Cto-dptcis 20 Pfennig• 3."ahrgsng Mittwoch. Jen 31 März 1? 20 Nr. yg IB 54*!N»cgen-/Z«sgad« ?>'«„�rcibril" erfrhcinl moraens und nachmittags» an Sonn- und Festtagen mir morgen?. De: Bezugspreis beträgt lei freier Anstellung ins l)an5 für Gro�- Verlin 5.50 ITT. im voraus zahl? a?, bei l?ostk»e?na monatlich 5.50 ITT. erkl. Austellnngsoebühren, i ei Au- stcllung unter Streifband 8.73 NT.(Deutschland und Vesteirei.b). s:':r das übrige Aus- lmid I?.— IN. zuzüglich Valutaaufsch'.a«. Redaktion mid S'-rveditioni Rerü»«W.«. echiffbaurrdamm t» ltl. Zeriisprecher: Zlmi p.'orden SS3— 86. aS9S und SSSß. Die achtgespa'/ene Nonp.- auch die Fa-nilien- und' Tarif berechnet. Inserate sowie iede Ivort-Anzeiae, als laut aufgestelltem Ilnzeiqen- muffen spätestens bis 5 Ubr eben fern. «rrn» srnuf. 6, Schiffi-anordainm 19 Aernsprechrr: Amt Norden«88-8«, 2*95-!)«,»TßS $erfiner-Organ im- VnafiMiißfgm sttfolömofnitie Srntflötante Im der verhandlmgen. Zugeständiiisse der Regierung. Das Auftreten des Eenevals Watt er mit fernen furchtbaren Fl>Ig>en für das N uhrrevier mutzte sofort alle Arbeiterorganisationen auf den Plan rufen. Die grm� Kraft der Arbeiterklasse, die sich in dem siegreichein Generalstreik soeben offenbart hatte, mutzte aufgeboten werden, um die kämpfenden Genossen iir� Rnhrrevier au schützen. Auf Wunsch der UncÄingigen Sozialdemokratie und der Ber. liner GcwerkschxWHmmission traten die am Generalstreik beteiligten genWWaftlick�n Organisativnen sowie die Vertreter aller Wt Arbeiterparteien bereits am Dienstag dormittag zu erne� Beratung zusammen. Einmütig war die Auffassung, daß die bisherigen Erklänmgon der Regierung. i-nSbesonde.re auch die in der Sitzung der National- Versammlung erfolgten Mitteilungen des Reichskanzlers. durchaus unzureichend wären. Es wurde festgestellt, daß insbofondcrc das Ultimatum der Regierung und die Aus. ffüstnngsbestlmmimgen des Generals Watter an der neuer- '�cyon Entflammung des Le�rfes die Schuld trügen. Um Beruhigung zu schaffen, genügten nicht mevr allgemeine Erklärungen. Die Regierung mützße vielmehr zu ganz bestimmten Zusagen verpflichtet werden. Da die Forderungen des Generals Watt er eme Auf- h�mng des Bielefelder Abkommens bedeuteten, so »küsse vor allem von der Regierung die{riudende Zusicherung gegäben werden, daß sie das Biolefchder Mlvmw'en auch heute noch anerkenne. Die dem entgogcnftellwniden niili- .lävüschen Bosehle und MatznalMen seien auszrcheden. Zur � Beruyig'ung der Stiumiung im Bezirk würde die Rstbeni- fnng des Generals Watter notwendig sein. Bor allem aber niüsse die Regievung �öas Ultimabmu verlange m und eine sZ stiindig: Frist für die AuKsüthrimg des Melefslder M- fonwiiens Mgestchen. Die Vertreter der Organisationen verhandelten in diesem Sinne mit dam Reichskanzler uwd dem Reichswehr- »niwster. Darauf fand eine KaibinettSfitzung statt. Ms-ihr Ergebnis wurde den Aidcitervertrctern mtt nachfolgendem Schreiben goantwortat: Berlin, den 30. März. Züe N-ichlregiernng sieht nsch»je»»r in bem Viele- felder Abkommen eine geeignete«rnndlsge fsir die Rrgelnnk der Berhältniffe im Ruhrrevler und für dtc Wieber- brrsteiiung»erfassungSmübiger Anstünde. Sie Hot ouch ihrerseits sich an bnS Bielefelder Abkommen gebunden und »ie Trnbvrn bisher nicht in bat Jnduftriegebirt ei nmnrfchieren lassen. Die? hat ber SleichSwehrininister gestern in der Nationalversammlung lmSdrnckRch festgestellt. Dagezen ist von der anderen Seite, obwohl inzwischen sieben rage der'loste,, sind, nicht das Geringste geschehen, um die auS dem Bielefelder Abkommen sich ergebenden Serpflichtungon zu erfüllen. Im Gegenteil: Wefel ist unausgesetzt angegriffen«or- »en; Plüiibernngen haben in zahlreichen Orlen ftnttgefnnden und erpresserische Eingrisfe in Bankdepot» und in die Bestände der stieichSbank habe» sich ereignet. Lebensmittel,«ieh usw. sind gewaitssm weggenommen worden. Hilferufe auz D.adt und Land tresfen«nunterbrochrn bei der RcichSregierung ein. Bflicht dcr Nezierunz ist cS. wie von jedem Einsichtigen an- erkannt werden muß, dieser Not ein Ende zu machen und wieder für all« Bewohner de? RichrgebietS geordnete Zustände herzu. st.'sten. Dies soll auf der Grundlage b-s«ielefel- der Abkommen? geschehen, bei dessen Abschluß die Ab- bcrnfung des Generals Watt er nicht nur nicht verlangt, son- drrn auSdrülllich gemeinsam abgelehnt wurde. Im übrigen ist die Durchführung der»otwendi- gen Mastnahmen, wie bereit» vom ReichSlonzler in der hgut gen Sitzung der Nationalversammlung mitgeteilt, unter L e- teiligung von zivilen vertrau enSmänner» und in einer Form erfolgt, dast die Bevällerung mehr als 48 Stunden Zeit haben wird, von sich an» geordnete Zustände herzustellen, f» dast d'e etwa notwendig werdende Anwendung von Gewalt nur noch auf Aufrithrer und Ser- drechrr beschränkt sein würde. ' Die SieichSregieruug: gez.: Müller. Sk. cicht nwR diese Erklärung mit den: U-itic-möum tet Regierung, und namentlich mit den Forderungen des Llenerals Watter, so ist nicht zu verkennen, daß sie einen I.tch» u nw icbtiac n Lo r tllch.r i** bedeutet. Bor allem erkennt die Regierung die BieleMder Vereinbarungen crn imd erklärt sie als die geeignete Grundlage zur Beilegung des Konfliktes. Sie oerpflichtet sich auch, eine über 48 Stunden hrrmusgehende Frist zur Durchführung des Abkoiinmens zu geben. Weniger klar und bestimmt lauten die Zusicherungen der Regierung über den Ein- marsch der Truppen. Insbesondere kann auch die Gewalt- ankirnbigurig gegen Aufruhrer und Verbrecher mißverständlich gedeutet werden. Wir nehmen allerdings an, daß die bis zur Stunde kämpfenden Arbeiter, die die Waffen gegen meuternde Truppen und gegenrevolutionäre Offiziere ergriffen haben, auch von der Regierung nicht als Kufrührer betrachtet werden. Immerhin bedarf dieser Punkt norb genauerer Klarstellung und Vräzisierung. Aber diese-unter dem Druck der AlSei-tevo rganif atiernen erfÄlg-tc Erklärung-der Regie rmrg Mocchrt doch die Hoff- tmng, daß bei-loyaler und vernünftiger A-usfiiHrung. Hie Moglickfk-cit. doch noch zu einer friedlichen L-ö-tzmg mt,-gelangen und fv nicht' nur die Avbeiterschaft deS Richrreviers, sondern auch daS deutffche MrtstiM Wieden vor einer schweren Katvistrsphe au Äßiuahren, gegäöen isl. Die Anttvort viotot deSilj-cvlö eine-geeignete Unterlag«, im,-durch weitere Derhandil-ungen dieffe Möglichkeit schließlich zur Ge- wiMeit htl machen. In diesen Vevh-andlungen wird auch die Frage der Ä b lb e r n f n n g W a t t e r s, donr Uvheber -deS großen U-nthsfls wieder aufgerollt werden und wir stauben, daß gegen den General so umfangreiches Material ei. geb rächt werden kann, daß auch die Regi-evurg ihn nicht lvird lauge hakten Kmnsn. Bor allem aber bleibt noch wie vor die wiMgkste Artfgcköe, zu veMndern. daß die Arbeiterschaft des R-ichrrcviers zum Objekt des MMtvriSmnS wird. U-nd dafür einzutreten fmd die Arheiteror.zanisatiionen nach ich? vor bereit. Die deutsche Aibeiterklasse aber verfolgt alle Änzchn-en Phasen um den Schutz und die Rettung ihrer Brü- der im Rubrrwier mit genanntester A-infinerHanikeit und mit-der festen Entschlossenheit, alle Kraft einzusetzen, tum sie vor noch größeren Opfern zu bewahren. die Mm$(eu Berlin, 30. März.(Amtlich.) Im Anschluß an die Vorkommnisse im Ruhrrevicr bat die Rcichsregierung der.n Reichs- und Staatskommissar Severing folgende erweiterte Vollmacht erteilt: Die Bvllmacht des Reich?- und StnntSkvmmiflarS Severins wird dahin erweitert, daß Enflcheibnngen über militärische O p e r a t i» n e'« in dem Gebiet, für das er bestellt ist, im Einvernehmen mit ihm erfolgen sollen. Er wird ferner bevollmächtigt, 1. zn prüfen und zu entscheiden, ob Personen, die in S ch u tz- hast ober sonst in eine nicht gerichtlich bestätigte Haft genommen sind, festzuhalten oder vorbehaltlich des geeicht- lichen Verfahrens zu entlassen sind, 2. dir Namen derjenigen Personen ,n bezeichnen, deren Entlassung oder sonstige disziplinarische B erfol- gung e r empfiehlt, weil sie an der von Kapp und Frhrn. von Lüttwitz eingeleiteten hochverräterischen Bewegung als Führer, Berführer oder Anshetzer aktiv sich beteiligt haben. Er ist ermächtigt, N n t e r b e v» l l m ä ch t i g t e für einzelne Städte»der Bezirke zn ernennen, die den militärischen Stellen als politische Berater znr Seite stehen. Sämtliche Behörden werden ersucht, und«sie O r g a n i- sationen, Verbände und andere Stellen werden aufgc- fordert, dem MeichSkommiffar und seinen Unterbevollmöchtigtcn jede nötige Unterstützung zu gewähren. Sein lllt Waksm. DaS„8 Uhr-Abendblatt" veröffentlicht in senfa-jioneller Auf. machunz, die Mitteilung von einem Ultimatum der Gewerkschaften an dir ReichSregierung. Hierzu erklären die Abg. Legien und Osterroth, dast die mit- geteilten Forderungen den Beschlüssen der Konseren, der Gewerk- schaft»arbeiter entspreche«, von einem Ultimatum aber im entfernteste»»ich» die Rede war. Bon dem General- streik, der ak« Antwvrt auf die Ablehnung auch nur einer dieser Forderungen svfort für Berlin erklärt werden sollte, ist in der Mchung von keiner Seite auch nicht einmal gesprochen««rden. ES handelt sich hier um eine gewissenkose Jrrefüh« r u n g dcr ohnehin erregten Arbeiterschaft Teutschlands, die nur den Zweck verfolgt, eine schwere Schädigung unseres Sssentlichen und wirtschastlichen Lebens herbeizuführen. Aa'flefez des mMüschen vsrmacschs im Sshrzebiel. General W a. t t e r hat den Befehl fcrkwrtmeit, den Vor. uurrsch einzustellen. Mo-rgrv wird der Zivilkonuniss« Severins in Hagen erwartet. Sie Lage im Mipbiel. Dvrttmmd und Bochum. Auf die Zufatzbestimmungen des Generals von Watter z» dem Ultimatum der ReichSregierung vom 28. März ist, wie»i» bereits gemeldet haben, im rhrinisch-westsälischen Induftriebrzjrk ber Generalstreik erklärt worden. In Dortmund habe» sämtliche Werke gestern morgen 6 Uhr den Betrieb stillgelegt. Die revolutionäre Arbeiterschaft wird bewaffnet nnd ist zum Kamvs gerüstet.* Auch in Bochum hat ber Brbeiterrat den Generalstreik pro- tsamiert. Es wird die sofortige Zurückziehung der Truppen und die?l b s e tz u n g de» Generals von Watter ge- fordert. Die Straßenbahnen haben ai»f allen Linien ihren Be- trieb eingestellt. Um 11 Uhr fand eine Massenkundgebung auf dem Mühlplatz statt. Die Wirkung der Anmaßung Matters. T. U. Dlisseidorf, SO. März. Da» Düsseldorfer mcHHeitSsozioMt-sch: Blatt schreibt heute zu den Zu satzbest i tn ur.t n gen de» Generats v. Wa.trr: Der bat Ge- licrrt v. Datl-er da» Ssecht sezrdetn» Zusätze zu eemer Erklärung der ReichSregierung hermi?zu?chen und imc koenmt er oazu, den von der NcichSrcgieriMF bestimmten Zeitpunkt des?llblauf» deg UlüneawmS zu»e.kürzen. Mit dieser Maßnahme kann nur OeJ in? Feuer gc�oficr. tre.rden. Durch d-öe Zusechbestimmungen von WatterS-hat sah die Lage jedoch verändert. Die Vollz-ugSräl« er- klären, dag die n.'uen NÄi'w�ungdn technisch unmöglich erfüllt werden können. T. U. Dortmund, 30. Märg. Gestern abend hat sich die Bollver.ffliniwung der iwu-geiväyi-cen BrtriebSvertrauenSleut« dem?lnttu'f de» Dortmunder Vollzugs- rat» zum stteneraistreik a nye sch l o s s e n.'Die mehrbeitSss- tzialistische„WesvfMsche Alkgcm-ein« Volfszeitung"(Arbeiterzeitung), welche übrigens gestern beschlagnahmt worden ist, -chreiibt m vin-em Aufruf, daß für dir vcpanilsterte Arbeiterschaft ml-r inaßgcchend sein dürfe, was von den politischen und geweri- fchflfKüchcn Organisationen bestimmt wird. Der Essener Zentralrat habe die Legi innatio neu im Namen der Arbeiterschaft zn sprechen.._'_.■' IMsche Krise in Stenarl. Deir Staatsstreich da? Kön-i-gS, der das Mmi-simum Zahle kurzerhand auflöste, hat Dänemark in starke politische Erregung versetzt. Die Sozialdemokraten srellttn dem König ein U�I t i m a t u m, das die sofortige Ä i« d e r e i n s e tz n n g der alteck Regierung verlangte. Diesel» Uitimainm hat dcr König ab g« l ehn t. Di« sozialdemokratisch; Partei hat'da-rauftin den General- streik für Mittwoch früh proklamiert. Das neue Kabinett. Kopenhagen, 30. März. Da» he ude vom König e'r nannte Kabinett fetzt sich folgendermaßen zusammen: StaatSminister und Justizminister: Rechtsanwalt Ott» Liebe, Unterricht: NniversitäSrtektor Prof. Rowsing, Minister des Innern: StiftSamtmann Kammerherr O g h o l m, Verteidigungsminister: Kommandeur Son» W.Minister für»ffrntliche Arbriten: Ingenieur M» n b e r g, Finanzminifter: Direktor H a n'f e n, Kirchenminister: Rektor Haß, Handels- minister: Schiffsrceder Svenson. Konow übernimmt einst- weilen auch das Ministerium de» Arustercn und O r h» l« d»e Ministerium für Landwirtschaft, 'tfO* f.srf � **$&$?•■ t* jJ � � M �.■; P � Der KM-Mch vor der � KMgMversüMMW. Das Nsgie vungsprog r«imni'des Herrn Müller, das die formelle Grundlage der stürmischen Aussprache in der Nv- tioiralversamNÄung bildet, ist völlig in der Verseilung ver- sHaunden. Kaum, daß es.ein Rsdn-er cinMÄ bestäufig streift, alles dreht sich mu den Kapp- Put sich undseine U r h e d e r. Die Douischnaitionalen siatten sich si? der ersten Ned-ner» serie dm letzten Platz ausacibc'ten,'wahrscheinlich um alle An- «risse ririt einem Mate parieren zu Gnnen. Sie chatten sich freilich-teuren pulten Fechter ausgesucht. Und das spricht nicht für.den M-ut der Deutschnatiolra/ten und vor ollem nicht für ein-gutes Gewissen. Der dsnüschnatianate Redner, der chenüfiigs badische Justizminister D ü r i n g e r, bat um mit. bcrnde Umstände. Gr ist kein aggressiver Redner; trotz der Deinen-und berechtigten Bosheiten gegen die Gbert-Bo-ner- 'Regierung, die„poeit vvnr Sckfuß" Ibonrlbastische PrMcmrv- tionen erließ, bleibt seine Verteidigungsrede auf den Arms- sänderton«Mmmt. So-berechtigt sein Vorwurf-ist,-daß die sdegicrung Bauer-Noske durch chr-e Pcsiiti? die Haupt- schuld an Hsm Putsch trage, aus diesem Munde vleivt er ohne SSitflamg. Die Aussprache we.rvde-rm-teribrvchzn durch die Erklä- ru-ng Müllers über die Loge im NuHrgediet. Nach dieser Elsi-ärun-g trat der Mnrist-er K o ch an«das RednerpuÄ. Man hat-im Mmistersium die Rollen verteÄt. Um die„Einheit" der Regierung zu doTn-ineMeren, muß von jeder der Äoalitionsparteien ihr Teil zu dem Put- schsssten-ScheitechguisM tragen. Koch Verls! digte die Mucht der MiMste-r— er war ja sMst dÄbei. Oberst Rein- ha r-d war frohl bereit, gegen die Palltivumer zu inanschie- ren, aber er traute seinen TvÄppsn nicht und N o s ke, der wissen mußte, was er sich berangezogen hat, wird wohl ge- raten Haiden, der Tapserteit besseren Te-K zu wählen. Aus der weiteren Debatten in die sich der bonservat-ive GÄverkschastler Vchreus, der Nationalliberale Hugo -und Minister Koch teilen, kommen allerlei E n t h'st l t u n- .gen s'.im Vorschein. Man ersäihvt, daß Stresemann ->rnd andere Führer der Deutschen Wotskspartei an das Z e n- trum herangetreten sind, u-m«inen Ausg-le-ich mit der Kapp-Regterung herbeizuführen— vielleicht die ersten Der- suche einer Koabitio-n der RcchiSpartcien mit Einschluß des Zentrums zu bilden. Man erfährt, daß Herr-Schiff er, bvr Jttstizm-i nister'der alten Nagierung, mit den Kapp- Lüttwitz als ebenbürtiger Partner verhandelte, statt sie ver- haften zu lassen. Jedenfalls gehen ans allen Andeutun- gen hervor, daß in«der Regie oun-gsloail i lion eS nur die Rechts-sozimi.ften sind, die ehrlich an dem Mockbündnis fast- hi-Äten. Eine Kapiuzinerpred-igt des Bamberger DvinchchiitlllarS Leicht und eine b erste Derfammllmrgsrdde des recht Asozialisti- scheu Herrn WÄS bringen Abwechselung in die Delbatte. Bei Wels ist besonders komisch fein« Entrüstung, haß die KapPleüte in der NÄionÄversawmlliun-z nicht vierzehn Boge vor dom Putsch das„Hohe Haus" auf die fonimon.de n Dinge vorbereit.et-haben. 