Einzelpreis 20 Pfennig ♦ 3. �ayrgang Mittwoch, öen 2l. Tlprll 1920 IHf rri(htmt moraen, und nadunitta«»«n 5wm* und Festtaqen nur morgtn». Tu Bnuwrrt»» beträgt bei reiet Zustellung ms paus ♦ftr» Berlin 7.60 IN. im noiane zahlbar, �ü? Oostbetna nehme« sämtliche Postcmpalten Bestellungen entgegen Unter-trerroan!' bezogen für Deutschland und lo.— U1, ür das übrige Ausland tZ.60 m. zuzüglich valutaauLichiag, per Brief für Deutschland und Oesterreich 1?.— M. Redaktion und Expedition: �eriin R«. T, echifftauerdam« IV tii. Aernsprether: Ämt Rorden SBB— 30, 55895 und 289tL Nummer 135> Morgen-flusgabe 3n'«ra!t kost«, die«djtmfp, N»nx-rkill«z-!l««d» fctrm Smim J.20 Ml. zuzUgl. JO»/, TlUin>"z»z �schlaz. jamilini» und SZrzanisali-nsanz-inen d>» achtntsx. Nonpartilleztil« 2M Mk. i rtlo. Kl«in« An,« gen: Da« ftitgtöouft« IDotl 1.15 Dil, j»d,- weitirr Wort 85 Pf9. jujOjt. SO', t«-erung«, uschlag� Sttllenzesuch«, Zamilttn» u.(Draanifaticn«" lv»it-Anz«izrn laste» da» ftttzedruckt« Wart 1.15 Mk. jrde» writerr Wart»5 psz. netto Ins?ra>en.«bl»ilim' u n g e n. Die Franzosen wollen d n �er< aii voll und ganz zur Anwendung bringen. Die J'aii-üor si"d sitr eine weiigehvtide Zlt'ändcrung. Lloyd George will d e-hrung des Vertrages der jeweils gegebenen Lage anpassen. L u''X-'-vt" shandeln Lloyd George und Nitti in vollloinnlene: lit trci>i> Kimmung. Zlittls VerfShiluuZspsiiK. ».dl. Rom, 20. A�ril. Es wird gemeldei. da'g N i t t i zu einer w i r t s ch-a s t l i ch e n gusammenarbeit zwischen den Alliierten zu kommen trachtet, die die Gewährung von Unter st utzung an die besiegten Länder in sich schließen soll. Tic italienische Delegation trachtet, die politischen und militärischen Fragen dei> oirtschastlich.n Problemen völlig unterzuordnen. U-m zu einer Verständigung zu kommen, wird Niitt best ebt sein, die Gründe der Verstimmung zwischen den Alliierten hinwegzuräwncn und eine Persöhiiuiig-jorimt tu allen schwierigen SnjUjjW5'�1'1-" i>>r klunahme zu dringen. Tie Cvkeklke xeg?v die ten'fche Reatti�n. Berlin, 20.?pril. W. T. B. meldet: Angesichl» der jüngst umlaufednen Ä?» mchte über die Möglichleit eine» neuen Militär» putsche» haben die Negierungen von Belgien, Frankreich, Lroßbriiannien und tFtalien, die gegen jeden antid-'motratischen Snschlag sind, ihre Grschäsiklräger ermächtigt, dem Minister de» k uswärtigen ZU eritärcn, daß diese Re. gierungcn eme deutsche Regierung, die nicht geneigt sein würde, den Friedensvertrag loyal auSzusiihren, in keiner Weise dulden könnten. Jede Wiederkehr«iner revolutionären Bewegung, ebenso wie jeder Wicderausbruch von Unruhen wüikde nur da» ein« Ergebnis haben, di« Massnahmen zur B e» günstigung de» w'rtschastlicfen Wiederaufbau» und der Ver» pflegung Deutschland» zu verzögern oder sogar un. m öglichzu machen, während andererseits die alliierten Re» gierungen versprochen haben, derartige Massnahmen in Er» »ägung zu ziehen. Der neue Auhenmlnssler. Lex LflMvitz. Ein« Jnterpetlabion der Mehrhvi»»Partei«, üb« da» Abstkim- „imgSgebiet Eupen-Btalmedy gab in der gestrigen Satzung der zdatst)nalvevs m)~eii ab. Der Herr Justizminister sprang selbst in die Bresche und auch der ehemalig? Inspirator des Herrn Ebert, Herr Krüger, bemühte sich, die arg ramponierte Lex Lüttwitz wieder herzustellen und mit seinem Namen zu decken, vergeblich! Die Schande die?« S.lbstentrechiu.tg de» Pacta««»:», das zwischen sich und le'n« Wähle.rmassen, di« Bannmeile zieht, wind auch bei den Wahlen aus den MehrheitSpartoien und der Rechten lasten. Fnm Schluß begründete in aller Eile Herr GieSbert» die Tariferhöhung«» der Post- und Fernsprechgebühren. Sie fchike Geste. Freiherr von LerSner, der sich durch die stolze Geste, mit der er al» Vertreter Deutschland» in Pari» seinerzeit die Entgegenr.ahme der AuSlieferungSliste ablehnt«, bei allen naiio- nalistischen Patrioten einen klangvollen Namen gemacht hat, hält c» für notwendig, auch zu der durch den französischen Einmarsch in Franksurt geschaffenen Lage seine Meinung zu sagen. Er klagt in den.Hamburger Nachrichten' über.Frankreich» Frie denSbruch', und er klagt noch mehr über die schwächlich« Haltung der deutschen Regierung. Er betont den Eh r e n st and p u n k t und fragt, ob e» denn überhaupt«in« andere oder mildere Ant» wort gegeben habe, al» die sofortige Zurückberufung unserer Vertretungen in Pari»..Soll denn Deutschland,' so jammert er,.weil e» den Krieg verloren hat. sich olle» urid jede» gefallen lassen müssen? Haiti und Liberia hätten sicherlich di« richtig« Antwort gefunden. Müssen wir un» nicht vor unseren Vätern schämen, daß wir nichtswürdig unser Recht und unsere Eh« mit Füßen treten lassen? Wa» soll denn noch kommen, bi» Deutschland aufwacht und sich auf sich felibst besinnt?' Leider sagt«n» Herr v. Lerlner nicht,»va» mit der Ab- derufung unserer diplomatischen Vertretung praktisch erreicht worden wäre. E» ist ihm eben immer ausschließlich um di, schön« Gest« zu tun. Die wäre«», wenn der Freiherr, den man im Kreis« sein« Kollegen auch da» Geidenäffchen nennt, in Zukunft seine wertvollen Dienst« Haiti und Liberia,»» nach seiner Ueberzeugung da» Gefühl für Ehr« noch herrscht, zur ver» fügung stellt«? Entsendung tschechischer Unterhändler nach Riijjtovö. DA. Vr»«, 10.«peil. Der Minist« de««rrtwärttgen Dr. Benosch ha» m Beamt- wvriung d«r russischen Frieden»««« an Tschitscherin«.». fvl- gendes geantwovtet: .Ich wert* mir erlaube», Ihnen können kurzem«stw Gamm. lung von Dokument«» sowie unsere. U n t« rh S nd lee zu sen. den, welche mit den russischen Behörden in Verbindung treten und die Frag» unserer Angehörigen in Rußland einerseits sowie die Fvaige unserer zukünftigen wirtschaftlichen Beziehungen andere rseit» prüfen könnten. Dies« Mission lünni« auch gleich. zeitig festsetzen, welche» die übrigen Problem« sind, die geprüft werden mühten. Die tschechoslowakische Regierung hoffte dah durch dies«» vor- gehen Ergebnisse erzielt wfiden könnten, welche unseren beiden Ländern von vorteil sein würden.' Die Militärgerichtsbarkeit. Der Ausschuß der Nationalver- sammlung für den Gesetzentwurf über Aushebung der Militär» gerichttbarkeit lehnte den Antrag ab, da» ganz« Gesetz bi« zu ruhigeren Zeiten zurückzustellen, da in der Bevölkerung da» Miß- trauen gegen dt««ilttärmrübtSbackit avssergchsMch**ft M. Krise im Kranleukassemvefe«. Von Dr. I. Grumach. Die letzten Talle haben im Krankenkassenwesen ein« Verordnung gebracht, die nicht nur die Aerzte mit großer Ertegung ausgenommen haben, sondern auch die Kassen und bie T ersicherung»p l i cht! gen mit giteilten Gefühlen aus« r.ff.men dürsten. Sie bestimmt, das- die Krankenkassenb-ei- trage nicht mehr nach Grundlohnllassen, sondern nach dem vollen Arbeitseinkommen erhoben werden sollen und ev» weitert die Versicherungspslicht bis zu einem Arbeitseim kommen von 20 000 Mark. DieneueBerechnungberKrankenkasfen- beitrüge ist gerecht. Wenn auch die VerwaltungS« arbeit der Kassen dadurch erschwert wird und die Belastung der höheren Arbcitscinkoiiinten recht fühlbar ist, so ist es doch zu begrüßen, daß die Ausgaben der Kasse an Vcrwal- tnngskosten und KrankenbehandlungLkosten, die ja gegen- über dem Krankengeld für alle Einkominensstufen gleich sind. mehr den tragfühigen Schultern aufgebürdet werden. Eins grundlegendeAenderungwirddadurchnicht hervorgerufen. Erheblich anders liegt eS mit der Erhöhung der Grenz« der Versicherungspflicht bis zu Arbeitseinkommen von 20 000 Mark. Sie ändert nicht unwesentlich die Struktur der Mitgliedschaft. Wurden durch die bisherigen Erweits- Clingen der Versichernnasgrenze allmählich auch die mittle»» ren GehallSempsüngcr: GeschäMan gestellte, BankÄeamte, Ov- chestcrniitgliedern in die Kassen hinsingezogen, so geschieht daS jetzt mit den Empfängern der höheren Gehälter bis zu den bestbe.zahltcu Ingenieuren und den Prokuristen der Geschäfte und Banken, weil ihre Geliälter lange nicht fo gestiegen sind wie die Löhne der Handarbeiter. Steigen ihre Gehälter, so können sie als freiwillige Mitglieder weiter der Kasse an« gehören, denn eine gesetzliche Grenz« gibt es darin nicht. Ging man von der Ansicht aus, daß auch diese Schichten jetzt Not leiden und gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krankheit geschützt werden müssen, da jetzt 20 000 Mark nur so viel sind, wie früher 6000 Mark, so war es nnkonseguent nicht auch die Beamten mit hineinzuziehen, denn die leiden jetzt nocli mehr Not. Allerdings geht im Krankheitsfalle ihr G» halt weiter, aber auch daS der privaten GchaltZempfänger. Man nehme nach diesen Darlegungen nicht an, ich wolle gegen die Erweiterung der TersicherungSgrenze ankänipsen und bedauert« sie auch nur. Im Gegenteil. Jeder sozio- listische Arzt kann sie und die wahrscheinlich bald folgende Familienvcrsicherung nur begrüßen als einen Schritt zur Iozialisierung deS ganzen GefundheitAvefens. Der Verein sozialistischer Aerzte hat schon im Januar d. I. in einer programmatischen Erklärung über die Sozialisierung diese Maßnahmen sogar gefordert und auch jetzt sein volles Ein- Verständnis mit der Verordnung erklärt. Wogegen aber auch wir Stellung nehmen müssen, so- lang« wir in einer Gesellschaftsordnung leben, in der nie» mand die Grundlagen seiner Existenz gefährden lassen kann ohne zu rebellieren, daS ist die Tatsache, daß man auf die Existeuzmöglichkeit der Aerzte gar keine' Rücksichtgenommen hat. Die Begründung der Ver- ordnung begnügt sich mit den Worten:„es. fei zwar die Maß- nähme für die Aerzte nicht unbedenklich", man habe aber trotzdem„aus politischer Klugheit' den Schritt getost. Ob die» Geständnis geschickt oder politisch klug war. kann Zweifel- Haft fein. Nicht einmal gehört hat man die Aerzte. wenig- stenS nicht früher als bis bis Maßnahme beschlossen war. „Nicht unbedenklich' ist die Maßnahme für die Existen» der Aerzte allerdings. Durch die Aufnahme einer weiteren Schicht von Angestellten wird die freie Praxis weiter ein- geengt als sie eS schon war und bei Eintritt der Familien- Versicherung wird die freie Praxis nicht viel mehr als 6 v. H. der Bevölkerung betragen. Die Nühtkassenärzte sind dadurch dem Ruin ihrer Existenz ausgesetzt, die Aerzte init' Kassen- und Privatpraxis sind erheblich geschädigt, die Nur- kassenärzte werden überlastet, aber wegen deS gesunkenen Geldwertes nicht besser gestellt. Statt in der Verordnung die Arzt frage zu regeln, was nach dein„nicht unbedenklich� zu erwarten gewesen wäre, hat man den Acrzten überlasse» durch Feilschen mit den übermächtigen Kassenvorständen ihtj Interesse zu wahren. Was bei diesem Feilschen heraus» kommt, das haben wir erlebt. i Mit verschwindenden Ausnahmen zahlen die Kassen den? Aerzteorganisationen Pro Jahr und Kopf einen bestimmte?' Bettag, der von diesen entweder nach Gutschetnen für ein« Monatsbehandlung oder noch Einzelleistungen verteift wirhj Bi» 1. Januar 1919 war der Satz pro Kopf und Jahr oMarß zulage von zo v. rommr, qitd tm ganzen 10 Mar?. Das ist das Doppelte des Friedenssatzes. Die Hochbahnarbeiter haben tn derselben Zeit ihren Stundenlohn versechsfacht(vor der Revolution 00 Pfg-, jetzt 3,50 Mar? und jetzt sind 7 Mark beantragt). Als im Anfang dieses JahreS die Aerzte eine weitere Zulage von 50 v. H. beantragten, wurde der Antrag von den Kossenverbänden ohne Angab«, von Gründen abge- lehnt. Bei dem jetzigen Satz kommen auf einen Gutschein für Monatsbehandlung 3,06, auf eine Einzelkonsultation 1,25 M.