• Einzelpreis 20 Pfennig 3. Jahrgang Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Sonn- und Fefitagen nur morgens, Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin 7.50 m. im woraus zahibar. Für Doftbezug nehmen sämtliche Poftanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Oesterreich 10.-M., für das übrige Ausland 13.50 m. zuzüglich Valutaaufschlag, per Brief für Deutschland und Oesterreich 12.-M. Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbanerbamm 19 III. Fernsprecher: Amt Norden 833-36, 2895 and 2896. Sonnabend, den 17. April 1920 Nummer 128 Morgen- Ausgabe Jnferate foften die achtgefp. Nonpareillezeile oder deren Raum 3.20 mt. zuzügl. 30% Teuerungszuschlag. Familien- und Organisationsanzeigen die achtgefp. Nonpareillezeile 2.40 m. netto. Kleine Anzeigen: Das feitgedruckte Wort 1.18 Mit, jedes weitere Wort 85 Pfg., zuzügl. 30% Teuerungszuschlag. Stellengesuche, familiens u. Organisations Wort- Unzeigen kosten das fettgedruckte Wort 1.15 Mt., jedes weitere Wort 85 Pfg. netto Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 833-36, 2895-96, 9768 greibeit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die Koalition auf demokratischer Grundlage. Namhafte Mitglieder des rheinischen Zentrum erMaifeier 1920. lafsen einen Aufruf zur Bildung eines festen Blocks der Bei Einführung der Maifeier war diese gedacht als eine| Denn wie das Erleben des gewaltigsten und grausamen Christlichen Bolkspartei. Sie fönnen, wie sie jagen, nicht Demonstration für den Arbeiterschus in erster Linie die aller Kriege die Kämpferscharen für den Sozialismus länger ruhig zusehen, wie im Zentrum eine Binksrich- Verkürzung der Arbeitszeit, dann für den folossal vermehrt hat, so hat er diesen auch zu der Erkenntnis tung zur Herrschaft gelange, die eine Umorien- eltfrieden. Die Feier wuchs sich später aus zu einer verholfen, daß unbeschadet aller anderen Mittel, die im tierung im Sinne liberalsozialistischer Tendenzen bedeute. Demonstration für die wichtigsten politischen Forderungen wirtschaftlichen und politischen Kampfe von uns angewandt Sie lehnen einen deutschen Einheitsstaat ab, der rücksichts- der Arbeiterschaft überhaupt. Gegensähe von mancherlei werden müssen, von entscheidender Bedeutung doch los alle gesetzgebende und anordnende Gewalt zentralisiere Art in der Arbeiterschaft verhinderten es aber, daß die Maiund fordern die volle Selbständigkeit der einzelnen gleich feier zu dem wurde, wozu sie vor allem geeignet war: berechtigten Linksstaaten. Dieser letzte Bunkt ist vielleicht der wichtigste des Pro- 3ur Vorbereitung für die entscheidenden Massenattionen im Kampfe um die Eroberung der politischen Macht. gramms, und man darf fast vermuten, daß es seinen II: die wuchtigste Massenation durchgeführt, die die Welt bisher sah. die Aktionen der Massen Arbeiterschutes so den noch immer ausstehenden Frieden mit selbst sein werden. Sie werden auch wie den Ausbau des Sowjetrußland erzwingen müssen, denn die Sozialisten in der Koalitionsregierung sind ja um jo ohumächtiger, je mehr sie sich den Methoden und Grundsäßen bürgerlicher Politik genähert haben. Je einmütiger und geschlossener, je mehr vom Ver. trauen zu sich selbst getragen die Massen ihre Aktionen durchführen, um so wuchtiger und zweckentsprechens der werden diese sein. hebern nicht nur um die Gleichberechtigung der bestehen- Inzwischen haben die deutschen Arbeiter- wie wir es den Bundesstaaten zu tun ist, sondern daß sie sie auch für immer von ihnen erwarteten- in dem politischen ein noch zu schaffendes Staatsgebilde im Westen der Re- Maijenstreik zur Abwehr der Konterrevolution publik verlangen. Aber wie allenthalben gehen auch hier mit den Loslösungsbestrebungen reaktionäre Absichten Hand in Hand. Der Ruf" Los von Berlin!" läuft in Wirklichkeit auf eine Absage an eine Politik hinaus, die diese HerrDie Revolution brachte den Achtstundentag: ein schaften als radikal ansehen, und damit auf eine Trennung Ausbau der Arbeiterschukgesesgebung ist von von der Koalition. Daß innerhalb des Zentrums Strö der Reichsregierung in Aussicht gestellt worden. Der deutsche mungen dieser Art vorhanden sind, ist längst kein Geheimnis Militarismus brach- gerade als er auf der Höhe mehr. Durch die starke Erschütterung, die die Stellung Era feiner Entwicklung angelangt har jählings zusammen. bergers in der Partei erfahren bat, baben sie zweifettos an Dieser Zusammenbruch und der Fortschritt der Demokrati. Umfang und Kraft gewonnen, und dafür war ja auch die fierung scheinen die Gefahr, die dem Weltfrieden von füngste Rede des Abgeordneten Trimborn Deutschland aus drohte, beseitigt zu haben. in der Nationalversammlung eine Bestätigung. Herr Trim. born kennt die politische Windrichtung besonders in seiner rheinischen Heimat und ist immer geneigt, ihr Rechnung zu tragen. Als unmittelbar nach der November- Revolution die Welle des Separatismus in Köln recht hoch ging, machte er Die Maifeier ist eine internationale Demon- Umsonst! Frankreich, England, Amerika, Japan hallen Fich zugleich zu seinem Wortführer, und wenn er jetzt eritif an itration im Interesse der Proletarier aller Länder! Sie wider vom Getöse des verschärften und umfangreicher ges der Regierung übt, so beweist das, daß der Widerstand gegen muß fortan in erster Linie dem Wiederaufbau wordenen Klaffenkampfes. In Sowjetrußland behaupten die die Koalitionspolitik am Rhein im Wachsen begriffen ist. Er einer revolutionär schlagfähigen und tat- Arbeiter die politische Macht, die sie errangen. Immer ge bilegt seine Bereitwilligkeit ,, fich je nach Bedarf umzustellen, bereiten proletarischen Internationale waltiger sammeln sich die Scharen hinter der Parole: mit der Pflicht zu begründen, das Ventil zu öffnen, um ein gewidmet sein. Hätten wir die Maidemonstration zu solchen Blaten des Kessels zu verhüten. Zweden nicht, so müßte sie dazu eingeführt werden. Hat all dem gegenüber die Maifeier noch einen Sinn? Ja! Sie ist sogar notwendiger geworden, als sie jemals war. Arbeiter, Genossen! Die Klaffengegensäve haben ihren Höhepunkt erreicht. Die bisher herrschenden Klassen scheuen in ihrer Berzweiflung kein Mittel der bru talen Gewalt und der Niedertracht, um sich im Besit ihrer Herrschaft zu halten oder wieder in den Besis derselben aa bringen. Der Märzputsch und die gegenwärtige innerpolis tische Situation sind beredte Beispiele dafür. Hinter der Parole: Kampf gegen den Bolschewismus sam melt sich wie in Deutschland so in anderen Ländern alles, was den nahe bevorstehenden Zusammenbruch des Kapitalis. mus aufhalten möchte. Nieder mit dem Kapitalismus! Hoch der Sozialismus! Es ist, als wollte die Arbeiterschaft des einen Landes des des anderen als anfeuerndes Beispiel dienen. Kann ein günstigerer Zeitpunkt für eine Demonstration gedacht werden, die alles in den Vordergrund rüdt, was dem Fühlen und Denken der Arbeiterklasse, was ihr aus ihrem Lebensinteresse heraus gemeinsam ist? Mit der Unzufriedenheit im Zentrum Taufen gewisse Auch die Verkürzung der Arbeitszeit ist zumal in Misstimmungen in der rechtssozialistischen der Zeit der Weltwirtschaft eine eminent internationale Partei parallel. Der Vorwärts" muß zugeben, daß in Angelegenheit. Deshalb ist selbst der Achtstundentag den Kreisen seiner Berliner Genossen die Koalition nur als der doch nicht die Marimalgrenze der Verkürzung der Arein taktischer Notbehelf empfunden werde, dessen man durch beitszeit darstellt, solange nicht gesichert, solange er nicht ein Erstarken der Partei bei den kommenden Wahlen gern international durchgeführt worden ist. Kaum eingeführt in enthoben sein möchte. Man jei auch der Meinung, daß unter Deutschland, wird aber auch schon mit allen Kräften verUmständen der Rücktritt in die Opposition einem Verbleiben fucht, ihn den Arbeitern wieder zu rauben. Das gleiche gilt Genossen und Genossinnen! Im Zeichen des kommender in der Regierung vorgezogen werden müsse. Also auch hier vom übrigen Arbeiterschus, es sei nur an den Schus der Wahlkampfes und darüber hinaus, im Zeichen des teine reine Freude mehr an dem gegenwärtigen System. Frauen und Kinder erinnert, den der Weltkrieg fozialen Revolution, im Zeichen nicht zulet Auch hier der immer mehr in die Halme schießende Wunsch überall zum dringendsten Gebot selbst für die kapitalistischen des internationalen Entscheidungskampfer den Weg ins Freie zu finden. Regierungen hat werden lassen. gegen den Kapitilismus, feiert den 1. Mai! Feiert ihn selbständig als Mitglieder der U. S. P. D. ernst und wuchtig als einen Tag des Kampfes und der Vorbereitung für den Kampf! Bleiben von den drei Negierungsparteien nur die Und ist die Frage von Krieg und Frieden nicht Demokraten und die freilich halten an der Koa- cine internationale Frage? Iition fest. Sie tun es, um die bei ihren fortschritt- Das Ende des Weltkrieges hat die Kriegsgefahren nicht lichen Vorfahren beliebten Bekräftigungsworte zu ge nur nicht beseitigt, es hat sie vielmehr erhöht. Solange die brauchen:„ voll und ganz" und unentwegt". Der Wahl- kapitalistische Warenproduktion besteht, können sie nicht aufruf, mit dem fich der Parteivorstand an die Anhänger idhwinden. Heraus aus den Betrieben am 1. Mai! Die im Lande wendet, beweist es. Die Koalition, so. berfichert Schwinden kann und muß aber alles, was zu Beginn Arbeitsruhe ist nach wie vor die beste Form der Feier er, sei in der Nationalversammlung die einzia mögliche des Weltkrieges zur Zerklüftung der Arbeiterklasse geführt und gewaltige Straßendemonstrationen geben ihr Grundlage für eine Regierung gewesen und diese Regierung hat, in erster Linie also der Nationalismus jeden wuchtigsten Ausdruck. habe auch sehr schöne Erfolge zu verzeichnen. Sie habe dem der Art. Die Maifeier 1920 fann und must die Worte aufs neue Anstreben müssen wir mit allen dafür anwendbaren mit Leben erfüllen, mit denen einst das Kommunistische deutschen Volk die edelste und freieste Verfassung der Welt gegeben. Mit der Demokratisierung er Wirtschaft sei die Mitteln die Einmütigkeit und Geschlossenheit Manifest schloß: Arbeitsgemeinschaft aller schaffenden Kräfte im Betrieb an- der Arbeiterklasse über alle Landesgrenzen hinaus und die gewandt und damit der einzige wegzur Ueberwin- hebung des Kraftbewußtseins unserer Klasse. dung des lasienkampfes beschritten. Tas Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Deutsche Meich sei durch die Beendigung der topflosen Zentralfomitee, Beicat und Kontrollfommission der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Finanzgebarung der Kriegszeit wieder freditwürdig und Freditfähig gemacht worden. Der Arbeit der Mehrheitsparteien dürfe man es verdanken, daß der deutschen Wirtschaft gegenüber den zerstörenden Kräften von links Grundlagen Demokratie werde auch fernerhin allein Deutschland vor demokratie, oder besser gejagt dem jozialdemokratischen der Ordnung und des Wiederaufbaues geschaffen seien. dem Bürgerkrieg schüßen und seine Wiederherstellung fort- Programmi gegenüber, hat sie größere und gewichtigere Be Die wirksame Abwehr der Angriffe von links wird führen können. Wenn also die jetzigen Regierungsparteien denten. Sie will nicht wie diese die Republik als Hoffnung überhaupt mit großem Nachdrucf hervorgehoben, und weil durch die Wahlen eine neue Majorität erhalten, so werden auf die Vorherrschaft einer Klasse verstehen, sondern als fich das für einen demokratischen Kapitalisten gut macht, die Demokraten ohne weiteres wieder für die Koalitions- grundsäßlich und für immer flassenfreie Vertretung des wird auch etwas von einer boljchemistischen Revo bildung zu haben sein. ganzen Volfes, nicht als parteipolitische Durchdringung der Iution gefabelt, die in Anschluß an den Gewaltstreich der Bei allem Kameradschaftsgefühl jedoch, das die Deutiche ganzen Staatsverwaltung, sondern als festlegende politische Rapp und Rüttwit wieder ausgebrochen sein soll. Auch die Demokratische Partei für ihre Freunde von rechts und Imfs| Grundlegung der Regierung, und im übrigen als Auslese Parteien der Rechten und ihr Treiben werden getadelt, aber bejist, muß sie sich besonders vor den Wahlen ihrer Selb der fähigsten Fachleute. Die