Einzelpreis 20 Pfennig ♦ A. Jahrgang Donnerstag, öen 20. Alai IY20 +~r-. i K•...._______.1____.& Pie.Aitibtit rnteini motqnif ns noAmirtoos, nn Sonn- uns.ttfitagtn nur morotns ' St-ugspret» beträgt bei trein A»-'ellunt ins Bons für Grog- i"ii!n 8.30 m. im oorons sobioai, von der Spedition selbst abgeholt 7.— m. Für postbe-», n.bneen -inmqe postonsta.tcn S-Ücllunzen entgegen. Unter Slrmbon b-rog-n für v-utstb» lond und Defte. reich IZ'.O Jil, mr das übrige ausländ l->.— m. rntüglich Valuta- ausichiag, per Brief für Deutschland und«esterreich 70.30 UU Z�edakt�on und«Kxpesttioni«Seriin RW.«. Srirrfftmuerda«« lSi«. ?t«r»ivrecher: Ami Sisrde« 8SS— SS und S7K«. Nummer 7S4* Nlorgen-Musgade Bit achigespaltene Nonpar-illezeil» oder deren Raum kostet 5.— Mk.»inschlirstlich Jnseraten-Abtei'.iinn st-rrlin NW. i.iiiffoniicrdnmm>!» 'berusprrcher:«mt Nnt-ü«, 8SS—»«, Buchhandinno Zentrum SSck« »Freih«it"«Bnchdr«ckerei Zemrum-tvsa. berliner 4)rffan l>pr llmbfiänßfgen Soßalöemoftvtie SwutttOtanba Sie beseiligung einer Snlturschmach. Ein Erfolg unserer Kritik. Unsere fortgesetzten Anklagen gegen die Schreckens- arbeit der Außerordentlichen Kriegsgerichte im Ruhr- gebiet haben die Regierung endlich, und leider viel zu spät, zum Einschreiten veranlaßt. Sie konnte sich im Hin- blick auf die Wahlen der Verantwortung nicht mehr ent- ziehen, daß unter ihren Augen im Ruhrgebiet ein Rache- werk an jenen Männern vollzogen wurde, die durch ihr entschlossenes Auftreten den Kapp-Putsch vereitelten und damit der jetzigen Regierung die Möglichkeit gaben, sich wieder in den Seßeln niederzulassen, die ein paar Ver° breche? für sich in Anspruch nehmen wollten. Die Regie- rung hat eine Untersuchungskommission in das Ruhrgebict geschickt: diese muß scha uderhafte Zustände fest- gestellt haben, denn die Regierung sieht sich g e z w u n g e n, durch folgenden Erlaß die rechtswidrigen Urteile der Kriegs- Gerichte außer Kraft zu setzen: Die Tätigkeit und die Rechtsprechung der im Nuhrgebiet eingesetzten außerordentlichen Kriegsgerichte hat in letzter Zeit einen Umfang und einen Charakter angenommen, der den für ihre Einfehnng maßgebenden Gründen und der Rechtsauffassung der Reichsreaicrung.picht mehr in dolleui Umfange entivricht. Die NeichSregierung hat daher zur Prüfung der Sachlage be- sondere Kommissare des Reichslninisiers des Innern, des Reichs- justizministerS und der beteiligten Ministerien ins Ruhrrevier entsandt und auf Grund deS Ergebnisses dieser örtlichen Er- Hebungen Anweisungen erlassen, die die Tätigkeit der Anklagevertreter bei diesen Gerichten neu regeln, die Frei- lassung der zahlreichen, ohne hinreichenden Grund oder wegen gcriiigfügiger Vergehen verhafteten Personen verfügen und die Tätigkeit der ausferordentlichen Kriegsgerichte wesentlich ein- schränken. Insbesondere ist bestimmt worden, daß alle noch in Haft befindlichen Personen, welche vor dem 2. April 1920 in Abwehr des rechtswidrigen Angriffs der Kapp-Leute auf die Verfassung an sich strafbare Handlungen begangen haben, man- gels Bewußtseins der Rechtswidrigkeit sofort aus der Haft entlassen werden. Zur Beschleunigung der Durchführung werden sofort be- sondere Beamte der Justizverwaltung entsandt werden, um an Ort und Stelle über die sofortige Freilassung Entschei- düngen zu treffen. Als Vorgesetzter sämtlicher Anklagevertreter ist ein besonderer General st aatsanwalt eingesetzt worden, dessen Anweisungen die Anklagevertreter bei den außerordentlichen Kriegsgerichten in allen Angelegenheiten Folge zu leisten haben. Die außerordentlichen Kriegsgerichte sollen baldmöglichst abgebaut werden. Zunächst wird ihre gegenwärtige Zuständigkeit erheblich der- cingert und auf schwere, gemeingefährliche Delikte eingeschränkt. Bezüglich der ergangenen Urteile der außerordentlichen Kriegs- gerichie, die der vorerwähnten Auffassung der Reichsregierung über die Straflosigkeit einzelner Handlungen nicht entsprechen, ist eine sofortige und beschleunigte Nachprüfung eingeleitet worden, um im Gnadenwege die verhängten Strafen aufzuheben und in allen geeigneten Fällen die einstweilige Aussetzung der Strafvollstreckung zu veranlassen. Die Vollstreckung von insgesamt 154 standgerichtlichen Todes- urteilen ist bereits durch frühere Verfügung deS Herrn Reichspräsidenten ausgesetzt und die Nachprüfung dieser Fälle im Wege eines geregelten Gerichtsverfahrens angeordnet worden. Die Regierung bestätigt durch diesen Erlaß, daß die Kriegsgerichte im Nuhrgediet nicht Recht gesprochen, sondern die Gesetze in gröblichster Weise ver- letzt haben. Sie verfügt die Aushebung der vom Klassen- haß diktierten Urteile, und wir buchen diese Maßnahme als einen Erfolg unserer fortgesetzten objektiven Kritik. Die Maßnahmen der Regierung sind freilich nur halber Na- t u r. Wir vernehmen mit Schaudern, in welch entsetzlicher Weise die Militürjiistiz in» Ruhrgebiet gehaust hat. Von den Standgerichten sind allein 154 Todesurteile ge- sprocben worden, deren Nachprüfung die Negierung zusagt. Wieviel Todesurteile die außerordentlichen Kriegsgerichte verhängt haben, das wird von der Negierung verschwiegen. Wir wissen nur, daß Herr Ebert bereits drei dieser Todes- urteile bestätigt hat und daß diese Urteile schon voll- streckt worden sind. Die jedem Recht hohnsprechende Tätigkeit der Stand- und Kriegsgerichte müßte die Regierung veranlassen, diese mittelalterlichen Institutionen überhaupt zu beseitigen. Sie haben jede Existenzberechtigung ver- wirkt, sie sind ein Schandfleck für jede geordnete Rechts- pslege. Es ist deshalb nur eine halbe Maßnahme, wenn die Negierung verspricht, die Kriegsgerichte„abzubauen". Wir fordern ihre sofortige Beseitigung, damit ihnen nicht die Möglichkeit zu weiteren Rechtsverletzungen gegeben wird. Die nationalistische Presse, in deren Partei- interesse die Schreckensurteile der außerordentlichen Kriegs- gerichie liegen, tobt wie besessen über den Erlaß der Regie- rung. Die„Deutsche Tageszeitung" erblickt in ihm eine „Kapitnlation vor der-Straße", sie sieht das„Ende des Rechtsstaates" drohend- heraufsteigen, und mehr noch: der bloße Versuch der Regierung, die Rechtsverhältnisse ini Ruhrrevier zu ordnen, ist für das Hauptorgan der Kapp- Verbrecher„ein Dokument der Kulturschande", ist „K l a s s e n i u st iz" allerschlimmster Art. Dabei entschüpft dem agrarischen Organ das Geständnis, daß die Regierung ..Aufrührer und Schelme der gerechten Strafe ent- rinnen läßt und sie dem Arm der Gerechtigkeit entzieht". Ganz richtig! Nur sind diese Ausrührer und Schelme nicht die Arbeiter des Ruhrgebiets, sondern es sind die Schützlinge der„Deutschen Tageszeitung", es sind die Lüttwitzer, die Ludcndorffs, die Bauer, Ehrhardt und B i s ch o f f s, die in Deutschland frei herumlaufen und neue Pläne gegen die Republik schmieden, ohne daß ihnen von der Regierung bisher das Handwerk gelegt wurde. Diese Verbrecher zu schützen und die Arbeiter zu bestrafen, die sich ihnen widersetzten, das ist nach Ansicht der„Deutschen Tageszeitung" Aufgabe einer„geordneten Rechtspflege". Gut. daß das alldeutsche Organ kurz vor den Wahlen dieses offene Bekenntnis ablegt! Das Ideal einer„geord- neten Rechtspflege" ist für die nationalistischen Parteien die -Horthy- Justiz in Ungarn, in deren Fußtapfen die Außerordentlichen Kriegsgerichte im Nuhrgebiet sich bewegten. Daß diese Horthy-Justiz in Deutschland nicht ein- kehre, dafür müssen am6. Juni die deutschen Wähler sorgen! AWerlka gibt le!ne SredNe mehr. H. kl. New Borr, lg. Mal. Das auf der Konferenz in Hythe»orgeschlagene System, daß die Alliierten die durÄ Dents-Aand ,« bezalilende Entschädigung an Amerika zu diskontieren hätten, wird in amerikanischen Vanklreiscn sehr skeptisch aufgenommen. Man glaubt, daß die Amerikaner auch nicht geneigt sein würden, btc neuen Schwierigkeiten auf sich ZU nehmen, die mit dem Hereinbringen der deutschen Entschädigung zusammenhängen, und daß man Garantien verlangen werde, daß jeder eventuelle Kredit nur für den Wiederaufbau und nicht für politische Swcrfc verwendet werde. Man glaubt, daß die Banken nicht geneigt sein würden, deutsche Obligationen für die Bezahlung von alliierten Schulden in Amerika in Zahlung zu nehmen, ohne daß gleichzeitig die Alliierten ihre Schulden indossieren. Da die amerikanischen Forderungen an Deutschland reichlich durch" die Beschlagnahme ausländische» Besitzes garantiert sind, haben die Amerikaner kxin Interesse mehr an der deutschen Entsch ädigun g. Auch offiziell wird darauf ingewicsen, daß Amerika feine Forderungen gegenüber denen von stand»nd Frankreich zurückzusetzen beabsichtigt. Inzwischen ? daran erinnert, daß die Kriegs-FinanZ-Corporation, das i... Kaste amerikanische Rcgicrungsorgan für die Bewilligung von Krediten demnächst z« arbeite« aufhören wird, wa? auf die Nnwahrscheinlichkeit hinweist, daß Amerika offiziell die Schuld der Alliierten finanzieren will. Ein Ameebesehl Trotzlls., Barmherzigkeit gegen alle Gefangeneu. In einem Tagesbefehl, den Trotzki am 13. Mai an alle Truppen der West- und Südwestfront ge- richtet hat, heißt es: Unter a i I4 n Umständen sind Gefangene und Verwundete als Gegner, die Anspruch auf Schutz haben, zu behandeln. Wenn die polnischen Weißen Garden Massaker verüben und nicht nur Kommunisten, sondern jeden Russen erschießen, der in ihre Hand fällt, so wird Sowjet-Russtmid die herrschenden Klassen und nicht die polnischen Arbeiter dafür verantwortlich machen.— Jene polnischen Verbrechen verdienen nur eine Antwort: Kräftigen Angriff gegen die polnischen Weißen Garden.— Rußland fühlt sich stark genug, die Verbrechen von Abenteurern nicht an i> regeleiteten polnischen Arbeitern zu vergelten Die AufhehMg der Adels- Vorrechte in prevtzen. Die preußische Regierung>hat der LondeSversrmrmluwg kurz vor der Vertagung noch einen Gesetzenckourf über die AufheibungderStandesvorrechteidesAbels und di�e Auflösung der Hausvermögen vor» gelegt. Sie hat damit mir den Vorschriften des Artikels l(>9 der Reichsverfassung entsprochen und es rst noch sehr die Frage, ob sie es getan hätte, wenn nicht das agitatorische Bedürfnis der Kvatttionsparteien chinzuigetreten wäre, noch rasch vor den Wahlen die UnfruchlibarTett der Mockpalitilk in Preußen hinter einigen dekorativen Kulissen zu verbergen.' Die koalierten Parteien hatten es mit einem Mole so eillig, daß sie das Gesetz am liebsten ahne große Debatte und ohne Ausschußberatung in der letzten Sitzung vor der Wechlpause in allen drei Lesungen durchs Plenum gdjagt hätten. Dieses Vorhoben scheiterte jedoch an dem Widerspruch der äußersten Rechten, die damit für den Weitergnuß ihrer Privtlegien eine Galgenfrist von sechs bis acht Wechen erreichte- Unsere Fraktion wäre mit einer raschen Erledigung durchaus einverstanden gewesen. Schon im März vorigen Jahres, anläßlich der Besprechung des Regierimgsipvo- gramms,'hat ornser Redner, Genosse Rosenfeld, ein solches Gesetz gefordert.?»,«n » r?» w «leren ffnD Äa? Entscheidende. Ihnen beiAickymmen, wird rn dem Gesetzentwurf auch wieder in unzulänglicher Weise versucht. Die HauSvermögen sMderFommisse) sollen der Wuflöfung verfallen. Bis zum 1. April 1923 ist den hohen Herrschasten Zeit gelassen, die Auflösung freiwillig herbei- zusühren. � Im ondem Falle ift Zwangsauflösung cmge- droht. Die Fidevkvmmisse find unteilbare, unveräußerliche «md� unverpfändbare Vermögensohjekte, meist Grundbesitz, idie immer nur an einen Allem erben, in der Regel den Erst- geborenen übergehen. Im Jahre 1912 hatten wir in Preu- tzcn 87 Kreise, in denen mehr ÄlS 90 Prozent bis zu 83 Pro- gent der gesamten Kreisstäche fideikommissarifch gebunden waren. In ganz Preußen waren 7 Prozent der Gesamt- stäche Fideikomm'.sse, wovon mehr als ein Viertel regieren- den Häusern und Standesherren gehorter» Die 1160 In- Haber der 1977 Fideidommuffe waren:■ 25 Mitglieder regierender Hänser. Wik 227 941 ha 87 Standesherren......, 091 511„ 29 Angehörige sonstige; stipstl. Häuiser» 270 799, 209 Grasen 825 021 � 061 sonstige Adlige» 773 948. 