einzelprew 20 Pfennig- 3.?ayreang Die„rttihtif er(tum moraens unö natfrm I tiaas, an 5onn» und Feftragcn nur morae»» D" Pt aasrnn beträgt bei teier.�ufttllnn« ins Pmi« 12.50 itt, ür das übrige Ausland Ii.— IN. zuzüglich v-Iut-auf'chlag, per L.ief für veutschlan» und Deslerreech 20�0 M Rkdn'i nn und(Ptstdittou; Strrlln?!W.«, Tri iffbaucrdamui 19 III. �erniprecher: 11 mt Norden 83»— 38 und 9768 vonneestog, öen 13. Wat 1�20 Nummer 173> N?orsen-/lusgabe vie achtgespaltene Nanpareillezeile oder deren Raum kostet 5__ Ml. ernschli estlich Teueeuag-Z ischlag.«lchne Ilnze gen:»a,' tgedrurfte wort 2.— Ml., jedes r..:tcut ntoct I.iO INf.,»indchsirgltch Ce lenutgszufchiag. kaufende Anzei t en laut Tarif. z-aiillen. Anzeigen und Stellengesuch: Z�O Ms. netto pro?e,'>t Ztcllenaisuch. m Wortclnzeiqen: da-. feechs Monate Gefängnis. Die Anordnung der Regierung, nur solche Leute zu be- strafen, die an Plünderungen oder sonstigen ungeseylichen Handlungen beteiligt waren, wird von den Kriegsgerichten nicht bejilg�. Für sie besteht weder das Bielefetder Ab- konimen noch die Vereinbarung von Münster zu Recht. Sie fühlen sich als die Vollstrecker des militärischen Rachewerks, dos der General von S c e ck t nach dem Niederschlagen des Kapp Putschcs gegen die Aroeiter eingeleitet hat. Recht und Gesetz wird achtlos beiseite gesckwbeir. Die Arbeiter werden einfach dafür bestraft, daß sie da? Lüttwitz- Verbrechen vereitelten und damit die Wiedcraufrichtung de� ilalsmelches, das Ziel uno die Sohnfucht aller Militär i- schcn und bürgerlichen Reaktionäre, verhinderten. � Dabei verfahren die Kriegsgerichte nach einer Praxis, die bisher in der Geschichte der deutschen Rechtsprechung nicht üblich.wa» und die nur in der Tätigkeit der u n g a r i s ch e n I u st i z b e h ö r d e n � die den Abscheu aller zivilisierten Menschen erregt hat, ein Beispiel findet. Um der Massen. oburteilung Herr werden zu können, haben sie v o c- gedruckte Urteile anfertigen lassen, in die nur der Name und das Strafmaß des Angakla�cn einzutragen sind. Tie außerordentlickien Kriegsgerichte händigen an die Nichter noch vor der Verhandlung, noch bevor über- Haupt der Angeklagte und die Zeugen gehört worden sind, gedruckte Urteilsbegrüudungeu aus, auf .Grund deren dann wahllos die fürchterlichsten Strafen verhängt werden- Das selbständige Nachdenken wird den Richtern abgenommen. Eine gut funktionierende U r- teilsmalchine fällt den Spruch auf schuldig und die Richter brauchen nur noch ihren Namen dazu herzugeben. Hier der Wortlaut der vorgedruckten UrteUsibegrünüung des Kriegsgerichts in Wesel: Gründe! Tkitte März 1020 trat im rheinisch-westfälischen Industrie- bezirk eine überwiegend aus ganz linlsradikalen Arbeitern zu» saminengesetzte..rote Armee" zusammen. Sie hatte, die teils mehr teiA wenige, wsen auZgesprolene Bestimmung, dleBerfassung und die dersassungSiiiäßige Staatsgewalt zu beseitigen und eine »Diktatur des Proletariats", oder wenn dieS noch nicht erreichbar. vorerst wenigstens eine reine Arbeitcrrcgiernng aufzurichten und zwar mit Waifengcwalt. Die Vorbereitungen zur Schaffung und zur, Bewaffnung dieser»roten Armee" waren seit Monaten im Geheimen betrieben worden. Die Ausrufung der Re- gierung Kapp und Lüttwitz gab, trotzdem dieser Putschversuch nach wenigen Tagen Husammeuoebrcchen und abgetan war, den Auf- rührern von links die erwünschte Gelegenheit, die»rote Armee" zu den Waffen zu rufen und ihre umstürzlerischen Pläne in die Tat umzusetzen. Die»rote Armee" brachte im Verlauf der Woche dom 14. bis 20, März 1020 fast das ganze rheinisch-westfälische Industriegebiet rechts des N Heines in ihre Gewalt, zum Teil unter heftige» blutigen Kämpfen mit der zur verfalsungSmähigen Re- gicrung stehenden bewaffneten Macht der Reichswehr, der staat- lichen und städtischen Polizei und der Bürgerwehren. Dieser Vorgang erfüllt deu Tatbestand des§ 115 Abs. 1 und 2 Et®.®., und zwar ist Teilnehmer an diesem Verbrechen ein jeder, der der„roten Armee" in irgendeiner Funltion angehört hat. Di« »rote Armee" ist eine öffentliche Zusavimenrottung, die g ew a l t» sam gegen die Behörden vorging, die sich in dar recht- mäßigen, Ausübung ihres Amtes befanden. Sie hat der bewaff- neten Macht, die von den Behörden zu ihrem Schutz zugezogen worden war, mit Waffengewalt und durch Bedrohung mit Gewalt in der rechtmäßigen Ausübung ihres Dienstes Widerstand geleistet und sie tätlich angegriffen. Alle durch die„rote Armee" in dieser Richtung begangenen Einzrlhandlungcn rrstrebtcn alS Erfolg den geplanten Umsturz und sind daher, soweit sie sich in diesem Straf- barkeitSrahmcn halten, alS eine fortgesetzte Handlung anzuschrn. Diese fortgesetzte Handlung ist von allen Angehörigen der»roten Armee" in Mittäterschaft«7 R G Bl.) begangen worden, gleich- gültig, welche Ausgabe die Organisation dem Einzeitnen zuwieS. Auch der Angeklag'e hat der»roten Armee" angehört und an ihrem Vorgehen in bewußtem und gewolltem Zusammenwirken teilgenommen; er war sich bewußt und war auch gewillt, durch Las Ende des oderschleflschen ölceils. Eigene Drahtmeldung der»Freiheit". Hindenburg, O.-S., 12. Mab Der polnische Generalstreik ist zvsammrngebrochen. ES stnd fast alle Belegschaften eingefahren. Bon einem Sympathiestreik der Polen für die Bolschcwisten kann keine Rede sein. Dieses Gerücht wurde verbreitet, um deu Geoeralstreik zu retten. Lerhand» lungen über wirtschaftliche Forderungen find vorher eiagcleltct ge- wesen, sie befinden sich noch im Borpadium der Besprechung. Beuthcn, O.-S» 12. Mai.(SB. T. B.) Der polnische Generalstreik ist b e e n d e t Auf allen Gruben. auch im Rybniker Revier, wtrd voll gearbeitet Zwei Lenkschrlsle« über die Medergui. machmg. B e r li n. 12. Mai.-n e u Hai der Reichsjustizminister erklärt, daß eine Strnfvcrfolgila« aller der- jeuigrn nicht rrfolgrn soll, die in der Abwehr deS verbrecherische, Kapp-Putsches ihrer festen Neberzeugung nach ihre Pflicht dem volle geecnüb-ir und zur Lerteitianng der Verfassung zu tnn glaubten. Eines besonderen Amnestiegesetzes bedarf es hierzu nach den allgemeine» Grundsätzen des StrafrechtsS nicht. Die StaatSanwaUfchaft und Militärbehörden haben dement- sprechende Anweisung erhalten, Ew besonderer SttLati- anmalt soll out der Bsobachtung Weser Grundsätze beauftragt, werd—" 5Me Fllisicherimczm, die die Regierung hier gegeben hat,> ltNer Ifator»«nv xnniB. Außerdem mutz die Türkei darauf ver», lisMche »veroen von den Kriegsgerichten nicht getmlten. Sie tanzen z>ch>en, irgendeinen Einfluß auf die Muselmanen in Nord- deckte kor der Regierung auf der Naise herniii, ,vie die Kadetten und zedcr achtzehnjährige Leutnant. Für die Ar beiterrlassc ist aber damit die Angelegenheit nicht erledigt. Wir verlangen, das; die Nationalversammlung noch vor ihrem Ende ein A m n e st i c g e s c h annimmt, und wenden im Adrigen bei dem Wa/Hlkampf dafür sorgen, das; die breiten Massen des Balles über die I u st i z s ch a n d e tm neuen Deutschland restlos aufgeklart werden Sturz des kadiueits Lcttt. Die italienischen Post- und Telcgraphenbramten stehen seit einiger Zeit in einem Kamps um die Verbesserung ihrer Arbeits. bedinguugen. Di« Negierung verhielt sich ihren Forderungen gegenüber ablehnend, so daß die Beamten sich veranlaßt sah«», passiv« Resistenz zu üben und mit dem Ttrcik zu drohen. In der DienSlagSsitzung der Kammer verlangte» die Soziali st cn, daß die Negierung endlich«ine Erklärung über diese An- gelegenheit abgebe. Der Ministerpräsident Nitti erklärte, daß er darauf nicht eingehen könne, bevor nicht die Beratungen über das Budget des Ministeriums des Innern abgeschlossen seien und «r müsse die Vertrauensfrage stellen. Die Mitglieder der katholischen Volkspartei kündigten an. daß sie für den von den Sozialisten eingebrachten Antrag stinimeii würden. Lüg Ab- geordnete waren anweiend. Bei namentlicher Abstimmung stimm- ten für den Antrag 193, dagegen 112 Abgeordnete, bei 4 Stimmenthaltungen. Der Kammerpräsident teilte daraufhin mit, daß der Ministerpräsident am Mittwoch bei Beginn der Sitzung die Demission des Ministerium» bekanntgeben würde. Die bürgerlich« Presse meint, baß das Kabinett Nitti nichl «Iner Frage der inneren oder der äußeren Politik, sondern ledig. lich einer Frage der parlamcn!aris.chen Geschäftsordnung zum Opfer gefallen sei. Das Mißtrauensvotum sei-nur dadurch möglich geworden, daß die kalholische Volkspartei sich mit de» Sozialisten solidarisch erklärte. Der„Avanti" begrübt den Sturz de» Kabinetts Nitti und sagt dabei, daß die sozialistische Partei sich auch gegen die Katholiken behaupten werde, mit deren Hilfe sie den Sturz Nitti» herbeiführte. Das Blatt spricht von der fortschreitenden Zersetzung aller bürgerlichen Parteien und hofft, daß jede bürgerliche Negicrung von vornherein zum Miß- erfolg verurteilt sei. Die Blätter melden ferner, daß die Angestellten de» Post- und Tclegraphcnwesen» die Arbeit müh der Kamuieesitzung wie- der aufgenommen habe.,. Rußlaud und Amsterdam, 12. Mai. wie die englischen Blätter au» Konftantinopel melden, hat die Sowjetregierung der armenischen Regierung mitgeieilt, sie sei bereit, Armenien unter folgenden Bedingungen anzuer- kennen: Armenien enthält sich allen feindseligen Handlungen gegenüber Rußland, Handels- und diplomalliche Beziehungen »oerden angeknüpft. Die gefangenen armenischen Kommunist:» werden in Freiheit gesetzt. Die Sowjctregierung ihrerseits bc- trachtet alle Maßregeln, die durch das frühere zaristHchc Regime gegen Armenien gelroffen wurden, al» aufgehoben und verpilichtet sich, der armenischen Republik ihren Anteil au» dem russische» Staatsschatz« auszuzahlen., Amsteedam, 12. Mal. .Time»' meldet: Mligsieder der amerikanischen Hilfskom- wtssion, die au» Armenien nach Konftantinopel zunickkehrlcn, erklären, daß Armenien, al» sie c» ver einer Woche verließen, durch armenische Sowjets beherrscht wurde, ossenbar mit Zustimmung de» HeercS. Der vorläufig« Präsident von Arme- ulen und die Reicheregicrung sind zurückgetreten. Da» arme- j rvifche Heer befindet sich in gutem Zustande, hat aber Mangel an L'bensmitteln. Ein hoher ameriianifcher Offizier sagte, man müsse fürchten, daß die armenische««publik dem Untersaug ge- weiht sei. l Der rusfisch-japsvische M'psnkT'trod. T. U- Stockholm, 12. Mai. Das Rosta-Vuremk meldet aus Mölkau, daß am 29. April {„ Wladiwostok ett Waffen still st andsverlrag zwischen dem russischen und dem japanifch:n Kommando abgeschlossen worden fei. Man habe«ine neutral« Z o n u von 30 K lo metet Tiefe rund um Wladiwostok festgelegt und die Ja- paner hätten den Russen die Fabriken md die Dock» der Siadt übergeben. Amelikas Seema-�k siege« MHM. Washington, 12. Mai.(Reuter). Der Senat»»uSschuß für Aeußerc» hm in einem Bericht »infbimnAg eine Entschließung befürwortet, die den Präsidenten ausfordert, Kriegsschiffe und Marinesoldaten nach Batum zu senden, um das Leben und Eigentum der Amerikaner in Dalum uiid an den nach Baku siihwnden Eisenbahnen zu schützen. Sie Ansleiliing der Türkei. W.T.B. Paris. 12. Mai. Der kflkische Friedensvertrag, der wie schon gemeldet, gestern Nachmittag den türkischen Delegierten am Quai d'Orsay überreicht worden ist, besteht aus 13 Teilen. Der erst« Teil behandelt den VSlkerbund. Der zweite setzt di, neuen Grenze» der Türk«, in Suropa und Asien fest. Der au» 13 Kapiteln bestehende drittz Teil zmingl die Türken,' Lichterselder Afrika auszuüben. Der vierte Teil beschäftigt sich mit dem Schutze der Minder- heilen in der Türkei sowie mit der W'« d« r g u t m a ch u n g für die während deS Krieges verursachten Schäden. Der fünfte Teil enthält die militärischen und maritimen Klauseln, setzt die Zusammensetzung der persönlichen Wache deS Sultans fest, regelt die oitomanisehe Gendarmerie und bestimmt, daß di« obligatorische Dienstpflicht in der Türkei abgeschafft wird. In den Meerengen � müssen die Befestigungen geschleift werden. Außerdem können Frankreich, Enzland und Italien Seestreitkräfte sowie militärische. und Luftstreitkräfte dort Unterbalten. Die türkische Marin« wird beschränkt auf Fischerei- und Bewachungsschifse. Luftstreitkräfte dürfen nicht unterhalten werden. Der sechste Teil regelt die KriegSgefangenenfrage, der siebente die Bestrafung von KriegSbcschuldig- ten. Der achte setzt die F i n a n z r« ge l u n g fest; der neunte Teil bcbandelt die wirtschaftlichen Fragen und stellt Grund- sähe für KouzrssionSgesellschaften in der Türkei und in den von ihn abgetrejenen Gebieten fest. Die anderen Teile behandeln die internationale Hafenkontrolle, die Kontrolle über die Flußschiffahrt und über da» Eisenbahnwesen, beschäftigen sich aber auch mit dem eventuellen Hinzutritt Rußlands zu den kontrahierenden Staaten. Nie sicallian in der Reichs rocht. Maßregelung und Bestrafung der Republikaner. Die Reformierung der Reichswehr macht unter Geeckt» und GeßlcrS Anleitung ra'end« Fortschritt«. Bei verschiedenen Truppenteilen halten sich noch einige Republikaner versteckt. Sie dürfen sich aber»ich: öffentlich als solch« bekennen, sonst werden sie gcmaßregelt und gezwungen, am Hungertuch zu nagen. Di« Unteroffiziere und Mannschaften, di« während de» Kapp« PutscheS sich für die verfassungsmäßige Regierung erklärten und ihre Offiziere an den Eid erirncrlen, den sie der Republik ge- leistet haben, werden wegen Ungehorsam und Aufhetzung in Arrest »espcrrt und gehen der schwersten Bestrafung entgegen. So wurde der Gefreite Dorsstecher von dem Gericht des Ulanen-Regi- menl» 2 in W I Ii t f ch(Schlesien) zu acht Monaten Gefängnis »rrurtsilt, weil er alz vertraucnSmann im Auftrage der Mann- schuften feinem Kommandeur Borhaltungen Uber die Beteiligung a« Kapp-Vutsch machte. Der Kommandant. Major von R u- dolphi, und dessen Adjuvant, Freiherr von Lütlwitz, die sich der Kapp Regierung restlos zur Verfügung stellten, sind noch heute in Amt und Würden. Da» Urteil gegen den Gefreite» ist ein glatter RcchlSbruch, da ein Kriegsgericht nach dem Erlaß de» RcichSwehrminiflcrS über Vorgänge, die mit dem Kapp-Putjch zusammenhängen, kein Urteil fällen darf. Der Gefreite verlang'« auch, vor:in Z i b i l g e r i ch t gestellt zu werden. Sein Einwand war zworklo», er wurde nach dem Urteilsspruch sofort ver» hastet und sitzt heute in einer verlausten Zelle, wo er Nrberlrgun- gen tzarUber anstelle« kann, ob r» zweckmähig ist, der Regierung den Eid zu wahren. Wir registrieren Werfer folgende Tat'achen: Bei der 1. Schiva- dran de» Reiterregiment» 3 in Pol»dam wurde der Reiter Strick strack durch den Echwadronführer ZWajer Meißner, wegen Teilnahm« an der Maifeier sofort«»'lassen In seinem ger�gni» stecht der vermerk.