Einzelpreis 20 Pfennig 3. Jahrgang Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Sonne und fefttagen nur morgens, Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Baus für Groß- Berlin 2.50 m. im beraus zahlbar. Für Doftbezug nehmen fämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen Unter Streifband bezogen für Deutschland und Oesterreich 10.-M., iür das übrige Ausland 13.50 m. zuzüglich Dalutaaufschlag, per Brief für Deutschland und Oesterreich 17.-M. Redaktion und Expedition: Berlin W. 6, Schiffbauerdamm 19 IIL Fernsprecher: Amt Rorben 833-86, 2805 und 2806. Donnerstag, den 22. April 1920 Nummer 137 Morgen- Ausgave Jnferate foften die achtgefp. Nonpareillezeile oder deren Raum 3.20 m. zuzügl. 30% Teuerungszuschlag. Familiene und Organisationsanzeigen die achtgefp. Nonpareillegeile 240 mt. netto. Kleine Unzeigen: Das feitgedruckte Wort 1.15 ME, jedes weitere Work 85 Pfg. 3nzügl. 50% Teuerungszuschlag. Stellengesuche, familiens u. Organisations Wert- Unzeigen fosten das fettgedruckte Wort 1-45 mt, jedes weitere Wort 85 Pfg. netto Inferaten- Ustellung: Berlin 20. 6, Golfbanerbamm 19 Fernspracher: Mint Rorben 833-86, 9095-96, 9768 Freiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die Phantasien des Außen- Sozialistischer Wahlfieg in der Tschechoslowakei. ministers. Vorläufige Ergebnisse. Brag, 21. April. sonen und der ihnen zur Last gelegten Bergeben ist aber folange unmöglich, bis die Voruntersuchung abgeschlossen ist. R. B. Der neue Außenminister Dr. Köster hat sich von einem Vertreter des Vorwärts" interviewen lassen und bei Auch im Verfahren gegen die deutschen Kriegsverbrecher ist Sie wird aber der Gelegenheit einige Grundsäte entwickelt, die sich zwar In den slowakischen Wahlfreisen 14 bis 21 find 61 Man- die Boruntersuchung in vollem Gange. nicht durch Originalität auszeichnen, dafür aber den Vor- date zu befeßen. Davon wurden im ersten Wahlgange 45 be- erschwert durch die mangelhaften und zum Teil ganz falschen gug befizen, in ihrer allgemeinen Formulierung unangreif- fett, 16 find den weiteren Wahlgängen vorbehalten. Es erhielten Angaben der Auslieferungsliste. Die Eröffnung des Haupts bar zu sein. So ist es schon seit einiger Zeit allgemein be- die tschechischen Sozialbemotraten 21, die berberfahrens bei beiden Prozessen ist noch unbestimmt. fannt und anerkannt, daß die auswärtige Politif einigten magharischen und deutschen Sozial. Gegen den vom Neichswehrminister Dr. Geßler des Landes bon bestimmten Voraussetzungen in der demotraten 3, die Christlich- Sozialen 4, die National- und Inneren Politik abhängt, und abgesehen von Bauernpartei 8 und die Voltapartei 9 Mandate. einem Häuflein nationalistischer Maushelden wird auch nie- Nach dem sozialdemokratischen Pravo Lidu" wird sich die mand etwas gegen die Feststellung einwenden können, daß Abgeordnetenkammer wie folgt zusammensetzen: Tschechische Deutschlands wichtigste Aufgabe für die Gegenwart und Sozialdemokraten 77, deutsche Sozialdemokra nächste Zukunft darin besteht, das Vertrauen des ten 32, magharische Sozialdemokraten 10, tschechische Auslandes zu erwerben. Nationalsozialisten 22, zusammen 141 sozialistische Mandate. Auf bie bürgerlichen Parteien werden entfallen: graniec und Partei Schrobars in der Slowakei 41, Nationalbemofraten 17, levitale 35, Getverbepartei 4, die deutschen Parteien 40, zusammen 137 bürgerliche Manbate. 219 verrats beschuldigten unabhängigen Abgeordneten Braß ist bie Boruntersuchung und damit die Berhandlung vor dem Neichs gericht, wie die Leipziger Neuesten Nachrichten" weiter erfahren, bislang unmöglich, da die Nationalversammlung die Unverleklich feit des Abgeordneten Braß noch nicht aufgehoben hat. Der Sinn der ganzen Meldung ist der, daß die Untersuchung gegen die Kapp- Banditen und die Kriegsverbrechei durch allerhand Umstände erschwert" ist. Leicht wäre lediglich das Verfahren gegen den Genossen Braß, wenn die Nationalversammlung seine Immunität aufheben würde. " So wäre denn alles in schönster Ordnung: Das Neichs gericht bei„ fieberhafter Arbeit", Stapp in Schweden, Lüttwik und Bischoff in Pommern, Rapitän Ehrhardt im neuen Verschwörernest im Munsterlager, die Kriegsverbrecher auf Urlaub", der Unabhängige Braß auf der Anklagebant. Glückliches Deutschland! " Es heißt freilich die Zusammenhänge zwischen innerer amb auswärtiger Politik mur unvollkommen erfassen, wenn man sie auf die„ rücksichtslose Säuberung sowohl der bewaffneten Macht wie auch der Verwaltung" und auf die Unschädlichnachung aller beamteten Personen und Kreise, Soweit man den Ausfall der Wahlen vorläufig bedie an den wilhelminischen Anschauungen festhalten, be- urteilen fann, zeigt sich eine außerordentliche Verstärkung schränkt. Sicher aber wäre zur Verbesserung unserer inter- der Rechten und der Linken, bei gleichzeitgem Busammennationalen Beziehungen schon sehr viel getan, wenn dieses schrumpfen der Mittelparteien. Die stärkste Zunahme zeigt Programm endlich einmal verwirklicht würde, und Herr die tschechische Sozialdemokratie, die nicht weniger als Röster selbst that hier ein großes Arbeitsfeld vor sich. 45 Prozent aller tschechischen Stimmen erhalten hat. Die Reinigung des Auswärtigen Amtes Much unter den deutichen Barteien haben die Sozial ist eine der ersten und notvendigsten Pflichten einer Re- Demofraten etwa denselben Stimmenanteil. Daneben darf gierung, die neue Bahnen gehen will, denn dieses Miniſte allerdings nicht übersehen werden, daß auf dem flachen Gothaische Unflagen wegen Berfaffungsbruds. rium bildet seiner Personalzusammensetzung nach vor allen andern einen Hort der Rückständigkeit. Hier herrschen die Lande die klerikale Reaktion starte Erfolge erzielt hat. Bekanntlich hat die Wichsregierung in Gotha ReichsVertreter des alten Systems und des alten Geistes. Sowohl Wenn die Erwartungen des Brabo Lidu" sich recht wehr einmarschieren lassen mit dem Auftrage, die„ Rube in der Zentrale wie in den auswärtigen Weisfionen figen fie fertigen, werden die vereinigten Sozialdemokraten, zusam- und Ordnung" und verfassungsmäßige Zustände wieder fest im Sattel, und weder unter dem Grafen Brockdorff- men mit den tschechischen Nationalsozialisten, die abso- herzustellen. Nunmehr hat die Gothaer Regierung gegen Rankou noch unter Hermann Müller ist ihre Position Iute Mehrheit in der Kammer haben. Von dem das Reich wegen Verfassungsbruchs geflagt. Sie irgendwie erschüttert worden. Von neuen Männern haben Druck der Arbeitermassen wird es dann abhängen, daß diese wird auf gerichtlichem Wege den Nachweis führen, daß vir seit der Revolution so gut wie gar nichts gehört und Mehrheit auch wirklich entschloffene sozialistische Gotha allein die Verfassung bodygehalten habe. gesehen. Die Leute, die Wilhelm II. mit Eifer und Sin- Politik treibt. gebung dienten, behaupten ihren Plazz, der Adel, der sich für die diplomatische Tätigkeit besonders berufen glaubt, spielt in der Republik ungefähr dieselbe Rolle wie im Kaiserreich, und wo bürgerliche Elemente in die Erscheinung treten, bieten fie nur in febr seltenen Fällen die Gewähr einer wirklich republikanischen und demokratischen Gefinnung Vom Sozialismus wagen wir erst gar nicht zu reden. Unter solchen Umständen bas Vertrauen des Auslandes zu erwerben, ist ein Ding der Unmöglichfeit. In Paris, London und anderwärts wird immer wieder die Frage auf geworfen, was sich denn eigentlich geändert habe, und man bermag sich nicht vorzustellen, daß tatsächlich die Absicht bestehe, einen neuen Kurs einzuschlagen, so lange man nichts bon einer gründlichen Reform in der Beseyung maßgebenber Stellen merkt. " Das Reichsgericht an der Arbeit. Die Strafverfolgung der Hochverräter und Kriegsverbrecher. Die Reichsregierung wird nun ihre Gründe, die sie zitt Reichserefution gegen Gotha veranlaßte, etwas bestimmter der Oeffentlichkeit mitteilen müssen. Sie scheint, wie üblich, auch in diesem Falle dem Drängen der Militärs und der vor dem„ Bolschewismus" zitternden Bourgeoisie erlegen zu sein Russisch- französischer Gefangenenaustausch. Leipzig, 21. April( W. T. B.) Wie die Leipziger Neuesten Nachrichten" melden, ist bei Kopenhagen, 21. April. Litwinoff hat als Vertreter der Sowjetregierung ein dem Reichsgericht in Leipzig die Voruntersuchung gegen Kapp, üttmit und Genossen wegen Hochverrats in vollem Gange. Abkommen mit dem französischen und dem belgischen Täglich laufen beim Oberreichsanwalt eine große Anzahl neuer Vertreter unterzeichnet, nach welchem der Austausch ber Anzeigen ein, die sofort geprüft werden. Die Bekanntgabe der Kriegsgefangenen innerhalb brei Monaten vollzogen fein Namen der Beschuldigten und am Kapp- Butsch beteiligten Ber- foll. Das Vertrauen der ehemals feindlichen Staaten ist nach hat nur Vertrauen in das Deutschland der Herr Köfter über die Dinge, die sich unmittelbar vor seinem Dr. Köster des weiteren von der Gestaltung unserer allge toalition?" Das heißt doch nichts anderes, als auch Eintritt in das Amt abspielten, höchst unzureichend untermeinen inneren Politik und ihrer ruhigen Entwickelung einen Wahlerfolg des Sozialismus als finn- und richtet und bebet nur die Sprüche der patriotischen Presse abhängig. Auch das trifft zu, und die Wirkungen des zwecklog bezeichnen. Wenn das Ausland nur mit der Koali- nach, oder er entstellt in vollem Bewußtsein den Tatbestand. Rapp- Butsches haben uns darüber eben erst wieder belehrt. tion arbeiben will, so wäre also auch eine jozialistische ReWenn der Minister indessen es für ved mäßig hält, sich in gierung, die eine Mehrheit im Reichstag hinter sich hat, stellt, daß er bei der Rheinland kommission irgendwelche AnZunächst hat Braß mit allem Nachdruck in Abrede gediesem Zusammenhang gegen die Dittatur des Bro- unmöglich Regierung, die sich auf keine parlamentarische Mehr fie fönnten einen Sieg gar nicht ausnüßen. Die gegen das Wichtigere, war Millerand auf seine Mitteilungen in letariats und sogar gegen eine rein sozialistische brauchten dann am Ende überhaupt nicht zu wählen, denn gaben über die Stärke der in die neutrale Zone einmarschierten Truppen gemacht habe. Sodann aber, und das ist heit stützen könne, zu wenden, so haben wir doch start den wärtige Koalition müßte einfach verewigt werden. Gindrud, als ob er sich hier mehr von den Rücksichten auf. Zum Glück hat öfter für seine Behauptung feinerlei feiner Weise angewiefen. Die französische Regierung hat das Programm seiner Partei als von denen auf unsere Beweise. Seine Begeisterung für das Zusammenwirken ihre Beschlüsse gefaßt und ausgeführt, bevor die Abordauswärtigen Beziehungen leiten lasse. Es ist richtig, eine mit den Bürgerlichen hat ihn zur Ausstellung einer lächer- nung in Koblenz erschienen ist. Sie ftützte sich dabei auf Diftatur des Proletariats, die auf dem Wege