kwzelpreks 20 pfennkg- S. Jahrgang vi« �Kril,«it»«r<»«Kt morqen»-md noAinmuaj. Ssnntaz, und Montag, na« einmal. V«I vezuaeprei» delrSat bei'rrier.zulieltnna ine Vau, iur u>ron»LeeI>u lo.oa m. IM »arm» zähidar, von der Spedition selbst-bzcbolt 8.80 M. jür Potlbrin, uebmen• sstmtlich« postanstallcn Scstellungen-ntaeaen. Unter StreUband bezoaen sür' Deutsch» la»d»nd Vestei reich 16.50 DI,>tir da, übrige Aueland 21.50 DI. ,uzüalich Valuta» auslchiaz, per Stils für Deutschland UN» Oesterreich 10.00'DI. Mtbxrtion und tttfiebition: Berit» RW.«, Sichiffvaucrdaami 19 UX, Zerniprccher: Amt Worden»33—30 und 076». Nummer 203> MbenS-Twsgabe Vi» achtaefpalten» Nonvareillezeile oder deren Ranm kostet S.— Mk. einschließlich Teuerung»;.t schlag.?skeine Anze gen: Da» fe.tgedru genauSgabe darüber, daß wir uns gegen den neuesten Will- kürakt des Neichspräsidenten Gebert, seines Parteigenossen, gewandt haben, und behauptet, dasz wir damit den Rechts- Putschisten willkommenen Zuzug geleistet hätten. Das Blatt verschweigt, aus welchen Gründen wir diese Willkür- mastnahme bckämpjen mußten. Wir verlangen selbstver- ständlich, daß die reaktionären Truppenteile aufgelöst und unschädlich gemacht werden, daß überhaupt gegen alle gegen- revolutionäre Elemente mit Energie vorgegangen wird. Wir müssen es aber aufs schärfste verurteilen, daß unter Bruch der Verfassung der Ncichspräsident sich das Recht der Ausnahmegesetzgebung gegen be- stimmte Bevölkerungsteile anmaßt und diese im Verord- nungswege sür vogelsrei erklärt. Wenn der„Vorwärts" noch einen Funken von prole- tarischcm Empfinden hätte, so müßte er uns darin bei- pflielsten, daß dieser Akt des Reichspräsidenten die ganze Arbeiterbewegung aufs äußerste bedroht. Was sich heut? Herr Ebert gegen die Baltikumer herausnimmt, dach kann er morgen gegen st reifende Arbeiter wiederholen. Und wenn wir heute stillschweigend zusehen, wie unsere Gegner versassungs- und gesetzwidrig im Ver- ordnungswege mit Zuchthausstrafen und außerordentlichen Gerichten bedroht werden, so dürfen wir uns keinen Protest erlauben, wenn etwa morgen gegen die Arbeiter das gleiche geschieht. Das will aber der„Vorwärts" nicht er- kennen, denn ihm liegt die Pflicht ob, auch die falschesten Handlungen seiner regierenden Parteigenossen zu verteidi- gen. Deswegen unterschlägt er seinen Lesern die Forderun- gen. die wir zu einer wirksamen Bekämpfung der Reak- tionärc aufgestellt haben. Es handelt sich, wie wir nochmals hervorheben wollen» nicht um Straf«, sondern um Ver- waltungsmaßnahmen, die getrossen werden müssen. Weshalb tritt das Blatt nicht ebenso wie wir kür die Bewaffnung der Arbeiterschaft ein, durch die allein die Gewähr gegeben wird, daß der gegenrevolutio- nären Militärherrschast ein schnelles Ende bereitet wird? Der Wortlaut der Verordnung des Reichs- Präsidenten, ebenso die Aussührungsbestimmungen des Reichswehrministeriums dazu, die jetzt veröffentlicht werden, beivorjen aufs neue, daß es sich dabei um einen ver- fassungs- und gesetzwidrigen Willkürakt handelt. Tie außerordentlichen Gerichte sollen in derselben Weise verfahren, wie es vom Ruhrrevier her noch in übelster Erinnerung ist. Den Angeklagten werden die Rechte der Verteidigung aufs äußer sie beschränkt. Gegen das Urteil ist kein Rechtsmittel zulässig, lediglich das zweifelhafte Wiederousnahmevcrsahren bietet noch entfernte Möglichkeit, diese Ausnahme- und Schnelljustiz zu be. richtigen. Nach allen bisherigen Erfahrungen werden diese Will- kürmaßnahmen nicht die wirklich Schuldigen treffen, wie ja bis heute noch immer die Urheber des Kapp-Pritsches. die Ludendorff. Lüttwitz. Bauer. Traub und unzählige andere unbehelligt umherlaufen. Wir verlangen. daß das Uebel an der Wurzel getroffen, daß nicht aber durch eine neue Erweiterung der Willkürherrschaft die Rechts- Unsicherheit noch vermehrt wird! Ter Kllpp-Msch«nd die Rechlsparkeien. Wie die.Frankfurter Zeiwng" meidet, hielt gelegentlich eines von der Demokratischen Partei veranstalteten Konzert» m Magdeburg der Oberreichsanwalt Baumgarten auS Leipzig, einer der Referenten des Reichsgericht», denen die Straf- Verfolgung der am Kapp-Putsch Beteiligten obliegt, eine politisch« Rede. AuS feinen«nSfsihrungrn ging hervor, daß die Beteilt» gung der Rechtsparteien an dem Putsch auS den Belegen grund» fäylich festgestellt ist. Das Strafverfahre« gegen den Genoffe« 5iiNa«. Unsere Fraktion hat tti der LandeZversammlnng die Regierung durch«inen Antrag ersucht, sofort da? Strafverfahren gegen den Abg. Kilian e i n z u st e l l« n und ihn aus der Hast zu e n t- iaiita. ßoaMns- und kullurpoülik. H. K. L. In den reaktionären Reihen der Zentrum» Partei wird seit Wochen und Monaten an der Koalition mif der sozialdemokratischen Partei scharfe Kritik geübt. Mit dem Augurenlächeln siegreicher Pfiffigkeit pflegen dann die linksstehenden Zentrumspolitikcr auf die großen Er« folge hlnzuwcisen, die sie auf dem Gebiete der Kultur» Politik errungen haben. Fester denn je hat sich d i« Kirche in Staat und Schule als Machtfaktor sestgesetzt, und es entspricht nur der Reichsverfassung, wenn der preußische Kultusminister die klare und deutliche Fov» derung der alten Sozialdemokratie— die Trennung von Staat und Kirche und die Weltlichkeit der Schule— umwandelt in die verschwommene und charakter» loie Formel der„Neuordnung des Verhältnisses von Stach:-.nt Kirche". In diesctti Falle handelte es sich um einer blatten Verrat, den die rechtssozialistische Politik an allen programmatischen Forderungen geübt hat. Es nützt auch nichts, wenn die ehrliche Entrüstung in den eignen Neth»-n der Mehrheitssozialdemokratie jetzt besonders im Wu hl kämpfe Worte der Mißbilligung finden wird. Entscheidend ist, daß man immer noch nicht begriffen hat, daß jede Koalition mit den Bürgerlichen die schärfste Waffe des Proletariats, den Klassenkampf, stumps macht und jede scheinbare Errungenschaft sich als ein Danaergeschenk er» weist. So in der Steuerpolitik, in der man sür mehr o>-r weniger zweifelhafte Eigentums« und Vermögenssteuern die Milliardenbelastungcn des Verbrauchs der großen Massen mit in den Kauf genommen hat,— so in den„ge- meimvirtschastlichen" Betrieben, in denen man Lohnsteige» rungcn, die bei weitem noch nicht das Existenzminimum er» reichen, mit Preissteigerungen von Kohle und Eisen bi» zum Fünfzigfachen des Friedenspreifes evkaust. Ebenso in der S ch u l f r a g e, in der man den grund» sätzlichen Kampf um eine wirkliche Gcmeinlchasts- und