Nr. 177. Abonnements- Bedingungen: eius Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. is a ni siddhan idsplas Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, r. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 1. August 1897. Am 1. August eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Handelsverträge. „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die neue Welt". Die Aenderungen, die wir seit dem 1. Januar eingeführt haben, erfreuen sich des lebhaftesten Beifalls unseres Leserkreises, wie schon das fortwährende Steigen unserer Abonnentenzahl beweist. Unsere Literarische u. Volkswirthschaftliche Rundschau werden allgemein als bedeutungsvolle Bereicherung des Inhalts unseres Blattes angesehen. In unserer Unterhaltungs- Beilage werden wir den Roman ,, Cesarine" von Jean Richepin zu Ende führen. Neue Abonnenten erhalten den bereits er schienenen Theil des Werkes nachgeliefert. Auf das Werk des Franzosen folgt dann eine Humoreske von Ernst von Wolzogen: „ Bimmer Nr. 13." Spielt diese luftige Geschichte in Italien, so führt uns die rasch bekannt gewordene Novellistin Clara Biebig mit ihrer größeren Erzählung „ Die Schuldige" unter die Bewohner der wilden Eifel.„ Die Schuldige" ist die Liebesgeschichte einer Bauernmagd, voll tragischer Accente und wuchtig einfegender Handlung. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate August und September entgegen.( Eingetragen in der Post Beitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.) = Redaktion u. Expedition des Vorwärts". je Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Dagegen sind unsere Agrarier noch immer für das so man das abzuwehren und für seine eigenen Tarifermäßigungen fortige Scharfschießen. So lange geschossen wird, haben sie Tarifzugeständnisse auf der Gegenseite einzutauschen und im allerdings nur zu gewinnen; und was danach kommt, kann Nothfall zu erzwingen sucht, das ist etwas, was auch die für sie auf keinen Fall schlimmer sein wie die bestehenden Sozialdemokratie nicht bedingungslos verwerfen kann. Es tommt nur darauf an, wie die Opfer einer Pressionspolitik In unserer Parteipresse ist freilich der Gedanke vertreten aussehen und ob die nothwendigen Opfer im Verhältniß zu worden, wir sollten durch weitere Getreidezoll- Ermäßigungen den wahrscheinlichen Erfolgen für die Arbeiter unserer die Amerikaner zur Umkehr in ihrer Industrie- Schutzoll- exportirenden Industrie stehen werden. Politit bringen. Der Plan ist einfach und schön, wie so Hier haben wir, offen gestanden, das denkbar geringste mancher andere auch; leider fehlen, in Deutschland sowohl wie Vertrauen zu der neu zusammengeleimten Regierung. Judeß in den Vereinigten Staaten, alle Voraussetzungen zu seiner werden wir wohl bereits in einigen Tagen erfahren, welchen Verwirklichung. Es mag zweifelhaft sein, ob die agrarische Kurs sie zu steuern gedenkt. Bewegung bei uns so start ist, daß sie bei der nahenden Revision unseres Tarifs eine Erhöhung unserer Getreidezölle durchzusehen vermag; unter den bestehenden 5 Mark- Die Engländer in Indien. Boll herabzugehen( bez. den 3,50 Mark Boll bei vertragsLondon, den 28. Juli 1897. läufig feine Regierungs- und feine parlamentarische Mehrheit ist die Straffolonne, welche die Wafiri's im Tokhi- Thal für den mäßigen Vergünstigungen des Auslandes), dafür wird vormäßigen Vergünstigungen des Auslandes), dafür wird vor Wieder eine militärische Grenzexpedition in Indien. Noch in Deutschland aufzutreiben sein. Wagt doch nicht einmal Ueberfall auf eine Grenzregulirungs- Kommission zu Paaren treiben die freisinnige und bürgerlich- demokratische Partei mehr, eine soll, nicht mit ihrer Aufgabe fertig, und schon wird von einem energische dauernde Agitation für Abschaffung der anderen Theil der nordwestlichen Grenze Indiens ein ähnlicher Getreidezölle zu führen; man erwähnt wohl hie und Ueberfall gemeldet. Im Swat Thal von Chitral am Hindutusch hat da noch einmal, daß ein von einem Priester( Mad Mullah) geführter muhamedanischer die Zölle die Zölle dem Großen mehr Bergitamm eine dort stationirte englische Kolonne bei Nacht nüßen wie dem Kleinen und daß sie manchem Landwirth überfallen, wobei ein Offizier getödtet und mehrere audere schwer auch gar nichts nügen; man hütet sich aber sehr wohl, durch verwundet wurden. Natürlich verlangt die Aufrechterhaltung des stärkere systematische Angriffe auch noch den legten bäuerlichen Ansehens der Engländer, daß für den Ueberfall Sühne genommen und ländlichen Wähler dem Bund der Landwirthe zuzutreiben. wird. Schon sind von Beschewar her Truppen abgeordnet und so Unter solchen Umständen, die wahrscheinlich länger fortbestehen kommt eine Strafexpedition zur andern, statt Erleichterungen erfährt werden wie der ganze Dingleytarif, hat es natürlich gar keinen das indische Militärbudget neue Belastungen. Das liberale Kabinet Sinn und Zweck, in Erörterungen darüber einzutreten, was batte 1895 befchloffen, die Besagungen des Chitral als überflüssig wir durch eine neue Ermäßigung der Getreidezölle von den zurückzuziehen, das Kabinet Salisbury aber hat als starte" Regierung diefen Beschluß umgestoßen, weil die ständige Besaßung Amerikanern an Zugeständnissen erkaufen könnten ganz ab Aufstände verhindern und so billiger fomme, als die sonst noth gesehen davon, daß die darau in der Parteipresse angeknüpften wendigen Expeditionen. Es scheint, als ob diese Theorie irgendwo Betrachtungen weiter noch auf einem vollständigen Verkennen fehlerhaft ist, genau so wie die der wissenschaftlichen Grenzen." aller Entwickelungstendenzen der nordamerikanischen Wirth- Aus Puna in der Präsidentschaft Bombay wird die Ver schaftspolitik beruhen. Doch das nur nebenbei. haftung des Herausgebers einer der dortigen anti englischen Mah Wenn also die Agrarier von dem Ausgang eines Zoll- ratta- Beitungen gemeldet. Buna ist das Zentrum der anti- englischen frieges nichts zu fürchten brauchen, weil ihnen ihre heutige Agitation in Indien, und das betreffende Blatt ,, Kesari" soll die mit Position gesichert bleibt, so scheint ihnen die Zeit des Kampfes leumdet, wie überhaupt die größten unwahrheiten in die Welt der Bekämpfung der Pest betrauten englischen Beamten maßlos ver felber mancherlei Beute zu versprechen. War es mit dem gesetzt haben, um die Bevölkerung zu Widerseßlichkeiten gegen die allgemeinen Getreide- Einfuhrverbot nichts, so wäre eine Ab- Regierung aufzureizen und Konflikte zwischen Muhamedanern und sperrung gegen die Vereinigten Staaten immerhin etwas. Ist Hindus hervorzurufen. So behaupten die offiziösen Organe der doch erst im Jahre 1875, gerade im Hinblick auf etwaige Boll- fonservativen Anglo- Indier. Mit welchem Recht, wird der Prozeß friege, der Buschlag zum Betrag der tartfmäßigen Eingangs zeigen. Der Verhaftete, Bal Gangadhur Tilat, war vor einigen abgabe von 50 auf 100 pCt. erhöht worden, sodaß das Wochen in Puna zum Mitglied des gesetzgeberischen Rathes von amerikanische Getreide mit einem Zoll von 10 M. ge- Sandhurst, Bombay gewählt worden und der Gouverneur von Bombay, Lord der das Recht der Ablehnung hat, hatte die troffen werden könnte. Dazu käme die Vertheuerung Wahl bestätigt. Durch ein eigenthümliches Zusammentreffen war der amerikanischen Fleischeinfuhr weiter,- und hierauf die Bestätigung an demselben Tage erfolgt, an dessen Abend das spekuliren die Dstelbier ganz besonders der Petroleum Attentat auf die zwei Regierungsbeamten ausgeführt wurde, und zuschlag, der dem Spiritusglühlicht zu größerer Verwendung die konservativen Anglo- Indier haben daraus Anlaß genommen, und damit den Schnapsbrennern zu höheren Gewinnen ver- Lord Sandhurst, der ein Liberaler ist, sowie die ganze liberale und die amerikanische Bollpolitik. helfen soll. Die Agrarier haben es also leicht, die nationale Bolitik in Indien bitter zu kritisiren. Preßfreiheit, parlamentarische Würde, das Selbstbewußtsein der deutschen Nation zu ver- Einrichtungen und dergleichen seien für ein so verlogenes Volt wie Der Dingleytarif ist vorige Woche, in der Nacht vom treten, da sie für den Kampf gar keine Opfer zu bringen, die Indier völlig unangebracht, jede Nachgiebigkeit werde in Asien als Beweis der Schwäche ausgelegt, Gerechtigkeit mit Freitag zum Sonnabend, an allen Zollämtern der Vereinigten wohl aber Beute zu erhoffen haben. Strenge gepaart sei- das einzige Mittel, die Indier Staaten in fraft getreten. Für die Arbeiter liegen natürlich die Dinge gerade au regieren, Die, wie ihre Geschichte zeige, fich alt Die Haltung der deutschen und auch der ausländischen umgekehrt: alle Opfer der Vertheuerung der Bedarfsartitel aller Zeit zur Selbstregierung unfähig erwiesen hätten Bresse ist heute eine wesentlich ruhigere wie zur Zeit der fallen ihnen zu; und wenn sie auch ähnlich wie das Industrie- furz starte Regierung müsse die Parole fein. Einbringung des Entwurfes im Repräsentantenhause. Wie fapital an einer Erleichterung und Erweiterung unseres fich Lord Sandhurst auf diese Weise hat ins Bockshorn jagen lassen schäumte und tobte es damals nicht unter allen industriellen Exportes interessirt sind, so empfiehlt sich für sie doch doppelte oder ob er durch den Prozeß nur diese Angriffe entfräften will, läßt und agrarischen Interessenten! Die Interpellation des Grafen Vorsicht bei dem stets unsicheren Wagniß eines Zollkrieges, weil sich natürlich nicht kurzweg entscheiden. Er hat den erschossenen Kaniz im Reichstage, die auch von dem linken Flügel der selbst etwaige spätere Erfolge ihnen lange nicht so unmittelbar diese sehr übertrieben waren, ist in hohem Grade wahrscheinlich. Mr. Rand gegen die Angriffe der Hindupresse vertheidigt, und daß Nationalliberalen unterstützt war, schien der erfte zu gute kommen wie dem Kapital. Der Orientale ist immer zu Uebertreibungen geneigt, im Guten wie Schuß zur Einleitung des Zollkrieges zu sein; die Für besonders erfreulich können wir die bestehenden Be- im Bösen. Die Bekämpfung der Peft in einem Lande, wo Sitte und handelspolitisch feindlichsten Brüder schwuren sich treueste ziehungen zwischen Deutschland und der Union allerdings auch Religion fich gegen Maßregeln der Hygiene sträuben, an denen in Bundesgenossenschaft gegen die unerträgliche Anmaßung der nicht halten, und wir haben schon öfter darauf hingewiesen, Europa niemand Anstoß nimmt, war für die mit ihnen betrauten BeYankees. Selbst Blätter wie die National- Zeitung" wollten daß die Hauptschuld an den Vereinigten Staaten liege, die für amten feine leichte Arbeit, und daß dabei gelegentlich Verlegungen sofort zu den Waffen des Kampfzolltarifs greifen. die Selbstherrlichkeit ihrer Handelspolitik noch nicht einmal des sehr entwickelten Schicklichkeitsgefühls der Hindus vorgekommen Es ist kein Wunder, daß gerade die exportirende diejenigen internationalen Schranken zugestehen, die selbst das fein mögen, ist um so wahrscheinlicher, wenn man sich vergegenIndustrie allmälig ihren Eifer abgekühlt hat. Einmal autokratische Rußland seit 1894 anerkennen mußte. Rußland wärtigt, daß die Arbeit eine feineswegs ungefährliche und oft sehr widerliche war. Wenn also die Sindupreffe von Bergewaltigungen, ist in dem üblichen Hin und Her zwischen Senat und hat damals eine ganze Reihe wichtiger Zollsäge auf lange verübten Unschicklichkeiten 2c. schrieb, braucht fie dabei weder beRepräsentantenhaus mancher Bolljayz abgebröckelt, so daß im Jahre vertragsmäßig festgelegt, während die Union noch fonders gelogen zu haben, noch brauchen die den Anklagen zu grunde großen und ganzen die Säße des alten Mc Kinleytarifs ihre immer jede Tarifbindung ablehnt und außerdem liegenden Thatsachen besonders arg gewesen zu sein. Den ErWiederauferstehung gefeiert haben. Hat man früher diese die Meistbegünstigungsklausel sehr wenig freundschaftlich aus- fchoffenen selbst waren feinerlei Unanständigkeiten vorgeworfen, se Erschwerung der Einfuhr nach der Union mit leidlichem legt. Das kann freilich auch niemand verlangen; andererseits scheinen sich lediglich durch Verlegung der Empfindlichkeiten der Gelingen, oft fogar ohne jede Einbuße überwunden, wird man es den mitteleuropäischen Großstaaten nicht ver- Indier verhaßt gemacht zu haben, und daß viele Engländer die will man jetzt den Amerikanern beweisen, denken können, wenn sie mit allen Mitteln darauf ausgehen, überlegene Raffe" in höchst verletzender Weise hervorkehren, ist sehr daß sie unerhörtes Unerhörtes gethan und darum Gegenmaß eine andere Grundlage für ihre Handelsbeziehungen zu Amerika ein Hauptsiz der europäisch gebildeten indischen Intelligenz, und wohl glaubhaft. Buna ist eine der europäischsten Städte Indiens, regeln zur unbedingten Nothwendigkeit gemacht hätten? zu schaffen. jede Gebahrung, die den Indiern zeigt, daß man sie als minder Die Hauptursache der größeren Friedensstimmung ist je Die bloße gegenseitige Meistbegünstigung hatte ihre große verthige Raffe betrachtet, muß dort bitterer empfunden werden, als doch, daß unser Export die letzten fünf Monate in fieber Bedeutung, als die Freihandelsströmung eine allgemeine war; in weniger von europäischer Kultur beleckten Theilen Judiens, denn hafter Geschäftigkeit ausgenutzt hat, um enorme Waarenmassen sie sicherte damals jedem Staate die Bollherabsetzungen, die von Hause aus ist der Afiate sehr zur Anerkennung der„ Autorität" noch zu den alten Zollfäßen in die Vereinigten Staaten über irgendwo im Auslande, vielleicht zunächst nur im Verhältniß zu geneigt. Das muß man der Buna- Presse zu gute halten. Von einer zuführen. Für die nächste Beit ist also der Schaden zu einem einer befreundeten Macht, eintraten. Die Meistbegünstigungs- Ver- grundsäglichen Opposition gegen die englische Herrschaft ist schwerlich. guten Theil abgewehrt, und wenn man bedenkt, daß nach der träge waren dann wenigstens das kleinste Uebel in der Zeit all- bie Rede, eher von einer Bewegung nach Art der indischen Homerules üblichen Entwickelung der Dinge die Union so wie so in ein gemeiner Schutzzollsteigerung; fie wahrten dann zwar jedem Staate mit der indischen Hungersnoth haben die Attentate teinen direkten Agitation, es ist ein Kampf für bestimmte Selbstverwaltungseinrichtungen. paar Jahren wieder ihren Rückschlag nach der mehr frei- die von ihm gewünschte freie Hand für die weitere Steigerung Busammenhang. Diese Hungersnoth ift endlich in entschiedener Abhändlerischen Seite durchmachen muß, so bleibt zwar seiner Tariffäße, sie zwangen ihn infolgedessen freilich auch, nahme und es wird sich bald feststellen lassen, wieviel Opfer an immer noch ein bitterer Rest von dem drüben ge- diese ungebundene Freiheit auch anderen Staaten einzuräumen; Menschenleben sie gefordert hat. Daß die Zahl der Opfer ganz brauten Trant hinunter zu schlucken,- aber wer aber sie ftellten ihn doch in der Konkurrenz auf dem fremden außer Vergleich geringer ist als die irgend einer der früheren großen weiß, ob die Folgen eines auf beiden Seiten Markt jedem anderen ausländischen Staate gleich. Völlig Hungersnöthe, untersteht keinem Zweifel. Daß die indischen Bauern ernst geführten Bollkrieges nicht noch bitterer sind und ob die unzulänglich erwiesen sich die bloßen Meistbegünstigungs- in so riesiger Bahl durch ein paar Mißernten vor dem absoluten etwaigen Erfolge viel früher und stärker eintreten werden, wie Verträge erst, als die Schutzzollströmung auf der einen Seite Berhungern gestellt sind, ist schlimm genug und schreit nach Abhilfe, bei der so wie so zu erwartenden natürlichen" Reaktion? zuriiduthete, auf der anderen jedoch noch immer anschwoll. braucht aber nicht der Ergänzung durch Zahlen, die allen bekannt geworden Thatsachen ins Gesicht schlagen. Das unschlüssige Schwanken und Zögern unserer Industrie Hier garantirten sie dem einen Theil alle Zollherabsehungen nach der ersten Aufwallung des Aergers und Zornes ist daher für seine Ausfuhr, während der andere Theil beständig weiteren durchaus begreiflich. Bollerschwerungen für seinen Export entgegensehen muß. Das wie Deutschland " . 06 Politische Webersicht. flare und entschiedene nachgeordneten preußischen Ministern vollstreckungsbehörde selbst habe stattfinden können. " gruppe TSAF und solche Wer be ermöglicht. Aehnliche Fälle sind ja bereits früher von uns mits[ faum. Das Mißtrauen gegen das Lehrerelement in den leitenden Berlin, 31. Juli. getheilt. Judeß überstieg in jenen Fällen unserer Erinnerung nach Kreifen tritt ja hier nicht zum ersten Mal hervor. Und vou dem die unberechtigte Freiheitsentziehung nie einen Tag. Un Kultusminister, der die Kinder von Diffidenten gegen die Uebers Fürst Hohenlohe wird Sonntag in Berlin eintreffen; möglich scheint uns, daß eine solche falsche Strafvollstreckung zeugung der Eltern und entgegen dem Wortlaut und dem Geiſt wir erwarten, daß er wegen der zahlreichen unerledigten Ver- ohue strafrechtlich zu verfolgende Nachlässigkeit der Straf zwingt, von dem ist es auch verständlich, der preußischen Berfassung gewaltsam in den Religionsunterricht wenn er die den flare und entschiedene Winke giebt und daß er den Bundesrath auch das Terenz'sche Spottwort: Wenn Lehrer unter die geheime Aufsicht der geistlichen Schulinspektoren wenn zwei dasselbe stellt und deren amtlichen Berichten das Lebensschicksal der Lehrer veranlaßt, zu einer Sigung zusammenzutreten, um die thun, so ist es nicht dasselbe, zu einem preußischen Rechtsgrund- überläßt. Webe fortan dem Lehrer, der nicht die Augen fromm Beschlüsse des Reichstags vom 20. Mai endlich zu ratifiziren. fay hat erhoben werden können, so dürfte doch dieselbe Ehre genug gen Simmel schlägt und sich nicht recht zu Pfarrer Wir wüßten wenigstens nicht, was wichtigeres einem Staats- bem Diktum„ doppelt hält beffer" als Grundsatz und Superintendenten zu stellen versteht! Wie gesagt, bei dem mann, der auf einen guten Namen und auf ehrenhafte Nach einer Strafvollstreckung niemals ohne Gesetzesverletzung Kultusminister wundern wir uns über gar nichts. Aber man zufe bei seinem Abgange etwas hält, erscheinen kann als die zu theil werden können. Wer leistet dem armen Dylong fieht bei dieser Gelegenheit wieder, wo die Herren Stumm und endliche Einlösung eines schon vor langer Zeit gegebenen Ver- für die im Wege Rechtens gegen ihn erfolgte unberech gleichgesinnte Rumpane hinaus wollen, wenn ihnen auch ein sprechens. Bei aller politischen Gegnerschaft zum Fürsten Hohenlohe auch für das Bürgerliche Gesetzbuch die Einführung einer tigte Strafvollstreckung Ersatz? Der Reichstag hat bekanntlich solcher Kultusminister noch nicht reaktionär genug ist. - Ueber die Haltung des allerneuesten Rurses können wir doch nicht annehmen, daß er sich zur Gesinnungs- Haftpflicht des Staats selbst für solche Fälle mit Hilfe der gegen die Sozialdemokratie äußert sich Maximilian Harden in Tofigkeit der von Stumm fubventionirten Saar- und Blies- Agrarier abgelebut. einem in Form eines Zwiegesprächs gehaltenen Leitartikels der leyten Beitung" erniedrigen würde. Dieses würdige Blatt schreibt: Nummer feiner Zukunft": Die preußische Regierung hat nun durch Borlage der Vereins- Der Friedensvertrag sollte heute vom Sultan unterAuch bin ich in der sozialdemokratischen Presse so oft und so gefehnovelle das von dem Herrn Reichskanzler gegebene Verzeichnet werden, Bis zum Redaktionsschluß ist eine dahin gemein beschimpft, mit so läppischen Lügen und Verleumdungen fprechen in loyalfter Weise eingelöst, ist aber an der Ausführung gehende Meldung noch nicht eingetroffen. überhäuft worden, daß ich ganz gewiß keinen Anlaß habe, den deſſelben durch den ablehnenden Beschluß des Abgeordnetenhauſes Die„ Times" melden aus Konſtantinopel von geſtern: Die Führern in zärtlicher Liebe ergeben zu ſeint. Mix entgeht auch die verhindert worden. Es bleibt somit alles beim alten, das heißt Botschafter erhielten von ihren Regierungen die Instruktionen, Gefahr eines Bustandes nicht, der ein um den Nahrung- Spielraum das Verbot für politische Vereine, unter einander in Berbindung sich dem deutschen Vorschlage der Errichtung einer aus- ringendes Bolt in zwei einander fremde und feindliche Welten scheidet, zu treten, bleibt bestehen." Außer der Stumm- Presse hat kein deutsches Blatt, selbst infolge dessen wird morgen, Sonnabend, die nächste Sigung desselben Waterhauses den inneren Feind nennen dürfte, den man, ländischen Kontrolle für die hellenischen Finanzen anzuschließen; aber mir scheint, daß man gerade im Lager der Besitzenden das Bewußtsein der Boltsgemeinschaft niemals verlieren, nie Söhne fein offiziöses, gewagt, dem Reichskanzler eine derartig in Sachen der Friedensverhandlungen stattfinden. infam, jesuitische" Auslegungskunst zuzumuthen. Die vom wie den äußeren, mit Flinten und Kanonen zu überwältigen fucht. Aus Athen wird demselben Blatte gemeldet, daß die Wir brauchen auch die verirrten, hadernden Brüder, von ihnen König an der Saar und Blies unabhängige Presse hat Regierung die äußerste Anstrengung mache, die Mittel zur fordert der Staat, wie von den forrettesten Betennern guter Ge in dieser Frage fich auf den von uns eingenommenen Stand- Bahlung der ersten Rate der Kriegsentschädigung zu be- finnung, Opfer an Blut und Gut und die Phrase, daß fie außer einen Leitartikel, der diese Frage behandelt, folgendermaßen schließt: An Bord des Transportschiffes Tyne" sind heute Rörnchen verständigen Sinnes; sie müssen gegen den Staat und die Das Nothvereinsgesetz enthält nur das, was die verbündeten gegangen. 400 Mann englischer Infanterie von Malta nach Kreta ab- Gesellschaft ihre Pflicht pünktlich erfüllen und werden, wenn sie es nicht thun, bestraft. Sehr hart sogar bestraft, auch ohne Ausnahmes Regierungen zu erfüllen versprochen haben. Gerade umgekehrt wäre es mit der Würde ber verbündeten Regierungen unvereinbar nach we ben fi, was our ber auf Die Kriegsentschädigungsfrage, oder richtiger, der Modus, gefeß; es ist für den Arbeiter, der seiner Familie nicht einen Nothoder richtiger, der Modus, und für ihr Ansehen verderblich, wenn sie auch jest wieder ihre nach dem die Kriegsentschädigung gezahlt werden soll, bildet bei den Pfennig zurücklaffen kann und nicht weiß, was aus der Frau und und für ihr Ansehen verderblich, wenn sie auch jetzt wieder ihre immer noch nicht abgeschlossenen Unterhandlungen mit den Mächten acht Monate und länger ins Gefängniß muß, Zuflucht zu halllosen Vorwänden und dialektischen Kunststücken die Hauptschwierigkeit. Einverstanden ist Griechenland mit der Strafen treffen ihn oft für recht geringe Berfehlungen, immer noch nicht abgefchloffenen Unterhandlungen mit den Mächten den hilflosen Kindern wird, keine Kleinigkeit, wenn er auf sechs, nähmen, um der Erfüllung eines gegebenen Versprechens auszu- Zahlung von 4 Millionen Pfund und die Türkei damit, daß sie denen man in feiner Lage, Lebensführung und Unwissens weichen." and put S nach Bahlung dieser Summe das von ihr besetzte Thessalien au beit wohl milbernde Umstände finden tönnte. Der Landwirthschaftsminister hat beim Festmale, das räumen hat. Die Schwierigkeit ist nur die, wo Griechen hauptet, unsere Gefeße reichten nicht aus, um ruchlose Thaten mit dem Jubiläum der landwirthschaftlichen Akademie Boppels- land die nöthigen vier Millionen hernehmen soll. Deutsch der nöthigen Strenge zu ahnden, der macht sich mindestens unbedorf folgte, eine Feftrede gehalten, die wohl blos deshalb sehr land hat bekanntlich vorgeschlagen, die Griechen sollten die wußt einer Unwahrheit schuldig. Von dieser Ueberzeugung ist man großes Aufsehen machte, weil sie in den schäumenden Wein ja auch geleitet worden, man der Agrarier wieder etwas Wasser goß. Wir heben aus der Türkei möge, ähnlich wie es ähnlich wie es nach dem deutsch- französischen Sozialistengeset verzichtete. Wo or fieben Jahren auf das Kriege der Fall war, allmälig nach Maßgabe der Naten von Stumm, Miquel und alle die anderen? Weshalb erhoben sie, da Rede einige Stellen hervor: die Man muß es zurückweisen, wenn gesagt wird, der zahlungen die provisorische Otkupation griechischen Gebietes auf ein so wichtiger Entschluß zu faffen war, wie er selten einer RegieStaat muß allein den Landwirth in kritischen lang, weil man besorgt, daß die allmälige Räumung Thessaliens zu nicht ihre Stimme? geben. Dieser Vorschlag fand in der Konferenz deshalb wenig Ane rung aufgenöthigt wird, im Parlament und im Staatsrath warnend Beiten über Bord halten. Der Landwirth, der einer Quelle neuer Schwierigkeiten werden könnte.d Sie schwiegen, weil daiser das liſtengeset fallen lassen wollte, und fordern für de nicht versteht, sich zu belfen, verdient nicht, Staat jekt nein Landwirth zu sein und nicht Deutscher; denn jeder Deutsche Jedenfalls wäre Griechenland auch mit dieser Lösung der Frage Schußwälle, weil der Kaiser seinen Sinn geändert hat. Dazu aber ist darf erst dann, wenn seine Kräfte erschöpft sind, an Hilfe Raten. Borgen wollen aber die Kapitalisten der verschiedenen und Volksrecht die Grenze gezogen worden, daß noch ferner eines nicht gedient, denn es fehlen ihm auch die nöthigen Gelder zu den nicht in einem Jahrhundert schwerer Kämpfe zwischen Monarchenmacht appelliren. So liegt die Sache: Erst sollen, und wie ich Staaten Griechenland nichts mehr, nachdem dieses für feine älteren Sterblichen Wille souverän mit den Schicksalen der Völker schalte. weiß, wollen die Landwirthe fich felbst helfen. Erst wo ihre Kraft aufhört, da kommt die Hilfe des Staates, und diese Anleihen die Binszahlungen auf 30 pet. ihres eigentlichen Betrages Biel, sehr viel gefährlicher als die ärgste Ausschweifung schlimme mit den Schicksalen der Bötter fchalte läßt unser Kaiser und König den Landwirthen im vollsten Maße sich entschließen, für die Kriegsentschädigung die Garantie Kind zu behandeln, dem man die Puppe giebt und, wenn es nicht reduzirt hat. Und wenn nicht die europäischen Großmächte Demagogen wäre heute der Verfuch, ein mündiges Volk wie ein angedeihen. In diesem Maße und in dieser Hinsicht sind die zu übernehmen, wozu wohl teine Neigung vorhanden ist, ganz artig dann gleich jedem Wint folgt, wieder nimmt. Die Guts Landwirthe auf Staatshilfe angewiesen, wenn sie sich voll bewußt dann erhält Griechenland von sind, daß sie sich zuerst selbst zu helfen haben. von keiner europäischen Finanz scheidung vom Jahre 1890 bat, mag man sie nun rühmen oder Die Agrarier find natürlich mit diesen Ausführungen oder nur um eine Million Pfund handeln sollte, unter einer anderen baß man mit der Sozialdemokratie unter einer gemeinsamen Rechtseine neue Anleihe, gleich viel ob es sich um 4 Millionen tadeln, einen ganz veränderten Zustand geschaffen: sie hat anerkannt, unzufrieden. Die Deutsche Tages- 3tg." droht schon dem Bedingung, als daß Griechenland unzweifelhafte Sicherheiten ordnung hausen kann, und