Einzelpreis 20 Pfennig- A. �abrsang Dienstag, den IS. Mai lH20 Di« erichewt morgens im6 nachminozs.Sr das übrige Uuäland HS.— M. zuzüglieb vaiutaauffchiag. per Siiet für veuts-bland und Defierreich 20.50 m Siedaktion im® Wrdebrlionr#>m-(in Dift».«•«»fkkbaneedamm lULii. Ferawrecher: A«t Rorde»«»»— S« und»7K»f Kummer 7S1* Mbenö-Musgabe .famitirn- Anzeigen und Sielkengesuch»'Z.20 Ms. nett., vre Aeile.' St-ll-ngesu»' in kvertan zeigen: das fetiged ruckte Wart H.50 Mk., jede» wertere lvart 1.— Mi. känieraten-Ubteiitma:«eelin RW.<'. Ea«erdainm 1« Aerniprechrr:«m»«arden 8»S— 36, Buchhandllm-, Zentrum 3645 .Freiheit" Ltichdrutkerci Zentrum-030. berliner-Oman mt'f&A'** viktalur des Kapitals. Tic Konzentration t>es Kapitals schreitet in einem waschen Tempo voran, während immer weitere Teile des Volkes von der Derelendunci ergriffen werden. Während auf der einen Seite die grohen Summen alten Besitzes sich um die Phantastischen Gewinne aus Kriegs- und .�achlriegswirtschaft vermcort haben, führt die Steigerung aller Preise, die Entwertung des Geldes zur Vergrößerung der proletarischen Masse durch die proletarischen Ango- stellten, Beamten, Intellektuellen und Kleingelverbetrei- denden. Ob diele Schichten des früheren Mittelstandes rascher oder langsamer zur Erkenntnis ihrer proletarischen Lage gelangen, ob der Auftüttelungsprozetz der ökonomißhen Umwälzung sie früher oder später aus den übcrkomnienen Vorstellungen befreit, erschenit nebensächlich gegenüber dieser; ungeheuren Konzentration des Elends, der Verarmung und des Kampfes um das täglich Brot. Eine Riesenarmee vm.; Halbbürgern ist aus der' bisherigen leidlich gesicherten! Lebenslage hinausgescl'leudert und dem typischen proleta- rischrn Sclsicksal ausgelisfert, bei einer kurzen Arbeitslosigkeit ohne die Möglichkeit einer Existenz zu sein. Noch sind sich die wenigsten von ihtten über die grundsätzliche Ver- änderuna klar, die sie innerhalb der modernen Gesellschaft erlitten haben, noch glauben sie zum Teil, noch einer kurzen Periode der Entbchrung, der„standesgemäß" ertragenen Not zurückkehren zu können in den Rahmen ihrer früheren Et 4M». Noch erlen Iben sie nicht, daß sie nur das Schick- sal der bereits früher proleta risierien kleinbürgerlichen Schichten teilen, daß die moderne Arbeiterklasse sich zumeist gebildet hat aus den im Laufe der kapitalistischen Enttvick- lung, der fortschreitenden Mechanisierung und Enteignung freigesetzten Massen von Handwerkern, Bauern, Gewerbe- treibenden u. a. mehr. Weil dieses neue Heer des deutschen Proletariats sich zu einem großen Teile weder über seine gesellichchstlichc Stellung noch iibTr seine materielle Lage im klaren ist, schreitet der Prozeß der Erkenntnis in zahllosen Hirnen so langsam fort. Ter einzelne Mensch klanunert sich an überkommene Vor- siellungen, an Gewohnheiten und alte Ueberzeugnngen mit der Angst vor dem Svruna in einen drohenden Abgrund. die jeder Zweifel, an der bisl)erigen Ordnung des Lebens auslöst. Immer wieder wird versucht, den Konsequenzen des eigenen Erlebens zu entrinnen. Bedenken niederzuschlagen, den festen Bau der ererbten Welt zu erhalten. Aber es ist auf die Dauer undenkbar, daß die Aendernng der ökonomischen Verhältnisse ohne tiefgehende Rückwirkungen auf Vorstellungen und Ueberlogungen der Menschen bleiben kann, und wer die Erscheinungen der lebten Monate aufmerksam verfolgt hat, weiß, daß in vielen Gehirnen der Zweifel er- wacht, in vielen Ksipfen der Anfang einer Erkennt- n i s sich bereits durchgesetzt hat und daß in zahlreichen Menschen der Wille zur Wandlung lebendig geworden ist. Immer deutlicher wird eS der großen Masse des Wolkes. in welcher rücksichtslosen Form der Kapitalismus die Volks- Wirtschaft als das M i t t el der Bereicherung ansieht. Für die kapitalistische Wirtschassordnung gibt es nur einen Zweck: Profit. Diesem Götzen wird alles untergeordnet, ihm wird si'de verfügbare Kraft dienstbar gemacht. Nicht die Stci- aerung der Produktivität an sich erscheint als Aufgabe der Wirtschaft. Der Grad der Produktivität wird abhängig ge- inacht von der Höhe de? erzielbaren Gewinnes. Wenn Verringerung der Erzeugung hohe Preise und guten Nutzen verbürgt, gesteigerte Güterhersdellung aber niedrige Preise und geringen Nutzen(im Verhältnis zu dem Umfang des angewandten Kap'tals oder der Möglichkeit reicherer Er- traanisse in einem anderen Zweig der Wirtichaft), dann stallt ein Teil der Fabriken still, gleichgültig, ob der Mangel sich noch lo drückend bemerkbar macht. Unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität werden Schulen gegründet, Forschungsinstitute errichtet. Aus der.Höhe des Reinertrages wird der Wert aller wirtschaftlichen Güter, des Grund und Podens und der Menschen errechnet. Während das deutsche Proletariat sich wegen der Frage: Demokratie oder Diktatur erbitter! bekämpft. während Illusionisten und gute MenW-en sich und ihren Freunden klar machen wollen, daß auf dem Wege der Gc- ietzgebung, der demokratischen Willensäußerung des Volkes eine Aenderung dieser wirtschaftlichen Verhältnisse sich her- beifübren ließe, arbeiten die kapitalistischen Herrscher an der Befestigung ihrer Macht und lachen aller Vorschriften und Verordnungen, mit denen Parlament und Regierung eine Neuordnung durchzuführen suchen. Von allen Tüchern pfeifen eS die Spatzen, daß Kriegsgewinnsteuer, Reichs not- opwr und wie die Steuern alle heißen, mit denen man dem Kapitalisten zn Leib« will, längst zu einer Farce geworden sind. Selbst in den bsirzerlichen Blättern rmiM die Ent- -..■ttz. � MMM Fsisfc'-fcä-, taben in Mukge Slratzeukösixfe. Paris, t7. Mal. HavaS meldet aus London: Nober die Zwischenfalle, die sich in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag in Londonderry sJrlnnd) ereignet haben, meldet das englische Blatt„Globe" fol» gende Einzelheiten: Bier Stunden lang wurde in den Straften von Londonberry gekämpft, wobei ein Wachtmeister getiitet und ein anderer»er- wundet wurde. Die Unionistcn nnd die Sinnfciner haben zwei Gassen der Stadt besetzt und sich gegenseitig beschossen, da sich die Polizei zurückgezogen hatte. Es wurden zahlreiche Schau- senster und Labentüren eingeschlagen. Kurz nach Mitternacht er- schien die mit Gewehren ausgerüstete Polizei wieder aus dem Schauplatz nnd verhaftete alle waffentragenden Personen. Am Abend deS IS. Mai begannen in Londonderrh von nenem Unruhen. Ein ehemaliger Soldat wyrbe getötet, mehrere Per- fönen verletzt. Die Polizei mußte sich aus dem gefährlichen Ge- biet zurückziehen.— In Bantry sind nach einer Neutermeldung 20000 Soldaten gelandet, um über die Grafschaft Eork in Abständen von fünf englischen Meilen verteilt zu werden. Auch um Montag wiederholten sich die ZusammcnstöHe in Londonberry. Polizei nnd hundert Soldaten mit einem Maschinengewehr verhinderten ernste Ereignisse. VaMnor in Layem. München,!8. Mai. Die Beschwerde gegen das Verbot deS Hauptorgans der bayerischen Unabhängigen„Der Kampf", die seit 14 Tagen an- hängig war, ist nunmehr verworfen worden. Die Un- abhängigen haben gegen diese Entscheidung einen Protest an die Bayerische Staatsregierunz gerichtet mit der Begründung, das, daS Verbot des Blattes eine Beeinträchtigung der Wahlsreiheit bedeute und die Handhabe zur Anfechtung der Gültigkeit der Wahlen für den Reichstag und Landtag biete. Das Verbot unseres Münchener Bruderorgans ist eine Beeint rächfignng der W o h l f rei h e i t. wie sie bösartiger nicht gedacht werden kann. Es ist das eine Folge der in ihrer Lauheit reaktionären Haltung der R e g i e r u n g in der Frage des Belagerungszustandes, die in der Kundgebung des demokratischen Reichsmini- sters des Innern zum Ausdruck kommt. Wenn die Regie- rung die überall in den