Einzelpreis 20 Pfennig- A. Jahrgang Dienstag, öen 4. Mal ZY20 VW».�reibeit� erftbemt morgtns und irad*m\ttaq% an 5«nn» und FeNtagen nur morgen» Ver Seenasprsi» i'etrSg« bei reier �ustrUuna in» kau»-ürpr Vmbftängigen Sotiaidemofratfe OratMianös 'MWw Sie Slreitbewegung in Znmlreich. VerschÄjSizg Sek Laze. Unsere Vermutung, dub die Streikbewegung weit iiber die Kreise der Eisenbahner hinausgreisen wird, b e st ä t i g t sich. Auger den MarseiLer Hasenaroeitern. � über deren Etreikanschtuß wir schon in, Morgenblatt berichteten, sind auch die Hafenarbeiter und Kohlenträgcr in anderen Häsen in den Streik getreten. In?t a n t e s, D ü n k i r ch e n und L o u l o g n e und anderen Seepiägen ruhen die Hasen- arbeiten teilweise, der Ausstand der Seeleute dagegen ist fast allgemein. Tie Seeteute haben in L e H a v r e, B o r- deaux, Brest, Marseille und Cherbourg die Schisse verlassen. Auch in einigen B e r g r e v i e r'e n. so in A l b i. C a r m a u x und B! a n z y ruht die Arbeit. In PaS de Calais, Loire und Gard wird in den Gruben noch Searbeitet. Der Streik der Elsenbahner selbst dauert fort, über seinen Umfang liegen jedoch nur einander wider- sprechende Meldungen vor. die aber den Anschein erwecken, als habe der Streik seit dem ersten Tage keine erheb» jsiche Ausdehnung mehr erfahren. In Paris streiken die Arbeiter in den Druckereien, so daß die Z e i t u n g e n nicht e r i ch e i n e n können. Die franzöliiel)? Regierung lästt melden, daß sie vor den allersckärfsten Maßregeln gegen die Streikenden nicht zurückschrecken werde und sie der Streikbewegung im Trans- portgewerbe„mit Zuversicht" entgegensehe. Eine Meldung des ossiziösen Havas-Bureaus aus Paris besagt, daß der Minister für öffentliche Arbeiten gestern vormittag mit den Eisenbahndi r-ektoren verhandelt habe. Auf allen Eisenbahnen ist bekannt gemacht worden, daß die Fortsetzung des Ausstandes als Vertragsbruch, mithin als Ent- l a s s u n g s g r u n d gelte. - Die Situation wird verschärft durch das Vorgehen der Regierung gegen die Press« und gegen die aus An- laß der antimilitaristischen Demonstrationen vom 1. Mai Verhafteten, wie aus folgenden Meldungen erficht. lich ist: Vor»». 8. Mai Die Poll,-.ei bat Heu ,t morgen den RcfmRcur M e n e tte von der Wochenzeitschrift„La vic Quvriere" verhastet, der einen Presscfeldzug zu Gunsten einer Fortsetzung der Eisen» bahncrbcvegung begonnen hatte. Eine Haussuchung, dir in den Räumen der Zeitschrift vorgenommen wurde, förderte eine Anzahl Dokumente zu Tage. Weitere Haussuchungen wer- den wahrscheinlich noch vorgenommen. Die Berhaftung erfolgte auf Anordnung de» Untersuchungsrichters unter der Befchuldi» gunz des Berbrechen» gegen dir innere Sicherheit de? Staate». Pari», 3. Mai 'Siebzehn am 1. Mai Berhoftete find heute»u ein bis sechs Monaten Gefängnis» e r u r t e i l t worden, einzelne auch zu ein. oder zweijährigem AnfeiithaltSvrrbot. Eine zweite Straf» kammer verhängte gegen zwölf weitere Teilnehmer au Kund- gebnngen Gefängnisstrafen von acht Tagen bis z« fünfzehn Monaten. Ein ehemaliger Unterleutnant der Artillerie, der ge- rufen hatte:„ES lebe de Sowjetrepublik! Nieder mit der Armee!" erhielt acht Monate Gesängniö. Zm Tode des Genossen Wnrm. Der schwere Verlust, den nicht nur unsere Partei, son- htm. die ganze Arbeiterbewegung durch den Tod des Ge> «offen Wurm erleidet, kommt uns erst deutlich zum Bewußt- sein, wenn wir die ungemein reiche Lebensarbeit des Per- storbcnen im einzelnen überblicken. Wurm hat sich nicht in j>ie Swdierstube verkrochen, um sich dort vor der Welt ab- zuschließen: er trat ins Leben hinaus und verwertete sein Wissen und seine Erfahrung dort, wo sie am nötigsten ge- braucht wurden: in der Arbeiterbewegung. Unser Genosse Emanuel Wurm wurde am 16. Dezem- ber l857 in Breslau geboren. Er besuchte die Gymnasien in Breslau und Berlin und studierte an der Universität zu Drcssau von 1876 bis 1889 Chemie. Dann wurde er Leiter von Essig- und Preßhefe-Fabriken in Deutschland und Ruß- land und übernahm schließlich in Wien die Redaktion eines Fachblattes für Spiritusindustrie. Schon während dieser Tätigkeit nahm er die Ideen des Sozialismus in sich auf, noch unter dem Sozialistengesetz fand er Anschluß an die so- zialdemokratischc Partei. Wurm nahm von seinem bürger- lieben Wirkungskreis Abschied und widmete sich von jetzt an ganz der Arbeiterbewegung. Im Jahre 1883 gründete er den Konsumverein„Vorwärts" in Dresden, dem er dann bis 1899 vorstand. Er befand sich unter den ersten, die die Kon'umvcreinsbewegiing am den bllrgerlick>kapitalistischen Schranken lösen und sie in den Dienst der Arbeiterbewegung stellten wollten. Von bier aus gmg die Entwicklung weiter, bis die bürgerlickfsn Konsumvereinler die ihnen drohende Gefahr erkannten und die des Klassenkampfes verdächtigen Arbciterkonsumvereine aus dem allgemeinen Verband hin- auswarfen. Bemerkenswert ist. daß der von Wurm ge- gründete Konsumverein„Vorwärts" in Dresden schon ein Jahrzehnt bestanden hat. als die Hamburger..Produktion" unter Führung von v. Elm. die die gleichen Tendenzen ver- folgt, begründet wurde. Im Jahre 1896 siedelte Wurm nach.Hannover über, wa er die Leitung des sozialdemokratischen„VolkSwillenS" übernahm. Ende 1898 ließ er sich in Berlin als freier Schriftsteller nieder. 1999 wurde er in die Berliner Stadt- verordnetenversirmmluna gewählt. M'tglied des Reichstags war er von 1899 bis 1996 und von 1912 bi? 1918. In dieser Zeit vertrat er den Wahlkreis Gera-Rvuß. Von November 1918 bis Februar 1919 war er Staatssekretär des Reichs- ernäbrungSamts. Reben seiner politischen Wirksamkeit war er auf schrift» steller ischem Gebiet uagemeiu fruchtbar. Kr war HeragK-l geber des fünfbändigen DolkslexikonS. Von 1992 bis 1917 war er Redakteur der„Neuen Zeit". Er ist außerdem Vcr- fasser von„Die Volksernährung, wie sie ist und wie sie sein soll" 1888, die„Naturerkenntnis im Lichte deS Darwinis- rnus", 3. Auslage 1891,„Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter" 1892,„Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie" 1991,„Alkoholfraze und Sozialdemokratie" 1998. „Finanzgcschichte des Deutschen Reichs" 1919,„Die Alkohol- gesahr" 1912,„Die Teuerung und ihre Bekämpfung" 191S, „Die Uebergangswirtschcrft und die Arbeiter"1918. In warmherziger Weise nahm, er sich der Interessen der von Parteibetrieben beickiöstigten lliedakteure. Schriftsteller und Angestellten an. Er war lange Vorsitzender des Vereins Arbeiterpresse. Welchen Vertrauens sein uneigennütziges Wirken sich in allen Kreisen der Arbeiterbewegung erfreute, das beweist die Tcktsache. daß er erst vor einer Woche auf der Generalversammlung des Vereins Arbeierprcsse, die zum weitaus größten Teile von Nechtssozialistcn beschickt war, in seinem Amt ohne Widerspruch neu bestätigt wurde. Aber auch dichterisch ist Wurm hervorgetreten mit einigen der bekanntesten Arbeiterkampslieder. Seine llebersetzung der Arbciter-Marseillaise sowie andere Ge- sänge, z. B.