Einzelpreis 20 Pfennig ♦ A. Jahrgang Zrettag, Sen 9. Mpril �20 vi» rrsckriM»vrzniz im» naiimittag», an Samt» mtd Jtfltaam mir tnarjnM. Stt StKnajptti» beiiSzt bei irtin?vstrllirna ms Fan» Hr«Fro�-ffHin 7,50 M. im ooranj zahlbar. FS» Oolibtstia ttfhmen sämtlich» pastonstaltm Scstellunzm entzezen. Unter rtreikban? bezazen für Ventschland und Sisteir?!»____ Hl., ür das übrige Ausland 1330 M. zuzüglich Dalutaaufichlag, per Biief für Deutschland und Desterreich l?.— M. Redaktion und(tn>eblttatr. Verlin RW.«, SAiffhaneedanm» l'J«U, Aerniprecher: Amt Norde»»SS— SS» S8SS und iWi>«, Nummer 114> /!benö-Musgabe Vi» achi�espal'ene Nonpar'illezeile oder deren Raum, sowie jede Zvori-Anzeige, als au<� die Familien- und Grganisationsanzelgen werden laut aufqestelltem Anzeigen» Tarif berechnet. Inserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags in der Lxxedition aufgegeben sein. Zsnseraten-B bteilung: Verii» NW.«. SchlstbOltcrdnmm IS iiernf'treHerl Amt Norden»»S—lls, 2S0t> 9 � � Vi"» I—)— II vl»-_____!_________...~#' ""W:.Tizkr.is:'' Mp stesti SWm ItSfAtjßlft und habe» den in LagdkiM Düileld-rt irnue» fygf l�rP'Vfttlg'i. hat. Englischer Protest gegen den sranzöstschen Einmarsch. Wie„Mail»" auS London meldet, hat die anglisch« Re» stieruug eine Protestnote an die finnzöfische Regierung ge richtet, die sich gegen die Besetzung der Städte wendot. Dir Regelung der soziale« Konflikte s« eigene Angelegenheit Deutschland, die die Alliierten nichts angehe. Diese Note wird heute übcrgepan Warden. ZnMIilecle Vesplechmgm öder die ftnuzösische Lesetzuug. K.dl. Washingtoni 9. April. Zwischen d-a Botschafter« von England, Frankreich und Jta- lien und amcrlkauischen RegierungSvertreter» wurde gestern wiederum die Lage im Ruhrgebiet vesvrochett. Die Vorgänge «erde« von amerikanischer Seite alS eine natürliche Entwicklung der Dinge bezeichnet. Man erwartet im Laufe deS heutigen Tag«» eine britische Regierungserklärung. Die Haltung Amerikas. H. N. London, 5. April. „Daily Telegraph" neekstzt ans New Aork, daß die Halwng Amerikas der Frankreichs völlig entgegenstehe, In allen Kreisen meint man, datz Frankreichs Vorgehen die jüngsten Sr- klärungen des Präsistenien Wilson, in Frankreich herrsche der MilitariSuruS, bestätige. Die amerikanische Regierung könne keineswegs irgendeinen Einwand gegen den Aufmarsch der beut- Äen Truppen erheben, die zur Unterstützung der Unruhe« i« da» Ruhrgebiet entsendet wurden. In wchlinsormierten.Kreisen wird gesrgt, daß die amerika- nische Regierung keinerlei amtliche Schritte unlernehmen wird, bis England und �Italien ihr« Entscheidung geirosfen haben, daß aber Amerika in jedem Fall sich mit der britischen und italienischen Ansicht einverfianden erklären wird. Belgien unterstützt Frankreich. K.dl. Brüssel, 9 April. Tcr l.!.l'sche KabinettSrat unter Vorsitz deS Königs btschloß, der französischen Regierung mitzuteilen, Belgien sei bereit, sich an der Besetzung zu beteiligen unter der Be- diitgung, daß die Okkupation aufhören soll, sobald Deutschland Sie Gegenrevolukou in Rech. Aus Gera, Reich, wird uns aefchrhebenr F. F. Als cm 13. März der Kapp-P-upfch in Bisrkpt ge» lungen imr, als die„Mächte der Vspgaichenheit" sich anschickten, die„Mächte der Gegenwomt" zu werden, da ging im ganz»« Lande die planmäßig warbereidete Gegewrevo- lirtion zum Sturmangriff auf die Rechte und Freiheiten de» werktätigen Volkes über. Abgesehen von Berlin, war den Machern ides Staatsstreichs nirgends«in so schneller und voller Erfolg beschiedsn wie in Rtzuß. Aber»uch in keinem Teil Deutschlands ist die mft den kühnsten Hoffnungen und Plänen anstretiende Gegenrevolution so plötzlich und gründlich aufs Haupt geschlagen worden, wie m dein kleinen thü- rinyifchen VolkSstaat. Die Abwehr und Zerschmetterung der machtlüsternen Nourgeoiste und des Morgenluft witternden Militarismus allem durch die Arbeiterklasse und die verfassungsmäßige VoKsragievung hat dem Ländchen Reuß den Haß und Zlachedurst der Reaktion zugezogen. All- deutsche Hetzblätter vom Schlage der„Leipziger Reuesten Rvchvichten" kündigten triumphierend Strafexpeditionen gegen Reuß unb Thürs ngsn an, mit dem hier herrschenden „Bolschewismus" müsse aufgeräimit, Ruhe und Ordnung wieder hergestellt werden. Gewisienloses, reaktionäres Denunziantentum ist hetzend gm Werke und das sehnlichste Atel der unterlegenen Putschisten ist die Aufrichtung einer Milftördiktatur nach den Absichten des Genervls v. Watter im Ruhrgebiet. _ Und gewisse Stellen delr Reichsregierung, in denen der Einfluß der Generalität allmächtig ist, hatten rmchgewis- fenermaßen zeitweilig nicht übsl Lust, mit Hilfe des de» schärften Belagerungszustandes unjj Stamdrechtz tuen Kampf �cgen den Bolschewismus in Thüringen aufzunehmen— in dem Teil des Reiches, wo nach Niederwerfung der Gagen- revolntiov tiefster Friede herrscht. Inzwischen scheint man an jenen Stellen■— hoffentlich nicht nur vorübergehend, sondern dauernb— untsr der Wucht der Tatsachen zu einem andern Standpunkt gelangt zu sein. Aber zur Vermeidung künftiger Konflikte scheint es uns geboten&u sein, die gegen- rsvolutionäran Ereignisse und die gegenwärtigen Zustände in Reuß kurz zu schildern. Reuß ist, seitdem es auf Grund der WaMn nach der Novemberrevolution ein» u nabhän giß-soz iolistische Regierung bekommen hat. allem was reaktionär ist, diu Dorn im Auge gewesen. Die bürgerliche Sippe und die Militärs wetteiferten in dem offenen und versteckten Kampf gegen den Volksstaat Reuß. Roste hat im Laufe des Jahres 1913 wiederHoll versucht, Gera unter das Kommando seiner Ord» nungshelden zu bringen, was aber stets an dem einmütigen Widerstcm'd der sozialistischen Arbeiterschaft des Landes scheiterte. Jnidez die Hetze und die Denunziationen wurden von der Bourgeoisie immer weiter getrieben. Namentlich wurde gegen die von dem revolutionären Proletariat „drohende Gefahr" die Zeitfreiwilligenwehr gefordert, denen Rekrutierung nach dem Befehl NoZkes, daß unabhängige Sozialdemokraten als stuatS- umid verfassungsfeindliche Elemente nicht aufgenommen werden dürfen, ausschließlich auS den Reihen der Bourgeoisie erfolgte. In kurzer Zeit hatte daS Bürgertum rund 1999 Mann unter der Führung von OffiMeron bewaffnet. Das war der erste große Erfolg �Zer Gegenrevolution, und man konnte eS an der heraus- 'ordernden Sprache shoer Führer während der letzten Mo- nate merken, daß sie vorbvreftet, stark und entschlossen war. den blutigen Kumps gegen die.Errungenschaften der Revo- lution in Reuß aufzunehmen. Im Februar dies�, Jahres machte NoSke. schließlich den erfolgbeschiedenen Versuch, Gera in eine Garnison zu verwandÄn. Unter dem Vor- wände, daß es aufgelöst werden solle, wurde ein Bataillon „Grenzschutz" nach hier verlegt. Aich dies? Druppenverschie- Sung beweist, daß NoSke entweder der Gegenrevolution be- wüßt in dte Hände arbeitete, oder, was wahrscheinlicher ist von den Offizieren seines Ministeriums systematisch betrogen wurde. Aus vorgefundenen Geheimbefehlen ist der Nachweis erdacht, daß der..Grenzschutz" vom ersten Tag-, seiner Anwesenheit in Gera mit der lleitsreiwilligenwehr in Ver- bindung trat und daß alsbald Pläne für ein gemeinsames Operieren zur„Aufrechtechaftung der Ruhe und Ordnoutg" .jeuitoorien wuirdvu» In Jen ersten Taq�n fieg MSr, ftwt«« Tffe gen der Gegenrevolution fix und fertig. Der Staatsstreich konnte in Szene gefetzt werden. 