LWMprels 20 Pfennig- A. Jahrgang Sonnabenö, Sen 24. /Zpril mo Nummer 141> Msrgsn-Musgabe Die„Freiheit* erscheint morgens und nachmittags, an 5onn» und Fesitagen nur morgen» Der �eniaspreis beträgt bei kreier?nste?!una ins Haus kür t?roß» Berlin 7.S0 M. im voraus zahlbar. Für OoVm-v.o. nehmen sämtliche postansta-ten Bestellungen entgegen Unter treiroand bezogen für Deutschland und Gesterreicb lo.— iTI., ür das übrige Ausland lZ üc.:'1. zuzüglich Valutaaufschlag, per Brief für Deutschland und Gesterreich Resaktwn und Spedition: Berlin V. Schkffbmlerdamm 19«n. Fernsprecher: Amt Norden 8ÄS— 36, 2895 imb 2896. 85 Pfg., zuzüzl. 30' o Te erungszuschiag. Stellengesuche, Familiei.- u. Dkganii-lions» lvort-Anzeizen kosten das fettgedruckte!vort Ü?k., jedes weitere Ivor.' L. Pig. netto Jnsermen-Abteilung: Berlin RW. 9, Cchissbunerdrimm IV Fernsprecher: Amt Norden 833— 3�, 2833 99, 9? 68 berliner-Organ iw UnaMjättßiaen SptMömofratie S>eutfll)[ani>s Sie MMarisiermg SeuWmds. Zsrl mik der Leichsweh!! Die deutsche Regierung hat an die Verbandsstaaten am 21. April eine Note gerichtet, in der sie um die dauernde Beibehaltung eines 20l1()l)l1 Mann starken Heeres bittet. Zur Begründung wird ausgeführt, daß 100 000 Mann zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ord- nung nicht ausreichten. Die bolschewistische Ge- fahr, die in Wirklichkeit gar nicht besteht, wird in über- triebencn Farben geschildert, um die Entente dem Wunsch der deutschen Regierung geneigt zu machen. Es wird vor allem darauf hingewiesen, daß für jede Infanteriedivision des 200000 Mann starken Heeres auch je ein Bataillon schwerer Artillerie notwendig sei, sowie insgesamt acht Fliegerabteilungen und vier Eisen- bahnkompagnien. Die schwere Artillerie sei vor allem deshalb erforderlich, weil die bisherigen Erfahrungen gelehrt hätten, daß die„umstürzlerischen Elemente" bei ihrem Kampf gegen die Regierungstruppen Feldbe- festigungen anlegten, und diese könnten nur durch schwere Artillerie niedergekämpft werden. � Dje Regierung folgt in ihrer Note i;anz den Spuren der militaristischen Lügen macher, die den Ar heitern, die zum Kampfe gegen die K a p p- B a n d e n die Waffen ergriffen hatten, eine Gefechtsstärke beimaßen, die sie gar nicht besaßen. Es wurde von den Arbeitern be hauptet, daß sie über eine festgefügte militärische Organi sation verfügten, daß ihnen alle modernen Kampf- mittel, sogar schwere Geschütze, zur Verfügung zestanden hätten. Alle diese Behauptungen waren un- wahr. Die Arbeiterschaft besaß bei Ausbruch des Kapp- Rutsches überhaupt keine Waffen; sie eignete sich zur Abwehr des reaktionären Anschlages lediglich die v e r- st eckt gehaltenen Waffen der Einwohner- wehr an, erbeutete im siegreichen Kampfe gegen die mon archistischcn Rebellen noch weitere Waffen und erzielte damit schließlich die Erfolge, die den militaristischen Kreisen Teutschlands heute noch so wehe tun, daß sie mt Lügen und Verleumdungen ihre Niederlage zu bemänteln suchen und darüber hinaus die Notwendigkeit einer starken Wehrmacht fordern. Die Regierung ist diesen Einflüsterungen der reaktiv nären Militärs unterlegen. Sie verbreitet in ihrer Note sogar das Märchen von Feldbefestigungen, die nur in der Phantasie militärischer Münchihausen existieren. Und mehr noch: sie will für den Kampf gegen den„inneren Feind" sogar Fliegerformationen verwenden, deren Aufgabe sie in der Note wie folgt umschreibt: 1. Aufrechterhaltung der Beriindungen und Beförderung von Nachrichten und Personen bei Störung oder Ausfall der ge- wöhnlichen Verkehrsmittel(Bahn, Fernsprecher, Telegraph). 2. Aufklärung, Beruhigung, Warnung der Bevölkerung durch Flugblätterabwurf. 3. Erkundung und Ueberwachung staatsfeindlicher Maß- nahmen und eigener Truppenbewegungen, Eingreifen in den Straßenkampf. Nach diesen Auslassungen scheint für die Negierung der Bürgerkrieg der gegebene Zustand zu sein. Es muß aber zur Steuer der Wahrheit daran festgehalten werden, daß die revolutionäre Arbeiterschaft ihren Kamps zur Erringung des Sozialismus bisher nur mit geistigen Waffen geführt hat, und daß sie ihn auch weiterhin so führen wird. Nur in der Abwehr reaktionärer Anschläge hat sie bei den letzten Kämpfen vereinzelt zu den Waffen gegriffen. Daraus läßt sich aber keineswegs die Notwen- digkeit einer dauernd auf 200 000 Mann verstärkten Reichs- wehr ableiten. Im Gegenteil, die Reichswehr wird in dieser Stärke zu einem st ä n d i g e n G e f a h r p u n k t für die Republik, der deutsche Militarismus bleibt am Leben, er wird sich selbst die Möglichkeit zu einer Betüti- gung nach innen und nach außen hin verschaffen, der fried- lichen Entwicklung wird er durch gewaltsame Eingriffe den Weg versperren und so dauernd zum Bremsklotz der Ge- schichte werden. Daß die Regierung mit ihrer Forderung nach einer verstärkten Wehrmacht gerade in dem Augenblick kommt, wo die Wehrmacht bereit war, die Republik zu zerschlagen und ein monarchisti'ches Gewaltregiment auszurichten, beweist, daß die Regierung sich nach wie vor in der völligen Gefolgschaft der Generalität befindet. Nur Revanche- Politiker brauchen eine starke Reichswehr. Die LdcherterklaLe allen...... lue von einem neuen j Kriege nichts wissen will, erhebt die einmütige Forderung auf Abschaffung der Wehrmacht. Wir brauchen ledig. �licheine zuverlässige Ordnungspolizei. Die � Reichswehr ist ein Instrument der monarchistischen Gegen- revolution. Sie darf also nicht verstärkt werden, sondern ihre r e st l o s e Beseitigung ist erforderlich. Frankreichs Haltung noch unklar. San Rem», 22. April.(Havas.) Die deutsche Note, welche die Forderung von einer Armee von zweihnnderttausend Mann stellt, hat in Ironfercnzkreisen leb- haften Eindruck hervorgerufen. ES scheint, das? ste ohne licberraschung und sogar mit gewissem Wohlwollen auf italienischer und englischer Seite aufgenommen wurde. Auf französischer Seite behält man sich die Bildung einer Meinung vor bis zur Prüfung dieser Frage durch die Konferenz. ES ist möglich, daß die bolschewistische Gefahr eine Vermehrung des deutschen Heeres erheischt. Nach dem militaristischen Staats st reich Kapps kann Frankreich gegen eine Verstärkung der deutschen Armee Beden k.en hegen. Wenn der Bolschewismus zu fürchten ist, so ist es der Militarismus nicht weniger. Wenn der Friedensvertrag die von Deutschland gewünschte Abänderung erfährt, scheint es gerechtfertigt zu sein, daß Frankreich genügende Garantien er- hält gegenüber jedem Versuch einer militaristischen Revanche. England für die verstärkte Wehrmacht? H. N. Paris, 23. April. Der„Matin" meldet a>!s San Remo: Die Antwort auf die deutsche Note wird am Sonnabend geprüft werden unter Mit- arbeit der belgischen Minister und in Anwesenheit des amerikani- schen Botschafters in Rom. Lloyd George erklärte einem amerikanischen Journalisten, daß er woihl von Deutschland die Ausführung des Vertrages verlangen wolle, daß aber seiner Mei- nung nach Deutschland den Vertrag nicht verletzt oder gar dösen Willen bei der Durchfülhruiog seiner Verpflichtungen gezeigt habe. Er halte die Bitte der deutschen Regierung, eine Armee von 200 000 Mann beibehalten zu dürfen, für berechtigt. In dieser Form argumentierte Lloyd George die Anttvvvt, die er Dentschland und auch Frankreich aus seine Bitte, auf die strikt« Durchführung des Vertrages zu bestehen, erteilen wird. Unter diesen Umständen zwingt Lloyd George Frank reich, allein vorzugehen. Diesen Umstand findet der „Matin" noch viel bedauerlicher, als wenn Lloyd George und Ritti sich geweigert hätten, die von Frankreich gewünschte Not« zu unterzeichnen. Ein belgischer Delegierter bei der Konferenz erklärte einem Mitarbeiter des„Petit Journal" gegenüber, die Nolle Belgiens sei, Frankreich und England zu versöhnen, Die Konferevz In San Rs.nv. Noch keine Vereinbarung über die zukünftige Haltung. Rotterdam, 23. April. Times meldet aus San Remo, daß eine Verein. b a r u ng zwischen den Vertretern Frankreichs, Englands und Italiens über die Haltung gegenüber den deutschen Verstößen gegen den Friedensvertrag nicht zustande gekommen sei. In Frankreich glaube man, daß Lloyd Georges Pläne für einen wirtschaftlichen Druck völlig unzureichend sind. Westminster Gazette schreibt: Wir würden dem französischen Volke keinen Dienst erweisen, wenn wir es in der Ueberzeugung bestärktem das englische Volk stehe unbedingt hinter Millerand und Foch. Die Engländer und Italiener glauben, daß bei rer Anwendung des Vertrages der gesunde Verstand zur Geltung kommen muß. Im Grund« wollen wir dasselbe wie das französische Volk: die Entwaffnung Deutschlands in solchem Maße, daß es keine Bedrohung für seine Nachbarn bildet, die Bezahlung einer ansehnlichen Summe und erträgliche Beziehungen mit Deutschland, damit wir alle in Frieden ohne übergroße Lasten leben können. Westminster Ga- zette kann nicht annehmen, daß über ein so einfaches Programm eine Einigung nicht erreichbar sein sollte. Keine Einladung an Deutschland. T. U. Berliu, 23. April. Wie die„Telegraphen-Union meldet, liegt an zuständiger Stelle noch keine offizielle Einladung für eine Beteiligung Deutschlands an der Konserenz in San Remo vor. Es ist auch kaum anzunehmen, daß der Reichskanzler noch zu den Verhandlungen hinzugezogen wird� da!pe Konferenz morgen hrnits Kr Kade erreicht«. Die Vreuhische versaffung. Von Walter Stoecker. Kühl bis ans Herz hinan stand das deutsche revokukla- näre Proletariat den Beratungen der Natlionalversamm- lung in Weimar über die Reichsverfassung gegenüber- Ganz Deutschland zitterte und bebte in jenen Monaten vor den großen Massenaktionen der Arbeiter, die sich um ihr Hanptkampfziel, den Sozialismus, betrogen sahen. Damals schon lebte in den Massen der Glaube an eine baldige Wen- dung der Dinge. Durch die konterrevolutionäre Haltung der Rechtssozialisten bis zum 13. März haben sich die Macht- un! Kraftverhältnisse zwischen Bürge vtnm und Proletariat ver« schoben. Die in Weimar beschlossene Verfassung ist, mögen wir darüber denken,'wie wir wollen, mögen wir sie noch so sehr zum Teufel wünschen, der Boden, auf dem wir uns bewegen müssen. Der zur Binsenweisheit gewordene Satz Ferdinand Lassalles, daß Verfassungsfmgen Machrfragen seien, ist der Arbeiterklasse Deutschlands seit dem 3. No- vem'ber zur Genüge eingehämmert worden; sind doch die papiernen Paragraphen der Weimarer Verfassung nur stilistische Fornieln für die Tatsache, daß die kapitalistische Bourgeoisie Mit Hilfe der ScheinsoziaMsten die Oberhand über das revolutionäre Proletariat gewonnen hat. In wenigen Tagen beginnt in der Preußischen Lan- desversammlrmg der Kampf um die preußische Verfassung. Ein äußeres Zeichen für die veränderten Machtverhältnisse: Die Rcichsderfassimg braute Won aus Angst vor dem revo- lntionäien Proletariat im Sommer vorigen Jahres im stillen Weimar, fern von dem Zentrum der deutschen Arbeit. Inzwischen ist die Arbeiterklasse so niedergerungen, daß sich die weitere Schutzgesetzgebung für bas Bürgertum und das Kapital— anders kann man die Betätigung der bürger« lichen Parlamente� bei deren Zusammensetzung nicht bezeichnen— wieder in Berlin vollziehen kann. Der Verfassungsentwurf, den