Nnze'preks 30 pfernkg* 3. Jahrgang Sonntag, den 15. �prü 1H20 Vi» erstbein» morgtns«■& iwdmifftags, m, Sonn-««d Festtagen mir morgtftS, Vn Ve,ua»pr»is betrüg« b*i nrier Mstevun« ins k'M,»«ür Greki» Neriiv?.S0 M. t« voxetu* ja�llMc. Für Ooftbr-uu nehmen sämtlich» PoftanHaitei« Vestellunzen cutgrgni. Unter-treiroanb bezogen für 7>eutsch and und Gcsie�r i.b ta.— ür das übrig» Zustand 13.50 M. zuzüglich üalutaaufichiag, per B�ief für Deutsch and mrd Gesteereich M. Roda.« on und i�N»ebMon: Berlin NW. S. Lchiffbaneedamm IvTU. Fernsprecher? Asu Siorde» 8�33— 30, 2895 und XHink NuNmsr t30> Morgen-Mnsgabe Inserate kosten die achtgefp. Nonpa'.eillezeile oder deren Naum 3.20 Mk. zvzstgl. 5CPf0 Teneru gsz.fchiag. Familien« und(Dtganifationsanzeigen die achtaesp. nonparpitfezeitt 2�0 Hl f. netto. Klein» Unze-gen: Das fe.tgcbrurftc Eüort l.fS!Uk., jede; weit �ort S.> pfg� juzügl. SO, Te xrungszusch'ag St«lltnc!es»che. Funrilien» u. Drgani nv» Vort-Anzeigen tosten das fettgrdru�te U?ort llik, jedes weiter» U?orl 8j Pfg. netto Jnlrrttten-Adteilunn. N erlin NW. S. Schissbauerdamm IS Ferusprecher: Amt Norden 835--80, 28ÖÖ-Ü6, 97 OS Berliner-Organ Ne MehsSme» VeroedvMze». Fort mit dem ganzen Belagcrungozustaud! Wie wir schon mitgeteilt Koben, hat der Reichspräsident in Verdiudung wit dein Reichc-konzler und dem Reichs» Nünislcr des Innern am tt. April eine Verordnung erlassen, wonach sämtliche aus Grund des Artikels 48 der NeiÄsverfassung im Neichsgcdiet Dorn Präsi An Stelle dieser Verordnungen ist dann die neue Äer- Ordnung in Jlrast getreten. Xgncd) sind die durch die Auberkraftsetzung einer Anzahl Arttlel der Verfassung zulässigen Bechränkungcn der persönlchen Freiheit, des Rechts der freien Meinungsäußerung einchliesilich der Pressefieik/eit, Vereins- und Nenaniiiilungsrechis/ Bei-chrän- kl'ngen des Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernspre- oe! eimnisics, Anordnungen von Auslieferungen und Be- dcs.TMNUn'.s lu�Re» arcrungskomnllisare ilberlragei» woroen. Nach einer Mitieilung, die gestern der Prosse geniocyt lvorden ist, gellen in Preußen als Reichszivilkominissare die Oberpräsidenten. Sie allein sind jetzt belügt, Verordnungen' zu erlassen und Maßnahmen zu treffen, die dem Ausnahme- � zustand entiprechcn. Alle ohne Beschs des Zivilkommiss«rs, ouagesührten militärischen Eingriffe in die vorfassungs-! Nläßig garantierte Freiheit sind unzulässig. Besehwerde- � stellen sind jetzt nicht mehr das NeichSrvehrministcrium oder� das U.ichsiiiilitärgerulsi, sondern das Reichsministerium des Lünern. Aus Grund dieser Mitteilungen ist nunmchr folgendes festzustellen: Da die alten Verordnungen, die der Reichs- Präsident und die Mililärbefrhlshaber auf Grund des Aus- nakmezusiandes erlassen halben, aufgekoben, neue aber nicht an deren Stelle getreten sind, ist jetzt iedc Ei il schränkung des Vereins- und Ver- s a m m l u n g s r c ch t s sowie der Pressefreiheit un- zulässig. Es können also nicht nur Versammlungen unier freiem Himmel statlfinben, außer den auch uiilcr dem Lelaaerungszusiand zulässigen Versammlungen in acsihlossenen Räumen, sondern es rön>«n auch Demon- slrationsumziige veranstaltet lvcrden. Die Heraus- oabe von n.uen Zeitungen, der Druck von Ilugichrif»en mid Broschüren, die bisher von einer Genehmigung abhängig Waren sind jetzt obne weiteres frei. Lediglich die Rcichsvcr- sassung, das Pressegesetz und das Strafgesetz geben die Eren-en an. in dcnm sich das Vereins- und Versammlnngs- rrck't und die Meinungsäußerung in Wort und Schrift äußern dürfen. Da. wie gesagt, von den Zivilkomm-ssarcu eiu'ch.ränkende Verordnunaen in dieser Hinficht nicht er- lassen worden sind, so gelten ganz allem d-e von un? genau» len verfassungsrechtlichen uird gesetzmafcisrn Vestim- »iiinaen. Trotzdem ist der V e l a g e r u n g s, u st a n d. den man verschämt Ausnahmezustand nennt, noch immer nicht a» f g e h» b e n worden. Rur daS an die Stelle der mil'. tärischen Willkür die zivile Willkür treten kann. Die „frcirste Le,-sassung der Welt" ist noch, miner ein Stuck Pmüer deren Auslegung in daS Belieben eines Reichs- komnsissarS gestellt wird. Henie gibt eS keine einschränken. dm Verordmingen üb.-r die Freiheiten, die sedem Staatsbürger auf Grund dieser Verfassung zustehen sollen. Morgen aber können schon solche Verordnungen erlassen werden, ohne daß die Nationalversammlung ihre Zustimmung zu geben braucht oder die Kontrolle darüber ausüben kann. Wir verlangen nunmehr ganz entschieden, daß dieser halben Maß- regel endlich eine ganze folge. Es ist die höchste Zc i t, hgß der VelggerungSznstand ohne jede Hinierhältigkeit aufgehoben wird. Dies? Forderung muß auch für Bayern, dessen reafiionäre Regie- ruiim sich einen besonderen Belogerungsziistand zugelegt hat, viel mehr aber noch für R h e i n l a n d- W e st f a l e n erhoben werde n. Wc-Icf-e un möglichen Zustände diese Halbe- oder Viertel- flUr-'■-•r-t des VelagernngszustandeS»eitigen kann, das er- rch aus den Vorgängen in Thüringen, über die fast jeden Tan berichten müssen. Heute wieder ein neuer Fall: Ter Presse wurde scsiern mitgeteilt, daß in Ktüröaa in mit Milröaji M Mi gierung Sbez«rks Erfurt, wo er noch in beschränktem Ilm- fange bestebt, völlig aufgli.ob»n worden sei. Vor einigen Tagen noch hatte der N.'ichÄvehriuinisier G:h!er ohne Ein- ichränkung ausgeführt, daß der Belagerungszustand über aan� Thüringen, also auch für die preußischen Teile dos Gebietes aufgehoben worden sei: er hat aus- drücklich hinzi»aefügt, daß„auch für andere To-le PreußenS" der Belagerungszustand demnächst fallen solle. Nunmehr verlsiinat ober der rechtssozialistische Landrat Schubert über den Kreis Schmalkalden den Belagerungs- zustand, der eine Anzahl Freiheitsbeschränkungen der arbeitenden Bevolkerui'g mit sich bringt. Situnalkakdeu liegt in Thüringen, der Herr Landrat hat also kein Recht ;i> seiner Verordnung, da es in Thüringen keinen Be- lagerungSzustand mehr gibt. Selbst wenn aber die neue Verordnung vom 11. April auch für Schmalkalden gelten 'ollte. so ist nicht Herr Schubert zum Erlaß so!ch»r Ver- ordniingon bercckztigt, sondern sie müssen vom zuständigen Rcichskommilsar ausgehen, und das ist kür Schmalkakhen der Oberprösident der Provinz Hessen-Nasjeu. Wird es nicht endlich Zeit� daß die deutschen Staatsbürger nach bajlimmten Rachtsnormcu ragiert lverHen? Sie ffa»hreHWeN MH'eWnst?«. Zu unscron Mitteilnnpen über Re st« abrecht! lchen Erschießungen im westfälischen Inbu'iriegcbiet bringt die„Deutsche Allg»uieine Zeitung" eine anschein-nd osfiziise Meldung, die bc- sagt, baß im Anisrgebiet noch der verschärfte Ausnahmezustand bestebt und danach die außerordentlichen Kriegsgericht« auch Todesurteile aussprechen lännen. Es heißt dann weiter dort: Diese können jedoch nur vollzogen werden, wenn der Ver- urteilte auf sein Recht, die Beguadsgung des Neichsprifidanten anzurusen, verzichtet Ta das prattisch kaum varlommsn wird, ist die Vollstreckung mich dieser Todesurteile nicht allein von den Kriegsgerichten abhängig. Im iibrigen hören wir, bah die va« der„Zreiheit" gemeldeten Borziinge geprüft werben saben. Es wird also wirklich ein« Prüfung der Fäll« zugesagt. Von der Prüfung«erden die Erschossenen leider nicht mehr ledendlg. Was wir verlangen ist. daß nicht nur die Ttaridgerichte, sondern auch die außerordentlichen Kriegsgerichte aufgehoben werden und Riß die Leute, die wirklicher verbrechen schuldig find, de» bürgerlichen Berichten zugeführt w'rden. Es muß verhindert»erden, daß die Leute in die Hände der rachedurstigen Offiziere kallen. die sich den Teufel um dak Vegnadigungörrcht des Reichspräsidenten kümmern. Man klammere sich nicht an die Tatsache, daß der verschärfte Aus- nahmezustand besteht und die außerordentlichen Kriegsgerichte somit eine gesetzliche Grundlage baden. Wenn die«uSsührenden Organe den Rabmen der gesetzlichen Grundlag'n sprengen, s- Hilst nur und, daß man ihnen das Handwerk logt. S!«!n*WLMS w N rfMsien. Wokff» Bure»« meldet«»S Breslau: Tie r«!« wirtschastlich« Streikbewegung in Oppoln in der Zement- und Teztl.'industrie wurde beizelegt, ebenso die für das besetzte Oberschlefien im Gange befindlUJjc Generalstreikbewegnug der Angestellten- Verbände, letztere durch Schiedsspruch des DemobilmachnngS- kvmmiffarS. Jufvlge der Verstzz««!! der Jnteesstsierte« Kemmisssv«, die die Einführung d»S BetriebSrä'tegesetzeS für da» oberschlesischr Abstimmungsgebiet verbietet, hat sich der gesamten Arbeiterschaft und der Angestellte« eine autzeeordentliche Erregung bemächtigt. S» besteht bei allen i« vetraöst kommenden Berbänden die Absicht, durch»ine genieinsame Aktion gegebenenfalls unter Eintritt in den(Seneralstreik, eine Rüiknahwe dieser««berechtigten Per- fvgung durchzusetzen. Im Zusammenhan, hiermit«rrden morgen, Sonntag, in Kattomitz, KönigShütte, Hindenbnrg, Blei- »In, Mal, nick, Ratibor, Benthe«, Tarnowitz, Oppeln«nd Kreuz. hnrg grosie Persammlimgen stattfinden, die sich m>t dieser Jrage beschäftigen svve«. tohASeMkMg der avkttlkMsche» Asenbshner. - Amsterdam, 17. April. W'e den Blättern drahtlos aus Washington gemeldet wirt» ist die Forderung von zw-i Million?» Eisenbahnnnge- st e l l t e n auf Lohnerhöhung, dir die Hauptsache deS gegenwärtigen Streik» bildet, lseute dem neuernannt::, Eifenbahaarbeiteramt vorgelegt worden. I» Chicago sind vierundzwanzig �trMiihcer wipiu/»fti. Zweck und Nittel. H. B. Wie recht wir mit unserer Warnung hatten, dciK Einspruch Ewglands gegen den Vormarsch der Franzosen ein? günstige Bedeutung für die Gestaltung der Beziehungen Deutschlands zur Entente beizumessen, und wie begriinvet unsere Mahnung war, nicht wieder in den Fehler einer Spekulation aus die Uneinigkeit der Alliierten zu verfallen, ist jetzt erwiesen. Nicht nur. daß die Londoner Regierung sich trwhl davor geliület hat, Frankreich z» einer Ausgabe Frankfurts und der übrigen besetzten Städte zu ztmingen, sie hat sich im Gegenteil sogar von der Notwendigkeit überzeugen lassen, Schritte gegen Deutschland zu unternehmen, die über die Linie der von Paris gd rosten en Repressalien noeh hinausgehen. Sie beeilt sich, ihren Verbündeten zui h»u>eisen. daß sie bei aller Mißbilligung ihres selbständigen Vorgehens nicht daran denkt, die Einigkeit zu lockern, und mit ihnen in dem festen Willen übereinstimmt, Teutschland zur Knnehallung der Friedensbedingungen, besonders auf militärischem Gebiete, zu nötigen. Nach einer Meldung der amtlichen französischen Agentur soll der englische Minister des Auswärtigen Lord Turzon bei dem deutschon GeicksiftSträger in London energisch auf eine Zurücknahme der überzäh li- gen Truppen aus dem Ruhrrevier gedrungen haben. Außerdem aber hat England die Initiative zn einer Aktien der Entente ergriffen, die darauf absieht, von der Beniner Regierung nochmals die strenge Befolgung der Vertragsklauseln bezüglich der Entwaffnung zu verlangen und diese Forde- ruirg durch die Drohung zu unterstützen, das; ander»falls die aesomre Lebensmrttelversopgung für Deuischlaud ein» ! gestellt werde. Es wäre nun durchaus falsch, in diesem Vorgehen mir ; ein Entgegenkommen an den sranzösi'chen Bundesgenossen ! und seine Wünsche zu erblicket,. Es bedurfte nicht der Be- tehrung durch Millerand, um Ewzland g?A>e* den llttili- ta ricinus der deutschen Nepubldk einzunehmen. Tie Be- richte, die die englischen Blätter auS dem Ruhrrevier vcr- ösfentlichten, gaben dasselbe Mld wie die der Pariser i Presse. Tie versierten, daß von einer bolschewistischen Gükahr im Westen DeutlMands keine Rede sein loune, ri!>d - daß der Einmarsch der verstärkten Reichswehr überflüssig i iei. Die perwnlick en Ersahrungen, d- e englische Korresvon- j beulen mit deutschen Offizieren in Essen gemacht haben, konnten oiich nicht dazu bei i ragen, der öffentlichen Meinung in England den Klauben an eine Veränderung d-es Charak- ters des deutsilbn Militärs beizubringen, und nicht - zuletzt sehen die Engländer so gut wie die Franzosen, wie j der Regierung Müller die Entwaffnung jener Formationen, die in der Lage waren, die Regierung Bauer zu vexjagSU, nicht gelingen will. Sie wissen auch ebenso gu-t. wie wir es wissen, daß diese Tnipfen die günstige Gelegenheit abwarten, um einen neuen C o u p zu wagen, und gestern erst wurde gemeldet, daß der englische Geschäftsträger in Berlin das deutsche Auswärtige Amt von M i t t o i- l n n g e n in Kenntnis gesetzt habe, die ihm über die Vorbereitungen eines neuen Putsche? zu Ohren gekommen seien. Ob unsere PertaaSgegner ernsthaft mit der Möglichkeit rechnen, die Reichswehr und die benossneten Banden könnten eineS »wlen Taocs Frankreich oesiihrlich werden, mag ans sich be- ruhen. Aber das eine ist jedenfalls sicher, und kann auch von deutscher Seite nicht bestritten werden, daß das Fort- kflehen des militaristischen Unfugs das wirsicherstliche Wie» derausleben Deutschlands erschwert und damit die Erfüllung der lins vertragsmäßig auferlegten Leistungen unmöglich macht. Gegen die sachliche Berechtigung der neuen Erstenteiorderung-en läßt sich unter diesen Umständen ein ernsthafter Widerspruch nicht erheben, und mit irgentwelchen Noten, mögen sie auch von dem schriftgelehrten Chef deS Auswärligen Amtes noch so ldjön stilisiert sein, wird sich nichts erreichen lassen. Es bleibt nichts ander? übrig, als dem Verlangen der Gegenfeite zu entsprechen. Winkelziige und Ausflüchte können unsere Situation nur perschkechtern, Denn wir dies aussprechen, sind wir darauf gefaßk, daß man uns wieder des Einverständnisse? mit dem Feinde beschuldigt und in der beliebten Manier über Landesverrat zetert. Aber wir können sa zum Glück' darauf hinweisen, daß wir daS. was di? Allierten von unS perlangen, von jeher mit aller Entschiedenheit vertretott haben, und zwar sowohl um der Gesundung der inneren Vurhäiinisse Deutschlands willen, wie zur Wiederherstellung geordneter und vernünftiger Beziehungen zur übrigon Welt. Wir gehen sogar noch weiter«IS die Entente, indcml wji Mfak�nv rn, M nn S aiM I is e iDi fcüü f) n n H« 6 e r f 1 3 fft g Hk. Einen Vriog gegen aus- warkge Feinde soll sie nicht führen und kann ne nicht fuhren. Tatz sie kein Ikstrunient gegen reaktionäre Vor- Mufie bildet, hat sie eben bewiesen, und zur Sl unechte tital- tuiig der Ordnung genügen durchaus dezentralisierte Sicher- hcitSwahren, Ort-swehren, oder wie man dies« PoUzeü truppen sonst nennen mag. Um ihre Venv«chung zu gegen- revolutionären A»c«ken zu verhindern, müssen sie entsprechend den?chrder»ngen der Gewerrichasten den orga- nisierten Arbeitern geossnet werden, und dann bat die deutsche Republik wirklich alles, was sie bedarf. Nur die Erfüllung die-cs Programms ermöglicht sa auch tatsächlich die vntwafsnung der Meuterer und die Ablieferung der Waffen, auf die Frankreich und England nach dem Frie- derrenertag ein«, Ansprich haben. Erkennen wir so den Standpunkt der Alliierten als an sich berechtigt an, so können wir doch nicht umhin, gegen die Art und Weise wie sie ihre Forde- ru» gen geltend machen, lebhafte Bedenken auszusprechen. Wenn sie jetzt wieder mit einem Utti- matmn kommen unt> sogar eine neue Verhängung der Blockade an die Wand malen, so beweisen sie damit ein sehr geringes p echologikohaS Verständnis. Sie wollen den beut- seten Militarismus zerstören und ergreisen doch immer wieber M>ch»»z»ln, die danach angetan find, den militari- fü scheu Grift zu stärken. Tiefe Wirkung isl um so unvermeidkicher, als eS dem Vorgehen der Enteute stark an Folqericht�eit man- gelt. Erst wiid von Deutschland die Reduzierung seiner Arme? aus tOOOOO Mann bis zu einem bestirmntcn Termin geordert, dann gestellt man ihm«ine Verlängerung der Frist zu. Nach dem Vertrag sollen in der sogenannten neu. tralen Zsn? überhaupt �keine Truppen gehalten werden, dann feWieft Frankreich mit Teutschland ein Abkommen, nach dam eine bestimmt« Zahl von Soldaten zugelassen wird. Noch diesem Abkommen müssen alle Triwpen bis zum 10. April 1020 ans der neutralen Zone entfernt wer- den. jelll veranlgt man aber nur die Zurüekziehung der Uebrrzähligen. Hätten die Gegner von Anfang an auf ihrem Schein bestanden, so brauchten sie jetzt nicht mit llltimaten und AuShiingerungodrohungen zu kommen, und lo würde sich die nationalistische Entrüstung bei nnv nicht immer wieder bei jeder Eelegenheit neu entzünden können. Aber die Ne- flieningen in Paris und London pendeln eben zwischen zwei Aengsten hin und her. S i e s ü r ch t e i d e n d e u t s ch e n Militarismus, aber sie fürchten auch den Bolschewismus, oder besser gesagt den So- zialiSmuS, und diese Zerrissenheit tmt sie bisher nicht zu einer gradlinigen Politik kämmen lasten. Würden sie sich endlich zu der U Überzeugung durch' ingen können, daß ein sazialistisch regiertes Teutschland für uns eine Notwendigkeit ist, und für sie keine Gefahr bedeutet, und würden sie bereit fein, diesem sozialistischen Deutschland, selbst wenn eS nicht auf dem Wege über den Stinnuzetkel zustande gekomneen wäre, auch die nmtsdxifüiit« Existenz zu ermöglichen, so konnte ihre Politik uns gegenüber aus alle Sprünge und Widerspruch? verzichten und das Ziel. zu dem sie sich doch bekennt, die Wiederausriebtuna Deutsch- lands zu ermöglichen, wäre nähergerückt. Die jetzt befosg- ton Methoden sind die denkbar schlechtesten und nuzweck- mäßigsten. Die Abneigung gegen den Sozialismus kommt der deutschen Vviirgeoisie zugute, und diel? Bonrgeoiste twrll durch die stets wiederholten Drohungen nnd Be- fristirngen dann noch immer ti�er in das Lager des Notio- nakiSmus und die Reattion gehetzt. Aus diese Koste unrd weder die Beruhigung DeulschlarchS noch die Btriststgimg Euros"!? erreicht. D e Ehret-Pslichk. Das„Ksrr«sj?oa!