o MMprefs 20 Pfennig- 3. Jahrgang Nltttwcch, öea 79. Mai 1920 vi- �«ibcii*«r<(triwt»m j«»i m» nacfcuriftoji. aa Somt»»Ad jrfha�cn mir nurmt B« i>i»fry«»» rttrAcl M ftritr goiWhni? m» Pom fird iwd D-ftrrrkich 12JOOI, für da» fibri�t Jlaslond }fc— Ol. zaztglich valiiw-sftchiag. per Lries für vrotfchisnd>m» T>«Willrich 3O.S0 w KefeafHon«nb eErtwOW»*. Berlin«». 8. S-iiiffbnoerdaou» IMH. Sernsprrchcr:»«, Storte» 833-36 m*»7SS. Nummer 132> Msrgen-Msgade v«e a�tMfpaftnte Nonpsreillezeile oder deren Bamn lofiet i.— OK«nfchijttfich Crumetiftsj'.iftbldj. Kleine Anrnfg«»: Das ie fdedemkte IDctl 3— Ml, Mol wettert lvoet 1.50 mt, emfchNeßlich I- ieermSezufch ag. teufende Un�fge« laut Cari� jamllie»• Knjeigt» und s teile»« efuche UO nif. netto xrd Sefle. Stellvizejuche tat woetanzeizen: da- fcttgebrurttc Wort 1x6 IOC, jede» frert�ri Ivo««.»,— Ml. SnicnuwilbiHlmtn Brriin S*®.««ÄjWJf» aurrvmmn dS Frrnfprecher: Am,«ort«. 83»-SB,»nchMdiw,» gemrum 2«45 Freiheit"-BAchdrnckcr« dnUcim WWÄ berliner-Organ M* VnabfiättQfffen Somlömwfratie �eutfiblanös KADN••;> vom schwärzen bis zr« weißen Im. Der Londoner„Daily Expreß" berichtet, daß F i n n- land beschlossen habe, sich der Offensive Polens gegen Sowjetrußland anzu- schließen. Diese Meldung wird durch die Ausführungen einer führenden finnischen Persönlichkeit gegenüber einem Vertreter des„Norddeutichen Presse-Lttiriers" ergänzt, die unsere bisher gebrachte Meldungen vollauf bestätigen. Da- nach ist die neu« Frühjabrsoffensive gegen Rußland von langer Hand vorbereitet und von der Entente tatkräftig unterstützt. Der polnische Vorstoß bildet erst die Einleitung der Ofsensive, die jetzt zu einer neuen Umklammerung»- front vom Weißen bis zum Schwarzen Meer ausgebaut wird. Der äußerste linke Flügel wird durch finnische Trup- Pen und russiscke Freiwilliae gebildet. Daran schließen sich die Front der Esten und Litauer, das Zentrum stellen die „ volnischen und ukraini'chen Truppen, während der rechte Flügel duich"ine starke rumänisch? Armee und Freiwillige a-us dem Balkan gebildet wird. Auch die Offensive der Japaner steh t im organischen Zusam- m e n h a u g mit der Operation an der Westgra�e Gonget- cußlands. Die politischen Zentren für den Früh- jahrsfeldzug sind Berlin und Belgrad, Tie aufgebotenen Kräfte betragen insgesamt 8lll) 000 Mann. Bon Paris aus wird fieberhaft gearbeitet, um einen dauern- den Block der Randstaatcn unter der Vorherrschaft Polens zu schaffen. Dieser Tage finden in Berlin entscheidende Konferenzen der dort versammelten militärischen Bcvoll- -nächtigten der Randstaaten statt. Die polnische Dssensive ins Stocken geraten. D A. B e r n, 18. Mai. Die Berichte de« polnischen KeneralstabeS lassen erkennen, daß die polnische Offensive, pi« infolge des Ueber- raschungsmomentcs im ersten Augenblick so flotf vorwärts ge- gangen" war, vollkommen ins Stocken geraten ikt. Trotzkis Generalstab hat alle zur Verfügung stehenden Kräfte an« SLdrur-land an die polnische Front geworfen. Es ünd dies ziemlich starke Masten der Krim-, der Rostow- und große Teile der im Kaukasus in Bildung gewesenen Armee. Offenbar plant Russtand jetzt mehr, als nur ein Anhatten der polnischen Offen- stve. Nach Nadiot'erichten, nach denen auch fast die gesamte Mos- lauer Garnison an d e Front verladen wurde, scheint Trotz?! für Mitte Jum einen großen Vorstoß gegen die polnische Armee mit allen verfügbaren Kräften zu planen. Rußlands Friebensgeneigchett. DA. Stockholm, 18. Mai. * Nach einem Telegramm aus Helsingfors hat der britische Minister des Aeußern Lord Curzon an den Volkskommissar Tschi t s ch erin em Telegramm gesandt, in dem er mitteilt, daß in London eine Meldung eingelaufen sei, wonach die Sowjet- regierung eine Flott« ausrüste, um irgendeinen Grenzstaat anzu- greifen. Lord Curzon erklärt, daß jedweder russische Flotten- angriff auf irgendcinen von der Entente in irgendeiner Form anerkannten Grenzstaat a!S feindliche Handlung auch gegen die englische Flotte betrachtet werden würde und daß diese in diesem Fall auslaufen würde, um dem Angegriffenen zu helfen. Tschitscherin hat geantwortet, daß die Sowjetregiernng nicht daran denk«, ein« Flott« gegen irgendeinen Grenzsiaat auszurüsten und daß sie durchaus fried» l i ch gestimmt fei. Die Meldung könne nur von irgendeiner Seite stammen, die den Versuch machen wolle, England zum »ktiven Eingreifen gegen Sowsctrußland zu verleiten. Die Solidarität der italienischen Eisenbahner. Mailand, IS. März. Dre Eisenbahner von BreScia weigerten sich, einen von Frankreich kommenden Zug mit Kriegsmaterial, der nach Bukarest bestimmt war, weiterzuleiten, da eS sich»m Kriegsmaterial handele, das»um Kampf gegen Sowjetrußland verwendet werden solle. Ausflüchte. Amsterdam, 1ü Mai. Telegraaf aus London meldet, erklärte Bonar Law m Unterhause m Erwiderung mehrerer Anfragen: Als im wber vorigen Jahres die russische» Greuzstaaten einen Angriff Mto c Räwregierung befürchteten, ersuchte die polnische Regierung u Unterstützung. Die englische Regierung konnte� finanzielle Hstie nick« leisten, bot aber Bellen den Vorrat deS üiber-Sbliaen Kriegsmaterial unter der Bedingung an, daß eS auf polnische Rechnung befördert werde. Irgend eine andere Bedingung wurde an die Lieferung wicht geknüpft. vchlauds S.'tr?Iderk'ers?n. Mehr als 15 Millionen Tonnen verfügbar. Die.Daily News' erfahren aus Kop:nhagen, daß nach emer Aufstellung, die, Kraffin, der Führer der russischen Handels- delegation gemacht hat. die Getreidereserven in Rußland mehr als 1ö714 28S Tonnen betragen. Dies« Borräte befinden sich in den östlichen und südöstlichen Provinzen und im Nordkaukasus. Bevor sie ab.ranSportiirt werden können, muß die Eisenbahn erst von den Kriegstransporten defreit und daS rollende Material erneuert werden. Kraffin erklärt, daß die Bezahlung für die erste Sendung von Lokomotiven und anderem Eifcnbahnmaterial leicht in Gold ge- leistet werden kann. Mit der weiteren Entwicklung dez Waren- auslauschs werden Vorräte vor, Rohmaterialien in den Häfen von Petrograd, Archangelsk und Murmansk verfügbar. Wenn die .Handels- und Jndustriewelt Europas an dem Berkauf von land- wirtschaftlichen Maschinen interessiert ist, bietet Rußland eigen günstigen Markt, und als Bezahlung bietet es dafür Roh- Materialien. Di« Zahlungsbedingungen müssen allerdings bis zu einem gewissen Grade erleichtert werden. Augenblicklich wird Rußland kaum dem ausländischen Kapital Konzessionen gewähren, wenn es nicht dafür Maschinen und andere Produktionsmittel erhält. Es werben vielleicht Aus- nahmen gewährt werden, in dem S'-'r.e, daß diese dann daS Recht hätten, ihre Unternehmungen mit eigenem Material und mit ihrem eigenen Verwaitungs- und technischen Stab zu organi- fieren. Sie müssen sich selbst als Bürgickast geben, daß K« genau die Gesetze der Sowjetrepublik betr. die Arbeitsbedingungen, hygienische Maßnahmen usw. befolgen. Eine gewisse Zeitspann: wird ihnen für die Ausbeutung ihrer Konzessionen gesetzt werden. E'n Teil der Produktion muh an die Sowjetrogierung als Zahlung für die Konzession ab- getreten werden, während der Rest Eigentum des Kapitalisten ist und zollfrei ausgeführt werden kann. Nach dem Ablauf der Konzession fällt das ganze Unternehmen a» die Sowjetrepublik zurück. Die englische Arbeiterdelegation in Velersbmg. Stockholm, 18. Mai. Nach einem Petersburger Funkspruch wurde die britische Arbeiterbelegation, die am Mittwoch in Petersburg eintraf, außerordentlich feierlich empfangen. Di« militärisch« Begleitung hatte Paradeuniform angelegt, und eS wurden De- monftrationszüge der Arbeiftr msf Musikkapellen und Fahnen veranstaltet. Petersburg hatte festlichen Schmuck angelegt. Lo- sowsky, Mitglied des Zentralvollzugskomitees der russischen Ge- werkschaften, begrüßte die Delegierten und sagte in französischer Sprache: Wir haben englische Tanks, englische Geschütze und freuen uns sehr, zum ersten Mal die Vertreter der großen briti- scheu Arbeiterbewegung zu sehe». Der swrazSslsche Streik. Der Zustmrmentritt des Notionalrats der C. G. T. Paris, 18. Mai. Der VcrwaltungSauSschnß der Confederation Generale du TravaA erklärt, daß er keine weiteren BerufSgcnossenschasten zum Streik mehr aufrufen»erde und daß die Entscheidung über die Bewegung nnnmrhr bei de» konförderalen Rationalrat liege, der Mittwoch zusammentrete. Die Boischewipenangst. Paris, 18. Mai. Wie das Journal mitteilt, glaubt der Untersuchungsrichter auf Grund von beschlagnahmten Papieren eine revolutio- näreOrganisation zur Errichtung einer Sowjet- re publik entdeckt zu haben An dieser Organisation seien drei Gruppen beteiligt: Das Komitee der dritten Internationale von Moskau, die kommunistische Partei und die kommunistisch? Föderation der Sowjets. Diese drei Gruppen hätten unterem- ander in Verbindung gestanden, und der Untersuchungsrichter glaubt, daß eine Anzahl führender Persönlichkeiten an der Ent- Wicklung des Eifenbahnersfteiks nicht unbeteiligt sei. Auf Grund dieier Dnticbeiduna sind die gestern gemeldeten Verhaftunaen ersolat. Es Wird jetzt Schluß gemacht! Die letzte Tagung der N alllmaiverjammlung. Heute nachmittag tritt die Nationakverfammlung noch einmal zusammen, um die noch unerledigten Gesetze svor- lagen zu verabschieden. An ihre Stelle wird dann der erste Reichstag der Republik treten, der am 6. Juni ge- wählt werden soll. Die werktätige Bevölkerung kann dieser Ncrtionalver- sammilung keine Träne nachweinen. Sie hat eS als ihre Aufgabe betrachtet, die kapitalist-i-sche Wirt- schaftsordnung, die in den Novembertagen des Jahres 1918 zusammengebrochen war, wieder auszurichten. Ihr Hauptwerk, die V e r f a s s u n g, ist das historische Dokument dieser Bestrebungen. Der kapitalistische Charak- ter der deutschen Republik wird darin festgelegt: unter dem Deckmantel der Demokratie werden alle Vorrechte der be- sitzenden Klassen aufs neue sichergestellt. Die gleiche Tendenz zieht sich durch alle übrigen Arbeiten der Nationalvcr- sammlung. Ob man nun die Steuervorlagen, das Betriebs- rätegesetz oder die sonstigen Vorlagen betrachtet, die von diesem Parlament erledigt worden sind: wie ein roter Faden zieht sich durch sie das Bestreben, die Ansprüche des arbeiten- den Volkes niederzuhalten und die besitzenden Klassen auf jenen Stand der Vorherrschaft in Staat und Wirtschaft zu- rückzuführen, aus dem sie durch die Novemberrevolution vertrieben worden w�ren. Das zeigt sich aber auch an der negativen Seite ihrer Tätigkeit. Die Nationalversammlung ließ es ruhig ge- schehen, daß Militarismus und Bureaukratie sich wieder in die vordersten Reihen drängten, daß gegen die Arbeiterschaft ein Willkürregiment ausgeübt und insbeson- dcrc jeder Versuch, die revolutionären Errungenschaften zu verteidigen, mit Feuer und Schwefel bekämpft wurde. Der Belagerungszustand, der im November 1918 end- gültig beseitigt schien, kehrte unter dem Namen des Aus- uahmezustandes in verschärfter Form wieder. Unter den Augen der Nationalversammlung wurden die freiheitlichen Bestimmungen der Verfassung mit Füßen getreten, mit ihrer Billigung geschahen die zahllosen Morde an revolu- tionären Arbeitern und deren Führer, sie rührte nicht ein« HcBld. um die Tausende von politischen„Verbrechern"«us den Gefängnissen und Zuchthäusern, aus Festung und Schutzhaft zu befreien. Sie sah ruhig zu, wie das Land von der neuen Soldateska überschwemmt, wie friedliche Städte mit Raub unh Totschlag Werzogen wurden, wie die Militärs eine Gewaltherrschaft nach der anderen gegen das Prdletariat errichteten. Bis schließlich der 13. März kam und den Bankerott dieser Politik allen Augen bloßlegte. Wird die Nationalversammlung steh damit begnügen. ihr Programm aufzuarbeiten, oder wird sie endlich soviel Anstand aufbringen, um wenigstens einen Teil dessen wieder gutzumachen, was mit ihrer stillschweigenden oder ausdrücklichen Billigung an der werk- tätigen Bevölkerung gesündigt worden ist? Wenn diese Nationalversammlung aus Politikern be- stände, die sich ihrer Verantwortung vru dem Volke bewußt sind, so müßte ihnen die Schaniröte über die Ttchackig ins Gesicht steigen, daß die Wahlen zum Reichstag unter dem Belagerungszustand stattfinden sollen. Hat man uns nicht erzählt, daß Deutschland zum freiesten Land der Welt geworden sei? Hat man uns die Verfassung nicht Äs ein Schmuckstück demokratischen Fort- schritts gepriesen? Und in diesem freiesten Lande der Welt 'ollen jetzt die Wahlen zur obersten parlamentarische» Körperschaft vollzogen werden unter dem Belagerungszu- stand, der in allen Ländern der Welt als eine der fluchwürdigsten Einrichtungen erkannt ist? Dieser Belagerungszustand soll den Arbeitern zeigen. wie stark sich die Regierung dünkt. In Wirklichkeit ist ei der Beweis dafür, daß diese Regierung ein Gebilde der vollendeten Schwäche darstellt. Die Regierung will den BelaZe- rungszustand vor allem deswegen nicht aufheben, weil(i? die bayerische Regierung nicht dazu zwingen kann, auch in ihrem Lande den Belagerungszustand zu beseitigen. Dabei wird in Artikel 48 der Reiäfsverfassung, diesem angeblick)«» Dokument der bürgerlichen Freiheit, ausdrücklich bestimmt, daß die Einzelstaaten nur zeitweilig die Freiheiten der Person beschränken dürfen, und daß die Reichsregierung und die Nationalversammlung endgültig darüber zu befinden haben, ob ein solcher AusnahmeMständ bestehen soll oder nicht. Die bayerische Regierung kehrt sich aber an die der- fassungsrechtlichen Bestimmungen nicht. Und die Regierung bringt nicht so viel Mut ans, um die reaktionären Herren in Bayern zur RespekUevung der Verfassung zu zwingen. Freilich, Bayern ist. nicht Gocha. In München wird das Regiment von den gegenrevokutionären Parteien ausgeübt, lind neaen, diese!