fiojdpwfs 20 psennlz. Z. Jahrgang Ire,'tag. ken IS. Jxn'l?H20 vi«„�r-ibcii» erfcheinl morgen,>md na-bmitwg� an Sonn- nnd Festtagen nur morgen,. Der L-,»g,prei,!'etiugt bei ireier Auslellung in, Baas:itr a�rog- Berlin 7.50 m. im noraus zablbar. Für c>olib„»g nebnien sSmilich« postanstaüen Bestellungen entgegen. Unter rtrenbanb l'izogen für veutschland und Dlste-.r'i» 1.0.-111., ,ür da, übrige Ausland 1Z.bc> AI. zuzüglich Valutaaufschlag, per Siitf für Deutschland und lvestcrreich I?.— AI. Rrdnltio» tmd«Spedition: Sierltn RW.«, Schiffbiniardamm tglll. Farniprecher: Amt Norden SSS- SS, S8SS und»SS«. Nummer 72ö> Msrgen-�usgübs Inserake kosten d?e achtgesp. Nonpareillezeile oder deren Raum 3.20 lNk. zuzügl. 30% Teuenmgszuschlag. Familien» und Drganifatkonsanzeigen die achtgesp. Nonpareillezeile 2.40!N?. netto. Aleine Anzeigen: Das feitzedruckte Wort Z.�5 Mk., jedes weitere Wort 8S pfg., zuzügl. 30% Ceuerungszufchlag. Stellengesuche, Familien- u. D'.'gan:sn!ionS-» Worß-Anzeigen kosten das fettgedruckte Wort INk, jedes weitere Wort 83 pfg. netto Jnsermen-Abteilunq: Berlin NW. v. Cchiffbanerdamm lv Fernsprecher: Amt Norden 8SZ— 36, L8V5-S6, tt«6S Ar TSuschungsversllch. Ats W. T. B. gestern mittag die Nachricht über die Ver- öaftung von Lüttwitz und Bischof verbreitete, haben wir so- fort unseren Zweifel an der Nichtigkeit der Metdung ge- äussert und die Vermutung ausgesprochen, dast es sich um ein Signal zum Losschlagen für die reaktiv- n är e n Putschisten handeln sollte. Wir gingen dabei von der Anschauung aus, daß man durch diese Nachricht den Anschein einer.Bedrohung der putschisiischen Organisation erwecken. wollte, um so durch eine Falschmeldung die Stirn- mutig zu schaffen, aus der der Putsch vom 12. und 13. März geborcu wurde. Tie Talsachen haben uns in unserer Ver- mutung über die Faschmetdung recht gegeben und auch jetzt noch kann der Verdacht, daß ein Signal vorliegt, nicht ganz von der Hand gewiesen werden. Der Tatbestand ist folgender: Das Wolfksche Telegraphenbureau ist in den Vor- Mittagsstunden des 15. März tetephonifch angerufen worden. Ter Anrufende gab sich als P r es ser e s e r e n t der Neichskanzlei aus und nannte auch den Namen eines dort tätigen Beamten. Er diktierte dem Stenographen die Meldung und verlangte, daß diese hochwichtige Nachricht so- fort durch Ferndrucker. Telegraph und Telephon an alle Blätter zu verbreiten sei. Erst eine Stunde später stellte stch durch ein Zusammentreffen des Vertreters des Wolff- Bureaus mit dem Rvscrenten der Pressestelle, der angeblich die Meldung weitergegeben haben sollte, heraus, daß eine Täuschung vorlag. Der Name des Beamten der Reickfs- kan'lei war mißbraucht worden, um diese Falschmeldung vor- breiten zu können. Es soll im Augenblick nicht untersucht werden, welche Schuld das Wolffsche Tele- araphenbureau bei dieser Angelegenheit auf sich ge- laden bat, da wir Ursache hoben, anzunehmen, daß die Reichskanzlei mit diesem Fall sich eingehender beschäftigen wird, um festzustellen, wie weit die wohlwollende Leicht- fertigkeit gereicht hat, mit der das W. T. B. sich der Verbrei- Kein GenerÄ' rei? In Vlmien. W. T. B. meldet auS P l a u r n: Die htestgea Arbeiter be- schlösse», nicht in den General st reit zu treten, da sie im Einrülkcn der Reichswehr nur eine gezen HSl» gerichtete Aktion erblicken. Abbruch d?g Ko!»echse!s zwischen Bleu und Rubland. dl.H. Haag. 15. April. Drahtlose Telegramme aus Warschau besagen, P a t e k habe in seiner letzten Antwort an Tschitscherin erklärt, daß er hiermit de» Notenwechsel alS beendet ansehe und die Entschei» dung der Sowsctrrgierung, ob sie zu Friedensverhandlungen übergehen wolle, spätestens»um 17. April erwar�. Aiir die Aeichseinheik. Unsere Bezirksleitung vom Mittelrhein hat sich neulich mit »er Frage der separatistischen Tendenzen im Rheinland beschäf- tjgt und folgenden Beschluß gefaßt: .Die Loslösung deutscher Reichsteile sowie alle Be- strebnngen auf Gründung einer rheinischen Republik sind unter allen Umständen abzulehnen und mit allen Mitteln zu ver- hindern." Der Beschluß entspricht der t.luffassung, die wir von jeher vertreten haben. Unsere Partei ist von Anfang an dafür ein- g'treten, daß die Fdee der Reichseinheit gegenüber allen separatistischen und partikularistischen Bestrebungen zu wahren und weit stärker zu betonen sei, als es selbst durch die neue Reichsver- fassung geschieht. Zupacken! In parlamentarKchen Ä'rcisen wird neues Material Wer die SuSd lv. mo der reaktionären und konterrevolutionären Bestre- bunge" verbreitet. ES wird berichtet, daß die Geheimräte und die lcäenden Beamten des preußischen Finanzmini- steriums mit der Energie ihres neuen Chefs sehr unzufrie Pen sind. Unter Herrn©iidflum, der noch im Hohenzolle-: � tung der Faschmeldung angenommen hat. Das Bureau hat übrigens, wie wir hören, der Unterschung der Angelgenhert der Staatsanwalt übertragen. Es scheinen auch noch andere Täuschungsversuche vorzuliegen. Wenigstens brachte fast gleichzeitig mit dem Wolfs- Bureau die Telegraphen-Uuion eine ähnliche Mel- dung, deren Ursprung bisher noch nicht festgestellt werden konnte. Aber a u ck unserer Redaktion ist offenbar von unberufener Seite die Meldung übermittelt worden. Fast gleichzeitig mit dem einlaufenden Ferndrucker-TelegramM des Wotsf-Bureaus wurde die Meldung angeblich vom Wßlfsschen Bureau uns telephonisch übermittelt. Das Bureau stellt nun fest, doß es eine telcphonische Verbreitung dieser Nachricht nicht vorgenommen und auch unserer Ne- daktion die Nachricht nur durch Ferndrucker übermittelt hat, so daß auch hier ein Täuschungsversuch vorzuliegen scheint. Da zur Zeit die Meldungen darüber noch fehlen, welche Wirkung diese Nachricht, die wohl an die meisten Zeitungen in der Provinz gestern abend noch weitergegeben worden ist, gehabt hat, da zur Zeit noch nicht festgestellt werden kann, was sich ereignen wird, bis die Heuriggen Morgenblätter in der Provinz das Dementi der Oeffenttichkeit übermitteln können, ist es vorläufig nicht möglich, ein Urteil über die politische Bedeutung dieses Vorganges ab- zugeben. Es muß deshalb abgewartet werden, ob unsere Vermutung richtig ist und es sich in der Tat um ein von den Putschisten verabredetes Signal handelt, oder ob ein Uebereifriger geglaubt hat, den Put'ch auf diese Weise schneller heraufzubeschwören und die Zögernden zum Hau- deln zu zwingen. Tie Lehre kann schon heute aus dem Vor- gang gezogen werden, daß die reaktionären Putschisten offen- bar die Möglichkeit haben, sich nach Belieben aller Apparate zu bedienen, die sie zu ihren Putschabsichten benötigen. An keiner Stelle war die Regierung in der Lage, die Durch- führung ihrer Pläne zu verhindern. Die skandalöse U eberwach ung der Telephon gespräche soll offenbar ihre Wirkung nur nach links ausüben. Jagdschloß in Sackrow wohnt, hatten sie volle Frelheti, in den Bahnen zu wandeln, die sie in des Königs Zeiten zu gehen ge- wohnt wiren. Herr Lüdemann soll aber versichert haben, daß er gewillt sei, mit eiserner Energie und fester Hand jeden reaktiv- nären Widerstand in seinem Amte zu brechen. Wir hoffe», daß eS nicht bei Worten bleibt, sondern daß die Talen folgen. Abdruch des irischen Gereralstreils. London, 16. Apri'. Der Generalstreik in Irland wurde am 14. April abends abgebrochen. Der Abbruch«rsolgte«ruf die Erklärung Bonar L a w S im Unterhause, daß die Regierung in der Frage der irischen Gefangenen zu Zugeständnisse» bereit sei. Bereits gestern nachmittag wurden auf die Mitteilung hin, daß alle Gefangenen, die nach ärztlicher Ansicht größerer Pflege be- dürften, freigelassen werden sollten. Am Abend ging dann die Befreiung auS dem Mountjogefängnis ohne Zwischenfall vonstat- ten. Die Menge erhielt die Erlaubnis, das Gefängnis zu betre- ten. Irische Freiwillige hielten die Ordnung aufrecht. Polizei- truppen waren nicht zugegen. Die Konferenz der Alliierten in San Remo. Pari?, 16. April. Aus San Nemo wird berichtet: N i t t i wird den Vorsitz der Konferenz führen. Von italienischer Seite werden an den Be- ratungen außerdem noch Luzzati und Badoglio, gegebenen- falls auch S z i a l o j a teilnehmen. England wird durch Lloyd George, Wilson und Bonar Law vertreten sein. Die französische Abordnung wird für Sonnabend erwartet. Sie be- steht aus M i l l e r a n d, Fach und einigen anderen Mitgliedern. Die griechische Abordnung steht unter Führung von Coromi» loS, da VenizeloS in Athen bleiben muß. Die Konferenz wird sich in erster Linie milden Ereig- nisfen in Deutschland und dann mit der Adriafrage beschäftigen. Später wird sie auch die Valutafrage behandeln und schließlich auch die Friedensbedingungen für die Türkei zu End' bringen. ES verlautet, daß Tedeschini als Vertreter ' C ii-gen Stuhles an diesen Besprechungen teilnehmen wird, �-wikikan an.dpr türkischezi Regelung interessiert ist. Zmzkerfrechheil. Die deutschnationale Presse gibt sich alle erdenklichS Mühe, die Nachrichten über die Vorbereitung e'i n e s neuen militaristischen P u t s ch es zu dis- kreditieren. Sie seien bis zur Lächerlichkeit iibertrieben, die Regierung benutze sie zu Zwecken der Wahlmache, sie würden in die Welt gesetzt, um die Aufmerksamkeit der Be- völkerung von Vorbereitungen limsradikaler streife abzulenken. Mit dieser Taktik Oeht es nicht in Einklang, daß die Deutschnationale Volkspartei es für angebrackst hält, vor der Beteiligung an irgendwelchen gewaltsamen Erhebungen zu warnen. Wäre sie wirklich'per Meinung, daß hier nur halt- lose Gerüchte vorlägen, so würde sie sich kaum zu einer solchen Mahnung entschlossen haben. Dem parteiamtlichen Aufruf schließt sich übrigens die„Tägliche Rund- s ch a ii" mit einer recht energisch gehaltenen Erklärung an, in der sie versickiert, die Wiederholung des März-Putsches würde die Zerstörung des Reiches bedeuten, und außerdem aber gibt auch die„Deutsche Tageszeitung" zu, daß die Meldung von neuei» Umtrieben keineswegs der Grundlage entbehrten. Dazu kommt, daß alle diese Blätter in demselben Atemzug, wo sie die Gefahr leugnen, eine Reihe von sogenannten Gründen für die Mißstimmung an- führen, die, wie man sich auOdrllckt, einzelne Desperados zu verhängnisvollen Unbesonnenheiten führen könne. S.. o an allem soll die Regierung sein. Natürlich nicht, weit sie zu wenig energisch gegen die Rebcllencligue vorgeht, son» vern weil sie sie nicht schonend und versöhnlich genug be- handelt, und weil sie ganz im allgemeinen eine Politik treibt, die der Rechtsn nicht gefällt. Mit besonderem Nachdruck wird aber auf den Gene- ra Ist r e i k als die Wurzel alles Hebels hingewiesen. Der volitische Generalstreik ist nach der„Deutschen Tageszei- Uljig" ein Kampsmittel, das dem Wesen jeder versassungs- mäßigen Entwicklung schlechthin widerspricht. Wer zum politischen Generalstreik ausrufe, untergrabe damit von wl- ber das Gefühl für Verfassung uxd Recht, und eine solche Aktion entfessele darüber hinaus politische und menschliclie Leidenschaften, die die ganze Äscntliche Atmosphäre unheilvoll vergiften müßten. Daß der Generalstreik eine Abwehr- waffe war, daß die Kapp und Lüttwitz die Leidenschaften entfesselt und die öffentliche Atmosphäre vergiftet haben, wird von den heimlichen Freunden des verbiecherischen Un« ternebmens vom 13. März selbstverständlich nicht zugegeben. Der Versuch der Arbeiterschaft, die kleinen Errungenschaften der Revolution wieder zu rauben, hätte von dieser stillschwei- gend und geduldig zugelassen werden müssen. Indem sie zu der rettenden Waffe griff und die Gegenrevolutionäre von ihren Plätzen vertrieb, hat sie sich der Entfesselung der Lei- denschaften schuldig gemacht und darf sich nicht wundern, wenn die unrühmlich Geschlagenen einen Racheseldzug vorbereiten. Mit solchen Verdrehungskiinsten wird gearbeitet, um die Stimmung der Minderbegabten wieder für die pa- triotische Sache zu gewinnen, und um gleichzeitig bei einer etwaigen Wiederholung des reaktunären Vorstoßes die Ent- 'chuldigungs- und Reclstfertigungsgründe gleich parat zu haben. Ans irgendwelche Logik glauben die Deutschnationalen ihren Anhängern gegenüber in dieser Situation keine Rück- ficht nehmen zu sollen. Sonst wäre es ja auch imversiönd- lich, wie ibre Presse die Zuschrift eines ihrer Anhänger über die Verbältnisse in Pommern bringen kann, die in sehr vielen Beziehungen das bestätigt, was von anders Seite behauptet wird. Diese Darlegung, die von der„Kreuz- zeitung", der„Deutichen Tagrszeitung", der„Deutschen Zeitung" und mit ein paar recht interessanten Korrekturen von der„Post" gebracht wird, erzählt, wie Baltikumsoldaten in nicht geringer Anzahl unter Umgehung des vorgeschriebenen Wegs über die Arbeitsnachweise als Landarbeiter in Pom- mern eingestellt worden sind. Dabei wird über das Angst- geheul gespottet, das darüber angestimmt werde, daß diese Leute sich„ein paar Handgranaten" mitgebracht hätten.. Davf man fragen, welchem Zweck denn diese paar Handgranaten dienen, von deren Verwendbarkeit bei land- wirtschaftlicher Arbeit wir bisher noch nichts vernommen haben? Und wenn der biedere Pommer so obenhin von einigen Handgranaten spricht, so dürfen wir überzeugt sein, daß er mit vollem Bewußtsein und voller Absicht die übrigen Waffen, durch die der Bestand an landwirtschaftlichen Ge- raten auf den großen Gütern verstärkt worden ist, ver- schweigt. In einem Satz, den die„Post", weil er ihr doch etwas gar zu bedenklich erschien, unterschlägt, gibt er auch ganz kühl und unumwunden zu, daß alle diele Vorbereitun- gen taktisch ganz richtig als Gegenrevo- lution bezeichnet würden,„denn die Straße regiert und die AegieWng lebt". Wenn diese Worte, einen Sinn hahen. ■ To fcmn es 5 och nur 5er sem, Pomwern sich ruft es, lim die Nesrerung, die es eine Regierung der Straße nennt, zu beseitigen, und eine weitere Feststellung, die dahin geht, daß Pommern eine der Provinzen sei, die Berlin beliefere, kann ja auch kaum mißverstanden werden. Daß auch der Landarbeiter-Verband, der nach der Ver- sirherung des Artikelschreibers in der Provinz eine ungesetz- mäßige Regierung aufgerichtet habe, wieder herhalten muß, k»nn nicht überraschen. Neu aber und bemerkenswert ist die Lstfenheit, mit der dem Kabinett die Fehde angesagt wird: ».Solange diese ungesttzmäßige Regierung nicht aufhört, so- lange seine Funktionäre Mord und Totschlag und damit Anarchie predigen, solange die Regierung die pommerschc Lemdwirtschaft nicht schützt, also ungesetzmäßig verfährt, s o- lange helfen wir uns selb st und tun und la s s e n, w a s w i r w 0 l l e n." Wie sagte doch der ehemalige Reichskanzler Fürst Hohen- l»hc von den preußischen Junkern?