Verwaltungsorganen nnd Justizbehörden sitzende Reaktion„ergebenst ersucht", von Zei- tnngsverboten abzusehen, so m a ch t f i e d i e s e r H o r d e M u t zu solchen Streichen. Alles in allem ist dieses ein trefflicher Beitrag zur Wahlaufklärnng. Wenn die Regi. rung auf solche Art die finsterste Reaktion stützt, so muß sie— nebst den hinter ihr stehenden Parteien— mit der Reaktion bekämpft werden. Dolens Ansprüche. Wien, 18. Mai. Nach Mitteilungen de« polnischen Gesandten Sa rota an Pressevertreter hat der polnische Minister de? Renftero P a t e k ans seiner Reise nach Paris m San Rem» und Rom bei den leitenden Entcntestaatsmännern volles Verständnis sür Polen? Haltung gegenüber Sowsrtruftland gefnndrn: der pol nifche Bormarsch sei als noiwendige Ab w ehr m a ft r e gel ge. würdigt worden. Patek vertrat in Paris und Rom den Stand- punkt, daft Polen nur die Wiederherstellung der Grenzen von 1772 wünsche. Sarota teilt« mit, Polen sei neuerlich zu Frie- denSverhandlungen bereit und bestehe nicht mehr ans Borislaw als BerhandlungSort. In der D a n z i g e r Frage werbe dem polnischen Verlangen nach Durchführung deS Berfniller Frieden? Rechnung getragen. Günstig stehe euch dir Frage Preußisch- Schlesiens, wo die polnische Regierung die Aufhebung der deutsche« S i ch e r h e tt S w e h r im Plcbiszitgcbiet nnd die Regelung der Kohlenfrage wünsch«. Zur Konferenz in Spaa würden Vertreter Polens zugezogen werden. AG« über die polnische Offensive. Kopenhagen, 18. Mai. Der Leiter der rassischen HandclSabordnung, Krasnin. gc- währte einer Anzahl von Pressevertretern eine Ünterrednng und sagte dabei: Die Offensive der Polen gegen Zläterußland erschreckt uns ebensowenig wie die frühere Osfensiv« der Verbandstrupveir E? wird bei dieser Offensive ebenso gehen, wie bei den früheren Aach einigen Fortschritten und Erfolgen wird der vorrückende Tei von unseren Truppen umringt und vernichtet werden Das ganz« russische Volk ohne Rücksicht auf die politische Anschauung bat sie erhoben und wird wissen, die polnische Eroberungkofiensive zu- rückzuschlagen. Generat B r n s s i lo w steht jetzt au der Spitze tcr Truppen, was der beste Beweis dafür ist, datz jetzt alle Russen sich allmählich gesunden Häven. Eine russisch-tatarssche Kriegsmacht m Baku. H. dl. London, 18. Mai. Der ,,Times"-Korrespondeiit in Teheran erfährt von zu ständiger Stelle, daß in Baku eine gemischte russisch-tatarische Kriegsmacht von SOVOll Mann versammelt werde, um gegen Georgien nnd Baku vorzurücken unb mit den Aatipnalisten unter Mustapha Khamal Verbindung zn erhalten rüstung über Herrn Stinnes, dessen Millinrdengewinne zum Ankauf einer Riesenzahl der verschiedensten Unternehmen Verwendung finden, als ob niemals die National- Versammlung die Wegsteuerung der Kriegsgewinne, die 167 VW Mark übersteigen, zum Gesetze erhoben hätte. In den gemeinwirtschaftlichen Selbstverwaltungs5ör- pern. die für die wichtigsten Rohprodukte des Landes ge- bildet worden sind, um einen Ausgleich zwischen kapitalistischen'und allgemein-wirtsckmstlichen Interessen herbeizu- führen, setzt sich der rücksichtslose Prositwille der Unternehmer durch, allzu oft unterstützt von Arbeitervertretern, die aus dem Gedankenkreis der Arbeitsgeckieinschaft heraus teilnehmen an der Zerrüttung unserer Wirtschaft. Wenn die Regierung in einzelnen Fällen einmal nicht so tanzt, wie die Großindustrie es fordert, dann behaupten die kapitali- stischen Machthaber trotzdem ihren Willen wie vor wenigen Monaten in der Eisenindustrie, als ohne Rücksicht ans die angesetzten Notierungen von den Abnehmern Extraleistun- gen gefordert und natürlich auch durchgesetzt wurden, die eine indirekte Erhöhung der vom NeichswindschastSministe- rium bestätigten Preise bedeuteten. Oder sie erklären— wie das Kalisyndikat, dessen Valutaprofite einen unerhörten Umfang angenommen haben—, daß,„wenn der Gedanke einer besonderen Belastung der Auslandslieferungen ver- wirklickst werden sollte, eine weitere starke Erhöhung der In landspreise nickst zu vermeiden wäre". Diese wenigen Beispwi« sollen nur zeigen, daß die großen kapitalistischen Interessentengruppen gar nicht daran denken, die paickamentarische Demokratie zu respekiieun, sondern rücksichtslos dafür sorgen, daß die Er»>eiterung und Befestigung ihrer Machtpositionen nngehindert jortschreiien kann. Sieredenvon dem Greueleine rDikta t» r des Proletariats, finanzieren den Kampf gegen den Bolichewisinus und benutzen den günstigen Augenblick für die Durchführung ihrer eigenen kapitali st i- s ch e n Diktatur. In der Kohle� Eisen- und Kali-, in der chemirben um der Elektro-Industrie, ebenso wie im Banktvesen bilden sici neue gewaltige Organisationen. Allein in den letzten Wochen haben die A. E. G. eine Kapitalserhöhnng um Ivt. Millionen, die Siemens» Halske A.-G. um 63 Millionen, der Bergmann-Konzern um 28 Millionen Mark beantragt. Weitere große Obligationenanleihen werden von allen drei Unternehmen aufgenommen. Die Interessengemeinschaft der chemischen Indnstri« der die Höchster Farbwerke, die Farbensabrueu vorm Fricbr. Bayer u. Co., die Akj.-Ges. für Anilinfabrikati or und die Badische Anilin- und Sodafabrik angehören, hat vor einiger Zeit ihr KapitÄ verdoppelt. Der Umbildungsprozeß in der Kohle- und Eisenindustrie, der zuin Teil durch den Verlust elsaß-lothrmgischen Besitzes und die Veränderungen im Saarrevier eingeleitet wurde, ist noch lange nicht abgeschlossen. Thyssen, Peter Klöckner, Stumm und andere Montanindustriclle smd augenblicklich mir rieienhasten Projekien, die erst zum Teil öffentlich bemerkbar sind, beschäftigt. Die Besitzkonzentrarion in wenigen allmächtigen Händen machl schnelle Fortschritte und die Entwicklung zu einem gewaltigen Trust, der weit über den Rahmen einer Industrie hinausgeht, ist deutlick zu erkennen.. Im Bankgewerbe zeigt sich eine öhnssche Tend we. HSerrsfenVerbinSmm, VnMnehimq«nti Berthtlgtota M« zuletzt bei der Commerz- und Diskonto-Bank in Erscheinung «treten ist. Diese Berltn-Hmnburger Großbank, die im Laufe deS Jahres bereits die Creditbank DuiKurg, die Eis- lebener DiSkontogsjellschaft und die Banksirma Hermann Vutmann in Filialen umgewandelt hat, übernimmt jetzt die mitteldeutsche Privatbank sowie die Breslauer Bankfirma C. don Pachalys Enkel und erhöht ihr Aktienkapital von 83 auf L00 Millionen Mark. BuS den verhältnismäßig nie- brigen KapitÄziffern läßt sich allerdings kaum eine Vor- stelliing der Bedeutung dieser Bankkolosse gewinnen. Ein Blick auf den Geschäftsumfang der Commerz, und Diskonto. Bank, die unter den Berliner Großbanken in letzter Reihe stand, gibt ein etwas klareres Bild: der Gesamtumsatz des Instituts beträgt fast WO Milliarden, die Gläubiger(Haupt- sächlich Deposttenkunden) haben fast 2 Vi Milliarden Mark S fordern, der Bestand an Schatzanweilungen und Wechseln von 742 Millionen auf über 1V4 Milliarden gestiegen. Die vertikale Gesellschastsbildung von Rohprodukt bis zum feinsten Fertigfabrikat macht von Tag zu Tag neue Fortschritte. Ausländisches jdapital wird in beträchtlichem Umfang« herangezogen. Die gegen eine UeberfremdungS- stefahr geschaffenen Vorzugsaktien konzentrieren die Macht :n der Hand verhältnismäßig kleiner Gruppen und geben diesen ein« ausschließliche Gewalt über die Entwicklung dieser Rieseminternehmen und damit über unsere gesamte Wirtschaft. Die Regierung ist ohnmächtig gegenüber der unge- henren Macht, die ihr herrschgewaltig entgegentritt, die durch«ine immer stärkere Einbeziehung der Presse einen Teil der öfsentllchen Meinung bildet und die vor allem rücksichtslos bereit ist, sich gegen alle Widerständ« durch- zusetzen. AnfgavedeS Proletariats aber ist«S, in klarer Erkenntnis dieser w irtscha ftS p o