Einzelpreis 30 Pfennig* 3. Jahrgang Montag, öen 3. Mai 7�20 Sit ,#i»ibei(*«rscheint morgens«n» natbmittag«. an Somi- MI»$e)H«.— in. zuzüglich Valutaaufschlag, per Blies für veutschland und«vesterreich 28.50 DI Stedaltlon trab ffitbefiitton:«erlitt NW.«, Schiffbauerdamm Ivill. Fernsprecher: Amt N»ri>e>r 83»—»«, und WS«. Kummer 15b> Menö-flusgabe )«seraie kosten die achtgesp. Nonpareillezeiie oder deren Raum 5�0 Mk. zuzügl. 50°/� TeuerunA,z'schlag. Familien- und Grgamsationsanzeigen die achtgesp. Nonpareillezeil« 240 Mk.« etto. Kleine An;e gen: Das fettgedruckte lllort Mk� jede> weitere Wort S5 Pfz.. zuzügl. 20�„ Te ,erunzszusch!az. Stellengesuche, Familien- u. Organisation«- Wort-Anzeigen tosten das fettgedruckte Wort �45 Ittf., jedes weitere Wort S) pfg. netto Jnieralen-Abteilung: Berlin NW. S, SÄtiffbanerdamm ZS Fernsprecher: Amt Norden 833—36, 2895-9«, 9768 berliner-Organ iw Vnabftänöfgen Sopoiömofratie S>etitiiJ)lanl>ä AaliomIWsche Msschreltmgell in NnMIrün. Llulize Zusammenftöße. Tigene Drahtmrlüung der»Freiheit". Oppeln, z. Mai. Anläßlich der für de« Z. Mai«eplaatea Polendemonstra, tionrn kam eS bei den am 2. Mai veranstalteten Borseicr» in Oppeln, dem. Sitz der Entente-, BbstimmungZ- und Regierungs- kommissio« zu Ausschreitungen nationaler Schreihälse gegen die demonstrierrnden Polen. An der Peripherie der sonst ziemlich deutsch sprechenden Stadt Oppeln wurden die von den Dörfern einmarschierenden Polcnzüge, in denen sich auch Frauen und Kinder befanden, einfach angehalten, bedroht, zerstreut und zum Teil Übel zugerichtet. Man spricht von mehreren Schwer, und vielen Leichtverletzten. Luch einige Schüsse wurden abgegeben. Ein chauvinistisches Bravourstück verübte« inzwischen im Stadtlnncrn ans der Nikolaistraße vor dem polnischen Konsulat die deutschnationalen Jünglinge. Sie stürmten das Gebäude über eine« Balkon, drangen ein, risse» da» polnische«dlerwappen herunter, zerbrachen eS und warfen die Trümmer in die Ober. Erst dem Umstände, daß die Polen Im Konsulat alle Fenster und Türen freiwillig öffneten, war eS z« verdanken» daß sie nicht alle» kurz«ad klein schlugen. Ein» Abordnung de» nationalistischen Pöbel» durchsuchte mit Hilfe der grünen Polizei und eineS englischen Kommissar? da» -ßa*»t GebSnd»«ach Waffe««ad Filmauiaahme» der Demonstra» tionen. Ei« solcher Film wurde ans dl« Straße geworfen und ein Revolver gefunden. Jede» ankommende Auto mit grüner Polizei wurde von der Meng« johlend mit„Hurra»" bedacht. Schließlich räumte die grüne Polizei auf Besehl der Entcntekommissio» die Straße. Die organisierte Arb.eiterschast, die am Tage vorher eine glänzend»rganisierte Mais ei er veranstaltet hatte, war nirgend» beteiligt und hielt sich überall zurück. Die„Hrldm" bei der KonsulatSerstllrmung waren Gymnasiasten und Oberreal» jchüler im Alter von etwa 16 Jahren. Sie Maifeier in Halle. Sigru« Drahtmeldung der.Freiheit".# H a l l e a. d. Saale, 2. Mai. Die Maifeier hat i« Halle eine» außerordentlich parke» Umfang angenommen. Die Srbei»ruhe war all- gemein. Di« Straßenbahnen verkehrten nicht, die Schulen waren geschlossen. Ein riesiger Demonstratöoobzug, an dem sich mindesten» SV— 60 600 Personen betcUigtr«, bewegt« sich durch die Stadt. Zu Zwischenfälle« ist«» nirgend» gekommen. Lach i« der Provinz war die Lrb«it»ruhr allge» wein. Selbst oi« Landarbeiter nahmen t» sehr vielen Orte» K» der Maifeier teil, v» einige» Stelleu ruhte der Vahnverkehr. Der 1. Mai in Varls. Blutige Opfer. Pari». 2. Mai. Di« PoNzesprSfektur von Pari» trllt mit, daß bei den gestri- ge« Kundgebungen 102 Polizeibramte verwundet und 103 Person«« verhaftet worden seien. Sech» verwnndete Zivil. Personen seien in den Spitälern in Behandlung. Räch dem gemäßigt sozialistischen„Boa Soir" solle« gestern « Personen getötet worden sein. Gegen die Abgeordneten vlanc und«aillant-Eoutarier werde eine Strafver- folgung wegen Widerstandes gegen die bewaffnete GewaU ei«- geleitet werden. Große Angst w Amerika. Amsterdam, 3. Mai. Au» New Aork wird gemeldet, daß der 1. Mai in den Per» »snigtcn Staate« ohne ernste Störungen verlaufen ist. Beamte der Bundesbehörden, Privatdetektive und Polizisten bewachten den ganzen Tag über die öffentlichen Gebäude sowie die Wohnungen und Geschäftsräume der Millionäre. Ser Generaistreil der srauzöfischen E senbahner. Part,. 2, Mai. Ministerpräsident Millerand verhandelte heute vormittag mit den Ministern der Justiz, des Innern, der Marine und der öffentlichen Arbeiten. Nach Schluß der Sitzung empfing er die Vertreter der Pariser Presse und erklärte ihnen, um die Folgen des Krieges zu heilen, müsse Frankreich arbciien und produzieren. Es könne aber weder arbeiten noch produzieren, wenn nicht ein normales Funktionieren der Transportmittel die rrgelmäßigc Zu- fuhr an Nohmaleriauen und Kohlen sichere. Wen« die Ar- heiter der Eisenbahnen, der Bergwerke und der Hüs»» dt» t» d»»«ich»» Kttta. k«a« würde sich die Lebensmittelkrise verschärfen und die Arbeiter wären deren erste» Opfer. Die Regirrung werde nach dem Wiedrrzusammentritt der Kammer eine« Gesetz» eutwurf über die Reorganisierung der Eisen» bahnlinie« einbringen. Millerand appellierte an den gesnn- den Menschenverstand und die BaterlandSliebe der Brbetter. Wie„Jntransigeant" meldet, hat der Direktor der Staats- eifenbahnen drei der Führer der Eisenbahnergrwerkschafteu aus dem Dienst entlasse«. Die FrledensrefoluNoa im amerikanischen Senat. T, U. Washington, 3. Mai. Die Seuatskommission für auswärtige Angelegenheiten brachte am Freitag einen G-setzentwurf in, welcher die Beendigung des Kriegszustandes zwischen den Vereinigten Staaten einerseits und Deutschland«nd Oesterreich andererseits bezweckt. Dieser Eni- wurs steht im Gegensatz zu einem analogen Gesetzentwurf der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentanten. Hauses. Alle republikanische» Mitglieder der SeaatSkommission ! stimmten dem Beschluß zu, während die demokratischen dagegen � waren, lieber diesen Gegenstand wird sich nächste Woche eine , Debatte entwickeln. In zwei Wochen dürste ei» endgültiger E u t s ch o i b gcttoffrn werden. Der neue Entwurf erdrückt die Bestimmungen, die besage«, daß Deutschland die Bcdingun- gen innerhalb 48 Stunden annehmen muh»nd ferner biejenigen de» Statu« für Verletzungen des Friedensverträge«. Im Wort- laut de» Repräsentantenhauses sind diese beiden Kategorie« von Klauseln beibehalten. Der polnische Vormarsch in 0er Ukraine. T. U. Stockholm, 8. Mai. Zu dem polnischen Bormarsch i« der Ukraine schreibt die „Prawda": Die polnischen Imperialisten weigern sich hart- näckig, einen Waffenstillstand abzuschließen. Die polnischen Trup- Pen haben einen Angriff auf der ganzen Front mit bedeutenden Kräften begonnen. Die polnische Regierung ist ein Bündnis mit Petljura gegen Rußland und die Ukraine eingegangen, um sich der Provinzen Wolhynien, Podolien und Kiew zu be» mächtigen. Der polnische Vorstoß muß schon im Anfang gebrochen werden, andererseits werden große Gebiete Swvjetrutzlands von neuem der Herrschaft der