die sieben Jahre, die seitdem verstrichen Manne, der Landwirthschaftsminister von Preußen sein bietet. Diese Sicherheiten vermag aber nur eine Kontrollkommission find, fann kein Machtgebot aus dem Gedächtniß tilgen. Ein neues will und andere Meinungen zu äußern wagt, als sie su liefern, welche nach dem Muster Egyptens eingesetzt wird. Hier Sozialistengesek würde in jeder Form von den proletarischen Massen im Bunde der Landwirthe gebilligt werden. Das Bündler- liegen bei den jebigen Verhandlungen die Hauptschwierigkeiten, da jetzt als eine unverdiente Härte empfunden werden; sie haben zu er blatt schließt seine Betrachtungen über die Rede des Herrn sich mehrere Mächte einer solchen Finanzkontrolle, die auch wesentlich neuter Bedrängung keinen Anlaß gegeben und dürfen nicht mit der Buße v. Hammerstein- Lorten mit folgenden Säßen: im Intereffe der deutschen Gläubiger Griechenlands liegen würde, für den Irrthum weicher gebetteter Boltsgenossen belastet werden. werden. " So, wie die Rede jetzt berichtet wird, gewinnt es fast den widersetzen.pn Vielen kleinen Landwirthen und Gewerbetreibenden geht es Anschein, als sei er noch der Meinung, daß die Selbsthilfe aus Krieg nicht zum ersten Mal sehen, daß das Großtapital unter immer noch gerade so weit wie der Handarbeiter, der nur die Kraft Interessant ist die Erscheinung, die wir im griechisch türkischen leider recht schlecht; aber sie sind, wenn sie alles verloren haben, reiche, um den Nothstand zu heben. Die Möglichkeit diese allen Umständen zu verdienen und auch bei Kriegs- Anleihen und Geschmeidigkeit feiner Glieder auf den Markt bringen kann reiche, um den Nothstand zu heben. Die Möglichkeit dieses Frrthums hätte er verhindern müssen, in ihr Schäfchen ins feinem eigenen Juteresse und im Interesse der deutschen Griechische Nationalbank hat den Staat während gebt ihm auch in Zeiten des Verdienftes nicht so gut, wie man bringen weiß. Die und hungern muß, wenn er dafür keinen Käufer findet. Und es des Krieges große Summen zur Kriegsführung geliehen; der Staat geht ihm auch in Zeiten des Verdienstes nicht so gut, wie man heute gern erzählt. Erft vertrages seitens Großbritanniens ist fein vereinzelter blos stand in Noten der Bant, die durch Gold natürlich nicht gedeckt sind, also in einem nicht ungefährlichen Betriebe, täglich von sechs ber Bahnstrecke, gegen das Deutsche Reich gerichteter Aft; auch der Handelsvertrag die Bant also nichts weiter wie Druck und Papier kosten, trotzdem Uhr früh bis sechs Uhr abends arbeitet und vom Staat dafür einen mit Belgien und wahrscheinlich mit anderen Staaten ist seitens aber die vollen Zinsen einbringen; denn der Staat hat sich zur Tagelohn von zwei Mark erhält. Glauben Sie, daß er davon mit Englands gekündigt. Anläßlich der Kündigung der Verträge vollen Binszahlung der Bant gegenüber verpflichten müssen, seiner Familie in Berlin behaglich leben kann und daß er geneigt sind seitens des hiesigen großbritannischen Botschafters Vor- während sich die auswärtigen Gläubiger Griechenlands mit 30 pCt. sein wird, in dem Grafen Limburg- Stirum seinen Vertrauensmann schläge wegen Verhandlungen über einen neuen Vertrag ge betrug der Gewinn der Nationalbant im Kriegshalbjahr, wo alle der schuldigen Zinsen begnügen müssen. Unter solchen Umständen macht worden. Es war dunkel geworden. Mein Tischgenosse stand auf Geschäfte ſtagnirten, 4900 camen ich, Der neue Reichsschatzsekretär wird sich durch diese Kündigung mehr, als im vorhergehenden Halbjahr. Es giebt also auch in und sagte lächelnd:„ Na, Sie sehe ich auch noch als Sozialdemo vor eine große zollpolitische Aufgabe gestellt sehen, handelt Griechenland Leute, die den„ Patriotismus“ mit den Intereffen des aber ich gestehe Ihnen, daß ich jeden beneide, der innig an die Diesen Schmerz werden Sie nicht erleben", antwortete ich, es sich doch bei dem Vertragsabschluß nicht blos um England, Kapitals zu vereinigen wißen.nin ర Heilslehren der Sozialdemokratie glaubt, denn nur ihm bleibt, wie sondern fast noch mehr um die englischen Kolonien. Unsere nothindie Dinge heute in Deutschland liegen, noch eine frohe Hoffnung. leidende" Landwirthschaft wird befürchten müssen, daß England Big Diefer stak vode dog Birgt dieser Zustand nicht eine größere Gefahr als alles Heßen und seine alte Drohung ausführt und sich gegen die UeberZu den Wahlvorbereitungen des Bundes der wühlen der wüftesten Agitatoren?" schwemmung mit deutschem, durch elende Löhne und Ausfuhr Deshalb tritt heute bie„ Deutsche Tageszeitung" energisch für den Dem Kanonen Krupp haben nicht wir, aber andere and wirthe gehört auch die Gewinnung der Handwerksmeiſter. prämien billig gemachten Zucker zu schüßen sucht. Die Meist: Befähigungsnachweis und die Zwangsinnung ein, sie nennt die vom Beitungen schweres Unrecht gethan, indem sie behaupteten, der begünstigungsklausel wird voraussichtlich wegfallen oder in Reichstag in der letzten Session beschlossene Innungsnovelle eine größte Lieferant des Deutschen Reiches habe im Herrenhause gegen ihrer Wirksamkeit durch die Bestimmung beschränkt werden, daß fast werthlose Abschlagszahlung. Da tönnen wir uns in der die Verböserung des Vereinsgefeges geftimmt. Die„ Kreuz- Zeitung" tein Staat das Anrecht habe, die für das Mutterland geltenden nächsten Reichstags- Seffion auf einige lediglich zum Zwecke der fonstatirt, daß Herr Krupp für die lex Bedliß gestimmt habe. Wir Bölle in den Kolonien auf seine Waaren angewandt zu ver- Berhebung gestellten agitatorischen Anträge" auf Einführung des versichern feierlich, daß wir Herrn Krupp niemals Langen. Befähigungsnachweises und der Zwangsinnung gefaßt machen. lichen schwer tränkenden Behauptungen nahe treten würden. Obgleich über die Absichten der englischen Regierung noch Was sagt da Herr Miquel zur neuesten Leistung seiner Aufbie Mittheilungen des Abgeordneten nichts bekannt ist, kann man ruhig behaupten, daß die Kün- Freunde? Schoof an die Hannov. Tagesnachr.", die wir im gestrigen digung der Handelsverträge seitens Englands für die ganze berger Handelskammerbericht für 1896 befindet sich bezüglich des Korr.":" Der Abg. Schoof hat das Bedürfniß gehabt, wegen seines Russischer und deutscher Weizen. Im Heidel Blatte zum theil wiedergaben, antwortet die Nat. Lib. Welt ein zollpolitisches Ereigniß ersten Ranges ist. Getreidehandels folgende Stelle: Ausschluffes aus der nationalliberalen Fraktion des AbgeordnetenAus der preußischen Justizverwaltung. Der Handels- Seitdem russischer Weizen wieder von unseren Mühlen ver- hauses vor seinen Hannoverschen Landsleuten sich zu rehabilitiren. Zu mann Dylong wurde vom Amtsgericht zu Kattowitz wegen mahlen werden kann bei differenzirtem Zoll war dies un diesem Zwecke bezieht er sich, nach dem Berichte der„ Hannov. Tagess Verstoßes gegen die Bestimmungen über den Wandergewerbemöglich ist die Nachfrage nach unserem inländischen Weizen nache", auf eine lange Reihe angeblicher Vorkommmiffe aus der schein mit 48 Mart Strafe, nationalliberalen Fraktion, die theils mehr als fünf Jahre Strafe, im Unvermögensfalle acht größer und der Abfaz leichter." Was sagen die Landwirthsbündler dazu? Weil man den in zurückliegen. Wir lassen auf sich beruhen, baß Herr Tage Freiheitsentziehung, bestraft. Dylong ist ein ländischen Weizen ohne Mischung nicht vermahlen konnte, war er Schoof alles solange ruhig mit angesehen hat. Wir blutarmer, von seiner Hände Arbeit lebender Mann schwer verkäuflich; der Bezug aus Rußland bat ihn erst wieder verweisen zunächst darauf, was allen Fraktionen als 48 Mart besaß er nicht. Er saß also die acht Tage verkäuflich gemacht und unsern Bauern also genützt nicht gefchadet. Ehrenfache gilt, daß fein Mitglied auch nach dem AusMitte Januar 1897 im Gefängniß zu Königshütte ab. Da haben nun die Rabulisten vom Bunde der Landwirthe, die scheiden berechtigt ist, sich einseitig ohne Anlaß von der ihm Trotzdem wurden die acht Tage abermals Ruhland, Dertel und Hahn, gründlich zu thun. obliegenden Diskretion zu entbinden. In dem vorliegenden gegen ihn vollstreckt. Trotz aller Proteste mußte er- Die Entfernung der Lehrer aus dem Amt hat Fall entfällt indessen der Vorwurf eines Mißbrauchs des Verdie acht Tage zweimal absigen. Daß aber die Strafe zweimal der preußische Kultusminister für solche Lehrer angeordnet, über die trauens, weil auch die vorliegenden Angaben diefelbe Gedächtnißgegen ihn vollstreckt worden ist, ist ihm nunmehr amtlich be- von den Lokal- und Kreis- Schulinspektoren ungünstig berichtet wird; treue verrathen, mit der Herr Schoof den bekannten Ausspruch scheinigt. Ihm ging von der Beuthener Staatsanwaltschaft zugelassen, sondern entlassen werden. Natürlich lehnen sich die Dies ergiebt sich schon aus folgenden Beispielen. berartige Lehrer sollen überhaupt gar nicht zur zweiten Prüfung Wamhoff tünnt wi nich bruten" öffentlich in Abrede gestellt hat. Er erzählt, bei folgendes Schriftstück zu: Lehrer überall gegen diese geheimen Führungsberichte auf, der Wahl des Abg. Dr. Krause zum Bizepräsidenten habe sich Der Erste Staatsanwalt. da sie dadurch ganz waffenlos in die Hände der meist mehrfache Unzufriedenheit fundgegeben, weil Krause einem alten II. J. 261/97. geistlichen" Schulinspektoren geliefert werden. Die Preuß. Lehrer würdigen Herrn" vorgezogen worden, der dann in aller Stille aus 2189. Beuthen D./S., 20. April 1897. Auf Ihre an den Herrn Oberstaatsanwalt gerichtete Eingabe Ein tüchtiger und gewissenhafter junger Lehrer erhielt auf feine Meldung Abg. Haacke gemeint ist, der bald darauf zur freitonservativen Auf Ihre an den Herrn Oberstaatsanwalt gerichtete Giugabe 3g." theilt den folgenden Vorfall aus dem Danziger Bezirk mit: der Partei ausgetreten fet. Dabei ist verfchwiegen, daß damit der vom 13. April, welche diefer an mich zur Prüfung und weiteren zur Prüfung vom Provinzialschulkollegium die Mittheilung, daß er Fraktion übergetreten ist. Weiter hat er vorgebracht: Als die Beranlassung gegeben hat, eröffne ich Ihnen, daß die gegen Sie nicht zugelaffen werden könne. Auf seine Vorstellungen beim Orts nordhannöverfchen Wähler dem Fürsten Bismarck durch die Reichserkannte Strafe von acht Tagen versehentlich zweimal vollstreckt schulinspektor hörte er, daß dieser ein ungünstiges Beugniß nicht tagswahl ein Vertrauensvotum geben wollten, bemerkte damals worden ist und daß hier ein Ermittelungsverfahren schwebt, ob ausgestellt habe. Der Ortsschulinspektor reifte zur Regierung nach Abg. Krause in der betreffenden Fraktionssizung:„ Ein Mann, einem Beamten ein strafrechtlich zu vertretendes Wersehen zur Last Danzig und erfuhr hier, daß die Zurückweisung auf ein Zeugniß der schon am Krückstod geht, gehört nicht mehr in den Reichstag," fällt. Juwieweit die Angelegenheit im Dienstaufsichtswege au des Kreisschulinspektors hin erfolgt sei. Der Kreisschulinspektor was damals Herrn v. Eynern noch so empörte, daß er protestirend verfolgen ist, untersteht nicht meiner Beurtheilung. wiederum ftützte sich auf den Bericht des fatholischen Lehrers dagegen sich aus der Sigung entfernte." Wir sind von zuständiger An den berufslosen Johann Dylong in dem betreffenden Orte. Dem Ortsschulinspektor gelang es, Seite ermächtigt, dies ausdrücklich als dirette unwahrheit die unzutreffenden Angaben in bas rechte Licht zu stellen, und der zu kennzeichnen. Auf die übrigen Ausführungen zurückzuLehrer tonnte seine Prüfung mit Erfolg ablegen.alth ben tommen, erübrigt sich so lange, bis Beweise dafür vorliegen, daß Uns scheint, daß ein Strafvollstreckungswesen mit enormen Von der gegenwärtigen Regierung, namentlich von dem Rultus die Glaubwürdigkeit des Herrn Schoof sich in neuefter Zeit verMißständen behaftet sein muß, das derartige Doppelbestrafungen I minister Dr. Bosse wundert uns ja eine derartige Anordnung größert hat." pho " Trockene # Die Kündigung des deutsch- englischen Handels- schuldet ihr jetzt 141 Millionen Drachmen. Die Hälfte hiervon be Arbeiter gesprochen vorhin habe ich zufällig mit einem zu Königshütte, Barbarastraße 13. ( Unterschrift unleserlich.) Deutsches Reich. spine suis Found tod splats pursuit o 10 " zu fehen? fraten " Finnle mit ähn driod end — u e b e r d i e Wirkungen des 8min Gewehres tomiic man anläplich der lehte» Straßenschießerei in Danzig inter- essante Studien machen. Der„Königsberger Volks» Tribüne" wird hierzu aus Danzig geschrieben: „Schrecklich waren die Dnrchgangsöffnuugen des Projektils durch die Plakatsäule anzusehen, die Eintriltsöffnung zeigte ein etwas längliches Loch/ während die Anstrittsöffnung in kaum zu glaubender Weise auseinander gerissen war und einen bedeutend größeren Durch- Messer zeigte."- Zwickau, 29. Juli.(Eig. Set.) Der hier seinerzeit gegründete Verein Gewerkschaflskartell, der nach kurzein Bestehen seitens des hiesigen Stadlralhs aufgelöst wurde, hat gegen diese Auflösung den Beschwerdeweg beschritten. Die„Auflösungsbegründung" ist ein äußerst lehrreiches Kapitel der historisch gewordenen„sächsischen" UudiiidsamkeilSpoliUk gegen die Arbeiterbewegung und hat folgenden Wortlaut: Der unter dein Namen„Gewerkschaftskartell für Zwickau und Umgegend" gegründete Verein hat»ach K 1 seines Statuts als Zweck die Vertretung der Interesse» aller männlichen und weiblichen Arbeiter bestimmt und es liegt ihm nach der Erklärung Bl. 3. fg. die eigentliche Leitung der gesammten Arbeiterbewegung r» Zwickau und Umgegend ob. Der genannte Verein beschäftigt sich deshalb mit öffentlichen Angelegenheiten 23 N 1 1850 8�ruu®8velOT�ulmfl ZUM Vereinsgesetz vom Nach§ 2 des Vereinsstatuts wird der Verein„Gemerkschasts- kartest" gebildet aus den volljährigen Delegirte» der das Statut des Kartells anerkennenden Berufe, welche in allgemeinen V e r s a in m l u n g e n von ihren Berussgenosse» gewählt werden. Es haben auch die Mitglieder des Gewerkschafts- karlells(Delegirte, Vertrauensleute) nach H 3 des Vereins- statuls die Pflicht, i» ihren B e r u f S o r g a n i s a- t i o n e n für Durchführung der Kartellbeschlüsse zu wirken. Diese Berufsorganisationen haben nach Befinden auch die Steuern ihrer Delegirlen zum Kartell, sowie bei etwaigen Arbeilerausständen einzelner Berufe die Mittel für die Durchführung der Streiks ge- uieinsam aufzubringeu. Eine größere Anzahl dieser Berufsorganisationen hat bereits m öffentlichen Versammlungen die Wahlen ihrer Vertreter zum Verein„Gewerkschaflskartell" vollzogen.(Vergl. die bezgl. Ver- fauunluugsberichte.) Wenn auch diese Versammlunge» als .öffentliche" angemeldet worden sind, so tragen sie doch immerhin den Charakter von Vereins- Versammlungen an sich. Es kann daher auf diese Berufs- organisationen unbedenklich der Begriff„Verein" angewendet werde».(Vergl. die Akte» über die Auflösung der sozialdemo- kratischen Partei im 13. Reichstags-Wahlkreis.) Wenn nun aber der Verein„Gewerkschastskartell" als ein Verein im Sinne von Z 1 der Ausführungsverordnung zum Vereiusgesetz zu erachten ist und dieser, obwohl er daS Recht der Körperschaft ivie das Recht mit anderen Vereinen in Verbindung zu treten, nicht erlangt hat. dennoch mit anderen Vereine», den sogenannten Berufsorganisationen, in Verbindung getreten ist, tvegeu deren etwaiger Auflösung weiteres vorbehaltcu wird, so ist der genannte Verein„Gewerkschaflskartell" für Z»>ickan und Umgegend gemäß§ 25 deS Vereinsgesetzes auf- I u l ö s e n. Dein gegenwärtigen Vorstande dei Vereins„Gewerlschafts- rartell" ist solches unter Hinweis auf die Strasbeslimmung 8 33 leg. ort. zu eröffnen. Der Rath der Stadt Zwickau. Polizei-Abiheilnug. Wille, Stadtrath. Die Beschwerde des Vorstandes des Vereins„Gewerkschafts- kartell" an die Kreishauptmannschaft als Berusungsinstanz rügte in der Hauptsache die aus Vermuthungen basirende Auffassiing der auslösenden Behörde, als handele es sich um ein Jnverbindungtreten von Berufs organisationen, und führte aus, daß eS sich um Berufe überhaupt, nicht »m deren im Sinne des§ 152 der Gewerbe- Ordnung konstruirte Organisationen handele, die in öffentlicher V e rs am m l un a, »u d er j e d» m auch nicht organisirteu B e r u f s k o l l e g es» Zutritt und Stimulfähigkeit gestattet war. be- schlössen haben. Die Beschwerde weist ferner die Behauptung bezw. Vermuthung zurück, als hätten die Delegirte» des Kartells in ihren Berufsorganisationen für Durchführung der Kartellbeschlüsse Sorge zu tragen, ebenso diejenige, als seien die Kosten für Bedürf- nisse des Kartells von Mitgliedern der Berussorganisationen aufzu- bringen, immer mit dem Hinweise, daß diese Annahmen nur auf den gesammten Berufskörper zutreffend seien. Diese sehr eingehend und vorzüglich begründete Beschwerde verwarf jedoch dieKreishauptmannschaft Zwickau durch Beschluß vom 16. Juli d. I. mit dem Begründen, daß für sie als Berufungsinstanz kein Anlaß vorliege, von der Auffassung des Etadtraths abzuweichen. Es bleibt also bei der Auslösung, falls nicht die nächste Berufungsinstanz, die nunmehr angerufen worden 'st. gegentheilig entscheidet.— — Neuestes vom groben Unfug. Das Amtsgericht i» Glauchau belegte einige Genossen, die«in Flugblatt verbreitet hatten, wegen„groben Unfugs" mit 20 Mark Geldstrafe, wiewohl nicht «lnmal festgestellt werden konnte, daß durch die Verbreitung jemand belästigt sei. Das Gericht nah»» an: wenn in einem Flugblatt Aus- drücke, wie„junkerlicher Dickschädel, feister Jnnungsmeister. ver- kuöcherter Bnreaukrat, Ausbeuter, Massenstall der dritte» Wähler- klaffe" vorkommen, so fei das grober Unfug. In kraffestem Wider- sprnch hierzu steht die bekanntlich selbst von sächsischen Gerichten gebilligte Ansicht, daß der Inhalt eines Flugblattes schon deshalb «inen groben Unfug darstellen kann.'weil dem Richter nicht die Aus- Übung des unwürdigen Amts eines Zensor? vom Gesetzgeber zu- geniuthet werde und derartige Auslegungen nnt dem Begriff einer Preßfreiheit unvereinbar seien. ES wird gegen da» Urtheil Berufung eiugekegt werden.— — An die bayerischen Truppen theile find neuer- dings Weisungen gegangen, wonach daS Einschleppen sozial- demokratischer Schriften in die Kaserne» durch die zu den Uebungen einberufenen Reservisten und Landwehrleute mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verhindert werden soll. „Alle zu Gebote stehenden Mittel", das ist eine recht merkivürdige, mehr al» klassische, etwas stark von der sonst üblischen Fassung„mit allen gesetzlichen Mitteln" abweichende Forniel. Wir haben übrigens stets vor jeder Agitation unter dem aktiven Militär gewarnt. Wenn die Leute ausgedient haben» sind sie für unsere Ideen am empfänglichsten.— � Straffburg i. E., 31. Juli.(„Frkf. Ztg.") Der Oberst des Jnsan- ter,e-3ieglii>e»ts No.137, Freiherr von Eynatten, der vor«inigen Tagen den Bürgermeister von Barr gröblich beleidigt hatte, leistet« gestern dem Beleidigten persönlich Abbitte. Im Barr- Eanlon- Blatte veröffeutlicht außerdem das Bürgermeisterei-Amt von Barr«ine Er- klärung, ivonach der Oberst die Aeußeruiige», zu denen er sich über die Barrer Bevölkerung hat hinreißen lasse», zurücknimmt und be- dauert, si« i» der Ausregung ausgestoßen zu haben. Oesterreich. Wien, SO. Juli. Nach dem amtlichen Ausweise über den Außenhandel Oesterreich-Ungarns im ersten Halbjahr 1SS7 betrug die Einfuhr 360 300 000 Gulden(11 Millionen Gulden weniger als im gleichen Zeitraun, des Borjahre»), die Ausfuhr 374 600 000 Gulden(17 600 000 Gulden mehr als im gleichen Zeit- ran», des Vorjahres). DaS Aktivum der Handelsbilanz beträgt somit 14 300 000 Gulden gegenüber einem Passivum von 14 300 000 Gulden im ersten Halbjahr 1896.— Uugaru. Budapest, Sl. Juli. Die Einzelberathung über die Zucker» prämien- Vorlage wurde unterbrochen, da der Finanz- minister Abänderungsanlräge stellt«. über die erst an, Montag ver- handelt werden kann. Das Haus erledigte sodann die Branntwein- Kontingentirnugs-Vorlage im allgemeinen und einzelnen und begann hierauf die Berathimg über die Jnvestitionsanleihe.— Budapest, 31. Juli. Abgeordnekenhans. DaS Zucker- steuergesetz wurde uuter Ablehnung sämmtlicher Resoluitonen der Opposition in der Generaldebatte angenommen. Es folgt die Spezialdcbatte.— Schweiz. Basel, 28. Juli.(Eig. Ber.) Der Große Rath(Landtag) hat letzthin das Gesetz betreffend Errichtung eines Ber- niittelnngsamtes zur Erledigung von Lohn- streitigkeiten endgiltig erledigt. Dasselbe enthält sechs Para- graphen, aus denen jedoch nicht ersichtlich ist, auf welche Weise die Vertreter beider Parteien gewählt werden. Einberufen wird das Vermittelungsaml entweder auf Verlangen einer der betheiligten Parteien durch den Regierungsrath oder auch von demselben aus eigeuer Initiative. Den Vorsitz führt ein Regierungsrath oder ein »nbetheiligter Dritter. Das Eimgungsmut ist befugt, sich durch uiug von Fachleuten zu verstärken. Auf den Bericht des räsidente» des Vermittelungsaiutes an den Regierungsrath wird dieser im Anitsblatt publiziren, wenn eine von beiden Parteien die Vermittellmg abgelehnt hat, wenn eine solche zu stände gekomme» ist und endlich, wenn der Vergleichsvorschlag von einer der beiden Parteien abgelehnt worden ist und zwar in alle» diesen Fällen unter Anführung der Gründe. Der Regierungsrath wird zur Ansführulig des Gesetzes eine Verordnung erlassen und da wird man wohl auch erfahren, wie die Parteienverlreter der Arbeiter und Unternehmer gewählt werden sollen. Es ist dazu zu bemerke», daß dies das erste derartige Gesetz in der Schweiz ist.— Belgien. Brüssel, 30. Juli. Die R e p r ä s e n t a n t e n k a m m e r berieth den Gesetzentwurs betreffend Abänderung der Zlicker- g e s e tz g e b u» g und Aufhebung des Theezolles und »ahm den ersten Artikel, durch welchen der Theezoll auf- gehoben wird, an.— England. London, 28. Juli.(Eig. Ber.) Die Liberalen in Sheffield haben sich darauf geeinigt, für de» durch de» Tod Mundella's erledigte» Sitz einen Arbeiterlandidaten ans- zustellen, und zwar ist ihre Wahl auf de» Redakteur des Orgaus der Eisenbahner, F. M a d d i s on, gefalle». Derselbe ist ein alter Gewerkschastler, der seiutrzeit Präsident des GewerkschaftsralhS von Hull war, und 1886 dem in Hull abgehaltenen Gewerkschastskongreß prästdirt hat. 1LS2 und 13S5 kandldirte er i» Hall als Liberaler, wurde aber beide Male von Konservativen geschlagen, daS letzte Mal mit Hilfe der Jndependent Labour Party, weil er i» einein anderen Wahlkreise von Hull gegen deren Kandidaten für den Liberale» ein- trat. Er steht überhaupt mit der Jndependent Labour Party auf gespaniitei» Fuß, u»d es ist nicht unmöglich, daß dieselbe ihm einen Kandidate» gegenüberstelle» wird. Nach einigen Blättern sei Tom Mann dazu ausersehe». Bezeichnend ist es jedenfalls, daß die Liberale» überall nach Arbliterkandidaten ausschauen. Auch i» Bradford habe» sie be- schlösse», das nächste Mal eine» der Wahlkreise einem Arbeiter- kandidaten abzutrete». Aus das Shesfielder Komitee soll von der Zeiitralleitlmg der Liberale» ein starker Druck zu gunsten eines Ar- beiterkandidaten ausgeübt worden sein.— London, 30. Juli. Das Oberhaus nahm die dritte Lesling der Bill an, durch welche die A» w e n d n» g des metrischen Maaß- und G e w i ch t s s y st e», s gestattet wird.— London, 30. Juli Das Unterhaus nahm mit 120 gegen 54 Stimmen die dritte Lesung der Bill an, durch welche die Ein- fuhr von Maaren verboten wird, die in Gefängnissen angefertigt worden sind.— — Großbritanniens Weltherrschaft zur See ist heute nicht mehr so unbestritten wie vor 50 oder noch vor 30 Jahren, aber die Weltstellung Englands im Eeehandel ist auch heute noch so stark, daß an eine Ueberflügelung seitens anderer Handelsmächte nicht so bald gedacht werden kann. Dies beweist auch der soeben veröffentlichte Ausweis des bekannten Schiffs- klassifikatious-Instituts Lloyds Eegister ok British and koreign Shipping über den Stand des Schiffsbaues am Ende dei zweiten Quartals. Das Institut steht bekanntlich mit nahezu sämmtliche» Rheder» der Erde in Verbindung und ist daher in der Lage, verläßliche Angabe» nicht' nur über de» Schiffsbau in England, sondern auch in den übrigen Ländern zu machen. In England sind gegenwärtig 435 Handelsschisse mit 871 661 Tonnen Gehalt im Baue begriffe». Von diese» Schiffen sind 396 Dampfer und 39 Segler. Bon großem Jutereffe sind die Angaben über den Schiffsbau in den anderen Ländern. Aus diesen Daten geht hervor, daß in Deutschland gegenwärtig 39 Schiffe mit 101 400 Tonnen, in Oesterreich-Ungar» 8 Handelsschiffe mit 5760 Tonnen Gehalt gebaut werden. In Frankreich werden jetzt 23 Schiffe mit 53 000 Tonnen, in Holland 20 Schiffe, in Italien 11 Schiff«, in Norwegen 18 Schiffe, i» de» Vereinigten Staaten 12 Schiffe, in Japan 7 Schiffe hergestellt. Die dominirende Slellung Englands im Schiffsbau« ist aus diesen Ziffern klar ersichtlich; denn in allen anderen Ländern der Erde sind zusammen 160 Schisse, demnach kaum die Hälfte der- jenigen Schiffszahl im Baue, welche auf englischen Werften her- gestellt wird. Die kleinen Schiffe mit einem GeHalle von weniger alS 100 Tonnen und die Kriegsschiffe sind in dieser Zusammen- stellung nicht inberiffe». Nun werden wohl auf englischen Werften auch Schiffe für fremde Besteller gebaut, trotzden, darf man in dieser Statistik nicht bloS den Nachweis kür die Stellung Englands im Schiffsbau sondern auch im Seehandel sehen.— Schweden. »»lieber dal schwedische Staatsbudget für 1698 bringt das„Stockholms Dagblad" einen Artikel, dem wir die Haupt- angaben entnehmen wollen. Die StaatSausgaben für 1893 belausen sich einschließlich der Koste» für den Bau neuer Staats- bahne», auf 107 405 800 Kr.(10 Kronen— 11,25 M.) Hierzu treten Reichstags- und RevisionSunkosten 723 325 Kr., Zinsen und Amorlisirung der Staatsschuld 10 519 875 Krone». Summa der Ausgabe» 118 649 700 Kr.— Die Deckung dieser Aus- gaben setzt sich folgendermaßen zusammen: Ueberschuß der Sin- »ahmen über die Ausgaben vom Jahre 1895 14 229 000 Kr., Er- träge der Staatsdomänen, Staatsbahnen, der Post» und Telegraphen- Verwaltung 25 585 000 Kr. Aus dem Gewinn der Reichsbank 1 300000 Kr.. Erträge aus Grundsteuer u.a.2432000Kr.,Leuchtf«uer und Bakengelder, Kontroll-Stempelabga ben, Abgabe für das Recht der Roten- auSgabe seitens Privatbanken 2 270 000 Kr. Indirekt» Steuern, als Zölle, Branntweinsteuer, Stempelsteuer, Rnnkelrübenzucker, Fabrikat» stener. zusaminengenouwieii 67 500 000 Kr. Direkte persönliche Steuer 665 000 Kr., direkt« Vermögens- und Einkommensteuer 5 600 000 Kr. Die G e s a m m t s um m e der Einnahmen beträgt also 120 086 000 Kr. Von dem Ueberschuß von 1436 000 Kr. fall nach einem Beschluß des schwedischen Reichstags zu einem in der Bildung begriffenen sogenannten„Arbetterversicher u» g s- F o n d s" im Jahre 1898— wie schon in diesem und im letzlvergangenen Jahre ge- schehen— ein Betrag von 1400000 Kr. abgesetzt werden. Besagter Fonds ist dazu bestimmt, die Ei»führ»eng einer Jnvali- ditätiversicherung für Arbeiter zu erleichtern, für den Fall, daß späterhin einmal»in solches Gesetz zu stand« komme» sollte. Nach den über ein Jahrzehnt währenden Vorbereitungen ist von dieser ZukunstSmustk nicht viel zu halte».