Linzelprew 30 Pfennig- 3. Jahrgang ?>ir»rsliiiin, mor.ien» NN» na-bmittag», Sonntaz, und kNontaz» nur«inmoL Str i"f;U(i»prfis hrttüat bei reirr Znfteluna int 1-aut rtir ittoü-ärrlm 10.00 m. im 50t dut Zlibibar, von der Spedition selbst abgeholt S.io M. Für Oollbiene nehmen sännliche Postan stalten L-stellunzen entgear». Unter Streieband d-zonen für Ueutfch» land und lvcsteereiev lb.l-O HL, Sr dot übrige Autland 21.50 m. tüzüalich Valutaaufschlag, per Brief für Deutschland und«Oesterreich 30.00 m. Sledak«!«n und(chrpedition: Verl in?iW.«. Setiiffbauerdamm I»»». Zern-prechrr: Am, Rordr-, 8»»—»S und 9769. Zreitag, den 4. Juni 1920. Nummer 208> Morgen-Msgave Die achlgespalten, vonpareillezeil«»der deren Baum fastet 5.-- lnt. einschließlich tüenerungezuschlag. Kleine Anzeigen! Da« te.tgidruett, Wort J.— Ulf. jeder weitere wort 1.50 Ml, einschließlich Teuerungtzu schlag, laufend« Anzeigen laut Tarif. Familien» Anzeigen und Stellengesuch» Z.ZO Mk. netto pro Zeil«. Stellengesuche in wortanzeigenl da» fettgedruckte wort 1.50 Ml, jede» weiter» wart i.— Ml. Ansrrnien-Abteilunst Verlin MW. 6, Schiffdanerdamm 19 Fernsprecher: Am« Wardt« 893—36, Buchhandlung Zentrum t«45 .Freiheit"-Buchdrnckcrei Zentrum"«30. berliner-Organ bar VmbMngfgm Sopalömiofnitfe OratMtanöä ReaMon oder ReooMon? Zwei Weltanschauungen ringen in hartem Kampfe mit. einander. Die eine will den Gang der Entwicklung zum Stillstand bringen und die Menschheit auf den Stand der Verhältnisse früherer Jahrzehnte und Jahrhunderte zurück. führen. Das ist jene Auffanung, die wir mit dem Namen der Reaktion zu kennzeichnen pflegen. Die andere will, daß die wirtschaftliche Entwicklung, wie sie sich im Schöße der Gefellschaft vollzogen hat. auch im Aufbau des Staats- Wesens zum Ausdruck komme, daß eine Wirtschaftsordnung beseitigt werde, die sich als unfähig erwiesen hat, die der Gesellfchaft innewohnenden Kräfte zu organisieren und der höchsten Gestaltung zuzuführen, und daß an ihre Stelle eine andere Ordnung trete, deren Grundzüge wir bereits heute erkennen können und die allein imstande ist, die unsäglichen Leiiden der«neiTschlicHen Gesellschaft zu beendigen. Das ist das, was wir unter Revolution verstehen. Es ist falsch, zu glauben, daß der bevorstehende Wahl. kämpf die endgültige Entscheidung in diesem Ringen bringen wird. Umwälzungen im gesellschaftlichen Leben lassen sich überhaupt nicht auf den Tag voxher berechnen und voraussagen. Wohl aber muß der kommende Sonn tag zeigen, wie weit der Aufmarsch der mitein- ander ringenden Heere gediehen und ob die werktätige Bevölkerung, die die gewaltige Mehrheit des Volksganzen bildet und die Trägerin des revolutionären Fortschreitens sein müßte, entschlossen ist, die ihr von der Entwicklung zugeschriebenen Aufgaben jetzt auszuführen. In diesem Wahlkampfe kann man deutlich beobachten, ohne daß man sich in Voraussagungen über die vermutlichen Stimmencrgebnisse ergeht, wie sich dieser Aufmarsch in zwei deutlich umgrenzte, r Sägern vollzieht. Auf der rechten Seite steht das Lager der Reaktion, gebildet von den D e u t f ch n a t i o n a l e n und der D e u t s ch e n Volks- Partei, die zwar unter getrennten Firmenschildern ihre Geschäfte betreiben, aber einander so wesensverwandt sind, daß man sie kaum zu unterscheiden vermag. Nicht umsonst zeigt das Banner dieses Lagers die schwarz- weiß-roten F'a r b e n d«S wilhelminischen Kaiser- reichs. Teutschnationale und Deutsche Volkspartei wollen die alten Zustände wiederherstellen, die vor dem Kriege bestanden haben: ja, darübe? hinaus sie noch verschlcch- tern bis zu einem wirtschaftlichen und staatlichen Zustand. in dem die arbeitenden Massen vollkommen rechtlos sind und nur dem Diktat der alten Gewalten der Militaristen. der Junker, der Großindustriellen, der Bureaukraten zu folgen haben. ES dürfte außer Deutschland kein Land der Welt geben, in dem diese Kreise mit einer ähnlichen frechen Anmaßung hervortreten könnten. Sie treten gerade so «ms, olS ob die Erinnerung an die Urfachm und den Vor- lauf des Krieges, an die zwei Millionen auf den Schlacht- seldern Dahingcmordeten, an die anderen Millionen in der Heimat Verdorbenen, an all das Elend und die Ver- Wüstung, die der Krieg über unS gebracht hat, schon vollkommen verlöscht sei. In jedem anderen Lande der Welt würde man die Urheber dieses Grauens mft Hohn und Spott empfangen: ein Fluch und ein Steinwurf würde die Antwort auf ihre Frechheit sein. In Deutschland, der frommen Kinderstube, dürfen sie mit dem Anspruch her« vortreten, aufs neue die Geschicke des Landes in ihre schmachbeladenen Hände zu übernehmen! DaS Lager der Revolution wird von der Unad- hängigen Sozialdemokratischen Partei gebildet. Sie ist die Partei des revolutionären Fortschritts, weil sie entschlossen mit der Vergangenheit gebrochen hat, sich aber nicht in Spekulationen im luftleeren Raum verliert, sondern von dem Boden der gegebenen Tatsachen auS ihre revolutionäre Politik treibt. Erkennen und auS- fiprechne, was ist, dos«war von Anfang an die Losung der Unabhängigen Sozialdemokratie. Die kühnsten Element» der Arbeiterschaft mutzten sich während deS Krieges von der alten Organisation lösen, weil sie erkannten, wie die Politik ihrer Führer das Volk in die Irre führte und mit dazu beitrug, daß die Welt, daß vor allem Deutschland an den Rand des Abgrundes geführt wurde. Und je mehr die Wahrheit über den Krieg an den Tag kam. je deutlicher es war, wie das Volk von den alten Mochthabern und von den bürgerlichen Parteien belogen und betrogen worden rst» je klarer es wurde, daß die Rechtssozialisten zu Schleppenträgern dieser Politik geworden waren, desto zahlreicher mußten die Scharen werden, die zu der Unabhängigen Sozialdemokratie stießen. Ob sich bei den bevorstehenden Wahlen ergeben wird, daß die Unabhängige Sozialdemokratie schon heute stimmengemäß die„Mchrheits".Sozial- demokratie überflügelt, kann man dahingestellt sein lassen: was aber unbeschadet aller Wahlergebnisse heute schon sest- stebt das ist die Tatsache, daß der Kern de» Vrole» Mm Sonntag ist Wahl! Eine wahre Schlammflut von Druckerzeugnissen der reaktionäre« Parteien walzt flch Itt die Häuser von Stadt und Land. Alle Schleusen der Lüge und Verleumdung werden geöflnet» um die Partei de» Sozialiemu», die Unabhängige Sozialdemokratie, viederzukämpseu. Rur wenige Stunden trennen uu» noch vom Wahltag; diese kurze Zeitspanne soll aber noch au»» genützt werden, um die Wähler und Wählerinneu zu verwirren und sie au der Vertretung ihrer wahren Interessen zu verhindern. Doch immer tiefer ifl die Erkenntnis in die Vlasse der werktätigen Bevölkerung gedrungen, dag für sie nur eine Partei in Zrage kommt: Die Unabhängige Sozialdemokratie. Arbeiter, Angestellte und Beamte, Frauen und Mädchen des werktätigen Volke», gebt Euren Feinden am Sonntag die richtige Antwort, indem Ihr geschlossen sür die Kandidaten der Unabhängigen Sozialdemokratie eintretetl Wählt die so lg enden Listen: Wahlkreis 2: Stadtkreis Berlin: 1. Luise Zirtz 2. Lmll Sichhor» 3. Seorg Ledebour 4. Arthur Ctispira 5. Dr. Zulia« Wose« 6. Adolf Hoffmauu 7. Heinrich Älalzah« 8. Wilhelm Holfmauo 9. Dr. Siegfried Weinberg ,0. Richard Wiiller tu Dr. Paul Hertz 12. Zohanua Ludewig 13. Karl Kuhlifch >4. Paul Eckert t». Hermann Ritte» Wahlkreis 3: Potsdam II (Teltow-Beeskow): 1. Fritz Znbeil 2, Däumig 3. Dr. Kurt Loewenfkeia 4. Frau Anna Nemitz 5. Zrauz Künstler S. Paul Wegmanu 7. Dr. Zofeph Hersteld 8. Ewald Vogtherr 9. Walter Stoeäcer <0. Wilhelm Hoffmauu Wahlkreis 4: Potsdam l (Niederbarnim): t. Dr. Rudolf Breitscheld X. Paul Brühl 3. Frida Wulf 4. Wilhelm Staad 5. Richard Kiiter i. Otto Säbel 7. Richard Pfeiffer 8. Paul Schiudler 9. Alfred Foh» 10. Fritz Ehurm Ii. Fosef Nawrocki IZ. Srich Barou tariats im Lager der Unabhängigen So- zialdrmokratie steht, daß der kübnste, entschlossenste, opferfähigste Teil der Arbeiterschaft sich zu ihr bekennt Das will bedeuten, daß in den entscheidenden Augenblicken die Unabhängige Sozialdemokratie die Führerin und Vertreterin der gesamten werktätigen Bevölkerung sein wird. In dieser großen Museinandersetzumg zwischen Reak- tion und Revolution kann es kein Beiseitestelhen. kein Kom- promiß geben. DaS gilt-insbssowdere für-die Parteien, der Mitte, für das Zentralm, die Demokraten und die Rechts soziaii st en. Sie lbehaupten in einstim'migem EHor, daß die von ihnen betrisbene Kcxrliti ans Politik den vollkommenen Zusammenbruch des deutschen Volkes verhin- dert und den wrrtfchaftilichen Wiederaufbau ermöglicht ha-be. In Wirklichkeit Hat diese Politik dazu geführt, daß die Reaktion sich ungemein stärken tonnte und jetzt in dem Wahne lebt, in absehbarer Zeft die Herrschaft wieder über- nehmen zu können. Sie Hat die revolutionären Errungenschaften des November 1913 eine nach der anderen zunichte gemacht und das arbeitende Volk wieder dahin geführt, wo «S von neuem den Kampf um die Erringung ihrer wirtschaftlichen und poilitischen Rechte beginnen muß. Statt die Forderungen deS Sozialismus zu v-evivirklichen,-hat die Koaliftans-politif die kapitalistisch« Wfttschaftsordnung wie- der hergestellt und den Wohnwitz der Kapttolherrschaft auf das äußerste gesteigert. Die Bourgeoisie, ebenso toic dos Proletariat werden am kommenden Sonntag ihr Urteil über die Koalitionspolitik fällen. Die Bourgeoisie, indem st« stch zum größten Teil auf die Seite der offenen reak- tionären Parteien schlagen, das Proletariat, indem es den Wahltag zu einem Bekenntnis für den revolutionären Sozialismus. für die Unabhängige Sozialdemokratie machen wird. Diese vorausschauende Stimmung beherrscht alle Artikel und Rede-n, alle Flugschriften und Aufrufe der einzelnen Parteien. Die De u t sch na