20 Pfennig- 3.?d;rrcn0 vennerctas, tcn 25. Rlcrz K20 Ät«„Äreiheit" frfdhtmt nwraenr nnd naedmittaa»,«m 5on?,» und Fe�taaen nur rnorqen?. D»r 5eina?�rei, i mögt Trift �uftrÖMN« in» nr<�ros»2*frlm 5.20 M. im »oraus hei monu» ftellun� unter itteifhanh 8.75 M. Zeutsch and und O.ste.r j-h). �ur da» übrige Aus» lans l5.-~ in. zuzüglich Va-ut.iauf chiaz. flfbcftien nnd tt�rved.tion: Berlin? W. tt Schlksdanerdamm Fernsprecher: Amt Norden 853— 3L, ÄÄVS und 2�««. Nr. LZ i M 4Z m kllcegen-Musgavf 2f#«chigffpal'ene Nonpareillezeile oder deren Raum, sowie jede!Vor!-Anzeiqe, al« auch die Finiilien» und Drganisationsan-eiqen werden laut aufaestellrem Anzeigen» Tarif berechnet. Inserate für den darausfo-enden Tag müifen spätesiens Iis 3 Ulf? nachmittag» in der Lrpcdition aufgegeben se n. Inseraien-AdteUunz: VeriL» NW.<5, LcMffbanerdamm 18 Fernsprecher: Amt Norden 833— 3L, S8!)5-LS, V7SS l■■">> i?"'-'ffeMa', berliner'Organ mm UMWWWD �.....' WHMäWAaiinfewia,'»i._____________> iiiii>�«ililiw»y Eine ErtlSrung des Zeulrallomilees der Usabhangizen Soz!a!demo!ralle zur ßegenwürlizeu ps'lüsHen Lage. Der Militarismus, das morderifckie Werk- teug des Kapitalismus, hat feine Bolksfeindlichkeit erwiesen sowohl unter der kaiserlichen Regierung wie unter der ihrer bürgerlich-rechtssozialistischeu Rad)- solger. Durch den eutsdilossenen Gegenstoß der sozio- liftild)en Arbeiterschaft aller Parteirichtungen wurde der Versuch der Machtergreifung durd) Zunkcr und Ailitarifteu abgesdilagen. Rur die llebernahme der Regierung durch die organisierte Arbeitersd)aft ver- börgt die restlose Ucberwiuduug jeder militaristischen �«wQttherrsdiast. Eine solche Regierung mnfzte sofort damit be- giunen, folgende erste Maßnahmen durch- tufuhren: I.Entwaffnung und Auflösung aller kouterrevolutionärcu Formationen. Mannschasts- ersah aus den Reihen der orgauislerten Arbeiter- fchaft; politisch zuverlässige Zührer. i. Aufhebung des Ausnahmezustandes. Freilassung alier verhafteten Reoolutionskämpfer und umfassende Amnestie. Z. Bestrafung aller an dem Kappschen Umsturz beteiligton Gegeurevolutionäre und der für das Hiumordeu vou revolutionären Kämpfern Ber- autwortlichea. 4. Durchführung der Lozialiflerung, beginnend auf dem Gebiete des Bergbaues und der Energiecrzeuguug— Kohle, Wasser, Kraft, Elektrizität—. Wetterführung der Sozialistcrung der konzentrierten Eisen- und Etahlprodulttiou, de« Transport- und Verkehrswesens sowie anderer hochentwickelter Industrien. Umfassende Kommuualisierung. 5. Ucberführung dos Großgrund- b c s i h e s und der großen Zorsteu in gesell- sd)aftliches Eigentum. Die gesamten landwirt- sd)astlichen Betriebe stud durch Bereitstellung aller ted)uischen und wirtschaftlid)eu Hilfsmittel, durch Förderung der Genossenfchaft zur hödzsten Leistungsfähigkeit zu bringen. b. Sid)erung der Lebensmittelve r- s o r g u u g der flämischer Bevölkerung. Schärfste Bekämpfung des Lebensmittelwuchers. 7. Ausbau der Sozialgesetzgebung. Anpassung der Löhne, Gehälter, Renten und � Unterstützungen an die Kosten der Lebens- Haltung. Wirksame Schutzmaßnahmen zur Er- Haltung der Arbeitskraft. 5. Freundschaftliche Beziehungen zu allen Völkern. Frieden mit Rußland. Erfüllung der std) aus dem Friedensvertrag er- gebenden Verpstichtungen. Rur eine Regierung, die diese Maßnahmen durch- führt, wird bei der Arbeitersdiaft das Verttauen finden, das ihr ermöglicht, Deutschland aus dem wirt- sd)aftlid)eu und politischen Zusammenbruch heraus- zuführen. Berlin, den 24. März 1920. Das Zentralkoniitee der Uuabhäugigen Sozialdemokratischen Parte! Deutschlands. �ie lkaMrz!ge.l und die NegienmisMung. ,. In einem Bericht dcS„Vorwärts" über die Schwierig- �"ten der Kabinettsbildung Hecht es: •Ser Reicks anzler Bauer Hot an Ue Uaabhäniiiiien� vertreten »»rch Critpic»»>.-> HUserding. s.hon am Montaa die Fra.ie ae- �tet. ob sie grundiäh ich bereit'eicn. i» die Reaieriuig emzu- �te» ri, hänai.icn haben Meie Frage verneint." r Diese N tteilim.i ist u-tklar. Richtig ist. dast die Un- abhängige den Eintritt in eine Koalitionsregteriing bürgerlichen ablehnt, dagegen trotz aller Schwierig. '«teil und Hemmungen bereit wäre, sich an einer soz,alistl. >chnr Arbeiierrea erung zn bete ligcn. D>e Verwu-llichung ?>ekr Absicht aber erscheint gegenwärtig nicht nur schwierig wegen des Widerstau es der Bürgerlichen, sondern auch J0.rnen der U n e n l s chl o sse n h ei t d e r R echt s s o z r a- Ü e n. die imnier noch glauben, mit halben Lo>ungen auS �senl surchtbarcu Ehaos heraustoinmen zu löuueu» Sic Jscu-fl der JJatliiraciilc v-rlchsbcn. � Die Nationalversammlung, die zu heute Dannerstaa nachiniltaa. einberufen war. wird wohl n.rch t Wianimentietei. da die L-rhandlungen über die Reubi dring �Regierung„och keinem Abschluß.gelangt ftO-�asi- �"t Fehrenbach ist enttächligt. n-ch Klaem.g der Lage eme hiing einzubernfen. . Ebenso ist die P r e u l; i s ch- L a nb e Sver sa mm- :l,"8. die für gestern nachinittag eine Sitzung anberaumt l>atte...'.cht utsmttmenaeireten. und zwar aus denselben oben angeführten Gründen. Die nächste Sitzung soll spätestens einen Tag nach dem Zusammentritt der Natioualverjamm. lung stattsülden. ü!e tilge im Rrtzrrcvlcr. Kcgen die Errichtung der Rätediktatur. (Eigene Drahtmeldung der„Freiheit") H-r g e n i. W., 24. März. Im Jndustriegciiet herrscht i» n st e r h a ft e Ruhe. Eine Konferenz d r Vertreter aller Arbeiterparteien beschloß am Sonnabend die Auslösung aller Trurpenkörper, die reak- tionärer Gesinnung verdächtig sind, die Bildung eines Volks- Heeres unter zuverlässigen republikanischen Fiihrcrn, Bestrafung der Hochve. räter nud die Wahrung der A'ichseiuhe>t. Die Rätediktatur wurde abgelehnt, mit einer Arbeiterregiernng erkläite man sich einversta» en. Tie Arbeiter desurchten, daß die Regierung nur Waffen- ruhe gewährt habe, um Truppen zu versammeln»n» dann loszuschlagen. DeS mich unter allen Umständen verhindert weiden. Die Gerüchte über die Bildung einer Roten Armee sind unwahr. Die Arbeiterschaft ergre.ft nur BerteidignngSmaßnahmrn, um ein neue» Erstarkender Reaktwn zu verhindern.; l]( U I( C n CT» JMUa"«-1«.-Vtil UZi 4VI Ul•«VII V ersucht, die Regierung zur Einhaltung der Abmachuugei» zu zwiugeu..- �...... Die Geflchren de! Llullde. Da? Kenuzeichon des gestrigen TageS ist die h e i 7» loseste und fürä, terlichste Verworrenheit gewesen.. Wir sind ciner Klärung der Situation nicht näh» gekommen. Die alten Rcgirrnngen im Reiche und in Preußen befinden sich nach wie vor im Amte, und ihre Mitglieder scheinen nur von dem einen Wunsche beseelt zu sein, sich auf ihren Plätzen zu behaupten. Zwar»vird von Umbilonngen und Neubildungen geredet, zwar werden neue Männer ge« nannt, aber jeder einzelne der bisherigen Minister ist von seiner persönlichen � Uncntbchrlrchkeit überzeugt, und die Mehrheitssraktiouen lassen sich auch in diesem schicksalS» fchwangercu Augenblick nur von den Erwägungen engherziger und kurzsichtiger Parteipolitik leiten. Die drei Fraktionen hielten gestern fast den ganzen Tag über Sitzungen ab und berieten über die RegierungS» krrjis. Ministerkandidatcu wurden aufgestellt, um bald bar» auf wieder in der Versenkung zu verschwinden. Die Meinungen wurden vou der einen Gruppe zu der anderen hinüyer ausgeraujcht. aber zu einem Jicsiiltat gelaugte man nicht. Es wurde geredet und tviedcr geredet, doch das erlösende Wort wurde nicht gefunden. Die natürlichste und selbstverständlichste Lösung, die darin bestand, daß die gv» samle Regrernilg ihren Abschied einreichte, der Reichs» Präsident mit den Parteiführern in Verhandlungen trat und eine Persönlichkeit mit der Neubildung betraute, wurde nicht beliebt. Auf diese Weiie imrd der Parlamentarismus auf» schlimmste koinpromiltiort, weil seinen Trägern die Kennt» mS seiner Grundbegriffe fehlt. Inzwischen droht das Aklenstück, in dem die Bedingungen niedergelegt stud, unter denen sich der Geiverkschaftöbund zum Abbruch des Generalstreiks bereit erklärte, zu einem Fetzen Papier zu werden. Die Arbeiterschaft ist in Gefahr, sich um die Früchte ihres Sieges betrogen zu sehen» und die reaklioiiären Geivaltcn erholen sich zuscoendS von dem Schlage, den sie erlilten haben. Die bürgerlichen Par» teien sträuben sich gegen die ausbeduugeiie Einfluß» n a h me der G c>v e r l s ch a s t e n auf die Kabinett»» bi ld ung. Sie wollen nicht nur nichts von einer Arbeiter» regierung wissen, sie