„Auf Brüder, laßt das Lied erschallen", gehörten stets zum festen Bestand des Liederkronzes des Proletariers. Aus dem Parteitag der deutschen Sozialdemokratie bat Emanuel Wurm stets eine führende Rolle gespielt. Er besaß nicht die Gabe des großen Redners, der die Massen mit sich fortreißt: aber die Hörer wußten stets, daß ein Mann— it unendlich reichem Wissen vor ihnen stand und so gelang es ihm stets, die Hörer in den Bann seiner Ausführungen zu ziehen. Wir erinnern daran, daß er auf dem Parteitag in Essen im Jahre 1997 das große Referat über die Alkohol» frage hielt, das weit über die Kreiie unserer Partei hinaus Beachtung gefunden hat. Auf dem letzten Parteitag der alten Sozialdemokratie in Jena im Jahre 1913 hielt er einen Vortrag über das Steuerwcsen. in dem er der oppor» tunistischen Politik der Südekum und Genosien wirkungS- voll entgegentrat. Auf dem Parteitag der Unabhängigen Sozialdemokratie in Leipzig-m Dezember vorigen Jahres hielt Genosse Wurm einen Vortrag zur Steuerfrage. So erleidet die Partei durch den Tod deS Genossen Wurm einen schweren Verlust. Die Lücke, die er hinter- läßt, wird schwer zu füllen sein. Doch würden wir nickt im Sinne deS Verstorbenen handeln, wenn wir nur mit Klagen seinen Hingang begleiteten. Den Willen zur Tat bat uns Genosse Wurm als sein Vermächtnis hinterlassen, und dieses Erbe gilt es jetzt zu verwalten und zu vermehren! Valuta. Löhne und preise. Ii. b) Lohnentwicklung. B. A, Die ständigen Preiserlzöhungcn werden zumeist mit gesteigerten Herstellungskosten begründet, die besonder» auf die wachsenden Lohnforderungen der An- gestellten und Arbeiter zurückgeführt werden. Es sei zu- nächst festgestellt, daß jede statistische Nachprüfung bezeugt, daß allen Lohnforderungen beträchtliche Steige- rungen der Lebenskosten vorangegangen sind. Nach den Berechnungen verschiedener statistisckjer Acmter ist die Erhöhung der Preise, soweit sie sich in den notwendigsten täglichen Gebrauchsgütern ausdrückt, etwa wie folgt verlaufen: Die wöchentlichen Ernährungskosten für«ine vier» käpfige Familie beliefen sich: März 1915 März 1917 März 1919 September 1919 März 192» aus 32.90 84,69 67,39. 95,67 123,00 Die gesamten A u k gab« n im Rahmen de» sogenannte« Existenzminimums aber 1914 Januar 1920 Februar 1920 März 1920 28,80 190,00 256.00 321,00 fc. h. für Ende März 1920 bei 46stündlger Arbeitszeit für eine» Familienvater nvit zwei Kindern entsprechend einem Stunden- lohn von Ml 6,97. Inzwischen sind weitere beträchtliche Steigerungen der Preise besonders für Gas, Elektrizität, Kohle, Brot und andere unentbehrliche Güter, Fahrgeld usw. erfolgt. Es zeigt sich zudem bei einer Einzelnachprüfung der verschiede- nen Positionen, die sich z. B. wie folgt für März 1929 ver- teilen: Familie m. 2 Kind. Ehcpaar. Mann. Ernährung: 123,00 90,00 69,00 Wohnung: 8,00 8,00 8,00 Heizungu.Deleuchtung: 20,00 20,00 20.00 Bekleidung: 105,00 75,00 45,00 Sonstiges: 65,00 48,00 33,00 Daß der Betrag für Wohnung außerordentlich niedrig angenommen ist und daß bei den fortwährenden Erhöhungen der Steuern, Fahrpreise, Organisationsbeiträge. Zei» tungspreise usw. die Position„Sonstiges" einen Rechen- künstler erfordert. Wie der damit fertig wird, ist allerdings eine zweite Frage. Bei der Befchäftigung mit den Kosten der Lebenshal« tung aber darf man nicht außer acht lassen, daß bei einer weiteren WirtschaftSentwicklung, wie wir sie seit über Jahresfrist haben, auch die Gebiete, auf denen bisher noch keine entsprechende Preissteigerung eingetreten ist: Woh» nunzsmieten und rationierte Lebens- mittel, so weit sie der heimischen Wirtschaft entstammen, in Kürze derselben Tendenz folgen werden. ES kann keinen anderen Weg geben, als den der plan- mäßigen Bindung der gesamten Wirtschast durch Regelung der Ausfuhr mit entsprechenden Abgaben, die zur Preis- bildung im Jnlande führen kann, durch strenge Eindäm- mung der Steigerungen der Rohproduktnotierungen, durch Einordnung der schafsenden Menschen in den Produktion»- Prozeß als helfende und bestimmende Gestalter. Wie verhält sich denn nun das Arbeitsein- kommen der Arbeiter und Angestellten zu den oben fest- gestellten Kosten eingeschränktester Existenz? Einige wenige Beispiele aus den qualifizierten und ent- sprechend bezahlten Arbeitnehmerkategorien geben aus« reichenden Aufschluß: Metallarbeiter: durchickmitlilichcZ Wocheneinkommen März 1915 März 1917 März 1919 März 1920 37,74 59,28 84,78 etwa 176,70 ab 11. April 1920 hat sich das Einkommen in Berlin wie wlgt erhöht: Klasie I. II- HI. IV. V. 4,80 ißO 4,40' 4,20 4,00 das heißt, daß der hoch st qualifizierte Berliner Metallarbeiter, der Frau und zwei Kinder hat und die dafür vorgesehenen Zulagen<9 Mark für die Frau und 18 Mark pro Kind) erhält, über ein Wochen.inkomnien (469, Stunden) von 268,29 Mark verfügt, während das für März errechnete und inzwischen durch beträchtliche Preis- steigcrungen bereits überholte Existenzminimum 321 Mark pro Wochenausgabe Vorsicht. In der Schuhindustrie sind ab 1. Mai 5 Mark Stundenlohn, in der K l a v i e r i n d u str ie 6 Mark für Fach-, 4,69 Mark für Hilfsarbeiter, in der Stein- Industrie für Steinsetzer 5,79 Mark, für Rammer 6,35 Mark, für Hilfsarbeiter 4,49 Mark vereinbart. Niv« C"»? erreichen diese Löhne das Minimum für die Ernäh- i!::!-,! cawt Familie, nirqends entsprechen sie prozentual den c-mclvoii.mn Preiserhöhungen, die doch soft überall mit �'erträglichen Lohnforderungen begrün« cet werden. Ohne die Mitarbeit der Frauen un-d Kinder ist eine notdüi-ftine Existenz der großen Massen der de!! a�si Arbeiterschaft unmöglich. Wir wissen, was unter den beutigvn Lerhiiltnissen die gewerbliche Arbeit der Ehe« fronen für die Entwicklung und Erziehung der neuen Gene- ration bedeutet I V:d trostlosere Einblicke aber gibt unZ eine Deschafti- gung mit den Einkommensverhciltnissen der Angestellten, Beamten usw., von denen man verlangt, daß sie in ihrer Kleidung„standesgemäß" auftreten, also ihre Ausgaben für Wäsche, B» kleidung und dergl. noch über die errechneten Be- träge erhöhen. � Im Troh-Borliner Tinzelhandet, der zur Zeit wieder in emer Lohnbewegung steht, werden laut Schiedispruch vom 27. 2. 20 gezahlt: Gruppe I. II. in. IV. 460—790 M. 8.90-930 M. 906-10« M. 1060.00 M. f. Männer 42S— 70S 72S— 825 f. Frauen je nach Alter und Familie, wozu noch eine Kinderzulage von monatlich 50 Mk. tritt. Im Textil-Grohhandel lgültig biz 80. Wpril). ©nipp- I. II. III. IV. V. 555—690 590-718 655—780 730—«5 806—930 I n der Metall-Industrie je nach©ruppenointeilung beginnend, Männer mit 430 Mk.. Frauen mit 390 Ml. monatlich b-s zum Höchstgehalt der 4. Gruppe von 1200 Mk. Rechtsanwalts, und Notariatsangestellte �Tarif vom II. 8. 