t-io n ale n und die Deutsche Volkspartei gtonben den Sieg schon � in lder Tasche zu-haben. Ist in der kaPita-lifdischen Welt nicht alles mit Geld abzu-machen? Fließen den Deutfchnationalen und den volksparteilichen Kasten nicht HuNdertoirsende und Millionen aus-den Geldschränken der Großindustrie und des Großgrundbesitzes zu? Haben sie nicht alle realen Machtmittel in den Händen, die ihnen von den Koalitionsparteien in f-'-rer Furcht vor der Arbeiterschaft zuae spielt worden., find? Warum sollten sie unter solchen Umständen nicht hoftnungsfreudig gestimmt sein? Das Zentrum ver- traut auf die Macht der katholischen Kirche, die ihm di« getreuen Schäfchen schon wieder zutreiben wird. Das Zentrum glaNbt der Enwicklung der Dinge ruhig zusehen zu ikönnon: es wird je nachdem den ihm zusagenden Anschluß rechtzeitig wieder finden. Die Demokraten leben in lbonger Furcht vor d-om Wahltage. Sie beschränken-sich auf die Verteid>igun-g-der Koalfti-o-nspolitik, sie kramen in alten liberalen Phrasen-herum, und wo sie sich weniger beachtet glauben, da wetteifern sie mit DeutlschnattomAm und Volks- 'parteilern in der demagogischsten Bekämpfung des Sozia! is- Mus. Die RechtSsoziaiisten legen das Hauptgewicht auf die Propaganda für die formale Demokratie, der gegenüber sie die Diktatur des Proletariats als ein rechtes Schreck- -gespenst ausmalen. Ihre Agitation ist müde und-hosfnungs- avm. sie wissen, daß die arbeitenden Massen ihre Politik satt haben und sich immer schneller von ihnen abwenden. Mit stolzer Entschlossenheit, aber ohne jede Illusion, sieht die Unabhängige Sozialdemokratie dem Wahltage entgegen. Sie weiß, daß die Entwicklung mit ihr ist. daß alles auf eine Lösung der im Schöße der Gesellschaft sich vollziehenden Entwicklung drängt. Sie kämpft unter der Losung der Revolution: daS bedeutet die Weiter- führung des Kampfes bis zur Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat, die zur Umgestaltung der Produktionsweise, zur Durchführung der sozialistischen Forderungen notwendig ist. Nicht der Schacher um parlamentarische Mandat« ist chr höchstes Ziel, sondern die Gswinnung der arbeitenden Massen in Stadt und Land für den Sozialismus. Für den Sozialismus, der die Menschheit von jeglicher Unterdrückung, Ausbeutung und Knechttmg befreien wird.! Die Kampfstellung für den kommenden Sonntag ist also gsgeben. Wer die Wiedestoerstellung des wilhelminischen Deutschlands will, der stimme für die Partei der Reaktion. Wer aber an der Durchführung de» Sozialismus helfen will, bellen Platz ist nur bei der Unabhängigen Sozialdemokratie. Für die Arbeiter, Angeftellte-n-und Beamten, für alle Teile des werktätigen Volkes kann es bei dieser Entscheidung kein Schwanken geben! Re?»6°«r MMMask md die BolwsvZaitunkMtg der Berliner Eewerkschaftskommission. Ti« Berliner vewerkschaftekomlütssion nahm in ihrer yesiri- gen Ti tzu»g noch buraer Debat!« einen vom Au? schuh vorHe schlage» nen Zlufrus an die ArbcUer und Angestellten Groh-Berlm» an, fc»n wir an anderer Stelle unsere? Blatte? abdrucken. lieber die pal trsche Lag: sühr'.e Rusch au?: Nach den uni d«n«mchentilcher Seite zugegangenen Berichten sind die Vorberei- tu-ngen der llteattianäre zu«ine«, erneuten Putsch soweit gediehen, tag ste dreit fin», jedeazeit zum Schirme«u?juhoIen. All«? deutet Saraus tun, dah man becirch.chtigt,«fort nach den Wahlen die Nrsvslaieme an der Arbeil. Störung des Wahlalts beabsichtigt. Wie uns von zuverlässiger militärischer Seite mitgeteilt wird, trögt sich ei» Teil der konterrevolutionären Offiziere mit dem vledanlen, die Wahl am K. Juni durch einen Putsch zu verhindert». ist von diesen Kreise» beabsichtigt, iu den ersten Morgen� PuschpSm« zu derwlvlllchen. In Mecklenburg. Pommern, aber stunden dcS«. Juni die WahllvY-le zu besetzen, die guch rmg? um Berlin find reaktionäre Truppen zui'ammengezogen. Listen zu vernichten»nd die Kandidaten der Rusch machte dann Stitteilungen über Einzelheiten dieser militä- rise�en kZarber«l!u«gen, die«r dem Berliner Polizeipräsidenten in einrr-Underiedunz vorze tragen habe. Der Berliner Polizeipräsi- dont hat, nachdem er über di«se Mitteilungen Erhebungen an» gestellt hat, in Abveoe gestellt, dah in und um Berlin derartig« tUorbereUtUig?» von den RechtSputfchtsien getroffen sind. Er gab jedoch zu, dag die Berliner©icherheitswchr verstärkt werden soll. Su diesem Zweck werden vvn reaktionären Werbczentralen lerbunge» vorgenommen, bei denen jedoch nur Angehörige reattionärer Truppenteile resp. ehemalige Baltikumer Berück» sichtigung finden. Z. B. ist das berüchtigt« Regiment Reichstag wieder in? Leben gerufen, jedoch ist der Mannschaftsbestand bis linksstehenden Parteien zu verhaften. Der Nebersag auf die Wahllokale soll von gekauften Subjekten auögesührt werden, um nach außen hin den Ansckwi» zu er» wecken, als seien die Wahllokale von Anhängern der Kommunisti- schen Arbeiterpartei gestürmt worden, um die Wahle« zu vcr- hindern. Im Zusammenhang damit sollen dann die in der Nähe Berlins zusammengezogcnca Truppen rinmarschierrn, gegen die angeblichen Aufruhrer von links vorgeh eu und dann dir Herr» schuft her Militärs proklamieren. Wir können nicht feststellen, ob dieser wahnwitzige Plan viele Anhänger gefunden hat. Aber die Tatsache, daß er von einem ernsthaft Umständen provozieren zu lassen. Bon anderer Seite wird uns mitg.'teilt, daß versucht wird, Mitglieder der unabhängige» Partei gegen das Versprechen einer Entschädigung von 60 Mark für Sonntag nach drm Reichs- tage zu bestellen, w» ihnen angeblich Waffen ausgehändigt wür» den. ES ist ferner festgestellt worden, daß auf einzelnen Zahl- abendcn unserer Partei Offiziere Mitglied geworden sind und Oorschläge gemacht haben über bewaffnete Aktionen. S.em Sonnabend, den ö. Juni, nachmittags 4 Uhr, beurlaubt Diese b-stimmten Kreis von Offiziere» ernsthaft erwogen wird, soll S&S&Ä£ l°--.d.---.,«-«->" ii« Die nach dem März-Putsch eingesetzte Wehrkommission der<4ewerifchaften verlangte von der Regierung über alle ihr znr Kenntnis gelangten Einzelheiten der getrofjanen Vorberei- tungen in eine Besprechung mit ihr einzutreten. Die Negierung sagte auch zu, doch könne diese Besprechung erst nach der Kon- serenz in Spaa, die voraussichtlich Ende Juni abgehalten wird, stattfinden. Die der Berliner GewerkschaftSIommiffion ange- schlosienen Vertreter dieses Ausschusses und der Genosse Dänmig traten auZ diesem Grunde au? der Wehrkommission au?. Fol- gcnds Entschließung wurde einstijnmig angenommen: Nachdem die BerNner GewerkfchaftSkommlfflon bereit? am stll. April Stellung genommen hat zu dem Wortbruch des Preu- ßischcn Ministeriums über die Elnstelluag der Vertrauensleute der Gewerkschaften in die Sicherheitspolizei ist nunmehr die An- gviezcnheit svweit gediehen, daß e« unmöglich ist, die Vertreter der Berliner GewerkschaftSkommisston in dem von den am Ge- «eralstrrik beteiligten Organisationen gebildeten AehranSschuß «och weiter z» belassen. Nachdem erneut Aorhandlungen seitens deS WehrausschnffeS mit dem Preußischen Ministerium de? In- norn verlangt worden sind, hat dasselbe nach Ktögiger Warte- zoit die Berhanbluugeu verschoben biS nach der Konferenz in Gpaa. Blind steht die Regierung den innrrpoliti- fchen Verhältnissen und dem Rüsten der Reak- tion gegenüber. Die Durchführung deS Punkte? S der Abmachungen ist in keiner Weife ringehalten. Au Stelle organisierter Arbeiter»nd Angestellten werden ehemalige Baltilumer und reaktionär- natirualgestnnte Söldner angeworben. Wir müffen daher die Verantwortung ange- sichtS der drohenden Gefahr ablehnen und den Minister de» Innern und den Berliner Polizei. Präsidenten für die jetzige Lage verantwortlich machen. Die organisierte Angestellten-«nd Arbeiterschaft machen wir fcnf die drohende Gefahr aufmerksam und ersuchen sie, ihr volleS Augenmerk auf die Bestrebungen der Reaktion zu richten. Die Gewerkschaftskommission besprach noch eingehend die Not der Erwerbslosen. Ei« ist sich darüber klar, daß den Arbeitslosen mit einer Erhöhung der Unterstützungssätze nicht diel geholfen ist. TS muh unter allen Umständen versucht wer- den, für das große Heer der Arbeitslosen Arbeit», und Er- werbSmöglichkeiten zu schaffen. SS ist. deshalb Psiicht der Vorstände der einzelnen Gewerkschaften sowie der Ge- Werkschaftsbünde, an die maßgebenden„ehördlichen Stellen innner wieder erneut mit diesbezüglichen Forderungen heran- zutreten. Die Kommunen sind in den meisten Fällen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. ES ist deshalb Pflicht der R e i ch S r e g i e r u n g, die ErwerbSlosenfrags grundlegend zu regeln. Die GewerlschaftSkommission ließ aber keinen Zweifel darüber, dah eS der jetzigen Regierung nicht möglich sein wird, w dem heutigen kapitalistischen Wirtschaftssystem diese Frage be- sriedigend zu lösen. Eine Aenderung und Behebung der Not der Erwerbslosen wird grst eintreten, wenn wir den sozialistischen Staat haben, st, dtM ,dl§ BedarfSwirtschast est, geführt ist. Jtt Nord an Vaasche. Sfinffiitf wird noch eine Erklörung im Fall Vaasche fstrbliziert, die darlegt, daß taS Militär nur auf Anfordern der Kvilgewalt«inchrciten kann, und feststellt: „Hiernach trägt also im Falle Paafche die alleinige Verant. Wortimg für die bat der DwrchfühwMM der Untevnehäwumg«in» «etvetenM, VorfäNe der Mil-itärbefehlSlhaber, dem der i Auftrag Öbnteajjwt Warden war. Die Erschießung selbst stellt nach bisher vorliegenden Rachvicht«,«ine schwere Berfeh- regen die einschlägigen Beftimmnngen-und Wilsten dar nick wird an dem dafür Berantwort- lichen miit aller Schärfe geahndet werde», sobald da? Gericht seine Schuld ftstgestellt iLrt." Da das Gericht sich für seine Feststellungen sicherlich sehr lange Zeit