1000 Zeitfreiwillige; Fabrikanten. K lrinb ürgeei, Oberlehrer. Lehrer und Gymna- siasten und 650 aftitse Söldner, schwer bewaffnet und go drillt, standsn am Sonntag, den 14. Mär», auf dem Käser- nenhof berät zum Angriff auf die Regierurrg, dr» nicht über ebnen einzigen bewpffneten Mann verfügte. Ter Staatsstreich rnustte deshalb mühelos gelingen. Nachdem die völlig tehflofe LandeSregiernng die Beantwortung eine? frechen Uliimotums, ob für oder gegen Kapp, abgelehnt und von Gera nach Greiz übersiedelt war, er» folgte die Besetzung der Ektadt ohne«inen Schutz und ohne einen Hieb. Unter Gesang, Ansprachen und der offen zur Schau getragenen Vegelsterung des Bürgertum? ohne Ün> tetschi�d der politischen Richtung, rissen die Gegenrevolu- tioncire die Regierung an sich und schrbtten zur Bildung ein«? Kabinetts auf»breitester" Grundlage. Die �tragikomischen Ereignisse während der folgenden 24 Stunden übergehsn wir. Genug, dat Proletariat, da? sofort bis zum letzten Mann in den Generossstreik trat, packte eh dieser unsagbar älcherlicher Komödie ein leidenschastlkher Zorn, der nur schwer zu bändigen war. Trotz der schütz- bereit stehenden Maschinengewehre umlagerten am Montag. den 15. Marz, die Massen schwarz und dicht dos besetzte Rat- Haus und die Regicrungsgebäude. Um 11 Uhr vormittags erfolgte der erste Borstotz der gänzlich unbewaffneten Volks- ittengL auf da? Rathaus, der indes abgewiesen wurde und zwei Tote kostete. Der nächste Borstotz wurde zum Dturm und um S Uhr nachmittags waren Rathaus, Tribüne und RegierungIgebäude, bald darauf auch die über die gesamt« Stadt verteilten Posten überrannt: von den unbewaffneten, aber von heiliger Empörung und überwältigendem Kampfe?- willen beseelten Arbeitermassen. Den Abschluß de? Kampfe? bildete die Erstürmung der von 450 Soldaten verteidigten Kaserne durch nunmehr bewaffnete Arbeiter. Stach genau 24 Stunden hatte der glühende VolkSzorn die„Errungenschaften" der Gegenrevolution wieder besei- tigt. Der Erfolg war restlo?. Sämtlich? Führer der Gegen- »evoliitian, die militärischen sowohl wie die politischen, ver- fielen der Verhaftung. Aber an keinem der hochgeborenen "Verbrecher hat sich die bewaffnete Arbeitersthoft vergriffen oder �ar niedrige Rache geübt, fondern die Macher des Puhhst-) wurden tiefster Volksverachtung preisgegeben. Und wirm stch die Helden de? weißen Schrecken? einmal über- Beugen wollen," wie das Volk den gefangenen politifchsn -Gegner behandelt, dann mögen sie nach Gera kommen und luh von der merksckz:nwürd!-Z?n.Hast der Usurpatoren de? 04. März übcrzengeri. Während jene, die eine zusammen- >e,«chrochen? Ordnung mit allen Mitteln zu neuem Leben er- wecken niöchien, ihre Gegner barbarisch foltern und morden, -beschränken sich die arfwi-tenden Klassen, deren Ziel die Er- oberung, Neugestaltung, Verbesserung der Welt ist, auf ein« Kamvsesart, bei der sie den geschlagenen Gegner immer noch als Menschen achten. Trotz der ungeheuerlichen Provokation durch die Gegen- revolution ist in den leidenschaftlichen Kämpfen bürgerliches .Leben und Eigentum nicht einen Augenblick gefährdet ge- wei'en: AnSfchr-itungen, Plüirdenmgen, Racheakte sind dank -der hervorragenden politilcken Schulung und Difziplinierung der Geraer und Reutzifchen ArbelterfckM nicht vorgekommen. Abgesehen von dem vierundzwanzigstündigen Staatsstreich 'der Gegenrevolution sind Reichs- und Landesverfassung nicht verletzt worden. Nach Niederwerfung der bewaffneten Bour- qeoisie und der Söldner übernahm die von dem Vertrauen der überwiegenden Mehrheit de? Volkes getragene Landes Wliahn-r!>!» fRiJlffviHp und bnf fii> regierung sofort wieder die Geschäfte und hat sie, gzftützt auf die drei sozialistischen Parteien, ohne die geringste �Störung in Uedereinstimmung mit der Reichsverfassung bis zur Stunde weitergeführt. Die ÄrbeiteMast bereitete dem gegenrevolutionären Putsch ein jähe? Ende und ermöglichte damit die Wieder- h-rsstllnng vetfassuiTgSmätziger Zustände. Die nach den Weisungen der Landesregierung zum Schutz gegen künftige Staatsstreiche gebildete'Volkswehr bietet absolute Garantie zegen jede Ruhestörung. Der schwärzeste Reaktionär wird Moeben müssen, daß noch wie vor der Gegenrevolution Re Ästfre�üerybltunh Ser Ssfentkkchen Ordnung gm besten in den Händen der Landesregierung und der Mehrheit des Volkes liegt. So sieht der in Reutz herrschend«„Bolschewismus" au? und in dem übrigen Thüringen haben wir eine ähnlicl)? „Anarchie". In Wirklichkeit dürste es nach dem Kapp-Putsch kaum einen Teil des Reiches geben, dessen politische und wirtschaftliche Konstellation so ruhig und fest ist wie die Thü- ringenS. Und in diesem Thüringen und insonderheit in diesem Reutz sollte mit denk verschärftem Dslagerungszuftand „Stühe und Ordnung" hergestellt werden. Am 31. März stand General Rumschöttel mit Teilen seiner Brigade bereits in der Nähe von Weimar, bereit und entschlossen, in das„AufstandSgebiet" einzurücken: dem Staatsrat von Thüringen ist es gelungen, diesen militaristischen Handstreich zunächst zu verhindern. Aber gegen die scheinbar völlig souverän verfahrenden militärischen Stellen, die in so leicht- fertiger, unverantworlicher Weise eine Straserpidition gegen die im tiefsten Frieden liegenden thüringischen Staaten im Begriff waren zu unternehmen, ist schärfste? Mißtrauen und Wachsamkeit am Platze. Jedoch damit allein ist e? nicht getan. Tie Beseitigung des SöldnermilitariSmuS mutz nach- drücklicher denn je gefordert werden. Will sich die neue Koalitionsregierimg freihalten vom dem Odium, da? aus der Volksregierung lastete, dann wird sie schnellsten? der Politik vegenuivasiltionäver Generale«in Ende bereitem müssen? l Sie llaknheftisler Im lluhraebiel. Das Zentrum und die Aktion der Arbeiterklasse. Die„Dosfische Zeitung" meldet au? Du-i»barg: Im Jnduswie-Gekiet sind bereit» Abgesandte 9er i« Wehrmitglieder von ihren Avbvitgebenn beurlaubt und von diesen wie bis« her entlohnt werden. Wo staatliche Sicherheitspolizei vor» handen ist, wie in Duisburg und Dinslaken, wird diese vor« läusig zum Potizeidienst verwendet. Di« Meldung zeigt, daß in weiten Bezirken de» Ruhrgebiete» die Beruhigung bereit» so weit fortgeschritten»st, daß mit der planmätztgen Ne-uordnung de» Sicherheitsdienstes nach den Biel«. felder Beschlüssen begonnen werden kann. Wenn das-in Orten Wi« Duisburg und Hamborn möglich ist, die in den Violen Spektakelnachrichten als Mittelpunkte der radikalen Bewegung bezeichnet worden find, so-läßt da» die günstigsten Schlüsse auf die Zustände-in«idereu Teilen des Gebiete» zu. E» zeigt bor allem. dah als daß wesentlichst Moment zur Unruhe lm Ruhrgebiet nur die Reichtwehr übrig geblieben ist. TaS sollte besonder» der Delegation von christlich organisierten Ardeitern und Reich»wehrssl- d a t e n auS dein Ruhrgebiet vor Augen geführt werden, die in Berlm sind, um mit der Regierung und den Getv-erkschosten und sozialistischen Parteien über die i-m Industrie- revier zu treffenden