20 rückwirkend ab 1. Dezember 1919). Gruppe II. III. IV. 220-440 510—050 740-895 Zahlreiche Kategorien von Angestellten stehen in ähn- lichen, zum Teil aber in noch ungünstigeren freien oder tarifarischen Arbeitsverhältnissen. Die Entlohnung der freien Berufe ist zumeist noch viel schlechter. Sämtliche angeführt« Gehälter, auch die der bestquali« fizierten Angestellten— soweit nicht einzelne durch Eon« derwerträge günstiger gestellt sind— bleiben beträchtlich. zum Teil unerträglich weit unter dem errechneten Existenz« � Minimum zurück, daS für März eine MonatSauSgabe von 7 1 5 M. für den einzelnen Mann, 10 2 0 M. für ein Ehe. paar und 13 30 M. für ein« vierköpfige Familie ergab/ dessen einzelne Positionen aber', wie oben angeführt, noch unter den tatsächlichen Lebenskosten stehen. Gelegentliche Tenerungszuschüss« schaffen keinen Ausgleich. Eine derartig« Verelendung eines Volkes kann selbstverständlich nicht ohne entsprechend« Rüekwirkun« g?n auf die Arbcitsiähigkeit und die Arbeitslust blcibenl Sie muß die Produktivctät der menschlichen Arbeit, die le- reitz unter dem Mangel ausreichender und guter Produk« tionSmittel leidet, ständig verringern. Wer wollte be- streiten, daß die Erscheinungen zunehmend«? Demorali« sation, Bestechlichkeit und unbekümmerter Selbstsucht nicht nur in der unmittelbaren Kriegseinwirkung, sondern bc« sonders in diesen Zuständen begründet sind? Kann es einen besseren Nährboden für Verzweiflungsaktionen, Hun» gerrevolten, Sabotage geben? Belms vnd Jomimtiis. Der Schönebexger Obersürgomi eiste« Do min i cu 4, der von den Demokraten als ReiiclStagSkainbibat cmsgesteßh ist, hate Politik treiben solle, sondern er verlangt von ihr, daß sie noch schärfer als bisher ihren kapt« talistischen. arboiterfeindlichen Charakter betonen müsse. Er behauptet, daß auch die Rechtssozialisten den Klassenlamps „bis zu? ErbarmungSlosigkeit" wollten, und daß sie ent- schloffen seien, die Forderungen der Gewerkschaften anzu- melden und durchzudrücken, ohne Rücksicht darauf, ob daS gemein« Wesen sie noch zu tragen vermöge. Die Demokra- tilch« Partei habe sich damit abzufinden. Dr. Bahr kommt nun zu solgendem Ergebnis: Darum scheint es mir etwas unberechtigt, in dem ExoduS der Wiemer und Genossen nur Pin« Erleichierung deö Gepäcks der demolratifckjen Partei zu sehen. ES kann in diesem Staat, den—. sprechen wir aus, was ist— di« Lrbaiter beherrschen, nur eine Sozialpolitik geben: die zugunsten de? Bürgertums, das seelisch und vi»«iell �er weben wird. Ein«iffchlässenei Anwalt de» Bürgertums zu sein, im datsrländi. schien Fnteress« und dem der MenschheitSkieltur— darin liegt zur Stunde die geschichtliche Sendung der demokratischen Partei. Was Herr Dr. Bahr hier verlangt, das hat die Demo« kratifche Part?l schon längst getan, Sie war von Anfang an eine bürgerlich-ka�talistische Partei mit der Front gegen die Arbeiterschaft, gegen den Sozialismus. Ihre ganze Tätigkeit war darauf eingestellt, die kapitalistische Wrt- schaft wieder auszurichten und alle Errungenschaften der Arbeitet aus den Novembertagen des Jahres 1318 wieder rück« gnägig zu machen. Daß die Demokratische Partei mit ihrer reaktionären Politik erfolgreich gewesen ist, das verdankt sie nicht ihrer eigenen Stärke, sondern dem Bei st and der rechtssozialistischen Pa r't ei. die den Boden des Klassenkampfes längst verlassen hat und gar nicht daran denkt, wie Herr Dr. Bahr befürchtet, sich darauf wieder zu- rückzuziehen. Es würde zweifellos zur Klärung der Lage beitragen, wenn die Demokraten alle schönen Worte beiseite ließen und. wie Herr Dr. Bahr es verlangt, ganz unverhüllt als die Partei des kapitalistischen Bürgertums auftreten würde. Wahtehereiluufek;. Die fränkische MzirkSkonsere-nz der bayerischen Rcchssozfa. Ksten stellte für diu Reichstags wählen folgende Kandidatenliste auf: 1. Reichskanzler Hermann Müller, 2. Redakteur Adolf Braun« Nürnberg, 8. HanS Vogel» Fürth, 4. Ha�s G e n t e r« Pegnitz, 6. Helene Grünberg« Nürnb. rA 0. Michael H i e r l- Sch'wabach usw. Neichswahlleikmg. Das RcichSministerium deS Innern hat zum ReichSwohlleitep den PräsidenUn des Statistischen ReichSamI» Delbrück und zu seinem Stellvertreter das. Mitglied des Statistischen Reichscunts Geheimen R-gierungSrat Do T e n i u S ernannt. Die Geschäfts« räume des ReichZwählleiterS befinden sich Berlin W 10, Lützow» Ufer 6— 8. Mrdlal im Ruhrreviec. Nach Blättermeldungen wurde der Freiherr von Wester» holt-Syzenberg auf Schloß Sythen bei Haltern, der vor dem Kriegsgericht in Münster als Zeuge erscheinen wollte, gestern morgen im Freien ermordet aufgefundön. Da der Freiherr als Zeuge gegen angeklagt« Rotgardisten auftreten sollte, wird fast übereinstimmend allerdiirgS vorläufig ohne jeden Beweis, che Meldung derbreitet, er sei von Rotgardisten ermordet worden, da von dieser Seite schon seit einiger Zeit ebne Prämie auf den tievf des Frei Herrn ausgesetzt worden sei. Wir haben keine Ursache, diesen allzu durchsichtigen Angaben Glauben zu schenken. Wir stellen daher unser Urteil zurück, bi» durch die gerichtliche Untersuchung die Täterschaft emwandfrei fest» gestellt ist. Die Polen in Kiew. New Ao rk, 8. Mai. „Associatest Preß" meldet aus Warschau: Die Pole« sind am 2. Mai in Kiew eingerückt. Warschau, S. Mai. Nach einem Bericht des Genevalstabes haben di« Pollen Kelestsw(?). Verditschew, Kasatim, Shmjelnik und Bar besetzt. Bei der Besetzung von Kasatin wurden 2000 Gefangene gemacht. Das Kabinett vranttng. Kopenhagen, 4. Mai. „Polüiken' meldet aus Stockholm,«S fei nicht unwahrschein» lich, daß has sozialistisch? Ministerium B ra nting nur noch kurze Zeit am Nuder sein werde, da e» bei der End« des Monat» im Reichstage stattfindenden Beratung über vi«AuSstellung(bei freiem Ein» tritt). Gleichzeitig erschien als neue Veröffentlichung des„Ar« beitgratS" der.Ruf»gm Baum"(Verlag E. 28 a S m u t h, Per« 'tin), du» von teil» fqrügen Archttekturwiedergaben, ein Borwort von Adolf Behme eMhält, qu» dem wir die nachstehenden Sätze abdrucken, di« zugleich de» Sinn der Ausstellung erkennen lassen: Kshlenmangel, daßer Bäckst- imnangek— Zementnmngal— Gkasmangel. Vlangel das einzige, wo» im Urberfluß vorhanden ist. Aber auch Glaube an die Zukunft ist noch da, wenngleich che« niger reichlich Von den Entwürfen dürste njenumd unter uichdie Verwirklichung eines«lnzigen erleben, also sind eS Luftschlösser, Utopien, Phantastereien, isberslüffige Spielerei? Man kann es immer wi-der hören und lesen: Nup die Arbeit für Kleinhäuser. für Siedelungen, nur die enffaguagävolle Tätigkeit für da» Kleinste und Einfachste habe heute noch Wert. Runter von den Wolken ihr Phantasten. Stellt Euch auf die Erde. Eure blühend« Formenwelt ist ja ein Hohn auf diese Zeit(als ob diese Zeit nicht zum Hohn hcrauSsordertl. «i>er die Kritiker haben unrecht. Keiner»«achtet da? Kleine und Einfache. Niemand unterschätzt Sinsamilienhau» und Koninch«nstall. Aber e» soll nicht der alte Trott fartgesctzt werden— auch nicht in diejen Dingen— gerade*»»ii wir«dant- Ach machen wollen, was wir in die Hand nehmen, lehnen wir«S ab. die Not der Zeit mit Ersatzmittelchen.... nickst zu lindern, studern zu verkleistern, d. h. in SSabrheit zu vergrößern, und di« Ast der Architektur scheint un»»och vrshender zu sei«, all di« der Zeit, denn«ine währyasi««rch'.ieltur würde der Zeit helfe» können, aber nicht»mgelehrr. E» fehlt ja auch nicht an ernsthaft«: und ehrlichen Vsrsuchcn. di« Not der Zeit zu luid«« Bruno Michmg, P-t-r Behren», Hugo de Fries, n-ach-en Vorschläge, Kleinwohnungen neuer bei' stxer Art zu bauen. Wxr das LaubenhouL wie d«s Doppelstück. ftiüS. wie die Bthrensche Sicdeliln? stkich reckt n uns und bAueisep am, daß n»p kümmerlicher kvphnuu�rsatz möglich ist, sptauge «ab SxjsfcNSWniMWR zu gering bleiht, Nein, wir können un? llichi dsrnii betzMjgen. für uns«:« Mitnienfchen Höhlen und Z?{f«n p, bauen, Massenquariiere gut» MeyDensHlle. Meng«js gilt, Käufer tzu bauen jur Menschen, so fisch »m tm, mms. m.&s&mJ*. Schieber und Ausbeuter, Also mögen diese schon lieber!