der Gewalt lichen These veranlaßt, an der, wie wir annehmen möchten, Informationen, mit denen Braß nicht das geringste zu tun sustande käme, und auch eine sozialistische Regierung ohne nicht einmal feine eigene Partei durchweg Gefallen finden hatte, und zu allem Ueberfluß hat die deutsche RegieRückendeckung durch eine Majorität im Reichstag, würde wind. Wahrscheinlich ging feine ficht dahin, sich mit rung felber zugegeben, daß die von ihr im Ruhrrebier ver bei den Westmächten großes Mißbehagen verursachen. Sie feinen Worten nicht sowohl das Vertrauen des Auslandes wendeten Formationen fich nicht im Rahmen der mit Frankfind heute noch so sehr auf die parlamentarische Demokratie als die Sympathien der deutschen Demokraten und des reich im August 1919 getroffenen Vereinbarungen gehalten eingeschworen, daß es ihnen schwer fällt, für andere Re- Zentrums zu erwerben, in deren Reihen seine Ernennung habe. Das Wort von der Nutlosigkeit und der Gefährlichkeit gierungsformen ein Verständnis aufzubringen. Aber eins ja auch nicht gerade mit Jubel aufgenommen worden ist. der deutschen Aktion fiel gegenüber dem deutschen barf doch nicht vergessen werden: in der Hauptsache kommt Demselben Zwed sollen offenbar auch seine gänzlich un- fdäftsträger in Paris vor dem Besuch in Koblenz, und es es ihnen auf die Erhaltung derjenigen Ruhe an, die ihnen haltbaren und unwahren Bemerkungen über die Politit beißt die Demagogie auf die Spite treiben, bier einen Zu die Erfüllung der Bedingungen des Friedensvertrages gaber Unabhängigen und das Verhalten des sammenhang konstruieren zu wollen. rantiert, und die ein Wiedererftavlen des von Frankreich jo Genossen Braß dienen. Die ganze Argumentation, Wir empfehlen dem neuen Außenminister recht dringend, fehr gefürchteten deutschen Militarismus unmöglich macht. mit der der französische Ministerpräsident den Marsch nach seiner Lust zum Fabulieren, die ihn zu einem leiblichen SoWerden sie zu der Ueberzeugung gelangen, daß ihnen in dieser Beziehung die Herrschaft des Sozialismus dieselben Frankfurt rechtfertigte, soll sich nach öfters Versicherung nur man- und Novellenfchreiber gemacht hat, in seinem Amte oder bessere Bürgschaften bietet, als die der Bourgeoisie, so auf die Angaben gestütt haben, die Braß und seine Freunde einige Schranten aufzuerlegen. Er soll sich an die Tatsachen werden sie sich mit ihr schließlich abzufinden wissen und in Roblenz vor der Rheinlandkommission gemacht hätten. halten und nicht seine dichterische Phantasie spielen lassen. es follte jedenfalls nicht die Sache eines Sozialdemo- nur weil von dieser Seite die zum Eingreifen gezwungene m andern Fall werden ihm seine Bemühungen um das fraten sein, die antisozialistischen Betlemmungen des Reichsregierung" wegen militärischer Machenschaften und Vertrauen des Auslandes schon deshalb wenig nüßen, weil französischen und englischen Kapitalismus durch öffentliche arbeiterfeindlicher Neigungen bei der Entente denunziert er sich nicht einmal auf das Vertrauen der Heimat zu be Euflärungen gewissermaßen als begründet hinzustellen. worden sei, habe Millerand das Einrücken der Truppen ins rufen bermag, und es wird ihm recht bald nichts anderes Was aber soll man gar dazu sagen, daß Köster Furz Ruhrrebier als überflüssig und gefährlich bezeichnen fönnen. iibrig bleiben als sich aus der rauhen Wirklichkeit wieder and bindia die Behauptung auspricht:. Das Ausland Sier gibt es nur alvei Möglichkeiten: entweder hat sich in die lustigen Gefilde der könen Siteratur aurücanaichen. Erichleßung auf der Flucht. Das Ergebnis der Untersuchungsfomenission im Falle Demott. retagsregierung ferner gu tin, um die Hinterbliebenen der Buch der S... Sat. Ser... t der Betverbung Opfer zu entschädigen? Es ist eine ernste und heilige Pflicht beizufügen. ber Reichsregierung, sich der Armen anzunehmen. Diesen Wuterguß wird man verstehen, wenn man weiß, Die hier geschilderte Bluttat hat unter der Thüringer baß die Landräte seit je die treuesten Hüter der Reaktion gen Der Vorwärts" beröffentlicht in feiner, gestrigen die Mörder nicht schon längst verhaftet worden? Wenn jezt befonders ausgeprägte Form bes bornierten gewalttätigen Bevölkerung große Erregung hervorgerufen. Warum find mejen find. Der Königlich preußische Landrat" ist eine gans bendausgabe das Ergebnis der Untersuchung des Falles eine Untersuchung eingeleitet wird, so wollen wir hoffen, Breußentums. Daß auch ihnen allen, langjam nur, die Stunde der Erschießung des Amerikaners Demott. Der auf daß sie nicht wieder mit einer Komödie endet, wie die schlägt, kann der weiteren Entwicklung Preußens nur zum VorAnordnung der Reichsregierung gebildeten Untersuchungs- Intersuchung wegen der Ermordung der Vorwärts"- teil gereichen. Tommission gehörten die Herren Major Friderich vom Barlamentäre, der Spandauer Arbeiterführer im Tegeler Abschnittskommando I in Wesel, und Gewerkschafts- Forst und wegen all der anderen Morde, die im legten jetretär Schmidt aus Essen an. wurden, ohne daß auch nur eines der Verbrechen seine Jahre von der Weißen Garde in ganz Deutschland verübt Sühne gefunden hätte. Das Untersuchungsergebnis enthält über die Art der Berhaftung und die Gründe für das Todesurteil im wesent lichen die Angaben, die wir bereits in unserer DienstagAbendausgabe beröffentlichten. Neu ist die genaue Dar stellung der Erschießung selbst. Der Bericht sagt darüber: Der Chef der Heeresleitung. Die Säuberung des Beamtenstabes. Gilja und Schüler gehen. Major von Gilja ist aus dem Stabe des Reichswehra ministers ausgeschieden und ist bis zu anderweitiger Ver wendung in der Reichswehr beurlaubt worden. Ebenso hat der Personalreferent im Ministerium des Ausren Urlaub angetreten. wärtigen, ministerialbirektor Schüler, einen länge. Die Aussichten für Groß- Berlin. Die Lokalbefichtigung und die eidlich bekräftigte Aussage des Gefr. Getischoret, der Demott erschossen hat, sowie des Generals Seedt wiedergegeben, in dem dieser an alle Dienst Der Vorwärts" hatte vor einigen Tagen einen Befehl des Befr. Kapuzinski und des Füfiliers Strotmann ergab: stellen des Reichswehrministeriums die Antveisung gab, bebor Demott war in der Nacht vom 7. zum 8. April 1920 in einem fie einen Vortrag beim Reichswehrministerium anmeldeten, erst fleinen Wirtschaftsraum im Erdgeschoß der Augenklinik Mülleine Erlaubnis. dazu einzuholen. Dieser Befehl zeigte heim untergebracht und wurde hier von Posten, die vor der aufs deutlichste, daß der Reichswehrminifter innerhalb seines Zür genannten Raumes Bosten standen und sich alle zwei Etun eigenen Ministeriums völlig isoliert und auf den guten lung beratene Gefehentwurf zur Bildung einer Stadtgemeinde Der von der Kommission der preußischen Bandesversamm ben ablösten, bewacht. Der Füs. N., der von 1 bis 3 1hr nachts Willen des Herrn von Eeedt vollkommen angewiesen ist. Der Berlin hat vom Etandpunkt der Anhänger der Einheitsgemeinde Bosten gestanden hatte, teilte dem ihn ablösenden Gefr. G. mit, Reichswehrminister läßt nunmehr feststellen, daß es fich bei der außerordentlich zahlreiche Verschlechterungen erfahren, daß von daß Demoit auf seinen 28unsch zwischen 1 und 3 Uhr bier mal dressierung dieses Befehls um ein Versehen handele. Der einer wirklichen Einheitsgemeinde faum noch die Rede ist. Wäh zu dem im ersten Stock liegenden Klosett geführt worden sei. Befehl sei nicht an alle Dienststellen des Reichswehrministeriums rend der entscheidende Paragraph 1 die Bildung einer EinheitsDieser Umstand und sein ganzes Verhalten erweckten den Angerichtet gewesen, sondern an die Dienststellen der Heeresleitung, gemeinde vorsicht, nähert sich der Entwurf in seinen Einzel schein, daß Demott flüchten wolle. die dem General Seedt unterstehen. bestimmungen über die Befugnisse der Verwaltungsbezirke der Bwischen 8 und 4 Uhr wurde Demott bon G. wieder zum artigen Versehenes" unterlassen. Uns interessiert an der An- starten Dezentralisation der Schulreform zum Ausbrud, die Wir wollen im Augenblid eine Kennzeichnung dieses eigen Gesamtgemeinde. Am schärften fommt dieje Natur in der Klosett hinaufgeleitet, nach Berlassen desselben sprang ersterer gelegenheit nur, daß über die wirklichen Vorgänge in der Reichs- unter Mitwirkung realtionärer Geheimräte aus dem Ministerium eilends die Treppe hinab und gelangte durch die offene Haustür wehr der Reichswehrminister nur etwas erfährt, wenn es dem Gänisch gesehliche Festlegung gefunden hat. Aus diesem Grunde in den Garten der Augenklinik, der mit einem leicht übersteigbaren General Seedt beliebt. General Seedt ist, wie das Reichswehr hat unsere Frattion gegen diesen Entwurf die stärksten Bedenken Drahtzaun umfriedigt ist. G. eilte dem Flüchtling nach und ministerium mitteilt, nicht mehr Oberbefehlshaber des Reichs. schoß auf ihn, da derselbe auf dreimaliges Halt" nicht wehrgruppenkommandos I und auch nicht Oberbefehlshaber in stehen blieb. Demott fiel etwa 10 Meter von der Haustür ent- den Marlen, sondern er ist der Nachfolger des Generals Rein- dem Gesez Stellung nehmen. Im Bentrum bestehen starte In den einzelnen Fraktionen wird man heute endgültig au fernt zu Boden und war sofort tot. hardt als Chef der Heeresleitung; d. h. ihm unterstehen Strömungen gegen das ganze Gefeß, thnen gehen die Ver Die Beichenschau auf dem neuen Friedhof in Mül- fämtliche Beeresangelegenheiten. Beim a. Nuhr, su der die Herren Major Friderich, Gewert leinere Refforts, wie die Nachrichtenstelle des Reichswehr politische Gesichtspunkte, die das Zentrum au seiner Stellung einige ichlechterungen noch nicht weit genug. Im Grunde sind es fchaftssetretär Schmidt, Kreisarat Med.