«nzelpreks 20 pftnnkg< z. Mrgans Montag, den 10. Mal 1020 Die �Freiheit" erscheint«'.oryenz und nacbtmttaz», cn 5eim» und Festtaaen nur morgen» Der Ve�uasprei» beträgt bei''reier �vstelluna ms k-au» kür lk'roft-Aerttn VLO M.\m voraus zahlbar. Für l>o�be»na nebmrn sämtliche s?ostansta'ten Beftellungen entgegen vnter rireisbam'' bezogen für Deutschland m»d Gkstelr?i.b 12.50 iür das übrige Ausland lN. zuzüglich l?alutaauftch!ag, xer Brief für Deutschland und Vesimeich 20.50 01 Nedattion uni Kxpoditisn: Berit» RW.«. Zckiffbauerdamm 19 tf Tornjprelhor! Amt Starben 833—36 und 0768 Nummer t6$> �benö-Nusssübe Die achtgefpaNene Noi'pareiNezeile oder deren Raum kostet 8.— Ulf. einschließ tch Teueru"asz»schlag. Klein« Anzejjen: Das fe tgedruckte IDoct 2— jede; wettere Zvort l.50 Mk� e'nfcbließlich Ce erungszusch aq. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien» An-.eigen un'd Stellengesuche Z.20 Mk.> netto pro Aeile. Stellengesuche in Wsrtanzeigen: das fettgedruckte lvort l.50 Mk., jedes weitere lvort t.— Mk. �nieraten-Abteiittuu:'�eriin 9ZW.lldcultscl>-nationalistisck)en Kundgebungen vom Juli 1st14, die ein Glied in der Kette der deutschen KriegSverschwörung bildeten, mif eine Stus« zu stellen mit der Kundgebung unserer Partei gegen die neuen kriegerischen Verwicklungen in: Osten, die ihre Rsick- Wirkung auch in Deutichland finden. Wir sind es gewähnt, daß die bürgerliche Presse die traditionelle Gleichgültigkeit des deutschen Staatsbürgers zu den Fragen der äußeren Politik geflissentlich nährt und fördert. � Was sieht es den guten Bürger an, daß die Völker „weit hinten, in der Polaefei* auf einander losschlagen? Eine weise Obrigkeit und eine fürsorgliche Diplomatie wachen darüber, daß auf jeden Fall Deutschlands Jnter- essen nicht berührt werden. Mit der nichtssagenden Phrase von den'„friedlichen Tendenzen" der deutschen Politik wer- den alle Bedenken abgetan, und wenn, wie beisvielsweise beim B a l t i k u m a b e n t c u e r, die Wirklichkeit von der Theorie erheblich abweicht, so sind es immer„unver- antlvortliche Elemente" gewesen, die das Unglück heraus- beschworen und die Fensterscheiben der ofsiziellen Politik eingeschlagen haben. ' Der Verlauf des BaMkumabenteuerz sollte überhaupt eine Lehre sein für alle diejenigen, die sich jetzt in Sicher- heit wiegen und die Befürchtung drohender Komplikationen mit dem HiiuveiS auf die absolut friedlichen Tendenzen der deutschen Außenpolitik abiun. Wir wollen die Frage, un- erörtert lassen, inwieweit dieser Hinweis auf die Leiter der deutschen Politik nach dem Ausscheiden der Unabkiängigen aus der Regierung zulrefsenb ist. Tatsache ist jedenfalls, daß die Regierung durch ihre Duldsamkeit gegenüber der militärischen Nebenregierung, die im Einvernehmen mit einzelnen Stellen des Auswärtigen Amtes eine setbständige äußere Politik betrieb, an den verhängnisvollen außenpolitischen Verwicklungen de? letzten Jahres die Mitschuld trägt. Die Faktoren, die diese Verwicklungen herauibe- schworen, bestehen heute noch fort. Nach wie vor halten untergeordnete Stellen im Auswärtigen Amt, namentlich soweit die Ostpolitik in Frage kommt, am„Baltikum- Kurs" fest. Nach wie vor drängen militärische Kreis« zu einer Politik, die das Reich in unabsehbare Verwicklungen und Gefahren stürzen kann. Nichts liegt uns serner. als durch Aufbauschung etwaiger Gesahrenmomente eine alannistische Stimmung heraufzubeschwören oder— wie das„B. T." sich aeschmack- voll ausdrückt— die auswärtme Politik nnt„Straßen- lärm" zu vermengen. Wir lassen einfach die Tatsache» sprechen. Als feststehend erachten wir folgende Tatsachen- reihen: 1. Der Vorstoß Polens gegen Sowjetrußland ist kerne ÄdshAmig des französischen VerkehrssirM Li« die Anerlensusg der Arbeiier. Paris, 9. Mai. Der Allgemeine Arbeiterverband(®.®. T.) hat gestern abend beschlossen, den Streik auf die Bauarbeiter» Metall- arbeiter und Transportarbeiter auszudehnen. Zur letzten Kategorie gehören die Angestellten der Untergrund- bahnen, der Straßenbahnen, der Autobusse, der Kraftdroschken, der Spedition und der Binnenschiffahrt. Die C. G. T. wendet sich gleichzeitig in einem Aufruf an das Publikum und erklärt, die Weigerung der Regierung, die Forderung der Arbeiterklaffe in Erwägung zu ziehen, zwmge dazu, der Streikbewegung weiter« Ausdehnung zu geben. Der Widerstand der Regierung werde die Aktion der Arbeiter nicht brechen. Das Ziel der Bewegung sei, die Herrschenden zu einer Anerkennung der sozialen Kraft der Arbeit und der Notwendigkeit zu zwingen, den Arbeitern den Platz einzuräumen, auf den sie bei der unumgänglich notwendigen Reorganisierung der wirtschaftlichen Tätigkeit deS Landes Anspruch hätten. Die C. G. T. fordert die Arbeiter auf, die Be- wegung in Ruhe und Ordnung fortzusetzen. Laut Havasmeldung haben die Bergarbeiter in Eransar und Decazeville Fortsetzung des AuSfiandeS beschlossen: In Montvellier wollen achthundert Arbeiter am Tonnerktag die Arbeit nieder- legen, um den bereits Ausständigen beizustehen. Zrgnzöflsche zlnanzsachverWchlie In London. • Für sofortige Festsetzung der Ccstmlsumine. Paris, 0. Mai. Der Matiu meldet, da ßgestern abend die französischen Fi- riei uz s«chi>: rsiän-d igen im London angekommen sind, um von Mon- tag ab mit den engtlischen Sachverständigen über die Frage von 3paa zu verhandeln. Der Führer der Delegation erklärte dem Mattnvertreter, er sei für die sofortige Jirierung der Ohe ßamts u mm-e, die Deutschland zu bezahLcn habe. Er würde sagar mit Befricdiigung sehen, wenn nwi noch eine Klans-l hinzufügen würde, durch die«wau den Deutschen fege, sie könnten eine Herabsetzung der Gesamtsumme verlangen, wenn sie rascher bezahlten als festgesetzt sei. Die Deutschen konntet? auch außer Gold und Tratten Waren liefern, Kohlen, fertiget Material, wie z. B. Eisenbahn Material. Die Wiedergutniachungs� kommiffion könne heute wie in fünf oder zehn Jähren di« Ent« schädiiMmgö summ e festsetzen, denn sie könne doch nie anders als annähernd bestiment werden. E s sei unnütz, von Deutsch» land eine Summe zu verlangen, die es nicht be» zahlen könne. Seine Schulden müßten durch eine um* grengte Ziffer fixiert werden. Man müsse also so genau als möglich ansetzen, was Deutschland bezahlen könne, ohne oaß cs seine Unternehmungen paralysier«, und von ihm verlangen, oaß die Summe festgesetzt werde, ohne den Nationen Schaden zu� zufügen und ohne ein wirtschaftliches TcSästve herbeizusühre»� indem man mcihr verlange. Mxiko von d?u RevsW*«ämi eeobetk. New Jork, 9. Mai.. Die Revolutionäre aus El Paso haben die Stadt Mexiko genommen. Es bestätigt sich, daß Carranza nach Beracruz! geflohen ist. Außer den Streitkräften