>'enzblatt" über die gewerkschaftliche Nedenrvgientng. DaS„Korrespondenzblabst' deS Allgemeinen Deutschen Gewerkiä, aktSbundeS nimmt in seiner Nr. 16 in einem Artikel, betitelt.Nachklänge zum Generalstreik" gegen die AnkUgen, daß die Gewerki checkten eine Nebenregierung im Reich und Staat auf- richtellen, Stellung. Wir entnehmen diofem Aussatz solgendc AuSÄihrungr'n:' .Gegen die Gewerkfchakten sind aller In der Presse»nd m der Nativiialversammluna noch nuniergehende Borwürf« erhoben Molden. Man erklärte, das, fie eine Nebenregierung er- richten, sine verkupple proletarische Diktatur proklami«. re« ivoüten.... ?k«r$n,eck dieser bssrgerliche n Offenfide gegen die Gewerkschaften erschetnt unl recht durMchtig. Alan beimihl sich augenscheinlich, die Gewerkschaften au» der durch den Generaillreif und die Vereinbarung der acht Pirnfte errungenen Position wieder h«rall»zud»nngcri, weil man die Durchsitbruag die- ser Bereinbarungen alt unbequem oder gewissen Purteiintercssen nachteilig empfindet.... Aken fürchtet in den Gewerkschait»!«,. tu, igen den unbequemen Mubuer und Deänger. der zu du rchrrei- fenden Ktnhiiahmen, zu bekchleunigter Republikanifie- rung, Demekratifierung und Sozialisierung anspornt. Wir wandern an« nicht über die Widerstände, die sich gegenüber einem soWben StuSgang des Aapp-Pustche« geltend machen, und a>»ch nicht buriiber. datz jetzt d«e ganze Schwärm der bürgerlichen Vtiilauser der Republik gerade über die Gewerkschaften be, fällt, denen si« eigentlich die Rettung der Republik z» danöen baben. Denn wir wrssen nur zu gut. das, diese Wider- stünde!»,e Hanptsäwid daran tragen, dah die Repubtik an den Rand de» Aoaruube« gebrachl wurde. Ihr Werk war es,>a» die Ärbsitermaffen mit wachsender Enttäuschung erfüllte und in die Reihen der Cpposition trieb. Wir wissen auch, dah diese Kreile n»cht haw soviel Siser an den Tag legen, um die Unschäd- tick machung der Militärputichiften durchzusetzen, denn sie rechnen noch immer auf deren Silse gegen die Arl'eiiestchaft. Der Kampt gegen den angeblichen Bolschewismus steht ihn«« hdhse al» der siampf für die Republik. � Wir wollen aber tue Herrschaften auch darüber nrcht im un- klaren lassen, da« chr vewichen ein vergebliches sein wird. An den acht Punkten ist nicht zu deuteln und zu rütteln und an rbrer Durchführung werden die GewerrschastSicitungen uner- schülier'ich seschalten, bis jede Gefahr einer Wiedersehe reakno- närer Angriiie aut die Nepubtik beieitigt ist. WaS aber zur Durchführung der Vereinbarungen noNvendiq ist. das mögt man ruh'g de» Gew-rkichaftsleitungen und ihre« verband- lungiM mit den zuständigen Regierungen überlassen.... Aber auch die Gewerkschastsieitungen müssen sich alle Schritte vorbebat- ten. die noriwmbici sind, um die Durchführung ihrer yereinbarnn- gen zu gewährleisten, denn sie haben gegenüber der Arbeiter-, ÄugeilelUen- und Beamtciilchait diese Shrenpflicht übernommen und werden sie auch in vollem Umfange erfüllen. Davon können sie weder«och tzarlamenstttitche lvcbaue« ab' Wir geben diese fvcchige Allwi-�r des dMen Schwaffes der g e s a in t e n bürgerlichen Presse über die gewerkschaftliche Nebenregierung, argen den wir uns mehrfach gewandt haben, mit einer getoisssn Genugtuung wieder. Es wird uns niemand verdenken, daß wir angcnelnu berührt davon sind, daß das, was wir ein Jahi lang auf tausend Zcitungsspal- ten v orausgefagt habew nachträglich in so eindeutigc!- Weise durch das„fderristnondenzblatt" bestätigt finden. Manche Bemerkung ließ.e sich daran knüpfen, aber wir enthalten uns im Augenblick gern jeder kritischen Aeußerung. Nur eins niöchten wir sagen: Wir geben ums der Hoffnung hin, daß wir nie genötigt sein werden, das„Korrespondenzblatt" und d«p Allgeni einen Deutschen Gewerkschafts- bund mahnend an diese Worte zu erinnern. SWere, HeAenüfZ m-ö Urhelier. Den militärfrommen-Herrschaften auf der Rechten ist die Gefch chte von den Verlxmdhinaen, die ReichÄvehrosfi- ciere mit sich links gebärdcn-deii Persönlichkeiten gejährt haben, außerordentlich peinlich. Sie geben sich daher alle er- denkliche Mühe, die ganze Angelegenheit in einem möglichst harmlosen Lichte erscheinen.zu lassen Um diesen Zweck zu erreichen, bediene» sie sich der gewagtesten Konstruktionen und behaupten vor allein, daß die mititärischcn Verschcvörer in Virki.clcl.it nicht gegen die Regierung,!on- dern im Interesse der Regierung gehandelt bätten. Merkwürdig nur, daß sw von ihren guten Absichien die Ressierung und besonders den RcichswB.irminisier nicht vorher in Kenntnis setzten. Aber vielleicht Ivrrd man noch bel>ai»pten, sie hätten den maßgel-enden Stellen eine freudige U berraschung bereiten wollen. Die Lsfizicre, so wird gesagt, wollten die Arbeitor mir dazu bringen, ans sich heraus die Waffen zu sammeln und abzuliefern. Natürlich liegt da die Frage nahe, wc'Shalb sie sich dabei nicht mit den osf'.zicllen Arbeiterführern in Verbindung g setzt haben. Darauf findet ein Major a. D. A n k e r im„Lokalan.zeiger" die schöne Antwort, diß die offiziellen Arbeirervertreter Verhandlungen mit Lssizieren gern aus dem Weil« gingen aus Furcht um ihren Ruf bei den radikalen, jeder Verständigung abge> neigten Genossen. Es sei also nichts anderes möglich gewesen, als Mittelsleute»» denutzen. Eine kümmerliche Ausrede I Denn als Mittelsleute hätten doch auch in den Augen der Offiziere nur Personen in Betracht kommen können, die ihrerseits Beziehungen zu den Leitungen der sozialistischen Parteien bestchen, und das nnw bei den Konferenzteilnehmern ganz und gar nicht der Fall. Soweit sich feststellen läßt, gehören die Herren K a h l e r t, V a r t r a m und Meyer neder einer sozialdeiriokratischen »och der Kommunistischen Prirtei an. Kahlen soll nach An- gaben des„Berliner Tageblatts" früher einmal Mitglied der Unabhängigen Partei in Schöneb.-rg gewesen sein und sieb als solches auch an der Novem' errevolution beteiligt haben. Später aber sei er von seinen Parteigenossen abgeichüttell nwrden. Eine noch viel fragwürdigere Figur ist der Herr B a e k r a m. Wie die„K r e» z z e i t n n g" erzählt, hat die'er sonderbare Linksradikal? gelegentlich auch auf der Redaktion dieles Blattes vorgesprockfen. dort seine Ideen entwickelt und ein Schnftzbcn binterlassen. das sich„Ter Frontsoldat, ein deutsches Kuktur- und Lebrusideal", be- titelt. In dieser Broschüre wird.Nationatisieren und So- zialisieren" als Parole der Frotttwldaten««»gegeben und eine Frontsoldaten-Regierung zetv'deN. die eine AuSlees der Tüchtigsten darstellen werde.„Der N a m? der Negierung. ob Näte- oder Kaiserliche Regierung tut nichts zur Sache. eS kann uns allen nur auf den rechten Geist nnsarer Führer ankommen." Die Uebernabme der Regierung bilde keine unüberwindliche Schwierigkeit, denn eine solche gebe es gar nickst für Front- loldaten. Die sozialen rntb nationalen Strömungen in Deutschland in e t n Bett zu zwingen, sei die Aufgabe der Frontsoldaten. Weder Bürgerliche noch Proletarier, sondern Kameraden sei ihr Feldgeichrei. Diesen �llann, der im besten Fill ein Narr aus eigene Rechnung, im schlimmeren etwas viel Bedenklicheres ist. wollen die Offiziere als geeigneten Vermittler zwischen sich nnd der Arbeitenbaft betrachtet haben! Wir trauen ihnen ig in politischen Dingen sehr viel Naivität zu, aber daß sie bätlen annehmen können, mit den konfusen Ideen deS Frontsoldaten Bartram habe daS deutsche Proletariat auch nur das allergeringste zu tun, ist einfach unmöglich. Man mag einstiwslen dahingestellt sein lassen. waS sich im einzelnen die Militärs bei ihren Verhandlungen gedacht haben. Kann lein, daß sie wirklich dem unklaren Ifdeal eines National-BolschewismuS nachjagen. Kann sein, daß sie die Arbeiter zu irgendwelckwn törichten Schritten provozieren wollen. Vielleicht gehen auch in. den Köpfen dieser um ihre Existenz kämpfenden Desperados alle möglichen BorstelUtngen wirr durcheinander. Sicher ist nur so viel, doß sie w oder lo für sich und ihre Kaste einen Vorteil her- ausschlagen wollten. Die Behauptung, sie hätten Im Interesse der Regierung gebändelt, ist zu lächerlich, als daß eS nötig wäre, über sie noch weitr zu diskutieren. Wenn nun noch darauf hingewiesen wird, der Haupt- mannViebahn habe von der Unterhaltung Im Reichs- wehrministexmm vorher dienstliche Meldung gemacht. so ist auch damit aar nichts festgestellt. Es ist sehr wohl möglich, daß er mitgeteilt hat, e§ werde mit Arbeitern über die Abgabe von Tassen oerbondelt. aber wer will uns beweissn. das! daS nickst auf eine absichtlich« Irreführung hinauslief? Wir brauchen unS doch nur an das zu er- innern, was die beteiligten Herren dem Genossen Wezmann vorgetragen hadszz. Von einer Wahrung der kfnteressen der Regierung kann keine Rede sein, aber»fcensowenig, und daS muß mia Nachdruck hervorgehoben werden, wurde an das Knter- esse der A r b e i t e r gedacht, und den Proletartern soll diese Affäre eine neueWarnung fein, sich von den Offizieren nicht einfangen zu lassen. Selbst wenn hier und da in mili- -tärilchcn Kreisen nach neuen politischen Wegen gesuckst wird so läuft doch zuletzt aveS darauf hinaus, daß das Proletariat in der einen oder anderen Weife sich für dicsenigen opfern soll, die in einer vom MilitarisnuiS sich abkehrenden Republik ihre Stellung, ihren Rang und ifcen Einftuß sinzu- ttikn flUätea.--** w"- Asch die SlcherhMivchk Ktrd eesSicheck! Die reattisnären Führer setzen sich fest— die republikanischen werden entfernt. Die reaktionären Führer der Scherheilswehr haben auch in Berlin, wieder die Oberhand bekommen. Sie arbeiten mit allen Mitteln, um ihre Herrschaft, die vorübergehend etwas c-ankeiw geworden war, wieder zu festigen um aus der Sicherheitspolizei das alte Instrument der Reaktion zu machen. Die Herren arbeiten im engsten Euivernehmen mit den Führern der Reichswehr Sie wissen, daß diese ihre Putsch. Pläne nicht durchführen können, wenn die Sicherheitspolizei e.n« zuverlässioe Truppe der Republik geworden ist. Die Führer und Mannschaften, die auf dem Boden der Republik stehen, werden deshalb be! den maßgebenden Stellen als£> c tz e r und Aufruhrer verdächtigt. Die reak.ionären Offiziere spielen sich dabei aiS die wahren Führer der Sicherheitspolizei auf und reden den vorgesetzten Dienststellen vor, daß die Disziplin untergradeo würde, wenn die Mannschaften gegon die Führer„hetzten". Pfe Regierung bat aus den Voriomm, rissen vom 18. März anscheinend noch nicht genügend gelernt, sie gibt den Treibereien der reakiionären Führer nach und ruft damit unter den zriver» lässigen Mannschaften e> n e Erregung hervor, die sich mit jedem Tag steigert. Der WirtschastSverband der Beamien der S- cherheitSpolizei für Groß-Bcrlin nat deshalb eine känd.tedung erlassen, in der die Regierung auf die ernsten Gefahren hingeioiesen wird, die ihr au« einem weiteren Verbleiben der reaktionären Offiziere In der SicherhestSpolizei erwachsen müssen. In der Knndgroung Hecht e«: CS geht nicht an, daß Deamt« im Dienst der Redubkik sind, die nicht nur wegen ihrer Gesinnung, sondern vor allem ihrer Handlungen wegen im starken Widerspruch gegen die Ber- fvffung stehen. Durch»hre weitere Amvejenheit im Dienste gefährden sie nicht nur die Ruhe und Disziplin der Bearnb-n, sondern bitten eine ernste Gefahr sstr die Ruve, Ordnung und xiSterheit In Staate. Die Cirerrnng ist soweit gediehen, daß ein großer Teil der Beamten i. N sowie i. O. sich mit dem Gedanken trägt, den Dien st in der SipaanfzugeSen, denn uvtker diesen Umständen ist ihnen ihr Leben uns Gesundheit zu schade, um es gewissenlosen Eleme'nten gegenüber auss Spiel zu setzen. Die Befehle der bRcren Dienitstellen werden nicht son Deutschland erbat. ES wird dann weiter erzählt, daß Kapp-sich dem Journalisten gegenüber als Kaufmann ausgab und sagte, daß er von Politik nichts verstehe. Der Journalist schöpfte Verdacht und benachrichtigte die Polizei, die feststellte, daß KappS Paß nickt vor« schriftSmäßig visiert war. Es blieb dann Kapp nichts weiter übrig, als sich zu erkennen zu geben. Daraus wurde er verhastet. Man muß gestehen, dah die Ilmstände, die zu Kopps Per» Haftung geführt haben, ihn als„echt deutschen Mann" tennzrichue«, der jei« Rot, mt jei» Glück Mit Alkohol bvtzeßt. Sie Sagt ha SerM?« Ceahe. Die Nütttchr der Mchiiinge. Von ber dereinigten Stodt�ommiGo»»icb unl«wßidj mit- geteilt; Die durch die Aufßfirng b»r Roien Armee im Vermischen Laude entstandenen Echwieri gleiten zwangen die Städte und Landkreise zu einem gemeinsamen Handeln. Vei eine» Vrv- saminlung in Barmen, an der fast sämtliche Städte und Land- kreise des Bergischen Landes einschließlich Hagen teilnahmen, wurde zur Durchführung der Bcschlnffe ein Uudschuß gewählt, in dem die Städte Varmen, Elberfeld, Hagen Kem- scheid und Vohwinkel j««in»« Vertreter entsandten. Die Lätig.'eit de? Ausschusses gestand darin, die Unterlunft, V«r- pllegung und den« lkteanspart der KtichchkNngc gemeinsam zu»rgtln und durch Berhandlimgen mit den Üiiliiar- und Staats�ebZede« die Grundlage zu scheelen, um den FkKchkkingen eine sichere Heimkehr in ihre Heimat und an ihre Arbeitsstätten zu«rtnög. lichen. Tie Vct�nwWnnegn käbrten insofern znin Ziele,»ls dse R-ri�idkommislar in Münster durch das bereit» in den Fritungen bekanntgegeben« Telegramm bestimmt hat, daß Verbasiunge«»an Flüchtlingen seitens des Mlliär» nur nach Prüfung der klnt erlagen und AnKKrung der T-rmeindkbebArden erfalger, dürfen, nnd daß im übrigen keinem der Arstgsnourmenen ein Haar gekrümmt»»erden soll. B sondere Grfabrea stnd de« Bergischen Lande durch da! Flüchtlingslager Dellbrück bei Kl?ln erwachsen. Leider ist di« große Zahl der Flüchtlinge, di« sich ans etwa Sbb Tanfeird b«. zifiert, im Lager nicht so lange st>stg«b->kt«n»orden, di» ein« gesicherte und behärdlich g-regelke Heimkehr mbgklch war, sondern lnso'ge wilder Berichte hat ei« großer Teil der FlSchtUng« freiwillig da» Lager derlaffen und ist in» Wuppertal S«js«en, da «mgeblich dort der Zondralrat lf-r verbstegun« und iknterkwnft sarge und anst-'dkM die Ausstellung einer Ar�en Armer von SS!XX> Mann hlaue. Da diese Aachieichlen»illiy au» der Luft gegriffen sind,«flssen»vir eS haftet werden, ahn« daß dies« Le»»te sich kriminell«er- g>»<»gen heben, muß die lstegierung mit aller Energie daHir s»r gen, daß Jede ungerechtfertigte Verhaftung unlerMcfW Hirt mUl Dünsche Ueberrifs« gut Arrantwortuug gozoyen werde«. Sie Selchg'lekul o» sexe» Gokho. Randbestlerkimgev" des RegicnlAgsksAmMar, a. D. Herr Käppler sendet un» f»lg««d« Zuschrist. di« wi, mit «mtgrn Kürzungen wiedergeben: »Di«.Freiheit' bracht« in ihrer Nummer IN vom Ist. April »ach dem.Gothaer volksblatt' ein« Notiz, z« der ich bitte, mir einige Nandbemerkunge«»u gestatten. Mit der jetzt angeblich eingeleitete«.RelchS-Ezekuiian' gegen de« Freistaat Gotha hob» ich nicht» zu hm. Ich habe mein« Tätigkeit al» Nechöiommissar für Goha bereit»«r» 51. März «ingestellt. Sine Versetzung der Immunität«ine»»othaer Liavtaps- adgeerdneten war beim Zusammentritt de» Landtage» weder be- absichtigt, noch hat«in« solch« stattgefunden. Der Hergang war vielmehr folgender: Der Aothaer Landtag mar für Moutrg, de« 5S. März, vormittag» 10 Uhr, einberufen. E» waren«rschie»*«: 8 Abgeordnete der U.®. P, einer der S. P.«nd 8 der bürger- lichen Parteien. Drei Vertreter der U. G. P., darunter Herr Voilhner, waren nicht erschienen, weil st« Furcht hatten, vre- haftet zu werden. SJewei»: 2 der Gothaer Volktbeaustrogten er- suchten mich am Montag, lv Uhr, di« Immunität der 8 Fehlen den al» Reichtkommifsar schriftlich»u garnn Heren. Ich erklärt«. daß dazu meine Vollmacht nicht oulreich«. daß ein« solch« Maß- nahm« auch unnötig sei, denn die Abgeordneten der Zandtage seien durch die Neichsverfassung vor Verhaftung geschützt und überdie»»viirde et zunächst Ausgab« der Gothaer Regierung und de» Landtage» selbst sein, die Immunität der Abgeordnete«»ev- fassung»mäßig sicherzustellen,»venn si« etwa gefährdet würde, wa» meine» Wissen» gar nicht eintreten würde. Die Bitte der»othaer RegierungämitgNeder«m mich Heveist, d«ß sie den Schutz der Abgeordneten durch Reick,», und Sande»- »ersassung und ihr« eigen« Macht as< zu schnrach erachtet Hab«« müsien. dagegen den Schutz durch den.Reichllommiffar' für so stark hielten, daß auf thn hm die drei fehianden ll. S. P. zu ersch inen gmvagt hätten. Zum Schluß sei mir noch die Demerfung«estaftei daß ich nicht begreife, warum Herr Li-din« dem Borgang im vor- zimmer«in« etwa» andere KärJrnng zu«eben ftir notwendig ge- halten hat Ich kannte Herrn L, bereits al» U. S. P.