- Mat Dr. Easter e ministeriums, bie Admiralität unterstehen dem Reichswehr nahme veranlassen. Die endgültige Stellung des Zentrums sol und Stadtassistenzarzt Dr. Redeker erschienen waren, ergab, minister direkt. Herr Seedt ist also der Unterstaatssekretär des baß Demott an der erhaltenen Schußberlegung gestorben ist. Der Reichswehrministers in allen Heeresangelegenheiten. Die Eigen Schuß ist vom Süden nach born durchgegangen. artigkeit des Befehls bleibt bestehen, denn es zeigt sich auch hier, Es kann nach dem aufgenommenen Tatbestand kein Zweifel daß der Reichswehrminister über Vorgänge in der Armee nur baran bestehen, daß Demott einen Fluchtberfuch gemacht und dabei mit Hilfe and Erlaubnis des Herrn Generals ben bem für ihn verantwortlichen Posten erschossen worden ist. Seedt unterrichtet werden kann. Der Reichswehr11 Bir bleiben auch diesen Untersuchungsergebnissen gegenüber bei unserem schärfsten Mißtrauen. Mußer dem Gefreiten Getishoret, der den Demott erschossen hat, ist kein Zeuge der Erschießung da. Die Tatsache, daß der Schuß vom Rüden nach vorn durchgegangen ist, beweist nur, daß Demott von hinten erschossen wurde, nicht aber, ob er einen Fluchtversuch gemacht hat. Wir müssen auch mit allem Nachdruck bei unserer Forderung bleiben, daß uns die Verbrechen des Demott mitgeteilt werden, derentwegen er zum Tode verurteilt wurde. Da bon ist in dem Bericht der Untersuchungskommission nichts zu finden. Denn seine Verurteilung zum Tode war für die Soldaten der Freibrief, ihn hinwegzuräumen. Die Mordlat in Thal bei Ruhla. Zeitfreiwillige Studenten als Mörder. Genoffe Bod- Gotha hat in der Nationalverfanmmlung folgende kleine Anfrage eingebracht: Ist der Reichsregierung bekannt, daß in dem Orte Thal bei Stubla i. Th. 15 Personen von dem Zeitfreiwilligenforps der Marburger Studenten wiberrechtlich verhaftet und in grausamer minister. fcheint nicht zu begreifen, in welche Isolierung er fich begibt und wie er bereits mit größter Schnelligkeit den Weg des Herrn Noste geht. Polemtinsche Dörfer. Ueber die Vorgänge in Pommern lefen wir in der Deutschen Allgemeinen Beitung": zu erheben. erst heute fallen. handen, die einem einheitlichen Berlin start im Wege stehen. Auch in den Reihen der Demokraten find Mitglieder vors Leute um Herrn Ruer sind am Werke, einem Groß- Berlin neue Steine in den Weg zu legen und dahin zu wirken, die Regierung um die Vorlage eines Gefezes für eine Gesamte gemeinde zu ersuchen. Welche Nichtung bei den Demokraten, die schon in der Kommission sich gespalten hatten, die Oberhand ges winnt, steht dahin. Unsere Frattion, die ohnehin schon gegen den jebigen Ent tourf die schwersten Bedenken hat, wird sich gegen weitere Ver schlechterungen zur Wehr sehen und sich ernstlich fragen, ob sie für ein weiter verböfertes Geseb überhaupt stimmen wird. Durchbrechung der Kartoffel- Zwangsbewirtschaftung. 2.2. B. verbreitet folgende Meldung: Die Verhandlungen über die Kartoffelbersorgung im nächsten Jahre, die bereits seit geraumer Zeit der deutsche Stäbt. tag, die landwirtschaftlichen Organe und der ar toffelhandel geführt haben, sind zu einem gewiffen Abschluß Für die Mehrheitsparteien ist diese Haltung sehr bezeich Nach meinen hier eingezogenen Grundigungen bei durchaus nend, da es sich um ein von ihrer Regierung vorgelegtes Geset gut unterrichteten Persönlichkeiten aus den verschiedensten Schich handelt. Die preußische Landesversammlung hat bisher wenig ten der Bevölkerung und in den verschiedensten Bandesteilen er Bofitives geleistet. Es wird sich jetzt zeigen, ob die Landesver scheint die Rage in Pommern durchaus nicht so harmlos, sammlung wiederum beweisen wird, daß sie unfähig ist, irgend wie die militärischen Berichte sie schildern. Sweifellos ist ber tie praktische Arbeit zu leisten. Uns soll es recht sein. Die große Fehler begangen worden, baß bie bom Reichswehr. Mehrheitsparteien find jetzt an der Reihe, sich selber die Quittung ministerium entsandte militärische Kommission fich in der ihrer eigenen Unfähigkeit auszustellen. Hauptfache von dem reattionären 2and. und Bürgerbund und vom Wehrtreistommando II in Stettin informieren ließ. Die Haltung der Offi siere im Wehrtreistommando II ist nicht so, daß ihre Nachrichten ohne weiteres als objektiv und zuverlässig gelten tönnen. Go ist beispielsweise erilärt worden, daß sich keine Baltikumverbände in ber Proving befänden; allerdings fännte man nicht garantieren, baß sich unter den Beitfreiwilligen nicht einige Baltikumer befin. den. Dahingegen muß ich betonen, daß zwar die einzelnen Balti Der Bürgermeister des Ortes, Herr Schein, berichtet bar fumabteilungen aufgelöst und ihnen zum Schein die Waffen ab ber, daß am Mittwoch, den 24. März, gegen 7 1hr abends, genommen sind, daß die Leute sich aber alle nachts die Waffen gelangt. Landwirtschaft und Handel wollen es übernehmen, eine aus ben Depots wiebergeholt haben. Ueberbies haben fie mehr Waffen zur Verfügung, als nach ihrer Kopfzahl berechtigt ist. toffelwirtschaft wirklich erfaßte Menge, im Wege ciner Auf Wir haben bereits in unserer gestrigen Morgenausgabe bringung zur Versorgung der Verbraucher sicher zu stellen, näh nachgewiesen, daß die militärische Untersuchungskommission, rend für die übrige Ernte freie Wirtschaft Blak greifen die das Reichswehrministerium nach Pommern geididi foll. Die Grundlage der Sicherstellung soll ein System bon ber schiedenen Verträgen bilden, dessen Träger die ländlichen Haupthatte, um dort die Lage zu erkunden, sich Potemkini che genossenschaften und der organisierte Kaufhandel feien und das so Dörfer vormachen ließ und dann in Berlin erzählte, fie ausgestaltet werden soll, daß auch eine wirkliche Sicherheit für die habe die absolute Wahrheit festgestellt. Es ist sehr inter- Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen begründet ist. Der effant daß nunmehr selbst ein offigiöses Organ der Regie Vorstand des deutschen Städtetages hat in feiner letten Eikung rung sich gezwungen fieht, hinter diesen Schwindel zu leuch vor einigen Tagen in Weimar dem Plan grundsäglich zugestimmt. ben. Soffentlich Bildet der Fall eine heilsame Lehre für alle, Die weiteren entscheidenden Verhandlungen mit dem Reichs die bisher einer militärischen Untersuchungskommission ernährungsministerium werden in allernächster Zeit vor fich gehen. irgendeinen Wert beimaßen. Beise hinge mordet worden sind? und von Marburger geitfreiwilligen Studenten befeht, in die bollkommen friedliche Ortschaft eingefahren seien und die ahnungslose Bevölkerung unter Drohungen und Rufen: enster au! Es wird scharf gefchoffen!" in größten Schrecken versett hätten. Man fuhr vor mein Haus und das des Gendarmeriewachtmeisters es und verlangte an Gand einer mitgebrachten Liste die Bezeichnung der Wohnungen bon 18 Bürgern der Gemeinde. Wachtmeister Sek wurde dann genötigt, auf Anordnungen eines Oberleutnants im Berein mit ber Truppe bie Verhaftungen borzunehmen." Das reaktionäre Pommern. Wir möchten dazu bemerken, daß bei den Verhandlungen im Reichsernährung minifterium flar und präzise festgestellt werden Die mit rücksichtsloser Gärte festgenommenen 18 Bürger, bon denen ein Teil völlig unschuldig gewesen ist, der andere Feil sich während bes Rappichen Butsches an ber affenfuch e bei reattionären Bauern der Dörfer Mechterstädt und Sättelstädt und bereinzelt an der Wegnahme einiger Lebensmittel Nach der Deutschen Allgemeinen Zeitung" liegt die eigent, muß, welche Sicherheiten für die Durchführung der Liefe beteiligt hatte, find auf einem Beiterwagen berladen worden. Dieser ist an ein Auto gebunden und in Richtung Mechterstädt entliche Gefahrgone in Pommern in Danholm, der befestigten zungsberträge bestehen oder geschaffen werden sollen. Nicht minder Führt worden. Die Berhaftungen find unter großen Roheiten Insel bei Stralsund und auf dem Truppenübungsplatz Rretow. wichtig ist die Preisbestimmung. Es besteht die Gefahr, und Bedrohungen auch von weiblichen Familienangehörigen vor. Hier werden dauernd Offiziere, Mannschaften und Unter- daß bei bem geplanten System die Landwirte und der Kartoffela genommen worden. Die Lasbautos, mit Totentöpfen gesiert, tru- offiziere aufgelöfter Abteilungen uniformiert, und wenn Großhandel einseitig ihre Interessen wahrnehmen auf Stojten Ben Aufschriften wie Marburger Studententorpa". Die Gee notwedig ift, auch mit neuen Waffen verfehen. Die Führer der städtischen Bevölkerung. Auch hier muß das Reichsernäh fangenen wurden unter Bedrohungen auf dem Todesmarsch ge- dieser Abteilungen find ganz ohne Bweifel rungsministerium bestimmte Garantien schaffen. Im übrigen zwungen, Deutschland, Deutschland über alles" burchaus regierungsfeindlich und hatten sich auch behalten wir uns eine eingehendere Würdigung über diese teil zu fingen. Der Amtsvichter von Thal machte die Angabe, bai die feinerseit der Rappregierung zur Verfügung gestellt. Außerdem weise Aufhebung der Kartoffelawangsbewirtschaftung vor. Berhaftungen lediglich durch diese Studenten und den Ober- find noch Teile der Eisernen Division aus dem Munsterlager leutnant ohne weitere Legitimation borgenommen woorden feien. nach Bommern gekommen. Sie treten bort in gesloffenen Dies wird auch durch offizielle Erklärungen der Brigade Rum- Formationen auf und werden teilweise in Form von Arschöttel im Thüringischen Landtag und in den Tageszeitungen beitsgemeinschaften auf die Güter gebracht. Bier Abteilungen au bestätigt, worin ausbrüdlich erklärt wird, daß die Brigade Num- ie 500 Mann, also insgesamt 2000 Mann, find bereits festgestellt. schöttel teinen Befehl zur Verhaftung gegeben hätte. Bon allen, alles aujammen dürfte man die Zahl der in Pommern befind welche späterhin die Leichen der Erschoffenen gesehen haben, wurde lichen bewaffneten Baltikumer auf 4000 Mann einschäken. Bon all diesen Dingen hat die Untersuchungskommission mit ausgeführt, daß diefelben in einem grauenhaft entstellten Bustand aufgefunden seien. Die Bersonalien seien nur noch an den Klei dem General von Olbershausen an ber Spike nichts gebungsstücken festzustellen gewesen. Den Transport der Verhaf sehen. Sie war entweder blind oder ste hat sich beschwindeln teten über eine Anzahl Dörfer hinaus führte ein Teil der 6. Rom- laffen. pagnie mit einem Offisier au Pferde, in grüner Jägeruniform, gezeichnet.. 1 und einen Orden auf der Brust. Die Leichen lagen immer 100 bis 200 Meter an der Straße auseinander. Ueber diese zum Gimmel schreiende Bluttat ist die Berölterung in berechtigter Empörung und verlangt strenge Sühne. Es sei hier nur ein Beispiel der unmenschlichen Graufamfeit angeführt. Dem Einwohner albner, der gwet Göhne im Ariege berloren, find bei diesem ruchlosen Verbrechen brei Söhne er schossen. Bon ben Erschossenen finb& Familien. bäter. 3ft von der Reichsregierung, wenn ihr die Tatsachen bekannt finh. eine Unieriudung eingeleitet as aedents die Landräte- Austeht. Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt, baß folgende Band räte abgesetzt worden sind: Untersuchungsamt für die Märzvorgänge. Bur Untersuchung der Borgänge im Märg dieses Jahres i wie die..." erfahren, in Neidswehoministerium unter Aufsicht des Unterstaatssetvetärs Stod ein befonderes Amt eingerichtet werden. Dieses Ami gliedert sich in mehrere Dezernate, die unter paritätischer Leitung eines Stabsoffiziers und eines Vertreters aus dem zivilen Stande die eingegangenen Beschwerden prüfen, fie vervollständigen und nach Abschluß einem ausschuß zur Begutachtung überweisen. In diesem Ausschuß haben die zivilen Bertreter die ausschlaggebende Stimmenzahl Beschwerden gegen Angehörige des Heeres und der Marine wegen Bortommnisse in den Zagen des Kapp- Lüttwiß- Putsches im Märs 1920 find mit genauer Unterschrift und Anschrift versehen sofort an das Untersuchungsamt für die Märzvorgänge, Berlin 10, In Greifswald- Land: Dr. Knoll, Neustettin: von Dan.