li» tischen Situation den Kampf gegen die Diktat«? d«S Kapital? aufzunehmen und die Idee der sozialistischen Gesellschaft zu verwirklichen. DerWahltagam 6. Junigibt ihm durch Bekund«ng dieses Willens die Gelegeaheit dazu. Sin stuWft über den siulsch. Cbttst CBüttte, geistiger Berwter Ludendorff» du Kriege und �fcrihie vectm de» Kopp-PutscheS, wird steckWIesvch verfolgt. Da» ficht den Zpöcmn mcht an, Memoiren üb« da» verbrechen d«» lS. März zu fchneiben«nd sie mrier vollem Namen in einem Münch«««« veeloy erschein«« z» Sasse». Sein« Schaft zeigt im allgemeinen, don welch« trosttos«« getstt- &tn Oed« Me E«»erokstobSoffiziM>e waren» die im Kviege da» Weck Ludenbor ff» fördern halfen. E» wird«n» wieder eiranm, mfcauusit verfiSndtich gemacht, daß der Weltkrieg fjtr Deutschland «nter allen llarftäudan verlören gehe» mußte. ffm üibrige» spricht sich Oberst Bauer ganz cffstm iSor den tüapp-Putsch auS. Er sagt nm», daß der General LNttwid schnn fett langer Zeit die leitende« Offiziere der Reichswehr für sich§e. wnnne» hatte. Sie und auch Vi« Führer der Sicherheit s- poltz«t mrtevstelltlle» sich ihm bedingungslos, trat ein kleiner Teil war schinankend. Am IS. März, al» Lüttwitz das Reichs- wehaviniftecium übernahm und gleichzeitig doS Oberkommando über da» ZiesthSwehrgruppenkommando l berbehie«, keß er samt- Eiche Kommandeure der Berliner Truppenteil« und der Sicher» hettSPoliz« zu sich rufen. Auch diese sagte» ihre Gefolgschaft zu. so daß»tatsachlich am 43. März vormittag» die gesamte» Stäbe «ad Truppe« de» GrnPPenkommando» 7 sowie dt« Sicherheit«. Valizei sich für Lüttwitz erklärt hatten." Der Führer de» Wehr- kveiskommando» III. Weneral von Ode«, soll sich vmfang» schwankend gezeigt Habelt; er wurde deshalb von Lüitwitz sei» ««» Posten» enthoben, kam aber nachmiiHng» zu diesem tmd versicherte«hm, daß er»stet» für da» Unternehmen gewesen Eriuuerl Zhr Euch? Das endlose polnische Land. Kaum gewellt, ist«S eintönig ausgebreitet, traurig, lehmig, schmutzig. Und nun ist dieses Land leer. Kilometer auf Kilometer kein Mensch. Fn ganz großen Aoischenräume» begegnet dir wohl einmal ein Bäuerlein mit einem Wagen und seinen zwei kleinen Pferdchen. Er zieht de- wütig di« Mütze. Seine Äugen sind nicht freundlich. Kilometer«ruf Kilometer kam Mensch. Wa» dir auffällt, lind die zahlreichen Schilder an allen Ecken and Kontm;»Für Stappen- Kommandantur",-»Znr Entlausung»«« statt",.Für Mannschaften verboten",.Dur für Offiziere". Was ist da»? Die Preußen sind im Land. Da, hinten an der Scheune, Menschen. Ein Trupp von vielleicht vierzig oder fünfzig Manu steht faul und in nach- lässiger Haltung in zwei Reihen. Mißmutig. Gelangweilt. Ohne Hoffnung. Mit Recht in Grau gekleidet. Die Anzüge sind nicht mehr gut. Die Hosen lang« nicht gewechselt, viel« Zacken geflickt. Die Augen blicken trübe. Die Gesichter sind lehmgelb oder farblo». Di« Leute sehen nicht gut aus. Nun kommt Bewegung in die kleine Gesellschaft. Ein fetter rnd wohl aussehender Mann ist vor sie hingetrete». Sein praller Waffenrock umschließt ein stattliches Bäuchlcin. Er ruft etwa?. Die Leute rucken zusammen und stehen wie die Mauern. Der Mann vor ihnen schimpft. Du stehst nicht nah genug und kannst nicht alle» hören. Du hörst:»Lümmels! Auf den Trab dringen...! Alle in» ZuchihauSi... Verdammte Bande— k Nuu werden gewiß die Beschimpften sich auf den fetten Mann stürzen und—— Nickis. Sie stehen wie die Mauern. Au» dem kleinen Hause hinter der Scheune kommt noch ein Mann. Er ist im Gegensatz zu allen anderen elegant angezogen und hat brillante Gesichtsfarbe. Im Auge hat er«inen Scher- den. In semer Hand wippt nachlässig eine Reitgerte. Der fette Kann brüllt entsetzlich. Die Köpfe fliegen herum. Nach link». 1 8u dem Mann mit dem Scherben. Der sieht gar nicht hin. Dann schlendert er langsam vor die Front. Du kannst nicht hören, wa« er sagt. Du kannst es nicht der» stehen. Du kannst vielleicht all das, wa» da geschieht, nicht der- stehen...? Dann laß dir sagen, daß dies« da— diese vierzig da—«ine sinnlose und unnütze Arbeit schon seit Jahre« hier im fremden Lande verrichte». Für wen? Da« wissen sie nicht. Wie lang« ichon? Da, wissen. sie nicht. Wu lange noch? Da» wissen sie mkW. Diese vierzig da— sie sind nur ein« kleine Truppe. ja taut �— jo teerben jjch und Hundert» sei«nd sich Wttwktz vor» doruhemln zur Verfügung geftellt Hove". Er«npfirnde die Absetzung als schwer« Ehren k r ä» k u n g. Nach viejer Erklärung winde er wieder tu sei« Stellung»r* gesetzt. Wichtig ist auch daß Oberst Bau« den Gemaaten». Schi» l e r um» v. W a t t< r bescheinigt, daß sie sich zunächst auf keine Seite goftellt haben". Sie wollten also erst abwarten, wie der Wind läuft und sich dann auf die Seite Magen, die siegreich blieb. Gerade au» der Schrift de» Obersten Bauer erfahren wir, daß das Märchen, die Rvichswehr und Sicherheitspolizei habe sich in ihrer Mehrheit zuverlässig gezeigt, den Tatsachen nicht ent. spricht. E» ist die» zwar täirgst kein Gehemn«»»»ehr. ad« da di« Regierung sich heute noch darauf stützt,«st e» gut, wenn auch ein Manu wie Oberst Bauer die Auffassung der Regierung widerlegt. Recht interessant ist eS, daß die Kapp-Regierung sich auch wil dem Gedanken«rite» Judenpogrom» trug, um ihrer schwankenden Macht«in« festere Grundlage zu gelbe». Oberst Bauer schreibt darüber: von allen Testen liefe« Mahnungen ein, gegen die Juden einzuschreite«. Ich ledut« jedoch ab. ES wäre nicht» einfach» gewesen, alz ein Judenpogrom ,n Inszenieren, da« die berste« autisemitische« Kreise sofort»» akti»er Mitarbeit heran. »ehost hätte. Durch dies« Austestung werden die«chtSfiehendeu Porteten schwer belastet, denn niemand ander» als s i e sind eS gewesen die di« Aufforderung gegen die Jude« einzuschreiten, an die Regierung Kapp-Lüttwitz ergehe« ließen. Wenn e» mcht zu dem gewünschten Pogrom kam, so war die» dem energischen Wider- stand der Arbeiterschaft zu danken, die der Herrschaft der Luden- dorfssippe ein frühzeitige» End« setzte. Russische monarchistische Treibereien in Leriiv. Der Veckkter Vertveter des Daiky Herald, Philip» Prtee, macht scknem Blatt« einig« Mitteklungen über die Hintergründe der polnischen Offensive gegen Rußland. Wie er schreibt, hat sich ein neue» gentrm» der ruffischen Monarchisten und Reaktionär« in dem Salin» der Fürstin BartattnSky, die sich jetzt i» Berlin aufhält, gebildet. Hier treffen sich«»gkische und französische Offiziere und diplomatisch« Agenten, di« Führ« der verschiedenen anttsowjetistrscheu Be- vegungen, deren Hauptquartiere in Deutschland sind. Wie Prtee hört, ist der Oberst Rodziauko, der Neffe deS frühe. reu Duma-Prästdenten damit beschäftigt, eine Zentralstelle für die RekruKerung russischer Emigranten zu schaffen. E» sei vorgesehen, jeden Angeworbenen 1000 Mark in bar zu geben und aus einer deutschen Bank 80 000 Mark für seine Familie zu hinter- legen. Dies« Summe sei fesigefttzt durch da» geheime Rekrn- tiernngSburean der Japaner, da» sich hier n Berlin befindet, und da» heimlich Offiziere der zaristische» Armee»ach Wladi- Wostok sendet. Die Pläu« Hex russischen Reaktionär« gehen dahin, die mit Hülse der Polen besetzte Ukraine akS Ausgangspunkt für den Angriff auf Rußland zu benutzen. U-m die nationalistischen Elemente der Ukraine für diesen Plan zu gewinnen. ist vorgesehen, den ukrainischen Hetmau mit einer gewissen Schatten-?, uwnomie einzusetzen, drei Kandidaten kommen für de« Hetmau-Poflen tu Frage. Der erste ist Postawetz Ostrawitza, ein Großaründbesttzer au» der Gegend von Poltawa. Dieser Mann hält sich zwar jetzt tn Berlin auf und sein« Kandidatur hat die Unterstützung englffcher diplomatischer und militorfftischei Kreis«. Der zweite Kandidat ist Fürst WasM Koffchubey, ein Mo- narchist, der zur Zeit i» Pari» lebt und sich der lttrterpützuug de» französischen Auswärtigen Amte» erfreut. Der dritte ist Skoropadski, der sich ebenfalls tu Berlin de- findet, aber wie e» scheint, wenig Chancen besitzt. Di« ganz« Bewegung wird außerdem von der ukrainischen Gruppe Chlebovaby unterstützt. Diese Gruppe, die im vorigen Winter in Wien gebildet wurde, hat ueuerdingS da» Feld ihrer Tätigkeit«ach Berlin verlegt. Ihre Führer find: LepinSky, tausend« in Polen, in Flandern, in Rumänien, in gang Europa herum— zum Ruhm ihrer Fahnen.