30* 3» ösn H Junk igqa y,' rfoto**'' niiMni mmatm nn» mtdimittati. Sonntius m,* m~t~.______. vWi}» ,V ,*0 | ...... sr"'• /»»««»»i» k>ie„�rtibnt" rrat«R>Mkttt!)nit:»er bin«W.«,».Wdanrrdnm« 10 Fvonwrech«: Hmf««(den SB»— 1«.«uchvandiu»« Zentrum 2615 fck—"— l �umiirn uoao. berliner-Organ_ M* Vmbpänßfgen SorMbemofratie S>mmtona& M SO uuabhüugjge Abgeordnete Das M des neuen Reichstags. Nach den bis Dienstag acht Uhr abends vorliegenden vorläufigen amtlichen Meldungen über die Reichstags- Wahlen ergibt sich— einschließlich der Abgeordneten auS den Abstimmungsgebieten sowie auS der Verrechnung der dieststimmen in den WahlkrciSverbändcn und auf die Reichs. wahlvorschlage— folgendes Bild des neuen Reichstag?: Gewählt sind danach bisher 433 Abgeordnete. Davon i�aben erhalten: Unabhängige Sozialdemokraten 80(davon 8 ans der Rcichsliste) RechtSsozialisten' 107(7) Kommunisten 2(1) Demokraten 43(8) Zentrum 05(0) Deutsche Volkspartei 59(G) Deutschnationalc Volkspartei 61(9) Unter den Deutschna.'ionalen befinden sich e! Thüringer löauernbnnd, 1 Hessischer Vanernbnnd und 1 Württembcr gische Bürgerpartei. Ferner entfallen auf die Schleswig holsteinische Bauern- und Landarbeiter Demokratie 1, ans die Welsen 5, auf die Bayerische Volkspartei 12, aus den Bayerischen Vaucrnbund 2 und auf den Württsoibergischen Bauern- und Weingärtnerbund 3 Abgeordnete. In der Nationalversammlung saßen Unabhängige Sofzialdemok raten(Gewinn �8 Mandat c). 163 Rechtssozialisten(Verlust ö8 Man- Christlich föderalistische List« 81: Teutschnationale Volkspartei 65: Deutsche Volkspartei 61: Kommunisten 2: Bayerischer Bauernbund 4: Tri v'�hannoversche Partei S> Volkspartei(Gewinn 39), 3 Welsen(Gewinn 2), 4 Baye lischer Bauernbund(Verlust 2). Den größten absoluten und Verhältnis- vläßigen Gewini�, sowohl an WäHlerstimmcn wie an Mandaten, hat demnach die Unabhängige To zialdemokratie erzielt. Den zweitgrößten Erfolg hat die Deutsche Volkspartei, der Stinneskonzern, davon öetragen. Ter Gewinn der Dentschnationalen ist demgegenüber nicht erheblich. Den größten Verlust hatten zahlenmäßig die R e ch t S s o z i a 1 i st e n, nach dem Verhältnis berechnet aber die Demokraten, die fast die.Hälfte ihrer Mandate einbüßten. Den 65 Mandaten deS Zentrums könnten noch die 12 der Bayerischen Volks- Partei zugerechnet werden, so daß der eigentliche Verlust des Zentrums 14 Mandate ausmacht. Die Koalitionsregierung hatte in der Ra tionalversammlung bei einer Abgeordnetenzahl von 423 "29 Mitglieder ihrer Parteien hinter sich. Sie wurde also bon mehr als drei Vierteln des Parlaments unterstützt. In den Reichstag schicken diese Parteien nur noch 215 Ab- geordnete, alfo noch nicht die Hälfte der ganzen Versamm- lung. Tie haben ein Drittel ihres Besitzstandes verloren. Ein klares Bild über das Wahlergebnis gewinnt man allerdings erst dann, wenn man die Zahl der Abgeordneten i» den Abstimmungsgebieten, wo diesmal nicht gewählt wurde, von den obigen Zahlen in Abzug bringt. Dann zeigt sich folgendes: In den 32 Wahlkreisen, in denen am 6. Juni abgestimmt worden ist. wurden.80 unabhängige- Sozialdemokraten, 89 RechtZsozialisten. 2 Kommunisten, 64 Demokraten, 56 Zentrum, 57 Deutschnationale und 56 Deutsche Volkspartei gewählt. ZMe Zusammevsehtmg des Reichstages. Unter Zurechnung der Abgeoi-dneten der AbstimmungS- gebiete ergibt sich, baß der neue Reichstag insgesamt 460 Abgeordnete zählen wird. � Die MandatSverteilung ergibt mit dieser �wchnung folgendes Bild: Uuabhüngige Sozialdemokratische Partei 80; Sozialdemokratische Partei 110; Zentrum 67; Twmrfnyir ASU die ReMNWeu. «ei vcr ik-rechnuxg erssab sich, daß vv» de« Heststiuiwea AOej 30 OOO je ein Mandat auf die Deutsche Demakratiiche Partei, die Deutschnational-c Voll»part«i und die Thristüch söseralisrisch« Liste fielen. Im üvrigen»ertülen sich die Nosistimmen folgender- maßen: 11 157 Eozialdemolratisch« Pariei, 20 SOO Jentrum, 22 509 Deutsche Demcckratische Partei, 5N1 Deutschnationale Volkspartei, 16131 Deutsche Pollspartei, 9352 Nnabbängige Dozialdemokratie, 15 963 Ebriltlich föderalistische Liste, 18 104 Deutsch-Hannoversche Partei, 318 199 Kommunistische?ar- tri. 87 518 Deutscher WirischastKund für Stadt und Land. die WstzWe« decALIL. mtd der S.V.?. Der Zusammenbruch der T. P. D. und der Aufstieg unserer Partei tritt erst klar zutage, wenn man sich die Stimmenzahlen der bei den soeben erfolgten Reichstags wählen im Vergleich mit den bei der Wahl zur National- veriammlung vorigen HahreS Vor Augen führt. Die Wahl- kreise sind ztvar nicht überall die gleichen geblieben, aber die Acndcrungen sind doch nur geringiügig, so daß die der gleichsweise Gegenüberstellung' der Zahlen sich verlohn Die veränderten. Wahlkreise haben chen versehen. wir mit einem Ttern- «. IS?« 185 MS 133 020 182 VM 154 500 • 104 882 105 040 313 047 97 303 175 172 01053 150 340 816 320 112 474 ? '• #15 328 #44 135 241000 17# 814 62 280 57 431 98 839 96 748 154 734 ? 148 022 87 755 184 m 47 591 301 115 179 848 100300 *.35. 1919 404 604 #68 071 117#07 517 283 343 027 222 426 433 000 380 055 491 760 109 050 887 050 447 151 149 504 J 935 219 ,08 81# 470 793 404 000 »80#11 347 114 186 387 344 044 188 020 383 563 142 715 415#53 170 179 484 709 128 MO 518#65 478 204 386 824 Sie Regierungskrise. »en* man auf di« Stimm«» d«r demokratischen un4 rechtssozialistischen Press««twaS geben würde, so bedeutet« der Wahlau#fall so etwa# wie«in W» l t e n d e. In Wirk- lichkeit haben di» Wahlen nur einer politiichen Lüge und Täuschung ein Cnd? gemacht. ff# war ein« Lüge, daß«8 i* Deutschland«ine beachtenswert« bürgerliche Demokratie gäbe, die bereit wäve, den Forderunge» der politischen Notwendigkeit in vernünß» tiger Weis« Rechnung zu tragen und der Arheiterklast'e ans» »ichend« Konzessionen zu machen. Da# deutsch« Bürgertum ist durch den Gang der deutschen Geschichte nie dazu gelangt, selbständig und selbstoe- stimmend Politik zu treiben. Ncmädcm ihm der preußi che Militarismus 1866 und 1876 den politischen Nahmen für da# einheitliche Wirtschaftsgebiet geschaffen hatte, hat eS die Besorgung der Volitik seitdem der Obrigkeit überlassen — der Sieger Bismarck duldete keine„Ncbenregiernnz" — und sich ganz aufs Geschäft geworfen. Geschäft war auch da# Wesen ihre, potitrjche» Tetätigung. Nichtachtung der Ansprüche der Arbeiterklasse, Ei'höhung de? Profits und der Grundrente, Eroberung neuer Absatzmärkte rar ihr Inhalt. Und dieser politischen Betätigung gab man sich um so ungestörter hin, al# man ja als letztes Mittel die Gewalt zur Verfügung hatte, den herrlichsten und per- läßlichsten Militarismus der Welt. Dieser Glaube an die Gewalt hat jede größere politische Konzepiion, jedes Er- fassen der Triebkräste der sozialen Entwicklung verhindert, � wie si« dem entmilitarifierien, aber um so politischerem eng. Irschen Bürgertum eignete An bietet geistigen Verfassung hat auch der Zusammen« bruch de# alten System# sehr wenig geändert. Di? besitzen- den Klassen waren eine Zeittang erschreckt: sie hatten da# Machtinstrument verloren und damit den Glauben an die Möglichkeit der Weitersübrung der oiSherigen Politik. Sie waren deshalb befriedigt, w-nigsten# zur Mitregierung herangezogen zu werden. Deshalb wählten sie demokratisch und unterstützten die KnalitionSpolitik. Di« rechiSfozioIisti sche Politik führt« tnchrn, daß Jn« diivgevlichrn Parteien schon in cher allen Koalition imstande waren, jeder Moßnckvm« in der Richtirng qum Sozialismus erfolgreich Wroersirnw zu leisten. Di« NeckstSsozialfsteil waiidten sich otit ihrer ganzen Kmft oogen di« Arbeiter- bswegmdg, dertieften durch ihr« kcmrerreoslutionäoe.Hol- timg den Zwichpnit mnevhrffb der Albeiterklass« und endeten damrit. die realen Machtimttel ganz in di« Verfügung der reaktionären Gener-cklidat zu dringen. Tie VersMchterun-g d«S Büogerw.m# wich einem stet# r-starfenßen SelibsSbewußt- lem und der Gmtfchlcfwrcheil, sein« alte Herrschaftssiellung mn jeden Poei? zurückziegewii rnen. Der AuSdvmk dieser Wan»iui«g sink, di, Wahlen vo«n 6. Jjftut»«. Sie«ffenSnown idi« whBitchs, Gesinnung de? besitzeilden Kiasscn. T«� Geisr von 1914 ist wiader l.fimdig, t*: EkonÄe an die Gewalt ist wteidrr erstanden. Di« RechtSsozialtsten Am sehr Unrecht, die bürgerl-ichelr Wähler zu coschimpfen mw sich als Opfer r»n«r cnifagirraS- vollen Politik{rr.i öffentlichen Niiüech awrupvoisen. Sie f�M sind ei, die diese# UesvltAt hervorgedi-acht wo-•.>»: H«lill«rich unld Cteefernan« mußten die Erb«, der Gt. rt, No?ke und.Veine n-end--?, Vor der RegletvsgsbildMS m yre««schWtis. vr-ncnsäit�ia, S. Auni. «Z.TB. Serichtet: Heut«»«chmitieg trat der«eu.cht« Koalition stZAitck ä8 letzte Wort der ge- tchichclichvn Lntwklcstiung nchr«. Und wert sie zu schwach sind. ichr Gystzim fortzsusitzen. folldas ängstlich darauf bedacht ist, den Anschluß an die Rechtsparteien zu vollziehen? Wir find bereit, die Verantwortung zu� übernehmen für die Durchführung einer wirklich sozialistischen PoUtik; als Nüttel der Bourgeoisie und als Stütze ihrer Herrschast den Schein der Rdacht zu suchen, das darf man uns nicht zu- muten. Aber ist eine bürgerliche Regierung nicht eine große Gefahr'für die Arbeitevbewegung?,.Wir könnten darauf antmorten, daß ja auch die Koalitionsregierung nichts anderes gemacht hat als bürgerliche Politik. Daß es s'ür eins kaum schlimmer kommen könnte, als unter Noske und Heine. Aber wir wollen doch sagen, daß uns eine bürgerliche Ne- gierung durchaus nicht so gefohrooll zu sein scheint. Es ist richtig,'daß der Kampf der Arbeiterklasse noch crschivert wer � 1,1, ifl/ivtiT• Viiio-riiv» ISiaS iWi' t nrYOiV-l- 1> w. fU.