Ein- heitsichule um das Linsengericht kleiner Re« formen und verschwommener liberaler Versprechungen aufgibt. Die Reichsverfassung spricht zwar mit schönen Worten von einer einheitlichen Grundschule. auf die sich organisch das mittlere und höhere Schulwesen ausbauen soll, aber sie beschränkt die Unentgcltlichkeit de» IlntcrrichtS allein auf die Volks- und Fortbildungsschulen. An den mittleren und höheren Schulen aber läßt sie da» Schulgeld wciicrbestehen und damit die Bamiere, die von selbst de-n meisten Proletarierkindcrn den Eingang in bessere Bildung versperrt. Es muß doch beinahe wie eine Ver- -höhnung klingen, wenn trotz dieser S o n d e r st e-H u n g d e r h ö h e r e n S ch u l e n die Verfassung verlangt, daß für die Aufnahme eines Kindes in eine bestimmte Sclzule nur leine Anlage und Neigung, nicht die wirtschaftliche und ge- sellscha-ftlick� Stellung der Eltern maßgebend sei. Die Rechtssozialisten, die die alte sozialdemokratische Forderung der Unentgeltlichkeit aller Schulen im Stich gelassen haben und dafür diese wohltönende libe» rale Phrase eingetauscht haben, sind nicht etwa Dummköpfe, die die ökonomische Gebundenheit auch der Bildungsfrage nichst kennen würden. Heinrich Schulz und H a e n i s ch waren in früheren Jahren oft genug Fürsprecher der prole- tarischen Schulforderungen: aber damals war man nicht mit dem Bürgertum koaliert, hatte man nicht alle jene Rück« sichten, Vorsichten und Nachfichten zu üben, bei denen leider die revolutionäre Einsichs völlig verloren gegangen ist. Und dabei wäre die Unerrtgelklichkeit der höheren Schirlen tatsäch» lich weder eine Unbilligkeit noch eine unert-rägliche öffent- liche Besa-stung, wenn man in Betracht zieht, daß nur-in Drittel de? Unkosten der höheren Schulen durch Schul- a c l d gedeckt werden, zwei Drittel aber au» öffentlichen Mitteln. Wenn man ferner bedenkt, das? durch die neue R e i ch s st e u e r o r d n u n g die Ge- meinden nur den gering st en Teil ihrer Schulunkostcn tragen werden, der größte Teil aber auS N e i ch s z u s ch Ii s« s c n bestehen wird, dann braucht man wirklich noch nicht revolutionär zu sein, um die volle Unentgeltlichkeit der Schulen für daS ganze Reich hartnäckig zu verlangen. Durch Schulgeld kommen in ganz Deutschland keine kW Millionen Mark zusammen, und wenn man diese kW Millionen von dem 2'/» Milliarden-Etat der Reichswehr ge- nommen hätte, dann wäre das wahrhaftig kein Unglück für Deutschland gewesen. Es ist der größte Hohn, wenn die KoalitianSrezio- rung großsprecherisch von ihren eigenen Errungen« schaften spricht. Das Proletariat wird ander? darüber urteilen: es wird Recheniehast fordern müssen, daß man 2� Milliarden für 200 000 Reichswehrtruppen vorschwcndet. di» sür einen Krieg, selbst wenn»in solcher nicht für Deutsch- land in absehbarer Zeit eine absolute Unmözlichkeit wäre, nicht befähigt sind und sich bei der„Aufrechtzerhaltung von Rübe und Ordnutm" als uncuäftiftcnfefil Und»II k»nterrevolutionarstes Element envleien haben. Was aber hätte mon nicht für einen Äruchteil hi�er 2'ä> Milliarden an 5t n l t n r p o l i t i k durchführen rönnent Man hätte obliaatarische Kindergärten, obliga- torische Schulspeisungen für unsere so furchtbar unter- ernährte und schnMlliche heranwachsende Generation ein- richten, man hätte überall den Aufbau einer wirklichen EinheitS- und Gemei-nsel�iftSschmle beginnen, kurzum man hätte eine wirkliche sozialistische Politik treiben können. _ Doch dagegen hätte sich das privilegierte Bürgertum mit Händen und Füßen gewehrt. Gewiß, kleine Ncformcn, hie und da den Aufstieg weniger Tüchtiger des Proletariats, das wollen auch die herrschenden Kreise, denn das liegt in ihrem Interesse; aber ist es nicht eine Heuchelei, daß man unter rechtssozialistischer Führung und mit dem Firmen fchilde der Einheitsschule auf dem besten Wege ist, nunmehr ein D r e i k l a s s e n- S ch u l s y st e m einzuführen? Gewiß, die NechlSsozialisten haben in der bürgerlichen Koalition nichts für da? Proletariat erreichen können.— Das machen wir ihr auch niwt zum Vorwurf, denn das hälte jeder klassenbewußte Arbeiter ihr im Voraus sagen können. Aber daß sie in der Koalition b e h a r r t c und nicht, wie es ihre Pflicht gewesen wäre, wenn sie An- spruch darauf macht, eine revolutionäre sozialistische Partei zu sein,— die Köpfe der proletarischen Massen re- dolutioniertc und im erbittertsten Klassenkampfe gegen rechts einigte, das ist die große Schuld, die die Rechtssozialisten auf sich geladen haben, und die es uns un- möglich macht, auch im Wahlkampf die Streitaxt der Kritik zu begraben. Der schwere Fehler einer solchen Politik wird am deutlichsten sichlbar an der Schulpolitik. Da hilft auch kein liberales ideologisches Flennen um Demokratie. Demokratie ist gewiß ein hohes Kultur- bewußt'ein, wenn es die solidarische Entfaltung mensch- licher Gemeinschaft bedeutet, doch wir sind genügend mate- rialistisch geschult, um zu wissen, daß Demokratie nur aus dein Boden sozialer Gleichberechtigung und im Gemeinschaftsbesitz der P r o d u k t i c�n S in i t- t 1 1 möglich ist,— kurzum, daß auch dieser Blütentraum der Menschheit, wie io mancher, erst möglich sein wird, wenn das Proletariat mit diktatorischer Gewalt jeden Klassengegensatz beseitigt haben wird. Das ist der tiefe Sinn der Diktatur des Proletariats als Konsequenz deS historisch notwendigen Klassenkampfes. Der ideal« Gedanke der Demokratie hat nichts zu tun mit der Wahldemokrati« unserer Zeit. Gewiß werden wir �in demokratisches Wahlrecht einem reaktionären vorziehen, solange es sich noch darum handelt, der Bourgeoisie die Waffe des Parlamen- tarismus aus der Hand zu schlagen. Doch wer diese taktische Demokratie zum Kern einer sozialistisck>en Kultur Macht, der verrät auch hier die reformistisch Angltichung an die bürgerliche Gedankenwelt, der verrät auch hier den Mangel an revolutionärem Klassenbewußtsein. Unruhen in Sberschlesien. Di« scharfen nationalistischengöiit zur Karriar« war. All da» galt in verstärktem Maße für die Staatsanwaltschaft, bei de» die vorgesetzte Behörde, Tüchtigkeit und c»rp»studentifch>m!il- taristische Erziehung in dem günstigsten Fälle» als gleichboeechtigt nebeneinander stellt«. ff« ist töricht und fachlich falsch, wen, der Richterstan» jedeewal in ungeheure Ausregung gerät, weil ihm einer seine Erziehung«ls nicht ganz unbeträchtlich für die Ausübung de» LUchteramtos vorhält. Der Richter macht koine Ausnahm« unter allcn andern Menlschen: sein Fühlen und Denke.» wirb von seiner Erziehung u-ch seinem Umgang[toi �mitbestimmt. Also werten wir dem deutschen INichi'r Paviriifv'eit»or* Er ist»in Mensch, nehmt alles nur in allem, und die kleinen kchmankunge» der k.agnetnadel des Vesüzl», diese haaei««.