Maßnahmen zu verhandelt«. ES-hat den Anschein, als seien die christlichen Arbeiter don der Zenirumspartei vorgeschickt worden, di«, wie aus A-entzc- rangen der„Germania" zu ersehen ist, ähnlich den Demokraten in dem Eingreisen der Organisationen der Arbeüvrklasse eine Schmälerung ihrer Machtstellung erblickt. Luch da» Zrntrum be. ruft sich auf da» Verfassung� Papier, um die Henschaftsveckite der Regierungskoalitim« zu begründen. Auch diese Partei sieht dar- über hinweg, daß die SiogierungLkoalition auf der Parteikonstella- tion in einer Nationalversammlung beruht, deren Zusammensetzung mst den im Völle vorhandenen und durch den Kapp-Putsch ausgelösten Willenskräften nicht mehr im EmÄang steht. Das Vorgehen der Gewerkschaften und der sozialistischen Parteien ist nWhtSjalsjbexJöeisiucij�o� politischen Willens des arbeitenden Volke« und der Kulisse det Nationalversammlung den notwendigen Ausgleich herzustellen. Da» Zentrum bedient sich nun der chvistliH organisierten Arbeiten a=« di« eS an seinem Faden führt, um den freien Gewerkschaften ein ineg A,' Gegengewicht entgogenzustrllen. Wir hoffe«, daß auch diese Am jwa b-iter einsehen, daß dwS Interesse ihrer Klasse reukiick näher liegt, at» das Herrschaft»in>t«resse der ZentrumSparwi. � ü' i? Wie die Wün,che at Äbgesandren vae dem Ruhrgvbwt Haittön schaffen sind, ist noch nicht bekannt. Die„Germania" und de<>. „Lokal-Suzeiger" behaupten, man fordere die Wiedereinfüh--ch? rung de» Standrecht ö, wobei— für den.Lokal-Anzoiger'? � � � wenigstens— der Wunsch wohl Vat« des Gedankens sein mag.. üel-ogt Sollte« jedoch ähnliche Wunsche im Busen der Reichs-Wehrdelegae rlcFU1 tion schlummern, so können sie nicht entschieden genug zurückzog z wiesen werten. Es zeigt sich mit jedem Tage deutlicher, daß bis, a'!5R strikt« Durchführung der Bielefelder Beschlüsse allein die Gewähr für die Ruckkehr normaler Zustände im Im �«U dustrivrevier bietet. Und seltsam wäre eZ, wenn sich gerat»«. d christliche Arbeiter mit der Reichswehr auf dem Böden solckM Akamai Forderungen zusammenfinden sollten.-vtachen BmchlguiigspllI«,..jMs WolssS Bureau meldet: Sin RedaktionSmitglied der„Geespeschcch\ mania" hatte heute eine Unterredung mit dem Reich S«Vach T« k a n z l-e r. DaS RcdaktionSmitglied der.Gernmnia" bracht« ienlflf straft Kanzler zum Ausdruck, daß innerhalb der KoalitionSparleie.» sex und imbesonderen beim Zentrum nicht geringe Sorge stände über die am Mittwoch gesichrten, sich mit den Borgänge» im Hirdustriegebiet beschäftigenden Verhandlungen zwischen dee�verfass- vielmehr denen aller Klassen und Parteien dienen mutz.»up �. Der Reich«? anzler äußerte, daß ihm diese aufgetauchte B'-tz � � m-. sorgniS nicht entgangen sei, daß aber eigentlich ein Grunds ü«.- sie nicht vorliege. Die Besprechung, d»« der ReichSlanzlettz�� � werkschaften Entschlüsse gefaßt oder Konzessionen gemacht habe.�,, Müller mochte weitere Ausführungen über die Einzel«��iri Helten der Unterhandlungen zwischen der Regierung und dess Vertretern der Arteiterorganisationen und fuhr nach dem Bc«� richt fort: Es versteht sich von selbst, daß die sozialdemokratische Mnister ebenso energisch wie die' bürgerlichen, jede Art Nedenregierung ablehnen würden. Bei den bisherigen Verhaus� lungen mit den Gewerkschaften ist aber solch ein Anspruch nicht, gu Tage getreten. Auch die sozialdemokratischen Mnister wissen«�' daß selbst der kleinste Schritt abseits von der Demo«»� kratie in» Bodenlose führen müßte. Wenn nun hier unlk Besff da im Zusammenhang mit den zwischen der Regierung und Gewerkschaften gepflogenen Aussprache.» don einer Berliner Dch �ivat tatur geredet worden ist, so muß darauf verwiesen werden, daK�?»» I ersten», ausgenommen die Berliner GewerckschastSkommissi-an, di�'tzliiich in Frage ko«nmenden gewerkschaftlichen Organisationen nickt auf**'» S- Berlin beschränkt sind, vielmehr ganz Deutschland umfasse»� Best! und daß zweiten» die ReichSregiming sehr genau tteitz"* Et> daß in Süddeutschland auch nur der geringste Versuch einer De.'�rden« liner Diktatur die heftigste Gege.ibewegung hervorrufen würw�ogunj Di« R:!ch?reg!erung vergißt in keinem Augenblick, daß sie nichsts»e s nur für Berlin, sondern für die Gesamtkeit de» Reiche? da z»' n n u i sein hat, und daß sie nicht den Interessen einer einzelnen Klafft Besti vielmehr denen aller Klaffen und Zarteien dienen muß. Ichten zi Wir haben volle« VeostäiidnIS für di« Lage des Kanzler�. Die'- Er ist ein wenig verlegen unk» tritt von einem Fuß auf den aÄ'/nkann deren, um die bürgerlichen Koalitionsparteien bei der Stange z»echtkgul halten. Ein sicher recht rrnbeguemer Zustand, aus dem.HerNad mit Müller hoffentlich durch den Ausfall der Wahlen befreit wird. Ich trat - Kiße Die interalliierte Finaiizkonferenz wird bereits in der erstenialtnis z Maiwocke in Brüssel stattsindcn. Vierzig Staaten werden vo»'«oll- Völkerbund dazu eingeladen. laas. Russtsch-finnischer Waffenstillstand. Die russische Sohsiet'» e g' regiermia bat sich bereit erklärt, am kommenden Sonnabend- rrgierirna oar'im vereir rrriari, am:omm?nocn«onnlroen»&.,. Delegierte nach dem finnischen Grenzort Shsterbeck zu sendev-j 1 um mit Vertretern der Mniändischen Rviernng Wer einen Waffenstillstand zu verhan-oel».— Die Bolschewisten haben ihres Truppen von der Archangelökfront in der Richtung«uf PeterS'Ioss„� i bürg zurückgezogen. 1 Konflikte»wischen Juden und Mohammedanern haben si�RteiL! in Jerusalem entwickelt. Die Lage in Palästina ist se�sii»" ernst. Die Truppen sind auf das westliche Ufer des Suezkanai�» zurückgezogen worden.- Ma-i -atzirrch Rol und weiß. Hell soVigen die Drosseln, da wir mit der Minie vuirch Jping- waH marschierten. Zur roten Front. Mit dem Gesänge der Lavchen i�er grünen, Feldern stiog unsere Seele aus zur gol- drgvn Sonn? des ÄengeS. M u-n-fer Sein war wie Firohsiam. Mächtig ilchwvll un-scr lLüe-iischemm. Auf zun, Echapeinen: aus zur lenzig en- Freiheit. Rot» Määchennrünber gaben uns ftöihlich Geleit. Unh blitzende MSdchcnaugen gaben nnv«ich-» Versprechen. C dinseS rnk Marschieren— der Frechcit entgegen! Welch glücklich Emp- finden: d� Weißen verjag, zu wissen.: Rheinland- Wests-cken ist frei! So glaubten wir vor wenigen Tagen. Und voll diese» frohen Gliuben? sind wir nicht ungern an unsere Arbeitsstätten zurück- gekehrt. Das Jungvolk ist noch in Waffen. Wir-Uteren Arbeiter stehen wieder am Gchraubstcck oder an der Drehbank. In die dunklen Schächte sind wir wieder eingefahren. Tai Herz und die Seele noch übervoll von der Schönheit de» Frühling», der sonnig in Waid und Feld unsere freien Gedanken umwob. Vogelsang ist un» ein lieblich Gedenken. Plötzlich aber bricht all unser Hoffen zusammen. Da» böse Gewitter kehrt wieder. Da? Unwetter droht uns noch einmal. Unser Fluch: der heißt: Watier! Und Lichtschlag und Liitzawl Ä> c werden die unZ versöhnen. Sic find die?!acht unscrm Jungtaz. Hat un» De-uiManb nicht verstanden k Wir sind die Grund- feste:» D-utschksnbS- Das Ruhrrevier hälft den Atem DetttsLSaud» in Zug— oder e.5 drosselt ihn ab. Wir sind AribeitSwillige. Wir ft-nnen die sttüüche Verantwortung, die auf dem Werk unserer Hände steht- Wir wissen: Mllionanexistenzen