polnischen Weißgardisten ausgeliefert. Der militärische Mitarbeiter desselben Blattes schreibt: Auf der Südwestfront haben die Polen«inen Bormarsch ans einer Front von 800 Werst von Berutsk bt» zum Dnjestr begonnen. Neue llarahen in Zrlatid. Amsterdam, 8. Mai. Wie die englischen Blätter melden, wurden dir Polizeistatto- ne« in Gortin und Plumbridge sThronn«) niedergebrannt. In London Derry wurden Sonnabend nacht zwei Polizeibeamte durch Schüsse verwundete Auf dem Bahnhof von Dingle sKerryj raubte eine Anzahl Männer Zelte, Decken und andere Aus- rüstungtgegenstände, die für«in Militärlager bestimmt waren, und derbrannte si« auf der Straße. In Cork• sind vierzehn ge» fangen« Sinnfeiuer in den Hungerstreik getreten. Die llnkemehmer rüsten. Der Hansabund für eine Gewerkschaft der llnternchmer. Der Hansabund(Landesverband Nordwestdeutschland) for» dert in einem Rundschreiben alle auf dem Boden der Eigenwirtschaft fthnden Fach» und Unternehmerverbände Nii'-der- sachsen» auf, sich in letzter Stunde zusammenzufinden zur Bil- dung der einzig noch möglich«» Abwehrorganisation, einer Gewerkschaft der Unternehmer. In dem Rundschreiben heißt«S u. a.:„In den beiden Talsachen, daß ein- mal die Beseitigung der dem gesamten Untrnehmertum gemein» samen Existenzgrundlage der Eigenwirtschaft durch behördliche Maßnahmen zum Teil bereit» verwirklicht worden ist und andererseits, daß die Möglichkeit solcher verderblichen Regierungtmatznahmen nur in � der völligen politi» schen Ohnmacht des Unternehmertums zu erblicken ist, begründet sich die unumgängliche Notwendigkeit des Aufbaues , der Gewerkschaft der UKiernehmer." Nach diesem Alarmruf könnie fast angenommen werden, daß I eS in Teutschland unter der gegenwärtigen Regierung tatsächlich eine„SozialisierungSgesahr" gibt. Leider ist das nicht so. Die Gewerkschaften her Arbeiter«ziehen aus den Rüstungen der Uiiternehmef gegen die Sczialisicruiig hoffentlich den Schluß, daß sie ihrer'eits einen weit energischeren llarere» Kamol tü» du kStiÄWLwa sichres»ÜM, Valuta. Löhne und preise. B. A. Die Bewertung der deutschen Reichsmark be» findet sich seit Beginn des Krieges, der die Aufhebung deS EinlösungsManges der Banknoten, d. h. di.e Beseitigung der Goldwährung brachte, in ständiger Abwärtsbewegunz. Während des Krieges erfolgten stärkere Rückschläge u. a. nach der Juliresolution, eine gewisse Erholung trat zur Zeit der Bresl'Litowsker Verhandlungen ein. In den vier Kriegsjahren ist insgesamt eine Verschlechterung des Markwertes um etwa SvProzent eingetreten; dagegen haben wir seit Anfang des Jahres 1919 bis zum Frühjahr 1929 eine außerordentlich viel schärfere Tendenz der Markentwcrtung zu verzeichnen. Bei einer Prüfung der Ursachen dieses be« schleunigten Valutarückganges scheinen die folgenden Gründe besonders wesentlich zu sein: 1. Die ungezügelte Einfuhr von Fertigwaren und Luxusgütern über die seit dem Waffenstillstand offene West« grenze. Dieser Import ergibt einen bisher auch nicht an« nähernd feststellbaren Milliardenbetrag. 2. Die große Kapitalflucht, zu der sich ein Teil der Besitzenden und Kriegsgewinnler aus allgemein-politi- schen(Angst vor dem„Bolschewismus" usw.) wie auS steuerpolitischen Gründen veranlaßt fühlte. 3. Die Entblößung des Warenmarktes durch Export» Verkäufe, deren Gegenwerte in beträchtlichem Umfange in fremder Währung im Auslände blieden. 4. Die großen kurzfristigen ZahlungSvern p f l i ch t u n g e n, die zur Deckung der notwendigen Ein- fuhr von Lebensmitteln, Rohstoffen usw. eingegangen wer» den mußten. 6. Die schlechteFinanzlagedeS Reiches, der Staa» ten und Kommunen, deren Haushaltsvoranschläge immer beträchtlichere ungedeckte Defizite aufweifen, die nur durch Anleihen, nicht durch Steuern rechnungsmäßig ausgeglichen! werden. Die Gefahr eines Staatsbankerotts. 6. Die Forderungen des Friedensver» träges, dessen vorgesehene Entschädigungen weit über den! Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands hinausgeben. 7. Die ständige Erhöhung de» Noten- Umlaufes, die das Mißverhältnis zwischen Wwen- und Geldnrkulation steigert, den Kaufwert der Mark senkt. Während noch im Januar 1919 die Mark in Zürich mit 69 Centimes bezablt wurde, d. h. mit etwa 69 Prozent. zeigte sich bereits im März 1919 eine Entwertung auf etwck 87 bis 43 Prozent, im Juni auf 39 bis 36 Prozent, im September auf 29 bis 24 Prozent, im November aus 19 biß 17 Prozent ihres Nennwertes. Am 27. Jamiar 1929 ober zahlte man bereits an der Berliner Börse 1798 Mark für 199 Schweizer Fronken, 4196 Mark für 199 holländische Gub» den. Das ist eine Bewertung der Mark mit etwa 4 Pfennigen. Nach mehreren Wochen leichterer Schwankungen setzte plötzlich Anfang März— daS erstemal seit vielen Monaten — eine verhältnismäßig beträchtliche Besserung des Markkurses ein. Die Mark stieg bis zur Zeit de» Kavp-PuticheS auf unacfähr 6 Prozent ibres Nennwerte?, nach Bs.'ndiaung des Generalstreiks in rastfrm Tempo bis auf fast' 19 Prozent. DaS bedeutete gegenüber dem Tief« stände eine Erböbung um 129 bis 169 Prozent. Diele gros ßen Zahlen dürfen aber natürlich nicht darüber hinweg- täuschen, daß die Mark trotz dieser Besserung noch immer nickst auf den zehnten Teil ihres alten Wertes gestiegen und daß zudem dieser SHgerung imwischen wieder eine wesentliche Abschwächung gefolgt ist. Wie auch im einzelnen die weitere Entwicklung der deutschen Valuta sich gestalten mag, die heftigen Schwan- kungen nach unten und oben haben jedenfalls den Unter- nehmern, Kapitalisten und Spekulanten, die bisher nur an die mit der Verschlechterung des Kursstandes automatisch verbundenen Vreisstei.nrungen gewöhnt waren, die sckwan- kende Grundlage offenbart, auf der sich unsere gesamte Waren- und Geldwirtschaft unter den heutigen Währungs- Verhältnissen ausbaut. Sie haben diesen Kreisen Möglich- keiten von Verlusten vor Augen geführt, vor denen ihnen in diesen Tagen der Valutadämmerung angst und bange werden mubte. Wenn es sich bei dieser Frage nur um das Jndividual- inieresse einer Reibe mebr oder minder alückl'cher Svekui lanten bandeln würde, könnte die deutsche Arbeiterschaft nickst nur obn-e Anteilnahme bleiben, sondern sich dieser Ver- Uiq luste herzlich freuen. In Wirklichkeit handelt eS sich aber untz gleichzeitig um sehr wesentliche Fragen unseres LaeZAiaU ten jßoIMwliiiÄftiio MbOßiaittr* mit tcr LebenNholtnng der ArZeftsr zusammensänken. DesSalb � Söhung um L13.S3 Mark, da» entspricht dem 1 S'/t f a ch e n V eS notwendig, zu ihnen vom sozialistischen Standpunkts j Preis des Jahres 1914. Stellung zu nehmen. Pb SeMAW'Z. Seit Monaten wird von einer Reihe bürgerlicher Poli> Wir wissen, weiche Bedeutung der K�SlepreiS für die ' gesamte Wirtschaft hat. Er ... I. Die demokratische Presse beschäftigt sich angelegentlich beemchuZt rn entscherdender Uedertritt einer Anzahl Politiker aus den Reihen ihrer Partei zur Deutschen Lotkspartei. Sie hehauptet, daß man ihnen keine Tväne nachzuweinen brauchte, denn ihr« Partei gehört und jetzt erst nach der Reinigung von den tiker, denen ihre Presse an leitender Stelle die Mogl-cht-it Wen« die Preise der CütererzeugMg vom eüi'achsten Roh. »ur Vertretung diewr Forderungen gibt, die Annähe- stwf und Haldfabrikat bis zum feinsten Ferti-g abrilat. Er s mai....................... rung der deutschen Warenpreise an die Welt> bringt eine'Stelgerung der unmittelbaren Letenshaltungs..L�gullg hätte von je dieser Marktpreise propagiert. Man will eine weitgehende kosten durch erhöhte Preise für Gas. Elektrizität. Kock), und j werde die demokratische Partei_________ I...... M...