�lkbgevrdne- ten und bade deshalb fteundsckaftUch neckeich>« ihm gesagt; .Maubi Ihr U. S. P. denn wirklich, ich sei al» Kommissar nach Gotha gekommen, um Euch Eure drei fehlenden, heut« so sehr notwendigen Angstbasen in di« ParlamentSküch, zu bringen k Ich weide Euch etwa» husten!' Diese scherzhafte Neckerei ist daraus zu erklären, daß mich die Furcht de? Herrn Geiihner und der aqder�n fehlenden Gkii«ü»» nickt wenta telultiat tat,?" Diese EtzkNiftm« vefa�f, bosz MisBer Vke vom„WksGasc BoNkSblatt' mitsteteiiden uad von uirS tviedtzrgezebeyen Tatsachen zugibt, mrr, daß er ihnen eine andere Bedeutung gibt a!S unser Totha;? Vlatt und wir. Wenn Liävpier nun aber meint, der Wunsch unserer Gothaer@e- nassen, die I m in u n i t ä t einiger Abgeordneten ausdrück- sich vom NciZBkmnmissar garantiert zu sehen, sei eine Bnertermung der Macht des ReichSerutors und der Ohmnacfc der gotHaischen egierung, so ist da? dcch eine enva» gewalt- fit»ne Anhsogurtg. In W.rkiichkeit ist dicser Vorfall doch nur ein Zeichen dafür, daß durch das Eingreifen der Reichtzgewnlt die Verhältnisse in d.in bislang so rudigen Tot!?aer Ländeion so unsicher grtrorden find, daß leldsi Abgserdnete eines besonderen Schutze? b dürfen. Und waZ käppler im letzsen Absatz über scherzhafte Nockereien erzSbff. da« ist doch nur ein— Scherz. Uns» zw�ir ein illM Adler, denn mit solchen Dingen pstegi man Wohl nicht zu sttz-erzer», jyfit T?n«gtAunq er�Kt es rm», daß Fäxpler im arsten Absatz ssirmr„NfalldHenrcrkun�on" zw. erkennen gibt, dost er mit der Neichkereiut'o« nichts zu tun Heiden will. NeinlichtottSFifkihl wirkt fwts ersKHii«h. JtzWÄs SM«. Dresden, 17.«sril. Da« ffif'nmhniiitsierst»'« bst gestern dem 6ah»wrf der Z!er- festera d,z ssoeistaateZ Goch,'»« Der Sntivurf, de, »nverzitgllch der TeKSkammer v»r»?tezt werben fell.»ebandett in -iL Arttk»:« der HtemtKgnnatt, de« Lnnbmg, Wr Rsgierun», die G«s»tz»el.iM»a uafc de» Liieinnziaef»» nn» bringt«»tzeetzrm«ine Rech« ven Ueborgsna»- und Tsftn'cbestimmNiigcn. Die Loikiw-r- teetnng erbost»iostor den'ftnetien Lan�arg uav besteht»u» einer auf 4 Jniste gewähhe« jiemmk-r. D'k erlle Londtaz llo- hl muh »er Adlons de» Jahres lR!»> staiislnde«. Die Negierur.z »»ird»»m �.-riun» gefithrt,»n feiner TW de steht der vom Vandiag eu»oStslenbe NteHsterPrüstdeut, der die Bezrichnung 2t»«t»p»Ssident führen seil. Eine Aenderung seiner staossreetzdtdSen SwZlrng ist jet-och domit nicht iwrbunsten. TaS Staatsministcrium k-rnn iU>rr ei« vom Lftodiag e>nizs«en-.m,e«eS Wefotz»st»«« �»Iksentscheid vrrnnlnssen. »U b» unserer ai! NrStN. N«iz in Nr. 124 folgende Die Lage im Vogtland. Dresden, 17. Npril. Tie Lage un slldtveMchen Sachse« ist in&«r gestrig«;! Sitzung de» Softm» tmi«isse riu n- i stngehend beft»roche« worden, ill'agen der noch netnxmdßten militärischen Zllah�rahvien sieht die Regierung in Verbindung mit dem Asestekreiskowmando IV. Die Ttreiftmter- iwhj»H>ng im Pogtwnst ttnivöe forsiiesegt, insbesondere nnictwn Reichen dach, Netzschkau und Elsterberz besetzt und meheer: Miigllrder d?» Hölgschen Brandkomiiec» sowie andere j Qeibrechet verhaftet Die Äneirdnung, di« Waffen ohjnliefer« 1 ist bisher nur in geringem Umfange befolgt werden. Wir erhalten Erklärsng »Be; meinem auf Ihre Aufforderung hin erntgten Besuch zur Prüfung Ihrer Bücher habe ich I�nen, als Ihre RedaktionZ» miigiieder mir diese Prüfung unmöglich«achten, bekann-gegeb«»», »aß ich in einer iiirkSsozialifti�l'en Zeitung die Genossen der ver- taiS�eneffenfchaft.Fcecheit" aufrufen wiirdr. Daß eine Anzeige in einer iinkssozieliliischen Zeitung, die sich rni; den Ritzftänden in der CleschäfiSführuntz«ine» Part«. »In;t«9 beschäftig!, die Partei als solche schädige, diese» zu finden, biisb einzig»er RebofHen der.Freiheil" v«»behalten. Sollie der Weheruf über Parieischädi-urg nicht weit«her am Platze gecvrsen sein bei den Artikeln.Lsdelwur gegon Dän- mig". Füller gegen Ledebour',»ErKzü�n argen»roh"? Edwin Jacettz.' Alle Bchauptun««»' im erft.'n Absatz der Vrklärunz sind unwahr. An der erwähnten IXntcmdtnP haban Sledaktionsmitglisder überhaupt nicht teüs«- irominen, sie lönnrn de? halb di« Priisuag der Bücher auch ni-iit»m»«öqlich KkMsttbt UoUen. Wir stellen jcdösl? au r drück» lich fest, daß die GesclzäftZleiftlvg der„Freiheit' Jacoby b»> »eitwitztpst EiiMick in die Bückter gewährdr, obwohl kein eiustdiw* Mitglied der Tenofsenschaft ein ll'rcht dazu für sich in Anfprnch nehinen kunn. Die GeschäftPisitung tot da? scdoch, weil sie nichi? zu ll«rb ersten hat und glaubte,«S mit eirvem Mmsiljon zu tun zu haben, den nur Interesse an dem Parteiustternehmen leitete. Als I. jedoch nnt Verdsschti- »«NASA und A'erllltimditngeA jede socbiübe AitAeingnder« setzung mvnöslich machte, muchl.? die Unüwr.duug noturlichl ein vorzeitiges End? nehmen. DeShaS scheint er aur? erst v!es später sei»« Absicht zu dem Aus ruf tn dar„Roto- .Hoihmr," tvlttzsckt zu fcsthen, dann in dies« Bespre�zung ist Von ihm lki.i« Rede Mvesen. Air halten dekhath on un�re« B?merk«NKen tiftrchaAK fest, die nur dem enllprechen. wall Ziisher t« der Pwttei Isällifl unbestritten G? l t u. n g hatte. Die Parkisenoksen Äerli»- htitzrn fick) durch le?bslsteb,Shste?i«> trete? Kontrostorvane fleschafsen. Wem diose nickst geen.tert, kann jederzeit innerhalb de? Bartei dahin wirken, daß Zkenderuwgen in ihre Zusammenschting oder in rhrer HastiMst eintreten. Ein einzelner aber dot nlematt hoS Zfrcht, auf eigene staust Sontzerwktimren einzuleiten, ?d«nn sie wirken nicht««r vorreischädistend, sondssn srgemie sation?.. und paet-st zerstörend. Irste? eege« die Vrs�erksserM�. Die in Aussicht genommene abermal'gr ErhIhnng iwe Brotvreisc hat der Verwaltung der K o n s u m- K e» nasse nschaftVerlin tmd U-nffegend Veronlstistm« g» »eben, sich mit dieser si roste eingebend zu beschchstiqen. I« der am Freitag, dcn 16. April 1926, stattgesunvenen g» niei n stl»aft lichen Sitzung(Aufsickstsrat. Vvrstatrd und F» triebSrat) ist solgende Entschliesxung einstimmig angenonune» Warden: ,»Die Gesomtde»llvaltung der KvnsiiMgenossenschoft OerftA iink, Uingegeiid steht aus dem Dtandpunkh daß die grpUirie irciteee Erhöhung de» Bro-tpeeiieS eine ganz«ngere�feriigte ist, da fest» steht, daß die«äkwmtuntcften der fiaftbwirte nickit in dem glei-ho« Maße gcjtfegca sind und joiull die den Landwirten zngrl�lsigte Ablieferungsprämie nicht» weiter behautet,«IS Hitc besonder« Belohnung für diejenigen Landwirt«, welche ihre dsrjährige« Trnlsertröge an Brotgetreide nicht l»eslimmung>gemäß rechtzeitig abgeliefert haben. Da ferner seststestt. daß jede vrotpretserHöhung gerade di» minderbemittelte Bevölkerung am allerhärte« st e n trifft, erhebt die Gesumtvermoltiiug der s'ousumgcüosscn» .schafi Berli» und Umgegend allerschärfsien Protest gegen die g«- olante weitere Verteuerung de» unentbehrl..!!j«» allcr LebeuS» mittel und fordert die m«ßg«be»iden Stellen«uf, endlich abzu» j lehren von der verderblichen Politlk zugunsten derjenigen Landwirte, welche ihre»«ite rländischen 3k der AvVlchseuvehre«. Da» tzraeeKtsche Niliststerlum d«S Innern verbreitet folgend« Biktwilsng! Dle iSaffendevet» de« Eintvohner- wehre« im L«»d«»»»tcheideztek Verl in sind nach Jlnwei» de? VeNzeiiuSsidente«»»„ veklin i« Verwahrung der « i ch«rrh e it» p, l i» e l zu negmrn. Di« tzlentre-l» für Ein» wohtierweheea bat keinerlei Anerdnuagen mehr zu «rlnstcu. SU»llt al» au f g e l» st. De« Minister de» Inner« ist die Ab«>ickej«ng»st;ände eS seien, die die wUtzlchalMchen Auf« gäben lösen würden. Auch R h k» w forderte die Aufstellung einer unbesiegbaren Arme« stdr die»vtrtschaftllche Front und die ge» metnsam« Arbeit der Arbeiter uud der Panern. Rädel er- klärt» im Name« des voklgng?r»-e» der 8. Internationale, dass die Konferenz de« Ansang ewr» neue« vbsch»»itteS in der Gee schichte einleite. Ret«« Mnlgung der fozialilstischen Parteien de» SaargibtetS. Die von der S, P. D, und U. P. D, beabsichtigte Einigung >«ine saz-alistiftbe Partei de» Saargcbieteg ist nicht zustande gekommen,»eil über die thcer-ti'chcn und orpan isatoritch»! ech- nischcn Fechten ztvischen den beiderseitigen Parteiveitretern trotz..W_ �mshrwcher Pg-bandlg»«, vchPUZzAWtWjU«rzielt chxr-, keine ZeitunPp. verbot der VteinkohlenNefeemrgen nach dem Auslände. Wie .Nieiiw« ffmrronl" aus London meldet, hat die Entente auf Ersuchen Frankreich« Deutschland untersagt, Steinkohlen noch dem Auslände zu liefern, solange nicht die per» abredete Menge an Frankreich geliefert ist. Die volitischen stlefangenen In P-uiern. Gegenüber unserer Peröfsenstichun«. wonach j« Bapeen 800 politische Getan-ere dem Tag der Freiheit enigegenharre«. macht du» k>a dorische Justizministerium bekannt, daß sich st, aThern.nur' 200 politische Gefangene in Haft befinden. Strafantrag, im Solstaur.Prezetz. Der V-neralstaatSanwalt hat gestern oben» gegen Caillaux Puiirteiluiig au» Artikel 77 und 70 des Strafltcfetzbucbog zu»inet politischon Strafe, da» heißt Verschickung oder Verbannung, beantragt. OJtntralstmf in Dfceritalicn, Reuter berichtet au» Mailand: Der Venera tsireik bat sich setzt von Turin au» in der ganzen Propinz ausgebreitet. Telegraph. Telephon und Bast ar- l'-iten nicht mehr, auch die Post arbeitet nicht Ul'd.es etzscheinxiz „...$« EUtya�attsrkcku: üt mtl»uf wickranlk-- �ChipzigfQf3 Sls? O�an/g-cStfi ß&osQnifiafQr*£tf? OffopifapCa� Preiswerte Damenkleidung Damen Kleider NSntei. Kßilßme Sciden\J«icl, gestickt eid, reich �11�� Mantelkleid, ...... sA'täw Cheviot.... Manfei n. Seide, imprägniert.. lH Mantelkleid, Cheviot Kostüm, blau, farbig, von.. M'&Wan Mi auch f. Backfische, melierter Stoff.. Um Damen-Paletot L'ä'aj kariert, meliert WWls gestickter Batist, Kimonoform, Sportbluss, «£fi veraduedsne Karben Batist..... KleMtricHe 4253 Pnferricle liM NorfenrOcke 130" OsmiMfe-i w Kleiderrock fe-ter Stoff. Unterrodc, Trikot... Morgenrock, «toff, dunkel gemustert Äktlß Waschstoff, Jtiw Mod. Hutformen... m Volksbühne Tbealpr r.,m Rüi.wrt-.tz IU:#(»«•>>»« w* P-»ir l Uhr; Nach Daiwasfcus. Kesißs ÄtlsestsT Kftper.ick«!' Str.(tS. laUpde Alfred ricd'B-tSAOOtrjll«** AOfü�T Strlndt«rx. Das<-Rf itdies. f fip________ p �iVU«: I. Mutipäc Alfred Beferle «tistt&'WlM von jUflu jiäatsflteaie«* Opertih&us: dU!ir: Die Frau ohnv Schalten S, c H a« 5 p 1 e I h a u*. y Uitr Der M-rrni?*«. on Felfh Dn-ekuon;»»» ßestschK Tütofer 7 Uhr: l>».ine Kobold. Monroe 7 Uhr Oamc Kobold KliflllRSrÄß ?VUkr: W Ifctfcre««• rssdon 75 Uhr; Stell«. Mo.ur 7' ültr: Stell«. Grclks SciMtspieüwiis K«rls(rar.f ?nm erstCK Mitlo 12 Uhr: Ant'vbac(»UG'-I Abcnnem.* 7U: i;*r wt nie nedand tJ Abltilvnir. Iii. ALcild). Mkui«! 7 U: D. wcIR« Hettsnd (C. AStellunr. III. Abeod.) ----- iv«Ut«n C|rt n«!alift>t>— d.d. CersH« Ä|iiräS«51rBße SUhr-». geeist'Ida Orlotf' ffiU Schl iR v. ctiorstein AI onlas:..i? l e" Dicnsu« Kj-pkr Nicola MiUw.eh K""1» Mtrnlf Do: ScWo_P Freila*:..S le Soiiti b.ml; NicolO St*. SchWC we' terstein Nadhmiil"!«. Prclce.St Mou ar.«viinis isicoto hoöißölcnhüü! »Uhr: Lltvlo'l von d.r FI»!» L'' lierr HSniSiw nit Max Pa'.lenbers Berliner Tlien er »Ulli: Bbibic«'«!!«!.»!!»». teilte Hölzer iit Ilt.Mtf? U»W "irj'V NicblÖ Kelters lein. 7 Uhr: Def ml« fr » Uhr: Oer rote Halm n Uhr: Pygmalion BHaPeer Ovnt Dieiu'ÖK 7. Uhr. rysuubo« Montag 1 Uhr: Mi tw. 75 Uhr; PTaniAUo- Donnerst. 7 Uhr: Peer Oynt Freitat i, Uhr Pygmalion Sonnabend 7 Uhr anm I Ma:«: Feo« Wnrr«»» Gmwerb« Sig 75: Fraa Wurreoaliewcrbe Mo. 7».; Freu Warrens Gewerbe DttW.lmli.-süßztÄ »Uhr; Dies leae. t%'r- Kenaserie lAdnifcerfc OSu. H»aetil' n�Äi-TfesRicr fttehnhof frledrtcli.ti»:;«* Ue,.�•< Uhr blfo-e Preise: Her chaltrtcher Diener gesueut Ihgiick W Uhr; M y r r Ii a "Rislöcnz-'Tiistiler i tSmdibaon Jannewi'rhrhclce) (Unters' undbahn Kl»sterstr.l I liglich IL Uhr: G!e RöSC liüflS vom Her m. Sudormaiin tik'isz öpcretteiiliCBS D»reU»«r: dezn i�ten A'�byfiUlf�h 7 Ukr A Min lUia a. G. in Die k© jis H-SoSmlt S"nnttt'2 den 1». und 5. April 5 Ul r tr*e Dfln*« v Cii ccs Rose-Theater 3 Uhr; Der prC-ee G1«*- 7» u. Das Lieü der Liebe WüBaiia-tüe&ter 3V U.: Csv.rdRsfßr-�oi. 71, uhr: ßsr Ristslön�cr Cas no-Tle�ter � üb»; Ein niler Sünßer f orrtc. 3� Uhr Onkel MorllF tubiUr»10 Kci»üstT Ter leb: rAonrzploti 14�14 ÜJ Tä?!.: 7k und K«m»lapr na'* h«kl.:{ ATir: stl E!!t£-Sfir.ger horvi,»■»wfjil, IcVnlef. tchiAtrl etc. iiiütiißen ffonien Vorv ii 4-fi U A�ollo-Thessicr f rJedflchitr. JI8 Jlf AÜabendiicli Ii 1 Soniitajrs 3'•« o. J Unöbefreiflictias Vanatö Pugramm! CirciuiSi'isd St«. 2 Vorst. 3 n. 7� v fn beiden Vcf»t«ni»n«en; Oüsgr.fiprü-Prosr. und?»nn Schluß: „Der iiWöieb" In f> Ahle« und( Apotheose. 1)1« Wnodorfontäue «. ihre Geheimnisse. Matbia. 1 ei'f. UiBl Irei. SonittMK« Pielhe. rt o 1. 3 l extra biilUr. Scilla!. b pulse». Harren-Zlmmer, KOchen, groP,» Auswahl Zahlung rc r ielc Iii er ung aul Witnncli. Neu�ebauer, ChariottenOufg, M'ilmei sdorlor Str. 1283. Ecke SchiilerstraOe. Kein Ladeu. .ip, brise»- und v wAbe)« dnnds s�i»sOs*fMiss» „ANTIGAILIN" Is»um•»•i»«*«« m* s«* p«M.»Bote' tvmtoni 4»»»» ai» Anker Ae»4t�!-V. S«»'i» fr�ntiv»» d-ir»?» �r»i»»s»'»«»«»>« D.SO MäiIl kaitHiH*»d«' 6»» kis vvtC't 6*1 Uh Aitt»«n»H iure» «liTfiALLIII WSRX v m. tL H, boio pparate Prisweaa'.ävae.ObiaXÜTa kanit, verkauf R Ooentiial Nachte- Pnuneloflcc 3. f'MMSkTMm U.T KurfBrstandamm 26 II CS 1 «J Ö c i? a u s j» i e i.« 6 Akte In den HaantroMen MesrS löra/ fM\t SWöref?/ Mrsö Deifit/ lDfbsijü Oieg�ünann/ ZtÄ Lösch Mozartsaal am Nollcnd'.iriplatz Die AbeMeuer der PtorQuise von �dnlgsmark (Au» ucm Leben einer Ge b?; ih a« entin f f, Akte m i i Cegny Sar/eet/ Vloletta Maplar ka Htlmi-.h Sc'.roth/ Albert f atry 3L.co, der» Mtntlülirrex* r.hwank von Dakar Blumenfhal M t __ Pe�skerS Kammarltchtspiele am i'otsdarner Plan iCoMi�sers TTIkM«? • Losispletmli Er�ii Kegle: Ernst Lubttsch U.T Nolle aUortpiaiz 4 U.T Filedrieh.iranee IAO U.T Alexanderylats- U.T Welnbergew.g 16 indische Rache 5 abontrnetllsbe Akte von R. Llobmann r. Georg Jocoby mit Edith Maller/ Harr» Llcdtke Georg A exanCer ✓ 3o«sf Peterhann» Herne: O s o r g UacoDy_ U.T Bebhaeberx, UaupU-ir. GcIesseEta Drama In dAkie« Haaptdsrsvellsr: Damen; Dorsch, KorstMtlfl. CrCnlng H.rren Ka ser-Titz Hann».wn,Obt»lBiann U.T ti.eenheide ka Die FCoaa cJoa Ostens »-in Liebesromau in* K.apiiü.n In der UanptreUet EJIIy Mö�lSChk® Romeo und Julia im Schnee LnaKpl«! vv�Monn« Krttljf und Hirns) Luultsoh mit Lotio Naumann Regie E r n» t i. u t» I t o e h Woeheatege ab 7 Uhr, Sonniage: Beginn 4 Ohr Jicnssan beaehtat dio Irsr sr.t«! $ e s« w a'i TÄK«ÄRTafT A«» Fr rirSck Ha n 2?- 32 SomuXatOr cflen IS. April 1*920 Eröfinuiif des Sonimcr�art ns Konzert Theater Spezialiiälen von da ab jeden t-onnta«. Ab 16. Mai Efftffausg der rtHiiptsalsoo. -4 Ltir. auf ttaairtTHf l�i» na 0 Ifir nrwfltfS A -y-y-Tr-t-g-r�-y-�-T�-y iraiüfnopüonplatlefl GMMWWWW a�a, auch OrucHs;üon.e da» Kilo 20 Mark, also d e Pla't« Je nacb Gewicht 4-9 Mark, auch Wachs vv.Izen, K!«>0 Mark, kauft SmSJfhWtai'd!?»cHrelnerstr. 57 ym 1 8■|glsSaW7Es Quervebbude._ h-rterrc. recht» Ncsue Welt, Krtwcimtie-Idc SOS»S4. Douinercieso, tlen ÄX. Apitl.«.b u ehem. RaLrv«ta!t Tel.: Ami KOfd-lV<ä vt. flaiu. hJ75 tGaiz& Fabrik«.Fioedfi. j O.x/ko t»kvvir. 21. �«"ptec�chalt: j Qot/kPwskystr.>3. iL Cie*c*3ft■ Mftckernstr. 1*2 III.(!e»C''S(i: Scv6nhnu>er AMec 17h. a» SietVfcrffell IV. noscblli: vn« rsdnrf. UHand f. 71. Ausschneiden! I EörlSgflrtCO, KCökSiln 5 Damen-Vorträge von Oskar Voelker Diirktor der Berl. V«ikt-Üchl heilaastslt, Ber)lit,lnvaMdeAstr.130(Kttl.UlU 'Montag, den 19. Aj»cril: • Zentral-Festsäle, Alte JaliobstraBc 32, Dienstag, den 20. April: Moabiter GcelfacHaftshaus, Wiclefslraße 24, Mittwoclig den 21. Aprils Prachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee 48, Donnerstag1, 22. Aprils Habels Brauerei- Ausschank, Bergmanns tr. 5-7, Freitag, den 23. April: ruarus-Säle, Mtilierstraße 142 über Frauenleiden unter Vorführung einer Anzahl Lichtbild« r» Aus dem Inhalt de« Vortrages; 1. Warum sind so viele Frauen nntcrlelbskraak? X Wodurch entstehen U uteri oib; leiden wie Entründun�en, Fluß, Knickungen, Senkungen, Myome etc. Z. Welche Ursachen haben Rückenschmerzen, Schmerzen Im Leib, in den Seilen, sowie unregeimiflige, schmerz- halle und allzureiche Menstruationen, und welche Krankheiten können Hieraus entstehen? 4. Wie erzielt man eine leichte und schmerzlose Entbindung? 5. Wie verhfitet man bei Frauenleiden Operationen? ReehtzeHijte Aufklärung über vorstehende Fragen verhütet viel Sorgen. Kummer und Pein. Da die Verträge stets sehr stark besucht sind, ist{rfihzeitlges Erscheinen angezeigt Eintrittspreis durchweg 2 Mark, incl. Steuer. Anfang V'/zUhr, Kasscncr&ff. 6'/» Uhr, Ende nach 10 Uhr. Erscheint nur elnmall Den yersrnruii G«w«rk- schaf*.«r«»od f arto�ciiosssa empleh«3 ab I. Juni m'rte nea rmsovlpne» PoS�öSlß 20 Versamii iunnefi uotl Vereins« vor«iitt«l:»uffsn. Uvrma.m OntiSke. Neukäll», _ Karlsga/to«.__ QßfcneSftffie t- raniTatferfrcscbwRre, in-ch vertliete sebm r-.haftt Wunden,"ait Qndurz mit un- rrttÄgl. Jüchen hcJU ohn« Nachteil IsMt viele» Brie lg«. berichf. dre ecb'e.