bangen an umS. Oft ssn-d wir stolz darauf. Fleißiger schaffen b!e Händ» bei diesem Gedanken. Aber fte> wollen wir schaffen. Nicht unter den blutigen Mtdel»«uster wilder Mlibaristen, die all«»ine Mensch: um i» der Gewalt»rsäufen. Ordnung war hier bei uns, solange t*« Weißen fern blieben. A'x sie kamen— kam die Unordnung und die Unruhe. Schwa-rz? Molken regne len Blut. Ojfizi«-rg Hägen Proktten. Max Dort». Myerha. Eduard Stucken ist em Dichter, vor entlegene Bezirke mtt starker Sprachkunst meistert. Das zeigen seine Gralspoesien und seme„Weißen Götter". In seinem Schauspiel„Myrrha" aber, das gestern im Trianon-Theater(in neuer Fassung der älteren Buchausgabe) aufgeführt wurde, bewegt er sich in den Niederungen hergebrachter Dramatik. Ein sehr bürgerliches Familienstück ohne Durchbrach� und Ausblick. Die Gattin, die aus der Stervenheilanstalt als Halbgenesene plötzlich in ihr Heim zurückkehrt, dort eine andere an der Seite des noch imuier geliebten Kanne» findet, dmin eifersüchtiger Kampf der Rivalinnen, erneute geistige Umnachtung, Tötung eine» Kind«» und Rückkehr m das Irrenhaus— da» sind die Rohbestandteile de» DramaS, das Stucken mit ein bißchen verunglückter Kinder» Psychologie und mystifizierender Flugzeugphilosophie(der Ehe» mann scheint ein zweiter Ganzwindt) verbrämt hat. Er beginnt wie für Backfische ganz im Stile der Marlitt und Heimburg, spielt dann im A. und 4. Aki mit Jbsonscher Problematik uiil» landet schließlich wieder an Klara Blüthgen« Gestade, von der man vor Jahren aus Provinzbühnen«n ähnliches bürgerliches Rührstück von der heimgekehrten Frau sah. Doch blieb der für schwache Nerven schauerliche Schluß, mit dem Stucken un» vor der Muttat der Wahnsinnigen auf die Folter spannt, den Zu» schauern erspart. Die öden und brutalen Begebenheiten, di« mit primitiver Technik und theatralischer Umbiegung aller Wahrscheinlichkeiten, besonder» an den Aktschlüssen, knallig sentimental herausgearbeitet sind, wurden von der Regie de» Direktor» Fritz Rotter übermäßig gedämpft. Das schwerverständlich« Flüstern und dl« halben Töne täuschte» mehr seelischen Gehalt vor, al» wirklich vorhanden war. Stucken hat it sich in dieser Arbeit— seiner stärkeren Berufung zuwider— unerlaubt leicht gemacht- Lr ergab sich allzu sehr dem herabziehenden Theater und hätte sein Stück lieber der über- lebten Vergangenheit und verdienten Vergessenheit anheimgeben sollen. Die Gegenüberstellung der beiden Frauen bricht mit dem Siuck ins rein Phatologische ab, und statt innerlich notwendiger Tragik und Eharakterentwicklur-g bietet sich un««in willkürlicher JrrenhauSfall mit allerding« betrübliche« Ausgang dar. Diese Familienkafasirophe gehörr eigentlich in die Ao�alchronik und nicht in die künstlerische Nähe etwa von Goefhe?„Stella" oder Haupr» mann»„Aabnet Schillings". Immerhin gab ihr die Tsrstellung gute Prägung. Ida Wüst«yd Käte D a« lch wore» di««cid-. lühen Gegenspielerinnen mi» allen Gefühlsschikanen, die Herren B i l d t und BienSfeld waren die sehr diskreten männlichen.. Begleiterscheinungen und L!a Rosen hatte die etwas altkluge«®.en und doch auch still ergreifende Kindlichkeit der„Myrrha", wie sie n erie' die Rolle vorschreibt. Ter Beifall ratterte und rotierte. E. B. �* �kschobl Konzert der Volksbühne. lull � Die PolkSbühne veranstaltete an den beiden OsterfeiertazeN eteiligi in der Philharmonie große Orchesterkonzerte mit gleichem Pr»« b r i f l gramm. Die Philharmoniker unier der Leitung des Kapell� meisterS der StaatSoper Dr. Stiedry brachten mit wirbelnde!« Schwung die Ouvertüre zu Carl Maria v. Webers„Ab� entliG. Hassan" zu Gehör. Dann fpielw Professor Karl Flesch«'"plW x. Violinkonzert von Mozart so schön und vollkommen, daß ellesxjR R. musikalische Genußbogierde gesätftgt war. TaS hatte die Volk»' öühne bei der Zusammenstellung de» Programms offenbar nickt in Rechnung gestellt, denn nun folgte noch die vierte Mahl er'' Sinfonie. Einsach und volkstümlich in ihrem Grundthema,»ickj iieS manchmal durchzuckt von bizarren Einfällen, die aber immett wieder zum harmonischen.Zusammenklang einlenken. N:cht gani. Da zur Wirkung kam der Schlußakt mit der Singstimme, die Vero'liiyme" Schwarz von der StaatSoper übernommen hatte. Noch ein Wort an die Volksbühne. Könnte man hei Wahl der Programme nickt etwas ökonomisch Verfahrens W«� hat es für einen Sinn, wenn«in greßeS Mozartsches Piolck'tus �ei- konzert, da» unsere volle Hingabe verlangt, abgelöst wird von eine'tJatjj-� noch größeren Mahlerschen Sinfonie, die ebenfalls die uiHLrupyx geschmälerte Aufmerksamkeit der Hörer verlangen kann und muß-Iauft � Ein Musikprogramm kann nickt klein genug sein, vorauSgesetztle��� natürlich, daß es sich an eine ernsie Zuhörerschaft wendet un�jch� � nicht seichter Unterhaltung dient- ES herrschen in dieser HlnsiKtgf�� fest eingewurzelte Traditionen, deren Ueberwindung der Volk�fN bühn» zufallen und die sie ja auch zum Teil schon in beffctffcrij- Wirklichkeit umgesetzt hat. I.e.- era�iyme" 'tuck v. d-k>?r«i Pa-'is ii t t p Proseffor Tr. Karl Biuding, der bekannte ehemalige Sisat recht»« und Strafprozeßlehrer der Universität Leipzig, ist gesteh in Freiburg im Alter von 7? Jahren g e st o r b en. Er leb: seit mehreren Jahren im Ruhestand. Sein Name ist besondgj� mit der hoffentlich nun bald ganz überwundenen„klassischen Le� geltungSthcorie", einer normenhoft erstarrten(anstatt sozio logis�-. etfentierten!) Srafcechtzpflege verknüpf�*■ P"— SP usipsn si ttt nvssft - e j'lftMc wd bi 0 lfc w Las LlurmIMNon LoZbach. Okiober 1L18 kam aas T h o r n die Meldung, dag -tun cia Sturmbataillon Roßbach in Culmsec gemeutert, Teile cse Av> 2-�0tn liegenden Infanterieregiments zu sich her- . ihn,* �gezogen hatte und mit diesen genieinsam über die oft- Preußische Grenze zu den Baltikumern gestoßen �'er- Von Kurland aus veröffentlichte das eine Erklärung an die Regierung, in nfüh«P icu .�'e in der gemeinsten Weise b es- impft wurde, ein gestoßen Ba- der Pen flehen, kann die Arbeiterschaft im Ruhrgebie* kein Vertrallen zu dem guten Willen der Regierung zur friedlichen Beilegung des Konflikts gewinnen. ZolZGiis Absichle» In oslsibirie». r«ri°, t.«pr«. In einer SowdewmZgizbe de? Umt Mattet gibt die japanische Regierung bekannt, daß sie ihre Truppen aus tFtfidirien zurück- __________ �____________ ziehe« werde, sobald die Räumung durch die tschechv-slowakischen .���UderbrurhltcheZ B e k e n"n t nTi§ z u VM ou a r ch i c wurde! Truppen grdnungSgcmäß bewerkstelligt sei. Die Regierung er- n mag.�k)egt und der aus„Verbrechern und Juden" bestehenden klärt weiter, datz die panischen B-dingungen�in�O sts rbr r i eu chelego«. �gierung für alle Zeiten der Kampf angesagt. Das alles urückgoi �schah zu einer Zeit, wo die Regierung bet-ertS den Befehl dah die fassen hatte, daß kein Soldat Mohr die ostpreußische Grenze »lüsss berschreiten dürfe. Die Entente Hatte über Deutschland rm In«'kgen des Baltikumabenteuer? die Blockade verhängt, neues gerat»» ��eil war infolge des verbrecherischen Treibens der Mi li- , solchsct��Marilla heraufbeschworen worden. Der Ucbergang deS -vtacksenients Roßbach zu den Daltikumern war in dieser ge- ahroollcn Stunde glatter Landesverrat. Das wurde ' such in Presse der Linken einmütig sestgestellt; trotzdem /.