■Jftfl : iet ftieJl aSoid rio»?' e Z5U bezw Iga� a i>?k schui- a u- >, du ht. � ukN� ick c-! Nnzelpreis 20 Pfennig. 3. �ahrxaag Sonntag, iea 2S. März l?20 >>» rrf*»tiil mutant» itn» na*mil»«ot m Sem* tmi mt morjtnf. '•r P«f«»irrr» brttAjl hn'rtin �ufttllunii in» Pmi»-ür o roi- 5.80 m. n» MiRa» bei podhuua mono» itfi 8.50 M. trfl. gn(ltjunj9rtffii(jrm, n?»» �tnuns nntn Sjieiftnnf 5.75 M. CfUifdi anft un5 i,t). ,ür da» üdrij» 21uf lond 15.— Dl. zi züglich Oalntaaus chlaz. «rt>dttion m,d ffxDeMtlon:«Vrlin«W.«.«chifsdanorda«» lv lll. »«rnwrecher! Am,«»rd«,»SS—»0. S«»S und S8!»a. am S Nr. �4/ A 5l> Morgen-?lusgave vi»«chtßefpak'«M, N»np«n?iSezeile»d» der-m Rn»w. sowie jede lVs?«-Anzelge,«l» «u4 di» Fcrmikien» unö Grganisatioruanzeign, werden laut aufgestelltem Anzeigen» Tarif Hrachiiet. Inserat» für den darauffolgenden Tag müssen spätesten» di» S Uhr «ach mittag» in der Expedition aufgegeben fein. g»ser«en-AbteU»mg: Berlin RW. S, Schlffbnuerdam« Iv Fernsprecher: RUM«erde» 833-46, 4896*66, 9766 berliner■Organ Ixt Vmbfjängigen Sotialömofratie S>eatjtötanöä ttr5 - AV�Vy�ÄrV SC». m\ Das neue Kabinett. Sort- Auf wie lauge? D o r l i n. 27. März.(Amtlich.) Nachdem das Labinett Bauer zurück�e- trete« war, hat der Rcichspräsid?nt den Mi- nister des Auswärtigen ant dcr Bildung rincS neuen Kabinetts betraut. Diese KabinetiS- Umbildung hat zu folgendem Ergebnis gc- führt: NeichSkanzler: Müller» der einstweilen Minister des Auswärtigen verbleibt und mit feiner Lertretung im Geschäftsbereich dcS Auswärtige» Amtes im BchiudeningSsalle den Unterstnatssckrctär Gesandte» v. Hantel be- auftragt hat.). Stellvertreter deS Neichskanzlers und Reichsministers deS Innern: Koch. Reichsminister der Finanzen: N i r t h. ReichSwrhrmiuister: Gehler. Reichsminister für Justiz: Blnnck. Neichswirtschaftsministrr: Schmidt. Rcichsarbcitsminister: Schlicke. Reichspostminister: G i e s b r r t». ReichSschahminister: Bauer. ReichöverkchrSminister: Bell. ReichSeruährungSminister: Hermes. RcichSminister ohne Portefeuille: David. DaS NeichSmiuifterium für Wiederaufbau wird iu den«ächsten Tagen besetzt werde«. DaS neue Kabinett wird sich am Montag der Nationalversammlung vorstellen. Der Reichskanzler wird programmaiifche Aus- führungeu machen und sich über die Erelguiffe der letzte« vierzehn Tage aussprechen. Wir haben ein« Negiemmg. Unter Schmerzen ist sie Wwren. Auch den ganzen Sonnabend über hat Herr Füller noch im Schweisie seines Angesichts ftn dcr 29if« fung feines Kabinetts gearbeitet. Seine Aufgabe war nicht immer, wenn er an der einen Stelle einen Stein Angesetzt hatte, fiel an der anderen Stelle wieder einer ''VI �u». Jetzt ist endlich der Bau zustandegekommen. Auf "5«le knge? Herr Müller will aFo neben dem Reichskanzleramt Lzch nebenbei das Minifterimn des Auswärtigen verwalten. �°n könnte über seine Schaffenskraft nnd über seinen r�getnut erstaunt sein, wiisite man wicht, dasi er auch dich r' schon im wesentlichen nur den Namen für die Tätigkeit !�er Eeheimrate hergegeben bat. Tie Geheimrät« ältester schicke die im Auswärtigen Amt ihr Wesen treiben, können noch um einige Grad« ungestörter Äs bisher den Kurs �uern. her ihrer reaktionären Auffassung entspricht, lmd � ihnen daS noch mehr zn erleick>tern, hat Müller mit �Ner Vertretung m, Geschäftsbereich des Ausion ministe- '"mis im BchinderungSsall den Unterstaatssekretar ' H a n i e l betraut...„-., Di« ganze Kabinettsbildung mutet stark wie eine fechte Komödie an. Aber leider sind wir nicht im der fl'mmung zu lmfon. Tenn die allgemein« Situatwn ,st N»nder'e die Arbeiierschwft stcht. sind Z" schwer, als dasi wir „rih Neigung besäsien. über die Mrnlllermacher«: den � gebührenden Spott auSzngiesien. � .. Der Eindruck ist freilich unabwelSbar. dasi d,« Mehr- Mparieien. die sich um den Negierimgstisch drängen. daS stgltigx Verständnis für den wahren Eharakter der Lc�e. L.der sich das Land befindet, in keiner Werse blitzen. SU �Ürn für«in« MinisterkrisiS, woS in Wirklichkeit eine .�inent politische KrisiS ist. Sie behandeln J'k Uniwälzimg wie eine Perfonalfmge. 101« glauben, einigen in der Eile zufonimengerafsben neuen Leuten Ding« wicher«inr«nken zu können. � 7.Widerlichen Partner in F-age kommen—, das mit o. » weiter- und Angesielltenorganisationen getroffene uo- .�»iwn. das diesen ein Mitbestiinmungsrecht be» bet er- „'giirm von M nistern einräumt. Zu umgehen und den � �i?!><5 Sewerkschafton anez-u'chakt-en. j der Witbeliitünasie wurde geltern auslöitdisitjen �zourna-. die Rezlkriiiigsbildvnz iu PleuZen. Amtlich Nnrd mitgeteilt: Die Verhandlungen der Mchrheitsparteien haben am Sonnab.nd abend das Ergebnis gebracht, dasi das preusiische StaatSministerium wie folgt zusammengesetzt werden soll: Ministerpräsident und Landwirtschaft: Braun. Inneres: Scvering. Unberricht: Harnisch. Finanzen: Lüdcniann. Ocffentliche Arbeiten: Oeser. Handel: Fischbeck. Volkswohlfahrt: Stecgerwald. Justiz: Am Zchnhoff. Also auch in Preusien die alte Koalition, innerhalb deren nur die sozialdemokratischen Minister gewechselt haben! Einigcrmasicn überrasch>en kann es. dasi der nach den Nachrichten von Sonnabend nachmittag für den Posten des Ministerpräsidenten auscrsehene sozialdenwkratische Land- tagsabgeordnotc Graf dein Landwirtschaftsminister Braun bat weichen müssen. Graf stand ein tvenig im Geruch oppositioneller Gesinnung. Sollte ihm daS verhängnisvoll ge- worden sein? Im übrigen ist nnS nichts davon bekannt, dasi d«r GeWerk i'chaftsbund und die Angestellten» verbände sich bisher mit der preusiilchen Kabinettsbildung beschäftigt haben. Es sieht so aus. als halte man sich in Preusien noch weniger als im Reich an die bekannten Abmachungen gebunden. El» letz'ec Warnruf. lEigene Drahtmeldung der.Freiheit') Hagen(Wcstfalrn), 27. März. Genosse Joses Ernst, Hagcn, sandte nachstrheuveS Telegramm au den Reichspräsidenten EGert: »Ich bitte dringend, Aufruf für ganz Teutschland zu«r. lassen znr Unterstützung des Industriegebiets. Die Kon- Zentrierung gros? er er Truppenkörper im Industriegebiet schreitet fort. Unbekümmert um die Bielefelder Abmachungen schiebt man Truppen näher an unS heran, obschon hier mustergültige N u h'e herrscht. RrichSwehrofsizicr- in Oelde erklärten, sie wissen nichts von Waffen still st and und Frieden. Auf Grund dieser Tatsachen steigt die Erregung dcr Arbeiterschaft stündlich. Werden von feiten der Ncgienmg keine Gcgeumas?»ahmeu getroffen, so ist der Zusammensturz unausbleiblich. Neuer Generalstreik bis zur Tu» b o t a g e wird nicht zu verhindern sein, wenn Truppen Bor. marsch nicht einstellen. Ich bitte dringend, weitere Truppen» Verschiebungen zu verbieten, und Ofsizicre, die gegen Befehl handeln, offen als Meuterer zu erklären. Schnelle Ent» scheidung tu t not. Josef Ernst." Dieser letzte Warnruf aus dem Ruhrgebict zwingt die Regierung, endlich klar Stellung zu nehmen und sick den» Einfliisi der Militärs zu entziehen. Siegt diesmal nicht di« Einsicht, verbietet man nicht sofort jedes weitere Vorrücken der Truppen, so erleben wir die größte Tragödie der deutschen Revolution. Die geängsteten Berg« arbciter werden vor Verzweiflungsakten nicht zurückzuhalten sein und so möglicherweise sich selbst und da» deutsche Wirtschaftsleben zugrunde richte»». Der Zenttalrat fordert neue Verhandlungen. Esie«, 27. Rärz. Der Zeniralrat der vollzugSrät« für daz Zndusincgebiet Rheinland-Westfalen stellt fest: Die sagenannten Diel-.'felder Abmachungen hangen in der Luft. Die R-gkerung hat dazu offiziell kein« Erkl«. rungen abgegeben. Sie gab auch keinerlei Garantie dafür� dasi die in den Abmachungen enthaltenen Zugeständnisse durch- geführt werben. Dar Zenttalrat hält daher neue ver« Handlungen für erforderlich. Ter Zenttalrat ordnet an. da» die Gemeinden die Löhnung, Verpflegung und Kleidung der Wehrmannschaften zu übernehmen haben; nöt'genfalls werden die Gemeinden von dem örtlichen VollzugSrät dazu gezwungen. Di« grosien Unternehmen haben den Wehrmannschasttn, die bei ihnen in Arbeit standen, den Lohn wciter zu zahlen. Eingriff« in da» Wirtschaftsleben von dem örtlichen VollzugSrät dürfen nur im Einverständnis mit dem Zentralrat ersolgcn. Rtsnlag S tznug der Monalrersammlung. Der Aeltestenausschusi der Nationolvcrsommlung be» lchlosi in seiner heutigen Sitzung, di« nächste Vollsitzimg am M o n t a g. den 29. d. M., vorinittags 10 Uhr. abzuhalten. DaS HauS wird sich nach Entgcgennohmc einer Regict-ungZ- erklörung auf einige Stunden vertagen, damit den Frak- tionen Gelegenheit gegeben ist, zu dieser Erklärung Stel- lung zu nehmen. Tie politische Aussprache, die am Montag beginnen wird, soll am Dienstag zn End? ge- führt werden: desgleichen sollen die noch zu erledigenden Gesetzesvorlagen bis Mittwoch abgeschlossen werden. DaS .Haus würde dann in die Osterferien gehen, die Voraussicht- lich b»S zum 20. April dauern werden. listen erklärt, dasi von irgendeinem Einspruchsrecht dieser Verbände nickst die Rede sein könne. Man will sick? den übernommenen Berpslichtlmgen entziehen und schickt sich nach Ueberwindung des ersten Schreckens an, das alte System in seiner ganzen Glorie wieder aufzuziehen. Es ist dringend vonnöten, den Herren di« Unmöglich- keit dieses Verfahrens klar zu machen. Sie müssan wissen, daß die Arbeiterschaft auf ihrem Schein besteht und nicht gesannen ist. sich nasführen zu lassen. DaS gilt nickst nur für ihr Recht der Einslusinahm« mjf die Z»rsanimensetzung der Regierung, das gilt in dieser Stunde noch viel mehr von den Vevembarnngen, die über die B e h a n d l u n g d e r Dinge im Nuhrrevier geschlossen worden sind, tzn der cnsticheidenden Sitzung mit den Vertretern der Regie- rnng ist vereinbart worden, dasi auf die- bewaffneten Ar- beiler. insbesondere im Ruhrgebiet, kein« Angriffe unter- noinmen werden, im Falle, dasi die Arbeiter nicht zu An- griffen übergehen. Die Regierung hat die Zusage gegeben. init dm» rhriniichstvestfälijck>en J..d»lstriebezirr zn verhan- dein und, falls ihre Verhandlungen scheitern, die Arbeiter- Parteien um ihr« Vermittlung zu ersuchen. Sie hat den ersten Punkt dieser Abmachungen«rfülli, nnd die Verhandlungen haben in Bielefeld ein beide Teil« befriedigoneS Reficktat ergehen. Aber die Bielefelder Ueber- einkunft, nack? der die Truppen und die bewaffneten Arbeiter«ine bestimmte Grenz« nicht überschreiten sollen, werden ron den Militärs nicht eingehalten. Di« Rei�S- wehr rückt vor, Das ganze Gebiet wirb militür.itch«Mge- i kreist und alle Anzeichen sprechen dafür, dasi«in Kessel- ftreiben gegen das Proletariat veral»staltet werden soll. Mit lugenhaften Berichten in den bürgerlick-en Zeitungen wird für diesen Feldzug Stiminung genmcht. ES wird fo dargestellt, als ob die Arbeiter dem Pakt zuwiderhandelten, als ob das Jndustrierevier im hell?»» Ans» rühr stehe,� und als ob dort eine Schreckenshcrrfchift etabliert sei. Wahnwitzig« Märchen werden erzählt vs» einem Zniammonhang. der zwischen den Ri»hrarb?itern»in» den nissischen Boischewisten bestehen soll. Tie Lüge wird verbreitet, dasi sozialistische Offiziere den angeblich von langer Hand vorbereiteten Aufstand organisier-t hätten. Klirz und gut. das Gemüt des deutschen Philisters wird systenwtlsch in Wallung versetzt, um ihn für die blutige Niederwerfung des„Kommunismus" zu gewinnen. Wir berufen unZ aus da? unverdächtige Zeugnis von Korrespondenten englischer bürgerlicher Blätter, die soeben au? dem Westen eingetroffen sind. Sie erklären einstimmig, dasi die Arbeiterschaft die größte Nick?« bewahre, dasi allen t» halben die Produktion im Gange fei. dasi die Ordnung nicht gestört werde. Aber sie versichern ebenso, dasi das militärische Hauptg'ivrtier zu Münster darauf brenn«, d i t Waffen sprechen zn lassen. Es sei darauf' aus, die Einheit der Arbeiterklasse zu sprengen, um dann eincu frisch-fröhlichen Vernichliingskrieg gegen die Unabhängigou und Kommunisten durchführen zu können. An den militärischen Stellen in Berlin drückt man siä etwa» vorsichtiger Aber auch hier ist die s'" zu ernMasiem nrtS borurleillTofcöt Verhandeln unberfem- Bert nur sehr gerinn- Dasselbe gilt von der Zivilrogierimg, und unter diesen Umständen wächst die Gefahr, daß die Truppcnführer in ZVestfalen sich nicht werden halten lassen. Nur der eiserne vnd entschlossene Wille der Berliner Zentrale kann ihren Tatendrang hemmen. Fchlt er, so stcht Fürchterliches frevor. Mit der Wut, die die Soldateska gegen Arbeiter aufzubringen gewohnt ist, wird sie sich auf das„eroberte" Gebiet stürzen, der weiße Schrecken wird seinen Einzug hol- ten. wie vor Jahre�srist in Bayern. Aber damit sind die entsetzlichen Möglichkeiten noch nicht erschöpft. Das zur Vcr- kiveislung getriebene Proletariat kann unter Umständen zu Handlungen schreiten, die in ihren Wirkungen nicht nur für die westliche Industrie, sondern für das gesamte deutsche Wirtschaftsleben ein unerhörtes Verhängnis bedeuten. Ist sich die Regiernng der Schwere ihrer Ver- antwortung in vollem Maße bewußt? Weiß sie, was «uf dem Spiele steht? Wir sind, offen gestanden, recht wenig lwssmmgssreudig, denn die neuen Namen bürgen uns nicht für einen neuen Geist, und wir haben die starke Besorgnis, daß das Koalitionskabinctt Müller-Geßler nicht über die Fähigkeit verfügt, andere Wege einzuschlagen, als das Koalitionskabinctt Vauer-Noske. Hinter dem Problem der Befriedung des RuhrrevierS drangen sich unmittelbar eine Reihe von weiteren Fragen, «n deren Lösung sich die Kraft und da» Verständnis der neuen Regierung erproben muß. Vis jetzt ist kaum etwa? Ernsthaftes geschehen, um die Meuterer vom 13. März wirk- lich zur Rechcnschcift zu ziehen. Ein paar Haftbefehle sind erlassen, zwei oder drei der Beteiligten hat man gefaßt, die am meisten belasteten Persönlichkeiten haben sich in Sicher- Iwft zu bringen vermocht. Nach anderen kompromittierten Vekellen ist überhaupt die Hand noch nicht ausgestreckt worden. Man hotte ja auch Wichtigeres zu tun. Sozia- lisim, die gegen die Kopp-Banditen die Waffen ergriffen Haften, mußten stond recht lich erschossen werden, und in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend mußten die Hüter der Ordnung aufgeboten werden, um einige Hundert Ausländer zu verhaften, die den Behörden au? Irgend welchem Grunde verdächtig erschienen. Jetzt stellt Äer„Berliner Lokalanzciger" mit Befriedigung fest, daß e? gelungen sei, einer ganzen Reihe von dichen Opfern der Willkür die B e t e i l i g u n g a n den„jüngsten N n- xuhe n" nachzuweisen. Ganz recht, nicht die Lndendofss und Lüftwitz, nicht die reaktionären und monarchistischen Dffiziere der Reichswehr, nicht die Baftikum-Marodeure sind die Unruhestifter getvesen, soudenn diejenigen, die sich «ur Abwehr deS UeberfallS erhoben. Jene werden geschont sind in Amt und Würden belassen, dies« werden als Ver- brecher behandelt. � Die Regierung wird nicht in den nächsten Wochen, son- bern heute und morgen zu zeigen haben, ob sie die Absicht chat, auf dieser Bahn der frivolen Lerlcugnnng aller Rechts- begriffe wciterzuschreiten. Ist eS der Fvll, dann wird es vn der Arberterklasse sein, wieder den Vordergrund der Bühne zu betreten und alle ihr zur Verfügung stehenden sMitdel anzuwenden, um die Machtstellung, die sie sich in den letzten Wochen erkämpft hat, zu behaupten. In den Kreisen des neuen Ministeriums spricht man heute schon vorsichtig von dem Uebergangscharakter des Kabinetts. Tie Möglichkeit ist groß, daß eS zu einer sehr kurzen Episode werden kann, wenn eS sich den Aufgaben der Stund« nicht gewachsen zeigt., Aus dem Reiche der Lüge. In den ersten Dagen nach dem Kopp-Putsch schrieb Dr. Ernst Feder im„Bert- Tagsbloft", das wesentlichste «ennzvichen dieses Unternehmens bestehe in einer auSge- Zwägten DoÄiebe für die Unwahrheit und einer ebenso ausgesprochenen Abneigung gegen Verantwortlich- 7 e it. Diese kr essende Eharakterisftk gebüihrt nicht nur der Gaipp-Eipifede, sondern der gesamten Sifttation, die sich in- wkg« der Vspsumpfting aller oiufgeroKten politischen Pro- »eine jetzt'herausgebildet hat. Die schamloseste Lüge feiert nach wie vor ihre Triumphe und hinter dem Rücken der EeranSvorölichen. die nicht verantwortlich sein können, treiben die Unverantwortlichen frechen Cipoft mit den Rechten des BolleS. Ein neues Veispiel— zu all dem vielen, was die letzte Woche-uns bchckiert— bietet die neue Hetze gegen den„Bol- fchiwiS-m-nS". die mit dem Segen des Oberchef ohlShaderS o. Geeckt unwittelbar nach dem Zusammenbruch deS Putsches eingeleitet worden ist. Dieseliben meineidigen Ha- tunken, die den Bolschewismus von rechts inaugurierten und sehnlstichii'g noch einem Bündnis mit den Unachhängi- gen rmd Kommunisten, ja sogar mit den russischen Bäl- schitvisten Umschau hielten, bemühen sich jetzt, den allen Bzlsck>Sa»istan-'Schreck wieder in den Vordergrund zu schie- ben, den sie üb-er ein Jahr lang mit Hille einer birnenhaft und willfährigen Presse großgezogen hatten. Die Drallzlyioher dieses Unternehmens hatten jedoch das geistige NiDeonl der Bevölkerung allzusehr nach ihrem eige- non eingesck/ätzt: die Spekulation auf die D u m mh e i t der BevNkermrg m.'l-ug fckil und mit Hohnlachen wurden von der stberaroßen Mesirl-eit deS Volkes die idiotischen Machwerke »erschisdener mifttärischen Stellen und d-aS Spitzelgeflunker der recht»k'chenden Presie zurückgewiesen. Ann«st man«»i«in neues HilsSmijttzl verfallen: man hui eine Razzia auf politisch mißliebig« Russen eiw-vlcitet, die in raffiniertester Weise mit dem ongabiiidhen Schutz der VeviMerung von Schiebern und„bol- schc-ivtstst ben Agenten" verkoppelt wird. Sckzon gestern abend verösse'nLiä'st««ne Reil!