„Der Mensch" auf der Jugvndbühne. Im Landwckhrkasino ihre Geschäfte allein treihen. Wir passen nicht mit ihnen zu-! am Zoo hat eine Gruppe unreifer Jünglinge sich die Urauf» sayimen. Wenn die Welt hon Einsicht und Güte wird geleitet! führung eines unreisen, ebenso gedankenarmen wie delittantischen werden, helftn wir ihe, zu bauen. i Stückes in 3 Bitder,, von 8« l j x Schier geleistet. Zur«in- Denen, die am HauS der Vergangenheit reparieren, damit � leitung dieser XheatervereinZvxrstellung sprach der»Herr Direl- es noch eine Welle auch jür die GegenMrt ausreiche, ist die An»!tor" einige Phrasen übeu Jugend und?titsr, denen die inhalt« erkennung gewiß; wir halten e» für unsere höhere Pflicht, das'losen Rffdereien deS Machwerk»„Der Mensch" in nicht» nach- Hau» der Zukunft zu bauen, ja, noch ehe wir dazu schreiten/ standen. Paß Ganze mutete an wie eine üble Karrikatur von un» zu besinnen darauf, wa» e» überhaupt heißt, zu bauend Toller».Wandlung", und wäre wert mit Siillschiueigeu über« Unsere Arbeit ist bescheiden und nur jenes Mißverständnis macht' Hangen zu werden, wem, durch solche TarHietungem«ine» falschen sie auffällig, daß DnobiSmu» und Sensationslust sieht, wo in! und hohlen Tbeaterpa.ko» nicht alle chrlicken Aeftrebungen einer Wahrheit Pflichtgefühl und Slrenge ist. Können wir dafür, daß!«cht«', st-g-ilWichm Kunftb-eeisterung kompromittiert würden. Mit alle Architektur phantastisch ist? Jugend und mit Bühne hat diese Fusendbühn« Be-rlm wich s zu schassen. „Deutsch-Vefterreichisch« war d«» Programm der Sonntag» MittagZveianstaltung im StaatStheater. Musik von Johann '�trauß und Frqnz Schubert, Pichiunggu von Grjllparzer. S-ngu. Und wenn die Zeit hundertmal nach neuen Patenten greift, die Patente helfen nicht weist ohne Phantasie. Mauern können auch die Spekulantxzn Unser Ruf ergeht zum Bauen. Lose-Theaker. „Offiziere" heißt eine Reihe szenischer B'tdrr, die gestern im Rosetheater starke Wirkung gußübten� Ter Verfasser HanS Wesemann hat in kunstkoser, aber wirkftchkeltsgetrzuer Weife Tlifhouetteii au» dem Kriege aufgezeichnet. DaS Lotterleben in dep Etappe, da» irrsinnige Grauen im Unters and, die Plündc« rung der Zlotxn, dir Barbaxei der Standgerichte, die maßlos: Rmmund, Anzengruder. Roscggex und and: en(wadei aber Reftrou fehlte) wurden vsrgetrageu und wuchsen aus deutsch» österreichischer Erde, über die Hermgnn Kienzl einen beblümteq Rrdeteppich breitet:, ltilfci T u r i x u x'„Eappho". Ballen, bergh.Rappelfupf", Sommer st lzrsfß„Psgrrsr von Kirch« feld'' und Pohls.Wurzeffepp" waren die stärksten Eindrücke. Km Aiiihallathmer wird jetzt unter der Gaftfpieldirektion W Gräven tz ein Poftsstück„R n s e r« M n g« s I« n« n" von U-berhebunguud Perrohung vipfer' vorgesetzten, dt- ihre Unter«'Gustav Eßmonn gegeben Da» Problem der gefallen«» gebe«« nur als Schlachtvieh erachten— die» und wa» wir sgnft Mdchen w'Ä wenn,, sozial.-IS vielmehr m mm ranziger noch am eigenen Leibe' im Krteae erlitten, hat' der Autor ohne SentimentÄ.tgt behandelt, woran vielleicht auch die Bearbeitung SS Krieges die MaSke abzureißen. ES ist nicht seine Schuld,»«nn � S« Frledrich-Wilhelmstädtisch-n Theate, wurde uute» der uns dahinter eine widsävinrjigx Fratze anstarrt. Es»urtze im- Sömmerda allgcmcinen mjf guter Ehsrakteristik der Mrlllärt'ypzn gespielt, Bei all dem Echcmer, der über die Bretter rast ist manche» eher W sch«« a« meieren;-----« noch'vevmen'chttcht al« irndenziöS in»»««nhast« gezerr, sin« � erneutem Erio-Z M humorvoller Darstilluns f. zeins Situationen hätten sich' freilich noch steafie, und gigipseller_ gcstÄW, lassen j in de,„ Kriegs Nwichts'szL«« fcwueä tzt«i. �„ r._. � packendste« d»c manschen Akzent« zur Auswirkung. Willi Rose! In der..�reti» Well tn der tfan. � al» tedve-urteilter Gefreiter brachte de" Atom zum Stocken in:«VM�r«w««a* dem profilieren Ausdruck feiner hilflos«« Geberden ur.h ftineSj�rloS und Nicolas"''von Rudolß �ohanneö .gedcmütigten SlamurelnS. Fritz Standtt erhpi, wz über Die Erzählung Wrt nach iftKlitmien und ist Mi durchweg anständige Niveau dez MMllun». �r Verfasser �j�Wexk yne» echtzn, stpxjen und gzr Mg �zr.O.M- .....' Xssma� Isr ökelk in der Binnenschiffahrl. Genoss« Wilhelm Schüning schreibt uns: Die Binnen» schiftahrt ist in Dcutschwnd immer sehr stiefmütterlich behandelt worden; erst«m Kriege wurde es anders durch die grötzerc In» anspruchnahme der Eisenbahn sah man sich gezwungen, die Binnenschisfahrt schärfer heranzuziehen. Jetzt nach dem Krieg«, wo die Eisenbahn durch die Ablieferungen noch mehr geschwächt ist, muh man natürlich die Binnenschifsahrt weit mehr als sriihrr benutzen. Die Transporte der Dirmenschifahrt sehen heute deshalb auch anders aus als früher; es kommen nicht nur Massengüter, sondern auch Lebensmitteltransporte in hohem Mähe in Betracht. Leider ist die Binnenschiffahrt den Privatinteressen der Unternehmer ausgeliefert, und sie kann deshalb als wichtiges Verkehrsmittel nicht das leisten, was sie leisten tön.ite, wenn sie als staatliches Unternehmen ausschließlich dem Allge» meimntcresse dienen würde. Ans den Stromgebieten der Elbe,(der und den märkischen Waferstraßen ruhe jetzt die Schiffahrt, horeits über e: n s Woche tobt der Streik. Die wirtschafrltchen Wirkungen und Folgen diese? Streikes sind groß und man muß de--halb dir Ursachen dieses KamvreS ein» mai näher aufdecken. ZU Schiffsmannschaften der Binnenschiffahrt nehmen seit r-qcr eine Sonderstellung in unserem Volistürper ein. Sie führen gewi, ermaßen em Zigeunerleben, getrennt oon ihren Familien zahl der Binnenschiffer ans den östlichen Wasserstraße», Ncit-schule der Holzindustrie. Die Zusammekunft der Schäle? uin die es sich hier bändelt, im Verband der Binnenschiffer organisiert ist- Ter Transportarbeiterver- band hat sich den Unternshmern gegenüber bereit erklärt, bei seinen Mitgliedern darauf einzuwirken, daß der Vertrag unbedingt geh alten werde. Das ist im vorliegenden Fnlle eine an die Mitglieder de? Trgnsportarbeiterverban- des gerichtete Aufforderung zum Streikbruch. In diesem Kample gegen den Verband der Binnenschiffer bedient sich der Transportarbeitowerband der„P. P. N.", um Nochrichten zu verbreiten, die der blöden Hetze der Reaktion gegen die revolutionäre Arbeiterschaft gleichen wie ein Ei dem andern, die voll inhaltlich in der„D e uts ch en .8 e i t u n il" abgedruckt werden köngten. Ans pro Jstaur Im! Am Sonntag, den 9. Mas, vormittags 11 Uhr, findet im W a l h a l l a t h e a t r r. Wcinbergöwcg, unser statt. dlesjZhriger Frauentag Die Genossinnen werden aufgefordert, schon jetzt alle \..U, �own»vwv*.wvvnf jjcrtCimi WJll s jPPc'jtCV i» gebsn st? nach Wntvrschkuß auf Schiffahrt und kehren erst zun,. Vorbereitungen zu treffen, damrt der Franentag zu eine? W o.ter wiÄ>er heim, gibt es keinen Winter, so sind die meisten 1 mächtigen Kundgebung der Franc» und Mädchen tzeö revo» das ganze Jahr unterwegs. Gewiß, auf den Reisen kommen sie vier bis fünfmal im Jahre «n ihren Heimatsort vorbei, tauschen ihre Wäsche ein, verpco- Vian ieren sich und dann geht'S wicber los. Der Binnenschiffer muh auf di« Kulturgüter verzichten, er kennt nur selten einen Sonntag und keine Feiertage. Er kennt auch keine regelmäßige Arbeitszeit. Die Revolution hat hier wenig geändert. l9l3 kämpften die Binnenschiffer um eine fünfstündige Nachtruhe, der Kampf ging verloren. Jetzt, nach der Revolution, gab man ihnen eine Nachtruhe von acht Stunden. Also auf der Fahrt