grund diese» Gesetzes praktische Arbeit leisten will. Da? Gesetz trägt nicht nur schultechnijchan, sondern starken sozio» len Charakter, indem es dazu beitragen soll, die Kluft zwischen den verschiedenen Klassen zu überbrücken. Möge e» die Erwartungen in dieser Hinsicht erfüllen.(Beifall!) Abg. Frau Psülf(So*,): Di« Gesetzgebung hat mit dem Eni» wuvf wenigstens im bescheidenen Umfang das momentan Mögliche getan. Wir wollen aber, daß sie die Grundschule statt der vier Jahre auf sech» Jahr« erweitern. Wir glauben, baß sich für diese Erweiterung gerade wegen des sozialen Momente»«in« große Mehrheit im deutschen Volk bieten wird. Unsere Jugend soll doch wenigsten» sech» Jahre kmg gemeinsam erzogen werden. Die Vorschule muß aber spätestens 1920/21 abgebaut werden und nicht erst später, wie es das Gesetz vorschlägt. Abg. Oberfohren(Dtnat.): Wir sind aus formalen und prak- tischen Gründen der Ansicht daß das Gesetz nicht dringlich ist. (Unruhe und Lackvi, IMt.) Äbg. Burlag«(Ztr.): Dem E-rundgedanken de» Gesetzentwur» fe» stimmen wir zu, unsere Bedenken werden wir bei der Au«- schußberatung geltend machen. Abg. Weiß fiDem.): Wir wollten nr'prüngkich die ssjährige Grundschule, stimmen aber der in der Borlage vorgefehrnen »jährigen Dauer zu. Abg. Runkel(D. Vp,): Dl« EhchestAschuLe ist lern* flöerteW fache, ,ond?rn Sache der deulscben Lehrerschaft. Auch wir sind 'ür die 4jährige Grundschule und für die Ueberweisung der Ge- setzesvorlage an«inen Ausschuß. Unterstaatssekretär Schul,«! Für daS Geletz waren nur fach- sich« Gesichtspunkte, nie Parteirückstchten maßgebend. Dt« ver» fassung schreibt ausdrücklich Aufhebung der Vorschulen und ein» h itlichen ÄuSbau de» gesamtrn Schulwesen» vor. Wir legen Wert daraus, daß die.Kinder wenigsten» vier Iah« zusammen gemeinsam in einer Schule sitzen, ohne Klassenunterschiede und ohne soziale Zerklüftung.(Bravol links.) kbg, Knnert fll. Soz.): Wir sind dafür, daß die demokraftsch« Grundschule an die Stelle der Drvssurschul«, wie«« die Vor. schule ist, tritt. Allerdings glauben wir nicht, daß dadurch dt« sozialen Gegensätze in größerem Umfang ausgeglichen werten, wie da» Beispiel in Bayern beweist; denn der Grund dazu liegt auf einer ganz anderen DassS, nämlich auf«iwer neuen Gesell» schaftSordnung, einer neuen Wirtfchastsstruftur. Unannehmbar ist für un» der Abs. 2, daß in gewissen Fällen di« Auslösung bi» 1929/90 aufgeschoben werden kann. Auch dürfen unter keine« Umständen Ausnahmen von dem allgemeinen Besuch der Grund- schulen gemacht werden. Meine Freunde nnd ich stehe»«ruf dem Standpunkt, daß die Schul« kein Machtinstrument in der Hamd de» Kapitalbkm«» und der Reaktion sein darf, wie sie e« gerade unter der Flagge de» christlichen und religiösen Prinzip» immer sein wird�(!S«ifall bei den U. Soz. Heiterkeit rechts.) Die Vorlag« geht an einen Ausschuß vem 95 Mitglied«». ES folgt die erste Beratung de» Besitzftenergrsetze». UnterssaatSsckretär MorSle begründet die Regterunglvorlag» Da» Desitzsteuergesetz ist ein Teil der straffen Vereinheitlichung de» gesamten Steucrwesen» und der Erfassung aller vorhandene» Steuerquellen. Wir haben eine« wohlerwogenen, frstgafügte» Plan für die direkten Reichssteuern vorgelegt, so daß niemand mehr der Regierung den Vorwurf der Planlosigkeit machen kann. Da» Gesetz wird ohne Aussprache dem Steuerautschuß übe»- wiesen. Da» Gesetz über Erhöbnng der Zuständigkeit de? fFmt»gerichte in bürgerlichen RechtSstreitigkeiten üb« tu». mSgentrechtlich« Ansprüche wird ohne Au»sprach« dem Be». fassung«au»schuß überwiesen. Da» AbänderungSgesetz über die Vergütung von Letswitgni» für die feindlichen Heere im besetzten Reichsgebiet und üb«»- dt» oereinfach>e Abschätzung von Kriegtleistungen für da» deutsch» Heer wird obn« Debatte in alle» drei Lalunaea �-• Da» Hau» vertagt sich Rächst« Sitzung Dienstag l Uhr. Anfragen, Antrag Arnfi.idt (Dn.), Heintze(D. Bp.) und Gen. über die Dauer der Nation »al Versammlung. Schluß Uhr. Die Ellembelralswatzieii. Ki« schon berichtet, sind die ElternbeiratSivahle« chung). DerVortrazstndetwieder im.SrtuSt.of'lMdaditJ.P-rloLiargerStr.SS flstt. (Eintritt yrei Filiale Berlin, Sebastia ntr. Z7.:iS, 35it bitten die Ardeiter und VertiauenSl-ute-u diesem letzten ad» schliej-en.en Vartra.i zahlreich zu erscheinen. Schreite eu■»itbrtn�sn. Direktion: Viktor Barnowsky a Uhr: Pygmalion (Ti la Du ieux. Heim Salfner)| Mittwoch«nt Donnerstag A Uhr: Pygmalion Dßatsci.lted-Töeater Biißlec der fin�eafonMÜon. Itm Ullttlnorf), den 10. MSr., 1920, nachm. C Uchr. Jtehel hei LÄoUlchlllger, SanMocruct Sirene ff), ii:ie LraochekvelsammlUilg Tagesordnung: t, Ter cht her Tari lonumisu'U iiee en ahmünbettot Tortf. 2. Skia i,l von drei mtUtren Kinunttsstontmt gliedern. Tie Kowmilstou. statt. vi« Metall- Einkaufs-Zentrale, Todes-Anzeige. Den Kofisgen inr Nachricht, daß folgsad« Kolleg« j | verstorben sind; Der Schlosser Bruno Brodkorb. I WelBsussa. Sedar.str. 16, am 6. d Mts.— Neerdlganr findet»m Dienstav. den ft d. Mts., nachmlttaes JL r. von der Leichen h. Iis des Qemeindefriedholes in Wedw | see, falkenberger Str. aus statt Der Oürtler Otto KrOger, Adlershof. Hsedlerysfr. 26, am 6. d. M— PeerdlgnaS lindet sm Mittwoch, den Id. d Mts.nachrol'egs S'.Lrt, von der Leichenhalle das Qemeindefricdcofes.n Adlerr- | hol aus statt Oer Drüdcer Paul Brade, Nenkfllln, Weiseste. II, em I. d. Mts.— Beird ra'• ilndet sm Mittwoch, den 10. d. Mts, sachm ti. 4 U!". i von der Leichenhalle des Gemelndefr eJ..oles, Mai" I darfer Weg, tu. statt Rege bcieiligung wird erwartet. i ra Nachruf. rj Den Kolleren«ur Nach:.cht daß folgende Kol H verstorben sind: Der Schiesser Max Leinlnger, | Samaritcrstr. 12. am 29. v. Mts, Der Arbeiter Karl Gromna, { Caatfasstr, 18, am 3 d, Mts. Ebne Ihrem Andenken t Die Ortsvcrwaltisne- , Aas einem arte tsreichen Leben enti'B uns drrT�J | am Sonnabend, d- n 6. Märs nach kurzem, schwel«"! i Leiden meinen lieben Catten, unseren lieben Vat*' f | Schtsiegersohs, Schwager und Onkel, den(derber Ernst GQnther o 47. Lebenslahre.,, Im Namen aller Klntcbliebeneu; die tleftranoW�i Witwe Faula(juntiier nebst Kindern.| [ Die'ieerdigung tiuJet am Miuwoch, d. I0i Majl | nachm. 4'/? Dbr von der Nalls des II Fnedb d Gemein� j Nlederschörhausen in Scfaönholz. Qermanenstr. sta� nuhr1 Hsnaserie (Adnlbcrt.Götz, Haack Feising, Fir.cher. Morcran. Wa'lauer). össii-w Melüllürbe ier-vzrlzmd Varwcllungsstelle: Berlin?i Z4, LIniensfr. S3,Sä, Setchöflsaeit von corm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhc. Telephon. Amt Aoiden ISS, 1239, 19S7, 9714. Donrerslag. den 11. viön 1820. abds. S Ahr ktoH!??!. 135 80. Kottbaser Damm 66 MtKÜzpL 135 80, (Hermannplatr) Immer noeli Äle I�Hcl�steiiL Preise. rir.cner. morgan. waiiauerl. jmr, �»« Ss Operetteniiaas; JLtKMMillNg 1 1. r•.lodern ST.awu � Direktor: Kren Aliai�ndlich 7 Uhr ff» Min.; iflia Werber a. Q. in Dsa St sms Hoheit lEiMTTheatsr, (Stadlbnitn Jannowilzbrüeke) I TSglich V8 Uhr: OleRüStlgffS: von Herrn. Sa de rman«. M ttwochaUhr: Rotkännchoit Sonn«'«. 