VnzelprÄs 30 pfenakg. 3.?ahr?ans VK m»,«.n,»nd nochmlllaq� Sonntag und M-nt-,, nur einmal. Der B»;uq»prri» kütrSat der ireier �ulieliuna in, i'au, ivroü-Leiiin 10.00 iil. im Snn�'' ndg.t,»!,».SO M. Für poflbtiug nehmen fSmttiche p-st-nftalte» Bestellungen entgegen, iinter Strei-bnnd bezogen fllr Dntfd» l*at UN» Gr st,.reich 16.50 W, tir da, sdrig« Äueland Ziso m. zuzüglich vaiut» «rftchisg. xn L.K, für vn.ttchimd und Oestrich moO DI. «rtaWon und«rvedltlun:«steriw S»W.«. Schiffbauerdamm 101»!. grruwrecher-«ml Rorden«2S—»K und»7KB. Zrettag, öen 1l.?unl 1920 Nummer 220> Nergen-�tusgabe Die achtzespaltene Novpareillezeile oder deren Raum kostet K.— Mk. einschließlich Teuerungsz'schlag. Aieine Anzeigen: Da» fettgedruckte Won 2.»- Mk� jede» weiter« Won\.bO Zllf� einschließlich Te«erungezu schlag. Laufend« Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und Stellengesuche S.2V Mk. netto pro Aeiie. Stellengesuch» in wb-rtanzeigen: da» fettgedruckte wort Mk� jede» weitere Wort Mk. Ainjeraten-Abteilunu: Verlin RW. K. Stttiffbaurrdamm Iv Fernsprecher:«m» stlm-dett 83:t— S«, Buchliandlnnst Zenlrmu*«4» »FreihcU"«Buchdruckerei Zentrum-030. berliner■Organ bar Vm�änalaen OojMöemofmtie OeutitOIanöa Das russische Vrodlem. Der oberste Mrkschastsrak und die Derhaudlungell mik Uußlanb. ?.v. Pari», 10. Juni. Da» ständige Komitee de» Obersten WirtschaftSrute», da» ßestern zum ersten Male in London mit Krassin- beraten sollte, ist zwar zusammengetreten, Krassin war jedoch nicht an- toesend. Nach dem Londoner Berichterstatter de».Petit Parisien' hat Lloyd George am Dien»tag morgen den »ritischen Vertreter W i s« ermächtigt, seinen Kollegen im Komitee zu erklären, daß zur Eröffnung der Besprechungen mit Krassin übergegangen werden könne. Am gleichen Adend jedoch joiderrief Lloyd George diese Erklärung. Wa» in dieser Zeit zeschehen ist, läßt sich nicht leicht sagen. Nach dem Bericht- »rstatter de» Blatte» ist Lloyd George am Dienstag während der Besprechungen mit Krassin in der Downing Street durch dessen Krklärungen enttäuscht worden. Krassin soll nämlich erklärt haben, zwar imstande zu sein, Sicherheiten bezüglich der Sicher- heit der britischen Kriegsgefangenen zu geben, jedoch nicht ge« Kügende bezüglich der Propaganda außerhalb Diu ß l a n d I. Insbesondere sei er nicht in der Lage gewesen, schriftliche Versicherungen bezüglich de» Schuhe» der britischen Interessen in Persien zu geben. Wie verlautet» war auch kurz an» der der Unterredung beiwohnt«, durch diese Er- tlLrungen nicht befriedigt. Er soll greifbare Bürgschaften, be- sonder» für die Räumung von Enseli am Schwarzen Vfceie verkangt haben. Ueber die Zusammenkunst de» Obersten WirischaftSrate» selbst kann der Berichterstatter de»»Petit Parisien' folgende Einzelheiten mitteilen: Wis« sehte den britischen Standpunkt fluSeinander und legte dar, daß e» notwendig sei, die Handel»- beziehungen mit Rußland baldigst wieder aufzunehmen. Ruß- land müsse durch Lieferung von Lokomotiven und anderem Misenbahnmaterial instand geseht werden, seine Exportgüter zu den Häfen zu befördern. Die Produktion der Landwirtschaft Muffe durch die Lieferung landwirtschaftlicher Maschinen' ge- steigert werden. Nach den Darlegungen Mise» ergriff der französische ver- ßriter Avenol da» Wort und sehte den Standpunkt Frank- »eich» in dieser Frage auseinander. Er erklärte, daß Frankreich grundsätzlich nicht gegen eine Wiederaufnahme der Handel»- beziehungen mit Rußland sei. E» werde sich daher auch nicht vidersehen, wenn eine solch« Wiederaufnahme möglich erscheine. Wohl aber wende Frankreich sich dagegen, daß die Dolschewisten ha» Gold, da» sie au» der russischen Neichsdank geholt haben, alt Zahlungsmittel gebrauchen. Frankreich verlange keineswegs, wie verschiedene Blätter annahmen, diese» Gold für sich-, wovon im übrigen«in Teil Rumänien gehöre. Aber e» halt««» für unzulässig, daß die Räteregierung, die die Passiven der früheren russischen Regierung nicht anerkannt habe, die Aktiven, die ihr von diesen Regierungen hinterlaffen worden seien, für ihre eigenen Bedürfniffe verwende. Frankreich wünsche übrigen», ehe die Handelsbeziehungen aufgenommen würden, zu wissen, ob die Räteregierung, wie behauptet wird, in Rußland die einzige Körperschaft sei, die Handel treibe, ob eS den Kaufleuten der verbündeten Länder erlaubt sein würde, mit Privatpersonen Waren auszutauschen und weiter, welch« Garantien der au»- ländische Handel haben werde, wenn er direkt über die Regie- rung gehe. Auf jeden Fall, schloß Avenol, werden die betreffen- den Vereinbarungen eine direkte oder indirekte Anerkennung der Räteregierung in sich schließen. H. N. Pari», 10. Juni. Der»Pelit Parisien' meldet aus London: Der dauernde Ausschuß de? Obersten WirtschostSrate» wird sich erst dann wieder oersammeln, wenn Krassin seinen Standpunkt gegenüber den verschiedenen Fragen klar zum Ausdruck gebracht haben wird, die Avenol in feiner Darlegung de» französischen Standpunkt«? ausgeworfen hat. Dazu wird Krassin«in oder zwei Tage nötig haben; auch wird er weder Lloyd George noch dem britischen Kabinett begegnen, so lange er aus Moskau keine Antwort über die Garantien, die Lloyd George und E u r z o» gefor- dert haben, erhalten hat. Da» französische Kammermitglied La fönt will über den Anteil, den die französische Regierung an den Konferenzen mil Krassin zu nehmen beabsichtigt, interpellieren. Der französisch« Gesandte in Stockholm erhielt den Auftrag, im Namen der französischen Besitzer russischer SlaalSobligationen die schwedische Regierung aufzufordern, dir Beträge in Rubel und m ungemünztem Gold zu b eschlag. na h m« n, welche die bolschewistische Regierung daselbst in den Banken in Verwahrung hat. M i l l« ra n d selbst hat jüngst dem schwedischen Gesandten in Paris gegenüber diesen Protest wieder- holt und«in gleicher Einspruch soll bereit» formuliert sein und demnächst in London überreicht werden. E» verlautet, daß in London«in von der bolschewistischen Regierung mit Gold und Platin befrachtetes Schiff eintreffen soll. Di« französischen Zeich- »er d«r russischen Anleihe werden die englische Negierung ersuchen, da» Gold«benfall» zu beschlagnahmen. Die Isolierung Frankreich». Genosse Paul Louis macht im.Populaire' folgende Au». führungen über die zweit« Konferenz des englischen Kabinett» mit Krassin: Dieser zweite Empfang KrassinS nimmt«inen ironischen, man könnte fast sagen demütigenden Verlauf für die Leiter der franzö.sischen Politik. Nicht allein die Minister, die an der ersten Zusammenkunft teilgenommen hatten, waren erschienen, sondern auch andere und nicht die unbedeutend- sten. Austen Chamberlain, Kanzler de» Schatzkammer- amte», der sehr wenig Sympathie für die sozial« Revolution hat, wohnt« an Lloyd Georges Seit« den Verhandlungen bei. Der Graf Sforza, der Spezialdelegierte NittiS. war ebenfalls an- wesend, aber weder Millerand noch der französische Botschafter nahmen an den Verhandlungen teil. DaS offiziöse Frank» reich verharrt in{einer»erhängniSvollen Isolierung. Die neue ilMenlsche Krise. Neue Verschiebung der Konferenz von Spa? Nach den jetzt vorliegenden ausführlichen Meldungen über ti« Vorgänge in der Mittwochsitzung der italienisch-n Kammer hatten mit Ausnahme der Populari alle Partiien in Fraltion»- sitzungen beschlossen, dem Kabinett Ritti da» Vertrauen zu ver- weigern. Dessen Rücktritt war deshalb unvermeidlich geworden. -Den formellen Anlaß zum Sturze NittiS gab die Brotvcrord- nung, in Wirklichkeit ist'keine Partei mit dessen Politik zufrieden gewesen. Die tieferen Ursachen der jetzigen Krise liegen in den sozialen Erschütterungen, die Italien durchzumachen hat. Die Folgen de» Kriege» lasten auf der minderbemittelten Bevölke- rung ebenso sehr, wie in den Staaten, die den Krieg verloren haben. Die Lebensmittelteuerung ist aufs äußerste gestiegen, die Arbeiter, Angestellten und Beamten müssen schwere Kämpfe um die Verbesserung ihrez Einkommens führen. Diese Stim- mung kommt in der außerordentlichen Stärke der sozialistischen Partei zum Ausdruck, auf deren Wünsche jed« Regierung Rück- ficht nehmen muß. DaS erregt aber wiederum den Widerspruch der bürgerlichen Parteien; so machten«S diese jetzt Nitti zum Vorwurf, daß er den Eisenbahnern, den Post- und Telegraphen- beamten bei der Bewilligung ihrer Forderungen zu weit«nt- gegeng kommen sei. Wie die neue Krise gelöst werden soll, ist völlig sweisel- ßaft. Man spricht schon von einer Rückkehr Giolitti». fege ArvSMtt. JäpLooxa �iEintoüö�ana««*JaJMfl ftpmlfwtoBq gewandt hatte und deshalb von den Nationalisten aufs schärfste bekämpft wurde. Heute sollen ihn nach den Meldungen einiger Blätter die bürgerlichen Parteien für den einzigen Mann halten, der die Krise lösen könnte, ohne daß die Kammer aufgelöst wer- den müßte. Denn die Auflösung der Kammer fürchten alle bürgerlichen Parteien, weil Neuwahlen ohne Zweifel ein« erheb- lich« Stärkung de» Sozialismus ergeben würden. Die französi. sch« Pvesse spricht sich scharf gegen die Rückkehr Giolitti» au», weil sie davon eine Verschlechterung dev sranzösisch-italienischen Beziehungen befürchtet. ES ist möglich, daß die itaNenisch« in Verbindung mit der deutschen Krise dazu führen wird, die KonferenzvonSpaa aufs neu« zu vertagen. Daraus bereitet auch eine Havasnote vor, in der gesagt wird, in amtlichen alliierten Kreisen frage man sich, ob daS italienische und da» deutsche Kabinett so recht- zeitig gebildet werden würden, daß sie sich noch vor der Juli» Zusammenkunft der Alliierten in Brüssel als Vorbereitung für Spaa den Parlamenten vorstellen könnten. Andernfalls müßte die Konferenz in Spaa von neuem vertagt werden. Es sei daher möglich, daß unter diesen Umständen die Führer der alliierten Regierungen genögtigt sein würden, auf die Zusammen- kunft zu verzichten. Die interalliierte Finanz. konferenz zwischen den Vertretern der Alliierten, der Deut- scken und der N-utralen in Brüssel