136 Bürgerliche.. 4. rt« v. 53 406, Wie sehr sich der GmmohiM�fst�Mselnen Händen kan- zentrierte, geht aus folgender Attfftellung hervor- Es nepnen z. B. ihr Eigen: König von Preußen 83; Fürst Pleß 75; Fürst zu Putbus 62; Herzog von Ratibor 54; Herzog v. UM 52; Herzog von Sagan 38; Graf Redern 34: Heuks Lonnerslag Wahkverfammkmgen der'Ä. S. P. D. Charlotte«burs. 1 Uhr: Aula der t. Gsmeindeschule, Vesta» lozzistrahe.— 7 Uhr: Schulaula, Äeipoldflraße.— 7 Uhr: Schulaula, Wiedestraße. Hohennruendorf«nd vmgezrad. 8 Uhr bei Klauß, Schön- stießer Str. 17. Frieden an. 7)4 Uhr: Realgymnasium, Hourukhstraße. Schulaula Melmstraße 4S, 7 Uhr. Niederfchönewelbe. 7)4 Uhr: Loreleh. Rahnsdorf, WilhelmShagen, Hefienwintrk. 8 Uhr bei Sorg«, Paradiesgarten, Rahnsdorf. Schmarsendvrf-Grunnoald. 8 Uhr im Saale de» Schützen« Hauses. SchZneberq: CHamiffo schule, Barbarossaplatz; Uhlandschule, Kolonnen str. 22; Helmholz �Iymnasium, Rubeustrahe. Die Geldgeber der Deukschev volksparkei. Die rechtsstehenden Parteien schwimmen im Gelde. Sie k>e- treiben den Wahlkampf mit einem Riesenaustoand an Flug- schrifien, Plakaten, Broschüren und ein- und mehrfarbigen Bil- derbogen. Di« dafür erforderlichen Ausgaben gehen bei den HenckÄ v. DonusrsmarE auf Nslideck 34; Henckel von Donnersmark auf Na«!o 21; v. Tiele-Winkler 25 Güter. ' Solch gehäufter Besitz verleiht großen politischen Ein-. stuß. Der ist denn auch vom Adel reichlich mißbraucht i heutigen außergewöhnlich hohen Druckkosten und Papierpreisen in worden, um als notleidender Landwirt gesetzliche Begünsti- � die Millionen. Es ist selbstverständlich, daß die Mittel dazu nicht fgungen, wie Zölle, Frachttarife oder Steuerprivstegien, auf � durch Mitgliedsbeiträge aufgebracht werden. Sie fliehen den 'Kosten her Allgemeinheit bemilszuschlagön. Er wurde aber! rechtsstehenden Parteien aus den Taschen der Schwerindustrie, auch dazu ausgenutzt, die infolge der Einzelerlbfolge vom i des Bankkapitals und der Großagrarier zu. Wir konnten vor Erbe ausgeschlossenen Angehörigen in gutbezahlte und ein- mehreren Tag«» eine Liste der Geldgeber der Deutschen Volks- stußr�iche Aemter und Pfnünden zu bringen. Der ganze staastiche Verwaltrmgsapparat und das Milltär geriet so in die Hände des Adels und befindet sich auch Heute noch zum größten Teil darin. Wenn nun die Fideifoonmisse auf- gelöst werden, wirb damit daS wirtschaftliche Fundament des bis zum heutigen Tage noch ungebrochenen Feudalis- Mus zerschlagen- Neben der Politischen Bedeutung ha! diese Maßnahme ober auch eine wirtschaftliche. Es ist eine fast allgemein an- 'erkannte Tatsache, daß die Bodenbewirtschaftung bei den Fideikomimssen eine mangelhafte ist. Die Gründe dafür stier zu erörtern, würde zu weit führen. Die Lösung aber, die das Gesetz vorsieht, wird dieser Seite der Frage nicht gerecht. Die weitgehende Zersplmenrng des Fideikammiß- bejitzes, die die notwendige Folge ist, geioäbrl eistet erst recht beine rationelle Bewirtschaftung, Da wäre schon, wenn man stch durchaus auf den Boden längst überholter Eigentmns- und Nechtsbe�iriffe stellen will, wie es die Vorlage tut, eine genosienschaftliche Zillsammensassung vorzitziehem Wir, die wir das Privateigentum an den Produftwns- biitteln bekämpfen, wollen daS Gesetz so ausgestaltet sehen, daß der Fideikommißbesitz in das Gemeineigentum übergeführt wird. Zu diesem Entschluß muß man um so leichter gelangen, wenn man die Entstehung der Lotifun- dien ins Ai'ge saßt und an das Bauernlegen sowie die sonstigen„Rechts"mittel der adeligen Landräuber früherer Zeiten ins Auge saßt. Neben alledem läßt der Entwurf eine Anzahl sehr wichtiger Vorrechte gänzlichunberührt. Die kirchen- und schulrechtlich? Sonderstellung des Adels soll besonderer gesetzlicher Regelung vorbdxilten bleiben- Wie lange wird diese auf sich warten lassen? Und wie außerordentlich dringend ist sie! Denken wir nur an da? himmelschreiende Elend d?S ländlichen Schulwesens, daS seine Würzet vorwiegend in dem gutsherrlichen PatronatSr-'cht hat. Auch die Regale und sonstigen Vermögenswerten Ge- rechtsam? sollen gesondert geregelt werden. Welche Beden- tnng diese haben, sei nur an einem Beispiele gezeigt. Das Bergregal des Herzogs von Arenberg lxit diesem weit über 20 Millionen eingetragen. Wir müssen unbedingt darauf besieben, daß die Aufhebung aller Vorrechte durch das Gesetz. bewirkt wird,-sonst hat es überhaupt nur einen dekorativen Wert. Partei deröstentliche». Herr Streseman» beglückt«»ns daraufhin mit einer Berichtigung, in der«S hieß, daß den den angeführten Geldgebern kein einziger Beiträg« zum Wahlfonds der Deutschen Volkspartei gespendet habe. Tin« derartig« Be» richtigung ist natürlich immer sehr leicht abgefaßt. Wir fragten deshalb Herrn Stresemann, ob er«S«ich abzustreiten wagt. daß einer b«? Wortführer de? rheinisch.>»estfälisch«n Schwerindustrie, der Generaldirektor Dr. vi) geler, Oberscharfmacher und Sabotenr bes VetriebSrätegesehe», de? Deutschen Volks- Partei 500 000 Mark, also ein« halbe Million Mark, für Wahl, zwecke überwiesen hat? Herr Stresemann hat auf dies« Frage bis heut« keine Antwort gegeben. DaS heißt soviel als .daß er unsere Behauptung bestätigt hat. Wenn nun jetzt«ich das Rheinisch-Westfälisch« Kohlenshndikat behauptet, für„diese Zwecke an die Deutsche Volkspartei nichts gezahlt' zu haben, so käme eS ja nur auf ein« Prüfung der Geschäftsbücher an, um den objektiven Tatbestand einwandfrei klarzustellen. Dafür wird sich aber die Deutsche Volkspartei ebenso hüten, wie die der» schiedensten Jnteresserwerbänd« der Schwerindustrie. Für uns steht jedenfalls fest, daß die Deutsche Volkspartei neben anderen Geldgebern besonders von der Schwerindustrie finanziert wird. Di« Schwerindustrie will damit die Stimmen der Beamten, Angestellten und auch eine? Teil» der Arbeiter gewinnen. Sie will mit Hilfe der natürlichen Feinde der Groß» industriellen die Macht der rechtsstehenden Parteien stärken, da- mit daS alt« Herrschaflkverhältnis zwischen Arbeitern und Kapitalisten wieder hergestellt werden kann. Wer also von den Beamten utid A n g« st e l l t e n am Wahltag für die Deutsch« PolkSpartei stimmt, der verkauft stch indirekt an die Schwer» industrie, der schmiedet sich selbst hie Kette«, mit denen et i« Banden gelegt werde» soll. Die alldemschen VaMolen. Die dentschnationale Presse wird nicht müde, täglich den ..Schmach frieden von Versailles' und die.feige Nachgiebigkeit' der deutschen Regierung vor der Entente anzuprangern. Daß ihre Gesinnungsgenossen aber bereit waren, ganz Deutschland der Entente auszuliefern, wenn sie im übrigen mit einem deutsch» nationalen, militaristischen Regime m Deutschland«inverstanden gewesen wäre, zeigt der Bericht de» französischen Korre spende». ten Ambroi s« Got, den er im Pariser.Excelstor' über eine Unterredung mit dem Hauptmann Pabst, der Seele des PutfcheS vom 13. März, verSsfentlichte. Got. sprach ihn am 18. April 1019 im Berliner Edenhotel, akso am Sitz der de- rüchtigten Garde-Kavallerie-Schützen-Divisio«, wobei Herr Pabst die Wünsche der monarchistische» Militär»— hinter denen, wie der Märzputsch lehrte, voll und ganz die Deutschnationale» stehe» — also sormukiert«: .Di« Entente solle den Deutschland den Ersatz der Regie- rung Scheidemann durch«in« Diktatur NoSk« verlangen. .Noske ist unser Werkzeug, so daß ich, Pabst, zu seinem UntersiaabSsikretSr würde ernannt werde».' Dt« R«. girruug NoSke werde sich mit der Entente auf der Bast» d«S gemeinsamen Angriffs gege» da» bolschewistisch« Rußland»er- stiinbigen. Di« Entente könne mit ihren Truppen Deutschland besetzen, damit Teutschland sein« ganz« Streitmacht für den Kampf gege« RuHland freibekomme..Die französischen Trup- Pen würden mit offenen Armen von der Masse der BeoSIIt» rung aufgenommen werden, da sie vor Freude weinen würde bei dem Gedanken, von der bokschewistischen Bedrohung befreit zu werden.' England solle die Russen im Norde» angreife»� Deutschland in der Mitte, Frankreich im Süden.' .Noske ist unser Werkzeug': und mit diesem Werkzeug haben«S die alldeutschen Herrschaften trefflich verstanden, die Republik Deutschland zu einem TummÄpkatz wüstester Rvaktio« auszugestalten. Wobei freilich die Vaterlandslied» der Reaktio- näre in? rechte Licht gestellt wurde; fle ist nichts weiter al, der Ausfluß nacktester Jnteressenpolitik und hat mit Ethik und Moral soviel gemein wie der Misthaufen mit der Perl«. Wenn diesem Gesindel nicht am S. Juni eine kräftig« Quittung bereitet wird, wird eS nicht mehr lange dauern» ibid.. zur Verwirklichung seiner tollhäuSkerischen PlSnet 10 832 000 Mensche» blieben auf Sem FÄde de?„Ehre". 5 125 000 Zivilpersonen starben an Nnterernährnng, Seuchen und Verfolgungen während des Krieges. 20 Millionen Knder wnrden ZA wenig geboren, weil die männliche Bevölkerung unter den Waffen stand. Die Zahl der zeugungsfähigen Bevölkerung Europas hat sich um 12 Millione« gemindert. Ein weiterer Teil kehrte verkrüppelt oder ge>- schlechtskrank in die Heimat zurück. Auf 1180 im Alter von 18— 45 Jahren stehende Frauen kommen nur noch 1000 Männer in der gleichen Alterslage. Der wirtschostliche Niedergang hemmt auch die ZeugungSfähigkeit. DaS sind Umstände, die die Geburtenzahl noch Jahre hinunter- drücken werden und deren Beachtung eine totale Minde- rung der Menschheit um 40—41 Millionen ergibt. Allein in Deutschland betrug der Geburtenrückgang über 3'/, Millionen, die Krieg«- stcrblichkeit 2 100 000. Die Zahl der an Unterernährung und Seuchen z»- gründe Gegangenen 700 000. DaS sind die Folgen der kopitalistiqchen und imperia- listischen Politik. Arbeiter und Arbeiterinnen, wollt Ihr eine Wiederkehr eines solchen Gemetzels unmöglich machen, wollt Ihr eine Politik der Völkerversöhnung fördern, so wählt am s. 3«ni die eiste der ll. s. p. D. Halbheit und nücksichtsvollst? Schonung sogenannter Zentral«» und untergeordneten Behörden, für die das Reichs- ..Wohlerworbener" Rechte sind das Kennzeichen'des Gesetz' entcvurfs. Daß die Regierung damit wichtige Ansprüche des, nicht zuletzt durch die Adelssippe, in tiefstes Elend ge- stürzten Bai?