« Berliner Blätter kritiklos eine so lautende Lügermotiz. Run verbreitet WobffS Bureau eine oftiziAe Mitieiftin-g ähnlickon Kalibers mit der Ergänzung, daß auch einige russische Offiziere aus Westrußland zu-den Berch-ft'ietrn gehören. Insgesamt sollen bereits 300 Per- sonon veiliafiet sein, die im Barackenlager Zossen unterge- bracht sind. Soweit uns MifteKungen zugegangen sind, gehören zu den Verla-ftelon außer einer Reil« von Genossen, die ledig- lich der politischs-n Rachsucht der Soldateska zum Opfer ge- fallen stich, eine Reibe von Personen, die seit vielen Iah- ren in Berlin ansälssig sind und nur das Op�er übelsten T-eminzia-ntentun'S gvirorde-n sein können. Es liegt Grund zur Ann.chcn« Vor, daß die Verhaftungen auf Grund der «sbitze'akteu des. preußischen„Stucrtsksu-missrrmtZ für ö�entliche Sick/echeit"(v- Berger!) wie auch der De nun- lUjUsAeL.MLLLrLiltss VW genommen worden sind, die bekann'kftch wKhrend der Zd«pp- Periode in der WillhaiMstraße die erste Geige spielten. Im „Beri-iner Tageblatt" sind am 24. März die EinzÄheilen de? Zusammenwirkens boftisckrer Junker und russisayer Mo- narchisten mit den Kapp-Lüftwitz-Halunken sehr eingehend geschildert worden. Herr v. S e e ck t jedoch führt als Tosta- me-ntsoolösirccker disser Halunken die von ilznen inspirierte Aklon zu Ende. E r ist es, der die Haitibescl.le unterzoick)» net hat, cu's Grund deren in den letzten Tagen huniderre friedlicher Bürger in ihren Wc-hnungM überfallen und ins Gafä-ngnis geschlappt worden sind. Man sollte meinen, daß-der OberbefehlSHaiber von Ber- lin genügend zu ftm hätte, wenn er der-meineidigen Schufte halbhaft werden wollte, die, angetan mit anrftichen Würden, den Kapp-Putfch mitgemacht oder gefördert yaden. Von dieser Arbeit vornimmt man nichts. Dagegen hat es Herr v. Seeckt sebr eilig, eine Ausländerlietz« in Szene zu setzen, die an Wschou-Lchkert kaum üibertroffen werden kann. Der Zweck dieser Aktion ist klar: es gilt wieder die Oeffenftichkeit irre zu führen und dem Durch'chnittsfpießer den Gedanken zu suggerieren:„Ausländer, Fremde, sind es meist, die unter uns gefät den Geist der ReHellion!" Es gilt wieder, den BÄschawistenschreck lebendig zu machen und zugleich-die h-ier lebenden rufstschen Sozialliften zu infa- inieren durch ihre Berko!ppe?emg mit„Waren- und Voluta- schiestorn" usw. ES gilt mit einem Wort, eine neue Ak- tionssphäre der Lüge zu schaffen, bei-de rdie offenen und verkappten Kaippiften ihr Schäfckyen ins Trockene bringen können. Wir erklären rund heralS. daß wir diesen Schwiftdek und diese Wirtsthaft ebensowenig dulden werden, wie alle son- stigen Uebergriffe und Untaten der pegenrevoluftonäron Herrschaften, die bereits fvifch am Werke sind, sich„domo- kratifch" Au frisieren und sich erneut auf„verfassumgs-mäßi- gen Boden" zu stellen, den sie unter Kapp und Lüttuntz zer- trümmerten. Wir wissen uns in diesem Kampfe einS nicht tnrr mit der gesamten Albei-telschaift, sondern auch mit den anständi- gen �Elementen des Bürgertums. Wenn die Regierung glaubt, durch Duldung einer solchen Hetze ihren Kredil be- festigen zu können, so irrt sie gewaltig. Nicht nur im In- lande, auch im Auslande wird man die von Herrn v. Seeckt eingeleitete Hetze als Zeichen dos wieder erstarkenden miili- taristi schon Einf-laisseS buchen. Und vor allem«ins: die ge- setz'vidri-ge, allen internationalen Normen'hoil>nfpreckienide Behandilnng russischer Staatsangehörigen in Berlin, wird nichts weniger geeignet sein jene freuwdfcha'ftlichen Bezie- Hungen zu Scwjetruftlvnd herzustellen, die die Regieinng angeblich anstrebt. Oder glaubt sie genug dafür getan zu haben,-wenn sie nach wie vor die B e rm o nd t-L e u t e protegiert, die zusammen mit Kapp und Lüttwitz den Putsch inszeniert haben?_ Sie Wchl des lie'hs'räsideu'en. Das neue Reichstagswahlgesetz. In der öffentlichen Sitzung deS Reichs- rats� vom Sonnabend nachmittag, die vom Unterstaats- fekretär M o e S l e geleitet wurde, wurde der Notetat an- genommen. Angenommen wmbe fern«« der Gesetzentwurf über die Wahl d«S Reichspräsidenten.. Ge- wählt ist danach, wer im ersten Wcchlgang mehr alz die Halste aller gültigen Stimmen erhält. Ergibt sich keine absolute Mehrheit, so finde: ein zweiter Wahlgang statt, bei dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält, so dech al'o im zweiten Mahlgang die relativ« Mehrheit entscheidet. Bet der Aueschußberatung waren einige Be- denken geäußert wovden, unter vnderm auch dagegen, daß zu einem zweiten Wahlgemg, bei dem die relative Mehrheit entscheidet, auch neu« Bewerber ouftveten können. Ter Ausschuß hat indes das Gesetz unverändert angenommen, und die Vollsitzung des ReichsratS tot das gleiche. Ferner kam das Reichswahlgesetz zur An- nahm«. Es bestätigt sich, daß dieser Gesetzentwurf dem seinerzeit veröffentlichten Entwurf C entsprichst. Während nach dem bei der Wahl der Nationalversammlung zur Anwendung gelangten Verfahren die Zahl der Abgeordneten von vornherein bestimmt war, die Zahl der Stimmen für einen Abgeordneten aber schwankend war, steht jetzt die Zahl der Abgeordneten nicht von vornherein fest, wohl aber die Zahl der Stimmen. nämlichOO 000fürjeeinen Abgeordneten. Ferner werden die Reststtmmm ausgenutzt. und zwar dadurch, daß sie in eine Reichswahlliste abfließen, wobei auf 60 000 Stimmen wieder ein Abgeord- neter kommt und neben den übrigen Wahlkreisen Verbands- Wahlkreise gebildet- werbon, innerhalb deren es den Parteien u-nbcnommen ist. mehrere Wahlkreise für ihre Liste zi rsa mm onzusch ließen. Auf diese Weise wird es den Par- teien möglich, auch kleinere Stimmenmengen auS einzelnen Wahlkreisen zusammenzufassen mft dem Erfolge, daß ein örtlicher Abgeordneter wenigstens von mehreren Kreisen zusammen in den Reichstag entsandt wird. In den Aus-schußberatungen sind folgende wichtig« Aenderungen vorgenommen worden: Die Kosten der Wahl waren bisher zum Teil auf die Länder, und zum wssentlichsten Teil aus dre Gemeinden verteilt worden. Künstig sollen aber alle Wahlkosten vom Reich getragen werden, mit Ausnahm? derjenigen, die bei den Gemeinden erwachftn, aber auch von diesen trägt daS Reich vier Fünftel und nur ein FünftÄ tragen die Gemein- den. Zweitens haben die Ausschüsse die Bestimmung der üdegierungsvarlage gestrieljen. wonach die ReichSkasse den Parteien die Aufwendungen für Herstellung der Stimm- zettel erstatten sollte. ES erschien den AuSschüsisn mißlich, die Parteien von jeder finanziellen Haftung zu entbinden. In der Anlage deS Gesetzentwurfes, worin die Wohlkreite und DenbandSwablkreis« zusammengestellt sind, haben die Ausschüsse noch die wichtigen Aenderungen vorgenomnren, daß auS ganz Bayern und aus ganz Sachsen je ein einziger Verbands Wahlkreis gebildet wird. Es soll damit erreicht werden, daß bi« Stimmen möglichst im Lande bleibon. 3«8 ersrechM Der Reichsminister des Innern Koch hatte, wie in einem Teile der Presse bekannt gegeben war. an alle Ober- Präsidenten in Breslau eine Depesche mit dem Ersuchen um Darstellung der politischen Lage gesandt und darauf unter der Aiffschrist„An den ehemaligen Reichsmini sler Koch, Stuttgart" folgend« Depesche aus Breslau erhalten:„BreS- .tau M ffi&lifll M Mtei ig»g HM dA! Kegierupa Kapp. Anfragen, wie die vom 13. März, sind daher i w eck l o L. Der Oberpräsident." Der Raichsminisle: des Ja ncrn antwortete drahtlich:„HochverratSverfahren bei Obe« reichsanwalt beantragt." Jetzt geht bei dem Reichsminister deS Innern ein weiteres Telegramm aus Breslau ein:»Reichsministar Koch- Berlin. Eröffnung eines Versahrens gegen mich verstög» mg-n mein« Immunität als Abgeordneter der Preußischer Landesversammlung, ersuchte um Aushebung, v. Kessel. Es handelt sich demnach um den deutschnatianalen Landtags- abgeordneten, Rittergutsbesitzer v. Kessel- Oberglaucha Darauf erging„an den ehemaligen Oberpräsid.mten v. Kestck in Breslau" folgendes Telegramm:„Habe den Oberreiä??- anwalt ersucht, die Genehmigung zur Strafver- f o l g u n g gegen Sie einzuholen." Sie S. p. S.sc eine sozialistische Legiermn- Tie Zentrale der Kommunistischen Partei veröffentl chi in der„Roten Fahne" eine Erklärung folgenden Inhalts: 1. Dar Militärputsch Kapp-Lüt.n»itz bedeutet den Zusa-unie?» bruch der bürgerlich-sozialistischen Koalition. Der proletarisch« Kampf gegen die Mil-itärdcktatur war ein Kampf gegen die gcrlich-sozialistische Koalition und hat zum Zwecke, di« politisch- Machr der Arbci.erschast zu erweitern bis zur vollständigen AuZ» schaltung de? Bürgertums. 2. Die prolc:arisch« Diktatur kann aufgerichtet werden n ut als Diktatur der ausschlaggebenden Teile d«i Proletariats und setzt voraus«in« starke Kommunist-schs Partei, die getragen wird vom revolutionären Bewußtsein& werktätigen Bevölkerung, die sich zur Diktatur dei Proletariats osstn bekennt. 3. DzS gegenwärtige Stadium de? Kampfe?, wo dem Prot«« tariat noch keine ausreichende militärische Macht zur Berfiteuns stellt, wo di« mehrheitssozial�stische Part« noch einen starke« geistigen Einfluß auf Beamte, Angestellte und best'mmte Ar« beiterschichten hat, wo die U. S. P. D. die städti-che Arbeitet» schast in ihrer M e hr h e i t hinter sich hat, ist« a Zeichen dafür, daß die objektiven Grundlagen fürdie proletarische Diktatur rm gegenwärtigen rnent nicht gegeben sind. 4. Für die weüer« Eroberung der proletarischen Massen nie den Konununi-ZmuS ist ein Zustand, wo die politische Freiheit unbegrenzt ausgenützt werden, wo die bürgerliche Demokrobi nicht als Diltatur des Kapitals austreten könnte, von der größtes Wichtigkeit für die Entwicklung in der Richtung zur prolctaM scheu Diktatur. 5. Die K. P. D sieht in der Bildung einer s o z i a l i st schen Regierung unter Ausschluß von bürger!ich-kap'talisV'| schen Parteien einen erwünschten Zustand für Selbstbetätigung der proletarische« Massen ai" ihr Heranreisen für di« Ausübung der proletarischen Diktatut- v Sie wird gegenüber der Regierung ein« loyale O p p o s i t i a" treiben, solange d ese Regierung die Garantien für di« politi!� Betätigung der Arbeiterschaft gewahrt, solange sie die bürgerst#/ Konterrevolution mit allen ihr zu Gebote stehenden Mittel bekämpft und die sozial« und organisatorische Kräftigung d-' Arbeiterschaft nicht h.mmen wird. Unter loyaler Opposition verstehen wir: Kein« Vorbereitung zum gewaltsamen lla� stürz, bei selbstverständlicher Fre-heit der politischen Agilst� der Partei für ihre Ziele und Losungen. Die obenstehende Erklärung stellt sich in ihren wesc� lichsten Punkten: in der Frage der Diktatur des Prolews riatS und der Bildung einer sozialistischen Regierung, einen Standpunkt, der mft Genugtuung begrüßt tverdca kann. Manche Differenzen zwischen unserer Partei und K. P. D. werden durch diese Erklärung überbrückt. Hält d» i K. P. D. in ihrer Praxis an den hier ausgedrüa.e» i Grundsätzen fest, so kann die Einigung des revolutionär«� Proletariats, die durch die jüngsten Ereignisse mäckftig>>' fördert worden ist, um ein gut Stück vorwärts gebraass werden. Nnherufsnz der SoziallflerungskomAissioa. Ter ReichtzwirlfchaftSmmister hat entsprechend den neuen � kannten Forderungen der Gewerkschaften die Mitglieder der � sisierunzfitkom Mission für DionSiag, den 80. März, zusainn>�>- bexusen, um die SozialisierungZkomanvsion neu zu konstituier� Zu dieser Sitzung sind auch Bertretar der Geworkschasten und � Afa geladen. Der ReichSwirtschaftSminister weist darauf hin, tza? die Kommission ein« staatsrechtlich« Stellung bisher nicht besstr dagegen sei ein Gesetzentwurf in Lorbeveftung, der die Rechte Kommission Tcrcin soll. Die Eilfert-gkest, mit der der ReichSwirtschaftSminister& Einberufung der Kommission vorgenommen hat, wird nicht oft' weiteres als guter Will« gebucht werden dürfen, zumal dann ntö wenn man erfährt, daß als das wichtigste Recht, das der Mission durch da» Gesetz zugesprochen worden soll» die eidliche®f. nebmiing von Unternehmern und Industriellen gelten soll. Arbeiterschaft wird dafür Sorge trvgon müssen, daß mit Forderungen nicht wieder ioseS Spiel getrieben wird uns daß® Aibosten der SochaiisierungSkommissian nicht wieder okme ft Beachtung und jede Bedeutung für die Wirtschaftspolitik bleibt Skandrechl überall. Trotz aller Versprechungen der Regierung, daß daS beseitigt werden solle, die sie bei Abbruch deS Generaistrcik» die gewerkschaftlichen Zontraloaganisationen und Parteien macht, wirtschaften die Militärs im Larrs« munter»veiter Jeder, der ihnen von ir'i-irdwelchcn Denunzianten a!» soziali'�� «der gar linkssozialistisch gerichtet gemoldct wird, unterließt � Gefahr, von ungesetzlichen Standgerichten zum Tode berurleilt erschösse., zu werden. Do verfiel am SS. März der ffcOTR,* der Lrwgruvpe der II. G. P. D in Sömmerda in Thünn.- diesem Schicksal. Er war außerhalb de: Stadt gewesen, abend» mit der Bahn zurück, wurde verhaftet, mußt« di« Kon' � eine» Sta�gerichtZ über sich ergehen lassen und wurde etiaPjyM Da» Militär im Lande kümmert sich den Teufel um irgendn*> RomerungSan Ordnungen, sondern be friedigt in der brutalüen � willkürlichsten Weise seine Rache an der revolutionären schast, die den nationalistischen SlaatS st reich zu Boden schiug- In der Veschwertzeksmmissson für mikitZrifche die im Reichstag, Zimmer Sd, Eingang Portal V, ihren � ist Genosse Oskar Eohn al» Vertreter der Unäbhanö' Sozialdemokraten tätig.. Vertozvn, der ReichSschulkonferenz. Die ReichSschufton�s-�t für deren Beralun-en die Zeit vom 7. bi» 17. AprU in neuem inen war. ist wegen der polsti schen Ereignisse der Woche vertagt worden. Sie soll wiedereinbernjen KR«öttzen PoravKtzunyeu gegeben sind,—--- Die tilge im Mrxebies. Airf der Konferenz der drei sozialistischen Parteien in K a g e n wurde folgender Aufruf an die Kampfleiter er- lassen:..... 