„Diese Herren pfeifen auf das ReichP Sie pfeifen au fdas Reich, sie pfeifen auf die Regierung, st« tun und lassen was sie wollen. Und um ihre Selbstherrlichkeit fest zu fundamentieren, versehen sie sich mit Waffen und umgeben sich mit Sold- ncrn. Sie verurteilen in den schärfsten Ausdrücken, wie es eben»vieder in einem Aufrufe des Bundes de? Landwirte geschieht, den nach ihrer Ansicht verfassungswidrigen Ein- fluß der Arbeiterorganisationen, und erklären sich selbst zu gleicher Zeit an die Anordnungen der verfastungsmäßigen Regierung nicht für gebunden. Die seligen Zeiten der QuitzowS und Jtzenplitze kehren zurück, und wenn die trotzigen Nachfahren der Raubritter auch keine Burgen mit Wällen und Gräben, mehr haben, so besitzen sie dafür Maschi- nengswehre, Geschütze und Flammenwerfer. Der Unterschied gegen«nst ist nur der. daß sie ihr„Jochimke, Jochimke, hüte dir nicht ruehr dem Kurfürsten, sondern der Republik ent- gegen schleudern. Die Kurfürsten sind ehedem, gestützt auf das Bürgertum d« Städte, mit den wiföcn Gesellen fertig geworden, frei- lich nicht ohne ihnen weitgehende und verhängnisvolle Zu- Mchänlmisse«u machen. Die Republik wird die Fnchheit der Enkel mit Hilfe des Proletariats erledigen, und dann wird gründlichere Arbeit getan werden. Zum Glück haben die Junker neben ihrem alten Uelkrmut auch die schöne Tugend brutaler Ehrlichl�it bewahrt. Wir sind ihnen dankbar, denn wir wissen, woran wir mit ihnen sind, und wir wissen damit auch. waS wir von den LoyalitätS- Versicherungen der ihre wahren Absichten hinter vorsichtigen Worten verbergenden deutschnationalen Politiker zu halten haben. Sie SetchsexelMa gegen Gochs. Verletzung der Immunität. ZA der GkraferpediTio« eine» ReichSkommlssarS ge» Ed« chothetsch« Regie'?,«« äußert sich unser Gothaer teiorga», da».VolkSblatt", tn eine» länger«« Nrtitel. Da» rrnehmen tourde t» einer durch tBetffa IOuixum verbreitete« Btombgednn« mit allerlei»s und Fraktion der U. E. P. sich wiederholt bereit erklärt haben, Reuwahlen acht Tage nach den Reichstags wählen ohne Rücksicht astf die Regelung der Frage Thüringe» vornehmen zu lassen.' Diese» Austreten de» Herrn Käppler ist allerdings«nerhSrt und verlsseirt schärfste Zurückweisung. Ist die Einmischung der Regierung an sich schon durch nichts gerechtfertigt, wie der Um- stand zeigt, daß sie sie mit dürftigen vorwändeu be» gründen muß. so setzt sie sich Vollend» in» Unrecht, wenn ihr Beauftragter sein Amt ausübt, indem er die durch Verfassung garantierte Jnnminität mit Füßen tritt. Wir meinen, daß die Regierung gegenwarig besseres zu tun haben sollt«, wenn sie durchaus etwaS für den Schutz verfassungsmäßiger Zisttände tun will. In Gotha herrschen ordentliche Zustände und«» ist nur eine kleine Bourgeoisklique am Werke, denen hie Slegievung unserer Parteigenossen selbstverständlich unbequem ist. » Sie SettischnMeitflen fürMWehung derWahlen Die Dcutschnationale und die Deutsche Bollspartei haben mit ihren agitatorischen Antrügen auf sofortige Wahl, die nicht etwa aus wirklicher Uebers-ugung für die Wahrung der Verfassung. sondern lediglich P a r t e i r ü ck s i ch t c n entsprangen, sorgsam die Stimmung ftlr den Putsch der Kaps'istcu vorbereitet. Sie' haben den Hochverrätern die Parolg mit auf den Weg gegeben, s�leuuigste Neuwahlen, mit der diese die Bevölkerung und große Kreise der Arbeiterschaft zu gewinnen suchte. Wer jemals an der Aufrichtigkeit dieier Forderungen gezweifelt hat und geglaubt hat daß sie Neaktionüre diese Fo-der-Äig nicht aus bloßer Agit«. iwns. u,«b Durch den derkorenen Kapp-Putsch und da? mißgkückie Hoch- verraisunternehmcn ist die Situation für die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei äußerst ungünstig. Bei den Wahlen .wird da? deutsehe Volk und vor allem die Arbeiterschaft mit ihnen Abrechnung halten. Sie tun deshalb heute bereits alles, um ihre Urheberschaft zu leugnen und den Putsch in Vergessenheit zu brin- gen. Aber die Frist schein: ihnen zu kurz. Deshalb beantragte vorgestern der deutschnationale Abgeordnete Dietrich im Aus- schuß der Nationalversammlung die Hinausschiebung der Wahlen. Die.Post' windet sich nun am Donnerstag früh in einem Leitartikel um diese höchst- fatale Angelegenheit herum. Sie kann Herrn Dietrich.verstehen' vnd würde gar z» gerne auch für weitere Verschiebung der.Wahlen eintreten. Aber noch scheint 65 ihr zu früh, so urwerhülsi die Karten aufzudecken und in der vollen Nacktheit skrupelloser Parteiintercffen und Agita- tionSmanöver sich dazustellen. Deshalb entschließt sie sich zag- hast noch für die Beibehaltung des Wahltermine für de» 6. Juni einzutreten, im stillen hofsend, daß noch Ereignisse eintreten wer- den, mit denen sich die Verschiebung de» Termins rechtfertigen ließe. Auch eine llukersnchuug. Daß..Nachrichtenblatt' der Heeresleitung im Reichs- wehrministerimn, herausgegeben von Z 1, daS„nur für den Dienstgebrauch' bestimmt ist, enthält in Nr. 72 vom 13. April 1920 folgende Notiz:. 4S4.— IlntersuchungSkommissi»» über die Märzvorgänge. Der Chef des Waffenamts, Oberst Frhr. Kretz v. Kressen- stein Ist zum Vorsitzenden der UntersuchungSkommisfion lkber t*e MSrzvorgiinge ernannt worden. Die Kommission hat ihren Dienst im Rw.-M, Königin-Augusta-Strahe, aufgenommen.(Zimmer 513—516, Fcrnspr. W. 79). Alle an Oberst Frhr. 0. Kreß bezw. die Kommiksion gerichteten Briefe, Anfragen usw. sind bis mss wettere» nicht an 28. L., sorckern an oben angegebene Adresse 3« leiten. W. A. d. 10. April 26. Nr. 105. 4. 20. W.«. Die tiefere Bedeutung dieser Notiz erkennt man, wenn man daS folgende Schriftstück liest: Berlin, den 16. 3. 20. Die gestern festgelegte Stellungnahm« der Offiaivre, Be- amten und Angestellte» des Reichswehrminksterinm» ist gester« abend dem General der Jnfantrir v»n Lüttwitz und heut« mittag dem Generallandschaft«dirett,r Kapp voreetrage» we�en. Beide Herren haben sie mit Dank für die Bereitwilligkeit znr Weiterarbeit entgeg-nsenommen und sich mit de» hierbei ge- machten BorauSfetzimgen cinversiandan erklärt. Generallanbschaftsdirektor Kapp verfügte«ncheidem sofort Sir Aushebung sein«? gestern an da» Ministerium»«richteten Erlasse» betr. Zwan-tSmaszregeln zur Weiderarbeit. t Oerstlentnant Hasse hat gestern abend den General Maerker nach Stuttgart begleitet,«m die Regierung Ebert über die Stellrmgnahme der Qfstpiere, Beamte«»nd Ang«ftelkt«n de» lstchchSdochrmkrssteriumS zu«rterrichten. gez. General v. Eilenhard-sskokhe. gez. liiberst v. Feldmann. gez. Oberst Feh«.». Kreß. DaS wirst eine nette Unters wchnng werden: Derselbe Oberst von Kreß, unter dessen Leitung die Offizier« und Beamte deS NeichSwebrmtnisteriumS denKavp-Rebeklen ihre Bereitwilligkeit znr Woiterarbeit erklärt haben, soll jetzt die notwendigen Feststellungen über die Mitschuldigen am Putsch treffen I Jetzt fehlte nur noch, daß die Herren Kapp und Lüttwitz damit beautfragt werden, die Untersuchung gegen sich selbst zu fühvea. Der Nachrichtendienst des Reichswchrminksterimns. Im.Berliner TageWlrtt' wird darauf«rfmetkstm gemacht, daß der ReichSwehrmenifter Geh kr duwch den Informationsdienst feweS Amte» wohl gegen link« oufgeSlärt wird, daß man ihm da- gegen est, undurchdringliche» Gewebe über alle» breite, wa» rechts vorgeht. Roch säße» dieselben Leute nu Ministerium, die NoSkoS P«chr«u«« so schmählich getäuscht hätle«. Noch habe da»ganz« Militärkadinett Wilhelm» II. über Anstellung und Verbleiben st» der Reichswehr zu entscheide«. Roch amtieve der Nachfolger Bredereck», dessen Namen da» Blatt leider nicht»ennt. Ferner wird da».Berliner TageWakt' in einer Zuschrift«uf die militärischen Nachrichtenstelle» aufmertsam ge» macht, die sich bei allen höheren Kommandostrllen befinden«nd ihve Berichte nicht nur au sämtliche mtfitSuischen Behörden, sondern«ach an ZwiZpersonen verschicken. Diese Nachrichtenstellen arbeiten zum großen Dell noch mit demselben Per- sonal, immer in demselben Geist wieswährend de» Kriege». Sie beschränken sich nicht bloß auf Mitteilung bau Tatsachen, sondern geben auch Anregungen für all- gemeine politisch« Maßnahmen. Ihre Bedeutung wächst naturgemäß in den Fällen de« AnSnahmezusiande», wo die vollziehende Gewalt formell oder doch fast immer, auch sitzt noch, tatsächlich auf den MMtärbesehlShober übergeht. In letzter Zeit beschäftigten sie sich hauptsächlich mit der Fabrikation von bolschewistischen Greuelmärchen, wob« ihnen da» W. T. B. hilfreich« Haut» bietet. Wie falsch, der Reichswehrminister mfornneft wird, geht daran« hervor, daß er Mitte voriger Woche vor Vertretern der Presse behauptet hatte, daß sich in Altenbn rg, wo da» Reich»- wehrbotaillo» seine sämtlichen Offizier« gesangen gesetzi habe, die Mannschaften sich weigert cn, trotz de» Entscheide» de« ReichSmiU- tärgericht» die Offizier« aus der Schutzhaft frei zu lassen. Da» StaatSministerium Sachsen-Altenborg teikl nunmehr mit, daß diese Darstellung absolut falsch sei. Für die Gefangenhal- tung der putschistischen Offiziere sei lediglich die Regierung Sach- senÄltenburgS verarNoortlich, die durch ein Telegramm de» Reichdwehrminister» NoSk« veranlaßt worden ist, die Osfizier« in Haft zu nehmen. Di« Mannschafteu' konnten die Herausgabe der Offiziere gar nicht verweigern, da diese gar nicht mehr 1» ihrer Hand waren. Die»ltendurgische Siegierung verlangt nun von.dem Reichswehr min ister, daß er die Urheber der ihm gewcwdens« fai- sche., Informationen znr Rechenschart ziehe. Da».Berliner Tageblatt' begeichnet e»>« Anschluß an seine Mitteilungen für dringen» novvendig, daß der R«chs»v>ehmw ister diesen vollkommen üb« rfiüss igen militärische« Nachrichtenstellen seine bciowbe«»ufmocksanrtei« zu- wende. Das Blatt verschweigt afcee, daß eS ebenso»1« die übrige bürgerliche Presse die Meldungen dieser Nachrichtenstell«» h«»h«r bedenkenlos nachgedruckt hat. Wir erinnern>uSbes»,ids«: daran, daß die Lügenmeldungen, die von der mi l i t« r 1 s ch e» Nachrichtenstelle in Münster über die SSargänge im Ruhr« cevier a>usgees vor- getragen. Wir geben aus der Rede das folgende Dokument wieder, daS von einem Leutnant v. H e r w e g verfaßt wurde, der in Unna in Westfalen als Vertrauensmann der Veo- lchwörer eingesetzt war und während deS Putschcs von den Arbeitern entlarvt wurde. Herr Herweg berichtet: Im Oktober vorsice» JahrrS lernte ich im Berlin den Haupt- mann c. D. Kevenmüllcr und den Oberleutnant Künzel, damals BadmllonSadfiüamt bei einer. AbwicklunzSstelle, kennen. I» bem sich«nwickelmden Gespräch brachten die beiden Herren die Rede auf die alt« Regierung und Wiedrranfrichtnrlg einer Mon. archie»nd sazten mir schließlich, daß sie»» den Leuten gehkrten, dir c» sich zur Aufgabe gemacht hätten, die Monarchie«irderher» zustellen. Por allen Tinnen ginge daS auch die stin/zen Offiziere a-n, die den Abschied erhalten hätten und ohne Beruf-ruf der Straße säßen. Für die DAlhilse würde dann nach Gelingen der Lohn nicht auSblaben; Borpatentiernng usw. Gevkandet von solchen Aussichten, sitzt« also auch ich meinen Namen ans eine in Hänte» des Hauptmann» befiiwüche Liste. Ach erkllrte mich bereit, Prspagonda zu mache« für einen mon- «rchiftischen Putsch. Mit dem Bemerken, mir weiter Nachricht zutomincn. zn lassen, veMeßen mich die Herren. lllachdem Ich wurn am 1. Januar emdgüLig au» dem HeeteSdncrrst c-nt loste» und e» zur siskstehenden Tatsache geworden war, daß ich nach llnn« znr Fortsetzuivg meiner Studien gehen würde, bestellt« mich Herr Hauptmann Kcveumüller ftlr den y. Januar nach Hagen i. W., Speisesaal de» Bahnhofs; dort eröffnete er mir, daß er sich sitzt in Westfalen aufhalte«ich vornehmlnh im Jndustriebezirt zu dun habe. Er b«« mich, i» «nna nun für dl« Sache»u wirke« und»nverlSsfigr Anhänger zn suchen. Am llO. Januar erhielt ich brieflich Nachricht aus Münster. >t oder die Sicherheit der Be-! völkerung oder ihre Versorgung mit notwendigem LebcnSbcdars! gesäl rder, so kann die oberste Landesverwaltungsbehörde nach An- börun-z der Prwteien und de» Londmirsiclxlstsrate« vi« zur Durch- fübrun,, der Einigung oder dcS Schiedsspruchs erforderl'chen Matz. nat>men treffen. Gegen Personen, die eine Eimgung oder einen bindenden Schiedsspruch absichtlich nicht erfüllen, oder zur Nicht» erfüllung der Einigung oder des Schiedsspouchz auftordern oder aufreizen, ka>n die? SchlichtringSbehörde auf ein« Goldbutze er- kennen. Der Höchsi'betrag der Briste ist für den Abbeftgcber 100 000 mtd für den Arbeitnehmer LOOO Mark. Neben der Gckdbutze kann auch auf Ünsähigkcit erkannt werden, Mitglied einer SchlichtungS- behörde, einer Betriebsvertretung nach dem Betriebs rätreefttz otv'r einer sonstigen gesetzlichen Vertretung im Sinne des Artikels ■ i 165 der ReichSversassung zu sein. g_ Äft-werden' M gegevewer Z-avt eiorh ernttehender vvs vivseS Sch eusa l zu fpreck'en kommen. Wir hoffen, datz auch die offiziellen GewerkschaftSinstauzen solchen Bensuchen zur Knebelung der Bewegung heute ener- gischer entpegentroten werden, älz vor einigen Monvtsn zu erwarten gewesen wüve. Die Arbeiterschaft würde es nicht versteljpu, wenn die Leitung des Gewerkschaftsbundes dum> Zustimmung zu diesem Entwurf oder auch nur durch schweigendes G esch e h e n las s e n der kapeto- l i st i s ch en Restauration die Steigbügel basten wirr- den. nachdem sie bei der Abwehr der monarchrstrsch-junker- ticken Reaktion so energisch mitgewirkt hat. Tagvng der deutschen Verusssßldale«. Der gestrige zweite Sitzungstag der Tagung deö N-ichSwirt. schaftSverbandeS deutscher Berufssoldaten war der Erörterung beruflicher Fragen gewidmet. Die Beratungen leitete ein ausführliches Referat des Geschäftsführer» der BerufSintercssen? Vertretung des R. d. B., Zacke ein, der einen«ingehenden llcber- blick über die Tätigkeit und die Erfolge der Berussintere ssen- vertretung gab. In der ausgedehnten Aussprache, in der dse BerufSfvagen »och eingehend erörtert wurden, wurde besonder? auch die Frag« der Verschmelzung des Bunde» deutscher Militärairwärter mit dem Reu�wirtschaftSverband deutscher Berufssoldaten verhandelt. Di« Verschmelzung dieser beiden Organisationen wurde von allen R"dnern als dringend notwendig erachtet. AIS Vertreter de» NeichSivirtschaftSministeriumS erläuterte Geheimsekrcrär Kühn« die Anstellungsgrundsätze für Militäranwärter und betmibe, datz da» NeichSarbeitt- Ministerium bestrebt sei, die Jnteresien der Miiitäranwärter eben- so wahrzunehmen, wie die der anderen in Betracht kommenden Gruppen.