Villa» haben sich vier weitere Garnisonen den Revolutionären angeschlossen. Sie Wen la öer Slilkzssie. Da» Präger Blatt„Ecske Slowa' veröft'enllicht ein« Zuschrift auS der Ukraine, in der eS heißt, daß sich hier bloß der seinerzeitige SiegeSzug der deutschen Ar» me« wiederhole. Die Po'en svien jedoch hier von arger Gsftchr bedroht, denn sie würden von den Ukrainern als Be- d rücker und Erbfeinde maßlos gehaßt,«xtS auch die Bildung von Komitees im ganzen Lande beweise, welche den anti« polnischen Widerstand organisieren. Ader noch eine andere Gesa-Hr lauere auf die Polen. Die rote Armee weiche kampflos»uS der Uktwine. Bevor aber die polnischen Tvuppen die russisch ukrainische Grenze erreichen, wer-- den die Bolschcwisten ihre Militärmacht nrch der pol.ni- scheu Nordost grenze Wersen amd daS Land von dieser Seite angreifen. Hier besitze aber Polen bereits«n Li» tauen einen Feind, der erst jüngst mit der russischen Sowjet» regier« ng einen anti pol nischen Vertrag aibscyloß. Einzescrscketmma, sondern ein Glied in der neuen inter- sschen RerKZlvehr Ministerium ha.t General! nulionalen Versätwörung gegen Rußland. Hinter den polnische» Jmper-ialistcn steckt die Entente. Frankreich hat, wie der Korrespondent deS„B. T." Dr. L. Ledcrer aus- drücklich feststellt, die polnische Aktion materiell nach Kräf» ten gefördert. England hat sie stillschweigend gebilligt. Der Oberste Rat hat die Abmachungen ztvistl�en P i l s u d s k i und Petljura. die der polnisck>cn Osstensive voraus. gingen, gekannt und gefördert. Die ganze polnisch-rikra- mische Aktion bedeutet die Wiederaufnahme deS Krieges gegen Sowjetrußland. bedeutet die bewußte Zertrümmerung der mit der Sowjetregicrung eingeleiteten Friedensverband. lunaen._.» 0«, m»-<«,._ �«owzetregzerung, als wichtigstes Hinterland für die neiic 2. Neben Polen und den Banden PetsiurvS niarich:e- Öffensive gegen Sowjetrußland. i ren bereits weitere Hllsskraide gegen Sowletrußland auf.. Dieser Umstand ist es vor allem, der das deutsche! " konzentrierUseme�Armee awdtt ukraimschen � P xo fe taria t zu seiner Protestaktion gegen die inter- M a n n e r b e i m verhandelt, um größere M u- nitionslieferungen nach Finnland in die Wege vi! leiten. Das sind die Tatsachen, die die heutige Situation illu-: strierew_ Sie sprecki-cn für sich selbst und enlhebe» uns der! Notwendigkeit, dem törichten Einwand zu begegnen, daß! wir durch unseren Protest die„Neutralität" Deutschlands verletzten. In Wirklichkeit hat diese Neutralität nie bestan- den. Deutichland war bisher das Auftzuarjchge- lande der internationalen Reaktion gegen Rußland. Es dient auch beute, trotz/ aller offiziellen! Freundschziafts» und Friedensversicherungen gegenüber den Grenze. Die ungarischen weißen Garden lwltcn sich bereit. In Finnland rüstet man zu einem neuen Vor- stoß gegen Petersburg. Der Führer der finnisckien weißen Garden General Man nerbeim bereist in wichtiger Mission die europäischen Hauptstädte. Die Häupter der ruf- fischen Konterrevolution. Den i k i n. I u d e n i t s ch usw. entfalten erneut eine fieberhafte Tätigkeit. nationalen Kriegstreibereien beranssordert. Gs will Fria- den und Freundschaft mit allen Völkern der Welt. Es hat aber die ungeheure Last des Versailler Friedensvertrages, dieses Produkt der Verbrecher iichvtn Politik des alten Re- gimeS, nicht auf sich genommen, um obendrein Helfers- dicnste zu leisten bei der Erdrosselung Sowjetrußlands j durch das internationale Kapital. Gegen alle Versuche, 3. Die Fäden der internationalen Verschwörung gehen! Teutschland sur derartige Zwecke zu mißbrauchen, wird sich auch nach D e u t s ch l a n d hinüber. Hier ist das„gelobte j das deutsche Proletariat mit derselben Entschiedenheit Land" der entthronten russischen Junker: Berlin ist da» s wehren, wie gegen alle Pläne der monarchlsUschen Renk. Koblenz der russischen Wegcnrevolutionäre. Im Baltikum hüben die deu! schon und russischen Monarchisten Waffen- brüderschast geschlossen und den Grundstein zum Kapp- putsch gelegt. Kapp lv«r noch in Königsberg der Pro- tektor der Bermondtlcute. Am 1Z. März gehöricn russische Ossiziere zu den Kerntruppen der monarchistischen Um- stürzler. Sie bilden nach wie vor einen Bestandteil der sich sammelnden deutschen Konterrevolution. Aivalow-Wer- mondt. BiSkupski, Markow usw. sind auch heute die KomMizen Bischo-ffS, Erl>ardts und Kom'orten. Auf deutschem Boden werben unter Leitung des frühe- ren Hetmans SksropadÄi Formationen gebildet, die zur Verstärkung der polnisch- ukrainische» Front dienen sollen. AuS Deutschland gehen MunitionS- ttansporte an die iübruiiische Front. Mit dem deut- tion. durch Entfesselung einer nationalistischen Stimmung für einen Revanchekrieg gegen die Entente den Boden zu bereiten Diesem Zweck dient aber letzten Endes die Mitwirkung der deutschen Reaktio- näre bei dem Vorgehen der Entente gegen Sowjetrußland. Bei eine»! Teil von ihnen mögen allerdings auch andere Motive mitsprechen: der Haß gegen die russische Revolution, die die Vorherrschaft des Junker- tuinS beseitig!«: die Intimität zwisckzen den deutschen und russischen Konterrevolutionären: die Verluste, die deutsche Kapitalisten und deutsche Kolonisten in Rußland davon- trugen, usw. Aber enischitidend für die Hallung der deut-� ichen Reaktionäre ist die Uebcrlegung, daß sie nur auf dem Wege über neue krieaerische Verwickei Ittnff«« zur Verstärkung ihrer Macht ge- langen können. Die klügeren Köpfe in den Reihen der deutschen Mill- tärrcaktion wissen genau, das, der Feldzug Polens gegen Rußland mit einem fürchterlichen Zusammenbruch enden wird. Wenn sie aber trotzdem die Entente und ihre Vo fallen bei diesem hoffnungslosen Unternehmen unter- stützen, so aus zweierlei Gründen: erstens, um Polen nach seiner Niederlage zu weitgebenden Konzcssionen gefügig zu machen, und zweitens, um die Entente, nach dem Zusammenbruch deS polnischen „Schutzwallcs" gegen Sowictruhland, zur Wiedcrausnch� tung des deutschen Militarismus, und damit de» deutschen Konterrevolution zu veranlassen. Di? „Frankfurter Zeitung" trifft durchaus das Rich- tige, wenn sie alz Folge der jetzigen Ereignis» im Osten „die Schrecken eines neuen schweren Krieges" für Deut'chlnnd voraussieht. Uber mehr als das: wenn der Protest des Proletariats aller Länder da? neu entzündete Kricgsfeuer im Osten nicht zum Erlöschen bringt, so steht Deutschland vor der unmittelbaren Gefahr einer siegreichen Konterrevolution, die den kaiserlichen Militarismus wieder fest in den Sattel heben wird. Dieser Zusammenhänge sollen alle Arbeiter und Ar- beiterinnen eingedenk irin, die am Dienstag gegen die neuen Kriegsgefahren demonstrieren werden. Es gilt