lebuen auch eine Mitlvirkung der Gewerljchasteii bei der Aufstellung»ud der E> nennung der Minister ab. Sie glauben der Dienste derer, die sie vo« dem militaristischen Alpdruck befreit haben, entraten zu können. Sie spielen sich als die Sieger auf. obwohl eS da» Proletariat ist, das die Schlacht gewonnen hat. Der Eintritt v o n Ä r b e i t e r n in die Ber» liner Sicherhertswehr stößt auf die größleir Schwierig» keiten. Das preußische Ministerinm ichützt allerlei bureau» kratische Bedenken Varl in Wirklichkeit hat es Angst vor den Truppen, die von iulereisierter Seite gegen die Aibeiler» sorderungen anfgewregelt werden. Man redet ihnen ein, dan sie aus wohlerworbenen Nechken verdrängt werden sollen. Man bearbeitet sie, indem man ihnen Furch: ein» flößt vor den bolicheivistischen Elementen, die in ihre Reihen eiildringen sollten. Die Regierung tut nichts, um dieser Stimmungsmache entgegenznrrkten. Sie lut nicht»; um die a n t i b o l s ch e- w i st i s ch e Parole überhaupl, die sie o'fizicll abzulehnen behauptet, mit dem nötigen Nachdruck zu bekäinpfeu. Im (hege- teil, sie sieh: rulng zu, wie Staatsfeind« vou gestern die Retter d s Bat rl>udes vor der kominimiuischen Gefahr spielen- Sie bat nicht de Kraft, die Mitschuldigen des Kapp- V c rd r e ch e n Z mit eiserner Faust anzupacken, und die Kraft fehlt ihr Haupt- sächlich deswegen, weil ihr der Wille mamp.li. Den No»k« stirb wir los, aber die Roskeichen süid geblieben. In d esen Köpfen ist die Idee uiiänsroltbar. daß man die Rechte schonen müsse, um sie zum Kamps gegen die Linie venven- den zu können. Die Arbeiter wurden aufgerufen, um den Austblag der milltalistischeN Abeliteurer zu vereiteln. Nack)» dem sie ihre Pflicht geiau haben, möchte iluil sie am liebsten an die ftstrild drücken. Während in Cöpenick, Halle iwd anderswo Sozialisten, die gegen die Meuterer zu den Waffen gegriffen halten, nandrechtlich erschossen wurden, findett di se elbst die glimpflichste Behandlung. Die Nachricht, daß Lüttivitz und Trotha in Schutz ha st genommen seien, ist falsch. Sie sind gegen ihr taemuovt in ihren WuhmuT' gen gelass n worden, andere behaupten, sie würden doj ruch militärisch überwacht. Wortbrüchige Offiziere habe, ttTfa noch ein Eljrmwort, gefährNqe Stactt?vc'r?>x?lNc-c wer>- �en unter die Beivachuug von Truppen gestellt, dte e�en «och ihren Befehlen Folge geleistet haben. Die Meldung, gegen Lndendorfs. den Hauptdrabt. «eher d-S PuisdjeS, fei ein Haftbefehl erlassen, wird amt. »ich dementiert. Der General hat die Möglichkeit, sich Ik Dtcherbeit zn bringen, um sich auf einen neuen Schlag »orzuberciten. Die Regierung scheut sich offensichtlich, die Hand nach einem um das Vaterland so»verdienten" Manne auszustrecken. Dafür arbeiten in der nächsten Umgebung von Berlin Nach wie vor die Standgerichte gegen die revolutio- pären Arbeiter. Sie fällen Todesurteile und verhängen Zuchthausstrafen. Die Verordnung über den verschäriten Belagerungszustand ist aufgehoben. Den Staudgerichten sehst ieder RechtZboden. Aber die Offiziere pfeifen auf Recht und Regierung, sie fühlen sich nach wie vor als die Slär» seien und Mächtigeren. Fortgesetzt laufen Mitteilungen ein über die Konzen. triertmg von Truppen ae en daS westfälische Iudnstncrevier «hS iiiihpri» niifriihrpriiffai«" lÄpbiete. Die Eiteubalm. !Ie Schmach der Slanzxerichie. Trotz aller gegenteiligen Versicherungen arbeitet die SoldateSka dort, wo sie daS Heft in Händen bat, mit �Standgerichten gegen die revolmiouäre Arbeiter. > schaft. In G r ii n a u tagte gestern.-Mittwoch, unter und gegen andere„aufrührerische" Gebiets. Die Eise-ibahu direstion Berlin hat bereits, wie uns mitgeteilt wird. An- wsistmg erhalten, Trupventransvortzüge für das Nuhrgebiet bore-tzuhalten. Der Waffeustillstand, den man mit den krbeitern geschlossen hat, wird benutzt, um die Maßregel» zu iörer blutigen Niederwersniig zn treffen. Genau wie vordem erb'ickr man nirr in der Anwendung von Gewalt tegen daS Proletariat die Rettung, den Weg friedlicher Verhandlung beschreitet man nur zögernd und nicht Hintergedanken. Wir werden mit einem Worte sehr bald wieder genau bort stehen, wo wir unS vor dem 13. März befanden, und hi« Putschisten sind klug genug, die erbärmliche Schwäche der Regierung zu erkennen und auS ihr Jfutzeit zu ziehen. Soweit die aufrührerischen TiMpeii nicht noch immer in Berlin selbst ihr Wesen treiben, haben sie sich wieder nach Dööeritz zurückgezogen. Z it- freiwillige und dentichnalionale Studenten strömen ihnen jn Massen zu, und die, die alsbald entwaffnet werden soll- ten, verfügen über genügend Geloebre. um die neuen Re- kr.iten auszurüsten. Sie fühlen sich in keiner Weise� ge- schlagen. Sie sanuneln sich. Sie holen zum nächsten Stoße «u». Sie bilden eine fortgesetzie Bedrohung der Sicherheit «ld Ordnung des Staates und des Lebens der Arbeiter. So liegen die Dinge. Diese Gefahren birrrt die Stunde. Die Stegieruug aber bedenkt und erwägt, und die Mehrheit?» Parteien diskutieren. Sie kritisieren die Joes der Arbeiter- regierung und suchen sie durch den Einwand in Mißkredit zu bringen, daß man nicht noch mehr Mewerksichaf'.s'ekretiirll zu Ministern machen könne, als ob AebnlickeS geplant oder vorgeschlagen wäre. Arbe'terregierung heißt in diesem Falle felbstverstäadlich ein Kabinett, dessen Mitglieder den sozialistischen Parteien angehörend, das Vertrauen joner Organisationen ge- nießeu, die mit der Waffe de« General- streiks den Angriff auf die Republik zu.rückge wiesen haben und die nicht wollen, daß der errungene Erfolg wieder leichtfertig aufs Spiel gefetzt wird. Natürlich kennt man den Sinn der Forderung genau und in Wahrheit widersetzt n:an sich ihr, nicht weil man die Gewerkschastsiekreläre, sondern die in den Gewerkschaften vereinigten Arbeiter fürchtet. Man will die angenehme Sewohnheit des RegieningSdaseins nicht aufgeben und dcS- Haid darf an dem KoalitiouSsyftem nicht gerüttelt werden. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit aber sind alle Zweifel am Platze, ob sich in den bisherigen Regie- runzsparteiezr Männer finden, die die für den Augenblick am dringendsten erforderlichen Eigeisschafl-'N besitzen, die den unbeugsamen Willen haben, der Neaktioit zu Leibe zu aehen. und über die nötige Vernunft verfügen zu einer V rständigu ig mit der Slrbeitcrschaft. Unbedingt fest steht vor allem, daß die Methode, nach der jetzt gearbeitet wird. nicht z n m Ziele führen kann. Es ist sinnlos, ein vaar nene Flicken auf das alte zerlumvte Geivand zu sitzen, e» ist lächerlich, ein paar Personen auSzu- tauschen oder ein paar vakante Stellen mit Leuten zn de- setzen, die im besten Fall für sich ins Tresien führen können, daß man ihnen nichts UebleS nachzusagen weiß. Die Neu- bildung hat nur einen Zweck, wenn mit den yenen Men>chen ein neuer Geist einzieht. Läßt man den Karren in dem alten Gleise weiter holpern, so können die Lültwitze trinin- phiercn. Ihre Stunde wird bald aufs neue geschlagen haben, und cS ist die große Frage, ob ihr Unternehmen bei feiner Wiederholung deusetben AnSgang nehmen wird wie die Burleske der vergangenen Woche. Was das erstemal eine, wenn auch blutige. Komödie war, kömste daS ztvcite- mal zur schrecklichsten Tragödie werden. An der Arbeiterschaft ist cS. dMe Möglichkeit zn zerstören. Eie hat in geschlossener Phalanx einen glücklichen Kampf gegen die Horden dcS Generals Ludeudoiff geführt. ste muß auf der Hut fein, daß dieser Sieg nicht ein EinlagS» erfolg bleibt. Ihre Reihen dürfen sich nicht attslöseii, sie haben zusammenzuhalten, um zu verhindern, daß sie durch Regierung und MehrheilZparleien verraten und verkauft werden. Zn den wesentlichsten und für den Moment dringlichsten Vorbedingungen der wirklickien und restlosen Unterwerfung der militärischen Putschisten gehört aber d?« Schassung einer Sicherheittwehr aus organisierten Arbeitern oder ihre Ein- reihnng in die bestehenden Formationen. Nur so ist einem «xentcn Borstoß macht hungriger Abenteurer zn begegnen. R-ur s» ist auch eine Gewähr geboten, daß Olsiziere. di. 6te chgültig,«b sie zu den Baltikumtruppen oder zur teichswehr gehören, fich durch Errichtung von Standgeiich- ten und andeee Eigenmächtigkeiten über die Anordiinngen der A-gierung hinwegsetzen, in ihre Schranken zurückge- wiesen und an ihrem..Kampf gegen den Bolschewts- «us" auf eigene Faust gehindert werden. den» Vorsitz des Hauptmanns P l u n g ein von der 31. loder 39.) ReichSwehrbrige.de eingesetztes Standgericht. Unser Genosse Bernhard H a a s e wurde z u in Tode verurteilt, ein Lehrer Schuld zn 13 Jahren ZuchtbanS. 