1. Ts werden sofort vom Zentrolrat mit der Reichsregierung Verhandlungen gepflogen, um für die Arbeiter Garan- tien zu erlangen, daß die Waffen nur in den Händen der Arbeiter» schalt bleiben, daß Arbciterwchron gefchasse» werden und daß keine Bestrafung der am Kamps beteiligten Arbeiter erfolgen darf. 2. Die Voraussetzungen für dies« Verhandlungen sind, daß der Kampf an der Front sofort eingestellt wird, d. h., daß die pront gehalten wird, aber keine Kampfhandlungen bis zur Be- Mdlgting der Lerhandlungeu vorgenommen werden. & Sollten die Verhandlungen zu keinem befriedigenden Ergebnis führen oder Regierungstruppen in das In- dustricgebiet einmarschieren, so wird die Zentralleitung sofort den Generalstreik für daS Industriegebiet proNirmieren. Ferner to rd der Zentralrat sofort die Verbindung mit den übrigen Be zirkttarbeiierräten-nifnehinen, um die Arbeiter zum all» gemeinen Generalstreik aufzufordern, falls eine Verständigung mit der Regierung nicht erfolgt. Der Zentralvat ersucht die Kampflriter auf daS dringendste, diesen Forderungen sofort nachzukommen, weil sonst «ach Lage der Sache die Bewegung geschädigt wird. In Essen wurde ein Zentralrat der drei sozia- krstifchen Parteien eingesetzt, der für die Durchführung der Bielefelder Peschliisse Sorge trogen soll. Zu den am linken Flügel stehenden Arbetterfruppen wurde eine Kommission geschickt, die zur Einstellitng der Kampfhandlungen aufgefordert hat. Ihr Bemühen scheint Erfolg gehabt zu haben. Hingegen sind, nach einer Meldimg der„Deutschen Zeitung", die NeichSwehrlrupPcn bei W e f e l zum An- priff übergegangen. Tie Offizier« erklären, baß d a S Bielefeldes Abkommen für sie nicht besteh«, da es von der Regierung nicht an- erkannt sei. Tiesem Zustand muß sch'eunigst ein Ende gemocht werden. Tie Regierwng hat sofort unzweideutig xiu erklären, daß das Abkommen zu Recht besteht: tut sie daS nicht, dann hat sie das Vertrauen der gesamten Arbeiterschaft verscherzt, und sie trägt die Verantwortung für alles, was im Ruhrgebiet geschchen wird. Die große Schande. Dh Arbeiter, die zum Kampf gegen die monarchistischen Hochverräter die Waffen ergriffen haben, sind zu Hunderten abge» chlachtet worden oder schmachten, von den Kolbenstößen und Faustschlägen einer vertierten Soldateska traktiert, in dcn Gc. fängnisscn und Zuchthäusern. Zu gleicher Zeit gehcn die Mili» tär» gegen die ihren Kreisen entstammenden Hochverräter mit der denkbar größten Milde vor. Bisher ist noch keiner von ihnen verhaftet worden. Lüttwitz, Kapp, Ehrhardt haben sich noch bis Mitte der letzten Woche in Berlin aufgehalten, sind mit dem Oberbefehlshaber. General v. Geeckt, in nächste Berührung gekommen, trotzdem hat dieser kein« Veranlassung genommen, sie festzusetzen. Als gegen Lüttwitz enttich«in Haftbefehl er» lassen wurde, war er verschwunden. Er konnte rechtzeitig ge» warnt werden, weil in ollen Dienststellen Offizier« als verkappte Kavpisten sitzen und dafür Sorge tragen, daß keinem der Ber» breche: ein Haar gekrümmt wird. Und wi» in Berlin, so ist et auch im übrigen Reiche. Die Ossizicre. die in Hamburg die Kapp-Diktatur proklamierten. haben daS ungeschmälerte Vertrauen des General» v. Geeckt. Oberst v. Ledebur ist wieder Kommandeur der Reichswehr. Fn Schwerin befinde« sich bi« hochverräterischen Major« v. Arnim und E Y d o w inmitten der Reichswehr. Ihr Be» streben ist. da» Lockstedter Lager, dem BestlmmungSort der Marinebrigade Ehrhardt, zum Herd der neuen Gegen» reoolution zu machen. Studenten und Zeitfreiwillig« werden in Scharen zur Verstärkung nach dort dirigiert. In Breslau ist der Kommandeur der Sicherheitspolizei. Oberst Schwenk, der .sich sofort für die Regierung Kapp erklärt«, wieder aus der Schutzhast«ntlassen worden, weil.Fluchw« dacht nicht vorliegt". Da» find nur«in paar Beispiel«, die beliebig vermehrt werden könnten. Sie sagen unS zur Genüge, wie machtlos noch die Regierung ist. Den Rechtsputschisten» die ent- schliche» Unheil über Deutschland heraufbeschworen haben, die däwrlichst« Fürsorg«, den Arbeitern, die für die Freiheit kämpften, das Standrecht, die Zuchthäuser und Gefängnisse. Da» ist daS° Ergebnis de» Kapp-Putsche»—. die groß« Schande der März- tage 1920, die nur ausgetilgt werden kann, wenn«in« Wehr» macht aufgebaut wird� tu der jeder junkerliche Einfluß zerbrachen ist. �..... ii i h. Sie Sicherhellszisllzei. Ter Minister deS Innern Hot eine Verordming erlassen. nach der sämtliche Beamte d«r SichecheitSpdlizei auf die ver- tassimgSmäßige Regierung vereidigt werden und be» fckwörcn müssen, daß sie Befehle von keiner anderen Seite als der verfassunsSmäßigen Regierung entgegenzunehmen haben. Einen solchen Eid haben auch die Militärs geleistet, die am 13 März den Umsturz des Herrn Kapp in die Wege lciietcn. Es ist also ein Irrtum, anzunehmen, daß die Eidleistung eine Sicherheit gegen reaktionäre Putsche dar» stelle. Trotzdem haben wir nicht« dagegen einzuwenden. wenn ein« solche eidliche Verpflichtung der SicherheitSwchr stattfindet, da sie ja keinen Schaden anrichten.kann.� Viel wichtiger erscheint uns zedoch die gründliche Aenderung deS auch bei der Sicherheitswehr eingeführten Systems, das die Untergebenen zu willenlosen Werk�ugen in der Hand weniger Führer macht wodurch dem Mißbrauch der Truppe Tür und Tor geöffnet wird. Hier muß sofort mit aller Gründlichkeit aufgeräumt werden d,e Mann- schatten müssen entscheidenden Emfluß auf ihre Führung erhalten. Die Abneigung der Bevölkerung richtet sich ja auch) weniger gegen die Mannschaften, die bei der•aicher- hmtswehr Dienst tun. sondern vor allen Drng-n gegen ihre in ber Hauptsache adligen Fuhrer die Sichler. «eitswehr nur für den Kampf gegen die chrbeiterfchaft k" T?twn?er' Arbeiterschaft verlangte Eintrittvon > r b ef| e r n in di. Sl«'rh.ilsw-h- ha..u«»M d«. ------- unS dl» aeaenwartig dort Be- sie? Interesse. Heute nur Werkzeuge in der Hand von Men-i tchen, die sie mißbrauchen und dem ganzen Volke schwere Schädigungen zufügen, würden sie später Stützen einer auch ihren Interessen dienenden demokra- tischen und sozialen Neugestaltung sein. Las Ende eines.schlichten KLWsecs". Der Provinzialvorstand der rechtssozialistischen Partei- organisation in Ostpreußen berichtet jetzt Näheres über die Rolle, die August Win u ig in den Tagen des ilavp- putsche» gespielt hat. Am Morgen des 13. März hatte er noch erklärt, daß er nur der Gewalt weichen werde; zehn Stirn- den später arbeitete er bereits mit dem Helfershelfer KappS, dem Generalleutnant v. Estorff, Hand in Hand. Am 13. März hielt er eine Rede, die folgende Stelle enthält: Di« bisherig« Reichsregiernng hat nach meiner Ueberzeugung n-icht alle» zum Wiederaufbau unserer Wirtschaft getan, was ihr möglich und was zu tun ihre Pflicht gewesen wäre. Wohl hatte sie erkannt, was zu diesem Zwecke notwendig war, aber sie fand nicht die Kraft zum Entschluß und zur Durch- führung dessen, was sie scloer für richtig, ja, für unabweisbar notwendig hielt. Ein ganzes Jahr hat sie dem Niedergang unserer Gütererzeugung zugesehen, ohne den Mut zur rettenden Tat zu finden, weil sie sich von den primitivsten Instinkten politisch ungeschulter Massen ab- hängig fühlte. Wo Lebens- und Schicksalsfragen des ganzen Volkes aus dem Spiele standen, konnte si« mit ihrem Handeln nicht über die Schranken verjährter Parteiprogramme hinauskommen. Nicht genug, daß sie schließlich den entsetzlichen Friedensbedingungen zustimmen zu müssen glaubte, verletzte'sie aus engherzigem Parteihaß noch das nationale Empfin- den weiter Volkskreise, indem sie de» feindlichen Mächten, noch bevor der Fried» geschlossen war, d<.S traurige Schauspiel des Untersuchungsausschusses bot. Durch ihre Hal- tung in diesen beiden Fragen hat die Regierung das große Ver- trauen, mit dem das Volk sie einst begrüßte, verwirtschaftet und den jetzigen Ereignisse» den Weg geebnet. Sie ist im Grunde dem gleichen Schicksal verfallen, wie einst ihr« Vorgängerin. Wie diese, hat sie sich durch den kurzsichtigen Eigen- nutz und den politischen Unverstand der hinter ihr stehenden ValkSteile abhalten lassen, das Wohl der VolkSgemein- schast zur alleinigen Richtschnur ihr«? Handeln» zu nehmen. Sie war. in entgegengesetzter Rickrtung, ebenso einseitigen Einflüssen ausgesetzt, wie die Regierungen de» Kaiserreichs, und gab ihnen nach, wie diese e» taten. So war ihre Sache verloren, als der erste Streich gegen sie geführt ward. Da» Blut, das zu ihrer Verteidigung vergossen würde, flösse für eine verlorene Sache. Herrn Winnig war, wie man ans dieser Rede noch er- fahrt, mitgeteilt worden, daß sich„die bewaffnete Macht in ganz Preußen" hinter Kapp gestellt habe, und außerdem batte ihm auch General Estorff versichert, daß er auf die Seite ZkavpS treten werde. Die Parteigenossen deS Herrn Winnig sind nun der Meinung, daß er sich nur deshalb der Reaktion in die Arme geworfen habe, um Oberpräsident bleiben zu können. Später allerdings hat er dcn Anschluß an die Putschisten widerrufen und sich außerdem krank ge- meldet. Das hat ihm aber nichts mehr genützt: Das Aemtchen wurde ihm abgenommen, die Parteiorganisation hat seinen Ausschluß verfügt, und inzwischen ist Winnig auch vom Deutschen Bauarbeiterverband ausgeschlossen worden. Einig« Jahre vor dem Krieg hat Winnig im„Wahren Jakob" ein gefühlvolles Gedicht„Ein fchlirbter Kämpfer fürs Recht" veröffentlickilt, in dem er beteuert, daß ihn kein« Ehren und keine Reichtümer davon abbringen könnten, sein Leben der Sache deS Vol'eS zu widmen. Wie so mancher anderer, so hat auch Winnig seitdem verflucht, was er früher angebotet hatte: und schließlich ist disser„schlichte Kämpfer fürs Recht" bei der äußersten Reaktion, bei den geljässigsten Feinden der Arbeiterklasse angelangt. trmeryaw ver vwicysweyr bestände. Die Parteiführer hätten enf< schieben aboewrten, irgendeine Gesetzwidrigkeit zu begehen, und noch zwei Tan« vor dem Putsch habe Lüttwitz die Zusicherung ab- gegeben, daß eine ernsthaft« Unternehmung oder sonst ein Vorstoß gegen die Regierung nicht in Betracht komme. Die beiden Parteien seien von der Nachricht über dcn MMtärputsch ebenso überrascht worden wie die übrige Bevölkerung und si« hätten mit den Vorgängen vom 13. März nicht daS Geringste zu tun. TemregenüSer braucht nur noch einmal darauf hingewiesen zu werden, daß die Deutschnationalen den Putsch freu- dig begrüßt hoben, höchstens daß die schlaueren Politiker von ihnen mit dem Losschlagen noch etwas gewartet hätten. Und die Deutsche Volkspartei hat am zweiten Tage des Putsche» einen Aufruf veröffentlicht, in dem die Kapp-Lüt witz als.neue Regierung" arerlannt wurcen. Die nachträglichen Verschleie- rungiver uche werden a.sso don Nationalisten nichts nützen; sie sind ebenso schuldig an dem Putsch wie diejenigen Leute, die sich an sÄne Spitze gestellt hatten. Bos'e gegsN SeeSl. Im„Berliner Ttogebtett" hatte der GonercDmajvr vi?» Seeift bchauptet,>daß er den Putsch habe femmien sehen und vorher nach allen Richtungen hin gewarnt habe. Energische Maßnahmen ssien aber leider nicht.durchzusetzen gewesen. Herr N o S k e antwortet im.�vorwärts" fvilgen- devmaßsn daraws: General Geeckt kann sich nicht so geäußert haben, weil solche Auslassung zur Wahrheit im schroffsten Gegensatz stände. General v. Geeckt war ein Jahr lang in dem mir unter- stellten Ministerium Chef deS TruppenamteS, der wichtigsten Der. walvungsstelle. Ich stelle fest, daß er zu jeder Stunde die Mög- lichkeit hatte, mit mir zu sprechen. Er war selten bei mir zum Vortrag. Erchat mit niemals bestimmte, konkret« Vorschlag Airr starke, energische Maßnähmen gemacht. Jtf habe oft auf�.ßstände hingewiesen und dann häufig den Gin- wand gehört, den General v. Sceckt für sein Lavieren gelten» mach!: man dürfe Truppe und Ossizierkorps nicht verprellen. Darnach ctssdicint hie Erkilärung des Generals von Geeckt in noch zweiMxtftereim Lichte mtb daS gegen ihn ge- richtete allgsmeine Mißtrauen gewinnt mn so größere Bs- rechtigung. m I i in die Sicyeryeir».�-,»„„J______ .Rjr-crif, fte zu zertrümmern und die gegenwärtig dort Be- 'choftigten brotlos zu machen, sondern will nur diesen Um- k'ildimgsvro.zoß der Gicherheitswehr ermöglichen und Garan '' � � der Revu Ane Kundgebung ans Oesterreich. Wie«, 27. Mir». Die Reich Skonferen, der Soldatenröte Devischösterreich» hat eine Kundgebung an da» deutsch« Proletariat beschlossen, worin diesem beüderliche Gelltze entboten und der Dank für dir Nied erringung der Konterrrvolutio» au»- »esprochr» wird. In dem Beschlüsse heißt e«: «l» dir Quelle de» tiefst en Nu, lück» der den». scheu Republik erkennt di« Rrichskonfrreaz eine Wehr. macht» welckw planmäßig dem arbeitende« Bolle entfremdet und den konterrevolutionären Offizieren au»seliesert wurde. Di« Reichswehr wurde entpolitisiert, die Soldaten räte machtlos ge- macht. Die ReichSkonsereuz gibt ihrem tiefgefühlten Wunsch Au». druck, daß e» dem arbeitenden Volke der deutschen Republik ge- liagen möge, dir volkssremde Wehrmacht zu eiaee Wehrmacht umzubilden, die. im Herzen de» Volkes verankert, zum wahr» haftigen Schuh de» Volke» führt. Vcrschlelerungsverlvche. Die Mitverschwörer de» Kapp-Lüttwitz-Putsche» versuchen sich der Reihe»ach der Verantwortung zu entziehen. Die Herren v. Jagow, v. Kessel, v. Trotha und wie sie alle heißen, hatten nach dem Mißlingen ihrer politischen HanSwurstiade nicht» eiligere» zu tun, als in Presseerklärungen von ihrer Mittäterschaft abgu- rücken und ihre Unschuld zu beteuern. Diesen Herren tritt nun auch Herr Ludendorff, der»National. han»", der Inspirator de» Kapp-PutscheS, zur Äste. Er laßt durch feinen ßtechtSvcrtreter Dr. Alsberg an das Reichsgericht eine Erklärung gelangen, in der di« in der Oeffentlichkeit gegen ihn erhobenen Beschuldigungen als unrichtig dargestellt werden. General Ludendorff hatte sich dem vom Re'chSgericht bestellten Untersuchungsrichter zu jeder von ihm gewünschten Aufklärung zur Verfügung gestellt und zugleich erklärt, daß er in die Klar- stellung der Angelegenheit durch Erwiderungen auf Presseangriffc seinerseits nicht eingreifen werde ES paßt ganz zu dem Charakter de» Manne».mit dcn eisernen Nerven", daß er selbst dem belastendste« Matertal gegenüber seine Mittäterschaft abzuleugnen sucht. Di« reaktionäre Presse veröffentricht eine längere Darstellung zur Vorgeschichte des Putschs», die ihr au» den Kressen der beiden Rechtsparteien, und zwar von..naßgcbendcr Stelle" zuyegange« bilbii � ftätVrn?i»fc der Zicheryeirewevr � I sss- Es wild darin auSführtich wiederholt, wa» die.Tägliche p los! diese Truppe eine sichere Stütze der Repu» Rundschau" schon Freitegmorgcn ausgeführt hatte: daß nämlich blir �».