könne vielleicht stattfinden, obne das Ergebnis der Kon-erenz in Spaa abzuwarten. Sie würde dann die Aufgabe haben, Maßnahmen zur Her- stellung des wirtschaftlichen Gleichgewicht» in zu treHen. vor allem du«h eine international, Luleih«. Sie Dahlen zur Sladlgemelnde verlin. Noch lumnittelborer als im vergangen«, Jahre werden in diesem Jahre der Wahl zum Reichstage die Wahl* zur neuen Stadtgemeind« Verlin folgen. Nur noch knappj iO 5.age trennen uns von dem Wcchltermin, der nicht nuy die Entscheidung darüber bringen soll, ob die Einheit», gemeinde Berlin in ihrer Gesamtheit eine sozialistische Go, meinde sein wird oder nicht, sondern auch darüber, welch«! von den einzelnen Verwaltungsbezirken eine sozialistisch« Mehrheit haben werden. Die Wahlmüdigkeit, die sich bei häufigen Wahlen einzustellen pflegt, muß deshalb mit allem! Eifer bekämpft werden, eS gilt. daS Ziel zu erreid>en, daß auch in den VerivaltungSbezirke» ein« sozialistische Mehre heit erreicht wird. Denn die EinhentSgemeinde Groß-Berlin. dl« nur unteh Ueberwindung des zähen und erbitterten Widerstandes des! bürgerlichen Parteien zustande gekommen ist, hat in ihrez endgültigen Gestaltung ganz artdere Formen angenommen als sie dem ursprünglichen Entwurf zugrunde lagen. Uni wenigstens eiwan Teil seiner Macht zu erhalten, hat daß Bürgertum auf allen Gebieten erfolgreich durchzusetzen der, standen, daß an Stelle einer straffen Dezentralisation den Bezirken von vornherein eine ganze Reihe von Aufgaben zu« selbständigen Lösung vorbehalten wurden. Es ist also durch» aus nicht gleichgültig, ob ein« sozialistische Mehr, he it in der Gesamtgememde bürgerlichen Mehr, h e i t e n in den Verwaltungsbezirken gegenübersteht, Das Bürgert um hat das auch bereits durchaus er« kannt. Mit einem Eifer, der angesichts der schnell aufein« andcrfolgenden Wahlen überraschend erschemt, Hot es Bor, arbeiten für die Wahlen in den Verwaltungsbezirken ein, geleitet, und es ist. um eine Zersplitterung des Bürgertum? zu vermeiden, auch bereits in einer Reihe von VerwaltungS« bezirken zu einer Verständigung der nach vor wenige« Tagen so feindlichen Brüder über die Aufstellung emheid licher Listen bzw. der Verbindung der Listen der einzelne« Parteien untereinander gekommen. Von dieser Seite als« ist alles geschehen, um einen Sieg deS Bürgertums, den man zwar nicht für die Gesamtgemeinde zu erhoffen wagt, Wohl aber in einzelnen Verwaltungsbezirken, zu sichern und dil Arbeiterklasse von der Beherrschung deS gemeindlichen Per» waltungSapparateS zurückzuhalten. Hat man das Zustandekommen deS Gesetzes über d?S Emheitsgemeinde Groß-Berlin nicht verhindern können, ft will man eS wenigstens aus diesem Wege möglichst unschälp lich zu machen suchen. Man hofft, daß bürgerliche Mehr- Helten in den Bezirksversammlungen imstande sein werden, Maßnahmen der Einheitsgrmeinde wenigstens in der Praxis so zu durchkreuzen, daß sie wirkungslos werden und der von der Einhcitsgemeinde erhoffte Zweck, die völlige Neiiord- rnrng deS kommunalen Wesens von Groß-Berlin, illuso- risch gemacht wird. Denn trotz all der zahlreichen Mängel des neuen G» setzes und der starken Abhängigkeit der Maßnahmen der Ge- meinden von denen deS Staates und des Reiches, werden doch durch die Einheitsgemcinde zahlveiefe Hindernisse weggeräumt, diem sozialistischen Proletariat Groß-VcrlinS b« seiner Aufgabe entgegentreten, sich den ihm nach seiner Zahl und seiner ökonomischen Kraft zustehenden Einfluß zu ver» schaffen. Zwar haben sa bereits die Wahlen des bergan- genen Jahres sowohl für die Stadt Berlin, wie für eine Reihe von Vororten sozialistische Mehrheiten gebracht. Aber neben den auch jetzt noch das Zusammenarbeiten erschweren- den Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden soziali- stischen Parteien waren es in erster Linie die Unsicherheit der kommunalen Zukunft der einzelnen Städte, die außer- ordentlich verschiedene Finanzkraft der Gemeinden sowie di« Nückständigkeit des ganzen Venvaltungsapparaics, die jeder großzügigen Fortschritt von vornherein unmöglich machten Gerade auf dem letzteren Gebiet aber kann eine sozialistisa» geleitete Einheitsgcmeinde. wenn sie den Willen zu enb schiedcnen Taten hat. zahlreickke Hindernisse aus dem Weg« räumen, die der Verwirklichung der Absichten der werktäti, gen Bevölkerung bisher im Wege standen. Hatte die Revolution auch das alte Dreiklassenwahlrecht hinweggeschwemmt und mit ihm das Privileg der Haus- bcsitzer, und war auch das Eindringen von Arbeitervertre- tcrn in den Magistrat, soweit unbesoldete Personen in Frage kommen, wesentlich erleichtert worden, so wurde doch an dem Teil und dem Geist der VerWallung, der von be- zahlten Kräften ausgeübt wurde, wenig geändert. Hier aber lag der Schiverpunkt der Gemeindetätigkeit. Denn da es in der Gemeinde noch viel mehr als im Staat aus >vi. or» afNfi-..-»>«• an�iuMff BwTrrs1?1? MWWn Me?rM Tn Beelen»n Ser Wille des fozlalMschen Proletariat» gehemmt. Die neue Stadtverordnetenversamm- »ung kann gerade h,er Aenderung schaffen. Denn sie wird Nicht nur den neuen Grob-Berliner Magistrat zu wählen baden, der au» dreißig besoldeten Kräften bestehen kann. sondern auch bte leitenden Beamten in den Bezirken. Sie muß außerdem den Inhalt des Rahmen» der Einheit». gemeinde schaffen, den das Gesetz unausgefüllt gelassen hat. Hier ist sowohl die weitgehende Vereinfachung der Berioal- tung, wie auch die Zusammenfassung großer wichtiger, bis- her von den einzelnen Gemeinden ausgeübten Aufgaben möglich. Vor allem aber ist die s�rage der Kommuna- li s i e r u n g von WirtichastSzweigen zu lösen. Zwar wird das dem neuen Reichstage zugehende KvmmunalisierungS- gesetz kaum die Anforderungen der Arbeiterschaft erfüllen. Trotzdem muß gerade auf den Gebieten, in denen die private Wirtschaftsweise die Interessen der großen Masse der Be- Völkern ng schwer geschädigt hat, die Kommunalisierimg in Angriff genommen werden. Sowohl auf dem Gebiete der Lebcnsniittelversorgung al» auch auf dem deS Verkehrs- welcns, des Wohnungswesen» usw. stehen der neuen Ein- heitsgemeinde große dringende Aufgaben bevor, Aufgaben, die nur gelöst werden können, wenn der bewußte Wille zur Lösung im sozialistischen Sinne vorhanden lein wftd. Die Wahl von unaWngigen Sozialdemokraten ist de»- halb für die EinhvitSgemeind« Grvß�öerlin, wie auch für die BeziikSversammlungen dringend erforderlich. Von der Unabhängigen Sozialdemokratie ist in ihrer kommunalvolt- tischen Betätigung in Groß-Berlin der Beweis erbracht worden, daß sie sich weder von Rücksichten auf die jedem wirklichen Fortschritt abholde VerwaltUngsbureaukratie. no�h von übe''ängstlichen Bedenken gegen da? neu zu Schassend'? leiten ließ. West mebr al» die recht?sozia!isti'che Partei ist die Unabhängige Sozialdemokratie auch auf kommunalpoli- tischem Gebiet die Führer»» jede» sozialistischen Fort- fchrift» genvscn, weil sie vom Vertrauen auf die' siegreiche Kraft des SoziaiiemuS, auf die Ueber legen hei t vcr gemein- wirtschaftlichen Wirtschaftsweise und die ökonomische Kraft der Arbeiterklasse gestützt, bängliche Zaqhaftlgkeft nicht kannte und großen Gedanken jederzeit Geltnmg zu der- schassen versuchte. Ebenso wie der 6. Juni muß beÄalb der 20. Juni ein Siegcstag nicht nur für die Unabhängig« Sozialdemokratie Groß-Berlin» werden, sondern auch ein erneutes Bekenntnis der Arbeiterschaft Groß-Berlin» zum revolutionären Sozialismus._ Ab! dem Weg m MgeÄM. Die Regierungskrise ist In den letzten vierund- «van zig Stunden ihrer Lösung nicht näher gekommen. Rur iniosorn ist eine gewiss« Klärung geschasfen. aks sich einige führende RechtSsoziaiisten. wie besonder» Philipp Scheide mann und Paul Hirsch, recht entschieden gegen ein Zusammengehen mit der Deut- jchen VolkSvartei ausgesprochen haben. Wir möchten noch nicht unbedingt die Hand dafür in» Feuer legen, daß die Gesamtpartei sich unier allen Umständen diesem Stand- Punkt anschließen wird, aber immerhin spricht eine große Wahrschemlichkett für die Ablehnung. Die interessanteste Frag« ist nun die nach den Absichten der Demokraten. Das.Berl. Tageblatt' äußert sich am Donnerstag abend so: Wir halten«» für selbstverständlich, daß die Demakraien tn keine Regierung eintreten tonnen, an der die Mehrheitssozial- demotraten nicht teilnehmen. Wie weit die Deutsche demo- krotische Partei, unserer Ansicht nach, zur Beendigung der von den Nechtbparteien angestifteten unheilvollen Verwirrung, gehen lönntch yaben wir in der Montag-Abendnummer ausgesprochen. »Vir haben gesagt, daß wir.im Zusammenwirken mit hervor- !:agenden Fachkennern, am geeigneten Platze, w Fachmini- terien, ebensowenig heute wie früher eine Unmöglichkeit sehen würden— fall» die oben erwähnten Voraussetzungen«Ein- Stellung der„wüsten Hetze' der Deutschen VollSpartei) erfüllt ären. Lassen sich diese Voraussetzungen nicht erfüllen, wollen r allem die Gozmldemakraten auch an einer solchen Regierung j nicht beteiligen... so bleibt eben nur übrig, daß die .. ech tSp ar t« ien die Regierung bilden und dann dem Volke zeigen, wa» st«, nach soviel Kritik und soviel Ver. deißungen, leisten können. Sie haben nur eine Minderheit |wzV umitzj uoui qvq'|BoJa« usgvtz xzcq'M»pjjtz »ine Schonzeit gewähren würde- Mit anderen Worten: unter bestimmten Bedinglmgen /inb die Demokraten de»»Berliner Tageblatt»' nicht abge- neistt, und werden die Bedinaunsen nicht erfüllt, so wollen sie einer Roeicrun« der übrigen bürgerlichen Po-rteien, die an sich nicht über eftiv Mehrheit im Parlament versiigen würde, eine Schonzeit gewähren, b. h. ihr bet den entfchei- denden Abstimmungen beispringen. Nun ist daS„Berliner Tageblatt' noch weniger die demokratische Partei als der„Lorwart»' die Sozialdemokratie. und in den Reihen der demokratischen Bürger lassen sich Sttnnnen vernehmen, die sich weniger zurückhaltend über da» Bündnis mtt dem gestern noch so feindlichen Bruder äußern. So will beispielsweise der