lassen wird, so dürfte bei dieser Ilntersuchüng genau dasselbe herauskommen, wie bei dem Mrasverfahren gegen die Mörder der anderen«auf der Flucht erschossenen" Revolutionäre. Im übrigen genügt eS durchaus nicht, daß gegen den Militärbesehlshaber Strafverfahren eingeleitet ist; ebenso wichtig war«, daß diese MordpraxiS gegen Revo- lutionäre beendet würde und daß gegen den absichtlich oder unabsichtlich frevclndlich handelnden Schneidemühler Re- gierungsbeamten entscheidende Maßnahmen getroffen werde». Wer. glaubt, daß etwas derartiges geschehen wird? * Einige bekannt« Mitglieder de» Bnndr»„Nene» Saterland� erlassen eine Erklärung gegen den Versuch Dr. PopertS, Paasch« als Geisteskranken abzustempeln. Sie bezeichnen diese Stellung. nähme Popert« al» Leichenschändung. D!e MchsZhler in LnZtepest. Nach einwandfreien Feststellungen befinden sich, wie offiziös erklärt wird, Oberst Bauer, Major von Stepbany rnitz anscheinend auch Major Bischoff fest dsm 24. Mai in Budapest. Wie vermutet wird, ist auch unterwegs. Der vielgenannte tatt- T t&b i tick weilt astewüM h Ludavelb'' 1«chatt»jcht demm» tviÄst. Daß auch noch»uf andere Art und K-eisr versncht wird, den Vimvnnd für die Mobilisierung der milltiirifchen Kräfte gegen dir Arbeiterklaffe in die Wege zu leiten, zeigt folgende» anonyme Schreiben, da? einer Reihe von Parteigenossen zugegang.n ist und da» schon durch seinen Stil die Lockspitzelel deutlich erkennen läßt: Achtuasl Parteigenossen der K. P. D., der U.S.P. und der K. A. P. D.. Lesen und weitergeben! Die deutschnationale Mörderpartei versucht noch in letzter Stunde für ihre verbrecherischen Ziele in Arbciterkreisen Stimmensang zu treiben und die Arbeiter in ihrem Sinne zu beeinflussen. Schwarz-weih-rote Plakate verkünden, daß einer der be- kanntesten und gefährlichsten Gegner der Republik und inS? besondere der Arbeiterschaft, der Regierungs» und Baurat Laverrenz, am kommenden Freitag, den 4. Juni, abend» 7 Uhr, iui Saale der Brauerei Julius Bötzow, Prenzlauer Tor, in öffentlicher VolkSver- sammlunz sprechen wird. a Es dürfte doch angebracht erscheinen, gegen die Absichten der Kaisertreuen in letzter Stunde noch einmal«nergijch zu protestieren und den Herren den Standpunkt klar zu machen. ES ist deshalb in weitestem Sinne gegen die Versammlung Stimmnng zu machen und für einen gegnerischen Massenbesuch zu sorgen. Wir warne» unsere Parteigen-fsrn drin- gend, solche» anonyme� Wische» irgendwelche Beachtung zu schenke». ZZie„ErmzWenfesieiT. Fn 5em Leitartikel der„Roten Fahne" vom L. h. M. finden sich folgende schöne Sätze: »Das Bekenntnis zur dritten Internationale schneidet den Weg ab, der zur„sozialistischen R e g i e r u A g" führt. Da» Bekenntnis zur dritten Jntcrn-tioniale zerschneidet die unsichlbaoen Fäden, die die Unabhängigen von Lnbe- ginn an mit der Entente-Bourgeotji» der- banden". Auf die setzten Sätze gehen wir nicht ein, da daS kom- imtnistische Blatt sich durch ihre Wiedergabe auf die gleiche Stufe wie die deutsckinationalew Verleumder gestellt hat. die bekanntlich über das„Bündnis" der Unabhängt gen mit der Entente-Bourgeoisie phantasieren. Sich mit derartigen verleumderischen Behauptungen ausein- anderzusetzen, ist llberflüsstg. ES genügt, wenn man si« zur Kennzeichnung ihrer Autoren niedriger hängt. Interessanter ist der erste der oben zitierten Sätze, wo- nach daS Bekenntnis zur dritten Internationale den Weg abschneide, der zur„sozialistischen Regierung" führt.. Die K. V. D.. deren Zentralorgan die„Rote Fahne" ist. ist ein Glied der dritten Internationale. Sie rühmt sich besonders jdieser Mitgliedschaft, die sie— zum Zweck deS Wahlge'chäftS— als Beweis dafür ausgibt, daß bei ihr allein sich„Wort und Tat, Wille und Ausführung" decken. Wie steht daS Wort und die Tat bei der K. P. D. auS? Äeute verdammt sie die„sozidlistische Regierung" als einen Verrat an der dritten Internationale. Am 21. März je- doch— in der Kapp-Woch«— veröffentlickite die Zentrale der K. P. D. eine Erklärung, in der eS. nach der Fest- stellung, daß die„objektiven Grundlagen für die proletarisch« Diktatur im gegenwärti- gen Momentnicht gegeben" seien, zur Frag« einer sozialistischen Regierung heißt: »Für die weitere Eroberung der proletarischen Massen für den Kommunismus ist«in Zustand, wo die politisch« Freiheit unbegrenzt anSgenutzt werden, wo die bürgerlich« Demokratie nicht al» Diktatur de» Kapital» auftreten könnt«, von der größten Wichtigkeit für die Entwicklung j» per Richtung zur Proletarischen Diktatur. Die K.P.D. sieht in der Bildung einer sozlalisti. schen Regierung unter Aulschluß von bürgerlich-kapitalisti» schen Parteien einen irwünschten Zustand für die Selbst- betätigung der proletarischen Massen und ihr Heranreifen für die Ausübung der proletarische» Diktatur. Sie wirz gegenüber der Regierung eine loyal« Opposition treiben, eine loyal« Opposition treiben, solange dies« Regierung die Garantien für die politische Betätigung der Arbeiterschaft gewährt, solange sie die bürgerlichen Konter. General v. Lüttwitz dorchi»-rrvolution mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln bekämpft Spitzel und„PreL«jj�".. L i n. � und die soziale und orgayil�Nijch« SWtig�ng Krbvij«. Unter loyaler Opposition verstehen wir: Keine Vorbereitung zum gewaltsamen Um» stürz bei selbstverständlicher Freiheit der politischen Rzii-atitm der Partei für ihre Ziele und Lojungen."(„Rote Fahne" Nr. W vom 26. März.) Die Kommunistische Partei stellte sich aber nicht»ul durch diese Erklärung auf den Boden dar„sozialisiischen Regierung", die sie als Zwischenstufe für die Entwicklung zur proletarischen Diktatur als erwünscht erklärte, sie machte einige Tage nach dem Eenerclstreik durch d.m Mund ihres offiziellen Redners in der Bstriebsräte�rfaminlun� der U. S.� P. die heftigsten Vorwürfe, daß sie den Augen- blick der Bildung einer sozialistischen Regierung verpaßt nnd dadurch die Jntercsten des Proletariats verraten habe. So steht die T h e o r i e und die Praxis dieser Hüter der dritten Internationale auS: In d-m Tagen des März- Generalstreiks ist die sozialistische Regierung ein„erwünsch- ter Zustand": nach dem Generalstreik sind die Unabhängig gen—„Verräter", weil sie die Bildung cmer solch.-n Re- gier, mg nicht durchgesetzt haben: jetzt jedoch ist eine so,'» listischc Regierung eine Ungcheurrlichkeit. die man schleunig, t durch ein„Bekenntnis" zur dritten Internationale(auSge- drückt durch die Abgabe eines Stimmzettels der K. P. D.) auslöschen muß!....... ES geht doch nichts üb:r die„Prinzipienfestigkeit der sogenannten Führer der K. P. D.l Sie Ermilkelnrg der KchlresMke. Der Zusammentritt des Reichstags frühestens am 23. Juni. Wie von zuständi-er Seite mitgeteilt wird, ist die Frage de» Znsammcniriits des Reichstags von folgenden Terminen du> Nsichstvahlordn-ung abhängig: 6. Juni: Wahltag. V. Juni: Eingang der Ergebnisse der WchlSezirke beink Kreiswahlleiter. 10, Juni: Sitzung der Kret»wah lau» sch ü s s» zur Ermittlung deS Wahlergebnisses in den Wahikrc�en. 11. Juni: Eingang der Reststimmen der Wahlkreise bei den Ve-rbandvwahlle-itern und beim ReichZwahlleiter. 12. Fun«: Sitzungen der VerbandSwahlau»schüfst zur Ermittlung der Zahl der auf Grund der Rcststimmen nach auf die Kreiswahlvorschläge entfallenden Abgeordneten; Mitte«. kung an die MeiSwahTleiter und Abgabe der Rcststimmen an de« RcichSwahllciter. ' 18. Juni: Sitzungen der KreiSwahlauSschnsse zur v e r t e i« lung der Abgeordnetensitze auf die KreiSwahlvor» Ichläge; Erklärung der erforderlichen Anzahl von Abgeordneten für gewählt, Benachrichtigung der Gewälilten: gleichzeitig E n. gang der Neststimmen der WahlkreiSverlbärcke beim Reich»wahlleite r. 14. Juni: Sitzung de» R«ich»wahlausschusses zu« Feststellung der Zchl der auf die Reichswahlvorschläge entfalle.««� den Abgeordnetensitze: Erklärung der entsprechenden Zahl Vau Abgeordneten für.gewählt; Benachrichtigung der Gewählten. lö. Juni: Zustellung der Nachricht an die auf GrunL der KreiSwahlvorschläg« Gewählten über die Wahl. 16. Juni: Zustellung der Nachricht an di« auf Grund de« Reich, liste Gewählten über die Wahl. 22. Juni: Ablauf der Frist zur Erklärung über«». nahm« der Wahl auf Grund der Kreiswahlvorschläge. 23. Juni: Ablauf der Frist zur Erklärung über Annahme de« Wahl auf Grund der Reichsliste. Der»»eu« Reichstag kann nccki dieser Zusammenstellung als» frühesten» für den LS. Juni einberufen werden, An alle Dahlletter der 11. S.?. richten wir die dringende Bitte, nn»«NN Sonntag abend dl» Wahl. ergrbniss» ihrer Bezirke telephouisch mitzuteile». Sie miissca zu diesem Zweck Ginrichtunge» treffe«, daß ihnen die Ergrb« nisse ans de» einzelnen Stimmbezirke» mitgeteilt«erden und si» un» die Gesamtergehotsse für»rLher« Bezirke, Ort»»s». weiter, geben können. Der Anruf hat zu erfolgen von Berlin«nd den Verfner Bororten an» unter den Fernsprech-Nummern Norden 833— 835, von außerhalb unter der Nummer Norden V708. Cr» ist Borsorge getroffen, daß die Meldungen während de» ganzen Nacht entgegengenommen werde» könnrn. Bon Besuche» auf dl» Redaktion und von tclephonffchrn Anfrage» bttt«» an dlesei» Abend Abstand nehmen z» wolle«. � Redaktion der„Freiheit". Do kann ich am Sonniag wählen? Die Wahllokale Verden für Berlin am Sonnabend nnd am Sonntag nachmals an den Anschlagsäulen bekannt» gemacht, in den Vororten au<ßH» den Anschlagsäulen bekanntgegeben, fV.< Heule. Zrettag 7 tthr: Grobe öffentliche Wählerversammümge« in folgenden Lokalen; Moabiter Gesellschaftsbau», Wiclefstr. 