(Die Fahnen stehen zu Hause im Zeughau». Die haben sie nie geschen.) Taufende und Hunderttausende stehen und liegen hier mißmutig-- arbeiten hier mißmutig und umsonst für eine Sache, von der sie nicht» haben, von der sie niemal» etwa» haben wevden— die ihnen gleich ist. Aber fit wissen: vor ihne» steht der Feind. Und hinter chnen da» Zuchthau». Da» ist ihre Welt. Aber wie ging e» so lange? ES ging so laug«, weil auf vierzig immer einer kam, der'» besser hatte al» sie. Weil auf zweihundert immer einer kam, der wie ein Gott lebte, wie«in Gott geehrt und wie ein Priester bezahlt wurde. Die treiben. Und lassen nicht nach. Erinnert ihr euch—? Wollt ihr da» noch einmal—? Diese Jahre voller Qual, voll stillen MärchrertumS, voll Plackerei und Schinden»? Noch einmal? Wen» ihr'» nicht wollt—: ve-geßt nicht. Jgnaz Wrobel. Berliner Mahler-Woche. � Wähnmd in Holland Wilhelm Mengelberg sein der Moderne gewidmete» Lebenswerk durch ein Mahl-rfest krönt. kamen wir im ärmeren Deuffch'and durch Zufälle zu einer Mahlerwoche,«in neuer Beweis, daß die Kunst diese» reichen und ergreifenden Schöpfer» nu» auch in Berlin«wdgülrig zur Geltung gekommen ist. Die II., V-, VI. Symphonie wurden gespielt. Die Zweite ist allen Musikern vertraut und wächst doch noch von Iahe zu Jahr. Die Fünfte bürgev? sich er»; die-Sechste fit fast neu. Die Fünfte beginnt mit eins« Trauermarsch von grandioser Witcht, ism Tauermarsch auf einen.Helden", sondern auf ein Leben, ein Schicksal,— ein? heroische Resignation. Da» Werk ist klang- lich sehr reich, formal unruhig, seelisch nicht so«Mt wie die anderen großen Werke MahlerS. We in diesen Symphonien ist in der Sechsten da» ewige und dUirch die Zelten beiwgtc Ringen 1 de» Menschen um ssrn« äußere Befreiung und innere Erlösung dargestellt. Der Kvnffikt zwischen opfer voller Tat und seligem Rattirgkück rückt da» Wer? neben die I. Symphonie, die hier größer und reifer wiederhol� erschetett. Die Aufführungen wurden von jungen Dirigenten geleitet. Meyrowitz, ei» e-sttlafsigcr Routinier, ersetzte in der II. Symphonie Größe durch gedehntes Tempo. Sabine Meyen und besonders Olga Schaeffer saignn die Eolj mit scetescher Fevnheit. Klau» PringSheim, e«, neuer Mann, g-mnilni nach wenigen Takten durch Umsicht und Kenntni» de» Werke». Frn Laufe der Aufführung spürte man öfter» staft C-rschüiterung nur eine überlegene Gpwavdhe-it. Unger, der Dirigent Schepel, Skaropte», Perkreter der Äußersten»techkeis k» üt tttäSif nischen Rada. Diese Gruppe stützt sich wieder auf die reich« Druiidbefitzev» klaffe der Süd- und Westukraine. ES sind dieselben Lcute, die di« Deutsche» seinerzett in dir Ukraine brachten, und verräterischer. «»eis« hinter dp» Rücke» der Bolschwiki d» Friede« von Brest- LitowSk schlössen. Das Wahlergebnis in vrauufchweig. Bei den Wahlen in Braunschweig haben erhalten: Unifo. HSngige Partei 80 000, Rechl»sozialisten 30 000, Landeswahlver- band 81 000, Demokraten 20 000, Kommunisten 2600 Stimmen. Die Demokraten haben im ganzen Lande Braunjchwerg über 26 000, die RechtSsozialisten über 28000 Stimmen verloren. Gewonnen haben der Landeiwahlverband 26 000, die Unabhängigen 30 000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug un- gefähr 76 Prozent. Der LandeSwahlverband erhält 24(bisher IS), die Unabhängigen 23(bisher 14), die MehrheitZsozialijten 8 (17), die Demokraten 6(13), di« Kommunisten keine» Sitz. Vach der Konferenz non hyihe. Amsterdam, 17. Mai. Laut.Algemeen HandelSblad" schreibt.Daily Mail" zur Konferenz in Hythe: Die Deutschen sollten nunmehr begreifen, daß die Alliierten kein« weiteren Spitzfindigkeiten dulden werden.»Daily New«' bemerkt, bezüglich deS Kriegsmaterial» müsse der Arie- deuivertrag bis auf di« letzte Kanone durchgeführt wer- den, aber Deutschland müsse genug reguläre Truppen behalten, um inner« Unruhen hmianhalten zu Snnen. Dies liege ebenso Un Interesse der Alliierten wie die Festsetzung der Eni- schädigungSsumm«..Daily New," sagt weiter, daß das, wa» in dieser Woche erreicht worden sei, wichtiger sei al» irgend eiwaS ander«». Niemal» bäb: mehr Grund bestanden, Männer zu, beglückwünschen. dte ihr Wahlversprechen gehalten hätten..Daily Herald" sagt: Niemand scheint zu wissen, wieviel Deutschland»ah- len kann, und wann und wie e, bezahlen wird. Aber r.-f jeden Fall ist die unbeschränkt« Hypothek, di««ine schänd! Abgab« alle» dessen bedeutet, wa» da» zur Existenz absolut U. �uorhrstchk übersteigt, aufgehoben. Jetzt besteht wieder Hcyftiung fite di- Deutjcheu und für all« Mittelewwpäer. Englands Verzicht Wgmrste» Frankreichs. H.N. London, 18. Mai. Der Vertreter de» ReuterbnreanS in Hythe berichtet, daß di« endgültigen Entscheidungen bezüglich Deutschlands al» eine red- lich« Regelung der sehr schwierigen Frage betrachtet werden, Frankreich erhalte zwar Vorteile von sehr großer Bedeutung, di» EngUmd sehr viel kosteten, obwohl England allerdings nur Zu- geständnisse machte» die«S im Interesse Fraukreuh» für gch wendig hielt. Di« srotz« Gefahr. Auf der Düsseldorfer Tagung M «ttßusttnerJBewin» sprach der Posttninister GieSbert» üb« die Not der Leitungen und sagte dabei, daß du ffffffzten Gefahren für da» ZeltungSgewerbe to dem Vorgehen �»e« S tinn«»� konzer n» liegen, der bisher sechs»rohe deutsche Zeltungeu und sechs Papierfabriken aufgekauft habe.— StinneS bereitet mu diesen Aufkäufen die Diktatur der Schwerindustcke vor und die Koalitionsregierung sorgt dafür, daß der Schwerindustrie dstbef kein: Schwierigkeiten erwachsen. � Neubesetzung der RegierungSämter in Hannover. Am Sonw tag fand in Hannover unter Borsitz de» Minister» Seve« ring eine Zusammenkunft von Vertretern der drei Koali- tionSparteien statt, di« sich mit der Neubesetzung der obersten VerwaVvmgkskÄen in der Provinz öefchüftigc. D" MehrheitSsozialtsten verlangten den Posten d«S Ober- Präsidenten, den sie nunmehr endgültig mit Güdekum besetzen wollen. Die Demokvaten erhalten den Posten de» Regierungspräsidenten in Hannover und wollen die Person dafür bi» Mittwoch der Regierwng nounou. Den Regterungs- Präsidenten in Hilde»heim stellt da» Zentrum. ES wwft im Laufe der Woche mit Wahlvorschlägen dafür hervortreten der Fünften, ist ein erstaunlich frische», natürliches Talent, von dem man Mahler» Vierte hören möchte. Heute beherrscht er scha» die Klangmassen, nächsten» wich er sie abzustufen habe«. Der Beifall war nach ollen Aufführungen sehr groß, die Herzen fühl- teu den Strom einer jungen, gegenwärtigen Kunst. Felix Glössingee. I« Renen Opeeettenhau» hat.Prinzessin Fried die.'kleine Hoheit* abgelöst. Für manche Leute muß e? efwu immer etwa».Durchlauchtiges" geben. Wa» man spielte? Die übliche Affäre mit LiebeSpärchen nebst Hoppsassa und Trat- lala. Dies«» hatte Leo Ascher mit musikalischer Erg-ebigkeit besorgt, während für GesanigStexte usw. Direktor Kren einstand. Wenn e» nicht zu sehr ins Weinerliche und Längliche geriet, körnte man sich vergnügt gefallen lassen,»wa» da herum. virbette. Mit Kräften wie den Herren Sabo, Strehl und W e st e r m e i e r sowie d«r Damen Erna Ritter und Lotte Werk me ister htt auch die überlebtest« �ache gewonnene» Spiel. Uebertebt? Ach nein, da» Genre stirbt nicht, dafür beben wir auch im Lande der .Dichter und Denker". I» der StaatSrper»ruß eii'getuttener Hindernisse wegen die für heute angesetzte Erstaufführung der beiden Ballett- Neuheiten.Lich" nutz„Koftüntball und der komischen Oper „versiegelt" auf übermorgen, Donnerstag, 20. d.»L, verlegt werden. Gegeben wird statt dessen teute„Madame Butter fltj". I« Denffche» Opernhaus«(Sbarlotienburgs sr.