— ES wurden schlietzlich zwei Kommission«« gewählt, die beim NeichSarbritSminister die Wunsche der bei den Pension»- regelungSstellen beschäftigten Miiitäranwärter vortragen und beim Reichspostminister Protest gegen die geplante Po st reform erheben solle» Ruhe im Zerglschen tmd. Ein Urteil der„Frankfurter Zettung". Der„Frankfurter Zeitung' wird auS Elberfeld berichtet: .Ist h>« eine neue Rote Armee in der Mldung begriffen? Droht von hierau» ein»euer Sturm über da» ganz« Industriegebiet hinwegzutrausen? Die Pressestelle der Reich»- Wehr und die ganze Presse der Rechtsparteien stnd bemüht, in d« Oeffentlichkeit und an den Regierungsstellen diese» Sindruck j zu erwecken. Die Tatsachen ober sehen«»»» anders ans. Davon haben wir uns in diesen Tagen überzeugt. Datz die Reichswehr hier nicht erforderlich ist und Nicht gewitscht wird, ist insbesondere auch die Auffassung der Ai v i lb e hö rd e n, die doch die ver- antwortunz dragen. Nach den erste« teitweis« recht blutigen Aärnpsen gegen die Reichswehr, die sich in dieser Gegend entweder Kopp-Süttwitz angeschlossen oder sehr zweiselhasi verhalten hatte, ist hier volle Ruhe eingekehrt, und die herrscht heute noch. Die Arbeiterschaft, auch di« linkSradilole, hat hier im.all- geheimen guteDisziplin gehalten. Da»»Üb auch von ihr«, politischen Gegnern anerkannt. Erkundigungen tn den verschiedenen Tel?«« de» Bergischen LaiideS ergeben, datz die Alarmmeldungen von reaftionä« «er Seite iast durchweg der Phantasie entspringen und de- wühl»der»rrbdtvujit auf Krevokatip» h»v«t»la»t«n. von ber Bildung«tner neuen Roten Armee kann leine Rebe sein. Blutige Kämpfe, über die da berichtet wird, haben niciiMl» stattgefunden. Die Stadt L« h w i» k e l sollte ein« dakschewistische A> deiterwehr geschaffen haben, indem sie Scharen von Flilchtiingen der Roten Armee in ihr« OrlSwehr aufgenommen, also wieder bitvassuei habe— daran ist kein wahre S Wort. Der Zentral- rat, der vor der einrürfemben Reichswehr von Essen nach Barmen geflüchtet war, hat inzwischen öffentlich sein« A u f l ös» n g bekannt gegeben; nur eine Abwickelungsstelle soll noch in Tätigkeit sein. An einer lommunistischen Zentrale wixp c# ja trotzdem nicht fehlen. Wen darf sich auch nicht darüber täuschen, datz immer noch Waffen hier im Lande verborgen sind. Aber würde drc Reichswehr, vre na sie hereinkäme, von diesen Waffen erheblich grötzere Mengen zusammenbringe», alS eZ den Zivikb-chörden gelingen mag? Da» scheint kaum verbürgt irerden zu können. Deshalb ist hier die Meinung: man soll« ruhig da» Bergische Land sich selbst überlassen. Die Behörden wie die Arbeiter- f ü h r e r versprechen, die Situation in der Hand zu be- halten, und sie haben Beweise für ihr KÄnneu in dieser Hinsicht segeben." T« er in Bezug auf Schecheenon» aus- gestellt Hab«, al» jeder Begründung entbehrend und au» de« Äuft gegriffen, bc»eich!>?t. ferne HantckungSweis« ledhaft bedauere and um Entschuchiguna bi:t«. Da» Urteil lautet« wagen vollendeten Betrüge», versuchten Botrmge», in Tateinheit mit Berlenmdung auf«m« Gefängm»strafe von neu» Monaten, auf die zwei Monate nnd 14 Tage Untersiichnng»- Haft angerechnet worden. kalmbrüder. Sprengung einer Angestelltenversmmndmg bmch An- Hanger der 5k. A. P. D. Der Bund der technische»«ngeflellkv»»nd Beamten hatte für gestern abend eine grotze hfftwtliche B«> sammlung nach per. Unlonsb rarwrel" eingeladen. Die ver- sammlung wurde durch ei» Refev-t de» Gewosse»>» f h ä u s« r eröffnet. Er schilderte den Verlauf de« Generakstoekk», da» Zu- scnmnencrrbeit«, der Arbettor, Angestellte» im« Beamten und trat dafür ein, datz diese Koalition»»te« all«» Umständen gehalten werde» müsse. Nach dam Genoffen«ufhäuser sprachen noch«Uder« Vertreter he# Bunde» der technischen«ngostellten und Beamte». Et wurde eine Resolution vorgelegt, m der die acht Punkte dar Arbeit. nehmerschaft al« M i n d c st for der n a g e n bezmchnet wurdeu Gegenüber irreführenden MWeikungen müsse festgestellt werden, datz die GewerischaftS zentralen leine lokalen Körperschaften für Berlin darstellen, sondern al» Beauftragt« der gefanvten Ar- beiterschaft aus allen Teilen de» Reich«« abzusprechen sind. Die Versammlung fordert«JU«»«eftellte» und Beamten ans, die im Genera l-ftreik bewiesene Solidarität mit den Arbeitern»efter zu pflege«, sie steht in der EiuheitOsront aller Arbeitnehmer dir best« Gewähr für den Aifthan her drntschea Wirtschaft im sozialen Geist. ?n der D's'usfo»«rgrlff u. a. der Rechtssozialist Franz Krüger da» Wori. Tie Versammlung, di» ansang» autzer- ordcnUich imposant und ruhig verlief, wurde am Schluß von einer großen Menge von Angehörigen der Kommunistischen Arbeiterpartei, di« an» einer anderen Versamm- wog rülliagemätz evjchieaen war, gestört. AI» Kaan» Ärhgor das Wort ergriff, tvnrtze« nk'edergeschrke», di e Tribsiti«! wurde gestürmt, BiergiSser diente»«ck» geistig« Waffen de? Koenmunisten. Franz Krüger ist e« gelungen» sich den Tätlichkeiten der Versammlungsteilnehmer zu entziehen. Der Bond der technischen Angestrllen lietz aisbann über sein« End- schiietzmig abstimmen, die von den Kommunisten abgelehnt wurde. Wie werden über die Versammlung tu der RdendauSgabe eine« ausführlichen Bericht bringe». Dazu nwltzte alio eine socfenomvke Kvmmimistische Are beiffrpartri �«rütchet werden, damit Versammlungen von »gestellten, die in«nfter Weise die Lage besprechen und sich neu formieren zu nvuen Kämpfen in skandalöser Weise veroewaltigt werden können. Die Schamröte steigt unS ins Gesicht, wenn wir sehen, wie mtf solche Art die Einheit zwischen Uicheftern und Angestellten von neuem ge» schädigt wird, und wir beklage« tief die Arbeiter� die sich von wüsten Radaubrüdern für diese Zwecke mißbraitchen lasten. Goethe möge unS verzeihen, wenn wir uns gerade seiner in diesem Augenblick erinnern. Aber wir finden das Wesen der Kommunistischen Arbeiterpartei treff. lich charakierisiert durch sein Wort: �Fetzt kenn ich deine wurd'gen Pflichten: .Du kannst im großen nicht» vernichten und fängst«S nun im kleineu an.' Yofadowsky verzlchlel. SkaatSsekretär tu D. Graf Posadowhky-Wehner, det deutschnationale Vertreter de» Wahlkreise» Merseburg in der deutschen Siationalversammlung. hat den Merselirrrger Bezirks- verband der Dentschnationale» VolkSparte, gebeten, von seiner Wieder wfftetlung al» Kandidat zur Nationakversam nrlu ng Ab» stand zu nehmen. Darin darf man wochl den Ausdruck der Tatsache sshen, datz Graf PosadowSky die wohkwallende Haltung der Dcutschvationa- leu Vokkspartei zum Kapp-Putsch so entschieden mißbilligt, daß er sich gezwung«* sucht, die Konsequenzen dar«»» zu ziehen. Gescheuerte VsthlMdlMgsn Mische« Achland vnd der EniMe. D. 17. H»««, IS. April. lA«S Kopenhagen wirb gemordet, datz die Verhandlungen zwft. schon England u«S Rußland abgebrochen nmvden find. Der Vocsitz»«d« dar englischem Abarbnung, W> s e, izt nach BeÄin ge- reift,»in zwefte» Mitglied der Abmdnung nach Gens, am der neutralen Kommission beftuwechnm. Ebenso sollen einer„MMsiTmaCnrng die HaSxwnWichen De- spvochung«, seanziisischer Vertreter mit nuSstichan V-olkSlommrissa» ren in Stockholm zu einem siisi völlig nega>p»en Ergebnis gcftihrt habe», weil die rmsisischem Vertreter die Amerkcrmimrg her Schul- de» de««henralige» Zarenreich» oblckhnto» El»« Kundgebung der Krkgstrftnehmer. Die infolge de» Kappschen«ersammlungSverbotes seinerzeit ausgefallene Kund- gebung des Ariedensbundes der Kriegsteilnehmer findet, msi verändertem Programm, nunmehr bestimmt am Sonntag, den 18. April, vormittags lOl-l vhr, m den Kammer- sälen, Teltowor Str. 1-�— t, nah« Hallefches Tor, statt. Redner sind: Willy Meyev. Smif Rabeld. Karl Vetter. Jgnaz Wrobel und Artue Zlckler. Ein namhafter Künstler»vied ein neue» Manifest von Henri Barbusse an die deutsche« Kriegsteilnehmer zum Bort rag bringe». Karten zum Preise von 1 Mlk. stnd im Boiberkaus bei U. WerLHeim und Bote u, Bock crhältttck». Mitglieder dr» Bundes haben freien Zutritt. «egin» der Nmgestaltung der GichersteitSpvlizvi. Auf«nord- »ung de» Minister» des Innern sind 00 Beamte in NnteroffizierS- rang der Sicherheitspolizei Berlins zn Beamten im OfsizierZrang befördert woed-n. sk« der Provinz werden in den nächsten Tagen gleichfalls derartige Beförderungen ausgesprochen werden. Für dt« Bestechung und önterbringung der Beamten der Sicher- heitspolizei sind bedeutende Geldmittel in den Nachtragsetat ein» gestellt worden. Ein»uabbSngkg«, Landrnt für de« Saakkrei». I» der Kvei». tagdsitzung wurde der unabhängig« Sozialdemokrat D r i e b u s ch, Amtsvorsteher in Schömwwitz, mit 2t von öS Stimmen der Re< giorung al» Land rat de» Saalkreise» vorgeschlagen. Die übrige« 12 Stimmen erhielt der kommissarische Landrat de» Saalkreise», der Recht»sozialist Thiel«. ESl» mit K. Die preußische Staat Sregierimg hat durch Erlaß vom 10. April genehmigt, daß der Name der Stadt Aöln hinfort mit dem Buchstaben K geschrieben wird. Rücktritt der tschechöslowarischen Regier««». Am Echsiitz der letzten Setzung der Nationalversammlung am Donnerstag zeigte IkWifterpeWdeut T u sz a r den Rücktritt der Regierung an. Der Ministerpräsident erKärt u. a.: Wir halfn nn» ihnen »Nt dem Programm»orgef.ellt, die Lorfvfsung durchzuführen, die Wahle« auSzaschreibeu und die Weiterführung der Staat»- gftchäfte einer Astgierung anzuvertrauen, wsiche«irrem»»« Volke gewählten Poriament vevantwsrftich sein wird. Da die Na tie naiver sammlung heute auSeincin vergeht, verabschiede« auch wir nn» gieichzcrttg von ihu«». Nächsten Sonntag»Verden die Wahlen vorgenonienen werde». Die Ratio-naiversammlung wird vielleicht vewssungsgemiitz bi« zur Ko-rrstituierung der»euen R a! ionalperfamm lllng berbelassen bleiben, ich hoffe aber. d«tz sich nicht» Außergewöhnliche» ereignen wird, nm dies« Nationakver» sammlung noch zu einer außeroodentlichen Sitzung einznberufen. Ver Haft«», eine» zaristische« VerschwSeer» iu Paei». Da» ehematiife Du mamitglied Doz nobic ist in Pari» verhaftet wor» den. Doznobic wird baschuldigt, sich an einer Verschwörung be» tetligt zu haben, die den Zarismus in Rußland wiebecherstelle«. wollt«. Angeblich stand Doznobic mit B e r I i'n in Fühlung. Er soll von dort für seine Propaganda SO Millionen erhalten haben. Die ganz« Verschwörung soll nur von Russen angezettelt sein, ftrst all« Beteiligte» sind Beamte und Angestellte de» za- ristischen Regime». Allgemeine« Wehlrech« Iii Belgien. Der belgische Sonst nahm mit 00 gegen 83 Stimmen bei ß StnnmenthaAungpN! einen Gesetzentwurf betreffend da» allgemeine Wahlrecht cm, der auch graue» da» Stimmrecht gibt. 8oot>«»«nchieni Protokoll des aaß erordentlichen Parteitages der II, 8. P. D. 30. Novßiabcr bU 6. Doxembnr 1919» Leipzig : 560 Soiten t Preis 15.— Mk. Preis für Or< n a I« a t i••« a 10.— Mark Buchhaadlunä JFrciheit", Breite Straße 8-9 . 33 Preis w er i c Leben§asil 1 1 e I Frische Fiimdem|50 SCCl�wüüS ohn« Kopf, la f ani«a F1kJi«u Fftrad !C*i-V ohna Kopf, in ganzen Fisdm Pfand g'/ Sals-Sdisiüfbohnen...«und 95«. l�nStr Kaffee.........iw 2S00 Hü!sc!sfrücMc halbe,..?fa°d M eL)e Bohnen........... pw 450 Erbsenmehl.............. pfn-d 495 ViMoria-Erbscn....._____ pw 5i5 Linsen..................... p�nd S95 Dänischer Wei�hoM.Pfand 7B«■ Makspcisc.............. p�°t 250 Backpflanmcn......... Pfand 790 Tafel-Reis.............. pt-d W95 Prei�elbeeien. pw(j50 Besonders vorieilhafie Wdns und Sjirimosen Preite ohne Flaacke u. Steuer Starterwochhg 20 Prozent 1�8 Bockenheim. Rotwein tos« Hi FlMcbo.............. iL 'ü'Oberh. Maikammerer j�qo I Vermouth di Torino oos« *b Flaach* l�8Montagna- Rotwein jcoo ,9j8 Herxheimer Gddberg 1750 tfi Flasob«.............. ivJ Natnr-G��iich«, � 71*8 che...... i 1 »Ij Floack®. 22 TarragOna, rot and weiss Jarn.-RrnnVerschn. 1;, rtMch.......'t" DtscIi.Weinbrand-Kognak kom Hl Filmcti».............. 3/0 Pieiswerte Heo-Einginge m Mo el-, Eiicin-, Dessert- d. Bordeaux-Wein. Dir. Stliaumweine, Spirituosen n. LMre".SiiStiS TitSiitet isr.a MZNWWN. Volksbühne Thea�r Tlioa�.-r aqi Bükrvu'platr nnd sera Fl-ng. fißjffi MM�tSk "'.openiefier Str. 68. nUhr:Prg i'Md'ZZ L laAisflieaia ä* Opernhaus: rtU.: De.- fi- ,-!-.lor von Sevilla t- e ha u»j: e I h a. I; IV WLQ. iJirdtikm:<12 iiainhardt k'Mm Tfesatsr CP Uhr; Faust 1. üiHti�npißie TD Uhr: SteHa. GroOss SciiatisnlaGian KwIstroSc 7 U: Der veiSv Neilaad (1, AblL-Hmjk. Hl. Abeqd). OlnkSim Carl h'elnhr;"!— End. Seraaner i8U. ScH,5oS" et�erstein SoiiDubend; ICdlffs Nlcolo RomWsdm» l8U.: Der Herr P.Hnist* (Max PnileoberK) Mm Tiicaier 7 Uhr: ter(etrte Walzer mit ftht- ileeor-ry asw. E OilUI Utah 7\ Uhr. Mi Allobendl. »ci: ewslia. WnfW. Herrmath) racn-TÄT (Bahnhof frie-lrishstraad Tasadh W Ulw; M y r r h a Ronnah 4 U.: Um and BartU. Sf/. 4Lr.: �gr.%cliv Piggcr gos. Risiffli-Tlißater (Etadtbahn la>!oowU7.brO«l(e) TS stich Vh Uhr: Iis»1 von Herrn. Sud er mann. Sonnab. 4 Unr: SbHlk.MÜMi. Sonnlag d Uhr: vsr?'rsl«-inf Ki'sBÄÄÜS Direktor: Jc�n l'ien AH•bciidiidi 7 Uhr 3ö Mln.s ILihi Werber a. Q. In Dia k:®1ffia Sonntag den 18. und 25. April 3 TJ7r; PI« D�rae v. Clrcti» Rose-Theater 7>. U.: Dns Lied der Liebe Itihana-Theater St«. 3iU.: CsartbasfjrKtln. 7iuhr: Dsr Rsslelljinder Cssao-Thwtw «uhr: EhisHe? Sünder Snnntv. 3h Uhr: Onkel Morttz ■ Tbtatar am KottbBser Tor Tel.: MorttzplaU 14814. I Täcl.: 7i und Sotmeng ' N». t>!I 3 PUrs EHte-Sünger Horst, Ruseill, S. Scbraäsr. Stbohrt it». tUiiUitfen-Kjwirl Vw, I M. n. 4-6 0. CmütSsisii Beate sowie t ief. 74 U. Das De» Äptil-Fisgi! and zum Sclthiß: „Est WUMJb" tu 5 Ak.an und 1 Adtofmose. vis WomtoftlenilTn. n, Ihre Gshetanüät.. 