« verletzt, ist für uns ein Grund mebr. uns mit asten Mitteln dafür einzusehen, daß ganze Arbeit verrichtet wird. Der Ausgang der ReichstagSwablen wisd nicht osine Einfluß darauf sein, ob uns das gelingt oder ob die Hoffnung der Rechten, durch den Aufschub der Eni- scheid! ma über das Gesetz vieles oder alles zu retten, sich verwirklicht. EisherssSügdnSszlaWsnlnzskommlsfiou. In den nächsten Tagen erscheint im„RcichSanzeiger' ein Erlaß des Reichspräsidenten über die Einberufung>1 n d dieBesugnissederSozialisiernngskommission. Der Erlaß gibt dem LteichSwirtschaftSminister das Recht, die Kommission nach ihren Borschlägen zu ergänzen. Die Gesamt- zahl der Mitglieder soll M nicht übersteigen. Der SozialisierungS- kommission gehören cm: Prof. B a l l 0 d, Friedrich B a l t r u s ch, Dr. Adolf B r a u n, Adolf Cohen, Dr. Rudolf H i l f e r d i n g, Otto Hue, H. Kaufmann, Karl Kau/tSkv, Dir. Sans Krämer, Dr. Karl Melchior, Dr. Robert Kuczynski» Prof. Dr. Emil Lederer, Prof. Hugo Linde mann, Franz Neustedt, Dr. Walther Otathenau, Karl Friedrich von Siemens, Prof., Dr. Joseph Schumpeter, Paul Umbreit, Generawirekior Dr. Vogelstein, Prof. Alfred Weber und Rudolf W i s s e! l. Die SozialisierungSkommission hat daß Recht, auf Grund ihrer Arbeiten der Reichsregierung Vorschläge zu gesetzlichen und Verwaltungsmaßnahmen gemeinwirtschaftlicher Art zu unterbreiten und Anregungen zu einer wirtschaftlicheren und zweckmäßigeren Gestaltung der Reichs» und Staatsbelriebe, insonderheit der Post und Eisenbahn, zu geben. Sie bat das Recht der Veröffentlichung ihrer Vorschläge sowie der Begutachtung von gemeinwirtschafklichen Maßnahmen bei ihrer Vorberectung. Zur Durchführung ihrer Arbeiten ist die Sozialislerungskom- Mission ermächtigt, von den Bestimmungen über die AnskuiiftS- wirtschaftsministerium zuständig ist, einzuziehen. Die Vorberatungen der Sozialisierungskom Mission find soweit gediehen, daß. die Vorschläge für die einzelnen WirtschaftS- gebiete von Unterkommissioncn ausgearbeitet werden können. Ein Entwurf für die Regelung der Kohlenwirtschaft ist bei der Unterkommission für Kohle und Kali bereits in Vorbereitung. Di« Gründung weiterer Unterkommissionen ist beabsichtigt für das Gebiet der Kommunalisierung unter Hinzuziehung der Bau- stofs-Jndustrie und für die Behandlung von wirtschaftlichen Finanzfragen, wie das Problem des Außenhandels und die Frage der gemeinwirischaftlichen Kapitalsbildung. Wir werden in den nächsten Tagen ausführlicher auf die Aufgaben und die Arbeit der SozialisierungSkommission eingehen. Zur Personenfrage wollen wir nur noch bemerken, daß auch Genosse Wurm als Mitglied vorgesehen war. V« g-hl in Se'salen v»? Habt acht auf den Frvntbund! Die Frei?«7pS widerstreben mit aller Macht der Auflösung und versuchen, auf Amweaen die Herabsetzung des Heeres zu berh'ndern. In Westfalen' hat sich ein neuer Hexenkessel gebildet, von Paderborn auS werden in alle Teile de? Reiches Werber geschickt, die mit gefssti-ten Nrfaubsscheinen entladene Soldateu für stire Zwecke zu vderti ve suchen. Im Scnnclager finden geheime Truppsnansammlungen statt, die Ncuangeworbenen werden dorthin dirgiert. � Es soll für dir aufgelösten Freikorps eine Crsatzorgani s a t i 0 n geschossen werden, der die Ausgabe zugctviescn ift, bei'«dem kommenden �____________ Putsch die Führung zu übernehmen. Ter Frontbund, six sjch gperrumpeln läßt. de- schon an dem Verbrechen des 13- Marz beteiligt war. steht hinter der Organisation; er leitet die vorberc.tcnden'Arbeiten. Am 13. Mai war i». Paderborn eine große Zusammen- kunft, an der mehr als 300 Vertreter auS allen Teilen Deutsch- landS beteiligt waren. Auch in Hamm fand eine Besprechung D-e Vertreter, die zum größten Teil der Reichswehr oder stellt Bei der ersten Besprechung in Paderborn erklärt««in« der Vertreter, daß die Anhänger des FrontbundeS die Ketten. Hund« seien, di« ihrem Züchter«in«» TageS an den Hallt springen würden. In Hamm haben die Frontbündl«: auf eigene Faust daS Gewerkschaftshaus mit Beschlag belegt und dort ihre Be. sprcchungen abgehalten, wobei sie sogar eine bis an di« Zähne b e> wa f f ne t« Wache mitbrachten, damit die Tagung vor jeder Stö. rung gesichert war. Die Gewerkschaftsführer, die gegen die Beschlag. nähme des Gewe.kschaftshauftS protestierten, erhielten von einem Unteroffizier die Antwort:„In drei blS vier Wiche» werdet ihr etwas erleben, wir werden gegebenenfalls auch gegen die Reichs» wehr mit der Waffe in der Hand kämpfen, wen» sie unt Schwierigkeiten, machen sollte." Der Reichswirtschaftsverband der deutschen Berusssoldaten protestiert gegen da» Gebahren der Frontbündler. DaS Reichswehrininiftermm ist von den Plänen dieser Organisation unterrichtet, hat aber bisher noch keine Maßnahmen dagegen getroffen. Ein gewisser Teil der ReichSwehroffiziere sympathisiert ganz offen mit dem neuen Unternehmen. Es ist jedenfalls höchst charakteristisch, daß den in Hamm�und Paderborn versammelten Vertretern Fleisch» und Brotportionen in übergroßer Fülle verabreicht wurden, die auS den Beständen der Proviantämter entnommen waren. Die Bestrebungen des FrontbundeS hängen sicher mit den Aeußerungen zusammen, die in der nationalistischen Presse in den letzten Tagen laut geworden sind. ES wurde dort ganz offen erklärt, daß ein Bürgerkrieg unvermeidlich sei, ganz gleich, welchen«»«gang dir Wahlen nehmen würden. Ter Bürgerkrieg ist also das erstrebenswert« Ziel der rechtsstehenden Parleienl In Westfalen und in vielen anderen Orten und Provinzen Deutschlands werden die Pläne dazu geschmiedet. Die Arbeiter. schaft möge auf der Hut sein. Sie wird den Kampf, wenn er ihr aufgezwungen wUd, nur siegreich abwehre» können, wen? WSSSBSSfäSm EteswÄsss»» �ugt.di« zuch-�Ärbesten»forderlichen A�lünft- bei allen den ihnen sogar Heeres k rast wagen zur Versugung g- Pertonalverändernagea in der preußische» Berwaktung Zum Regierungspräsidenten in Düsseldorf ist der Stadt. rat G r ü tz n e r bestellt worden. Zum Präsidenten des Sied» lungsverbandes R u h r k 0 h I e n b e z i r k ist der Obcrbürger» meihcr Mühlenz auS Hamborn und zum RegierungSpräsi. deuten in Minden der Erste Bürgermeister Dr. Hage» meister aus Suhl ernannt worden.— Der kommissarisch» Landrat in Mayen, Regieamgöajjcjsor Regeler, ist zu» Landrat bestellt worden. M Mlelsteuer. Die Skgimtnff hat der Nntianciversammlung eine Farlage unterbreitet, wonach durch die Erbebung einer> Steuer auf Wohnungs mieten ein Baukosten- Ausgleich geschaffen werden soll. Von einem Steuerbetrag m Höhe von 10 Prozent der Mieten erwartet man eine Gc- tamteinnahme van KOO Millionen Mark. Die Regierung begründet diese Steuer in folgender Weise: Di« Mieten find bisher infolge der Maßnahmen der Re- grerunq nur in verhältnismäßig geringer Weife gesteigert worden. Hätton die Hauswirte Gelegenheit gehabt, die Mietpreise der allgemeinen Steigerung der Warenpreise an- �upassen, so müßten die Mieter heute mindestens das Zehn- bis Zwölffache dessen zahlen, was sie vor dem Kriege für die Miete auszubringen hatten. Der Bau neuer Wohn- Häuser, ist dem Privatkapital bei den ungeheuer gestiegenen Materialpreisen und Arbeitslöhnen nicht möglich, solange pch die Mieten auf dem bisherigen Stande halten. Die Kosten für den Bau einer Mietwohnung betragen min- bestens das Zehn- bis Zwölffach)« der Vorkricgspreise, die Mieten müßten ctllo, wenn Privatunternehmer"bauen, in den neuen Häusern in daS gleiche Verhältnis gesetzt wer- den. Es bleibt also nur übrig, den Wohnungsbau m i t ö s f e n t l i ch e n Mitteln zu unternehmen. Um die Mieten für diese neuen Häufer den Mieten der alten Gebäude anzl, Passen, muß ein erheblicher Teil der Bankosten auf das Reich übernommen werden, also Baukostenzuschüsse a fond perdu geleistet werden. Damit ist im vorigen Jahre bereits der Ansang geinacht worden, die Mittel des Reichs sind jedoch für diesen Zweck zu Ende. Wenn neue Mittel dazu bewilligt werden sollen, so muß die Deckung dafür da sein. Diese Deckung sollen nun die Mietsteuern erbringen. Ohne Zweifel ist der Bau neuer Wohnungen eine der dringendsten Notwendigkeiten. Die Wohnungsnot in Berlin ebenso wie im ganzen Reich schreit zum Himmel. Die etwa 30 OÖO neuen Wohnungen, die seit Kriegsende im ganzen Reiche erstellt worden sind, haben nicht die mindeste Erleichterung gebracht. Nun ist schon der Betrag von 500 Millionen Mark, der durch die Mietsteuer aufgebracht werden soll, in Anbetracht des un- geheuren Bedarfs an neuen Wohnungen jo geringfügig, daß auch hiervon eine wesentliche Besierung auf dem Gebiete des Wohnungswesens nicht erwartet werden darf. Noch schlimmer ist es aber, daß die neue Steuer, so sehr man mich ihren Zweck billigen mag. im hoch st en Grade unv sozial wirken muß. Die Mietsteuer ist weiter nichts als ivhn« weskere? fit fortgefallen, weil sie in unmiltel- � barer Verbindung mit der in Druischland nicht mehr vorhandenen monarchistischen Staat»form gestanden haben." Diese eigentlich selbstverständliche Auslegung wird reaktionäre Beamte vom Schlage des Herrn Landgerichtsdirektor? Baum- dach nicht hindern, Hohenzollern. und sonstige blaublütige Sprößlinge, wenn sie vor Gericht stehen, alleruntertänigst mit »Königliche Hoheit" und.Durchlaucht" zu titulieren. Di« Leute vom Schlage des Herrn Baumbach sind sicher schon in ihrem Untertanenbew-ußtsein verletzt, daß ordentliche Prinzen über- Haupt vor Gericht gestellt werden. Und sie können sich ihre per- sönlich« Auffassung erlauben, denn von der Regierung haben sie keinen Tadel zu erwarten. Die erläßt wohl Verordnungen und Anweisungen, ist afber diel zu feige, um deren strikte Anerkennung und Befolgung durchzusetze». Bßptn und die ohmvSchlige Reichs- regiekmg. V>e Tatsache, daß flch Lüttwktz, Bauer und Bischoff in Bayern aufhalten, kann von der Regierung nicht de- stritten werben. Sie geflieht schamhaft ein, daß auch sie an diese .Möglichkeit"' glaubt. Aber mehr, die Regierung stelbst konstruiert einen Zusammenhang zwischen den mAitättschen Treibereien in Bayern und dem Aufenthalt der Lütvvitz— Bischofs— Dauer. Be kanntlich haben in letzter Zeit Treibereien begonnen, die aus eine Verstärkung des bayerischen Anteil» an der Reichswehr hinarbeiten. Die veaktionä« bayerische Presse knilagt sich, gang offensichttich, offiziös von der Regierung de» Herrn Kahr angeregt, darüber, daß der bayerische Anteil an der Reichswehr zu niedrig bemessen sei. Da» ReichSwehrministerium betont dagegen, daß die Verteilung nach dem von Bayern selbst gebilligten Berte iknngSschlüssÄ erfolgt s«. Dies! Treibereien, die, wie gesagt, die Regierung selber, wenn auch perschämt und zag- Haft, mit den Lüttwitzkonsorten in Zusammenhang bringt, haben den offensichtlichen Zweck, einen Konflikt zwischen der bayerischen Reichltrehr und dem ReichSwehrininisterimn zu schafften. Der Plan der kappistischen Putschisten ist vor: mit Hilse der veak- tionären baycoischen Regierung verhiindern sie zunächst die Auf- lösung dex Einwohnerwehren und Freikorps, ebenso die Vermin- derung der R«>chÄrphr, bewaffnen die reaktionär«!» Studenten und Boupgeoi», halten mih Hilf« de» Belagerungszustandes jede Protestbewegung der Arbeiterschaft nieder knebeln u-id zensieren die revolutionäv? Press«— zur geg denen Zeit werden sie dann den Konflikt mit dem ghriche provozieren, der ihnen niit Hilfe ihrer geheimen Organisationen in Pommern und Ost- Preußen da» ganze Reich in die Hand liefern soll. Der Reichsregierung sind diese Pläne nicht unbekannt. Sie eine indirekte Steuer, und es verschlägt dabei IIL� � �er Proteste Sie hat nicht den • v j-..._..._. 4-' O Mi/irS So»« sTI f �. n. r.. nichts, daß man die Mieter damit tröstet, st« hätten ohne die Zwangsmaßnahmen gegen die Mietsteigerungen heute wesentlich mehr an Mieden zahlen müssen ÄS die Steuer ausmacht. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß der Auf- wand für die Wohunngsaiiete im Verhältnis um so größer ist- je geringer das Einkommen sich stellt. Vor dem Kriege mußte die minderbemittelte Bevölkerung ein Drittel bis ein Fünftel ihres Einkommens für Miete hergeben. Bei den besitzenden Klassen war dieser Prozentsatz wesentlich .geringer, je höher das Einkommen, desto kleiner wurde der \ der Miete in dein Gesamtbudget. Das Verhältnis ist heute etwas günstiger, die Mieten sind den allgemeinen Preissteigerungen nicht gefolgt, deshalb macht die Ausgabe für die Miete im Arbeiterhaushalt heute einen wesentlich geringeren Anteil aus. Aber trotzdem muß eine Mietsteuer die minder-! bemittelte Bevölkerung am härtesten treffen. Jede neue Ausgabe, und mag sie zuerst als noch so geringfügig bezeichnet werden, erschwert ungeheuer die Lebenshaltung der nichtbesitzenden Bevölkerung. Wird die Mietsteucr gleichmäßig, ohne Rücksicht mn das Einkommen. erhoben, so wirkt sie um so schlimmer, je geringer das Einkommen ist. Deshalb muß zum mindesten gefordert werden, daß die Mietsteuer progressiv nach oben gestaffelt wird, und daß vor allen Dingen die Größe der Wohnung und die Höhe des Einkommens dabei in Ve- tracht gezogen werden. Um auch dt« Ledigen mit höheren Einkommen zu erfasien die kein« eigene Wohnung besitzen, wäre es überhaupt am besten, an die Stelle dieser Miet- 'teuer einen Zuschlag zur E i n k o m m« n st e u e r zu erheben, der ja als M i e t s z u s ch l a g bezeichnet werden lönnte. Aufs gründlichste kann dem Wobniinaselend allerdings mir zu Leibe gegangen werdin, wenn mit der S o z i a l i- sierung des Grundbesitzes, zum mindesten des städti-j schen Erundbesitzes, sofort begonnen wird. Gerade die Tatsache, daß es gelungen ist, die Renten für den städ- tischen Grundbesitz verhältnismäßig niedrig zu halten, gibt die Möglichkeit,.selbst bei einer Entschädigung der Haus- agrarier, die Uebersührung des Grundbesitzes in Gemein- eigentum zu einer günstigen Werchemessung durchzuführen. Selbstverständlich dürft? dann auch das baureise Wohn- ' gelände nicht etwa zu Preisen übernommen werden, die der allgemeinen Aufblähung der Werte, sondern der dem Preis- itaiide vor dem Kriege entjpreefcn. Dadurch würden sich die Baukosten zu eincin erheblichen Teile ermäßigen. Würde die Herstellung der Baumaterialien in gemeinwirtschaftlicher Regie vorgenommen iverden, so loären auch dadurch Verbil» liaungen zu erzielen: vor allem aber hätte man dann die Gewißheit, daß die Bailkostenzilschüsse nickt dem Privat- kapital zufließe,: sondern der Gesamtheit der Wohnungs- bedürftigen zugute kommen. Darum ist auch in dieser Frage die Sozialifienmg, die Pergesellschaftung des Grund und Bodens das erste und letzte Wort für ihre Löiung. Die kapitalisti- sche Wirtschaft zeigt auch bei der Bekämpfung des Woh- NMgselends ihr« Unfähigkeit zur Lösung sozialer Probleme. geschäft dadurch in» Stocken gerat«. Die Kurse für Me stntwftrle» papiere gingen weiter erheblich zurück..Die Hebung de» Mark» kurses wird in Verbindung gebracht mit den Transaktionen de» amerilanischen Kapitals aus dem deutschen Markt, die sich besonders in der Beteiligung an der Elektrizitätsindustrie uud bei den SchiffahrtSunternehiNungen zeigen. Sie MsiimmWsstsge in Sberschlefien. AuS Oberschlesien wird unS geschrieben: Aus dem ober- schlesischen Parteitage der U. S. P. zu Gleiwitz hat da! von den nationalistischen Kämpfen hart umbrandete international« Klassen- bcwußtsein de» oberschlesischen Proletariats ein« Stärkung er- fahren. Unsere oberschlesischen Parteigenossen stehen vor einer schweren Zeit. Darum ist der harmonische Verlauf des Partei» tage» doppelt zu begrüßen. Nach Erledigung wichtiger Frage« über Organisation und Presse der Partei referiert« Genosse Speil au» Kaüowitz über die AbstimmungSfrag« in Ober» schlesien. Neben der bereit» telegraphisch mitgeteilt:» Resolntio» fand folgende Entschließung Annahme: »Der Beschluß de» vorjährigen Parteitage» wird aufrecht- erhalten. Die Partei gibt«ine Parole zur Volksabstimmung weder für Deutschland noch für Polen aus, weil die U. S. P. in Oberschlesien auf internationaler Grund. läge steht und Deutsch« und Polen unter ihrem revolutionären Banner vereint. Heber die Staatenfrage der Volksabstimmung ragt an Wichtigkeit der internationale Sozialismus weit empor. Von diesem Standpunkte d«S internationalen Sozialismus muß auch da» oberschlesisch« Proletariat da» oderschlesische Plebiszit betrachten." Die beiden ersten uvabhöngigen LandrAe. Auf Vorschlag de» Oberpräsidenten H ö r s i n g ist der unab- hängige ReichstogSabgeordnete Raute zum Landrat w Bitterfeld und der unabhängige Redakteur Kasparek- Hcille zum Landrat in SangerShausen ernannt worden. Die Ernennungen«tftspuecheia den Antragen der Kreistage. Poincarös Gründe für seinen Rücktritt. H. N. Pari», 19. Mai. In seinem Schreiben an Millerand anläßlich seine» Rück- trittesvom Präsidium der Wiederherstellung». kommission sagt Potneat* u. Die Unterhandlungen, die soeben zwischen dem Regierungschef von Großbritannien und Frankreich stattgefunden haben« scheinen ihm darin zu gipfeln, daß die Wiederherstellungskommission aufge» geben wird, indem man ihr ihre schwierigste Ausgabe ab- nimmt. Er sei deshalb der Ansicht, daß unter diesen Umständen seine Anwesenheit an der Spitze der französischen Delegation künftighin nicht mehr von besonderem Nutzen sein könne. Mtt dem Rücktritt des Expräsidenten Poincate, der durch den ehemaligen Handelsminister Louis D u b o i S er» setzt wurde, ist der schärfste Vertreter der Zertrümmerung»- Politik gegen Deutschland abgetreten. Daß ihm die An- bahnung einer Verständigung mit Deutschland ein Dorn im Auge ist, erscheint bei diesem extremen Vertreter de» rein französischen Standpunktes nur natürlich. Er sieht m dem vernünstigen und überhaupt einzig möglichen Weg der gemeinsamen Beratung über die Erfüllung der Verpflich- tungen Deutschlands nichts weiter als eine Verletzung des Vrrsailler Vertrages, für dessen schärfste Durchführung er eintritt. Mit dem Rücktritt PoinoaräS durfte auch in der Wiedergutmachungsfrage der unversöhnliche französisch« Standpunkt einer ruhigeren, vernunftgemäßen Auffassung weichen. Mut, den Belagerungszustand aufzuheben, obwohl sie weiß, daß er eine unerhörte Knebelung der linken Parteien im Wahlkampf bedeutet, ist doch unser Münchener Parteiorgan«Der Kampf" noch heute verboten. Hilfesuchend wendet die Regierung sich an die Presse, die auf die Zustände in Bayern hinweisen soll. Die Regierung scheint nicht zu fühlen, wie lächerlich sie sich in ihrer Ohnmacht darstellt. Sie trägt die Verantwortung dafür, wenn durch den Belagerungszustand die Arbeiterschaft im Kampfe gegen die bayerischen Reaktionäre und die Zerstörer der Reich»- einheit geknebelt werden. Sie A:s5perrung aus beu Werften. Wir berichteten vor einiger Zeit, daß die Werstkapita- listen die Differenzen mit den Angestellten der Werst- betriebe zum Anlaß genommen haben, um den Streik der Werftangestellten mit der Aussperrung der Werft- a r b e i t e r zu beantworten. Die Bewegung verdient um deswillen die Beachtung der gesamten Ar- beitcrschaft, weil das Werftkapital schon einmal bei der Entscheidung über große, wichtige Fragen des Arbeits-! lierhältnisses v o r a u f g e g a n g e n ist. um den Willen! des Unternehmertums durchzusetzen. Damals handelte es! sich um die Einführung der Akkordarbeit,, die den! Arbeitern durch gewaltsame Schließung der Betriebe auf-- gezwungen wurde. Es hat den Anschein, als sei da? Werft- kapital auch diesmal der Vortrupp des Unternehmer-. tum?. Alle Verhandlungen über Tarife, die gegenwärtig! im Gange sind, zeigen einen heftigen Widerstand der Unternehmer gegen weitere Lohn- erhöhungen.- Dte zum Teil nur in der Phantasie be stehende, zum Teil im Massenkonsum noch gar nickt fühlbare! z,- bcm �ionalen Kongreß der.amerikanischen Sozialisten- Preisminderung für en ge Arftkel des Lebensbedarfz I außerordentlicher Begeisterung Deb. al, ää?° W•ÄüTÄSÄ'iS:;****!***??» v r rtÄ» «"Ä?"»eJs™' mSf?m"d- n°'» u'.f'i.'Tr«'•'>«!-,>-«>»«>'<. ,5 mps.?».„ Ä, i- i s;.*»•*"* ik.TST.Tr; n rrvrrvrT« rrxr.>.. � �, umsaht eme sckarse Ablehnung des Äeria,uer X5et- Nach Blobm und Voß und �mgen anderen Betrieben z m ber Gesellschaft der Nationen die Völkerliga haben nunmehr auch, die.�ulkon werte in Ham-I�gegen und protestiert gegen die Deportation von Sozialisten bürg ihren Betrieb g e I ch l y � s e n und die En H a;- 1 linb n bic �„brechen der Kriegsgewinnler. Im Programm 'U" � � 1 � e rs? r dj"' e �"fdme d" wird ferner die allgemein- A b r ii st u n g. die Anerkennung Notstondearbeiter. ausgelprochen. Obwohl die streikenden b� Republik und der Abschluß de» Frie bereit sind steine Munttion nach Sowlekrvhland. Zur Nachahmung empfo�en! Amsterdam, 19. Mai. Wie„Algemeen Handelblad" an» London meldet, hat dt« Konferenz der Hafenarbettervereinis«»» in Pitz» m a u t 6 beschlossen, weiter« Ladunzrn von Munition zttm G». brauch gegen Sowjrtruhland z U v« r b t» t e U. �ilaNsklscher prSsidenlschaflskaAdldal i« Amerika. Das(hköe der..Hohetteu Auf ein« Anfrag« twr demokratischen Abgeordneten Brodaus und Quidde hat der Reichsjustizminister-folgende Vnttvoct«rterli:.Nach Mitteilung der preußi'chen SiaatSr�ie« rung gewäbrt diese im amtlichen Verkehr die Prädikat«.König- liche Hoheit, Hoheit, Durchlaucht, Erlaucht usw." nicht mehr; sie«rächtet dies« Prädikate, soweit si« Mit- gliedern d«r bisher in Deutschland regierenden, der infolge de» Jahr:S 18lV depossedierten und der standesherrlichen Familien zustanden, durch den in allen deutschen Staaten erfolgten Heber» gang von' der mouarchiiiischen zur republikanischen Staatsform Angestellten jederzeit zu Verhandlungen und bei allen bisherigen Verhandlungen großes Eni- g e g e n k o m m e n gezeigt haben, greift das Unternehmer tum zu den schärfsten Mittel«. Die Hamburger Wertt� mmopoU wie Eisenbahnen, V-rgw-rl-, Ban irischen dens mit Rußland verlangt. Hinsichtlich der inneren Po- litik wird im Programm die Anerkennung aller bürgerlichen und politischen Rechte der Neger, die Verstaatlichung all« angestellten hielten am IL. Mai eine stark besuchte sammlung ab. wo sie angesichts der verschärften Lage aufs neue ihre Verhandlungsbereitschaft erklärt haben. All« Verhandlungen seien bisher durch die ablehnende Haltung der Werft- inhaber gescheitert. Es könne jetzt nur noch durch Vermittlung der Regierung eine Einigung er- zielt werden. Die Angestellten hoffen, daß das Reichs- a r b ei t s m i n ist« ri u m in den nächsten'Tagen ein- greifen werde. Heilere Besienrn? der Va'ukg. Die Kurs« d«r deutschen Mark find gestern auf den au»lSndi- schen Börsen wiederum m die Höhe gegangen. In A m st« r» dam wurde sie mit SM, in Kopenhagen mit 13,30. in Stockholm mit 10.40, in Zürich mit 12.50 bewertet. Dementsprechend fielen aus der Dcrliner Börse die Kurse für die aus- ländsicheit Geldzeichen. Für 100 bolländiich« Gulden wurden 1378 Vt, für 100 dänische Kronen 744.25 M.. für das englische Pfund 174.30 M., für den amerikanischen Dollar 45,46 M. de- zahlt. Di« schweizerischen Franken, für die gestern kein Kur» notiert wurde, standen am DienSiag auf 830,60 M. Die Besserung der Valuta hat di« Stimmung an der Börse noch w:iter derschlcckt«rt. E» wird behauptet, daß da» Ausfuhr- k e n usw., gefordert. Die bürgerliche Presse von New York gibt zu, daß auf Debt eine sehr groß« Zahl von Stimmen fallen werde. 