7" Genosse Seger, der zweite Redrrer der U. S. P.. bebt die Debaite wieder auf die pdkrtischc Höhe; "et sieißt der alten Regierung die Maske vom Gesicht, zeigt, wie sie systematisch die Reaktion großgezogen hat, und daß sie auch iHmt? noch um keine Linie von dem alten KurS ab» gewichen ist. Beweis: ihr Verhalten zu den Vorgängen im Ruhrgebiet. Tie Quintessenz der scharfen Rede Segers war natürlich die nochmalige Feststellung, daß die U. S. P. dieser Regierung keim Vertrau-en aussprechen kann, und baß sie sich euch dem Dank der Reg-ierungökoalition an die Arbeiter nicht anschließt, denn um dieser Regierung willen haben sich die Arbeiter nicht der Kapp-Sippschast ent- g egen gestellt. In einer Flut persönlicher Bemerkungen klingt der Sturm aus. Das Vertrauensvotum wurde vom Regie- rungSblock angenommen, für die Verurteilrmg des Putsches stimmt mit Ausnahme der äußersten Rechten die ganze Nationa-lversamnibung. Auf die politische Debatte folgte die Galopperledigung einer Reihe kleiner Gesetze. Mit einein wirNichen Akt ging schließlich die Nationalversammlung in die Osterferien: sie beschloß in namentlicher Abstimmung mit Zweidrittelmehrheit, die Immunität des Abgeordneten T r a ii b aufzuheben. Dar Oberreichsanwalt hat daS Auxliescrungsbegehren gestellt, weil Traub, in den Kapp- Putsch verwickelt, des Hochverrats verdächtig-sei. Die Ge- schäftsordnungskonmiifsion schloß sich, trotzdem unser Gs> nosis Geyer sehr energisch dagegen auftrat, diesem Aus- liestrungsbegehren in ihrer Mehrheit an, und der Denro- krat HaaS begründete als Berichterstatter diese Preisgabe der parlamentaristhen Immunität. Daß er sich ans den Fall Liebkneckst-Hassolniann berief, zeugt für die schlechten Gründe, die die Geschä ftsord n un gs koni mifsio n fü�. ihren Boschluß hatte. Genosse Fritz Geyer vertrat in einer kurzen, aber fchr deutlichen Rede den grundsätzlichen Standpunkt der U. S. P. D., denselben Standpunkt, den leider jetzt die Rcchtsj ozialliste n verlassen haben, denn sie sti-mmten mit einer lendenlahmen Begründung für die Auslieferung Traubs. Die Nationasversanrmlimg hat wahrlich keine Ursache, auf diese letzte Tat vor den Hsterferien stolz zu sein. Sie Ge.?kr.eLs!Jou in MM und in Zudapesk. Schon Wochen dor dem Staatsstreich der Kapp-Lüttlvitz Ivie» scn wir auf die enge Verbindung zwischen den deutschen und ungarischen Monarchisten hin. Der weiße Terror in Ungarn war das Ideal, dem-die Baltikumer und ihre Vorgesetzten nachstreloten. In. Ungarn herrschte bei den Weiß- gardisten eitel Freude über die Gegcnrcivolution in Berlin. Das erhellt nicht nur aus der Haltung der von einer sehr straffen Zensux geleiteten Presse, sondern auch aus dem sehr regen Verkehr, der zwischen dcudschen und ungarischen Offizieren einsetzte. Die„Wiener Arbeiterzeitung" berichtet dar> über: „Es fahren-ununterbrochen deutsche Ossi- jie re a a ch Ungarn,'wo sie bei der vorläufig geheim be° triebenen Organisation der mc->fiaris-ch?-n Arm« al» Raigeber und Jnsirultorcn wirken und in dem Hauptquartier de? Herrn horthy.bei poetischen C-nifchei düngen auch ein gewichtiges Wort Nitzilspre�eu habere Kie mquarch-siischr Lkepauration und der Haß gegen die Arbeitcv'chas! und die VorNereitung eine? Rrvanchekrieges sind die großen gemeinsamen politischen Ziele, die Ludevdorff und Horthy einen. Die ungarische Regierung, unborsichtig und täppisch in allen Dingen, nahm den Sieg ihrer GeftunungSgenosien für so sicher, daß fi« schon einen diplo- m a t i s ch e n Vertreter in der Person des berüchligten früheren Wiener MLitärbwollmächtigten, des Grasen Ta- ka c S- To lv a y,-nach Be r l i n zu enisindeu im Begriff stand. Dann kam aber der schmähliche Zusammenbruch der Berliner Horkhh-Aevolution und der Katzensannuer da«H ist nicht nur in Berlin ein-sehr großer." Aiir Svich Slniche iveiletZtiMlieii. Cinwohuerwehren und Lockspitzel«. Wie alle, vie plötzlich u-icht mit bsm.stvpy-Putfch zu tun gchcÄ hasten wollen, versucht couch hie Zentral- stelle für E i-n w'o h ne r w e h r e n-durch llen-deulahm« ErÄörimgcn ihre„neutrale" Stellung z-u den Ereignissen der Putsch-Woche darzulegen. Goaenüber diesen Röin- waschungs-rerftt-ckM. die aüf die Naivität deS bürgerlichen Publikums spMrIiersn, verwerfen wir a-u-f folgenden Aus- ruf-der Reichszeiitralefür Einwohnerweh- ren,-die am 13. März a-mtlich-durch W-olsiss Bure-Air veistroitet wuwd«: �n die Einwohnerwehren Deutschlands: Di» Wie- derberstellung einer ordnungsmäßigen«gierung stellt die deutschen Einwohnerwehren vor neu«, schwerst« Auf- (sdben. Jetzt muß sich erweis««, ob die Ei-nwohneiwehren die Hoffnung Tautsch/.amds ewülleir und unier allen Umständen die öffentliche Sicherheit gcwäh'-leisten. Gegründet zur Dusrecht- erhattung von Ruhe und Ordnung zum Schutz deS nirderge- brochrncn Vaiecka-rdes, stellen, sie sich mit ganzer Kraft hinter den Mehrhr.itllwillen des deutsche« VoZkes. Die neue„Re» gierung t>«r Artbeit" hat nach der Fku-cht der Reichsregierung die G-efchick« D c u t f ckl a n d Z einstweilen in die Hand genommen, alle Parteien zur Mitarbeit aufgefordert und sich verpflichtet, in kürzester Frist Neuwahlen anzuberaumen. Bis jur Entscheidung dcZ Volkes bewaffnen si sämtlich« Einwohnorv.'ehren z-im Schutz von Ruhe und Ordnung, zur Verteidigung von Heim und Herd gegen Un- ruhestifter u:«d Brrbvcchertum. Die Stunde fordert von jedem Deutschen, welcher Partei«r auch sei, in treuer Pflichterfüllung für die Verhinderung des Bürgerkrieges sich einzusehen. Schon aus-di-eser Ku-wd-gsbu-ng siecht bie nur schlecht ver- Hüllte Änerikennunsi des St-aotSstreichs durch-dsie Zentra-le b-er Erntvxchnertvchren dsutlich hervor. Noch klarer zeisit sich aber ber Zusamimoichansi gwifchon der srmroscn Zm-tvA- stelle ui-ld den-mAitar-iftiischen Stv-atsstreiMern aus s-plsien- der MÄd-ung ber Z-entirÄfftelle. die am 1ä. März an-bie E-iiiwc'hnevwchren ber einzelnen Orte weitersiege-ben wurde: „Re i chSW ehrgru p p e n ko mma ndo I toilt mit: Die Verhan Pluwge« zwischen der neuem und alten Regierung sind auf einen Punkt angekommen, der die sichere Lö- sung-der Forderungen, für die wer uns einge« fetzt haben, gewährleistet. De« Spariachstem erkennen weder die-neue noch die alte Resiicruwg an und wollein dem Zeitpunkt benutzen, nun vi« Weltrevoluizcn'd-urchzr'jrüihren, dies mit allen Mitteln zu verhiuldern, ist die höchste«l-u-i-gabe der Tr-.ipven W' in Mist?« b'.V Vvierkande?.. Im Moment, wo der Dol'chewiSmuS oder Kommunismus pro-Mrnien wird, tmch alles was Deine ha-t. zusammenstehen und von irgendwelchem Streit und irgendwelcher Neutrali- tat kann keine Red« mehr sein. Die Einwohnerwehr tritt mit diesem Moment an die Seite des Militärs und wird sich ei-nsetzen en-üsstn s»egen Plünderung, Raub und Umsturz durch die Kommunisten, sonst sind wir all« verlorer»" l" Hierzu fügt-die Zentr-alstelle der Einwohnerwehren aus eigenem hirnzu: Persän-ticho An-sich-t dss Harra Hauptmann von Ritter: Dadurch toird jede Fvage bezüglich Eingreisen der Einwohnerwehr gdW. ES wird natürlich ein großes Dlu tvergi e ß e n geben. Bon heute abend an i-sl «nit starken Mt geführten kommunistischen Angri-ssen im Bereich« von Berlin zu rechnen..Die Ko-murn-nisten halben das MLm-atUMt gestellt, daß die Truppen miS-Arbeitervierteln zurückgezo-gen worden sollc-n. ES-ist vlltglich, daß d?« Un-t-ersührer der Kommu- nisten, a-uch.an die Einwohnerwehren ein Ulttnmtum stellen, dir Waffen a-bg'Ulicfcrn., Es ,gch:«?>> um tttS-Letzt«, Ulm Kvpf und Kroge ir. Diese Meldung darf nur durch Melder� dtc als Stpvlche gekleidet sind, woitrrzeseben werden." Jetzt bedarf es wohl kaum noch weiterer Bewei-se für die Lochspitze-lei mit'provvkätori-schen Absichten, die von der reaktionären Gesellschaft bsirieben wird. Diese Tatsache Muß neben den bisher bekaimtgewordenen im Auge be» holtc-n werden, um endlich mit ekfernem Besen eine Ein- richiung zu beseitigen, die zum-Sammelpunkt der mili- tarrstischon Korruption, zum Bolsiverk der schlimmsten Reaktion geworden ist. ZumMch vom Am! Wendierk. Der Staatsanwalt Zumbroich, der im L«d e b o u r- P i o> z e ß als jugendfrischer Vertreter des«reinen FdealiZmuZ" auf- trat, hat sich am 13. Miärz sofort der Regierung Kapp zur Verfügung gestellt, dor den nationalistischen Stüdenten der Ber- liner Universität ein« feurige Ansprache gehalten und die Studenten aufgefordert, mit allen Kräston dix söge- nannte neue Regicruwg zu unterstützen. Der Eid, den Herr Zumbroich der alten Regierung geleistet hatte, stand ihm bei diesem Vorgehen nicht im Wege. Nachdem die Regierung Kapp davongejagt war, stellte sich Herr Zumbroich wieder auf den Boden der gegebenen Tat'ack-en. Er schwindelte der Oeffcnt- lichkoit vor, auf die Studenten nur«beruhigend" eingewirkt zu hoben. Aber sein Leugnen war zwecklos. Herr Zumbroich, der im Auftrage des StaatSkommisseriats zur lloberwachung der äffen:- lichen Ordnung bei der Berliner SicherheitSpolize: in Dienst getreten tvar, ist gestern vom Clmte suspendiert worden. Wir erwarten, daß gegen Herrn Zumbroich so'ort ein Vorfahren wegen Hochverrats«ingeleitet wird. Die fkandalSfev VsslZLderocchefKingen. Ggstevn nachmittag hat benn Ssttvlsko-mmissar Dr. Weisnwann Hie a-us Ankaß her Russenrazzia a-m ver- si-angeven SsniKchen-d a-nsiesi'tzte Konferenz stattsisfun- den. an Her Birtroter bcs ObesthsftNk'hrhberS,-der Ppl-izei- Präsident Richter, srtnie Vertreter der Arbeikrorgam- fatiorien teilnahmen. In-mehpstimdlsger MKsPvache WW» den die AiMandervechaftunsien des vergangenen Sonn» abends behandelt. Es fuhr gestern vormittag eine Kommr-- sion, bcftedend aus Mitgliedern her Aibeiterorganifationen und Militärs, nach-dem Lager Zofs-en. u-m dort Ver- ö-ältnisse zu untersuchen und die Grundlage-für o-re fs- fortige Entha ftäl-n-g aller Pe'rfonen zn schaffen, die rchne zswing-er.de Gründe verhaftet zvorden sind. Eise sastgebssz m> ss». deutsche sirzielarisk. Der Kreisarbeiterrat Wiens hat in ferner Sitzunz vom 23. März auf Antrag des Genossen Friedrich Aipler nach lebhafter Debatte folgende Kundgebung an das Proletariat Deutschlands beschlossen: «Mit atosuwser Spannung verfolgt die Arbttterkfasse Deulschösterre-ichz. d« Entwicklung der Klassenkämpfe m Deutsch» land. Nicht nur das Schicksal deL ganzen deutschen Pablo. ariat-, zu dem auch die Arbeiter DeutschösterreichS- gchören, steht« Frage, sondern die nächsten EntwicAunzSmoglichtS.tcn dos sozialistischen Ausstieges iu der ganzen Wellt. Im Bewußtf-ein der-zan« zon Schwere dor hi-storischon Situation hält«S der KreiZ-arSeitor- rat Man für seine prvlolarisch-o PsOichi, den ll-assanb: wußten Arbeitern Doutschlonds zuzurufen: Schließt die Reihen! Wir geben uns nicht dor uloptsti schon Idee hin, daß«5 möglich wäre, unter den gegonwäriigen Bedingungin nach allem, loaS während des Krieges und nach dem K-eioge geschebon ist, nun -iiic einhcit-liche Partei deS klvsie-nb-ewußien ProlelanatS i-n Deutschland herzustellen. Die verschiodenei» Richlingen inner» halb dor Arbeiterklasse sind bedingt durch die Verschiedenen h-istori» scheu Entwicklung!!-mög-llchke'ste!'., sind b.'dingi durch die Berschie» tenhcit in der E-inschätzung der Möglichkeiten der Entwicklung Aber wir sind Werzengt, daß da-, was in Daulifchöst-erreich ge» Illingen ist, über die Berschiodenheitcn der Fraktionen hinaus einen gemeinsamen Vorständigu-ngSboden für das Prele» ia-viat zrr schaffen, auch in Deutsch änd möglich fem muß, Tor 71 rb e it: r rat, wie wir ihn in Teukfchösterrsich haben, gibt. die Möglichkeit, die Gegensätze innerhalb des Proletariats in Er» scheiml-iPl trcien zu lassen, die Äräfts-inmerhalb des Proletariats sich aneinander messen zu-lassen, ohne die Attioni-krasi der Ar» bei tercklassc in brnder-mö. dorischem Kampf zu vcrl'rauch.ni. Denn »och wichtiger als die Frage, welche Aktion in jedem historischen Moment motive ndig ist, erscheint u«S di« ErmSglli chung Ltr gemeinsamen Aktion de? Proletariats gegen den gc mein s-en F.'ind aller Prvlle-taricr, gegen die Gefahr der ldontcrrevolntion. Und doShalb glauben wir, aus Gmind der Gr» sahrnor.AM in Teutfchöfterrnich den Prole'aricr-n IN Deutschland zurufen zu dürfen: Schafft«inen Arbeitcrrat, schasit ein J-nstrnment, das alle pcoletavifchen K-räft�M'.d mir die Kräfte des Proletariats ziun Ausdruck bringt! NiWftxinn seid ihr ge- rüstet gegen de Gefahren der Aonterrevoluuon, nur dann seid ihr gerüstet für den Kviinpf um daS Endziel des Sozialismus I Mit Bangen und Trauer hapon wir immer wieder gesehen» loie i-n Doutsthlaiid die bewaffnete Gewalt an die«nterrovolutio» nänan Offiziere, an die Knechte der Reaktion auSgetieser! wurde. ?luch in dieser Richtung g laichen wir ohne lieber heim ng sagen zu dürseni: Schafft eine W-nbr, wi-e wir fix in Oesterreich be- sitzen, ein« Wehr, die als L n s: r n m e n t d c r R e>t k t i o u u n» b r a ii ch b a r ist! Euer Sch-ckfick ist unser Schiolfal. Und fo hoffen wir, daß die Zcii nicht iikH: so jern iei» wird, wo sich vollziehen wird der Ge» schichte cberneS Muß, der Anschluß des Proletariat? DcutschösterreichZ, an das revolutionäre, an das sozialistische Teutschland l Ter KcciZnrbxiterrat BZienS; Karl Heinz, Sekretär. Friedrich Adler, Obmann. Las Geschlecht der Lügner. Die kommmandierenden Generale erklären jetzt der Reihe nach, auf dem Boden der Verfassung zu stehen. Soweit sie an dem Staatsstreich der Kapp-Liittwitz beteiligt waren, versuchen sie ihre Schuld dadurch abzuschwächen, daß