— Norwegen. Christiauia, 31. Juli. Der Storthing ermächtigt« heute die Regierung, den M a x i m a l t a r i f gegen diejenigen Länder in Anwenbuug zu bringen, welche norwegische Waaren und norwegische Schiff« ungünstiger behandeln alt Waaren und Schiffe anderer Länder.— Italien. — Bismarck und C r i s p i. Ein i» Verona erscheinendes Organ Crispi's, die„Arena", versichert, Crispi werde Ende Sep- lember eine Enirevue mit dem Fürsten Bismarck in Deutschland haben. Wo soll dieser Besuch dem Ansehe» Erispi'S nützen? In Italien oder in Deutschland?— Portugal. — Die Lage in Lissabon und Oporto wird von der poriiigiesischen Zeitung„Secnlo" noch immer als für die Regierungs- fache bedenklich dargestellt. Die Truppen sind konsignirt, Ver« stärkungen treffen ei», auf dem Zollamt wurde Munition beschlag- nahmt, Patrouillen durchziehen die Straßen, zahlreiche Verhaftungen finden statt. Die spanische Regierung scheint ein Uebergreifen der Bewegung über die Laudesgrenze zu befürchten.— Nach Meldungen, die uns über Madrid zukommen und die aller Wahrscheinlichkeit»ach im Juteresse der spanischen Negierung unredigirt sind, kehrt die Ruhe in Lissabon und Oporto zurück. Eine in Oporto für den 14. ds. Mts. geplante revolutionäre Bewegung, unterstützt von einigen militärischen Elementen, soll mißglückt sein. Der„Züricher Post" wird über die revolutionäre Bewegung geschrieben: Der Umstand, daß die gegenwärtige Regierungspartei, welch», als sie»och bis Anfang dieses Jahres Oppositionspartei war, von den Konservativen die schwersten Verfolgungen und Vergewaltigungen zu ertragen hatte, um die Hilfe ihrer Todfeinde bettelt, läßt varauf schließe», daß die Lage Portugals sehr ernst ist. Die Haupt- »rsache liegt in der finanziellen Mißwirthschaft, welcher sich sowohl die Konservativen als auch die Progresflsten schuldig gemacht habe». Die revolntionäre Bewegung— Partei kann man si« noch nicht nenne»— setzt sich aus allen Klassen und Kreisen der Bevölkerung zusammen: Arbeitervereinen, Handelskammern, Berussgenossen- schasten, Student«», Professoren u. s. w. Zunächst trägt die Bewegung keinen rein politischen Charakter, da sie sich vorläufig nur gegen die finanzielle Mißwirthschaft wendet; aber sie dürfte bald eine» republikanischen Charakter annehmen, da die Republikaner sich ihr angeschlossen haben. Die finanzielle Mißwirthschaft sieht man vor allem in den folgende» Thatsachen: die enorme Höhe des Wechselkurses(vierzig Prozent und mehr), Verpfändung der Zölle an das AuS- land, hohe Hypotheken auf Staatseiseilbahnen im Mutter- lande und i» den Kolonien, die neue Konvertirung der Staatsschuld, welche die Zahlungsunfähigkeit des Landes demonstrire, die neue Anleihe von 34 Millionen Duros(336 Millionen Mark), die Monopolwirihschast, welche Alkohol, Zucker, Zündhölzer, Tabak jc. umsaßt und jetzt aus weitere»othwendige Verbrauchsgegenstände ausgedehnt werde» soll. Eine solche Finanzpolitik ruinire den Handel nnd bringe die arbeitenden Klassen an den BeUelstab.— Lissabon, 31. Juli. Eine amtliche Drahtmeldung ans Lourengo Marquez vom gestrigen Tage bringt die Mittheilung, daß die portilgiesischen Truppen die Aufständischen in Gasaland geschlagen und daß letztere 300 Tobte verloren haben. Wir bezweifeln, daß man mit derarttaen— afrikanischen Siegesdepesche» die berechtigte Erregung der«inhelinischen Bevölke- rung gegen die Siegierung beruhigen kau».— Mit dein Siege scheint es übrigens nicht vollkommen zu stimme», fordert doch in einer weiteren Depesche aus Chibuto vom 26. d. M. der Ge»eralgouver»e»r Albnquerqne dringend die Entsendung von sechs europäische» Offizieren zur Uebernahiile militärischer Kom- mandoS in Gasaland. Weitere hinkende Bolen dürften folgen.-- Asien. — Der Kaiser von China muß einen recht wenig impo- nirende» Eindruck macheu. Im„Rigaer Tageblatt" wird er von einem Theilnehmer der außerordentlichen Gesandtschaft deS Zaren an den Bogdychan, wie der chinesische Kaiser genannt wird, folgender- maßen geschildert: „Auf dem Throne saß ein kleiner Chinese mit großen abstehen- den Ohre», offenem Munde und scheuen Augen im grauen Gesicht. Wenn die kegelförmige chinesisch« Mütze ohne Kugel und der auf Brust und Schultern mit Drache» geschmückte Kaflan nicht gewesen wäre, so hätte man glauben können, daß man einen von der Arbeit und aiiormaleu Lebe»sbedi»gnngeii ausgemergelten russischen Knabe»! vor sich habe." Ei» solcher Kretin regiert das größte Reich der Welt alS absoluter Herrscher, er hat das uneingeschränkte Verfügnngsrecht' über Leben, Freiheit, Vermögen und Ansehen von ca. 360 Millionen Menschen. In einer absolute» Monarchie wie Rußland, ist eS ein schweres Versehen des Zeitungszensors,«ine solche Nvtiz unbeanstandet drucken zu lassen.— Auterik«. lttew-Uork, 21. Juli.(Eig. Ber.) Die durch Bellamy'S Buch „Looking Backward" angeregte Rationalisten-Bewegung, welche bei den letzten Bundeswahlen ihr definitives Ende fand, indem der größere Theil ihrerAuhänger zu den Populisten abschwenkte, hatte dieGrundung einiger angeblich ans sozialistischer Basis beruhenden kolonialen Genossen- schasten zur Folge, vpn denen die namhasleste diejenige zu Rnskin in Tennesse« war, i» der das hauptsächlichste Organ jener Richtung, neben dem Bellamy'schen, herausgegeben ward. Dort ist auch vor kurzem, wie eine durch die gesammt« Press« gegangene Notiz meldete, «ine„sozialistische Universität" ins Leben gerufen worden; m>d wenn wir auch bezüglich des„Sozialtsmus" jener Leute unsere Bedenken hegte», so mußte doch angenommen werden, daß wenigstens ein aufrichtiger Versuch vorlag,«in bescheidenes Modell des Bellamy'schen ZukunsisstaateS herzustellen. Diese Ansicht ist aber in den letzten Tagen durch Veröffentlichungen eines Mitgliedes der Kolonie, das»ebst zwei anderen ausgetreten war, zerstört worden. Es heißt in dem betreffende» Schreibe» u. a.:'„Es ist nicht wahr, daß die„Ruskin-Colony" nach sozialistischen Prinzipien geleitet wird und daß sie sich i» prosperirendem Zustand befindet. Thaffächlich wird sie geradeso verwaltet, wie irgend ei» anderes von Schwindlern zu», Zweck des Geldmachens gegründetes Unternehme». Es ist eine Klasse hier, die herrscht, und eine andere, die beherrscht wird. Die Chartermitglieder") und einige von den neue» Mitgliedern, welche alS Werkzeuge benutzt werden, find die Herrscher. Sie haben alle Aemter inne und konlrolliren alles, die anderen Mitglieder der Kolonie sind einfach ihre Arbeiter." Weiter heißt es:„Wir sind immer am Verhungern; seit 7 oder 8 Monaten leben wir nur von Brod, Bohnen und Wasser." Ferner schildert der Schreiber, wie Ansang diese? JahreS eine„Rebellion" der Mit- glieder stattfand, die sich damals gegenüber der herrschenden Klique geeinigt und verschiedene Pläne derselben vereitelt hatten. Diese Rebemost verlief resultatloS, weil die Beamten zu resigniren drohten und in der Kasse„kein Dollar" Geld vorhanden war.(Die Auszahlung der Löhn« erfolgt in sogenannten Arbeitsscheinen, die nur im Kolonie- Laden angenommen werden). EinS der Chartermitglieder, daS ohne welche Mittel nach Ruski» gekommen war und drei Jahre lang als Sekretär der Kolonie sungirte, hat kürzlich für 3000 D. Grundeigenthum er- worden! Den Ausgetretenen wird erklärt, daß sie den eingezahlten Betrag(je 2000 M., die nach den Bestimmungen der Konstitution der Kolonie denjenigen Mitgliedern, denen es in der- selben mcht gefällt, beim Austritt zurückgezahlt werden sollen) erst in 2 bis 3 Jahren zurückerhalten könnten.— Die Qualifikation der Leute in betracht gezogen, welche sich bei solchen Affären an die Spitze zu dränge» wissen, ist als sicher an- zunehmen, daß das Debs'sche Unternehme»— falls es überhaupt, ob nu« in kleinerem oder größerem Maßstabe, zur Ausführung gelangt— in dasselbe Geleise gerathen wird. Wenn übrige»? die Beiträge zu demselben nicht reichlicher eingehe», als es bisher der Fall gewesen zu sein scheint, so dürfte an die AuSsührung des Projektes selbst nicht zu denken sein.— *) Das sind diejenigen, aus deren Namen die Besitztitel aus Boden ,e. autgestellt sind. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Die selbständigen Barbiere, Friseure( Nicht- Junungsmeister) halten am 3. und 4. August in Gründel's Festsälen, Brunnenstraße 188 ihren diesjährigen Kongreß ab. " hungern und deren Organisation zu zerstören. Kräftige materielle Unterstützung durch die deutschen Kollegen ist daher dringend geboten. Boziales.dat andere. Noch Breslan, 31. Juli. Amtlich wird bekannt gemacht: Durch Wolkenbruch ist der Damm der Strecke Liegnig- Sagan bei Ober lefchen weggeriffen. Die Schnellzüge 3, 5, 6 und 8 werden über Kohlfurt- Soran geleitet. Hierdurch wird eine Verspätung der Züge von etwa 30 Minuten herbeigeführt werden. Verkehr auf Strecke Die Errichtung eines Gewerbe- Schiedsgerichts für Burg- Liegnig- Sagan bis zu den der Unfallstelle benachbarten Stationen Die Stettiner Tischlermeister suchen namentlich in Berlin städt i. S. war von den dortigen Arbeitern beim Stadtrath be- wird durch Einlegung von Pendelzügen von Liegnik bezw. Sagan nach Ersatz für die dort streifenden Gehilfen. Vor einiger Zeit besuchte antragt, von diesem aber abgelehnt worden. Am 13. Juli 1895 und so viel wie möglich aufrecht erhalten. Der Zeitpunkt für die ein jugendlicher Amverber die Herberge zur Heimath, um Streit war in einer öffentlichen Versammlung der Beschluß gefaßt, wenige volle Wiederinbetriebnahme der Strecken läßt sich zur Zeit noch nicht brecher nach Stettin zu versenden, ohne daß es ihm gelungen wäre, solche Tage darauf der Antrag eingereicht worden. Gegen die Ablehnung bestimmen. zu finden. Daß in anderen Fällen die Agenten der Meister in wurde beim Ministerium Beschwerde erhoben. Unterm 29. Juni Hirschberg i. Schl., 31. Juli. Jm Riesengrunde am Berlin mehr Erfolg hatten, ist bedauerlich. Wenn der Redakteur 1897( bei den Antragstellern eingegangen am 24. Juli 1897, also füblichen Abhange des Roppentegels, hat ein Bergrutsch statt. der Holzarbeiter- Zeitung", A. Röste, zum theil der nach seiner nach mehr denn 2 Jahren) kommt der Bescheid des Ministers, daß gefunden. Sechs Personen wurden getödtet. Meinung schlechten Organisation der Berliner Tischler die Ver- es bei der Ablehnung zur belassen sei. Sowohl der Stadtrath, als Görlig, 31. Juli. Die Neisse ist im Sinken. Nach neuerdings antwortung dafür aufhalft, so ist das Sache der betreffenden Or- auch das Ministerium mußte von den Antragstellern mehrfach um eingegangenen Nachrichten find in Steinkirch sechs Personen und in ganisation felbst, zu diesem Vorwurf Stellung zu nehmen und ist ihre Antwort gemahnt werden, sonst wäre so schnell ein Bescheid Wingendorf und in Görlig je eine Person ertrunken. das, wie wir aus der Holzarb.- 3tg." ersehen, auch bereits geschehen. vielleicht noch gar nicht ergangen. Liest man die Begründung, dann Leipzig, 81. Juli. Aus 3 widau, Beib, sowie aus Herr Röske sucht aber auch den Vorwärts" mit dafür verant- wird die lange Dauer allerdings zum theil erklärlich, denn erstere mag Schwarzenberg im Erzgebirge werden Ueberschwemmungen und wortlich zu machen. Derfelbe babe nicht genügend über den wohl einige Schwierigkeiten bereitet haben. In den Jahren 1891-1893 dadurch verursachte Schäden an Gebäuden, Straßen und Feldfrüchten Stettiner Streit berichtet. Dazu haben wir zu erklären: In seien im Durchschnitt nur vier gewerbliche Streitigkeiten vor dem gemeldet. teinem einzigen Parteiblatt wird der gewerkschaftlichen Bewegung Amtsgericht Burgstädt verbandelt worden. Bei solch geringer Dresden, 81. Juli.( Boff. 3tg.") Eine Hiobspost über so viel Raum gewährt, als im Vorwärts". Auch über den Stettiner Frequenz könnten die Besitzer sich nicht genügend praktische Unglück durch die Wasserkatastrophe jagt die Streit sind unsere Leser sowohl durch Originalnotizen unseres Erfahrung aneignen, wie zu einer gedeihlichen Rechtsprechung noth ganz unübersehbar find die Folgen der in Sachsen angerichteten Stettiner Korrespondenten, als auch durch Mittheilungen nach dem wendig sei. Hinterher dämmert aber dem Minifterium doch auch Berheerungen. Der Gesammtschaden wird viele Millionen dortigen Parteiblatt, auf dem Laufenden erhalten worden. die Erkenntniß auf, daß die Vortheile des gewerbegerichtlichen betragen. Die Verluste an Menschenleben sind zahlreich, ebenso die Daß sich trohalledem gerade Streitbrecher von Berlin gefunden, Verfahrens für die Arbeitnehmer: seine Kürze, die zuziehung von Verkehrsstörungen. Der Bahnverkehr nach Bayern muß über Leipzig. eine Thatsache, die durchaus nicht vereinzelt dasteht, ist eine Er Beifißern, die geringe Höhe der Kosten, der Ausschluß der Rechts- erfolgen. scheinung, die jeder leicht begreift und die zu verstehen man auch anwälte, eine größere Inanspruchnahme des Ge von dem Redakteur der Holzarbeiter- Beitung" verlangen fönnte. werbegerichts zur Folge haben würde". Aber es wird Berlin ist der Sammelpunkt für die verschiedensten, auch der zweifel- abgelehnt. Das Ministerium weiß also, daß die wenigen gewerblichen haftesten Elemente. Hier in der Millionenstadt strömt alles zu Streitigkeiten nur daher kommen, daß die Vortheile" des Gewerbe Dresden, 31. Juli. Amtlich wird bekannt gemacht: Durch jammen, was existenz- und arbeitslos ist und auf schnelles Unter- gerichts fehlen, und trotzdem dieser Entscheid. Mehr Offenheit kann Hochwasser eingetretener Brückenbeschädigungen und Damma fommen hofft. Enttäuscht, ziehen sie von hier bei derersten Ge- man nicht verlangen. rutschungen halber sind die Linien Zittau- Nitrisch zwischen Hirschlegenheit wieder ab nach der Provinz wohl auch als Streit Eine Zentralstelle der Arbeitsnachweise der Pfalz ist in Jelde und Rohnan, Schandau- Neustadt zwischen Schandau und Kohlorecher. Sie geben dann nur zu gerne an, Berliner zu sein. Kaiserslautern eingerichtet worden. Diese steht mit den mühle und Dresden- Werdau zwischen Potschappel und Freiberg vom Die an den Haaren herbeigezogene Anrempelung der Stadt Nachbarbezirken und deren Arbeitsnachweisen in Verbindung. Die 30. d. M. ab bis auf weiteres für den Gesammtverkehr unfahrbar. der Intelligenz", wo die Holzarbeiter- Zeitung" nicht gelesen werde, Geschäfte besorgt, wie die" Soz Corr." mittheilt, das Bürger- Thiemendorf im Lößnigthale, 31. Juli. Zwölf männliche jondern der Vorwärts"" Trumpf" fei, der aber auch nur von einem meisteramt, dem auch der Arbeitsnachweis für Kaiserslautern unter- und weibliche Arbeiter der Kluge'schen Spinnerei wurden bei der geringen Theil der aufgeklärten" Berliner Arbeiter gelesen werde, steht, ganz unentgeltlich. Anfragen ist eine Marke für Antwort bei- Fahrt über eine Brücke mit ihrem Gefährt von den Hochwassers war also zum mindesten überflüssig. Sie wird an Geschmacklosigkeit zufügen. Arbeitgeber, denen innerhalb 14 Tagen nach Eingang ihres fluthen fortgerissen und sind sämmtlich ertrunken. höchstens noch übertroffen von den ebenso taktlosen als ungeschickten Arbeitergefuchs Arbeiter mit ordnungsmäßiger Anweisung zugesandt Wien, 31. Juli. Nachdem gestern der Regen aufgehört hatte, Anzapfungen, die der Redakteur des Verbandsorgans, der für werden, haben, falls die Stellen besetzt sind, den zugeschickten Ar- war der Wasserstand des Wienflusses rasch gefallen. Durch den möglichste Ausgleichung vorhandener Gegensäge innerhalb einer beitern die Reisekostenauslagen zu vergüten. Eintritt von schlechtem Wetter ist die Lage neuerdings wieder Organisation mit sorgen sollte, gegen die größte aller Zahlstellen des Holzarbeiter- Verbandes, Berlin, richtet. Arbeiterrifiko. Die bei dem gestern gemeldeten Gerüsteinsturz fritischer geworden. Wenn auch keine unmittelbare Gefahr vorin Wien herabgefallenen Arbeiter sind glücklicherweise sämmtlich liegt, so erscheinen doch die Uferbanten sowie die Gebäude am Ufer des Wienflusses abermals gefährdet. Der Ort Raisers gerettet worden. demselben ist eingestellt worden. bersdorf steht unter Wasser und der Eisenbahnverkehr nach " " Dresden, 81. Juli. Jn 2öbtau stürzten das neuerbaute, noch nicht bezogene Rathhaus und zwei andere Häufer infolge des Hochwassers ein. Ein Mann und ein Kind werden vermißt. Ueber den gegenwärtigen Stand des Streits geht uns von Stettin noch folgender Bericht zu: Bei der Hartnäckigkeit, mit der auf beiden Seiten gekämpft wird, ist nicht zu erwarten, Bergleuten eines Braunkohlenschachtes und den von den ZechenJu Alt- Rohlan bei Karlsbad soll es zwischen streikenden daß der Streit bald sein Ende erreicht. Es fallen allerdings befizern herangezogenen italienischen Arbeitern zu ernstlichen Zus Wien, 31. Juli.( Boff. 8tg.") Die Hochwasser Ratastrophe jede Woche Meister vom Arbeitgeberverband ab, welche die fammenfstößen gekommen sein. Die Ausständigen sollen die Fenſter führte die Einstellung des Verkehrs auf vielen Eisenbahnstrecken herbei. Forderungen bewilligen. Dies haben vorige Woche wieder der Italiener mit Steinen beworfen und auch den Zechenbefizer Wien- Salzburg, wodurch die internationalen Verbindungen mit Am empfindlichsten ist die Einstellung des Verkehrs auf den Linien 3 Arbeitgeber gethan, und es wäre noch einer, der sonst 18 bis bedroht haben. Schließlich habe die Gendarmerie die Menge zer Bayern und dem übrigen Süddeutschland, der Schweiz und Frank 20 Gesellen beschäftigt, hinzugekommen, wenn es nicht noch einmal streut und 10 Verhaftungen vorgenommen. Die italienischen Ardem Vorstand des Arbeitgeberverbandes gelungen wäre, diefen von beiter seien davongezogen.- Verhält sich die Sache wirklich so, reich unterbrochen sind. Der geftrige Orientzug ist hier nicht mehr feinem Vorhaben abzubringen. Seitens des hiesigen Magistrats wird fo sind wir gewiß die letzten, die das Verhalten der eingetroffen. Salzburg ist von Fremden überfüllt; viele Familien den Streifenden auch der Kampf erschwert. An einen Schulbau sind Streikenden billigen; ein solches Borgehen deutet immer auf eine flüchteten aus den Kurorten des Salzkammergutes dorthin. Ischl Feuerwehrleute tommandirt, welche die Tischlerarbeiten fertig machen unorganisirte, unaufgeklärte Masse hin; die Hauptschuld aber trifft ist von jeder Verbindung abgeschnitten. müssen. Die Lohnkommission wurde deswegen beim Oberbürgermeister die Unternehmer, die sonst von Patriotismus triefen, bei Differenzen vorstellig, erhielt aber hier die ganz lakonische Antwort:" Das bleibt mit den heimischen Arbeitern aber Ausländer herbeiholen und sie so, daran wird nichts geändert." Troß alledem nahmen die als Lohndrücker benutzen. Streitenden in ihrer am Freitag, den 30. Juli abgehaltenen Ver fammlung folgenden Antrag einstimmig an:" Nachdem die Arbeit geber in ihrer letzten Versammlung beschlossen haben, jetzt nach 14wöchentlicher Danter Des Streits nicht mehr ชิน be willigen, beschließt die heutige Versammlung, an den bis herigen Forderungen erst recht festzuhalten, da schon 253 Deutsches Reich. Mnweffer und Neberschwemmungen. Der Schaden, den die Regenstürze der letzten Tage in Schlesien Aus Ischl lauten die Nachrichten nach recht ungünstig. Die Situation Wien, 31. Juli. Das Wetter ist hier etwas besser geworden. verschlechtert sich fortwährend. Die Esplanade gleicht einem reißenden Strom. Die Uferbewohner an der Donau sind von jedem Verkehr abgeschnitten. Sämmtliche Brücken find theilweise gestört, der Bahnverfehr ist unterbrochen. Wien, 31. Juli. Der Wienfluß ist in fortwährendem Fallen begriffen. Das Wasser der Donau ist zwar gestiegen, doch ist eine unmittelbare Gefahr zur Zeit nicht vorhanden. Kollegen, also zwei Drittel der gesammten Kollegen zu und Sachsen, in Böhmen und im nördlichen Juner Desterreich an ein Steigen der Donau und ans Passau ein Steigen des den gestellten Forderungen arbeiten." Desgleichen wurde eine Res gerichtet, ist ein ganz ungeheurer. Ganz übersehen läßt sich das Inn gemeldt. In Oberösterreich, Salzburg und Dester.- Schlesischen folution angenommen, welche sich gegen den Oberbürgermeister unglück bei weitem noch nicht. Was biz jezt an Meldungen vor- find zahlreiche Wege und Brücken zerstört, so die Reichsstraße bei wendet. Es sind für diese Woche 89 Kollegen zu unterstügen, und liegt, besteht zum größten Theil nur in Telegrammen, die den ersten Mattinghofen und die Eisenbahnbrücke bei Stadl- Paura. Die wenn der Zuzug nach hier streng ferngehalten allgemeinen Eindruck wiedergeben. Arbeiten für die Opparegulirung haben stark gelitten. wird, so ist berechtigte Aussicht vorhanden, den Streik auf der Bahnverkehr hervorgerufen sind, darüber erhalten wir folgende Kremsthalbahn ein Eisenbahnzug außerhalb der Station Krems. Welch ungeheure Stockungen durch das Hochwasser im Steyr, 81. Juli. Infolge des Hochwassers ist auf der ganzen Linie zu gewinnen. Mittheilung: Auf der Nordwestbahn von Wien ist der Verkehr münster abgestürzt. Der Maschinenführer und der Heizer sind gefächsischen Grenze ist eine große unterbrochen. Bei Schreckenstein hinter Zetschen an der böhmisch- tödtet, ein Bahnaufseher ist verwundet worden. Strecke vom Bahnbamm fortgeriffen. Linz, 31. Juli. Der Inn und die Donau steigen abermals be geleitet. Die Züge wurden über Aufsig nach Hohenbach trächtlich. Die Inundationsdämme in Ebelsberg und Klein- München unterbrochen. Die toloffalen Steinquadern der dortigen Eisenbahn mit einem Mann und einem Pferd ist verunglückt. Die Brücke in Doch schon bei Birna war der Berkehr wiederum find zerriffen. Die Reichsstraße ist überschwemmt; ein gubewert brücke waren durch die Fluthen zuni theil fortgeriffen, infolge dessen öklabruck ist zerstört. ist die Wölbung der Brücke vollständig zufammengebrochen. Die Baffagiere des Wien- Berliner Zuges, welche heute 11 Uhr vormittags hier eintreffen sollten, langten erst um 5 Uhr 35 nachmittags auf dem Anhalter Bahnhof an. Das Komitee des III. internationalen Tegtilarbeiter Rongreffes ersucht nochmals die Textilarbeiter- Verbände, ihm um gehend die Namen und genauen Adressen der gewählten Delegirten mitzutheilen. Es soll denselben vom Komitee eine roth- grüne Karte zugestellt werden, die ihnen am Bahnhofe als Erkennungszeichen zu Dienen hat. Die Drechsler Eisenachs find in eine Lohnbewegung eingetreten und bitten, den Zuzug fernzuhalten. # während, Einwohner und Kurgäfte in den gefährdeten Staditheilen Jichl, 81. Juli. Der Regen hält an, das Wasser steigt fort verlassen ihre Wohnungen, infolge dessen sind die Gasthöfe überJm Bergbaubezirk Meuselwitz- Altenburg ist der Ausstand füllt. Die große Brücke im Dorfe Laufen ift fortgeriffen. Für die jetzt allgemein; nachdem am Donnerstag die legte Grube sich an- Gradezu furchtbar muß das Hochwasser in der Umgebung tommende Nacht droht der großen Elisabethbrücke große Gefahr. gefchloffen hat, streiten 1400 Mann. Die Unternehmer haben ein von Birna gehauft haben. Während dasselbe um 6 Uhr vormittage Berchtesgaden, 31. Jult. Seit Sonntag Nacht bis hente Flugblatt an die Einwohner erlassen, in welchem sie die Behauptung am vorgeftrigen Tage nur 15 Bentimeter Höhe hatte, erreichte es Nachmittag 8 Uhr ist anhaltender Regen niedergegangen. Die Ache aufstellen daß bei Bewilligung der Arbeiterforderungen die bis 9 Uhr eine solche von 1 Wieter. Um 1/210 Uhr begannen die ist start angeschwollen und zum Theil aus ihren Ufern getreten. Rentabilität mancher Werke in Frage geftelt sein würde. Fluthen langsam zu fallen, ftiegen alsdann wieder so enorm, daß Gestern sind vier Bergknappen beim Herausfischen von Felsblöcken Der Berg Inspektor Böhnisch hat den Bergarbeitern um 11 Uhr vormittags die Straßen der Dörfer über zwei Meter ertrunken. versprochen, Unterhandlungen mit den Direktoren anzu unter Wasser standen. Wie von der Bahnstrecke aus beobachtet Budapest, 81. Juli. Aus Bartfeld, Miskolez und Umgebung, bahnen, die, wenn diese Zeilen die Presse verlassen, bereits verden fonnte, waren in den Ortschaften der genannten aus dem Komitate Zorontal und dem Komitate Bistriz- Naszod stattgefunden haben werden( Sonnabend Morgen.) Herr Böhnisch Gegend ganze Häuſergruppen eingestürzt. Die Gewerbe-( Siebenbürgen) werden verheerende Unwetter mit Hagelschlägen gestellte in Aussicht, daß er für höhere Löhne und fürzere Arbeitszeit Ausstellung in Bodenbach steht ebenfalls unter Waffer. Die Um- meldet. entschieden eintreten werde, daß er ferner auch Maßregelungen ver- zäunung ift fortgeriffen und die Pavillons sind von den Fluthen hindern werde, dagegen müsse von Abschaffung der Attordarbeit und meilenweit fortgetragen und die Trümmer einer großen Schiffs follen bei der Ueberschwemmung in Kertsch etwa 150 Menschen Petersburg, 31. Juli. Nach einer Meldung der„ Nowosti" von vollständiger Beseitigung der Ueberstunden Abstand genommen rutschbahn, welche vollständig zerstört worden ist, trieben auf den umgekommen sein. Es sind bisher nur 16 Leichen gefunden worden. werden. Herr Böhnisch hat schon wiederholt den Arbeitern gezeigt, Wellen. Der Anblick bei einer Fahrt durch die überschwemmte Man nimmt an, die Leichen der übrigen Umgekommenen seien in daß er für eine Befferstellung ihrer Lage bestrebt ist. Die Arbeiter Gegend ist grauenhaft. Möbel, Hausgeräthschaften, Balten und das Meer geschwemmt worden. baben also in bezug auf die Verhandlung unter seiner Leitung die ganze Baumstämme, Kadaver von Thieren werden durch besten Hoffnungen, wenn auch für diesmal nicht sämmtliche Forde rungen durchgesetzt werden. Sollten die Verhandlungen also einiger maßen günstig verlaufeu, so steht zu erwarten, daß am Montag die Arbeit geschlossen wieder aufgenommen wird. Am Sonnabend Abend finden mehrere Versammlungen statt, in denen das Endresultat verkündet und die Entscheidung getroffen wird. Der Ausstand in der Roch'schen Baufabrik in Pillnik dauert fort. In der Fabrik waren eine Anzahl Soldaten vom großen Wachkommando der Dresdener Schloßwache beschäftigt worden; auf eingelegte Beschwerde sind diese wieder zurückgezogen worden. Ju Bielefeld ist auf den Bauten der Zehnstundentag in der Hauptsache durchgeführt. Jusgesammt sind bei Maurer und Bimmermeistern beschäftigt: 66 Poliere, 499 Gefellen, 60 Lehrlinge, 184 Handlanger, Summa 809. Davon arbeiten 549 10 Stunden und 260 10%, resp. 11 Stunden. Aus Schweinfurt meldet uns ein Privattelegramm, daß in der dortigen deutschen Gußstabifugelfabrit ein Abwehrstreit ausgebrochen ist. Betheiligt find 700 Mann. Buzug ist streng fern zu halten. Die Former der Maschinenfabrik von Hamm in Heidel bergi. B. sind wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getreten. Buzug ist fernzuhalten. Ausland. die gelben, wild braufenden Fluthen in einem Chaos durcheinander Depeliften und lehte Nachrichten. B getrieben. Die Bahnzüge sind von Flüchtenden überfüllt, die zum theil ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Das durch die Köln, 81. Juli.