die preußische Regie- rung der Landesversammlung vorgelegt hat, ist ein verschlechterter Abklatsch der Reichsverfassung. Kein Wimdsr, halben doch die Nechtssozialisten seit Monaten hinter den Kulissen mit den bürgerlichen Parteien gekuh- handelt, um sich über einen gemeinsamen Vorschlag zu ver- ständigen. Erklärte doch vor einigen Monaten der damalige Ministerpräsident Hirsch in der Landesversammlung, daß die Regierung die Verfassung erst vorlegen werde, wenn sich die Mehrheitsparteien auf eine Fassung geeinigt hätten. Der der Landesversammlung vorliegende Verfassungs- entwurf ist noch von den inzwischen abgehalfterten Hirsch und Heine unterzeichnet worden. Die neue preußische Re- zierung Braun— Severing, die sich zunächst den Anschein gab, energisch gegen die Reaktion vorzugehen, scheint wirklich den unglaublichen Verfassungsentwurf Heines vertreten zu wob len. Sehen wir uns dieses Produkt etwas näher an. Das natürliche Ergebnis der Kompromisselei mik der kapitalistischen Demokratie und dem reaktionäven Jen- trum ist ein« immer weitere Durchlöcherung der sogenann- ten Demokratie. Während die Reichs Verfassung die politische Macht durch die Volksabstimmung, das sogenannte Volks- begehren und den Volksentscheid, neben dem Parlament auch in die Hau de des Volkes legte, ist von irgend- welchen Volksabstimmungen in dem preußischen Verfassungsentwurf über- Haupt keine Rede mehr. Der ganze Entwurf kann seine preußische Herkunst nicht verbergen. Während die (allerdings sämtlich noch im vergangenen Jahre beschlösse- neu) Verfassungen Badens, Bayerns, Württembergs, Hesiens das Recht auf Volksabstimmung aufgenommen haben,— auch die jetzt zur Beratung stehenden Bremer und Sächsischen Verfassungsentwürfe sehen dieses Recht vor—, scheinen die jetzigen preußischen Machthaber in die Fußtapfen der alten Obrigkeitsregierung zu treten, die be- kanntlich von dem Untertanenverstand wicht viel wissen wollten. Giite Verschlechterung des Wahlrechts.bedeutet auch die Bestimmung, daß wählbar nur 20jährige Männer und Frauen sind. Zur Nationalversanv�lung waren bekanntlich bereits alle 20jährigen nicht nur wahlberechtigt, sondern auch wählbar. Wie der Reichstag, soll auch der Landtag auf 4 Jahne konserviert werden. Nur alle 4 Jahre soll das preußische Volk in der Lage sein, seinen politischen Willensausdruck kundzugeben. Während die obengenannten süddeutschen Verfassungen sämtlich die Wahl des Ministeriums durch den Landtag vorsehen und von einem besonderen Landespräsidenten abgesehen haben, kann man sich in Preußen scheinbar immer noch nicht von dem Gedanken einer persönlichon Spitze trennen, und legt daher das Ernennungsrecht des Ministeriums in die Hände des Präsidenten des. Landtages, dem mam, eine£fet ifonMe Würbe berleW, snbem man ihn rnrt den Defngnissen eines Staa-tsnuinisters bstrcnit. .Die tvaurrglste Lsüstumg ber reckMoziaüistifch-�bürgerlichen Nsgiernnlg ob er ist i>ie Schachfuna einer e r st e n K a m m e r, der man den Rainen„Kinanzrat" gsgeben hat. Dieses son- devbare twiku-m— eine sr-Wiche A-nserstohnng des ehe- mailigen Herrenhanses—, d>iese GpMgeÄnrt lder rechts- soFiajlWschchüvgerlichen Ehe, soA entscheidende Rechte in der Finanzpolitik Prerchens lbökonrmen. Da nun nber nnhezu alle politi'sche Fragen auch sinanFpoliti'che Bedeutung haben, dürste � dieser„Seirat", dessen Mitglieder über 65 Jahre alt sein müssen(!), bald ein sehr heinmondes und reaktionäres Element �darstellen. Zusammengesetzt werden soll dies« erste Kammer aus von den preuhschen Provingiall- Verwaltungen zu bestimmenden Mitgliedern des Reichsrates (atso eine völlig nn demokratische Ernennung), dem Präsi- donten�!der Db erve rmalt ungAlamme r, dem Präsidenten der Preußischen Staatslban?, dem Präsidenten der Hanptver- wättung der Staatsschulden, dem Präsidenten der Zentral- yenvssenschaftskasse nmd ans vom Landtag zu wählenden Mitgliedern. Daß sich die Rechtssozialtisten zu dieser schnöden Verletzung des Grundsatzes des Einkammersystems hergegeben haben, ist nach ihrer bisherigen Haltung nicht weiter verwnndcrlich. Man braucht nur daran zu erinnern, daß in Preußen Leute wie Hirsch, Heine, Südekum und Haenisch anderthalb Jahre lang ».sozialistische" Politik machten und jetzt Braun und Seve- ring kaum andere Wege einschlagen»Verden. Im übrigen ist es auch wieder eine echt preußische Leistung, haben sich doch die süddeutschen Verfassungen Badens, Bayerns, Württembergs und Hessens ganz unzweideutig auf den Boden des Einkammersystems gestellt. Dabei erfährt man ttns der bürgerlichen Presse, daß sich Demokraten und Zentrum mit diesem„Finauzrat" nach nicht zufrieden geben wollen, sondern daß sie eine aiusgesProchene erste Koimimcr mit viel Weitergehenben Rechtis n wünschen. Und bei der Rückgratlpsvgkeil unserer Scheinsozialisten ist ohne weiteres »nzimcfhmen, daß sie noch weitere Verschlechterungen schlucken Werden. Der Vorschlag dieses„Finanzrats" läßt ferner darauf schließen, baß die preußische Regierung auch bei der bevor- stehenden Beratung der Gemeinde-, Kreis- und Provinzial- verwaltring sich für das Zweikammersystem entscheiden wird und damit selbst die einfachsten Regeln der io- genannten formalen Demokratie mit Füßen tritt. Fehlen doch bezeichnenderweise in dem Verfassungsentwurf völlig irgendwelche Bestimmungen über die Verfassungen der Selbstverwaltungskörperschaften. Die preußische Bureau- kratie kann triumphieren. Ueberflllisig. zu sagen, daß von Sozialisierungsbestrebungen in dem EnNvnrf keine Rede ist. Unserer preußischen Landtagsfraktivn steht ein« harte Arbeit bevor. Der die bürgerliche und die kapitalistische Ge- sellschaft stützenden Scheindemokratie wird sie die Gedanken der proletarischen Revolution, im Geiste von Karl Marx die Ideen der prolietori scheu Diktatur, entgegenstellen. Bei dieser Gelegenheit wird sie erneut mit aller Schärfe gegen jeden, auch den preußischen Pvrtiknlarismus, vorgehen und für ein« einheitliche deutsche s o z i a l i st i s ch e Republik eintreten. Leider spukt ja der Föderalismus imnier noch in Dentschlaind Harum, obwohl man annehmen dürste, daß die Entwicklung und die Ereignisse der lebten ffahre nmhgerade allen die Erkenntnis gebracht haben dürfte, daß nur ein einheitliches, großes Wirtschafts- und verwaltringsgebiet alle die Aufgaben lö'en kann, die uns bevorstehen. Im übrigen wirb nnfene Fraktion daran erinnern müssen, daß alle Verfassungen vergänglich sind. Das Proletariat wird sich, wenn seine Stunde gekommen ist, seine Verfassung selbst geben. SMelmSrche». Die„Devtsche Tageszeitung" auf dem Lugenpfade. Nachdem wir vor«inigen Tagen in da« Getriebe des weit- herzweigten militärischen Spitzelwesens, genannt»Nachrichten- dienst", ein wenig hereingeleuchtet, wird die»Deutsche Tagr«. geiwng" nicht milde, über das»System Cohn" zu fabeln, da« den Militarismus nur deshalb bekämpf«, um Deutschland völlig in die Hand zu bekommen. Di« zahlreichen dunklen Existenzen, die in den militärischen SpitzÄburrauS angestellt find, fürchten anscheinend ihre fette Pfründe zu verlleren. Sie suchen deshalb ihre Unentbehrlich keit nachzuweisen, indem fi« neue Schauer- miärchen fabrizieren und die Oeffentlichkeit mit Mschewistisch-kom. tnunistifchen.Verschwörungen" graulich zu machen suchen. In ihrer gestrigen Morgenausgabe widmet die»D. T." über «ine Seit« den Phantasten dieser Spitzelkreaturen. D«S langen und breiten wird Wey die Tätigkeit de» russischen Eowietdele- gierten Kopp und einer Reihe früherer Angeste llten des russischen KriegsgefangenenbureauS berichtet, ohne daß dabei mehr heraus» kommt al» ein« zusammenhanglose Aneinanderreihung von Notizen eine» halben Dutzend» unfähiger Achtgroschenjungen. Obne eine Spur von Veweksen wird dann weiter von inti» men Beziehungen zwischen Kopp und der»Berlin«» Kampforga- nisation der K. P. D." gefaselt, die angeblich darauf hinauslausen, die bestehende Regirrung mit Waffengewalt zu stürzen. Al» Förderer diese» Unternehmen» wird— der Pressechef der Reichs- kanzlei Herr Breuer denunziert, und zwar deshalb weil er dem Herausgeber feiner politifecheoirtschaftlichen Korrespondenz, die die Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Rußland an- strelbt, eine Empfehluag für fein« Rundschreiben mit auf den Weg gegeben hat. Der Spitzel der»D. T." läßt am Schluß seiner Ausführungen deutlich durchblicken, daß Herr Breuer dieS getan«hat, weil er, wie andere Mitglieder und Organe der Regierung nicht die Ab- ficht habe, gegen die kommend« Rätediktatur an- zu kämpfen. Diese lustige Anschuldigung ist wobl ein ge- nügenb-r Beweis dafür, daß der Gewährsmann der»D. T." reif für Dalldorf ist. » Wolffs Bureau melbetl Die»Deutsche TageSzei. t u n g" behauptet von einem umfangreichen baKchewiiftnck>en Propagandaapparat Kenntnis zu haben. Der Staatskommissar für die Aufrechterhaltung der Ordnung.st unverzüglich angewiesen worden, die Angabe der»Deutschen Tageszeitung" nachzuprüfen. Die»Deutsche Tageszeitung" wird gut tun, auch ihr weitere» Matertal so schnell wie möglich dem Staatskommissar zuzuleiten. Einigermaßen unerfindlich ist es, wie d-e„Deutsche Tageszeitung" in diesem Zusammenhang auf ein Empfehlungsschreiben hinweisen kann, das dem Herausgeber der Korrespondenz Berlin Expreß von der Presseabteilung der Reichsregierung erteilt worden ist. Die Umfrage der genannten Korrespondenz, die die»Deutsche Tageszeitung" gleichfalls veröffentlicht und die in durchaus loha- «fe Meoe flü zahireiche fesüma, fct£»n& Stilb«un SSeistM an den Grafen Redenklow verschickt worden sein soll, gibt in keiner Weise Veranlassung diese Korrespondenz bolschewistischer Tätig- keit zu vexdächtigen. Wie weit ihr Herausgeber etwa außerhalb seiner Korrespondenztätigkeit im Sinne der»Deutschen Tages- zeitung" belastet sein sollte, wird die Untersuchung des StaaiS- kommissariats ergeben. Was das Empfehlungsschreiben der Presseabteilung betrifft, so ist festzustellen, daß es sich bei dessen Ausfertigung um eine durchaus alltägliche Uebung handelst wo- nach einwandfreien Angehörigen der Presse die für die Ausübung ihres Berufes dienlichen Erleichterungen zuteil werden. Be- merkenswert ist der Umstand, daß in der Wiedergab« des Empfeh- lungsschrerbens die„Deutsche Tageszeitung"� zwar genau die Journalnnmmer, äber nicht das Datum mitteilt. DaS Empfeh- lungsfchreiben datiert vom 26. November vorige« Jahres. ssei» lkinlrill der A. S. p. tu die sächsische Recieruag. Eigene Drahtmeldung der.Freiheit". Leipzig, 23. April. Die außerordentliche Landesversammlung der U. S. P. Sachsens hat mit 56 gegen 3 Stimmen folgenden Antrag des Landesvorstandes angenommen: Die U. S. P. lehnt rS ab, vor Abschluß der Reich». tagS wählen uiu> der gleichzeitig vorzunehmenden Wahlen zur sächsischen Volkskammer sich in Sachsen a n der Bildung der Reglern n« zu beteiligen. Weiter wurde eine Resolution des Landes- Vorstandes angenommen, in der es heißt: Die N. S. P. ist unter Aufrechterhaltung ihrer grundsätzlichen Forderungen bereit, die Einhcittfront de» Proletariat» gegen die Reaktion mit den sozialistischen Parteien zu wahren, die die Mindcstfordcrungen der Zcntralleitnng der U. S. P. D. anerken- ncn und für ihre Durchführnng eintreten. Diese Fordcrnngen können aber nur von ewer s« z i a l i st i- scheu Regierung durchgeführt werden. Deshalb kann die U. S. P. sich in Lachsen an keiner Siegier«ng beteiligen, in der Vertreter bürgerlicher Parteien sitzen. Der Waülkampf ist grundsätzlich und sachlich zu führen, persönliche Angriffe sind auszuschalten. Gegnerische Versamm. lungcn sind in der Regel nicht mit Rednern der U. S. P.