Oberbürgermeister DominieuS den Gedanken der Koalition keineswegs ohne weitere» von der Sand gewiesen sehen, und eme Zuschrift die die demokratische„M a g d e b. Ztg." von �«achtens- werter Seite' erhält, spricht sich in ähnlichem Sinne auS. Am bezeichnendsten aber ist die Art wie die demokra- tische Presse Bayern» da» Ergebnis bor dortigen LandtogSwahlen bespricht. Sie setzt sich ftir eine Verstän- digung mit der doch„auch liberalen" Volkspartei ein und der„Fränk. Kurier' fordert feine Parteifreunde auf, dafür zu sorgen, daß Bayern, das Land, daS in der Frage der liberalen Einigung sckwn einmal bahnbrechend gewesen sei, auch jetzt in der so dringend nötigen Eintgungder kürgerlichen Parteien die Führung übernehme. Ebensowenig eindeutig und einheitlich wie die Mei- aungsäußerunzen der Demokraten sind bisher die au» dem Lager deS Zentrum». Die„Germania' der- öffentlicht einige Interview» mtt bekannteren Mitgliedern der Partei. Der gegenwärtige Finanzminister W i r t h sagt, e» steh« jedenfalls fest, daß der politische Einfluß de» Zentrums nicht zurückgegangen sei. Im Gegenteil werde die Zentrumsfraktion für jede Regie- rung einen starken Eckpfeiler abgeben. Ohne Hinzuziehung des Zentrum» sei kein« RegiermigÄttdMlg möglich und an Au» aek �lun»■ rder' � SScT2;e Koalition üun gewählt werben soll, darüber schweigt sich Herr Wirth vorsichtig au». Das wichtigste ist ihm, daß man rechts und links mit dem Zenttum rechnen muß. Ein anderer der Notabeln. der in Frankfurt gewählte� Abgeordnete Schwarz ist offenbar noch nicht genügend diplomatisch geschult und erklärt deshalb in seinem Eifer, daß«ine Regierung alle? bürgerlichen Parteien unmöglich iei, da weder das Zentrum(einschränkend fügt er hinzu- wenig- stens in seiner Mehrhett) noch die Demokratie mit den Deutichnationalen unter Helfferichs und von Gräfes Führung zusammenarbeiten könnten. Da ist der ehemalige Verkehrsminister Dr. Bell doch ein gewiegterer Taktiker. Er schwört, daß die Zentrums- fraktion ihre Entschließungen wie bisher unter Voranstellung der vaterländischen Interessen über das Parteinteresse tref- fen werde. Es komme in der Hauptsache darauf an. diejeni- gen Parteien zu vereinigen, die fest entschlossen seien, an Stelle unfruchtbarer Kritik und negativer Tätigkeit positive gemeinnützige Arbeit-zu leisten. Dem geneigten Leser bleibt es überlassen, sich seine Gedanken darüber zu machen, welche Parteien den von Herrn Bell formulierten Ansprü- chen gerecht werden. Alles in allem: die rein bürgerliche Regie- r u n g b« g i n n t s i ch i n ihrem Unwissen zu zeigen� und zweifelhaft ist eigentlich nur noch, ob sie alle Gruppen von den Deutschnationalen bis zu den Demokra- ten umfassen oder ob eine dieser beiden Parteien in wohl- wollender Neutralität draußen bleiben wird. Wir halten diese Regierung für unvermeidlich. Sie wird den Ueber- gang zu einer neuen revolutionären Epoche bilden. Der nens tsndlag!« Oldenburg. Bei den SBahlen zum Gesamtlandtag hat die VollSpartei 15, da? Zentrum 11. die Demokratische Partei 7, die S. P. D. 10, die N. S. P. D. 5 und der Äandbund und die Deutschnationale Partei je«inen Sitz erhallen. Landtagswahl w Virlenfeld. Bei den LandtaqSwahlen für die Provinz Birkenfeld dürste» nach vorläufigem Ausfall als gewählt anzusehen sein: Weyand sBauernbund), Dörr(Demokrat), Zipp(Demo. trat). Harteng(Zentruin)»nh Felstmayer(Sozial- demokrat). Vörgerliche ObstruMon in Zraunskweig. vrannschwei», 10. Juni. 3« der heutigen Sitzung der Lond«»>ersammlimg, in der die Bildung der»evrn Regirr»»»»uf der Tagesordnung stand,«urde rin vntraz der Rechten, die Wahl einer neuen ßanfccSrezlening solange auszusetzen, bis dir Krage der Bildung der neuen ReiSBregieru-ng seNört sei, abgelehnt. Die Ab- stimmung»her einen Antrag der UaadhSagtgra, die Negierung au» drei Unabhängigea und zwei Mehr. heitSsogialistea ,» bilden, ergab die Beschluß» »nfShigkett d«S Haufe». ES fehlte der grShte Teil der Fraktion de» LandeSwahiverbande». Darauf wurde die Wahl der Regzeruu« auf«orgen»er tagte Die ßLÄnsschWsrze». Zu den Stimmen au« der Partetpresse zurReichStagSwahl tragen wir noch eine Aeußerung der Braunschweiger„Freiheit' nach. Nach einer Betrachtung über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Regierungs- bildung im Reich auf Grund deS Wahlergebnisses schreibt unser Parteiorgan in Braunschweig: „So danye die RechtSsoziatiften dam tövichten Wahne leben, stn Verein mit Kaprtdlb'mieressenten„rwitvemdige Arbeit für den• SozialiSm-n» und vi« Avbelleiibewegumg' leisten zu lünnen— der Jßarwdrt»" drückt sich tatsächlich m sein« DionStaannniim« so«»u»— ist iwil ihnen über Frsgon der polotischen Zinlunf!». aestalllu« überhaiupi nicht zu roden, auch tvemm d« RechtSsoaia. jsten sich in.dieser LsSenputtelroll«" nicht mehr gefallen. Sie mögen zurückkehren zu a-.iSgesprvchen proletarisch» Poübik.... Die KoalitivnSfchmerzen der Bürgerlichen xerib RechtSsozia- listen berühr«, intrsta* Partei nicht. Arn Gegenteil, die proletarische ftiähierchnft bat auf da» dou-ttchste gezeigt, daß st« d« Politik unsS'.er Partei vertraut. Und Nnr haben bchonder» im Wahlkmnpfe leine Zweifel darüber gelass«,, daß wir dies« Politik getreril-ch fvrüsetzon werden. Keine Koativon mit den bürg«» Üichen Parteien, strikteste Wbweisuerg jebeB Verstche», mit kaplla- tisd'schxn Mickschustereien die deutsche Wirtschast weit« dem Glend omSz» liefe«: W«».t en» für Vi« Seringu-ng de» SozinstSmuS fei« Kräfte einsetz«i Wik,, oet soll url wiMomm« fem" Die Haltung unserer Presse zur Wahl und zu dem Rätsel der Regierungsbildung zeigt ein« erfreuliche Uebereinstimmung in der Beurteilung der Lage und der Aufgaben unserer Partei. Alle Blätter treten ein für die Beibehaltung unserer allen Taktik, die jtb« Verbindung mtt einer Koalition mtt dem Bürgertum außerhalb de» BeeetzcheSdsrpoliti scheu Möglichkeiten stellt. Nu MeuftWSmanövn. Di«„Deutsche Tageszeitung' veröffentlicht«inen Auszug au» .Richtlinien", hie angeblich von der ll. S. P. de» nieder rheinischen Bezirk» X al»„Vorbereitung auf den nächsten Generalstreik" auf. gestellt und an die Funktionär« versandt worden seien. Di« Richtlinien befaßten sich in erster Linie mit der Bekämpfung der Technischen Rothilfe und«» werde darin ganz unverblümt zur Sabotage aufgefordert. Da» Blatt schließt daran», daß die Un- abhängigen planmäßig und konseguent einen neuen Umsturz- versuch vorbereiteten und knüpft daran diese Folgerungen: E» muß verlangt werden, daß die Regierung khr Lanze» Augnmerk oaranj richtet, die Pläne der Unabhangi- gen nicht festen Fuß gewinnen zu lassen. Vor allen Dingen hat sie die Pfticht, die Technisch« Nothilfe unbe- dingt in Schutz zu nehinen und dafür zu sorgen, daß ifsr« ArbeitSmöglichksit nicht unterbunden wird. Im übrigen tat« sie gut daran, der Oeffentlichkeit bald mitzuteilen, welche Schritte sie gegen die Pläne der Unabhängigen zu unternehmen gewill» i st und ob sie wirklich für den wirksamsten dieser Schritt« die Beteiligung dar Unobbängigen an der Regierung Ijiilt, um die der„Vorwärts" fortgesetzt Stoß- gebtte nach links richtet. Un» sind derartige Richtlinien nicht bekannt, dielleicht Handell e» sich nur um ein Phantasieprodukt eine» Lockspitzel». Selbst wenn aber die Mitteilung der„Deutschen Tageszeitung" richiig ist, so würden diese Richtlinien nur der Abwehr eine» Putsche» OssenSar Leasiflchsigeu ffc ttaMonSre» Kreff««ff fMfn ISfii öffentlichungen die A ufmerksamkeit von den Putsch« planen in ihren eigenen Reihen adzuleuken. Die sozisüsklsche Messe Franttelchs über Den Wahlousfail. Genosse Fea-n Long««» schreibt H JSe Papula ir� vom 8. Juni:„Die Ergebnisse der Wahlen, sowoit sie bi» gax Stund« vorliegen, bestätige» unsere Verimmingen. Sie zogen de» Sturz eder mindesten»«in« beträchtliche Schwächung der MehrheitSsoziaSisden— die gerechte Straf« für ihr Ausgeben der sozialistischen Pvinzipien— und einen ausgezeichneten Fortschritt u-i serer Genosse�, von der Un» abhängigen Sozialdemokratischen Partei, denen von nun an mehr und mehr da» Schicksal des invernationaie» Sozialismus anvertraut soll, wird. Im ganzen scheint eS, daß der Sozialismus nicht so gelil'en hat, wie man ef nach den oftmals verbreche oischen Fehlern der Mehrhritsst�ialiston unid der bedauerlichen Spaltung deS Prr- larials hätte furchen können. Fast überall hat die U. S. P. Stimmen erhalten, die von der Partei der Ebert und Mü.ller gestoßen worden waren. ES ist aber nicht zweisefhast, daß sich dl« Notwendigkrii ausstellen wird, di« politisch« Einheit der Arbci klaff« he rzei stellen. Der Zusammenschluß d« Sozialist?i' der Z n s a m m e n sch I u ß nach link«, wird, wie ü: auch in Deutschland mehr und mehr auf der Tage-ordi stehen." RsgleMgskrise in Zachsev. Die ReichStagSwahl hat auch tn Sachse»«men garaltigev Rückgang der rechtssoziaiiiftiich«« med«ine erhebliche Steigerung der unabhängigen Stemmen gebracht. Da» Stärk.verhältn-S der beiden Parteien ist jetzt ziemlich gleich geworden, die Unabhängi- gen sowohl wie die Recht» sozial iften entsenden je neun Ver- .reter in dem Reiä�tag! dazu komme» ei» Kommunist, drei Demokratr«, sieben Deutsche LokkSparteiler und fech» Deutsch- nationale. Die sächsisch« R?g:erung wurde bisher von den Demokraten gebildet, di« nunmehr in die Minderheit gedrängt sind. Sie will iu Avnscquenzen au» dem Ergebnis der Reichstag» wählen durch ihren Rücktritt ziehen, aber erst noch bi« Re- gierungöbildmng im Reiche abwarten. E» wird«nie EwSäruug veröffentlicht, worin«s heißt: Di» jetzige Kaiuuiwe mehrhett fei der Meinung, daß die Wahl zum neuen Landtage ungcsauint vorzunehmen sei, sobald die driitgendst«, Vortagen ertcdigt seia». Insbesondere müßten die versassung, di« Wahlgesetzvorlage, so, wie da» Landessteuergefetz für di« Gemetndeu verabschiedet werden. Die sächsischen RechtSsozialisten haben chr Schicksal ganz be« sonder« verdient. Gerade in Sachsen wäre e» möglich gewesen� eine sozialistisch« Politik