-.gen rn der am Donnerstag stattfindenden Erstaufführung von.ToSca" Mafalda Ealva>i>,» und Rudolf Oaubonthal die Hauotroli--«. Freitag zum hundertsten Mate»Parsifal'. Im Wallnerthcatce hat die Gommeroper mit chre« voew legend italnenischen Spielplan und einigen namhaften Gästtu trotz mancher Scherächon im Thor und Insembl« zu» nehmenden Erfolg gehabt. Im Vernhard-Nose-Thealer beginnt am 23. d, Mi«, da» Gast- fptel der Komischen Oper mtt.SchwarzwaldmädiL", ,,DaZ Giüätmödel" wird jetzt au den Sonnpag.ach.mtiasen im Theater am Nollen>,orfplatz gegeben. Gut« Dar- stelliing verbürgt dem alten VolkSstück mit Gesang«ine sehr freundliche Aufnahm«. Im Walhalla-Theater findet am Sonnabend, den 22. Mai, die Erstaufführung de» Schauspiels„K a s e r n e n l u f t" von Stein und Söhngen statt. I« Theater de» Westen» findet am 1. Juni die Erft aufführung de« Schwanke».Der Schrei nach dem Kind' statt. Für Professor Einstein wird laut holländischen Bläilern in Legden ein Lehrstuhl geschaffen. Und in Deutschland?!.», kelve vezahlmg der GenttMeMaze. Beschluß des Reichsrats.— Wahlschwiudel und Zukunftsmusit. Der Reichs rat beschäftigte sich mit dem Entwurf über die Entschädigung der Arbeitnehmer für Verluste an Arbeitseinkommen auS Anlaß des G e n e r a l st r e i k S. Der Berichterstatter führte aus, daß durch diese Verordnung eine Eni« schädigungSpflicht der Arbeitgeber für Verluste, die ihre Arbeit- nehmer an ihrem ArbeitSmkommen während des Generalstreiks erlitten haben, zwangsweise eingeführt werden soll. Die Arbeit- geber sollen verpflichtet sein, eine Entschädig», g mit ihren Ar- beitnehmern zu vereinbaren; kommt hierbei keine Einigung zu- stände, so ist die Regelung der Frage einem SchlichtungSauSschuß zu überweisen, der, wenn auch hierbei keine Einigung zustande kommt, bindende Entscheidungen trifft. Auf die Frage,»b eine Aufforderung der Re» g i e r u n g zum Generalstreik vorlag,»eh die Regierung im AuS. I'huh erklären, daß sie eine derartig« Aufforderung zum Generalstreik nicht erlassen habe. Der Berichterstatter führte alle Momente an, die im An». schuß für und gegen die Vorlage vorgebracht worden waren. Die Mehrheit des Ausschusses sei der Ueberzcugung gewesen, daß diese Materie nicht inder vereinfachten Form der Gesetz. gebung im Verordnungswege erledigt werden könne, und häl'e deshalb die Verordnung abgelehnt. RrichSminister Dr. David ertläfte, daß der Weg über dre Nationalversammlung nicht mehr gangbar sei. eS sei ganz nn- möglich, diese Vorlagen auf gesetzgeberischem Wege noch unlcr Dach und Fach zu brngen. Die t blrhnung auf dem Wege der Verordnung bedeute das Fallen dbr Vorlage, was er namenS der Regierung sehr bedauern würde.—» In der Abstimmung wurde die Vorlage mit 39 gegen 15 Stimmen abgelehnt, nachdem ein Vertreter Preußen» erklärt hatte, daß der Reichs. rat zu einer materiellen Prüfung der Vorlag« im Wege d�r Ge» fetzgebung beieit sei. Der Reichs at stimmte sodann der Errichtung des Verkehrs- brnats beim ReichLpostministerium zu. « Litt teHrb ein infames Doppelspiel getrieben. um das Unternehmertum in seiner unverschämte.-r Drückebergerei vor jedem Opfer für den so laut bejubelten Kampf für die Verfassung zu unterstützen. Der sonst so verord- nungSlüsterne R ei chs ra t lehnt in diesem unbequemen Falle ben Verordnungstvcg ab, um die Erledigung der Vorlage auf den nicht mehr gangbaren Weg der regulären Ge» 'etzgebung zu verweisen. Die Regie rung heuch;Il Wohlwollen, bedauert diese Weigerung des ReichSrrtS, eine Verordnung zu erlassen, und ist in Wirklichkeit froh, daß sie auf diese Mchse dem Zwange überhoben wird, wirk« samr Maßnahmen für die Bezahlung der Geueralstreiktaze zu treffen. Beide Gruppen, Regierung und ReichSrat, lächeln einander verständnisinnig zu, schieben die Vorlage von dem einen toten Gleis auf das andere, bewegen sich selbst im Kreise wie auf einer Drehscheibe, um die Vorlage danach mit trefflich konstruierten Schein« gründen in einer Versenkung verschwinden lassen zu können. Inzwischen hat man Zeit gewonnen und kann den Mund in der Wahlbetoegung voll nehmen mit neuen Ver» iprechimgen...Demokratische Arbeitgeberkreise" schrieben dem„Verl. Tageblatt", daß ei selbstverständlich sei. daß die demokratischen Unternehmer die Bezahlung der Streiktage während de« Aapv-PuticheS durchführen würden. Di« ßu- Ichrift behauptet sog«?,„iemefratiche Atbeitgeb:?" seien ungehalten darüber, daß die demokratischen Fraktion der Nationalversammlung den Antrag unserer Partei auf Fühlung der Streiktage abgelehnt haben. Das sei damit zu erklären, daß der Genosse Henk« die Bezahlung aller Streiltage verlaugt habe, während die demokra. tischen Parlamentarier die Bezahlung nur bis zu dem Termin zugestsben könnten, an dem die� Demokratische Partei sowie die«demokra tisch Streikleitung" den General» streik als beendet erklärte. ES w?rd« selbstvet stand- lich dem neuen Reichstag eine Vorlage unterbreitet werden, die die Bezahlung für dies« begrenzte Zahl der Streiktage fordern werde...... Da» ist Wah l m a che übelster Art. In Wirklichkeit begrüßen die„demokratischen Arbeitgeber" sowie ihre politischen Agenten, die demokratischen Politiker, in der Stille ihreS Herzens freudig die Ablehnung der Bezahlung durch den Reichsrat. Sie sind froh, daß er sie der Notwen> diqkeit überhebt, sofort Schritte zur Durchführung der Bezahlung zu unternehmen. So können die Demokraten mit der Miene von Biedermännern und Volksfreunden Versprechungen in die Wahlbewegung hmaus- poiaunen, während sie innerlich der ruhigen Ueberzeugung leben, daß sie nie genötigt sein werden, die Versprechungen einzuhalten. Me fördern wir die EinfrHssronl der Hand- und Kopfarbeiler? Mit diese« Thewtr fesiWtstigte sich am Monbmg«iine ver- sammlung der Anvestellten�ettiebSräte, die von der Betvipb� räte-Fenttate einberufen war. Wegmann ats Referent fübrte »uS: Di« BetriebSräte-Zentrale fei tvrgen chrsr ZnsomnienW- fung der Hand, und Kopfarbeiter m sin« ba'andere Rätevcr- «inigwn« von allen G.üten angefeindet warben. Einen unehr- kichen Kampf fübre die Afa. Sl-dner erklärt«S unwahr, daß die Betti«bZ!rKt«.Fentt-rle' qewerkschastÄch« Ausgaben üv-rno«> wen habe. Der Snfmrlvnr'rei» der B:tr»'.srät«c>rstamsanott fei so groß, daß sie sich gar nicht in den s-tvertschaftljchen Tage». kämpf«inmischen könne... Wenn die Afa konsegueni soziasistisch arbeiten wollte, hält« fie aufgehört zu«xistisrem. Man sage der Räteorganisakion nach. st« treibe bw Arbeiter voran zu neuen Kämpfen, die dann die Gewerkschaften finanzieren müßten. Die ganze Potttik der Ge- werkschasten sei von der Angst irrn die Kassen beherrscht. Die kommenden Kämpf« könnten aber gar nicht finanziert werden. Die schleichende Reaktion rück« immer näher, d,e Gewerkschasttn seien m der Organisation der AÄvehr untätig Rur eine ein. Zeitliche Räteooganisation sei.geeignet, zukünftige proletarisch« Aktionen erfolgttich durchzuslchr«n.. � Genosse Hi rsch ai« zweiter Referent be'chaftvgte sich an«- führlich mit dem Verhalten der Afa. Diese habe das Zusamm n- ge:«» der H nv- und Kopfarveiter bewußt binteririeben. D'.r Ha'Mng der A'a sei veranlaßt durch die Absicht«mige-r Fuhrer. unter allen Umständen ihrem Einfluß in der Ängestelltenberregung zu erhalten. Die von der Afa ausigeyebene Parole: Veveinigun? der Kopf- und Handarbeiter", sei