nicht bloß, ein platonisches Snmpathiebckenntnis für die ruf- fische Sowjetrepublik abzulegen. Es gilt, dcrinter� nationalen Reaktion, und vor allem den offenen und verkappten Reaktionären in Deutschland zu zeigen, daß die deutsche Arbeiterklasse auf dem Posten ist, um den verruchten Plänen der Gegenrevolution näre den unbeugsamen Friedenswillen des Proletariats entgegenzustellen. England und Z�chland. Der neue Krieg im Osten, de» dürrst den Vorstoß Polens eröffnet worden ist, findet in der englischen Oefsentlichkelt »ine sehr deutliche Ablehnung. Die cnylische Regie- rung sieht sich daher genötigt, mit beschwichtigenden Mit- tei'lungen hervorzutreten. So erklärte Bonar Law im eng- tischen Unterhaus, den Polen sei bei ihrem Angriff auf Rußland keine moralische oder materielle Unter st iltzung gemährt worden. Zu derselben Kate- gorie der BeruhigungsNoten gsliören folgende englische Meldungen aus Rußland, die den Eindruck erwecken sollen, daß England nach wie vor zu Friedensverhandlungen mit €>owjetrußland bereit sei. Amsterdam, g. Mai. Lomt»Westininster Gazette- verfichert ein drahtloser Mos- teuer Bericht, daß«nglisch-russische lZriede» stier- Handlungen bevorstehen. Lord C u r z o n Habs T s ch i t s ch c- r i n de« Borschlag gemacht, direkte it�rhaichlnugen mh dem General Wrang«! zu beginnen. 3.»rztm schlägt vor, biß eng- st>che Offiziere an diesen Verhandlung?-.» teilnehmen sollen. Da« e'nztge Mittel zur Wi«d«rhcrstellunz Friedens sei Dicherh.ii g«�en fernere Angriffe, und wenn Tnglrnd diese Garantie er- bait«, so sei eine wesentliche Bedingung ersüllt, und die Ver- Ist ndlungen lSnnten in freundschaftstcher Weis« ivrtgeseht werden. Der Funkspruch meldet weiter, daß.sNchitscherin in seiner Ant- tvrrt erllär«, die Cawjeiregicrung sei durchaus bereit, dem Hunsch« der englischen N?gierung»ntgegenzukommen. Die Zowset-egiernng sei damit einverstanden, mit der englischen Nr- gierung oder mit irgend jemandem, den sie bezc.chne, Verhandlungen über die Einstellung der Feindseligkeiten im Krim-Ab- schntt zu beginnen. Die Sswjetregierung fei bereit. Wrang«! und britisch« Offiziere zu diesen Verhandlung«» zu- zukafsen. Die obsnftehenden Meldungen bestätigen erneut, daß die Gowjetregierung naeb wie vor bereit ist, mit allen b«- teillgten Maaten tmd Kampfgruppen Friedensverhandlungen zu führen. ES liegt nuran den Entente- regierungen, daß diese Verhandlungen noch nicht eingeleitet worden sind,»nd daß statt des Friedens ein neuer blutiger Krieg im Osten auS- gebrochen ist. Ziwnnerheim und die englische Nlssion. Von einer Quelle, an deren Glaubwürdigkeit wir zu ztveifeln keinen Anlaß haben, erfahren wir: Es muß beni General Malcolm zugestanden werden, daß er mit dem finnischen Mördergeneral Manncrheim nicht selbst verhandelt hat und eS auch ablehnte, persönlich mit irgendwelchen Mittelspersonen in Verbindung zu treten. Dagegen dürfte es Hmn Malcolm nicht unbekannt 'ein, daß das Mitglied der englischen Militärmijsion, der irische jkapitän O'Breen. der mich während der Kapp- Dage eine zweideutige Haltung einnahm, mit Manner. heim verhandelt hat. Dieser Herr hat auch mit hiesigen russischen reaktionären Kreisen verhandelt und in ihnen die Vorstellung ausreclzterhalten, daß auch Malcolm zu Verhandlungen geneigt seid Sie Rechlssozlallsleu und die Todesurkelle. Ein Telegramm de».Vorwärts' aus B«>ch»im stellt fest, wie von»in» bereits seit Wochen täglich mitgeteilt wurde, daß die Kriegsgerichte entgegen den Belefelder Vereinbarungen Hundert»- von Arbeitern verurteilen, die nur zur Abwehr des Kapp-PutscheS die Waffen ergriffen hatten. Wir haben gegen dieses Treiben von Anfang an den Erlaß einer Amnestieverordnung gefordert, wie das den Bielefelder Vereinbarungen entspricht. Die Regie- rung bat sie abgelehnt, und in Ucbereinstimmüng mit ihr fordert der.Vorwärts" auch mir, daß Urteile der außerordentlichen Kriegsgerichte nicht endgültig sind, sondern angefochten werden dürfen, wodurch natürlich an den Urteilen und den Ver« folgungen der Arbeiterschaft nichlS geändert würde. i Roch bescheidener ist der.Vorwärts' in seiner Ve> urreilung der beiden Todesurteile, deren Vollstreckung nur mög. lich wurde, weil sein Parteifreund Udert von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch ge macht hat. Ohne dieses Verhalten auch nur mit einem Wort zu kritisieren, begnügt er sich mit der lakonischen Feststellung: .Di« Verurteilten hatten nicht die Möglichkeit, da» Urteil anzufechten.' EbrrtS unerhörte HandlnngSweif» findet als» zum mindesten die stillschwelgende Duldung der rechtssozialistischen Partei. Damit enthüllt sie Nicht nur, daß sie gar nicht daran denkt, sich in ihren praktischen Handlungen von den Grundsätzen de» Sozialismus leiten zu lasten, sondern sie bestätigt auch ihren mangelnden Willen und ihre Ohnmacht zur Er- füllung der den Arbeitern bei Ruhrgebiets gegebenen Versprechungen. Wer im Ruhrgebict gegen die Kapp-Putschisten gekämpft hat, wandert ins Gefängnis oder wird gar erschosten, während die Kapp, Lüttwitz, Bauer, Ludendorff und Ehrhardt und die übrigen Verbrecher ungestraft weiter Verschwürungen gegen die Republik anzetteln dürfen. Das find die von den Rechtssozialisten gepriesenen und mit Eifer verteidigten großen.Srr»>ng?nschaft«i' der Koalitionspolitik. RevoluNon in Llchlerfelde. Mn dsr früheren Lichterfelder Kadettenanstakt, die vor wenigen Wochen in eine stattliche MIdungSanstalt umgewandelt worden ist, ist«in« Revolution ausgebrochen. Die Schüler weigern sich, den Anordnungen der neuem AnstaltÄleitung Folge zu leisten, sie beschimpfen die Regierung und stoßen die fürchterliche Drohung rfuS, daß„der Geist bat kbniglich-preu» ßi schen Kadetten nicht untevgehen werde'. Die schwarz- rote- goldene Fahne ist von der Anstalt heruntergerissen worden. Durch Aufrufe und FkuMätter, di« ist d«. Anstalt angeschlagen werden, wich eine niedrige Judcnhetze getrieben. Kurz gesagt, die ehemaligen Kadeiio« tonzon der Regierung auf der Rase herum und sage» M spekt vor ihr haben Die Hetze geht natürlich rtlcht von ScMlern selber an#, sondern dies« sind von einer OffizterSclique nur dar geschoben worden. Herr Haenisch hat den jungen Brirschei» angedroht, dag «r sie von der Anstalt entfernen werde, wenn sie sich d«r neues Ordnung wicht fügen würbon. Diese Maßnahme ist durchaus be- Bcchtigl und wir hoffen, daß sie recht bald in die Tat umgesetzt wird. Tausende intelligente Pvoletarierkinder können jederzeit als Ersatz in die Anstalt arrfgenoimnen werden. Ei« sind der staatlichen Unterstützung viel würdiger als de bisherigen Ja- fassen, di« nur auf Grund ivgendÄneS Privilegs der Eltern in die Anstalt towimen, ohne da» sie