©««eschah den Führern des Detachements bei ihrer Rückkehr eich»«Nach Teutschland nicht das geringste. NoSke ließ sie UN- hi« deÄhesuaft auf freiem Fuße. Das Detachement Roßbach trat partcwober„Arbeitsgemeinschaft" der Baltikumcr bei, etablierte sich 8_e m'jnit seinem Stab in der Hohcnzollernstraße 22, nahnr an rgange-hem Kap p. P u t sch tätigen Anteil, ist zur Stunde wieder yen ��»verfassungstreu" undkämpftjetzt alsbesondcrs e.« m..!Vver las s ige Truppe im R uhrgeb l et gegen n t( i-,r..�Arbeiter. DaS Detachement hat am 22. März an »rLi'J ntn Bürger in Steglitz ein Schreiben gerichtet, aus welchem n«*25$* deutlich hervorgeht, daß sich diese Meutererhorde als die ,, �M°Ulge Herrin der Lage betraget. Wir wollen dieses inter- der"�tte Schriftstück deshalb im Wortlaut wiedergeben: hove-fc Berlin W. 10, den 22. März 1920. inzel«��e>rkff: Fahnenflucht t«» und de« Untffz. Rietz. >em Bc-. VerbindungZossizler der Freiw. Sturmalbt. Roßbach er- ratisch«» um Kenntnisnahme folgender Auszüge«ms den Art vo« Hungen her«rbeiiSgerneinschaft Roßbach. Zechaus �Bestimmung»§ 2: Tollte auS politischen oder misitärischen uch uicht?küud«n da» Zusammentreten der Abteilung wieder notwendig : wissen. so hat sich jede» Mitglied der Gemeinschaft zur Verfügung De m o«s� stellen. hier unli Kefkminnnigach durch Handschlag und Unterschrift. Dir» Gelöbni« sei richt auf�''» Schwur. rmfassew Bestimmung k§ 4: Wer Handlungen begeht, die ii« Ehre ii weitzser Sturmabteilung oder der Arbeitsgemeinschaft derletztcn, aer Be-�rden einem Bericht überwiesen. Hierzu gehören: Unter. l würdtMagungen, aufhetzerisch« Tätigkeit, nachgewie- sie nicht�ne spartakistische oder bolschewistische Ge- S da z»> u n u n g. n Klasse Bestimmung e Z 7: Sivafbar« Handlungen werden den Te. ichten zur Aburteilung übergeben. kanzler� Tieft aufgeführten Bestimmungen wurden f. Z. von Rietz den w�eÄpnnt, und somit dürfte Wohl ein derartiges Schriftsdück seine wnge zS'cchtSgültigkeit besitzen. Am 13. März wurde die Eiserne Division nn H:i«d mit ihr die Freiw. Stnrmabteilung Rohbach aufgestellt, folg. wird,«h trat mit diesem Moment nach den Bestimmunge» jeder An. »liiirig« der Arbeitögemeinschast in sei» früheres Militlrver. er ersteasaltnis zurück. !>«n von' Sollten Sie nunmehr den Untssz. Rieh länger in Ihrem ., �uft verbergen, so werde ich gegen Sie Strafanzeige Beihilfe zur Fahnenflucht stellen. fetiN«® 1« H, Leuwant d. Rek. und Berb.-Offz. Freiw. Sturm- r«ine« abteilung Rotzbach. Eiserne Didision. ben Weiß bre Regierung, was hier gespielt wird? Wir Mc>n ihr zur besseren Erkenntnis folgende Tatsachen ins ..�dächtniS rnftit: Leutnant Ro ßbach, der Führer der i»" Jhtcii htnG' hat sich durch den Gronzübergang im Oktober «»kaiidüv � Landesverrats schuldig gemacht. Am - März kämpfte er für die Kapp-Regierung und verübte ■ö�Minxi) Hochverrat. Leutnant K r u l l, der Vorbin- «...�n��sofsizier, war der gerissenste Baltikiimschteber in ..Deutschland. Er hat mit den russischen Verschwörern Zentralhotel Hand in Hand gearbeitet. Flugzeuge, Slr- t üerie, Munition, Verpflegung und Bekleidung im Werte �>n mehreren Millionen Mark an die Russen 'rschoben: er hat nicht nur Landesverrat, sondern auch 'etrug in fortgesetzter Tateinheit verübt. lull war außerdem cmderErmordungLiebknechts lteiligt. Die Polizei kennt sein' Vorleben, er ist em n o »rischer Verbrecher. Und dieser Mann wird mitsamt seinem Roßbach im Das ist wohl ein sich mit denen in der Mandschurei und Korea eng be» rühren, wo eine große Anzahl japanischer Staatsangehöriger praktisch unter derartigen BcrhMnisscn'.eben, daß für ihre Per» son und ihr Eigentum keinerlei Garantie iKernoimnen werden kann.(Dr-S sei der Hauptgrund, worum Japan im Äugen- blick noch nicht imstande sei, seine Truppen zn- rückzuziehen. Japan hege keinerlei politische Absichten gegen Rußland und die Regierung verbürge sich noch einmal doifür, daß, wenn die politischen Verhältnisse in den an Japan grenzen- den Gebieten wieder geordnet sind, die Bedrohung der Mandschurei und KorcaS beseitigt, die Eicheühett für Leben und Eigen- tum der japanischen Staatsangehörigen Und die völlige Verkehrs- freche it garantiert ist, die japanischen Truppen Ostsibirien räumen würden, immer vorausgesetzt, daß auch die- Tschechosl«vaken vollständig zurückgezogen worden sind. Dio japanische Rrgsernng hat sich den Jargon des europäischSst Imperialismus so gut angeeignet, daß sie die beü räuberischen Eingriffen in fremden Besitz üblichen Phraifen vortrefflich zu handhab«, versteht. Der Sinn ihrer amtlichen Erklärung ist der, daß sie die Herrschaft über Ostsibirien unter ollen Umständen behalten will. Da- mit stimmt auch die Meldung von der Besetzung W l a d l- wostoks durch die Japaner überein. Bleibt Ostsibirim in japanischen Händen, so wird Japan mir Hauptmacht im fernen Osten, da e? dann China vollkommen beherrschen und Rußland vom Stillen Ozean abschneiden kann. Eine dsnartige Erstarkung Japans würde natürlich das Kräfte- . werlMnis der Staaten am Stillen Ozean vollkommen der- schieben und den nnglo-amerikanischen Imperialismus auf das empfindlichste schädigen. ES ist deshalb kamn anz»- nehmen, daß England und die Vereinigten Staaten den räuberischen Vorstoß Japans ruhig hinnehmen werden. wllisch'MMche velhandlmigeo Iii««MSaieii. «»penhagen, 9. April. Rackchem mm auch Krassia in Kopenhagen eingetroffen ist, ist die russische Handelsabordnung vollständig in Kopen- Hägen versammelt. Die britischen Delegierte» stnd eben- falls eingetroffen. Der Leiter der britischen Abordnung erklärte, er glaube nicht daran, das? jetzt in Kopenhagen endgültige ErgrbnUe erzielt«erden könnten. Forderungen der Neutralen an Rußland. Haag, 9. April. Nächsie Woche wird ir Genf eine haDamtliche Konferenz der Neutralen zur DeHandlung der ausstchertden Folgerungen di�er Länder an Rußland staidsinden. Holland, die skan- dinavischen Länder und die Schwei z weiden vertreten sein. MS Vertreter der holländischen Regierung reist der ehe imilige Finanzminister Traub am TuenStag nach der Schweiz. imrlich« alttlug» . wie st E. B. iertazeit :m Pro- Kapell �"��hrg.dict auf die Arbeiter losgelassen!..... '"—Jkntlichet Deweis dafür, daß die Negierung entweder nickt %tütn kann und will, oder daß sie au' die Militärs absolut . �„z.t'Uen Einfluß hat. Sonst müßte es ihr doch wenigstens gc '.ngen, die Armee von gerichtsnotorischen Verbrechern z» 'ubern. tet Schlachker Epp. «elW ar nisttl ihler- m, wird c immelj cht gan»! DaS rechtssozialistische Blatt in Halle, die„VolkS- ; Cervchnw". begann schon in der vorigen Woche Mit dem Ab- .'tuck von Geheim idokumentcn über die Vor- bei dec'erxj�� g �um Putsch der Kapp und k We�ii t t m i tz, Ez setzt mm diese Mitteilungen fort, und vi°I»,u. � jüngsten Veröffentlichungen des Blattes ist das ,n«m�patcnni gegen den O k> e r st e n t. Epp. der mit seiner iie uUAruppg int Ruhrgeh iet steht und dort nach Münchener Art 'd mu?'>aust besonders tnimssaHt. Die von der„Volksstimme" lSgescjpftröffentsiclsteii Dokumeute beweisen unwider ltzg-- oft daß SPP»u den Hauptmachern des h o ch v« r- Hinsi� �aterjls chen Unternehmens gebörte und auch Vo..