Einzelpreis 20 Pfennig* 3. Jahrgang Dienstag, öen 30.!l7ärz 1920 5>te �reibeit� erf Morgen-Ausgabe Vit achtgespaliene Nonpareillezeile oder deren Raum, sowie jede Wori-Anzeige, als auch die Familien- und Grganisationsanzeigen werden laut aufgestelltem Anzeigen- Tarif berechnet. Inserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestens bis 3 Ubr nachmittags in der Expedition aufgegeben sein. Jnseraleu-Abteilung: Verlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 855-36, 289S-9«, 9769 berliner-Organ t>pr Unabhängigen SotMömotmtie OmtflJMnba höchste Hefahr im �uhrgebiet! Enlscheidende Stunden! Von Karl Kautsky. Wlr flehen vor dem Ablauf des Ultmmtums. das die «eichsregieruilg der Arbeiterberwlkerung des Rirbrreviers �stellt brrt. Ein MtÄnatmn, obcnsa kurz/fvistig, wie das, wel«5)es im Juli 1914'die österreichjische Regienu-ng der ferbi- Wen stellie. und das den Weltkrieg entzündete: ein Ulli- WytuM, cibeirso kurzsichtig, ebonso kurzfrrstvg und viÄleicht Nuch ebenso verderbenschwanger für das deutsche Volk, wie «äs vor sechs Jahren. Sollte nickt eine Verständigung innerhalb der gegebenen Frist erreicht sein— und fca» ist bei der Kürze der Frist und der Kompliziertheit der Verhältniffe schwer mög- uch—, dann erheischt es das dringendste Lebens interesse »es deutschen Proletariats, des gesamten deutschen Volkes, die Frist zu verlängern und mit den Vor- ?o n d l n n g e n fortzufahren. Nicht eher sollte zum ftnfeersten geschritten werden, cvli bis otte Mittel der Ae» nändiflung erschöpft sind Gewiß, das Veichondeln ist eine schwierige Kunst.. ES �fordert ebensoviel Klugheit wie Sachkunde: die Kunst. die Menschen zu behandeln, aber oitch die Gabe, sie zu lieben, die Achtung vor dem Menschenleben. Die militärische Methode der gewaltsamen Nieder- Wlagung eines joden Widerstandes wirkt weit rascher nnd drastischer, ist viel bequemer— aber wie entsetzlich ihre Konsequenzen, nicht nur vom Standpunkte der H u m a n i- tat, was auf der Hand liegt, sondern auch vom Stand- Punkte bersckwender Politik und Oekonomie! Sicher gibt es unter den Kämpfern im Nuhrrevier, wie uberall, gewalttätige und auch unisanbere Elemente. Aus- Oabe der Verhandlungen wäre es, und in hohem Grade ist das bereits gelungen, die Masse der Arbeiterschaft von diesen Elementen loszulösen, sie zu isolieren und dadurch »u gutwilliger Unterwerfung zu bringen. Verweigern sie diese, dann wäre kein großer Kraftaufwand nötig, der Dlinderheit Herr zu werden. Ihre Niederwerfung könnte Wohl schon durck die organisierte Arbeiterschaft allein ge- Wehen, würde sicher unter ihrer Zustimmung erfolgen. Läßt man dagegen gegen die Arbeiterschaft dos Mili- Hir los. ehe olle Mittel der Verständigung erschöpft sind, dann fühlen sich alle Arbeiter gleich bedroht und' betroffon, dann isbliert nran nicht die gewalttätigen Elemente, sondern schart um sie das ggsamte kampffähige Proletariat des Ruhrgcbiets. Wohl muß man damit rechnen, daß es niedergeschlagen wird, wenn's zum äußersten kommt. Aber durch einen derartigen Sieg macht die Regierung das Her» Dcnischlaiids zu ihrem erbittertsten Geirner, bringt sie sich in Gegensatz zu k>em gesamten Proletariat des Reiches. Aus der andern Seite aber geriete die lllcgimmg noch wehr als die alte in die Gefangenschaft ihrer siegreichen Generale, derselben Diktatoren, aus deren Klauen sie eben durch die siegreiche Erhebung der Volksmasse befreit wurde. Das v o liti scke Leben Deutschlands würde abermal? aufs heMfsosie zerrüttet, lind dazu gesellte sich noch eine ftefgehen-dc Zerrüttung des ökonomischen Lebens. Ver- Zwelseiln.de Menschen, die den Untergang vor Augen sehen, Und zu allem fähig. Der Masse der Astbeiler im Ru'.srrebier ist sicher jeder Gedanke an Zerstö-unig der Bergwerke, chrer eigenen Lebensquellerl, fremd. Aber maniattd kann wissen, wozu einzelne unter innen greifen, wenn sie das Siandrecht vor Augen haben: ob sie dann den Sieger nicht ebenso emp- lindlich' zu treffen suchen, wie aö die deutschen Generale in Nordsrankreich taten. G»:r.Ieichlt kann den Kohlesgruveu des Ruhr rev iers das Schicksal der nords ranzöstschcm bereitet werden Das wäre der industrielle Tod Dentschlarrds, der Physische Tod der Halste des dou ticken Sobkes. Aber solbst«vom, es zu diossn Furchtbaren nicht kommen llte. wie wir alle wünschen inüsson, so Wäre es mit der Ar- �-Jj*" byntisn*"VS»« ViOr« �Vd?s�"ch-' 6stt endlich aus dem Bettler-' und mit allen diesen furcht- baren skznsequenzcn bedroht uns bie Poftttf der Reg.errmg, wenl, sie sofort die Waffen sprechen läßt, ehe sie alle Mög' lichkeiien einer Verständigung versucht hat. Die jetzigen Unruhen im Rübrrevier sind nur die Re- äktion«ruf den Staatsstreich der.KaPv-Lüttwitz. Ohne diesen wäre es den Arbeitern im Rrchrrevier nie eingefallen, sich zu erheben, bestände dort heute nocli der tiefste Friede. Die Regierung(bat es nicht unter ihrer Würde gesunden, um Muwergießen zu vermeidsn, vor den Männern des Staats- strcichs nach Stu! tgart zu flichen. Sie�hat auch nach ihrem Siege keinen von ilhneu bisher einen Schaden an Leib und Leben zugefügt. Könnte sie nicht ein wenig von ihrer Milde auch gegen die fleißigen Arbeiter in, Industriegebiet aufbringen, von deren Hände Arbeit das Leben ganz Deutschlands abhängt? Vermag sie sich dazu nicht aufzuschwingen, dann wehe dem deutschen Volke, dann geht es grauenhaften Tagen ont- gegen! Geueratslreik im Rchrrevier. Im R n h r r e v i e r war es mit Ausnahme des Ham- borner Bezirks und Wesels richiq. Man durfte hoffen, daß der Enkschluß der Arbeiterschaft, selbst für Herstellung der Ruhe zu sorgen, die friedliche B e i l e g u n g des Konflikts ermöglichen würde. Uebcrall wurde voll ge- arbeitet, auch die Mitglieder der Arbeiterwehren waren in den Betrieben. Da fährt wie ein Blitz aus heiterein Himmel ein Ukas des Generals W a t t e r aus däs Revier nieder und setzt es »n Flammen. Der General hat folgende„Aus such- r u n g sb e st immu n g e n zum Bielefelder Ab- komme n" erlassen: 1. Waffen nnd Munitien find den Polizeivcewaltungen ab- zuliefern und««n da an daz Wehrkreiskommando abzugeben. Wenn bi» 30. März 11 Uhr vormittags schon vier schwere und zehn leichte(lteschübe, 200 Maschinengewehre, 16 Minenwerfer, 20 000 Gewehre, 400 Schuft Artillerlemunition, 100 000 Schuft In fantericmunition» 300 Schuft Minenwerfer abgeliefert sind, gelte» die Sedingung der Snerkennvng der StaatSautvritnt als nicht liefert, so werden weitere Vestimmungen über restlose Abgabe er- folgen. S. chir RegierungSprästdenten werden bis 30. März 11 Uhr vormittags ersucht, mitzuteilen, ob in ihrem Bezirk«och Bill« zugsräte bestehen«der die ordentlichen BchSrdrn restlos wieder in ihre Rechte eingesebt find. Bestehen noch BollzugSräte, dann gilt die Bedingungen der Anerkennung der Staatsautorität als nicht erfüllt. 3. Bestehen am 30. März noch Teile der Zloten Armee oder stehen Arbeiter unter de» Waffen, so. gilt die Bedingung der Auf- läsiing der Roten Armee als nicht erfüllt. Die gegnerische Kampf- lritnng wird um Angabe hierüber bis zum 30. März il lthr vor. mittags aufgefordert. 4. Sind'am 30. Mär; 11 Uhr vormittags„och nicht alle Ge- sangenen oder Geiseln freigelassen, so gilt die Teftimmung der Freilassung der Olcfanqcnen als nicht erfüllt. Die Gefangenen und Geiseln müssen bis 30- März mittags beim Wehrkreis Mün- sier eingetroffen fein. Wird Gefangenen oder Geiseln auch nur ein Saar gekrümmt, so gilt die Bedingung als nicht erfüllt. gez. Watt«. Ton und Inhalt bes Abkommens lassen kciücn Zweifel an der Absicht bos Generals: das Bielefelder Abkommen unter allen Umständen als u n e r- füllt z n erkläre n, n m He» V o r w a n d f ü r den Einmarsch des M i l i t ä r s iz u erhalten. Das Abkam inen, das ist die Ansicht aller Arbeiter- Parteien in, Ruhr.evier, ist n n e t f ü l l b a r. Tie Ar- heiter baden qnr nickt die Waffenmengen, deren Abliefe- runa verlangt wird, sie können nicht in der zu kurzen Zeit die. absichtlich schroff nnd demütigend formulierten Bedrn- gungen erfüllen. Sie enipünden deshalb diesen ungeheuer- I stlren Utas als eine K a m P f o n f a g e des General S, der unter allen Umstanden marschieren lassen will. Und dieselben Diganisatipnen, vie eben ihre Bereitschaft erklär! haben, selbst nüi den Waffen in der Hand den Uebergrissen ein Ende zu mackzon, sie haben jetzt den Generalstreik i m R Ii h> r e v i e r p i o k l a m i e r t. Sie baden es getan, weil sie von den- Einmarsch des Militärs das aller- schlimmste befürchten. Was aber ein neuer Kamps in, Ruhrgebiet bedeuten wurde, das hat K a u t s ky in dem � oorstehenden Artikel ausgeführt, der noch vor der Kenntnü der Watterschen Provokation geschrieben ist. In der Abwehr sind wieder alle Arbeiterorganisationen und die politischen Parteien völlig einmütig. Dies belveist folgende Mitteilung, die die Sozialdemokratische Partei(S. P. D.) an den Reichskanzler Müller heute abend ihn 7 Uhr 45 Min. gerichtet bat. und die sie uns gleichzeitig übermittelt. Sie hat folgenden Wortlaut: Dis Ultimatum der Reichsregierung vom 28. März, w'ird vom Bezirk Niederrhein der S. P. D. nicht an- erkannt. Die Befristung von 24 Stunden ist zu kurz. ES wird eine Frist von 3 Tagen verlangt. Der Kampf um Wesel konnte lokalisiert bleiben und wäre heute, längstens morgen beendigt gewesen, weil nur noch dk linksstehendem K. P. D.-Anihäwger weiter kämpfen. S. P. D., lt. s. P. D-, sowie der größte Teil der K. P. D. stehen hinter den B ie l e s e I d e r B c s ch l ü s s e n, des- gleichen der Zentralrat für das rheinisch-westsÄische. Gebiet in Essen. Der Einmarsch der Reichswehr in das Industriegebiet ver- pflichtet unS, gemeinsam mit U. S. P. und K. P. D. den(llene- ralstreik auszurufen und alle Massen mobil zu macheu, um die Reichswehr niederznschlngen. Zugleich werden wir unsere Genos- sen in den übrigen Bezirken des Reichs zur Solidarität für den Generalstreik und zur bewaffneten Abwehr aufrufen. Die ge- s a m t e R e i ch s w�e h r iist eine Gefahr fjir die Rcpu» blik und dem Sozialismus. Rur die geforderte Arbei- terwehr, mit Offizieren als Führer aus dem Republikanischen Führerbimd entnommen, und außerdem von der organisierten Arl>eiterschast vorzuschlagenden Führern bieten fauch für die Re- gierung Müller) die einzige Sicherheit, daß ähnliche Vor- kommnisse wie Käpp und Lüttwitz sich nicht wiederHalen. Die Abberufung des Generals Watter in Münster fordert die S. P. D. unbedingt. Wie dem Reichswehrkomiuissar Severin g he- bekannt, ist Watter ein unzuverlässiger Charakter. Da» Ultimatum der Roichsregierung vom 28. 3. spricht von Greueltaten der Roten Armse� Wir halten es für notoendig. daß die Regierung, ehe sie solche Schwindet Nachrichten in die Welt schleudert, sich durch amtliche Vertreter an Ort und Stelle informiert. Wir haben in Rheinland und Wesffaten auch noch eine sozialdemokratische Partei, bei der man Informationen hätte eiaholen können. Den Punkt 4 des oben erwähnten Ultimatums der Reichs- regierung, der von der völligen Entwaffnung der Be- völkerung unter Aussicht der rechtmäßigen staatlichen Organe han- delt, können wir nicht anerkennen, solange die recht- mäßigen staatlichen Organe aus dem alten reaktionären Be- amtenapparat bestehen und die Inhaber der vollziehenden Gewalt, diese unzuverlässigen Generale und Offiziere nach l.lrbeitcrblnt lechzen, aber kernen Finger rühren, wo es sich um Baliitumer und Düttwitzcr handelt. Bis zum letzten Mann werden wir diese Militärkamarilla und jede Regierung, die nicht durch die Tat be- weist, daß. sie in der Lage ist, diese Militärkamarilla, sowie die reaktionären Beamten i-n Reich, Staat und Kommune zu beseiii- gen, mit dem General st reik, und nötigenfalls mit Waffe n g e w a lt bekämpfen. Wir ersuchen deshalb dringend, sofort zu veranlassen, daft die an der Grenze des rheinisch-westfälischen Industriegebiets zu- fammengezogencn Reichswehrtruppen sofort in ihre Standorte beordert werdrn, woselbst die Reorganisation der Reichswehr so- fort nach den oben bezeichneten Gesichtspunkten zu erfolgen hat. Gleichzeitig Wunde dem Reichskanzler Mi 7,45 Uhr er- klärt, wir wünschen bis 11) Uhr an den Zentral rat in Essen med an den Bezirk Niederchem der S. P. D. in Glbevseld Bescheid ü ib e r d i e E n t s ch ließ n n g des zu gleicher Zeit tagenden Reich s kab i n c t t s. Wenn bis Ist Uhr ein Bescheid eingeht, der besagt, daß die Reichs regierung den Arfsmarsch der Reichswehr in das Industriegebiet untersagt, dann wird der bereit? verkündigte G e u e r q l- st r c i k wieder aufgesagt, aAderusalls bleibt es bei de m d c s ch l o s s en e n General st r e i k. Die Kundgebung, ist von den sozialdemokratischen Par- teisskretären Winkelyock. Kolaß, Ulleichaum«und Dröner, Mitglieder der ista na wrwersanrmli mg, unterzeichnet. ferner teM der Zentral rat in Essen heute»>u 7, 3st Uhr folgendes mit: Der General Watter hat Bchiugungen gestellt,'die technisch unausführbar sind, ganz abgesehen von ihrer uiorali- ch c u O uä l i s i k a t i v n. Zur Ali.vehr des Walterschen Planes hat der Zciitrairat in Essen beschlossen, zum sofortige» Generalstreik auszurufen. Zu gleicher Zeit erklärt der Zentralst in Essen,'daß er die Kieleselber NesKlstsje»&£*£«««« und&«• m«!i toiii'schen JiiHre-r erk'lärt haben, isich d e m-il n t e r w e r 7 e' Tie S. P. D. ld e s B e z i r? s N i eil m a n n-über die gogenwärhige Lage'folgende Mt> schließimg an: Die Funktionäre des Transportarbeiterverbandes verlangen ...sofortige Proilamierung des Venrvalstreik», sobald die Arbei >-'.