«u beschicken. Zu den gegnerischen Versammlungen rechnen auch dir Versammlungen der RrchtSsozivlistrn und Kemmunistr«. Doppel Mandate für Reich«, und StantSparlamenr find unzulässig. Mitglieder der Volkskammer haben ihr Mandat für diese, wenn sie zum Reichstag gewählt werden, niederzulegen. Inhaber von Gemcindemandaten klönnea all Kandidaten zu gesetzgebenden Körperschaften nominiert werde«. Ein amerikWischer tehensm'llelkredik. Sofortiger Beginn der Liefernngea. Berlin, LZ. April. W. X. B. teilt mit: Räch längeren Be.-Handlunge'». die in. folge der innerpolitifchcn Vo-gäitge tu drr zweite* Märzbälfte eine unerwünschte Unterbrechung erfahren hatten, ist zwischen den Reichs-Einfuhr stellen und de» amerikanischen Packerfirmen ei« zweite» Abkomme» über Liefernng von Fleisch, S» e ck, Schmalz, Milch«» d andere» Fette« in einer Gesamt- höhe von 4.Z MiNi-nr» Dollar«leich Milliarden Mar» auf Kreditlasis zuftanbrgekommen. Tie Rückzahlung drr 45 Ril. lionen Dollar wird nach rÄiew besonderen TilgungSplan, beginnend Anfang IltLt biß Mitte 1922 durch die Drvisenbeschaf- fungSstelle erfvigen. Die Liefeeung der Ware* beginnt sofort. N. a werden sämtliche in Hamburg, Liotterdam, Antwerpen und in Skandinavie« lagernde» Bestände der Packersirme» sofort über. geben. Geliefert werde» 250 Millionen Kg. Brotgetreide, für weiter« 150 Million«« Kg. Brotgetreide schweben dir Kaust»«. Handlungen; die Finanzierung ist sichergestellt. Außerdem wer- de« geliefert 45 Millionen lkg. ausländische, Fieilch, 50 000 le. »ende Schweine, 20 000 lebende Rinder, 25 Millionen Kg. Speck, 25 Millionen Kg. Schmalz, Z Millionen Kr Käse, 400 000 Kisten Milch zu je 48 Dosen, verschiedene Oelj'rüchte zur Herstellung von »ngcsähr 50 Millionen Kg. Margarine, 10 Millionen Kg. Rei», 1,2 Millionen Zentner Kartoffeln. Ferner ist die Einfuhr von größere» Mengen Heringen au» England«nd den skandinavischen Ländern sefichert. Das KredttcMonnnen mit Holland. Berlin, 25.«pell(W T».) Da» bereit» bekcmntpepcchen« Kreditabkamm«* mit Holland über 25 Mifjioneu Gulden für LebenSmittek ist nunmehr rakifigiert worden. Auch find inzwischen die de- treffenden LieftrungSverträg« zwischen den zuständigen Reichs- einfuhrstellen und de* holländischen Lieferanten abgeschlossen worden. ArbeilenSke ln Zlalleu. «»«. Lt.«prll kW. T.«.) Die sozialistisch« LandeSversammlung i« Mailand hat mit über»4 000 gegen 21000 Stimme« beschlossen, daß Sowjet» »ers«ch«wetse i»«Ur» Srvßstädto« errichtet werden sollt», w, da» Proletariat gut organisiert ist. Der vor- schlag, im ganze» Land, svlch« zu«richten, wurd« mit 80 000 gegen 5000 Stimme« abgelehnt. Das llrleil gegen Calllaux. Purist 28. April(W. T. B.) Der Oberste Gerichtshof hat gestern abend im Prozeß«mllaux mit 150 gegen 01 Stimnien den Artikel 78 alg anwendbar erklärt, in dem es sich»m«in« Verbindung mit An» gehörigen einer feindlichen Macht ohne Absicht de» verrat« oder de» Einverständnisse» mit dem Feinde handelt, um ein« Verbindung, durch die die militärische oder die politisch« Lage Fvankreichs oder seiner Alliierten geschädigt werden kann. Als Strafe ist Festung»haft vorgesehen. Auf Grund von Artikel 468 hat der Oberste Gerichtshof mit 1L8 gegen llO Stimmen bei S Stimmenthaltungen Taillaux mildernde Umstände zuerkannt. Man erwartet« ei« Urteil zwischen einem Jahr und fünf Jahren Gefängnis, jedoch können ihm weder die politischen noch die bürgerlichen Rechte abgesprochen werden. Allgemein wird angenommen, daß die Strafe al» durch die 23 Monate Untersuchungshaft ver» büßt erklärt werden wird. Die Kosten werden sich nach Blätterstimmen auf etwa 800 000 Francs belaufen. Um 7 Nhr abend» war nach einer HavaSmrldung die geheime Sitzung des Obersten Gerichtshöfe» brendet. Mit einer Stimme Mehrheit ist die Höchststrafe. Cftitoui miitkti wube»«-.y nämlich 5 Jahre Hast, abgelehnt worden. T» wurve awoann, ww bereits gemeldet, auf Z Jahre Gefängnis erkannt, unter Anrechnung eines Teiles der UnterfuchungShast, sowie serner ans 5 Jahre Aufrnthaltßverbot und auf den Verlust der politischen Rechte auf die Dauer wn 10 Jahren. Z>er Skandal der preßknebelang. Königsberg i. Pr., 23. April. Der Vorstand deS Verbandes der Ostpreußischen Presse hat dem Reichspräsrdonten, dem ReichSmimisterüun und dem Reichskommissar Borowski in Königsberg folgend« Entschließung über- miltelt: Der verband der Ostpreutzischen Presse, die Berufs- organifation der Schriftleiter Ostpreutzischer Zeitungen aller Par» teirichtungen, legt Verwahrung ein gegen die llnterbinidumg der Verfassung? gemäßig verbürgten Pressefreiheit, die bei dem neuer- lichcn Verbot der»Ost preußischen Zeitung" in Erscbei- nuing getreten ist. Er versteht daS Verbot um so weniger, als der beanstandete Ardickel eimer Berliner Zeitschroft entnommen wurde, die nicht verboten ist und gegen die von dem kritiisierten Reichs- kanzler offenbar überhaupt nicht vorgegangen ist. Er bei» ucn, daß durch diese Maßnahme de» Re'chskomissars, die ihren Zweck nicht erreichen kann, nur die politischen Gegensätze in Otstiprcußcat weiter verschärft werden, und fordert darum s ch l e u n g st e Aufhebung des von dem Reichstemnissar verfügten Biet« zehntägig«« ZeituugSverbotes. Trotzdem die bürgerlichen Preßorgawrsationen du zahllosen Verbote der unabhängigen Zeitungen nicht mit der gleichen Energie bekämpft haben, mit der sie sich jetzt gegen daS Verbot eines bürgerlichen Blattes wenden, müssen wir doch das Verlangen unterstützen, daß dieses Vor- bot aufgehoben und daß überlmupt mit den Preßverboten ein Ende gemacht wird. Inzwischen ist auch unser Parteiblatt in Essen- Ruhr, das„R u h r- E ch o", auf die Dauer von einer Woche verboten worden. Angeblich, weil es zur Nicht- befolgung der Verordnungen des Reichspräsidenten, ins- besondere über die Waifenabgabe, aufgefordert hätte. Das ist natürlich in keiner Weise geschehen. Das„Ruhr-Echo" hat man im Einverständnis mit Herrn Severirg dem neuen preußischen Minister des Innern, wahrscheinlich des- halb auf Trängen der Militärs unschädlich gemacht, weil es die Schandwirtschaft der Reichswehr im Ruhrgebiet an der Hand erschütternder Dokumente und Protokolle über zahllose Einzelfälle öffentlich brandmarkte, und weil es den bürgerlichen Hetzme'dungen auS der Lügenfabrik des Herrn Watter über die Bildung einer neuen„Roten Armee' entschieden entgegentrat. Deshalb wurde es den Militaristen unangenehm. Wir müssen verlangen, daß der Skandal der Presseunterdrückung Meunigst aufhört. An der richttM Stelle gelavdek. Sturmszenen in der Versammlung der Zt. P.D. Di« Zentrale der kommunistischen Partei hiett am DonmrS- log abend im Lehrer-VereinShau» eine öffentliche Versammlung ab, zu der auch die Anhänger der K.«. P. D. zohtrrich er» schienen waren, vor, während und nach dem Referrtt von Dr. Ernst M e h e r über das Thema:„Unsere Slellnngnahm« zum Nationalliolfchemivmus' gab e» so stürmische Szenen, daß eiu großer Teil der Versammelten au» Abscheu vor diesem Tu- mult die Versammlung verließ. Nach dem Bericht einer Lokal korrespondcnz zeigte sich in der Diskussion Justizrat Dr. B roh. Charlollenhurg erHehl ich radikaler als der Referent. E r st e I l t« sich auf den Boden der K. A. P. D. wud bezeichnete die Reichszentral« des Spartakusbundes als ebenso unbrauch- bar, als die Uarabhängige Parteileitung, gegen die er speziell in der Opposttiou stehe." Zvnige Seelevgemelnschask. Die bürgerlich« Presse bringt In den letzten Tagen nettt Schwindelnachrichten über eine bevorstehende kommuntstischx Er- Hebung im Ruhrg.'biet. Die Meldungen gehen von milüärische, Seite aus und verfolgen den Zweck, die Oeffentlichkeit von den Plänen der militärischen Putschisten abzulenken, an deren Durch- führung mit Fieb»reifer gearbeitet wird. ES ist interessant, daß die letzte Lügenmeldung auS Essen völlig gleichlautend im.Berliner Tageblatt" und im.Lokalanzeiger" erschien, und Mar als angebliche P r iv a t m e I d u n g ihre».Sonder- berichterstatters". Da nicht anzunehmen ist, daß das .Berliner Tageblatt" und der„Lokalanzeiger" in Essen einen gemeinsamen Sonderberichterstatter haben, so ergibt sich daran» der Schluß, daß die Meldung von einer militärischen Lügenzentrale geliefert worden ist und daß die Blättex, um die dunkle Herkunft der Nachricht zu ver. schleiern, beauftragt wurden, sie als Sondertelegramm wiedev, zugeben. Der gleich« Schwindel wurde schon einmal im vorigen Herbst von uns festgestellt. E« ist jedenfalls höchst bemcrkenS. wert, daß auch da».Tageblatt' sich zu einer derartigen unlaute« ven Stimmungsmache h-rgibt. Obwohl e« sonst für die Beseiti- gung de» politische» sska ch r i ch t« n w eis« n» der Reichswehr eintritt, scheint doch ein« recht Innige Seelen- gemeinschaft mit ihm zu bestehen, und diese tritt um so schärftr in den Vordergrund, wenn«» gilt, dem Bürgertum mit dem Gespenst de» Bolschewismus eine heillos« Angst«inZujagen, da» mit e» einen verschärften Kampf gegen di« Arbeiterklasse führ«. Die Trhöhung der Postgebühren. Im HouShaliSauSfchuß der Nabionalverfammiuing w"ich« heule der Gesetzentwurf über Erhöhung der Post, k*6« i-*n U,l1CT �khnung von Anträgen auf Ermäßigung der Gebuhren noch drr Regierungsvorlage angenommen und nur di« ZuftellungSgebühr für eine Zeitungsnummer im Durich schnittSgewicht bis 20 Gramm mit Zustimmung des Minister» auf 2 Pfennig snach dem Entwurf 3 Pf.) und über 20 bi» 50 Gramm auf g Pfennig anstatt 4 Pfennig evmäßigt. Eine Lügenmeldung. Das„8 Uhr-iAbendblatt" teilt mit, daß am Donnerstag in der Reichskanzlei ein Telegramm de» Ob er Präsidenten von Düsseldorf«ingegangsn fei, betrefrend einen von linkSradikalcr Seite bevorstehenden Nmstur, im Gebiet südlich der Ruhr. Demgegenüber ist festzustellen, daß in der Reichskanzlei ein solches Telegramm dcs Obe< Präsidenten von Dusseldorf nicht eingegangen ist. Belagerungszustand im belgifch-besetzten lsiebiet. Der belgh sch« Oberkommandant verhängte den Belagerungszustand inner« halb- der gesamten von Belgien besetzten Zone. Dies« Maß. nähme, die auf die Proteste der deutschen Bevölkerung geacn belgische llebergriff« erfolgt, ist von demselben üblen wilitaristi» scheu Geist durchdrungen, der im ganzen früheren veOalteu Hz» Jnfe&fe* Stlakuifl&efiääeii«ikai Mteka i&- öeramng Ses GesetzeulWurfs Grotz-Zerlin. Vreiißlsche eandesversiimmlunz. Nach monatelangen Ausschußberatungen ist nun endlich die Beratung der Vorlage über den Gesetzentwurs zur Bil- düng einer Einheitsgemeinde Groß-Berlin in sein letztes Stadium getreten. In der gestrigen Sitzung ist der Vcr- such der Anhänger der..Gesamtgemeinde" gescheitert, diese an die Stelle der Einheitsgemeinde zu setzen. Der ent- sprechende Zentrumsantrag wurde mit der geringen Mehr» heit von 13 Stimmen abgelehnt. Der Standpunkt der