-» Avweichuugeu Pom starren Wege des Paragraphen, die Summe all dioser kleinen xl'uZWfc. t» denen stet iedexatonn da» Menlcdllcke üb« das medergeschiagen. Dies hat sich heute nach» wiederholt. Die Er» regung der Bevölkerckstg fei immer noch groß. Tie Ursache dieser Vorgänge, eben jener nationalistischen Er- regung, dürfte auch auf den Ton der Meldungen abfärben, so daß die Objektivität der Nachrichten durchaus nicht über allem Zweifel steht. Wir müssen daher alle diese Meldungen aus interessierter polnisch- oder deutschnationalistischer Quelle mit der gebotenen Vorsicht aufnehme»», Ein Roischrei wider be» Mord. Der Bund Neue» Vaterland, der Nepublika»ische Führcrbunb und der Friedensbuud der Kriegsteilnehmer lassen anläßlich der Ermordung Hans Paasches folgenden Aufruf ergehen: Seit IX Jehren werden planmäßig alle diejenigen dahingeschlachtet. die sich dem.Kriegswüten entgegengeworsen und für eine nzue Zukunft Deutschlands gearbeitet haben. Da man vorläufig nicht die gesamten Massen niederlartatschen kann, die sich der Schreckensherrschast der Junker, der Militärs und der Schwerindustrie entgegenstemmen, so werden zunächst die Führer der Nevolutizgärc und die Kriegsgegner ermordet. Wir erinnern an Liebknecht, Luxemburg, Eisner, Jogisches und Landauer, an die Spandauer Arbeiterführer, an die 28 Matrostn, an die lö Arbeiter, die durch Marbur�cr Studenten in Thüringen ermordet wurden. Sämtlich« Prozesse zeigen, daß alle Ermordungen ra s l o S oder so gut wie straflos vor sich gehen. Die Morde geschehen ohne jede gesetzlich« Form oder nur mit der Parodie einer solche», sowie besonders durch Erschießung »auf der Flucht". In neuerer Zelt werden besonder» diejenigen aufs Korn genommen, die dcS Pazisisinu» überführt oder der- däch'ig sind. Man denke an die Attentate auf Erzberger und v. Gerlach. Futran ist während de» Kapp-Putfchc» ermordet worden, jetzt HansPaajche. Dieser Fall deieuchvet grell eine neue Sachlage. Die bisherigen Ermordung«..» fanden gewöhnlich in einer Atmosphäre de» offenen Bürgsrkrie�eZ statt. Man konnte den Ofsi�terS- Mördern ihre eigen« Erregung zugute halten. Die Morder- zentrale' läßt aber jetzt eine solche Bluttat vornehmen, um eine politische Erregung erst hervorzurwjw». Indem dann eine der- artig kimsinich von! Heien erzeugt« Nevolutionkbewegung nieder- geschlagen wird, hoffen sie dann ihre wsiteren P.än«! vorwirk- litbrn zu föimy». Diese bestehen zunächst da der TmAhüig der Militärdiktatur, der Bernichwny der wenige» übriggebliebenrn Errungeirfchasten von 1918, darüber hinaus planen sie denn einen öwvanchekrieg. Der Aüttwitz-PrrtCch, der die!« Ziel« vor- wirtlichen tollte, konnte durch die«.otsch! offene Abwehr der Ar- bester, Angestellton und Beamten iboreit» im.Keime erstickt werden. Er lam nicht zur richtigen Entfaltung, woran auch die mangelnde politische und technische Portbeveitung die Schuld trug. Dw Konterrevoluti»»äre ar'veten da'-er an einer besseren Vor- bereitung zu einein neuen Gewaltstreich. Sie werde« d.irin liegllustigt durch die Machtlesigkeit und vcrtziingnisvoSe Knrzsichtigkeit der Rrzieruug. Diese hat nicht nur ibve im März gemachten Zu/ngeu nicht«füllt, s,«d«rn st« duldet, daß durch die Genorstt« dl« Reichswehr von allen Re- publitaiwrn gesäubert wird. Bisber ist in Deutschland weder einer der KricgKxrbrocher de» Weltkriege» noch irflündeiner der Verursacher des Kapp-Putschr? gerichtlich zur Verantwortung ge- zogen worden, wohingegen viele Hunderte derer, die im Marz geg-n Kapp dstiNpfden, erschcsssen oder zu schweren Gefängnis- strafen verintelkt worden find. Die kommend« Mtlittediktatur wird nur vizzllch dadurch, datz die Regierunz zenmi wie vor dem V!»r, IIILO die Besahr eine« vtiiitdrputsche»»crlcnat. Indem sie nach wie vor dem Militär trat« Hand läßt, erleichtert sie auch da? Treiben der Mitrderzonrose. Nettung kann nur dadurch kämmen, daß das deutsche Vvkk sich der heutigen Eestrbr»oll luvvußt ist und danach hindolt. Zunächst müssen m ganz D'uiich- land Massenkundgebungen stattfurden, die dir sofortlgr Bestrafunz aller Mörder und der März Putschisten, die sofortiz« Mschasfvng der Frrikor»«, Zettsreiwilii»«»- und«'.»wohner- wehre», sowie die.schie«m>g« U»nwa»dtui»g der übrige» Wehren in»ine der BevtMik treu ergebe»»« Trupp« durchsetze«. Die Er- süllicag der� illlli-rzve r lpecchnnocn»miß durchgostihrt werden, ff» muh auf Grimd dc-z Artikel» 73 der Re.ch»»erf«ss»i«« petittschen»»schicke weuigsten» dem Ramo« nach in die Hand üekam. Die«efahr rückte ihm unmittelbar auf den Leib: W«r wurde nun Justiz» minist«?.Am ffnd« irjend'n jüdischer Recht Saineoit!" Wonach «acht« man Karriere r Weich« Überzeugung war moßgibemd? Der Richters»« nd und d-e GtaatSanwaltschast schlöffe» sich d»r übrigen deutschen BerwalturiHSpoaxtZ an. Sie sabatierte» die Republik. «te haben nur ei» Delogenheit, sie ,u sabotieren, und das sind die politischen Prozesse. Da c-um Beispiel Moebit auch aus der Erde llegt, und der liehe Göll dort keine andern Menschen- rxevnplar« geschaffen hat, so glaub« ist einfach nicht daran, dätz, zum mindest>» Uewervewutztsem, im Hchfserichprozeß, i» den Aufruhrprezessen der Jarusrrevolution, m hu.wert und aber- hundert polituschen Bcleidigungsprozessen der Richter nicht d« Sachlage so beurteilt, wie sie»Pen»in nulliger und zur polltischen Opposition Verurteiltor Mann sieht. Hier liegt keine Rechtsbeugung vor. Aber, daß«tu«eacn satirischer Vildnugrisse aus die Roichdminister angeklagter Re- dakienr mit der stllotipierung freigesproche» toud, wir lebten' ja nun heut« i««lee»« frei«, demalvati schon vst-at. d.«ser danke»«- werte Nichtcrspruch ist nicht au» d-r u.vt bekannten Srele de» deutschen Richter« zu erklären� joniw« da» llt Scherz, Saure, Jroni«»nd tivkrra BedautWna�' klverall auf. dem getoakttättgen MMiarismu» ein Enve zu Machen. Erst wenn der deutsche Militarismus überwunden ist, wird«r auch im übrigen Europa ausgerottet werden können. Bund Neues Vaterland. FricdrnSbund der Kriegsteilnehmer. Republikanischer gichmbuich. Elanzzellen sm Mörder. Kriegsgerichtlicher Freispruch für Mord. Die widerrechtliche Erschießung deS Zigarrenhändlers Ge- nassen Müller au» der Boxhagener Straße am 12. März de» vorigen Jahres sollte gestern ihre gerichtliche Sühne finden. Vor dem Kriegsgericht der 8. Rcichswehrbrigade hatte sich der Leut- nant der Reserve Hermann Baum wegen der von ihm an- geordneten standrechtlichen Erschießung als einer vorsätzlichen Tötung zu verantworten. Tatsächlich durfte sich aber der Leutnant vor dem Kamcradengericht seiner Tat rühmen, während der.unparteiische" Voriitzcicke von dem Opfer deS angeklagten Offiziers, dem Genossen Müller, immer wieder als von dem.Angeklagten" sprach. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Bei de» Kämpfen um Lichtenberg hatte der Angeklagte Leutnant Baum den Auftrag, einen Häuserblock nach Waffen abzusuchen. Er will von- zwei unbekannten Männern und der Besitzerin eines EasöS auf den Zigarrenhändler Müller hingewiesen worden sein als einen Mann, der mit der Waffe gegen die RegisrungStruppen gekämpft hat»«. B« der Haussuchung wurden keine Waffen gefunden, dagegen u. a. ein Mitgliedsbuch der U. S. P. D.. einige politisch« Schriften und auch noch einige Eisenbahnkarten und mg Stvaßenstlan von Verlin mit Bleistifieinzeichnungen. Auf Grund diesiS Materials erklärte Leulnant Baum den Genossen Müller für schuldig befunden, lieh ihn in den Hof führe» und erschießen. AIS besondere Großmut rechnete der Offizier«S sich an. daß er Müller erlaubte, sich von seiner Familie zu verabschieden, waS Müller gar nicht tat, da er die Anordnung de» Offiziers nur für eine Drohung hielt. Auf dem Hofe durfie er noch ein Vaterunser sprechen, dann wurde die Exekution vollzogen. Müller war nicht gleich tot. sondern der Sanitäter veranlaßt« einen Soldaten, einen russischen Schüler, dem Unglücklichen den Gnadenschuß zu geben. In der Verhandlung war NoSkes Blutbefehl ein Hauptber- teidigungSargument deS Angeklagten; aber so blutdürstig auch der NoSiesche Befehl ist. er spricht wör.iich nur von einer Er- schießung der Personen, die mit der Waffe in der Hand betroffen worden sind. Leutnant Baum.hat sich daher bei der Erschießung de« Müller zweifellos einer folgenschweren Ueber- schreitung de» NoSke-ErlasseS schuldig gemacht. Aber ein Offizier ist ein Mann, der verantwortungsfreudig seine Taten auf sich nimmt: darum argumentiert er» e» ist nicht nötig, daß die Truppe den B-rdächbigen mit der Waffe antrifft, solcher» eS ge- nügt, wenn ein Dritter den Gegner mit einer Waffe g e» sehen haben will. Die ErrichtSverhandstinz war«im Kemödie. Sie diente nur dazu, um den Anschein zu erwe.ien, al» soll- die ungeheuerlich« Tat aufgeklärt v!ur Hesühne. werde». In Wirklichkeit befleißigten sich alle Teilnehmer de» Kameraden. gerichl» in der Verherrlichung der Tat dieses MvrderS u>ch sprachen Ihn frei. Uns wundert dieser Ausgang de» Prozesses nicht. Tis Kriegsgericht« sind immer nur ein Mittel gewesen, um dt« verdrecheriMn Toten von Osfizieren oi'ch sursftssch ssu fertlgen. Dieser Frer'pruch eines Mörders ist ja nur einer der wenigen Fälle seit den Januartagen 1919. in denen die Mörder von Arbeitern hocherhobenen Hauptes den Ge- richtösaal verlassen dürfen. Wenn jetzt der„Vorwärts über dieses Urteil jammert, und den Deutschnationalen finm Vorwurf macht, daß s i c die Aufhebung der Kriegsgerichte verhindert haben, so steckt in diesem verhalten ein g r o ß e r Teil Heuchelei. Denn bei der VersassungSberatung war es die r e ch t s s o, i a l i st i s ch e Partei, die die s»- fortige Aushebung der Militärgerichte verhindert hat. weil st« ihren Verbrecher No»ke in seiner verderblichen Politik stützte. Neben den reaktionären Verschwörern trägt de»h.alb sie hie Schuld für dieses ungeheuerliche Urteil, und sie muß deshalb mitli am Wahltage ihre verdiente Quittung dafür erhalten._ vom Richte«ktsnd ist plötzliche Umstellung tmim zu vevtanzeu. Er wird«inioeufcen, fiie ihn Hab« sich nicht» gewandelt, und dt« DatbestondS-markma!« eine» Berbeechen» seien umdcr Wiihclw II. dieselbe» wie unter Gbcrt. Eben boß er die? einwtndet,»e- «eist fein« völlige verständniSlosigkeit für die pitzchologische S».!e per Rechtspoechung. Sr bat zum Beispiel bisher immer seinen Vlaat tzigcn Ret>»lutio»Sre perteidchen helfen, und bei dem{ 11 de» vtrojgesetzbuche», der die hochporrät«vis»«n.ll»i«v.iehm«n »«ftzöhlt. schtockbt« ihm nnmer ein i»*e« ko»'«st der Ballonmütze ver- Daß d-e®to«t«der die««rUrperuntz de» n«i,n»l«ul Mehrheit?!»: Ken» zu sein hat, ffht ihm nicht«in. Und er würde «»en OfsijierSputsch st, den geiheimsten Ainkrln� seiner Seele »ickst als«in Berbvechen, sondern alt den Wicderherstelliingz, versuch eine» rechtmäßigen ZustandeS«mpsindoit. A e ein prcu» ßijcher Etaat»an lischer Faktor und wird, je nach der Partei, alt willkoaunem Unterstützung oder als hemmender Fremdkörper empfunden. Ob- stktst, kann«» nicht sein— seiner Srziehung nach»icht und seiner p»ii tisch«» Etellun,««h»'cht. 9t ist heute üblich, dsn Politischen Gegner mft dem kindlichen Vorwurf der Beleidigung zu fassen, tvenn man ga, nicht mehr weiter kann. Der Richter stellt dum, eine yemualbelcidiznng fest, nnd w�nn er gen, gesch«««'st, tzetzt er«uf den tahich. che» Untergrund bor Tackte überhaupt nicht ein. Ate selche Urteile ausgenutzt werden, ist bekannt. Da eben steht Justiiim«♦«« Mt sie die wage in der Hand,«hr Pchwert.glitzeck in der G»«»« und ein« ehemal» weiß gewefenc Binde»st.hr stramm um den Kaps gebunden. Dritl naher heran. Tipp die Figlir mit dem Finger an. schlage mit de« Kndchel dagegen: st« kst b-hl- Besishie da» Schwert: e» ist dre�ziert« Pappe. Die Wage fällt klirrend zu Boden, d!« ehe» mal« weiß gewesene Binde löst sich, da glänzt ein Monokel aus, gerötete Cchtraffe durcluziehen eine seist« Backe, und»er deinen arstmin»«« Augen taucht«in dne so bekannte» Antlitz«"f.»in«S, das du huecherhnat im Kasino und in den Lai'dretSstub«., ,v sehen hast: das preußische Gesicht. Kork Krens fleft hen'e, Mittwrch, otzende« Mr. sm H.rr. moaiinm-Saal, Pieatitzer Strafe«nf vielka.h«» Wunsch»ech einmal vor: Au» eigenen Tchvüicn und.Haouiele» immdlüsi wo» Gerda« üxmvtmamv tns ensMgs(TcreSnis ver Gslhaer Lsnbtl!gsw3h!e.l. Der„Vorwärts" stimmt«in grotzeZ TMimphgesch-'üi«n Wrgen des NusfollcZ der Landtag?wah!«n in Golha. Er freut sich anscheinend über den„Erfolg" der Reaktion. Mit wie wenig Rocht da» geschieht, geht ariZ dem endgültigen Ergebnis hervor, da» Hi-t v» liegt. Danach haben d« Unabhängige» erhalten S7 SSS Stimmen uNdg Mandat«, die Deutsch« LolkSbartm IZ g?S f3 Mandate), die Deut'chnationile 4St7(1 Mandat), vauernbund St 4tS fS Mandate), di« Deutsch»« Demokraten 7S7b sl Mandat), die RechtZsoglalisten»»Oö fiein Mandat). Die unabhängig.' Sog! aide moikrati« hat mffo{roh de» unze- heitren Ansturm» alber ihrer Gegner, zu denen auch die Recht«. fozialisten gehörten und trotz der Ü�erhängung de» Velagerung?