<3. P. D. wenden wird, damit diese einen fhrer Wählerzahl ! entsprechenden Einfluß in der Regierung erhält und ein cnt- ! iprct&rr.dez Maß don Veraniivoriung übernimmt. Sollte sie das �verweigern, so würde wohl Hermann Müller den Austrag der Kabinettsbildung zurückgeben. ,3er Geis! von VoisSam". Die„Korrespondenz der Deutschnationolen Volkspartei" schreibt am Schluß ihrer gestrigen Wahlbetrachtung: „Das Wahlergebnis in Potsdam ist überhaupt bezeichnend für deii Umschwung, der eingetreten ist. Da» alte Potsdam mit dem KaqerHef und dem Militarismus konnte geradezu alz rot gelen, Reichstagsaibgeordneter war damals Liebknecht; und! T". mil jetzt, wo die Potsdamer den Verlust des HoseS und der stelzen ch�llche 2}oIf§tai.'tet 4o„64 �timrnen,�24 Äitze Sie Bremst Zurgerfchaslswahten. , Am gleichen Tage mit den Reichstagswahlen haben ü s Bremen die Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft stattge" funden. Auch da, wie bei den Wahlen zum Rcichsparsa- ment, hat die U. S. P. D. ejnen großen Erfolg zu verzc.ch neu; sie hat die weitaus meisten Stimmen auf sich einigt, während die Rechtssozialisten auf fast die Hä!l� ihrer Stimmenzahl zurückgegangen sind. Das Zahlenver- hältnis der Parteien zur Bremer Bürgerschaftswahl stcht sich wie folgt dar:(in Klammern die Ergebnisse der vorjährigen Bürgcrschaftswahlen) U. S. P. D.- L i st e r u n o 50 066 Stimmen, 37 von 120 Sitzen(LSKÄi NechtSsozialisten 29 217 Stimmen, 22 Sitze(48 576)! zu letzen. Eine so. che Regierung wirb bei'don bestehen- o�'a fv-l&, rr r � sorgsam Venneiden müssen, t-re Aroeiterichaft allzusehr herauszufordern, sie wird irxbcr pwlamentarrsch noch Msellsckpftllich so stark sein, um der Ar- boi.erklaiie dauernden Schaden zufügen zu können. � Erna bürgerliche Regierung bedeutet aber Klarheit und bessere Kampfbedingungen für die Arbeiterklasse. Das Eni- zucken der deutschnationalen Parteien, die Verantwortung mittragen zu sollen, sinkt von Stunde zu Stunde. Das ist sehr begreiflich. Die Aufgab-, das Wirtichastsleben, das der Krieg zerstört hat, wieder auszurichten, ist nicht leicht und ist auf kapitalistischer Basis nicht möglich, wenn die Arbeiterschaft vom Willen zum Sozialismus erfüllt ist. Ee- lchrchtlich betrachtet ist deshalb die bürgerliche Regieruug keine Stärkung, sondern eine Schwächung der herrschenden Klassen, während die Koalition, wie die Klügeren und Weit- sichtigeren unter ihnen erkannten, ihre Sicherung bedeutet. � Aber ist eine bürgerliche Regierung mög- tich? Ein Teil der demokratischen Presse schwört, daß ein Zusammengehen mit den Rechtsparteien ausgeschlossen sei. Wir können beim besten Willen zwischen den Herren Rießer irnd Stresemann einerseits, den Herren Siemens und Dern. bürg andererseits keinen so großen Unterschied entdecken. Die republikanische Gesinnung? Die hat sich bei allen am Nach. mittag des 9. November offenbart und Herr Stresemann wird die Republik wieder schöner finden, wenn er sie mit- regiert. Wirtschaftlich ober sind die Herren doch wirklich nicht so verschieden und die Wirtschast ist ja doch für sie alle was Entscheidende. Am demokratischen Widerstand, denken wir, wird die Sache nicht scheitern und schließlich werden die Herren der„Allgcmemheit das Opfer bringen". Und die Rechtssoziali st en? Sie erklären, sich von uns absolut nicht mehr trennen zu können: mit uns in die Opposition, nur mit uns in die Reglerungl Ihre Liebe verträgt die Trennung nicht mehr. Wir sind gerührt und wollen also glauben. Wir können daS um so leichter, als wiederum geschichtlich und nicht aus der parlamentarischen Froschperspektive gesehen, die Sache nicht ganz so wichtig, ist, als sich ReichspriisiHent und Man- datsinhaber einbilden. Treten die Rechtssozialisten mit der Deutschen Volkspartei(die Deutschnationale Partei regiert dann auch ohne Vertretung in der Regierung in der Tat mit) in eine. Koalition ein, dann sind sie als Arbeiterpartei er- ledigt. Treten sie in Opposition, dann werden die rechts- sozialistischen Arbeiter sehr rasch erkennen, daß diese nur wirksam geführt werden kann auf den Boden unserer Grund- säpe. Dann wird die Stellung der Arbeiterklasse als solche -a scher gefestigt und die Entwicklung beschleunigt. Deshalb kann nach unserer Auffassung die Unabhän- eige Sozialdemokratie der Regierungsbildung mit Gelassen- iwit sntgegewsehen. Wir berechnen nicht die Anzahl der Mandate und unsere Politik ist kein Additionsexcmpel. Wir verlassen uns auf die soziale Kraft der Arbeiterklasse und wir wissen, daß sie durch die Entwicklung gestärkt und für den schließlichen Sieg aeveift werden wird. Sie Slimmtmg bei den Rechlssozmiislen. Welche Stimmung— wenigsten; gestern— in den führenden Kreisen der NechtSsozialisten herrschte, ergibt sich aui folgendem Bericht der„P. P. N.": Wie die.,P. P. 51." aus führenden sozialdemokratischen Krei- /cn hören, erscheint entsprechend den Erklärungen des Reichskanzlers Müller im Wahlkampf auch jetzt der Gcsamtpartei bei der Bildimg der Regierung jede Konzession nach recht» hin ausgeschlossen. Die Sozialdemokratie hat sich seit der Revo- lution für daZ deutsche Volk geopfert und allein ununterbrochen die Verantwortung der Regierungstätigkeit auf sich genommen, weil der Friede unbedingt geschlossen und Deutschland vor de», Zerisscnwerden durch äußere Feinde geschützt werden mußte. Aber diese Aufopferung der Sozialdemokraten hat ihre Grenzen. Jetzt ist kein Frieden mehr zu schließen und kein unbedingt zwingen- der Notstand gegeben. Die Opposition von recht; gegen die frühere Koalitionsmehr- seit ist stark gewachsen. Unter diesen Umständen trägt die U. S. P. die Verantwortung dafür, ob eine link», oder recht»- gerichtete Negierung im Reiche gebildet wird. Die U. S. P. muß zeigen, ob sie gewillt ist, das Vertrauen, da« die Wähler ihr«nt. gegcngebracht haben, durch Taten zu rechtfertigen, oder ob sie unter allen Umständen entschloffen ist, sich auf Reden und Agi- lationen in der Opposition zu beschränken. Im letzteren Falle würde voraussichtlich auch die Sozialdemokratie an der neuen lllegierungSbildung nicht teilnehmen. Die U. S. P. mag eS dann vor dem deutschen Volke verantworten, wenn eine reine Partei- regierung der Rechten im Reiche an» Ruder kommt. Di« Sozial- demokraii« klebt jedenfall» nicht an bin Minifterposten. Im Gegenteil, sie wäre heilfroh, wenn sie einmal von der Verantwor- tung für die Leitung de» Reiche» befreit sein könnte. E; wäre ihr besonders erwünscht, wenn Vertreter einer rechtSgerichwten Negiersing nach Spaa gingen und dort versuchten, was sie bei der Entente durchzusetzen vermögen. Aber selbstverständlich birgt je- der derartige Versuch die schwersten inner- und außenpolitischen Gefahren für da; deutsche Volk in sich. Aber nicht die Sozial- wmokratie, sondern die U. S �Z. D. hat«» in der Hand, diese Kolge«intreten zu lassen oder abzuwehren. Es ist als sicher anzunehmen, daß der Reichspräsident so- /ort bei Iusammentriit de» neuen ReübZtagS den bisherigen Reichskanzler Hermann Müller auffordern wird, die B i l- dung«iner neuen Regierung zu versuchen. M 2 ch f? jt.a Gardercgimenter kennen gelernt haben, ist dort das Wahlergebnis eine Mehrheit d«c Rechtsparteien. Der Geist von Potsdam ist wieder erwacht, das beweise» die Wahlen vom 6. Junj." Der„Geist von Potsdam" ist allerdings erwacht, wenn auch nicht— wie die Deutschnationalen ruhmredig verkünden — im ganzen Volk, so mindestens in den Redaktionen der deutschnationalen Blätter. Das zeigt deutlich eine AuS- lassung der„K r e uz» Z e it u n g", die gestern abend höh- nisch verkündet, daß die Schwierigkeiten der Regierungs» bildung nur das als zutreffend erwiesen,„was wir Mon» archisten immer behauptet haben, daß sich nämlich das parlamentarische System für unsere beut- sehen Verhältnisse mit ihrer Po r t e i z e r s p l i t t e r u n g nicht eigne". Ueoerschrieben ist der Artikel:„Ter gestrandete Parlamentarismus", und der Ton, der ihn erfüllt, erinnert durchaus an jene herrlichen Zeiten, wo die„unsterbliche Iunkerschnouze'' eines Oldenburg von Iänuschau und die sKelrasselnde Hofelique von Potsdam die Richtung der deutschen Politik bestimmten. Wenn dies der„Geist" ist, der angeblich am 6. Juni wieder erwacht ist, so kann sich das deutsche Volk gratulieren. Amtliche WahZergebmsje. Wahlkreis Berlin. Nnabhiingige.»»,».»««»» 437 166 Sozialdemokraten........... 185 289 V Kommunisten............. 13 686 Demokraten 74 563 Zentrum 36100 Deutsche volkspartei.......... 140112 Deutschnationale............ 120799 Wirtschaftliche Bereinigung 24917 Rationaldemokratcn.....»»«»« 226 Aufbaupartei..........