sie den scheinheiligen A-o.wend vorschieben, auf Befehl der höheren Vorgesetzten ge» handelt zu haben. Zu diesen merkwürdigen Heldengestalten ge» hört auch der General v. Lettow-Vordrck» der durch«ine Notiz in der Berliner Presse seine Unschuld darzulegen versucht und sich für den„Kampf gegen den Bolschewismus' anbiedern möchte. Seine Erklärung erweist sich aber als eitel Flunkerei. Das wird durch folgende Zuschrift aus Neustrelitz einwand» frei festgelegt: «General v. Lettow�-rbeck hat am 14. März, abend?, die StaotZgendormerie von Mecklenb.ivg-Str-clitz, die das Regie» rungsviertel bewachte, durch Reichswehr angreife« lasscn. Gteneral v. Lettcw-Vorbcc? hat in der Nacht von 14. zum 15. der Mecklenburg-Sttelitzschen StnatSoeg'e ung ein Ulti- motum mit drei Stunden Frist gestellt, dir Kepp-Rrssicruftg anZi-.erkenne«. General v. Letlow-Vorbeck hat den Befehl der Kapp Regie» rung, die Postzeichefs beider Mecklenburg, Oberst Laune und Major Müller. Brandenburg, sofort.unichüiach" zu machen, durchzuführen versucht. Oberst Lange konnte er nicht erreichen. Major Müu er-Brandenburg ivurde von iünf RvichSwehroffizieven in der Nacht vom 14. zum IS. am neu« irelen Verhandlungstisch verhaftet und auf LettowS Befehl nach Berlin gelschleppt und inS Gesang niZ ge» steck t." Diese wenigen Tatfachen genügen bollständig, um Lettow- Vorbeck genau so als Eid b recher, Hochverräter und Verbrecher am deutschen Volke erscheinen zu lassen» wie Kapp. Lüttwitz und Genossen. Tie adeligen Generäle, denen Herr NoSke den Schutz der Republik anvertraute, sind alle au? dem gleichen Holze geschnitzt. Allesamt haben sie am Sturz der Regierung tü'ligeu Anteil gehabt, aber genau so wie nach dem unglückseligen Kriege leugnen sie jetzl ihre Mitschuld und ver- kriechen sich feige hinter einer Lügenmaue--. Die Sozialisiernng von Kohle und Eisen. Der Deutsche WirtschastSkongreß wird in einer öffentlichen Tagung am Mick- woch abend um 74» Uhr im Plenarsaal des Herrenhauses den Punk! 6 der neun Gewerkschostsforderungen. die Möglichkeit der S-astalisir-'ung der dazu reifen Betriebe behandeln. Der frühere Direkter der Firma Thyssen Horten, der z. Zt. R�iercnt im Reichssinanzministerinm ist und für«in« fchritnr-eise Sezaliiie» tiing eintritt, wird über die Sozialisierung von Kohl, und Eisen referieren. Korreferenten sind u. a. Georg Be'rnhard und Dr. Schneider vom ReichZverband der Deutschen Industrie. Der Zuiritp zu den Tribünen des Plenarsaales ist jedermann frei. Sitzüiik! deS Sozl-rldeo' okre iis.hen ParteianlsckusseS, Dienstag rach>-nil!az trat, w'e di». P. P. N. erfahren, de: VarirrnSichnß der S. Ps D. zu einer Sitzung zusammen. Ain den volil-ifhe» Sitnai-onSbericht, den der Perteivarsttzeude Otto Wels erstat» Mt-e, Watz sich in SMNMÄ der GegenreoMlioo. Der Dpv'.ngqurll der Gegenrevolution tvor daZ Reichs- k) e ih r m i n i st« r i u m und fccS von dem Hochverräter Lüttwitz geleitet« Reichswehrgruppe niommando l. Bei Lüti- Witz liefen all« Fäden der Verschwörung zusammen. Von hier aus wurden die Direkt'ven für die Maßnahmen ün ganzen Reich« erteilt. Nachdem de: Putsch der Kappleute gescheitert war, hätte es die erste Aufgade der Regierung sein-müssen, beide Verschwörer» neste gründlich zu säubern. Bisher ist aber noch nich S geschehen. Die hochverräterischen Offiziere stehen heute wieder„auf dem Boden der Verfassung", spinnen ihre Fäden weiter und sinnen ruf neues Unheil. Von den Csfizercri des Reich-wehrgruppen- KominandsS l, die aktiv an dem Lüttwitz-Putsch beteiligt wvrcn, nennen wir nur folgende Namen: Hauptmann von Viebahn, Oberleutnant von Jeschonnek, Oberleuinant von Bis- m a r ck, Leutnant L i ch t« n st e i n, Major Kunze, Oberleut- nant von Versen, Liberleu-dnant von Jagow. All d>sc Osfiziere genosson bai besoirdere Vertra-en NoskeS. Der gefährlichste von allen war und ist aber der Hauptmann Mohzischewitz, der die Gpitzelabteilung bei Lüitwitz leitete, alle Gespen st«rg«schichten über kommunistisch« und spartakistische Umtriebe zusammendichtote nnd in die Presse lan zierte, um für den Lüttwitz-Putsch eine möglichst gün- stige BssiS zu schaffen. Mohzsschr-witz hat bei Lüt wih auch da? berüchtigte Konto Ic angelegt. Hier strömten die Gelder der Schwerindustrie und der Hochfinanz Millionenweise zusammen, um im Diene der monarchistischen Bestrebungen Verwendung zu finden. Herr von Seeikt, der Nachfolger Lüttw'tzenZ, wird die EäuberungSaktion im RoichZtoehrgruppenkommando I kaum vor- nehmen wollen und können. Aber wir lenken die Oeffe-ntlichkeit auf diesen Skandal hin und fordern auf da? energischste, daß die Kappisten au» dieser Dienststelle so schle-un'gst wie möglich ent- fernt und wegen HochveratS unier Anklage gestellt werden. Auch im ReichSwehrn.lnisterium herrscht nach wie vor der Geist des Hochverräters Lüttwitz. Keiner der hocbv-rräter scheo O'sizlere ist biShsr entfernt worden. Major von Gilsa kann seine zweideutige Rolle ebenso xert weiter spielen» wie er sie unter N-oSkeS Führung gespielt hat. Nichts kann che» Geist, der jm Rci-chSwehrministerimn herrscht, bess.'-r beleuchten, als die Tat» fache, daß der Korvettenkapitän Ehrhardt, der schon längst hinter Schloß und Niegel fitzen müßte,«och am Montag vormittag mehrere Stunden im NeichSwehrministerium weilte, dort Bespre- chvngen abhielt und sich mit dem Wunsche auf ein baldige! Wie, derseben unbehelligt entfernrn konnte. AK- ein besonderes Kuriosmn sei außerdem noch erwägt, daß der Kapitänleutnant CanariS, der im L«bknecht-Luxemburg-Proz:ß als Besitzer ; fuwtiierte und bei der Flucht Vogel feine Hände im Spiele hatte, im Reichswehrm-imifderium imoner noch eon« unhÄvolle Rolle spielen kann. Gr trvr einer der ersten Offiziere, die sich für die Ka-pp-Regievung erklärten. Heute steht er w-icder auf dem Boden der Tatsachen und spinnt soine Fäden Weiler. Seeckl schgtzk die SchuA�e«. Daß General von Geeckt den Schutz aller dieser �Herren und derjenigen anderen Beamten beabsichtigt, die den Aapp. Putsch u-nicrftützl haben, erhellt deutlich die folgende von ihm erlassene Verordnung. Sie lautet: Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 13. 1. 20 wird verfügt: Ten Arbeitnehmern, die fich zur«ufrechtcrholtung der öffent. lichen Ruhr, Sicherheit und Ordnung in den Dienst der Ein- .vohnerwehr, der Zeitfreiwillige» oder der t e ch» nifchen Rothilfe gestellt haben, kann von den Arbeitgebern auS diesem Anlaß nicht gekündigt werden. Tie Arbritneh. mrr gelten für die Zeit ihres Dienstes in der Einwohnerwehr, in Zeitfreiwilligenformationen oder in der technischen Rothilfe als von ihrer jetzige» Dienststelle beurlaubt; Lohnkürzungen dürscn nicht eintreten; ihr Wiedereintritt in die frühere BceusZstelle bleibt ihnen rechtlich gesichert. Ter Nachweis de« geleisteten Dienstes ist von der leitenden Stelle der Einwohnerwehr, der Zeitfreiwilli- genformat:»»(mil. KsmmandostcLe) odw: technischen Nothilfe täg. Uch zn bescheinigen.* Unbeschadet dieser Regelung s'ind begrün. dete Reklamationen der Arbeitgeber weit- gehend zu berünsichtigen. Zuwiderhandlungen werden gemäß Z 4 der Verordnung deg Reichkpräfidenten vom 13. 1. 1920 bestraft. Alle dkfe Formotionen haben sich in den kriti'chen Tagen rückhaltlos auf die Seite der Kopp-Leute gestellt. Ihre Unterstüstung ist deshalb durchaus hochverräterrfchen Charakters uny verlangt die schärfste Bestrafung. Auf Grund dieser Tätiakett fctzvebt Kreits gegen zahlreiche Be» am!e eine Unversuchung. Die Verordnung des Generals von Sseckt muß deshalb sofort aufgehoben werden, weil sie im schärfsten Widerspruch zu der zugesagten Bestrafung aller an dem KvPP- Putsch Schuldigen steht. Die in der Verordnung vorge- sehene NuSnahmebestimmung genügt für diesen Zweck durchaus nicht, weil sie in der Praxis einfach wirkungslos bleiben wird, und weil die schärfste Bestrafung aller Schuldigen die erste Voraussetzung für die Verhinderung'der Wiederkehr derartiger hochverräterischer Unternehmen- gen ist. Wie lange will die Regierung diesen Mann, der täglich zeigt, daß er seinen ganzen Einfluß zum Schutz der Schul- digen ausnützt, überhaupt noch auf seinen Posten bslassen? Nach unserer Ansicht ist er reif, ein Nachfolger Noskes zu werden. Eh hs?rd! Medec iu Zöberitz. L e r l i«, 30. März. Wie mitgeteilt wird, hat de? beÄsichUgte Abtransport de» Marinebrigade Ehrhardt nach dem Lockstedter Lager dadurch eine Verzögerung erfahren, daß die Beamten und Arbei. tcr der Eifenbahndirektion Altona die Wetterführung der Eisen- bahntranSporte in ihrem DircktionSöezirk verweigert haben. Rur der erste Transport ist im Lockstedter Lager angekommen. Dt« übrigen mußten in das Döberitzer Lager znrückgeleitet werde». Die Arbeiter und Beamten der Eisenbahndirek.non Altona haben jedenfalls deshalb die Weiterleitung der Bai- ti.stimer abgelehnt, weil die Negierung die'elben im Besitz aller Kampfmittel belassen hat, und weil man besonders in Hamburg stark begründete Befürchtungen hegt, daß das Lockstedter Lager zn einer neuen Hochburg der rcakt-ionaren Militär« ausgebaut werden soll. Es ist also nichts Schleunigeres zu tun, als die Marinebrigaden Ehrhardt und Löwenfesd, ebenso alle Ueberbleibsel der ehemaligen Freikorps r e st l o tz o u f z u l ö s e n. Nur so wird diese ständige Gefahr der militärischen Reaktion endgültig beseitigt werden können. ; vokversmttnlimg der Lekriebsräie GroZ-Ver'ing. Die Delegierten der Jndustriegrnppen der Betriebsräte Groß. VeckinS nah wen gestern im großen Ea a ld e, xt den Vertretern de, GewerkschastS- bundeS und den Parteien sollten die Vertreter der Berliner De- tricbSräte teilnehmen. Der Vorsitzende L e g i e n erklärte, daß er die Körper/ckakt der Betriebsräte nicht anerkennen könne und verlangt die' Entsernunq der erschienenen Vertreter Wegmann und Maltzahn, i«tfmfallS er die Sitzung Verlaffe. Um in de-r ge- svanntenDituation Legten keine Gelegenheit zum fwersen zu ge- b-n»)aen sich beide genannte Verlret-r der BetrrcbSratez-utrale zudÄeammrn betöre, daß für d:e Scntrale der Betriebsräte die Entsclstiisse der heute hier versammelten Vollversammlung -weßg-öe� seien. Fortfahrend erk.ärte er. daß der Zentrale zu- verlässige Mitteilung geworden f, daß der von MtSWmaung naS Bicleiew entsandte Vertreter G,-sbertS sich bc: den Perbardlunaen erst geweigert ha-be, d� Kommlsflion anzucrken- n en oa dich«!: i est?»e�asl u n gü ai 0313 jcL Stach den Verhandlung«. klärte er, tÜr d-e Best.mmungen de? WlommenS könne man fS ,"(„«I-rTin verwenden ob sie dl- Regierung anerkennen w?rd- fei.ine nuder. Frage. Weiter erklärte Gi-SberiS in einem Interview er bedauere, daß d,« N-.ch-reg-erung sch m,t den Am- rübrern d-S Rubr-vbietS in Verhandlungen eingelassen habe. Wenn nach ihm gegangen wäre, dann hätte die Ncgwrun? so- �rt di! Hebung mit Wasstnzewalt nlederschlagc'si müssen. fort d.e T�-g Vcrh:.tt«n de? Herrn GieSbertS d.e Wegmann b-Wnt �ß dw.-, Berliner Proletariat der �g'-rung kennen Totlache wird, daß kÄnokend- Proletariat M RuhrgebietS niedergemetzelt wer- v. f 1 hlm, mc-V-"! die Berliner Arbeiter wie ein M.'nn auf- xur Unterstützung der Kenoi'en Rheintand-WestfalenZ. � Diskussion wurde von den Vertretern der«-n- � striegruvven allgemein � die sofortig« P�o k l a- deS Elende MMttmsi. Bezahlung der Streiktage. Anhänger deS Unternehmens der Kapp und Konsorten, die mit Betrübnis am Sarge der hockwerräterischen Bewegung stehen, ohne indes den Mut zu einem offenen Be- konntniS zu haben, gibt es nich: nur unter Offizieren und Beamten, sondern auch in den Kreisen der Industriellen in großer Zahl. Das zeigt sich in der Frage der Be- Zahlung der Streiktage. Hier versucht e? ein borniertes Scharfmachertum, Rache zu nehmen an her Ar« s beiterschaft, die die sehnlichst herbeigewünschte Reaktion zu Paaren getrieben hat. In ben Kreisen der Metallindu- striellen macht sich sogar ein st a r k e r T e r r 0 r der Ober- scharfmacher fühlbar, die auf zahlreick>e.Unternehmer, die gern die Streiktage bezahlen wollen, einwirken, um die Be- zahlung zu verhindern. DaS„Berliner Tageblatt" renom- -mierte noch gestern mit dem Bürgertum, das a-uch„dabei gewesen" sei. Hier aber zeigt es sich, daß einflußreiche Teile deS Bürgertums nicht einmal ein Opfer an schnödem Mammon bringen will, llnd wir sind überzeugt, daß diese „Bürger" es in der Stille ihres Herzens entrüstet von sich Wersen, zu den Dertreibern der Kappisten gezählt zu werden. Wir aber müssen daran festhalten, daß die Slrborter- schaft ein Recht hat, die Bezahlung der Streiktage zu m?«?™nn e räTstr e i k 8 verlangt."Die' Betriebs. rä!e verstuninstinflen KMaSlang'pa. sofort den �ralstoeik prvll-mier«.. io-is SiedauloneMuß lag r.>xh.l«m B-e�chl�ß vor. �nb�riaaruppen haben sich am Msntag in Gruppen. ae-�wärligcn Lage beschäftizt-und all. - �«chli�ung-n gefordert, die �Delegier. «...te mittag 1 Uhr in der Bötzow-Bmuerei Generast ..�".� der Ttz.' edierten der Betriebsräte Groß-Ber Snchrstl.'legrM>ey porwe.sen können. Ach«egemahien Aufruf für ArVest erschien eine TrKärung den Eisenbahnervoroäirde, daß der GenevaiauZ stand c£i beendet zu bdsach.cn sei, unter dem«aull- die gefälschte Untzerschrift de« Vorsitzende» K 0 tz u r de,.„Dewtfchon Eisenbcrhncrverbande«" Zp» öesen war. De neueste NuSgab« der.Sisenbahnerstimme'', de« Organ« d-eS Herrn Riedel und seines Verbände«, Svingt neue ausführliche Erklärui'.gen über diese» seltsamen Vorgang. Da« Blatt schreibt, daß nach der Uebernahme der StaatSgeschäfte dlwch Herrn Schssfrr sofort beschlossen worden sei, Zlatisnalversamm» lung und LandeS'versammlung wieder nach Berlin einzuberuse» und die Neuwahlen spätesten» im Juni stattfinden zu lassen. .Nachdem der Vizekanzler den Eisenbahnminist« bevollmächtigt ha.te," fährt da« Matt fort,.die«ntspnechenden Garantien hier» für den Gaverkschaften zuzusichern, erklärt« die Genera! streG- leitung der Sisenchahner am Mittwoch, den 17. März, abend« 7 Uh-r, den Generalstreik für abgebrochen. Sofort wurde» Kurierlokomotiden und Diensttelegramm« in Bewegung gefetzt, um in alle Teile Deutschlands die Nachvicht gelangen zu lassen." Womit die Getreuen des Herrn Niedel bekennen, daß sie nach der Wiederkehr des Ht:rrn Schiffer nichts eiligeres zu tun hatten, a'.S die stolze Front des Proletariats zu durchbrechen un« fede weitere Ausnutzung de, gewaltigen Streiks zu» gunftvn der polnischen Rechte der Arbeiterklasse zu ver, hindern. ES hat sich gezeigt, wie bedeutungslos dieser Akt der Untreue für den Ausgang des Kampfe» war, denn da« Absplittern eine» Teiles der G.senbahner bor Beendigung de« Kam p sez fand keine D.achinng. Gleichwohl sind diese Seute ungeivShnlich stolz auf ihre» Verrat. Die.Eise»bahn e rsti.m me" preist diese Wendung der Bnvegung. Stach ihr haben Herr Riedel und die Seinen gang allein da» politisch« Schicksal d'Z deutschen Volkes gemeistert. Und gleich zweimal hintereinander,«mmol gegen Kapp und da» zweitemal gegen— den Bolschewismus. Gegen den Vok» schcwismus dc» Allgemeinen Deutschen Gewerk» s ch a f t S b u n h e S, der zur Fortführung des Genevalstreik« ausrief. Dafür''fordern sie Dank, und«S mag fein, daß er nickt ausbleibt. Wenn wieder einmal die preußische Eisenbahnburea», krntie gegen Arbc-iter- und Dcam-tcmschaft vorgeht, dann wird fi« sich vielleicht dcr willfährigen Eunuchen um Riedel dankbar er» inwern. Auch bei den jüngsten Massenmaßregekungen«n de» Eisenbahnwerkslätten haben es ja die Vertrauensleute deS fre» �.