( B. 5) Die Röln. 3tg." meldet aus Rons elementare Gewalt angerichtete Unglück und Elend ist grenzenlos ftantinopel: Der Kriegsminister weigert sich, das am Montag durch und der Verlust an Hab und Gut der von der Katastrophe Be ein Kriegsgericht gegen mehrere Offiziere ausgesprochene Todesurtheil troffenen beziffert fich auf viele Millionen. Schnelle Hilfe ist vollstrecken zu lassen. Seit voriger Woche wird eine Anzahl einflußdringend erforderlich. reicher Persönlichkeiten vermißt, ebenso 60 Personen, die im Verdacht Wir bringen in nachstehendem die heute eingelaufenen Depeschen standen, liberale Anschauungen zu vertreten. zum Abdruck. Frankfurt a. M., 81. Juli.( B. H.) Die Frankfurter Zeitung" Sorka, 31. Juli. Die königl. Eisenbahn Betriebsinspektion meldet aus Hamburg: Die Kommission des Hamburger Gewerf Hoyerswerda macht bekannt: Die Strecke Kohlfurt Horta ist schafts- Kartells verbreitete durch Straßen- Anschlag ein Flugblatt durch Einsturz einer gewölbten Wege- Unterführung in km 13 infolge mit der Ueberschrift" Sozialer Friede oder Krieg", welches Hochwassers der Neiße voraussichtlich auf mehrere Wochen gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird über Rottbus und Görlig geleitet. beute ben Schugdamm des Umgebungskanals; bie Ranalarbeiten Breslau, 31. Juli. Das Hochwasser der Oder durchbrach mußten eingestellt werden. Aus Sprottan wird gemeldet, daß infolge eines Dammbruches bei Ober- Lefchen der Berkehr mit den Ortschaften der linken Boberseite unterbrochen ist. fich gegen den bekannten Erlaß der Altonaer Eisenbahn- Direktion gegen den Beitritt der Eisenbahner zur Organisation wendet. Eine Maßregelungen gegen 17 Arbeiter und des Koalitionsrechts der Boltsversammlung wird einberufen behufs Besprechung der neuesten Eisenbahner. Triest, 81. Juli.( W. Z. B.) Der demokratische Agitator Camber ist verhaftet worden, weil er 60 ftreifende Lastträger gegen Breslau, 31. Juli. Aus den zahlreich hier eingegangenen ihre Arbeitgeber aufzuheben versuchte. Die hiesigen Bäckergehilfen Nachrichten über den gewaltigen Umfang der durch die lleber- beabsichtigen, am Montag in einen allgemeinen Streit einzutreten; schwemmung veranlaßten Berheerungen in Schlesien geht über für Deckung des Brotbedarfs ist gesorgt. einstimmend hervor, daß diefe Wassersnoth die Budapest, 31. Juli.( W. T. B.) Die Abänderungsanträge, größte in diesem Jahrhundert ist; der Schaden welche der Finanzminister bei der heutigen Einzelberathung der beträgt viele Millionen. Die Haupt Eisenbahnstrecken sind Buckerprämienvorlage stellte, lauten dahin, daß das ungarische Gesetz Die Aussperrung der dänischen Metallarbeiter dauert un- wieder fahrbar, wenn auch theilweise nur eingleisiger Betrieb außer fraft tritt, falls die gleiche Verfügung in Desterreich vor dem verändert fort. Die Zahl der durch den Lockout betroffenen eingeführt ift. Vor allem ist der Verkehr auf der Strecke Breslau- 31. Juli 1898 erlöschen sollte, ferner daß das Gesez rückwirkende Maschinenbauer, Schmiede, Former, Modelltischler und Maschinen- Hirschberg bereits wiederhergestellt. Die Strecke Hirschberg- Kraft bis zum 1. August 1897 haben und die Fabrikation vom arbeiter beträgt unverändert ca. 6000. Hierzu fommen eine Anzahl Görlitz wird im Laufe des Tages wieder in Stand sein. Von vers 1. August 1897 ab einer Steuer von 2 Gulden unterliegen soll. Mitglieder anderer Branchen, welche durch den jezigen Lockout fchiedenen in Mitleidenschaft gezogenen Nebenstrecken fehlen noch Budapest, 31. Juli.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus nahm arbeitslos geworden sind, wodurch den hiervon betroffenen Fachvereinen endgiltige Berichte. die Vorlage betreffend die Investitionsanleihe an. die kräftige Unterstüßung der Ausgesperrten erschwert wird. Der erste Breslau, 31. Juli. Die Schlesische Zeitung" meldet aus Brüffel, 31. Juli.( W. T. B.) Die Repräsentantenkammer Bürgermeister, der Präsident des See- und Handelsgerichtes fowie ein Schönau an der Razbach: Das Kaybach thal und das Steinnahm alle Artikel der Novelle zum Zuckersteuergesetz an. einflußreiches Mitglied der Kommunalverwaltung Kopenhagens ba ch that bieten ein grauenvolles Bild der Zerstörung. Bei Neu- Washington, 31. Juli.( W. Z. B.) Das Staatsdepartement haben sich erboten, als Schiedsrichter zu fungiren. Während die tirch ist der Bahndamm an zwei Stellen durchgeriffen. Die Strecken ist durch den Botschafter der Vereinigten Staaten in London Hay Arbeiter beschlossen, haben, das Schiedsgericht zu afzeptiren, ift es Schönau Goldberg und Schönau Merzdorf find ge- benachrichtigt worden, daß die britische Regierung den Vorschlag noch unsicher, ob die Fabrikanten das gleiche thun, da sie wünschen, sperrt. In towersdorf wurde ein zweijähriges Rind von den der Vereinigten Staaten, im Herbfte eine Konferenz über die Frage den Lockout möglichst lange auszudehnen, um die Arbeiter auszu- Finthen fortgeriffen. Ides Robbenfanges in Washington abzuhblten, angenommen hat. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u Unterhaltungsblatt. B. 177. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Beruf und Religion. Daß zwischen Beruf und Religion gewiffe Wechselbeziehungen bestehen, daß sich z. B. die Angehörigen gewiffer Religionen gern bestimmten Berufszweigen zuwenden, ist bekannt, und diese Thatsache ist auch durch die im Jahre 1895 vorgenommene Berufszählung wieder bestätigt und näher durchforscht worden. Für den preußischen Staat liegt jetzt eine auf diese Verhältniffe bezügliche nähere Be Staat liegt jetzt eine auf diese Verhältniffe bezügliche nähere Be rechnung vor, der wir im folgenden die hauptsächlichsten Zahlen rechnung vor, der wir im folgenden die hauptsächlichsten Zahlen entnehmen. Die preußische Bevölkerung vertheilte sich 1895 nach entnehmen. Die preußische Bevölkerung vertheilte sich 1895 nach den Hauptreligionen auf die verschiedenen Berufszweige folgender maßen: Berufsabtheilungen. Evangel. Katholisch Juden A. Landwirthschaft, Gärt nerei, Thierzucht, Forste wirthschaft, Fischerei B. Bergbau, Hüttenwesen, Industrie, Bauwesen C. Handel und Verkehr. 1. Handelsgewerbe ein schließlich Versiche rungsgewerbe. 2. Verkehrsgewerbe ein schließlich Beherber gung und Erquickung D. Häusliche Dienste( einschl. pers. Bedienung), anch Lohnarbeit wechselnd. Art E. Militär-, Hofs, bürgerlicher u. tirchlicher Dienst, auch sogen. freie Berufs. arten . F. Ohne Beruf und Berufs. dangabe Angehörige ohne Hauptberuf Ueberhaupt • 3.000 963 1 765 525 1 650 3 012 144 1 690 169 33 246 Ueber haupt 4 782 255 4 755 855 456 806 172 074 82 069 713 913 449 482 186 939 4506 768 689 362 928 641 827 577 688 233 081 9 804 822 675 Sonntag, 1. August 1897. Internationales Amt für Arbeiterschuh. Der Kongreß beschließt: nischen Gründen nicht unterbrochen werden kann. 3. Daß die Ausnahmen vom Verbote der Sonntagsarbeit nicht durch die diskretionäre Willkür von Behörden und Beamten auf grund vager Andeutungen im Gesetze bestimint, sondern, soweit es irgend geschehen Presse und in den Parlamenten die Regierungen zur Errichtung 1. Die Theilnehmer des Kongresses werden aufgefordert, in der fanu, im Wortlaut des Gesetzes genau bezeichnet werden sollen.( eines internationalen Arbeiterschus Amtes einzu4. Daß die Forderung, den ausnahmsweise am Sonntag zu beladen. schäftigenden Arbeitern je wenigstens den zweiten Sonntag frei zugeben und für den ausfallenden Freisonntag je einen Ruhetag in Sammlung, Herausgabe und Mittheilung an die Als dessen Aufgaben werden in Aussicht genommen: a) die der Woche zu substituiren, einheitlich auf allen Arbeitsgebieten durch interessirten Amtsstellen, sowie die Verbreitung durch den Buchgeführt werde. 5. Das eine eigentliche Verpflichtung zur Sonn- handel aller auf den Arbeiterschuß sich beziehenden und Festtagsarbeit seitens der Betriebsinhaber den Arbeitern gegen Gesetze und andern wichtigen amtlichen Ver über auf feinen Fall geltend gemacht werden dürfe; und daß veröffentlichungen zugleich in englischer, französischer und tragliche Abmachungen dieser Art für den Arbeiter rechtlich unver deutscher Sprache und ferner in ihrer Ursprache, wenn diese keine bindlich seien. der drei genannten ist; b) die international Arbeit der Kinder und jungen Leute. gleichende Bearbeitung der Arbeiterstatistit 1. Die Arbeit in irgendwelchen industriellen Gewerben ist für( oder Sozialstatistik überhaupt); c) die Abfassung eines Kinder bis und mit 14 Jahren zu untersagen. 2. Junge Leute von Jahresbericht es über die von den geseggebenden und 14-18 Jahren dürfen in industriellen Gewerben und in Werkstätten Verwaltungs Behörden für die Fortbildung Des Arbeiternicht länger als 8 Stunden täglich beschäftigt werden. 3. Innerhalb schutes entwickelte Thätigkeit; d) die Ertheilung von dieser Arbeitszeit ist den jungen Leuten die erforderliche Zeit zum Auskunft und die Mittheilung orientirender Besuch allgemeiner und beruflicher Fortbildungs- Anstalten zu ge- Literatur an die mit der Ausarbeitung oder Ausführung von währen. 4. Jungen Leuten ist gewerbliche Arbeit an Sonn- und Arbeiterschuß Gefeßen betheiligten Personen; e) die Veranstaltung Festtagen ohne jede Ausnahme zu verbieten. von Kongressen zur Berichterstattung über den Fortgang der Arbeiter Gesetzgebung. 2. Der Kongreß spricht den Wunsch aus, daß das internationale Arbeiterschuß- Amt errichtet werden soll, sobald drei Staaten sich hierzu bereit erklären. Frauenarbeit. Jede Gefeßgebung über die Arbeit der Frauen soll umfassen die Großindustrie, das Kleingewerbe, die Hausindustrie und wenn möglich die Landwirthschaft, soweit Arbeitskräfte außer der Familie des Unternehmers beschäftigt werden. LA Kommunales. Der= Gesuch an den schweizerischen Bundesrath. Der internationale Kongreß für Arbeiterschutz spricht seine An Als allgemeine Vorschriften werden beantragt: erkennung aus für die wiederholten Bemühungen des schweizerischen 1. Die Arbeitswoche soll 48 Stunden nicht übersteigen; die Bundesrathes um das Zustandekommen einer internationalen Arbeitsstunden sind derart gleichmäßig auf alle Wochentage zu Arbeiterschuh- Gesetzgebung; er spricht den Wunsch aus, es möchten 4 791 1 139 230 vertheilen, daß sie am Sonnabend Mittag 12 Uhr endigen und diese Bestrebungen mit allem Nachdruck in nächster Zeit wieder aufsämmtlichen Arbeiterinnen eine ununterbrochene Ruhepause von min- genommen werden und er ladet sein Bureau ein, diesen Wunsch. destens 42 Stunden bis Montag Morgen gesichert ist. 2. Sämmt dem schweizerischen Bundesrath in geziemender Eingabe zur Kenntniß lichen Gewerbŝinhabern ist streng zu untersagen, nach beendigter zu bringen. Arbeitszeit den Arbeiterinnen weitere Arbeit nach Hause mitzugeben. 3. Gewerbsinhaber, die Arbeiterinnen in deren eigenen Wohn839 054 353 831 24 732 1 221 598 räumen beschäftigen, sind verantwortlich dafür, daß diese Räume 11 113 121 6 041 414 201 146 17 412 962 weder zum Kochen noch zum Schlafen benutzt werden und genügend Da in diesem Jahre nicht nur Ergänzungswahlen für das 20 217 447 10 805 961 361 944 31 490 315 Luftraum und direktes Licht für jede arbeitende Person haben. ausscheidende Drittel der Stadtverordneten- Versammlung, sondern Es sind hier nur die im preußischen Staate hauptsächlich ver- 4. Vor und nach ihrer Niederkunft dürfen Wöchnerinnen im ganzen voraussichtlich auch mehrere Neuwahlen in den neugebildeten Getretenen Bekenntnisse behandelt; die Angehörigen fleinerer Religions- während acht Wochen, nach der Niederkunst jedenfalls wenigstens meinde- Wahlbezirken- sofern die Genehmigung zur Neueintheilung gruppen fowie Diffidenten erscheinen nur in der summarischen letzten sechs Wochen, nicht gewerblich beschäftigt werden. 5. Die Auf der Bezirke und Vermehrung der Stadtverordneten vom OberRubrik. Es sind jedoch bei einer Bevölkerung von 31 490 315 nur ficht über die Bollziehung der Vorschriften betreffend die Frauen- Präsidenten eingegangen sein wird stattfinden sollen, ist das 104 963 Personen, die sich nicht in eine der drei großen Gruppen arbeit soll von Inspektorinnen, die durch die Arbeiterinnen selbst zu Interesse der Wähler für die ausgelegt gewefenen Gemeinde Wählereinrangiren laffen, das macht genau 1/3 pt. 992/ s pet. Der wählen sind, ausgeübt werden. liften ein ungemein großes gewesen. Es haben 7011 Personen preußischen Bevölkerung sind dagegen auch heute noch entweder Arbeit erwachsener Männer. die Liste eingesehen und zwar von den eingetragenen Wählern Evangelische, Katholische oder Juden- wenigstens dem Namen 1. Der internationale Rongreß für Arbeiterschutz hält die Ein- III. Klasse 6188, der II. Klasse 43 und der I. Klasse 19 und nach.- Besonders flar treten die Berschiedenheiten der Erwerbsthätigkeit führung eines Maximalarbeitstages für die industriellen Betriebe 761 Personen, die in der Liste aus besonderen Gründen nicht einverschiedener Religionsangehöriger in der folgenden Tabelle hervor, für dringend geboten. 2. Er glaubt, daß beim gegenwärtigen getragen sind, wie unterstüßte, steuerreftante, steuerfreie, ehrverlustige, in der es sich nicht um die ganze Bevölkerung, sondern nur um die Stande der Technik und nachdem in den verschiedensten Berufen in Konkurs befindliche Personen, Personen, die noch nicht das ereigentlich Erwerbsthätigen handelt.( Die Bezeichnung der Erwerbs- und Ländern mit der Verkürzung der Arbeitszeit auf neun und forderliche Alter erreicht haben 2c. Einspruch gegen die gruppen ist nur kurz angedeutet und aus der ersten Tabelle zu er acht Stunden die besten Erfahrungen gemacht worden sind, Richtigkeit der Liste haben 13 Personen erhoben. gänzen). von den Regierungen als ein zu erstrebendes Ziel der Acht- Wegen dieser Einsprüche werden die Mitglieder der Stadts Von je 100 Evangelischen, Katholiken oder Juden entstelen auf stundentag ins Auge gefaßt werden muß. 3. Wo der verordneten Versammlung in die Nothwendig. die einzelnen Berufsabtheilungen Uebergang zum Achtstundentag zur Zeit nicht möglich feit verseßt, ihre Ferien zu unterbrechen, um erscheint, soll er sobald als möglich durch Einführung eines sich ihm über die Berechtigung des Einspruchs bis zum 15. Auguft nach Erwerbs möglichst nähernden Maximalarbeitstages vermittelt werden. 4. Die$ 20 der Städte- Ordnung vom 30. Mai 1858 einen Beschluß zu thätigen Gefeßgebung soll, wo nicht ganz besondere Verhältnisse ein anderes faffen. überhaupt Vorgehen gebieten, für alle Industrien die nämliche maximale Arbeits1882 1895 eit festseßen. 5. Soweit die Gesetzgebung Ausnahmen von der Regel des Maximalarbeitstages zuläßt, sollen die Voraussetzungen hierfür 38,86 32,96 43,80 37,06 1,24 1,03 40,06 33,97 der sogenannten Ueberzeitarbeit pro Tag und Jahr festgesezt 1,24 1,03 40,06 88,97 im Gefeße selbst genau bestimmt und die zulässige Maximaldauer 30,95 33,08 31,91 35,47 20,82 20,67 31,17 33,78 werden. 8,99 5,01 2,95| 3,61 53,95 51,04 4,23 5,07 3,94 4,94 2,82 3,92 3,07 2,80 3,55 4,56 Evang. Rath. Juden 1882 1895 1882| 1895 1882 1895 Landwirth schaft Gewerbe Handel Verkehr Bedienung. verboten. Nachtarbeit. Lokales. Mangel an Arbeitskräften. Dabei wird denn weiblich auf die VerUnsere Agrarier flagen besonders zur Erntezeit über den gnügungssucht in der Großstadt geschimpft, die daran schuld sein soll, daß die Landarbeiter die heimathliche Scholle verlassen und der 10,41 8,44 9,30 7,62 3,20 2,98 9,95 8,09 1. Nachtarbeit, d. h. Arbeit zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr Gutsherrschaft den Rücken kehren. Die wahren Beweggründe sind Staatsdienst. 5,44 6,35 4,21 4,89 4,63 6,10 5,02 5,85 morgens, ist für Arbeiter jeglichen Alters und beiderlei Geschlechts natürlich andere. Das Arbeitsverhältniß des Landarbeiters, dem Zusammen 93,59 90,78 94,99 92,57 86,91 84,62 93,98 91,32 Ausnahmen können nur für diejenigen Industriezweige immer noch jene rückständige Rechtsauffassung anhaftet, die uns an Ohne Beruf 6,41 9,22 5,01 7,43 13,09 15,38 6,02 8,68 gemacht werden, welche aus technischen Gründen auf ununter- mittelalterliche feudale Zustände erinnert, ist so unerträglich ges brochenen Betrieb angewiesen sind, und nur in bezug auf die worden, daß allerdings immer mehr die Abneigung gegen solche ZuEs zeigen sich uns hier in der That die größten Verschiedenjenigen Beschäftigungen, welche einen derartigen Betrieb er stände wächst und bei den heutigen günstigen Verkehrsverhältnissen heiten. Wir verweisen nur auf die Gruppen Landwirth fordern. Die Arbeiter dürfen übrigens auch in solchen Fällen ein Entfliehen aus diesem Junkereldorado weit leichter wird als ehedem. schaft und Handel. Von den Evangelischen und Katholischen nur mit ihrer Zustimmung zu Nachtarbeit verwendet werden. Schwerlich wird man dem Landarbeiter dies verargen können, bes betrieben das erstere Gewerbe 33 und 37 pCt., während von den Diejenigen Industriezweige, in welchen aus dem angeführten sonders dann nicht, wenn er in Verhältnisse geräth, wie sie uns Juden nur wenig über 1 p& t. in der Landwirthschaft thätig war. Grunde Nachtarbeit gestattet wird, müssen genau bezeichnet werden Im Handel dagegen blieben Evangelische und Katholische etwas 2. Ueberzeitarbeit ist für Kinder, junge Leute beiderlei Geschlechts Anfang des Jahres Stellung auf einem Gut vier Meilen von vor kurzem ein Landarbeiter schilderte. Der betreffende hatte zu hinter dem Staatsdurchschnitt von 5 pCt. zurück, von den Juden unter 18 Jahren, sowie auch für Frauen, nicht gestattet. Wo sie aus Stettin erhalten. In dem Arbeitsverhältniß war ausbedungen, daß waren dagegen über 51 pet. in den verschiedenen Handelszweigen nahmsweise für erwachsene Männer bewilligt wird, darf sie nicht auf er pro Tag 50 Pf. und die Frau in der Ernte 60 Pf. bekommen thätig. E find diese markanten Erscheinungen natürlich Stunden ausgedehnt werden, welche im Geseze als Nachtstunden be- sollte. Außerdem erhielten sie freie Wohnung, die in einer Stube nicht etwa so erklären, daß die evangelische und zeichnet sind. Ausnahmsweise und vorübergehende Verlängerung mit eingebautem Ramin bestand und schließlich wurden als weitere fatholische Religion besonders auf die Landwirthschaft der Arbeitszeit darf nur dann gestattet werden, wenn der Betrieb Leistungen Futter für eine Kuh und ein Schwein sowie Lieferung verweise, während die jüdische Religion ihre Angehörigen zum durch unvorhergesehene Ereignisse gestört worden ist und hieraus von 12 000 Stück Torf vereinbart. Sehr bald stellte sich aber heraus, Handel dränge. Diese Dinge sind nur geschichtlich zu ver- dem Unternehmer oder den Arbeitern ein bedeutender materieller daß diese Bedingungen nicht gehalten wurden und besonders in der stehen. Es ist ohne weiteres klar, daß die Söhne und Töchter der Schaden erwächst. 3. Bei Jndustriezweigen, welche ihrer Natur Entlohnung traten fortwährend Stockungen ein. Kurz entschlossen löfte evangelischen Bauern in Pommern und der katholischen Landwirthe nach ununterbrochenen Betrieb erfordern, muß in drei achtstündigen deshalb der Arbeiter das Verhältniß und wanderte mit der Familie in Schlesten zum größten Theil in dem Beruf ihrer Väter bleiben, Schichten gearbeitet werden, wobei in bestimmten Zeiträumen nach Berlin, wo er auch, vom Glück begünstigt, sofort Arbeit erhielt. nicht aber in die Stadt ziehen, um dort Bank- und Börsengeschäfte Schichtenwechsel stattfinden soll. Um den Arbeitern eine 24 stündige Wie erstaunte er aber, als ihn am 10. Juli, morgens 41/2 Uhr, ein zu betreiben. Und es ist ebenso flar, daß die Söhne jüdischer Kauf Sonntagsruhe zu ermöglichen, soll an den Sonntagen eine Reserve Schuhmann unsanft aus seinem Schlafe weckte und ihm eröffnete, er Ieute die Juden sind ja seit Jahrhunderten förmlich schicht eingeschaltet werden. gezwungen worden, sich durch Handel zu ernähren ebenfalls habe den Auftrag, ihn mit sammt seiner Familie zu seinem früheren zum größten Theil im Handelsstand verbleiben, nicht aber so leicht Arbeitsverhältniß, das er widerrechtlich aufgegeben hatte, zurücknach Ostelbien ziehen, um den feudalen Rittergutsbesitzern die Kar- sollen in jedem Lande auf dem Verordnungswege genau bezeichnet feiner Familie auf den Weg machen, die Wohnung wurde polizeilich 1. Die gesundheitsgefährlichen Gewerbe im Sinne des Referats zuführen. Es half fein Protestiren, der Arbeiter mußte sich mit toffeln zu bauen. Man sieht, mit dem besonderen Inhalt der ver werden. 2. Die behördliche Bewilligung zur Eröffnung des Betriebs geschloffen und der Beamte lieferte die Familie pflichtgemäß in schiedenen Religionen haben diese Dinge gar nichts zu thun. Die neuere Entwickelung geht sogar darauf hinaus, die jetzt noch sehr werden, wenn alle durch das Gesetz oder auf dem Verordnungswege Spesen für die Reise in Empfang genommen hatte. Unser Landin einem gesundheitsgefährlichen Gewerbe darf nur dann ertheilt Stettin der Gutsherrschaft aus, nachdem er von dem Verwalter die traffen Unterschiede nach und nach auszugleichen. Dies zeigt vorgeschriebenen Maßregeln zur Beseitigung oder Abschwächung arbeiter ging ruhig an die Arbeit und konnte schließlich obige kleine Tabelle bei einer Bergleichung der Ber- des schädlichen Momentes getroffen sind. 3. Rinder, junge Leute zufrieden sein, daß er nicht eine Tracht Brügel die bekannte gelinde der in der Landwirthschaft thätigen christlichen Bevölkerung Beschäftigungen und in Bergwerken zur Arbeit unter und über Bergehen in Empfang nehmen mußte. Jedoch die Dinge hatten sich Der Prozentfab unter 18 Jahren und Frauen dürfen bei gesundheitsgefährlichen förperliche Büchtigung auf grund der Gefinde- Ordnung für sein ist in den 13 Jahren bedeutend gefallen, die im Gewerbe, Handel Tage" nicht verwendet werden. Dieses Verbot ist ein absolutes. auf dem Gut um nichts gebeffert und trieben selbst zu dem verund Verkehr beschäftigten Evangelischen und Katholiken haben das 4. In gesundheitsgefährlichen Gewerben ist die tägliche Arbeitszeit zweifelten Schritt. An einem Montag schnürte der Arbeiter wieder gegen zugenommen. Umgekehrt ist in Gewerbe, Handel und Verkehr unter dem gesetzlich bestimmten Normalarbeitstag zu halten, wobei fein Bündel, in aller Frühe befand er sich mit seiner Frau, die in der Prozentsatz der Juden gefallen, im Staatsdienst und bei die Verkürzung der Arbeitszeit dem Grade der Gesundheitsgefährlichkeit hochschwangerem Zustande sich befand, und einem 3 jährigen Kinde den freien Berufsarten( Juristen, Aerzte zc.) gestiegen. Ebenso ist des betreffenden Gewerbes entsprechen und in keinem Falle acht Stunden wiederum auf der Landstraße, um den Weg nach Berlin zu Fuß auch der Prozentsaz der berufslosen Juden geftiegen, was auf eine im Tage übersteigen soll. 5. In gesundheitsgefährlichen Gewerben sind zurückzulegen. Raum war das Verschwinden der Ausreißer auf dem verhältnißmäßige Wohlhabenheit hinweist. Das aus den obigen Zahlen näher erkennbare Zurückweichen der Juden aus Handel und periodische amtliche ärztliche Untersuchungen über den Gesundheits- Gute bemerkt, so jagten zwei berittene Inspektoren den Flüchtigen Gewerbe scheint auf eine langsame Berdrängung der Juden aus zustand der Arbeiter anzuordnen. 6. Für Schädigungen an Gesundheit nach. Als sie eingeholt waren, stand die Frau mit dem Kinde allein und Leben, von welchen die Arbeiter in gesundheitsgefährlichen Gewerben da, denn der Mann war mittlerweile vorausgeeilt und hatte sich diesen Erwerbsgebieten durch die evangelische und katholische Be- betroffen werden, sind die Unternehmer gefeßlich haftbar zu machen. verfteckt gehalten. Die Verfolger mußten deshalb von ihrem Vorvölkerung hinzuweisen. 7. Bei außerordentlicher Gesundheitsgefährlichkeit eines Industrie haben ablassen und so kam denn die Familie ohne einen Pfennig, zweiges, wenn derselben auf feinerlei Weise technisch vorzubeugen Geld, indem sie sich den Lebensunterhalt erbettelte und des Nachts im ist, soll die Verwendung des schädlichen Stoffes verboten werden. Freien oder im Stall ein Obdach fand, unter Mühen und Beschwerden der schlimmsten Art wieder in Berlin an. Zum Glück war die ver Mittel und Wege zur Berwirklichung des Arbeiterschutes. floffene Arbeitsstätte für den Arbeiter noch frei und trat er somit fofort in geordnete Verhältnisse. Hoffentlich hat nun damit die Verfolgung der Familie ein Ende; aber immerhin ist es ein trauriges Zeichen unserer Rechtszustände, daß solche Dinge überhaupt möglich sind. die hältnisse in den Jahren 1882 und 1895. Anträge zum internationalen Kongre für Arbeiterschuh. Aufgestellt von den Referenten und dem Organisationstomitee. Sonntagsarbeit. Arbeit in gesundheitsgefährlichen Gewerben. = 1. Durch Vorträge, Bersammlungen und Schriften soll eine lebhafte Agitation für die Förderung der nationalen und internationalen Arbeiterschutz Gesetzgebung entfaltet werden. 2. Es soll Der internationale Kongreß für Arbeiterschuh in Zürich erklärt bei Ausübung politischer Rechte dabin gewirkt werden, daß die als zu erstrebende Bielpunkte: 1. Daß das Verbot der Sonntags- nationale und internationale Arbeiterschuß Gefeßgebung in den Ein ungeheurer Schaden ist durch den anhaltenden Regen arbeit nach Möglichkeit und unter wirksamen Strafbestimmungen gefeßgebenden Körperschaften verfochten werde und zur Ausführung der lezten Wochen der Landwirthschaft speziell in der Umgebung auf alle Kategorien der Lohnarbeit ausgedehnt werde also fich gelange. 