81t. 3, 1 cie. Kind Irel ebenralts UssSiisiLt U.T KuriO�st�ndamm 26 Patience BohaB.pS.} In 6 Akten j Ig den P hm pff rntl e n: WWrSZüM /Ock»oä/ Gonraö l)M/ M!M NOMM/ M Bofa) MOiartsait am Nollandortplstz Die ÄbesU�aer der Margülse von K&sögsmark (Am dem'Leboa ndnerUebeunagentln) 6 Aok t p nrtt Dasny ServiüR t Vioftita Narsltrska De'cf oti/ fclbcrt �otry X»! ei« »m Px>t» da ra a-f Pl«-4 i KoStiB�ss�teW�dsler XiawtwgAmd arte Henny!P©?«en SntM lata nies s Jirn« I Ujl-Ütdmob büMfei Wdm a-.vm-affrff mit/ tdithMeHar� asrnstteilfts /{MuVPO�fhanns Georg Avenan-st Cbrtrft» Q-b-ö" U.Ve�Uib-n'v-i� Geimm-ii® imwaMn. 71 h ättHKü»»«*««14«, Dom«; Dorsch, tbnstWKWi GrtJrJng Tirmm r ko1g8T-tHtz,«a«tnfcttndP»ft�eliaaan U.T H.VviebmteÄp ß* Di«»ose evotsi Oriton« Kln S4»h»*twmaw1isw'' Kapiteln 1. a.r Romeo oad Julia im Scknee Ui *-»h tj______ lWW.''»- aki«!!....IJ!■!.......... 1...... t....... WothBnSs hMrslclt"Sas ä. Stein OranisnstraBe 1 Hochbalin-Slatlon Oranleostr. Clc3icl»3i>aaTe n. aHe häßlich. 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Ubr, I von der LelchenhaHe des Oemcinde-Pr'edbofes In Nen- ' kölln. Mar: endo Her Wc& aus statt Der Fo,DRs£«Äolf Lubrlch kÄM vr."von61 dar uÄTnlle de. Ost-Klrchhoies in Ahrensletde aus statt. Der Schlosser__. Julius Trost Lachmannstraße 2. am d. M. Die Beerdlfnnf Sudel am Preitaz, den Ii. d- M, nachmltteis 6 Uhr von der Lelchenhali« des JerustJemer Kirchhofes in Neukölln, HermannstraBo 84-90«Uli italt K Moinrich Gerber PeldstraBe II. am 11 d. M. Die BeerdiBun« findet am Freitag, den 15. d. M,neehmlttage 2 Uhr. von deFLelchen- halle dee Ell-sabelh-KlichhoIes in derWollaakstr. aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet, Nachruf. Des Kollern nr Nuchrlcbt, dal nneere Kollegin die Arbeiterin Marie Tamke, ' Wiener Straße 49, am 7. d. Mta, and dar Kollage, der Arbeiter Emil Zühlke, Puttbsasr StraBe 16, am». d. Mts„ aestorbsa aUd. Ehr« ihrem Andenkenl Die Orts Verwaltung:, Kayfe OnsiaiietionsnHitßrla! Kabel Litzen Meiere Telelon Nollendorl 416. OderTretger StraBe 37 und öama&ritw StraOo 12. Instwnswsrkstäitefl. 8. Distrikt. Am Sonntag, d. 12. d.M. I vetatarb unser üenosse RiiHolf Lubrich Llebzstraße 17. Die Beerdigung findet I Sonnabend, den 18. d. AL.| I 2 Uhr, In Ahrensielde[ 1 slcft SpeslaS-Ärzt für Gwchlechts-, Haut-, Harn-, tueiilfctden, speziell veraltcto Fraue -Vk.* Sur �SJ« aas, a»»as es ma»**| l c u v, sr jv ius_ 11, AlV/1 1 hattnäckleo fltirnleidcn Ausschlag» SalV�rsan-Kuren. Urln- niid ßfHtüntersucliuacen.'J- Separates Damenzlmmer. tPAte und äiteste Het!» Anstalt Lcecr Mr.: Löser senifw. s5r. lwot� n« Rcißnföclsr StraSß MTD,{LnÄ.plS-t # Spezialöekandlttng# lUr Haut- uvacl Orscivlecls tele» Iii eis C&RJf�.n,TC,0#kH?V Insalidenstr. 847 ■ raw e wf L Etage, Ecke BergitraBA Kosteniosß Uatsrsücfinng und Beratung über s&cbgßnidSß Behandlung Sprcchutcndon 10—12 rtmri 4—8, Sonsizgrs 10—12 SpezTai• Behandauns v. Geschlechts, Heut-, Harn-, Frauenleiden, aeez- veraltete, hartnäckige Harnleiden, nerv. Sc.iwüche, Salvarsun-Kuren, Urin- und Blutuntersuchung. 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Damit bekämpfen sie also keineswegs das Prinzip der Demokratie. Durch das Prinzip der Demokratie soll die Mehrheit zur Geltung kommen. In einer Klassengesellschaft wird das demokratische Prinzip verfälscht. Einmal durch die Wirtschaftliche Ueber- macht der Besitzenden, durch die die Besitzlosen höchstens formell, aber nicht tatsächlich demokratische Rechte empfangen. In einer Klassengcscllschast gibt et in den wichtigsten Lebens- fragen leine gemeinsame Interessen, die Klassenscheidungen schaffen Klasscninteressen und Klassengegensätze. Die Bc- schlüsse der Nationalversammlung wie die allcr bürgerlichen Parlomcnte erfolgen nicht im Interesse der Gesamtheit der Gelellschaft, sie sollen vielmeh? die Interessen der Besitz. nden wahren. Es braucht nur an die Steuerpolitik, an das Bc- triebsrätegesetz, an die Behandlung der Kirchen- und Schul- fragen, an die ganze Politik nach innen und nach außen erinnert zu werden, um das olfenkundig zu machen. So konimt es, daß in„der freiesicn. Demokratie der Welt" die„voll- endetste Demokratie" in Wirklichkeit ein-r„Diktatur der scharfgcschliffenen Bajonette" ist, wie in dem Belagerungszustand mit allen seinen Begleiterscheinungen, zum Aus- druck kommt. Oppositionelle Zeitungen werden fortgesetzt verboten, mehr als die Hälfte der unabhängigen Zeitungen waren bis zum Beginn der offenen Konterrevolution, 13. März 1920, wochenlang unterdrückt, die Gefängnisse und Zuchthäuser sind mit revolutionären Arbeitervertretern ge- füllt. Todesurteile und Morde sind an der Tagesordnung, reaktionäre Mörder haben gute Zeiten. Das ist die viel- gerühmte bürgerliche Demokratie! Wir hatten schon einmal in Teutschland eine Diktatur des Proletariats. Freilich nur zwei, drei Tage lang, im November 1918. Was hat dieie Diktatur des Proletariats schreckliches getan? Geschichtliche Dokumente aizs jener Zeit geben Aufschluß über die„Schreckensherrschaft" deS beut- schen Proletariats in den ersten Tagen der Revolution. Sie übertrugen die politische Gewalt auf den Rat der Volks- beauftragten. Der verkündete mit Gesetzeskraft: 1. Der Belagerungszustand wird aufgehoben. 2. Das Vereins- und Versammlungsrecht unterliegt keiner Beschränkung, auch nicht für Beamte und Staatsarbciier. L. Eine Zensur findet nicht statt. Die Theatcrzenfur«vird aufgehoben. 4. Meinungsäußerungen in Wort und Schrift, sind frei. 6. Die Freiheit der Religiousübung wird gewährleistet. Nie- niand darf zfu einer religiösen Handlung gezwungen werden. 0. Für alle politischen Straftaten wird Amnestie gewährt. Die wegen solcher Strafiaten anhängigem Verfahren werden atc Serge Magen. 7. TaS Desetz über'den oaterländischen Hilfsdienst wich auf- gehoben, mit Ausnahme tcc«ich auf die Schlichtung von Streitigkeiten beziehenden Bestimmungien. 8. Die Gesindeordirung wird außer Kraft gesetzt, ebenso das Ausnahnregesetz gegen die Lr.ndarbciter. g. Die bei Beginn des Krieges aufgehobenen Arbeieerfchutz- bcstimmungen norden hiermit wieder in Kraft gefetzt. Es wurde ferner eins Amnestie erlassen, die sich auf ftichtpolüi'che Vergehen erstreckte. Der Achtstundentag und die Erwerbslosenfürforge wurden eingeführt, andere soziale Maßnahmen angekündigt. Ein Grundgesetz für die Soziali- sicrung sollte geschaffen werden. Das waren gewiß ver- heißungsvolle Anfänge zur Herbeiführung einer neuen Zeit. Und alles das ohne Terror! Die Arbeiter und Soldaten *) Siehe Nr. 122 der„Freiheit". » Der Sternfteinhof. Roman von Ludwig Anzengruber. Der Wirt Von Zwisckwnbültel chatte seine Betten ab- geschlagen und samt Schränken und anderem Hausrat nach dem Bodenraum schaffen lassen. Seine Wohnstube war als Schan'ktokal eingerichtet und das frühere, mit sauber ae- scheuerter Diele und Tannenremgaehängen an den Wänden. zum Tanzsaat geworden. Alle Türen im Hause waren aus- gehoben, so daß man ohne eine Tür schnalle zu drücken, ans- und einlaufen konnte, ebenso die Fenster des Tanzlokals, obgleich durch selbe eine prickelnde Luft hereinstrich: diese und die Leute werden nach ein paar Tänzen warm werden. Diese„Tänze" im Fasching waren sonst immer med- lich verlaufen, es geschah wohl, daß zwei aneinander ge- rieten und nach einiger unzarter Behandlung der Schwäckiere den Geickvidteren machte, dar nachgab: in solchen Fällen nahm der Wirt die Effekten des Nachgiebigen an sich, setzte ihm vor der Schwelle den Hut auf. drückte ihm die Pfeife in die Hand, und munterte ihn auf.„sich nichts daraus zu machen, bald wiederzukommen, denn heut' wär's nit wie alle Tag'." Drohten mehrere in tSreit zu geraten, so legte er sich dazwischen, versöhnte, wo es anging,— ein gutes Wevk. das sofort seine Zinsen trug, denn die erneute Freundschaft wurde mit frisch, gefüllten Krügen bekrafcgt, ging dies aber nicht an, so entschlug er sich bescheiden jedes Schiedsrichter- amtes und warf in edler Unparteilichkeit die HarVtschreier vor die Türe. Faschina über war mit den eL-uten besser auszukommen, da waren die Zwifchenbüheler eben unter stch, kein fremdes Gesicht darunter: die Auswärtigen hatten ja in ihrem Ort selbst Tanzunterhaliiing. Mit der Kirchiveib war's ein anderes, da gab es für den gleichen Tag oft auf Meilen in der Runde keine so vielversprechende Lustbarkeit: was Wunder, ivenn sich auch von meilenweit Gäste dazu fanden? Die führten meist.— unversehens, oder wohl auch absichtlich, — Unfug und streit herbei. Daß die vorjährige Kirchweih so Aimpflich abgelaufen war. dafür dankte die Zwischen- büheler Wirtin dem lieben Gott und schrieb es insonders den harten Zeiten zu. die den Leuten den Uebermut be- Veildsie zur„Zrelhell" dachten gar nicht daran, einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Nicht einmal den Kriegsverbrechern, die Millionen Menschen auf dem Gewissen haben, wurde auch nur im geringsten ein Leid zugefügt. Die Arbeiter und Soldaten dachten so wenig an eine terroristische Diktatur, daß sie nicht einmal Wert darauf legten, die Waffen und alles Kriegsmaterial in Gewahrsam zu nehmen. Wären nur die proletarischen Massen damals von sozialistischem Bewußtsein erfüllt gewesen. hätten sie ihre in den ersten Tagen unbestrittene Macht im sozialrevolutionären Sinne planmäßig und zielbewußt aus- geübt, um wieviel besser stünde es heute um uns alle! Nie- mals hatten alle Männer und Frauen in Deutschland größere politische Freiheiten und mehr politische Rechte, niemals hatten die Lohnsklaven mehr Aussichten auf ihre wirtschaftliche Befreiung, als im November 1918, unter der Diktatur des Proletariats. Vergleichen wir damit die Zustände, wie sie uns heute die bürgerliche Demokratie gebracht hat. Trotz aller Flüche und Beschwörungen führt die Eni- wicklung der gegenwärtigen proletarischen Revolution uns dem Zustand der Diktatur des Proletariats immer näher. Die Entwicklung der deutschen Revolution feit dem No- vember 1918, wie der Ausstand der Kapp-Lüttwitzc und seine Wirkungen besonders auf die rund 12 Millionen Mitglieder umfassenden Gewerkschasts-, Angestellte]# und Beamtenverbände rechtfertigen die grundsätzliche Politik der Unab- hängigen Sozialdemokratie in glänzendster Weise. Keine Partei hat so unausgesetzt und nachdrücklich aus die Ge- fahren der Reaktion hingewiesen und so unermüdlich und wirksam für die Verbreitung und Vertiefung der Grundsätze des revolutionären Sozialisnrns und für die Aufrllttlung der Massen gearbeitet, wie die Unabhängige Sozialdemokratie. Die Reformsozialisten erlebten am 13. März 1920 ihr Jemz. Die sozialistischen Kommunisten bekennen sich heute auch in den Fragen des Parlamentarismus, der Gewerkschaftsbewegung und der sozialistischen Regierung zu den Grund- sähen der Unabhängigen Sozialdemokratie. Und die Ge- wertsclKists-, Angestellten- und Beamtenverbände haben seit dem 13. März 1920 nickst nur ganz offiziell die Jungfernschaft ihrer politischen Neutralität verloren, sie haben gemeinsam mit den sozialistischen Parteien die wenn auch allerersten und schüchternsten Anfänge der Diktatur des Proletariats herbeigeführt. Mögen das manche Führer der genannten Organisationen ohne Bewußtsein oder widerwillig getan haben, mag es in den Reihen der Mitglieder kleine oder größere Massen geben, die sich über die Bedeutung irnd über die Tragweite des Vor gebe nL ihrer Führer nicht klar sind oder sich gar dagegen auflehnen, an der Tatsache ist nicht zu rütteln, daß sich die Gewerkschasts-, Angestellten- und Beamtenverbände durch ihr Vorgehen seit dem 13. März 1930 den Grundsätzen der Unabböngipen Sozialdemokratie ge- nähert haben. Mögen die Motive und Absichten für Handlungen sein, welche sie wollen: jede Tat hat ihre zwingenden Gesetze für die Zukunft. Wie zutreffend hier das Auftreten der Gewerk'chafts-, Angestellten- und Veamtenorganisationen und die Folgen. die sich für diese Organisationen selbst daraus ergeben, ge- würdigt sind, dafür berufen wir uns aus den offiziellen Bericht über den Generalstreik gegen den Mcmarchiswnputsch im Korresvondenzblakt des Allgemeinen Deutschen'Gewerk- schastsbnndcs Nr. 12/13, 30. Jahrgang, 27. März 1920, in dem es heißt:. Für die Gewerkschaften bedeutet dieser Generalstreik die erste Probe einer groß angelegten voJitisdhen AK an und zugleich«inen glänzenden Sieg... Durch die entschlossene Auf- stellung ibres Ak ionSprogvammS haben ste die Gewähr geschaffen für eäne Neugestaltung der Regierung und für e ue durchgreifende Neuordnung»er militärischen und vernaUungsbehördlichen Ver- Hältnisse, die eine Wiederkehr solcher reaktionären Putsche für die Hirkunri nnmöalich macht. Sie haben endlich dt? Balm freigemacht für eine Befchleunigzrug der Sozialisieru-ng und für eine die Ar- beitn«,hmer schaft wirklich befriedigende Sozialgesetzgebung. Sie konnten dtzse Forderungen nicht durchsetzen, ohne ernstlich an daö nähuen. Daß von diesem ersten bis zum letzten, alle dies- jährigen Bälle den vorangegangenen auf ein Haar gleichen würden, das war ihre Ueberzeugung lind das sagte ste auch ihrem Manne und fand es für gar albern, wie er Ein's da mit feineti Ahnungen erschrecken möge. De? Wirt lächelte und nickte in freudig eingestehender Beschämung dazu, zum Reden hatte er keine Zeit. Der Tag hatte sich gut angelassen und schien ebenso enden zu wollen. Stunde um Stunde ivar in lärmender Lustigkeit, ohne das geringste Anzeichen einer beginnenden Entzweiung ver- strichen. Eifernde hatten sich durch ein Scherzwort begütigen, Aufbegehrerischc auf die Stühle, die sie schon hinter sich ge- stoßen hatten, wieder zurückziehen lassen. Schon begann eine friedliche Auslese der schwächeren, aber trotzdem lind vielleicht eben darum nicht nngmfelichen Element der Gesellschaft: manch' einer,„der mühselig und überladen" war, taumelte durch den Flur nach dem Garten, stöhnte zu den Sternen auf und wies dem Monde ein gleich fahles Gesicht, oder schlug nach wenigen Schnitten zu Boden, blieb auf her mütterlichen Erde liegen und deckte sich mit dem ewigen Himmel zu.,* Wie hätte es den Wirt von Zwischenbühel, der heute ein paar Arme zu wenig hatte, gau'dicrt. wenn er den von Schioenkdorf hätte sehen können, der. viere zu viel hatte: zwei, die ihm am Leibe angewachsen waren und die er, um kein Aufsehen zu machen, in anscheinender Gleichmütigkeit in den Hosentaschen vergrub, und zwei geistige, die er in heller Verzweiflung über dem Haupte rang, so daß ihm vorkam, als ob ihn darüber wirklich die Schulterblätter schmerzten. Es konnte aber auch nickt mit rechten Dingen zugeben! Da sprangen Knechte und Mägde. Kleinhäusier- Buben und Dirnen auf dem Tanzboden herum, von den reichen Bauerssöhnen aber ließ sich auch»icht einer blicken und die Töchter der'häbiasten Anwesiner. Käsbiermartels Sali obenan, saßen gekränkt und gelangweilt neben den scheltenden Ungehörigen. Es hatte sich aber ganz ohne Hexerei so gefügt. Der Toni vom Sternite.nhof war bei Zeiten auf dem einspännigen Steyrerwägc'lchen vom Haus« weggefahren. Als er Zwischenbühel außer Sicht hatte, begann er auf das Pferd loszuiveitschen. „Klampen, elendiger, greif aus!" schrie er.