15 Genossen sollen noch' abgeurteilt werden. DaS Todesurteil an Haase soll� Mittwoch abend voUslreät weiden. Tie Regicrinig hat auf die Intervention unserer Genossen ausdrücklich nicht n»r daS Urteil an sich, sondern die Standgerichte überhaupt als ungesetzlich erklärt. Sie hat auch sofort eine» Beauftragten nach Grünan entsandt, um die Vollstreckung des Urteils z» verhindern. Bis Redak- t o �S'ckluß konn en wir nicht erfahren, ob dieser Einspiuch von Regiermigsseite tatsächlich E-folg geiabt bat. Ancti in Köpenick arbeitet das Standgericht weiter. Am TicnLlag abend wurde noch ein TodeSuiteil gefällt. Am vergangenen Sonntag ist der von der gesamten Arbeiterschaft in Seegefeld bei Spandau eing- setzte Aktionsausschuß von Baltikumtruppen verhaftet und nach Döberitz verschleppt worden. Zivei Genossin sind tvicder freigelassen worden, während vier Genossen noch immer festgevalten werden. Alle diese Dinge beweisen, daß die Militär? völlig ans ohne eigene Faust hnidcin und daß d e fortwährende Beyaup- tniig der Regsirnng, die Truppen ständen hinter ihr, nichts a S eine leere Redensart ist. Die Verbrecher, die in Köpc- nick, in Jriedrichshagen und in Grünau zn Gericht über Leben und Tod der Besten unserer Genossen sitzen, müssen ebeni'o wie die politischen Verbrecher Kepp-Lütlivitz-Lnoen. dorff zur Verantwortung gezogen werden. Ist die Regie- rung zil schwächlich, so wird sich die Arbeiterschaft die Durchsetzung auch dieser Forderung zn erzwingen wissen. Aber die letzte Konsequenz anS allen Vorgängen der Januar- und Märzwochen de» vergangenen Jahres und dem letzten Ereignis kann immer wieder nur die sein: fort mit jeglichem Militarismus, in welcher Verkleidung er auch auftritt! Her m t der Bewaffunng der organisierten A'beitersckraft zum Schutze der errungenen Volksrechte und spätere Bildung einer allgenreirien Volkswehr, die in ihrem ideellen und organisatorischen Aufbau der revolutio nären. Entwicklung des deutschen Proletariats entspricht. Genera! vzu Seeckk. Die zahlrerckeii Lcr hastungen, die jetzt obne jeden Grund in Berlin vorgenoaimen werden. loioie die militärncden M.ißnacme» in Berlin gegen die Arbeitersch"t eriolgen auf Anordnung des etzigk». durch Roste eingesetzien Oberbe eglSharierS vo» Sceckt. Das ist derselbe Mann, ecr sich vor einigen Wecken in Hnmvurg in einen. Bortrag zur schärf st en Reattion bekannte und von „dem Tag" geiprockcn bat. der das deurfche Boll beirercn und zu neuer Größe liiaren solle. Er war es auch, der unter Berufung auf die Berordnnng vom 14. Januar«ver daSNsncrs.ue>nen vor, Z'irungeii und Flugolälicrn, 7iHXh> Exenrplare des von der Zeniraisireikieitung von Groß-Beilin mit Genehmlgniig deS Gewerli a>t»>'»»des»nd de» Buchdrneler- vervandc« herauSgeg bencn„NachrichlcnvlatreS" beschlaairahmre, weil rhu, sei» Jndalt nickt pechie. Jrder Tag. den General von Treckt länger im Amt verb'eidt, vergröß ert die d.r Republit drohenden Geinhre». Wir unterstützen deShatb aus» nachdrücklichste die ftordernng seiner sofortiaen Be- icilignng, die auch von der Landesorgainiarwn der rechtS�ozialipi- schen Partei in Hamburg erhoben worden ist. Sie Säge vom„Misch Wisinus". Ein Flugblatt mit folget, dein widerlichen Inhalt wird in großen Mengen von Lastautos, mit Militär besetzt, verteilt: Arbeiter l Laßt Euch nickt weiter belüge»I Lüge ist, daß üoyern oder Sachsen aus Berlin marschieren Lüge ist, daß Neichswchr oerr Sicherheiidpotizei sich velämvsen. Luge ist, daß Einwohnerwehr„ich: v nler der rrchtmä igen Regierung steh,. Lüge ist Alle», wa» die Radilalen über RegiernngSsturz und Au»« rufung der Raiediltainr in Berlin und in c er Prob nz verbreiten. Bewußt mache» die Anarchssten Euch mit Tckauelmärcken toll, um Euch lür die Blutdittaiur de« Räleregiments zu gewinnen. Landfremdes, lichischeueS Gesindel, daS find die Draht icher. die den Arveiierfülirern die Mafieu au« der Hand nehnien uns Euch i» den Bruderkrieg Hetzen, um ihre Geichäsie daran zn machen. D>e ihnen so'gen, find wahnwitzige Narren, die im Blutrausch sich selbst ver»ick»«». Soll der Arveilcr den Arbeiter totichlaaen? Soll Eure Arbeit. Eure Freiheit, all Türe Errunaenicha'te». Euer Besitz, Eure Frauen, Eure Kinder, soll alle» vernichtet werde»? Mit dem rot.n«chreclen tottimt da» Cuao», der Ilntcrgangl Laßt Euch nickt l eivren von den Phrasen Mahnst», ligcrl Seht klar! Seid besonucnl Schützt die Berfasjung l Steht alle zu ammen! Eine geschlossene Front gegen die Bluttyrannei de» Bolschr- iviSni». l Sonst seid Ihr alle morgen schon verloren! Selten sind wohl ans einem Bliitt mehr Lügen znicun- mengestellt, nls in diesem Fall. ES wird immer deutlicher: die inilitärischeu Drahtzieher suchen mit allen Mitteln die Stimmung zu»chaffe», die ihnen nötig erscheint, damit sie ihre jetzt incht geglückten Pläne doch noch verwirklichen kölineu. Hcn von Decger. Wie das„Berliner Tageblatt" meldet, hat der preußische Staaislommissnr„zur Aufrechterhaliung der öffentlichen Ordnung" von Berger jetzt endlich sein AoschiedSgesuch ein« gereicht. Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, daß | dieser Berger einer der reaktionärste»! Beamten deS alten I Regimes war und daß dieSc itze der preuß schrn Regierung, als sie diesem Manne wichtige Befugnisse Übertrug, ein Verbrechen beging, dessen volle Größe erst offenbar wurde, al» die Kapp- Lültwitz ihre Herrschaft aufrichlete». Spät erkannte das auch der„Vorwärts". Am Sonnabend, den 13. März, kon« ftastlerte er. daß Berger einer der bekanntesten Träger der alten prcnßischen Reaktion sei und daß fast alle der an dem Kapv-Lüttwitz-Unteniehmen kompromittierten Herrschaften zn ihm in Vczielmngen standen. Ohne daß ein Strafverfahren gegen diesen Herrn ein- geleitet wird, ohne daß die preußische Regierung ihn von sich anS gehen heißt, soll er nun verschwinden. Mau darf ohl eine Bestätigung der Mitteilung sehen, daß s Aziadiwostok. Eb nso sind in ren letzt n Monaten l zwischen Herrn von Berger und der Spitze der preutzischm Deutsch« au» Indien zurückbesördert worden�„. De« AefchZftSsiihrer der ReichSfischversorsung Nathan ist »u».er Untec�u un»halt entlasse» wor eu, da die Vorunter» suchung erzeben hat, dr,ß Nathan teinerlei p'iscnliche Voricile erstrebt hat. Dal Berfa iren wird jcdoch seinen Fortgang nchiue»,»o der IlntersuchungZrichter nach wie vor d.'n Stand- Punkt p-rtrttt, daß auch die Krie»»esells< asten an die all e« meinen gesetzlicken Be timmungen über die PceiSvcmcssuug von LeoenKmitte.n ge.uiiden se en. Si» Sr>nd«rsr!e»er.svorschsa>, der vereinigten Staaten. Dem a»eritanis«ze» R-.pe.,,»niante,iha!i» gii,' et.. G«s.tz,..ln urf -u, der zu einem Sonder, ri den mit Teutschland erml chtigt. uee«. utwu f steht de S chsn g ein.« Ha>d«l«ralc» vor, int j« rasch wie mSglich Borjchliige über die Sa,assung von Krediten' darin wohl ein« Bestätigung der Mitteilung sehen, daß im Europa machen soll.»-....."' �----- 03------- v 4-"-*•— Regienmg die denkbar besten Beziehungen bestanden yabcA Beziehungen, die so innig ivaren. daß noch am Abend voi dem Putsch der Kapp-Liiltwitz ahnungslose Preußische Mi- nister bei einem gemütlichen Beisammen'ein bei Herin von Berger nicht wußten, daß sie den Bock zum Gärtner g» macht hatten. Austus des kepsblilatiifcheu Zähler- bundes. Der Republikanische Führcrbund erläßt folgendem Aufruft D,e Baltikum-Horden stehen mit ihren mein» e i d i g e» Führern„och immer vor den Toren Berlin». Eie setzen ,..r« herau»iorderiioe Taligküt fort, u»ve ümmert um die �efe.Ie eer v'rj>isiuiig.?mäß gen Rcgieiun'. Man s.l,rrckl aio« zurück, den Namen dee Regierung aus irre führen- eu F l u g» ck r i f t e n z» benutzen, um Verwirrung hervorzurufen, In geschickier Wesse operiert mau mit dem Ecspeast dcS Bolschewismus und der Roten Armee, um die Blutschuld zu verschleiern und die a n g e b» liehe Notwendigkeit in Berlin zu demonstriereu. Kameraden! Arbeiter! Bürger! V'eibt einig, wie Ihr es in den Tagen der Not«ewesi» fcn V e r' e ß tauch zu ruh. gen Elunden nicht, daß die&t» fahr von rechts nach wie vor bestehtl" Zum Schluß for.ert der Republikanische Führer''und zum Eintritt in seine Reihen auf. Zu diesem Zweck werden in Groß-Beriin Wcrbestellen eingerichtet und Ent- zcichuungslisten aufgelegt. Sie Sake iA lieber die Lage im Nuhrgebiet liegt eine Reilie vs» Meldungen vor, die eine gewisse Entspannung erke nen lassen. Wie wir bereits berichteten, haben die unter dem Vorsitz des ReichSkomnussarS S e v e r i n g und in An« Wesenheit der Minister Braun und Ciesberts in Dieltfeld stattgehabten Verhandlung m zu einem 48 stund gen Waff, nstiltstand geführt. Tie Truppen und bew ffueien Arbeiter nehmen ihre vorgeschobenen Posten so weit zurück» drß b.i Jnnebaitung der Abmachungen weitere Kämpfe vermieden werden. Entgegen einer amtlichen holländischen Mitteilung, daß keiner. ei Verhandlungen über die Gewährung von Lebeusmitlelsendungen im Ruhr« gebiet stattgefunden hätten, wird von der holländischen Presse wudeiholt, daß augenblicklich ein Ausschuß auS dem Ruhrrevier in Holland weilt, um abermals zu versuchen» Holland zu LebeuSmitteUieferungen nach dem Rubrkohlrn» gebiet zu bewegen. Trotzdem die einzige Möglichkeit zur Klärung in einer friedlichen Regelung liegt, scheint die Regierung c n ihrem wahnsinnigen Plan einer militari« schen Aktion als letztem Ausweg festzuhal.cn. In dcr Richtigstellung einer Havasmetdung wi.d jedenfalls wiederum zugegeben, daß VerHand ungen mit Fran!