4 U.: K« und Morlr». der Metalldrücker und Polierer im Gewerkschastsliaus, Cngelufcr IS. T« g«? or bn Ii» g: I. vericht 2. Uitie« Loh»- m»»zSeU»» vCdutgimgen. U. kei,chtcd>.n:a. Ncktinrimt Nichtunp! � Am Montag» den 10. April lNSO' findet eine ordentliche(Seaeraiversamm- luv« unserer Veiwaliungssielle statt. Anträge dazu müssen bis Montag, den ÄS. Mär» bei dtr(.rtsverwaltung ein gereicht sein. Tie OrtSbcrwofrung. Achtung! Achtung! LuchdiNdereiarSeller o»>>-mbelkerWeu io SuchLrilSereien und SeschSstsbvchsadrilell. Heute nachmittag S Uhr. findet im großen �aal des Ä ew e r t s cha ft Sh aus eö eine grotze össeniliche Versammlung sriaM-sliLllter (vnhnhof HrlndrlohsttaSe) � FEMINA Mittwoch 4 U.: Rolüpochen. Sbd. 4 Uhr: nSnral u.'irelel. Sonnt 4 U; Johannisfeuer Waiüaila-Ttieater Die Csa'Mrstln. Gas no-'lkeater Lot nr Inger Str IT. TllgI.,/<* Uhr Heute zum vorletzten Meie1 Schaispls Lene Donnerstag, den II. Mlrz Zum 1. Mn'ei Ein alter Sünder Sonnlug.((: via WunCrlrtiT. iluTen-Theater Ja det Alten JakobstraDe 30. 7« Uhr. iteu einstudiert; Die Ooüarprlnzessin mit D har Urann und flls.ibelh Bclzer-Llchtcosteln. Sonntag lisehmittae 3 Uhr: O. A. Vf. Q. �ißterganen. Tüglleh 7» Uhr Ußrielfycrstellang Punchen vasta'tet. Apofiu-Theater rrlcdrlchslr. 21». 1 AtlabendHch 9 Sonntaffs 3''; u. T üniioenreltiiciies Vailetö- Programm! ThstJar an lolitas« To» Tel.: Montziilatz 14814. Tägl. 7l und Sonntae nachm. 3 Uhr: Etite-Sönger 9 ehem. Mitgl. dar »tot'Str Sangtr. B(:Ulieen-Ina>( Vor». tl-lL«. 4-6 IA» Cii'mHusch Haute sowie tSgl. 7( Uhr; Dan er. Afänt-Procr.l mi. Toxin J Ittrn u. i flucti. Rachetanz tu_ »ül.. Aphrodite" Fü W II 4 Verein BelMicl) auf Gägan- genehmigt seiiigkell Geschäftsstelle: C 2, Burgstr. 27. Tel. Norden 10787- OtienlL mitglieOettictfamtnIuag am Donnerstag, den 25. Mär» 1020» abends OV, Uhr, In„®etDert|chofl4liau«" Sngcluirt U. Saal L regeserduung: 1. NefttthtTidli:»> bei VotstnndrO. b) d?» Pofiertt», ci tm»a- etfoten. d) dt»«gttMflfrtchtS. i. Xijlit(ton.* e«lftlnffegun« Uder di« Entichldizuae der?i>:lierJ!'| ! 1 ich« Nachricht, daß h1®.! herxensputer, mniÄH®'! j'Iiebter üatte derSchrsa'| i bendreher Oito Fencer nach lar.tem.'schwejgj | Leiden am A. Marjl� verstorben ist Di es zeigt in ti« Trauer an Berta Fcnger g-b. Kasupke ChrzStiama Str.' Die Beerdigung 1 I am 10. März 19�0 i | 2 Uhr auf dem Tr Friedhof Neukölln. I mannsir. statt Ich habe e n»chö kurzes QlQck bese Nun ruht es auf< ' unvergessen. Alte IlllillZF. Plaiin-Zniin Sj! Qoldbruch. Sliberv� höchsten Taeesprf'� Raasdorf, KU, 5«!? Zaiinseiüü! Enpler Messind Zinn Sämtl.Mefallf Quecksübst Pia Iii Go d-« Silber- Abfs�a, ZahnseSs?5� kauit m hotien Pfeisß'1 In unsere« 6 Einkaufssieli«11 Metall-Zentra 1. Brannonstf', Zahngebissel Goldbrucb, Silbarbruch, Platin Salp,tertinr*s Silber. Oueeksilbsr, sämtllehs Metalls kauft hftchst. zahlend Silberschmelz« Chnstionfit. Köpenicker Str. 20a 'gegllb. MaateaBelatrJ am Rosfnths'er 2. FeRnstraßß am Weddingm* t 3. Beusselstf* nahe der TurtJ1 4. Baiinhofstf-i Ecke Schöncbcrtf� am Anhalter Bov" 5. Reakölin � Ktleer-Fricdrlch'5, nahe Hermann"'' 6. Wßldenffß? am öaltcöpl81 Üchc "hui y itw! bleibd n TV tifbuilt. Ä halt» re frei' LeNalie zur..Freiheii" Llevsw. S.Wxz IfZZ m Wirt n wi« !ibt er: iau rr:( .rglcM HtnijH11 n-b Erschlage für üm Statu! des VezKtsverbandes der A. S. V- D. Verlin-Brandenburg leiden in d-Z ndtU!� st niaü ichtetc» senb-ii. 'inister- erster en Dies« Herr« er flu! tif tief m M c>n d� �«ihlütt, cnftwij kanM Woi» >: g uns J« rotlf�J ag» � ItO�; atcOi C# t| inb 8 tiS«' ei,-' er»d» Do� tw SrunMag» der Organisation bildet der Ortsverrin. Je ?H d-n Verhältnissen können mehrere Orte einen aemeinsan.en �löverein bilden. Dlstn'ktsleitung. . Di« GcschäftSlcilnng dcS DistriklS wird durch den Vorstand ?' Distrikis ausgeübt. Dieser besieht in der Regel aus: 2 Vor» Mden, 1 Schnstführer. l klassicrer sowie den Vorsitzenden der ?«' "«rdevertreterj. � In den Distrikten werden serner folgende Kvmmiss.�nen ge» ?SItt Politisch« Koinmijsio»,<Äewetksll)astS- und Rätekommissicn, «wmunale Kommission, Agitalionökommission, BildungSkom. 'ijion, Fraucn-Arbeilöloui Mission, Kinderschutzkommission. Die Kommissionen. Die Kommissionen deS Ort» oder der Abteilung werden in "•«weiiting»» bzw. Orlkversommtui g gewählt, die Kommissionen »'Distrikt» in ocr Dislriktsversammiuiig, dir Kommission von «B-Derli» von der Verbandegcucralvcrsauimlung. o Nur die Kommissionen haben das V o r s ch l a g S r e ch t für «ommissionSmitglicder in der nächstfolgenden Gruppe. Bezirksleitung. Die Wahl der BezirkZfunktioiiäre,«in'chliesslich der besoldeten, '«Igt durch die Bczirksgcneral»e.sa:nmtung. Ordentlich« Bc- �gcncralverlammlunzcn finden halbjährlich stat; Birordentliche sind von der GcschästSleitung»ach eigenem Er- wü'" aus Antrag von tlXX) Mitgliedern de» Bezirk» ein- U?tufcn. Anträge' zur ordentlichen BezirkSgcneralversninmluiig Letten vier Wochen vorher dem B.'zirkZvvrstaich eingereicht werdew II» eingelaufenen Antröge sowie die Tagesordnung � �age vor der ordentlichen Bczirksgciieralvcrsammiung den LT" bekannt zu geben. In der BezirkSgencralversammIung Eitz und Stimme: »»r die Delegierten der Ort«(siir jede» angefangene Fünfhundert der Mitglieder je einen); bie Bezirksleitung: «ie Dczirkssekrrtäre. Geschäslssilhrender Ausschuß. Der geschästSführcnde AuSschuss besieht au»: 2 Vorsitzenden, 2 Cchrislsührern, l Kassierer, de« Vorsitzenden der Bezirksvorstände. Ii Die gerichtliche Vertretung de» VezirlSverbande» siegt in d:n ""den der beide« Vorsitzende». 5 a Iii; u- klär» en, stutz a" . Sic h, lonf $laV i kr!«? 1 1* Kri!' -?<■ hat'. on** .gk< tichla� !SC1«i &c�f ng«L b» M .endu"' derg� rwÜst- uselb«' ..fiictva auriÜ� da»* wctbP ; SN 1 � 9t» � Vezirksverbanb. A k t i o n s r a t. Die Bezirk« der Provinz Drandeirburg und Berlin schließen zur Erledigung gcmeinsain.r Aufgaben zu einem Verband »»»cn. Die Leitung de» Verbände» besteht au»: te« g e s ch ä s t S s ü h r e n d e n A u» j ch u tz, be» TistriktZIeileril von Grotz-Derlin, l« S Verlrrlcr» au» de» 3 Vezirle», der Provinz Brandenburg. lt 2 Vertretern der Zciitralcn Komniissionc» sPolilische Kom- Mission, G.'iverlschasi». und Rätekommission, AgitationS- kommission. Kommunale Kominission. FraurnarbeilS- kemmission, BildnngSkommission, Kinderschutzkoiitmission, Schiedskoinmission, AussichtSral der.Freiheit"). » Vertreter der Jugend-Organisirlionen, 5.. BclriebZräle, 8»• Gd>oertschaf:cn, 3,. Konsumgenossenschaft, 8,,.Freiheit'. «in«" i« " V «n � o*t ,n � pc» die Vertreter de» ParteivoritandcS, 2 Slad bcrordn.'tc u. 2 Gemeinde: Vertreter Grotz-DerlinS, 5 Revisoren und de» Sekretären. ! Vertrclcr des Arbeiter-Tporikartcll».. Dem T�ezirksverband sind angeschlossen die unter eigener Per- Wallung stehende» Bezirksorganisationen: l. Wahlbezirk 3 Stadt Berlin, II.» 4--- Potsdam, k l l.» 5= Potsdam(Teltcw-VccSkow-Storkow), IV.. 6= Frankfurt a. O. Die GeschästSleitung de» BezirksvcrbandcS entspricht der de» Bezirk». Tie Wahl der PcrbandSfnnktionZre einschliesslich der besolde- ten erfolgt durch die VerbandSgcncralversammlung. Ordentliche Verbandsgeneralversammlungen finden halbjährlich statt: ausser- ordentlich: werden von der GeschästSleilung nach eigenem Er- messe u oder auf An rag von 2 Bezirken oder bMW Mitglieder» einberufen. Anträge zur ordentliche» VerlmndSmmcralversamm- l»ng müssen 4 Wochen vorher dem Bcrband»vors!and eingereicht iverden. Ter VerbandSvorsiand hat alle cingelausenen Anträge nebst der Tagesordnung 3 Wochen vcr der ordentlichen Verbands- generalversaminlung den Bezirken, diese längstens S Tage später de» Orte» bekann! zu geben. In der VerbandSgeueralversamiu- lung haben Sitz und Stimme: nur die Delegierten der Bezirke. Auf jeden Dezirk entsallen gemäss seiner Mitglicderzahl soviel Mandate, dass die Gesamtzahl der Delegierten 300 nicht übersteigt, die Verbandsleitung, die Verbandssekrctäre. Sämtliche Funktionäre können zu jeder Feit von der