„Gelt, zum Tanz sollst mich schleppen, kuppl-errsche Schindmähr'n?. Zfelfos. 18.«Uta 1920 parlamentarische Getriebe«iseecr Reichs, nnd Staat« Politik z» rühre«. Sie mutzten stch alb einen neuen Faktor im politische« Lebe« einschalten, mit dem Regierung unb Parlament stch vor allen entscheidenden Schritten zu verständigen haben. Es mag demokratische Doktrinäre geben, die eine solche Regelung a!S mo- vereinbar mit den verfassungsmäßigen Rechten der Vollsverlve« tnngen empfinde«. Ihnen können wir nur da»«ine sagen: Ein Parlamentarismus, der in Sutzcren Forme« erstarrt, ohne sich um die lebendig wirkenden Kräfte deS Volkes zu kümmern, ist eine Gefahr für das Gcsamtwohl. Der monarÄnftische Putsch hat gezeigh wie leicht demokratische Regierung«« verjagt werden können. Was aber nicht verjagt, abge» dankt oder aufgelöst werden kann, das einzig Bleibende, der Quell aller staatserhaltcndcn Kräfte, ist das arbeitende Beik, oesic.« W i c! scbe• tsve rlwn de den Kampf gegen die politifch-militaristischen Hochverräter unerschrocken ausgenommen und ihn gewonnen haben. Sie sind es doch, die dem Reich fein« legale Regierung und feine Volisvertretung wiedergeben. Aber doS arbeitende Bolk ist nicht blind für die Schäden und Halbheiten der dmvkrir. tischen Regierung, die ein grosicS Matz von Unzufrb denheit i« allen Schichten gehäuft und indirekt den Nmst»rü>estrebungen mouarchist'scher Verschwörer vorgearbeitet haben. ES kann auch nicht länger ruh n zusehen, daß fortgesetzt ein wesentlicher Teil der Arbeiter durch den einseitigen Kampf gegen links aufgereizt und der gemeinsamen Verteidigung der Revu- böik entfremdet wird, weil dadurch die Kraft der Arbeiter a l S Klasse geschwächt und die Roak'icm gestärkt wird. Die Gewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und Beamte« sind au» diesem Kampf um die Erhaltung der Republik hervor- gegangen als die Beauftragten der arbeitenden Bevölkerung, be mit den ver fa ffungs mäßi gen Gewalten über eine den Wünschen des Volkes entsprechende und für eine gesicherte Zukunft Gewähr leistende Neuordnung der Verhältnisse zufammentvirken. Die Ge- 'werlschaften haben sich.zu dieser verantwortungsvollen Außzabe ebensowenig gedrängt, wie zur Organisation des politischen Gene- ralstreiks. Die Geschichte, die stärker war als die Regierung und die Volksvertretung, hat sie an diesen Platz gestellt und il-nen diese Mission übertrage«. D> BolkSmassen, die ihrer Leitung folgten� haben auf sie das Vertrauen gesetzt, daß sie auch die Vereinbarung gen durchführen, unter denen der Generalstreik beendet worden ist. Dieses Vertrauen darf nicht gelänscht werde«. Die Folg'« eines solchen BerlrauensbruchS. würden unberechenbar fein für die Organisationen, für die Regierungen, am meisten aber für un,'er unglückliches Va'erland. Das mögen olle diejenigen er» wägen rnid stets dessen eingedenk sein, die an der Wiederhev« stellung geordneter Staats- und Wirtschaftsverhällnissc muzu»» wirken haben. Die Terminologie der Gewerkschaftsführer darf uns nicht irritieren. Sachlich wird gesagt, daß der politisch«ntz gewertschaftlich organisierte Teil der Arbeiterklasse durch den Gang der Geschichte gezwungen wurde, gegenüber� der bür- gerlichen Demokratie diktatorisch auszutreten..Und in Konso- gnenz dieses Auftretens stand denn auch plötzlich die Frage einer Arbeitern; fstc-ning vor uns. Eine Frage, deren Lö- sung vorläufig noch zurückgeschoben werden könnte, die ober nie mehr völlig versckfwinden wird, die über ku'-z oder lang gelöst werden muß. Auch hier wird die Geschichte stärker sein als Regierung, Volksvertretung und andere Instanzen. las neue ZletchswahIae kZ. Der Verfassungsausschuß der Rationalver« s a m m l u n g setze heute die Beratung des Wahl- gefetzes fort. Zu§ 14 wurde beschlossen, baß die Kreiswahl- vorschlage von mindestens 20 Wählern des' Wehls reif es unierzoichnet s«i>n müssen. Nach der Vorlag« waren es öv. Statt ..Verbau bkc exchl hr.ifc" soll überall„Wahlkreisverbend" gesagt werben. Die Frist zur AnnahmerNSrnng im Wahlvvr- schlag soll alS getvahrt gelte", wenn Sie Erklärung zwei Tags vor Ablaut de-r Frist durch eingeick-rieber.en Brief zur Post aufgegeben worden ist. Zu§»S(Verl'airdswahttte s— Gestaltung) wurde folgendes angenommen:.Innerhalb ekteS Verbandstvahl- k rech.'S können mehrere Kreiswahlvorschläge miteinander ver- bunden werben. Dve Berbmbung ist nur dann«wirksam, wen« diese Kreiöwahtborschläg« sich auf eine Reichswahlliste einigen". Gemäß dein Vorsklag des Ministers Koch wurde feftrestsst, daß die Einreichilng der WahlkreiSlisten am LI., die der Reicbswahl- listen am lü. und die Erklärung der Verbindung sowohl ieiurr- D'rum stund' dir ein scharf's Trrcherl nit an, weil d' meinst, 's hätt' kein so Erl' und wir träfen noch all' weil frühzeitig g'nng hin! Dö Mucken laß' dir vergeh'«! Sorg' nit. du sollst noch hent' ein übrig's vom Tanz haben, daß dir die Zungen h'roushängt. Hiöl" Hier, wie oft anderswo, war es ein wahrer Segen sitt die'Reputation des Menschen, daß sich das Tier weder auf dessen Rede noch auf dessen Handlungsweise verstand. Die arme, braune Stute ahnte also nicht, daß ihr eine Leiden- schaft für's Tanzen zugemutet wurde: ron dem Geschrei hinter ihr und den Peitschenhieben aber fühlte sie sich be- deutet, daß es sich um's Laufen handle und das tat sie denn rechtschaffen. In Schwenkdorf hatte sich der Toni als Kamerad ange- schloffen»nd wenn er unter ihnen saß, stehen sie ihn gern als „Ersten" gelten, war er abwesend, so folgten sie der Leitung und den Eingebungen des Tollsten und Geschwänk! chten und dafür galt der Müller-Simerl: auf dessen Mitwirkung zählte der Toni. Nahe be! Schwenkdorf lenkte er von der Straße ab und fuhr, hinter dem Orte, in leichtem Trott ipich der Mühle. Er traf den Simerl daheim und machte ihm den Bor- schlag, den heurigen Fasching mit einem„kapitalen Stückel einzuweihen", wobei sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlügen: nämlich keiner von ihnen, was ein rechter Bub sei, sollte auf den©chmikdorfer Tanzboden gehen, sondern mit ihm fahren, in's Zwischenbüheler Wirtshaus einfallen und den Buben die Dirnen wegnehmen. Fix h'nein! Den Aerger hüben und drüben! Und wurd' das ein Aufselurn machen I Z' Schwenkdarf und z'Zwi schon bübel und weiter in der ganzen Gegend gab''s'n Leuten für's liebe,'lange Jahr z'reden! Der Gedanke war zu schön,»m unausgeführt zu bleiben. Simerl uud Toni liefen Geböft aus und Gehöft ein, um Teilnehmer zu werben und als die Musikanten im Schwenk- dorfer W'rts-bause zu trompeten begannen, als wollten sie— wie der Simerl meinte— das Dach vom Haus' weg gegen'n Himmel blasen, stand im Hofe der Mühle eine Schaar ftmacr Bursche, untereinander mft verhaltenem Lächeln flüsternd und mancher fühlte sich ganz angenehm beklomn]?» vor Auf- regung über die Heimlichkeit, Schelmerei. Rauflust uud Dirnverschreckung, die alle da so hübsch in einem mit unter» liefen. � � � � � � �(Fortsetzung folM. ■• r i: r. r-y ,v.•,.... 5ctffi bc? aH Mich mit tcr Steid�Tifße am 12. Taste vor der Wahl«rfolgt sei« mutz.§ 17«rhälj folgende Fassung:„Für die ftreiswohlvorschlZge taim erklärt werden, daß die Reststirnnien einem Reichsvorschlage zuzurechnen jrnd. Die Erklärung mutz spätestens am 12. Tage oar dem Wahltag beim KreiLwahlleiker eingereicht sein. Sonst scheiden die Reststimmen d.� Wahl« kreise» lxiin Zukeil-ungsverftchven für das Reich aus". Zum Ka- pitel„Wahlhandlung und Ermittlung des Wahlergebnisses" wurde angeregt, auch den Kranken die Möglichkeit des Wäh. lens zu geben. Die Anregring fand nach kurzer D.ibatte aber keine genügende Unterstützung, da besonders Bedenken Hinsich. stich der Wahrunn dcS Wahlgeheimnisses geltend gemacht wurden. Eine lebhaste Aussprache entspann sich auch über die Frage, ob die Itosien der Stimmzettel auf die Re.ichSkasse übernommen oder nach wie vor von den Parteien getragen werden sollen. In Webbiirdung damit wurde auch über die Bei- be Haltung der Wahlkuverts zur Wahrung des Wahl- geheimnisseS gesprochen. Die Wahl mit Umschlägen wurde«in- stimmig beschlossen, ebenso der Grundsatz, datz dies im Ge- setz ausgedrückt werden solle. Sin genommen wurde eine Resolution Hautzmann:„Die Bornahme anderer öfsentstcher Wahlhandlungen und Absrimmnngcn unter Mitbenutzung der gleichen Wählerlisten ist zulässig". Beschlossen wurde noch, datz die Wahlvorsteher die Verpflichtung haben sollen, die ihnen über- mitteilen Stinimzettet öffentlich auszulegen. Deutsche Vat!o»a!s?lsammlung IM. Sitzung, Donnerstag, den IL. April. Auf der Tagesordnung sieht die erste Lesung des Gesetzes Aber Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit. Abg. Mermuth fDnat. Vp.): De Abschaffung'der Militär- gerichtSbarte.t gerade im jetzigen Augenblick ist unzweck» niätzig, weil noch etwa 10 000 Reste verließen...Den bürgerlichen Gerichten fehlt die nötige Sachkenntnis. Sljg. Siücklen(Soz.): Die Schwierigkeiten bei der Abschaf- fung der Militärgevichtsbarkcit find doch nicht so grotz, datz man sie deshalb für die schwebenden Prozesse ansrcchterhalten sollte. Früher war der Militarismus ein Staat im Staate mit seinen eigenen Gesetzen, Gerichten und Ehrengerichten. Jetzt mutz die militärische Sondergerichtsbarkeit beseitigt werden. Ebenso mutz aber auch»eis Militärstrafgesetzbuch verschwinden. Die Not- wendigkeit für ein gewisses Di fzip st n arst raf re cht der vorgesetzten ist natürlich vorhanden, aber eS mutz auf ganz geringe Vergehen des Untergebenen beschränkt werden. Eine Anzahl van Uneben- heilen müssen aus vem Gesetz ausgemerzt werden. Deshalb be- antrage ich Verweisung an den AuSschutz.(Weifall bei den Doz.) Abg. Graf zn Dohna(D. Dp.): Warum wird dieses Gesetz »nie so viele andere über» Knie gebrochen? Es hätte Zeit bis zur allgemeinen Justizveform. Wir sind schon deshalb gegen das Gesetz, weil wir kein Vertrauen zum Julsstzminister haben.(Bei- fall rechts. Lachen bei der Mehrheit.) Abg. Dr. Falk sDemss: Der Justizminister wird trotz des Mißtrauens der D. Vp. ruhig schlafen können. Wir brauchen ein Heer, das im Volke wurzelt und freigemacht wird von Mißtrauen. Abg. Secger(U.Eoz.): Daß Gesetz entspricht noch lange nicht «nsereu Forderungen. Bis zum Zusammen Witt des neuen Reichstags brauchen wir nicht zu Wirten; bei gutem Willen läßt sich auch in kurzer Zeit ein gutes Gesetz schaffen. Der AuSschutz wird noch viel Aebsri an dem Gesetz leisten müssen. Reichtjustizminister Blnnck: Die Kriminalität in nnserer Wehrmacht ist in««schreckendem Matze gestiegen, sie vechält sich in Dresden wie 16 1 gegenüber den Frieden Nvarhältn-issen. Wir müssen also baldigst eingreifen. Mbg. Schultz ssDnakst): Wir haben schwere Bedenken gegen die Vorlage. Die Militärgerichtsbarkeit hat sich glänzend bewäh�z sie mutz fortbestehe». Der Gesetzentwurs geht an sinen befände««» A»i« fchn tz tarn 21 Mitgliedern. Das Gesetz z»,r Aendernng der Schanmweinsteuer, wonach diese IL Mark für die Masche und für Frrnhtschamnwein S Mark betrage« soll, Wird in allen drei Sesunaen angenommen. Ein Antrag deS««SschusseS für WohnunqSpolst«, der»in. kieitliche Massnahme« zur Regelung der Produktion, der Be. schaffung und Bewirtschaftung von Baustoffen fordert, wird an- genommen. Ebenso ein BuSschnssantrag auf Vorlegung«in«S Gesees über die Baukostenar�gleichSbeträg«. ES folgt die zweite Lesung deS Gesetzentwurfs über die Prüfung von Bildstreifen für Lichtspiele. Abg. Ende(Dem.)! Die Abneigung gegen das Kino gründet sich hauptsächlich aus die FilmreiRam«, die in der Tat zu vielen Bedenken Anlatz gibt. Alferdinas bestehen auch sonst Auswüchse deS MmwestwS. Die Sirafon sollen sich weniger gegen die Film. industrie als gegen gewissenlose Kinobefitzer richten. Abg. Frau Webe»(Zentr.): Für die So.zialisi»rnng ist das Kino noch nicht reif, deshalb müssen wir die Reform«ruf dem Wege der Gesetzgebung versuchen. Abg. Frau Monde(D. Vp): Wir erhosfen von dem Gesetz, daß es die Darbietungen des FilmS verbessert. M>g. Krüger(Sog.): Ein Filmverbot darf nur den Zweck haben, das Volk vom Schmutz und von Brutalitäten zu befreien, niemals darf ein Filmwerl durch die Zensur aus politischen, sozialen, religiöse« oder WektanschauungSgründen verboten' wer- den. Wir werden, so schwer«S nn» auch wird, für das Gesetz «intreten imd uns auch nicht durch den Druck einschüchtern lassen, den gewisse Filmzeitschriften auf das Parlament auszuüben versuchen.(Beifall bei den Soz.) Frau Aug. von Gierke lDnat.): Der Film in keiner heutigen Gestalt wirkt der sittlichen Wiedergeburt unseres Volkes entgegen. Das Gesetz läßt viele von uns aufgestellte Wünsche unerfüllt. Abg. Düwell(U. Soz.): Der vorliegende Gesetzentwurf macht kein« gründliche Arbeit. Wir sind Gegner jeder Zensur, erkennen 'aber an, daß gegen die Auswüchse ian Film vogenb etwas geschehen mutz. Die Filmfabrikanten nützen die gegenwärtige Demorali- sation des Volkes aus und verschlimmern noch die Verwilderung. ZI wird angenommen. Es wird dazu beschlossen, datz auch' die für daS Ausland bestimmten Filme unter das Gesetz fallen. Die Bestimmung, daß die Zulassung versagt werden soll, wenn durch den Film die Ncligiim oder religiösen Einrichtungen herabgewürdigt werden, wird auf Antrag Arnstadt(Dnot.l da- bin geändert, daß alle Bildstreifen verboten sind, die das religiöse Empfinden verletzen. Nach§ 8 bedürfen Bildstreifen, zu deren Vorführung Jugend- licke unter 18 Iahren zugelassen werden sollen, besonderer Zu- lassung. Ein Antrag eines Tnles der Demokraten fordert hier die Festsetzung deS 17. Lebensjahres entsprechend der Regierung»- Vorlage.. � Frau Zictz fll. Soz.) erklärt sich gegen ,ede 3«?