(einschl. Teuerungszulage). Nur um die Geschäfts- Unkosten zu decken, die jetzt monatlich mindestens 600 M. betragen, wären jährlich 5700 Konsultationen oder täglich 19 Konsultationen erforderlich. Wollte der Arzt noch nebenbei ein Einkommen haben, wie die höchste noch als im Krankheitsfalle hilfsbedürftig anerkannte Arbeiterschicht, also 20 000 M.. so würde er im Fahre 21 760 Konsultationen oder(bei 800 Arbeitstagen) pro Tag 72 Konsultationen oder 60 Konsultationen und 6 Besuche zu leisten haben. Legt tnan pflichttreu« Behandlung zugrunde, so muß man auf eine Konsultation mindestens 10 Minuten, auf einen Besuch mindestens 30 Minuten rechnen. Das ergäbe eine Arbeitszeit von 600 ck- 180— 780 Minuten— 13 Stunden pro Tag. Nimmt man Sonntage und Feiertage zu Hilfe, so kämen auf den Wochentag 12, auf den Sonntag 6 Stunden. DaS wäre bei dem aufreibenden Charakter der Arbeit eine Arbeitslast, die kein Mensch dauernd leisten kann. Wab ist die Folge? Entweder der Arzt arbeitet pflichttreu und hat bei normaler Arbeitszeit nur ein nn- genügendes Einkommen, oder er arbeitet eben nicht Pflicht- treu, d. h. der Nur-Kassenarzt haspelt die angegebene Zahl der Konsultationen ab, eventuell auch mehr, derjenige, der Nebenbei Privatpraxis treibt, sucht möglichst viel Zeit für diese übrig zu behalten, um sich für den geringen Ertrag der KassenvraxiS an der einträglicheren Privatpraxis fchad- los zu halten. Und[o ist es meistens. In beiden Fällen also ist eS Ramscharbeit, was den Kaffenmitgliedern geleistet wird: Konsultationen von S Minuten mit flüchtiger Untersuchung und mechanischem Rezeptschreiben, Abschieben von wenn auch kleinen, aber Zeitraubenden Eingriffen, Abschieben von Besuchen. Und daS Traurige ist, daß gerade die Kranken darimter zu leiden haben. Statt behandelt zu werden, werden st«„verarztet". statt«ineS gütigen, auf ihren körperlichen und seelischen jßustand eingehenden Helfers finden sie den routinierten MeschäftSmann. Eine ärztliche Behandlung ist daS nicht. ES ist traurig, daß man als Arzt fo etwas aussprechen Muß. Doch eS muß einmal offen und ehrlich ausgesprochen jwerden, ein Verschleiern kann weder den Versicherten, noch den Aerzten nützen..Noch trauriger ist eS, daß es unter em jetzigen System nicht anders fein kann und noch immer hlimmer werden muß, wenn durch die neue Verordnung id später die Familienversicherung die freie Praxis puf ein Minimum zusammengeschmolzen ist, also all« Aerzte Sif Kassenpraxis angewiesen sind, und daS System der assenvergütung nicht verhindert wird. Dann ist die für ibas Volkswohl so wichtige Berufsklasse de? Aerzte in Ge- fahr, vollkommen ruiniert zu werden, und die Folgen wird wieder daS Volk zu tragen haben; denn kann eine Aerzte- Lchast, welche gezwungen ist, entweder pflichtvergessen zu Mn oder zu darben, für da? Volkswohl irgend etwas leisten? Kann sie berufsfreudig fein? Man wird einwerfen, das könne fo schlimm nicht sein, Venn die Aerzte führten doch eine gehobene Lebensweise. Kinmal stimmt da« für einen großen Teil nicht, und -zweitens: es ist doch ein offenes Geheimnis, daß sehr viele Aerzte um deshalb so leben können, weil sie reich geheiratet hoben. um NUN den Ruin abzuwenden, fordern die Aerzte Zulassung sämtlicher Aerzte zur Kassenpraxis sind wesentlich bessere Bezahlung. Sollten die Kassen daS ablehnen, so wird zwischen den Parteien ein bedauerlicher Kampf entbrennen, und«war ein sehr scharfer Kampf, weil 'eS um die Existenz geht. Fristlose Kündigung der Verträge, Vertragssperre, Behandlung der Kassenmitglieder nur als Privatpersonen werden in diesem Kampf ein« Rolle spielen. Wie berechtigt die Forderungen für den Augenblick sind, wird jeder einsehen müssen. Aber auch wenn«S den Aerzten geling?, sich die freie Arztwahl und höhere Honorare zu erkämpfen, weder die Aerzte, noch die Versicherten werden dabei besser fahren. ES werden Pflästerchen sein. Durch die Verteilung der Kassenpraxis auf eine größere Zahl von Aerzten wird daS Einkommen d«S einzelnen nichr wesentlich höher fem. der Konkurrenzkampf, die Jagd nach möglichst viel Konsultationen oder Gutscheinen wird bleiben oder stch verscharfen, damit die Ramscharbeit, unter der wieder die Versicherten zu leiden haben. Damit dieser Krebsschaden, welcher die Krankenversicherung zu dem Zerrbild einer sozialen Ein- richtung macht, endgültig beseitigt wird, dazu gibt eS nur ein Mittel: die Sozialisieruna des gesamten Gesundheitswesens etwa auf dem folgenden Wege: Erweiterung des Versicherungswesens auf daS ganze Volk, Zentralisierung und Verstaatlichung der Kassen, Umwand- lnng der Kasienbetträge in eine mich von den Reichen S» zahlende progressive Gesundheitssteuer, Verwandlung der Aerzte in Geiundheitsbeamte der Gesellschaft. Zur Sozia- lisierung drängen nicht bloß die angegebenen praktischen, sondem auch theoretische Gründe: die Krankheiten haben zu"/,* gesellschaftlichen Ursprung, und die Wiederherstel- lung der Arbeitskraft liegt nicht nur ,m Interesse de» einzelnen, sondern auch der ganzen Gesellschaft, ist also auch Sache der Gesellschaft. Der Lanbarbeiterstrelk in Naugarb in Pommern ist durch die LchlichtungSstslle beigelegt worden, nachdem die Kundigungs- streitigkeiten in zufriedenstellender Weise erledigt worden waren. Die streikenden schlesischen Justizl.-amten veröffentlichen«ine Kundgebung, in der sie darauf hinweisen, daß durch die wieder- holten Eingriffe der alliierten Kommisston wie auch Au.'weiiuvgen die Freiheit des Richterstande» gefährdet fei. Der vldenburzische Landtag beschloß einstimmig, sich auf- zulosen und die Neuwahlen am Tage der NeichStagSwahlen vorzunehmen, Ornbc de? russischen Kommunistenk-ngresseS. Der Kongreß der kommunistiscken Partei Rußlands in Moskau wurde'--ach der ir.ahr.e einer Reihe von Resolutionen geschlossen, die u. a. die der Facharbeiter und die Einführung«rn# l&f 1 � vci ftnWtrtnaekn Die Sie Trusen«ersetz! werden. Der rüde Geist, der von NoSke in die Reichswehr getragen wurde, lebt auch unter der Aera Geßler munter fort. In der wüstesten Weise wird von den Führern gegen die Arbeilerklasse gehetzt, die für sie samt und sonders aus„Spartakisten" besteht, was nach der beschränkten Denkweise der Militärs gleichbedeutend mit Vagabunden und Verbrechern ist. So liegt vor uns ein N a ch rich t e n- b l a t t des Wehrkreiskommandos III, in dem es unter Ziffer 2 heißt: Die Gemeinheiten der Spartakisten sind unberechenbar. An einzelnen Stellen sind«ittcafftrele ReichLwehrange hörige in bestialischster Weise totgeschlagen und ver- st ü m m e I t worden, Verwundeten wurde der Schädel eingeschla- gen(AdlerShof), Ohren und Rase abgeschnitten(Ruhrlohlen- Gebiet). Hieran» gehe hevoor, da« jede» Berhandela mit den Spartakisten die schwersten Folgen zeitigt. Ist da» erste Wort gesprochen, so ist bereit» der Keim zu den Bestia litäten gelegt. Ter Zweck dieser niederträchtigen Hetze ist der. jeden Arbeiter, der sich nach Ansicht der Militärs irgendwie ver- dächtig gemacht hat, einfach totzuschlagen. Ein Führer, der derartige Befehle erläßt, fördert damit den weißen Schrecken und ist für alle Untaten ver- antwortlich zu machen, die von seiner Truppe verübt wer- den. In dem Nachrichtenblatt heißt es dann weiter unter Ziffer 3: Gegen die Baltikum-Truppen hat ein« riesige Pro- pagcmda eingesetzt, die auch schon Eingang in die Reichswehr ge- funden hat. Diesem tütigen Wirken muß mit allen Mitteln ent» gegengetreten werden; dir aus dem Baltikum kommenden Truppen find NeichSwehrtruppen wie wir. Sie find kampferprobt und haben schwere Entbehrungen hinter sich. Zur Zeit kämpfen sie Schulter an Schulter mit der Reichswehr und Sicherheitspolizei, mn den Aufruhr niederzuschlagen. Das also ist die von der Regierung versprochene Auf« lösung der konterrevolutionären Forma- t i o n e n I Zusammen mit der Reichswehr kämpfen sie den „Aufruhr" nieder und das Wehrkreiskommando III mit seinem Generalmajor v. Hülsen singt ihnm dazu ein Loblied. Es hetzt auf der einen Seite gegen die Arbeiter, schützt auf der anderen die Kappbanden, steht aber i« übrigen treu auf dem„Boden der Verfassung". Glaubt die Regie- rung wirklich, daß sie mit derartigen Truppenführern ein republikanisches Heer aufbauen könne? Die Zrellerps. Im„Berliner Tageblatt" beschäftigt sich ein See- offizicr mit den Freikorps Llltzow, Ehrhardt. Löwen- feldt, Aulock usw. Er sieht in ihnen die größte Gefahr für die Republik und weist nach, daß die Freikorps die festeste Stütze der monarchistischen Bewegung waren, daß sie in dauernder Verbindung mit einander standen und diese Vev- bindung fluckj heute noch aufrechterhalten. Sehr interessante Mitteilungen weiß er über ihre Zusammen- s e tz u n g zu machen. Er schreibt; Ist dem Relchswehmni nister Geßler bekannt, daß dl« An- gehörigen der Mavinclbrigade Löwen feldt und Ehrhardt fast nur Offiziere, Fähnriche»nr See und Seekadetten find? Ist e» dem Herrn Minister bekannt, daß Angehörig« dieser Formation sich augenblicklich«och t« Berlin aufhalten, teilweise auch in Breslau, von wo sie verbindunz unterhatten mit dem Grafen Gaurma auf Schloß Jeltsch beä Lafkowitz(Sxhle- sien?) Sind doch Angehörige der Marinesturmkompag» nie und der Marinebrigade Ehrhardt noch täglich auf der Tancntzlenstvaße in Berbim zu sehen. Und wenn man sich wun- dert, daß ihr Kapidänleuwant Ehrhardt nicht verhaftet ist, so lachen einen diese politisch unreifen und bodenlos verhetzten Jüngelchen an»:.Die werden sich schön hüten und werde« ihn ebensowenig verhafte« vi« unl asflösen." Mit den Freikorps, zu denen aucks die Marinebrigaden gehören, ist in Deutschland ein ungheurer Schwin- d e l getrieben worden. Dadurch, daß sie stch meist aus Offizieren oder OffizierSaspiranten zusammensetzen, sind diese Truvpenformationen zu dem festgefügtsten Bollwerk der Reaktion geworden. Die Offiziere bekommen natür- lich, auch»venn sie MannschastSdienst« verrichten sollten, OffizierSgehSlter ausgezahlt. Die überplan- mäßige Besehung der Freikorps mit Offiziersstellen kostet dem Staat also eine Riesensumm« Geld. Noske hat diese schauderhafte Lodderwirtschaft tn jeder Weise Ks- aünstigt und gefördert. Sein Nachfolger, Dr. Geßler, sollte damit endlich aufräumen, und wenn e» diesem dazu an Mut und Willen gebricht, dann müßt« die National- Versammlung endlich ein ernstes Wort darüber reden. Die Freikorps sind allesamt konterrevolutionär und müssen deshalb sofort aufgelöst tverdem Jede Mög- lichkeit, sich unter irgendeinem Deckmantel neu zu sammeln, ist durch enffprechende Befehl« strikte zu unterbinden, Eine samose Aulersnchnngskommission. Wi« wir schon gestern berichtet haben, ist bi« nach»Pommern entsandt« militärisch- UntersuchungSkommissüm zurückgekehrt und hat berichtet, baß bort alles in schönster Ordnung sei. Dieser Bericht steht mit den'Tatsachen im schroffen Widerspruch. Die Reaktion in Pommern denkt gar nicht daran, die Hände wn- tätig in den Schoß zu legen; st« sammelt rührig ihr« Kräfte, und wenn di« Kommission davon nicht» wahvgenammon hat, so be» weist die» nur. daß ihr«ntweder Sand in di« Augen gestreut wurde oder daß ste nicht» sehen wollt«. Folgender Vorfall ist bemerk enswern Die Truppen, die den Dänholm bei Stralsund de- setzt gehalten hatten, waren am Sonntag vormittag, bevor die merftvürd'ge Kouinnission einrückte, zurückgezogen worden. ES blieben etwa nur.WO— 400 Mann zurück. Diesen geringen Bestand traf die au» drei Herren bestehende UntevsnchungSkom- intffion an, stell!