Körper- schaft abberufen werden, von der die Detrcssenden gewählt sind. Sachver'iäichige Parteigenossen, besonder» Abgeordnete, Ge- meindevertreter, Arbcitcrräte, Gewerkschaft»- und Konsum- gcnossenschaftkvertrcter und Mitglieder der Jugendorganisa ionen solle» zu den Beratungen der entsprechenden Kommissionen hinzu- gezogen werden. Sie habe» nur beratende Stimme. Kasscnvcrhältnisse. Ter Beitrag beträgt: für männliche Mitglieder pro Monat 0,80 M. » weibliche»„» 0,00» Eintrittsgeld allgemein k>,ö0. An die Bezirksverbandskasse werden bei Entnahme von Marken 5(1 Prozent verrechnet. bl) Prozent der Einnahmen vom gesamten Markenumsatz ver- bleibe» in den BezilkSorganisationen zur Regelung aller gcschäst- tichen und agitatorischen Angelegenheiten der BczirkSorgrn'sation. Zentrale FlugblattherauSgab: und anderes RnsklärungS- Material laut Beschlüssen der D.rwaltungSkörpcrschaften ersolgcn durch die BezirkSverbandSkassc. Kasscnprlifung. Die Revisoren haben die Pflicht, die Kasse mindestens vierteljährlich rinmal zu prüfen. Nach Schluß de» Geschäftsjahre» findet eine Generalprüfung statt. Den Revisor.',, steht da» SUcht zu, jederzeit in die Kassen- bücher Einjich: zu nehmen.„ Ermäßigung der Zigarettensteuer. Der VolkSwirt'chaftSauS'chuss der Nattonalversamml-ung b?« schästigte sich am 6. März mit der Verordnung über weitere Sr- uigssjgnnaen der Tabaksteuer. Danach kam, der Kinanzviiniste», solange oie Zölle in Gold zu zahlen sittt, die Steuersätze für Ziigarren über die Höchstgrenze von 50 Prozent b i» z u 75 P r o- z e n t und für Zigaretten in den 5 höchsten Steuer tlassen vi» zu 53 Prozent und sür feingeschnit.cilon R a u ch t a b a l im den beiden obersten Klassen vi» zu 20 Prozent ermäßigen. De Tabaksteuer sür Zigaretten dars jedoch nicht unter 87 M. für 1000 Stück, für sc ereschiNUeiten Rauchtabak reicht utu« 32 M. sür 1 Kilo ermäßigt werden. Tai Vesitz"eu?riesetz. Der Na'ionalversammlltmtg ist der Entwurf e'nes Besihsteuer- geietze» zuizegare�n. da» an Stelle de» von een Kap talisten so heftig bcsckdcten Auswandssteuergeietze» treten soll. Steuer- pslichüg ist der Zuwachs de» Perniögen». Seine Feststellung soll erstmals zum 1. April 1023 für den in der Zeit vom 1. Januar 1020 bi» 31. Dezember 1022 erzelte» BcrmögenSzuwachS erfolgen. Die Steuer lwträgt für die ersten angefan-acnen oder vollen 10 000 Mk. de» fieuerpflichtgen VermögenSzuivachseS 1 Proz.. steigt bis 50000 Mk. um je ein weitere» P.ozent. dann für je 50 beziv. 100 000 Mk. um ein Prozent. Steuersrei ist e>n Zuwachs von 5000 Mk. Der Steuerlelrag beträgt demnach bei 5000 Mt. 10 Mk.. bei 100 000 Mk. 2S00 und bei 1 Mill on 82 000 Mk. Erzbergers Verteidigungsrede. Helfferich— das Werkzeug der Reaktion. Die heutige Verhandlung im Prozcss Erzbergcr-Helsferich be> gann mit den Repliken der Staatsanwälte, die wieder als An« klüger gegen Erzbcrgcr und al» Verteidiger de» AngrsiagK» Helsfcrich, de» ihnen so sympathischen Vertreter» de» alten Reg:» mc». ausiratcn. Nach ihnen blieb Herrn Alsberg nur noch übrig neben der moralischen Verurteilung Erzbcrgcr» auch die joemell« Freisprechung Helsferich» zu verlangen. Nachdem Justizrat voi G o r d o n und Rechtsanwalt F r i e d l ä n d e r sür Trzbrrgcr ge- sprachen hatten, wird der NcichSsinanzminister selber in den Ta� gerufen, um zum letzte» Male vor dem Urteil seine Sache zu ver» fechten. Erzberger bezeichnete Helfserich al» den typischen vertrete, der«Ägetane,, Autokratie und Plutckratie und soiert« sich ato Vertreter der jungen deutschen Demoirati«, die nach seiner An« sicht allein die Zukunft und Rettung de» deutschen volle» ver. bürgen könne. Erzberger glitt über die ihm gemachten Vorwürfe de» Missbrauch» seine» Amte», der Vcrmcngung politischer und ge» schäftlicher Interessen hinweg, indem er seine Geschäfte in den vergleich mit den üblichen Goschästen anderer Abgeordneten stellt«. Er wandte sich dem politischen Gebiete zu und zeigte die Nn» stnnigkeit der alldeutschen Bestrebungen, die von Helfferich wäh> rrnd semer Amtszeit gefördert rourden. Er gcisselte d> Herrsch« sucht jener Koste, die Deutschland während de» Kriege» mibelk der Militärdiktatur regierte und nunmehr die Zeit für gelomme» hält, durch die politische Ausschaltung Erzberger» da» druische Volk vvn«curm unter ihre Gewalt zu bringen. Er fragt Helfsv rich, wo er. der starke Mann, beim Ausbruch dee Novemberrevolution gewesen seik Tresssend wirft Erzberger dem An-'eklaaten Hcli'erlch unter An« spiclung auf dessen DildungSdünkel jenen Hochmut vor. der nach der griechischen Aufassung sich bei Gö.tern und Menschen verhaßt macht und für den die Griechen da» Wort„HyberiS* geprägt fotV». Tatsäch ich ist Helsferich der typische Reprä'endon» jener Deutschen, die in den legten Jahrzehnten durch ihr Auf- treten im geschäftlichen und politischen Leben Deutschland im«»»« land allgemein vcrhasst gemach« haben. Wenn aber Erzberger sich al».christlicher' Demokrat, nicht nur al» verlreter de» Fort« schritt» gegenüber der alten Autokratie bezeichnet, sondern sich auch al» Retter de» dcuischen Volke» vor dem Bolschewismus ausspült, so ist zu sagen, dass radikaler Sozialismus und Kommuni»- n»,» dem„rchwistl'den Ideal der ii dui durtlen Besitzlosigkeit un» gleich näher stehen als Erzberger» christliche Demokratie und ge- schäftliche Praktiken. Erzberger rechnet die Millionen, die er auf Grund seiner Stellung hätte verdienen können, ober höchst uneigennützig verschmäht hat, sich als sittliche» verdienst an. E» mag" auch wahr sein, dass Erzberger vielen armen Glanbcn». genossen finanziell geholfen hat. Er hat aber gar kein Empfinde» dafür, wie unwüvdig dies« ganze Wirtschaft ist und wie lief er in dem Wirtschaftssystem steckt, dessen Auswüchse er bei seinem Gegner H lsscrich gcisselt..«... Husiench» Schlußwort brachte rtn mseressante» en« g-sständni». Er bekannte, dass er in Erzberger den Mann der Juliresolution van ,017 persönlich hasse. Helssserich ver- such!« zwar glauben zu machen, dass nicht der pcviönllch« Hass� sondern vi.ine-Sachlichkeit il»> bei seinen, Angri sen gegen Erz- berget geleitet l-abc. Aber er wi d für dies« Behauptung nur bei mir rätselhaft, wie sich's hat schicken mögen, dass dir mit ciiotil die.Finichüieeiichen Cent' rafft fein, die du nie hast leiden mögen!' „Nach all t?m. heut' weniger wre je.' Lesses, der gottlos' Bub'I' „Zlber Iva? wahr iS, Kfelchinderin, iL wahr, d'Schönste hätt' er an ihr." Tie Kteebiirderm wicS mit der Hand alle Schönheit entschieden von sich. ich a-n deiner Stell' gab' auch ni? d'rauf. Dein Ver Sternsteinhof. Roman von Ludwig Anzrngrubrr. [\«Dkusst auch nit glaub'n, ich vermnt' gar so viel bei si'v fdjatcm. (vi ft tun Den 6 c t. Holfsersch kam da»» auch auf die Bcdcucun� zu sprechen !>!e sein Ncrure in der Geschichte haben wird.(?z kann bariilicr kein£nieifc! bestehen, dnh der Name Hclfserich unlSklick» mit dem «rükten Krrditsckwiiidcl der Weltgeslkilikile verbunden sein wird. Der ststidbrauch de» dcu.schcn Kredrt» i» den Kriegsanleihen wir NXßCN seine.' unheilvollen Wirkungen noch schärfer verurteil! Nerven wie die Qpcraticir ciiv-S Law und bei berüchtigte A s s>. B n b t e n f«6 w i ii b e l. «18 in der Wirtschaftskrise kststt die Treberflesellschost und die Leipziger Bank sallierien, wurden die Direktoren zu lang- jährigen EesängniS» und Zuchthaus st rasen verurteilt. Der Urheber eines ungleich größeren wirt'cha etlichen Unglücks wird, da er die nationale Phrase im Munde führt, aus der Anklagebank alS Triumphalor gefeiert, da die vollendete Demokratie bisher unsöliig war, die staatsrechtliche Organisation zu schalen, die Herrn Helfserich wegen seiner polltischcn Misse» taten zur Lerantwortung zieht. lchlech crer Frieden schließlich doch vom Gegner ausgrzlounge» worden. Ich ivußlc, dag in,» Ige meiner Haiti, n» de velgiiXe» Preile vci- Helfserich Gruppe auf me-ne Brost gerichlet sein wurden, und doch stellte ich mich offen und srei für den Friedens» ichlug an,. Ich halv meine P, ficht für das Saterland getan. kl.