3. W» It 1 ka m p f n n in m e r der FREI JE M WEl-T" 99 �tiimiiiiiinii Wlehttgo Kr teAMtabellen Bilder a n ri dem s e h fi t■ e n« r a b en IJttsi Wüten de« n 1 1 1 ta r I■* m n« in Frank« releb und Helarien(Im Bilde) Demonstration für So wj etr nsslnn«t Irbelterwchr In Kiel Preis des Heftes SO Pfennig A Werfheim Billige PßngsUAngebote Clroie Preisermäßigung für Schuhweren Wir bringen viese Serien Schuhwaren für Pamen, Herren und Kinder zu erheblich herabgesetzten Preisen zum Verkauf Pia neuen Prelle sind weben den bisherigen varmarM, «odaB«icii Jeder Käufer von den auBerordentiiclHWi Preigermaaigunaew übeneuflen kann farbig gestreifter Batist, o» t «reiBer Passe.............. Am Wischelaser: Waschbluse Waschbluse Waschbluse Waschbluse Waschbluse weiBer Volle, reich gestickt..., welSer Volle, reich gestickt, Kimono.................... weißer, gestickter Voile, mitiabot weißer, gestickter Volle, Schoß. bluso mit Imitiorter Fiietspitao ®7ä' TS®5 IIS04' ISS 00 Preiswerte Herrenartikel Herren-Strohhüte 21 Weiche Herrenhüte bpOrtkragen weiß, welch von 6an Vorhemd farbig Zephir. 550 750 Selbstbinder S 1 450 1 650 Strickbinder Sr 16502250 Hosenträger Endweii-imit.oon 850 OaVF9a31,a&a�aitCeiS€hUhG Seide, porös, weiß n. schwarz, 2 Druckkn. Oaman'S'laRGSSChUhG Lemonersatz, weiß, farbig, schwarz, 2 Drk. Oamen-HandSChyhe Seide, glatt, weiß, drbig U. schwarz, 2 vrk. oo��oo 75°° Oberhemd � � mit Stehumfallmanschstts unä passenden weichen Kragen 126°° Sporthemd ÄSS' 116°° tSM IS« IhMek inis vmiigziiiize!!. VÄKsdühns ödester sm kZ0!ovv!2dc �11.: Vss KötlicKen v. NeNbron« «eLtt VoliiMeM KöpeuieKer Ltr. KS. Mnuilg sus ZkW Staatstheator Opefnhsos: 1 Wi!; Licht, Versieselt. Kostümball Scbanspielhan«: jV Uhr; Der Kronprhiz Direktion: 38« Reintudt Bsatsches Theater 7� Uhr; Candida. KoninierstHeie 7i Uhr. rrChlinfS Crwecbea Großss Scliöusiiielhaus Karlstraße 7t Uhr: Orestie. (35. Abteilnnt; III. Abend.) Dlreltäon Ctrl Kainhard— Bad. Barniaer Theater I. d. höfligärfitzerStrcSe t3U.; O. e. ofle Katharina ,. Mit d. Feuer spielen. HomödienSiGiu i8 Uhr: Der Herr Minister Sonnabend: Zum ersten Male: l>ie Welse In H e Mfidchenzeft. Lustspiel von Alex. Lngel o. H. Süßmann.(Lrlka Glißner, Blandloe£bincer. Johannes Rlem�nn, Julius Brandt, Krnst Pröplil, Ernst Dernbore, Jenny Marba). Esrllner Tlisatsr »8 Uhr: Der ietzte Walzer mit Frltzl Massary* ksiB-fli 7k Uhr: Frau Marrens Gewerbe .Bertens, Scrvaes, Stehiröck) "reitae 7 Uhr: Peer Uynt Sonnabend bis Montag?� Uhr ;:rau Warrens Gewerbe iÄI.ISusIL-Tlißatep �Entrf'- Menagsrie (Max Adalbert. Kurt Götz) OpßrettfnMüs Direktor; Jean Kren Abends 7 Uhr: Fr'nzessm Fried! Trianon-Tiicater' (Bahnhof FriedrlchstraBe) Tü irlich 18 Uhr; Ida Wüst in M. y r r h a Sonntag 4 Uhr Kleine Preis«: JohAnniaSeuer Residenz-Theater (Stadtbahn Jonnowitzbröcke. Untergrundbahn Klostersf.) ' Täglich V8 Uhr: Die RflSthHOffS fconnfag 4 Uhr kleine Preise; Der rute Ruf. Th.at, a.Kottbus.ror Morliip'atz USll ■endllcB 7'l, Dir Sitte-Sänger Bitithgen- Konzert VorvtLll-P/y U.4-SU. Walhaila-Theater Tätlich n Uhr: Unsere.Maerdalenen. Stg. nachm. 3i u.' Üasüesetz Rose-Theater 3 Uhr; Offiziere QartenbUhne: 7� Uhr: Das Lied der Liebe EammimnzspieU Bülowstr. 6 Lntzow 230ß jhr; Schonheitstönzc Apoilo-Theater Friedrlchstr. 218. 71/ AMabeudlich /J Sonntags 3l'j n. J UnObänretfiichss Varlstä-Pfögramm! Berilner Prisser Kastanien-Allee 7—9 Ab PDaxsten: T&clich: IZVarleiß-SensatonlZ An beiden Pflngstfelcrtagen ßroßss Extra-Früh-Konzgrt Gas eo- Theater Xrh Onkel Cohn An allen Feiertagen nachm. 3�: Der falsche Cousin. Voigt-Theater Badstraße 58. In den Pfingstfeiertagen sroli.t Früii-». faniimltliiitkooierl nachmittags Mit BOil laiserpiatz 3 Operette la 3 Akten. ßreaslfosch Täsl. 7k U.. Sonnt. 3i n. 7k U. Stüvara.„Oer V'«r II. P.rtner aarUraii' MIM -> Uhr:„Der Vi/ildd!eb"| SchhiR d. Saison 31. Mal 19201 Alle Banken sind cescblossen, die WWM ist offen. Große Frankfnrtcr Str. 117. Direktor P. Seiler. Dsr gr. R!n?Br*eltstraH um dan g o3.n Ssmmer- lels lOOCOMit. In bar! le gröBlencamliaften RlnghiderVieltieilrslön. Heute Donnerstat ZEntsdieidüngskßmpfB «rl sehen Ladewiir und Leldt. Luien nnd Weinert. Ferner rinnen: Schulz tecen Hlntze. Vorher das zroBe Varidtd- protramml AnL des Konzerls(Uhr » der Vorstetinnt 7. » d. F inzkiniptcs 9_ L.m.2. PlinKiUoiartac i tiroOes FrUbKonzert mit dem neue« Varifed- programm. Pistolen Armee nnd Mauser, 9 mm. kauft zu hSehsten Preisen Klrstein. Berlin. UnkiMlrU« 10 ligia-Park Terrassßn am Halensee Eröffnung 1. Pfingstfeieriag 23. Mai GroÜ- F euerwsrk Gastspiel d. Metropoltheater-Orchesters 55 Künstler Oiritint: Komimlit Paul Ruhi ilei Ronditorefgarten Eleganfestcs Ballhaas des Westens Ellen Stavrldes Anita DIcksteto tanzen Jeden Abend ßanorduttu: Fritz Fachs •MNMniMVf WWMWtlfMffWMMItfMt Lana-Bar 5-Ulir-Tco Intimes Konzerl II. Feiertag Morgens 7 Uhr: FrOhkonzert Nachmittags 6 Uhr: Zum 1. Male In Berlin Im-teffert Attraktionen: Knblstlsch* Schnellbahn/ Foz-Trott-Maschlne. Bayerisches Dorf/ Rodel- und Bobslelzh-Bahn /Der eiserne See/ Wlld-West-Schan/ Antoniobll- Rennen/ KtU- komben' Radrennen/ Hippodrom /Hardenrennen, Sportspiele und vielen Neue. Cbaasteeslr. 25 Größtes Konzert-Kaffee und Kabarett des Nordens i�oli Jeden Abend hl berühmte Onimsaloemi rn Cargw >!.einem urkomischen Scetch „Der GoldlQCbs" t (Im Tiergarden) Tätlich Das große Wci-Pfogrämai Am 1. und 2. Pfingstielertag: Gr. FrOhkonzert Täglich ab 4 Uhr Alfons Weise mit seiner Kapelle. i MsdaMm MHI'Mh f Badstrasse 16 Dir.: A. Grohlmann •««••isiiattsiti Am 1. uEid 2. Pßngstleiertag Honstre-FrOhkonzert ausgeführt von Berlins beliebtestem Kapeilmeister Musikdirektor ehern. Obermusikmeister des 2. Garde-Regt. zu Fuß mit seiner 30 iVla.nn starken Kapelle Atsserdem einige hntBortstiscUe Kinlag�n Eröttnung des Gartens 5� Ubr gd KaffeskScbs In Beirieb V T Y VT V"V Soaimer-Theater(Schweizer Garten). Am Friedrichshain 29/32. Dir.: Wilhelm Herrmann. 2 Kapellen in bälgen Pßngslleiertageii 2 Ksnorien Grosses FfüSi- Konzert und Vorstellung. As beiden Tagen wechselnde» Programm. Allianz 5 Uhr reorsens. Nachnilltaii das itroSc Sensalloos-Spczlalltälen-Pronr. mit der 3aktlzen Operette„Ooldene Jugend" mit Franz Sobanskl u. Fran Dir. Hcrrmann i. d. Hau; trollen. Die neuen TSuze des Corps de Fallet, sind von der ehemalinen Hofballettmeisterin und x Solotänzerin Frieda Lederer einstudiert X Aotanc 4 Uhr. Billett-Vorverkanl täillch von 10 Uhr Vormittag ab. Moabiter Gesellschastshaus j glclrfftrait 2i gtlrpbe«: Ämt Rondl! 1751 Großer Fest und Versammlungssaal nebst kleinere» Sälen»och ewige Tage wöcheaMch frei TäUllelR tribedv Seefische u. GeestemandcrFischhaiie Steglitz| Albrechtstr. 131. Ecke Dfippelstr. . Zinn! Lttlzlnn! WelaemeUUll_ tCupior! Rots-n.« I Me..i-.c' AlmnimieiB i Nick.labLl«1»! t Zink! Glcbatrasnpliuch. I Plntin euu.n abfKll Staaulolpapiar!- «hiaae, Zahn bis In. 75.- e! Oolct- u.SUberbruct»! höchstzahlend: Weborstr. 31(Telef.: Alez.4243) 1 Splrnlbobrer Feilen. Schmirgelleinen. Werkzeuge höchst/ ahleod. Mech. Werksatt Förster, bei Macheel. Charlottenburg. Nene Christstrafte 7. laeniidiet NeisUarbeüer-Vndgnb Verwnlwngsstelle: Berlin N SJ, Liniensir. 83 85. Geschäslszeit von vorm. S Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Am! Norden 185. ILLS. 1987, 9714. Heute, Donnerstag, den 20. Mai 1920. abendö 6 Uhr, beiEhlert, KottbuserStradc t J veriraoeiismSuiierrokrekeiiz der Sd)raubendrehcr. Achtung! Achtung 1 Der Pfingstfeiertage wegen bleiben un,ere Büros am Sonntag, den 23., Montag, den 24., und Dienstag, den 25. Mai, den ganzen Tag geschlossen. Am«onnabend, den 22. Mai, sino die Büros nur bis 1 Uhr mittags geöffnet, Schaubühne Landsberzer Alice 76/77 direkt»m Ringbahnhof. Täglich großer Meisterringer-Wettslreit Heute Donnerstag: Groflktimpftag!!! EntschBldungsringkämpfe. ! Vorh. d. gr.VarieK-Teil. lala« kt taanris I mir j , ir fardiäni 7 Dkr . ta IlBitinsfäl u äir{ Voranzeige. [ Am Im. 2. P Bozstlclertae.| Früh-tünzert und Varletd-VorstelloniBn Lsssser , Plitel, euch die hart- nodlaflen, fettfllüm jmh«,(tiotporint Haut u. fenfHnt tnutimrclniglcltot Bethen am stcherKen hnrch mewe ir!: R Zah. rru utet«mienhi. detunhri.eyejtul- mittel dcleittgl. M. 7210. Zur nietckzeM«. Imteritch.»ur Reichel» Saltnria- Vlurretntqunnipiu»« Sch. 8,—, 3 Schachteln 8,75 M. C*1» Reichel, Berlin 46,«Iscnbohnfw. 4, Ad, tun«: Bauklempner. Achtung i Da einige Arbeitgeber sich weigern, den p.:» 26. April fälligen Siundenlohn von S.Lö Äik. zu zahlen, so g ven wir hiermit bekannt, dass die Arbeitgeber den am 24. April gefällten Schteds. spruch angenommen haben, nach welchem vom 12. April K,— Mk. und vom 26. April av 5,60 Mk Stundenlohn zu zahlen ist. __ Di: Ortsderw-if tnng. Dkutjchn KolsUdtittr-Rttdiiiid Verwaltungsstelle Verlin. Bureau: Berlin SO. IL, Rungestr. SS. Wegen der Pfingstfeiertage ist das Bureau am Sonnabend, den 22. Mai, von mittags 1 Nh, ab, am Montag, den 24. Mai, und Dienstag, de« 25. Mai 1926, den ganzen Tag geschlossen. Die OrtSverwaltimg StsunSfiÄ pKuZst- ÄUerto kür fertise »errea-La�ze 5oIan?e Vorrat reiclit. SeHeJ Mark 412»S0 Sf'rie T1 Mark 45Sa— Bequeme Besa�Iurte; Dster günstigsten Zitilnogsliüdiiine! Binnen-Kleidand; vom Einfachsten bis zum Elegantesten LV- sehr preiswert in größter Auswahl B. FEDER BrunReftsfrsße 1 r Kottbussr Damm 103 Frankfurter Allee S50| Char3oftenbur@ z Seharrenstraße 5. ü ___ Briefmarken, Münzea ; kauft Grossmann, lohamiissü-. 4 Norden 106 21 Kr. 184. wer hal die Front erdolcht? Dokumente zm deutschen Niederlage. Die rechtsstehenden Parteien behaupten in ihren Wahl- aufrufen, die Front fei von der Heimat erdolcht worden. Sie machen alfo für den Verlust des Krieges das deutsche Volk und in erster Linie die Arbeiterklasse verant- wortlich. Wahr ist aber, dafj der militärische Zusammenbruch nicht durch die Heimat verschuldet wurde, sondern daß er zustande kam durch das frevelhafte Vabanque- spiel der O b e r st e n Heeresleitung, die den Krieg, als schon diesichereNiederlage fesistand. nicht abbrach, sondern solange weiterkämpfe, bis das Chaos voll- endet und nichts mehr zu retten war. Tie deutsche Nieder- tage wurde nicht erst im Sommer und Herbst l918 besiegelt, sondern sie stand schon nach der Marncschlacht im September 1914 totsicher fest. Das wissen auch die maßgebenden militärischen Führer und sie haben es in ihren Schriften, die nach dem Kriege erschienen sind, ganz offen zugegeben, ebenso wie die Führer der rechtsstelrenden Parteien im November 1918 unter dem Druck der Ereignisse gezwungen waren, die Ursachen des Zusammenbruch)? o b- i e k t i v festzustellen. Die Drhouptungen über den„Dolchstcß von hinten", die jetzt in allen Versammlungen aufgestellt Verden, sind also nichts weiter als ganz gemeine Lügen, die nur deshalb verbreitet werden, um der Obersten Heeresleitung und den Kricgsparteicn die Last der Verantwortung abzunehmen. Ein Paar Beispiele sollen es belegen. Generalmajor Baumgarten-Crusins ichreibt in seinem»JIriegsbuch,„Die Marne schlacht 1914" betitelt: „Filr nn? Teutflhe ist dnrch den Ausgang der Marnefchlacht dir stolze Hoffnung vernichtet worden, nrclche den deutschen Soldaten seit 1871 zu nie rastender Arbeit angrspornt hotte. Es war infolge der MarncschlackN nicht gelungen, daz Feldheer der Westmachte vernichtend zu schlagen, eh« das russische wirksam wurde. Damit war der Weltkrieg für die Mittel« möchte tatsächlich verloren. Daran vermochte der heldenhafte»iersährise Widerstand des deutsche« volksherres«nd feiner vcrbSndetcn nichts mehr zu Sader« trotz aller Waffensiege und Landeßeroberungen.