«! er des Ruhrgebietes durch Äeichstruxpen angegriffen werden. Das Ultimatum der ReichSregiexung an die Arbeiter des RuhrgebieteS stellt einen Bruch der den GetocrkschaftSgruppen ge gcbcncii Versprechungen dar. DaS Ultimatum der Reichsregierung ist ein Versuch, die Gel v.ilt auch formell' fverfassungSgemäßl den meuternden Militärs zu übergeben und die Arbeiterschaft des Rnhrrevicrs zu er« würgen. l � 1 Die Arbeiter und Beamten der Giscnbahn fordern wir auf, alles zu tun, um weitere Truppentransporte und damit wei-te- ren A r b« i te r mord zu verhindern. Der Varswidd wird aufgefordert, alle Maßnahmen zu treffen, um den Generalftroik neu zu proklamieren und die Btwaffiiung der Arbeiter betriebstveise durchzuführen. liegenden Gesetzentwurf?, betreffend die Adurteilung der Hochtomate rifchen Unternehmungen aus dem März 1920, aufdiebürgerlichen Gerichte übergeleitet werden. Damit wird eine einhcitltche Beurteilung der mit dem hochverräterischen Unternehmen zusammenhängenden Straftaten durch die erkennenden Gerichte sichergestellt. Held Lüttwitz. Aach neueren Meldungen ist General v. L ü t t w i tz tatsäch- lich flüch'ig geworden und zunächst spurlos verschwunden. Nach dem Scheitern seines Putsches beabsichtigte der General, sich auf das Gut einer bekannten Familie, das in der Nähe von Anger- münde belegen ist, zu begeben. Der Weg dahin war ihm aber nach Norden zu durch bewaffnete Arbeiterabteilungen verlegt, er mußte sich schließlich über den Westen nach der Gegend von Anoermünde durchschlagen. Der Besitzer des GuteS Görledorf, wo Lüttwitz feine Zuflucht suchen wollte, lehnte eS aber ab, mit dem StaotSstreichler irgend etwas zu tun haben zu vollen, und lo riabm der Genen:! gezwungenermaßen in der Försterei Klamm Vach in der Nähe des Städtchens Joachimsthal Aufenthalt. Von hier auL teilte Lüttwitz dem damaligen Reichsjustizmmiste, Schiffer seinen Aufenthaltsort mit. worauf ihm unverzüglich der Schutzhaftbefehl zugestellt wurde. Dieser traf aber den General in der Försterei Klamm dach nicht mehr an. d-ie er an scheinend au« Furcht vor der bedrohlichen Nähe de Arbeiterschaft von Joachimsthal verlassen zu müssen glaubte. Es steht fest, daß General V Lüttwitz sich dann nach Berlin zurückbegeben hat. aber nicht in sein« Wohnung. Seit jenem Tage ist er voi» der Bildfläche der schwunden. Gegen Lüttwitz ist inzwischen ebenfalls ein Haftbefeh erlassen worden. Liilsliger Ansliug. 1. 0 Die Slrasnechlzmig der Hschveniiler. A m ti i ch wird mitgeteilt: Dem Antrag des Oberveichsonwalts entisprechend hat der zum Untcosuchiiiigsrichter des Reichsgerichts bestellte Reichsgerichtsrat Oelschlaeger die Voruntersuchung gegen folgende Personen wegen Hochverrats(Z 81, Ziffer 2, §§ 82, 47 Strafgesetzbuch) eröffnet: Grncrallandschaftsdircktor Kapp auS Königsberg, Regierungspräsidenten a. D. v. Jagow, zuletzt in Berlin, 3. Major a. D. Pabst, zuletzt in Berlin, 4. Oberst a. D. Baurr, zuletzt in Berlin, ö. Arzt und Volkswirt Dr. med. Schiele auS Raum- bürg a. 3., B. srüherrn Rechtsanwalt Brcdereck aus Berlin, 7. Untcrstaalssckretär a. D. Frcihcrrn von Falrenhausen aus Berlin, 8. Geheimen Rrgierungsrat Doch? auS Berlin,. 9. Admiral a. D. von Lrvrtzow aus Kiel, Ist. Major a. D. von Winterfeld auS Kiel, lt. Obcrbürgcrmristcr Lindemann aus Kiel, 12. Negier» ngSpräfidenten z. D. Pauli aus Schleswig, 13. Landrar von Löw ans Kiel. Tie AngtoschnEMsstsn Freiherr von Falkenhausen, von Levetzow und Pauli befinden sich in Haft. Gegen die übrigen Angeschuldigten, die flüchtig geworden sind, hat der Untersuchungsrichter Haftbefehl und Steckbrief erlassen? die weiteste Verbreitung der Tteckbrics« ist vorgesehen. Auch werden manchaste Geld- belohnungen für die Ergreifung der flüchtigen Angeßhul- digten und sachdienliche Angaben über den Gegenstand der Untevn'schlMg ausgesetzt. Ter I. Strafsenat des Reichsgerichts hat dem Antrage des Obcrrcichsanwcvlts entsprechend bis zur rechtskräftigen Beendigung des Strafverfahrens gegen die Angeschuldigten deren Vermögen mit Beschlag belegt und die öffentliche Bekanntgabe des Befchlagnahinebeschlusses ange- ordnet. Ter Oberreichsanwalt hat die Genehmigung der Nationalver'ammlniig zur Strafverfolgung des Abg. Likentiaten Trau b nachgesucht. Gegen die gegenwärtig noch der Militärgerichtsbarkeit nntcrstebenden Hcck>verräter schwebt ein besonderes Ver- fahren bei den Militärbehörden. Dieses Verfahren wird ««5 Verabfchieduna des der. Nationalveräammluna var? Das Reichswehrminf sterium gibt folgend« Per ?SN«l Veränderungen, die mit der Lüttvitz-Angolegcnheit in Ber bindung stehen, bekannt: ES haben ihren Wschied erboten oder sind ihrer Stelle entsetzt worden: Generalleutnant v. Estorff Generalleutnant v. Mermuth, die Generalmajore v. Gr» deck, Freiherr v. Dieffenbrock-Ruyter, v. d. Herdt Maerker, Lettow-Vorbeck und Hagenberg, die Obersten Frhr. v. Wangenheim, von Oven und Frhr. v. Ledebvur-Hamburg, Oberstleutnant v. Klee vi tz die Majore v. MiaskovSki und Hagemann. Di« Frage, inwieweit diese Offiziere durch ihr Verhalten in den Märztagen belastet sind, wird eingehend geprüft werden.- Gegen General b. Lüttwitz ist außer dem Schutzhaftbefehl des Generals d. Seeckt«in Haftbefehl feiten» des zuftändi gen Militärgerichts erlassen worden. Wir erinnevn uns, daß durchgreifende Säuberungen in der Reichswehr schon öfter ancsekündigi waren, mit dem Erfolg, daß es dadurch nicht im geringsten besser wurde. Herr Noske verstand das energische Durchgreifen nur nach llinks, und zu der neuen Regierung haben wir auch nicht mehr Vertrauen, ldaß sie in dieser Beziehung ganz und voll aufräumen werde. In Wirklichkeit ist ja auch mit der Beseitigung einiger besonders kompromittierter Offiziere nichts getan. Wir tvissen ganz genau, daß die anderen, die an ihre Stelle treten, ebensowenig voll des demokratischen oder republi- konischen Gedankens sind, vom sozialistischen gar nicht zu reden,' Wie ihre Vorgänger. Nötig ist die völlige Beseitigung des alten militärischen sSystems, die Schaffung einer Volkswehr, die sich aus den Kreisen der organisierten Arbeiter- und lSecmitenschaft zusammensetzt und durch demokratische Gliederung ihres organisatorischen Aufbaues in sich den absolutistischen, starrpreußischen Militarismus überwindet. Die Gewerkschaften «ad die Mnsslerernennung in Preuße». Ablehnung Oesers.;, Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund, die Ar- beitsgemeinfchaft freier Angestelltenverbände und der Deutsche Beamtenbund haben heute vormittag zu der Biß dung des preußischen Kabinetts folgende Stellung genommen: Die Gewerkschaften erblicken in der Ablehnung der Nor« schlagSlisten mit Franz Krüger und Graf als Miniftrrvräst bent ein Entgegenkomme« an diejenigen parlamentarischen Kreise, die der mit den Gewerkschaften getroffenen Vereinbarung ablehnend gegenüberstehen. Lediglich im Hinblick anf die schwierige politische Lage wird darauf verzichtet, der von der sozialdemokratischen Fraktion vorgelegte» Kandidatenliste weite ren Widerstand entgegenzustellen. Der Kandidat O e s e r wird seitens der Gewerkschaften wegen seiner bisherigen Amtsführung und seines Verhalten» im Generalstreik abgelehnt. Die Gewerkschaften setzen voraus, daß sich alle Minister aus den Boden der getroffenen Vereinbarungen stellen. Da die Demokraten erklären, daß sie an ihrem O e s e r unter allen Umständen festhalten wollen, ist die Regie- rungsbildung in Peeußen auf neue Schwierigkeiten ge- toßen. Die Verantwortung dafür trifft die Demokratische Partei, die offenbar beweisen will, wie verhaßt ihr der er- höhte Einfluß der Arbeiterorganisationen ist. Um so not- wendiger ist es, daß die Gewerkschaften fest bleiben. dk MMg gegen die Gewertschaslssordenmgen. Am 19. März begannen bekanntlich die Verhandlungen zwischen den gewerkschaftlichen Organisationen der Ar- beiter, Angestellten und Beamten einerseits und den Ver- tretern der Regierung �.und der drei Regierungsparteien andererseits, die mit der Annahme� der acht Punkte endeten, auf Grund deren der Generalstreik abgebrochen wuäde. An demselben Tage, an dem die Vereinbarung zu- itande kam, ersieh General v. Oven folgeniden Fern- spruch an die ihm unterstellten Formationen: Der allgemeine deutsche GewerkschaftSbund, die Arbeits. gemeinschaft freier AngestelltenverbSnde und der deutsche Be- amtenbund erließen heute eine Kundgebung, worin das Ergebnis der mit den Vertretern der Regierungsparteien erzielten Berein- barungen bekannt gemacht und der Generalstreik mit dem 2«. III. als beendet erklärt wird. Dir Kundgebung ist nicht amtlich. Die in derselben ange» führten 8 Forderungen haben die Bestätigung der �Regierung noch .»tcht sefunden. Ich ttqarfo daß die Truppe sich durch diese Kundgebung nicht beirren läßt, sonder« in diesem Moment höchster Gefahr in fester K a- mcradschaft den Kampf gegen den Bolschcwis» muß entschlossen durchführt. gez. v. Oven. Diese geheime Anweisung an die Truppen zeigt deutlich daß die angeblich„regierungstreuen" Militärs auch nach dem Mißerfolg des Kapp-Pukiches die Politik der Kappisten forttetzen und die Truppen durch lügnerische Be- hauptungen gegen die Arbeiter aufhetzen. General v. Oven mußte wissen, daß die acht Punkte den Inhalt einer Per- einbarung zwischen der Regierung und den Gewerk- fchaften ausmachten. Trotzdem log er den Truppen vor, die acht Punkte hätten die Bestätigung der Regierung nicht gefunden. Er brauchte diese Lüge, weil sie ihm die Bahn für militärische Aktionen gegen die Arbeiter und für den neuen antibolfchewistiichen Rummel frei machte, hinter 'dem der Kamps gegen die Arbeiter sich verbirgt. Miß- tärifche Führer vom Schlage General v. Ovens sind es auch heute, die die acht Punkte sabotieren und die Vereinbarung zwischen der Regierung und den Gewerkschaften' iv Stücke reißen. Sie Arbefterschaft gegen die Russenmzzia. Herr von Seeckt handelt auf eigene Faust. Di« standalkisen Verhaftungen von Ausländern, über die wir bereits ausführlich berichteten, haben die größte Erregung in der Arbeiterschaft hervorgerufen. Di« Gewerkschaften haben gegen diese willkürliche Maßnahme schärfsten Einspruch erhoben. Diesem Einspruch hat sich der neue StaatSminifter für die öffentliche Ordnung W e i S m a n n, ebenso wie die Reichs« rcgierung angeschlossen. Dr. Weismann hat in einem Schreibe« den Oberbefehlshaber von diesem Schritt der Gewerkschaften ver« ständigt und keinen Iweif«! darüber gelassen, daß er mit der Arbeiterschaft in der Verurteilung dieser Verhaftungen eins fei. Gestern nachmittag um 3 Uhr fanden im preußischen Staats- mtinisterium Besprechungen in dieser Angelegenheit statt, an denen Staatskommissar WeismanN als General-Zivilkommissar, Polizeipräsident Richter als Zwilkommissar, die zuständigen miKtärischen Stellen und Vertreter der Arbeiterverbände tri!« nahmen. Ins rechte Licht gerückt, wird dieser famose Streich M Herrn Seeckt durch die Tatsache, daß die ganze Aktion ohne Genehmigung und ohne jedes Einverständnis der preußischen Zivilbehörden erfolgt ist. Herr v. Seeckt wollte jedenfalls durch diese Tat einen praktischen Be- weis seiner kurz vorher im �Berliner Tageblatt" angepriesener demokratischen Anschauungen geben. Er hat jedenfalls dafür g» sorgt, daß da, wo etwa wirklich Illusionen über seine Person herrschten, dies« schnellstens verflogen sind. Niemand wird sich darüber im Zweifel sein, daß wir eS in Herrn v. Seeckt trotz de! modernen Anstrichs mit einem ebenso waschechten Militaristen zu tun haben, als eö die eben davongejagten Militärs sind. Die Mörder Landauers. Vor dem Kriegsgericht in Freiburg kam die Anklag» gegen den Unieroffisier Di gel« wegen Tötung des Schrift« stellers Gustav Landauer im Gefängnis zu Sta�l- heim bei München zur Verhandlung. Nachdem sin mch? Ermittelter Soldat Landauer in den Kopf geschossen hape�..gal> Digele auf Landauer stnen Pistolenschuß ab. Der Ap geklagte, ein Württemberger, der tnzwischcn bei den Balti« kumtruppen zum Unteroffizier befördert wurde. berief sich darauf, daß er nur den Befehl eines Vorgesetzten aus« geführt habe. Das Gericht sprach ihn von der Anklage beS Tot- schla»s frei, weil er in dem Glauben fein konnte, nach Befehl z« handeln, und verurteilte ihn wegen Hehlevei, begangen durch An- eignung der Uhr de» Toten, zu fünf Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Wir lassen diese Ungeheuerlichkeit ohne Kommentar wirken! Die Lage in Milleldeukschland. Nach Loge der„Telunion" herrscht in der Stadt Kassel, owie in der gesamten Probinz Hessen-Nassau einschließlich Schmalkalden Ruhe. Ueberall wird gearbeitet. In Thüringen wurde Freitag nacht zwischen bewaffne« ten Arbeitern und den Truppen«in Abkommen getroffen. nach welchem die Waffen bis zum 27. d. M., Wittags 12 Uhr, abgegeben und überall gesetzliche Zustände wieder hergestellt werden ollen. Die Truppen verpflichten sich im Falle des SinhaltenS de? Abkommens, eine bestimmte Demarkationslinie nicht z« überschreiten. Bis jetzt wurde das Abkommen überall ein« gehalten. Es ist möglich, daß der Termin zur Waffe nabgabr verlängert wird. In Stadt und Bezirk Halle herrscht Ruhe. Im großes und ganzen wird überall gearbeitet. Nur Mmi>ag nachmittag soll die Arbeit ruhen wegen der Beisetzung der Opfer der Unruhen. Solgen des Kapp-Wsches. In der.Täglichen Rundschau" schreibt der bekannt« landwirtschaftliche Sachverständige, Oekonomierat Franz Schis« an, der selbst der deutschen Volkspartei angehört: -„Der durch Putsch versuchte Bruch der Verfassung, von den» die„Deutsche PolkSpartei" überrascht worden ist und den fic scharf verurteilt, hat die schon vorher bedenkliche Lage der Volkscrnährung in eine noch schwierigere Situation gebracht. Daß von der Putschregierung in die Massen gewor- fene Wort van der lückenlosen Aufhebung der Zwangswirtschaft hat in wenigen Tagen großes Unheil gestiftet. Da� Stocken des Eisenbahnverkehrs und die dadurch herbeigeführte Verstopfung der Bahnhöfe hat die Möglichkeit der Ernährung der Großstädte in Frage gestellt... Die politischen Folgen des versuchten Umsturzes sind noch lang» nicht überwanden.... Für dieses Verbrechen an der VolkSernährunz aber trazeü die reaktionären Parteien volle Schuld. Denn ihre Forderung war die sofortige Aufhebung der Zwangswirtschaft und ihnen hat eS die Bevölkerung zu danken, wenn sie jetzt darunter zu leide« bat. Entpolitisierung der Kreisblätter in Preußen. Das vre«» zische Ministerium beabsichtigt die ÄteiSblätter zu«iitpotitisteren und die amtlichen Bekanntmachungen loszulösen von irgend" welchen politischen Blättern. Die Form im einzelnen hier'ür ist noch nicht gefunden. Demobilifieruag der rumLnislk»«» Armee. Die rumänisch- Regierung begann mit der pollkommene» Demobütsierung J*8 ruinäniüchen Arme«.