>t hie. Reaieruna ebenso nrackü- und kraftlos toTe 6tc Herren Ehrhardt. Kapp, LlitlMh und die an- deren HockMrräter. Gotha dassegen ließ sie alle ihre Machtmittel aufmarschieren, denn dort ging es ja nur gegen eine Arbeiterregierung. Wird die Nationaldersammlung schliehlich aruh soviel Vflichtbewubtsein zeigeg, daß sie der Will kür Herr- schaft im R u h r rev i er ein Ende macht? Man erinnere sich, daß die Arbeiter Rheinland Westfalens die Waffen er- ariffen haben, um den hochverräterische Elementen das Handwerk M legen. Die Regierung und die Nationalver- fammlung hätten nicht mehr nach Berlin zurückkehren kön- ncn, wenn die Arbeiterscktast, und vor allen Dingen das Proletariat Rheinland-Westfalens sich nicht entschlossen d.m gegenrevolutionären Aufstand entgegengeworfen hätten. Zum Dank dafür sind Hunderte von Proletarierenhingemor- det worden, zum Dank dafür werden unsere Proletarier tag. cus tagein im Nuhrrevier von der Urteilsmaschine der jkriegrgerichte- in die Gefängnisse geworfen. Wir verlangen, daß die Nationaloersammlung diesem Skandal nunmehr ein Ende macht und den lVustizterror in Rheinland- Westfalen beseitigt. Darüber hinaus hat die Nationalversammlung die Ehrenpflicht zu erfüllen, die A m n e st i e r u n g sämtlicher- p o l i t i» scher Gefangenen durchzuführen und die noch schwebenden Verfahren wegen politischer Vergehen niederzuschlagen. Erfüllt sie diese Pflicht nicht, so wird die Geschichte ein um so härteres Urteil gegen sie fällen. Die»verktätige Bevölkerung wird der Nationalversamm- lung keine Träne nachweinen. Sie wird ihrer aber mit um so größerem Widerwillen gedenken, wenn sie nicht in den letzten Stunden ihres Daseins wenigstens noch zu einem Teil das Unrecht wieder gutmacht, das sie auf cht Konto zu nehmen hat. Zi'Mtt des Mgerkrlexs. Es gehört zu den am meisten verbreiteten Anklagen der reaktionären Kreise gegen die Arbeiterschaft, daß sie die ruhige Entttncklung des Lande? durch fortwährende Auf« standsversuche störe und planmäßig auf den Bürgerkrieg hinarbeite. Demgegenüber ist es von besonderem Jnter« esie, daß jeyt von deutschnationaler Seite mit erfreulicher Offenheit zugegeben wird, daß*i« es ist, die in Verbin« dung mit der Wahlkampagne zum entscheidenden Endkampf gegen die Arbeiterschaft rüstet und auf den Bürger« krie-g hinarbeitet, der ihr die politische Macht endgültig in die Hand geben soll. In dem Leitartikel der gestrigen Abendausgabe der„Täglichen Rundschau* wird Unumwunden erklärt, daß man auch nach guten Teilergeb« Nlffen zugunsten der rechtsstehenden Parteien d i« Schlacht keineswegs als geschlagen betrachten dürfe. Man müsse damit rechnen, daß die aus den Wahlen geschwächt hervorgehenden Parteien— und zu diesen Par- teien rechnet die„T. 8t* neben den linkKsozialistischen Par« tsign auch die bisherigen Koalitionsparteien— die Gelegenheit benuhen würden, um durch einen großen Aufstand den nengewählten Reichstag an seiner Tätigkeit zu verhindern, nird eine links gerichtete Diktatur aufzurichten. ES entbehrt nicht einer gewissen Komik, wie daS teol« kionäre Blatt diese Aussicht begründet Ganz offenflchilich, so erklärt eS, würden bereits die„Aufstandsvorbereitungen* der kommunistischen Kreise betrieben. Die Regierung unter« nchme nichts, um das.VersckMörernest* auszuheben, ihre Taktik werde vielmehr gegenüber den Interessen des Bürg�rtzunis immer„verräterischer*. Die Duldung kom- mnnisttfcher Unruhestifter sei verbunden mit einer„A u S- m e r z n n g«ationalgesinnter Elemente bei d en Truppen*, und mtt einer wahren VerfolgungSsucht gegenüber allen wirklichen und angeblichen Kappisten. Der Wgylkampf der sozialdemokratischen Partei gegen die Un« abhängigen werde ohne Schärfe, ja fast brüderlich geführt, nstv. usw. So treiben die Dinge unaufhaltsam dem Ab- grmid gntgegep, und verzweifelt schildert die R.* �ie Situation nach den Wahlen mit folgenden Worten: „ES wird dmm der Augenblick gekommen fein,«o der »ampf zwischen recht, und link», zwischen allen den Aufbau nnd die Ordnung wünschenden Elementen und denen de» Um- stürze», der stersetznng und der Vernichtung zum AuSimg kam« men wird. Der Kampf gegen den Bolschewismus muh dann au, gefochten werden, und wird um fo gründlicher zum Erfolg führen, je stärke? die nationalen Parteien au, dem Wahlkampfe hervorgegangen find. Die Demokratische Partei wird in dieser Situation die bei ihr übliche verrZterisch« Rolle spielen, wenn sie nicht durch den Ausfall der Wablen zur Bsdeuwngs- lostgkeit herabsinkt. Der Wahlkampf ist also diesmal von an,- fchloggebender Bedeutung, und je mehr wir darauf verzichten, mit rosigem Optimismus im Wahlkampf zu stehen, sondern un, Ses ganzen Ernste» der Verhältnisse bewußt bleiben und dem- entsprechend den Wahlkampf führen,«m so mehr werden wi? der Sache nüpen.* Lossen sckvn diese Ausfüstrnngen nicht?«n Klnrheit vermissen, so spricht der Schluß deS Artikel? mtt fost bru- toter Offenheit trnS,- daß man sich nach den Wohlon aus den Bn rgerkri e g gefaßt machen müsse. Die Entwicklung treibe auf klare Verhältnisse hin: auf die E n t s ch e i d n n g. .Auf diese müssen wir uns vorbereiten, und e, gilt dann, die neue Regierung und damit die Verfassung gegenüber dem Umsturz von link? mit allen Kräften, die verfügbar sind, zu stützen. Der Bürgerkrieg wird dann sehr schnell über- » u n d e n werden, während er jetzt unter der schwachen Regie- rung zum Dauerzustand geworden ist.* Man kann dem reaktionären Blatte bankbar sein, daß eS mit so ungeschminkter Offenheit die letzten politische rsiele der rechtsstehenden Parteien offenbart hat. Wie die Tinge sich entwickelt haben, ist der Wahlkampf der Reaktion nur die Vorstufe zu der Besitzergreifung der politischen Macht mit Hilfe d«S Bürger- kriegeS. Elende Heuchelei ist e?, wenn bei dieser Gelegenheit von Putschplänen der linkssozioliMchen Kreise gesprochen wird. Wissentliche Lüge und eine groteske Ilm- kehrung der tatsächlichen Verhältnisse ist es. wenn uder die .�Ausmerzung natto-nolqestnnter Elemente bei den Tnivven geklagt wird, Diese sind vielmchr tu noch stärkerem Maße als zur �eit Kapp-Putsch-S ein Werkzeug m den Händen der monarchistischen Gegenrevolution, die alles daransitzt. inn dlle der republikanischen Gesinnung verdachtigen Ele- mente aus der Armee der deutschen Republik„auSzu- merzen*. Wenn etwas bei den Ailsfühnmgcn der..T- N. lümMt. ja nur das eine, daß die Entwicklung auf klare Ver- Was alles erreich» ist. Zusammengestellt auf Eruud der Praxis und der Abstim- mungen der S. P. D.-Bertrcter tu Aulehmmg au das Erfurter Programm. 1 Neiianfrichtung der kapitalistischen Produktion und deren Schutzheiligen, des Söldner-MiiitariSmuS. 2. Befestigung des Privateigentum, und der Ausbeutung de, Proletariats. 3. Beibehaltung der Todesstrafe stnSbesondere gegen Revo- lutionäre). s. Keine Wahl der Behörden durch da» Volk, Ernennung der Beamten durch die gottgewollte Regierung. b. Keine direkte Gesetzgebung durch da, Volk. 6. Aufrechterhaltung der Zensur. 7. Unterdrückung der freien Meinungsäußerung(Preßverbote, Belagerungszustand). 8. Abschaffung der Vereins- und Versammlungsfreiheit. Anmerkung zu Punkt 6—S: McS Nähere in diesen Fragen hat der militärische Befehlshaber zu regeln. 9. Keine Trennung von Staat und Kirch«. Erklärung der Religion zur Staatsangelegenheit und Benutzung derselben zur Verdummung und Unterdrückung der Bolksniasseu. 10. Besoldung der christlichen Geistlichen durch den Staat. II. Kampf gegen die Einführung der Einheitsschule. Die höhere Bildung steht nur den besitzenden Klagen zu. Schaffung der reinen Konfessionsschule. 12. Keine Volkswehr, Schaffung eines Söldnerheeres, dessen Offiziere nur aus konservativen, möglichst adligen Familien zu nehmen sind. Rasche? Avancement für Magenmörder. IL. Möglichste Erhöhung und Ausdehnung aller indirekten Steuern. Epezialsteuern auf Arbeitereinlommen. 14. Ablehnung der Sozialisierung. Die lapilalistischen Demg??aieti. Herr d. Siemen», der an der Spitze der demokra- tischen Kandidatenliste für die ReichstagSwahl steht, hat in der Ge n eralve r sam mlu ng der Siemen, u. HalSke A.-B. ein« Rede gehalten über ift Aussichten de» Wirtschaftsleben» Er äußerte dabei u.. Siemen», der nach den, Wahlaufruf seiner Partei die Ueberwindung der Klassen durch Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Frieden erstrebt, demonstriert in anschaulicher Weise die wirkliche Politik, die hinter diesem tönenden Wort- geklingc steckt. Er führt die Schwankungen, denen die Wirtschaft- liche Lage unterworfen ist, auf nichts mehr mid nichts weniger als auf die dauernden Lohnsteigernngen und die immer noch anhaltenden Lohnforderungen zurück. Dieser Großindustrielle, der sicher ebenso wie die Mehrzahl seiner Kollegen riesige Valuta- gewinne eingeheimst hat, kennt scheinbar nicht die ungeheure Preissteigerung an Lebensmitteln und täglichen Bedarfsartikeln, die uns die letzten Wochen wieder gebracht haben. Keine Lohn- bewegung kann auch nur annähernd Schritt halten mit der sprunghaften Aufwärtsentwicklung der Kosten de» LebenSnntcr- halt». Er weiß scheinbar auch nichts von den riesigen Gewinnen der Landwirtschast, von der finanziellen und allgemeinen Stär- kung und Festigung der Agrarier, die nur auf Kosten deS groß- städtischen Proletariats erzielt sind. Beide. Krautjunker und Jndnstriebarone, schneiden heute mehr denn je au» der Haut de» Arbeiters Lederriemen. Und trotzdem die Fordseung auf höhere Arbeits. leistung. Die Herrschaften rechnen mit der Arbeiterschaft al» mit einem Posten, den man beliebig, je nachdem der Prosit e» erheischt, anspannt-»er locker läßt. Diese Rechnung stimmt nicht mehr Die Arbeiterschaft läßt sich heute nicht mehr willenlos zum Vorspann für kapitasiftisch« Raubziele machen. Soll unser« VolkSwirtsckast gesunden, so muß die Arbeiterschaft al« der wichtigste Faktor tn der Produktion da» Recht haben, die bältnisse. auf die Entscheidung hrntreib«. Es kann dem arbeihmden Volke nicht oft genug wiederholt werden. daß es sich durch die Redeschlachten des Wahlkampfes und durch die heuchlerischen Loyalitätserttärungen der' bürger- lichen Parteien nicht in Sicherhett wiegen lassen darf. B a y e r n ist mir das Vorspiel zu der großen Auseinander- setzung, die von der monarchistischen Reaktion planmäßig vonbereitet wind. Heute tmrnttchiert bereits in Bayern die SSittelsbacherei. die unverhüllte Gegenrevolution der Jun- ker und Kapitalisten. Gebt es nach dem Willen dieser Kreise