nur ein« schöne G»f»e. die man pjicht in die Tat umsetzen wolle ®«osf» Ketsch vertrat die Anficht, daß tu« Rateorgam- satt« de« bchten Bode« sssr die Einigung des PnLetarfatS av- aobe. Di« Geever tschaften hätten sich zur Fithrang de» Klassen- ranipfes umfähiig erwiesen. Der Versuch, sie zu rovol-ution leren, müsse scheitern. Genosse Henk et wendet sich gegen den„Freien Angestellten. verband". Weim die Leitung nicht nur eine Roll«■spielen wollte, werde sie in lturzer.Feit das sclstidliche Treiben selbst einsehen. Än Mezidg«ruf di« Afa erklär: sich Rednor mit den Ausführungen Hirsch» etnvevslanden. Notw endig ist eS, zur Situation in der Nätebciiveguiig Stellung zu nehmen, Nichibetailstgung au der ge» wevkschtiftlichen Räteorgcririsat'on ist ein Fehler, wir müssen hm» eingehen, um sie in unserem Sinn« ausznbaurn und dadurch der» hindern, daß sie zu einem gewerkschaiftl:chen Hilssappa.at degra» diert wird. Unter allen Umständen muß verhindert wenden, daß die Be» ttiek'Srät« auSeinandergerissen werben. Hand, und Kopfarb.iter gehören in ein« nach Jndifttoiegruppen gegliederte Org�rnifation. Genosse Silbe r m a n n als Vertre er des ZsntraPWlchandcl der Angestellten verteidigt da» Vorgehen der Afa. Die Angestell- ten haben«ine andere Ausga e im Produktion». prozeß. Infolge ihrer besonderen Vorbildung ist die gemein- saine Schulung mit den Arbeitern nicht dnrchzuführen. Die b«. sondere Räteorganisation komvU durch den Parteikampf nicht zum Handeln. Slärkl den kMilfont«! Zur Aufbringung der materiellen Opfer für d«n Wahlkamps hat dir Berliner Parteileitung Wahlfoudslisten ausgegeben. Ohne Geld kSnueu wir krinrn Kampf führen. Deshalb rrgeht an alle Genossen und Genossinnen der Busruf: Sorgt dafür, daß die Wahlfondsliste» schnell i« Um- lauf kommeu und gut gezeichnet werden! Die auf der Liste gezeichneten Beträge sind schnellste»» beim Genosse» Herbst, Sctücklerstrosje b, abzuliefern. VerhasttMgen m o H.******* Nach den weiteren Ausführungen einiger Redner für die ge- meinfame Organisation der Hand, und Kopfarbeiter in einer Räteorganisation wendet sich Hirsch im Schlußwort gegen Silbermann. Dem Standesdünkel weiter Angestellteukreis« dürfen keine Konzessionen gemacht werden. Die Angestellten müssen sich freimachen von der Bevormundung ihrer Führer. Genosse W e g m a n n stellte in seinem Schlußwort fest, daß di« Betriebsrätezentrale unbestritten das Verdienst habe, die L>r- xanisation der Räte in Fluß gebracht zu haben. Nuv dem Drängen der BetriebZräi« nachgebend, die auf Material warten, habe man dieses herausgegeben. Die Bureaukrati« kann nur wirsam bekämpft werden, wenn alle Funktionär« noch nicht zu langer Zeit wieder in ihren Beruf zurückkehren. Di« Sntschei. dung über die Zukunft der Betriebsräteorganisation werden die Delegierten der Betriebsräte in der demnächst stattfindenden Generalversammlung treften. Unter allen Umständen müssen die Räte Träger der Sozialisierung werden. Sie allein find auch berufen zur Durchführung einheitlicher politischer Ak« tionen. ver große Slreik in Zrankreich. Der Schlag, den die französische Regierung gegsn die i streikenden Gowerkschaften gefuchrt hat, war ein LufthiS und ist ohne Wirkung geWiöSen. Nach wie vor nimmt der Streik an Ausdehnung zu. In der Provinz, in Bordeaux, Marseille, Cette, Toulon, Lille usid Montpellier ist die ArlbeitSruhe vollständig. Der Streik der Gasarbeiter breitet sich immer weiter aus Aber nicht nur das Personal steht im Streik, in La Billette Haben sich auch die Leiter des Werks gsmeigert, „Gelbe"zu sein und haben sich mit den Arbsitecn solidarisch erklärt. In Saint Dvnis versuchten die Streikenden die Ab- fakhrt verichisdensr Straßenbah-nen zu verhindern. Die Polizei rief beim Einschreiten Soldaten«zu Hilf«: diese geharchtenaber nichtdem Befehl zum Laden. so daß der Polizeikammissar nach Paris telephonieren und eine CSkadron Gardejäger.herbeirufen mußt«. UÄ>er die allgemeine Streiklage in Frankreich schreibt Genosse Daniel R e n o u l t im„Populaire" vom IL. d. M.: Die zweit- Streikwoche ist zu End«. Eine nach der anderen sind di« Gewerkschaften in den Streik getreten u:.d tun ihr« Pflicht. Wenn es auch hier und da einige Niedergeschlagene gab, so war doch die Disziplin wunderbar und die Begeisterung groß für das hohe Ziel der C. G. T. Noch nie in der Geschichte der französischen Arbeiterbewegung hat man ein« Schlacht gesehen, die diese an Ausbreitung und Höhe de» Fiel» übertraf. S» ist unmöglich, daß«ine derartige historische Tatsach« nicht eine neu« Situation erzeugt. Schon hat di« groß« Sache der Naiionakiflerung, für die die C. G. T. die Arbeiterbataillone hat marschier:» lassen, einen ersten Sieg errungen. Im gleichen Augenblick, wo die Regie- rung, um den Rahatiflen zu gehorchen, sich mit einer hochmütigen Gebärd« hoch aufrichtet, setzt sie auf die Tagesordnung der Kammer die Frage der Nationalisierung. Aber da« ist noch wenig. Besonders wichtig ist, daß sie sie vor dem ganzen Land während de» großen Streik» gestellt hat. Das zählt ander» als eine Eintragung auf den Kalender der parlamentarischen Tagesereignisse; das Prinzip der Ein- Wirkung der Produzenten und Verbraucher in die. Verwaktung der öffentlichen Angelegenheiten ist durch da» Opfer unzähliger Arbeiter, die für dies« Idee gestreift und ge. litten haben, angeregt und neu belebt worden. Man muß so unwissend in sozialen Fragen stziu wie unsere Ropa listen, um zu glauben, die E. W. T. sei besiegt und würde verschwenden! Die moralische Stellung der Acbeiterorganesatione» wird nach diesem Kampfe stärker sein. Nicht nur da», diese Demonstration der proletarischen Krcrft und der Solidarität, die di« verschieden- sten Gewerkschaften verbindet, wird einen starken Einfluß auf die. politische Lage de» Landes ausüben und der Reaktion zu senken gebe.. Die Kameraden, die mit stw'el Mm kämpfen und biz zum Ende auShatten werden, können stolz auf.ihre Handlung sein und mft Vertrauen in die Zukunft sehen." Dasselbe Vertrauen, das Renoult den kämpfenden französischen Arbeitern ausspricht, setzt auch baS internati» nale Proletariat in die unversie�krre revolutionäre Ener- nie der französischem Arbeiterklasse. Auch in Frank- r e i ch si e h t e S v o r w ä r t S— das ist' die wichtigste Lehre des sroßen französischen Streiks. Die E'iserl chaslen i« der Hfcolnflo«. P. N. Die Ausgabe der politischen Neutralität durch den Gewerkschaftsbund ist eines der bemerke nswer testen Ergebnisse der Märzbewegung. Der Angriff aus die Grundrecht« jeder gewerk- schaftlichem Dtasseichewegung, den der Kapp-Putsch darstellte, zwang auch den Gewerkfcha' Abuind zu entschiedenem politischen Auf« treten. Die Btär zerHebung hat nun zwar den Kapitalismus er- schüttelt, aber noch nicht die politischen Vorbedingungen zu grund- sächlicher Aenderung der PröduktionSverhAtnisse geschaffen. De»- halb bleiben alle Problem« der gewerkschaftlichen Organisation, der Taktik im Löhnkampfe sc» Zusammenwirken» von Gewer!