Arbeitnehmer," so lautet der der stärkste Vorwurf, den die Demokraten gegen fie richten ständigkeit bewußt bleiben und daher auch gewisie charakteristische Satz in diesem Abschnitt des Aufrufs, können, scheint der zu sein, daß sie sich nicht an dem Wieder- Trennungsstriche gegen ihre Bundesge- müssen ihr volles soziales, politisches und wirtschaftliches aufbau auf demokratischer Grundlage beteiligt haben. An noiien ziehen. Vom 3entrum scheidet sie im weient- Recht erhalten, nicht weniger aber auch nicht mehr. ir der demokratischen Grundlage soll auch in Zukunft festlichen ihre Stellung zu Kirche und Schule und ganz allge- wollen und dulden keine kapitalistische Ausbeutung, aber gehalten werden. Die Mehrheitsbildung im Sinne der mein zu den sogenannten Kulturfragen. Der Sosial- wir wollen auch keine Diktatur oder Nebenregierung einer Berufsschicht, fei fie noch so bedeutend. Unsere Partei steht und fällt mit dem reinen demokratischen Gedanken." Hier haben wir den Liberalismus wie er leibt und lebt. Er müht sich immer noch wie einst im Mai an dem hoffnungslosen Versuch der Versöhnung der Klassengegensäte ab. Er will immer noch die mittlere Linie finden, auf der sich Kapital und Arbeit in höherer Harmonie bereinigen. Er glaubt oder gibt bor zu glauben, den Klaffenkampf beseitigen und die kapitalistische Gesellschaftsordnung erhalten zu können. Die Demokraten schwören, daß fie feine fapitalistische Ausbeutung wollen und fie tun fo, als ob sich mit der Durhrung einiger sozialer Reformen dieses Biel erreichen une. Die Erkenntnis vom Wejen des Kapitalismus ist ihnen noch nicht aufgegangen, oder wenn es doch der Fall ist, so suchen sie die Wahrheit hinter schönen Redensarten zu verbergen. Daß es nur die Alternative gibt: kapitalistische Ausbeutung oder Sozialis. mus, begreifen sie nicht oder sie sprechen es jedenfalls nicht aus. Sie bekennen sich zur reinen Demokratie und wollen fich und anderen Leuten weismachen, daß sie nicht nur den besigenden Klassen, sondern auch dem Proletariat das Heil bringen werde. Diese Anstrengung wird bei der Masse der Arbeiterfchaft berfagen. Sie hat in den anderthalb Jahren demofratischer Republif genügend Erfahrungen machen können. Die volkswirtschaftlichen und soziologischen Auslaffungen bes Aufrufs fönnten also von uns mit einem Achselzuden übergangen werden, wenn sie nicht gerade im Busammen hang mit dem Bekenntnis der Demokraten zur Roalition fo fehr bezeichnend wäre. Die Partei kann doch nur dann an dem Bündnis mit der Sozialdemokratie festhalten, wenn fie überzeugt ist, daß es ihren wirtschaftspolitischen Auffaffungen teine Gewalt antut, mit anderen Worten, daß die Sozialdemokratie fie an der Durchsetzung ihrer tapitalistischen Forderungen nicht hindert. Die Offiziersverschwörung. Befrogene Betrüger. Das Reichswehrministerium verbreitete Freitag mittag die nachfolgende Mitteilung; fie erreichte uns leider so spät, daß wir sie in unserer gestrigen Abendausgabe nicht mehr beröffentlichen konnten: Haftenlassung der Verschwörer. Offiziös wurde gestern mitgeteilt: Wir wollen dem noch hinzufügen, daß Herr Bartram zwei Tage vor dem Rapp- Butsch den Versuch gemacht hat, in ähnlicher Weise, wie später, über eine„ Annäherung" zwischen Offizieren und Arbeiterschaft mit Genossen äumig in Berbindung zu treten, dabei aber eine ener gische Zurüdweisung erfahren hat. Weder Bartram noch Ralert gehören zur Unabhängigen Partei. ,, Bei der Reichsregierung liefen gestern- am späten Nach- Mit diesen Bemerkungen wollen wir es für heute genug mittag Rachrichten ein über eine Zusammenkunft, bie im fein lassen und zunächst das Ergebnis der Untersuchung ab Reichswehrministerium um 8 Uhr abends stattfinden follte swi- warten. Leider ist das Militärgericht für diese Anfchen namentlich genannten Offizieren, die größtenteils bem gelegenheit zuständig. Reichswehrgruppenkommando 1 angehören, und radikal ge. richteten Arbeiterführern. Die militärischen Teilneh mer an dieser Sigung wurden durch ausführliche Angaben erheb lich belastet. Die Sigung hat tatsächlich um 8 Uhr abends im Dienstzimmer des Hauptmanns v. Biebahn stattgefunden. Es Wie die P. P. N. erfahren, hat sich der Polizeipräfte haben daran teilgenommen: die Hauptleute v. Biebahn und dent Richter entschloffen, gegen die im Reichswehrministerium Bohnebt, Kapitänleutnant Altvater, Leutnant v. Bie. festgenommenen Offiziere, Hauptmann v. Viehbahn und Ka bahn, ferner ein Zivilingenieur Meher( unbekannt, kürzlich piiäuleutnant It bater feinen Schubhaftbefehl zu erlassen, so aus englischer Gefangenschaft zuriagefehrt), sowie die Herren baß fie beide wieder in Freiheit gesetzt sind. Die durch den StaatsBartram( nach seinen Angaben Gründer des Bereins ber ommiffar Dr. Weismann vorgenommene Untersuchung ergab, daß Frontfoldaten) und ablert( nach seinen Angaben Uhrmacher bie Offiziere erklärten, sie seien mit Wissen ihrer vorgefesten aus Groß- Lichterfelde). Der Neichswehrminister lich bald nach Behörde mit Bertretern der Arbeiterschaft in Verbindung getre ließ 8 Uhr bie Sigung aufheben und hat dann persönlich noch im ien, um durch Vermittlung der Führer eine Waffenabgabe zu er reichen. Sie hätten vorgeschlagen, daß die Waffen der Arbeiter Laufe der Nacht die Teilnehmer einzeln vernommen. Er hat in Depots abgegeben werden sollten, die unter gemeinschaftlicher alsdann angeordnet, daß fie mit Ausnahme des Hauptmanns Sortiolle des Reichswehrministeriums und der Arbeiterschaft stün Behnstedt, der nur einem Dienstbefehl zufolge an ber Sigung ben. Die Vermittlung habe der ihnen persönlich bekannte Herr teilnahm, bis zur weiteren Alärung der Angelegenheit im Poli- Bartram übernommen. Dieser habe auch eine Besprechung seipräsidium in Berlin in Schuhhaft zu halten sind. Die Unter mit Herrn Wegmann in dessen Wohnung am vorigen Sonnsuchung, die der Staatskommiffar für öffentliche Ordnung leitet, tag nachmittag zustande gebracht. In der Besprechung jei bon Damit aber ist dann die schärfste Kritik an der Be- wird heute vormittag durch Gegenüberstellung der Belastungs- den Offizieren lediglich dargelegt worden, daß das Mißtrauen teiligung einer Arbeiterpartei an dieser Regierung geübt. zeugen mit den Teilnehmern der Sigung schnellstens fortgefent.wischen Arbeiterschaft und Reichswehr verschwinden müsse. Dazu Braftisch erweist sich jetzt die Richtigkeit dessen, was Neben dem Tatbestand und den anderen Absichten der Teilneh- würde am besten die Waffenabgabe der Arbeiter und eine Verwal Rautsin in seinem Weg zur Macht über die Stoalition mer wird festzustellen sein, ob noch andere Personen an dieser tung der Waffen unter gemeinsamer Kontrolle bienen. einer proletarischen Partei mit bürgerlichen Parteien fagte: Sigung geladen waren, die aus irgend welchen Gründen nicht Das als Beuge bernommene Vollzugsratmitglied erklärte Die befibende Klaffe verlangt und muß in ihrem Intereffe erschienen find." demgegenüber, er habe in die Unterredung nur eingewilligt, weil berlangen, daß die Staatsgewalt fortfahre, das Proletariat Wir wollen heute zu diesen Mitteilungen folgendes be- Tartram, den er persönlich auch nicht näher fannie, ihm gefagt niederzuhalten. Cine proletarische Partei in einer bürger- merten: Vor etwa 14 Tagen wurde Genoffe Wegmann hätte, es handele sich um Offiziere, welche die bisherige Politik lichen Koalitionsregierung wird stets mitschuldig werden, zu einer Zusammenkunft mit Offizieren aufgefordert. Der verdammten und einfähen, daß eine Gesundung Deutschlands an Handlungen zur Niederhaltung des Proletariats, die ihr Bwed follte eine Annäherung an die rebolutio. nur durch die Diftatur des Proletariats möglich dessen Mißachtung einbringen, und dabei doch stets durch näre Arbeiterichaft sein. Wegmann lehnte ab. fei. Er habe den Offizieren ursprünglich sein Mißtrauen bas Mißtrauen ihrer bürgerlichen Blodbrüder eingeengt nichtsdestoweniger fand Anfang April eine Sibung statt, offen ausgesprochen, aber diese hätten wiederholt die bleiben und an jeder erfprießlichen Tätigkeit dadurch ver- an der u. a. auch der Kapitänleutnant Ehrhardt von Ehrlichkeit ihrer Gesinnung beteuert. Von einer Entwaffe bindert werden." der Marinebrigade gleichen Namens, der bekannte Rappist nung der Arbeiterschaft fei nicht die Mebe gee teilnahm. toefen, sondern von einer Bewaffnung zum gemeinschaftlichen Vorgehen mit der Reichswehr gegen die Regierung. Zum Schluß hätten sich die Anwesenden feierlichst gegenseitig strengstes Still fchweigen zugefagt. Die Offiziere blieben demgegenüber bei ihrer Darstellung. Wann wird sich die Erkenntnis dieser auf der Hand liegenden Tatjachen bei den breiten Massen der Sozialdemo Eratischen Partei endlich durchgerungen haben? Böllige Entwaffnung Deutschlands. H. N. Paris, 16. April. Eine zweite Sigung fand am 8. April statt. Wir wollen bon Teilnehmern nennen: den General Eberhardt, Rapitänleutnant Itvater, Major Stülpnagel, Herrn Bartram, Ingenieur Meyer und einige At beiter. Besprochen wurde die Möglichkeit einer Verständi- Angesichts dieser Aussage war Bolizeipräsident Richter der gung der Offiziere mit den Arbeitern. Die Arbeiter Auffassung, daß weder die beiden Offiziere wirklich an eine ges wünschten die Einigung auf der Grundlage des Säte- meinsame Verschwörung von Militaristen und Stommunisten ge systems, während die Offiziere eine berufsständische dacht hätten, bann gehörten sie ins Irrenhaus und nicht Eine Anzahl franzöfifcher Abgeordneter hat in der Rammer Vertretung vorschlugen. Dann fam die Frage der in die Schubhaft, oder daß sie durch eine Frist die Arbeiter Folgende Resolution eingereicht: Die Kammer möge befchließen, Bewaffnung der Arbeiterschaft zur Sprache. aur Waffenabgabe hätten veranlassen wollen, bann seien fie im Jntereffe des allgemeinen Friedens und der Wieberhernet Dabei erklärte fich schließlich Trvater mit einem Vorbetrogene Betrüger, In jedem Falle tomme die Schuh Tung von normalen Beziehungen zwischen allen Nationen die voll. schlage einverstanden, die militärischen Formationen zur haft nicht in Betracht, die nur bei unmittelbar dringender Ge Tommene Abrüstung von Deutschland zu erzielen und ferner die Hälfte durch Arbeiter zu bilden; den entlassenen Soldaten fährdung der Staatssicherheit verhängt werden dürfe. Ein etwat Regierung formell aufzufordern, daß ble biesbezüglichen Ab- sollten die Gewerkschaften anderweitig Arbeit vermitteln. ges Bergehen der Offiziere müsse bisaiplinar oder strafrechtlich rüftungsbestimmungen des Verfailler Friedensvertrages fofort auf die Frage eines Teilnehmers glaubte Altvater auf geahnbet werden, aber für die Schußhajt jei in diesem Falle feim burchgeführt werden. Außerdem verlangt fie, feinerlei Ab- diese Weise bis zu 300 000 Arbeiter bewaffnen zu fönnen. Raum. fanvächung anderer Bestimmungen des Vertrages su bulben, ohne Er wollte in einer nächsten Sißung, die in einigen Tagen bas Gegenleistung gefordert wird. Deutschland bürfe weiter we stattfinden sollte, genauen Bericht erstatten. ber eine Armee noch militärische Organisationen, noch irgendwelche Bewaffnungen behalten und in keinem beutschen Staate bürfe eine andere Armee als nur Polizei und Gendarmen zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung existieren. Kapp in Schweden. Stodholm, 16. Nach dieser Sigung trat Bartram neuerlich an Genoffen Wegmann heran, den er in den Räumen der Bepr. triebsrätezentrale aufsuchte. Wegmann lehnte wiederum Nach einer Melbaug ber Afton Zibningen" ist Dr. Rapp in ab, stimmte aber schließlich zu, einige Offiziere in seiner Badehotel in Soebertaelje angehalten worden. Er war mit Wir sind mit der völligen Entwaffnung Deutschlands Wohnung zu empfangen, um womöglich die wahren Ab einem Flugzeug nach Schweben gekommen, bas in Schonen burchaus einverstanden, da wir in ihr eine der stärksten fichten der Offiziere kennen zu lernen. Die Unterredung landete, worauf er die Reise mit der Bahn in nördlicher Richtung Bürgschaften für die Erhaltung des Weltfriedens sehen. fand Sonntag, den 11., nachmittags, in Wegmanns Woh nach Stockholm fortjente. Seitens des Hotels wird mitgeteilt, Eine wirkliche Beruhigung der Weltpolitik wird aber erst nung statt. An ihr nahmen Itbater, dann Haupt- bas Rapp am Mittwoch abend in Stocholm antam ung in bem bann eintreten, wenn überall abgerüstet wird. Die mann und Leutnant Biebahn, Bartram, Meyer Sotel unter dem Namen Dr. v. Stanis auf der Reise von DeutschFranzosen fönnen also nichts Eiligeres und Besseres tun, und alert teil. Viebahn jezte auseinander, daß eine land über Malmö Wohnung nahm. Den 3wed ber Reise habe als in ihrem Lande dem Militarismus ebenfalls den Lauf Verbindung mit den Arbeitern hergestellt werden müsse, um er nicht angegeben. baß zu geben. den Bürgerkrieg zu vermeiden. Um die Bewaffnung der Heute mittag tamen zwei Detektive aus Stockholm nach Arbeiter fomme man nicht herum. Er fei in der Lage, Seebertaelje an. Der angebliche Dr. v. Ranis erklärte ihnen, wer Ber- aifenbepots anzugeben. 