zu treiben, da die Mehrheit der Bv> völkerung sich dafür entschieden hatte. Statt aber di« Farbe ruw gen de» So�aliSm:»« im Rahmen der einzolstaatlichen Möglich» keilen zu erfüllen, haben die Rechtssozia lrste» unter Führung de» Herrn Dr. Grodnauer o» vorgezogen, sich mit dem Bürgertum zu verbünden und dtt. kapitalistische Wirtschaft zu stärken. G» wird nun abzuwarten sein, ob die sächsischen Rech: SsoziaK sie« die Lehren au» der ReichStagSwohl ziehen oder ob sie e» dahin treiben werde.:, den Niedecdruch ihrer Partei zum völligen Untergang zu gestalte«. Ein revolnssonkirer ßsld! Herr königlicher Justizrat, Rechtsanwalt und Doktor Brckjj der unsere Partei wiederholt und öfsentkich al» Partei der Lüge. der Verleumdung und des Verrat» beschimpft hat, ist zum Kadi gelaufen, weil er vom Genossen Crispien in der „Freiheit" gelegentlich gebührend abgestraft wurde. Durch die Artikel„Der inteellkiuelle Oberbonze und der radikale Partei- genösse" fühlt Herr Broh sich beleidigt und sowohl iu seine« Berufe al» Rechtsanwalt beemtröchtigt, wie auch als Schriftstell« geschädigt. Darum deantragt Herr Droh, unseru Genossen Crispien wegen Vergehen» au»§§ 185, 186, 187, Ififi St. B. B. zu bestrafen und außerdem auf Leistung einer an Herr» Broh zu entrichtenden Bußevon 8060 M. zu erkenn« u! Herr Broh ist also doch ein tapferer Kerl, der für sein« Ehre und— seinen Geldbeutel wacker zu streiten weiß. Erst beschimpft und schädigt er di« Partei, deren Mitglied er ist. Dann tritt er an« der Partei au», um einem Au»schlußv«rfahreu zuvorzukommen und schließlich läuft er zu einem bflrger- lichen Gericht und verschmäht«» nicht, von ihm ein Ehrenzeugnik für sich zu verlangen; er ist so revolutionär, gleichzeitig die Hilfe eine» bürgerlichen Gerich!» zur Erlangung von 3000 M. in Anspruch zu nehmen. Herr Broh ist eben nur nebeuamtkich«in Revolutionär Al» königlicher Justizrat, Rechtsanwalt und Dollar, der all« wunderbaren Tinrichtungen der Klosienjustiz«ine» kapitalistiscben Klassenstaate» vortrefflich kennt, verschmäht er e» nicht, diese Ein- eichtungen gesVn politisch« Gegner zu denutzen. Eine ander« Fvag« ist e», ob tu diesem Falle der königliche Justizrat Dr. B-vh den Revoluzzer Broh gut beraten hat. Wir glauben nicht, daß er Ruhm ernten und«ms seine Kosten kommen wird. Die sozialistische« Gtudene« mi de« Berliner Hochschulen hoöen sich zu einer„Vereinigung der sozialistischen Stüden en Groß'-BerUn»" zusammengeschlossen. In ihren Grundsätzen de- kennt die'Kue Vereinigung ihre Solidarität mit de,ir inier- nationalen Klassenkampf de» Proletariat». Sie erstrebt<>"> wahre Neugeswftung der Hochschul«, die nur durch eine Revnlii- Üvnierung deS gelanr�en Schul» imd GrziehungSwesen» ver"ich gehen könne.— Wir begrüßen den Zusammenschkuß der soz-a- vistischsn Stubenten und wünschen ihnen ein volle» Maß Energie. um der reaktionären Hochflut«er den Berlin« Hochschulen ein Ballwerk entgegenzusetzen. Rücktritt de» Staatssekretär» Steck. Wie von zuständige, Stelle mitgeteilt wird, hat der Staatssekretär im ReichSwcßr- Ministerium, Herr Stock, am g. Juni dem Herrn Reichs- Präsidenten seinen Rücktritt angeboten. Der Reichspräsident hat da» Rücktrittsgesuch angenommcn, hat ober den Staatssekretär Stock gebeten, sein Amt fortzuführen, bi» die neue Regierung gebildet wirb. Die deutschen Trnppe« in der neutralen Zone. Von zu- ständiger Stelle wird mitgeteilt: Vom 10. Juni ab liegen in de, bO-Kilometer-Zone, wie von der Entente bestimmt, nur noch zehn Bataillone, fünf Schwadronen und eine Batterie. Dies« Verbände bilden einen Teil de» UedergangSheere», dessen Herab» Minderung auf 200 000 Mann durchgeführt ist. Da» Herrenhan» al» Sitz de? Vorlauf igen MeichSwirtschaft� rat». Da» Herrenhau« wird als Sitz de» voriäufigcn Noichswirb» 'tellt wevdan. lieb« die bat zerr AeV noch Kafsras ZMensaMsa. Unser ungarischer Mitarbeiter schreibt uns: Die ungarisc!>e Negierung bestimmte, daß der KriegS- minister zum Unterzeichnen des'Friedensvertrages nach Dersailles fahren soll. Die Offiziere erzwangen feinen Rücktritt mit der Begründung, die ungarisckse Armee wird die en Frieden mit ihren Waffen umstürzen, der Name eines Angehörigen der Armee darf nicht unter diesem Vcr- trag stehen. Weil die Offizierterroristen chevalereske Mör- der sind, meinen sie, zu einem Wortbruch tauge ein gewöhn« licher Minister, der nicht des Königs Rock trage, besser. Tie Vorbereitungen zum Frieden, die Ungarn betreibt, sind auch sonst rect't eigentümlicher Art. Es finden Assen» tierungen und Einberufungen statt. Es werden alle In- stinitionen militärischer Natur, Ossiziers-Erzichungs- ar-'T te-n. bor ganze c�mrinistmtive Apparat einer großen Ar.'e ei»gerichtet. In der Sivdt Zaloegetszeg wurde ew b.aer für eine aus österreichijckien Offizieren bestehende c' w'ichlsche Legion eingerichtet: die Aufstellung einer fccutschen«nid russischen �jcnreöoIieHonäwn Truppe ist 'm �'ange. Drei Tage vor der Abreise des Fricdensbevoll- .im igten hielt der Führer der christlichnationalen Ner- eiiugung und Minister des Unterrichts, Stefan Haller, ein? Rede, in welckrer er erklärte, wenn„die Verhältnisse , uns zur Wiederherstellung unseres Landes in seinen alten Trcnzen die Waffen in die Hände drücken wer- Z e n. so werden wir mit der Entschlossenheit unserer Raffe wieder in den Krieg ziehen."(Zitiert„Az Est", 1920, vi. i.) Es ist natürlich ein ungerechter und unvernünftiger Friede wie alles,»vaS aus der Werkstatt des Jmperialis« mus kommt. Aber man soll nicht vergessen, daß es die heute in Ungarn wieder herrschende Ktasse war. die mit ihrer agrarischen Wirtschaftspolitik und mit der nationalen Unterdrückung von 10 Millionen Jugoslawen, Rumänen und Slowaken die Saat de« Krieges säte. Man soll nicht vergessen, daß die Hand eines ungarischen Aristokraten das lUtimatnuit Seyens mederschnieb umd daß der ungarische Friedensdelegierte Graf Apvonyi im Abgeordnetenhaus« die KriegSerkiarnng mit den Worten begrüßte:„Nun end- kick!" Es ist nur traurig, daß, wie immer, die Massen für die Verbrechen büßen müssen, die ihre Beherrscher be- gangen haben. Der Sturz Ungarns kst sin tiefer: von einem vrvsehn- kichen Mittelstaat von 320 WO Quadratkilometer schrumpft er zu einem Kleinstaate von 94 000 Quadratkilometer zu- sammen: seine Bevölkerung, die vor dem Kriege an 20 Millionen zählte, wird nun 7,5 Millionen betragen. Siebenbürgen, das Banat, die Kornkammer des Landes, muß es on Rumänien, die Slowakei an die tschecho-slowakische Äe- publik, das Komital BaeSka, das fruchtbare Schwarze Erde- men, die heule in Ungarn die Rückbitdung eines schon jkapÄalMsch onge�örnfehw Staads fe Ungarn schickt stch natürlich nickst in dieses Los. Aber während die airderen besiegten Staaten den II n gerechtig- ketten der Frisdonsverträge dadurch zu entkommen hoffsn, daß die tvackstende Einsicht uild l)auptsäch!ich die wachsende Kraft des Sozialismus und der Demokrachie in der Welt dieses Wer? einer Revision nnterziälren wird, stellt Ungarn seine ganze Sache auf iden Steg der Konterrevolution. die die Republik in Deutscheste rreich, in der Tschechoslolvaksi und auch in Doutsckstand stll r.zen und dann die Herrschaft der Hol/enzollern und Habsburger wieder aufrichten soll. Darum bot � es sich England an, an dem Krieg« gegen SowjetruUvnd mit Polen teilzunehmen, darum preßt es die letzten wiirtschastlickK-n Kräfte des ausgebluteten Landes in. die Armee nnd gibt sein letztes her für Rüstungen, und aus diesem Grmrde wird es erfahren müssen, daß es, nach- dem es seine Sack>e auf die internationale Kontorrevolution gestellt, es auf nicksts gestellt lxtt. Politischer Wirnvgrr in Ungarn. vut>»vest, 1v. Juni. Dt« gestrig« Sitzung der Nationalversammlung verlief ziem» l'ch ruhig. Nur einzeln« Offizier«, die steh auf der Tribüne befanden, versuchten, den Verlauf der Sitzung zu stören. In poli- tischen Areisen ist man überzeugt, daß der Rücktritt der Ne- giernng noch im Laufe de? heutigen Tage» erfolgen wird. E» ist aber sehr fraglich, o He? dem Grafen Rpponyi, der mit der Bildung eines MinisknumZ betraut werden soll, gelingen wird, tatsächlich eine Regierung zustande zu bringen. Er hofft a u f einen Beitritt der Sozialdem okratie und wird de?» halb mit den extrem reaktioyären Elementen einen ernsten Kampf auZzusechten haben. Die volttischen Verhältnisse in Ungarn gestalten sich immer grotesker. In demselben Land, in dem eben noch unter obrigkeitlicher Genehmigung und Unterstützung die Sozialisten als Freiwild gettcn und dem Blutrausch der „Erwachenden Ungarn" ansgeliefcrt sind, denkt man im Ernst daran, Sozialdemokraten in die Regiernng aufzunehmen. Dabei ist den Sozialisten durch die wahnsinnige Verfolgung der Horthybuben eine Beteiligung an den Weih- len zur Nationalversammlung völlig unmöglich gemacht worden. Die Absicht Apponys offenbart mir den völli- gen politischen Zusammenbruch des Hör- thysystemZ, das Ungarn trotz oller von Christlichkeit triefender Mamfeste, gänzlich in den Sumpf gerissen hat. Eine sonferenz der 3. Zniemsitionnle. N«h Berichten unserer Schweizer Parleipresse hat kürzlich In Mailand eil« Konserenz her der III. International« angeschlossenen fßarttien stlMgefunbm, auf der folgende Länder ver- 'Veten waren: Rußland, Bulgarien, Ungarn. Zrankreich, Italien und die S ch w e i z. T? wurde be- Mosfen, mögl chst rasch«in« V olt ko n f« r e n z aller aus dem B»den der III. Internationale stehenden Parteien nach Italien oinzuherusea, die«in Zentralburaan der III. Interuationale, zusaminengesetzt ent» Vertretern alber angeschlossenen Parteien in Europa, zu wählen hat. Kerner sollen«die Leitungen der großen, der III. Jm.ecnaiionale angeschliossenen Parteien durch ständige Vertreter der Bruderparie.en anderer Länder ergänzt werden, um so ein besseraS, veivungdlos«? internationales Zu» sammenarbeiter zu gewichrleisleir. Eine ein stimmig angenommen« Kundgebung hat folgenden Wortlaut: .D'e Vereinigung der verschiedenen Parteien der III. Inier. nationale, nachdem sie Kenntnis genommen has von der Sivm- tion in politischer und wirsschastticher Beziehung, bestätigt und bekräft-igt die Prinzipien und Grundlagen sowie die Taktik der III, Interim ti-mal«. Sie fordert mst allem Nach- druck die ihr angeschlossenen Partei«» auf, mit mehr Energie und Grundsätzlichkeit ai» es biither der Kall war, die tiefgehenden Unterschiede z» betonen, welche zwisthen Parteien, die noch auf dem Bode« der»weiten International« stehen, bzw. der drtjten noch nicht ausgeschlossen sind. Der Bruch mit Opportunismus und Reformismus muß ein vollstä idger sein. Di« Verewigung er- achtet«S als notwendig, die Parteien der III. Internationale «inzuladeu, keinen Augenblick die Propaganda und Wirksam!