- sur und auch gegest die Festlegung einer Altersgrenze. Die Filmindustrie mutz sozialisiert und kommunalisiert, darf aber nicht unier Zensur gestellt werden, denn die Zensur wird doch nur in politischem Sinne ausgenutzt werden. Abo. Krüger(Soz.i: Die S-lbstzensuv ist die schärfste Zensur, die e? gibt. Ob die Sozialisierung der Filmindustrie möglich ist oder nicht, ist noch nicht gewiß, und die Nationalversammlung kann sich damit noch nicht befassen, das wird Aufgabe des Reichs- iageS sein. Beim Komv'unalisterungsgeietz ist übrigens auch die Kommuialiiicrung der Kino» ins Auge gefaßt. Z 8 h'eibt unverändert, di- Altersgrenze bleibt also>8 Jahre. Der Rest de» GeFtzes wich» ,mier Ablehnung eines unabhängigen Antrages auf Vorlegung eines Gesetzen!- tantsS über die Sotzialisierwng der B'-ldstrebfencherstellNng und ubei i» ßktuani* d» ßtenwtniea»ur Kommunaiisiernng der Vorführungen bis zum Ablauf des Jahres 1920(eine beträcht- liche Minderheit rst dafür), im wesentlichen unverändert ange- noinmen. Im Anschluß daran wird das Gesetz auch in dritter Lesung angenommen. Das Haus vertagt sich auf Freitag, 1 Uhr: Kleine Vorlagen, z. B. Aufhebung der Vorschulen. Richtigstellung. In unserem gestrigen Lferhandlnugsbencht über die Sitzung der Nationalversammlung sing bei der Wiedergabe der Rede des Genossen Braß zwei Redewendungen falsch wieder- gegeben worden. In der ersten Spalte mutz«s nicht heißen: „Und wir stehen nach den Erfahrungen mit der Reichswehr auf dem Standpunkt: wenn schon ein militärischer Schutz der Berg- werke nicht zu vermeiden ist, dann ziehen wir die Anwesenheit von Truppen der alliierten Regiernnrien der Anwesenheit von Reichswehr vor", sonde,.»:.«Hunderttausende i m Jndu- striegebiet stehen n'.chden Erfahrungen usw." Ferner mutz es in der fünften Spalte nicht heißen:«DaS Material, das ich in Barmer. einem französischen Journalisten übergeben habe, stand im Zusammenhang mit der Regelung der Flüchllingsfraqe", sondern:„DaS Material, daS ich in Barmen einem französischen Journalisten übergeben habe, war bereits in der.Bergischen Volksstimme" und in der„Freiheit" veröffentlicht und mutzte der Rgzierung bekannt sein." Zentrale Verhandlungen in der Schuhindustrie. Am Montag, Dienstag und Mittwoch fanden in Frankfurt am Main zwischen Vertretern der Unternehmer« und Acheiter- orga.iii, lioi.en Verhandlungen üoer Erneuerung Öeä Reubs- lohntarises für die Schuhe ndustvi« statt. Der jetzt bestehende Reichslohntarif läuft am 80. April d. I. ab. Die Verhandlungen -«reu. schon im März vorgejeyen, mußten cukc infolge des Kapp- Pulsches verschoben werden. Unter dem Eindruck des nizwischeu auf dem Häwteurarkt ein- getretenen Pweissrurzes, der zu einer Panikstimmung in den Kreisen der Schuhindustrie führte, gestalteten sich die Verhandlungen äußerst schwierig. Die Arbeiterorganisationen hatten in Rücksicht auf die gerade in letzter Zeit eingetretenen erhöhten Teuerungen einen Mindeftstunde nlöhn von M. ö,b0 für die erste OrtSlohnklasse gefordert. Die Gegenvorschläge der Unternehmer boten«inen Stundenlohn von 4 Marl. Nach langen mühevollen Berhondlungen, bei welchen eS sehr oft den Anschein gewann, als ob die ganzen Verhandlungen scheitern schlte, kam schließlich eie Verständigung zustande, wonach der M i n d e st st n n d e n» lohn ab 1. Mai«mf 6 Mark pro Stunde für-männliche Anbei- ter über 21 Jahre für die erste Lohnkiaffe festgesetzt wurde. Für die übrigen Ortsklassen beträgt der Stundenlohn für über 21 Jahre alte männliche Arbeiter: in der 2. Ortsklasse 24 Proz., m der 3. Ortsklasse 88 Proz., im der 4. Ortsklasse 8L Proz. und m oer 5. Ortsklasse 75 Proz. im Mtndeftstundeniohncs der 1. Ortsklasse. Nach WenSklassen stuft sich der Lohn in der Weise ab, datz männliche Arbeiter von 18—81 Jahr« 80 Prozent, von 18—18 Jahne 60 Pnczent vorn 15—80 Jahne 40 Prozent und unter IS Jahre 25 Prozent de» Lohnes der männlichen Avbeiter über 21 Jahre alt in der jeweiligen Ortsklasse erhalten. Weibliche Ambeiter enhatten 70 Prozent de» Lohnes der männlichen Anbei- ter. Der«ItfordWhn muß so bemessen sew, daß männliche Ar- bester 20 Prozent, weibliche Arbeiter 10 Proz. über den Mindest- lohn verdienen können. Der Antrag der Arbeitervertreter den Lohn rückwirkend dt 1. April in Kraft zu setzen, wurde abgelehnt. Dagegen soll für die Zeit vom 1. April vis 1. Mai auf die bisher erzielten Löhn«, soweit die» noch nicht geschehen, wn Xenerungszufchlag von 25 Prozent bezahlt werden. Die A r b e i t S z e i t betrögt pro Woche, tnie bisher 47 Stunde«. Die Arbeitevvertreter hatten eine Veringerung auf 45 Stun- den beantragt, die Unternehmer ein« Verlängerung auf 4L Stunde». Die Fe-rie« betragen, wte bisher für alle Avbeiter»nd Arbetterinnsn ohne Unterschied des Alters und der Beschäfti- gungSdauer 7 Arbeitstage unter Fortzahlung des vollen Lohnes. Auch hier wurden die VeckbesseruggSan träge der Arbeitnehmer und die Perschlechienmgsonträge der Arbeitgeber abgelehnt. Der nun emeut abgeschlossene Reichslphntarif für die ge- samt« Schuhindustrie zerfällt in einen Manteltori ivertra� und «inen Zusatzvertrag, der die testgesetzten Löhne enthält. Wahrend der Mantettarifvertnag«ruf die Dauer von 2 Jahren abgeschloffen wurde, kam, der Zusatzvertrag, der die Löhne regelt, von Vionat zu Monat gekündigt werden. Das letziene bedeutet«taten großen Fortschritt und machte es dem Arbeitervertretern möglich, den Löh. nen, wie sie schließlich durch die»erHandlungen festgesetzt wur- den. die aber bei der gegenwärtigen Teuerung als unzureichend bezeichnet werde« müssen, zuzustimme.t. Bleibt die gegenwärtige Teuerung bestehen, oder was wahrscheinlich ist, wird die Lebens- Haltung noch weiter verteuert, dann werden die Arbeiterorganisa- tionen dafür sorgen, daß der Lohntags nach 4 Wochen gekündigt und neu« Verhandlungen stattft.iden. Geveralvers mnmlu«g der Buchdrucker. Genen die Maschinenschieber. In der am Mittwoch statigeftmdenen Generatversammlumg der Berliner Buchdrucker und Sebriftgießer gab der Gauvorfitzende Massini den Situationsbericht. Wegen der Bezahlung der Genenalstne>ikwge bemühe sich die Regierung darum, daß die Streiktage vorschußweise an die Arbeitnehmer gezahlt werden. Die Bezahlung der Tage mach dem Genrralstreik, am denen die Buck-drucker nicht arbeiten komitem, wurde von den Prinzipalen abgelehnt, und das Schied sgemicht hat diese« Staudpunkt zuge« stimmt Di« Angelegenheit geht»veiter zum Tarifamt. Der Redner teilte uAter mit, daß am 10. Mai Tarifaus�chuzverhand. lungen beginnen, bei denen u. a. über Teuerungszulagen und die Ferieaftage verhandelt werden soll. Im der Diskussion, wandte sich Genosse Lampe gegen die Balntaspekutcnionem mit Buchdruckereien. Als Folge des General- streite» sei die Poktrsiermig der Gewerkschaften zu begrüßen. Nur die geschlossene Arbeiterschaft kämm die ackt Forderungen durchsetzen. Verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Buchdrucker sei es, bei künstigen Kämpfen ihre Arbeitskraft dom Proletariat zur Verfügung zu stellen. Als der zweite Diskussionsredner Thomas sS. P. D.) das Wort erhielt, fetzten derart Zwischen« und Entrüstungsrufe ein, daß die Versammlung aus zehn Minn- ten unterbrochen werden mußte. Der Grund der Unruhe!oar, daß derselbe Themas dos Wort erhielt, der die Nieder- kartätsckung der Demonstranten am 13. Januar in einer Ge- ncralversammlung der Buchdrucker gutgeheißen hatte. Nachdem wieder Ruhe eimge treten war. führte Thomas aus, daß er sich den Ausführungen Lampe 8 anschließe. Die Ausführungen über seine Person in der.Metollarbeiter-Zeitung" seien Ver- leumdutigeu. Alsdann fand die Aufstellung der Kandidaten zur Dele- giertcnircchl zum Bettbandsiag statt. Zu den von den Bezirken ausgestelltem Listen wurden noch ein« größere Anzahl von Kandi- baten namhaft gemacht. Die Vensammlung beschloß gegen wenige Stimmen, daß sämtliche Vorswiäge auf die Kandidalenlifte für die llrwahl gesetzt werden sollten. Dfe Reihenfolge der Kandidaten ans der Liste wurde durch das Los befiimmk. Mit 811 gegen 378 Stimmen wurde durch Hammelsprung beschlost.n, daß pie Urwahl in den Betrieben stattfindet. Betriebe mit mehr al» 20 Mitgliödern nehmen zur Vereinfachung deS Wehlak.es die Auszählung der Stimmen selbst vor, kbeinere Offizinen geben die Stimmzettel in verschlossenem Umschlag mit Aufschrift der Ossizin auf dem Bureau ab.— Als Vertreter der Sparte der Masch nen- meister im Gau vor stand wurde Genosse Posch mann gewählt. Gegen die M a s ch i n e n s ch i e b e r wendet sich folgende Resolution des Genossen Lamp«: «Die Generalversammlung beauftragt den Berliner Gau« vorstand sowie den Zenlralvorstand beim Reichswirtschastsamt die energischsten Schritte zu unternehmen, um den Abbau de» deutscken Buchdruckgewerbes, dem Verschieben von Maschinen ins Ausland und die damit verbundene dauernde Schädigung des Gewerbes und der deutschen Vvlkswirtschaft zu unten binden." Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäsche- arbeiter Deutschlands. Die Firma T. n. A. Brenninkmeyer, Königstr. sz, hat aus Anlaß des Streiks in der Damen Maßschneiderei sechs Aenderinnen nicht wieder eingestellt, trotzdem bei den VerHand» lungen aus Anlaß des Abschlusses des Streiks die Arbeitgeber sich verpflichtet haben, Matzregekunge» nicht vorzunehmen. Alle Versuche, die Firma Brenninkmeyer dazu zu bewege». die Arbeiterinnen wieder einzustellen, sind fehlgeschlagen. Der Schlichtungsausschuß ist angerufen. Bis dahin ist die Firma gesperrt. Wir ersuchen unsere Kolleginnen, in dieser Firma keinerlei Arbeit anzunehmen! Dir Ortsverwaltun». Der Streit der Klavierarbeiter. Die Berliner Klavierarbeiter, die sich nun bereits seit zwölf Wochen, und teilweis« sogar noch länger, im Streik befinden, hatten sich gestern nachmiitrg in Kliems Festsälen fast vollständig versammelt, um den Bericht der VerhandlungSkommissiock ent» gegenzunehmen, den Dorn erstattete. Wie er mitteilte, sind nunmehr Vereinbarungen zustande gekommen, die auf folgender Basis beruhen: Als Teuerungszulage und Durchschnittslöhne sollen folgende Sätze gezahlt werden: Vom Tage der Wederauf- nähme ab: für Facharbeiter 8 M., Hilfsarbeiter 4,80 M.. Fach- arbeiterinnen 4Li) M,, Hilssarbeiterinnen 3,20 M. pro Stunde, Jugendliche von 18— 20 Jahren 20 Pf. weniger als die vor- genannten Sätze, von 17— 18 Jahren 2ch0 M.. von 16—17 Jahre 9,25 M., unter 16 Jahre nach freier Vereinbarung. Für die Zeit vom 1. Januar d. I. bis zum Tage der Arbeitsaufnahme wird folgende Teuerungszulage nachgezahlt: Facharbeitern, Hilis« arbeitcrn Über 20 Jahr« und Facharbeiterinnen 50 Pf., Hilfs- arbeiterinnen und Jugendliche« von 18— 20 Jahren 40 Pf, Lehrlingen und Jugendlichen von 18— 18 Jahren 20 Pf. pro Stunde, Jugendlichen unter 18 Jahren nach freier Vereinbarung. Diese Sätze gelten für alle Betriebe' ohne Ausnahme, einerlei welchen Durchschnittslohn sie bisher gehabt haben. Die Arbeitszeit soll nach Abschluß den zentralen Ben- Handlungen im Holzgewerbe die dann für die Berliner Holz« industrie festgesetzten sein. Bis dahin gilt die bisher in den Betrieben bestehende Arbeitszeit. Wie vom Hauptvorstand de? Holzarbeitervenbandes mitgeteilt worden ist, soll aber unter keinen Umständen ein« Verlängerung der Arbeitszeit zugestimmt wenden. In den Ferienfnage wurde vereinbart, datz Ferien laut dem Reichstarif für das deutsch« Holzgewerbe gewährt werden sollen. Der Streik darf bei der Zuwessnng der Feiten nicht als ArbeitSunterbrechung angerechnet wenden. Die Unternehm« haben aber vorgeschlagen, in Anbetracht der langen Stneikdau« die Ferien durch eine Geldentschädignng abzugelten. In der Frage der sil k k o rda r b e i t wurde vereinbart, datz Arbeiten, die sich dazu eignen, in Akkord aiiSgefühvt werden dürfen, wenn die notwendigen Sicherunge« nnd Garantien für »in« ordnungsgemäße Akkordarbeit gegeben find. Die Prüfung dieser Vorbedingungen nnd die Festsetzung der Akkordpreiie sollen vom Arbeitgeber in Gemeinschaft mit dem ArbeitencniS- schütz bzw. einer Akkordkommission vor'enommen werden. In Streitfällen entscheidet die Schkichtungskom Mission. Das Lohnabkommen soll bis zum 28. Mai d. I. gelten, alle übrigen Punkte ftir die Dauer des Tarifabi ommens, das für die Klavierindnstri« geschaffen wird. In d« Frage de» Mitbestimmungsrechts waren die Arbeitgebervertreten nickt im geringsten entgegenkommend. Sie lehnten es strikte ab, üher das BetriebSrätegesetz hinaus«in Mitbestimmungsrecht einzuräumen. Wegen dieser Frage wird nun der Kampf noch weitergeführt. Während sich gegen die anderen Punfte kein einziger der Diskussionsredner erklärte, forderten beinahe sämtliche Redner die Streikenden auf, einem Antrage der Derbandlungskommission zu folgen, die Frage deS Mitbestimmungsrechts erst noch einem Schiedsgericht zu unterbreiten und im Streik lolange zu ver« harren, bis der Schiedsspruch gefällt ist. Diesem Antrage stimmte die Versammlung auch gegen wenigen Stimmen zu. Die Stimmung der Streikenden, deren ZM rund 2700 be- trägt, ist trotz der langen Dauer deS Kampfes immer noch eine vorzügliche. Wesentlich Hai dazu beigetragen, daß fo gut wi» gar keine Streikbrecher vorhanden find. Verschärfte Lage im Gastwirtsgewerbe. Die Möglichkeit, auf friedlich«« W«ge d e vollständig unzn» länglichen Söhne den hentigen ZottverhÄtmssen anzupassen, ist durch die brüske Ablehnung der Arbeitgeber-Organifaticmen voll« ständ'g gescheitert. Mit allen Mitteln versuchen die Unternehmer die berechtigten Forderungen auf den Nimmermehrstag hinaus- zuschieben. Man kam, sich des Eindrucks nicht erwehren, als suchten sie den Kampf zu erzwingen. AnverS kann man ein Schreiben des HoiekbesttzervereinS nicht auffassen, nach dem die Beauftragte» der Gebilfen-Ovsanisatio»«ich für weitere Vsr- Handlungen nicht anerkannt wenden. Auch die gaftwirtschaftlichen Angeftellten erheben Anspruch ans Anerkennung ihrer Onganisa- tionen, denen sie die Vertretung ihrer wirtschaftlichen Forderun« gen übertragen haben. Vier große öffentliche Versammlungen, die Freitag nacht im Eafö Stern, Caft Corsa, LehrervereimShauS und in der Schau« bfthne(früher Hofjäger) stattfinden, Wersen zur jetzigen Situation Stellung nehmen und entsprechende Beschlüsse fassen. 