:nbl .MV m .;i»J e'iuna ,n» t>«m»'fir y*r6k*&tTi'n MO ITw»m porav» zahU a, k»»» m«ia» i M.( euisch and n d O fk r i) ur da» übrige Au»» UmD 13.- IN. j'jfijNd) va. utaauf ch nz. Ne�O�ti»R»md �rvtNitio«: VeHm«. Lchi�dnnerHM«« lv lll. Fndwprecher. Am»«srden SSS— SS, SdSS und WuS. !0?' hlcK IW- ngm 0*1 Nr.§2/ A 45 � Morgen-flusgabs D«<»�fge�«P#n« Norpar itlezette oder deeem Raun,, sewie jede Wsr'i'Anzekße.«ü» «l,ch di« Lamkliew» uud Vrzanieat]tf){ani& Sie AburKilung der Kriegsverbrecher. We teulsche Nole. Berlin, II. Mär,. Ter keltische GesckästStrager ni London Hot am 10. b. M. dem Premiermmlstcr Lloyd George als dem Vor- kihenben des Obersten Naies eine Note überreicht, die in deulichcr UeSersctzung wie folgi lau i et: • Im Kamen der deutschen Regierung teehre ich mich, Euerer Exzellenz auf da? an den Herrn Reichskanzler gerichtete schreiben vom 13. Februar, betreffend die skanrechtkiche Verfolgung der von den alliierlen- Mächten einer Verletzung der besetze und Gebräuche de» Krieges beschuldigten Deutschem, fal- ßendeS ergebenst milzulrilen: Nach Empfang des CchrelbenS de? Herrn Vorsitzenden der Friedenskonferenz vom 3. Februar hat b't deutsche Regierung die dieser Note beigefügt« Liste dem Oberreichkamvait beim Reichsgericht in Leipzig als der zustäudigen St afverfolgungZ- betzörde iibrrmiltelt, damit gemäg dem Gesetz zur Verfolgung ton Kriegsverbrechen und KriegZvergehen vom 18. Dezember 1019 da» Erforderliche veranlagt würde. Nachdem sich die alliierten Mächte nunmehr mit dem in die'em Gesetze vorge- febenen Ver'abren vor dem Reichsgericht auch ihrereit-J ein» oerstanden erklärt haben, hat die deutsch« Regierung,«nt» tbrochend der von ihr in ihrer Note vom 2ö. Januar abgegebenen Erklärung, bei den gesetzgebenden Körperschaften den Entwurf eines Gesetze? zur Ergänzung des Gesetze» vom 13. Dezember eingebracht, der von der Nat.onalveiesammlung in der aus der »hU'g« rvslchtlichen Fasiung angenanmen worden ist. Znnächst »efeitigt diese, Gesetz für die Verfolgung der in dm Listen der Alliierten Möchte aufgeführten veschuldizunzon oll« rechtlichen Hindrrniffe, die einem neuen verfahre» rtwa infolge einer »mnestir, einer Verjährung»der eine, früheren Verfahren? Entgegenstehen könnten. Darüber hinausgehend, schreibt das Ge» Ict aber bor, daß«ine Einstellung de» Verfahrens eher die 916- lchnung der Wiederaufnahm««ine» früheren Verfahrens niä)t �«rch die in gewissem Umfang von den Weisungen der Vorgesetz. ten Dienststellen abhängige StrasttersolgungSbebord«, sondern »vr durch Entscheidung de» Reichsgericht, selbst erfolgen kann. Durch da» neue. Gesetz sind grundlegende Normen de» bisher Reitenden Rechte» geändert worden, damit den Bestimmungen ter Artikel L23 Vi» L3Y de» Friedensverträge» Genüge ge�hen «»in, ohne die betroffenen Deutschen ihrem heimlichen Richter öu entziehen. Die bezeichneten Vorschriften geben alle denkbaren RisetzUchra Garantien für eine erschöpfende und unvartciisch« Unter- kuchnng der von de««lliierten erhobenen veschuldtgungen. Wenn die tatsöchl-che Durch'ührung der Strafverfahren in vielen Fällen "och vom Eingang de» Material» der von den alliierten Re. Vierungen eingesetzten Kommissionen abhängen wird, so liegt dks daran, dafj.die überreichten Listen häufig sowohl die Be- Wnpiung bestimmter strafbaret Handlungen als auch die An- vob« von VeiveiSmilteln vermissen lassen. Jedensav, ist aber mit dem Jnkraft're'en de» neuen Gletzc, die Angelegenheit dunmehr jeder Vreinflnssung feiten» der deutschen Regierung kntZ»sra. Sie ist in ihrem ganzen Umfang anf den Rechtsweg geleitet und kann nur nach Matzgab« der Gesetze ihren Verlauf »rhmen. Damit ist auch die Siellungnahme der deutschen Regierung S» den von den Alliierten in dem Schreiben vom 13. Februar gemachten Vorbehalten von selbst gegeben. Die Alliierten haben sich vo behalten. v:n den Rechen, die ihnen der Friedensvertrag kür den Fall der Nichterfüllung von Vertragsverpfiichtungen gib!, in dem Ma-je und in der Form Gebrauch zu machen, die sie für Iweckmätjig erachten werden; sie haben ferner erklärt, daß da» fahren vor dem Untschen Gerchte die Bestimmungen der �irtikrl 228 bis 280 de» FriedenSverlrazeS nicht aufhebr, und dah kie zu prüfen haben würden, ob daZ deutscherseits vorgfchlagene Zerfahren nicht dazu führen werden, alle Beschuldigten der ge- rechten Sühne zu entziehen; sie haben sich endlich für diesen Fall torbehalten, che Reckt in»ollem Umfang auszuüben und ihre eigenen Gerichte in Tätigkeit zu setzen. Deutscherseits müssen derartig« Erwägungen für da» deutsche Gerichtsverfahren al» SezenstandSl», angesehen werden. Da» Reichsgericht, da» die von ihm eröffneten Verfahren nicht auf Grund eine» Ersuchen» keemder Staaten, sondern auf Grund der deutschen Gesetze durch« »»führen hat, kann uns wird sich hierbei, getreu feiner hohen iirberlieserungen, durch keine ander« Rücksicht leiten lassen» al» d'e, bah dem Recht« Geniige geschieht. ES wird Reckt sprechen ohne Ansehen der Person und ohne Rücksicht enf xolitischr Felgen. Es kann daher auch sicher fein, dast feine Entscheidungen die Anerkennung der gesamten zivilisierten Welt finden werden. Tes w/.lersn wird m d?r Note zum Ausdruck gebrackkt, fcttz die in den besetzton Gebieten von den Besatzunsts- '''Ädea poresnvnun-nen«BA Ab- urleilltngen deutscher Reichsange höriger sich weder mit den V>ass«mstillsiondsbedtngu'ngen, noch mit Hrim Friedensvertrag rechtiettiHen läßt. Die beubsche Re- gicrung hält sich daher für berech.ist, das Ersucl)en zu stellen, ixch die alliierten Besatzung sbehorden weitere Verlxiftungen jener Art nicht mehr vornehmen, und daß die alli- .ierten Rvgio'.mnlM die berei-ts sestgenonmwnen Teu>t schon \ einerlei c6 sie>in der Lilste auij'getslüihrt sind aber nicht, ailS- ''bald der doutschen Regierung zur Aburteilung gonmß dem Nosetze vom 18. Dozeunlber 1919 zur Vevfügu'ng stellen. .Das gleiche gilt auch für die Kriegsgefangenen, > die wogen Kriogsv ergeben surückoolMten wevdm. Endlich regl d.e deutsche Rogierrmg in lder Note an, alle in den Listen nicht benannten Deutischen, die Krietgsvergehon be- schullngt werden, zu amnestieren, um die Fälle,«deren Ahnd-uivg von deini allgemeinen R eckst seupfinden nicht un- bckdrngt gesondert wird, mit dem Eintritt deS FriedanSzw. sbandes der Berge ssenijeil anhemi�ugcven. Deutscher Protest. Tie deutsche Regierung veröffentlicht einen Protest gegen die Ueb ergriffe der interalliierten Ko in Missionen für die Abtretungsgebiete. Die Verordnungen der interaliuerten Komimstionen g reiten in die Befugnisse der deutschen VerwaltungZorganisation und des Gerichtsverfahrens ein. Alle diese Maßnahmen stehen mit den Bestimmungen deS Friedensvertrages im Wider fPruch. Tie deulsckze Regieruug hat o>uS diesem Grunde sowohl bei den interalliierten Kommissionen als auch bei der Friedenskonferenz in Paris auf das Nachdruck' lichste Verwahrung gegen die getroffenen Anordnungen eingelegt. ler eile Horst, y. Wien, IL Mär» Da» Kommunistenorgan.Die Rote Fahne' m-eDet wn Sn fchluß an den Besuch dor itakianffchen To lederten Torvttl und Buoco Bologna, daß bi/es« von Rom die Entsendung einer ita» lienischen Kommission nach Budapest zunn Prozeß gegen 24 ehe. maiige Volttlommissare verlangen. Horthy ha'be jedoch die Wiener Ungarische Gesaudischaii angewiesem, der Delegation, die auch Mevilamme und LebenSiMtel für die Eingekerkerten mid bringen sollte, unter einem Lorwand da, Paßvifum, u verweigern. Wi« die»Rote Fahne" weiter mitleibt, fiel den tta?e«misch-n Geneffcn in den letzten Ta'ien ein Geheimzirkuiar de, Oßtcnburg-Detachement, in d'« Hände, mit dem Defehl, die �.etegatioi» wotzl»ach Ungarn einreisen zu kasfen, die A u ,- reis« aber auf geeignet« Weise zu verhindern. In tLuiSapester Kreisen wird aus, lebhafteste die TaSsachc besprochen, daß der K.iegSimmstcr Friedrich den Mitgliedern de, Kabmebt, seinen Au»dri:t au, dein Kabmett in bestimmtosder Form mitgeteilt hat. Di« Absicht Friedrich, erregt um so mehr Aussehen, al, er gleichzeitig zu verstelen gab, daß et Ungarn für längere Zeit verlassen und feine« Wohnsitz im Ausland nehmen verde. kumSuisch-rusflsll'e ZtledensverhandlunLe«. Budapest, 10. Sdä ,. Da, Blatt ,Az Est" melldet au» Bukarest, daß die Frieden,. Verhandlungen zwischen Rumänien und Sowjetrußland nach im Lauf« dieser Woche beginnen werden. Zum VerHand. tungSort wurde Dornavatra bvstimiuzt, wo die russischen Delegierten K r a s s t n und V t n a r, k i bercrt» eingetrojfe« sind. De rumäntfchcn Unte-Händler sind der General Ava» r« S c-u und der Munster Dr. V lad. Al» Verhandlung» bosi» wird da» letz.« FrikdenSangebot der russischen Rateregierunz dionen. Di« Rumänen fordern vor allem die Zurückziehung der roten Touppen von der rumänischen Grenze und den Abschluß strreS HandelSver.rage». Die rumänische Presse verhält sich zum Beginn der Fried-nSverl?andlungrn ziemlich zurückhaltende Der „Adevcrul" und andere Blätter schreiben, daß man bei den Bot» schewiften sehr vorsichtig sein muß und ihren Versprechungen kein allzugroße» Vertrauen entgegenbringen darf. Warschau, 11. März. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wird die pol» nische Regierung der russischen Räteregierung den Vorschlag machen, demnächst unverbindliche Besprechungen über den Friedenkvorsch'ag der russischen Regierung u Em o I e n j k zu beginnen. Dies« Besprechungen soll«»»och im Kauj« de» Manat« Mär» beaenna», �* ZeWellungen zur Zrage der Hlernalionaie. Von Arthur Crisplen. Ueber meine Unterredung mit dem Genossen FrosfcnO über die Frage der International« sind verschiedene LeS» arten im Umlauf. Meist einzelne aus dem Zujamnienhang gerissene Sätze. Das mag daran liegen, daß meine Mit» tciUrnflen erst aus dem Deutschen ins Französische und dann wieder aus dem Franzäsiickzm ins Deutsche zurückübersetzt worden sind und daß es sich außerdem um verfchioden« von» einander unabhängige Uebersetzungen handelt. Demgegen» über ist«S notwendig, festzustellen, was ist. Der Leipziger Parte tag lehnte dcn bedingttngslofyt Anschluß an Moskau ab und beauftragte das Zentralkomitee. auf Grund des Aktionsprogramms der Partei m i t d« r dritten Internationale und den fozial- revolutionären Parteien der andern Län» d er s o fo rt auf der Grundlage des Aktionsprogramm, in Verhandlungen zu treten, um mit der dritten Jnternotio» nale einen Zusanimensch'ub herbeizuiführen. Die Begründung für den Beschluß deS Leipziger Parteitages ist aus dem ParteiiagSprotokoll zu ersehen. Ich führte nach dem Protokoll zur Begründung der Resolution der Parteileiti ng und der Kontrollkommission u. a. folgen» deS auf: .Wir woklen als Gleschberechtig k-e mii der Moskauer Internationale verhandeln und verlangen Mitbestim« mungSrecht über Programm undTaktik. Unser AlionSprograimn soll darum die Grundlage für unsere Verhanb« l wagen mit Moskau bilden. Weder Anarchismus noch Eviid.laliiS» mu», sondern revolutionärer marxistischer Sozia» li»mu, muß die Internationale für den Sr�aliSmu, deHerr» fchen. Wir sagen, e» muß eine akiionSsähige International« mit der dritten Internationale geSildet werden, und e< muß dahin gewirkt werden, daß auch die sozialrevoluiionären Parteien anderer Länder in dies« Internationale geführt wer» den. Wir wollen damit besonders betonen, daß wir nicht ein« viert« Jniernationale zu gründen beabsichtigen. Au, der Moskauer Jniernat'onale. die bisher fast nur östliche Länder umfaßt, soll durch Zusammenschluß mit unserer Partei und mit Parteien anderer Länder ein« immer großer werdende Inter» nationale werden. Wenn wir auf Grund unsere, Akt! on»Programm, mit Moskau einig werden» dann besteht für unl kein Hindernis de»Zusammen- schluß unserer Partei mit Moskau herbeizufüh- ren, auch wenn Parteien anderer Länder für den Zusammen- schluß vorläufig nicht zu gcw.nnen wären. Gehen andere Par» teien nicht mit un». dann werden wir nicht nachlassen, sie»u ge» »innen, weil e» natürlich unser Ziel ist. all« revolutionären Par» ieien aller Länder in einer festen internatwnalcn Organisation zusammenzuschließen." Zu dem so oft angeführten Zusatzantraq zur Resolution der Parteileitung und der Kontrollkommission:„Tollten die Parteien der anders» Länder nicht gewillt sein, mit unS in die Moskauer Internationale einzutreten, so ist der Anschluß von der Deutschen Unabhängigen Tozialdemokra- tischen Partei allein vorzunehmen," sagte ich im Schlußwort auf dem Leipziger Parteitag nach dem Protokoll: »Dieser Antrag ändert nicht da» geringste an dem Sinn der Resolution der Parteileitung und der KoniroMommission.»r ändert nicht» daran, daß Verhandlungen mit Mölkau unter Zugrundelegung unsere»,«ktionlpro- gramm» vor einem Zusammenschluß vorge» Nammen werden müssen. Wenn andere Par» teien nicht gleich mit un» gehen, d-nn schließen wir un, ohne sie mit Moskau zusammen, wenn wir mit ihnen über Programm und Taktik einig geworden sind. Do» Hab« ich schon in meiner Begründung der Resolution so klar wie denkbar gesagt. Daran wird auch nicht, geändert, wenn Sie un- sere Resolution durch einen Zusatzanirag nur schsversälliger machen." So der klare und völlig eindeutige Sachverhalt. Und im Sinn« der klaren und rinidcutiqon Bescküüsse des Leipziger Parteitages habe ich, in voller Ucbercinstinimung mit der Parteileitung, jederzeit gehandelt. Auch bei»teinar Unterredung mit dem Genossen Frossard. Da, geht au« dem Bericht hervor, den Genosse Frossard über seine Aus» spräche mit mir in dar„Hlirncmitä" vom 1. Februar 1929 veröffentlicht hat. Dabei bemerke ich ausdrücklich, daß ich keine Ahnung davon hatte, daß meine Ansführungen zu offiziösen und offiziellen Veröffentlichungen demltzt werde» sollten. Ich hätte dann natürlich Wert darauf gelegt, die Veräisfentlichnngen über meine Ausführungen vorher selbst schriftlich zu formulieren. Um fo erfreulicher ist die Tat> fcfc trstzdxni der Artikel deck Gmelku LMart�jn«A ein gutes Zeugnis für meinz einwandfrei mit den Beschlüssen des Leipziger Parteitages vollloiiunen übercinstimincnde Haltung ist. Ich gebe nachstehend tnic sorgfältige Uebersetzung des ganzen Artikels wieder: Man hat in unseren soziclistischcn Kreisen die Resvlntia.ieu lcZ Leipziger Parteitages der Unabhängigen verschledenilich und teidenschastlich ausgelegt. Am Vorabend unseres Paeie'.kongrcsses wünschen unsere Kampfer genau zu wissen, woran sie sich bc- trcsss- der Haltung der Unabhängigen gegenüber der Lulernatio. nale zu halten haben. Ich habe dies unferom Freunde Cnspieu. dem Vorsitzenden dieser Partei, gesagt. ES ist augenscheinlich mehr als jeder andere iefahigt. uns darüber zu insormicrc». Vor dem Zentralkomitee der schweizerischen Pertci, die Leute ww Paul Erabor und Robert Grimm in ihren Reihen zählt, hade ich Crispien die folgenden Fragen gestellt: Unter welchen Bedingungen wurde in Leipzig die Rcsolnüo» angenommen, die den Bruch Eurer Partei mit der II. Internationale erklärt? Diese Resolution sieht eine'Konscrenz aller rotvlutionärcn sozialistischen Parteien in der nächsten Zeit vor. einschließlich derjenigen, die schon der III. Fntcrna'iionelc a». gehören. Tie haben den Auftraz, sie einzuberuseu. Wie ist das ilmendoment Ttocchcr zu verstehen. daZ glcichsalls in Leii'zig ai>. genommen wurde, wodurch sich die Unabhängig» Partei vee. pflickstct, sich der III. Internationale anzuschließen, wenn d:«- Konfere-rz nicht Zum Ziele-komutt? Tie kann auS zwei Gründen fehlschlagen. Erstens durch die Abwesenheit von Parlcic», wi< der unseren und der schweizerischen Partei, wie auch der In- depcndcnt Labour Party. Da» ist eine Annahme, die allerdings unwahrscheinlich ist, da Tie von dieser Seite ermutigende An!» Worten bekommen haben. Aber d S ist ein: Hypothese, die mai. in Rechnung stellen muß. Was werden Tie in diesem Felle tun? Wa» werden Tie machen, wenn anderseits die der III. �»tcr. nationale angeschlossenen Parteien Ihre Einladung ablehnen? Die Antwort von EriZpien war eindeutig. Ich habe sie durch Paul Graber. der ein gcwissenhastcr Ueber'ctzer ist. ausnehmen lassen. Ich gebe sie nun wieder, ohne ein Wort zu ändern: In Le-pzig, sagte Crispien, hoben drei Richtungen bestanden. Die erste, deren Führer unser Freund Hilferdmg, Chefredaktenr der.Freiheit", war, verlangte, obwohl sie der II. Jnterralionale in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung feindlich gegenüibersteht, daß die Partei sich am Genfer Kongreß beteiligt, um z im letzten Mal die Opportunisten und besonders die deutschen RechtSsczm» listen zu beseitigen zu versuchen. Die zweite, die mit Eurer äußersten Linken in Frankreich vbereinstimmt, schlug den sofortigen und unbedingten Anschluß aiwdx III. Jnternaponal« vor. Tie hatte um so mehr Anhänger, al?die russische Revotution sich lcbhaster T:'patien in unseren «rbeiterlreisen erfreut, die durch die Politik von NoSke erbittert sind. Die dritte endlich mit Lcdebour und m'r selbst lchlug der Parte, bor, mit der Internationale in Bern zu brechen, die. so diskreditiert ist, und eine Internationale herzuiiellen. die sich mit der dritten dereinigen könnte, aber nicht ohne B-dingunaen. Wir wollen zuerst mit Mockau als Gleichbcrechtigte�vcrhandebn. Ww wolle» nicht unsere Unabhängigkeit opfern. Wir b'-rbsichligcn, tie Herren unserer Handlungen und der Stunde zu bleiben, wo wir sie zu erfüllen glauben müssen. Wir können endlich nicht vergessen, daß Moskau mit ollen Mitteln versucht hat, unsere 'Partei zu zerstören. - Bei der Abstimmung hat unsere Resolution die Mehrheit erhalten, während Hilferding die seinige zurückgezogen hat. TaS Amendement S.oecker wurde im letzten Moment angenommen, ohne, daß der Kongreß sich über seine Tra'weile ganz bewußt war. Infolgedessen haben wir mit der II. Internationale gebrochen und wir sind berest, mit Moekau auf der Basis des Programms von Leipzig zu verhandeln. Wir haben den Nullen, den T~a- «rern, der Jndependant Labour Party, der amerikanischen Par- tei, wie Euch g«schrieb«n. Wenn Ihr auf unfern Aufruf nicht antworten wolltet, so würden wir allein auf unsere eigene Beranlwortung mit der Internationale von Moskau verhandeln. Aber wir werden uns nicht anschließen, wenn man unS Bedingungen stellt, die uns im- möglich erscheinen. Wenn Moskau nicht verhandeln will, wenn es sich weigert, an unierer Konferenz teilzunehmen, fo ist eine neue Situation goschafsen, die wir zur gegebenen Zeit prüien werden. In jedem Falle glauben wir zu wissen, daß die Skandinavier, die schon der 3. Internationale angeschlossen sind, unseren Vorschlag bei den Russen unterstützen we'/dcn. Können Sie mir sagen, unter welchen Bedingungen Sic be» reit sind, in die 8. Internationale einzutreten? Ich denke zwei, an'wortet Crispien, unterstützt von Grimm: Es ist notwendig, daß Moskau feine feindf lige Polstik uns geg�über auigibt. ES ist notwendio. daß sie unS BewegungS- freiheit und Freiheit der Taktik vollständig zusichern. In Summa handelt es sich um eine Fusion mit der 3. In- ternationale nach ewigen vorb'reilenden Unterhandlungen? Sicherlich. Wir wollen in keiner A-t die 2. Interraiionalc wieder herstellen, noch«ine vierte gründen. Wir ged-n zur dritten und versuchen, mit uns die westeuropSi'chen Parteien herüberzuziehen, indem wir die Garantien gewinnen, die wir nötig baben.> Nichts ist mehr gerechtfertigt. L. O. F r o f f a r d. übergebe di.se Isesistessuncren der Oefscntliclkcit. damit unsere Genossen in d?r Lage sind, allen Leaenden- bildunaen und besonders den böswilligen kommunistischen Enistclliinaen und Untersichiebunaen wirk'am»ntge-wnzn- treten, die Zwcifel an meiner korrekten HkrKung in der Fnage der Internationale wachrufen sollen. GZ fielt un'weiscl- fiaft fest, daß der Leip'iger Parteitoa den bedinaungSlo'cn Anschluß an die MoZkaucr Internationale abgelehnt hat und daß daZ Zgniralkomit'e den Auftrag erk'ielt. mit Mo?- kau zu verhandeln. TaS AkiionSprogramm soll d'e Grund- laae dieler Vcrhandlunaen bildw. und wir wollen als Gleichbcrcchiiate über die Grundsätze und die Taktik mit- bestimmen die anch für imS maßgebend iein sollen. Hier- für kann ich um so energischer und rückhaltloser wirken, weil ick, sa selbst vor unb auf d:m Parteitag in diesem Sinne tätig war. Mild-rung he» AiiSnoljmrvstonhrS In Frank'urt am Main. Dar Polizeipräsident rr'äst fohzend« Bekanntmach-uno: Auf An- Ordnung des Inthabers der vollz>kenxn Gewalt der Reichswehr- brigade Nr. Ii wird die Verordnung rom lll Januar IDA. he- treffend das Verbot der öffentlichen Versamm- lulnaen in Frankfurt am'M.ain und allen Vororten hiermit a ufg e ho ben. DaS Wiener E'end. Nach amllicher Stetistik b-'ru.g die Zahl der Tte rbefälke im Januar in Wien 8352! dies ist absolut wie relativ Äe höchste Sterblickkeit, die'est Iabr-ehn'en im Ja- nuar beobachtet worden ist. Die meisten Todesfälle entsollcn auf Tub kulof«. Der„Arbeiterzeitung" zufolge wurden im Februar IWt Geburt«» uich i02Q ZodtSjätie in Wien gemeldet.