________ Entfesselung der giesamten Wirtschaft und redet sich ein, mit As�material u;w. Allmonatliche Preiserhöhnng �bedeutet � unzuoerlaisigen Elementen, eine wirklich demotratische Pon» Hilfe des Profitinteresses und der freien Konkurrenz sin standige Verteuerung aller Gestehungskosten, UnmogllaMt tik treiben können. Bemerkenswert ist. was Georg welchem wichtigen Produktionszweig gibt es diese denn öwu»s.ichauender Kalkulation._._ im»"" STO««+«�a«�;»»r.-r..- s;- Qr..a>.� noch?) eine Steigerung der Produktion, eine Erhöhung des Eisen:£4 kostete die-Lonne Hämatit tm ' Ci.CiKT 1919 735,00 allgemeinen Wohlstandes und eine Seichtere Erfüllung des Juli 1014 Juki 1910 Januar 13ig ~'*- 1 7t/b0 M /*.0 AA Qi A(Y\_t 142,00 314,00 Friedensvertrages zu erzielen. Ohne zunäM auf diese Erwartungen kritisch«inzu.! bi« Tonne Gi-�erei-Noheisen im riehen, scheint allein die Valutakrise der letzten Wochen ein 2uli 1S14 Jul�iois Januar isig fchr beachtenswertes Argument gegen derartige Anschiuun- 0 0 97,00 251,00 Cttaber 1019 W3,50 gfftnuM 1020 2210,00 fjrtiru« 1020 1625,00 gen, zu bieten. Räheni wir nämlich unsere Preise durchschnitt. lich den Weltmarktnotierungen an, so bedeutet dies selbst- verständlich eine beträchtlich)« Vermehrung der Kosten unserer Lebenshaltung, die durch entsprechende Lohn» und Ge- baltserhöhungen ausgealichen werden müßte. Wer mit den tatsächlichen Verhältnissen auch nur einigermaßen vertraut ist, weiß, daß dies ohne eine Reihe heftiger Lohn- kämpfe, verbunden mit Produktionsausfall usw., nicht mög. lich ist und daß vor allem auch'das Schicksal der kleinen Rentner, der Arbeitsunfähigen und Arbzitslchen sich noch schlimmer gestalten müßte, als es bereits der Fall ist. Außer- dem würde diese beschleunigte Umwälzung der gesamten Preisordnung zu einer neuen massenhaften Ausgabe von papierenen Umlaufsmitteln, also zu einer weit stärkeren Inflation führen und damit eine fortgesetzte Entwertung der Mark hervorrufen, der man wieder mit den gleichen Ab- wehrmaßnahmen begegnen müßte. Dies würde den Wirt- schaftstorenden Unruhezustand zu einer viele Jahre währen- den Einrichtung machen. Es kommt hinzu, daß auch sede v e r b e s s e r u n g des MarkwertcS die g l e i ch e P r e i S- und L o h n r e vo lu ti on nach der anderen Rich- 1 u n g herbeiführen müßte, unb es ist klar, daß ein der- artiger Zustand, der weder eine Kalkulation deS Unter- nchmerS noch eine Lohnbindimg des Arbeiter? zuläßt das Ende jeder produktiven Wirtschast bedeuten und nur zum Nutzen einer Reihe glüchlickier Spekulanten dienen würde. Mit dieser Negation können wir uns aber nicht be- hnügen. Wir müssen darlegen, welche Gestaltung der Preis- Wirtschaft am erträglichsten ist. Eine Betrachtung der bis- jhertgen Tendenzen imd ihre kritische Beleuchtung wird den richtigen Weg weisen. a) Die Preisentwicklung. Nach Abschluß des Waffenstillstandes und der Besetzung üeS linken NheinuferS durch die Entente gab es„das Loch im Westen". Jede Kontrolle der Ein- und Ausfuhr wurde illusorisch. In Deutschland drängten die kapitalistischen In- teresscnten auf Freigabe der Wirtschaft, auf Lösung der Allein. Ein Teil i 3 97�2 Jahr 1LA>eh?7m Zei�n"wck Maßnahmen"-! Steigerungen. Die gleiche Preisentwicklung bei Gruben- ernhard in seinem Montagsartikel über die Ausge- schiedenen schreibt: Sie haben sich da anscheinend durch die radikalen Warte ein« zelner Demokraten verführen lassen, eine politische Heimstätte zu verlassen, die leider für tRünner vom Typus Wiemers noch immer viel zu wohnlich eingerichtet gewesen ist. Denn die Demotratische Partei, in der Gothein bi» jetzt eine führende Nolle gespielt hat, Eine entsprechende Entwicklung zeigt Halbzeug, z. B. � hat in ihrer Gcsamthrit nicht etwa irgendwelche so-ialistische Ez« Knüppel von 85 Mark Juli 1914 auf 2230 Mark Februar| vcriment« gefördert, itbr- aft en»e Serlitndnn» mit her fn-ior. 1920, Stabeisen stieg von 86 Mar? Juli 1914 auf 2600 Vi Fchruar 1920. Inzwischen sind weitere Erhöhungen«nl sprechend den gesteigenen KohlenpreisiN bewilligt worden. Hämatit kostet heute 233850 MarkJnlandSvreis. Die Auslandspreise sind entsprechend der Valuta viel höher, sie stehen auf dem Niveau der Wclimarktnolterungcn. Es ist bekannt, daß diese Jnland-Weripreise zum Teil rein nominal geblieben sind, weil sich die Sitte herausgebt!. det hat. die Lieferung an die Jnlandabnehmer— zunächst Ihre oft enge Verbindung mit der sozial« Mark Juli 1914 auf 2600 M. � demokratischen Partei erklärte sich gerade dadurch, daß die Sozial- dcmokratie unsozialistisch geworden war. Dir gesährliche Bcr. hallhornung de? NLteshstcm» im BetrirbSrätcZrsctz, dse Sozi l» Demokraten und Demokraten gemeinsam schufen, war ja gerade aus per Angst her Sozialdemokratie vor wirklichem gesttigen 'Sozialismus geboren. Und dieselbe Gemeinsamkeit in der Angst bor jeder Art von Gemeinwirtschaft bekundeten Deniokraten und Sozialdemokraten auch in der wirtschastSpolitischen Praxi», wo sie bisher noch stets di« volkswirtschaftlichen Interessen der Nation für Exportzwrcke. baldjüdoch unabhängig von d-r Verwen-i in der Produktion mieden Interessen de» H-nd-IZ identifizierten. imng— an&" eines Teiles rungen von>__,...............—------....., � Wirklichkeit eine weitere Erhöhung des Preisniveaus, die) Wie.- und seine Freunde für Sozmilsmu, halten, ist lediglich die gesamte«isenverarbeitende Industrie zu einer Verteue-. Wtou-n,:wlitft. die ihre bckhengen Parteifreunde ni« go- rung ihrer Produkte zwingt. Im übrigen ist eS ja eine trieben-saben. bekannte Erscheinung, daß alle diese Preissteigerungen aus> Georz Bernhard als Leiter der demokratischen„Vossi- dem Wege bis zum Konsumenten noch von einer Reihe be- schen Zeitung" und Führer der Deniokiatischen Partei stellt trächtlicher Extrazuschläge begleitet sind ihr damit ein Zeugnis aus, das wir durchaus unterschreiben Zement: 10 Tonnen Zement kosteten im Jahr« 1914 � können. Tie Demokraten haben noch nicht einmal Produk 350 Mark. August 1919 für Lieferungen an StaatSverwal» � tionspolitik getrieben, geschweige denn, daß sie irgendetwas tungen usw. 1463 Mark, für alle anderen Abnehmer 1833 für den Sozialismus getan hätten, und deshalb war eS Mark. Ab 1. Januar 1920 erhöhte sich dev Preis auf 1714 j eigentlich überflüssig, daß die Herren um Wiemer sich in und 17L4 Mark, April 1920 aber bereit? auf 3991 und 4061 das andere Lager begaben. Auch was Bernhard ü b e r d i« Mark. � m iRechtSsozialisten schreibt, ist richtig. Sie haben in Ist ein Hinweis notwendig aus die dadurch geförderte � h«-«nh h«m->>�.4 außerordentlich« Verteuerung der dringend notwendigen Bautätigkeit, auf die schrankenlos« Vrositsucht, die sich in derartigen Erhöhungen ausdrückt? Wie sollen wir den für unsere gesamte Wirtschaft erforderlichen Bau von Wyh- n u n g e n und H e i m st ö t t e n(z. B. für die Nnsiedlung der Ruhr-Bergarbeiter) durchführen, wenn immer wieder derartige Preiserhöhungen wie die für Kohl«, Eisen und Zement die Basis jeder Kalkulation umwerfen? Holz(freie Preisbildung): Kiefernholz je nach Onalität wurde 1914 auf den Slluktionen mit etwa 15,18 bis 28,86 Mark bezahlt. 