LkttMpreis 20 Pfennig- 5. Jahrgang Nonwg> Sen 10. ß$tl\ 1020 vi,.JrtiVtif«fdicmt nit'rgtn? mit noAmltlac?, an kann- MI» nar merjtn*. T'ti ü,iu,-;pitij tftrf.al bei freiet JiafieUun« ins Paus für(StbS-Setlin 7.50 If t. im corans zahlbar. ,jit pofibtiuo Btbmtn flmilich« pastmistalitn Nestellungen eninezm Unitt kkeiidand bezogen iür vtntschland und Desterreich lo�-M, iüe das übeize Ausland IZ.S0 vi. zu-üglich valaiaaufschlag, per Leios für ventschiand NN» lvesteeueich IT.— zst. Krtflfiicn und Spedition: Berlin NW.«. Schisfbmieri-nw«»»»«. Tkreiliprechrr: Amt Norden 838—88, 8895 nnd 28"«. Nummee 132 V �yeno-Musgavs 3itfeeaie kosten die achigesp. Nonpaeeellezcüe oder deren Laune J.M Mk. ziizüzl. 3!)'(0 Ttuerungsz eichlaa. Familien- und Beganisailonsauetigen die achtges?. Neuxarcille�eiie 2AO Mk. neüo. Stein« Anzeigen: Das feikaedruckie lvon l-l» Mk, jede; eneitere Wt# »; pfz., zuzügl. 50�', Teaeteenzszufchlag. ktellenzesuche, Familien- u. VrganIsaNonök woei-Änzeigen kosten das fciizednnfie Wort Z.sS IHf., jede, weitere wori gZ psz. nett» Merolen-Av-eilmig: Berlin NW. ii, Tlhifibau-rdmu»- iV Aernspeecher: Ami Rsrdeu 838—»T, 2895-96, S?68 berliner■Organ Per Vmt>0a(!fgen SorMömwfmtte OeulMtmiH Wahloorbereilungeu. AWellusg der Kandidaie«. lSigene Drayinachricht der„Freiheit".) Leipzig, 13. April. Unsere Leipziger Parteiorganisation hat am Sonntag, den 18. April, in einer Generalversammlung von Grosj-Leipzig folgende Genossen zu Kandidaten für die de- vorsichenden Neichstagswahirn grivkihlt: Friedrich Geyer mit 732 Stimme, i, Seiger mit 336, Lieberasch mit«63, L-PinSki mit 636, Schüning mit 586, Frau Thiel mit 542. Kurt Geyer mit 46g, Schilling mit 438, Kliem mit 335, Liebmann mit 363, Frau Piottke mit 337 und HanS Block mit 235 Stimmen. Die Zahl der Sliit- glieder der Parteiorganisation beträgt jetzt mehr alS 56 666. * Am Sonntag, den 18. April, sand in Halle ein Bezirks- Parteitag svr den Agitationsbezirk Halle- Werse. bürg der U. S. P. statt. Nachdem der Genosse K o e n e n über die politische Lage referiert hatte, wnrdcn für die bevorstehenden Reichotagswahlc«»achsu-tzeupe 3« n b l d a t r« in folgender Neil,enfolge aufgestellt: Fritz Kuncrt, Wilhelm Koeneu, Bernhard Diiwcll. Gustav Raute, Marie Wackwitz, Panl Saupe, Julius Hildcbrandt, Otto König, Anna Hübncr, Paul KürbS, Hedwig Krüger. Für die R e i ch S l i st e wurden ein- stimmig nominiert dir Genossen jdurt Geyer und Wilhelm Breu- ning-Frankfurt a.?P. Ferner wurde folgender Antrag an- genommen:»Der Bezirksparlcitag der tt. S. P. des Agitatevns- b-zirks Halle-Werseburg setzt es als selbstverständlich von seinen parlamentarischen Bcrtretern voraus, daß sie sich nur uls Beauf- tragte der Peirtei fühlen, daß sie als» bei Differcnzen irgend wel- cher Art auf Beschluß de« BezirkSparteitaacS jederzeit ihre Man. date nirderzulege» verpflichtet sind." Die Kandidaten verpflichieten sich s ch r i f t l i ch, nach diesem Beschluß zu verfahren. Sie RechlssoziMen unii der Wchlkamps. In dem evsten WahlfluKlent der S. P. D.,.,VorwärtS''°Be!- blatt" betitelt, finden sich Stellen, die zeigen, wie die Rcchissozia- listen den Wahlkampf zu führen gedenken. Ein Artikel„Der Kapp- Putsch und feine Lehren" versucht ein knappes Bild von den Ur- fachen der naiionaliftifchen Erhebung und von der dadurch ent- standenen Situation zu geben, wo» inde» nur mangelhaft gelingt, »eil schon in diesem Artikel damit begonnen ftnrd, die Wahrheit zu verdunkeln, die Schuld der Regierung Bauer soivie der eigenen Partei an dem Auskommen der Reaktion zu vertuschen durch— verleumderische Angriffe gegen unsere Partei und durch alberne und irreführende Redensarten vom„Purichis- muS von links" rmd von der„Diktatur des Räteshfiems". Einzelne Teile des Artikels, so ein Stück, das auf die Vorgange im Ruhr- gebiet eingeht, klingen, als seien sie dem ersten besten Hetz- zeltel entnommen, von jener Sorte, die General von Seeckt in den ersten Tagen seiner Schreckensherrschaft in Massen über Berljn akstverfcn ließ. Und wenn das Bürgertum wieder«,nmal Beweismaterial für seinen Kampf gegen die revolutionäre Ar- befierschaft nötig hat. dann wird es aus diesem ,.Borwärts"-Bef- blatt" schöpfen können. „Diese neueste Erfahrung mit der..Diktatur des Räte- systems" müßte eigentlich auch dem letzten Arbeiter die Augen öffnen. Das arbeitende Volk, Hand- und Kopfarbeiter, bildet die ungeheure Mehrheit der Bevölkerung, und wenn es zu- sammenhölt, dann muh e? bei der bevorstehenden Zeeichstags- Wahl die Mehrheit gewinnen. Was aber mit dem Stimmzettel nicht gelingt, das wird mit Maschinengewehren und Handgranaten erst recht nicht gelingen. Die Wirkung bleibt da immer der gewollten gcradeSwegs entgcgengesstzt." Wem unterstellt man hier in vagen Andeutungen die Absicht. Maschinengewehre und Handgranaten für Erreichung politischer Ziele in Anwendung bringen zu wollen? Niemand wird genannt, kein Beweismaterial wird beigebracht. Deutlicher spricht Frau Juchacz in einem zweiten Artikel. Auch die redet viel von der Rätediktatur, von revolutionären Voll- zugsräten und ähnlichem. Und dann holt sie folgendermaßen zum Schlage aus: „Ans all diesen Gründen kann ich nicht verstehen, wie Frauen anders wählen können, als sozialdemokratisch. Sie können nicht bürgerlich wählen, weil sie als Frauen für das gleiche Recht und für die soziale Gerechtigkeit sein müssen, sie können auch nicht unabhängig oder kommunistisch wählen, weil sie als Frauen die Gewalt verabscheuen und nicht wallen können, daß nrch mehr Blut fließt." Hier wird offen gesagt, daß unsere Partei gemeint ist, wenn die Gefahr des Bürgerkrieges mit Maschinengewehren und Handgranaten an die Wand gemalt wird. Es ist gut, daß die Rechtssozialisten gleich zu Anfang de? WahlkampfcS zeigen, mit welchen Methoden sie den Wahlkampf gegen uns zu führen gc. denken, gut, weil dadurch von vornherein»die nötig« Klar- h« i t geschaffen wird. Der Agenl der Der Leitartikel de»„Berliner Tageblatts" vom Montag mar- a enthält folgende bemerkenswerte Stelle: „Inzwischen bewegt sich KapoAgent. Herr Lincoln. T r- b: t s ch, ungarischer Jude. Katholik und ehemaliger Vikar der englischen Hochkircke, ehemaliger englischer Abgeordneter. Spion und verurteilter Schieber von vielen Graden, unge- stört in den Hallen der Berliner Hotelpaläste — feinen Bekannten leicht erkennbar und nur«in bißchen ander? frisiert. Personen, die ihn so trafen, erzählten, daß er sich schwungvoll über die bolschewistische Erhebung äußere, die man herbeiführen müsse, und die dann zum rettenden militärischen Gegenputsch führen werde, und sie erzählen auch, Herr Lincoln-Trebitsch sei bei solchen Weisheitskündigungcn stets von andächtig lauschenden Offizieren umringt." Hier wird deutlich gezeigt, wo die angeblich.bolschewistischen' Erhebungen nicht nur gewünscht, sondern bewußt provo- zierj werden: Lincoln-Trebitsch, dessen Qualitäten der Artiiel des„Tageblattes" eingehend schildert, umgeben von an- dächtig lauschenden Offizieren, bilden das Zentrum» um das sich weitere Kreise ähnlicher gemeingefährlicher Zeitgenossen scharen, die zwar nicht öffentlich in den Berliner Hotelpalästen, aber dafür umso emsiger im Hintergrunds an demselben Strange ziehen. Spitz clmache, um einen Vor wand für blutige militärische Greuel und neuisnaiistiiche Erhebungen zu finden, das ist der Ursprung aller Schauermärchen von einer„oolschewistischrn" Gefahr. Das ist es. worauf Noske stetö hineingefallen ist. Und es ist nicht ohne Wert, daß das»Berliner Tageblatt" das einmal eingestehen muß, wa? indes die bürgerliche Presse nicht hindern wird, morgen schon wieder alle Geschichten rwilje- Anwendi ffien zu verbrzste«. feil«14 fcM« Mfelfl Ouulto 4tamin««. T'wück v Im übrigen halten wir den Hinweis des Blatte» auf Lincoln Trebitfch für«inen nützlichen FinzerzeigfürdiePolizei. politischer Wirrwarr in Angam. H. N. Bichapest, 10. April. Die innerpolitische Lage beginnt sich zu klären. 