—" M Begienmg und die Parieieu. Der Rsichkftmiziler lhatte in seiner Antrittsrede neben so manchem sicheren nicht minder Wichtigem auch der V e r» »tndarungen Krischen den Gsn?er?ichaftSvertretungsn u,nd den Parteiführern keine Erwähnung getan. DaS war kein«?3«rgMichkeit, das war Absicht. Denn wie die Redner des Zentvimrs«und der Domok raten in der gestrigen Sitzung der Nationalversammlung auSdr'ücklich erMrten, den??n sie gar nicht daran, den TswerfschastSsordsrungen Rechnung a« tragen. Und wie es immer in solchen Fällen gegangen ist, so geht es auch diesmal. Die Koalitrons- HÄrtZk bient nicht daTu, die Entwicklung vorwärts au treiben wrid die Forderungen der ArlbeiterKasse zu erfüllen, svn- dern sie trägt au allererst und zu allermeist«den Bedürisnissen des kapitalistischen BürgertumS Nechnnug. Was Herr Hermann Müller mit Rücksicht auf die KontitionSgenossen unterließ, das mutzte Karl Legren Nachholen. Es erregte einige Ueberraschung, daß nicht, wie ursprünKich angÄündigt worden war, Herr SMS, sondern der Vorsitzende des Deutschen GöiverkschaftSbundeS als Red« ner der rechtssozialistischen Fraktion vorgeschickt wurde. Legion'befand sich in keiner glücklichen Situation. Er mutzt« die gctoeükschastlichen Forderungen vertreten, die eine Vankrottanfage an die bisherige rechtssozialistitsche Politik bedeuten: er mutzte oSer auch zugleich dieselbe Pvliti? seiner Partcki vevteidigen, die trotz allem, was seit dem 13. März aeschechen ist, wieder in dem Koalitionssumpf gelandet ist. Er glaulbte diesen inneren Widerspruch dadurch verschleiern zu können,-daß er einen Gegensatz Mischen den Erklärungen der der Unabhängigen Partei angeihörigen GewerkschastSver- tveter und der Haltung rmserer Partei selbst konstruierte. Er glitt dabei über die Tatsache lhiuweg, daß die Unabhängigen G« ve rfschaftsf ührer mit ihrer Znrstimnmng zu den Gewerk- schaftSforderurrgen weder der Regierung Bouer-Roske noch der Regierung Müller-Wauer ihr Vertrauen aussprechen wollten. Zwischen den Unabhängigen GewerkschaftSsiihrern und der Unabhängigen SoWaÄdemokratie herrscht volle Einmütigkeit darüber, daß die acht Forderungen der GewerMplften nur dem einen Ziele'dienen rönnen, den Weg zu ebnen für eine sozialistische R e g i««u n g. AIS Parteivertreter mußte Legien der Regierung seines Parteigenossen Müller das Vertrauen aussprechen. Als Gewerkschaftsvertreter war er gezwungen, dieser selben Regieniug zu sagen, wie verhängnisvoll es wirken würde, wenn die Arbeiterschaft enttäuscht werden sollte. Um den bürgerlichen Parteien die Gewerkschafts« forde inn gen ein wenig schmackhafter zu machen, meinte er, daß sie durchaus nicht im Gegensatz zur Reichsversvjsung und»u den demokratischen Prinzipien stäriden. In diesem Augenblick vergaß er wohl, was der ihm nahestehende ,,Ge- werfschaftliche Nachrichtendienst" in der Tarstellung der Ereignisse der jüngstvergangenen Tage ausgeführt hat. Dort wurde den„demokratischen Doktrinären" zugerufen. daß«in Parlamentarismus, der in äußeren Formen er« starre, ohne sich um die lebendig wirkenden Kiuäfte deS Volke? zu kümmern, eine Gefahr für das GcMnthwhl sei. Demokratische Regierungen und Volks. Vertretungen könnten, wie der Kapp-Putsch gezeigt hat leicht verjagt werden: das einzige Dleibende aber, der Quell aller staotserhaltenden Kräfte, sei das a r HH't'tende Volk.- «.»• FsS Vertreter der Unabhängigen Sozialdemokratie sprach in materialreicher Rede unser Genosse Henke. ES ist selbstverständlich, daß unsere Partei der neuen Regie- rimg ebensowenig wie der alten Regierung ihr Vertrauen aussprechen kann. Henke fragte die Regierung, was ein Vertrauensvotum wert sei das von dieser Nationalver« soanmlung ausgestellt wecke. Die Massen des Volkes hätten schon längst das Vertrauen zur Koalitionspolitik verloren, und der Generalstreik war kein Vertrauensvotum für die Regierung, sondern er hat sich ganz eindeutig gegen die bisherige Regierungspolitik gerichtet. Herr Müller aber will dies« Politik fortsetzen: und er verlangt, daß ihm das Volk Vertrauen entgegenbringe. Die Arbeiterschaft sehe immer deutlicher, welchen Weg sie zu gehen habe: den Weg des revolutionären Klassenkampfes, die Einigung zu wirklich sozialistischem Handeln. In diesem Zeichen werde die Arbeiterschaft siegen, nicht aber durch die Unterstützung der Koalitionspolidik und durch ein« ver« trauenSselige Hingabe an eine bürgerlich- rechts sozialistische Regierung. Besonders eirtdringlüch befaßte sich Henfc mit(den Der Hältnissen im Rnhrgebiet. Das Mtimatum der Regierung nach Rheinland�lVesisailen sei daS denkbar unge« eignetste Mittel gewesen, um beruhigend auf die Lage zu wirken. Der General Datier, der von den Arbeitern aller Pärtoirichtungen mit glühendem Hasse verfolgt werde, sei am allerwenigsten bayu berufen, um Ruche unid Ordnung ton Ruhrrcvicr herzustellen. Mit richiger Bestimmtheck, die hoffentlich auf die Negierung wirken wird, verlangte er, daß bis zum äußersten nach Verständigun gSmoglrch« keiten gesucht werden soll«. Wenn die Regierung den General Watter Vollmacht zur Niederschlagung der Arbeite* schuft erteile, so müsse das zur K a t a st r o p h e f u r b a s ganze F n d u st r i e g e b i e t und-damit zu einem u n- ermeßlichen Unglück für das ganze deutsche Volk f ü'ljrcTi Aus dem Getriebe des politischsn TageSksmpfeS führte Henke die Hörer zum'Schlüsse seiner Rede aus die Höhe wahrer sozialistischer und geschichtl-cher ErkenrttniS. Der Be-sreiungSka-mpf der Arbeiter aus dem Joche deS Kapiteli?- mus könne zeitweilig ausgeholten und zurückgeworfen wer- den, aber die Zeit sei nicht mehr fern, und sie müsse sich mit Natu i Notwendigkeit erfüllen, in der der Sozialismus m allen Ländern der Welt zum Siege gelangen wird. Im Laufe der Debatte stellte sich der neue Reichswehr« minister, Herr Geßler von den Demokraten, dem Hause vor. Er hütete sich, nech den Vorgängen der letzten Wochen in den anmaßenden und aufreizenden Ton zu verfallen, den man von.Herrn Noske zu hören gewohnt war. Er be« teuerte, daß er seine Aufgabe dann erblicke, das Militär wieder in die Kasernen zurückzuführen, für den demokrati« schen Ausbau der Reichswehr sorgen, die AufKärung unter dm Soldaten in republikanischem Sinne betreiben zu wollen. Solange der Belagerungsziistand herrsche, sei die Wiederherstellung der Ordnung unmöglich. Der Be« lagerunaSzustand müsse so bald wie mög« Ii ch beseitigt werden und die ruhige Lage bei der Arbeiterschaft gebe die Möglichkeit, dieses Vorhaben schnellstens auszuführen. Die Worte des Herrn Geßler Haben «chört; nun Harren wir keiner Tate�'- Was aber erleben wir als erstes von thm? DaS Wkt- invtum an die rheinisch-westfälische Arbeiterichaft, die Ab- dankung der.-ivilen Regierung an den Militärbefehlshaber W a t t e r. Was Herr Geßler zur Verteidigung diese? Ultimatums sagte, mußte bei den Teutschnativnalen volle Zustimmung finden: die Arbeiterschaft dagegen und dar- über hinaus das gäsamte freiheitlich empfindend« Vllrger- tum wird feststellen, daß die neue Regierung sich in ihren Handlungen von der bisherigen Regierung um nichts untepscheidetl Belmstigen-d wirkt« eS, ails Herr Gstzler ftas hohe Lo-sd seines Vorgängers sang. Er sprach von einem historischen V e r i e n st, idaS sich NoSke erwovben halbe, und entschuldig c-nd mointe er, daß NoSke nur in seinem Ver- trauen getäuscht worden sei. Später hat noch der Demolrat Haas den Dan? seiner Partei für dessen segensreiche Tätig- ksii ausgesprochen. Wenn die ganze Regierung hinter diesem DanleSergnsse stecht, so zeigt sie, w« gering ihr Verständnis von der Psyche keS Valkes ist. Die Arhe-iterschaft gedenkt der Tätigkeit NoSkeS nur mit einer Verwünschung-und sie wird mit all denen noch gründlich abrechnen, hie sich auch heute noch mit seiner Politik unld seinem System«inverstan. den zu eoLären-den Mut finden. * StrirauenSvotuni für ba?«r«e Kaüinett.— Die Führer der drei MehicheitSparieien Lobe, v. Payer und T r i m b o r n haben am Schlüsse der gestrigen Sitzung der Aationalbersamm- lung«in Vertrauensvotum für da! neue Kabinett beantragt, dessen Wortlaut folgender ist: „Die verfassunggebende denische Naiionalversammkung billigt die Erklärungen der ReichSregientng.— Die Nationalversammlung verurteilt den gegen Staatsordnung und S!aa!?tvohl, Ver- fassung und Nationalversammlung gerickteten verbrecherischen Aufruhr und die Anstifter und Helfershelfer des Staatsstreichs. — Die Natienalverfammlung spricht allen Teilen de? Volkes, die durch gemeinsamen Widerstand die Verfassung geschützt haben, den Dank des Vaterland«» aus."— Der Antrag trägt die Unter- schriften von SIS Abgeordneten. Der Absch ed der ZievuSk. Ebert an Nvske. Das Abschiedsgesuch NoSkeS hat der Reichspräsident ESerÜ mit folgendem Schreiben beantwortet: »Mein{W&et(freund I Mit lebhaftem Bedauern habe ich Kennwis genormnen von-Deinem WschiedSfiesuch und Deinem unerschüttcrftchen Entschlutz, aus d-em Amt« al? NeichSwehrnrim- ster zu scheiden. Lch mutz daher Deiner Bitte entsprechen und Dich vm dem Amte de» Aeich-KwehrministerS entbinden. Mit herzlichem Bcdau-ern sehe ich Dich au» einer Tätigkeit scheiden, die Du fast anderthalb �ahve lang unter den schwierigsten Verhältnissen ausgeübt hast und bewegten HerzenS danke ich Dir für die großen Dienst«, die Tg in dieser schwersten Zeit unserem Vaterland« geleistet hast.?llS nach dem so unglücklich geendeten, verhängnisvollen Kriege alles zusammenbrach, alz die Grundfesten de» RÄche» erschüttert, hast Du— trotz starken Widerstreben»— die schwer« Ausgabe übernommen, trsseder Ordnung und Sicherheit zu schassen. J» zielbewusiter harter Arbest hast Tu den Boden vorberrktet, auf dem das große Werk der neuen demokratischen Staatsordnung begonnen werden konnte. Daß dies in verhält- raSmchtzg kurzer Zvit gelang, daß da» Reich zu fruwnrcnhiett und bald irnever zur Ordnung iini> Dr-Vctt kam, das ist in erster Linie Dein großes Verdienst, das ist Deine Tat, die in der Geschichte unsere? Vaterlandes nicht vergessen werden wird. Wenn durch verbrecherischer Anschlag eidbrüchiger Offiziere der ruhige und sicher« Ausstftg der Nrpubiik gefährdet werden konnte, so ist daS nur«in Beweis für die Schwere unserer Auf. gäbe, die in keiner Republik ohne Kämpfe und Rückschläge ge lungen ist. Mit meinem aufrichtigen Dank für all da», was Du ge leistet, verbinde ich die herzlichsten Wünsche für Dein künftige» Wohlevgchen und Deine künftige Arbeit. Ich hoffe und wünsch« daß Deine vierseitigen Erfahrungen und Deine unverwüstliche Arbeitskraft bald wieder im Dienste deS Vaterlandes Verwendung finden. Ebert. Mit stiller Heiterkeit weckten unsere Leser diesen Mb- schiedssemion EbertS an seinien Freund Noske aufnehmen. Heiterkeit wird insbesondere der Sotz auslösen, daß NoSke den Boden zum Aufbau des demokratischen Staatswesens vorbereitet fmt. Daß der Herr Reichspräsident nicht wissen sollte, wvS jeder politisch denkende Mensch nach den Er. -fahLungen der letzten Wochen weiß, ist natürlich nicht an zunahmen. Um so böfrSmUicher erschmrrt eS, daß Herr Ebert dem politischen Empfinden der breitesten DolkSkreise tnS Gesicht schlägt und aus dem Verdcrber des demokrati schen Aufbaue? einen HeroS macht. Was Herr Ebert seinem freund NoSke zu sagen hat, interessiert die Oeffentlich keit nicht. Hat er aber das Bedürfnis, öffentlich über ÄoSke zu urteilen, so soll er nicht die Wahrheit auf den Kopf stellen. Aber freilich:� Ebert oder NoSke, sie sind sich beide ähnlich wie em Ei d«n andern. Der Friedenswille LswZek-MchlMds. AnnapoliS, 29. MSr».(Funkspruch.) »Ve« Fork American" veröffentlicht et« drahtloses F r i e densangebot von Sowjet-Nußland an die Vati»- ne« der Welt. E» umfaßt folgend» Punkte: 1. Anerkennung der Sowjet-Republik Rußland; 2. Anecken- nung des Rechte», da? Sowjet- System im Rußland weiter sn e«t- wickeln? 3. VereiterNärnnH Sowjet-Rußland», sich nicht in die inneren vngelegenhetten anderer Länder einzumischen; 4. Ver- pflichtung der andere« Länder, sich ebenfalls der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rußland? zu enthalten; S. Wieder- aufnahm» der WirtschnftSbeziehungr«; 8. Auflösung der Roten Armee, sobald der Friede gestchvrt ist; 7. Anerkennung der Schul- den und Anleihen einschließlich der Zinsen der früheren ruffischen Regierung durch Sowjet-Rußland. Dir Sowjet-Regirrung erklärt sich außerdem bereit, dke Frei- heit jede» Lande«, sich eine eigen« Regierungsart zu wählen, zu achte«, und diesen Grundsatz auch auf dl« russischen Rändstaaten mzmvrnden. Sowjet-Rußland beansprucht fltr sich dasselbe Recht. Dir Sowjet-Negierung erklärt: Wir fache« keine Allianz mit irgend einer Ratio« und wolle» keine Ration««greifen. Wir setzen unseren Glaube» auf Frieden. Wir nchrn Handelsbeziehungen mit alle« Rationen der Welt. Wir lehnen e» feierlichst ab, irgend welche gegen die vllterte» gorichteten geheime» Verhandlungen mit Deutschland tu Erwägung, u ziehen. Wir Molle» krinerle» Mlitärifch» MmacknnsW. ffife HM SlSSfii eine« loyale» Friede» am, rsmren jedoch nicht«mafftn, da? dt unter dem Vorwand, seine Bewohner gegen den Bolschewismus verteidigen zu wollen, groß« russtsche Grenzgebiet» einheimst. ksniZlichsr Sksslssirelch m Memarl. KopenSag-e», 29. Mörz Der König forderte heute nach einer länger»« Besprechung mit dem Ministerpräsidenten Zahle über die nords chle». wigsche Politik der Regierung, daß diese ihr AbschiedSgesuä! einreiche. Zahle lehnte die» ab. Darauf erteilte ho» König dem Ministerin« Zahle den Abschied und braust tragt« den Führer der Liken-Partei, Reergaarh, mit der«ist dung der neuen RegierunA. Rcergaard erklärte nach zwei« stündiger Bedenkzeit st» außerstande, den Auftrag auszuführen. Darauf bat der König die bisherige Regkerung, die Geschäfte weiterzuführen bis zur Bildung eine» neuen Ministeriums,«al von Zahle abgelehnt wurde. Die bisherigen Regierun«»- Parteien, die sozialdemokratische und die radikale, find, da der Reichstag sich bereit» in de» Osterferie» befinde� für morgen telo- graphisch nach Kopenhagen berufen. „Sozialdemokraten" verösfentlichte nachmittag» ri» Szttöi- blatt, da» unter der veöerschrift„Der König verübt eine» Staatsstreich", gegen.da» vorgehe« de» Königs Stellung»immü An dem AmalienborgSplatz verfammeüe sich im Laufe de» Räch- mittag» ein« Menschenmenge. De Ordnung wurde aber durch die Polizei aufrechterhalten. In sozinlbemokratische» und radiö«- len Kreise» sieht mau die Lage al» sehr e r n st an. Französische GewerkschaftSsagung. An Pari» Fi am Mo«. tag das Nationale Komitee des allgemeinen Arbaiterv-rHande« (6.®. T.) in Paris zu einer Tayuirg zusammenIetreten. Auf der Dv'�eS ordnung steht die Frage de? 1. Mai, der Achtstunden- tag, die Frag« der Nationalisierung. und die allge-mtt lea v. Lenkeffy der« ngeri ecken Tragödin U.T flÄeenheide 28 OlaMarctiese d'Armiani »» P o I a N e g r i Kegie; Allrad Malm HundaitiBmachen »it Ossi Oswald«» Begie: Nudelt Bi�rack MM-MM (Bahnhof Friedrichstraßc) M FEiiM Sor.nnb. 4 U.: Xzs nnfl H»r!fe. Sonntag 4 Uhr; nerrschafil. Diener gesucht Rfcjijlenz-Tößctßr (Stadtbahn Jannowitzbröcko) Tä<{üeh 48 Uhr: Die kM�okk! vo.i Uerm. S"dermanB. Son.ah.�U: Rotkflppchon :?,.nij.as4 Ulir; Der tuto KaL WFJhftila-KcatOT 7% Uhr: M Ro-Theater 7\.jtr: De: Fail Werkitiann Saslso- Theater Utkrlat«rEtr. 37. Tagl.'/iBUfcr Der aeuo PotataBChlager liei: alt«-? Sünder I" allen Peiertogea 2 Vorstellungen ,: Es» alter Sünder Naakw 7> Uhr: O.kel Marli» f*•»a 11 o-Th e a te p FilcSrlskstr. 