1919 mit zirka 280 bis glaubte, bie Aufhebung der Zlvangswirb schaft bringe Besserung und Erleichterung der Versorgung. ES unterstützte deshalb diese Forderung. Die Regierung taab immer weiter nach. Ein ständig wachsender Teil der Produktionszweige wurde freigegeben, die Preisbindung chei den wichtigsten Lebensmitteln beibehalten, bei den Roh« jstoffen mehr und mehr tm Sinne der Erzeuger durch- geführt. Einige Zahlen deuten die Preisentwicklung be- Hördlich kontrollierter Güter an: K 0 h l e: EL kostete die Tonne Fettkohle Nuß I am LI. Dezember 1014 Januvr 1010 18.76 44.60" 117,70 197,40 holz sowie allen anderen Hölzern. Eine noch stürmischere Aufwärtsentwicklung ergab sich bei verschiedenen im freien Handel befindlichen Rohmate- rialien und Halbfabrikaten, unter denen besonders Häute und Leder eine hervorragende Rolle spielen. Die Reichswehr auf dem KrregZpsade. In unserer Morgen« ausgäbe vom Lö. April brachten wir eü» Notiz über die verhaf- Vung von Arbevern w«öe rewalde. Dovm war gesagt wor-..... den, daß die Berhaswngcn� von Ne�hSwehrsoldaten vorgenommen � ledigt indem sie den liavp»Putsch nisderschlugen. Januar� 1920 März 1020«*? �**«.!< 8 117 7ft iQ7dA ilociit! a n 00 141 wwtHiWz nio)* ,1'. � diesem Tage überhaupt niö Ab 1. April diese» Jahre» aber nicht, weniger als hastungen sind ofciwehr ..._ der Arbeiter. Angestellten und Beamten. Di« Arbeit« d«stm Tag..ad-rhampt� Di. �inchm-r�in Deutschs s-i-�mcht �wied« zuftieben. bi, im Auftrage der Koalition mit den Demokraten und dem Zentrum n'M den Sozialismus gefördert, sondern ihn sabotiert und der kapitalistischen Wirtschast wieder auf die Beine geholfen. Aus alledem ergibt sich, daß für die werftätige B-völke» rung weder die Demokratische Partei, als einer kapitalistischen Partei, noch die rechtssoziali« st i s ch e P a r t e i. die in Wirftichkcit eine antisozialistische Partei ist, in Frage konimen.kann. vo schew'.skeulöker Slegenvald. Der Herr WohlfahrtSminister Etegerwald, bekannt al» einer der ersten Führer der christlichen Gewerkschaften, hat in einer Versammlung de, christlich-nationalen deutschen Getverk« schaftlbunde» ein, Rede geHollen, die beweist, daß sich der Deutsch» G«»erlschasi5'und gegen alle» richtet, nm» Freiheit und Fort»- z- schritt für die«rbeiterklafi« in Deutschland bedeutet, und d>4 gleichzeitig Zeugni» ablsgt von den starken partikula,"- ri st ischen Neigungen diese» ZentrumSminister» und seine« Partei. Herr Etegerwald erklärt den Marxismus als Zukunftzgestal« ter für tot. Aber auch der Kapitalismus sei zerschellt und 0» vom Hundert hei deutschen Loste» hätten den Chauvinismus er- ledigt. indem sie den Kapp»Putsch niederschlugen. Lebendig sei nur der gesunde Sinn für Ordnung und Arbeit in den breiten <27 Mark. Läßt man die OualitätSverschlechterung usw. hei dem Breisvergleich außer acht, so ergibt sich eine Er oenommcn worden, dt« Prenzlau handelt«. de« Staa»anwastschatt Deutschland wieder«int einzige groß« Werkstatt fest , in der alle Essen rauchen, und in der all» Eisenbahnzüge mit der Otoler festen Gittern« / ych halbe Ferien und benutz« einen Lormittag, mn mich im Zoologischen Garten zu ergehen. Auch an ihm ist der furchtbare Krieg nicht spurlos vorüber gegangen und hat ihm seinen jvtempel aufgedrückt. Der Derb« stand tst gegen früh« dedeutend zusammengeschrumpft. Ich komm« aus meiner Wanderung an dem riesigen Raub- Logelkäfig vorbei, der eine Anzahl.König« der Laste" beherbergt. Gm sitzen in stoische, Ruhe aus übereinander getürmten Felsen und scheinen zu träumen. Plötzlich kommt Bewegung in die Gchar. Sie dehnen sich und recken die federlosen Hälse. Ein Flugzeug zieht ratternd vorüber. Ob sich bei seinem Anblick «in Gefühl der Sehnsucht nach ihrer ehemaligen Freiheit bei den Tieren regen magk Ob sie sich der ehemaligen Ungebundenhett «rinnern, al» st« die himmelanstrebende« GebtrgSgipsel Süd» Amerika» umflogen? Wenn sie sich nun plötzlich ihrer Stärk« bewußt würden, sollte«» ihnen nicht möglich sein, sich au» ihrem Käfig zu befreien? Ich überzähle schnell die Bögeft e» sind zwölf auegewachsene starke Tiere. Wenn sie nun ihrem Instinkte folgend, gleichzeitig, mit einem Schlage in volle« Wucht gegen da» Gitter anfliegen würden,«» müßte nochgeben und st» wären frei, frei! illckl— Da, wa» ist denn da»? Ist«» denn möglich? Der Kontakt »wischen menschlichem Denken und tierischem Instinkt scheint hergestellt zu sein. Die riesigen Tiere richten sich mit einem heiseren Geschrei in die Höhe, sie recken und dehnen sich, weiten stire mächtigen meterlangen Schwingen und stürzen sich-- oh, nicht gegen das sie einkerkernde Gitter, nein, e» ist schandbar, aufeinander. � Sie beißen und hacken sich mit ihren starken Schnäbeln, krallen sich, schlagen sich gegenseitig mit den Flügeln, dag ti nur so kracht und die Federn fliegen. In einem ineinander verbissenem Knäuel fallen sie ermattet zu Boden, die Schnäbel weit aufgerissen und nach Luft japsend. Enttäuscht wende ich mich ab.——— Am Schlüsse meiner Wanderung komme ich zu dem großen tzwinger, in dem die großen vierbeinigen Raubtiere der- wahrt werden. Ein ltäfig b'eh'rbergt zwei Prachtexemplare ausgewachsener Löwen. Aus einem Sckild, da» am nicht mehr zu genießen. Käsig angobrackt ist, liest man: Ein Geschenk Sr. Majestät de» wie frei und ungeniert si« sich bewegen. Und dann di« Herren Kaisers Menelik von Abessini en. Da> männliche Tier, ein be s viele ohne Kragen; e» ist doch abschsulich Kind," lagte. ich zu dieser vfrie-fich s« fred feetaegferi wwerwamöt in tat£&kl ftit Ms jjmfttbuiifl Mint e» und Utk. Sorte Herren, felo sich fei« gctiJtU JtlSUÄne�n, tHnß sondecS schönes Exemplar, lieft lang ausgestreckt auf den sauber mehr unter sich kein Interesse zu haben. Ein« Fmu, di« einen kl« inen Jungen an der Hand führt, wirft ihm ein Siiick Brot zu- Da« stolze Tier rührt sich nicht. Unwillig darüber, sagt d«r Seine Hofenmatz zu seiner Mutler:»Komm Muttis wollen zu den Affen gehen, der Löwe ist ja doof. Unverwandt und mit Interesse beobachte ich den ehemaligen Wüstenbewohner. Ob er mit seinen Gedaaken, wenn er sich falche machen kann, wohl in feiner Heimat ist? Ob er nach jahrelanger Einkerkerung sich noch zu«rinnern vermag, wie er einst frei und»«fürchtet durch unendlich« Weiten streift«? Unbeweglich liegt er, wie au» Erz gegossen und nur durch da» zeitweilige Zwinkern der Augen verrät er, daß noch Leben in ihm