23 e a mann äußerte fein ik er fei. Gegen 3% Uhr nachmittags begaben sich die Detektive Absichten der Offiziere. Wenn fie wirklich susammen mis Rapp in Automobilen nach Stocholm. Gleichlaufende Juftraffionen der allierten treter in Deutschland. H. W. Baris, 16. April ihre Ansichten geändert hätten, dann müssen sie eine Form finden, das öffentlich zu erklären. Die Offiziere lehnten eine öffentliche Erklärung ab, denn dadurch würde die ganze Im Laufe der Besprechung, die Miller and gestern mit Sache vorzeitig herauskommen. Kapitänleutnant If Lord Derby batte, hat der englische Botschafter vorgeschlagen, va ter meinte, es. jei notwendig, daß an einem Zage in baß den alliierten Bertretern in Berlin gleichlautende Instrut- ganz Deutschland die Arbeiterschaft fich bewaffne, indem sie tionen gefandt werden sollen, um ber deutschen Regierung formell aus den Depots fich die Waffen hole. Dann fönne eine bekannt au geben: proletarische Diktatur durchgeführt werden. Vorauslegung 1. Daß man von ihr die genaue Ausführung des Bersailler fei strenge Disziplin, die jungen Leute müßten entwaffnet Bertrages und hauptsächlich der Bereinbarungen, die auf die Er werden. So wie bisher ginge es nicht weiter. In Kiel richtung der Armee und Bernichtung des Kriegsmaterials fich be. 8. B. hätten die Decoffiziere allein das Ruder in der Hand. aleben, erwartet, 2. baß bie Mächte weber bie Wieberherstellung E3 feien berwaschene Demokraten. denen es blog um die bes militärischen Regimes, noch eine bolfchemistische Rev. Futterkrippe zu tun fei, mit denen man nichts anfangen Tution bulben werden, 3. baß die Versprechungen, bie die fönne. Er selbst madje fich anheischig, ohne weiteres die Mächte Deutschland für seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau ge- Flottille in Saßnib zu übernehmen, wenn es soweit sei. geben haben, die Bewilligung von internationalen Krebiten und Hauptmann Biebahn schlug Wegmann bor, Flug. die Lieferung von Rohstoffen von den vorgenannten Bedingungen blätter für Soldaten zu drucken, in denen die Annäherung abhängig bleiben. zwischen Arbeiterschaft und Soldaten vorbereitet werden sollte. Er selbst wolle ähnliche Gedankengänge in den " Offenen Worten", der Zeitschrift der Reichswehr, pronagieren. Der amerikanische Eisenbahnerstreit. Die Angst vor der Revolution. New York, 15. April.( Reuter.) Sieben Eisenbahnbeamte fins verhaftet war ben. Die Berhaftung von weiteren 24 stebt bevor. Der Streit bürfte seinen Höhepunkt überschritten haben. Die Rückkehr der Ausständigen zur Arbeit hat begonnen; die Zahl der rollenben Züge hat sich vermehrt. Zum Schluß wurde mit großem Nachdruck das Ber Tangen nach strengster Geheimhaltung ausgesprochen. Es wurde gebeten, zur nächsten Zusammenkunft noch einen zuberlässigen Genossen von der U. S. P. und einen von der S. P. D. mitzubringen. Die Zusammenkunft wurde für Donnerstag im Reichsmarineamt verabredet. bie Anwesenheit Kapps nicht gerade erwünscht fein. Es ist Der fozialdemokratischen schwedischen Regierung wird aber mehr als zweifelhaft, daß fie ibn ausliefern kann, da die Verbrechen, um deren willen er verfolgt wird, politischer die Verbrechen, um deren willen er verfolgt wird, politischer Natur sind. Militärherrschaft ohne Belagerungszustand. In der vorigen Woche hatte ber Reichswehrminister Ge Ter mitgeteilt, daß der Belagerungszustand über Thüringen aufgehoben worden sei. Wir haben fürzlich an dem Falle der Erfurter ribüne" gezeigt, daß der Reichswehrminister entweber falsch berichtet hat oder daß ihm die Macht fehlt, seine eigenen Anordnungen durchzuführen. Heute wieder ein ähn licher Fall aus Bangenfalsa. geitung". erhielt das folgende, vom 19. April datierte Die Redaktion unseres dortigen Parteiblattes, die„ Boll Schreiben: Auf Anordnung, ber hiesigen Militärbehörde machen wir Sie darauf aufmerksam, daß der Artitel: Die Echredenstage von Langensalza" in Nr. 79 ge eignet ist, aufs neue Beunruhigung in die Bevölkerung au tragen. Wir ersuchen Sie, in der Folge nur Artikel zu beröffentlichen, bie nicht die bestehende Ruhe und Ordnung gefährden. Der Mag strat und die Polizeibervalbung." In Thüringen gibt es nach der Behauptung des Reichswehrministers feinen Belagerungszustand mehr. Trokdem aber unter leht der Magistrat und die Polizeiverwaltung von Langensalza der dortigen Militärbehörde. Sie haben deren Anordnungen wie aus diesem Drohbrief hervorgeht, Folge zu leisten. Dabei handelt es fich bei dem in dem Schreiben genannten Artikel vorläufig um eine bloße Ankündigung, die anscheinend die Herren MiltGenosse Wegmann machte im Laufe des Donnerstag einigen führenden Genossen nunmehr Mitteilung von diesen „ Times" melbet aus 23 afbington, daß der General Vorgängen. Die Genoffen empfahlen Wegmann nicht zu #taatsanwalt Ba Imer durch die Presse eine Warnung an das dieser Zusammenkunft zu gehen und entschlossen sich nun, Bolt gerichtet hat, in ber es heiß, der Eisenbahnerstreit den Reichskanzler zu informieren. Darauf erfolgten fei ber letzte und größte Verfuch der Kommunissen, in Amerika die Berhaftungen. eine revolutionäre Umwälaung herbeizuführen, An Freitag mittag fand eine Gegenüberstellung der ber- tärs jo start beunruhigt hat, daß sie die Veröffentlichung der ber Hand revolutionärer Schriften wird in der Rundgebung, be hafteten Offiziere und des Genossen Wegmann statt, bei Tatsachen mit allen Witteln verhindern wollen. Die Redaktion tont, daß bas Streben nach Bildung einer großen Gewerkschaft der die Offiziere den Versuch machten, ihren Aeußerungen unseres Parteiblattes bemerkt bazu, daß sie sich durch keine nichts anderes bedeute als einen Schritt in ber Rising sur bie bei den Susammenfünften eine harmlosere Bedeutung zu Drohung davon abhalten lassen wird, das au tun, mas fie für Dittatur bes Broletariat geben oder fie aum Teil au beftreiten ire Bflicht hält Das„ gerichtliche" Nachspiel zum Adlon- Dr. Swebger som Reichsarbeitsministerium einen inftrut färänkenden Geflärungen der Angestellten und Beamten bei Ga Standal. tiven Ueberblid. De Zahl der Kriegsbeschãoigten legenheit eines ähnlichen Schrittes ber Afa dargestellt. Auch diese beläuft sich auf annähernd 1½ Millionen, der Zugang der Geflärung beschränkt zwar den Spielraum der Bundesleitung, Rentenempfänger beträgt monatlich zirka 50 000. Kriegshinter ohne indes ein Zusammenwirten sämtlicher Gewerkschaftsgruppen Gestern früh um 10 Uhr geruhte" Seine Stönigliche Hoheit, gibt es nahezu 8 m tonen. Zur Erledigung der Versorgungs- treten tönnen, die alle diese Beschränkungen automatij bliebene, Witwen, Waisen und sonstige Unterstübungsberechtinte auszuschließen. Wir glauben indes, daß Situationen einDer Bring Joachim Albrecht von Preußen in oglet ansprüche werden 25 Hauptversorgungsämter und 103 Berfor sung des Rittmeisters von Platen und Seiner Durch auch gungsämter mit rund 50 000 Beamten nötig sein. Die Berfor- aufheben. In rebolutionärer Zeit wird die Taktik mehr als bes Erbpringen bon Hohenlohe Langenburg im großen Moabiter Schwurgerichtssaal einem Gerichtshof der deut. gungssumme wird auf 4 bis 4% Milliarden Mark im Jahr sonst durch den Augenbbid bestimmt und der Wandel b fchen Republif eine öffentliche Audienz zu gewähren. Zwar nahm geschäßt. Zum Schluß bat der Ministerialbirektor um bestimmte Dinge fann vorweggefaßte Beschlüsse schnell zu Matulatuz Erledigung der Vorlage noch bevor die Nationalversammlung werden lassen. der Bring nicht auf einem Thronseffel Blab, sondern sierte mit auseinandergeht. Die Beschädigten erwarten dies bestimmt. feinem Gefolge die Anklagebant, aber der unterwürfige Ton, in dem er befragt wird, und der militärische Kommandoton, mit gehende Erläuterung der Gesebesbestimmungen. Danach gab Geheimrat Kerschensteiner eine einbem er seinen Richtern( 1) gegenübertritt, zeigt beutlich, wer sich als Herr der Situation fühlt und es tatsächlich auch ist. Leiter ber Berhandlung war Landgerichtsdirektor Baumbach, be: Die Staatsbediensteten und der Sozialismus Folgen des Ausnahmezustandes. Truppen gegen Arbeitslose in Hamburg. Samburg, 15. April. auch dem Erzberger- Helfferichprozeß präsidierte. Aber von diefer Aus Anlaß einer von der Arbeiterunion einberufenen, abes Seite hatten die hohen Herrschaften nichts zu fürchten. Die sechs von der U. S. P. D. veranstalteten Versammlungen leber seinen Lebenslauf befragt, berichtet der Pring über für die Staatsbediensteten waren für die Partei ein voller vom Garnisonältesten, weil nicht angemeldet, verbotenen feine Beteiligung an der Niederwerfung der Herero in Südwest Erfolg. Die Referenten beleuchteten die sozialistischen Geriammlung Arbeitsloser auf dem Heiligengeiftfels, afrika und an den einzelnen Schlachten des Weltkrieges. Er bantengänge und wiefen nach, daß nur der Sozialismus die All- schritt Sicherheitswehr ein. Der Chef der Sicherheitswehr teilt bt sich als alter föniglich preußischer Offizier", der sich um gemeinintereffen und somit auch die Interessen der Beamten ver- barüber mit: Von Erwerbslosen wurde nachmittags tros aller Politik nie gekümmert habe, und bedauert, daß er wegen Strant tritt. Die von der gegnerischen Seite aufgestellte Behauptung, Warnungen eine Bersammlung auf dem Heiligengeiftfelde ab heit seinem Kaiser, König und Herrn eicht länger tienen fonnte. Daß die II. S. P. D. den Staatsbediensteten ben gesicherten gehalten. Die Versammlung wurde, ba nicht genehmigt, aufUeber den Vorfall im Hotel blon erklärt der Bring, Lebensabend( Pension) nehmen wolle, wurde als böllig un- gelöst. Demonstrationszug wurde nach Abgabe von Schrecke baß er einen Streit mit den Mitgliedern der franzöfifchen Mission richtig nachgewiesen. Unter der lebhaften Zustimmung der schüssen serfprengt. Berlufte nicht eingetreten bis auf einen nicht gewünscht uns auch nicht provoziert habe. Das Spielen des Versammlungsbesucher fanb überall folgende Resolution An- Mann, der sich der Festnahme durch die Flut zu ent Liebes Deutschland, Deutschland über alles", jei an diesem Abend nicht von ihm veranlagt worden. Wie alle anwesenden deutschen Gäste wurde er durch das ostentative Sigenbleiben einer einzigen Alle vor dem 9. November 1918 erlassenen Gefeße und Ver. Die Meldung ging der Nebattion erst in später Nachtfleinen Tischgesellschaft in große Erregung verfekt. Er habe seinem ordnungen find schleunigst im Geist ber neuen Zeit auftunde au, es war deshalb unmöglich, nähere Erkundigungen Unmut lediglich dadurch Ausdruck gegeben, daß er mehrere Wachs. ändern und im Falle der Anwendung berart auszulegen, bas ba- über den Sachverhalt einzuziehen. Den Erichießungen auf terzen an de Erde schleuderte. Er habe diese Kerzen nicht nach bei dem freiheitlichen Gerechtigkeitsgefühl unbedingt Genüge ge- der Flucht stehen wir nach den bisherigen Erfahrungen der Tischgesellschaft geworfen, die er nicht fannte und von der er tan wird. mit größtem Mißtrauen gegenüber. fpä er erfahren habe, daß es Franzosen seien. Auch seine Mit angeklagten habe er erst nach dem Vorfall tennen gelernt, bon einem berakrebeten Vorgehen fönne nicht die Rede sein. Der greite Angeklagte Rittmeister von Platen mußte wegen Herzleibens den Militärdienst aufgeben und ist Kaufmann geworden. Von Platen will nur in der Erregung Aufstehen!" gerufen haben, bestreitet aber jede Drohung; insbesondere will er nicht mit einer Fasche zum Schlage ausneholt haben. nahme: Die gesetzgebenben Körperschaften in