23/24(Große öffcnt. ltche Frauenversammlung). LomeniuSsäl«, Memeler Str. 37. Schoner«, Kynaststraße(RummelSdurger Bahnhof). Deutscher Hof, Lucka»« Straße. Slld-Oft, Waldeinarstraße 7ö. Märkischer Hof, Admiralsttaße. «oeker» Festsäle, Weberstoaß« 17. Notionalhvf, Bnlowsrraß«. Friedenau: 7K Uhr, Realgymna-siinn. Homu-ihstraß«. Eharlottenbnrg: 7 Uhr, H:iri>enrburgschr.4c, Gverickestraße. Steglitz: 714 Uhr, Gymnasium»n bti Heere, straße. JahanniSthal: Sy» Uhr, im.Luftverkehr". Frieöricystraße 10. Kövrnick: j�-sfentliche Kundgebung ans dem WilbUmplatz. HohennruMchnm: S Uhr bei Klaus. Schöii.rliek-r Swake 17. Stralau: MMh in der alten Traverse, Alt-Äralau 27. . L Uhr» Kchützenhau», Hundek-Hlenstraßg fQ S Ilugblattverbreitung w Groß-Serlin! ßrasfins NWsn. Tin Wendepunkt in der englisch-russische» Politik. Seit den letzten Tasen des Mai hält sich der von der Sowjetreflierunti entsandte Volkskommissar Leonid Krassin mit seinen Begleitern in London auf. Er hat bereits eine private Zusammenkunft mit Lloyd George gehabt, und in wenigen Tagen sollen die offiziellen Verhandlungen zwischen den Seckverständiaen der englischen Regierung Lloyd George und dem Kabinett einerseits und der russischen Delegation auf der anderen Seite ihren Anfang nehmen. Ob "die Vertreter der alliierten Negierungen an diesen Wer» Handlungen teilnehmen werden, ist noch nicht bekannt, der Einladung Lloyd Georges zu der ersten informatorischen Do sprechung mit Krassin sind sie nicht gefolgt. Tic Blätter reden äusierst geheimnisvoll über die M'ch sson KrassinS. Sie deuten an und nehmen im nächsten Augenblick die Hälfte davon wieder zurück. Ganz allgeniein bestell eben das Gefühl, daß die Verhandlungen KrassinS mit der britischm Regierung von größter politi scher Bedeutung sind. Da Krassin sich auf Wunsch der englichen Regierung nicht interviewen läßt, erfindet man mühsam alle möglichen Argumente, aus denen heraus sich die Wichtigkeit des Besucfas erklären laßt, und geht tatfäch- lich an dem Nächstliegenden vorbei. Krassin und seine Begleiter sind in London, um die Handelsbeziehungen zwischen Rußland und England nach Möglichkeit wieder zu eröffnen. Tiefes Ziel ist für Rufr land und für England von gleich großer Bedeutung, und die Läsung der Ausgabe, die wahrhaftig nicht leicht ist, da un- geheure Vvrurteile überwunden werden müssen, und da die Kenntnisse über die wirtschaftlichen Möglichkeiten Nußlands nur sehr ungenau sind, sind der höchsten Anstrengun- gen der Verhandelnden w?Wj�ert. ssfinanzfragen verstärken die Schwierigkeiten. Aber Hts scheint, bei gutem Willen, vor allem der englischen Regrerung, lassen sich alle Hinder- msse überwinden. Dazu gehört allerdings auch, daß die V e r l« u m d u n- gen der bürgerlichen Presse aufhören, die sich nicht scheut, zu behaupten, daß Krassin und Litwinoff stch entzweit hätten, während tatsächlich zwischen beiden das beste Einvernehmen besteht. Krassin ist die Freiheit' dcS tele- graphischen Verkehrs durch Chiffretelegramme mit Litwi- ncss zugesichert. Er kann und will ohne diesen keine Eni- scheidungen treffen. Das bringt naturgemäß Verzögerungen nvt sich, an denen die englische Regierung schuld ist, da sie sich weigert, mit Litwinoff selbst zu konferieren. Von den Sachverständigen soll untersucht werden, was Rußland tatsächlich ausführen kann. Da Ä r a s s i n und Nsgin nicht fließend, Rosowsky überhaupt nicht englisch spricht, aus der anderen Seite aber niemand von bw britischen Delegation russisch versteht, sind die Vcrhandlun- gen mühselig und zeitraubend. Aber die englischen Voll. tiistr und Kapitalisien bringen Krassin ein gewisses Jnter- esse und Vertrauen entgegen, weniger wegen feiner hohen technisch«« Fähigkeiten, als wegen seiner k«»mnerzi:llen Cr» fahrunven und Verbindungen aus der Zeit vor der russi- sihcn jstöolution. � Neben den Fragen der Ausfuhr und der Einstihr wird aidus fcic Frage des Goldwcrtes zu behandeln sein. Ter augenblickliche Goldwert in England ist pro Unze 6 Pfund 7�Schil!!nge, der Vorkriegspreis war etwas mehr als 3 Pfund 17 Schillinge. Die englischen Banken haben die Absicht. russi'cheZ Gold nur zu dem VorktiegspreiZ anzunehmen, was für sie einen Gewinn und für die Sowfetregierung einen Verlust von etwa 27 Prozent bedeuten würde. Es wird hier Wendepunkt in der englisch-russischen Poll- t i k erreicht, und man darf nur hoffen und wünschen, da die Mission Kraffins von Erfolg begleitet ist, weil dann das russische Volk bald den Frieden haben tmiede, den es so dringend braucht. cilw'iwsfs WkMsa es Srssfi«. Richkigsr Frieden oder Kampf bis aufs Messer. n. X. London, g. Fimt. Laut„Da ETI) Herald" geht di« Instruktion, die Krassin don Lltwkdow erhalten bat, dahin daß England entweder Krieg oder Frieden haben könne, wie eS dies selbe, wünsche. Rußland sei für jeden dieser beiden Fülle vorbereitet. Nußland werde weder kapitliTleren noch um Frieden festen. Räch dem erheblichen Petroleumgewinn auS Bai« stehe dir Sowjctregierung weit«nobhäugiger vom Au«ande da. Wenn di, Verhandlungen scheitern sollten, würden auch die verbesser« ten Transportmöglichkeiten die Stastruns»Mtttel»?r. f-rsung im kommenden Winter best« lestastc«. EuSwed« ein richtig« Frieden oder einen Kampf bis auf» Mehor, s« dt» Parole Sowjet-Rußlands. Irankrelchs Sorge um das rvMe Sold. H. N. P-riS, 8. Juni. Millerand hat nach dem Telegramm, da» er am Sonntag an Paul Cambon richtete und in dem« ihm oerbot, an den Be> sprechungen in Downing Ltreet teilzunehmen, dem Botfchaster »och sehe ausführlich: Anweisungen zugehen lassen und dies« gegenüber dem Vertreter Frankreichs m der per» monenten Kommission deZ WirtschaftSrates, Adenoh der heutx nach London abreist, auSeinandergssetzt. Dies» Anweisungen gehen dahin: keine politischen Besprechungen, keine Anerkennung von Sowjetruhland, keine Han- delßbe sprechungen, die dazu führen können, daß oa» Gold der alten russischen Staatsbank und RumSnienS verstreut wird. ZsierMlülM Lsyks« gezm AsM«. Amsterdam, Z. Juni. Daß Burrau des internationale» Gewerkschaft»« b u n d e S hat im Einvernehmen mit dem Gcn«airat der inter- nationalen TranSportarbsiterstderation, der am 31. Mai u. 1. Juni I» Amsterdam zusammengetreten war, beschlosten, von Sonntag, den 2 0. Juni, an den vollkommenen Bopkvtt gegen Ungarn zu verkünden. Bon diesem Tag« an soll jeder Berkehr mit Ungarn durch Eisenbahn, Schifs, Post, Tele. graph oder welcher Art sonst als Protest gegen die Brr« f»l g u n g der ungarischen Arbeiterschaft voll« stöndi» stillgelegt werden. Allen gewerkschastliche« La»- beSzeniralen, Transportarbeit«, und Eisenbastn»r»,ganist»ti»nen nwrden entsprechend« Anweisungen znzesandt. Ein an die Arbeiter all« Länder gerichtete» Manifest wird Im Laufe der Woche«scheinen. Ser mW«estcr. Da» Reichswehrministerium hat durch«inen Befehl die Auh lösung dcS FrontbundeZ angeordnet und ihm jede weitere Tätig« keit untersagt. Natürlich kümmert sich um da» Verbot kein Mensch. Am Mittwoch kam der Frontstund in Potsdam zu einer neuen Tagung zusammen, und zwar im Zentral» kasino. Französische Str. IL. ES waren et«« SS Vertreter versammelt, die �f»f Umwegen in d«» TagungSiokal geleitet ..... ,;rx.„ ic;.___ ii........j wurden. Von SM R e i ch» w« h r b r i g«d e s wohnte ein res: c.i«rstbck!M Eingreifens der«Ißliscqen Rsgieruns Tagung bei. Dies« Hauptmann war von den beduncn, um du Danken zur Vernunft zu bringen. Zielen de? Bunde« so«ntzü-kt, daß er dem VsrstandlunaZletter, Die Bedeutung der Krassinfchm Mission ist jedoch H-rrn Hauptmcmn Pfeffer, den Rat gab. sämtlich, Truppen keinc'wegs mit der Wiederherstellung der Handels-� mit den Genndföße« de» FrontbnnbeS vertra«t zu machen. Der bestehungen zwischen England und Rußland ollein ge- � Frvntbund soll jetzt, um gegen da? Verbot der Regi«ung ge« nügend erklärt. Mindestens so wichtig, wenn nicht am will!i gsten sind Tatsachen, die für die Verhandlungen zwar selbstverständlich sind, die aber über das wirtschaftliche Ge- biet himauSgreisen und einen eminent politischen Charakter tragen. Der Handel kann erst dann in die Tat umgesetzt werden, wenn verschiedene wichtige Vorfragen erledigt wor- den sind, so die Aufhebung der Blockade, die Forwabme der Minenfelder vor den russischen Ossseehäfcn, die Sicherstcl- kling der Bezahlung, die Oeffnung des Post« und Tele- araphenverkehrL. die Bewilligung von Pässen und der- gleichen. Die Erfüllung dieser notwendigen Voraus'etzun- gm, ohne die jeder Handel mit Rußland nnmö.glich ist, be- deutet jedoch nichts anderes als den tatsächlichen Frieden, wenn auch vielleick kein formeller Friedensvor- trag abgeschlossen wird, da— formell— ja auch der K�ieg Zwischen England und Rußland nichj erklärt wurde. „T a i! p$ eV a I fc* meint. eS könne mit Rußland"•'den geschlossen werden, ohne daß„peace"(Frieden) k den offiziellen Angelegenheiten mit einem großen Anstink b- staben geschrieben werde; man brauche keine offizielle F denSkonfermz. nicht Millionen Von Unterhaltungsgetdcrn für die Delegierten einer solchen Konserenz, keine Sonder- züge und kein? königlichen Begrüßungstelegramme.. Viel wichtiger ist. daß die wirtschaftlichen Ver- Handlungen zu einem günstigen Abschluß gelangen, dann ist der Friedends facto d a. Tie Anerkennung der Sowjctreqierung. � die die En- tentestaalen bis jetzt verweigerten, wird ollerdings noch be- sor>-"s Kopfzerbrechen machen. Aber man darf vielleicht cn-ch bc! dieser Frage darauf hinweisen, daß nach Zeitung?- mss'.liNisn bei den ersten Verhandlungen mit Krasssn und seinen Begleitern eine sorgfältige Prüfung seiner Ermächti- au--Schreiben slattaesunden hat. Amn man aber die von de'- Scw>etregierimg an s ge stellt c» Vollmachten anerkennt un is sich bereit erklärt, mit ihren Delegierten zu verhandeln. "rr!■• mel r a'S töricht, es wäre unlogisch, die Ans !