*«• 6 Deutsch-Hannoversche Liste 162 Wahlkreis 4(Potsdam l): u. 2. P. D. 542 510(4 Sitze), S. P. D. 182 764(3 Sitze). Demokraten 63 2S0(l Sitz), Deutsch« Volkspartei 152 581 (2 Sitze), Zentrum 18 016(kein Sitz), Deutschnatisnale 124155(2 Eitze). Wahlkreis 11(Magdeburg-Anhalt): u. s. P. D. 158 355,<5. P. D. 278149, Zentrum 12 892, Deutsche Volkspartei 118 437, Deutschnationale Volkspartei 136 149, Demokraten 118 212, Nationaldemokraten 1421, K. P. D. 8809. Wahlkreis 16(Bremen): n.®. P. D. 104 238,&. P. D. 113 551, Demokraten 81 880, Zentrum 137 869, Deutsche Volkspartei 145150, D-utschnasio- nale 24 367, Deutschhannoveraner 22 154, Christlichsoziale VolkSparwi 1231, K. P. D. 12 827. Wahlkreis 18(Südhannovcr.Bralmschweig(Niedersachsen)): U. S.-P. D. 185 572(8 Sitze), S. P. D. 277 680(4 Sitze). Deutschhannoveraner 133 268(2 Sitze), Zentrum 48 001, De- mokratrn 52 469, Deutsch« VolkSvartei 201 448(3 Sitze), Deutschnationale Volkspartei 68 212(1 Sitz), Dcutschsozia- listen 649, Nationaldenwkraten 636, K. P. D. 4392 Stimmen. Wahlkreis 21(Hessen-Nassau): lt. S. P. D. 138 927(2 Sitze), Drutschnalionale Volkspartei 171053(2 Sitze), Deutsche Volkspartei 189174(3 Sitze), Zentrum 17t) 960(2 Sitze), Demokraten III 071(i Sitz), S. P. D. 297 842(4 Sitze), K. P. D. 15 854. Wahlkreis 23(Köln-Aachen): u. S. P. D. 1 Sitz(Rest 11850), Deutschnationale keinen Sitz(Rest 33 949), Deutsche Volkspartei 1 Sitz(Rest 17 949), Zentrum 7 Sitze(Rest 23 231), S. P. D. 2 Sitze(Rest 50 863), Demokraten keinen Sitz(Rest 35 069), Christlich« Volkspartei keinen Sitz(Rest 34 871 Stimmen). Wahlkreis 24(Koblenz-Trirr-Birkenfeld): u. S. P. D. 29 663, Deutsche Volkspartei 66 910, Deutsch- nationale 26 060, Christliche Volkspartei 29 629, Zentrum 296 377, Demokraten 15 623, S. P. D. 64 058, Witte, frak- tionslo», 168. Wahlkreis 29(Franken): u. S. P. D. 2 Sitze(Rest 54 886), S- P. D. 3 Sitze(Rest 3630), Deutschsozialistisch« Partei keinen Sitz(Rest 2972), Bayerische Volkspartei 5 Sitze(Rest 9257), Bayerische Mittel» Partei(der deutschnationalen Partei angeschlossen), 8 Sitze (Rest 81 386), Demokraten 2 Sitze(Rest 11 706). Deutsche Volkspartei keinen Sitz(Rest 30 507), K. P. D. keinen Sitz (piest 19 878 Stimmen). Vie Slimmenzahlen in Vayern. Wie die Korrespondenz Hoffman« München, 8. Junik. meldet, stand al» vor» läufige» Ergebnis der RvichSiagSwah! in Bayern am 8. Juni, mittag» 12 Uhr, folgende» fest: Bayerische Volktpartei 1 136 533, S. P. D. 470 863, Deutsche Volkspartei und Mittelpartei 400 914, N.S. P. D. 371110, Deutschdemvkraten 228 651, Bayerischer Bauernbund 214 867, Kommunisten 57 360, Deutschsozial« Partei 2453. Au» acht ländlichen Bezirken sehten noch pi« Aisfern. Das Ergebnis in Sachsen. 31. Wahlkreis(DreSden-Bautzen). Sozialdemokraten 222 498, Deutsche Volkspartet 159 729, Unabhängige 165 813, Zentrum 13 869, Deutschnational 128 861, Demokraten 88 598, Lausitzer Volkspartet 6622, Kommunisten 8739 Stimmen. Demnach sind fcwählt: 3 Sozialdemokraten, 2 Deutsche Volkspartei, 2 Unab- iingige, 2 Deut-b national« ,md 1 Demokrat. Die Zuteilung der Mandate im Wahlkreisverbande 5*3 Freistaate» Lachsen ist daher folgendermaßen richtigzustellen: 9 Sozialdemokraten� I DU-----------,— Deut chnat.); Demokraten 21720 Stimmen, 17 Eitz? (29 483); Teutschnat. Volkspartei 8 580 Stimmen. 7 Sitze: K. P. D. 7 313 Stimmen. 5 Sitze(11358); berussständische Listen 7 052 Stimmen, 6 Sitze; Zentrum 3 267 Stimmen, 2 Sitze.— Die diesmaligen Wahlen haben ein Zurückgehen der Gesamtzahl der sozialistischen"Stimmen gebracht. y-U Bremer Lande-Parlament kann weder eine regierungsfählg'! Rechte, noch eine regierungsfähige Linke gebildet werden, so daß cs nicht ausgeschlossen ist. daß die neuentstandene Bürgerschaft aufgelöst und eine Bürgerfchaftsncuwahl vor- genommen wird, um auf diese Weise zu einem regierungo- fähigen Block zu kommen. Die soziailstische Vreffe Kcankceichs übe? v s Vahlausfall. H.I4. Paris, 8. Juni. In Frankreich gibt e» nur wenige Blätter, die mit dcnt Ausfall der deutschen Wahlen zufrieden sind. Nur„Petit Bicn meint, daß Deutschland jetzt eine Regierung bekommen werde, die cine gewisse Sicherheit und Garantie für die Ausführung des Friedensvertrages biete. Die sozialistischen Blälter äußern ihre Freude über die Erfolge der Sozialisten. „Humanite" schreibt, daß die Unabhängigen die Belohnung er- halten haben für ihre tapfere Propaganda e r st gegen den Krieg und dann gegen die sozialj- stische Abirrung. Sie vertritt die großen Traditionen von Marx un!> ist überreich an bedeutungsvollen Männern. Mit den Kommunisten und den Mehrheitssozialisten, die sich von ihren alten Führern trennen werpen, um zum Sozialismus der Tat überzugehen, können die Unabhängigen einen festen Block bilden, der sich nicht zufrieden geben wird mit dem Kampf gegen die Rückkehr der Reaktion, sondern der inmitten von Teutschland den Sozialismus mächtig aufrichten wird nist weitem Blick und der bereit fein wird zur Vollziehung t*' zweiten Revolution. Eugl-mds tepf gegen Zrlanb. D. A. London, 7. Juni. Die Lage in Irland verschärft sich zusehends. Einersei� nehmen die kriegerischen Rüstungen der englischen Regiernäg immer größeren Umfang an, andererseits sind die irischen Tranks Portarbeiter anscheinend jetzt zum äußersten entschloffen. Zwei Vertreter der irischen Gewerkschaften, Farren und Johnson, sind in England eingetroffen, um in der Frage der MunitionSicanS Porte die englische Arbeiterschaft zu einer energischen Unter- stützungSaktion der irischen Streikenden zu veranlassen. Sie erklärlen, daß, wenn Eisenbahnzllge mit Hilfe von Truppen ab- gelassen würden, sie zum Entgleisen gebracht werden würden, da? bedeute dann den Krieg. Sie fügten hinzu, daß neuerdingk die Munitionstransporte für die„neue Armee und neue Offen- sive" gegen Irland auf dem Seewege bewerkstelligt würden und daß in jevem Falle ein Eingreifen deS Militärs zur Aufrecht- «Haltung des Eisenbahnbetriebes mit dem sofortigen Ge- n« r a l st r e i k der irischen Eisenbahner beantwortet werden würde. Inzwischen sind die beiden Schlachtschiff«„Valiani" und „Warspiie" nebst drei Zerstörern in Ouecnstown eingelaufen nnd haben 1200 Marinesoldaten an Land gesetzt. Ferner ist in 2e- vonport da? 1. Bataillon de? Devo"..'egimen!z nach Irland ver- laden worden. Nach Feststellungen Churchills stehen jetzt zu« Verfügung der englischen Streitmacht in Irland 40 Tan?» und 28 Flugzeuge. Hält man clle diese Tatsachen zusammen nist den unausgesetzt sich wiederholenden nächtlichen Ueberfällen auf Polizeistationen usw., so kann man sich kaum noch des Eindruck� erwehren, daß zwischen England und Irland tatsächlich bereit! der Kriegszustand besteht. Rotterdam 8. Juni. Wie der„Nieuwe Rotterdamsche Courant" aus London mei fcct, trafen große Mengen Mun-ition in Irland ein. Di« Hafen- kommissare in Cork weigerten sich, die Krahne für die Ausladung von militärischen Kraftwagen zur Verfügung zu stellen, worauf die Cp-ldaton sich-mit Gewalt in den Besitz der Krahne, setzten. Die SchauerGrute in Liverick weigerten sich, Kohlen zu bunkern- die für Pcstizeiwachthäu ser bestimmt waren. Di« Polizei Jjat f,f darauf unter militärischer Bewachung gelöscht. Sin« neu« deutsche Note zur SchtffSauIlieferunq. Die deutsch' Regierung hat an die ReparationSkommission in Paris eine neu« uro.« fertiggestellt, die noch einmal auf die Schwierigkeiten in d" £"9« der Ablieferung deutschen Schiffsraums hinweist und de« sntentevertretern bereit» am 4. d. Mi», überreich worden ist. Di« Abstimmung in Ostpreußen. Nach einer Meldung dei Teiegraphen-Union ist als«nd gültiger Termin für Abstimmung in Ostpreußen der 11. Inn, festgesetzt worden.?;�f Wahrscheinlichkeit nach wird*'efe» Datum auch für die Abstinl- mung in Westpreußen Geltung haben. .. Heimkehr ou8 Rumänien. Der Lazaretizug 5, der 18. April 1020 ,ur Abholunr deutscher Kr-exegesangencr Bukarest abgesandt wurde, ist heute mit 4bu deulschen Kricge- aetcinziien in Tvutlchiand w-cder en-p.-'nifin. Die Heimkehre» den wurden dem Durchgangslager Neiße z-.'ge.'eitet. Drohender Streik im Saar-Bergbau. Di« Bergarb-esi� or-zanisationen de» Sa arg« biete» brachen die Lohnvcrhan?' jungen mit der französischen DergwerkSdirektion ab. Falls tje Saarregierung nicht in letzter Stund« vermittelnd eingreift, dr»4 für den gesamten Saar-Bergbau der Ausbruch des Generalstrei � Streik» in Böhmen. Wie da»„Prager Abendblatt" ist die Arbeiterschaft in den Bezirken Karlsbad, Elboge.»- ............ gefreut''®ra81� wegen Hungersnot in den Stre-' r.«n"a& k"" Ausfuhrverboten in Frankreich.„Pejit Pffpi � � HandetÄm-lMster eine Aväna ruiill{ ülq.w die Ginfuhr nach Frankreich vorni-b-nen werde- WJ«rr bUli W. Wm W« !