önigin- Augusta- Straße 40, zu richten. nenberg, Mügen: bon Malzahn, Grimmen: von Krus. jezow, Röslin: von Gisenhardt- Rothe, Bütow: Schulze, Bublib: Derle Die" Post" bersieht diese Meldung mit der Ueberschrift: Auf Befehl der Straße!" und fügt giftig hinzu: Die Nachfolger find bisher noch nicht ausgesucht. Gefinnungstüchtige Parteifunktionäre und Gewerkschaftssekretäre önnen sich also noch um die Besten bewerben. Das Mitgliebe Der erfts Unterausschuß des Parlamentarischen Untera suchungsausschusses wird am Tage nach Beginn der Bertagung ber Nationalversammlung, also wahrscheinlich am 28. April, mi feinen öffentlichen Verhandlungen beginnen. Die Bertagung der Nationalversammlung. Die National bersammlung wird sich am tommenden Freitag mit der Ueberführung der Eisenbahnen auf das Reich befassen und wird fich nach den ickt fefiftebenden Abfichten am 29... pertasem 02 Nationalistische Wahlmache. aber es find die Früchte der jahrzehntelang betriebenen Bolenpolitit. Telten Tagt bon tapitalistischen Brottintereffen, barliber To fein Bive fel fein. Bolen ist ein Werkzeug des Enientekapitals. Die Entente braucht Polen, um Deutschland und außerdem ber Cowjet- Megierung Schwierigkeiten zu bereiten. Das ist natür mit dem Geiste, den heute der Abg. Schultz( Bromberg) vertrefcit hat.( Buruje rechts.) Für die Arbeiter in ihrer Gesamtheit ist es flar, daß eine wirklich gründliche Beseitigung alles deffen, was wir an solchen politischen Erscheinungen wie die hier besproches Die Deutschnationalen brauchen Konflikte und stand, Milch hat es überhaupt noch nicht geliefert, ebensowenig lich sehr töricht und ebenso verderblich für das deutsche, wie für politische Erregung, um noch vor den Wahlen die Em- Gänse und Melaffefutter. An Mineralöl hat Bolen taum den bas polnische arbeitende Bolt. In biefer Beit halten wir es aber pörung über ihre verbrecherische Beteiligung am Kapp- fiebenten Teil geliefert.( Hört, hört!) Selbstverständlich haben für unsere Ausgabe, den deutschen Arbeitern zu sagen: Last Ench Putsch vergessen zu machen. Sie greifen zum altbewährten wir nun auch die deutschen Lieferungen unterbrochen; Zwangs nicht deswegen, weil eine folse falsche Politit von der jetzigen Rezept der nationalistischen Heze. maßnahmen stehen uns also nicht mehr zur Verfügung. Wir pelnischen Regierung betrieben wird, von den Gewaltpolitikern Die polnische Abtönnen nur durch den Ausbau der Verbindung über See mit in Deutschland nationalistisch verhesen, von denselben Bolitikern, schnürung Ostpreußens durch das neue Sperrberbot Ostpreußen die Abschnürung ausgleichen und geben den Polen bie Euch in den Sumpf, in das wirtschaftliche und politische Chaos der polnischen Regierung gab ihnen gestern will- im übrigen zu bedenken, daß Bolen und Deutschland aufeinander kommenen Anlaß, in der Nationalversammlung sich als die angewiesen find, wobei Belen Deutschland sicher nötiger hat. hineingefährt haben.( Sehr richtig! bei den 1.- Soz.) Ich bin Wahrer und Hüter der deutschen Nation aufzuspielen. Der( Sehr richtig.) überzeugt, diese Worte werden die deutschen Arbeiler verstehen. deutschnationale Abgeordnete Baerede begründete die Abg. Wolf- Tilsit( S03.): Die polnischen Schwierigkeiten Die beutschen Arbeiter werben, wie sie mit Vismard aufgeräumt Interpellation, indem er seinem Erstaunen darüber Ausdruck geordneten Ostpreußens wurde die Durcheise schier unmöglich ge- das noch nicht bei der nächsten Wahl, nun bann bei einer späteren find gang haarsträubender Art. Selbst den deutschen Ab- haben, so auch mit den Schulz und Stonforten aufräumen. Geht gab, daß die Polen dem Deutschen Reiche nicht dankbar macht. Die Bevölkerung Ostpreußens wendet sich entschieden Wahl; im anderen Falle wird ohne Wahl aufgeräumt werden wären, da ja doch Wilhelm II. das neue polnische Reich gegen das rigorose Vorgehen der Polen, eigentlich gegründet habe. Nur die Uninteressiertheit des Hauses verhinderte es, daß ein schallendes Hohngelächter ihm antwortete. Der Außenminister Dr. Köster beantwortete die Interpellation in ruhiger und sachlicher Weise und be-( Schult- Bromberg,( Dnat.): Unerhört! Frechheit!) Herr Schulb nen, oder was wir sonst noch an politischem uno wirtschaftlichem dauerte es, daß infolge der imperialistischen Politik der pol- stehenden Parteien im Verein mit der fonfervativ- monarchistischen Beseitigung ber kapitalistischen Produktionsweise und Wirtschafts-. hat tein Recht, sich dagegen aufzuregen, denn gerade die rechts- Elend zu fonstatieren haben, nur eintreten fann mit der völligen nischen Regierung nicht beffere Verständigungsmöglichkeiten Regierung haben die Bolen zu der Saltung getrieben, die sie ordnung. Das werden zahlreiche Arbeiter aus dem Weltkrieg mit Bolen bestehen. Wenn diesen gemäßigten Worten die heute einnehmen.( Sehr richtig! lints.) Meine politischen gelernt haben, und wenn sie damals, besonders zu Anfang des Taten folgen, wird es möglich sein, eine erfolgreiche deutsche Freunde und ich verurteilen aber das Vorgehen der Bolen aufs Strieges, den nationalistischen Hebern vielfach ihr Ohr gel egen Außenpolitik anzubahnen. fchärfte und wir bitten, die Regierung mit Polen und ber haben, so wissen fie fett, baß sie den größten Schaben dason gesamten Entente erneut Verhandlungen aufzunehmen. gehabt haben. Sie dürfen jebt einen auf solchen Abg. Seibfied( Dem.): Jch bedauere außerordentlich, daß der chauvinistischen Bert Borrebner die Angelegenheit in parteipolitischem Sinne be Herr Echul( Bromberg) ihn hier empfohlen hat.( Sehr Edevindel micht mehr Hereinfallen, ivie handelt hat. Wir müssen bei den Verhandlungen mit den Polen wahr! bei den 1.Sog.) Wir wollen weber von Nationalismus schärfere Töne finden, was wir dem neuen Außenminister an noch von Chauvinismus heute etwas bören, sondern wir fordern gelegentlich empfehlen.( Beifall.) mal sich die Worte ansieht, die Karl Marx f. St. als Leitvon dem Minister des Auswärtigen, der sich bei seiner Einführungsrede einen Sozialdemokraten genannt hat, daß er ein motiv für die auswärtige Politik des Proletariats ausgesprochen hat. Er möge einmal nachlesen, was in der InauguralBöller dieselben Geseke der Moral usw. ausschlaggebend sein, wie adresse darüber zu lesen ist: Es sollen für den Verkehr der für den Berkehr der einzelnen Individuen untereinander. Wenn das zum Beitmotiv der auswärtigen Bolitik gemacht wird, gibt es nicht nur feine Striege mehr in der Form, wie wir über fünf Jahre einen erlebt haben, sondern auch keinen Krieg mehr von der Art, wie er jest zwischen Polen und Deutschland geführt wird, dann gibt es auch keinen Wirtschaftskrieg mehr; denn darauf läuft die ganze Sache ja schließlich hinaus. Dann wird es vor allen Dingen feinen Kapitalismus mehr geben und dann werden haben über manche Dinge, die heute noch eine große Stolle spielen, mir uns mit den Schulz und Konsorten nicht mehr herumzuftreiten obwohl wir in einer demokratischen Republik leben.( Sehr richtig! Herr wie möglich beim Obersten Rat in Paris die bertragswidrigen Abg. Dr. Fleischer( Benir.): Die Regierung muß so schnell polnischen Maknahmen durchkreuzen. Die Regierung muß sich au einer tatkräftigen Intervention, rotfalls auch zum militärischen Schuh, bereithalten.( Beifall b. Bentrum.) Freilich erregten sie das höchste mißfallen der Rechten. Wenn Herr Köster will, fann er an dem Barometer der Erregung auf der Sechten stets ablesen, ob sein Kurs der Außenpolitik richtig oder falsch ist. Noch vorgestern hatte die Rechte jubelnde Bustimmung für feine nationalistisch erregte Nede, gestern schon war die fachliche Art ihnen höchst unsympathisch; der Erzreaktionär und Hakatist Schulz- Bromberg sprang vor die Front und hielt eine Rede, wie man sie im Reichstag zu hören pflegte, wenn man unter Wilhelm II. die verhängAbg. Graf Dohna( D. Vp.) und Abg. Schuly- Bromberg nisvolle Bolenpolitik verteidigte. Er spitte seinen Angriff zum Schluß auf eine Attade gegen den Außenminister selber( Dnat.) verlangen von der Regierung eine energische Haltung gegen die Polen. Den Vorwurf des Abg. Wolf- Tilsit( Soz.), zu. Die Außenminister müßten aus dem Parlament her baß die alte Bolenpolitik an der heutigen polnischen Saltung ausgehoben werden, die Revolution habe schon drei Außen- fuld sei, meisen sie entschieden zurück. Die auswärtige Politit minister verbraucht, das müsse ungünstig auf die Gestal- muß nach Bismardschen Grundsäßen geführt werden. tung der auswärtigen Politik wirken. Im übrigen sei die Minister des Aeußern Dr. Köfter: Keines der beiden Busah. Berufung Köfters offensichtlich aus Rücksichten auf die protokolle vom 9. Januar gibt der polnischen Regierung die Klüngelwirtschaft zurückzuführen. Das rief nach einer geringste Sandhabe zu Forderungen über den Friedensvertrag furzen Entgegnung Kösters, der einen Wunsch des Demo- hinaus. Wir werden niemals aufhören, Danzig und die fraten Heinze auf Gründung eines eigenen besonderen Re- Staates und unseres Voltes zu betrachten, ohne aber zu Danziger in höherem Sinne als einem Teil unseres jerats für Bolen ablehnte, und auf die Regionalgliederung budden, daß unter dem Dedmantel nationaler Sentimente wittdes Auswärtigen Amtes verwies, den Reichskanzler fchaftliche Schiebungen vorgenommen werden. felber auf den Plan. Dieser wies den Vorwurf der Klüngel. wirtschaft zurück, er habe seine Wahl sorgfältig getroffen, habe vorher jogar dem zweiten Vorsitzenden des Reichsverbandes der Industrie den Bosten des Außenministers angeboten. Er rief der Rechten zu: Wenn Sie einen Bis mard in der Westentasche haben, dann heraus damit!" Er erinnerte daran, daß unter der kaiserlichen Regierung der Verbrauch der Außenminister bedeutend größer als jezt gewesen sei, und kennzeichnete dann das Vorgehen der Deutschnationalen als ein Wahlmanöver. Unser Genoffe Sente trat aufs schärfste diesem neuen Wahlmanöver der Deutschnationalen zur Entfachung einer nationalistischen Setze entgegen. Herrn Köfters vorgestrige Rede habe großes Mißtrauen bei unsern Genossen erivedt, man wolle aber feine Taten abwarten und sich des erivedt, man wolle aber feine Taten abwarten und sich des halb das Urteil über ihn noch vorbehalten. Dann fenn zeichnete er mit aller Schärfe die volle Sinnlosigkeit diefer neuen nationalistischen Heze der Rechten. Den Außenminister aber erinnerte er daran, daß er sich Sozialdemofrat nenne, daß also auch für ihn der Satz von Marr gelte: In der Außenpolitit, im Verkehr der Völker müsse dieselbe Moral Geltung haben wie im Verkehr der Menschen untereinander. 賽 Sizungsbericht. Nefchstanzler Müller: b. d. 1. S.) Was Herr Schul( Bromberg) und feine Parteifreunde mit ihrer Interpellation angestrebt haben, war aber noch etwas Den Angriffen der Rechten gegen die Regierung wegen der anderes. Es war eine Ablenkung von den Absichten der denta Wahl des neuen Außenministers stelle ich die einfache Tatsache fchen Butschiften.