die uotweudige sittlich« und geistige Qualität liesihc». Die Pflanzstätte des preußischen Offlzierkorps. In der»Deutischen Zeitung' wird«in Loblied über die Lichterjelder KadeUenanstalt angcstiimnlt. Sie wird als die.Ge» rühmte Pflanzstätte d-s preußischen OffizierkorpS' bezeichnet, und von ihren Insassen heißt eS, daß»sie ein« AuSles« von bestem Dl enschem Material, körperlich und geistig, ja überhaupt daS beste, was die Nation er»enge', dar- stellten. Wie es in den preußischen Kadeitenanstalten in Wirk- lichleit aucfol), auS welchem» Material Schüler und Lehrer be- 'standen, das hat vor mehreren Wochen ein SlabSoffizier in der WcXtbichnr" festgcstellt. Er schrieb-. .Alle sexuellen Perversitäten blühten und wurden ziemlich offen betrieben; Heinwungen in der Beziehung gab eS nicht. Einmal stand ich als Elfjähriger Posten, während mein Stubenältester sich im Kuhstall deS Cetonomen mit einer Kuh irgendwie amüsierte. Jeder Tertianer hatte seinen.Schuß', das heißt: eine Art männlicher Gclieb- ten, mit der er ganz offen verkehrte, und die deswegen keineswegs von den anderen verachtet wurden. Schlimm war ja überhaupt nicht so sehr, daß dergleichen Dinge vorkamen— denn welches Internat ist davon frei?—, sondern daß eigentlich niemand elwa» dabei fand. Kerngesund«, rüde Lümmel», die mit 10 Jahren schon ö Klimmzüge machen konnten, kamen bei diel-r Erziehungsmethode auch ganz gut durch und fühlten sich sehr wohl dabei. Wer aber ein bißchen komplizierter veranlagt und mehr auf Wissenschast und Künste gerichtet»der wer kör. perlich zart war. der litt bitter unter dem Geist der Anstalt.' Von der Lichterfelder Kadettrnanstalt wird im besonderen ge- sagt, daß dl« begabteren Schüler der Sekunda mehr wußten att die Lehrer. Di« Erzieher waren größtenteils jung« Offiziere, di« wegen Schulden und wegen SaufenS kaltgestellt waren und di- nun in der Anstalt ihre moralische Onalifikation an den Schülern erproben konnten. DaS ist daS Bild der preußischen Kadetten- anstalten in Wahrheit. Und e» macht der.Deutschen Zeitung- alle Ehr«, daß sie diesen Brutstätten der geistigen und moralische', Unzucht dick« Tränen nachweint. ZechlsloziMIlche KMM'ea fit Bccllti tinO vrondeiibmz. Di« rÄhiSfozfalkftisch« Parteikonferenz kür Berfin rmb Vran» denkmrg stellte am Sonntag, wie die.P. P. N.' erfahren, folgend« Kandidaten auf:» � Für den WahlTvel» Bersirr: 1. Hugo Heimann, 2. Frau D o h m s ch ü ch. 8, Richard Fischer, 4. SIe»chSminist«r Rob«i Schmidt.. Fü» den WaMrei, Potsdam Ii t Rudolf Wissel!, 1 Marie Juchacz, 8. Otto Siedow- Drandemburg, 4. Har. mann Müller- Riede rbarnün(nicht der Reichskanzler), 6. Adolf Wufchick, 0. Alex S a i l« r- Luckenwalde. DaZ bisherige Mitglied der Nationalvers, mmlung Stach!-. Spandau hat dt« Wiederaufstelluna abgelehnt. Für den Wahttrei« PoiSdam l I(Frankfurt a. O.): k. Ott» Weis, S. Cü». Schumann, 3. Karl Giebel, 4. Richars Schmidt, v. Anna Matscht«. 0. Äarl Frete«(Landrcrt in Kölau).. Abgesehen von den Kandidaten, in««in« Mederausstellung abgelehnt haben, sind tl durchweg die bisherigen Mitglieder den Nationalversammlung. M-LNgsarheit in der sozialistischen GeAeinde. Bon Georg Kaufmann. Stn zahlovichbn Orten DeulMand« hat die Revokuvion posi- lisch« Kräfteverhältnisse geschaffen, die dem ProletarUj«inen ent. scheidenden Einfluß im Gemrfndeparlamitnt gaben. Wenn nun aber unsere Genossen d!« Hebel da» Vornxrltung�apparate» in die Hand genommen haben, so nicht deshalb, weil ste di« zu- sommenkrachende kapitostftifche Wirtschaftsordnung wieder aufrich. t«« wollten und hierzu mehr Befähigung als ihre bürgerlichen «orgänger mitzubringen vermeinien, sondern weil die Berwal- lungSarbeit ihnen Gelegenheit bot. di« au» d«m unanfhaltsamen fiersetzung'vrozeß de» GesellschaftSIürp-r« sich ergebenden Ten- denzen in Bchnen zu leiten, in denen fi« dsr Verwirklichung M TogioliSmuS zum Besten dienen müssen. j Bei der SchaffunD von kommunalen B kdungS-AuSschüssen war e» den Unafthängigen Immer, den MrhrheitS-Soziallstetl in den meisten Fällen ebenfalls dariim zu tun, mit Hilfe Veser� Einrichtung den Gemeindemitgliedcrn zu ze'zen, daß der Sozio. iiSmu» da» notwendige Ergebnis geschichtlicher Entwicklung ist i und daß alle Gegnerschaft dem sinnlosen Bekänipsert von Natu«»! g»s«hen gleich kommt.. HZ« di« Wemcind»öikdung»«rb«it in diesem Sinne und mit fester Hand geleitet wurde, war die Folg«, daß die bürgerlichen Mitglieder des Kommunalen BildungS-AuSichusse» erklärten, nicht mehr mittun zu Hinnen,„d-, eS keinen Zweck habe'. Die weitere ckolge war die kabotog« t.r getroffenen Veranstaltungen durch .öS Bürgertum. W'««bot konnte der Kommunal« Bildungs- Ausschuß, der nunmehr aus die lernbefl'sscn« i.cbeiterschaft an- gewiesen war, feine Pläne ausführen, solang« Partelbil- » U n gS- A u« s ch ü s s« am Ort« fiiiiktisnicllen? Theoretiker de» BildungSwesen« hSri man sogen: Die Partei. bi'dnngSarbcit hat den Zweck, die Genossen zu geschntten Klassen.! ärnpsern zu machen, sie mit jenem Wissen auszurüsten, dessen sie m Kampfe gegen die reoktionSrcn Machte der kopitalistischrn iZ'ttiordnuug bedürfen. Das Ist nun in der To» die Aufgabe der ParteibiwungSnrbsit. Aber ist deun sozialistische B!» tuNk>zarbrit ander» überhaupt denkbar» Muß nicht jede .vabrbast sozialistische BildungSarbei' Hest edt'ein, den Massen .'ie Augen zu iifinon über d e Slcn.Squ-Aen, welche die Welt ocrgifiln? llnt ist»S nicht durchaus demokratisch, eine .vissenschofilich begründete Wcllanschanung auS öficiillichen Mit- loln zu pstegen. wenn di« Mchrhett d»r Gemeinde ihr zuncigtk ? IS Teiler bei Kommunalen Bildu iigs-AuSschusseS einer große. »eu Irrftnec Porortgrmeinde empfehle ich den in der Bildinigs- arber»»ätiggn Gonofjen, in der«» Gemeinden«irre dm sogia. lrftischen Interesse günstig« Parteikonstellatton besteht, folgende AÄieitSmethode, die ich mit vollem Erfolg durchgetsthrj Hobe. Im Kommunalen»ildungSousschuß sitzen Mitglieder der BildungStommission beider sozialistischer Parteien. Die Mitgti». der dieser'Ktz-mmifsion haben die Aufgabe, Anregungen und Wünsch« au« den arbeiienden Schichten der BevStlerunz an den Kommunalen Ausschuß weiter zu geben, für dessen Vcranstaltun. gen in Ihrem Wirkungskreis zu werben und der Arbeiterschaft di« Absicht de» Kommunsien VolkSbildungS-SuSfchuss«» mitzuteilo». Bildende Bevanftaltungen, Kurse, Kunst- und Unterhaltuuig».,b«nde von festen der Parteien finden nicht mehr statt. Di« sozialistische BilbungSarbett wird zur Sffeistlichon Angeleg nheft und geht an den Kommunalen Bildung»- Autsckuß Lk««. DaS alle» geschieht unbeschadet der AuSeinandersStzunzev auf parte!