- II » !l ll.,j ! � i di »! lüis Ut töd Ser « i lifn l *b n ■. i i i p A preffe Wer m MchslaZswaijlsu. „Leipziger Volkszeitung."' einer ollgemeinen Uebcr ficht über den Wahlaus- jj? dem sie im kräftigen Vormarsch der Unabhän- i �Ualdemokratie und den katastrophalen Zusammen- Kvalitionsparteien feststellt, schveibt die»Leip- �°lkszeitung": ergibt sich der eine beherrschende Chavakterzug unft Verschärfung der Gegensätze zwischen Arbeiter- m Bourgeoisie! Die Zuspitzung des Klassengegensatzes, *1» �hr sich abhebende Scheidung der beiden grogen Besitzenden und der Besitzlosen. Die Mittelpawen, .. �IClt St»»*-v-Wi i-i v Y\ Hf*VY\&jy£.T\- »in i?. der Verwischung der Gegensätze werde nzerrieben. Linie des Kampfes um die politische Dia cht bildet sich eine Aera neuer heftiger Kämpfe kündet sich in diesen �nn. �uigisp als das Erzeugnis ibürlgerlichen Katzem '. noch dam KrisgZvausch anzusehen geWCien. Durch rftns-8u. vollständige Ausschaltung seien die Dinge j?» saffchem Schein wieder ins rechte Licht geruckt �• das Büogerlium halbe sich wieider im Lager der jJ1 gesammelt.„Diöse Wahl hat Klärung losbracht, j?�l versil)silcht— die Arbeiterklasse ficht ihre Feinde »voller Rüstung und ganzer Stärke." Mu fährft unser LeiPzwgsr BruderÄlatt fort: 1 � sie(die Arbeiterklasse) sieht diese Tatsache mit einem Gefühl gewachsener Stärke. Denn klar zeigt sich das " des Klass e: bewu ftise i nS, des Kampfwillens, der Sr- tr* Zieles und des Weges in dem starken Ruck nach links, proletarische Wählerschaft genommen hat. Der Zu- c�ch der Rechtssozialisten, der starke Vormarsch der Un- Sozialdemokratie verkünden, dah die Arbeiterschaft Klemmenden schweren Kämpfe sich zu wappnen weiß. Frei- Prozesi der Sammlung des klassenbewußten Pirole- � der Unabhängigen Sozialdemolrati« ist noch nicyt so- .�hen, wie»vir es in unseren glühenden Wünschen als z.,.°Uen, noch nicht soweit, wie er um der Leben Sinscrepen slWbeutewn willen stehen sollte. Aber«in verheißender, h.* Hoffnung und Zuversicht erfüllender Schritt ist dazu �'lm karten Ringen nicht nur mit der geeinten Phalanx C~"äe. sondern auch mit den Feinden im eigenen Lager, > Scheinsozialisten von rechö, mit den Kommunisten von � Unser« Partei große Scharen neuer Anhänger zu sich ifcfzieh.n vermocht. In ihr bereinigt sich mehr.und mehr jru'ion unsere Partei nicht d>e Dummheit und das politische >«5 begehen wird, die klaren Linien, die diese Wahl ge- � hat, wieder zu t>erw>ischen Gestärkt geht die Unab» ,, Soziaildernakratie ihren Weg weiter. Sie wird die Mg des Proletariats zum entscheidenden Kampf im revo- > Loger vollenden durch entschiedene, revolutionäre „Volkszeitung für das Vogtland." beurteilt unser Bruderorgan in Plauen die Es ichreibt: Masse Konzentriert sich auf dem Boden der entschiedenen Wichen Taktik. Sie zerbricht die Käfige de» blutleeren Msmu», in die man sie am 4. August sperrte und in Mg. :!ie Ooj» ,,... eine starblinde Politik> ün wngen halten wollte. Die Verschiebungen zwischen MFi ich e n Parteien treten in ihrer Bedeutung hllUer l».. �.e'.r__; r J!T n_ O � � p i fi'i rf TVti rechtssozialistischer Färbung "" den die Doch ist und recht» Schluß» „Volksblatt", Halle unser Organ in Halle schreibt: »sMso lassen sich bis jetzt nur Vermutungen über die !»..?» Regierungsbildung anstellen. Rur eine» fthJ6 Wahlen jetzt schon mit voller Klarheit erkennen: die �„M�nsätze zwischen der äußersten Rechten und der äußersten >,i kcten m ausgeprägter Schärfe hervor. Und da» klärt die .t». für die unausbleiblichen Eni scheidungS kämpfe 'rx..der bürgerlich-kapitalistisch-militarischen Reaktion und iiij, vKionären Proletariat. Für diese Kämpfe gilt e» n U n, °>ler Kraft zu rüsten!" „Magdeburger Volks-Zeiwug." �ser Magdeburger Organ schreibt: nach dieser Wahl der Kampf der Arbeiter mit den k'OhÄ""w vieler«xuii vcr 0ium4/| i/ci..luv....— \ ,®t.en Mächten noch schwerer wird, haben sie e» den letzt Ii. Uni».. r''„------ verdanken. Da? gestärkten Volk» gerecht' bestraften� RechtSsozialisten zu verdanken. Das ?!i Mertum, da? ja besonders in der sehr \ �winiert, tviri' nunmehr versuchen, all die schändlichen Entrechtung durch Antistreikgesetze, die Arbeitszeitver- den Abbau der Löhne und die Einschränkung der Er- �°nfürsorge durchzusetzen. .iL veutschnationalen Agrarier werden schamloser al» bis- Beutezug auf die Taschen de» hungernden Volke» au»- st!?.�"d sich Riesengewinne erraffen. Niedere Lohne, ho�re Z,l-in° größere Knechtung werden die ersten schlimmen Fol- Ä"«Erhöhter Steuerdruck, noch stärkerer Ausbau der mili- kSic ,.steQ! ion wird folgen. Neue Verwicklungen»mt der Z. Mnen sann nicht ausbleiben. Da» ist kurz der Erfolg" Mssinne» der Massen und der Koalitionspolitik.' ?ai lre prv mr unfon Clvicftrc angeschlossen und arveitet für deren Rechnung. Genosse Renault schließt:.Man bereist offenbar einen Ge. Ivaltakt nach dem Muster Kapp» gegen den Sozialismus und die letzten Freiheiten, die den Krieg überlebt haben, vor. Wir werden uns besonders organisieren müssen, um gegen diese Leute zu kämpfen, die nur die bru tale Gewalt kennen. Ae Schritlmacher der Ausbeuter. Verhandlungen über den Reichseifenbahnertarif. Die Usbernahm« der Eisenbahnen auf das Reich hat eine neue Regulierung der Löhne und Gehälter für die Eisenbahnbediensteten notrvendig gemache Seit Wochen werden zwischen der Regierung und den Gewerkschaften der Eisenbahner Verhandlungen über einen Reichseisenbahnertarif geführt. Eine Berliner Lokalkorrespondenz behauptet nun, von gut unterrichteter Seit« erfahren zu haben, daß d:e Verhandlungen im AugenMick in eine K r i s i S eingetreten stien- Nich.i ganz klar ist es, was es bedeuten soll, wenn es in dem Bericht der Korrespondenz heißt, die Krisis sei eingetreten, weil die Regie- rung.bei der Festsetzung der Gehälter und Löhne auch den der- änderten Behältnissen Rechnung tragen und eine Rc- gulierung der Entlohnung durchführen will, welche den V e r- änderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse Rechnung trägt." Welcher Art die„Beräi»derung der wirk schaftlichen Verhältnisse" ist, wird nicht gesagt. Dafür heißt«S, es besiehe die Absicht,.d i« Löhne und Gehälter der zu erwartenden allmähüichei« PrelSregulierung für Waren und Lebensmittel anzupassen." Vielleicht tst die Frage erlaubt, wer ein« allmähliche Preis- regulierung für Waren und Lebensmittel„erwariet", und auf »velche Art sie herbeigeführt werden soll? Sieht man in der gegenwärtigen Senkung der Preise für einzelne Produkte etwa den Ansang einer.Preisregulierung", und hat die Be- Hörde, die anscheinend Schuld ist an der cingetrelenen Verhand- lungskrisis, die Absicht, die Eisenbahnbediensteten auf den be- rühmten Abbau der Preise zu vertrösten,> um jetzt schon este» V o r w a nd für den Abbau der Gehälter und Löhne oder mindestens für die Verhinderung ihrer weiteren Stetgerung zu bekommen? Re» gicrung und Eiseichahnbehörde würden allerdings ihr« Aufgabe als Sachwalter der Kapitabsinteressen trefflich erfüllen, wenn sie dem Üniernchmertum mit einer solchen Provokation der Arbeiterschaft vorangehen Nnirden. E» kann gar nicht davon die Rede sein, daß die ganz geringen, im Kleinhandel kaum fühlbaren Preisminderung«» einen. Einfluß auf die Gestaltung des Arbeiter- und Beamten- haushalteS ausüben. Weitere Lohnsteigerungen »vären unbedingt notwendig, denn selbst wenn die gegenwärtigen Preise stabil bleiben oder sich auch ein wenig senken sollten, ist da» Miß« Verhältnis zwischen den bisher gezahlten Ge- hältern und Löhnen und den Preisen noch ein ganz gewaltiges. Die Lebenshaltung der Arbeiterschaft- ist bei weitem nicht so, daß sie der Arbeiterfamilie auf die Dauer auch nur die rein p h»i s i s che E x i st e n z sichert. Die Eisenbahnergewerkschaften haben sich denn auch gegen die Absicht der Regierung, die Verhandlungen zum Stocken zu bringen, energisch gewehrt. Es soll deshalb in diesen Tagen eine Besprechung zwischen den Ministern Bauer und W i r t h und den Vorständen der Eisenbahnergewerkschaften stattfinden. Die Arbeilerschaft wird die Entwicklung dieser Verhandlungen mit der schärfsten Aufmerksamkeit verfolgen müssen, denn sie kann sicher darauf rechnen, daß das gesamte Unternehmertuin sofort nachfolgt, wenn die Behörden erst einmal mit dem be- rühmten„Abbau der Löhne" beginnen. L Die englisch-russische»» veihaudluuge». H. ks. Lonb«», 8. Junii. ■ Bei der AuZestiandersetzmig über die Verhandlungen mit Rußland im Unterha-nse beanlworts.