�.ell fich.llch z�r � l n! i»,». v �—_ War cS denn auch Koeruption, dag der An ichMg aur. Ich halw meine P/.icht tut oas xjatemiu geian.! Bahn einsehte. an welcher die Deu.sche Bank sich stark in icr» Selbstverständ! ch rechnete ich auch damit, dag das sckilech.esle Buch ci'ierte. dann nicht lange daraus n den Dienst der De ut iche� dcS Jahres tiH!)— der Friedensvertrag von Bersailles—.Bauk einirat? Dag rr nach Uebernafm« des«mle» haben könne, und dasf die NeichSschotz'e.'re är durch das von ibin geforderte Stickflol'' ledcignimachung nnscrc besten iii o nopol die ganze reu sche Slickslosiindustrie vor den kU Frieden? fei» würden. Und stieß und»ach der im Ncichslag und linier den Sachverständig ----— 1- 1— cv..* vi-« itr* n V#in 9s P r? fl b l v.«chona sich be"» cfreuvdU� au?<'& von,«W* S im mungs mache öu ige wen trotten>!>> für die Nich igkeit meiner Zlechnung. Drei Anschläge auf mein Leben wurden durch vergiftete Agitation hervorgerufen. Das erste Mal am Tage der Fnedensnnterze chnung ourch Landesjäger in W e, ma r, das zweite Mal durch H a n d g r a n a l e n und Gewehrschüsse auf mein ArbeilSzimincr im NcichSfinanz» minijtertum. das dritte Mal während des Prozesses. tSirzverger besprich« sodann seine Täiigtr t als Reich S- ft n a n z m t n i ji c r und hebt als besonders grog.S Ve dienst die verreichlichung von Liscnbahu und Post hervor, d e in der Haupisach.' durch ioin Wirken zusttiitdegeloiiimen sei. Das neu- lraw Auslans l)abe velle! Zut.aucn zu seiner Finanzpolilii', es fliegenden Fahnen in da» Lager de? Ang.'klagtni üheri'« sangen i sei chm auch gelungen, verjch.edene K r e d i s a b k o nt m e n in deS Jahres IDll)— der Friedensvertrag feinen langen Besinn«) Zeil und der ehrliche Wille zur Wlrdetgu.' Bundesgenosse» zur Revision de? Fric.vn.................„ �WWWW WDW das sehen w r seht. Bon Tag zu Tag mehren sich die Anze chen verbre tele» Ansicht die ganze Borlaae nur für ■ v-■"' v— dem die Deutsche Bank stark intereinert vi°" WirischafiSsyslem nach dein Flage IvMn j Am Montag wurde der Prozeß Erzberger gegen Hekfferich fortgeschl. Lberstaatsamwalt Krause ergnif noch einmal das Wort, um sich von dem Vorwurf zu rechtsernacn, daß er mit tf!_____ S. �____ V- Ii... w. tt.«,... rr-............ |ei. Auch EtamSanwatt von tl l a u s e w i tz evgrisf noch einmal das Wort und poleintsierle ausschließlich gegen den B'itcidiger Erzbcrg.rS. Iväbreud er Heliferich in Sthuh nimmt. Nach einer weiteren Replik zio ischen de» Verteidiger» crgrifs der Reichs- finanzminister(krzbcrgcr das Wort z» einer grogangeleg.en Recht- fertigungsrcde. Erzbevgcr fübrte ans: Meine Herren! Gin typischer Vertreter der abgetanen anto- kratlschrn Bureaukratie und Pluiokratle lämpst mit allen erdenk- llchen Mitteln g gen«inen Berlreler der snngcii und dfnl'tben Drmokratie. welche allein die Fiifnnrt und Rettung de» deutschen Volkes verbürgen kenn. Der Kampf in h esem Saal war ein ungleicher. Ich stand nn!?r meinem Gide, mußte über Erlebnisse der letzten 12 Jabre aussagen, dürft.' zu keinem so naheliegenden Gegenangriff anSholcn»nd wu de fast täglich mit M'terialten nicht immer zweifelSkreier.Herkunft übn-raflen. Der «ngeklagle sammelt stlne Angrifie seit Jahren. Jahllose meiner pclitl'ch.» Gegner arbeiten für ibn. Ihn traf keine stra'rechtlich' Ve anlwortung kür seine Vehanvtungen. mochten diese auch noch 1o sehr aus der Lust gegrFsen kein. Ilnh ein mo-alischrs Brrant- wor'nng.?.m:ftibl hat er hier nicht an den Tag gelegt Gr v e r- dächtigte hoch an gesehene Männer und Firmen. brachte Klatsch in üppiger Füll« an, reihte nicht zu- sammenhängcnde Vorgänge aneinander und vergiftete jede meiner politischen und vcrsLnlichen Handlungen. Di sen ungleichen Komps mh ich voran», und dcch begab Ich mich in den Gcrichlssaal, weil icki ei» gu'eS Gewissen habe. Ich biilte den Prozeß verschleppen können, namentlich nach meiner Ber- wundung. Ich d äugte aber auf Weitersiihruvm Der«»geklagte bat den per'önlichrn Kampf in einer Weise geiübrt. daß ein Toll- kapi unter Bevisung aui die Hel'fenchVfe Bro'chnre zur Mo d- wiife crit?, wabri mir G-olleS Schuß osfenlichllich zuteil winde. Der Mordversuch— und das belone ich— bleibt für aste Zeite, an den Rockschöhen de? ehemaligen Vizekanzlerz Helsscrich, als eine Folg« seiner ui've'gntworlliche,, Kampseswrise hängen. Warum wird dieser Kampf gegen meine Person geführt? Man will die Temokra'ie tresien urd die ruhige Entwicklung nach aufwärts aufhalten. Tie heutige Reg'ernug!oll beseitigt werden. Der Reaktion will man die Wege ebnen, unbekümmert um die sicheren und unabwendbaren Folgen eines blu'igen, schreckliche» Vüracrkrieaes und des völluen Fulammenbruchez des deutschen Lahdes. Die'elb« pelilische Blindheit, die von Istts bis llllst„n» ol» Militärdiktatur regierte, hält die?eit kür gekommen, durch meine volitische Ausschaltung unser Volk von neuem«„ beherrschen und ,u knechten, tlnh nmetim ist gerade meine Betscn da» Hanv'anarisfszielk Man lürchtet meine, a»ch von den Geanrr anerkannte Energie, meinen Schalsvnsdrana. meine Fnlammen- fasinng der wieder aufbauenden Krälte und nicht znleht nieine demokratische Gesinnung. Schließlich bieß o? auch, daß ein ebe- maliger Jobrer— Ich war 25� A-'bre Im SchuEab tätig — lfd stehe seit 25 Jabren in der Politik—- nicht das Finanz- Ministerium führen könne. Seil mehreren Jahren ist dieler Kampf organistert und gegen mich geführt worden. D�r«ngel'agte hat in diesem Prozeß Immer und immer von sich' gelvra-r'em von setner Tugendpeine. leinen glorreichen Werken. feinem»"igVigen Be'dalten. Ich bedanre, heule auch einmal von mir lvrecken>u msillen. In den erregton Ji'litggen tstl? versnchb« ich. d'm deu'schen Bo'k di- Binde von den«nqen zu reißen, um es sehe„s vor dem llnier'avg zn refen Mein Bemül'en um eine starke Fe'ed'ns» m-b heit im Reichstag war von Erfolg aelrönt. Die«nlinttion INI? wurde die Rettuni, vor dem dro�rnd-n Inneren ZV'k'immkn- l ruck' nnd d»r Beginn vor Bildung einer stilndiern Me'irbot, im deutfchen Parlament, mährend d>e Realeruva m den vorangehen. d'n vier Jahren darauf gua-iuv'en war. sK' van Fall«Ii Fall durch ost uninalü.lich? Kombliiationen eine Mehrheit zusammen- »»suchen. Lcit dem Jult tflIT wnrd» sch d-r destgehghtt Mann bei den«lldrntschrn. Ich habe schmeve p-rsönliche uvd sfimuz'elle Op'er gebrachk. um uns-rem Bnlk den Wm zur Rettuva aus der Na! z» zeigen. Man bat im Jahre 1017 an den eulsche'd�ne�n Sellen nicht anl mich gekört, bis nach mehr a'S Jahresfrist alle» so aetommen ist, wie e» eb-n fomn'en mußt« Fum nationalen LeidenSgana von Gomvibgne habe Ich mich nich aedrisi ir'-er»ach arsänal ck em Stränbein mich dem Fivange de' Notwevdigke'i aelsigt in der klaren Erkenaim!» daß hier nichts weni-er a'S volitiime uvd ver'övliche Lorbeeren zu holen sind. DI» Oberst» H>e>'resleii»ng sordor'e auf tza»«ntickiedensle die so- lortlo« Ilnterzeichuuvg d»r Ma'fei'st'llsiavd>'>h''din'qiv,t«n auch ohne jed» Mi'd'rung. während dach manches iireich, wurde. Erzb'rger aerlieil hier zwe« Telegramme. daZ»ive vom Reichskanzler. da? eWe von H i n d e n b u r g. In beiden Telegrammen wird er ersucht. den Ogfsecstillstand unter allen Umständen ahziischlsehen. Erzßerger kommt yann ank den«usbruch her Revoln'Ion zu kvrechen und fragt: Wo ist tamalS. s» frage Ich heute, der stark» Mann, der H'rr«nqrklazte. geweton? Ich tat unliekümmeri um stete LebenSaekohr— meine Pilickt am dens'chen Volk. Ich Fluß zu bringen. Uebcr sciii e TiX aieil als Avgevrdnclcr augerle sich dann Herr Erzberger arie folgt: Ich habe den Fehler aaer aunändigen Menschen: ich habe al» l ist»ff, zm chvcrständ ge> ................. ein CerfohrtJ Wollte man das ganzD�.