mußten sie tU Stunden arbeiten. Nur, wenn sie an den Stationen lagen. käme» sie in den Genuß de» AchistundentageS. Sonntagsruhe gibt es nicht, dafür aber drei freie Tage i m M o n a t, die aber der Ardeitgeber bestimmt, Ihre Arbeit ist schwer und verantwortungsvoll. Ein Fluß- dampser kostet heute oft eine viericl Million, ein Kahn durchweg BOOOO Mark. Dazu die Ladung. Man sollte meinen, daß man Personen, denen man solche Werte anvertraut, auch demgemäß bezahlt; aber das gibt es in der Binnenschiffahrt nicht. Jetzt b« kommt ein Bootsmann oder ein Heizer t9rt Mark, ein Schiffs» führ« auf einen Kahn LW und ei,, Kapitän oder Maschinist 31b Mark. Bedenkt man, daß die Schiffer einen doppelten Haushalt führen müssen, so muß man doch sagen, daß diese Lohnsätze. sticht ausreichend sind. Dte Schiffer benätigon, weil sie bei Sturm und Wind, bei Eis und Sedtw« tätig fein müssen, eine besondere Kleidung, zu ihrer Ausrüstung gehören Pelz und Regeniock unh warm? Fuß, bekleidung, dtef« Dingo sind bei diesem Lohn einfach nicht zu de» schaffen. Ferner kommt hinzu, daß die Unternehmer von den Schiffs- Mannschaften perlangen, daß sie, wenn sie auf einer Station sind auch auf andere Schiffe mii an Land auf Arbeit gehen, trotzdem sie während der Fahrt«in« Arbeitszeit von 16 Stunden täglich gehabt haben. Dadurch nehmen die Schiffsmannschaften den Arbeitslosen in den Großstädten die Arbeit fort. Nun verlangen die Unternehmer, daß die Schisssman» fchaften sich einem Vertrag unterwerfen, der die achtstündige Rachlrvh« während des Eouniierhalbjahres festlegt, der von ihnen verlangt, daß sie auch in Aukunft auf die Sonntagsruhe verzichten sollen, d«ß sie sich bi? zum 1. April 19L1 verpflichten sollen auf Land und auf anderen Fahrzeugen zu ar« betten. Die Schiffsmannschaften haben mit wahrer Lammesgeduld feit der Revolution alles über sich ergehen lassen, im Krieg« waren sie ja militarisiert, da kopnten sie sich nicht rühren, jetzt hoffen sie, dqß man jetzt endlich einsehen wird, daß di« Schifss- Mannschaften auch Menschen find. DaS ganze Jahr 1919 wurden sie enttäuscht, die Stimmung wurde immer gereizter, schon im Winter stand es fest, daß wenn die Unternehmer jetzt nicht endlich das Lohn- und Arbeitsverhältnis menschenwürdig gestalten würden, es zum Kampfe komme» würde. Doch die Schiffsmannschaften waren sich ihrer großen Ver- antstwvtuwg al» Verkehrsarbeiter bewußt, sie beauftragten ihre �rgggisation, gine Denkschrift über die Lohn- und Arbeits- Verhältnisse auszuarbeiten und diese an die Unternehmer und an die Regierung zu senden. Das geschah, aber man hielt es nicht für nötig,»V antworten. Sp trat ein, was kommen mußte, Anfang April setzten kokake Kämpfe auf der Elb, ein, sie wurden beendet. Es fanden an allen Umschlagsplätzen Berfa m.miungen statt, di« den allgemeinen Streik zum 27. April beschlossen. Heut«'ruht die Schifahrt bereits über eine Woche, die Schiffs- mannschaffen, die in emex Anzahl von ühe r �0909 Mann im Kampfe stehen, sind entschlossen, den Kampf mit akser Energie fortzuführen. Sie haben es endlich satt, sich als Vieh von den Unternehmern behandeln zu lassen. Sie wollen, wsnn auch im bescheidenen Maße teilnehmen an ensexem Kulturleben. Dafür scheinen unsere sozialistisch«» Mi- iistcr aber lein Verständnis zu haben, denn sonst hätten sie schon rngft eingegriffen. Durch diese Darleaunffen deZ Venösscn Schurnng, d«S Beauftragten der Binnctischjner. wird eine Meldung der „P. P. N." in das recht? Sicht gesetzt, die schon gestern ver» breitet wurde. Di«„P. P. N."„erfahren", heißt eS in der Meldung, der Streik der Binnenschiffer sei durch„die Machtgelüste des Verbqndes der Binnen- s ck i f fVr hervorgerufen worden, der gj[S vekhandlungS. fähig anerkannt werden soktt«, und der dt« wirtschafflrchen Forderungen deL TranZportarbeitßrverhandcz ilhtzrnomnt?n hatte. Unter der Maske wirtschaftlicher Forderungen wurde also nichts anderes als eine falschangehrachtc M achtpol i- t i k ein"- gewerkichaftlichen Verbandes betrieb««," der„ganz von r' kalcp Elementen" beherrscht werde. E» handelt sich darum, daß der Transportyrbxitepver- band den Unternehmern einen Tarifvertrag ab- gesr> bat, den er auf alle Fälle aufrechterhalten will. Kra".ub'iterverband und Unternehmer erklären den Verband der Binnenschiffer in trautem Verein für ver- Handlungsunfähig, wobei es d«m Tmusportzarhscier» perband gar n!M?. gMnnKt, daß die ü b c r a r o ß e M e h r- littioniirrn Prylelariats wird. In den Informationen, di? die„P. P. R.".erfahren" heißt es weiter: .Vielerorts werden die Arbeiter durch radikale Elemente an der Wiederaufnahme der Arbeit, wozu sie dg.chauS bereit sind, gthindert. Durch d-n Streik wird insbesondere die Reichs» g e tre i d e st c l l e unh der Magistrat Berlin schw-r bedroht. Das Mehl der Rcichsgetreidestellc, das zur Ziit schwimmt, hat deroitb vier Wochen in Stettin w- gen des dortigen Hafeuarboiteraus» standes liegen müssen. In den Berliner Häfen liegen 26999 Jenwer Kartoffeln. Nach Aussage eines BertreterZ des Ber, liuer Magistrats gehen von diesen Kartoffeln, die aus Dänemark stammen, täglich chhn Prozent der Ladung durch Fäulnis per- laxen. ES muß glä stngciieBt werden, daß hie Sebrnsinfftel» zufuhr der Bovülterung schweren Schaden leibet, wenn nicht als» bald Ugßuahp.wn geiroffen werden, um diesem unhaltbaren Zu» stand ein Ende zu bereiten/' Dieses s ch m i e r i g o N o p t i l, die„P. V. kif.'. zSgert natürlich nicht mit ber Verbreitung dieser niedrigm Hetze. Wir bedauern den Streit zwischen zwei gewertschastlicheu Organisgtionen lebhaft und möchten die im Transport- arbeiterverband organisierten Arbeiter dringend er- niahnen, solchen? Treiben ein schnelle» und grilyd- l i ch e s Ende zu bereiten. Die mssische Verkrelung in Derliu. Der Vertreter der Sowjet-Skepnblik Genosse Viktor Kopp, bittet um Aufnahme folgender Mitteilung: Vom e. Mm ad findet der Empfang i« Krieg», gefangenen-Angelegenheiten im Kur«Ku für KriegSgefangen«, Potsdamer Straße 75, v»n#— 1 und von 8 bis 4 Uhr statt; t>«r Empfang in Hand»l»6Ng<- legen- h e i t e n im Bureau Unter den Linden 2, vorn\ Tr., von 10 bi» 1 Uhr. und Lehrer fi�de: am Donnerstqa, den 6. Mai, abends Uhr, in der Schuiaula GipSstr. 24 statt, da die Schulaula Hinter der Garnisoncirch« trotz unserer Bestellung anderweitig vergebe n wurde. Pünkllich«? und vollzähliges Erscheinen notwendig. Deut» scher Holzarbeiter-Verbänd, Zahlstelle Berlin. Achtung! Betriebsräte! Riiteschule! Am Donnerstag bS» gistwen folgende Kurs«; Deutsch von 6— Ü6 Uhr; Recht PundA van �»—9 Uhr; bcid« Kurse finden im Sitzungssaal, Münz» straße 24 III. statt; Kalkulation von 6—8 Uhr, Ziinmer 33; Ein- sührung in die Cl-ettrotechnik von 7— 9 Ubr, Laboratorium.— 1 Am Freitag, den 7. Mai, beginnen: Doppelte Buchführung von 7— g Uhr, Zimm'r 33; Wirtschaftsgeographie von 7—9 Uhr, Zimmer 28; Kn-ufm.' Rechnen von 6—7 Uhr, Zimmer 28; Einführung in die Chemie von 7— 9 Uhr, Laloratorium. Unterrichtslokal in allen Fällen, außer bei Deutsch und Rechtskunde: 24. Ge» mcindeschul«, Hinter der Garnisonkirche 2, r. Stflgl. Für folgende Kurse sind noch Anmeldungen möglich: Kalkulation für Metall» industrie, Einführung in die Elektrotetimik, Wirtschaftsgeegraphie, Kaufmännisches Rechnen, Einsührung m die Chemst. Für de.r Kursus Landwirtschaftl. Fach! ehre und Agrarv�libik Miitwochsi von 5— 7 Uhr, Zimmer 28, sind ebenkalls noch Anmeldungen zn» lässig. Der Kursus ist bestimmt für Landwirt« und ansiSdelungS- lustige Genossen. Achtung Tapezierer! Versammlung der Betriebsräte Tonne tag, S. Mai, abeus» 6 Uhr, bei Schneider, Holzmarktstr. 