- schaften, polnischem Parteien un>d Arbeiterräten bestehen, ja, sie werden durch die neue Ewtwickftmg verschärft und gewinnen noch an ArrgenblickSdebeutung. Der Kampf mit kombinierten Waffen, die Ausnutzung aller Krmrpfmöglichkeften, die schnell« Anpassung an veränderte wirtschaftliche uns politische Umstände sind in der Zukunft notwendiger denn je, wenn e» gelingen soll, di« Märzbewegmig nicht zu einer Episode, sondern zum Be- ginn einer neuen Phase der sozialen Rcvolutwn werden zu lassen. Die Frag« nach der Roll« der Gewerkschaften in der Revolution ist durch die letzten Ereignisse wieder zur Diskussion gestellt, und e» est unerläßlich, daß di« Gruppe von Fragen, die sich an dies« Kernfrage knüpfen, im der Arbeiterschaft sachlich und gründlich erörtert werden. Ein Führer im diese Reihe von Pröblemem ist die Broschüre de» Genoffen Richard Seidel„Die Gewerkschaften im der Re» volution"(VerlagSgemossenschaft„Freiheit" e. G m. 6. H. 8 N.), «i der eine Reihe von Att-Aetn vereinigt sind, die größtente l« t» .der„Freiheit" erschienen. Gestützt auf ein« wissenschafAIche Unteofuchung de» kapitalistischen Produktionsprozesse» und der heut'gen WivtschaftSlage, untersucht Seidel die Aufgaben der Ge- werkschajtem, ihr Verheil. mS zur Rätebewegung, und sehr eim- gehend di« Theorie des neuen Syndikalismus, jene» schwächliche» Ableger» einer j-tzt in Frankreich bereit» überlebtem Theorie und Praxi« au» den Aufüngem der Arbeiterbewegung. Besonder« Beachtung verdienen aber das Vorwort und der bisher umver- öffentlicht« EinleitungSartikel Wer die allgemein« Lage im e-rst« Jahr« der Revolution. E» kennzeichnet den wissenschaftlich politiischcm Charakter der allgemein verständlich geschriebenen Aufsätze, daß st« durch die Märzereigniss« nicht überholt sind, sondern daß vieles, was dar Verfasser zur Zeft der Niederschrift theoretisch konstatiert«, heute praktisch geworden ist, daß manche« Problem, das er stellt«, heut« zur Lösung drängt auf dem Wege, den Seidel vorgezwchnet hat. Dabei ist Seidel bei der sachlich scharfen Polemik gegen die durch die Tatsachen widerlegte offizielle GewerhschaftSpolitik im d« Form frei von allen statten Motte«, di« er durch stark« Argu- mente ersetzt. Gerade in dieser.sachlichen, dabei nicht» vertusch»«. den Darstellung Sart im der Herausarbeitung der Kermftagen und der wittschaftlich.pslftüjchen Voraussetzungen ihrer Lösung liegt eim Haupivorzug der Schrift, die von einem genauen Kenner auch der interna» Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung ver- faßt wurde. Der Schiffahrtsstreik auf der Ober. Der Streik der Boot»- leute und der im Verbands der Privatschiffer organisierten Schiffseigner lauert im Bereich der Oder fort. In der ver- aangenen Woche hat auf der Oder keinerlei Tchiffsver- kehr stattgefunden. Auch der Lade- und Löschbetrieb ruhte nahezu vollständig. Nur in Oppeln wurden S7S Tonnen Kohl« umgeladen. In Kosel-Hafen ist inzwischen über einen Teil der dott angesammelten Kohlenladungen anderweitig verfügt worden. Achtung! Abonnenten der Frelheit! Dke Abonnenten und Leser der„Freiheit" werd«» gebeten, dt« Nummern der»Freiheit"»ach dem Lese« nicht wegzu- werfe», sondern sie de» Hausbewohner« und Bekannte» wefterzugebe». DaS bedeutet für den Wah'kampf eine ungenuJl wichtige und" erfolgversprechende AusvLrungS arbeit. Verkürzung der Zuckerratto«. Die Verringerung der retztjährrgen Zuckerproduktion infolg« Rückgang» der Anbaufläche und ungünstiger ProduftionSverhäÜ« nisse während der lessten Kampagne machen die Lufrechterhaltung der Mund-Zuckerration bis zum Schlüsse dp» Wirtschaftsjahres trotz weitgehender Beschneidung der zuckerverarbeitenden Betrieb» unmöglich. Die am 1. Juli d. I. auszugebende Zuckermenge, dt« bei der bisherigen Ration auf drei Monate reichen würde, muß daher auf vier Monate verteilt werden. Die Verteilung der Zuckerausgabe durch die Jkommunalverbände, wird dementsprechend eingerichtet werden. Mit 75 000 Mark durchgebrannt ist ein junger Südaftikamer, der in Berlin HandlungZlebrling war, ein 17 Jahr« alter, au» DuUban gräm'! ipM Fritz Goebett. Der Flüchtige, der sich auch als Hypnotiseur betätigt, tritt sehr gewandt aus und ist«twa» nervös. Er sprich, ftießond und cchi« jrpen Akzent Deutsch, Französisch und Englisch. Man vermutet, daß Gaebort versuch"» wird, mach Jtoihcum.rsbuvg zu gelangen. •tfclfffjt eigenen Pater NM 40 00Y Mar? betrogen hat«in Jahre aä:i:c Friy Dähmel aus Leipzig, der mit emem 2i) Jahre alten Rrioucheur Otto Knorr auS Bertin durch- g.brannt ist. Für 350 000 Mark Diamanten unterschlagen hat ein 22 Jahre aller Kau, mann Hyuian Älyn Kramer aus der Potsdamer Slü.bc 94. Krämer erhielt von einem Diamantenhändler tn Charlotlenöurg 530 Äbrai Jndustcho-Diamanten mit dem Aus- trage, sie für ihn gn verkaufen. Statt dessen behielt Kramer sie für sich, mm siiT zugunsten seiner eigenen Tasche zu Geld zu machen. Die EriniUelungen engabcu, daß er mit einem 24 Jnihre alten Kaufmann Isidor s�erz) Neuburger, der ebenso wie er aus Amsterdam stammt, Berlin verlassen hat, wahrscheinlich um mit seiner Beute nach Holland zu gehen. Mit den beiden rast wahrscheinlich noch ein.yolläirdcr, namens dan Wartenberg oder van Wrrtberg. Um sich zunächst Reisegeld zu verscharsen, unterschlugen die Flüchtliuge einem Zahnarzt aus der Potsdamer Straße zwei Teppiche im Werte von 40 000 Mark, die sie wahrscheiul ch in Berliri verkaust haben. Voraussichtliches Wetter für Groß-Berlin. Ziemlich warm, vielfach heiter, sehr veränderlich. Gewitterneigung. - Aus dem Gemeindeleden. Lichtenberg. In der Stadtverordnetenversammlung am Frei- tag wurde Genosse Krause als Stadtverordneter eingeführt. Der Wohlfahrtsausschuß wird neu besetzt, unsere! Fraktion hat die stärkste Vertretung darin. Der in der vor gen! Tagung gefaßte Beschluß, von den Volksschülcrn keine 25 Pf. für' die tägliche Quäkerspeisung zu erheben, wurde durch eine neue Vorlage des Dezernenten Stadtrat John unter Zu- stimmung der S. P. D. und Bürgerlichen aufgehoben. Genosse K l ü s s e n c r bekämpft die Vorlage, umsonst, die»bemittelten Vollsichüler" müssen zahlen. Einer Vorlage über Erhöhung der Gaspreise wurde nach Ausspradhe, an der sich von uns die Genossen M 0 h a u p t, Wächter und Heinrich beteiligen, zugestimmt. Für unsere Fraktion sind hierbei die infolge der un- erträglichen Teuerung notwendigen Ausgaben ausschlaggebend, andererseits werden auch die Verbraucher über 75 Kubikmeter im Monat mit den Berliner Preisen verrechnet, darunter mit 85 Pf. pro Kubikmeter. Den Beamten und Lehrpersonen wurden B e- soldungsvorschüssc bewilligt, auch den städtischen Ar- beitern die durch den Schiedsspruch festgelegten TeuerungS- Zulagen. Für die Beisitzer im Gcwerbegericht wurden pro Sitzung 20 M., für die im Kaufmannsgericht 9 M. bewilligt. Einer Interpellation an den Magistrat, Schritte gegen die ständige Verteuerung der Brot- und Mehlpreise zu uiirernehinen, wurde nach energischer Befürwortung unserer Genossen Witzle und Werner zugestimmt. Hierbei machte auch der RechtSsozialist Günther Ausführungen, die an die Götterdämmerung erinnern. Wir beantragten, das G u t s h a u S Mahlsdorf schleunigst als Altersyerm auszubauen. Ge- nassen G ä b e l und Dübel setzten sich wärmstens dafür ein, der Magistrat wurde mit schnellster Ausführung betraut. Energische Maßnahmen gegen die Rummelplätze mit ihren ernsten Ge- fahren für die Jugend forderte Genosse Gäbet. Der Stadt- shndikuS C a ß b a u m sagte alle gesetzlich erreichbaren Matz- nahmen zu, letzten Endes eine hohe LustbarkeitSsteuer. Genossin Schulz begründete unseren Antrag, die uns von Berlin über- wiesenen Schulräum« gesundheitlich zu ver- bessern. Stadtschulrat Dr. S i g g e l versprach, die Angelegen- heit zu fördern: im weiteren wird die Schuldeputation damit be- auftragt. Köpenick. Die Stadtverordnetenversammlung am Freitag, den 7. Mai, beschloß die Uebernahme der Flußbadeanstalt in der Gartenstraße in städtische Regie sowie die unentgeltliche Ueber- lassung an«inigen Tagen in der Woche an zwei am Orte befind- liche Schwimmvereine, darunter den.Arbeiter-Schwimmverein', desgleichen unentgeltliche Bcnutzun gdurch Schulkinder, soweit eine korporative von Schulklassen in Frage kommt. Einer gemischten Kommission, welche die Fälle untersuchen soll, in denen städtische Beamte, Lehrer und Angestellte für die Kapp-Lüttwitz-Regierung Partei ergriffen haben, gehören unsere Genossen B. Lietsche und Vi. Schulz an. An Stelle des Genossen Werth wurde Genosse Lange als Beisitzer ins MietSeinigungsamt gewählt. 