-" rj-n die> r Million nicht anerkennen zu wollen. s-irt Emps mn ffre'fitts durch?loud George und n.it dem Beginn der Verhandlungen zwischen Vertretern der �.g" scheu und der russijch-n Regieruna ist tattäckttck«n schützt zu sein, al» eingetragener Verein(E. v.) leben?- fähig gemacht werben. Der schlimmste Skandal lag darin, daß die Deleginten von auswärts mit Waffen zu der Tagung«scheinen konnten. Der Befehl des Rcichswehrministerö, daß Sotdaten, die sich auf llrltntd oder Reise befinden, keine Waffen tragen dürfen, un» daß ihnen, die Waffen, wenn sie solche tragen, aus den Bahnhöfen abgenommen werden müssen, wird also in Potsdam nicht befolgt. Aus dl-ser Tatsache geht mit aller Deutlichkeit her. vor, daß die Anordnungen der Regierung von sehr vielen mllt- törischen Befehlshabern einfach sabotiert werden. Tie Front- Händler insbesondere baben absolut nichts zu defürchte«, weil fie bei ollen Reichswchrbrigaden ihre Helfershelfer haben. Die AuSnahm-bestimmungen, die goge« ste«rlassen worden sind, schrecken ss- noch weniger, als die geltenden Gesetze, die allein genügen würden, ale offenen und geheim«« Wider- stände zu brechen, sofern nur die Regierung den Willen hätte, gegen die Aufrührer-rnschast»«zugehen. L llwiß. der AnlISger. Vor d« S. Strafkammer de? Landgerichts I sollte gesteh tk Verhandlung gegen unseren ftüh'ren verantwortlichen Rtk dakteur, Genossen W i e l e p p, wegen Beleidigung de? Korp» Lüttwitz slalffinden. In unser« gestrigen Nummer haben wir berichtet, worauf die Anklage fußt. Der Angeklagte war bereit, den Wahrheitsbeweis anzu« treten. Er hatte vi: Genossen Dr. Hertz urch Rabold, gleich» fall» Redakteure der.Freiheit", als Zeugen laden lassen, damit diese bekunden sollten, daß 1. der Befehl ta! sächlich existierte unt 2. ähnliche Befehle, die sich nachher all bestehend herausstellten, von den militärischen Stellen bestritten worden sind. Von der Staatsanwaltschaft waren al? Zeugen geladen: General von L ü t t W i tz, Leutnant Gcrstenberg und Leutnant Peter» s e n vom Korp» Lüttwitz. General v. Lüttwitz halt« di« Ladung nicht zugestellt werden können, da sein Aufenthalt zur Zeit un« bekannt ist, Leutnant Gerstcnberg weilt zur Zeit zur Kur in Kissingen. Mit Rücksicht auf da? Fehlen d:r Hauplzeugen be- antragt? in der gestrigen Verhandlung der Vertreter der An« Nage. Staatsanwalt G e r l a ch, Vertagung. Der Verteidiger des Angeklagten. Rechtsanwalt Dr. Boen» heim, schloß sich diesem Antrag« an, da der Angeklagt« Wert darauf legt, daß der General von Lüttwitz unter seinem Eid« darüber vernommen wird, ob ep den Befehl gegeben hat. Nach kurzer Beratung beschloß tzaS Gericht, die Verhandlung zu ver- tagen, bis der AufenthctASort de» General» von Lüttwitz er» mittelt ist. Wir bedauern sehr, daß der Prozeß vertagt werden mußt» und vielleicht erst wie&er ausgenommen wird, wenn das Interesse daran erloschen ist. Wir hätten gern schon jetzt gezeigt, wi« bereits im November voriger Jahre», als unser« Artikel er, schienen, di« reaktionäre Fronde ihr« Vorbereitungen getroffen hatte, um zu dem Schlage auszuholen, den sie dann bis zum lg. März d. I. ausschob. Einer der Hauptbeteiligten, Generaj von Lüttwitz, hat die Klage gegen uns mit veranlaßt, trotzdem die späteren Ereignisse den nachträglichen Beweis lieferten, daß unsere damaligen Behaupsungen ins Schwarze getroffen hatten. Da» Tollst« aber ist doch, daß die Anklage auch jetzt noch aufrechterhalten wird, trotzdem doch Lüttwitz' Hochverrat all« Bohauptungen bestätigt hat. Bedarf«S noch eine? bossere« Be» weise» für die Tatsache, daß sich nichts gandert hat und da{| obwohl Lüttwitz gegenwärtig sich Höst, j» spräche««sammelt, in der er unter andsrem erklärte, daß eS i« der Reichswehr keine GesinnungSschmiffelei geben dürfe. Allerdings dürfe niemand ein Amt brkleiden, der nicht bereit sei, unter ollen Umständen seine gegenüber dem Staat ülwrnsm« menen Verpstichtungen zu erfüllen. AuS der Frage der Regie« rungSsildung könnten keine Schwierigkeiten für die Roichswehr entstehen. Wer sich gegen die B.ssShlZgswalt de? ReichBpr»!� de-ten wende, verstoße unter allen Umständen gegen di« Vsr-i sassung. Als Vertreter der»«sammelten Generale führte H«rr von Geeckt au?, daß die Reichsweih« um Vertrauen bitte und alll Wand dafür die Versicherung«njjchlpfstW»- m Mvorentn vspfajsung gebe.» änT' - «eMei»? mch bis zw»« Wachlschelne, dl« einem durch beruflich!, porfl-.nkich? od» äffen tkiche MgeUgsnhetw.i mrßerhalb fein,?» ziKändjgen Wpyn- orte» waitenden OSlfler? bi« Stimmabgabe an feinem deazestigoN vufonthaltöarte«möglichen, Linnen auf Grund eines n«u«t miü ssleriellen©rtosseJ noch bi? Freitag abend ausgestellt werden. In einer Raihe Äroß-Berliner Gemeinden war die AllSstekstin� von W»6isch»irMN schon ohgeschlossen worden, da««ch«in« äfft» »«n Vcsttnvmrin-z die WWerlistem drei Zapa dar her Wahl Hvj Nahlkonmffssv«««gewicht werden mußten.?l»i? Gnrnd zahlreich«? Bes�wach«« tat der Minister de« Jwcrji W B�läugerun� der Frist fei? Frertag ver-ügt. �% m mm«M» mt* Waller Cchme bittet di- P. N." um die BerSreitung der nachstvhsvden, mit den zustehenden Steve« verabrede le�i Em � WM» d»n« sind dir dort wiederM�eV«»«stsnchxti von mir nl« die Meinnva de» Herrn»oron-Fki sei seiner lllrtttredung nett wir steno-raMsch ausgenammen«ordan; zwesleuS hat er von mir Vk« BreSssentkichung asS dringend notwendig imd tsn-yti Gefahr im S!«rzusie auSdrückitch veplanstt. Ach Me fouir den iKeitftSkanunifsar auf die ander« Aussass'tng d» cklsidauien aufmeÄsa.u vemachs. Er hat ab« di- szt�-e Dr richep,»rdi�ri fsenÜ-Sung«l? Sbchan« wjchUl be« zeichnet. Me er zu sew�r jotz�en WufM«« Mnnch, ist mir da« Wie wenig sich die Frontbündler an die ZuchthauSdrohungen deS Herrn Ebert kehren, geht noch dorau? her»vr, daß In der Tagung in Potsdam drei Forderungen gestellt wurden, die durch eine Delegation dem Reichswehrminister zur be- schleunigten Durchführung vorgelegt werdin sollen. Ez wird darin die Gleichstellung der Gebührnisse der Reichswehr und Marine mit denen der SichsehmiSpolizei aefordcrt, ferner die Anhörung der Frontbündler zu allen wirffchafflich«, Fragen, die die Aufläsung und Umgruppierung mit sich bringt, und schließ. lich die sofortig« systematisch« Shrmrettung de» Militär» in der gesamten Regierungspresse und unverzügliche Einstellung der in ihr betriebenen Hetze. Was die Frontbündler gegon diese„Hetze" unternehmen wollen, wird nicht des Näheren ausgeführt. Drobend heißt aber in einer Mittei'ung an die reaktionäre Press», mau könne e? ten Soldaten nicht verübeln, wenn ihnen endlich der Geduldsfaden reiße. Höbcr kann es nicht mehr gshrni der R'chsprästdcnt und der Rel�ewthrminifwr drehen de» Frontbii udlcr» mit Zuchkl.auSstra'en und die Fronibnndlcr geben 'W« perfänUchpH «ach«einer Ueborzeu« in Ost« und die Rsvei er zu sewep her Mwffvtzlich. To.>u öeuzal!« guna, die ich auf Grund meiner Persönlichen ktzoahgchHlnz Preußen gewonnen habe, die Lage durchaus ni«! s» ermst Kt, wie sie der ReichSkommiffar schildert, sondern daß di- Knstb-vd« dort von dem Oberpr.lssdentan in t>«Mg«ff die Gefahr eine» Reckitösutschs» unaefMr nichtig wfederxe�abe'i werden. 'Ich Schauer« d-rS SSwsluwmvt««mr w mH«,*1» der preußische GtantKommissar i« dankenswerter Wall« durch msiu« Entfen- dung nach KönioSbarg bewiesen hat, daß er«me Barteien zur Anftläxcinz der Knstäkd« k»ian/i�«n mächte, damit ein»bjektircS Aild üver die Sachstage geschaffen werdchi latto,." Das RelKSschotzwtnIsterlnm gibt über die Tätigkeit des ho» der rechtsstehenden Press« beffig anoeerifftnen frlistsr?« Re'ch». l>erw«»n«qSaMtA«'»<>» lü.u.->?rrn in tzom cherporsebebe« wir'!, daß die«nanShhe'chlichen revew.-elt»« stnr'g km-ffixkeiten »och vor dcr lkerZfffntl chenig zur Nnzeiae zcb�acht werden seien. Aortrog über den ASlkerburd. Die Deutsche Frieden?» g e s« l l s S-- k t und der Bund Neue? Saterland veron« ito'trn am Freilag. den 4. Jiini. aiendS Ji8 IE», in den Pracht- sä len de? Waffe»t, Svichawfftr. S. einen Vortrc.-Sebe" in d-«> V�ab.�atrd Keßler das 53»*•na*.«>'«''''••''ci'fr i- i;"ÖUf Androhung ab. Der �ichsw�rmin ister Geßsc' i M � U t ä r� aber«Mrt: Der�rawtdund stum»xtzt«edultz««mM igsriStSbarleit sprechen. Für Unkolt«; werh-q bq f TMei und Volksbühne Fre laz 71 Uhr: Der Richter von Zeiemea. Ymi i/olüsttiestsr KOßmicker Str. 68. i\ uhr Die Gewaltlosen Staatstheatci* Opernhaus:_ t Uhr: Licht. Kostllm- ball, Bajazzi. Schauspielhaus: (Außer Abonnement:) Uhr: Feer Oynt,__ " Direktion:»ai ßitahapdt Oeuiscües Theater Freltaj 7l/s Uhr: Reo!) Ich war ein Jüngling.. Kaainißrsplsie Freitag 71'f Uhr: Taifun EroSes Schauspielhaus KarlstraBa Freitag 7 Uhr: JuSlii« CSsar. (2. Abteilung IV. Abend.) ßonnabd. 7 Uhr: Julius Cttsar. tAuBer Abonnement.) Dlrtktiea •at! Holniiwd— ftad. Btratner Theater I. d. KOnlggrstzer Straße iBU.: O. große Katharina b. /uit d. Feuer spielen. Apollo>Theatep frlsdrlclKtr. 21S. Iii Allabendlich 1t/ i'• Sonntacs 3'. n. J' UnCbertrelfilshes Varietä-Prsgramin! Kamnaaruinzspteie Bdawatr.C Latiow 736» u�SchSnheltstfinze Spiralbohrer kauft lederxelt HlcpIer.Charlb, Kaiser. Friedrich- StrnBo 7. Wiimefsdoiler Stadtpsrk Sonimerlheeler den Westens llk fratl hilf. KalseralierM M Tizllch; Thealer and Vartald I. Ranxes, IIAItrakt Orjprcheslar Zam I.Male: ROSO?? Du sptiritln NM i. 20. Jsiri sowie daa Seniatloos- Proxraram Gr.- Berlin. lit i. Iisnrti; Nintsn t Ihr, HichisFii i Uhr.— in!. L)in it-llu«: Jont. S.»snirtTShr. Voranzeize: Ind.nächit. Tazrn Beginn der Weit- meister- Rinzkämpfe u. Boxkämpfe. Im Parkettsaal: Jeden Mittwoch. Donnerstag, Sonnabend n. Sonntag:(Jr. Kall. OroOe FrankmrZer Streaße t3Z TKolIch V.