auch im Reich, so triumphiert nach dem 6. Juni die blutige Gegenrevolution auf der ganzen Linie. Arbeiterl Merkt euch diesen Plan der junkerlich-kapi- ialistischen Reaktion. Seit aus der Hutl Laßt euch nicht durch Phrasen einlullen I Sichert euch vor den Anschlä- aen der Gegeurevolutionäre und gebt am 6. Juni den Schü- renn des Bürgerkrieges die Antwort, die ihnen gebührt I« ReilhSgftetz übet den WobnnnqSmanzel werden bii Höchstmietenverordnnngen sowie di« Verordnung, daß RäumungS- klagen und die Durckführung d«r Zwangsvollstreckung der Zu- 'stimmung des Micteimg-ungSamtes bedürfen, ausdrücklich be- ,'tätigt, ebenso das Reckt mr WobnunaSbeicklaonakm� F üh rn n g und Leilung der Produktion»«F« gebend zu bestimmen. De« demokratischen Mäntelchen hinft der kapitalistifch« Pferdefuß nach. Kein verständiger Ardeiter und Angestellte» wird bei den Wahlen einem Vertreter der demotvatischen Kapi- talisten seine Stimme geben, der für sie nichts wester übrig hat, als sie für die Erschütterungen deZ Wirtschaftslebens verant- wörtlich zu machen. Wahlschwiudek. Wir haben gestern den Schwindel deS.vorwärts* g-buhrenß zurückgewiesen, der den Versuch gemacht hatte, den Brief Brock- dorff-RantzasS vom Dezember 1918 gegen die Genossen Haas« und Dittmann auszuschlachten. Wir haben darauf hingewiesen, daß nach unserer Kenntnis der Dinge die unabhängigen Volks- bcauftragien diesen Brief nicht gekannt, geschweige den» seinem Inhalt zugestimmt hätten. Wäre das der Fall gewesen, st, würden Scheidemann und seine Kollegen ja auch schon längst den Inhalt dieses Briefes au»gespieli haben. Di-s«r Sachverhalt ist so klar, daß jeder ehrliche Sozialist. dem der Blick nicht durch Haß und bösartige Berleumdnngssncht getrübt ist, den Schwindel sofort«rke-nnen und dementsprechend würdigen mußt«. Von den Leute» der.Roten Fahn«» konnte man das freilich nicht erwarte«. Si« stürzen sich deshald mit währer Wollust auf den ihnen vom.vorwärts* zugeworfene» Brocken und bezichtigen die Führer der unabhängigen Sogial- demokratt« des Wissenstiche» Verrat» an der AvbeUerschaft, au den Arbeiter- und Soldatenräten, an den Interessen der Sie- volniion. Sie wiederholen zum hundertstenmal die Lüge, daß die Genossen KauiSky und Haas« steh vom ersten Tage der Revotuston au gegen ine Aufnahme der Beziehungen zu Sowjet» rußland wandten, und so die Anstifter einer Politik wnrde«, die .notwendig zur Konsolidierung der Bourgeoisie, zum Belage- rungSzustand, zum weihen Schrecken führen muhte*. Sir wende» sich gegen Dittmann, den.Mttschuldigen*, der auf de« ReichSwahlliste der Partei steh«, und bezichtigen di« Leitung unserer Partei, daß ihr« markantesten Führer der.Orga nl< s ieru»g de» Bürgerkriege,««ge« de» redo- lntionäre» Vortrupp de» Proletar»at»* zuge- stimmt hätte». Sie wenden sich schließlich n»tt den übliche» Schimpfereien gegen die Genossen Eri»pi«» und Htlser. ding, die.atemlos' hinter den Massen herliefe», um fi« für die Wahl einzusaugen, damit fi« dan-n noch einmal f» regieren könnten, wi« fie e« im November ISIS zu« Unheil der deutsche» Revolution getan hätte«. Wir wären auf dies« von fanatische» Haß gegen unsere Partei gezeugten Anschuldigungen nicht eingegangen, wenn nicht dieser Fall so überaus bezeichnend wäre für die Art und Weise. wie die Leute der»Roten Jahne* den Kampf gegen die Un- abhängige Sozialdemokratie führen. Würde» wir auf alle die Angriff« und persönlichen Schmähungen, die fortgesetzt in de» Spalten der.Roten gahue* gegen»n« ertönen, antworten, so würden wir nur wenig Raum für andere Ding« übrig deHalten. Wir gehen deshalb in den meisten Fälle» über diese Angriffe mtt Stillschweigen hinweg. An dem heutige» Fall jedoch mögen die revolutionären Arbeiter erkennen, auf welche« Niveau der politischen Ehrlichkeit und revolutionären Sin- ficht jene Leute stehen, die sich gemeinsam mst dem.Vorwärt»* in der Ehre teilen, offensichtliche» Schwindel zur bötwillige» Verleumdung der Unabhängigen Sozialdemotratio a»»zusthl«httm VnWer'iMmltraM der A. 9.?. S. Die gestrigen Versammlungen der lwabhängigen So- »icrldemokratischen Partei in Groß��SerNn waren außer- ordentlich gut besucht ES herrschte in allen Ver- scrmmlungen eine gehobene kampffreudige Stimmung. Bis- her sind uns. folgende Berichte zugegangen: Die Bevölkerung de» Gesnndbrnnnen» nahm regen Anteil an den gestrigen 4 Wählerversammlungen, die in diesem Stadt. viertel stattfanden. In der Aula Drünthaler Straße refrriert« Genosse Hermann Weis«, tn der Löwcn-Braneoci G?nosse Paul Eckert, in der Schulaula Pankstraß«, Ecke Böttcher» straße der Genosse Ostrowski, in der Schulaula Zechliner Straße der Genosse Klose. Alle Versammlungen waren vom revolutionären Gr ist getragen. Die Versammlung im Märkicksien Hof war sehr gut besucht. Genosse Sehne, hielt da» Referat. E» wurden Aufnahme» für die Partei gemacht und Abonnenten für die.Freiheit* ge» Wonnen. In den Zentralfestsälen(«Be Jakobstraße) sprach Genosse R a b o l d. Di« Versammlung war gut besucht. In der Die- kussion sprach«in Vertreter der Beamten und betonte die Not- wendigkeit» auch diese für die Einheitsfront de» Proletariats zu gewinnen. Ein Syndikalist sprach gegen die Wahlbeteiligung fand aber keine» Anklang. Mitglieder für die Partei und Abonnenten für die.Freiheit* wurde» gewonnen. wliffenlager der ReaMvlu Am 18. Mai wurden in einer Scheune de, Gute« Maiewützer Burg bei Güstrow— Pächter Herr HcmS Wegener— Waffen und Munition gesunden, die von Herrn V o ß in Güstrow, ehe- matt Oberleutnant im Zeitfrerwilligen-Dataillon Güstrow, att Maschinenteile dort zur i' usbewahrun, gegeben worden sind. Herr Voß ist flüchtig geworden. Ein« Zählung der Waffen und Munition ergab folgendes- 4 Maschinengewehr« 96, 4 Maschinengewehre 08.16. 8 Maschinen. Pistolen, dazu 4 Magazin« und 432 Schuß, 1 leichter Minenwerfer (vollständig) mit 24 Schutz, 1 Leuchtpistole und 38 Leuchtpatronen, 56 Stielhandgranaten mit Zünder. 51 260 Schuß Jnsanterüe-Muni. tion(davon 17250 gegürtete für Maschinengewehre), 196 Karw biner, 1 Kiste Verbandszeug � J Auf dem Gut Hohenfeld«. Besitzer Herr W'en. sind 25 Kisten mit Flugzeugerfatzteile« befchlagimhmt worden. Auf dem Gut Malliu. Besitzer Frhr. v. Hauff, sind« S>u«»rugr voll- ständig ausgerüstet untergebracht. Dies« Meldungen zeigen, daß die BewaffiningSaftion der pommerscheu Agrarier ganz syst«- inatisch betrieben wird. Am 16. Mai ist in Schwerin«in pokttisch«, Gihetmbnrea, deS Stabe» Lettow-Lorde« auSaeb-ben nmrf«». Sie Weisen von Zion. Der An-tisemitismus ist das stärkste Pferd im deutsch- aationalen Swlst Mit seiner Hilfe hofft die Partei ihren mit den Erimierungen an den Kapp Putsch, mit Militaris muZ, Monarchismus und anderem Unrat stark belasteten Wagen im Wahlkanchf siegreich durchs Ziel bringen zu können. Die besten Elemente wenden sich zwar, von der Pöbel- Imften Judenhetze angewidert, ab: aber man appelliert an die niedrigsten Instinkte derer, die nicht alle werden, und redet ihnen Tag für Tag aufs nachdrücklichste ein, daß die Juden an allem Unheil, an der militärischen Niederlage, an der Revolution, an dem wirtschaftlichen Zusammenbruch die schuld trügen. Nun gehört es zum Wesen der antisemitischen Agita- tion, daß sie mit den abgeschluacktesten und albernsten Mit- teln arbeiten muß: aber wir hätten eS doch kaum für mög lich gehalten, daß Leute, die politisch noch halbwegs ernst ge nommen sein wollen, den Mut haben, ihren Anhängern einen Schwindel vorzutragen wie die Geschichte von den ..Weisen von Zio n", die der Graf Reventlow. den Lesern der»Deutschen Tageszeitung" uuter- breitet. Da ist vor kurzem im Charlottenburger Verlag„Aus Lorposten" in eine? Prachtausgabe und in einer Volks- ausgäbe ein den Fürsten Euwpas gewidmetes Werk erschienen, als dessen Herausgeber ein Mann zeichnet, der sich Gottfried zur Beek nennt. Es enthält im wesentlichen Protokolle über eine Reihe von jüdischen Geheinisitzungen, die im Zuscnnmeyhang mit einem Zionistenkongreß 1897 in Basel abgehalten sein sollen. In diesen Konferenzen haben die„Weisen von Zion", daS heißt die Vertreter der zwölf nidischen Stämme, nach Ausweis der Dokumente die Pläne zur» Errichtung der Weltherrschaft deS Judentums vorberei tet. Die fürchterlichsten Verbrechen wurden damals in Basel ausgeheeft. Man häre nur:„Bald perden", so heißt es u. a. in deni Protokoll,„alle Hauptstädte der Welt von Stolken der Untergrundbahnen durchzogen sein. Von diesen Stollen auS werden wir im Falle der Gefahr für uns die ganzen Städte mit den Staats leitunaen, Aemtcrn, Urkundern'mmnlungen und den Nicht- luden mit ihrem Hob und Gut in die Luft sprengen.' Werter:„Wir wollen irnfem Plan zur Niederwerfung der nichtfüdischen Staaten in wenige Worte zufammenfastcn-. Einem von ihnen werden wir unsere Macht durch Mord- anschlage, also vie Schrcckensmänner. den Terror, beweisen. Sollte es zu einer gemeinsamen Erhebung aller europäischen Staaten wider uns kommen, so werdev ihnen ameri konische, chinesisch« und japanische Ge schütze in unserm Namen antworten." Aeh gliche, nicht minder ichaudeichafte Anweisungen und Ankündigungen ichlicßen sich an. Und wie ist die ganze entst-tzliche Derschworunz ans Licht gekommen? Ein hoher ruswcher BcapUfr hat 1o97 einen Juden bestochen, paß er ihm die Schriftstücke für eine Nackt ikdertteß. Rnllische Schreiber kopierten fk. und ein. gewissenhafter Gelehrter" namens G. NiluS hat sie ms Russische übersetzt.> Diese ganze Teschichte gkauvk Cwaf Reventlow, ober nein: wir tun ihm Unrecht, ein sp großer Idiot ist er nicht. Er will sie nur den Mmderbegabten glauben machen, aus denen sich die Anhängerschaft der Deutscknationalen Volks- Partei rekniftert. Naftirkich unterschlägt er ihnen den vom Verei nzur Abwehr des AnftsemitiSnulS schon vor einiger Zert oebrochten Nochtveis, daß große Teile der Dokumente«in- fach aus einem im Jahre 1Lkl> erschienenen an ti- semitischen Schundroman des»Kreuzzeiwng�- redakiem-s G o e d sche übernommen sind, vnd er versichert mit ernster Miene, daß der Weltkrlsz. den natürlich Groß- oritannien angezettelt hat, eben nur im Verfolg der zu Bafel' geschmiedeten Pläne entstanden sei. lieber eine Partei, die auf einem solchen gerffigen und moralischen Tiefstand angelangt ist, branckvn wir kein Wort mehr zu verlieren. Wir haben für sie nur ein verächtliches Achselzucken. Aber die Frage interessiert uns, ans wel- chen-Quellen die Gelder g-efloffcn sind, die dem dunklen Charlottenburger Verlag die Veröffentlichung des Werkes in Pracht- und Volksausgabe ermöglicht haben. Wir glauben zur Beauttvorttm-g dieser Frage einiges beitragen zu können. Dazu muß etwas weiter ausgeholt werden. Do? P r e«- ßische Herrenhaus ist durch die Revolution beseitigt worden. Aber die konservative Fraktion dieses gesegneten Parlaments lebt noch. Sie hält von Zeit zu Zeit Sitzun- aen ab, hat sich einen Vorstand gewählt, sammelt Gelder und verwendet sie für ihre politischen Zwecke. Es ist ein Fonds geschaffen worden zur Förderung kons er- vativer und monarchischer Bestrebungen. Aus diesem Fonds wird beispielsweise die„Post" gespeist und die„Eisernen Blätter" des Pfarrers T r a u b sind mit öO 000 M ark unterstützt worden. Anck der Deutsch nationalen Bolksvartei bat man Slär- knng ihres rechten Flügels, das heißt also der junkerlich reaktionären Tendenzen, eine betrachtliche Summe überiviesen. Wir werden auf diese Ding« in nächster Zeit noch zurückkom- nten. Für kwnte beschränken wir uns auf die„Weisen van Sion'' und cmf dm Wiedergab? eines Briefes, der unter dem 24. Mai 1919 aus Bad Pyrmont, Kaiserhof, an den Gra- sen B e h r. den Vorsitzenden der konservativeü Herrenhaus- ftaktion. abgesandt wurde. Der Bnes hat folgenden Wortlaut: Ei». Hochgeboren. Ihr gef. Schreiben vom 23. wbe ich soeben«nhallcn und danke Ihnen sehr für die schnelle Beantworuing meiner Frage. Ich fteue mich sehr zu hören, daß S-c die Absicht haben, dann zu sorgen, daß in der Press« monarchische und konftrvalive G-e» danken mehr wie bisher verdveten werden, llm aber wirklich« Erfolge in dieser Beziehung zu erzielen, müssen die Kreise, die eine