- polittschem Gebiet,»vo selbst aber den jkampfsormtn gerade durch da« Zusammengehen iti der Bildu, igSorbeit mancher giftige Stachel genommen wird. Der Kommunale Bildung». AuSch uß hat die Aufgab«, jedem Benscindemiiglicd Gelegenheit zu steten, die Gebrochen der kap'- talisttfchen Weltordnung und die Ritol zu ihrer Beseitigung zu erkennen.' Kenn der BlldungS-AuSschnß dieser Aufgabe gerecht wird. bedeutet die Preisgabe der örtlichen PatteidiidungSarbeit swenig. sten» in ktoineren Orten und wo wir die Mehrheit für uns haben. Red.) keinen Berlust für die Partei, sondern einen er» heblichen B'tiiil. Abgesehen von der finanziellen Seit«(die Kommnii« ist viel eher olS hie Parteiorganisation in der Lage, die Kosten für teule Lehikurse, hochua.'ifi�icrte künstlerische Tue- bietungon und dergl. zu tragen) ist e- von großem erzieherischem Wert, lrnnn die ssziül'sstische Dildungsarbc't zur tzelksüliliche« An- geiegenheit aller wird und daß dadurch de» soz-'dank« ti«s«r i»i das VoikSbewußlsrin«iiidringt. Die proletarischen Feierstunden, die di« U. S. P. D. an den Sonntazmittaseu im Großen S ch a u> v i« l h a u f e der- anstaltet, haben für die Arbeitceklasse steigende künstlerische Bedeutung gewonnen. Am letzten Sonntag hatte sich in danken»- werter Weise der Ukrainische Nationalchor in den Dienst unserer Sache gestellt. Er ist ja in Amerika und Europa unterwegs, um uns mit dein keine- Grenzen kennenden Band echter Volkskunst und Musik international zu umschlingen. Die unvergleichliche» Leistungen dieses Chor» mit seinem spi«gel- blanken Stii" rial und seinen nicht durch das Wort, svnbetn durch den D. allen Herzen gehenden Volksweisen sind hier schon mehrfarii rühmt worden Gestern in dem schönen hohen Kuppelraum, den die Arbeiter bis in di« oberste» Ringe füllte», verschwisierten sich mehr denn je die Empfindungen der--anger- schar und Ihrer begeisterten Hörer. Mlt Orgelkiang begann dies« wahrhafte Feierstunde. Dann gedachte Genosse Breitscheid in snner Ansprache uns«««» verstorbenen Mitkämpfer« Emanuel Wurm, für den der Chor einen Trauergesng anstimmt«. Zwischen sentett übrigen Liedern ließen unsere stet» bereit« und begeisternd« Sprecherin Tilla Durieux sowie der ausgezeichnete Tenor de» Opernhauses. Waldemar Henk«, ihre Kunst leuchten, und zum Schluß rauschten di« Klänge de« Arbeltermarsaillaise durch Herz und HauS. � Zu«wer Protestkundgebung S«g»u di» LustbarkeltSstcner hatten sich gestern Direkoren, Schauspieler, Schriftsteller. Uch- nische» Vühncnpersenal und ander« Thea'rikreis« auf V-'ran- Zassung Ichoer Organisationen tm MetropÄiheater versammelt. Di« Rodner waren fich darin einig, daß e» sich um eine Erdrosse- lungssteuer handle, mft der der Aersiner Mogistrat d« Kunst «inen Bärendienst z« leistet Hab«. sSagen wir lieber unverbiümt: dem Theatergeschäft und d.-m CieschäftScheatcr von'mute') Ein Betrat geistiger Arbeiter als Slszänzung zum ReichStvirt. schufiSrot wurde eine Schrittst« llertztzutatis-n beim R«äch?tzväK- denlon vom Minilfter des Innern, Herrn Koch, vorgefchbaaen. Gin Reichskulturamt bestehe bereits. Man merkt d«viM leider nur«ibeN fotvemig wie von einer«nlschieidanen Kuswtrposiäl im ncmen Deutschen Reich. Aber vielleicht tenwnl t» noch. Vvr- läuf'g wird di« Rügleruwg wicht einmal mit den Kadett«» fortig, di« ste trotz unveoschämt reaktionär« Brngelaien I« der umgetauften Lichterfelder Anstalt auf Staatskosten beläßt, statt lbnen dos provokatorisch« Kriegshandwerk gründlich zu legen und die ebenso anmaßenden wie renitenten Bürfchch«, in ArbeitS- boiaillone zu stecken. Rnttonattstische Nadtubrüdor hatten In Hall: die Autsührnug von Ne.ttlschö Sch»,»spiel.Da» Paradies' stiess«, har-MloS pazifistische Tendenz wir dann auch i« Berliner Reuen BolikS« thcaier kemwn lernien) durch allerhand Pvbeieien gestört. De- sondrrS lärmend halt« stch bei dem Theatreftasdal ein Freherr von Eberstein h? raargetan. Er war verhaftet worden, aber da» Gericht sprach ihn jetzt frei. Der hohe Gerichtshof wird sich der Hoftnnng hmgegeben haben, daß dieser eriauchi« AdelSsproß sein niederbrüllendes und geivakttättgoS Johlen kompensieren wird durch faiurtischrS BetfallSklalschen. dessen di« Mörderstück« von Graf Areo und Genossen, zwecks Schändung dsr E Snar, Tantwuer unh der übrigen Revolutionsopfer in unsere«» gessgnatei, vcpubllkani- 'chen Theater sicher find. An der BolkSbochschul, Nrofi-Berkin bcoinnen am Mantag, den lv. K. 20 folgende Kurf«: abends 7 Uhr. LunSwirts«�. Hochsch, sfnva! denilr. SL: Dr. Till ich, Tckzopauhrimr und Rietziche.—, Abend» 6 Uhr, Treptow, RealMmnasium, Reu« Krugallee a* ZandrickU. Qtuhca, A« neu« StchchSvertatlunm MssenklwSüedmg der IekriebsMe Grob'verlins. Dem Rufe der BetriebSrStezentrale zu einer Massensuwd» qeoung der Betr�bSräte, Arbeiter- und AeaestclltenrSie Siros» ÄerlinS noch dem Zirkus Busch hatten am Sonntage viele Tau»' !«ilde von BetrubSröten Folge geleistet. Um 3 Uhr war bereits der Zirkus Busch übersülllt, so daß in beiden Räumen und beut Borten von HaverlondS Fcstsälen Porallvtverjammlungen an» gesetzt werden mußten, aber trotzdem mußten große Mengen ur» kehren, denn auch die dortigen Räume reichten nicht«uZ. Als Gäste waren erschitnen ein bulgarischer Ginosse und «tnig« russtsche Genossen, unter ihnen da« Mitglied d-r odersten Gewerkschaftsleitung Schlapnikoff. der in einer Ansprache t« Grüße dcS russischen Proletariats überbrachte. _ Nach Uebersetzung der Ausführungen SchlapnikoffS durch Gen. Daumig wurde einstimmig eine Resolution b-schlsffen, i« der Kahrnehmmrg de« proletarischen TefamtwtmsseS 5»m Ziele haben. Das macht eine Ergänzung der L, itung der Räte» organisalion durch Vertreter der politischen Parteien und Gr- werkschasten, die sich zum prolctnrtschen Klassenkampf bekennen, notwendig." � MftWMulig der iüß. Die„Afa" hatte zum gestrigen Sonntag nach den Zentral- festsälen Alte Jakobitraße eine große Muglieoerversammlung einberuf«r» in der Genosse ktufhäuser über die Betriebsräte in der Praxis referierte. Da ein sehr starker Andrang war, mußt« eine Paralleiversami-Uung abgehalten werden, in welcher Fritz S ch in i dt uliec das gleiche Thema sprach. Aufhäuser: Der Kampf um die Auslegung des Betriebs- rätegefetzes hat auf der ganzen Linie begonnen. Mr waren Arbeiter. Asgssteilie. Genoffen!! Das international« Kapital holt zu einem schlag sogen die Sowjetrepublik aus. .. m."...............