- Generat Falkenhayn. der bis»m Antritt von Hinben- bürg und Ludendorsf im August 1916 als Ganrralslabsckwf die deutschen Heere befehligte, schreibt in seinen„Kriegs- emnerunacn": „Die allgemeine Kriegslage war in dem Zeitpunkt der Heber- »ahme der Geschäft« durch den Generalseldmarschall von Hinden» inrg ernst. Sie ist mit Schwankungen dem Grade nach, seit dem 14. September 1914 nie anders gewesen, bis zum biileren Ende so geblieben und konnte infolge der vielfachen Ncberlegcnheit der Feind« an Kräften und Mitteln nicht anders sein, bevor deren Kriegswille gebrochen war. Nicht? hat wahrscheinlich mehr zn dem jämmerlichen»nSgang dcS Kriege» beigetragen als der Nm- stand, daß diese Tatsache erst zn der Zelt, alS nicht» mehr zu retten war, der Masse de» deutschen BolleS enthüllt wurde." Hier wird also von zwei maßgebenden militärndjen Führern festgestellt, daß der militärische Zuscnnnienbruch nach der Marne-Nicderlage im August 1914 mit Natur- Notwendigkeit eintreten mußte. Und wie urteilten die Führer der reckttSstebeirden Parteien im November 1918? Graf PofadowSky schrieb am 9. November 1918 in der -Post": »ES wäre ein« vebertreibung, zn behaupten, daß all das polltisch«, wirtschaftliche und sittliche Elend, unter dem unser Volk leidet, eine Folg« der Revolution sei. Die Ursache hier- »»n liegt in der serlische�, körperlichen und sittlichen Erschöpfung de? Volkes, alS Folg««ine» vierrindalbjährigen Krieges, der«nS Ueraaslrengt und unsere Widerstandsfähigkeit geschwächt hat." Neber den General Ludendorff schrieb am 18. No- dember 1918 die„Post": � ver Sternstsmhof. Roman von Ludwig Auzengrube?. Der mit solcher Einftimmiglkeit zur Würde emrS Vai- fitzenden Evhoben« war keineSivegS ein« inoponierewde Per» sfciil ichfeit, schon der Nrnne kennzoichnete ihn für den Kun- drgen alS doS gerade Gegenteil einer solchen: denn er hieß eigentlich schleclchvog„Huber". mußte sich aber, wie unter Bauern jeder einer größeren Namensvetterschäst Ange» hörige, einen auSgeichnerfden Zusatz gefallen lassen, der seine war die Vorsilbe„Knerz". welche auf einen im Wachstums arg zurückgebliebenen Menschen hindeutet. Doch Mutter Natur gleicht gewöhnlich ihre kleinen Ungerechtigkeiten'elbst au«, besonders, wenn man ihr dabei vernünftig an die Hand geht: Knerzhuber reichte zwar an keinen, wie ste da um den Tisch saßen, heran, aber an Umfang übertraf er jeden. Der kleine kugelrunde Mann erhob sich, was immer, außer für die Ziinächstsitzendcn, ein Geheimnis blieb, denn bei feinen äußerst kurzen, etwas krummen Beinen sah er im Stehen nicht um ein Haar höher ans wie im Sitzen. Mit dünner, zwitschernder Stimme tat er die Frage über den Tisch:„Alsdann was soll'S gelten?" Der Sternsteinho Bauer antivortete:„Käsbiermartels zwei Braun', wie f d'raußt' vor'm Wagen stehen, geg'n a Kuh au« mein' Stall." „D'magerste," fetzte de? Martel hinzu. .Und was is strittig?" zwitfckierte Knerzhuber. is Käsbiermartels Meinung," erklärt? der Stern- fieinbofer.„daß ich mein'S Bub'n nit Herr war' und daß der sich weigern wurd'. wann ich ihm schaff', daß er dem da sein' Sali zum Weib nimmt. Herentgcgen behanpt' aber ich, daß der Toni geg'n mein' Will'n nit muckt l Ver- standen?" .No freilich, wM. wohl, döS is einfach." murmelten alle. Ein Bauer stgnd auf und schob den Stuhl zurück. .Wohin denn? Wohin denn?" quiekte Knerzhuber. .Nun.'n Toni holt mer. fragt'n. der sagt ja oder dein und dö G'schicht is im Handumdreh'n ausg'macht." Der kleine Mann wies mit dem ausgestreckten rechten Arme auf den verlassenen Sessel hin...Sitz' nieder, sitz' nur wieder nieder, sag' ichl Manner. af'n erste« Aug'n- Zeilage zm„Freiheit- „Danach hat der General Ludendorff am L Okiober diese? Jahres unser« miütärische Laqe für verxwcitfett gehait>>.n und so- soriijjeS WasfeustiMlaudScmgebot geforHert. Acht Tag« darauf ge- stand er ein, daß er sich in der Bewertung der KriegSl-g« yeirri habe. Einen folaenschwcrcren Irrtum hat e? nie grgeben. Er hat sein ganzes Volk dem Nngtllck und der Schande überliefert." ?in der„Kveuzzeitung" schrieb am 13. November 1918 Profeffor H oe tz sch: „Die militärisch? Leitung hat, ohne jede PolitischeBe- stimmung ihre Kampfziele und die Unterschätzung un- Seiten erfechten zu können. So ging der Krieg verloren und serer Feinde geglaubt, den zerschmetternden Sieg nach allen begrub in seinem Ausgang den deutschen Kaiserstaat unser seinen Trümmern." Das ist die Wahrheit über den Zusammenbruch. Wer ist schuld daran? Die militärischen und politisckxn Führer, die bis zum November 1918 die Geschicke des deirtichcn Volkes leiteten! Auf sie fällt das aus den Schlachtfeldern vergossene Blut zurück. Sie haben des wirtschastliste Elend verursacht, unter dem das deutsche Volk leidet, sie lachen die Finanzen des Staates ruiniert, das Hinsiechen der Kinder, das frühzei- tige Sterben der Männer und Frauen auf dem Gewissen. Sagt den nationalistischen Schreiern in ihren Wahlvcrsamm- lungen, daß sie Verbrecher sind und durch ihre Lügen be- weisen, daß ihnen auch jedes Schamgefühl abhanden aekonunen ist. Sie Iralielzsiirsvrge in der Republik. Die RechtSsozlalisien hohen wirklich Pech in diesem Wahl- kampf. Sie tragen alS Regierungspartei und alt stärkste Fraktion in der Naüonalversammlung die Verantwortung für alle arbeitcr- und volksfeindlichen Gesetze, die unter dem Druck der kapitalistisch-bürgerlichen Parteien in der Nationalversammlung zustandegekommen sind, und jetzt können sie den Wählern als positive Errungenschaften nicht? bieten als Vertröstungen auf den. neuen Reichstag, i» dem sich hofsentlich„Frauen und Männer finde» werden, die getvillt sind, ernste Arbeit du leisten.. Frau Luise Schröder, Mitglied der Nationalver- sammlung, versucht im.Vorwärts" das Flickwerk des Reich?» wochenhilfsgesetzes vorn 26. September 1919 als den Ansang einer sozialpolitischen Gesetzgebung für Mutter uni> Kind darzustellen. Sie behauptet, auch ihr« Fraktion sei durch dieses Gesetz nicht zufriedengestellt worden und betrachte et lediglich alz eine Notverordnung. Aber wir müßten«in schlecht«? Gedächtnis haben, wenn wir uns nicht erinnerten, daß gerade Frau Luise Schröder im Auftrag« ihrer Fraktion und im trauten Verein mit der weiblichen Verlreteri» des Zentrum», Frau Weber, der Demokratin Frau Kloß, der Deutschnationalen Frau v. Gierle und der Lehrerin Frau Mendt von der Deutschen Volks- Partei den traurigen Mut fand, die Anträge unserer Fraktion, die«inen wei'gehenden Mutter- und Säuglings- schütz beinhalteten, zu belämpsen und dagegen zu stimmen. So«rweist sich bei der ersten Gelegenheit die Un- inöglichk:it einer Geschlechtösolidarität aller Frauen ahn« Unter- schied des Standes. Unsere VerbesserungZvorschläge. von Genossin Zieh ein- gebracht, waren nichts anderes, als die von den Sozialdemokraten im Jahre 1919 bei der Beratung der ReichSöersicherungSordrning gestellten Anträge; ste forderten: 1. Eine SchwangerschaftSfürsorg« für acht Wochen in d:r Höh« des Grundlohne». 2. Eine Wöchnerinnenunterstützung für acht Wochen in der Höh« des Grundlohnes. 8. Unentgeltliche Hebamme ndienste und, wenn nötig, ärztliche Hilf« bei Entbindung und Echwangerjchafts- beschwerdcn. schein nimmt sich freilich d'Sach auS, als könnt' da vom Fleck weg der eine d'Roß mit ihm fortführen oder der andere hin'geh'n und d'Kuh Heimtreiben: aber doch iS'S a ganz verzwickte Weit'. Freilich,-iagp der Bub'„nein", dann Hütt' der Sternfteinhoier verspielt, aber wann hält' derselbe g'wonnen? Denn dadermit. daß der Toni„ja" sagt, is noch nix erwiesen: sein' kindlich'» Respekt und G'horsam zu de- zeigen, müßt' er auch danach tun, denn sonst wär' ja sein Ja nit ja, und da d'rum könnten erst nach seiner Hochzeit mit der Sali— und früher nit—'m Sternsteinhoser dö zwei Bräuneln ausg'solgt wcrd'n." „Unsinn," murrte der Sternsteinhoser. aber die andern alle kopsnickten sich einverständlich zu und der Käsbier- martel blickte vor sich hin mit der stillbegnügten Miene eines Mannes, dessen Sache sich ganz nach Erwarten anläßt. Er vermied eS. seinen Nachbar anzusehen. „Sollt' aber'n beiden Wetthaltern d'ran g'Icgen sein," hob der Knerzhuber wieder an,„daß die Sach' ihr'n Aus- trag find'r, bevor wir sich da von' Sitze» heben, so Hütt' ich ein' Vorschlag z'machen." „So red'."«schrie der ein«. „Laß' hören," murmelte der andere. „Wann sich dö zwei Vadern d'Händ' d'rauf geben, daß st ihnere Kinder nach einer bestimmten Zeit woll'n Hochzeil machen lasten— es muß aber a menschenmögliche Zeit sein mit'r g'nauen Angab' von Jahr und Tag— so soll das als a ehrlicher Verspruch gelten und wann dann der Bub' mit der Sach' und auch mit der Zeit einverstanden is, so steht nimmer nix entgegen, daß der Sternsteinhoser'n Wettpreis an der Stell' von da mit fort nimmt." Das kleine Männel schlug bekräftigend in den Tich, dann setzte es sich nieder— was, wie bemerkt, seinem Ansehen keinen Eintrag tat— und gönnte den beiden Gegnern Zeit zur Ueberlegung. Die Beisitzer murmelten beifällig. Der Sternsteinhoser hatte sich hoch aufgereckt und eine Weile auf den Rücken des gebückt sitzenden Käsbiermartel herabgesehen, nun legte er ihm die Hand auf die Schulter. „No, du. was sagst denn dazu?" „Was soll denn ich dazu sag'n?" knurrte der.„Ich denk'/ die Kuh z'g'winnenl Verspiel' ich d'Roß'. bekümmert mich g'rad', wann du dö kriegst und werd' ich dir noch dazu verhelfen, nit?" vonAerskas. K. Mal IM 4. Sin Stillgeld in der Höhe de» Krankengelde» für 26 Wochen. 5. Obligatorisch« Fa»i«S verstorbenen Abgeordneten Wurmlt, jedenfalls nicht an dem für die Standort« der RechRoehr zuständigen Stvafgercht«, angesammelt werden. Abg. Schücking fDem.) berichtet über die AnSschutzvechand» lungen. Der Ausschuß beantragt u.«. statt Heeresjustitiare zu sagen; Heere« anwäl t«. «ine GeschSftSorbnungSauSsprache. llm S Ahr abends stellt PrSfideat Uehrcnbach fest, daß«ne große Anzahl von Rednern gemeldet finS. Die Recht« hat an» gekündigt, daß sie auf Jnnejhalunig der gefchäftSordnunigSmäßigen Fviften dringrn wird. Die dritte Lesung der Vorlag« kömu« '!r erst am Freitag stattfinde»». GS ist aber zu bcfürchlen, dann wegen der schvievigen Heimverse am Sonnabeich fein . lluhfähines Hau« mehr vorh«rnd«u seim Wirt». Da» wäre dann da« Ende der Nattonakvers ammlung. Wollen Sie da» riS» kterenf Abg. OTbt fSoz.):®S handelt sich xm etiw«ncherardenMch Borkaae. fQcil wxxttt feit X&xfocn uiti Äi»Sr',F is-iim™ rm tSTwä�SK. M .teMvung. �. hohen Lohne der Arbeiterschaft und die dadurch hervorgerufene Steigerung aller Probuktionskosten- Auch die Rechtssoziaiiften bekelirten sich zu dieser arbeiterfeindlichen Auffassung, denn sie bilieben während der Dauer der Nat ional der jninm hing m einer Regierung, die MiMär gegen Lohnstreiks der Arbeiterschaft ziehen lieh. Wer aber trögt in Wirrlichkeit bie Schuld an der rasenden Lebensmittelkeuenmg? Die amtlichen Ermittelungen des ReichSwirtschaftS- Ministeriums über die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion Skvsten in den Jähren 1913 bis ISIS zeigen, daß einzig und allein bie mahlose Profits, lchi der tapttalistische« Aragrier- Produktkoa die mnerschwingstchen Preise für LebenSmMell aller Art liege» lein« sachlich«, Gründe vor, die Fristen genau innezm halten. Wir wollen alle« tun, am die Natisnaiversanimlung be�chlußsShig zu erhalten. Gelingt da» nicht, so träzt die Recht« dafür die Beranürortung. Abg. v»a GrSf«(DR.): Gerode, weil e» fich»« et» so wich. ktgeS Gesetz handelt, käunen wir auf die Sinhaltung der Fristen nicht verzichten. Abg.»v» Patzer(Dem.): GS siegen H'er Häher« Interessen vor, und man soll!