«retieyattkichen.T-eut schon EiscnbahrerverbarideS" zu spüren bekommen, daß sie anders go.vertet wecken, als die Anhänger der .Eisenba hnerstnnme". Anders allerding» wird der Da-nck au». fallen, den die Eisenbahner selbst Herrn Riedel und Jjdnen Leutei» zu gegebener Ieit abstatten dürften. DaS Un?r hörtest« aber ist«Z, daß es die.E.senba'/nerstianm«" wagt, Kotzur der Untreue zu le schuldigen, Werl er die Teiinnhine an dem Verrat der Gelben ablehnte und von der Zentralstreikleitung der Visen- bahner zurücktrat, die seinoi Namen fälschlich unter ihre» Aufruf zum Stveikbrnch gefetzt hatte. General Äelntzardl ble bk. Gleichzeitig mit dem RückWitt d-S RdchSwdhrminister« lock G'ncra! N?inl>ardt. der feit Januar IvtL in enger ÄrbeirSgemein« ichast mit Noske da» deutsche Heerwesen geleiiot hat, seinen Ab» sched erbeten. Ter Reichspräsident lehnte diele» Gesuch unter vollster� Anerkennun-a der bisherigen Tätigkeit de» Generals ab und er, Uchte ihn, sich dem reuen Re chSwebnmi-nister Geßler zur sonderen Perfüguna zu stellen. Demzufolge wird Genera! Sw-inhardt o-n stelle se-iner bisherigen Tädakeit im ReichSminitte- rmm in nächster Zert im«uftnage deS Ministers die Kommando. stellen und Truppen der Re ichswehr be sichtigen. llrabstiNMung der englische» Bergarhelker. � � London, 30. MSrz.« Eine Konferenz dcr Vergleute hat neck, Prülnng des A«. erbietenS der Rczierung beschlösse», di« Mitglieder darüber ab. stimmen zu lassen, ob sie das Anerbiete» annehmen»der t» den Streik treten wollen, um ihre«rsprüngliche Mindestforderung von drei Schilling durchzusetzr«. JnrrnvnitSt de» Sowjet, esandten Kopp. Di« Maßnahme» gegen den Sswjetgesandten Kopp sind aufoehcchen worden. Es wird auSdrückTch erklärt, daß sie ohne Zustimmung de: Regie- rung getroffen worden seien Ter Polizeipräsident Richter hat sein: Organe angewiesen, side Belästigung Kopp» zu unter- lassen. Vom Auswärtigen?mt hat Kopp einen Ausweis er. halten, wonach ihm alle Recht« der Gesandten- Immunität zustehen. Die Nackirchi, daß unter den ver- hafteten und nach Zossen gebrachten Russen auch der bekannte Führer Axelrod sei. ist falsch. Axclrod ist unbehelligt in seiner WilmerZdorfer Wohnung. Metalldrücker Berlins und Lmgebung zum Generalstreik. Sine gut besucht« Versammlung der Metallidriicker von Groß. Berlin nahm am Montag abend im GewerkichaftShau-S Stellung . �..... � �»ur augeckbllcktichen Lag«. Genosse Weyer sprach unter fordern, und wir hoffen, daß die Regierung dieser unwürdi. lebhaftem Beifall über den Generalstreik und die jetzig« Lage gen Erscheinung solcher elenden Drückebergerei bald und v~...... energisch ein Ende macht, indem sie dm Unternehmern die Bezahlung der Streiktage durch Verordnung zur Pflicht macht. Auch hier bietet sich eine Gelegenheit, einen gemem-chädlichen Terror zu bekämpfen. Einige faul« Köppe unter den Unternehmern reden sich auf die„Notlage der Industrie" hinaus, um sich vor der Bezahlung der der D.Skusstcn erklär!« der in Berliner Arbeiter» bekannt« RechtSsogi-alist Watsipki, daß sich seine Frage der Taktik umstellen müsse. Grundiätzstch In kreisen Partei in der aber stehe sie weiter auf dem Boden der formalen Demokratie. r.�/'»��rp, in Schutz. Die armen ich I« ch t»esotdeten Leute seien nicht so wie die Arberter, die ihre Leiden gleich in alle Welt hinausposaunen, jondern ernst unp still tun Streiktage zu drücken. Auch gegen diese AuSrede wüßten s>« ihre Pflicht im Interesse der Republik. ». 1.._ k__ CYYI 1 J: t...___ tk._ O___ A_ TL-?_• T /Vi. 1, CcZ-A�*» ff 1% t i-— Ü,.'.. 4. � 1... „Rot Schallende Heiterkest war der Lohn, den die Versammlung de» ner f beutete. Genosse Himmelfahrt und der Referent bli» wir ein Mittel: man gebe diesen Leuten anheim, ihre läge" einer in geeigneter Weise zusammen-! ibeuset«- Genosse Himmelf gesetzten NegierungSkommission doku-! �'h>"die Antwort nicht schuldig. m e n t a r i s ch darzulegen. Wir glauben nicht, daß viele diesen Schritt wagen werden. -.er selbe Gftübchzewerbsnb mb der Cenerasstreit. In dem Augenblick, als die Kchep und Lüttwitz von dannen gezogen waren, um nach vollendetem Bankrott-ihr«? Hochverräter i- fchen Putsche« ihr Leben und ihre Fveihoit in Sicherheit zu bringen, ergriff, wie in aller Erinnerung-ist, Herr Schiffer der. das Rudor der Ttaatsgefchäft«. Seine ersten Am-iShandlung-on j waren die Einsetzung de» Herrn von Geeckt und die Aufforderung i kür Beendigung de» Streik». Wttchzaiti» mit dieiem widerpecht. . Tarifverhandlunge« im Eiiii-lh»nvel Eroß-Sorlin have» \ u w8U le-nem Resultat geführt. Die Arbeitgeber ver» hatten sich wen Farderungen der Angestellten gegenüber durch» ' an.ehnend, vor allen Dingen lehnen sie das MitbestiinwungS» recht glatt ab. Die_ Verhandlungen nehmen heute ihren For:- gang und die. JtnflcilcHte u deS gesamten Einzelhandels werden in einer heute. Mitiwcch, abends 7 Uhr, in den Sophicnsälen, -otchienstr. l7/i8, stattiin-denden Mitgliederversammlung zu dem Ergebnis der Verhandlungen Stellung nehmen. Achtung? SiemenSkonzera. Heute Mstlw-ch. den LI. März. abends S Uhr, Konferenz der VertraucnSieuie Wiclcfstraße im ! Tunnel. Die Bezirksieiiuiig. Achtn»»k Htzbler,«ohrer, Etoßer, Fräser. Am Tonneri-ta» den 1. April, abend» 6 Uhr. im Rosen chaler Hai. Sloitnüttior Stvaü« 11.12, BertrauenSmänn erkonfereno.' Theater nnd Volksbühne ?\ Ufer; Qo(� von lZcrlkeüZnLs» (Vorstoll. d. k'ass. Theaters,) T: Uhr: De r Ueb es trank Heaes �Uöigatgr KftMer;c!:er Str. 6!?. f-, Ufer: U'MZ Al AM Opernhaus isifisiRFis SalMfigen. Anineg 7 Iflsr.__ ÄgsoßSo-TheaSer Friedrichstr. 215. 71/ Allabendlich 'a Sonntags 5'« n. J Ifarietä-PfCgrainni! Ausbau und Werbeu. Geselizchasi für prattifchx Volksaufklärung. f* � vy vi int ßr. Sitzungssaal des ehem. Herrenhauses(Leipziger Str. 3). Am Dennerstag, den 1. Sf?rif, abends 73/. Uhr, spricht Sraffiat Zr. WS&HI ! Äniifilisl!' .! erhalten Sic in kurzer Zeit durch meine Sperialmethode. fcj j Sommersprossen. Pickel. Mitesser, Leberflecke, Warzen. *• Qcsich's- und Nasen rote, lüsiige Ii3»re. sc-lechtcr Teint usw. | verschwindet bald. Auf Wae sei: ElL'tuntcrsU'Ckuns. i: 6. Welssürl. lMlSekÄM 147 1, Eska Eeigstraß.'. , SpreciuiimüjE: 10-12 a.+4. Sor.ntais Ig-!. Ausktinft kostenlos. über !? v. Gesekl.eiis, H.ut-, nir«-. rmrtnil.K«, wer. T.rslt�c. | hari.äekire Hti nlcideo, v.en-. Se.neSche, S«!vtrs»«-Ki:re,. ,, Ufi.- n*d Blntnsrsrssehnot, LicSl- csd Fusrn-r.sHasd- I Itmg. Eltktr.Dnrohiauclüanj. Hestrih GetresateWorte- - Aenmüleha vdoigeT Mr Dsrr.es a«d Herr««. Zzi 0■,!i8 Aisi«in!er»!«tr munzsu. j, SOhaUSPlMMZ SSkMWZWNMM »_ Anfa«!.1'"/ Uhr:___ Ä-rcktinn: Sex ftaiaxaxdt MtzcliA THeefgr Ä Uhr: Mhüise Bctaias« 7 i.l: Gabriv! ScUUfafi Flßcbt M« SMnMm 1 arfniraSe 7>: 3er welCc Keiland. (23i Ahtelicas, II. AbcndJ- BivaiSisa Cu«! HaWurB— R«d. Semascr Tisssor i. t*. kWssriltteeMZs t» wt: laiilf Äieab r5o*.: SchJoßWcttcriTtetn boatabeed: KÖJlfff NlCOi�, KßglÖtÜSil�üS 3" Der herr »»-'?-Jg-�JWU h g.jAMaaawAiDSUMfce* �Spezlai-Hrgt für Geschieclits-. Haut-, Harn-, Praucnlfldcn, speziell veraltete hartnackige liarnlelden. Ansschlag. Saivarsan-Kuren. Lri«- tmd UlntantcrsochiBscn. r:::: Separates Damencjmwcr. i gf«»te tsatsS Äilesie 5-eZZ- AKsita�t" LÖs5»r tfmi l.,5s©r»enSor» �"sketti1 RssentUßlßf SffBBß 53-50, �ÄV/itf. G-D W r/ "für alle QeschlccJttRkrankhHitcn. Harn-, Frauenleiden. BlutnnfcrsnchungeB, Salvcrsa*- Knr. Behandlung seUneiUsiciicr. ohne Bcrufssiörung. Mäßige Preise. D«". med. Losamen Spret'seiteu 0-!. 4—7"?. s. 10—17. j EruKn�nstr.lSS,(RöSßöiii.?lüi25) Deulsdier HeiailJiiBfter-yeriüpJ Verwalturssstelie Btritn. Todesanceicc. De» Koilejen zur Nachricht, daß iolceade Koüetr»' teslorben sind: Der Metallarbeiter Meinrieh Hofl�ann i KenköIIi«, Prmr-Mandlcry-Straie 8, am 29. d. Mts. Bio j 1 Beerdigung findet am Donnfrstag. de* I.April...ack-! | mittags 4'. Uhr, von der LeichenhaHe des Nene* Jt- [ kcfci-Kirchhefcs ia Neukölln. Hermannstraße, atts statt> Der Arbeiter Wiihelm KtalRssher-idt j Licbenwaider Straße 31, am 26. d. Mts. Die Cinascbe- � f«ftg findet am Donnerstag, den I.April, nachmittags j j 2'/$ Uhr, im Kremalorinm Qerichtstraße statt. Der Schlosser Aüfrasä IClützke Folircr Straße 12, am 27. d. Mts. Die Beerdigung findet I am Mlttxvocn. den 31. Mclrz, nachmittags 4'? Uhr. von] der Leichenhalle des St.-Johannes- Kirchhofes inPlötzen- i see aus statt. Der Schlosser WplheSra Praetach 1 Bnttmanstraßc 15, am 27. d. Mts. Die Beerdigung findet cm Mittwoch, den 31. März, nachmittags 31/» Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofes in Pankow, | Wollankstraße, aus statt. • ff• � i r ouagii fchnmii «fme S�niüüSrud:) bt» irüfltn chuonischd We- schldchis-,.Hiu.b>, Ohrn= uns Ui.icrlctbstsi!»?«, wo c'.lc? erh-.rt rrrmq:: Matara-Iisstttit. fS* BiüGhsrp!5tz 3(direkt am HaüescftBR Tor). Sjittififiirbe 10—1, 4—S Gor.iUoc« 11— 1. • fir.fij i4)ui;lifi:e 51irt!rnft. , Berlin. Pi:es#©si- tne»d.8J10u. 5.73*1. Zurzleich- reitiz. issertieh. Kur Palchel--. S»lt»ri«-Btntrei»irii«zs»ulTer| Seh. Kv 8.—. 3 Sc«. Mk. S.75. Otto RciclisU BerUa 4» J ClsavbtJiadR. 4. ßeinzinn Blei Ait. Zinngeschlrpts/Biepschlangen Oisvebsllber kauft zu allerhScItsten Tacespreisen Mstflllsclinielze�PrlnzesslRnßnstr.l} neben Wcrtheim(Moritzplatz) Geßffnet von 9 bis 6 Uhr w An Allel!! KußferleHunflen,�'«"'0."/"� iV.V.er'rVhr.'* ElöKtmifiotOFeBi sowje sämtliche Isist�f�tlföiisünaterlsSIen kauft zu höchsten Tacesprslscn iL ASsxanräerslr. 30. Teleto«: Alaxivder 2174. Äteö! H©%siE0l Aufüeiicn! Zahle für Kupfer. Messtnr. Blei. Zink n.rv. mehr wie konkurre.iz. S Anlcaufsatellen: Klempnerei WciSenburaer StraB« tl. KastsmieBsIlee 88. KSpentcker Strflial21a. „Plasigo-Ankauf uldt aerusde Preise für Plataa, SUbf?ferfich, Mß�risä - LulSiovsitraAe 21.- Der Tod entriß uns folgende Genossen und Oc- ■ossinnen: Genossin Gertrud fisclier. Dänenstraße 19. Die Cinäscherung findet am Mittwoch, den 31. März, naehmlftafrs 3\ Uhr, im Krematorium Gcrichtitraße statt. Genosse Wilhelm Bcrtcit an Loa gen k rankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 3!. Marz, nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Johannis- ldrchho:es Plötrensee aus statt. Am 2ßL März starb nach schwerem Leiden unser guter Vater. Schwieger- und Großvater, Schwager uad Oafccl. der Arbeiter Wllheim SCS�nschmldit.. I U* süllee Beileid bitte» im M«m?« der Hieterbllebese« Familie Adolf Kleinsciiir.idt, Familie Rudolf Heempler. Die Ci«äsebefn»r ar'eltl«m Dosserstag. de« I. A,ril' «»ehmitiafs'■£ Uhr, im Kremstcriam Qericbts'.rsBe Enslüche ZigcrsMi Dick«TBrfce«.frstkIassiae' deatsene Marken extra| billirsie Teeespteise! Wlnkfar, SrhmSdsSr. 30 Ecke ScbKeratr. 7. III Geld!!! rur jede Wertsache. Hßchste Ankaufspreise f. Piandschfinc, Urillcatsn, Qoldgegenstände, Teppiche. Bücher usw. Wolii, Friedrlebstr. 41 III. EAi Sli�itr. Mnism Befrdiunr söfort. Alter ond Geschlecht antobea A mk. umsonst. Aeltes:e j.ke t- bewihiic res. gesch. Methode. iBititnt Englkreekt, MGncbea B4DI, Kapniiaerstr.». BankshtsuKfJ' I rsr die überreiche« Beweise der Liebe urd j Teilnahme' beim l»,n' j scheiden meines g� 1 Itabten Maanes, lieber. 1 Ernders Willi Tergisch | unser* herzlichst. Dank Baumschulen.veg. den 29. März I9.fi. y« TcmFch.und f fl uertrud Fer�lSc. � Blei! Zinn! Weißmetalle I «II« Lacierjisie«, ieraer; »« p i• r S a» I* o 8' Kovalaott AtaalA»! tkvkvll etc. Oawetfc- v55t.«rl PirlUwÜatlJ Cavü- k. I Lberärmak I X«Ir««eFi«9e etc. zn kScbstsra T af dltsrei« k«ot t Cdo�mstan- Einkaufsfcfir« WeberstraBc 31 Alex. 4343. Heisll-ElnKaa! Kaufe zu höctsicr.Tascsprelsc; ßSmtUche Alt-Mets»1 SS,!»::=«w mi::Ällnnea- Me.k«!FEir.kaaSc-S(eH2 J8cS-W9»f, MSckernstr. 73, Tci. Kollendorf(3 töW. Zur Dtachtna? für Stf.r.diz:edes A't Alt- Metel brauch:; o sniW"'4 V.' lä«beviebc»{ Soffest Borke■ Dea« ich zalü«•"«' hifc 9 «Iis«ctatfa denb�hlkil-n Preiae. MetallschmelEo 5Ir. 54. Der Kapp-Wsch ii Leotsltze Ra-ionalversaNAlAuz. «le politische Aussprache. Sitzung vom DieuStag, so. März. Die Defprschung der Regierungserklärung wird fortge'ctzt. Dazu �iegt das gestern adx�jz von uns».ni Wrrilaut wieder- gegebene ÄertrauenSbotum bor, das von 312 Abgeordneten unter- schrieben ist. Abg. Düringer sDnats: Wir haben im VcrsassungSausschutz mitgearbeiiei und immer betont, dast wir jede Gctvnltanwendung ablehnen. Mein Urteil über den Putsch fasse ich dahin zusammen, datz Dummheit immer die größte Todsünde sei. sHcrt! hört! rechts.) Möglich war ein solche- Unternehmen überhaupt nur, »oil die MchrheitSparteicn durch die Hinau-schirbung der Wah- !en schw. re Schuld aus sich geladen haben.(Widerspruch bei der Mehrfeit.) Ein sozialdemokratischer Nntcrstaatbsckretär sagte mir, die Regierung sei schon 10 Tage vor dem Putsch darüber nntr. richtet gewesen.(Hört! hört! rechts. Rufe links: Wer war da-?) Warum hat dann die Regierung nicht die Fraktionen einberufen und Vorbeugungsmaßnahmen getroffen? Tie Unter» lassung solcher Maßnahmen läßt den Schluß zu, daß der Ne- gierung die Entwicklung deZ Putsche? n'cht einmal unerwünscht war.(Rufe linls: Unerhört! Große Unruhe bei den Zlbgg. der Mehrheit.— Präsident Fehrcnbach: Wenn der Redner be- hauptet, der Regierung sei der Putsch n'cht ungelegen gekommen, kann ich die Erregung des Hauses verstehen.) Ich babe keine positive Tehauptung auisestcllt, aber als unser Hauptgeschäfts- sührer, von Lindeimer, schon 10 Tage vor dem Putsch den Ge- Heimen Obeeregierungsrat von Berger osfiziell warnte, er- klärte der ihm, er sei darüber durchaus insoruiiert.(Lebhaftes Hört! hört!) Tie am Putsch beieiiigren Personen haben in unserer Partei keine Rolle gespielt. Kapp ist der Sohn eine? 48er Revolutionärs, seine Mutter ist Jüdin, er ist also erblich belastet.