2L hervor. ragende Abgeordnete haben sich Veveint, um eine einheitliche R«> gierungspartei in» Leben zu rufen, was durch Vereinigung der Landwirtepartet und mäßigen arbeitswilligen Elemente des christ- lichen Blocks erreicht werden soll. Es wird eine Aktion zur Grün. düng einer Koalition arbeitswilliger Elemente eingeleitet. Der chri-ftlich-nationale Block und die Landwirtepartei werden in einem Aufruf der Dissidenten aufgefordert, ans Grund ihres Parteiprogramms gemeinsam eine Regierungspartei zu bil- den, da die Regierung sowohl vom Gesichtspunkte der inneren wie der auswärtigen Politik eine arbeitssichere Nationalversammlung braucht. Zu den Untersertfgern dieses Aufrufes gehören— und da» ist wohl das Interessanteste— der eben ernannte Außenmini. ster Teleki und der gewesene Innenminister Benicky. Von einer Klärung der innerpolitischen Lage in Ungarn läßt vorstehende Meldung nichts merken, eher von einem gs- steigerten Wirrwarr. Die Horthy, Huszar und Friedrich, die die revolutionäre Bewegung Ungarns in Blut und Mord erstickten, erweisen sich als unfähig, ihren großsprecherischen Proklamationen von der Rettung der ungarischen Nation unter christlichem Banner die Taten folgen zu lassen. Dir Flucht aus der deutfchnatisnaleu Partei. Mit Herrn v. Kardorff haben auch die: Abgeordneten Arendt und Dewitz ihren Austritt aus der Deutschaationalen Volkspardei und ihren Ilebertritt zur Deutschen Voiksparjei vollzogen. Tic schwedische Neisteruii? gibt Kopp Lftzlrccht. Es wird ge- meldet, daß die schwedische Regierung für biapp das Asyhrecht zur AnwmHuna bvitn«« und ÜMS i»«ne tzwjgagaehe« Las neue ReichswMesetz. Das am gl). November 1918 von dem„Rat der Volks- beauftragten" erlassene Gesetz für die Wahlen zur verfassunggebenden deutschen National.? Versammlung bedeutete gegenüber dem früheren Zil� stand einen erheblichen Fortschritt. Durch die Verordnung der Bolksbeauftragten vom IL. November' 1918 war sowoÄ den Frauen das Wahlrecht verliehen, als auch das Wahle, alter auf das 20. Lebensjahr herabgesetzt worden. Maßnahmen, in Verbindung mit dem Proportiov system und einer gerechteren WahlkreiSeinteilung, fanden den: Gesetz AnÄruck und brachen mit dem Zustand, d«r vo» dem Kriege zu wiederholten Malen Anlaß zu den großep Wahlrschtsdebatten und Wahlrechtsdemonstrationen der Ar- beitcrschaft gegeben hatte. Dem Wahlgesetz vom November 1918 hafteten natürlich noch erhebliche Mängel an, wie ste eben jedem Provisorium eigen sind." Der erheblichste Mangel dieses Gesetzes und der mit ihm verbundenen Wahlordnung vom 39. Novenrb« 1918 war der— trotz der Anwendung der VerhältniLlvahJ — nickt re st loseVerb rauch der abgegebenen Stimmen. Durch den Entwurf des neuen Reichs wähle gesetzes, der der Nationalversammlung kurz vor ihr«? Schluß vorgelegt worden, und dessen Beratung in der Koni-. mlision jetzt fast beendet ist. soll dieseni Mangel abgeholfen werden. Diese Absicht wird durch die ZZ 7—39 fast restlos erreicht.< Was besagen nun die angezogenen Paragraphen des Gesetzentwurfes? Durch den§ 7 soll eine völlig neue Einteilung des Reiches in Wahlkreise vorgenommen werden. Da das aber bei der kurzen Spanne Zeit, die uns von den Neuwahlen trennt, nicht möglich ist, so wird nach einem Beschluß des Veriasfiingsnusschusses für die bevor- stehenden Neuwahlen davon Abstand genommen werden. Denn ganz abgesehen von der in der kurzen Zeit bis zu den Neuwahlen nicht zu bewältigenden Arbeit für die behörd- Ischen Organe wäre es auch den Parteien nicht möglich, ein« Neugestaltung ihrer Organisationen nach völlig verändertest neuen Wahlkreisen vorzunehmen, und— was noch bedeutend schwieriger wäre— mit diesem völlig neuen uttd nneingearbeiteten Apparat einen Dahlkampf zu führst� Der Beschluß des Verfassungsausschusses, die bevorstehende Wahl nach der Wahlkreiseinteilung von 1919 vorzunehm«; ist deshalb lediglich aus diesen Gründon durchaus richtig. Der§ 7 besagt aber ferner, daß die neue Wahlkreis- emteilung nach der Maßgabe vorzunehmen sei, daß ihrer Gesamtwählerzahl entsprechend in der Regel auf eine« Wahlkreis vier Ubgeordnete entfallen? mindestens drei solcher Wahlkreise können zu einem Verbandswahlkreise oder, wie es nach der Beschlußfassung des Vsrfasstmgk- ausschusses heißt, zu einem Wahlkreisverband M sammengefaßt werden. Das Auszählen der Stimmen soll gemäß hfap §§ 26—29 in folgender Form erfolgen: Hat in einem Walp- kreise der Kreiswcchlvorfchlag— zu deutsch die Liste--r einer Partei 69 999 Stimmen auf sich vereinigt, fo wird ihr ein Abgeordnetensitz, bei 129 999 Stimmen werden ihr zw«i Sitze und für jede weitere 69999 abgegebener gültiM Stimmen«in weiterer Sitz zugesprochen. lahlkreifsch 05 Zusammenfassen von_ 3« Wahlkreis verbänd en bietet den folgenden Vriv wl: Es wird nw emtreten, daß ein KretLwahlvorschlag die glatte Zahl von 69 909 bzw. 129 000 oder gar 159 999 Siim- men auf siai vereinigt, sondern es wird entweder ein erheb- lichor Ueberfchuß vorhanden sein oder eine erkleckliche Zacst kehlen. Nehmen wir einmal an, drei Wahlkreise sind zu einem Wahlkretsverband vereinigt, ein Wahlkreisvorschlag hat 78 000 Stimmen aufgebracht, der Vorschlag derselben Partei in«,nem andern Wahlkreis 13öS99, im dritten Wahlkreise endlich hätte diese Partei aber nur 42 999 Stim- men auf sich vereinigt, dann würde sich bei der Berechnung folgendes Reiultat ergeben: Im ersten und zweiten SScibtt kreiw hat die Partei einen Ueberschuß von 18 999 bzlw 15 599, zusammen also 33 599 Stimmen. Diese würde» aber zusanimen mit den 42 999 Stimmen aus dem 3. Wahl- kreise, die zu keinem Kandidaten mehr reichten die SmnMe von 75 599 Stimmen ergeben. Die Partei bekäme aliö erstens einmal innerhalb des Wahlkreisvorbandes cineir Kandidaten und hatte außerdem noch einen Nebersckuß von 15 999 Stimmen.' , Da in dem E.nwurf neben Kreis- und VerbandM?, schlagen aber auch ein R e i ch s w a h l v o r i ch l a g vor- gesehen:st, der den Ueberschuß von Stimmen dieser Art noch auslaugt, w kann»ohl mit Recht von einem fast cestloseit Erfassen aller Stimmen gesprochen worden.' ji "■ ittifliainolitfu Lostfunq bflü.taw hu � Sacljf, 5aß IStc parkten �ÄbswerständNch anZi unter Ilm- yehunfl deS EinreichenS von Wahltreisvorschlägen gleich?ur EinreichunO von Verbandsvorschlägen schreiten konnre. Dies »st nach GeMußfassung deS Ausschusses in der Form bei- fcctmffeR, bat den Parteien daS Recht zusieht, in der be- ?eits oben sseschilderten Weise eine Summierung der über- lflüffigen Stimmen in drei oder vier zusammenzufassenden EinzeLvahlkveisen vorzunehmen. Der Entwurf enthält aber neben diesen durchaus Meptablen Paragraphen im§ 2 eine Bestimmung die die schärfste Kritik herausfordert. Der Absatz 3 dieses Para- 'araphen beraubt die Soldaten.während der Dauer ihrer jgugehörigkeit zur Wehrmacht"� des Wahlrechte Manch einer wird sich beim Lesen dieser Tatsache in Erinnerung vn die Greueltaten und Bestialitäten der entmenschten Sol- dateska während der letzten Tage eines gewissen Gefühls der Befnedlgrmg nicht erwehren können. Bloß mit diesem Gefühls der Befriedigung kommen wir im Moment auch nicht einen Schritt weiter. Wir müssen uns bei der Be- urteilung dieser Angelegenheit von wesentlich anderen Ee- sichtspnnkten leiten lassen. Rein rechtlich betrachtet bedeutet dieser Wahlrechtsraub an den Soldaten eine Degradierung von mehr denn IVO 000 Menschen zu Staatsbürgern zweiter Klasse. Und warum? Nun ganz einfach, weil man glaubt, durch die politisch« Entrechtung auch jede politische Aufklärung von ihnen fernhalten zu können, und weil man hofft, daß die an Drill- und Kadavergehorsam, gewöhnten Truppen, nur solange ein williges Werkzeug in der Hand der reaktionären Offiziere sein werden, alS sie sich um die politischen und wirtschaftlichen Vorgänge um sich herum nicht zu kümmern brauchen. Zu diesem Thema werden