- liußlmd und tie deulfcheu ArZcilk?. Eine Unterredung mU Wctvr Kopp. Einer unserer Mitarbeiter hatte dieser Tage Gelegenheit. mit dem in Berlin weilenden Vertreter der Eowjetregierung Victor Kopp über verschiedene wichtige Fragen zu sprechen. Wir crl-altcn über diese Unterredung folgenden Bericht: Hinsichtlich der Frage der Rückschaffung der rüssi» scheu Gefangenen, die momentan im Vordergründe st ht, äußerte sich Kopp, daß der Transport der Gefangenen durch Polen vorläufig nicht mögiich fei. Er selbst wünsche nicht, daß die Gefengenen in die Gefahr kämen, die deutsche Gesangenschaf. mit polnischer oder rumänischer vertauschen zu müssen, wie eZ bereits mefriatb geschehen sei.. Er hoffe ober, auf dem See» wcge über Nepal und später auch über Petrograd und Murman monatlich in'gc'amt 10(DO Ge'angene abtvanZporrieren zu lönnen. Uebcr die Gestellung russischer Schisse zum Abtransport konnte Kopp keinerlei Zusicherungen machen. Der Schwerpunkt der Terkandlungen wird also im t.lugcnblick wen-ger in den Fragen des AbtranSp'-rtcZ liegen, als in der Regelung tee Vcr- waliung und der Besserung der Lage der hier befindlichen jlste- fangencn. Ich richtete an den Genossen Kopp die Frage, eb vie Tow- jctrezierung in dem Privatbesitz des Klein. rn nicht eine Gefahr für die sozialistische Wirtschaft und schnesshch für die sozialistische Regierung sähe, Die Möglichkert, durch im Verlauf der landwirischaftlichen Produkte Geld zu s.nii.neln. berge in sich die Gefahr neuer KapiialSbildung, für die mit dem Hercinslrömen von Waren sich auch Anlagemöglichk-iien finden würden. Kopp erwiderte, daß die Sowjetregierung diese Gew'r kenne und daß sie bemüht sei, ihr dadurch zu begegnen, daß sie sich vornebmlich auf die Landarmen und kleineren Aunery stütze, für die die Möglichkeiten neuer Kapitalbildung pem-iO seien. Man könne keinesfalls erwarten, daß die Arbeiter in r:r jetzigen Situation sich um diefer Gefahr willen in einen Kampf mit den Bauern einließen. Jede Revolution berge in sich ein: Fülle von Gefahren, und die'e feien um fo größer in cirer k-mmu- nisttfchen Revolution, die' von allen Seiten durch kapitalistische Staa'cn bedroht wäre. Ich warf ein: Die Eefehr von außen her eindringender kapitalistischer Einflüsse erscheine mir nicht unbedentüch groß und könne nach meiner Ansicht nur gemindert werden dadurch, daß die russinchen Arbeiter mit der deutschen flr merschost direkte Fühlung nähmen, und daß die G e o k i c n. sch a fte n beider Länder die Hauptträgcr der Wirts haf». che» Beziehungen würden. Kopp verhielt sich äußerst ableh- n c n d. Es habe auf ihn einen sehr ungünstigen Eindruck ge- macht, daß alltäglich viele deutsche Arbeiter zu ihm kämen, die noch Rußland auswandern wollten, weil sie horten, dort die Zustände zu finden, die sie sich wünschten. Die? Per- halten, so meinte Kopp, sei de» deutschen Arbeiter» unwürdig. Anstatt hier ihre Pflicht zu tun, und aui igrcm Posten auszuharren, versuchten diese Arbeiter'ich die Fuückte des von der russischen Arbeiterschaft geführten Kampfe; zu wgen zu machen. Weil die deutsche Arbeiterschaft diesen Kamps bisher nicht tbiZ zum Siege durchgeführt habe, so könne sie zur Zell auch keinen M-ochtsaktor bilden, mit dem die Sowjetregie- rung beim Wiederaufbau ihrer Wirtschaft rechnen könne. .Können die deutschen Genossenschaften uns Lokomotiven und Maschinen liefern?" so fragte Kopp.„Sie können-.S nicht. Wenn wer Maschinen haben wollen und Lolomotiven. so müssen wir uns an Krupp und Borsig, an Siemen? und Ruthe-'.au wenden. Wir sind also gezwungen, direkt mit der Großind i'«ric in Verbindung zu treten. D?nn was wir im t.lugcnblick brauchen, sind Maschinen und Lokomotiven. Gewiß besteht ein großer Be- darf nach allen möglichen Fertigwaren und Produkten,»b.er wir können diesen Bedarf nicht befriedigen, denn wir können die eingeführten Waren nicht bezahlen. Wir denken aber nicht da- ran, eine Wirtschaft nach deutschem Muster zu führen uns Ge» nußmittel, Zigaretten und Tabak, Luxusartikel, Seidrnw rrcn und Bronzen einzuführen, für die wir kein Gegenwerte lie-ern können, so daß wir bei den kapitalistischen Staa'en verschulden müssen. Die Sowjetregierung besitzt ein« DnnglichkeitSlistc. die die für die Aufrcchterhaltung der Wirtschaft unbedingt notwcn- digen Waren und Produkte enthält. Nach dieser List« werden wir unbeirrt arbeiten und unsere Einsuhr regeln. El»st selbst» verständlich, daß dabei zuerst und vor allem die Jn'»re>krn de? Staates Berücksichtigung sinken werden, daß erst, wen» d:c'e Interessen voll befriedigt sind, an die Einführung von Waren für den übrigen Bedarf gedacht werden wird." lieber tue Menge der in Rußland vorhandenen Vorräie, die eventuell für die Ausfuhr geeignet feien, vermochte Genosse Kopp nähere Angaben nicht zu machen. Er hielt e» n i' t für wahrscheinlich, daß in der Ukraine noch umfangreiche Vor- räte an; den Ernten vergangener Jahre vorhanden seien. Die Folgen ö:c nalionalissischen ssrle. Cetil«, ll. März. Im Auftrage dw beutshea R-glrru:', hat d-r Geschäfts. zcr Tr. Moyer dem Ministe>rprL[tdcn!en M ill e r a ad das Bedauern der deutsche« Reziernn» über den Vorfall im Hotel Adlon ausgesprochen und die Bestrafung der Schuldigen zugesichert. Im Verlauf dez Gesprächs wurden auch die Fälle besprochen, die sich neuerdinzs ereignet haben. Der deutsche Geschäftsträger bemerkte hierbei, das, d.cse Fülle offenbar anders geartet feie:». Die deutsche Bevölkerung sei inselge der Untwernährung leicht rrrcgbwr, so daß cS der Nczierung bei politischer Hochspannung schwer sei, jeden Exzeß von vornherein zu verhindern. Der GeschäftSträg'r verwies hierbei auf das frühere Ersuchten der drutschen Regien, ng, die Mitglieder dcr Lontrolllommisfion milchte» zur Lrrmeidung. solcher Vorkommnisse nich» in Uniform gehcn; tiefi Er-' suchen fei früher abgelehnt word.n. Ter Zs.inichcrvruirdent Millerand kam tm Anschluß hi'rau auf die ttcbergr'.fse zu sprechen, die sich d-ulsche Soldaten geze.i- über der Aaltikum-Kommislion de» General» Niessel haben zuschu den tomme» lassen. Ter GeschiiftZiräg'r vrrre'.cS hierbei auf die Veruricilung dieser Borsülle durch die dentshc Presse. Gr sprach hierbei die Hossnung aus, daß es durch die Bestrafung der Schuldigen und dir Aufklärung de» Publikums gelingen würde, die Wiederkehr ähnlicher Ereignisse künftig hintanzuhalten. Ministerpräsident Mtllcrand erNärke biereuf, man wiss", daß dcz deutsche Voll leide, da» sei«nbestreirber, aber gerade wenn man hrlfeu und rasch Helsen wolle, sei dies außerordrut.ich erschwert, wen» sich solche Vorkommnisse recignrten. Tie Ausfü'ßrtinsien!cZ fränzösiÄzen Ministerpräsiden- tcn fcrcdien, daß die deulsep national? Hetze das deutsche Vaik inrnrer trc>er ins Unglück stürmt. Trotzdem geht diese Hetze unvermindert weiter. tzire WcltemolrolWs üe�_ in Schwede». Tas sHresdiscke Koa�tionvitrsnisterium.<»s sich auS LiÄeraten und Neck/tSsoziati'sren Msandmensetzte, hat einem rem reÄchssogi<Ä!.stsgchen Kaüinwt unter der Firtzrung B r a n- t i n g s Plötz �cmacht. Tie Kr'üsis war chercrrrßhesä.woreil worden d' irch einen Kon�iitt üider d-se?! e f o r m d e r K o m- m unalstemer n. Die SvziÄdrmcLraton m der Regie- run-g �bestanden Hvinäß einem Böschmß r.,res'letzten Partei- wges cr.tis einer DmgeftÄhmg üxs komMu-nalcir Ac�ße- wesens, das HiSiser dalsurch charcssterisiert war. daß die Ein« komm.n bis zu 1£C0 Kronen sieuersiei blei'öcn. Ja Ande- tivcht der veuäibderlion LsidenÄäediwsi'MHen erschien dies« Grenge«der �»svidvmcerrZts'ickian Partei zu niodväg g�agea. Oder es gelang ilhr nicht, Xire isiäeraien ButadeAgenassen»a einer A'.isbsw'amng sür i'hre HeiV.i'isstzr.mg zm bmegM. Tie Lioe vaien'üläerließen i>i/ncia drShach» allein'das Fo.d- ES ist ein stihr mesiZwürdiigeS und go.rvgtes Enprriinent. das die schncdischcn SaziO.'drenear raten hier'mrterma.'imen. Sie vepfllgcn in beiden Kamamern zusammen über Sil biS 1VS Sitze, in der zweiten Kaenmer llsOäea sie 8tZ von mne. Die K'oniscrvativen bositzen ciwa 70-und'die Liläeraiien einige Lst Manidate: dazu kc'a.'men noch etwa ein DutzeiH Lirtis- sozio! iisten. Tie sozioldemockraiischea Sieuebsorderungen haaen O�so n-nr Aussicht anis Vev.virÄichnnio wenn oid die ftro;?» ii't trc'i,'! anged>rack't. Cd die>Kc'urn.'unO!'steuer nichtig'gcinu'g>i>st, um eine sc,ziO!domakratiscke Partei, noch dazu in einem morrarch-stiischen Sroatsiwsen. zur Usaer- 'Nvitzme der GOzchäs'tc besti'mmien-.u'können. An sich ist es ja garrg interessant, daß Bmnting es wopt, nur auf eine Miwritat gestützt, eine sca.iaiiistisck« Regievliy zu ibtldea und sich damit in Gea?r>'ztz Pl.unseren RechtSs'�zialisten stellt, dl« nicht«den Mut hatten, nach Hen SEdTIcn zur National- üerfcnmrtluni in einer visil stärkeren Posiltion densrkaon Weg zu aasten. AnHarersoilS Oder stch't doch der M'ägÜ'iche Gsiv'.nn in keinem DerrefltniS Tt b'r Hesse des Eirffatzes. Wie es scheint, hat die P�rtai wirklich keine anders Absicht als die. ihr Gemaindesteucrvrojckt durchzuführen. Von irgendwelchen SozialisierungSvläncn oder auch ven po'iti'chcn Rckormen im radikalen Sinne ist nicht die Redl und keim auch eigentlich nickst di« Rede fein, da im Sommer ichon Neuwahlen vorgenommen werden. ES müßten schon sehr wcsewilich« Deränderuwgan in der Zusommeu'sctzwM des Parlamentes Platz greisen, wenn die sozialdemokratische Rsgiernng mehr als eine Episode sein wll. und selbst wenn sie auch nach den Wahlen, ohne ein: Mehrho'-t errunaen zu haben, im Amte bleiben würde, wäre sie. da sie durchaus auf dem Boden des Parlamentarismus und der Demokratie steht, von der Gunst der bürgerlichen Parteien oder zum mindesten einer von ihnen abhängig. Sie würde auch in ihrer rein sozialdemokratischen Zusamii'ew sctzung genötigt sein, Koalitionspolitik zu treiben, mü''ts Kompromiß an Kompromiß reihen und die Gefahr, sich ab- zuwirt'chaftcn. wäre noch größer, als wenn sie sich mit de» Liberalen in die Ministersitze teilte. Wir werden die weitere Entwicklung der Dinge a> warten, aber o'nstwei�en sehen wir dorans. daß auch die'e Tsrm des sozialdemokrati chen Ministerialismus n'cht zuw Vorteil der sozialistischen Bewegung ausschlagen wird. » Stockholm, 11. März. BranIlN''Z endizültize Minisierflste lautet: SlaatSministek B r a n t i n g, Außenminister, von P a l m sti e r n a. Fustizmin" ster, Unden, Knegvministcr. Redakteur Hansson, Marine- minister, Eriksson, Minister de? Innern, Svens so"' Finan-n: in ister. Tdorsson,'Kirchenminister, Olsson, Ackc»- baami nister. Nilsson, kensnltalive Staatsräte Sandlet und Not hin. Das neue Ministerium löst heute da» nNc ab. LclMM flnü?. Bon dem CSerkonTMöndo für den Bezirk Cassel erhaltc» wir nachstehendes Schreiben: .Die �Freiheit' sucht durch den Artikel.Schutzha't'chant-' in Nr. K3/v 31 den Eindruck bevorzugter Behanolun� Deutiw nationaler zu erwecken. Der deutschnetional» Parteß'ekreiär au! der Schutzhaft entlassen worden, weil er nicht für lai blatt verantwortlich wer. An seiner Stelle wurde pleickz-iv der Verantwortliche, ein Mitglied de» Borstendes des deut!