«!! für di« Anerkennung und den Fnöden nvit Sowjrirußlcmd zu unterlassen. Di« aggressive Politik der Entente ist noch wich! beendet, im Gegenteil— sie verfolgt weiter ihr Doppelspiel. Während sie die Beziehungen mit Sowsttrußland anbahnt, leihl sie Hilfe den roach-ionären Kräften eine» Damkfn, Polens, Japan«. Die Aufnahm« der Handelsbeziehungen ist für Ruß- land mit großen Gefahren, sofern die Gewerkschaften und Ge- nossenschaften der organisierten Arbeiter dem russischen Prole- tariat« nicht zu Hilfe eilen, verbunden. Jndeckt das Gelöbnis, alle» zu tun für die Schaffung de» Kommunismus, wiederholt wird, sendet die Konferenz brüderliche Grüß» dem tapferen Pvoletariak» Rußland«, Deutsche land« und Ungarns." An sonderbarer Beschluß der englischen Eisenbahner. Die ExetzuM« de» m>flischen Ei senbah- ierve rbande», dke vor einigen Tagen zusammentrat, hat einen sonderbaren Beschluß gefaßt. Die gleiche Körperschaft hat am W. Mai ihren Mitgliedern brieflich m-itgeieilt, daß jode Verladung von Munition nochiPolen zu unterbleiben habe. In allen Teilen der-blsticmal Union ok Railwaymen" rief dieser Beschluß»rohe Begeisterung hervor und«r rvurde strikte befolgt. Der Direktor der Eisenbohr» Gesellschaft schrieb jedoch an den Eisenbahn ervevband, daß die Eisenbahner entlasse« würden,»renn ste fortfahren, Austräg« nicht auszuführen und so die Gesellschaften hinderten, flb ihrer gesetzlichen Verpflichtungen zu ertledigen. Daraufhin erhielten die Mitglieder de» Verbandes«in neue» Schreiben, des Inhalt», daß die Instruktionen, nach denen die Männer gehandelt hätten, jetzt zurückgezogen worden seien. Da» beißt init ardern Worten, daß dir Arbeiter wieder helfen dürfen, Polen gegen Ruhland mit Munition zu versorgen, und eö muß sich nun zeigen, ob die Arbeiter nicht au» sich heraus bei ihrer Weigerung perharren werden. Sehnlich steht e» mit Irland. Der Vbrsitzendc de« Eisen- bahnerverbandeS I. H. Thomas hat die streikenden irischen Eisenbahner aufgcsordert, die Arheß wieder aufM»ehmen, f>;S die irischen OriSgruppen de» Tisenbahnervcrbandt.s die Lage diskutiert wrd ine Britischen Und Ivochen ZsiHstst» pastao»«neu V.-ÄdkSW-n'> ES scheint, alz wollte' England seir« JrlandSpolttik einer ge- wissen Aenderung unterziehen, aber um so verfehlter bitnlt uns der Beschluß der TrairSporiarbeiterexckuiive. Nachgiebigkeit ist bei der englischen Regie rWig nicht angebracht, und wir glauben auch nicht, daß die Arbeiterschaft solbst den Beschluß gutheißen loird. Jedenfalls sind di« Iren aufs äußerste verstimmt. Ihr Vertrauen zu de» englischer Arbeitern hat einen gnralUgen Etoj erlitten. Sie sehen sich ssolien und hatten doch gehofft und er- warten können, daß da» englisch« Proletariat ihren Kampf z» dem seinigeu machen würde. Der Zlreik m biß AlMs-Mln. T. U. HelfingforS, 10. Juni. Die finnische Regierung antwortete auf die schwedische An» frag« über den Anlaß zu der Verhaftung der beiden Aländer Sundblom und Bjerkman, sie betrachtet diese Verhaftung als«ine finnische Angelegenheit. Diese Personen, die auch noch nach Erlaß des SelbstverwaltungSgesetzes Aland all Inselgruppe mit Hilfe fremder Staaten von Finnland losreißen wollten, hätten sich gegen die finnische Gesetzgebung vergangen. Dagegen müsse die finnische Regierung einschreiten. Dazu wird aus Stockholm gemeldet, daß noch Empfang der Antwort der finnischen Regierung ar>f di« Anfrage nach der Ursache der Verhaftung der beiden Aländer die schwedische Regierung mit einer neuen Note anwortete, in der sie darauf auf- merksam macht, daß die Verhaftung der beiden Aländer bei dew ganzen schwedischen Volk ein« Stimmung erzeugen müsse, dir die unglücklichsten Folgen für die Beziehungen der beiden Länder haben könne. Wenn Finnland die guten Beziehungen zu Schweden auftechierhalten wolle, müsse di« fin- nisch« Regierung in Betracht ziehen, daß daS ganze schwedische Volk die Verhaftung als Verletzung eine» unbestreitbaren Gesetzes ansehe.' AltölrUl der poWchen AeMruvg. Warschau. 9. Juni. Die Regierung hat ihr Rücktrittegesuch einge* reicht. Der Staatschef hat ihn angenommen und die Regierung gebeten, die Geschäfte vorläufig weiterzuführen. Polnischer Kriegsbericht. Im pokutschen Heeresbericht vom ü. heißt eS: Im Norde» schreitet unsere Gegenoffensive trotz siestgestellter Heran- ziehung neuer bolschewistischer Kräfte und trotz erbitterten Wider- stände» fort. Unsere Abteilungen erreichten nach blutigen Kämp- sen die Linie de? Flusses So c z. Bei Gor'.vai wurden feind- liche Durck.bruchsvcrsuche zurückgewiesen. Au der Ukraine kämp- sen unsere Truppen heldenhaft ausdauernd gegen übertegem. feindliche Kräfte, die um jeden Preis versuchen, unsere Front zu durchbrechen Frsukre ch und der Orlenk. Privattelegramm der.Freiheit". Part». 10. Junt. Der Ministerpräsident Millerand hat heute dem AuS- schüfe für auswärtige Angelegenheiten Erklärungen über di« orientalischen Angelegenheiten abgegeben. Frankreich soll ein Mandat für Syrien erhalten. Cilizien wird in seine wirb schaftliche Einflußsphäre einbezogen, werden. Millerand fügt hin- zu, daß Clemenceau seinerzeit den Engländern Zugeständ- nisse in der Angelegenheit von Mossul gemacht habe, um«ine günstigere Regelung in der Frage der Petroleumfelder und«ine befriedigend« Gestaltung der EUizi schen Angelegenheiten zu er- halten. Rußland uud die körklschen RalisualHen. j Haag, 10. Juntk. .Nieuwe Tourant" melbek aus Moskau: XschitscherU hat an Mustafa K em av Pascha eine Note gesandt, in der e» n. o. heißt: Die Sowjetregierung hat mit Genugtuung Kenntnis von den Grundsätzen genommen, die die auSlväriig« Politik der neuen türkischen Regierung in Angara leiten. Diese Gvundfätze enthalten die Erklärsing der Unabhängigkeit der Türkei, die Einverleibung iirtbesireübar türkischen Gebiet» Iii den türkischen Staat, die Erklärung Arabiens und Syrien» zu unabhängigen Staaten, ferner den Entschluß, Türkisch-Arabien, Turkestan. dem Gebiet von Ba.um, Qst-Throzien imh allen anderen Gebieten mit türkisch arabischer Bevölkerung da» Selbst« bestimmungSrecht z-u geben; die Anerkennung der nafionaile» Minderheiten im neuen türkischen Staat, die Entscheidung des Schicksals der Meerengen durch«ine Konferenz der Uferstaaien de» Schwarzen Ade eres und namentlich die Beseitigung der Kapftulationen und der wirtschaftlichen Kontrolle durch fremde Staaten, sowie der ausländischen Einflußsphäre. Die Sowjet- «gierung hofft, daß es möglich sein wird, zwischen der Türk« einerseits und Armenien und Persien andererseits genau« Grenzen festzustellen, die da» Recht der Völker, über ihr � eigene» Schicksal zu entscheiden, g vir ähr leisten. Di« Sowjet- regterung ist jederzeit bereit, aus Verlangen al» Ber- mittler aufzutreten. Aum Schluß wird vorgeschlagen, so« fortige diplomatisch« Beziehungen herzu« stelle«. Die Abstimmung fti Ost. und Wesipreussen findet nicht, wA fertmwlich«n unserer Rr. SIS mitgeteilt, am 11. Juni, sonder» am 11. Jul« statt. Soeben ist erschienen! Die Stadtgrememde Derlin Mit Eialeitnnt! und Erlänientogen ~ von Karl Leid:: 64 Seiten Preis 5.— Mit. rentbehrlich für jeden in der kommunalen Bewegung GroS- Berlins Tätigen k Pei Betug durch die Organisationen oder GemeJndevcrtreter- Fraktionen Rabatt Sofortige Bestellungen erbittet Veriagsgcnossenschait�Freiheit", v-v.» b.IL At�gflnng SvddnmdhuwL Berlin C 2. Tfieafer und üersn�unssn. Volksbühne 7V. Uhr: Der filch'er vüh Zslamea. Neues l äsMer Köptii-her Sir. 68. nuhr Pension Schöller Siaatsiheatcp~~ O p e r n Ii n u s: ft Uhr: Nofrc Dame SchauinlelhiBs: 7 Uhr: Der Kronpri iz lifcßss Scnauspieiiiaus KurJstraßo Jfnm crsirn Mafej �/« Uhr: i.yslstrata (Außer Abonnement) SiirekiKm Ctii Mtinhard— Rad. Bcnnaer The.iier I. d. RCnlsärütmSfraBe i8U.: I). k oOe Kaiharlna b. Pull d. Ftcer spielen. NomSdienhaus •U.: Die Reise I d. Müdckeazclt Berliner TSieü'cr V» Uli r: Der letzte Walzer Trinnon-Thcöter (Bahnhof l�riedrichstraße) Tätlich 8 Uhr: Ida Wiisl u. Bruno Kai'ncr In Der gule Ruf kvvnia? 4 Uhr kleine Preise: JLsr Stgrenlrlcd. Residenz-tater fSladtbahn Jannowitybrüclfe, Untcigiun'bahn KlostersirJ TS irlich iR Uhr- Die Sonntag 4 Uhr kleine Preise; .1 o hannlsf e ü e r. [ UUUH_ 71 uhn Pygmalion Sonn ad d. 7 U. zum ersten Male; leopoldine Kenstnntin «- Das Glas der iunglrau Adehna. Onemsüngerin Leo- poldlne Konstantin. Madonna Beatrice Hldo Bäck. Coletta Erna Relxl'ert. Marco'ina Kälc Ostedt, Lahory. Joinnalisl Alfred Maase. Großfürst Paul Brara Meynadler, Monsignore fjinseppe Emil Lind, Carlo Pctronl, Makkaionlfübrikant Hans S-tcrnberg, Qraf Ester- bazy Alfred Walters, ßeppo: Peter Ihle. Sonntag 7' a Uhr; Das Olas der Junefrau DeBl�yinstlTlieater Allabendlich 7« Uhr: Diebessert Hä fte mit Max Adalbert Seües Onerstlenlioüs Direktor: Jeuo Ivven Abends 7 Uhr:. Fjdüzessln Friedl "Casr.o-Tteater « uhr: Onkel Cohn Volksstrick in 3 Auszügen Wiüiiaiia-Theater 7' U: Unsere Magdalenen) Sommerihefller „GfOfl-Serlm",«dm. Kllcin's = Hasenlieide 15= 7i Uhr: Piinzessüiv.till [»«rhar ab 5� lenzirt Bunt. Progrsnim. Rose- 1 neater 7� Uhr; Scfiwarzwaldmidcl. Gartenhühne täglich; �VUhr: Die Ptucht um die Erde. i TJU®fc.tax- a Tel. Moritzpl'itz 14R14, Teilen V'/, Uhr: -L'.iZS'ZKnA,..' Kintlixcn• KtMWt. vuirk._n- 1'/, u.