« den Tatbestand fest und reiste wieder ach. Nach. de-u die K'»nnissii!» kertgerrist!»ar, fanden sich auf irgendein »eoeünes Zeichen die tu die Provinz verteitte» Leute wieder nach Dänhvlm wieder 3000 bewaffnet« und straff organ!» sierr« Leut« versammelt., Man hat also der Untersuchungskomurission Potemkin» sche Dörfer vorgemacht und daß sie daraus heroingefallen ist, besagt für den Wert ihrer Berichterstattung eigentlich alles. - Vecha stete Baltffumer. Heber die Verhaftung von zlrei Offizieren und zwanzig Manu Baliilumiruppen veröffentlicht da» S t e t t i n« r Polizei. Präsidium kolgenden Bericht:»Der Führer dieser Truppe ist der Oberleutnant Weh meyer, welchcr Ansang März mit diesen Leuten aus dem M u n st e rla g e r nach Anklam kam, unz mese auf die Güter des Kreises verteilte. Die Leute gehörten seiner Batterie an, weldje im Dezember au» Kurland zurück» gekehrt und nach dem Munsterlager übergeführt war, um dort aufgelöst zu werden. Am Tage des Kapp-Putsches sammelte Mehmet)« seine Leute auf dem Gut« KarlSourg uno bewaffnete sie. Waffe» und Munition erhielt er von den Okutsbeslhcrn. Dem im Auto auf dem Gute eingetroffenen Hauptmann Wolfs des Wehrkreiskommandos II stellte er sich zur Verfügung. Von Karlsöurg rückt« Oberleutnant Wehmeyer mit seiner Truppe zu- nächst noch dem Gute Z i e t e n und von dort nach Anklam, wo er unser dem Kommando des Hauptmanns Wolff mit Reichs wehr soldaten und Zeitfreiwilligen die Arbeiterschaft entwaffnete. Von Anklam wurde die Truppe nach P a s e w a I k übergeführt, neu«inge'leidet und zur Wiederberstellung der Ruhe und Ordnung nach Prenzlau befördert. Hier blieb sie. etwa 14 Tage. Wehmeyer zahlte seinen Leuten täglich 14 Mark. Er versuchte dann, für seine Lette Arbeitsmöglichkeiten zu b eschassen, wa» ihm bisher nicht gelang. Deshalb machte er sein Standquartier in einem Stalle bei Naugard auf» wo di« Trupp« entwaffnet und fest- genommen wurde. Sie wurde dem Amtsgericht zugeführt, wo sie sich wegen Bildung«ine» bewaffneten Haufen» und Teilnahme an einer vor der StaatSregie» rung geheimgehaltenen Verbindung zu ver» antworten haben wird." Der Bericht de» Stettiner Polizcipräsidmm» enthält einige grob« Irrtümer. So hat die Wehmeyer-Bande z. B. in Prenzlau nicht die Ruhe und Ordnung hergestellt, sondern dort wie ein Bandale gehaust, Verhaftungen vorgenommen, Mißhandlungen und Grausamkeiten verübt und eine ganze An- zahl Arbeiter ermordet. Die Anklage gegen den Vandenführer Wehmeyer muß also«»»gedehnt werden ou-f Hochverrat, Auf» rühr und Mord. Gras o. i>. Goltz. Ans der Werkstatt der militärischen Verschwörer« Der„Vorwärts" veröffentlicht seit einigen Tagen Dokumente, die daS Treiben der militärischen Verschwörer in Bayern und ihren Zusammenhang mit den Häuptern der Verschwörung im Reich« illustrieren. Besonderes In- teresse beansprucht folgender Brief deS Grafen v. d. Goltz an den Hauptmann Berthold, in dessen Händen daS Netz der Verschwörung in Bayern zusammenlief: (Ohne Datum.) L. B.(bedeutet: Lieber Berthold I Red.) Die Lage wird zur Zeit ganz du-rch die Auslieferungsfrage beherrscht. Solange die Regierung in ihr di« Würde bewahrt, würde et» Staatsstreich keinen Resonanzboden im Volke und in der Reichswehr finden. Da aber die» auf die Dauer nicht anzunehmen, so ist dann der Augenblick zum Handeln gekommen. Solange muß gewartet und daS Eisen dafür geschürt werden.— Man ist in maßgebenden Interessentenkreisen der Ansicht, daß»i« verfrühte» Zuschlagen von WittrlLbach»um Rückschlag führen mutz. Ich habe gewarnt, doch will man mit Rücksicht auf Grund 1 wegen Grund 3 Wittelsbach nicht zuvorkommen. Im übrige« ist die Lage sehr günstig, mutz ausgenutzt«erden, aber ein Tag zu früh könnt« alle» verderben. In der Reichswehr ist alle» auf Grund 1 »ingestellt. Also ganz einverstanden» aber kein Manteuffel» Streich. Sein Mißerfolg al» reiner militärischer Leat» naat» st reich, ohne Mitwirkung de» maßgebenden Politiker gibt zu denken und wäre für un» tn Anbetracht der Entente katastrophal. Aber auch alle Politiker sind auf Grund 1 eingestellt. Mißtrauen dagegen ist unangebracht. Auflösung muh verhindert werbe». Denn auch ich harr« auf de« geeigneten Augenblick, de, m. S. nicht fern ist. Ich arbeite gleichzeitig an einer VolkZ< bewegun». Ihren Brief werde ich morgen an geeigneter Stell: 2. zur Sprache bringen. Ich bitt« Sie, t» Bayern auf unbedingt« Einheitlichkeit hinzuwirk««. Besten Gruß allen Kameraden f Ihr* Bitte mich weiter auf dem Laufenden zu halten. Vermerk: Briefschreibcr sst General Graf v. d. Goltz. Dieser Brief zeigt, daß Graf v. d. Goltz zu den Häup- fern der Verschwörung gehört hat. Doch nicht nur das allein: seine ganze Tätigkeit in Kurland, seine systs- matische Vorarbeit für den monarchistischen Umsturz unter den Baltikumtruppen-- das alles berechtigt zu der An- nähme, daß man e» in der Person deS Grafen Goltz mit einem der rührigsten„nd gefährlichsten Führer der mom avchistischen Gegenrevolutionäre zu tun hat. Die Vev brecherische Duldsamkeit N o s k e S ihm gegenüber hat del auswärtigen Politik Deutschlands im vorigen Jahre uner- meßlichen Schaden zugefügt. Die Duldsamkeit der jetzigen Regierung gegenüber Goltz und Konsorten wird den Bestand der Republik nicht minder gefährden.> � Mumm und die Techuische Roihiise. Am Sonnabend wutd« in der Nationalversammlung über eingegangene und im Ausschuß behandelte Petitionen berichtet. Dabei wurde empfohlen, ein« Petition, die sich gegen die Technisch» Nothilfe wendet, der Regierung al» Material zu überweisen. Die Gelegenheit benutzte der Abgeordnete Mumm, um eine Lanze für die Technische Nothilf« zu brechen, die er zu einer Art Roten Kreuz ausgestaltet wissen wollt«. Genossin Zieh trat ihm entgegen und betont«, fetzt kein« Rede über Bedeutung und Tätigkeit der Technischen Nothilf« holten zu wollen, da» werde bei der� Besprechung de» NotetatS gründlich besorgt werden. Aber gegenüber der Lobrede Mumm» wolle sie doch feststellen, daß die Unabhängige Partei in der Technischen Nothilft di- staatlich« Organisierung de» Streikbruch« sche. Z.bg. Tbielc-Halle f$. P. D.) wollte zwar auch keine Not«. Kreuzorganisatio», aber noch entschiedener widersprachtte ein« erheblich« Kartoffel not, so daß die von unseren Genossen be- herrscht« Gemeindevertretung sich im vorigen Monat genötigt sah, die Kartoffeln de» Herrn Gutsbesitzer» zu beschlagnahmen. Da kam besagtem Herrn der Kapp Putsch zu Hilfe, de» seinen ehrenwerten Bruder zum Pressechef und damit zu einem höchst einflußreichen Mitglied« der hochverräterischen EintagS- rcgicrung machte, die bekanntlich in ihren von Herrn Bredereck verfaßten Proklamation den Kampf gegen di« Lebensmittel» schisber zu einem Teil Ihre» Programm» eickor. Der Einfluß, zu dem da» Haai» Bredereck emporgestiegen war, wurde na.« von dem Herrn Bauerngutsbesitzer dazu benutzt, um Militär herbeizurufen, und di« Mitglieder der Lebensmittelkommission der Gemeinde, die ihn so tief tn seinen heiligsten Gefühlen gekränkt hatten, darunter den Gemeindevorsteher Genossen Franz S ch a I h o r n und den Vorsitzenden de» OrtSvereinS de« U. S. P. D. Genossen Ernst K l i tz k e, verhasten zu lassen untez der Anschuldigung de» Aufruhr» und de» LandsriedenSbruch». Dg mittlerweile die Herrlichkeit de» Herrn Pressechef» und seine» „Regierung' erloschen war, und die Standgerichte aufgehoben wurden, war«» leider nicht möglich, unsere Genossen ohne viej' Federlesen».standrechtlich' zu erschießen. Sie mußten deShalO vom Militär den ordentlichen Gerichten übergeben und in Umcw suchungZbaft überführt werden. Auf Antrag ihre» RechtSber- stände» Dr. Siegfried Weinberg gelang e» nunmehr, ihr« Haft» entlassung herbeizuführen, da ihnen keinerlei strafbare Handlung nachzuweisen war. Der Herr Bauerngutsbesitzer Bredereck mußt« sich sogar dazu beguemen, sein« Beschuldigungen gegen di» Gel nassen ausdrücklich zurückzunehmen. Wi« wäre e» wohl unseretz pflichttreuen Genossen ergangen, Venn de? Glanz de» Hauseß Bredereck nicht so schnell«Tlosch«« wäre? Auch dieser Vorgang zeigt deutlich, Iva» dort den Be« sprechungen der deutschnationalen Kapp-Leut? über den.ßavipf gegen da» Schiebertum" zu halten ist, Sie rnsflsch-lelkischen Arledensverhaudlungev- Die von der kettischen FriedenSdelegattvn der russischen Rq gierung überreichten FriedenSbed-ingnugen enthalten nadfr .DerllnSke Tidendr' die Forderung der Anerkennung von Lett» land» Souveränität im russischen Teil Lidland», Kurland« unts Lettgallien». Beide Parteien verzichten auf Kriegsentschädigungj Rußland liefert alle» au» den lettischen Provinzen entfernt»' Eigentum wieder ab und leistet Ersatz für di« Krieg« schädsch Ebenso erkennt Rußland den Anspruch Lettland» auf«inen Teit de» Besitze» und de» Goldbestand«» der russischen Regierung ansi wofür ihm da» Recht zum freien Verkehr über die lettische» Häfnj gegen gewiss« Konzessionen zusteht. Bei der ersten Sitzung in Redak am 16. April erklärt» Joff« di« lettischen Friedensbedingungen in den Hauptzügey für annehmbar. Die Sowjetregierung müss« aber die Fori derungen auf Ersatz von Kriegs schaden ablehnen, da die? eins Kriegsentschädigung in anderer Form sei. Ebenso könne sie kein» besonderen Zugeständnisse machen für Benutzung der lettischen Häfen, da dies« auf Kosten de» ganzen prssischen Reiche» angelegt worden sei«»,' ton über die WM der Wieuische» Sozialiffeii. Mattand, 20.> Im LandeSauifchuß 6et staklenifchen Sozialifte npartet hak gestern Deputierter Darottt erklärt, der Turtner General«� streit könne«l» Beginn de» Sturme» betrachtet werden, der ganz Italien dedroh«. Demgegenüber betont« Tu rati, daß«» Pflicht jede» Sozialisten sei. unterall«« Umständend«� Bürgerkrieg z« verhindern. Turati sprach sich gege« die Uederuahln« der Reglern ng durch dt« Sozialisten au». Aus dem parlamentarischen Programm der Partei hob er drei Punkt» hervor: Besteuerung de» Vermögen»; vollständig« Freiheit de? Verkehr»; Soztaltsierung von Grund und Boden.-> __ Der Zenttakrat de» sozialistischen Parket sie» Schweiz W. nehmet« den Beitritt zu» dritten International« mit LO gegeg 18 Stimmen. Unerfreuliche» von de» Trenzabstimmung. Von zuständige, Stell« wird mitgeteilt, daß auf dem Gebiet, der BolkSabstimmunck in den Grenzgebieten ein« Reih« von Persönlichkeiten nichts Bessere» zu tun hat, al» auch an» dieser für Deutschland so wicht tigen Frag« Kapital für sich zu schlagen. Ein« Reche vod Vereinigungen fft entstanden, di« sich angeblich da» Ziel setzech Mittel aufzubringen, um Propaganda in den Abstimmungsgebietes zu machen, Gelder für die Abstimmun�Sreilen zu sammeln usw. Wie nachgewiesen ist, handelt«» sich bei diesen Vereinigungen zu einem großen Teil um nicht» andere» al» ein« Gelegenheit/ zahlreichen Agenten und.Geschäftemachern� die Taschen zu fülle» In diesem Zusammenhang wird' besonder» vor dem Zweckderband Oberfchleften.«in«/ Untergründung de»«igenartige« West-Oestlichen Kulturhuntef gewarnt.«ZlWMr!»»---'.*>«*■!<-->«», Iis ÜSNO' DIE SPANNENDSTE UNO BESTE ILLUSTRIERTE ,, WOCHENSCHRlfT � pünkb« btt Parteien ia fotto Plidümai zwkkkmaß� zu,m Su»- d« StadMnd« btikbinm gktt&kliflaaitojjoa W« AuMMj?»- EXPEDITION BRflTESTRj-SrSlE f)lc?iruderKarama»Qy*. S(aat&iheat«p O p e r n h a u i; 7 Uhr: htile lo. schatispiclhan»! � Uhr: Ü» f«larpnls von Ketth. birei'.ünr:» KfeJflaaxCll nealsElsss Tiisnier f Uh- Zum ersten Male: tiloirKCi Lr.d Höile. vmßr�lßle Uli-: D e i>eul ciien Kl. iniftädter. .£"5� Soiiasssieihaus h'irirfraUe fü: Der NVciCe irlellaad <6 Abtci'unff. J1 1■ Ai.end). Jirekuoa Cari«ilc;p.La4 �— ilcd. Bensaner Theater I. f. R�Is�ützerStrcße fw Unr..' niir Nico> Do: ii;':! o H ,1\ o ttersteiu rre.ms; l c" twciMm iß Uhr: Her 11° rr VJa'stcr (Max Pallenber«). Eer;n8? Tiifaer 7 1 hr: Oec:etzie Walzer m t r.f". rfl/Tt ry usw.__ Apoüo.Taedtsr l'rJcürlclisir. 218. 71/ AUabendhch T i ''J Sonniajis, v. � 5 UfiObsrfeüilciies YsfiBtd-Prrajanini! /■'? ffttf -'**** Tzl 7\. St«. 3V«• 7V U, Dhm er. CIrcusprojrr. und d o erfolK». Pantorn. „Der e/iin«' m. t z, liaa ck) tMiiön�TitSflter (Bt «nhof hfieJnchsuaüc) TAsliCh �8 Uhr: ftaache Ulli» tujnc'raßem, de» Inders aachis m.erträgkpemig. i&lüdha fer.nqi& b*i ftrfcfr nff» feubc wOf!!Bda{>al5anM» d. auch in harhictfioflcn JföUfu bewährt ist. 95c 9.S:» .T'.l? flle-:ttvjcr 3*« iunet» Nchen j?ur sjl r i ch el's Saltarin» S lut temiauiv- u! vrr.®*** M. 3.—, 8 Schcckiielu M. 8.75 Ctio Stetchel, �«tim 10, ill.e;:« ffchmiiflüe't.__ Speise- SchoSiolatlc l faal n-"- Ko-isubj, 2j!Ir.-8 s:«' 1.83 3, ?d Fatrik Bonn j. kiB.rakrte. in irä�erar i i Ä-loincnralonj« hu ersftaue, ßcKUi ü.18, btöulvdfaasu 13. zu soliden Preisen schon seit 50 Jahren bei BarlheS, Zorndorfer btr. 64 Teilzahiu,i((»UUet My r rha;| ' onnirT. Uhr: Herr•. Iiart ielier Ii u-r. r«esuent ito« R.;h�n2-H:Lr (5Mdtba r», Jjnnowiubriicke) j j (Unter rnndbahn Klostcrsir.) Täglich M Uhr: KSkk! von tfe nn. S u d e t,m a n n. Porm:ag4 Uhr: 0or e ünz Lüü o�reCsnhüas U rektor:«..ecm!