Reich und Staat werben aufgefordert, diesem Willen alsbald Geltung zu verschaffen. Disziplin des freien Mannes. Tagung des Wirtschaftsverbandes der Berufsfoldaten. ziehen versuchte. Beratung der Reichswahlrechtsvorlage. Der Verfassungsausschuß der Nationalber fammlung fette am Donnerstag abend seine Beratungen der ahlrechtstorlage fort. Er nahm zunächst die§§ 23 bis 27( Frage der Gültigkeit der Stimmen, Ermittlung des Wahl Erbpring au Hohenlohe Langenburg behauptet In der gestrigen Sitzung des Reichswirtschaftsberergebniffes, Formulierung des Prinzips der automatischen Wahl), bas Opfer einer Personennverwechselung zu sein. Er jei nur aus bandes deutscher Berufsfolbaten sprach der Reichs- ohne erhebliche Debatte an. Im§ 28 ist bestimmt, wie die te ste Neugierde in den Saal, wo der Tumult entstanden war, gegangen wehrminister Geßler. Seine Rede Tennzeichnet ihn als einen stimmen bom Berbandswahlausschuß verrechnet werden sollen und rider Willen in das Handgemenge geraten. Hierbei habe er rojigen Optimisten und mangelhaften Logiter. Was er sagte, Dieser zählt die im Wahlkreisverband auf die Wahlvorschläge ge. feinen albuh berloren, mit dem ein Unbelannter war das, was man eine schöne Rede nennt. Das Heer meinte fallenen Stimmen zusammen und teilt jebem Wahlvorschlag se ben frarzöfifchen Hauptmann von Rourevint geschlagen habe. gebene Stimmen fommt. Die Size follen den Kreiswab!. Die Beweisaufnahme fiel am günstigsten für den Mittmeister er, bürfe nicht von irgendwelchen Führern mißbraucht werben, biel abgeordnetensie zu, das ie einer auf 60 000 für ihn abge wenn es auch ein Söldnerheer sei. Bebendige Fühlung borschlägen nach bon Platen aus, da der Hauptbelastungszeuge, Graf Wolf ber Höhe der Stimmrestgahl Gin neugebildeter Abjazz 2 besagt:„ Die Metternich zur Gracht in der Schweiz weilt und nicht zur Stelle 6ischen Bo!! und Reichswehr müssen der Welt augeteilt werden. zu beschaffen war. Die übrigen Zeugen befundeten nur, daß zeigen, daß unsere Truppe etwas anderes ist als ein Söldner- tefiftimmen bleiben( nämlich seitens des Verbandswahlaus. bon Platen Aufstehen!" und" Naus!" gerufen babe und mit der beer. Die Reichswehr ist so gut wie jeber andere Stand ein schusses) unberüdsichtigt, menn nicht wenigstens berbundenen Kreiswahlbor. getallten Faust drohte. Die weitere Befundung aus der Vor- Teil des deutschen Boltes mit allen seinen Rechten und auf ichläge 30 000 timmen abgegeben sind" Ab. untersuchung, daß von Platen mit einer Flasche losschlagen Pflichten," sagte der Minister. jazz 8 bestimmt dann aber: Die bei der Berrechnung der Nestwollte, wurde von einem Kellner fallen gelassen. Diese Handlung Das ist ein trefflicher Grundfab, de bei richtiger Anwendung fimmen im Wabffreisverband nicht berbrauchten oder nicht bes foll ein anderer Herr, der am Tische mit von Blaten faß, aus viele Schäden des Söldnerheeres gegenstandslos machen kann. rücksichtigten Reststimmen werden zur Verrechnung auf geführt haben. Das Uebel ist nur, daß er nicht angewendet wird. Woher der Reichswahlliste übertpiesen." Eine Beschränkung des soll die wünschenswerte Fühlung zwischen Volk und Heer kommen, Abs. 3 ist dann aber wiederum in einer neuen Bestimmung des Art. 29 geschaffen, wonach einem Reichswahlvorschlag höchstens wenn durch das Mittel der berühmten Entpolitisierung die Ab- ein Drittel der Abgeordnetenfiße augeteilt werden darf, die auf sperrung der Soldaten von der übrigen Bevölkerung frampfhaft die ihm angeschlossenen Kreiswahlvorschläge entfallen find. Nach erhalten wird? Dieser Entpolitisierung fest man die Strone auf, lebhafter Aussprache wurde§ 28 in der ben mitgeteilten Faj indem man den Soldaten das Wahlrecht, das wichtigste fung angenommen. Bedeutend schwerer wurde Bring Joachim Albrecht be. lastet. Die Kellner befundeten im einzelnen, daß der Sohen. soller sowohl mit Wachserzen, wie auch mit einer Moffaunter tasse und einem Rotweinglase nach dem Tisch der Franzosen geto: fen habe. Lich der französische Kapitän Rougebint er Härt mit Bestimmtheit, daß der Prinz die Kerzen nicht zu Boden geworfen habe, sondern daß die Würfe direkt gegen ihn und feinen Rameraden gerichtet gewesen seien. bei der Beweisaufnahme ab. Am ungünstigsten schnitt der Grbprina au ohenlohe Ein Kellner erkannte ihn mit Bestimmtheit als den Nowby im Frad wieder, der in halbiniender Stellung ben auf ber Grbe liegenden Rapitän Rougevint mit dem Lackschuh drei bis biermal ins Gesicht geschlagen hatte. Alle Versuche der Verteidiger, den Zeugen in seiner Aussage zu erschüttern, waren bergeblich. einen ber Deutsche Nationalversammlung. 168. Sung. Freitag, den 16. April 1920, 1 Uhr nachm. Präsident Fehrenbach teilt mit, daß der Oberreichsanwalt telegraphisch bie Genehmigung zur Einleitung eines Verfahrens wegen Landesverrats und Berrats militärischer Geheimniffe gegen ben Abg. Brah( 1. Sez.) beantragt. Der Antrag wird dem Ge schäftsordnungsausschuß überwiesen. echt des Boltes, vorenthält. Wenn die im Reichs- Bei der Abstimmung über§ 29 wurde beanitagt, statt efn wirtschaftsverband organisierten Soldaten selbst dieser Entrech. Drittel nur ein halb gu feben, um es damit Gruppen tung zugestimmt haben, so ist das nur ein Beichen dafür, daß sie von einer gewissen Größe doch zu ermöglichen, eher zum Zuge Der Antrag wurde angenommen und mit ihm die politische Propaganda fürchten, weil sie wissen, daß die u kommen. durch die völlig militaristsche Geeresverfassung den Offaieren ge-( gegen 2 Stimmen) der ganze§ 29 Die§§ 30 bis 33 fanden vach unerheblichen Debatten mit gebene Macht diesen die Möglichkeit bietet, folche Propaganda Heinen Aenderungen Annahme. einseitig ganz in ihrem Sinne zu betreiben und jede Der§ 34, der von der Wieberholungswahl handelt andere Aeußerung im Seer rücksichtslos zu unterdrüden. ba, wodurch Naturereignisse oder Gewalt" die Wahlen verhindert Diese Furcht aber ist keine Disziplin des freien Mannes", die wurden, wurde beanstandet. Nach einer anderen Formulierung Staatsanwalt Gerlach mußte zugeben, daß es einer ganzen Serr Geßler in seiner Rede von den Golbaten forderte. Sie durch Minister Koch erklärte sich der Ausschuß mit dem§ 34 einverstanden. Anzahl der Hauptbeteiligten an diesem Standal gelungen ist, tann auch nicht die Grundlage dafür bilden, baß- um wieder Der Abschnitt Wahl der Auslandsbeutschen" fich der öffentlichen Strafverfolgung zu entziehen. Er er mit Herrn Geßler zu reden die Truppen ein abfolut ficheres(§§ 35 bis 88) wurde zurüdgezogen. flärte es für unpassend, beim Sedt und Schlemmeressen zwischen Instrument der verfassungspolitischen Entwicklung des deutschen Die Schlußbestimmungen wurden erledigt. Der Unteraus Gassenhauern und leichter Musik nationale Lieder zu spielen. Bolles" werde. Erst wenn die Soldaten sich innerlich, aus ge- schuß zur Beratung der Wahlkreiseinteilung und zur Festlegung Bezüglich des Prinzen von Preußen sei mehr erwiesen, als sicherter Ueberzeugung als Bürger der Republit mit be- der Wahlfreisverbände trit am heutigen Freitag aujammen. Seine Königliche Hoheit" zugibt. Die Handlung des Erbpringen wollte er durch das Strafmaj charakterisieren. Von einer Gelb mokratischer Gesinnung und bemokratischen Pflichten fühlen, Nach Erledigung feiner Arbeiten und derjenigen der Redaktions trafe tonne nicht die Rede sein. Der Staatsanwalt beantragte erft bann werden sie dieser Anforderung genügen. Dazu aber fommission wird der Verfassungsausschuß die endgültige Fassung des Wahlgesetzes vornehmen. folgende Strafen: Gegen den Prinzen Joachim Albrecht wegen ist politische Schulung nötig, bie nur erworben wird in der Arena gemeinschaftlicher Nötigung eine Gibstrafe von 500 M. Gegen des politischen Kampfes, das heißt durch Ausübung po. ben Rittmeister von Platen wegen des gleichen Deliktes 300. Titifer Rechte. Die Entpolitisierung der Armee sollte man Geldstrafe. Ferner gegen den Erbpringen Gottfried von oben nicht zu erreichen suchen durch Entrechtung der Sol. Lohe- Langenburg wegen Rörperberlegung mit gefährlichem Werk baten, sondern durch die Entfernung jenes gefährlichen Offi. geng eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten. Die Verteidiger sierflüngels, der sich der Armee bewußt als Mittel für feine Justizrat Bronter und Schod 38i8ner appellierten an ben Nationalismus und das Standes- und Klassengefühl der Nichter. politischen Zmede bedient. An diesem Zustand ändert die von Als Schlußwort hielt der Prins Joachim eine militärische An der Regierung betriebene Entpolitisierung" nichts und man fprache, zu der Luther und Schiller herhalten mußten. sollte endlich begreifen, daß fie su ben schlimmsten Erbschaften Bon einer Verfehlung feinerseits sei überhaupt nicht die Mede. bes verderblichen Nostesystems gehört. Das Urteil Tautete gegen den Prinzen Joachim Sier erweist sich also Herr Geßler als ber schlechte Logiker. Albrecht von Preußen auf 500 M. Geldstrafe, an beren als blütenfrischen Optimisten aber gibt er sich dadurch zu Stelle im Nichtbetreibungsfalle je 10 M. ein Tan Gefängnis tritt; erkennen, daß er behauptet, bie Truppen hätten sich durch ihr gegen den Rittmeister von Platen 800 W. Geldstrafe Berhalten im Ruhrrevier das Vertrauen im oder je ein Tag Gefängnis für 10; gegen ben Grbprinzen Bolle zurüderworben, das so schmählich verloren worden war. Iungen: Die Vorlage will die Spekulation mit dem freiwerdenden Abg. Sollmann( Sos.) berichtet über die AusschußverhandGottfried zu Hohenlohe Langenburg wegen fährlicher Körperverlegung 1000 m. Geldstrafe, an beren Wir wissen nicht, was Herr Geßler unter Bolt" versteht. Rayongelände verhindern. Zu diesem Zwed sollen die GemeinStelle im Nichtbetreibungsfalle für je 10 M. ein Tag Gefängnis Wenn er die Arbeiterschaft bazu rechnet, dann frrt er. Sie tritt. Aus der Begründung jei noch herporgehoben, daß das forbert mehr. Und nicht gulegt von ihm selber. Gericht sich auf den Standpunkt gestellt hat, daß ein in Deutsch land lebender Ausländer nicht höher bestraft werden darf, wel. er ein Ausländer ist und sich lästig gemacht hat. Dafür steht der hörte das Recht der Ausweisung zu. Aber das Gerdi lehnt es ab, der Entente oder sonst einem Menichen auliebe ganz gleich, was daraus entsteht, gegen fein Gewissen und feine Ueberzeugung zu handeln. Das Gericht hat daher bei allen Angeflag: en au Geldstrafe erkannt. Das Gericht bedauert nur, baß es auf Grund der veralteten Gejegesbestimmung nicht auf eine Strofe, die dem Vermögen der Angeklagten entspricht, er Jeune fonnte. Es ist äußerst interessant, einen berartigen Humanen Grund. fab gegenüber Ausländer aus dem Munde eines preußischen Ge richts zu hören. Leider haben wir diesen humanen Grundsay nicht in den Begründungen von Urteilen gefunden, die gegen Ausländer gerichtet waren, sondern gerade bei Ausländern, die ber aimsten Klaffe angehörten, exorbitant hohe Strafen angetroffen. Diefes Urteil ist in feiner Weise geeignet, den Ruf der beutichen Rechtspflege zu heben. Es bildet einen Auftakt zu den Prozessen, die wegen der Kriegsverbrechen vor dem Neichsgericht schweben. Das Militärversorgungsgeseh. geDem Ausschuß für fojiale ngelegenhetten In ber Na'ionalversammlung ist ein Gefehentwurf über die Ber. jorgung der Militärpetjonen uno ihrer Sinter bliebenen bei Dienstbeschädigung aur Stellung nahme zugegangen. Der Ausschuß soll sich darüber schlüssig werben, ob das umfangreiche Gefeß in der furzen Tagungszeit noch erledigt werden kann oder nicht. Sur Auffärung über den Stand und Umiana ber Ariensopfer nab Ministerialbirettor Die gewerkschaftliche Einheitsfront. Ein Beschluß des Beamtenbundes. Nach Beantwortung einer Reihe fleinerer Anfragen folgt die gweite Lesung des Gesetzes über ein Enteignungsrecht der Go fungen. meinden bei Aufhebung oder Ermäßigung der Rayonbeschrän den das Gelände gegen Entschädigung enteignen fönnen. Der Ausschuß wünscht, daß auch dem Reiche gehörige Gebäude diesem Enteignungsrecht unterliegen sollen, wogegen fich die Regierung allerdings wehrt. Das Gefeß wird in zweiter und britter Lesung im wesent lichen in der Regierungsfassung angenommen. Reichsbesik foll der Enteignung nicht unterliegen. Der Geschäftsführende Borstanb des Deutfen( Beaufen und die Aufhebung ber Vorschulen. Danach wird be amtenbundes beschäftigte sich in der Situng vom 18. April mit der Sellung des Bundes gegenüber den Gewert schaften und den politischen Parteien, wie sie in berdebenen Sundgebungen der lebten Beit zum Ausdrud gebracht war. Nach eingehender Aussprache wurden folgende Be chlüsse gefaßt: 1. Der Deutsche Beamtenbund hält es für notwendig, in allgemeinen Arbeitnehmerfragen unter Ausschluß partei. politischer Fragen mit fämtlichen Gewerkschaften der Arbeiter und Angestellten zusammenzuarbeiten. 