ö Uhr In Theater i Aul der Oartenblhnai Sdiwarzwald- müdel Gaaleplel dar Komiaoban Oper. Die Flucht um die Erde GroBaa Anaatattmne eaifiok. •U.: Die Reise I. d. Mfdcboazall Berliner Theater �8 Uhr: Der letzte Walzer l N Anfang 7k Uhr: BleHarauisevonArcls Sinnnbend bis Montag 7,'iU.i Die Marquise von Arcl» Leopoldine Konstantin DÄPssUtoter Heute bis Montag 7h Uhr; Die bessere Hälfte mit Max Adalbert Heues Öperettenhaos Direktor; Jeaa Kran Abends 7 Uhr: Prinzessin Frledl "Gasiso-Theater T�iAn. Onkel Cohn Volksstück In 3 Anfall gea IraJtiaila-Tneater Täglich TV Uhr: Unsere Masdaienea. Stg.nachm. 3iU-: OnsOeaetZ Spielplan ♦ der* Lichtspiel-Theator Freitag bis Montag Volks-Theater NenkSlln, Hermannstraß« 20 Das Tagebuch einer Verlorenen Von einer Toten Nach dem Roman von Marg» Böluno Apollo- Lichtspiele BERLIN N, Mfillerstroße, Ecke Sactirafie Erich Kaiser-TU* in dem Kolasealwerk Die Höcht der Coweldmiz Lieh tspiel-Palast N, Prinzenalice 42/43 Die Herrin der Welt 5. Teil Orptiir, die Sladt der Vereon/enheit Apollo-Theater Berlin N, Belforter Straße 15 WandaTrenmaon Rose-Theater s Seelen im Sumpf k Uhr: SchwarxwaldmSdel. � � n Uhr: Schwarzwaldmidot Gartenbühne: Uhr; DleFincbt nm dloCfde. Trlanon- Theater (Buhnhof Friedrichs;, alle) Täglich 8 Uhr; Ida Wüst». Bruno Kailaar fa Der gute Rot Sonntag 4 Uhr kleine PrelMi Bw Störenfried, HMenz- Theater IStadtbuhn Jnnnowltxbrtlcki. Untergrundbahn Klosterstrj Täglich W Uhr: Die RoschDons Sonntag 4 Uhr kleine Pr __ Der gute Ruf. Tkastax a üolttma.To» Tel. Moiitxplatx 11814. Täglich?>/, Ohr: £ltte4»r halt IV. Gesehäft! Wlim-rsdorl. Uhlandslr. 7t Kupier p. Kilo Sg— Rot�uS.. 6,50 Messing sowie hBebsis Tatet preise Mr Zinn. Blei and Zink gahH Wiener PascalstraSe 3, sa der QoIxkewskyhrSekt, und HolmholtxsireBs. Kupfer Messing RolguO Zink. Biel Aluxntnlum sowie Zinn u. OueokBii�r kauft Jede« Ouan'.um und zahlt Ober de« ttoJitBlonkurreaijriliM is unseren 3 Einkaufsstellen; I. Oderberger Str.• II. Bernauer Str. 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Jnnl 1920 81ikffl)täitiBtllltk«8uebt Die DesIrksIDkrer ssd Paaktlonlrs treffend AufsichiSrat und BeiriebSbilanz) so gcsatzi werden, daß d:e in den berei S jetzt in Kraft lreienden Bestimmungen ocS Be- triebsräigiefetzeS liegenden Gefahren aufgehoben oder mindc- stens ge m i lder t werden. Im Interesse der Solidarität und der Wirksamkeit müssen wir von unseren Mitgliedern unbedingt verlangen, daß weitere als die gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Zugeständnisse, die nach% 62 an sich d-nkbar sind, unter keinen Umständen ge- macht werden. Wir ersuchen deshalb die uns angeschlossenen MitgliedSvcrbände, bei den aufzustellende» Arbeitsordnungen und be! den abzufchliehenden Tarifverträgen und soustigrn Verein- barnngen mit der Arbeiterschaft über den Nahmen der gesetzlichen Verpflichtungen unbedingt nicht hinauSzngehe» und die gleiche Lcrpflichtniiz den ihnen angeschlossenen Verbänden und Firmen aufzuerlegen. Nur bei einem solchen einheitlichen und geschlossenen Vorgehen der Industrie kann erwartet werden, das» in Zukunft über die bcrechligien Forderungen oer Industrie nicht wieder wie im Falle des BeirlebSrälcgesetzcS zur Tagesordnung iibergcgange»� sondern ooß die Industrie in der Lage se'n wird, ihre gewichtige Stimme ausschlaggebend in die W-agscha!« zu werfen. Vereinigung der T-euischen Arbeitgeberverbände. Der l. Vorsitzende:(gez.) Dr. Sorg«. Der Geschäf.Sführer: Dr. Tänzler.' Wir haben längst darauf hingewiesen, daß da? Be- triebKrätogesetz nichts ist, als Kampfboden. Der In- halt des Sclirciben überrascht uns auch nicht, denn die Wi r- kuergen der von der Bereiniguisii der deutschten Arbeit- acbervcrbände getroffenen Maßnahmen gegen das Gesetz sind bereits fühlbar. Auch darauf haben wir schzon mehr- fach aufnrerksam gemacht. Dagegen ist es bemerkenswert, daß nun auch dem ge- werkscksastsoffiziöscn Nachrichtendienst die Augen über das Bestreben der organisierten Ccharsmachcr aufzugehen be- ginnen. Lebt man doch dort in deni Glauben, daß sich der- möge deS Einflusses, den die Gelverkschaftcn in den Ar- b e i t S g« m c i n s ch a f te n haben, alleS schiedlich und friedlich zum Vorteil der Arbeiter regeln lassen wird. Trium- phicrend verkündete nian, haß es gelungen sei, die Unter- nehmer vom Hcrr-im-.Hause--Ttandviinkt abzudrängen. Ine Arbeitsgemeinschasten seien ein Beweis dafür, sie seien der AiiS�n»* de?„Telbstbelch>cidiingSpolitik des Kapitals", wie S ch i v p e l noch eben in den„Sozialistischen Monatsheften" schrieb. Hier zeigt sich, wie die Selbstbescheidinig der Scharfmacher aussieht, und auch der gewerkschaftliche Nachrichtendienst erkennt nun, daß S y st e m im Kampfe der Untcrnehmerorganisalioncn aes»r-möge der mm auch machen und trachten, S Ganz« in Bälde'fertig zu brin-gen. Mnckerl kraute sich hinter dem Ohr.„Ich kann'» nit tglcich angeh'n, es fehlt mer an ein'm tau-glichen Holz dazu, muß mir erst ein'L«beschaffen, wann ich wieder nach der Stadt fahr'." „Ich Hab' morgen dort z'tun," sagte der Dauer,„war' mir lieb, du sohret'st mit mir, so hätt'S dann weiter kein Lnstcbn."') «Ich bin dabei." „Aibg'macht. Ich hol' dich� morgen. D'Stnnd weiß-ich noch nit. Hjtzt will ich nrt länger afhalten. Gute Nacht. Leutelnl" „'m Kind kann'S Freundlichkeitbczeig'n nur nutzen, und kein' Sck'clden bringen." „Dir auch nit. Leni. dir auch nit. W'e ich mir Hab' saaen lassen, so is ja g'wiß.—" Er deutete hinter nach der Stube, aus welcher man Schranktüren und Schubladen kreischen hörte. Helene zuckte mit den Schultern. „Es is a Schickung, sag' ich dir," fuhr er, mit halb- lauter Stimm« eifrin auf sie einredend, fort,„vom Anfang war mein Denken, cS müßt' a sol�e dabei fein. Daß'S ielb' Zeit um allzwei andere gleickierweiz b'stellt iS. was war' daS joirst, wenn kein' Schickung?" „Und wann— so war' Vorgreifen mir fündhvft und richig Zuwarten am Platz. WaS sich schicken soll. daS schickt sich dann schon." „Ja. weißt, Leni." stotterte«r.«mit'm Zuwarten iS's so a eigene Sack!" Das junge Weib stieß ein paar helle Lochlante heraus. dann hielt es sich erschreckt den Mund zu und sah plötzlich DaS laß' dt? vergeh'». Verlang dir z'Lieb' weiter Giwsekschaftliches. ,1 ! r■n'r'r i t r 7 1 r n r"« r"i?■'■ n i-'i-■Li' i tt n• uVim■"W ni« i> Angestellte und Reichstagswahl. In den Armen liegen sich beide. Die bürgerlichen Parteien buhlen bei den Angestellten uot ihr« Stimmen bei der SteichZtogZwahl. Sie haben an hervor» razendstcr Stelle die reaktionärsten Führer von Angestelltenver« bänden ausgestelli, die sich großspurig»Gewerkschaft und Jnter« zssenoertrciung v-on Angestellicn" nennen. Di« D-eutichdemo» kratische Partei führt Herrn Dr. Engel und Herrn Dr. K l e i n a th vom Arbeitgeberveick>and des deutschen GroßhandetLt zusammen mit Herrn Edmund NeckeS voin Berein der Deut« scheu Kaufleute(Hirsch-Tunckersche Richtung) und Fröulcinl Möhrk« vom Verband der weiblichen Handels- und Bureau« angestellten Arm in Arm mit Herrn Friedrich von Siemens! Bei der De u Ischen Volkspartei, die«in gehemie» Dündniß mit der DeutfchnationaUn Partei al# Wahlabksmmen zur dies« maligen NeichSiagSwahl gecrosten hat, figuriert als Kanditalt Herr Otto Thiel vom Deutschnationaien HaiidlungSgehilsen� verband Arm in Arm mit dem Erzreaktionär St res e mann. Die Angestellten haben bei allen Tarifverhandlungen dich Erfabrung machen müssen, daß die genannten Vertreter deq Augrstclltenverb-ünde für die Arbeitgeber Voripanndienst« leisteten und die Angestellteninleressen ständig verraten haben. Diel bürgerlichen Parteien bedienen sich dieser Leute, um Stimmen« fang für Arbeitgeberintercsscn zu treiben. Den Arbeitgebern kann man eS nicht übel nehmen, daß sie diesen Versuch machen, Denjenigen Angestellten aber, die nach den bisherigen Ersah» ru ngcn auch heute noch ihre Stimmen für solche Listen abgeben� ist nicht mehr zu helfen. Für sie gilt da» Sprichipolt vpp d-ep Kälbern, die ihre Metzger selber toählenl Kein Streik im Bcmkgewtrbe. In den gestrigen Verhandlungen im ReichSarbeitSministeriun» ist ein« vorläufige Einigung erzielt worden. Die An« gestellten erhalten eine besondere Teuerungszulage von LOv M. für Verheiratete und 136 M. für Ledige, im voraus monatlich zahlbar, ab 1. April 1929. Diese» Ergebnis bringt den Auge» stellten nur einen kleinen Teil dessen, waS ihnen durch Vermitt« lungSvorschläge der Unparteiischen bereits zugebilligt war. Die Schuld an diesem Ausgang liegt in dem Deutschen Bank« beamt-nverein, der vor 14 Tagen, als L9 999 Bantbeamte im Reich im Streik standen und die Situation für einen General» streik die günstigste war, den Anibruch deS Kampfes in Berlin durch Streikbruchdrohung hintertrieben hat. Heute ist der Streik in Rheinland-Westfalen zusammengebrochen, in Süddeutschland dauert er bereits solange, daß e» nicht möglich gewesen wäre« ihn»och wochenlang aufrechtzuerhalten. Nur das geschlossen» ? Neben Hem Sessel an der Siuberstür, auf welchem daS kein' Dummheit mehr, es war an der ersten überg'nng. ..„b kn...»----------„Leni, ich war' g'wiß nit af dich verfallen und'S ganze hätt' nimmer kein Sinn, wenn wir unS nit schon gern g'babt hätten.—" Helene runzelte die Brauen: mit einer Gurzen Wen- dum-g-des Kopfes und einorn Wirke der Augen nach der Türe, lifvcklte sie:„Pst! ES ist allls still d'rin" und auf das K'iird weisend: ,.A.iich der hört rmd weiß sckzon z'schwätzcn." „Gkh', jag' Ami. er still mir a Bußl geb'n." „Bewahr'! Er möckst' schrci'n! ES is'S nit g'wohnt. Er küßt neam-d." Sie schab den Bauer- der sich niederbeugte. zurück utnd trat selöst einen Schritt zur Seite.„Bleib'-uns vom Leib'." „Leni,'n Buben bedenk', der wird noch'mal—* Da trat der.Hervgottlmacher amS-der Stube und der Sternsternhofer ries ikmi entgegen:„G'rad' wollt' ich sag'n. nock,'mal so lang' wie ick bvanckkst du zum Angwandtenl Ich bin viel flinker. Na komm'!"