� nationalen VolkSvereinS Eassel-Stadt. in Schutzhast gcromui'. Er befwdct sich ncch in Hast. Von einer Bcvorzumnz kann an keine Rede sein." DicseS Schreiben b e st 2 t I x t alles, wal wir fe'chriekc» haben. Wenn einmal ein Teutschnationa.'er ohne Grund Schutzhast grnommen worden ist, so wird er nach wen'si� Tagen wieder entlassen. Unabhängige und Kommungt schmachten Monate im Gefänpni«. ohne daß ihnen die gcrirLI� strafbare Handlung nachgewiesen werden kann.. Im übrigen sei noch gc'a�t: Ter Herr General beruft •frei seiner Zuschrift aus das Preßgejptz. Cr zeigt damit Mangrl on Ersetzeltenntnis, der leine Verbote unserw d tungen auszeichnete. Kein Wunder, taß sie ihm deshalb' alle mehr vdcr wcnizer laug zum Cpser fielen. Freier Handel für Gemüse nnd Eist. Die RnckSst-�. � Gemüse und LHst wird jetzt vollends �uh-gpb'ut". Laut Ab-ür'» � der„Drut'schen Allgemeinen Zeitung" wird für daS Jahr» � die Bewirlschaftung von Gomüse ui.d Li'. st au'gehobeu. 2 Reichbfielle wird weder Höckist» cder R'chtpreise auistcllcn. soll daS Recht dazu den Londe!», Provin-ial. oder BezirkSss. belassen bleiben. In Zukunft wird also vollständig„troier in Oist und G'-nü'e herrschen, scdaß die ProiStreiber urüi'" frei« Hand haben werden. Von den bzlsch'w'.'iischen Frrnlcn. D'e Bolschewik'' an der Nordfcont größere E. folge erzielt. Sie b.srtzle» � Stnt'on D a g a rmd rücken jetzt weiter nach Norden v0>� der Westfront fairen heftige Auge sse du Pole» stattz LlelgeüSe koslen deo ErnährnNgsbedarfs. Noch irmn-r Hot die Nsichsi-esievung die von ihr vcr- vnstoltelcn Erholungen irlcr die iLdoston VeS ErnährungZ» dedorss nicht veroiientlicht. obwohl ein dringendes Beöiirsnis taiür vorliegt. Tag für Tsg stehen die Prem für olle Ei'.cirgnijfe. Tie SiWi'cr, Angestclltcn, wie ülbevilOuPt oll« LohneiiiPfängor sind dcShÄb ge�wmigon. ununlorbroch-n ton jtoinps gogen die ihnen durch«die iuuernben Prei-Z- erhöl'nng.n dachende Vorolend�ng ihrer Lsö-onSlvill'Uirg zu führen. Um das crfc'lgveich tun zu Wimen., tedüricn sie tor' Z.'aH.voiso, in wolchcm Umfang?«die gcsteigcrlen Kvften tos Lebensbedarfes ihre Existenz Ebduhen. Trotzdorn zö- xert die NeichSrogie.rmg immer noch mit der Deröffcnt» lichung der Ergo.niffe ihrer Evl)l i n die von i>lcil Ende ver gonge- Ken Jai roS«begonnen: El«hltl>uin-g über die Kosten doS Er- nahrunachcdarfs fortgesetzt hat und soeben die Ergebnisse seiner Untersuchung für die Monate Tezemter und Zoeynr beröffeit'tichi, die von nun an alluronatlich verössentlicht werden sollen. NlS Gru ntlage der Verechming für die KlArn d-eS Ernährung s-bodarfS sind SLOll Märn«-eiirihert-n angsnem- r.ien rroitden, eine Monge, die chmter der von den he. vor- w-gei-dsten Eslohvien der Crnä>hrungs-vissenschc«st.gZivrder- ten er>s)-elA>i ch z u r ü ch-b t e i!b t. T.otzdom sin d diese Grund« tagen angefochten worden, ein dazoichnender Bsvcis für die vlwstaichiniKicsi-gldeit. mit der nian gegenwärt'g sonxhll«der sn'C-cnYydoilt der ArLertSleisl'UNg von«der Ernc«>r-«in-g gegen- üborst/t, c.«is ru'ch der fachoäcn Einst cht slosighe't.-d-.e ganz außer acht«läßlt, daß die Arbeiterschaft daS dringendste In- tereste daran«bat.«daß ihre durch salizchange Eubboistru-nren gellbi röchle A.ibeitSs'vo.st, daS einzige Cut.«das sie baiitzt. er'ri'ten«.'«i-si'rt. In den Veredpunpen des Sei'Iincr Stvti- slifchnn Wuts(st auch die A'liZgc«'« für ein einziges E-i dongctschen. Suchst daigegcn l?st stch Kritik el!t?o>ben. rÄrvhs Ei oder Eier'atz— letzterer ist bei ents-p rechen der Beschaffen- hei-t kcrinr-billiger— gur Zulboroidung der Speison'dringend erforderlich D- Die Ergebnisse dar Erdung für Tegamker nrih Vamiar zeigen mit ei'IErrecko-nder Teiitiich7«it, daß der Nah- r-ü-ngsbedars drrrch die rationierten Mengen kaum noch zur (f-äbst e gedeckt wird. Di führend im.sbocli'onrmer durch die Zstationierrmg 7l.7 Praz. der für daS Existonzminimum er- sordech'.chan ZLqrmgeiniheiten götiöfert wurden, sank dies: Menne im November arls 60,2 Prag,-und im Dezaniöer gar ciwf 53,5 Pr-az. Domzwflchge wußten die Mengen, d'e em sreien Hanldel und ran nicht cf'sent'Zichen Bevkauf chosck)afst werden«nußten.>«-ngomein ziinv'men. Für die Preisbewegung in ten Monaten No» vewister, Daz«rch>er ur«d Januar M es außerordentlich«be- geichnerd, daß es meist die rationierten Löbensmittel«waren, t-ie mch«r oder minder el«>«'> ch teurer ga�udon sind. In wblchcm Um'onge dies der Fall war. ergibt sich auS der Totsack'e. daß die Preise für die rationievten Waren in die- sei- Zeit stiegen: bei NrNd'�ei«sch für lOOO Gramm von L M, im November auf t0.t8 M. im Jonimr. bei B:i't"r von Ist autf 23 M.. bei lllla-warine von 12 aus Ist 53 M... bei Sckkrar.chrot urb Kseivgribäck von 0.33 aiif t.2l M.. bei Kartrf'sefn von 0.st0 aii-f 0,30 M. Die Wirkungen die- ser Preiseih-'liiung zeigen stch darin, daß die Kästen der wfonielten Lebensmittel für den Kopf nnd Tag von 1st>1 Mark im Noveinbier auf 1.81 M. im J-muar. für die im freiem Handel evhäMichen von 3�6 M- auf 4 53 M.. für die im nickt offen flicken Vertfaus von 2,41 a.-u-f 2,93 M.. bei den dvoi Gwchvcn«Ufo ziewilich gileickwö'ßig um oltva ei-n Fünftel-stiegen, so daß sich-für die gcsonite Steigerung van 7,47 M. im Niovonlaer cinf 8,97 M. im Januar wieder daS Eieick» Fiunatlnveverthäl-tniS ergibt. Anders dagegen gestottetein sich die P re i SV e r a n d e- rn nge n vom Dezember zum Januar. Wä'-rend d('>: fm sroien Hmbctl und nicht äfseinlKchen Verba-us er- häl.'i'-ick-n Waren nur um wenig? Pfennige gostiegen sind. eug'ibt sich(für die mti-on-ierten LckbenSmiblell die scthr erbeb- lli-che C'le'g>?nmg vc-n 46 Proz., nön>iich pro Tag von 1?-l Mvrk aief 1.81 M.. allio von wöck'-an tisch 8.67 ans 12,67 M. Wenn auch dornuf die im Jonunr cingetrotenen Ver- v-ndav'ingen der zur AuHteii'r.ing gelangten Maren von Ei«n- s'irß war.«o stckt demnach fest, daß-im«letzten Monat gerade die ga rältige Lenlcuen"-ng der rationierten Waren die Lc'henS''a'l'f'ii:g-der Massen(bed'Xstt. Fast-n'an die Gcsanitergebniss? der b'�'-er v�r- kieaen-ben Elnrattlu-nsvn Mriaiinmen. so ergibt stch. daß die Kosten sü-r den unbadi-nnt-nolroerb'gen Ernö'inuingS'stdaas c-uf den Kc�f tnS evvvck�ouen Mannes!m Wache'-dcirch- schnitt gestiegen sind von Mitte Inst von 26 55 auf 52.31 im Naverrber. cnlf 58.35 ran D? innrer und 62.80 ran Jan-mr. Tie Sbigerirng vmr?*"fi b,'S Ja-ncor be'ru>g älsti 36,25 M. pno M-ockv. daS ist 136,5 Pro-z. Jährlich erfordert«"T-o allein die Ernäi'-rm-ng eines ennrachsenen Mannes den Be- kn-g von 326560 M., für eine Famil ie mi-t itvei Kiid" n also nirb>sür dens-oüben Zt.vcck erforderlich, säst z eh n tau- send Mark- Hinter dieser Slo'aemng tnn.L''re's' bleibt die Steigenrna der Li'fme ei«'e«b>lich zurück. Die L-ebenS- basti'ng der Masse versckkecktert sich äbst,■ys'C'enb? ohne daß bisher ein Eitde dieser Entwicklung abzrfsethen wäre. Al's dem Reiche des Herrn Levern?. In Lennep im Nh-ein'and wurd« am S. Vtürz ei»e Volksversammlung, in der E'noise T i t t m a n n über de veiitiscke Lage»prach, noch«tlva«lostündigen AuSsübruneen tr' Nedirers von einem Leu n-ont der Reichswehr au fi'elö il. e n-em uiiilormicrtrn Poi-izeibeam'-en war ein«kvo 20jä6- r>'r Lci'ti'ant zi-r IleberDechung der Versammlung erlchieii-cn und f-at'e iich nrch sccki» Soldaten mita-ebrecht. auch meh- rere ReichSwehroi fiziere waren als VersammInngS- di'e ck?r anwe'rnd. Während Ti'tmorrns AuSsübrungen farderle der Lrutuant den R-tncr durch de» Vorsitzenden ans,..'achlicher zu reuen".?l!» Tittman» erwiber«, er rede absolut sachlich,»nd d-'nn t-rm Lsu'uont das nicht pasie, mree er tun. wo» er nickt iossrn tönne. erklärte der Leutnant de Versammlung für auf» pelüst. ckuf Dit! mannS Fraae. wie er dazu komme, zeigte er 'iuen Schein, wonach er beaustragt war. die Versammlung zu tst-eno-chm. Van einer B.'r-ech!'g!'n.z. sechs Soldaten m-I zubrln- Von. stand in dem Schein nicht». D ttmann verlangte G rü n d« tut das Verbot, verlegen schwieg der Leutnant und ant» tvoe'ete schlleßl'c!'', er ki a be nicht nötig, Gründe an» z«. geben! De'« Illustration zur.«.ollco-. etile» Dcmokeaüe -.«r Wel' löste in der Versamnibung stürmischen W-derspruch auS. Kurz vorher bäte der deutschnationale Herr Heinze in Lennep eine Versammlung«dge heilen, in dcr er füechtci.ich negen die Regierung wetterte. In dieicr versamm- lang war auch Diilu/sio» xesiat««!. E n>e Versammlung der T e m o! r a! i sck c n Partei, die einige Tage später stau» sand, wurde nach dem Resera' ausgelöst, a.s man zur DiSkussie-n schreiten wellte. Zu der Tittman-n-Versam-ml'Ung du ct.: weder durch Pia ate rech o-urch Laur-elel cing; iahen werden. So w.rd regiert im Reche des Herrn Seoer ing, der im Januar llllll dem Eencss'n Dittma..« gegen über in einer versa mmiunn n Bielefeld erklär:«, cs sei lächerlich zu behaupte», d.e.j-ung-en A eng cid" der Freiw llbgcntrupp-e» könnten je- m.t.S eil-.« Acsahr sür die Deuwlra.ie werden., Lei weiße T-rlor. In Pas sau heb. wie schen berichtet wurde, die Reichs» wehr ein« Theaterecrstclinng gesprengt und dabei C-ewalitutig- leiten verübt, di:«in schönes Zeugnis da'ür ablegen, daß dcr Schutz der deutschen Republik in den bewähr. est en Händen liegt. Die L'ssizi.re. und ihr uniscrm.icrtcr«Liil.anz, begnügten srch nicht nur mit der-Störung der v-cnanstaltung. sondern sie nehmen auch willkürliche Verhaftung«» vor und mißhandelren ihre Lpscr in den Geiängnissen in der ba.c,ariichitcn Bx.s«. Da cS sich d.e? mal nicht um unabl,-äugige cder ioi-muiiis. lsche Arbei» ter kandelte, die die Torturen der W-eißgardlsten übe-r sich ergehen lassen mußlan, sondern um rechtssozialistische Par» teiführ«r. lläst auch deren Prehe aus cinii.ai A.arm. So lasen wir in der.Fränkischen Tagespost" geradezu haarsträu- tende Cinzelheilen über die Ausschreitungen der Reichswehr in Posiau. Tu» Blatt bcr.chtei, daß die verh ästeten Personen in der Militärarrastenfialt mit Lumpenkerls. Vaterlands- Verräter, Schweinehunde bclchbmpst wurden. Sie bat- Icn nicht das mindeste verbrochen, letzten sich auch den Beleidigungen gegenüber nicht zur Wehr. Trotzdem wurden sie von zwei Sssiziercn mit Schlagringen blu'.ig geschlagen, bis sie halbtot liegen blieben. Li.» U.cu.'crischastSsclrctl!r t-uz Hieb, und Stich- wunden am Krpk. eine Nifwunde an de? reckchen Backe. Beuten am Hinterkopf davon. Tie Oberlippe ist völlig durchschla» gen. der verletzte sür mehrere Wochen arbeitsunfähig. Roch schl'mtncr erging es dem Rechtssozialisten'K'non, der in dcr Rilttärarres.