(Große Se.iterl.ch.) Traub ist ein guter Mensch, aber ein schlechter Politiker.(Heiterkeit.) Tie Führer der Rechtsparle cn haben gemeinsam mit dem Vizekanz'er Schikser, der deswegen ja auch abaesägt wurde, durch Berhand- langen großes Blutvergießen verhindert.(Hei erkcit.) Der Generalstreik ist ein verfassungswioriges Mittel. Ter Putsch con linlS wäre auch ohne den Putsch von rechts gekommen. Der beste Schutz gegen solche Gewaltstreiche ist. daß S« selbst streng ver- faffungsmäßhz regieren.(Unruhe bei der Mehrheit.) Unser Volk -braucht Ruhe und Ordnung.(Beifall rcch.s.) Hier folgt die bereits in uwerer gestrigen Abendausgabe veröffentlichte Erklärung des Reichskanzters Müller über d.e Lage im Ruhrgebiet. ReichSminister de» Innern Koch: Tip aggressive Rede des Dbg. Düringer tankt die Schneid nicht ab. die auf der Rechten namentlich auf ihrer Presse, und ihren hetzerischen Flugblättern ruht. Der Kaste, die hinter dem Putsch ütand rmch Aargcmacht werden, daß sie sich ihre Stellung in Deuischtiard nur dann sichern kann, wenn sie zur Bescheidenheit, zur ArbeitSsreudigkeit und zum Dienst am Vcklke zurückkehrt.(Bei fall.) Nach den ungeheuerlichen vorgö-ngen, die wir jetzt erlebt haben, ist es erforderlich. ein Volkkgericht abzuhalten über die Ratikaten von eecht- und links. Die D e u t schn ationale VokkSpartei fvielt sich jetzt ÄS der getreue Eckhart auk. Die Herren hÄben sich immer •xuf den Krieg glänzend veostauden, aber von der Volks- seeke haben sie keine Slbnung.st auch für die bürgerlichen Parteien durchaus diskutabel.„Arhciterregierung" war dies Wort, ausgehend von dem Gedanken, daß es in der jetzigen Zeit ganz besonders daraus ankommt, die Arbeiter. Hand- und Kopfarbaiter, mit Vertrauen zu erfüllen. Dieser W'g darf nicht verschüttet werben. Sich bagr�en sträuben, heizt sich gegen die Lehren der Geschichte wie ein unvernünftiges Kind wehren. (Sehr iwabrl) Schon heute ist die Möglichkeit einer solchen Re» gicrung gegeben, und wir wollen daran arbeiten, daß dem in Bälde so wird. Möge aus den Wahlen eitne solche Regierung von Hand- und Kopfarbeitern auf retpublikanischem, demokratischem Boden hervorgehen. Dann haben wir sichtbar jene En» hcitSfront, die heute schon besteht, mit der einzig richtigen Pa» role: der Feind steht rechts.(Lebbaifte Zustimmung bei der Mehrheit.) Die Serren von der Rechten können mit Engel» jungen reden oind überzeugen doch niemand, daß sie nicht schuld sind an den Vorgängen des MärzputscheS. Wenn Sie(zur Rech» ten) den Krieg wollen, dann sollen Sie ihn haben bis«nss Messer.(Zuruf rechts: Attfbctzer! Lrbhafte Unruhe.) Bis der von Ihnen grzUchtqss, MilÄtt.Vimis nieder gckrii, igen ist. Wir können die Bewaffnung der Arbeiterschaft nicht auf unser Programm schelbrn, weil wir Sozialdemokraten gegen jeden Militarismus sind, also auch gegen den proletarischen Mili- tariSmns. Wir wollen die Waffen vernichten, nicht sie in andere Hände ge- ben. Die Rechte aber zwingt unS nicht, von diesem Geist für eins zeitlang abzugehen, der Ausgang des Kampfes, ist nicht zweircl- Haft. Tie Regierung muß mit fester Hand durchgreifen, um dem sinnlosen Wüten einzelner Truppcnkommandeure ein Ende zu machen, die heute noch sich geberden, als ob sie die Herren über Leben und Tod aller Zivilisten wären.(Sehr richtig.) Die Stmidgerichtsurleile müssen annulliert werden. Strasfreiheit muß allen Vergehen gewährt werden, die im Kamps g. gen die Kapp- Regierung begangen wurden. Es ist unmöglich, die Fäden dort anzuknüpfen, wo sie am 13. rissen. Ein Neues muß werden und unter unserer Parole werden wir in den Wahlkampf und in den Sieg gehen. Gegen Waffengewalt, für die friedliche Arbeit, gegen jeden Putsch,, für die Demokratie, für den Sozialismus.(Leb- haster sich wiederholender Beifall bei dcn Soz.) Präsident Fchrenbach bilwt im Interesse der Erledigung her Tagesordnung die folgenden Redner, sich der Kürze zu befleißigen. Abg. Behrens(Dnat. Vp.): Der Abg. Wels hat eine Reihe von unbewiesenen Behauptungon auWstellt. Privatgespräche, die unter v'rr Augen geführt wurden, dürfen nicht als Bewene angeführt werden. Kapp hat durchaus keinen Einflusi auf die Tentschnationale Bolkspartej gehabt. Als der Generalstreik wirk- sam wurde, war der Kapp-Putsch bereits erledigt; aber nun trat cor Diktator Legion mit den Forderungen der Gewerkschaften auf. Die Verstaatlichung des Kohlen- und Kalibergbaues ist nicht so dringend, daß sie noch vor Ostern erledigt werden müßte. Abg. Dr. Hugo(D. Vp.): General von Seeckt hat zugegeben, daß er"die Regierung gewarnt habe, aber zu den not, wendigsten Maßnahmen habe man sich nicht entschließen können.(Hörtl Hört!) Einen Generalstreik als politisches Mittel weisen wir ab, Der Sternstemhof. Nomon von Ludwig Anzrngrnvkr. Ter Bursche tot einen leisen Pfiff.„Die ist'« bissei hofsah rig, scheint mir." „Mir schon auch," meiirde die alte Köthel. „Aber gleichwohl sauber, das muß ich schon sagen.* „Sie ist'n Kle«:: bin der Muckerl sein Schatz." „'m Holzmandel- Macher?" ..'in ielb'n." ,.So." Als Helene in der Hütte unten anlangte, keifte die alt« ZinZhoserin:»Wo streichst du denn schon herum in aller fslrüh?" � „As'n Hof oben war ich. Ich muß gestern dort em Ohrring verstreut hab'n.—" „Pah, du Gans, schau em andermal doch lieber vor- erst ordentlich im Haus nach, eh' d' nach asten Enden aus» (au ist. Dem' Ohrring liegt in der Tischlad', grad vorhin Hab' ich's g'seh'n." .Lesses, nein, was ich für ein verlorenes") Ding bin! Freilich, da ist'S. Na, da bin ich froh. Hält' mir'n Gang und die Angst darum ersparen können." Sie tat einen scheuen Blick nach der Mutter und lächelte, als d-ese ihr den Rücken kehrte, vor sich hin. ES war nach dem Mittaaessen, als der Toni vom Stern- sieinhof, nach dem er in der Küche feine Pfeife in Brand gesetzt, inZ Freie trat und langsam guer über die große Wiese hinab zu gehen begann; einem andern hätte es übel be- kommen können, das siebe GroS so in den Boden zu treten, wer aber wollte es ibm wehren, dem künftigen Eigner? Nicht einmal der gegenwärtige, sein Pater, hätte ihn dar- über vo' den Leuten grob anlassen mögen und einen„Rüpp- ler" hinterher unter vier Augien scheut« der Bursche um so weniger, äls es dabei bisher noch immer— und um ganz anderer Streiche willen— ganz glimpflich abgelaufen war. Der All? tat slch allerdings aus seine Strenge etwas huguste. aber wenn ihm im Tun und Lassen-seines„Einzigen", auf •] Verloren d. i. in Gedanken, zerstreut fem... den er stolz war, etwas mißfiel, so begüngle er sich, seine Ueberlegenheit dadurch zu zeigen,-daß er mit laulam Ge- schrei und Poltern das Unvernünftige, Unfchicksame oder Unwirtschaftliche des Geplanten, Geschehenen oder Unter- bliebemen aufwies, bis ihm der Atem oder ber Faden der Rede ausging, der Junge halte dabei nur demütig zuzu- hören und das war er gern zufrieden. Toni hatte etwa zw-tzi Tritteile des Weges, hinab zum Nbnde deS Baches, zurückgelegt, als er die Türe'der letzten Hütte da unten sich öffnen und Helene herauSkretem sah. Die Dirne schwenkte ein Wäschestück in der Hand und setzte vorsichtig Fuß vor Fuß in die Tapsen früherer Tritte, welche wie Stufen an das Wasser hinabführten, dort bückte sie sich, senkte den vollen Arm in das Gerinne und wusch das Leinenzeug. Bei dem Enscheimen des Mädchens kniff der Bursche d'ie Augen zusammen und zog den Mund breit. Er fetzte lang- sam seinen Weg fort, bis er am Rande des Baches, zwischen zwei verkrüppelten Wcidm, der Wäscherin gerade gegenüber stand.„Pst! Pst!" machte er. Die Dirne fuhr mit einem Schrei empor und da sie beide Hände mit auSgesPreitelen Fingern, etwas unter dem Halse, gegen ihre volle Brust drückte, so entglitt ihr das Wäschestück, sie fand eben noch Zeit, mit einer Fußspitze dar- auf zu treten, damit eS nicht fortschwimmen könne. „JesseS, waS du mich aber erschreckt hast," sagte sie leise. Wieder spielte u-m den Mund des Burschen ein spötti« fches Lächeln, verflog aber schnell und er sagte, ebenfalls leise,-im Tone neckender Vertraulichkeit:„Geh' zu. wo du da d'Wiesen. wie breit sie liegt, vor'n Augen hast, siehst mich schon a Weil' da heruntersteig n." Die Dirne zog die Brunen zusammen und biß auf die Unterlippe, während sie sich ralch zum Wasser niederbeugte. Racki einer Weil« sagte er:„Du, ich hätt' mit dir wohl was z'redon." Sie schwenkte hastig das Linnen, dann faßte sie es mit beiden Händen, drehte«s zusammen und rang es aus,-dabei hatte sie sich erhoben, aber erst als sie damit fertig war. kehrw sie ihr hock)geröteteS Gesicht dem Burschen zu und sagte hart und rauh:„Ich wüßt' nit', was du mir zu sagen hättest und bin auch gar nit neugierig," Sie wandte sich zum Gehen.,-~ „Laß's bleiben," murrte der oben und schwenkte um und unter dieser Bewegung glaubte er wahrzunehmen, daß die Dirne an der Türe der Hütte, über ihre Achsel weg, ihm lachend nachblickte, das bewog ihn, auch den Kopf zu drehen, aber er begegnete nur ihren großen, herausfordernd ab- günstigen Augen und stieg verdrossen, den Hut im Nacken, die Hand' in den Hosentaschen, spr-eitbeinig den Weg hinan, den er hewb-zekommen war. Wenn auf dem-langen Tische in der Gesindestube deZ SternsteieihofeS die Schüsseln dampften, so trat der Bauer hinzu und sprach mit lauter Stimme das Tischgebet, Knechte und Mägde murmelten es nach, dann'etzte er sich, langte paarmal mit dem Löffel, Vorkosiens Hai ddp, nach dem Auf- getragenen, was den andern das Zeichen- h, sich, wie sie dem Ring nach in der Reihe saßen, die Teller voll zu schöpfen oder zu häufeln. Während die Tionstleb-te aßen, spielte der Bauer mit dem Lössel, beobachtete, ob nicht einer oder eine ein„heikles" Gesicht machte und richtete an einzelne kurze Fragen und Reden, zum Schlüsse sprach er die Danksagung und ging mit Toni in die reiche Stube hinauf, wo sich'S beide an einem sorgfältiger bestelltm Tische wohl sein ließen, wie ihnen zukam, da sie es ja doch nach un'eves kleben Herr- gotts unstreitigem Willen besser auf der Welt haben sollten wie andere Leute. Abends nach der Mahlzeit, wann die alie Kachel da 5 Tischgeräte weggetragen hatte, blieben Vater und Sohn un« gestört. Der Sternstpinhof-Bauer war, trotz er mit etwas vor- gebeugten Schultern ging und faß, einen halben Kopf größer wie sein Bub, auch hatte er einen beträchtlichen Leibes- um Kmg und auf einem Snernacken trug er den großen Kopf, mit der niederen breiten Stirn«. Neber den Hänge- backen blmziten kleine, graue, bewegliche Augen, beschattet von dichten Brauen, braun wie das kimgeichorene Haar und der Backenbart, welcher vom oberen Rande der Ohren bis zn deren Läppchen reichte, eine knollige Nase ragte über einen Mund mit dicken, wulstigen Appen, zwischen denen erden Atem schnaufend einsog und die Laute dröhnend her- vorstieß. Den Toni beschäftigte die Frage, ob wohl der A-ic um seinen Wieienfrppel wisse? Er sollte darüber nicht lange im Unklaren hleiben.. � �—. MaMetzuna WldU few �«vTfKterW*«fefettm» t'f »r nur duldet,■folange ftc den neun Pnnlten der Gewerkschafle» iustimmt. DaS gewal'ige kommunistische Feuer im Westen l>e> !uch!«t mit erschreckmrder Deutlichkeit die Entwickeluny, die dem deirisehen Siulfe droht.(Hul Hu!) Wir wollen kämpfen für Orb- »ung und Aufrechterhaltung der Verfassnnz. � NeichSniinister Koch: Die Herren sind mn Sonntag#a Ver- H»ndlung>en bereit gewesen, nicht aber am Sonnabend, als die Wefahr zu groß war. Duh ai« Frage der Wahlverschiebung mit dem Pn sch nicht das geringst« zu tun hat, gibt Herr von Lütiwih in einem Arliiel der.Deutschen Tageszeitung" selbst zu. Die Regierung hat Berlin erst verlassen, als d e militärische Laae «ihaltbar war. Faktisch haben wir durch unsere Haltui� de» Wieg errungen.(Del fall bei der Mehrheit.) Abg. Seeger(ll. Soz.): Die N�dner deginnen jetzt schon mit dem Weltlaus um die . Wähler. Wir können darauf verzichten. Abg. Hugo vergißt, daß huiter den GewerkschastSleitnngen l2 Millionen stehen, die da? schaffende Deutschland darstellen. Wenn diese» schassende Deutsch land durch seine Vertreter einen Einfluß auf die Regierung aus- übt, so ist da» nicht verfassungswidrig, sondern sehr zweckmäßig. (Lcrade die Kapitalisten in der Partei des Abg. Hugo laben die Ncaierung immer al» ihren Ausschuß betv'Met.(Sehr wahr I finlä.) Die Landwirtschaft entdeckt ihr Interesse für da» Allge- melnwohl immer nur, wen.i die Preise erhöht werden. An den llnruhe« im Rnhrsebiet sind die H-udtschuldigen die Negleeun» und der General von Matter. Die Regierung hat ihre Verspre- chnngen nicht gehalten, sonst halte sie da? reaktionäre M~iiärnes! in Münster längst auteolten müssen.(Sehr richtig! b. d. U. Sog.) gur Verstärkung gegen de» Ruhrgebiet werden in süddeutsche» lätlern, angeblich im Auftrag der Reichswehr, dieselbe,, Zeitfreiwilligen geworben, deren Formationen man angeblich auf- läsen will.(Hört! Hört b. d. U. S.) Die ganze Art, wie der neue Reichskanzler gegen di« Arbeiter>chaft des Nuhrgebiele» Stirn« «rttng gemacht bat, beweist, daß wen mit brutaler Gewalt die �Arbeiter niederschlagen will. To» Militär bat ,n keinem Fall die Vereinbarungen mit den Arbeitern gehalten. Man hat die Ar- belter viehisch gereinigt und standrechtlnb erschossen. Wenn die Regierung gegen die Rechte ebenso brutal und gewaltsam vorgegan. gen wäre wie gegen die kämpfenden Arbeiter, dann hätten wir keinen Aapp-Putsch gehabt.(Sehr wahr! bei den U. Soz.) Die Re»iernng war längst von dem bevorstehende» Putsch »itterrichtet, sogar durch eine Warnung der englische» Regterunz, wie Baner d»l später selbst zugegeben hat. vnd L ü t t w i h, der noch zwei Tage vorher der Regierung sein« Puiichabficht mitteille, Wirde nicht verbaitet, sondern bat art Unterhändler sogar solche Offiziere benutzt, die zu ihm über- ließ». Tann ist die Regierung auSgerifccn. ohne Widerstand zu leisten. Nur die Furcht vor der Arbcit-rschait hat weite Kreise dex Bürgertum» vom Anschluß an Kapp abhehalten. Jeht hat me» ei» SoalitionSministerium, d»S ebenso ohnmSchtig ist wie da» frühere. Der Abg. L e g i e n irrt sich, wenn«r sagt, die organi- fferte Arbkiterschaft bring« der Regierung vertrauen entgegen. Rein! vi« Arbeite, schast wartet wachsam die Taten der Regie. »nii» ab. Rur solange sie die W-iisen in der Hand hat, ist sie geschlitzt gegen den Terrae t>ee Militaristen, die jebt noch im Amt befindlichen Generale sind von dcm gleichen Kaliber wi" da dabongejag!«» Der LbertbefehlShaber von Leipz g, General Senfft von Pilsach, hat auS eigener Machtvollkommenheit den von der Regierung aufgehobenen Delagernngizustand wird." verhängt.