« reich über die zeitweilige Entsendung von beträcht' lichen Truppenmassen stattgefunden haben. Ebenso wird unS nsstgetcilt, daß im Ztuhrrevicr entwaffnete und »ach Berlin geflüchtete Angehörige des reaktionären Korps L i ch t s ch l a g hier für neue Kämpfe ausgerüstet werden. Demgegenüber herrscht im ganzen Ruhrgebsit die größte Ruhe. Auch in Tusiburg und Dortmiind wird geardiitet. Tie Vollzugsausschüsse haben sich mit den vo« ihnen kontrollierten Behörden völlig verständigt. Die Stcttincr Arbeiter haben am Mittwoch die Arbeit wieder ausgenommen. In fticl haben, wie dcr„Vorwärts" berichtet, Dienstag die im K elcr Hafen stationierten Marino formationen ihre sämtlichen Offiziere abge« setzt und auch die Offiziere von der Ostsee« st a t i o n entfernt. Auch der bisherige Admiral Ever? ist abgesetzt Word n. Sämtliche Stellen auf der S atie» sind mit Deckoffizieren und mit Mitglieder» de-s Republikanischen F ii h re r b u nde S besetz- woiden. Den Offizier m ist daS Betreten des StälionS« gebäudes untersagt. Die gesamten, in anwe enden Marinesoruiationen haben sich dem Betehl del Rechtssozi listen Garbe als Stationschef unterste� i. Damit ist der Konfl kt zwischen den Marineniannnschafte» und der Admiralität beseitigt. In Gotha sollen, nachoem die Arbeiter dsi Waffe» nicderg'lrgt haben, am Donnerstag die RcichSwehrtruppe" einrücken. In Ohrdruff wurde der Generalstreik aufgehoben: die Arbeiterschaft befindet sich aber noch im Besitz ihrer' Waffen. In Mciniu.-eu ist die Reichswehr abgezogen! ei» Aktionsausichuß hat die vollziehende Gewalt über« nommen und verschiedene Vollzugsausschüsse im nörd« lichen Meiningen gebildet. Venetsührnu des Sttetts!s SM. Halle o. S.» drn S4. März 1?�- Ju zahlreichen Massenversammlungen der Akdeitrr ha» 5� die Mehrheit trotz AbmahncnS dcr Streikleitunz für dir Fortsetzung de« S t r c i k S ausgesprochen, bi« dte gestk'� und heute wegen der«ümpfe vrrhasteten auf freie" F u ft gesetzt find. Elarlehs„WwT. TaS kriegsierichtliche Urteil gegen Ob'r'el'enant>k«rloh � von dcr Ste icrung bestätigt toer en. Da» Urt l,» Marloh wegen be» Bcfe�l» zur Ecsa te»ng der SS ZNaircre" freisp ah und»bn nur wegen untrsugler Viit criiun, zu e*'* Monat Feslun�Shafl v.rurtcilte, ist damit rehltkrasti. gew«��' Parteitag dcr P. D. Wie der„Vorwärts" mttl« lt, ist der PartciauS'ckui! T. P. D. au, komme den TiriiStag ei. berufen, �.er Paite'-t�» wird wahcs..,eiiuich im«pcil ftaitfiud.n. Ter Kommunist Paul Levi In Freiheit. Der Kam nunistenführer vr. Paul Levi tvurde auf nt rii{ anlassuug de» neue» Berliner Pol zc plästdentcn Richter''ste vormitta, au» �er Schutz oaft entlassen. S utz(isit be nd.n sich in Bcil.n na o amtii er llnga-e noch vierPe.so.icn, darunter Priii, Joachim Älviecht. ist C' lih'' Ter Helmtran?po?t dcr Erieg�gcsnng'iien a »sich.t. X c eii.e TiNiisj ort.o»., v. i j n...) uua it�l SN vcreelSMe ocs MiiSkpüksÄ�s. Das„Barlinar Tageblatt" veröffentlicht eine eingehende kovge'chichie des BlilitärputfcheS, aus der Hervorgeht, datz �firr Pulich bereits iniBaltikumvorbereitet wui de. �ie becauute eiserne Division wurde uack ihrer Rück- kk?r aus dein Ballikum n u r z um Schein demobilisiert. Leute wurden auf dem Laude einquartiert, blieben im *PfKtjc ihrer Waffen, wurden von den Grobgn>ndbesitzcrn bklöst gl, belogen aber auch ihre Löbnnng weiter. Tie Mittel stauimten jlum Teil aus ruisijchen gegeurcoolutiouären »reiskn. Besonders hervorqetan vat sich bei dieser Orga- ilisiernug der Gegenrevolution ein Leutnant v. B o r r i e S U"d der bekannte Major Bischof. Bon diesen beiden whtten die Beziehungen zum Hauptmann P a b n und zum «teichSweyrmimster um. Den Fühler der Marine-Brigade Ehrhardt bcwog man, seine Leute teilweise zu entlassen � und dafür die demobilisierten Baltitumer einzustellen. Ter Bericht deS„Tageblatts" einhält auch eine eilige- henhe Schilderung des berüchtigten Klub Nosbach: das »Tageblatt" meldet darüber: Die Villa teS GcheimratS Bergmann in der Hohen» Zollern rai;e L2 war vor einiger Zeit au einen Geu äfi?- »ann«rfaufi wo den, der sie zunächst an einen in.er» ri« ionalen Äiub verniletete. Bor etwa zwei M.'naten zo en »lese Mieter au?, und ein anderer 5tiub zvg ein..Tir klor» die es Ztlu.S war der Leutnant Roßbach, der im Baltikum ein eigene? Re sinient gebildet hatie u. d beson.erS bekannt geworden war, al? er sich ge. elgert. att.', den Besedlen »er Re ierung zu behorchen. Er bra te etwa dreißia Äe- säättsii hier. Biichha't r, Oberkellner und Sielluer mit, verschictle lloüz barmlo? klingende Auffordernngen zum Eintritt in seuie.i � uv und verfügi« onenbar liber sehr viel tÄ>ld. AU die Angeslell- ien, die er milg bracht halte, waren Bailikuniofsiziere und �ulnlumioldaten. Die Regierung, ausmerksan, geinachl, ließ oe» ud* überwachen, aber es fragt sich, ob die Ueberivachuiig teceoe den znveriäisiasten P rsone» anvertraui war. Am Mörlen wich j-tn Einrücken der Töberitzer war de, ,Nlub" plöslich kein «!ul> mehr, sondern ein befestigtes Hauptquartier des Regt- blcnts Roßbach. Neben d>.r warz-iveitz-roren Kahne lve.,te Nun vom �awe eiile tan e, weiße Kahne mit d-m gro en, siwai'e-l R des RegimeutS; der Leutnant Roßbach hatte iciit: Uniform angelegt und war Oberbefehlshaber, die Ge» wräsissührer, Oberkellner und Kellner hatten Uniform, -i-cgen, Eturmhelme und Handgranaten, und die Fenster waren mit Maschinengewehren besetzt. Munitwn schien Je!"(ich vorbanden zu se.n, und ÄnloS. anden den Herren zu Vatrouillenfabiten zur verfa-ung. Wahrend ler letzt n Puisch- mg' befand sich in der Billa der Major Bischof. Am lß Mär-, marschierten au� eie Rozbacher mit den anderen Va.tiliunteupp.'n ad. An der Villa, die in wischen an die ßk ea.i�che Ge.andtschoft verkauft worden war, wurae sofort hinter- her ein hölzernes Schild angebracht, auf dem mit SKHue geschrieben ffeht:.Eigentum der griechsichen Reziecun z". Diese Darstellung des.Berliner Tageblatt?' bestätigt ?lleS, waS wir immer und immer wieder an dieser Stelle Bbcr die Vorbereitung der Gegenrevolulion geickjrieben ?aben. Wir haben soivohl die Treibereien der Ballikiimcr, >es MajorS Bischof. deS Leutnants Roßbach und all der »»deren Helden, wie auch die Uiiterbringung der gegen- 'evolutionären Truppen bei den poininerschen uiid oilpreu- Zischen Landjunkern aufgedeckt. Auch den„Klub Roßbach' haben wir sofort charakterisiert als elne verkappte Zentrale der Organisierung der Militärparteien. Und alles das spielte sich unter den Augen der Negierung Baner-Nosle '»b. die anch beute noch, nach der Talsache deS Putsches, es »icht wagt, mit eiserner Entschloffenheit gegen die Auscührcr porzugehen und feige zögert, dein elenden MilsiariSmiiS in Gemeinschaft mit der organisierten Arbeiterschaft ein Ende iu nrach en. Die„Frankfurter Zeitung' bringt ebenfalls ähnliche Enthüllungen über die Lorbereitunge» des Militärputsches. °ie insbesondere die Rolle Ludendorffs an dem Kopp.Abenteuer beleuchten. DaS Blatt schreibt: „Die gewaltsame Erhebung gegen die demotralisebe Reilerun' sollte, gestützt auf die militärische Organisalion im Zusommenbanq Mit d->„, AuS ieferungSbegevren der Entente erioigen. Zu diesem o'veck