�. Die beiden Männer fubren-hinweg. Bald wußten'die Zmischeubüheler den Gnind der � plötzlichen Eintracht zevischen dem jungen Gtcrnsteinhoferi und-dem HerrgotUmacher. Sie fanden eS ganz verstand- j 'tick, und jseMndra. öaß.�nr pr-me.vandwenker dem reiches Kind saß. kniete Helene.„Na. sagt Tank' sckwn und b'h-üt Gott!-Babah!" sprach sie ihm vor und ergriff, vhne onfzii- jslien. das vuirde Aevmchen-des Kleinon und bsioegtc eS. wie grüßend. Der Hoszsch-nitzer gab seiner neuen Kundschaft bis zur 'HatiStürscknvelle daS Geleite, dort nickte er mit dem Kopfe ind der Dauer griff an den Hut. Am andern Dormittag kam der junge Sternst-einhofer angefahren. Er sprang vom Wägelchen und trat grüßend in die Hüt-le...No. sein mir's?" fragte er. „Gleich," antwortete der Herrgottlmacher und lief in die Stube, um sich„sonntäglich" anzukleiden. Die Klcebinderin lehnte an dem Herde, zu ihren Füßen ivlelte der kleine Mnckerl._ Toni rückte die Kuchensure, die nach der Straße offen stand,-halb zu. dann faßte er Helene an der Ha"�.„Vergc.t dir'S Galt." flüsterte �er.„daß d'-dach'm Kind lernst freund- lich gcg'n mich sein." «) Anstehen für Anstamd, /». inawff ivsbm«" SApa« e-stbt anstehen i«ss«, m t» Ba-uent nichts nachtixige; was denn auch, jetzt, J-ahre-hinter« stier? Sie legten sich zurecht und reimten sich zusammen. Iva» sie«be» davon wußten und nicht wußten. Wohl hat de? Bauer e'm-ma-I d'Helen''m Kleedinder cü-ivendig gemack�, aber nun ist sie dem fein Wei-b tm-d c» w-är nickst klug von ihm. sich den Kopf stchver Mi machen über so ein Gcsckieh'neS, da» lang' vorbei iei und wovon-sich viel bereden, aber nicht? eoweifen lasse I Oder sollte er einen Groll ausbelialten. weil sich der Sternsteinhoser damal an flmi vergriffen? Je, du mein, waS ivär' das für eine uirfruchtbare Feindschaft! WaS könnt« der arme Hascher tun? Finster schatten, den Rücken keinen, die Faust im Sack machen und in einer Ecke ma-ulen? da ist eS doch A-üger, er spielt den Vergebcr rmtz Vergksser, sonderlich,«venn sich noch obendrein die christliche Gesinnung durch einen handgreiflichen, baren Nutzen vergalt. Er wird nicht dumm sein und wohl jyur Vorrechnitng mit dem Ba-uerp dapP-el-te und dreifack)e Kreide nehmen I Man fand e» ganz rechtschaffen-und brav von dem jungen Sternsteinhoser, daß er für seines Weibes Genesun-g so ein„Heilig's" in die Kirche opfert: um so mchr. da-das Gesinde aussagte, wie er neuzcrt gar nimmer wild tue gegest die Bäuerin und recht freu-ndschaftlich mit ihr verkehre, Nun vermochte man sich auch zu erklären, was ihn zu der Zinshofer geführt. Gewiß war er um-die Kleebinderschs Hütte, wie die Katze um den beißen Brei, herum geschlichen und sirchte durch die Me zu erfahren, in welcher Weil' wob-l dort seine Bestellung anzubringen und nachdem ihm dies gelungen und ihm die Sache einmal.im.Kops und a-m Herzen lag, nahm es nicht wunder, daß-die Alte sich das zu nutzen macht« und ihm auf den Hof nachlief und Posten zutrug. für die er sie jedesmal entlohnte, und es war ganz naiürsich, daß er nun selbst öfter bei den Klesbinder-Leiiten einsprach, um nachzusehen, wie die Arbeit„fördere", und wenn er dort nur kurz verweilte und-lieber bei der Alten abra-stete, so war das, nach dem, wo» einst zwischen ihm und der Jungen vor- gefallen, nur ehrbar und klug und wich sedem argen Scheiii und jedem Anlaß zu unbescha-ffenem Gered' anS. Woche um Woche. Monat um Monat verstrich, da hörten plötzlich die Zwischenträgereien der alten Zinshofer auf. sie ließ sich auf dem Hoie nickst-m-ehr blicken, desto HSufigoc wurden de Besuche des jungen S!crns!e!i/>oieih in deck beidvv Kü-i�eg am unteren Ende des Dorfes»-' stoiad' kluftretsn der Berliner Angestellten vermochte noch soviel Druck »uszuüben, einige Zugeständnisse von den Unternehmern zu er- reichen. Ten Wankleitungen wäre ein Streik, der einige Aussicht zivt, die Organisationen niederkämpfen zu können, sicher sehr er- wünscht gewesen. Die Versammlung der Bankangestellten, die gestern abend in den Räumen der Brauerei Uänigstadt das Verhandlungsergebnis erwartete, war wieder massenhaft besucht. Das; die große Mehr» heit hinter dem Allgemeinen Verband steht, zeigte sich in dem be- geisterten Empfang und dem stürmischen Beifall, die dem Ge- Nossen Benno Marx zuteil wurden, während die Rede deS Herrn Fürstenberg, der zuerst von den Verhandlungen be- richtete, eine kühle Aufnahme fand. Marx gab das Ab- stimmungSergcbnis aus den Betrieben bekannt. ES haben mehr als 7 0 Prozent der An gestellten für den Streik g e st i m m t. Es würde sich jedoch nicht um einen Kampf nur in Berlin handeln, da es darauf ankam, das Feuer in allen Ecken des Reiches emporlodern zu lassen. Dazu war die beste Ge» legenheit versäumt. In Anbetracht der bevorstehenden Reichs- tarifverhandlungen, für die die Kampskraft ungebrochen erhalten werden muß, ist der jetzige Vorschlag angenommen worden. Die- jcnigen, die mit Recht unzufrieden sind, mögen bedenken, daß nur herauszuholen ist, was den realen Machtverhältnissen entspricht. Diese Aktion war der erste Schritt zu dem großen Kampf, der noch bevorsteht. Der Reichsverband der Bankleitungen hat er- kahren, daß die Beamtenschaft Gewehr bei Fuß fleht und bereit st, sich ihr Recht zu erkämpfen. In einer großen Parallelbersammlung im Garten sprach Ge- Iiosse Weiß vom Allgemeinen Verbano in gleichem Sinne. Die Diskussionsredner brachten zum Ausdruck, daß sofort an die Vor- '«reitung deS Kampfes um den Reichstarif gegangen werden muß. Achtung! Betriebsräte. Da die Veröffentlichung des Ausschusses des Allgemeinen Deutschen GewerkfchaftsbundeS unklar gehalten ist, die Einzel- betriebe sich an die Berliner Gewerkschaftskommission wenden, ergebt hiermit die Aufforderung: Die Betriebsräte der einzelnen Betriebe haben sich unbedingt cm ihre Gewerkschaften zu wenden und empfangen von dort ihr Material und ihre Legitimationen. Der Ausschuß der GewerkschaftSkommission Berlin? u. Umgegend. I. A.: HildeSheim. Zum Frlseurstreil. Nachdem die Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und tien Gehilfen am letzten Dienstag ergebnislos verlaufen waren, hatte die Berliner Gewerkschaftskommission eine Vermittlungsaktion unternommen. Aber auch dieser Versuch, eine Einigung herbeizuführen, scheint ohne Erfolg bleiben zu sollen. Die GewerkschaftSkommission hatte den In- teressenvcrband der Friseure ersucht, unverzüglich in Verhandlun- gen einzutreten, die Arbeitgeber hatten ober erklärt, mit Rück- ficht auf die Wahlen bor kommendem Montag nicht verhandeln zu können. Mit dieser Antwort hat sich die Gewerschaftskommis- sion nicht begnügt, sondern sie hat am gestrigen Vormittag dein Interessenverband ein dreistündiges Ultimatum für die VerHand lun g sberei I schaft erklärt und für den Fall einer aber- maligen ablehnenden Haltung der Arbeitgeber scharfe Maß- nahmen angedroht. Der Jnterefsenverband verblieb jedoch bei der Erklärung, daß er vor Beginn der nächsten Woche nicht der- handeln könne. Die GewerkschaftSkommission hat daraufhin in ihrer gestrigen Plenarsitzung«instimmig beschlossen, den Boykott über sämtliche Groß- Berliner Jriseurgeschäfte zu »erhängen. Achtung? MöbeltranSportarveiter. In der gestrigen Bekanntmachung ist ein Druckfehler unterlaufen. ES muß nicht heißen:„rückwirkend vom IS. März 1020", sondern.rückwirkend vom IS. M a i IVA'. Groß�Serlia.» ..............■».....vif iiiBiiman ummuwMM a Stadtverordnetenversammlung. Bei Beginn der Sitzung wurde der Genosse Selb vom Oberbürgermeister Mermuth ol» Stadtrat eingeführt und verpflichtet. Der Herr Oberbürgermeister verwies besonders darauf, daß Genosse Leid mit feiner neuen Würde den größten Teil der Bürde auf sich nehme, die vordem auf den Schultern des unvergeßlichen Genossen Wurm ruhte. Die Vorlage betreffend den VergütungS- und Manteltarif für die HilsSkräfte deS Magistrats verwies die Versammlung an «inen AuSichutz von IS Mitgliedern, der nach beschleunigter Durchberatung dieselbe der nächsten Sitzung zur Beschlußfassung vorlegen soll. Die englische Hilfsmission beabsichtigt, neben der Schulspeisung auch für etwa 1000 Studenten ein« MittagSsp:isuna gegen geringe Vergütung zu schaffen. Der Magistrat empfiehlt als dazu geeignet di« Räum« de» JFägetheim» am Oranienburger Tor. Der Stadtverordnetenvorsteher H et) mann ergreift die Gelegenheit, um den englischen und amerikanischen Helfern den Dank der Versammlung und der Berliner Bevölkerung auszusprechen. Die unabhängige Fraktion hat einen Antrag eingebracht, in dem der Magistrat zu einer Prüfung der beschlossenen Gteuer- sätze in der L u st b a r ke i t S st e ue r aufgefordert wird. Die LustbarieitSsteuer in ihrer gegenwärtigen Form be. steuert neben Darbietungen niederer Art auch künstlerische Ve»- anslaltungen, Theatervorstellungen und andere ernste und bil» deude Darbietungen. Di« unabhängige Fraktion der Stadtder- ordnetenversammluna, die der großen Masse der Bevölkerung die Möglichkeit eines edlen Kunstgenusses nicht nehmen wollte, hat de wegen von vornherein gegen diese Form der LustbarkcitSsteuer gesummt. Die bisherigen Ergebnisse der Lustbarkeitssteuer:r- gaben denn auch eine schwere Gefährdung der Kunstpflege. Ge- nosse Dr. Weinberg, der den Standpunkt unserer Fraktion in temperamentvoller Weise vertrat, bewies die» auch an einer instruktiven Statistik über den Rückgang de» Besuche» gerade in den ernsthaften Theaterinstituten. Sie bedeutet hier geradezu eine Erdrosselung der Kunst. Im Interesse der geistigen Kultur ersuchte er um Annahme de» Antrages._ Der Kämmerer war der Meinung, daß die Klagen der Theaterunternehmer sich nicht allein au» der LustbarkeitSsteuer allein erklärten. Für die S. P. D. schlug Hermann eine mildere Form deS Antrages vor. Da der Antrag unserer Genossen von allen anderen Irak- tionen abgelehnt wurde, kam der Antrag Barkowski und Genossen (T.P.D.j zur Annahme. Die Stadtverordneten Frau Friedenthal und Genossen beantragen, die vom Berliner Frauenbund unterhaltene Hilfsstelle beim Berliner Polizei-Präsidium auf zie Stadt zu übernehmen. Die Hilfsstelle hat die Aufgabe, die auf eine schiefe Ebene geratenen jungen Männer, vor allen Dingen aber die jungen Mädchen, welche der Prostitution zu der- sallrii drohen, dem geordneten Leben wieder zuzuführen. De?» zustimmenden Standpunkt der U. S. P-°Fraktion ver- tritt die Genossin Wehl. Der Antrag wird angenommen. Ker rechtssozialistisch« Stadtverordnete Ritter bertrU* einen Antrag Barkowski und Genossen betreffend die B e- lieferung Berlins mit Fern ström. Ritter schildert die Befürchtungen, die sich aus einer unzu- länglichen Belieferung Berlins niit elektrischem Strom ergeben. Nach Angabe des Magistratsvertreters ist Berlin in erheb- lichem Maße auf die Stromlieferung aus Golpa angewiesen. Die Hoffnung auf eine Belieferung aus der Niederlausitz ist leider zuschanden geworden. Ein Teil des Stromes aus Golpa soll auch nach Sachsen geliefert werden. Im kommenden Winter stehen wir vor einer Katastrophe, wenn die Verantwortlichen Stellen im Reiche nicht alles unternehmen, um uns davor zu bewahren. Für den Antrag sprach von unserer Seite Genosse Hintze. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. ES folgte dann eine geheime Sitzung. Aufsichtsrat der Verlagsgenossenfchaft„Freiheit" und Revisionswmmiifion. Sonnabend. K lllir, AufsichtSratsitzung mit Nevisions- kommission. Pünktlich. Schiffbauerdamm 13. Der Wahlschein für die GemeindeVahl. Der in Berlin vom Wahlbureau deS Magistrats, C. 2, Stralauer Str. 44/45, auf Ersuchen auszustellende Wahlschein dient nickt dem gleichen Zweck wie der Reichs tagStvahlschein, der infolg: beruflicher oder sonstiger Behinderung am Orte zur Stimmabgabe in zedem Wahlkreise und in jedem beliebigen Stimmbezirk berechtigt. Vielmehr soll der Stadiwablschein rentenempfangenden ßriegsbe schädigten, heimgekehrten Kriegs» und Zivilaefangenen sowie Flüchtiingen aus den verlorenen od.'r besetzten Gebieten daS Wahlrecht deshalb sichern, weil sie durch ihre unfreiwillige Abwesenheit vom Wohnorte und die damit ver- bundene spätere Rückkehr die zur Ausübung des Wahlrechts er- forderliche AnsässigknISfrist von 1 Jahre Reklame für seine Vorstcllun- gen bildet keine Vorspiegelungen. Sein Können und das reich- �arnuz übertreffen all« Erwartungen. Weng(Le- schwindigkeit auch keine Hexerei ist, man kommt aus dem Staunen über die Leistungen des Künstlers jedoch nicht herauf. llebrr Beweise der Abstammungslehre hält Dr. C. Stieler am Montag, den 7. Juni, abends 8 Uhr, in der Humboldt-Hoch- schule, Aula Kochstr. 60, einen unentgeltlichen Lichtbildervortrag. tsbenLM!!:L!kaleud?r. Panlicw. Ab Freitag worden in den bekannten Geschäften gegen Abtrennung der Aüschnille 28 und 29 der allgemeinen Lebensuu'.let- karte zusammen 250 E.amm Haserslocken ausgegeben. Ass den Ocsjmisitftom Wahlbezirk Lerlin-Mitts. Sämtlich« Kandidaten haben ihr« Adressen und Zustimmungserklärungen dem Obmann Christ, Ee. Jüden. Hof U, bis h-u.e abend zuzustellen. S. Distrikt. Heule abend S Uhr Flugblattnerbreitung. Nachdem trifft sich die Ä b l e i I u n g bei Maas, Bargmannstr. 97, die 3. Abtei- lung bei Äieler, Disfscndachstc. 73. 4. Distrikt. Abteilungssuhrer sofort von den Gencssen Sinner und Hslmuth Material für die Wahlen abholen.— Fn den amtlichen Wahllokalen hielten sich die Mitglieder der Agibations- und der Zeitungs- Kommission auf. um Mitglieder isfp. Abonnenten zu werben.— Montag 7 Uhr Distiiktskonferenz in der Schutaula, Neichondsxger Str. 67. — Dienstag 7 Uhr öffentliche Wähleroer fammlung fiir die Stadt- und Bezirksverordnelenioahlen bei Graumann. Ztaunynstr. 27. 4. Distrikt. Haute Fiugdlattverkreitung. Die Flugblätter ssnd von Senner, die Plakate v-v. Helmulh, Eörlitze: Sir. SS, abzuholen. 8. Distrikt. Demonstraiionszug nach dem»Wirtshaus zum Steuer- Haus" am Sonnabend 7 Uhr. Die lbenossen oerfammoln sich in ihren Bezirks- und Abteilungslokalen. Ldwarfch vom Baltenptatz Punkt 6 Uhr. 12. Distrikt. Heute 7 Uhr Fluablatlverbreltung von den Zchlabsnd» lokalen aus. Aiifchlichcrd Exl.a-Zahlabend. 44. Distrikt. Heu': 5S Uhr Flugblatlverbreliung, anschließend Cxtra.Zahlabend. Erscheinen aller Genossen unbedingt erforderlich. Die Genossinnen gehen nach der Flugblaltverbreitung zur Frauen-Per- sammlung, Wiclesstr. 2*. Äeserenl: Don. Ledobour.— Das Zentral» wohldureau am 3. Juni ist bei Kaiser, Dolzkowskystr. 34. Torthin sind all« überzähligen K/öfle zur weiteren Derleilung zu senden. !?. Distrikt, 8. Abteilung. Heut« abend 7 Uhr Ezlra-Zahlabend. Einteilung zur Wahlarbeit am Sonntag. Teltow-Be-skow. Eewerkschasts- und Rätokommission de« 2. Distrikl». Nicht am Sonnlag, den V., sondern am 13. Juni, vor- mit loa» 10 Uhr. Sitzung Grünau, Lokal Franz, Köpemcfcer Sl.atze 88. rharlottonburg. b Gruppe. Heu!« abend 7 Uhr äfsentliche Volks- Versammlung in de- L>indelibu:g-Schul» GuertÄostratze. R-serentz Lehrer Brase. Eharlotienburg. Sonnabend, den». Juni, abend, 7 Uhr, Ertr» Zohlobend in sämtlichen Gruppen. Das Erscheinen aller Parle!. genossen ist unbedingt erforderlich. Wilmersdorf. Sonnabend 7 Uhr am Ceepark(AugustastratzeZ Massenversammlung unter freiem Himmel. Resereni: Fritz Zuboll.— Das Zentralwahlburenu befindet sich im Nestaurant Urban. Berliner Straß? 48/49. Weitere Bureaus:„Freiheil".Sp-dilIon, HindendurK strotze 34: Verbendsbureau Pfalzburzer Strotze, an der Düntzelsiratz� Restaurant Pich«, Paulsborner Strotze 2«. Meldungen zur Wahlhils» usw. werden dort entgegengenommen. Friedenau. Heute 7Z4.Uhr große öffentlich« Versammlung ti« Realgymnasium, Homulhstrotze. Unsere Kandidaten, Genosse Zubeil und Wegmann, reserleren. Erscheinen aller Genossinnen und Genossen «rsorderlich. Neukölln. Die Bezlrksfllhrer holen noch vorhandenes Maierial baldigst im Parleitureau ab und schicke» heut« nachmittag ö Uhv Hilfsmannschasten Ins Parteibureau. Britz. Sonnabend pünkllich Z�S Uhr bei Schröder, Ch-usseestratz«, Eck« Frairz-Körner-Stratze, Sitzung aller zur Wahlhils» bereiten De» nassen und Genossinnen. Steglltz. Wiihlerversammlung unter freiem Himmel Sonnabend 5 Uhr aus dem Marktplatz in der Düppelstrotze. vichterfeld». Sonnabend 7 Uhr öfseirllich« Wöhleroersammlung b»i Schnabel, Hindenburgdamm 194. Referent: Genosse Döumig. Schmargendorf. Heute 8 Uhr öffentliche Wählerversammlung tut „Schützenhaus", Hundekehlenffr. 20. Distrikt NIederbarnIm-Osl. Flugblätter können d«t Albrecht, Neu» Bahnhofstrotze 2. sofort abgeholt werden. Johannisthal. Freilag ö'4 Uhr öffentlich« vöhleroerfammlunz!» Lokal Luftverkehr. Frledrichstr. 40. Rahnsdorf, Wllhelmshagen, Hessemvlnkel. Sonnabend öZ-f Uhr Im Lokal von Sorge fParadiesgartenl. Rahnsdorf-Mühle, ösfentllch« Wählorversammlung. Thema:„In letzter Stund»". Referent: Eenoss» Breilscheid. Schönelche, Kl.«SchZneb«ch, Fichtenau. Sonnabend H8 Uhr grotzl öffentlich» Volkaversammlung In Horn» Kurha«»:„Da» letzt« Wort a» dl» Wähler!" Referent: Genosse Paul Brühl. Vereinskalender. Zentralverbanb der ArbeltsInvaNdem, Grotz-BerNn. MitgNcbeU Versammlung de» Bezirk» Neukölln Sennabcnd 8 Uhr im Lokal Weichselstratz« 8. Berband des Post- und Telcgrapheitperfonal». Sekttonsleitung» Mitglieder, Funktionär«, Betriebsvertrauensleutel Sonnabend%8 Uhl im Gewarkschsflshau», Engelufer 44/15, Bertrauenomönner-Konferenz, Steinsetzer und Berufsgenossen Im larisbezlrk Vrah-Berlin. Samt» lich« Betriedsräl« und Betriebsodleut« tresf-n sich am F:eilog. den 4. Juni,«bend» 7 Uhr. im Lokal von Schlolterbe», Danziger Str. LS. Jede Firma mutz unbedingt einen Vertreter senden. Filiale Berlin. Sonntag, 43. Juni, vormittag, 9i4 Uhr, tu der„Harmonie", Jnvalidenstr. 1, wichtig« Generalversammlung. >rd«it»r>Clt«eniMnd, Bezirk Lichtenberg. Mitgliederversammlung Montag 7 Uhr Schule Mardlstratze. SteindruckereihUsoar Kelter und-Arbeiterinnen. Sonnabend nach» mittag 4 Uhr Terlrauenzpersonensitzung im Graphischen Vereinehau� Alexandrlnenstr. 44. G-HUsen werden gebeten, Hilssardelter ousmerk- sam zu machen. Deutscher Transportrrbelter.Berbanb. vuchdruckerelen. Buch binde» i«ten und Zeitungsverlogsanstalten. Die Versammlung findet nicht am Freltag, sondern am Sonnabend nachmittag 8 Uhr in demselben Lokal statt. Fr»!« soz. Jugend. Neukölln. Heul« TA Uhr Im Lokal von N'bd«. »abrechtstr. 0, autzerordenllich« Mitgliederversammlung mit wichtiger Tagesordnung. OÄ Uhr dringende Funkttonärverfemmlung. Soz. V«l«t«ri«r-Zugend W-ddöng l. Freilag 7 Uhr outzerorbent« lich« Seneralversammwng bei Kling«. Utrechterstr. 24. Sonntag Treff- punkt zur Wahlagitation vormittag, AlO Uhr bei Kroll, Utrscht»� Ecke Hennlgsd«(er Etratze..... Arbelter-Radsabrer-Vund SoNdariiöt.®, fehlen noch einige Genossen zur Landagitaiwn. Dieselben müssen sich einen Wahlschein be. sorgen und Freitag abend? Uhr Brunnenstratz» 7«rscheinen. H-nkel, Zenlral-gohrwart. Deranlworilich ffle di- Redokilon: Lea Llebschgtz. Friedenau. Verantwortlich s d. Jnseralentell: LudwlgKomeriner, Karlehorst Berlagsgenossenschaft.Freiheit",«-•- m. b. H., Berlin.— Druck der Lindendruckeret und Berlagsgesellschast m. b.£>., Schissb-uerdamm 19. BV Arn Freitag gelaugt rar Auigabei Die Stadtgemeande Berlin Mit EialelluviJ und Erläulerangen :: von Karl Leid" 84 Seiten Frei» 5.— Mk. Unentbehrlich für Jeden in der kommunalen a Bewegung GroB- Berlins Tätigen u Bei Bezug durch die Orjfanisalionen oder Gemeindevcrltzcler- Fraktionen R a b u t t Sofortige Bestellungen erbittet VerlagsgcnossenscliaftnFreilieit", e.G. m.b.H. Abteilung BncMiandlung, Berlin£2, Breite Stf.