« nicht all« Mittel der Geschäflaoronung au»- »frtzm. Wir wollen weiter verhandeln. «bg.»ml Gräfe(DR.): Die AnfheSuag de? MMtärgerichtS» Garkeit wird von de» MÄtärsachverständ'gen aller Staate« ab» il�n« und als»rrhängnlsvoll bezeichnet. Nicht durch die Miki- ''ftSbarkeit wird oa» deutsche Stech! Sge fühl untergraben, dm ich Voeyänge wie die Strafverfolgung de« Adgeord- mete» Tr a nb gegenüber der N i chtve rfo rg« ng von Braß.(Beifall und Widerspruch) Di« Reichswehr bedarf drin» gN»de? Ruhe. Wen« Sie(zur Mehrheit) heut« die Militär» ririchtsdackett aushebere so würde e« morgen heißen: M» lebe i e MtlttärgertchtSbarkeit,(Lebhafter verfall recht«, jKifchen bei der Mehrheit.) Abg. SttilNe»(So*.)-, ff» dürft« nicht nöti-? sein, allzuviel Tber diele» Gesetz zu sagen, denn längst hat das Volk erkannt, daß die Militärgerichtsbarkeit da» stärkste Neberdieibsel de» Milk» wriSmu» ist und längst hätte aufgeläst werde» müssen. Gegen Gen versuch der HinauSzichung diese« Defetzentwurs» durch die Recht« erheben wir Rechte« müssen fich sten P voteft. Di« Herren von der in der Landwirtschaft im Durchschnitt um Prozent: Rottvondige Ausgaben für: Steigerun« in Proz.: Li.U)n?-unld Gehälter ILO Saatgut 1L9 Düngemittel 130 Futtennittel 284 Maschinen 800 Gestcnedekvste, ichw. v« Kohlen 260 Sckmlievmittel 450 Werstckierungen 121 Allgeinein« Unkosten 65 Die Dertouerung keines einzogen dieser wichtigen AuS- grchepoften in der Landwirtschaft erreichte nach den einwand- freien Angaben des ReichstvrrtschaftsministertmnS auch nur annäbemd die Berteuerung d«S notwendigen Nahrungs- mittekbedarfe». Nicht die Lohnerhöhrmgen der landwi rtfchcrfksichen Ar- hchter rmd Angestellten, nicht die ErlsöHrrng der Produff- tionskoften kann also vemntwortlich gemocht,»erden für die wcchnstnmg« Verteuerung deZ NahrüngSmittÄbedarfeS. Aus Kosten der breiten Mafien der BevNkenmg vollzieht sich vielmchr ein« gewaltige Stei- geoung des GawinnS aller lond«!mrtschc>,ft1ichen Poodnzen- t rrsii � f JCv_ 1t rtkf»wi 4 rt mil abfinden. Der äffe Militarismus st 1 ten. Die wirtschaftSpolitische Unfähigkeit der Notionälver» Lderwnnden,«nd auch sein letzte» Ueberdleibsel muß endlich vwunden werden.(Lebhafter Beisall bei der Linken.) Abg. Meiser(Dem.) schließt sich den Ausführungen de» Ab» ordnete» Stückle» an und wendet sich scharf gegen de» Versuch c Rechten, die Aufhebung der MilibirgerichtSbarkeit zu hinter» treiben» �Beifall bei der Mehrheit.) Abg. Seeger(fl.-Soz.): Wir stimme» dem Abg. Stückle» bei, wenn er sagt, e» muß jauch der letzt« Rest de« MilitartSmu» verjKwinden. Wenn dies sämnilung mrd Regierung, di« durch UHIieferungSprämlen in MilliarberchShe dem Profitbediirfnis der Agrarier entsprachen, die keinerlei wirksame Maßnahmen gegen Wucher urrd Schleichhondci trafen, die die Dinge gehen ließen wie sie wollten, bogilnstigte» die gauz«ngerechlferfigte PrMteigerung für Lebens- mittel. .._____________________________________—........ Rur ein Mrtieil gibt e«. ihr«in End« z» bereiten, zu .erreicht werden soll, dann muß aber der vorliegend« Gesetzent- nerchindern, daß die Loden shaltung der rubeltenden Bevölide- »»ch beträchtlich geändert«erde«.(Sehr! � chn.ehx fü. ßhon ist. herabgedrückt wird. Richtig! b. d. U. Soz.) Gestrichen werden muß der Z 1, wonach tne. aw- kj- ■ fr)7, f iirtTfyitr!(TZ. i»•»» f v» /« Ti>-r>«et f,£»- 1 MUitärgerichtSbarkeft bei dt» Strafverfahre» zu stistegszeiten be- stehen bleibt. Wenn man sieht, daß z. B. in Frankreich eS sich i ergeben hat bei einer. Nachprüfung, daß 2700 Todesurteile zu kaim daS Dal? vor AuNwucheruwg und Vor drohender Gozlaliflenmg des Großgrundbesitzes Unrecht gefällt wurden(Hört! hört!), dann sieht man ein, dah, dauernder Unterernährung schützen. Nur sie allem, die ein * 4*"*"• Verteuern der Prodi kkte auS Profi trückfichten unmöglich Rechtfprechun,«nd MiNtSrzerlchtSbärkeit unvereinbar ist. lln_______ annehmbar ist auch die Bestimmung, daß neben einem bürger»! lichen Staatsanwalt noch ein militärischer Vertreter sein muß, da kann mau überhaupt nicht mehr von einem bürgerlichen Gericht sprechen.(Sehr richngl b. d. U. Soz.) Auch die Disziplinar- gewalt über Freiheitsstrafen muß beseitigt werden.. Wir hoffen, Senkung der Lebensmittelprefie! Woder NechtSsozialiften noch bürgerliche Parteien wol- A�ä�zSmen der Aufhebung des z 7. dsr die Entscheidung über die Znsli-ndig. i bsfcheS. Str-mmten sie der der VevfaftungSderaiung � m Wt den militärischen Disziplinarvorgesetzten zuerkennt. Auch der Weimnr doch gegen den Antrag der Unabiwngigen«--ostttck- letzte Absatz de»§ 12, der gewissermaßen das Gesetz durch die mili- tärisch« Dienstvorschrift beherrschen läßt, mutz geftriche« werden. GS gilt. die Militärgerichte sofort zn beseitige«, jmd eS muß möglich sein, auch in Borlin, die« nicht erst für den L Oktobor, sondern schon sirr den 1. Juli zu nm.(Lebhafter Beifall bei den U. Gin SR egi« i u ng»vertretet stellt fest, daß d« 8 1 pur gestrichen worden kann, wann die Verfassung selbst geändert wird. Die Aufnahm- eine» MikitärvertreterS neben dem bürgerlichen StaatSanwakt fei nach reiflichster Ueberleguug geschehen. Die unabhängigen« b ä n d er u ng» a n tr-Sge wer- de� abgelehnt. Angenommen wird der Antrag Katzen» sttln-Meihnor auf Streichung des§ 1«, der du ponete «ommanoobehörde des Beschuldigten zur Einsetzung von lieber» WachungSkvmmissaren cnniiciitiai Unter Aoishiiung der Antrage der Rechten wird die zweit« Lesung de» Ges�cutmurf» b e e n d et. I TS folgt die zweite Gerat ing des Gesetzentwurfs über du tur Heor e« Justitiar fi u»d dzr Sekretär«, demokrate« auf UtzberMrung öes Privat-rgentums an Grunö und Boben in den Besitz der Allgemeinheit. Sie sind also allesamt miffchuldlg an der Wucherei mit Nahrrmgs- Mitteln. Einzig mrd allein die Unabhängige Sozialoemotratie .io8 den Kampf gegen die rt, Hot sich gegen' die Auf» ____.. wilhttger Lebensmittel ge» n die Liebesgalben an die Großagrarier ge- lich die Soqiäklfisrmwg des Großgrundbesitzes hat bisher scharf und rückst' agrarische Preist reiberei Hebung der Awang" wandt, hat stimmt und Pflicht der gesm>üen Wählerschaft im eigenften Interesse also est eS. bei den ReichStagsmahlen am 6. Juni MO zu wählen die SlOUalw der ll. S. tz. d.! Mederbarnimer klreislag. Äie Beratung des KreiShauShaltSpIanS gab unser» Genossen im K.ei�ioge erwünscht« Gelegenheit zu einer kräftigen Kritik. Der StatStitel Einwohnerwehr, für den 45000 Mark em» gesetzt sind, löste ein- bewegte Debatte auS. Genosse Pfeiffer brachte ein vcrrrauliche» Rundschreiben de» KreisraiS A r m it e r zum Vortrag, das sich ohne Tageduchnummer an private Per- sonen richtet und einen regulären Spixeldienst ol» Ziel hat. Die Reichsruehr und Herr Ärmster haben ein lebhafte» Interesse an allen örtlichen politischen Vorgängen. ES wird in dem Schrei- bcn um Namhaftmachung führender Peinlichkeiten der Links« Parteien ersucht und die Einsetzung von Ortsausschüssen emp- fohlen Mit Recht kennzeichnet« Genosse Pfeiffer dieses Vor- gehen als planmäßige Vorarbeit für den nächsten Putsch. Auch die Waffeiifunde in Mehrow zeigten die Minier- arbeit der Gegenrevolution. Die ganze Ohnmacht des Landrats aber zeige sich darin, datz der Leiter der Eimvohneavehren de! Kreises ohne Zustimmung deS Oberpräsidentsn aus den Räumen deS LandratSamtrS nich: entfrrni werden könne. Redner forderte energisch, endlich auch im Kreise den Erlast des Muri sie rS auf Beseitigung der reaktionären Einwohne. wehren durstzujuhcen. im übrigen aber gegenüber dem Herrn Ärmster vom HauSrccht Gebrauch zu machen. Sin« KriegervcreinSrede des r' bg. Schramm sucht.' die von der U. S. P. errichteten Schutzwehrrn als stark mit unsauberen Elementen durchsetzt hinzustellen. Aber selbst der R.chtssozialjst Baumeister forderte gegen Ärmster Anklage wegen Hoch- Verrats. Der kommissarische Landrat Schlemminger mußt« er- klären, von dem Treiben de? Herrn Ärmster völlig obw' Kennt- nis gewesen zu sein. Er habe sofort die nötigen Schritte zu seiner Entfernung eingeleitet. Leider könne er ihm vorderhand nicht mit Gewalt entfernen. Unser,«ine radikal- Lösung for- dernde Äntrag wurde abgelehnt, der hinauszögernde der S. P. D. angenommtu. Genosse Selke richtete an den Landrat die An- frage, wer die Inschrift zu einer G.'denkmfel für die Gefall,»en b:t KreiSverivaltuil-g verfaßt«nd unter der schon neuen Kre-dvec- waltung in Auftrag gegeben. Die Inschrift lautet:„Gefallen für Kaiser und Reich". Redner erblickt auch hierin eine Nationalist' sche Demonstralion und behält seiner Fraktion vor, den Kr-risbaumvi-ster K l e e m a n n für Vi« en-lftmrdenen Mehr- kosten verannoortlich zu machen. Beim Titel Sanitätskolonnen und vkote» Kreuz, werden von un« weiter« 1000 Mark für die A r b e i t e r so ni a ri t e r gefordert. Für Unterstützung erholungsbedürftiger Kinder minder- bemittekber Familien wurde eirve Erhöhung von 4000 Mark auf 8000 Mark verlangt. Einer anfrage de« Genossen Manie wegen schlechter Entlohnung der RotftandSarbeiter beim Chaussee- bau versprach der Kreisbaumeister«ine zufriedenstellende Reg«. lung. Es weckten Löhne von 1,70— 1,80 Mt. pro Strmde gezahlt. Bonn KrrrnäenhcwSetat beantragten die RechtSfvzialistsi Be» feitigung der Klassen. Genosse MonkowSki schioß sich dieser Forderung a»«nd beamragt« außerdem die Streichung von £>00 Mark, die Pastor Große für seelsorgerisch« Tätigkeit am Reinickendorfer Krankenhause erhalt«. Die Anfrage, warum unser Genosse Burgschat auch hcut« noch nicht al» Kreis- deputierter bestätigt s«. beantwortete der Land rat in gewunde- tter, rechiSsoziakiftifcher Art. Dieselbe rechtssozialistisch« Halbheit zeig.i-n ebenfalls sein« wird peiwer Freunde AuSfi'chrrnrge« über die Einwohnerwehr. Ein Schlußantrag der RechtSsoziatifien nahm un» di« MSg- sichkeit weiterer Kritik. Im Auftrag« der Fraktion präzisiert« Genosse Stlke unsere Äellung zum Etat. Er zeige da» alt« Gesicht. Unter Führung der R«chtSsoziaI:ste« sei un» sed« positive Mitarbeit nnmöglich gemacht worden. Met allen Mitteln hätten sie du Umgestaltung de» VerwaltungSapparatc» verhindert, die Einfügung der Arbeiterrät« unmöglich gemachn Deshalb lehnen wir den Etat ab Roch einmal gingen die Wogen hoch bei der Besetzung de? LandratSposten«. Genosse Andre« geißelte hier da« hinterhältig« Arbeiten de« S. P. D»FraktionSvorstaude«, de? auf Hintertreppen für die S. P. D. den Landrat zu erlange» stichle. Er schlug für di« U. 6. P. den Genossen Pfeiffer vor. Seine Ausführungen irrige» ihm giftige Anwürfe der Recht»« sozialisten ein. Bei Stimmenthaltung der U. S. P� die nur für den Genossen Pfeiffer stimmte, wurde Schlemuunger zum Land- rat vorgeschlageir Kennzrichwend für di« r«hlSsozialiftisch« Geistesverfassung war, daß. Kotzt*« Schkemmrnger bereit» ge- wählt war, mit wenigen Ausnahmen dir Recht«so,talisten gogen unfern Genvssien Pfeiffer ftimrmton. LI« AmtSvorfteher orm der U. S. P. vorgeschlagen und gewählt wurden die Genossen Matthe« und Z iechm a n n- Herzfeld«, Genossie Hoppe» Schönwald« und S ch m i d t- Freumwa-ld« att LmtSvorsteher» Stellvertreter. Geiwsse Su ck r o w- Aerpcrrschleuf« cf* Amt* vorstcher.