( Sehr wahr! b. b. 1. S.) Vor wenigen Tagen gegenüber, daß Herr Dr. Köster bon all den Männern, die hat das famose Wolffice Telegraphen Bureau. in Frage tamen, als der geeignetste betrachtet werden dasselbe W. T. B., das ja während der Butschtage so eifrig zu. mußte.( Unruhe und zurufe rechts.) Wenn Sie( nach rechts) gunsten der Butschisten, der Hochberräter, in Attion getreten einen Bismard in der Westentas haben, bann heraus damit. ift( Sehr wahr! b. d. 1. S.) Gelb riecht nicht, heute wird ( Sehr gut!) Wir tönnen das Amt auch leinem Diplomaten biefem, morgen jenem bafür gedient ich fage dieses selbe anvertrauen, der bei aller Tüchtigtet fich durch seine Tätigkeit. T. B. hat vor fursem eine Melbung berbreitet, wonach ein pol unter dem taiserlichen Regime im Ausland unmöglich gemacht nischer Militärputsch beabsichtigt fet. Mit dieser Meldung, die hat. Und gegenüber dem Ruf nach Fachdiplomaten verweise ich ameifellos von Leuten inspiriert worden ist, die im Geifte der Herren darauf, daß die tüchtigsten ausländischen Staatsmänner, wie Schulz und Konforten Politit treiben( Sehr wahr! bei den 1. S.), Millerand, Lloyd George, Nitti usw. auch teine diplomatische hat man einfach von den Butschabsichten der deutschen Butschisten Vorbildung hatten. Falsch ist die Behauptung, als ob Stamerad à la Schulz abfenten wollen der Butschisten, soweit fie außer schaftsgründe bei dieser Berufung mitgesprochen hätten. Bon halb des Hauses vorhanden finb, bier gibt es ja teine solche mir und dem Herrn Reichspräsidenten tann ich erklären, daß Butschisten, wie wir gehört haben.( Beiterfeit. Abg. Schulz ber außerdienstliche Berkehr mit Herrn Dr. Stöfter feine 24 Stun Bromberg: Die Unabhängigen find die Unschuldigen!)- Rein, den betrug. Und wenn Herr Schulk sagt, wir hätten das Schwert Serr Schulk, wir sind gar nicht unschuldig, wir wollen schuld au früh aus der Hand gelegt mer hat denn darauf gedrungen, baran fein, bak Sie und Ihre Freunde aus diesem Hause und daß der Waffenstillstand sofort abgeschlossen werden müsse, und aus der deutschen Politik verschwinden.( Sehr wahr! bei den wer hat durch fortwährende Sintertreibung feder Versöhnungs- u. S.) Und diese Schuld" werden wir dann jederzeit freudig politit das unglückliche Ende des Krieges heraufbeschworen? Die verantworten.( Burufe rechts.) Gs war im übrigen weiter nichts Herren von der Rechten und von der Vaterlardspartei waren es als die Absicht der Herren Deutschnationalen, Mahlerfolge gu und unsinnig ist darum dieser Vorwurf. Ich habe zu dem erringen. Man glaubt, es ist noch genügend Chauvinismus und Herrn Minister des Auswärtigen das Vertrauen, daß er der nationalistische Stimmung in den Boltsmassen bon der Zeit des geeignete Mann für diesen Boften ist, wenn er auch nicht, was Weltkrieges her übrig geblieben. Das will man ausnuten, damit ihm der Abg. Schult sum Vorwurf macht, dem Parlament ent- glaubt man, 28ahlerfolge und Wahlgeschäfte machen zu fönnen. stammt.( Bebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Nun, meine Herren( nach rechts), wenn Sie schon bei dieser Mittwoch, ben 21. April 1920, 1 Uhr. Bescheidenheit angelangt sind, dann seigt fich barin doch in Wirk Auf der Tagesordnung steht zunächst eine Interpella. Genosse Hente: lichte it, baß Sie einsehen: bak Jhre Bolitit der jüngsten Ver tion Baerede( Dnat.) über die Maßnahmen, die die ReichsMeine Barteifreunde waren eigentlich der Meinung, nicht im so freubiger fann und darf ich hier im Namen der deutschen regierung gegen die anläßlich einer Rotenabstempelung nötig zu haben, zu diesem Gegenstand der Tagesordnung zu Arbeiter, soweit sie den Sozialismus als die eingige Bettung gangenheit Ihren Bukunftsaussichten sehr viel Abbruch getan hat. bon Polen angeordnete unerträgliche Erschwerung des Durch- reben. Die Rede des Herrn Abgeordneten Sul( Bromberg) Arbeiter, soweit sie den Sozialismus als die einzige Deliung gangsverkehrs nach Ostpreußen zu tun gedenkt. Abg. Baerede( Dnat.), Begründer der Interpellation: Unsere läßt es uns aber doch angezeigt erscheinen, ein paar Worte dazu aus dem wirtschaftlichen und politischen Elend der Gegenwart wenigen Rechte werden mit Füßen getreten; besonders Bolen, au fagen. Ich möchte meinen, baß gerade Herr Schulk alle erkannt haben, fagen, daß fie im proletarischen Fifternationalis mus das erbliden, was notwendig ist. Sie werden in diesem bas uns dankbar sein müßte, weil wir ihm die Selbständigkeit Ursache hätte, mit dem neuen Minister für das Auswärtige zu Sinne auch auf ihre polnischen Klaffengenoffen einzuwirken suchen, berschafft haben, erlaubt sich jetzt die schlimmsten Schifanen, forieben zu fein. In seiner Einführungsrede hat dieser boch beren Aufgabe es ist, mit der polnischen Regierung und ihren fo nationalistische Töne angeschlagen, daß meine Parteifreunde Sintermännern abzurechnen. Im Beichen ber proletarischen nationalistische Töne angeschlagen, daß meine Parteifreunde namentlich in der Frage des Durchgangsverkehrs nach Ostpreußen. Wir müssen berlangen, daß der Schnellzugsverkehr mit Oft schon aus diesem Grunde nicht das geringste Vertrauen zu diejem Internationale werben die Arbeiter Bolitit treiben, den Schuly preußen sofort wieder hergestellt wird." behalten wir uns ber. Belehrung Nun hat aber der Herr Abgeordnete Schuls( Bromberg) barüber, daß nicht mehr ihnen die Gegenwart und Ankunft gehört, feiner größten Unzufriedenheit über den neuen Minister Aus- fondern ber deutschen Arbeitertiae.( Bebhafter Beifall bei den Reichsminister des Aeußern Dr. Köfter: Die Sperrmaß brud gegeben. Bei dieser Gelegenheit haben meine Barteifreunde. S. Lachen und zurufe rechts.) nahme der polnischen Regierung beweist, wie recht wir hatten, als und ich den Gindrud gewonnen, daß, wenn es noch irgendwie G3 wird bann berhandelt über einen Antrag after Barteien toir uns mit aller Macht gegen die Einrichtung Korridors wehrten und dieses Gebilde eine rein fünfteifelhaft fein konnte, Herr Schulz, so freundlich gewesen ist, auf Gewährung ven Tenerungszuflägen für die Eisenbahnjeben Zweifel zu beseitigen, nämlich jeden Beveifel darüber, daß arbeiter und Berwaltungsarbeiter. lide Ronftruftion nannten, die gefunden bolt und es Herrn Schulz und feinen Freunden lediglich darauf ange Bräfident Fehrenbach teily mit, baß bier Saupausfuß ein nationalwirtschaftlichen Grundsägen für einen Wieberaufbau tommen ist, noch in letter Stunde mütig feine 8uftimmung gegeben habe und auch die Regierung Europas direkt ins Gesicht schlüge. Wir müssen mit der polni damit einverstanden sei. Die finansielle Wirtung des Antraged schen Regierung unverzüglich zu dem endgültigen Abkommen eine nationalistische Gehe in widerlichster Art allerdings sei sehr groß. gelangen, auf bas wir nach Artikel 98 bes Friebensvertrages zu betreiben, wie wir sie ja von ben Deutschnationalen gewohnt Abg. Kosur( Sog.) berichtet über die Ausschußverhandlungen. Anspruch haben. Sonst gehen wir völlig haltlosen Zuständen ent- find, und wie wir sie früher besonders von den Konservativen Der Ausschuß schlägt vor, die Regierung zu ermächtigen, die gegen. Um möglichst bald zu einem Abkommen zu gelangen, gewöhnt waren. Fast 5 Jahre Weltkrieg mit all der Not und all Teuerungszuschläge für die Eisenbahn- und Verwaltungsarbeiter, wurden Verhandlungen mit der polnischen Regierung eingeleitet. bem Glend im Gefolge haben die Herren nicht davon abhalten die zwischen der preußischen Eisenbahnverwaltung und den EisenEs fonnte auch mit gewiffen befriedigenden Teilergebnissen getönnen, solche nationalistische Hebe aufs neue zu inszenieren und bahnarbeiterorganisationen vereinbart worden sind, auszuzahlen, technet werden, dadurch dem deutschen Bolte neue Schwierigteiten zu bereiten. Reichsfinanzminister Dr. Wir stimmt trop der finanziellen ( Sehr richtig! links.) Der Herr Reichetangler hat eben schon Belastung, bie mindestens a Milliarden Mart beträgt, dem Anganz gut daran erinnert, woran wir durch die Herren gewöhnt trag zu. Die Bolen brachen daraufhin sofort die Berhandlungen ab mit der worden find: an eine Bolitik des Wuchers, eine Bolitik der Aus. Abg. Dr. Pachnide( Dem.): So mit dem Indirekten Drud, Begründung, daß die Bollmachten der deutschen Wertreter nicht beutung des Bolts fondergleichen! Sie haben immer Ihre wie hier teilweise geschehen, dürfen die Dinge nicht behandelt mehr ausreichten.( Sört! Hört!) Verfuche, zu neuen Berhand Brivatintereffen im Auge gehabt, ihre ureigensten laffeninter werden. Wenn wir troben auftimmen, so tun wir es mit Rüd lungen au tommen, blieben erfolglos. Daraufhin beschloß die Re- effen. Diese Beute wagen es nun, in dieser Beit sich hierher ficht darauf, baß die drei beteiligten Minister erklärt haben, die gierung, die deutsch- polnischen Fragen zum Gegenstand bon Ber zustellen und so au tun, als ob ihnen das Volkswohl am Bewilligung sei im Interesse eines geordneten Fortganges ber Be handlungen in Paris zu machen, wie sie der Oberste at der bergen läge. triebe nötig. Alliierten selbst gewünscht hat; sie begannen am 12. April. Heute Was die Polen uns heute zufügen, ist zum großen Teil einhaben wir die Nachricht erhalten, daß mit den polnischen Ber- fach eine Folge ber verkehrten preußischen Polenpolitik. Die tretern ein borläufiges Ginvernehmen erzielt ist und daß der Ab- Herren Schulz und seine Freunde sollten sich hüten, an dieses schluß des endgültigen Abkommens in Aussicht steht.( Hört! Kapitel gu tippen. Wenn die Zeit gegeben wäre, darauf einBört!) Heute begibt sich eine Abordnung des Auswärtigen Amtes, zugehen, würden wir Ihnen wegen der Bolenpolitit ein langes des Reichsjuftiaministeriums und des preußischen Ministeriums Sündenregister der ehemaligen preußischen Regierung aufzudes Innern nach Polen, um über die Frage der Abreisemöglichkeit rollen haben. Sie hat gerade in bezug auf die Polenpolitit wahr der durch die Sperre in Bolen zurüdgehaltenen deutschen Beamten lich das Schlimmste geleistet, was sich eine Regierung nur leisten au berhandeln. Es besteht Aussicht, die Basschwierigkeiten für die fonnte. Und wenn Herr Schulb sich hierherstellt und den NaDurchreise nach Ostpreußen zu mildern. tionalheros nach seinem Geiste, den Bismard, hier borführt als Bwvangsmaßnahmen, wie fie vorgeschlagen wurden, fönnen benjenigen, ben wir uns wieder wünschen müßten als Minister natürlich nur auf wirtschaftlichem Gebiete liegen. Wir haben des Auswärtigen, dann muß ich sagen, ft bas, gelinde ausHe schon einsehen müssen, weil die Polen ihren wirtschaftlichen gebrüdt, eine Dreiftigkeit fondergleichen. Verpflichtungen so gut wie gar nicht nachgekommen sind.