«—»■ Ehemaliges Toigl-iaealer Uadstraße 53. Sommmerbünne: Täg'ich nnchm. 4k Un«'' Wieder ein Kämpfer abends 7la Uhr: Der selige Balduin Spiafplan ¥ der Hc L!ciJsp Töchter der Straße < 2. Teil; im Rausche der Sinne. Ferner: Die Jagd a&ch dem liiisbiecherkotalflf $--------- Lepsin.---------- � Auf a'len Bühnen Cabaret- Einläse � Unsere Preise sind£»is 50% lueraJbciesetet_ Sfiefelkönig Frledrlct\slr NEUE WE ET, Hasenheide 10Ö-114. FreUag. den lt. Juni, abend. 7'l, dar Konzert des Blüihner-Orchesters mit dem Scheinpflug'schen Chor „Die Schöpfung"' Dir.: I»äu1 ScHelnp fluq. SoL; Cassierer(Sopran), Scheurich(Tenor), Sdiöpflin(BaSL Knilen zu M 2,75 sind zu haben in der»Freihcir, breite Slrabe» EeMner Preter Kustan en-Aliee 7—9 jzVMßM'üWeii� Größer Böll In der Tanz-D ele _ Ai> f- ng �5 Uhr_ Kamm er-Ta<: zsp ieie Bülowstr.6,?m Nobeudorfptatz Telephon: Liiizou' 2305. Täglich 7f',4 Uhr: Ürlent. Rallft and Schön heMstänze. Apollo-Theater f rledrichstr. 218. 71/ Allabendtich Ti Sonn Ui gs 3'? u.* ünfibsfirsifilclißs Variete PfDgramiri! ml HQazen, Bfldieorkea kauit Großmann. Johannlsstr. 4 ......... Norden 106 21._ # SpeziaSbohandtung llir Haut* und Ge.cblecbi.Ieloen Inva-idenstr. 147 ■ iSj@SSS€b«f I. Eiase. Ecke verz-lrah«. Kostenlose Untersucnung und Beratung über scchgemiiße Bebandiung Sprechstan-en 10-12 und 4—8. Sonntag. 10—12 S p e* i a I- Behan diu n g ihr Gcscbicchts-, Maut-, H«ra-, I rauenleiilcn:»rczloll vcraliei. Iiaruiiciilüe Harnleiden, Ausschlag,«etv. Schwache, Blutnnicr- suchuwg. Salvarsan-Kiircn. Llolit-Bchandig." diensonne. siraliltiiigen.Galr.nBlnWarleninunorf. U�menu. Herren „LÖSOf", Münzstr. 9. nahe Al'Tanderplat/.— 9-1. 4-S. Sonntags 9— 12, iSpexial-Mrzf Dr. ikotti für(icschlechis-, ■ II S>'_• I_• S 4b» Maut.. Harn-, Eraueulcldc� n I_ Bfe 0 n n 6ar>näckl-a»arnlcldan.»u,-schlag.ncrv. Schwäche.»(j U' Ü �omh. SoUarsan-Kuren. HlnimiteisncbiiBgej. 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Mts, nachmittags 3 Uhr. von der Lelchcr/»*!!« des Pankower Friedhofes, Schönholzer Meide, aus statt Rege Beteiligung wird erwartet' Nachruf. Den Kollegen inr Nachtlchi, daß folgende Mitglieder gestorben sind: Der Klenif ner Otto Koppen, Utaner Straße 12, am 2. d. Mts., der Beleuchter Wilhelm Luther, Steglitz. Rhe mtraße 41. am 4 d. V.ta. der Schlosser Bruno Sartel, Berlin, Bergslraße 45, am 8 d. Mts, Ehre Ihrem Andenken! Die Ortsverwaltunz. deutscher Meksllardeilee-ÄZrdaNiZ verwattungsstelle: Lerlln)t!>4, Linlensir. bß So, ffiefdiärisjeti oon norm. 9 llijt bis nechm. 4 UHC. Telephon: gml Rorben 18C. 123». 1987, 8714. eonntaa. i>e» 13. 3ual. Urrulitae» 10 Ubr B e r s a in nt l n u g der Bauanschläqer Im wewerrsrhatislinu». E.iget-Usrr lö. Sunl s. £« g e ß e r« n u n 8: I. iSerUane«. n, Uiamhcnan ct'.rgcr'trttctg 2. CtrUim nuhme zum a.luui tri Zdrl|ul)lum:uin4. L. iuluifto::, I. BcrfdiieScnc«. Foßfum, die tetifnlfl««nertortnunj macht«8 iiotmrnblj, hol Ihr alle In Oer tßcramuiiun, ttfnietnu »a» Mtlgttebdburh ist vnrznzetiten. Tie Qnsvrrwnftnng. X'iM p. kg b. 8.50 Messing p. kgb. 4.50 Miel. Zinn. Zink kaull MIer». 3 Ankaufst.: WeilJenburgerStr.ll, Kastanlsn-Allee 85, MtickeiidOffsr'Str. 10/. Maschineßfabrlk kauft böchstzahlcnd Altmetalle und CIsea in jeder Menge. Thurau _ MorPzptat» Z t 548._ Spiralbohrer, itosch. herzen, hfichstzahlend kauit Zurawa. Mirbachsir. 21. Kupfer Messing, Blei, AiuminiumlZink,| Zinn, Qaecksilber kauft höchstzahlend OtlerbBrgcr Str. 1 Bernauer Str. 98 Lothilngsr Str. 43 im Rosenlhaler Platz. p K.M. 1,50 6- Kupler RotsuB. Nessini.. 3.50 sowie höchste Taeesorelse für Zinn, Blei. 7tnk zahlt W B E M E R PascaSstrasse 3 an der flelmbotizstrasse und Ootzkowsky-Bröckc. Sovereign, Chc�tcrficld, Nebo, T 0. 13, WlMs GoidOake, Fairfax, Oro an Selbsty Bfilowatr« 94, bptr. Alt-Papier, altes reUnSlllo, Pap'cr, Zeitosigeii. Zeitachrittciz, Bücher, Skriptnreis etc. touft ja hörtiftr« Io(if,prei|Cii Hritz beydlitz. RrulüUn, Hermoniipt«, 4. Zeiefou; WettNila» 7291. Briessinier-Puniiien für Laahenkolonistei zum Setbstaufstellv'oi rilUrsunscr, Oartensnntzpurapeti Schläuche. ß'illlg�Bezugs« Queller Qebr, PuaaptB n.Rohr» erheb', billiger, Robert Hrlen. fumpesliferik. Ber w, Inof- drafle 31c, 2 Min. vom Schlc*. Bin', entfernt. Seit über c JttSiriiundcrl Rauch- An"".-. Kaffee VnTAlidoBJitraAse 164 Eckhaus Brunncostr NorJ.4334 Spiral bohre? kauft lederzeit Hieptcr. Charlb, Kaiser« Friedrich- Sttaße 7. Hoffe Ißr Anzßge, gut und sehr billlt TuclilaserFfitzDisrig, Alte Schönhauser Straße 3 11 HEUTE NEU J ■BN�MmwawiMiiMKigmaa� Ans dem Inhalt: Für Hof und Haus/ Wirke für die Hausfrau/ Arbei s- zeit u.Qennge znc'.t/ Roman Belletristik/ Qcdichfe Humor r Den aZIsrgrößtsn� rE(!oEg Haben die" kleinen Ameigen in der Abendausgabe der Freih&it Kr.*20. veilaye zur«Freitzeil" Frellag. ll. Juni iS?S Tie Temsnslration der MagistralshiljslrDe. einer machtvollen Demonstration haben gestern die HtlfSkrüfle des SKagtiirol» gegen die beavsichligten(kntlassungen »nd gegen die V«r,ch:ech!er»ngen ihre« Tarif« protestiert. Im Lustgarten sprachen von vier Stellen au« vor Zehnlausenden die Nedner der Vlngestellten-Lrganisationen. Folgende Resolution fand einstimmig« Annahm«: Unter den Zehntauscnden der in der Grost-Verstner®e- meindeverwaltung beschäftigten Hilfikräften hat die Absicht der Berliner Stadtverwaltung, den am S. Mai 1020 unter Mit- tvtrkung von Sachverständigen ergangenen Schiedsspruch ab» gu.ehnen. große Erbitterung und Empörung ausgelöst. Die neue Vorlage ist eine entschiedenx Verschlechterung. Mir fordern, daß die Erkläruna de« Vorlidenden der sijrnk'en Deputation vom 28. Mai ju Recht besteht, daß da« Mit bestimuiunpSrecht in der Form, wie e» an, LS. Mai tölv fest. gelegt wurde, un« erholten bleibt. Di« in der MagistratSvorlaoe festgesehten Löhne ent> sprechen nicht im geringsten den Anforderungen der Jetztzeit. Eine Familie von 4 Möpsen kann unmöglich von st40 M. leben, von denen dann noch Stenern,.strankcnra'se. RcichSversiche rungSkvtrcia«-rrsw. abgeben»nevdon.— Wir fordern, daß un« mindesten« die im Slbiedk-spruch vom 8. Mai IS20 fest gelegten Tebaltösähe bewilligt werden. Wir ersuchen, dringend, daß die MaaistratSvorlag« In ihrer Vesamtbeit abgelehnt wird, daß die Stadtverordnetenversamni» lung beschließen mön«, sofort eine nochmalig« Beratung linder Hin«uziehunq der Organisationsvertreter voritunebmen, de« weiteren, daß die Angelegenheit schnellsten«»nd spätesten» in der nächsten Stadtverordnetensibnng erledigt wird. W'r wrfen twtmrf h'n, daß wir, wenn man urtseren Wsinschen nicht Rechnung trägt, ole Verantwortung für«von» tuest« neue Konslikte entschieden ablehnen müssen. Räch den Ansprachen qogen die Demonstranten in einem wuchtigen Zuge, in dem viele Taieln getragen wurden, ans denen von der Rot der Lsilkskräkte«u lesen war, zum Rathan« Eine Deputation von 8 Mitgliedern wurde zu den eben tagenden «tadtvälern entkandt. um die Wünsch« der Hilfskräfte den Fraktionen zur Kenntnis zu bringen. llnterdessein brachten d!« Demonstranten Ricdemrs« auf den Stadtrat Dr. Ceeckt. den Magistrat und die bürgerliche Vreis« au«. Räch halbstündigem Verweilen der Kommission im Rathauke gaben zwei Redner vom Balkon de« Gebäude« einen kurzen Bericht über den Stand der Verhandlungen, wonach d i e M. G. B.»Fraktion die Forderungen der Hilf«» tröste angenommen, während die S. P. D.-Fraktion auf nochmalioe» Drängen der Abordnung stch nur Beratung zurück» gezogen hätte. Mit den bürgerlichen Fratslonen zu verhandeln, lebnt« die Kommission ab. Geoen Ilhr abend« verkündet« ein Redner, daß die S. P. D-Fraktion die Forderungen noch- wa'« einem Ausschuß unterbreiten wolle, worauf sich die Kom» wission jedoch nicht einlassen konnte. Darauf oab die S. V. D.» Fraktion die Erklärung ab, daß sie, falls der VertaanngSantrag Von der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt werden sollt«, vi« Forderungen der MagistratShilsSkräste annehmen würde. Die Demonstranten warteten hierauf den Schluß der Stadt» »erordnetenversammlung ab. * Bei dieser Gelegenheit sei einem Mißverftändni» begegnet, ha» unsere Notiz..Der Arbeiter in der sozialistischen Gemeinde' »n Nr. 127 kwrvorqenusen hat. Der darin erwähnt« Tarif ist nicht für die Hilfskräfte, sondern für die Arbeiter der Gemeinde Berlin abgeschloflen worden. Für die Hilfskräfte ist nur die ein« Bestimmung über den Urlaub gültig, bei der die» au». drücklich erwähnt Ist. Aus dem Slatzlparlamenl. In der geftriyen Sitzung ergriff der Oberhürgermelsfer Wer. w u t h vor Eintritt in die Tagesordnung da« Wort, um den schon seit langer Zeit in Aussicht gestellten Ucberblick über die LebenSmittelwirtschaft Ti.-. was lüg' an ihr? Aber es hätte— wie die Leut' schrn schlecht denken— dem Toten eine üble Nachred' er- »..cken können, und die hat doch wahrlich er nicht verdient. Die Sternsteinhofbäuerin hatte mit gefalteten Händen am Fenster gestanden, als der Leichenzug unten auf der Straße langsam sich fortbelvogte. Ter Tod des Klec-binderS bestürzte sie, eS fiel ihr c-uf das Gewissen, daß die Enthüllung-cn, die sie ihm machte, volkstüml-ch gesprochen, der Nagel zu seinem Sarge ye- Wesen! aber sie konnte dies nicht vorans-selien. ebensowenig. al» sie vorauswb, wie sie es ergreifen würde, denn seit fener Fahrt in den Ort lag es ihr wie Blei ,in den Miedern, und sie hatte keinen Fuß mehr außer die Stube zu setzen vermocht. Nun war der einzige tot. von dem sie sich eine wahrhafte Abhilfe versprechen durste, dessen selbsteigene Sache die ihre Dieser Furcht gaben>ur allzu bald die Ereignisse recht. Da die Bäuerin, nachdem sie dem Herrgottimacher die Augen geöffnet, mit jener Heimholung Tonis alles abgetan glaubte, so war bisher deS Geschehenen halber kein Vorwurf über ihre Lippen gekommen, und der Bauer nahm feinen Anlaß, weder etwas abzuleugnen noch zu beschönigen: beide schwiegen beharrlich und lebton, sich gegenseitig entfremdet fühlend, nebeneinander fort. Als aber kaum eine Woche nach d�r Beardigung Kleebinders der sunge Sternsteinhofer für dessen Witwe eine warme Teilnahme bekundete und ver- lauten ließ, er habe vor, ein gutes Werk zu tun und Helene samt dem Kinde herauf ans den Hof zu nehmen, da fuhr die kranke Bäuerin, fast wild, empor..Was? Tie? Di? wollt'st du dahersetzen? Hast du schon soweit kein' Elir' mehr im Leib, daß d' auch nimmer kein' Schond' fürchsst? Aber, Gott sei Dank, da Hab' doch wobl ich noch ein Wörtl d'reinz'redenl Niemal. sag' ich dir, kommt die mir ins Hausl" ,.U«b?niimm dich nit so bei deiner Schwächen!' sagte mi-t verletzender Gleichmütigköit der Bauer. Das arme Weib lachte schrill auf und sagte, ihn mit einem giftigen Blick messend:„Sorgst leicht um mich, du—?j Und als was, wenn mer fragen dars, als was nähmst denni di« Kreatur h'rauf? Zu was und wem soll sie dienen?' „Gleich erfährst'«!' erwiderte ruhig der Bauer.