-„Zur«eich»«chr nicht geeignet wegen spnrtnklsti scher Nmtriebe." Der Gesrefte Jütiuer, von der leichten Mmiitionkkolonne de» Actillcr.c-Regiment» 3 in Nedlitz bei Potsdam, ist am 7. Mai durch den Hauptman» von O e r tze n ohne Kündigung entlassen Wörde«, iwl er als Milgllicd de» Re- publikanifchen Fichvcrbunt-cA Zahtabschnittz: an die übrigea Mit- stlieder de» Bunde» innechakti der Kaserne verteilt hat. In Stettin ist den Mamischaften die Teilnahme an den vcrsamm. langen de» Führerbundcs sowl« der veitritt»um vund durch Parolebefeht»ervolen worden. Beim Flchrrtbund sind Hunderte von Fätlr-,»e meldet worden,»c rrpubt-ilautsche Soldat«!, wegeu ihrer verfassungstreue rn den Kapp.agen gemaßregelt wurden Alle Vorshtllungen de« Bund-cs, dir Leute wieder einzustellen, blieben erfolglos. Weder die Regierung noch.Herr Gebier haben die Macht dazu, die En, lassungen von Republikanern au» der RcichSwchr zu verhindern, geschweige den» gar ihre W.cdercin, strllung zu erwirke,,. Die in D ö b e c i h avsgestellte ReichSwehrbr.gade ist am letz- ten Sonntag vom Reichspräsidenten und vom Reich», wehrminister besichtigt wnrdm. Beide haben der Truppe nach eruer Mtldung der P. P. N..ein sehr groß,« Interesse" entgegengebracht. Sic si,« also ganz damit einverstanden, daß di« Truppe, wie wir bereii« meldeten, nur au» kon.errcvoluti»- utlrcn Formationen»usammengrftrllt wird. Bisher ist kein ein- ztgcr republikanischer Offizier in die Drigaw aufgenommen war» den, wohl aber ein« ganze Anzahl von jenen Offizieren, die am lg. März den Kapp-Puisch aktiv unterstützten. Der Bäckerei- koloonnc Döberitz und der Etappen-Kommandantur» die treu zur Verfassung hielten und in den Kapptagen gegnn die Baltikum e r Stellung nahmen, ist der Eintritt In di« Brigade ver» weigert worden. Tie werden in Kürze aufgelöst, ebenso der Kraflwagenpark de» Reichswcbrgruppenkommando» l in Dahlem. Do: Führer und lWannschaften werden durch jüngere Elemente ersetzt. Da» g«! Cgt für heule. Kommentar zu diesen vergän- gen ist überflüssig. Presse hätte ein fürchterliches Geschoß über«Inn aufge- kommunrstiiche P.rsckiN'öruiig erhoben. Hier aber, wo es sich um hochzesrell e Herrschaften handelt, hält r.S das Polizeipräsidium nicht einmal für nötig, der Ocffentlichkeit die Namen der Schuldigen bekannt zu geben. Ein brauchbarer Ers tz. �Wie die.P. P. N." erfahren, sollen die Städte Hagen, Barmen, Elberfeld", Remscheid und andere Städte deS südlichen Nuhrrcvicrs in nächster Zeit mit Sicherheitswehr belegt werden. Diese Maßnahme sei seit langem geplant gewesen und eiitsprächc den Wünschcii aus allen Kreisen der Bevölkerung, ! Diese Behauptung der„P. P- N." ist irreführend. In Hagen, i Remscheid und Barmcn-Elberfeld wird die Sicherhcitswchr durch- aus nicht von der Bevölkerung verlangt. Im Gegenteil, die Städte wissen nicht, wo die Truppen untergebracht und wie die außer- ordentlich hohen Unterhalt ungsko st en bestritten werden sollen. So soll z. B. die Stadt Hagen allein 13000 Mann unterbringen, Romscheid 3 5 0 Mann. Die Städte sind ge- zwungen, mehrere Schulen zu schließen, um UiiterkunstS. räume zu schaffen. Dabcr liegt für die Besetzung der genannten Städte absolut kein Anlaß vor. Selbst die.Germania", das Ber- liner Zentrumsorgan, sieht sich zu dei Feststellung gezwungen, das) im Ruhrgebici absolute Ruhr herrscht und das) diese nur gestört wird durch dir verlogenen Nachrichten der Rechtspresse, die den Bolfchewiftenschrrck zur ZKablagitation braucht. Die Belegung der Städte südlich der Ruhr mit SicherheitS- Polizei ist also keineswegs gerechiserligt. ES ist eine rein mili- tärische Maßnahme. Man will sich der Städte bei dem kommenden RechtLputsch versichern. Da ReichZwehrlruppei» für die Besetzung nicht verwendet werden können, wird als brauchbarer Ersatz SicherhcitSwehr in die Städte� geschoben. Veraskvsien des NejchskohlcmtZls. Offiziös wird berichtet: Di« Vollversammlung deS Reichs» kohlrnrate» nahm einen Antrag Lösfler an,„ach dem in Zukunft die Beschlußfassung über Kohlenpreiserhöhun- gen dadurch auf eine breilere Basis gestelli wird, daß der groß« Ausschuß de» Reichskohlenrates(in dem auch Verbraucher v:rtre» ten sind) zum vertretenden Organ des ReichSkohlenraies gemacht wird. Der vertrc'ee de« NeichsivirlschafiSmmlsteriums legte aus formalen Gründen Proicst ein unter Hinweis au? weiiergehende Vorschläge de» R.-ickiSwirtschailSministeriums ,,ur Abändernng de» KohlenwirtschaftSgefttzel. Der Bergarbeiterführer Sachs« gab dazu die Erklärung ab. daß die Regierung nicht annehmen solle, die Bergarbeit-'r seien gegen die mcitergeheiiden Vorschläge der Regierung; dies.' fände» vielmehr deshalb nichl den Beifall seiner Freunde, weil sie nicht weil genug gingen. Der RcichSkohlenrat teilt sern.'r mit, daß er in feinen Beratun» gen über den sachliche» Inhalt de» im ReichSw-rt-chasiSministe- rium auSgierb! iteten Gesetzentwurfes über Abände- rung deS KoblenwirtschaflSges.'tzeS nicht beraten hat. Er konnte dies auch nicht, da ibm der Entwurf bis zur � Stunde n'cht vereelegt worden ist. Der Gruße AzSschuß deS Reichtfohlevrats hn: aber einmütigen Potest dagegen, erhoben, daß da? Reichswir'sckv'isministernim dieftn Ge'etzeiltwiirs a»Sge- arbeitet und dem Reichskabinett ,»r schleunigen Vorlage an di: Nationalversammlung übermittelt hat, obne den ReichSkolilenrat al» das oberste gesetzliche Organ der Seibstverwaltulig der Kohlen- Wirtschaf: vorher hinzuziehen oder ihm überhaupt nur Kenntnis zu gebe», obg'eich die Möglichkeit dazu gegeben war und der Esst« nmf dem WirtschaftSrat beim NcichswirtschailSiNinistcriuin vor» gelegt worden lsi.. Inzwischen ist die.?» st" In der Lage, diesen Entwurf zu veröffentlichen. i vle Uvlersschvxs der voreasige bei der Rmlne. vcrlln, 12. Mai.(W.T.B.) Im«uftrage de« parlameniarischen UntrrstaaiZsekretSr» im Neiöl)»wehrministcrium haben sich vom..Autschuß zur Prüfung de» Verhalten» der Offiziere während der Märzvorgänge' Kmn- missioncn'strach Kiel und Wilhelmshaven begeben, um an Ort und Stelle Erhebungen vorzunehmen. Als Mitglieder dieser Kommissionen sind in Wilhelmshaven Herr Abgeordneter Krüger(Mecklenburg), in Kiel Herr Schere r tätig. Da» gegen die Admiralität in Berlin vorliegende Material bearbeitet zur Zeit Herr Voldt als Zivilreferciit unter Mitwirtui.g dol zu- ständigen Militärrefercnton. N« um temfl der c«L?i chkn Z. T. B.) Wgffea'vsde bei Ze'.l'relwilllee. Verlin, 12. Mai. Die hiesige Großbritannische Votschaft sendet un» fvig'nd« Milteilung:.Obwohl et weder üblich noch möglich ist, jedem grundlosen Gerücht, das in der Press« wiedergegeben wird, eni- gegenzutreten, so läßt eS doch dal offenbar methodische Vorgehen, mit dem gewisse Blätter falsche Nachrichkcn über General Malcolm und die Offiziere der britischen Mili- tärmission verbreiten, erwünscht erschrinen, ein für alle ma! fest» zustellen, daß die genannte Mission keinerlei Verhand» .un gen mit irgendwelchen Persönlichkeiten fübrt und daß alle da» Gegenteil behaupicnden Meldungen da? Ergebnis von Gerüchten darstellen, die in den Totsachen nicht begründet s nd. Der britische Geschäftsträger ist die einzige offizielle Persönlich. keik, die berechtigt ist, die großbritannisch« Regierung in Berlin , zu vertreten, fein« andere Stelle führt Perhckndlungen irgend- welcher Art oder ist zu solchen berechtigt." Die preußisch« Rizierun» Ui bor mehreren Wochen b!« Auflösunp der Giimwhnerwchven und der Zaftfreiw.lligei angeordnet. Ilm dies« Verordnung hat sich aber b.sher niemand vi. m„ v, �.>.ö. i." w ,.„k«ekum inert. Di,: Emwohuerwehe-n und die Zeitfrviwill>io-.n ha- d>. politischen vlera-iderungen, die ,n Europa und(«» vieim.'hr ihre Waise,, jn s! che c e vc r st e cke un.ergcbracht, und statt si-cki aufzutösen. nehuiei sie tägl ch i; nanwertzun» gen vor. Wie vor dem 13. März, so arbeiten es« mtlitärischc'n vsie» getroffen wurden, untz noch getroffen»erden können, a»> znerkennen. Er enthält eine besondere Abmachung für die Meerengen. sieht die Autonomie und«venluell die Unabhängigkeitvoi, Kurdistan vor und schafft ein Sonderrcgime für die Stadt und den Bezirk»on S m h r n a, die unter tükischer Herrschaft bleiben, obwohl sie unter di« Verwaltung von Griechenland gestclli werden. Er verlangt ferner die Anerkennung der beiden neuen Viaaten H e d s ch a» und Armenien, die vorläufige Anerken- nung von Syrien und Mesopotamien«I» unabhängig« Staaten unter dem Beistand eine» Mandatar», die Verwaltung Palästina» durch einen Mandatar, sowie di« Aiiivendung der Erklärung der britischen Regi:tung von 1217, beirefsend di, Errichtung«iner nationalen Heimaistäite fiir da» jüdisch« Volk in Palästina. Der dritte Teil verlangt serner von der Türkei die Anerken- nnng der durch den Krieg in Aegypten, itn Sudan, i» Eypern und auf den Inseln de»«egäischen Meere» geschaffe- pen Lage, sowie di« A»jrtennuna de» französischen Protektorats Kebenoeganii'aiiouen auch heute nach i den Pcrsehwö- r.rn der Reichao.hr und der Baltikuiner Hand. Hand uno be- reft en mit dii.ftn ganz systematisch den icuev Putsch vor. Waffcnlager sind überall vorhar.don. khuch den P. P.»t. ist e» jetzt gelunzk" ein solche» Lager rn einer Pill» in Westen» »ii-lzicheben. Maschinen, ew hr», 11V Gewehr», tz Maschinen. Pistole«, mehrere N ften.Handzr-naten. zahlreiche andere Mn- nie.on und«"deies HeerrSgerö., wie Vt«hlh«t»e und tzcrtl. wn»- den ,i:s».idrn. Die Wafsan sind von einem cfccrleuliiaut mit mehreren andcve« Zeitfroiwillisen in der v.lla versteckt»vorden. Tie S>.il»i!d-gcn Wurde» nach dem Palizeipräsitzium gebracht und dort varnominen.»w»edrmichten dabei pje Au»- rede, daß sie die Nassen nur vorläufig in der Billa untergebracht haften, weil%k Baracke, in der fr. Waf-en|Tiih«r lagerten, geräumt werden mußte.' W»t dipser s a» i e n«««rede gab sich das Polizeipräsidium zufrieden. Die Schuldigen wurden auf freien Fuß gesetzt. Wenn e» sich um Arbeiter gehandelt Hüft«, würde e« sicher dei der Pitrstaftung geblieben sei', eine liW<« Kir«b Oanh w, lUür-ji Bulfubt„Nd vi« ganze natiana- Wegen Belelhiznn, der NelchSregirrung in einem Artike) ..Die Anderen" ist»on der S. Slraffamme, de» Landgericht» I Berlin der Ehefredafleur der.Kreuz Zeitung". Hauptmann a. D. Foertsch, dein Antrage de» Tiaat»anwatt» gemäß zu 30« Mark Geld st rase verurteilt worden. Der««»nahmezustand«ber die KrelShaupimnnnschafi Zwickau und üttv die AmtlheuptuiINilschaft Glauchail ist wieder aufgehoben worden. Der größte Teil der Truppen wurde ab- «fördert. Plauen, Glauchau und Zrankenberg bleiben bi» aus .'eitere» mit stärkeren Truppenabteilungei, belegt. Die Beweßun, der Vantbcaiiiten. Die Vevrlnigung von Oberbeamten im Bankgewrrbe h-it i» enmr Enlschiie- ßiittf hie Betmliznag an ei em Bankbeamten streik im-geg'Niväc- ige» Zeitpimkt abgelehnt mit der Begründung, daß d>« De- ivckliguna der unbejtreilbar berechtigien Fordernniru der Balubeamten nach ihrer Ansicht durch gütliche V«»» Handlung»tvischcn dem R»ichöperbat>d der Bai.lwitiingrr und de»(icieilififf:, BansbeamIcn-OrMinisal'ionen schnellste»» errenlit»erden muß»i'd erreicht werden kann. Die vereinigu ig hofft, daß in der Sitzung de» Beickisverchand» der Saiikieitungen am lZ. Mai MittrI und Weg: gefunden»Verden, um den Streik zu vermeiden. Streif auf den Hamburger Werften. Di« kausmänniichen und technischen Angestellten sowie die Meister»nd Uniermeister der Hamburger.GroßschiisSwersten befinden sich seit Mfttrroch morgen im Ausstände. Die Werstarbeiter arbeiten noc� Der krmzSMe sueö. R. 15. französische ReiZierung geht mit den schärf- sten Mitteln n.'.icn die Streikenden vor nnd der Minister- prä.idcirt MiiiCiOirl» erweist sich dabei als gelehrigen Schüler NcSkes: er entdeckt Verschwörungen. Unter der Bechairptung. es sei ein Konrpllott gegen die Sicher- heit des Staates hu Werte, werden in Paris und in der Provinz die Leiter der gerverkschaftlichen Organisationen und auch Mitglieder der sozialistischen Partei, die wie der Genosse Loriot im Verdacht stehen, an der Durch- sii'hrnng des Streikes beteiligt zu sein, vergastet. Außerdem hat der Ministerrat den Jusiizminister ansgefordcrt, eine Unters n ch u n g gegen die Lonkecköration xtensrala ein Iravnil(Allgemeiner Gcwerkschasts- verband) mit dem Zweck seiner Auflösung ein- zuleiten. Man sliiht sich dabei auf daS Gesetz vom Jahre 1884, das das Recht der'lrbeitewerbande auf die Erörte- r.ung und Verteidigung n BcrufKintcrcsscn beschränkt. Dieses Vorgehen t. t aber nur dazu bei, das Pro- letariat noch mehr erbit!