unsere Vertreter im Paria- ment bei der Ausgangs dieser Woche beginnenden Berat mg des Gesetzes im Plenum der Nationalversammluns' deshalb loch ein recht deutliches Wort der Kritik zu sagen haben. Sie Hallunz des Generals Tmu'it während der?, schlage. In einem ITrfiW der.Vossischen Leitung' dom 1. April wurde die Behmiptu.ig ausgestellt, daß sich der FraktionSvörsitzende der Deutschen Volkspartei Dr. Heintze, nach Ausbruch de-S Kapp-Putsche» sofort der alten Regierung zur Verfügung gestellt, ihr in Dresden«im sichere» Obdach verschafft und wesentlich dazu beigetragen habe, daß General Maiercher den Beschien der Pur. schiften in Berlin nicht nachkam. Die rechtSsozialiftischx.DreS. dener Volklzeltnng' widerlegt dies« von der bürgerlichen Presse weitergegebene Bchauptung ,md macht dabei wtereffait-e Mitteilungen über die Vorgänge«n Dresden, die ein bezeichnendes Licht auf die zjwsideutige Haltung werfent 1 z .M» Herr Dr. Hchntze die Minister Dr. Koch und Gehler zufällig im Eisenbahnzug getroffen hatte, am lg. Mär, nach Dresden kam, führt« er die Herren merkwürdigerweise nicht zur Regierung Gratmauer, wie da» wohl notwendig gewesen wäre, sondern zum General Maercksr. Der aber hatte bereit» Befehl von den HochveprSdern in Berlin, sie sofort zu»er. haften..., Roch um 11 Ahr am Sonntag vormittag wußte niemand genau anzugeben, wte eigentlich General Maercke, zu den Hochverrätern stand! Um diese Beiit erklärte er«ruf die Frag» eine« Minister«, daß Lüttoitz (fein direkter vorgesetzter fei, und erst nach langen vechind- Hungen gab er wenigsten» die Erklärung ab— nicht daß er Ver. sassung und Eid stützen.» nein, sondern daß«r— nicht» gegen Verfassung und Regierung unter. Nehmen würde! Mehr als diese» negativ« Bekrnntitf« hat«r überhaupt nicht abgelegt, so daß c» erklärlich war, wenn sein« Offiziere eine lauwarme Reutralität bewiesen. Diese fchwankend« Haltung hat da» Blutbad«ruf dem Botelatz ver. schuldet I" Diele Ausführungen de»«chSdsoMMfchen Bfalte« tf weifen wieder einmal, wie weit Me regierungstreue Haltung de» General« Maercker reicht«. Mag e» auch fein, daß er an den Vorbereitungen de» Putsche« nicht direkt beteiligt war, so hat er doch allein durch sein« abwartend« Haltung seinen Eid verletzt «nd dt» durch We Verbrecher geschaffen» Lage weiter kompliziert. Es ist«ottvenvig. baß gegen diese« Mann, 8er nur dorfickFfger als die Berliner Putschisten war, wenigstens wegen Begünstigung mit den schärfsten Mitteln vorgegangen>.rird. . Die MSrecher. In einer Polemik gegen den„VorwärtS"-Redakteur Kutt. n e r schreibt ein RcichSwehroffizier in der.Post", daß ein Eid in republikanischer Fassung, ein Eid ohne Anrufung Eotte» die Reichswehroffiziere anwidere. Sie könnten die feierliche Vereidigung wirklich nur als tragikomisch bezeichnen. Man weiß bei diesen Herren nie, wo man ist, nämlich wenn man chre Ausflüchte hört. Sie sind verfassungstreu, das betonen sie zum Ueberdruß. Der Eid auf die Republik ist doch aber auch eine verfassungsmäßig« Handlung. Es ist zum Ergötzen, wie diese echten deutschen Männer und Jünglinge, die mit den Worten: «Ehrlichkeit, Geradheit, männliche Treue' nur so jonglieren, sich kläglich abmühen, die Ocffentlichkeit über ihre wahren Gefinnun» gen und Absichten hinwegtäuschen. Im selben Atemzug enthüllt der artikelschreibende Reichswehrofsizier aber seine und seiner Kameraden doppelte Moral/ indem er schreibt:. Wir Reichswehr-Offiziere hätten Bitten von langer Hand vor. bereiteten Putsch gegen die Regierung nicht mit unseretn Gewissen und unserer Eidespflicht vereinbaren können und würden ein be- waffnete» Vorgehen abgelehnt haben; als wir aber vor bollendeten Tatsachen standen und die Helden vom Ro. ve-mber ISIS sich geflüchtet hatten, tatsächlich also keine Regierung bestand, waren wir als Soldaten gezwungen, unseren Vorgesetzten Gefolgschaft zu leiste«. Da» bedeutet also, daß man ruhig den Eid bricht, wenn der Vorgesetzte c» will. Der Eidbruch ist für die Offiziere der Reichs- wehr keine moralisch verwerfliche Handlung, Sie würde den Tag mit hellem Jubel begrüßen, an dem sie die? offen erklären könne. Einer ihrer Besten, der kappistische Oberst von Ledebour, der von den Hamburger Arbeitern tn den Kapptagen fein Teil bekam und bei Nacht und Nebel flüchten mußte, erklärt in einem Brief: .Wenn cS sein muß, breche ich von S bi» 9 Uhr alle Eide, die ich von 7 bis 8 Uhr geschworen." Hier haben wir den Geist, der einen großen Teil der Reichs- wehr- und Sicherheitspolizeioffiziere erfüllt. Jeder einfache Arbeiter, der mit dem Unternehmer in Differenzen gerät, die sich nicht bei- legen lassen, schnürt sein Pack und geht. Die Herren Offizierre, die Himmel und Hölle gegen die Neuordnung Deutschlands in Be- wegung fetzen, verzehren ruhig da» Geld derselben Regierung, an deren Sturz sie unablässig arbeiten. Muß man noch sagen, auf welcher Seite die moralischen Grundlagen einer besseren Zukunft ruhen? Einem .Prawda": Der tok fit diZ Betfaffeaplseue. Beim ReichSwehrjäger-Bataililon 17, Abschnittleitung Major be« Generals Maercker®rule' in Schlawe in Pommern, hatten am IS. März die Mannschaften einen Aufruf erlassen, wonach sie sich auf den Boden der Verfassung und der alten Regierung Bauer. Noske stellten. Als die konterrevolutionären Truppen unter Führung eines Hauptmann» Maisenbach den Versuch machen wollten, das Lager zu besetzen, nahmen sie ihren Offizier gefangen und erfiärten, daS Lager unter allen Umständen zu verteidigen, wenn e» angegriffen werde. Nach Verhandlungen erklärte Haupt. mann Massendach«hrenwürtlich, daß«in Angriff unterbleiben solle. Trotzdem wurde da« Lager mit Artillerie beschossen, wo» rauf sich die im Lager befindlichen Truppen mittel» Minen» Werfer verteidigten. Erneute Verhandlungen brachten daS Ergebnis, daß die konterrevolutionären Truppen unter Umgehung de» Lager» den Ort verließen, wogegen die BefatzungStruppen sich bereit erklärten, die gefangen genommenen Offiziere wieder in Freiheit zu fetzen. Nach dem Sturz der Kapp-Negierung wurden durch bi« Offiziere die Unterzeichner de» Aufruf» sowie noch einige Unter. Offiziere und Mannschaften verhaftet. Auf eine telegraphifche Beschwerde der Sladtverordnetenversammlung er- folgte b>« Frellaffung der gefangen genommenen Mannschaften. Dem Verlangen, bi« konterrevolutionären Offizier« ihre» Amtes zu entheben, wurde nicht entsprochen, dagegen wurden die Mannschaften und Unteroffiziere, die sich hinter die Regie- rung Bauer-NoSke gestellt hatten, zu einem anderen Truppenteil verfetzt. Dort hatten die Angehörigen der 4. Komp. erklärt, sobald die Betreffenden ankommen, so totschlagen zu wollen. Di« Betreffeichen haben nunmehr ihre Entlassung genommen. Cm MgMches ZgWlsk m Lsysrn. Die Reaktion in Bayern sucht nach R-chtsertigungSgründen, die ihr reaktionäres Regiment und ihre drakonische Haltung gegen- über den Festungsgefangenen beschönigen sollen. AuS München wird deshalb eine Meldung verbreitet, daß in der oberbayerischcn Festungshaftanstalt Niederschönenfeld an der Donau ein politi» scheS Komplott der Linksradikalen aufgedeckt sei, an der Müh» sam, Toller und andere Häupter der Münchencr Näie- republik beteiligt seien. Ernsthafte Menschen werden dieser Meldung kaum Glauben beimessen. Aucki wir erwähnen sie nur, weil sie geeignet ist.?ch zeigen, welcher Mittel sich die Reaktion bedient, um die öffentliche Meinung für sich einzunehmen. E&e ümttm von ZechesdettiehsrUsN m AlMeAel. Am Freitag fand in Wattenscheid, wie berichtet wird, eine Konferenz von ZechenbelrieSZräien statt, an der auch ein Ausschutz der Verbandsmächte, bestehend aus englischen, französischen und italienischen RegierungSvertretern» teilnahmen, der von Köln au» da» Ruhrgebiet bereift, um an» eigener Anschauung ein Bild über die dortigen Lebensmitlelver» hältniffc zu gewinnen. Die VerbandSverireter erklärten, daß sie von der Notlage iw Ruhrbezirk sich überzeugt hätten und bei ihren Regterungen vorstellig werden wollten, um ein« beffereBelicferung de» Revier» mit L e b e n S m i t- i e! n unh auch m i t. T e xt i l w ar en zu erwirken. Der fran- zönsche Vertreter bob bei dieser Gelegenheit hervor, daß vor allem die deutsche Kohlenlieferung nach Frank- reich nicht ins Stocken geraten dürfe. SuÄa«d«nd Richlaad. K» P e n b a g e«, 19. April. Tel-gramm au» Helsingfor» zufolge meldet bis Da» englisch« Ministerium de» Auswärtigen hat an den Bolkskommissar für auswärtig; Angekezenheitcn Tfchi. tfcherin ein Telegramm gesandt, worin die eng Usch« Regierung jetzt zugibt, daß D e n i k in endgültig geschlagen ist. In dem Telegramm wird die Regierung aufgefordert, um weiterem Blut» vergießen ein Ende zu machen, die militärischen Ope- rationen in Südrußland einzustellen, sowie eine allgemrineAmnestirzu veröffentliche». In seiner Antwort erklärt Tschits cherin, daß dte Verpflichtungen Englands gegenüber drm zaristischen Nußland mit der Niederlage Denilin» aufgehört hätten. Zwischen Rußland und England müßten nun neue Beziehungen angeknüpft werden. Dtttlkins Kaltstellung. London, 18. April.