�,.............. des«nar'livten dutch�chnäjscln, daaiu würde baSz absolute Frirld hosSstille herrschen. ES ist fürwahr der Gipfel de? N'bermuteS, wenn ausgerechnet der«ngeklag!« e» hier wagt, kritisch � tfidelnb an die Ereignisse hcranzutre'en, ,u deren für d�l deutsch« Volk unvl ger Entwicklung Tie. jawohl, Herr Ewall' minister Dr. Helfierich, T-ie und uno nochmals Sie einen au» tchiaggehrnden Anteil gehabt haben. Daß der Angekle»' e an k:' Sieg de» deut'chen Polle» geglaubt hat. wird ihm niemand vr,' argen, aber e» gob eine Zeit, wy rr so gut wie ich giseheu d'1' wie es stand. Es gab eine Zci', in der er seine Krasl in � Dien, st des Kampfes ioeoen den Unterseebootkrieg ti»' ao o'dt bat. e'ne?eit. in der in klarer Erkenntnis der" in ein« neue eiern«ine niiuiim.*■'.. Viz« im Januar 1017 mit ber'elfcen taschensp elerartigen feit, mit der er im Oktober 1010 d e Zahle» gegen de» seit Jahren „der überlaufenste aller«bzeordnetea ich bin. und daß die lweigennützigkeit meine» PolEtschen Handeln»! i�«b'oolkricä'tro'k'e� die'elb'n Zab'en vor dem staunenden ! darf. Ich hniv, wie ich unter nici-, ,'chuß des Reichstage» sür den Il-Bootkrieg vorgebrach. iwm Eide aussagte, wiederholt Anerbieten für«nfsichtSratistellen � v, abgelehnt! ich hätte, ohne mich einem berechiigie» Angriff auszusetzen. Hundertiansrnde und Millionen verdienen können, wenn iä, gewollt liiltle, ich habe c» abgelehnt uns mir auf die ehrückii« Weile durch wirkliche Arbeit, nicht unter Ausnutzung meiner parlamentarischen«ielliing, ein ganz bescheldeucs Vermöge» er- worden. Man hat mir Millionen angedichtet, die nur in der Phantasie mek'.er Gegner vorhanden sind. Was ich während des Krieges mehr erworben habe, steuere ich auch mir durch die von mir verabschiedeten Gesetze größten»«!!» weg. Wenn ich das Fiiianzminificrium verlasse, bin ich ärmer, als ich es beirele» Hab'. Ich war bis IO18 ein freier Abgeorbneier und muß danach beurteilt werden. Ich>mr Ic'n Getzgklscmpsänger, ich bin auch kein Pensioncemp'äiiger. Im Nahmen d.Z Erlaub- teil, deZ lieblichen und dos Schicklichen abe'' b,be ich nt ch ge> Berget oder Anhvdatwcrke. Wag ift traten Abgeordnete der Rechten für höhere landiv rischif i che Preise, sür höhere Remonieprcise ei» niid be. reicherte» sich selbst, wen» ma» ihre Süünsche erfüllte, Bei der Beratung de» Ziickersteuerae''etz.S»nd der Z>uckerko»venlionen wiederhol!« sich dieses Schauspiel. Wer kennt» cht de» Kampf um d e B r a ii n t w e> n li e v e s g a b e»l vtch habe ei» ge Erfindungen protegier:, um ihnen zu helfen und vor allem, weil Erzbcrger schließt mit den War!«»: Da» gesamte Trauerspiel de? deutfchen Volke! kaum erst hon der Zukunft kwsch�i� werde». In diesem Drama werden sowohl der StaaiSielres' Hetsserich oöl ich, aber auch d'eser Prozeß, die Stna'saiitvO" und dos Gericht eine Rolle spiele». Ich habe das seslc VerttOK zum Gericht, daß es mir Gerechtigkeit gewähre» w.rd, der™ mein Recht von ihm gesucht babe, uiiBekürnntert durui», daß•, Staa tai ivalr'ebaft sich von ihrer und meiner« klage hat. Der Erzbcrgerscuen Rede folgte eine kurze Erwiderung � tefcen Vertreter der Trag.'Sanwalisckmft. in der sie die vom Nel»' klägcr erhobenen Vorwürfe zurückwiesen. ».,1.;.".." ,V",..,,,■•;...............,..., erhielt der«!' geklagt«, Etaatssekreiär a. � dal.e», wo ich mich geichastiich beta.lgle. sei es bei Thtzsse» oder Helfserich, das War, der nrch vor den Autsührnngen ' bergers die Erklärung abgegeben l)atle, daß er nuit voller V.W- den Vcrivurs der Ncch'.Sienanng im Falle Bcrger gegen berger n cht habe erheben wollen und auch nicht erhoben Nach, dem Schlußwort Hetjscrichs wird der Prozcß auf Fr«� vertagt. �' Dann Der Ctreil der Klavierarbeiler. vlerardcil' Unter,_________ �...... WWWWWW�W keiide» a», Montag berichlcte dir Brancheiileuer Toi„ übel � Berhaiidlungei, mu den Unternehmer» am vergangene» 3Ct'' j Tie Uniernehmer ccliachcn sich zur Zahlung von S und.'ü« � von I.üV M. sür Jugendlich« vis 4.50 M. für Facharvrilcr ab> � und her M.>............ J 4J--. t,|V sollten nach dem Willen der U.qoicrfatzrikait.en— aas leiw � grei lichn. Gründen— von den z.n raten Peeh»,ndlu>-gen, dlS tt. d. M. begil-neu. geregelt werden. In dcr regen Aussprache winden di« vorsch'äz« der z, nehmer durch,».,, als ui.duknlabel bezeichnet. Wi derbo.t MsZ m-sorderi. dotz die Fo d.rung n um i M. pro Siuude erw' werden solllen. Sli»aen de?' mich an ihren Etsipbunger die allgemein« und soziale Bedeusurg Waf'enst llstandes»"„? L-iden abzuwehren. Erst einer späteren reizte. Ter Herr SbetstaalsaninaU'sizj''* Verquickung von ---•-•--. 1 �.--. er«.5.'k 2 r..s, c, � ee, � � Verhandlungen Berlin nur 1 Verireier entsenden soll, wae.''Ä früher 2 Vertreter gestellt wurden. D.n, Haupwoestand s«' oppositionelle Berliner Ortsgruppe in höchstem Maß: n»b'0�„ Tori, teilte»ech mit. Pei'ß die Praiicheiiltchl,,,� htzim slaud heaukragt habe, daß die«»traten Verhandlungen bis ö. Ellcdignng dos Berliner Ko»l'lik.e, auSg setzt werden Der Haup.vorslaiid habe mitgetcitt. daß die» nicht mägsich Li iverde, da es»n Reielp' mich Klavierarbriler gel«. sUnr..h.').a nosje- i e ol e führ!« u. a. auf raß, wenn ein solch zälp.'r KS'[J wie in d.r Kiavierinduslri« geführt werde, cs nicht nur>ss» s, paar P|>' ,1. paar Tagei» übe. Holl sc., iaiidern auch um ideelle F.rderu"s'i„ Es müsse durchge-seht wcrdc». daß c«r A t best.' raus schuf, inaßgebeiiden Einfluß auszuüben imslai de sei. Ein« Per ch-'" ,» der zentrale» Berhandl.„gci, sei wolt schlecht möglich, dach ß,'.", fordern und durchzusitzen, daß vor Ein!r''t in ei« 0 fiziefie» V haitdiiing'.'» di« Berliner Ut,'«ekegeuheit sh e Erledigung Gegen 2 Stimmen wurde eine En.schlsigung angepain".Z die das Angebot dcr Unternehmer ablehnt uns fordert, dai! den ze»t,alcn Verhandlungen die Forderungen der Bor i.er■„t vierarbeilcr als c.ster Punkt verhandelt werden. Soll»" Berhandl uugrn scheitern, so wirb di-e V«tb»»dlui g:ko i.'