war ein feinmaschige« Netz öder da« ganze Rrch gezogen, >a< bei L ud e n d o r f f endete, und da« sein« Bcrbreünng »"ch im ReichSwehrmlnisterium. namentlich im Siave Sss General« o Lütlwitz hatte,«der die Einsicht in de» Entente- wnder» siegte. Kavp, Ludendorff und Bauer, diese a» uuiereni gegen« bärtigen Unglück Berantivortlichen waren darüber entläuicht... »General v. Ludendorff hälte gerne noch eiwa« geivarlel, aber •i« da? von ihm geschaffene Räeerwert avliei. war er zur Siell'. Z» GeneralSuniform stellte er sich sofort»ach der unblutigen Ereberung-er Reichskanzlei bei Herrn Dr. Kapp und feinem ev*timnS Bauer ein. W c vorher im geheime», war er mich jeyt ecle des Puriwe«. die Seele der Militärdlkialnr. technische Unfäügteit lediglich bat eS verhindert, daß da? Unglück oiw: nocd größer geworden ist, daß die Zahl der Toten in den Abaßen VerlinS nicht nach Tausenden zählt, daß da« Standrechl »'cht>n brutaffter Mise zur Amvenduiig erbracht wurde. Herr Kapp p'or ihm zu zivil in feiuer Gesinnung und in seinen Handlungen ?i"'Mer wieder tr ev er al< siarlnerviger, al« Menich ohne Geinül Nkkühl. al« Haff.'r und als Zeestörer zu Geivaltiaten an. ibiit ging der durch Oberst Bauer weitergegebene Befehl au«, Menschenleven nicht zu schonen.' Da» Blatt schließt mit den Worte»:„Einem schchen Mann, jetzt ein Blutbad in Berlin unter seuien eigenen Vo ISgeuossen »nichien ivellt, war da« Schicksal de« deuiswe» Vo.l-S wäarend fk«»riege« anve» tränt. An den Händen emeS lo.ch.n Manne« �rbt B.ut. aber tei» G llck.' A. Immerhin isi bei der Regierung die Autorität deS Js'legehero» Lttdendorff noch in solchem Ansehe», daß man fah nict-t entschließen kann, den hochverräteriichen Verbrecher �arf anzupacken. Lapx-Reelmevk a« der llv!verfllSk. Nekt»r und Ttudenten— Hochverräter. Ter alldeutsch-reaktionäre Kroß-Block an der Berliner Universität t at während deS KaPp-PutscheS völlig die MaSke ? iültet. Der Rektor Eduard Neyer hat«inem Werbe- bMjier der Kapp<„Regiertillg' Zimmer in der Universität �»lleräiimt!«r hat Befehle deS„neuen Reichskanzlers" kjkittrgcgebe.i.' er hat geduldet, daß der„Justtznuntster" ?» m b r o i ch in der Universität öffentlich ward. Am Mo»- 1*4' deit 15., wurde auf der Universität die schwarz- "'riß. rote Fahne gehißt: auch soll aus dem Hochschul- Gebäude mit Maschinengewehren geschoffeu worden C?in großer Teil der Ttildeiitenschast, unter ihnen Mit- ß'�bet üer„versassungsmäbigen" Ttudenteilveltietniig, tax- unter die Schulz, Biertimpel, de la Chevallerte, hat süc Öle Kapp Lütilvltze betäligt. Ob sich di� R-oleruna Baner an die Meyer und Konsorken beranwagen w'rv? Oder werden diese„Männer der Wisseuschast" uut Glacä- Handschuhen augefaßt werden?! tire lfkernakiorkie Kundsiebunst. Die vor einigen Togen in Verlin anw.send gewesene inter- nationale sozialistische Kommission übermittelte un« folgende Knnd- gebung: „Die unterzeichneten aii'enblickiich in Berlin weilenden Ver- treter der sozialistischen Parteien verschiedener Länder drücken ein« mütig dem deutschen Proteiariat ihre Sympathien und ihre wärmste» G ückwünsche au« zu dem Sieg, den e« über die Mitilärlaste durch die Anwendung seiuer Krast a« Klaffe davongetragen dat. Sie rechnen darauf, daß cs dem deutschen Proletarmt gel ngcn wird, endgültig den Junkern die Militärgcwalt zu entreißen. Sie be« schwmen ihre Genossen au« allen sozio istüchen Fraitionen. unter den augenblicklichen gefahrvollen Vcrhältniss.n abzusehen von den sie trennenden Tendenzen und ihr Handeln einhenlich zusammen. zufasse» zur Sicherung und Kräftigung der Rcpublick und zur Wcilereutwicklung der ersten Errungenschalte» der dculschen Revolution, die die unerläßlichen Vorbedingungen zur V.rwirllichung des Sozialismus darstellen.' Mistral, Frankreich Enoberg, Schweden. C a u s s y,„ F. M. Wibaut, Holland. B r o u ck d r e, Bcl ,ien. I.-.eRoode,, RooSdroeck,„ Anageli, Georgien. HuhsmanS,, R l m k a, Litauen. Genosse KautSkh begleitet diese Kundzebunz mit folgendem Schreiben: Berlin, den 17. März 1920. Liebe Genosse»! Die ausländischen G Nossen �aden mir ihre Re'olutisn mit dem Ersuch n üderg den, sie den R.dalt>onen deS„Vorwärts" und d.r, Frcih.it" zur Vcröff.nilichung zu übermitteln. Ich übernehme den Auftrag mit um so größerer B.reitwilli feit. al« ich der Rcso ulion mit vollem Herzen znstiniin« und ihr weUeste Verbreüuug und ernsthafteste Beachtung wünsche. Mit Parte grüß: Karl KautSky. Eine rüchlose Tal. Tie Niederbrennunsi des Leipziger Volkshattses. TaS Le.pziger VolkShauS, eines der s iL istrn Deukmälee proletar. scher So idarität, c ne durch ganz Deutsa land bekannte Wo Njtaite>ch.pferlsa,er Arbeitcrku tnr, ist niajt mehr. Wie wir ,chon gemel.et haoca, wurde dieses Geoäude von Reichsw gr- trappen e.ft bombardiert un.' daiui n.eder eb.aunt. Man konnte zuersl annehmen, dag dci« Volt. hau» ein Opfer der Kampfe zwischen Arbeitern und NoSklden geworden fei, aus den Vc- richten der„Leipziger Lolkszeilung" erfährt man jest aber, daß die Zer örung des Heime« cer Leipziger Arbeiter einen Rache- alt sinnlos wütender Militärs araeat, nach den Methoden, die »» Vulgär. en und F. an. reich üblich iraceu. Am Nachnültcig res 19. März unternahmen die ReichSweh» truppcu ei.en planmäßig n An riff auf das Vo.ks. auS. Im Saa>e wartele g.rade eine Versamnilun-l auf einen Bericht, den ihr eine Kommisiion er alten saüte. Somt waren nur friedliche Gaste und daS Personal im Hame. Von irgendwelchen kr.egerijchen Abstchteu, die voni LoikShause aukgeen sollten, konnie it.ne Re e fein. Plötzlich wurde Gewehr- und Maschinrngewehrfeuer auf das iaebäu.e abgegeben. Bald kam Artlüeriefeuer'»zu. Die G..ste loant'» st> noch re.«zeilig du ich ein n Nebenau: am retten. Eine Mine schoß den Turm des BoikShauseS ab. D e No-k.den dränge» in da» Gevuude ein, wo sie daS Personal in der übliche»» Weise be- s... impften und mißhandelleu. Die Ej.vorr!äte und die Bureau- gegenilände ivurden entweder orrauvt ooer zerftört. llalo brach ein Brano auS, der die obe.en vier Etagen er- fa'ite. ES unterlleot teine.u Zlveifel, baß planmäßige Brand- stiftung vorliegt. Einem Koq sagten eini. e �.oldat.n:„Nun haben wir auch die Bude angesteckt." Em andeeer Sol ui ci« klärte:„So, nun habe« wir dem Lumpengesindel die Bude angebrannt. Die Feuerlvehr, die nach rem vrenuenden Vous- oaus fahren wollte, wurde unterweg» von Ze tfreiwilligen be« Ichbss ii. Al« sie.araufhin anh elt, wurde ihr von Soldaten zu erufm:„Wenn ihr mit Benzin spritzt, könnt ihr fahren, wenn ihr mit Wasser spritzt, dau» feuern wir!" Die Feuerwcqc»ii ougeidem ge wunge» gewesen, umzulenken. so daß> e ihre T.ti leit erst we l später aufnehm» kon. te, als ivenn sie un.ehelligt hätte fahrm könne». Da« Volk. h ms hälte bei recht eiligem Emgreifcn um, ulen Teil pe- leltel wenden könne». Da s bestimmte Aostchten vorlagen, mag auch noch daraus erhell», daß auf dem Leipziger Rathaus Offi- ziere und Soldaten, al» die Mitteilung von bem Brande des Vostsh'UicS kam, Hurra schrien und riefen: �Hoffentlich brennt daS ganze Spartakistennest zusammen; dle Lude darf nicht wieder aufgebaut werden!" iä.aß ine>oru. dsll.tbng planmäßig und unter �er Leitung de» Fü.,rcr« d r militärischen Exp dit.on, des Kapitäns Merz, erfolgte, geht au« einer Anzahl Z u enaiisfa�eu h.rvor. Em Anzehörigcr des PollShauspersonals erklärte: Rittmeister Merz sagte mir, als der fünfte Stock schon brannte:„Mach m Sie, ia i«ie runter kommen, so ist kommt was nach epfisfen! Ich werde eS euch beweisen und euer Spavtalistcunest runterbrenucn!" Die Aussage ciniS zweiten Z ug.m lautet: Ich war>m Raum der L tho rapheu, fünf Treppen loch Doit ivar Benzin ausgegossen, dnS brannte. Vier Treppen war dann auch B.nzin aus egossrn. Hier tra! ich mit oi lit- m e i il e r M e r z u ammen, d t mich anschrie:„Machen Sie, da>i Sie runter tomm.nl" J h antioortete:. brennt, und i> will ö en." Dar uf antwortete Mer,:„EZ soll brennen! Wir habe» den Befehl, daS größte Spartakistennest Deutschland» biö aus den Grund uiederzudrenneu." . im dritten Su»� ist Bcnztn ausgegossen und von den Soldat.