( Hört, Die Regierung Bolens läßt fich fälschlicher- und törichter. bärt1) Bolen ist mit den Kartoffellieferungen gevaltia im Rüdweife leiten von dievanchenelüften, wie fie fich gona gewiß auch Die polnische Sperrmaßnahme. als der Butsch am 13. März bazwischen kam. Meicheminister Dr. Bell: Die Streifforderungen verurteile auch ich, ich ftimme jebody dem Antrage su, weil ich ihn für sachlich bevechtigt halte. Abg. 8ies( 1. oz.): Die, Energie, die Gere Bachnide gegenüber den Arbeiterforderungen angewandt haben möchte, follte beffer gegen die wucherigen Preiserhöhungen der Schwer industrie und der Großagrazier angewandt werden; denn die Arbeiterforderugen find nur eine nottvendige Folge der unfinnig teigenden Warenpreise, die bush bie toucherischen Gewinne der Kapitalisten verursacht sind.( Sehr richtig, bei den 1. Gaz.) Nach zustimmenden Grflärungen ber Abg. Naden( 8tr.) und Defilert( D. N.) wird der atrag barauf mit groger med heit angenommen. Nächste Sigung Donnerstag: Maßnahmen gea ben anumanos. 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M.. vormittags 9 Uhr, im Krematorium, Berlin, Gerichtstraße 37, statt. Um rege Beteiligung ersucht Sterbetafel U.S. P. 13. Distrikt, 3. Abt. Am 18, April verstarb unser Mitglied Max Scholz. Die Bezirksverwaltung. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 22., vormittags 9 Uhr, im GerichtKrematorium straße statt. Dia Distriktsleitung. Am Montag, 19. April verschied nach langem schweren Leiden meine liebe gute Frau und gute Mutter und Schwiegermutter Friederike Denigk Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 24. d. M. nachm.3 Uhr, vom Jerusalemer Friedhof, Neukölln, Hermannstr., aus statt. Im Namen der traueruden Hinterbliebenen Ernst Oenisk. Mein Haarausfall hat vollkommen aufgehört Seit Jahren gingen mir dide Strähnen aus und das wenige Haar war ganz dünnt. Da börte ich von Ihrem Haar- Kraftwaffer und nach furgem Gebrauch zeigte sich neues Wachss tum. Es grenst an das Wunderbare! 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Für die herzliche Teilnahme, die uns aus Anlaß der Beerdigung unseres lieben Sohnes Kurt zu teil wurde, sagen wir allen Kollegen und Angestellten der FirmaPaul Dorf und Blank& Boraus, dem Pilanzer- Verein Neu- Bauers- Ruh, den Mietern des Hauses, den Sängern, allen Freunden und Bekannten, sowie Herrn Genossen Riede: für seine trostre.chen Worte am Grabe unsern herzlichsten Dank. Familie Wilhelm Schade, Neukölln, Mareschstr.. Alt- Metalle. Rotguß 11 Kupfer, Messing, Metalle jedet Art zu höchsten Tagespreisen. Gerlach, Schliemannstr. 19. Kupfer Messing Zinn Sämtl. Metalle Quecksilber Platin Gold-, SilberAbfälle Zahngebisse kauft zu riesig hohen Preisen in unseren 6 Einkaufsstellen Metall- Zentrale 1.Brunnenstr.11 am Rosenthaler Platz 2.Fennstraße 48 am Weddingplatz 3. Beusselstr.29 nahe der Turmstraße 4.Bahnhofstr. 2 Ecke Schöneberger Str. am Anhalter Bahnhof 5. Neukölln Kais.- Friedr.- Str.229 nahe Hermannplatz 6.Weidenweg 72 am Baltenplatz. Nr. 137. Gewerkschaftliches. Die Gemeinde- und Staatsarbeiter lehnen einen Reichstarif ab! Beilage zur„ Freiheit" Donnerstag, 22. April 192 rungen betreffs erweiterter Nechte der Betriebsräte nahmen die Die Arbeitsnachweise sowie alle arbeiterfreundlichen Blätter bitten Angestellten Abstand. Alle Streifenden werden wieder eingestellt, wir, hiervon Notiz zu nehmen. Verband der Fabritarbeiter soweit sie fich nicht strafrechtlich vergangen haben. Infolge dieser Deutschlands. Ortsverwaltung Groß- Berlin. Abmachungen jollen heute, Mittwoch, alle Betriebe wieder geöffnet werden, wenn die Ausständigen in den am Bormittag stattfindenden Bersammlungen sich mit den Vereinbarungen einverstanden erklären. Die faufmännischen und technischen Angestellten sowie die Hotelbeamten werden heute abend im Belt 4 zu den Vereinbarungen Stellung nehmen. Lohnbewegung der Angestellten im Einzelhandel. Groß- Berlin. Bier gutbesuchte Mitgliederversammlungen des Gemeindeund Staatsarbeiterverbandes nahmen gestern abend Stellung zum Einheitstarif oder Staffeltarif bei der Straßenbahn. Der Aufsichtsrat ber Großen Berliner Reichstarif. In der Versammlung in den Zentralfestjälen refe Vor überfüllter Versammlung der Angestellten im Einzelrierte der Vertreter des Hauptborstandes Müntner. Er gab handel berichtete gestern Genosse Bublib über die Berkand Straßenbahn beschäftigte sich gestern in mehrstündiger Be einen Ueberblick über die Geschichte der Tarifverträge, speziell für lungen mit den Unternehmern. Die Verhandlungen wurden ratung mit der Abänderung der gegenwärtig gültigen Straßen die öffentlichen Betriebe und erklärte, daß der Reichstarifvertrag wegen der Unnachgiebigkeit der Unternehmer abgebrochen. Für bahntarife. Die Verbandsversammlung am 29. März hat als Manteltarif für Berlin Geltung haben würde und ist der 28jährige Angestellte wollten aus sozialem Verständnis" beraus den Tarif von 50 Pf. nur versuchsweise auf längstens 2 Monate Meinung, daß derselbe auch für die fortgeschrittensten Gemeinden die Unternehmer 830-930 m. pro Monat für die unterste Stufe bewilligt und den Aufsichtsrai beauftragt, vor einer weiteren feine Nachteile, aber für sozial rückständige Gemeinden Vorteile bewilligen. Das fonnten die Angestelltenbertreter nicht afgep Tariferhöhung auch die Frage der etwaigen Einführung eines bringt. Er schilderte dann die einzelnen Paragraphen des Ver- tieren. Zur Schlichtung wurde das Reichsarbeitsministerium Staffeltarifs zu prüfen und ihr bis zum 15. Wai barüber trages und rief mit seinen Ausführungen, da er verschiedene angerufen. Schon heute müsse betont werden, daß die Angestellten zu berichten. Dieser Aufgabe hat sich nunmehr der Aufsichtsrat Nachteile gegenüber den jezigen Verhältnissen enthält, den leb- an ihren Forderungen betr. Mitbestimmungsrecht und unterzogen. Eeinen Beratungen lagen eingehende Untersuchun haften Widerspruch der Versammlung hervor. 6- Uhr Ladenschluß unbedingt festhalten würden. Unter gen des Werbandedirektors und der Direktion der Straßenbahn, Auf Beschluß der Versammlung wurde der Berliner' Ange Umständen sei der Zeitpunkt nicht mehr ferne, an dem die Probe namentlich über die finanzielle Wirkung der verschiedenen Tarifsysteme, zugrunde. Bellie, Genosse Gürne, als Korreferent zugelassen. Er führte aufs Exempel gemacht würde, ob es nicht auch während des Sommers möglich sei, daß um 6 Uhr die Läden geschlossen werden. An der Hand genauer Erhebungen wurde nachgewiesen, daß aus, daß in der jebigen revolutionären Epoche derartige Tarif- Mit den Rechten des Betriebsrätegejebes fönnten sich die An beispielsweise ein Staffeltarif mit Teilstreden zu 40 f., 60 f benträge der Enthidiung hinderlich sind, und daß man darum berartige Verträge nur tonsequent ablehnen müsse. Er fand es gestellten nicht zufrieden geben. Stampfbereitschaft jei notwendig; und 80 Bf. eine Durchschnittseinnahme von etwa 48 Pf. für den bom Hauptvorstand gevabezu unberantwortlich, daß er, trobem es würden dann die Betriebe ausgesucht, von denen man glaubt, ahrgast erwarten läßt, also nicht unerheblich hinter dem heutigen Da ber 50 f.- Einihm die Stimmung der Berliner Mitglieder durchaus bekannt ist, die Unternehmer empfindlich zu treffen.( Lebh. Beifall!) Ohne Aussprache wurde eine Entschließung angenommen, die 50 Pf.- Einheitstarif zurübleiben würde. Die Ursachen einen derartigen Reichstarif vorlegen fann. heitstarif schon heute kaum ausreicht, um die Ausgaben des Un liegen darin, daß durch die Geschichte des Krieges die Mitglieder sich mit den Ausführungen des Redners deckte. Unter lebhaftem Beifall der Versammelten wurde voll. ternehmens zu decken, so würde ein solcher Staffeltarif nicht in bes Hauptvorstandes noch immer im Sinne des Hilfsdienstgefebes ständige Arbeitsruhe für den 1. Mai beschlossen. Betracht kommen, denn der neue Tarif muß so bemessen werden, und Arbeitsgemeinschaften befangen sind, und die revolutionäre Eine dritte Entschließung fordert unter Fühlungnahme mit daß unter anderem auch die Bohnerhöhungen des Personals, über Entwicklung spurios an ihnen vorüber gegangen ist. Die Berliner den andern in Betracht kommenden Organisationen die Fest die in den nächsten Tagen ein Schiedsgericht entscheiden wird und Gemeinbearbeiter lehnen eine sozialreformistische Tätigkeits ab segung des Tages, an dem um 6 Uhr die Läden gefür die im Haushaltsplan Mittel nicht vorgesehen find, von dem und erklären im Kampf ihre Lage verbessern zu wollen und nicht schlossen werden. Die Betriebsräte sollen einen Tag Unternehmen getragen werden können. Erst ein Staffeltarif, bei durch derartige Berträge ihre Stoßfraft lähmen au lassen. Er ging vorber die Unternehmer benachrichtigen. dem der Grundpreis die Höhe des gegenwärtigen Einheitstarifs dann auf die einzelnen Paragraphen ein, und schilderte, daß die ( 50 f.) beibehält und in den weiteren Staffeln 75 fg. und 1 felben gerade in Buntto Arbeitszeit Verschlechterungen bringen, fo betragen würde, läßt eine merfbare Steigerung des Durchschnittstann jogar u. a. die Arbeitszeit auf 56 Stunden pro Woche herfahrpreises für den Fahrgast, und zwar von 50 f. auf rund 60 f. erhoffen. aufgesetzt werden. Im übrigen bringt der Vertrag auch noch be deutende Verschlechterungen in Urlaub, Weiterzahlung des Lohnes Der Aufsichtsrat ist nach eingehender Prüfung einstimmig zu bei Krankhei Eine sehr stark besuchte Versammlung der Handelshilfsarbeiter Ueberstunden usto. Bezahlung ber Betracht tommt audy, daß ben im Einzelhandel nahin am Dienstag den Bericht über die Ver- dem Ergebnis gelangt, daß ein derartiger Tarif der Verbandsin Frage tommenden Silichungsstellen bon vornherein bas schärfte bandlungen mit den Unternehmern entgegen. Lettere haben sich versammlung nicht zur Einführung empfohlen werden könne. AbMißtrauen entgegenbringen muß. forderte auf zur Zahlung folgender Lohnfäße bereit erklärt: Weibliche Jugend- gesehen von den großen betriebstechnischen Schwierigkeiten, die zum Stampf gegen den Reichstarif und allen denen, die ihn liche 40-100 M., männliche Jugendliche 60-150 m., Handels- einem Staffettarif bei dem außerordentlich starken Verkehr in bertreten. Wenn der Hauptborstand nicht willens fei, Bolifit hilfsarbeiter über 20 Jahre 200 m. pro Woche, Baderinnen und Groß- Berlin entgegenstehen und mit Sicherheit zu einer Unzahl bon Belästigungen und Unbequemlichkeiten für Personal und im Sinne der Mitglieder zu treiben, fo folle er wenigstens den Fahrstuhlführerinnen 145 M., Reinmachefrauen 127,50 m. Fahrgäste führen würde, war für die Stellungnahme des Aufsicht Mut haben und von seinem Posten zurücktreten. Aber die Berliner Mitglieder seien nicht gewillt, dem Hauptvorstand das rats in der Hauptsache die Ermägung entscheibend, daß bei einem Feld zu überlassen, sondern befäßen noch Mut genug, um ihre folchen Tarife gerade die werftätige Bebölferung am härtesten