.n�f'H'f�il au ll ragt, im Sinne dcr ausgestellte,» ideelle« und madr" Forderungen Weiler zu verhandeln. Drohender Strelk der Buchdruckere'buchbludcr. � � Tie Buchbinder nahmen in einer öffentlichen Berso»''"'�/ Zeit wird es ijorr«f alten Reiben, zu zeigen, was ich hier geleistet habe und wie ich dadurch Den schtaws retten Hais. Ich komme nun zu den Wendeiagen de? Friedensschlusses. Ich hak-« lang: und schwer mit mir gelämpit ,md geturigen, oh ich annehmen oder ablehnen lolle. Für ha» letztere konnte �ch die Ve antwortung n'rft tragen und wollte aus dem Kabi»«:t ai'S'cheiben-a die Ab'e' piing des Friedens nicht allem die Fort» setvry de», ffrene?»nd Margen? bedeutet, sondern auch den Ver» Ter Feind wäre r als erwiesen an. Ich muß diese Ausfas'una chnen. Niemals ist in gleichen. Ilmfang duZ r unmittelbar inicreisiertcn Geschäf siteiie au Polit k»nd Gci'chäs als nwllfremd bezch die Aeieil gnng der den Kriegö.rescllsckioflen, denen die gen allige wirlschgfliiche Macht in die Hände gegeben wurde, eine solche Füll? vo» Gewissens- konslikten zwischen dcn, eigenen und dem Gcmein'nieresse her» vorgernsea nwiHen. Und n emand wird b.htnptcn, daß j» d esen GcwissenSkorfiikten restlos da? A'-genwiiunteress« gesiegt habe. Ich erhebe h crinit den schweren Vorwurf gegen den Herrn Oberstaatsanwalt, Uli»» ercr na! analen Ifinbe• gebracht HS"«. mit llut„er Wof cngewolt eingerückt und hätte noch turzer Frist Mih de« einzelnen deutsche,, Länderu dann»ine» Sep-ratsrirdeH völlig ignöliert hat. So hat« tzei des L rag» d«»rzversom d-'ß er wichtige Zeugen, welche die Richligkeit me ner�................. Vu v>oj- Wv�uug u>. r- Darlegungen und meiner damalige,, Auffassungen beiläi-gt hah-n, snud die so-iale Rückständigkeit der lln'ernebmer kriilsi ev:'-——— C rs 4 pü"— T.-L__ I.- 1 Kam Kam rc.___ f__ I.»>»rk � e r. 4.» f'* Siellung zu«u neuen Lohaab.ommen. Czcriil r.etittac'��' letzte Lohiiabtommen, welches vom 19. Februar.b s'-r Leh" lcr 17� Piczeut, siic Alloidarbeiter 12'ch P-oz.. rächte nicht, aber bei de» Verhandlunecn werden die Püchdeuck� viel vernsinfliges seteli, t!j vo, tri. Unternehm.n'' tk bindet ausgespielt.(Iz zeigt sich, baß die.kewähtte* schastSlaktik der Buchdrucker ein He lirm schuh in, graphi.»/,>:< rufe ist. Dic llnlernchwer sei an scst zuswumnize schlössen'" � Arbeiterichaft hat»« zum Teil noch nicht er annt, wohl" ,'.,'1 iören. Die Tatisioiitik dürfe nickt zur Fessel werden- �.li O;1 1,1,1g auf de» Utspcnng des Tarisabkom mcus ein, und V.---- si'..' l.r 4.-■-..... X. i\'I A..L. �.............. � L»|.,s, dem Beispiel der'Hokz'rbeiter? dab ti möglich sei.' am-, abschlissen höhet« Löhne durch die gute Keninm glk \n d.r Debatte wurde 09 Proz. Lr>«''z d.r..4. und die soziale Näckständigkeit der U» ernehm-r Ausgleich jür die Teuerung wurde durch Annahm« Von«ine weitere ErHöhuns der TeuerungSzuschl3ge um!Y0 Proz. Vivrdert. � Mt der Haltuim der BuchdkuckereiMssttzex, dir sich beharr» «ch Weizern, d-n in Leip-ig>erschlgss-ne,, �ulchirz van l'4h bezw. %r/i Proz, zu zaAen. hkichä�igle» sich o-ster» abend die Ver. irnnensloutc der Biichdruckerei-iLtichbinder. Tie Aersammiung lehnte«S entschieden qh, zo wie dj? Berliner Buchdrueirr vorzu» |>ehe», einf.-ch„anzuschrechen", um sich dann den Lohnz?ttri ein» ach zusückyoben zu lassen. C's wurde einstimmig he'chlonen, heute. »m Di?, iktag, nachmittags L Uhr im grogen Znal? deS Eeweri- fchasMauseZ«ine Bvllversnmintung»mzikheruien. um über die i>u hrschiiesiende» Msvnahnten zu heruten. t�ieye Inserat,) Der Streik in der Herren-Maßbranche. Ablehnung des Schiedsspruches. In einer übersiiltien tyecsaininlung in der.Neuen Welt" «aHaien gestern adeiiodie Herren-Mch�chneider g.vUuny zu dein ...___.....�WWWMWI Marz�dr. W> verren-Mast» und Uiiistjniischneidern einen Siuiideistchn von a M., g. Lilasse ö Pf. tueni«r, alst»» übrigen Gruppen .sprechend« iarijmuhi-g« Atschlaze. Aio l. April sollen sich di« Pätz« um bli Pr, ergöhe,,. Vra»el)enkoum>-isjion und Vertrauensleute empsrfhlen ein» ßiminig, den Schiedsspruch cchzulehuen und im Streit wrbter zu vcrha.ren. In der DilZtussion wurden die Sätze des Schiedsspruchs durch» weg als zu niedri., bezeichnet. Iii der Abstimmung sand'der Schiedsspruch«instimmig« Ab- fchniliiQ. In geheimer Abstimmung enrchiede» sich für den Streit 2832, dutse-Q�" tli7z ungüllig wuren 31 Stinunem. Dn Streik im Butter- und Kolonialwaren engroshandel beendet! Eine am Montag, den 8. d. M., stattgefunden« stark besuchte Scrjammlung der Arbeitnehmer aus allen bestreikte» Betrieben öcschloh, den»m Vormittag vom Schlichtungsausschust gemachten UinigungSvorschlag anzunehmen. Dieser Einigungsvorschlag lauiet: Säintliche» Arbeitnehmern, männlich und weiblich, wird «ine Brotzulage von 7 W. pro Woche ab 4. Januar lv20 di« H Februar gezahlt; vom IS. Februar wird der Lohn von 130 M. für Au. scher un«>Sb M. für Arbeiter um 4ö M., und für Ar» beilerinnen von 07ch0 M. um 2d M. pro Woche erhöht. Die Kassenboten, welche bis dahin in Monatsgehalt standen, werden den Arbeitern im Lohn gleichgrsiell! und erhalten hiesen wöchent» sich. Dir Loh» betrügt ab IS. Februar demnach für Kutscher I7ü M., für Arbeiter 170 M., und für Arbeilerinnen 02,50 M. tzro Woche. Die beiden Streittag« werden nickst bezahlt. Mast- ZegeluiMn auS A»lasz deS Streiks dürfen nicht statlfinden. Di« Arbeit wird am Dienstag früh in allen Betrieben wieder auf» genommen. Di« Unterbeamten gegen die neue Besoldungsordnung. Di« Untcrbcamten aller V«rwaltungon befastt«» sich am Sonntag in oinor stark besuchten Versammlung urit der neuen Dejotduiiaeordnung. Nach Neferalen von tlanassa und Wiaktuschek wurde folgend« itntschliehung angenommen: Die am 8. März vcrsammelien unteren Beamten aller Oer» toollungcn erklären die für die neu« Besolduugiordnung auf- oestcllten Grundsätze für uubefriooigend. Weder ist die For- deruiig«ine« Ezistcnzniinimui»» noch der sozial versöhnende Faktor eine« für alle Gehaltsgruppen unlerschiedloS geltenden WehaltSleile» geschaffen worden. Im Gegenteil ist die jetzig« Oleichniätzige Teuerungszulage wieder ganz in alter Weise so um» acändcrt worden, dafz sie in Form prozentualer GehaltSzuschläge die soziale» Unterschiede aus« äuszerste beton» und vcrschärst. Eine Änderung dieser Grundsätze nach zcitae mästen Gesichtspunkten ist nur durch Ausnutzung de» vollen MiibeliimmungSrecht« im Sauf« der Zeit zu erwarten nach dem Beispiel, da» die Eisen- iahnersel-ist gegeben hat. In voller Würdigung der Leistungen der Eis-nbahuer wird ihr Oerlangen auf HcrauShebung der Aifenbahuer gegenüber de» Kollegen onderer Verwaltungen scharf surückgewiesen und die Eiwarlung auSgejiprochcn, bah das Soli» «aritätsbcwusttsci» der Eiseiibahuer sie von einer absichtlichen Hurückdränguiig der Kollegen anderer verivaltung.'» zurucklialten ♦vi cd. Unverzüglich nach der Verabschiedung der n-ucn Besol» dungsordnung mit ihren unsozialen und rückständigen Grund- tätzen mutz die Tätigkeit sür ein« Umarbeitung in modernem Sinne beginnen und mit allen Kräjten und gewerkschaftlichen Mitteln g-sördcrt werden. öln der �iß�ussion beteiklpte sich mich Genolss Drah, der js-a. erklärte, daß unsere Fraktion in der Nationalversammlung sich bei der Beratung de» EnNvurje» mit aller Kraft dafür ein- le&cn werde, da st den Forderungen der Unterücainlen Sicchnung Se)raIcn wird. Die Beamten sollten mit kUwit Augen das öjsent« sich« Leben betrachten und die Sucht nach Titeln. Sternen und «nisormen ablege», nur Selizstchilfe könne ihnen bessere Verhält- Aiss« bringen. Di« Ausführung«» uns««» Genossen wurden mit »bhaftca, Beifall aufgenommeir. ' Das Schweinepalals des Zlgarettenfabrikanten. Di« in den Zigarettenfabriken Grost-Gerlin» beschäftigten SranSportarbeitcr nahmen am Sonnabend Stellung zu der Kän-di- Hg der TelleruiigSzujchläge ihre» Tarif». In der ziemlich leb- e» Debatte kmi zur Sprach«, dag dl« Behauptungen der rilanten, die Figarettenindustri« würde durch die neuen Stcu- sr» ruiniert, mastlo» übertrieben feien, l!» fei unwahr, dast die oigarettenpreise auf 30 Psg. bi» 1 Mank steig«» würden. Tie lenerste» Zigarette» würden sich aiif 00 bi» Lg Pf. stellen. Wenn die Uiitcriiehmcr setzt ihre AlCeiter und Angestellten wieder cia- wal aus die Straste setzen wollen, so sei da« lediglich«en Bluff. Man tu« so, als ob di« Zigarettenindustriesich gar nickst meh: rentiere und alfl ob man die