ist. Setne Gefährt«,«In fast ebenso schöne» Tier, hält tbn un- verwandt tm Aug«. Langsam hat sie sich erhoben, loutio» und geschmeidig nähert st« sich ihm. Nach einem kurzen zärtlichen Ansehen deckt ste ihm da» Gesicht, al» wvll« sie ihn liebkosend trösten und die Trübsal verscheuchen. Dann legt ste sich wieder in einiger Entfernung hinter ihm nieder. Jetzt kommt lärmend ein Schar Schulfungen, geführt Von ihrem Lehrer, daher:.Seht hier, Kinder, ein abesstnisck«» Löwen- paar". Auf da» männliche Tier zeigend:.Die» ist der König der Tiere, auch Wüstenkönig genannt, vor dem alle», wen« er frei ist, zittert. Sein Gebrüll allein schon ist imstande, alle» in Furcht und Schrecken zu hersetzen. Auch durch die beste Verpflegung und Behandlung in ter Gefangenschaft vermag man ihn nickt£"• zähmen. Setn angeborener Drang nach Freiheit tft durch kein Mittel zu unterdrücken." DI« Mehrzahl der Jungen hört ihrem Lehrer aufmerksam zu. Währenddem lag der also Gepriesen« eng an die Eisenstäb« de» Käfig« gedrückt und rührt« sich nicht. Einige Jungen konnten«» sich nicht verkneifen, nach dem Löwen mit Sieincken zu werfen. Und al» da» Tier durch ein Steinchen leicht getroffen ward, sprang e« blitzschnell auf und ließ ein drohende» Knurren hören. Die beiden Löwen aber dehnten und reckten ihr« prächtigen Glieder, liefen«in paar mal geg-n da» vermaledeiew Güter, da« zu fest war, um nachzugeben, und legten sich resigniert wieder nieder, um vielleicht van ihrer stiiheren Freiheit weiter zu träumen.——— Ich trat meinen Heimweg an und dachte über den Begriff der Freiheit nach al» neben mir ein in Seide gekleideter Backfisch zu der degleitenden älteren Dame sozt«: „Nein, weißt du, Tante, der Zoo ist auch an Wochentr Di« vielen schmutzigen Jungen, und Und dann bi« Her««. man ist bald nirgends g i'altei;«n Dielen des Lias'gs. Das Haupt, von einer prächtigen Mäch«: umgeben, hält«Z stelz aufrecht. Die großen klaren Auge» »Sit haben ganz recht, liebe) Verlm SB. W»Göhr«.Diese Jungen, db Krag« herum zu laufen, sollte man von der Straße mch allen ösftnfllchen Orten fernhntten; am besten wäre einsperren, hinter festen Gittern einsperren.'.Aber Si« haben ja auch keinen Kragen um,' rief mir di« Göhr« zu. In der Tat, e» war s* Als» auch 1 Heinrich Prüter, Das letzte Konzerl der Freien Volksbühne. Mit dem Konzert von Eonrad Ansorg« klingen dil SonntagvormittagSveranstaltungcn der Freien Volksbühne«u». Der Abglanz aller übrigen Aufführungen verklärte sich in dieser letzte« meisterhaften Darbfttunq. Liszt, Schubert, Beelhoven, Chopin— so uneinheitlich die Auswahl des Wertvollen von diese» Meistern war, so geschlossen vollendet war ihr« Wiedergabe. Beethoven unter Ansorgc» Händen — alle» übrige, auch Regie, Ehor und Orchester genügten m keiner Welse.— Im Theater a m Nollend orfplatz wurde unter der Tommerdirektion Walter Bromme«in dreiaktioe» Vandevillx.Eine Nacht im ParadteS" gegeben. Molly Wesseln und HanS Seniu» waren in den Saiwtroklen am besten und das Publikum lachte über alles. Das ist der Zweck der Hebung auch in dem Schwank.Die verschwundene V a u l t n«'. mit dem Ar'.ui Zickss gl» Direktor und Autor da» Tdeater in der Alten Aakob st ratze low-'�rlich er- öffnete. Mit Hans Fischer, Eugen Rex m, der Spitze, kam mag leicht durchs Ziel. Bon d'n Totsimerstücken der anderen Bühnen nächstens noch«in paar Worte. « Operette im TtaatSthe-ter. Leo Blech» Operett«.Di« Strohwitwe' wird während der, Ferien vom 1, Juli bi» 15 August im Staatlichen Sch a u sp i«?ha u« zur Ausführung st«l»ng«n. Leiwr de» Unternehmen» ist Gustaf Dergman. da» früher' Mitgsted der GaatSoper. Wegen der Notlage de» Deutschen Opernhause» beantragt her Tharlottenburger Magistrat bei der Stadtverordnetenver- sammlung einen Zuschuh für da» Theater w Höh« von 400 000 M. zur Deckung de» Fehlbeträge». Die Kulturabteilnng der Ufa veranstaltet� Anfang Mai ge- meinsam mit dem OrganisationSamt für Säuglingsschutz am Kaiserin-Auguste-Viktoria-HauS zur Bekämpfung der Säugling«- sterblichkeit öffentlich« Vorführungen de» BolkSbelehrungSstlm» ..Säunlina»- und Kleinkinderpfkege' in vier der grätzten Berliner Ufa-Theater. Da«„Deutsche Theater" bringt»m Freitag, den 7. M». eine Neuaulkübruna von Tkai?« dreiaftiaem Lustspiel.Tandida'. Kränz» Rolvfs und Walter Jichelscher von der Tribüne leien am 5. Mai i« SWijwihinm'osl Hölderlin» Bibel, indisch« Welsen, Nietzsche. Leonhard, gich-lscher, Barbusse.' T'-o-r�owSki gibt am S. Mai im Meistersual seinen letzten Rilke- Abend. N"tmlf Barchardt hat sein« Marlen-Tragödle.Di« Per« k ü n d i? n n g' Professor Max Reinhardt für die nächst« Saison d-i Untschen Thea'-r' zur Uraufführung übergeben. Da» Werk erscheint im Bühnenverlrieb und Duchverlaa Ernkt lNowoblt. Aktien zum Kurse von ISS Proz. ausgegeben werden sollen, wah» rend der Kur» an der Börse gegenwärtig über 320 beträgt. Dem Inhaber einer Aktie von 1000 M. werden also etwa 2000 M. als Geschenk in den Schatz geworfen. Di« Umwandlung von Vorzugsaktien in Aktien mit mehr- fachem Stimmrecht ist ebenfalls nicht nur geleitet von dem Be- streben, dem Uebergang der Kontrolle auf da» Ausland einen Stiegel oergu schieben, sondern auch ganz offenbar von der Absicht, den Einflutz dex Familie Siemens trotz der Kapital». erhShung ungeschmälert aufrecht»u erhalten. Die Fteziermig der Menwer. In einem Artikel über die Vorgänge im Munster- lager behaupteten wir, datz da» Unternehmen der Macinebri« gade Ehrhardt u. g. auch von dem antisemiti'chen Deutschen Voik»bund finanziert werde. Hierzu geht uni von diestm folgende Berichtigung zu: 1. Es ist unwahr, datz der Deutsche Volksbund irgendwelche Organisa icnen, die einen Umsturz planen, finanziert. 2. ES ist unwahr, datz im Bureau de» Deutschen VollsbmidcS Material vorhanden wäre, welche» da» Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen braucht«. Wahr ist vielmehr, datz der Deutsch« volksvund das reo». lntionär» Judentum bekämpft, um unserem Bolle endlich Ruhe zu geiH-n.' Der BalkSbund bestreitet also nur, datz er leine Organisationer finansrn, die den Umsturz planem. Datz er mit der Bri- gade Ehrhardt in Verbindung steh', bestreitet er hingegen nicht. Und dqS ist ja auch ganz erklärlich, denn er hat mit dieser Truppe ja das g minsame Ziel: den Kampf gegen da» angeblich.revo« lutionär« Jndenlum'. Auf diesem Weoe wellen ja auch die ver- breckpor mit dem Hakenkreuz zur Herrschaft kommen. Generalversammlung Berlin Brandenburg. Jn dem Be- rlcht über die gestrige Generalversammlung spielt uns der Druck, seh!i:rt«us«l«inen bösen Streich. Er lätzt dem Genossen Sri 8- p ie n sagen:.An dem Tage, wo wir die politische Macht über» nehmen da wird da» Proletariat abtreten müssen, um einem Räekongress Platz zu machen, In dem es nur revolutionäre Sozialisten geben kann. ES mutz natürlich hoitzen:»Da wird das Parlament abtreten müssen'..... Gzweriischastiiches. Verschärfung des Ltret's in der Vinnenschiffahrt. Der Streit in der Binminschifsahrt nimm., tmnvst grösseren Umfang»n, es ha.