(Reuter.) Obgleich D-nikin bei seiner Ankunft in London von einem Vertreter de» Kriegsamte» empfangen wurde und morgen da» Kriegsamt besuchen wird, wird amtlich erklärt: daß dem Besuche de» Generals in England politische Bedeutung n t w beigemessen wird. StabtratLwahl in Brauns chwei». Bei der gestrigen Wahi elne» besoldeten Stadtrat» durch da« Volk hatten zum«rst-n Male sei! dem Ausbruch der Revolution die sozialdemokratischen Parteien Braunschweige vereinbart, geschlossen dem Kandidaten der Unabhängigen, Arbeitersekreiär W e fe meier, ihre Stim- wen zu geben. Die bürgerlichen Parteien traten einmütig für den Kanditen der Stadtverordnetenversammlung, Stadtrat v. Bianlenburg. ein. Er wurde mit LS 740 Stimmen gegen 21 100 Stimmen der Sozialdemokraten gewählt. «erschärfung de, BesetzunaSmaßn-bmen im Rheinland. Die iwteralliierte Rh-tnlanbslommffsion verbiete» zun toichetheti der DesetzuaigStruppen wr» wegen angeblicher«uÄchrottutigvn gegen die Bof etzun g» truppen be! Kunboebumgen am 17. April dte Ab- Haltung von Versammlungen poutifcher oder simst.ger Natur vi» zum 17. Mai, taw« Ansamlungat von mehr al» fünf Personen, Di« öffentlichen Lokale. Theater usw. fit» während ein« Woche um neiwi Uhr abend» zu schließen. Di« LrbenSmitteltenerung tu England. D!«.Labour Ga» zette' stellt fast,'baß der LebenSmütebumerhalt am 1. April 1920 132 v. H. mehr kostete al» im Juli 1914 für die gleiche Quantität und Qualität. Sie?nm ohne Schatten. Srstaufführung»« htt Staat»otzf«. Richard Strauß hat de« Zenit fei«,«edeutung Wer .schritten, er steht mit seinem letzten großen Schein, und Zauber Werck, d« �ftan ohne Schatten' im Abendrot de» verfall». Dem »gewaltigen vorwärtsdrang« unserer Zeit'»ermochte tx schon lang« nicht mehr zu folgen;«ft seiner letzten Schöpfung, dem offen bekemrenden, htöflog�rümemlnd«« Zurückgreif««, Über fich selbst(Arie, Kadenzirrung, Dreiklang» Modulation, veraltete» Per weilen tn der Tonart) schließt sein Wert für die Entwicklung und damit für die Geschichte«b. Nicht nur dt« melodische Er. fi-ndung und Linienführung hat jede zwingend« Au«ldvuck»krast und inner« Notwendigkeit verloren, sondern auch dt« einstige Klanggewalt-de» Orchester» mit setner Instrumentalen Pracht und feinem sinnlichen Leuchte« ist«ff gedehntem Lvachftrecken zu einem selbstzerguÄemdem, anlehnendem, wenig od« nicht« sagen» den Vrautünen, zu«ine, unfruchtbar«, Farblosigkeit verflackert. Der ungeheure Techniker und Beherrscher der Struktur vermag nicht eine Generation zu blendein» die mach tnneree Wahrhaftigkeit schreit. In der raffinierten vpernhastigkeit de« Textbuch«» Negt da» nackte, ohrsnfällig« versagen aller musikalischen Potenz tn dieser Oper begründet. Da» Gedankliche in der HofmannSthalfchem Dichtung: Mutterschaft, Fortpflanzung, Menschentum und Mensch. iichkeit verliert sich gänzlich bei der gesanglichen Bühnendarstel. lung; kulissenhafte Aeußerlichkett beherrscht die Breiter. In lang- wierigsten Verwandlungen und allerhand Zauberspuk, der nicht romantisch-märchrnhaft oder mtzstisch wirkt, sondern nur zusam» mengedrechsitlt und verworren, verkriecht sich die Handlungsarm- feligkett dc» ganzen Werke»: Der Kaiser muß versteinen, wenn seine Gattin au» dem Reich der Geister nicht den Schatten der menschlichen Fortpflanzungsfruchtbarkeit wirft. Der textliche Gehalt wird nebensächlichste» Mittel, der Musik eröffnen sich die erdenklichsten Möglichkeiten. Strauß, im Stadium«rfindungS» verlassener Dekadenz vermag sie nicht zu nutzen. Wie in der Dichtung die verschiedensten Gedankenwelten konstrasieren in der Vertonimg die entgegengesetztesten Stile. Vorherr'chend ist musikalisch die apiose Tendenz, die bi» zu Weber, Mendelssohn und Mozart zurückgreift und sich zu kerner reizvollen Eigenlinie wie in der.Ariadne' aufschwingt. Im sdt« immer wiederkehvend« Melodie der Gattenliebe) und verlieren dadurch dte Intensität am TharaktertsierungD-schärf«. Dieser Man. gel mißstaltet dem Top der Amme, deren mephistophelische Züge trotz starker Elektva-Anliehmung zu keinem KlytämnestvwPendant ausgeprägt si.ch. Di« Darstellung HS.te trotz dessen manche Ge- gensätzltchkett hemautschneiden Qnnen, wenn sich Karin Bran- zell nicht nur mit gesanglicher Bewältigung abgemüht, fondern im schauspielerischen Brennpunkt tri« Rolle erfaßt hätte. Di« packendsten Moment«, in denen die Schöpferkraft de» Meister» in all« llrspvünglichkeü und Größe auflodert, siegen zweifello» im zweiten Akt. Natürlich und eigen balle» sich hier erschütternd« Eindrücke zusammen— erlöst von allem Erlösung». phato», da» die Handlung banalisiert und dehnt, frei von allem WagnerianiSnnr», d« häufig tn Siegfriedhörnern, Nibelungen« posaunen, Wortdeklamationen und Wotan-Erda-Harmomk einen so vernichtenden Raum tn dem Werk« einnimmt.— Di« K«« p al» Fäckerwecki überstieg alle» bisherig« Großartig« tn«rzener Sieghaftigkeit ihr« unbegrenzten Stimmlichkeit, auch schau spiel«. risch war fi» hervorragend. In der Gestatt Barak», de» Färber« von Ärmster mit schwelgenden Wohllaut und behäbiger Gür« durchseelt— im Ehor der Wächter und bei zahlreichen andern Gelegenheften sinkt d« Meister der.Domestiea' in seine« Be» streben nach Einfachheit und voltttümlichkeff w dte Niederungen alltäglich« Trttriaßität hinab. Kais«(Hütt) und Kaiserin(Frau Hafgren» Dinkela) hätten sich mit ehr« lyrischen Ausdruck». fähigkeit w den echten Arien der Meister vor hundert Jahren tn etnem vollblütigeren Melo» tunnnetn können al» in den nachge. stammelten straußischen Konstruktionen. Dt« Stimme de» Falken, der den ganzen ersten Akt motivisch durchklagte, zeigt eine liebevolle Naturbeobachtung und wurde in seiner Realität von Frl. Hansa mit besonderer Stimmgestaltung durchdringend wiedergegeben.