3. Zur Förderung der internationalen Arbeiterschuß- Gesetz- Berlins erstanden. Der infolge der Junihige vorzeitig gereifte und erstrecke auf die Arbeit in der Industrie, im Bergbau, im gebung find periodische Internationale Kongreffe zu veranstalten. Schon anfangs dieses Monats geschnittene Roggen ist größtentheils Handwerk, in der Landwirthschaft, in den Verkehrsanstalten 4. Die internationale Arbeiterschutz- Gefeßgebung soll sich vorzüglich vollständig verdorben. Selbst das Stroh ist in vielen Fällen nicht ( Eisenbahn, Post-, Telegraphen und Telephondienst), im erstrecken auf die Aufstellung eines Altersminimums für die in den mehr verwendbar und nur noch als Dung zu benutzen. Aehnlich Gast. und Schankgewerbe, im Groß und und Kleinhandel. Fabriken beschäftigten Rinder und jungen Leute, auf das Verbot der traurig sieht es mit der Kartoffelernte aus. Die Dauerkartoffeln 2. Daß Ausnahmen im Gewerbewesen nur gestattet werden Nachtarbeit für die in den Fabriken beschäftigten Frauen und jungen haben viel zu viel Wasser erhalten und beginnen bereits in vielen dürfen für solche Fälle, wo sie nicht die Bestimmung haben, einen Leute, auf das Verbot der Frauenarbeit in gesundheitsschädlichen Gegenden zu faulen. Verhältnißmäßig wenig beeinflußt ist durch durch Sonntagsruhe bedingten Produktionsausfall zu decken, sondern Industrien, das Verbot der Sonntagsarbeit, die Aufstellung eines das Unwetter der Hafer, während Grünfutter, welches durch die wo sie einzig bezwecken, die Wiederaufnahme des vollen Betriebes allgemeinen Maximal- Arbeitstages und die Errichtung eines inter- Size außerordentlich gelitten, sich bei der Regenperiode vorzüglich am Montag zu sichern oder wo der Produktionsprozeß aus tech nationalen Arbeitsamtes. erholt hat, und infolge dessen reichlich vorhanden ist. # Dem Hilssarbeiter F. wurde, obwohl er Familienvater ist, unter 1 Die projektirte Spreewaldbahn gelangt nunmehr zur Aus dem 7. Juli zum 15. August einfach gekündigt. Auch er will seine führung. Dieselbe wird Lübbenau in einer quer durch den Wald Rechte im Klagewege geltend machen. führenden Trace mit Burg verbinden und Zu der Mihhandlung auf der Polizeiwache in der TeltowerStraße theilt das Polizeipräsidium folgendes mit: Aus Anlaß des Berichts in der Nr. 350 der„ Staatsbürger- 3tg.“ vom 29. Juli über die angebliche Mißhandlung des Telegraphenarbeiters Fischer auf der Mache des 72. Polizeireviers ist folgendes festgestellt worden: richtet waren und Avancirte des Garde- Husaren- Regiments ver- waldes keine Konkurrenz machen, da die erstere wohl hauptsächlich Wegen anonymer Briefe, die an das Kriegsministerium ge- über Staupig nehmen. Die Bahn wird den Kahnführern des SpreeAuf Beranlassung des 17 Jahre alten Bäcker Lehrlings Richard dächtigten, schwebt eine Untersuchung in Potsdam. Rittmeister dem Durchgangsverkehr, im übrigen aber dem Güterverkehr dienen Kriegisch wurden am Sonntag, den 25. Juli, nachmittags in von Klizing hat die Staatsanwaltschaft in Anspruch genommen soll. Die Spreewaldbahn dürfte, wenn nicht durch die fumpfigen der Vorkstraße die Gebrüder Heinrich img Schwierige für Gröffnung gelangen, sowie der Arbeiter Karl Fischer durch einen Eduard Jänsch, und soll nunmehr der Thäter in der Person eines Sergeanten Verhältnisse des Terrains Schwierigkeiten beim Bau hervorgerufen zur Wache des 72. Polizeireviers gebracht, weil alle drei, auch Schumann Müller in Untersuchungsarrest gebracht worden sein. werben, spätestens zum Sommer 1899 zur Eröffnung gelangen. Fischer, den Kriegisch geschlagen haben sollten. Dieser hat bei seiner Mit den Arbeiten für die Verlegung des Botanischen in erster Linie der Fischgattung zu gute. Eine über Stralsund einDie neuen Zuführungen des Berliner Aquarium tamen Bernehmung angegeben, daß die Genannten betrunken gewesen seien Gartens wird auf dem neuen Terrain bei Dahlem noch in diefem getroffene Sendung brachte außer Quallen und anderen eine und start nach Schnaps gerochen hätten, und daß er bei der Herbst begonnen werden, sobald der Boden von den jetzt darauf Anzahl ganz merkwürdiger, breittöpfiger, mit Warzen, Höckern und Schlägerei dem Fischer, den er als den Hauptschläger bezeichnet, noch stehenden Feldfrüchten frei ist. Man hofft fogar, in diesem Stacheln bewaffneter, hell und dunkelbraun gefärbter Fische, die wahrscheinlich Kraßwunden im Gesicht beigebracht habe. Jahre vor Eintritt des Frostwetters nicht nur mit dem Auf der Wache haben die Gebrüder Jänsch, die behufs Vor- Planiren von weitem Felsbrocken ähneln und wegen der verwundenden des Terrains fertig zu werden, sondern auch Körperstacheln und der von der Fischgestalt mehrfach abweichenden nahme der erforderlichen Feststellung ihrer Persönlichkeiten in eine schon mit dem Abstecken der Wege und Kulturflächen, Belle eingeschlossen worden waren, sich völlig ruhig verhalten, bem Ragolen und den sonstigen ersten Anlage- Arbeiten be- anderes Interesse gewinnen verschiedene aalartig gestreckte, Leibesform Seeftorpione" genannt werden. Ein wesentlich während Fischer, der infolge seiner ungebührlichen Art des Protestes ginnen zu können. Vom nächsten Frühjahr an sollen dann gelbbraun und dunkel marmorirte Fische dadurch, daß gegen seine Bernehmung ebenfalls in einer Belle untergebracht die Arbeiten mit größtem Gifer betrieben werden, damit viel die Weibchen, gänzlich abweichend von den Schuppenträgern unferer worden war, mit Händen und Füßen so beftig gegen die Bellenthür leicht schon im Herbst, jedenfalls aber im darauffolgenden Frühjahr Binnengewäffer, nicht Gier( Rogen) abfeßen, sondern lebende Junge schlug, daß der Lärm von Hausbewohnern gehört wurde. Da er troß mit dem Menanpflanzen der Freiland- Kulturen der Anfang gemacht zur Welt bringen, fodaß der Volksmund in der irrthümlichen mehrmaliger Verwarnung weiter tobie, mußte er, wie dies durch die werden kann. Diese Beschleunigung der Verlegungsarbeiten ist das Meinung, daß dies junge Aale feien, den Fisch Aalmutter" be Umstände vorschriftsmäßig bedingt war, gefeffelt werden; und zwar durch geboten, daß in fünf Jahren, also zum Herbst 1902, die Ver- Meinung, daß dies junge Aale feien, den Fisch„ Aalmutter" be Bernannte. Von einem anderen Fisch ist Brut vorhanden, die im erfolgte die Feffelung zunächst au den Händen und später erst, als er legung vollzogen und der jezige Botanische Garten frei sein muß, nannte. Von einem anderen Fisch ist Brut vorhanden, die im mit den Beinen um sich stieß, wurde auch zu einer Feffelung der Füße was angesichts der großen Borsicht, mit welcher namentlich die Aquarium selbst gewonnen wurde. Ein unserem Barsch verwandter geschritten; hierbei ist indeffen ein Riemen oder ein Strick nicht tropischen und subtropischen Pflanzen bei der Ueberftedelung behandelt ein rundes, schüffelförmiges Neft ausgeschachtet und an die Umnordamerikanischer Sonnenfisch hat im Kiesgrund seines Behälters verwendet, ein solcher auch nicht zum Schlagen benutzt worden. werden müssen, eine verhältnismäßig knappe Beit ift.splodul wallung desselben seine Eier geflebt, welche vom Männchen tren be Während dieser Zeit hat Fischer fortgesetzt mit aller Kraft Silfe" Bei Dampferpartien wird sehr oft von den Theilnehmern wacht wurden und eine ganze Anzahl Jungfischchen ergaben, die nun geftzahl gerufen, so daß er heifer werden mußte. Als er sich endlich be- Klage geführt, daß die vereinbarten Bedingungen mit der Dampfer- reichlich 1 Bentimeter lang find. ruhigt und mit den Worten: Wenn Sie bitten können, werden die gesellschaft nicht innegehalten werden und die Ausflügler nicht selten Fesseln losgemacht", an ihn gerichteten Aufforderung Folge gefundenlang über die festgefeßte Abfahrt am Abend warten müssen. straße werden heute Nachmittag nach Ablauf ihrer Ferienzeit dem Die beiden Urania- Justitute in der Tauben- und Junvaliden leistet hatte, wurden ihm die Fesseln abgenommen. Er hat sein uns geht folgende Schilderung zu: Am Sonntag, den 25. Juli, Bublikum wieder geöffnet. Die Vorführungen im wissenschaftlichen Unrecht später eingesehen und dies auch den Beamten gegenüber ge- machte eine Frauenvereinigung eine Dampferpartie und hatte bierzu Theater in der Taubenstraße werden zwar erst am fommenden äußert, diesen im Laufe des Gesprächs sogar feinen Militärpaß gezeigt, einen Dampfer der Oberspree- Dampfergesellschaft des Herrn Tismar Sonntag wieder aufgenommen und findet auf vielseitiges Berden er bei der Feststellung seiner Berson aber nicht zum Borschein gemiethet. Es war fontraktlich abgemacht, daß der Dampfer früh langen dann die Vorführung des dekorativen Ausstattungsstückes gebracht hat. Die Berlegungen in seinem Gesicht hat er nicht auf 7 Uhr von Berlin abfahren sollte und die Gesellschaft abends„ Der Kampf um den Nordpol" statt. Bis dahin sind nur die der Bache erhalten, sondern wie die Beamten sowohl als auch der zwischen 10 und 101 Uhr abgeholt werden sollte. Che nun der Experimentier- und Ausstellungssäle von 4 Uhr nachmittags bis Bäckerlehrling Kriegisch übereinstimmend aussagen, bereits beim Be- Dampfer morgens abfuhr, ersuchte der Kapitän das Komitee, erft 8 Uhr abends geöffnet. treten der Wachräume gehabt.) zu zahlen, da er sonst nicht abfahren dürfe. Das Komitee war Ueber eine ganz unglaubliche Ausbentung der Omnibus auch bereit dazu, wollte aber 50 Mart als Sicherheit zurück Angestellten berichtet uns ein Mitarbeiter folgendes: Ich befand behalten und diese Summe erst dann zahlen, wenn der Dampfer mich gestern Abend nach 11 Uhr auf dem Heimweg. Zu meiner zur verabredeten Beit pünktlich da sein würde. Dem gegenüber erUeberraschung sah ich troh der späten Stunde noch einen Omnibus flärte jedoch der Kapitän, die Weisung erhalten zu haben, daß, wenn der nur bei Tage verkehrenden Allgemeinen Omnibus- Gesellschaft. nicht gleich alles bezahlt würde, er nicht zu fahren habe, sondern die Der Wagen fuhr die vorgeschriebene Strecke und ich benußte Gesellschaft zum Absteigen nöthigen möge. Das Komitee war somit Die mir gebotene Fahrgelegenheit. Der Omnibus passirte eine bei der Arbeit befindliche Kolonne von Straßenreinigern. Da ein lautes Aufschreien. Beinahe hätte der Kutscher einen der Arbeiter überfahren. Es war noch einmal glatt abgegangen, und der Vorfall wäre für mich erledigt gewesen, wenn nicht der Schaffner in die Worte ausgebrochen wäre: Der Rutscher muß ja natürlich schon schlafen!" Das machte mich aufmerksam, ich sah nach der Uhr, es war halbzwölf. Wo kommen Sie denn her?" fragte ich. Von Kroll." Aber was hat Ihre Linie mit Kroll zu thun?" Antwort:„ Von jeder Strecke fährt ein Wagen allabendlich dorthin. Vorherrschen der westlichen Winde in Berlin. Das Das wurde uns Berliner Statistische Jahrbuch" weist darauf hin, daß die Beweiter nichts angehen, aber während wir ohne diese Tour das obachtungen der Windrichtung in Berlin seit Jahren ein VorDepot würden aufsuchen können, müssen wir statt dessen zu Kroll's herrschen der westlichen Winde ergeben haben. Der von seiten der fahren. Nach dem Dienst beginnt also demnach ein neuer Dienst Stadt bestellte Meteorologe Dr. Berlewig ermittelte z. B. im Jahre für uns."„ Aber die Oper ist doch längst zu Ende?" Der Schaffner 1894 auf seiner Beobachtungsstation( Weißenburgerstr. 12) bei lachte bitter auf.„ Aber nach dem Theater ist ja noch Konzert, und 1088 Beobachtungen 144 mal Nordwest, 202 mal West, 214 mal Südwir müssen warten, bis auch dieses zu Ende. Nur wenn nach der west, im ganzen 560 mal Winde aus westlicher Richtung, dagegen Vorstellung der Omnibus sich gleich gefüllt hat, dürfen wir davon 78 mal Südost, 96 mal Oft, 110 mal Nordost, im ganzen 284 mal fahren. Nicht selten geschieht es, daß wir so lange auf Fahrgäste Winde aus Weil er einem Freunde gefällig war, wurde heute Boraus warten, bis der Portier mitleidig uns benachrichtigt, daß auch der 103 mal Süd, außerdem 54 mal öftlicher Richtung, ferner 82 mal Nord und mittag der 24 jährige Kaufmann. verhaftet. Ein in der Georgenletzte Gast den Garten verlassen hat."" Und wann kommen Sie beobachtete Winde außerdem 54 mal Windstille. Auf je 100 firchstraße chambre garni wohnender, zur Zeit stellungsloser nach Hause?" „ Doch Ihr Dienst nur westlicher Richtung tamen 1894 Handlungsgehilfe, welcher dem Drängen seiner Wirthin, die am Um halbeins die Nacht." beginnt aus öftlicher Richtung; ähnlich in den zehn 1. Juli fällig gewesene Miethe zu entrichten, nicht nachkommen wohl dann am nächsten Tag entsprechend Borjahren bis 1884 zurück( aus 1888 jedoch sind die Be- konnte, wollte sich seiner Verpflichtung durch Rücken entziehen. Er päter?" Wieder daffelbe bittere Lachen. Um halbfieben muß ich obachtungen unvollständig, also das Ergebniß zweifelhaft): nur überredete den Kaufmann M., ihm beim Fortschaffen des Koffers um Appell zur Stelle sein. Der Kutscher muß schon um halbsechs 39, 51, 56, 53, 62,?, 32, 69, 44, 64 Winde aus östlicher Richtung. behilflich zu sein. Auf der Straße wurden die Beiden von der von seinen Dienst antreten." Aber es kommt wohl nur selten an den Da der Westen Berlins reich an Bartanlagen und Waldungen einem Ausgange zurückkehrenden Wirthin überrascht, die einen Einzelnen die Reihe?" Eine ganze Woche hindurch müssen wir( Thiergarten, Grunewald, Jungferuhaide) ist, die luftverschlechternden Schußmann des 19. Polizei- Reviers herbeiholte und M. sistiren ließ. diese Tour machen, um sie nach achttägiger Pause wieder eine Woche gewerblichen Etablissements andererseits vorwiegend im Osten der In dem Trubel entfernte sich der Handlungsgehilfe unbemerkt mit zu fahren." Und die Vergütigung?" Nicht einen Pfennig. Stadt liegen, so ist das Vorherrschen der Westwinde in sanitärer dem Koffer. spee weder Schaffner, noch Kutscher; es gehört zum Dienst." Sinficht außerordentlich werthvoll für Berlin. Freilich kommt das Einen grimmeren Hohn auf das vielgepriesene Beitalter der in erster Linie und am meisten den Wohlhabenden zu gute, die den das Leben gefoftet. Die fechsjährige Marie Semmler, deren Eltern Das Spielen am Treppengeländer hat wieder einem Kinde Humanität fann es nicht geben als das, was meine geftrige Be- gefünderen Westen Berlins mit Beschlag belegt haben. gegnung schildert. Man kennt diese Gesellschaft in ihrer rührenden im 4. Stock des Hauses Memelerstraße 3 wohnen, wollte dort vom Fürsorge für die Aktionäre, die nicht unter 12 pCt. Dividende er- In Betreff der Postanweisungen für Soldaten ist neuer ersten Stock am Geländer in das Erdgeschoß hinabrutschen, verlor halten, und ihre treue Sorge um die Pferde, die nicht über drei dings vom Reichs- Postamt bestimmt worden, daß zu den Post- das Gleichgewicht und stürzte aus einer Höhe von 3 Metern in den Stunden arbeiten dürfen. Aber einem, regulären" Dienft von 16 Stunden anweisungen an die in Reib und Glied stehenden Soldaten bis Hausflur hinab. Im Krankenhaus am Friedrichshain, wohin man als etwas ganz Selbstverständliches noch zwei Stunden hinzuzu- einschließlich zum Feldwebel oder Wachtmeister aufwärts über die Verunglückte schleunigft brachte, starb sie an einem Schädelbruch fügen, das übersteigt denn doch selbst das, was man von Beträge bis zu 15 Mart, welche, bezeichnet mit dem Vermerk und Herzlähmung. Die Staatsanwaltschaft hat die beschlagnahmte solcher Gesellschaft erwartet. Berdient ein derartiges Gebahren Soldatenbrief, eigene Angelegenheit des Empfängers", für die er- Leiche gestern freigegeben, da nach dem Ergebnis der Erinittelungen vom menschlichen Standpunkt aus aufs schärffte gebrandmarkt zu mäßigte Gebühr von 10 Pf. befördert werden, von jetzt an die der Unfall lediglich auf die eigene unvorsichtigkeit der Kleinen zurück. werden, so tritt, wie ich meine, für uns alle ein rein persönliches Poftanweisungs Formulare ohne Werthzeichenstempelzuführen ist. Intereffe hinzu. Denn daß ein Mann, der so viele Stunden in zu benügen sind, die zum Preise von 1 Pfennig für je zwei Stüd Noch nicht aufgeklärt ist eine Schießerei, die sich am Mitt Wind und Wetter, in Staub und Sonnengluth die Bügel gebalten, bei den Postanstalten und den Landpostboten bezogen werden woch Abend in der Pautstraße zugetragen hat. Der 35 Jahre alte sie endlich nicht mehr mit der gleichen Sicherheit durch das Gewühl fönnen. ated in rod ligtsdz Schiffer Friß Schöning fährt mit seinem Kahn zwischen Stettin und " " " " " gezwungen, gleich zu zahlen. Das wäre ja nun nicht das schlimmste, wenn nur der Dampfer am Abend rechtzeitig eingetroffen wäre. Dem war aber nicht so, vielmehr legte der Dampfer erst nachts um 11/2 Uhr an und war die Gesellschaft um 4 Uhr in Berlin an gekommen. Man kann sich wohl denken, daß das Komitee infolge dieser un liebsamen Verzögerung von mehreren Theilnehmern recht bittere Borwürfe zu hören bekam. 51 " = aus betreffend den Artikel Ueberfall im Eisenbahnwagen" Bezugnehmend auf die Berichtigung des Herrn Arendt berichtigt Herr Teichmann: Es ist unwahr, daß ich mit dem Herrn Braumeister überhaupt einen Wortwechsel hatte, im Gegen theil unterhielt ich mich mit Herrn Arendt, bei welcher Gelegenheit mir Herr Arendt erwiderte, daß ich so etwas nicht verstehe und mich gleichzeitig auf die Hand schlug. Dies verbat ich mir, worauf der Herr Braumeister mit der Fauft auf mein Knie schlug. Schon nach diesem Vorgang war ich im Begriff, die Nothbremse zu gebrauchen, wurde aber durch gleichzeitigen Angriff beider Herren daran ver hindert und in der unerhörtesten Weise mißhandelt, was ich durch ärztliches Attest zu belegen im stande bin. Ferner trifft nicht zu, daß ich dem Braumeister einen starten Stoß* ins Auge versette, vielmehr fiel im Handgemenge dieser Schlag der wohl auf mich gerichtet war seitens des Herrn Arendt. Daß es sich um einen Att der Nothwehr" feiteng des Herrn Arendt gehandelt habe, erscheint um so unglaublicher, als ich mich, um weiteren Mißhandlungen seitens dieser beiden herkulischen Gestalten zu entziehen, als einzige Rettung an die Nothbremse flüchtete. Jin übrigen dürfte das bei der Staatsanwaltschaft eingeleitete Verfahren dahin Klärung bringen, daß nicht die mir an Kräften bedeutend überlegenen Herren von mir, sondern ich als einzelne Person von ihnen buchstäblich überfallen wurde.logings der Weltstadt führen kann, bedarf doch wohl keiner besonderen Klar Bei dem auf der Pferdebahulinie Lützowplay Charlotten- Berlin und kommt jede Woche hierher. Das letzte Mal brachte er Tegung. Und hier muß die Behörde eintreten, die Behörde, die stündlich auf burger Straßenbahnhof feit einigen Tagen gelegentlich zur Probe auch seine Frau mit. Während sein Kahn zum Löschen der alten und allen Blägen Umschau halten läßt, ob an den öffentlichen Fuhrwerken verkehrenden, bisherigen Einspännerwagen, welcher zum Affumulator- Einnahme neuer Ladung im Nordhafen lag, pflegte Schöning öfter feine alles in Ordnung und schon wegen einer fehlenden Schnalle den wagen ungebaut ist, handelt es sich um den interessanten Versuch, in der Pantstraße wohnende Schwester zu besuchen. Augenblicklich Rutscher mit einem Strafmandat beglückt. Wenn das Kommiffariat die tleinen Wagen neuerer Konstruktion der Charlotten- liegt er schwer verivimdet in einem hiesigen Krankenhause. Er hat für öffentliches Fuhrivefen den einzelnen Kutscher erst prüft, ob er burger Straßenbahn für den elektrischen Betrieb umzubauen. einen schweren Revolverschuß in die linke Körperseite bekommen. auch die Leine zu führen versteht, so sollte dasselbe auch an der Die kleinen Wagen, mit 12 Sizpläßen und 11, später 12 Während von einer Seite behauptet wird, daß es sich dabei Frage nicht vorübergehen, wie lange er die Zügel ficher zu halten Stehplägen, eignen sich vorzüglich zu dem neuen Betriebe; um einen Unfall handle, indem bei einer unvorsichtigen Handvermag. Und deshalb die Frage: Wie lange foll dieser unerhörte ihr Hauptvorzug ist die Schnelligkeit und Leichtigkeit, mit welcher habung die Waffe losgegangen fei, ist nach einer anderen Darstellung Zustand noch andauern, und welche Schritte gedenkt die Polizei der Wagenführer sie zum Stehen bringen kann, was von unbe- Schöning mit Absicht angeschossen worden. Hiernach hat am Mitt hierin zu unternehmen? sidst p Silent rechenbarem Vortheil bei Unglücksfällen ist und auch eine größere woch Abend zwischen 9 und 10 Uhr, als Schöning durch die Baut Der bei der Parket- Explosion auf dem Potsdamer Bahnhof Rücksicht auf die Wünsche der auf und absteigenden Fahrgäste er- ftraße ging, ein Mann auf ihn angelegt und ihm mit Bedacht die angerichtete Schaden beziffert sich nach genauerer Feststellung auf möglicht. Es steht nichts im Wege, dem kleinen Motor- Wagen bei Kugel in den Leib gejagt. Der Schüße hat sich durch die Flucht etwa 900 M., für welche der Abfender der Sendung haftbar ge- Bedarf einen Wagen anzuhängen. Bei den überaus großen vier- feiner Festnahme entzogen. Wenn diese Darstellung richtig ist, so macht wird. Der betreffende Kaufmann B. wird sich auch wegen achfigen Akkumulator- Wagen auf der Hauptlinie der Gesellschaft hat muß angenommen werden, daß die Kugel einem Anderen gegolten Vergehens gegen das Gesetz betr. Versendung von Sprengstoffen zu sich der große Nachtheil herausgestellt, daß sie infolge des Be- hat und Schöning das Opfer einer Personenverwechselung geverantworten haben. Der Einwand, daß gleichartige Sendungen barrungsvermögens ihres Gewichtes eine für den Straßen- worden ist. auch von anderen Firmen zur Beförderung der Poft übergeben und, verkehr bedenklich lange Strecke zum Anhalten erfordern.cho Drei unbekannte Leichen sind gestern in den Wasserläufen daß die Radfahrer- Patronen keinen Sprengstoffartikel im Sinne des Ein alter Pferdedieb ist vorgestern mit Hilfe eines Radfahrers von Berlin und Charlottenburg angeschwemmt und gelandet worden. Gesetzes bilden, ist hinfällig. Die Gefährlichkeit der Patronen hat ding feft gemacht worden. Der Spigbube, ber 48jährige ehemalige An der Weidendammer Brücke wurde ein extrunkenes Mädchen, aus sich gelegentlich der Explosion zur genüge herausgestellt. Koppelknecht Fischer, der als Spezialität das Stehlen unbeaufsichtigt scheinend ein Dienstmädchen, von etwa 25 Jahren angetrieben. Die Zwei neue Hilfsarbeiter: Prozeffe gegen die Stadt Berlin stehender Fuhrwerte betrieb, hatte vorgestern in der Scharnweberstraße zu Verstorbene trug einen dunklen Rock mit bunten Punkten, eine weißstehen bevor. Sie werden von zwei Bureau- Hilfsarbeitern, Tegel einen vor einem Laden stehenden Geschäftswagen sich anzueignen punktirte schwarze Blouse, drei Unterröcke und ein weißes Leinenhemd R. und F., angeftrengt, die fürzlich wegen verleumderischer Be- gesucht. F. sprang plößlich auf den Rutscherfit und fuhr, während mit dem Zeichen C. B. An der Möckernbrücke fand man die Leiche leidigung städtischer Beamten auf der Anklagebant faßen, aber freis der Wagenführer sich im Laden befand, davon. Der Rutscher des einer etwa 35 Jahre alten Frau, die Arbeiterin gewesen zu sein gesprochen wurden. Seitdem find die beiden Männer Maßregelungen Gefährtes, der den Diebstahl bemerkt hatte, nahm, unterstützt von Scheint. Sie trug einen schwarzen Umbang, ein schwarz und weiß ausgesetzt worden, die sie schließlich veranlaßt haben, ihr Recht im einem vorbeikommenden Radfahrer, die Verfolgung auf und es farrirtes Kleid, einen Unterrod mit bunten Streifen, schwarze Prozeßwege zu suchen. gelang auch, den Pferdedieb auf der Tegeler Chaussee, in der Nähe Strümpfe und Gummizugstiefel. Ihr Taschentuch ist B. gezeichnet. Dem Hilfsarbeiter R. eröffnete der Bureaudirektor im Auftrage des schwarzen Grabens, zu stellen. Er wurde nach dem Amtsbureau In Charlottenburg fand man die Leiche eines Mannes von etwa des Herrn Ober Bürgermeisters, daß er für die Folge wegen in Tegel überführt. 45 Jahren, der 1,70 Meter groß und fräftig gebaut ist, dunklen seiner Beharrlichkeit, mit der er sich als Beamter betrachte, Heber 1000 Mark aus dem Kinderwagen gestohlen. Die Boll- und Schmurrbart und eine große Blake hat ten baten nur noch mit mechanischen Arbeiten beschäftigt werden solle Frau S. pflegt aus Furcht vor Dieben ihr Geld niemals zu Hause Sommerüberzieher, ein graues Jacket mit Hornknöpfen, eine farrirte Weste, eine graue Stoffhose, braune baumwollene Strümpfe und und er auch niemals daran denken könne, zur Assistenten zu lassen und wäre trog aller Vorsicht beinahe doch um ihre Er Prüfung zugelaffen zu werden. Gleichzeitig wurde ihm bedeutet, sparnisse gekommen. Diesmal legte sie das in einem Portemonnaie Gummizugstiefel trug. daß ihm der seit Februar 1896, also feit 1, Jahren vorenthaltene befindliche, aus Gold und Kaffenscheinen bestehende Geld in eine sogenannte Diätenzuschuß troß einer Verfügung vom November Handtasche, und diese in den Kinderwagen. Unterwegs gefellten sich 1896, worin ihm die Zahlung des Zuschusses nach Erledigung des ein 10 jähriges Mädchen und eine unbekannte Frau zu ihr, deren gegen ihn schwebenden Strafverfahrens zugesichert wird ebenfalls Adresse sie gesprächsweise erfuhr, und bei der Heimkehr war die Unfälle im Straßenverkehr. Durch einen übermäßig schnell nicht gezahlt werden solle. R. wurde ferner strafweise nach dem Tasche zwar da, aber das Portemonnaie verschwunden. In ihrer um die Ecke biegenden Omnibus der Linie Potsdamer Brücke Standesamte versetzt, und sollte hier für seine Person Invaliditäts- Rathlosigkeit stürzte Frau S. zu der neuen Bekannten in der Frankfurter Linden wurde am Freitag in der Mittagsstunde vor marten fleben, was er unter Hinweis auf das bekannte Er Chauffeestraße, aber zunächst obire Erfolg. Erst mit Hilfe eines dem Haufe Straußbergerftr. 22 die eljjährige Tochter des Vertenntniß in Sachen Malit ablehnte, mit der Begründung, daß er Kriminalbeamten wurde im felben Haufe jenes Mädchen ermittelt ficherungsbeamten J. überfahren und an den Unterschenkeln erheblich sich auf grund der Städte- Ordnung als lebenslänglich angestellter und ihr ein Geständniß abgenöthigt. Sie hatte in einem unbe verlegt. Ihr wurde auf der Unfallstation VIII. ein Verband an Gemeindebeamter betrachte; er sollte ferner die ihm bisher aus der wachten Augenblick die Tasche aus Spielerei geöffnet und das vorgelegt. Stadthauptkaffe gegen Quittung gezahlten Diäten auf Lohnlifte gefundene Portemonnaie fich angeeignet. Das Geld hatte ihr zu 84 Uhr der 44 Jahre alte Schmied Gustav Kurth aus der PutbuserDurch Ueberfahren verunglückte am Freitag Abend um liquidiren, was S. indeß als eine Beeinträchtigung seiner Rechte Haufe die Mutter abgenommen und es im Keller versteckt, wo es ftraße 4. Kurth gerieth vor dem Hause Brunnenstr. 50 unter einen ebenfalls zurückwies. Er hat nunmehr die Klage gegen den Magistrat faft vollzählig vorgefunden wurde. Den fehlenden Betrag hatte die leichten Geschäftswagen, der ihm von rechts nach links über die ugeleitet. um den Diebstahl wiffende andere Frau als Schweigegelb erhalten. Bruft lief. Er wurde mit einem Kontusionsbruch der linken Schulter 100 Brücken- Allee behuss Asphaltirung vom 4. August ab bis auf Gesperrt wird die Händelstraße von der Klopstockstraße bis zur weiteres.hei in ein Krankenhaus gebracht. Der Kutscher fuhr davon, bevor man| Tagen selbst und in der ganzen Charwoche dürfen Tanzmusiken, Gewerbes ausgesetzt seien. Die Anwesenden wurden danach aufs ihn feststellen konnte. Indiging? 