« Lloyd Geo'rge ener- gisch die Kritik, die an der Handlungsweise der Regierung geübt wurde. Er sagte, daß die schwierigen Verhandlungen auf Grund von gemeinsamen Entschlüssen der Alliierten geführt wurden, an denen sowohl Elemenceau wie auch Millieraud beteiligt Waren, und daß die Alliierten in San Remo einstimmig zu dem Be» schluh gekommen waren, daß man im Interesse der gan- zen Welt notwendig die Handelsbeziehungen mit Nutzla>/id wieder ausnehmen mü sse. Llotzd George erklärte, die volle Verantwortung für den Weg, den man in dieser Frage eingeschlagen habe, übernehmen zu wollen. Die Regierung besitze Bew-ife, daß in Rußland Getreide vorhanden sei. Darauf verlas Lloyd George ein Telegramm aus Polen, wo- rin gesagt wird, daß in der Ukraine bereits ein sehr wesentliche? Quanwm von Getreide zur Ausfuhr tatsächlich vorhanden ist. Dir Alliierten, tvtlcke sähen, wie der WelimangÄ zunehme, hiel- ten es für Notwendig, die Beziehungen mit dem Lande nicht auf. zugeben, das früher 26 Prozent der Lebensmittel von Europa exportierte. Es sei kein Aveifel. daß Petroleum. Flachs und Holz in Rußland feien, und einer der Gegenstände der Be- sprechungen mit Krassin sei das Transportlvesen gewesen tvelches in Rußland mit englischer Hilfe de che sse werden solle' Lloyd George trat gegen die Ansicht auf, daß man keinen Handel mit einem Lande treiben dürfe, dessen Regierung man ablehne, und fragte,»vas man dann sage» müsse zu oinem Handel mit der Türkei oder mit dem zaristischen Rußland. Qu raflert daß man niemals mit Rußland Handel treiben wolle solange dort«ine bolschewistische Regierung sei, wäre«in Akt der Dummheit. Zum Schluß betonte Lloyd George nochmal» daß er Person kick, alle Verantwortung übernehme. Gr hatte selbst den Hanptantcil an den Beratungen mit Krassin und ist stolz darauf, daß seine Pläne zu dieser Richtung angenommen wurden. _.. Amsterdam, g. Juni. Wie au» London gemeldet wich, haben Lord Curzon, Bonar Law und andere Mitglieder der Regierung Krassin zum zweiten Male empfangen. Krassin gab auf Anfrage der englischen Minister bezüglich der Kriegsgefangenen und der bolschewistische» P-opaganda Aufschlüsse. Wahrscheinlich wird eine neue Zu- sammenkunst veranstaltet werden. Abtransport der britischen Truppen aus der Krkm. »v,, Wien, 3. Juni, Ein Moskauer Funkspruch meldet au» Sebastopol. daß der Abtraiisport der britischen Truppen aus der Krim durchgeführt ist. Unter diesen Truppen befanden sich Marinesoldaten und versehen. Geschütze und anderes Kriegsmaterial, baS früher zrrt Verfügung DenikmS stand, wurde ebmfalls verladen. Die briti scheu Staatsbürger sind mit den britischen Truppen abgererst Die Schiffe sind in Richtung auf Konstantinopel abgegangen. An neues AtteM auf teniu? ' D/e. Prag, 8. Juniö Ein Funkentelegramm aus Moskau meldet, daß auf Lenin ein neues Attentat verübt wurde. Ein Soldat hatte auf ihn eine« Schuß abgefeuert und ihn an der Hand verletzt. Der Atlentüte» wurde verhaftet. Die bolschewistische Zeitung„Prawda stäiigt die Nachricht. be- Wnifoe ßampforganWiauen In Frankreich. Daniel Renault macht in der.L'Huuvanite' be- tfil Mte Ausführungen über die reaktionäre Organisation?- französischen Kapitalisten. Diese haben als erstes die 5S,«rnor,(Union Qvique) iuS Leben gerufen, ei-ne O�ani. I.i't. L � deutschen Technischen Nothilfe außerordentlich ahn- Lchvend bez letzten großen Streiks hat sie schon einig« «chv'Mr zweifelhaften Wirksamkeit gegeben. Eine andere L ekii ist die Vereinigung der Reserveoffiziere O/Unlon u?ers che comoldment). Bei ihrer Gründung erklärte.,i.'~'Zrrr" i'u» marine, owaten unv t>gß IVi&iiiÄ«Wichen«ll» AuKnistnm AuOMuwtum JUj�oWCtexöt.» MliWN gesen ßarlhy-Angarn. «. dl. Haag, 8. Junt Am Montag hat in London die au» Ungarn zurückgekehrti englische Arbeiterdelegation einen Bericht über die Lag«»md de, Terror in Budapest veröffentlicht. Er kann nicht gut i'.ngiinstigei sein al» er ist. Zum Schluß wird der britischen Regierung des Vorwurf gemacht) baß ste zum Teil au den Zuständen schuld sei Sir Cunnrngham habe mit Böhm im Juli vorigen Jahres dt Bedingungen für die Kapitulation der Kommunisten aufgestellt Der letzte Punkt war: keine Verfolgung der politischen Vergehen Die Kommunisten haben in allem Wort gehalten, die Horthtz Partei aber habe daS Gegenteil getan und sich der größten Bcr brechen schuldig gemacht, ohne daß England dafür gesorgt Hab, daß die nnter seinem Protektorat abgegebenen Bcrsich-ungen ein gelöst wurden. Italien beteiligt sich am Boykott gegen Ungarn. D-V Rom, 7. Juni. Der Allgemeine Arbcitervcrbanb hat beschlossen, sich au dr» Boykott Ungarn» zu beteiligen, der.von der Gewrrkschaftsinter nationale in Amsterdam verkündet worden ist. Die ftapzöslsch'deltschen MrlfchliflsverhLuS' luüges. Park», 7. Juni. Ueber die französisch-deutschen WirtschaftSverhanblungen er» klärte der französisch: HandelSminifter I f a a c einem Redakteut des„Echo de Pari»", die Beratungen hätten noch zu keinem praktischen Ergebnis geführt. E» sei ja auch nur«in Beginn gewesen, ein erster Meinungsaustausch, man habe sich begrüßt, »nan habe Kenntnis genommen und die Delegierten hätten sich nach Branchen verteilt. Man halbe dann festgestellt, daß zwei oder drei Jndustriegruppen fehlten, um die Verhandlungen gründlich führen zu können. Dieser Fehler werde beseitigt sein, wenn di« Di ischen zurückkehren. Auf die Frage, ob der Minister glaube, du. man daS nächste Mal zu einem Ergebnis kommen Werde, antwortet««r:.Ja, wenn alles gut gehen wird, werdcn wir ein Abkommen erzielen, namentlich für die Metallurgie und über die Farben." Auf die Frage,«v alles von den Verhandlungen i», Spaa abhänge, erklärte der Minister: Unsere Unterhaltungen sind unabhängig von der Konferenz von Spaa. EZ handelt sich bei ihnen nur darum, die Wiederaufnahme der Geschäfte iin all- gemeinen Jr.teresse in? Auge zu fassen. WaZ wir wellen, ist, nichts zu vernachlässigen, was die Produktion der Industrie und die Wiederaufnahme des Handels stärken kann. Wir haben von der einen wie von der anderen Seite das gleiche Interesse daran, daß die hauptsächlichsten Industrien soviel wie möglich produzie- ren können. Aus; dieser Basis haben wir uns vereinigt, indem wir die politischen Fragen, ja selbst die Fragen der ÄuSlegun« des Vertrages von Versailles beiseite ließen. Srellassung von Deutschen In Iruulrelch. PariS, 3. Juni. Nach Mitteilungen des.Matin' wurk seitens des Direl torS der Militärjustiz angeordnet, sofort alle deutsche,' Staatsbürger, die nach dem 10. Januar 1320 vei haftet wurden, in Freiheit zu setzen, gleichviel unter cher Anklage sie stehen oder tvie weit die Voruntersuchung geschritten ist. Die Revision de? Strafverfahren» gegen die dem 10. Januar verhafteten deutschen SiaatShürgex soll späp erfolgen, Das ßoalilionsrechl der Leamlen In Frankreich. Parts, 8. Juni. Der ExekiitionSauSsissuß der Gewerkschaft der Post-, Tele« graphen. und Telephon bea in ten hat gestern in eine» Versaminlung beschlossen, trotz der ministeriellen Aiisfordcrunz der wirtschaftlichen Or»anlsaii»n der C. A. T. t r r u z« bleiben- prskeMeik gegen ein holländisches Ausnahmegesetz. Haag, S. Juni(W T. B.k Anläßlich der für heute awsesetzteu Einbringung des GefttzeZ gegen revolutionäre Umtriebe versammelten sich in der Näh- de» VolkShauseS, auf dem eine rot« Fahne aufzezooen»vor, etwa 20 000— 26 000 Personen, die gegen 1 Uhr mittags mit den sozialistischen Kanrmerabgeordneten an der Spitze nach dem ParlamentSgebäude zogen. In der Nähe des Parlaments- griiäudeZ trat die Polizei dem Zuge emtgegen. Die Beamter hatten Müh«, die andringenden Massen mifzirbälten und triebe» schließlich die Menge mit Gummiknütteln und Säbel» zurück Einige Verhaftungen wurden borgenommen. W.T.D. Amsterdam, 8t Juni. Der Aufruf zu einem allgemeinen 24stiindigen* P r o t e st» streik gegen den auf revolutionäre Umtriebe bezüglichen Gesetz- cnlwurf, der heute in der zweiten Kammer eingebracht ivurde, ist in den großen holländischen Städten nur teilweise befolgt worden. Aufhebung der ßriegsgesetze in den totoigken Staaken. D.A. Washington, 8. Juni. Der Senat hat Me für die Zeit de? Krieges crlassciicii Ge- setze und sonstige» fügungen aufgehoben. Damit wird eiiiev alten Fwvd:--er sozialistischen Arbeiterschaft Genüge getan, die ganz besonders unter dem Druck der Ausnahmegesetze zu seufzen hatte. Von höchster Wichtigkeit aber ist die Aushebung �«-Kruvöaeietz« im Hinblick nwfc..- - lOO Gramm schwer stück 4 00 Billige Lebensmittel gfrscheo.»»> t89 S iiari«l!ciB gc ohne Marken........ Pfund 0*3 7t fsU-ieriraie Q5 grosse............. Stack V«? Pf. Grüne Gurken.. stück 210 Spinat...-....... pfued BS Pf- Pfefferlinge..... Pfund S3* Salat s Kopf 50 pt Junger Kohlrabi Pfund Pf. Trauben-Rosinen pü"IS60 Italien. Zwiebeln pfuna l10 JungeMohrrüben Bund 340 Zitronen......... 35 pt Feigen...; pfund 0W Fr. gebr. Kaffee. pfmrf 2� Salz.............. Pfund 2� Marmelade w Zucker Pfund 4� Pa.Tafel- Vollreis pfuad 1* Anchovis........ pf-w» � Tneaier und ;erinü$un$en. Walhalla-Tbeater 7«;. Uhr; Dan Gesetz Volksbühne 7 Uhr: :Äc!iGnv. Heübronn. Ms �iHsihßöter Köpenicker Str. 68. uhr Pension SchöHsr IfMaUtTtiSiSr Opcrnhausr ühr: SchahMZade. Sehanspielh�Bi: ' ühr: jftißss Söhäüspfeliiaus. Karlstraße iitfwoch 7 Uhr:.Tulius CSsar. (5. AbfeTlüng IV. ATjend.) BSreEEBT 1 orl Meinhard— Red. Bernaner Theater I. d. FlRlssräizer Straße 1 b große Katharina . MH d. Feuer spielen. Mdieniiaus r,y.: nie R'«!sol.d. Mädchwizclt Berliner Theater i Uhr:»erl�tzte Walzer Sommeriiieoter JroB-Bsrtln", them. fliem's — Hasenlietde 15= Apollo-Theater rrledriebstr. 21S. Iii Allab.ndlich Ti, i'' Sonntass 3'/, u. J' Unöbsrirsttiiciigs Varletö-Prsgramm! Elektiomatore Gleichstrom:: Drohstroa kanft ißgenisoFtarisu! Scfeliciitaji Berlin W 9. Llnk.tr- 11). Tri.: Ltttzow 3708«nd 8818. T, Uhr: Prinzessin v.nil vorher ob Sh lonrort. Sunt. Prognoin. Kammer-Tanzspiele Bülowslr. 6. In Salutlflrlsliti. Telephon: Lülzow 2308. Täilieh TU Uhr Orieniaiisches Baüett miScliDntieltnfinze Rose-Theater 7i Uhr: Schwirzweldmädel. OartenbUhne täglich; TS Uhr: Dleriuebt um die Erde. TrlaaDQ- Tiieaier (Bahnhof Fried rieh. tiaff«) Täglieh 8 Uhr: a Wüst u. Bruno Kn'tner in Jcr gute Huf '.'NN tag 4 Uhr kleine Preise: Oer SlirenhM MfÄ-TbßKter : tidtb.hn J.