Wiederherstellung der Monarchie und eine wirklich nationale Politik wollen, ganz andere Opfer bringen als bisber. Ich bin schon fett einiger fjeit bestrebt, für eine große Pref-seorganisation Mittel zu sammeln, die als Pro- zraintu:.Nationale Politik nach innen und nach außen, Kampf gegen die jüdische Den-okratie den Sozialismus und alles Jnter- nationale" haben soll. Es ist Aussicht vorhanden, daß die schwer heimgesuchte Sch.werindustrt« doch noch er- hebliche Mittel hicrza hergebe» wird, und ich versuch« auch die bisberigen regierenden Häuser zu veranlassen. daS „.. ,-wv«s— r__ ra;.. cwv-r«,„5. r,; Ausland gehen oder die au« dem Auslände kamen. Fetzt muß arim da» ReichSsinanyminifterium zugeben, daß«uch Briefe, die-Berelnigmrg nwchte den Kauf eines vierstöckige« Hau» andere Miitel bereitstellen wst bisher. Ich erkläre nssch bereit, den bisherigen Fraktiousbeitrag von 100 Ml. weiter zu zahlen. Ich bitte aber nun Ihre Aufmerksamkeit aus ein Buch lenken zu dürfen, das demnächst unter dem Titel„Protokolle der Weisen von Zion" erscheinen wird. Zur Orientierung lege ich das Matt:„Wie die Juden zur Weltherrschaft gelangen sollen" bei. Ich habe die erste Hälfte deS Buches in den Fahnen- abzögen bereits gelesen und kann eS zur weitesten Verbreitung nur dringend empfohlen. Vielleicht können Sie aus den gezeich- neten Beiträgen einige Tausend Mark zur Drucklegung, die ca. 100 000 Mark kosten wird, zur Verfügung stellen. Ich selbst werde die 1000 Mark, die ich sonst für die Fraktion gezeichnet hätte, für dieses mir im Augenblick wichtiger erscheinende Unier- nehme» zur Verfügung stellen. Sollten Sie aber Bedenken tragen, Geld zur Beifügung zu stellen, so bitte ich die Mitglieder unserer Fraktion z« veranlassen, ein oder mehrer« Exemplare der Protokolle fest zu bestellen. Den auf Seite 2 Absätz 2 er- wähnten.ersten Sitzungsbericht", der in einem Sonderdruck ver- dielf-älstgt ist, werde ich mir erlauben, in einige» Exemplaren nachschicken zu lassen. Meiner Ansicht ist die Arbeit, die die Auf- klärung des Volkes über den jahrzehntelangen Kampf, den das Judentum gegen Monarchie und Vaterland führt, zum Ziele hat, gleichzeitig ein Kampf für die Monarchie und den lcnier- vativen Gedanken. In vorzüglicher Hochachtung Ew. Hochgeboren ergebenster Otto Fürst Salm. Der Vorstand der konservativen Herrenhausfraktion hat die Anregung des Fürsten Salm dann seinem Presse- ausschuß übergeben, worüber der Fürst in einem vom 18. Ins! 1919 datierten Schreiben aus Binz(Rügen) dankend quittiert. Wir sehen also die konservative Fraktion deS seligen Herrenhauses, die schwergeprüfte Großindustrie und die nicht minder schwergeprüften ehemaligen regierenden Häuser in schönem Verein um die Finanzierung der Auf- klärung des deutsche« Volkes bemüht. Armes deutsches Volk! Hetzer stder Richtung wirb rücksschiskoS estkgeschrtsteA fc'ÄWkK Sämtlich« Betriebe werden als lebenswichtig erklärt." Wir fragen das Reichswehrministerium, das so eifrig nach Schuldbelveisen gegen Kapvisten fahndet, warum bis- her gegen diesen Burschen, bei dem der Tatbestand des Hochverrats so offenkundig vorliegt, nichts unternommen worden ist. Eisie WanMg vö?AvswM?rMZ nach Außland. Laut„Politiken", Stockholm, meldet-ein Rosta- Bericht vom 14. Mai: Der Vorsitzende des Obersten Volkswirtschaftsra-tes, Miljutin, hat ein Radiotelegramm abge'andt, worin er den Arbeitern aus allen Ländern, welche nach Rußland kommen wollen, um dort Arbeit zu suchen, rät, zuerst spezielle Delegationen dorthin zu senden, um die Verhält- nisso zu smdieren. Arbeiter, welche nach Rußland auswandern, heißt es in dem Bericht weiter, können nicht darauf rechnen, bessere Bedingungen zu finden, als die russischen Arbeiter selber. &hSj?e VapierZieferukM» an&i8 Vreffe Wähiend der VahldelveWug. Zu-r Bnso-rgung der Prnss-e mit genügenden Papiermenzen für di« WaHlv« ist ans Anordnung des ReichSwirtschaftSm injsterS von seihen da® Reich-S kohl-nttomni i ssavs«ine«rhöhie Belieferung der DvuckpaPierfÄbriken für den Mcrnut Mai ertvigt. Durch di« Nebeäoeisiing von 2000 Tonnen Ru-hrkohipn, 2000 Tonnen schle- sicher gstewiMflen unid 1000 Tonnen Bvauukohben sind die ZeirungSdruckpapier- und Zellftoff-cAriken i-n die Lage versetzt worden, ihre Pooduklion derart zu steigern, daß jve den erhöhten Biisorderirrrgen auf Papnet für die Wahlbureguiig gvnüqe» können. Sie pMsche Sp'omge. Da» ReichSstnanzministrrium stbt auf Grund der Verordnung der volkSbeauftragte» au» dem Jahre ISIS noch immer eine Zensur über die Brtefpost onS. ES ist schon mehrfach «n der gesamte» Presse und vor allem in der Presse unserer Partei über diese» unerhörten Singriff in die staatsbürgerlichen Rechte Beschwerde erhoben worden. ES ist dabei festgestellt wor- deii, daß dies« Kontrolle noch immer ton denselben Beamten des kaiserlichen Regime» ausgeübt wird, di« schon damals nach dem System Ludendorff di« politisch« Spionage in der strupelloscsien Weist- betriebe». Da« ReichSsinanzmintsterinm hat sich bisher stet» damit entschuldigt, daß dir Kapitalverschiebung ins Ausland die vriefzenfnr notwendig mach«. S» hatte dabei stets den Sn- schei« erweckt, als»b di« Zensur sich auf Briefe beschränk«, die in» Das yZsrsiSlkige Haus. Eine lakonische Meldung besagt, daß der Vereinigung beutscher Arbeitgeberverbände Berlin ausS neue 18 teil» lokale, teils zentrale Unternehmerorganisationen koope- ratid beigetreten sind. Die Organisationen werden einzeln aufgezählt und eS befinden sich darunter starke Ber- bände von ausschlaggebender Bedeutung. Derartige Meldungen sind nicht selten. ES vergeht keine Woche, ohne daß die Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände in der Lage wäre, ähnliche agitatorische und organi- satorische Erfolg« zu verkünden. ES geschieht da» stets in der gleichen lakonischen Kürze und Trockenheit, wie denn über- Haupt diese Geräuschlosigkeit der Propaganda und Arbeit die Bewegung deS Unternehmertums auszeichnet. In aller Stille wächst hier ein« geschlossene Macht heran, und ohne viel zu reden oder zu streiten bildet man eine Organisation au», die eine» Tage» der Arbeiterschaft in gewaltiger" Rüstung gegenüberstehen wird. Die neueste Meldung erklärt,„daS anhaltende Wachstum der im Jnlnnde bleibe», der Zensur unterliegen und ton de» alten kaisertiche» UeberwachungSbeamteu durchschnitsfelt»erde«. Dies» Tatsache ist so ungeheuerlich, daß sie einen Sturm der Entrüstung tut ganzen Volke auslösen sollte. Der politischen Spionage sind durch diese Maßnahmen Tür und Tor geöffnet. Jede veckehrsficherheitz jede Sicherung privater Angelegenheiten, ist bei sokhe» Zustände» unmöglich. Jetzt erst wird e» erklär. lich, woher da» geheimnisvolle Material so vieler Schutzhast» beseht« stamm«. Die Reich« regi er«« g aber steht lächelnd diesem Treiben zu,«1» müßt« sie von nicht». Meichzeit-g wird die Tatsache bekannt, daß die ton der Reichsregierung auf Grund de« Belage rnngSzuftande« angeordnete Telephon- spionagehisvor wenigen Tagen ebenfalls noch von de« nnter der kaiserliche» Regierung dazu bestimmten Beamten ausgeübt wurde. So saß beispielsweise auf jedem Berliner Postami ein Offizier, der die Ueberwachung der tekephonische» Gespräche a-n»- übte. Die preußische Regierung behaupret nun, daß e» ihr jetzt gelungen sei, diese Beamten zu beseitigen. Doch ist an dieser Behauptung weitgehender Zweifel berechtigt. Sin« restlose Auf- klärimg der Angelegenheit wird erst erfolgen, nachdem auch da» ReichSpostministetium sich zu dieser Frag»: geäußert haben wird. Sie örganisKsos der ÄchechelksjjgW. Major Kaustisch, der nach dem Kapp-Putsch mit der Führung der Berliner Sicherheitspolizei betraut wurde, ist jetzt unter Beförderung zum Oberst zum Kommandeur der Sicher- heitswehr ernannt worden. Er sprach gestern vor Pressevertretern über seine Pläne hinsichtlich der Neuorganisation dieser Behörde. Er machte auch darauf aufmerksam, daß mit Schaffung de» neuen Groß-Berlin die Polizeitrupp«, der heute etwa 15 000 Brennte angehören, diese Zahl auf 16 0 0 0 erhöht lverden müsse. Die Mitglieder der Sicherheitswehr, die in der Kapp-Woch« entlasten wurden, weil sie nicht verfassungsbrüchig werden wollten, sind sämtlich wieder eingestellt. Nicht» verlautete in den Ausführungen des Obersten Kaupnch über die stärkere Durchsetzung der Sicherheitspolizei mit o r g a- nisierten Arbeitern. Es wurde lediglich mitgeteilt, daß von den 15 000 Beamten 6000 an? dem Arbeiterstan-e herv-.-r- gegangen seien, ein sehr dehnbarer Begriff, und daß von diesen wieder 1500 organisierte Arbeiter seien. Das ist natürlich eine durchaus unzulängliche Zahl. Wir können im Augenblick nicht feststellen, ob dieser geringe Bestand an dem mangelnden Interesse liegt, das die organisierte Arbeiterschaft dem Eintritt in die Sicherheitspolizei entgegenbringt, oder ob man die Fühlung- nabme mit den Gewerkschaften nicht gesucht hat. Auf jeden Fall ist. die starke Durchsetzung dieser Truppe mit organisierten Arbeitern We beste Gewähr, daß sie zu keinerlei reaktionären Maßnahmen benutzt werden kann und daß ein vertrauensvolles Verhältnis gegenüber der Arbeiterschaft hergestellt wird. Die kappisiische« MMrs. In einem Ausruf, den der Kommandeur der Nieder- schlrsMen Reichswehrbricicide in Liegnitz, General von Borries, am 14. März erlassen hat, heißt es u. a.: „Die Retchswehrtruppen der Provinz habe» stck einmütig in dem Bestvebeu, unier allen Umstünden Ruhe und Ordnung auf- rechtzuer hatten, hinter die neuc Regierung in Berlin gestellt, die wi«de»hoit»«»sichert hat, an den bestehenbcn Ver- hättnisfrn nichts zu ändern.... Aus diesem Grund« werden aVt e politischen Versammlungen, Flugblätter und Plakat« und se» in der Burggrafenstraße 11 in Berlin notwendig". Da? vierstöckige Hau» ist ein treffkiche» Symbol ftrr die Macht, die sich hier hera-nenlw'ckelt. Wachstum sowie Ar» tetts- und Ag'talioni-me-Ihode de-z UnterrwbmertuanS sollten fax Arbeiterschaft Warnung und Beispiel zugleich sein. Auch -sie muß dem Weg zur Größe in stiller, e-msiger, ziel« bewußter Arbeit suche». Ml bMel wieder das Mineft Matlanh, 18. Mai. Die Blätter berichten, daß die Demühnngen BonomiS, ein Kabinett zu bilden, vergeblich gewesen-seien. Der König Hab« daraufhin Nitti mit der Mldung de« Kabinetts beaustragt. Sie Nachwahlen m SWschen Senat H. N. Brüssel, 17. Mai. Die Nachwahlen für den belgi'chen Senat hatten folgende» Ergebnis: 62 Katholiken, 38 Liderale, 21 Sozialist:». Emst Diramig: Das Räte-System grundsätzliche Darstellung im Jahrbuch DIE REVOLUTION 47 Beiträge Marie 12.— 26 Bilder,,« 'tun! Lbeu auch d« loustim: Wel mutz bierzu' ganz jeder Streikverbote». Gegen Streikbctzer und polisilche D u r c h die D rck Hais»U 0 oe n m U Rabaill Trmorbunz eine« rechtssozialistisch«« Parteisekretärs. Nach einer Meidung des Gleiwitzer„Volswillen" wurde am Montag abend der rechtssozialistische Parteffekretar Kroczek in Altdorf, Kreis Pleß, durch Nevolverschüsse so schwer verletzt, daß er seinen Vertound» iigen bald darauf erlag. Aus der Vattsiprchs. Di« soeben erschienene Nr. 20 der unabhängigen sozialdemo- kratischen Wochenschrift„Der Sozialist" enthält folgende Beiträge: G« sch ä f t s ft i lle von Eugen Präger; Der neue Krieg in der Ukraine von St-esun Lltnij: GewerkschastS- bewegung und Revolution von Otto Jrnssen: Die Ehinefische Mauer um die Universität Berlin von Dr. Hans Wobberg; Dl« Bergarbeiter-Jnter- nationale ton Frank HodgeS; Die Sozial! sierung der fanzösischcn Eisenbahnen; Die„Sozialisie. ruug' der Frauen von Kurt H. Busse. * Soeben er'chien Heft 10 der Wochenschrift.Der Arbeiierran. Aus tem Inhalt: Gewerkschaftliche FAschungSmanöver von Ernst Däumtg. Schieberstreik von Polack. Koalition und Grmeinwirt« lchaft von Bruns Ach. Die Frage der Internationale in Eng- lnnd von Richard A. Schaeftcr. Der Kampf der Arbeiter im Ruhrgebiet von Emil Rabold. Eine beachtenswerte Gerichts- entscheidnng. Au» der Näteschuie.„Der Arbeiterrat" ist zu beziehen durch ae Postämter,"A«iholt"»NuchhaM«ng. Breit« S vaße 810, oder girekt vom Vertag„Der Avbettrrrat", C. 25, Münzstr. 