\ und in seiner Kampflust zu bc- stärken. Ten Eisen b n e r n, die den Streik be- gannen, sind die Bergarbeiter und die Hafen- arbeiter gefolgt, ihne schlössen sich die Metall- a r b c i t e r an. und so hsen der Bewegung täglich neue Kräfte zn. Die sozi st i s ch e Partei liat sich mit dem Gewerbschaftsbund arisch erklärt und in einem Auf- ruf ihren Standpirnit t itert. Sie nbevlosse, so sagt sie, die Zirhrnng durchaus d GeN'ertschastcn, aber sie halte es für ihre Pflicht, mit alle Schärfe gegen die Vevhastnngen und gegen die Verfolgungen zu protestieren, die die Re- gierung unter dem Druck der Royalisten und andercr Re- vktionäre eingeleitet Hab-e. Sie versickert die Eingekeicker- tcn ihrer vollen Solidarität und verspricht alles zn tun, um ihnen die Freiheit wiederzugeben.„Allgemeine Einig- keit", so schlicht der Ausruf,„llcbereinstimmcn deZ Möllens und des llinpsindenS sind die Vorbedingungen des SiegeS-" ES ist schwer, sich a; den vorliegenden Nachrichten ein ganz zuverlässiges Bild von dem ziffernmäszigcn Umfang des Streiks zu mackicn. Dickxr ist er auch in den von iln» betroffenen Bernsen nicht allgemein, und eS gelingt einst- weilen der Regierung, mit Hrlsc organisierter Strcrbbrccher- gcsellsckxiften, einer Art technischer Notl)Use, den Verkalir notdürftig aufrechtzuerhalten. Aber die fronzösi'che Bonr- gcoispresse entstellt die Wahrheit beimißt, wenn sie so tut. als sb eine Wirkung der Arbeitsniederlegungen fcwirn j» gegen dieses Ansinnen sirsinbt sich das Ministerium Mille- rand, und icine kapitalistischen Auftraggeber tun alles, um ilu» den Rücken zu steifen. Tie Regierung würde sich, so versichert die bürgerliche Presse, der D i k t a t u r d e s P r o- ietariats unterwerfen, wenn sie' sich bereitfände, mit ' den Arbeitern in eine Erörterung üiber ihren Soziali- üerungsvorschlag einzutreten. Man müsse sich an die gc- ordneten Instanzen halten, und die seien das Ministerini» und das Parlament, und da die Arbeiter im Parlament vcr- treten seien, hätten sie Gelegenheit, dort ihre Forderung vorzubringen. Kurzum, wir vernehmen drüben dieselben Redensarten, wie mir sie be! uns gewähnt sind. Es läßt sich heute nicht voraussagen, ob es dem französischen.Proletariat schon diesmal gelingen wird, Die Gegner zur Nachgiebigkeit zu zwingen, und selbst wenn tat- sächlich die Möglichkeit einer Zlussprache mit der Regierung geschaffen werden sollte, so ist damit natürlich die Verwirklichung des sozialistischen Programms noch lange nicht er- reicht. Wir dürfen die politischen und sozialen Verhältnisse Frankreichs nicht außer acht lassen. Das Proletariat ist in diesem Staat, der. bäuerlichen iinb kleinbürgerlichen Fanatiker des Privateigentums verhältnismäßig sckMach. Ter Rausch des Sieges ist noch nicht verflogen. Die Bourgeoisie Lehl die Wählerlisten ein! Die Wl erlisten liegen nur noch einige Tage— bis zum IC. d. V— ans. Es ist Pflicht eines jede» Wahl. berechtigten, die Listen einzusehen und sich zu überzeugen, vü er eingetragen ist. Wer am Wahltage nicht in der Wählerliste steht, darf nicht wählen. StaZI ArbkUiiftsal wieder KriegsfcoMerWe. Der bolschewistisch: vnchilafe Pressedienst hat ein« neu« Wb- teillmg eingerichtet, di« den Nomen trögt:»Sektion für den Widerstand". Tie erst« Mitteilung, die von ihr ausging, d.'lraf die Entschließung des RötekongresscS von TscheliabinkS (Sibirfei), die Rote Armee im Kampf gegen die Polen zu untpr- stützen. WoS diese Sowjetrußland ouserzioungcne Neueinstellung auf den Krieg, trnrfichosU.ch belraätot, deveutet, lehrt gtrade das Bcispi«? von TscheliabinkS, wo, einer Moldung des.Manchester Gnrdian" nach, während des sogen,„ArbeitSmonatS" a-n Stelle der ccrvarteten öl» 000 Pud Kohle 1 Milliarde 300 Millionen Pud gefördert und nei« Kohlenfcldcr entdeckt worden sicd. Abbau der Nargarlnepreise. Den P. P. N. wird geschrieben: Nachdem das in der zweite» Hälfte des März eingetreten.: Stetig:» des Markkurses gcge rüder dem i» den Vormonaten bestehenden Tiefsland unserer Valuta tr.i jetzt angehalten hat, kann man hoffen, daß die zur Herstel- lung der Margarine bonötigM Rohstosfc aus dein Auslande in Zukunft zu erheblich billigeren Pansen«ingeführt Werder. Da die Versorgung der Bevölkerung mit Margarine Stockungen nicht erfahren dnrf:«, mutzten zu Zeiten dcS Tiefstandes der Va- luta.teuere Nohstosfo eingekauft werden, die jetzt als Margavin« zur Verteilung gelang»:» und eircn dementsrpecliend hohen Preis bedingen. Daraus erklärt sich der feij dem l. April iifcJO festgesetzte Margarinepreis von 30,75 Mk. pro Kilo ab Fabrik. Im Hinblick auf die Besserung der Valuta und die sich daraus«» gebenden Konsequenzen ist zur Vermeidung unliebsamer Preis- geigerungen auf verwandten Gebieten die Abgabe der deutschen Margarine von L l'3X1. pro Kilo a b Fabrik angeordne» i Word. n. Zur Deckung dc» dadurch«nUretenden F»hlb«doirf« cv«»- den Reichsmittel, verircwdet. ständig eingestellt. Wo? nun Sinn nnb Zweck der Beivegunzf anbelantit, so ist die Pariser Nogierung formell bis zil einem geevisfen Grade mi R�cht, ivenn sie befonptet, daß die durch'daS Gesetz von 1884 gezogenen Schranken überschritten würden. Der Kampf drcht sich nicht im eigentlichen Sinn« deS Wor- teS um Beni'Kintereisen. Er hat keine Lohncr<'ähimgen und keine Arbeit?', ritver?iirzi!N>g zum Zik<. Er ist politi- scher Natur, da er die Sozialisier ung. und z w a r z» n ä ch st d i c d e r E i s e n b ä h n e n. anstrebt- Um ihn Mi verstehen, niüisen wir un? vetaeaemvärtigen, westb,? Haltun-g der Geiverfschaftkverband in den letzlen auderÄakb Sindren eiimenommen hat. Unmittelbar nach dyW Kriege erklärte er sich unter dem Ein>druck der rii�sricksen imd der deutschen Revolution für die Ko n t ro l4e der I n- d u st k l i durch Prolni'enten in Gemeinsckjgst mit den Kon- smnenlen und setzte gleichzeitig einen„W i r t s ch a f t? ra l d er A rb e i t" ein. der sich au» Vertretern der Geniemckias- ten. der Kohßttheiter. �ecksnicker und Konfnmgenossensckzaf- tcn zusauvulensetzt. Diese Ksirpelsckzsft erhielt den Auftraq. ein in? einzelne gehendes inhnstrielles Programm an? zu- arbeiten, und sie bat vor kurzem»l? erste Frucht ihrer Ar- bell einen Bericht über die Nationalisierung oder besser ge- sagt, die Sozialisier» ng der Industrie herausgegeben. In ihm Ivind der Uebergang� der Indiisirse und besonders ihrer ltzbenSmichtigen � neige in öffentlickxZ Eigentinn zzefolchert. Die sozialisierten Betriebe sollen durch ein Kollegium ver» ivaltet werden, da? sich aus drei Elementen bildet: Produzenten, Konsumenten und Staat- Unter den Produzenten sind alle Kops-»nd.Handanbeiter der betrekfenden Industrie verstanden. Die Konsumenten umfassen die Konsum- genossenschastcn und ausjerdem die unmittelbaren Verbraucher, d. h. den.Handel und die Weiterverarbeitung. Die Vertretung'de? Staates fall sich zur Hälfte a»? seinem tech- ntichen, zur Halste auS s«:nem VerwaifnngSs'ersouas er- ganzen. Zug'.eich fordert der WirfschastSrat die Errichtung eines Amtes der nationalen Industrie, das letzten Ende? in allen wirtfchastlich.cn Fragen an die Stelle des Staates zn treten hat. Es soll bestehen aus Vertretern der Räte der verschiedenen ßwalisierten Industrien»nd außerdem a»? Delegierten der GemeMchaften, der ver- brancher und der Konsumgenssienschasten. Seine Ausgabe ist die allgnreine Oberaussicht über die Industrie uird auch die Regwung der Lchn- und GehailtSfragen. Für die Vergesellschaftung der Eisenbahnen ist ein besonderer Plan ausgearbeitet, der biSher der Oeffentlichkeit noch nicht üb-rgikben wurde, über dessen Tendenzen aber der Gewcvksckgstsvcrband jetzt in der Po- lentik mit seinen Gegnern eimge Angaben macht.' Danach verletzt das Projekt nicht im geringsten die Rücksicht aus die bestehenden Verträge und berührt nickst die Recht« der Inhaber von Obligationen un» Aktien, die also ,n ihren sl- n a n z i e l l c n Änisprilck'en nicht gekrankt vrerden. Auf die Verwaltung aber hoben die Kapitalisten kemen Einfluß. Z» ihren Organen gehören die Vertreter der Eiienbabnarbeiter und-angestellten, die Vertreter der Genwickschasten ans de» hauptsächlich in Frage kommenden Industnen, die Vertreter der ArbcitS?ammern nnä der landwirtüuaftlchen Verbände, die Tolegierten der Kvnsumgenossensckpften und die Bennf- t ragte kl der staatlichen Stovalt, die von den zuständigen Stellen zu ernennen sind. Weiter ist vorgvichen die Zen- tralisation der allgemeinen Anordnungen un» die Dozen» tralisation der Ausführung und der Kontrolle- Di» Leitung soll technischen Beamten anvertraut werden, die dem Zen- tralrat veranliwortlich sind. Diese Beamten werden vo» „Bezirksräten" bemifsichtiat. Im ganzen, so sagt der Ge- werksstiaftSverband, respektiert da» Projekt alle Regeln einer guten industriellen Geschäftsführung und legt die Eilen» bahnen in die Hände der aegeigneten und zmtändigcn Ver- trctcr der Gesgnitilxit, für die die Verleih rsmitttl doch be- stmiint sind.»... Tie Wünsch« der Ttrelkenden richten sich nun, abgesohe» von der Freilassung der Verhafteten, dahin. die Regierung zu bestiinnien. mit dem Gewerkickx>stSverband über ihren Entwurf»u diskutieren. Aber ist mit dem größten SckbsKcwußtsein und dem festen Millen, die Gewalt auch gegen ihren inneren Feind in Anwendung zu bringen, aus dem Kriege hervorgegangen- Aber auch wenn der gegenwärtige Angriff abgeschlagen wird, so bleibt er doch ein Symptom der wachsenden Gärung. Die Arboiterschast wird sich nicht entmutigen lassen, sie wird wiederkehren, und wenn erst weiteren Kreisen das Verstand. niS dafür aufgegangen ist, daß die ä'ononü scheu Verhältnisse de? Landes tatsächlich weit ungünstiger sind, als es sich nach der glänzenden Außenseite vermuten läßt, wird der Weg zu ihrem Sieg geebnet sein. Die Weltrevolntion mar» schiert trotz alledem. Akzemelne AnsSehnmig des Zlreiks. Heb« den Stand der Bewegung wird heute gemeldet: Räch Havas� streiken die ElektrizitätSarbcitcr in B s r d e a u r. In C h c rb o u r g hat sich der Streik gestern wesentlich verschärft. Bc! den Bergarbeitern des Pas de Ealai» ist der Streik allgemein. In Leu? und L i e v i n höben die Arbeiter für dcrz Wiederaufbau die Arbeit niedergelegt. In ValcncienncS hat sich der Streik verschärst. Im Kohlenbczirk von Anzin hat der Aul. stand an Ausoehnung gewonnen. In Roubaix ist der Streik allgemein bei den Vau- und Transportarbeitern, s-doch nur partiell bei den Metallarbeitern. Im Bezirk von B a l e n e i e n n e s ist der Ausstand bei den Bau» und Me- tallsrbeitern allgemein. In Pari» macht sich der Streik im Verkehr nicht be- sonders geltend, da viele Streikbrecher, sogenannte „fresivillge Hilfskräfte" aus den Kreisen der nicht zum organisierten Proletariat gehörenden Bevölkerung ringe- grissen haben.- Die Versorgung mit Elektrizität soll nach Mitteilungen aus RegicrungSkreism sichergestellt sein. Der Vernichtuuscfeldzug zogen die C. G. T. PariS, 12. Mai. Dir Nütrrsuch'.inq argen die T. G. T. ist gestern Somit begon- nen worden, baß an ihrrm Sitze sowie bei ihren fünf führenden GewerkschaftSstthecen, darnnte auch bei Jouhaux, Ha»S» fn«Hungen gehalten wurden, ä» wurden iilierall Papiere l>e« schlagnahm». Im Laufe des gestrigen Tagrs find sowohl in Pari? alS auch in der Provinz vie'e Verhaftungen von Streik- f ü h r e r n vorgenommen worden. Die parlamentarische Gruppe der Sozialisten, der Natianalrat der sozialistischen Partei und deren ständiger VerwaltunglanSschuh erlassen einen Protest gegen den vrschlnh der Megieeung, eine Ilntersnch-.lng mit der Ansicht auf AuflSsung gegen den allgemeinen GewerkschzstSbund lQonsöcktea. t!»n cZtnSeolo ck» leavall) einzuleiten. Dag Vorgehen der Re- giernag wird alz cln G e w a l t st r r i ch bezeichnet. Auch E. G. T. bat einen Proiest erlassen, in dem sie erkiärt, sie habe eine legale Er I st e n z, die sie sich nicht nehmen lasse. Auch das Zentralkomitee der Liga für Menschenrechte »eoteftlret gegen fcaS Borgeltc«. Die Kammer über den Skreil. II. dl. Paris, 11 Mai. Der der französischen Kammer stehen immer neue Interpellationen und Anfragen über die Streik» lag««in und man erwartet beim Zusammentritt der Kammer am Di'nstag ein« groß« Kundgebung. SrilenS d« Regieeua, wir» Millrr-»d eine Erklärung atiied Der Rückgang der Häutrprelse. Die 7. bayerisch« Zentral» anktion beochte wi-derum«inrn großen Preisrückgang. Die er» zielten Preise bedeuten gegenüber der letz'en Häuteversteigerung , i» Mannheim einen Rückgang van 20 Prozent gegenüber oer l letzten bayerisch)«» Versteigerung von 60 Prozent. Ochsen- und , Uustenhäut« hatten zeiUveis« einen Rückgang von 70 Prozent geoenüber den Preisen der letz'en bayerischen Auktion zu»er- ! zeichnen. Später konnten sich aber die Preise wieder etwas erholen, so daß der durchschnittlich)? Preisrückgang bei Drostvieh- häuten sich auf etwa 00 Prozent stellte. Preiserhöhungen für Spiritus. Di« Verkaufspreise für Branntwein zu gewerblichem Zwecken wurden auf 700 Mark j« Heltoliter, zur Essigbereitung(NshspirituSl auf 000 Mark Hektoliter, der KleinverkaufSpre S für F l a sch« n sp i r i t n» auf 4,75 Mark je Liter R. zu erhöhen. Die Erhöhung der Preise tritt am