Bittriebe nur au» Rücksicht auf die Arbeiterschaft weiterführe. Welche Unsummen aber an den Zigeretten verdient werben. i» einer Verhandlung mit den Arbeitgebern zur Sprache. �.ort wurde die Behauptung aufgestellt, dast der Besitzer einer -sr grüstten Berliner Zigarettenfabriken sich auf einem ihm ge- »orige» Gute ciuen Schweinesiall hcrbe beueil lassen, dessen Wände 'ui» Kachel,, bekleidet sind, welche bei den jetzigen Preise» 460 000 Mark losten sollen. Dieser Behauptung wurde von seitea der Arbeitgeber nick« widersprochen. Also sür ihre Schweine bauen die Herren Paläste, für ihre Arbeiter, die ihnen ihre Millionen er- «rbeitet habe», rst aber nichts übrig. D« Löhne für erwachsene Männliche Trankportarbettcr bewegen sich zwischen 102 M:rk a.id Mark einschliehlich der TeucriingSzuschläge. Der Höchstlohn ■»cd ne-ec erst nach 3 Jahren erreicht. j, Tie Versammlung beschlost, die jetzt HS Proz. betragenden �»erungSzufchläge zu kündigen und 250 Proz. zu verlangen. . Tie Ver/ammelten gaben ihren Eniichlust kund, dag sie sich Wt als Vrrspenn der Untern ebmer bei deren Lturmlauj gegen ''s neuen Steuern benutzen lassen würden. i. Sbenso wurde für den Fall eines Streiks der Angestellten T�losse,� strengste Solidarität zu üben und jedes Zuiammcn- �betten mit-Streikbrechern und Arbeitswilligen zuiückzuweisen. � Te»?arlfent«nrf für die Kinderkonfektien erönerte kn«kner �'Iliminliiug der KinderkoniekiicnSirnnche am Tonntai Genosse »Sä»>« r. D r Entwurf, d�x im Laufe dieser Woche de» ......--- 1.— rr.t.A«.»,--.»<— verarbeiten kann. DetricbSarbeiterwnen darf keine Arbeit mit! nacy Hause gegeben werden. In gejchas ssliller Zeil ist allgemein! die ArbestSzeit zu verlür-en. TeS weiteren werden 3— IL Tage � Ferien gefordert, auch für die Heimarbeiter! n««». Rähmateeial ha» der Arbejtgeb.r sostenlos zu liefern. Tie geforderten Min- desilöhne schwanken zwischen 34— 113 M. Für die Heim- arbeiterinneu ist ein besondere» Zei.lohn-Schema ausgeorb.iict, und zwar solcher Art, hast hie Heimarbeiterinnen denselben Lohn wi« Wcrksiattarbeiterinne» erreichen. Tie Gültigkeitsdauer des Tarifcs ist auf drei Monate angesetzt.— Nach kurzer Aussprache wurde der Eniwurs gulgeheistcn. Tie Sektion V(Industriearbeiter) der Transportarbeiter nahm in einer Gen:ralveriammluiig am Sonntag die Wahl der SekliouSleitung vor. Bei der Aufstellung der Kandidaten lam cS zu hitzigen polüjschcn Auseinandersetzungen. Akzeptiert wurde schljesttich die vo» den Oertrauensleuien aufgestellte Kgndida cu- liste mit Frouike olo erste» und Gen. Arndt als zweiten Scklipiislcilcr. Ter weitaus gröstte Teil der Sef.iousvor'mnds» uiitzljeser steht aus dem Bode» unserer Partei. Ter vor- geschrittenen Zeit wegen wurde nach der Wahl die Versammluiig abgebrochen und ver.agt. Eine Broncheuversnmnilung der Schästemachcr nahm den nachstechend n jarifwftwv der bei den Verhandlungen rn.t don ArbeitHebern zustandcgckommen ist, a». Tamwli sollen die Vor- rieh er und Zu schneide c der l. Klasse einen Wachonlohn von M. 300 erhalten. Die Step per>nne>u der l. lilasse betouemen M. 250, Handarbeitevinnen M. 150 pro Woche. Für Schältemachereien und Ledcrhaiidtungcn wurden folgende Satz« vereinbar!: vor- richd.r und Zn,'ch»eader Bt. 250, Voerichleriniie» M. 200, Sep- perstine» M. 185. Hilfsavbeitcrinn.'n bis 10 Jahre M. 00, von 10—18 Jahren M 30, von 18—21 Jahren M. 115, über 21 Jahre M. 140 pro Woche. Uebcrstunde» dürfen nur in dringenden Fällen gemacht iverden unv werden mit 50 P.ojen.t Ausschlag bezahlt. Di« Arbeitszeit beträgt 47 Stunden in der Woche. Wo hölore Löbne bereits gezechlt wn, dürfen Abzüge nicht gemacht worden. Der Tarif tritt ain 1. März»020 in Kraft und hat bis zum 30. April>020 GiilligKit. Es werden bei Fartzahlui»� de» Lohne» 12 ArheiiSlage im Aahre als Ferien zugebilligt. Wer nach dem J. Januar IVA«ingetveten ist. erhält 3 Arbeitstage Ferien im letzten Quartal. Stegliy-Frirdena«. Di« für heut« fDIenZtag) abend anbe- räumte Versammlung aller EcwerkschaftSmitglirdcr mit der Tagesordnung.Betrieblräteivahlen'. findet besonderer Umstände- halbe- erst am Freitag, 12. 3., abend» 7 Uhr, n, der Aula der Realschute, Florastraste, statt. Tie Vertrauensleute werden er- sucht, die Betriebe davon in Kenntnis zu setzen. [| Hrdß-S erlin. [ fk•. � 4 ViilllUUt', h i|il*.'»1*1). KJjV'-lfZ liv IF ??7>kant7n vorgdltgt werden scll, sieht eine Illstündige Wochen- Z�'ils�jj vor. Den Heimarbeiterinnen soll nicht mehr Arbeit �•ackmdigt wildcist jj.1» üu« Werkstattarbeitttiu in 4L Stunde» Der neue Strabcnbahntarif. 50 Pfennig für ein« Fahrt. Der NufsichtSrat der Grasten Berliner Strastenbadn trat gestern»u B«lor, zimächst 40 Pscnnig zu orlstben, vorlosialtlich späterer tvciiercr Er- höhung. Eine wichbiue Nolle spiokte auch die Frage des Zonen- oder Stets fel/ttmss. sowie die der Umjteige- be recht! gung. Nach langen Deratimgrn wurde boschlossen, der Der- bandsversammlunst einen mit Mehrheit ongewommenen FachrpttiS v«» 50 Pftzn-nig für die einfack,e Fahrt vorzu- schlagen, und austerdem wurde ein« ständige Tarifkoiiimis- sion einigcksetzt.»vcklckst die«»»eitere Eirliimcbtuwg dooSachten imd auch die Frage der Uninsteigebcrcchtigmng und des Zonentarifs prüfen soll. In der Verbandsverlommliing, die den Tarif eudgül- tig ftrstziwschen haben wird, wird dieser Beschlust noch zu tebhaftcu AuLeinawdrrsetzungc» fiihren. ES wurde auf viele deutsche Städte hingewiesen, in denen bereits Tarife von 50 Pseirnigen und höher.in 5! rast sind, in Wien fofM die Fahrt heut« 2 Kronen. Für Perlin mit feinem Masscnverkehr sind solche Vorbilder nicht most- gebend. Tatsache ist. dost die Cinstihrung des 30-Pfennig- Tarifs bereits einen erbebiichen Nückgang der Benuyiina der Strastenbahnen mit sich gebracht hat, und eS ist mit dar Einführung des bO-Ps«nnig-Tarifs mit einem«ueiteren erheblichen Nückgan-g zu rechnen. In dicksein Falle aber wird der finanzielle Effekt dieser Mastnalime stark beein- trächtigt weird«». Wie wir hören, plant auch die Hochbahn eine Erhöhung ihreZ Tarifs,»ach dem die einfache Tomr III. K lasse 45 Pfennig kosten wird. Von Tag zu Tag wird alles teurer. Tie minder» benKttdten Klaffen leiden immer schwerer unter diesen Zu- ständen. Wo soll da» noch hin? 7� ES geht dein Abgrund entgegen..,, Für bettelnd» KrlrzSbrsckiäd gte Grfängnl». Ein Krlkss?- beschädigter, dein da» linke Bein fehlt und der recht« Obersch.'ick.I zerschossen ist, der sich al'a nur an Krücken fortbewegen kann, teilt uns mit. dast er au» Not gebettelt hat und dekmepei, zu drei Tagen Haft verurteilt ist. Er fragt nun:.Hot der Staat»cht die Pflicht und Schnldigkelt, uns vor Not und Elend zu de- wahreu?' Unserer Meinung nach ist die Frage zu be'ahen. ES gibt aber Leute, die sorgen erst dafür, hast Wilh lm sein? Millionen bekomm, für Kckepsbesck'ädigte haben sie nur Brocken übrig. von einem Wachtvosien erlchvssea. ConrHag mittag ward« der Grenadier Gandegg« vom Retchswehrinfanterieregimeist 5,! a!» er sich seiner Verliasliing durch Flucht entzieh.