318. It/ Allabendlich J 1- onnltz» 3'/» n. i ünübsnraifMiB Vafiötö-Prepmm! Th*'tn sn KtOesor t» Tel: Morilacists IC-,!«. TW. 7v mg Sonntas aachtn. 3 tlirr: EilMage? ElOUvaas-iVtisI, Vsrv. U-lk.s. ö>«i0k tärsuslkissh j Dienste-, d. 30. M ätz, 74 Ü, J � Cr. gorsteliung J gliönlsslndt-KasIsoo % Aleiasdcntt. 31. X X Tel. Alexander 424. X X Säle und VeroiMtlmBer V � in jeder Qrüke. X OOOOOOC�OCOO�OO Wecb.stajrn ab 7 Uhr/ Siantsgs; Beginn 4U»r ikvfuttmM s°z>K Psris�rser Str. 25 Vns lw89 sa�S Dirtkiioa; Carl Reich Olenstae bis Donnerst«.: HILDE WORNER Persönliches ABftre!eB ai"derBü!ra5 i aSS»«GO»i OOS G»«»«SOSOSOS»USG! IchzihI« immsrnoeh lliehöilistsiirUgebprsIseNlr � nUP?Ln,»ISS5iB«i z Lisi, Zink Gold-, Silber- Medaillen< und andere Metalle sowee{ alte QeOisse 2 Ankaufssioilen Göllheim, Marionoenstr. 12; ? und Schmicistr.lTa s'VÄ I I Mitgüed des Vereins d. AUmctallhänd'er Groß-Berlins.] oad Uranilährunt neuen 3 sktinen Drnnias ii „Intermezzo Oesancs-Ciniace:..Ich suche das Glück" Geennceu von Loc Andrej. hi bammeln. _________ crrln der Welt Teil. MIAMA* in f,Di« Rache der Maud Fer�usson." Dhxb: Oeepaten v O Hy jre Freitac: Rerrli . MAV in..vi» BLUT H HIRSAAL Karfreitag. 2. April. nachinlttaTS 3 Uhr Der Isenheimer Alfnr des MatthlaiGr y newaid Vorlrte mit Lichtbilder« Georg Kempff Valentin Leiiwi«: renor\QeorsKemprf;Ortei) | Karte«; ljme&. Bock. Werlheim. N'achm'tf r i'�kr-:5- Handelsgprlchtlr h.Incetrnrren KB Krätze T*z nod Nacht uckeuder, ansteckend virkender Haut- aosscWa�.* ird selbst ia hart- Hickiucn t-allen dirck Krktio- balsaaibetaitlct.ntsckef.S'jM. Otto Reichel. Ucriia�ü. £tMtfk»bnstT.... Fest rebündeltes ZeiiHBisgnpier ahne Ausnahme kg 1,63 M., kanit Willi Seydlitz fiuptgmiia!); Serlin 10.33, Cimjsir, 38, SO. POeklerstr. 33. N. Scnönhauser Allee 151, SO. Wrentelstr. 72. Pa»l- aad Bahiaendanten proaipt eriedlxt.— werden Handelsgericht llcti elnaret'-ngen Kupfer:: Messing Quecksilber Blei Zink sufti höchsion Tagespreis Sdinizendorfer Str. I Achten nur No. 85. Ali- Helaile �ahlt noch immer die höchst. Tagespreise für Knpfer.Mcs- sing.Blei, Zink, Zinn, Aluminium. Qnocksilfaerntw.die MetAil-Eiati:a«l3f«Ue Lv�iltriaeor Sfr. iimNo.29 (Eingang Angermünder Str.). \ Achten nur .�Nc. 25, Zahle für ECupfer l�essinä Ellei Zinn Zifik i die tioetislen Tagespreise KeiaüsclHnelzg idmiraisiras» 3 ond I8a Tor. Mitglied des Vereins der AltraetaUhändler Qrofl-Bcrlin*. Deutsclier MetallaMr-Vertiand Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Koller«« zur Nachricht, daB unser Kollere der Dreher Paul Gehrmann Borsiewalde, am 26. d. Mts, resterbe« ist. Die Be- •rdleune rindet am Dienstae. den 30. d. Mts. nachmittaes 4 Uhr. von der Leichennalle des Gemeinde-Friedhofes in Borsiewalde ans statt Nachruf. Den Kelleren zur Nachriebt, daB{oleende Kelleren eeslorben sind: Der Schlosser Erich Gburek Ober-Schöneweide, am 13. d. Mts. Der Schlosser Wilhelm Witzke Teeel. am 17. d. Mts. Der Dreher Richard Rehrend Pankow. SchmidstraSe 1, am 23. d. Mts. Der Schlosser Christoph Schütte Frankfurter Allee 33, am 23. d. Mt«. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. U. S. P. D. Sterbetafell Der Tod entriS ans folsende Genossen und Genossinnen: 10. Distrikt: Genosse Josef Strdetzki, Möbcl- (i Abt.) polier, Rflckerstr. 8. 10. Distrikt: Genossin Emilie Reiss. reb. Cruhi, 2. Abt.(«95. Bez.) Fehrbeiliner Str. 39 II. 1A Distrikt: Genossin Gertrud Fischer. D&«en- 1. Abt straBe 19. Die EinSsehernns findet«m Mittwoch. den 31. März, nachnrittars 3k Uhr, im Krematorium GerichtstraBe statt goooooo�oooooooooooooooocooooog I K« V• G Am Mittwoch, 31. ds. Mts. bleiben unsere Verkaufsräume wegen Inventur geschlossen. Rleider-Verwertungs-Gesellscüaft Verlin S Vi 9, Kommandanf enstr. 80/81 Q o o % o o s ooooo<>ooao 7ohna A»» u Tcllxablunc.■ Plomben 1,50. GeldiV lanne v 4 scbmerztlnd.Umarb.sehlecdIs Gebi,«.li-h. Zahnarzt Wolf sof. Potsdamer Sir. 58. hockb. Sprechz- 9— t für Geschlechlt., Kant-, Harn-. Frauenleiden, speziell veraltet« harlnäcklte Harnleiden. Avsscfalai. Snlvarsan. Koren, ür n- M 12 Sflpdrassstr. 33,....... 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März. �Fortsetzung au? im gestrigen Wend�ukgabe.s An seiner Polemi! gegen die Nechtspartciea führte der ZreichS- Lrnyier im einzelnen mit: Ein deutichncetionalcS Blott macht den lächerlichen Versuch, linS einzureden, das Verlangen nach streng st er Sühne fei weder sachlich noch menschlich begründet, noch klug. Wenn dort behaupret wird, die Rechte hätte im Ztovember 1913 aus Mangel an Mut keinen Widerstand geleistet und habe daher jetzt das Verlangen, sich Genugtuung zu verschasfen, so ist das eine unerhörte Herausforderung.(Sehr richügl bei der Mehrheit— dm ruhe rechts.) Die Machthaber des alten�Regimes und mit ihnen die preise und Preßorgane der Kriegshetzer und t-ss AnncxwnS- tsehrstnnS haben im November" 1913 jede Position t a an d f l o? aufgegeben, aber jetzt scheint man aus der SUchien nichts mehr wissen zu wollen von dem Anteil, den man tm vielem Verbrechen hat, jetzt beheuptet man sogar, die Regie- »»ng trage die Schuld an dem Putsch der EideSbrccher. fllnruhe rechts.) Die Stunde ist geüxnmen, um nachzuweisen, wieweit die S'buld auf der Rechten gewesen ist. ssiuruf rechts: T«nn man lo!!) Wenige Stunden nach dem SiaatSstre.lch •coigte die parte. amttwhe Stclluuguaywe der Deutschen Polls» Partei und der Deutstchnationalen. In keiner stand auch nur ein 8&ort der Verurteilung deZ Pue'ch.'ä,(hört, hört!) in keiner auch »ur eine Audeuiung. daß hier die Verfassung und der Pariainen- tarismuS ixvi emer Säbeldiltatur in Ttüike gehauen war.(Iln» ruhe rechts.) Dabei spielen dies« Kreise sich als Verteidiger der Perfassung und der VolkSrechte auf In beiden Kundgebungen wird der Mehrheit VerfzssungSbruch vorgewor» fen, weil sie die Wahl des Reichspräsidenten ändern wolle. Keine amtliche oder parteiamtliche Kurchgobung liegt vor, nach der die Wahl des Präsidenten in der Verfassung geändert lverd'n sollte. füNg. Schiele(Deutschnat.): Verstecken&t sich doch nicht hinter amtlichen Phrasen! Lebhafte Pfuirufe bei der Mehrheit.) Tas Volk wird richten zwischen Ihnen und uns.(Unruhe rech:?.) Es wird gegen diese Handvoll Hochverräter entscheiden, die. gestützt auf meuternde Truppen, jedes Gewissenbedenken beiseite» gesetzt haben, Tagegen hat das ganze Volk schon in allen seinen Schichten durch den General st reil seine Stimme er- hoben. Sie wollen die Wahlen? Sie haben heute schon daS Wahlergebnis, da? mit Flammenzeichen an die Wand ge- schrieben sieht:.Gewogen und zu leicht befunden!*(Lephaster Verfall bei der Mehrheit.) Ter Generalstreik har nachgewiesen, daß die Regierung das Volk nicht durch irgend- toelche Massnahmen gegen sich aufgebracht hast Wo war denn das Volk des Kapp-RegnnentS, wo waren den« die Massen, die ihm hcgei stert zujübelwn? Und oin zwettcr Dewei» der Mitschuld der Rechten, vor allem deutschnationaler Kreise: Im offenen Partei- «ruf tmf kein Wort der Verurteilung dcS Hochverrat? und jetzt nachträglich begeisterte Anerkennung der Hoch. Verräter in der„K r e u z z>e i t u n g":.Enischlosscne " iliaar V�tcrlaudÄ �be!"(Hört, hört!) haben sich sogar offen den Putsch, ttcu Mätwcr durchglüht von k � Einzelne ihrer Anhänger....,.. iur Verfügung gestellt: Freiherr v. Wangenheim, Herr Schiel«, Herr Tra ub.(Rufe rechts: Alles gelogen!) Kapp hat den Freiherrn v. Wangenhrim zum preussisch.m Landwirt- fchafiSm'nister gemacht, in einem seiner Erlasse vom 1«, März schreibt er:.Ich habe die Leitung des Ministeriums für Land- w rif-staft und Domänen dem Fveibcrrn von Wai grnheim übor- tragen*.(Wderspruch rech S.) Wollen Sie den Mut haben. Freiherrn v. Wangenheim von Jhv:u Rockschögon abzuschüiteln? Als der Ausammenbruch deutlich zu erkennen war, begab such die Parteileitung der Dcutschnotionalen wicder ans den Boden der Verfassung zurück, ebenso die Deutsche Volkspartei, diese aber rm Gegensatz zu den Deutschnationalen unser ent- fchiedener Verurteilung jedes g.'gen die Verfassung gerichteten S-wiSstrelchS. In beiden Parteien haben sich allerdings führerde Männer mir Entrüstung gegc» einen Putsch geäußert, trotzdem! Deutschland Ludendorsiz und Lüttwitzens endgültig«ibgetmvt» haben sie aber vor und na st dem 13. März nichts getan, um pos! schaltet hat.(Dtüunr. sche Zustimmung.) Der S:sg der Demo. namenlose Unheil aufzuhalien.(Unmch:«chi«, RufeMinnigl) kratis wird jenseits«der Grenzpfahle hoch nach gunjtfg bewertet. Bis heute haben die Deurstchreatwnalen noch kein verurteftendeS! Beifall.) Mit dem BolzchewtSmuS lassm wvc un» nucht i rrichrecksn. War lehnen, ihn ab und werden ihn ibcCc.mpfen. War i zweifeln kein ein Augenblick, daß daS Volk auf unsere Aich lag« gegen ' die Hochverräter um Kapp ein gerechtes Urteil fallen wird.(Dw Wert gefunden, alle Hochverräter stamme« auS ihren Reihe», ihre Presse verherrlicht die Putschifikn Uitd will ste d.r S-rafc entziehen. Zahlreiche ihrer P ixw nzcrganisotion-cn haben sich Kepp zur Verfügung gestellt. Der Bund der Landwirte Schl:S- wig-Halstest 5 hat bi? neuen Regierung sein vollstes Vertrauen airSgesprvklicn, der Deutsrhnatianalr Landesverband Mittel- schlesienS begrüßte eS, daß der Putsch Erfolg hatte. Die ungeheure Mehrheit deS veu.schen Volkes klagt die Kapp» Verbrecher an, daß sie für Deutschland den Krieg zum zweitenmal verloren haben. lWürmischer Bei. fall.) Es ist etzne Lüne, daß die alte Regierung durch hetzerisch wirbende Handlungen da» Lot! gegen sich ausgebr>rckit habe. Wo war denn das Volk in der Umgebung deS Herrn Kapp?(Sehr gut!) Das war iriait das Volk, sondern es waren nur Hoch der- räter und irwEKiieitcleS Militär. Immer nach wird von der Zdechien mit den ajigdWichen harmlose« Forderungen gearbeitet, die die Putschisten aufgestellt haben: Neuwahlen, Präiidel!!en«r»ahl durch das Volk, Fachminister.(Zuruf restiS: Und Bekämpfung der Koroup'icm!) Reden Sie doch nickt immer von Bekämpfung der Korruption, Sie. der Sie einen Brede- reck d o r a n g« st e l l t haben.(Stürmischer Bc> fall bei der Mehrheit.) Den Putschisten ist es freilich nich�«ruf Fachmänner angekommen. Tie letzten Forderungen beb Generals Lüttwitz, die im naiionakisiiscken Tavme? aufgestellt worden sind, innren nicht Ztbrüsning, sondern Ausrichtung dcS Militärs, Nichterfüllung des Friedensvertrages und Revanchekrieg. Auch diese Parole ist au? Ihrer(zu den Deutschnationalen) Gedankenwelt oder besser Ihrer Gedankenlosigkeit hervor- gegangen.(Unruhe rechrs, lcbhafi« Zustimmung bei der Mehr- heit.) Deshalb konnte drei Tage hindurch die Kriegsflagge, Ihr Svmook. über Berlin wehen. Wir haben Ihnen des Schwert aus der Hand geschlagen. Der Generalstre:! hat Sie bereits als die Schuldigen verurieist-(Lebhafte Zustimmung.) Bei den Wahlen wird Ihnen die endgültige Antwort erteilt werden, von der Ihnen kein Titelchen geschenkt werden wird. (Lebhafter Beifall.) DaS deutsche Volk wird unter dem Ver- brechen noch lange zu leide« haben. Nock ist nicht das ganze Land beruhigt. Der Änarchic von rechts ist in den rheinisch- w est sali scheu Gebieten die Anarchie von links gefolgt. Die Sebnfucht nach Rückkehr der verfassungsmäßigen Zustände wächst aber in den genannten Gebieten, wie uns Männer aller Parteien zur Kenntnis gebracht haben, von Tag zu Dag. In jenen Gebieten sind Waffen in die Hände von Leuten gekommen, für die keine Partei dieses Hauses verantwortlich gemacht werden kann. Ii, friedlich« Bürgerhäuser sind Bewaffnete emaedrungon, Räuberbanden eroressen mit vor- gehaltenem Revolver von städtischen Kassen Gelder für ihre Zwecke, die Proviantlager werden geplündert, die ländliche Bevölkerung wird ihrer Nahrungsmittel beraubt, angeblich zur»gerechten Verteilung"; gegen Wesel, wo verfallungstreue Tru"vsn aufgestellt worden sind, wird e'n Angriff gerich et, und das fecbs Tage nach'dem Zusammen» brück) der Kapp-Hochverräter.(Bewegung) Die Anarchie Von links wird mit demselben Matze gemessen werden müssen, wie die von rechts.(Lebhafte Zu- stimmung.) Für ihr: Niederwerfung find die- rkord ertiche« Maßregeln getrosfeu. Hoffen wir in letzter Stunde, daß unser fchworgeprüfiee Volk nicht vor neuen Opfern steht. Wir haben Grund, in dieser Zeit nicht die Hand« in den Schoß zu logen. Mannigfache Gefahren bedrohen uns. Es giltz alle Besserwisserei und alle Rechthaberei zurückzustellen; wir kommen nur durch, wenn alle demokratisch Denkenden zusammenstehen. Anders ist «S uns rrcht möglich, d'e katastrophalen Folgen de? verbrechen» schon.Zwischenspiels zu beseitigen, dann würde sogar tu« einzige gute Wirkung des Pu.tfcheS ausgeblieben fein, dem Volke die Augen zu öffnen. TaS Ausland ist heute.überzeugt, daß das haltender Beifall bei der Mehrheit.) Darauf wird die Aussprache über die RegiewlngSerklärung bis nach Erledigung der übrigen Teile der Tagesordnung aus- gefetzt. Nadj einer Pause wird nachmittags 1 Uhr das Gesetz über die vorlaufig« Regelung des Re i ch S h a u S h a I t S, der dritte Nachtragsetat, sowie der Entwurf eines Befol» dungkgesetzeS ohr.s Aussprache dem HauShaltSauSschuß übe», wiesen. Der StaatSvertrag über den Uebergang der Staat», eifenbahnen auf das Reich geht an«inen besonderen AuS- schuß von SS Mitgliedern. Die Vorlage über die Besteuerung derReichSbank für das Jahr ISIS wird ohne Erörterung tn allen drei Lesungen angenommen. Das ReichsauSgleichSgesetz wird einem DuSschuF überwiesen. »DaS deutsch. französische Abkommen über de» Kehler Hafen wird ohne Erörterung angenommen. DaS Gesetz über die Aburteilung der Hochverräte» rischen Unternehmen aus dem März 1920 geht an dev Verfassungsausschuß. Die Borlage über das EnteigungS- recht von Gemeinden bei Aufhebung oder Ermäßigung von Rayonbefchränkungen geht an den WähnungSauSschuh. Darauf wird die Sitzung bis 1 Uhr vertagt. In der zweltea Sitzung folgt die Aussprache über das Regieningsprogramm. Abg. Bolz(Ztr.): DaS deutsche Volk geht einen bittere.