>-(-»ndlich 7 Uhr 3» Min.: UZ 5 k T Z7J glolieit S>''tat';en.5 April | rj, Ii« Pom« w. Circu« flose-Theater 7 U.; Das Lied der Liebe t i hr: r..a rja Stu art..! ItfÄ fea a-lhieater 8*gs. 3i U.r Csarclasiiirstio. 7V uhr: P r His�i'i.nüer "UaSl no-Tte-ttr Ttuhr.EIiin'SßrSOr'uSr Ab Ml twoch. d« i 21. Aoril: finkel Cpwn._, '.a. a'-uas r Tj: Messing Zir�i Sämtl.Motaüe ßüseksisi L-isZSiZ CiOsCl-« Ssi&ar- Abfsila Zshnsebisse« kiui. xa nötig lic!isi) Pisisea l-i rnseren 6 EiR saufssiellen icigiail-Zenuale l.Brunnenstr.17 am Rosentha er Platz 2.F2nnstra384S am Weddingplair 1 - 3.Beiissß!str.29 1 * na*e der Turmstraße fi.BsfinHofstr.2, K ticke schftneberger Str.] an- Anhal'cr Uahnboi , I. t:fl i.n- öus r j.r*«„ vi, lel.; Mor tzii'.aiz H'ii.'en-l(oB«rt Veir,»|-Ufc«W, Str-229 � nahe Merma"»»'«'/ tL £.WA«72 y am Balleoplarz, pftegekwöer!_! Durch ben hicsipen OrtSa meave.bdnd fmb: sofort mehrere Ksn�cr gegen Entgelt in Pflege. zu--eben.! Geelgncte Personen, welche ,ur Aufnahme der Kinder vercit sind, nolle» �ietdungen� sofort unier AngaUe ihrer EntjchabigungSaNjprüche hier einreichen. AdlerShof, den 17. April 192a Der<55? in e in v cv orflehrr» In Vertretung: Schwor:lose. S' öffe. ..a?i!s'ter-...lZkzziiM!MkküZM urchsvs ve�lranier 2! Jahrs aüer. seit!9i2 pcilibsch und elgewerkschaitilch organisierter landwirtschaf'lichcr He- mter. der bis zur Revolution selbs'.siänilig gröfltre Oflter erw. Itct hat und sc t d.eser Zeit In Arbc icrorganisal ob Itig Ist(jetzt leitender Angestellter Im Deutschen Land- rbeilcr- Verband!, suvh s ch möglichst da'.d zu verandern. a ia der Land wlrtscnaft und Verkehr mit Behörden und iit den cioschlägip.en üesetzen. sow;e auch rednerisch bs- ändert. Obernehtte Stellung in Orgaiusauonen, Kreis- oder ommunatbekörd.-n oder Uwtervervvalicng. Oi.'ctten mit genauer Angabe der gewünschten �'-gkeit )uie Öehalt and anderen Bsoicgungcu unter n. iv. Ptnl a die Expedit on dieses Blattes. ~y ER BAND VO L KSGCSUNUHElf Onv.reln feriin. Poonszt'.ng,>»>» 22. Ap*il. abends 7 Uhr, In der O rrrcaiicl-nlo i-*, dcrw�llslr, 12. ■---- oetScrUl.dser Vorirai»— de.(Jen, H�cäani Cbei: (Hegen bnr oder Teiisalilung der Jetztzeit entsprechend«ehr preiswert Wehl-. S�'sf-, S.eiss- Ikrcnzinimsr taibige KOciien, einzeins Mii&sl Liefere trei Haus. Lie.ere auch ausw&ris. Cekaufte Klub;) können kostenlcs lagern. Kriesrsanleihe nehme in Zahlunx. - Cohn Gr. Frankfurter Strafe 58 (S Minuten vom Aiexanderplafr.) Flüa s: Badstrasso 47-48 (5 Minuten vom Buhnhol(jcsundbrunnen). _ , s�gaguagsraaT�� Dsüischer Metallarbeitsr-Ysrijand J VerwalturiirssteDe Berlin. Retorraveroinc, 1» slce N.utrslitäl ni«illch7 Clntriu Ire'.__ Fre- Aiissprach», �ardi�en | 3) Au-slaadnware. zu mäßigen Preisen noch vor- «rÄli>. Abgepaßte SchuigarUitien, Ecnstei 45 Mk. ü Moderna KUa�tlersAraUurcn tdre(eilig), vor- >0 neiimstc AcsiQhrung von IUI b i 175 Mark und 42 v# darüber. 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Den KoBezsa zur Nachricht, daß uasor Kollege, der CeUenbouer Max Scbo.z Br«n.en»fr. SS.«rn IS d. Ml»,»niorbc« l.t Die LUcSa heiuak Dailat»m Donners. az. den 23 d. M. »omiiti»»«» Uhr, im Krematorium, Uei.cbutr.»uit. Keso Be.ciiijuni wird arwarteu Cbre iltreni Andenken I Die ürisverwaltunr.\ 5msi.ii i-�L'�.��ayrr'Svg�xgsg.' � erhalten Sla I» korrer Zeit durch me'n. Speila'nict.od«, �oinnteraproasen. Ptckal. Mitemet, Leheiflfcke, Matxen, 'ilch'.»- und Nasenrftie. Usilue Maare, schlechter Ttlm mar, versclivmdet bald. Aal Wunsch blutuntetsuchung. C. Weisserl, InyaiidinsitaQs i47[ Eck« Be-g t/iui Sprechstunden; 10-!? u. 4-S. Sonntags IQ-!. Ai�kon�t' 05 Spszial-CehsndZis�� v. Oeschlecbl«, Haut-, Barn-, Frauen'clden.»rez- veraltete. hartnackige Harnleiden,, nerv. Sc.iwächc. Salvarsaa-tNurcn, Urin und JbJtutuntersuchiir.g, Licht- und finstu- Behandlung. Clcjur. Durchleuchtung, Bestrah ungen- OetrcniiieWhtrre« /imn'er iör Damen und Herren. 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Weit über 1 Million Geohstadtkinder allein müßten in diesem Jahre An- spruch auf Berücksichtigung für die Ferienkolonien erheben. 8900 Kinder konnten im vorigen Jahre in Erholungsorte geschickt werden. Ein Tropfen auf den heißen SteinI Und kehren dies« Kinder in die allen traurigen Verhältnisse zurück, so i/t ihre Erholung gewöhnlich schnell dahin. Nein, khr Frauen, es bleibt uns kein« andere Wahl, wir können unser auch gesundheitlich- so arg heruntergewirtschaftetes Volk, vor allem unsere in ihrem LcbenSkeru bedrohte Jugend nur retten durch die Ber- wirklichung de» Sozialismus. Durch die Umgestak- tung unserer gesamten Wirtschaftsweise in Erzeugung und Ber- tcilung des Bedarf», durch die Beseitigung aller Vorrechte de» Kapital? ist in der sozialistischen Gesellschaft die Grundlage ge- geben für einen durchgreifenden Schutz unserer Jugend vor Lew elendung. Proleüarierknnen,« u e r stärkster Jmpul«-, euer mütterliche« Empfinden kann sich nicht retner und v e rh e i ß u n gS voll« r d e! S t i ge n, als indem ihr aufklärend und kämpfend an der Seite eurer Männer und Brüder dem baldigen Sieg de» Sozialismus den Weg bereitet! 30) Der Sternsteinhof. Roman von Ludwig Anztngrnber. Sevherl und der WirtShannsl hoben dm Mu'ckerl von der Sielle, wo er' zusammenoebrochen wvr, auf, sie gaben sich die Hände, er mußte sich darauf setzen und seine Arme um die Nacken beider schlingen und so trugen sie ihn fort. Sevherl zürnte, schmähte und schalt während.des ganzm, lanaen Weges Helenms'halber, indes der Wirts- söhn aus Widerspruchsgeist tüese zu entschuldigm und zu rechtfertigen versuchte, der Kleebinder Muckerl schüitcklte gleiätermaßen über Anklage uttd Verteidiming den Kopf. Toni und Helene kamen von rückvärtS an die Zins- hosersche Hütte heran..,....,. „Nix, gar nix verschlagt s, sag ich dir, sprach eifrig der Bursche,„und was ich dir sag', das wirst du mir doch glauben? Gest tm?" Er hatte seinen Arm nm die Hinte der Dirne gelegt, jetzt zog er sie an sich, daß sie stille stehen mußte, und suchte ihre Lippen nnt den seinen.„Bist meut. wirst mein und bleibst mein! Ver'taß' dich! Nur bis zun Hals h'nauf Hab' ich's schon g'habt. die Heimlichtuerei, mich selbst hat's schon redschm g'macht und wann ich vor m Badern damit Hab' h'railsrncken woll'n. war mir. als könnt ich an'm ersten Wort erwürgen; daS hat's jetzt Rat. aufs Heutige fahrt er schon morgen über m,ch los. Soll sich nur ausreden. Was will er denn machen? Offen hvb ich ftarb' bekennt mid st Kasbiermartek Hab' ich ihn: verfeind t. das halt't! Ich kenn' die zwei Alten, ls einer wie der andere dickkopset; der Langnasete kann mir sein-c-lrn nimmer nachwerfen, er muß beleidigt tun und mem Bader is z'stolz sie ihm abz'fordern. so bleibt s vom �termteiirbof woa illid•fornint om' viel'ta'usendma�l fiebere und Schönere d'raufl MW~ MM..... Angst! Mann enckjvo�v..,"-*-v-»«, i-■.,.,,-, lenen dürfen, wo du hält st wisien können, daß ich dich m Tensel streitig mach, wann's b'rrnrf ankam'. Morgen laß ich n Stcrnsteinhvfbaner austoben und dann, schön sur- ''i cht in. daß nix bricht, bieg' ich mir mein eoach, wie mir laugt." Bei. Holen' machte M Mutter zu...Denk' dir," rief sie aufgeregt,„was der Tom houf awg'stellt hat!" Aber sie hatte kaum Zeit, in fliegender Hast da? Vorgefallene zu berichten, da wurden außen Tritte hördar und es Pochte an der Türe: Toni und Halene eilten zur rück- wärtigen hinaus und die alte Zinshofer öffnete. Die Kleebinderin stürzte herein.„Ist sie da?" schrie sie. Die Zinshofer trat einen Schritt vor, nm den?suS- blick nach der hallboffenstehenden Türe im Rücken zu decken, dann sagte sie:„Nein, wie d' siehst." „O. das schlechte, heillose Mensch!" zeterte die Klee- binderin.„Nit umsonst hat mir's schon von allem Anfang' an geahnt, daß kein Glück und kein Segen dabei sein kann, mit der zu gehen! Nun liegt er dahin wie ein Hund und verlangt noch nach ihr, der Narr!� Jetzt soll er's nur auch gleich itzu hören kriegen, daß sie nit einmal da is, und wie recht ich hab'l Aber du, Zinshoferin, du komm' und schau' dir au. wohin's mit einem � kommt, der's mit so ster Schanddirn' ehrlich meint, wie die deine eine is!" Sie zerrte die Zinshofer an der Hand nach sich aus der Hütte. Helene hatte sich zitternd an Toni geschmiegt, jetzt loste sie die Arme von seinem Halse und sagte:„Jetzt geh'." „Nit. wann jetzt gleich as'm Neck die Welt unterging'," stammelte er, sie an sich pressend.„Heut' spielst wir alles gegen alles, halt auch du'n Einsatz." Sie erschauerte, wollte reden, ihn zurückdrängen, aber sie öffnete mir den Mund, um mit lächelnden Lippen tief aufzuseufzen und ihre Anne sanken krasllos herab. X.... Am Morgen darauf war im Dorfe von nichts anderem die Rede als von dem Uebcrfall der Schlvcnkdorfer unter der Führung des Toni vom Starnsteinhof und die Dirnen, die nrit letzterem an einem Tische gesessen, erzählten auch, daß er die Zinshofer Helen' für seine künstige Bäuerin erklärt habe, was viel Spaß gemacht hätte, da die hochnäsige Gredl es für Ernst zu- nehmen schien. Die Schürze voll dieser Nciiigkaten, kam die Matzner Sepherl zur alten Kathel, die sich über das Gehörte bekreuzte und segnete. Knechte und Mägde auf dem Sternsteinhofe, die gestern dabei gewesen, zeigten sich zwar sehr rückhaltig bei der Umfrage, welche die Alte unter ihnen hielt, als sie ß�Se Haken« die rückwärtige Türe in die NM-, ber der Umfrage, welche �Alle niiwr-. m machte fist van dem gJuvÖS» M WÄ M«tk SBÜ deren Mundo bort-n. wm. L- sicb fluW- schwatzen scheuten, da nickten alle bestätigend und lochte«! „WaS fragst denn, wann d' ch' alles weißt?!" Der Bauer stand nachdenklich inmitten des Hofes, als sich die getreue Schaffnerm an ihn heranschlich Er sann gerade darüber nach wo wohl der Toni Roß und Wagen ge- lassen hoben mochte, die nirgends zu sehen waren. Es sind das doch kein« Gegenständ', die einer wie Pfeife und Tabaks» beutel unter einer Wirtshausbank mag liegen lassn und vr» gessen. Die Kachel hotte ihre Meldung kaum beendet, oi3 der alte Müller von Schwenkdorf auf den Hof gefahren kam. Er führte hinter seinem eigenen Wagen das vermißt» G«- fährt und Gespann mit..Grüß'(MX, HfUftstttnhcfbairrr." sagte er.- i" „Grüß' Golk," muvrt« der--mud zoß«in finsteres Gesicht. Von allen Menschen, die ihm Mvider waren, war ihm de, Alte der zuwiderste. Der Müller b lichte ihn boLhafk an. schnad.w paarmci mit der Peitsche, dann begann er:„Bring' dir da dein Wagerl und dein Rößerl z'ruck, was unS gestört der Toni g'liehen hat, zum einmal h'rüber und wieder uinhi fahren Ein Mordsbursch, dein Tonil Wünsäiel ich mir ein' Zweiten, dann wünschet ich mir den. An dem kannst noch dein' Freud' d'erleb'n, Sternsteinhofbauer. Hihi. Kommt der ang'fahr'n, packt st ganzen Rudel, dö rarsten Bub'u, z'samm,— heidi— laßst mer d'Schweukdorfer Ursel» sitzen und fahr'n mer raufen nach Zwisckpmbühcl! Lad't s' afn Leiterwagen und teuselt mtt fö davon,'m Bräunt sein d'Augen aus'm Kopf und d'Zungcn ous'm Hals g'hängt. Na, dann war aber auch bei unS d'renten a Verdrießlichkeit und ein Erboßen! Der Käsbiermantel hat sein' Sali bei- zeiten aufpackt und is heim und in sein Stubst war er mehr mit'm l�opf an die Tram") wie mit'n Füßen af der Eid', so g'sprungen is er. wie ein g'reizter Afs im Käfig. Nu lind da Heren ten bei Eng muß auch nit schlecht g' rauft worden sein. Mein Bub' liegt mit drei Löckiar im Kopf, in ied's könnt' mer a Faust stecken. G'schicht ihm recht, denr Sakra. Mer muß nit mir schaust, wo mer selben hinhaut, sondern� auch, wo ein anderer herhaust- könnt'. So hab'u wir's g'halten uuseror Zeit. Was? Han? Nit?" Der Sternsternhosbauer runzelte die Stirne. (Sortsetzung folgt.) an d« ZMschs RationalversamMing• DienStag, 20. Stpril. Kleine Anfragen. Die Sitzung begann mit einer Reihe Keiner Anfragen, von Wenen ledigKich eine konservative Anfrage über Belagerung s- gu st an d"s Vorgänge aus Schlesien einiges Interesse hare. Auf die kleinen Anfragen folgte eine von dem Rechts- Sozialisten Mccrfels begründete Interpellation über belgische Uebergrlffe. Ms neue Wahlkreiseinleilung... Darauf bat die Hamburger Partei in zwei gr-Dsn Funmo. l narsitzungen und in einer überaus zahlreich heiuchlcn s-iitgue er* Wie wir schon mitgeteilt haben, ist cm der Wahkkre»»-- Versammlung zu d.m Konflikt Stellung genommen, äeg.u r:ne eintcilung im Verfassung-ausichug wenig g« ä n de rtj vrrschwtndende Minderheit sich aus die Seite der c-nassen Reich worden- Es bleibt im.