« wollt«, auf! der Breiten'krücke in Potidan, von einem Posten er'chojsen. Zeuge,, gesucht! Am Bfcntag akend gegen 5 Ilhr»vurd« ein Arbeiter auf tzem Bahnhof Gefuntbrunnen, weil die Wochen- karte nicht unterschrieben war, von BahnangesUllten und einem' Sichctheiujoftflteg fejtgensmmtst, mit J}u]\;titJ,ea, fralliert blutig geschlagen. Zeugen werden um Schilderung de» Borfallet und Angabe der Adresse gebet.'».. Britz. Der nächste UntcplsalwngSabend sür di« Britze« Jugend toird vom Gemeinde-Jiigendamt, am Mittwoch, den 10. dt Mts., abends 7 Uhr, in der Aula der 1. Gemeindeschule, Chaussee« straste 130/37 veranstaltet. Es wird ein Wilhelm Bufch-Abench iverden, zugleich belehrender und unterhaltender Ztatur. Eintritts» pre.s 25 Pf. Pankow. Am heutigen Tage kann unser Genosse Carl Rieck, Hadllchstrahe 20, auf eine 30jährige Pacteizugehöipgkeit zurück« blicken. Hat Genosse Rieck in früheren Jahren schon immet tapfer seinen Mann gestanden, so muß aber besonders hervor- gehoben werden, daß er während d-'s Kriege» treu zur Sache de» Sozialismus hielt, und dann, als die Nevolution den Zusammen- bruch des Militarismus brachte, er einer der ersten war, di« furchtlos und unermüdlich im Dienste des Proletariats ihre Pflicht eriiilltKN. Wir wünschen an diesem Tage unserein alten Kämpfe«, daß er nech rech: lange für unsere Sache arbeiten kann. Tie Metallhändler Groh-Berlins haben sich zur Wahrung ihrer jvirtschgfttjchen Interessen zu einer Organisation zusammen» geschlossen und die Herren Scharnotv, Marlannenstr. 24, und Golhein, Marianiieiistr. 12. zu il,ren Vorsitzenden gewählt. Am Mittwoch soll eine neue Versaminlung stattfinden, die im Jnse» raientei» augehündigt ist.' teZe??sm;lke!ka!euder. Abgab« von Pferdefleisch. Vom lg. März iLLg ab dürfen Pserbsd fleifch und P!erde.j>e,Mjieai«n, soweit der Abschnitt 0 der Pserda» Ileilchlia'.l, bereits beliefert ist, aus Abschnitt 7 der Pferd«« fleischiiarte abgegeben und entnommen weroen. Dl« aus einen Ab« schnitt entsollenLe Menge belrägt 2i,0 D.amm. Tempelhos. 20 Ere.mm Puiter, 70 Wramm Margarine. 250 Kr. Kr au pen sAbfchn. 2>, 250 Gramm Maiegrietz s? und 8), bO0 Kram» Hiiisensiüchie(45), 250 Gramm Marmelade(12): Anmetdungt 250 G amm Marmelab« ftZ). An Personen über 80 Jahr» sür de« Monat März: 1. im Aller von 00 b!» 70 Jahren: 250 Gramm Flacken, 250 Eramm Reis, 2 Paket» Keks. L. Im Alter vo« Über 70 Jahren: 250 Gramm Rel», 250 Gramm Zwle» back. 2 Pakete Keks. Die Ausgabe der Berechtigung»« schein« erfolgt im Bureau der Krankenernährung, Dorfstr. 17, Hof, Zünmer 7, gegen Vorlegung einer poüzeilich.'» Anmeldebefcheinigunz. 3. an Personen über 00 Jahre: ein Krankenawl von 1000 B am,» sü» 2,10 Mk. Tl« Abstempelung der Brotkarten findet unter Barlegung einer polizeilichen Anmeldung im Bureau der Kraiikenslnoh.ung, Torsflr. 17, Hof. Zimmer 7, stall. Pankow. Gegen Abtrennung de» VezugS- und Quittung� llbfchnille, S von der allgemeinen Lebensmittelkarte 250 wvam» Marmelade zum Preis« von 1,85 Mk. Ni-derschönhaus-n. 20 Gramm Dutier, 80 Gramm Margarln« (Einsuh. Karle R. Ob). Für Kinder bis 2 Iahren(77) M, Pjd. Hafer, flocken, 2 Pake!« Keks, KrisgSbeschädiglenkar!« söZ), 1 Pfd. Teig« waren. Lebensmitlelkart» Riederbarn:, in(4 und L) je 125 Gramm Gruupcn und Teigwaren. Hiesig« Lebensmittelkarte(200) in de» Konsumoenossenschasl)4 Pfd. Heringe, und zwar Montag, bsch 8. Mär,. S!.. 1-4000. Dienstag, den 9. März. Nr. 400l— LObO. Miit« wach, den 10. März, 8001—12 000, Tonnerslvg, den 11. März, Nlk 12 001—10 000 und Freitag, den 12. Marz, Nr. IliOOl bi, End� 4° Pfd. Karlvssetn und als Ersatz 400 Eramm Erohbrot. Abschnitt 22E dsr hiesigen Lebensmitlelkart«(Holzverkaus), und zwar: Sir. 10 SOI bis 14 000 am Montcg, den 8. März. Nr. 14 001— 17 500 am Mittwoch, de» 10. März, Nr. 17 501— End« am Freitag, den 12. März, je '/* Rarmtinstor Kiese. n- oder Laubholz.; Weihense«. Die 7lbsch»ij Uhr, im Bürgerfa'ol beS Rat- Hauses ossenillche Ferau-nverlainmlung. Thema:„Wie steilen wis� Frauen uns zur drohenden Hungersnot und Berelendung»� Rsseren-i lin: Gen. Frida Wuiss., L.chterf.'lde. Millwoch abend 7 Uhr Zohlabend bei Llllschwoaer! (früher Erpel).> Grünau. Wir machen darauf aufmerksam, bah In dem Mittwoch- Zahlabcnd tNostaurant Franz) die Genossin Emma Dolz einen Vortrag hatten wird. Räntgental, Zepernick. Morgen Mittwoch abend, 7% Uhr. Zahlabend im Lokal von Pohle(früher Ueblerj, Nbiitgental, Giemen»- streb«. Gastwlrtog-Hilfen(lt. S. P.). Mittwoch vormittag 10 Uhr Zahltag in der Arbeiisrbildungsschule, Cchicklerslr. 5. VmksMetiüet Deutscher Werkmeister-Ztcrband, Metallinbnstr!« 8. Der Per». sarmmlungrisetender ist wie folgt zu berichiigen: Unlerg»ppe c Dienstag. 19. März, Unleigrupp« a Dienstag, den 10. März, Untergruppe d und g Freilag, 12. März. Unteraruppe e Mltwoch, 17, März. Sämtliche Versoinmlungen abend» 7 Uhr im Schutlheik, Neu» Jacob- strotze 21/25. Lrmd der tichn. Angist.«. Deamtin, Norden l. Sitzung Donner»« tag, tz-S Uhr abends, im„Nordischin Hos-, Invalidenstr. 125: Srellungnahm« zum itüundoslca. Zimmererverband, Zahlstelle Vorlin u. Ilmgegenrd. Allgemein« Mitgliederoersaminlung Dren-iag abend» O'/i Uhr, in Bocker» Fest» sälen, Wiberslr. 17: Erläule.ung über ba» Betvieberätegesetz. Mit» gliedtbuch legllimiert. Trnnzportardelterl Am Dienstag, den 9. März, abends 7 Uhr, im Deulfchen Hon Luckauer Cirah« 15, allgemein» Funkionärversamm» lunz. Wichtige Tageso dnung. Tie Bezirksleitung. Achlungt Sozialistische Proletarierfugend Groh, Verlin. Witz machen hiermit bekannt, datz di« Zz-iung:» Nr. 2 und 3 jeden Tag im Jugenbsedrela!at königsberger Sirah, 7 ausgegeben werden. Frei» soz. Jugend Wedding I, Heule abend M-Z Uhr findet im Lokal rem Schmidt, M.ipiaquelstr. ll/lfl ein Vortrog über Ausgaben der Cchulerriile statt. Wir laden alle Interessenten hierzu ein. Sez. Proletarier-Jugend NeukSIln. Dirnstag abei» 7 Uhr Portei-bureau, Neeka.str. g, Vortrag de? Genossen Hartmann llder „Ma l e r i crl i sti Ich e G e Ick ich! seeef so ss r! n g-. Frei« sozialistische Jugend Lichtenberg. Diensten, den 9. März» 7 Uhr, Milglieberrersammlung Iugendherm, Eürlelslr. LS, Eingang vom Hos. Lhn» Mltalledskarie kein Zutritt. Soz. PreUtackär ußenb, Lgilalionsbezirk Rachen I. Diensleg abend pünktlich 7 Uhr Zulammenkuust aller Delegierlen bei Kau, Dunke.slr. 22. Elellrngnahmo zur Agitaiionsweche. Coz. Prvlelacker.Juzend. Cchiinheuser Vierlel. Montag abend b»k Fchrmanv, Eleij«nhe.g«ij,r Slrasj« l2, Spiel«»pch Unie-hallunLs« abend. --.i.*■- p—■ 1---■.» Peronlworliich für die Redaktion! AI Ire» WIelepp, Neukäll» Verlag-xenossetiichaft»Freiheit-,». G in. b. H.. Berlin.— Druck de, jilq.eubtuckirei und Pellagsgejelijchujt m, d. H, tz� [f i rtoo9e«co»ceotei e> ich zah'e Immer noch die höchsten Tagespreise für • KUPFER, MESSING Blei, Zink � Sold-, Silbar• Medaillen f* und andere Metalle sowie alte Gobfssa 2 Ankaufes tollen e IGottheim, Mariannsnstr. 12? % und Schsnldstr.lZa«eSa. ■ ,! Mitglied des Vereins•••••••••»•«<••••»»»••••«♦•o—•••••*••••••••••••••« Möbel- Haui umlenÄfehendep Firma mi/ der Au wähl, .wie man sie sich ifgrö|5«r kaum denken lam. am_ beäifen GaraniVdjl tuemand.Selbsr bei grÄßren fptuarf'ung�n 'eniiaasch/ wird, ßXctrc MarcNzkaner � Berlin IT EeHckendDpfer' Die Zahnelnkaufssteüe Charlottenbure, Prltschestr. 46, v. It. an dar KsntstraBe(Bahahol C arlotienburtl kauft tkel eh von 9-1 und 2-6 Uhr i- r- zu höchsten Preisen i i n alte Gebisse Pro Zatia nicht nnlcr>5-7» M. SfltirStin« hls 7«t M, Knopirihno dl« Iii Ii«.— Brand mal ercN�tlfto nsch Gewicht(Gramm 390 Mark', Zinn""„T 7lr:cl"k«r, Ucpantliatez �-irküe 14 17. Norden 4584. Alte Gebisse auch zerbrochene h, 3000 Mark. Zahn 21.-. 25.- bis 50 Mark Kein Zaiizt unter 21.— MU.� (Plntlntuncitift) wo dl« Echtheit festzctelll IsL KnopfstiftzIIine 9 Mark. Platln-BremisUfta xu bsebattn Tazcipr«l«ea. ZakML l3io?a oriBn Ranzwiii Oranlenbucger Strasse 33f hochp., zwischen Artillerie- unJ Fried riebt traBa. 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