->n den Vor de reitungendazuintim beteiligt b-sscretzg� Epp gehört mitbin nicht an die Sitzc von Reichswehr- �..jjz.rjckpen im Ruh�gebiet. sondern ins Gefängnis. ES nicht an. daß die Arbeiterschaft deS JndustriegebisteS r.. F�Mvnne vusgeliefert wird, der den M ii n ck e n e r G e. snn�-5 e NM 0 rid auf dem Gewissen hat. Sein Auftreten im s'ljrqclret hat überdies von neuem gezeigt, wc? Geistes ''v" ö rir NUI i'till >Vci i'�sscbiet hat überdies ��er Schlächter ist. Generalversammlang der VeMebsrüle Grotz-Verlins. Au dem Bericht über die Generallicrsammlnug der DeimoS -rät« Groß-BerlinS in unserer heutigen Movgeunummer haben wir noch einiges zur Ergänzung uachzutragen: Pieck als Vertreter der K. P. D. lSpartakuWimds, legte in auSfübrllcher Weift wn Standpunkt ftincr öl'chtimg dar. Seine Ausführungen deckten sich inhaltlich fast völlig mit dem Wortlaut der in unserer Morgennummer verösfentlichten Resolution der Aentrale der lt. P. D. Junz, als Sprecher der neuge gründeten konimunsttischen Ar- bcfterparlei, kegle in ca.«instündiger Rede d'e Ziel« seiner Parteirichtung dar und legte dann im Nanien seiner Freunde soinen Antrag bor,»sofort m AMm«inzutreten gegen da» Zu- sammenarbeiwn der Nationalversammlung den Generalstreik fortzuführen bis zum Sturz der Regierung, Auflösung der Rationalversammlung und der Uebernahme der politischen Te wait durch die revolutionären Räte." ' In der Diskussion klagte Heckert-Ehemilch ine»er.mci Ar beitervcrtreter, die mit der Regierung in Verhandlungen ge- standen haben, an, sie hätten durch diese Verhandlungen die Arbeiterschaft hinters Licht geführt. Auch die Körpcrchaft der Betriebsräte fti ein Gevildc, was den tatsächlichen Mach iv er- Hältnissen des Berliner Proletariats nicht entspreche, und»nutzten aus diesem Grunde sosort Neuwahlen zu politischen Ar beiterräten vorgenommen werden. Nickiard Müller trat diesen Ausführung«» entgegen. Es sei eine Demagogie zu sagen, dies« Körpekschast sei lern verant- wörtlicher Faktor, andrrerlciiZ»her»an dieser Körperichast d'« Prvklamierung des Generalstreiks zu verlaiigen. Im übrigen deckten sich tne Ausführungen Müller» mit dem von Däumig in seinem Rr kernt«ingenommenen Standpunkt. Nachdem die drei Referenten in Ihrem Schlußwort nochmals den bereits von ihnen«'ng»»,zmmenen StondMnft vertreten hatten, wurde über die vorließe, wen Anträge abgestimmt. Der Antrag der K. A. P. wurde gegen 30 Stimmen abgelehnt, dagegen wurde die Resolution der U S. P, dir in unserer heutigen Morgennummer veröstsNilicht ist, gegen Wenge Stimmen an- genommen. « Pieck Hot als V sri reter der Kominuiftsten Ausiührun- oen gemacht, die sickz im wesentlichen mit dem Inhalt der im Mvrgenblatt abgedruckten Resolution becken. � Im Widerspruch zu der Resolution stand nur seine in der Red« gebrauchte Wendung, daß«i jetzt zu spät für einen Generalstreik sei und daß nur noch übrig bliebe, die Arbeiterschaft im Ruhrgebiet durch Geld- s a m m l u n g e n zu unterstützen. Wir bemerken dazu, daß auch ein früheres Stadium der Bewegung im Ruhrgebiet für einen Generalstreik nicht geeigneter gewesen wäre, als das gegenwärtige. Im Gegenteil. Auch ein Gmcralstruik Hütts den Vormarsch der Trilppen nicht aufhalten können. Er hätte ihn aller Wahrscheinlichkeit sogar früher herbeigeführt, denn er hätte den Gewerkschaften und den'ozialistischen Parteien jede Möglichkeit genommen, durch einen Druck auf die Regierung in Verhandlungen tan Einmarsch zu verzögcru und den Einfluß der zivilen Gewalt gegenüber den Machtonsprüchen ' eK Militärs, w Ikmssk._ Strafe für Streikbcleilignng. Die in der Lehrwmksb.. de» ReichsbeklelduugKamtes Berlin beschäftigten Schwerkriegsbeschädigten halten sich an die Tstektiou gervandt mit den» Ersuchen, ihren Lohn von pro Tag 22 M. derart«chöheu, daß sie den ungeleririeu Arbeitern, die einen Woche nlobm von 169 M. erhalten, gleichgestellt werden. ES ist darauf folgende Antwort zugegangen� Berlin W. 36, den 2ck. März 1920 Potsdamer Straße 119 b. RvichZschatzmimsterium Abt. III. Dirsktion der ReichSbetleiidungSämler. Mtvnzeichen: O. S. 81/429 823. R. B. 3892. An das RcichsbekleidungSamt, Berlin In der Anlage wird Abschrift eineS vom dortigen Herr», SB. Bahn hierher genichteten Gesuche? voin 12. 8. 20— hier eingegangen 22. 3. 20— inm Aufbesserung der Lehrlinge in der KriegSIehnoerkstatt zur Kenntnis übersanidt. Wegen der durch di« lange Tauer des Streiks verur, sachten Steigerung der Unkosten der KriegSlehrwerikstatt kann diesem Gesuche leider nicht nähergetreten werden: Es wird ersucht, den Herrn W. Bahn entsprechend zu 6 et scheiden. Direktion der R e i chk'bc kle:d uttgSä nrter L AViage. ye>z. Piesoczek, Estoriff. Ist es nuhl ein starkes Stück, daß die Reichsregierung die» fertigen Krieasbcschätügten, die ihrer Aufforderung zur Teil. nahm« am Generalstreik nachgekommen sind, nunmehr bestraft, indem sie ihnen wegen ihrer Teilnahme am Streik die not- wendige Lohnerhöhung versagt. Die Technische Nolhilfe in Schöneberg. Im„Berlin«? Lokal-Anz�ger" wird über das Wirken dejj Technischen Nothilfe im Gaswerk Schöneberg eine Lobhudelei an- gestimmt, die einer näheren Betrachtung wert ist. Durch da» „tatkräftige" Eingreifen der Technischen Nothilfe sollen Wert« von ungezählten Millionen gerettet, und das Werk mit Hilfe de, Akademiker, Studenten der Technischen Hochschule, Oberlehrern, Professoren, Ingenieuren, Kaufleutcn, Beamten und sonstigen Bertcetern des Bürgertums in Betrieb gehalten worden fein. Aus den Kreisen der Belegschaft des Gaswerks Schöneberg wird uns hierzu mitgeteilt: Bei der Arbeitsaufnahme fand die Arbeiterschaft da» Werk' in einem Znstande vor, der jeder Beschreibung spottet. Nicht Menschen, sondern Bandalen müssen im Werke ihr Unwesen ge« trieben haben. Es hätte nur noch weniger Tage des WirkrnS de>« Technischen Nothilft bedurft, um das ganze Werk für geraume Zeit betriebsunfähig zu machen. Sämtliche Unterfeucrungen de» Oeftn waren vollständig verschlackt, und das Feuer im der- löschen. Werkzeuge, wie Haken, Schlangen, Vorlegeeisen usw. waren ausnahmslos verbrannt und verbogen. Brauchbares Handwerkzeug war nicht mehr vorzufinden. Ebenso wüst wie im Ofeyhause, sah eS im Maschinenräume aus. Die Speiseräume der Arbeiter und die Kantine starrten vok Schmutz. Im Um. kleideraum fehlten verschiedene Gegenstände. Tie Spinde der Arbeiter waren erbrochen. Zahlreiche BekleldungSsiütke fehlten. Auch der Kantinenwirt hat durch den msrtwürtigen Eigentums- begriff der Technischen Nothilfe Schaden erlitten. Damst nicht genug. Im Werke selbst fehlten mehrere lederne Treibricmet» und zahlreiches Werkzeug von beträchtlichem Werl«. ' Die» au» dem Gaswerk Schöneberg. In sämtlichen von der Technischen Nolhilfe Heimgesuchteft Werken hat man da» gleiche feststellen können. So geht unS aus dem Eharkottenburger Gaswerk folgende Schilderung zu: Da» Gaswerk bot einen wüsten Anblick. Wände. Tische und' Bänke waren ekelerregend beschmiert. Drei lederne Treibriemen (darunter ein Riemen von 20 Meter Länge und 19 Zcntini-tcr Breite) waren verschwunden, zahlreiche Messtngteile sind von v x Technischen Nrthiste annektiert, d. h. gestohlen tvvrdcn. Im Um- kleideraum der Arbeiter hat man zahlreiche Spinde aufgcschl.gen und aus diesen Spinden Kleidungsstücke(Schuhe, Anzüge usiv.) Die unsachgemäße Behandlung der Qefen hat zu be- trächtlichem Schaden geführt, so daß Reparaturarbciten in großem Umfange notwendig waren. Aus weiten Kreisen ßer Arbeiterschaft gehen die gleichen Klagen uoer d.e technisch« Nothtlft ein. Das Sündenregister konnte nocki um manche Zeil? verlängert werden. Aus der Technischen Nothilfe ist eine... Tothilft«worden!. Erwahnenstvert erscheint noch die Tatsache,>ah die„Bert elec de? Bürgertums" während ihrer Arbeitertätig/eit inen St»,i>e�. lohn von ö M. neben freier Beköstigung erhielten Der D-- besterschaft gibt man bei weitem niedrigere Lohne, da-ür ft-d es aber Arbeiter. Erhöhung der Kurkosten- in Krankenhäuser».' Der Magistrat chat beschlossen, die Kur- und Verpfleg unnz. kosteiNisätze irr bsn statischen KraMnansta�ten für Äopif uwd foDen-devmcrße.n ls-e-sttzu�tzen: . JL.