% 11 Verbandslag des Schneioerserdandes. (Schluß de» Bericht« au» Rr. 188.) Zum Statut hielt Spreeberg-Hamburg das Referat. Redner führte au», daß von der Opposition diele Anträge ein- gegangen seten, die dahin gehen, im Statut de« Klassenkampf» charakter festzulegen. Da« tue nicht nötig; denn der Organisation könne e» doch wicht« nützen, ab«? di« Gegner würden«« gegen sie ausnutzen. Es sei beffer, da» tun politischen Parteien zu überlassen. Der Jndustrieverband werde bedingen, daß du He rvcnmaßschne ider ganz u« H.t eine Fahrckarienration erung eintvelen zu lassen, iroi ein» störungsfreie Abwicklung deS Fernverkehrs sicherzustellen. E» ist daher angeordnet worden, daß die Geltungsdauer sämtlicher Personen-, Eil- und Schnellzugsfahrkarten, die am Freitag den 21, Sonnabend, den 22, und Sonntag, den 23. Mai, gelöst werden, nicht vier Tage, sondern nur einen Tag, und zwar am Tage der Lösung, zum Reiseantritt berechfigen. Der Vorverkauf von F-chrkarien de» Fernverkehr« zu den an diesen Tagen der- kehrenden Zügen findet also nicht statt. Gleichzeitig werden auch die Bahnsteig« des Fernverkehrs auf sämtlichen Berliner Bahn- Höfen für Nichtreisende gesperrt, also wird auch die AuSgal« von Dahnsteigkarten am 21, 22. und 23. Mai eingestellt. KriegSbeschädigtensllrsorqe bei Eisenbahnfahrte«. lAngesschtt der noch immer beschränkten Anzahl von Personen- und Schnell- zügen und der sich hieran» ergebenden starken Besetzung der einzelnen Züge hat die Eisenbahnverwaltung bereit» vor längerer Zeit sich entschlossen, die Schwerkriegsbeschädigten, die durch ihr« Leiden meist schlver betroffen sind und bei starkem Zudrang zu den Zügen vielfach rücksichtslos beiseite gestoßen werden, ans ihren Reisen nach Möglichkeit zu schützen. Zu diesem Zweck hat die Eisenbahndirektion nunmehr ein Merkblatt an ibre Be» diensteten herausgegeben, welche» die hauptsächlichsten Besfim» mungen, die zum Schutze der �schwerbeschädigten getroffen sind, enthalten. Als Kriegsbeschädigte im Sinne de» Merkblattes gelten alle diejenigen Kriegsteilnehmer, die äußere Schäden oder innere Leiden davongetragen haben und denen längere» Sieben schadet. Hierbei unrd kein Unterschied gemacht, ob sich der Kriegsbeschädigte noch in militärärztlicher Behandlung befindet oder' nicht. Nach dem Merkblatt wird den Kriegsbeschädigten da» Recht eingeräumt, von-link» an die Schalter heranzutreten, um aus diese Weise bevorzugt abgefertigt zu werden. Auch an der Bahnsteigsperre sollen die Kriegsbeschädigten nach Möglich- keit bevorzugt werden. Die Unterbringung der Schwerbeschädigten in den Zügen auf Sitzplätzen soll durch di« eventuelle Jnanspruch» nähme de» Dienstabteil» ein« besondere Aufgabe ber Zugpersonale sein. In allen Personenzügen, bei denen ein Bedürfnis hierzu vorliegt, soll mindesten, ein Abteil 3.«lasse al» für Krieg». beschädigte vorbehalten gekennzeichnet sein, welche» tunlichst nebe» dem Zugfiibreräbteil liegt. Als Schuh dieser Abteile bei starkem Andrang soll da» Abteil verschlossen gehalten werden, damit jeder, der e» zu benutzen die Berechfigung bat, nur nach dorhrriger Meldung beim Zugpersonal darin Play nehmen kann. Ist in diesem Abteil noch Platz vorhanden, so könnetz auch_ andere Reisende darin befördert werden; sie find sedoch zur Räumung de» Platze» verpflichtet, wenn noch Kriegsbeschädigte zu befördern sind. Di« Beförderung von Kriegsbeschädigten im Rollstuhl in den Packwagen wird gestattet, wenn der Gep'.ckverkehr dies zuläßt. Die Kriegsbeschädigten, die ans diese vergünsfigunge» Anspruch erheben, müssen einen Ausweis mit sich fuhren, der auf Grund de» Zeugnisse» eine« beamteten Arzie» von der örtlich zuständigen KriegSbeschädigtenfürsorgestelle für die Daner eine» Kalenderjahre» anSgefertigi wird. SrSffnnng der ftlntzbabeanstalteiu fcertte werten nmnnrH- aUch die städtischen Fluschadeanstalten Hinter der Muhlensttatze 50 für männliche und weiblich« Personen, und an der Fruchtsttaße für männliche Personen. eröffnet. Die Flußbadeanstalt an der Cuvristraße kann erst später in Betrieb genommen werden; der Tag der Eröffnung wird noch besonder» bekanntgegeben werden. vaS Nähere über die DenuhungSzeiten, über die Preise der Bäder nnd den Schwimmunterricht ergeben die bei illen Anstalten aus- hängenden Tarife.— Kinder unter 10 Jahren werden nur in Begleitung Erwachsener zugelassen. Städtische Behelfsbauten in NeukZlln. Die Stadt Neukölln hat, abgesehen von der Errichtung zahlreicher Neubauten, auch durch den Ausbau von Dach» und Kellergeschossen privater Wohn- Häuser sowie durch Umbau von Läden, Werkstätten nnd Geschäfts» lokalen unter gleichzeitiger Bewilligung von Bauzu'chüffen eine nicht unerhebliche Wohngelegenbeit geschaffen. Es kannten auf diese Weise 300 Notwohnungen von 1—4 Ammern hergerichtet und an Wohnbedürftige abgegeben werden. Di« im Bau be- findlichen Wohnbaracken am Mariendorfer Weg ergeben außer» dem 60, die gleichfalls in Angriff genommene FlachbauZliedlung in der Kölln' schen Heid« insgesamt L30 Zwei- bis Lierzimmer- vohnungeir. Ausflügler, Tsurilken, Wanbererl Wer nach den Anstrengungen der Arbeit Erholung und Kräftigung sucht in den mär» kisch.m Wäldern und an den idvllilchen Seen� der wird wohl schon dcS öfteren die betrübende Entdeckung gemacht haben, daß gerade die schönsten Stellen und Lagerplätze durch herumliegende Papierreste und leere Büchsen verunziert find.— Sollen die schönen Wälder und Seen, Wiesen und Weg: dem«rholung- suchenden Publikum erhalten bleiben, s» ist eS unbedingt erforderlich, daß jeder Besucher daraus achtet, daß Verunreinigungen seder Art unterblechen. Mit Leuchtgas vergiftet haben sich ein junge» Mädchen, Echönholzer Str. 15, der Ha»»best her Adolf Wedekind, Ziethen- straße 7 in Neukölln, und der Kaufmann Richard Stange in seiner Wohnung Sanderstr. 6. Wiederbelebungsversuche waren bei allen drei Personen vergeblich. Der Leichrnfund im Lanbwehrkanel ist noch nicht weiter auf- geklärt. Man weiß noch nicht, wer der Tote«st, auch nicht, ob e» sich um ein verbrechen oder einen Selbstmord handelt. Auch dieser ist nach der Art der ffesielung nicht ausgeschlossen. Die, Fesselung der Hände und Füße, die gesondert mit Riemen zusammengeschnallt sind, saßt«ine Selbstfrsselnng für sehr wahr- scheinlich erscheinen. Während der Riemen an den Füßen noch durch die Schlaufe gezogen ist, ist der Riemen an den Händen nur geschnallt. Eindrücke an diesem Riemen scheinen auch Zahneindrücke zn sein. Irgendwelche Verletzungen sind an der' Leiche nicht sichtbar. Bei dem Toten fand man ein Notizbuch, mit grünblauem Deckel, au» dem die ersten und letzten Seiten, scheint der Unbekannte nur etwa 18 bKart« vi» aas wettere» Yk Liter Vollmilch verauogadt. Pankow. Ab IS. Mai in de» Munutte»©eschäste« 250 Gramm Kunsthonig., Aus den orßtmMonen. ». Distrikt. Kommunal« Kmnmissl«. Ureitag Vollstdan» bei Naaß, Bergmannstr. KM. 8. Distrikt. All« vezlr»»flikrer ve»». Distrikte»«chawa«»er heutigen Sitzung in der Schuloula Boeckhstr. 8 tetl..,-, 4. Distrikt. PolUische Kommission Sitzung?r«ltag 7 Uhr bot Hel- batt>_ 12."d. M. nt der Tasche. Nach den genaueren Feststellungen mnth, Görlttzer Strotz« 58. «. Distrikt. Agilationskominlssto», politisch» Kammlfston, Zraaen- MfceiUhommiflion. Freitag 7 Uhr Bersommlnng Weberstr. 94. ». Distrikt. Heut« 7 Uhr det KrS»ke. Ebertystr.%«noettort« vor» standssitzung mit Aktionsrat und Abrechnung. � 8. Distrikt. Freitag Uhr in der.itteHtzoss-Dörs," veneral- Versammlung:»Da» neue Vrob�erli»-. Referent: Kar! Leid. Aus- stellung der Kandidaten zur Stodwerordeten- unh Beztrksver- 'am9.IUlfffrtkt. Heut« 7 Uhr In ver Schulaala de« L««««»«reiss- wolder Strotze Dtstriktsversammlung. 18. Dlstnät. Donnerstag 7% Uhr Sitzung der kommunalen Kom- misston dei KLnow, Stolpische Strotz, 8S, Eck» Selower Strotz«. 17. Distrikt. Freitag 7 Uhr Sitzung der«ommunaien Kommission dei Heinz«, gstuller-, Ecke Barfutzstratz«. Stellungnahme za den Ge« meindewahlen.— 1. Abteilung: Heut« T Uhr Diekusstoneeckcnd im Lokal Utrechter Strotze 24. 18. Distrikt. Die Distriktskonferen« stndet erst«m Mittwoch, den »8. Mai, odend» 7 Uhr, im Lokal von Albrecht, Srtinchaler Strotze, statt. Der Eztrazahlobend de» Distrikt, ftndel«tst«m DKmnersroG' den 27. Rai, statt.__. Wilmersdorf- Sitzung der Fraaenkoanntsst«» Donnerstag 8 UHI „Fr« ih«».--Spedition., Neukölln. Freitag abend 7 Uhr». v«,ir»«ersammluna b4 vallewskt. Münchener. Ecke Isarstratz«: Vottrog d«« veuoss-n?'rnkt Britz. Autzecordentlich« Mtgliederversammlung Fieita« HS Uhr i* Lokal von Mater, Ehaussee-, Eck« Iahnstratze.»nsstellnng der Kand« daten zur Siadtverordnetenwahl.__.. Lichterfeld«. Freitag 7 Uhr öffentliche Volksversammlung im Lokch von Schnabel. Hindenburgdamm 1>M. Siesereutin: Genosstn Luise Lichtenberg. Freitag 5 Uhr Flugdlottverdrettung von den beb niw ten Stellen. Am gleichen Tag«, abend» 7 Uhr tm Handacheil»»«. dm Eäeilien-Lyzeum» Sitzung der Gewerkschast». und ZiStekommiI..on. Lichtenberg. Die Sitzung der politischen Kommission sindc. n>qi am Sonnobend, sondern Freitog, d«n R. Rat, l» der Schul« Parka»» Post' mrd Telegrephi«. Freitag t Uhr wichtige Znnktioniiroest sanunlung Schlcklerstr. 5,«,«rbelterevlldungeschnle. Verewskalender. Zentrnloerband der Angestellten,«eranstaltungen am 51. R-A Fachgruppe 2 a: Mitgliederversammlung 3H Uhr Restdenz�estsole» Landsderger Strotze ZI. Fachgruppe S lZlech!»- und Patentanwalt« rmg« stellt«, Angestellte in Ausdunsteten und Detektivinstituten und bei Dücherrevisoren» össentlich« Massenversammlung 7i4 Uhr, Dre»d«n� Eastno. Dreodeaer Strotze 98. Fachgruppe 12 lKoh-en). Mitglied-v< Versammlung V4 Uhr„«Ilhelm»hof-.«nhalistr. 11/12. Fachgruppe 1, l e lFischhändler) Sektionsversammlung 8 Uhr, verbondslokal. Pell« Allianee-SIrotze 7st0, roter Saal. Funkttonärversammlung 7 Uh» Prochtsäle«lt�Berlin. vlumenstr. 10.. �, Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe 5. Frettag nach» mittag» 8Z4 Uhr Mitgliederversammlung der nicht ständig Angestell» ten dei den Magistraten Srotz-Berliu» i» den«esident-Festsäleitz Landsberger Strotz«.. � Zentraloerdand der Angestellten, vezirk Srotz�Berssn. Dienstag den 25. Mal(3. Psingstfeieriag) bleiben unser» vureauräum«»« schlössen. Di« Vrtsverwaltung.... Deutscher Transpottarbeiter-Perband. Sektion V. Industriearvek «er. Allen Mitgliedern zur K-nntni», datz am Psingstsonntog. früh 5 Uhr, Treffpunkt im voigt-Theater, Badstrotz«. stotffindet. Sozlelistlsch« Proletariersugend, Gruppe Frankfurter vor« stobt: Donnerstag HS Uhr bei Reltschlag, Schreinerstr. 18, v« sprechung über dl« Psinpstwonderung. �__ Frei« so,. Jugend. Gruppe Osten. Freitag wichtige Mitgliederver» sammlung im Lokal von Paul Hossmann. Subenet Slratze 5. pünktlich 7 Uhr. verantwortlich für die Redaktion: Le» Ll-dschütz. Friedenau. verantwortlich f d. Infeialenteil: LudwIgKomerlner. Karlehorst v-rlogsgenoss-nschaf!..Freiheit-.«. G. m. b. H.. verlm- Druck der LIndendruckeret und verlagsgesellschaft m. b. H., Schiffbauerdamm 19. E3> S-MÄO"VW■ F> E, s&lT IV. PlckkrlfaLt Am 15. M*1 T«f(tarb| onser treuer OeaotM Frledrlcli Passiack. Wir«erdea Nim«In{ ebrendu Aadeolc«« bewehren. U S.P.D. Llchteabera.| mmmumam III Geld III t»r lede Weriucfce. tidokete Aak«ni»»tw. WoKL Frledrlcbetr. 41 Iii. Flb MMr. Armeepistolen nid Jardwaliea kneten»» hohen Plenen F.W. Veniiroy» Ce Berlin SW6Ä. Llndeueir.»0 Snpfer Messing Rotguß Zinn Quecksnber Sämti. Metalle Platin Gold-, Silber- Abfäiie Zahngebisse kaaft so ricsif dtiliöii Preisen in nnseren 5 Elnkaulss'ch�ii Metall-Zentrale l.BniDiienstr.li am Roseathaier Piat* 2.Fennstrfl5e4S atn WedüinRplatr 3.Bc!]sseistr.29{ nahe der T urmstraöe 4. mm \ Katt.-Iri«!r.-8lr.22© i nahe Hermanaplatz 5.Weii!cnu'ßs72 i am Ballenplaix. 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