Unabhängigen Sozialdemokratie zu der Vorlage, wie sie aus dem Ausschuß hervorgegangen ist, wurde von dem Ge- nossen Leid dargelegt. Er bekämpfte nachdrücklichst die vielen Verschlechterungen, die der Entwurf der Regierung in den Kommissionsberatungen erfahren habe und warnte eindringlich vor weiteren, da durch sie die Unabhängige So» zialdemokratie das Interesse an der Vorlag� verlieren würde. Es wiftde aber auch damit der BeJveis geliefert werden, daß die preußische Landesversammlung zu jeder Positiven Arbeit unfähig sei. In der gestrigen Sitzung wurde in zwener Lesung beraten ter Gesetzentwurf über die Bildung einer Stadt Groß-Berlin. Wuhkh(Soj.): Die Zustände waren derart unhaltbar ge» «orden, dag unbedingt ein ÄuSweg gefunden werden muht«. Der Gang der Entwicklung erforderte insbesondere einen Lasten» auSgleich. Nur dem Wege über ein« Vermehrung der Rechte de? ZwcckserbandeS ist keine befriedigende Lösung der Probleme möglich. Abg. Gottwald-Berlin HZtr.): Eine gesunde Grundlage könnte doch nur geschaffen werden, wenn die einzelnen Ge- meinden mit der Neuregelung volllommen einverstanden waren. Das trifft aber nicht zu. Wir verlangen eine Gesam- gemeinde, die ihren einz«ln-.n Gliedern mehr Selbständigkeit läßt. Lüdick» fDtn.ft Dai Gesetz hat eine große politisch« Be- deutung. EZ enthält den Keim zu einem Freistaat Berlin. Ob- gleich der Entwurf im Auischutz eine Reihe Verbesserungen er- fahren hat, lehnen wir ihn ad Dvmlaiku»(Sfcrn.): Ich habe den Gedanken der Gesamt- g-meinde vertreten. ES handelt sich dabei um die Frage: Zrn- tralisation oder Dezentralisation. Nachdem im Ausschuß eine glückliche Verbindung dieser beiden Formen zustandegekommen ist, find meine Freu, che für den vorliegenden Entwurf. Leidig(D. Vp): Wir sind gern bereit, an einem LaKmauS- gleich mitzuwirken. Wir können ganz ruhig zunächst die Gesamt- gemeinde schaffen. Die Möglichkeit, soll? es erforderlich rrschcknt, zur EinheitSgemeind« fortzuschreiten, bleibt an» immer offen. ES kann un, nicht zugemutet werden, daß wir durch Schaffun,»er EinheitSgemcinde der Partei, der wir politisch sehr fern stehen, den Unabhängigtu, ein» Domäne von so gewaltigem Umfange schaffe». UnterstaatSsekretSr yromd: Zwei Moment« werden gegen den Entwurf in» Feld geführt. Ein politisch«»: die Furcht vor dem Bolschewismus. Furcht ist in der Politik immer«in schlechter Berater(rwsen. Es w-ird ferne? ewgewendet, die Selbstverwaltung rwrdf c öVt In der Tat Verden aber nur die lokalen DvnÄetinte reffen zu» aunsten ema seutralcn Organ» sation zurückgedrängt. Daneben- her geht eine sehr weile Dezentoatisation, die c>» gestattet, die Eigenheiten bor verschiedenem Gebiete zu berücksich.ligen. Abg. Leid(U. Soz.): Wir waren von Anfang an Anhänaer der T'nffeitSgemeinbe, koeit wir deren Nolwendiglleil anS prakÄscher Erfahrung erkannt hatten. Wir wollen aber eine wirklich« Einkeit�eme.nde. Dieser Gedanke ist in der Kommisston arg durch? ivtert worden. Im Grunde haben die«nhäwger der Gesamt gemeinde wi-u.g Urs«, che, sich zu beNagen, denn ihnen sind die weitgehendsten Konzessionen gemacht worden. Wir haben darum die schwersten Bedenken gegen die jetzige Fassung, weil wir darin kein« ausreichende Lösung der Probleme erblicken. Wir vermissen in dem Gesetz eine wirkliche Selbstverwaltung. So soll auch in dem neuen Gebiilde die Polizei Sache de» Staads bleiben. Demgegenüber fordern wir mit allem Nachdruck, dah die Polizei kommunalisiert werde. In der Vortage wird auch»och daS Zweikammersystem beibehalten. Und doch wäre hier«ine schöne Gelegenheit gavesen, einen Schritt zum G.nkammersystem voavürtS ju tun. Außerdem bringt der Entwurf eine seh« tros» Arrschlechteru»,«nf dem Gebiete beS Schulwesens. Durch die Zerschlagung der Schulverwattung wird da» Gesetz to sein Gegenteil umgewandelt. Ein weeierer bedenklicher Mangel siegt in der Zersplitterung Berlins ln sechs vermaltungSbezirkr, für die se ein Magistrat und eine Stadtverordnetenversamoitung geschaffen weiden soll. Die Gesamtgemciiib« würde«ine Halbheit sein. Dafür sind wir nicht zu haben. Wenn schon etwa» Neue» geschaffen wird, dann soll»unze Arbeit ,rt«» werde». Trotz aller Mängel Verden wir der Vorlage zustimmen, weil wir der Ueberzeugung sind, daß sich da» Notwendige von silbst durchsetzen wird. Die Gegner itS Entwurf» haben alle» getan, um da» Zustandekommen zu verhindern und hinauszuzögern. Die wirklichen Gründe für den Widerstand hat Herr Leidig angegeben. Man fürchtet, wir könnte« dt« Mehrheit t» de«»eve« BeM» erlange». Ich kann ihnen aber»erraten, daß»n» herzlich wenig daran gelegen ist, in einem Augenblick vollkommenen Bankrotts dies« Erbschaft anzutreten und den Porzellanladen aufzuräumen, den die Politik der Rechtsparteien verwüstet hat. Und wenn in vielen Gemeinden die Finanzkalamität so schlimm ist, dann ist e« darauf zurückzuführen, daß schon seit Jahrzehnten die zahlungsfähigen Leute nach den westlichen Vororten gezogen sind und den östlichen und»Srdlicheu Bororten die Laste» zu tragen Abrrldetzen. Da? Zentrum hat sich gleichfall« gegen die Einheiizgemeinde gewendet, obwohl gerade in Rücksicht auf diese Partei die meisten Konzessionen im Ausschuß gemacht worden sind. Wird die Vor» lag? heut« abgelehnt, dann ist die? ein neuer Beweis dafür, daß diese« Parlament zu positiver Arbeit überhaupt unfähig ist. fLachen im Zentrum und recht»). Sie können nicht bestreiten, daß da», was bisher hier geleistet worden ist, keinen Schuß Pulver wert ist. sLebh. Beikall links.) Die Debatte wird geschlossen. Zu§ 1 lag ein Zentrums- antrag vor, der anstatt einer.Stadtg�meinde" eine.Gesamt- gemeinde' will. In namentlicher Abstimmung wird dieser Antrag mit 134 gegen 121 Stimmen abgelehnt. Z 1 bis h wurden in der Kommissionsfassung angenommen. Bei ß 6 wandte �sich unser Redner, Genosse Richter°Licht«n- berg, gegen die vormarzliche Bildung de» Schiedsgerichts, das die Aufgabe hat. bei der Auseinandersetzung mit den Restkreisen mit» zuwirken. Ein AbändeningSantrag fand nur W*•Sultijiuniyig djr feiden sozialdemokratisches Kartete� Der Z V sieht eine Wahlperiode von vier Jahren für die Stadwerordnete» vor. Genosse Paul Hofsmann forderte demgegenüber ein« hoch- stenS zweijährige Mandatsdauer. E» stimmten nicht einmal die , Rechtssvzialisten dafür! Um den§ 10, der die Zahl der Mitglieder deS Magistrais de- trifft und höchstens 3 0 vorsah, entspann sich ein« längere AuS- sprach«. G.'nosse Wehl begründete unseren Antrag, worin im Hinblick auf de» gewaltigen AufgabenkreiS die Zahl auf 40 not- miert und gleichzeitig gefordert wurde, daß sie sämtlich besoldet sein sollen, damit nicht die Hälfte der Sitze nur begüterten Per- I sonen vorbehalten bleibe. Der Antrag wurde abgelehnt, jedoch � ausdrücklich festgestellt, daß eS den Gemeinden freigestellt bleiben i soll, ob sie überhaupt und in welchem Umfange unbesoldet« Magistratsmilglieder anstellen wollen. j Auch der K 21 rief>nne längere Debatte hervor. Er umschreibt dir Kompetenzen der Bczirksvrrsammlungrn. Di« Gegner der Vorlage benutzten diesen Paragraphen zu einem Borstoß, um doch noch durch eine Hintertür dir Gesamtgemeind« zu erreichen. Diese Absicht mißlang jedoch. Beim ß 3ga und b machte Genosse Leid den Versuch, da» Gesetz, das die Z�rsplttterung des Schulwesens bedingt, zu ver- bessern, indem er die Zentralisation forderte. Aber alle Be- mühungen waren vergeblich. Daraus wurde die Verhandlung auf heute mittag 12 Ahr vertagt. Z>i«!'chz Valwva versamm'ung. 169. Sitzung. Freitag, den LS. April. Auf der Tagesordnung stehen kleine Ansrag.«». AuS dem Ant- Worten der Regiccung«rg.dl sich das Foigrnoe: Die Fonds zur lausende lolderrusiiche Familien- iunterstützungcn an Krieger toitwen sind zum Tri! � ausgebraucht. Da allgemeine Reich-mitsttl nicht für alle Bedürf- . nisse ausreichen, sollen andere Unterslützungdzweige rangezogen ! werden. Die Notrrsevven an Gemüselonseroen werden nichl einseitig an die Konsumgenossenschofteii verteilt.— DaS Reichs- s siedlungSgefetz>oll in den nächjlen Tage» der Rauonal- Versammlung zugehen. Abg. Löfsle r sCaz.) fragt die Reichs re gierung, wa» sie zu tun gedenkt, um die Verschacherung der bedeutenden westfälischen Kohle ngewerkschaft Hermann 1— 3 an eine franz. Firma hinlanzuhalten, ivadurch 87,5 Millionen Quadratmeter Kohlengvoiet« dem deutschen Interesse entzogen wird. Die Regierung erwidert, daß der Wem der Felder zweisel» bist sei. DaS'Kdbtensyndikat wirv kanin die Erlaubnis zu einem VerkaufSreckit der Köhlenförderung geben, solli« die» wieder Er- twmen doch geschehen,|u w.rd der Rr.«.e.»hieiiwmmijtar tzm Aus- fuhr dieser bevorrechteten Kohlenförderung nicht zulassen. Auf Ansrage Hoch sSoz.) über dl« Holzknappheu erw»en die Regierung, dag eine solche allgemein sei. Bau» und Möbelholz ist in genügender Pdengc vorhanden, wird aber von der»erarbeiten- de« Industrie zurückgehaitem. E« folgt vi« Mntte Lesung de» Gesetze, Über dte Brfrtttzun, der Gebäus« der Parlament«. Abg. vredhuf(Dem): Da, Gefetz droht GÄdstrase und Ge- fänqn.s für diejenigen an, die d« Anordnungen de, Präsidenten über das Betveten der Gebäude oder da« vechalien ,n ihnen grundsätzlich verletzen. Wenn m der Begründung festgestellt ist, daß der Präsident von den gegebenen ttkiugmjjen nur gegenüber dem Publikum, nicht aber � gen über den Abg., den Mugltiedcrn der Regierung oder d., Reichsoate» Gebrauch machcn dars, so gi-l? dies coolst selbstverständlich auch für die Press«, die ja ohne Wecker«? als inlegrieoeiwer Bestandteil de» Parlament« anaesehen wird.