•Ot'-lnda- Sa�bC'*, Abso. wiUe. noiar- jrem. Wirkung».llbc aus«•hl. tärrnJ. MO u 5.7S M. Zur cleich* reitif. innerlieh Kur Re'ehels Sali«fin-Blu:rciiii«Hnf8i»u:ver crMlüfcb! Nr. ISO. Erste Beilüde zur„freister SzMag. IS. April Mg Zur pslilischen Situativ«. Von Artm Crispien. Iii.') Diesmal es die Führer der Gewerkschasts-, An- Jestellten- und Beamtenverbände noch nicht, den einmal be- retenen Weg bis zur letzten Station zu szehen. Sie waren heilfroh, daß sie durch ein Kompromiß mit den bürgerlichen Linksparteien von der Notwendigkeit befreit wurden, die aweite Hälfte des Weges zurückzulegen. Es wird sich bald herausstellen, daß auch die neue rsformsozialistifch-bürger- liche Negierung die Forderungen der Arbeiterorganisatio- pen nicht zu erfüllen vermag. Die Arbeiterklasse kann aber mch die Erfüllung ihrer Forderungen nicht verzichten, weil ihre Lebensinteresien davon berührt werden; die bürger- lichen Klassen haben ein Lebensinteresse daran, die Durch- führung der Arbeiterforderungen zu verhindern. Halb- heiten lasten sowohl die Arbeiterklasie als die bürgerlichen Klassen unbefriedigt. Was immer auch geschehen mag, neue Konflikte sind unvermeidlich Und jeder neue Kon- jlikt führt uns einer Arbeiterregierung näher. Was cht nun eigentlich unter dem Begriff Arbeiter» regierung zu verstehen? Es dürfen nur Vertreter der Ar- beiterklasse von der Arbeiterklasse in die Regierung geschickt werden. Mit anderen Worten: die Arbeiterregierung ist der politische Ausdruck für die Besitzergreifung der politi- schon Macht durch die Arbeiterklasse. Man muß nur den Mut haben, die Dinge beim rechten Namen zu nennen. wendiger. die Arbei___ WWW, I hat Deutschland in der letzten Zeit, allein durch den Krieg, 6 300 000 Menschen an Gefallenen. Verhungerten und an Gebürtsderlusten gekostet. Dazu die unermeßlichen mate- riellen und idellen SchaAvn. Die reformsozialistisch-bürgerlicki« Regierung, die es 8«gleich den Kapitalisten und den Arbeitern recht machen soll, ist außerstande den Militarismus zu beseitigen, die So- zialisierung durchzuführen und die Produktion � in ausreichendem Maße in Gang zu bringen. Es bleibt in der Tat nichts anderes übrig, als daß die Klasse der Gesell- schaft die die erdrückende Mehrheit m sich vereint, die ökono- mi'ch'von entscheidender Bedeutung ist. die der ganzen heutigen Gesellschaft ihr Gepräge aufdrückt, ihre Geschicke selbst in die Hand nimmt und sich und damit die Menschheit aus dem kapitalistisch;!! Hexensabath erlöst. Diese Klasse ist die Arbeiterklasse. Für die Unabhängige Sozialdemokratie hat die Frage der Ärbeiterregierung ihre besondere Bedeutung Sie kann sich nur unter bestimmten Bedingungen an einer Arbeiter- rcgierung beteiligen. Erstens muß die Arbeiterregierung wissen was sie will. Zweitens muß sie die Gewähr dafür bieten und dazu entschlossen sein, energisch und rasch zu tun, was getan werden muß. Der historische Materialismus lehrt uns, daß der Kapitalismus am Ende seiner historischen Ämtgabe steht und daß nun die Zeit des Sozialismus ge- kommen ist. Und nur init der Verwirklichung des S o z i a l i s m u S ist der Arbeiterklasse gedient. Der Sozialismus ist das Ziel der Unabhängigen Sozialdemo- kratischen Partei Deutschlands. Er wird verwirklicht wer- den in der bewußt organisierten und planmäßig arbeitenden sozialistischen Gesellschaft, die die Völker aller Länder umsaßt. Die sozialistische Gesellschaft baut sich auf auf dem ge- sellschaftlichen Eigentum an den Produktionsmitteln, das die Lohnarbeit und jede wirtschaftliche Unterdrückung aus- hebt und alle arbeitssähigen Msnchen nach gemeinsamen ökonomischen Grundsätzen im gesellschaftlichen Arbeitsprozeß zusammenfaßt, das die Gcsellschgft von vornherein in den Besitz der Produkte setzt. An die Stelle der kapitalistischen Warcnprodukten tritt die sozialistische Bedarssprodnktion, an die Stelle des kapitalistischen Warenaustausches die soziali- stische Verteilung der Produkte: jedem nach seinem Bedürf- *) Siehe Nr. 122 und 126 der.Freiheit". nis und nach dem jeweils vorhandenen Reichtum der Ge- sellschaft. Die ständig wachsende Ertragsfähigkeit der gesellchaft- lichen Arbeit, die in der kapitalistischen Gesellschaft für die ausgebeuteten Klassen eine Quelle des Elends und der Un- terdrückung ist, wird in der sozialistischen Gesellschaft zu einer Quelle der höchsten Wohlfahrt und allseitiger harmoni- scher Vervollkommnung. Der Sozialismus bedeutet die Befreiung nicht nur des Proletariats, sondern die Befreiung der Menschheit aus zum Hemmnis für ihre weitere Entwicklung gewordenen der- ästeten ökonomischen, sozialen, juristischen und politischen Lebensverhältnissen. Der Sozialismus bedeutet Aufstieg der Menschheit zu höheren Kulturstufen. Der Sozialismus kann nur von einer s o z i a l i st i> sch e n Regierung verwirklicht werden. Darum setzt die Un- abhängige Sozialdemokratie an Stelle des Wortes Arbeiter- rsgierung, den viel klareren Begriff S o z i a l i st i s ch e Regierung. Die Bildung einer sozialistischen Regierung würde, ganz gleich wie sie zustande käme, die Epoche der Diktatur des Proletariats einleiten. Die sozialistische Regierung müßte sich auf die Arbeiter im weitesten Sinne des Wortes als Helft den Opfern der Bewegung im Ruhrrevier! Der Verlag der„Freiheit" erklärt sich bis auf weiteres bereit, Spenden entgegenzunehmen. Klaffe stützen. Die Diktatur des Proletariats ist ein vor- übergehender Zustand, der mit dem Fortgang der Verwirk- lichung des Sozialismus Schritt für Schritt verschwindet, bis in der klassenfreien, in der sozialistischen Gesellschaft das Prinzip der Deniokratie seinen wahren Sinn erhalten bat. In der sozialistischen Gesellschaft werden alle Mitglieder durch gemeinsame Interessen zu einer Gemeinschaft zusammengefaßt. Die Solidarität ist das oberste Gesetz. In der sozialistifchen Gesellschaft• werden durch Mehrheitsbeschlüsse nicht Lebensinteressen von Minderheiten perletzt, Minderheiten nicht beherrscht oder gar vergewaltigt. Mehr- heitsbeschlüsse sind in der sozialistischen Gesellschaft Entschei- düngen über Meinungsverschiedenheiten, über Zweckmäßig- keitsfragen. die nicht Lebensinteressen anderer verletzen,-sie wirken als Verwaltungsakte. Also: Durch Sozialismus zur Demokratie! Diktatur des Proletariats bedeutet nicht Schreckensherr- schaft wilder Hausen verelendeter Lumpenproletarier, des tiefsten Niederschlags des Proletariats, bedeutet nicht Regel- losigkeit und Anarchie, bedeutet nicht blöde Tcilerei, Massen- diebstähle, Plünderungen, Rocheakte und fortgesetzte Atten- täte gegen Personen und Produktionsinstrumente. Diktatur des Proletariats bedeutet besonnene und bewußte, plan- mäßig organisierte und von höchster Sittlichkeit getragene Ausübung der politischen Macht durch die von Wissenschaft- lich geschulten Sozialisten geführte Arbeiterklasse. Willkür- akte gegen Personen over Sachen werden mit allen Mitteln unterdrückt. Ter Klassenkampf des Proletariats richtet sich nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen das System der kapitalistischen Produktionsweise. Wir verwerfen die regellose Bewaffnung und wollen die Bewaffnung geschulter Arbeiter durch die Organisationen. Das Graulichmachen vor der Diktatur des Proletariats siebt auf derselben nie- drigen Stufe wie die niederträchtige Hetze gegen den Bol- schewismris, die in Wirklichkeit eine Hetze gegen den So- zialismus ist. Wer sich bemüht, sich mit dem Wesen der Fragen über Revolution, Demokratie, Diktatur und Sozialismus der- traut zu machen, der wird �erkennen, daß es sich hier nicht um hetzende und drohende Schlagworte handelt, sondern um wissenschaftliche Begriffe über historische Notwendigkeiten. Wer sich dieser Begriffe in der Propaganda bedient, muß sich über ihre Bedeutung vollkommen klar sein, er muß wissen, daß es sich nicht um agitatorische Phrasen und radi- kales Wortgedröhn handelt, sonst schafft er mehr Schaden als Nutzen für die große Sache des Sozialismus. Neriwikdige LervvsiM. Der.Grundstein" ist heftiger Erregung anheimgefallen, weit wir von der Absicht des Bauarbeitervorstandes, einen In- dustrieverband für das Baugewerbe zu schaffen, Notiz ge- nommen haben. Wir hatten uns' die Bemerkung erlaubt, daß mmt«inen Jndustrieverband nicht nur gründen könne, tun die Organifatiotisform zu ändern, sondern wissM müsse, daß der In- dnstrtebevband auch einen anderen Geist voraussetze. Der Bauarbeiterverband dürfe also nicht hoffen, mit der Gründung des Jndustrieverbandes der Opposition gegen eine gewisse In- stanzonpolitik das Wasser abzugraben. Das war dem„Grundstein" zu viel. Er muß uns einige .Liebenswürdigkeiten" sagen, meint er. Wir hätten einen schlech- ten Sachverständigen in Gewerkschaftsfragen, denn jeder Ge- werkschafter Von mittelmäßiger Erfahrung und Kenntnis der Ge- werkschaftSgeschichte müsse wissen, daß der Bauarbe iict verband schon vor undenklichen. Zeiten für den Jndustrieverband ein- getreten sei. Gewiß ist uns.das nicht unbekannt. Wir haben da? in unserem Artikel auch angedeutet durch den Hinweis aus die Be» schmelzung der Bauarbeiter und Bauhilfsatbeiier. Aber wir können keine Geschichte der Bauarbeiterbewegung schreiben. Wir wissen auch, daß der Bauarbeiterverband sich seit langer Zeit um eine Verschmelzung mit den Zimmerern bemüht. Und wir wissen ferner, daß dix Zimmerer sich gegen eine Verschmelzung sträuben, weil sie fürchten, daß hinter diesen Bemühungen! allzu viel Machtegoismus des Bauarbeitcrvorsiandes steckt. Ob mit Recht oder Unrecht wollen wir nicht entscheiden, auffallend ist es aber, daß der sehr lange„Grund stein"-Artikel, den wir zum Teil zitiert haben, den Zimmercrverband bei der Auszählung der Organisationen, mit denen der Bauarbeitcrverbamd Unterhand» lungen gepflogen hat, gar nicht erwähnt. Und weiter: wer ist mit der Wendung des.Grundstein" gemeint, daß der Jndustrieverband erreicht werden müsse,„wenn nicht mit den heutigen Führern, dann gegen sie". Sollte sich das nicht vor allem gegen den Zimmererverband richten? Wir haben auch an diese Wendung einige Bemerkungen geknüpft, auf die der„Grundstein" merkwürdigerweise nicht eingeht. Ist die Nervosität des„Grundstein" darauf zurückzuführen, daß da nicht alles in Ordnung ist? Wir sind gewiß Anhänger des JndnskrievcrbandcS. Und wir haben auch keinen Anlaß, uns für die Selbständigkeit des Zimmererverbandes einzusetzen. Wer wenn wir M'-'N Ruf nach dem Jndustrieverband gerade von solcher Seit« vernehmen und noch dazu mit solchen, aus diesem Munde gänzlich ungewohnten Redewendungen gespickt, dann werden wir mißtrauisch und fragen nach den Motiven. Denn auf. sie kommt es an, wenn man den Wert des Gebildes, das aus der Bewegung entstehen soll, beurteilen will. ;£«»>»»SBtWfcc»»» öktriebsräte. Msws! Die Zentrale der Betriebsräte Groß-B erlrut. sendet unS folgende Zuschrift: Der Zusammenschluß der gewählten Betriebsräte aller Par» teirtchtungen ist das zwingende Gebot der Stunde. Die Einheit und das Wollen der Hand- und Kopfarbeiter können nur durch ihre direkten Vertreter, die Betriebsräte zum Ausdruck kommen. Die drohende Gefahr der Gegenrevolution, der Militärdikra- tue, muß durch die geschlossene Kampsfront und einmütige Altion der Arbeiterschaft abgewehrt werden, wobei den Betriebsräten al» den Vertrauensleuten der in den Betrieben tätigen Hand» und Kopfarbeiter eine auffchlaggebende Rolle zufällt. Die Vertretung der Arbeiter und Angestellten dem Unter- nehmer-AbsolutiSmus gegenüber ist, ebenso wie die praktische Vorarbeit für die S ozi a l t s i e r u n g, nur auf de« Grundlage der Aufammenfassung und der Schulung der Be- trtebsräte in den Jndustriegruppen möglich. Dem geschlossenen Borgehen der Unternehmerverbände gegen die Tätigkeit der Bc- triebSräte kann nur ein einmütiger Vorstoß der Betriebsräte mit Unterstützung der Arbeiter und Angestellten gegenübergestelll werden. Auch eine Bilanz des Krieges. Von Dr. Julius Moses. Die Bilanz deS Kriege» soll in diesen Ausführungen, soweit es überhaupt mövlich ist. in kurzen Zügen gegeben werden. Die Bilanz des.Krieges in sozialer, politi scher und kultu- relle r Beziehung. Eine reinliche Scheidung voneinander und «ine oenaue Abgrenzung dieser Gebiete gegeneinander ist freilich mir sehr schwer oder gar nicht möglich; mehr denn anderswo verschwimmen die Grenzen und fließen die Begriffe ineinander über. Nicht an das ganze Volk, nicht an die Gesamtheit de» inter- nationalen Proletariats wendet sich diesetjlppell, sondern an bestimmte Schichten des unteren Volkes. Sie sollen den Umfang und die Tiefe deS UebelS empfinden und dadurch veranlaßt wer- den, sich mit ihrem ganzen Wollen, Wissen und Können einem großen Werke zur Verfügung zu stellen. An die Kopfarbeiter, an die Intellektuellen, an die Akademiker unserer Nation richten sich diese Wort«. Was uns dieser Krieg an Menschenleben gekostet hat, darüber läßt sich jetzt ein annähernd richtiges Bild gewinnen, auch die Zahl der Verwundeten, der Krüppel erw. läßt sich so ziemlich berechnen. Was an Volkskraft und Bvlksgesundheit verloren- gegangen ist, läßt sich statistisch und ziffernmäßig freilich nicht erfassen. Und vollends ausgeschlossen scheint das in bezug aus den Nalwnalioohlsland, in bezug auf den sozialen Fortschritt, in bezuz auf unsere politische Stellung, in bezug auf den gesamten geistigen und kulturellen Gütcrkomplex. Was auf diesen Gebie- ren der Krieg verwüstet hat, das sehen wn mit Entsetzen, das fühlen und spüren wir an allen Ecken und Enden. DoZ Unglück jedoch in seiner ganzen Unendlichkeit vermögen wir nur schau- dernd zu ahnen. Vor dem Kriege gab es so etwas, wie eine Gemeinschaft der Kultur, die d>e Gebildeten und Intellektuellen aller Länder umfaßte, einen Internationalismus der Intellektuellen und ihrer gemeinsamen Interessen in allen Ländern. Diese Gemeinschaft hat Kffeg mit rauher Harjd zerjW- Kte ch�dem verhuadt» und verwandt sich fühlten unter dem Banner gemeinsamen Geistesleben?, sie standen sich i njenen Kriegsjahren so feindselig und haßerfüllt gegenüber, wie nur irgendwelche Militaristen irgendwelcher Länder. Soll dieser Auftand andauern, auch jetzt noch, da der Friede besiegelt ist, oa dt« erschöpften Völker daran denken müssen, ihre Wunden wenigstens notdürftig zu heilen? Sollie.«S nicht jetzt schon an der Zeit sein, zu erwachen und zu bedenken, daß über allen nationalen Unterschieden und Differenz- punkten t i n Banner wehen sollte, das Banner des Geiste?, vor dem alle sonstigen Differenzpunk!« zur BedeutungSlofMeit zu« famtnenschrumpfen müßten? Da? soziale Moment in der heutigen Zeit! Vielleicht hat es in der Weltgeschichte niemals eine Epoche gegeben, wo eine alte Gesellschaft so schnell dem Untergange entgegenfchritt, eine neue Gesellschaft sich f« schnell bildete und in die Höhe schoß, wie in unserer Zeit. Was früher da» Produkt einer langen Uebcrgangs- und VerschmekzungSperiod« war, das hat sich in unserer Zeit in wenigen Jahren donogen. Während des Kriege» tauchte einmal da? Wort auf: Der Krieg ist nur für die Reichen, De: Mittelstand knuß weichen, Und die Armen liefern die' Leichen. Dieses Wort hat sich bewahrheitet in seiner ganzen Schreck- lichleit. Von den Armen, die. Leichen geworden sind, braucht heute kein Wort mehr gesprochen zu werden. Der Mittelstand hat weichen. müssen. Das ist nach mehr als einer Richtung hin wahr. Ein großer Teil des Mittelstandes ist durch den Krieg s zerrieben wurden, ins Proletariat hinabgeschleudert. Ein an- ! derer Teil des Mittelstandes jedoch verstand es, die Zeit an der j Stirn locke zu fassen und wurde von der Zeitströmung nach oben getragen. Das ist der spezielle soziale Typus, der unserer Zeit den Stempel ausdrückt: der Emporkömnrling, der Kriegsgeioinn- ler, der Schieber. Da? ist die neue Gesellschatt, ohne Tradition, ohne Kultur, ohne sittliches Fundament, ohne Verantwortlichkeit»- ge.fühl, nur dem Tage lebend, von Begierde taumelnd nach Gc- nuß und im Genuß verschmachtend nach Begierde,„äprbs nous aushalten. Und di« Moral:„Mit Moral baut man keine Eisen- bahnen." sagte einst in der Gründerpersode der 70er Jahre mit schöner Offenherzigkeit vor einem Wiener Gericht der Ritter von Ofenheim, di« Verkörperung de» Zeitgeistes von damals. Was ehemals Moral genannt wurde, reichte, nur eben zur Not aus für normale, ffiedliche Zeiten und Zustände; von Beginn des Kriege? an jedoch das.,EnrIdies8er-voll5"—„bereichert Euch!— und was noch von Treu und Glauben vorhanden war in unserem Volke: Das NeinigungSbad deS Krieges hat eS mit so vielem anderen in seinen Wellen begraben. Da» ist die sittlich kulturelle Bilanz deS'Kriege». Und nun die politische. Seit«. Auch früher haben wir ja Kriege gehabt. Aeußere und innere, staatliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umwälzungen, Evolutionen und Revoluti-nen. Vieles hat sich im Laufe weltgeschichtlicher Entwicklung wiederholt, aber auch vieles taucht neu auf. Immer und immer wieder wird vor dem Geiste de» Denkenden und Vergleichenden das Jahr 1818 lebendig und die Zeit, die ihm voranging die sogenannte Vormärz- liche Periode.