«» bieser Umbildung der Sicherheitswehr haben der Gemeral von Lüllwitz wiederholt mit den Vertretern der bnln bk der Tstberdeiiswebr lelber ein aro.' Rechtsparteien sclttoche» und dt Gärung»schiert Wfc. tue Kur ein Vorspiel. Die Zeitfreiwilligen, ein« an? Reserveosfiziere, und Studenten bestehende militärische Nebenorganisation, haben sich während de» KappputscheS als besonderer Stoßtrupp der Ro» aktion so vortrefflich bewährt, daß ihre Schöpser: Hei na, Lüttwitz und NoSke ihre helle Freude erleben. Sie haben sich jvtzt«insttveilen wieder in Reserve begeben und zum Ab'chietz an die Soldaten folgenden Aufruf erlassen: Kameraden! Wir gehen jetzt auseinander, aber nicht für immeK Diese Sache war nur daS Vorspiel. Die richtige Aktion kommt erst und dann ist es nötig, daß ihr alle, wenn der Ruf erfolgt. wieder zur Stelle seid. Wir wählen Vertrauensleute, die die Verbindung zwischen euch und uns aufrechterhalten. Alle Andersgesinnten sind auszumerzen. Und wenn dann der Kampf gegen Bolfchewisten und Kommunisten und wie da» übrige Gesindel alle» noch heißt, beginnt, so seid ihr alle Wiedel» zur Stelle. Unser liebe» Vaterland hurral Zeitfreiwilligen 2. Kompagnie, BekleidmigSamt X. Lehrter Straße, Lager ö. Schdlitzstraße. Kampf gegen Dolschewiften, Kommunisten und andere» Ge, sind«!: DaS ist auch die Parole de» Herrn von Seeckt. Und' dieser Kampf läßt sich so schön mit Standrecht und Belagerung». zustand auf dem Boden der Verfassung auSsechten. lllarlne-vrigade Ehrhardk. Der Stab und der Rest dar Marinebrigüde Ehrhardt verlassen voraussichtlich Montag Döberitz. Durch Einstellung von Frei»' willigen und Zeitfreiwilligen zahlt die Brigade ewa 3000 Mann (während Kopp.voche 8000 Mann). Schön jetzt werde.» Bor. bereltungen getroffen, um die Brigade mehr zu verstärken» Verbindungen mit den Universitäten z. B. Göttingen und Berlin find hergestellt. Zum Schein wird in Lockstedt eine AbwIcklungK» stelle eingerichtet, die aber in Wirklichkeit Ncueinstellunlten vor, nehmen soll. Geplant ist daS Ansetzen von einzelnen Truppen» teilen auf thüringische Staaten und Schlesien. Die Offizie« der« In gar nicht an Auflösung, sondern sind der festen Ansicht daß in 8— 10 Wochen die Reaktion zu einem neuen und diesmal erfolgreichen Schlage ausholen kann. � Das Eude eines Mörders. Hauptmann v. Pflugk-Harttuug, einer von deiz Mördern Karl LicAnechtS, hat am Freitag abend sein Ende ge» funden. Er wollt« mit seinem Kraftwagen von Hirschgarten nach Berlin abfahren, als«ine heftige Explosion den Wagen zerstörte, Hauptmann v. Pflugk-Harlwng in Stück« zerriß und eine Anzahl anderer Personen mehr oder minder schwer verletzt«. Die Ex, plosion ist auf einen Unfall zurückzuführen. Das Gerücht lUfcr«in Attentat hat sich nicht bestätigt. In dem Kraft» wag-n waren mehrere Handgranaten untergebracht, eine davon ist durch eine Unvorsichtigkeit explodiert, hat die andere» mit entzündet und dadurch«ine so fürchterliche Explosion hervor» gerufen, daß der ganze Wagen zerschmettert wurde. Pflugk-Harttung ist durch diesen Unglücksfall der Gerechtigkeit entzogen worden. Er hat im Webknecht-Luxemburg-Prozcß dn» heuchlersschste Rolle gespielt, aber der Mord stand ihm auf de« Stirn« geschrieben. Wie alle Offiziere de« Edenhotels hatte NoSke auch den Hauptmann Pflugk-Harttung warm ins Herz geschlossen. Er vertraute ihm ein« militärisch« Nachrichtenstelle an, als der Kapp-Putsch kam, war Pflugk-Harttung mit seiner Ab» teilung al» erster zur Stelle. Er leitete in der Bendlerstraße «in Werbedureau, ließ Plakate herstellen und verbreiten. Nachdem Kapp abgedankt hatte, trat er wieder auf den Boden der Ver» fassung und errichtete in Friedrichshagen das militärisch« Schreckensregiment. Jetzt hat den Mörder und H o ch v e r« räter da» verdiente Schicksal erreicht. t Neverhaudltmgeu der eugWeuKruhesardMer London, 27. ZRär».! Mit großer Stimmenmehrheit haben die Grubenarbeiter be» schlössen, der Verwaltung vollständige Freiheit in de» Unterhandlungen mit der Regierung zu lassen. Der Beschluß wurde mit 02 3 00 0 gegen 100 000 Stimmen gefaßt. Di, Stimmen gegen den Beschluß wurden zumeist von d°n Berg, arbeitern au» Südwate» abgegeben. AIS die Vertreter deS Ver- band«» gestern den Premierminister verließen, wurde mitgeteilh daß am Montag ein neuer VorMag gemaM, werde? joZ� S' N, ciij :ii «Ii >o a( vi'. 5c S 'if l« le % «f Bluse am Batist mit Spachtel- Milieu, rander Aaischnitt and halbe Aermel... 35 50 Bluse Knopf jarnierunj. aus weissem Voile mit Falten- und 535dJ Pffim€n«B cklciduiig Jacken-Kleider07?«-??»4gar»!tur ggrs Sirohkappc 5703 Hutgarnituren FlachesSeidenrosenpiquet 400 «weiteilig» � Moderne kleine Flügel STS« 1150 In Terachledenea Farben.......*■'"XX Elegante Flügel-Bänder J400 Blfitentuffs Ä? 160 525 eteilungee................ �' Halbranken und Formen.............. Seidener Rosentuff uu1,: mit Lank.........................* 500 bia 1450 600 11 z. Theater und Uer$niliun$en. Volksbühne 3 Uhr: Der Liebestraak 7 Uhr: HüCil DQmaskDS Heues VoiKst&eater Kopenicker Sir, 68. TV Uhr: BOllllBBB EOl SS!]flL Opernhaus (AnCer Abonnement) b Uhr: Die Walküre Schauapldtaau* Na cli in. H Uhr: 34.Volk»-Vor»k Nathan der Wel>«e «bontft 7 Uhr:(außer Ahbpn.) Der Marqute von Kelth Dlrektian; Mtx Reinhard» Ceutsches Theater 7k Uhr: Was Ihr wollt. Uon'ag 6i Uhr: Faust 1 Kommenplele Ä Uhr: Der Weibsteufel 7 U; Gabriel SchlllliKsriaolit Mont 7.U.. Ii» fi-tut» tMnlldlir GroQes Schausplelhaas KarlitraBa Zum I. M«l«°„. 7 Uhr: Der weine«eNand (Außer A' onnement) Montag 7 Uhr: Hamlet. <37. Abteilung, 11. Abend.) - v Dtraktion 5ü Carl■•faiharil- Und. Tfcealar L d. , RGalsgrStzer Straße 3 Uhr: Erdseist(M. Onka) 7 Uhr: KÖÜlg MlCOlO «•aibbWWVUa ICvraaa» a-»nww»v Don.: Scn lo II VV e tt e rs te In Sonnabend; K<:nls Nlcolo . Sonn ag; König Nlcolo nachm: Errtgeist 11 Montag: ivönig NlCOlO « nachm.. Erdgeist Komödienhaas h 3 Uhr: Llsaloit eon der Plate . 7°* Uhr: Der Herr Minister ,(Max Pallenberg) ■ Berliner Thealer SUhr: BummelSiudent. «.! 7 Uhr: Der � lotstA Walzer „(Prltxi Hauarg, Otts Slam, ä. a"' W*«°"'a") Residenz-Theater (Stadtbahn Jannowilibrilcka) Heute 4 Uhr, kleine Prciaa: Der gute Ruf Täglich)8 Uhr: Die Rasf Holls ron Her m. S n de rm an a. f Trlanon- Theater fj(Bahnhol Frledrichsltaße) Nachm. 4 Uhr: kleine Preite u Herrschaftlicher Diener Besucht Täglich 1 V8 Uhr: In. ■■tCfi- FEMINA " Walhalla-Theater Familie nanncmami. ich ifi, Ji Uhr; a mr: D q Chardasififstln . Caa no- Theater Uthrtegu Itr- 37. TLgl.'/.S Uhr •1 Neu! Neul 'k OieerstePoseedieserSpielieit t£iu allsr Sündsr Vorher crsthl. Spezlallt&ten Preise von 2 Mk. bis 5�0 Mk. i-ter Direktion: Victor Barnowiky 3 Uhr; Der rote Haha 7 Uhr: WOZZBCk, Die Bublsdiwcster Montag 7 Uhr; Peer Oynt, Dienatag 7 Uhr; Woizeck. Die Uahlschwe tcr. Uillwoch; 7 Uhr: W orzeck, Dia Bahizchwezter Donnent: 7'. Uhr: Pygmzii»! Freitag: Qaschloszen Sonnabend 7 Uhr: Wezzeck, Dia Uahltchwcalcr. Sonntag 7 Uhr: Peer Oynt Moni. 7\ Uhr: Pygmalion. Oiaatlag 7 Uhr; Wozztck. Dia Bahlsckvcatcr DeitsdKSiiUeiter 1 Uhr: Cyprlenne. AAuSb� Kenogcrla (Adatbart 05 tz, Haack. Kon- tchavaka. Flacher, Morgan, Wallaaer). Heues Operettentiaus Direktor: Jean Kren AJinbendlich 7 Uhr 3) Min.: MU Warbar n. a In Die kleine Hoheit Rose-Theater 3 Uhr: Ol» h» Schau« lab«. TV Uhr: DSf fZii VöklONLNN Apollo-Theatep Frledrlcbzlr. 218. 1/ Allabendlich Ii '• Sonntag» 3'« n. i' ünülJ8r.re!tiicli8S VarletA-Prcgramnil Ifta -- Kafhanr Tat 'ab: Moritzplata I4SI4. 'IgL 7> und Konntat nachm. 3 Uhrt Ente-Sänger Mj'r'- dar >t*t»la«r Uagtr. Biathgen-bc«! Vor». 11-lb.a. 44 Ii, rirensUmch Sonntag, d. 28. Mflrz Z Große 7 Vorstellungen L VU ODd Vit Obf I Nachm- h«; leder tirwachs O genes Weitere Kind, halbe' Pre ise Hohenstflufen-i | Kottbuser Damm 76 j Säle frei für Ver- 1 eine n. 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Felix Bäsch la Mascolt« naeh Loo Lelnrlnern Noman„BaMiaaa Ana- U.T Weinbergsweg 16 und behdneborg Maria Mactdalene nach FrladrlohHabbel_ U.T Uasenbeldc'36 Voccacios Liebesabeniener Ecn galan.ta Tranmipiel 1» 4 Akte« mit lea v. Lenkefffy der nngarlaehea TragSdla Wochentage ab 7 Uhr/ Sonntage; Beginn 4 Uhr Ärtuf-HofÄÄS MBA MAY Herrin der Welt VILTeü Wohltäterin der Menschheit Im langen Saal: Offfenllicher Ball Im Säulensaal: Großes Kabarett Dienstag: Persönliches Auftreten HILDE WSRNER Uraufführ. ihres Films: Intermezzo 4M. RS Tellzahfuns:. U Flonibcn 1,50. Golclfn- du krönen 13 V.. Zahu/Ichc« mU Elßijpr. hficlitt Blüthne r sa a fi, Mittwoch. 31. März, abends 77» Ubr HlKla Ml Schubert: Lieder- Brahms: Ernste (lesSnge. Loewe: Balladen. Am Fiflgel: Waldemar Uachowsky. Karten Mark 3—3 bei Bote& Dock. A. Wertheim and Abendkazie. Heat.i MerRar-PaUJl Ecke Palizadcoztraße 26» Ecke Stransberrer Straße Die Herrin der Welt 1�1 König Makombe Akt. 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Gardinen a Teppiche TSUbsttdaekas» Tisch- aad Olvaadaakos aasv, otatolftM Oaalliütcn In aß.a VttM'o»« koslrr. 61» am bllllgft.a sa» rtrßtlta Im 6p<3tQl.®ar6lnen. and TeppichHois Herzig A Weininger Berlin C., Walnmaistarotr. tfi (Slajanj Ssnnannflrak« I) nako«ladidahnhäs *»t|« 8-ung! 8-imgf! lafelgo dringenden Bedarfs zahlt tlr alte aad zerbrochen« Gebisse «nrt Dir Zlhn« Ia Kantschok noch nl« dtgewesea« Prsit«. Gleichzeitig findet bei mir der Ankauf vo t alten Gold-, Silber- ■ad Platin- Gegenständen zn den höchsten Preisen statt. EdelmetaH- Einkaufss'e'ie Hermann Müller Berlin C Z3, Alexnndlerslra Oe 9, II. Httti5" ein« EriiJctfecic zu bcröffenttidjen, um sich magert•tr.« Vielen Angriffe zu verteidigen. Schon im ersten Artikel zeigt er, daß er durch den Putsch nichts gelernt hat, er hat das Wer- trauen z-u feiner Reichswehr und den Offizieren noch nicht ver- lorsn; die Luttwitzer find seiner Meinung nach nur Ausnahmen. Doch heut« wollen wir nicht mit NoSke ahrechnen, sondern deholten«S uns vor, bis er feine Verteidigungsschrift beendet hat. Diesmal wenden wir uns noch einmal feinem Kum- pan, dem davongejagten preußischen Polizeiminifler Heine und feiner SichsrheitSwehr zu. In einem ersten Artikel haben wir hesoitZ darauf hingewiesen, daß dort Offiziere, wie der Meineids- Hauptmann und Matrosenmordanistiftor von Kessel während des Kapp-Äüttwitz-PutscheS die ihm unterstellten Di cher heh smann � schaften in den Dienst dieses reaklionären Abenteurers stellte. Daß dieser Hauptmann von Kessel nicht der einzige Offizier in der Sicherheitsmehr war, der die? tat, geht aus mehreren in ßwifchen an uns gelangten Zuschriften saune persönlichen Mit- teilungen von S i cherhe itlwehra ngehar.; g an mit aller Deutlich ieit hervor. Wir wählen einige charäktevistische MÄieilungon Kiefer Art aus, um sie unseren Lesern zu unterbreiten. Von mehreren Oberwachtmeistern der Polizeifliegerstaffel Verlin.Kar!-Horst wird uns geschrieben: Bei der Polizei-Jlieger stas ft l in Berlin-KarlShorst waren schon seit Begründung reaktionäre Bc stobung!n im Gange. An der Spitze dieser steht der mit dem schönen Beinamen»Iwan der Schreckliche" weithin bekannte Hauptmann Kastner, unterstützt von seinen: vortrefflichen Freund Hauptmann Z i m m e r- V o r h a u S. AI» dritte und vierte zu diesem Schönen Bunde gesellen sich Oberleutnant Schwartzkopff — ein Sohn des Großindustriellen gleichen Namen?— und der Hauptwachtmcister WerreS, den die Staffel besonders ins Herz geschlossen hat. ' Als Beweis der reaktionären Gefinmmg folgende kleine Angaben: Als die Putschistenbande Kapp und Konsorten ihren Regierungsantritt verkündet und ihr famoses Programm ver- öffentlicht hatten, wurde sofort mit großem Bumbum und Trara auf dem StabSMbäude des Flugplatzes Karlshorst die„schwarz. weiß-rote' Kappfahne gehißt. Ms Nebenstück zu diesem � Fahnenaufzug begleiteten lieblich? Redensarten den weiteren Entwicklungsgang de» Drama». Mit.dickem Schwein" erlaubte «an sich Herrn Präsidenten Ebert zu benennen iAuSdrnck de? Hauptmanns Kästner). Schweinehunde beliebte der Oberleutnant Schwartzkopff— ein ziemlich junger, naiver Mensch— als Beinamen der Regierung Ebert-Bauer-Noske zu gebrauchen. Hauptwachtmeister W e r r e s hißte die Banditen- flagge des Herrn Kapp. Der rührige Ad latus Zimmer- P o r h a u Z hielt eine stramme Red- über Farbebekennen und sprach sich recht unzweifelhaft zugunsten der Kapp-Regierung au». Man sollte jedoch nun meinen, daß nach dem karnebalisii- schen Abgang der Regierung Kapp auch diese Herren sich ge- räuschlos verdrücken würden; aber weit gefehlt! Diese Shrenleuts stehen jetzt wieder tapfer und ftrarnrn zur alten Regierung.(?) Ein Verfahren soll allerdings bereits schweben, man oarj mir Recht auf den . Ausgang gespannt sein. ■jl Auch au» ein« weiteten Zuschrift, die un? von Angehör.!- gen der 3. Hundertschaft der Polizeiabteilung Hallesches Tor zu- qrng, gehl mit aller Deutlichkeit hervor, daß sich die g-ssamtkn Offiziere— Ausnahmen werden wenigstens nicht genannt— für die Kapp- Regierung einsetzen-und sogar Chargierte und Mamnschaften, die ihrem hixhberräitrrlfchcn Planen keine Folge leisteten, maßregeln und einsperren ließe». In dieser längeren, '.sehr interessanten Zuschrift, die wir aus Raummangel leider Vicht wörtlich wiedergeben können,, wird u. a. folgartd-S sestge- jtellt. Am Morgen nach dem Putsch mußt« die Hundertschaft auf h«m Kasermenhof antreten und der Gruppenkommandeur. Oberst von Bomm, hielt eine Ansprache, in der er auf die Vorgänge der letztem Nacht hinwies und die alt« Regierung für alle Miß- stände verantwortlich machte. Diejenigen, die sich nicht st« neuen Regierung zur Verfügung stellen wolii-m, follrsn ih«, sofovrige Entlassung einhole». Dann ließ er von i>er MusMapelle./Deutsch- land über alles' spielen und brachte ein Hoch auf die neue Rc- gierung aus. In der Beamtenschaft hatte inzwischen eine starte Miß- stimmung der neuen Regierung gegenüber Platz gegriffen. Der erste Vertrauensmann fand den Mui, eine Versammlung einzuberufen, die gegen die reaktionären Machenschaften der Offiziere Stellung nehmen sollte. Die. Aussprach: ergab dann, daß die Truppe ihren Straßendienst weiter ausüben, aber für reaktic- närs Machenschaften sich nicht gebrauchen lassen wolle. Außer- dem wurde die sofortige Entfernung der im Kasernement unter- gebrachten Lüitwitz-Tmppen verlangt. Dies wurde von den beiden Offizieren Oberleutnant von Vahl und Hauptmann Schulz folort dem Abteiwngskommandeur Major von Dieskau hintcrbracht, der darauf die 3. und 4. Hundertschaft antreten ließ und die Versammlungsredner als„Spartakisten" titulierte, was von einigen gleichgesinnten Offizieren noch be- kräftigt wurde. Einige Stunden später wurden dann v> e r Ver- trauenSleute verhaftet und in geradezu erniedrigender Wsife nach dem Polizeipräsidium gebracht, wobei auch ein dienst- williges Subjekt die Wort« fallen ließ:»Die werden erschossen." Der Oberst drohte, daß er die'halbe Hundertschaft einsperren lassen würde, wenn sie sich nicht fügt. Zwei der Verhafteten wurden dann später, nachdem Kapp-Äüttwitz schon gestürzt waren, ohne Kündigung und Gebührnisse sofort entlassen; sie teilt:« so- mit das Schicksal einiger Kameraden, die vorher schon entlassen waren. Als die Entlassenen, dem Rate d:S früheren Polizei- Präsidenten Ernst folgend, zur Kaserne gingen, um ihre Wieder- einstellung zu fordern, rief ihnen der Adjutant des Gruppen- kommandeurS, Major v. Bieling, zu:„Verlassen Sie sofort die Kaserne, sonst lasse ich Sie verhasten." Kompromittiert durch ihr Verhalten sind siußer den ge- nannten Offizieren noch Oberleutmrnt Saalmut, Oberwacht- Meister Volk mann und die Wachtmeister Schulz und Grund. Von der 1. Abteilung der Gruppe West in Charlottenburg, die wir in dem ersten Artikel angegriffen hatten, teilt uns ein Wachtmeister der 2. Hundertschaft mit, daß sie die VerpflichtmigS- scheine für die Regierung Kapp-Lüttwitz nicht unterschrieben hätten. Im übrigen bestätigt er in der Hauptsache unsere Darstellung, entschuldigt sich und seine Kameraden, aber damit, daß sie auf dem vsrgeßl>ohenen Posten den Lüttwitz? ru gegenüber zu schwach gewesen seien und dezhalb sich abwartend verhielten. Er gibt dann zu, daß Mannschaften dies« Abteilung PlackalanKeber und Zettelverteller für die alt« Regierung verhafteten. ATS Kessel aber am DoimerSiag verschwunden war, sei die Truppe wieder zu sich gekommen und habe sich offen gegen die neue und für die alte Regierung erklärt. Ein Oberwach inreiiitr, der gegen die Süttlwitzcr aufvat, wurde von den Offizieren fest- «setzt, aber auf den Protest der Mannschaft hin wieder entlassen. Die Berhaftuug erfolgte auf Veranlassung de» Hauptmanns von Kessel; Mithelfer von diesem waren die OberletijnantS Ilgen, Dintzfch, stennes und Leutnant von Groll- man», fowre der Oberwachtmeister M e w e S. Der Nerichtcrftaiter bemerkt, daß die Abteilung sich im allg«- meinen dem Publikum gegenüber zurückhaltetld benommen habe, nur von Leuten der 8. Hundertschaft fei einmal auf dem Wilhftlmplatz scharf in die Menge geschossen worden, was darauf zurückzuführen sei, daß sich dort keiner fand, der den rigorosen -Sefchten der Ofstziere entgegen- raz. Aus diesen angeführten Beispielen ist ersichtlich, daß auch das gesamt« Offizierkorp.S der Sicherheit?