2. Gine. Beteiligung des Beamtenbundes an gewerkidaft lichen Attionen darf nur erfolgen, wenn plitische Parteien dabei nicht mitwirken. 8. Unterzeichnung von Aufrufen, Erklärungen ufts. darf nur nach Bustimmung des Vorstandes erfolgen. 4. Ein außerordentlicher Bundestag wird innerhalb fürzester Frift, spätestens im Monat Mat einberufen. 5. Die Mitglieder des Geschäftsführenden Borstandes stellen dem außerordentlichen Bundestag insgesamt ihre Hemter zur Verfügung. Bir haben bie Betvegung innerhalb des Beamtenbundes Be reits vor einiger Zeit behandelt und unfene Stellung au den einEs folgt die zweite Lesung eines Gesetzes über die Grundstimmt, daß die Wolfsschule in den vier untersten Jahrgängen als die für alle gemeinsame Grundschule, auf der sich auch das mittlere und höhere Schulwesen aufbaut, einzurichten ist. Durch die Landeszentralbehörden fann augelaffen werden, daß noch weitere Jahrgänge einer Boltsschule als Grundschulklassen einger'chtet werden. Die bestehenden öffentlichen Vorschulen und Wolfsschulflaffen find alsbald aufzuheben. Der gesamte Abbau muß bis zum Beginn des Schuljahres 1924/25 abgeschloffen sein. Gs fommt zu einer ausgedehnten Debatte, hauptsächlich über die Dauer der Grundschule. Die Demoleaten wollten es bei ber vierstufigen Grundschule belassen, die Rechtssozialisten wünschten eine fechsitufige, die Unabhängigen eine a dh tit u fige Grundschule. Genosse Kunert sprach sich für die völlige Beseitigung des Privatunterrichts aus, nur im Falle großer förperlicher Gebrechlichkeit soll er zugelassen werden Nach langer Eingelbesprechung wurde das Gefeß mit unwesentlichen Aende rungen im allgemeinen in der Ausschußfikung angenommen, Der Gesebentwurf über Aufhebung der Gebühren freiheit im Boft und Telegraphenver! ehr wurde dem Haushaltungsausschuß überwiesen. Am Sonnabend stehen auf der Tagesordnung außer feineren Borlagen atvei Interpellationen über die belgischen Gewalt maßnahmen in Gupen und Malmedy und über die Abschnürung Ditoreuken Theater und Vergnügungen. Volksbühne Theater am Bülowplatz 7 Uhr: Nach Damaskus. Neues Volkstheater Köpenicker Str. 68. Uhr: Das Paradies Staatstheater Opernhaus: 1 Uhr: Mignon. Schauspielhame: 7 Uhr: Der Marquis von Keith Direktion: Max Reinhardt Deutsches Theater 7 Uhr: Dame Kobold. Kammerspiele Uhr: Stella. Großes Schauspielhaus Karlstraße 7U: Der weiße Helland ( 2. Abteilung, III. Abend). Direktion Garl Meinhard Rad. Bernauer Theater i. d. Königgrüfzer Straße 7 Uhr: König Nicolo Stg.: Schloß Wetterstein Nachm: Erdgeist( Ida Orloff) Romödienhaus 18 U.: Der Herr Minister Liselott von der Pfalz Berliner Theater 7.Uhr: Der letzte Walzer Nachim.: Bummelstudenten. Deutsch. Künstl- Theater Allabendi. Menagerie 7 Uhr: ( Adalbert, Götz, Haack, Konschewska, Walter, Herrmann) Trianon- Theater ( Bahnhof Friedrichstraße) Täglich 18 Uhr: Myrrha Heute 4 Uhr kleine Preise: Herrschaftlicher Diener gesucht Residenz- Theater ( Stadtbahn Jannowitzbrücke) Täglich 8 Uhr: Die Raschhoffs von Herm. Sudermann. Neues Operettenhaus Direktor: Jean Kren Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Mia Werber a. G. in Die kleine Hoheit Sonntag den 18. und 25. April Uhr: Die Dame v. Circus Rose- Theater * 0. Das Lied der Liebe 3G: Maria Stuart. Walhalla- Theater Stg. 3 U.: Csardasfürstin. 7 Uhr: Der Rastelbinder Casino- Theater Uhr: Ein alter Sunder Sonntg. 3 Uhr: Onkel Moritz Theater am Kottbuser Tor Tel.: Moritzplatz 14814. Tägi: 7h und Sonntag nachm. 3 Uhr: Elite- Sänger Horst, Ruselli, B. Schrader, Schubert etc. Blüthgen- Konzert Vorv. 11-1% u. 4-6 U. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Allabendlich Sonntags 3% n. Unübertreffliches Reederei Kahnt& Hertzer Fernspr. Königstadt 2062 Morgen und folgende Sonntage: Zur Baumblüte nach Werder. Abfahrt 9 Uhr: Reichstagsufer am Bahnhof Friedrichstr. Außerdem Abfahrt Walsenbrücke 8%, und 2 Uhr. Krampenburg. Soeben neue Nummer erschienenl Der Sozialist Unabhängige sozialdemokrat. Wochenschrift Herausgegeben von Dr. Rud. Breitscheid Abonnements vierteljährlich 10 Mk., Einzelnummer 1 Mk. Bestellungen sind aufzugeben bei der nächsten Postanstalt, bei den Spediteuren der Freiheit" oder in der Buchhandlung„ Freiheit", Breite Straße 8-9. Unwiderwallich 20, 21, 22, 23, 24. April Geld- Lotterie au Gunsten der Kriegs- und Zivilgefangenen 26 670 Geldgewinne im Gesamtbetrage von Mark 1 Million 250000. bar ohne Abzug zahlbar Mk. Lose 5 Mark Porto u. Liste 50 Pi. extra. sortiert aus 10 Lose verschied. Taus. 50 MK. H.C.Kröger, Berlin WS, Friedrichstr.192-193 an der Leipziger Straße Möbel gegen bar oder Teilzahlung der Jetztzeit entsprechend sehr' preiswert Wohn-, Schlaf-, Speise-, Herrenzimmer farbige Küchen, einzelne Möbel Liefere frei Haus. Liefere auch auswärts. Gekaufte Möbel können kostenlos lagern. Kriegsanleihe nehme in Zahlung. Möbel- Cohn Gr. Frankfurter Straße 58 ( 5 Minuten vom Alexanderplatz) Filiale: Badstrasse 47-43 ( 5 Minuten vom, Bahnhof Gesundbrunneu). Gardinen Auslandsware, zu mäßigen Preisen noch vorrätig. Abgepaßte Schalgardinen, Fenster 45 Mk. Moderne Künstlergarnituren( dreiteilig), vornehmste Ausführung von 100 bis 175 Mark und darüber. In eleganten Stores und Tülldecken stets Gelegenheitskäufe.( Für Wiederverkäufer Sonderabteilung.) 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Februar 1920, sowie bes Möbel liefert Beſchluſſes des vom Bezirksausschuß Boisdam gewähle gegen bar ten Sachverständigenausschusses dom 7. April 1920 wird für den Bezirk des Wohnungsverbandes GroßBerlin folgendes für die Zeit bis zum 30. September 1920 angeordnet: § 1. Als Höchstgrenze für Wietzinsteigerungen im Sinne des§2 ber Anordnung vom 9. Dezember 1919 wird ein Zuschlag von 20 v. S., jedoch für Fabrikräume in Wohngebäuden ein solcher von 30 v. 5., für Geschäftsund Industriehäuser ein solcher von 40 p. H. und für Läden mit über 2400 M. Mietwert ein solcher von 30 p. 5. festgelegt. § 2. Insoweit die letzten Preisvereinbarungen über Mieträume mit Sammelheizung oder Warmwasserversorgung nach dem 25. Juni 1919 getroffen sind, hat eine Trennung der reinen Grundmiete von den Kosten für Heizung und Warmwasserversorgung vom 1. Ja nuar 1920 ab zu erfolgen. Zur Ermittlung der reinen Grundmiete des Jahres 1914 sind von dem am 1. Julij 1914 für die betr. Mieträume vereinbart oder für folche Räume ortsüblich gewesenen Mietzins, für Hei zung 7. H. und für Warmwasserversorgung 2½ v. 5. in Abzug zu bringen, und ist sodann zu dem Restbetrage der Zuschlag gemäß§ 1 dieser Anordnung hinzuzurechnen. bie Schiedsstelle für In Ausnahmefällen kann Läden, Fabrikräume und dergl. für die Abzüge Abweichungen von den vorstehenden Prozentsätzen zu laffen. § 3. Die Roften für Heizung und Warmwasserversorgung find zu neun Zehntel auf die einzelnen Wohnungen oder sonstiger: Mieträume nach der Zahl der Quadrat meter der beheizten( mit Seizkörpern versehenen) Räume umzulegen; ein Zehntel der Roften trägt der Bermieter. Unter Rosten für Heizung und Warmwasserversorgung sind nur die Kosten für die Heizstoffe verstanden. Der Vermieter ist berechtigt, für den Einkauf der Heizstoffe vierteljährlich im voraus Vorschüsse auf die Kosten für Heizung und Warmwasserversorgung zu erheben. Die Höhe des vierteljährlichen Vorschusses berechnet sich nach der Formel.b. K. H., torin 40 Dom K den mittleren Preis für einen 3entner Gas- und Schmelzkoks Vierteljahrsbeginn bie zu und H Quadratmeterzahl der Wohnung angibt, während die von der Kohlenbelieferung abhängige 3ahl b Wohnungsverband Groß- Berlin benanntgegeben wird. Bis auf meiteres wird b wie folgt festgesetzt: für Sammelheizung und Warmwasserversorgung für Sammelheizung allein für Warmwasserversorgung allein " b= 0.6 b= 0.53 b 0.07 Die Vorschüsse sind am 1. April auf die tatsächelichen Kosten zu verrechnen; bei früherem Wechsel der Wohnung werden die Kosten, über das ganze Jahrj 100 gleichmäßig verteilt, in mutmaßlicher Höhe in Ansat gebracht. Vermieter und Mieter können vereinbaren, daß sie auf Verrechnung der Vorschüsse verzichten. § 4. Varieté- Programm Spezial- Arzt Circus Busch Heute sowie tägl. 7 U. Das neue April- Progr.! „ Der Wilddleb" und zum Schluß: in 5 Akten und 1 Apotheose. Die Wunderfontäne u ihre Geheimnisse. Stg. 3 1 eig. 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Geschlechts, Haut-, Hara-, Frauenleiden. sper. veraltete, der Heizstoffe hat im Einvernehmen mit dem Mieterhartnäckige Harnleiden, nerv. Schwäche, Saivarsan- Kuren, ausschuß und unter dessen Kontrolle durch den BerUrin- und Blutuntersuchung, Licht- und Finsen- Behand- mieter zu erfolgen. Im Streitfalle entscheidet das lung. Elektr. Durchleuchtung, Bestrahlungen. Getrennte Warte- Mieteinigungsamt. zimmer für Damen und Herren. Aerztliche Heilanstalt. Spezial- Behandlung 9-1. Löser, Münzstr. 9, 9-1, 4-8, Sonntags+ Spezialbehandlung für Haut- und Geschlechtsleiden Invalidenstr. 147 I. Etage, Ecke Bergstraße. C. Weissert, Kostenlose Untersuchung und Beratung über sachgemäße Behandlung Sprechstunden 10-12 und 4-8, Sonntags 10-12 Spezial- Arzt für Geschlechts-, Haut-, Harn-, Frauenlelden, speziell veralteto bartnäckige Harnleiden. Ausschlag, Salvarsan- Kuren. Uriaund Blutuntersuchungen. :: Separates Damenzimmer. 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Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegen, der Schleifer Max Seeland Beusselstraße 44 A, am 25. v. M., der Schlosser Alfred Peters Willdenowstr. 7, am 9. d. M., der Schlosser Franz Müllner Charlottenburg. Horstweg 26, am 10. d. M. gestorben. sind. Ehre ihrem Andenken! U. S. P. Friedrichshagen. Am 14. 4. verstarb unser Genosse Gustav Hargesheimer im Alter von 67 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 17.4., nachm. 4 Uhr, von der Wohnung Friedrichstraße 18 aus statt Um rege Beteiligung Parteimitglieder Der Vorstand. Ehre seinem Andenken! der bittet Kupfer Für sämil. Metalle konkurrenziose Preise 3Ankaufsstellen: Miers, Berlin N. 37, Weißenburger Str.11, Metall- Zentrale Kastanien- Allee 85, 1. Brunkenstr. 11 am Rosenthaler Platz 2.Fennstraße48 am Weddingplatz 3. Beusselstr. 29 nahe der Turmstraße 4. Bahnhofstr. 2 Ecke Schöneberger Str. am Anhalter Bahnhof 5. Neukölln Kais.- Friedr.- Str.229 nahe Hermannplatz 6.Weidenweg 72 am Baltenplatz. Naunynstrasse 38 Hof part. 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In seinem einleitenden Referat sich die Kollegen unter Vorzeigung ihres Passes und VerbandsZweds Eintragung in die Orts- und Sicherheitswehr habent beleuchtete der Redakteur des Organs des Gemeindearbeiter- buches in der Zeit von 3-7 Uhr abends im Arbeitsnachweis, verbandes, Dittmer, die historische Bedeutung des ungeteilten Rüdertstr., zu melden, Listen liegen dort aus. Achtstundentages. Unter Hiimeis auf die Glendsstatistik in der Krankenpflege rechnete er scharf ab mit denjenigen leitenden 7 Uhr, findet in der Harmonie, Invalidenstr. 