25 000 M. zur Durchführung der Ouäkerspeisung wurden bewilligt.� Eine Reihe von Vorlagen, betreffend Anerkennung von TeilschiedS- sprüchen, Gewährung von Vorschußzahlungen, Bezahlungen von ileberstundcn an Angestellte und Arbeiter, Bezahlung außerordent- licher Lehrftunden usw., wurden einschließlich unseres Antrage» auf Einschränkung von Ueberstunden überhaupt im Interesse der Erwerbslosen angenommen. Unser Antrag zwecks Bildung einer OrtSwehr wurde gegen die Stimmen der Bürgerlichen beschlossen.; Auch die Rechtssozialisten stimmten geschlossen für unseren Antrag.> Ein vor Jahren geschlossener Vertrag zwischen der Stadt einerseits und der Kirchengemeinde andererseits zwecks Anlegung eines kirch- lichen Friedhofes wurde zugunsten eines reinen Kommunalfried- Hofes aufgehoben. Die Entschließung des hiesigen AerztevereinS betreffend Versorgung der Bevölkerung in Aufruhrzeiten, welche lediglich zur Kenntnisnahme stand, konnte unsere Fraktion nicht so ohne weiteres hinnehmen. Dieser.Erguß' ist bereits durch die politische Presse weit über die Grenzen unserer Stadt namentlich i» Arbeiterkreiscn bekannt geworden und hat auch die gebührende Würdigung gefunden. Genosse Lampe verstand es, mit treffende» Worten von einer.Köpenickiade' zu sprechen. Für Tumultschädcn anläßlich deS Kapp-Lüttwitz-PutscheS wurden 00 000 M. einschließ» lich der Bestattung der Todesopfer gemäß unserem Antrage be- willigt. I«. Distrikt. Mittwoch'/i7 tthr Versammlung in den illermanla- sSlen, Chausseestrabe. Tagesardnung:.Die Partei und der Reichstag." Referent: Genosse D ä u m i g. Charlottenburg, 7. Gruppe. Mittwoch 7 Uhr Cxtra-Zahlob-nd bei Tunack. Wirlandstr. 4.— Donnerstag 7 Uhr öffenlliche Wähle rv«:» sammlung in der Schulaula Leipoldstrab«. Lichtenberg. Anläßlich der am Mittwoch, den Ig. Mai, im Lokal von Tempel stattfindenden öffentlichen Wählerversammlung findtt die Sitzung der Frauenardeüskommissson an diesem Tage nicht statt und ersuchen wir alle Genossinnen, vallzählig in de: Wählerversammlung zu erscheinen. ReuÄSlltt. Mittwoch 7 Uhr im Karl�zarten-Restaurant, Karls» gartenstraße, Elternversammlung der 21. /SS., 22. und 24. Gemeinde» schule. Referat über„Erziehung in Schule und Haus". Reukölln-Brltz-Buckow-Rudow. Die Versammlung der erweiterten Eeschästsleitung mit den Bezirkssührern von Neukölln und den Funk- tionären von Britz, Buckow, Rudow, betresfend Stellungnahme zur Stadtverordnetenwahl, findet Mittwoch abend 7 Uhr nicht bei Wolf� sondern im Zdealkasino, Weichselstr. 8, statt. Köpeistch. Mittwoch Uhr im Stadltheater auberordentlichZ Mitgliederversammlung. Aufstellung der Stodtverordnetenkar.didalen für Drob-Berlin. Bezirk Borsigwalde. Mittwoch 7 Uhr Mitgliederversammlung in den Borsigwalder Feftsälen. Ausstellung der Kandidaten zum Groß, Berliner Stadt- sowie Bezirksparlament. Wahl von Delegierten. Hohcn-Reuendors und Umgegend. Versammlung Donnerstag 8 Uhr bei Klaus, Schönflieber Straße 17. Tagesordnung: Die kommenden Reichstagswahlen und wir. Referent: Genosse Dr. Einstein. vereinsfalender. Post mid Telcgraphie, G kippe 8. Mittwoch 8 Uhr Be- sammlung bei Wsndt, Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Etraße 84, Ecke Wallstratz«. Achtung! Sfa-Delcgierlel Donnerstag 7 Uhr im roten Saal des Zentralvsrbandes der Angestellten Delsgierten-Bersammtung. Transportarbeiter in Reichsbetrieben. Mittwoch 6!4 Uhr in den Sophiensälen, Sophienstr. 17l18, Vollversammlung aller in Reichs- betrieben beschäftigten Transportarbeiter und-arbeiterinnen. Mit- gliedskart« legitimiert. Die Branchenleitung. Deutscher Bauarbeiteroerband, Tiesbau. Donnerstag, nachmittag» 8 Uhr, im Geweriischastshaus, Engeluser 15, Versammlung aller Vertrauensleute der Tiefbau-Betriebs. Verband der Brau-rax und Mlihlenarbeiter und verwandter verussgenofsen. Mittwoch 5K Uhr Mitgliederversammlung in der Brauerei Känigstadt, Schönhauser Allee Ifyll. Zentralv-rband der Moichiniste« und Heizer. Die Dezirksver. sammlungen Freitag, den 21. Mai, fallen aus. Dafür findet in den Zentral-Festsälen, Alte Fakcbstr. L2, abends 8 Uhr,-ine auherardent- liche Mitgliederverfammtung statt. Turnverein„Fichte". Mittwoch 6% Uhr Bsrelnsversammlung in »er Aula des Sophien-Lyzsums, Weinnielsterstr. 18/17. Frelreligös» G-m-Inde. Mittwoch?'/( Uhr im Moablter Gesell. schaslshaus, Nlclesstratze, öffentliche Dolksversammlung. Referent: Adolf H 0 f f m a r n. Eintritt SV Ps. Aus den Srnamsalionen. Verantwortlich sür die Redaktion: Leo Lieb schütz. Friedenau. Verantwortlich f d. Inseratenteil: LudwigKomeriner, Karlshorst 5. Distrikt. 8. Abteilung. Mittwoch 8 Uhr HandzeNelverbreilung' Berlagsgcnossenschast.Freiheit", c. E. m. b. H.. Berlin.— Druck der von Kohtz, Brandendurgstr, 22, au». 1 Lindendruckerei und Beilagsgesellschaft m. d. H. Schiffbauerdomm 13. itleilung Alle Leser der.Freiheit" erhalten gegen Ein- Sendung des nebenstehenden Gutscheines einen Band des rüymlichst bekannten illustrierten Werke?.Welt und Wlsseu" zur Ansicht gratis. Tasselbe bringt Von ersten Schriftstellern Taufende ge- preinverständliche Abhandlungen aus allen Wissen. schoflen, z. B: Der Mensch in der Pfahlbauzeit. — Wenn die Erde erzittert.— Wie erhalte ich mich jung?— Der Wille und dessen Gymnastik.— DaS Leben unter Wasser.— Fernphotagraphie.— Lieb« und Ehe bei den Naturvölkern.— Der Mensch und Sie Geisterwelt.— Flüssige Luft.— Einfluß der Lebensweise auf das Menschenatter.— Verschwundene Städte in der Sahara.— Eine Fahrt im Unterseeboot usw ..Freiheit" Außerdem erhält jeder Bezieher nach Zahlung deS Werkes Bande aus der großen illustrierten KailsbibWek graiis. Verlangen Sie sofort durch nebenstehenden Gut- schein einen Band gratis zur Ansicht. Gutschein An den Verlag„Welt und Wissen" verltu-Schöneberg, Nm Park U. Ich bestell- hiermit einen öanü zur Ansicht kostenlos. Name: Ort: 4. l>lsir&l&l Arn 14. Mai Ist unser Genosse, der Sanier Frlsdrich Sturm tenio«* Marianrcnstraße 4 verstorben. Ehre seinem AndenVen! Die Einäscherung finde' am Donnerstag, den 20. A�ai, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Qe- r chtstraße Matt Revrc ÜeteUiKuns erwartet Die DNtriktleltung. 11. Distrikt, vor. 623 Am 13. d. Mts. starb; j unser Genosse, der Oasl-] wirt Ludwig Paul. Die Cinäschcrong findet am �0. Mai, nachm. 4 Uhr. im Krematorium Qericbtstr.. statt. Um»CRC Beteiligung] bittet Der Vorstand. e i Deutscher Bauarbeltcr- verband, Verein Berlin. Den MitgMedern zur| ; Nachricht, daß der| Kollege Thecöor Schrntler! (Bezirk Norden 1) verstorben ist. Ehre seinem Andenken!] Die Einäscherung fin- i det am Dopn-rstag. den 20. Mai. nachm. 1 Uhr.] Im Krematorium Qc- richtstraße statt. Der Vorstand. Leim Schellack kauft Schulz, : Ne'.ikßlJn, Weserstraße 183 1, j Alu lack. Berlin. Neuen- . burger Straße 18a. isoüerSen Kupferdraht, Litzen und Wachsdraht kauft hftchstzahtend liitienicorbitreau Sctilichüno, Be-riia W 9. Linkstraße 10. fei.: LUtzow 3705 und 8518. HöchstePreise �ahlt i h neue Sptr«lbohrerf l�o'zscarau�ez». Schmir- nciltiinen M il I! e r. Neue KdnigstraDtf 38(AlexardernO Annahme in allen Speditionen des Verlages KLEINE ANZEIGEN (ieschüftsstelle: Berlin(S VV 6. Sch! f f bauer- damm 19 Das Ileberschrlltswort 2.— M., Jede» weitere Wort Im Text I.SO M. netto: Steltengesucbe: Ueberschrlflswort 1.50 IH., Jedes weitere Wort Im Text I.— M. «»«»»»»»» *••***«•• Verkllufe Metsl�e Quecksilber kauft U'eitmaon, Linienstr. 20 en gros. en detail. Telephon: Amt Norden 007. «at, Boistaad. f*ll Prem, Iii rahfsac. tri*, iii-jeof-. k'l'.ii«o?e?l»!>i. ._ Lanitpcrlc iumt Dr. v. Klrchbich- Alex�rsUerstPi 45. ueseUscb. 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