«u sich nun auch d.e fvBjrändigen Pr.dniichiffer dem wire� angeschlossen, sie fordern, datz dos Beladen und Ab- schleppen k-cr Lieutzenfoig« nach gesane'ht. In der Presse wird de- Haupt«:, datz Ei..i«u ngSvepzsndrungvir von ti.r vtegikrmig ein- �ewilet sind. Do» irnft nicht zu. De Reg.erung rst mit der Zentrwlstreir�i�ung hier in Berlin noch mch, in Perb ndung ge- treiem. U.S ist auch uwaagr, datz die Regierung und die Unter. Nkchmer durch den Vwe-.t üutrrasÄt worden st..». Der verband der Binnenschiffer hat am 17. K.örunr und am 1. März nicht nur d.« Arbeitgeber, sondern cvuog da» Re.chSarde�Sministerium und da» RriaLvcrlchrLministerium unierrichwt Und um Perimti. wnz ersucht-, Heide Rgi.rumgSorgane hoben aber nchts unter- nommen. Der Arteii�berverbaiV berust sich aus einen Vertrag, den er abgeschlossen hast Diesen vertrag lehnen aber sämtlich« SqWmatinschaf.«t als«rwmwchro&tt ab und es.st unverstäod- lich, oass die lwigi-erung nicht eingreift. Die veroondsie eung der S-treibendsn hat sich nuiimeör eeneut an das ildtichsarbeitsiiitm» srerium und daS ReichsverrejrSmin.slerium grwandt und ihre Btrhandlui.gAber�itsavst beluiSet. auch das Re chswirtichafls- minsstitrium, da» wegen der ung:heur»n Ltbr-.smiUH vansporte i»l»r:ssi�it se.m mutz, ist unterrichtet, von Schlesien ist heute eine Adoraimig in lerlin eingetrossen, um hier Vcrhandlnmge i e.nzuleiten. B:ww»n wrllen wir ncch, datz das Reichsaröeits- »ssnisterium bereits am 2g. davon unterrichtet war. datz der Streik sofort beendigt werden kann, w.nn die Revision des Tarif- vertage» zugestanden wird und die Lohnjrage, die Nachtruhe, d e Sonntagsruhe und di« Arbeit auf«rnd.ren Fahrzeugen und auf Land ander» geregelt wird. Bis zur Stunde hat d e R.'gierung aber nichts zur Beilegung de» Sirnks getan. Jede Stunde ver- zögerung bringt ungeheuren wsttschaftlichen Suchen, und die Hoffnung auf einen Zusammenbruch des Streiks, welche die Unternehmer hegen, sind falsch, der Streik wrd in de- grStzten Einmütigkeit fortgeführt. Es stehen nicht nur die Mitglieder de» Verbandes der Binnenschiffer im Streik, sondern auch die Mitglieder de» TranZportarbeilcrvcrbandel und des Z-ntralvsr- bände» der Maschinisten und Heizer haben sich solidarisch erklärt. Neu hinzugekomm n sind nun noch die Privatschiffer, so datz der gesamte Schiffsverkehr auf der Elbe, Oder und den märkischen Wasserstratzen vollkommen ruht. „Riebe," Weistenfte. Dienstag, den 4, M»i 1920, 5 Uhr nach. mittags, versamlung aller im Novemtber 1910 be.i der Firma beschäftigt gewesenen Kollegen im ArbeitSlosensaal Linien- st-aße SL/SS. Groß-öerliu. j IgifW-..''■-----.-smr.rrmrr�Yp,..� z � Zur Mssicr. Ueber dss Malfeier gingen uns noch d>i>e nachstehenden Be- rieht« zu: Trevtrw-Baumfchukenweg. Die Maifeier in unserer Ge» melnde war«ine imposante. Das hatten sich die reaktionären Parteien, die den Dringlichkeitsantrag ablehnten, doch nicht träumen lassen. Die Schulkinder versammelten sich um S Uhr in d«n Schulen zu einer besonderen Maifeier. Die Genossen, di« sich in den Bezirken versammelt hatten, zogen dann geschlossen, die Kinder voran mit Gesang nach der Treptower Wiese. Die Nach» mittagSfeier im.Spreegarten war ebenfall« stark besucht. Es mögen wohl etwa 10000 Menschen dort gewesen sein. Genosse Künstler hielt die Festrede. Mit kurzen Worten forderte unser Genosse Zubeil, von den Massen stürmisch begrützt, auf. bei den bevorstehenden Kämpfen, sei«» nun zur Wahl oder anderen Massenaktionen, die uns aufgezwungen werden, Zeder seine Pflicht zu tun. Bewerft sei noch, datz vom Rathaus« die soeben ange- schaffte neue Nationalflagge zur Feier de» Tage» wehte. Da, mag daher kommen, weil jetzt in Groh-Berlin ein anderer Wind anfängt zu wehen. Tlchterfeldr. Die am hiesigen Ort von 1000 Personen besucht« varsammlung, in welcher Genosse Meier-NikolaSsee referierte, ge. staltete sich zu einer machtvollen Kundgebung. Anschliessend an vi« Versammlung wurde ein imposanter DemonstrationSzug durch den Ort veranstaltest RteberschSnhansen. vom KriedenSplatz setzte sich der Zug unter vorantritt der Kinder(250), Erwachsener kL00) in Be» wegung. Dem Stratzenbahnhof III Niederschönbau ien wurde ein Besuch abgestattet, wo die Straßenbahner ihren gefallenen Kameraden ein Denkmal errichtet haben. Gene, sie Steinecke, Mit- glied des ArbeiterauSschusseS, gedachte der gefallenen Kollegen und zelgts, daß nur die Vereinigung de» Proletariat» ein solchei Völkermorden verhindern könne. Der Zug nahm dann seinen Fortgang. Bohnsdorf. Starke Beteiligung, verlauf günstig. Mit Frmt und Kind ging es nach Schönfeld zu einem Umzüge durch diese» Dorf. Der Erfolg des Tages war, datz die ganze Ortsgruppe der S. P. D. in Cchönfeld zur U. S. P. übertrat. Bernau. Der Festzug war her grützte, der je am Orte statt- gefunden hat. Jn der Versammlung waren 000 Besucher, dich S. P. D. hatte ILO Teilnehmer. Jn dem Bericht über die Maifeier im FriebrichShain ist un» erwähnt geblieben, datz das Personal der Omnibus, gesellschaft ebenfalls stark vertreten war. Unser Bericht- erstatter hatte dies« Omnibu«angestellten für Stratzenbahner ge- hallen. Stratzenbahner sollen aber, wie uns mitgeteilt wird, im FriedrichSfiain nicht gewesen sein, sondern sich geschlossen nach anderen Plätzen begeben haben. Auch das erwähnte MusikkoroS war von dem Omnibuspersonal gestellt und gab sich unter der vorzüglichen Leitung seine» Dirigenten Harr ich große Mühe, die Teilnehmer an der Demonstration durch gute musikalisch« Darbietungen zu erfreuen. Gegen die Brotverteverung. In einer ö f f t n t l i ch e n v e r s a m m l n n g, di« die Kon- fumgenossenschaft am Freitag nach der � U n i on S- Brauerei einberuftn hatte, ging der Reserent. GefchästSführc» Genpsse M i r u s, auf die Ursachen der Browerteucrnng ein und geitzett« di« Politik der Regierung, die den Landwirten immx» höhere Preise für Bro.getreide jmpricht. Die Bäckermeistee b-, willigen Lohnfortieruergen der Bäcker nur, wenn für sie Brot« »rsisorböhung herauttommt. Durch d e Mehltontingen, tierung kann di« Konsumgenossenschaft ihre Maschinen nicht voll ausnutzen, während die Bäckermeister und auch Gesellen un, bedingt daran festholten wollen, denn gerade die Bäcker wa«» e». die drobten, den Betrieb der Ko n s u m g e n o ss e n- s ch a s t st i l l z u l e g e n, wenn sich die K.-G. nicht der Mehl« kontinoentierung«» erwerfen will. Di« K.-G. sttht aber auf d-m Liandrunkt. n'cht Kontinoentiernna. sondern� Soeialislerunz, volle Ausnutzung der Maschinen; hoch st« Wirt- schaftlichkeit. Jn diesem Sinne sollen dw Fernstehenden ausgerufen werden, um für den Sozialismus zu arbeiten. D'e Diskussion wurde leihaft durch die Ausführungen eines Vertreters der Bätler, der da» Jn ercss« der'fl'�en au der Kontingentierung de» Mehls fchilbetie, und dabei oft den Wider, lpruch der versammelten erregte. Die übrigen DiSiussioiisredner sprakben im Sinne de» Referenten. Im Schlußwort tting der Re'erent mit dem Veetrewe der Backer scharf in» Gericht und sagte:.Wir haken den Kmnp» gegen.hs« Kcmt.ngentiervng«ifgsnommwn und«erden ihn auch ->um S:eo.' verbellen, da die« im Sinne de?