< Beifall.) Eis folgt die dritte Lesung de» RelchSwahlgesetzet». Ein sozialdemolrulischer wnuag jvrbert wiederum wi« tn der zweiten Lezung das Wahlrecht für die Soidatem. D« Antrag wird abgelehnt. In namentlicher Gesamtabstimmung wird dann da, Reichs- Wahlgesetz mit 301 Stnnmen einstimmig angenotnniet». ES folgt dann die erste Denrtuiig des Gesetzen»!? urseS über die Percinigung Kobnrg't mit Bayern und die Gchassunz«ineS einheitlichen Lande» Thurinsen. In nainenllicher Gasamtabsttm- mung werden beide vorl-rgen»nit 300 Stimme« einstimmig an- genommen. Aus der Tagesordnung steht dann«in Antrag Bartschat und Gen., worin die Au f Hebung der vom Ausschuß für Volkswirt- schast beschlösse neu Verordnung über die Heraufsetzung de» Grundlohns und dir Ausdehnung der BersicherungSpflich« in der Kranken versichrrnn, bis auf Einkommen in Höh« von 20 000 Vt gesorderl wird. Die«bgg. Behren« fDtn.), Brcker-ArnSbeeg(Ztr.) und Most (D. vp.) spräche» für den Antrag. Die Adgg. Pioliewbuhr(@o$.) und Brühl(11. S.) lehnen chn ab. Ter Antrag Barlschat wird darauf gegen die beiden foziaksti» schen Fraktionen angenommen. Sonnabend 1 Uhr: Abkommen über die Zahlung der Ellsaß- Lothringischen Pensionen, Berreichllchung der StaatSbahnen, Er- höhung de? Postgebühren. Schluß VX Ahr. Veschlösse des Leichsrats. Mietssteuer und Desteuerung der Baluta-Gewinne. Der Gesetzentwurs der R-tchSregierung über die Erhebung einer Abgabe ziim VaukoftenauSgleich. de? ciue Gemeindeabgabe in Höhe von IS Prozent be* NutzirngSwerte« vorsah, ist von den AuSschüsson de, ReichSrat» abgelehnt worden. Dagegen haben sich die Ausschüsse für einen preußischen Antrag rnlschirden, der nur eine Art Notgesetz für ein Jahr vorsiebt mit einer Abgab« von 10 Prozent de» Nutzungswert«». Bayrisch« Antröge, den Prvzenlsatz für die Gemeinden veränderlich zu lassen und Ge- bäube, die zu iandwirtschaftlichen uurd gewerblichen Zwecken be- nutzt werden von der Abgab« zu befreien, find abgelehnt werden. Deihaklh erklärte der bayrische Vertreter, daß er dem preu. ßkschen Antrag nicht zustimmen könne. In der L o l l v« r- s a m m I u n g wurde die Regierungsvorlage ebenfall» abgeiehnt, dagegen der preußische Antrag mit 42 gegey, 16 Stimmen a n g e- nommen. Angenommen wurde weiter«in Gesetzentwurf über bi« Besteuerung der valutagewlnne. Nach dem Friedensvertrag sind deutsche �Schuldner verpflichtet, ihr» Schuld an da» Ausland in der Währung des ausländischen Staate» zu entrichten. Damit wegen der heutigen Valutaverhältmss« nicht zahlreiche Schuldner zahlungsunfähig werden, ist in dem bereit» Verabschiedelen AuSgleichkgefetz die Bestimmung auf. genommen worden, daß di« deutschen Schuldner nur da» zu leisten haben, was fie vor dem Krieg« hätten leisten müssen, dagegen der überschießende Betrag ihnen vom Reiche ersetzt wird. Um die damit für die ReichSkosse verbundene erhebliche Be» lastung einigermaßen zu decken, bezweckt der jetzig« Entwurf die Gewinne zu den Reichssteuern heranzuziehen, die auf der andern Seite die deutschen Gläubiger au» dem Luedentvtrlraa \tmk dem AuSoleichtoeied au iitlltUku tfafaa- Ehrhard! lüßl sich nicht verhafle«. Gegen den Korvettenkapitän Ehrhardt ist seit längerer Zei! ein Haftbefehl«rlassoa worden. Da» geschah aber nur d«« Scheine noch, denn tn Wirklichkeit hat bisher in Deutschland keines Stelle ernsthaft an eine Verhaftung de» Hochverräter» gedacht, Teil» au» Furcht, teil» wollte man die monarchistischem Gene» rate und Kommandeure der Reichswehr, unter denen Herr Ehr- Hardt viele Freund« hat nicht vor den Kopf stoßen. Herr Ehrhardt befindet sich nun seit einiger Zeit im Munsterlager, um- geben von einer stattlichen Schar reisiger Kämpfer, dte durch Neuanwerbungcn dauernd vergrößert wird. Gestern vormittag hat da« Reichswehrministerium im Munsterlager höflich«rüge* fragt, ob Ehrhardt endlich verhaftet sei. Eine Komödie� denn wenn Herr Ehrhardt verhaftet werden sollte, hätte die, gerade im ReichSwehrministerium am besten geschehen können, wo Herr Ehrhardt noch di» vor wenigen Tagen u n» behelligt au» und ein ging. Vom Munsterlager au» ist natürlich eine Verhaftung weit schwieriger. Und so bekam, denn auch da» ReichSwehrministerium von dort au» die vom Stand- Punkt'Ehrhardts au« ganz richtige Antwort: Man denke nicht a» die verliaftnnz. Genau so wird e» der Regierung ergehen, wenn sie die Entwaffnung der Ehrhardtbrigade fordern sollt«. Sie hat daraus absolut keinen Einfluß, denn nicht sie, sondern di» Militär» regieren Deutschland, heute noch genau so wie vor dem 13. März. Lie StmkelkMMer. Major von Gilsa, der Stabschef des Herrn NoZke, bat ank Donnerstag seinen lüb schied bekommen. Herr v. Gilsa ist während eines ganzen Jahre» mit NoSke durch dick und dünn gegangen und Hai nicht» unternommen, um au» dem neuen Heer eine zuverlässige Schutztruppe der Republik zu machen. Im Gegenteil schien e» oft so.«(< habe Gilsa» Aufgabe in» NeichSministrrium darin bestanden, von NoSke alle Geheim- Vorgänge»n der Armee fernzuhalten. In der Nacht vorn IL. zum 13. März hat er sich allerding» zusammen mit dem früheren preußischen KriegSmimster Reinhard für einen be» wasfneten Widerstand gegen die Döberitzer Putschisten ausge- sprvchen. ohne p-doch etwa» Positive« zu erreichen. Herr von Gilfa soll nun nach seiner.Rückkehr an» Stuttgart die Absicht gehabt haben, die Demokratisierung de» Heere».radikal" und im schnellsten Tempo durchzuführen. Dabei ist er auf den schärf» sten Widerstand gestoßen: ex mußte verschwinden. Der Vorgang beweist schlagend, daß im ReichSwehrminist» rium, dieser Dunkelkammer der Reaktion, der Geist de» Herrn d. Geeckt allmächtig ist. Wenn fzir dies« Kreise sogar ein fo harmloser Mann wie der Major Gilsa gefährlich geworden ist, dann scheinen nur noch die schwärzesten Reaktiv« n äre dort eine Roll« stiielen ga Emnen. Nu» der siarlel. ErNSnmg. Nachdem am Dienstag, den 80. April, in der Morgew auSgab« der.Freiheit" der Parteiaufruf an di« ReichStagSwähl«, erschienen war, brachte di« AbendanSgab« einen R. B. gezeich» neten Artikel übe? Kvatitio« oder sozialistisch« Regierung. In diesem einzigen Wahlartilel der.Freiheit", der nach dem Parteiaufruf erschienen ist, heißt«» u. -Wir streben die sozialistisch« Regierung al» da« nächst« Ziel an.— Ja diesem Sign« werden»vir auch deq Wahlkampf führen..." Und weiter: .Wir beginnen die Wahlkampagn« in der Hoffnung, für daS in dem Aufruf aufgestellt« Programm ein« Mehrheit zu erhalten. Aber selbst wenn da« nicht der Fall sein sollte werden wir an dem Gedanken der sozialistische» Regierung' festhalten." Da» Zentralkomste« stelll fest, daß der Artikel insbesouder» in den zitierten Sätzen im schroffste« Widerspruch steht zu dem eben vorher veröffentlichten ersten Wahlaufruf der Partei körperschaften, die e» gerade abgelehnt haben, den Wahtkampf unter der Parole der sozialistischen Regierung zu führen. Der Kampf soll nach den klaren Grundsätzen de» Leipzig« Aktionsprogramm» selbständig durchgeführt werden, unte, Ablehnung all« organisatorischen Einigungsbestrebungen. Da» Zentralkomitee der Unabhängigen Sozialdemokratischem Partes Deutschlands. Wir vermögen uns der Ansicht des Aentrnlkomitecs nichi anzuschließen, daß der angegriffene Artikel.im schroffsten Widerspruch" zum Wahlaufnif oer Partei stehe. Vielmehr schließt sich der Artikel ausdrücklich dem im Wahlaufruf auf» gestellten Programm an. Die in der obenstehenden Erklärung enthaltene Miß» d e'u t u n g deS Artikels erklärt sich vielleicht daraus, daß der erste Satz deS Zitats a» S dem Zufamm nhang gerissen und falsch wiedergegeben ist. Es heißt in dem Artikel nach Darstellung der Situation, die entweder eine rein sozialistische oder rein bürgerliclw Negis- rung notwenbig macht, und nach Eckiilderung der Gefahren der letzteren:»Deshalb streben wir die sozialistische Regie« rung alS daS nächste Ziel an." Der zweite Satz deS Zitats der mit den Worten beginnt:„In diesem Sinne werden wir auch den Wahlkamps führen," folgt im Artikel nicht auf den ersten Satz, sondern bildet den Anfang eines neuen Absatzes, der die Folgerung a»z dem ganzea voraufgegangenen Artikel enthält. Durch dies« irrtumlickw Wiedergabe der Sätze in der Er» klärung kann der Eindruck entstellen, als werde in dem Artikel die Forderung der sozialistischen Regierung als W a h l- Parole aufgestellt. Da? ist keineswegs der Fall. Viel» mehr wird diese Forderung als Konsequenz einer bestimmten politischen Situation, unabhängig vom Gang der Wahlkampagne, dargestellt— ähnlich wie in dem bekannten Aufruf der Parteileitung während deS Generalstreiks über die Notwendigkeit einer sozialistischen Regierung und deren nächste Aufgaben. Der in der Erklärung des LentiallomitseS enthaftens Vorwurf, als bezwecke der angegriffene Artikel ein« Durchkreuzung der im Wahlaufruf enthaltenen Parolen er« weist sich demnach als vollkommen hinfällig und beruht auf einem völligen Mißverständnis, llelier- flüssig zu sagen, daß eine solche Absicht bei unS auch nicht besteht oder bestanden hat ebensowenig di« Absicht oer Förderung von organisatorischen EinigungSbestrcbungen—< und daß wir den Wahlkamps, gestützt auf unser Aktions AroararnitL ül vallft»« Volksbühne Theater am Bülowolatz yUhr: Käih chen von Tlelibronn Heises MMM Köpenicker Str. 68., m :„nicBrndorKaraTnasow. Stsatsitihieatep Opernhaus: 7 Uhr: Troubadour. Schauspielhaus: 7 Uhr: Marqiaf« von tKelih. Direktion:->0 ltC;Dliar(!t üstit\c!ies rnsüter 7Uür: Himmel und HSIie. pMMSi'Me 7\ Ulir;<.i t.hsscari'aadora GroOes&flliaijs("ie:haös Karlsfralic 7U: Oer weiße Heiland (9 Abteilung. III. A!;end). airc.Ttioc Carl ülelrJva-i— Bad. Bwaaner 1 Iie�tor I. d, K�iririUzsir Straße 7� U ,r; f.'.iinl» NICO?© toijti:Sch!o8VVetttrsteln lioniödieniiüas 18 Uhr: Der Herr Minister (Max Pallenbergr). Berilnsf Tiienter 7 Uhr: Der letzte Walzer mit Fritil tl»s»inr usw. Ei M-MM 7 Ulir: Zum I. Male; Frati Warrens(jewerbe SonntaK und Moniaa 7V Uh7: Frau Warrens üe werbe Bi�ciKistL-TöeatcP TuZ-L Hencgerle (Adalbert Götz, Haack) Cas uo-Tn'.e-ter rtuhr: EinGüerSßniler Ab Mittwoch, den 28. April: Onkel Cohn. Trlßnon-Tlißflter (Bahuliof Friedrichstraße) Tü glich iS Uhr: My r rha SonntaK-I Uhr: iliils Fnia; Herrschaftlicher Diener gesucht Rzsifisni-Tticater (Stadtbaiin Jannowltzbrücke. Untergrundbahn Klosterstr.) Tö glich V8 Uhr: yiä iiumlH von Herrn. S u d e r m a n n. Sonn ÄS 4 Uhr, Kleine Preise: — Der sc u t e Ruf.— llßiißs öuereftsnhnus Direktor: Jean Kreu AI lobend lieh 7 Uhr 30 Min.; Ms klefne Hoheit Sonntag, den 25. AprIU 3' Uor. Bie F>gme v. Uli« irons Rose-Theater 3 Uhr: Die Räuber. 7' U.: Das Lied der Liebe Waifeada-Theater Stgs, 31 U.: Csardasl'ir.Un. 7% uhr: Dsr RastslbinöBr Tboatw am Cottbus«? Ter Tel.: Mbriteplatz 14814. T3«l.; 7k find Noi« f» tag jnai'itisi.:s Utirs Elite-Sänger Horst, PtiseMI, B. Schradir, Sc-ubsrt ilc. ßliitiiffeti-XMart Vorv I1-1V u. 4-6 U. ApoÜo-Thcater Frlcdrichstr. 218. 1/ Allabendlich ft/ /2 Sonntags 3'? u. J's Unii�rirslfilohes Varietö-Pi�aiiiiii! fäKa&tea Tgl. 7�. Stg. 31 n. 7V U. Hai-Jung Sow- A, übr igf. i'rogr-! ' f.| Die erfolgr. Pantom. II m wimmef z. Scfeluä; Dlo W underiontän© �■■1.»!■—" � Relclisfsgsnfer AuAerdem Abfahrt I SV, und 2 Uhr Raerierei Kahnt& HsrUer| Fcrnspr.: Königstadt 2062 Morgen und folgende Sonntage; Zur BauiRbiüts oasli Werder.» Abfahrt 9 Uhr: sin EalüM Frleörlöisfr.| Walsentortlclce< Ki*£tLXX%penl9\iijrg 1 swtBr < Neu erschienea:............... 1■"> l>r- llroM FntwUii emos?; s.MW�sSs? Ü.S.F. Kritik des Aktionsprogramms für Orgranlsiertc Mk, 1,50, Ferner sämtliche sozialistische a. pazifistische Literatur in der Buchhaniiluag Beyerle u.üumbel, Chariotteoburg. Witzlebenstraße 26.. ZMfcher MeiMarbeüer-VsrhMd B-rwaltunISstcNo: Berlin N 5t, Linienst«. 83,85. Teschaflszeit van vorm. g Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1233, 1937, 8714. Sonntag, den 35. Nvnl 1920, vorni. 10 Uhr tm Lokal von Woll'chlSgcr, ASalbertftrnfte LI Brttnchen-Bersamuilnng der Dialitarbeitcr G o?z-Berlins. ragkS-Ocdnung: 1. Kündigung des Tarifs. 2. Branchen- angelegendelten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Achtung! i Achtung! Montag, den 3«. April 1930, abends« Uhr Brttttchen.�ersttmuilttng aller in den Eiienntöbel-und Matrabenfabriken beschäftigten Kollegen und Kolleginnen Im.«ngltschen Oos", Alexandersirahe 270. Tagei-Ordnung: I. Wie werden unsere Löhne nachdem Schiedsspruch gezahlt? 2. DiSIujflo». 