L5. d. M. ein. Die Verfassung der Stadt Bremen sieht nach iwr ton der Bremischen Nationalversammlung in erster Lesung angenom- mencn Vorlage V?Il?e.istc!i?id bei SJte inungSversch ie.de n fyc i ten zwischen Senat und Bürgerschaft und die Einrichtung von tor- schiedemn mitbestimmenden wirtschaftlichen Zdammern toe. Varlel-Likerakur. Die.Frei« Welt" hat soeben ihr« zweite WichlkugckMtMWet herauS-gebracht. Sie enthält eine Fülle von Agitation«» st off politischer und satirischer Art. Die D.'Utschnatwnalen op«. rieren besonder» mit kommunistischen Putschen, roten Armeen usw. Diesen Phantasien geht die zweit« Wahlkampf- � nummer der.Freien Weit" mit vernichtendem Hobn zu Leibe.»» ist daher sehr erwünscht, daß die.Freie Welt" während der Wahlzeit in den öffentlichen Versammlungen verchreitet wird, da- mit die Massen, die noch nicht zu unserer Partei gehören, to- einfloßt werden können. Der politisch« Bilderieil ist dem M a i f e st und dem Andenke« unsere« Genossen Emanuel Wurm gewidmet. An die Lau Yenkolonisten wendet sich ein bemerkenswerter Auf- ruf. Kleine politische Artikel und der Roman mit seinen reizen- de» Illustrationen ergänzen da» Heft. Preis 50 Pf. durch all« Buch- und Straß«»Händler. Lelricbsräte. VU llmUliei i» Ker f«. London, IS. Mai. AuS Dexa» wird noch gemeldet, daß unter den in Mexiko durch General Marguia Hingerichteten sich auch der Schwiegersohn Car- ranza«, General Arguila, befand. Da« revolutionäre Haupt- guartier erklärt, daß sich die neue Regierung konsoli- d i e r e. H u e r t a ist da» Haupt der tatsächlichen liegierung und General Salvatore hat die Finanzen übernommen. II. dl. Washington, lS. Kai. Dir r««»iutionüre mexikanische Regierung hat ihre An» erkennung durch die Vereinigten Staaten ver- langt. Die Revolutionäre weisen darauf hin, daß in Sonora tatsächlich eine neue Regierung errichtet werden sei. E» ist Carranz« gelungen, den revolutionären Kordon zu durchbrechen. Er befindet sich jetzt mit 4000 Mann bei San Marquez im«isenbahnknotenpuiikt nordöstlich von Puebla. Hier wird wahrscheinlich der letzte Kamps au«gesochten werde«. Vctritbsratewahlen für Heimarbeiter! Nach 8 8 de» BetriebSrätegesetze» ist in den lSckesiche«,» denen mindestens 00 Hausgcwerbetr-ibende beschäftigt sind,«in besonderer Betriebsrat zu errichten. HauSgewerbetreibiride im Emn« de? Gesetze? sind solche Personen, welche für b-stimmte ilnlernehmer außerhalb ihrer A r b e i t» st 8 i t e n mit der Ansertigimg gznerblicher Erzeugung beschäftigt sind, auch dann, wenn sie dcc Roh. und Hiifsstofse selbst beschaffen. Durch Verordnung de» R e i ch S a r st e i t» m i n i- slerä sind nun die Bestimmungen erlassen, nach denen die Wahl von Betriebsräten für Hausgewerbetreibende vorzunehmen ist. Den Wahlvorstand von drei HauSarbeitern bat der Arbeitgeber b'» spätesten» d-n Sl. Mai zu bestimmen. Weioeri sich der Unternehmer, so ist unverzüglich Beschwerde an den für den Titz der Firma zuständigen Bewerbe» inspektor einzureichen, der dann den Wahlvotstand bestellt. Die Wohl ist dann durch den Wäblvorstand innerhalt zweier Monate durchzuführen, v'n Wahl« u»schreibe n muß 40 Tage vor dem letzten Wahltag erlassen werden. Fm WablanSschreiben ist die Zahl der zu wählenden Betriebsrat»- und Ersatzmilgsteder anzugeben, ferner, wo die Wählerliste»ur Einsicht ai'dliegt, daß Einsprüche gegen die Wählerliste binnen >4 Tagen bei dem Wablvorstand anzubringen sind, daß die Vor- schlag»Iist-n der Kandidaten binnen 21 Tcrnen, vom Tafte de» AnSbang» gerechnet, einzureichen sind. Die Vorschlags- listen sind zwi Wochen vor der Wahl au»zzchäirgen. Da 5 Wahl- »»»schreiben, die Vorschlagslisten und da» Wahlergebui» sind mindesten? an den Stellen de» Betriebe», an dene« die Heimarbeiter ihre Austräge in kmpfang nehmen und ihr« Arbeit «bgeb-n, auszuhängen nnd in lesbarem Zustand zu erhalfen. Fm übrigen gelten die allgemeinen Bestimmungen doL Vo» triebsräleaesetze» und der dazu erlassenen Wahlordnung. AuSkünife erteilt die Zentrale der Betriebsräte, Münz» straße 24, III. Telephon: Norden 1707M. z& u n e; mit echtem Fr5ci Blut-Apfclsintn............. swa 1,25 Zitronen........................ 3 s«u 95ii Salzbohnen................... Pfund 75ft Fri che Eier.................. s«* l.es Kit ine Erbsen.............. pf nd S.is Grüne Erbsen................ Pfund 3.45 Vicloria-Erbscn............. p(und 3, so .Rangoon-Bohncn......... p/und 2.95 Weisse Bohnen............. Pfund 3,75 Ka �CC frfsdi gebrannt).........(i Piund � 3«03 VoU icringc............... swa 1,2a 1.40 Herings. ogen.................. p.und l.zz He-.ingsmilch.................. p�d 1.8a ECabe jan �Wsdi, In gan-en Flschtn). Ffund � 99 Schelliisai(frisdi, in ganzen FiKben). P'und 2.95 Dole du Va'ais ....... Flasche Äe/kJUh'anceSfr'GrfaitjurferJfr'Brennen jfr fäfflujerThmn'Mhrffdy�rf/r. Voll tsbühne Theater am liü'ownlrjtz 3 Uhr; Der Llcbe-trank �U.: PaMM• t hch e n v. HcHbronn Heues VolKstbeatcr Köpenic:\er Sir. 60. 74 uhn„Ostern" H Direktion: Reinhardt Beutsches Theater 74 Uhr: Candida. Kamnißr; Diele 74 Uhr: Fruulu'gs Crwtchea Groäss Sshauspielhaiis KarlüfraOe � 7 U: Oer weiüe MeTland (28. AbteiluoR Ul. Abend)._ S�aatsthealer Opernhaus: ÄUhriDerRosenUavaller Schauspielhaus: f\ Uhr: Per Kronprinz £iir«btion Carl ntlohai U— Rud. Bernanei Theater I- d. Hönlsgrntzer Straße toü.? D.« oneKqlharim liitücm l euer spielen. Thea*. fi.*(ottbuft.Toi* Tel, Moritzp ate 14HI4, Aiiabemllich 7»/., Uhr >Glu2-satig2? BJiithgen-"Konzert VorvU. ll-l'/•. n. 4-4) U. Gas no- Theater �Uhr: Onke! Cohn Sonnrag.4 Uht: Aiorilr. ftmsßnsci Tägl. 7\, Sig. 3\i 0. 7� Uhr Hlmrrell. 2 Vorst Ein eigene» Kind frei In bejdcn Vorstulluncen SßOÜll Unbewegliche u. d. übrige gr Programm ÄDerTOdleb mit der W«der! mtSne 18 Uhr: bor Herr Minister Berliner Mer i» Uhr. Der letzte Walzer Mit I rPzl Massary usw. teis-te't I Uhr: Dt-r rote Hahn H|„; Frau Warrens Oewerb� Preitag 7 Uhr. Peer tont Sonnabend 7 V. Uhu Frau V�arrens Gewerbe. Jeiitsci.K'iiisti. Tiseatsi > Uhr: Dies irae. Äf Henagerle (Adalbert,(iotA. Haacki Trianon- Theater (Bahnhof Fric-dnchstiaUe) TÄglich �8 Uhr; Ida Wüst in M y r r Ii a Sonntag 4 Uhr kleine Fie.a Hcrrtchaltiich. Di. ner gesucht. Residenz-llicuter fStadtba'iu Jan.w».-«.a-lwc, Untergrundbahn KWuuuStr.) Täglich �8 V�r. Die Pias ü' okkz Sonntag 4 Uhr klcjne Preise: >cr griite Ruf. Waiha la Tneater Tf�lich 7'. Uhr: Unsere Maudaienen. Heues Operettenhaus Ü.rektor Je um Ktea 12., Ii und 14. Mal wegen Novi äisvo-bertg geschlossen ß.» l'». Mal abc d- 7 Uh Prinzessin Fried I ApaUo-Theater Frlcdrlchsir. 218. 71. Aliabcodlich Ii ' Sonnlags 3'• n. J Dnöbarrslfllclies Varietö Pr grarain! 2. V/ochel S'flfroi» her ll«'!-si.'l«»»rf.t x' j I si vüvt. ili: fls.'ZZ xeklvr 41:107 l�kisvn im Piim lünlltö«; ftDltülsr föcßhzarQ bis 10-30 Mk. per KMo. bciiaJ- wo'ia bis 30-30 Mk., atle«u cctio Lara�eo,_ Kapier, 5. essin'!, ßiei kauft Produkten- Laarer Dunu, Münzstraße 8 Sonaubends gcscdlosnen. Rose-Theater TV U.: Am Ende d. Wei- iVoÄgt-Theat'fci Badsiraße Sö. I Schluß der WiiUerspret/.eil» KrÖ fnung d r 3ommersa»on; I UFiuneltahrtöt.?;. Th�a eru. Hai». Anfang 4 Uh; j Oarteneröftnuug 3 Uhr i ZinmÄ Lö!ziim-�Ä kauff Miers j I. Welssenbutflor Str. 11. 7. Ksstanienailee 85. 3. RcinicliendorffrStr.107. S o in m e r- T l» e a t e r Schweizer Garten Am Fricdrichsh In 29/32. Donnerstaz. den 13. Mal 1920(niaunctiahrt): Grefes Kcnzeit, Theater u. Spezlaritüten Anf an? 4 Uhr, Kasseneröflnanz a VorvurKauf vor. 10 Uhr vormitt ab. Ab 16. Mal 1920: Tisllch da» xroßa Eroflniing*protratam mit der 3 akriger. Operette Ooltlene JuST'. nd. Ab Ks-ais t U.T KurfUrstandamm 20 1300 Fahrrad nä'-tel, 135 Mk.. Schlänchc 40 M.k. I Rescofiardt. Uln.-Lichtenberg. j blegfric. Acctiii 41).ali:.ltcak< 4. |„Uermy-Pcrien-ZyUtuj Sa.jl bei Kiele» i.■. ilt«! nach"-ein Roman von Rudolf Stratz Henny Porten ✓ tduerd v. Wlntere'ein ndoxarfsaa am Notienüoriplatt: S:cln unter Stelrcn nach 4. ir riehnsml.Drama v. Harmann Sudcrmann mit Dcqny Sarvae», Emil Janninq»/ PhhI Uitdt Kömmerilclttapie e am kotfdamer flaui Dl* graue Elster (Biaart V» e b b s(laueatrs Abenteuer) Haan trolle Ernst Helcher U.T f riearitiii�t�asA« I00 Das einsam* Wrack Sensation�- Mim in L Akten Loa Holl/Harry Uedtka Regie Hein* Kerl Hel*a-d U*T MoHe'-dor. platz<► m Die Mai:" Bcb-ms iei in 3 Akten mit Marpara.a Weff/ Leo PeuUer» J.T Aiexan �iDiatK u. W e, n oex g» weg 1. 1 P a t I c r.< e Bthau-p;el n 8 Akten Bern ✓ Sandrock ✓ Vo'.dt/ Diogtlmann/ Bäsch U.T bcliöuwbeig. Uaaptitt. „Dar Weg der Grete Lessen" mit Lotto M e u m h n n U T Uedouttuiue*6 Indische Rache Edith Mcllor/ Harry U eülk« tioarg Aiox andor/ Jc�oi Peteriianns R e g» 1 1: Georg Jocoby Woehentage eh 7 ÜHr/ Sonntaetr Beninn 4 Uht austailen Parzo'Een mit""bÄ VVa:d- o.-ireisd. Hßsligense? R.Tnh. Schulzenösrf te;le En cje für EWilsse m." eöo-SU Aflfahlunc and vienoüähr ichc Abaahiung von «PST M. 100 Auskünfte ond Pläne an nu' ernste Reflektanton. ond zwar persönlich durch Se�rna/ OcdtifiverQ'.n Alitie slrafle 5ö. Lch» PrledrichsiriOe. An Od una Stelle«itrch Mcmindiin, Jizerweg 8 und Nei n Weniecke. St�isnend bliSigc Piinpt- Offerte IQr fertige üßfiSn-Anzüs� sola-ge Vorrat reicht. SsiiiJ Mark 4 2.50 £_±_ü Mark 455.— 1 acquemc Bcxahlung »1 uotir cü.-stl'sten Zahla�sMinpagen 1 Den der Einrieb er te*fi in-Sleh vom Kinfaciisten bis zum Plegantestm 8- hr preiswert in grftßter Auswahl B. FEDER BrunncnstjaBa 1 Kcttbuscr Damm 1C3 Frankfurter Aüea 310 Char Ottenburg SxharrenstraGe 5. U Deutscher Melailarbeiter-Veriiand Verwaltuncsstel'e ßerlln. Tode �-Anzeige. Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Otto Dovre, adstr.33a. am 6. M it ge-lorben ist. Die Einäscherung findet am Frei ag den 14. d. Mts nachm. 1 Unr. im Krema.ori im Qericatstraße statt. Rege ßeteil gnng wird erwartet Nachruf« P?n Kollegen und Kolleginnen zur Nachridit da? (o'gende Kolleaeo gestorben sind: Der Dohrer U/ilhe'm Nentwig,•* Pascwalker Str. 8. am 5. Mai. Der Schlosser Keimenn SchuEza, Pankow Straße 3, am 7. Mai. Der Heizer Karl Wabar, Fenrstr. 17, am 3. MaL Der Pfiu�tkihre'' Ferdinand Sil!, Li'ht nberg. M.iggelstf. 31, am 7. Mal, Die Mctalla ei eri» Erna Kefer am 26. AprH. tljre Ihrem Andenkent Die Ortsverwaltunz. 'üMIKTrJSB'S MIMUULJ S p f. Oeschle-Irts-. Haut-, liarn-, Frauenleiden; socz veraltete. 'lartuäcklgo Harnleiden, nerv. Scuwäctie. SAivarsao-Kuren. Unn- a. H.ntnnrersticliuiig, Licht- u. Finsen-Behandiung. Durchleuchtung. 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Hur Rosentlißier!tr. 63-.'0 A?Jsen a»??— Genosse� tri e en Or alte• e isse,»nnii e.nze IIS Zäune,- Platin. Knntakte. Krennsti te. fold unj bilr'erbruch die höchsten Prsise bei Mß'aileinHflui..ü'ßsi" Bßr�r& RnanH UKRLlN-WILMEitSUORP.'ariser Str. 49 hernruf: Amt Uhlanü lioy Bestes Absatz eblet für Händlern Straßenb.-Lin.; 6.'. 66. 67. 77. 78.»0. toi. f. J. L. O. H. Q. Sonntazs bif 2 Ultr; Dyratr.o-? pu endroh re urd b a ke Drähte kauten h6cb»iz«lilend jeden Posten EißKiro-Bfiro Lustig Ho., . Danksacung. Anläßlich des Ableb.ns meiner lieben Frat Marie ßölke sind uns soviel B weise' erzücherTeil ahme' ugeea gen, daß wir n cht jed m einz.> u seien Dank anssme.h n könn-n. 1ns- h sondere danken wir all n Par eigeno-sen. Freunden und Bckan ten, welche bei der j Cinäscherung zage en waren. Fritz Bö ke ür.d Sohn Werner, i I Hierdurch die traurige J �ac rieht, daß unser Meier Vai"r, Schwieger- ond Großvater, Bruder. I Schwager und Onkel | der frühere Gastwirt KaH Brack ganz plöt lieh und tir- ciwartet am 10. Mai verstorben ist Die« zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterblieben! n. Die UeberfQhrung fin- r* det am Sonn ibcnd, den p 15. Mai, nachmittags — 3 Uhr vom Trauei hause, Qrümha'er Str. 16. aus j nach dem Krematorium � Gerichts r ße statu woselbst die Einftseherung| sratfindet. isad rtyyxxyyrrxjtjCfiM�.*.'*~jOOuOüOtJ*XXXX) 3 Slott Karten. ' Willy Fticdlacnder « Else Fried aender aeb. Pander leisen ihre standesamtlich vo Izottene Ver- mahlunz an und danken bestens(ür die ihnen erwiesenen Airmcrk- samkei ten. Berlin, im Mai 192a Elsasser Straße 25. 0fx�ri00rcVv-kTr��0OX>00 .zeutscher Lauarbeiicr- verhand. Voeln tierftn Den Mitgliedern zur Naclrrichc, daß der Kol- � lege Kai! Ooremski tBezIrk Norden l am 9. Mai verstorben Ist Die Einäscherung findet am Freitag, den I 14. Ms. nachm. l'tUl r, im Kremator.urn Ge- r chtstraBc siatu Am 10. JWai starb der Kollege Paul Msißiisr t Bezirk Cliarlo'teoburgX Die Beerdigung findet ' am Freitag. U n 14. V.a» vormittags 9h Uhr, aui I dem nstaits- F-:edhof 1(Waldbaus) in Sommerfeld statt. Ehre- ihrem Andenken! Der Vorstand. Harabeiiusn-« Armee« isloTcn, Waaa�r-P£»lo!en, o mm. sowie JagdwAlScn kauft zu höchst-n F�reisen W. Ü1EFKE, Kommawdanfcn»tra8e 36. IFuUerst'ffG Nähgarne und Seiden Kaufe jeden Posten für eis Bedarf. Zahle höchste Preise A 1 1 w e i ü. Sclineidermstr« Kastanienalice 52. Laden, Telephon: Humboldt 246. Einkauf* vou Lumpen, Eren. Knpfet Messing. Ble-. Zmk. Papier usw. hochstzahlv'nd Raupachstr. 15. M. S chuimeister Brs-fensr Sit. 4 B 2 5J l. s Ii so Kgitüiuer Tir Hosen Anzüge Sport-Paletots Ulster Nr. 173. -.: 7.V'dv, vSiÄr;-«:'.�--''Uz��K��r-.-r����wrajai'brwwyKm Partei. GewerkschasleA unD Betriebsräte. Von Oskar Nusch. In Nummer 167 der..Freiheit" vom Sonntag. 