-uintrwItzbrücke. Jtergrnn Ibahn KlostcrstrJ Täglich bB Uhr: Die RnsehPiOlfs l'innt.-.s 4 Ulir kleine Freise: .loiiannlsfeuer;_ .»z-UM ÜTcutc bis Freitapf 7S Uhr; Pygmalion fiatselKinstl-TlBater Allabendlich 71 Uhr: Die bessere Hälfte ir.lt Maz Adalbert üles öi.erEüenüaus Direktor: ü'ean Kren Abend» 7 Uhr: Prinzessin Friedl Cäsibo- Theater h uhr: Onkel Cohn Vbikssttck in 3 Aufzügen Tfc.ater« Kotffcustoi Tot Moritzplntä 14814. 'I# Kilon 7 Vi übt: eMsELazsr Bltttheen• Kontert. ▼orrk. ll-lV, n.4—«. ü Eliemailses Voigt-flieatdr Badstraüe 83. Sonmmerbflbae: Täglich nachm. 4S Uhr: Wieder ein Kämpfer ibends 7*/« Uhr:_ Der selige Balduin Beniner Prater Kastanien- Allee 7—9 12iariBjHraÄ8Bl2 Ta'nÄe GroßefBall Anfing V5 Uhr_ Kammer-Tanatspieie ßülowstr.S. am Nollendortplatz Telephon: Lötronr 2305. Täglich 7*/. Uhr: Krimi. Billlt ttllt SchSnheitstänze. ■Schioßbrouerei- iZlvSnederz I>{|iHitttr.l22'l23Dir.R Xriimr Rente, Mittwoch ringen: Koslar Naber geg. Tornof Arfierdetn ZgriDlstbeiilDngskanipie LSwe geg. Andrien Voigt rnnnn gegOSring RonMrti'VDrletf Agf.TUlir. RltjUmpfK Eh Vkr. Spiel u. Spore B>-riin SW 19, Kommanciantena-.tp. 67 SpeziahSporthaus für Fußball, Leichtathletik, Turnen, Hockey, Schwimmen, Wandern. Ringen, Boxen BQcher für{«den Sport Lieferant vieler Arbeiters portverein« Deutschlands. 10 öffentliche Volksversammlung� am D»»«erSiag. den IS. Juni, abends TV» Uhr.-j. Ihn: W« tnartet toStulttottel oon ktStitsMMHii- AMhd» 100, ffem �Tdinle, SltWcnKc«««... 208.®«m..gd)Ule, KSetöP'lX Jadn-Rmlchmnaftum, SR«"''1' 1. valm««., fjvtebt.SKrtbct Ärt 8»mn.,»edlutncT©ta.» b 4, R. 8b. Sem.-Schulr. ÜRSKrtht. 188 58. . R. 90./9J4.®cm..8(8'jlc, Sdifcrflteb« Str. 7. ä». Rv. 278. Gem.-Srhnla,»laftenrftr. 8. . C. KrUwZtrnl chnlr, Zlugnftstr. 21. N«fere»ten sind die Genossen: r»r. TlnSländer, Dorothea Vesser, Hädicke,»r. Vier. Menz, Schoenc, W. Schulz, Steinieke, Winter. Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Teutschland" Ortsarnvve Grotz-Berlin. 8. Berlin«. T.. v. 8. Sldiwiibtt«_ ». Realötln Stenlfdiulr, Bobblitftr., Alib 10. tmiaambnie, 30.«em.-Gchnle. Rott» u|t. Die Bibel der Ehe Mit Recht kann dae Werk von Dr. Jar. Spiet Die Schule der Ehe Em Lebsusb ich zur Pflege dos ohelichen Glück« fo genannt werden. Wie viele Millionen Menfche» gehen un» berate« und naiv in die Ehe, welch eine unendliche Summe men'chlichen Sliicks ist in Scherbe» gebrochen, weil viele Ehe« sallch und unvorteilhaft geliihrt wurde«. — Diefe« Werk ml! sei«»« vor- forgeude» und auflc'ärende» En« kann so viel Unheil verhüte« und ist daher wie gelchajjeu, ei» Äa'gebcr für alle die- jenige» zu sein, die ein wirkliches Sliick in der Ehe finden wollen. Da» Werl: nmIaZil 18 Slnpilc! nnb ist ca. rss Stil« stark. ■ptet» vorUrhw gnbunt-n Mit. 81X0.— Zn t»,!rhH>> durch Vogler& Co., Berlin W 9, ZMheosr Str. 2T. SCari Schnaidt spricht heute. Mittwoch, T, Uhr In den Sophiensälen. SophlenstraBe 1718, über Thema: Das Wahlresultat Freie Aussprache.— Eintritt BO Pfennig. 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Heft 21 D«r rrthüng kommt nach RuBland/ Irlanis Frei" heits' ampf/ Bilder vom Tage/ Wohnungsnot/ AB1 Orabe von Hans Paasch® Soldatenantwort und vieles andere ra Schuhhaus Berlowitz Braune Herrensticfel........... M. 198.- üle�alite Lackbesal-Zstieselr Goo4ye.rwelt, Danen, Herren i�,. 1 68.— ��'ksiaesa......... 1 1 im 1 1 1■■im............ iw.............. n unsere Cewerkschafts. und Parteigenossen j, Die Oruckerei der„Freiheit",<3. m. b. H Breite Straße 8—9, ist in vollem Betriebe. Für geschmackvolle und sorgfSllige Ausführung worden wir Sorge tragen:: Kosten- anschlüge usw. stehen federxelt»ur Vertagung. Die Geschüftsleltung. Den Gewerkschaften u. unseren Orgnh,fa'n Ist Jetzt Gelegenheit geboten, uns teilung von OruckaufftrBgen zu unte�» 310. Beilage zur«Breiheil* .................................... g«»a| Gewerkschaftliches.| �vhende Massenentlaffullg von Postaushclfer». �>>�a Post- und Tsizgraphenpersinalz hatte Ä!Mn Postau»he!fer un�d Helferinnen z,u einer protzen Ver- "iii«« A nw zu dor geplanten Entlassung von Hilft. Hm! �fellung zu nehme.n Nach einem von SchmKt erstarteten ': W? dir Arneralver-iammlung und den iomwcnden berichtete Marlin I e n ß über die geplanten Masten- Ssfi s11' Während oian noch im stebnuar von auö.oärtZ Hun« h«V.'z Be runer Pssiillondienst heranMzogen dat. geht man Hj lMU' Helfer und Helferinnen� darunter selbst Kriege rmitwen litt Kinder», zu enrlassen, ab wohl auf dein Pojlschochamt BerkehrSämtern noch jugendliche LyseumSfchiiler und 1� und in sämtlichen Aemtern auch' noch Ältpcnsionäve >''t. ���°Z>ustonzen aus.technischen Gründen" bsfchäjtigt wer- !i,-�'liln diese Maßnahmen muffen die Postaushelfer den Mwi Einspruch erheben. Die Betriebsräte dürfen keinen wei« .>utlajsungen zustinrmen, ehe nichl die entlassen sind, die Mn sozialen Nerhlilt.iissen unter den heutigen Umständen NsZs Postdienst gehöre». Es ist verkehrte Sparsamkeit, die »lojiglxtt der toirtschastlich Schwächsren zu vermehren, wenn Mfetiw6 S*'e ldhr zahlreichen Se.'llen d.r Brzcdostvireltoven und �iiPSbeamten unanaetastet bleiben, und die höheren und miit» m im isssth? K a. dc» Referenten unterstützt und mit neuen Sinzekheil.ien '«i-ibgelt der Äeschwerdni erwiesen. E-ne einstiiumig ansts» .'bie Resolution beftigt:„Die Berlamnilung erhebt gegen die Wird, insbesondere von Postboienanwärtern und Eehil- Und Deckung des Bedarfs hu-s den vorhandenen PofthstsZ- - Allste jfcsm ist die sofortige zwangsweise Pensionierung � Uber Sü Jahre alten Beamten ein dringendes Gebot der ■jh'- Auch macht sich ein fpfm-tiwati Astitbau der Helfe rsttschat- !"k?e dringend notwendig. Nach der Verfügung des Herrn p-rbeitSministerS vom 2. Fsbruar soll der größtmöglichsten u.ndcrung der Erwcrbslöscuzahl Sorge ge«rage» werden, die Wnen ll>iastilahmzn der N�chspostvrmaliluig sind aber aus -Enteis eingestellt- Die Versammelten erwarten, daß Demo» "hhstgSamt und Fürftrgeitelle ihnen ihre Unterstüxung im �se Um die berechtigten Daseinsbedingungen nicht versagen und beauftraAln die SÄbionsideitnng durch dem Haupt. g°hid unverzüglich Verhandlungen mit der Reichsregierung huch-n uild ichneßstfns Bericht aber, da? Ergebnis zu er- 'i' Ais zur endgültig, u Regelung wi-rd da? ReichSfwstnini» � opsucht, sofort zu vor sägen, daß vom Weiteven E n tlafsun- '-.stand zu nehmen ist. !'............................................................. öetliebsräts. � W»»»»»»» WWmWWtfWWW W■*-wmW~. �-----------—— �ruppsnversammlungen der Bslriebsraie der Afa. �litwoch, Donnerstag und Freitag dieser Woche finden in ?«>wz-stestsÄen drei große Gruppe nvsr,ammlm,gen der Be- fräic, Angcstlliienrät« und Beiri.'bkvbloute der Af» statt. l''tooch versammeln sich die BctriehWsrtretnvigen des Bank,, Mierunas. und Hamdelssewerb-S, der BskluidungS- und Dex- Mrie und der Lederulidustrie, Donnerstag die des Bau- der Steinindusilse, der Chemischen �ndnstne. der s�n Berufe, des Graphischen Gewerbe«-, der Pajn«rl«duftr». »« Ölindustrie, der LaMvirtschaft und her Leben», und Ge. Mittel.?!„dlistrie. Kreitag d'e der staa'lichen und iommu- M Äj.'hördin und Jmstitute,->sS Verkehrs, d:! Hergbauk, der Salinen upd der sozialen Dcrsich rung. 'it-Zie BeirieSsvelir-tungen der MetallinCustcii? komimvn vor- 'Mhch Mtuvoch. den 16. J umi in d-msefteu swich zusam. ». M diesen Bersammlungleu soll eingeheich �richte» werden �le Richtlinie» zum Ausbau der S-lr«»»Srats �.lllacmpi, i. putschen GeM-ekschaftskun-oeS l'ud der As«. W.it� sok,.n 'provisorischen Gruppenräte getvählt werd-m�V-ma�ird Der Sternsteinhof. Roman von Ludwig Anzeugruder. Ter Kranke lächelte und sagte mit matter Stimme: iL ja rechtschaffen lieb von ihr. S soll nur y rem- �en. Grüß' Gott, Eepherl!« iiü Mstiß' dich Gott. Muckerll" No. waS ,S S denn u dir?" »Aias soll sein? Ans wird'S!" � � ..Geh' sei nit dumm und bild' dir so waS«n. -Alerd'n mer ja jeh'n, wer Recht b halt. !,...Schau' nur so waS rief die Dirne Helenen tu, die Ü festen, daß d' mir das biffel schlaf, wa» tch Hab. �Uch noch austrägst."' . während Sepherl einen Stuhl an daZ Bett trug, zog die Türe ins Schloß und steß die beiden allem. st, Sie hielt es auch fürderhin damit so UNdM-llt, sich ihnen. Obgleich sie den Kranken mit all» So�falt % Geduld betreute und Nachte dupch wach an leniem �5° laß. so litt er sie doch nur ungerne um sich, M» sie M manchen Vorwänden hmweg. verlangte me«ne ll-.