8. Berichiedcncs. Die Ortsvettvaltung. Smihe der MWen-, N�-zr- u. MlssHlgsser Sonnabend, de» St. Aprtl, abends« Uhr, findet unser Vergnügen tn der Patzenhoser Brauerei, Fldicinstrahe 2,8. siatt. Karten zu ' sesem Bergniigen find bei unseren VertranenSlenlen„nd im LolaI .ldtcinslrab- zu haben. Wir ersuchen die Kollegen, sich zahlreich an unserer Beransiaimng zu beieii'ge». _ Sie BrancheiUrttnna. DeuksKee MeMarbeiler-?erhanki. Leusichei: HolzarbeUer-Verbang. verband m MZer und Lackierer und Ber-ilwö öcc Salüer. ooooooorryxcoooooooooooocooocQoocr»oroQonc.i<>>.vxx)r ooco Am Dienstag, den S7.!Uv: il z»2», abends 7 Uhr, Im Saal de« Arbeitsnachweise», Linienstrahe 88-85 Versammlung »Her im ttarosserie-»nd Wagenbangewrrbr Veschlü.igte», Taaeiirdnnng: u Beeiche der BerhandinnaSlommisfion. Z. Ti'iuMon. Sie TsnnkNonäre werden ersucht,'/»sennde vorNeglnn gn erscheine«.__ Die Orte derwaitung. JaChett-AnEDge modern« Formen.............................<50.- 4?0,- 580.- Jat!l2tt-Anz23C mit Gurt n. Fultec, gut« Stoffe, prim« Futteraechen..... 680.- 700.- 753.- iackSit AnzJ�S blau Cheviot, Ersatz für Maß, erstklassige Verarbeitung', JaC�Ctt-ÄnsQgS Ersatz für feinste Maßarbeit, prima Zutaten, allerbeste Stoffe.......-•••• T0UfJSiCn-ÄnZÜfl2 Joppe u, Breeches, haltbar©, Stoffe u. la Manchester......... HOSSÜI vornehme Streifenmuster............ 48.» 79.- 125., 140«- 183.- 225.- üurßmi-KMel- Cutaways- Sonuiiar-Paleiirts- Covertoats zu miSissü 525.- M. 775.- K. 1500.- K. 1553.- H. 950.- K. 385.-'f. Pressea EC©i?iQ Fll'atan n-sk? 2 Baer�ohn Hur Chsussee-Straia 29-3© Veksnnimachuvg. 1. Es«ni fallen auf den Abschnitt R. der BerNner Bezugsiiarte 2»h Gr. ausländisch« Mfihl-nsabriliate zum Preise von 3! PI.(je Pfund 84 Pf.) auf di- Abschnitte 21«nd 22 der allgemeinen Lebens' mitten, arte der Stadt Berlin je 125©ramm, zusammen 250 Gramm lose Haferflocken zum Preis« von 70 Pf«.»■&S das Kilo 30 Mark, also dl« Platte ie nach >>ZWSMZ Gewicht 4-9 Mark, auch Wocnswulzen. �a.t.rÄdF io Mark, kauft DSMMAUfalrt SclM-elnei-sir. 37 Quergehaude. parterre, rechts. Trotz des großen Preissturzes zahle loh noch irauner für Kr pfcr 10.—, Mcnciap 6—, EoleuS 7.—, Blei 3. Alotaunluia 10—, Wscte. 18.— SDU-ie Ziun oad Cfucckr.ilbcr die uocistea KonktuTeazpreisr 1 Oder&erger Straße 1 r; in i ii iiii—ii n hi MBamaummam _ Z-ins\J I-SlxSuri! WeissmelaJi! Anpfer; Rcrtp�ssl MeEsi�gri Alnminlnm*. Nickelabf. Zxaki Glähsirttmpiaschc! Quecksilber! Szaxiniolpaprer l Zss-Itnere�sssc. Zahn bl? tv?. 73.—.1_ P3WfcikTijU€t I OoSci— ii.SII}>erbrucl\! • Eiielmeiall- Eiaka.nlsbäro »ItsvifUe\Veberstr.3l(Telef.; Alex. 42431 y :s Hessing Gtuesif�illjer BlaS s: link zum höclislen Tagespreis Scbnizentforfer Str. 2. findreasstr. 33, zahlt die hüchsten Tagespreise lär Kupfer, Hessin ir, Ulei, Ziuk usw. in verschiedener Stärke, auch einzelne Rollen. Paeftpix, zum Streichen(Teeren) der Pappdächer. Fasc/kitt und Kiobemassa, zum Dichten schadhafter Dächer. Streiehfertlgo Farben, für Dachpappe. Holz und Mouerwerk. Dachpis Gese] ssK., Alt-Moabit 75 Verkaaf im Fabrik-Kontor. _ Telephon: Moabit 7079 und 888._ fOr alle Geschlechtskrankheiten. Harn-, Frauenleiden. Blinumersncliungen. Salvarsan- Kur. Behandlung schnei!, sicher, ohne Berufsstörung. Madige Preise. Dr. med. Lommer. Spree izeiten 10-1 4—7'',. s. 10-12. Bfiann�nslr. 185,(Roscutli. Platz.) # Spezealbsltandiunii-Z> lUr t jiniii- und Geschleclvtaleicleii ClÄfÄieeÄW» lnw»iiden»tr. U7 ■ Vu.a' WSiMÄtiFil£if I. Elan«, Ecke BersstraB«. Kostenioss Untersudiüng und Beratung ülier snciigsifjoe Bstinndiung Sprachalonilen 10-12 rmd 4—8, Sooatag» 10—12 S p e 25 i a i u- Ä r 2: t f. Geschiochfs-, Baut-, Harn-, Frauenleiden; spez. veraltete, hartnäckige Harnleiden, nerv. Sc.iwäche, Salvarsan-Kuren, Urin- u. Blutuntersuchung, Licht- u. Finsen-Behandlung. Durchleuchtung. Höhensonne, Bestrah ungen. OetrennteWartezirnmer fiir Damen und Herren in der arzt?ich®n Ueilanalal* von nahe Alexanderplatz 9-1, 4-8. Sonntags 9-1. Löser, Münzstr. 9, liipler Hessing Zinn Sämtt. Metalle Qusckeüber PS a tan Ci©'d-t Sliber- AbfUlie ZsknZQbiTSS kauit so riesig hDiien Preisen in nnsoren 6 EinkaufsslEllsn MeSell-Zeetrsie I.Bnmiierstr.lll | am Kosentha'cr Platz i Z.FeBnstraßc48 j am Wed�ingplatz 3.52USSSi5tr.29 nahe der Turinstraße ÜBciinliofifr.a Fcke Schöneberger Str. am Anhalter Bahnhof 5. Heukölln | Kai�-Friodr.-Slr.2?J© j jiahe Hermannplatz � 1 1 am Baltenplatz. ilibal liefert gsgeubar und auf Teilzahlung zu mäBigen Preisen. Bü.'serllche Wohnzimmer Jpchlafzimmer Speisezimmer Herrenzimmer In großer Auswahl Einzelne Höüel Fcriiige KOciien itlsafl Lothringer Str. 67. j itä Uetäet Piltei. euch die Herl. närfigflen, seiigidli» jente, grohporigc Haut u. ionstige Hauininciniakriien weiden am sichersten durch iileine ieit�80Jah- reu viel inuends. bewlihrt.spcziab milwi beietigv M. 7,51». Zur gleichzeitig. Imieriich. stur Reichels Callatin- BtulreinignngSpnwer Sch. 8,—, 3 Schachteln 8,75 M. Cito 9t c i III« I, Berit» 46,(Siicnünfinfir. 4. Hefaliiiandiang Waünerflieslerstr. 5 zahlt für Kupier, Messing, wie alle Metalle die li«!en Taq'-.spraite. ICypfer 12.25, Rotguß 0.— b. 10.- Hessing 6.—, Blei 3.—, Zink Metall. Einkaufs. Zentrale. Morilzpl. 135 80. »«Mk Drag i Morilzpl. 13580. (Hermannplatz) Deülsclier Metallarbelter-Verfeand Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. D-n Kollegen zur Nachricht daß unser Kollege, der Mechaniker Robert Thysesen Neukölln, am.20. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 24. 4 20 nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde. Friedhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg. aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet Die Ortsverwaltung. r»___;_| n avA fßr Geschlechts-, Hanl-, Harn� aStiSSSeSsä— Frauenleiden, speziell veraltete hartnäckige Harnleiden, Ausschlag. Nervenleiden»«.Schwäche. Kopf- Ii Kreuzsclimcrzen, Rheumatismus. Ischias, Gicht. Gegen Lues eiireneHtilmeihode. verbunden mit Salvarsan-Kuren. Urin. u.(iluluntcrsiicl ungcn. Im ersten u. ältcslen Kitr-Jnsiitut von SjiS*. iL�SSSS* SSHiOr Separates Damenzimmer. Hnr WsiMlsr Str. 69-!?0 Frauenhaar ausgekämmtes, kaufe wieder jeden Posten zu höchsten Tagespreisen Haarh-m'.'nnw Mnrn, Neukoilfl, iletcvanap!. 9 I ' K-In unlaolercr Wettbewerb! Kupfer M. 12,- p. Kilo Blei M. 3,50 p. Kilo Rotguss„ 9,—„ Zink„ 2,50„ Messing,, 6,—„ Zcitunp geh. 11,50„ zahlen IM abc&r�5Im LiberdastraBe 4. Hermannplatz 4, böhmische Str. 16, Pücklerstr. 33. Pücklerstr, 33, Wrangelstr. 72, Polkenstcin- L Uwl liil| straße 18, Michaelklrcbpl. 4. Warschauer Str. 18. *••************** Xrt****"*****™* i Offene Stellen y Ein Beamter für Agifation u. Büroarbeiten und i zweiter Kassierer für sofort gesucht. Bedinsrunff: Fünfjährie« Mitgliedschaft. Bewerbung mit Angabe des Atters, Beruf und Tätigkeit in der Arbeiterbewegung sofort mit der Aufschriit Bewerbung an den Kollegen Fr. B l u n c k, Zwickau, Römerstr. 14. gesucht 1 Der Ortsausschuß des Allgemeinen Oewerkschaftsbnndes in Heilbronn sucht zum baldigen Eintritt einen Arbeitersekretär, der zugleich die Geschäfte des Ortsausschusses erledigt. Reflektiert wird auf eine gute erfahrene Kraft Rednerisches Talent erforderlich. Bewerbungen unter Beifügung der bisherigen Tätigkeit in der Arbeiterbewegung und Angahe der Qehaitsansprüche sind bis 15. Mai zu r.chten am Fr. RsinUnidt, Beimronn g. H» Kurze Str. 5. fl'Mtr-... OrSÄtioMf? Elm durchaus vertrauter 31 Jahre alter, seit 1912 politisch und freigewerkschaitlich organisierter landwirtschafilicher Be- amter, der bis zur Revolution selbslständig größere Oütei verwaltet hat und seit dieser Zeit in Arbeiterorganisation tätig ist(jetzt leitender Angestellter im Deutschen Land. arbciter-Verfcand). sucht sich möglichst bald zu verändern Da in der Landwirtschaft und Verkehr mit Behörden und mit den einschlägigen Gesetzen, sowie auch rednerisch be- wandert, übernehme Stellung in Organisationen, Kreis- odei Kommunnlbehörden oder Güterverwaltung. Offerten mit genauer Angabe der gewünschten Tätigkeit sowie Gehalt und anderen Bedingungen unter H. K- Nf. I an die Expedition diese, Blattes. tt/elbI.BnBSQngßstcilte|�,kuo„vetr�dffiÄ weis der Stadt Berlin Abteilung für Hausangestellte, Oormaniistr. 13(Nahe Bahnhof Börse), Elchhornstr. 1'Am Potsdamer Platz). Koppcnstr. 1'Nahe Stralaucr Platz), Belie- Aliiance-Platz 5, Paulstr. 1(Am Kriminalgericht». Friedrichstraße II-(Am Oranienburger Tor), Jägerstr. 11(Unlergrund- bahnhof Fricdrichstr.), geöffnet S— 7 Uhr. Arbeiter und Arbeiterinnen die auf Glimmcrringe gearbeitet haben, gesucht Klka-Werite, Bin.. Kciie Bramlr. 21 Zicarren v. 85 Pi. an. sowie Zigaretten in den billigsten Preislagen. Aeußerst günstig für Wieder- verkäufer. Lagerbesuch erbet. W. Kraget* u. Co., Kslserett. 444d- Achtiing FiSnölsrl Lexiox O— F'-k. und andere Seifen gibt ab von 8— 6 Ulir. Stelse« Blumenstr. 74. EleKtrolMore Gleichstrom kauft Drelistron iogeoieaiiiureau ScbücliliQg Berlin W Uokstr, M. TeL, Lülzow JTOS oa4 5515 Rr. 14t. Sie EroSelMg der psM.-ches Mücht. Von Artur CriLpie«. D!« proletarisch« Revolution hat xwel groß« Tpoäien: den Kamps um die Eroberung der politischen Macht und ihr« B«h«ip!ung für di« Uebergawgszent vom Kapitalismus zum Sozialismus. Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur da» Wrch der Arbeiterklasse selbst sein. iv«U olle anderen Klassen, trotz der Interessengegensätze untereincnder, auf dem Boden des Privateigentums an Produktions» der(ScScWchn, der von deutschen Handwerksgesellen in Paris gegründet war und Verbindungen in Deutschland hatte. Von diesem Bund zweigte sich ein Bund der Ge- rechten ab, dem 1847 Marx und Engels beitraten. Der Bund der Gerechten wurde als Bund der Kemmunisten re- organisiert. DaS Kommunistische Manifest wurde sein Programm. Begiira des proletarischen Klassenkampfe«. Das K o m m u n i st i i ch? M a n i k e st ist da? erste historische Dokument des wissenschaftlichen SozialiSnmS, ______ �_______________________ wie ihn das moderne, klassenbewußte Proletariat vertritt. Mitteln stehen und' die' ErhÄmig" der Grundlagen der! Mit dein kommunistischen Manifest betrat das Proletariat Kapital istlschsu Gesellschoft zum gemeinlamen �Zst«l!alS Klasse die politische Bühne. Das Klassenbewußtsein 'war erwacht. An die Stelle der utopistischen Träumereien, der wilden Verzweiflungsakte und der geheimen Ver- schloövungvn trat der Pkmmätzige, zielbewußte Klassenkampf gegen die Kavitafistenklasse.„Alle bisherigen Be- wegungen waren Bewegungen von Minoritäten- oder im Interesse von Minoritäten. Tie proleiarische Bewegung ist . Habs». lAktiousprogramm der U. S. P. D.) Vorbemerkungen. Di« Sehnsucht und das Streben nach Frieden, Har- monie und Freiheit sind so alt, wie die Klassengesellschaft mit ihren Klassengegensätzen und Klassenkämpfen. Mit dem ÄÄ 6tTl de? IZStS Mehrzahl im SiÄfÄ h, viS m �! Interesse der un-geheu-Ln Mehrzahl.» Voll den verschiede. Ä« � sr?-.«M': NM Klassen der Geselligst kommt ollem das Proletariat plt, ni!hf yÄ WS rnU ra Wn. r1 1 f11 oI§ Träger und Vollstrecker der Nevolution in Betracht. firu.