— Szenisch ließen sich trotz anerkennenswertesten Müheaufwande» der Regie und Bühnenmalerei nicht alle Anforderungen phantastischen Verwandeln» restlos bewältigen. Fritz Frid-Wir. disch. Ankiggue. Hasenclevers llmdichiung im.Großen Schau spiekh au»' vor zweieinhalbtausend Jahren schrieb der griechische Tragt ke: Sophokle» seine«Antigone". Und sie hat heute noch mehr fSmütim*. Mgch KMltjlß« erwK.tvA jjch MM««t Melodien! Jugend tttid Lehe» M viel« ander« Dramen de» tMMex Alter« jnm». vor vier Jahre» schrieb Walt«, Hafeucleder seine .Antigone'. Er wollt« kein« bloß, llebersetzung geben, sondern eine Umdtchtung. E» wurde«ine poetisch« Anlehnung und An- leih«. Er riß da» Werk zum große« Teil«u» seinem griechische» Zusammenhang heran», und weil«» zeitlo» im ewig Menschlichen «ourzelt, stellt« er«» wuchtig in unser« Gegenwart hinein. E» trägt die Merkmale de» Kriegsprodukt»,«» dröhnt und lärmt mit etwa» übertriebenem Aufwand, und«» erscheint un» heute zwar zeitgemäß, aber in höherem Sinne bereit» vergangener und der» altet« al» da» Werk d«» SvphoNe» tn sein« stillen und erhabenen Größe. Dennoch bleibt«» zu hören al» ein Schrei in die Nacht de» Brauen« und Morden», al»«in Aufruf zur Menschlichkeit, al» ein polttifche» Plakat.für Freihett und Völkerbund'. Mit be- wüßt« Hiftortenwidrigkett mengt e» stillo» dt« Zeiten: christliche Tön« werden im alte» Theben laut, Kreon, der Eroberer der Macht im verfluchten Hause de» Oedipu» trägt wilhelminische oder auch Ludendorfflsch« Züge. Da» Volk d« Geknechteten, bi» au'S Blut Gepeinigten und Lulgesogenen, grollt.anttkapitalistisch' gegen die herrschenden Reichen. Die antiken Thöre sind zu ver. etnzelten Stimmen aufgelöst und man dermißt manche» herrliche Wort; selbst Antigone» schönste» und unsterbliche» Bekennt»!» .Nicht mitzuhassen. mltzulieben b,n ich da', sind in der Modernisierung unterschlagen. Aber die Lieb« al» tätige» Prinzip ist auch tn Hasenclever» pamphletisch geartet« Dichtung wirlsam, zwingt den Tyrannen nieder, reißt feindliche Mauern«in, stürzt Kronen und Paläste und grüßt den neuen Tag, auf den wir war- ten, für den wir kämpfen. Di« gestrige einmalig« SonntagsnachmittagS-Aufführung in Reinhardt» Großem Schauspielhau» gab dem dröhnenden Wer! etwa» verspätet den angemessenen Rahmen. Karlheinz Martin» Regie arbeitete mit den in der Arena jetzt schon geläufigen Mitteln, die in der Massenentfaltung nur manchmal zu sehr an Ring» kämpfergruppen und olympische Spiele gemahnten. Den Raum beherrschte Emil Janning» in» maßlose gesteigerte Kraft- geberde, die aber von stärkster Innerlichkeit geschwollen war. Unter diesen Posaunenstößen verzitterte und verblaßte die etwas müd» Stimme der Antigone Gertrud Eysold» über Gebühr. D!» Gestalt diese» opferwilligen Gefäßes der Liebe verschwand im Schatten des Tyrannen. Rosa Berten» Euryidike wirkte stör» ker als Margarete Christian» Jsmene, und von den Männern ragten Paul Lange, Schweikart und Ändert Wäscher au» per Menge hervor. Der Beifall war grojtz.,&.£. Der Hstz gegen den Mklarismns. Die Wäll« von Haß und Lüg«, di« der Krieg zwischen den Völkern ausgetürmt, beginnen allmählich zu verschwin- den. Trotz d«S Widerstandes der imperialistischen und mili- taristischen Kreise, die an der gegenseitigen Verhetzung der Völker interessiert sind, beginnt man in allen Ländern die Verhältnisse bei den bisher feindlichen Nationen objektiv zu beurteilen.— objektiver mitunter als dieS in den de- treffenden Ländern selber der Fall ist. Ein interessante? Beispiel dafür bietet die linksliberale englische Zeitschrift h e N a t i o n", die in ihrer Ausgabe vom 10. April unter der Ueberschrift„DieBel»hnung des A nt i> M i li tar t» m u S" den Kapp-Putsch und seine Folgen in Deutschland schildert. Sie schreibt über den Generalstreik: „Es geschah«tcht der Stegierung zuliebe. M» Ganze» er- weckte die Regierung wenig oder gcr leine Begeisterung in irgend» einem Lager Das deutsch« Voll setzte sich den Entbehrungen und Gefahren eine» Streil» au», wohl wissend, daß e» mit dem Hunger und den Maschinengewehren der Reaktion zu rechnen hatte. Die« geschah«u» einem leidenschaftlichen Motiv herau»: seinem Haß gegen den Militari»mu» oder, vielleichl besser: gegen die M-ililürkast«. Die Männer, di« e? tadelt, zuerst für den Krieg und dann für den vernichtenden Frieden, di« Männer, die«s während anderthalb Fahren beinahe unaufhör- lichen Kriegszustände»«ingeschüchlert hatten, machten jetzt den Versuch, die Republik zu zerstören(obgleich sie noch nicht wagten, diese Absicht offen zu gestehen) und die Herrschaft der Junker» käste zurückzuführen und die kommende Rache vorzubereiten. Wenn wir wissen wollen, wa» da» deutsche Volk wirklich von dem Mili. tarismuS hält, wa»«» denkt, tn seinem innersten Sinne, ohne die Hilfe von Reden und Leitartikeln, die e» führen sollen, wir wissen eS jetzt. Keine Abstimmung hätte halb so bedeutsam sein können, denn Wslintmungen werden nicht erkauft durch Hunger, Lohnverluste und die Gefahr, an die nächste Wand gestellt zu werden." Mit Recht imt erstreicht das englische Blatt die Tatsache. daß die b r e i t e n Massen des deutschen V o l k e s, vor allem in Preußen, entschlosiene, ernste, tätige Hasser des Militarismus sind, wie kein anderes� Volk in Europa, ausgenommen die Oesterreicher, eZ heute ist. Doch sein Sieg über den Militarismus wurde, wie„The Nation" schreibt, k o m p r o m i t t i e r t unh gefährdet durch die nachsollgenden Ereignisse, die niederdrückend wirken. „Vierzehn Tage nach dem Stege über den Militarismus finden wir ein großes deutsche» Heer unter'den Befehlen einer b-albsozialistischen Regierung in einem Unterdruckungs» kämpf gegen Arbeiter eingesetzt, deren Vergehen zu sein scheint, daß sie zu eifrig waren, vielmehr zu bereit mit ibren Fäusten m dem Kampf gegen die meuternde monarchistische Sol» dateska. Ferner finden wir Frankreich zwei Wochen, nach» dem es die Gewißheit erlangt hat, daß das solange gefürchtere imd beargwöhnt« deutsche Volk von seinem herkömmlichen Militarismus geheilt ist, wie e» mit brutaler Streng« gegen eS voigeht und mit Tank» und Kavallerie und Ktiegszustand und wilden schwarzen Truppen Städte jerrseit« de» Rhein? besetzt, in denen während der ganzen KrisiS vorbildliche Ruhe herrschte. Talsache ist, daß man in ganz Deutschland der Versuchung, die für die äußerste Linke sehr groß gewesen sein muß, den Streik für revolutionäre Zweck« auszunutzen, widerstand. Riemanü jor» derte Sowjets. Niemand erklärt« die Diktatur des Proletariats. Dies geschah nicht einmal m sächsischen Städten, wo die Arbeiter bewaffnet waren und die rebellischen Truppen schlugen. War eS ander? im Ruhngebiet? Die ersten Nachrichten, slle mdirekt and die meisten über Holland gekommen, erzählten un», daß eine Sowjetrepublik ausgerufen worden sei, daß«in Hundert russischer Offiziere die Führung habe, daß ein ausgearbeitet«? Komplott bestehe, das von Moskau diktiert sei. All di«l war dumm«» Gerede. Soweit wir«s«r» schließen können, bestand die sog.„Rote" Armee aus den Massen der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter in diesem dichtbevölkerten Industrie- und Bergbaugebiet. Die meisten von diesen sind zweifellos Sozialisten, aber viele sind Katholiken(gruppenweise zusammengefaßt in besonderen Gewerkschaften), während wenige, wir glauben, sehr wenige, Kommunisten sind. Sie hatten ihre örtlichen Gründe, wenn sie die Truppen von Herzen haßten, mehr al» die Mass« der Arbeiter, und st« dachten, daß eine bewaffnete Anstrengung besser sei alz«in Streik. Sie richteten kein« Sowjetherrschast auf, sie enteigneten oder belästigten da» Bürgertum nicht. Sie hielten gute Oordnung und erschossen sogar Plünderer. Sie scheinen gleichwohl keine energischen Führer gehabt zu haben, und die wenigen Kommu- nisten gerieten wie gewöhnlich bald mit dem Hauptteil in Streit. Zweimal wurde ein« Vereinbarung getroffen: in den söge- nannten Abmachungen von Bielefeld und Münster. Die.Rote" Armee willigte selbst in ihre Eniwaffnung ein, aber sie bestand darauf, daß die regulären Truppen nicht»inmarschierten. Dies sollt« der SicherheilSwehr überlassen bleiben. Der Grund war, daß sie zu gut die Gewohnheiten der Soldateska kannte und er» warieie. daß st« ihre eigenen Niederlagen in einem weißen Schrecken rächen würde: Außerdem erklärten die.Roten"(wenn wir diesen ungereimten Ausdruck anwenden sollen), sie hätten den urkundlichen bei den Truppen vorgefundenen Beweis, daß General Matter, der Befehlshaber de» regulären Heere»,, selbst in den Kappistenputsch verwickelt war. Wir wissen nicht, ob dies« Urkunden echt und entscheidend sind, aber der Glaube, daß sie es sind, erklärt di« Haltung der Arbeiter im Ruhrgebiet. Beide Seiten mögen zu tadeln fein, aber e» sieht so au», als od w e» der di« Regierung, noch General Watter versucht hat, die Abmachungen zu halten. Die Truppen