- zuswndeS durch die ReichZregicrung von �lhrer Stimmenzahl bei der vr rügen W�hi, nur wenig mehr als 10 Proz. eingebüßt. Da- zBgen hab�n die RechtSsozialistrn trotz der Unterstützung, die ihnen die ReichSrezierung hat zuteil werden lasten, nur di, Hälfte chrer früheren Stimmenjahl zu erreichen vermicht und da»«in« Mandat, da» sie hatten, auch noch Verls- re n, wähnend die unabhängige Sozialdemokratie von ihren 10 Mandaten 0 del?alten hat. Der Aukgang dieser Wahl ist für unsere Partei durchaus z u f r i- d c n ft e I l e n d, für die«-ches. fazialisten dagegen der vrrdisnte Jusammenbruch fijx ihre po Ktifch« Unmoral, « Der Sonnabendnummer des.Gothaer Volksbkafi' entnehmsn tatr, daß die Kommunistische Partei trotz der Aufforderung ihrer Thüringer Freunde, mit der U. T. P. in rine Listcnverbindung einzulretrn. weil„die Parteibldung in Gotha zur schärfsten Gegrnüberstellung einer reaktionären und einer revolutwnären Masse geführt hat", dies« Listonverbindung abgelehnt hat. Unser Githaor Parteiblatt bemerkt dazu: „Da aber«ine«igen« Liste wicht zustande kam, s» haben die Doktrinäre durchgesetzt, datz di« K. P. D.-Genofs«« der Wahl fernzubleiben haben. Da» ist ein derchänUni»- voller Beschluß, den wir geuade im Jwrcresse der K. P. D. be- dauern, und tt wäre zu wünschen, daß die politisch« Einsicht über doktrinäre Engst irni gleit und über d'« parteipolitischem Konkurrenzneid entspringende Abneigung gegen die U. S P. D. siegt und vi» K. P. D.-Genossen trotzdem zur Wahl gehen und die Liste de? Arbntcr schalt wählen, auch ohne die K. P. D.» «brigkeitliche Genehinlgung."> Die Hoffnungen sind aber anscheinend nkcht in Erfüllung ge« hangen und tfie doktrinär« Engstirnigkeit der K. P. D.- S e u te hoch mit dazu brigetragon, daß die Position der revolutio» närcn Arbeiterschaft eine Schwächung erlitten hat. Die Arbeiter. schast sollte au» diesem Borgang lernen und einsehen, daß«» «ncht ihren Interessen entspricht, wen» sie sich von Pu»«rden. Abens, hat die Partei Kenntni», daß dl« AnHehöri»-» d«r balti- sähen Freikorps im Land« auf den Gütern verwÄt find und durch «ntkassei,« Rejchfcrnhrangehörig» v rmshvt»Verden, faiw bo- sondev« Gefahr stellen di««ruS«ntkasten«, Foei-Ko�»». und Reich». tochrangehdrigen zusammengestellten Uch«st»kmnpagni«n dar. Auch die Verbindung doS WechrkoestttommandiB l nchf all diesen Vewegung«« giüt«l» seststechend. Man gtaiiW Mi den Kreisen der Part» sogar, daß ba«Wehrkr«i»»Komm«ndo di« Zentrale aller konterrevolutionären Be« wegungen«n Ofipneußmi darstell». Der Leiter de» BdchrfroiS- KmnmandoS,»Mwrttl»«n Da ss«l,|«t sich btUmnUult wüh- vend d«S K«pp-Putfch»a«nnvandfrei durch Bmzobe-Vefehl zur �«men dMgierimg" betau nt, ebenso übrigen« der Obm?bostbi«ktsr i« Adni-Äberg, d«r noch immer im vmz ist. Den Ausbruch d«» Putsch«» halt man»or den Wahlen ntcht für w«ch» gegeavevalu. Rm�ren Wän« P>»«rwirRichea. Suffästigerweis« berichtet d'«»ü�mSche osstweußifche P«st« in den letzten Tagen in großer Aufmachung über eüwa dwchctchrn Vormarsch der bolichewistifchLu Truppe» in Rrchrnng auf Ostpreußen. der dann kommunistisch«»usständ« im Reiche»ur F»!»« haben soll. E« wir«» besonders meffältig benwrst, daß g««che jetzt Plötz'. ch die reaktiomim(Miyerifch« Regweung Gelagentzeit nimmt, im»stav.ament auf die k«lsch«toi.stische Gefahr hen�uveisen. D»r verdacht, daß nn Zusammenhang ztvisch«» diesen Meldungen und den Acußerungen der bayerischen Regieruu, besteht, liegt noch. Dse ,on reakt'vuärcr Seite au» Wuhlgründe»»«cheeiieten Nachr cht«» über k-mmunsstische Putschadstchtan sind wach Ansicht der Parteilreise Heller Wahnsinn. Di« kommunistische V«» wegnng vm ftar.» ist fahr schwach«nd fast bedeirtnugSl»». Fit« putscht stisch« Unternehmungen b-steht bei der ostpreußischen Ar- beiterschaft nicht di« geringste Neigung. Tazegcn wird die«rben terschaft ,ur«bwshr t»nter.r-valutii»nä?or Unternahmung«» stet» bereit sein. Die p,n den Behächra geplant«» Gichorheit». und Ubweh r»w ßn«hm e n hält man m Partrikrcisen dSllig unzu- reichend und wertl»S. Al» einzige» und fich«,>»« Mittel gegen die ko-oterrevolutionärm Umtriebe kommt nur die v t- lvaffnung der org.rni'ierten Arbeiterschaft in Frage. Erhöhung der kohsensleusc. Die Kohlensteuer, ein« der dSZartigst'n indirekten Steuern. die besonder«»ei dem Mßverhältni» von Angebot und Nnchsrage zu«inet erhabliche«»t-igerung der Preis« und dem Swg-n tz,r Pwfite der Unteenehmer»«igetr-gen hat, soll n,ch»ed« t e r e r h ö h t w e r d e n. Sie beträzt bi«l?er Lü Pioz., d»r uoue GesctzenNours, der dem Reich«!», kurz nach seinem Zusamm»«> sriU»u«ch«n s«ll, steh» eine«teuerabgade in Hohe„»»«n. deften» SV P»«» bor. E» gilt gegen d!?se neue drückende Belastung der breiten Massen d.'r Bevölkerung mit aller Entschiedenheit Einspruch«u »«*1 k Rlävltt. l-rat fcalft«.>«A am 2nnt Toziakhemorraken gewtkhlt werden, vle alle?» find Segmer der indirekten Tlcnrrn und sie allein werden de» Kampf argen diese Sotzähnnz der Kohlensteuer mit aller Energie aufnehmen, tk 5ÜM der ZeZlsMchislen. DaL Oberpräsidium der Prsdinz Schleswig Holstein erblärt in einer amtlschen Meldung, daß' die vsrhetzende Behauptung der..Post", nach der ein rege» Ar- beits« der unabhängigen Cozialdsmokrat«n und der Kommunisten in«er 0«»»«» Provinz Tchlebwig- Holstein immer deutluher danach trachte, da» haldive End- ziel ihrer Bestrebungen, nämlich die tziäterepublik «chleSwig-Holstein zu Waffen, von Anfang bi» zu S«de f r e t e r f u n d e n sei. Die Meldung stelle sich al» ein fribalsr versuch dar, die öffentliche Ordnung und Gtcher. heit in der Vrodinz Schle»w�.Holstsin zu stören. Da» gleiche gilt für alle übrigen gleichlautenden Pham tasten der reaitionären Presse, die täglich verbreitet werden. um in der Vavdlkming jene Nervosität hervorzurufen, in« dem g«tzi«nten Militärausstand den B«d«n vorher«»»« würda. « Aucki»?? ObeefKsi�dent H ö r si ng erklärt flkt den Bereich seiner Tätigkeit da» ßkeichs. In«im in Aufruf an di« Be- » S! k e r u n g sagt er, man gehe im Wochlkampfe so weit, im ganzen Reiche mit einem vcvorstehenteu Putsch von link» in der Provinz Sachsen zu operieren.„Indem ich vor aller Ocsfentlichkcit gegen diese» Wahlmanöver protestier«, weis« Ich d!