«;."F P---- D._... uns von Anfang an darüber tlar, daß dieser Kampf nicht in de» dle Vechanmielten den heldennrütigen Kämpfirn Rußlands chre � Por.amenle», sondern in den Betrieben ausgetragen werden warmne Syinpach:« aussprechen und geishen, mit allen Kräften i muß, und zwar müssen ihn die Arbeiter und Angestellten in ge- von Borkampfer« des Sozialismus untctstützung zu gewilchtt«. schiossener Front gegen das vereinigle Unternehmertum führen. Hieraus ergriff Genosse Daum ig das Wort und schilderte einleitend die Entwicklung des Rätegedankens in Deutschland. DaS Betriebsrätegcfctz sei ein Hohn auf den Rätezebanken. Der Rätegedanke fordere die wirtschaftliche und politische Macht» ergreifung durch das Proletariat. Jeder einzelne habe sich zu «cvolulionicren, sonst bleibe daZ Volk die Lakaienherde, die«3 diShrr war. Für die DetriebSrät« drohten jetzt großeGefahren. Die Räte könnten nur w'rkcn, wenn die ganze Belegschast de« Be- triekvs hinter ihnen flehe. Sie haben jedoch nicht lediglich die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten, sondern die Kontrolle des Produktionsprozesses so wah zunehmen, daß sie jederz-it im- stände sind, die Leitung des Beiriebrs zu übernehmen. Die stch aufdrängenden Arbeiten können nur erledigt werden durch Zu fammenschluß der Betriebsräte in ganzen Industrien und Jw dustriegruppcn. Die alten, �entralistischen Berufs gewcrkschafien, die«och nicht ioweu seien, daß sie alt revolutionäre Gebilde in Anwendung oe- rächt werden fiimikn, seien zu eng, um die Aufgaben der Äe- triebZräte erledigen zu können. Sine besondere Be t r ie HS» räte. Organisation sei notwendig. Eine große Gefahr sei die Korrumpierung der Be. t r i e b S r ä t e. Schon jetzt sei«S ein geflügeltes Wort der llnternehmer:„Ein guier Betriebsrat ist teuer!" Der Betriebs- rat muß sich stets bewußt bleiben, daß er der Vertrauensmann der Arbeiterschaft ist. Die Betriebs räte-Organisatien habe weiwr zu kämpfen gegen die Tendenzen der alten Gewerkfchafien.deren ganze Taktik und Denkweise nicht auf den hvute brennend gewordenen Endkampf mit tem Kaviwt eingestellt sei, die Arbeitsgemeinschaften eingegangen Seien. Es sind Bestrebungen vorhanden, die aus den Betrwbsräien lnhängsel de? Gewerlschasten und damit aus ihnen Agenten der Arbeitsgemeinschaften und des Kapitals machen möchten. Den alten reaktionären Gewerkschaften dürfen sich die Betriebsräte Nicht untersvtznen, sondern sie müssen sich in besonderen Organi- salionen zusammenschließen. Gegen diesen Zusammenschluß der Betriebsräte arbeiten jedocki nicht nur die reaktionären Äewerk- schakiZburea'.ikrateu, sondern auch TewerkschaftSkreis«, die be- haupten, mif revolutionörem Beden zu stehen. Der Beschluß der Gewerkschaf tskem Mission ist genau so zu bewerten, wie die Taktik der Legienschen Rich- tung. Die Ufa stärkt lediglich den Standesdünkel und d-e Bs- rusSbgrnierkheit der Angestellten. Aber auch die Angestellten werden einleben lernen, daß sie im Kampfe gegen das Unte-r- nehmertim machtlos sind, wenn sie nicht die Unterstützung der Arbeiter haben. In den Betrieben dürfen den AngesteMen die Trdnnungstendcnzen und zünktliri'che Bormeriheit der Afa nicht «ntgotten werden, sondern sie find zur Kameradschaftlichkeit im Interesse der Erfüllung weitere? Aufgaben zu erziehen. Infolge der pvlltischen ZerNüftung der Arbeitnehmer muß durch Schaffung der BetriebZräts-Orxanisaiion ein Boden der Einigkeit de? Proletariat? geschaffen wrden. Denn eS ist nickt Aufgabe de? Betriebsräte den Parteihader zu schüren, wohl aber müssen sie die Arbeiinshmer auf ihre wahren Frermde aufmerksam machen. Die Frage der Schaffunq politischer Räte werde die Arbeiter Für 4ie Bstriebsruie ist es von größter Wichtigkeit, den Geist, der das Unternehmertum beherrscht, kenneuzuternen, um den Auslegungen der im Solde der Kapitalisten stehenden wissen- schafUtchen Kommentatoren wirksam entgegentreten zu können. Aufhäuier zeigte an Hand vieler Beispiele, dag es unbedingt not- wendig ist, dag die Betriebsräte in die Geheimnisse der Betriebs- führung einbringen. Die Valutaschwierigleilen, in denen wir uns befinden, haben wir in erster Linie den Schiebungen und dem Wucher der Kapitalisten zu verdanken. In einem Rundschreiben teilt der vom NeichSkommissar Air Ein- und Ausfuhrbelvilligungen bestellte AertrauenLmann Dr. E. JIgenstein unter dem 19. 4. d. I.(Akt. Z. tt S/S a. P.H.B.) an die PapierherstellungSmaschiUenfabriten mit:»Gelegentlich der letzten Mitgliederversammlungen der Papierherftellungs- maschinenfabrikaulen wurde festgestellt, daß die bisherigen Zu- schlage für das Ausland infolge der veränderten Berhältmsse jetzt al» zu hoch anzusehen sind. ES wutde bsonders darauf hin- gewiesen, daß die Rohmaterialpreise, insbesondere diejenigen für Eisen- und Metallerzeugnisse, die Weltmarktpreise erreicht, teil- weise sogar überschritten haben. Hinsichtlich der Löhne besteht für die deutschen Firmen noch ein wesentlicher Vorsprung vor den ausländischen. Daraus ergibt sich, daß ein AuSlandSzuschlag nicht mehr auf die M a t e r i a l p r e i s e, sondern nur auf die Löhne erhoben werden kann. Es ist daher beschlossen worden, statt eine? Unkosteirzuschlages von All) Prozent werden in Zu- kunft 509 Prozent genommen. Ein besonderer auf den End- betrag zuzuschlagender Zuschlag für Auslandslieferungeu fällt weg." In der Frage deS Mitbestimmungsrechts hat der Gesetzgeber eine große Lücke gelassen. Bei kommenden Kämpfen und Tarifverhandlungen müssen wir mehr da» Schwergewicht auf Erfüllung dieser idealen Forderung legen.alö bisher. Wir müssen uns weiter fragen, wie körnten wir die Arbeiter und Angestellten befähigen, die Kräfte m den einzelnen Betrieben zu großen machtvollen Aktionen zu verwenden. Da» geht nur, wenn die Betriebsräte in Händen der Gewerkschaften leiben. Die Gewerkschaften haben in jahrzehntelangem Kampf sich zu Machtjaktoren entwickelt; wenn heute Körperschaften wie die BetriebSrätezentra!« die Gewerkschaften sie auf das Niveau deS reinen LohnkamvfeS zurückwerfen wollen, so können wir schon heute erklären, daß sich die Gewerkschaften nicht mehr von dem Boden des prinzipiellen Klassen- kampfes verdrängen lassen werden. Auch werden wir eS nicht dulden, daß die Betriebsrätezentrale außerhalb de« Rahmen? der Gewerkschaften deren Funktionen übernimmt. Das Wesen der„Sfa" wird von den Arbeiter« orHonisationen vielfach veckannt. Unser Be. streben gecht sttz. dahin, mit unfecen beueitS von unS zusammen- neuen Auch in Deutschiand sind Ktäfte mn Werke, die diesen Strtzich unter- stntzen! In Eurer Hand liesit es, ihn zunichte zu mache». Denn die russische Freiheit, ist auch Eure Freiheit. Erhebt deshalb am 11. Mai Eure Stimme zu einem gewaltigen Protest gegen die intern ationaleVerschwörung. Die TeNtonftratisn der II. S. P.D.. in morgen nachmittag 8 Uhr im Luft garten stattfindet, muß zu einer WachMen Kundgebung das»esamtsn Berliner Proletariats werden. Wie am 21. Mai 1KS.9 das Beniner Proletariat durch einen Niesen- anfmarsch