« die Zigarrentaiumer repiün�erl wor en. Lenzin ist von den Soldaten von cmem auf der Straj.e� haltenden Sanitätsauto abgefordert worden. Dt« im Garten la eruden Beii'olfässer sind nicht explodiert, sondern später unversehrt abgeholt war en. Du allem Ueberfluß ist bei den Aufräumung»ai;b:iten eine Brandrä re gefunden wor.en, die darU irnutzt wurde, um d«S Gebäude in Brand ju ietz:>t. von fachmannischer Seite«ud schließlich erklart, da/, be stmmt randstiftung vorlie t. ii. ir vir an'-n mit untren L' pii'-r Genoff n, iaß sofort eine strenge Nnterkuchuni gegen die Urheber dieser ruchlose» Tat ein e.eltet wir». Jn-dkibiuere ist auf« ichcuf it ge en den ourch die DeuztnauS.a en lo schwer belost len Ritlme>ster Neri borzurehen, au.y wen»>ein vorgesetzter,»er G e n c r al« e» s f t von Plisacd, Un zu decken sucht! s?eanzösisch-enssis�:e Bte''a';dl!»noe»z. fnb- dieser t beginn. n»n sropeichugeu B r.a dlaug.» zwischen Litlv.iiosf utrd. dem französischen Vertreter Pueck über die Rückführung der»och in russischer Gefangenschast defindlichen granzoien."-. I Tie TZsever sBerensisn as ccs eeslslse PrsieltZilöl. Wien, 23. März. Wie die.Arbeiterzeitung' meldet, befaßte sich d» Wiener KreiS arbeiterrat mit der durch die Er- ciguiffe tu Deutschlaud geschaffenen politischen Lage. Friedrich Adler begründele einen im Austrage der Obmäimerkonferenz vorgeschlagenen Ausruf au das Pro- letariat DeulschlandS. Nach längerer Debalte, in der die kommunistischen Redner für die Bewaffnung dW Proletariats sprachen, wurde der von Friedrich Adler vorgelegte Ausruf bei Stimmenlhaltung der Kommunisten e i n st i m in i g an- genommen, �i» dem Ausius wird daS deuische Proletariat zur Schließung seiner Reihen ausgcsordcrt, sodann zum Zwecke einer gemeinsamen Aktsin des Proletariats gegen die Ge- fahr einer Lloiiterrrvolution zur S ch a f f u n g� e i n es ArbeitcrrateS eingelad.m. Weiter wsid die Schaffung einer Wehr, wie sie das Proletariat in Oesterreich besitzt, gefordert. Zum Schluß heißt es: Euer Schick.al ist uufcr Schicksal, die Zeit wiid nicht mehr fern seil', wo der A«» schtah deS Prolet riotS TeulschöstrrrcichS an dos revolutio- näre uud an das sozialifti.che Tcu.schlaaö erjolgt. Ae Sichtttzewwehr im Lielifle der Rull.!«!. Hauptmann von Kessel als Helfershelfer. Wir haben in unserer gestrigen Abendnummer auf de»; Lerhaiten der Sicherheitswehr hingewiesen, daS ganz deutlich erkennen läßt, daß sich diese T nippe-�> mindestens zu einem grovcn Teil— offen oder versteclt in den Dienst der Konterrevolution gestellt hat. Nachdem die Baltikumer bis sich auf einige Reste» die sich trotz alledem noch in den Straßen Berlins sehen lassen, rtwaS rückwäit! konzentriert Häven, hat die Sicher» heitSwehr die Aufgabe übernommen, die Bevölkerung Bev- linS andauernd zu provozieren. In ihren Lastautos, die teilweise mit Geschützen und Maschinengewehren bei.ückt und stark mit bewaffneten Maiinschasten besetzt sind, durchf.chrcn sie oie Straßen, aus welchem Grunde, ist nicht zu ersehen. Einzelne Anzeichen deuten darauf hin, daß sie das ver- brceyerische Beginnen einiger Blätter, die Bevölkerung vor einein„Bolschewistenputsch" in Angst zu setzen, unterstütze«. wollen. ES sind mit Sicherheitswehroffiziereu bcsetzke Privat» autos beobachtet werden, die die gestrige Ausgabe ver„Ällg. Deut cken Zeitung', die bekanntlich einen Aolschcwistcnschreck zu verbreiten sucht, in die Menge warfen. Welche Elenieute aber in der Sicherheitswehr jetzt ihr ! reaktionäres Wesen treiben und diese Truppe vollständig zu einem milligen Werkzeug ihrer Pläne machen, beweift das Austreten des vom Marioh- Prozeß her bekannten Hauptmanns von Kessel, der in der Sicherh.it. wehr seit l längerer Zeit Dienst tut. Nach einer Me.dung des„Vor- wärts" soll dies r Herr auf Veranlassung res jetzigen Berliner Polizc. Präsidenten Richter aus der Sicherheits- wehr entlassen woiden sein. Wie uns mitgeteilt wird, ist diese Meldung unzutreffend, und wir glnibcn auch nicht, daß Herr Richter überhaupt noch in der Lage ist, über die Sicherbeitswehr, besonders aber über Einstellungen oder Entlassungen zu befinden. Dieser Hauptmann von Kessel soll während der kur- zen Ze.t der Kappherrlichkeit ein Kommando über Balti- kumtruppen am Brandenburger Tor geführt haben. Vor- her hat er aber in der Sicherheitswehr nach eine ihm wichtig:? erscheinende Rolle gespielt, indem er, soweit seine Macht reichte, diese Truppe von allen den Leuten r inigte, die sich nicht für gegcnrevoiutionäre Zwecke gebrauchen lassen wollten. Am 13. März erschien er bei der 1. Abteilung der Gruppe! der Sicherheitsiv.chr, die in der Schloßkawrne am Luisen» Platz in Charlottcnburg untergebracht ist, und ubernahm � dort das Komman o. Er lie» die Truppe antr tcn und teilte ihr mit, daß sich eine neue Regierung gebildet habe, � Reichswehr und Sicherheitswehr jetzt eins seien und sie sich der neuen Regierung zur Verfügung stellen mußten. Einige beherzte Vertrauensleute erklärten ihm darauf. daß sie der Reglerung Ebcrt-Bau r den Eid nicht brechen würden. Hauptmann von Kessel forderte nun, . daß alle diejenigen, die nicht mit ihm„durch dick und dünn gehen" wollten, auf, ihre Entlassung zu nehmen; da? Gehalt für zwei.Monate und Verpflegnngsgeidcr sollten ihnen ausgezahlt weroen. Etwa 300 Manu der 900 Köpfe zatsicadeii btcilung nahmen daraufhin ihre Entiaffung; die verbleibenden Mannschaften mugtcn»cue Vrrpflichtungsjcheinc auf die Reglerung Kapp-Lüttwitz i uSschreiben und die alten für ungültig erklären. Nun i latte Hauptniailn von Krsscl eine Truppe, die mit ihm � durch dick und dünn ging, d. h. sich zu jed r Safandtat gegen die Bevölkerung Berlins geb.auchen ließ. Welche Rolle spielte nmi Herr Heine, damals noch > preußischer Polizeiimuister und oberster Vorgesetzter des ! Hauptmanns von Kessel, in dieser A igelegenheit? AI? sich die verabschiedeten Sicherheilsmannichafreu an ihn loandtcn. soll er ihnen g sagt haben:„Meine Herren. Sie sind erledigt für un«, denn S e sind uns al? Feiglinge, Meuterer und Bolsch misten gemeldet worden.' Als hm dann die wadren Ursachen der Entlassung geschildert wurden, war er zwar bestürzt, aber er veranlaßte mmtS. um eine A.ndS- rung yorbcizuführcn. Auch die rechtlichen Ansprüche, die den Leuten noch zustanden, wurden von allen Tienststillen, die sie angingen, mit Achselzucken überhört, und schließ- lich wurde der� eiste Bertrauensman», Oberwachtmeister Schmidt, bei einem Besuch der Kaserne in Cyarlolten» bürg, wo er noch einige dienstliche Angelegenheiten zu er- ledigen hatte, in Haft genommen. In einem bürgerlia en Blatt lesen wir, daß die Sicher» heitßwehr beim Minister des Jniurn('{) vorstellig gewor. cn sei.»um den gegen de Si.ierheitSv. ehr auSgesprocheneil Verdächtigungen entge'enterten zu können". Bit dieser Welegenheit soll„von amt ichcr Seite" erklärt wor. en sein, daß an eine Auflösung der Sich rheitspolizei oder eine weitgelende Umbildung nicht gedacht wird. Ww möchten gerne wissen, wer diese amtl che Stelle ist. die auf diese Weise amtliche Zusicherungen zu durch- brechen sucht. Die Umbildung der SicherheitSwe.)? m u ß erfolgen und zwar sofort. veranlworllich für die Redobtion: Alfreo Aielepp, Ncullölln. Berlogsgenossenschast„Freiheit',«. E m. b. H., Berlin.- Druck der Zü,dendrs»tktzt vn» Sri.lag«g«IeI>lchalt M. b. i>., Schilldmurdämm U. Versand abfei'un? Berlin W 9 Titr h.*« err�RWc* ATI ttJJinrCuni'-eTEamille.istf «tl chlelbftlielilundchUdrt. fin SS ictdjnunstn nnch(btntH'djt* Cri-imn nv Cildiitcn v»»®(, ron Prniibt. l9i">St'te.i ht Cuartt r'yjr Cmr|ormat gtaunlcn. M. 0,1 J Ke!n?.HoK�!/Sre!se durch ßrtr�/t withrin»»f« JiuM.«. J»U| tU»rU-rt, U,» Riio»lf.■iasfl. Wit»ItcJW d. tir* Änr.e im» 208ch!ag-M L iäj 3cJcr Sand ge'chma�voll gebimd«, mttAckeMÄ-Soldpr-ssa»»?».7.7V H S. Wnbctten, Das Märchen mci:;e-> S ben« A rth l» tiacr'-a�. ParfüCe'e. OTan ilurrl.ScIbTi&ctrachtu:! cn I O. Richte Sie?l irciiuna zum icif-en Liben S-«. rii«)'«, Reben an die beuliche Wo;i»n nopaleon Zinseralor, Etaatä» >i b i!ZcllwciS..c l Schovnl:an''r. Aphorismen z. Se-en wci'cheit Lchapeniiau« r, Bon der Nichtig» fei: de« Sa:cinS. Comora.(dtiiit C.UBiIoc, Srjähirmgcn aM ärchen ?m mohammedanischen Aöend!a�.deR",e''d"Mar''o" I» van Rudolf ljtt.el. Mit V«arten len Aiioildiin ea nach eiaei en Auf» nahmen neiift ewem A> hena ooie Dr. P. l'iinae, enihaiie.» die i eo» leei'ch' vraiche ii n i der arm Ven» JaNcr m'iae&rechten« sieliitpiol'.cn. t« Seile» ln Haidlewr»-« or tan» gebunden...... M O.Zj Kiedrich der Große Ä teilen au seinem Leben, nach iewen Dchi-iiien, sei, cm Vr efinechicl und den«erichlcn s wer Acitr.cnosien. »u'ammengesleNt von fsranj»rficn. tnrdt. lfweiic Auflage nciiliearbeiict an» ergii zi von Ibeorn Winter, »eb Archlvrat. ll'lg Seiten w i«leg. kowentd,.,. B. X/.