� Konsumenten liegt, Zum Schluß ermahnte er feie iKersam-moltsn. nicht zu ertcchmen und der Konsumgenossenschaft immer neu- r ichirnger zuzuführen. Folgende Entschließung wnrde e i n st i m m i g angenommen: Die heutige Versammlung steht aus d"m Standpunft, daß die geplante weitere Erhöhung de» Brotpress«» eine ganz unge- rechtfertigte ist, da feststeht, datz d'e Gesamtunkvsicn der Landwirte nicht in dem gleichen Maße gestiegen sind und somit die drn Landwitten zi-oebilliote AbliefeiungSprämie nich!» weiter bedeutet als eme bewnder« Belahnung für di« Landwirte, welch« ihre vorjährige Ernteerträge an Brotgetreide nicht bestimmung», gemäß rechtzeitig abatssefert haben. Da ferner feststeht, datz jedr BrotpreiSerhöb'.ing gerade dw minderbemittelte Beu'stke-ung am allerbärtesten trifft, eeh'bt di« versammtung allerschärfsten Einspruch geaer die geplant« weiteve verrcuerung de» ur entbehrlichsten aller Lebensmittel und fordert die matzgellenden Stellen auf, endlich abzustehen vog der»«r- derblichen Polstik zlil-„mten der Landwirte Weiter wird drin� gend ersuch, die die Broterzeugung unnötig vortenerude Kontin. genriening de? Mehl» schleunizst aufzubeben, da auch diese Matz» nähme lediglich ein« intirelt» Besteuerung der brot'oendrauchen» den Bevölie ung, im ganz besonderen der minderbemittelten Teile derselben, ist. D'e Versammlung sieht in der Konsumgenossenschaft dieisnige Organisation, welche die Interessen der Vett>rauch«r wahrt und verspricht, mit aller Kraft für diese zu wirken Die Wahlen für Grvß-Berlm. Nuchdem daZ neu« Eroß-Berlin unter Dach und Fach gebracht worden ist, ist auch schon der Wahltermin bestimmt worden für die neue Stadtverordneten-Versammlung. Die Wahlen sollen am 20. Juni, 14 Tage nach der Reichstag»- wähl, stattfinden. Die OnnlKusgefellschaft stellt den Betrieb ein. In einer autzerordentlich stark- besuchten Betriebst) erfarnm« lung de» OmnibuSperional» berichtete d«r Arbeiterrat, datz sich die OmnibuSgesellschast veranlaßt sieht, die Personen- beförderung in weitesten. Umfange einzustelle», wegen„U n w i rt scha st II ch ke i I'. Innerhalb höchsten» zwei Monaten werden über K00 Fahrer, Kutscher, Schasfner, Stalleut« und v-rwaltungZbeamte aller Art auf» Dtratzenpslaster gesetzt. Die Direktion will jeden der zu Entlassenden außer einer llni- Uniform, Unäenheirateten 50 Proz., den Aeechrraieten 100 Proz. ihre» MonatSeinknmmen» al» einmalige Zuwendung g«rühren, außerdem noch für jedes Kind unter 1ö Jahren 80 M. A»r binnen 3 Mo.at« Groß-Berlin verläßt, und dort Beschäftigung nachweist, erhält eine UmzugSentschädigung von 100 M. für 2e- dige, ZlX) M. für Verheiratete, ontzerdem für jede» Kind 100 M. Jn der Versammlung kam der lebhafte U n w' l l e d e s Personals zum Ausdruck. ES wurde anzeflchrt, datz frühen, wo das Personal 10— 18 Swnden tägliche Arbeitszeit hatte, Stunde ä 19 Pf., die Gsscll'lchaft einen Bau nach den and-ran auf« füth-rte, aber beute, wo d:e Bezüge etwas aufgebessert worden sind, und die Profite etwa« geschmälert sind, fchlietzt die Gesellschaft den Belrieb und wirft 600 Famili-nväter, die jahrelang für.«Vuide- lohn ihr« Kraft« zur Verfügung stellten, auf» Straßeirpsiaster, B!» Januar 1919 bttrugdaZ Monats-'inkommen ei.n-S Kutscher» 120 Ma-rtz, Sebafsner 00 M. und der Fahrer 148 M. wozu noch, sag» und schreibe, 20 M. Teuerungszulage kamen. In ein-r Resolution, die einstimmig angenomm»« wurde, protestierten di« versammelten gegen die Schließung de« Betriebes, beauftragten den Arbei'.errat««eignete Schritte zu unternehmen zwecks Fordfichrung oder Umgestaltung de» V«- tri-be». Außerdem fordern sie Entschädigung in Höhe von 9 Monatsbezügen,»ine gute Uniform und Sicherftellung der Bezüge au» der Pension»kaf je und dem Hcls»- verein. Im Rahmen der«olHShochschule Grov-verlin beginnen«N Mittwock'. den LS. Avril, folgende Vorträge: Prof. Dr? Siobettr- Das sitliche Leben; 7 Uhr ccheud»,«ula»i>de. d. Unit»., Hittf. lt. Prof. Matschie: DcutschiandZ Säugetierwelt;« Uhr«btnds Zoo- logische» Institut. Jnvolidenstvetze 4s, Pros. Dr. Lampe: Unsere norddeutsche H-tmat. 7 Ubr abend», Luisenstädtische« Ptzmnasium, Gleim-stratze 49. Stud.-Rat Schachc: Einführung in die Dkathema- tik Ik, 7 Uhr abend» Pasteursiraste 44/46, Stnd.-R't L-etsch: Ge- schichte Europa! z. Zt. Na�l-ons ft, S Uil>r averch», ebenda, Dr. Plantlaber: Die Cbemie i. d. Industrie, 7 Uhr«bendi. Neue Kruuallee 6. Treptow, Prof. Dr. Tettwner! Anleitung z. veod- «chtnnq». Tierwelt i. Freien, Vorbsspoechung 9 Ubr ab-n� «bond«, Dr- kfrihmchib:««nWfozh d. nordsi. Tsittutde».''tztz abend!. Milter.wnlder T. ratze 24/57, Ar.-Sekr. jwuucr; Di> �«TfCtjaften, 7 Uhr aßeub ebenda.— Karten an den bekannten LZcrlanisstellen in der Stadt, bei den Pförtnern der troffcnden Unberrichtsstelle und an der Äaend lasse. Achtung, Weschrruße? CharlottrnburgS! Am Montag, den S. tttiai, abends 7M Uhr. findet eine Versammlung der abstim» mungSderechtigte« Weftpreußen von Charlottenburg und Halensee in der Aula der Gemeindeichule 3/10, Goethz-str. 22, statt. Anmeldungen zur Abstimmung werden eine halbe Stunde früher entgegengenommen. Verheiratete Frauen und Witwen müssen zur Anmeldung ihr« standesamtliche HeiratSurlunde oder eme polizeilich beglaubigte Abschrift— auch auS dem Stammbuch— mitbringen. Frauen, die vor dem 1. Oktober 1874 getraut sind, brauchen einen kirchlichen Trauschein oder dessen beglaubigte Ab- schrift. Jeder Abstimmende mutz außerdem eine Antrags- und eine Fragekarte ausgefüllt haben. voraussichtliches Wetter für Verl« und Umgegend am Dienstag: Zunächst kühler, überwiegend trübe mit Rogen fäLen und frischen(westlichen Winden, später zeitweise aufKSrend und w-iedor etwas wärmer. All« dem Gemelndeleben. � Neukölln. In der letzten Stadtverordnetensitzung nahmen die bürgerlichen Vertreter die Gelegenheit wahr, anläßlich der Be- willigung des neuen'�ohntarifes der städtischen Arbeiter ihr be- «mtenfreundliches Herz zu zeigen. In der Begründung der Vor- läge durch den Magistrat wurde nämlich angekündigt, daß Er- sparnisse gemacht werden müßten durch Einführung de? Acht- stundentages für alle Beamten und Erhöhung der Pflichtstunden- zahl für Lehrpersonen. Besonder? der Demokrat Exner konnte nicht herzzerreißend genug schildern, wie überlastet die Lehrer heute mi: 28 Pflichtstunden sind, und die böse U- S. P. mußte herhalten, weil sie angeblich kein Verständnis für geistige Arbeit habe. Die Genossen Schneider, Harnisch und Radtke 5 oben dem Herrn die gebührende Antwort. Sin Antrag unserer raltion verlangt die Auflösung der Einwohnerwehren und Begründung einer Groß-Berliner Ortswehr. Nach der Begründung durch den Genossen A d a m i t wurde der Antrag nach kurzer Debatte angenommen, ebenfalls ein Protest der S. P. D. gegen die Ernährungspolitik dir Regierung. Wahlpropaganda. Genosse Radtke brachte in treffenden Ausführungen die Meinung un- i'erer Genossen zum Ausdruck. Der Antrag wurde selbstverständ- lich angenommen. AdlcrShof. Am Freitag, den 