der N-gierung gezeigt hat, daß es sich unter keinen Umständen in einen Nevanchekrieg treiben lassen wird, so sollt Ihr, Arbeiter, Angestellte, Genossen, am 11. Mai 1SM an der gleichen Stelle ausmarlschieren und) der Watt Euren Willen kunldgeben: Hönde weg von Zowjel-Rußland! gtfaßte,» BowiebSräten«in« gemeinsame Front mit den Betriebsräten der A r b e i t e r o r ga s a t to n«« zu bilden. Der„Allgemeine deutsch- Gewerkschaftsbund" und dl«.As»" nsid heute zwei unüberwinditche Machtfakt Oven. Ich möchte doK- h«tb alle Arbeiner und Angestellten ersuchen, sich von ic grudweichen Körperschaften, wie dem von der Betriebs räpizentrate protvg'erte« ssgienonnten»Freien Nnzeftsllten-Bsrbond", von der »och lang: br'chäfr g»!, und es»cvde noch manchen Kempf mit! gesunden Ginmvlage der Kreton Gewevkschastan kMrmgpu zu den Parteien und Grwerkfthsften �»ben. Ueber den Ausgang lassen lichen und schweren hauswirtschafllichen Tätigkeit während 8 Wochen vor der Geburt und 8 Wachen nach der Geburt de» Kindes, unter Gewährung eines ausreichend hohen UnterstützungS- satzeS. Obwohl die Frauen durch die Revolution endlich freie Staats. bürgerinnen wurden, ist doch die rechiliche Gleichstellung sehr wenig durchgeführt. Die Wchizulassung der Frauen zu der» schiedenen Berufen und Aemtern ist unter den heutigen An- ständen nicht mehr auscechtzuerhalten. An die Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse richten die Versammlungen den Appell, unter dem Banner der U. S. P. D., der Partei de» revolutionären Proletariats, den Kampf für diese Forderungen aufzunchmen, und besonders k«t den kommenden ReichStagZwahlea energisch zu vertreten. Heber die Grenzpfähle und Absperrungen hinwog reichen toip unseren Sc�vestern in allen Ländern unsere Hände entgegen und«.! klären laut und feierlich, daß wir mit ihnen gemeinsam den Kampf! gegen den internationalen Kapital' kmuS und MiliiariSmu», gegen die internationale Reaktion und Gegenrevolution führen wollen." *• In Lichtenberg war der Frauentag ßfewnuS zathkrvich Besucht. Die Aula in der Parkaue konnte ifiK Merlge kaum fassen. Dick Genossin Demmning erklärte dle Bedeutung des imter» nationalen FoawenprgS. fcnÄeUiie dem Mnd)e-r« und Säugling»- schuh und wies auf die komtnertden RteichstagAvahlsn hin. Sie ging auf die jetzigen politischen Fragen ein und für der je zum Schchuh die grauen auf, ihre Stimme für die U. S. P. abzugeben. Nach Besang und Rezitation ordneten stch die Frauen zu einem langen, wirkungsvollen DsmousivationSzug durch Lichtenberg Am Mktortaplatz wurde der Zug nach einer kurzen Ansprache der Genossin Demmning aufgelöst. Zahlmiche Neuauf.rahmrn waren zu verzeichnen. In Neukölln beteilig« sich Sine grohe Anzahl Frai««» an unserem Frauentag. In der Reatlschick Al der Kail??- Fri ed rich- Staaße svrach die Genossin Drescher- NswawaS über die Be- deutung des Tage«. Nach Schluß der Bsvfammiüng bildete sich ein TamonftvationKzug, der sich bis zum Herfurthplatz bewegte und dort äuSsinandevglng. Auch in Neukölln klsnntsn neu.? Mit- gl Uder und Mwnnöntxin für die.Kämpferin" gewonnen werden. diese? Kämpf« beständen aber keine Zweifel. sAeäthafter Beifall.) Pieck lK. P. 35.©paetukuMurck)«reck bsfondeez fftr einer. Dualismus beim Aufbau der RöteoeganiUtiion— posit tAe und wirtschaftliche— ei« und behandelte dieses Tb»ma»uSfähcKch* öfters durch ftoifchent*«« unterbrochen.»8»ve«t Ben. Richarb Msillet den Standpunkt vertrat, baß den Bewerlkchaftsn die Fülsiung polsti- cher Kämpfe nich' überlallen werden sonne. Zur Führung dieser Kämpfe seien b\t BetaiebSräte zusaonmenzufttss-n. Di» Schaffung Politischer Aebritevräte würde angestrebt, sie feien aber nicht von heute auf morgen auS dem Boden zu stampf««. Wen« Recht?- sozierl'sien und Afa sich der Entwicklung entgegenstemmeu wür- t»n. so würden sie dast>«k? Ob'er ihrer Eitelkeit und ist«« Größen- wahns aus der Gbeecke ble-dsn. Gagen l Stimme wurde die nmststchende Entschließuna von der Bersamonlnug gutgeheißen: »DaS RSteshstem wird als ÄrganifationSsorm der sozio- listisch?« Gesellschaft anerkannt. Gas deutsch« Proletariat ist zur Stunde organisatorisch und politisch zerklüftet; es zu einheitlichen und geschlossenen Kampffor- m a t i o n e n zusammenzufassen, ist das nächste Fiel. Das siätefystem zewährleistet die Eammluna des PreleiariatS. sitir Führung des Kampfs« um die politische Macht bedarf dos Proletariat der politischen ArbeiterrSte, deren Ro'- oendigkeit der Arbeiterschaft ständig zm Bewußtsein gebtmht werden muß Zur NmwanMung der anarchischen»ich o>,k der Ausbeutung de» Proletariat? begründeten kapitalistischen Produktion in die sozialistische Vedarfswirtschafi ist eine Organisation der Betriebsräte notwendig. Die Versammlung verpflichtet die Äetriebsrät« aller Oraa- nksationen und Parteirichlunaen, stch nach Industrie- und Ber- k-hrszweigen zu so mm anzuschließen und unter«ine-ach den Grundsätzen deS Räteshsiems gewählte Veik'.tng zu stellen. Oberste Fnstanz dieser Räteoogauisation toll die General- Versammlung der Beiriebsiäte des gesamten ksiirtschaftZbezirkes Gr»h»Berlin fein, in der die Betriebsrö« aller Fudustri-pvuppe« ihrer Stärke entsprechend vertreten sind. Die Bersauimliing verurteilt die Dtelluu-inahme bor Verliner UewerkschaftSko-nmisston, die den Zusammenschluß der Petriebs- räte über den Mahme« der Serrifsorzanikatien zu verljlud-rn sucht»ntz die Betriebsräte zu ble&e« Pertraueuskeirten der BernfSgewerkschafte««nd damit zu Organen der Ardestszem in- schast machen will. Im gegenwärtigen Gtadium der sozialen Revolution darf »e Organisation der Betriebsräte und tdre verantwortliche keitnng nicht in die au? dem kavitalistiichen ProduktioNSprotetz -ich erlebende» Lohn- und ArbeitSkäMpfe eingreifen. ? Äle Borhereitung und Fllhrung dieser Kämpft fällt den Ge- workschatten z». deren Umstellung zu I n d» st r i e v e r b S n- d e N in tz r Ricktunz der wirtschnstllchen Entwicklung liegt und von allen Ruhäugrr!' de? Rittest, stem? anzustreben ist. Die Aufgabe» und da? Tätigkeitsgebiet der Mäteorganisation werden. durch die Kämvfe im Berlai.f der sozialen Nevolntion bedingt. Solange die politische« Arbeiterräte »och nicht in Fnnktion getreten find, über- nehmen die Betrieb? rät.- die Durchfsihrnng der großen politis ch'e n Aktionen, die über den Partei- und Gewerkschaftsrahmen hinausgehen und die N ö r p e l bokräfti-gie im tvesen blicken durch feine AuS» fichmngen das Referat Aufhäuser«. In der Diskussion sprach O r t h m a n a ois Derpgtter der Berbiner Gewerkschaf.»» kam Mission im Tin« der in der lotz-teri Vollvarsnmmlung angs- nomm-emn Eni schNekung und erklärte, paß«r sich voll und ganz auf Pen vo« klnlhäusir emyenmnnienen Gtandpuntt stellen könne. Rur da» Z!isa:nuien-,zehon aller Hand- und Kopsardesier iaim uns zum Ziel« ftthren. Ruchpem noch einige Red'.er gafttvochen hatten, wurde eine Entzschlietzuiig ongenonimen, in der die„Afa" beauftragt wind, an den am A>. April lSSV aüfge stellten Richtlinien fe'tzu Halen. Damit war sin Antrog»rled.gt. der von der OrgamladiousHtnng forderte, nochnw!