2t III. Preis der Einzelnummer 1 M., de» Abonne- mcntS monatlich 8,50 M., vierteljährlich 10,50 M. teltafe t 0. Bwwbea«KU»« Master, kttlCbu« Stoib..,,,-.. 7ZZ.— M. jtriistt-dniuz motte roste Fora», priim* Mutete».,......... uz.—. >za»s«.z«'5om.i>ak-P»!ei»t r»»r Ck»*tet, u Aosfnhmo*.... 553,—, C«ferC83t�9rWaI«tOt a»ii«nfcUter. DteOte fto Msi...... 893.—. 6lm>S!>-Mafctel gateXias»»«...................... 498.—. Cattany U. Wesia tesrosF»(Ztevlsl tetoste AeefOkreag.... 598.— Voss tos rforlteg, kriU'-t» �»r»................... 11Z.Z8. Ifas««lagsoter Su-sifoa, iUr Cuteusy................. 199.—. Jackett-ÄnZUg ftLr jung« Herr«, modernste Formen, Gr. SS.. 333.—, Anzug Jeppe end karx« IIooc. fflr S— IC JÜjrife Knaben 257 LZ, Seiir prsismirtl Strümpfe— UntsrwSscJ»— HenenarMiel BaenSohn ISttn* f iiialaa ntalw| Kl» GK"53ES-St7a32 Jä-3C Tfcesfsr und LvNV'iiM Volksböhne Tbealrr am BO'.owolnt* �Ur-r c?g»a nrS»sin Klltf. Bencs UalHsthentär Köpenicker Str. 68. nuhn Cstern» StaaUstheatei* Operohans: T Uhr: Ble Fleilermaus. Schauspielhaus; J Ohr; Der. Mashenschnltzer J»; Max Raiabardt :i]es Ttienisr >ame Kobold. Kantntsrspleie fV Ohr: Stella SiaBss Schauspiflliiäus KarlairaOe IS Uhr: Orestie," (H. A.b1«flanz III. Abead.) EsrM PrsSer Ko!?ter\ien-te4t1pg 7—9 1 iVSö'SeR JiS jf A« beiden Pftiurstfe'eHaxen 6?cß8s Extra-rrOh-Homi Cssno- Theater Äh llllkÄ Cciin >n a'len F-lertoxen naahm. ZS« Der falsche Cousin, älrvsti-� Icrl BMuhaitl— tad. Banuacr KßnfÄKraroSß Isu.�p.«t«ae Knt h-wln« A. Mit d. Feuer spielen. KcmBülCii�üs Ifi inirt Der Herr Mloieter Sonnabeijdi 2«>gi entlcn Male: in dlaMRAchcozelt» Lastspiel tob Alex. EnRel a. H. SaOtnana.(Erika Olößner, �ol'.annes Riemann. Julius Brandt. Ernst PröcLc!, Ernsi Dcrnbnrc, Jenny Marba). Wier Walzer' Terrassen am Haiensse Heute TVUttrt Frau Warrens tSee?e 3>e OesUtsilHaslBf Hanfißßrte q*td, (KM ßnsrßfenlunfi Direktor: Jean Kenn Abends 7 Uhr: Prmzesssn Friedl fttouan 'BUmhöf Fi kl;, v an- Iii smer Prled ri �stmüe) a V�USt in My r rka Sonot*« 4 Uhr hteine Preüei Resiößnz-Tlisütßr (Stadtbahn Jannowftzbrfioke. ÄSi.*!:■ Die ÜWNM Monniae 4 Uhr klpirje Preise i per gute liiii. od. Top !OZMF2? in-Konzert Wslhsila-Tlieater TSfllch n Wir: Unsere �yitedaienen. Stg.ncatun. arB/opgUestotz Rose-Theate r rs U: Am Ende d. Welt Oartenbühne: JFV Uhr: Da* Lied der Uebe Apollo-TSienter Priedel ehstr. 218. V-4 Ä�e. r LnSWsMiÄA! Mei-Pnpacuil Eröffnung I. Pfliijs Weg 23. Mai CirsS- peuerwBfls 1 Gastspiel d. Metropol- theatsr-Orcheslers 55 Künstler Krttuh iMwnitl M S.Tio te-, 81- fi Wtom Rcnintorßlginlen Lm-Pis l Eleganteste« Balthcas f des Westens �1 Eilen Stnrrides Anita Vieh stein; langen leden Abend j ItMntir: FHtz Fncfaa i Mina-Ear 5-Uhr-Tec Intfmes Konzert I!. Feiertag Morgens 7 Uhr; FrQäKsnztrt Nactamittass 6 Uhr: Zum 1. Male In Berlin Attraktionen: Kuh'6ti;ehe Schnellbahn/ Fox-froll-Hasehlne/ Bayerisches üurf I Podol- und inlemoW.- Reste«' Kate hon, he» Rndrennen Hippe. •htntii/nSrdenfeHnen b»>.«- ihlt tmd Tlelet PKeUe. Voigt- Thealer ßadstraße 58. Pflnirsten Großßs Pföü-Koriiert hjaehm. Koozert.Thcater Stds. ThUhrt Or. Operette Kammenaiizspielb Bdlowstr. 6 Lötzow �305 ScbgßbeliSifinzß „De�köfa" Putsche Kolonialwaren- u. Fetnkost- Aussteliung vom 17.— 27. Mai im CLOU Mauerst nuse TÄ&Iith Konzert Eintritt Jü.l 50. Schaubühne Lasdsberser Alles 76/77 direkt am Rinzbahohoi Täglich greßar Meist' rriopr-Weilstrdt Heute Mtttwoch: Wiederaufnahme des Eotse eidungskp.niflfes; Pietro-Scholz Segen Sclimitz Entschulduasskampl: Stromsky gegen Bach Winter gesen Klsch Vorh. d. gr Varield-Teil. infug in bgztrti I Ohr . ür hnhlloij 7 ffiif . to foltern;« 9(Dir 1 ADe Banken sind sescblosaen. die Königisbank o&v Q rotte Prankturter Straf« IIS. Direktor P. Scfler. Der groDe Ringenwettrtresf um den großen Sommerpreis 10000 Mark in barll Die größten namhaften Ringer der Welt vertreten. I Heute Mittwoch: Enttckeidunstkampff rorlschen Ladewlg und Schulz. Ferner rinfen; Welnert gegen Altmann Mokni» Leid Kientscherf. Hcntze Verhör du groSe VarlAt6prograntml Anfang des Konzerts.... 6 Uhr der Vorstellung:...7 � m des Rinekampfes. V.9 M L tu 2. Pflnestfelertaa: Sroftes Frühkonzert mit den n-oen Varldtdpfogramim. / Spiel und Sport S peziest» P t»rU*«»is» B e R L IN S W 19, Kommaadaateastrale 67 Abteilung I: Sport, Bl: M. 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Der Beschluf; der Berliner Gcwerkschasts. kommission in der Betriebsrätefrage gibt die Veranlagung dam. Diese Krise bedarf einer schnellen, aber grundsätzlichen Lösung, damit angesichts der gespannten politischen Situa- tion und der sich knerauz enwickelnden Kämpfe die Kräfte in den v.-genen Reihen nicht zersplittert werden. Allerdings darf daS Urteil nicht von den Gcwerkschastsinstanzen gefällt werden, sondern die Arbeiterschaft hat durch ihre direkten Vertreter aus den Betrieben die Entscheidung her» beizuführen. In einer am i. Mai d. I. stattgefnndenen Konferenz, an der je fünf Vertreter der Berliner Gewerkschaftskoni» Mission, des Betricbsrätesekretariats der S. P. D. und der Zentral« der Betriebsräte teilnahmen, wurde versucht, die einheitliche Erfassung und den Zusammenschluß der Bs- triebSräte aller Parteirichtungen zu ermöglichen. Auch die Vertreter der K. P. D. hatten sich grundsätzlich hierzu bereit erklärt. In dieser Aussprache wurde eine Verständigung nicht erzielt und so machte der Genosse Däumig den Vor» ichlag. die Betriebsräte lelbst in der Versammlung im ZirkuS Busch, in der die Vertreter der verschiedensten Körper- schaften ihren Standpunkt darlegen sollten, entscheiden zu soffen. Das lehnten die Vertreter der S. P. D. und auch der Genosse Rusch als Vorsitzender der Berliner Gewerk- VhaftSkommisfion ab. Trotz aller Widerstände von feiten der Berliner Gewerk» fchastSkommission, der Afa und der Erklärung der S. P. D. gestaltete stch die Versammlung im Zirkus Busch zu einer machtvollen Kundgebung für die Räteorganisation, für den revolutionären Jndustrieverband, gegen die Arbeitsgemein- schaften l Jetzt ist eS Aufgabe der Mitglieder, der Vertrauens- leute wie auch der Betriebsräte, in den Gewerkschaften auf Grund des im Zirkus Busch gefaßten Beschlusses der im Nätesystein gewährleisteten einheitlichen Kampffront mit aller Energie den Weg zu bahnen. WaS ist in den anderthalb Iahren nach der Revolution w dieser Hinsicht in den Gewerkschaften gesch-sten? Trotz aller Beschlüsse und Resolutionen auf einzelnen Verbands- tagen und örtlichen Generalversammlungen, die auf den Zusammenschluß der Hand- und Kopfarbeiter zu Industrie- Verbänden hinzielten und sich gegen die Arbeitsgemein. schaften erklärten, haben eS die Gewer kscha ft§ Instanzen bisher nicht vermocht, die Initiative zu ergreifen. Die Or- ganisaftonsverhältniffe auf gewerkschaftlichem Gebiete liegen zur Zeit derartig, daß allein in den ftrien Gewerkschaften die Arbeiter in etwa 50 Berufsverbänden zersplittert find. Jeder dieser Berufsverbände gliedert sich wiederum in eine Anzahl von Sektionen oder Branchen. ES besteht ein ständiger Kreislauf von Kollektiv-, Tarif- und Lohnabkommen bis in die kleinsten Brvnchengnwpen hinein, der eine Unsumme von Arbeit erfordert, eine durchgreifende.Hebung der Wirt- schaftlichen Lage der Arbeiterklaffe jedoch nicht bringen kann. Heute besteht mehr denn je die Gefahr, daß die Gewerk- schaften mit vollen Segeln in das Fahrwaffer der Arbeits- oemeinfchaften hineinsteuern. Die Gewerkschaftsführer find --> Der Sternsteinhof. Roman von Ludwig Auzengruber. �Jo und ich, wann ich mittlerwerl' in der Ausnahm' faß' ich rühret nit an das deine, ob's hitzt z'ruckging' oder dovwärts kam'." .DöS war' mir auch yar nit lieb. dWirtischaft ver- tragt nur ein' Herrn, ehnder nehmet ich mir noch ein ornb- llichen Pfleger." Der Alte blickte ihn von der Seite an..Hast ja recht und Zeit g'nug zirtn AcMuchen. Aber schau' mal. wann d' vom Militär frei wirst, brst g'rad in schtaften Iahr'n und die Dirn' .Dö wird ftrst d'raus sein." .Paperila, was s an Schönheit verlor'« hat. das hat f mittlerweil an Geld zug'nommen. Ich sgens.-hafi bramstt a AnftnchUug- Der KnouGufrer macht n StlneW» richte? und. drlust d'Gach in'» Klares" töoetfetztm« n tu fötm* ?u,*be«n �Umftettun/ ju � vi16" 1 Evolutionen auf unsere soHiale Revolunon anznwenven � zu�J�dustrieoerbanden in der Richtuna oder ii» v„r» ök.«»- Srfnhr,.™� ... r*•' �"-v-—,—»», wci Nichtunn � m'�.Ml.chen Entwicklung liegt und von allen Anhängern de» Ratesyjtems anzustreben ,st... Zwischen der Leitung der «ateorgan'sanon uno den Leitungen der Gewerkschaften wie der polmschen Parteien muh-in« ständig« Fühlung und Verständi. gunfl Uber politische und wirtschaftlich« Magnah, neu erfolgen. Würde rmch diesen Tesichlspunkten gemeinsam von Ge- werkschaften und Räteorganisationen gearbeitet, so wi'.d der austrcldende KamHf in den eigenen Reihen beseitigt und alle Kräfte könnten in engster Zusammenarbeit für die revolu- twnave Bewegung eingesetzt werden. Die Dertfall der Revolsttov. O. J. VefchichtSlegenden find Waffen im Klassenkampf,«äe» Wort bestätigt sich auch in der jetzigen Wahlkampagne, die Echeidemchm» einleitete mit dem Schlagivort»ohne Ledebour kein Lütt Witz". Man könnt« mit weit besserem Recht die Gegen- formel wagen. Ohne Ebert kein Ehrhard. Es war jene Politik der Landsberg und Ebert im Dezember 1018, die Jen« Wiedergeburt des Militarismus einleitete, die noch heute da» schwerst« Hindernis der Weiterentwicklung der Revolution ist. Genosse Ledebour hat dazu schon das nötige gesagt, und wenn der.Vorwärts" zur Entkräftung unserer Abwehr nebeei kautsky auch da» Buch von Emil Barth zitiert, so vergibt er jene Abschnitt«, in denen der Verrat der rechtssozialistischen Aührer schon am Beginn der Revolution und iu den enl- oder sich durch östliche Erfahrungen unkritisch blenden zu lassen. vor denen Barth wiederHoll nachdrücklich warnt. Gewerkschaftliches. wwr.ss'rüa.j; Zmn Streik der Fnsemgchfffen. Dio Stimmung unter den Ausständigen ist nach wie vor zuveestchAich. Der Jntereflenverband der Arbeitgeber ist bisher noch in keine Verhandlungen mit der Streikleitung eingetreten. Derselbe führte heute früh Beschwerde bei der Polizei, über den von den Streikenden angeblich verübten Terror an einzelnen riseurgeschäften. In Gegenwart dcS Herrn Polizeipräftdente» ichter, des Vorstandes vom Jnteresscnverdand und der Streik» Icituna fand eine Aussprache über di:se Angelegenheit statt. Di« Streikleitung betonte ausdrücklich, dast von ihr au» kein« Weisung für derartige HaichlunDen gegeben wurde, vielmehr«st immer wieder dorenrf hincsvi«l«n worden, da st sich die Ausständigen lorrekt benehmen sollen. Einzelne Arbeitgeber haben jedoch di: � � Äsa.'� Die Streiklage in der Binnenschiffahrt. Ein Ens« des Streike» ist bis zur Stund« nicht abzusehen. Bikher haben Verhandlungen nicht stattgefunden, trotz der weit- he nisten Konzessionen, welche die Streikenden gemacht haben. Die VerlragSkontrahcnien deS Vertrages der ein« Verlange- rung der Arbeitszeit um S Stunden vorsieht und die Schiff»- t n mannschafieu zu Gelegenheitsarbeitern macht, pochen immer noch, auf den Verirag, der als solcher ja überhaupt nicht mehr besteht. Di« Schiffsmannschaften sind sich in ihren Forderungen voll- komni-n einig, und c» ist unwahr, dast die Mitglieder der Per- trag?»erbände durch Terror zum Streik gezwungen sind. In diesem S veik kommt übrigens die Solisarilät der Schiffs- Mannschaften zur schönsten Geltung; so führen die Mitglieder de» TrausportarbeiterverbandeS, welche noch Lohn erhalten, die Hälkte davon'an die Streikkasse ob. Am Freitag, den 21. Mai. findet in Berlin eine Konferenz der streiten»«« Verbände der Prwatschiffer und der SchiffSmann- fch«f?en statt; hier sollen Bescblüffe über die weitere Finanzierung des Sir e»I< I gefastt werden, Diele werden fich nach der Richtung bewegen, d«rst»ie Privattchiffer sich nach wie vor verpflichten, ihren Mannschaften den vollen Lohn zu zahlen und diese Mann scheidenden Monaten nach dem Novemb«rum>'.u>. anichaulich gc,. sch«f,en sich wiederum verpflichten, die Hälfte dieses Dohne» an schildert wird.