-weflntllchen wie«s bei der Wahl zur und Shälmann gestellt und die übrigen Bürgerschastsmitglieoer Rationalversammlung im Januar 1013 war. Dem Wahlkreis, aufgefordert, ihre Mandate niederzulegen. �Frankfurt(Oder) wurden die Gebiete zugewiesen, die ohne. Da diese Entscheidung nur von der Hamburger P egani'aiw« Abstimmung von Westpreuszen und Posen bei Deutschland der. war fand� vergangenen Sonntag auf Wunsch de* gen« bleiben. Dem aus den hannoverschen Regierungsbezirken m Aurich und Osnabrück bestehenden Wahlkreis« sollen die Staaten Bremen und Oldenburg zugefügt werden. Bra-unschweig kommt zu dem Wahlkreis« Südhannover(RogierungSbezirk Han- nover und HildeSheim), Hessen-Kassel und Waideck, Hessen-Nassan Bei der Abstimmung in Eupsn und Malmedy sollte der Ktankpurt(Mam). And KreiS Wetzlar, He s se n- Da r m st a d t .. �—.... �' 1. Ii- s n% rt urt,, vfT> e.1 3, o.. Tmv* wirkliche Wille der Bevölkerung zum Ausdruck kommen. Die VoikSabstünmung wurde aber von der belgischen B-Hörde zu einer reinen Posse gemacht- da sie fortgesetzt mit Drehungen und Nötigungen gegen die Deutschen vorgingen. Die Jungfernrede des Ministers Köster. Neichsminlstcr Dr. Köster: Ich bekenne hier, dag das deutsche Volk, und besonders das Volk an unseren Grenzen, die uns durch den Friedensverlrag ansgezwungenen Abstimmungen und ihre Resultate niemals als rein nationale Entscheidungen anerkennen kann. Die ökonomische Fragestellung bringt in allen Grenz» ilünd.-rn tausende um ihre Existenz bangende Männer und Frauen in die tragischsten Herzenstonflik.e, weil die einfache Frage des Herzens, od deutsch oder dänisch, oder belgisch oder polnisch, durch die Zeit der Abstimmung und durch die Bestimmungen des Friedenseertrages in ein rein ökonomisches Kalkül verzerrt und 'ungefälscht wird. Am schlimmsten liegen die Dinge in Eupen und Malmedy. Zum Protest gegcn die nationale Vergewaltigung ist die Bevölkerung dort am 14. April in den Generalstreik ge- treten. Die Stimmung der wirklichen Bevölkerung elnschlieKlich der Wallonen Malmedyz ist rein deutsch. Die Versprechungen der Alliierten sind nicht erfüllt worden. Be- fchwerden hatten keinen Erfolg. Die Roten der Reichsregierung wurden nicht beantwortet. Auch an den Völkerbund sind die An- klagen gerichtet worden. Die Meichsregierung wird alles tun, um eine gercchie Abstimmung herbeizuführen. Präsident Fchrenbach stellt fest, dass die überwiegend große Mehrheit des Hauses hinter diesen Erklärungen stehe. sLeb- hastcr Betfall.) Die Befriedung der Parlamente. ES folgt der Geketzentwurf über die Befriedigung der Gebäude üeS Reichstages und der Landtage, wonach innerhalb deS be- friedeten Bannkreises dieser Gebäude Versammlungen unter freiem Himmel und Umzüge nicht stattfinden dürfen. Eenosie Koenen: Das vorliegende Gesetz schränkt die Freiheit ein, die die Ver» fassung dem Volke bringen sollte. Wir stimmen gegen dieses Gesetz, mit dem Regierung und Parlament sich gegen Arbeiterdcmonstrationen schützen wollen. sSehr wahr b. d. U. Soz.) Diese Nationalversammlung ist doch auch nur daZ Produkt einer Massenaktion(Sehr gut b. d. U. Soz.), und solche Massen- aktionen gehen über Fetzen Papier? hinweg. Ein solches Verbot. daß der Reichstag«in besonders heiliges Gebiet sei, hat selbst Preußen-Deutschland nicht gekannt. Das ganze Gesetz müßte den Namen führen „Lex Llltttvitz* denn er und feine Hintermänner wollten den 13. Jcmuar und für ihn und die Leute seines Schlages ist dieses Gesetz aus der lSeele gesprochen. Gibt«S ihnen, wie sie hoffen, doch noch recht vft Gelegenheit, wirksam mit ihren Maschinengewehren das Par- ilament und da» Vaterland retten zn können.(Sehr richtig hei hen U. Soz. Lachen bei der Mehrheit.) Nicht die organisierte Arbeiterschaft, sonder« die Lllttwitz- und Negierungsspitzel tragen schuld au jene» Lorgängvn, Kenn fi« brauchen solche Momente, um ihre Notwendigkeit zu beweisen. Dies Gesetz ist ein üble Erbschaft au» der unseligen Zeit al» Lüttwitz mit No»?e, Heine und Ernst am Ruder waren. Reaktionäre Kundgebungen durften ruhig stattfinden, wie e» so deutlich die Vorgänge beim Untersuchungsausschuß bewiesen, der sich nicht mehr zu tagen getraute, weil jene Herren sich außer Stand« erklärten, die Garantie für seinen Schutz gegenüber den reaktionären Schreiern zu übernehmen. Wir lehnen diese» Aus- inahmegesetz gegen die Arbeiter, gegen die Proletarier, als Ganze» ab. sSehr richtig b. d. ll. Soz.). . ReichSjustizminister Blunk: E» ist nicht antidemokratisch, fondern._..' dt« Vollendung der Demokratie, haß die Vertreter de» Volke» bei ihren Dercttungen«und Be- fchlüssen gegen jeden äußeren Druck mit allen Machtmitteln des Staate» geschützt werden. Abg. Krüger(Viech Usoz.): Da» Volk hat«in Recht darauf, daß sein« Vertreter ungestört arbeiten können. Wir wollen, daß solche Provokationen und Hetzereien, und besonder» wenn eS Spitzel sind, wie Herr Koenen meint, kein Betätigungsfeld fin- den, und darum können wie diese» Gesetz nicht im geringsten «in arbeiterfeindliche», undemokratisches Ausnahmegesetz nennen, sondern im Gegenteil«in Gesetz zum Schutze der Demokratie. ! Da» Gesetz wird darauf in erst« und zweiter Lesung au- tz«no mm en. Es folgt die gweite Lesung eines VesetzeS zur Verlängerung von Patente« und GebrauchSmusteri». Dke Erhöhung der Postgebühren. Die Vorlag« wird angenommen. Auf der Tagesordnung steht dann das Gesetz Wer die Er» böhung der Postgebühren. Verbunden damit wird auch die Vor- fage über da» Bayerisch« Postreaal. ReichSPostministcr GieSbertZ«npfiehlt die Vorlage. Da» in der Vorlage vevanschlagte Defizit von 835 Millionen Mark wird sich trotz der neuen Tarife auf 1,4 Milliarden Mark erhöhen. Be- sonders im Fernsprech- und Telegraphenverkehr sin» die Material. preise außerordentlich gestiegen. Das der Postverwaitung zu ge- währende Darlehn ist notwendig, sonst müßte ein« noch weiter« Erhöhung der Gebühren erfolgen. Die Borlage ist ein Zeichen der schweren Rot, aber sie mug getragen werden. Darauf werden die Vorlagen dem HauShcrltSairSschuß über- Viesen. Nwahme der Wahlvorlage. Dar VerfassungSauSfchutz stimmte am Dienstag endgültig der ReichStagSwahlvorlage und dem Gesetzentwurf für die Wahl des Reichspräsidenten zu. Die Erledigung deS Gesetze» über den Volksentscheid und über den Stao-tsgerichtshof wird dem neuen Reichstag vorbehalten. Das Plenum der Nationalversammlung nimmt am Donnerstag zu den beiden Wohlvorlagen Stellung._ Aus- ven Kommissionsbeschlüssen ist noch miizu-teilen. daß außer Ostpreußen und Oberschlesien auch Schleswig-Hokstein vorläufig nicht wählen soll, doch bleiben die bisherigen Abgeord- neten bis nach der Abstimmung im Reichstag. Für West Preußen sollen, wie bekannt, zwei Vertreter bilden je einen Wahlkreis, cbenio die Regierungsbezirke Ober> bayern. Schivcrbcn, sowie Niederbatiern mit Oberpsakz. Das bis- herige Kobuvg wird mit Ober-, Miteel und Unterfranken ivet- einigt. Die Pfalz bildet einen Wahlkreis für sich. Der olden- burgische Landesteil Brakcnfeld wir» dem- Wahlkreise Koblenz- Trier zugewiesen, auS dem jedoch das Saaroebict und der Kreis Wetzlar ausscheiden. Alle anderen Wahlkreis« bleiben, wie sie 1018 gebildet wn den, allerdings unter Ausscheiden Koburgs auS dem Wahl! reise Thüringen. Mi-exdige ll?ss Nen. Abänderung dcs Gewerbegerichtsgesstzes und des Gesetzes betreffend Kaufmannsgerichte. Das ReichSarbeitSminiftcrium teilt mit: Der im Reichs- arbeitSmiuisterium ausgearbeitet« Entwurf einer Verordnung zur Abänderung des Gewerbegerichtsgesetze» und de» KaufmannSgerichtSgesetze» ist nunmehr dem R e i ch S r a t zugegangen. Er bezweckt in erster Reihe, die Mög- lichkeit von Neuwahlen zu den Bcisitzerstellen der Gewerbegerichle, der KaufmannSgcrichte und der JnnungSschiedSgsrichte zu er. öffnen. Zu diesem Zweck will der Einwurf die während deS Kriege» angeordnete Verlängerung der AmtLdauer der Beisitzer mit dem 10. Juli 1S20 zum Ablauf bringen. Gleich- zeitig wird in dem Entwurf die Abänderung verschiedener Be- sttmmungen der genannten Gesetze vorgeschlagen, die den so völlig veränderten Verhäiltnissen nickt mehr entsprechen. Zunächst soll die Höchstgrenze deS Jahresarbeitsverdienstes, die für die Abgrenzung des diesen Gesetzen unterfallenden Per. sonenk reise» maßgebend ist und im GeivcrbegerichlSgefetz 2000, im 5dirusmannSgerichtSgesetz 5000 Mark beträgt, gleichmäßig auf 15 000 Mark erhöht werden. Weiter ist für beide Gesetze die HeraufsetzungderBerufungSsummecruf 1000 Mark (von 100 Mark im GewerbegcrichtSgefetz und von 800 Mark im KaufmannSgerichlSgesctz), sowie die Herabsetzung des Wähl- barkeitSalterS von dreißig auf fünfundzwanzig und de» WahlberechtigungSalters von fünfundzwanzig auf Awanzig Jahr« in Aussicht genommen. Di« Frauen sollen da» aktive Wahlrecht für die Beisitzerwahlen erhalten. Di« Ver- hältniSwahl der Beisitzer der Gewerbegerichte soll zwingend vorgeschrieben werden. Für die erstmaligen Wahlen nach Be- endigung de» Kriegszustandes sollen die Bestimmungen außer Kvoft gesetzt werden, wonach der Empfang und die Nicht- er stattung von Armenunterstützung aul öffentlichen Mitteln der Wählbarkeit zum Beisitzer entgegensteht und anderer- seit»«in« mindestens zweijährige Dauer deS Wohnen», der HanidelSniedertassung oder der Beschäftigung für die Wählbarkeit erfordert wird. Der Entwurf müßte sich darauf beschränken, au» der großen Zahl der Anträge auf Abänderung de» GcwettbvgerichiSgesetzeS und de» KaufmannSgerichtSgcfetzez diejenigen zu berücksichtigen, die mit dem lieber gang von der Krieg»- zur Friedenswirtschaft im Zusammenhang stehen, dagegen die Stellungnahme zu um- strittenen Fragen grundsätzlicher Art dem SrbcitSgertchtSgesetz vorbehalten» dessen Entwurf seiner Fertigstellung entgegengeht. Da nach dem Wortlaut der Mitteilung die vorgesehenen Aenderungen auf dem Verordnungswege zur Durchführung gelangen sollen, ist diese Beschränkung aus die notwendigsten Reformen zu begrüßen, damit wenigstens dadurch die Möglichkeit für Ansehung von Neuwahlen ge- schaffen wird. Zu erwarten ist nur, daß diese Verordnung nicht als V o r w a n d benutzt wird, um die notwendigen größeren Reformen über Gebühr hinauszuzögern. Sie aber müssen auf dem verfassungsmäßigen Wege durch ein Gesetz erfolgen. D!e Zlrofikgler der Agrarier. Di« am DienZtag im Herrenhaus tagende<8. General- Versammlung de» deutschen Landwirtschaft». rat» gestaltete sich zu einem einzigen Schrei nach Aushebung der Zwangswirtschaft. Einzig und allein für Brotgetreide könnt« für da» folgende Erntejahr noch eine öffentliche Bewirtschaftung � � �» v �»v p« ¥i: � i ma.«« rr� x.