- >.vehr reaktionär und volksfeindlich bis auf die Knochen ist, und leider finden sie auch imnrer noch genug unter- würfige Mannschaften, die sie«uf das Volk he�t« und Klntbäder anrichten lassen. Schern bei früheren Anlässen war dies zu er- kenne», und nicht zuletzt am 13. Januar vor dem Reichstag, wo auch Lebe» und Gesundheit vieler Manner und Araue» dem Mut- und Rachedurst dieser Elenden zum Opfer fiel. Da mal» ernteten die Massenmörder noch daÄ Ldb ihres höchste» Chefs, des Polizei» Ministers Hein«. Man kam»! heut sagen: er ist ihrer wert. Aber so wie er von seinem Posten verschwinden mußte, so müssen ihm die natinnaUfitischen Offiizieve folgen. Ihre sofortige Entfernung nniß erfolgen. Kein oinzlper von ihnen darf bleiben. Wenn die Mannschaftei, der Sicherheitswehr es ehrlich mit der Berliner Bevölkerung meinen und da? auch gegen sie bestehende tiefe Mißtrau:» beseitigen wollen, dann müssen auch sie mit aller Energie verlangen, daß sie von solchen Offizieren befreit werden. Wir wissen, daß da? der größte Teil der Mannschaften will. Die Berliner arbeitende Bevölkerung wird sie in diesem Verlangen unterstützen. Ein: Regierung, die diesem allgemeinen Willensausdruck keine Folge leistet, muß zur Unmöglichkeit werden. Wir foroern ein Reinemachen, schnell und gu.! Sie Rede» Särnaigs«ad Levis ia der Genew!veksMK!u«g Groß-Zeriius am LS. Kürz. Infolge techtiischsr Schwierigkeiten ist es uns erst beute mög» sich, eine kurze Skizziorung der Reden des Genossen Ernst Däumig und b& Vorsitzenden der RoiichSzentrol« der K. P. D. Dr. Paul Levt in d-er Ge ne rälv er samm lung der Betriebsräte Groß-BerltnS vom 26. März zu bringen. Genosse Däumig warnte che Arbeiterschaft dringend vor einer Ueverschätzung ihrcS Generalstreikerfolges. Zwar habe sie dt- Kapp-Lüttwitz politisch erledigt, die konterrevolutionäre militärisch Macht in Deutschland aber sei immer noch unge» krochen. Gegen die kämpfenden Arbeiter im Reich, die sich zur Abtvehr des Militaristenputschs mit der Waffe str der.Hand er» hoben hatten und ihn zu Boden schlugen, rüsten jetzt die reaktionären RetckSwehrgeneräle Strafcxpeditionen aus. Nach den Methoden de? � weißen.Schreckens in Ungarn werden revolutimiäre Arbeiter in brutalster Weife standrechtlich gemenchlt. Nichr nur in den Vororten Berlins, sondern auch in Thüringen, in Vdittel- dentschland, überall dort, wo dir Militaristen die Mach wieder in die Hand bekommen. Deutsche Offiziere verhandetten i» Poris, um die Erlaubnis zum Truppentransport durch das besetzte Ge- biej gegen den Ruhrbezirk zu eohalten. lieber Magdeburg gingen »ich weniger als 13 Truppenzüge, di« aus der Hoch'urg der Konterrevcstutiem. aus Schlesien kamen,.»ach Rheinland-Wcst« fassen. Die MiKtörS verlangen, unterstützt von der bürgerlich»! Preßmeute, die Entwaffnung der Arbeiter, ohne daß ihnen irgendwelch Garantien gegen eine militaristische BrutaWerung gegeben werden sollen. Unter stocken Umständen wollen narür. lich die bewaffneten Arbeiter sich nicht wehr- und schutzlos mache» lassen. So ist eiinc Situation entstanden, die die Gefahr schwerster Komplikation� in fch birgt. Die Unabhä ngi ge-Soz i al« deine k rotte ist unser diesen Umständen der Äichcht. daß da? Proletariat aufs neue gegen b'ie Militärdiktatur der Sbert-Regiernng aufgervfen werden muß. Zur Frage der Regierungsbildung bemerkte Ge- nasse Däumig. daß eine Kaali tiernv regiernng eine Lösung der ftchgen gespannten Situation nicht bringen könne. Sie hat unter keinen Umständen das Vertrauen der Arbeiter, die zu oft getauscht wurde». Nur eine rein sozialistische Regierung, getragen von den» Beul raren der Arbeiter, kann die jetzige Lage enitsipaimen. Di« Unabhängige Sozialdemokratie«st zur Tatlnahme an einer solche« unter bestimmten AorauSsetzinige», bereit. Dabei gibt sie keines- lvsgs ihr letzte» Ziel auf, das in der Verwirklichung des Sozia- lismuk, und zwar auf marxistische Basis durch die Diktarnr dsZ Proletariats verwirklicht werden irniß. Diese aber ist, darüber dürfen wir uns nicht täuschen, zurzai-: unmöglich.. zeigt sich immer mehr an den Ereignissen der letzten Tage., daß der Abbruch des Berliner Generalstreiks eine schwer« Gefährdung der Lage d�r kämpfenden Ar» deiterschait im Reiche war. Teshatb ist«8 notwendig, i» einer neuen Aktion da? Proletariat geschlossen gegen di'e militaristisch Wlllkürherrfchaft zu sammeln. Wir sind heute zu diesem Zwecke mit den ZeniraUnstanzen der Gewerkschasien zusammen gewesen und haben auf Grund der Tatsach, daß die bekannten Forderungen, deren Annahme durch die Regierung und Parteien zum Abbruch des Generalstreiks führten, nicht innegehalten wur- den, die erneute Proklamation des General- streikS für das ganze Reich verlangt. Doch erklärten diese Instanzen seMigefällig, bisher feie» ihre Forderungen»och in keiner Weife verletzt ivordeu. AuS diesem Grunde könnten sie sich nicht für unser Verlangen ertvärnren."Nur die Ber- liner Gewe rkscha ftS kom m issio n stimmte unserem Verlangen der Neu aufnähme des Generalstreiks zu. Um alles zu tun, was zur Rettung der gefährdeten Kampfgenossen üi Rheirftand-Westfaten und sonst im Reiche dienen konnte, eni- schlössen wir uns schließlich, mit einer D ep u t a t i o n beim Präsidenten Ebert zu intervenieren. ES wurde be- 12) Oer Sternfteiahof. Roman von Ludwig Anzengruber. n.. Teich--! war schon zu öfteren Malen auf dem reichen Km?(Püvcjcn, fie hatte dort ein« alte Base, die, seit dem >sr Kahren erstolgbeu Tod« der Bäuerin, dem Hauswesen etrstand; diese brave Schasfnerin tat sich nicht wenig aus hre Dedeuftmg zugute, schätzte aber ganz richtig, daß s« Übe nur Hein mächtig großen Anwesen verdank, und'ließ ich bei günstiger Gelegenheit gerne dazu herbei, ein oder oi andere Dorfkind darauf herumzuführen und zu ver- tlüffen Ein paarmal hatten die beiden Dirnen die Arte mfgesucht, ohne mehr°W deren allerdings wohnl.ches -tübchen vom ganzen, großen Sternstemchf g-Men°u «ben dann aber wurden sie auf den nächstem Sonntag fojchmijtiaa aeladen. wo die Herrenteuts./ms" sein wurden tNd auch wenig Gesinde sich w�rm vechalstm werde. Es war ein sonniger Herbstnachmittag, cm dem d« Dirnen in Begleitung Muckerls läng? des BacheS -urch das Torf schritten, bis wo tn der Mitte desselben, er Kirche gegenüber, die Brücke über das Waster und auf du Wea führte, der zium Sternstemhof hmanstieg. B'hüt dich Gott. Muckorl," sagten vre beiden, denn da dar nicht geladen worden, und �mitbringen. Ware eme ftchöftichkeit gelnef-n.„B hüt dich Gabt rmd last dir unter- rss die Zeit nit lang werden.. rrf. „Habt derwegen kein' Sorg, e? rndent er sich uf ins Brückengeländer stutzte.„Unterhaltet eixh gut. Helen' war boshaft genug, ihm«n Auch w vtel zu- uriffen, dann eilten dte Dirnen nnt flinken Fußen den sügel imun„ keuchte Segherl, der es nicht �inMl wollte den balb-n Äluftt, den sie gegen dm Kamc?adin zurückbffeb. einzubringen.„Wirst sehon wve tel und was's all'! da oben gibt: gauz weg wirst sein läch-lte mit den geöffneten Lippen, zwischen vn« sie im röschen Gehen dte Luft einsog. Sie nahm ,.ch menschliche Vorsätze unaekannten und ungeahrnten Eindrücke-u gegernübior? Die alt? Schaffnerin empfing die beiden Mädchen mit herablassender Freund» lichkeit. bewirtete sie mit einer Schale Kaffee, sin seltenes Getränk für Leute von da imten, das sollte die richtig« Stimmung hervorrufen, denn leerer Magen macht trübe Augen, dann ging es ans„Umsehen". Bei Sephevl war dabei nichts Zteues zu sehen, sie schenkte all dem Aufgezeigten und Borgewiesenen eilten flüchtigen Blick— wobei ihre Augen immer noch vevwun- dert genug taten, um die ehrgeizig« Frau Basi bei.guter Laune zu erhalten,— und machte sich das Vergnügen, auf Helenens Gesicht zu-achten; diese brauchte sich anfangs gar nicht Gewalt an zutun, üm das gleichgültigste von der Welt beizubehalten, denn als es im Erdgeschosse durch di« Ge- sindestuben ging, fand sie eben nur mehr Stuben und mehr Hausrat auf einem Flecke, Äs sie sonst Gelegenheit hatte, bersamnren zu fetten, indes weder die einen lwch der ander« vom Gewohnten sich urnterschiednr. Als sie aber über den Hof nach den Wirtschaft� gebäuden folgte, die mit den blanken, handlichsten Geräten, ja mit Maschinen vollbestellt wiaren, zu deren Gebrauchserklärung sie allerdings noch stolz mit denr Kopfe nickte und ein erheucheltes Verständnis murmelte, als sie cm den Scheuern mit dm aufgehäuften Vorräten vorbeikalm und im Geflügelhofe Hunderte vorn girrend, krähend, quakend und folternd sich brüstenden Dieven sie wirre machten, und als sie endlich in den über» großen Ställen vor einer ganzen Herde Dteh stand, ein Stück immer'schöner als das ander«, da waren ihve Augen denn doch allmählig größer geworden, und besangen Mich sie nebenher, als es zurück nach dem Wöhnhowse ging, dessen Oberstock mm erstiegen ward. Was sie da sab, als sie mit eingehaltenem Atem von Stube zu Stube ging, an Notwendigem in ausgesuchter Form, uttd au Entbehrlichem, das brert, wie hier nicht zu entraten. an seinem Orte stand, der reiche Vorrat an Wäsche und Kleidern, der'hr einen halblauten Schrei der Verwim- derung erpreßte, als die Schaffnerrn dte'Schränke aufschloß, der große, versperr te Schrank, dem sie einen scheuen Blick zuwarf, als sie hörte, er wäre bis ans oberste Fach mit reichem Geschirr und Silbergerät angefüllt, endlich die eiserne Kasse, der weder ein Dieb, noch das Feuer ankonnte. worin der Bauer bar mehr liegen hatte, als alle Därfter unten zusammen mit.Häusern und Gcmteen schwer waren, und vor der sie fast andächtig die Hände faltete, all das ver» schmolz in ihr zu einem Bilde der Macht und Herrlich- feit des Steichtüms. Gedrückt und verschüchtert vevteeß sie das Haus, und atmete froh auf, als es nach dem Garten ging. Dte beiden Dirnen wurden übrigens von der Alten auch nur dahin geführt, weil sich dort, von einer großen Rebenlaube au?, am schänstem weifen ließ, was für Liegenschaften zum Sternsteinhote gehörten. Es war viel Grund und Boden. aber den Eindruck ausschließlichen Besitzes machte er doch nicht, er reichte nicht, bis wo Himmel und Erde in ein? verMvammten, und rings lag doch mich viel fremdes Eigen» tum. Die Schassnerin setzte den Dirnen noch ein Glä?chen Wein vor, damit diese, wie sie wohlwollend bemerkte, wieder zu Leben kämen, dmrn entließ sie die beiden, sehr zufrieden darüber, chnen Anlaß Marten zu haben, das wentger als je zu sein. _ Eine gute Strecke legten dte Mädchen schweigend zu» ru«f, dann blieb Helene stehen und sah wach dem Hofe. -Hast recht gchabt, Sepherl," sagte si«,„man kann wirktüh ganz weg fem." u «Gelt ja?" sagte die. „Denk' nur," ffchr Helene fort,„die, tvelche'mal den Bub n vom �temsteinhofbauer kriegt,,,. et hat ja wohl nur den ein'?" � «Wie d' fragen magst! Freilich, nur'n Toni." „Die den einmal kriegt und da oben hinauf zu sitzen kommt, die muß's schon so gut haben, wie's kein' Vthueffin auch nft besser habim kann!" „Pah, was d' ved'st! Eiuor Prinzjssstn. dte g'wöhnt iS, vcmr goldenen Geichirr zu essen, und daß die Soldaten vor ihr.GweHr h raus l4 ichreivn, der fehlet noch viel' Meinst denn, jo a recht a reich- Bauerstochter bekam' da sonderlich mehr unter d Hand, als s' von ihcks Taler Hof der Swöhnt is? S° a-mne Menscher, wie wir. glaübeteu jsth dort fterltch wie rm Himmelreich, aber von uns ronin,! fJj* h'Nauf." «.Schwerlich," seufzte Helen', .(Fortsetzung fotgt./ fiyloffen,«In Ukiimaitum zu stellen zur Vermeidung deS Genera!« streiks, in dem gefordert wird, daß sämtliche Truppen- teile in ihre Garnisonen zurückgeführt werden müssen, daß keine Formationen nach Rheinland- Westfalen gebracht werden dürfen, und daß die Ar» veiter ihre Waffen behalten. Eine andere Deputa- tion ging zur preußischen Regierung, um dort die sofortige Bildung von bewaffneten Arbeiter- wehren innerhalb von zwei bis drei Tagen und ferner die Durchsetzung der Sicherheitswehren mit Ar- heitern zu erzwingen. Werden diese ultimctibtn Korde rungen Sicht sofort erfüllt, so sind wir es unseren bedrohten Kampf- Mnossen im Reiche fckmldig, erneut einen Appell zur Unter- pützungSaktion an die Massen zu richten. Zum Problem der Bewaffnung deS Prole- tariatS iagte Genosse Daum ig, daß natürlich nicht Hinz und.tbunz bewaffnet werden dürften. Damit erreiche man gar nichts sondern«S käme darauf an, die bewaffneten Arbeiter in festen Formationen ziriaurmenzubringen, die. unter dem Einfluß ihrer Organisation stünden. Vor einer Unterschätzung deS mili- tLrisckien Gegners muß dringend gewarnt werden. Vorbedingung zur Bewaffnung des Proletariats und zur Entwaffnung deS reaktionären Militärs sei aber eine Resnerung, die fest ent- schlössen mit allen zu Gebote stehenden Mitelu, zu denen ins- besondere die Entziehung der Suibsitzeuzmittel gehöre, vorgehe. DaS aber könne nur eine sozialistische Regierung. Wir müssen ste deshalb alS Mittel zum Zweck anerkennen. In bezug auf die Gewerkschaften, deren engherzige und formalistische Politik di« Geschlossenheit deS Proletariats letzt erneut gefährde, forderte D ä u m i g � daß die Massen in ihnen die Instanzen unter scharfem Druck nach vorwärts nahmen. Das Proletariat müsse zu neuem Kampf« rüsten, müsse erneut stch die Geschlossenheit der Aktion gegen die Reaktion ohne Unter- schwd der politischen Orientierung erzwingen. Nach Genossen D äumig, dessen Ausführungen fast wider- fdruchSlosen Beifall fanden, sprach für die Reichszentrale der K. P. D. Dr. Paul L e v i. Er gab in seinen Ausführungen einen Ouerschniit durch den jetzigen Stand der gesellschaftlichen Kräfte. Diese ständen sich jetzt, auf der einen Seite Bourgeoisie und kleinbürgerlich orientierte Arbeiter, auf der anderen Seite daS klassenbewußte revolutionäre Proletariat, im labilen Macht- zustande gegenüber. Wir stünden jetzt eigentlich erst im k r i t i- scheu Moment der sozialen Revolution, den nicht der Kapp-Lüttwih-Putsch bedeutet habe. Die militaristische Reaktion, die jetzt wieder lebendig geworden, hätte glatt nieder- geschlagen werden können, wenn die Regierung Ebert-Bauer die Arbeiterschaft statt zum Generalstreik zu den Waffen� gerufen ihätte. Daß sie eS nicht tat, Hab« die Furcht der bürgerlich- rechtssozialistischen Koalitionsregierung vor dem Proletariat der- schuldet. Die K.P.D. sehe in den Verhandlungen mit Kbert und der preußischen Regierung, von denen Genosse Däumig gesprochen habe, ein« keineswegs nobensächliche, sondern kehr ernste und notwendige Sache. ES müsse eben in dieser Situation jeder Weg gegangen werden, der Macht im die Hände des Proletariats bringen könnte. Gelingt das und selbst wenn auch nur in einer Weise, die nicht die restlose Erfüllung aller Wünsche bringe, so bekomme wenigstens die Revolution eine notwendige Atempause�, werde der- Hindert, daß di« Bourgeoisie die Macht in die Hände bekomme und erneut ans unabsehbare Zeit behalte. Es sei grundfalsch, zu beklagen, daß die Nrvslution in Deutschland s» langsam varan- schreite. Da» sei keine Schwäch«, sondern beweise ihre Stärke, beweise, daß daS deutsche Proletariat de» Ernst der Revolution und die durch ihre Gründlichkeit bedingte Langwierigkeit erkenne. Die Revolution vollziehe sich eben nickst in stürmischem Schwung bis zur Vollendung, sondern spiele sich in Etappen ab. Jede Etappe, die eine Machtstärkung deS Proletariats bedeute, müsse benäht werden. In der jetzigen Situation fei die Möglichkeit feiner Räterepublik, der Verwirklichung unsere? Endzieles, nicht Hggeben. Wir dürfen aber nicht ablassen mit unseren Demühun- gen auf Revolutionierung de? Proletariats und dazu jeden gang- baren Weg geben. Die Weffrevolution erst bringt die Erfüllung tasereS Kampfes. Nach einer kurzen Diskussion wurde dann einstimmig folgende >IBfcfol»tion angenommen: .Der vorzeitige Abbruch des GsnerakstrMi vor Erreichung der '•twtoendigen Garantien für die werktätige Bevölkerung bat die von der Zentralstreikleitung vorausgesagte Wirkung gehabt, daß die konterrevolutionären.Kräfte sich wieder sommekn und stärken. D« Atempause, die der Konterrevolution durch die Unterbrechung bt9 Generalstreik» geworden tfh wird dazu benutzt um die sieg- Deiche Arbeiterschaft, besonders in Rheinlauld-Westsalen, durch dre VoldatoSka niedcrznmej?0ln. Die Vollversammlung der Wenüner Betriebsräte ruft amtesichts dieser ungeheuerlichen Prellerei der gesamten Arbeiterklasse Deutschland», angesichts der rtenen drohenden Gefahren da» Proletariat auf. sick» für«ine neue Kraft. rmstrengung bereit zu machen. Die Vollversammlung beauftragt den AktionSauSsckniß, sofort alle Maßnahmen für einen neuen Generalstreik zn treffen. Der Generalstreik muß geführt werden, bi» die Durchführung folgender Forderungen gelungen ist: 1. Sofortige Entwaffnung und AuflSfunq der krmterrevolu- Konären Truppen, d. h. der Truppen, die gegen die Arbeiter ge- kämpft haben und kämpfen. 