| die Streikkasse abzuführen, wo diejenigeu unterstützt werden, Da» Bua» de» ehemalige,, BolkSbeauftraglen Emil Barth'� »st ein Srinnerungsbuch und eine RechtfertigungSschrrft zuglvich, SS hat ein« sehr persönlich« Note, da der Verfasser seine Ro»e und sein« Verdienste um di« Revolution stark betont, perfbu- liche Erlebnisse in den Vordergrund der Darstellung rückt und Mit feinem llrteil über Dinge und Personen nicht gerade zim- perlich ist. DaS erhöht die Lebendigkell der Darstellung, beson- der» wenn e» sich um Stimmungsbilder au» den bewegten An- sängen der Revolution und der illegalen Vorbereitung während >«» Kriege» Handell. Man vermißt aber oft die wirtschaftlich- Analyse der treibenden Kräfte, die nur angedeutet werden und hat ferner oft den Eindruck, daß der Autor in der Abwehr von Angriffen über da» Ziel schießt. Di« interessantesten und lebendigsten Abschnitte de» Buche» behandeln die illegal« Propaganda in de» letzte» KriegSmonaten «ad die erste» Monat« der Revolution von November bis Januar. Hier blicke» vir wirklich t» di« Werkstatt der Revolution, di« g«- macht und auch wieder nicht gemacht wurde. Da»«st da» Eigen- artige proletarischer Revolutionen, daß ste zum Teil von organt- fierte» Masse» getrogen werde», während unorganisiert« Arbeiter- schichte»«nd da» Durcheinander der Bestrebungen von Gruppen und Einzelpersonen immer wieder die Politik zielklarer Sozialisten durchkreuzen. Besonder» bei der deutsche» vtevolutiou, di« weit Mehr«in militärischer Ausammenbruch wie betmißt vorbereitet« Erhebung war. macht sich dies« Mischung von Chaos und Organs- ifation, von theoretischer Einsicht und instinktivem Handeln bemerk- bar. Barth» temperamentvolle Darstellung der Regalen Vor der ei- tung der Berliner Erhebung und de» Verlauf« der Ereignisse offenbart dem Rückschauend«» wie gering trotz aller Müh« da» bewußt« Element am 9. Nooentber wirksam war. Die planmäßige �Demagogie der Führer der S. P. D. hätte in den folgenden Tagen gar nicht die Erfolg« zelligen können, wären die Masse» nicht polllisch s»«norieutiert and durch di« Mehrheitler wahrend de» Krieges nationalistisch verdummt worden. Alz VoikSkommissar hat Barth bei seinem vorwärtsdrängenden Temperament oft die ge- itifche Lage«nd die sich an» ihr ergebenden Widerstände genügend beachtet. E» ist immer bei ihm der von ihm selbst licht«.Slebellentrotz, der au» Haß und Liebe geschmiedet" al» treibende Kraft seiner Entschlüsse fühlbar. Da» ist ein« tu Aeiten instinktiven revolutionäre» Handeln», zumal jwenn dieser revolutionäre Elan mit OrganisalonStaleut und poli- tisch km Instinkt gepaart ist. Da» wird aber leicht zur Schwäch«, DEn»«» bei Konsolidierung der Revolution gilt, verwickelt« Pro- blpme zu läsen, di«»ur mit Hilf« umfassender theoretischer Kennt. niste und parteipolitischer Evsahrnng zu meistern sind. Da gehen i» Dinge nicht so schnell, wie mau wünscht und die Negeisterunz «A Rewckutilmärz schlägt leicht um in da» Patho» de» Volk». ®nen, der glaubt durch seinen persönliche» Einfluß immer die ! Entscheidung herbeigeführt zu haben. Dieser Gefahr ist auch Barth oft nicht entgangen, und diese ng vieler R«>olution»«pisoden beiin- ichen Wert, wenngleich, sobald«» sich andell, die blutwarme Lebendigkell der Kchwierung den Leser packt. StaZ Borth über die Abstinenzpokitik der K.S.P. beim ersten Mii-fongreß, über die A-vag« der«volnstonSron Gstlnnaststk. di« tew<«t«on»r«naniif und den PutschiSmu» sagt, ist zutreffend und terpient auch n»ch heute beherzigt zu werden. I« unserer schnell- hbigen Zell find di« Ereignisse, die zwei Jahre zurückliegen oder t« vergangenen Jahr sich ereignet haben, nur zu leicht vergessen, Cd e» ist ii» Verdienst de» Barthschen Buche», daß e» den rovo'u- nüre» Prozeß int Zusammenhang darstellt, di« Wechselfölle der Gveigniss« an UN» vorüberziehen läßt. Man wird angeregt, da» Wriie erneut zg durchdenken, zu heute noch brennenden Arogen ist voll tischen Lvktlk Eiellan» zu nehmen und dabei Ersahrungen ta füngi'Xn iSrrganginhctt zur Beurteilung der heullgen Giiua- liznen hrranzuzichen. Die» erstheint mir wichtiger al» der Gtreit tu» j«d«» persönlich« Urteil Barth». E« wird hier versucht, di« Bedeutung dieser R-volutionS- erinnerungen sozusagen geschichtlich zu werten. Man wird von ltnl» und recht» bie Rosinen heranSkleubsn, Stellen au» dem Zusammenhang reiße», wie da» im Wahlkampf so üblich ist. E» ist ja auch etwa» früh für Erinnerungen so kurz nach den Ereignissen. W« leben ja aber im«utvmodillempo, und e« ist m a r x i st i f ch, noch der Revoliitien oder nach einer«d- geschlossenen Phase der sozialen Uinwälzruig dt« Bilanz zu ztetze». Auch bierz« macht Barth tastend« Persuch«, gibt aber mehr Material ok« historisch« Perspektiven. Gerade sein Buch ist«in Anreiz für marztsttsch« Theoretiker, eine» Rückblick, zu versuchen im Ltil« der un über ir offenen Triduneartikel von Engeld, dt« l»ö0 da- Fozll der deutschen Revolution zogen. (Worxi Revowtivn und Kout»r,«,oluti«n i» Deutschland.) Wir sind noch in der Revolution und müssen un» vor. läufig begnügen, au« Erinnerungen und andere« Material di« Richtlinien unfeeer Politik zu gewinnen, web« wir nie vergessen dütsen, daß Wirtschaft und Polit» in ständigem revolutionären FMHj sind, und daß der Blick in die«mtstott der kitevolntton un» nicht dazu verftrhren darf, früher angewandt« ie.rth«;.«» für«ll« �evotutienären Epochen gleich«irksam zu halten. Ge- rade die LeNfir« von Barch» Buch»«igt. wie schnell sich Dinge »Nd Renschen ändern, wie verfehlt e» ist. Erfahrungen bürg«- age M Di« Anwrkerungen sind bisher daß ein Abbruch des Streikes auf erfolgen wird. 'Dann schicken sich di« Mauuschaften immer mehr an, in ihre HeimatSorte abzureisen. An vielen Stationen sind die Deckkeute fast alle abgefahren, so daß nur die Streikwache zurü«� gtbkiebe» ist, Di« Minnschaften«IS Steuerleute und Schiff-führer haben die Erlaubni», an Bord zu bleiben und werden auch von den Gesellschaften bezahlt; sie haben somit die Verantwortung für Schiff und Ladung. Der Arbeitgeberverband und die Regierung,; welche vor 14 Tagen erklärten, der Streik hätte bereit» damal» seinen Höhepunkt erreicht, haben sich ganz gewaltig verrechnet, wenn sie die Beendigung de» Streik«»� davon abhängig machen wollen, so müssen sie noch einige Wochen warten. Inzwischen fällt da» Wasser auf der Elbe und Oder, wa»«in« Gefahr für dl« Schiff- fahrt bedeutet. Di« Schiffsmannschaften find nach wie vor öereit, di« Arbeit wieder aufzunehmen, wenn di« Vertragsrevision z-igesichert wird und eine Verständigung für die gekündigten bzw. e»>tlassene» Schiffsmannschaften erfolgt ist, Es muß aber betont werden, daß t» der Konferenz am Freitag, den LI, die Möglichk-it besteht, daß«ine strengere gegen- feitig« Verpflichtung»wischen den Mannschaften und d«n strei- kenden Privatsckifferu geschaffen wird. Dadurch würde die Lag- allerdings komplizierter werden. Bei dem Widerstand, den die streikenden Schiffsmannschaften und Privat schifser bei dem Arbeitgebe rv-rband und der Regieruno finden, muß allerdings damit gerechnet werden, daß der Streik noch mindestens vier Wochen dauert. Vor de? Enffchckidung im Einzelhandel. In einer öffentlichen Massenversammlung der kauftnännt- schon AngosteMen der Waren-, Kaufhäuser und Spezialgeschäfte, veranstaltet vom Zentralverband der Angi-fiellten, am Sonntag, den IS. Mai im Lustgarten, wurde in einer Resolution festgelegt, daß di« Abstimmung über den Schiedsspruch in den Betrieben stattfinde» soll. Da, ist geschehen. Am Montag abend und Dienstag früh fanden in den einzelnen Warenhäusern und sonstigeu Geschäften Betriebsversammlungen statt, in denen die Abstimmung per Stimmzettel vorgenommen wurde. Da» Ev» gebni» wurde am Dienstag dem Zentralverband der Angestellten mitgeteilt und da, Resultat durch die Fachgrnppenkottnna der Kachgruppe 7 festgestellt. Am Donnerstag, den SN. Mai Ii«). .«bettte 8 IHjt versammeln fich die Betriebsräte,£>blente und Vevtranontzleute au» den einzelnen Betrieben de» Einzelhandel«, die zur Fachgruppe 7 gehören, im Dresdener Kafino, Dresdener Straß« SS. und nehmen Stellung zu dem AdstimmunzSergebni» Über den Schiedsspruch. Da dopt über Maßnahmen von well- tvagonder Bedeutung zu beraten»st, so müssen sämtliche Betriebsräte, Ockleute und Funktionäre erscheinen. Generalvellsammlmlg der Tramsportarbeuer. Am Montag abend nahmen i« Gelwerkschastshau» dt» neu- gwoählten Delegiert«« oen Bericht de« ersten Onarvok» entgegen. Ort mann erlänterte in kurzen Zügen di« Tätigkeit her Organisation im ersten Bieeteltahre und bemertie, daß e n« schwere und ausopsevnde Arbeit zu UifWa war. E« sei gelungen, alle llWnwgWKqen mit Erfolg durchzuhauen,»nrn fever ein. »ein««weter seine«licht w«.«erde auch der Erfolg nicht au». 'bleiben. Der Geschäft«, und Mafiewber cht lag gedwickt v»r und war au« demselben zu ersehen, daß«ie sin»nz»ellen«erhäl wisse nicht die besten sind/ Der MItoliedenbestand betrug am End« de» erften Quartal» IS» 4ll7 MitgÄ-der. In der Diskussion wurde die«ngekegetchei» der Binneirschiffer und der BetriestSrätozenttale gestreift un» der Organisation der Vonvnrf gemacht, daß sie nicht» unternommen Hab«, ein« Klärung in dieser Krage herbeizuführen. Jakod- s« n behandelt« d ese Krage«inte�endet; und tekMrie, daß so» »v« biS>h«r gohandeU werden wäre, nicht»«iie, zu k-n�r sei.' iondern ein enge« Zwfammenaedeiten mit der Bettiebsrätezen- träte«Gedingt erfoeverttch sei. In Üezug aus de»«innen. schifte rittet behauptti ftakobsen, daß der Deutfch« Transport- artelierverband seine«itzfieder ansgefordett hätte. Streik- brellwrarbeit zu leiste». Klos« ging n«wr awf di«««.trieb». rät«»in und schilderte i» längeren A ugfsthrungen den Anfba« der Bett ob«rät»ze»ttaie»nd der«» Tättakrit, die sich nach der Unmöglichkeit. Pakt tisch zu atdele». immer«chr wirtschaftlich. pol! tischen Aufgaben«ilmrete und damit in re,»«werkschastl che JuKdionen eingriff. Die dabei entstehenden Kampf« müßten vo««in« Stell, au» zekeiwt und darüber die Beoständigune herbeigeMrt werde». O r t« a n» erklärte, daß bei dem Vi nne nicht sie rstreik»am rran»»>ortarb«ite».P»rdand Serrlkardeit nicht gejardcvt und geleistet worden sei, sende«, daß er«ch Strsi- kenden in ihtti* Kamgf unt,«stütz«. verhältnismäßig gering, so finanziellen Gründen nicht Einst« ilunz bei der tvächtigt ihren rein gejj Im. persönliche Erleb: Ein derartiger Fall hat sich bet dem Arbeitgeber Stummer in der W a ß m a n n st r a ß e«reignet, m welchtt« Bcttieb Streikbrecher arbeiten. Durch diese? Verhalten wurde ein Kollege verhaftet. Wir bitten all« Augenzeugen, ihr« Adresse der Zen- traistreikleitung, Elisabethstr. 