36 Prozent Dividende— für die Arbeiter keinen Pfennig! Wegen einer SOprozentigen Lohnerhöhung waren die in der Setzmaschinenfabrik Topograph beschäftigten Arbeiter am ver« gangenen Montag bei der Direktion vorstellig geworden. In An- betracht des in der Fabrik gezahlten Stundenlohnes von 4,20 M.. für Akkordarbeiter 4,30 M.> kann die Forderung nicht als zu hoch bezeichnet werden. Die Dinckj.ion lehnte es ab, in Verhandlunaen mit der Arbeiterschaft einzutreten. Di« Arbeiterschaft des Be- triebe e beschloß dadcmf hin, solange Aftondarbert zu veno.igern, bis die Direktion zu Verhandlungen bereit sei. Am Mittwoch ließ die Dtnekiion durch«ine Bekanntmachung den Arbeitern mit- teilen, daß der Betrieb am Donnerstag geick.lossen werde. Die Ardeitnehmen könnten sich als entlassen betrachten und ab Montag. den 19. d M. ständen die Papiere zur Verfügung. Diejenigen Arbeiter und Arbeiterinnen, die bereit feien, die Arbeit im Aklord wieder aufzunehmen, wurden ersucht, dies brieflich den Geschäfts lortnng mitzuteilen. Wenn genügend MeidunHeu Mefer Tri DotlSerfef« Vter, twrSe He GeschSftSVekkmg n�fleÖnf, tocnn Scr Betrieb wieder eröffnet werden würde. Die Arbeiter dorfuchton daraufhin nochmals in Verhandlungen einzutreten, der Direktor hatte es aber vorgezogen, den Betrieb vor den VerHand- lungcn zu verlassen. Am Doirnersiag. als dre Arbeiter zur Fabrik kamen, fanden sie verschlossene Tore. Die Angestellten wurden von der Geschäftsleitung auf Kvei Tage beurlaubt. An, läßlich der.Lohnzahlung am kommenden Sonnabend wird die Ar- beüerschast nochmals versuchen, mit der Direktion zu verhandeln. Es mutz festgestellt werden, daß die Fabrik ibvon-not- leidenden" Aktionären 86 Proge.rt Dividende ausbezahlt hat, daß weiter Neubauten ausgeführt ttw-rden und der Betrieb neu in Stand geseht worden ist, auf Kosten d«S von der Arbeiterschaft bei intensivster Arbeit herausgeschundenen Mehrwertes. Dre Firma lehnt es aber ab, den Arbeitern, die ihr den Gewinn er- arbeitet baben, eine Zulage zu gewähren. In einer Betriebs vor- faimnlung am kommenden Sonnabend wird die Arbeitnehmer- schast endgültig zu dem Treiben der Firma Stellung nehmen. <3 r o ß- ö e r l i n. -�T.........................-■■■■' Schulanfang. iSestern haben die Schulen ihre Pforten für das neue Schuljahr geöffnet und wiederum ist damit ein breiter Strom junger Menschenkinder in die untersten Klassen ein- aezogen. Von besonderer Vedeuiung ist dieser Tag deshalb, weil diesmal die Kinder aller Bevölkerungsschichten, sofern der Standesdünkel ihrer Eltern sie nicht hintenherum auf dem Schleichwege der„vornehmen" Privatschule einher wan- dein läßt, auf derselben Bank zum Unterricht sich nieder- sehen Nach jahrelangen Kämpfen ist es erreicht worden, die Vorschulen als Platzhaltereien für die sogenannten holderen Geldsackschulen langsam abgebaut und dafür eine vierjährige Grundschule aufgebaut wird, jener kümmerliche Anfang einer Einheitsschule. Wir werden ja sehen, ob nun die von bürgerlichsr�Seiie oegcn das verwünschte Zusammenleben ihrer zarten Sproß- linge mit den„verlausten" Proletarierkindern so oft ms Feld geführten Bedenken sich bewahrheiten werden, oder ob nichk jene Angstprodukte sich als eitle Heuchelei herausstellen und dafür die Wahrheit herandäimnert, daß die bürgerliche Furcht vor der Konkurrenz der ursprünglichen Kraft unseres Volkes seine Berechtigung hat. Wir rufen unseren wackeren Pro- leianerjungen und Proletariermädeln ein frischfrohes »Glückaus!" für die Lebeirsfahrt zu. Hierbei ist aber nicht zu vergessen und mit allem Nachdruck darauf hinzuweisen, daß eS Pflicht aller Genossen und Genossinnen ist, alle geistigen Hemmungen für ihre Kinder aus dem Weae zu räumen. Eins der schlimmsten Dämp- fungömittel für den proletarischen� Kampftvillcn ist der Re- ligionsunterricht. Deshalb darf niemand auch nur im ge- ringsten einwilligen, daß dieserUnterricht in irgendeiner ver- fchleierten Form seinem Kinde verabreicht tvird. Gleich bei der Einschulung muß kategorisch die Erklärung adzegeben werden:„Ich wünsche, daß mein Kind rein weltlich erzogen wird." Zu leicht kann es nämlich eintreten, daß bei dem NrbeitSunterncht, wie er in der ersten Grundrlasse in Form von„Gesamtunterricht" erteilt wird, bei dem also der ver- kappte Religionsunterricht nicht als solcher deutlich hervor- tritt, unter dem Teckmantel von auswendig zu lernenden Gedichtchen oder Liedchen dieser elterliche Wille von christ- lichen Lehrern sabotiert wird. Hiergegen ist sofort bei unteren Vertretern im Elternbeirat Einspruch zu erbeben.— Daß natürlich jeder Genosse seine Kinder aus dem eigent- liehen Religionsunterricht herauszunehmen, soweit es noch niäkt geschehen sein sollte, die Pflicht hat, soll hier nur er- wähnt werden. Gerade jetzt, bei Beginn des Halbjahrs, ist es die rechte Zeit. Die letzte hierher gehörige Verfügung de? Minister Hacnrsch ordnet diesen Zeitpunkt als den gecig- netsten an. Mitten im Halbjahr kommen die reaktionären Schulkräfte mit der Ausrede der„schultechnischen Schwierigkeiten", die durch die Abmeldung entstünden. Also noch ist's Zeit. Versäume keiner die Gelegenheit, auf diese Weise an der Verwirklichung der weltlichen Schule, einem Haupt- programmpunkt der sozialistischen Einheitsschule, mitzuhelfen! Totenfeier in Adlershof. Die Arbeiterschaft von Adkerihof veranstaltote für die Op�er einer entmenschten SöllbateSka am Sonntag eine Totenfeier,-die tm strikten Gegensatz stand zu der zwangsweisen Deisetznnig durch Bestien in Menschengestalt, die Adlershof in Furcht und Schrecken gesetzt und die wahllos Menschenteben vernichteten. Ohne Sang und Klang wurden die Gefallenen verscharrt, verscharrt unter den Augen eine» Dieners der Kirche, der in seinem pfäffischen Hochmut sdünisl sich aufgerechnet da« Wort Magdalenens an JcsuS:-.Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben, als Grnndtcxt seiner Predigt er- wählte und der grausam die Gefühle der sich in qualvollen Schmerz windenden Herzen der bedauernswerten Hinterbliebenen verletzte, als et dos Wort von denen sprach:„die da Wind säen, und Sturm ernten". Nur den allernächsten Angehörigen war eS gestattet, ihren Angehörigen die letzte Ehre zu erweisen. Die Anordnungen be- ' züglich der Kranzdepuitationen, Gefolge usw. waren derart erschwerend, daß verschiedene Korporationen überhaupt darauf ver- zichten mutzten, unter den Augen der Ordnungsmeute, ferner de? rachsüchtigen Spitzeltu-ms, daß sich in jenen mit erschreckender Deutlichkeit an den Toten breitmachte, vorbeizudefiliercn. Klar war eS jedenfalls,.daß die Avbeilerschaft Adlershof, bei der ersten Gelegenheit eine würdigere Totenfeier veranstalten würde, eme Fe.ier, die den armen Opfern tatsächlich die letzte Ehre erwies, die den Angehörigen beweisen würde, dbtz ihr bitterer Schmerz über den Verlust ihrer Ernährer von der gesamten Arbeiterschaft dcS OrtcS geteilt wird und dann den reoktio» nären Elementen zeigen sollte, dah keine noch so despotische Ge- walthcrrschaft imstande ist, das tlasseMewutzte Proletariat durch den weißen Schrecken eitrzuschüchiern. Am Sonntag um Zhtl Uhr setzte sich der aus dem Marktplatz sammelnde Trauerzug langsam in Bewegung. Kranzdeputa- tioncn, von den verschiedensten sozialistischen Partei, und Ge- werkschaftSorgan'sationcn entsandt, marschierten au der Spitz« des Zuges. Ferner ha'ten die sozialistische Jugend, ebenso die beiden sozialistischen Fraktionen der Gsmeindovertretemg Kränze eirt'audt. Auf dem Kirchhof, an den noch frischen Gröbern, leitete b'. nn der Gesangverein-Mönnerchor".stiiuinungAwll die Fei« ein..Tord Foleson". jener Triumphgesaivg aus nordische Kraft ,.nd Treue bi? zum Tode, übt auch hier wieder seinen magischen Aauber au?. Heller werden die Blicke, rascher pocht da? Herz Wft ingrimmig sich Ak Wm..Mk t-W nardÄlche Recke noch im Sterben sein Panier in die Erde pftangt, wie noch im Sterben sein Schlachtruf seine Mannen zur letzten gewaltigen Kraftanstrenguug anspornt, so haben auch jene, die jetzt von frischen Hügeln bedeckt sind, ihre lleberzeugung mit dem Tode beste gebt, und das Banner des Sozial-ismu» fester in die Erde pflanzen helfem. Mehr denn je gilt auch für uns, die der Mordstahl noch nicht erreicht, das alte, trotzige und doch so prächtige Losungswort: -Da? Bann« mutz stehen, wenn der Mann auch fällt I' Die Trauerrede hielt der Genosse Adolf Hofsmann. In er- greifender Weise verstand er es, den Hinterbliebenen Trost zu spendsn, mit der ganzen Kraft seines feurigen Temperaments verflucht« jene Hocke, die bswuftt urtd unbewußt so unsägliches Elend in dreizehn Familten getragen Hoden. Den schmutzigen Denunzianten, die so manchen der'hier jetzt den ewigen Schlaf Schlummernden auf dem Gewissen haben, mögen sich die Ge- spenster auf die Fersen heftem und wie jenen Orestes der griechischen Sage, keine Ruhe bis zu ihrem erbärmlichen Ende lassen. Er gedenkt dann noch besonder» des Genossen Gerber, des bekannten Veteranen m der Arbeiterbewegung an«msers« Orte. lieber vier Jahrzehnte hat der hinterlistig Niedergeschossene mit vorbiildlicher Treue und reinstem JHealiSmuS seinen. Klassen- genossen gedient. Unter der rauhem Schale de? Aeutzeren verborg sich ein warme», goldenes, ein tiefes Mitgefühl für alle Elenden und Enterbten hegendes Herz und so mancher, der durch sein an» scheinend rauhe» Wesen ihn zunächst verkannte, hat ihn dann als treuesten Kameraden lieben und schätzen gelernt. Nach HofftnannS Trauerrede legten dann die einzelnen Kor» perationen ihre Kränze nieder. Aus all den kurzen Worten, die die einzelnen Sprecher den Toten noch einmal zuriefen, klang ein namenloser Hätz gegen die Mörder und zugleich die«her« Ueberzeugung heraus, daß letzten Endes doch das Proletariat seine Vampyr« vernichten wecke Nachdem noch der Kollege Breitenbor« seitens der Köpenick« Verwaltung des Deutschen TranSpovtarbeitervevbandes de» Kollegen Aug. Geck», der beinahe zwei Jahrzehnte Bezirks- führer dieser Organisation in Adlershof gewesen war,«t einem ehrenden Nachruf gedacht«, war di« Feter beendet.... Dreizehn blühende Menschenleben sind für immer ihren Lieben durch Verbrecherhand entrissen worden, dreizehn Familien wecken noch lang« im Herzen trauern. ME ihnen wick die klassertbrwutzte Arbeiterschaft trauern. Sie sind den Tod für die Revolution gestorben, die die Mutter de? gesintiten menschlichen Fortschritts ist. Ohne Nevölutionen würden wir noch heute in der Barbarei des Mittelalters als Parias der menschlichen Gc- sellschast dahin vegetieren, ohne Revolution immer fester von kapital istischen und militärischen Fesseln umstrickt sein und widerstandslos der Peitsche einzelner, wahnsinniger Herrenmenschen ausgesetzt sein und das gibt uns Sozialisten die tröstliche Gewiß- heit, daß diese blutige Saat dereinst zum Wohle der gesamten Menschheit herrliche Frucht tragen wick. Gegen den Belagerungszustand. Die beiden sozialistischen Fraktionen halten zur gestrigen Sitzung drei Dringlichkeitsanträge eingebracht, durch welche gefordert wurde: 1.«inen Ausschuß einzusetzen, der das Verhalten der reaktionären städtischen Beamten und Angestellten während des Kapp-PutscheS zum Gegenstand seiner Untersuchung machen soll; 2. daß Lohn- und Gehaltszahlungen an derarlige Beamte, denen Verfehlungen nachgewiesen sind, sofort eingestellt werden, und 3., daß, falls der l. Mai nicht zum allgemeinen Feiertag erklärt werden sollte, für die städtischen Angestellten unü Arbeiter an diesem Tage Sonntagsdienst angeordnet werde. Diese Anträge konnten nur verhandelt werden, wenn nicht lS Mitglieder widersprachen. Der bekannte Pastor Koch fühlte sich berufen, gestützt auf diese Bestimmung, die sofortige VerHand- lung zu verhindern. Sie können nun erst in nächster Sitzung verhandelt werden. V Der nunmehr ztfv Debatte gestellte Magistratsantrag, die Teuerungszulagen an Arbeiter und Angestellte weiter zu ge- währen, fand sonderbarerweife gleichfalls den Widerspruch der bürgerlichen Porleick. Die vorübergehende, ganz geringfügige Verbilligung einiger weniger Lebensmittel gab den Herren Koch und Kleina« den Borwand zu ihrem unsozialen Vorgehen. Genosse Weise nagelte die» mit kräftigen Worten fest und unter- strich nachdrücklichst die unbedingte Notwendigkeit des Beschlusses. Die beiden sozialistischen Fraktionen stimmen unter Ausschluß einer verschleppenden Ausschutzberatung der Magistratsvorlage zu. Hierauf kam der gemeinsame Antag der sozialistischen Irak- tionen zur Verhandlung, de» Magistrat zu ersuchen, auf schleuniglte«ufbebung des Belagerungszustandes hinzuwirken. Genosse Rosenfeld begründete den Antrag in wirkungsvoller Weise. Er wies nach, daß seit März lglg keine Ursache zur Ver. bängung des BÄagerungSzustandei vorgelegen hat. Heute sei eS klar erwiesen, daß das Blutbad vom 13. Januar aus der Angst der Roske, Bauer, Ebert entsprang und die günstigen Vor- bediiigungen zu dem Staatsstreich vom 13. März schuf. Ermög. licht haben ihn die Parteien, die da glaubten, nicht ohne Belage. rungszustand regieren zu können. Jeder weitere Tag dieses Zu- standeS stärke den Militarismus und die Reaktion, schädige daS Ansehen Deutschlands im Auslände. fZwischenrufc: Hölz und Braß.) Mit Hölz haben wir nichts zu tun und was Braß getan hat, dafür stehe ich jederzeit ein.(Pastor Koch: Er hat abgeleug. netl) Herr Koch, Sie schließen von sich auf andere.