2. Verhaftung der Offiziere und ihre Aburteilung durch ei» vlrbcitergericht. ß. Sofortige Beschlagnahme aller Waffen der Bourgeoisie und llebergabe der Waffen au die Arbeit erröte. 4. Betriebsweise Ausgabe von Waffen an organisierte Ar- beiter, Angestellte und Beamte. & Bildung von Arbeiterwehren unter zentraler Leitung der Arbeiterräte. «. Schleunige Einberufung eines ReichS-RätekongresseS. Vervolliiäidigung der Wahle» dt» revolutionären Betriebs» We."' Wie im ästen stußland. Fn welch bestialischer Weise das Standgericht Adler Shos mit den Gefangenen umging, geht aus nachstehendem Bericht cher- vor, den ein beteiligter Genosse uns über die dortigen Vorgänge macht«. Dtieser Bericht'lautet: Am Sonnabend, den 20. iL, abends 11 Uhr, wurde ich in meiner Wohnung von ReichÄoehrtruppen festgenommen und zu- sammeu mii meinem Vater und meinem Bruder nach dem Stand» gericht in der 1. Gemeindaschule geführt. Wir wurden nach Per so- nalien und Parteizugehörigkeit befragt. Als ich mich zur U. S P. bekannte, erkläute der Offizier, em Oberleutnant, das sei gleich- bedeutend mit Spartakist. Als der Offizier aus meinen Militär» papieren ersah, daß ich als Bizeseldwebel entlassen worden bin, meinte er:„Sie find der richtige, Ste suchen wir gerade."(Näm- lich denjenigen, der die angebliche Mode Armee" organisiert haben sollte.) Ich erwiderte ihm, daß das nicht der Fall sei, daß ich nur rn di« Liste zum Sicherheitsdienst �Bewachung der Öffentlichen Gebäude, Lckensmittellager ustv.) eingetragen wäre. Der Offizier meinte darauf, das fei dasselbe und nur vorgeschobene Sache, es würden doch andere Dinge dahinter stecken. Zch wurde dann gefragt, ob ich einen gewissen Maschs kenne. Ich verneinte da», trotzdem ich ihn kenne. Ich wollte ihn aber nicht kennen, um ihn, der Mitglied des Arbeiterrats ist, zu schützen. Der Offizier sagt« nun zu'den umstehenden Soldaten:„Gebt ihm LS, danrit er weich wird. Die Soldaten faßten mich, legten mich über einen Süihl, hoben meinen Mantel'hoch und s ch l ug en mit ihren stoppeln(das Schloß nach vorn) auf mich ein, zählten bis 23, fingen dann bei 14 wieder an, bis der Offizier ihnen zurief:„Aufhören!" Ich wurde dann vom Suhl heuunter- gerissen, mit Fußen getreten, mit Gewehrkolben geschlagen usw. Inzwischen brachte man die Papiere des flüchtig gewordenen Genossen Masche, worunter man auch die Na- meu einiger Genossen fand. Ich wurde wieder gefragt, ob deren Adresse kenne, was ich wieder verneinte, diesmal, weil die Adressen wirklich nicht wußte. Mir wurden nun wieder 2S zu diktiert, was in derselben Weise, eher' noch bestialischer, auSge führt wnrde. In der Zwischenzeit hatte man an einem anderen Verhafteten'dieielbe Prozedur vorgenommen. Wir wurden dann all« mit dem Kopf nach der Wand zu aufgestellt und mußten aller- lei schreckliche Drohungen mit anhören. Neben mir stand ein gewisser Schreck, der von den Soldaten mit Gewehrkolben so geschlagen wurde, daß er umfiel und lange Zeit wie tot dalag. Der Offizier äußerte:„Was denkt Ihr denn, Ihr Arbeiter? Meint Ihr denn, es geht Euch besser, wenn Kommunisten, Unabhängige oder Rechtssozialisten an die Re» gierung kommen? Denkt doch cm unfern guten Kaiser! Wir Junker sorgen doch bloß dafür, daß Ihr dummen Arbeiter was zu essen habt und Euch bilden könnt.(?)" Später kamen Zeugen, die hinbestellt waren, um auszusagen, ob wir mit der Waffe in der Hand erblickt wurden. Alle der- neinten sie es. Morgen» K6 Uhr kamen aber Bewohner aus dem Hause Adlergestell, denen wir gegenübergestellt wurden. Auch diese verneinten, uns mit Waffen gesehen zu haben. Nur einer behauptete, meinen Bruder mit der Waffe gesehen zu haben. Der beisitzende Offizier, Leutnant Geisler, sagte darauf zu dem Zeugen:„Ueberlegen Se es sich genau, was Sie sagen, denn Ihre Aussage bedeutet für den Mann das Todesurteil." Der Zeuge erwidert« darauf:„Dann will ich eS doch nicht genau be- baupten und nichts gesagt haben." Der Oberleutnant sprang auf den Zeugen zu und rief:„Dann sind Sie verhaftet. dann stecken Sie mit dieser Elique unter einer Decke." Der ein- geschüchterte Zeuge sagte nun:„Na, dann war er«S eben' und unterschrieb daS Protokoll. Daraufhin wurde mein Bruder mit noch zwei anderen um 6 Uhr erschossen. Der das Urteil be- ftätigte, war ein Kapitänleutnant. Den Mißhandlungen wohnten der Bürgermeister Dr. Spohr- lsder und Schöffe Schwarz lose bei. Au» diesem typischen Beispiel leuchtet die Zügeflosigkeit und Roheit der Soldateska hervor, der es nicht darauf ankam, Ruhe und Ordnung zu schaffen, fondern di« nur darauf brannte, ihre Mordgelüste zu befriedigen. Ein würdiger Schlußstein auf das System NoSkel � , 5, Handel und Banken: Schulaula, Auguststr. LI. 10. Staat»- I und Kommunalbetrtebe: Schulaula. Bernauer Str. 83/90. ' 11. Verkehrsgewerbe: Königsbank, Große Frankfurter Straße. i 12. Papier-Industrie: Dienstag, 6 Uhr, Weiumeistir- j straße 16/17, Schulaula. Einigung im Versicherungsgewerbe. Pom Zentrakverband der Angestellten wird uns folgcndeA berichtet: Am 27. März 1920 haben im Anschluß au den für da» ■ V erstehe ru n gSgewe rbe ergangenen Schiedsspruch vom 27. Februar 1920 im RcichsarbciiSmini'ftermm unter Vorsitz deS Herrn Re- ! ferenten Dr. Weigert EinigungÄverhanviungen stattgefunden, die zu einer Verständigung geführt haben. Hierdurch werde» alle andernfalls auftretenden Streitfragen und Langwierigkeite» vermieden. Die Angestellten erhalten nunmehr in Form von Teuerungszulagen die materiellen Verbesserungen des Schiedsspruches. Für das verflossene Vierteljahr werden sie am 1. April ausgezahlt. Die allgemein« Verbindlichkeit deS Tarifvertrages vom V. Februar 1920 und der dazu getroffeneu Vereinbarungen soll nunmehr beantragt werden. Der Arbeitgebevverband deutscher Versiche- runaSunternehm-ungen wird auf den Arbeitgeber-ReichSverbaick» deutscher Versicherungsvertreter dahin einwirken, daß auch für die Angestellten der ProvisionS-Generalagenturen«in« diese» Vereinbarungen entsprechende Regelung erfolgt. Auch die GehaltSregelung für die Einnehmer ist erörtert und der sofortige Eintritt in Verhandlungen, deren Abschluß biS I zum 10. April d. I. zugesagt ist, beschlossen worden. Uckber die Tarifregolung für die Außenbeamten, soweit ste nicht vom Tarifvertrag erfaßt werden, sollen ebenfalls erneut Verhandlungen aufgenommen werden. Teutschcr Transportarbeiterverband. Markkhelfer, Packer usw. deS Buchhandels Dienstag, den 30. März, abend» 7 Uhr, im Saal I. GewerkschastshauS, Engelufer IS: Gruppe nvensamw» lung. Tagesordnung: Stellungnahme zu den neuen Lohnforderungen. �Ricbe" Weißense«. Die Auszahlung der Kriegsbeschädigten und Lhrlinge erfolgt am TienStag, den 80. März, von 4 bi» S nachm., im mus. Fuchs, Iostizstr. 7. Für alle andere» Zahlunge» erfolgt noch nähere Bekannt-nachung. Wir ersuchen Ausweise mitzubringen. Ans der Partei. Der Termin der Betriebsratsvxchlen. Das ReichSarbeitSministerium teilt mit: Durch di« Wirren der l-tzten Tage sind die Wahlen zu den Betriebsräten dielfach verzögert worden. Z 102 des Betriebs» rätegefetzeS bestimmt, daß die erste Wahl spätestens 6 Wochen nach Inkrafttreten de» Gesetzes einzuleiten ist. Diele Frist ist mit dem 22. März abgelaufen. Da» hat in den beteiligten Kreisen Anlaß zu einer großen Beunruhigung gegeben. Demgegenüber wird von dem ReichSarbeitSministerium darauf hingewiesen, daß der Frist nach z 102 genügt ist. wenn nur in ix» galt b iS z u m LL-März der Wahlvor stand bestellt worden ist. DaS dürft« überall geschehen sei», Fortschritt der ll. S. P. in Bayern. In Eisenbach bei Aschasfenbuvg ist der geschlossene Uebertrist der S. P. D. zu unserer Parte! erfoligt. In Unterfranken sind in wenigen Tagen sechs neue Ortsgvuppen gegründet worden. In Passau hatten jüngst die freiorganffierten Arbeiter ein« Theaterauffühnmg arrangiert. Diase Aufführung würbe durch Schießereien und Stinkbambenwerffu von Reichswehrsoldaten gehindert. Unsere Partei macht auch dort gewaltige Fortschritte, Der geschlossene Uebertckitt der S. P. D.-Organrfatton wird sich hier aller Boraussicht nach in der alleonächsten Zeit vollziehen, Ueberau ein mächtiges BoUvärtetrringe» der U. S. P. Zusammenschluß der sozialistischen Gemeinbedertreier w Frcmtreich. Im Anschluß an den französischen sazialffkiPhen Parteitag sind eine große Anzahl der sozialistische!» Bürgermeister und Ge- mein de vert reter zusammenye komme», um über die Ermögsichung eines ftänd-igeu Austausches der in der kommunallen Arbeit gesammelten Erfahrungen zu beraten. In verschiedenen Departements beistehen bereit» lokale Organisationen der soziaiistrsche» Gememdevertrete r, andere wollen ähnliche in» Leben rufen. Die Konferenz beschloß darauf die Schaffung eine» Natio« nalverbande» der soz iallisti sch« n Gemeinde» Vertreter; die Pariser Orgamsation hat den Auftrag erhalten, sich mit allen sozialistischen Gemeinden in Verbindung zu setzen und Berichte und Statistiken zu sammeln. Auf einer bei Gelegenheit der nächsten Raflonalra-tSiagung einzuberufenden ordnungsmäßig beschickten Konferenz sollen dann die Sialuten beraten und ein Informationsblatt gegründet werden. Achtung! Betriebsräte aller Jnbustriegruppe«. Montag, den 23. März, nachmittags pünktlich b Uhr, finden in folgenden Lokalen die Vollversammlungen der Betriebsräte aller Judustriegruppen statt: 1. Gärtnerei und Landwirtschaft: Schulaula, Auguststr. 21. 2. Stein- und Bau-Industrie: Schul- aula, Weinmeisterstr. 16. 3. Metallindustrie: BökerS Festsäle, Weberstr. 17. 4. Chemische Industrie: Schulaula, Auguststr. 67/68. V. TexM- Industrie: Schulaula, Koppenplatz an der Linienstraße. 6. Leder�Jndustrie: Schulaula, Gipsstraße. 7. Holz-Jndustrie: Musiken-Fesffäl«, Kpiser-Wilhelm-Straßa. 8- sNahrungS- und Genußmittel-Gewerbe: Humboldt-Gymnafium, Gartenstr. 25. X H K n e 4 Mark! 7.- Mark mit echtem FrledenS'KekulscliLtilc. schön«, oatöriich« Färb« bei 5 jähr, schriftlicher Garantie, Zahnziehen mit örtlich. 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Wtr werden eelaer stets In Ehren tedenken. Die Elnlseherunt. findet«m Mont.f, den 29 d. Mts., neekmittafs J1', Uhr. Im Krematorium, BaumschDlenweg, Klefholrstrele statt. Rott Betelllfung erwartet Oeschlftsleltuns. U. S.P. rrledrlcbtheg.a. Am 23. Min wurde um uaser Genosse, der Arbeiter Franz Bailcke von den Kspp-Llttwlli- scheu Scherzen»chwer- verwundet dsvongeraSt. Eluch seinen Hcnheri. Die Beerditunt findet Mont.f, 29 Mlrr, nachm. � Ohr enl dem St. Plus- kirchhole in Berlin- Hehenschhnkausen statt Die Genossen, die daran teilnehmen, fahren um 2" Uhr vom Buhnhol Ertedrichshacen ab. Mttat'AllÄSC Die Elnlschenuc meinet lieben Mannet and inten Vaters WllllBöhniE findet am Dlenstai. den I 3». d. M., nachm. 3 Uhr,| L Krematorium Treptow- Bauraschulenwei stuft Ww. Joh. Bdhme j nd Sohn Willi Adlarsbof.Selcho wstr�I. Todesanzeize. Als Opfer der radrde- rtachen Soldateska fielen Im Kampfe für die frei- hell lolfeade Oenosae.: Otto Haak Rieh. Duschke Franz Hohendorf Willy Kluge Die Beerdlfnu* findet amMontet.deu29.Mlia. aechmlttats 5 Uhr. vSa der kleslten Leichenhalle eu statt Ehre ihrem Andenken! Die revoluttonlren Arbeiter Teiels. 14. Distrikt Z Abteiinn*. Bezirk 682 Der Genosse Friedrich Hildwein fiel den Kapphorden bei Henniisdorf zum Opfer. Seine Beerdiium findet am Moutai, den 29 3., nachm. 3k Uhr, auf dem Johannis» Kirchhot In Pilltzeusae statt Ehre telnom Andenken 1 Der Vorstand. RnderrerelDnlorvlrU" Bei den Unruhen kam auch unser Sportsie» uossc vnn Netzbonj ums Leben. Wir betranern In dem so früh tielmieianienen einen liehen Freund, dessen Andenken wir stets In Ehren halten werden. Der Vorstand. Donksofnnf. Für die vielen Beweise herzlicher l eiln»hme bei der Finäscherang; meines licbenManres und Vaters Herrmann Biegeri saien wir eilen Ver- wendten. Freunden und Bekannten, den Kolleien der Firma L. Schwarz- kopR.deaParteiiencasen des 15. Distrikts, dem Slnierchor sowie den Hinsbewohnern nnsern herzlichsten Dank. Frau Berta Biegert nebst Sohn. Deutscher Metallarbeiler-Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kolleicn und Kolleiinnen zur Nachricht, daB tollende Kollegen und Kollaginnen, gestorben sind: Der Schlosser Georg Ritter StelnstraBe 7, am 19. d. Mt«.— Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. Mtt-, nuchmittags 5 Uhr. von der Leichenhalle du Sopblen-Klrchbolea. Verl. Freien- walder StraBe, ans statt Der Schlosser Robert Welgel Steglitz, HalskestraSe 3d. am 25. d. Mta.— Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. Mts-, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Qenieinde- Priedholes in Steglita, BergstraBe, aus statt. Der Arbeiter Paul Weber Krossener StraBe 13, am 24. d. Mta.— Die Beerdigung findet am Dienstag, den 30. d. Mts., nachmittags 3�, Uhr, von der Leichenhalle du Stldt Friedhofes in Marzahn. aus statt Die Arbeiterin Gertrud Fischer DlnenstraBe 19. em 25. d. Mts.— Elnischerung Mittwoch. den 30. d. Mts., nachm. 3k Ubr, im Krematorium Qerichs träte. Der Arbeiter Otto Fidlcke QoSlerstraBe 20. am 26. d. Mts.- Die Beerdignag findet am Dienstag, den 30. d. Mts, nachmittags 3 uhr von der Leichenhalle des Emmaus-Klrchhofu In der MermannstraBe, ana statt Nachruf. Den Kollegen nnd Kolleginnen znr Nachricht. folgende Kollegen und Kolleginnen geatorben sind: Der Schlosser Paul Hettwer Gubener StraBe 19, am 10. d, Mts. Der Schlosser Wilhelm Petersohn daB Charlottenbnrg, 11. d. Mts. Kaiserin- Auguta- Allee 88 a. Der Dreher Hermann Löwke Steglitz, am 12. d. Mta. Die Arbeiterin Emma Einer Spenden, am 13. d. Mts. Der Arbeiter Wilhelm Wendt Schflnebcri, am 15. d. Mt». Die Arbeiterin Helene Schalkcwski BerlichlngenstreBe 13, am 16. d. Mit. Der Schleifer Otto Stahlberg Stralaner Allee 17 b, am 16. d. Mts. Der Schlosser Gustav Senk? L Ii sH Ottenburg. Sophie- Charlotte- StraBe III, am Der Schmied Mathlas Tauchert Spandaa. am 17. d. Mta. Der Arbeiter Otto Grölehen Reinickendorf, ResIdenzatraBe 60. am 17, d Mts(er- schössen). Die Arbeiterin Minna Schröder UlenaustreBe 6, am 25. d. Mts. Ehre ihreiti Andcnkenl Die Ortsverwaltuns. J Inaseas BiUSe aus gesticktem Vollvoile, mit farbig« Kurbelslkkereä fMMMM p iMfch giÄtß, ffiOL'era p e�a eisg. jieMele EßiJanstsJt för sis api)GlalflrSie!i3 Esfiandlung. Modernes, e: �robtca�eiloerfafiren.sraturhell. verfahren, Elektro-»»» uicht-Hetiatetvode, die «!- esfMl. WeklMte«. MüZepL be- lLÄr!e�i!Ol.HLhensLlir.e»"'LkhMk!l.. Siöukgenbcbrodluiis a.-llnkersuchu"«, Wafferheilver- tahrci', lenze»-- nn) grSuterKurc» und Bäder, Sanerstoftliinen, homöopathilche und»echnno-chera- peniijche Beliendlnng.