8««sji 1920, habe ich nach Bekanntgabe eines Beschlusses w: Rcühsvcrbandes der bcitlfchen Industrie in einem Artikel ..Neue Erschütterungen des Wirtschaftslebens" darauf hin- gewiesen, daß dem Proletariat neue schwere Kämpfe bevorstehen. Die Unternehmer, die durch das Steigen der Valuta nicht mehr in der Lage sind, ihre Erzeugnisse mit Riesengewinnen im Auslande abzusehen, drängen unter An- Wendung der Kautschukbestimmnngen de? Betriebsräte. gesehes aus neu« Streiks, um somit einen neuen Sturz der Valuta herbeizuführen. Sie wollen damit nicht nur auf» neue� die Möglick>keit zu ungeheuren Valuta�Spekulatio.c?. gewinnen bekommen sondern sie würden auch, die Schuld an dem Sturz der Valuta auf die streikenden Arbeiter ab wälzend, die Möglichkeit haben, erneut auf die Beseitigung deS ihnen verhaßten Achtstundentages einwirken zu können und das von ihnen kbon Tai>;;., geforderte Antistreikgesetz durchzusetzen versuchen. In dem genannten Artikel habe ich die besonderen, sich) aus �em Betriebsrätcgesetz cr�cen. den Streitpunkte des näheren erläutert und am Sch uß des Artikels gefordert, daß der Kampf sich nicht in Einzel- aktionen verlieren und die Stoßkraft des Proletariats in diesem wirtsckxiftspolitischen Kanipf auch durch das Sonder- vorgehen von nach Parteizugehörigkeit zusaminengefaßten Betriebsräten nicht geschwächt werden darf. Zu dieter lptztgenannten Bemerkung gab Veranlassung die Haltung der Betriebsrätezentrale Groß- Berlin; ieue Diganinston im Rahmen der Partei- organisation Stellung durch die praktische Anwendung des Bcl-'iebsrätegcsetzes einer Klärung und Begren- zung bedarf. Wer ist die Betriebsräteorganisation? Die Nach'olgerin des Berliner Vollzugsrats, jener in den Novembertagen des Jahres 1918 ins Leben gerufe- »en politi'chen Körperschaft, deren Daseinsbercäztigung neben der Partei als selbständige Körper chaft man an- zweifeln kann. Der Vollzugsrat, nach der Ucbernabmc der politischen Macht durch die rechtssozialistisch. bürgerliche Regierung vop dieser gehetzt und verfolgt, verfiel der A u f- lösung. An seine Stelle setzten dieselben Veuossen die Betriebsrätezentrale, die sich, ihren politischen Chgrakter vollständig verlierend, nach der Wahl der Betriebsräte vor- uchmlich der Erledigung gewerkschaftlicher Aus- gaben zuwendet. Sie tritt somit als Konkurrenz- organisation der Gewerkschaften auf und bedroht die Gcwerkchaften in ihrem Bestand. Auch in der Versammlung im Zirkus Busch beschäftigte sich die Betriebsrätezentrale. wie die„Freiheit" vom 19. Mai berichtet, mit rein gewerkschasllichen Angelegen- heilen und wandte sich in einer Resolution auf das ent- schiedenste gegen die Berliner Gewerkschastskommission, die ihrerseits die Betriebsräte zur Erledigung gewerkschastlicher Fragen zuiammcusajsen will. Damit ist die schon seit ge- raumer Zeit vorhandene Spannung zwischen den Ber- liner Gewerkschaften und der Betriebsräte, zentrale akut geworden und die einheitliche Abwehr des r i g o- r o s e n Vorgehens der Unternehmer, wie ich es in der„Freiheit" am 9. Mai dqflegte, in Frage geteilt. Di» Gewerkch*ften sowohl wie die Partes haben alle Veranlassung, sich nunmehr mit ddr Frage der Stellung der Betriebsrätezentrale und mit den Aufgaben, die dieser ge- stellt werden, zu beschäftige. Dieie Notwendigkeit ergibt sich besonders noch dem Artikel deS Genossen D ä n m i g, der als Vorsitzender der Partei in Nr. 171 der„Freiheit" vom 12. Mai unter der Uefarschri't„Räteorgani ation oder GcwerkschastSsiliale" einen Artikel verösscntlicht, der sich. wie die in der Busch'Berchmmlung schon angenommene Re- « Der Stsrnsis-tchsf. Roman von Ludwig Anzengrnbe?. DeS.Holzschnitzers Mutter, das arme, kranke Weib. war nun freilich außerstande, das Haus zu verlassen, auch machte daS schwere Siechtum sie anderen Sinnes; sie wollte in der Hütte sterben, in der sie die längste Zeit ihreS Lebens verbracht, sie wollte in ihren letzten Tagen ihr einziges Kind um sich haben, wie nah' es ihr auch ging, besten Nci- gung mit einer anderen teilen zu müssen, und mit tvelcher anderen! Sie mißtraute derselben, ja. sie bangte,„weil sie lo gar elend und unnütz herumläge", daß das junge Weib sie dem geliebten, nachgiebigen Manne ganz cntsrem- den und verleiden könne, und sie glaubte vorbauen zu müssen und icfltc-st, ohne eigentlichen Anlaß:„Wenn ich merken tat'/ daß ich da im Haus zur Last fall', ich ging gleich, mich sollt' nir halten." Daraufhin blickte der Sohn sie jedesmal mit großen, Sittenden Augen ach aber er blieb stumm; daß ihn irgend etwas von der Mutter zu trennen vermöchte, schien ihm so ganz undenklich, daß es ihm zu einer Entgegnung an Worten gebrach und so unterblieb auch jede Beteuerung 'einer unveiänderten Kindesliebe, nach welcher die arme Kranke wohl erwartend hinhorchte, und die sie ihm, sich zur Tröstung und Beruhigung, von der Zunge löten wollte. ES war aber noch ein anderes. daS ihm die Kehle zu- schnürte; er merkte die Eiferslicht Zwilchen der alten und der jungen Frau, und da doch an beiden sein Herz hing, w hielt er es für überflüstig, der einen in Gegenwart der anderen gute Worte zu geben, und vermied es, des lieben Hausfriedens willen. Ob Helene den Einfluß ihrer Schwiegermutter fürchtete oder nicht, davon war sie überzeugt, daß diese nicht gut auf sie zu sprechen mar. und verließ daher nur selten und auf kurze Zeit das HauS,„um der Alten nit Gelegenheit zu geben,'S Maul auSziiloeren und hinterrücks zu schimpfen und zu hetzen". War aber das jiinge Weib auswärts, dann legte Muckerl sein Werkzeug ans der Hand und ging hinüber in die Kammer"nr Kranken flv-u �hrptf�n hptrnMMo«• den MWe M„ftsW solution, mit der Frage beschäftigt, ob die Gewerkschaften die Betriebsräte zusammenfassen dürfen, und der Bezug nimmt auf dviS Bart ei Programm der Unab- h ä n g i g e n V-« r» r i Ich will t)o*i Siantiuinfc des Gewerkschaftlers und Vacteigenosten dies? Frag-' gleichialls untersuchen. AlS bei der. Uebernahme der politischen Macht im November 1913 die oberste revolutionäre Körpersitpft in Deutschland, der Pollzugsrat, die p o l i t i sch e Macht übernahm, wurde in zirka zwölfstündiger Beratung den Gewerkschaften die Ausgabe. daS Wirtschaftsleben Deutsch- lands zu kontrollieren, übertragen. Dieser Auf- gäbe sind die Gewerkschaften, weil nicht revolutionär, nicht gerecht geworden. Immerhin zeigt dieser Beschluß doch, daß die Räte bei Uebernahme der politischen Mocht nichi in der Lag»->-nd. dos Wirtichastsleben zu kontrollieren bzlo. zu!?Teo:. dieselbe Erfahrung brachte die weitere Entwick- lung de- russischen Revolution. Auch in Rußland sind die bestehenden Gewerkscvak�n revoUniornert und inU der Aufgabe der Leitung der W'isifckyzft betraut morden. Di- Funktionäre der Gewerkschaften ie'kn, von den poli- liichen Räten bestätigt, daS Wirtschaftsleben Rußlands. Die -„tischen Räte werden zusammengesetzt aus den revolutio- »l'ren politischen Parteien. Wir sehen also auch in der ruf- fischen 9h' olntion die Dreigliederuwg: Partei. politi'che Räte und Gewerkschaften. Würde in Deutsch- land nicht zleichsalls der Koloß der Gewerkschaften revo- lutioniert und im Augenblick der Uebernahme der politi- scheu Macht mit der Leitung des Wirtschaftslebens betraut werden, so würde die Leitung der Wirtschaft durch die Ar- beiterklasse zur Unmöglichkeit. Zeigt sich doch, daß wäbrend der 16 Monate Revolution in Deutschland die revolutio- närcn Parteien nicht in der Lage waren, ein„Wirtschaft- Rätesystem zu schassen, das im ATg-nblick der lieber. c-.-chme der politischen Macht in der Lnzi würi.. öv Wirtschaft leiten. Die Betriebsrätezentrale Groß-Bevlins, imz sich mit dem Gedanken der Organisation der politischi-n und wirt- sdKfttlichen Räte besaßt ist über den Ortsbezirk Berlin bin- ans nicht in der Lage gewesen, ihre Ideen zu verwirklichen. Sic trägt sich mit dem Plan, eine die Partei und die Ge- werkschastcn überragc.ide Stellung einzunehmen, will Führerin deS Proletariats in der proletarischen Aktion sein. So notwendig die Schaffung einer gemeinsamen proletarischen Kampfleitung aller revolutio- nären Pgrteien ist, wird das ans dem von der Betriebsräte- zentrale eingeschlagenen Wege jedoch nicht zu erreichen sein. Die Betriebsräte der Angestclltenorganisationcn und die Bo- triebsräte der Sozialdemokratischen Partei weigern sich, den Zusammenschluß mit der Betriebsrätezentrale der U. S. P. vorzunehmen. So können die Berliner Gewcrkichaftcn gar nicbt anders, als auf der vorhandenen gemeinsamen prolc- tarischen Wattsorm, auf dem Boden der Gewerkschaf- ten, die Betriebsräte zur Erledigung der wirtschaftlichen Aufgaben zusammenfassen. Es ist unmöglich, der BetrieSrätczentrale die Leitung wirt- schaftlicher Kämpfe zu übertragen. Zwar sagt die Betriebsrätezentrale in ihrer Re'olution:„Im gegenwärtigen Stadium der sozialen Revolution darf die Organisation der Betriebsräte und ihre verantwortliche Leitung nicht in die aus dem kapitalistischen Produktions- Prozeß sich ergebenden Lohn- und Arbeitskämpfe ein- greisem" Tatsächlich tun sie cS stündlich und haben es auch in der Versammlung, in der die Resolution angenom- men wurde, getan, indem sie sich mit den aus dem Betriebs- cätegesetz sich ergebenden Streitigkeiten befaßten und Mate- rial siir feie Betriebsräte verteilten. Ja, die Betriebsräte gehen selbst oder schicken Beauftragte zu Verhandlungen mit den Untornchmern, in Fällen von Maßreglungen von Be- triebSräten usw., in die Betriebe. Diesen Zustand können und wollen sich die Gewerkschaften nicht länger gefallen lassen. Es können»n- möglich zwei Organisickionen auf w i r t sch a f t S p o l i t i- un'örmlichen, von der Wassersucht entstellten Leib, die ab- gezehrten ArMe der hilflos Daniederliegenden. Er zog sich einen Stuhl, an das Bett, erfaßte die aus der Decke liegende knöcherne Rechte und hielt sie, bis er die trockene Hitze derselben quälend empfand und sie sachte freigab. Dann hätte er oft gerne beide Hände vor das Gesicht geschlagen und laut aufgejammert, aber wollte es ja der armen Alten nicht merken lasten und sich selber des Ge- dankenS erwehren, wie schlimm eS um sie stünde.__ Im Monat August war eS, an einem Nachmittage. heiß und stille rings, alS ruhte die Welt durch Arbeit er- mühet, als hätte sich die Sonne im Wärmen und Leichten, die Geschöpfe und Pflanzen im Regen. Bewegen und Wach- sen übernommen. Mnckerl steckte den Kopf zur Kammer- türe hinein.„Die Leni ist iort," sagte er,„da muß ich doch gleich dir. nachschau'n. dicweil die nit eifern kann, du bist ja Wohl mein zweiter Schatz." Die Kranke lächelte nicht wie sonst dem Eintretenden zu. ihre Augen glänzten feucht, ihr Gesicht war fahler, sie schien erregt. „Wie geht's denv, Mutter?" fragte er näher hinzutretend. „Wie soll'S geh'»?" murmelte sie,„nit gut,»ie iimner, wo's af's End' zugeht." Er schiittelie den Kopf. „Beutel''n Kopf nit. OTuckerk.'s•}§ doch so und daran is nix zu ändern. Freilich wohl, dich wird'S schmerzen. ärmer Bub, ich weiß, ich weiß ja, dafür kenn' ich dich; sein ja auch lang g'nug zu'amm'g'west, die Täg' zähl'» wir wohl leicht an'n Fingern her, wo wir uns einmal aus'n Aug'n war'n. Aber andern wird just nit die! dran gelegen sein." „Red' nit so, Mutter. Wer könnt' dir'n Tod wünschen?" „Ich muß dir nur sagen. Mnckerl. leichter könt' mich 's Sterben an. wenn die Heirat nit gewcst war', aber'3 Menschen Will' is sein Himmelreich, hn warst alt g'nug. den dein' zu hab'n, so wollt' ich mich nit einmengen, obwatzl mir's van all'm Anfamg an nie recht war." Der Holzschnitzer blickt? j» Baden. Tie Kranke holte tief Atem, dann fuhr sie fort:„So schickt' ich müh'drein und Hab' der Helen nie was in' Ai»H g'lest, freilich, war' mir. auch nie eing'fallen, sie 5önnt' so win ttiiu fij jg" Donnsrsw. 