äustait sieben Tag« Arrest abzusitzen hatte, die ncch von ferner Militärzeit herrührten. Er hatte gerade nock einen halben Tag abzusitzen, al» kurz nach M.ticrnacht zwei Ossi» ziere in seine Zeile stürzten, ihn aus dem Schlafe rissen und ohne jeden E'rund solange auf den AbnungSlolen eiit'ch'ngen biß er hewusstleL am Veten lag. Hier blieb er bis zum nächsten Margen ohne jede Hilsclc.stung in je. neun B.ute liegen. Knon wurde gcrade-u f-urchlbar herrerichtet. Sein rechtes Auge ist schwer verletzt, durch vcrschi-odene Schlagrlnzlilebe gänstchi b'utnnter» laufen, die Lider und die AugenumgebuN-g si: d schivarz, dunkel- l-l:»»nd eänzlich verschwollen. Der ärztliche vesui.d weist einige Löcher am Kopf und starke Haudal'-schürsungen im Gesicht und an der Nase auf. Auch ein Vorderzahn ist Knon eingeschlagen. Wir betonen ausdrücklich, daß diese Schilderung der recht?» sozialistischen.T geSpost in Nürnberg entnommen ist. Die Vor- gänge lieg.-n sck-on acht Tag: zurück. Tie Namen der Verbrecher — Leutnant Brand nnd Teckossizier Grodeck— sind dcr -M-ilttärb-Kirte bekannt. Trotzdem wurde bi-kher doch nicht gegen li« einu-rsck'riti-cit. wohl aber m»rd? ae rcif.ndc» S.elie meine» ArliiclS geht kar Herorr. daß von der siegreichen Rit-tuii-g i.-ur im allgeuic-inem die!e.d- ist. og-ne daß dam.t ce-'.e bejl.mmie e)t.chtung als siez- reich« hinbestellt'.-ird. Tarin gebe ich auch dcr.Fr-«hcit" voll- ftänd-ig rech, dag man gegewr-ärtig t-ie Linie> icht als sivgreick?« öt.ch.nng bezei-�-nen kann.-L-aS scheint mir ja eben en so gc.äizr- lsche r Zuiland iür nniere Par-ci zu sein, daß bald die cüre, bald die andctzx Rich:un-z d.e L-berlhand bot. Vlr.u) den Au-ejuhrungen der.�teiheit" muß»4 allerdings auch aia D szip-linbruch crjchciii- n, daß mein A.riiicl lv-ihrend der Wal/ in gesch-reocn ivurde. Ich bin ape-r i-u Wirkli-ckSait gar nicht für cme ncchn-nlize Aendcrung der Pawi««iugelrct n, die sckwu allzu oft geändert wurde,'andern i-m Jutzcrcsse der Wahle u für rechtzeitig.' Vorkehrungen siir spä cr. Auf die zahlreichen pcrscnli-chon und gefsihlSmäßigeil A-.iS'älle gegen m ch gct.-e ich nit-t ein. da ich.» s.lchou Fragen aus rein sachliche und l üchicrne Betrachtung Wert lege. Nur sc-vicl dazu: Wer nicht cimnal Paiieigcnossen gegenüber in der Polemik ci» gewisse? Mindestmaß an Form bewahrt, erniedrigt sich setöst mehr als d'n Angegrif.'cnen. Wmn wir min liefen Ar!Il'?l recht verstehen, so ist Ee» noss« Sliern niit olle-ni eirrcisivi Ücn, ivas in beziig auf die Betricbsrä'-enxch'm gvschi-cht Danach ist uns dcr Zweck soine? ArtikoiS im Ncchrschfdnd.-cnst erst reckst unklar. AuS d?m fztzien?atz gcht hervor, daß Ccnosse Stem von ainer so imiuofatI)aflcn Empsindlichkcit ist. wie nwn sie u nber hau S-iicilcrn im Klaff?» lanips gewöhnlich nicht findat. Uni sie nicht nach»ichr zu r-iszcu, eii.hal-t«l wir nnS jeder wciwren Eoiiteilung. Lculsche liglieuslscr-aiiimlW-z. Donnerstag, den lt. März 1020. 1 Uhr. vrässd?nt Fchrcnbach erössnct die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Die Anlcihcdcnkschrist wird ohne l.uksprach« zur Kenntni» genommen. Auf der TageSerdnung steht dann d?r Gesetzentwu-f übe« dk Erhebung dcr Biersteucr ro» cingcsührtrm v-str. Sie betrügt 6,25 M- rk für 1 Hektoliter von nicht mehr alz 4,5 P ozenl Stamm» wä'zegehali, 12.50 Mark bei 13 Prozent und 1855 Mark für ander. S Bier. Die Vorlage wird in allen drei Losungen ohne Aussprach« angcnonunen. Das LandexfleucrzescZ. Ei fokgt die d.ittc Lesung de» Landeksteuergesetze». Abg. Sihnelder-Franken stap. v-v.) bebauviet wiederum, daß die Vorlage versassungkw drig fei. l-Hci erkrit.l Beim K 8 beaitt'agt Atg. Becker tT. vp.) Einsüg-ing einer Bestimmung, hie hie Ueberlosiung der Eemrinben mit Real« steuern verhirdert. De Antrag wird abgelebnt. Nach§ 53 gvwökrlciflet fces Reich jedem Lande die Einnahm« au» den durch de Einlommenst uer, Körperschaftksieuer, Kapital» crt'agZsteuer ersetzten Steuern do.z Land:? und feiner Gemein, den in de: biS'-erigcn Höhe. Zu dem Anteil an der E nkommen- fturr sollen L5 Pr-e�nt?„schze.st kommen. Sicucrändcrungelt nach dem 5 März 1l?Sn bk ifen außer Ansatz. Ein Antrag dcr MehrheitSbarlelen will als Termin den 10. Mü-z festsetzen. Ein weiterer k»trag w ll ein« Aende ung de« gewährleisteten Betrage» z- lassen, soweit da» Reich Aufgoben übernimmt, die im Ja-hve 1010 den Ländern und Gemeinden oblagen. Ei» Antrag Dr vecker(D. vp.) will Aenterungen auch nach dem 10. Merz zulassen. Nach kurzen Au!fü5run--en der Abg. Wurm(1l. S?z). vku-ck sDem.). vecker:r des Deiratzz ist d�r Genosse Wurm, B.'r- li-n W. 35. Solider Atr. 45-46, rn d-esßen Adresse wir aste An-rcgungen»nd Wünsche über das flom.iiiliids'rrflrvMM» un.'erar Partei zu richi«» ti-ttcn. D-anlsazun�. Kit«Ivsnem 70 EeckirriMa-.j sind mir zahlreich? Glück- wiin'che zupcyansten. Ez mag mir g-est.ittzet sein, meinen stzrolind?», d-i« n??i-ri"r s-o herzlich st?da-cht haben, auf diesem Weg? e!-'.:cn fcmein-sam'en Dank abzus.'at'len. Ich betmcht« all« di«'« Knndgebiraigcn als crfreul-ich? Beweis« �npfpe- nofseuschaftlicken Eemoi-nsinnS, t-effen beharrlich« Beiäti» gunll uns die BcrwirklichiiTKl imicrer flvoßen L-«b."N?auf» po-be, t'er Beireiung des Proled.niatS von j-?dar AnS- benlr'ng nnd Nn'erdriickiinst. verbürgt. 9. März 1920. Georg Ledcbour. M-etallnrhe'terstrelk tu E-l'-aZIne?. Die Arbester der Metall- ka�riken in Strasburg''nd llmgrieud, insgesamt 5000 Mcno. .habe» sämtlich die Arbeit ni.dcrgcle� � Ttiemn und Uergnosungen. ichau Filmschau! rotodttmer PlaiT UtfgfOb'r ttymi Ifl Unwiderruflich! Soeben efeMen Ketalog 43 rar T" lürgj Volksbuhne iQjWigen 028 kolossalen Eifolges varlä ge.t r»,».»»» mm» i tZM 0 9 O Die Spieler Drama in 6 Akten von Ludwiit Wolff Nur noch wenlce Taze lotte Iftferkmefs'er Paul«�eslermaier in Koscnstoek n. Edrlwciss Theater am BBIevelal! Znm I Ma e: I Iflir: Nach Damaskng Opernhaus 7 Uhr: VfolQUa. LshRuspisM ivs (Aaler A onnrnteat) Zum). Male: 7 Uhr: Der Kcrcnls von Reith Uircktian:»a, Naimht Ii veMlm Theater f, U: D. S«Bdm>KSMBa«U Kammer plele 7k Uhr: rriklitf« Creuhn Crclies Scfiausrie haus Karlriral« 7 Uhr: Hamlet � ec. Abietlmit. II. Ahaad.) StraMita Carl Maiahard— Kid. Seruaar Theater I. d. KSnlogrfltzerStraBe (AU: StthloOWettersieln Senn bind; KSnls: Nicola bma ae Könie Nicoin. Nachm.: Er JeelSt(M.Oraka) Komüßlenhaus 7 Uh-: Der Herr Minister (Max Pallenberc) Berliner Thealer 7 Uhr: Der ietue Walzer ffrltai Haw-rr. Otte Her», Hani Wutraaaa) i-Mer Direktion: Viktor Barnowskr r uhr: Peer Gynt Sonnabend und Sonr.iaf 7 Uhr: Wo�zek. Nieraol: .Die Buhlschwester*. Dube'iKML-TlHter Ti""- Htiimnie (Adalbert.nfllz.Maack.rcIsinc. Fischer, Morgnn. Watlauer). Heues Öperettenhou! Direktor:«loa» Kroo Allahemilich 7 Uhr Äi Mio.; Ml« IV erbor a. 0. io Die kre;ne Hoheit Operette von Jalius Bauer Musik von Franz Lehar StLmischcr geiferte«�«Crfola! Henny Porten Emil Jannin&s In dem Luetspiei Vohlhiescl's Töchter vom Hanno Krblya. ErnotLuOltooh Re�: Ernst Labltsth Vorverkaul: 1 1 I Uhr/ Wegen de» qroCen An- drangeeto d. Voratellunq um 1 ,9 Ubrwird der Beeuch der Voratellunq um 7 Uhr empfohlen I Ehren» und Frnlkarian ungülilql Wintergarten. Täcllch 71 Uhr Varlettvcrsteünng keuchen ceMcei. Residenz-Theater (Stadtbahn Jnnnowitibrlleke) pqlich 18 Uhr: DleRosc'ifioffs von Herrn. Sudermann. « nun!, 4 U.!«a* and»»rl'U. Sonntac 4 Uhr; Der tote Ruf. LICHTSPIELE Blnmeoatrale 10. �D. Herrin d. 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Den IToncjreti und Ko'leginnfn zur Nsclirirhf. daß | folgende Kollegen und Kolleginnen gesiorbtn sind: Der Masch nenn- beiter Kax Gralmann' j Llchfpnber?. WagnerstraBe 25. am 3 d. Mts. Die PeT- I dienng findet an Sonnabend, den 13 d. Mts, n?ehm !*/• Uhr. voii der Leiwhenhalle de» StädL Piicdbofes in { Ma zahn, aus statt. Der Schlosser Bernhard BSfz ! EnferstraBe 17 18. am ö. d. Mts Die Ciiiascherung findet am Freitag, den 12 d. Mts. voinmtag» U Uhr. im Krem»tur.um, Qeric.itstraCe, statt, Der Helfer Roman V7ainert �chllemanrstraßc 17. am k. d Mts. Dia Reer'Igun�| findet am Frei-ag. den 12. d. Mts. n- chm 4 Uhr. von r der Leichenhalle des Si.-H dwigs-Kirchbofe» in Rel- j nickendorf. Berliner Straße, aus siait. Die Arbeiterin Berta Ziirntcrrr.cRn nrnnfhefmer Straße 27. am 8. d. Mts. l ie fieerd'gung? findet am freitag. den 12 d Mts.. rachm 3% Uhr. von| der Leicheoiiaiie des Llisabetb-Knchhotcs, Wuliankstr. aus statt Der Metallarbeiter August Jenrrch Bensseistraße 73. am 9. d. Mts. Dir Beerdigung findet arn Montag, den 15. d AI i nac! m ttags S' 4 Uhr, von de* Leichenhalle des Südt. Fnednofes 10 itahns-oil aus statt, Rege Beteiligung wird erwartet Nachruf* Den Kollegen zur Nachfcht daB anser KoI*ege. der Klempner...' Heinrich Böttcher Neuklllln. jägersiralle 72, am 6. d. Mts. gestorben Ist Ehre ihrem Andenken I Die Ortsverwaltunr. Metalle Kupfer. RottrnO. Blei, Mersine. Zink, Zinn. Laarermctall n-w. kauft/ u unlibirbietba en Tagespreisen Zuckermann. Eloasoor SlroBe 9, vorn II. ■ Norden 4661. Kapierle tungen, Kolore, Dynamcdrrlit kau t zu Höcnsipreisen Cleklrohnrean.Lan reStr.27. iTieppe, nichi Keller. Alexander 3939._ Zahnsebissei GoldbrucH. Sil her druck, Platin Salpetersnurcs Silber. Onecksi Iber, sfimtliche Metalle kauft höchst* zahlend bllberschmelze ChristionaL Köpemcker Sir. 20a rgeullb. Msnteuflelstr> Altmetall Kupfer. Mcs-Ing. AloBlnlum.Rlel.Zinn, eisen kauft sh den liöchslen Ta�e.spreiscn Schlosseret NSEf* ANN, Stalfscbreibcratr. 95, Hof. Keller. 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Dsuticli Bigarbulincrbiad| Den M Iglleler» sur Nachricht. daB der| Kollege Adolf Mau fBerirk Nord-Osti am 5 Mi'Z verstorben Ist Ei re jenem Andc-k n.| Die Beerdigung findet arn bonnabend, den{ 13. Mir», i achm. 2'.Uhr.| von dar Halle des stlld- li sehen Et icdholes in| Buch aus statt. Der Vorstand. Nachruf. Am 12 März 1919 wurde rrc n innig�tgcl ebter Mann, anser guter Vater JolmsMiiller im Ho'e seiner Wohnung, f Mein ler Straße Ib. unschuldig erschu.s en. Der Täter. Leutnant Baum. Ist bis he te noch nicht zur Rechenschaft gezogen wo UcPs Die«ntröfitiicbn WLwe Slaria Jlft'Icr nebst Sohn and Tochter. Statt Karten. Gecrg tiodiduani Stockerbeaer Manna HccbooH ceb. Sieber Vermählto. Oldenzaal iHohand' 26. Februa*- I92r\\j Automatische RnslerK Intm- Sch elimtsihifii todesia Iba ber nreiswer' � veik. StcrgfltZ. 