�eichuna von ihr und ließ sich nur die ollernotwen. �°n wcherwiMa gefallen, aber Helene kam ihm zisvor. t�ußte zu erraten, waS ihm fehle, oder wonach, er der- fr. worauf die etwas beschränkte tzirne nie veMl und It�. was Not tat, flinker und geschickter m« Werk, als eS ihrer Täppisch keit imstande war; trotzdem behagte �"-kerl im UmgÄ- mit der Sepherl, und diese brauchte dabei auch ga nicht den Kopf ,u zerbrechen d-nn ihr ö«-r geradezu was er wolle und sie zu tun habe. ia er �uisierte sie förmUch..._ fr ls er merkte, daß er jeden Abend auf ihren»e,uch konnte untersagte er Helenen, baß sli in seiner >! k- O?dnut/m°q- d°-««. dl- S-pd-o di-s- dann kam. lo tyna--'dr das ,Z lamlN' NWe.ves über die in der nächsten Woeste begiimenden Betriebs- räteknrse her Asa mitgeteilt. Dt: Hörerkarren können an Ort und Stelle entnommen werden. Tie von der Äfq auZgearbiviteten auSWvlmwn Richtlinien für Gi.nstell'lngen und Errtlassn/dzen werden in dres-n Versammlungen pericilt. Die Besucher der Vsr- sammlungen erhalten diese von der Afa herausgegeben:» Druck- schriften umsonst, die später ciber nur noch gegen Erstattung de» SelbKostenprciseS abgegeben werden sonnen. Der Beginn dtr Versammlungen ist auf 7 Uhr siestg-setz! worden. Bon 6 lsbr an ist ldas Bureau in den Varterreräuinen geöffnet, in welchem die AuSwsiS karten gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches eines Afa-Bevrandes auSgehöichigt werden, die auf Grund der erfolgten Anmeldung ausgestellt wurden. Groß-Serlin Kartoffelnvt— oder— Not mit Kartoffeln. Den ganzen Winter hindurch.hatte hie Einwohnerschaft Groß-Genins zu leiden(unter der Kartoffelnot. Zeitweise mar es nicht einmal tnhglich, das geringe Quantum von zwoi Pfund Pvo Kopf ai'sgsöeu zu(können. Worum?— Die Herren Landwirte gadm nichts heraus, weil sie angeb- tich nichts hatten. Zur Zeit schwimmen wir in Kartoffeln, so baß manch: Gernoiirden Not halben, diesMen nnterz Moringen, da sich vre Karto-fsoln in großen Mengen nicht lagern lassen. Woher kommt das? Alljährlich wird durch ErnteschätzungAkommWonen der mwtmasttiche Ertrag(der Kartofselernten(bei den Erzeugern aufgenommen. Da'die Ernksdastimg von Fachleuten vorgenommen wistd,.ltiegt es auf der Hand, daß.der Ertrag möglichst niisdrig angegÄen wird. Mit die sein mutmaß» lichen Ernteertrag rechnet die Reaierung und stellt dementsprechend ihren Werieilirngsschliissel au-f. Der tatsächliche Ertrag ist rn der Regel bedeutend höher, mitunter sogar doppelt so groß, als angenominen. Nachprüfungen hoben ergöden, daß die Erntöschähung eine dirökie Unterschastung war. Daß tatsächliche große Mengen noch vorhanden waren, ist ja böwiösen durch den übergroßen Schleichhandel mit Kartoffeln, natüülich auch zu Schleichhondeilsprsisen direkt ab Erzenger. Würde der Ernteertrag vollständig erfaßh würde der Schleichhandel sich als überflüssig erweisen. So aber sind Preise ÄS zu 100 Mark für den Zentrier erzielt.worden. Ansralt den Landwirten(im FrÄMhr die Preise zu erhöhen, hätte die Regierung sie hevabfetzen müssen. Tann wären die Kartoffeln eher zum Vorschein gekonimem Die Preis- Politik'der Regierung ist schuld an dieser uirgöheuerlichen Ausbeutung der Kbwfmnenten. Die Kartoffellknapipheit wurde künstlich ergeugt. Es gibt im Groß-Beülin Gemeinden, die heute Kar- toffÄn ohne Marken abgeben müssen, um sie schnell loS zu werden. ES fei darauf hingewiesen,'daß eS sich nicht um regelmäßig- Belieferung handelst. Wie sich die Dinge in den nächsten Wochen gestalten, ist ungewiß. Wer daher die Wittel urtd die Möglichkeit der Abnahm« der Kartoffeln hat, soll einige Unbequemlichkeiten in den Kauf nehmen, die mit der?s.uft(öNia!hnimg der Kartoffeln verbunden sind. Chomkterjstisch für.unsere Ernährungswirtschoft bleibt aber diese Erschünung. Generalversammlung der Verlagsgenvjsenfchast„Freiheit". Am Montag, den 7. Juni, fand die Fortsetzung der ordent- kicksen Generalversammlung vom 12. April d. Iß. m d-n Pha- rus-Sälen statt. Genosse Stolt gab den Bericht her NevisionSkommisston, die in der letzien Generalversauipüung eingesetzt war, um alle gegen die Geschäftsleitung vorgebrachten Beschwerden über die Ge- schiiftSfuhrung, sowie alle sonstigen dervorgehÄ'enen Mängel zu prüfen. Genosse S t o l t legte dar, daß die Kommission in ein» paenaft Weise sich mit alle» Fragen, di« für ein gesunde» Ge- d.then der Genofsenschsft notwendig sinh, beschäftigt und ganz be- räumen" auf und lächelte über die Slengstlickcheit unh Un- geschicklichkoit der Dirne, znflkte muh oft„ganz rechtschaffen" mit ihr..'.„,, „Du mußt nit meinen, saqfe, al» es damit anhob, Helene zu Sepherl.„ich ließ' ein' liederüch' Wirtschaft ein- reißen im Haus, oder mißbrauchet dein' Gutheit, aber der Muckerl will dich amal zu seiner Stub'ndirn' und ich wll mer da d'rin nix mehr»'schaffen machen." „Aber, liebe Kleebind er in," beteuerte Sepherl.„wie könnt' i-ch nur so was von dir denken?! Kranke fein oft wunderlich und ihnen muß man halt nachgeben." Mit einmal ward e? dem Hccrgottlmacher ganz un- leidlich, daß er ntüssig'n lieben langen Tag über daliegen solle, er verlangte, etwas zu schnitzen, nur ein„ganz Klein'S" und die Sepherl sollte ihm das Werkzeufi i'amt den,„Holz- bföckt'", es war ein bestimmtes, an das er dabei dachte. herbeischaffen: selbstverständlich griff sie vorepst öfter nach dem Unrechten und schleppte es herzu, ehe ihr das Recht« in die Hände fiel und so jagte er sie denn wohl ein Dützen- male Stube aus und Stube ein und sie schoß mit hoch- gerötetem Gesicht durch das Haus. „Fesse», rein verzagt könnt' ein'» werd'u! Kleebiuderin. wsißt du s nit, wo mag das krumm Messer lieg'n, WaS er will? Und hast kein' Ahndung, wo's verflixt' Blöckl wohl auch stecken könnt'?" Helene lächelte.„Du schalt'st ja wie'S Weib da im HauS. No, Tschapperl, werd' nit verlegen."— st tätschelte ihr die Wange.—„und werd' auch nit bös, ich mein' dir'» ja auch nit so, und sag'S nur im Spaß. Komm', fuch'n wir allzwei, werd'n wir'» wohl finden." Mit zwei Griffen fand sie da? Gewünschte heran» und händigte es der Sepherl ein, und nachdem diese hinter der Tür der Krankenstube verschwunden war. sagte die alte ZinShofer. die bisher kopfschültel-nö dem Tveiben zugesehen hatte:„Daraus machst du ein G'spaß? Du wirst ja bald der Niemand im Hans fem.* „Unsinn!" zürnte Hrlene.„Wann d' meinst, so dum- mettveis' lieᮎ Mich(aufhetzen, geg'n ein Krank'S noch dazu. da gehst fohl. In dem Ganzen steckt doch kein Ernst d'rein und's kann auch zu kein'm mehr fühx'n- das iS wie'S Mon- uno Weihsvielch unter Kindern und frei h'rau», dö bedauern Msib oMtz. tvgt W ich chW, iM Biyel YMd' 01 noch verderk'llV" Mkwoch. 9. ZUN? TT!ZQ sonders die gegen die GeschästSführung vorgebrachten Beschwerde« geprüft hat. Die KomnirssionSmitglieder, die zu der Opposition gehörten, konnten feststellen, daß alle vorgebrachten Peschar den gegenstandslos seien. Ez muß z. B. zurückgewiesen werden, daß zu viel Redakteure beschäftigt sind. Die Prüfung der Personal- frage har ergeben, daß in einer Abteilung eine Äenderung ein- treten könnte, jedoch sei im allgemeinen auch diese Frage von der Geichäfisleuung und dem Betriebsrat zum Best«, des Unter- »est mens gelöst worden. Was die Besoldung der Angestellten anbelangt, so müsse gesagt werden, daß alle bestehenden£»;•• träge mit»er zustandigen Organisation abgeschlossen sind und für daS Berliner ZeitungSgekrerbe als vorbildlich bezeichnet werden können. Zusammenfassend betonte S s o l t, daß im allgemeinen di« Geschäftkleitung gut gearbeitet habe. Auch die Redaktion hat in dem Berichtsjahr die ihr gestsllien schwierigen Aufgaben gut erfüllt. In diesem Zusammenhange wolle er jedoch nicht über die politische Haltung sprechen. Das sei Aufgabe der Partei- körperschaften. In dep Diskussion wurden dann einige allgemeine gesllüst- liche Anregungen gegeben. In einem kurzen(schliißwort betonte Genosse Küter, daß das iunge Genossenschaftsunternehmen nur gedeihen könne, lucnn alle Parteigenossen eiftig mitarbeite». Ganz be'anders die finan- zmlle Sicherste lluwg ist101 wendigen Hefte durch die Zentralstolle. Diese? Leihsnstem i*t viel« Jahre hindurch von den Gewerkschaften«rprobt und hat sich bestens bewährt. Für unsere Frauen. Die neu« Nummsp der.Freien West", drr illustri-rtAi Wochenschrift der 11. S. P.D., enthält zahlreiche Bilder und Bei» trage, hie uvse x Genossinnen interessieren werden. Wir(er- wähnen«inen Äv.likel über Geflügelzucht, Winke für die Hausfrauen Mi praktische» Kochrezepten, Ausnahmen von unseren japanischen MitstrsiteriaiKen, eine scharfe sathrische Abrechnung mit dem Gesetz gegen daS Stecht der Mutter auf di« ............................... Gar langsam ging diesmal dem Holzschnitzer die Arbeit vsnstatien, loal-rend der Plauderstnndien mit Sapharl ruht«! sie ganz und log sorgfäliig versteckt unter der Bettdecke. Bon der Kinderzeit und besonders von jenm, wo sie sich! vor upd nach der Schübe miteinander herumtrieben, sprachen die beiden am häufigsten und eingehendsten, und wie das gekommen, daß sie sich nachher fast ganz aus den Augen uer- loien? Ei wohl, auch Dorfkmder, wovon jedes an einem anderen Ende ivohnt. kommen sich seicht aus dem Gesicht; nur Nachbarskipder hätten's gut, die sähen sich alle Ta�e und könnten immer beisammen stecken. Vorzeit wünschte die Sevberl gar oft und vielmal, daß sie Haus an.HauS wostnen möchten, entweder Muckerl mit seiner Muiser auch im ohern Ort, oder sie mit der ihren im untern. Wer weiß... aber es hat nicht sein sollen. Eines Abends nahm Sepherl ihren gewohnten Sitz am Krankenlager ein. Sie hatte keine Zejt zu fragen, warum hart am Bettrande die Decke so merkwürdig aufgebauscht sei, Mucker! schlug die Umhüllung zurück und zeigte das Schnitz- »oerk, mit dem er endlich zustand« gekommen. Es war eins spannehohe, schmerchafi? MuitergotteS mit dem Leichnam Jesu quer über dem Schöße) wohl«in»recht zusammen- gerackert" Fmuenbild und eine„zaunmarterdsirre" Mannas- geftalt: der Holzschnitzer hatte seine eigenen abgezehrten Glieder zum Modell genommen. Sepherl betrachtete es lang- nachdenklich, dann sa.