ge Interessen im Kampfe gegen das Arbeitgebertum wahrzunehmen. troffen würde, denn da eine Fahrt über 8 Kilometer bereits in Er ersuchte, den vorgelegten Reichstarif einstimmig abzulehnen. der zweiten Staffel und eine Fahrt über 4% Kilometer schon in Die Diskussion bewegte fich gang im Sinne des Storreferenten der britten Staffel liegen müßte bei einer längeren Bemessung und empfahlen auch sämtliche Diskussionsredner, den Reichstarif ber Teilstreden würde das finanzielle Ergebnis wieder aufgehoben merden so würde gerade der Berufsverkehr, der Weg zur abzulehnen, da er gegenüber den jett bestehenden erkämpften Berhältnissen wesentliche Verschlechterungen bietet und die Arbeitsstätte, verteuert werden. Der Tarif würde also in höchstem städtischen Arbeiter Berlins durch möglichst günstige lokale VerMaße unsozial wirken, somit das Gegenteil aller neuzeitlichen im Interesse der Wolfswohlfahrt unternommenen Bestrebungen be träge anfeuernd auf die Kollegen im Reiche wirken wollen. deuten. Der Aufsichtsrat wird deshalb der Verbandsversammlung Eine Resolution im Sinne des Notreferats tourde einstimmig empfehlen, an dem Ginheitstarif vorläufig auch weiterhin feft zuhalten. angenommen. Μπατ Er Zum Streit im Gastwirtsgewerbe. In Abschluß der Lohnbewegung der Handelshilfsarbeiter im Einzelhandel. Nach längerer Aussprache wurden die Gäße anerkannt. Bur Frage des 6- Uhr- Ladenschlusses wurde folgende Resolution beschlossen:" Die Handelshilfsarbeiter und Arbeiterinnen be auftragen die Verbandsleitung, sofort mit dem Reichsarbeitsamt in Verhandlung zu treten betreffend Einführung des 6- Uhr- Ladenschlusses. Desgleichen wenden fich die Versammelten an das laufende Publikum um Unterstüßung, Einfäufe nicht nach 6 Uhr borzunehmen." Nach Vorschlag der Vertrauensmännerversammlung soll über eine Beitragserhöhung auf 2,50 M. in der 1. Klasse in den Betrieben diskutiert werden. Die Tarifverhandlungen in der Filmindustrie gescheitert. Bon der Organisation der Angestellten der Filmindustrie tvaren dem Arbeitgeberberband neue Lohnforderungen unter breitet worden. Wie wir erfahren, hat es der Arbeigeberberband, ohne feinerseits andere Borschläge zu machen, abgelehnt, überHaupt in Verhandlungen einzutreten. Dies rigorose Berhalten ist hauptsächlich auf die Tätigkeit des Generalsekretärs bes Arbeit geberberbandes, bes nationalliberaleur Professors Dr. Beidig, zurückzuführen. Bei den geftrigen Verhandlungen im Gastwirtsgewerbe wurde zunächst eine Einigung über die Teuerungszulage erzielt. Es erhalten die mit Kost und Wohnung Angestellten in den Hotel betrieben 25 M., in allen anderen Geschäften 20 M., die nur anit Rost Angestellten in den Hotelbetrieben 85 M., in den anderen Geschäften 30 M. und die ohne Koft and Wohnung Angestellten in den Hotels 45 M., in den anderen Geschäften 40 M. Die verheirateten Röche erhalten überall die Höchstsäße. Betr. der Beschäftigungsbeihilfe einigte man sich auf Beträge bon 150, 100, 75 und 50 M., lektere für die Angestellten unter 18 Jahren, doch soll es den Betriebsräten gestattet sein, mit ihren Arbeitgebern über höhere Säße zu verhandeln und eventuell die Entscheidung der Organisation und der Schlichtungskommission anzurufen. Die Bier, Saal- und Gartengeschäfte find als 6 Uhr bei Fritsch. weniger leiftungsfähig an die vorstehenden Säße jedoch nicht Achtung! Gummiarbetter! Der Streit bei der Firma gebunden. Betreffs der Bezahlung der Generalftreiftage er. A. Körting u. Sohn, Stoglit, Ahornstraße 6, ist durch Anerkennung Klärten sich die Arbeitnehmer damit einverstanden, daß einst des Tarifs und der gesetzlichen Vertretung der Arbeiter erledigt. weilen ein halber Wochenlohn gezahlt wird. Bon ihren Forde. Die Sperre über den Betrieb ist aufgehoben. 31) Der Sternsteinhof. Roman von Ludwig Anzengruber. „ Ah, fa richtig! Nig für ungut!" fuhr der Alte fort. Fallt mer g'rad bei. Du warst ja ein schwacher Raufer; wie oft hab ich dich selber wo in ein'm Winkel g'babt und abtöllnt) daß's a Freud' war. Viel Schur) hab ich dir antan, bei do Dirndeln auch. Jeffas, wie lang döß schon her is! Wenn mer bedenkt, wie die Beit vergeht! Na' s hat mich g'freut, daß ich dich bei derer' legenheit wieder einmal g'fehen hab', wei d' mer ja sonst völlig überall ausweich'st. Also b'hüt Gott! Aber ein's noch, daß ich nit vergig. Er schlaft wohl noch dein Bub? Könnt'st ihm's aus richten, wann d' so gut sein möch'st. Mein Bub laßt dein' Bub' schön grüßen und wann der Toni wieder einmal Nameraden sucht, dö d'Schläg af ihnere Buckeln nehmen, während er sich mit einer faubern Dirn' wegschleicht, so foll er nur ja nit af'n Simeri vergeffen; laßt der ihm fagen! A Feine muß do aber wohl sein! Drei Löcher im Stopf bon mein'm Bub'n sein mir lieber, als der fetet sich so was d'rein! Ja, fo amei, do d' nit' fammengibst und nicht auseinandfrieg'st, Tönnen dir viel Ung'legenheit machen. Hihi." Er riß sein Wägelchen herum und jagte dabon. Der Sternsteinhofbauer mußte zur Seite springen, wollte er nicht die Räder über den Beben haben. Er schickte einen schweren Fluch dem alten Lump" nach, dann wandte er sich an die alte Rathel und hieß sie, das Mittagessen auftragen. Er selbst begab sich hinauf nach der Schlaffammer feines Sohnes. Er pochte an die Türe. Schon wach?" fragte er barsch a," tonte es von innen. " So tomm", effen." sch mag nig." " Du fönnt'st ein'm wohl auch'n Appetit berderben murrte der Alte, dann sagte er laut: Paar Löffel Suppen " *) Abtöllnt= gepufft, nadforüdlich geschlagen. *) Jemanden einen Schur, etwas zum Schurt, antun, 6. 5. fhm irgendwelche Widerwärtigteit felbit aufügen, oder burd andere perursachen Achtung! A. Borfis! Wir ersuchen sämtliche Mieter und Stemmer, am Freitag früh 7 Uhr sich zur Wiederaufnahme der Arbeit in der Werkstatt einzufinden. Die Lohnkommission. 3. A. Bart. Edison- Affumulatoren- Romp. Versammlung Freitag abend werd'n dein'm wüsten Magen ganz zuträglich sein. Komm' nur!" Gemeindevertreter und kommunale Kommiffionen. Die zu Sonntag, den 25. April, nach dem Rathause einberufene Konferenz von Gemeindevertretern und Vertretern der kommunalen Kommissionen werden benach richtigt, daß die geplante Konferenz auf Freitag, den 29. April, hat verschoben werden müssen. Gegen die Maifeier- für den Belagerungszustand. In der gestrigen Eibung der Charlottenburger Stadtbar ordnetensibung wurde ein Antrag der Sozialdemokraten, für den 1. Mai die Arbeitsruhe in den städtischen Betrieben zu beschließen, bon den bürgerlichen Parteien gegen bie Stimmen der Unabhängigen und Rechtssozialisten abgelehnt. Dasselbe Echidfal erlitt ein Antrag der Unabhängigen, der die Aufhebung des Be lagerungszustandes forderte. Auch hierfür stimmten nur die Un abhängigen und bie Cozialdemokraten. Du bist a Narr!" Rann fein, man fagt ja, Verliebte wär'n närrische As die beiden einander bei Tische gegenüberfaßen, tat Deut. Ich hab' mir mr denft, weil mer doch eh'' s Mehrste der Junge, über den Teller weg, einen raschen Blid nach haben von alle da in der Gegend, so möcht' just nit so dumm bem ten, der mit aufammengezogenen Brauen vor sich sein, wann af'n reichsten Sof auch d'schönste Bäu'rin a'fiben hinstarrte. Sicher, der wußte genug. Mag er- Vielleicht alles, was die wußten, die dabei waren, und auch nichts, wovon feiner! Noch einmal blidte der Bursche auf, wie ein Schalt, dann sentte er den Kopf und legte den Röffel weg Schon abg'speist?" begann der Alte. fam'1" Laß mich aus mit der Schönheit!' s err Pindebett nimmt dö oft mit fort; dann haft'n Schleppiad af'n Sals, aber' n leeren. Rein Rind bist nimmer. Dö' schichten, was wir als flein ang'hört hab'n, wo Betteldion'n bon Raisern und Königen heimg'führt word'n fein, dö hab'n fich im Fabelland zutrag'n; daß aber der Sternsteinhof Ich hör, du haft dich gestert mit lang in Schwent- weit außerthalb'n bon felb'm liegt, das brauch ich dir wohl dorf verhalten?" d'andern." a." Gar wit. Wir bab'n d'Langveil „ Dann feid's' rüber?" Dann sein wir h'rüber." So ziemlich." Habt's euch gut unterhalten?" Sollit ja auch g'rauft hab'n? af's nit a'fag'n!" Er erhob fich and strich mit der flachen Hand fürdit, di und über das Tischtuch. Nun is' s a'mugl Schlag' dir die Dummheit aus'm Kopf." Das geht nit an," sagte der Bursche. Ich muß dir noch was eing'steh'n." Er spreitete die Beine auf dem Site auseinander, beugte fich vor und fah starr nach dem Salz faffe, während er langsam sprach: Wann ich auch die Dirn 3'leiden. Sie hat's schriftlich" a,' n Herrgottlmacher bab' ich wohl bing Tegt, daß er figen laffen möcht, was mir nit einfallt, so braucht sie's nit Aufsteh'n vergeffen hat." Rar bös! Wann der flagbar wird, kann mer nodi' n Baber zahl'n. Weg'n was if' s denn ber'gangen?" Bist „ Er wollt sein' Dirn nit an unsern Tisch figen Taffen." Und da muß'st du dich d rum annehmen? Bersteht sich. wohl in die Seine verschamerirt?" Rann's nit leugnen." 3 dö gar so fauber?" Stein fo Saubere baft du noch gar nis a'feb'n, nit mal D'Mitter. „ Dös is wenig aagt, bein' Mutter war mit fauber, aber aubracht bat f brab. Wie heißt denn biefelbe?" Binshofer Helen'." Was, schriftlich?" Mein Choersprechen." Dein Chbersprechen?" lachte höhnisch der Mita Ja bist denn du in' Jahr'n, wo d' ohne mein' Einwilligung ein's geben fannst? Wär'st d'rein, ich jaget dich jetzt af den Stell' vom Hof! So aber hat a Schriftlich's von dir noch gar fein' Giltigkeit. Hat dir die Dirn' d'rauf Glauben a'schenkt, dumm g'nug von ihr, dann kannst du dir in d'Fauft lachen, und fie muß fich a'fall'n lassen, mann f' noch hinterher Deut veripotten." Ich geb' denen Teln' Anlaß dazu. Schriftlich obe Rinshofer? Da is fa die te, die unter den unger- mitmblich, ich halt mein Wort." leidern da unten am allermeisten nig bat?" " Hab'n tun f nig, das is wohl wahr." „ Du Himmelherrgottsfatterments- Rotter, Sut" brüllte ber Sternsteinhofbauer, mit der Faust in den Tisch schlagend. " Troßdem hör' ich, daß d' bätt'st berlauten laffen, du Traust du dich, mir in's G'sicht a'trußen, mir in's' ficht nahmst die Dirn' zur Bäu'rin?" So hab' ich g'fagt." Ein schlechter' spas,$ 58." Rein paal's is mir böllia ernit." Wo du dafit'st und Mört für Mörtl zugeb'n mußt, daß mig nit um ein's a'viel bericht't word'n is über dein ceftria Stidel Wortfebung Folat.) we neue Nummer Der Freten Welt Lebensmittellalender. bringt bedeutsame Dokumente von der Herrschaft des weißen Pankow. In der Woche vom 19. bis 25. April Smeinegefrier Carcekens, Wir finden hier im Bilde bestätigt, daß die berüchtigte fifch, und zwar% der Wochenbedarfsmenge. Ferner in Anrechnung Baltikumtruppe des Sturmbataillons Roßbach auf die Arbeiter im auf die Wochenfleischmenge ein kleiner Posten Wurst aus Auslands Bubrrevier losgelassen wurde, die sich zum Schutz der Republik kram. Soweit diese Wengen zur Deckung des Bedarfs nicht aus erhoben hatten. Erschütternd ist das Bild des Begräbnisses der Opfer reichen, wird in einigen Geschäften Rindergefrierfleisch oder Frischin Remscheid. Einen imposanten Eindruck macht das Bild der fleisch verabfolgt. Bestattung der Rieler Opfer bie von der Arbeiter mehr Weißenfee. Abschnitt 18 e- g ber Rartoffelkarte 500 Gramm zu Grabe geleitet werden. Ein Dokument des weißen Schreckens in Großb: ot. Abschnitt 10 a und b der örtlichen Einkaufskarte 150 Gr. Ungarn, wo die schuftigste Mörderclique ihr Unwefen treibt, be amerik. Roggenmehl. Für Kinder im 3.