find im Vormarsch, und man sagt,«S hätten schwer« Gefecht« statt. gefunden. Truppen von zweifelhafter Ergebenheit gegen die Republik hauen jetzt auf Geheiß der Republik Arbeiter nieder, die sich erhoben hatten, um sie zu verteidigen." Ganz klar erkennt„Nation" die Kräfte, die am Werke sind, die alte Front gegen die Arbeiter wieder herzustellen. »Es wäre vorschnell, in dieser Entfernung und an der Hand so verwirrender Nachrichten ein sichere» Urteil zu fällen. Wir sollten vorziehen zu glauben, daß Kanzler Müller durch Ver- wirung und Mißverstehen in dieses augenscheinlich unnütze Blutbad hineingeraten ist. Aber ein, ander» positiver« Tendenz ist am Werk gewesen. Die alte regierende Klasse hat von Anfang an das Gespenst des Bolschewismus ver» wendet, um Tragödien wie diese hervorzurufen. Die Lügen(be- wiesen al? Lügen durch alle Augenzeugen in dem Bezirk) Über den russischen Charakter der Puhrdewegung wurden mit einem bestimm en Ziele in Umlauf xxsetzt. Di« Mrlitärpartei hat ihre Rache vorbereitet. Sie wjll»ersuHeu rutd zeigen, daß die Regi extz.ag siz ühtig bat,&& ist das alte Dollwerk gegen die.rote" Gefahr. Ihre Kräfte dürfen nicht ent- lassen oder entwaffnet oder der Zahl nach vermindert werden. Sie hat eine ganze Maschine für die Propaganda solcher Ideen, die über unbegrenzte Mittel verfügt. Die mehrheitssozialistsschen Führer sind empfindlich gegenüber jeder Kritik, möge sie gerechtfertigt oder unberechtigt sein, mit der die Linke sie überschüttet hat. Wir fürchten, in der von ihnen angeschlagenen Tonart bitterer Parteifehde sind sie den An. schlügen der Stabsoffiziere und Beamten in ihrer Umgebung zum Opfer gefallen. Vor drei Wochen, als NoSke in einer Versammlung zur Mitlernachtsstunde im Ministerium seinen Stab aufrief, gemeinsam mit ihm die Beritner Garnison gegen Lüttwitz und die Meuterer zu führen, waren nur zwei Offiziere bereit, ihm zu folgen. Heute leitet dieser selbe Stab einen blutigen Bürger» krieg gegen di« Arbeiter, die die Republik retteten" Der Schluß deS Artikels sucht'die Konsequenzen auS dieser Lag? für die Stellung der Entente zu Deutschland zu ziehen. war em ungeheurer Irrtum, Deutich I and ein Söldnerheer aufzuzwingen, und bei-uahe in jeder deutschen Zeitung, die wir öffnen, ob sozialistisch oder libsnal, findon wir, daß die Anfange des FunkerputscheS auf dieses Verkennen der Lage zurückzuführen sind. ES war ein Irrtum, die Verminderung d:eseS SöldnerheoreS zu verschieben, «in Irrtum, der dem Antibolschowistenwahnsinn des Herrn Churchill zuzuschreiben ist. Bon dem Frieden der Erdrosselung, der Verlängerung der Blockade und der Unfähigkeit, wirtschaftliche Haiteittel zu finden, brauchen wir nicht zu sprechen. Frank. reich hat jetzt all diese Irrtümer gekrönt durch seinen brutalen Einbruch in fricidliche Frankfurt. Wenn es versuchen wollte, den MiitoriSmiuS wieder zu beloben, da? deutsche Volk in wüten- dem Nationalismus zu einigen, dann hätte e» keine sicherere Methode ersinnen können. Hätte eSdaS Unruhengebiet an der Ruhrbefetzt, so wärefein Vorgehen logischer gewesen. So wie eS ist, stellt sein Vorgehen eine reine Straf. Maßnahme dar. Es ist einer von den vielen Schlägen, die einem niedergeworfenen Feind versetzt werden, mit dem einzigen Ziel, seinen Geist zu brechen in der Absicht, ihn um so sicherer zu seinem Schulldsklaben zu machen, der für ihn unter dem Banne der Ein- schüchterung arbeiten wird. Di« italienische Presse hat freimütig erklärt, daß Frankreich durch dieses gesondert« Vorgehen dem Bündnis ein Ende gesetzt habe. Da? Bündnis hätte schon lange in einem wahren Völkerbund enden sollen. Moralisch hat Frank- reich es getötet. An dieser rücksichtslosem Einschüchterung können wir keinen Teil haben. D:e Zeit ist gekommen, mit oder ohne Frankreich, für eine positive Politik der Wiederher- st e l l u n g." Wenn wir auch wissen, daß«die Anschaiuunqen,-die„The Nation" vertritt, noch nicht die Herrschenden in England sinid, so ist doch der vorsttchende ArtuM ein bedeutsames Zeichen für vas Wachsen der Erkenntnis in Engsand, baß nicht ein soqiaili'stisHes Deutschlanid, sondern idas militaristische Deutschland die Gefahr für alle Völker ist. „Ernste Lage- in Lreslün. Die offiziösen«P. P. N." berichten aus Breslau, daß die Lage„ziemlich ernst" sei. Die Bevölkerung sei a u f S äußerst« gereizt, man müsse befürchten, daß«S zu weiteren Unruhen komme. Da? offiziöse Bureau scheint au» einer militärischen Lügen quelle geschöpft zu haben. Wenn die Lage in Breslau wirklich ernst ist, dann tragen Regierung und Militärs die Schuld daran. Vor einigen Tagen wurde der Genosse Ernst D e m in i g bei Breslau als Leiche au? der Oder gezogen. Die Leiche wies Schußwunden und Verletzungen der Schädeldecke auf. Ueber den Verbleib der anderen sechs Ermordeten, darunter des Ge- nossen Schottländer, von dessen Verschleppung durch die Offiziere der Marinebrigade Loewenfeid wir bereits am 25. März berichteten, ist nicht» weiteres bekannt geworden.< kann nach allem nicht mehr dem geringsten Zweifel unterliegen, daß sie ebenso wie der Genosse Demmig einem Meuchelmord der Soldateska zum Opfer gefallen sind. Angeblich halte das Generalkommando in Breslau sofort ein gerichtliches Verfahren eingeleitet und die größte Beschleunigung desselben angeordnet. Durch die Untersuchung erschienen auch zwei Offiziere dringend verdächtig, den Bankbeamten Boronow ermordet und besettigt zu haben. Die Akten, di« bereit» vom Kommandanturgericht der Befehlshaber zur geststelli' tg;ct Adressen der Offizier« zugeschickt worden waren, wurden dort festgehalien und erst durch den energischen Protest der recht»- sozialistischen.Breslauer VolkSwacht" wieder an» Tageslicht be- fördert. Seitdem hat man nicht» mehr davon gehört, daß gegen di« Beschuldigten rn irgend einet Weise vorgegangen wird. Vielmehr wurden dem von der Regierung zum Reichskommissar ernannten Demokraten Dr. Kö bisch, der eifrig bemüht war,«nergisch durchzugreifen und alle reaktionären Element« aus den mili- tärifchen Stellen und den Behörden zu entfernen, die größten Schwierigkeiten bereitet. Auch di« Regierung, die anscheinend immer noch den verlogenen Nachrichien der militärischen Stellen mehr vertraut«, hemmte seine Bestrebungen. Der au» den drei sozialistischen Parteien und den Demokraten gebildete Vollzug». auSfchuß geriet m ein« unmögliche Situation. ES blieb ihm nicht» ant«re» übrig, als sich aw DienSiag wieder aufzulösen. Darauf hat auch Dr. Köbisch seinen Rücktritt erklärt. Wenn jetzt di« Bevölkerung aller Parteirichtungen in Bre«. lau auf» höchst« beunruhigt ist, weil die Mörder immer noch frei herumlaufen und ihr« reaktionären Freund« im General. kommando da» Heft in der Hand behalten, so trägt die Regierung und da» Reichswehrministerium daran schuld, die die Säuberung». aktion verhindert und den reaktionären Elementen Gelegenheit gegeben haben, in ihren alten Stellungen zu bleiben. Um so dringlicher müssen wir fordern, daß mit dieser Methode endlich gebrochen wird upd ein« durchgreifende Untersuchung und Be- strafung der an der Mordasfäre Beteiligten«ingeleitet wird. RoiihsarbeitSmmisterium demontiert. Da» Gesetz soll trtchk«W Stelle der kommunalen ArbsitSnackweiis« neu« reichSbehördlicha ArbettSnachweise schaffen, sondern«S wird sich im Gegenteil auf die Mitwirkung der Kommunalbehörden stützen und sie zu aus« gedehnter Mitwirkung sowie zur Deckung der Lasten heranziehen, Der Ausnahmczustitnd in Elsaß-Lothringen. Der sozialistische Abgeordnete Crnest Lafont hat in der Kammer«in« Jnterpellaq tion eingebracht über den noch immer aufrechterhaltenen AuS, nahmezustand in Elsaß und Lothringen, insbesondere über Mi polizeilichen und gerichtlichen Unterdrückungen der elsaß-lothringia scheu Arbeiter. Ein Denkmal für Jaurö». Nach einer Meldung de»„Popu« laire" au» L« H av r e soll dort ein Denkmal für Jean JauröS er». richtet