««ine Verständigung mÄ der Asttriebsräte- zonteal« anzubahn««. rsss.v.'rr tassnassan SSSStt Groß-Serl in. «mEUS SZZSNv�» Der Fraventsssi der Unabhängigen Sozialdemokratiö. Der gestrine KcauetAag hat gezagt, daß die feziaiististüe Idee bei den Frauen starke Wurzeln gesaßt lmt. Die Bebelli- zung an den von der lln. bhäimigtn Partei einbeoufenen Frauen- Versammlungen w»t so stark.'daß die BesamttäwmiWMttt des W-alhallatheaterS fast gicht cuiSreichten, um alle Frauen auf- zunehmon Aus allen Siadtviertrln Berlins kamen dl» Frauen m geschlossene« Zügen, geschmückt mit roten Fahnen, U»n auch nach außen hin zu dokumentieren� daß die Frauen unter d»» KätinSr de» revolutionären Sr-jickkutnuZ-marschieren. In würdiger Weisz leitet« der Diänner- und Franengesang- verein»Vorwärt»" mit AreihoitZliodern di« Persammlungen ein. Tie NMentinn-eti Luise Zieh, Bertha Brauiithal und Frida Wulff legte« in marl-unton Zöpen die Bedeutung dsS �imrwstidnalen FrMteniaH«» tz«w. Sie gingen in eingehender Ästiie auf di? Svoziatfordsrugeit der Frauen ein, als da find Mutterschutz, Einsührüng per Srchsstundenschichl für die Irauen, gl-ciche Enttvhnuna für sUich« Arecit, vollständige Gleich! ereckti- gimg cknf«Leu Gebietdu de? ftantd«üogertiche« Selens.. Sie zeigien an Hand von zahlreichen Beispielen, wi« wen'g d'« ver- ussunggebende ckta-i i o, i«!ve t ch m>■■ i ar-j den Forderungen det FrSuen Rechnung getrsgott dat. Unter lebhafter Zusti-urmung der vorsam motten Fötalen gnbeü die bkefePeniinnen der imee uatiolen KlassensolÄarttät Ailsdruck. In scharfen Worten geißelten sie die Mrschworunz der intern. ttionaien Kapitalisten gegen das proletarische Towsetrußlaitd. Unter begttstetttr Zu» stimmstNsl wurde»in-e Ackscklutio« einrnütig emgenomnten, in der es u. a. beißt: „Auch die nach der Rovolution zur Herrschaft gelangte De- mokoatie hat di« Frau alz Aröetterin und Rknitrr nicht genügend geschützt. Deshaw müssen auch heute unsere alten Fs derunxen nach einer durchgreifenden Sozialgesetzgebung er- hoben werden. Gl-.jcher Lohn sür ß iche Arbeft, pft Einführung-...„ �......».— r—r- des Techsstunden tag.« für Frauen. Jugendliche und«rSefter in SSSbÄ k'»' Ü�rMenÄt. 5'. d M,.».« s 5« n�.'. �sundheiisschS�ichen Betrieben, die Äbtchaefung dcrRachtacbett, Verlane,-s-senschest„Freiht!!",'». G. in. b. H., Berlin.— Druck den der Frauen, vollständige Befreiung der Frauen vo» jeder gewerb- l Lw-dendruckerel und Berlagsg-sellsch�st m. b. H, echlflbouechornei Uu MensmillelkgleNder. Thmckotkenburg. Fletsch SM chrmnm, Kartoffeln wich noch bsdannd gemacht, 90 Tramm Butter, 70 Tramm Schmalz, Allgemeine T otz-Bsr-t linee Lebensmittelkarte mit Aufbruck Choelvttsnburg: SS0 Tramm Marmelade(1V>. ZSü Tramm Kafersiorhen sSt), LZ0 Gramm Bohnen fSS), SSV Tramm Linsen(27). CHarlottenburg», rot» Nahrungonilttal- karte: S Päckchen Rot» Srtitza(587), 500 Tramm Bahnen(0381, 050 Tramm MÄofabrlkate(SM). Troh-Terliner NSHemsttelzufatzkarte für ftugenbllche mit Aufdruck Charta ttsnburp: SVl> Gramm Teige waren(05). Steglitz. 00 Gramm Butter, 050 Gramm Schmalz. Anmeldung� 10.— 10. Mai. 050 Gramm Welgenßtlch-nmahl(24), 500 Gramm weiße BoI>nen(SS). Bertetlung rem 13.— 15. Mai: 050 Gramm Marmelap« (10), 1SY Gramm Audein(00), 105 Gramm Graupen(AI, 050 Gramm Peluschken(03), 1 D»fe Bahnen in Schwelnefletfchbrühe für Haushalt» mit 5 Personen(Ab schnitt 11 der Hau«halt«karie>. AN-Glttnicka. SSO Gramm Marmelade(10), 350 Gramm Wetzen« mehl(S-l), IS» Gramm S bsen(100), 050 Gramm Saubohnen(10S), 050 Gramm Grieß(Rshrmtttelk arten). Fli? KrteHebefchÄdtgte 000 Gr. Kartoffolstiirkemeht, wuf Kortofkeikart?» 050 Gramm Karioffelmalzmahl: für alte Leute Mona! Mal 1 Roll« Kok», 500 G»mm Grieß und 5.00 Gramm Kartsffelssärkemehl. Auf K-rtin für Fugendliche Monat Mal 050 Gramm Hoftuflocken. Teltow. tOfl Gramm Schmalz, 100 Gramm Margarine, 050 Gramm Graupen(10). 850 Gramm braune Suppen(11), Kartoffeln gelangen In dieser Wockw nickt zum Berkaufi al« T satz Mittwech nachmittag 4 61» 7 Uhr Im Etüd tischen Verkaufsraum 300 Gvemm HMfenfrüchte, st rat tag nachmittag 4—0 Uhr 105 Gram« Kakao an Kranke und Kriegs- beschädig!». Mz lea SrgavisMsAe«. 1. Distrikt. I. Abteilung.«emetafchaftUcher Zahlabend Mttwoch 7 Uhr Stil« Fahobstr„. IZg. 11. tdistrtdt. Treffpunkt der Sensssen zur Gemonstrotion im Luch» garten am 11 Mgl. neckmtt!-.»» 4 Ahr. auf Sern Koppen-Plnß. 1?. und 18. Asteibt. Mantag, 7 Uhr, Gewerkschaft»- und Rat«- kommisston, Aula, EchereNbergstraße 7. Vortrag be» Ken Ptaltzabm � 15. Tiskikt. Räte- und Kemerkschafieiieminiffion. Haute 7 Uhr g»> meinfmne Sitzung der 18., 14. und 15. Abteilung bei Mar», Dredoio- straste 11. 10. Tistrckt. Die Gcnessen und Genssstunen de» Dlstrtkta, die am Dienetog nicht von den Petrieben»ue zum Lustgarten»«h«n, trels«» sich am Dienstag,>34 Uhr, an der Müller-, ffck e Tellerssrsße(WeddlnH- TafS). 18.«Urikt.»ie AIstrtb'..bonf»r»«, findet am Gienmag abend 7 Uhr im llokiil van Bock, sittlicher Straß» Z, statt. ??r' d-nan. Mobtog abend S Uhr silugblattverbrellung«an be« Zahla! endelitkalen. 7 Uhr Fiinktionkrfitzung bei Gpieß. Llchtti'.betlI. F« der am Disns'aa, den 11. Mat, mrchmitiasiS 5 Uhr. im«nsta-.rrtM st»ttf!iid?ndeu Demotisirat!« erwarte» wir. das vellrässsi«- Krsch?ft>,n aller Venossiimen nnv G?iiass«n.—. Die für DirWtcktz adwis angefttzfe Vorsintidssitzting findet nach Echlnß der Dkmonstvatton bot W. fAvh'. trotzdem statt. »schteuberg. Heute,!y!an>ag abend 7 Uhr Im Stodweroedneien- fitzun»«(aol Sitzung der siraktton und der Kommunalen Kommission. OtetntckeNdorf'Gst und Biest. Elternbeiräte, Mon«»S abend 7 Uhck in der Aula de» Aealgymnassum», Bern«» Htrocke, Bollrersammwna sämtlicher U. E. P. D. Stte-nbeiräte. Jersjüsksltndsr. BuM» der technischen Angestellten i"d Beamten. MÜgNedervev» sammiung der Orisoeowalsung Nordwest II Tienstck». abands 1)4 Uhr, >m Restourant„«Swsnkriiu", Alt-Meablt, Ecke W-rftss ehe.— Mitgtie- derversammlunx der vrteeerwettung Osten I Mttwoch abend 744 Udo im Restaurant„Patzenhoser", Warschauer«traß» 37,««. Hilcli öIq satibersle Mutter «esen Ksrp-r/u. KItKÄKM. F Tri»reiol-Pttdcx GiÄffroot feaen DlS�e, 2;— M» . a. i{t bt'r CSefa.jt ausgesetzt, bafj ihr Kind auS der S-a uIe gelegentlich Ilngez efer mitbringt. 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