(Hör!! hört! bei den U. Soz.) Wir glanbenn nicht an den guten Millen der Regi-erung. denn sie hat den bernchtizten Herrn von Berzer al» Staatskommissar nach Dresden z-sch ckt. (Hört! hört!) Da» ganze Gerede de» l bg. Legion fällt zu» üemmen, da ja dw Regierung die Vereinbarungen für den Ab«. bruch deS Generalstv.iks gar nicht anerkennt. ' Auch beim RetchSwehrministerium habe» nur die Personen »ewechselt, o'cht da» System. In vielen Bezirken sind di? Teil. »ehmer am Generalst.rik von der sogenannten treuen SoldaleSka ■in» Gefängnis gefchl.ppt worden.(Hört! börtl) Da ohne die Bewaffnung der Arbciler keine Ruhe in Deutschland einkehrt, rusen wir den Arbeitern zu:„Behaltet eure Wasfen, bis euch wdllch euer Recht wird!" tBeiiall bei den U. Soz.) Abg. Fezter(Dem.): Tie Unterstellungen de» Abg. Hugo, die zum Teil Verleumdungen sind, weisen wär zurück.(Unruhe rechts.) Daroit Mießt die Aussprach«. E» fälgen persönliche Bemerkungen. Abg. Dr. H«»,tze(D. Vv.): Ich habe vorher von dem Putsch nicht« gewußt, konnte An also auch am 0. März hier noch »icht erwä-bnen. Mg. Dr. Haa» rXont.): Tie Nniversttä'ten, die ein Hort de» Neaktion»noorden hob, betrnlrn h tute erne Grfalhcke'nqnell« für he» vt«t. Wir wollen wirkliche akademische Freiheit. dvbg von GrLfe(Dnat. Vp.): Ich schütte?« Traub nicht ab; Venn ich weiß, was Trsub dem deutschen Volke gewesen ist. Wachen link».) Herr Traub ist mutiger als die alte Regierung Hi« in acht Auto» verttuftete.(Unruhe links) ABg. Weis(Sog.): Der Vorwurf, daß die Neuerung aus» Gerissen fei, sst unhaltbar, dumm und lächerlich. Gerade Herr von Oräi« ist am 9. November 1918 schleunigst auö Berlin ge- Aohen.(Heiterkeit links.) Abg. von Gräfe(Dnat. Vp.) eeklärt diese Behauptung fstr «rrichtig, er bade sich damals noch«neihrere Tage im Reichstags» ackbäude ausgehakten und hctbe sich trotz aller Gefahr öffenklich in feiner Heimat gezeigt. Dsmaegcnüber bleitt Kkig. WelS bei seiger Behauptung Rchen und w-fst dara.us hin, daß dama'S viele Herren von der echten dem Beispiel deS Kaiser» y�olgt seien.(Sehr richtigt link».) Abg. Dr. Tkresmnann(D. Vp.): Wft halben unseren ersten Ausruf zum Kapp-Pvtsch niebt verleugnet. Wir haben in einem Lveiten Ausruf nur etwa» deutlicher zu den Dingen Stellung genommen.(Lachen link».) Annahme des Vertrauensvotums. ' In der Abstimmung wird der vertranenSanteag der Mehr- hettSvarteiea gegen Deutsch-Nationale, Deutsche volkSpaetel und Nnabhängige angenommen. Gegen die anderen Teile de» Bee» trauenSvotum» stimmen nur die Deutsch, Nationalen. Der deu'schnational« Mißtvauenkantrag wird abgelehnt. Die Gesetze zur Aenderung der KonfulatSgebühren, zur Er- höhung der Zuständigkeict der Amtsgerichte, über die Tilgung von Strafvermerken, übe? die Reichswehr, über die Durchführung de» Einkommensteuergesetzes werden in zweiter und� dritter Lesung angenommen, ebenso der Notetat. Die Vorlage über die Aenderung des Gesetzes über die Wachenhilft wird einem AuS» lchnh überwiesen. DaS Gesetz über die Wahl de« ReichSprästden» ten und da» ReichSwahlgesetz geben an den verfassungSausschnß. Ohne Aussprache angenommen wird ein von allen Parteien »nteT/eichneter Antrag auf Erhöhung der Tagegelder. Gegen einen Antrag der Tozialdemokraten, wonach die Re° giernng auf die Unternehmer einwinken still, daft die Streikt«, e »ezatlt werde», erhebt die Reche Einspruch, so daß er nicht aus die Tagesordnung gesttzt werden kann.(Große IZnrube link».) (T? folgt die zweite Lesung de» Gesetze» iibee die Afrnrteilnn» der Hochverräter des März-Putsche» durch die bürgerlichen Gc- richte. Aba. Zchnkz-Vrow.berg W. Skat.): erklärt sich ans ver- fassiingSbe denken dagegen, obgleich er materiell gegen den Gesetz- entwurf nichts eimvend t. UnierstaaiS'�krmär Joel und Abg. Bekerle(IentßZ etL�r«.-' H» nubtiauHaHum» KUuBcbacr» übe Uxi*' -h* aew�! Wir stimmen denn Gesetz z», Obgleich lvir eigam, ch«in« Aburteilung durch VcllSggrichte verlangen. Von einem Verstoß gegen die Verfassung kann keine Rede fein. Den ReichSwehrministee mache ich daraus aufmertsam, daß heute noch auf Befehl von höheren TruppenbefehlShabern Standgerichte tätig sind. In AdlerShos sind kürzlich drei Leute von einem Stand- gericht j'.rn, Tode verurteilt und h-ngerichtet worden. Di« Stand- Gerichte müssen schleunigst beseitigt werten. Nachdem Gras Dohna(D. Vp.) sich der Ausfassung Schulz- Bromberg angeschlossen hat, wird der Gasetzentours in allen drei Lesun-gen angenommen. Aufheben der Immunität für Traub. Er sltfgt der Bericht über das Erstochen des OberrckchZan» walte» auf Ganechmigunn zur Einiristung eines Stra-fvermh-eus gegen den Abg. Traub wogen Teilnahme an einem versuch zur gewaitstimen Aenderung der ResthSvevfassung. Abg. Haa»(Dem.) berichtet über die AuSschußverhandkun- gen. Nach Presienack richten toll Traub sich der sog. Regierung Kropp insbesondere als Presse- und Propazandackzef zur vcrsü- -zung gestellt haben. Der AuSsckv.eß war in seiner Mcin>mung.) Da» sind vornehmlich jene dimch die deuks.ß» nationale T e.ei verteetcr»««»raokonsrrvaillvru Kreist Ost, elbienS,.(Lehhchste Zustimmung.) tio«S nicht verwiiten können, das) ihr« jähr Hunden!« während« Vorherrschast in T»e»ih:»-?end im R-ich« ni«mehr du/ch dir Dtmokrotbc gebrochen ist. Sblir» mische-r Beifall.) Weste Krei.se der deutschnatian.alen Pariei waren in die Pläne der Putschisten eingeweiht.(Rwse rech!»: Nein!— Stur» Mischer Widerspruch bei der Mechrheit.) Prominente Führer dep Partei haben aktiv oder sonstig fördernd um den Hockrerra: m'- gewirkt.(Lebhafte Zulstlinmung.) In einem Tei>l der deutsch» nationalen Preis« wurde da» Verbrech.« Kavp und'einer Spi-ß- nes eklen begrützt. In einer Kundgebung der Dciulst-fnatroraJc« VoktSpartei wurde di« Bereilwilliakeit zur Mitarbeit cu*g:» sprachen.(Lebhafte.? Hört. Hört!— Abz. Rippcl(Dnat. Vp): AgitatienSrede!— Große Unruhe.) Auch nach dem Zuürmmenbruch de» verbrecherischen Abenteuer» wurden die Hochverräter und ElvbrüHigen im offiziellen Organ der Tru t sckina Ii orxvl- n Partei plarif.iziert. Wenn setzt, nachdem der kläalich« Aeckgang tcS Staatsstreichs und seine verhäuznisvollen folgen immer offenbarer werden, diese Partei vcn den Pulschisten abrückt, dann nützt ihr da» nicht».'Beifall.) In den Augen de» Volkes ist sie gerichtet.(Lsbih. Zustimnvung.) Di« Deulschr.ationa-stn werden da» KainSge-ichen des von ibren Parielftänaern erneut entfesselten Brudermordes nie wieder loS. (Sebr waesr?) Nun ftck-en wir wieder vor einem Drümmerhauien. Da» Volk, da» sich in ist'ner erdrückenden Mehrheit zum Schutz: der RepuMk erhob, hei'ckt gründliches Aufräumen. Und da» mit Recht. Mit unerbittlicher Strenge muß und wird gegen d'e eingeschritten werdau, die diese» neue Unglück über unser Volk und Land gebnachl haben.(Lebh. Beifall.) Verständnisvolle M:kd: kann nur gegen dst Irregeführten walten, die zu dem DlualSstreich mißbraucht wurden. Beamte, di« sich bewußt in den Dienst de» bochvcrräterüchen Unternehmen» gestellt, es pefördert inid unterstützt haben, werden unnachsichtlich au»-»- merzt.(Lebh. Beifall.) die der Rnpuklik und ihrer demokrati'chcn Verfassung die Treue hielten, gestützt werden. Tie Regierung wstd sich auch mcht beirren lassen durch den B ol sch e w Ht e n s ch r e ck, der jetzt von den SlnatSstreicklern recht groß an die Wand ge» malt wird.(Lcbb. Sehr richtig!) Tie. di« ihn ausgelöst haben, möchten ihn jetzt benutzen, um von ihren Taten abzulenken, sich im Kampfe gegen den LinkSbolfchewiSmuS wieder rehabilitieren. Geweß. auch diestr Kamvf muß Irdrt wieder geführt werden. Wie die RechtSbokschewisten, so müssen auch die LinkSbolsch?» wisten mit Nachdruck be'ämpst wcrdrn. Beide lagen sie auf der Lauer, jeden Augenblick bereit, der jungen Republik an die Gurgel zu springen, der demokrastiidstn Verfassung den GarauS zu machen. Jeder wartete aus den Moment, wo der andere die Brandfackel erhob und sie in da» sriedlicke Hau» warf.(Sehr ricklig!) Nun von den Kavpiflen der Brand entfacht, wollen auch die Svartakisten ihre Suppe an dem Fever kechen, i�r« Ziele durchsetzen, die gleichfalls auf die Diktatur einer gewalt- tätigen Mir.bcrheet gerichtet sind. Da» deut'ch« Volk in seiner überwältigendcn Meh.heit lestnt diese Ziele ab und wird ihre Verwirklichung ebenso wie da» Kavpabentener»u vereiteln wi�en. Nock brennt'n-''nzeln'n Teilen unsere» Lande»; besonder» im rheinisch-westfälischen Industriegebiet, wo da» Herz unse e» Wirt chaittlcben» schlägt, stehen noch Arbeiter und Bürger, die sich zur vcrleid'gnng der Vorlassung erhoben hatten, unter Walsen. Ihnen rufe ick zu: Legt die Waften nieder! Tie Republik und ihre demokeetische Verfassung ist gesichert. Eure gut«, gerechte Sache wird di?- kreditiert durch jene kommunistischen Elemente, die nickt da» wosscn, wa» ihr erstrebt, die Ihre« diktatorische» und e nenniidigen Gelüsten bereilz wllst die Züg-l schiekfen lassen.(Lebst., Aeifell.) Die Demokratie, d'e sich erst siegreich gegen die Pulschisten von recht» behauptet hat. kann sich nickst durch kommunistiscke G walt- menschen von link» meucheln lassen. Wie tief die Demokra'i« bereit» im deufstfen Volke wn-"ft. da'ör f�rn die Tage de» Kappaufftande» e'nen glänzenden Beweis erbracht. Mit tiefer Trauer gedenke ich in Ehrfurcht der zahlreichen Kämpfer, die im Kampfe mii den Meuterern ihr: Verfassun'Z- treue mit dem Leben bezahlt haben. Den Hinlerbliebenen svrefe ich meine tiefgefühlte Teilnahme au».(Deftall.) Den Dank de» Land"' strecke ick an» den a,'? �"rean vd W-r:» statt, au» den Kcmtoven und Fabriksälen, au» Feld und Wald, die durch ihr mutvolles Auft.eten unser unglückliche» Land vor Schwereiem bewahrt haben. Dank und Ancrkennuna gebührt vor allem a>>ch den Beamten aller Grad«, die treu ft-rem V'r- sassungSeiid sich gegen da» Kappgewaltreg'ment ansgelebnt und der vcrfassungSmäß'gen Regierung d,« Treue bewahrt b'bcr. (Levo. V-'�ss.) Das Regierungsprogramm. vor alle,!', werden die O'gane zu« Wahrung der öffcnt'ick'n Ruhr und Sichcrhcit an Haupt und Gliedern»eündlich umgestaltet und ol'en grsrnrevolutlrnilren Einflüssen enlr'ckt werden. Fäbr e und Wann'ckasten muß lnrtan der eine Grä fte bft?'''". ihre Aufgabe darin besteht, die öffeniliche Ruhe und Ordnung zu Mhren. jetztz HsaaMürzer sie daj rzpublikamiche Staats, zanzr»toi b®»*"«>»® m.»»i«»»]tii.nii la Fft ttCft 9tSf}<, ftff# tlf SÄ Eöil Anschläge, ton wo sie auch kommen mögen, zu schützen. Die> rühmten EinhcitKfrani.(S ürmische Heiterkeit.) Und wir»er- in kritische ernStzrung?li7ge bat durch den Kapp-Putsch eine! iangien alsbaldige Wiederherstellung der verfasiungsmäsi gen Zu- weitere fühlbare Verschlechterung ersehrcn. NücksichtSlos stände.(Lech. Iinlerbrechu-nren.) Wir haben d cj-es Prvgraiisln werden die vorhandrncer Lebensmittvi nunmehr erkzsjt Kapp gegenüber auch durchgedrückt.(Allgemeines Gelächter.! Man und dem Volke zugeführt ewrden müssen.(Gelächter rechts. — Grohe Unruhe.) Tie Schieber und Wucherer, die der Kapp- Aera so freudig zujubelten, werden wirksamer als bislang ge- pack: werden müssen. Unser gequältes Volk muß von deser Er» rungenschafl dcS Krieges, von dieser Ptstbcu!« befreit werden. (Lebh Zustinmrung.— Große Unruhe ccch.s.) Eine nachhaktrge Besirrung unserer VolkscrnLhrung und da- mit unserer Wirtschaftslage bann nur durch cm« erhebliche Steigerung der Produktion erzielt werden. Sie nruß daher mit alle» zu Gebote stehenden Kräf.en angestrebt, der verhängn svollcn Neigung, zur extensrvon Wirtschaft überzugehen, entgegengewirkt werden. Um irwserc Ernährung auf eine breiter« und sichere Gvund- log« zu stellen, müssen nunmehr auch die erforderlichen Mittel bereitgrstellt werden, um großzügige LaudrSkultur zu treiben und für«ine AuftoAung dcS ürernnäßgcn Großgrundbesitzes und einer umfassenden ländlchen SiedlungStätigkei! die Bahn frei zu machen.(Lebh. anhak.endcr Beifall.) Auch der Wohnungsfrage, die immer brennender wird, wird die Negierung ihre ernsteste Aufmcrkf.rmleit zuwenden. Gewaltige Mittel werden zu ihrer Lösung aufgewendet werden müssen. Im Ucbrigen steht die Regierung nach wie vor auf dem Boden dcS ProgramniS, das in der Sihung der Landebverfammlung vom 2ü. März d. I. mein Herr Vorgänger vor Ihnen entwickelt und das Ihre Zustimmung gefunden hat. Soweit es noch nicht verwirtlicht ist, wird fein« Durchführung mit Nachdruck belriebeut worden- Fest und. uuerschütlerUch ans dam Boden der Neichseiuheit stehend, durchdrungen von der Not» wendigkeit, das staatliche Geftige Peußens zu festigen, werden wir die großen Reformen unserer Verfassung?, und verwaltungS» rechtliche« Vevhaldnifs« in die Bahn größerer Selbständigkeit der einzelnen Provinzen und LandeSteile lenken. Erst wenn die Verfassung unseres S-aatSwesenS in seinen verschiede» isten GUe» dern auf demokratische Grundlag« gestellt fein wird, dann Hai die verfassunggebende Landes-verjanrmkung ihr« geschichtlich« Aufgabe erfüllt. Unverzüglich werden srdaan die Wahtrn zu eruem neuen preußischen Parlament ausgeschrieben werden. Tie d.'ulschc Republik hat wieder einmal ihr« Feuerprobe bc» standen. Der tückische Anschlag jener rcaltionären Kräfte, die daS Unglück unseres Landes verschulden, ist glänzend ebgejchla- gen. Nun muß wieder Rübe und werktätiges Schaffen in unferm WirtschastSlebrn zur Geltung kommen. In dem aufgezwungene» Kampfe für die Temolratie hat sich das deutsche Volk in alle» seinen Schichten glänzend bewährt. Fetzt gilt es wieder zu arbeiten für die Demokratie, die allein die BrsiS bietet, auf der sich unser Volk und Vaterland eine glücklichere Zukunft schmieden kann.