66. Ve- riibt der Kommission. Neuwahl eines Obmanns. Erscheinen aller dringend notwendia. Kielmeh'r. Achtung l Vertrauensleute heS Deutschen M-tallerbritern-r» kandeS, Bezirk 8-a. Vertra»snsleutekonfer:nz am Mittwoch 6 Uhr im GewerkschaftshauS. Besonders Einladung erfolgt nicht. Der Vezirksleiier. Die Lohnempfänger tn den Reichs- und StaatSbchSrden, diS ?m Verband« der Gemeinde- und Tiaatsarbeiter oroanifiert sind, nahmen nach einem Rekerat über dsn Sland der Lohnbewegung folgend« Reioiution einstimmig an: Die EtaniSastbeiter»rklärew sich mit der Tätigkeit der Funktionär« und der Sektio:»lestuna in der Lohnbewegung einverstanden. Die Versammlung nimmt Kenntnis von dem Schiedsspruch vom 19. 4. er. Trotzdem im Schiedsspruch die bercchtigt.'n Forderungen nicht erfüllt sind, stimmen die Versammelte» dem Schiedsspruch zu. Die Ver- sammelten geloben, an dem Schiedsspruch festzuhalten und bei Ahlcljnir.ig desselben durch die Regierung sofort vom Streik» recht Gebrauch zu machen� um die Annahme des Schied»- svrucheS zu erzwingen. Jnzwstchen hat die Regierung den Schiedsspruch brüsk abgelehnt und ist der Streik, dessen Tram Weste unh Umfang zur Zeit noch unübersichtlich sind, kaum noch zu vermeiden. Bureaudiener, Kasscnbvten, Bumuburschrn aus der Berliner Elektro, und Metallindustrie, Maschinenfabriken und verwandten Betrieben. Freitag, den 7. Mai 1929, abends 7 Uhr. im Lokail von F. Wegener, Sehd Istr. 39(am Spittelmarkt). wichtige Ver- sammlung. Die Angestellten-AuSschüsse obiger Firmen werden gebeien, genannte Bsruf-kgllegen auf die Versammlung �aufmerk» sam zu machen und dieselben zu verpflichten zu erscheinen. Bankangvstellicflstxeik in Schlesien. Me Ban7m»»este«ten SchkesienS stellen am Dienstag, den 4- Mai, die Arbeit ein,»a� Emanutzl Wurm und die Stadt Berlin. 5fr, Emanuel Wurm verlisrt die arbiitend« Bevökkeruns Berlins»inen energischen Anwalt ihrer Interessen. Seit 20 Jahren Mitglied der Berliner Dtadtverordneten-Ve.r» samml-ina und seit der Trennung Miiglied der Unabhängi- gen sozialdemokrqiischen Fraktion, hat Wurm im Rathause furchtlos und unerschrocken die proletarischen Interessen ge- wahrt. Nun ging«S, wie dsm vsrstovbsns» Simger, hier in der Gemeinde, wo der einzelne einen unmittelbaren Ein- fluß auZzuüben in der Lage ist, weit mehr, als da« im Reichstage der Fall ist, hier fand Wurm Freude an der Ar- beit, trotz der großen Ästsgaben, die ihm sonst noch oblagen. Und abgesehen von der Periode, in der Wurm alz Ernäh» rungsminister Tag und Pacht bnchstqhijch genommen— nur diesem Amte lebte, übte Wurm dauern ferne Tätigkeit *'ie sein Stadtvcrordnetenmandat ihm auferlegte! die Absicht der GroßibaMeiwitgen, di« Stcllungnahm« des Reichs-�?-, di? tkin Stadtvcrordnetenmandat ihm auferlegte. vellbaiideS abzuwarten,-sz Vcvsckleppung angesehen wipd. Der i Troßzügtg behgfldelte er dl« einzelnen Fragen vom Stand- Pr-slauor Dch'edsspruch ist nach Ansicht d«r Avheitnehmsr bereits vunkj« des sozialistischen Kommunalpoltttkers auS. Limmer jetzt rechtsverbindlich. Jntcrallffertc parlamentarische Hnstdettkpnferenz. In Pari» tritt am Dienstgig die fechstc BollversamuntunH der Interalliierten Parlamentarischen Hantzelskonferenz zusammen, Folgende Etaa- ten wcrdon vertreien fein: Belgien, Brasilien, Finnland, China, Griechenland, Italien, Japan, Pslcn, Portugal, Rumänien, Süd- slavion und die Tschechoslowakei. Man wirb sich hauptsächlich pfft b«'BÄuMräm und-mst' Näluchafrage und-mit der Lebenstemerung beschäftigen. Wilhelm von Hohenzollcrn. Laut Nieuwe Mottcrdamschcn Courant" siedelt ber vormalige deutsche Kaiser am 12. Mai»on Amerongen nach feinem neuen Wohnfitz Hanl Doorn über. Gewerkschaftliches. Lohnbewegung tm Bäckergeweche. Arbei unter Züstlmmuna des �Zweckpeibandes der Bäckermeister Ärotzi iSerlin», der Vereinigung der Brotfabrikanien Groß-Kerltssß, der Freien Vereinigung der Bäckerimstsier Berlins und Porart« und dem Zentralverband der Väcker und Konditoren und verwandten BerufSgenaffen Deutschland» fgahlstell« Berlin). Der Lohn h» in den Bäckerei«» Groß-BerlinS beschäftigten Bäcker erhöht sich ab S. Mai issv auf S6S M. für di« i» Großbetrieben,«uf LSö M. für dix in Kleinbetriebenheschäftigten Backer und aus ISS M. fstr dle weiblichen Hslsskrältv. Für«tw» gewährte Kost und Logi» sind 19 M. für den Tag für Bäcker und S M. sjtr weibliche Hilfskräfte in Ansatz zu br'naea. Uederstunde» sind«ff 6,50 M. für männlich« und mit 8,00 M, für weibliche Hiffskräste, LonntagSarheij ist mit S M. je Stünde für Väcker und«it 4Lg St. für Weibliche Hilfskräfte zu bezahlen. Männliche Aus- Hilfen erhalt«» pro Tag SO weibliche pr« Tag ZS«. ÄK Verkäuferinnen ist bei freier Kost und Lvgis einschließlich Wäsche. die mit 9 R. pr» Tag anzurechnen sind, ein» vargekdentschädigung van 139 M. zu zahlen. An Lehrlinge ist ein« wöchentliche Gut- schädigung von 5 M. im ersten, von 19 S% im zweiten und pon 15 M. im dritten Jahre zu zahlen bei frpier Kost upd Sozi». Ein Beschluß hbep die Kontingentierung de» Mehl», in Pk? bindung mit der Lohniestsetzung ist nicht erfolgt. Zum ersten Mglc wurden die Lehrlinge sowie auch die Verkäuferinnen bei dieser Lyhnregelung berücksichtigt. Letztere erhielten eine so chlechie Entlohnung, daß der jetzige geringe»atz noch 199 bis 999 Proz. Erhöhung ausmacht. Achtung! Revisoren ver RSteorganisatl»«? Bonnorßtag, i>en 6. Mai. nachmittags 4 Uhr: Revision. Pflicht aller pon den Hauptapsschüssen gewShlten Revisoren ist es, jxtzt diz Revisigü vorzunehmen. Pünktliches Erschein:» fft notwendig. Kentralr der Betriebsräte von Groß-Bexlin...... Bresche legend in das elende Dreiklassenparkament. Immer von neuem zeigte Wurgf auf die Notwendigkeit für die drei- ts» Mass«», sozialistisch zu denken und zu handelst. Lwmer von neuem trieb Wurm daS Klaffsnparlainent voran zw RpforMst, dix er keineswegs allzu sehr überschätzte. Wurm hatte infolg« sgin,r Goch, und Fachkenntnis allseitig Achtung errungen, und der Magistrat bediente sich oft und gern seines fachmännischen RatcS. Als im Vorjahre die unbe- soldeten Stadtratestellen im Magistrat nach den Grundsätzen der Verhältniswahl besetzt werden mußten, gab Wurm dem Drängen-der Fraktion nach, eine Stell« in, Magistrat anzu- nehmen. Sie brachte ihm eine neue große Arbeitslast, derer aber mit dem ihm eigensn Pftichigefühit übernahm, das ihn auszeichnet«. Hier im Magistrat hat Wurm wichtige Aufgaben er- füllt. Die nicht leichte Lebensmittelversorgung Groß-Ber- lini lag ig seinen Händen und hat ihm viel Arbeit und Sorg» gebracht. Fn den Tagen des Kapp-PutscheS war feine Hauptsorge die, wie er eS verhindern konnte, baß die großen Z�effporrgte in die Hände der Baltikumer fielen und der Berliner Bevölkerung erhalten blieben. So hat er fein Amt dauernd ausgeübt im ßnterefse der breiten Massen der arbeitenden Bevölkerung Berlins. Auf allen Gebieten de? öffentlichen Lebens hat Wurm ratend und wegweisend ge- wirkt. Mi? hatten gehofft. Genossen Wurm im künftigen Croß-Berlin an leitender