„Links schlägt da» Herz, auch da» der Zettl" und in der Tat: alles, was 41 der damaligen Zeit über Herz und Kopf verfügte, stand links. Mochten e» nun die Lehrenden oder die Lernenden sein, sie alle waren Trängcr und Stürmer, sie alle dachten und fühlten mit dem Volke und für das Volk, sie alle fühlten sich dem Geiste der Zeit mitve.rmählt. Die Edelsten und Besten des Volkes, das waren damals wirklich die Studenten, die Akademiker, mochten sie nun fertige Menschen sein mit aus- geprägter Lobensanschauung, oder:u>ch unfertige gärende Jugend, die aus jener Zeit heraus ihre Weltanschauung sich erwarb und vertioite. lluo im engen Vereine mit dem Geistesleben jenep Zeit, von ihr befruchtet und getragen, erschienen die. deutschen Dichter aus dorn Kampfplatz. Der Dichter, der aus eine rhöheren Warte stand als auf den Zinnen der Parte!, blieb ein Einsamer unter seinen Zeitgenossen. Die Parlamente jener Zeit, sie waren die Sammelpunkt« der geistigen Elite jener Tage. Ein Teilchen dieses Geistes hat sich iongepjlanzt bis zum Ansang der neunziger Jähret des vorigen Jahrhunderts. Wie immer man auch je nach seinem Parterstand- Wch IM hie HiMA-« und w>rds ja wlchk noch Difft üb�x die Parlamentär ier und Politik« jener Zeit Sie Wahlen der SBaf-rxielirt 5 f* TinS Mh nicht«S- geschlossen. Bisher haben ca. 10 000 Betriebsräte ihre Meldung vol�ogen. Die Ausstellung der Legitimationskarten ist in vollem Mage. Ilm yit einem schnellen Abschluß zu kommen und die Ein- iernsung d-'r neugetvählten Betriebsräte zu Bollversammlungen der Jndusiricgruppen zu ermöglichen, muß unverzüglich nach voll- zogener Wahl die Meldung durch einen Beauftragten des Be- triebSrats erfolgen. Bei der Meldung sind folgende Fragen zu vsaniworten: Betrieb.-... Cü-.... Straße:... Art der Produkt ia-r:... Gesamtzahl der Beschäftigten:... Arberter: männlich.... weiblich:.... Annestellte: mcknnlich:... weiblich:... Anzahl der BetriebsratZmitglioder:... Arbeiter:.., Angestellte: Anzahl der Ergnm--ungsmitglied«r:...- e Die Legitimationskarten für die Betrieb?. rät«, die ihre Meldung bis zum S. April voll. gogen haben, müssen abgeholt werden. Ferner machen wir die Betriebsräte der Verkehrs-, MetaH. und Holzindustrie darauf aufmertksom, daß in den Bnreauräumen der BetriebSratezentrale besondere AuskunstS- stellen errichtet worden sind, in denen die HanptauSschüsie dieser genannten Gruppen ihre Geschäfte erledigen und in der Zeit von 4 bis 7 Uhr nachmittags Auskunft an die Betriebsräte erteilen, Berichte und Beschwerden entgegennehmen. Für die anderen Kruppen wird dieselbe Regelung getroffen werden. Bis dahin wenden sich die BetrebZräte dieser Kruppen direkt an die Zentrale.'. ' � Wn'cn glänzenden Erfolg der revolutionären Arbeiterschaft stektigte am 7. April die Wahl der Betriebsräte im Betrieb deS Berliner„Sokal-Anzeigers". Es waren zwei Listen äirfgestellt, Liste l die der NechtSsozialiflen und Nationalisten. List? II die der revolutionären Arbeiter. Es erhielten Liste l 204 Gitmmen, 1 Betriebsräte 1 Ersat Mitglied, Liste II 007 Stimmen, S Betriebsräte L Erscchmitglieder. Uuch dieses Ergebnis ist ein schöner Beweis dafür, daß in einem ganz reaktionären Betrieb«ine gute Agitation geleistet wurde, und ein Ansporn zur weiteren Organi» sierung der noch Fernstehenden. GsVWffchastliches. .jd-trrryx.. rifT tliiiastirifligiii Me zentraleu Vei->andlungen im Holjgewerbe gescheitert. i Am IL. und 16. AprU fanden zentvale Verhandlungen zwi. Den dem AobeitGeber-Schutzverband für das deutsche Hob-geweebe «nd dem Deutschen Holzarbeiter-Verband über die von diesem ge- stellten Forderungen auf Bewilligung einer Teuerungszulage statt. lZ>n einer kürzlich vom Deutschen Hotza rbeiter-Verband abge- lhaktenen Gauvacheher- Konferenz war auf Grund der den einzel- u«n Städten gestellten Wünsche beschlossen worden, vom 6. April ab etne Zulage rn Höhe von 60 Prozent der dertvagliche» Durchschnittslöhne für alle Arbeiter und Arbeiterinnen zu fordern. Mit dieser Forderung hat sich inzwischen eine Generalversamm- lang des Arbeitgeber-SchutzvechandeS beschäftigt und anscheinend wurde dort beschlossen, den Forderungen her Arbeiter schärfsten Widerstand entgegenzusetzen. ! J» den angeführten Verhandluvtgen konnten Ke Vnterneh- (Öter zwar die in den letzten Monaton eingetretene ungeheure Steigerung für alle Leben Sbodürftnss e nicht bestreiten, aber sie lerKärten auf Grund ihres Mandats nicht mehr bsmilttgen zu kön- wen, als eine Zulage die vom 1«. April für Facharbeiisr 14 Proz. und vom 16. Mai ab weitere 10 Proz. der devtvzgkichem Durch» jschnlttskvhnc betragen sollte. Diese Zulage sollte ttS 1. Juli gelten. Das würde also bedeuten, daß der Arbeiterschaft des Holzgewer» beö für die vom 12. Januar bis 1. Juli»ingetretene und noch zu ienwartende Teuerung ein Ansgleich getoährt wird, der pro Ktundc L6 Pfg. bis im höchsten Kelle 1,06 M. bewägt. i Dieses AugeSot war für die Aribeitorvertreter selbftveeftändttch MtNnnehmbar. Da auch nach längeren Berbandlunigen im einem KfngSsctzten Unt-evfvchtingScruSschuß nennenswerte Zusage« nicht Hv erzielen waren, such demnach hf« wüiuUn Verhandlungen gescheitert. i D«S bedeutet, daß nunmehr Sie Hollyarbottor genSttgt stall, ß» den einzelnen Städten für dt« Durchftkheung ihrer Forde run- gen»tnzutoeten. Die Aussichten dafür sin» nicht»ugünstig, sind doch bereits an verschiedenen Orte» dem den Unternehmern Ab- schlogSzahlungen auf die zentrale« Verhandlungen in erheblichem Maß« zugestanden worden. Mit der Orgamisadton der fSchstsch«, Arbeitgeber des HolzgowerbeS, in deren Betriebe« mrnd 44 000 Und urteilen nmg: eS steckt« doch ein gut Stück geistiger Größe dmd intellektueller Usberlegenheit in jenen Männern, vs warn Üben Individualitäten aus einem Guß und Kluß diese Richter Und Lasker und Bamberger und virchow, diese Bennigsen und Miquel, deise Mndhorst und Gchorlemer, diese KlersbMetzow «nd Kardoff und Stumm, diese Bebel, Liebknecht und Singer, iGrillenberger und Auer«nd wie st« alle heißen mögen. ES Waren eben Köpfe, Männer, die etwas zu sagen und zu bieten hatten, Männer von ausgeprägter Eigenart, ein jeder ein Typus für sich, ein jeder eine fertige, abgeklärte, in sich abgeschlossene Und vollendete Persönlichkeit, Männer, denen trotz all ihrer Ecken Und Kanten, trotz all ihrer Härten und Schroffheiten a«ch d« Andersdenkende seine Achtung nicht versage» konnte. Unsere Zeit hat nur ei» kleines, kümmerlich«? Epigonen- tzrichlecht hervorgebracht, und zwar überall, in allen Lager», bei allen Parteien. Unsere Dichter fanden in Prosa»nd Poesie während des Krieges und für oben diesen Krieg gewaltige schwellende Töne. Di« Revolution und ehre Opfer haben bis daro «och keinem Dichter und Sanges begeistert. Unsere Danker, unsere Philosophen, unsere Professoren, unsere akademischen Würdenträger, sie verstanden sich nur darauf, während des Krieges ihr dröhnendes.e» ist nicht wahr' in die Welt hinausgu-schmettev.,, aber wenige Aus- «ahmen abgerechnet, sind sie heute noch vom alten Geist beherrscht, trotten sie auch heute noch weiter im alten ausgetretenen Gleise. Und unsere studierende Jugend? Ist in chr auch nur eine Spur de? Geistes von 1818, ein Hauch des Geistes der Neuzeit zu ver- spüren? Sie laufen auch heute noch umher mit bunten Mützen und zerhauenen Visagen, bei ihnen herrscht der Geist eines öden Kraftmeier- und NebermenschtumS. Nationalismus, Ehauvi- «ismus, Antisemitismus: In dieser Trias erschöpft sich heute das gesamte geistige Inventar bei diesem Stück Menschheit. In der Atmosphäre von ehemals, in der Atmosphäre des Offizier« lorps von damals, in der Atmosphäre der Sckmeidigkeit und Schnoddrig— it von früher sonnt und sielt man sich auch heute «och und findet' darin sein Behagen. Das ist die Kulturfphäre von heute. Nur der Sozialismus kernt auch hier Mtdung bringe». ArbeAep beschäftigt sknS, ist schmt am V. MrA«TN Mstfinwett§&. troffen worden, durch welches die Forderungen der Arbeiter im wesentlichen bewilligt sind. Dank der Mtrzsichtigieit des Arbeit- N-ber-SchutzverbandeS steht nun für die nächste Zeit eine ernste Beunruhigung des HolzgewerbeS bevor. Daß es ausgeschlossen war, daß die Arbeiter mit dem lächerlichen Zugeständnis deS Arbeit- geber-Echutzverbandeö zufrieden sein sollten, war vorauszusehen. Schiedsspruch für die Gemeiudearbeiter Groh-Berlins. Am Freitag fanden im Berliner Raihause die Verhandlungen über die neue» Tarifverhältuisse der Gemeindearbeiter Groß- Berlins vor dcm gemeindlichen Zentralausschuß statt. Da eine Einigung der Parteien nicht zustande kam, fällte der Zentral- ausschuß nachstehenden Schiedsspruch: Die Löhne werden wie folgt festgelegt: u A. Männliche A r b e i t skr äfte� 1. Ungelernte Arbeiter 3,80 Eli, nach 1 Jahr 3,90 M. 2. Angelernte Arbeiter 3,90..,. 4,00. 3. Handwerker 4,10„ M. 4M. 4. Jugendliche 2,— M. bis 2,80..., E. Weibliche Arbeitskräfte: 1. Ungelernte Arbeiterinnen 2,70 Di.«ach 1 Jahr 2,80 M. 2. Angelernte Arbeiterinnen 2,80,« k• 2,90, 3. Angel, mit bes. Verantw, 2,90.» �» 3,—»» 4. Jugendliche 1,80 M. bis 2,60. Neben diesen Lohnsätzen bleiben die bisherigen laufenden Wirtschaftsbeihilfcn von monatlich 60 M. für Jugendliche, 76 M. für Ledige und 90 Eli. für Verheiratete weiter bestehen. Die Kinderbeihilfe wird von 20 M. auf 35 Eli. monatlich erhöht. Das Wocheneinkommen der Gemeindeorbeiter schwankt nach dieser Entscheidung zwischen ca. 200 M. l.lnfangSIohn bei Un- gelernten bis ca. 262 Eli. für verheiratete Handwerker mit drei Kirtdern. Bei den Arbeiterinnen von 147 M. bis ca. 200 M. pro Woche. Das Gesamtergebnis der Verhandlungen gegenüber dem Stande vom 31. Estarz cr. beträgt je nach dem Familien-. stand« ca. 68M. bis 70 M. pro Woche. Der Schiedsspruch bleibt ungefähr um 30 bis 50 Pf. pro Stunde unter den, von den Arbeitern aufgestellten Forderunzen. Die Parteien haben innerhalb 14 Tagen ihre Erklärung zu dem Sck'iedsspruch abzugeben. Die Entscheidung der Arbeiter wird durch Urabstimmung herbeigeführt werden. Der Streik m der Stuck- und Gipsbaubranche. Eine am Freitag, den 16. ds. MS. im GewerkschaftShauS siattgsfundene Versammlung aller Streikenden, nahm Kenntnis vom Verlauf und Resultat der Verhandlungen mit den Arbeitgebern. lieber die 3 wichtigsten Punkte, 1. Festsetzung de» Lohnes, 2. Regelung der Arbeitszeit, L. des Arbeitsnachweis: wurde eine Einigung zunächst erqielt. Zn Pu«kt 1., der Löhn beträgt jetzt für all« Stuckatcurc, Bildhauer, Rabitz-«nd Zementdrahtputzer 7 Mb, 'Spanner und Pichcrträger 6,75»dl., Hstscarbeiter 5,75 pro Std. Die Arbeitszeit ist wie folgt geregelt, vom 16. Januar bis 30. Nov. ?lnfiassenkamps zu schulen und ihm eine Waffe gegen seine Uirtcrdräcker in die Hand zu geben. Die Erfahrungen seit der Revolution haben bewiesen, daß die bürgerliche Gesellchrft nicht gewillt ist. das Los der Pro!«- lasterinnen wirklich zu verbessern. Der Grundsatz: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist noch immer nicht durchgeführt Wie sollen aber auch die Unternehmer forlschrittl icher sein als die Regierung, die durch die Festsetzung ei-neS fast um die Hälfte niedrigeren Unterstützungssatzes für die weidlichen Srwcvbslofen den Ernndfatz der Ungleichheit fördert? Die Ehefrauen sind noch immer vor den Gerichten den Männern gegenüber zurüch,«letzt. Und wenn wir Sozialist innen den bürgerlichen Frauen gegenüber immer unsere selbständige Sicllung ben-ahrt und ihren Aufforde. runden zu gemeinsamem Vorgehen im F reruen wah! ce cht S tam p � keine Folge sie geben haben, so hat sich in dieser Zeit der Revolu- ticm glänzend unsere Ansicht beüxrhrt, daß es keine Geschlechts- i'olidarvtät, sondeon nur eitle K lasse nsolidaritat gaben kann. Die Beratungen über die R e i ch e w o ch e n h i l f e in der Nationalversammlung haben es bewiesen, als alle bürgerlich,.-,! Frauen einschließlich der Recht; soziaÄsten gegen unfern Antrag sprachen und stintmlcn und so unsere Vorlag- zu Fall brachten. Diese Vorlage hätte den a beilenden Frauen acht Wochen vor der Geburt ui'H acht Wochen nach der Gelmrt des KittdeS die LteichSunterstützung in der Höhe dcS ortsüblichen Tagelohnes sowie unentgeltliä!« Het�mmen. und Aerztehilse, serner ein Sdistgeld in der Höhe des ortsüblichen ÄrankengeldeS während 26 Wochen gesichert, wähiend das angenommene Gesetz nur ein« Unirrstützung in der Höhe des ortsüblichen Krankengeldes vor. siehr. So sind wir gezwungen, immer wieder auf Verlx:sferung dieses Gesetzes zu drängen, die Forderung nach einem a u S- reichenden Schutz kür die Schwangeren und Wöch. nerinnen,«üb Schaffung von genügenden EstttiinduniS- gv stallen, unentgeltlicher Hebammen- und Aerztehilse, von Säug- stngSlwppen uno Kinoerhorre» zu erheben, um ciiölich einma. die schonochwürdigcn Zustände zu beseitigen, daß die Frauen tnfalge ungenügender Nahrung, frühzeitiger Aufnahm« der gn, verblichen Arbeit, infolge mange-lhaster HeÄammenhtlfe dahinsieche» und zugrunde gehen Die Frauen aller Länder erheben immer driu. ciemder uns energischer den Ruf nach einem ausreichenden Mut- ter- und Kinderschutz. Er ist eine Ku-lturforderung ersten Ranges geworren. Sowicirustland Hai gezeigt, waÄ eine sozialistische Regierung auch auf diesem Gebiet leisten kann. Ein eigeiws Komit« mit Regierungsin'llmachten ausgerüstet, arbeitet planmäßig an der Schaffung von Märterheimcn und Säuglingskrippen im ganzen Lande, die der uussischen Proletarierin die Uederzengung bei- bringen können, daß die Regierung ihres Laude» wirklich für sie zu sorgen bemilht ist. Daneben sind aber unsere alten Forderungen noch immer nicht erfüllt. Gegen den Achtstundentag, den uns die Revolution brachte, wird von den Unternehmern Sturm gelaufen. Die Regierung hat bei den Bergarbeitern bereits den Grundsatz des Ächstundentages durchlwochen. Sicherung des Achtstunden- tages. aber darüber hinaus Einführung des SechSstundentagcS für die Frauen, Jugendlichen und Arbeiter in gcsundheitsschäd- lichen Betrieben, dafür müssen wir auch diesmal wieder ein- treten und tämpsen. Die Forderung nach Abschaffung der Nacht- »rbeit der Frauen, nach der Beseitigung der noch vorhandenen rechtlichen Ungleichheiten in unserem staatlichen Lebe» haben wir gleichfalls nicht ausgegeben. Wir befinden un? in einer äußerst gespannten, revolutw- nären Situation. Das kapitalistische System hat abgewirtschaftet, eS kann nicht mehr den Bestand und die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichern; es verhindert die wirklich planmäßige Orga- nisatioa des Wirtschaftslebens, die Emführung der im Allgemein- intercsie gelegenen sozialistischen Bewirtschaftung durch Ausschaltung des Privatkapiicilistcn und des Kapi'alprofitS. Ein er« hiiterteS Ringen zw scheu den an ihre Vorherrschaft und ihre Proiite sich klammernden bürgerlichen Klassen und dem anstürmen- den sozialistischen Proletariat hat eingesetzt. In diesem Kampfe um den SoziaiismuS, der sich ietzt in seiner schärfsten Form ab- spielt und noch schwere Opfer von uns allen erheischt, stehen die sozialistischen Frauen und Mädchen geschlossen an der Seite der Männer und kämpfen gleichzeitig auch um ihre Befreiung aus Kilechtschaft und Barbarei. Aber nicht nur in Dcu:schkand, sondern in allen Lön» dern der Welt geht der gleiche Prozeß der Entwicklung vor sich, macht die Rcvolntionicrung der Arbeiterschaft riesige Fcrtschrftte. Unsere Wirtschaft und unsere ganze Bewegung hängt mnig mit der der anderen Länder zusammen. Die Arbeiter aller Länder haben das gletcke Ziel— die Erringung des Sozialismus, den gkstchen Weg— den Klassenkampf z mr Beseitigung des Kapitalismus. Die Frauen und Mädcheki der Arbei.erllassc, die sich gerade in diesen Tagen des Kampfes, am g. Mai zum Internationalen Frauentag versammeln, legen damit erneut ihr BelenutNiS zum Futer- nationalen Sozialismus, zur internationalen Solidarität ab. Sie kennen keine nationalisti'ichen Erwägungen und keinen Haß gegenüber den Völkern jenftits der Grenzpfähle. Sie wissen sich eins mit den ArbetzSschivsstern und-Brüdern der anderen Länder tu ihrem Streben, eine bessere, menschenwürdige Zukunft zu ge- stalten, und sie wollen mit ihnen kämpfen und arbeiten, um die Arbeiterklasse in allen Ländern zum Siege zu fuhren. In diesem Zeichen der internationalen Solidarität und de? internationalen Klassenkampfes, im Zeickien der Weürevolutkm soll auch der diesmalige Fraucrriaz abgehalten»oerden. VrolelmMe 5ei?rstvnd5n. Am Sonntag, den 2ö. April, findet unsere nächste Veranital- tung im Großen Schaiispiclhause statt. Die zum H. März gelösten Karten- haben hierzu Gültigkeit. In unserem Bureau, Srbicklcrstr. S-6, und im Parteibureuu. Lichtenberg, Neue Bahn- Hosstraße 31, sind noch Karten zum Preise von 2 M. zu haben. Die Gemeindesteuer-Vercmlagung. Noch den neuen Stcuergejetzen des Neiches wird in Zit» kunft die direkte Einlommcnsteucr vom Reiche erhoben. Staat und Gemeinden sollen aus deni Aufkommen de- stimmte Zuweisungen erhalten. Dafür verlleren die Ge- meindcn das Recht, zu den Einkommensteuersätzen Zu- schlüge zu erheben.. Für das verflossene Steuerjahr 1913 ist den Gemeinden in einer besonderen Stcuernovelle durch den Staat daS Recht gegeben worden, den Zuichlag stassel. weife zu erheben in dem Sinne, daß bei Einkommen bis 3999 Mark die Tarifsätze herabgesetzt werden können, während der hierdurch entstehende Steueraussall durch Er- höhung der Zuschläge bei Einkommen von 6599 Mark aufwärts gedeckt loerden kann. Diese Bestimmung ist als Mangel empfunden, ebenso sind einige andere Bestimmun» gen dieser Novelle angefochten worden. Um dem abzuhelfen, hat die Regierung der Preußischen Landesverjanunlung ein Gesetz unterbreitet, daß die Vorschriften über das Ge- mcindeabgabengcfetz abändert. Es soll zulässig sein, bei der den Gemeinden notwendig erscheinenden Nachbesteuerung für das Jahr 1919 so zu verfahren, daß die Einronunens« grenze, bei der die ErbSixing beginnt, bevaufgefetzt werden kann. Gemeinden mit Besferbemittelten können danach die Einkommensgrenze, von der die erhöhten Zuschläge erhoben werden soll, von 6599 Mark aus 19 999 Mark heraufsetzen, Das war lstshsr nicht zulässig, ist aber sehr notwendig, se nach der sozialen Struktur der Gemeinde. Die Nach- besteuerung für 1919 dieser Gemeinden wird durch das neue Eäefetzrben auf rnUliche Grundlage gestellt und wird den Gemeinden gute Dienste leisten können. Besser wäre es gewesen, wenn säwn im Vorfahr der Finanzminister ganze Arbeit gemacht und den Anträgen zu- gestimmt bätte. die unsere Genossen in der Preußischen Lan- desversammlung zur Gemeindebesteuerung gestellt hatten. Der absolute Gemeindevorsteher. Nette Zustände herrschen in der Gemeinde Eichtvald« sKreiS JTelfcvitO. Antäylich des Kapp-Lüttwitz-Putsche? kam es zu einer Spaltung in der Genieindevertretung. Das b.