— Nachweiäbnr gnte»»» dauernde Heilerfolg« bei sämrllche» Kranllheit«, inneren und Luferen, Ipeziell chrouifche», y 95. L NU gen-, Hals-, Herz», Manen-, Darm-,?eber>eldrn! Vtervenschniäch», uernäie» Koellchmerren, allgemeinee Aeraosiläi,»Uge- meiner nervejer Aölpannung, Aschla«, Sich«, Ahr»««- tiernnS; fäniilicheu'Anafchlägen, Zlechien, Aimrde»; kähmnngeu fowi» Kinderlähmung! 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Ehronifche« Hüftgelcnlrleidea»lederholt erfolgreich b«do»d«lt.—- i. örau ü. Hodorff, Berlin. Kolberger i- trade 2A VZ. Nerve»» und iiuocherhautentzüudnvg— voilständig ge> lähmt— geheilt.—?. Zrau Brenh, Panlrow. Domcrow» sirafc 54. Lungen dl«iten in 4 Tagen oollflSodig geheilt. — iv. Zrau L.geozmaan, Schönederg, Z-urigftr. vi.— Eiterode Ziftei nach Blinddarmoperation gehellt.— II. Herr®. Zi Itter, drrl-donan, Spondvlzf» 5r>. Boa Kni»- gelruirieiden geheilt, l!. Arau A. Aohrmofer, Berlin, Brerlauer Str. I. Alt« 15 jährig« Herzleiden geheilt. — 13. Herr AI. Anhner, Aeinirlrendorf-Well, Aaioniea- ftrah» 3. Kieferveretlernag geheilt.—>4. Zro» H. Hagel, Sochl-uhauf-n d. Oranienburg i. AI. Unterl.-Blntuugen end Nernerleide» geheilt.— 15. Zraa Ww. Zritfchter, Berlin, tviori-adnrger Str. 4».— Darmgefchwnlft geheilt. � Ib Zrau de» Lnfveirtors O. Heinrich, Berlin-Zrledrich»- felde, Alagerviehhof, Bon Seb-ttniilenug geheUt.-- I t Herr Erich 9 oilr. Berlin, Havelderger Str. l;. Bon Nieren, und Blajenleide», iiLohrrlucht, allgeui. graher Schwäche gehellt.— IS. Zrau Aeftaur. Hering, Berlin, Schönhauser Alle« S7. Bon Baled-wfcher tdrantheil geheilt.— 14. Heer A. Brofe, B.-E-mp-lhol, Zrled-ich. 9>.ilr.lin-SIr. 14. Schwer« A-jcharmarir leide» aril Läh- mnnq der Bei»« oollflZndig geheilt.— SV. Zrau E. Boh», Beilur-Lichl-nberg, Gärtnern. 10. Boa chron. Leiden, Her, schwäche NN» Verstopfung gehellt.— ZI. Herr A. Schladitz, Berlin Eaprivistr 24. Bon Seflchlolup»» geheilt! vorher mit Aadium»rfolgl», dehandelt.— 22. Herr A. Hellwig, B.-Dorllgioalde, irruftftr. Z5. Bon Magengejchwrlft, Berftopfnng und Nervenschwäch» ge- heilt.— 23. Herr Airlchhondler Erlrert, Berlin, Greifen- Hagener S'rah» Sb. Bon aichlisch-rhenmalrschen Schmer- zen in Bein mrd Zuhgelenlr gehellt:— 24. Herr Gastwirt E. Alichael!«, Elzarlottenbrrrg, Wallflral?» SI. Bon chronlfchrm Leberieiden nad Geiblucht geheilt.— 25. Zra» AI. Ztnorr, Beriin-Lichlenderg. Schornwederftr. vi. Bon H-rzfchwäche u. 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Ssnt DienStag ab findet wieder regelmäffige GaSabgade stait unter Einhaltung der vorgeschriebenen Tperrzeiten von » bi» W/f Uhr und 3 bis 8V, Uhr. D: r l i». der.£T. März 19S0. DireKKon der Städtischen Gaswerke. iCi�ad�öcedldChQffinlaä �Wlprs«��T|TTV-««,flB bIS1> uOfiaLx/� Ur&erep Bsklnmechef bejm 6cfc£en der emgegbxigenen Loburigfeno sVldtjj?» d�PB�rnfKrixreBfejjrjn�' Wix färb仫 ' UpLlti ceeÄe'j tdCägt fchn&lLi RadUce�Gnmdmaim, Berlin toesdener Straße J�-55.Luifesilftof TTlaritzpl. 7*320 ... Möbelfabrik Rob.Seellsch Oegriindat ISTSa Breloh tlgung ohne Kautawang geoigttel Barlln 0. 112, Rlgaar Sir. 71-73» empfleblt mtl prtMs Wi!-5l!MM ia jeder r releiage. • ana bssondara grooe« Answah!<» Äid-, ledern Oeechniack entaprecheaA 164 Musterräuiu® Lagonäumo: 6008 □-Il«ter zttN-' •«haulta MSbal httnuan ballabtga Call koatanlon lagen« Nr. 94. Zweite Vellage zur„Freiheit* SgWkag. U.»z 1920 VMersammIuuz der revolulisiiSren SelrKbsrAe Grsß-Serlms. Zn der heutigen Tagung der Vollversammlung referiert: Tegmann. Er erstattete Bericht über den Stand der Regierungskrise, sonne über die Situation der De- wegung im Reich. Besonders kratz sind die miiitärischen Z�efi.al.men in Mitteldeutschland uni) in den lhürmgischcn Staaten. Der Meitze Schrecken hat beispielsweise in Sömmerda furchtbar gewütet. Viele �unserer besten Ge- «ossen sind standrechtlich erschossen, sehr Diele verhaftet und weggeführt worden. In Münster sind zwei Bataillone Süddeutsche einmarschiert. Sie hißten dort di: schwarz-wcitz-ro:e Flagge. Die Dielefelder Abmachungen sind nicht von den Arbeitern, sondern Don den Militärs durchbrochen worden. Watter, der General, der nach Angabe verschiedener einflußreicher S. P. D.-Führer sich bei dem Kapp-Putsch loyal verhalten und hinter der Verfassung stehen soll, hat im Ruhr-Kohlengebiet Flugblätter verbreiten lassen mit der Aufforderung:.Bürger, bewaffnet euch gegen den Bolschewismus/ Unter der Parole für Demokratie, für Ruhe und Ordnung, gegen den Bolschewismus versucht man die Bour geoisie gegen dieselben Arbeiter aufzuputschen, die der Verfassung und den NegierungIl''utcn erst wieder Geltung verschafft haben. Jjm Ruhrgebi:t haben die Bergarbeiter nicht nur für mustergültige Ordnung gesorgt, sondern sogar Ueber schichten ver fahren. Jetzt, nachdem ihnen ein militärischer Angriff droht, sind sie entschlossen zum Aeußersten. Der MtionSausschutz von Hagen hat Ebert«:n Telegramm zugehen lassen, daß auf Grund der militärischen Vorbereitungen alle Städte und Dörwr in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden, und daß all: Brücken und Bergwerke mit Sprengminen versehen sind. Beim Angriff werden die Brücken und Bergwerke in die Luft fliegen, und was da? heitzt ist unZ allen klar. Dann ist Deutschland erledigt. Hoffentlich kommt die verbohrte Mrlitärkamarilla mit ihren Helfershelfern und Hintermännern noch im letzten Augenblick zur Bosinnung. Die Schuld am Untergang Deutschlands fällt einzig allein auf ihr Konto. Levi sKom.) ergänzte in kurzen Ausführungen den Bericht sehr wirkungsvoll. Auch er war wie Wegmann d-r Meinung, daß das Proletariat bereit stehen, rüsten müsse für d>en_ neuen Kampf, der unvermeidlich scheine, daß. wenn die Gewerkschaften kalt zusehen würden, wie unsere Brüder im Nuhrgeb:et und anderen Gegenden Deutschlands im Blute erstickt werden, ev. die Vollversammlung ohne Gewerkschaften diesen Genossen zu Hilfe eilen müsse. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Es wurden nur einzelne Bc'bergrnre angeführt, so die heute in großer An- «hl erfolgten Verhaftungen, Haussuchung in einem Betrieb der Großen Berliner Straßenbahn uftv. Zum Schlich richtete W�munn noch einen pti l n n Oic Eisenbahner, die-S allein in der Hand hättsn. Blutver- gießen zu Verbindern. Gaschke von den Eilenbahnern ergänzte diese Mahnung, bat aber, di« Ersenbahner nicht vor den Kopf zu stoßen, sie seien nickst schlecht, sondern nur pol:tich noch zu wemg aufgeklärt. Hier solle jeder nachhelfen und den Tlahn, steig nicht nur mit Fahrkarte, sondern auch mit Flugblättern betreten. Nackocm Malzahn nochmals darauf hinwies, in den Be- trieben'wo bisher noch keine Betriebsräte gewählt sind, solche schnellstens zu wählen, und E cke rt zur Abrechnung dar noch au?- stehenden Beträge aufgefordert hatte, wurde folgende En.schstetzung einstimmig angenommen: In Anbetracht der auf? höchste gesteigerte» Gefahr, daß alle Versprechungen, die die Regierung den kämpsenden Arbeitern in der vergangenen Woche gab, nicht erfüllt werden, geschweige denn die darüber hinausgehenden berechtigten V-rbcrunxen des Proletariats auch nur in Erwägung gezogen werden, beschließt die Vollversammlung, noch im Laufe deS heutigen Tage» durch den Aktionsausschuß an die fünf Körperschaften lAllgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, G-werkfchaft»kommission Berlin, Arbeitsgemeinschaft fteier Sngestelltenverbände. Sozialdemokra- tische Partei Deutschlands, Zentralkomitee der N.T. P.D.), die durch ihre Abmachungen mit der Slegierung den vorzeitigen Ab- Sruch de? Generalstreiks veranlaßt haben, mit der Aufforderung heranzutreten, bi» morgen mittags 12 Uhr zu erklären, welche Garantie sie geschaffen habe«, daß di: berechtigte» Forderungen der Arbeiterschaft fof.rt durchgeführt werden insbesondere d.e Entwaffnung der reaktionären Truppen, dre Auflosung der Re.chS- wehr und sonstiger konterrevolutionären Formationen, die Be- waffnung deS Proletariat», de, Aufhör-nS de« weiße» Schreckens in Mitteldeutschland, die Unterlassung feindseliger Handlungen «gen die Arbeiter im Rnhrrevier und die s-fort.gr Entlassung der für die Sache de? Proletariats in Zuchthäusern, Gefängnissen und Schutzhaft vefindliche». Die Vollversammlung erwartet bis morgen nachmittags crne Antwort und behält sich ihre weiteren Maßnahmen vor. CHroß�ö�rlin. ............—----------- Beisekuna der Schöneberger Opfer der Märzkämpfe. Die drei Schöneberger Todesopfer des Militärputsches vom lg Mm-» wurden am gestrigen Sonnabend nachmittag unter o!ß'�ntttch zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Vor der Beifttzuna f»rbslv!e beiderlei Geschlechts im Alter vom vollendeten 14-. bis zum vollendeten 18. L'henSjabre, welche Er- werbstosenunteritützung begwhen oder für welche Familien- zir'chiäge gezahlt werden, sind verpfficbtet, an dem bis auf wöchentlich 20 Stunden festgesetzten Unterricht in einer Fach- oder Fortbildungsschule ihrer Gemeinde oder, falls in dieser eine solche nicht bestehen sollte, an dem Unterricht einer in einer anderen Gemeinde des Lebens mit MverbandeS einaericksteten Fach- oder Fortbildungsschule teilg-unehmen. Die Durchführung dieser Anordnung bleibt den zum LebcmSmittekvevbande gehörigen Gemeinden vorbehalten. Diese Aenderung tritt sofort in Kraft. Freigabe der Gasentnahme. Die Direktion der städtischen Gaswerke gibt bekamst: Die Gasentnahme wird für Sonntag, den 28. März, und Montag. den 2S. März, st, beschränktem Umfange wieder freigegeben, und zwar für Sonntag in der Zeit von 11� Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittag» und am Montag ebenfalls in der Zeit von llü Uhr vormittags 6,8 2 Uhr nach. mittags und van 6% bi« 9 Uhr ab e n dlS. Vom Dienstag ab findet wieder regelmäßige GaSabgabe statt unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sperrzeiten von 8 bis 11 Uhr und 2 bis 656 Uhr. Immer wieber Llebergriffe der treuen Reichswehr. Im Pfchorrbräu, Tauentzienstraße, Ecke Rankestraße, befinden sich die Gastwirtsangestellten im Streik. Trotz verschiedener Auf- forderungen des Wirts griff die Sicherheitswehr gegen die Streik- Posten nicht ein. Freitag abend um 7 Uhr kam plötzlich Reichs- wehr und verhaftete fünf Streikposten und nahm sie mit nach der Hochschule für Musik in der Hardenbergstraße. Es ist anscheinend dieselbe Truppe, welche vor einigen Tagen die.Freiheit"-Händler verhaftet und mißhandelt hat. Bettennachweis für Groß-Berliner Krankenhäuser. Die für den Nachweis freier Betten in den Groß-Berliner Krankenhausern eingerichtete Fernsprechzentrale befindet sick? jetzt im RettungSamt Groß-Bcrlin, Artilleriestraße 28 I, und ist televhonilsch über Amt Norden„RcitungZamt" zu erreichen. Bestellungen auf Krankenwagen des Groß-Berliner Verbandes für das RettungSwefen werden daselbst ebenso wie bei den Rettungsstellen und Polizeirevieren entgegengenommen. Die juristische Sprechstunde findet in dieser Woche biZ auf weiteres nachmittags von 6 bis 7 Uhr statt. Der erhöhte Steuerzuschlag in Eharlottenburg. Der Magistrat Eharlottenburg macht jetzt amtlich bekannt, daß der Gemeinde- steuerzuschlag für da» Steuerjahr ISIS von 300 auf 350 Prozent erhöht ist. Dies« öffentliche Bekanntmachung gilt gleichzeitig als Aufforderung zur Zahlung. Es ergeht also keine besondere Be- nachr. cht i zu ng dcr Steuerpflichtigen mehr. Die Erhöhung um 50 Prozent macht ein Sechstel der in der Steuerzahlkarle für 1919 aufgeführten Gemeindesteuer auZ, nur die Beamten mit außerdienstlichem Einkommen erhalten eine besondere Berechn-mg. Die Zahlung muß in voller Höhe in der Zeit vom 1. bis 15. April erfolgen. Die Sozialistische Proletaricrjugenb(Ortsgruppe Schönhauser Viertel) hat jetzt ein Heim. Die Veranstaltungen in diesem Heim, das sich im Zimmer 3 der 24g. Gemeindeschule, Greifenhagener Straße 5g, befindet, beginnen am 1. April.?lm Donnerstag findet dort die erste Versammlung statt. Anfang 7 Uhr. Gäste stets willkommen,.•— Mangel a« Krankenschwestern. Es besteht gegenwärtig ein dringender Bedarf an ausgebildetem weiblichen Pflegepersonals der durch die einheimischen Arbeitskräfte nicht gedeckt werden kann. Infolgedessen ist staatlich geprüften Krankenschwestern bis auf weiteres die volle Freizügigkeit nach Groß-Bsrlin zugs- standen worden. Uirf bloßen Nachweis ihres Berufe? hin wird ihnen Arbeit nachgewiesen. BokkShochschnle Nenköllu. Der an, 23. d. MtS. infcklge Licht» sperre ausgefallene Vortrag deS Dozenten Dr. W. Werner— Reih» 22— AuSgewähl!« Kapitel aus der argmrifchen Experi» mcnWchemie— findet am Dienstag, den 30. März, im Physiksaal des Kaiser-Friedrich-ReaigymnafnimS statt. Tie Jugendweihe in Neukölln findet bestimmt heute dorm. 10 Uhr im großen Saal der«Neuen West", Hasenhade, statt. verloren! Ein Genosse hat ein Paket mit rotem LeinenpläsH am Sonnabend nachmittag nach 3 Uhr im Vollring zwischen Pu litzsttaße und Potsdamer Dahnhof liegen lassen. Da der Der- leener ersatzpflichtig ist, wird der eheliche Finder gebeten, da? Paket gegen Belohnung bei Lange, Bredotostratze 41, Stfi. J Tit., abzugeben. Vermißt wird feit Montag, den 8. März, die 12 jährig« Hilde Piper. Sie war von ihrer Mutter nach der Kranken» lasse in der Lehrter Straße geschickt worden. Nach Ermittelungen ist ihr das Krankengeld gestohlen worden. Seit dem genannte» Tage ist sie spurlos verschwunden. Die Verschwundene hat langes, starkes, blondes Haar, trug schwarzen Mantel mit Krinimerbesatz, Kittel- kleid a»S grauem Militnrstoff, gelbe baumwollene Strümpfe und schwarze Schnürschuhe, ichwarz-w iß gestreiste Schürze, Kinderscknrm lind eine kleine dnnlelrote Handtasche aus Leder mit sämtliche« Krankenpapieren auf den Namen ihrer Mutter. Personen, welche sie gesehe» und Auskunft darüber geben können, werden gebeten, dieselbe an die Mutter, Frau Ida Piper, Fruchtstraße 79, v. III, ge- langen zu lassen. le.'StWuikkelkaleyder. Vcrli». In d«r Wache oem 89. März bis 4. April darf Dr»t und, Mel'I nur euf di» Srstbart« abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitt« da, Stichwort Hafer tragen. Brot und Mehl auf d!« Karte mit dem Stichwort Hafer darf erst von Montag, den 29. März. ab verkauft weiden.— E» entfallen auf die Abschnitt« 10 und 11 der allgemeinen Lebensmittelkarte der Stadt Berlin 125 Gramm zu- sammen Z50 Gramm Haferflocken zum Preise von 46 Pf.(je Pfd. 92 Pf.)(bei Paketwaoe gelten di« aufgedruckten Preise) und auf die Abschnitt« 15 und 16 derselben Karte je 125 Gramm zusammen 250 Gramm ausländ. Maisfabrikat« zum Preis« von 1,48 M. sss Pfd. 2.95 M), und zwar ohn« Loranmeldurig. Di- Aue-ebc der War» erfolgt von Dounerstas. den 1. April 1S20 bis Mittwoch, den 14. April 1920, in denjenigen Kleinhandelsgeschäften, in denen s. Zt. der Abschnitt IIS der allgemeinen Lebensmittelkarte anze, meldst werden ist. Soweit di» Bezugsberechtigten diesen Abschnitt nicht an- gemeldet haben, können sie die Ware m den durch Säulenanlchlaz bekanntgegebenen Nachanmeldazeschäften ebenfalls bis zum 14. April einlösen, SchSncberg. A ri, gegeben«erden von der nächsten Woche ab: 4 Pfd. Kartoffeln auf Absckn. 14, bisNibe:gir Bezugskarte. Neukölln. 5* der kommenden Woche Neuverteilung von 125 Gramm Derstenfobrikaten, 125 Gramm Teigwaren, 125 Gramm Haser sab ri Katen und 250 Gramm Graupen sämllich auf die E�oh. Berliner Lebensmittelkarte, Zn den städtischen Berkaussstellen Son- derverteilimg von Nährmitteln für Kinder im 1, und 2. Jahre, Bor- teiluog für Jugendlich« ist gleichfalls in Aussicht genommen. Daselbst sreihiindig Belgischer K-k,(5 Mark pro Pfd.). Licht-(1.60 M. und 2,10 M.