&&«i-cheimische Kran?« der Groß-Berliner Gemeinde,, -)«rdwchiene 12 SU-, b) Kinder 6 M." 3. Mr Pewonen(Erwachsene und Kinder) di« keiner Groß- Devlmer Gemeinde angohören 24 M. � Die EvkwhunH hat sich als unabweievar erlvioftn durch tick P��'�llrigerung aller Lebens- und Arzneimittel. Bei letzteren sind innerhalb«ine» halben Jahres steigerunoen ein- getreten, di« in vielen Fällen mehrere bunder: Prozent/ in ein- Keinen Fällen über 2000 Prozent ausmachen. Hierdurch stellen sich die ScWtikosten der Stadtgemeinde auf 34 2ss, fiir den Kranken- verpflegungStaiA, so daß auch bei den neuen vom Moaiistvat be- Mosscnen Kurksstansätzen für ein�imisch« Enwachson« noch 100 Prozent de» Tarifsatzes ungedeckt bleiben und von der Gesamt, best der Steuerzahler getragen werden, während im Durchschnitt der drei Jahre 1915—1917 die ungedeckten Selhstho'wn. nur 79 Prozent betrugen. Der Magistrat hat trotzdem gechaulbt. über di: in Aussicht genommenen Sätze nicht hina-iisgeilicn zu wllcn. Nnter diesen Sätzen zu bleiben, verbietet aber die finanziell Lage. ssrrichtiinti eine» städtischen Kleinzarkenamt» in Nenftssn, Der Neubötlner Magistrat hat die bereits seit Jahren bei der städtischen Grundstücksverwailtung bestehende Einrichtung der »Neingartenverpachtuniz an Laube nkolon-sten unter Ausschalninz von Genera-Ipächtern entsprechend den Ausführungsbestimmungen zur Kleingarten- und Klrinlandpachtuug zu einem K'singartcn- amt ausgebaut. Zu den Auftaben dieses Amte» gehört u. a. auch die Aereitsicllung von Gelände für den noch vorhandenen Li- darf an Kleingärten in Neukölln. Um da» gegenwärtft» Bedürfnis festzustellen, werden alle diejenigen Neuköllner Ei». wohner, d!« nach nicht im Besitz einer Kleir�gartenlandt'orz.-lle. find und eine solche zum Frrchjahr anzu pachten wünschen, ernicht, sich umgehend in die im K.'eingartenamt, NteS Ratbmi?, Fi ist. mer 54o, auSiicgcnde Bewevberline eintragen(u lassen. Die bereit« beim Magistrat erfolgten Notierungen finden Benicksichti, «una. ia Ätz M*iM mbMiiK BWMUM NÄM, nennt Teksr»�»�-,» vtrr wn Bneumiiiuiir itnv neor Eciif-entrreifc fteitgeife�i itoofiben,, b»«nyesichtS der wmWettden her RMisf/e eine weitere Erhöhung zeigen. Es kostet Kernseise in schnittfeiter Form mit einem Gewalt von Fettsäure von SS und mehr Prozent 30 M. für das Kilogramm, mit 4» fciS 49 Proz 21,35 2>u, mit 20— 29 Proz. 9,50 M. und unter 20 Proz. 3,7S Vf.. Ein halbes Pfund Seifenpulver kästet 2,10 M. und e.in HulNdertgrammstück K.-A.-Seife 1,50 M. Tos aurttiche Ergebnis der Wahlen der Elternbeiräte liegt jetzt von 235 Berliner Gemeindeschulen vor. Danach erhielten Kandidaten: 1526 die Listen der Unpolltischen, 1131 die Listen der Unabhängigen und 333 die Listen der S. P. T>. Von den übrigen 100 Gemeindeschulen liegen noch keine genauen Evgeb» nisse vor. In 6 Schulen müssen wegen Formfehler Neumahlen sta.ifinden und gegen mehr als 60 Wahlen sind Einsprüche er- hoben worden, d e noeb nachgeprüft werden müssen. Bei den höheren Lehranstalten ist noch keine Prüfung der Wahlergebnisse erfolgt, angeblich weil es am Beamten mangelt, diese Riesen- arbeit in Kürze zu bewältigen. Verteilung der Relch«zerfaffung a» Schüler. Die Reichs- Verfassung bestimmt im Artikel 148. daß jeder Schüler bei Beendi- gumg der Schulpflicht einen Abdruck der Verfassung erhält. Diese Vorschvift soll jetzt zum erstenmal durchgeführt werden, stößt aber auf Schwierigkeiten. Die Abdrucke werden aus ReichSmiitÄn in der Reichsdruckerei hergestellt. Es ist aber nicht mehr möglich, die erforderliche Anzahl von Abdrucken für sämtliche in Betracht kommenden Schüler und Schülerin ren zu liefern. Für diesen Fall wird den abgehenden Vollsschülern, die forlMdungSscklul» pflichtig werden, keim Abdruck ausgehändigt. Ist«s irotzdem möglich. die Abdrucke der Verfassung auch an solche Schüler oder Schülevinmen zu verteilen, die in Fortbildungsschulen übergehen. so soll«in Vermerk in die Schulzeugnisse über die Aushändigung aufgenommen werden, damit em« erneute Aushändigung nach Be- «mdiaung der Fortbildungsschulpflicht vermieden wird. Die Ab- drucke werden in Taschen verschickt und auf diese die Namen der Schüler geschrieben. Jeder Schüler und jede Schülerin erhält eine solche, wenn sie mit Beenldigung des Sckfliljahres 1919/20 aus der Schule ausscheiden und ihrer Schulpflicht genügt haben. Es gilt dies für die Volks- oder Mittelschule, die höheren Schulen, Fort- bildungSschul« oder deren anerkannte Ersatzschule. Lommunalisierung deS Berliner Adreßbuches. Der Verlag August Scherl G. m. b. H.„ Berlin, hat beschlossen, seine Ab- teilung Berliner Adreßbuch mit dem 1. Mai 1920 aufzulösen. Hierdurch würde nicht nur Berlin einer im öffentlichen Jnter- esse unentbehrlichen Einrichtung beraubt, sondern auch eine sehr große Anzahl seit langen Jahren im Dienste de» Berliner Adreß- buches tätiger Angestellten und Arbeiter brotlos gemacht. Um swiet tstfcüft«nkgegenzutreteik, havea vre tretgewerriche-pareyen Organisationen der Angestellten, der Angestelltenverband des Buchhandels, Buch- und Ze'tungSgewerbes und d.'r Zentral- verband der Angestellten an Magistrat und Stadwcrordncte Ber- lins die dringende Aufforderung gerichtet, die sofortige Ueber- sührung des Berliner Adreßbuches in kommunale Verwaltung, unter Ueber nähme des geschulten Personals herbeizuführen. ES rächt sich jetzt, daß die Stadt Berlin nicht sckon längst eine eigene Druckern besitzt, die es ihr ermöglicht, schleunigst die Sache in die Hand zu nehme». Aus dem Gemeiudeieben. Reinickendorf. Angenommen wurde in der Gemeindevertre- tung die Ljistfcarkeftsste-uer noch Berliner Muster. Ebenso die Erhöhung der Hundesteuer, die vom 1. April ab 100 M. betragen wird. Sine Borloge auf Svhöhung der FriedhafSgebühren fand � gleichssalls Annahme. Die angenommenen Sätze decken kaum die Sellbstkostem AIS Schiedömonn jiür den östlichen Ort steil wurde der Genosse Wilsenack bestimmt. Die KrrnalisaricmSgebühren er- fahren eine Erhöhung von 6 auf 9 Proz. Der Fehlbetrag soll durch Erhöhung des Wassergeldes gedeckt werden. Nach Begrün- dung durch den Genoffen Monimvski fand die Vorlage über Lohnde llhilfen jiür Arbeiter und Angestellte im Sinne unserer