werden. Der Steuerabzug vom festen Einkommen. Der 8 42 und die folgenden de« neuen Einkommemfteuergesetze» sind bisher noch nicht in Kraft getreten. Sie bestimmen, daß da« Einkommen de» Steuerzahlers schon am Erwerbs ort« der Besteuerung unterliegt. Da zur Durchführung dieser Verordnung ein großer Apparat er- forderlich ist, da besondere Stetterhebeltsten Sin gerichtet und Kleb« Satten für di« Unternehmer in Millionen von Exemplaren gedruckt werden müssen, so ist die Erlassung der SuSführungS. beftmrmungmt, die durch das Inkrafttreten der Paragrapben an- geordnet wird, zum nächsten Steuertermin— zum 16. Mai— noch nicht zu erwarten. Ein ReichSgesr« über Arbeitsnachweis ist zur Regelung der Arbeitsvermittlung geplant. In der Oeffentlichkeit sind darüber Mitteilungen gemacht worden, die von einer Ausschaltung der Komnutget; sprechen. Kipsg Meldungen werden nunmehr vorn Zur Erwiderung! Wir erhalten folgenlde Zuschrift mit der Bitte um Albdruck: Obwohl ich mir bewußt bin, daß die Betriebsrat ezen« t r a l e niemals zugeben wird, während de» Gsnerakstreiks Fehler gemacht zu haben, wie vaS von«llen anderen Beteiligten bereit» geschehen ist, so bin ich doch genötigt, dem Versuch entgegen- zutreten, mich der Aufstellung unwahrer Behauptungen zu be- zichtigen. Un der Haltung der Betriebsrätezentrale Kritik zu üben, birgt allerdings die Gefahr in sich, daß bohauptet wird, man stelle sich in Gegansatz zum Nätechsteim. Der Appell an bis Berliner Arbeiterschaft soll diese Wirkung hervorru-fen. New ist diese Art der Austragung von Meinungsverschiedenheiten nicht. Mit solchen Drohungen hat man schon de» öfteren von dieser s-eite eine Beschlußfassung zu beeinflussen versucht. Zur Sache selbst. Daß am 19. März einmütig in der Zentralstretkleitung beschlossen wurde, die Wahl revolutionärer Betriebsräte oorzu- nehmen, ist vollkommen richtig. Der Beschluß konnte aber voll Abbruch de? Generalstreiks durch den GewerkfchastSbund und die Afa nicht mehr zur Durchführung kommen, well me Abhaltung von Versammlungen zur Vorbereitung dieser Wahlen duich einen Beschluß der Distriksleiter der U. S. P., diese Versamm» lungen nicht abzuhalten, um einen Tag hinausgeschoben werdet« mußte. Daran waren die Gewerkschaftsvertreter doch nicht schuld; es war aber durch daZ unglückliche Zusammentreffen beider Be, schlösse— keine Versammlungen abzuhalten(DijtrikSletter), den! Generalstreik abzubrechen(Gewerkschaftsbund und Afa)— zN spät, ordnungsmäßige Wahlen der revolutionären Betriebsräte noch vorzunehmen. Wenn nun jetzt von der Betriebsrätezentrols von der Aufstellung unwahrer Behauptungen mz.acrfe'tS ge- sprachen wird, so bemerke ich dazu, daß in dem„A b w e h r", Artikel der„Freiheit" gar nicht bestritten wird, daß die Fortsetzung deS Streiks vor allem des Wahl revolutionärer Betriebsräte dieneix sollte. Nur sei der Beschluß schon früher' gefaßt worden. Der Beschluß der Zentralstreifleitung konnte nicht mehr heran- gezogen werden, nachdem der Generalstreik am 20. März, vor, mittrgs. von den Gewerkschaften und der Afa akgeötochen war- Welche„anderen Gründe maßgebend" für Ire Forlsetzung de«, Genetalstreiks waren, das sagt uns die Betriebs atezenirale nicht. Dau.it fällt der mir gemachte Vorwurf tn sich zusammen und die BetriebSrätezcntrale wird«» sich auch weiterhin gefallen lassen müssen, nachdem sie den Gewerkschaften den Kampf au, gesagt hat, daß wir uns gegen ihre'Angriffe wehren. Ein gc, deihlicheS Zusammenarbeiten mit der BetriebSrätezentrale wird sich erst dann ermöglichen lassen, wenn in einer solchen Körper- i-t'akt der Betriebsräte nicht nur Metallarbeiter fitzen, sondern auch die anderen Jndustriegruppen vertreten sind und anstelle! der persönlichen Herabsetzung wieder eine sachliche AuS'.eazung der Meinungsverschiedenheit Platz greift. K. Siegle. Dt« Zentral-BerknnfSstelle Berliner Mörtelwerke, Kötheneii Straße, hat anläßlich deS Genevalstreiks sechs ihrer kaufmänni- schen Angestellten die Streiktage in voller Höhe von ihrem schon so niedrigen Gehalt gekürzt. Man ist erstaunt darüber, daß eine Firma, die wegen fehlender Konkurrenz in Groß-Berlin für ihre Fabrikate ganz enorm« Preise fordert, eS fertig bringt, ihre finan- ziell so äußerst schlecht gestellten Angestellten derartig zu behau- deln. Die gesamten Angestellten, empört über dieses Verhalten der GolchäftSleitung, sind deshalb am 13. April auf ei'nstimmi» gen Beschluß in den Streik getreten. Wir bitten alle arbeitslosen Kolleginner und Kollegen, sich dieser Firma fern zu halten, da wahrscheinlich vo-n der GeschäftSleitnng versucht werden wird Streikbrecher zu bekommen. Zentnalverband der Angestellten, Berlin SW. 31, Belle-Alliance-Straße 7/10. Die Wasch- And Rrinmacheftanen stehen in Berlin ihre* Organisation noch sehr fern und sind deshalb die Lohn- und Arbeitsbedingungen auch nickt zeitgemäß. Der unterzeichnet« Verband ruft deshalb all« diele Kolleginnen auf, auch in der am Dienstag, den 20. April, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus; Engelufer 16, stattfindenden öffentlichen Versammlung zu ihrer wirtschaftlichen Lage Stellung zu nehmen. Luise Kühler wird dort über:„Steigende Teutrung und ni«drige Löhne der Wasch- und Reinmach« stauen" sprechen. Aufnahme neuer Mitglieder int der Versammlung und im Verbandsbureau Gngelufer 19, Park, Das Ende der Bahnsteigtarten-Automatm. Die Automaten für Bahnsteigkarten haben ihre Schnldigkest getan, sie find verbraucht. E» aab eine Zeit, in der«S angenehm war, au» diesen Automaten Bahnsteigkarten gegen den berühmten! Groschen zu entnehmen, man brachte am Schalter nicht zu war» ten. Di» Steigerung der Fahrpreise, die Sperrung de» Ver, kauf» von Bahhnsteigkarten, der Mangel an Kleingeld— wir zahlen nur noch mit Papier— haben dt« Umbaufähigkeit dieser Apparat« in Frage gestellt. Au» diesem Grunde ist der Vertrag, den die Bahnverwaltung mit der Gesellschaft für den aniomati» schen Verkauf. Anhaltstraße 10, geschlossen hat, zum 1. Mai gelöst worden. Die Automatenindustri« hat mit dieser Entwicklung einen schweren Schlag erlitten. Die Folge ist daß«ine Anzahl Arbeiter brotlos werden. Am schlimmsten sinv die Bediensteten der Automaten daran. Seit dem 1. Oktober erhalten sie derr horrenden Lohn von 37 M. pro Woche. Laut Schiedsspruch sollte er ab 1. Januar erhöht werden, wenn die Eisenbahnverwaltung die Pachtsumme herauffetzen würde. Dagegen sträubt« sich di«t Eisenbahndirektion; sie lehnt« e» auch ab, die Bediensteten int ihren Dienst zu übernehmen. Jetzt sind 2S Automatenfüller zum 1. Mai gakünd.gl worden und der AnffichtSvot der Automaten- Gesellschaft hat ihnen ein« Abfindung von 200— 800 M. zugesprochen. obwohl sie durchweg eine Dividende von 16 Prozent, int Jahre 1917 noch 30 Prozent, ausgeschüttet hat. Die Automaten stehen mit 76 Pfennig zu Buch, so daß die Gesellschaft sehr Wohls in der Lage wäre, größere» Entgegenkcmmen zu zeigen, denn als Akteisen haben die Automaten«inen höheren Wert. Eis würde sehr notwendig sein, wenn der Demobilmachunstkommissap die Bücher der Geselstchaft einsehen würde, um sie darauf hinzu- weisen, daß man gegen alte, gediente Leute anders verfArt, als das hier der Fall ist. Und di« Eiset»bah ndirekt i on sollte ernstlich prüfen, ob sie diese nun aus die SUaßs g«tvPfer>sn Leute Nicht ubernchni«» Milte, Der Bureaukratismus bei den Versorgungsäintern und Abwickelungssiellen. , II»!» wiiÄ««MieSsn: Trotzdem durch V.'