(Stürmische Zustimmung.) Ein Mann wie Braß leugnet nicht» ab. Von der Schädltchkeft deS Belagerungszustandes sind auch Manner wie Minister Geßler und Polizeipräsident Richter voll überzeugt. Sie können sich anscheinend aber nicht durchsetzen. Die Generale, deren sie sich bedienen, sind gezeichnet durch ihre Taten. Herr Geeckt hat eik fertig bekommen, Unterhändler einer Bundesrepublik verhaften zu lassen und er hat viele Hundert«n- glücklicher jüdischer Flüchtlinge verhaften lassen. Wir wissen, wie reaktionär die Militärs sind und daß sie auf dem besten Wege sind, einen neuen Putsch zu inszenieren. Aber jede solche Absicht wird an der Lüachsamkeit der Arbeiterschaft scheitern. Und wenn die Fockerung: Entwaffnung der reaktionären Truppen und der Ein- wohnerwehren und Bewaffnung der Arbeiterschaft verwirklicht' ist, was�ailcrdings schleunigst geschehen mühte, dann wird jede reak- tionäre Gefahr für alle Zeit bef«tigt sei». Darum weg mit dem Belagerungszustand. Auch d«» RechtSsozialist Frank unterstützte nachdrücklichst den Antrag. Hrr Cassel nahm sich mit Wärme des Generals Seeckt an. Aus den AuSsühnunge« des Redner» der börgersichen Fraktion ist besonders bemerkenswert, daß er zum Gaudium d»S ganzen Hauses und im strikten Gegensatze zur Dentscknationalen Partei, der er doch angehört, der jetzigen Regierung sein voll- st es Vertraue» aussprach. Oder wollte er unabsichtlich seine wahre Meinung ausgesprochen'haben? Der Rechtssozialist Koblenzer mußte sich zunächft gegen den berechtigten Vor- wurs wehren, noch vor wenigen Wochen fü r die Aufrechterhaliung eingetreten zu sein. Er suchte die Schuld am Kapvstreich nicht etwa auf NoSke, sondern auf die Zerrissenheit der Arbeiterschast zu schieben, wobei er wiederum darüber schtvieg, wer diese Ktuft aufgerissen hat. Ganz zutreffend sagte er, eine einig« ziel- klare Ackeiferschast würde unüberwindlich sein. Nur hat eben seine Partei die Zielklarhett vermisse» lassen. Der Zentrums. redner proklamierte für seine Fraktion Stimmenthaltung. Genösse Rosenfeld rechnete im Schlußwort mit den Debatieredncrn in glänzender Form ab. Der Antrag wurde von den beiden sozialistijcben Parteien angenommen. E» schloffen sich eine ganze Reihe Vorlagen mit Nachbewilli- gungen in Gesamthöhe von beinahe 100 Millionen Mapk an, die M m e& mm**~~~-- Me Besserstellung der Viktoriaschwesiern in finanzielle? MW sicht wurde durch eine desondere Borlage vorgesehen. Genosflu Wehl legte dar. in welcher Weis« sie bamüht war, die überaus schlecht entlohnten Schwestern de« städtflch«« Schwester« gleich- zustellen, ihnen aber auch fernerhin die günstigeren Arbeits- und Pensionsberhältnisse der Letzteren zuteil werden zu lassen und sie schließlich ganz auf die Stadt zu üveruehmen. Die Versa mm» lung schloß sich diesen Ausführungen voll an. KsÄ Blumenschmuck auf den Plätzen. AuS wirtschastkichen Gründen sieht sich die htesige Parkver- »alt an g te.der gezwungen, die Pflege der gä-rtneri scheu Anlage» auf einen Test der Srratzön und Mätze bis auf weiteres einzustellen. In erster Linie werden vom diessr Raßmchme die Anlagen betraffen werden, deren viiterhaLungs koste» in keinem Ber. hältnis zu der Wirkung der Anlage stehen. Die Partve-rwaliung gibt sich der Hoffnung hin. daß di« Bürgerschaft ihrer ans der Not der ZeÄ geborenen Anocknung Bsrständnl? entgegenbringen wird, selbst wenn das Auge nicht immer auf feine Kosten kommen sollte und an manchen Stell»» das gewohnt« ansprechende Bild schmerzlich vermissen wick. Die neue Nummer der„Freie« Welt". Dte neu« Stttmfier ver treten Welt"»igt i» politischen Msde» teik eine groß« Moskauer Demopftratlon, Porträts de« froirzästschon Kc»mim»nlftsn Lortot und dos dänischen Ministerpräsi- denten Zahle, Dobunient« do» miiitoustischen Trulbens vor dem Kopp-Putsch, Bitver aus Oberschlesien und von der Wahl- Propaganda für die Elternbeiräte. Der llnterholtungs- t«il dringt eine illustriert« Tkizze.Rentnersorgen", inier- nationale Karikaturen gegen die Roheit der Boxkämpfe, eine Kari» katur„Nooke und Seeckt" und die neue humoristische Rubrik. Weiter« Aufsätze und Bilder ergänzen das reichhaltige Heft. Prsis des Heftes 50 Pf. Ei» Balstkum« v»«ge» Raubmordes gesucht. Unter diese» Spitzmarke berichteten wir am Sonntag über«lm_ Kapitalverbrechen, da» von einem Bältikumsoldaten an der OstgrenAe ver- übt worden ist. Der BaHibumer, der sich seitdem bei seiner Truppe nickst mehr hatte sehen lassen, war dort unter dem Namen eines Unteroffiziers Fritz Otzdorf bekannt und wurde als solcher von den Polizeibehörden gesucht. Nach Bekanntwerden des Raub- morde» hat sich fetzt der frühere Unteroflizter Fritz Otzdorf be' der Kriminalpolizei gemeldet. Otzdorf, der in Pankow wohnt, hat jedoch Mit dem Verbrechen'nichts zu tun. Er erftcist sich eines guten Leumundes und kam nur dadurch in den Verdacht der Täterschaft, weil der Baltirumer, der biß jetzt noch vergeblich ge- sucht wick, sich im Besitz der Paptae de» UuteroftizierS Otzdorf befand und wahrscheinlich aus tristtyen Gründen leinen rietst igen Namen mit diesem eintcuufchte. Dre Papiere sind d»n! Untsä- of st zier Otzdorf seinerzeÄ gestohlen worden. Der gesuckste Raub- mörder ist etwa LS Jahre alt, hat kurzgeschoveneS Haar und ein bartloses Gesicht mit auffallend kindlichen Zügen. Vorkurse der VulikShochschule Lichtenberg. Für diejenigen, welche das Bedürfnis empfinden, ihre Mängel im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu beseitige» und ibre in Vergessenheit geratenen Kenntnisse im Deutschen und Rechnen aus der Dolksschulzeit auszuseijchen oder zu er- ganzen, find Vorkurse ein gerichtet. Die Borkurse sind durch- gängig Urbeitsgcmeinschaften, in denen auf reichliche Hebungen und ern er zische Heoa-nziehung der Aellatehm«r zu felibsttind'gen Leistungen Wert gelegt wick. Es wird erhofft, daß die Vor- kunse in den Kreisen der ackeiteniden Bevölitevung AnAang finde« und ihre Besucher zu einem erfolgreichen Besuche der eigentlichen Volkshochschule befähigen wecken. Anmeldungen für die Bor- kurse werden in der Zeit vom 12. biß 90. Atzril d. I. in der Geschäftsstelle der Volkshochschule(Rathausstr. 10, Baracke 2, Zimmer 21), werktäglich von S— 7 Uhr, Sonntags von L— 1 Uhr, entgagengenommen. Im StaotStheater Neukltlln gehen Dienstag, den LS. d. M., Gustav Freistaas.Die Journalisten" in Szene. Die Regie liegt in ven bewährten Händen des auch in Neukölln schon wohlbekannten Spielleiters der Staatsbühne Albert Pairy. Di« Bssetzung der in diesem Stück tehr zahlroichen Älollen ist wie immer vorzliigsich gewählt. Der Vöriver>ta.uf der Karten zum Preise von 2,5» M. einschließlich Kleilderahiaae und Theaterzettel nckst Emsführiing«efoilgt ain Somraibend früh v Uhr in den durch Säulenan schlag belaiui-ten Vsrluuföstelle». Avs den ör�av!sasso«e� 7. Distrikt. Fvaiienardeitskommisslon. Heute, Freitag, abend C Uhr Bespiechung Snmartterftr. S. IL. Disirtkt, U. i. aiib 8. Abtei lung. Freitag abend 7 Uhr Ber- saniimlung ver Tlternboträt« unsaeer Partei Kopenhagener Strohe dt. 14. Distrikt. Freitag abend IVt Uhr Sitzung der Agitatwnokonrmis- sion bei Kaiser, Gotzkowsleyste. 84: Sonnabend 7ff Uhr Sitzung der politischen Kommission. 14. und 15. Distrikt f Moabit). Sonntag vormittag S Uhr Sitzung sämiltckicr Elternbeirat« bei Kriiger, Putlltzftr. 10. Sckssneberg. Freitag abend 7 Uhr Sitzung der Gewerklschafts- und Raiekommisii»n bei Btei.ak. Gothenftr. LÜ. Di» Q bleut« der Schone- berger Betrieb« werden gebeten, an dteler Sihnng teUgunehmen. Distrikt Siiediebarnim-Nock. Sonnaö-nd, V. Apeit. abends C Uhr, Diskiktskonfewnz tn Pandow, Echutlruw Grnuowltratze. 1. Die bevor- stshende Sieichstageivahl. 2. Tussteilung der Sandte alen. An der Kon- terenz müssen die Dssteiktsieltmig, sä tätliche Mitglieder der Distrikl�- ksmmissionen und die Borsitzendra und Kassierer der einzeln«« Orte» grupven ieilnehmen. BÜbungoaue schuh R»teMhal>Med«rfchDichmif»n-Wisstnerdel». F'-e!» tag abend 8 Uhr im Sänckhous Eqillarstratze Sclstutzoortrag von Dr. Rosenberg:.DI« DerhaUussie in SowjedRutzlaird." vere!nska;ei?her., stentralverlxrnd der Angestellten. Fachgruppe 12(Angestellt« des Baugecoerbo»). Freitag abend 7 Uhr iissenlliche Versammlung im Kriegervereinshau», Thaniseestr. llt.— Berfanimlimgen am Sonnabend: Fachgruppe 17(StlrtKrn: Hotel-» CafS- und Restaurations An- gestellte) abend«%S Uhr rotchiige Verkunniiuirg In den Zelle» 4.— Fachgruppe 16(Sektion der Privaihandelslshter) abends Vß Uhr im Restaurant Raihmann, Wiihelmkte. Iii, Bund der technischen Angestellten und»««mtewt. Vautechuik«» Versaiumlung Freitag abend 7 Uhr im Konzerts an! des Kricgervoretns- Hauses, Thausseestr. S4. Tiefbauarbeiter. Di« Decfammlung findet am Freitag statt. Beachte I die Anzeige in dieser Rumäne;! «rbsiter-Sttern-Vun».©turne Moabit. Feeitog abend 7 Uhr allgemeine Mtegttodeeversainmwng w der Aula Woldense: Strosse?0. Freie soziallpilfch« Fugend, Gruppe SO. FreNag abcnd 7 Uhr im Heim, Schake©toganet Stiatze, Einsührugsabend für di« Schute entlassenen. A.i-»ite»'Radf»hr»r.?und.SoNdoritiite. Fahrwaete. Abteilungen und Ortsgruppen! Wogen d-r glinstigen Witterung ist die«membliü« schon in rodet Prallst. Wir fahren unsere Beteinotouren am Sonn- tag, 18. Aprti. Der Start b»r Mstellrmgen rs! s-stL, g Uhr nall> Saar» muird: nachm. 1 Uhr nach Wannsee(Fürslenhol). Der Start der Agi» tattonskommissionen ist früh 4 Uhr fii Schöneberg(Ralhmie); Abt. 1 bis 4 und 9 und Lichtenberg der S. Vis 3. Abt.: Bahnhof Tie oMten. Di« Touren für Sonnlag, den 18.. ust.de«! zum 35. vsrofsenllicht und gefahren. Rohere Auskunft erteilt Otto Hansseh Zenlraifahrwa.t, Neukölln, vichtenradsr Steass« N. Arbeiter-Wande euerein.Pertin-. Sonntag, 18. April nach Könfts- Wusteckauson— Motzen— Zossen. Abf. 5,49 Gwlitzer tzchf.— Mitn-och, A.«vrst, abend, 7 Uhr. Bei einesitzung bei Wahiisch. Sssalitzer Strotze 23, Vortrag: Kartenkunde. Gäste wiMiammen. verantwortlich für dt« Redaktion: Alfred Wielepp. Neukölln. verlagsgenossenschoft �rchheit".(i m. b. H., Stevjia. Dmch der ch. h..& AMMMN ßö, gnnfit LAdftwiq�QTO Reicnen' � � ButWhSg�nion���EBufWhdlg.Lopeley O ho�jUi J&irtvJjl üJkrtcM!en;chiift för tfla Interassefl das InEarfistioaglaii Sezisllsinns cnd KosipbrIsgios. Die Bcfreiune der Arbeiterklasse mufl das Werk der Arbeiter selbst sei«! Alle Macht den Arbclter- und Soidatcrirfiten erscineln« wieder arm erstem Mall Parteiceoosscnl Freunde! Auf den Trümmern soseret von der No*ke*Df)t- fntur zerstörten Unternehmens, daß sich selbstlos in den Üienst des proletariscbea Befretungskanipfes gestellt hatte, wollen wir unser Matt wieder her ausbringen, am die soziallsrlsch-kommumsUschc Bewegung, die fast gar keine Presse hat. um ein Kanipf- organ zu bereichern. Daher ergeht unser Appell an die revolutionÄren Genossen für die Verbreitung unserer Zeitung zu sorgen und von der nebenstebcc- den Abonnements-Einladung Gebrauch zu maeüen. Verlag«Dt» iVcitrevoluflon" Ludwig DorgaioM Berlin NO SS. Marl-jaburger Str. 28 Die bisher trachiencnen J2 Nummern sind, soweit rorhandca, ran» PreUo roa Mk. 1«60 durch den Verlag zu beziehen. Abonac mencs-besieliunar. Au den Voiia«:«Bio WeHrowoi»HiniM Ludwig Bergmann Baiila NO SS. Marieuburgcr Str. 28 Besteii« hiermit zur keizeimSMgev Zostcllang durch den Verlag 7/Us Wochenschrift.01« WeJtreroluHon* fhr das laufende Vierteljahr. Den Beza?s preis voa Mk.<— habe ich per Posianweisone abgesandt. Achtung! Ximm Achtung! Am Freitag, den t«. Avri! 1U20, abends O1/, Uhr» m den Pracht- Säle» Moabit. WÜlefftraiie S4 OeffeKtüche Versammlung aller im Tiefbaugetverbe beschäftigte« Kollegen. ZraqesordNung: SteVun' nähme der Tiefbauarbeiter zu dem ab- Ahnenden Verhalten des ReickisverbandeS für das deutsche Tiefdaugewerde. Kollegen! In Anbetracht der änderst wichtigen Tagesordnung darf kein Tiefbauarbeiter in dieser Versammlung fehlen.' LeUÄer?avLrbs!ker-BL?bK!ch. Zenkal-VerSM der Zimmerer. Zemrai-Verdlmd der MMmilkn twS ßetzer.___ KwisJer• l - Messung ROtguß Blei,£ink A!ur kiium Oneck�ilbcr Nickel laMe Ji. ItOchsfenTaltesorelse ü-scr Straße 1 Ec�c Scliönba'iscr Alice Norden ZW n. 366. MotslOel, Ktzp�cr, Moisoäßßr, ijicl, zu höchsten Tagespreisen, EäEOr.: bis 0,90 Vi, pot* KJUo üallütraße 35. Wcbleusce, ßahnbol. ZkZtkckttwS Her glfiüflrlifilft MsHluis SdHtfieUc Ocrlla aonttäöcnÖT den n."Ipru 102».«achnUttair« S»Hr. wi «SeioerNdialtchau«. Enccl-Uler iL. Vers am mlu ngen der Stetnardelter der Slrsdnial- n»d Ti,u»?tcla6ra«ch« (Sa»! II»,»nd der?Hortnorl>ratt Um jahlrochä ltstd pdnltUchi» Srjchcwm ersucht Sic Ortdberwait»»«. Ll..Si!'. tleiiiloinziörsl � »->»!! Enüems.ntt,\i: MönisstaUt 9T2i, Waßrnaimstr>ie 22. f Delm kauft «s. wji.-.-lli Italic, JceVisritrl. ,?i ----■V TRAURINGE DUKATENOOLD 900 14 kar. 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S Uhr hie nachm.( Tel-Phon:«mt Norde» 185, 1289, 1987, Sonnte«, den 18.■ptll IKO, wwemitta«» 8 Uhr Branchen-Versammlung der Aessilsrhmled« und Holser sowie der dazu gehörigen Lernse ».Schul,' Prach tsSlen, aönigsgriwen 2, am »lerundeeplatz. TogaoorbutMA: Iohekericht der Srancheu- fu>tniTilfflon. 2. Neuivuhi derselben. 8. Vvanchen- angelegenherlen. 4. Borfchiedenes. Die Mchtikchott der Tage-oidittmg erfordert das Erscheinen oller Kollegen. Ii t tg l iedsd uch leglttmiorti Sonntag, den 18.«pell ILM, vsrmlttog» 18 Uhr Versammlung aller 1» HlUten» und Nesslngwerlien� beschöstigten Tchmelzer, Sieher, Ofen, und Kieherelardoiler usw. Im Loltol.S ü d- O st", I&aUwmarftt. 76. Tagesordtnirg: 1. Unsere Lohn- und Ärbeilsdedin- gangen. 2. Verschiedenes. Sonntag, den IS. April 1939, vormittag» 18 Uhr Braucheu-VersammlunK der Emaillier«, und verwaadten Borns« Berti iw und Umgegeud in».Dresdner(Sailen", Dresbn« Strohe 46«, Eck« Prwzenstrahe. Tagesordnung: 1. Siellungaoiime prr Kündigung «rferer Lohnt?« rvlni>«rung. 3. Vromchenangslegen keilen und Verschiedenes. Pünktliches und zahlrelche« Erscheinen ist unbedingt «sorderlich.__ Di« Ortsorrwottuns. TchiMg! NsvtleWStt! vchiNW! Stach Rücksprache mit dem Obarmftr. H«rrn O. M u I a ck, teilt uns derselbe mV, das; die Innung beschloffen hat, biö zur endgültigen Regelung den Stundenlohn ab 12. April vo» 5,00 Mk. pro Stunde zu zahlen. Die Ver. Handlungen über den Tarif finden am 10. d. MtS. statt. Neber dad Ergebnis erhalten die Kollegen umgehend RackrichL __ T4e Qrtövcrwaltung. �idtalleinkaulsteUe MauköSln, Zcdiüervrgivevüüe 23 zahlt dla höchsten Tagespreise Bpennspltsen, Rentakt«, Tiegel usw. Goidbruch ♦ Siiberbruch k««(t zn bOcbsten Taxeaprctwo Ä. Unser Ali« SchocKStanser Str. Uhrea-Ladc siiiapfer;; Hessing �e�kslSfeer OEei:: Zink zum KÄckswn Tsgespreb Sc&nlzeniiorfer Str. l Jjnisppaesip??— vls-ä-vls der Markthalle— IlltUloaooir. 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