23. d. M., fand im Lokal von Wöllstein ein« öffentliche Versammlung statt, m der der Kommunale Arbeiterrak einen Bericht über seine Tätig koit gab. Gen. Petzhold gedachte emgangS der ermordeten 14 Einwohner sowie besonders des Gen. Gerber. Die Versammlung ehrte da» Andenken der Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. Gen. Klodt, der darauf das Wort ergriff, schilderte die politische Lage und kam auf die Ursachen deS Kapp-PutscheS zurück. Er schil- derte das Wüten der Soldateska und die Niederträchtigkeiten des Honelten Bürgertums, das als Waffe zur Denunziation griff, um den politischen Gegner zu vernichten. Die Bestrebungen der Bürgerlichen, oem Arbeiterrat den Garaus zu machen, sind voll- kommen fehlgeschlagen. Der Arbeiterrat wird seine Tätigkeit nach wie vor ausüben. Es wurde folgender Antrag einstimmig angonommen:.Die Einwohneoschast Adlershofs ist mit der Tätig- keit des Kommunalen Arbeiterrats einverstanden und wünscht, daß derselbe wie in der Vergangenheit, so auch in Zukunft fein« segensreich« Tätigkeit im Sinne der Bevölkerung weiter ausüben möge." Es fanden dann noch Ersatzwahlen statt und wurden seitens der S. P. D. die Gen. Jänsch und Dierbach sowie die Ge- nvssin Klein, von der U.S. P.D. Gen. Skalla hinzugewählt. Nach einigen Ausführungen des Gen. Petzhold über Lebensmittel- angelegenheiten schloß derselbe die überaus stark besuchte Ver- sammlung. tebensmillelkalender. Tharl-ttenburz. Auf ollgeveic» Groh-Berllver Ledenowittelkart» mit Aufdruck Tharlottenburg: AI) Gr. Marmelave auf 19 vom 7. bis 15. Mai. 250©r. Küchenmehl(125©r. Weizen- und 125©r. Roggen- Niehl) auf 24 vom Z.— 0 Mai. 500©r. ausländ,©ohne«(je 250©r. auf 25 und 26)-ein 7. bis 18. Mai: auf 287 der Tharlotienburger roten Nahrungsmittelkarte 2 Päckchen rot«©rütze vom 7. bis 15. Mai: auf 40 der©rotz-Berlin r NohmittelzusatzKarte für Jugendliche mit Aufdruck Tharlottsnburg 200©r. Teigwaren vom 7. bis 15. Mai.— Wir verteilen einmalig im Monat Mai an die Kinder vom 8. bis 6. Lebensjahr» al» Ersatz für ausgefallene Milch je 1 Pst>. ausländischen Werzengries. Kriegsbeschädigte, die 30 Proz. und mehr erwerbs- unfähig find, erhalfen für Monat Mai je 1 Pfd. Teigwaren,©raupen, Hafernährmittel und inländische Hülsenfrüchte. Teltow. 250©r. Teigwaren auf 9; auf die Krankenmehlkarte entfalle» 1300©r. Krankenmebl: ol» Vorauslieferung für dl« Woche vom 10.— IS.Mai müssen auf 20s— d der Karioffelkart» 4 Pfd. und für die Woche vom 17.— 23. Mai auf 21s— c 5 Psd. Kartoffeln entnommen werden: die Abschnitte 20«—* dürfen von der Kortosselkart« nicht abgetrennt werden, darauf wird Ersatz geliefert: auf die im voraus belieferten Abschnitte der Kartoffelkarte dürfen Kartoffeln zu späterer Zeit, wie bekanntgegeben, nicht entnommen werden: als Ersatz für nicht geliefert« Kartoffeln könne» auf IS«— ix der Kartofselkarte am Mittwoch nachm. von 4—7 Uhr i« städtischs»' Verkaüfs'rätun S«©r. Hülsenfrüchte entnommen werde»». Aus den organisationen. Achtung! Distr'ktSleituagen Berlin- Stadt. Unter Bezug- nähme auf die im Inseratenteil der hentiaen Ausgabe veröfsent- lichte Annonce, die öffentlichen Wächlervevsammlungen be- treffend,«suchen wir die in Frage kommenden Distrikte, für die Stellung von Ordnern usw. Sorge zu tragen. Die Geschäftsleitung. B. Distrikt. Di« Agitation»- und politische Kommission tagen zusammen am Dienstag abend 7 Uhr im Lokal von Albig, Markus- ftiatz« 18(Markushof). 7. Distrikt. Dienstag abend 7 Uhr Sitzung sämtlicher kommif- sionen im Tunnel der Eomeniussäl«. Memeler Strotze 67. 18. Distrikt. Mittwoch, 5. Mai, abend, 7 Uhr. Versammlung aller Elternbeiräte und Schulobleute bei©liesche. Kopenhagener Stratze 74. Tagesordnung: Dahl der Distriktsobleute. Vortrag. Aussprach«. II. Distrikt. Dienstag, 4. Mai, abend» SZ4 Uhr. Konferenz sämtlicher Kommissionsmitglicb-r sowi« aller Funktionär« in der Schul- aula Tegeler Strotz» 18. Erscheinen aller©«nannten unbedingt er- forderlich. Lichtenberg, vlldungskommisfion. Dienstag. 4. Na!, abend» 7H Uhr. Sitzung im Handarbeitssaal des Ceellien-Lyzeums, Rathausfiratze. Pankow. Dienstag, 4. Mai, abends 6)4 Uhr, bei Teuber, Flora-, Ecke©aillardstrotze, Sitzung des Lktionsrates und der©efchästsleitung. Niederschöneweide. Dienstag 7V4 Uhr Frauennabend bei Schneider, Vrückenstr. 3. Tegel. Mittwoch 7 Uhr Zrauenleseabend bei Lehnhardt. Vereivsfalender. Freireligiös« G«melvd«. Ortsgruppe Nieberfchöneweid«. Am Mttwoch, 5. Mai. abend, 7)4 Uhr, findet im Z-ichenfaal der ©«meindefchul« vi« erste ordentliche©eneralverfammlung statt. Geschäftliche Mitteilungen. Da» bekannte Schuhhaus»StlefelkSnIg*. Friedrichstr. 131c. an der Karlstratze, hat jetzt wieder grotze Auswahl in preiswerten Herren- und Damenstiefeln. Verantwortlich für die Redaktion: L. L!« d f ch ll tz. Friedenau. Derlagsgenossenfchaft„Freiheit".«.©. m. b. H.. Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Veriagsgesellsch-ft m. b. H., Schiffdauerdamm 10. Bezirks-Verband Berlin-Brandenburg iL S. P. D. Dienstag, den 4. Mai, abends 7 Uhr: Kestentl'icbe WäHter- Werscrmmtungen in£iaSSn Neue Welt, Hasenheide, Bockbrauerei, Fidicinstrasze, Gewerkschastshaus, Engeluser 15, Königsbank, Gr. Frankfurter Straße 117, Viehhofbörse, Eldenaer Stratze, Pharussäle, Müllerstratze 142, Schulaula, Strelitzer Stratze 42, Büttner, Schwedter Stratze 23-24, Schulaula, Greifenhagener Stratze 20=21, Schulaula, Grünthaler Stratze, Moabiter Gesellfchafishaus, Wiclefstratze 24, Stadt-Theater Moabit, Alt-Moabit 47-49, Charlottenburg, Volkshaus, Rosinensttatze 3, Treptow-Baumschulenweg: Wanzlick, Am Treptower Park, Lichtenberg: Cafe Bellevue, Hauptstraße 4, Reinickendorf-Ost: Hubertusfäle, Reinickendorf-Weft: Hartmanns Brauerei, Scharnweberftr. 106. Tagesordnung: Die u. S. P. und öer neue Reichstag Referenten: Breitscheid, Brühl, Crispien, Eckert, Eichhorn, Adolf Hoffmann, Wilh. Hoffmann, Kulifch, Künstler, Küter, Ledebour, Löwenstein, Moses, Rich. Müller, Rabold, Stoecker, Stössinger, Weinberg, Frida Wulf, Zietz, Zubeil. Bekanntmachung. IKür unsere Schulen, welche «ujamuicn 5l»0 Zchulltuder NM- snsien. oeatsichligen wir, eine «chuI,ahnlltnU zu«rrichlen und für diese line» Schul Zahnarzt du Peuplamte»njustellen. »elnüile ZahNlirzte, welche geneiql find, die Melle>u llbti» nehmen, wolle» ihre Bewerbungen mtl L-ben»laus und an> lisch be- «loubkiien Zeugnieebfchrilien »nler Auhab« ihrer Mhall«. eospriiche bis 20. Mai lllÄ) ein» reichen. Verl nddreptow, 27. April ISw. Der»emeiudc d orftand. prsuenkssrl »n kSckal. Tereepeel»«» kauft Haarliandluntr Prlnzcnstr. 96. bis S Uhr. ohn-ProKls Enier W. Alvenslebenstr. 21 Spezialität: Hochhahn BOlowstraße 9— 12. 2— 6. Sonntaes 9-12 Zilie : Jid whri.tl. larutii 4M Munduntersuchung gratis. Keine Luxuspreise. Zaline 6 Mi mit echtem Fricdenskautschuk. eSoMbe Lucky-Strike, Chesterfleld, Picdmont, Nebo Will» Qold- flakc. Oro. Happy Hit, Fairfax, Federal, Majsaty, Oarbaty. Salem. Mauoh. an Kantinen, Selbatvcrbr. Bülowstr.94, hptr. 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