(Lebh. anhaltender, wie» derholter Beifall.) Bevor in'die Besprechung der Regierungserklärung einge- treten wurde, erledigt« die Landesversammlung ohne Debatte folgende Vorlagen: Der Nachtrag zum Staatshaushaltsplan lOlll wurde dem HauptavSschuß überwiesen; der Gesetzentwurf, bc- trefft nd die Unterbringung de: Staatsbeamten und Lehrer aus den abgetretenen und besetzten Gebieten wurde in zweiter und dritter Lösung endgültig verabschiedet; der Gesetz- entwurf. betreffend die Erweiterung des Stadtkreises See st« münde passiert« in allen drei Lesungen da» HauS; der Erweiterung und Einschleusung de« F i fch e- reihafenS G-erstemünd« wurde einstimmig und rndgültig zugestimmt: die einstweilige Regelung der Staat»hali?haltSa»S. gaben für ISA wurde dem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen; das gleiche geschah mit dem Antrag auf Erhöhung der Austvand- «ntschädigung. ' hierauf trat daS HauS in die Besprechung der Regierungserllärung «in. DaS Wort«chielt Abg. Wildermann(Ztr.): DaS Zentrum fwht feit auf dem Boden der Berkassung. Wir befinden uns in der Veru teilniig des Gewaststreichs in Uebere nstimmung mit der Mehrheit des deutschen Volles. MS christliche BolkSpartri erkennen wir kein Recht zur Revolution an. Nie hat die ZentrumLpartei auf dem Standvunkt gcwalnamen Umsturzes gestanden, auch zur Zeit des Kulturkämpfe» nicht, wo wir schweres Unrecht erdulden mußten. Ebenso me die Revolulion vom November 191S, halwn wir die vom März 1920 für«in Verbrechen. Zwischen Kapp-Lüttwih und den Führern der Rote« Armee im Ruhrgebict besteht kein grundsätzlicher Unterschied. Beide erstreben«ine Diktatur, die gegen den Geist der Demokratie verstößt. Die neun Punkte der Gewerkschaften, namentlich aber her erste» verstoßen erheblich gegen die Berfassung. Wir haben unS streng an die Verfassung gehalten. Ebenso müzten wir unS dagegen wenden, daß der Sick)erh«it-?di«nst von einem einzigen Stande, der organ sier'en Arbeiterschaft, über» nommen würde. Die Bestimmung, daß die Grundbesitzer ent- eignet werden sollen, we ihrer Pflicht bezügl. Dosenbebauung und Äbk efcrung der Erzeugnisse nicht nachkommen, würde der Will'iir Tür und Tor öffnen und die Londwirlschaft auf das schwerst� hat unsere Nichtbeteillgumg an der gemeinsamen Sitzung der Aeltestenauifchüsse als Beweis angeschen für unsere Ueberein- strmmuug mit Kapp-Lüttwitz. Hier liegt ein arges MißverstiwJdniS vor.(Allgemeiiw Heiterkeit.) Ich kommne nun zur Schuldsrage der Gegenseite (Stürmische Zurufe. Unverschämtheit— Hochverräterl Ordnungsrufe.) Die Ltegierung hat fe.t langem das Puiversaß angefüllt, in der am 13 März der Funke fiel.(Zurufe.) Durch Verhinderung der Neuwahlen, dadurch daß man mit vem Gcdaulen spielte, den ReichSprä>sidenten unrer Bruch der Verfassung vom Parlament wählen zu lassen errichtete die Koalition eine D i k- latur.(Stürmische Unterbrechung.) Dagegen mußte die Rcak- tion einsetzen in dem Äenihl. daß hier der großen Mehrheit des Volkes Unrecht geschah.(Große Unruhe.) Da daS die Regierung nicht tciiimeu K-y, uwgwich na aiucrr.r�ret aar, tzat Ire igre ganze Unjährgkeit erwiesen. Als der Putsch Tatjache war, sind mit den Parteiführern auch der Mehrhettsparteicn und der Kapprcgie- ruug Verhandlungen gepflogen worden. ES war auch eine ge- wige Veriruuo.guug er�tt. inzwischen machten stci) andere Ern- slüsse geltend. Die Kapprcgiecung mußte zurücktreten. ES war aber auch klar, daß die alte Ltegieruug nicht mehr möglich war. Ebenso Aar war, daß die Gefahr einer LiukSradlkalijicrung der Regierung vorgebeugt werde. Die gegenwärtige Regieruugsmehr- l/«it wird sich gegen eine LiulSvadilallificrung zu schwach erweisen. ES hätte zu ritter Zusammenfassung aller ordnunglliebeudc» Parteien tommcn müssen. Diejenigen, die den Generalstreik pro- giert haben, haben eme schwere Verantwortung überncaimen. Die Unterzeichner der neun Punkte werden au» deren Annahme Rechte herleiten,'an denen S>e alle noch schwer zu tragen habe» werden. Wir hätten erwarten dürfen, daß zum Ministerpräsidenten nicht ein Mann gewählt wurde, der in iveilca Kreisen auf Wider- spruch stößt. Das Programm, das uns vorhin entwickelt worden ist, läßt nicht ertcnne», für welche Dauer eS berechnet ist. Wir sehen dir Regierung alZ ei» Zwischcnstadium an. Das Ultimatum gegen die rote Armee muß aufrecht rrhalten und mit fester Hand durchgegriffen werden. WaZ im Ruhrgebiet an Plünderung und Raub geschieht ist alles andere als eine gerechte S.iche(Zuruf: Schwindel!) Wir erwarten einen Abbau der Linkeorientierung. Wir werden nacht ins Maufcloch kriechen. De Ereignisse haben den Schleier von manchen Dingen gerissen.(Lebh. Sehr richtig.) ES hat sich ge- zeigt wie stark und gründlich der Bolschewismus feine Lorberei- tungen getroffen hatte.(Scharfer Widerspruch.) Ministerpräsident Braun: Der Vorwurf, die Regierung sei unterrichtet gewesen und habe trotzdem nichts getan, den Putfch unmöglich zu machen, ist falsch. Wenn ihr ein Vorwurf gemacht lverdcn kann, dann der, daß sie den rechtsstehenden Kreise» und reaktionären Offizieren gegenüber zu vertrauensselig war. Daß die Regierung zeitweilig Berlin verließ, war kein Akt der Feigheit. Sie wahrte sich dadurch Handlungsfreiheit und konnte die Putschisten vom Reich abschließen. Sich von Kapp-Lüttwitz gefangen nehnien zu lassen, dazu gehört kein Mut, sondern hoch- stens Dummheit. Ihr« Entrüstung wegen der PräfidentschaftS- ivahl ist ganz und gar nicht am Platze, nachden» sie eS immer abgelehnt haben, das Staatsoberhaupt vom Volke wählen zu lassen, anstatt eS dem Zufall der Geburt zu überlassen, wer des Volkes Geschicke leite» soll. Abg. Limbrrtz(Soz.): Herr Hergt hat den Versuch unter- nomine», sein« Partei in«in Konglomerat von Eingängern auf- zulö en. Ich werde die Schuld ihrer Partei dokumentarisch nach- weisen. Die unzähligen Opfer an Menschenleben und Wirtschaft- lichen Gütern, die als Folge des wahnwitzigen Putsche? gefallen sind, fallen ihnen zur Last. Wie haben die Gesellen am 13. März geschmunzelt, die heute den traurigen Mut besitzen, sich heuchle» risch zu enirüsten, wenn ihnen die Wahrheit vorgehalten wird. Redner verliest eine Anzahl von geheimen Nundsth reiben und sonstigen Schriftstücken, woraus hervorgeht, daß die Reaktion na- mentlich im Heer den Putsch bis in alle Einzelheiten vorbereitet balte. Er schloß: Notwendig wäre eine stärkere Nadikalisicrniig der Politik. Dir MehrheitSparteien stünden hinter den neun Forderungen der Gewe/sschaften. Aus daS Unsinnen der U. S. P., eine rrinsozialistische Regierung zu Hilden konnten wir nicht eingehen. Es steht unzweifekhast fest, daß auch Putschisten von links am Werke waren und noch sind. Aber das ist die Schuld der Putschisten von rechts, daß sie diu Gegenaktion auslosten. SBtr wünschen, daß d-rs llltimrc'um varlän-rtz't wirb, denn wir wissen, wo« erneutes Blutvergießen zu bedeuten hat. Mit Lerhandebn kommt mau sicher weiter, aber wenn-S ntcu! andcirZ geht, die zügcklosen Horden zur Ordnung zu brin» gen, dann muß eben mit allem Nachdruck zugegrissen werden. Wir brauchen so va'ch wie mft-lich besicherte Zustände. Mg Dr. v. Krause(D. Vp.): Wir verwerfen jeden gcwalt- samen Umsturz, halten aber caich den Generalstreik für ein Bw» brechen, denn der PuUch hätte anders abgewehrt werden könne». Es war einer der größte» Fehler des alte» ZkeainieS. daß eS d"e Opposition, damatls die Sozialdemokratie von jeder Mitwir. kung ausschloß. Tairals verurteilten Sie doZ aufs schärfste. Und heute wird von Fk.ncn fienau derselbe Febker bedangen. An einen Monarchütenputsch denkt niemand. Wir wallen daS sogenannte BolkSkaisertum durchaus nur auf verfassnugSmästiaeni Wege erreich«n. eS«'ich Jahrzehnte noch d'.uern. So febr Ig'"—-""" ii Iii mif i i i) mii................. Groß-Serlin. '««»<»• bb» iSiSiifipü ,»»7KMlKiW A» un'Lre tzW erbittern. Durch den Putsch von rcch'S wiaz daS Rauben, Morden'-.....---.--......., und Plündern der Roten Arme« nicht gerechtfertigt, und wir ver-i??1 Kappitreich verurteilen, so wenig können wir einen '~'--------' unterichied erblicken zwischen rhm und der Novemherrevoliition gusammenzuarbei Die deulschnationalen Unschuldslummel. Aba. Hergt(Dnat. Vp.): Die Vorgänge sind so ernster Natur, Mehr Beachtung verdient die ainder« Seite der Sache, die Herr Braun mi dem Schla.-wort.Bolschewstcn schreck" leichthin ab. zutun gedachte. Leider sind es kein« Gespenster, sondern eine Gefahr sehr ernster Natur. VZfliz fa'sch ist eS, von einem deutschnationalen Putsch zn sprechen.(Ad. Hoffmann: Ihr seid die verkappt-n Kappbrüder!) Die Regftrung hat selbst am 12. März vavon gesprochen, daß die Dcutschnationalen und die Deutsch« Volkspariei nicht» mit bam Aufruhr zu Hui hatten. Wir haben stets mit Nachdruck be'ont, daß w r jeden gewaltsamen Umsturz verurteilen.(Zurufe: Kessell und Lachen.) Warum also die Hetze? Was hat sich seft dem IS März geändert? Wir haben am S. März noch glaube» können, daß durch unser Eingreifen /jede irgendwie gewalt'ame Putschabsicht en.vültig erledigt war. Natürlich hatten wir keine Ur'ache die Rcgiertuig zu informieren, da sie aus unsere Bcr. aalassung dauernd vom Staa Lkommissariat für vfscntllche Sicher- heit und Ordnung in Kenntnis gehalten worden ist. Sie hat aber den Informationen anscheinend nickt geglaubt.(Hörtl Hört!) D ejenigen unserer Partei, die sich den Kappleuten anschlössen, find Einspänner(Lachen.) Stellen Sie diese» Wenigen die Tan- sende ceiitschnationaler Deam'cn gegenüber, die, wie die Herren P Wildermann mrd B'aun zrewgeben baden, wcsen l-ich zum Sturz d°r PutWstsn beigetragen haben Und beach'en Sie unsere Pro» � � Soeben erschien die 10. A u f 1 q g e: Das Gesetz über Betriebsräie mit Wahlordnung und Anhang von S. Aufhäuser. Preis 4.— Mark Oro« n I s« M o n e n erhalten RnbaM klomat onen. Darin ist ae'«gt. wir wollten mitarbeiten am Auf-»»' tau des Reichs au-s dem Boden praktischer Politik.(Lautes Lachen.)) vucnkanlllulig„ r r e t tl e i t vreile Strafe Q—9. .. v-1 v», i ix» i t iv• v. f v>1 v t v i- C t/CO il l-jVv L i II III v, einmütig m der Abtchnung des Kappre-rimenteS war, war eS von vornherein zum Sturze verurteilt. Der St'-ik war ein Ber. brechen. W'r wollen z/l einer gegenseitigen Verständi�inn kommen und nicht leidemckaiNiche Kämpfe geaeneinander führe!,. Aus dieftm Grunde dürfen aber auch die SicherheitSougane nicht einseitige Klassencinrichtnng fein. Mg. Dr. Friedberg sTcm.): Ti-e Verfassung d'e von einem Partamemt gmekai'scn Warden ist, welche« auf Grund de? frei» a'ten Wahlrechtes der Welt i-on>der Mcthichiit des V-iÄles ge- wählt worden ist, ist neues Recht geworben. Es ist nun doch ctw�S anderes ais im November l9lch wenn jetzt eine Heine E'wue mit Gewalt diese Pl-rlassinig ändern will. Wa« an iWisderausbau bereits gele'stet war, ist durch den wahnwitz'ae» Streich hinwrnaeiegt werden. Wi- tief sind die beteÄigten Offi- ziere derabgr'vrken. enwftt sind es foich», die ein„von" vor ihren Namen setzen.(Zustimmung.) Hier v'nrde die Debatte obgebrochen. Nächste Sitzung heute mitbag 11 Uhr. Wir machen hiermit nochmals daraus aufmerrsem, da� infolge ungeheuer gestiegener Herstellungskosten der Be- zugöpreiS für die„Freiheit" ab 1. April aus 7,.ä0 Mark monatlich erhöht werden mußte. Der Verlag. Aus dem Sladtparlkment. Dem MagistratSantvag entsprechend wurde daS Schuk« geld für die höheren und Mittelschulen erhöht. Technischer Cchwierigleiten wegen konnte eine dem Einkommen entsprechende Staffelung nicht vorgenommen werden. Genosse Dr. Wehl hob jedoch hervor, daß den Minderbemittelten durch Gewährung von Freistellen möglichst weit entgegeiigeirnnten weide, solange unsere angestrebte Einheitsschule nicht oerwick» licht ist. Die Elternbeiräte würden sicherlich eine ihrer wichtigsten Aufgaben darin erblicken, Ungerechtigkeiten hierbei zu ver» hindern. Der ErhöhungderKanalisationZgebühren aus ö Prozent widersprachen natürlich die Hausbesitzer und stimm.en ein bewegliches Klagelied an. Die Mehrheft stimmte aber der Erhöhung zu... Auch die Gaspreise wurden gewaltig in die Hohe ge» schraubt. Künftig soll ein Kubikmeter Gas eine Mark kosten, Automatengas wird zuzüglich der Gasmessermiete mit 92,46 Pf. berechnet. Für unsere Fraktion gab Genosse Zeuner die Ett klärung ab, daß sie der Preissteigerung nicht zustimmen werde. Ein Vergleich mit den Betriebscrgebnissen dei_ Gaswerke in den Vororten erweck« berechtigte Zweifel, ob die städtischen Gaswerks teckmisch und kaufmännisch rentabel arbeiten. Die? müsse ein«! gehend geprüft werden,«he an eine weitere Verteuerung gedachch werden könne. Entkräftet wurden diese Ausführungen nicht. Trotzdem befckloß die Mehrheit, den vorgeschlagenen Preis zik bewilligen. Widerspruchslos wurde der Erhöhung der Sch lach t� und S ch a u g e b ü h r e n' der Schlachthosgebühren und de� Wasserpreises zugestimmt. Ein Antrag Lammerich wollte die Verpflichtung statuieren', daß au den Ausschußsitzungen der S'adtvcrordnetenversammlung bei Beratungen wrrtschaftlicher älngelegenheiF ten der Beamten, Angestellten, Lehrer und Ar. heiter«in Vertretcv dieser BeruiSgruppen mit beratender Stimme zugezogen werden müsse. Di« Versammlung erllärttz sich jedoch nur damit einverstanden, daß die zuständigen Organi«. sationSvcrtreter zur Begründung möglichst zugelassen werden. Die Festsetzung der Bezirksgrenzen im kommen« den Groß-Berlin rief eine längere Auseinandersetzung bervor. Man konnte den Eindruck gewinnen, als ob es den Demokraten, die die Vorschläge de» Magistrats hauptsächlich bekämpften, dar« auf ankäme, dem Gesetz Sckwierigleiten zu bereiten, denn sd wicktig war die Sache wirklich nicht, um daran viel Worte z» verschwenden. Debattelos stimmte die Versammlung der Vorlage zu, wo- nach 1 Million Mark bewilligt werden für Verbilligunz der Milch für die Berliner Bevölkerung. Und zum Schluß Ivilligl« sie ein, daß Turnballen und Schulaulen nur gegen Er- stattung der Unkosten an Vereine vergeben werden sollen., Näteschule der Groß-Verliner Arbeiterschaft. An alle Lehrer und Hörer k Ab Mittwoch, den 01. März, wird der Unke reicht in allen Kursen in alter Weis« in den üblichen Zeiten iund Zimmern tri« vor dem Generalstreik weitergeführt. Am Freitag, den 2. Avril, und Montag, den v. Apn!).' fällt der Unterricht wegen der Osterfeiertage aus. Die nugenblicklich lemfenden Kur« werden bis Mitte April durckgeftihrt und dann geschlossen. Ende April beginnt das neu» Se-meiter. ES wird nochmals auf die getstrige Notiz hingewiesen, tvonach die KurSvertrauerSleut« restierende KurSboiträgc usw. abzurechnen babon. Die Kurse dcS MelallarbeiterverbandeS und die in der Stallichreiberstvcche werden eiben-salls wieder aufge« nommen. Die Tariferhöhnngen im Stadt-, Ring, und Vorortverkehr. sollen erst zum 1. Juni zur Durchführung gelangen. Auch die Mitteilungen über die vorai'Ssichtliche Höhe der neuen Fahrpreis«, Verteuerung um 25 odee 59 Proz. aller Preise sind unrichtig da die Entscheidung des Minister» in dieser Frage noch nicht ge-> fallen ist. Die GrwkrhZlosenflirsrrse hat misg'etilt. daß mit Rücksicht auf die Osterfeiertage und drn Karfreitag auf die an diesevt Tagen fälligen Kontrollstemrel verzichtet wird. Oflerfrrlen. Heute, Mit'woch. werden die Groß-Verline» Schulen geschlossen. Die Schule» beginirn am Donnerstag, de» 15. April, mit dem neuen Sommerhalbjahr. Die während de» letzten Unruhen auf Neuköllner Gebiet durch Tnrppen verletzten Personen kgw. deren Angehöriae werden auf. ge.fardcrt, sich unverzüMch zur Frstistelfvrg de» Tatbestände» in» SyndikatSibwreau des Magistrat«. Neukölln, Rathaus, Zimmer Nr. 528. zu melden, oder dam Bureau eine geraue Darstellung deS SachverhaltzS unter Augabs von Zeugen mitzuteilen. GnverbSlosenfitrsrrge im Monat Februar. Nach dem Er« gebniS der am Schluß deS Jahre? 