13. AN IM s ch e m Gebiet nebeneinander arbeiten. Kämpfe, die sid iürchie Betriebe aus dem Vorgehen der Betriebsrätezentrole ergeben, können von dieser nicht finanziert werden. Die Mitglieder der Gcwerksck)ajir'n treten an dieie heran und verlangen Unterstützung. Die Unterstützung muß von den Gewerkschaften versag'', Zve-den. Der Streit zwischen Mitgliedschaft und Organisationsleitung ist dann vorhan- den. Diesen Umstand nutz?.." die syndikalistischen Propa- gandisten aus, und so wird der Btst md ter Gewerkschaften gefährdet. Die Betriebsräte st ä- k e n, ohne es zu wollen, die syndikalistische P'« P a g o n d a. Die sich aus dem Betriebsrätegesetz crgebeiNz?. Screitigkeiten können nur von der Gewerkschaft erledigt'.oerden, denn nur diese ist imstande, die Gejamtlage jeder Jndustriegruppe im ganzen Reich überschauen zu können. Es kann doch unmöglich an- gehen, daß. während z. B. der Metallarbeiterverband mit dem Gesamtverband der Metallindustriellen Deutschllinds über die Schaffung einer für das gange Reich gellenden Musteracheitsordnung oder über die Schaffung vvn Richtlinien ivi Einstellung vnd Entlassung der Arbeiter in Unterhc ri'ungen steht, in dtv EinzelbetliUwn nach Anweisungen nnö Auskünften der Betriebsrätezentrale der Kamps entbrennt, der uiwedingt zur Nieder- läge der KoLegenschast des Betriebes in der gegenwärti- mm Konjunktur führen muß. Ferner können die Gcwerk» schaften, ohne sich selbst aufzugeben, die Schulung der De- lriebSräte unmöglich den Räten überlast?..'', die im Falle dec Ueb ernähr? cur politischen Macht, wie oben gezeigt, gar nidü in der wären, die Wirt'chaft zu leiten. Schulung'Bildung der Betriebsräte zur Kontrosti,: äsi ProdiiktlonsprozesseS muß Aufgabe der Gewerkschaften sein. Alle sich daraus ergebenden Kämpfe und Streitfälle müssen von den Gewerkschaften geführt und finanziell unterstützt wer- den. Wollen also die Gewerkschaften ihren Bestand nicht gefährden, so müssen sie die Uebergriffe der Be- triebsrätezentrale zurückweisen. Auf wirtschaftlichem Gebiet muß die soziale Revolution durch die Gewerkschaften weitergetrieben werden! Der Gcnoste D ä u m i g wendet nun ein, daß die Re« �oolutiomerunq der Gewerkschaften noch nicht möglich gewesen ist, daß durch ein Zusammenfassen der Betriebsräte auf gewerkschaftlicher Grundlage die Betriebsräte zu An- h ä n g s e I n und zu Agenten der Arbeitsge- meinschaft hernfxzedaickt werden sollen. Däumig läßt hier kkas nötige Verständnis vermisten. Denn wenn er glaubt, daß die Berliner Gewerkschalten bereit sind, die Be- triebsräte zu Agenten der Arbeitsgemeinschaft zu machen, so irrte er sich. Alle Berliner Gewerkschaften, mit AuS- nähme der Buchdrucker, sind in ihren örtlichen Verwaltungs- stellen Gegner der Arbeitsgemeinschaften und setzen ihr möglichstes �aran. um den Prozeß der Um- stellung des Bundes der Gewerkschaften zur Klassenkampf- organi'ation zu beschleunigen. Die Betriebsräte werden auch unter der Leitung der Berliner Gewerkschaften der Ar- beitsgemcinschaft zwischen Kapital und Arbeit den schärf- sien Kampf ansagen. In der Rcitflution der Busch- Versammlung wird die Absicht der Berliner Gewerkschaften die Räte auch als Gewerkschafter zusammenznsassen, per- urteilt, weil die Berliner Gewerkschaftskommission nicht in der Lage sei, die Betriebsräte über den Nahmen der Be- rnfsorganiiation zusammenzufassen. Die Betriebsräte, die dieser Resolution zugestimmt haben, sind getäuscht worden. Die Betriebsrätezentrale mußte über die Absirch ten und Beschlüsse der Berliner Gewerkschaftskommission genau informiert sein, da ein Mitglied der Betriebsräte' zentrale, der Gcnoste Stolt. Mitglied der Gewerkschasts' kommisston ist. und in der beschließenden Sitzung an- wescnd war. Die Berliner Gewerkschasteu werden dt« Betriebsräte nicht nach Berufen zusammenfassen sondern nach 13 Indnstriegrupven. Tie von uns erhoben, Forderung auf Schaffung lolcher großen Fndustrie- verbände wird dadurch ihrer Verwirklichung um ein „Wie is sie denn?" stoiterte Mnckerl. „'n Vormittag war d' Matzner Sepherl da und hat V Botschait g'bracht, der Klcinlcitner Paul, der schon d' Johl her siech liegt, war' heut' früh von fein'm Leiden erlöst word'n; da Hab' ich deutlich g'hört, trotzdem s' mit'm Rühr- löfsel af's eisern' Häsen g'schlogen hat, wie die Helen' sagt: Alle Leut'. sterben, nur die Alte nit!" „Mutterl" sckiric Muckerl auf.„Das is von ihr nur ein unbcsinnt's Reden, sie meint'S nit so. Sei g'wißl „Laß gut sein." sagte die Alte,„wie sie's auch meint. ich weiß, davon stirb ich nit. Ihr Meinen bricht mir kein'� Stund' ab und legt mir keine neue z». Nur rechtschaffen schmerzen könnt''s mich, wann ich s' lieb hätt'; aber jo wie ich sie setzt kenn', bat's keine Gefahr." „Tu' ihr's halt verzeihen, Mutter," sagte Mnckerl mit gepreßter Stimme,„und mußt nimmer dran denken, weißt ja, wie ich dich lieb Hab'." Er stand ganz nahe dem Bette, und als die alte Frau die jchwaebcn Arme zu ihm erhob, da beugte er sich hermebe.! und sie tätschelte ihm mit zitternder Hand die Wange. „Ich weiß, freilich weiß ich's." ES gibt Liebkosungen, die wehe tun: es sind die»nscm scheidenden Lieben, wo jedex Kuß, jede Umarmung, jeder matte Händedruck uns sagt: Es ist-nicht lange mehr, daß wir uns haben. „B'hüt' Gott. Mutter, ich muß jetzt--" stammelt« der Holz chftiyer. und als ihn die Arme der Kranken freigaben, schlich er aus der Kammer, wch'e schloß er die Tür« hinter sich, dann aber stürzte er hastig hinaus in den Gar- ten, sank dort in der schaltigen Laube auf die Bau', preßt« beide Hände vor das Gesicht, und-v»ci schwer? Tromen rollten zwischen den Fingern über die Knöchel bcro«. Und dvch hatte die Klcebinder gelogen, sie gab sich für stärker,«ls sie wor; ihr hotten die Worte Helenenz„recht- schassen wehe getan!" Mag sich ein Kranker arrch'«Iber für««'»»»eben betrachten, die Mahnung daran von frem- der Sippe ich«er»t und ichreckt ihn. den» sie rückt gleich- mutig i» nahe, gar ja nah,, um uws er mit fürchtenden Za- gen und ban»«» Cktauern sich quält in den stillen vtunden des Tage? und in wachen Nach!»«. Hier war e* eine im- gebuldige Mahnung und, die sie verlauten ließ, des ein- zigcn Sahnes Weib!(Fortsetzung folgt.) Bedeutendes nahergeruckt. Die gemeinschafttiche Nrbeit der Rcite in der Jndustriegruppe wird Veranlassung geben, dafe die Frage des Zusammenschlusses zu Industricverbändcn in allen Gewerlschaften iiber die örtlichen Verwaltungen hin- aus akut wird. Dadurch, daß die Betricbsrätezentrale die Absicht der GeWerk chaftcn, die Räte zusanimenzufassen, be- kämpft, behindert sie die weitere Revolutionierung der Gc- werkschaften. Sie erreicht aHo praktisch daS Gegenteil dessen, waS der Genosse Daum ig in seinem Artikel fordert. Wollen die Betriebsräte die Revolutionicrung der Gewerkschaften also fördern, so müssen sie daS i m Rahmender Gewerkschaften, und nicht durch Ecklaf' ung einer besonderen Organisation tun. Gerade weil die Gcwerkscha'tSsührer der Berliner Gewerkschaften, die auf dem Boden der llnabbängigen Partei stehen. Anhänger des Rätesystems sind, wenden wir unS mit aller Sck)ärfc gegen die Verunstaltung des NätegedankenS. Den Räten müssen wir zurufen, daß ihre Aufgaben auf- klärender und vorbereitender politischer Ratur sind. Es gilt, auf dem Wege fortzufahren, der im Sommer dcS Jahres 1919 beschritten wurde, als die Partei Kommissionen einsetzte zur wissenschaftlichen Prüfung und Bearbeitung bestimmter voliticher und wirtschaftlicher Fragen. Auf diesem Gebiet hat die Betricbsrätezentrale ihre Tätigkeit zu entfalten. Der Genosse D ä u m i g schreibt im Schlußsatz seines Artikels, daß cS jetzt Sache der Partei sein wird, zu entscheiden, ob sie die allcS andere als rätesreundliche Hal- tung ihrer Mitglieder in der Berliner GewerkschaftSkom- Mission gutheißen und sich mu mit einem platonichcn Be- kenntniz zum Rätesysteni begnügen will, oder ob sie jetzt schon klar und unzweideutig für eine Räteorganisation ein- tritt. Wäre dieser Satz als eine Drohung aiifzn'assen, so würde er eine ungeheure Gefahr für die Partei bedeuten, s�ch bin überzeugt, daß alle gcwerk- schaftlich erfahrenen Parteigenossen sich auf den von mir oben gezeigten Standpunkt stellen werden. Würde man den Versuch machen, diese Genossen zu vergewaltigen, so liegt der Gedanke der Schaffung einer neuen großen revo- lutionären Arbeiterpartei, nämlich einer' g e w e r f ch a f t- l i ch e n Partei, überaus nahe. Man versiehe mich nicht falsch. I ch w i l l nicht drohen und will unter allen Umständen die Einigkeit der Partei hechhalien, aber ich muß doch auf die Konleguenzen und Gefahren aufmerksam machen. Man stelle sich den ungeheuren Apparat einer gewerkschaftlichen Arbeiterpartei vor. Jeder Ange- stellte der Gewcrkschastcn ein Agitator I Die Fäden dieser Partei würden bis in den kleinsten Betrieb reichen. Man soll vorsichtig sein mit Aeußerungen. wie der Genosse Däumig sie tut. Aber auch weiter muß sich die Partei mit der Frag? der Stellung der Betriebsräte aus parteipoliti» scheu Gründen befassen. Die Betriebsrätezentrale kann in der Erledigung ihrer politischen Aufgaben nur a l S Glied der Partei zu betrachten sein. ES ist unmög- lich, im Rahmen der Partei eine selbständige, mif besondere Beitragslcistung fundierte Organisation zu haben. Der Gedanke der Betriebsräte, eine die Partei und Gcwerkschaf- ten überragende Stellung einzunehmen, muß auch die Partei auf den Plan rufen, weil diese nicht die Selbständigkeit ihrer politischen Aktion einer für die Par- tei unkontrollierbar zusammengesetzten Betriebsräte- Generalversammlung überlassen kann und darf. Der Ge- nasse Däumig zieht zur Begründung seines Artikels die Zeilen des Leipziger Programms, die auf daS Rätejystem Bezug haben.. heran. Jedes Mitglied der Partei, ganz gleich, ob in Partei- oder Gewerkschaftsstellung, wird sich voll und ganz auf den Boden des Leipziger Programms stellen. Dieses sordelt die Unterstützung aller Bestrebungen. die Räteorganisation schon vor der Eroberung der politi- schen Macht als proletarische Kampforganisation für den Sozialismus anSziibauen usw. Kein vernünftig denkender Mensch wird jedoch die Bestrebungen unterstützen, die einen Selbstmord der Partei und Gewerkschaften bedeuten würden. Sie Reaftton in der Schule. Von Paul Lette. Wie ein Blitz hat der Papp-Lüttwitz-Putsch inSbe'on- bere in die höheren Lehranstalten als in.Brutstälten des widerlichsten Nationalismus hineingeleuchtet. Leider läßl nichts erkennen, daß Minister Haenisch nack? seiner etwas ii-bereilten Reise Versäumtes nachzuholen gedenkt._ Statt des eisernen Besens läßt die traditionelle Arbeit des WethwodelS den reaktionären Staub überhaupt nicht zum Aufwirbeln kommen. Auch in der Volksschule merkt man herzlich wenig von modernen Arvsätzen. Die Lehrerschaft in ihrer iibergroßen Masse bezeugt außer für Gehalts- fragen ein überaus geringes Anterefse. den Beruf des Er- zieherS zu einen: völlig freien zu machen der jede unwürdige Bevormundung ablehnt. Im Gegenteil. Die Wenigen innerhalb der Lehrerschaft, die die Erkenntnis gewonnen und auch mutig bestätigen, daß nur die Verwirklichung deS Sozialismus den Lehrerstand zu einem völlig freien wird machen können, stehen in siägdigem Kampf mit emer un- glaublich kleingeiftigen Kollegenschaft. Oft ungsnwllt. lassen sich diele Lehrer von den in ihrer früheren Allmacht �bedrohten Rektoren als Sturmbocke zum Schutze der ge- iheiligten Autorität benutzen. Wer als Laie in den Schul- deputationen sitzt, den erfaßt oft ein Bedauern für d'e Kinder, die solchen Pädagogen überantwortet sind. Do hatte ein Lehrerkollegium in einem Berliner Vorort deS- halb ein Rundschreiben. daS der Ermittlung solcher Lehr- Personen dienen sollte, die den Moralunterricht erteilen wollten, nicht weitergegeben, weil eS keine Journal- nummer trugl Ja. die Iournalmimmeri ES ist er- götzlich, zu schen. welch ein Götzenkult mit solchen„Journal- nummern" getrieben wird, und wie die Herren Rektoren alte verstaubte Minisierialverfngimaen aus dem Kopf zu zitieren wissen, wo es gilt, einem frischen Luftzug'den eintritt verwehren.. �,._... Da vorläufig mit einer Besserung durch ein Eingreifen deS Ministers nicht gerechnet werden kann, muß die Selbst- Hilfe eingreifen. Den Lehrern, die sich ehrlich zum Sozi- aliSmuS bekennen, muß kräftigste llnterfliitzung seitens unserer Genossen in den Gemeindeparlamenten zuteil wer- den. Unbeschadet allen Geschreis jener Leute, denen die Schule ni-Z etwas anderes gewesen, wie eine patriotische Drillanstalt, nniß bei der AuNixM neuer Lebrverionen neben der selbstverständlichen pädagogischen Befähigung auch Gsuncht daraus gelegt werden, welchen Skindvunkl i sie dem«ozialismuS gegenüber einnehmen. Wir wollen gewiß nicht He Schule zum Tummelplatz parteipolitücher Leidenschaften machen. Aber wir müssen verhindern, unsere Kinder in Hände zu geben, die aus den Kindesiceien wiederum willige Ausbeutungsobjekte zu kneten versuchen. Soll das heranwachsende Proletariergeschlecht aus aufrechten, sebstbewußten Persönl'chkuten bestehen, dann haben wir die verdammte Pflicht, ihnen cktarakterfcste. dem Sozialismus nicht völlig fremd gegenüberstehende Erzieher zu geben, die sich den Teufel um vermodert« Verordnungen kümmern. Daß die noch beute bestehenden Schnldsputationen in ihrer Zusammensetzung diesem Streben men g förderlich sind, steht fest. Ist doch unter einem lozia Ii'tischen Minister auch heute noch der G e i st l i ch e stimmberechtigtes Mitglied der Schuldeputation! Und d'ese Herren sind sietS nur zur Stelle, um es die Interessen der Kirche zu wahren gilt. Do hat auch w'.oder in eigem Berliner Vorort der katholische Geistliche gegen die Wahl sineS katholische» Lehrers Einspruch erl>oben. weil er sich bereit erklärte, auch Moralunterricht. und den Geschichtsunterricht nicht unter dem GesichjSwink-l einer hobenzollernschen Familien- geschichj« zu erleuen. Sogar die Elternbeiräte sind mobil gemacht und möglicherweise werden die Kinder m't Hilfe der Drahtzieher streiken, um so dem Lehrer svine Tätigkeit von vornherein zu verleiden. Dieser unheilvolle Einfluß der Geisttichikeit auf die Schule wäre längst gebrochen, wenn ein bedauerlch großer Teil der Arbeiterschaft eine geradezu sträfliche Gleichgültigkeit nicht nur den Religions- sondern den Schulfragen überhaupt entgegenbringen würde. Hier muß die Schlafmützigkoit endl'ch agfbören. Es ist natllrl'ch weit begnemer. auf die unfähigen Führer zu prügeln, als sich selbst anS der aeüebten geistigen Trägheit«in wenig aufzuraffen. Macht«nvlich e-nmal Schluß mit der Anbetung des alten traditionellen Plunders I Wollt ihr die Macht der Kirche brechen, dann hcrauS mit euren Kindern auS dem Religionsunterricht. So wenig die Reaktion im allgeme'nen durch Pap lerne Gesetze gebrochen werden kann, wenn nicht ein Sturm au» der proletarischen Tiefe sie hinwegfegt, so wenig ist ein« Beschränkung oder Beseitigung der Dchul-Finsterlinge von„Oben" zu er- warten. Au« tem Sladlparlamenl. Genosse Dr. Wehl eröffnete die Sitzung mit einem warm- empfundenen Rachruf auf den Genossen Wurm, dessen sezenS- re chts Wicken auf vielen Gebieten der ftädlischcn Verwaltung er in großen Umrissen zeichnete. Dann wurce sofort in d e Beratung RS DringlichkeltSantragS unserer Fraktion eingetrelen, mit Rücksicht auf die Gcsundhei S- Verhältnisse der Berl ner Bevölkerung sofort wenigsienS dl« drei Badeansialten an eer Schillingdbrück«. in der Bärwaldstraße und in der Gerichdstraße zu eröfsnen. Genosse Schulz wies zahlen- mäßig nach, daß unter Benutzung der Abwärme der Pumpstation an der SchillingZbrücke große Ersparnisse an Kohl« gemacht werden könnten, so daß der Einwand des Kohlenmangels nicht mehr gellend gemacht werden könnl«. Trotzdem hatte der Mag stratsvertreter noch allerlei Wenn un» Aber. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Hoffentlich setzt sich der Magistra' mit allen Mitteln für schnellste Verwirklichung ein. Die Gesellschaft für KleinwohnungSbou hatte ersucht, ihr einen Zuschuß von 50 000 M. zu ihren gemeinnützigen Bestrebungen zu gewähren. Der Ausschuß hatte die Frage geprüft und festgestellt, daß der beantragt« Zuschuß aus die Dauer nicht ausreichen werde. Er empfahl daher, daß die Stadt BerlU» d e Grundstücke der Gesellschaft zum Duchner übernehme. Die Stadtverordnetenversammlung stimmt« diesem Vorschlag« zu. Gleichfalls aus dem Ausschusse kam eine MagistratSborkage zurück, die ein« Abänderung der Besoldungsordnung bezweckte, aber nur teilweise vom Ausschuß zur Annahme empfohlen wurde. ES sollten nur die Tiadtschulräte«in« Besserstellung erfahren, vi« Stadtbau rät« jedoch nicht. Dabei wurde von den Demokraten gsfordert, d> Besoldnngsordnung möge baldigst in llebeveinstim- mung mit der des Reiches und»es Staates gebracht werden. D-� jagte der Magistrat zu. Di« mehrfach beraten« Erhöhung der Kurkosten In de» stlldti- schen Krankenanstalten stand zur endgültigen Verab'chiedung auf der Tagesordnung. Im Auftrage unserer Fraktion versuchte Genosse John abermals,«in« mäßigere Steigerung durchzu- setzen, was ihm auch pelang. Anstatt auf 12 M. wurden die Kur- kästen auf nur 0 M.. erhöht und—«in westerer Erfolg unserer Bemühungen— als' Termin für die Steigerung an Stelle d«s 1. Mai der 1. Juni festgesetzt. Hieraus kam unser Antrag ans Auflösung der Einwohner- wehren und Bildung einer Or Sivehr auS»rganifierlen Arbeitern zur Verhandlung. Begründend führte Genosse Rosenseld auS: Wir müssen abermals an die Oeffentlichk« t treten, um die Regierung an ei« Erfüllung ihrer gegebenen Versprechen zu er« inner». Auf dem Papier ist zwar unter dem Druck der Enivnte die Auflösung der Einwohnerwehren angeordnet. Verwirklicht ist sie keines» egS. ES sind im Gegenteil Bestrebungen im Gange, in die Form harmloser Gesangs- und KczelkludS gekleidet, die hisherikten Einwohnerwehren beizubeh' te«. Wir wollen aber die Waffen nicht in den Händen einer sa unzuverlässigen Desellschast lassen w« bisher. Die Arbeiter'chast wir» sich dag nicht gefallen lassen. Und wenn sie Ihn«» knack recht» von der Regielueig nichr abgenommen werden, wird die Anbeiterschast MiNel und Wege finden, sie Ihnen abzunehmen. Die Entente würde gewiß Ihre Bedenken gegen die Errichtung von OrtSwehren fallen lassen, wenn sie mit den Vertretern der ArSbesterschoft selbst verhandeln würde, anstatt nur mit»er Regierung, die auf be« greifliches Mißtrauen stößt. Unbestrei bar würde di« Republik am besten geschützt sein, wenn ihr Schutz in die zutierlässigen Hände der Avbe terschaft gelegt würde.(Siürmmischer Beifall links.) Der Demokrat Dov« bemühte sich vergeblich, die Ein- wohnerivehr als harmlos hinzustellen und bekundet« unverkenn- bar, wie groß di« Angst des Bürgertums vor dem revolutionären Proletariat ist- Herr Teoloczek stellte sich als uneigennütziges ak ives Mitglied der E nwohnerwehr vor, der bereit gewesen sei, unterschiedslos Unabhäivige und Bürgerliche gegen Räuber, Mörder und Plünderer zu schützen. Der Rechtssozialist Franke bemühte sich als freiwilliger NegierungSkommissar. kam aber schließ Ich doch zu dem Schluß, der Antrag unserer Fraktion müsse angenommen werden. Genosse Weise hielt Herrn Sedlaezek das wahre Spiegelbild der Einwohnerwehren entgegen, wie sie sich insbesondere während der Kapptage gezeigt haben. Im Schluß- wort fordert Genosse Rosenseld nochmals mit aller Entschieden- heit, daß der Magistrat nicht ruhig abwarte, bis die Regierung sich bemüßigt seh«, den Ausnahmezustand zu beteiligen, sondern daß er sich für schleunigste Aufhebung einsetze. Herrn Seo'aczek frag!« er, wa? er getan habe, uni am 13. März den Kappstreich abzuwehren. Der Gesragle enthüllte sich mit seiner Antwort: Dazu waren wir doch nicht dal� und spielte dam t dem Genossen Ii o s e n fe l d unbewußt den besten Beweis in dir Hand, einen wie u»zuverlässigen Schutz für di« Republik die Einwohnerwehren darstellen. U-n'er Antrag wurde von leid«, soziassstisch« Fra'tioncn angenommen. Der Magistrat fordert« in einer Vorlere Zustimmung dazp, daß«r einem ArbeitseServerbaud beusschcr Gemeinden beitritt. Genosse Z u b e i! bekämpft« die Vorlage auf des schärfste, weil der V-rband sich se'lr balz zu einer Kampforganisaiion gegen die Gemeindeorbeiter entwickeln Werse. Diese Gründung sei ein Glied in der Ke't« des Zusammenschlusses des gsamten Bürger» iums gegen das vorwärtsstrebende Prolelar at. Deshalb lehnen wir eZ unbedingt ab, unsere Zustimmung zu geben. Ter Rechts- soziaiist D it t m e r machte daaegen st"-''n Hormon ieduselei. Die Vorlage ging an einen Ausschuß Ten städtischen Beam en soll im H»blick auf die Be'oldungS» reform, die im Än'chluß an das Vorgehen»es Reiches und Preußens notuendig ist, schon vorher ein Vorschuß gewährt werden. Dem wurde ohne Widerspruch zugestimmt. SerbmiSslai des Sana bclln-ZerSa-iSeZ. ä. Verhandlungstag Karlsruhe, 11. Mai 1920. Aach der Beendigung der Debatte über de« Geschäftsbericht wurde sollende Resolution in namentlicher Abst.mmung mit 210 gegen 01 Ti mmen angcnoinnuen: „Der Deutsche DauarteUcrvcrband ist entsprechend den Beschlüssen dcS Nürnberger Gewerkschaftskongresses parteipolitisch neutral. Allen Mitgliedern des D'rbandcS sieht es frei, eirer Pcrr. tei anzug höl'en. die ihrer poOi.-ijchen liebe rzeugung entspricht. Kein Verba.adsmitgi'ied darf wegen seiner pol. tische» Neberzeu» gung rb:r wegen politischer Handluiigca ausgeschlossen oder sonstwie b nach eiligt werden. Der Perba dstag sprich' auS, daß es Imider die Neutralität verstößt, wcirn Gelder des Terba des eder Mittel, die im Na» men des Verbandes aufgebracht werden, politischen Par.eien überwiesen werden. We ier steht der VerbangStag auf dem Slandpiuik', daß bei Besitzung den Posten oder bei Wahlen inn-rhakb des Verbau» des-'-it von parteipolitisch"« Gesichtspunkten ausgegangen werden darf" Trotzdem sich der Vorstand mit Händen und Füßen dagegen wehrt«, wurde folgender Antrag, er sich mic dem Fall Winnig besäß e, mit überwiegender Majorität beschlossen: .Durch den Austritt W.nn.g» aus dem Deusschen Bau» arliulerverband. der Winnig von einiger Milglirdern des Houptvorstandes n'gelegt wurde, war eZ dein Verba»dS!age unmöglich gemach», Winnig au» dem Verband« auszuschließen. Der VerbandStag«rsiäri dazu: Winnig»wird als unwürdig für den Verband erklärt und wäre auf Grund seiner Handlungsweise a»sge- s ck. I o f f e n worden, lieber«ine erneute Ausnahm« kam: nur cin VerbandSlaz entscheiden." Gewerkschaftliches. Unter aller Kritik. In llüvben(Sprectvald) stehen gegenwärilg dl« Tcxi'ilarbck» ler der Firma Sprik& Co., Norddeutsche Spinnerei A.-G., im Kampf um Lufli'sseruna rhreS Lohnes, der vor Ausbruch des Streiks 18— 45 Mark de Woche b-lrug; ja, ei soll sogar schpn vorgekommen sein, daß 50 Mark verdier.t wurden. Es mutet wie Hohn an. wenn angesichts dieser Löhne in gegenwärtiger Fett d.e Arbeiter ivocheulang um Aufbesserung im S-reik stehen mlls- sen. Und dann der Unternehmer, die Norddkuisch: Spinnerei A.-G-, die im letzten Jahre ein« sehr fyyfye Diddeude verle.l e, erklärt, wenn mehr gezahlt werden soll, könne der Betrieb nicht bestehen und müsse geschossen werden. CS handelt sich hiens rweist um Arbeiter und Arbeiterinnen, die schon roi Jugend auf in dem Betrieb tärig sind, jetzt aber alt geworden sind, und mit denen der Unternehmer nach dem bekaun en Musu'r verfährt, daß sie zu alt und kecksic vollwertige-» ArbeitSlröfle mehr sind. Mahrlich, daS sind herrlich» Zustände in Miserer Muster. republik. Sastwirtsangestellte, Kellner, Köche, Rvstter uut Hilsoptzrlonal. Am Montag, den 17. Mai, vormittags 10 Uhr finden im Cafä Vstoria, Potsdamer Platz, für die Bezirke 1, 2, 3, 9 und 10, außerdem zur selben Zeit in den Harmonieiestsälen, Jnva- (idenstr. 1, für die Bezirke 5, l> und 7 ösientliche Veriammlungen statt. Tagesordnung: Stcllungnahine zu den Wahlen. Bezirksverband der U. S. P. Aroß-Berlin. Die Lohnbewegung der Mineralwasserarbrltcr beendet. In einer überaus stark besuchten Versammlung der Mineralwasser- arbeiter,-arbeiterinnen und Kutscher am 11. d. MtS. wurde über die weiteren Verhandlungen mit dem Verband Berliner Mineral- Wasserfabrikanten Berieft erstattet. Nach längeren Verhandlungen ivurden folgende Lohnsätze vereinbart, die mit Wirkung ab!. Mai zwischen 180—245 M. schwanken(einfdjl. Frauen und Jugend- liche). Für die letzte Woche April soll eine einmalige WirtschaftS- beihilfe für Männer von 50 M. und für Frauen von 40 M.. soweit dieselben in dieser Mcche beschäftigt waren und noch im Betriebe beschäftigt sind, gezahlt werden. Nach einer sehr eingehenden AuS- spräche wurde dem VerhandlnngSergebnis zugestimmt. Neuregelung der Löhne für Avothekengrbeiter. Nach recht langwierigen Verhandlungen, wobei zweimat vor dem Schlich- tungSauS'chuß Groß»B«riin und dem DemobilmachungSkommjssar verhandelt wurde, ist Mittwoch vor dem DemobilmachnngSkoin- missar Zwilchen dem Berliner Apothekerverein und dem Deutsch:» Transportarbeiterverband, Bezirk Groß-Berun, ein neues Lohn- abkommen vereinbart worden. Der Tarif nebst Nachtrag ist ab Montag, den 17. Mai, im Bureau, Engelufer 14/15, Zimmer LS, erhältlich. Streik der Alnbasterarbelter! Die Drechsler, Schleifer, Band- sägenschneider der Firma Habild u. Co., Kottbuser Damm 70-71, befindeil sich wegen Tarifbruchs der Firma seit Mittwoch im Streik. Die Firma versucht den Tarifvertrag dadurch zu umgehen, daß sie "-en Akkord wieder einführen will und den vertragsmäßigen Ur- Urb nicht anerkennt. Wir ersuchen um ,»rengste Solidarität all�r labasterarbeiter. Deutscher TranSportarbeiter-Verband, Alabasterbranche. I. A.: K o h l sch m i d t. Der Streik der Markthelser im Buchhandel ist beendet. Di« Verhandlungen vor dem SchlichiungSautschuß haben folgende» Resultat ergeben: Für Markt Helfer über 20 Jahre 180—100 Mark, Ku scher und Kassieoer 10 Mark mehr. Weibli.t« 135 uch 14-2.50. Mark, Jug-Iwl che 55—185 Mark. Ter Schied»,'prnch ist von beiden Teilen angenommen worden. Tie Arbeit wird am Freitag früh wieder aufgenoinmen. GewerkschaftSkartell Adsirshof. Freitag, den 14. Mai, abends 7 Ubr, Beriaaimlung im Lokal Jieg:, Sedanstr. 8. Tagesordnung: 1. Neuwahl der Kartelle ituna. 2. Betriebsräte. 8. OriSivchr. 4. Verschiedenes. Groß-öerlin. Mamertus, Siebenschläfer u. Co. Die„Eisheiligen" haben es diesmal gnädig mit uns i ftoncmt.»sNiMcrhm tvar ihr Einfluß unverkennbar. Der VoIkS..abcrgIaube" hat rcdit behalten mit feiner Ueberzeu.' gnng van einem regelmäßigen Tcnrp.raturstnrz in den Tagen kurz vor dem 15. Mai. Die fkcpti'chc Wissenschaft hat schon manchc-Z Äolksvor- urteil durch toftcmatiche Untcifnchnng zerstört. In dem Falle der„Eisheiligen" l>itt sie dem Lalke rocht geben müssen. Nicht in dem Sinne, daß die kalten Tage regel» mäßig auf den 11., 12. und 13. Mai fallen. Aber eine starke Teinperaturienkung im Zlnfang Mai hat auch die nictcrco- logische Statistik als unverkennbar festst.llen müssen. Nun über das Wie und Wann sind sich die Gelehrten nicht einig. Tie einen sehen als Ursache eine Pression, die uns klare Nächte und starke Wärmeausstrahlung der Erde in diesen, sowie kühle Nord- und Nordostwinde bringt. Die andern glauben mehr an eine Depression, die eine nasse Abkühlung bringt. Vielleicht ist das Ganze eine komi'che Erscheinung, eine Einwirkung aus dem Weltraum, der sich Mutter Erde misi ihrer Wanderung alljährlich aussetzt, wenn sie den zugigen Korridor vom Frühling zum Sommer passieren muß.— Beinahe so regelmäßig wie der Kältcrückschlag im Frühjahr, aber nickch ganz so ausgeprägt, ist im Scrbit der Wärmerückschlag, der Alte- W.iber- Sommer, den wir im vorigen Jahre so tvunderlwr hatten. Damals waren die ersten Oktoberü.ge beinahe schöner als der Mittsimiiner. bis dann auf einen Ruck der Frost in die noch völlig grüne Pflanzenwelt fi.l.— Auch der Glaube an den„Siebenschläfer", der auf den 27. Juni fällt, hat seine natürliche Ursache. Regnet es am Siebenschläfer, so soll es angeblich Tag für Tage volle sieben Wochen regnen. So schlimm vslecft es nun nie zu sein. Aber Taftache ist. daß in der.stcit von Endo I»ni bis Ende Juli eine Negonperiodo fällt, die uns in warmen Iulitagcn nur nicht in dem Maße zum Bewußtsein kommt, wie dies in der kalten Jahreszeit der Fall wäre. Die Siebenschläser-Pro- photen dürften also zumeist recht behalten. Nur wird es gewöhnlich auch dann eine Negenperiode geben, wenn am Siebenschläfer der schönste Sonnenschein herrichte.