°beW.iM hfa rnt'ni s s a � c TItr�1 die Revolution wird mit dem Kapitalismus das � g des Proletariats durch die Kafutaliften führte Prtvateigeutum an den Produktionsnntteln beseitigt iverden A.UM1W archie feiu-dllich gegeuüberstond. Die Iwtereswmgegensätz� die zwischen den nichtproletarischkn Klassen Porhanden! Ware», tratsn im entÄleidenden Ai�enolick zurück Hinte« den Interessen, die alle besitzenden Klassen gemein san« gegenüber dem Proletariat hatten. Fehlten in der Gesell» schast die ökonomischen Vorbedingungen für den SazialiS» iuuS, so fehlten im Proletariat die niateriellen und ideellen Vorbedinglongen für die Ueberiwchm« der politijchan Macht zur Vsrwirklichrma des Sozialismus. Ma rr und Engels erkannten bald, daß das Pro» ketariat durch politische Betätigirug. durch Erringung to» zialer Reformen und durch sozialistische BildringsHestrcbun» wen nrateriell und ideell auf ein höheres Niveau jebrachL furch für einen Ivhrgehute währenden zähen Kiassenkanipf ! sähig und stark gernacht werden mußte. Und so begann der Klassenkampf deS Proletariats nicht mit der Erhebung der i Arbeiterklasse zur herrschenden Klasse, sondern mit dem � Ringen um die Vorbedingungen für den Kampf um di« Eroberung der politischen Macht. Das klassenbewußte Pro» cketariat betrat den Boden der bürgerlichsn � Deinokrati«. Nicht um sich mit dieser Demokratie zu identifizieren, so«» dern mu sie als Kampfmittiek zu gebrauchest. S» grenzenlosem Elend. Da standen Männer auf, Menschenfreunde, die das hohe � v«« ßf-u« v« y»». ttz �:_____... rv- f..« rsTt..— eye._______ O< � und der Sozialismris mit der Vergesellschaftung des Eigen- m-s> fun-—""cit"'"''ä m—'»£----;v"'vt tumS an leine Stelle treten. All? anlderen Klassen, mögen sonst Gegensätze?wlchen ihnen bestehen, sind als Fi. her- »ich- � lfain�wn0n' essenten für den Kapitalismus für die Erhaltung der kapj- Gesellschaft oder für die Rückkehr zu übet- �rur' uri Peswwnden Erwier der Un.er- wnndenen Entwicklungsstufen. Die Befreiung der Arbeiter- Geplagten zu machen, ennvar�n Plane und � klaffe kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. .»>cha,. �pertrage. durch deren BerMrUichung Gemein-. Zie muß die politische Machst erobern und die öffentliche ewu c er Glückseligkeit erstehen sollten, predigten den Ar». Genast ausüben, bis der Sozialismus verwirklicht ist. Enthaltung, damit Iw nickst mehr Kinder zeugen als. Die Führer des klassen-bewußten Prolewrmtz richteten können, gründeten Ar�-tergemelnden und Ge- � den vierstger Fabven des 19. Fchrhunberts ihr? Ans- r""s.ahrtvetmlchtungen. I merksamkett haupt'ächlich auf Dmisschlanb, weil Deutsch. snur r C In"'Jx»? sollte als neue Re-Igion zum. fand am Vorabend einer bürgerlichen Revolution stand, die «<* x- to �■ U1 1DC in" Tie e.rmen lolsten. nur als unmittelbar?» VorspiÄ einer prol-etariichen Revo- sich die Reickwn nickst zu F-r-nden machen, sondern sie von der-sMon bedachtet wurde. Die?- Anstaksung war irrig. . chrer Prane uberzeugen und lie für vieie zu gewinnen Dentlchland war zu sener Feit kle'"-dürgestlich und klein- Pichen..'Z"evlsch. Aus dem slaK-n La-nde berrsstlen die Grvßgrunb- Dre Armen selbst lehnten sich gegen ihre Pein durch plan- und ziellose Aufstände auf. Ueberüll gab ei Hungerrevolten und wilde Bewegungen. Maschinen und Fabriken wurden zerstört. 1831 der Aufstand der Seiden- Weber in Lyon. Ihr Sturmzeichen war eine schwarze Fahne, am üe die Worte standen:„Arbeitend leben oder kämpfend f!■«u" 1844 in Petcrswaldau und Langenbielau der A. ad der Weber. In ihrem Kampflied lodert trotn-! AuAiwS. wo sie karweschr-itencr? wirtst'astliche und pcsti ger Haß:„Fhr Schurken all. ihr SatanSbrutI Ihr höl-! lckbe chuiländs und oft. h wch.istu'stche Ideen kennen lern- tischen Kujone! Ihr freßt der Armen Hab und Gut. und Ter Kapiwstsmus stoock» nocb am-Anwng seiner Eni- Fluch wird euch zum Lohne!" Alle diese Aufstände wurden'v'�vn-g. Die HanSind-nst,.? w«r bewn-ders vechreitst im blutig niedergeworfen.-'Xw'rg wl'd,«rf den laynch n Alpen, in Dbüriwwn, ans 'est her. die immer noch vir'? faadale Vorrechte hatten: Gn-tS. Polizei. Patrimoniv'�ersch- sb-e'ckeit. Kirchenpatvonat, Jagd- reckst ilis'v. Das Landpe>'k''astzte-nnier den GHttdeownun- gen und hatte Spanndienste und andere FronaPbeit zu leisten. In den Stärwn war da? Einstige Handwerk vor» herrschend. Die Gesellen Hostien einst falber Meister z>ii -'-erden. Der W-anbm' sang tricK vi?'? Gelellen bis ins dam Richen- tm'd Erzgebirge. Haad.oerker waren zu Ipil-a.''• niedergeworfen.! dem Aufhören des'urQmmüsnÄDäw? foÄrt�einÄ- Ffflen Verlegern g-warben. Bou-rn fanden m d?r Hon»- besonderen Kommunismus für die Aristokraten. Tie Ur- L� lfu �««/rd.en-kt In Saften irnd Sachfan batt« christen vertraten einen Komnninisn,,,» her ßgfjüaAlnn I X? ltarksn eis. ailnii-chen E. n.ch cg. vn -Wchtstven war er moderner und forstchrsti.-aer. ri-euMn? christen vertraten einen Komniunismus der Kofunition..--- Während der Bauernkriege kämpfte besonders ThomaSi�. r�.u.-Tin-n«»rfimfiw iv«- f-'rr, Srend.Än i� durch nwß'ofa Äüs-beut't.n-g der Ar-b-stter: HunnerMne Wieltt"g!"i,k/ V'0r-m0w0?4i � c dt? oeüsn der.«nH lang? Arbeitszeit. Koalitionsverbote bockfa« bog.«.• ß5ri,nsr,A T r? u r*0�-<«••» ÖU v die Arbeiter wehrlos Ml machen. Die Bauern, i>ie Grundlage der Euwraemeulschast erstrebten. Wahrend der jKleinsstirwr und die VochngBeiter waren die drei Die Lgserg'beiter standen materiell und r. ,s...,, r■-——— r--■.. v 1 1 w.t ssah l k' einer, als die staatSgefayr-iw.en Sekten der Jnd: pendenten, der Lsveller,! andern Klvsion und bot'-", mich SkonotniW geringere Be- der Diggers und der Quäker. Tie Kämpfe der Arbeiter deutung als sie. 79 bis SO Prozent her Bevölkerung leisten UM. den kfahnstundentag. Tie große Chartistenb wcgiing um ins den» stachen Lande. T-'-e Kleinbürger überragten geistig! pokitiiche Reckte. In Frankreich die geheimen Gelellsthasten und politisch alle übrigen Klassen der Gesellschaft. Die in-, der Carbonari, der preunde des Volkes, der Gesellschaft der dnsiriell-e Bourgeois!« war eine revolutionär? Klasse, die Menschenrecht«, der Gesellschaft der??abre-?zetten, der Bund dem Adel, der Geistlichkeit, der Hochfinanz und der Mou-' r!s3«t!Ba&iiKXt&r3-- tw i"!» i— i>iwih»iiihiiii»mmuunirr Klrei? der gefamken Brauereiarbelser. Eine Versammlung der Funkilonäre und Betriebsräte beo Brauereien Gruß-Berlins nahm aesisrn GteSung zu den stu» g'standniffen der Unternehmer. Ein« am TonuerStag öarübe» stattgefundene Urabstimmung in den B-etrieben er» gab nicht ganz eine Zweidrittelmehrheit. Di« Versammelten waren der Ansicht, daß durch zahlreiche ungültig« sttimm n bei der Abstimmung Irrtümer obgewaltet haben müssen. Die Lphnkommission und Organisationsvertreter zogen sich unter Vertagung dm Versammlung zurück und schlug»« nach Veralang vor: 1. Den S ch l i ch t u n g S a u S s ch u ß anzurufen, 2. die gesamten B r a u e r e i a r b e i t e r treten am Sonnabend früh in den Str eck." Di« Versammlung beschlaß nach kurzer Diskussion einstimmig, geschlossen i» den Streik zu irr en, unter Ä u f r«ch t« r ha l t« n g der sei» nerzeit gestellten Forderungen. Beschlossen ward«, daß die Maschinisten und Heizer der B« g sch lo ß« 'Brauerei zur?t ä b r m i t t e l f a b r i k a t i v n ihre Tatig» l leit weiterhin ausüben sollen. Betreff» NotstandSarbeite» ! trifft die Streikleitung die erforderlichen Maßnahmen. Seit 26 Jahre» ist dies der erst« Streik der Brauarriarheite« - um wirtschaftlich« Forderungen. Der 1. Mai uivd die AngestMksn. D-r ArkeitswuSsckuß der Afa-B-evlin hat mit 2'.nerp rnr estit bescklossen, folgenden Aufruf aw idie der Afa aiv geschlossenen Mitglieder m erlassen: Tie orgaulssektr' Arbetterschast hat seit Jahrzehnten de« 1. Vlai gefeiert als Deminstroton siir den Bölterfrudea, für di« c-oltdaritiit aller Arbeitnehmer na» für deren f«»iai« Grund» rechte. Die Reduluts«« bat eine yrtstlkunH der Erwartung»« der Arbeiterschaft nicht gebracht. Am Kapp» Putsch sehen»vir, da» reaftlonftt« Kräfte am Werke sind, di« bescheidenen Errnnzen« schalten der Nevolution zunichte zu machen. Au» diesem Grund» hat die Arbeituchmersckaft besondere Veranlassung, fllr ihre stör??- rungen durch ArbeitSr iche ja demonstrieren, um so mehr, als di» Dinge gegenwärti»»raer En�chr-dUng rntgezcnetlen. Ü-s mutz auch in Deutschland gelingen,, auf dar Gnu.' Mag« wahlre Demokratie, den entscheidenden Einfluß im Kinne de» groben Mehrheit de» Volke» slchcrzustelleu. Diesem Ziel gilt de» «Lch'te K iNlps. Auch die erganstierte« Angestellte».«Ssse» s» die fern Kan"st tätig a Anteil nehme». Darum auf zur Frier de« 1. Mais!! ArbeitSzemrinichaft freier Angestclltenverbiltid« LrtSkartell Grofz-Verlin. - �*>*1 trr Ittüßt S hnaaf aj n Hof davon! Fremde gute Werk' und anderer Eigentum könnt'; � �:'|en � w,*, jeder Narr'm Himmel geloben, da war' weiter kein Ver- m.. J, ,e:n. vecstostrs,� ziellofaS� Hin- � und dienst dcckei! Nein, nein, g'fchenkt nehm' ich's nit, das wär' Widerreden und zuletzt ein« i» awg, Wolter Hast sich uoev frt ä.!"*)— C. i£%««veJAVrtr ilnfrn�y O'v.ä..««.Ii OTH v i l r\1 i* g'rad' so viel, als ob ich unjerer lieben Frau nit Wort hielt', wenn ich all'S ein'm andern zuschieb'. und gar nix dazu tun tat." Is a Unsinn," brummte der Bursche ärgerlich, bann stürzend« Einigung. Eine bange Nacht ging dem Rmtmcni« Morgen voraus. Der Reif lag noch auf den jungen Gräsern und Blättern, als sich zwei Fraue-nzimmer durch das Dorf blinste er dfa tu rnc Nnn ber Seite an nd snne- No Wichen, sackte, als Muten sie den Hall ihrer eigenen -- m.- � d» ta* H.°i.n. Muckerl hielt die.Hand�vor den Mund und hustete, r antwortete er kurz: wie du, allweil noch g'nug v � steigen sah. Die Junge schritt aufrecht an Knechten und Wn I � Kür �llden vorüber und gab ihnen nM.Gvuß, noch Wort» dann antwortete er kurz,»rur ein s, was so we.irg har �ie Aste folgte duHsig noch, sie nickt« jedem und jeder m """" und grüßte mit einschmeichelnder Freundlichfait. Ich dank' dir aber schon recht vielmal, Muckerl." Sepherl blickte ihn dabei zärtlich an.„Ich kann jagen, da hast' mir Wohl ein' schweren Stein vom Herzen g'nommen! Und weißt, aufstellen wollen wir dann das Bild nach der Zeit, wo du von der Stellung heimkommst, denn ich§eqss, M mtbea f hoch na tm Galdat Die Wohle» zum Verbandstag am 11. April haben der rekre ranchen. irnss Santf Tirntt t5 werter getzer:.*' znrret fyran die sich über dies Benehmen empörte, wollte er ihre Karten nicht veralssolgen. Das ist doch ein ganz unerhörles Betrogen, uns wir fowern die Behörde auf, den Beamten zur Rechenschaft zu ziehen. Das Material werden wir ihr gern unterbreite». Konferenz d« Kinbersch'itzko-minisftov. Die Konserenz der Kinderschutzkommission für Groß-BerliA findet am Sonniay, ven 2Z. April, pünktl'ch nachmillags 2 Uh� im Plenum des Rathauses Berlin, Aufgang Königstraße, statt, wozu sämtliche Mitglieder oingeladen sind. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und unsere Aufgaben. Rcsereneia: Genosst» De mmn mg. 2. Wahl des AorstcmdeS. 3. Diskussion. Neuwahl der Elternbeiräte für die 201. Gemrindekchnkch Am Sonntag findet infolge eines gegen die Wahl der Eltern» beträte für oie 201. Gemeindeschule eingelegten ProesteS, den» stattgegeben wurde, eine Neuirahl statt. Die Eltern der Kindes die diese Schule besuchen, werden ersucht, sich auch gleit Für Ausflügler nach EberZwalde und Freienwalde wichiig ist eine Fahrplanändcrung, die bereits morgen(Sonntag, den 25, ds» MtS.) in Kraft tritt. Von diesem Tage ab werden die Perkoineu». Züge 416, ab Stettiner Bahnhof 3 54 Uhr barm, nach Freienwaldc! über Eberswalde und sein Gcgenzng 445, an Berlin 11,11 Wr abends auch an den Sonn- und Festtagen ge sichren werden. Da- mit wird der durch den beschränkien SonntagSverkchr unterbun» dene AuSflüglcrverkehv auf der t-tettiner Fernbahnstrecke wieder möglich, ohne daß die aus der Strecke verlehrenden Schnellzüge benutzt werden müssen. � Von unbekannten Täter» angeschossen wurde w der de» gangenen Nacht in Lichtenberg der Eisenbahn-UeberwachungS- beamte Wilhelm Emmelmann ans der Mittelstr. 