1919 ersolgten umfassenden Bestandsaufnahme stellte stch die Gesamtzahl der ErwerhSlosen für Berlin auf rund 51999 ldavon rund 41999 männliche und 19 999 wriblicke); hicrhe« ergab sick, daß über 19 999 männlich« lind fast JstyX) weihliche ErwechSlose seit April 1919 und länger arbestSIo» waren. N�ch einem vorübergehenden Anstieg der Er« werbSlosen'iffer im Januar deS JahrcS ist von Mitte Februar an ein« ständige Abnahme festzustellen. Am 23. Februar d. I. stell'« sich die Geüamt-abl der Erw'rhSlc-sen in Berlin nur auf weria mehr als 47 999(daven rund 49 999 männlich« und 7993 weibliche) geoenüber rund 56 599 am 81. Januar d. IS. Der Abdang an Erwerbslosen im Februar belauft sich aus rund 19 999(da'-on 15 999 männliche i'ud 4999 weibliches, der Zuoang aus rund 95�9 ldaron 8999 männlich« und 1599 weibliche). Von den 47 CW) Erwerbslosen Wawn mehr als die Hälfte organisiert. Am 28. Febr. waren gickeitZlo« ftit Avrft und länger rund 6993 mZn"liche und rnud 9�9 weiblich« Erwerbslose. Die Zahl der am längsten(5rhJ"rb*fosty, h<,t sich afto seit Auvwng des JabreS 1919 hei den Männlicken i'm annäh-rrtz die Hälfte, bei den Wefblschen um etwa zwei Drittel verringert. Die lln'ertzützung wurde einnestellt wegen f.lrheit)aiifna5me in rund 14 829 Fällen. wogen ArbeifSverwemerung in 47 Fällen, wegen Fernbleiben» von der G'f.ckSftSstelle in 1595 Fällen, aus sonstigen Gründe» in 2997 Fällen. Ein schwerer Rauhlliersall wurde gestern nachmftiag aus die 62 Jabre alte Cbesrau W.il helmine Stock in der Zos. jener Straß/ 9 verübt. Als diese allwn in ihrer Wohnung war, klmgelfe an ihrer Tür ein junger Mann, der sich'nach einem Sohn der Frau Stock erkundigte. Di« ahnungslos» Frau ließ den Munn auch hinein und kam mi» ihm in ein längere? Gespräch. An Mr.„ VerV-f spra"-, ber Mann vsg»-s!ck tz«r Tra" Stock au den Hals und schlug mit einem hartem Gegenstand heftig auf sie ein. bis sie an der Kochmaschin«-usawinenbrack AI! N-chbarn a»f d-a Nor-�lna rtnä~erWajn w"'b-n. rieft d-r Räecher von fei. nem Opfer ab nnd ve-ki-cht- zu en'fTieh-'u. wurde jedoch von einem gerade binzu'komutcnden Ober Wachtmeister fqtg.'nomueti. Fratz xrcrve MtzuZdmmeMen OLerwäcylinsister sSMenommen. fftctü Stock hat schwere Verletzungen, ihr Instand ist so bedenklich, dah sie nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Der Ver- rcie wurde festgestellt als ein 20 Jahre alter aus TeMpelhof ,!cbürtrger Heinrich Kola'aek, der es zweisellos auf eine lZenanbnng der Fron abgesehen hatte. tebensNikkelkalender. Berlin. Ummcldung des Zuckerbezuges beim KleWjündler. Wer aottt 1. April 1920 ab seinen Zucktet von einem anderen Kleinhäitdler alz bisher beziehen will, muh die Ummeldung in der Zeit vom 1. bis 9. April b. I. einschließlich bewirken. Die Kleinhändler sind ver- pflichtet, die Äontrolladschnitte derjenigen Zuckerkarten, mit welchen «in Wechsel des Kleinhändlers vorgenommen werden soll, den Bezugs« derschiigten Herauszugeden. Diese Kontrolbabschnit!« sind denjenigen Kleinhändlern, welche vom 1. April Ä. I. ob Zucker liefern sollen, zu übergeben und von diesen mit dem Vermerk„Ummeldung" und ihrer ssirma versehen der Zuckeroersorgungsstelle, Kommandantenstr. SO/81, bis zum 15. April d. I. einzureichen. Die Zuckerverlorgungsstelle stellt die Kontrollabschnitte nach Kenntnisnahme den Kleinhändlern zur Ein- srdnung in die Kundenliste wieder zu— Auf Abschnitt 54 der Süßstoffkarte H entfallen im April 1920 vier Päckchen Süßstoff, H-Packung, zum Preise von je 50 Pf. Die Abschnitte 1—53 dürfen im Apül 1820 nicht mehr eingelöst werden. Friedrichsfelde. Am Mittwoch: 250 Gr. Ktntsthrmig ans 2 der Haus- holtungs'rarre, 250 Er. Auslandsmarmelade auf 12 der Groß-Berlinei Lebensmittelkarte, 250 Gr. Backobst auf N de: Warenbezugskarte: am Donnerstag: 250 Gr. Kartoffelmehl auf M de: Warenbezugskart«, ■sjo W. TTrffsindhT aus A dar neue« Warsnvezvgs?.ar?e. langen auf 3 der Haushaltskart« zu den festgefetzten Donnerstag diverse Gemüsekonserven zum Verkauf. sservdr pf Preisen ab Aus de» OrgayMoue». Zleferenten. Kursus. Die Kurse des Genossen Fensen und Genossen Zieh beginnen Dienstag, 13. April, und Mittwoch, 14. April. Distriktsobleute der Kummunalkommifsionen. Mittwoch, 31. März, abends 7 Uhr, Sitzung im Sitzungssaal der Arbeitsgemeinschaft, Breite Straße 5/3. 4. Distrikt. Donnerstag, 1. April, abends lh8 Uhr, Generaloer- fammlung im Gewerkfchafishaus, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Bor- trag des Genossen Meyer über die letzten Doraänge. 2. Beratung über die Vorschläge zum Statut des Vezirksoerdandes Berlin-Brandenburg. 3. Wahl des Delegierten zur Derbandsgeneoaloerfammlung. 4. Der- schiedenes. S. Distrikt. Elternbeiräte. Donnerstag abend 7 Uhr Der-- fammlung sämtlicher Elternbeiräte in der Schulaula Petersburger Straße 4. Dortr-ag:„Aufgaben der Elternbeiräte." v. Distrikt. Donnerstag abend 7 Uhr Mitgliederversammlung in der Schulaula Ereifswalder Straße 23/24(Lyzeum). Stellungnahme zur Verbandsgeneralversammlung. Zieserent: Genosse Dr. Hertz. 10. Distrikt, 4. Abteilung. Agitationskommission. Donnerstag, 1. April, Sitzung bei Crone, Metzer Straße 2. 12. Distrikt. Mittwoch abend 7 Uhr Versammlung in der Schul- aula Greisenhagener Straße 20.... Britz. Tonnerstag abend'.48 Uhr große Zffeirtlich« Versammlung in Raddatz' Festsälen. Ehausseestraßc. Genosse Dr. Dreitscheid spricht über die Ursachen und Folgen des Generalstreiks._ Post tfnS TetegräMe. Sämtliche sfunfttfonürt rresfen st-y M Donnerstag, den 1. Ap.il, nachmittags 8 Uhr, zu einer wichtigen B» fprschung in de: Arbeiterdildungz schule, Cchicklerstr. S/S. Vereirsmlekde?. Zentralurrdaud der Arbeitslnvalidan Deutschlands, Ortsgruppe Groß-Berlin.'Donnerstag, 1. April, abends fi Uhr, große öffent* lickzs Versammlung in Weißensee, Realgymnrstum Woeikpromrncde 3S. Thema:„Das Elend der Invaliden." Referent Leidensgenoffe Subkc. Freie Aussprache. Freie sozialistische Praletrierjaoend, Ortsgruppe Nordost. Donnerstag, 1. April, abends 8 Uhr, Zusammenkunft in de: Schul» Thorner Straße 50. Allgemeiner humanistischer Kulturbund. Mittwoch abend 714 Uhr im Lehrervereinshaus, Alezanderplatz, Vortrag von P.of. Dr. Polensln«: „Weltfreihandel, seine Voraussetzungen!" Eintritt frei! Redefreiheit! Toucisten-Vercln„Tie Natursreunde", Abteilung Norden. Heuls, Mittwoch, abend 7 Uhr Lichtbildervortrag„Wanderungen durch das deutsche Dorf" mit anschließender musikalischer Unterheltunz in der Aula E.ünthaler Straße 5, nahe Dhf. Gesundbrunnen. Eintritt 80 Pf. Arbaiter�Wanderoerein„Berlin". Ostcrfah len: I. 3. bis 0. April Wanderung zu den Flämingburgen, Abf. Eonnabend früh. II. 5. April Birkenwerder— Briefe— Orcnienbu p. Abf. 6,40 Stetüner Dhf. Näheres in der Sitzung am 1. April, 7 Uhr abends, bat Wühlisch, Ska litzer Straße 22. Gäste willkommen! Verantwortlich für die Redaktion: Alfred Wielepp, Neukölln. Verlagsgenoslenfchcft„Freiheit", e. G n>. b. H., Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. H., Cchiffbouerdamm 19. Initschn MetslZarSeiiet.IsrßWd Verwaltungsstelle: Berlin N54, LInienstr. 83,85. Geschäflszett von vorm, 8 Uhr bis nachm. 4 Uhr. T-l-phon: Amt Norden 185, 1233. 1887. 8714. itckit-mn! Branche der««iunug: iinWcv, Bohrer, Stößer, Fräser dl- nn des Generalstrei!»«uSgcfoIcat V i ensmäNner-Koltse�m .jseet■. i'tag. den 1. Zlvrtl 19C0, abends 6:.hr, in: Hof. Siojenihalct«rr»i- tl— 12 statt. ___ Sie Ortoverwaltnng. Kupfer:: Hessing Quecksilber ßSei:: Zink ItöshsCen IclBlzfü�orfgr Itr. 2. — vls-d-vf«; Markthalle— i�nnrsasstp. 33f zahlt die höchsten Tagespreise für Kupfer, Mcssinjr, Blei, Ziafe usw, TRAURINGE DUKATENGOLD 900 14 kar. Gold 585 gestempelt, 8 kar. Gold; in allen Preislaeen. VERKAUF DIREK I AN PRIVATE Goldwarcn-Fabrik Weinstock an..b.H.| Centrale; h) ERLIN, Mähren Strasse t S am Ur�erürundbahnbof Fried rlcbstraße st' Alexandcrstrr.Be 14a, nahe JannowiubrOeke. Kottbuser Dumm 24, CharlotteaFure. Stutteaner Platz Z und ijChSneberir. QrnnewaldalraBe 19. Achtunc I Kein Laden._ k:"HS ücöanet von 9—1 und 2—6 WMiM». BLefnmrken j kauft Grossmann, Johannisstr. 4 • Norden 10621. | Lampenfal]rikSaSc!Ke£!teI|hl j f'ji zahlt Schneidern f�r Jede Art Wollumnea Engros- ßjf L J preise. Kilo 8 bis Mark Kl. Markusstr. 7. Könisst. 6237. raS Wer für filtllietDÜC den hÖtllStßU PfBlS ! erzielen will, gehe zum Melalleinksuf Dresdener Straße 11. Reinickendorf- West, Scharnweberstr. 118 zahlt die höchsten Preise für alle Sorten Metalüe und AUetsen. S�ediLons-Aenderung. Vom 1. April bekommen die Freiheit- i Abonnenten des vierten Distrikts die Bioi sowie Zlac, Alamialmii ra!:!e dio höchsten Konkurrenzpreise, jeder Obereenge sich 'd ß �sröerser Str-1 Im Kof (an der Schönhauser Allee). Allerhöchste Preise für Metalle zahlt wieder UliMMiins Q. ßü KT UN Neukölln, Steinmetzstr 18. vornehmo Streifenmustor 42.— 70.— 95.— 150.— 165.— 200.— 250.— 303.— 400.- Oackeit-Anzüge neueste Formen...450.- 43?.- 700.- 759.- US* Marcngo-Oackelts und Wesien...... 275.— 2C0.— 350.— Gummi-Mäntel gnt« Quaiititen........ 265.— 390.— 590.— US.. Sommer' Paletots marengo, gute Stoffe....475.— 650.— 750.— BaenSohn Kur eine VerKaufsafeüe C fti£& u s s e e s f r£k& s e 29-30 SaiiilllHiillliiillilllliiHilliistlililnliüa | Metsila 1 Z streng reelle Preise Zl Z Quecksilber S 3 Kupier y -Z Messing 1 Mctaiikonfor i | Sla'hcbreliefstr.�l| MlMMWMilillWIMIINMM» iüii zahle Ich die loHneodslcs Ta�esprcüie von ailen, Richtnngen Kupfer!2?I Mersins Blei| Kit.| Zink Metallhandlung SW„ Gchiagür, SiiTiBocstf. 23, Ecke Alexandrfncnstr. 1 fein Thkihiiiii rfstsüsiatoifstel le Neukölln, Sdüllemromeninle 23 zahlt die höchsten Tatrsspreisei Metalle alter Art, Qaeclt sf Iber robe Feiie, Wolle, Rossiiaarc, Fiasrlim. Papier usw. küült" Kens Könlgsir. 59, Hof r. Nähe Alcxandcrplatz.— GröCcro Pceieu werden ab-reholt. Ü�Charlottenbu Bcfönfinaen stellt sofort ein Spedition Lorenz, Wallstr. 68. E©t«Rff?.'jeR ffirToor Mehner und Land wehrstr., Landsberger Allee stellt sof. c n Spcd. Werner. Grcfswalder Str. 29. SBSBu— U) o M n n g �iicsksiiiier Kisrüfer Messing Biel Zl«k Meiallankau! Kommandantenstr. 77 Ho! rechts. Fernruf: Ztr. 5706 Tempelhofer Ufer 16a (flaU. Tor». Fernruf: Kurf. 7592. OröB. Posten werden nhgeliolt. m- Netalle 'ahltnoch immer die höchst. Tagespreise für Kupfer. Me.> sin�.Bl i. Zmk, Zinn, Alur.ii- nium Qaecksilber usw.die Met?. I-Ltokaoüsle1 o Lothring er Str. snrNo.25 Eingang Angermöndc! Str.' Zaliie Cia höchsten Tageüpre.'se für Kupfer, Hessing, Biei, Zink, Zinn, Eisen usw. NetaSSafikay? forden, Drlcsensr Str. 24 m Ecke Schivelbeiner Str. Zinn ii. BSeS- liowieaiSe Alteneft alle kauft zu höchsten Prcieon Neftallschmelzwerke i Wagdeenarsftrafte 741 Tel. Morilzplutz 9955 :: Hessing;; Blei Zinit: Alt-Elsen Felle ♦ Flaschen ♦ Lumpen Zahle die höchsten Tagespreise. Frftz Eeiirens, Slumensb. II, Ecke MarkusstrsBe. Keller. Aotiten nur No. LS. xausuu�nur i■... o' Altmetolle Lampen, Papier u. Eisen kauft ständig zu den hSsbstcn Tagespreiteti H.SaniiieiSDhii BERLIN fcO 26 Naunynstraße 38 an der OranienfcrQcke. Amt Mor'frn»Mz 4�*0. Altbekannt ist. daß die Alt-Metailhandlung Franz stin?!. fiüe JikoüstraSe 69, Qaergebäude I. r. fDr sllnitl. hSlüliß die tlÖCilS.ßll Preln zahlt Alte Gebisse euch zerbrochene kauft für eigenen dringenden Bedarf auch bei Einsendung zu bekannt reellen hohen Preisen stets Emil Teichler, ■ Chemlacfaos Labcra er' um Belle- Alliance- Platz 6 a. für natRietalle jeder Art, Kupfer. Messens:. Blei, Zink usw. zahle noch immer eli® Sechsten Tagespreis© Zicsciacrcrann. Alte Jakobätr. 56 u Waldoinarstr. 25. r.:! Anruf Morittnl. 4347. Abfiolane fratK l Icktrlsc.ie �ei- tuncsdrShte. K abel. Litzen, Spulen. Oynamo- drähte u.Motoren kauft Borgwardt, Prinzenstraße 64, Moriiwlatz 33636 päkiiiäiiiKÄfi ! Snrechst. 12—?. VtS— MOUhr abend». Sonntags U1— 1 Uhr | Spezialarztf Haut u Geschlechtsieiden Harn- u. Blutuntersuchungcn. Aufklärende Cros.hüre mit Besc�relbn ig säratl. Hellver-, i fahren im verscM. Knvert eegen h'lnsen-lnng v. M. l.SOj Iipfer rtessinf Zinn Sämtl.ftlaiailoi Ouscksler PSsSin Gold-, Siib@r- Abfäiisa I Z-ahnsc�'isse banit zu riesig hota Preisen in cnseren 6 Einkaufss'sllsn Melall-Zeniraie ll.BmaisMl am Roscntba'er Platz 2.Fennstra8e4S am Weddingplatz Z.SWMi'.ZZ nahe der TiumstraDc iBülinliQfstr.s Lake Scliöncbcrger Str. am AnliaPer Balinhof 3. Heil Hin Kais.-rricdr.-Sir.22S nahe Hermnnnpiar.! ,t 1 6.WEiiIßnwß572 1 am Baltenn'a z. Reelles' Wir kaufen � KUPFER Elei, Zink <• e V Alomlnhun' Ceda.oid Malle. fli'la. Ealftred sni irirrtratli PETERS Prenzl.Str. 24 M Ö 8 U S' WafdslraBe 3 GERMEL Licar SUati H 4 DEGENER SvhÖneberg Balinstraße46 .H AASE �Skaütz.Str.SSa �fcke Lausitzer Flu .Gewicht _ lek irische � c i t ii n e s u r ä Ii t e Kabel— Litzen I Dynamn-n.Xliii xldrälitc ' kauft höchz zahlend iSiBbermann Nrnc Königstrassc 32 Fernsnr. AIct. 2115 Sterbckass© 56. Der Nachtrag 4 der Satzung vom 25. 1. 20»st am 24.3. 2ü vont Polizei-Präsidium genehmigt und tritt am 1 4 20 in Kraft. Der Vorstand L A. B. Berge* mann. � MetaiEa Kupfer. RotgruB. Blei. Metslns. Zink. Zino. Lacermetall usw. kauft«o uuüberbittbaien Tagespreises Zuckcrrnsnn, Eisasser Sirallo 9, vom ll* ■■ i Norden 4661. Kupfer Messinir, Blei, Rotiuß. Zinn, Zw k. Quccksilbet kauft wie bekannt zu a lef* höchsten Tsse«prcIseo HetaiSankauf Lothrinscr Str. 89 90. Legiiimaiion crLctcn. C iifröiiÄ Gleichstrom:: Drchstroa kauft iascDlearbtireRu ScMliiififll Berlin W». t lnkslr. 10. Tel.: LOtzow 3705 und 851» |-er, r.E-3, jeden Posten bis 200°« Naturslahl« Holzschrauben kamt Fileär'ch Moigenslern nur LicUfek berej» Ale». i2&i Spiralbolzrer Schmirgellclncn, Natufitajj� Fifiscr Pcihahlea. wwfe•H» Art Werkzeuge kauft Wolth©. iVjf>abit.UInaustr-1® Vf r*nr*rhtr f| �\ :�p.r|r»on» cr'S£. kon fh -f 400% kauft Maschek. N ukölln. Fmser StraDe 73-�, Kauittfelle, ©ofen.,.stiege-:, n. Mestlcile. SSüdw-re fault ,i>» Ta-t?p.ci!tu jcdc» Quatttc� Rsderl kund!,"»«st-. vtnln. S:»?v. Au.___ � GriiOte Auswahl in h-r- vorreeend«pnrten Snei«*-' Herren-,Sch!*'-.Wohiizimin«m und Kücken. Btlhrs'« Psh1'� Hesiclitieune lohnt. Mdbnlh'hr O ten, nur 30 And renkst roSej�: öraniniQplion laiten* »fi. rebrochene, d.?0->/0' pro Stuck. Kilo 19 M„ kau» Ferra. Nenl'ölln. Alle-atn IT. Lenrstelie als o'ech"- nlner sacht Packtielaer.Bfi' zer StraQa 16. rr GanoSiSn Iiis insat