>. Di« Fettraüon ist aus 20 Gramm Butter und 70 Gramm Margarine festgesetzt. Die Kaitoffelration wird noch bekanntgegeben. Stralau. Am Donnerstag, den 1. April er., nachmittogs, geiemgen in den hiesigen Geschäften zum Berkauf: a) aus Abschnitt 10 der Lebensmittelkarte 125 Gramm Nudeln, l>) auf Abschnitt 13 der Lebensmittelkarte 125 Gramm Haferflocken(lose). Die Abschnitte sind bis Montag, den 29. März abend, 7 Uhr in denjenigen Geschäften abzugeben, von denen die Entnahme der Waren beabsichtigt wird. Auf Abschnitt T der Zuckerkart«»-langt für die Zeit vom 1. bi» 15. Avril 375 Gramm Zucker zum Verkauf. Di« Kartenabschnitte sind bis Montag, den 29. März,«bdenz 7 Uhr. in denjenigen Geschäfte» abzugeben, in denen die Smpfongsber-chiigten zum Bezug« von Zucker in die Kundenliste eingetragen sind. Weißenfee. Auf Abschnitt 13» bis A 4 Pfd. Kartoffeln, 17« bis x 390 Gramm Ackerbohnen. Abschnitt 6 der allgemeinen Lebensmittel- karte in der v-rkaufslteste Pistoriusstvaß« 24, zwei Hering«, om karte in der Verkaufsstelle Pistoriumsstraße 24, zmei Heringe, am Montag Nr. 1— 4000, Dienstag 4001—6000 Mittwoch 8004.— 12 000, Donnerewg 12 001—16 000, Sonnabend 16 001—20 000. Alt-Glienick«. Es werden verausgabt: ffn den Verkaufsstellen. Abschnitt 9 der KreiSlebensmittelkarte 250 Gramm Zereolmshl 35 Pf., aus Abschn. 9« der roten Lcbensmittelk. 125 Gramm Marmelade 93 Pf., auf Abschn. 98 der roten Lebensmittelk. 125 Gramm Erbsen M. 1.—, auf Abschn. 98 der roten Lebensmittelk. 1 Hering 70 Pf., auf Abschn. 98 d-r roten Lebensmittelk. 250 Gramm Morgen- trank 45 Pf. oder 250 Gramm Suppen, auf Abschn. 99 dcr roten Lebensmtttelkorte 250 Gramm Saubohnen 65 Pf., auf Abschn. 90 der roten Lebensmittelk. 250 Gramm Maisflocken 1.60<01., auf Abschn. 100 der roten Lebensmittelk. 1 Dose Gulasch M. 7.50, auf Abschn. ISO der roten L-benSmtttelk. 1 Dose Lebermurft 7,— M.. für Kriegs- belchädigte 500 Gramm Erbsen M. 4,—, auf Nährmittelkarten 250 Gr. Weizenmehl 38 Pst, auf Abschnitt{ und c der Kartoffclkarte 250 Gr. Kartoffelwalzmehl 60 Pst. auf Milchkarten D. l,?. II, C. I und C II je% Pfd. Sirup gegen Abtrennung des jeweiligen Buchstabens. Von Mittwoch, den 31. März, ab in den Gemeindeverkaufs'tellen auf Abschnitt 97 der roten Lebensmittelkarte 1 Pfd. Weizenmehl 76 Pf.. l4 Pfund Zucker 72 Pf. Sämtliche Zuckerkarten sind neu eintragen zu lassen in den Gemeindeverkaiffsstellen oder für die Mitglivdc: des Konsum» in dessen hiesiger Berkaufsstelle. Eingetragen können nur die Karten mit dem Stempel d-S Lebensmittelamtes werden. Aus den Organisakioneu. 3. Distrikt. Karfteitag, abend» 7 Uhr, Mittenwalder Strohe 37, Schulaula; Bortrag Dr. Felix Günther über Kunst und Sozialismus. Orgelkonzert. Erich Fruth: Bah und Eva Haupt: Sopran.— D:e Revolulionsfeierkarten haben zu diesem Abend Gültigkeit. 4. Distrikt. Dienstag, den 30. März, abends 7 Ubr, bei Zanke. Zeughofstraße 2t, Bollversammlung der Dildungskommissto!'.. ». Distrikt. Montag, den 20. März, abends 7 Uhr, Mitgliederver- fammlung in der Schulmilo. Dresdener Straße 113, Icgesordnung; Dia politische Lage. Referent: Genosse Dr. Hertz. 8. Distrikt. Montag, den 29. März, abend» AM Uhr. in der Di-h- Hofbörse, Eldenaer Straße, Generalversammlung. A.-O.: Di- Lew-tt des letzten Senerolftreiks und neue Gefahren. Rcserent Genosse E. Eichhorn. 3. Distrikt. MontpH abend. 7 Uhr, Sitzung sämtlicher Funktionär« und Elternbeirat, bei Ratsch, Friedeberger Straße 1. 10. Distrikt. Abterlungsversommlung b-l Büttner, Echmedter t Straße 23, abend« I Ms. D-ligftrWuvM zur BardandaNianerata,,. e: (5 ; C N ua tri ©' A iiu Zic ii»; M li TUT.inuunji, vuMMng von OMeufett der M-imd-IIrZts aus den «Schulen zum Dionstog, den gi). März> IQ. Distrikt. Sitzung der Poiil. Kommission bei Krone. Metzer isStrotze 2, am 20. März, Montag cöends 7 Uhr. 13. Distrikt. 3. Lbreilung. Dienstag odend. 7 Uhr. Versammlung ider So'iulaulo, lIraunstraße U. Mitgliedsbuch legilimiert. 13. Distrikt. Monirg. den 29. Miirz, in der Aula. Zminglistrab» 2. Uhr, Distrikt sversomnilung. M-iigliedsbuch legitimiert. Temstelhof. Dienstag, 30. Mörz, abends 7>k Uhr, im Realgym- trasium, Kaiserin Augu-stostraste. Aula, Generalversammlung. Tages- pobrumg: Situation uns Geschäftsbericht. Neuwahl der Geschästslel- dtinz und Funktionäre. Lichtenberg. Dienstag, 30. März, abends 7H Uhr, Fortsetzung der MUgliederversammlung vom 23. d. M. in der Aula Parliaue. Sirolau. Dienstag abend» 7 Uhr, bei Sieinicke, Llt-Stralsu k, Frauenlefe-chend. Referat der Genossin Arendsee über:»Di« Frau in her Hauswirtschaft und im Erwerbsleben". Bilditngskommisston Bdlcrshos. Di« Fugendweih« findet oin Bcnnlag, den 4. April, statt. Näheres wird noch bekannt gemacht. U. S. P/Gastwirtsangestellts. Letztsr Kursus über:»Wissenschast- liche: Sozialismus", Montag, vormittags, 10 Uhr, Arbeiler-Bildungs- schule, Echichierstratz» S. VsrelnMßnSer. Zeatralverband der Angestellt«». Delegierte der Liste 7. Montag, 7 Uhr abends, im Geiverkschastshau», Saal 3, Sitzung. Vertrauensleute der Dachbinder in den Vuchdruckereien, Ge- schäftsbuchfabriken und Buchbindereien. Dienstag nachm.,%5 Uhr im Gswerkschaftshaus, Saal 1, VertrauenKmännersitzung. Versammlung der Vertrauensleute des Hoch- und Tlefiaugcwer» bes. Montag, abends 7 Uhr, im roten Saal« des Ortsbureaus des Aen- tralverbandes der Angestellten, Belle-Aliiance-Stratz» 7/10. Kentraloerbaich d-r Fleischer, Ortsoerwaltung Grotz-Derlin. Dienstag, abend«, Uhr, VertrauenSmänner-Aonseren« für alle Sektionen im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Strotze 11. Intrrnatio.ialer Bund, Sektion Kriegsgesangene. Mtgliederver- samml'.ing, Montag, abends �7 Uhr. in d-r Schulaula, Gipsstratze 23a. Zahlreiches Erscheinen dringend erforderlich. Gäste willkommen. Soz. Proletarlersug-nd, Ortsgr. Schönhauser Viertel. Am Mon- tag abend, 7 Uhr. ftndet noch bei Fehrmann, Greifenhagener Sir. 12, der Spiel- und Unterhaltungsabend, statt. Musikinstrumente mltbrin- gen! Dam Donnerstag ab finden unsere Veranstaltunger. im Schul- heim, 219. E-m.-Schule, Zimmer 3. in der Greifenhagener Str. S0, statt. Donnerstag abend, Versammlung. Für Referat ist gesorgt. Freie fozlaNstisch« Jugend. Nbt.-Dez. Nobden. Die Schnlenisas- s'mxsseier vom Z5>. März findet der Zeitereignisse wegen, am 18. April, Schulaula, Eieimstretz»,>iatt. Gelöste Karten behalten Eülligkeit. Fr. soz. Jugend Gruppe S.O. Ab Dienetaz, finden unsere Zu» saminenkünfle tn der Schule Glogauer Sir. sKinderhort), statt. Freie soz. Jugend. Delegiert« der A. B. Osten, Montag, abends, 7 Uhr, bei Kempin, Weidenweg. Arbeiter Dasferspertverdand, Kreis 1. Am 30. März, abend» 8 Uhr, bei Liick. Luizen-User 8. tecyn. AuSjchublitzung. pünktliche» Erscheinen. Touristen-Verein»DI- Naturfreunde". Abt. Norden. Mittwoch, 31. März. 7 Uhr, großer Lichtbildervortrag„Der Thüringer Wald". unier Mitwirkung der Musik-Ädt., Aula, Grunlhaler Straße 3. Ein- laß 99 Pf. Karten zu haben beim Gen. Vmvitz, N., Soldiner Str. 2Z. Turn-Verein FIrqte. Am Montag, den 29. März, findet die Kinder» turnauSschußsttzung um 7 Uhr bei Vrasser, M.chaelkirchstr. statt, Erscheiner aller K:nd«rturnwarte ist Pslicht. ----..- Verantwortlich für die Redaktion: Alfred Wielepp. Neukölln. Dsrlagsgenossenschaft„Freiheil", e. G n>. b. H.. Derlin.— Druck der Lindendruckere, und V-rlag-geseltschaft m. b. H.. Cchissbauerdamm 13. iit« ti!« Ivo kx 100.- Mark lä sämtliclie Metalle kauft J. Achs, Alte Jakobstr.aBe 84. vupför 'lessing ilol , ttnlc /.Inn Simen "ucIiÄ«t Wild Katrlerstraüe 10 law Hahultol Yoiksttaüe.) ® rr N •So-» tv X' DI' ci o zL •c ZT o «v Ptotoapparate Aßkaaf vVrr.»1. Ahoto- Steckelmann, VV. 9, Potsdamer Str. I3ä. Ankauf, Tausch und Verkauf van Eloktro- motoron aüap Art, sowie Lieferitits sämtlicher Irtnsmlssioiisteils mit oder ohae Montage. Heinrich Schöiiier, InccB'enr, Berlin fiWB, SchlHbanerearatn l» rernrut: Amt Nordea 10821. * kllyIsrZeitllNFSn. Jotore, Dynamcdrafit kauft zu Höchstpreisen (•kCrob«reaa.Lan�eStr27. »h 1 Treppe, nicht Keller. 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März, vormittags 19 Llhr Große öffentliche verfammlungen in folgenden Lokalen: Vock-Brttu-rei, Tcmpelbofer Ber�, Muzikersäle, Ka�ser-Wilhelm-Str. 31, Sophiensäle, Sophiensir. 17—18, TlZalhalla-Theater, Weinbergsweg 19, Bötzow-Brauerei, Prenzlauer Allee 247, Büttners Festfäle, Schweb er Str. 23, Echulaula, Kreifenhagener Str. 20, Echulaula, Glein.str. 49, Lycsum, Greifswalder Straße, Boekers Fest-äle, Wcbersir. 17, Prachtsäle des Ostens, Franksurter Allee 48, Pharusscile, Müllerstr. 142, Mvabiter Gesellschastshaus, Wiclefstr. 24, Klosiergarten, Am Spand. Schiffahrtslanal, Urania, Wra-gelstr. 19—11, Graumanns Festsäle, Naunynstr. 27, MärkiZcher Hof, Admiralstr. 18 c, Schulaula, Reichenbcrger Str. 67, Schulaula, Görl tzer Str. 51, Neinickendorf-Ost: Hubertussäle, Provinz» straße 74, Neinickenborf-Wesi: Eichbornsäle, Eichborn» straße 69, Pankow: Linders Nestaurant, Breite Str. 34, Charkottenburg: Volkshaus, Rosinenstraße, Oberschvneweide: Morners Blumengarten, Lichtenberg: Nsform-Gymnasium, Cafs Bellevue, Hauptstr. 2, Schönebsrg, Schwarzer Adler, Hauptstr. 144, Neukölln: Kliems Festsäle, Hasenheide, Srernlichtspiele, Hermannstr. 49, Excelsior-Lichtspiele, Bergstr. 136. Tagesordnung: Die sozialistische Arbeiterregierung Referenten: Arendsee, Berger, Breitscheid, Cohn, Crispien, Däumig, Düwell, Eichhorn, Hertz, Hetzler, Hilfferding,?!dolf Hofftnann, Kotzke, Künstler, Küter, Laukant, Ledebour, Leid, Löffle?, Maltzahn, Moses, Anna Nemitz, Peffier, Rabold, Rauch, Ätabke, Nofenfeld, Rufch, Schüning, Stoecker, Weil, Weife, E. Wurm, Zieh. Arbeiter, Angestellte, Arbeiterinnen, erscheint in Masten! MMM liLZclikitzieit vdr. Hein, Wilde L Co. Zentrale: Berlin C, Neue Friedrichstr, 21a, Ecke Künigslr. Fernsprecher: Amt Könijstad» 161 und 162. GröSies SoiSinienUSeitiiäit L'er Braoiii?. lillL- D. ÜMiNM in schweren Qualitäten Samlkrapn, Ä 5,50 WS5tL«SZokk« revischcr HoWSÄel-reM«i» Verwaltungsstelle Berlin Bureau: Berlin S O. l?, Nunzestr.«0. Fernsprecher: Ami Moritzplatz Nr. WÄ3 und 3278 (jrosse Auswahl Wollserge leichhaliige Farbenausvahl EcMes Wo'tlerieinen lein und dicht Elseagani-Aemelfa'ter Hansels RoOhaar, Friedensqualitäten. Damenfutterstoffe ÄÄÄ!: Tressen und KnSpfe für Kostüme. Gliihkoitlen lilr Bürjeleisen. Bü�elöfen| Namen-Eüquctts, i ßüceipiatfen n. EBchei 1 ßiisele'�cn 1 Kratrenklötze f Öa�erhitror f. fifiBÜriU | Gr. Zuschneidesch, ren| CfigclkiM.»Inti. CrBl.| Creüe BUceibürtten| Kleldcrb isel. 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April, die am Montag, den 5. April, stillige am Connastend, den 3. April, und die am Dienstaganksurler Allee 6, i Dtnbd ft Uhr Bezirk enbofitn: Märkischen Hof, Admiralstr. 18<>, abend» ö U r. Bezirk BöarenhSuser, Magazltte und votelbetr cbe: ttönigsiadi-tiaiino, Hoizmarlistr. 72, ab.ndsd�Uhr. Tage otdntiug fite de» Bez'rke: Anlräqe»ni> tle nngnahnie zur ÖSciic;fllMviammltrafl- 2. IIn ext Foideimiflkn tur klündwuiig de» öruichen Taiijcö. 8 Siellunilnamnc zum Berdandsiaa. 4. t. rauchen» i»id BeibandSanacicae keile». Aui.abe der Bierlftatipageboge», Stellmacher: TonncrSlan, den> April, ndend» 7 Uhr, im Rosen» 1> haier C>oi, Nosemiialer Sir. II 12: i AvtzcroädeliMe lZetsemmlung. ) Tagesordnung: I. Bericht von der Branchenlonserenz. ' 2. Siellungnadme zur iöeneralver ammlung. 8. Bei- dandeangele� enbeucn. Die Kollegen der Jnmim'ZbeIncbe sind belondert eingeladen, gieichchlls nu.jft» jämliiche Generaivetsammiunge-Delegierli vetirclen itui. Mol�N- und irabrikttschler: Mittwoch, de»»> Mär, 1020. abendS üi Uhr, in der .Schuiaula", Weinniegieiftr. 1817: Lranchen-Vcrsammlunz. Tagesordnung: I. Bnicht der Lvmmvjion. 2. Unsere liohn�rage. 3. Branchenangelegeiiheiten. i. Betschiedeucs. jkorbmacher: Mittwoch, den a>. d. MIS., abends 7 Uhr, bei M a r c i n l o w s! i, M>chac>iirchsir 24: rwüchen-veriamm'Wii. Tagesordnung: I. Veiicki von den Berhaudtungen mit den Unietnebmeni beliebend Teuerungszulage. 2. Branchen- angeten. Tie Ortsv�rwaltiing. Verband der Zttndzbinder nud ! Papierverat beiter Deutschlands, Lrisvcrlvattnug Berit». Uchtminl ilchnnta: VertranenSlente der Buchbinder in Buel drwtkcrcien, GeschästS- bnchsabriken u. Auchbuidcrcicn l DtenSiaa. den 30. W.'flrj, rartmltioß« 16 Uhr, Im Wewer, IchastKliaii», Cngeluicr 16, Eaal L Tageiordnung: Tertditerstettuna iidn den enfchtuß einer neuen Srhdbima der Lvlnic von 17>, ans 30'/, ftit f'rtt ebnaldetler n»d ptr Aitord- arociler von lt>. auf 26°/.. zalllbar S.t. iirz I» die er wich Igen eg-e kein itcruauci!»"'«NN fehlen. damit i teie wei'ere tlihdhung del II»e'ofor' mit dieser Sohnwoche In ilenit treicn kann. Die Branchculcitnng. �A/dsli auk D aZlzeaklunx- Sp-r>.',iit!lt:U«rj-erl!eIil!t �Jiiiiizz- siiilirjitii.üsh Moderne Ssie'ss-, Wusln- und SehiafzißMer in großer Auswah!. Seör. Uebsr.l Andreasstr. 28. Tie für den 29. März, abendS 6 Uhr, einbe- rufcne CeneralvkrsMM?«xg der Berlag8gcnosscnschaft„Freiheit", e. G.m.b.H., wird um 2 ÄZo e» vcrs ov.n und findet JUonia?, den 12. Apri! 1920, abends 6 Ahr. in der Äock-Brauerei, nicht Bö oiv-Brauorei, Fi-i» c.ustrasje, am Tcmpclhofcr Ber�, statt. Der AuffichtSrat I. A.: O t t o D ö r i n g. AnbkrorNeiilüche N>!gIie!>er-!ZeIMSM�ZlMMNII.MN>!Zg«IIM Ftiiate wroli-.terlt» am TlenStag. den Utk lvlnrz I»L0, avcnd» 6 Uhr, im««< weritchastohanfe, Enget-User Ii. Tagcoo.hnuug: Unsere Lohnbewegung. _ Ter Borstand. Leulicher Vauarde ier-vetvanli Sektion der Stukkateur- nnd GiPSbanbranche. Am Dienstag, den 30. März lS2v findet im GewerkschaftohauS, großer �.aal, Engetufer 1ö, aoe..ds 8 Uhr, eine allgemeine Versammlung alter in der Stntk- und Gipsbaubranche de- schäftigt n Wolle en statt. Tagesordnung: l. Wie denke« wir iinfcr« Forderung zur TurchfUnrnng Z« dringen. 2. Twinisior. U. w wen- Ichaimche». To» iirscheinen alle: ii liegen Ii, t> iiigcnb erfoibttiich, Die Sektiouöleitung. AullAl M5IIl!Ml!titN-Ml>lI!!i>. Bezirk Grosz-Berlin. «ureau: ikngeiuier: l-iä II. Fcnnprccher: Amt Morlhplah »r..'N-'d»nd Sil?._ VerbandSfnnktionäre! vetriehkverlrou.n icuie.«ranchcnlcitcr.«crivonungSmilglieder, DgirUts-, AgltailonSkommtsslonomttgtleder»nd Lbleute. Tie durch Hanozeuei miigeieilie Atzclli. ßllltioiiS'-l'krsliiiimlililli findet'bereits»m Montag, den s». MSr, abe ds 0 Uhr. in der BranereiNönigstadt, SchöuiiauserAllretll-Il '�"«lle sfir dies« stell netrosfencn Lergnftallungea fallen au» Ansah dieser Basammlung aa». Die BezlrksverwalNtng. Tlanspsrlartieiter-Veiliaiiii Chemische Branche._ v. in Mittwoch, den 31. März d. J?., abends im Stöniaftadt-Kastito, Holzmarltstc. 72. illt LniIIÄMkAMlMg aller Untergruppen. rage« o rd n n n a: r»telliln..»ah»ie zu den NSndignngcn der»ariic nnd»infsiellung ncuer Fordrrunge». MUgNedsduch oder-karte legst km ie:l. Die Branchenleitnng. Istir, N' SculscherTerütarheiler-Veldiii-d Filiale: Berlin, SlndreaSstraste 17. Am Montag, dcn S9. März lv2v, avendS 7 Uhr, bei Siowottnick, Lange Slratze 30, Generalversammlung. TageSordnunq: 1. Wahl zweier Vurean'ilsSarbciler.. 2. D e I'eue B.'ilragSjah.unq ad I. April m>d andeie wichtige erganiiationsnaarn. Tie veliiedSrälc w.rden ersucht, diese Sinladung In den Beirieben bekauiilzugeden. cinie MuglledSbttch kein Eintrkit. 2er Borsiand. Lnmrtenia.hrih S.SchcfSiel rahlt Sdineldarn fnr jede Art Wollumoen Engrospreise. Kilo H bis 25 Atark Kl. Markusstr, 7, Königst. 6237. 1 Ä/E ö fc> o Riesonläger In i EUgsnl Moderne Speisezimmer: Schlafzimmer Herrenzimmer Wohnzimmer Küchen hesonders vorteilhalt tOr ttrautleute Möbel-Haus A. DAMITT Rosenthaler Str. 43-47 i Kapier Heising Zmn samtl. Metalle Qüscksisr Platin Siibar- | Sahn�ebSsse kauit zu riesig holten Preisen In nnrorea 6 Eiimiifssleüen Metall-Zentrale l.BPünn?nstr.ll am Rosentha'er Pl.itr. Z.FßDnstrnß248 am Wed'.ilntrplafr, 3.B2llSi2ht?.29 ' nsihe der Turmstrnße !4.Bnlin!!0fstr.2 I 13cke Schöncberger Str. I am Anlialter Bahnhof 5. Keu.oiin Kaij.-Fryr.-Str.S�� , nahe Hermannpla'z S.Wk!ZW2�2 am Balteno!arz. Blei I Zinn! Weißmetalle! alle I eg'e ungen, ferner: Kupier l RotsraBI �es- »iinzst Alumisituul \ etc. Qaeckss*- l-'vrZ Piaüln! 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