— Darf man noch eine Wahricheinlichkeitsvoranzcige über das kommende Sommcrwetter machen? Der Sommer U'IlZ dürfte verhältnismäßig warm und trocken sein. Ein milder W'nler brockte uns wenig Scbnee und viel Regen. Tie Folge war eine große Schneeschmelze in den Bergen und Hock>wasser in den Flüssen. Der Wasservorrat in den Bergen dürfte deswegen bald erschöpft sein. Die Flüsse und der Grundwasserstand werden sinken. Die Wosserverdunstung wird zurückgehen und damit der Wasscrniedcrschlag. Hoffentlich wird da? nicht so scksiimm. daß in den Strömen wieder die..Hungcrstcinc" auftauchen, sene Steine, in welche schcm vor hundert und mehr Jabren verzweifelte Menschen dio Worte meißelten!„Wenn ihr diesen Stein eht. werdet ihr weinen!" Die Polizei aus der„Verbrecher�agd. Wir haben unbestritten ein stattliches Heer von Polizei- beamten aller Art. und doch häufen sich tic Verbrechen von Tag zu Tag und die Unsicherheit nimmt ständig zu. Wir haben uns öfter mit der Polizei befassen müssen und gerügt, daß unserer Meinung »ach diese Behörde nicht auf ter Höhe ist. Entschult igeud hat man eingewendet, daß die vorhandenen Kräfte unzureichend sind, was trefflich dadurch widerlegt werden kann, daß sich die Polizei in Dinge mischt, die sie nicht» ansehen. WaS hat z. B. die Polizei bei Streiks, die einen ganz ruhigen verlauf nehmen, zu tun? Und warum konnte sie in ansehnlicher Stärke aufmarschieren, wenn cS sich um die Auflösung friedlicher Gewerkschaftsversammlungen handelte. AuS alledem ging doch stet» hervor, daß die Polizei mehr gegen die Arbeiterbewegung alt gegen die Verbrecherwelt ge- schasse» wurde..... Die AuSrede von dem Mangel an Beamten wird aber auch trefflich illustriert durch folgenden Vorgang, der unt mitgeteilt wurde. Eine Frau trug regelmäßig die Kartosselschalen, die in ihrem Haushalt abfielen, zu einem benachbarte» Molkereibesiher. Im Jahre lglll war nun eine Verordnung erlasien, wonach Speise- reste nur an dazu bestimmt- Sammelstellen abgeliefert werden dürfen. Diese Verordnung, die wohl noch nicht aufgehoben ist, um die sich aber heute kein Mensch �Nehr kümmert, hat aber ein Polizeilcamtpr noch so gut im Gedächtnis gelabt, daß er der Frau »achgiiig und sie zur Anzeige lrqchtc. Und wirklich, die Frau er- hielt ein polizeiliches Strasmaudat über 3 M. zuzüglich 1,20 M. Kosten.____ Wir fragen nun. besteht die Verordnung überhaupt noch und ist sie dann so von Belang, daß mit der Uebcrivachuiig Beamte de- traut werden, die an anderer Stelle nötiger sind? Die Bevölke- rnllg würde es jedenfallö lieber sehen, wenn die Polizei mehr hinter Einbrechern und Schiebern sich hermacht als hinter einer Frau, die ihre Kartoffelschalen dorthin bringt, wo c8 ihr beliebt. Keine erfundene Mehlschiebung. Der Schriftleiter des.Tcsislick�en Anzeigers", Wusterhausen lDosscl, icndei uns zu den Berichten über die letzte Charlotten- burger Stadtverordeienversammlurn« n« Zuschrift, in der er entgegen den Behauptungen des Oberbürgermeisters Scholz feststellt, daß die Beschlagnahme des Mehls bisher nicht aufgehoben und eine Freigabe nicht erfolgt ist. Für die politischen Inhaftierten! Bei allen größeren Per- anstallungcn der arbeitenden Bevölkerung veranstalten Funktio- näre der A. E. G.-Hennigsdorf Sammlungen für die politische» Gcfatigciicn und Neooln'?".Sopfer. Bei der Demonstration im Lustgarten sind �Zs-l.lZ M gesammelt worden, die von Genossen Schcrff laut Onittung dem Iliiterstützungskomilee der Berliner Arbeiterschaft zugeführt worden sind. Eigentlich müßte jeder ein- zelne Arbeiter den Funklionäre» der A. E. G.-Heilnigödorf, die sich in so selbstloser Weise der Sache der Agrmslcn annehmen und ihre freie Zeit zur Verfügung stellen, dankbare Anerkennung zollen. Leider ist das nicht der Fall, den» einige schmierige Gesellen ge. fielen sich am Dienstag in der Nolle wohl, die sammelnden Ge. nosscn zn verdächtigen und zu beleidige», von Schiebung usw.>» fa'cln. Die Elemente bezeichneten sich als Mitglieder der K. A. P. D., der wir zu einem solchen Anhang unsere Glückwünsche aussprechen. Nlitcschuke der Groh-Perlinrr Arbeiterschaft. Zu dem Mittwochs von L— 7 Uhr sevil. auch 7—9 Uhr) startfindenen Kur'uS .Landwirtschaftliche Betriebslehre und Agrarpolitik" haben außer Landkolonisten und ländlichen Betriebsräten auch Funknonäre der Landarbcilergrwerksckaiten. Gärtnerei», sdorst- und Fisckereiarbei- ter Zutritt, oll auch Mitglieder deS Staats- und Kommunal- arbeiierverbandeS, soweit dieselben in iiSkalü'chcn oder kommuna- len GutSbelricbcn, Forsten u'w bn'ch.öitigt sind. Soweit möglich. können ferner auch Funstionäre der Landprodukten-Berwerlungs- betriebe sMolkereien, Brauereien. Mühlen. Sägewerke, Tertii». Tabakfabrikcn u. a.) zugelassen werden, desgleichen au« Fn- dustrien, welche die Landwirt'chaft mit Maschinen und Geräten, Landbaumotoren, Dünge- und Futtermitteln, Landbauten. Elek- trizität u. a. Betriebsmitteln versorgen. Die Anmeldung zu die- sein Kursus muß unverzüglich in unserm Bur.'ou, Münzstr. 24 III, ersolgen. Achtung! Betriebsräte! Näteschule! Es können Parallel- kurse für Deutsch, schriftliche und mündliche Be- richt:r stattung und Wirtschaftsgeographie einge- richtet werden. Meldungen schri'iilch oder mündlich an daS Bureau Münzstr. 24 111 gegen Entrichtung de» KurmSbeitrageS von 0 M. ES wird gebeten, die« umgehend zu tun. Alle Genossen, die sich bi» Mitwoch, den 18. Mai. melden, werden beitimmi de- rücksichtigt. Für den Kursus Landwirlschastliche Fach« lehr« und Agrarpolitik werden außer Landwirten und Siedlern, auch all: in Gärtnereien. Molkereien, Brauereien. Müh- len und Sägetvcrke, Tcxtil- und Tabakiabriken beschäftigten Ar- bester zugelassen. Anmeldungen auch für diesen Kursus um- gehriid. Wo blriben die Kohlen? Mit dieser Frage hat sich die UeberwachungSabteilung der Eisenbohndirektion Berlin eingehend in den letzten Tagen auf dem Stettiuer Bahnhof beschäftigt, nach- dem sie von umfangreichen Kohlenschicbungen auf dem Stettincr Bahnhof Kenntnis erhalten hatte. Die sofort eingeleitete linier. suchung hotte daS überraschende Ergebnis, daß die Eisenbab». dienstkohle nicht etwa in den Lokomotiven verbraucht wurde, sondern von einem ungetreuen Rangiermeister und mehreren Ltangicrcrn waggonweise auf euien» Anschlußgleis abgestellt wurden, wo die Kohlen durch die Hintermänner der Dieb« entladen und abgefahren wurden. Tie städtische BckleiditngSstrllo In RenkSN» hat e« sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung mit preiswerter Bekleidung jeg- licher Art zu versehen. Auch an nicht in Neukölln ansässige Per- sonen wird die Ware zu den gleichen Preisen abgegeben. Wir ver- weisen auf daS Inserat in der heutigen Nummer, auS dem erficht- lich ist, was die BeklcidungSstclle zur Zeit am Lager hat. Achtung, Sprcewaldtouristcn! Die Genossen und Genossinnen, d« beabllcht gen, Spro.«x:Id Partien zu machen und vor Schröp- fungen ffth' fchi'chttet motten, werden ersucht, sich vorher an unseren dortigen Parteigenossen August Hilde in Lübben-Steinkirchen, Fddstr. 4, zu trende.r. Dieser«ürd über alle« AuSkuc.ft geben und für sachgemäße Führung Serge tragen Tic Ausgaben der Studentenschaft in der BokkShochschiilbewe- ! gunz. lieber diekcS Tbema fvrich� der Geschäftsführer der Volk«- ! Hochschule Groß-Derlin Pros. Dr. Merz am Freitag, den>4. Mai. j abends 7 Uhr, in der Universität für die Unterrichttkurs« für Arbeiter. Genosse Adolf Hoffmnn ersticht, alle persönlichen Zuschriften an ihn nicht mehr nach der Blumcnstraße, sondern nach seiner neu:n Wohnung, Berlin C, Koppen st raße 811, zu richten, da seit l. Januar d. I. seine Buchhandlung in andere Hände über- gegangen ist. Et» sinnentstellender Druckfehler hat sich in unsere Schluß- bemerkungen de» Artikel».Aeiiderung der Erwerbslosenfürsorge" in Nr. 170 eingeschlichen. E» muß dort heißen:„So lange aber privatkapitalistisch gcwirtschaftct wird, werden wir keine geregelten Verhältnisse bekommen und die Arbeitslosigkeit(nicht die Arbeiterschaft) wird weiter ihre Opfer fordern. ilus den Oreamsakionen. Bezirksverband Berlin-Brandenburg. � Die zu Freitag eiiiberufene Sitzung des Zentralvvv» standes ist auf Sonnabend 5 Uhr verlegt. Tagesordnung: iVovderetdung zu den Stadwerordnecken. und Reichstags» 'stxrbleri. i 4 Tistrlkt. Freitag 7 Uhr Dollversammlung der Dildungoe i Vimmifston oei Hellmuil), DLrlchsr Elrvh« 58. 8. DtstrlUt, 3. Avtetlung. Freilag 6H Uhr Adteilungsversammlung in p-i Cuiulaulo, itiirgung Anviiasilr. Id. «. Dijirid.t. Ägilaiion-.ko!nm>lllon. poiitilche itommtlsion und Heiser Soni.u-'-ens 7 Uhr Sipung im Mlnbushof, Siaciiiwltr. 18. 16 Diftrilit, 3. Abteilung. Freitag Y Uhr gemeinfame fei(jung [ämtlidx. Funtiluniüre. Äezirkelührer uno übleut» der Jlommi[jionett bei Biuinke Kremmener feirasic 3. lt. Tipcilit. Freitag 1�8 Uhr Sitzung der Dewerklck�aft»- und cktütei.ommistion bei koiss. Elilabethkilchstl. 18. 11. Tistrilit, 4. Abteilung. Freitag 7 Uhr Wählerversammlung l| der fechulaulu Ctzarlenfic. 25. 12. Diftridt. Freilag. 14. Mar, abends 7 Uhr Eitzung der Dildungs» tiomniiliionsmilglieder oller Abteilungen bei Dolissa, Lychener felrahe 21. 14. Tisiribt. Freitag 7 Uhr ölleiuliche Frauenverlummlung In der Aula Bochumer fel.ahe 3b. Vortrag der Venofsin L u d» w t g:„DI» Frauen und der neue Reichstag."— Dazu heule Handzettelverbreituug. IC., 17. und 18. Diflrilrt, vom 11 und 13. Diftritit die Stadtbezirk« I'öl— 254 F„ 253— 260. Freitag, 14. Mai, abends 7 Uhr, Versammlung ver Mitglieder der kommunalen Konimillivncii in der fechuiuulo Müll«.-, Eck, Triststrohe. Einteilung zu den Komunalivahlen. Vor» irag des Denossen Dr. Wcyl. 17. Distrikt. Sitzung der tZewerklchasts» und Rätekommilsioi .Freitag 7 Uhr bei Abraham, Nordufer 16.— Sitzung der Bildungs- Irammijstan und Ellerndeiröte Freitag 7 Uhr bei Kiel«, Ouderunder fetrohe 26. Eharlottenburg. Freitag, den 14. Mal, abend» 7 Uhr, Mitglied«« verlammlung im Valkshaus. Rostnenstr. 2. Wilmersdorf. Freitag T/i Uhr öflenlllch« Dolhsversammlung It» der Auta der Vikloria-Luile-Echul«, UHInnd-, Eck« Gasteiner fetrah«, Tagesordnung:„Die U. fe. P. und der Wahlkanrps." Sieleient: Paul W e g m a n n. Friedenau. Freitag 7� Uhr Im Realgymnasium Homulhsirah« ästen i lick« Verlammlung. Referenten: Gen. Dr. K. Löwe»stein und Karl fechneidt. Dahlem. Steglitz, Schmargendorf. Frledenau. Grah-Llchterfeld«, Frauentag. Morgen. Freitag, abend»>g zu erwarten?" 7A Uhr im Friedrichs-Real« gymnasium. Miltenwalder Sirahe und 7A Uhr in der 143. Gemeindo» schule. Siralsunder Strotze 54. Deutscher Werkmellter-Verband, Bezirk 17, Fachgruppe IX fLcderwarcn Zurichter, Schuh und Schäfte, Tapezierer. Reiseartikel). Freilag 5 Uhr ve sammlung Alexandrinenstr. S7s. verbond der Gastwirtsgehilsen. Orlsverwaltung verlin. Sektion Hotel« und Deinhauskellner: Freitag nochm. 3 Uhr Der« sammlung im Aschinger Hau», Friedrichstr. 70.— Sektion Köche: Freitag nachm. 4 Uhr Veisammlung in Afchinger» 26. Quelle. König« grötzer Stroh« 126/120 1.— Sektion Portier», Holeldiener und Zimmermädchen: Freilag nachm. k Uhr Versammlung lm Eafe„Stern". Deutscher Tertllarbelter.verdand. DIene'ag, 13. Mal. abend» 7 Uhr, in der»Königebank". S oh« Fronkfurler Stratze 117, verlammlung sämtlicher Beirieb, röte sowie Funktlenär». AI» Legilimation gilt dla Aueweiekar!« de, verband«,. Deutscher Transportarbelter-verdand, vezlrk Groh-verN». Freitag CA Uhr Im Königstadt-Kasina, Holzmarkistr. 72. Branchen, »»rsammlung aller In den Grotz-B-.Iiner Damplwäsckierelen beschäflia. len Kutscher und Milschrer. Soziallstl'che Prolrtarlersugend, Gruppe Osten. Freitag 7A Uhr Mttgllederverlammlung mit Bort rg über„Darwin". Eoz. Pr»le!a�!erjugend Gcoh. Berlin. DI« Z-ntr«lp»rstand,sttzung findet nicht am Donnerstag(Himnrelsah l). sondern»m Montag, den 17. Mal. in der Schule Weinmeisterslr. 15/18 statt. Generalver« sammlung ebentort abend, CA Uhr In der Aula. Turnoereln„Fichte", Ii. Knadenabteilung. Freitag 3 Uhr In der Aula der Schul, Eberewclder Ctratz« 10 Lichtbiideiportrog. Thema: Wilhelm vusch. Eint itt 25 Ps. Deraniwortlich süc k'e Redaktion: Leo Liebschvtz, Friedenau. Be enlwo'tlich s d. Fnseiaienteil: LudwigKomeriner, Kerlshorst Verlagogenossenschast„Freiheit", e. V. im b. H.. v-rlin.— Druck der Llnbendruckerei und Verlag�!esellsch„?t m. b. H.. Schissbauerdamm 1». '■§ ZMS'dMX aus pulem VoUvolle, ckll und gemustert, ecbr fesche Form, mit reicher Rflschen- garnlerung aus glattem Vollvolle,«chi hQbsche Sellen- u.GQel 1- gamlerung, weiss paspcllerf, Handhohlsaum aus glallern Vo Ivolle. siolta Fo.m, mit reicl ein Handhohlsaum und Stoft. g-im!erur,g SS. Li) 139. 53 2 Xi?0. 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Dr. Hil- I« r d l n g. ?» wird gleichzeitig nochmals auf die allgemeinen vtitglledrrversanimiungen hingewiesen, die am Man- tag. de» 17. Mai er., in allen Stadtbezirken stattfinde». Sieichzeilig werden die Holzarbeiter gebeten, die Urabstimmung am 1!>. Mai schon jetzt im Auge zu �behalten. Di« Lokal« find aus dem Mitteilnngsblatt zu ersehen. NiisilinsimmeNlsiigrSesler! stsreltng, den 14. Slot 1023, nachmittags!i Uhr lst» Neichenberger Hof, Reichenbeiger Straße 147 ZetfaRuntong lmtWtt Sjrtrnii?n5!cate. Tagesordnung: 1. Di« Wiederaufnahme der Arbeit. Verschiedenes. Dt« Ortsvenvaltirng. lZklttaiülW. NlllllLiZ ksuft L508sma.in, toksnuisstl'. 4 stlorUen 103 21 Neukölln, Bergstraße 29. FRÜHJAHRS-PREISLISTE Herren Bckleiducg. Moderne Jakett-Anzösre. auch mit au �setzten Taschen und Gürtel, In festen Stoffen ver- schieder»stcr Parbc..... 7�� M G 0.00, 550.00, 450,00. L3�|üü Eleganter Ulster. Sportform, f}}l mclirfach gesteppt... 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