« indirekten Beleidigungen und Schmähungen der BevZlke- rung Sachsen», besonder» der Arbeiterschaft, mit Entrüstung zurück tknd stelle fest, daß wbemaich ui Sachsen zur Ant an oinen Linstkputsch denkt." Hörsing führt dann einige Einzelheiten«ml den Lügen- Phantasien der-reaktionären Presse an und fährt fort: „Wie naiv sind Leute, di« solch einen Unsinn verbreiten. ak» ob die Behö.-drn schlafen und nicht über die politische Lag« nach beiden Seiten hin genau unterrichtet sind. Die Behörden lassen sich durch solch« Manöver nicht beirren. In dieser Zeit wende ich mich«n die Bevölkerung der Provinz mit der Bitte. vte ganz» Putschgeschichte al» cl«Mn U E&l sAvtzP.fc&l«!■ ,us-Km." Sie koukM-Ds sile JMHMg an den GeKelnStivstzien. Wahrenb di» Kommunisten die Unabhängige Sozialdenwkeati« wegen ihrer Haltung dauernd angreifen, nähert sich die von ihnen in der Prazi» betriebene Politik immer mehr der Stellung, di« die Unabhängige Sozialdemokratie von jeher ein» genommen hat. Im vergangenen Fahre wurden wir u. a. heftig bekämpft, weil wir un» an den Gemeindewahlen beteiligten, während die Kommunisten erklärten, Beteiligung an der Arbeit in den Gemeinden sei einfach gegenrevolutionär. E» zeigt deshalb di« große Wandlung der Kommunisten, daß nach einem Bericht der„Roten Fahne' eine Mitgliederverfamm» lung der K. P. D. für Groß.B«rIin vor einigen Tagen beschlossen hat, sich an den Wahlen für die Gemeindevertretung zu be- teiligen. Anscheinend aber«u» Unkenntnis über die Uerteilung dar»ufcabsn in der neuen Stadtgemein»« Berlin hat di« V«»- sammlung gleichzeitig beschlossen, auf die Beteiligung zu den Wahlen zu den Bezirksversammlungen zu verzichten. Pen de» Herrschaften scheint niemand zu wissen, daß da» Gesetz über di« Gtadtgemeind« Berkln von dem ursprünglichen Entwurf weseut» lich abweicht und daß den Bezirkiversammlungen fehl wichtige Aufgaben übertragen worden sind, in»d»s«ndere die Regelung d«» Tchulwesen» fast ganz in deren Händen liegt. Im übrigen ist dieser Beschluß aber auch deshalb lächerlich, weil alle Stadtv«» ordneten gleichzeitig al» Bezirksverordnete fungieren und ein wesentliche« Teil dor verberritenden Tätigkeit der Gtadtverord- netenversammlung nicht in den Kommisstonen, sonder« in den Bezirktämtern und Bezirksversammlungen vor sich geht. Bemerkenswert ist ferner, daß der Antrag, daß di« Vertreter der Partei verpflichtet seien, sich auch au den Kommission»« arbeiten zu beteiligen, nach längerer Ditkussio« ange» nommen wurde. Die Kommunisten haben also auch in dieser Frage»in« so vollkommene Wandlung in ihren Auffassungen voll- z-tzen, daß jedermann sie deutlich erkennt. Trotzdem werden sie kaum aufhören, über d<� �gegonrgvvlutionäre" Walten de» N.ch»b«t»» von unserer Baedri verenssartet wurde. Auch da» viele GÄd, da» mit«fteneu Händen auf die«trasse gu'vr-ut»ot-d, neu di« Fndift'irente» und At«mtsch!»ff«wn e�usanao«, wo»'« nicht imstande«ü»« solche er hellende Kundgebung hervor� mifon. ZVcoA strömenden istegeu» ivsron etwa 1t 000 Frumen �sammengti»»,m«n, die zmn Test w geschlossenen ßü�n, mit Nah««» und Standarten ausnumAieMen. Nt> war«n rühvonder««war» von Opfeamut, Entschioflen�eit und Begsisteruna, di« Fvaurn um/ di« Nedner- triöimen gcschaot»n ssr>o», w«tz»«ud der Kep-u tem Himmel goß. Di««iü-siin Luis« Zieh, fcvchfca Wulff und Mo-thr Demmning fanden andächtige Z'chürerinnen und st�nmische Zustimuuiirg zu ihrem Auftmf zum Kampk schr den»leg uns««? Partei. D-r glänzende Verlaut dieser Äsmapstraa«»«. tüßt da« Beste für tzon lUZoch-niösanz hoffeeu * i.. Zu einem Zwischenfall keuw�S Mitdrst«Ken» KS! Schluß der Fwuctrvevsanmrtlung aus der Spiel» ios« dm FrredrlchShain. Roden«cheren vpnosstn-w« st�roch von der«stwn Tribtne«nfere Gen. Zieh. Bon mnft«h«ntz2n höheren Schülern soll während de» Boctrages die Bemerkung gemacht worden sein:„Die Zieh müsse man genau so wie dt» Lnzeendurg unter die Küß« iKhmcn". Set. der kaante dieser Rohling Nicht lt�tg-steU wastde«. Bei der Ger- folgung dar in Freqe koamveeeden Personen ist aber l«.d«r»in Unbeteiligter belästigt worden. Tor Aors.-.ll hatte zur Folge, daß heut««in Gerücht im U.mlanf ist, wonach auf big(&«, tzistz »in Mentat verübt weadeu s«i., �Ruspan?. emmpckffchen Kusstanv«KTtnsnt stch räum nwij ! deutsche Gestmyi:», soweit sie'nicht frelwWig dort verbliebett sinlch Si« sind bereits allz früher ausgetauscht worden. Die deutschen Ferienkinder. Die ersten bOg deutschen Ferienkinder sind jetzt wohlbehalten in Christ ianiä «ngekommen.-Die cnurden am Psthnhsf bs» Dam«n luch Hkaran de« norwes�stbon Komitee», den norwegischen Pslsgeelte«' und gahlMichen Vtijgliedern de? deutschen Kolonie mit der Gatt» beb denthchen Qi-sandten, Frau von MeüiuS, pm der Spitzt, empfang«. Untersochtinz der Wncherverbrechen in Jhnlirn. Das i'lmtK» ltkeüt vevKssetMchi««a Berordaung, wmtoch ein Abschuß> rgeo sitzt nr.td wtr Untersuchung d?r Stach« nicha-hvn rinigM Aktiengesellschaften, di» in ledier Hftt ihr Stamiiw ».rpital m untzewShnUi�vlr Weifie echöhb haben. Da» SchtchanG und da« fiaatt ch« Bolnta-Amt haben boi einer Unttrsuchunig üb«! tzen Bodivvhande. fessq« stellt, tziß viele Mißbräucho vorgekmnnuut sind. D», Schltkdigen sind dertzastet wordsn. »ofeoinng politischer Gefangener in der Tschechvslewakech De? Biöttern zufolge wurden auf Grund der allgem-inen Am« naiti« M u n a und Genossen in Freiheit gesetzt. Muna begast sich nach Kleid no, wo«in Kongreß der Kommunisten stattfindet. Kaetoffeln au» Dänemark. Im Frühjahr ISA) hat Dänemodl fsir etwa 37 Millionen.Kronen Kartoffeln«xportierch davon nach Deutschland 1280 000, nach Amerika 103 80l Tonnen unl nach England etwa» mehr al» nach Amerik«. maajszszaisaza G«Wsrkschastllches. ] Wche. Acht in den Berllner Waren- und Kanfhäufem dort yn den letzten Tagen ist es in«inKtdwnn Warenhäusern Bero lin» zur Kü,?diaung«lurr grösseren Vuzcthl von kausmanreischeit Ungepclllen gekommen,, di« rhn« Einverstänbni» mit der kLe« triei>»t»ertrei.»tng der Angesleltlen(erfolgten. So wird un» b» richtet, daß zenn Beispiel im Warrnhau,« A. Werthem etwa 100 M ISO ftocifct«iin<'«n vorsenoninwa worden such, ohne daß dem Angfestelltenaussaiuß ir�Mdiv Irbe Mitteilungen gemacht wordeA sind. Dchnl'.ch liegen di« Verhältnisse auch«im Warenhause TieG wo v«n unter ganz mehtigen Borwänd«, auch einer ganzen Am »ahl von Angestellten kü ichig' hat, allelia in der Leipziger Straß« 60 Angestellten. Auch hftr oft ein EÄwcrsttfndtviS mit dem A.ue gestcll-tenau» schaß vorhar nicht zustande g'.iomvtn. Bot