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Abholung � Rr. 82. öeilM zur..Freiheil" Zrellali, U. März 1920 Die Ellernbeiraiswahleu. Die Wahlen der Elternbeiräte für die Groß- Berliner Schulen find bis auf einige Orte, wo die Wahl noch hinausgeschoben wurde, beendigt. Kür die gelväqlten Beiräte erwächst nun die Aufgabe, sich des Vertrauens ihrer Wähler würdig zu zeigen und mir regein Eifer und gutem Geschick sich zu betätigen. Was sie im Interesse der heramvachsenden Jugend tun können, das ist in einem Artikel, den wir berözfeiitilchen, im einzelnen dargelegt. In den nächsten Tagen werden die gorväh'ten Elternbeiräte von den SduEteitcrn zur ersten konstituier« uden Sitzung zu. sommenberufen werden. Dort wird dann ein Vorstand gebildet werden müssen. zweckmäßig aus emem 1. und 2. Vorsitzende. einem oder zwei Schriftführern und einem Kassierer zu bestehen hätte. ES dürfte sich oueb empfehlen, eine Geschäfts- o r d n u n g zu beschließen, nach der die Geschäfte zu leiten wären. Ilm eine möglichst«inheitlliche Geschäftsführung bei allen Eltern- röten herbeizuführen, schlagen wir den nachsiebenden Entwurf einer Geschäftsordnung vor, der als Grundlage bei allen Be- ratungen dienen könnte. Entwurf einer Geschäftsordnung für de» Elternbeirat. Der V o r st a n d des Elternbeirats besteht aus b Mit- fliede rn, und zwar dem l. und L. Borsitzenden, dem t. und . Schriftführer und dem Kassierer. Die Wahl de? Vorstandes wird in der l. Sitzung vorgenommen. Die Mitglieder haben chr Amt niederzulegen, sobald sie nicht mehr das Vertrauen der Mehrheit genießen. Ersatzwahlen können jederzeit vorgenommen werden. Die Wahl erfolg! durch Zuruf und einfache Mehrheits- abstimmun«, nur bei Widerspruch durch Stimmzettel. Die ordentlichen Sitzungen finden am Montag nach dem 1. in jedem Monat statt. Je. nach Bedarr find austerordentliche Sitzungen einzuberufen. Dazu sind berechtigt der Vorstand, ein Drittel der Mitglieder und die Lehrerschaft. Dieselben sind binnen 3 Tagen einzuberufen. Die Tagesordnung ist mindestens 3 Tage vorher durch Postkarte oder Zirkular bekanntzugeben, soweit sie nicht in der vorhergehenden Sitzung beschloffen ist. Dringlichkeitsanträg« können jederzeit gestellt werden und müssen in derselben Sitzung erledigt werden. Jedes Mitglied darf Anträge stellen. Ver- handlungSleiler ist der l., bei Abwesenbeit der 2, Vorsitzend« oder ein anderes Vorstandsmitglied. Dem Vorsitzenden ftebt Stimm» recht zu. Der Ech riftsührcr führt eine Anwesenheitsliste sowie ein Protokoll, welches in der nächsten Sitzung verlesen wird. Schriftstücke und Protokolle sind von einem Vorstandsmitglied zu unterzeichnen. Für alsbaldige Durchführung der gefaßten Be- Kblüsse und schnelle Erledigung ist Sorge zu tragen. Die Ver- lammlung ist st«!» beschlußfähig. Zu Anträgen hat jede Partei das Recht, mindestens«inen Redner zu stellen. Bei Abstim» «ungen entscheidet einfach« Stimmenmehrheit. Bei Stimmen- ?leich?eit entscheidet die höhere Wählerzstfer. Di« Sitzungen nd öffentlich. Zutritt haben sämtliche Ellern der Schule. Ueber vertrauliche Angelegenheiten ist Verschwiegenheit zu bewabren. Einladungen für das Lehrerkollegium eriolgen durch den Schul- leiter oder Vertrauensmann. Jede Fraktion hat das Recht, Fach- leute zu chren Beratungen hinzuziehen. Im übrigen gelten die von den zuständigen Behörden«r- lass«nen Bestimmungen. Nachträglich gingen uns noch die folgenden Wahlergebnisse gu, wovon vesonder» da» auS Strasburg in der Uckermark be- achtenswert ist, da in dem ländlichen Ort unsere Genossen einen beispiellosen Erfolg erzielten. S. Distrikt. Endgültiges Resultat: U. S. P. 121, 6. P. D. 40, Ehr ist l. 100 Mandate. Friedrichshagen. 1. Gemcindeschule: ll. S. P. 133 Stimmen sv Sitze), S. P. D. 13«<«). Ehristl. 341(7).— 2. Gemeinde- schule: U. S. P. 237(7). S. P. D. 1«(3). Ehriftl. IVS(6). Strasburg(Uckermark), ll. S. P. 13, S. P. D. 1, Ehristl. « Sitze. » Einige Z w i s ch e n f S l l«, die sich vor und bei den ElternratS. Wahlen in Berlin ereigneten, verirnnen noch erwähnt zu werden. Unsere Genossen, die für d e Wahl in der 112. und 129. Gemeinde- schule in der Wosserthorstrqße agitierten, hatten«in Flugblatt her- ausgegeben, diS sie vor diesen beiden Schulen an die Kinder ver- teilten, damit diese es ihren Eltern übergeben sollten. Doch da? ging nicht so schnell. Fast das gesamte Lehrpersonal, Lehrer und Lehrerinnen, stellwn sich hin und verboten den Kindern unier Androhung von Strafen, die Blätter anzunehmen. Die Kinder wurden sogar animiert, den Verteilern hämische Worte und Gri- »nassen entgegenzuschleudern. Ein Lehrer wurde sogar tättich gegen einen Genossen, und nur dessen vesonnenem Verhalten war es zu danken, daß es nicht zu einer Schlägerei kam. Bei der Wahl in der 07. und 18. Gemeindesckille in der Elisabethkirchsrraße machte ein Pfarrer-m Wahllokal Propaganda für die christliche Liste, nahm«inigen Wählern andere Stimm- zeftel ab und steckte ihnen die der.unpolitischen" Partei in die Hand. Der Wahlvorsteher verbot ihm dies mehrmals. Ter Herr Pfarrer ging nun hinaus, kehrte aber nach einiger Zeit in Be- gleitung von acht SicherhetSsoldaten, die er herbeigerufen hatte, zurück: später erschienen nof vier Sicherch-eitsfoldaten mit einem Leutnant an der Spitze. Als der Offizier sich überzeugt batte daß kein Grund zum Einschreiten vorlag, zog er mit feiner Truppe wieder ab. An diesen Beispielen kann man erkennen, welche Elemente beute noch in der Schule ihren Einfluß geltend machen. Hier kann man mich sagen: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. ES ist Zeit, daß die Elternbeiräte dafür sorgen, daß ein neuer Geist in die Schulen einzieht. Achtung! Metallarbeiter! Am Freitag, den 12. d. M., abend? 0 Uhr. findet in der Schulaula Gip-str. 23 eine allgemeine Versammlung der ll n- tergruppe III(Automobil-, Flugzeug-, Fahrradindustri«, Wagen, und Waggonbau) statt. In Anbetracht der äußerst wich. tigen Tagesordnung, welche zur Beratung steht, ist das Er- scheinen oller in den genannten Gruppen Beschäftigten unbedülgi nolwendig. Die Zeniral« der Detriebkrät« Groß-Derlin.S. Der geschäftsführende Ausschuß der Untergruppe III. Achtung? Funktionäre der BekleiimngS. und Teztikindusirie! Keiner versäum« in die heute abend 0 Uhr.im Sitzungssaal der Zentrale der Betriebsräte. Münzstg. 21 III" statifindende FunkLionärversammlung zu gehen. Gin Antrag auf Schluß der Debatte wird abgelehnt. Ma»-Stettin(Soz.) nimmt die Schreibt»«:« des Vorsitzender» in Schutz. Schencke-Bcrlin(Soz.) polemisiert gegen hie Oppo- sifion und mahnt zur Einigkeit. Rriff-Köln(Sog.) spricht zur Frag« des Klassenkampfes. Auch«r fei der Meinimg, daß der Kapitalismus verschwinden müsse, nur in der Frage der Form des Beseitigens könne er sich mit den Unabhängigen nicht ein» verstanden erklären. 10. Derdandslag der Slelnscher. Vierter Tag.» -Dresden, 10. März. Die Diskussion über den Geschäftsbericht wird forlgesetzt. Lehmann-Serlin kritisiert scharf die Ausführungen Rein» hard» und stellt fest, daß dieser in Berlin unter dem Nomen .Lügen-Relnhcrrd" bekannt ist. Ranft-äieipzig und Anders- Neukölln stetten ebenfalls den Standpunkt der Opposition klar. knoll weift die Behauptung zurück, daß er gesagt habe: .Nebknecht müsse an die Wand gesell! werden." Anders hält seine Aussage aufrecht. Sie könne von Ohrenz engen beeidigt werden. Schütze-Verfin(U. S.) kommt aus di« Lohn Verhältnisse in Berlin zu sprechen und erwähnt, daß die Sätze in Berlin niedriger seien als anderswo. Daran. Hab« die alte Sch'lichtunwSkomnlifsion Schuld. Di« Oppofiiion fei nicht gewillt, den Verband zu sprengen, sondern wolle diesen zum Nutzen der Arbeiterschaft au». bauen. MillanowSki-Ki«!(Soz.) schließt sich den Ausführungen Knoll» voll und ganz an, ebenso Stollr-Saarmund und Goecke- meper.Hambnrg. Doch muß letzterer zugeben, daß auch er nicht immer mit der Sckrcibweise tir.zlii cinberstanden war. Luch da» von der Verbandsleitung F-hl-r gemacht worden sind, gibt er zu. Ewigfeit der Organisalwn sei nur möglich, loenn man sich von beiden Seifen entgegenkomme. Die Lohnforderungen der Straßenbahner. Am Donnerstag abend traten die Funktionäre der Angestell- fen und Arbeiter der Großen Berliner Straßenbahn in emer.Versammlung zusammen, um über die Annahme d.Ä Schiedssprüche» betreffs der Teuerungszulage zu beraen und um die neuen Lohn- sorderungen, die zum 1. April eingereicht worden sollen, zu be- sprechen. K n o b e l vom ArbviterauSschuß referierte über den Schiedsspruch und führte aus. daß, da die Berrvaltung die Forderung abgelehnt Hab«, der Schi ich lungSauSjchuß hätte an» gerufen werten müssen, der die Forderungen bis auf«me Differenz von 3 Mark erfüllt habe. Diese 3 Mark seien kein Kampfcbfekt: er empfahl deshalb Anerkennung des Schieds» spruche». In der Debatte wurden ArbeiferauSschuß und Organi- sation angegrijfen. Der Zweckverband sei ein noch hartnäckigerer Arbeitgeber als der Verband der Metallinsujtriellen. Man müsse über die Forderungen der stüdtischen�lrbciter hinausgehen trotz deS NoSke-EolasseS. Die neuen Lahnforderungen erörterte ebenfalls K nobel. Er forderte Stunde rtCöhne für ungelernte Arbeiter von 1,50 Mark, für angelernte 4,70 Mark und für Handwerker 1,90 Mark; für jedes Kind unter 10 Jahren forderte er eins Wochenbeihilfe von IL Mark. Sine paritätische Kommission habe die Bewegung der Lebendmitfeipreise zu überwachen und beim Steigen derselben Zuschläge zu den Grundlöhnen festzusetzen. In der Aussprache über diesen Punkt wurden von den meisten Red» nern Forderungen ausgestellt, die Wescritlich dl« Sätze überstiegen, die der Referent ausgestellt hatte. Nachdem Orth mann vor einer Ueberiipanmung der Forde« ru-ngen gewarnt hat!