119 Der seutscher futh Bälle und ähnliche Luftbarkeiten nicht veranstaltet werden," gefordert, in der demnächst stattfindenden Bersammlung der seßhaften Selbstmord. Aus Liebesgram versuchte die 17jährige Tochter ift giltig, wenn unter den Tanzmusiken pp. Händler u. f. m. recht zahlreich zu erscheinen. Nach Aufforderung eines Maurers in der Wohnung ihrer Eltern in der Litthauerstraße auch solche verstanden werden, die in geschlossenen zum Anschluß an die Organisation wurde bekannt gegeben, daß die fich zu vergiften. Nach Anwendung von Gegenmitteln wurde das Räumen von Bein at Cheeſchaften, mit hier auf die Bändler und Sandler innen Zutritt haben, sich Müllerstraße 175 bei beziehungsweise Privat- Bahlstelle der Allgemeinen Bolts- Krankenkasse, zu welcher auch die Weäochen auf Anordnung des Arztes in das Krankenhaus am personen veranstaltet ſtaltet werd werden. Friedrichshain übergeführt. Abends wurde die bei einem Schank- Grörterung der Frage nicht an, ob eine Polizeiverordnung, welche Bob Der befindet. E sad 1205 0 136 mm verhaft POST " wirth in der Petersburgerstraße im Gesindedienst stehende 24 Jahre auch derartige in Privat treisen, bezw. innerhalb einer feft- Der Verein Deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin II) alte Hedwig B. in ihrer Schlafkammer betäubt aufgefunden. Sie gefchloffenen Gesellschaft veranstaltete Tanzluftbarkeiten allgemein hielt am 26. Juli eine Mitglieder- Bersammlung ab, in welcher nach hatte versucht, sich mit Kohlendunst zu vergiften, und mußte nach und schlechtweg verbietet oder nur nach vorgängiger Ginholung einem beifällig aufgenommenen Referat des Kollegen Ratow über: dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. mit§§ 11 und 12 des Gesetzes vom 11. März 1850 für rechts- rechnung vom 2. Quartal 1897 gab. polizeilicher Erlaubniß gestattet gemäß§ 6a und i in Verbindung Die Bestrebungen der Arbeiterbewegung", der Kassirer die Abs mit§§ 11 und 12 des Gesetzes vom 11. 10 polizei- 485,98 r., bie Ausgabe 431,45 M., der Beſtand 7,58 M. Die Einnahme betrug Aus den Nachbarorten. as ungiltig zu erachten ist, denn die Borschriften jener Polizei- 438,98 m., die Ausgabe 431,45 M., der Bestand 7,53 m. 109 verordnung finden ihre gefeßliche Grundlage nicht so Der Verband der Möbelpolirer, Filiale Südosten, hielt am Versammlungen und Vergnügungen. Der Arbeiterverein wohl in dem Gefeße über die Polizeiverwaltung, als 26. Juli, in der Admiralstr. 18c, feine Monatsversammlung ab. für Pankow und Umgegend hält am Dienstag, den 3. b. M., vielmehr in der allerhöchsten Kabinetsordre vom 7. Ferbuar 1887, and el hielt einen Vortrag über Kommunismus im Alterthum". seinen Leseabend ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des welche die Befugnisse der Behörden, durch polizeiliche Bestimmungen unter Verschiedenem wurde darauf hingewiesen, in Zukunft die BerHerrn Dr. Littauer über erste Hilfe bei Unglücksfällen. die äußere Heilighaltung der Sonn- und Festtage zu bewahren, fammlung etwas zahlreicher zu besuchen. Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Tempel- regelt, in Verbindung mit§ 366 Nr. 1 des Str.-G.-B. Allerdings Der Arbeiter- Bildungsverein für Marie ariendorf und Schöneberg. In einer gutbesuchten Boltsversammlung am hof veranstaltet am Dienstag, den 8. d. M., einen Leseabend im hängt hiernach die Giltigkeit einer auf grund dieser Bestimmungen Donnerstag, den 29. Juli im Saale der Schloßbrauerei hielt ReichsRestaurant Gerth in Tempelhof. Das Sommervergnügen des erlaffenen Polizeiverordnung davon ab, ob diese bezweckt, Störungen tags- Abgeordneter Genoffe Runert einen mit Beifall aufVereins, das am 1. Auguft stattfinden sollte, ist verboten und ist der Sonn- und Festtagsfeier für die Allgemeinheit, also genommenen Vortrag über das Thema:" Warum haben fich die und it der Sonne und ale übe et die Veranstaltung eines anderen Vergnügens am 22. August im folche Störungen zu verhüten, welche nach außen hin unmittelbar Arbeiter an den Wahlen zur ersten Schöneberger StadtverordnetenLokal des Herrn Holz in Südende geplant. 100 bemerkbar und daher geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Versammlung zu betheiligen?" Seine Schlußausführungen gipfelten Einen lange gehegten Wunsch wird Rigdorf binnen furzer Sonne und Festtage, die äußere Ruhe au diesen Tagen zu be- darin, daß gerade die arbeitenbe Bevölkerung Schönebergs bei ber Zeit in feinen Verkehrsverhältnissen erfüllt fehen. Als einen großen einträchtigen. ersten Wahl zur Stadtverordneten- Bersammlung mit ganzer Kraft Uebelstand empfinden es viele Einwohner, daß eine Hauptverkehrs Eine für Krankenkaffen wichtige Entscheidung ist vom einzutreten habe, damit ihre Vertretung im Stadthause gesichert sei. ader, die Linie Danzigerstraße- Rixdorf auf dem Hermannsplatz Rammergericht gefällt worden. Vielfach besteht bei ben Mitgliedern In der sich anschließenden, äußerst regen Diskussion, die fast zur endet und umgekehrt erst von hier ausgeht. Jest, wo die Pferde dieser Kaffen die Ansicht, daß in Fällen, in denen sie entgegen ärst polizeilichen Auflösung der Versammlung führte, nahmen das Wort auf dem Hermannsplatz zu es ein fie troß die und die Herren Wunsch der Einwohnerschaft, daß der Verkehr bis zum Ningbahnhof fondern Anspruch auf einen Theil desselben hätten. Sie stüßen ihre Richter. Lawerenz und Wölki( Wolski), die bei der Lebdurchgeführt werde, dringend zu unterstützen. Die Gesellschaft hat nun Auffassung darauf, daß, wenn sie der Verfügung des Kaffen haften Auseinandersehung sehr den kürzeren zogen, zugefagt, dem Wunsche noch in diesem Jahre nachkommen zu wollen. vorstandes, in ein Krankenhaus zu gehen, Folge leisten, ihnen nicht Nachfolgende Resolution wurde nach dem refumirenden Schlußnur vollständig freie Behandlung daselbst zu theil wird, sondern worte des Referenten ohne Widerspruch angenommen: Die VerEine unliebsame Störung wiederfuhr gestern einem Füsilier daß sie auch noch für sich oder ihre Augehörigen einen Theil des fammlung erklärt ihre volle Uebereinstimmung mit dem Referenten. vom 24. Infanterie- Regiment, der beim Füfilierbataillon in Havel: Krankengeldes erhalten können. Das Kammergericht hat nun diese Sie erblickt in der Aufstellung sozialdemokratischer Stadtverordneten berg steht. Derselbe war von seinem Bataillon ausgerückt und hatte sich drei Tage lang umbergetrieben. Er wollte sich nunmehr Ansicht als unzutreffend bezeichnet und entschieden, daß die Ab den Anfang zu der unbedingt nöthigen Vertretung der proletarischen in der Havel ertränken. Zu diesem Zwecke band er sich die Hände Krankenhauspflege durch ein Kaffenmitglied den Berluft sämmtlicher Die Förderung der Interessen des städtischen Gemeinwohls in der Havel ertränken. Zu diesem Zwecke band er sich die Hände lehnung der vom Arzte beantragten und vom Vorstande verfügten Bevölkerung Schönebergs innerhalb der neuen Stadtgemeinde. über Kreuz zufammen, um sich am Schwimmen zu verhindern und über Kreuz zusammen, um sich am Schwimmen zu verhindern und Unterstützungsansprüche zur Folge hat. Diese Entscheidung recht und die Wahrnehmung der Interessen der Arbeiter widernun ging er in das Wasser des Flusses. Er hatte aber eine seichte nun ging er in das Wasser des Flusses. Er hatte aber eine seichte fertige fich aus Abs. 3 des§ 13 des Krantentaffen- Statutes, in sprechen einander in keiner Weise; vielmehr Uferstelle getroffen und mußte weit hinein in das Flußbett laufen, welchem nur von im Krankenhaus Untergebrachten" die Rede sei, Faktoren einander ergänzen. Trotzdem betont die Versammlung ehe er tieferes Waffer fand. In der Zeit waren aber zwei Fifcher welche neben der vollständigen freien Pflege noch einen Theil des die Nothwendigkeit der Förderung der proletarischen Interessen mit ihrem Rahn herangekommen, die ihn festnahmen und zum trocknen Ufer brachten. Vorwurfsvoll fagte der Selbstmord- Kandidat: Krankengeldes erhalten können, nicht aber von solchen Kranken, ganz besonders, weil das Proletariat bisher auch in der Gemeinde, wie in Staat und Reich, nicht entsprechend feiner wirth. Der Teufel muß Euch auch gerade hierher tarren, daß Ihr mich welche die Krankenhauspflege ablehnen. ftören müßt!" Am Ufer versuchte er auszutneifen. Er lief querschaftlichen und politischen Bedeutung von den betreffenden Faktoren feldein, die Fischer verfolgten ihn jedoch, holten ihn ein und führten ihn seinem Truppentheile zu, wo er zunächst in Arreft genommen 290080 151-161119 jedem Wähler neuern beabsichtigt, benutzt auch die Baukommission die Gelegenheit, den dieser Weigerung nicht des ganzen Krankengeldes verluftig gingen, Genossen Obst, Köster, Schubert, Peterson, Kleina wurde. Sem nut von„ in Frankenhaus Untergebrachtenheit Zbell Bie. meter waren aber zwei Fischer Gerichts- Beitung Bur Adiffundenbewegung der Zur Achtkundenbewegung der englischen sollen beide in betracht der dritten Abtheilung zur unabweislichen Pflicht, bei 10 " Kosmos", Berein für voltsthümliche Wissenschaft. Dienstag, den 8. Aug., Maschinenbauer 18 der ersten, so außerordentlich bedeutungsvollen Stadtverordnetenwahl in Schöneberg für die Kandidaten der sozialBezüglich der effion erlameindevorstandes am Maschinenbauer ist zu Korrespondent:" Bom Kampf der demokratischen Partei mit ganzer Kraft, d. h. agitatorisch vor der 1. Auguft eine Polizeivetovimmung bes melden, daß die in meinem letzten Brief an Wahl, sowie durch mündliche Abstimmung am Wahltage ſelbſt welche bestimmt, daß wer in gekündigte Konferenz des Bundes der Gewertschaften einzutreten." Charlottenburg Gastwirthschaft, Schantwirthschaft oder Kleinhandel der Maschinen- und Schiffsbau Industrie statt. Zur Vorbereitung der erforderlichen Arbeiten wurde eine mit Branntwein oder Spiritus betreibt und seine Befugnisse durch gefunden und sich zwar für Aufnahme der Agita Rommission gewählt, bestehend aus den Genossen Schubert, Bäumler, Stellvertreter ausübt, von der eingetretenen Stellvertretung inner- tion behufs Berkürzung Berkürzung der Arbeitszeit entschieden, aber Holzhüter, Spittel, Haufer, Peterson, Kleinert, Brederot und halb einer Woche dem Polizeirevier, in dessen Bezirk sein Lokal zugleich beschloffen hat, vorerst den Weg der Verhandlung mit den Neumann. liegt, unter Angabe des genauen Nationales des Stellvertreters, so- Prinzipalen zu betreten. Da dieser Weg mit ziemlichem Aufivand Der Arbeiterverein von Stralau- Nummelsburg u. Umwie unter Darlegung des obwaltenden Rechtsverhältniffes Anzeige von Beit verknüpft ist, kann der Beschluß im günstigsten Fall den gegend hielt am 28. Juli eine öffentliche Vereinsversammlung ab. zu erstatten hat. Die schon bestehenden Stellvertretungen find schon im Rampf stehenden Organisationen erst zu gute fommen, Bum ersten Punkt der Tagesordnung hielt der Ingenieur Herr spätestens am 15. Auguft anzuzeigen. Als höchstes Strafmaß für wenn ihre Mittel schon ziemlich erschöpft sind. Praktisch bedeutet Grempe einen Vortrag über„ Das Riesenfernrohr in Treptow", Zuwiderhandlungen sind 30 M. festgesetzt. der Beschluß zunächst eine Desavouirung dieser Gewerkschaften, ins welcher von den Anwesenden mit größtem Interesse aufgenommen welche einen Vortrag über„ Das Riefenfernrohr in Treptow", besondere des bisher dem Bund ferngebliebenen Gewerkvereins der wurde. Die Mitglieder des Vereins beſchloſſen daraufhin, 200 Billets Bereinigten Maschinenbauer. Ob Verdruß über deffen frühere Hal von der Direktion der Treptower Sternwarte zu beziehen. Nachdem eine tung dem Bunde gegenüber ihn herbeigeführt, läßt sich nicht be noch verschiedene Vereinsangelegenheiten besprochen wurden, wurde Wegen Beleidigung verschiedener Militärpersonen hatten sehr wahrscheinlich. Auch politische Rücksichten mögen dabei mitgespielt haupten, daß solche Nachempfindungen mitgewirkt haben, ist leider die Versammlung geschlossen. fich gestern vor der neunten Strafkammer des Landgerichts I die haben. Aber welches auch die Beweggründe, die Thatsache ist da, Sigung 9 Uhr bei S. Senfel, Brunnenstraße 173. Bortrag des Herrn Michaljon Redakteure der Freifinnigen Zeitung" und der Berliner Morgen- daß die organisirten Arbeiter den verbündeten Unternehmern eine über: Die Lage des römischen Retches aur Zeit der Gracchen". Distusfion. Beitung", Dr. jur. Eduard Müller, zu Das gleicht die Defertionen aus, Verschiedenes. Gäste willkommen. Sun Bleichlautenber, ber, Diger Leitung ent- gebrochene Front gegenüberſtellen elbet leerben, umb bie man sich Berlin witgtteber- Berfammlung am Montag, den 2. Muquit, abends s uhr, antworten. nommener Artikel, welcher in den vorgenannten Berliner Blättern am 31. Dezember v. J. bezw. am 1. Januar d. J. erschienen war, nicht übertreiben darf. Ich glaube, ich werde nicht misverstanden bet Roll, Adalbertſtr. 21. Bericht in der Angelegenheit des Herrn Dr. Heymann event. Wahl eines Vertrauensarztes. diadh lag der Anklage zu grunde. Es wurde darin mitgetheilt, daß es werden, wenn ich vor Ueberschätzung der bisher erzielten Erfolge Verband der in Holzbearbeitunge- Fabriken und auf Holzplähen den Soldaten polnischer Nationalität in gewiß hoch anzuschlagen, andere aber rein beschäftigten Arbeiter Beutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 2. Aug., warne. Einige find g den Garnisonen Liegnig und Breslau verboten sei, sich der polnischen Sprache wässern und ähnliche Geschäfte den von ihnen beschäftigten Mittwoch, den 4. August, abends 9 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung nominell. Wenn z. B. eine Brauerei, eine Fabrik von Mineral abende og lige, bet moitte, unbras ftr. 26; Berfammlung. Vereinigung der Theater- und Vergnügungsvereine des Nordeus. zu bedienen. Oberjäger von seinen polnischen Untergebenen eine Geldbuße von den eigentlichen Rampf nur wenig ins Gewicht. Andere Firmen heaterverett über: pte fünftige Organiſation des Vereins". Nachdem In Dels gehe dies sogar so weit, daß der Maschinenbauern den Achtstundentag bewilligen, so fällt das für bet Grünbel, Brunnenſir. 188. 50 Pf. einfordere, wenn ein Soldat den anderen in polnischer haben erst bedingt zugesagt, das bereit erklärt, den Sprache aurede. Befiße der betreffende kein Geld, so werde es Achtstundentag einzuführen, sobald die jetzt noch widerstrebenden ihm von der Göhnung abgezogen. Die Buße fließe in die Stuben: Firmen nachgegeben haben. Es war nur flug vom Arbeiterkomitee, uhr, Sigung und Probe im Restaurant Nowack, Manteuffelfix. 9. taffe. In verschiebenen schlesischen Garnisonen solle e ben polni- gebingten Buſagen gelten ließ, aber es liegt auf der BINJA es diese schen Soldaten verboten sein, in polnischer Sprache zu beichten. Hand, daß sie vorerst noch bedingten Werth haben. Kurz, der Kampf Briefkaffen der Redaktion. Soldaten, welche untereinander Polnisch gesprochen hätten, sei ist bei weitem noch nicht gewonnen, er fann fich, wenn nicht ein der Weihnachtsurlaub versagt worden. In der Freisinnigen Kompromiß zu stande kommt, an dem von verschiedenen Seiten ge 2-7 Uhr. Kinder nur in Begleitung Erwachsener. E. B. April bis September am zweiten Sonntag jedes Monats von Beitung" befand sich ein redaktioneller Zusatz, worin bem arbeitet wird lange binsieben un und gue unterſtüßung Zweifel Ausdruck gegeben war, ob diese Maßregeln für die brauchen. In diesem Falle würde auch materielle Unterstützung Opfer neb pelageid Germanisirung weddienlich feien. Der Kommandeur der Garnison von seiten der deutschen Kollegen erwünscht und von großem Nuhen Welter- Prognose für Sonntag, den 1. August 1897. Ein wenig tühler, zeitweise heiter, vielfach woltig mit leichten zu Dels erblickte darin eine Beleidigung der Oberjäger, daß von sein. Jeder folcher Beitrag würde aber schon jetzt als Ermunterung Regenfällen und schwachen nördlichen Winden. denselben behauptet worden war, fie nähmen die polnischen Soldaten hochgeschäßt werden." Berliner Wetterbureau. in Geldstrafe. Ein Verbot, sich der polnischen Sprache zu bedienen, Der Berband der englischen Maschinen- Fabrikanten hat von zichtet, den Beweis der Wahrheit anzutreten. Sie erklärten nur, sich ihm bisher in seinem Kampfe gegen den achtstündigen Arbeitsbie ( Dertliche „ Tata- Coto". Seute im Restaurant Jonas, Gr. Frantgefelliges Beifammensein. Privat- Theater- Gesellschaft Erika". Montag, den 2. August, abends nutda A fei niemals erlaffen worden. Beide Angeklagte hatten darauf ver- Manchester aus einen Aufruf an diejenigen Firmen erlaſer inSozialdemokratischer Wahlverein daß fie die„ Danziger Beitung für gut unterrichtet und den Inhalt lag noch nicht angeschlossen haben, um die Schwankenden zu für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. dra " nedad wenn die den mm Dienstag, den 3. Auguft, abends 8½½ Uhr, im Lokal von Wernau, Schwedterstrasse 23: Dersammlung OUT- Lages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die neuesten Redenthaten zur Ausrottung der Sozialdemokratie". Referent Genoffe Ledebour. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. hilto 4. Verschiedenes. 246/12 Bahlreiches Erscheinen enwartet Der Vorstand. Berliner Arbeitervertreter- Verein. bei Buste, Grenadierstr. 33: Versammlung. Jado aguas mi Tagesordnung: Sadature Re 1. des Bwei Jahre Gefängniß wurden gestern durch Urtheil der Versammlungen. 3. Neuwahl des Gesammtvorfianbes für das Jahr 1897/98.- 4. Berſchiedenes. p usd dand die Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. des Artikels für wahr gehalten hätten. Sie hätten ferner anstärken" uub bie Gleichgiltigen an ihr genommen, daß die Oberjäger au der angeblichen Maßregel Der Verband legt in dem Manifeft dar, was der achtstündige зи тайнен". berechtigt gewefen feien und könnten deshalb in der aufgestellten Arbeitstag eigentlich für den Arbeitgeber bedeute. Siegen die Arbeiter, Behauptung eine Beleidigung nicht finden. Der Angeklagte Müller so werden sie bald noch ganz andere Forderungen an die Fabrikanten war noch eines Bergehens gegen das Preßgeses beschuldigt. Die stellen. Deummer der„ Berliner Morgen.3tg." Bregese befchuldigt. Es ist feine Einigung mit den Führern der Arbeiter Nummer der Berliner Morgen- 3tg." vom 1. Januar d. J., die den zu erzielen. Andererseits droht teine Januar b. 3, die stellen. Gefahr, beanstandeten Artikel enthält, ist nämlich noch vom Dr. Paul Stro- Arbeitgeber zusammenhalten. Der Gewerkverein kann wonnect als verantwortlicher Redakteur gezeichnet. aber bereits am Tage Derselbe foll Kampf nicht lange aushalten, wenn nicht eine große Auzahl zuvor aus Redaktion aus geschieden sein. Da der als Zeuge vernommene Verleger Moffe bringt. Die nicht zum Verbande gehörigen Fabrikanten sollten doch feiner Mitglieder noch in Arbeit ist und die nöthigen Gelder aufvernon der nicht zu befunden vermochte, ob Dr. Strowonnect noch für die ihre Eifersüchteleien aufgeben in dem wohlverstandenen Intereffe der Nummer vom 1. Januar verantwortlich war oder nicht, so Gesammtheit und schließlich des einzelnen." beantragte der Staatsanwalt gegen den Angeklagten Müller die VerDas Parlamentarische Komitee bes Gewerkschaftskongresses hat tagung und die Vernehmung des Dr. Strowonnect, gegen den An- durch Annahme einer Resolution den für die Erringung des Achtgeklagten Dr. Wiemer eine Geldstrafe von 50 M. Die Vertheidiger, stundentages fämpfenden Gewerkschaften seine Sympathie aus Am Dienstag, den 3. August 1897, abends 8% Uhr, Rechtsanwalt Träger für Dr. Wiemer und Rechtsanwalt Moffe für gesprochen und alle Arbeiterorganisationen zu thatkräftiger finanzieller Müller, beantragten die Freisprechung. Der Gerichtshof beschloß, Unterstüßung aufgefordert. das Urtheil erst nach der Vernehmung des Zeugen Strowonnect zu fällen. neunten Straffammer des Landgerichts 1 einem Messerstecher, dem Die Straßenhändler Berlin8 protestirten in einer recht gut Schloffer Georg 3igan, auferlegt. Am Abende des 15. Juni besuchten Versammlung am 28. Juli im Englischen Garten gegen 53/13 befand der Angeklagte sich mit mehreren Freunden in einer Schank die Stellung der Marktstandinhaber, feßhaften Händler und Hauswirthschaft. Er betrug sich dort so ungebührlich, daß der Wirth befizer, die diese durch Annahme der bekannten Resolution am ihm das Lokal verbot. Woller Wuth darüber, daß seine Freunde 21. Juli in Joel's Lokal den Straßenhändlern gegenüber einn nicht für ihn eingetreten waren, wartete Zigan draußen, genommen hatten. Nach dem einleitenden Referat des Händlers bis sie erschienen. In der Hand hielt er ein schwedisches runsch nahm die Bersammlung einstimmig folgende Resolution Dolchmesser. Der zuerst auf die Straße tretende war der Arbeiter an:" Die Versammlung protestirt ganz entschieden gegen die Georg Drewell. Der Angeklagte jagte ihm nach turzem Wortwechsel am 21. Juli 1897 bei Joel das Meffer in den Leib. Der Getroffene fant susanmen, der Stich der seßhaften Händler, Markthallenstand- Inhaber und Hausbefizer. angenommene Resolution hatte feine Lunge verlegt. Nun wollte der Angeklagte auch dem Die Versammelten erblicken in dieser Resolution eine Beschränkung folchen. Referent: Rollege Dupont. Begleiter des Drewell zu Leibe gehen, dieser rettete sich nur durch des Straßenhandels und somit der Gewerbefreiheit. Die Straßendie Flucht. Der Verletzte hat noch schwer an den Folgen zu leiden. händler sind sich darin einig, daß sie dort handeln können, wo sie Der Gerichtshof erkannte auf die eingangs erwähnte Strafe. das größte Abfazgebiet finden; so lange die berrschende Gesellschaft Ueber die so häufig umstrittene Frage betreffend die Rechts nicht für bessere soziale Bustände sorgt, wird auch der Straßen giltigkeit der neuen Verordnung über die Sonn- und Feiertags handel nicht verschwinden können, in welchem tausende Armer, heiligung wird feht in der Deutschen Juristen Zeitung" ein Er. Krüppel und Arbeitsloser eine ehrliché, mühselige Grie Außerordentliche General Versammlung tenntniß des Rammergerichts veröffentlicht, welches folgendermaßen stenz finden. Eine Einschränkung des Straßenhandels, fie die Resolution der Markthallenstand- Inhaber u. f. w. verlangt, Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Debatte: Zentral- oder Die Polizeiverordnung eines Oberpräsidenten, welche bestimmt: würde die Arbeitslosigkeit, aber zugleich die Urmenunterstützungs- Laft Lokalorganisation. Bericht Obenthal und Abstimmung. 2. Bericht „ An den Vorabenden der drei großen Feste( Weihnachten, Ostern bedeutend vermehren." Bum Schluß appellirte Frau Zinsch an die Lokalorganisation. Bericht Odenthal und Abstimmung. 2. Bericht der Revisoren. Jedes Mitte ist berpflichtet zu erscheinen. Die Ver und Pfingsten), des Bußtages, des evangelischen Todtenfestes und Arbeiterschaft, doch dahin zu wirken, daß die Lokalhändlerinnen nicht sammlung wird pünktlich des fatholischen Allerseelentages, sowie an den drei legtgenannten so vielen unliebsamen Insulten bei Ausübung ihres beschwerlichen Der Vorstand des Fachvereins der Stuckateure Berlins und Uma. shida gift med polases das hin Just a shelters lost med ang Jason adenosindall 91750 bt lautet: Ju " My Zentralverein der Bildhauer. Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 3. August, abends 8 Uhr, Köpniderstraße 62: 22/10 Versammlung. A Tages Ordnung: Die Tarifgemeinschaft der Buchdrucker und unsere Stellung zu einer Da schon einmal vertagt, Befuch aller Branchen erwünscht. Der Vorstand. Achtung! Stuckateure. Achtung! Montag, den 2. August 1897, abends 8 Uhr: im Lokale des Herrn Buske, Grenadierftr. 33. 270/4 Zimmerer! Hafenhaide 108-114. Neue Welt Hafenhaide 108-114. Dienstag, den 3. August dieses Jahres, abends She, Grosses in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Grosse öffentl. Versammlung. 1. Der Stand unserer Plazsperren. Tages Ordnung: 2. Diskussion. Die Lohnkommiffion. Am Sonnabend, den 14. August 1897: Sommer- Fest des Turnvereins„ Fichte" bestehend in ( Mitgl. des Arbeiter- Turnerbundes) Garten- Konzert, Spezialitäten- Borſtellung, Fadelzug, Turneriſchen Aufführungen, 277/18 Jedes Kind erhält zwei Bons, giltig für eine Stocklaterne, Karoussel oder Rutschbahn. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Von 5 Uhr ab grosser Ball in sämmtlichen Sälen. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pi., an der Kaffe 30 Pf. Tanz 50 Pf, Ende?? Billets sind in allen mit Plakaten versehenen Lokalen, sowie bei sämmtlichen Mitgliedern des Vereins zu [ 263/12] haben. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das Komitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband.ts- tranfenfaſe der ( Zahlstelle Berlin.) Brauche der Parketbodenleger Am Dienstag, den 3. August 1897, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstrasse 106; Sizung Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. III. Abänderung zum Statut. Artikel I. Der§ 16 erhält zum Schluß fol genden Zusatz: ,, das Krankengeld wird in diesem der Werkstatt- Kontrollkommission mit Vertrauensleuten. Falle vom Tage nach bei Tage der Tages- Ordnung: Die gegenwärtige Konjunktur. Verschiedenes. Sämmtliche Firmen müssen vertreten sein. Rummelsburg. Montag, 2. August, abends 7, Uhr, bei Breves, Göthestraße 11: Derlammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Soziale Kämpfe". Referent Kollege Toft. 2. Dis fuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. 109/9 Die Beitragsammler werden ersucht, mit den Billets vom Sommerfest abzurechnen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Töpfer! Achtung! Am Dienstag, den 3. August 1897, abends 6 Uhr, im Lokal des Herrn Nieft, Weberstr. 17: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Abrechnung der Streit tommiffion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann: Franz Pehl. Erkrankung ab, für jeden Kalender: tag, ausschließlich der Sonntage gezahlt." dis Im§ 21 Absatz 2 hinter„ Tage lohns" treten die Worte: Achtung! Achtung! Grosse Dampfer- Partie am Sonntag, den 8. August nach Schmöckwitz, Restaurant Kurras( Zur Palme") beraustaltet vom Verein der Plätterinnen Berlins. Abfahrt 7 Uhr Restaurant Herold, Brückenstraße. [ 251/11] Recht rege Betheiligung erwartet Freireligiöse Gemeinde. Der Vorstand. Möbl. Zimmer und Schlafstelle bei Bethke, Dresdenerstr. 99, II.[ 33626 Flurzimmer( möbl.) für Herrn bei bom Tage nach dem Tage der Erkrankung ab, für jeden Kalender Sonntag, 15. August, in Wernau's Festfälen, Schwedterstr. 23/24: ww. Bösel, Oranienstr. 197, v. 4 Tr. " tag, ausschließlich der Sonntage, dagegen kommen in Fortfall die Worte: nach näherer Bestimmung des § 6 Abs. 2 des Gesetzes." Artikel II. Der vorstehende Nachtrag tritt am Tage der statutenmäßigen Bekannt: machung in Kraft. Berlin den 12. April 1897. Der Vorstand. Erh. Schlenker, Vorsitzender. E. Rasenack, Schriftführer. Vorstehende Abänderung wird hier: durch genehmigt. Berlin, den 2. Juli 1897. Der Bezirks- Ausschuss. Kayser. 33556 Nr. 3813. Achtung! Töpfer! Achtung! Zwei grosse öffentliche Versammlungen. Tages Ordnung: 33986 Großes Sommerfest. Vokal u. Inftrumental- Konzert. Jm Saal: Tanz. Kaffeefüche von 3 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Programme à 25 Pfg. find zu haben bei den Komiteemitgliedern Jänice, Krautstr. 55, H. 1 Tr., Kornerky, Straußbergerstr. 24, v. 2 Tr., Kottlow, Ryleftr. 17, Quergeb. 4 Tr., Bohne, Brunnenstr. 141, H. 2 Tr., Modrach, Namlerstr. 17, v. 2 Tr., Kuhirte, Kastanien- Allee 85, H. p., Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 41, S. 1 Tr., außerdem in allen bekannten Billetstellen und in allen Versammlungen. 