39 zu Steglitz, Un der Ecke der Nödioer- und Völkerstraße erhielt er einen Schuß, der ihn in die Lunge traf und so schwer verletzte, daß er nach dem Hubertus-Klankenhause gebracht werden muhte. Die Täter, zwei Männer, in deren Begleitung sich ein« Frau befand, entflohen und entkamen. Der Verwundete war noch imstande, einen Schuß hinter ihnen her abzugeben, konnte fio aber nicht verfolgen." Er glaubt, daß er einen du Aüchtigeo � getroffen habe. � LebeNSWilkelkalender. � Reinickendorf. Ab 24. April in den amtlichen Verbaufsstell«» Abschnitt 24 der Dezugokart« 1 Stück(ea. L1V Gramm) hochweilig« Kernseife zum Preise von 4.60 Mk. Familien von b Personen an aus» wärts erhalten ein Doppol'tück(8,20 Mtl.). Weinens««. Abschnitt 12 der allgemeinen LebensmitteKlari« vo» 24. bis LS. April ll. Pfd. Marmelade. 1 Pswib kostet S,7.g Mk. Aus den LrgaNsaüoven. S. Distrikt. Heut« ob-lK» 7 Uhr Mittenwolber Etvotzs 87, Schulz aula: k. Muflkabend: �Zelix Menbelsohil-Barlhoä-o". Kart«» an reg AbeniHlosfe. 4. Distrikt. Sämtlich« Cchuloblout« heule abend 7 Uhr bei Philipp Wranzelstr. 12. e. Distrikt. Sonntag abend S Ahr tn der Aula Sangestr. Sil Friihlingsfeier unter Mitwirkung von Kindern und Genossen. Dillettz� Tnvachsen« IJbO Mk., Kinder 0,50 Mk. bei den Funktionären, Gen, Mehner, Strausber�er Strotze IL, und an der Kusse. 8. Distrikt. Sonnabend 7 Uhr«nveiterte Torstandsftfsttng ün DA»' sangsaal, Ar-isswalder Strohe Üüßi(Lyzeum). Ii. Distrikt. Bezirkskonferenz. 24, April, 7 Uhr, bot Krüßeth Putlitzstr, 10. 18. Distrikt. Di« Mtglloder der Dildungskalmnistion, dt««Asi Ordner zum 1. Mol bestimmt sin-b treffen sich Sann tag fiäh«m g Uh? Die Delegierten zur Vc.zirks.lZen« rÄversammlung am Sonntag, den 25. April, im Tos« Bell reue, Stralau-Rummelsburg, Hauprstr. S, werden ersucht, J4 Stund« früher, zu erscheinen, also pünktlich um'i-10 Uhr anwesens zu fein. Aeitzruser. Genossen der Landagitation und die Genosse», dl« sich daran beleiligen wollen, trefsen sich Sonntag früh S Uhr im Lokal von Masche, Berliner Allee LSL. Die gesammelt«« Exemplar« der .Frocheit" sind mitzubrwge» ober in der Spoditio» abeugedsnc J L. tv.— Lab warten! Ei» Geitosse schreibt unS: sVkposiüon einen'gewaltigen Erfolg gebracht.' Zeh» Kollegen- In Berlm W. würde sich ein AmtSsteNer fnSer hüte«, eine jtzr Opposition sind gewählt gegen nur drei Kollagen von der Diensteintcrlung einzuführen, durch die das Publikum zwei chiste der OrtSverwaltung. Am Sonnlag findet nun in denselben �Stunden und länger im Amtslokal festgehalten wird. Jeder ge- Pokalen von 9—2 Uhr die Stichwahl statt. Zur«ahl stehen, schniegeve Nichtstuer würde mit� dem Spazierstock auf das Pult sieben Kandidaten, von denen sechs z« wählen sind; vier von> schlagen, wemi er gczwunge» wäre, c»»cs> nur eine halbe Stunde den sieben Kandidaten-gehören der Liste der Opposition cm, und'«n Post- oder Stel>eramt zu warten. Nur die Proleten im Osten �?.•...,.-- wir fordern die Kollegen auf, nur diese vier Kandidaten, deren'will man durch das Wartcniassen noch immer zur Cchassgeduld � k � ill««>n4>-rvn,� Namen noch durch Flugbläller vor den Wahllokalen de««b- E�chnKige Arbeiierfram dÜ! neben mir in der Steuer- Mois-i-r findet h�te nachmittag 4 w< Lyzecnn. Mai�-r-. stimmenden Kollegen bekanntgegeben werde», auf dem St, mm- wffe lohe-Strafte von 0 bi» J412 Ut,r vormittag darauf ge-. Wetmarische Strotze, statt. Die Bibliothek sich, d-n P<.rtetg«»oss-n �ttel stehen zu lassen und die andern drei»am«« zu streichen,.wartet hatte, ihr Veto anbringen zu-können, hörte ich aanz jeden S-«iUq von 6—7 Uhr in der Spedition uneiUgelllich zur ver- Mögen die Anhänger der OrtSverwaltung dann selbst in der � schüchtern bemerlen:»Ich muh doch meinem Mann Essen kochen." sugun?. Abstimmung entscheiden, mit welchem ihrer Kandidaten sie am. Dl« viele» Andere» wagten nicht einmal zu murren. Leider!. Distrikt Nlederbamiim'Slcrd. Wenigsten«nwerstanden sind. Folgt dieser Anweisung, lerne r �empsinde« sie nicht, welch« Mißachtung ihrer Person dar« liegt, da« i/tx. üktö. am Sapobag ictubleikn. j wenn_ sie negen einer Laypali« einen halbe» T«»g« einer Die Opposition. dumpfen AmlOstube verbringen müsse». Wenn sie Ausesien ........! müsse», wie die Beamte» hin und her rennen, und welch, en � sypAßrrlShcke 4M Filmpalast Kammersule, Teltrwer Str. 1—4. bureaulratischen Entwicklungsgang jede Einz.chtung zu Machen %tT Besitzer des Jilmpalaste» erklärt seinen Angestellten, die, hat; wie Faszikel und Bücher gewästxj und Einbragtinge» gemacht wegen Zahlung von Tariflöhnen vorstellig wurden, daß er nicht' werben, währenio ihre eigene, viel produktivere Arbeit ungetan daran denke, diese zu zahlen. Dem Vertrauensmann, der die Bezahlung forderte, wurde kurzerhand gekündigt. Derselbe Herr zablt noch heut« Arbeitern einen Tagelohn von 16 M. bei einer Arbeitszeit von morgen» 0 Uhr bis abends 10 Uhr. Ein anderer Arbeiter, der von morgen» Z�S Uhr bis 11 Uhr abends arbeitet, Mhält 60 M. Wochenlohn. Thpoarnph G. m. b. H. AiMgesperrie Kollegen, heute nachm. st Uhr Versammlung im bekannten Lokal. Die im Zentralverband organiflrrtrn Krankenkassen- inigcstell en hielten am Donnerstag eine Brcmcchenversammiung. ab, in der der SektlvnSlc'it«: M a y n z einen Bericht über die Beirre bungen gab, die sich in der Allgoineinen Ortskranlcnkasse, Nertm. betreffs Gründung einer BetriebSargcmisation bemerk- bar machen. Weiter teilte er mit, daß der Betr ebSrat der A. OK. ohne vorherige Verständigung mit der SektionSleitiing feine Zustimmung zur Leistnng von Ueberftunden gegeben ha-, wa» auf» schärfste»u verurteilten ßvi- Roch lebhafter Diskitssion wurden zwei bereits von der Vevtranenömär.�erkonferenz zu- gestimmte« Resolutionen angenommen, die sich gegen die Gründung von Betriebsorganisationen und der Leistung von Ueberstungen an»rehr als 3— 10 Tagen wenden. Apothekenarbeltrrl Dienstag, den 27. AprX,«bends Verelnskakender. FrefreliglSse Gemeinde. Sonntag romHiags 11 Uhr im Stodihous. Kloflsrstr. so, Dorlcag des Herrn Paul Rogoi: Der voilk»m>r.,»a Mensch.— Harmonium: Serencide(Tosri). Gülte willkommen. bleibt. An den Becimir» liegt nicht?. Die sind fleißig, nnd sie fassen vielleicht dadurch, daß mir» ihnen da» Publikum aus den Nacken setzt, noch mehr angetrieben werden. Denn olle dief« Arbeiten im Amt könnte man auch in Abwesenheit der Parteien erledigen. Wie dies ja auch bei den Stenereinzahlungen �durch Pastscheck gcfchifM. Und für Auskünfte und besondere Fäll« müß e e-ne' Zentrnlverü.md der Maschinisten miv Heizer sGeschSssc-llell« Gros)« besondere �Slelle vorhanden-ein. Aber wer wird mri Proselen j yerl-n>. Eonntro vormiü�.gs g Uhr in den Zentral-FtstsSlen, Alte viel Unrständ« machen. L. w.l Ja, wenn wir Bankdireftorc« wären ssakobsw. 32, outzerordenlüch« DenerolversommlunH. Wichtige Be» und in MinisterialburcauS zu tun hätten, nicht nm Stenern zu' schlüsse sind zu ernarlen de-Haid zahlreicher B-luch erforderlich. zahlen, um zu verdienen, dann könnten wir sicher sehe», daß � Zentrawrrband der AcicilüinociweB Deutschlands, Bez. Zentrum, mit Parte' W zuviel zumute» könnte doch einmal die schw elige Faust sich bemerkbar machen und für frischen Luftzug in den muffigen Bureau? sorgen. it Parteion umzugehen weiß. Man soll uns jedoch nicht Sonn tag, iÄ.Afi.il, 10 Uhr vormittags, m der Schul« Dipsstr. 23 3, es».»»«« �%S3«�i3!usr ssssst... Prenzlauer Vorstadt. Irigendgenassrn, die sich der Wanderung durch . die Hcwelberse citschlitfrcu wollen, werden ersucht, sich um 7 Uhr am Diese Worte sind gewiß sehr vielen aus dem Herzen ge- Bahnhof Süwl,h»user Allee(Eingang Mce-Ienhogeucr Strotze) zu v«v> sprachen. Leider muß nur gesagt werden, daß es a»ck Beamte sammeln. Fahrpreis 1 Mk.— Der Spiet- und UnterholwnVccketch aibt. die ia9 Vublihrrn auf eine Harfe GchuKwrpbe stellen. So lür Ortsgruppe Schrrchaitfei Viertel sindet Montag statt. wir» uns ei» Fall aus der 78. B r 0 t ko in m i s s j 0 n mitgeteilt/'.........~' 0 11 ,u""" � wo ein Beamter auf die Vorhaltungen de? Publikums hin sich erlaubt« zu sagen, er fertige dos Poblikum ab, wie«» ihm be- klebe und nicht, wie es das Publikum wolle. Im zynische» Ton «lt-rsriegenturne». Sonnabend»an S— 10 Uhr in Vcmkow, Äatf»> Flevricki-Strvtz« 56, Turnballe der 7 Gemeint�sss�cke. Vecoutwo'tllch für»i« Ziedakiion:«lsred vletepp, AeukSN» . Verlagsgenossenschafl„Freiheit", e. 6. rn. b. H.. Berlin.— Druck der Apoibckennrbeserl D»«nSt<»,, den 27. Avr»,«wenos 7� 1 �0,. r'-r.azug°,io>,en;lya,! Freiheit", e� w. m. v. v-,«eriin.— wrua, ver 7X Uhr, im Köingstadf- Kasino, Holzmarkt strafte 72, Gr. Ver-jletzte er dann noch hnzu: ,ssoo, nun werde>q erst mal ein« Ziga-> Lindenoruckerei und Verlogsgestllschost m. d. Schlssbouerdamm 13. tNesein?. Köpkor. fklamiaiuin. nlol»eli »»Ueres /kltinetnll trAukt tu den hoebstan Tages prei£®n Schlo?3erei Ni EMIINN« St.A�so*ire&l»erulr. SS, nur Hof, Im Kpfer, k. Lndea« Kopier. Messias Zlan, Bte', Queck« citber« rJutiirataüi ka n f t wieder zu er höhten Preisen Pflkize5S?nnen«tr. 17, rsfhcr. Wßrthikn. lorifrMlz. KBifer p. s«o MusaMc». BJU E'W.... ZWk... «owie si»ll Metille j>hlt konkurreirln, MITÄS. 3 Ankainlsalallaa: WaiMMharkV StraK, II, Kastanle,-All*e M ,» der Dderberser Stnle. K3p«n)ak«r SiraMe 121« an der Adalberlslr. J Jr'Ckelrifc-J'.r«lt. Oehroek- »»ak Cutawayaazu»,£om- Prima Verarbeitung, T«rk*W< Saliwe«. SKMw» Hitpsiitsr- V«rwer i ungs- O roH a ndfuog Königs ladt 6453 kanft ZeitunifSnaojer Kilo 1.60. nOcher uo Stampf. r, apier dio. tde! grSJerea Ronen freie»bholnni. Poli«» Naturstahl. Holztirtirauben kauft Fi�ftd) UcHtetkberg, Wc ichwelstr« 18#\!ox. 1260 Achiimgl Die höchsten Preise far Spkralbohrer S. S und W-, neae, xaklt SchuKIcct, Llchtenbers.Mdllendorifsfr. 10, ting.ii? kOdigerslt. Llchthr->324. Biet jeblsse SPIKALBOHRER SchmirgeUeinen. Hftc'istPreisc Mecbanidchc Werkstatt: Farster, b. Micheel, Chat), Nene Cb'ismraäe 7. f. Sil oir. I III Geld ÜS für Jede Wertsache, tlSekate Ankaufspreise I. Piandschclne, Rrillanten. Ooldzeeensüade. Teni iche. nicher nsur. Wnltl. Frlodrlcksfr. 41'II. f»,'aekif. SCMpfar, Messj?icf Zink usw., zabn- __Isse.(InecksMber-. BoHeßSehn Schi hau. er Allee Nr. M3. direkt HocKh: hn Dansitrer Str. METALLE Kitofer p. kg M. I2._ Mussin»....» 5,— Blei ,, ,».. 3,— i Preise Je nach Taueskars j Nwr WaiiniannstfaCe 22. Xup!*r 12,(te Messing 5.0€ j "Alt-.rictrlle. stotgua»� I•!>■,€& Kupfer. MessiD«. Metalle ieder__ LISCH-- Art zn böebsieo Tagespreise»! GrtrliiitriJSlSe 33 Ueriecb. öcaiieauimau. ist 4 am BaJuhol WdiSsme* J BßitßSssen. Befreiunar sofort. Alter nnd Ocschlecln ansebe». Ausk, umsonst. Aelleste u-beM- bev. ah.rie ees. cesch Methode. iDitttnt En2;bmht, M(io"hnn P f". Knoirziir-r�trO ült-Kktülle F�r tnjroavorwftrtCTti� "uvaHdcn. * o 5 5?Z