— JDcrSi�»(»nderer.uÄ2 «eberf» e» 1 1 ch eA u« m a n d e r c». Teil l vlatschllige sür Autwanderev. Seil N. Wohin lann man aiilivan» dirn? im emie». Mit«lnar» IScitkart«.......... VL D.J J Ei! e frnii» d Nan» heichich e i.iiitlSIarb» afein. Zl Tof.in nach.deich iinr.en und ihhotograohien iemi■ Terr» abdii. unge i n.>fe chniinaeii, Pbolo» gronbim und Miirop into raphien debVerf il'ers ite.>?. Bade «lZ Seiten, eleg geb... wl. . 14.29 Wie es euch geM. -.55 William Sualeipear«»i S. «ehefi« M. Bismarcks Vrlefe an seine Vrant und Gattin. l%t und mit einein erlSuiernden A Iir.nn» beraue geaeben von Eduard von der H'Iien V* 3 SMchutfseit. 1.90 Zheodsr Körners fämft Iunendsksrat'on. UN i Elnrichtimg der-Jv otmrS in-e in Wort un?. il» llb rSNvSeitenchiesi, fo.ia Zie u Knn iei.enb i J Jtf\ m Reli;lp:e nug nur 5JI Is.jJ £er Schtüffkl zum S5us- kichen Gm ÄÄ"- buch Von 8 na•" orqc..r.fr». 1« Ctit-n.»lenonier Quari- o oe» band 8:»iinb;u... v! J.JiJ Vis V??5! d?r Mterte. Sine zeinrivverstündliche Earslelluna der Chemie Mii 3 laiew und l» Sei taböildniisten. geeeichnel vonStlar Müller. Raset Bon Tr Sido lSaaner. Jio Seilen in Sanzieineii O � gebunden......... M. 51 VtslaMhrten dssSerm m\Ui im x�x710- B»n Zl.».Heir»ed s.«eh.M— Bollftänd Oriaiual>«uSg. ti dk. in« Bänden s>n � — In« Bänden �ln g Bände gebunden nur sl & tV/tnl* No-ietle von»ottfrie» xrller. IW Seil. � «ehest............. m. 1.- VsMaeundSssahS.gN?» Cero. 303 Seiten.«Lebun- i fg den.............. M. l.i J Anfielen und AnLfichten. Sin Erntchuch 8 sammele Studien über M.isU. Llter.nnr und Themtk. B« E nsi van WolZogen. �« S.it. Sleif bis.azierr... M. I.s) EnWnzerMnn.�'r— W S Niehl. 203 Seil. geh. TO. l.Oj Msysrs Sandlexikon. s e en e. aunzlich oerän icrte und neube'rblliete Ausl ge 8iwa7'(xia Sri wirlern und Ber» etluniien, 1 700 Abbi dun ien aus 791 S»ten lert, g bunt und 38 schwarzen tafeln, «> sarblnen uns schwarz» r arten. ter- und statiiliichrn über- u. sichren. 8an'.leinen, ans tvl thiiis? G.�lenS Romane. Jane, die Tilidin— ter Leucht ur» Raa Wrath— KJ-ll« I und— ter riine l'm— ile ftntufar.tr— tag ftirilchl»«rgeuili'e«»-rt Jeder Band gebunden.. TO 3,0 V Oer OrnamenM Ä* gestellt In fle chtchlllcher Relhenfoize mit textlichen trlänterimgen nach Stilen aeor.net Sin Handbuch illr «rchitelie i. geichlier, M i. er. uüd- ha er. Hoiztchniaer. Zlieieur. Mo- dell iire. 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F.o-enMsr Straße 65-70. ¥t t-iclet Äßilui Heft 7 soeben erschiene« Sm« b m Inhalt: S chutzhasi, von OSt Ranehl. Das Privat. elsenium istid die Titan, von Eophie T tihe-Ilitgar». ftipH komiiiitn itijchcr Pfl/if, Ei».' Sti.ye v. Lotte Somie b.?er neue tthrt US, bon Eleian Le.'a>''2ittdap It. 4! aris, von Voile Rornsrlb„Stiv httien".»Tie Pleite".— Die Heile 1-4 bei Prolet sjüb noch w elo« grrinaen ZInMh, ,» hab.nf den Otstamiaiionen einviehlen wir belaubet« Heu S und st. Wir soibirn die Geuosjen aas. burch rege Mllaidett den Pro!«.m kein zu machen, Iva« er lein iell: Tammtiina, studtruck und Eteii-.nmig der RnIimtiSile de« Pivletaital«! Bejuabbeduiaunaen: Tai Ii Nnchban ei, Orsianiiaiionen und Leila« vieile.jhhrllch K S!!ark, EtN'elhetl t Iv.arh»» Lei Pojlbeiulluug sind die Pedingimgtn gilnsiiger. �ral-t-Lekirs. Erlvrt. MUlraße Z. K w" « O: Kupr«p SXen«ing Elel Tlnlt. Zinn Eisen FuciiStfeWlldl Kstr.ieidliaBe 10 lau Uakalwl V»»kiU«Sfr} ta Ö TT ■C TT i' b.» ?• ea. 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Marz ab und cri a'te» am 1. April feelb, Kollege», deren Woche am S u> d 6. April endch geben ihr Tuch* 1. April ab und eihalten am 8. April Geld. Um eine glatte Durchsührung der Geschäfte zu ermo-licheich ersuch'" wir. ob g- Term ne genau innezuhalten. � OrtöVet walNINsi� Verband der SchneiZer. LchneiLecinnc» und Wäjchearbeiler JeulschlandZ Filiale Berlin« Sebal'tia.lstra'se Am Sreitag, den 20. März 1020� Allgemeine V.ersammlnvg aller am Sireik beteiligten LameninchHueiher vvd-ßchneldellnncu vormAagz VI* W Herrenmißschlielder nachmittags 1'/, Uhr in« LehrervereiuShau». Aiexandetstrosze 4t(am Ali-xauderplusj). Tagesordnung: Stellungnahme zum Siieil. Slelereut: Kollege Wilhelm Schnmach�� Wir icile» mit, dafi die VeriraiieiiSniäniicr-PertanimIiiiig ei beschlossen hat. den Sireil weiierzusi bren. E« Hal en iiirgeianii L>)c> F mit liver 1490 Aibeitern»»d Arveiieriunen die Fordenuipen ouerlanpl-'ß beitgever. welch« bereit sind, mit unS den Tarif avzujchlusjen. lüiine» da» den Bürostunden bei uu« erledigen., Wir machen noch daraus aufmerksam, dnfi unter den beteiligten F>�' sich eine Diethe Arveilgeber-VerbandS-Firinen besiudep. Tie CttSUrrtonlhu�gi HöMÄflBl! G«birattcht« toltiachmlum, u«w. höcnst/ahlf•, rt Hutesir. 6, Uß» MoaMi»S/—-jT! 1 ü! eeidüy ' rtr edc- V�ensac'm.h jus» Anloa- Jspieist'. P i,n' brillanten, Tcppiche. Blicher a**- fJm. IfalgdCljtaU.P UJx Ö*»-� Bekanntmachung. Silmt lche» Slrbettflei-er. nnh Rrbellnehmer, TOelfistein«urvtadiiich», bot, oNe- nber uu»et> stier» boBbiungeB vor bem Sd»lla,»uBa»aBesthi!ft«rol«. «er tn t folge»ecTOeBerotstvatre an»n>foUrn stAb. «»bald»er«r»i,.vertlner stlertrhr«ieber auf' geB-mmeB tf«. erfolgen fotvr» neue Uohunar».. Um eiBre U'deriostnng bc«».st t.nttg.'etrtrbr» ' dortnurBae». eisnrbeB wir, lehrt iliihe. il N bliiste nn» tei�phonliwe«»iragru. La»«, igen beirrstcn», «u unter. offen. Cch ithin!a?auökjl fej.gerwmmen worden und un. auffindbar. Mystische» Dunkel liegt auch noch immer über der Ver- Haftung unsere» Genossen, de» verline» Stadtrat» und Stadtverordneten Hermann Weise, lieber seinen Aufenthalt ist gleichfalls trotz aller Srmittlungen noch nichts bekannt geworden. Der Oberbürgermeister Mermuth hat auf das energischste die Freilassung unsere» Genossen verlangt. In Eich Walde wurden am Dienstag ebenfalls II Per» fönen von Soldaten verhaftet und unbekannt entführt. In AdlerShof stehen vor den Wohnhäusern der Flüchtigen Posten, so z. B. vor dem Wohnhaus des Genossen K l o b t, der Mitglied der Preußischen LandeSdersammlung ist, dessen Im- munität ihn qI|o nicht davor schützt, sich verbergen zu müssen, trotzdem er nicht» Strafbare» begangen hat. ES besteht die Gefahr, daß die genannten Genossen von der verbrecherischen Soldateska irgendwohin in die Provinz ent- führt worden find. Wie gerüchtweise verlautet, sollen die Baltikumsotdaten in Töberitz ein ganzes Gefangenenlager zur Unterbringung politisch unbeguemer Persönlichkeiten eingerichtet haben. Mshebsvg de? AbsxerrNvgen. Halbamtlich verlautet: Nachdem die Einwohnerschaft Berlins wieder znr Arbeit zurückgekehrt ist und man hoffen darf, daß die Ruhe nicht wieder gestört wird, sollen noch im Laufe deS heutigen TageS die für Passanten und Fuhr- werke so überaus lastigen Straßsnabipecrungen aufgehoben werden. Die MilSrherrschast!» M-GkeMe. Die in der gestrigen Abendausgabe der Freiheit veröffcni- lichte Notiz, die emer bürgerlichen Korrespondenz eiunomme» war, bedori in einigen Punkten der Berichtigung und Ergänzung. I» All»Ga«uicke ist während des durch den Kapp-Pulsch entstandenen gesetzlosen Fussandes, der bi« dahin aus drei amtlich bestellten Wachleuten bestandene Sicherheitsdienst um«eitere 8!) Arbeiter veritärlt worden. Dieie beschränkten sich lediglich aus die Bc» wachung der LebenSniittelläger der Gemeinde. Von feiten der Arbeiter ist in All-Glienirfe nicht ein ein figer Schuß abgegeben Word m. An dem Kampf um das Benzollager in Adlers' of warsiiAlt-G' etticker Arbeiter unbeteiligt Die sonaldcmokratischen Parteien von AdlerShof und All-Gilentcke haben von jedem Kampf dringend a b g e- raten T otzdem ist am Sonnabend nnchmittag von 5— 7 Uhr Alt» Gkienieke von einem Panzerzug an» beschossen worden. Die Heran- Holling der Männer' zu der Eintvohner-Verlammlnng erfolgte durch beivaffnete Soldaten. Nicht nur der Gemeindevorsteher Genosse PeterS wnrde abgesetzt, sondern auch die vor 1018 gewählte Gemeindevertretung wurde in ihre alten Rechte wieder eingesetzt. Den sozialistischen Schössen (beider Parteien, eine kommunii.i.che Partei besteht nicht am Orte, wurde gedroht, ihnen den Schädel einznlchla�en. wenn man ihrer ha. hakt werden würde. Sämtliche sozialistische» Gemeindevenreter mußten flüchten, um nicht verhaftet zu werden. D�e AiiSwahl der „verdächiigen Ecmente' erfolgte rein willkürlich nach ihrem G e- sichtsa!i Sdruck(nach MarlohS Rezept). Auf die Behandlungen. die de» V rhaftelen zuieil wurden, im einzelnen einzugehen, ver« bietet der Raum Der Schösse Lehrer West ermann>.S.P.D.) erhielt ivährend 24 stündiqer Hast leinen Bissen zu essen. Die gan'.e militärische Attion ist ledialich auf verleumderische Denunziatio» reaktionärer»lemente hin zurück- zuführen. Mußte doch selvit der demo ratische«mtdvorsteber Willigmnnn. der die Soldaten nach Adlnshoi gern rn halle, in der gestrigen Kreittagsitzung zugeben, daß in Att-Älieiuck« keinerlei Unruhen voraeloniinen seien. Süvnerskag. 