33256 Das Komitee. Koppenstraße 29 Keller's Festfäle Koppenstraße 29 ( 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof). Sonnabend, den 14. August 1897: Schlafft. f. H. b. Ww.Büchler, Grüner 34086 Weg 50/51. Möbl. Schlafft.( sep,) b. Wild, Waldstraße 29, v. 4 Tr.( N. Beuffel- Bahnh.) Möbl. Schlafft.( sep. E.) bei Ezin, Fürstenstr. 16, Hof 2 Tr. 3415b Möbl.Schlafft. f. 2 Herrn b. Ww.Block, Elisabeth Ufer 36( Ecke Oranienstr.). Bill. Schlafft. f. 2 Herrn( sep.) bei Wwe. Linke, Admiralstr. 23, H. 1 Tr. V 1-2 Herrn finden freundl. Schlafft. b. Schröder, Oranienstr. 181, H. 3 Tr. Boffenerstr. 32, H. I., Möbl.Zimmer, odpart. sep., 3. 1. 8. Beffere Schlafft. Ritterstr. 116, v. IV. I. zu vernt., 6 M., bei Möbl. Zimmer für 1 oder 2 Herren, Manteuffelstr. 52, II. Frau Teller. Borstenberger'sche Sterbekasse 15. Stiftungs- Fest, ematfr. 16, vorm IV. Nr. 31 zu Berlin ( Gegründet 1845) ladet hiermit zum Beitritt ein. Dieselbe zahlt ein Sterbegeld von 45-90 m. bei einem jährl. Beitrag bon 3,20 m. M.Mitglieder können werden Männer und Frauen, welche gesund sind und das 45. Lebensjahr nicht überschritten haben. Aufnahme Wie verschaffen wir dem Beschluß der öffentlichen Versamm an jedem 1. Sonntag im Monat nachm. Tung vom 6. Juli 1897 Geltung? Rixdorf am Mittwoch, den 4. August, abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55. Charlottenburg am Donnerstag, den 5. Auguft 1897, abends 7 Uhr, im Lokal " Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39. 194/1 Der Einberufer. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken n. auf Holzplähen befch. Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin I.) Montag, den 2. August, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: Recht und Gesetz." 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1897 sowie der Dampferpartie. 4. Gewerkschaftliches. Der Vorstand. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die neuen Mit gliedsbücher und Statuten werden ausgegeben. Achtung! Maurer. v. 4-7 Uhr b. Kummer, Ackerstr. 13, N. Der Vorstand: J. A.: C. Wünsche, Rendant, N., Ackerstr. 65. [ 33566 Bentral- Kranken- u. Sterbe kasse der Tischler Dertliche Verwaltung Berlin A. 8 Uhr, Montag, den 2. Auguſt, abends br, bel Serrn Noll, Adalbertſtr. 21, Mitglieder- Bersammlung. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht vom 2. Quartal. 2. Bericht in der Angelegenheit des Herrn Dr. Heymann, event. Wahl des Vertrauensarztes. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersicht 181/12 Die Ortsverwaltung. 82/17 Zentral- Kranken- u. SterbeAchtung! Safe der Tischler u. f. w. Zentralverband deutscher Maurer, Filiale Berlin II. Dienstag, den 3. August d. J., abends 8 Uhr, bei Herrn M. Cohn, Beuthstr. 20-22, ( Großer Saal): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal pro 1897. 2. Bericht der Unter: fuchungs- Kommission. 3. Gewerkschaftliches. NB. Bu dieser Versammlung haben Gäste Zutritt; auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Die Verbandsmitglieder sind verpflichtet, vollzählig zu erscheinen, gleichzeitig für guten Besuch der Versammlung zu forgen. Mit follegialem Gruß 137/8 Die Lokalverwaltung. Achtung, Rabitz- Putzer. Mittwoch, den 4. August, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c: Große öffentliche Versammlung der Rabiz- Puter Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Organisation", 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 252/2 J. A.: C. Ganschow. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Ad ( Berlin E.) Am Montag, den 2. Auguft, abends 8 Uhr, bei Bergmann, Basewalkerstraße 3: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung von 2. Quart. 1897. 2. Innere Kaffenangelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreichen Besuch erwartet des Zentral- Verbandes der Zimmerer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Konzert, Theater und Gesangsaufführungen. Während der Vorstellung Tanz im oberen Saale. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennig nach. Um 1 Uhr: Kaffeepause. Festrede, gehalten vom Genoffen Wilhelm Liebknecht. Anfang Punkt 88% Uhr. 254/16 Einlahtarte 30 Pf. Programm gratis. NB. Es wird gebeten, den Anordnungen des Komitee's Folge zu leisten. Am Königsthor Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor. Sonnabend, den 21. August 1897: 4. Stiftungs- Feff des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Theater- Vorstellung und komische Vorträge Der Gesellschaft Strzelewicz.d Gr. Orgel- Konzert( Organist: Herr Knesche). Grosser Ball. 258/3 Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bivils Berufsmusiker ausgeführt. Festrede. Kinderüberraschungen. Anfang 8 Uhr. Ende? Billet 30 Pf. Das Komité. Möbl. Schlafft. f. Herrn, sep., bei Richter, Leipzigerstr. 39, H. r. IV. Bimmer, separat, für 2 Hrn. à 7 M. Reichenbergerstr. 72, I. w. Pollack. Anst. Schlafft. f. 2 S., sep. Eing., Admiralstr. 4 Hof 2 Tr. 1. b. Fr. Beffel. Arbeitsmarkt. Achtung! Holzarbeiter! L. Grunauer u. Co., Müllers Zuzug von Modell- Tischlern von straße 10/11, ift streng fernzuhalten. 109/7 Die Ortsverwaltung. Reisender, der für Möbelstoffe und Teppiche bei Möbelhändlern und Tapezirern, hauptsächlich i. d. Provinzen Schlefien u. Westfalen eingeführt Adresse sub B 2 an die Erped. d. 8tg. Blätterinnen für Kragen u. Man schetten verl. Friedländer u. Rappoport 33245 Kastanien- Allee 79. 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Für Vereinsvergnügungen bafelbft find organisirte Muster nur im Arbeits. nachweis, Rosenthalerstr. 57, zu haben. Die Mitgliedskarten für das laufende Vierteljahr sind roth, bitte darauf zu achten. Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. 50/18 2274L Achtung! 4 Säle zu Versammlungen und Vereins. Festlichkeiten.[ 22482* Alexanderstr. 27c( Engl. Garten). W. Liebehenschel, Marianuenftr. 48, empfiehlt kräft Frühstücks, Wittags. und Abendtisch zu soliden Preisen. Aluminium- Gebisse, Kautschuk- Gebisse Preis per Zahn infl. Platte 4 Mart. Preis per Zahn intl. Platte 3 Mart. Plomben 1,50 M., Bahnziehen 1 Mt. Schmerzloses Ziehen eines od. mehrerer im Beisein eines Arztes 6 Mart. Bähne( achgas: od. Chloroformmartofe) Waldemar und Reinhold Haupt, Brunnenstraße 18 II Frankfurterstraße 113 II. Gebrüder Zmogdzin, Bolts Humoristen, wohnen jetzt in Nigdorf, Bannierstr. 6. Der Vorstand. Berantwortlicher Vedakteur: Auguft Jacobey in Berlin. 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A. in Nr. 166 des„ Vorwärts" vor gefagene Taktik: Beschränkung auf einige wenige Wahlkreise behufs Erringung von ein paar Mandaten für die Partei, sprechen nach meinem Dafürhalten folgende Bedenken: " Schlußfolgerung hat mit den von br. bekämpften beiden Be- Erfolglosigkeit oder seines Gegentheils in Norddeutschland vor hauptungen, die er mir auf Rechnung zu stellen die Güte hat, absolut genommen. Anhänger einer Wahlbetheiligung sind aus solchernichts zu thun. Mehr noch. Als sechste nicht wegzudiskutirende weise Prüfenden noch nicht erwachsen. Sache der Anhänger Thatsache hatte ich folgende zu erwähnen vergessen: Von den 108 132 einer Wahlbetheiligung in einzelnen Bezirken wäre es im Jahre 1893 gewählten Wahlmännern entfielen nicht ein Drittel, eventuell, den mit den Verhältnissen Betrauten eine Aussicht sondern nur wenig über ein Viertel auf die dritte Wahlabtheilung auf Erfolg an der Hand der Wählerlisten darzulegen. Erwägt man Es entfielen 38525 Wahlmänner auf die erste, 43 282 auf die zweite aber die in jenem Artikel allein von mir geprüfte Frage: welche und 26 325 auf die dritte Abtheilung. Also: die von br. warnend Aussicht auf Erfolg hat eine Wahlbetheiligung, auf der ganzen 1. Diese Taktik würde der Wahlbetheiligung den Charakter bekämpften beiden Stellen hätten mit den von mir gezogenen Linie", so verbietet sich solche Detailprüfung und Detail der Wahrnehmung großer öffentlicher Interessen nehmen und den ungünstigen Schlüssen auch dann absolut nichts zu thun, wenn ich Darlegung von selbst, dann ist eine Prüfung des Bahlenmaterials Eindruck erivecken, als ob uns der Vortheil der Partei fie in der That aufgestellt hätte. am Playe. Werden die Schlußfolgerungen, so wie ich es gethan höher stehe als das allgemeine Interesse der arbeitenden Klassen. Ad 3 weitens. Wie Wortlaut und Inhalt meines Artikels habe, durch verschiedene Methoden auf ihre Richtigkeit geprüft und Die Partei wird zum Zweck, anstatt zu zeigen, daß sie sich nur als selbst einem oberflächlichen Beurtheiler zeigen sollte, enthält er die legen die verschiedenen Methoden einen ähnlichen Schluß nahe, so Mittel zum Zweck, als Sachwalter der proletarischen Interessen von br. angeführten Stellen nicht. Trotzdem hält br. fich auf fann man von einer fast absolut sicheren Folge sprechen. Selbstauffaßt. grund dieser Stellen für berechtigt, in das scheinbar fritische Geredend unterliegen diese Schlußfolgerungen und ihre Voraussetzungen 2. Judem wir so der Ansicht Vorschub leisten, daß uns der wand eines besonderen Sachverständigen sich zu hüllen, und ebenso vollster Kritit. Je mehr Kritik, desto besser. Nur muß die Ausfall der Gesammtwahl gleichgiltig ist oder wenigstens uns feiner leicht hin wie unzutreffend und selbstbewußt mir den Vorwurf der Kritik eine Kritik und fachlich bleiben, nicht dem Gegner unterAnstrengung werth erscheint, machen wir es den entschiedeneren Oberflächlichkeit zu machen und vor gleich bösen Böcken andere zu schieben, was er nicht gesagt hat, nicht allgemeine absprechende Elementen im freisinnigen Lager doppelt schwer, ihre fich warnen. Es thut mir leid, versuchen zu müssen, meinem verehrten Redensarten für Beweise halten, nicht dem gesunden Menschensperrenden Genossen zur Abtretung von Mandaten ant die Kritikus br. die Sachlage etwas flarer zu machen. Hoffentlich wird verstand ins Gesicht schlagende Behauptungen für vermeintlich vom Sozialdemokratie zu bewegen. Von den Freisinnigen in den auch er dann einsehen, daß zu starke Boreiligkeit und zu hohe Selbst Gesichtspunkt der Statistik" aus zu Beachtendes halten. paar Kreisen, die ihnen sonst zufallen würden, ein Opfer zu ver- einschätzung ihn zu vollkommen abwegigen Ansichten geführt haben. Genosse br. schießt nicht minder bezüglich des zweiten langen, daß, wie 2. A. selbst ausführt, für sie etwas Demüthigendes Was gab br. Veranlassung zu seinen auffälligen Mißverständ- statistischen Fehlschlusses", dessen er mich zeiht, vorbei. br. fagt: hat, ihnen im Lande im Kampf gegen die agrarischen und pluto- nissen? Nachdem ich in jenem Artikel die unangenehme Schluß-" Er( Stadthagen) vergleicht ohne ein Wort der Einschränkung unsere fratischen Junker zur Seite zu gehen, beraubt uns des stärksten folgerung aus den von mir angeführten fünf Thatsachen gezogen Aussichten bei den Wahlmänner- Wahlen der dritten Abtheilung zum Arguments, daß wir für die Abtretung von Mandaten an uns ins hatte, babe ich nach zwei Richtungen hin eine Art Probe auf- preußischen Abgeordnetenhause mit denen bei der Wahl der Berliner Treffen führen können. thäten damit alles, bei den Frei- gemacht: eine auf ganz Preußen, eine auf den ersten Berliner Stadtverordneten. Dabei vergißt er u. f. w." sinnigen die Stimmung zu ertödten, die sie zu einer kraftvollen Landtags- Wahlkreis, als einen besonderen Favoriten der Wahl- Wie steht es denn in Wirklichkeit? Politik aufrütteln könnte. Wir machten selbst, reaktionäre Masse" betheiligungsanhänger, bezüglich. Die erste Probe bestand in In meinem Artikel erwähne ich an zwei Stellen die Stadt3. Selbst wenn auf die von L. A. vorgeschlagene Weise ein oder folgendem: Jch führte die höchsten Steuerleistungen der dritten verordneten- Wahlen. Einmal um einen Anhalt für den Prozentsaz zwei Mandate für die Partei errungen würden, wäre bei den übrigen und zweiten Wählerklassen an und verglich dann die Anzahl der Wahlbetheiligten zu ermöglichen; diesen Passus scheint br. nicht Boraussetzungen 2. A.'s dieser Erfolg seines Werthes zum großen der Wahlabtheilungen, deren Höchstbesteuerter 30 M. Steuern zahlt, zu meinen. Dann bei der Exemplifizirung auf den ersten LandtagsTheil beraubt. Ohne eine veränderte Konstellation der Parteien im mit den anderen. Es ergab sich danach, daß von 72 390 Wahl- Wahlkreis. Ich sage da: Daß meine Schätzung zutrifft und noch Landtag würden die zwei Sozialdemokraten an dessen Be- förpern nur 14 220, also noch nicht 15, aus Theilnehmern von nicht sehr rosig gehalten ist, ergiebt auch ein Vergleich mit den Gemeindeschlüssen gar nichts ändern können, und ihre Reden allein auf über 2000 m. besteht. Diese Thatsache ist allerdings fein zwingen- wahlen. Der erste Landtags- Wahlkreis hat 21 Stadtverordnete zu die Dauer an Wirkungskraft verlieren. Für eine Landtags- des Beweismoment als solches ist sie nirgends von mir hin- wählen und zwar 7 in der ersten, 5 in der zweiten, 9 in der dritten wahl Reform in unserem Sinne hätten wir nichts gethan. gestellt, gewährt aber einen besseren Anhalt für die Schäßung: Klasse. Von diesen 21 Stadtverordneten ist einer schreibe einer Die Pernerstorffer'schen Reden im österreichischen Reichsrath in wieviel Wahlkörpern können Sozialdemokraten Aussicht auf Erfolg sozialdemokratisch." ak hätten nicht halb den Effekt gehabt, den sie hatten, wenn nicht die baben? als allgemeine Hoffnungen, Wünsche und Mäsonnements. Es gehört ein geradezu abgrundtiefer Grad von Oberflächlich Parteiverhältnisse in demselben ihnen einen stärkeren Resonanzboden Allerdings darf auch bei diesem Anhaltspunkt die Reihe der erstlich feit dazu, aus dieser Stelle den von Genoffen br. beliebten Schluß geliefert hätten. Für die Sozialdemokratie in Preußen wird durch angeführten Thatsachen nicht unberücksichtigt bleiben. Blos eine zu ziehen. Hätte ich so wie er meint gefchloffen, so hätte ich als Eindringen in den Landtag eine neue Tribüne" gewonnen, nicht Statistik jedes Urwählerbezirks nach der Anzahl der in jede einzelne Wahlmänner- Ergebniß für den ersten Wahlkreis den 21. Theil von die einzig zugängige ausgenutzt. Steuerftufe eingeschäßten wahlberechtigten Personen", würde nach 1223, aljo 58 herausrechnen müssen; das thue ich nicht, sondern 2. A.'s Vorschlag geht von der Voraussetzung aus, daß eine erheb. br. 3 Ansicht Anhaltspunkte zu falschen Schlüssen geben. Gewiß. schäße auf 50 bis 150. Genossen br. passirt es auch bei dieser Geliche Steigerung des bürgerlich- demokratischen Elements im preußischen Was soll denn aber diese banale Weisheit? Wo ist denn legenheit, daß er nebenbei völlig schiefe Behauptungen als WahrLandtag aussichtslos ist. Als Beweis dafür führt L. A. die Wahlresultate in meinem Artikel oder von irgend jemand je behauptet, daß heiten verzapft. Er scheint nämlich glauben machen zu wollen, daß von 1893 an. Hier aber unterschätzt er die Möglichkeit der ver- eine solche von allen anderen Erwägungen losgelöste Schluß die gemeindeweise Drittelung unter allen Umständen günstiger für änderten Volksstimmung. Es sind verhältnißmäßig kleine Wähler- folgerung vorgenommen werden solle oder dürfe? br. unternimmt uns sei als die bezirksweise Drittelung. So ist aber diese Frage, gruppen, die bei den Wahlen den Sieg der Kandidaten entscheiden da einen Windmühlenkampf, von dessen Inszenirung minder ober- die insbesondere bei Gelegenheit des 1891 er preußischen Gesetzes, und Preußen, wie übrigens auch Frankreich und andere Länder, flächliche Betrachtungen der Tarlegungen anderer ihn geschüßt hätten. das die Urwahlbezirks Drittelung einführte, stark debattirt haben es schon erlebt, daß eine Partei, die bei der einen Wahl kauni Aus dem ersten Berliner Wahlkreis führe ich u. a. an, daß in nur ist, durchaus nicht zu entscheiden. E3 fann die bezirkseine Handvoll Vertreter durchfezte, bei der nächsten mit einer statt. 50 Wahlbezirks- Abtheilungen, die zusammen 90 Wahlmänner zu weise Drittelung für uns ungünstiger, aber auch günstiger aber a lichen Ziffer anrückte. Es ist richtig, daß die Freisimmigen bei wählen haben, deren Höchstbesteuerter zu unter 100 m. veranlagt sei. sein. Werden die Bezirke wahlgeometrisch abgegrenzt, so der Reichstagswahl von 1893 nutr 24 Mandate erlangten; Ich folgere dann nun nicht, wie ich von der br.'schen Unterstellung fann die Bezirksdrittelung für den Mittelstand und die erwerbs. 1881 aber erlangten sie mit geringerer Stimmenzahi ausgehend hätte folgern müssen: also können wir 90 sozialdemo: thätige Bevölkerung ungünstiger liegen. Dasselbe kann in besonders 59 Mandate; 1884 hatten sie bei einer Million Stimmen 67, fratische Wahlmänner erzielen, sondern sage: diese Thatsache lasse reichen Wahlkreisen, z. B. gerade beim ersten Landtags- Wahlkreis 1887 mit einer nur um ein winziges geringeren Wählerzahl nur( natürlich in Verbindung mit den vorher von mir erwähnten Ergeb- der Fall sein. Der höchstbesteuerte Gemeindewähler der dritten 32 Mandate. Verhältnißmäßig geringe Verschiebungen bei den niffen über Steuer- und Parteistärke sowie den sonst zu beachtenden Klasse ist in Berlin für 1897/98( die Zahl für 1893 habe ich nicht Wählern bewirken oft große Verschiebungen in der Vertretung. Umständen) einen ziemlich sicheren Rückschluß darauf zu, daß wir bei der Hand, sie war etwas niedriger) mit 883 M. 51 Pf. verDürfen wir voraussetzen, daß bei der nächsten Landtagswahl ein im günstigsten Fall 50 bis 150 Wahlmänner aus eigenen Reihen anlagt. In den 232 Wahlbezirken des ersten Landtags- Wahlkreises Zug nach links durch einen größeren Theil der Wählerschaft zieht, stellen könnten. Bei minder oberflächlicher Beurtheilung und Be war der Steuersatz des letzten Wählers zweiter Klaffe nach der so kann es an dem Wählerkontingent liegen, das die Sozialdemo- trachtung der Ausführungen meines Artikels hätte Genosse br. nicht Reihenfolge der Bezirke folgender: fratie zu stellen vermag, das freifinnig- demokratische Element im dazu gelangen dürfen, aus meinem Artikel den Windmühlen- 450, 272, 480, 89, 52, 58, 192, 60, 212, 92, 328, 762, 960, Landtag mehr als zu verdreifachen. gegner zu tonftruiren, den er vernichtet zu haben glaubt. 1446, 276, 388, 510, 1040, 1224, 582, 960, 1158, 2552, Glaubt denn br. in der That, ich, der ich endliche 1420, 3704, 1296, 2160, 840, 559, 1383, 368, 520, 600, Kenntniß des preußischen Wahlverfahrens auch bei den ausländischen 810, 636, 894, 420, 630, 581,40, 2276, 10 546,20, 2469, 1196, Anhängern einer Wahlbetheiligung ausdrücklich als Voraussetzung 720, 532,50, 570, 224, 356, 232, 450, 106, 304, 390, 360, weiß, daß auch 300, 215, 404, 226, 600, 474, 192, 450, 182, 284, 540, 870, 384,40, in der Abtheilung dritter Klasse, = Mir scheint dies im Jntereffe der Arbeiter wie überhaupt der demokratischen Entwicklung zu liegen, und ich würde es sehr bedauern, wenn dieser Gesichtspunkt zurückgedrängt würde. Das aber wäre, Taktif. wie oben gezeigt, die unvermeidliche Folge der von K. A. empfohlenen 80 London, ben 28. Juli. $ 2. E. Bernstein. annahm, hätte gemeint, es gebe jemanden höchster Steuerzahler 492,80, 510, 480, 300, 583,40, 780, 5800, 870, 2015,60, 8800, 980, theilung bezahlten Steuerbetrages beweise bebes böchsten in ber 8. 31: 52, 20, 31, 32, 302,80, 110, 224, 118, 224, 118, 224, 484, 1762, M 10 000. zahlt, Steuerzahler bis zum geringsten Steuersatze herab 3568, 7400, 1680, 2160, 1707,60, 596, 4811, 1890, 810, 1200, 360, sich befinden? Sind 409 Urwähler in einem Bezirk, der mit einem 550, 900, 1040, 588, 702, 432, 468, 1124, 660, 630, 1884, 1200, 450 Mart Steuersatz beginnt, so giebt es mehrere tausende von 660, 118, 160, 276, 132, 450, 60, 304, 642, 124, 212, 33, 44, 176, Möglichkeiten, wie diese 409 Urwähler auf die 15 Steuerklassen sich 192, 118, 52, 146, 192, 390, 520, 330, 176, 80, 118, 300, 444, 212, Genosse br. macht in der Dienstag- Nummer des Vorwärts" vertheilen können. Diese Binsenwahrheit hielt ich für über 140, 102, 64, 72, 80, 46, 36, 52, 61, 80, 118, 118, 130, 300, 480, einige fritisch Schillernde Randgloffen zu meinen in der letzten flüssig auch nur auszusprechen. Dadurch, daß br. fie an 552, 700,20, 780, 280,40, 300, 212, 582, 690, 420, 980, 540, Sonntagsnummer über die Wahlbetheiligungsfrage gemachten Dar- einer Reihe von Beispielen vordemonstrirt, ist nußlos Raum ver- 276, 308, 480, 212, 67, 126, 192, 181,20, 36, 47, 860, 628, 452, legungen. Seine Erörterungen beginnen mit dem Ausdruck des Be- schwendet, aber nicht das geringste dessen, was br. bewiesen zu 212, 780, 104, 132, 52, 80, 300, 146, 146, 132, 112, 146, 416, 630, dauerns, daß ich auf grund einer blos an der Oberfläche haften haben vermeint, bewiesen. br. behauptet nämlich schlankweg:„ eine 118, 132, 48, 9, 44, 42, 118, 26, 38, 132, 44, 36, 47, 42, 44, 36, bleibenden Betrachtung weitgehende Schlüffe ziehen zu fönnen ver- Gruppirung der Wahlkreise nach der Höhe des höchsten in der 3. Ab- 52, 26, 31, 52, 36, 36, 31, 42, 276, 36, 60, 232, 146, 52, 80, 104, meine" und schließen mit der warnenden Meittheilung, daß seine Erörterungen nicht geschrieben seien, um zu der schwebenden und glaubt dies durch einen ausgedehnten Hinweis auf jene Binsen- 3400, 3000, 570, 778, 212, 594. Frage selbst Stellung zu nehmen, sondern lediglich um zu wahrheit oder dadurch, daß er dieselbe Behauptung aufgestellt hat, Es zeigen schon diese Zahlen, wie irrig die Hypothese ist: die zeigen, wie vorsichtig man bei der Benutzung derartigen Zahlen- bewiefen zu haben. Sein Glaube täuscht ihn. Die Gruppirung nach gemeindeweise Drittelung sei stets ungünstiger als die bezirksweise. materials fein müsse". Das Hauptstück der Erörterungen meines der Höhe des höchsten in der 3. Abtheilung bezahlten Steuerbetrages Die Wahrheit ist: sie fann günstiger, fie fann auch ungünstiger sein. verehrten Stritikers br. bildet eine heiße Schlacht, in der br. neben beweist recht viel. Nur darf man bei der Betrachtung dieser Gruppen Ginen Anhalt bieten die Ergebnisse der Stadtverordneten- Wahlen den bekannten 25 ABC- Schüßen noch die 10 Ziffern ihre Treff sich nicht durch fünftliche Scheutlappen Aussicht auf die sonst in be für die eventuellen Ergebnisse der Landtagswahlen zweifellos. Aus ficherheit in Kolonnen gegen zwei vermeintlich von mir aufgestellte tracht kommenden Umstände verschließen. br. wird das einleuchten, den Ergebnissen der Stadtverordneten Wahlen aber einen un= Behauptungen erproben läßt. Die Probe scheint mir recht schlecht wenn er sich von Schlagwörtern Statistit"," Standpunkt des bedingten Rückschluß auf die Landtagswahl- Ergebnisse zu ziehen, ist ausgefallen zu sein. Die beiden vermeintlich wunden und nun todt Statistikers" und dergl. beweislosen Redewendungen loslöft, sich an mir nicht beigefallen. Genosse br. wäre auf diesen wunderlichen geschlagenen Stellen meines Artikels fordern vom Gesichtspunkt des den gefunden Menschenverstand wendet und an Unbefangenheit in Gedanken schwerlich gekommen, wenn er etwas weniger OberflächStatistifers" nad) br.'s Ansicht besonders zur Kritik heraus". der Beurtheilung von Zahlen und Thatsachen zu gewöhnen versucht. lichkeit im Lesen und Denken sich zu eigen gemacht hätte. Sie enthalten nach br.'s Ansicht einmal den Versuch, die Mög- Die absolute Nothwendigkeit des Einflusses der Anzahl Wahlkörper, lichkeit unserer Partei, in Urwähler Bezirken eine Majorität zu die nicht über ein bestimmtes Niveau steuern, auf das Gefammt gewinnen, an dem Steuerbetrage des in der dritten Klasse wahlresultat und damit auf die Wahlaussichten, wird Genoffen br. des betreffenden Bezirks Höchstbesteuerten messen zu wollen". vielleicht flarer, wenn ich ihn auf das Wahrscheinlichteitserempel Ferner aber sei ein ohne ein Wort der Einschränkung von mir ge- mit rothen und anderen Bohnen, die in bestimmter machter Vergleich unserer Aussichten bei den Landtags- Wahlmänner Weise gekerbt sind, hinweise. Er nehme einen Haufen verschieden Wahlen der dritten Abtheilung mit denen bei der Wahl der Berliner farbiger Bohnen, unter denen sich 1/5 rothe Bohnen befinden. Diese Stadtverordneten ein statistischer Fehlschluß. Gemach, Genosse br. vertheile er auf 72 390 schwarze, weiße und blaue Töpfe so, daß in Gestalten Sie mir einige Hinweise. den 24 130 blauen Töpfen sich 84,4 pet. aller Bohnen befinden und Erstlich: Selbst wenn beide vermeintlich von mir aufgestellten daß im übrigen die Bohnen, die soviel Kerbe haben, als den preußis hier und da, insbesondere von Genossen, die die praktische Agitation Behauptungen irrige wären, würde das an den von mir aus anderen schen Wählern Steuerstufeneindrücke ankleben, genau so geordnet in Preußen nur aus den naturgemäß dürftigen Zeitungsnotizen Darlegungen gezogenen Schlüffen nicht das geringste ändern. sind, wie Wähler in den preußischen Landtagswahllisten dann wird fennen, allerlei aus nichtpreußischen Berhältnissen angeführt, was Zweitens: Bei etwas geringerer Oberflächlichkeit der Betrachtung ihm nicht entgehen, daß die Wahrscheinlichkeit der rothen Bohnen, die Genossen zu der irrigen Ansicht bestimmt hat und andere dazu Bei twas der der die und untere bazir dürfte Ihnen vielleicht nicht ganz entgehen, daß die Behauptungen, in einem Topf die Mehrheit zu haben, um so höher ist, je weniger, bestimmen soll, einen Landtags- Wahlkampf für nüßlich oder gegen die Sie zu Felde ziehen, von mir nicht aufge und um so niedriger, je mehr meistgekerbte fich in den Töpfen mindestens für die Partei nicht schädigend zu erachten. Zu diesen stellt sind. Drittens alle guten Dinge sind drei-: Bei befinden und daß die Anzahl der Töpfe, in denen nur Dingen gehört insbesondere der Hinweis auf fächsische und österetwas vorsichtiger Beurtheilung und größerer Zurückhaltung in wenig geferbte Bohnen sich vorfinden, ein erheblicher reichische Wahlbetheiligungen. Der Hinweis ist total unstichhaltig, der Selbstbewerthung dürfte Ihnen nicht unauffällig bleiben, daß Faktor für die Berechnung der Majoritätsverhältnisse in den anderen weil beide Wahlverfahren durchaus andere, weit günstigere, als das ihre vermeintlich vom Gesichtspunkt des Statistiters aus" auf- Töpfen ist ein erheblicher, nicht der einzige. Sind dem Ge- preußische sind. Im Vorwärts" ist bezüglich des sächsischen Wahlgestellten Behauptungen mit dem nüchternen Standpunkt des gefunden noffen br. durch dies Bohnenerempel die Anfangsgründe der verfahrens dies bereits des näheren dargelegt und seitdem aus Menschenverstandes schlechterdings unvereinbar sind. Wahrscheinlichkeitsgründe wieder lebendig geworden selbst in Versammlungen auch dieser irreführende Hinweis wohl geschwunden. " Damit wäre ich mit Genoffen br.'s Windmühlenkampf fertig. Ich benutze diese Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, daß bislang die Anhänger eines Wahlkampfes auf der ganzen Linie" es an Anführung jeglichen Materials haben fehlen lassen, das die Mög lichkeit eines Erfolges nabe legte. Es ist das nicht Zufall, sondern beruht darauf, daß es folch' Material nicht giebt, weil eben das Wahlverfahren und die in meinem Sonntagsartikel besprochenen Umstände die Unmöglichkeit eines Erfolges, eine nennenswerthe Anzahl Wahlmänner zu wählen, zwingend beweisen. Statt dessen wird Ad erstens. In meinem Artikel führe ich die aus dem amtlichen Oftelbien pflegt man diese bereits Kindern spielend beizubringen Anders mit Desterreich. Und doch ist nichts verkehrter, als die Material entnommenen, leider sehr zutreffenden Thatsachen an: so vergegenwärtige er sich ferner, daß die Wähler eines Wahlkreises Desterreicher nach dieser Richtung hin ins Feld zu führen. 