**Tr• ß%*** v___ vorläufig die Mandate behalten, bis die Abstimmung erfolgt ist. Nach»er St immen zahl kommen biersür die Abgeordneten Gehl (Soz.) und Weinhausen(Dem.) in Betracht. Die Stimm- ttel werden tveoe» der Pgjnerte-Uttuna.aus LeitmisSvspier ze-t tel we' jLfh-hsrt. HSTJClÄ geändert Schreier, Exminister Schorlemer-Lieser, betonte, daß die Landwirte,.die Letzten, die ihrem Unmut Ausdruck gäben, ,n äußerster.Not gezwungen sein könnten, sich selbst den Schutz zu verschaffen, den die Regierung ihnen nicht zuteil werden ließe. Nach dieser Rede wählte ihn die Versammlung wieder zum Vor- sitzenden. Das Gnß-THMgen. In der zweiten öffentlichen Sitzung des ReichSratS, die am Dienstag nachmittag stattfand, wurde der Gesetzentwurf über da» Land Thüringen und der Gesetzentwurf über die Vereinigung Koburg» mit Bayern angenommen- Da» Land Thüringen wird preußische Bestandteile nicht umfassen. Sieben bisherige Kleinstaaten, Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Meiningen, Reuß, Altenburg, Gotha, Schwarzburg- Rudolstadt und Schwarzburg- SonderShausen werden in Zukunft den Staat Thüringen bilden, der 1 584 324 Einwohner zählt. Im ReichSrat wird dieser Staat durch L Stimmen vertreten sein, währen» bisher jeder Kleinstaat eine besondere Stimme hatte. Dadurch verkleinert sich auch die Zahl der preußischen Stimmen im ReichSrat, die nach der Verfassung nur drei Fünftel betragen dürfen. DaZ Gesetz über Thüringen wird voraussichtlich schon am l. Ma, in Kraft treten.,-■ Aus der parte!. Die Hamburger Parteidifferenzen. Während de» Kampfes gegen den Kappstreich ist eS bekanntlich in Hamburg zu einem Konflikt zwischen der Mehrheit der Bürger- schastssraktion und der Parteiorganisation gekommen. Elf von den dreizehn Mitgliedern der Bürgerschaft, darunter die� Genossen Bergmann und K a l l w e i t, hatten von der Partei verlangt, sie solle sich entweder hinter sie oder hinter die beiden übrigen Ge- nossen Siech und Thalmann stellen. Wenn die Parteigenossen tralkomttees' der Partei eine Konserenz aller r.uni haia- burgischsn StaQ-tsgebiei gehörenden Mitglied« schaftcn statt, die erneut zu dem Strcifall Stellung.nahm. Anwesend waren 75 Delegierte aus allen in Betracht kommenden Orten, die Bürgerschaftssraklion,»er Bezirksvorstand und vor.'. Zentrallomifee der Partei Genosse Stock er. Unternommene Beritändigungkver'uch« waren gescheitert. Den Siandpuekt d e U Fraktionsmitglieder vertrat Genosse Bergmann, ihm cnt- � osaB.........!"lte ne _____ Bei der Zuspitzung der Verhältnisse in der Hamburger Partei sind-euch persönliche Berstimmun. gen von Einfluß gewesen. Nach den be-den Rekeraten erklärten die Vertreter der Landorte ich auch fast alle für die Genossen Reich und Tbälmann. Nach l in- geren Sälusttvorten wurde mit 60 gegen 6 Stimmen �.schlössen, die 11 Mitglieder der Burgarschäft«aufzufo-dern, ihre Mandat« so'ort niederzulegen. Da die 11 Genossen sich hierzu bereit er. klärten, ist Hiermit der Konflikt entschieden. In die Hamburger Bürgerfchaft werden 11 der folgenden aus der List, unserer Partei stehendvn Genossen eintreten. Zahresl'eseka'verfammlWZ ösr Ler'-ner Nzlallarbei!s?. Die Berliner Verwaltungsstelle de» Deutschen Metallarbeiter. Verbandes hielt am Montag, den 19. April, ihr? außer- ordentlich« JahreSgeneralversammlung in der Bockbrauercß Fidicinstraße, ab. Vor Eintritt in die TageZordnlrng beschließt die General- Versammlung, dein Hauptvorjtandsmitglied Georg Reichel au» Anlaß seiner LSjährigen Organisationstätigkeit«in Glückibniisch' telegramm zu senden. Da dem Vorsitzenden der russischen Metall- arbcikerorganisationen Alexander Schlapnikoff vom deutschen Konsulat in Stockholm die Einreiseerlaubnis verweigert wird, hat Rusch den Minister deS Aeußern Dr. Küster ersucht, alle, zu tun, um die Einreise des Vorsitzenden unserer russischen Bvuderorganifation zu ermöglichen. Den Kassenbericht erstattete de: Kassierer Wilhelm Sch m i{Tk. Durch die im vorigen Jahi-e geführten Kämvf«, ganz besonders den großen Metallarbeiterstreik, sind der Organisation große Ausgaben erwachsen. Von der Hauptkasse wurden z. B. im vierten Quartal für Streik 14 234115,15 M., für Maßregelungen 64 118,Lo M. von der Lokalkasse für Streik 3 126 300.37 M., für Maßregelungen 11398,20 M. ausgezahlt. Der Kasse, ibestand betrug am 1. Juli in der Hauptkasse 3ö0 150,79 M., am 1. Oktober 1684 935.42 M., in der Loka.kasse am 1. Auki 1910 289.07 M., am 1- Oktober 1888 352,09 M. Im 4. Quartal kamen zu dem Bsstattd in Hauptkasse 18 000 000 M-, die uns vom Haupt» vorstand überwiesen worden sind. Am 1. Januar 1920 betrug dann der lkasscnbestand der Hauptkasse 4 839 873.12 M., der der Lokalkasse 827 1 97,02 M. Ohn« Debatte stimmte die General» Versammlung dem Antrag der Revisoren«ruf Entlastung der Kassierer e i n st i m m i g zu» Zum 2. Punkt der Tagesordnung erstattete der Bevollmächtigt« ZlSka den Bericht über die mit den Metallindustriellen ge» pflogenen Verhandlungen über Gewährung einer neuen Tcurrungs» zulage. Nach eingebettoen Verhandlungen wurde vereinbart, daß die Tavifsätze für Männer über 13 Jahre um 60 Psg., für Frauen über 13 Jahre in Klasse L 8 um 40 Psg. und für Jugendliche beiderlei Geschlecht, im Alter von 14 bis IS Jahren 25 Pig., im Alter von 16— 18 Fahren um 85 Psg., er» höht werden sollen. Di« bereit» erfolgten Erhöhungen bleiben bestehen. Eine weitere Erhöhung der TeuerungS» zutage be'rügt 8 MI. pro Woche, für jede» weitere Kind unter 14 Jahren 6 Mk. Die Verrechnung erfolgt ab Sonntag, den 11. April d. I. Die Vereinbarung hat«ine Dauer von mindestens 4 Lohnwochen. Ziska teilt im Anschluß daran noch mit, daß über die Bezahlung der Generalstreiktage ein« Einigung bei den Verhandlungen mit den Metallindustriellen nicht erzielt wer» den kormie, und daß nunmehr da» Reichsarbeitsministerium um! Ginfetzuug eine» Schiedsgerichts zur Fällung eine» unverbind» lichen Spruches ersucht werben soll. Die im früheren Rahmen» vertrag vorgesehenen Ferien sind von den Metallindustriellen zu» gebilligt woroen. Die Gen e ra lv e rsamml ung erklärte sich mit den vereinharten Teuerungszulagen wie auch mit der Einsetzung eine» unverbindlichen Schiedsgericht» einstimmig einverstanden. Zu Punkt 8 der Tagesordnung beantragt die Ortsvcrwaltung.' die durch die enormen TeuerungSverhältniss« erhöhten Ausgaben durch ein« Erhöhung der LokalMträge zu decken. Der Gesamt- beitrag nürde nach fren Vorschlägen der Verwaltung dann für die 1. Klaff« 3.40 Mk., für die 2. Klasse 0,80 Mk. und für die 3. Klasse 0,15 Mk. pro Woche betragen. Die Generalversammlung stimmte diesem Antrag zu, jedoch sollen die Mitgl cder in Ar- abstimmung darüber beschließen, die am 80. April und am 2. und 3. Mai d. I. stattfinden soll. Ferner beantragte die Verwal- tung, die infolge der großen Steigerung de» Mitgliederstande» no'wettoige Einstellung von 27 neuen Angestellten. Diese Posten sollen ausgeschrieben werden. Es muß au« diesem Grunde ein« lögliedrige Prüfungskommission eingesetzt werden. Des weite- ren fordert die Verwaltung, daß für die noch im Bureau tätigen Hilfsarbeiter die Einstellungsbedingun- gen de» Handelsgesetzbuches mit monatlicher Kündigung gelte«. Nach eingehender Debatte stimmt die Generalversammlung diesen Anträgen gegen wenige Stimmen zu. Sodann erstattet der Ve- vollmächtigie vi u s ch den Jahresbericht. Er betonte, daß da» Berichtsjahr unter den Nachwirkungen de» bjährigcn Weltkrieges stand. Wer am 9. November 1918 glaubt«, eine neue Zeit bricht an, konnte im Jahre 1919 feststellen, daß er sich stark geiäu'cht hatte. Die Frage, die un» wohl alle am brennendsten erschien, ob der Aufbau deS deutschen Wirtschaftslebens unter einer neuen Wirtschaftsordnung vor sich gehen soll, wurde nicht gelöst. Die Versprechungen, die die Regierung gegeben hatte, sin» nicht ge- halten worden. Das kavitalistische System steht heut« noch in voller Blüte, eS ist noch kein Ansang von der Regierung gemacht worden, die von der gesamten Arbeiter- schaft stürmisch verlangte Sozialisierung der dazu reifen Industriezweige anzubahnen. Au» dieser Tatsache ergibt sich auch unsere Stellung zu der Regierung. In allen wichtigen Fragen, »- B. der Lebenshaltung. Entlohnung der Arbeiter, Zwangswirt- schas! bei der Erfassung der Lebensmittel usw. hat di» Regierung dem Drängen der Kapitalisten nachgegeben. Die Folgen der verkebrten Politik der Regierung machen sich bemerkbar in dem ungeheuren Anschwellen der Preise für die täglichen Bedarfs» arttkel. Die Folge davon waren di« heftigsten Lohnkämpse auf der ganzen Linie. Im Berichtsjahr haben iu Berkin 478 Betriebe im Streik gestanden. An dem großen fünswöchenilichen Metallarbeiterstreit waren 160 000 Mitglieder beteiligt. Der Erwlg dieses Streiks darf nicht nur vom materiellen Gesichtspunkt bewertet werden. Die Metallindustriellen haben erkennen müssen, daß die Metall- ASlUiASJt-t*. CAlüixtliäst kiiterschafk. Die Tammlung zur NuterstJhung beS Mre!?Z' trachte über 3 Millionen Morl; der Fonds ist noch nicht auf- gebrauch-. So konnten für die Opfer des Kapp-Putsches aus diesem Fonds I Vött AX) Mark bewilligt werden. Einzelne Berufszweige standen unter dem Zeichen einer guten d-onjun-rur. Diese Gruppen konnten naturgemäß bei Auf- stellung von Lohnforderungen ihr Ziel leichter erreichen«IS v.idere Gruppen. Einzelne Unternehmer hat.en erklärt, jeden geforderten Konjunhurk»hn zu zahlen, verlangten aber bei Gruppen mit schlechter Deschäftigung rn der Entlohnung völlig freie Hand. Di Uivternehmer spielen also mit dem Gedanken, ohne Tarif zu arbeiten. Seit Ausbruch der Revolution haben wir einen Mitglieder- zuwuchs von 130 000 zu verzeichnen. Die Bewältigung der sich da. durch anstürmenden Arbeit war für die Or.Sverwaltung unge- heuer schwierig. Besonders die Einkassierung der Beiträge machte Schwierigkeiten, das Hauskassiererivesen muß darum auSgebaul werden. TaS 4. Quartal schloß mit einem Mrtgtiederstand von 177 027. Das ist ein Rückgang gegenüber dem 8. Quartal von zirka 3000 Mitgliedern, der bedingt war dnrch die Verordnung über die Entladung Auswärtiger. Der Mitgliederbestand ist jetzt wieder im Steigen begriffen. Die Finanzierung der Organisation macht nnS die größte Sorge. Durch ständiges Steigen der Lebenshaltung mußten w.r mit einer neuen Beitragserhöhung kommen. Zu einer völligen Gesundung unserer Finanzen kommen wir jedoch erst, wenn wir daS Prinz. p der Zahlung eines Stundenlohnes als Wochenbeitrag durchgeführt haben. Di« Erwerbslosen. fürsorge stellte ungeheure Anforderungen an die Verwaltung. Es wurden 20 800 000 Mark in kleinem Beträgen ausgezahlt. Die Jugendbewegung nimmt einen erfreulichen Aufsthwung. Die Wurzeln der Ocganisaiion liegen in den Betrieben. Es sieht nun allerdings so auS, als ob Kräfte am Werke sind, diese Wurzeln anzunagen. Es zeigen sich syndikalistische Be. strebuugen, die ihre Hauptaufgabe darin fehcich unseren Funktionären die Erfüllung«ihrer Pflichten möglichst schwer zu machen, sowie«in« den Bestand der Organisation gefährdende Agitation zu entfa-ten. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen ankämpfen. Un- sere Funktionär« haben die Ausgabe der Parole der shndikatistischen Kommunisten die Parole der Einigkeit und des geschlossenen Handelns des Proletariats entgegen zu setzen. ES gilt gegen die mit allen Mitteln arbeitend« Reaktion die Ein- heitSfront des Proletariats herzustellen. Wer angesichts der Rührigkeit der Reaktion die Organisationen der Arbeiterklasse zerbeißt, handelt konterrevolutionär. Und wer von den Offizieren Wilhelms II. die Befreiung deS Proletariats erwartet, ist«in Wrr- köpf oder politischer Spitzel. Im Anschluß atz den Jahresbericht geht Rusch eingehend auf den verflossenen Generalstreik unter besonderer Berücksichtigung Einer persönlichen Stellungnabrn« ein. Er bedauert, daß beim usbruch des Streiks die Aufstellung eines gemeinsamer. Streik- zieleS an dem formal-demokratischen Standpunkt der S. P. D. scheiterte. Als weiteres wichtiges Moment bezeichnet der Redner die Forderung wach der Bildung einer rernsozialistischen Ar» bciterregierung, der nächsten Etappe zum Sozialismus. Die Fort- führung des Streik» gegen dke GewerkschafkSbünde hätte die Z e r. r« i ß u n g der örtlichen Gewerkschaften bedeutet. DaS dürfe aber nicht geschehen. Eine Weiteyführung de» Streiks hätte da! Ab- bröckeln desselben bedeutet und ein Gefühl der Niederlage der- ursacht. Bezüglich der Bewaffnung der Arbeiter teilt Rusch mit, daß die preußische Negierung Bedenken habe, an Stelle der auf- zulösenden Eintvohnevivehren Ortkwehren zu schaffen. Als Grund für dies« Bedenken gibt die preußische Regierung den Einspruch der Entente an. Er könne nicht verstehen, daß die. Entente da- gegen Einspruch erhebe. Die Gewerkschaftsvertreter hätten ge- fordert zu den Verhandlungen mit den Ententeverkretern hinzu- gezogen zu werden. Seiner Meinung mach befürchte die Entente eine Volkserhebung, wie Deutschland sie 1812 gesehen habe. Diese eventuelle Befürchtungen der Entente seien völlig grundlos. Die deutsche Arbeiterschaft fordere ihre Bewaffnung um ein für alle Mal die Wiederkehr eine? Kriege» und des militaristischen Regi- mentes unmöglich zu machen. Unter voller Zustimmung der ver- sammelten Funktionär««klärt Rusch, daß die Arbeiter Groß- Berlin» die Wiederkehr einer Säbeldiktajur unter Umständen euch gegen den Willen der jetzigen Regierung verhindern werden, daß die Arbeiter, fall? die Regierung sich zur Bewaffnung der Ar- beiter zum Schutz« der Republik ablehnend verhaften würde, ihre eigenen Bataillone ausstellen werden. Am Schlüsse seines zwei- fiündigen Referate» erklärte Rusch, daß nur durch die geschlossen« Einheitsfront der Arbeiterklasse die Reaktion beseitigt und der Sozialismus verwirklicht werden kann. In der Diskussion wandte sich Salz mann xeg« die Politik der GewerkschaktSbureaukratie, die ganz besonders bei der Führung de? Generalstreiks versagt hätte. Er begründet einen Antrag des'S. Bezirk», der verlangt, daß in Zukunft bei Abbruch eines Generalstreiks all« Generalversammlungen der Per- NwItungSstelle zu entscheiden hätten. Maitzahn meint, die Arbeiterklasse habe 8 Hauptfeinde: die Reaktion von rechts, den Ententeimperialismus und die Gefahr, in das vefornnstische Fahrwasser der Gewerkschaften getrieben zu werden. ES sei deshalb zunächst die Aufgabe der Räte, Schaffung von Jndustrieocgani- iatwnen. Er begründet eine Resoftrtwn, in der die Notwendigkeit der Schaffung von'Kampforganisationen zur Bekämpfung der Re- aktion zum Ausdruck kommt. Nach einem kurzen Schlußwort RuschS wurde die Resolution Maltzahn«instimmig angenommen, der Antrag Solzmann abgelehnt. Bei der Neuwadl der Bevollmächttgte» wird Rusch gegen eine Stimme wiedergewählt, ebenfall» Holz. Schneid« und Kraus« als Revisoren. Maltzckhn wird als Beisitzer in die«ng«e Ver- waltung neu gewählt. Ein Antrag, die Entschädigung für Funk- tionäre für VerfammlungSbesuch von 1 Mark auf S Mark zu erhöben findet einstimmig« Annahme. Die übrigen an die Per- Wallung gelangten Anträge, werden wegen der vorgeschrittenen Zeit zur nächsten ordentlichen Geneva Ivusammlung vertagt. Aus der Parlelpresse. Die soeben erschienen« Nr IS der unabhängigen sozio Demo- statischen Wochenschrift„Der Sozialist� enthält fölgemde Beiträge: Hie Besserung der Valuta von Eugen Prower; Da» neue Wehrgesetz d«e d«utschösterreichisch«n Republik von Fritz Raper; Di« International« von Tony Breitscheid; Ein« Geschichte der Gewerlschaftt« bewegung von Richard Seidel; Die Slowakei von Be- nedikt KautSky;„Lille vergewaltigt?- von Walter Oebme..Der Sozialist-«scheint wöchentftch einmal und ist durch alle Buchhandlungen, durch die Post oder durch den Verlag T. Breitscheid, Berlin W. 16, zum Preis« von vierteljährlich 10 Mark, Eiuzetnummer 1 Mv zu beziehen, • „Sozialistischer Erzieher", Heft st, enthält fölgend« Bei- stäge: Sozialist. ErzieihungSgedanken._ Zur Lag«.— Gemein» schaitSilunde für die weltlichen Schulen usw.— Sozialistische El- strnbci-äte.— Erzieherische Weltamschauung.—• Leitsätze für ein sozial ist iichus Schulprogramm.- Zur Knhestsschukfragcr- Bon dm„entschiedenen Schulreformen."— Dringende Anfrage an die Lehrerkammerchten. Die Wochenschrift de» Verbands» sozmliir-icher Lehrer und Lehrern! een TmtschiandS und Deutsch-OesterveichS ist unentbehr- l'S für �en an Schul- und BAdungSsvagen interessierten So- »iatiitc-n. insbesondere für Mitglieder der Elternbeiräte. Besteuerung des GewerkschastsvennSgeus. Von einigen Gewerlfchaftsoorständen wird mitgeteilt, daß die bei den Banken hinterlegreu Guthaben zur Besteuerung heran- gezogen worden sind. Diese Maßnahmen sind offenbar nur darauf zurückzuführen, daß die betreffenden Guthaben auf den Namen eines Treuhänders und> icht auf den Namen des Ver- bandez bei der Bank hinterlegt waren. In den zahlreichen Steuergesetzen ist, soweit eine Besteuerung der Gewerkschaften in Frage kommen könnte, diese durch klare Gesetzesbestimmungen ausgeschlossen. Bei den jetzt gemeldeten Besteuerungen der Bankguthaben der Verbände wird es Aufgabe der Vorstände sein, der Sicuerbehörde sofort den Nachweis zu liefern, daß das auf den Namen des Treuhänder» hinterlegte Vermögen nicht Eigentum de» Be- treffenden ist, sondern dem Beroande gehört. Im übrigen dürfte es sich empfehlen, die Eintragungen der Konten auf den Verband»- namen vorzunehmen. Nach unseren Beobachtungen werden von den Banken in neuerer Zeil dieser Handhabung nicht mehr un- überwindliche Schirierigkeiten bereitet. Mindestens ist neben dem Namen des Treuhänders auch der Name des Verbands als Konto- inhaber einzutragen and es dürften damit für die Zukunft irrtümliche Besteuerungen verhütet fein. Die vorstehenden Ausführungen gellen in vollem Umfange auch für die Vermögensbestände von Ortsausschüssen des Allgemeinen Deutschen GewerkschaftSbnndcS und für Gewerk» schaftSkartelle. Achtung! Buchdrucker! Ausschneiden und zirkulieren Zassen. Eine am Montag in den Arminhallen abgehaltene Versammlung der Berliner Oppositionsöuchdrucker beschäftigte sich mit den Auf- gaben der Verbandsgeneralversammlung. Nachdem Koll, Lampe sein mit großem Beifall aufgenommenes instruktives Referat beendet hatte, setzte eine recht rege Diskussion ein. U. a. wurde dar. auf hingewiesen, daß die V. G. V. ein Markstein in der Buch- druckerbewcgung werden mutz, um mit der übrigen Arbeiterschaft gemeinsam die soziale Gesellschaft durchzuführen. Da Kollege Paul Tschisch, um eine Zersplitterung zu vermeiden, zurücktrat, scheidet er an» der im Flugblatt bezeichneten Kandidatenliste aus. Die Kandidaten der Opposition sind(Numerierung laut Stimmittel): 3. Lampe, S. Fiedler, 11. Kotte, 13. Wolf, 15. Witte, 17. Rose, 21. Gabbey, 24. Tschisch(Franz), 25. Barb- knecht, 26. Engelmeyer, 20. Napp, 30. Schmidt(Karl W.), 31. Milleville, 41. Nagel, 46 Goldmann, 60. GajewSki, 51. Za- duck, 52. Vierath, 65. Gaida, 56. Dörbandt, 58. Vogel(Karl), 60. Zieger, 63. Poschmann, 69. Neumann(Georg), 73. Freuden- reich. Ter Stimmzettel darf nicht mehr al» 25 Namen enthalten. Der Aktionsausschuß. I. A.: Karl W. Schmidt. Der Streik der Eastwirksgehilfsn geht weiter. In 5 Versammlungen berichttetien am Dienstag die Vertreter des Kartells der im Gasti.oirtzgewevbe vertretenen Arbeitnehmer- organisationen über die Verhandlungen, die Rcontag abend im Hotel Esplanade stattgefunden haben. Aus den Ausführungen der Redner war zu entnehmen, daß die Arbeitgeber die Zählurag jeder Beschaffungsbeihilfe verweigerten, auch wenn deren Höbe von Fall zu Fall durch eine paritätisch zusammengesetzte Kommiision bestimmt werden sollt«. Die Gcnelalstreiktage sollen nur bezahlt werden, wenn das durch einen Beschluß der Nationalversammlung bestimmt wird. Betr. der Teuerungszulage seien bi« Arbeitgeber geneigt, die Forderungen für die großen Hotels, Luxusgeschäfte und Weinstuben zu bewilligen, bei Bierwirtscharten. aber sei ihr letztes, als Ultimatum bezeiilnetes Angebot nicht über 40 Mark im Höchstfalle für die ohne Kost und Wohnung Angestellten hinaus. gegangen,� während die Gehilfenschaft 45 Mark forderte. Die überfüllten Versammlungen beschlossen, ihrer Wirtschaft» liehen Notlage wegen, auf ihren Forderungen zu beharren und den Streik fortzusetzen. Verhandlungen haben gestern nicht stattgefunden. Die Lage hat sich aber für eine Reihe größerer Betriebe dadurch verschärst, daß nunniehr auch da» technische und kaufmännisch« Personal in den Streik getreten ist. Die Zahl der Lokale, di« nach Be- willigung der Angestelltenforderungen wieder«öffnet werden, ist weiter im Wachsen. Streik der Lanöschaftogarkner. D'e Lohnbewegung der Landschaftsgärtner ist durch einen Stre bekräftigt worden. Die Forderungen der A-lbeitnemner be- liefe sich auf einen Zuschlag zu den bisherigen Löhnen ab 16...pal 1020 für jede Berufskategorie von 2,20 Mark pro Stunde, während die Arbeitgeber in Anbetracht der allgemeinen gestiegenen Lebensmittelpreise einen Zuschlag ab 16. April 1920 von 1,20 Mark zu bewilligen geneigt waren, der sich ab 16. Mar auf 170 Mark, ab 1. Juni auf 2 Mark pro Stunde erhöhen soll. Detegiertenversammlung des Zentralverbandes der Angestellten. ... �er Montag ftattgefunbenen Delegiortenversammlung des Zentralverbandes der Angestellten. Bezirk Grotz-Berlim, be- gründet« zum 1. Punkt der Tagesordnung Denzer den Statulenewtwurf der Statutenberatungskommission. Anschließend erörterte Weiland«inen Sonderentwurf der Geschäftsleitung. Der Entwurf der G e sch äst S l« i tu n g lehnt die Zusammenfassung der BetriebSrät« der An- gestellten in der Betri«bSrSt«z«ntraIe ad. d«.r Opposition wurde beschlossen, daß beide Entwürfe vor der endgültigen Beschlußfassung den Mit- gnedern zur Diskussion gestellt werden. Zu Anträgen zwecks Stellungnahm« zu der Frage.Industrie- verband— BetrievSorgams-ation— Rachverband* fichrtc Genosse Fritz Schmidt aus, daß I n dustri«v- rbän d« von den Angestelltenorganisationen akoelehnt werden müßten, da si« di« Aufgaben der Be nrrS organisationen nicht chuuten. Wenn di« Angestellten gezwungen würden, mit den Arbeitern Jndustrieverbänd« einzugehen, dann würden sie in Fachverdänd« usw. getrieben werden. Int weiteren Verlauf« semer Ausführungen tritt der Redner mit, daß Delegiert« der List« 7 sich geäußert hätten, daß dt« A f a zerschlagen werden müßt«. Er wendet sich dann scharf gegen die B«trteb»r2te»«ntrale. Die Gewerkschaften mühten eS sich auf da» energischste verbitten, daß von irgendeiner Organisation, dt« keiner Kontrolle unterliege und keine Rechen- schaft ablege, Beschlüsse gefaßt«»erden, denen sich dt» Gewerk- schaften fügen sollten. Genossin Philipp trat dem Redner betr. Zerschlagung der Afa«ntgegen. Genosse Felix Hirsch präzisiert dann die Stellung der Opposition dahingehend, daß die Oppo- fition di« Angliederung d«r j«tzt in b«r Asa zu» samm«ng«schloss«n«n Organtsatio««n an vi« freien Gewerkschaften verlange. Di« Afa sei immer noch eine Konzession an den Standesdünkel. Die Betriebs- rätezenirale habe di« Aufgabe, über all« Parteien hinweg die Betriebsräte zu schulen und reif zu machen für den Zeitpunkt der Ueberführung der Produktionsmittel in den Besitz der All- gemeinheit. Die Zentrale sei notwendig und nützlich und ein kollegiales Zusammenarbeiten der Zenkra-l« und Ä««ilWjjiAftiili.i»*«Blfetow*»«*." �' Schröter tritt dafür«m, nicht zu exireme �roeninge»■ aufzustellen; die Angestellten müßten erst zu Sozialisten erzöge» werden. Es wurde dann beschlossen, in der nächsten Delegierteritzer« sammlung Referat und Korreferat über die Fragen„Industrie« verband— Betriebsorganisation— Fachtet« band— Arbeitsgemeinschaften" entgegenzunehmen. Achtung! Betriebsräte der Holzindustrie. Heute abend) s7 Uht findet in Kliems Festsälen. Hasenheidt, eine Versammlung der Hauptgruppe der Holzindustrie statt. Erscheinen sänftlicher Betriebsräte unbedingt erforderlich. Tagesordnung wird in den Versammlung bekannt gegeben. Betriebsräte der Lederwirtschaft! Vollvcrsawmluna Cftftr Betriebsräte(Arbeiter- und Angestellienrätc) der Groß-Berline» Lederwirtschaft Donnerstag nackm. GVi Uhr in den„Sophien- sälen", Sophienstr. 17—18(Weißer Saal). Tagesordnung: Be- triebsräte und Volkswirtschaft. Es ist Pflicht aller Betrie''?