30. bekanntzugeben. Arbeiterparteiginossen, übt Solidarität und meldet Iwefe» Vetriebl Besuche nur die fliegenden Rasier- und- Fri'-urituben der streikenden Friseurgchilkenl In jedem dieser Großbetrieb«, die stündlich vermehrt werden, wurden täglich über 1000 Per- sonen bedient. Sie find mit ausreichenden DeSinfekiionSmittel» verfeb-n und entsprechen durchaus den dygienischen vorfchrifte». Di« Zahl der Arbeitgeber, dch di« Forderungen bewillige» wollen,.steigt stündlich. San«« nachmittag 2 Uhr findet«ine große Versammlung i» der Bötzowbrauerei statt. Die Zentralstreikleitung. Achtung! Alabastcrarbeiter! Der Streik bei der Firma Habild u. E o. Kottbufer Damm Nr. �0�1, ist beendet. Die Vereinigung der Alabasterindustrielle» und die Firm« Habild haben in Verhandlungen am Montag den Vertrag vom 96. März erneut anerkannt mit der Maßgab«, daß der Passus&..r das Prämiensvftem'verfchleierter Akkord) ge» strichen wird. Deutscher Transporiarbeiter-vettbaich, Alabaster» brauche, i. A.: K-chlschmidt. Zum Vinnenschiffe rstrclk. Im..Vorwärts" tölrd ein« Da» idelrung widerrufen, die in der Sonnab-nd-AbendauSgab« de» Vorwart»" enthalten war. Dies« besagte, daß der Deutsche Transportarbeiterverband und der Zvniralverband der Maschi- ursten und Hrtzer sich für die Revision de» Tarisverttage»«im setzen wollten und sowohl bei den Arbeitgebern al« auch bei» ReichSattbeitSministerium nach dieser Richtung hin wirke» wolle. Dies« Darstellung wird widerrufen und erklart, daß die beiden Verbände auf dem Boden de» Vertrages stehen, den abzutchließe, sie kein« Vollmacht hatten. In der Sitzung mit der Berliner GewerkschafiSkommisfion haben die beidw Vertreter der verbände auch nicht erklärt, die Vorschläge de» Verbände» der Binnenschiff« zu prüfen, dazu werden sie in dem dreiwöchentlichen Streik Z«t genug gehobl haben, nein, di« beiden Vertreter erklärte» bei den Hauptvorständen, sich für die VerttagSrevision«ins«tz-n zu wollen. Danach muß man annehmen, daß die Mitgiiedschast»» leitungen endlich eingesehen haben, daß sie bei der Weigerung, an der Vertragsrevision mitzuwirken, nicht beharren können, wenn fi« fich nicht im Gegensatz zu den gesamten� SchiffSmann- ''chatten stellen wollen, aber diese bessere Einsicht scheint bei den Hauptvorständen Hui! zu machen. Di« GchisfSmannschaften stehen drei Wochen im Streik«nd die beides Verbände sind daran de- teiliat, und nun will man gnädigst di« Forderungen prüfen. Die Verbände sollten fich nur ihr« ursprüngliche» Forderungen in Erinnerung rufen. Di« Bureaukrati« in den beidrn Verbände» bat im Binnenschifserstreik zu wählen, ob ihnen die Sympathie der Wafferkapttaliiten»»«he wert ist al» da» Vertraue» der Schiffsmannschaften. Kleischerversammlungen. Am Fr e nag, den 14. Mai, fand eine Versammlung der arbcktskose» Kleischsvgssekken stait, die sich mft der MögsswÄtt der vii�Vörtinz de» Gchlchttvcchsels in den Wuostfabrtken beschäftigte. Räch de« Bericht einer bereit» früher eingefetzten Kommisston entwichette sich ein« lebhafte Auesprache »nd wnrdr einstimmig eine SMokutien angenommen, de dem ReichSwirtHoESwinK»«« äborsondt wurde. Stesthfoll, wurde de- siksiossen, mit»er testweilen Erto'rbskvfenfstrforge in Kühlung zu trete», damit do» im Schichtwechsel Beschäftigten für die Zeit de» »»«fetzen»«in« G»ffchäd>.ing gezahlt werden kann. Zur Frage der Umsteitting der ArbeikSlosen in andere Berich«, wurde ei« Aebe»t»iosen«rt giwäbtt, der bei der Neterführung mitwirken soll. Am gleichen Abend iraten die i» den Ziegen- uns Gruppenwurst- iabr'ken beschäftigten Geseien zu einer Verlammlnng zusammen. m der Gaebker de» Bericht über die Lohnverhandlnngen gab. Gefordert»rurde eine Erhöhung de» Stundenlohnes von 8,80 auf S Mark, wi« er in den Betrieben der Reichsflei'chftessr bereit» seit dem 1. April gezahlt wirb. Bemängelt wurde der langsame Bang der Verhandlungen und besthioffen, daß ein« Kommission von drei Vdarm bei den in ssftag« kommenden Behörden vorstellig wer- den soll, um die Verhandlungen zu soreieren. Die koufmiinnischen Angestellten der Dampfwäfchereien werden ersucht, zu einer Besprechung über Aufstellung eine» Tarifvertrag«» sich am Freitag, den 21. d. M., abends 7 Uhr, in unserem Verbandsbureau, Belle-Akklanee�traß« 7/10, ein- zubinden. Wir bitten die Arbeiterräte, die kmifmännischen An- gesteiften, soweit sie noch nicht Mitglied unserer Organisatwn si»d, auf dies« Zusammenkunft hinauwciseii. Zentralverband der Angestellten. öetriebcräte. Beitrag»-rbiBunn entstmnn sich«,»« längerer Vsttchsio» wurde der von Bei der Frag« der hafte Debatte. Räch längerer.. BtzirksverwaltiinD eingebracht» Antra«, die Beiiräz« mit 28. Woche«» d'r erste» Klaff» auf S M., in der Ovete» JA- htt ans -ss�samKami «chttr—l«rtritftbrStt der bmmnnolm Lebensmittrlver. sora»ns»be»eie»«I Die Rätejchnl« richtet»inen Lehrgang über kommunale LebensNttttelversorgnn« ei»: 1- Die wissenschastlichen Grundlagen der mechchtichen Ernährung. Insbesondere: Die Roemen de» menschlichen Rährstoftbedarf,»nd die Bewertung de, bekanntesten» stenZmittel. 2.»>« Erfassung der Leben». mittel.») Der frei« Markt, b) Di« öftentklch« kLwa»g,.sVen>irt. fckaftu»». 8. Die spezielle«ewir'fchaftung von Ketten. Fletsch, lWolkeortPOovnkte», Zucher,«eveafte». Hülstnfrüehte», Kartoffel» «. LebonSmitt l»n der Gegenwart. 4. Die LebenSmittelver» i orgung t» der fezäalisttsche««irtschaft-»> Die Pl»mo.r1chast in de, kindlichen Preduktion. d) Die Verteilung der Frikchkon» ''nmorodnkt«.«) Die Landvroduk'en-VerwerttingSbetmebe: Mol» 5 veisn, Schiachthävier, M�gartnczoerte, Mübie», Bäckereien Darren, Zucker.. Oel-, Stäak«-, Konservenfabriken u.«. 4) Die Funktion der Rä!« i« L«b«n»mittek.. Produkt»»»»»., Verwaltung»- »uid Berteiluugsprozeß. Hu diesem Kurfu» habe» nicht nnv Be- trietsräte, sond rn«lle sslnieressenten, vor all»» Dinge» kam- munak, Arbeiterrat« Zutritt. Anmeldungen umgehend TSO Effk unc n der dritten ovk 2 v». zu eehShen. i» de» vierte» j mündlich oder schriftlich an da« Bureau, Müi�r. 24111. bestehe» zu lassen, mit großer Majorität an,«. t •).Au» der«orifiatt der deutschen Revoft'tion". . Fsgff?n-""'� Vor loa G. m. d.&- auf 70 Pig »»mmc» Ein Antra«,«in« Kommtffsia» zu r.ckftlen. die die engst« sammcnorbeit mit der Betriebsrätezentrale sövdeet, fand nahm«; fle beftsht au» 5 Personen. Für die Sektionen 4 und 2 wurden Becker und Hermann Schnitz als Sektionsl« er hestätint.«l« Ersl «aiiuuz wurde Swirmer rung für «ch»» für Brüggemann «awöchU. Eine zur BezirkSver- Gvmpachjttrklch die strei. eitden Pinne njchiii er fand«iirstimm-ge An- «i» zum �veitag können noch Anmeldungen kür" doppelt« Buch. fsthrung. Deutsch und Wirts»aft»geoornpltte entgegengenommen N-iwden. Der.Kurfu» Sandw'ekschaftllZv Fackllechn»«nd Agrar> pvlkik findet am kommenden Mittwoch den ist* ausnahmsweise von 2— 4 Uhr statt. Betete bSrilte. Die verlnmmkung der Beteiebkrikte der Holz. tndustri«, di« für Mittwoch, den 19. in der Reuen Welt ei». beenion st ftilli au». Die Berichierstattung«der die verhaich. lunpen mit den Vertretern de« Gewerljchaste» findet t» nactziftg verstmimlun» statt * Arbeitslosen-Deawnstrationen. Am DienStag mrtlag fanden in Berlin die aageZündigisn ArdeitZiosendeinonstraiionen statt. Sowohl in Berlin als auch in den Vororten fanden Versammlungen, einderufcn vom Arbste» rat der Arbeitslosen statt, in denen die Redner über die geringen Unterstützung. n, die den Arbeitslosen gezahlt werden, sprachen. E» wurde überall darauf hingewiesen, dast am Montag im Reich«. Arbeitt Ministerium eine Besprechung über die Arbeitt- losenfrag« stattgefunder. habe und«S wurden daraufhin Dcmon- stnationSzüge nach dem ArbeihSminnsterimn pero.nbart. In den Vororten bewegten sich die Züge zuerst nach den RalhSnsern, wo M« JKag.ftratSixhöobcn ersucht wurden,«cheufallt Vertreter mt ArbeitSurrnijlerlum zu entsenden. von 1 Uhr ab bow gten sich auS allen Stadtteilen uach Tausenden zählende Züge von Arbeiislojen nach dem Wilhelms- Platz. Ueberall sah man Tafeln nrit Inschriften wie.Wir ve» wngon Arinit urrd Dvoul',.W« wallen freie Arbeiter fein und ketne ttnechle des KapttaiismuS'— Gegen 2 Uhr trafen die Züge auf dem Wilhelmsplatz«in, der sich allmählich mit tmer Menschenmenge von etwa K— 10 000 Perionen füllte. Bon hier au» begab ftch ein« Deputation der SowerbSlosen in das Reichs finanzministerium und verlaug!« den NeichSfinanzminister W i r t h zu sprechen. Da der Minister(ich zur Zeit aus einer Wahlreise benndet, wurde die D putatioi. von Sieheimral Ech lieben empfangen, dem sie ihre Wünsche nach oirwr ein- malrgen Beihilfe von<00 Uliort für jeden Erwerbslosen sowie schleunig« Regelung der ArbeitSlosenuiiierbringirng vortrug. Ge- heinrrat Schl-h-ben erklSrir sich bensit, diese WSnsche dem Mi- nistcr zu übermiliela. Di« Deputation kehrte daraufhin zum WilhelmSpIatz zurück, wo bw Menge auf den Rampen der Mi- nisterien und den Dordschtvellen der Bütgersi ige das Ergebnis der Verhandlungen geduchig abgewartet hatte. Nachdem die Abgesandte» ihren Bericht erstattet hatten, schlugen st« de» Arbeitslosen vor. fich im geschloffenen Demon- strationSzuge zum ReichSarbeitSministerium zu begeben, um bor».nnt Htilfe der grosten Masse" Sei dem Minister Schlicke Gehör zu erlangen. Der Zug war fchnell formiert und be- wegt« sich durch die Wuhelmstrab« über die Linden �ch der Luisenstraße, wo et gegen 8 Uhr eintraf. Im ReichSarbeitS. Ministerium war man inzwischen über die Abficht«, der Demon- stranten informiert worden. Um die Ansammlung einer zu »rvgen Monschennrenge, t< i«i der eng«, Luifvnstnxche zu einer starke» verlehrSswckuug geführt hätte, zu vermeiden, Uetz man die Zugänge der Luisenft raste an der Marschallbrücke und am Karlsplatz durch SichecheitSprfizeifctt«, absperren. Gl> ichzeitig erhielt da» Mimsterium selbst au» der nah« gelegene» Karl». üaserne eine Wache der Sicherheitspolizei,«l» die Dem»». p-vanten auf die«bsperrmq wurde ihnen bcAeuiwch daß lediglich ein« Deputation durchgelaffe» würde. Di« ArbeitÄosen gäbe« fich damit zufrieden und schwenkte« tu Ruhe und Orb- nuug zu beiden Seiten de» Spreeufer» nach Weste« ab. Der Dchutatio» wurde im ReichSarbettSmiurstcrium erklärt, dast der Rinisteo nicht anwesend fei, dast aber der zuständige Referent bereit sei, i« den nächsteu Tagen Vertreter der Groß»Berliner Bemeittden zu empfangen,«m mit ihnen über die einschlägigen Kragen der A rbeit» losen fü rsorge zu berate». Die Deputaflou erklävw stch mit diese« Bescheid befriedigt. Di« Absperrung kounte»ach kurzer Zeit wieder aufgehoben werde». Die Woh't-pgsnot und Me S. WohmmgsinfpeNoa. Zn dem Ho se WeinbergSweg Nr.!L stehen fast die ge» scnnten Kellerwohil.'ngen, mit Ausnahme einer, die wohl der Polier beivohnt, le�r. und zwar in einem Zustand«, der fich fchlechthin nicht fchtlde.r. lästt. Den WohnungSlofen vor allen ? m � f0 �a* üroh'e Interesse dafür haben werden, dürfte eine Besichtigung derselben gar nicht schwer fallen, weil stch ja lm Haus«— man glaubt e« kaum— die SeschästSräum« der 6. WohnungSinsvektion befinde». Anstatt in den Hausflur Aeht man am Haus« entlang und kann recht» sofort durch dt« öden Fensterkreuz« söhn« Scheiben) in die einzelnen Räum« hineinschauen. Wie dieselben— da sie tagaus, tagein den Witterungleinfiüssen ausgesetzt find— aussehen, läH fich ja denken. Einstmals können e< gar keine üblen Wohnräume gewesen sein. Jedenfalls find sie bei der beute herrschenden Wohnungsnot renoviert sehr gut zu gebrauchen. Man dürfte darin sicherlich besser wohnen, als in einer"'' ES»nterefflert d'e Qefsentlichkett, was zu sagen hat. Hslzbarack«. Sie Jnstsekti J>ch-eM»n dazu Höhere EutschSdigu», für die»eifitzer d«e«vwerb». und Kaufmanntgevicht«. Die Beisitzer der Acwerd«. und Kaufmanu». gerichte erhalten für ihre Zeitdersäumni««i«« Entschädigung, dl« durch da« Statut festgesetzt ist. Bei einer Besprechung im ReichSarbeitSministerium mit Vertretern der Spitzen verbände der Arbeitgeber und Arbeitnehuer und de» Verbandes deutfcher Ge« werbe, und KaufmannSaerichte hat fich ergeben, dast bei einer Enfichädiguivg von 0 Mk.. wie fie in Berlin, und von S Mk.. wie sie in DreSdrn gezahlt wird, die Zuziehung von Beisitzern, uamenmcy ver AWennehme-r, tmmer Moteitzger wirb. Der LohimuSfall ist viel gröster. Ilm die Gewerbe, und Kaufmanns- geruht« lebensfähig zu erhalten, hat deshalb der Reichsarbeits- rn i uiiter die Mgierungen der Länder ersucht, die Genreindon und Kommnnawerdiinde zu veranlagen, die Entschädigung herauf« zusetzen. Wahllüger. Die Lichtenberger OwtSpreff« bringt eine« Be- rtcht über eine am vergangenen Freitag fta-tg'fundene Berfamm- lung der S. P D�, in der Stampfer behauptet haben soll, dast ebenso wie Bernstein und Nestriepke auch die Genossen Kanisky und Strövel zirr S. P. D. übergetreten find. Wir können erklären, dast das nicht wahr ist. Auch die Angaben der .Krenzzeitung", die diese in einem Artikels»DaS rote ParadieS" macht, wonach Genosse Kautskh als Gast bei dem bekannt?« Krieg» spekulanten Helphand- PanrnS verkehrt, sind absolut unwahr. In Schenefeld bei Bohnsdorf trat am 1. Mai der Wahlverein der S. P. D.. geschlossen zu unserer Partei über. In einer öffentlichen Versammlung die von über KX) Personen besucht war und glänzend verlief, traten dem neuen Ortsverein dreißig 1 neu« Mitgli'der bei. ! Vasätendirbr beuutzon jetzt häufig das Gedränge auf den i Berliner Bahnhöfen, um ihre Räuchereien auszuführen. So tie.lt ! uns ein Leser nrit, dast ihm am Hirnnrt�ahrtSea�! aus dem Bahn- ' hos Treptow im Gedränge eine geDkne Uhr nebst Ketk geftrhlen i wurde. D.b Uhr, irin JubiläuniSgeschenk, trug auf dem Deckel sein Monogramm P. und innen die W dmung: Zum An deniken an die F'rmi, Felix La de, l. Jubi 1891 ins 1. Jarli ly01. Die K ste war«in« dergoldoie Anl-rd tte mit viereckigem Medaillon, da» en Frauen tri ldnis enthält. Vor Ankauf wirb � g-ivarnt. Zn-ectchienliche Mitteilungen erbittet August Penn, Aaugarder Dtraste 8?.