�tt sie:„DaS is a recht'S, heilig'? Bild." Muckerl reichte es ihr mit vor Kraftlosigkeit zitternden Händen hin.„Da nimm, es is für dich. Es is mein Brautgeschenk" „Vergelt dir'» Gott, Muckerl, pber als ein solch's dürft'. ich'S wohl nit annehmen, weil ich kein s bedarf, ich Heirat mein Lebtag nie." „So mein' ich ja, ich schenk' dir's als Bräutigam." „Geh', du hast'» Rot, daß d' noch Eulsm'Piegcleien treibst I Doch is mer recht licb, daß d' so gut aufwiegt bist." „Gar nit, Sepherl, gar nit. mir i» heüt' schlecht ll-i« niemal: aber mix geht dnrch'n Sinn, warm du dich recht- schliffen und ehrbar durch döselbe Welt brächt'st, wer wejw ob mer sich nit-uchexswo wieder»'sammenjinden lönnjenU .--------- «e-rreyputgt�'s�cTPWTTp'ort W awranar l««sx Kit ICDOii beliebten Roman„Carlos und Nicolas", eine kleine Skizze aus dem Russischen, die humoristische Ecke und vieles andere. Preis des Heftes, das insgescruftj 19 Bilder enthält. 50 Pf. Eroßfeuer in der Wei&enseer Eememdezentralküche. Am gestrigen Dienstag morgen sind die von der Gemeinde Wftszensce eingerichteten Volisspeiseküchen und Vorratsräume für die Vollismassenspeisung sowie die Bureaus oer Erwerbs- losenfürsorge von einem Brande heimgesucht und vollstän- d i g zerstört' worden. Die Ursache des Brandes konnte bisher nech nicht einwandfrei festgestellt werden. Nach Lage der Dinge kann aber nur Brandstiftung in Frage kommen. Darauf weist vor allem der Umstand hin, daß der Brand nicht in der Küche, sondET in den BureaurauM» der ErwerbSlosensüriorge ent- standen ist Die in der Nähe wohi/nden Weißenseer Bürger bekunden, daß sie kurz nach Ausbruch des Brandes eine Reihe k.e ncicr Explosionen� gehört haben, ähnlich denen von Gewehr- p. tronen. Tie Weißenseer Behörden haben eine Untersuchung Ses Vorfalles eingeleitet. Elternbeiräte und ArSeitereltevn, beachtet daS Inserat in der heutigen Nummer betreffs Elternversammlungen. Achtung! Eliern der Kinder aus'der 87., 98., 256. und 287. iv-ül-indeschule. Am Donnerstag, den 10. Juni, abends 7 Uhr. findet m der Gemeindeschule, Bromberger Str. 13/14, eine ge- meiusame Elternversammlung statt. Da dort die verschiedenen Ül'Zißstände an diesen vier Schulen zur Sprache gebracht werden sollen, erwarten die einberufenden Elternbeiräte eine zahlreiche Beteiligung. � Buchdruckereihilfsarbeiter-Räteschul«. Der Duchhaltungs« kursus nimmt heute, Mittwoch, von 5— 7 Uhr, seinen Fortgang. Die Hörer werden um pünktliches Erscheinen ersucht. Das nächste Städtische Bolkskonzert dcS Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Richard Hagel, findet Mittwoch, den 9. Juni 1920, in der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23, statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr. DaS Blüthner-Orchester bringt am 11 d. MtS., abends 7� Uhr, in der Neuen Welt mit dem Gcheinpflugschen Chor„Die Schöpfung" von Hatfdn zur Aufführung. Karten sind zu haben in der„Freiheit", Breite Straste 8/9. TaS erhöhte Milchquantnm. Vom Mittwoch, den 9. d. Mtz. ab, wird wie folgt beliafert:.A.-1-Karten 1 Liter, �-Ii-Karten 1 Liter, L-I-Karten 1 Liter, L-ll-Karten 1 Liier, C-l-Karten % Liter, L-ll-Kvrten% Liter, �-Lfter-Krankenkarten% Liter. ÄfTB�fJW? KkMfeMHöM snwsltW.•sosmitsm'- UI.YM», v??. .Tis Milch geliefert; Die übrige SR»' Wöhftrr r efammlung fm Vürgersaal des Kothaus«. Eladtgemeinde." Referent: Stadtrat Weise., Neukölln, 4. Bezirk. Heute, Mittwoch. 9. Juni, abend«' f/' Bezirksuersammlung bei Metzner, Dcmnierstr. öö.— Donn:�f abend T'.- Uhr öffentliche Versammlung des sozialistischen rerein» in der Aula Boddinsiraße. Thema: z,Das Proletariat uw.• Reichsschulkanferenz. Referent: Eenosse Dr. Lier Erscheine» Elternbeiräte dringend erforderlich... i, Neuköllu. Dildungskommission. Donnerstag TU Uhr' der Kindl-Brauersi(©arieneingang). Ausweis vorzeigen. � Lichterfelde. Heute 7!< Uhr Zahladend für den Osten de:« bezwksweife'2 Liter saure lieferung bleibt wie bisher. In der Mordsache Hemberger sind nunmehr die Leichenteile, die aus dem Tempelhoser Felde von Protze vergraben waren, her- beigeschwftt txorden. Gestern erfolgte im Präsidium die Gegen- übexstellung von Protze urtd der Frau Hemberger. Protze erzählte uochm'alZ alle Einzelheiten der Tat, wie er den Oberlehrer er- schössen, wie alter die Frau dm Leich- ihres Mannes zerstückelt habe. Er behauptet, daß die Frau in ihm tagelang eingeredet habe, sie doch. von ihrem Gatten zu befreien. Frau Hembevger be- streitet die Angaben auf das Entschiedenste. Protze habe den Mord nicht aus L reibe zu ihr verübt, sondern um sich in den Besitz von Geld zu setzen. Es sei auch unwahr, daß zwischen ihr und Protze intime Beziehungen bestanden hätten. Nach der Gsgenüberstellung wurden die beiden wieder abgeführt. Ans den örganWisnea. Berlin- Stadt. Agitationskommissionsobleute und Stellvertreter! Donnerstag, abends 7 Uhr, bei Hagen, An der Stralauer Brücke 6(an der Jannowitzbrücke) Sitzung. 1. Distrikt, 4. Abteilung. Zahlaband im Jugendheim, Alts Jakob- straße IZK. 1. Distrikt, 5. Abteilung. Mittwoch, v. Juni, Zahlabend bei Rath. mann, Wilhelmstr. 11L. Vortrag des©enossen Fritz Schneider tider „Steuer, und Rechtsfragen". 8. Distrikt. In der Frauenversammlung am Mittwoch S. Juni. in der Unictis-Brauerei, Hasen Heide, sind zwei Damenschirme gefunden worden. Abzuholen in der„Freiheit"-SpediNon, Gneisenaustr. 7». 6. Distrikt, 4. Abteilung. Mittwoch, den S. Juni, abends 7 Uhr, gemeinschaftlicher Zahlabend bei Scholz, Strausberger Straße 2. 7. Distrikt. 9. Abteilung. Heute 7 Uhr gemeinschaftlicher Zahlabend in der Schulaula Bromberger Straße 13.. Dortrag der Genossin Demming. 9. Distrikt, 2. Abteilung. Heute TH Uhr gemeinsamer Zahlabend bei Reetz, Friedeberger Straße 1 10. Distrikt. Donnerstag 7 Uhr Sitzung der gesamten Frauen- arbeitskommission bei Krone, Metzer Straße. 2. Pflicht aller ist es, zu erscheinen. 11. Distrikt. Heute finden in der Schulaula©artenstr. 23 und in der Schul aula Augusistr. 07 öffentliche Kommunalwähleroersammlun- gen statt. 11. Distrikt. Die Zahlabende des gesamten 11 Distrikts finden wegen der am Mittwoch stattfindenden ösfentlichen Wählerversamm- lungen erst am Donnerstag statt. 14. Distrikt. Heute abend 714 Uhr Zahlabend bei Msbes, Emser Straße gi/S5 Lichterfelde. Heute 7/< Uhr Z ah labend für den Osten bei Berliner Straß«, für den Westen bei Bsnski, HindenburgdaNl!»- i#, Tempelhof. Mittwoch 714 Uhr gemeinsamer Zahlabend w, Aula der Schule Werder-, Ecke Friedrich-Wilhelm-Straße. u1!*' aller Mitglieder ist notwendig. Mariendorf. Heute 8 Uhr allgemeiner Zahlabend in Kurfürstenstraße.— Sämtliche Funktionäre und Wahlausschuß Distrikt Niederbarnim-Noed. Donnerstag 0 Uhr bei De über, v. kow. Floxastr. 5/0, Sitzung der Distriktsleitung mit den Vorsti, der Ortsgruppen des Wahlkreises XV für die Siodtoerordneisw�° z,, Dazu gehören: Weißensee. Hohenschönhausen, Pankow,, hausen, Rosenthal, Blankenfelde, Luchholz, Buch, Karow,?»üz!, bürg, Heinersdors, Reinickendorf. Wittenau, Lübars, Hermsdors.»-Kj Heiligenlee Die genannten Orte müssen unbedingt vertreten W-ißenses. Heute kein Zahlabend, dafür Sitzung de» fL* Komitees um 7 Uhr bei Masche— Freitag 7 Uhr Sitzung des»»* rats de» Masche., Wilhclmshogen, Hissenwinkel. Heute 8 Uhr Zahlabend d»* Wilhelmshagen. Tagesordnung: Stadt- und Bezirk»verordneten�� Republikanischer Führerbuod, Ortsgruppe Neukölln. tag 7 vchr Versammlung in Wolf» Gesellschastshaus, Kirchh»'»' vereiuskaleilder. Zentrale der Betriebsräte. Betriebsräte und Obmänner d« Steile W und Bauindustrie, Donnerstag abend 8 Uhr Vollversammlung Schulaula Steinstr. 31/34. 1. Bericht über die Verhandlungen. � oen Aufbau der Betriebsräte-Organisiriion. 2. Wohl der DeM« zur Generalversammlung. u gh« Magistratshilsskrästo. Donnerstag, IS. Juni, nachm. im Lustgarten Massenversammlung gegen die Ablehnung des S»l spruches vom 8. Mai., Buchbinder-Verband. Die Vertrauensleute der reinen Duck» � reien und©eschäftsbücherfabriken treffen sich Donnerstag 8 UM,, ©ewsrkfchas tsh aus, Saal 3. Bericht über di« Derhandlungen w» Duchbindereibesitzern. de»11* Leo Lieb schütz. Fr'-«" f >. o. �nje-atentetz: uuowig Komeriner, Verlagszenossenschaft„Freiheit", e. G. m. b. H,, Berlin.— Druw. O: s..„----- I,. �.1„ v m.-T�___. r.trfm..er_ jt.:tet. Verantwortlich für die Redaktion: Verantwortlich f d. Inseratenteil: LudwigKome Lindendruckerei und Veilagsgesellschaft m. b. H,, Schisfbauerdaw1� Senen Modie-Schiiik« oämm SBfidMkM ms£ 3!e außergewöKnllcKen Vorfelle dieses Angeboles Hegen In der aiervorrag enden Quallf öl der Weire. Alle vier Serien sind eclxle Goodyear-Ware(auf Rand gen�hf) in neuester, modernsfer Au�öHrung. 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