önette Bür- gcnxm machte aus seinen Spmpaihien mit den StaatSstreichtern kein Hehl. Osten und versteckt wurde ihnen zugejubelt und un» serc Partcizenossen bei jeder passenden Gelegenhest angepöbelt. Als durch da- Eingreifen der Arbeiterschaft den Kappistcu das Handwerk gelegt war, trat allerdings eine Ernüchterung ein. All- scitig brütete man aus Rache. Anlaß, ihren Riechegedanken Ans- druck zu geben, sollte die am 17. März vorgenommene Entwaff» nung der dortigen Eimuohnerwehr bieten. Man rief die in Grünau und Umgegend liegenden Lüttwitztrupven, denunzierte» unsere Parteigenoisen der Anstiftung. Am 23./2ö. März wurde der Ort beletzi und 16 Verbo'tungcn vorgenommen, hauptsächlich führende Genossen beider Richlnngcn, und die Verhafteten bor daS Standgericbt in Grünau gestt'leppt. Vier Todesurteile wurden geiällt' sogar gegen Personen, denen man nichts weiter vorwerfen konnte, als dag sie Mitglieder der Sozialdettiö- kratie waren. Daß die Todesurteile nickt vollstreckt wurden, ist mur dem tatkräftigen Eingrenen der Arbeiterver! reter im Par- lameni zu oerdanken. Die Listen für die Verhaftungen wurden den Lüttwitzecn von.rechlSstcbendcn" Einwohnern gcüescrt. Nachdem die Kavp-Regierung gestürzt, stemächft�te"ck d-ren Anhänger allerdinas eine schlotternde Angst. Sic, die bisher jubelten, sich mit Absingen patriotischer Liener nicht genug tun tonnten, nur noch mit Standrrcht. Sandhaufen und Erschießen operierten, stritten jetzt alle Mitwisserschaft ab und rührt cn die Vorkommnisse auf das große Mißverständnis zurück. Unser» Parteigenossen in der Gemeindevertretung, die Schössen waren von ibren Posten zurückgetreten, beabsichtigten die Vorkommnisse in eii er Gemeindevertretersitzung zur Sprache zu bringen. Der Gemeindevorsteher über dessen Stellungnahme man sich nicht l ar ist, lieh aber die rür den 2S. März resp. ch April fälligen Sitzungen auksallen. Eine für den 15. April einberufene Sitzung wurde 28) Der Skemstemhof. Roman von Ludwig Anzengrubc?. Dieser Auftrag kam dem Muckerl fel/r gelegen. Das in ihn gesetzte Vertrauen und der zugesagt? Beistand hoben seinen Mut. Er war gekränkt und gereizt durch die rück- sichtslose Weise, mit der ihn Helene verlassen hatte und ollein stehen ließ, unbekümmert darum, wie ihm die? ge- sollen, oder nickst gefallen mockste. Er wollte einmal öftent- sich sein Neckst auf die Dirne behaupten und diese zwingen. es selbst anzuerkennen, denn die.Hochnäsigkeit, mit der sie ihn bisher unter vier Augen behandelte, scheut sie sich wohl hier vor den Leuten zu zeigen. Mag sie nachher paar Tage trutzen. aber auch w'ssen, daß er nickst der Bursche sei. der sich just alles gefallen ließe: das macht ihm Ehr' und lehrt sie nachgeben. Er trat also in die SchanFlube und sagte:«Gleich geht der Tanz wieder los."■ Ein Schwenkdorscr sagte über die Achsel weg:„Danken schön fiir's Ansagen. Braucht's nit V fürchten, daß wir weg- Euch is kein' Frag'. Blsibt's, wv's wollt'S. Helen'!" Sie sah nach ihm und tat ganz unbefangen. 'stielt ichleckt." lackte der Toni...Du halfst s' WM für ein Pnmmerl.') dar laufen müßt, wenn du.ichön herein da' ßigst?" �,--«, «Mit dir red' ich nit. Sternsteinhoferbiib. sagte Mnckerl...Heien', komni' mit mir h'rous. sag' ichl" stXa. wenn du w- ein g'itrcngsn Herrn hast." höbnte Tom gegen das Mädchen,..dann beb' dtch nur luftig und eil'!" Helen? saß zornrot. sie streckte die gesalteten Hände in den Stoß und zog die Beine unter den Stuhl. ..Tu stehst, sie will nit." rühr Toni, zu Muckerl ge- wendet fort,«geh' dir also a andere suchen, uns is nit inn dein G s.'llfckast.' Ich geh' nil ebne ihr." „Hübiinger," schrie der Toni einem vierschrötigen >1 KumBttl-s Lommer. Spitz, item Huntz. Burschen zu.«nrir scheint, der stnd't ninimer die Tür, weis' l ihm'n Weg." Der braitstbuktriae. baumkawge Bursche trat aus' Muckerl zu trug gab ihm einen laichten Stoß,•der dm kleinen Hergvttlmack�er gleicksivohl wanken mochte.„Geh', sei g'schoidt," sage er zu ihm...mach' fort, bist sa unnötig." «Rem" knirrtckrte Muckestl. „Na. sei nit dumm. Büberl." sagt? gutmütig der Giib- linger.„Wirst doch nst woll'n. daß ich dir was mit auf'n Wog gib? Könnt'st z'schwer d'ran z' tragen lmbcn." Da Mnckcrl m das laut? Geläckster der Sch.venkdorfcr auch etliche Zwischen bübeler einstimmen Hörle, so geriet er vor Wut außer sich und führte nach de? Brust seines Gegners einen Faustichlag- Ter Hübiinger sah ganz vcr- dutzt darein, als er sich für sein? gut« Maiming so iibel flelobnt fand und holte eben mit dm Rechten sehr sackst?, fast fürsorglich aii-Z, da stürzte der Toni dazwischen. „Ten laßt's mir." schrie er.„das is inain Mannl" Nach kurzem Ringen ward der Kleebinde? Muckerl in ein« Ecke geschleudert und schlug dort so wuchtig mit dem Rücken gegen eine scharfe Ti ichkante, daß er, laut auf- stöhnend, zusammenbrach. Da kam durch die Türe ein irdenes Weinkrüglein ge- flogen. daS offenbar nack dem Kopfe des Toni gezielt, aber zu doch angetragen war, es fchmeiterte gegen daS Kinn Hüblingers. der stand starr, aber nur einen Augenblick. dann fubr er, tiwe# toll, aus der Stube: das hatten die Zwischenbüheler vorausgesehen, si? stoben auseinander und Einer, der sich außen knapp an die Mauer drückte, stellte dem Verfolger ein Bein, so daß der niit großem Gepolter Hinsiel, und nun versuchten st? ihn au den Armen und beim Schopf? nach dem Tanzboden biuüberzuziiehen. Siiblinger., dem sofort die Vermutung außdä mm erste, daß es ihm. wenn' er draußen bliebe, wobl weniger„verschlüge", als wenn ihn| seine Gegner hineiubekämen. begann aus Leibeskräften zu schreien:„Helft's. lrelft's, helft's wer doch. Leuteln!" Auf das eilten die Schwensidorfer Kerbel und faßten ihn an den Füßen und zogen Um dann zurück. Es begann ein erbittertes Hin- und Hergezerre. Bald war der Hübiinger mit Kops und Armen im �Tanzlokal. bald mit den Beinen, so long sie waren, in der Schankstube. immer aber mit dem Rumpf in dem Flur. Mit einmal, boten die Zwischen- büheler ihrerseits alle Gewalt auf und als sie vom anderen her auch den äußersten Kraftaufwmld verspürten. ließen sie lachend los. die Schwenkdorfer prallien zurück und schleiften, bis in die Mitte der Stube tau me lud, den Geretteten nach sich, dessen Gesicht dabei d'e Diele fegte, bis sie ilm schwer auf selbe nioderplnmpfen ließen. � De? Niese blieb eine Weile auf beiden Ellbogen und Kmieen mit nachdenklich gesenktem Haupte liegen und über- legte den Fall, der so ganz sein eigener war, dann rajfte er sich empor, bedeutete, daß er für diesmal genug bobe und die anidern ihre Sach ohne ihn ausmachen könnten: wankt« in eine Ecke und blieb dort, den Kopf zwischen den Händen. sitzen. Die anderen wollten eben daran gehen und, srnem freundlichen Rate folgend, die Sach? obne ihn zum Aus- trag bringen, als der Wirt herbei geeilt kam. „.Haust! Hansl!" zeterte er. Aber der Rabenfohn meldete sich mit keinem Laut, er battc sich vor das Hans geschlichen und war den geängstigten Dirnen, die z» den Fenstern hinaus flüchteten, beim Heraus- steigen behilflich. Ohne auf den Nngeraienen zu warten, stürzte sich der Wirt mitten unter seine aufgeregten Gäste.„Ausg'halten! befahl er.„Das sag' ich eng'. Bub'n, g'raust wird da nit bei mir!" „Meng' dich nit ein," schrie man ihm entgegen. Mit autoritativer Gebärde streckte der Wirt gegen einen der Schreier den Arm auZ, da w-�rd er aber gleichzeitig von einem Dutzend angefaßt und flog ans der' Stube, daß der Türstock schlitterte und der Kalk von der Wgnd blätterte. Er kam nicht wieder zum Vorschein, überließ es den Gästen, sich selbst z» bedienen, und wünschte aus ergrimmter Seele Tiefen, daß keiner dabei zu kurz kommen möge. Indes� waren die Avischenbühcler und die Schwenk« dorfcr aneinandergeraten: aber bald schämten sie sich, daß sie wie die Bestien des Waldes sich mit den Zähnen und Klanen. Pranken und Hufen anfallen sollien, das Gefühl menschlicher Würde erwacht? und rüttelt? auch die Ersin- dungsgabe aus: Schwackw, die ans eine Ausgleichung der Kräfte bedacht waren, Starke, deren Arme an den zurück- weichenden Feigling nimmer zu rcickwn vermochten, be- gannen Stuhlbeine auszudrehen und nach beweglichen Gegenständen zu suchen, die nach festen Zielpunkten ge- schlendert, sich oft sehr nützlich erwiesen. Nicht lange, so arbeitete man mir mit künstlick) verlängerten Armen und mit Wirkungen in die Ferne.(Fortsetzung folgt.) fdr�cT1, Ruf SBefreTBen Rer FuTfrcrTidfien ScrTrefrt »fine Angabe von Gründen abgesagt. Nngeblich. um erst mal Gras über die Geschichte wachsen zu lassen. Hierzu haben die sozmldemokratlichen Gemeiiwebertreter aber weder Lust noch Nr. fache. Sie wünschen die Behandlung dieser Fragen in breitester cenentlichkeit. Seit den Putsch tag en i st d i e G e. rn e i n d e ohne Vertretung. Der Gemeindevorsteher regiert ohne schaffen und Vertreter, nur nach Informationen von bür» gerlicher Seite. Dieser Zustand ist auf die Dauer unhaltbar. Wir fragen, was gedenken die Einwohner und vor allem die Gememdevertreter hiergegen zu tun? Wir verlangen unvcrzüg. I'.ch und ganz energisch, die Schritte einzuleiten, die nötig sind, diesen unleidlichen Zuständen ein Ende zu machen. Zu den März-Creignisse« in Oranienburg. Die Haltung des Oranienburger Bürgermeisters während und unmittekbar nach den Kapptagen hat zu d amvlikationen geführt, die einen vollständigen Bruch im Stadt- Parlament � verursacht haben. Di« Genossen der U.S.P. und S P. D., die die Hälfte der Mandate im Stadtpariamen- besitzen, haben vom Regierungspräsidenten die sofortige Ent- lassui'g de! Bürgermeisters gefordert. Zur Unter- suchung der Anklagen unserer Genossen war am porigen Mittwoch Herr Regierungirai v. Rantzau in Lranienburg erschienen. Rachdom die Genossen der S. P. D. und U. S. P. das gesamte Anklagematerial gegen den Bürgermeister, das wir unseren Lesern bereits mitgeteilt haben, Herrn von Rantzau unterbreitet hastc'.r, gaben sie folgende Erklärung ab:„Die 18 feiinlfcemrtfra'ifchen Stadtverordneten und Stadträte stellen von heute ab jebc parla. weutarifche Tatizkeit i-n Gtadt»«r>a«e>it ei» und werden dieselbe nicht eher beginnen, bis der amtierende Bürgermeister aus sei. nein Amte entfernt ist." Der Herr R-gierungZ-at v. Rantzau— vom selben Fleisch des Bürgermeisters— erklärte hierauf, daß nach§ 42 der Städteordnuag die Stadtvcroedüetenversammlnna nach zwei- maligcr Einberufung trotzdem beschlußfähig sei. Ein endgültiger Bescheid vom Regierungspräsidenten ist bis heute den Oranieu. burger Genossen nicht zugegangen. Selbsthilfe gegen Vandalen. Auf dem Mcmcmnoitplcitz befindet sich ein Denkmal zu Ehren und zum Gedäcktms gefällter Feuerwehrleute. Es soll ein Zeichen der Hochachtung und Verehrung für die Männer sein, die in der Wahrung der Interessen der All- gemeinheit ihrem schweren Beruf zum Ower gefallen sind. Dieses Denkmal ist von Bubenhand in der schamlosesten Weise besudelt worden. Diese Tat zeugt von einer solchen Gemeinheit, daß sie gar nicht scharf genug verurteilt wer- den kann. Solche Schandbubcn verdienten die schärfste Brandmarkung und rücksichtsloseste Verurteilung. Wer derartige Burschen am Werke sieht, sollte sofort zur Selbst- Hilfe schreiien und dafür sorgen, daß sie an Ort und Stelle den Denkzettel erhielten, den sie verdienen. Die Neorganlsation der Berliner SIcherheit?palI?ei. ttm iMinisterium des Innern fanden am gestrigen Tage wieder lan- gere Besprechungen über die Umbildung der Berliner SichcrbeitS- Polizei statt, an denen G'heimrat Priesdorf, RsgierungSrat GoS- lar sowie die Vertreter der Gewerkschaften teilnahmen. Die Per- Handlungen sind noch nicht endgültig abge'chloffcn. Die Meldun- " oen der Arbeiter in den Betrieben sind trotz der langen Dienstzeit bisher zahlreich eingegangen. Die Bewerber fallen nach Mög- kiebkest militärisch borgebildet sein und müssen sich zu einer zwSlf» jährigen Dienstzeit verpflichten. Innerhalb de? Kommandos der Polizei sollen VewerkfchaftSbeamte. namentlich in den Personalabteilungen, untergebracht werden. Kohlen für Schwerkriegsbeschädigte! Nach einem Beschlüsse des KohlenvcrbandeS Groh-Berlin können an Schwerkriegsbeichä- digt« ohne besonderes Attest zur Bäderbereitung Sonderzuweisun» gen von Briketts in Höh« von 2— 5 Zenit, bewilligt werden, wenn eine besondere Notlage als vorliegend eracbtet wird. Für den Stadtbezirk Berlin wird die Au Saab« der zum Bezug« dieser Bri- kettS berechtigenden Sonderkohlenkarten in sämtlichen Zweigstellen der Berliner Kohlendeputation bis zum 30. d. MtS. erfolgen. In Frage kommen angesichts der leider weiter bestehenden Zwbsen- knappheit nur Krieg Sbeschädiat«, die zu 50 Proz. oder noch darüber erlverhSunfäbia find. Bei Stellung des Antrages muß de? Grad der Erwerbsbesthränkung durch Militärpaß oder Rentenbuch nach- gewieten werden. ES ist in Aussicht genommen, im Herbst aber- mals eine entsprechende Sonderzuwe imng vorzimchmcn. Rückkehr der Kind?» an« Dänemark. Nach einem gestern«in- betroffenen Telegramm au? Kopenhagen komwiii alle am 10. Februar ausgereisten Kinder am Montag, den lg. d. M.. zu. rück. Sie-werden also am lg. abends mit Sonberzug auf dem Stettiner Bahnhof von 10 Uhr ab zu erwarten fem. Wegen der kürze der Zeit ist Einzelbenachrichtigung der Eltern nicht mehr möglich gewesen. Die Elt rnbeiräte de? S. Schiilfcetse« werden gebeten, zwecks Eründung eines KreiSeftevnbeirateS am Montag, den 13. April, abends 8 Uhr. m die Aula der 988. Gemoindssthule. SonefÄder- straße 6, zu kommen. Zum S. SchuHreise gehören folgende Schulen- 15, 17, 74, 11«, 117, 102. 171, 174, 1?g. 197, 200, 209. 814 215, 291, 238, 24«, 201, 200, 274, 308, 280, 802, 809, 810, IX.' nnd X. Hilfsschule und I. Schule für Schwerhörw' Die Schulentt-ssungSfeier der SozinNfUschen Proletarier- Ingend, AaitationSbeziri Norden II. welche des Kopp- PulfcheS wegen versagt werden mußte, sind«« heute m der Schul. «ula Pappcl-Allee 41 /4L statt. Beginn der Fsxw T Uhr. Saal. «röffnung 0 Uhr, Eintritt 50 Pf, Wir bitten all« Genossen, sich an dieser Veranstaltung zu beteiltgen. Lichtbildervortrag zugunsten eines Jttgendhetm» Der von der.Tazialisti''ch«n Proletarierjugend" beramtalteie Lichtbilder- Vortrag, der am 18. d. Mts. beoeitS zum zweiten Mal vertagt werden mußte, findet nun bestimmt am Dienstag, den 20. d. Mts.. abends 7 Uhr. in der Schuloula, Müllerstraße, Ecke Triftstraße, statt. Thema: Verna« und Umgegend. Bereit? golöste Billetts haben Gültigkeit. Der Reingewinn kommt dem zu bildenden �ugendbe-m zugute. Sänger herbei! Der auf Veranlassung des Deutschen Ar- bciter Sängerbundes und feines Dirigenten Hermann S-berchen neu gegründete„Gemischte Ehor Groß-Berlin" hat seine UcbungS- stunde von Steglitzer Straße 8 nach der Aula des Grauen Klosters. Klo�erstr 71 verlegt, Feden Donnerstag, abends von TM ku? 054 Ubr. Troß-Berliner Arbeiter.'Männer wie Fraueni, die über«nie Stimme und Gehör verfügen, werden gebeten, sich iv den Uebunysstunden zu melden. Notenkenntnisse nickst erforder- lich da Nv'enkurst eingeführt sind. Evtl. Anfragen sind zu rich- ten an den Vorsitzenden H. Stenzel, Lichtenberg, Wilhelmstr. 32. «pMhgchfchule Neukölln Der auf Montag, den 19. d. M,, anV'ent- Vor, rag des Kunstmalers Krogmann für das Viertel» fahr Januar/März d. I. kann wegen Behinderung nicht statt. finden. �ieVreräffunnq der Schwimmhallen.des NeutLllvcr Stadt- bodrS Von Atoniag den 19 April d F., ab werden die infolge Koblewnarioels längere Zeit geschlossen gehaltenen Schwimm- hasten de- S'.adthade, Neukölln dem allgemeinen Bestich wieder ««asi"?