1, eine außerordents Filiale Berlin. Am Montag, den 19. April, abends Herzien und Direttoren, die unter Anwendung aller möglichen liche Mitgliederversammlung statt. Sämtliche Zahlstellen machen Mittel an dem Fall des Achtstundentages arbeiten. Am meisten daran intereffiert sind die Bejißer der privaten Anstalten und ihre die Versammlung an der Tafel bekannt. ärztlichen Leiter, die durchweg im privatkapitalistischen Sinne orientiert sind. Die Morgenausgabe der Freiheit" vom 10. d. M. und die Abendausgabe des Vorwärts" vom 9. Awril enthalten einen Bericht über eine Sibung der Funktionäre der Berliner Holzarbeiter. Nach diesen Berichten hat der Genosse Siegle gegen die Ben trale der Betriebsräte schwere Angriffe erhoben und die Tätigkeit ber Bentral- Streifleitung, der er selbst angehört, herabzusehen bersucht. Wir sehen uns zu folgender Feststellung genötigt: In der Sizung der Zenoistreilleitung vom 19. Wärz murde in Gegenwart der Vertreter der Berliner Geverfiaftafommission einstimmig beschlossen, sofort die Wahl revolutionärer Bes triebsräte bornehmen zu lassen. In der Nacht vom 19. zum 20. März fanden die Verhandlungen des Gewerkschaftsbundes und der Vertreter der Berliner Gewerkschaftskommission mit der Reichsregierung statt, die zur Annahme der bekannten acht Punkte führten und der Gewerkschaftsbund und die Berliner Gewerffdafistommission veranlaßten, den Generalstreit als beendigt zu Die Sigung der Zentralstreifleitung vom 20. März bejaẞte sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen und mit der militärischen und politischen Lage in Berlin und im Reiche. Mit Ausnahme der Vertrefer der Gewerkschaftskommission war die lichen Referenten und behandelte die Frage des Achtstundentages In der Diskussion assisterte Dr. Steiner den beiden ärztStreilleitung einmütig der Ansicht, daß der Streit fortgesetzt von politischen Gefichtspunkten aus, wofür ihm lebhafter Beifall werden müsse. Zu derselben Ansicht kam auch das Zentral- zuteil wurde. Sämtliche ihm folgende Redner vertreten einmütig fomitee der 1. S. P. D. in der Sizung vom 21. März. Siegle hat in der Sigung der Funktionäre der Solzarbeiter die Ansicht, daß man dem Versuch, die Arbeitszeit zu verschlech behauptet, der Streit sei fortgeführt worden, lediglich aum vielen anwesenden Schwestern schloffen sich erfreulicherweise die tern, jederzeit ein entschiedenes Saft gebieten wird. Zwei der Zwecke der Wahl von revolutionären Betriebs= sen Ausführungen an. räten damit habe sich die Betriebsrätezentrale wieder eine Plattform schaffen wollen." Wie die von uns bekanntgegebenen Tatsachen beweisen, wurde der Beschluß zur Wahl revolutionärer Betriebsräte gefaßt zu einer Reit, als auch der Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaftskommission den Generalstreit noch für notwendig hielten. Als diese Körperschaften den Streit für beendet erklärt batten, waren für die sentralitreifleitung andere Gründe maßgebend, die Fortführung des Generalstreits den Arbeitern zu empfehlen. Warum Sienie zur Aufstellung so unwahrer Behauptungen fomnit, ergibt sich aus seinen weiteren Angriffen auf die Zentrale der Betriebsräte. Wir verzichten auf eine öffentliche Auseinandersetzung in der Tagespresse und überlassen den Berliner Arbeitern das Urteil. Die Zentrale der Betriebsräte Groß- Berlins. Anmerkung der Redaktion: Infolge eines Jrre tums, der sich aus einem telephonischen Gespräch engab, ist dieser Artikel, der bereits vor einigen Tagen bei uns eintraf, bis jetzt unberöffentlicht geblieben. Lohnkampf der Bremer Buchdruder. Der Bezirksvorstand der Bremer Buchforuder ließ uns folgende Notiz zugehen: Die Bremer Buchdrucker befinden sich seit dem 10. März, bolle fünf Wochen, in einem Lohnfampf und haben einen besonberg schweren Kampf zu führen. Erstens gegen das fest zusammengeschloffene Unternehmertum und zweitens gegen eigene Berbandsinstanzen. Wie sehr lettere den Rüden der Unternehmer ftüßen, mag man aus folgendem Telegramm ersehen: Berlin 10. 4. 11,35 morgens. Zur Lohnbewegung der Seifenarbeiter. Bom Standpunkt des Arztes behandelten Dr. Wehl und Dr. Kollwis dieselbe Materie. Ihre intereffanten, bon reis angehören, nahmen am Dienstag den Bericht der Lohnkommission Die Seifenarbeiter Berlins, die dem Fabritarbeiter- Berband chem Beifall Legleiteten Ausführungen langen aus in der Auf- über die stattgefundenen Tarifverhandlungen entgegen. Der forderung an die Versammelles, festzuhalten an der achtstündigen Branchenteiber och streifte einleitend die Vorkominnisse wäh Arbeitszeit unter Anwendung aller gewertschaftlichen Stampfmittel rend des verflossenen Generalftreits. Zur Bezahlung der Streif Wesentlich ist ein Ausspruch des Genoffen Dr. Wehl, daß eine tage sei zu bemerten, daß die Industriezweige für die Organi gute Pflege, ausgeführt von ausgeruhten Pflegepersonen, mehr fation zuständig sind, die Streiflage ganz oder zum Teil bezahlt mert ist als die beste zusammengerührte Medizin, die der Arzt ver- haben. Die Seifenfabrikanten verhalten sich hierzu ablehnenb ordnen tan. sich der Soffnung hin, daß der Ueberwachungsausschuß mehr Ver. und ist diese Angelegenheit dem Ueberwachungsausschuß bier Seifenindustrie unterbreitet worden. Die Scifenarbeiter geben ändnis in dieser Sade zeigen werde, wie die einzelnen Seifen fabrikanten. Die Seifenarbeiten hatten eine Lohnerhöhung von 50 Prozent gefordert, um ihre Löhne gemäß der Erhöhung der diefer Forderung eine 15prozentige Lohnerhöhung geboten.s Lebenshaltung zu erhöhen. Die Seifenfabrikanten haben auf Außerdem soll eine neue Masse gebildet werden, welche Zuschläge für Familienangehörige vorfieht. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der ganz entschieden gegen die Absicht des Reichsarbeitsministeriums, die Arbeitszeit im Krankenpflegeberuf auf 60 Stunden pro Woche auszudehnen, protestiert wird. Die Versammelten appelliern an die Regierung, unter Hinweis auf die Glendsstatistit, und verpflichten sich, ein mütig zusammenzustehen, um in geschlossener Front dem Kampf gegen den Achtstundentag die Stirn zu bieten. Einigung im Cafébausgewerbe. In der lebhaften Diskussion erklärten die Redner, es fel eine Berhöhnung der Seifenarbeiter, wenn ihnen auf ihren minimalen Löhnen 15 Prozent Buschlag angeboten werden. Die Böhne der Berliner Seifenarbeiter seien bedeutend niedriger, als Leben in Berlin bedeutend teurer sei als andenväris. Ein Ant die Löhne in den anderen Bezirken Deutschlands, troßdem das trag, nunmehr die Forderungen auf 75 Prozent zu erhöhen, wurde abgelehnt, nachdem och fargelegt hatte, daß man dadurch eine völlig neue Situation schaffen würde, und man dadurch Ge. legenheit geben wünde, die Berhandlungen zu verschleppen. Die Stimmung der Versammlung zeigte, daß die Seifen arbeiter alles daran jeben werden, um ihren Forderungen Gel tung zu bezschaffen. Zur Versammlungssprengung der technischen Angestellten und Beamten durch Kommunisten" stellen wir fest, daß der Rebner Lindenau, der sich als Vertreter der Unabhängigen Partei ausgab, von seiten der Partei keinen diesbezüglichen Auftrag hatte, Seine unflaren Ausführungen machte er als Privat person. Zwischen dem Berein der Caféhausbefiber Groß- Berlin und Provinz Brandenburg und dem Verband der Gastwirtsgehilfen, Verwaltungsstelle Groß- Berlin, ist gestern eine Bereinbarung zu ftande gekommen, nach der auf die bestehenden Mindestlöhne nachfolgende Teuerungszuschläge ab 18. April 1920 gewährt wer den: Geschäftsführer und Plazeure pro Monat 200 M., für die Angestellten ohne Kost und ohne Wohnung pro Woche 45 M., für die Angestellten mit Soft aber ohne Wohnung pro Woche 35 M., für die Angestellten mit Kost und mit Wohnung pro Woche 25 M. Für das Hilfspersonal, welches noch nicht% Jahr im Betriebe tätig ist, ermächtigt sich die Teuerungsaulage in den einzelnen Bofitionen um 5 m, pro Woche. Garderobenfrauen, Lohnbewegung der Steinarbeiter. Die Frage der Bohne Bigarren- und Kuchenverkäufer Beitungsordner, Beitungsverforderungen der Steinarbeiter fonnte in der Versammlung am käufer und Wirtschafterinnen 30 m. Die Caféhausbesiker beweisen hierdurch, daß sie mehr Ber- Branchen werden heute nachmittag in besonderen Versammlungen Dienstag nicht erledigt werden. Die in Betracht kommenden ständnis für die notwendigen Bedürfnisse ihrer Angestellten be- erneut zu der Frage Stellung nehmen. igen, als ihre Kollegen im Gastwirtsgewerbe. Tarifverhandlungen im Einzelhandel. Sauptleitung Prinzipale verlangt vom Tarifamt Bumei- Mit jedem Verhandlungstage enthüllt sich die wahre Gestalt fung Arbeitslojer nach Bremen. Will Zuweisung organisiert per neugegründeten Einzelhandelsgemeinichaft mehr. In der öffentlich zur Befehung aufgefordert baben, Ausschluß der Gelebten Verhandlung erklärten die Arbeitgeber, daß sie nicht gehilfen aus Tarifgemeinschaft, Uebernahme Bremer Druckfarbei- villt feien, in bezug auf die Gehälter weitere Zugeständnisse zu ten auf andere Druckereien, Bremer Prinzipalität Wirtschafts- machen. Ebenso denten sie nicht daran, das Mitbestimmungsvecht Beihilfe zurückgezogen, andere Bugeständnisse dagegen nicht ge- in dem bisher im Einzelhandel geltenden Umfange zu gewähren. macht. Ginigungsmöglichkeit fonach nicht vorhanden. Appel- Auch in bezug auf den 6- Uhr- Ladenschluß haben die Unternehmer Tiere nochmals freundschaftlichst und bringend nur ein ftarres Rein". als Kollege an Bremer Kollegenschaft, nehmt Arbeit auf, laßt Widerstand im Allgemein intereffe fallen, übernehmt nicht Riefenverantwortung für allgemeinen Streit. Werde für Zahlung der hundert Mart Wirtschaftsbeihilfe sorgen. Schliebs. Es ist daher Pflicht, daß die Angestellten soweit fie bem Bentralverband der Angestellten, der die Führung in diesem Stampfe gegen ein halsstarciges Unternehmertum hat, angehören, zu der Mitgliederversammlung erscheinen, die am Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Königstadt, SchönUnsere eigenen Instanzen erschweren uns fomit eminent außer Allee 10/11 jtatifindet. Auch solchen Angestellten, die bisnferen Wirtschaftskampf. Wir bringen diese Tatsache der her noch nicht organisiert waren, ist Gelegenheit gegeben, dortselbst Rollegenschaft Deutschlands auf diesem Wege zur Kenntnis. dem Verbande beizutreten. Die Tagesordnung lautet: Unser TaWir sind gezwungen, uns an die Arbeiterpresse zu wenden, da rifvertrag und die Stellung der Arbeitgeber zu GehaltsforderunDir zu unserem eigenen Verbandsongan nicht das Vertrauen gen, Mitbestimmungsrecht und 6- Uhr- Ladenschluß. Referent: haben, daß diese Zeilen Aufnahme finden. Begründet ist dieses| Sollege Bublik. 27) 22 Der Sternsteinhof. Roman von Ludwig Anzengruber. Der alte Müller, Simeris Vater, half selbst mit, das Steyrerwägelchen in den Schuppen zu schieben und Tonis braune Stute an den schweren Zeiterwagen zu spannen; feine Triefäuglein glänzten vor Bosheit und das Rinn Unterhalt's jeines zabnlofen Riefers wadelte vor Lachen. eng gut, ös Safra," freischte er, als der Wagen davonfuhr. Bustia, nur luftig beut'," nidte er dem Gefährt nachsehend, " morgen bringt ichon der Ein' und der Andere a blutig's Köpferl heim." Diese Voraussicht schien übrigens den Alten nicht im mindesten zu beunruhigen, denn er hüpfte dabei lachend empor, als wollte er mit seinen dürren Beinen einen Kundiprung verfuchen, als ihm diefer mißlungen war, schloß er das Tor und schlich in das Haus. Von den Burschen, auf deren Beteiligung gerechnet worden war, fehlte auch nicht einer; der„ lautern") Unterhaltung halber, nahm man auch noch ein paar bekannte Söffer und Raufer mit, denen freie Beche in Aussicht stand, und so hatten sich fünfzehn junge Leute zu einer Dummheit und mehrerem Unfug zusammengefunden. Sätte der Toni für etwas Bernünftiges und Rechtes Genossen geworben, fo hätte er wohl feines Reiterwagens bedurft, um sie an Ort und Stelle zu fördern. " Grüß Gott mitsam', Better und Mahm!" schrie Toni. Da sein wir auch, jest fann's erft luftig werden. Aufg'ipielt Musifanten!" Er warf den Spielleuten eine Bantnote zu und die geigten und bliesen sofort d'rauf los. Die Zwischenbüheler vermochten ihrer Ueberraschung nicht gleich Herr zu werden, die Dirnen ließen fich unter berlegenem Lachen zum Tanz aufziehen und die Bursche dachten nicht daran, es zu verhindern. Der Toni hatte Helene von der Seite Muderis weggeholt. Komm'," sagte er zu ihr.„ Erlaubst' s schon," murrte er gegen ihn. " Um Gotteswillen, Toni," flüsterte die Dirne, unter dem Tanze, erichreckt ihn anftarrend, was foll's geben? Ich dacht', du kämst allein. Wozu hast du die Wildling' mitgebracht?" rag' nit. Wirst's ja seh'n," raunte er.