Stelle zu sxhen, ag die er ge- hhrte. Dies« Hoffnung ist nun dahin. Wir haben in Ge- nosten Wurm«inen Mann tzerloren. der unS und unserer Isierffsttzr Fraktion führend war. Disser Verlust ist um so slfctoem, alS er in einex ,fyit xrfplgt, in der wir den Mangel an geeigneten Kräften immer fühlbarer eflipffnden, 'Worte des Dankes und der Anerkennung fstr die dem Proletariat geleisteten Dienste sollen«yz sein, die wir dem perstorbenen Ritkämpfer nachriifen. * ffn de« fieuttgefl MMratSsitzung gedachte KverRirger- maister«ermuth in herzlichen«,rten de» Tanke» und der An- eeffnnung, de» verstorbenen fffad�gjz„yd Ttadtvrrordncien Smanuel Wurm. Er hob die grosten Verdienste hervor, die der verstorbene sich«m Dienst der städtischen Perwaltuni. inS« besondere um die städtische„nd danach auch nm die MelchSkriestS« ernähr,, ngs-Wirtfchaff erworben hat. isprachschule für Prokctarter, Auf Kruntz her zqhste-chest Anfragen sei den Genössen mitgeteilt, daß die Abendkurf« lw. Frg„ ztz ssschen unh Englischen fstr Genossen ohne i'-klffnMisse ist de? ExMGheMl.; MpßßrM lNähe Eoscn- halitv Äraße, stallsiuden. tzlniiisitzungen daselbst bis zum ttz S. Mai nmlffmlt�,?- tzon S Uhr. «ln der«Hochschule Glvß�Berllu beglnn.'n am Dlenttaz, d?n Mci, friflwuv Vortragör.ul/on: M»cui>S 7 Uhr im Jnstitu.' füc M-ev�lunde G:orgcnftrab? 8*86: Luiiezean und Weltmeer. Ab nds 7 Uhr im De-otheenstäSt- Realem imftum, Dsrscheen» strafe 12! Schiller, Crkiürrong beS Do« Carlos. Abends 7 Uhr i.r der icrnd.oirisch. HochkchuÄ:. �avatidenstraße 42: MathematU l. f'A:?ds 5 Uhr cb.-ndort: Arbeiter- und Anijeftelltenversicheru»?. II ents 7 U>7r rbendert: Schiller, Erklärung des Don Carlos. Ab: nd« 7 Uhr im SJuifenstädt. Gymnasrurn, Weimistreche 42: Vsatbematik ll. AbenvS tt Uhr obendort: Di« ReichZjinanzen. Abends 7 Uhr in der Königstädt. Obervealschule, Pafieur- sieaye*4— 40: Bcta ische Uebrmgen. Abend« 3X Uhr rbcrtdctt: D ie EntwiÄnrg sozial fl!>sckter Nedante«. Abends 7 Uhr im R:al>:ymniisi::m Treptcrv, Ncioe Krugallee 6: Mathematik II. A.uuds 8 Uhr ebeudorl: Die Emheili schule. Abends 7 Uhr im � r-: d-r.-Rea.' ghmaastum, Mitteruva'der Stratze 34— 37: Schwingungen und Schall. Abends 6 Uhr ebevdort: V.'rerbungKlehoe und Ereitnet.k. Karten an den be.'annlen VerkausSidellen in der Sab und an der Abendkasse. Jügendweihe NeukiiNü. Der Kursus der Genossen Sckmeider findet in dieser Woche nicht Mittwoch, sondern Freitag nachmittag 4 Ubr statt. ffieitosse Hans Kraust ersucht un» um die Mitteilung, daß er ucht Leiter der Sozialistischen Proletarie r-Jugend ist und in der A.r ammlung der Fu�endlichen, die am Freitag in der Stadthalle statt'and, nur als Mitglied gesprochen hat. Das Seietariat der C-chalistischen Proletarier- Jugend besindet sich KönigSbcrger S ach: 7 vorn«ine Treppe und ist werLäglich abends von 7 bis fcilO Uhr geöffnet. Die Zi'rzierammer gegen den 1. Mai. Hatten kürzlich Köpe- N'.ckrr A erste sich gegen den Generalstreik gew-ndet und im Falle der Wiederholung mit Gegenmassregeln gedroht, so hat der am 80. April tagende Borzuanp der Aerzrelammer sein Bedauern darüber ausgesprochen, dah am 1. Mai in Brob-B-rlin der Per- ke r der Eisenbahn, der Straßenbahn und der Hoch» und Unter- grundbahn cingefkllt werden sollte. Dadurch würde den Aerzten c.: in ernsten Fällen unmöglich, die gererderte Hilfe zu leisten. E? ist nur anfallend, daß nicht schon früher den Aerzten diese E:n.sichlt aeZommen ist, als gerade jetzt, vor dem 1. Mai. Die Aerzte scheinen immer rück'tändiger werden zu wollen. Tie Austerdetriebsehung der Fahrkartenautomaten, die prak- ti'ch erst am 2. Mai in die Erscheinung trat, hat nicht di« er- tvarteten..Fahrkanenpolonäien" gcbrackrt. Durch die inzwischen erfolgte Vermehrung der Fahrkartenschalicr auf jedem d-r gröss:ren Bahnhöfe um einen ist der Ausfall der Automaten nicht fühlbar �geworden. Die vermehrte Benutzung der Fahrkarten. dlocks usw. hat ebenfalls ein« Entlastung der Automaten gebracht. � Ter nächste, vorläufig letzte vnterhaltungcabcnd für die Britzer Jugend fi...tet am S. Mai, nachmittag» 6 Uhr, in der Aula der 1. Gemeindeschule, Chausseestr. 133,137, statt. Ein« hier gut Mannte Rezitatorin wird heitere und ernste Balladen und Volkslieder zum Vortrag bringen. Das Eintrittsgeld beträgt 80 Pfg. Eine Brirstasch«, Inhalt 600 Mark, ein Reisepaß und AuS- weisp'Piere, wurde am Sonntag am Schalter des Bahnhäj» Her- NVnnst-raße liegen gelassen. Der Finder wird um Abgabe g: beten an Danncrkamp bei Heine, Berlin NW 3, Natbenower Straße 60. Gefunden. Am 1. Mai auf dem Maifest de? SportkartellS in der Hasenheide ist m dunkelblaues Damenjackett gefunden ' w.-ch'm. Wzuhostcn gegen LeMmatlan km Vermag.ArbcDkev» � Sport", Köpcn.cker Siruge!0S, von 2— 0 Uhr. Morgen Voraussicht icheS Wet.er in Berlin und Umgegend. Etwas kühler, zeitweise heiter, aber veränderlich mit leichten Regonsällen und ziemlich starken westlichen Winden, Aus dem Eemelnde!ebea. Tegel. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung hatten wir zunächst einen TringlichkeitSantrag eingebracht, um den Erwerbslosen in etwas mit Kohlen und Holz durch die Gemeinde zu helfen; ferner durch Bereitstellung von Mitteln, den Bezug. von Kleidungsstücken und Schuh- werk zu erlsich-ern, da die von der Gemeinde für ihre Waren festgefetzten Preise ziemlich hohe sind. Di« Dringlichkeit wurde im wesentlicken von den Nechtsfozialistcn bestritten und somit wurde die Sacke dem FürsorgeauSschuß überwiefen zur Vor- beratung.— Es folgte die Besbrcchung deS Haushalts- Plans für 1920, der mit 17 130 000 M. balanciert, gegen nur 7 758 000 für lvlv. Da» Mehr von 2 872 000 ist wesentlich verursacht durch Bewilligungen für Wohlfahrtszwecke, Beamten- und Lehrergehälter, höhere Löbne für Gcmeindearbciter und V?r. 'euerung von Materialien. Die Gemeindew'rke heranzustehen durch Erhöhung der Preise ihrer Produkte war nickt angängig, deshalb soll das Fehlende durch Steuern aufgebracht werden. Genosse Schön f cid betonte in näheren Darlegungen unseren grundsätzlicken Standpunkt zur seht nur noch möalickcn Ein- wirkuna auf die Gestaltung der EemeindcelatS; die Gesetzgebung Hab" eben jeden ernstlicken Einflust auf dessen Gestaltung unterbunden; die ärmeren Schichten mebr zu schonen und die Lasten d-» traaf.ähigeren Schultern aufzubürden, ist kaum noch möglich. Unter Protest gegen diese Behinderung stiminte unsere Fraktion gegen den Etat. Da? trug uns natürlich heftige Vorwürfe, besonders seitens der Redner der S. P. D. ein. die uns unsere Anträge und deren Bewilligungen vorzuhalten sich für berechtigt biclten, da h:er doch keine Reichs- cder Staats-, sondern Gemeinde» Politik zu trcib-n wäre. Ach diese„Kämvfer auf dem Bode» der realen Tatsachen", wie hab n sie doch früher gestimmt und wie vergessen sie ihre Veraangenheitl Der Etat wurde schließlich gegen unsere Stimmen angenommen. Aber es gab noch einen Konflikt mit den S. P. D.-Herren. Zwei Schöffen und zwei Cicmeindevertreter(S P. und U. S. P.l sollten diesmal einfach durck den Etat zu Angestellten auf Küendigung gemacht werden. Unser Einspruch gegen diese ungehörige und bisher auch nicht beliebte Art der Eingruppierung löste den Widerspruch der S. V. D. aus, den sie damit begründeten, daß doch in unserer Presse und Partei die AuZmerznng al'er reaktionärer Beamten gefordert würde. S'e unterstellten, da sie nichts besser"? wußten, perfönlicke Gründe, die Gen Grafunder auf ihre llnhaltbarkeit zurückführte.