-!» sein, sin Anbetracht der seinerzeit beobachteten Augen- ersioick.n'pcn bat der Magistrat erneut eine gründlich« DeSinfek- Hov der~ch ur.wfiallvn.oi-'fhmen lassen und für strengste z>.»,-- Bf., fic;.'S ftT'fift gett)f fetten Maßnahmen unter sack. � zliiä er Aus,'lcrge getragen. Sai.ur';t Kursus in Weihensee. Nach langen Bemühungen U ten Mms'&müma* mfmm, M w. SSk tm Ah.ellung zu ssrssn�ew. De? Kursus beginn! am Mittwoch, bett 23. April, abends 7 Uhr. Das Lokal wird noch unter Vereins- angelegenheiten bekannt gegeben. Der Naulimord bei Gninberg. Auf der Feldmark bei Grün« berg in der Gegend von Prcnzlau wurde die verscharrte Leiche eines ermordeten und beraubten Manne» aufgefunden. Kriminal. obcrwachtmcister Lahmänn ist es gelungen, den Toten als einen � 28 Jahre alten, aus Rußland gebürtigen Hugo Tetzlaff festzustellen, der in Berlin in der Werststraße 3 wohnte. Tetzlaff, ein an beiden Häiften gelähmter Mann, der auf einen Stock gestützt tänzelnd ging, pflegte an der Ecke der Invaliden, und Gartenstraße mit Streichhölzern zu handeln, war in der Gegend bekannt und verkehrte besonders in einer Schank. Wirtschaft an der Eck«. Seit dem 8. März war er verschwunden Wie die Ermittelungen ergaben, hatte er die Absicht geäußert, zum Hamstern nach Pommern zu fahren. Ohne Zweifel aber hat ihn ein noch Unbekannter veranlaßt, statt dessen die Prenz lauer Gegend mit ihm auszusuchen und ihn dort ermordet und beraubt. Tetzlaff hatte mindestens 1300 M. bares Geld bei sich. Er besaß auch eine Uhr mit Kette und eine Reisttasche. Diese Sacken sind ebemallz geraubt. Der Mörder ist Hiernack ohne Zweifel auch ein Berliner, mit dem Tetzlaff hier wahrscheinlich öfter zusammengekommen ist. Alle weiteren Mitteilungen zur Aufklärung des VerbreckenS nimmt Kriminakoberwachtmeister Lahmann im Berliner Polizei-Präsidium entgegen. fe'engmsf'skW�tzer. VcrNn. sin der Woche vom IS. bis 2'>. April wird In der Haupt- fache mländstches Frischfleisch und ausländisches frisches Schwrlnefleisch zur Ausgabe kommen. Soweit erforderlich, werden noch Fleisch- und 'Wurstbonserven, Büchsenfleisch und Wurst ausgegeben. Bis zu 1 Fünstel der Wo6>«nm-ngi ist, wie üblich, auf Verlangen der Schlächter in Wurlt zu entnehmen, Charlotbenkurg. Kraupen 12» Gr., Haferflocken 128 Gr., inländ. Kartojfelstarkemehl 125 Gr., Haferflocken 125 Gr., Marmelade'/j Pfd. oder Zuckerrllbenfaft lV Pfd Kriegsbeschädigte, die 50 Prozent und mehr erwerbsunfähig lind, erhalten für Monat Üvril je 1 Pfd. Teigwaren. Graupen, Hafernährmittel und inländ. Hülsenfrüchte, Wilmersdorf. 200 Gramm ausländisch« Hülsenfrüchte. Z7S Gramm Zucker, 125 Gr, Hasersiocken bezw. Gerstenflocken. Voranmeldung von Haferflocken sür Kinder im ersten und zweiten Lebensjahre a) für werdende Mütter: 50 bis 200 Gramm Trockenganzei, 1 Dose Malzextrakt, i! Tosen Kondensmilch(nur im vierten bis einschließlich sechsten Monat): b) für stillende Mütter: 50 bis 200 Gramm Trocken- ganze». Schmargendorf, sin der Woche vom 19. bis 25. April d. si. gs- langen folgende Lebensmittel zur Ausgabe: Abholung rom 22. bis 25. April Aus G.otz'Baliner Lebensmittelkarte: 125 Gramm Grleh (10), 125 Gramm Graupen(17), auf Einfuhrzufatzkartc: 250 Gramm inländisches Weizenmehl(T 35), auf Beriin-Schmargendorfer Lebens- nnttelkarie: 250 G amm grüne Erbten(12), 500 Gramm weihe Perl- bohncn(2B). 500 Gramm Sauerkohl(SB), 1 Tose Kondensmilch zum Preise von 8.50 M. die Tose an stillende und nwrdsnde Mütter vom viertel, Munal ab. an Kriegobssck)ädlgte, die 50 Prozent und darüber enverbsun fähig lind, und an Einwohner über 70 Jahre. Die Ausgab« erfolgt Warnemündcr Straße 4(früher Braunfches Grundstück tu der Glashalle) von 0—1 Uhr an die Bezugsberechtigten mit den Anfangs- buchstaden A— si am 20. April, K— R 21. April. S— Z 22. April. Als Ausweis haben vorzulegen: werdende und stillende Müiter ein ?lttest vom Arzt oder der Hebamme, Kriegsbeschädigte den Renten- seststellungsbescheid und Einwohner über 70 siahre das Haushaltung?- blatl: 250 Gramm Sirup an Jugendliche, geboren in der Zeit vom 1, Januar tvOS bis 15 April 1014 gegen Vorlegung und Abstempelung des Haushallungsblaties in den Gsschäflen von Fiedler, Breite Straße Nr. 21, Thiele, Eunostr. 52a. Die Ausgabe erfolgt vom 20. bis 24. April 1020, Zum freihändigen Berkauf stehen in den hisstgen Lebensmittelgeschäften Bohnen in Fleischbrühe zu 4,90 M. die Dos«, Anzumelden smd vom 18. bis 21. April: aus Groh-Berliner Lebensmittelkarte: 125 Dr. Haferflocken(13), 260 Er. Marmelade(19), auf Berlin-Schmargendorffr Lebensmiltelliarte: 690 Er. grüne Erbsen (4A). 500 Gr. Rengoondohnen(6 21). 250 Gr. Suppen in Würfeln(0A>, 500 Gr Sauerkohl(7), 600 Gr. weih« Perlboimen(8 2t). Neukölln. 250 Dr. ausländische weihe Bohnen, 20 Dr. Butter und 70 Gr. Schmalz. Für jugendliche und ältere Personen 1 Büchse Kondensmilch. Britz. Auf 17 und 18(grün) der Groß-Berliner Lebensmittelkarte: M Pfd. Haferflocken, auf 4 der Karts für Kriegsbeschädigte 1 Pfd. Sago, auf 7 der Karte für werdende Mütter und Kinder 14 Pfd, Sago, aus 1.9(grau) der Grotz-Berliner Lebensmittelkarte: 1 Psd. Reis, 1 Pfd. Maisflocken, 1 Dose Malzextrakt, 14 Pfd. Milchsüßspeise, 1 Pfd. kleine, weihe Bohnen. Fleischkarts und Abschnitt 49 Bertin- Britzer 2luswcis: auf vollen Anmcldeabfcbnitt 2 Büchsen Würstchen, aus halben Anineldeabschnitt 1 Büchs» Würstchen. Verlin-Vritzer Aus- weis. Abschnitt 50: 5 Zigarren, Kartvfselkart« 17a und b: 2 Pfd. Kartoffeln, 17c— s 409 Gr. Hülsenfruchtmehl, 17g 1 Pfd, Kartoffel- scheiden und 2 Pfd. Erbsen. Britz. Auslegung neuer Kundenlisten. Bon Montag, 19, April, bis Soumckend. 24. April d. si., finden in der Zeit von 149 Uhr vorm. bis 2 Uhr nachm.(am Soniiabend bis I.Uhr) neue Ein- Iroznngen in die Kunvenlister! der Fleischer statt. Die Eintragungen erfolgen im Bureau für Fleifchversorgung auf dem Lagerplatz, und zwar an den einzelnen Tagen wie folgt: Am Montag, 19. April. in die kklmdenlistcn sür sionkowsky und Dünkel, am D i e n» I a g für Müller und Napierkawsky, am Mittwoch für Drückner und Päse- wald, am Donnerstag für Ludwig und Koch, am Freitag für Axtheim und Dol/ms, am Sonnabend für Mielbe. Als Legitinm- iion gelten der Berlin-Britzer Lekensmittetauswel» und die Fleisch» karten! ohne dieselben werden keine Eintragungen vorgenommen. Es wird nach besonders darauf hingewiesen, daß die Eintragungen nur in der vorstehend bekanntgemachten Recken folge bewirkt werden, Lichtenberg. 250 Gr. weitze Ehina-Erbsen. 260 Er. Marmelade, 2 Pfd. Kartofseln, 250 Gr. ausl. Hiilfenfrüdste, Friedr'ck-f-lde. Dienstag: 250 Gr. weihe Bohnen(Haushalts- kartÄ. 850 Gr Marmelade(Abschnitt 14 Groh-Berl. Lebensmittel- karte).- DoMi-eotog: 259 Gr. Haferflocken(Abschnitt 4 Sroh-BerUner L-bensmitteckarte). 260 Gr.«attofssl.nehl(Abschnitt H Warenbezug?. hatte); F»eitag: 250 Dr. D-ckobft(Abschnitt si War-nb»zug»karte). si-hauni�hal. Vom Froitog ab 250 Gr. P�mcU&e(1-.). 260 Gr. Teioioar«,(16 u. 17). 2 Stück Suppenwürfel(805), 250 Gr. Gravpen- m«hl(607). X Päckchen Sützstofi(606).. Weihenfe«. siugendltch« Personen Im 7. bl? 17. Sebensjahr« 250 Gr. Mais�iocken. ISe können kaufen in der Berkaussstells E aseler Strohe 2 an: Montag bie sintzaber der Karten Nr. 1—1009,«n Dlsnstag 1001—2000. am Mittwoch 2001—6000. am Donnerstag 6001 bis 1000, am Freitag 4001—5000, am Sonnabend 5001—6600; in der Verkaufsstelle Pistoriusstr. 24 am Montag 6501— 8000, am Dienstag 8001—9000, am Mittwoch 9001—10 000, am Donnerstag 10 004—11 009, am Freitag 11 001—12 000 und am Sonnabend 12 001—16 000 und 20 001—20 200 2 Pfd. Kartoffel». Pankow. 250 Gr. Marmelade.«, t c �» Reinickenborf. Auf den Aprilabschnitt der Kind erkort« A und V ab 20 d Mio. Karte A: I Pfd. G-rft-nmehl, 6 Pak. Milchsühspeise, S Pak. Zwieback: Karte B: 1 Psd G-rstenmehl, 8 Pak, Milchsutzspeise, S Pak. Zwieback. Auf Feld 2S der Reinickendorfer Ausweiskarte 44 Pfd. Sirup. Tegel. 126 Gr. Sago und 2 Suppenwürfel(19). Lllbars-Waidmannsluft. 4 Pfd. Kartoffeln, auf Eroh-Berllner Karts Abschnitt 9 300 vir. Mehl, Abschnitt 14 259 Gr. Marmelade. Abschnitt der ortl. Kart« 260 Dr. weihe Bohnen. Avs de» LroanifaNonen. I. Distrikt. Dienstag 7 Uhr: Generalversammlung in der Aula, Kochstr. 65. 1. Bericht des Genossen Dr. Weinberg über: �.Die Generalversammlungen Berlin-Brandenburg, 2. Wahl des Distrikts» Vorstandes. Komplettierung der Kommisstonen. 6 Distrikt, 2. Abteilung. Mittwoch abend 7 Uhr, TempelhoSk Ufer 2, Diskusstonsabend, Thema:„Reue Formen der Geselligkeit.» 4. Distrikt. Sonntag, den 18. April, nachmittags 414 Uhr: Zrühlingefcisr im Sewsrkschaftshaus, Engclufcr 15, bestehend aus Konzert, Vorträge» und Tanz. Eintrittskqrten sind noch an der Konirall, zu haben. Die Funktionäre werden gebeten, die Eintritts- karten sofort ivoaen der Versteuerung abzurechnen. Die Abtellungs- führet können sich am Montag Handzettel vom Genossen Helmuth, morlikcr Strohe 61. abholen.� Di« Märzfeier.Blvetts werden jegen 9. Distrikt. Dlenstag eckend 7 Uhr: Dollversammlung der Rät» und Gewerkschaftskommisston bei Kehner, Görlitzer Stratze 47. Am selben Tage Voüversamniwng der Zeituugzkommifston bei Laser, Lausitzer Straß« 26. 6. Distrikt. Montag abend H8 Uhr, bei Schiveikardt, Alte Jakob- strahe 24. Frauenleseabend, 5. Tisirltit. Dienstag abend 714 Uhr, in der Schulaula, Prinzen- strahe 51: Gsiisrolveefamnrimig Tagesordnung: 1. Unsere nächsten Ausgaben. 2. Vorstands- und Kasteeckericht, S. Wahl des Vorstandes. 7. Distrikt. Montag 7 Uhr. ldinds�chutzkommission. Rominlener Strohe 2. �.... 7. Tistrikt. Kinbeefchutzkpmmissionsfttztmg Montag abend 7 Uhr, Rominlener Strohe 2. 8. Distrikt. Montag abend 7. Uhr In der Aula. Rigaer Str. 8: Fortsetzung bes Vortrags des Genossen Wsise in der kommunalen Kommission über St«lerpoli«k. Alle Senoffen des Distrikts sind dazu emgelaben. 11. Distrikt, 4.«btoitung. Dienstag, den 20. April, abends 7 Uhr: Abtcilungsversammlung in Kellers Festsälen. Ber�lr. 60. 15. Disipiltt. NonZag, 19, April, 7 Uhr: Borftandssthung. Distriktsrat, Delegiert« aller Koimntffionsn 754 Uhr bei Braun, «ilheimshavener Strohe 24.— DSenswg, den 20? April. 7 Uhm polltlsche Kommission»» aller Abtctlnngsn bei Bit«, Rostockcr Str. 27. Iii. Distrikt. 6. Abteilung. Montag abend 7 Uhr: Frauenleseabend bei Ernst, Burgsdorfstr. 6. 17. Tistrlkk Mittwoch abend 7 Uhr; ordentliche Generalversammlung in den PharussÄen. Mückwstr. I-IL. Nc«ivahl des Distrikis- vorstandes. Mitgliedsbuch isgiiknlcrt 17. Distrikt, 1. Abteil-mg. Mttglied-svorfommlung Dienstag abend 7 Uhr in der Schulanlo, Ruhspia 6. Abteilung. Mit- lgiied-rveisammlung Dienstag abend 7 Uhr in der Schulauin, Of-ner Strahe. Tagesordnung w b«t>en B«esn«n: Beucht von der Generalversamnilung und St«lS-,ngnoch«c zur TWtrckts-Bor'tandswahl, 18. Distrikt. GenoKcn. dl« sich in den Dienst der Wahlbewegung stellen und an dem Vortragsgvkliw der Ardoiterdildnngsichule teil- nehmen, muhten ihre Legittmation am Sonntog am Hausewsang de, Rathauses in Empfang nehmen. Die Borstcmdositzing findet erst am Sonvabend, den 24. Apeil,»m selben Lokal statt.. 18. Distrikt. Msttwock 7 Uhr. Sttzung der Erwerbsloscnsürsorg» bei Wende. Kolotiieitt. 147. Teltow-Bee-ckom. 2. Distrikt. Montag abend 754 Uhr: Sitzung der Obleute der FrauenarbeitsKomintssionen bei Mewes, Emser Strahe 94-95 Referat über den Feauenteg. Charl-ttenkurg. Dienstag, den 20. April, abends 7 Uhr: Mit» gli-d-rv-rsommlung Im Volkshans. Rostner.ft»«tze, Vortrag de» De- Nossen Koenen. Wilm?rsdors-Halens«e. Dildtw�scrusschnfe. Monto<, abend 7% Uhr bei R-ichwaid(früher Schüferl. Vrottdenburgssche. Eck« Mannheimer Strahe: Sitzung sä.ntlicher O diente. Gleicktteitig erweiterte Sitzung aller Pa't--ifunktionäre,... Neukölln. 6. Jezirk. Montag abend 7 Uhr: Versammlung. Eibe- streifig 1. Neukölln. Montag abend 7 Uke, B-ttrksverfammlung de» 18. Bezirks bei Wolf. Prinz-Handjery-Str. 50/67. Lichterielde. Montag abend 7 Uhr: aehorordentliche Mitglieder» Versammlung bei Fleischer. Bäkestr. 7. Eietungnahme zur Maiteier. Lichtenberg. Sitzung haben: am Montag Gewerkschaft,- und Räte- hommllston, Dienstag«ltdiingskommickon. Mittwoch Schi-tz- aemckts- und Zeitung-Kommisston, abends 754 Uhr im CöcNicn-Lyzeum(Hand» arbsitssoal), Rathausstt. 8..,.»> Treptow. Montag abend 7 Uhr. bei Mütz-I. Treptow. Reue Krug.ZIllee: Fraktionssttzung der U. S- P- D.-ffilternrä' Tagesord- nung: Kanbidatenaufstellung-um Vorstand des Ortselternbeirat». Außer den Aktiven sind alle bis Nr. 19 gewählten ErsatzrSte jeder Ecknile eingeladen..... e. N! sd« rsck»»han seit. Moniag abend 7 lihr bei Krone. �'orloNca. sttohe 8, Sitzung aller Kommisstons Mitglieder und des Borftande». Verewskoseträer. Opposittonelle Buchdrucker. Montag abend 5 Uhr, Arminhallen, Kommairdantenstr. 68/59. Referent: Kolleg« Lampe. Bezirkskart» legitimiert.....» Zenlralverband der«ngestellten.«chtungi Fachgruppe 2 (Magistrats-Hilfe angestellte) Der Betri-bsrät-Iiurfus im Dsroands- bureau fällt wegen der Delegierte�ersammlung am Montag, den 19, Apri!, aus. Nächster Kursus beginnt am Montah. den 26. April z<,20.— Fachgruppe 16(Sektton: B,nchdr>»ck«eei- und Buchbinderei- Angestellte). Mitgliebervarfammlung am Montag, den IS. April, abends i48 Uhr. im Verbandsbureau, BelIe->Alli«iee-Str. 7—19 Deutscher Werkmeister-Beriiond. Fachgruppe 7. T-xtilindustrI«. Versammlung Di-n-tag nachmittag 6'6 Uhr Im Rathauskeller. Berlin. �«rb-itsaemeinschast sozial! stifcher Techniker. O-effenIIiche Ver- fammlung Montag abend 7 Uhr im Sophien-Lyzemn, W-inmeister« strahe 10 17. �. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Branckenverfammiungen finden statt: Handelshilfsardeiter und Arbeiterinnen der Teztllbranche: Montag abend 6 Uhr, Königstadt-Kastno. Holzmorklstt. 72: Engros- ko'ttektion und B-dlcibungsmdnftri«: Dienstag abend 6 Uhr zben- dafcibfi: Leder- und Led«rwa»en lHandel nnd sindufttie): Tonnerslog abend 546 Uhr, Bceker, Wederstr. 17.— Einzelhandel: Dienstag abend TÄ Uhr, Zentral-Feftfäle. Alte Jakobftr, S2. Augestelit« der Chemischen sindustrie. Am Diene log, den 29 Avril, findet in Kiiems Festsälen. Hasenheide 13, ein« öffentliche Versammlung statt. Beginn derselben Punkt 7 Uhr. Thema: Bericht liLer das Angebot der Arbeitgsber. Zentralverbnnd der Blafer. Montag abend 754 Uhr. im Gewerk- fchaflshaus: Mitgliebcrveefammlieng. Bund der technischen A-igefteAten und Beamten. Verttauen»- männerversammlung der Metallindustrie: Monwg abend 7 Uhr im BLrsenfaal der Mustkerfestsät«, Kaistr-Gickelm-Sttahs 31. Sozialistisch« Prvletarierfngend. Agltanonsdezirk Norden 17. Di» Schulentlassungsfcier findet heute 547 Uhr w der Schulaula, Pappel- Allee 41,42. statt. Billetts find noch an der Kasse zu haben. Ein- tritt 50 Pf. Soz. Proictarlerjugend. Wedbiug 1. Montag abend 7 Uhr: wichtig» Leitungs- und Funktlonärsttzung bei kroll,«trochter Strahe. Ecke Malplaquetftrahc._ «ltersturner Grotz-Berlln». Eannabend, 24 April: Altersrlegen- turnen m der Turnhalls der Gsmeiiidefchul« in Pankow, Kaiser» Friedrich-Str. 58. abends von 8—10 Uhr. Turnverein Fichte. Dienstag abeick 8 Uhm. Zusammenturnen der Gelbteren in der Turnhalle der 16. Abteilung, Steinstr. 29/80. Borort- vereine sind auch eingeladen. Arbelter-Schivwimuerein Neukölln. Nach Eröffnung de, Hallen- dades finden die ersten Badeabend« wie folgt statt: Männer- und siugendabteilung Mittioock, den St. April. 7 Uhr äb-nds: Frauen und weibliche Jugend Donnerstag, den 22. AprU, 7 Uhr abends: Knaben und Nädüp,'n Dienstag, den 27. April. 7 Uhr abends. Arbeiter.Ettern.Bund. G-neraio-rlammlung am Dienstag, den 20. April, abends 6 Uhr. in der Schulania, Hinter der Earnifonkirche. T.-O,: 1. Ziele und nächste Aufgaben des A. E. 2, Neuwahlen» 8. Organifalion, 4. Berfchiedene?, Internationaler Busd, Sektion Kriegsgefangene. Nächste Mit- gliederversammiung mn Montag, den 19, Zipril, abends pünktlich 7 Uhr, in der Schulmcka, Gipsstr. 22a. Gäste herzlich willkommen. Dr. Theodor Th. Ne«ck>auer, Obertchrer. Die neu« Erziehirntz der sozkuisiischso Gesellschaft. Erfurt 1920, Verlag der Tribüne, Keine Arche 1. Dr. Adolf Saagcr. Norddeutschfand und Versailles. Der Freie Verlag, Dern-Berkm, 1919._ ErsiatUing zurückgenommen. Dienstag, den 20 April, nber.d» 7 Uhr, Vossver'ammfvr.p de- Rute- und Gew?rk'ck>aslokvmmtlst«n bei Kehner, Görlitz«»-»nahe 47, desgleichen um 7 Uhr Vollversammlung der ZeliungsKommuston bei lieber. Lausitzer Strohe 26. Mittwoch, den ÄÄ» •.«".vJV'�IVuSB■41, 1'.' IUJ5 n um i l!5). eva, WCV tungskommljston bei Laser, Lausitzer Etrah« 26. Mittwoch, den ssbWA fei. Verantwortlich für die Redaktion: Alfred Wielepp. Neukölln. Verlagsgenossanschast„Freiheit--,«. G. m. b. H., Bettin.— Druck der Lindendruckerei und Verlagsgesellschafl m. d. H., Cchiffbauerdamm 19. 2s ä fr n e mit echtem FriecleilS-KöTllfÄCllillfc schöne, natürliche Parbe bei � JsKr» Sclir./ i�ic5icr CiftTSOtl©» Z»linz!?hen mit Brtlk-U B-täf.bnng nach bewährtet .Metbede bei Uertellette von Gebissen tzretlll Spezi'ItKt: Züline ohne lt' ren. Kronen--.e! Fothnänel».-«e'Jmtn... n pps' i.««•nie« Äim?s H a t v a n I, SirsUs l tcVt Scuöotiaqscr Allee. ilBga» r!>««..t» r*ir«I»e. Sprechstunden von 9—1� 2— 7 Sonntag* und Peic.tai» In den letzten 2 Jahres über 2S00 Oebljse mr Tnllstoo Zufriedenheit geliefert n Für das badl�he Oberland wird znm baldigen Bin: ritt ein Partei' ekretär ge- saoht. Reilekücrt wird anf«ine orxani- satomch and rednerisch tüchtige Kraft, Bewerbungen mit Angabe der bisherigen TÄüt'kcit in d�r Arbeiterbewegung sind bis zum 25. Apnt erbeten an da« L�ndes- sekretariat der U. ö. P. Karlsruhe(Baden), Karrcnstraße 23. Q-stetT- n beiler, verlangt ZeH-r's.r 25 (Laden). Rirgbaaniiof Frenz- lauer Allee McldK.