„ Saft mir ja schon mehr als einmal borg'worfen, ich getrauet mich nit, dich ihm streitig a'machen." Sie stand plößlich stille und versuchte, ihn an der Hand zurückzuhalten. Sast mit dein'm Vadern g'redt?" " Weiter!" Er riß sie herum. Kein Wörtel noch." ,, Aber, Toni-1" " Sorg' nit! Wie's bisher a'wef'n, ertrag' ich's nimmer länger. Was ich tu, verantwort' ich. Verstehst? Ich!" Was willst tun?" " Tanz! Schnatter nit! Erfahrst's schon!" Die Klarinettetöne verstiegen sich just wie Lerchentriller au ganz unglaublichen Söben, da rumpelte der neidische Bak dazwischen und brach mit ein paar dröhnenden„ Schrumm, ichrumm" das Ganze plöblich ab. Eine gute Strede ließ er das Pferd im Schritt geben, dann griff er zur Beitiche und polternd flog der Wagen dahin. Ohne Nast, über Stod und Stein ging es. Das war Erhitzt traten die Paare auseinander. der Tanz, welchen Toni der braunen Stute verheißen hatte. Ueber dem Musikgedröhne und Tanzgeftampfe hätten Die Schwenkdorfer drängten vom Tanzboden nach der die Zwischenbüheler das Seranraffeln des Wagens wohl Shantitube. Toni leitete Selene an der Hand hinüber und überhören fönnen, aber das grelle Gejauchze, niit dem die ließ fie an feiner Seite niederseßen. Noch elliche Dirnen Anfömmlinge ihr Riel begrüßten, schlug durch allen andern folgten über eifriges Rureden den Schwenkdorfern nach, es Lärm durch, der Reigen löste sich, die Leute drängten an die waren das solche, die sich von ihrem Biebsten vernachlässigt Fenster, die Musik verstummte, der Wirt stand erschreckt, er fühlten oder beleidigt glaubten und ihm nun am Arme fraute sich in den Haaren und als er sich befann und, um eines andern Burschen spöttisch zublinzten: Tas haft d' da draußen nachzusehen, zur Türe stürzte, ward er von den von, so g'ichiebt dir, weil ich mit mir nit spaßen laß'! Sereinstürmenden unsanft bei Seite geschleudert. *) Lautern= nicht von lauter, rein, sondern von lant, armend Die Schwenkdorfer ließen sich nicht spotten und der Wirt mußte herbeitragen, was gut und teuer. Die Eisen, Metall- und Revolverdreher hielten am Dienstag in der Bögonbrauerei ihre Branchenversammlung ab, in der der Branchenleiter Gron den Tätigkeitsbericht der Branche gab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte er mit warmen Worten der beiden Branchenbollegen, die am 13. Januar vor dem Reichs. Dann ging Gron ausführlich auf bie tage erschossen wurden. Schwierigbeiten ein, die die Branchenkommission im verflossenen Jahre zu bewältigen hatte. Annähernd 500 Werkstattveriamme Lungen wurden von der Kommiffion besucht. Branchenversamme lungen wurden neun abgehalten. Das Organisationsverhältnis innerhalb der Branche ist als günftig zu verzeichnen. Organistert find im Deutschen Metallarbeiterverband 94 Prozent. Die Inter effelofigkeit der Kollegen in den einzelnen Betrieben ist eine große gewesen und muß unbedingt in der nächsten Zeit eine Aenderung eintreten. Nach kurzer Debatte erklärte sich die Branchenversamm lung mit der Tätigkeit der Branchenkommission während des ver. floffenen Jahres einverstanden. Bei der Neuwahl der Bran Hen fommission wurden die alten Mitglieder wieder gewählt und an Stelle der freiwillig ausgeschiedenen Fielib, Bahn, Sperle, Rades macher, Pfeifer, Drucks, Fiebe, Neuendorf und Diemann. Eine gut besuchte Versammlung der Printenmaler, einberu fen vom Verband der Steindrucker, Lithographen und verwandter Die Bursche schmunzelten und saben sich dabei mit aminfernden Augen pfiffig an, die paar Zwischenbüheler Dirnen am Tische lachten laut auf. ,, Lacht nit," erboste sich Toni. Er legte seine Linke mif ausgefpreiteten Fingern auf das rechte Bein Helenens.„ Die wird meine Bäu'rin!" Nun lachten die Bursche. Die Dirnen fahen sich achiel zuckend an. darüber ganz verblüfft dareinah, heut' über's Jahr lacken Raß's gut fein," fagte Toni zu dem Mädchen, das 1' nimmer." Während es in der Schanfftube.boch" berging, batten fich im Tanzlokale die Zwischenbüheler grollend in eine Ede zusammengedrängt. ,, Das geht nit an!" fagte ein stämmiger Bursche, der alle um eine volle Ropflänge überragte. Stein ameit's Mal dürfen wir die Saffermenter nimmer zum Tanz antreten laffen, sonst wär's g'fehlt; nachher stunden wir bis in d'Fruh da h'rum wie denen ihnere Narren und' n Menschern zum Spott! Fackeln wir nit lang! Dö werd'n mer doch noch meistern fönnen? Geh'n wir über ste! Dö foll'n schneller draußt sein, toie's h'reinkommen sein!" Fangen mir was an mit fö!" murmelten ein paar Eifrige. „ Jair leichter wie dös," fuhr der Stämmige fort, laßt, und schaffs ihr' s Herüberkommen." geht's Feder, dein fein' Dirn' fich hitt d'rüben traftirn laßt, und schaff's ihr' s Herüberkommen." Die Betreffenden murrten: Die Dirnen könnten in drei Teupels Namen bleiben, wo sie wären, es läg' Seinem mehr etwas an der Seinen. „ Des Lölllappen," schrie der Aufheber, freilich liegt an einer nir, aber das fönnen wir uns Zwischenbüheler Bub'n doch nit nachiagen lassen, das da im eigenen Ort mit wir die Herren wären, sondern dö von Schtvenfdorf!. Geh', Kleebinder Muckerl, bu bist kein' so Zetfoigen und dir kann an deiner Dirn schon was lieg'n. Biet umbi!*) Wir stchen schon zu dir!" ( Foriseßung folgt.) *) Biet' umbi Biele fie umhie, d. 5.: Gebiete ihr hiehez Mitten im Gelärme schrie Toni, auf Helene zeigend, jeinen Kameraden zu: Bub'nl das wird mein Bäu'rin!" lau tommen Berufe, nahm am 9. 6. M. erstmalig zu einem Lohntarif, der] einstimmig angenommen wurde, Stellung. Es wurde eine neun gliedrige Verhandlungskommission gewählt. In der sehr rege einjeßenden Diskussion verlangten auch die Printenmaler für sich eine achtstündige Arbeitszeit und berurteilten aufs schärfste die bisherige Bezahlung, wodurch die Kollegen gezwungen waren, zehn und noch mehr Stunden zu arbeiten, um ihr Leben nur not. bürftig fristen zu fönnen. Es wurde der Antrag gestellt, nach Annahme des Berliner Tarifes, denselben auch im Reich zur Durchführung zu bringen. Zum Schluß forderte der Vorsitzende auf, fich fest und geschlossen hinter der Crganisation zu stellen, um badurch die Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu beffern. Die nächste Bersammlung findet am 26. d. M., abends 6 Uhr im Graphischen Bereinshaus statt. 27 As nächstliegende Tufgabe forberte der Referent Gintritt der p Damit die Bauptstelle fieht, daß wir gut informiert sind, Arbeitersportler in die Arbeiterweyren. Voraussetzung jei aber, wollen wir auch einige Namen folgen laffen, deren Inhaber sich daß bürgerliche Sportler von der Aufnahme in diese sozialisti- der Technischen Nothilfe für das Gaswert II Charlottenburg schen Arbeiterivehren ausgeschlossen werden müßten. zur Verfügung gestellt haben. Es waren tätig in der Gruppe Eine Resolution, die im wesentlichen das Angeführte enthält, vitiche" Zentrale: Alfred Müller, Paul Fritsche( Meister), wurde na furger Disfussion einstimmig angenommen, Dieſe Lindede( Stellvertreter), Koblaser( Vorarbeiter), Mittenzweig Resolution ist der am 18. und 19. April in Beipzig lagenden( Borarbeiter), Martenfel( Vorarbeiter, von Bipewiz( Majdiniſt), Sereisvertretertonferens ais Material überwiesen worden, Teige( Maschinist), Schwarze( Maschinist), Gerstman( Schaltwär.er), Stola( Schafftvärter), Hollwager( Vorarbeiter), Luno ( Monteur), Standy( Monteur), Möllert( Monteur). Schülern aus höheren Schulen, die von ihren Lehrern beurlaubt waren, sah man in dieser Gesellschaft aud viel lichtscheues Ges findel, das wohl nur darauf ausgegangen ist, unter dem Schube der Technischen Nothilfe zu stehlen. Kappisten in Hohenschönhausen. Bon Gemeindearbeitern wird uns geschrieben: Am 16. März legten die Gemeindearbeiter die Arbeit nieder. An demselben Tage noch erhielten sie folgendes Schreiben: Gemeindebauamt. gb. Nr. 5 Gewerkschafts- Genoffen Schönebergs. Die Genoffen, welche getvillt find, in den neuzugründenden Ortsschutz( Ortswehr) einBerlin- Hohenschönhausen, den 16. März 1920 gutreten, wollen sich recht bald bei ihrem Bzirtsführer ihrer Am 16. März cr. haben Sie Ihre Beschäftigung bei der Berufsorganisation melden. Militärpapiere find mitaubringen hiesigen Gemeinde niedergelegt. Die Bezirksführer geben umgehend die Adresse der sich melbenben Sofern Sie am 17. März cr., bormittags 8 Uhr, Ihre an den Obmann der Gemertschaftsfommission Ossar Hauffe, Nol Tätigkeit nicht wieder aufgenommen haben, sind Sie ohne Künlendorfftr. 25. Der Ausschuß der Schbg. Geivertschaftsfommission. digungsfrist entlassen. Achtung Friseurgehilfen! Für die Mitglieder der Sonntags Ihre Papiere liegen im hiesigen Bauverwaltungsbüro, geschlossen haltenden Geschäftsbetriebe findet am Sonntag, Sauptstraße 48, Bimmer 8, zur Abholung bereit. Der Nestlohn ben 18. April in folgenden Lolalen Kontrollversammbetrag ist bei der hiesigen Gemeindefaffe zur Bahlung angewiesen. Iung statt: 8entrum, Elisabethstr. 30; Friedrichstadt. ft die Abholung nicht binnen 3 Tagen geschehen, so erfolgt Bu Georgenstr. 24; Potsdamer Viertel, Bintstr. 14; 28 a yr. sendung durch Post oder Roten unter Abzug der Kosten. Biertel, Martin- Luther- Str. 78. Erscheinen unbedingt notwendig; Mitgliedsbuch mitbringen! Für die am Sonntag arbeitenden Mitglieder findet am Montag, den 19. April, vormittags 9% Uhr, 8usammen. funft in Niederschönhausen, Strauch wiese, statt. Ron trolle der Mitgliedsbücher von 10 bis 11 1hr, nachdem Unterhaltung. Zentralverband ber Glafer. Der Vorschlag der Junung, 1,20 m. pro Stunde Buschlag auf die bestehenden Löhne, ist von ber Tariftommission angenommen und muß vom 6. April ab ⚫ nachgezahlt werden. Die Ortsverwaltung. Achtung! Osramwerke. Sonnabend, b. 17. 4. 20, mittags 1% Uhr, Brachtfäle des Cftens, Frankfurter Allee: Beriamm lung aller Kolleginnen und Kollegen, welche aussehen müssen. Groß- Berlin. Vorbereitungen zum Wahlkampf. 3 after. Durch scharfen Proteft unferes Schöffen und Gemeindevera treters gelang es, die Kündigung zurückzunehmen. Bei diefen Verhandlungen sagte der Gemeindevorstand zu dem Obmann der Beamten und Angestellten:" Die Regierung Kapp- Lüttwik fei fchon zwei Drittel von Deutschland anerkannt. Wer jept noch ftreite, trete diefer Regierung entgegen, und werde im Diszi plinarverfahren entlassen. Neben Alles in allem: die Technische Nothilfe, eine von Noste so sehr gehegte und gepflegte Soustruppe der Reaktion, hat sich bei ber Befämpfung des Generalstreits als ein arger Städling der Allgemeinheit gezeigt. Davan ändert auch keine noch so lange Berichtigung etwas. Fahrplanänderungen bei der Großen Berliner Straßenbahn. Jm Sonntagsfahrplan ter nie N O ist eine geringfügige Verschiebung der Abfahrtzeiten von den Endpunkten nötig geworden, Die vom 18. d. M. ab durchgeführt wird. Zur Herstellung gleich mäßigerer Fahrabstände im Verkehr gelangen ferner auf den Linien 23, 24, 42, 68, 168 und 97 am 21. d. M neue Fahr pläne zur Einführung, bei denen die Fahrzeiten dieser' n en um einige Minuten gegen tie bisherigen verändert find. Näheres ergeben die Aushänge in den Wagen. Große Kohlenfchiebungen, die eine Frau Rönig, Sif8Beamtin des Charlottenburger Magistrats, betrieb, werden von der Kriminalpolizei verfolgt. Der Betrag der verschobenen, der Allgemeingeit entzogenen, dafür aber in den Schleich und Wuchers hardel zur Begünstigung Einzelner gebrachten Koblen war zue Diese Aeußerung hat der Obmann( der Beamten) in Gegen nächst auf 25 000 Beniner ermittelt worden. Die Nachforschungen wart von Gemeindevertretern und des Gemeindevorhaben jedoch ergeben, daß die Menge noch viel größer ist. G3 steher aufrechterhalten.. ift auch gelugen, eine ganze Reihe von Kohlenhämbler zit ec mitteln, die ständige Abnehmer für die Schieberkohen waren. Auch sie werden außer Frau Stönig unter Anflage, gestellt werden. Der Kohlenhändlerin Emilie Udel, Neukölln, Ganner Str. 5, ift wegen grober Berstöße gegen die Verordnung des Kohlenber bandes Groß- Berlin der Fortbetrieb des Kohlenhandels untersagt worden. Am 3. April erhielten 8 Gemeindearbeiter darunter 4 Ar betterausschußmitglieder mit Obmann) ein Kündigungsschreiben, das wegen Betriebseinschränkung ihre Entlassung er folgen müßte. Der Arbeiterausschuß wurde wegen der Ent faffung nicht gehört. Es handelt sich um etne glatte Maßrege fung. Unter den gekündigten Arbeitern befinden sich Leute, die schon seit 1911 beschäftigt gewesen sind. Die 4 Streifbrecher wer ben vom Gemeindevorstand in Schuh genommen, dafür 8 tüchtige anständige Arbeiter, weil sie dem Herrn nicht genehm find, auf bie Straße gefekt. In eine Falle gelockt und beraubt wurde