-, Arbeiter- und Angestelltenrate an der Versammlung teilzun chmen, Daz Gewerkschaftskartell der Leöeltvirischaist. Der Verband der Glaser htelt«ine gutbesuchte VersammstuiH ab, die sich mit Torfffvagen beschäftigt«. Die Unternehmer babon zu dem bestehend... Lohn von 4,50 M. eine Zulage von 1,20 M. pro Stunde gewährt. Es wurde beschlossen, sofort Berhandlunge» mit den Unteruehmevii einzulÄtea � zwecks©raekb.mg eines Stundenlohns von 7 Mark. Für die eiiizeknen Stad.v.r.el wurden Bezirksführer gewählt, d'.e an jedem Montag in bo stimm» ten Lokalen die Beiträge einkassieren sollen und auch di e A ite'-ra innerhalb bor Bezirke" Seiten sollen. Aus dem OuartzASkericht wäre zu entnehmen, daß im verflossenen Ouarial eine erfteuii'he Mityliederzunahme zu verzeichnen ist. Ein Antrag, außer in der „Freiher.- auch im»Vorwärt»- Bekanntmachungen und Vor» sanemlungsa-.izeigcn zu vrmgetd, wurde von der Wrft'-n.Äüng abgelehnt. Die Mitglieder wurden aufgefc.rdert. sich rchtt zahl» reich in die Listen der SicherheiiS»- rmd OrjS»ehr einfro ni z» lassen. Außerdem wird von den Kollegen erwartet, daß sie am 1. Mai die Arbeit ruhen lasftn und sich geschlossen an den si:°rn der Parteien beteiligen. Eine demnächst stattftndende Ur-.-.Pinw MM,g soll über idie Beitragserhöhung auf 2,50 bis 3 Mark«nk- scheiden. Lobnbewegunq unter den Angestellten der Gold-'-d Silber« waren-Detailgeschüste. Der Zentralverband der An lllon hat eine große Anzahl Groß-Berliner Firmen au» der. Juwelen-, Uhren-, Gold- und Silberwaren-DetailgeschSften vor den Schlich- wngSauSfchuß Groß-Berlin zur Anerkennung de? Tarifvertrages laden lassen. All« Angestellten, die von den zu diesem Z-wcck« statiaefundenen Versammtungen keine Kenntnis batten, werden ersucht, sich unverzüglich an die Fachgruppe 18 6 deS Jeu« tralverbandes der Angestellten, Berlin, Belle« Alliancestr. 7—10, zu wenden. Buchdruckerri-HilsSarbeiter und»arberterinnen. BstrstlbSräi« und Vertrauensleute der U. S..P, und K. P. D.(SpartakuiWund); Wichtige Sitzung am Freitag? Uhr in der»Alien GeheimratS4 kneipe", Jerufälemer Str. 8. Legltimation mitbringen. Propaganda-K'am Mission. Eine Branchenvcrsammlnng aller tu der Knopf- und Korsett- stangenindustrte beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Donnerstag in der Aula des SophienrealgymnasiumS um- zu den bewilligten Löhnen.Stellung zu nehmen. Schulz c(I Berichterstatter teilte mit, daß die Unternehmer zu den besteh?:!- den Teuerungszulagen 100 Proz. Aufschlag bewilligt hätte e, rück- wirkend vom 26. März 19Li. In Punkte Urlaub erklärte» di« Unternehmer, daß sie sich ast Abmachungen in der Eesamt-i Metallindustrie anpassen würden. Die Bezahlung der General» streiktage lehnten sie ab. Werner ergänzte in einigen Punkten den Bericht. In der darauf«insetzenden lebhasten Diskusston sprachen sich sämtliche Redner dahin auS, daß die Jus sitäge bei der herrschenden Teuerung schon längst wieder Lberholt sei.-» nny forderten mit allen Nachdruck die Bezahlung ab 2. März l.siO wie in der Gesamtindustrie. Schulz teilte noch mit, daß dir Unternehmer die jetzt bezahlten"ohne inkl. aller Tenerüna?.» zuschläae als Grundlöhne beixae? welche bis zum 1. Juli 1.;0 Gültigkeit haben sollen. Ein Sli rag, der besagt, den Vertrag anzunehmen, sofort aber in neue Verhandlungen«inzutr!- en und eine neue Teuerungszulage analog der in der Gesamtindustrie zu fordern, fand«instimmige Annahme. Nachdem nah ver- schieden« Redner den Vertrag bemängelt hatten, wurde der selbe gegen 20 Stimmen angenommen. Die alte VechaudlungS- kommission wurde einstimmig wiedergewählt. Für die Mechaniker, Uhrmacher und Optiker sind dorn MS tallarbeiterverband mit dem Verband der Berliner Mciall; industriellen und dem Arbeitgebeiverbaud für Feinmechanik uns Optik Verhandlungen über Gewährung von TeuerungSzuschsi'ges sewie Erhöhung der Grundlöhne gcpflogan werden. Der Ar- beitgeberverbano hat sick> bereit erklirrt, zu den bereits bestch�u- den Grundlöhnen für Mechaniker, Optiker, UhrmackiSr einen Zu- schlag von 60 Pf. pro Sftind« zu ftewähnn.. Jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen erhalten 28 Pf. Zuschlag pro Stunde, Ar- beiter und Arbeiterinnen über 18 Jahre erhalten 35 Ps. Bi« bereit» gezahlten QuafttätS- und Teuerungszuschläge nach der Vereinbarung vom 4. Februar bleiben bestehen, so daß zu dem u zahlenden Lohn für Unverheiratete 15 Broz., für Derheir iete 0 Proz. Teuerungszuschlag zu zahlen sind. Lehrling« erhalten im zweiten Halbjahr 20 Pf., im zweiten Jahr 30 Bs, im dritte» Jahx 45 Pf., im vierten Jahr 05 Pf. Stundenlohn, jedoch er- halten sie keinerlei Teuerungszuschläge. Bei sofortiger Annähme dieser Vorschläge sollen die bewilligten Zuschlage ab 7. April ge. .zahlt werden. Nachzahlungen sowie Bezahlung der Streift-:.-« lehnte der Arheitgeberverhand ab. Gin« am Donnerstag c y e< halten« Branchenversammlung«rkvirte sich nach kurzer DiSkG-ioa mit Hirsen Abmachungen einverstanden, jedoch wurde die Brau- chenkommisston beauftragt, sofort erneut« Forderungen einzu- reichen, da die gemachten Zugeständnisse bei weitem nicht den gegenwärtigen Verhältnissen entsprächen, llvltluvg. 8. Rat«. Uebierschuß de, KiWnzspenden, yosamincsst für den dersstorbenen Genossen Hugo Haas«, den streitenden und ausgo- sp-w-ten Metallarbeitern semerzciit als BeiWfe ülbeavleseu: Firma Arnheim 660 M., Panzer 234,95 M.. Gade 88 69 M, MuWeugpau Merkur 99,50 M« technisches Personal. Solisten des Deutschen OperrchaufeS 152.75 Mt. U. S P. Ntto.'aZ ee, WannfecSahil, 17 M.. Patzenhofer Brauerei Abt. SW. 58,70 M. Schuchardt u. Schütte Neukölln 11,50 M., Aigarstten-Maschirftten Mal Kah 92,80., Haas« u. Co., Lindowerstviche 136 M., Muiue, Charlottemdurg, 75 M., Kinkel 61 Ml. Fettstelle Gr.-Ksrlin 484 Dl.. Horm. Meyer 133 M., Städt. Straßenl'ahn Berlin 62.50 M., Boeker, Krüger u. Co. 66 M., Gaswerk Dharlottenibuvg 312 St., Lindsndruckereli Schiffbauerdamm 229,50 Mabuß 83,75 M., Hoch- und Umtergoirndbahn. tech». Persanail 476 Mt. Anilins fachrik Lichtenberg 142,55 M., Druckerei des RetchSWeHrnftnistÄ rrumb 87 M., Schultheißbvauevei ZM. 1 135 M. Intern Bund de, Kriegsbeschädigten Bez. O. 1. 74L0 M, U. S. P. Berlin-WÄ, merSdort 70�5 M., U. S. Pi. Neukölln 636,45 M. Luftfahrzeuge bau Schübte-Lanz Zeesen 199.40 Dl., Ehrich ix_ Grätz 21 M., U. S. P. D 14 Distrikt 148,70 M„ ZerfttzÄmmaazin der städt, Gaswerk« 100 M- Vertband der Händler 60 M, ReichÄonterven» fabrik Spandau 24/, 0 M., durch Gustav Renner v. G. u St A. B. 135,50 M., Bereinigte We ft r iHUstttevc r ke 662 M., AnÄinftrbrikest Lichtenberg ftir verst. Kall. Hagen.71,05 M» Gebrüder Koppe für verst. Koll. Höckel 50 M., Ott» MWor A. G- Köpenick 102,; 5 Mii Bähst Miihlmrstraß?, 22 M., Sasse 75. M. Euntzna 6447,40 M, Bisher gezeichnet 15 114,80 M, Gesamt 21 502,20 M. ��Sttltkche» Weiße Bohnen piä SBi Ackßi Gelbe Erbten [Brüne" Kaoiizinep "S,90 Volksbühne Theater r.m t'fliowD'fti fi. Uhr i.'et- l.lehestrank Blisz �'iwdeakr K�ipfinlckcr Str. bk. H U.:.ü cBriid arKara m a«ow*. Staat&ihcat«:]* Opernhaus: 7 Uhr: Fiileio. �chnuspielhaus! y Uhr: D' r Marpnls von Kefth« pirekli.'ir;-X rlt.ajßi'dl rsiilidirs Theüier f in- Zun ersten Male: ü2inn;cJ und liüile. K&riiwlßie Uli-: O'e(yt-ui ciien Kleinstädter. .E:?m23 SQüaösaie'iiaus h'ii tr'rake f Ü: Der>v«.ii.3 Heiland ff' AbtcPunf, Jll. Aherid). ApoSio«Tae«it3p i�rleürlchstr. 215. Aiiabendlich �> F'1 SoniitaKS 3:» n. i ünßbBrfsffllches Y3fi8t6-P.'üSTanini! SANk ttfü W KVV Te!. 7V. StuT». 7V U. Dks er. Circusprosrr. uqJ d e erfoigi. Pnntorn. „Her v/jMed" m. tl. Jire.Hi,oa Car: ifetcUta— t'.cd. BerBauer Theater i. ö, RSniSvrützerStrflCs f171 Uhr;'»iff N.co> po: ScloH Wetters teifl. rrenag: t e** r�ctnsnhims 4ä Uhr: f er U rr V.Jn'slcr ii>la\ Pallenijer«:). EeMRgr Tiißa er 7 Ihr: Dec letzte Walzer r,i I r.frl rfijs ry II SU' Ansehe II- II» dunialasllrm.'t. (pntiet» auch:« uietttägLpcinia. jßx,'�'■ij't-lvt» J-J s A I» fT(it,. nt«. wxfint!«OrlfiiÄibsls« m", •/» d. auch in üar.'niukigke» y fffiUf» bcioäi'rt i't 3J!».i;u nlfiOiicr gm innre. nsm Kut sJlrlörr« enlturm. 73 lu I et in iBuniftPUlnft. Ä Ar At. m.:i echackirin»1?� h,t, Ctio"iflrticl, iSetltn 10, Cl t::- tuchiKUdiie 4. Speise- SelioSolatic l finl na- trsio*:, 23 lr.-l nrl 1.83 1. ri.r«:n« Fora». ns.i-rkne. in irtütar I t ti'liiniinrsluiit H. Un trän au«, BEFIII«..u, Masm-yius»». Mz-NW 7. Uhr: ri.-nne u 7 Uhr: Peer(iynt rriiu* 7i Uhr; Pyintuiion Heise'.KiiSilteer � 18 uhr'' lienögerls « Adaiberf.(jf> t /.. Haa ck), ir.fifwn-TngaTer CBa.irnol I rieJnchstiaBe) TU ich iS Uhr: M yrrha '■ onntCT•< Uhr; Herr< liait'iciier O ut,. r Besucht ist u y Ii zu soliden Preisen fe f.": •ebon»tit 50 Jahren bei j— BarEheS,] Zorndorfer i>tr. 64; Teilzahlung gettatteL pflegekinösr! Durch best hirsi�cn OrtZa me:>vc.k>5nd sind sofort mehrere Kinuer gcgea Entgelt in Pflege zu reben. Geeignete Personen, welche zur Aufnahme der Kinder vcrcit sind, nollen Meldungen� josort unier Ängade ihrer EntschudigungSaiilprüche hier einreichen. AdlcrShof, den 17. April 1980- Der tyrincindevorsteher« In Vertretung: Schwär� lose, Cr öffe. durchaus vetlrauier 3! Jahre alter, seit!9i2 prilitisch und ncijfewerkschattUch orjcanlslertcr landwimchaf'licher lie- amter» der bis zur Revolutioo selbftsiflndig größvre Oflter verwa-ltct hat und se l dieser Zeit in Arbe icrorKamsal on tätig ist(jetzt leitender AngeMeiltet Im Deutschen Land- arbcilcr-Vcrbandj, su-.h» ch in'jgiichst bald zu verändern. Dt la der Landwirtscnatl und Verkehr mit Behörden und mit den ci'scljlägliücn Gesetr.eo. sgw;e auch rednerisch bewandert, ObcrneUm« Stedunf In OrKamsauonen, Kreis- oder KommunatbokGrd. n oder Uaierverwaltiing. Oi.'fciicn mit genau. T Angabe der gcwCnschten sowie Qehalt and anderen Beoicgungco unter n. iv. nf; 1 an die CrnedJt on dieses Blattes. «FMBitLMlSs" VERBAND VOLKSOESUNUHEIT Onveteln Benin. Donnerstaff««»» 2 J. Apxil« obeoda 7 Uap, ia der O rrrcalaclmlo M denvalletr, 12s ----- OctXciUI*t±i€yp VoriTÄU des(Jen. H(*ciianl über; Relorntvcrcine, ist tiue Neutralität nihxNch? flntriii treb_ Free Aussprache, RssNenz-Tfisfltßr fF rvcltba tk J junowii/brücke) (Unter ruudbahn Klosicrsir.) Täglich V8 Uhr: m im UüBs von if e r ir:. Sude r.m a n n ?-,!!. ng 4' hr. Dor fr.n m Hn! r.:2s OpsretigntaJis U rektor: Jean z�iou jlUr»endlich 7 Uhr 3» Min.: L.'� fe e?B8 I iiispisr Messing Zinn Sämtl. Molalle irnU' ©ffiilUßlltsörrCflniailiiHB j Tonnerötan. den SE. Slyril lUÄO im Lelirer. uereinsliaus» itilejeandeiptaiz, abeudö 7 Uijt; Haecz S-elZünz zum Ai-iivnüiiJS: chewisirns. Referenten: Paul Levi u.(Senil Meyer. Arbeiter, Angestellie erscheint in Masjenl «oMMÄlA%M JfBlii-jinsös(er;!sr •i'.curt(vi oft--Verl,!,. tu UoKo'rt S n»tag'.'cn.5 April i)(t Dr cne v. Cifcns Rose-Theater] 7 U: Das Lied der Liebe » i hr: iVbflrja Stuart.| wilfcü a-fileatcrj Stgs. 3» U.: Cfiapciasüf'.rstin. 7V uhr= D r H.;s:eiainüer: "Las no-Tcevter i 7suhr:Einnl!8rSün�r! Ab MI twoch. de i 2s. Aorll; _ Onkel Cohn._ («• m a.üMjus-t Tor' Tel.; Mor tzplatz 14* M 1 Tfigi 7i!. und' i J,,' ü risrs i Hzm* '}.i..rsf, i if.el.l. ! jt.ttLt,!c irtirt»Ic. BiütliBen-hinn Vwv, t»-Ji 8. 4-0 ü, P9 8 Gold-, Sslber- Abfälla Zahnsebisse f- kiu.t xa ribf.g hohen Pieisen It en leren 6 EiR';aüts8itllen s iMail-Zentfale l.BrunnsriSir.l'l M am Rosenthe er Flau P 2.F2nnstra3843 u'j hiu Wcddingplat* 1 3.Beass5istr.29 nafe der Turntstraße ; 4JaI:nöofstr.2 U Ucke SchÄneberger Str.' M an- Anhal'er Bahnhoi T 5. l'eaJlln | Kai'!.-Fri«ir.-S(r.24?9 .) n.-il'«.............. k am BaltcnplafZ. Zsalicher E'.eißOutiiC Set-SetbanD V-inuilungsflcllr: Sctiii. St iL Slnitnpr. Sil t»». Ecichäiiszeil ton vorm. 8 Uhr bi» nadj'ii. 4 Uijc. »-iepdon.«ml Narben 18ö. 12z», t8i>?. S.iL Am Touiie.ötnli. d n 2i. Stuiil lUgO, iniit mlttufl« 4� 111)1 in den Musikcriäicn,»! aiser- TUilhelm-Ttr. 8t Kranchcn-Perlammlnng der Zigarettenniaschiueusührer und itietriel>s!iandU'crker. r«g«»»rdnun,! r. Ve-.tcht. 7. 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