«, wurden nachstehende Stunoenlöhn-sorderun« gcn aufgestellt: Ungelernte Arbeiter 0,70 M., angelernte 0,90 M., Handwerker 0,00 Mk. Ueber Annahm« oder Ablehnung de» Schiedsspruches, betr. Teuer ungSzulao««».scheiden Arbeiter und Angestellte. Zm Lohnbewegimg der Buchdrucker. Zur Situation feilt der Bwl.ner Gauvorstand mit, daß der ReichsarbeitSminiister eine Prinzipals- und Geh lfenverrretung für heute, Freitag, zu Verhandlungen geladen hat- Aus d.eieu» Grunde hat die gestrige Prinzipaisversammlung wiederum s.ne abwartende Stellung eingenommen und fein« Entscheidung ge» troffen. Weitere.Schneeball"-Ngchrich.en besagen, daß bere.i» «in« Anzahl P rinzipal« den Schiedsspruch an- erkannt hat und weitere zur Anerkennung be- r e i t s i n d. Offenbar sind sie nickt g.'willt, nach den Erfahrungen früherer Bewegungen sich im Interesse gewisser Arbeitgeber ihre Betriebe ruinieren zu lassen. Ganz entschieden protestiert die Gehilfenschaft gegen den ver- such rechtsstehender Zeitungen(»Deu.sche Tageszeitung",„Post"), die rem wirtschaftliche Bewegung der Buckdrucker zu einer poltti- sehen»u stempeln. Sollten diese Zeitungen weiter derartige Unterstellungen und grobe Unwahrhstten in die Oeffentlichkcit zu bringen suchen, so werden die Gehilfen gezwungen sein,(jegea solche offenbaren Lügenmären sich zur Wehr zu setzen. * Die BerteaurnSmilnnerversammlung der Buch-»nd Stein- druckcrel-HilsSarteiter erörtert« am Donnerstag eingehend dir Situation. Genosse Ärohmann schildert« ausführlich die Tut- wicklung de» Konfliktes zwischen Buchdruckern und ihren Prinzi- palen. Scharf rügte er die GeheimntSkrämerei de» Gauvorstan- 10) Der Sternfteinhef. Roman von Ludwig Anzcngruber. IV. Als Muckerl in die Schlaflammer trat, richtete sich die Kl«ebinderin im Bette auf. „Noch wach, Mutier?" «Ja." ".Aber wie kommt denn, daß d' so(: r.ach auf bist?" „Ich benk' wohl daher, Werl ich nit schrie» kann." „Ei, mein." „Hast dich gut unterhalten?� „So. so." „Warst allein?". � Muckerl blieb die Antwort schuldig.. „Ob d' allein warst, frag' ich. Druckt dich doch s G'wissen. du falscher, hinterhälteriicher Bub' du. weil d dich mit der Sprach' nit hcraus-traust? Meinst, die«ach bessert, wenn mir» fremde Leut' zutrag'n?" «Ab, mischen sich schon welck>e ein." «Mit der Zinsbofer Helen bist g Wesen." «Na, so war ich halt mrt cht. .La, leider Gott's. wär's ein ander« „Mir steht kein' andere an. � „Kein Wort verlieret ich.� aber g rad die! „Ich weiß, du kannst mt le.don und so verlliM mchr als ein Wort d'niber und hebst nacht, chlafender Zeit zum Streiten an. Ich aber Hab' kein' Lust mit dir z-varteln Und'n Schlaf versäumen, taugt wer auch mt. wo uy Morgen früh an die Slrbeit will. Gute Nacht! �„Schön! Der Mutter'S Maul verbieten und aus m «'ficht gch'n, das hast also chon abg lernt von ihr und dlaubst, daß dabei ein Segen fein fann!. Jetfes! Was du dir emb'.ldst! Gott soll mich stm-feN. -vann�on dir a Red' war. Nix als mein' Ruh'� will ich, weil da d'niber doch mt ruhig nfit dir z nfcen ls. i«Weil d' nit ruhig zuhören magst, w sag. � Slaub dir ia reckst aern dasi sie über muh kein Wort verloren hat. lie wird's scbon zustand bringen, dich deiner Mutter abwen- di«?„«K w?.»--uw-d--. bracht hat. daß du dir ihr z'lieb über deine Kräften AuS- logen machst.". �« „Seil)' war mein freier Willen. x «Tu hast«eck, ein freien Willen � llnh iif>er meine Kräfte war S Nlt.-x r ©o? Hast du'S so überflüssig? Hast au's 1�' tveis"ft<.hx daß du pur zuz'greisen und nit rechne» brauchst. Na, iS mir lieb, aber'S ist auch's erstemal, daß ich davon bör'I Doch laß' dir sagen, wenn d' dich schon aus'n Gut- tätcr z'nausspielen willst, so gib dein Almosen an Bedürs- tigere und an Leut', die'3 verdierven." „Es war kein Almosen." „Freilich mt. glaub's wohl, ein Präsent war's, wo du noch hast schön bitten müssen, daß's ja mochte freundlich ang'nommen werden: denn ein Almosen z' nehmen, sind d' Zinshosersckien viel z' stolz, obwohl nit eins im Ort is, das so nix bätt', wie die nix haben."... „Aber. Mutter," schrie Mucke vl. vor Aerger lachend,«-das iS schon hellauf zum Verzweifeln, wie du dahcrred'st. erst soll ich's an Bedürftigere geb'n und dann weißt selber niemand, der weniger Haft', wie diel's iS ja ein Unsinn I" „Immer besser, Muckerl, immer besser! Heiß' du deiner Mutter Reden unsinnig, aber Unsinn ober nit, ich Hab' nit nur von Bedürftigere g'redt, sondern auch von solche, die's verdienen." „Na ja. du redest so fort.'« eine in'« andere.� und d'niber würd' der Morgen grau. Ich IftV schin g sagt. Almosen War'S kein's. daß ich nach'm Bedürfen oder Ver- dienen fragen müßt', mir war um's Schenken und von dem Mein'm werd' ich wohl weggeben dürfen. waS ich ent- bchren mag!". ,, «Sag' lieber, was andere nit entbehren mögen! «Mein Geld iS'S aber doch." sagte der Bursche trotzig, ..und um das Bissel. waS ich mir von mein' Verdienst z ruck- b'halten Hab' und wovon du gar nix wüßt'st. wenn drr mt fremde Leut' davon g'sagt hätten, brauchtest du rem w a'woltig Aufheben z' mackfen! Unsere Kastenladeln hast stürzen können, wie d' willsft s war'. kein luketer S�cher b'rausg'fallcn, bis ich zum schnitzen ang hob n Hab; all« Geld, was jetzt im Haus i«. rührt von meiner Arbeit her. von dem Hab' ich dir nix g'nommen und nimm dir mx. so kannst dich wohl zufrieden geb'n!" Die Kleebinderin Wug die Hände zusammen und blickte zur Stubendecke auf. wie über eine ganz unerhört unbillige Zumutung. �Zufrieden g-bn?!. sagte sie mit weinerlicher Stimme.»Bin ich denn a schlechte Mutter, die rhr'm Kind kein' Fveud' gon-nt und verlangt, daK,elbe wll sich z'tot arbeiten, daß du mir's Geld vorwenen magst?! Hast du mich je klagen g'hört die lange Zeit über, wo ich allein Hab' schaffen und sargen müssm, daß»mr uns ehrlich fortbringen? Ich hob' kein Müh' und kein Plag g scheut, uns'n Mangel fernz'halfen und dabei nie keine andere Meinung g'habt, als daß ich tat', wie einer rechtschaffenen Mutter zukam' I Weun alleinige Weiberarbeit was zu er- übrigep verwöÄ', fe.Hütt' Sxx Kasten nick erst aus dein Geld zu warten brauchen, womit du jetzt groß tust und mit dem ich mich zufrieden geben sollt', auch für die Kränkung, daß zwischen uns, die wir nock, kein' Tag geschieden waren, ieht mit einmal ein« Fremde stehen soll, mir just die Allerwild- fremdeste, die du hast finden mögen! Nein. Muckerl. gegen das kommst du mit ddn'rn Geld nit auf uiv> weun diu sag'st, daß du mir nix davon nähmst, so sag' ich. sei ohn' Sorg', ich nimm dir nix davon, kein' Groschen! Bin ich dir im Wefy so geh' ich. Könnt' ich die Jahr her'n Unterhalt für zwei bestreiten, wcvd' ich mit Gott's Hilf, wohl noch so viel arbeiten köuuen, daß ich mich allein sortfristen mag." Sie drückte schlucktzond den Kopf in di« Kissen. Der Bursche streckte ratlos die Arme gewen die Arte ans.„Mutter! Ich bitt' dich, tü doch g'scheidt! Verfall nit af Gedanken und sinn' Sachen auS, womit d' ein frei verzagt machen könnt'ft!, Laß' dir sagen, WaS kann derm ich dafür, daß mir g'rad die Divn«'fallt? Aber schau' dir nur die andern dagegen an! D' mehrsvsn tun'n Augen weh, wenig' vertragen ein näher Zuseh'n und keine is ihr gleich. Noch bevor ich g'wußt lwb'. was die zweierlei Leut' auf der Welt bedeuten, hat mir schon kein' andere gefallen und jetzt erst recht nit! Kein größer Unglück könnt' ich mir denken, als wann die nit mein wllrd'. Wahrhaftig ich will nit davon sagen, obwohl ich mir'S oftnwl schon ausgedacht Hab', was für ein Segen das sein wird für die Arbeit, wenn mir vom srüh'n Morgen bis Feierabend so waS Schön's im HauS unter'n Augen h'rumgoht, das ist sust. als ob cin'm bei Schnitzen und Pinseln was fle schickt die Hand führet: aber nit, wie ich den? nwt ihr mein's Lebens svdh z' wenden, muß ich dir sagen, daß d' mich recht verstehst, sondern, daß 's ohne ihr weiter ftir mich kein' Freud' auf der Welt gäb'I Gegen'S selbe Einseh'n Hab' ich mich a Zeit hart g'nug g'wehrh denn nit nur deiner Warnung bin ich eingedenk g'tvest, so viel ein's bei ein'm solchen Blindeknhspiet noch z' seib'n vennog, halb' ich auch g'seh'n, z'erst an mir h'rvuter, daß ich mich in der Säubrigkeit nit� ihr an d'Seit stellen kann, dann ein wenig z'nebenher an ihr hin, wo ich monch'S g'merkt Hab', was mir nit bat g'fallen mög'n und noch nit g'fallen mag, aber trotzdem kenn' ich kein' andern Wunsch und Will'n, als sie zu haschen und zu halten. Ja. sie i» eitel. unwirtschästlich und trutz', wie viel' sind das aber auch, um die sich nit dMüh''lohnen möck)t'. eS ihnen abz'g'wöhnen? Sie aber.— das war gleich mein Denken-u könnf wohl noch recht, ganz recht werd'n, wann sie allweil um dich wär', tvann'S von dir zulernet! D'rum Hab' ich g'hofft, weil ich nit von ihr lassen kann und sie mir d»ch auch gut iS, daji du sie doch einmal, mir z'Lieb', leiden kannstl" --- � sFortjetzung" WS der Berliner Buchdrucker, der die ar.htm Berufsgruppen des Gewerbes in keiner Beziehung orientiert habe. Zum kommenden Lohntag seien von Prinzipalen für die Hilfsarbeiter und»Arbei-- terinnen durchweg 70 Zviark Teuerungszulage, sowie 16 und 25 Prozent Zuschleg für Mittel- und Nachtschicht zu fordern. Da heute, Freitag, die Angelegenheit der Buchdrucker unter dem Porsitz von Schlicke nochmals verhandelt werde, sei eine Erör- tcrung der weiter zu ergreifenden Magnahmen verfrüht. Das Emne aber heute schon gesagt werden, dag sich die Hilfsarbeiter nicht mit 50-— 85 Prozent abspeisen lassen würden. Dem Refe- r-te schlag sich eine rege Aussprache an. Alle Vertrauensleute seien verpflichtet daraus zu achten daß nicht durch Streikarbeit den kämpfenden Buchbindern in den Rücken gefallen werde. S-- Der Streik der Maßschueider hat seit riestern früh insofern Abschwächung erfahren, als IlS Herrenschneiderfirm-n mit «50 Arbeitern und 80 Damenschnwderfirmea mit 200 Arbeite in. n«n die ge st eilten Forderungen bewilligt haben. Die Zahl der AuSitändigen betrug ursprünglich rund 9000. Grosse Etreilversammlungen finden mit Rücksicht auf die teuren Saal» Mieten nicht statt. Die VerlrauenSloute übe Mitteln vielmehr an jedem Vormittag den über die ganze Siadt verbreitet. m StreikbureauS den sew-iliaen Stand des AuSstandeS und die weiter zu hesoligenden Massnahme«. Der Solinger Jndustricstre». In Nummer 88 der.Frei. heit" brachten wir einen Bericht über«inen Streik in Salingen. an dem 800 Portefeuiller ohne Unterstützung beteiligt sein sollen. Ter Verband der Sattler und Portefeuiller be- richtigt nun diese Notiz dahin, dag nicht 800 Porteseniller. Jonder» nur 320, einschließsich der Arbeiterinnen in Streik tehen und dass diese in Frage kommenden Per'onen vom ersten Taie des Streiks, d. h. vom 10. Februar durch die Organisation �«gch den Sätzen des Statutes unterstützt wurden. Ein Mord und keine Sühne. Am 12. März 1919 wurde in der Dostnung des LigarrenhändlerS Johannes Müller, Memeler Str. 1d, eine Haussuchung abgehalten. Er war von Spitzeln der- dächtigt worden, an den Kämpfen in Lichtenberg teil» krnommen zu haben und Waffen versteckt zu halten. Tie Beschuldigungen waren unwahr, Müller ist wahrend der Kämpfe nicht aus dem Hause gekommen. Die Haussuchung förderte auch nichts Belastendes zutage. Der Offizier, der die Patrouille befehligte, fand lediglich bei Müller eine Mit» gliedslarte der U.S. P.D. Und da? war kür ihn ein hin» �reichender Grund, den unschuldigen Mann als Spartakisten zu bezeichnen und ihn im Hofe, dicht vor den Auaen seiner weinenden