-iüoungc» und Vor- sudiruugcn von ReichAvegen immer und uniner Mieder auf �schnellste CrleÄiAung von Renienantrrraen und Hintcrdliebenen- Bezüge usw. aufmerksam gemacht tviw. vergeht oft Jahr und Tag, l'iS eine einzige Zache erledigt ist. Es ist keine Seltenheit. das, Kriegsbcschädlate seit ihrer Entlassung aus dem Jahre 1918 noch keinen Bescheid Wer ihre Versorgung haben. Wohl hat mau ihnn. Neri te nvors chü ss e bewilligt, diese haben, da die Erwerbs- beschränkung noch nicht anerkannt ist, nur eine begrenzte Höhe. (Sin Heilverfahren zur Gesundung kann nicht eingeleitet werden, da die Unterlagen teilweise verlorengegangen sind und neue nicht hef«ibasft werden können, weil die Zeugen nicht mehr vorhanden Aor in alle Winde verschlagen sind. Viel trauriger liegen die Sachen bei den Kriege rtviiwen, Kriegs eitern und bei denen, wo der Mann bermistt ist. Hier sind uns Kalle bekannt, die jeder Beschreibung spotten. Was durch den Bureaukratismud für Elend heraufbeschworen wird, ist kdum zu beschreiben. Bei denen, wo dgS Rentenversahren erledigt ist, hat es mit den Sonderunterstützungen keinen Verzug, währen-d man die anderen, mo das Verfahren schwebt, damit bestraft, datz man ihnen die Umerstützuna, die ihnen von feiten der Kommune gewährt und vom Reich tsiftimsc zurückerstattet würden, entzieht, tind die davon Betrogenen der Verzweiflung in die Arme treibt. Gebt man der Sache genauer nach, findet man, daß an verschie- denen Stellen noch reaktionäre Herren sitzen, die eben kein Ver- ständnis für soziale Fragen halben und einfach antworten:.,Das geht mich nichts an." Es ist an der Zeit, daß diesen Herren mchr Verantwortlich- keitSgefühk eingeimpft wird und der Buroaukratenschimmel etwas mehr in Trab gesetzt wird. LicbeStragSdie. Der Mangel an Barmitteln zur Begründung einies eigenen Hausstandes füchods gestern in der Alten Jakobstraße Är» 82 zu einer Tragödie, dem e-in junges Menschenleben zum ! Opfer fiel, während ein zweites in.schwerste Gefahr kamt In item Haufe Nr. 32 wohnte bei seinen Eltern der 25 Jahre alte 1 Musiker Walter Schulz, ein Sohn des Sprachlehrers Schulz. Der funge Mann'war verlobt mit der 18 Jahre alten Kontoristen Gertrud Rothsnburg aus der Heinersdorfer Straße ö. DaS Paar wollte heiraten, besaß aber nicht die Mittel, um da? an- schassen zu können, was für einen eigenen Hausstand rmentbehr- lich ist. Die ungeheuren Preise aller Bedarfs fachen, die so manchem Paare das eigene Heim unmöglich machen, hinderten auch dkseS. Gestern besuchte Fräulein Rothenburg ihren Bräutigam in der Wohnung seiner Eltern. Hier kam daS Paar zu dem unseligen Entschluß, gemeiinsam aus dem Leben zu scheiden, weil es keinen Weg sand, die der ehelichen Verbindung im Wege stehenden Schwierigkeiten zu beseitigen. Beide tranken, als sie allein waren, LhfoL Als die Ei er.: sie aussanden, war der zunge Mann bereits tot. TaS Mädchen lebte noch und wurde nach dem Krankenhaufe am Urban gebracht. Morgen vorausüchttichcs Wetter für Berlin und Umgegend. Ziemlich kühl, überwiegend trübe mit Rvgenfällen und meist schwachen nordwestlichen Winden. LedekiSAtt-L�alenSer. Alt-tblienicke. In der Woche vom 13. bis 28. Aprll werden ver- ausgabt in den Derkauststellen: auf die gr. Lebens mittel!: arte 128 Gr. Mamwlwde und 128 Gr. Nudeln auf Ilk, 128 Gr. b:. Bahnen auf 1W, 280 Gr, Dialzflsciisn auf 101. 1 Buchse Fleisch und 1 Buchse Leberwurst auf 105; auf f und-- der Kartosfelkart« 250 Gr. Karioffslwalsmohl: für Ariczsbefck)äd!gie 800 Gr. Karioffetftärkemehl: auf Nähriniticl- karten 280 Gr. Haferflocken.— Sämtlich« Etnfuhvzufatzdarten werden für ungültig erklärt. Steglitz. 20 Gr. Butter, 70 Gr. Schmalz, 180 Gr. Sonderporttsn. Anmeldung vom lg.— 21. April: 100 Gr. Matsgrieß(91 der Steglitzer• Karte); 1 Dose Bohnen in Schweinefleifchbrüh« für Haushalte mit. über 6 Köpfen(1121 der grünen Hauehallkarte. Verkauf vom 22. Mv 24. Aprii: auf Groß-Derlincr Karts: 128 Gr. Wetzengrieß(18), 128 Gr.. Haferflocken(10),' Nährmittel für Kinder von 1—0 Iahren(alle Kar». tenst Nähr inIttel für werdende MüKcr(N): NähnnMel für Jugend« «che(80): Nährmtltel für alle Leute(8). Telww. 800 Gr. Teigwaren(60 Pf.) auf 8. 228 Er. Marmelade (2,79 M) auf 0 der Lebensmittelkarte: auf 1—7 der Krankenmei,lkarl- 1000 Er. Krankenmelst(1.00 M.) und auf 8 500 Er. Teigwaren(1,10 M.). Di« Abschnitt« 17n— 8 der Kartoffelkarte gelten für 4 Pfd. Kartoffel, i. l7e— x für--00 Gr. Brot. Mitwoch nachm. von 4—0 Uhr eBrkauf von 3 Pfd. Teigwaren<1,10 N.) an Kriegsdeschädlgt» gegen Borlage der Ausweif«. Gleichzeitig Verkauf von Hülsenfrüchten, Fleisch- und F:sÄ- Konserven. Eiprtlver, weihen Dohnen(in Schweinefleisch gekocht) und Kerzen, Donnerstag nachm. von Z— 7 Uhr Verkauf von 800 Gr. Zitronenfyrup(6 St.) an Krank» gegen Vorlag« der I-b und Z-t-Liter» Milchkarten. ferner Verkauf von S Paketen Miichsllßfpeisen(1,80 Mj an Kranke gegen Vorlage der X-Liter-Milchkarte. Fettwoch-nmeug« 200 Gr. Margarine. Aus den NpnWignstt. 8. Distrikt. Dienstag. 20. April, findet bei Boekor, Weberftraßg eine öffenUtü,e VolksoerfommüMg statt, in der Genosse Crispien über d!» Reichstagswahlen sprechen wird. 18. Distrilü. Donnerstag abend TA Uhr Sitzung aller kommunalen Kommrfstonen b«! Braun, Wilhelmshavener Strafte 24. Köpenick. Heut« abend TA Uhr im Stabtrhsaier Fortsetzung der Mitgl iederver s omni l ung. Lichtenberg. Mittwoch, LI. April, abends 7 Uhr, Zusammenkunft aller gewählten U. S. P.-Elt»rnbeiräte Ltchtenbergs in der Turnhalle der Schul« in der Kronprinzenftraße.— Donnerstag, 23. April, abends 7 Uhr, Diertelsoerfamnrlung de, 4. Viertels im CafS Bellevuc. Haupt« strotze. Pankow. Dienstag. 20. April, abend» üA Uhr, Mitglied! rver« fammlnng in der Schulaula Grunowstrotz«. Aeutzerft wichtige Tages- ordnung. Ohne Mtgliedsoumvcis dein Zutritt. Aufstellung von Kandidaten. S. Berichterstattung über die Vensrai- Versammlung Berlin-Brandenburg. Verantwortlich für die Redaktion: Alfred Wlelepp,?!:ukölln. Berlagsgenossenschoft»Freiheit", e. D. m. d. H., Berlin.— Druck der Lindendruckierei und Derlogsgesellschaft m. b. H., Schisfbouerdo.mm 12. ZeuMe Mönuer und Zmuen, höret diesen Ruf! Ein Wert für alle, die willen wollen, wa» jN tun l!t, UNI zu dem einen großen Ziel zu aelangen, dai es nach zu erreichen aill. aut dem Wexe, den lchSpler-lche Manschen, llfnipden, Klaflen. Völler gewandcr! stut- auf dem Wege zur Bcsrciunn der Menfchyei». EtelS wollten die Menschen frei sek:, dock ver chüdck waren die Mülcl,-urch dir man die Frethrit des einzelnen zu erreichen, das Blkck der»esamlheit zu Ichaffen oerfuchke. Pflicht eine» ledcn, der die gewaltige vewegung der Gegenwart»erstehen will, ist es deute, sich dt- Frag« vor.»,, legen und zu tnllie*, welche Idee» der Freiheit schon verwirklicht worden find, welche noch diirch-iesrh- werden lo.tcn, wo« wir an Fretholt ercrd». was wir au Freiheit noch erringe« tolle». » ♦ W n»»« A"■* J girle für aNe Menschen wlchägsre Frage wird dieses Merl in klarer, verständllchet W.Ile untersuchen �nd llder die Dle Vesremnq mt Menschyeu «Tie» 5»U(? gehört dorn Volle." Eehr reich illustriert und mit»ellagen»ersehen, ist e» zu deziehe« w 60 Einzel- Lüftrungen t 1.20 M. tet xlclchblc.briideu Herstellungltofren/ Steigerung der HerstellungSloste» tcdingt entsnrechende Preis- erhlhnng stir die kommenden Lieferungen. Ma n vi»! ange 1 Prohilieserg. f. 1�0 M.—»d. 6 Hefte jed. Monat geg. Poreinsend g. od. her-Nachn.en res Dr. Rud Breitsdieid Abonnements vicftnWflhrHÄ 10 Mfc, Cinanlnnminer 1 Mk. ßestellungen sind anfrngeben bei der nächsten Post- anstalt, bei den Speditsuren der„freiheit oder in der Bucldiagdtt|m�TredTe� 8-9- Elte MMIM PSdlSHy BrennsplIxPi»! Kontakle, Tlag«! usw. Goldbruch ♦ Silberbruch kesit 2» bSduten Tigeepnstn A. Unger AHe SobSalutnrar Sir. 14-19, Uhran-Laulc« Sitezial-Arzt Dp. med.(ärüteping itaBt-, Hint-, CirchlecMiiiiiM bei »Uun Ml Fruit, UuMtnuebni]. InvaUdaetalrmiis 39, ReIc.Chaiisseeftr.a. Statt.[3 Iii. 11-1. 4ß-6V. Sannt»«, 12—1. ©Äli-MetaJlc@ von Händlern für Ensrosverwertunr. mwmi S�p'o'l Mjenriiisr, Zjua, Bi«i, Qneelt- I aUber, NatarataU I kauft wieder an 1 erhöhten Preisen I maam nur mmm Metallschmelze PrlnzcMlaninstr. 17, nbel ksrtwi», IgrltiHsli. 1 CieyMe Botenfrooen stellt ein Spedition Krüger, Neukölln, Emser Strafte SS. Messing Zinn ISämtl. 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