der Finna A. Wertcheim ist sogar neuording»«in Mitglied der Betri«L»vev» tretung genmsto»g«t>i worden. Dies« Stekbunonahme der Arbeit» geber erklärt sich au» der Tcvfsache, daß de» lsiäabestimmungSvech' un B«ti>«b« tm Aaytsteliten nicht mehr irt dam Ausmaße zustc Tarifvertrage, weil, der Schstchtult�SauSschu ch«ntspvo-li.'md der Stellung de» lsteichSarbeiiSmi'r�stenwm» nich al» unter dem alten verstehen koenw«, dem bisher bestehenden Mittbeslimmun »«cht auch im neuen Tarif Geltung zu verfchafseu. Wir müssen diese Tchsach« ab» eine Kampsansaqz der Untemehinet im Einzel« bandet Niel»»» tzetvachten und fordern die Angestellt»» auf, sich energisch zur Wehr zu sitzen. Dazu»st in erster Li«»« erssriwr« ich. daß die Angestellten in sidctm einzelnen Fall« sich sofort a« dt» BetrielbSvertrrtung wrmdon und dies« den Borfall fafovt der isch.ion uvbteiku. den nächsten Tagen wird der fsinstralverband der Ast« gesteilton di« dn den Waren» Kaufhaufern beschäfbtgten An- on zusmnmanbarusin, um Stoll-ung gegen bw Machtgelusth der Ui»!>erri«h mer zu nehmen. Di« Anglestejwen werden aufgt» foUdert, sich am Mttwoch, den A Fmsi, abends TM Uhr, in dms „Ziuuen Welt", Hasinistcids,«inzustud»» zu einer Versammlung, in der auch in dieser Angelegenheit im Aufammeuhcmg» nch> der veeichterfwstturig Wer d>i« Tarifverhandstcngen gesprochen werden rrtird. S0 ist dochgend nostvendig, daß di« Angestellten sich noch fester».» stiShev im?)»!rtr»svcril»wd der Angestellten zusuiumnm lchtwßen. Nur so werden st« in der Lage s«n» di« Angvifsi de» Untevnehmeetumv vestto» abzu schlagen. Buchdrnckeeei-HilfSarbelter. Der VuchhaktrmgSkursilS sich G«nofsin H a i« a» n findet dies« Woche wie immer am Mttt» woch statt. Holzarbeiter. Der BuchhaltunaSkursir» der Genossin Hai» mann am DonneeStag von 6— 9 Uhr fällt in dieser Woche auK Achtung Metallarbeiterl Wir ersuchen die Funktionäre, hef eintretender Verkürzung der Arbeitszeit oder Betriebsein- schränkung un» in jedem Falle zu benachrichtigen. StemonS-Konzern: B?zirk»sonfer«nz Mittwoch nachnuttast 4 Uhr tm Moabiter Gesellschaftthau», Wiclefstraß«. Achtung,«w..vkd-epa»bau. Gewer! Sip. 1, Or. 1 unl Or. L. bstle ehemnstg«« und»arbeiterirmen p.t» siebender Gewerkk, welch« Mkordnachzahluna erhalten ihabsf tresfen sich DannerStag, 6. Juni, dorm. SM Uhr, bor Aw.-Sü» Epandau. Pünktliche» Erscheinen rst erforderlich,(Seidel.) Der Heimtrandport der deutschen KvsiLKMm�Mn fiioZ Ruh- land soll«it dem K»tttz»«>l'it beendet sein. Der ftbtMWöp»»« der Deutichen in ßMirwn Üt fast RSllj durchgrnlltzet, sie werden auf «apanEf Jmn Dc-mpf«»» he'imrefchassi. d i, letzten wewn im Juli die Hecnwecsc am. Die fXs&Jtgwirn«nw �»estsibrr-cn uad � Türke stau iverden üb»« Motkau— Ravwa heimgeschasft, der M- »»akchünace« toutfoort siDet ltmck utri«: wem-ea-üttrt« r«MSportu«scu t« Bezirksorganffati»« Dsrlin-Sladt. Die Distrikte werde«»rsncht, moraen im Lanfc KkÄ Tossc» vom tfartesh�r«!«, GchiFlrrstrasle 5, Wahltzlakail abhrlen zu laffcn. Die AkschiistSlcitunss. Bsz>? 5 v xOanb Perßin-BrandAibttrg. Die M mc:.,.:: Rittwoch abend in Aussicht genommkAe Veraustalfttttg im �»sttziutte« fällt verschiedencr Umstiind« halb« m». Die GkschästSlritung. W« die LchSlb an de? Richiaufnahm» in die SladwsrrrdnsjemrZhltrUsien? Zkkchk ds« B» Hürden, wie diele aunetme». sondern die bürgerlichen Parteien und vor al.em die Demo. k raten. Ätz, hob.'n e» bei der Verassins der Gesetzentwürfe über dsi«eu» Stadt g«nr>ind« Eroß-Bnrlln durclgcsitzt, daß ins Gegensatz»n der bt«>äu>l«g»iVnhz nur der wahlberechtigt tzst, der eu« Jahr lautz in Go»ß.B.c�lr aniMz ist. Ssi haben alt« An, (läge d«« siuniliistifch«, Bort che« aus Slrn.hnna dieser Bossini« nrnng abaelehat,«est fsi tz»fst«n, duvch dies« AnMssigÄ'USfrifi ihre Wsb.au«ncht«n verbesseon zu känncn. Wähler, gebt diesen Parteien dafür»ia Quittung, f ehr all« di» Wählerlisten nach und wähtt am 30. Juni t>t, »iftey dar«.». P. Di««rst« Waaenkla?« uerschwiudet. Nach den neuen Bs« stimmungen sollen die Eil. und Personenzüge die erst« Wagen» klaff« überhaupt nicht mehr, di« Schnellzüge nur nach in sehr be, schränkt»« Umfange führen. Daher wird nunmehr ein« Ant ordnnntz zur Durchführung gelangen, nach der die überflüssigen Abteile 1. Klasse in selch«. S, Klasse umgewandelt werden und durch Settel»der Schilder ven außen her a!p«btaue L. Klajj» tenutlich gemacht werden svllen. Lichtenberg. S» wie» pccwsichtigt, auch in diesem Iah« wäh, rend det Sommer» i« dem ftäbti scheu Er hol un a» h« i ul AarUlwrit«loa«»««6, tu, der tu» MMN«««» JC'i KScnvS mit SwSchIgem Wechftr vn?lH�WMMU otv zu ksSrpfI?M. Die Berpflegung besteht in Murgeusustpe, Mittagessen und Nach- metlagSkaffee, Brot mutz Mitgc!br«ht Wörde«. Der tägliche Kosten hettrag-dor Wtern wird etwr Ii,— M. betrafen. Bei Bedürftigkeit werden die Kosten erlassen. Eltern untere rnährter und sch:väch- licher Kinder, Ivelche den Wu-nisch haben, ihre Kinder nach dem Heim Karlshorst zu schicken, tvcrden gebe loa, ihre Namen b i S b. June 1320 tan Städtischen Wohlfahrtsamt— Abteilung Landaufnthalt für Schulkinder— Türrschmidtstrabe 26, 2 Tr., Zimimcr 63, mitzuteilen. Die Abteilung Bollmllchvertellung de? MIlchamtc» BerNn verlegt am Donnerstag, den 3. Juni d. J>, ihre Bureauräuine nach Berlin NW. LI, Alt»Moabit S8/l03. Mündliche und schrift- liche Anfragen sind daher vom 4. Juni d. I. ab dorthin zu richte». PreiSerhölzÄNg für nirdcrschlesischrn SchmelzkokZ. Infolge der vom NeichZtohIeurot bo'chlossenen Erhöhung der Erzeuger- preise für nioderschlesischen SchmelzkokH nnuz der Kohlen oerband Grost-Weulin im Ausmah dieser Erhöhung den Kleinverb.nrsS- preis für niederschlefischeln Echnrelizkoks für das Gebiet des KohlenborHandeZ— riickwirZend ab 4. Mai 1920— auf Marl •30,63 für den Zentner frei Keller festsetzen. Ez wird darauf hingewiesen, dast etwaige Versuche einzelner Kohlenhändler, an- dere Kokssorten, für welche nvctagere P.rcise sesigesctzi find, als Nioderi'chlcsischcn KokS zu lisfcrn und zu berechnen, die Schlie- ßung der Hebresisenden Geschäfte durch die Kohknstelüe zur Folge haben werden. DaS zweite Stäbtische VolkSkonzcrt de? Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Richard Hagel findet am Mittwoch, den 2. Juni 1920, an der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23, statt.— Der Vorverkauf zu den Volkskonzerten findet statt in der Zentralstelle für Volkswohlfahrt, Augsburger Str. 61, in der Berliner Gewerkschaftskommission, Engelufer 13, im Atgarvcnge schüft von Horsch und in dem Stressenden Konzertsaal. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Karten werden abends an der Kasse verkauft. Der Eintrittspreis beträgt 1 M. Kaffsneröffnung 7 Uhr. Der Millionendicbstahl in der Spandau« Zitadelle aufge. klärt. Großes Aufsehen erregte vor Jahresfrist die Entdeckung, daß auS dem Gewahrsam der Spandauer Zitadelle 60 Millionen tümlliiM« LeT fsessohleff svorhekk' Die Schein« ickKerM» in Holzkisten, die je 5 Millionen enthielten, wie man glaubte, in völliger Sicherheit und unter guter Bewachung. Um so mehr war man überrascht, als eines Tage? eine Revision ergab, daß alle? verschwunden war. Jcht hat die hiesige Kriminalpolizei dag Rätsel gelöst. Die Diebe waren die Wächter selbst, Leute, die damals zum Heeresdienst eingezogen waren und als garni- sonverwendungsfähig in Spandau standen und dort auch Posten» dienst auf per Zitadelle versahen, Bier Mann wurde» ver- haftet nno sind auch geständig. Der dreifache Mord in Birkenwerder. Am gestrigen Montag vormittag traf in Birkenwerder eine aus Vertretern der Carmen- burger Staatörmwaltschajit bestehende GerichtSkoimnission ein, die sich nach dem Fundort der drei Leichen begob. Eine eingehend« (Jlntersuchung des TaiorteS fiihri« zur Auffüldung einer Petra nen- hüls« eineS 7,63 kalibnigsn Brownina». Tie Hüls« lag bei den Kinderleichen. T-i« Waide« Untersuchung siiihrl« zu tan Ergebnis, dag wahrscheinlich«in fingierter Raubmord Vorlage. Man fand bei der Frau weder einen Ehering noch eine Hand- tusche. Dagegen lag bei den Kindern ein Pordenwmiczi« m>it her- ausgerissenen Zweiimovk- und Einmarkscheinen. Nach tan ganzen Befund neigt man der Ansicht zu. daß der Gatt« und Vater die Tat veruibt hat und zur Verw'.schuug der Spuren«tuen Raub» mord vorgetäuscht hat. Jrgoiidwelckfe A uSiveiSvapier« oder �fon- ftige Aeichen, die zur Erneitteluug der LZersonaIi-.m führen könn- 'cn, konnten nicht gesunden werden. Nur daS Mädchen führt« oin Tachentuch mit dem Buchstaben bei sich. Di« Leichen wurden am Fundort phoiographiert und dann noch der Birkernverder Leichenhalle überführt. Die w den nächsten Tagen stattfindende Cbdn-ltion wird ergeben, ob bei der Ermordung Gsvalt ange» wendet wurde und ob vier Kampf zwifchsn den Cpfern und dem Täter ftaitgesunden hü. Di« Photographien der Getöteten licgrn jim Birke nwe oder Polizeibivreau zur Einfich'tnahme aus, weitere �Angaben, die zur Evmuttbung der Poronalien der Ermordeten j führen können werden dort enlgr'.genaenommen. Di« ennotta« A-tuu war bekleidet mit einet blauen Bluse, dunkellbvaunem Rock, fchnxrrzsn Strümvfen und Silefeln. De? Knabe trug«ine Ma» trvsenmütze mit der Aufschrift.Mariueflivgcirabteilung''. Wetter für Berlin und Umgegend am Mittwoch. Nachts ziemlich kühl, am Tage wieder wärmer, keine, oder unerhebliche Niederschläge bei mäßigen westlichen Mindern Ms den SrZanlsnüonen. S. TIflrikii, I. Abteilung(Dasfertorviert-l). Mittwoch abend 7)4 Uhr Adtetlungsversammlung bei Keller, Wassertorstr. 71. Tages- orbnung: Wahloo.bereitunsen. lt. Distrikt. Heute, Dienstag, abend S Uhr Sitzung der Agitation-- Kommission des ganzen Tistrikls bei Schmidt, Papp:!-A!Iee 61. Chariottqnburg. Mittwoch, L. Juni, abend» 7 Uhr, Eltrazahlabend I» sämtlichen Gruppen. EchZneberg. Heut«, Dienet ag. abend 7)4 Uhr öffentliche Volks- Versammlung im»Schwarzen Adlet", Haupt str. 14-1. Ref.: Genosse Dr. Mose».— Die Kleber treffen sich heule, Dienstag, abend 6 Uhr in der.Freihs!t"-Spedl!ion.— Mittwoch abend findet in sämtlichen Bezirken Extrazahlabend statt. Steglitz. Mittwoch 7)4 Uhr Bezirksabend in den bekannten Bezirkstokalcn. Verleitung der Wah'.arbett. Helfer willkommen. Mariendorf. Mittwoch, 2. Juni, abends 7ba Uhr, wichtige Besprechung der Bezirkssührer und sämtlicher Wahihelser in der Schule Kursürstenftratz». Rioderschlinewelde. Mittwoch)48 Uhr gemeinsamer Zahlabend bei Schuster, Britzer Strotze 17. Wichtige Tagesordnung. Donnerstag 8 Uhr ösfewlliche Wählerperfammlung ln der Schulaula. Referent: Genosse F.itz Zubeil. Tegel. Mittwoch, 2. Juni, abend» 7)4 Uhr, Extrazahlabend in den dekannten Lokalen. Hshen-Neuendors a. St. Mittwoch, 2. Juni, Zahlabend bei Tewes. Treptow-Baumschulenweg. Heut« abend 7 Uhr Mligllederrer- sammlung bei Nitschke, Am Treptower Park 25. Es wird nochmals die Wichtigkeit der Tagesordnung hervorgehoben und ist das Er- scheinen jedes Genossen und seder Genossin unbedingte Rotwendig- keit. Alle Genossen, dl« sich für die kommenden Reichstagsivahl- ardeUen zur Verfügung gestellt haben, dürfen«denfalls nicht fehlen. VerelnslalenSer. Deutscher Werkmelster.Verband fDezirbsverein Berlin 24. Fach- gruppe 16, Holzindustrie). Dienstag 7 Uhr Mitgliederversammlung im Schultheitz, Reu« Jakodstr. L4/2S. In der Bersanunlung Ausnahme neuer Mitglieder. Derantworilich sür die Redaktion: Leo Liedschütz, Friedenau. Verantwortlich f d. Inseratenteil: LudwigKomeriner, i.arlshorst Verlagsgenossenschast»Freiheit",«. D. m. b. H., Berlin.— Druck der LIndendruckecei und D-rlagsgesellschast m. b. H., Echissbauerdamm 19. HHHY kleine Schachteln Kola Dultz umsonst. 3ch möchte gern einem jeden, der sich abgespannt fühlt, eine Probe meines Mittels zukommen lassen. Es belebt die Nerven, regt sie an und beemsiusit dadurch dermaßen die Ee- sundheit, daß man sich bald so srisä), wohl und unternehmungslustig fühlt, wie man es von Natur aus sein sollte. Kola Dultz soll überdies auch die Nerven in Anregung erhalten. Im eigenen Interesse eines jeden Lesers dieses Inserates, der erschöpfte Nerven hat oder der leicht müde und abge» spannt wird, oder an Kopsschmerz und Schlaflosigkeit leidet, wünsche ich, daß er Kola Dultz versuchen möge, und wahrscheinlich würde er dann bald wie viele andere sagen können: die Wir- kung von Kola Dultz ist geradezu überraschend! Die besten Nerven sind die, von denen man am wenigsten merkt. Kola Dultz ist ein Freund der Nerven. Es ist angenehm im Gebrauch und seine Wirkung ist eine Erfrischung. Kola Dultz ist unschädlich und wird Männern, Frauen und Kindern emp- fohlen. Das Alter hat dabei nichts zu sagen. Es ist ein Präparat zur An- regung der Nerven. K o l a D u l tz ist überall am Platze, wo die Nerven nachlassen oder sich sonst unangenehm bemerkbar machen. Schreiben Sie mir sofort eine Postkarte und verlangen Sie Gratis-Zusendung einer Probe- schachte!. tMXDl)!.!?, Bern« SO 33, Ut. 611 leunssen am jw, � 1 EinlaB ab ij /«'tyfa, 3 Vir. 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