« Leidensweg. Unser Ziel kann nur sein, die Erhaltung de? Reiches und die Förderung unseres Wirtschaftslebens. Dazu brauchen wir«ine Politik der Sammlung, die von den einzelnen Parteien Verzichte verlangt. DaS Unternehmen Kopps war eine Kamvfanfage gegen die Demokratie; eine übermüiige ausgeschaltete Kaste wollte wieder an die Macht kommen. To? einzige.politische Mittel, über das Kapp-Lüittr-itz verfügte, war das Maschinengewehr und die Kanone. Dagegen aber hat sich der Generalstreik als die moderner« Waffe erwiesen. (Sehr richtig bei der Mehrheit.) Freilich darf man ein soltfeS Mittel nur in einem wirklichen Notstände, wie er eben vorlag, anwenden. Schutz der Verfast'ung nach rechts und links muß die Pavo&e sein. Aber. Herr Reichskanzler, nicht nur nach rechts, sondern auch«ach links geblickt. Die ausschließliche Bewaffnung der Arbeiter, wie sie die Radikalen verlangen, lehnen wir ab. JedemallS verlangen wir strenge Bestrafung nach den Gesetzen, mit Strafrevisionen und Amnestien muß endlich Schluß gemacht werden. �Lebhaftes sehr richtig!) Wg. Henke(ll. Soz.): NoSkc bat gemeint, die Unabhängigen würden ent. täuscht sein. Nicht im Zylinder, sondern im Helm werde er rückkehren. Großsprecherei bi« zum Ende. Seine Fraktion ha» diese Großsprecherei allerdings unterstützt, indem sie ihm aufs neue ein Vertrauensvotum ausstellte. Herr NoSke ist ein Ta'mi- sozialdemokrat. Seine eigenen Parteiorgane verlangen zum Teil, daß er vor einen Staatsgerichtshof gestellt werde. Wir haben keinen Grund, ihnen zu widersprechen. NoSke, Hcilmann, Winnig gehören in denselben Tckpf.(Sehr richtig! bei den U. S.) Die GewerkschaflSbureaukratie ha! ihre Haltung geändert.(Zuruf von WelS.) Herr Wels, ich möchte gern wissen, warum Sie nicht Reichswehrminister geworden sind. i.Heiterkeit.) Die Gewerkschaftsführer haben am deutlichsten die Stimmung der Masse empfinden können. Meine Parteifreunde werden mit ihnen gehen, soweit sie bemüht sind, den Willen der Masse zur Ausführung zu bringen. Di« Versicherungen der alten Regierung, die Hochverräter zu packen und der Bestrafung 13) Der Stecnsteinhof. Roman von Ludwig Anzeugruber. _Gcvr tut, sag' ich irr! Du wikst nit, wie stolz öw dllzwei kein, der Mtc wie der Junge. Kein Dum' im Ort. so Diel wir ißrer auch sein, halt' der Tcmi auch nur des Dc»n5s für's Grützen wert.* o-■, .Das g'schieht nur d-eeren recht, die chn Wwed n, rief Helen',„ich grütz ihn nitl" �. „Urrd wenn er sich ja imterstund'.* fuhr Scherl fort. ..auf unser eine em Aug' z'werfen, fein Lader schlug rhm allzwei ans'm Kopf.". G'schöh ihm so wegen nnr,— Gott irerzech nnr d' Sünd''— ober ich könnt's zufvisden sein, dann müßt'Z der Alte'trotz'm Sternsteinhof� billigsr geben, und um dm nahm' ick auch'n blinden Toni." Pfui, wie du auch nur so grauZlich daherreden magst, wo du doch schon für dein' Teil ein' T'ub'n hast, auf den stolz sein kannst! Ter Toni vom Sternstemhof. wie«tch er iS. stellt sein' Tag nix vor als ein Bauern, geg n dm rs wobl dar st Binder Muckerl ein ganz sndover. � Dazu rs d?r hochrnütige Slernsteinler— wann d ihn dir ze von der Räh' betracht' hast, mutzt mrr recht geben— weitaus mt dar Schönste und Stärkste, und er kann doch wahrlA nrt. wie der Muckers. waS ihm an Krawgkeit und HubZchlzeit fehlt, ausgleichen durch fe-n' stunitlichkeit und fem Brav- du�alllS über ihn weifet," lachte Helm'. .fM�wsrd' ich mit dir eifern müssen, es hat völlig'n An» ?§ ob d' in mm Mnckerl verllebt wärst." r. Scphcri wandle ihr errötendes Gesicht ab.„Geh zu, kl"' Brauchst ja nit rot z' werden, wenn es nit wahr ist." ni'ckli" Helene. ES madjte ihr Spatz, da sie sich dsn mibe» ftreitf>'T".n Besitz des Burschen von Sepherl geneidet dachte. di"'« durch lote Reden zu ärgern. Sie schlug ihr derb auf d>'Ach-'el„Na. trutz' nit! Wann drr gar io um ,hn is, kärmst ihn ja haben. Gib mir ein gut Wort, so laß'»ch'n ■fclT" «ast du auch nur ein' Laut von mir schärt, der dir das R-scht gibt, ein' solche Red' widW MÄ»' Mr'oi' zülM Dephröl.„Tvitz der Muckerl kein' andere will, wie dich. �„Da kommt unser Bauerssohn," und selbst wenn er eine möchten tät. mich schon af d' Aller- Dirne mit dem Ellbogen anstotzend. flüsterte die Alte, die letzt, das weißt, und weil du's weifet, so lafe' drr auch sagen, dafe dich solch' unb'smnt Schwätzen nur selber verunehrt und ich mich für dein G'spött noch allweil z'gut hakt'!" „Bist du aber empfindlich," sagte Helene, über die Achsel nach ihr blickend.„Wann der Bub' mein is, so werd' ich mir doch über das Meine ein' Spatz erlauben dürfen? Und sag' ich scherzweis, ich tät dir'n gönnen, so darf da3 doch dich nit beleidigen, die'n für so ein' Ausbund halt'! Das im G'spas, im Ernst aber— is er, wie er is. ich bi» auch, wie ich bin— vermocht' ihn ein' andere nnr am' klein', Finger z' fassen, kannst mir glauben, daß ich'n ihr schon nit mehr streitig machet!" so durfte die Ja. Zinshofer Helen' wohl neben. Helene betmchiete den Herantreten dm. Er hatte krauses, schwarzes Haar, eine gern de, ziemlich fleischige Nase und braune, helleuchtende Augen. Sie erwartete, nach dem. was Sepherl über ihn gesagt b eitle, keinen©rufe, aber sie grüßte auch nicht. „Wen hast' denn da bei dir. Kathel?" fragte er. „'s is die Zinshofersche von da unten," sagte die Mv, mit einer beiläufigen Haudbcwegung»ach dem Fuße des Hügels, welche dartun sollte, wie wenig für hier oben das da untm zu bedeuten habe.„Die Matzner-Sepherl hat's gestern mit heraufgob rächt, und da Hab' ich ihr große Augen machen gelehrt. Ueber lauter Ausschauin Hat'S gar ein Ohrring verloren, ohne dafe sie es gemarkt Hütt'. Gelt ja. Sepherl nickte z..stimmends„War' auch ein Eiufüll,. sich SWlte?dm Dwr� tmecnon Nnger auf die r.mde Wahr ist's," sagte Helene,„schön habt Jhr's tii her- mit dir z' wessen, der Mnckerl tät da.-,u nur lachen. Aber schau, da iZ er und steht noch allweil geduldsam auf der Brucken." Er stand wirklich noch da. VieHlLasser war, während er hier wartete, dm Bach hiniabgiefloM», und er fragte sich, wie viel wohl noch da unter der Brücke werde hinweglaufs» müssen, bis sich schicken wird, WaS er wünscht und hofft? Er stand, dafe der Bach gegen ihn floß, sah nur das währeude Zudrängen und Heraukomnren, und achtele nicht auf das gischende, wallende, rastlose Gerinne, das hinter seinem Rücken, was es gebracht hatte. Schärt oder Halm, auch mit sich fortführte. Früh am-nächsten Morgen fand sich Helene auf dz», Sternsteinhof ein. „Je. was machst du da?" fragte die alte Dchafsnerin, als sie ihrer ansichtig wurde. oben." Sie sagte dos aber in einem Tone gleichmütiger Anerkennung, wie wenn sie gestern gerade-n'ichi gar zu Nn» MwöhnlicheS gesehen hätte, unH als ob sie etwa mehr ab- s onderlichlkeits halber, als aus sonst irgendeinem Grund in der armseligsten Hütte da unten wohne. „Na. wenn dir's gefallen hat," sagte der Bursthc, „kannst ja öfter kommen" „Bist gutmütig." lachte die Dirne,„denkst, mit de» Augen tragt Euch Kein's was hinweg, und gönnst ein'in'5 Anschau'n." «Mst du so intevesstert?" schmimzclte der Bursche. „Wer weife,'S Eine oder's Andere könnt'st du ein'm-fckl: wohl abbetteln." „Meinst?" entgegnete sie, ihn voll in die Augen sehend. „Werm ich's drauf antragen möcht', kännt's sa sein; aber auf's Betteln verleg' ich mich eben nit, ich b'sinn' nrich ncch oft, ob ich nimm, was mer ni>L- antragt." Sie wandte sich „Denk'," sagte-die Dirne, indem sie nach ihrem rechten an die Schasfnierin.„Also sei so gut, wegen'rn Ohrringel. Ohrläppchen wies, ,/ein Ohrring is mir verlorengogan-gvii Hab' ich ihn mt da heroben bei Euch verstreut?" .„Hab' nix g'seh'n?" „Sollt' er dir gleichwohl unterkommen—" „Will schon darauf achten." Ueber den Hof kam ein mchvrfetzly' stApunig« BurjH Svt t» fciben swtf&Li&SS, � �, Sollt'st's zufällig doch finden, so leg' mir's af d' Seit'. Es war' mir leid, fänd' sich's nit,'s ein? nützt mir nix ohne's andere, und obendrein ist's ein Gsschnnk. Schau, so sehen's ans." Sie bog den Hals und reckte den Kopf hinüber, dafe die Sitte im linken Ohrläppchen don Ring be» trachten komchs» Lehrte sie sich ab.„B'hüt Gott mit» -- JSy&toMXi fpMU WIMM. TlnS feHK iBt an Nacht. vit in die letzten Tage Hinein sind vethsftunzen und Mihhand- Engen der verhasteten vargenemmrn worden..�Hört! HSrtI h«i den Soz.) Et sind sogar Standgerichte eingesetzt lrsrden.(Hört? hört! bei den U. Es haben standgerichtlich« Verurteilungen «nd standgerichtliche Trschiehungen stattgefunden. sLebhafte Rufe: <>ört, hört! bei den U. S.)«I find auch Angehörige meiner Vartei auf Grund solcher standgerichtlicher Urteil« erschossen worden. All diese Schandtaten hat die Regierung nicht hindern können. DI« MilitSrmacht war starker«I» sie. Und doch will die ucue Negierung sich wieder auf ste stützen. Die Mehrheit». Parteien haben beraten und beraten, um«ine neu« Regierung «uftande ,u bringen. Unterdessen ist die Reaktion ans» nene erstarkt. Lebhafte Lustimmung bei den U. S.) Sie ist frech und frecher getvorden, und der Augenblick schien nahe, wo sie an die Er- schießung von Personen zu gehen drohte, deren Namen auf«ine NZroerliste gesetzt waren, die heut, in der.Welt am Montag' erwähnt wurd«.(Lebhafte Rufe: Hört, hört! bei den U. S) Herr von Gerlach gibt dort Mitteilungen wieder, wonach die Puls�isten gesagt haben sollen:»Je mehr proletarische Kinder verrecke», um so besser.'(Pfuirufe bei den U. D.> Da» ist ein würdige« Seiienstück zu jener frechen Junkeräugerung:»Der Vater hat wohl alle» versoffen.' Lediglich die Furcht vor der Arbciirrschaft hat die Militaristen abgehalten, neuerdings einen Putsch zu unternehmen.(Sehr tvahr! bei den U.S.) Für diese Leute sind Scz'aldemokraten noch immer vaterlandslose Ge° sellen. Der Kampf gegen den Nolschew'Smu« ist ihnen eine er» Wünscht« Gelegenheit, und diesen Elementen hat die alte Regie» rung freien Lauf gelassen.(Sehr richtig! bei den U.S.) Das mutzt« sich natürlich röchen und wird sich weiter rächen. WaS in AdlerShof in der Nähe Berlin» geschehen ist. ist ein Schande der demokretischen Republik.(Sibr eichtia! bei den 11.®) Davon aber hat leider der Herr Reichskanzler heute nicht gesprochen. Wo sind die Garantien, datz d'« neue Regierung solche Schand» taten lünflig hindern wird? Da» Verha ten der Offizier- und der Studenten, rnsbesondere'n den Einwohnerwehren und i» den Keitfreiwilligen-Regimentern lst ein Beispiel flir die wirk. «che Besinnung de»«flh,erti».n« der Arbeiterschaft gegenüber. (Scht richtig! bei den U. D.) AIS die Kapp-Lüttwitz-Truppen wie Sieger au» Berlin abgezogen find(Hört, hört! bei den U.S.), hat da» Bürgertum sie mit Schokolad«. Zigaretten und anderen Schieberarlikeln versehen. Die Entwaffnung dieser Truppen, die die Regierung mit großen Worten angekündigt, ist nicht erfolgt. Dagegen hat Kapitän Ehrhard kürzlich gebagt:»Ych möchte den sehen, der ta wagt, uw» zu entwalsnen(Hör«, hört! bei den v. S.) Ich habe Bewetse dasur, datz am 1«. d. MtS. der Kmn. Munistenausstcmd nicht nur in Bertin. sondern in ganz Deutsch» lcwTd ausbrechen sollt«, darum sind wir nach Berlin gekommen, vm die Stadt zu schützen.(Lachen bei den U. S) Gen-r-l Seeckt hat mir seine Anerkennung ausgesprochen.(Hört, hört bei dvn U. S.) E» wird in nächster Zeit noch ein: canze Rothe Kom. mumstenlwster in Deutschland zu säubern geben.(Zuruf recht»: wahrscheinlich) und ich denk«, darin haben wir ja einl'ge Uebung.' Dieser Prätortanerführer beruft sich darauf, daß«r und seine Mannschaft«» einige Uebun» im Maffenmord f fen die eigenen Lande»ge«»ffe« habe«.(Sehr richtig! bei den S. Zuruf recht«: Gegen bi« Verbrecher.) Gi« haben viel limmer« Verbrecher in ihren Rechen.(Sehr wahr! bei den S.) al»«» jemak» unter den politisch kämpfenden Arbeitern gerieben hat. Der.Kapitän Ehrhard denkt und handelt in(nach recht») Ihrem Geist«.(Sehr wahr! bei den U. S.) Di«»Uen konservativen Parteien hätten übrigen» zu dem gestanden, wa» die Kapp und Lüitwitz in Ihrem Geiste getan haben.(Sehr nxihrl bei den U S.) Sie(nach recht») haben feige gekniffen.(Lachen »nd Zurufe recht».) Da»«in« können Sie nicht Ißiigrcn, ivernn Arn Kapp und Lüttwi? gelungen wä:e, wa« sie wellten, dann hätten Sie ihnen Standbilder gesetzt und grau Dr. Käthe Echir- mache e hätte einen ganzen Blumenladen ausgekauft(.Heiterkeit), wn die Standbilder zu fchmuSen. Wa» die Ehrhard und Kon- forte« im Kampf gegen den Dottchewi»mu» leisten, kommt dem alvich, wa» die Cortez und Pizaro gegen die Ureinwohner Ameri» ra» verübt haben,(«ehr richtig! bei den U. G.) Hinter der Norme l Bekämpfung de» B»lsche»i»mu» verkriechen sich jetzt all« o-ie» tenigen, die zu feige oder zu hinterlistig sind, um zu dem zu stehen, wa» die Knpv-Lüttimtz getan und gewollt haben.(Sehr richtig! bei den U.£.) Die Regierung wird den Militaristen nur die Stirn bieten kitn«««. wen» sie sich stützt ans bewaffnete Proletarier. Der Reichskanzler hat nicht» davon gesagt, datz ste da» will. Der ReichSkmizler und sein« Freunde habem nicht den Mut gehabt» unser« Forderung nach einer rein faztalisttschen Regierung ftz erfüllen.(Sehr iwchr] bei den ll. S.) Wa» ist für ein Unter« schied, wenn Herr Bauer nicht mehr Reichskanzler, sondern Reichs» fchatzmimster ist? Hat er dadurch vaS vertrauen der Mehrheit neu erworben?(Sehr gut! bei den U.®.) Mit welchem Recht« kann die Mehrheit der Nattonalverfammlung da» Bertvauen de» Volke» beanspruchen? Durch den Generalstreik ist der Mehrheit per Nationalversammlung»ich« da» vertraue««uSgespeochen morde». Sie war ja, wi« die alt« Regierung an allem«m höchsten Grade mitschuldig, wa» un» der 13. März und folgenden Tage gebracht hat. ES kommt hi-nzu. daß die bürgerlichen Parieien im Grunde dem Generalstreik alle feindlich gesinnt fin».(Sehr richtig! bei den ll. S.) Und h« die Mehrheit eine« N»»ke nicht stet»»uge- jubelt, wenn er un« Unabhängigen den schärfsten Kampf ansagte? (Sehr richlig! bei den U G.) Die Ardeiterschaft mutz fortsetzen, wa» sie zu ihrer Einigung mit dem Generalstreik begonnen. Sie mutz für ein« sozialistisch« Mehrheit bei de» nlchsten Wahlen Sorge tragen.(Sehr richtig! bei den N. S.) Rur im revolutio. nären Klassenkampf kann st« ihr« Einigung erreichen.(Sehr richtig! bei den U. S.) Wir stnd im K«g-niatz zu den Deutsch- nationalen, die die Zeit für sich arbeiten lassen möchten, für die größte Beschleunigung der Neuwahlen. Nur die Arbeiterschaft hat sich mit Leib u»d Leben aegen die Kap? und Lüttwitz ringe- setzt, di« Söhne der Bourgeoisie, Offizier« und Studenten haben Leib und Leben sijr die Reaktion gewagt.(Sehr richtig! bei den tt. E.) Was der Reichskanzler über die Fortführung der Sozial» »esetzflcbung, über die Sozialisierung. über Bekämpfung der Schieber und Wucherer getagt hat. lätzt un» vollkommen unbe» friedigt. Da» Programm der alten Regierung wird lediglich fort» geführt. Dir Massenverhaftungen von Ausländern werden un» im Ausland« besonder» in Sowjetrutzland, keine Freundschaft ein» tragen.(Sehr richtig! bei den U. S s. E» geht um» Ganze, sagt der Reichskanzler und er meint dam,t die Republik. Die Arbeiter versieben unter dem Ganzen ein anderes. Sie wollen die Herr» schaft de« Kapita'ISmnt beseitige«. Wa» baben sie in diesem Kampf« von der Koalitionsregierung zu erwarten? Darrnrf gibt da» Ultimatum an die Arbeiter im Ruhrretzier die best« Antwort.