1. auf die dritte Wählerklasse entfielen in Preußen 84,42 pet. aller Wahl noch andere Eigenschaften als Bohnen haben, insbesondere, daß Wie steht es denn mit dem österreichischen Wahlverfahren? berechtigten, 2. nur 1,06 bis 1,05 pCt. der Bevölkerung steuerten von soziale Berhältnisse, wirthschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse, perfön- Das österreichische Abgeordnetenhaus besteht aus 425 Abgeordneten. einem Jahreseinkommen von mehr als 3000 R., 3. nur 8,29 bis liche Ab- und Zuneigung u. f. w. in betracht zu ziehen, aber auch Diese Abgeordneten werden in 5 sogenannten Kurien gewählt. Die 8,4 pct. der Bevölkerung steuerten von einem Einkommen über zum theil aus der Gruppirung in den einzelnen Wahlkörpern heraus Kurie der Großgrundbefizer( in Dalmatien die der Höchstbestenerten) 900 M., 4. 5989 588 Preußen waren landtagswahlberechtigt, 5. von zu entnehmen sind, und daß die Wahlbezirke nicht die Gleichartigkeit wählt 85, die kurie der Handels, und Gewerbekammer 21, bie den 4 656 404 zur Reichstagswahl abgegebenen preußischen Stimmen der Bohnentöpfe haben, sondern wahlgeometrisch gebildet find. Kurie der Städte 118, die Kurie der Landgemeinden 129 und die erzielte dieSozialdemokratie nur etwas über 1/5, nämlich 963 307 Stimmen. Dann wird ihm einleuchten, daß und warum die Betrach- Kurie der allgemeinen Wählerklasse 72 Abgeordnete. Lediglich um Aus diesen 5 Thatsachen, die sich verwünschen, aber nicht tung der bis zu einer geringen Steuerklasse Veranlagten und diese Kurie der allgemeinen Wählerklasse, die 72 Abgeordnete zu wegwünschen lassen, folgere ich: selbst wenn die Zenfus- Drittelung demnach in eigenen Wahltorpern Bereinigten erheblich ist. wählen hat, handelt es sich bei Bezugnahme auf die Wahlbetheiti für ganz Preußen gleichmäßig erfolgen sollte, wäre als höchft Selbstverständlich wird er das Resultat einer Wahl in ein- gung der österreichischen Genoffen. Das Wahlverfahren richtet sich denkbare Errungenschaft bei einem solchen preußischen Landtags- zelnen Bezirken am besten dann voraussagen fönnen, wenn im allgemeinen nach denen für die einzelnen Landtage. wahl- System mit geheimer Abstimmung: 1/15 aller Wahlmänner er die Wählerliste des Wahlkreises annimmt und in den einzelnen Alle 72 Abgeordneten werden in geheimer Wahl gewählt. anzunehmen. Berücksichtige man die Wahlgeometrie und Jusich- Urwahlbezirken nicht nur die Anzahl der Besteuerten und die Höhe 15 von diesen 72 Abgeordneten( 5 für Wien, je einer für Triest, Drittelung der Wahlbezirke, so sente fich der Erfolg auf 1/20 bis 1/25. der Steuern, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Wähler Brünn, Graz, Lemberg, Krakau und die 4 niederösterreichischen) Ziehe man ferner die Oeffentlichkeit und die Umständlich- prüft. Das ist die beste, zuverlässigste Art zu eruiren, ob und welcher werden direkt, die übrigen 57 durch Wahlmänner, also indirekt, biri, feit des Wahlverfahrens in betracht, so sei 1/50 aller Wahlmänner Erfolg eventuell zu erzielen sei. Diese Art Prüfung wird z. B. vor gewählt. Nur ein Theil dieser Wahlmännerwahlen ist öffentlich, das denkbar höchfie, was die Sozialdemokratie erreichen könnte. fast jeder Gemeindewahl von den Genossen, die die einzelnen Bezirke nämlich nur die Wahlmännerwahl für 37 Abgeordnete, die für die Diese gewiß nicht erhebende, aber leider aweifellose und ihre Einwohner kennen, zur Prüfung der Frage der übrigen 20 ist geheim. Die Wahlmännerwahl in diesen nur Selbst wenn beide vermeintlich von mir aufgestellten Be hauptungen irrige wären, würde das an den von mir aus anderen Darlegungen gezogenen Schlüffen nicht das geringste ändern." 87 Bezirken mit öffentlicher Wahl wird so wie bei Mir scheint es richtig zu sein bei der nüchternen Erwägung, I unferen Stadtverordnetenwahlen, nicht wie bei unseren Abob Erfolge in Aussicht stehen können, auf das Zahlenmaterial, das geordnetenwahlen, vorgenommen. Das Wahlsystem ist weit vorliegt und auf die Kenntnisse sich zu stüßen, die Genossen in günstiger als bei den Stadtverordnetenwahlen: es beruht auf feinem Preußen in der praktischen Agitationsarbeit im fleinen sich ge Bensus und keinem Dreiklassensystem. Nach alledem ist es eine Ver- fammelt haben. Sind die gegen die Betheiligung daraus Was ist dies anders, als das Eingeständniß der Schwäche seiner drehung der Thatsachen und der Wahrheit, wenn behauptet wird, folgenden Schlüsse dem Genossen br. unangenehm erschienen, fo Pofition. Auf die Verhüllung diefer Schwäche tommt es St. einzig die Desterreicher hätten eben solch' schlechtes Wahlsystem wie die hätte ihn das auch im Juli nicht zu der Annahme verleiten sollen, und allein an, deshalb das Abschweifen vom Thema, deshalb der Preußen und scheuten dennoch vor einer Betheiligung nicht zurück, er stehe jenseits des Streites um die Betheiligung an den Landtags. Versuch mit mir als mit einem Anhänger der Wahlbetheiligung zu die Preußen mögen es den Desterreichern nachmachen. Thatsächlich wahlen und habe ein Recht zu autoritativ schillernden Warnungen polemisiren, obgleich ich doch ausdrücklich betonte, zu dieser Frage sind die Preußen durch ihre Betheiligung an den öffentlichen, auf und Urtheilen, für die ihm, wie gezeigt, jede Fähigkeit mit Aus- nicht Stellung nehmen zu wollen. Zensus und Dreitlassenwahlsystem beruhenden Stadtverordnetennahme der eigenen Werthschäßung fehlt. Und, Genosse br., die wahlen auch in diesem Punkte den Desterreichern vorangegangen. eigene Werthschäzung pflegt ein recht schlechter Maßstab zu sein. Dasselbe, was auf diese fünfte Rurie zutrifft, trifft auf die paar Kreise zu, wo in der Städte oder Landgemeindefurie in Desterreich Sozialdemokraten sich betheiligt haben: durchweg das eben geschilderte Wahlverfahren, nirgend( auch da, wo Zensus Wahlsystem herrscht) Genossen Arthur Stadthagen's Aufwand an Schimpfworten ein auf ähnlicher Grundlage wie das preußische Landtagswahlrecht und weitschweifigen Abirrungen vom Thema will ich mit ganz beruhendes Dreiklassenwahlsystem, durchweg ein bei weitem günstigeres wenigen Bemerkungen dienen. Wahlrecht als selbst unser preußisches Gemeinde Wahlrecht. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Thraker. Sonntag, den 1. August: Neues fgl. Operntheater( Kroll). Undine. 72 Uhr. Montag: Mignon. Berliner. Zwei Wappen. 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing. Die Geisha. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Margarethe( Faust). 72 Uhr. Montag: A Basso Porto.( m unteren Hafen.) Neues. Der Stellvertreter. 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend. Unsere Reichspost. 72 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. $ Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Demetrius. Montag: Lehmann's Kriegsabenteuer im Orient. 8 Uhr. Alexanderplatz. Verkäuflicher Werth. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance. Spezialitäten. 4 Uhr. Er schreibt: Arthur Stadthagen. Passage Schweizer Garten. Panopticum. 80 Kinder der Wüste. Beduinen, Derwische, Schlangenbeschwörer, Bauchtänzerinnen etc. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Bären weib die grösste Sehenswürdigkeit des ablaufenden Jahrhunderts ist wieder da!!! Neu! Italienische Kapelle des Maestro Liberti, 5 Herren, 2 Damen. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Am Königsthor. Haltestelle d. Pferdebahn. Am Friedrichshain. tydg Neues Riesen- Programm! Ein Sportfest in Wusterhausen. Große Ausstattungs- Operetten Burleske. 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Von 15 Mt. zustellen und in Centimetern anzugeben, und ob waaren am billighten?-( Siehe unten Stimmen meiner Feinde und an versende franco auf meine Roften, wenn Spann hoch oder niedrig. Für Schuhwaaren Concurrens). Jeder Concurrent, er mag heißen wie er wolle, der Käufer sich auf diese Zeitung bezieht. feine einen besseren auf Rand genähten Schuh oder Stiefel Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand mit Gummisohlen, obgleich zu den beften - Erfinders ,, Goodyear" alsdann sofort sein Geld zurück.- Das Garantie. empfiehlt, und den Namen des genialen Erfinders„ Goodyear" zurückzusenden, und empfängt der Besteller Fabrikaten gehörend, übernehme verdunkelt, spiegelt dem Publikum falsche Thatsachen vor und lügt. Damen- Fußbekleidung. Farbenauswahl ge= farbig, aus Roßleder, mit Abfagfled, durch genähte Jeder anständige Leser und Käufer wird sich mit Verachtung von einem Herren- Fußbekleidung. 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In folge der Solidität und Gleichmäßigkeit der Rahmeneinstech- und Doppelnaht ist das bei handgenähtem Schuhwerk häufige Aufgehen der Nähte völlig ausgeschlossen. Während der Handarbeiter auf dem Schooße den Schaft mit der Zange nach und nach über den Leisten zieht, um ihm mühsam die form desselben zu geben, zieht die Goodyear- Welt- Maschine den Schaft gleichzeitig und gleichmäßig fest über den Leisten. Wie mühevoll der Handarbeiter die Sohle an den Rand näht, wie er sich anstrengen muß, den Pechfaden straff zu ziehen; wie er sich den Pechfaden dadurch herstellt, daß er viele fäden Garn durch kalten Pech zieht, wodurch nur die äußerste Oberfläche, nicht aber das Innere dieses so entstandenen Pechdrahtes berührt wird; er gestaltet sich ungleichmäßig, wie auch die Arbeit ungleich mäßig und von dem jeweiligen physischen Zustande des Arbeiters abhängig ist. Des Morgens in gut ausgeruhtem Zustande wird er den Pechdraht weit fester ziehen als Weltmethode. Sie ist die Handmethode, jedoch mit größter Kraft, Sidherheit und Zuverlässigkeit ausgestattet, und dabei bei Weitem billiger. Die verständlich immer gleichmäßig. er es Nachmittag bis zum Abend im Stande ift. Ganz anders die GoodyearSpannung der Nähte bei der Goodyear- Weltmaschine ist viel stärker und selbst Die Goodyear auf Rand genähten Schuhwaaren haben von allen bisher erſchienenen Maschinen- Fabrikaten das voraus, daß fie ebenso leicht wie Handarbeit, ferner genau wie es bei Handarbeit der Fall, von jedem Schuhmacher wieder auf Rand genäht, besohlt und jede Reparatur wie bei anderen handgenähten Stiefeln vorgenommen werden können. Die besten Schuhwaaren der Welt find Goodyear! Wer diese und andere Schuhwaaren am billigsten verkauft, darüber lasse ich die Stimmen meiner Feinde und Concurrenz folgen: „ Der Schuhhändler"," Berlin, Königstraße 41, nennt mich die Schleuderconcurrenz. feine Zeitung, welche zu erscheint, Dieselbe vertritt die Interessen der Schuhhändler und schreibt in der Ausgabe Nr. 5 vom 25. februar, Seite 8, nachdem die Zeitung eine Unregung, Schuhhändler Der einigungen zur Bekämpfung der Schleuderconcurrenz zu begründen, speciell für Berlin, gegeben, fährt sie folgendermaßen fort: Es müssen Vereinigungen stattfinden, da einzelne Geschäfte gegen die Schlenderconcurrenz eines Jacques Raphaëli absolut nicht ankämpfen können.- Dieselbe Zeitung, der " Schuhhändler", nennt in Nr. 2 und Seite z Berlin mein Reich. Die Berliner Schuhmacher- Börse großen Schleuderer he mir den nennt mich den indem Butritt in dieselbe untersagt.- Die Leipziger Illuft. Schuhm. 3tg. tischt ihren Lesern in ihrer Ausgabe vom 1. November 1896 auf Seite 231 die erste Instanz meines durch 4 Instanzen so glänzend verfochtenen Processes, dem ich meine heutige Größe und den Umfang meines Schuhwaarengeschäftes zu danken habe, mit folgender Einleitung auf: Dor Kurzem!( der Proceß begann im December 1891!) wurde ein Berliner Schleudergeschäft wegen unlauteren Wettbewerbes( 1891 unlauterer Wettbewerb!-) zu 500 mt. Geldstrafe verurtheilt. Weld niedere Gesinnung hat dies dictirt! in eleganter mit SeidenKnopfbefaz, berber Strapazirschuh, mit jolid genagelter Sohle mit Gummizug oder z. mrt. 4,50. schleifen, Ledertappe, Mr. 2,50. Knopfbelak und Zierkappen, durchgenähte Sohlen mt. 5,00. tuch, rings gewendet, Holzabsaz.mt. 3,00. Lederzuthaten und Zierfappe und Schnürschuhe, ohleder, mit durchgenähter LederDerselbe mit gefchärzten Knopflöchern mrt. 4,00. Schnürschuhe, leber durchgenähte Ledersohle m. Stalbladblatt Mt. 4,50. zum Knöpfen u. reinen Lederzuthaten mit Derselbe geichürzten Senopflöchern mt. 4,75. 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Dieses Blatt bringt die erstinstanzliche Verurtheilung ausführlich über Braune Segeltuch- Turnschnürschuhe mit Gummisohle und meine glänzende Freisprechung, beantragt durch den gl. Staatsanwalt bei der V. Strafkammer des Kgl. Landgerichts I hierselbst am 20. März 1893, theils für, theils weit unter der Hälfte des Werthes Schuhwaaren von mir gekauft bekundet durch zahlreiche Zeugen, sowie durch gerichtliche und außer gerichtliche Sachverständige schweigt jedoch das Blatt vollständig! worin derselbe erklärte, daß meine Kundschaft weit über ihre Erwartungen hinaus, Jch zwinge meine Concurrenz auch das Material der Stiefel zu was ich seit Jahren thue wenn dieselbe es bisher auch nicht gethan, mit der Zeit wird sie es thun müssen! nennen 19 Alle Anfeindungen werden mich nicht hindern, Krebsschäden aufzudecken, unlautere Handlungen zu entlarven und garantirt reelte Waaren zu billigsten Preisen nach wie vor zu liefern. Jacques Raphaëli 10 Cigarren- u. Garderoben- Offerte siehe Seite 2, 3. Beiblatt. zügen, durchgenähter Roßleder- Turnschuhe mit 2 Seiten GummiLedersohle, reine Leber- Zuthaten, bis zur inneren Länge Ressleder- Zug- u. Schnürschuhe, gebiegene Sandarbeit, ge bis zur inneren Länge von 18 cm Mk. 2,50, bis 22 em Mk.3,25 Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe te äter ge D. 18 em Mk. 2,25, bis 22 em Mk. 2,75, bis 26 cm Mk. 3,-. nagelt, Strapazirschuhe, dersohle u. reinen Le berzuthaten, bis 18 cm innere Länge Mk. 3,25, bis 22 cm Mk. 4, einbällig gearbeitet, für Rossleder- Zugschuhe, in, p. 22-25 cm innerer Sänge Mk. 4,-. Fabrik-, Versand- und I. Kaufhaus II. Kaufhaus 9III. Kaufhaus IV. Kaufhaus An der Echt ausgeta Ziegenleder- Strandknopfstiefel mit durchgenähter eber. löchern, bis 16 cm innere Länge Mk. 3,50, D. Mk. 4,75, bis 22 cm Mk. 5,75. Rossl.- Knaben- Schnürstiefel einbätig, genabt, iest tak. 6,60. Russische Kalbleder- Schnür- u. 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Auguf 1897. f Todesursachen an medizinische Autoritäten diese Ansicht zu eigen gemacht Unternehmer; und daß am Säuferwahnsinn doppelt so viel Eine Kellner- Statistik. daß die Erkrankungen und die große Sterblichkeit der Kellner un- Unternehmer zu grunde gehen, als Arbeiter! Wenn unsere soziale Eigentlich sollte es heißen: Eine Glend3 Statistik", denn gleich mehr dem starken Alkoholgenuß als der Berufsthätigkeit zuzu Statiftit nicht so sehr in Argen läge, sodaß derartige Arbeiten nur m eine solche handelt es sich im wahren Sinne des Wortes. schreiben seien. Die obige Tabelle zeigt uns, daß hiervon tein Wort höchst selten einmal unternommen werden, würde man vermuthlich Ueber das Kellner- Elend ist in den letzten Jahren ja genug geschrieben wahr ist. Drei Todesursachen sind es, die bei den Kellnern häufiger auch in anderen Berufszweigen zu ähnlichen Resultaten fommen. Schließlich reproduziren wir hier noch eine Tabelle, die sich worden. Die jämmerliche Entlohnungsweise durch Trinkgelder, das als bei den andern im Gastwirthschaftswesen Gestorbenen wirksam Stellenvermittlungsunwesen, das sich hinsichtlich der im Gastwirthe waren: Typhus, Tuberkulose und Selbstmord! Diese speziell mit den Todesursachen der Kellner, und zwar nach den gewerbe Thätigen schon mehr zum Stellenwucher ausgewachsen hat, Krankheitsursachen deuten auf schlechte, unregelmäßige Ernährung, verschiedenen Altersklassen gesondert, beschäftigt. Es liegen 2867 ant gewerbe Thätigen schon mehr zum Stellenwucher ausgewachsen hat, die übermäßig lange Arbeitszeit, das gänzliche Fehlen des Familien übertrieben lange Arbeitszeit, Abhezen bei der Arbeit in der Kellnern beobachtete Todesfälle zu grunde. Von je 1000 Sterbefällen der einzelnen Altersgruppen ents Lebens, die ungenügenden Wohnungsverhältnisse und Beköstigungsweise Staubigen, heißen Luft der Wirthsstuben und wirthschaftliche Sorgen. - auf alles dieses hat man von den verschiedensten Seiten hingewiesen und dein an Tuberkulose geht über die Hälfte der fielen auf: von allen Seiten wurden Reformen verlangt. Auch die Kommission für Kellner zu grunde. Gerade in denjenigen Krankheiten aber, die Arbeiterstatistik hat sich im Jahre 1894 mit dem Kellnerberuf be- oft die Folge starten Bier oder sonstigen Alkoholgenusfes fchäftigt. Freilich hat von gesetzlichen Reformen noch nichts ver find, wie Gelentrheumatismus, Krebs, Waffersucht, Schlagfluß, Herz. lautet, obgleich bei dieser Enquête schwere Mißstände ans Tageslicht und Zuckerkrankheit bleiben die Kellner weit namentlich hinter den schlag, den sonstigen Herz- und Lungenkrankheiten, Säuferwahnsinn befördert worden sind. Raum jemals ist aber das Kellner- Elend traffer gekennzeichnet Prinzipalen, den Gast- und Schankwirthen, zurück. Man Typhus worden, als es in einer Statistik geschieht, die von dem Frei- prüfe nur die Zahlen der Tabelle! Auf Wassersucht tamen von AtuterGelenkrheumatism. herrn von Firds, Geheimem Regierungsrath und Mitglied 1000 Todesfällen der Gastwirthe 42, der Kellner nur 11,8, auf Luberkulose des königlich preußischen Statistischen Bureaus, in der Zeitschrift Schlagfluß bei den Gastwirthen 86,1, bei den Kellnern nur 24,9, Krebs des genannten Bureaus( I. und II. Vierteljahrsheft 1897) foeben auf Säuferwahnsinn bei Schantwirthen 15,6, bei Kellnern nur 6,3. Waffersucht. veröffentlicht wird. Es handelt sich dabei um die Sterblich für Reliner 40,6, bei Selbstmord für die Gastwirthe 21,7, Zungenfatarrh 2c. Bei Unglücksfällen lauten die Zahlen für Gastwirthe 13,7, Schlagfluß. teit von Personen, die mit der Herstellung oder dem Vertrieb für die Kellner 67,6! alkoholischer Getränke 54,7 Lungenentzündung 2c. berufsmäßig beschäftigt sind. Die Arbeit ist seitens des Noch deutlicher treten alle diese Dinge in der folgenden kleinen Andere Lungenkrankheiten Kgl. Statistischen Bureaus wohl eigentlich zu dem Zweck unter: Busammenstellung hervor, die nicht nur das Schankgewerbe betrifft, Herzfrankheiten 2c. dem Gehirnkrankheiten nommen, um den sogenannten Mäßigkeitsbestrebungen in die Hände sondern die ganzen im Braugewerbe, der Brennerei, zu arbeiten, und es hat sich ja auch herausgestellt, daß die berufseinhandel und dem Gastwirthschaftsbetriebe er- Mierenkrankheiten Diese Tabelle tönnte man Säuferwahnsinn mäßig mit Wein, Bier oder Branntwein Beschäftigten an gewiffen folgten 28 995 Todesfälle umfaßt. typischen Krankheiten( wie Gelenkrheumatismus, Krebs, Waffersucht, und wirthschaftliche Lage der Selbständigen einerseits, der An: Andere Krankheiten Durch nichts tönnte die soziale Buckerkrankheit gleichsam laffisch nennen. Herz und Lungenkrankheiten, Gehirnleiden, Nierenkrankheiten, Säuferwahnsinn und Zuckerkrankheit) eine weit größere Sterb: werden, als durch diese Zahlen. Von den Krankheiten, deren Ur Selbstmord. geftellten und der Arbeiter andererseits schärfer beleuchtet Unglücksfälle lichkeit haben, als die Gesammtbevölkerung. Was uns jedoch hier besonders interessirt, das sind die grellen Schlaglichter, beiter ibr vollgerüttelt und geschüttelt Maaß; dagegen find sie allersache Noth und Sorge oder Ueberanstrengung sind, haben die Ardie auf das Kellner- Elend geworfen werden. Die Statistik betrifft Die Rubriken für über 60jährige Kellner haben wir weggelassen. die fämmtlichen Sterbefälle, die während des Jahrzehnts 1884 bis dings in der angenehmen Lage, diejenigen Krankheiten, die vom Im ganzen sind im Laufe von 10 Jahren nur 82 Todesfälle solcher 1898 im preußischen Staat bei ben in my bee biguten Eſſen und vielen Trinten herrühren, Reiblos ihrer Arbeits über 60jährigen Kellner beobachtet worden, barunter 3 an Altersthätigen männlichen Personen vorgekommen sind. Jm ganzen handelt auf die nebenstehenden Krankheiten dem Wein- und Bierhandel, sowie in Gaft- und Schankwirthschaften gebern überlassen zu können. Von je 1000 Sterbefällen der drei sozialen Gruppen entfielen es sich um 28 995 solcher Sterbefälle. Wir geben hiernach eine für das Gastwirths- und Schank= gewerbe geltende Tabelle, die den Jammer der Kellnerexistenz gleichsam elektrisch beleuchtet, Bon je 1000 Sterbefällen der einzelnen Berufsgruppen entfielen auf die nebenstehenden Krankheiten: Zodesursachen. Alterschwäche Typhus Tuberkulose. Krebs. Gaft: Schant Aufsichtswirthe wirthe perfonal Zodesursachen. Altersschwäche Typhus • Köche Kellner Afuter Gelenkrheumatismus Luftröhrenentzündung und Lungenkatarrh Tuberkulose Krebs Afuter Gelenkrheumatismus 78,8 77,0 9,3 87,5 3,8 11,8 10,6 16,3 18,8 22,0 5,7 8,1 4,7 Wasserfucht Schlagfluß 2,1 236,2 252,7 359,0 306,3 528,1 Lungen- und Brustfellentzündung 45,6 45,1 23,3 81,8 17,8 Andere Lungenkrankheiten Waffersucht 42,0 42,9 11,6 11,8 Herzkrankheiten 86,1 66,0 49,0 50,0 24,9 Herzlähmung, Herzschlag Luftröhrenentzündung und 22,5 23,8 7,0. 25,0 13,9 Gehirnkrankheiten Nierentrantheiten Säuferwahnsiun 94,4 94,2 72,2 62,5 48,6 Zuckerkrankheit 44,8 52,2 30,3 31,3 18,2 Schlagfluß Lungenkatarrh Lungen- und Bruftfellent. zündung Andere Lungenkrankheiten Herzkrankheiten Herzlähmung, Herzschlag Gehirnkrankheiten Nierenkrankheiten Säuferwahnsinn Buderkrankheit Andere Krankheiten inkl. Mord, Todtschlag Unglücksfälle Selbstmord • Andere Krankheiten inkl. Mord u. Todtschlag Unglücksfälle. Selbstmord. • • Selbst- Auf- Kellner und ständige fichtsBefizer personal Arbeiter 72,6 39,6 25,8 11,7 20,3 23,8 6,0 4,6 2,2 236,0 296,8 452,1 46,1 48,8 19,5 41,7 16,6 14,2 83,1 68,2 22,7 19,4 37,2 13,8 93,7 78,3 69,3 45,2 26,7 24,6 38,2 42,4 31,3 54,5 48,9 26,8 21,8 24,9 22,7 31,5 31,3 25,0 13,7 8,3 4,7 4,6 7,1 3,4 139,4 143,8 101,7 14,2 40,5 53,0 23,2 41,5 46,5 15-20 20-25 25-30 30-40 40-50 50-60 Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre 78,8 24,7 400,7 • · 12,7 15,2 6,1 2,5 5,1. 1,4 3,0 621,3 632,9 588,4 437,7 347,5 6,9 2,5 7,6 8,3 36,5 78,0 3,4 17,3 10,1 8,3 6,1 14,2 6,9 14,8 10,1 24,8 57,8 49,6 13,7 7,4 2,5 8,3 21,3 42,6 19,8 42,6 32,9 59,4 66,9 6,9 12,4 10,1 13,8 24,3 42,6 54,7 42,1 38,0 60,8 88,1 70,9 27,4 17,3 7,6 26,2 51,7 13,7 12,4 20,3 26,2 27,3 2,5 2,5 6,9 5,0 2,5 2,8 99,4 52,0 76,0 89,8 88,1 148,9 116,4 49,5 40,5 20,7 27,3 7,1 116,4 96,5 88,6 38,7 30,4 63,8 28,3 42,6 21,3 7,1 6,1 14,2 schwäche. Gastwirthe starben in denselben 10 Jahren an dieser natürlichen Todesart 1371, davon 327 über 80jährige! Das Gastwirthsgewerbe ist also immerhin bedeutend gesunder, wie die Beschäftigung als Kellner. Daß die Kellner gerade an den Krankheiten, die bei Trinkern häufig vorkommen, verhältnißmäßig felten starben, darauf haben wir bereits hingewiesen. Auffallend ist die schreckliche Tuberfulofensterblichfeit zwischen dem 20. und 30. Jahr, genau in der Zeit, wo die Kellner am meisten ausgenutzt werden, bis dann das bischen Jugendkraft zusammengebrochen ist. Von allen zwischen dem 25. und 30. Lebenss jahr gestorbenen Kellnern fallen über 63 pCt. der Tuberkulose zum Opfer! Auch die Häufung der Selbstmorde bis zum 30. Jahre ist beachtenswerth und läßt auf schwere wirthschaftliche Sorgen, Die männliche chifanöse Behandlung und dergleichen schließen. Gesamtbevölkerung bleibt bezüglich der Selbstmordfälle in den ersten Altersklassen weit hinter den Kellnern zurück. Umgekehrt überwiegen in der Gesammtbevölkerung bis zum 40. Jahre die Todesfälle an Säuferwahusinn, erst in den älteren Jahrgängen berwiegen zum theil tie Kellner. In der Arbeit, der wir die obigen Ziffern entnommen haben, heißt es von den Kelluern, sie lebten im allgemeinen in ungünftigen wirthschaftlichen Verhältnissen in bezug auf Ernährung und Wohnung.„ Namentlich unter den Kellnern herrscht oft große Noth. Ein nicht geringer Theil von ihnen findet nur während des Sommers und im Herbst auskömmliche Beschäftigung in Bädern und Sommerfrischen, ist aber im Winter und Frühjahr ohne feste Stellung und nur auf dürftiges Einkommen aus gelegentlicher, aushilfsweiser Thätigkeit angewiesen." Dies Urtheil entspricht der Bei den Arbeitern überwiegen gegenüber den anderen beiden wirklichkeit. In manchen Bevölkerungsfreifen trifft man aber nicht Gruppen Typhus, Tuberkulose, Verunglückungen und Selbstmord. selten ein ungünstiges Vorurtheil gegen den Charakter der Kellner. Bei den Prinzipalen überwiegen gegenüber den Beamten und den Die obige Kellnerstatistit zeigt uns jedoch nichts, was dieses unArbeitern Altersschwäche, Krebs, Wassersucht, Schlagfluß, Herz- und günstige Vorurtheil irgendwie bestätigen könnte. Im Gegentheil. 84,5 Lungenkrankheiten, diverse Krankheiten, unter denen wohl nament: Die Zahlen zeigen uns nichts mehr und nichts weniger: als Die Zahlen des lich Magenleiden, und ferner Säuferwahnsinn. zwischen mörderischer Ueberarbeit und jämmerlicher Sorge ums Aufsichtspersonals bewegen sich faft überall zwischen den beiden Dasein hin und hergehegte und in der Blüthe des Lebens zer Extremen, wie es auch ihrer sozialen Stellung entspricht. Die riebene Proletarier. Zahlen sind überhaupt ganz typisch. Wie bezeichnend ist es, daß an Zuberkulose doppelt so viel Arbeiter erliegen, als 6,3 36,5 88,8 39,6 68,7 34,2 54,5 44,7 49,0 43,7 24,5 21,8 17,8 30,3 18,8 25,4 31,8 26,9 25,6 25,0 22,4 13,8 15,6 4,7 5,0 2,5 7,0 12,3 3,8 181.3 139,8 132,9 156,2 131,8 13,7 18,2 53,6 50,0 40,6 21,7 30,0 51,8 37,5 67,6 Es hat wohl nicht an Leuten gefehlt, die der Meinung find und auch die Kommission für Arbeiterstatistik hat sich im Anschluß Wegen vorgeschrittener Saison, um zu räumen, Preise bedeutend ermässigt! Herren- und Knaben- Moden jeden Genres, Carl Zobel, Köpnickerstrasse No. 121. Ecke Michaelkirchstraße. Strengste Reellität.- Grösste Grösste Leistungsfähigkeit. Verkauf bester Qualitäten. Streng feste Preise. Mit ,, überaus billigen Preisen", wie es Reklamegeschäfte thun, renommire ich nicht, da sie doch meist nur auf Täuschung des Publikums berechnet sind. 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