— Zur Schaffung eines Ortsschutzverbandes wurde nach einigen Auseinander- setzungen dahin Stellung genommen, dah der Gemeindevorstand die Vorarbeiten zu leisten hat und dann die Organifaiwnen der Gewerkschaften und Beamten mit herangezogen werden sollen. Tie von uns beantragte besondere Kommission wurde ab- gelehnt.— Für die Witwe de? von Sicherheitspolizisten er- schossenen GenixindevertreterZ W i tz k e wurden 600 M. monatlich« Unterstützung bewilligt, die zurückzuzahlen sind, fall» die angestrengte Klage gegen den Fiskus Erfolg haben sollte. A«s bett NgMalonev. 1. tlf.ikt. Domierstag 8. Ctak,«fcenb» 6 Uhr, bei S< sha dh, Alls Za�opstr. 28/24, Sitzung der Agitatianskommisston, um 7 Uhr d« politisch«» Kommission: Festlag, 7. Mal, abends g Uh., Sitzung der kommunalen Kommissioa, im 7 Uhr der Gewerkschasts- und Räte» tzommission. 1. Distrikt, idonnerstag. den t. Mai. abends 7 Uhr, In der Schul- aula, Bceckhstr. S. Fortsetzung der Mitgliederversammlung vom 2g. April: Diskussion über d", Rescrot der Eenossin Zietz. Di- Mit- glieder der llgitallonskommlssio» müssen sämllich zur Stelle sein. 7. Distrikt. Freitag. 7. Mai. adend, 7 Uhr Sitzung der Azitatione» Kommission bei Köi Ig, Langestr. SS. um S Uhr der politischen Korn- Mission bei Reckling, Koveinlkuostr. Lg.— Freitag. 7. Moi. abend» 7 Uhr. össentliche Wähier'-ersammtung in den Andreas-Festsälen. 8.. 4. und ö. Abteilung stellen se 20 Ordner. 8. Distrikt, 7. Abt. Dähl-rversammlungen S. Mai Aula Stroh« mannstrahe, 7. Mm Eckertstrahe. g. Distrikt. Donnerstag, den S. Mai. abends Z48 Uhr. findet er» Westerts Vosswndssitzung bei Nätsch. Friedeborger St ahe 1, statt. Di» i Abteilungsfiihrer werden ersucht, sämtliche»«dressenmalsrial mi.zu- bringen." It. Distrikt. Dienstag. 4. Mai. abend» 7 Uhr. öffentliche D ichler» verfommwng in der Schulauia, Strelitzer Elraße 42. 12. Distrikt. 4. Abteilung. Mittwoch. 6. Mai. abend» 7 Uhr. Mit- gliederre'sammlung in der Schulaula Echerenbergstrohe. lt. Distrikt. Mittwoch, de» k. Juni. 7 Uhr abend«, Verf-mml-ng olle: Mitglieder des Dildungsauofchusse» au» sämstichen Bezirken bei �Dollsso, Lr.ch-ner Sirahe 20. ! 17. Ti'trik«, 8, Abi-ikung. Mittwoch, den S. Mai, abend» 7 Uhr, , DIskussionsabcnd bei Rosenau, Transoaalst.-. 6. i 18. Distrikt. Sitzung der Dildunzekommilsion nicht Mittwoch, sondern Donnerstag, den 8. Mai, abends 7 Uhr, bei Siahler» ! Panbstr. 06. I Mlttivoi??. 5. Ma�, abends 7 Uhr» Sl�unz dse � Kind-.schutzchommission im Volkehau». cherloitenduro. Mittwoch 7 Uhr Sitzung der Elternbeiräte und ! Interessenten im Doskehaua. > Eharlettenbm-g. Aus Dnlah de? öffentlichen D-rs-mmlung findet die Sitzung de» Dahlkomitees am Donnerstag, g. Mai, abend» 7 Uhr, i bei-Jßz'i, Spreesir. SO, statt. Neukölln. Post- und Tel-g--phlegruppe, Funktlonärsitzunq Brrmve 4, Südosten, Neukölln und Borort, bei Kossuhn, Erkstr. 3, Mittwoch, den 6. Mal, abend» 8 Uhr. Lichtenberg. Elterndeiräi«. Mittwoch 7 Uhr Sitzung drt ! Obleut» aller Schulen bei Blume. Reue Dahnhofstratze, EÄ«»ll-D»x, � Hagen, Jede Schul» muh verlreicn fein. Lichtenberg. Am Miitwoch. den 6, Mol. abend, 7 Uhr findet«In« ! gemeinsame Sitzung de: Frauenarbeiisbommisüon mit der Kind«»« ' schubkommission statt im Handarbestssaal de» Täeilien-Lyzeum». Fehlendors lWannss-bahns. Miltwoch 7 Uhr Senerawersammluntz „Lindenpark". Neuwahl de« Borstande». vereluskalskds?. Sozialistisch« Proletaricrj irgend Eroh-Borlin.� Donnerstag 7 Uhit in der Schul« Deinmeistsrstr. 16 Zentraloorstandssitzung. All« Truppe» müssen Dertreter entsenden. Sehr wichtig» Tagesordnung. Verantwortlich für di, Redaktion: Leo Li«bschütz, Frieden«». D-rlagsgenossenschaft»Freiheit",«, D. m. b. H., veriiir.— Druck d»r Lindendruckerei und Berlagsgesellsck�ft m. d. H., Echifsd«l»rdam« Ist. B n ch d r lt rk e r! Am Donneretag, den 0. V7!ai, pllnllllch 5 Ndr. findet In den«reniral-�csilälen,«üe Zoledstrab««Ini Bersamuituna vp�oflnoueller Auch»»ck-r statt S.clrrcntl Nollege Renman». «ez'rtdtarte lesiitmncrr,_ Der ai?tlon»a«»f#nf|. *-««» ra» /incera.-n Ra,> 0«vt»n(I.*»!. Nti-e. Ii! nhisoi. tliweel.. Slfi!ucinfc iHteutwi«, r.. 7» U.indvertctrr.it t),. v. KlrcHhjch- canu'iPSl»«»L. Ga«ellfc(i.(!»». liib) M. Äln. Ertilgi. sipebnefit. M'tw. n.inh. ,F>irt»ten..tzecilzi 15— lt Vertr.rgen-sacheat figeriingZ renze der.m 5 166 dcr et.B O, Ad>.>!fi. 2>!l d L Se. nenttteu mit Wirduu»»d ttt. Ma, IS2» ans 16 000 Di. esleisksl worden. Die am 22. Adr t lnio vom vorstand desldlolsen« Se- döhun« de» tLrundloUn» und d.edadurid bedstigleNeucinteltuitg der viilaltcder m r» Uohnstuie» tritt om XvH ka Z. Ulli 1920. in tutt. T,»« remd'ar? der ddnderung find im«asjeasotal, Sianzstr. ii, ert, ältlich. Der Vorstand. pe». SÄ. öutfnjt, vorsttzendir. GeirleEibcsl±seT knufen alle BewSiseruo«»- eeriie nnd Pumpen nur bei K6chlln« C».. Berlin 68 AI- e JakobstraBe 20 23. In enscrer Verwaltunf Ut die Stelle des Siadtkümmorers am I. Juli d. Js. zu besetzen. Die An�tellunsr«rfoljtt nach den In der Stödteordnung für die bssoldetcn Mazlitratsmit- Ei eder vorgesehenen Bc*iSm- mungen*«» 12 Jahre. Das rubeechaltsberecMlKte Oehalt war bisher auf I50'0 M». steigend alle 3 Jahre um Je 1000 M. bis auf I8Ö00M.» Jßhrlich{estgesetzt. Daneben wurde eine Tccernn�izulage von fcOOO M. und Kinderzulafe von 600 M. jährlich für jedes Kind ge- wührt Die Festsetzung des neuen Gehalts auf der Grundlage der staatlichen Bcsol- dungsreform bleibt der Ver- einharung mit dem Bewerber vorbehalten. Die Uebernabme besoldeter Nebenamter Ist nicht gestattet ßc) Dienst- Unfähigkeit wird ein durch Ortsstatut geregeltes Ruhegehalt gezahlt Qeeig ete Bewerber werden ersucht, ihre Bewerbungen unter Bei- fögi'ng eines Lebenslaufes an den Unterzeichneten— Kneip- höfrehes Hathaus— bis zum 31. Mai 1920 einzusenden» Königsberg Pf..30.Aprii 1920. Der tlatftTererdailtQTors'ebir. On�cksilber kauft V'Citinccn, Linicnstr. 20 en gros. cn detail. Telephon: Amt Norden 007. Isolierten Kuptsrdrabt, Litzen und Waclisdratit kauft hichstzalilend loplsiirliDreaD Sstiliciillag, Eerlia W 9, LlnkstraB« 10. 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Ü Kukiroi Ist In allen besseren Droaenen erblltltch. U_- Sla sich nichts anderes ausreden, ei gibt»ichl, Dessei Hersteller: KURT KR1SP. Maedabar* Den 'alEergröflten� rEjfoSg haben die" kleinen Anzeigen� In der Abend- ausgäbe der Freiheit Annoiim« in all«n KpcdUtlonen des Vorlage» M Id E I]sr E AM�BI�EM Gracli&nutell*: Berlin UVF», Nriti tTbai dämm 19 Das Vebersebrtftswort 1.15 M», iedes weitere Wort Im Text 85 Pf.; hierauf 30% Zuschlag:; Stellencrcsnche ohne Zaseblag E y erkäoH Klemer Kindcrwaeen (Ko b), rut erhalte«, verksutt »reisw.rihrbellletrStr.ll 1. r. Deutsch. Landsbere'-r StrsBe 13. I ■< ßp an ic:< er Straße! 101. Oardiaeueeleaenheits- 1 kaufe, rtglicli 9— Un._ SchnQrsenkcl, Schuhcreme. lioscnifäicr preisu-ert. liefert nur»n Wiederver- kauler. Händler, Carl Trippke, BerlirN 54. Brunncnstr- 3. Cisr'dinen aller Art, Künst- leri-arilineii n»roBer Auswahl, sowis Stores. Bettdecken, 0 irdincnticffe. sehr preis- wer. lassar.instraOs I, nahe JaT'. wiLzbrücke. 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