Donnerstag abend ein Wertmeister J. aus der Brenzlauer Allee. An ihn enten awei Männer heran, die behaupteten, thm einen Zentner Kaffee für 2000 Mart verlaufen zu fönnen. J. ging auf den Hardel ein und folgte den beiden nach einem Hausflur am Georgenrcplak, to bas Gefchäft abgeschlossen und der Staffee übergeben werden sollte. Naum hatten die drei den Flur betreten, da fielen die beiden„ Verkäufer" über den Wertmeister her und raubten ihm die Brieftasche, die 8000 Mart enthielt. Dann er griffen sie die Flucht und entfamen. wo Lebensmitteltalender. Der Lebensmittelbezernent und Schöffe F. mußte bei den Berhandlungen eingestehen, daß er aus dem Gemeindebestand den Weil es gilt, im bevorstehenden Wahlkampfe alle Kräfte Rapp- itstroigtruppen 1 Bentner Startoffeln gegeben habe. Es einzusehen, wird auch die Arbeiterbildungsschule wird Zeit, daß auch in Hohenschönhausen energisch zugegriffen wird. ihre Einrichtungen in den Dienst unserer Wahlbewegung ftellen. Sie wird für die Referenten eine Reihe von VorDie Verkehrsnot auf den Vorortstreden. trägen veranstalten, die den Bwed haben sollen, ben im Die Klagen über unzulängliche Beförderung des Publikums Wahlkampf tätigen Genoffen die großen Busammenhänge auf den Vorortftreden wollen nicht aufhören; fie verstärken sich wirtschaftlichen und politischen Geschehens aufzuzeigen, um im Gegenteil. Am schlimmsten sind die Verkehrszustände in den ihnen das wissenschaftliche Tatsachenmaterial au bermitteln, frühen Morgenstunden, in denen die Arbeiter nach ihrer ArbeitsSchöneberg. Dis sum 20. April Boranmeldung für 250 Br. meiße deffen Kenntnis zur erfolgreichen Führung des Kampfes un hätte fahren. Die Wagen find fo überfüllt, daß vielfach Arbeiter Bohnen auf 3, 250 Gr. inländische Erbsen auf 4 der rofen und grünen Ausgegeben werden in der nächsten erläßlich ist. Die Themen der Vorträge lauten: 1. Die uns gefchilbert, welche entjekliche Fülle der Vorortzug Griner- Woche: 4 Bib. Kartoffeln auf 17a- d der Schöneberger Kartoffelha.te, auf den Trittbrettern stehen, um nur mitzukommen. So wird Schöneberger Bezugskarte. Pd. politischen Barteien und der Wahlkampf; 2. Die deutsche Potsdam aufweist, der Friedrichshagen 6 Uhr 4 Minuten verläßt. ohne Voranmeldung: für ausfallende Kartoffeln 100 Gr. Sago auf 17e Reichsverfassung; 3. Ein Jahr Nationalversammlung: Der findrang ist deswegen so groß, weil viele Arbeiter, die in Güßtoff auf den Doppelabschnitt 2 der Echöneberger Bezugskarte; und 200 Gr. Haferflocken auf 17f und g ber Kartoffelkarte, 2 Briefchen 4. Militarismus, Ronterrevolution und der Klassenkampf der Umgebung von Friedrichshagen wohnen, von dieser Station ferner werden verteilt: 125 Gr. Gerstengrüße auf 10, 125 Gr. Bohnen des Proletariats; 5. Die Taktik der U. S. P.; 6. Die Wirt- aus weiterfahren. In Stöpenid angefommen, erscheinen Boli mehl auf 11 und 250 Gr. zuchergefüßte Marmelade auf 14 der all fchaftslage; 7. Sozialisierungsfragen; 8. Steuer- und zisten und Bahnbeamte im Zuge, um festzustellen, mer in der gementen Lebensmittelkarte. Pankow. Als Erfat für fehlende Kartoffeln weiße Bohnen Finanspolitik; 9. Ernährungsfragen; 10. Auswärtige Bolitit; 2. laffe Blatz genommen hat, ohne eine Starte für diese Klasse 11. Demokratie, Parlamentarismus und die Diftatur des ou haben. Die Festgestellten müssen, wie das am 14. April vor( Rangoonbohnen) auf 14e- g je 100 Gr., zufammen 300 Gr. gekommen ist, zurückbleiben und fännen erst mit dem nächsten Friedrichsfelbe. 8 Pb. Kartoffeln. Proletariats; 12. Kirche und Schule. Bug weiter fahren, während die 2. Alaffe- Wagen Siemlich leer nach Berlin Taufen. Welch foloffaler Schaden wird durch diese unglaubliche Berlehrshinderung angerichtet. Und da heißt es immer: Nur Arbeit fann uns helfen! Spotten ihrer selbst und wissen nicht wie! Wie hier, so liegen die Dinge auf vielen anderen Streden. Nochmals die Technische Nothilfe. Uus den Organisationen. 13. Diftrikt. Der heitere Kunstabend findet nunmehr am Sonne tag, 18. April, abends 7 Uhr( Cinlaß 6 Uhr), in der Schulaula Gleim traße 40 statt. Billetts à 1 t. find noch bel dem Genossen Sübner, Caudystr. 16, zu haben. 14, umb 15. Distrikt. Elternbeiräte. Die für Sonntag früh bei Kröger, Putligstr. 10, angefette 3ufammenkunft findet erst am Mona tag abend 7 Uhr bortfelbfi ftait. Der Vortrag„ Die politischen Parteien und der Wahl kampf" findet bereits am Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, im Plenarfibungsfaol des Berliner Stathauses statt. Vortragender ist der Genoffe Emil Eichhorn. Raum, Datum und Referenten für die weiteren Vorträge werden von Fall zu Fall bekanntgegeben, da es in der Mürze der Zeit noch nicht möglich war, alle Vorbereitungen zum Abschluß zu Bringen. Zu den Vorträgen Die Sauptstelle der Technischen Nothilfe hat uns fürglid 17. Distrikt. Bersammlung der Gewerkschafts- und Rätekommission augelassen werden nur die als Referenten tätigen Genossen unter Bezugnahme auf das Preßgefeb eine lange Berichtigung und solche Parteipenoffen, die mit einem Ausweis ihrer sugesandt, die wir in Nr. 122 aunt bbrud gebracht haben. Wir am Sonnabend, 17. April, abends 7 Uhr, bei Nahr, Magstr. 13. 18. Distrikt. Fortsegung des Kursus Braunthal Donnerstag, den Organisation versehen sind. Die Organisationen find in haben damals schon die Richtigkeit dieser Berichtigung" start 22. und 20. april, abends 48 Uhr, in der Schulaula, Chriftianiaftr. 6. angezweifelt, benn die uns gemachten Angaben stammten aus Charlottenburg. Heute, Sonnabend, abend 7 Uhr Aktionstals durchaus glaubwürdiger Quelle. Heute nun gingen uns wieder sigung im Rathaus, 3immer 1. 11. S. P. Fraktion fozial. Lehrer. mehrere Buschriften von Arbeitern zu, die teils in Gaswerf II Sonnabend nachm/ 4½ 1hr Charlottenburg, teils in der Städtischen Glettri Sigung im Rathaus, 3immer 100. 1. Vorstandswahlen. 2. Eltern. aitätssentrale Moabii, Eudufer, beschäftigt sind. Auch räte. Wichtig! blese Buschriften bestätigen vollauf, daß die Technische Nothilfe in den Werfen, wo sie tätig war, heilloje Berstörungen angerichtet und Millionenierte bernichtet hat. Kenntnis gefekt. Räteschule der Groß- Berliner Arbefferfchaft. Seit dem Generalftreff werden die Surfe durchschnittlich Schwach befucht. Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß sämtliche Kurse wie bisher weitergehen, mit Ausnahme der jenigen, die auf Grund ausdrüdlicher Vereinbarung gtoischen Sörer und Lehrer als geschlossen erklärt wurden. Vereinstalender. Die Wusrebe, daß die Diebstähle burch fremde. Bersonen, die Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 18. April, vorm. 11 Uhr, int Der Genosse Weigand läßt mitteilen, daß seine Surse über Butriti au den Werlen hatten, ausgeführt wurden, ist hinfällig Stadthaus, Klosterfir. 50, Bortrag des Herrn Dr. D. Brie: Lessings Materialkunde Dienstags baw. Mittwochs wieder aufgenommen burch die uns mitgeteilte Tatsache, daß niemand ohne Nathan der Weise". Harmonium: 3ug zum Münster( Wagner). und alle Börer gebeten werden, sich einzufinden. Desgleichen Ausweis die Tore zu den Werten passieren durfte, und Gäste willkommen. wird der Genosse Meher seinen Kursus über die Bank im Napi. Arbeiter Samariter- Bumb, Rolonne Groß Berlin. Abteilung talismus und Sozialismus am Mittwoch, den 21. 4., und Mitt. daß die Werke militärisch start besett und sogar Maschinen- Weißenfee: Rurfusbeginn am 10. April, abends 7 Uhr im Restaurant Es kann für die Diebstähle Berliner Hof", Antonplag; Abteilung Often: Prüfung der Kurfus woch, den 28. 4., noch einmal geben und dann schließen. Sport und Politit. fönnen? Berband sozial. Lehrer. Sonnabend nachm. 6 Uhr Generalvers fammlung im Rathaus, 3immer 109. Bund für pol. Kultur, Ortsgruppe Webbing. Connabend 168 1 Ravenéfit. 6 Bortrag des Genoffen Schiller:„ Kritik der pädagogischen Forderungen der foz. Bewegung." Gäfte willkommen. Eintritt frei. Sozialistische Preletarierjugend Groß- Berlin. Sonnabend, 17. April, abends. 7 Uhr, 3entralvorstandssikung im Jugendheim, Königsberger Straße 7 L. Erscheinen aller Delegierten ist unbedingt notwendig. also niemand anders in Betracht kommen als Angehörige der teilnehmer am 19. April, abends 48 Uhr im Lokal Scharnweberstr. 60; Technischen Nothilfe. Wie umfangreich diese Diebstähle waren, Abteilung Norden: Prüfung der Kurfusteilnehmer am 22. April, 8 Uhr, geht daraus hervor, daß allein im Gaswerk II Charlottenburg im Lokal Usedomfir, 33; Abteilung Süden Neukölln: Prüfung der Auf dem Start befuchten Bezirksbag des ersten Bezirks bom fieben Treibriemen neben verschiebenem Handwerkszeug curfusteilnehmer am 23. April, abends 8 Uhr, im Lokal Weichselftr. 8. 1. Streis bes Arbeiterturn- und Sportbundes, der am Donners- verschwunden find. Will die Technische Nothilfe jemand einreden, tag abend bei Büttner, Schwedler Straße tagte, poach in einem baß auf einem Wert, wo Tag und Nacht gearbeitet wird, von eineinhalbstündigen wirkungsvollen Vortrag Genoffe ever fremben Personen sieben Treibriemen herausgeholt werben über die Aufgaben der Arbeitersportler in der jetzigen Beit, Boli tisch denken und handeln sel chepne Flicht jebes Sportlers. Pro- Was mun die Bezahlung dieser Individuen anbetrifft, so grammatisch stehen die Berliner Arbeitersportler auf dem Boden ist festgestellt, daß fie 40-46 M. pro Tag erhalten haben. Da bes revolutionären laffen Bamptes. Sie wollen fich oftib an neben erhielten sie noch eine bora ügliche Berpflegung, bem Befreiungskampf der Arbeitertlaffe beteiligen. Sie treiben Sport, um dem Proletaria: gefunde laffenlämpfer susuführen denn die leeren leischbüchsen mit der Auffchrift Schweinefleisch" im Gegensatz zu den bürgerlichen Sportverbänden, welche ben trieben sich nach dem Berlassen der Räume durch die Nothilfe noch Sport zu konterrevolutionären Zweden ausnuten. Während der massenweise umher, was, nebenbei bemertt, auch ein Licht wirst Sapp- Littip Beriobe baben Teile ber bürgerlichen Sportler fich auf die Behauptung, es fet vorher gründlich gereinigt worden. Der Vorwärts" ist übrigens in der Lage, ein Schreiben der in den Dienst der Realtion gestellt. Die Einwohnerwehren find burchjekt bon bürgerlichen Turnern, Fußballspielern usiv, Zu Direktion der Städtischen Gaswerte Charlottenburg zu veröffent beklagen sei, daß leider noch ein erheblicher Teil ber Arbeiter in lichen, aus dem hervorgeht, baß durch das Eingreifen der Tech den bürgerlichen Sportvereinen Mitglied ist. Der Beipziger Bar nifchen Nothilfe ein ganz ungewöhnlich großer Verbrauch von teitag batte eine Resolution, welche den Ausschluß derjenigen Silfsrosten und Werkzeugen eingetreten ist und daß auch ein elmitalieber, welche noch Mitglieder in den bürgerlichen zelne unlautere Glemente darunter( unter den Nothelfern) geSportorganisationen find; fordert, dem Vorstand zur Ausführung wefen finb, die die Gelegenheit zur Ausführung von Diebstählen nicht haben vorübergehen lassen". überwiesen. Messing, Kupfer. Aluminium, Biel und anderes Altmetall kauft zu den höchsten Tagespreisen Schlosserei NIEMANN, Stallschreiberstr. 55, nur Hof, Im Keller, k. Laden. Schnellauibohrer. 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Die Jugendgenoffen treffen sich zur rangnieberlegung für den Genossen Rudolf Kramer Sonnabend nachmittag 4 Uhr Abolf, Eche Gerichtstraße. Freie sozialistische Jugend Reinickendorf- Oft. Sonntag abend 7 Uhr Schulentlaffungsfeier im Jugendheim, Annenstr. 79. Alle Schul entlaffenen und deren Eltern find dazu eingeladen. Turnverein Fichte". Sonntag nachmittag 2 Uhr Anturnen der Männerabteilungen auf dem Turnplatz Treptow, Röpenicker Land Anturnen der Frauenabteilungen auf dem Turnplatz Reiftraße. nickendorf, Thuner Straße. Berantwortlich für die Redaktion: Alfred Bielepp, Neukölln. Berlagsgenossenschaft Freiheit", e.. m. b. S., Berlin, Druck ber Lindendruckerei und Berlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerbamm 19. rammophonplatten Hochgradig pockennarbige alte, auch Bruchstücke Kilo 10 Mark, kauft photographischer Grammophon- Platten. auch Bruch, Jed. Posten. Platte bis 10 M, Kilogr. 20 M., Prengel, Orátzstraße 60, an der Wiener Brücke. Fahrgeld vergütet. 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