Anträge Annahme. Im Sinne der Vorlage wurde auch die Lohnregulievung der HAsApoliziisten beschlossen. In die Kom- Mission für das Kleingartenweien gehen die Genossen Gödde und Seidel. Den Interessen der BevöÄerung in politischen Dingen besser zu dienen wird ein Polizeiausschuß gewählt. Von uns gehen die Genossen Fischer, Wollschläger und Scheibe hinein. Ein Antrag der U. S. P. auf Anstellung von HikfKpolizeibeamjen als ordentliche Beamte soweit sie die Eignung haben, fand An- nähme. Anstellung erfolgt nur aus Privat dienstvertrag. Die Bezahlung der StreÄtage bewilligte die Gemeindevertretung ohne Debotte. Treptow-Baumschulenweg. Zur Feststellung, welche Beamte, Lehrer usw. oder sonstige Angehörige in der Gemeinde, die sich während des Kapp-Lüttwitz-Putsch's als unzuverlässig erwiesen oder direkt beteiligt haben, ist ein Untersuchungsausschuß eingesetzt worden, der sich aus den Mitgliedern des Gemeindevorstandes, je zwei Vertretern der S. P. D. und U. S. P. D. und je einem Vertreter der Demokraten und des Bürgerblocks zusammensetzt. Zweckdienlich: Mitteilungen, Zeugen oder sonstiges Material bitten wir umgehend für den Ortsteil Treptow an unfern Genossen, Gemeindevertreter Spielhagen, Grätzstratze L, für Baum- Mirenwez an ven«enoffes tssjoansaemaet HS! Marienthaler Straße 14, zu richten. Alt-Glrcnicke. In der öffentlichen, außerordentlich sta suchten Gemeindeveriretersitzung am Mittwoch erstattete vertret.'nde Gemeindevorsteher Genosse Peters einen lichen Bericht über die Ereignisse während des Generalstrei! der Militärherrschaf: in Alt-Glienicke. Er rechtfertigte sei tung während dieser für die Gemeinde trüben Tage, lln erst in die Gemeinde mit d"M Einrücken des Militärs. wurde keinem Menschen ein Haar gekrümmt. Die Schuld dem angerichteten Elend tragen einzig und allein Gemed glieder, die in niedriger Gesinnungslumperei verleuN- Denunziation zur poli.ischen Waffe erkoren. Es wurde stimmig eine Kommission eingesetzt, die die Uebergrifse d gewordenen Soldateska und die Bürger feststellen soll, d dere Eemeindemitglieder denunziert haben. Sollten Ted? die Affäre verwickelt sein, dann sollen sie, was wiederholt! wurde, entlassen werden. Weiter wurde einstimmig bes!$ daß die Kosten der Beerdigung des Opfers die Gemünd? nimmt. Die Hinterbliebenen sollen ausreichend unterstützt V Tie Streiktage der kommunalen Arbeiter und Angestellten* bezahlt. Tie Gemeinde übernimmt ferner die Kosten dui gewiesenen Auslageu der geflüchteten und geschädigten Geis Mitglieder. Sämtliche der Gemeinde durch den Kapp-Puts/ standenen Kosten sind von der Regierung einzufordern. Ckn' Di» Der voro Untt \Z& «et Fer Aus den vrgamfaüonen. Distrikt Niedervarnim-Nord. Tie TsstriLs-Kon' fiftdet-nicht am Sonnabend, den 10. April, statt, soude: Sonnabend, den 17. AprÄ, abends 6 Uhr. Das Tä> lokal wird noch bekanntgegeben. IS. Distrikt. Die Distriktskonssrenz findet nicht am Msnt� i am Sonnabend, den 10. April, abends 7 Uhr, bei Klinge, t A dern f trage 14, statt. Der Borstand kommt eine Stunde früher. Distrikt Niederbarnim-Nord. Dm Sonnabend, den 1». abends 6 Uhr, bei Schmidt, Pankow, Floroftr. 16, Eingang• ftraße, Sitzung der kommunalen Kommission des Distrikts, i Ort muß vertreten sein. Lichtenberg. Morgen Sonnabend, abends 7 Uhr. pünktlich- renz sämtlicher Funktionäre(einschl. Besteller) im Iahn-Red» simn, Marktstraße. Wichtige Tagesordnung. Verantwortlich für die Redaktion: Alfred Wielepp, Verlagegenossenschast„Freiheit", e.®. m. b. H., Berlin.— Lindeudruckeret und Verlag sgefellschaft m. b. H., Schisfbauer Neknnntmachnnfl. Du? dem Gewerks-Auzstellungs-Fonds sind in diesem Jahre Stipendien bis zu se 300 Mk. an®c. werbegshilsen behufs weiterer gewerblicher Ausbildung zu verteilen. Als Bewerber kommen nur Inländer in Frage— aus Berlin gebürtige Gesellen haben den Bor- zug—, die gute Zeugnisse beibringen können. Bewer- ber, die vorstehende Bedingungen erfüllen, wollen Ge- suche mit Lebenslaus, Geburtsurkunde, den Originalen oder beglaubigten Abschriften der Lshrzeugniffe usw. bei dem unterzeichneten Kuratorium, Berlin T. 2. Span- douer Straße 32 II, bis spätestens 20. April 1920 einreichen. Berlin, den 26. März 1920. Kuratorium de» Eewerks-Ausstellungs- Fonds. Weife._ ekavntmachung. Aus dem Friedrichs-Gewerbe-Sltpendimn sind in diesem Jahre Stipendien bis zu je 300 MK. an tge- wsrbegehilfen behufs weiterer gewsvblicher Ausbildung ja verteilen In Berlin geborene und ortsongehärige Bewerber im Alter von IS— 30 Jahre«, die während der Lehrzeit und Beschäftigunig als Gewerdegshilfe Fleiß, Tüchtigkeit, insbesondere auf Beroollkomnmung in ihrem Handwerk gerichteten Lernbetrieb an den Tag gelegt haben, wollen Gesuche urtt Lebenslauf, Geburtsurkunde. den Originalen oder beglaubigten Abschriften ber Lehr- Zeugnisse usw. bei dem unterzeichneten Kuratorium, Berlin E. 2. Spandauer Straße 32 II bis spätestens 29. April 1920 einreichen. Außerdem haben die Bewerber mindestens einjäh- regen, mit Fleiß und Erfolg absolvierten Besuch einer gewerblichen Fachschule nachzuweisen und sind ün Falle der Vfrleihung eines Stipendium» verpflichtet, dem Kuratorium von Zeit zu Zett Mitteilung über ihren Ausbildu ngsgang zu machen. Berlin, den LS. März 1990. Suratorimn des Friedrichs-Gewerbe-Stipendiums. Weise. >>2lt VisstsLSLsSikeli sb Uitis �lil «WWSSSVZM Lbvi!ll5 7-8l1di' tNllwholtZt-Noedsokllle) „Bewtt Leben und Denken" (mit Diskussion) Montag:«: Dreicdeuer Sfrafle 113. IMiiiwocbs: NtedcrwaUstraße 12« tVöliarrs: Cbarloifcaibursr, WitzlebeBeiraße 35. Transporkarbeiter-Fuuktlonäre! Tountag, den It. d. M., dorulittag» s lllir, bei Hcturtch, Grobe Frantwrter Ziirase HO, wichtige ve» ivrechung im« Eeiierelveriemmiong all» auf dem Boden der Lpooilwn iiedcndkr Funllionäre de»-rrantvoriardeUer-Berdande». --.einer darf iclileu, pünktlich erlchciuou. Witgi>ed»bi>chrr iegiliniicrcn._________ Sonnabend, den 10. Avril, abends 7 Uhr Mlltl. BsMmilW der Jntcreffengemetnfchaft der Mswauberer nach Sowjet-knßland Tempelhof, Martendorf. Martenfatde, Lantwch. Sief er est«. Wagner. Am« der N'emetudc-Schnle am Nürtchplaq, Tempechof. Der«-votunachtigte.». Boll cher. Sriedi.ch.Wirbctm.Str.es loiaammimmsimtmimAS'iisaxmi Dkcheatiich ein abgifchlossenik Mustriert-t Werk. «inzeiheft W Pf.,»lerteljdhrlich 19.- Mk. Zir.t» eetcj Hirsch fei», da« hau» mit der p-rzoia, iliustr. »an Zrin Wölfl. Jlz. 15: Paul«ruft, die seeiigednfel, Ivastr.voo«ruft pickardt. Kr.idiIaSob Schaffner,*e.ÄA3!- 16 Prof. Max Liebermann Mlt Melb» von Illlptvr Zinn iSämtl. Metalle Quecksilber ?» beziehe» dm» alle psstämkr, Zuch-mndlg., Zeiiuagavttiauf«- ßell» u. den Aerlag von c-_ R»(, Beistand.«U, fnin, Tai aMmj. DSSSSQ. 9u.. UruMt-. td-'n-dn. tataiiMzto. LaodeerlctitMatDr.v.KlrchhocIi- Alexanderstr. 45. Oeseii-ch.(■n.TitUJ-t, titu. Er:oiit, BeobackL MKw. nahm. Juristen. ImiIu 10—12 Vertraaenasacbeu! - IDC 3D Komplette Jahrgänge de« Aozialist van 1Y1Y Ppd nach zn verkaufen. preis dea Jahrganges Mark 20.— Organisationen erhalten hohen Rabatt. Der Jahrgang, dem ein ausführliche« Rezist t beigegeben ist, ist unentbehrlich jür Referenten, parteibld'.ia'.heken elc. 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