„Die alte Köthel kann mitsin Hauswesen und'm Krankenwarten! z'gleich nit aufkommen: die Klecbinderln aber is die befh'j Wärterin, die ich mir z'finden wüßt', die soll dich pflegen." j „Di«? Mich? Die?' schrie die Bauern außer sich. dann verstummte sie und sah-den Mann mit großen, angst- war. der ���5" h a b? n. m i ist!e. d?m 1 1 n fnge zu h cuern, Augen an. sie rang die Hände ineinander und stam- und auch das Recht u-'dd:?Mgcht dawbcsasi. De eme das könnt'st du mir wirklich antun? Holste des argen Wun ches war den and.rn beioen in Er- siillung gegangen, und wie eine bange Abnuna befiel sie der Gedanke, wie bald vielleicht auch sie an die Reihe käme, glei- chen Weges zu geben! �'oi?S Bavaen vor dem Sterb'n, das sie zestweilig durck ichautrle, trat aber zurück gegen die uum-iltelbar sich i,,. A. ausdrängende Furcht pn dem. woK sie mm chohl«>( erleben, Fäuste gegen ihn emporreckeich. pst Leugnest bab««>1--''- Wn wm' KsbmU-" „Sei nit dumm!" sagte er roh.„Ich will's, und so g'kchieht's! Dich mit ihr zu vertragen, das steht dir zu, denn du Host eh' a Unrecht gogch die arme Seel' gut z'machen. dein ung'börig'S Einbilden—" „Einbildeii?!" kreischte die Bäu.riy, die geballten Er zog den Mund breit und zuckte mit den Sckmltcrn. „Eigen' Reden! Freilich, gar ein eigen Reden, was ein» im Schlaf angibt! Wann d' d'rauf was gibst, verrückt'S , Weibsstück, so müßt'st sa auch am Morgen'n Mond in mei- z ner Taschen suchen, wann ich im Traum' ausraun', ich hätt'n eing'steckt!" „Ob d' hitzt hinfnach Unsinn oder Gescheitheit red'st, was ich g'hört Hab', dnS Hab' ich g'hört, und aus dem, wa» du dir planst, wird nix!" „Das werd'n wir ja seb'n,' sagte der Bauer. Er ging, die Türe hinter sich zuschlagend.» Und nun ereignete e» sich öfter, daß er oben auS der Stube stürzte, die Trepp« herabgepoltert kam, was vom Gesinde in der Nähe sich aufhielt, unnütze Horcher schalt und an die Arbeit gehen hieß, und wenn er dann nach dem Krankengemnck>e zurückgekehrt war und die Türe geschlossen hatte, so spielte sich hinter derselben eine jener Szenen voll quälender Bitterkeit und rücksichtloser Gehässigkeit ab, welche unter sich ferne Stehenden unmöglich sind und wo- mit sich nur Merikchen, die das Leben einander ganz nah« gebracht, letzteres verleiden und vergiften können, und wo es— für einen Teil wenigstens— besser gewesen, beide wären sich all' ihre Tage fremd geblieben. Keines Mensckien Seele verkehrt ganz ohne Hülle, ohne Schutzdecke mit der Welt, und es ist wohl a»t so. denn wie makellose Schönheit des Körpers, ist auch die seelische auf Erden selten: dem Umgange mit dcr nackten Seele eines andern sich auszusetzen, ihn zu ertragen, wagt»nd vermag nu'r die Liebe»nd die Frenndlchnst, und wo dies? fehlen, wirkt die seelische Nacktheit wie roh?, körperliche Eni- bloßiing,. abstoßend, schamlos, entwürdigend und verderblich. Es bedurft? keiner langen Keit. so trieb dle Aufregung über den fortwährenden Hader die Kranke von dem Sorgen- stuhle in das Bett. Ihr Widerstond war gebroch n und wurde immer schwächer. Welchem Slvsinnen fügt sich der Men'ch nickst, wenn es gilt, sich die Ruhe des Plätzchems zu sichern, aui dem er zu siechen gedenkt, und für seine lei'en Tage V»» bißckep Nlichsicht und Teilnahme zu erkaufen?1 MMMM» phantaflesieff.Schlüvfer In Sammrt. 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Die Arbeiter beim Norddeutschen Zement-Verband. Berlin SO, Mühlcnstr. 65, befinden sich im Streik. Am 29. März d. I. reichte der Deutsche TranSportarbeiter-Vcrband bei der Firma «inen Tarifentwurf ein. Mehrmaligem Ersuchen, in Verhandlung zu treten,»in einen neuen Tarif mit der Firma zu tätigen, ging diese mit allerhand unzutreffenden Einwendungen aus dem Wege. Als am Freitag vorig.r Woche die Arbeiter den Termin zur Ver- Handlung festgesetzt wissen wollten, zeigt« auch dennoch die Firma nicht den Willen, in Verhandlungen einzutreten. Jetzt hat der zcnannte Arbeitgeber sechs beladen« Fahrzeuge löschbcreit liegen und versucht dies« auf anderen Stellen zur Entlöschung zu brin- ,en. Die übrige Arbeiterschaft wird aber jedenfalls wissen, wozu jit ihren Kollegen, die dort als Hafen, und Lagerarbeiter tätig sind, gegenüber verpflichtet ist. Deutscher TranSportarbeiter-Verbanb. Di« DezirkSveNvaltung. Achtung! Flelschergesellen! Die in den Betrieben gewählten Betriebsräte resp. Obleute berden dringend ersucht, umgebend ihre Legitimationskarten von den Bureau? abzuholen. Die Ausweite liegen für die Sektion I 'Wurst- und Konservenfabriken, Fleischereien) im Bureau klisabethslr. 1t für die Sektion III(Darm-, Häute- und Fett» Branche) im Bureau Zorndorfer Str. 82 I, zur Abholung bereit. Die Angestellten be» Eisen-, Eisenwaren-, Stahl-, NZHrrn-, Werkzeug-, Werkzengmaschinenhandels hoben in einer Versamm- liiiig nachstehende Resolution gegen S Stimmen angenommen: Die am 7. Juni 1929 in Haverlandi Festsälen versammelten An- gestellten im Eisen- und Stahlgrosthandel belchlieften die durch Schiedsspruch des ReichSarbeilSministeriumS festgelegte geheime Abstimmung über den hinterhältig abgeschlossenen Tarifvertrag de?©. k. A. s Deutschnationaler HandlungSgehilsen-Verband) vor» »unehmcn. Sie empfehlen den Angestellten die Ablehnung des Tarifvertrages zwecks Ab'chlnk eines gerechten Tarifvertrages für die Angestellten dieser einträglichen Branche. BetriebSröteversammlung der Lfa. Heute abend 7 Uhr findet in Havellands Fostiäten, Neu« Fviedrichstr. LS. die letzte der drei dwSwöck, entticken Persarnmlungen der DokriebSrät« der Afa statt. An diesem Abend kommen zusammen die Angosdellten, )ie tätig sind in den Be vi ebS Vertretungen der staatlichei und iominurinlen Behörden und Institut«, de? Verkehrs, des Berg- baues, der Hütten und Salinem, sowie der sozialen Versicherung. | Groß-6erlin. Die Kündigungsbriefe der Hausbesitzer. In den letzten Tagen versenden die Hausbesitzer an ihre Mieter vorgedruckte Schreiben, in denen sie im Hinblick auf eine angchlich bevorstehende Erhöhung des HöchstmietenzuschlageS die Wohnungen zum 1. Oktober 1929 kündigen und von den Mietern schon jetzt die Verpflichtung zur Zahlung einer höheren Miete vom I. Oktob-r 1929 ab verlangen. Es ist allen Mietern dringend zu raten, dies« Vordrucke Nicht zu unterschreiben. Kündigungen sind nur dann rechtSgütlig, wenn sie durch Urteil dcS Mi-tS-inigungsainteS er- folat fiud. Die Kündigungsbriefe der Hausbesitzer haben des- halb keine rechtsverbindliche Wirkung. Falls«twa der Höchst zu'chlog zur Miete, d r jetzt 29 Proz. beträgt, später durch Gr setz erhöht werden sollte, kann dies« Aenderung keinesfalls Einftust auf laufend« Verträge haben. MietSzinse, die für länger als bis zum 1. 19. d. IS. vereinbart sind, würden selbstverständlich unbetrosfcn bleib n. wenn die zulässige Höchstgrenze für MietS- jdeigerungen erhöht werden sollte. Alle ungerechtfertigten Mehrforderungen und Unterschristen, welche die Hausbesitzer schon jetzt verlangen, raten wir rundweg rbzusch lagen. Ctr itsälle unterliegen dem Schiedsspruch des MietSeinigungSamteS. das vom Vermieter anzurufen ist. Die Kommunalifierimg der Kinderhorte. Der Verband Deutscher Kinderhorte beschäftigte sich in seiner (5. Michliederversammlung in Weimar— den Vorsitz führte Frl. v. Gsterke-Eharloltenburg— besonders mit Fragen der �WnWaWerünS'HS�n�rfvrfo�«HS Tenm�mTWr Elternbeiräte. Der Verband tritt für ein gemischtes System der Kinderfürsorge, bei dem die angeblichen Nachteile ein- seitiger Kommunalisierung oder einseitiger privater Wohlfahrts- arbeit vermieden, die Vorteile beider Arbeitsformen vereinigt und so die lebendigen Kräfte für gemeinsame Arbeit wirksam gemacht würden. Die wirtschaftliche Notlage der beruflichen Schulpfleger und-Pflegerinnen stelle einen Miststand der Jugend- Wohlfahrt dar und sei durch Gewährung ausreichender Teue» rungSzulagen aus staatlichen und kommunalen Mitteln sofort zu beseitigen, falls die Privatvereine dazu nicht in der Lage seien. Der oben angeführte Beschlust betr. Kommunalisierung ist von der Angst diktiert, dast in Gemeinden mit sozialistischen Mehrheiten, die bisher das Gebiet der Kinderhorte und-gärten bearbeitenden Vereine ausgeschaltet werden können. Daher daS Eintreten für das gemischte System, das letzten Endes weiter nichts ist als die Aufrechterhaltung deS Einflusses der mehr oder weniger reaktionär-religiösen Vereine, und die Aussicht, ihre Tätigkeit mit erheblich grösteren öffentlichen Mitteln weiterzu- führen als bisher. Davon kann natürlich keine Rede sein, und die Erfahrungen, die z. D. Neukölln bei der llebernahme der- artiger Anstalten auS Privathand gemacht hat, beweisen, dost die Vereine heute überhaupt nicht mehr leistungsfähig sind. Damit kommen wir noch zu dem zweiten Punkt, per jämmerlichen Ve- zahlung der Angestellten in diesem Zweige der Wohlfahrtspflege, die nur dann eine bessere werden kann, wenn eben die Stadl diese Anstalten übernimmt und damit die Angestellten mit den Beamten