(Sehr richtin l bei den U. G.) Wir fordern von der Regierung, daß sie mit dea Arbeitern im Ruhrrevier durch ver, Handlungen sich verständigt. Durch die Erstickung der Bewegung i« Blute wird sie eine Katastrophe heraufbeschwören. Die Arbeiter fürchten dort mit dem Einzug der Truppe» den Einzug de» wei» fcen Schrecken», nach dem Vorbilde Ungarns. Sie hassen die Trup» pen wegen ihrer Erfahrung im vorigen Iabre mit ihnen. Und an der Spitze dieser Truppen steht General Watter. dem selbst christ» liche Arbeiter und Demokraten ihr Mitztraucn ausgesprochen haben.(Hört, körtl bei den U. L.j Wenn di« Arbeiter zur ver. gweislung getrieben, zur Zerstörung der Kohleagrubrn kommen sollten, so fallt die Schuld daran auf die Regierung.(Sehr richtig! hei den U.$•) Auch den Ruhrbergleuten ist die Verfolgung der Hochverräter versprochen worden. Aber die Kapp, Lüttwitz, Jagow, Oberlh Lg«« j&Bk iaufen bei bttit» llad«ätoab fek Touw» von Wesel her d:e Ardeiter einzukreisen drohen, desikchtr» diese, datz auch die Baltikumcr gegen sie verwendet worden sollen. Die Arbeiter im Ruhrrevier wollen selbst Ruhe schasse«. Di: Regierung sollte chnen dafür den notwendigen Spielraum lassen. Wa» ist von der Gerech igteit zu erwarten, die gegen di« Reaktionäre bereit» am Der'« sein soll! Sie bestebt au» den Organen der Klassenjustiz.(Sehr wahr! bei den U. Soz.) Auch »er Graf Westarp bekleidet ein hohe» Richteramt. Er fand glühendste PaterlandS-Uebo al» Bewoenrund zu dem Putsch»am 13. März. Wie würde er al» Richter urteilen? Und Unab- höngig« hat er noch während de« Kriege» vaterlandslos« Gesellen genannt. Die Hochverräter brauchen vor dieser Gerechtigkeit keine Furcht zu haben.(Sehr richig! bei den U. Soz.) Da» Hauptproblem unserer inneren Politik ist gegenwärtig die Bösel» tigung der Urberreste de» alten Militarismus. Die Reichskanzler» rede lätzt auch in s:«i«m Punkte unbefriedigt. Die neu« Regie- rung hat den General von Seeckt al» Oberkommandierenden ge- nommen. Wa» die Arbeiter von ihm evkahren haben, lätzt sie fordernt Weg mit ihm!(Sehr richtig bei d« U. Soz� Selbst Noske bat ihn im»yorwär s" charakterisiert. Herr von Seeckt bat für die Unzufriedenheit der Offizier« und Mannschaften Argumente sozialen Charakters angeführt. Gelten sie aber nicht doppelt und dreifach von den Arbeitern gegen»ie man mit den militärischen Mochtmitteln zu Felde zieht?(Sehr rich igl bei den U. Soz.) Hat man sie nicht obendrein früher politisch entrechtet? Mit Umsturzvorlaaen. Zuchchautgesetzen und Aehnlichem be» kämpft? Herr von Seeckt hat auch die Verhaftung der Ausländer vornehen lassen. Er ba' e» gelitten, datz Standgerichte big in dl« jüngste Zeit hinein bestanden unn wüteten. Cr muß van seinem Posten verschwinden.(Sehr richtig! bei den U. Soz.) Im übrigen darf nicht vergessen werden, am wenigsten von einer Regierung, in der«in« Anzahl Sozialdemokraten sitzen, daß es ssch bei all den Kämpfen der jüngsten Zeit nur um den verschärften Klassen- kämpf handelte. Nicht mtli-tärische Machtmittel, Sondern eine Politik der Vernunft b:n Arbeitern gegenüber ist vannöten Nur mit ihrer Hilfe kann der MilitariSmu» völlig beseitigt werden. Di« Veranke- rung de» MilitariSmu» in den materiellen Interessen und dem- entsprechend in der Ideologie der besitzenden Klassen, macht den Kampf gegen den MilitariSmu» so schwer. Mit parlamentnrt- schen Formeln und Kompromissen ist ihm nicht beizukommen. (Sehr richlig! bei den U. S.) Entscheidend wird die ökonomische und pokittlch« Macht der Arbeiterklasse sei«. Der Kampf gegen den Bolschewismus richtet sich gegen die llnabhänirgen und Kommunisten. Auf ibre Organisationen, auf ihre Presse ist es abgesehen. Wo» die Genera-e und Offiz er: für Bolschewismus halten, da« wissen wir. E» ist viel von der Arbeitsunlust die Rede gewesen. Wa» der Reichskanzler von der Sozialisier»»« gesprochen hat. wird sie nicht bebeben. Die Arbeiter nicht nur in Deulschland. sondern auch in England. Amerika. Japan wollen nicht länger für die Besitzer der Produktionsmittel sich schinden und schaben lassen, sie wollen sich nicht länger um den Ertrag ihrer Arbeit prellen lassen. Deshalb in allen Ländern diesrlben Forderung rn der Arbeiter. Und immer mächtiger der Ru': Nieder mit dem Kavitalilmu» und her mit dem Sozialismus!(Sehr richtig! bei den U. S.) Auch für die imernottonale Einigung de» Proletatiai» fehlt c» nickt an Anzeichen Die Arbeiter Frankreich» und England» erklären sich solidarisch mit dem kämpfenden Proletariat Deutsch- lands. Auf» neu« werden die Arbeiter de» einen Lande» von denen de» anderen Lande» lernen. Die englischen Arbeiter, dir kürz-lich auf ihrem GewerkschaftSkongretz den Generalstreik ab- aelebnt, werben idn nunmebr in ihr Wafsenarsenal aufnehmen, nachdem die deutschen Arbeiter«inen singrohen Erfolg oamit er» rungen und die Geschichte schreitet schnell. Sie bewegt sich, wie Herr Stresemann sagt, im Sauseschritte vorwärts. Mag der Kapitalismus in England. Amerika. Japan auch noch stark sein, mag in jenen Ländern auch noch für kommende Krieg« und für den Kampf um die Herrschaft über den Stillen Ozean gerüstet werden. Der Kampf wird nicht entfernt so lang« dauern, w'e frühere ähnliche Kämpfe. Die Revolution ober wird sich von Europa au» auf ander« Erbte-l« verbretten, vi» zum Beginn de» IS. Jahrhundert» war die Bevölkerung Europa» auf l87 Millionen Menschen angewachsen, van 1801 Hi» 1912 wuch» sie aufabhä::gig« Sozialdemokratie endmb zu»er Uederzeugung kom» men wirb, datz e» auf di« Dauer mit der Politik nicht geht, die st« In»hcr getrieben hat.(Sehr nchiigl bei den Soz.) Ich hoff«, datz die gnverksckiastlichcn Arbeiter, die zur Unabhängigen Sozral. demokrati« gehören, ihre Partei batd darüber belehren«erden, wa» im Interesse der Arbeiterschaft notwendig ist. Bei der An. kündigung der Strafverfelgung allein wollen wlr e» nicht bewen» den lassen: an den neuen Justizmrrwster Blunck richte ich die dringende Aufsorderuna. datz er ungesäumt eingreift und datz nicht nur Arbeiter wegM irgendwelcher Vergehen verhaftet wer- den. sondern datz endliVeinmal die Hochverräter grfatzt toetden. (Lebhafter Beifall bei den Soz.) Weiter fordere ich, datz daü ver- mögen der Hochverräter konfi»z>rt wird.(Zustimmung bei den Soz.) al» Autgleich für die Schoden an dem Eigentum der Min» derbemittelten und für die Schäden in der Nahrungtmittelzufuhr, die der Putsch herbeigeführt hat. Andere Schäden werden sich ja leider nicht ausgleichen lassen, z. B. der Schaden bei der kommen- den Mstimmung in Schlesien. Die dänische Partei in Schleswig hat unmittelbar nach dem Bekanntwerden de» Putsche» ein Flug» blatt herausgegeben, in dem sie den Staatsstreich für ihre Zwecke ausnutzte und e» für da» sicherste erklärte, wenn di« SchleSwiaer sich zu Dänemark bekennen. Wenn e» der sozial- demckvtfil'chen Partei in Flensburg auch gelang, der Bsvölkeruna Mitteilung darüber zu machen, datz sich nicht ganz Deutschlano in den Händen der Putschisten befand, in der Stadt Flensburg wären doch mindestens 2000 Stimmen mehr für Deutschland abgegeben worden. sHört, hörtl) Di« deutsche Arbeitnehmerschafi hat die D r a n o s a l i e r» n g durch da» Militär satt. Wäre di« Berliner Arbeiterschaft bewaffnet»«wesen, die Baltiknmttuvven wären nicht durch da» Brandenburger Tie gezogen.(Unruhe.).Ohne Kenntnis von dem Ausruf der Re» gierung haben die Gewerkschaften bereit» am lö. März, miltag» 11 Uhr, im Bundesvorstand den Generalstreik beschlossen, ist folgte dann auch die Arbeittgemeinschaft freier Angestelltenver» bände und die sozialdemokratische Partei. Wenn der Aufruf nicht gemeinsam erlassen wurde, so war d Levetzow besinnen fiii in Haft. Gegen di« übrigen, dlie flüch» t i g g« w o r den find.(Hört, hört!) si d Haftbefehle und Steck» bnef- erlassen. Für ihre Weiterverbreitung ist Sorg« getragen: für die Ergreifung der Lugeichreidigten sind namhafte Gold- summen ausgesetzt. Der erst« Strafsenat des ReichSgerich'« hat bis zur Beendigung des D.rafversak.«n» daS Vermögen der Angeschuldigten mlt Beschlag belegt und die Bekanntgabe der B-'schtogetahm« o yeordnrl.(Beifall.) Die Bestrafung von Traub ist' nachgesucht worden. Gegen die noch der Militärgerichtsbarkeit unterstehenden Hochverräter schweben besondere verfahren bei o-n Militärbehörden. Diese werden nach Erledigung de» heute auf der Tagesordnung flehen» den Entwurfes, betreffend die Aburteilung der hochverräterisch:» Unternehmen auS dem März l920 auf die bürgerlichen Gerichte übergeleitet wrrd'n. Dadurch wird eine einbeitliche Aburteilung der Straftaten sichergestellt werden. Wir hoffen, daß die dent- schen Ger ÜKe Recht und Gerechtigkeit walten lassen.(B.'ifass.) Abg. Dr. Heinz«(D. Pp.): Am 9. März erklärte ich noch ein» mal, daß wir jede Gewalt ablehnen. In dieser Siellungnahme waren wir un» stets einig. lZuruf: AIS Die hereingefallen waren!) Wir stehen auch weiter auf dem Standpunkt, daß wir l inä RarienhauS geschickt worden. aW 18. März 1920 tn Kattowitz lagenb« Kemcknsame Konferenss Dle LohnhewesunI her BSttcher Tr»?.?«eNn?,"SM«««> von Vertretern der S. P. D.. der U. S. P. und der K. P. D. Einsetzen die»Freiheit" seinerzeit berichtete, ist mit dem heut'gsi* erklärt, in ihren Organisationen sehr entschieden für die Tag«— bis auf die Böttcher, welch« in den Brauereien be'chitkrgt Schaffung einer Einheitsfront der sozialistischen Parteien zur � 7» ab»: schlössen. Ab!. April ISA» werde« pro Nund« v M. Abwehr reaktionärer Machenschaften eintreten zu wollen. Di« unch 5,70 M. öe�hst. Ter Bcrem der�Brauereien Hot b.L heute Einheitsfront muß am der' Grundlage einer Verwirlichung des ncch mcht die geforderten WO N. pro Woche»ugcswnchen. w-e�l revolutionären Sozialismus auf dem W.ge der diefe Summe weit um«»rm oben vere.nbarten Lohnsatz«, ftcht. hrnr.fnrifrfie« Diftrttiir b« I n e st e l l l werden Mit Zu b«.merken ist ferner, daß die Braa-reibottchrr auch viSher p��larschen a t urh e rze stern luerven ac.r �7 M. pro Woche erhallen, während in den Be-ttcherwer� der tvclterrn Dc-agnshmen w-lvd dle vsn w\ orci 177«nerhannte«hrcdSMuch ivurdr von den setzend« Gegenrevolution von r.chtS— sei e» von deutscher oder E'J v'1101" abgelehnt. In deswegen notwendigen neueriiche» polnischer Seite_ mit allen Mitleln anzukämpfen. Da» Ziel der �rhand.u ven beqll�mtcn�üch- ie Unternehmer zu Zngeitand» Einheitsfront ist di« restlos« Verwirklichung de» ent. � schiedenen Sozialismus, der wicht ausschließlich awf dem We,fe der gormaldemokratie erreicht werden kann. Sollen durch die Zentralvorstände andere EiniaungSformeln her- gestellt werden, so gelten dies« auch für die drei Parieien." Die Buchdrucker und der Generalzireik. Die Vevtrauensleute der Berliner Buchdrucker nahmen am Montag abend in einer stark besuchten Versammlung Stellung zum Gtnermstrelk. Der Gauvorsitzende Massini führte aus, daß die festgelegten Forderungen ein Grundstein seien, auf dem weiter gebaut werden müsse. Wenn die Buchdrucker stre ken, dann schweige das öffentliche Leben, da» Hobe sich bei der restlosen St ll» legung der Zeitungen gezeigt, von allen Seiten, auch den Ge» wertschaften, seien die Buchdrucker bestürmt worden, zu arbeiten. Alle Sondevivünsche seien abgeschlagen worden, nur die Hevau!» gäbe eines Nachrichtenbla.tcs sei mit der GewcrkschaftSkommission beschlossen worden,»m A u s h ä u s e r und U m b r c i t al> Schrift» keiiern. Dies Blatt fei aber nicht erschienen. Wegen der Haltung der Buchdrucker habe sich ein Mitarbeiter de»»Vorwärts, Herr Schiff, erlaubi, von«inam Kretinismus der Buch>rucker zu sprechen. Derselbe Herr habe dann eine Kindergeschichte im»Vor- wärt?' veröffentlicht, in der er von der»heiligen Gewerkschasl«. disziplin' der Buchdrucker erzählt. Der.Vorwärt»" solle sein« Spaüen für andere Dinge bereit halten. Die Buchdrucker dürften sich da» nicht gefallen laisen. Al» der GuwerkschafiSbund, die Afa und di« Gewerkschaft». kam Mission für den Abbruch de» Streik» eingetreten waren, der» tionen Verbesserungen bringen und in anderen hinec de« Schiedsspruch zurückbleiben. In einer Bcrsinnmlu'ig der Branrk« empfahl Genosse Lehmann in Anbelrachf doS am j. i. in Kraft tretenden Rerf'Staris;», di« Annahme der Zugeständnisse. Nach längerer Aussprache entsprach die versamm.'m.g dem Vorschlag« de» Referenten. Die verhängt« Spkm ist nach Perständ!mmg der Arbeiter» fchaft M'.i dem Gcschäftvfllihrer Herrn Wolfgang Müller über die F.omen Weber». Co., de»?aschentuchvevk>andeZ, Lc'nrweber» veroande», deren Geschäftsräume sich in der Koppenstr. 68, Frie» drichstraße 5, Krausenstr.?5�8 und Unter den Linden 40/41. he» finden, eiufgehobrn. Deutscher TranSportarbeiterverbawd, Bezirk Groß-Berlin, Sektion l. Acktung! Betriebsräte und BertreucnSlente der Tapezier« Groß-BerlinS. Mittwoch. 81. März, abends v Uhr. Münzstraß« 24, 3 Tr., Sitzungssaal groß« Funktionär« konferenz. Da» Erscheinen aller Funktionäre ist unbedingt« Pflicht. verband der Buchbinder und Papierverarbeiter Deutsch- landS, OrtSverwaltung Berlin. Di« Urabstimmung am 27. Mär» ergab eine Erhöhung der Beiträge, die am 1. April 1920 i, Kraft tritt. Da» Ergebnis war: S3S6 Stimmen für Erhohun« und 2399 dagegen. An miete Leser! sucht« die Regierung zu schrukeln, was«ine Berschäpfung der Lage verursachte. Infolge neuer Verhandlungen wurde die Regierung gezwungen. Einst zu machen mit der Durchführung der Forderun. monatlich erb ü b t toerdeu �mü 6 t e gen. Unter keinen Umständen dürfe di« Arbeiterschaft wieder,""""""� wetwu muftte. Wir machen hiermit nochmals darauf anfmerkfam, daß infolge ungeheuer gestiegener Herstellungskosten der©•« Gerung zugspeeis für die„Freiheit" ab 1. April auf 7,.10 Mar« Der Verlag. aus der bedrängten Lage' nur herauskommen können, wenn wir! Ucber Bezah-ung der Streiktage verhandele am Montag und auf dem Standpunkt de» Rechtes bleiben. Der Kapp- Putsch war Di-en! ag die�emralarbeiiSgemeim� und dw Untergruppe i die bei einem günstigen Schiedsspruch zurückzugahlen sind. Gewerkschaften und Partei hätten ständig auf di« Regierung zu drücken, damit sie da» Regierungsichiff mit fester Hand im Sinne der Arbeiterschaft und des Sozialismus steuere. Den Ausführungen schloß sich eine lebhafte Debatte an. in der u. a. betont wurde, daß die Arbeiterschaft unter keinen Um. ständen die Klassengenossen im Ruhrrevier niederschlagen lassen größerer Sport- iurd Spielplätze, die für Kinderferven'spiel» für Sporwercine, sowie für die Gesanitbevölkerung zugänglich gemacht lve-dcn sollen. Vor allem ist für den Süden Berllvns das Tempelhofer Feld hinter dem Steuer« Häuschen bis zur einsamen Pappsl als Spielplatz in AuS« ficht genommen. Die VerHandhmgen mit dem Nnchswehr« würde. Ter Ncaletnug müsse Kugerufen werden:'.Hände weg minister sind bereit? eingeleitet. Es soll neben dem bersitft vom Nuhrrevierl" Bei einer milttärijchou Operation gegen die bestehenden Laubonaelände ein umzäunter Riesetispielplatz Bergleute stehe da, gesamt« WirtichafiSloben»uf dem Spiel«. � geschaffen tverde» Tie anarenzenden Bkilftö'rlv>rnrke.n Der neuen Regiermng wurde scharfe» Mißtra-uen en gegenaebracht. l ,n,. 