— Auch in diesem Fall versuche wieder da- sofort benachrichtigt« Krimilsalpoliz i, die sich tve-geve, ein Protokoll aufzunehinon und den Bestoliie.en auf eiste schriftliche A nzchge verwies. orten. Fü- die Neuköllner v?« odlderung ssub nach fotgenb« Derlen erforderlich: Broch, Fleisch-, Milch., Fetch, kartoffeikarten, Zucher. und Zusatzzuckerkarten, Warenbezugekarter von Abschnitt A alz Lebensmltlaitlorten von Abschnitt IS ad, Lebensmittelkarten für Jugendliche von Abschnitt 4S ob» Hau-» Haltung»-, Sushiif». und Pferdestelschkarte», serner Selsen. und Kohleirkorlen. «owowe». Der sfieischverkauf für dies»«och« findet bei fSrni Ilchen Ftelfchermeisier»«n* Fleischoerkiwsern am Donnerstag statt. Zur»uogad« gelang«, 900«ramm«uelündifche, Defrierflelfch»um Preis, von Utk Dt» Auegab» de» amerikanisch«» Schweine. fleische« erfolgt Sonnabend. Iohonntsthol.«i» Sramm«armolad«, XO«ramm weihe Vach. nen, 9d0 Dramm küehenwetzenmehi. Avs den Ctgasifanom Beztrksverband Berlw-Brcmbenbmg. Eine Seneraipersiunm lrnep für verlin findet voraus. fichttich am Mofitag. den LI. Mai. fiatt. DaS Lokal wird noch bokanntgegechew Tagesordnung: Stellungnahme zu den Stadtverordnetenwahlen von Grosi Berlin. Nach einein Beschluß de« ZentralvorstandeS ist den Ktei» len die Aufstellung der Kandidaten selbst überlassen. DeS weitereu wird den Kreisen empfahlen, zu der Stodtliste zwei Kandidaten zu nominieren. Di« Reihenfolge entscheidet die Oenew l Versammlung. Mittwoch nachmittag 5 Nhr ist bnl InsormattonSblatt an folgende« Stellen abzuholen: Berlm-Stadt: Verbands. burean, Schicklerstrass« viL; Teltvw-VceSkow: Renkölln, Reckarstr. 3; Potsdam 4: Lichtenberg, Rene Bahnhofstr. 31. Die TefchaftSleitung. All«»ei b-r Post«w releaeaphl« v-fch«ft!gtea. dt» stch Kr die 0. 6, P. D. lnterefster«», können täglich in der Arbeiter-Gildungs. schul», Schlchierstr. ösv, von S dt» b Uhr nachmittag» Autkunst er» halten. k Dtstcktt. Vollversammlung der MterndetrSt- Donneretag 7 Uhr Schulauio Diesfenbachstr. dl: Konstituierung und Bericht von der Ob» lmite-konfer««». S. Distrikt. Donneretog 7X Ahr MtgNederversammltrng t» der Schulaul» Annenftr. IL v» der Pctnzeastrah». Stellungnahme zu den Stadtoerordnet-nwahle». lg. Distrikt. Heut» SX Uhr bei Büttner, sstchwedterftr. K, Sitzung sämtlich«? Funktionär« und da» Aktionerate». Oagesordining:»Da« neu« Berlin". W. Distrikt. Dt, gesamten Bartetgenossen de» Distrikt, Kesten stch zu einer besonder» wichtigen Angelegenheit Donn«r»ta< 0 Uhr Teutoburger Platz. 10. Distrikt. 4.«dt. Mittwoch 7 Uhr»gitattonokommWou bei «rone. Metzer Strotz,». iL. Dlstrlkt. S. Abi-llung. vkltkmoch 7?? Uhr«Ich�S«.— der Frauenardstts. und Kinderschutzbommissson bei Bruggonz Seuat fekder St atze 10._„ 13. Distrikt. Bollversammlung der Agitation», und Ver Pav- tischen Kommission Donnerstag 7 Uhr Kopenhagener, Eck» gstobM " lliV Distrikt, 2. Abretlung. Donnerstag 7 Uhr öffentlich« Wähle» sersamminng in der Schulaula, Gleimstrahe tö. IS. Distrikt. Donnerstag 7 Uhr Skedowstr. 11 bei Marx»«»< und Eswerkschastskommtssionen�sitzung aller drei Abteilungen. IS. D!si«i»t. Donnerstag W Uhr BoUoersammwng der Kommt* nalen Kemmtsilon in dem Phvfiksaal der Cciiule Tegeler Slratze IS/Zl>. logesordnung: Kandidatens'. age zur Stadt, und Bazirksverordneten» �Serwaltungsbezkk Hallrsche» Tor. Freitag 7 Uhr in der Schulaula Baeckhstr. 0 Konferenz sämtlicher zu diesem A-rwattut>g»dezirk gehörigen Be» zirkeföhret samie der Odleute der Kommunal»» Kommissionen. , Tegeeorduung: Da» neu- E.otzchwckin und die bevorslrhenden Koni. munaiwohlen. tktes. itzen. Erudlrol Weis«. Dri,<*r Kotmnuralir'ahrkr-ik Süsndi.sg, IL, 13., 13., 17. im# i 18. Distrikt. Donnerstag 7 Uhr bei Donk» Schul. Ecke Ehristiania- i sttatze, Sitzung der P«. stände»bengenannter Distrikt». Tagesord» nung: Stellungnahm» zur Stadtverardnetenmahl. Telton-�e-si!.«».«u»gal«« von Flugblättern und anderem Mat». ria! sofort für all, Landart« und die den Ori-zruppen zugoieil,»« ländlichen Bezirke iAirlsaiosteo-zird König»wust-ch-.us«n empfängt t» Wildau keim Genossen Tenzer.) ChaelocheBkvrg. Oesientltch» Wähl-rversammlung Donnerst»; .? Uhr in der Aula der 1. Eam-indeschul- Pestalozzistr. LS. R-s-renU ' Den. D ä u m i g. «Harb ttenb-�rg. Kiudorschutzkommlsston. Donnerstag 7«y, RathU-defch�r5»e. Heute 7 Uhr öffentlich- Versammlung i« «Lweenpack". Der Akttoneeat tscst um SZH Uhr. Weitzonsee. Donner»tag 6 Uhr Sitzung der kommunalen Komi msiston»ei Masche. Um l'A Uhr»ersamtiWttBfl der 3. Abteilung bei 3>u Schier, Langhansstr. 106. Tagesordnung: Referat de» Denosse» Zwölfer: Steitunonehm» zu den Kommunalwrchlcn. Riederschitneweid!!. Heute 1A Uhr Mitgiiederoersammiung i» „Waidhauo". Slellunxn-.chm« zu den Etadweiordneten-Wahlen Trotz. Berlin. Donnerstag 7Z4 Uhr öfsentUch« Wählerversammlung in der .Loreleg" W,!»rsh»f..Heute abend 7X Uhr w der Schulaul- Radlckefiratz« Nitgltederoe.sammluug. Tagesordnung: Aufstellung der Kondtdateul zur Btodtverordnetenwahl. jkahnsdorf, Wilhelmshagen. Hessenwinkel. Oaffantlich« Wähl««» Versammlung Donnerstag 8 Uhr bei Sorg«, Pnradiesgarteet Ratznw dorf. Referent: ven. Pfatffer. Vereins?5lWder. Zentraivr-kand der Angestellten, v-rs-mmlungen am Dsnner» tag: Kachgnipp» 7 sZunktlonär« und Betriebsräte)« Uhr»Dresden« Tasino". Dresdener Etrutz« 90 Fachgruppe 7 d iSchaufenster-Dekvr« teure) Mitgliederversammlung 7X Uhr Cophieusäl«, Sophtenstr. 17Mst. Fachgruppe 1Ä» sVerb-ndzeUstosf«) Mitgiiederversammlung TU Uh, Rosruthaier Hof. Rosenchaler Strotze 81, Fachgruppe 17 iDarmhänd. ler) 7 Uhr Berbandsbur�au, BeNe-MItance-Siratze 7/1«. Zimmer Ich — Fugendtich« Bertrauensleut». Bollversrmtruluug 7 Uhr Lrtsbureach Belie�lllionr�-Siratz, 7�0. Afn.Bertromrn-leut» de« Hochban-Vewerd«« Donnerstag 7 Uhr Im Restaurant»Bieoglocke�, Belle-AlltimesStratz» 100 sam Helleschen Tor) Versammlung. «ngeste.lt» der»tetnMndnstrtu.«tttwoch Oft! Uhr in tm»Renen Welt'. Hasenheid» 108.(112, Becsammtung. Bund der technischen Angestellten und venmten. lllUtglinderver» sammlung der Orteverl ammlung Norden I bei Schmor». Feldstr. 8. Donneretag 7 Uhr.— Bertraaenemännerversammlung, Mustker-Fesif säle, Kaiser-Dithelm�trotz» 31, Donneretag 7 Uhr.— Mitglieder, Versammlung der vrcmessuitgstechntkrr int Berliner Elubhou», Oh«4 stratze 8. Freitag 7ft! Uhr. Deutscher Werkmoister-Beebse-d. Oeffentlich« versammwng fltr all» in de» vuchdtuckereien, Buchbindereien, Geschriflebüch-istchrikelt und Liniieranstalten beschäftigte« Meiste� Kalkulatoren, Papiere meister Donnerstag b Uhr t« Restaurant zur»Reuen Schleuse*! Miihiendomm 8. «und der technischen Angesteltte« und Beamte«. B-N' ar-.n» Männer der Metallindustti» erhotten am Donnerotag, den 20. Mass abend, 7 Uhr, in der P-rtrauenomänner.Bersammlung de» Bunde» Mtlstker-FeftsA«, Kasier-Wilhelm-Stiatz» 31: Dtspasitiou über den Metalltaris. Deutsche» reaimpattardelter-Berbunv stvegtr» Brotz. Berlin» Branche Etnkassierer und Kassenboleu, Bureandiener usw. Dannerch tag H7 Uhr bei wogener, Seydelstr.«0. wichtig« Vertrau ensmäuueri versommlunq. Deutscher Dranop ort»rbett«. verband. Sektio» I. vekleidungm !lndustrle. Donnerstag 8 Uhr det SUt«, Poststr. LS, Bruppeu-Ber» ammlung. Fnteritattoaaler Bund der Kriegsbeschädigten, KrtegsteNneh«« »ich Krieg �Hinterbliebenen, Bezirk Siidwest. Mi lim ach 7ft! Uhr lü Hal>«l» Brauerei, vergmannsir. 8/7. Deueraloersammluag. Zu. tritt nur gegell Ansmei». verein heimattreuer Westprerchen. vezirksgrupp, Osten, vevs sammlung Donnerstag in d« Dermania-Braueress Arankfurter Alle« 813. abend, 7� Uhr. «llgemeiaer hamenistifcher Knttnribmch. Mittwoch 7X Uhr?r.hrer» vereinshou», Alexanderplatz, Hauptmann a. D. Sichrau:»Volksoevi tretung'. Frei» Auesprach». B-rantioartlich sllr die Redakilon! Leo Liedschsttz, Frieden««. verantwortlich f d. Inseratenteil: LudwlgKomeriner, Karlshorft Beriagsgenossenschast„Freiheit',«.«. m. b. H„ Berlin.— Druck der Llndendruckerel und verlogeyesellschafi m. d. H, Schiffbau er dämm IS Inpfer MMsMSwMr»» fiffitiäcklse Hnrnlsld««. Ans�cWa«. nerv. Schwäche, M«�,o»Lr- %licbung. Salvarson-Kuren, U�ht-Liohar.d s. Hdhetisonne. F>e- Messing- Rotguß Zinn Ouecksiibei Sämtl. MetaK« Platin Go*d-t Slsber- AbfäSie Sahnigabtof kaaft sv rt„s.g teia tlM» ir mutrta S bkMtsäiäm «jn Ros«Tir?<«:er Motz LrHinstrES84i, am Wedji�lSPlÄtz � ; I .i.aar"- fa«.-Prif dr.-Slr■ Si S � rirab'uijgoa. Oetrennie Wartetimmcu in der Heilanstalt von nahe Alc*a«derj>latz 9-1, 4-8. Sonntü--» ct-l. laOSQff Münzstr. 9, ösüisclier ißtallarteitar-Vsrlianil Venvaltuncsstfüe Berlin. Special" Arzl fflr alle Ueschteclitskrankh€*tcn, Mar»-, frattenieideo, Biuiünscrsttcnonr.en, Salvarsan- Kur. Behandlung schnell, sicher, ohne Bcrufssiörung. Mäßige Preise. 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M„ j aachmirtogs 3 Uhr, von der Leichenhalle tfes üemeiode- höchsle Tagespreise Meia'Jä&adlntosr I LothringerStrafloZ* rffljaBI lüfUiriQ�r Sr-a�c p.thr',' c'»!' verrötto# rTunJI K elü Abzug -Oian.- A Des Werk emfaßl 15 BaviM nah IJl ca. 700 ScHnt stark. 'preis»ovaegia gebunden Blk, 5IL0.— Zu bejJfh« biurch Bvgler St€.0� Berlin W 9, Köihener Str. 27. 1-t ■■"3 T -Mataüel von Händler fflr Engrosverwertung 1 1 Itjvand' nstr, MZ flsrd. 38?'' j Z.>hle bis 20. Mal, 11 Uhrr Eupfe? 9 M. Mng bis 5 N. vV'*iimaandtr.22,miLa3.usea CharlotteustraBe 63. Anwaltsbureau Danr.iiterslr. 3. tfler- billlgsie Prozeßföitnrng in ßhcscheidungs-, Alimenten-, Strafsachen, Gesuche alter Art. Parabel Uim*« Armeo-''i«iolenf ätnoaiEr-PJ atoten, 9 ranj. so w ie J taurt so höchsten Preisen W. LUEFKß« Kowianffdantenstrafle 36. III Charlo tteaburg Botenfrau f6r friischostrasse sofort ▼erlaagt Spedition Lorenz. Whllstr. 68 zur Damen- und HerrcubcMcidunc rutterstoQo t Kuftpie KonfeKtlsn für Damen u. 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Mai 1020, nnajoitfuto« 0 Up», Manchen-Versammlunq aller in den«eerieden Mchfllrir.rm Cptller«erline 5*4 JltiHtrOk*» Im JE i. b» K r(1 1 f 8 rtirtTtlb«. Volksversammlungen! Da.ei.rbiiit 11,: 1. fileiikr Dri,«i!liailptiliti()»ß5rtalelt IJi (Br dl« Owtfrr ucrWidiMO»? a. tPtujiioit."-----' i. virn.(KimmtiHsrüimijIiedera bet elujeti«.-: : Bettt.be. b,)Scr1d»:fbt.,e«. 3. Biahl etne# Ob. n ber flu r>, Die Ortoornooltung. Donnerstag, den 20, Mai, abends 7 Uhr: Nerhliü'i h?? MWer md VsjÄrLkklirÄi!« MMs: DrisDttffioilnßg Min Luxuspapierbranche« «m»onnersiog. den 20. Mai 1020. abend« T Uhr, (labet bet•■Wcfleae», Sn)bclHt. 30. rtae Gr. helMardettetmi�d- Versammlung ,I»«r Nebrilertnncn. wrtchr für Luxiu.eiladr.Ien. bd»t.-urapt.tl!b. iNtnddruch-Berrtrbe, e»Iar«eiaastatlni u,w».lchülttpt meldea, stau. Tagi.a.duttu«! l.»««iim hchuorte tzt utt(H.I) uxtuchnt metkea» 3. Freu Ukispluche Zu biet« bastr«!! w>ch!I»rn Veriauimum, fitib»Ile Helm. erbetie! tauen. w«tch Schtetlra dinbeit. Zuulaitea Neben, talar�eeca. retoucht' esn un SdnNche Mibctl«utmchun hitunit Hnudobeu. Do ble tltforbpcril« btt strlmaibeluiime«.am arsiiieu Xe i nltbüper Btfitßt stob ms bltjcnu.ioi ber Im Betilrb« tbrldilfrtgteu, Ie Ift«« im fteenin Jme.rii- ei-ei leben Cctmoibehrem an. bthm-ie HIN cht. ja bietet(jermmmlunp in erichctnen. am grg.u yje devorstehetiüen Neichstsgswahl»« v. Sie ftufgadsn des revolutksuareu Protet««ch»is. Pharusfäle. Müllerstrabe 142. grobei und Neiner Saal. Böhsw-Vrauerei. Prenzlauer Allee. Andreas-Feftfäle, Andreasstrab«. Sophlenläle, Sophienstrahe. grober Saal. Boruisia-Säl?, Ackcrslrabe 6. Schknebe.g, jhobenzvllernlchule. Wcibenfec. �Idrechlshof, Parkstraße IS. Reinickei.bo f- 7ift, tSürgergarten, Hauplstr� b.l/lndenberg. Referenten-»lara Zelkin. Fritz Winguth, Paul Fröhlich. gritz yeckrrl, Wilhelm Piech Fritz Ruch Mal Kühl. Ernst SU»«. Arbeiter, erscheint in Massen! 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