gleichstellt. Daß die Elternbeiräte beim Betrieb der städtischen Kindergärten und Kinderborte hinzugezogen werden, ist selbstverständlich, und eS wird Aufgabe unserer Genossen im kommenden Grost-Verlin sein, bei der notwendigen Kominunali» sierung der Kindergärten und Kinderhorte ihre Mitarbeit zur Verfügung zu stellen, um ans diesen bisherigen Brutstätten der Frömmelei wirklich moderne Erziehungsstätten zu machen. Dl« AuSschußsstzuug der Siuderschutzkommission findet nicht statt. Heimgekehrte Krtrgchgeftmgrne. Wi« nn« mitgeteikt wird. stnp nach neueren Bestimmungen die»VerpflegungSgcbührnisse für den achtwäckentlichen Urlaub", der den Heimkehrern nach ibrer Ankunft hier zusteht, von 2,79 M. pro Tag ans 6 Mk.. S Mk. usw.. je nach der Ortsklasse erhöht, unp zwar rückwirkend ab I. Januar 1929. Bereits seit Montag, den 7. d. M., wird diese Differenz von den Entiassungkstrllen 1—« bcrm VersorgungS-Amt Grost-Berlin, Berlin-Schönrherg, General-Pape-Straste, den Heimkehrern aus ihren Antrag hin ausgezahlt. Vorzulegen strd: EnklassungS'chein Post. Polizeiliche Anmeldung. Da fast 99 Prozent der Heim- kehcer noch den alten Satz auNiezahl! erhielten, empfiehl� es sich, di« Kameraden darauf aufmerksam zu machen, rechtzeitig ihren Antrag zn stellen. Ein Akt der� EoNbaritiktl Ein« vorgenommene Sammlung der im Hotel Esplanade beschäftigten Ma'chrnisten. Heizer und Handwerker zur Unterstützung der politischen Gefangenen, Mit. wen und Wai'en des RuhrgebieteS. ergab die stattlich« Summe von 1985 M., welche dem UnierstübnngSkomitee der Berliner Arbeiter- lchaft, z. Hd. des Genossen Adolf Baer, Manteuffelstr. 72, zur Weiterleitung überwiesen wurde. Küvrmck. Erwerbslose. Am Sonnabend, den 12. Juni findet im Stadtiheater eine ArbeitSloscnversammlung statt. Bericht über den NcichSerwerbSlosenkongrest. AuSweiS: Stempelkarte. Umleitung von Straßenbahnlinien. Gleisbauarbeiten in der Jüdenstraste machen es erforderlich, am 14. und 15. Juni d. I. die in der Richtung nach dem Alexanderplatz durch die Stra'auer und Jüdenstraste verkehrenden Wagen der Linien 58, Lö. 66 und 67 durch die Spandauer und Königstraste umzuleiten. Volkstzochfchule ReukSNn. Am Freitag, abends 8 Uhr. findet eine Versammlung der Vertreter der Hörerschaft zu den Kurse» im Vierteljahr April/Juni 1929 im Zcichensaal der t. Mädchen- Mittelschule, Donaustr. 126, stall. DaS nächste Städtische BolkSkonzert des Philharmonischen Orchester? unter Leitung von Richard Haoel findet am Freitag, den 1l. Juni 1929, in der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23, statt. Eine tollkühne Klctterpartie unternahm gestern der 13jährige Knabe Faust Reiche in der Zossener Sraste 19. Der Jung? kletterte au der Austrnwand des dortigen Fabrikgebäudes bis zum 5. S'ock in die Höhe, dann kletterte er am Giebel weiter um ernan Starkasten, in dem sich Junge befanden, auszunehmen. Der Knabe wurde vom Schwindel erfaßt und stürzte vom Dach in die Tiefe auf einen Zaun. Die Spitze eines Zaunpiahlcs drang in daS rechic Knie ein. De Feuerwehr befreite den bewnst'losen Knaben und brachte ihn noch lebend nach dem Rudolf-Virchow- Krankenhaus. Der Mordanschlag auf den Schankwirt Heinrich Kasse in der Wilhelmstr. 6. der, wi« wir berichteten, in der Stacht zum 19. v. M. verübt wurde, bat sich als ein Gc-gznstück zu der grausigen Tat der Frau Dr. Hemberger herausgestellt. Di« Erm'stelungen der Kriminalpolizei ergaben, dast als Haupttäter der 24 Jahre alt« früher« Oberiignalgast Hans König aus Berlin in Betracht kam. König war flüchtig geworden und auf seine Ergreifung eine Belohnung von 1999 Mark ausgesetzt worden. Gestern nach- mittag st eS nun gelungen, astch seiner habhaft zu werden. König halte gleich am Tage nach dem Verbrechen in Kl«in»Behnitz bei Wustermark Stellung al« landwirtschaftlicher Arbeiter an- gc.wmmen. Arbeiter machten die Kriminalpol zei aus ihn aus- merksam, und dies« entsandt« sofort Beamte nach Klein-Behnitz, die»ort gestern nachmittag den Gesuchten festnahmen. Gleich nach seiner Ankunft wurde er vernommen. Dabei stellt« sich heraus, dast König die Frau des Schankw rts Kasse vorher gar nicht gelaunt hatte und als wildfremder Mensch von ihr aus «trafff worden war. ihren Mann zu beseitigen. König zog zu dieser B�l sprechung auch noch seinen Freund Fr.tz Granat hinzu. Frau Kasse machte oen beiden den Vorschlag, dast sie ihren Mann er- schießen sollten und dann die Wasse neben ihm hinlegen, um so einen Selbstmord vorzutäuschen. Sie kamen dann überein, Kasse im Tropto-oer Park zu überfallen und zu erschlagen. Zur Ausführung dieses Anschlages kam es jedoch nicht, weil be.den der Mut fehlte. Sie suchten nun einen dritten Spießgesellen und fanden diesen in einem 22 bis 23 Jahre alten jungen Mann, de» sie nur mit oem Vornamen Willi, kennen. Alle drei begaben sich am Tage der Tat nachmittags in die Schankwirtschaft von Kasse in der Wilhelmstraste, um sich die Oertlichkeit genauer �anzusehen. Bei deser Gelegenheit händigte Frau Kasse dem König auch den Schlüssel zur Ladentür aus. All« drei entfernten sich sodann, um kurz vor 12 Uhr, als alle anderen Gäste gegangen waren, wiederzukommen und dann die Tat auszuführen. Der dritte noch unbekannte Täter wird noch gesucht. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Nmgegenb am Freitag Zeitweise heiter, aber noch ziemlich kühl und überwiegend be wölkt, mit leichten Regensällen und mästigen, vorherrschend nor» östlichen Winden. SessevMche kommunallvähler-ver'ammlnngen. 3. Distrikt. Heute abend 1% Uhr in per Schulaula Mitten- walder Straste 34. Referent: Genosse Dr. Wehl. Tegel. Heute 7)4 Uhr bei.Hamuseck, Hauplstraste. Referent: Genosse Seil«. Treptow-Vaumschulenweg. Freitag 7 Uhr im Neuen Gesell- schastZhauS am Bahnhof Treptow. Thenra: Die Wahlen von Grost-Berlin. Ref.: Gen. Nawrocki. tebensmtttelkalender. verümst von Frischwurst an ReukSllner Schwertrtegvbeschädlgt« Der Magistrat Nsukolln bringt in der Zeil vom 11. bis IS. Juni j» 1 Pfund Frischwurst an Schwerkriegs beschädigte zum Preise von 11 M je Pfund zum Verkauf. Die Empfongsberechliglen erhalten di« sin den Einkauf erforderlichen Bezugsscheine im städtischen Kriegssürjorg«« aml, Ralhau, Neukölln, Zimmer 2-tgz, Wirtschastsstelle. Reinickendorf. Vb Pfd. Haferflocken(210), 2 Paket« MIlchfüst» speise(240). Abschnitte bis Sonnlag bei den Händlern und»n den amtlichen Verkaufsstellen abzugeben Aus den Iuliabschnitt der Kindorkart« A, B und E gelangen ab 11. Juni in den amtlichen Der- kaussstellen und den Verkaussftellen der Konsumgenossenschaft sol» gende Waren zur AusHad«: Karl« A: Z4 Psd. Derstenmehl,>4 Pfd. Haferflocken. 2 Paket« Zwieback. Karle B:!4 Pfd. Derstenmehl, % Pfd. Haferflocken, 2 Pakete Zwieback, 3 Paket« Milchfllbfpchs» Karte T: 1 Pfund Haserflocken, S Paket« Milchfiijjspeis«. Avs den Organisattonen. 3. Distrikt. Sonnabend« Uhr Flugblatwerdreitung von de» H kannten Stellen. 8. Distrikt. Politisch« Kommissionen. Sonnabend 8 Uhr Sitzunz bei Pilzecker, Blumenstr. 34.— Di- Adleilungafiihr«: wollen die Fluge blätter heute von der Spedition Lahde, Markusstr. 23, adpolen. 8. Distrikt. Dia Abteilungsleiter erhallen die Fiugbläll«r, dt« heut« verbreitet werden, in der»Freihetl'-Spedition Dreifswald«! Stroh«. Zeilig abholen. S. Distrikt. Freilag 7)4 Uhr Sitzung sämtlicher Elternbeiräl« stA Musilisaal de» Lyzeums Dreifswalder Strotz«. 14. Distrikt. Sonnabend 7 Uhr Borstontssitzung bei Kaiser, Gotzst kowskystr. 34. 10. D'strikt. Sonnabend 8 Uhr Zusammsnkunft aller Mrtglied« d«r Polilifchen Konimission bei Klinge, Sellerstr. 14 17. Distrikt. Heute. F-Uag. 7 Uhr Sitzung der Kommunalen Kammissianan bei Heinz«. Müller-, Eck« Darlutzstrotz«. Vortrag PW Gen. Stadlverordnelen Kraatz Charlottenburg. Aktionsrat. Eonnabend 7 Uhr Sitzung im Rcktz» haus, Sitzungssaal 3. Wllmersdorf-Schmargendors. Freitag 7)4 Uhr Sitzung sämtlich«, Funktionär« und des Wahlausfchuffes in der»Freihitt"-il!an» Hivdendurgftr. 34. Steglltz-Friedena«. Bildungskommission. Heute 3 Uhr Sitzung bei Rank. Steglitz, Fichtestr. 4. Lichtenberg. Sonnabend 7 Uhr Sitzung der Schiedsgericht s�Kom» Mission bei Sieoert, Kantslr. 3 Vereinslalender. Betriebsräte und Betriebsobmänner der Spedition«- und Düte» besSrdernng, Autobetriebe, Fuhrbetriebe aller Art. Heute, Freitag 11. Juni, ti'j Uhr Vollversammlung in Voekers Fcstsälen. Webecstr. 17. 1. Bericht über die Berhandlungen mit der Gewerkschastskommission betr. den Ausbau der Aelrieds äleorganisation. 2. Wahl der Tele, gierten zur Dencraloersammlung. Doltzähliges Erscheinen ist drin- gend ersordertich. da die Wahl der Delegierten zur Gene.alversommi lung vorgenommen wird Der geschäflssiihrende Hauplausschutz d« Derkehrsoewcrbes. Zentrale der Bet.lebsrält Trotz Beritns. Deutscher Eisenbahner-Verbond, Ortsgruppe Grotz- Berlin Sonntag vorm. 9 Uhr Mitgliederversammlung der Zablttelle Panko» im„Türkischen Zelt",— Montag 0 Uhr Dezirksfunktionärsitzung bei Bezi-ks Norden I Iultchsr Strotze 2 lVohnhof Gefunddrunnen). Deutscher Werkmeisier-Verbond, Fachgruppe 12a lKürfchneieh Filzhul- und Mül.snlodriliation. Heute 7 Uhr Versammlung aller Werkmeister bei Brandenburg. Stralauer Slratze 3. «rb-iier-Eltern-Buiid Berlin. Sonntag, 13. Juni. Waldfest in Tegel lBucheckertal) fällt aus. Dasür Ansslug nach Saatwinkel(Nestau« rani Knoolauch) Treffpunkt und Zeit bleiben bestehen. G'vppe L: Trefspunkt)4« Uhr Arnsioalder Platz. Fahrgeld sür östlich« Gruppen 30 Pf., sür Moabit 40 Pf. Veranlworllich jüc d«e Redaktion: L e r. leb schütz, Friedenau. Beronlwortllch s d. Jnscratente,!: Lud w ig j! omerine r, Karlskorst Aeriogsgenossenschast„Freiheit", e. D. m. b. H., Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Berlagsgesellschasl nj. b. H., Schissbouerdomm 13, Leipziger Straße 64' Oranienstraße 34 Oranienfirape 47a Kriedrichstrafte i79 Tauentzienflraße 20 KSnigffroße 34 Neukölln, Nergflraße I& Mülierstrahe 3a Turmflraße 50 Zneöeuau, Rheinstraß« 44