5? lOllTO Die Redner standen durchveg auf dem Standpunkt, pah V« Re- l n, 5 Aufbewahrung der SportgS- gierung verpflichtet sei, eine Bezahlung der Streiitage zu ver. r",'c umgestaltet werden. Auch der Svielplatz Am Urb ai» ".---- � wird em« voll, ge Neugestaltung erfahren, und für die All» gemeinheu, sowie für Sportdereine und umliegende Schule« für Sommer, und Wintersport nutzbar gemacht werden. Ein zweiter, ebenso großzügiger Pfon soll auf tem großen Exerzierplatz in Tegel verwirklicht werden. Hretz sind bereits Anlagen und Räumlichkeiten vorhanden, so dah in diesem Sommer mit den Kinderferiensptelm begonnM werden kann. Schließlich wird noch die Einrichtung einer großen S p o r t h a l l e in der früheren Reitbahn des Man. stallgebäudeS erwogen. Hier soll hauptsächlich Leicht anlassen. Scharf kritisiert wurden di« Machenschaften de»'Prinzi. pals Ullstein, dem die Fälschung von Abmachungen vorae> warfen wurde. Ein Antrag, den Streikenden kür di« Zeit vom IS. bis 20. März V0 M. Unterstützung zu gewahren, wurde abgelehnt. llnlernchmerwilllür. Die Tiefbauarbeiter der Ekettr. Bahnabteilung Nord-Süd, Siemens u. Halske, wollten nach dem Generalstreik am 24. März die Arbeit wieder geschlossen oufuehmeu. Dem Ar» Mehr Spiel- mb Sportplatz« in Erotz-Berlm. iwr möglich in der Atmosphäre, die der FriedenSverirag von' Der.! Die Reg'erung habe die Pfl'cht, eine vezahluna der I � DaS Berlinler �ndpfleg«mt hat«inen blonderen sailles geschaffen hat.(Zustimmung.) Er war auch nur möglich,«treiktage durchzujeden. D-e Vuchdrucker wurden v«r,ch,edent. Ausschuß für Sport- und Leibes ubliNMtN eingerichtet, de» weil ihm Le Noveinberrevolut on von Wl8 vorhergegangen war. l �5 �"..°�°�°güch-� Ii?'. au.ä neben Stadtverordneten vom Jugendamt(ftüherm» (Große Unruhe bei ihr« BersassungStrvu« Sozialdomolraten" verlangen si« n>un H-uptgrfahr der BrlschewiSmu».(Widerspruch bei den Doz. Leb- haster Beifall rech'S.) Der bayerische Gesandte Dr. von Preger berichtigt die Behauptung Heinz«», daß die bayerische Regierung nicht auf«er» fassungSmäßigem Wege entstanden fei. t.lbg. Dr. Haas lDem.): Einzelne Männer, wie gerade der Abgeordnete Heinze haben sich gewiß einwandfrei gehalten, aber die großen Schichten dieser Parteien und auch sührende Persönlichkeiten haben bewutzt den Verbrechern zugejubelt. Wo» ge- denken die Parteien dagegen zu unternehmen? Ausdrücklich wird in jenem Aufruf die Hochverrätergesellschaft als die»neue R«. gierung" anerkannt.(Abg. Mittelmann(Dt. Vp.): Wo war denn die alte Regierung? Minutenlanger Lärm bei der Linken.— Zustimmung bei der Rechten.) Zahlreich sind di« D«- weis« weiterer enger Verbindung der Rechtsparteien mit dem Putsch. Sie(nach recht») schütteln aber diese Leute nicht ab, sondern suchen nur nach EntschuldigungSgründen. Eine hoff. nungSvolle Entwicklung hat die Gewaltpolitik der Kapp»Lüt ivitz zerstört. Der wahre Grund zu ihrem Verbrechen liegt im Geist reaktionärer Gewaltpolitik, der nur mit Soldaten zu arbeiten weiß. Daß spartakistische Schwärmer an die Wand gestellt, aber hochgeborene Verbrecher geschont werden, da» würde da» Volk nicht ertragen.(Sehr richtig link«.) «uch auf die reaktionären Tretbercien an unfern H-chschnlen muß endlich ein Auge geworfen werden.(Lebhafte Zustimmung.) Nicht vergessen werden Darf Im heutigen Streit der Meinungen die grosse Arbeit die Nolle in schweren Tagen für da» Vaterland grleistet hat. Im Namen meiner Fraktion und meinem eigenen spreche ich ibm d:für unfern Dank au».(Sehr richtiglj Sein Name wird«inst in bohen Sbren m der Geichichte genannt wer» den.(Sehr wahr!) Der Einrichtung der Zeiifreiwilliaen, bcson» der? auS akademischen Kreisen, muß am besten ein Ende gcinacht Verden. Nun zu den neun Punkten I Kein Minister hat sich dafür erklärt und wir lehnen rS ob, un» auf die neun Punkt« fest;«- legen, weil e» da* d-mo�vstische Prinziv nickst zuläßt, Organisa. tianen«(fien entscheidenden Einfluß einzuräumen. Aber wir sind für ein engeö und gute» Einvernehmen mit allen Lrganisa- tionen der Arbeiter, der Landwirt«, der Arbeitgeber usw. Di« letzte Entstfieidung mi'st aber bei d-r Nationalversammlung liegen. Reichskanzler Müller, Im Jndustriegebist ist noch viclei nicht in Ordnung. Ein eben eingelaufene» Telegramm 3tt Reichsbant Duisburg meldet: Sxokviip'amttee hat«ine Million unserem Tresor entnommen und verlangt taeitere Beträge.(Leb- hafte«: Hört, hört!) Mem arbeitet also dort genau so wie ti Kapp getan hat.(Große Unruh- rcchr» und Zuruf: Natürlich, da» mußte kommen.) S; ist bekannt, daß Kapp dasselbe Verlanen gestellt hat. Nur ist der Austrag nicht ausgeführt worden. Daß Aavp dem Zentralvocstand der Deutschnationalen BolkSpartei an. gehört, da» beute vormittag von der Rechten bestritten wurde, de- weisen die AuSführungm de»»Berlmer Lokal-AnzeigerS". de» Blatte» der Schwerindustrie.(Hört, hört!) Die Aussprache wird abgebrochen, die Vorlage über den Not. «tat wird an den HauShaltSauSschuß verwiesen. Morgen IQ Uhr Fortsetzung, erste Beratum, de» Wahl. aesetze» und de» Gesetzes über die Aburteilung der Hochverräte. «schen Unternehmungen, Nein« Vorlagen. bciterauSschuß erklärt« der NegierungSbaumeister a.«rroo�n vw ,ou ynupi�na) L i n d n e r, daß ex beinon ArbeijerauSschuß mehr kenn«, und daß Kwletik betrieben tverden, da bte Anllagen hierfür bss» ~-•'-D rets vorhanden sind. Endlich plmrt das Jugendpfl«g«rmss mit Rücksicht auf die ungeniwnben Bademögilichkeiten im Sommer die Einrichtung von Freibädern sowis die De» nützung der bereits bestehenton Freibäder in Grüncmp Wannse«, Tegol:md Müggelsee für bi« Schulen und Sport» vereme. ES ist zu ernx,rten. daß dos ReichStvehrmins» oll« Arbeiter, die gestreift hätten, en-laff-n seien. Der Reicks arbeitSlninisttr forderte dann, da«S sich, um einen Volkswirtschaft- liehen Betrieb handelt, die Einstellung der Arbeiter. Daraufhin erklärte di« Direktion, daß nicht alle Arbeiter eingestellt'werden könnten, besonders nicht«ine Anzahl.unzuverlässiger" Arbeiter, unter ihnen Ausschußmitglieder und der Obmann. Sin« S tzung de» SchlichtungkauSschusses verstanden die Unternehmer zu ver» tagen, da ihnen der Borsitzende nicht genehm Zvor. Auf Grund dieser Taktik sind auch noch wefterhln etwa 300 Arbeiter, die arbeiten wollen, brotlo». Durch den Starrsinn und die Willkür de» reaktionären Baumeister» Lindner, der mit den Put» schiften Kapp-Liitwitz außerordentlich sympalhisierte, kann der Tunnel om Halleschen Tor, der bereits zum 8. Mär(> fertig sein sallte, nich fertig gebaut werden und wird weiterhin ein Hindern,« für den SchisfSvcrtchr bilden. ES ist höchst« Zeit, daß sich Kom ffcrium, bas Reichsfinanzamt. sowie tie«brikrn Reichs. stellen diese Bestrebungen so weit sörbern, daß die Plätze noch in diesem Sommer zur sportlichen Bsnützung f.reigegcke» werden können. Wann kommt Grotz-Berlin? Wie wir berichteten, ist der Gesetzentwurf zur DMuniP su* Viru vaji iJSJKZlfijT C.lüVU. ijr lXZst iia) srom-.— �1. 7, Ii V i;; v Z.vw v%, V''» rnune und Zweckverband mU der Angelegenheit befassen und einer-stabbgomembe Groß-Berlin IN vierter Lcsung be» Sack« der Arbeiterschaft ist e«. nicht locker zu lassen nicht nur bei � schlössen. E» wuvde«in« Rebalktjonsevnvtnisision Hingesetzt, der Vernichtung der militüvischeu Skoktion, sondern auch bei der i»i« aber mfoilge in«inHetrebenen DellljÄtNiisse noch nicht Unschädlichmachu! g der Ver rcter Des Kapitalismus, die nun- zusammentreten konnte:- der Umdruck war nach wicht mSgisch draus und dran sind, den Arbeiter auch wirtschastlich Vollkommen' aowesen. Jetzt wird die Arbeit aursgenoinmon werden. Duich » i? 0r}tnysrtfu.ei*y � o_ri? n. r v v 1C. 7? Ms der Vinkel. Wauer seines Amtes enthoben. Der Vorstand oe» Verbände» der Film» und Kinoanaehörigen hat dem Allgemeinen Deutschen Gewerklchaf'Sbund mitgeteilt, daß eine Funktionär, und Obleutesitzung den Vorsitzenden Wauer bi» aus weiteres von der ver retung des verband«» ouSaeschlosscn habe. Uebcr seinen endgültigen Ausschluß müsse etn« Bollv«r. sommlung entscheiden._ Ein ainigunsSversuch der Sozialisten in Oberschlessen. dem allerding« von rechtssozialistischen Führern Schwierigkeiten be. «itet werden, kam in einer mehrtägigen Beratung der Fünszehner- kommission der drei sozialistischen Parteien mit Ausschluß der pol- Nischen sozial ii'tisck>en Organisation von Oberschlesien(P. B. S.) tu Katt-nntz zustano«. ES wurde jolgende Resolulion gefaßt:.Di« zu entwasfire«. Verband der Steinsetzer und Berufsgenvsien. Sämtlichen Kollegen zur Kenntnis, daß die Betriebs- und Be- triebSobmännerivahlen, wo selbige noch nichi erledigt sind, stattzu» finden Hoden. Wo Schwierigkeiten entstehen, ist sofort der Ge- ichüfti-stell«, Berlin N. ö8, Schönhauser Allee 126», Meldung zu machen. Gleichzeitig ersuchen wir die gewählten Vertrauensmänner und Belr.ebSrcrt«, sich diese Wahl von den Arbeitgebern schriftlich bestätigen zu lassen. ! me verloren ssegangene Zeit ist eS fraigssich flewo-rtKM, da» 1 Gesetz veröbschiodet werden kann, um cm, 1. Jtöli m Kraft treten zu können. Es sind Ansichten laut-g-worden, die mit dem Inkrafttreten am 1. Ottober rechnen. Neber die Willkürakte von RcichSwehrtruppen in Vororte» gehen uns fortgesetzt n nie Beschiwewon zu. Am Sonnabend vor. mittag orschem in Schmachtenhagen bei Oranienburg ei* Militarauto mit einem Oflfiz'er und«mer Anzahl Soldaten and verhaktet« die Frau unsere» Genossen Silbernagel. Sie wurde j nach der Richtung nach Qremienburg fortgeführt. Der Mann der Am Freitag, den 2. April 1020, vorm. OH Uhr, findet unser« Verhafteten hatte Sonn'og abvnd noch kein« Kenntnis von dem "üJ xfs15' 1) statt. Wegen der Verble-b feiner Frau. Oranienburg und Umgegend ist von der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder drin. gend erforderlich. NB. Note Vertrauenlmännerkartcn werden in der Versamm. limg eingezogen. Ausgabe der neuen Karten erfolgt am Donner». tag, den 8. April in der Geschäftsstelle. I. A.: Der vorstand. I. Sibura. Die Arbeitsgemeinschaft»er N-rdsstdrutschen Textilindustrie beschloß in ihrer Sitzung vom 26. g igog zu B-rl.n:.Ihren Miigliedern zu empfehlen, den Arbeitern 6 Streiliage inllusive der Teuerungszulage zu bezahlen." Zur Nordostdeutschen ArbeitSgemeinichaft gehört oanz Nord- und Ostdeutschland mit Ausnahme von Mecklenburg und der Niederlaulitzer Tuchindustxse. Die Industriellen der Textilindustrie heben sich in diesem Falle vorteilbafi von den Scharfmachern der Metall- anderen Industrien ab, Reichswehr besetzt. Auch in Oranie-nhurg sind Verhaftungen er. folgt, u. a. ist der Stadtrat Ludwig verhaftet worbon. Hoffentlich wird auch hftr schleunigst eingegriffen. Die Jmperatorenwerke tn Wittenau sind tn den Besitz der Groß Berliner Straßenbahn zum Preis« von 9,7 Millionen M. übergegangen. Die ZwcckverbandSversammlung erteilt« gestern ihre Zustimmung zu dem Kauf. Die Werke sollen als Haupt- Werkstatt benutzt werden. Einer Anregung unseres Vertreter» im AufüchtSrat der Großen Berliner, auch die Waggonfabruatüm' in Aussicht zu nehmen, fand allseitig Zustimmung. Rüteschule der Grah-Berliner Arbeiterschaft. Diejenigen Kursvertrauensleute, die noch Blanko-Hörerkarten in Händen oder sonstige Beträge abzurechnen haben, werden dringend ge. beten, die» so schnell als möglich im Bureau. Münzstraße 24, zu tun. Di« Vertrauensleute müssen bei Weilerführung der Kurf« und genau kontrollieren, ob all« Hörer ihren Beitrag entrechtet haben, ' bzw. restliche Beträge sofort einkassieren,- j , gffii Vefsni««.WttStt, wÄch« ntfclgt Sei «fantrfe* Vreigmffe der letzten lochen sn de« sechs zurückliegen- den Augcndlveitzen im Berliner Etadthaus nicht teilnehmen kann- len, ist znm Aarfreitag eine Jugendweihe eingelegt worden- Die- selöe wird am L. April, vormittags 10 Uhr, im TladtdeuZ, Alostersiratze öS,«zdgeyakten. Anmeldungen müssen sofort er- folgen im Bureau der B.<2.?.®., Tchicklerswahe S./B, oder in der NefchüfWsdeUe der Zreleeligiöse« Gemeteche, Pappel- Lllee 1S/I7- Einliüdarten, Erwachsene öü Ps-, Ainder ZS Pf., sind ebenfalls an beioen Stellen zu habe«. Di? Ep«rr>ffe» A-— I. der Stadt Berli« bleibe««t« N. v!ärz d. Id. geschloffen, weil die Einführu»g der täßlnlien Verzinsung »om l. April ad dieS zur Durchführung technischer Mas-nadwen «otwendig macht. Die Abfertigung der Sparer bei den Zweig. jjoffen und bei de«.RebeRstelen" werden p»n dieser Einschrän- Ikung«icht berührt. Fn daS Sparbuch trägt die Spartaffe die JahreSzinfe« unaufgefardert bei der erste« Abfertigung des OucheS bei der ko»«enführende« Kasse i« neuen verwaltungs- iahe ei«. Von besonderer Vorlage deß Sparbuches lediglich zum �Eintragen der Jahreszinsen wird i« Interesse der Sparer dringend abgerate»,«amentlich für die Dauer des sehr geschäflS- eeichen VlonatS April. Die besonder« vuchvorlage würde den Sparern unnötige Stüh« verursachen und dringendere Lbferli- Munge»,«a««tttch Zahlung«, zum Schaden anderer Sparer AandwirtschasAichrr Wacht» rs«S der Ratefchule der Gross. verli»rr Arbeiterschaft Jttziae oder frühere Hörer, welche sich « der Besichtig»«�«ineö Etädi. Riefelgutes«m Ostersonnabend �beteilige» Holl«», werden ersucht, tick am TonnrrStaz, den ch April, ei« S Uhr im Ku«uS zu melden. verlezu», veS«ietSrwiziinsSomteS 8. Am ZV. März d. I. cht dos AiietSeinigilngSinnt 8, umfassend den Bezirk der 8. Woh- «rrngSi»spekti»«, von der Ziimnerstrahe vd/ssl nach der Rigaer sßtoaste tll8, HiksSschute, verlegt. A»hle»schiebu»a«»! Devi A?hle«härü>ler F. Höhne, Ber- hin SO, Rottbuser Ufer 13 cht durch och.tstchlenbepudatian deS MaziftratS Derii» der WarSbetrchb deS HanoolS»U Kohlen unter- tagt Wörde«. Höhne, der Inhaber einer bödeutenden Aohleichand- kung ist, hat forigeietzt Köhlen»n Händler sowohl wie an Ber- braucher ohne Karten, natürlich zu Wucherpreisen, verkauft. Gegen Höhne ist außerdem«in Strafverfahren eingeleitet worden. .