25. Mez Mj ==9 Die durch eine Interpellation des Genossen PeterS MG anlaßte Besprechung der Militärdiktatur in der Kr ei S tagsitz«mq ergab, daß in vielen Orten deS Kreises Teltow sm«»tzm? SchreckenSro�uneut der Militärs herrscht. Aach d?m Geseralstreik. Am gestrigen Tage ist die Arbeit in den meiste« PeieWw« wieder aufgenommen worden. In vollem Umfange konnte abq nicht überall gearbeitet werden, da es noch au üUktrijüäi, SoG Wasser und sonstigen Dingen mangelte. Nach dem Eisenbahnverkehr war eS die Hoch» und Untergrundbahn, die als erste den Verkehr wieder aust> nahm. Die Trstcn Züge fuhren bereits am Dienstag«den« wieder, am Mittwoch früh war der Betrieb wieder voll i» Gange. Der Straßenbahnverkehr ruhte bi» MittmMtz mittag noch, da kein Strom vorhanden mar. Am Nachmrttaz fuhren dann einige Linien und heute hofft man, auch M« Straßenbadnverkehr wieder voll in Gang bringen zu flhrnei*. nachdem auch über die Forderungen der Straßenbahner eine von» läufige Verständigung erzielt worden ist. Die Wafferwer», arbeiten zum größten Teil, und es ist wahrscheinlich, daß Wied«« überall die Leitungen Wasser geben. Im Wasserwerk Rüggels«» wurde gestern noch gestreikt, weil dl« militärische Besatzung noch nicht abgezogen war. Der Fernsprechdetried wird schon vom heutigen Tage an wieder in vollem Umfange aufgenommr» ! werden ES sind sodann alle Pribatrespräche wieder zugelassen. R.cht schwierig liegen die Verhältnisse bei den Gaswerke« Berlins und der Borori«. In manchen Werken werden einig» Wochen vergehen, bis die in den Gaswerken notwendig«« Reparaturen durchgeführt werden können. Der Berline» Magistrat weist alle Gaiabnehmer darauf hin, daß eS gerate« sei, in den ersten Tagen bei Oeffnung der GaShähne die Fenster offen zu halten, da größere Gasmcngen, a!S sonst den RStzr«» entweichen könnten, wodurch ExplosionSzefahr entsteht. Auch die LebenSmittelzufuhr macht schon Fortschritts D t noch rückitändigen rationierten Lebenkiinttei gelangen al»» balo-ur Verteilunf!, und an übrigen Lede.n?mitteln wi« Obf� Gemüse, Fischen. Eiern treffen schon wieder reichltche Sendung«» in Berl.n ei«. Slslne WtteüLNgkA» Die für kommenden Sonutaq geplante VerbandSgenerasi« Versammlung von Berlin-Brandenburg fällt au». Sie findet statt dessen ayt Karfreitag, de» 2. April, statt. Tat» Tagungslokal wird noch bekanntgegeben. Atdeiterdilduugöschnie. Wegen der politischen Ereignisse kann der Kursus des Genossen Dr. Hertz in dieser Woche noch nicht seinen Fortgang nehmen. Die Kurse der Volkshochschule Grotz-Berltn, die. soweit st« nickt saou früher zum Abs iu, gebracht ivorden waren, in der letzten Woche ausfallen mußten, werden vom heutigen Tage a« wieder aufgenommen. Neukölln. Die Mitgliederversammlung findet heute abend z Uijr nn g rot, tu Saat bei filitm statt. Referent! Genoss« C r, S p i c n. Cöpenick. Heute nachmittag 1 Uhr findet auf dem städtischen Friedhof die Aufbahruug deS standrechtlich er» schoff.nen Genossen Alexauder Futran statt. Knvrr-Brcmsc. H-utenao mittag g Uhr Betriebsversammlung im Cait Brll.vue, Licht.n.ex, vaupt,.'r. L. rS i js leipziger Ste&ße— Ätex&nderpJafy e, Wßsitt'Stönift' und in großer Auswahl Waschstoffe Schurzen Schleierstoffe'cSjart.Mtr; 2960 kliwane Seiden Iä: 3760 Seiden-Voile 59°° n a s i§ et e c Mrr; m. Sb° Regenmantelseide föer 102E0 Kleiderseide doppeitbr, Mtr. 10250 3250 BlE5CESS0i€Ä!?iiÄ3450 3950 49°° Schotten Spp�Ubr.�Meter 3 5°° 42°° e450 EosfteSelieäiÄÄ 89°° 1 59°° 82°° Karos 595a S950 1 1 650 Schotten �rÄlb?.a3S 8950 105°° 145°° Flauschstoffe LsÄmS; 1 4930 225°° Batist bedruckt.......-......... Met« 1 7°° Schüben gfffS: 1 5°° 20°° 21°° 2§30 29°° Sö59 345°4S5° 3975 42«) 40oo sb°s Baiimwoa-MsissclM 2250 Ripslemen I» rerschledenon Farben. 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Aach erfolgter Bekanntmachung mufz erst j einem ßaho probiert werden, ob das Sa« ' ftig ausströmt, was au dem laufenden Seräufch I brnehmbar ist. 3st«och kein Druck m der mng vorhanden, ist der Hahn unverzüglich wieder ' jch;iej|en und nach einiger Zeit der Versuch zu . euer«. Da durch den Stillstand der Werke durch vollstäudiges Aufhören des Druckes in Gasleitungen die Gefahr besteht, daß Luft iu ?citnug gelaugt ist, kann der Fall eintreten, i trotz des laufenden Geräusches ein Anzüudcu >t möglich ist. 2u diesem Zalle mutz zeitweilig reud des Ausströmeue das Auziindeu versucht >eu. Zur größereu Borstcht stud hierbei die ter, befouders die oberen Zlügel geöffnet zu en. Berlin, den 22. März)920. Direktion der städtischen Gaswerke. ■U iiMSMiMVsNle .orpaste(Bohrpaste), hochschfiumend und tadellos rcl- 7 ni�end, enthält keine schädlichen Bestandteile und kQnst- ' I liehe Scbaummittel. Das Beste statt Kernselfe. 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Cfsen k�nft zu<'on kö»:!:s sn Tagsspreisen Scfilofgerei Ö �ilcchroia» ers ir, Sdb, y Hol, Keller. Am MortUpl. | Auf Haasonmmef achten. Am Sonutag, den 21. d. Mts� fielen dem Standrecht I Kapp-Uittwitzscher Horden zum Opfer die Qenossco f Aiexander Futran WilBietm Dürre FrEtz KegeS Karl Vaiemck© Karl Grafzke Ta Kampfe blieben, soveit bekannt, dl» Genossen{ .acislf Sc�än Karl ßresshke Olio SistssPse ßSfrecD Purrmann Sehöfz Ltncienau Als revolutionäre Kämpier lleSen sie ihr leben für den Sozialismus. Ehra ihrem Andenken! U. S. P. D. CSpenlok.| Unser lieber Sohn und Bruder Willxelm LSilrre muBte im Alter von 19 Jahren sein Junges Lehen am 21. d. M, der Freiheit opfern. Flu oi\ setzaen H".r. Itrim! Beerdigung: Sonnabend, d. 27. d. M �riachm. 3 Uhr. Im Namen der Hinterbliebenen: Die Eltern. Deutscher Metaliarheiter-Verhand Verwaltunesstelle Berlin. Todes- Anzeiee. . Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege. der Werkzeugmacher Heinrich Burneleil 1 Hochstraße 14, am 21. d. Mts. gestorben ist Die Einäscherung findet am Donnen tug, den 25. Z_ nachmittags | 4 Uhr. Im Kremaiorium, Oerichtstraße, statt Rege Beteiligung wird erwartet Nachruf. Den Kollege»«nd Kolleginnen zur Nachricht, daß folgende Kollegen und Kolleginnen gestorben sind: Der Schmelzer Heinrich Giersnsann | Waldmannslnst. am 5. d, Mts. Die Aibeiierin Elise Klose I Pintschstraße 15, am 9. d. Mts. Der Silberarbeüer Otto Neumann Hobrechtstraße 78, am 7. d. Mts. Der Arbeiter Max Held Badstraße«2/63, am 8. d. Mts. Der Arbeiter Karl Haah KSsIiner StraBe 16, am U. d. Mts. au Lnageaielden. Der Werkzenginacher Ernst Meier Stralauer Allee 22 a. am II. d. Mts. Der Schlosser Otto Eske Skalitzer Straße 18, am 12. d. Mts. Der Schlosser Frl z Freitsg | Urbaastraße 45. am 17. d Mta. Ehre ihrem Andenken I Am 23. März 1920 vor- I ! starb plötzlich unse-c ücbo Multor, Seh wieder» und Qroßmuttcr. ! Schwester. Schwäßcnn| 1 und Taute | Marie Kröger, g?b. Orodetzkl | Im 62. Lebens ahre. Tiefbetrübt zeigen] dieses am, die trauernden! I Hinterbliebenen i I.A. Rudoli fCrüarer. Die Bee'dig'iog findet | am Sonnabend, den 27. März, nachm 3 ühr, 1 | von d Halle dos Neuen j i Jakoblk:rcl:hofes, Naln. j [ Hermanns r.. srntl. TiränmiöphöTi p l at t e ti, alte gebrochene, Sti'Ck 4--s M.. Kilo 18 M., Kauft Terra. N?u- köfln« Allerstroße II. PerieLte StroShatieiiT Cr Nadiral!ors.tni4,-n von 5—11. sucht"------- Mass*, NKI Straße 217. uehf S«. P. 409 Kndoli NM., Kamhf-rr.tJnch- 247. Metalle streng reelle Preise. | tlupfsr BJeosElrttj, Blei, Zink usiw. | Zsha7o6}sse.Qn;c)isl!ber' Bolia ci SsStn" I Schö'ihau*er Allee.Nr. 14? f Oirskt Hcohbt'-nli« Canrcsrslr. Siund» kl mtbratm. lang» hauiv, entl. 23. 3. Wie er* brinzer hohe Hciohnnng oder Lebensmittel, S'ciner. Stralau. K(aokt«traßa 6. Frack vcrfet'itnstti tu t# r ie'rtchstr-C- 1 72,. t. ver eihf, verlauiL kavfi Prack-, nio- Ktfig-» Oehroekanziige Zj.io» derhÖNs Stube nnd; u viS kauit bi!l< Schi! ijc.£wi C' Ni njer• n?« J. 1. 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