Angehörigen, erschießen zu lassen. Müller war join äusserst rühriger Parteigenosse, der lange Jahre der sozialistischen Bewegung angehörte und sich für jede Partei- erbeit opferwillig zur Ber'ügung stellte. Er ist mit dem Nufe gestorben: Ich sterbe für die Unabhängige Marter l Wir haben dieses Verbrechen fostirt der Oeffentlichkeit bekanntgegeben und eine gerechte Sühne gefordert. Ein �Jahr ist darüber hingegangen. Der Täter— Leutnant 'Baum— befindet sich noch heute ungestraft auf freiem Prusse. Arn 26. August v. I. war vor dem Kriegsgericht in Potsdam eine Verhandlung gegen ihn angesetzt worden. T�a S Gericht hatte aber vergessen, die 'H,a u v t b e l a st« n g Z z e n g e n z.» laden. Es wurde dieserhalb Vertagung beschlossen und die Richter scheinen darüber hinweg eingeschlafen zu sein. Ebenso wie im Falle unseres Parteigenossen Müller harren noch Dutzende anderer Verbrechen, die im März 1919 von der Weißen Garde verübt worden sind, ihrer Sühne. Die Angehörigen der unschuldig ermordoten Personen grämen sich zu Tode. eS will ihnen niemand helfen. Ter Staat kümmert sich nicht einmal darum, den HinterVlleZenrn eine T Entchädigung zu zahlen, obwohl die Ermordeten allesamt die Öpier des Roskeschen Standrechtsbesehls ge- worden sind, für den die Regierung die Verantwortung übernommen hat. Die neue Stadtgememde Derliu. Die Verhandlungen des 17er AuSschuss.s für Schaffung eines Gross-Berlin schresien rüstig vorwärlS, so daß zu hoffen ist, der Ausschuß wird am heutigen Freitag die 2. Lesurg zu Ende b-in- gen. Einzelne Paragraphen fanden gestern nach starken Wider- stand, wurden aber schliesslich mit M.hrheit angenommen. Bemerken-wert ist die Schaffung einer Schiedsstelle für Erledigung von Tifserenzen zwischen Bezi k und Magistrat. Die besoldeten OrtSbezirkSvorsteher sollen auf 18 anstatt auf 8 Jahre gewählt werden. Tie erstmalige Ernennung der Vor- sitzenden und deren Stellvertreter durch den Magist. at wurde wieder hergestellt; nach der ersten Q.sung seilte der Magistrat bis zu zwei Mitglieder des Bezirksamtes ernennen, der Vor» sitzende und de: S.ellvertret.r sollten ven der Bezirksver'amm. lung gewählt werden. Maßgebend für die Wiederherstellung der Negierungsrorlage war, die neue Stadtgemeinde vor unndiigen Personallosten zu bewahren. Der Vertreter deZ Finanzministeriums vwlangte die Rege- lung der Polizeikosten, die der Ausschuß einem besonderen Gesetz vorbehalten will; der Herr ging so weit, zu erklären, daß der Finanzminister der Verabscheidung dcS Gesetzes erst dann zu- stimm, n könne, wenn die Polizei'ostenfrage geregelt fei. Ihm wurde gesagt, daß diese Erklärung unoerständhch wäre, da da« Gesetz rom gesamten Staat-ministerium vorgelegt sei, daß aber eine Regelung bis zur dritten Lesung im Plenum ja noch er- folgen könne. Nach den gemachten Mitt ilungen betragen die Kosten für die SichcrheitSpol'zci in Eross-Berlin 100 Millionen Mark. Hiervon will des Reich 80 Millionen übernehmen, wäh- rend 80 Millionen auf Staat und Gemeinde entsallen sollen. Dazu kommen die Kosten für die Beamten und die Schutzmann'chast deS Landespolizcibczirks in Höhe von �6 Mlllonen und 22 Millionen. Außerdem kommen noch einmalige Ausgaben in Höh« von 13 Millionen in Frage. Da der Staat% dieser Kosten übernimmt, soll Groß-Berlin in Zukunft etwa 27 Millionen Mark dauernde Ausgaben für d�e Polizeilosten leisten. Es muß festgehalten werden, daß die Sicherheitspolizei nirgends eine ge- setzliche Stütz« hat, sie ist eine durchau-Z willkürliche Einrichtung. für welche Gelder überhaupt nicht bewilligt sind. Ter Aus- fchuss ließ sich nicht darauf ein, so im Handumdrehen diese F.oge in das Gesetz hineinschmuggeln zu lassen. Eine erhebl'che Verschlechterung ha* die Wahlbeteiligung er- fahren durch Annahme cincZ Antrages der Teutschnationalen, wonach die Wahlberechtigung an eine Wohnsitzdaucr von einem Jahre geknüpft ist. entgegen 6 Monaten nach den Beschlüssen erster Lelung. Dieser Beschluß kam zustande, da bei der M- stimmung olle Gegner dieser Verschlechterung zufällig nicht im Saale anwesend waren. Im Plenum muß diese Perschlechieruug unter allen Umständen bejeiügt werden. Der.Lakalanzeiger" sucht die neue Gemeinde zu di'krcd:- Heren durch die Mitteilung, daß der Berliner Magistrat an einige Gemeinden ein Rundschreiben gerichret habe des Inhalts, daß dw Eross-Berliner Finanzdezernenien angeregt haben, dahin zu wirken, daß diejenigen Gemeinden, die«Z unterlassen haben, eine entsprechende Erhöhung ihrer E'nkonunensteuer vorzu- nehmen und mit ungedeckien Ausgaben in Groß-Berlin einziehen, zur Deckung dieser Ausgaben nachträglich herangezogen werden, damit eme ungerechtfertigte Schonung der Steuerzahler zum Nachteil der übrigen Gemeinden vermieden w'rd. Er sagt, daß diese Massnahme zeige, was man von der zukünftigen Zentral. gewalt zu erwarten habe. Unserer Meinung nach handelt der Magistrat sehr recht. Die reichen Gemeinden wollen ihre reichen M-tbürger schonen— eS handelt sich im vorliegenden Falle um Wilmersdorf—, was zum Nachteil der armen?lrbeiiergemeinden ausschlägt. Im Ausschuß wurde die Massnahure des Berliner Magistrats nur begrüßt. 350 Prozent Gemelndeeinkommenstcuer in Neukölln. Ter Neuköllner Magistrat hat für das Rechnungsjahr 1020/21 die Erhöhung der Gemeindeeinkommensteuer um 50 Prozent auf insgesamt 850 Prozent, wie sie in Berlin und Charlottenonrg berel'S erfokzt ist. befchkossrn. Sine entsprechende B-rlaz: wi d der Stadtverordnetenversammlung in Kü�e zugehen. � Rache und Bölkerversötzuung in der Schule ist das Ttzen'.a für die 20 öffeirtlichen Versammlungen, die der Verband soz...:- Wischer Lehrer und Lehrerinnsn Deutschlands(Ortsgrup/e Gross-BerW), haute ckbend in Berstn uttd Vororten vor...:- staltet. In Anbetracht der täglichen Sieg:, die der Reu-> Patriotismus feiert, ist eine öffentliche Kundgeduna. in welchen Sinne das klasserOcknxissie revolutionäre Pra s- tariat zu der Froge der Vöstkerverhetzuna stsstt, dr-ingend not- wendig. Der Besuch ist nomontlich auen unseren Eltern- beiratSmitgtiedern zu omplfch,?en, da sie Tre zzer ,d«Z Gedankens der Friedens erzirsir mg in der Snwle w r- im sollen. Di« Versammlungslokale sind im Jnserostm- teil der TarmerStag- Morgennummer bek>cmntgegeb?n worden. In dem Jn'crat ist ein Fehler dadurck entstanden, daß als Ver'amlungSlobal zweimal Naglerstraß? anaogebM wurde: einmal(an Meiler Stelle) muß eS heißen August» straße 67-08. Neukölln. 8. Gememde'chule, Freitag abend, 7 Uhr, Ellern» ver'awmlung. Aula der Cierrcalühule Emiersiraße. Thema: »Religion und Schule'. Refereni; Genosse HAtel. fe�ensmNlelkasest�sr. W-tfjMis«. Sern IS. Mäez bl» IS. Mär« lws Sb'chnltt 1 und s det vllgemsluen Ledensmittelllorie Z72 Aus den VrosnMiouen. Zprekheitt Obleute der Ziltung-igediilonen. Am Freiiog. deA Ii. Marz, abends 8 Uh-, in der Aideüerbildungsschule Tchicdlerslr ö,S» IusommenKunft sämtlicher Obleute unserer ,,Fr»»heit''-Speditionei� Die Wichtigkeit b«: Tagesordnung erfordert pünktliches und vollzählige» Erscheinen. 1Z. Distrikt, 4. und 8. Abteilung. Freitag, den IS. März. Eitzun« d«: politischen Kommission bei Alex. Koisf, Elisabelhkirchstr. 18. Neukölln. Heule abend 7 Ub: im L?zeu.m, Berlin»: Straße. Vor» trog Icher Rache und Völkerversöhnunz in der Schule. Zieserent: Ge» noss« Steinicke. Die Elternbeiräte und unser« Riiglteder weiden g«» beten zu erscheinen. Weihrnsee. Heute obend 7 Uhr össenINche Bolksversammiung»n> Aclorinrealgymnasium, Doelckpiomencch» S2. Thema: Rache ode« Bälllerversähnung in der Schule. verelnsZalender. Zentralverband der Angestellten. Bersawnlunzen am Freiiaz, de« 12. März: Fachgruppe 1 sSeKNon der KrandenKassenangestellten) noch» mittags i Uhr, Sophiensäl», Sophienstr. 17/18 �Stellungnahme ziuir Tarifvertragl.— Fechzr.'.ppe 7 sAngestellte der Spezialgeschäfie) abend» 7 Uhr. Plnchisale»Alt-Nerlin", Blumen str. 10.— Fachz uppe 8 �An. gestellte der Export- und Fmporidranche) abends 7 Uhr, MmsiKer-Sol«, Kaiser-Wilhelm-Straße ZI lKündigung dos Tarlfveitragss).— Fach« grupve 16 b sZeilung»betriebe) abends K8 Uhr, Arminhalle, Kommen- dentenstraße bS/ZS.— Fachgruppe 17 tAngestellte der Konsllürsn. blanche) abends 8 Uhr Sr.chianläle. Ssphievst:. 17)18.— Fachgruppe 17 Schaan II 3. lAngestellie d«r Tadakindustrie und Großhandel) obendS �8 Uhr, Dresdener Easino, Dresdener Straße 06.—» Vortragzabend über Bei iebsräiswalzlen abend» 7 Uhr im Perbandsbureau, Belle. Allionec Straße 7/10. Borsigwalde. Freie sozialistische Jugend. Zur B-erbigung unsere» Genossen Hans Roscher trifft sich die Zugenp am Sonnabend um 2% Uhr bei Schulze, Schubertstraße 80. Freie Sozlalistsche Prcletarierjugend. Ortsgruppe?5orbost! AM Freitag, den 12. März. Zusammenhunft in der Schule, Thornar St aße 50. abends 8 Uhr. Erscheinen eine» Jeden ist unbedingt not. wendig. Gäste willkommen. Arbeiter'Wanderbund»Naturfreunde-, vgiiaiionsbeztrb Berlin. Sonnlag. den II. März, im Gewerkschastshous, Engelufer 15: Merz* stürm. Frühllngsfeier. Mitroi. bendt: Lambinon-Slroichquartctt, Emil Kühne, Rezitation, Sängerchs:»Barrvtilts�Südost" tgeselliges Bei- sammenssin). Leginn pünktlich V/i Uhr. Karten zu 2 MK. zu haben bei allen Ortsgruppenleitern sowie Kruse, Nariannenstr. 11. Wagner, Michaelkirchplah 6, Maßpfuhl, Lrüsseler Straße 14._ Verantwortlich für die Redaktion:« l fr« o Wielepp, Neukölln. Veriagsgenossenichoft.Freiheit-,». G m. b. H.. Berlin.— Druck der Lindendru-kerei und verlogsgefellschaft m. b. H.. Schiffbau-rdamm 19. vis » Einkaufs-Zentrale, Morl'zpl 13580. s»«SM» Dumm ES (Hcrmanoplatz) Immer nocSi die l�ocluslen. Preise. PHoto-Apparot gebraucht, aber gut erhalten. 9x12 oder IZ�IS lu kaa en aesuebt Abends nach 6 Uhr oder Sonntau vormitta«. »• ScliBSor, Le'nrlerSfr 37 EupferlEllunjen, Hotore, Kotel, Litzen kault za tUchstprelzen Waßmannstr. 22, im I alen. Spiralbohrer Schmirzcllelneii. NalnrXaM. Frisör Keliiahlca, sowie all« Art Werkzeiue WoithC. M>abi'. Ulnaustr-Id Femsprcchei Hansa 314. oreeseeco» oetcececeeMceiaete M Ich zah'e immernoch die HSchsten Tagespreise fDr« l KUPFER, MESSING l Blei, Zink| Gold», Silbep» Medaillon• * und andere Metalle sowie S slte Gebisse• 2 Ankaufsstellen iGottheim, Mariannenstr.lZ; S und Schmldstr.lTa.SÄ• 8 Mitjdlöd des Vereins d. Altmettllbflndler Ofoß-Berlins. 8 ■•eewSsasMessesceseessestseat Kupfer:: Messing Quecksilber 150.- Biei:: Zink tum höchsten Tagespreis MZienMer Str. 2. 'S» Spezialbehandlung«L- tUr Bauzu und Oeschlecbtalelden Inva'Idenstp. 147 ■ WGISSCr Yf L Cuse. Cuke ßtrjstraß«. 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