«i» losthrliche, Kinbersreand wurde gestern in Neukölln itntzchädlich gemacht, der 88 Jahre alle österreichische Sänger R. .pflegt« auf dem Richardplatz fich dadurch Bindern zu nähern. dah er ihneu Schokolade und anib-reS Naschwerk zusteckte. Sein �bndrrbareS Auftreten war eruem Slratzenbabner aufgefallen, ■de* den gefahokichen Kircherfreund festnehmen lieg. Ed konnten Mm mehrere Käle nachgewiesen«erde«, in denen er Kinder an tstch gelockt, verschleppt und zu unsittliche« Handlungen mißbraucht hat. Zentraderband der SicherheitZpolizeibeamtr«. Dir nächste Versammlung findet nicht wie irrtümlich angegeben am M i t t- «och, sondern heut«� DienSta«, abend« 7 Uhr, im gleichen Lokal statt. Zur Hrrhftfugrndwrih« tu WeukSIl« werben«ochewogS von s--7 Uhr Amneldunoeie im Bureau, Rrckarstrasie S, entgegen- genommen. Bedmu per vorbervitungSkuefe am lt. April. Der ehrliche Finder, der i» der Städtisch« Bahn nach Buch- holz«a Paket Mit Buchdecken gefunden hat. wird dringend ge- »el«», dieselben abzugeben an: F. Trau dt, Prinzen-Wlee IS. Hochparterre. Dar Berlust tvifft den Verlierer, da sag längerer är.t arsteMoS, außerochenllich schwor. Aus dem Semetvdeleben. OetG. In der vsmeindebertretrrsitzung am SS. Rärz»var Ich» iwondever BeSeutuny die Erhöhung der Gemeindesteuern, welche der Gemeiadev erstand auf 4 Proz. bringen wollte. Unser« Gr«esse« lehnte« jede SrhShung ab und wiesen auf die Notl-ge »er-rb-itendeu SepSlkerunz hin, die ein« derartige neue Be- tastüng nicht trage« könne. Die bürgerliche rechtssozialistische Mehrheit beschlost die Erhöhung auf 350 Pro«. Ein« LustbarkeitS- steuer nach ÄeuKll««? Muster wurde angenommen, wobei unsere Jrecktio« die kürrftkerrschen und belehrenden Veranstaltungen?>er xbeiter de« dieser Belastung befreiten.— Die Förderung einer Entschädigung für Zatholische« AekigivnSunterricht verursacht« «ine interessante Kuttustdebatte. wurde«Ett feafc zähester Bortest digung seitens des Bürgenmeisters abgelehnt. Eine der sattsam bekannten Eigenmächtigkeiten de- Bürgermeisters bei Ver?ach:ung von Gcmdndegrundsiücken Sr-.chte einen heftigen Zusammenstoß mit unserer Fraktion, wobei wgar die S. P. D. den Herrn'charf unter die Lupe nahm. Nachdem die Bezahlung der Streiktage für die GemeindearbÄter und Angestellten bewilligt, wurde«och einer großen Anzahl Punkte verwalt�ngsteelmischer Natur zu- gestimmt. XiedrrschSnhause«. In der letzte» GeM�niobertretersitzung stand als erster Punkt zur Beschlußfaffmng Erhöhung be�S.ruer- zuschlage für daS Jahr ISIS um Z0 Prozent. Genosse Hieg« gibt namenH unserer Fraktion die Erklärung ab, daß die weri- mtiy« Bevölkerung ein? höhere Belastung als 300 Prozent nicht tragen kann. Gegen die Stimmen unserer Fraktion und m!it den Sttmmen der RechtSi�ialiften fand die Erhöhung Annahme. Ge- nasse Buchweiz weist darauf hin, daß die beiden reältssoAialisti- fchen Schöffen dem Streikbeschluß der Gewerkschaften zuwider- gehandelt haben, indem sie an den Sitzung««, trotz deS Beschlusses der Zentralftrri Keitung, die parlamentarisch« Tätigkeit ruhen zu lassen, teilgenommen haben. D? Erhöhung de« SJassergeldcS wurde ebenfalls gegen dir Stimmen unserer Fraktion, welche sich auf den Standpunkt stellte, daß die Hauswirte die Erhöhung wieder auf dl« Micktrr abwälzen, angenommen, tebmsmMelkaleadet. verN«. v»« heut», de» SS. V. 9t.,«ö«i» auf die£ l-Karte» bis auf weitere» 14 Liter Vollmilch oerousgabt.— Di» Ausgebe der mif Absch»itt 12«—« der Berliner Kertoffelkart««ntfalleirden ZA) yr. Hlllsenstvcht, wird bis zum Soonoveed, tze« Z. April, verlängert. D!« Sl«l«hä»d.ler Hab»» die hiertür«mgenommenen Adsthnitte am Atitt- «och, de« 7. April, beim zuflä«dw»« Gross Händler abzuliefern.— Arn Mittwoch, de« T. April, bleib»» die Lrotbomenisston«« für da» Pu- Midum geschlossen. Gtezlitz. JO Gramm Butter, 70 Gramm Al-roparin«. Anmeldung vom SS. bis ZI. März: Abschnitt 10 bor Sroß-Derliner Kart» 12S Gr. Kartasfelstärbemehl, Abschnitt U ISS Gramm Awiebach. Abschnitt 14 850 Gramm Honig, Abschnitt 15 1Z5 Svemm Wenzen gttess, Abschnitt IS 185 Gramm Haserfloeken. Berkauf vom 2V. bis 81. März: Abschnitt 72 der Stegl. Karte 500 Gr. MaiSgrless, Abschnitt 87 250 Gr. Graupen- mrhl. verkauf vom 1. bis 8. Sprilr 800 Sraurm Maismehl, 360 Gr. Hülsenfrüchte. 500 Gramm Hafersloche», 1000 Gramm Rudeln, 500 Gr. Kavtofselnntlzmehl. AI« Kartoflelersatz«bensall» vlalzmehl. Britz. Z» der Wach» vom 20. März b!» 4. April werben in der G»mrmd«oerksussst»Ii« verouogabt auf Sross-Berliner Lebensmittel- tart» fLieserabschnitt 0. grün) ZOO Gr. ZScizenkiichemnehl, aus Bestell- abschnitt IS sgrou) 1 Pfd. klein« weiss« Bohnen lsoweit Vorrat), 1 Psd. Reis. 1 Psd. Maiegri-H. 1 Pst. Malzextrakt. 14 Pst. Milchsussspeise: auf IS der Karte für Kriegsbeschädigte 1 Pst. Zvetzengriess: auf 4 der Kart« für w-rd«nb« Mütter und Kinder H Pst. Weizenzriess. Die gültig« Brotkarte trägt das Stichwort„Hafer". 8 Pst Kartoffeln auf 14a— c, 300 Gr. Hiilsenfruchtniehl auf Ist}—-f, 1 Pst. Kattoffelfcheiben auf 14x der Kartofsalkart«. freihändig werden oerkaust: Dein in oerschiedenen Preislagen, Kaffee-Ersatz(2 91.) und verschieden» Samensorte«. Degen Pestarrdnausnahm«»ölrd die Bcrkau fsstelle am Mitl- woch um 8 Uhr gsschlcssen, und«n Karirettag bleibt sie ganz ge» schlpssen. Dt« am Areileg zu beliefernden Kunden weode» am Danner»- tog und Eonnabend abges-rtiot. Pank»«, van b«ut>s ao in den bekannt«, Geschäften auf 75 der Ponkower Lebensmiitelkart», saweir der Porrat reicht, 125 Gr. Back- obst. Di« Abschnitte sind narli Arlauf von spätesten» 10 lagen in der übliche» Deise bei dar Lebensmitteladteilung, Preitestr. 1, Stiftsweg, 1 Dreppe. Zimmer 12. zwischen 9 und 1 Uhr vorm. abzuliefern. ReiulGenborf. Auf die Märzabschnitte der Kinderkarten in den amtlichen Verkaufsstellen und den Verkaufsstellen der Konsum- genossenschoft: Karte Pst. Gevstenmehl, Z Paket« Kek» und Kamt« L: H Pst. Eerstenmobl, 2 Pakete Zwieback, Karte C: '/i Pst. Serstenmehl, 2 Pakete Zwieback. Johannisthal, von Freitag. 2. April, ab auf Allgemein« Lebens- mlttelkarte 125 Gr. Teigwaren<505). 250 Gr. rheinisch« Suppen(596); aus 0 der Lebensmittelkarte des Kreises Teltow 500 Gr. Euppeninehl: in der Gemeinbeverkaufsstelle: auf 4 der Zusatzkarte für alt« Leute 1 Beutel Feldzwieback: auf 4 der Zusatzkarte für Kriegsbeschädigte 2 Beutel Zstlbzwladack und 2 Pst. Gerstengrütz«. Aus deu Sruauisalione«. 10. Distrikt, Z. Abteilung. Mittwoch. 81. März, abends 7 Uhr. Abte ilungsvars ammlung bei Büttner, Schwedter Strasse 28. Dele» giertenwcchl zur veröandsycn«ralo»rs ammlung. Aufstellung von Ob- leuten der Elternbeirät« aus den Schulen. 10. Distrikt, 5. Abteilung(Scheunenviertel). Mittwoch abend 7 Uhr Abteilungsoarfammlung im Rasenthaler Hof. '». Distrikt, f. Abt.(«. mtl. DfensfffljoBafi* Uhk Ei bor aula Driesenee Strasse 32, Abt.-Versammlung. 1. Dahl der Delegrer- ten zur Generalversammlung. 2. Stellungnahme zur Dahl des Diftriktsnorsitzcnden. 18. Distrikt. Mittwoch abend 7 Uhr Senerslverstmmlunz in der Aula Gl-imstr. 40. Tagesordnung: 1. Dahl des 1. Vorsitzenden. 2. Ztechenschastsbericht über den Generalstreik. Mitgliedsbuch legt- ttiniert. Eharlottenburz. Die Fugendweih« findet nunmehr am Oster- frnmleg, 4. April, mit gleichem Programm und an gleicher Stell« (Leibniz-Oberrealschule, Ecke Schiller- und Hardenbergsivatze) nach» nitttegs 8 Uhr statt. Steglitz-Friedenau. Bistungskommission. Der 8. Abend de« Kursus„Geschichte des Sozialismus" findet heute abend 714 Uhr bei Schellhaf«. Steglitz. Ahornstr. 15a. statt. PeukSlln. Di« Fortsetzung der Mitgliederversammlung findet heute, Dlenstax, abend S14 Uhr im grossen Saal bei Kliem, Hasen- Heide, statt. Mitgliedsbuch legitimiert.— 10. Bezirk. Mittwoch abend 7 Uhr BeZiiksvelsom.mlung bei Schimanowski, Iägerstr. 3. Portrog. Peukölln. Dildungscnisschuss. Karfreitag s2. April), 714 Uhr. in der Aula der Realschule, Boddinstrasse. vedcnkfcier. Die zur März» feler ausgegebenen Karten Huben Gültigkeit. Die Bezirk« werde» ersucht, umgehend abzurechnen. Tempelhos. Dienstag, 80. März, abends 7'i Uhr, Generalver« fammiung im Realgymnasium, Kaiser i,>-A>:gu(ta->Strosse. Tagesordnung: Sliuations» und Geschäftsbericht. Zieuwohl der Geschäfts- leitung und Funktionäre. Martendorf. Heut«. Dienstog, 80. März, abend, 714 Uhr, Pitt- gliederversammlung in der Schulaula Kuifüistenstoass». Tegel. Dienstag abend 7 Uhr bei Lehnhardt Zusammenkunst sämtlicher Kommissiansmitglieder.— Mittwoch abend 714 Uhr Mit- gliederoersammlung i« ber Aula Tresckowstrasse. Rasenthal. Mittwoch abend 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Schneider, Hauptstr. 8. Dittenau. Mittwoch abend 7 Uhr bei Fritz Schulze, vramen» bürget Strasse 80, öffentliche Balksoersmnmlunz. Referat: Genosse Sttmming. U. S. P.-Fraktion soziafistischer Lehrer. Dienstag abend 5 Uhr il der Gemeindeschule Hinter der Garnisonkirche. Togasordnunz: Orga- nisatio» unserer Elternbeiräte. Vereinskalender- Zentraloerband per Angestellten. Fachgrupp» 7(Daren-, Kaushäufer und Spezialgeschäsie). Mittwoch, 81. Mörz, abends 7 Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/18, Bersainmlung unserer Mitglieder im gesamten Einzelhandel. Tagesordnung: l. Bericht über dt» T-rist-chondlung. Referent«»ll. Döblitz. 2. Der Generalstreik und feine Dirkung auf den Einzelhandel. Z. Fachgruppenangelegen» heiten. 4. verschiedenes. Erscheinen unbedingt erforderlich. Bund der technischen Angestellte» und Beamten. Mittwach abend 7 Uhr BsrtrauenKmänner-VeisamMlung im Nordischen Hof, Invaliden» strasse 120. Gewerdschoftsbund der Kommunalbeamte» und Aageftellte» Preuße»,. Dienstag nachmittag 3% Uhr ausserordentliche Mitglieder» Versammlung im Berliner Stadthaus, Eingang Klosterstrasse. Deutscher Irans portarbeiter-Derbond. Handelshilfsarbeiter und -arbeiterinnen aus der Leder- und Lsderwarendronch«(Handel und Industrie). Mittwoch. 81. März, abend» 514 Uhr, Branchenoerfamm- lung bei Schulz. Königsgraben 2(grosser Saal). Zentrolverband der Schuhmacher. Achtung! Haus- und Turnschuh- stepperlnnen! Mittwoch. 81. Mörz, abends 5 Uhr, Branchenoerfamm» lung in den Köpenicker Festsälen, Köpenickerstr. 127,. Arbetter-Eltern'Bund. Di« für heute. Dienstag, angesetzt gewesen» Generalversammlung mutz umständehalber verschoben werben. Zeit und Ort wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Soz. Proletarierjugend Deddlng 1. Dienstag abend 7 Uhr ausser- ordentlich« Mitgliederversammlung bei Kroll. Utrechter Strasse, Eckä Hennigsdorser Strasse. Mitgliedsbücher mitbringe». Soz. Proletarierjugend Neukölln. Heut« abend 7 Uhr Funktia- närsttzung Mittwoch 7 Uhr im Jugendheim, Rogatstr. 18. Ausgab« der Karten zur Schuientlossungsseier. Freie sozialistische Jugend. Gruppe Osten. Achtung! Dienstog 7 Uhr wichtige Mitgliederversammlung(Reuwahl) in der Pflichtsort. bildungeschul«, Langestr. 31, Zimmer 51. Frei» sozialistisch« Jugend Gross. Berlin. Achtung! Mittwoch abend pünktlich 7 Uhr Sitzung sämtlicher AktionSdezirks-Deleglerte« im Heim. Internationaler«und der«riegsbeschSdlgten, Charlotten. bürg. Dezirk II. Am 1. April Zahlobend bei Werner. Dallstr. 9». Kartell-Berband der Srbeitett'Sportvereine Gross-Berlins. Heute, Dienstag, abend 714 Uhr Sitzung des geschüstslühiende» Ausschüsse» und der Presskommission im Geschäftszimmer. Peranlwortlich für die Redoktion: Alfred Sielepp. ReukSlln. verlogsgenossenschaft.Freiheit",». G m. b. Berlin.— Druck der Lindcndruckerei und Deilagsgesellschoft m. b. Cchiffbauerdamm 19. üJh/U-M � yfiSwMfywi. Bekauutmachung. 1. Es cstfnlle» auf die Abschnitt, Itz und 11 der •llgemeiM« Lebe osneMrlk arte der Stadt Berlin 125 Gr.. zusammen 250 Gr. Haferflocke« Preifh von 4« Pf.(je Pfd. 92 Pf.) (bei Paketwar« aeiten btt aussgrdruckten Preise) und aus die Abschnitt« 12»Mb 18 derselben Kkrte 121 Gr.. zusammen 258 Gr. ausländ. Maisfabrlkat« zu« Preise von 1.40 M.(je Pfd. S.SK«.) vnd zwar ahn« Voranmeldung.' 2. Vi» Suss.ck« der Ware erfolgt von Dannrrstag. den 1. April. Mo Mlttwach, de» 14. AprN 192«, in denjenigen Klemhandelogeschäften, in denen der Ab- schnitt 112 dor allgemeine» Zodensmittelkarte an- gemeldet worden ist. 8. Di» Kleinhändler Hoden die hierfür anqenom- »en«» Abschnitt««m Doauerstag. den 15. April 1928, bei dem zuständtgo» Gvosshändl«: abzuliefern. 4- Soweit dt« Bezugtti»rechttaten den Abschnitt 112 der allgemeine» Lebensmittelkart, setnirgett»icht an- gemeldet haben, können N» di»«t, schnitte 10, ll, 16 und 16 in dem durch Eäulenan schlag bekanntgegebenen vechanmeldegeschäften kio|um Mittwoch, da» 14. April 1920,»tnlösen. v o r i i», de» 27. Marz 1920. Abteilung Igd. Rr. 8784 Rä. Magistrat. ig für Nährmittel. mihkm ptm üvi«»otarti»»» 0» tritt viril tlr S!« Laoaktie»-I,'.ttre»»»«'«>» S«Kr«tHr r««»«4e. v»r p,»«,,»rt»r«,rt et»« Igkrlr« llmtt.«j, »rrreieeiarked»« T»to»« kesltit.«l»llvr»aw»M rertraae lel, Xa»ta»<««bar»II» prere« 4«»»äiitllobea lebem» ,rt»il«i kn« iimd im Verkehr mit dem P«blek« eia lleverbonrzecbrelbern tieter K, 20»» 41, r«rl»r»rrr»»»r»,et'»n .prelhett, llaia, KVt.t. S«di»h,»m4«»M l». rtebt»,. ICharlottenburgl Boteofmuea stalK sofort ein Lorenz, Walfstr. i Veuischer Melallardeiler-VervauS verwaltungsflille: Berlin 7! 54, Llnlenftr. 88/82. Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Rorden 185, 1289, 1887, 9714. »anneratag, de» 1. April 1920, abend» 7 Uhr Kranchen-Uersammlnng •Set in den Schmteberetcn ve'chSftlgtr«(tollrgrn Grass. Berlin« In Böler« Fl ft älkn. Wrd,tnraj>t ll. As Sek» i bn u»«: l. Mnii bic Vrritilunn drS ZMvrd» recklrniieS«»ilchrr, KchirrMrllier»nd Puter n invrrt werdiu« t SiMuOiPii. StanAtitniMtltzrnbiltB nntr OrrdmOriwi. Wil- Stiedsnuch legillwitxr. Zahlreiches und pünltlichtZ iilichrinui wird erwattet. Die QrtSverwaltung. verdmd»er Maier, teckierer, Aaficelcher«sw. Zlliale verlla. »onuerotag. de« 1. SprU l»Ä9, abcnb» 0', Uhr im GeWerttchaltShauS,«uge.ufcr 10, Saat III Sitzung der Vertrauensleute der Male» und Lackierer und der erweiterten Orts» Verwaltung. veratun»»er Vorlage des Hanpeuorftanbe« tlbrr Gr» .....'nttrflfllpmgMittt und der»aittäge. Die Ortsvrrwaltuu«. liSliung der U»> IMtglledttuch Itgliifflini. Achtung I Ankaut I SÄ" tmwia Zinn, Alnalniwn nkl« die hSebit«, Koeknrreanirtise. ledtr iib«rzeu(e slck 1 0derberger Str.1 im Hoff (n der Sebönhtoser Allee), Botenfrauen fflr Tour Mehner und L«ncf:»iellautbohrcr. Sehmirielleinen, Natnrstahl. Fräser, Reibahlae. Gewindebohrer neue kauft zu aller- bfichsten Tagespreisen. Händler Kxtraprelse. Henscbel. Moabit. Rostecker Str. 22. (ieieeenheltskäufe. I Posten Bettca. I Be irtrll« m. 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