- 6. Lebensjahre in der Ver weist unwiderleglich, wie die Regierung die gemeinsien Totschläger kaufstelle, Raffeler Straße 2, 250 Gramm Maisflocken. und Giftmörder unterstützt. Bei dem gegen Bela Khun aus gefandten Gifimörder fand man eine Legitimation, die vom Kgl. Ungarischen Ministerium des Innern ausgestellt war. Die Photographie der Legitimation finden wir in der Freien Welt". Bezirksverband Berlin- Brandenburg. Achtung! Elternbeiräte! Die Nummer enthält ferner neue Bilder aus Rußland, Gespräche wir weisen nochmals auf die heute abend 7 Uhr in der Schulaula, französischer Soldaten im Schützeng aben" von unserem großen franzö Steinstr. 32/34, stattfindende Versammlung der Elternbeiräte Großschen Genoffen Barbusse nebst seinem Bilde, wertvolle Binke Berlins hin. Auf der Tagesordnung steht der Vortrag des Genossen für die Hausfrau" und die vorlegte Fortsetzung des Romans. Die Dr. Kurt Löwenstein über die Aufgaben der Elternbeiräte. jetzt schon sehr beliebte Rubrik Alte und Neue Wite" beschließt das reichhaltige Seft, Die nächste Nummer erscheint ohne Infe ate und phne Roman als Maifestschrift der Partei. Preis des Seftes 50 Pfennig. 9 Dort Raubmors in Berlin W. Ein Kapitalverbrechen rief gestern abend die MonStommission nach der Gleditschstraße 30. wurde gestern nachmittag der am. September 1862 zu Buhrau in Schlesien geborene Kaufmann Otto Gitner ermordet und beraubt aufgefunden. Von dem Täter fehlt noch jede Spur. Die Große Berliner Straßenbahn teilt mit, daß die Wagen ber Linien 7, 15, 47, 48, I und P vom 22. b. M. ab wieder über ihren fahrplanmäßigen Weg durch die Bergstraße in Neukölln berlehren. Das Lichtenberger städtische Arbeitsamt, das auf Beschluß der Stadtverordnetenbersammlung geschaffen worden ist, umfaßt folgende Unterabteilungen: 1. Arbeitsnachweis, 2. Demobilmachungsausschuß, 8. Erwerbslosenfürsorge, 4. Berufsamt, 5. Lehrstellen. bermittlung. Das Zentralbureau des Arbeitsamtes befindet sich hier, Marktstraße 10/11( Turnhalle). Sinds die Augen gaf zu Rijeka Schöneberg Semptir. 21, Ede fazientz Friedenau: Zbeinte. 18, Ede Kirchstr. J Pella: Bergfe. 4, de Biethen. Spandau: Brelle Str. 18, nahe Dart Aus den Organisationen. 5. Distrikt. Freitag abend Flugblattverbreitung. 9. Distrikt, 5. Abteilung. Freitag 7 Uhr in der Schulaula Chrift burger Straße 14, Abteilungsversammlung. Wichtige Tagesordnung. Wahl der Abteilungsleitung. 10. Distrikt. Freitag 6% Uhr Generalversammlung. 1. Geschäftsbericht. 2. Der bevorstehende Wahlkampf. 3. Ausstellung des Kandi baten für den Reichstag. 4. Maifeier. ordentliche Mitgliederversammlung. Charlottenburg. Freitag, den 23. April abends 7 Uhr, außer Tagesordnung: 1. Ausstellung von Kandidaten zur Reichstagswahl. 2. Beitragserhöhung. 3. Verschiedenes. Steuhn. Elternräte heute abend 7 Uhr Berlin, Steinftr. 32. scheinen aller dringend erforderlich. Belz Extra- Zahlabend findet statt: für den 4. Bezirk heute abend Uhr bei 3ilch; 3. Bezirk: Freitag 8 Uhr bei Kopplow Rubower Straße; 5. Bezirk: Sonnabend 8 Uhr bei Schulz, Rudower Straße. Mitglieder der Elternbeiräte aller Schulen: Sigung Sonnabend 6 Uhr bei Schräber, Chaussees, Ecke Franz Körner- Straße. 8 Sremchendorf- Weft. Freitag 7% Uhr Digiteberversammlung T der Aula der 5. Gemeindeschule. Weißenfee. Freitag 8 Uhr Frauenleseabend im Zeichensaal bes Realgymnasiums, Wölch- Promenade. Thema: Kinderschuh- und Glend". Steferentin: Genoffin Demmning. Rahnsdorf, Wilhelmshagen und Hessenwinkel. Sonnabend abend 8 Uhr Generalversammlung bei Kramer, Rahnsdorf, Fürstenwalder Straße 30, 7 Uhr ebenda Funktionärsizung. Bereinstalender. Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe 17. Sotels und Restau rationsbranche. Heute abend 8 Uhr wichtige Versammlung in den Belten, Zelt 4. Bund der technischen Angestellten und Beamten Fachgruppen versammlung der Schloffereien und Geldschrankfabriken am Freitag 7 Uhr im Dessauer Garten, Bereinszimmer, Dessauer Straße 1. Buchbinder- Berband, Luguspapierbranche. Donnerstag, 22. April, abends 7 Uhr, bei Wegener, Sendelstr. 30, Delegiertensitung sämtlicher Bertrauenspersonen. Allee. Int. Bund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, Ortse gruppe Karlshorst- Friedrichsfelde. Freitag, den 23. April, abends 7% Uhr, Generalversammlung in Stegers Waldschloß“. Treskows Internationaler Bund der K.-B. und K.-H. und Gefang." Sektion, Am Freitag, abends 7 Uhr, außerordentliche Be Bezirk Often II. Die Versammlung zirksversammlung im Freischüit", Fruchtstr. 36 a. wird vom Gau Berlin einberufen zur Regelung der Angelegenheit im Bezirk. Das Erscheinen aller Whitglieder ist unbedingt erforderlich. Internationaler Bund. Freitag abend 7 Uhr im Logenrestaurard Kleine August, Ecke Linienstraße, spricht Rar! Tiedt über die Technik der freien Stebe und die Persönlichkeitsentwicklung. Soz. Proletarierjugend. Donnerstag abend 7 Uhr findet im 3immer 3 der Knabenschule, Greifenhagener Straße 58. ein Bortrag über die Kommunistische Jugendinternationale statt. Jugendgenossen aus allen Ortsgruppen find dazu eingeladen. Arbeiter Wanderbund Naturfreunde", Ortsgruppe Neukölln Donnerstag, den 22. April, abends 8 Uhr, in der Aula Kaiser- Friedrich Straße 210, Lichtbilde vortrag:„ Aus Rigdorfs Bergangenheit". Lichtenberg. Freitag, den 23. d. t, abends 7 Uhr pünktlich Sigung der Bezirksleitung bei Wilh. Schulz Kronprinzenfit. 47. Niederschönhausen. Frauenleseabend findet am 23. April im Berantwortlich für die Redaktion: Alfred Wielepp, Neukölln. Lokal von Engelke, Waldstr. 22, Ecke Platanenstraße, statt. Referat: Berlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b. H., Berlin, Druck des Politische Lage. Lindendruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerdamm 19. Was jede Dame wünscht ist modern und elegant zu sein. 8u gediegener Eleganz gehört heute für den Gebrauch auf der Straße, in Ge schäften, im Theater usw. eine schöne Lorgnette statt des Rnelfers oder der Brille. Die neuen Ruhute- Corgnetten find von so anfprehender, vornehmer Ausführung, daß jede Dame fich immer von neuem darüber freut, weil die Nuhnte- Lorguelte ihr Gelegenheit gibt, ihren guten Geschmack zu zeigen und bei der Handhabung weibliche Grazie zu entfalten. 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Javaliden- Str. 117 am Stettiner BL Bumperfie der orthogente Lisa Reifin Charlottenburg: Zanenhien- Shpße 15 Ede Marburger Etz Joachimsthaire Sirage 2 Babe Bbf. 800 Wilmersdorf: Berliner Straße 132-33 Babe Uhlandstr. Verein der Berliner Buchdruder und Schrifigie Rohit's Zeit!|| Feste Preise Adtuna! Achtung! Vertrauensleute und Drudereifallerer! Die Auszählung der Stimmzettel zur Wahl von Delegierten zur 10. ordentlichen Generalve.famm lung des Verbandes darf nicht in den Duckereien er 5 Kupfer, Messing. Kupfer Rrrrrsilrr! Abge pielte jowie zerbrochen kg 9.00 Mk. Grammophonplatten Zina, Biol, Queck Roiguß..... kg 7,00 Mk. silber, Naturstahl kauft wieder zu erhöhten Preisen jolgen, wie die Gauversammlung vom 14. April be Metallschmelze fchloffen hat, fondern die Feststellung des Wahlresul tats kann nur durch die gewählte Kommission er folgen. Prinzessinnenstr. 17. noben Wertheim, Moritzplatz. Die 5. ordentliche Verbands- Generalversammlung Kupfer in Dresden beschloß: Die Feststellung des Wahlergeb. Messing nisses nach Druckereien, Orten und Bezirken ist un Elei in jo genben Lofalen: Lichtenberg: Par.ane. Stralau Nummelsburg: Blume, Mit- Borhagen 6. Weißenfee: Bum Brälaten, Lehberstr. 122. Zegel, Meinidendorf- West: Waits, Reniden dorf- West, Sajarmoeberit. 67.68. Oberschöneweide, Niederichöncwelde, Jo haumisthai u. umgegend: Echulaula, Deerjaöneweibe, Fruentaje. Aula de Reformgymnaflums, zulässig." Echulaula, Temminer@tr. 27, Schulanta, Grünthaler Str. 5. Büttner, Schwedter Str 23. Moatit: Schulala, Swingliftr. 2. harlottenburg: Collehaus, Rosinenftr. 3. Besten, Schöneberg. Friedenau. Steglit, 2Wilmersdorf: Lindenpart, Schöne.ety, Hauptur. 14. endenbezirfe: Gewerkschaft: haus, Engelüfer 15 ( Eaal 4) abends 7 Uhr. Men öln: Holent.aufen- Säle, Stottbuser Damm 73. Diten n. Stordosteu: Comenius- Eäle, Wiemeler Strape 67. Cöpenick, Friedrichshagen; Conrads Festfäle, Friedrichshagen, Fuebitchstr. 137, abends 7 uyr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berichterstattung von der Generalversammlung am 19. April b. 36. Chne Mitglied.buch tein Zutritt. Bahlreicher Bezuch wird eiwariet. Zink Zinn Alle Arten rohe Felle kaufen Nach diesem Beschluß müssen wir uns richten. Die Vertrauensleute werden daher ersucht, die Stimmzettel kuvertiert und verfchloffen mit der Auf Eisen schrift der Firma und der Anzahl der abgegebenen Fuchs& Wild Stimmzettel auf dem Bureau, Engelufer 14 I, abzuliefern oder am Donnerstag, den 29. April, an die Kommiffion im Gewerkschaftshaus, Engelufer 14/15, Eaal 1, wofelbft von nadmiltags 2 Uhr ab die Stimm gettel- Auszählung stattfindet. Die Kollegen werden ersucht, sich recht zahlreich an der Auszählung zu beteiligen. Die Kollegen derjenigen Firmen, zu denen kein Raffenbote kommt, werden ersucht, sich die Stimm zettel von der Verwaltung abzuholen. Der Gauvorstand Die Ortsverwaltung. U. S. P. D. Ortsverein Neukölln. Berband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter trwaltung Johannishirafe 11/15 III. Freitag, den 23. 2pril 1920, abends 6 Uhr, Groß- Berlin im Großen Saal" des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15 General- Versammlung. 1. Geschäftsbericht. Tagesordnung: 2. Bericht über den Stand der Tarisbewegung. 8. Stellungna ute ur Btra seröhunд. 4. Bertandsangelegen eiten. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Delegierten Karte und des Mitgliedsvuajes. Sie Die Ortsverwaltung. Freitag, den 23. Eipril 1920, abends 6', Uhr General- Versammlung im großen aal von item, Qafenheide 10-18. Zages Dronung. Aufftellung von Reichstagstandtoaten. 2. Berit der Geschäftsleitung. 8. Berichtedenes und Anträge. Witgliedsbuch legitimiert. Die Geschäftsleitung Deutscher Metallarbeiter- Berband Berwaltungsstelle: Berlin N 54, Linienftr. 83/85. Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Katzlerstraße 10 fam Bahnho Yorkstraße.) 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