äoimt.S-IQ. Al�tailscsileifer fiit Sprechmaschir cnteUe p sofort gesneht. Odeon- Werke, Weißen see,!.ehderslraße 20/25. Junscs AlSdehen iür 2 Kinder gesucht Albrcc' t- straüe Ifi parterre rechts(am Bahnhof Fried r i chstraße). Q Fat den Bau em« 235 m lausen Untersrundbahn- tnnnela im Slallenhetrieb werden»umsoiorticen Anlritt ein Schachtmeister und 15 Speziaistollenarbsiter(Bergarbeiter) sesiiciat..... MeWunRen mit LohnansnrUchen an da« Verkehrs» bauamt Neukölln. tllMa [«MI JÖ'€'3 üb frais® a STELLT BIN KßOCalS� Esstser isr�Sc 33. Kranschlosser und Wagenmonteure für den Zusammenbau von Zentesimal- und Dezimaiwagen benötigt A, Dinse, He!3izsB?,8 und WsgMfebfsk 0. m. b. H., Berlin-Reinlckendorl-Ost* Bneozer StraÜe 4. Strohhutnäherin b. höh. Verdienst ges. Hutlabrlk, Chausseestf.72. 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Bericht über die Tai üverda ndlu m, r». 2. Dtituflieu. ZlienStan, de» 20. Zi»,il ,020.«vend« 7) Uhr Versammlung aller Glektromontpurc und Helfer, welche m den Betrieben der Siettro-liwangsinnunv Renkölln b«ich>astir t find, I« Lolal am SiSutl«, Neukiilla, lianner Sit. I, Eck« Mchardflrape. T»ge«»rdiun 1. Bericht d«S nenakwähiten Vrse>lrn»u«!chuff«O. 2. Uirrre Laim-«Iid ArdeildberstatNitfle in dm Jnnuugebeteietr». S. Aei ichiedenek. Tie tinchtigleU der lujtJirdinMr, erfatdrtt da» Ericheincn aller!t«!ca«u. Die Or-overwaltung. «iulodunn zur Zchrscksllittii%mnl- SfrinfRÄn der G«?ie»>.«iützigeii Ban-«ud Betriebe- aei'.ossciifchsft fikt Grsts?- Berlin, e. G. m b. H. au« Toimabe:,». den 24. April l!!S0.«ariim. 4 Uhr, im «LewcrNckjnstöynns, v'ni.cluscr IS. Tagesordnung: Vor'chliigc de? AuspchNraie zuni Baistand gemiiß ,2 der Statuten. Evmtl, Anliäge s.uo geinitn) LI bei dem Borfitzcnde» de» Aussicht- rot? einpireiche». Als Legitlmatio» gilt die g-tichiiich- Bestätigung der Eintragung. Der AusstchlSrat. Proust.«r»dow»N, StU-Uii Ijtet. Barsch»dir. mn Bettielsr, Bezüge, lehien ffirbt in allen lichtechten Farben in kürzester Zeit r, Achtung! Schuhmacher! ~~ Z de: ftiSl« Versammlung Am Moiitag, den ,0. April 1020, obendA 8 Uhr, w Hnperlund» Feftsälen aller Pollegen d.r Srch»stl>rs»i» der �ntmRrte iMaschineuart-ctter Purnrtnrr, Stepver usw.) Tage-ordnung! Wie bcloniinni wir die Prodnltio» in untere v-nd? De» tvmchtaud der So,. Ackiiil!prr>duNtv.«r«oi?eulchait. i<ÄutmäkinjLLhs Fsivstsebuis ™ Paul Kowalski KSpenicker Str. 143, am Schlesischen Bahnhof AuebUduns In allen Handelsfächern.sowie In Denisch. Etil tisch. Französlscb. Polnisch, Russisch. ei f«riuSi fe e«atkl»« t Ichzable immfimoch diehöchetenTagespreleefar$ | KUPF&K, MBSS1NG' Lisi, Zink Gold-, Silber- iYledaillen und andere Metalle sowie alte Gebisse 2 Ankaufsstellen | GoUboim, Monemsti. 12 1 £ und Scfcinldstr.lTa-«i.| 2 Mitglied des Verein» d. 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Anril verschied nach kurzem Krankenlager| der Direktor der hics'gen TeohniscUcn Privatschu�c »M Inpifeur Ludwig BartU. Der Verstortene starx! seiner Anstalt wtihrsnd 1 eines Möt»«c* enatbers vor! MM seinem reichen Wissen i '»nd in iiocrmödliuker Arbeil hat er neb stets um das j Forlk-emmco semer Scbö' er bemöht. Ein schwerer Verlust ha; uns durch den Heinnianif de» treuen Beraters getroffen, der uns durch seine stere Arbeitsbciidiglccit cm djc verlöschendes Vorbild, bleiben wircL Verl!-. 14. April 1920 Die Schüler der Anstg/t, | Osüfsclier Mstallarbeitsr-Verliand Verwaltansssteüe Bertin. Kschrtsf 1 De» Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kcllegeo, der Werkzcusrrnach-cr At&srt lirause PankstraBe 81. toi 6. d. M., der Arbeiter Wii# Ackerstraße I50U. am 8. d- der Schlosser Oskar Dressier Dirschöner Straße 4. am Ii d. M,• der Helfer � Kart KnCppel | Stetflnrr StraSc 25.»m 14. ck. M zcs'urben»lock. Ehre ibrein Andenken I i Die Ortsverwaitunc. �»■■■■HaHPiwwaBwagwwBB Dciilsclier Trnnsjcrtnr&ci�r-l/eriiand BeTirksverwaitnns(>r<>0-Berlin Den MitfHeUero zur Nacbricbt, duü uoee« Kollege, de: Rollkitscber Rudolf Priti von dnr Einna Silberslein am 14. i. Mis. Im Alter von 39 Jatiren verstorben Ist. Ehre seinem Andenken I Di« Eeerd'tnnc ftnhf eaüentt *�1 Hn�ponv�fl» H" �«-i-vls der Markthalle ;v�: llRßrudoiSir. Jjj zahlt die httchstcu Tagespreise tör M Kupfer, Me� in 5, Kivi. Z.11K bsw, ICupfer:: Kessins Quecksilber Blei runi Köcks sn Tsgasprsls SchnlzeMorfer Str. I■ Alte QeMsse Zahn 5 �k. BriRanten m~, siuwifMii Sclimuck-achen MWU Zinn usw. kauft Edeimetafischmelze 0. Blumendtrpfle 8S. tfT|«ä«« � iiberbit:« die dich st« Preise I!« gebilndNlee» Zeitunstspap-er ß sowlc idinalcheg Llltpapier Jeder Polten wird ab ebolt! � ) �____________________________ WKd O' 4 w•aS' � �«tr 3 Jeder Posten wird abceboit! l�ritz Seydlltz, -©n gros Papier en detail Neukölln, Meriii�niiplatz 4. I Kr Ws Deutsche Aat!oua!vers«NN:u?«ug 1S4. Sitzung. Sonnabend, den 17. April. Bei der zweiten Lesung der Vorlage zur Aenderung des «esetzes über Wochenhilfe und Wochensürsorge berichtet. Abg. Frau Schräder(Sog.) über die Ausschutzverhandlungen: Das Wochengetd soll in Höhe des Krankengeldes gezahlt werden. Abg. Frau Zletz(U. Soz.): Der vorliegende Gesetzentwurf ist«in dokumentarischer Be- weis dafür, welche Pfuscharbelt im vorigen(Sommer die Siatiormlberfcmnrlung bei der Verabschiedung des Gesetzes über die Wochenhilfe� und Wochensürsorge geleistet hat. Die Darlegungen unserer Berichterstalterin haben da? bereits nachgewiesen. Die einzelnen Paragraphen sind, abgesehen von «mem einzigen, nichts weiter als Flicken, um das Gesetz vom LS. September 19lg zu reparieren. So wird viel Zeit und viel Kraft vergeudet, ohne daß nunmehr etwas wirklich Befriedigendes zustande gekommen i st, ge- schweige denn etwas Gretzzügiges. Dabei wurde gelegentlich der Verabschiedung des Gesetzes vom Lg. Sepiember Ibis von allen Parteien unserer Kritik gegenüber wieder und wieder versichert, eine großzügige Reform des ganzen Versicherungswesens, ins- besondere der Krankenversicherung und damit auch der Wochenhilfe »nasse sobald als möglich kommen. Dies geschah, um unserer Kritik, die als cherechtigt anerkannt wurde, Rechnung zu tragen. Nun haben wir dieses geradezu klägliche Flickwerk be- komme Das ist natürlich keine Reform der ganzen Versiche- rungs, gebung, auch nich( als solche gedacht, wie uns die Frau Berichl>.>.,:atterin gesagt hat. Aver es wäre dringend nötig ge- wesen, daß sie jetzt gekommen wäre. ES wird durch das vor- liegende Gesetz, welches die Nationalversammlung beschließen soll. dieser selbst attestiert, w?« oberflächlich und salopp sie im Jahre l9lg gearbeitet hat. Die meisten Paragraphen des zur Beratung stehenden Eni- Wurfs— darin stinime ich der Frau Berichterftatterin durchaus bei— bedürfen deswegen keiner besonders langen Begründung. weil sie sachlich nicht» ändern, sondern nur so formuliert sind, daß Versicherte und Krankenkassen nunmehr endlich wissen, woran fie sind, und die Krankenkassen, ohne sonwährend die Konflikte auskämpfen zu müssen, ruhia arbeiten können. Soweit sachliche Aenderungen vorgenommen find, befriedigrn fie Wieberum durchaus nicht. BaZ gilt z. B. von§ 2, wo gesagt-st daß dem§ 2 des Gesetzes dorn 2«Z, September 1919 folgende Vorschrift beigefügt wird: Die Satzung kann mit Zustimmung des OberversicherungS- amts bis zur Höchstgrenze von drei Vierteln des Grundlohns da» Wochengeld höher als das Krankengeld bemessen. Gegen solche Kann-Bestimmungen haben wir eine starke Abneigung. Tie zeigen den Versicherten sehr schöne und wünschenswerte Möglichkeiten, die jedoch nie- m a l S oder nur sehr selten Wirklichkeit werden. In der Begründung des Entwurfes, der uns heute vorliegt, wird mit Recht von der hohen Bedeutung des Mutter- und Säuglingsschutzes gesprochen. Warum aber zieht man da nicht die Konsequenz, an Stelle der Kann-Paragraphen Muß. Paragraphen zu schaffen? Warum schafft man nicht das Obligatorium statt der — das Wort wähle ich sehr mit Uebcrlegung— berüchtigten fakultativen Bestimmungen?� Daß die Satzung solche De- ssimmungen schaffen kann, hilft den Wöchnerinnen gar nicht?, son» dern nur der RechlSanfpruch, daß ihnen die Erhöhung des iis o�a? e n g c ld« s werden muß. Bei der Beratung bez Gesetzes vom 26. September 1919 hatien wir beantragt,.die Unter. stützung an Schwangere und Wöchnerinnen in Höhe des vollen Grundlohnes zu gewähren". Das ist nach unserer Ueberzeugung bei den außerordentlich hohen Lebensmettelpreisen und Preisen für all« Lebensbedürfnisse das Minimum, das den Wöchnerinnen und Schwangeren a!» Lbiigatorium zustehen muß, wenn sie nicht in den schweren Stunden, wo ste ihre Mutterpfl'cht erfüllen, die Sorge um da» Brot quälen soll. Wollen S>e d:e Mutterschaft nur einigermaßen in ihrer sozialen Bedeutung würdigen, dann müssen Sie diesen Rechtsanspruch zugestehen. � ner beantragen wir«i§ 2 einen Zusatz, und ich bitte Sie gend, diesen Zusatz mit anzunehmen. Genossinnen aui der r�lssozialistischen Partei haben unfern Antag erfreulicher- weise mit unterzeichnet, und ich erwarte, daß Sie alle ihm zu. stimmen werden. Dieser Zusatzantrag heißt: .Stirbt«ine Wöchnerin bei der Entbindung oder während der Zeit der Unterstützungsberechtigung, so werden Wöch- nermnenunierstützung und Snllgeld. falls da» Kind lebt, an den Vater oder an diejenigen Anverwandten gezahlt, die für den Unterhalt de» Kinde» zu sorgen haben." Ich halte cS für dringend notwendig, daß Sie diesem Zusatz- antrage zusrimm-n. Gerade in den letzten Tagen habe ich eine Reibe von Zuschriften erhalten, in denen bittere Klage erhoben wird, daß für solche Fälle in dem Gesetz keine Bestimmung em- halten ist, und in denen g-beten wird, Abhilfe z» schaffen. Ich glaube, einer langen Begründung bedarf unser Antrag nicht, er spricht kür sich selbst.» Soll, wie e» in der Begründung des vorliegenden Gesetz. entwurfs heißt, die W o ch e n b i l f e Säuglingsschntz sei n, dann darf man die finanzielle Beihilfe zur.Pflege und Ernähru-ig des Säuglings auch nicht entziehen, wenn ihm die beste Pflegerin, die Mutter, geraubt ist, die ihm zudem mit den Säften ihres Körpers auch die best« Nahrung reichen kann. Die wichtigst« Bestimmung des Gesetzes schafft Z 3, da» Hemmnis beseitigt, das der Kommuiialisierung des Hebamme n wesenz bisher im Weg« stand. In der preußi- schon Kommission für BevölkerungSpoliiik»st seit Monaten der Entwurf, der die Kommunalisterung des HebammenwesenS vor- steht, vorbereitet.?lber es bestand die Tatsache, daß die Kranken- lassen nicht berechtigt waren, als öffentlich-rechtliche Körverschaft, Geldbeträge für die unentgeltliche Hebammenhilfe zu zahlen, die den Wöchnerinnen durch öffentlich angestellte Hebammen gewähr- leistet wird. Der Zweck unseres Antrages, den wir im Sommer 1919 gestellt haben, die obligatorische unentgeltliche Hehammcnhilfe den Wöchnerinnen zu gewähren, würde damit, wenn dieser Z 3 in Preußen angenommen wird, erfreulicherweise erfülll, wenn auch nicht durch Gesetz für die Wochenhilfe, dafür aber für Preußen für einen noch größeren Kreis von Personen. Ich behau re nur aufs lebhafteste, daß diese Maßnahme, da» Hebammenwesen zu sozialisieren oder zu kommunalisieren, wie überhaupt hie Sozialisierung des gesamten Heilwesens, nicht vom Reich in die Hand genommen worden ist.(Sehr richtig! bei den lk. S.) Gewiß werden, so hoffe ich wenigstens, nun auch die an» deren Länder Preußen folgen, und darum bin ich den Genossen der preußischen Kommission außerordentlich dankbar, daß sie die Sache in Fluß gebracht haben, aber eine Entschuldigung für daS Reich gibt es nicht, daß es nicht bahnbrechend vorgegangen ist und eine Einheitlichkeit dieser wichtigen Einrichtungen von vornherein gewährleistet hat.(Erneute Zustimmung bei de« U. S.) 8«§ 4 beantragen Wir rrn dritten TTSfof, Fels« S, an Stell« der Worte.dabei beträgt das Wochengeld einuudeiaehalbe Mar! täglich, das Stillg-Id 75 Pfg. täglich" die Wort« zu setzen:„dabei beträgt da? Wochengeld 3 Mark täglich, das Etillgeld 2 Mar! täglich". AngefichiS der Tatsache, daß das Pfund Brot«ine Mar! kostet und eine weiter- Erhöhung des Preise» unmittctbar bevor» steht, ist eine NntersÄtzang von" 1JS0 Mark täglich so lächerlich gering, daß sie fast wieMne Verhöhnung der Wöchnerin klingt. Ebenfa sieht dem Stillgeld auS. Ein Liter Milch kostet in Berlin zwei Mark. Die Milch zu bezahlen, dazu muß das Stillg-ld doch mindestens hinreichen. Diese» Liter Milch wir» den Wöchnerinnen von den ErnährungSauSschüssen der Städi« zugesprochen. Was nützt es ihnen aber, daß ihnen die Milch zugesprochen wird, wenn st« nicht da« Recht haben, sich da» Lite« Milch haken zu können, weil ihnen die Mittel daz>� fehlen. E» ist ganz gleich, ob die Mutter den Säugling näh-,«der nicht. Rührt sie den Säugling, so muß st« die Milch für ihren Körper da den, nährt sie den Säiigling nicht, dann ist die Milch direkt zur Rahrurig d«S Säuglings notwendig. Zwei Mark find daher da» Minimum, was als Etillgeld der Wöchnerin täglich zu zahlen ist� Gibt doch das Reich Milliarden aus als Treu» Prämien für die Soldaten, wie wir im Notetat nach- lesen können, und hier würde es sich nur um ein paar Million«,» nicht Milliarden, handeln, die das Reich herzugeben hätte, um Zuschüsse zu den Ausgaben zu leisten, die den Krankenkassen er- wachsen» um das Stillgeld fürdie Wöchnerinnen zu erhöhen. Ich will«Nif den fachlichen Inhalt der übrigen Paragraphen nick-t weiter eingelfen! die Berichterst-vKrin hat ja ausführlich darüber berichtet. Ick, hatte nur den Wunsch, diesen Antrag zu begründen und eine allgem-ine Kritik zu üben. Ich bitte, unser« Anträge, die wir gestellt haben, anzunehmen. Wir sind der Ueber- zeugung, daß eine weitergebende MuttcrschaftSfürsorge sowie eine Reform der ganzen VersicherungSgesetzgebung die Arbeiter» sck-ft wird erkämpfen müssen. Hoffentlich werden die bevor» steheiwcn Wahlen«nie andere Znsamnieujetzung des Parlament» bringen und der künstige Reichstag mehr von sozialem G e i st erfüllt iein�iiij» gerade aus diesem Gebiet weitergehende Be- schlösse fassen.(Lebhafter Beifall bei den U. S.) Reichsfinanzininisler Dr. Wirth: Die finanzielle Tvagweit« d'S Antrage» Zietz ist ungeheuer. Er würde 109 Mllioncn erfordern. In der zweiten Le'ung kann man dock nicht Anträg« von solcher Tragweite auZ dem Handgelenk schütteln. Abg. Frau Zietz(N. Soz.X: Der Antrag würde höchstens ein« Million erfordern. Davor dürfen wir nicht zu« rückschrecken in einer Zeit, in der für den MilitarSmuZ Milliarden geopfert werden. «Abg. Frau Schröder MechtSsoz.): Bei der Beratung hei Aeichtsersich-rungZordnung werden wir einen noch viel Westes» gehenden Schutz der Wöchneriuuen verlangen müssen. Wir be» dauern außerordentlich, daß wir dein unabhöngigen Antrage(ruf Verdoppelung der Unterstützung nickt werden stattgeben hür-ei», weil wir das Gesetz jetzt nickt gefährden dürfen. Wir müsse» hoffen, daß der künftige Reichs'»? so schnell wie möglich die G« legenheit ergreifen wird, die Wockenhikfe abzuändern. Der Antrag Zietz zu H 4 wird abgrlchnt. Der Zufatzantraß zu§ 2 angenommen, die Vorlage dann in der Ausschnßfassung i» zwester und dritter Lesung angenommen. 159 Bittschrift-n werden nach den Anträgen de» Ausschusses ohne AuSspach'e erledigt. Das Hau« vertagt sich«ruf Montag, 3 Uhr: Tritts Lesung de» GcfetzentionrfS über die Gruiidschniea, Versorgung du Militörpcrsonen. Schluß 3 Uhr. Dm bekannt« Graiasucphoa- G-e-chllt Jul. Fried, Frl.dr'c/.Mr«;;«! 23» ritzt tbr eins terbiocUti!««dar Kbeaspieite Schall«!*):««in» Bilehs« tiancla, »»wtl. ein««nt orh Ilten« Finne,«f««Ine n»«n PMfanplatfn » fünf,«in Flattenelnu») 2S cm,„ 6 eins nsnn NadBwiall« » sah*, ein«»»«» Schnlldost., 30«inen(u'.irlialtTrichterapoRnt »»W; MBB v rAiMniMmna , Garten- u. j 1 Balkon- I 1 Möbel I - Aßbncr ffc'G'Svr�jr�erß''�hjvjfrißr ��wfrThT/s*�hevch�rfi� tlias <{.■J�är.v<«y £öÜftP&ttdÜ0f Diama.ntrau*lar.... 1.26 StHpötlSCllSlCB Diamanlmuster. ß�pt SSMS&hfiiSB Prassmuster,.. 3.95 4.95 Bsttertea 3.« WmerfiasebeQ............... 3.« l-WMkMss.................. 2.«6 LsLizMe««« o.�........ 55«, S�/fij£6fäÜG schwer«» Presamuster. 1,45 ScM&öt............... 7.50 8.50 Eie�iMrsteß 2.75 3.75 FL?!AWM!sZvr... 14.75 18.50 KSL8kÄK?dSZW........ 27.56 3?. 50 Setoerttetcn......... 2.75 3.ss W?iSCl2ör6itflr mit Zlakeinlag«., 12.79 MSckSMwMeN». Scl.otk2.45 3.76 Usißerbügel............ 3o, 50« Porz�iian Steingyl CsLeswSH Zi Yw*8?' a?ld"rT� inieiilQ Fleisclitöpfe...... 8.5, w.7s 13.?» Schmortopfe..... 9.5a 14.75 18.50 EaSSerOlIeSmitZOnfienS.,� 4.25 5.75 Erstpfannen m» stiel 5.95 7.50 O.75 Kascbineatöpfe... 6.75 S.75 S.75 WascMöpfe..... 34.eo 42.50 49.«, Mcheascküssela.. 3.5s S.ss S.75 MilcbkannsB mit BCgd 4,ao 5.75 7.50 WasÄcas........... 45.50 87.59 ESSlÖflel Aluminium........ 2.25 3.58 Teelöffel Alammiura....... 1.75 l.zz SSSgabölS Ahimmium....... 2.25 3.50 Tiscbbestecke.... Pa« 13,50 2150 Eacbsnsesser...... 1.73 2.55 2.03 Hackisesser............ 15.50 17.53 Eüc&eabeOe 17.30 23.5« WM M SkZ RMWA �«iiiiW zur Mäh« m elkMisk BtHSKserßerobe elraier LemvAnisrÄe. SotidMie Verari aHonjr.— TarL, Ecko*.tb«.sfcr.) 9—2. 4-8 Sonata? 9— 12, SzsssZsts?»« I>r. med. Laeüs fidSanO.(••pitiFi,(irslneL, ähnlichst «. ahne l-«i«jestvlB>!«. C« M«r�>:fer.-,ulO«l, OSj. 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