kJ berliner-Organ w tw Unabhängigen Soptüöemofratie S>mtßf)[ani>s Mzelprels 3� pstnnfg* 3.?sbrpanfl V»e».breche,«- eriebeim moraens imv nacdniittags. Sonntag» und Montag» nur»inmal. Der Sezuq»prei5 betrat dei �»ier.?u.aellung in*.«r �ra�«■Berti ti 10.00 M. tm Voran» zählbar, von d»r Sp dition selbst abgcbolt 8. 60 M. Für l?»stbe,'.ia nebmen sämtliche postansta ten Bestellungen entgegen.' Unter Strei�ano bezogen ft»r deutsch» lond»nd Grsteireich l6.?.0 M,-fir dne ubriqe An»!and Zl»0!l�. ,",ü»ttch vatuta» «mftchlag, per Viief für veutschland und Oesterreich 50.00 M. Redak�o« und Spedition: �ertiu?eW. tt. Z niiyvauerüamm tvKKK. g»rnlpr«ch«r:»ml Norde»»SS—»« uai 9768. Sonncbenö, öen 12. 3imMH2y Nummer 222> Nlergen-MsgadL Die achtgefpaltene No< parrillezeite oder deren Naum tostet 5.� Mt. einschließlich Teuer»»gsz schlag Zt?eine Ztn�e gen: va» ke tzedruckte lvort Z.-»- jede« weitere Mort>.50 Mt� einschließlich Te eruuaezustb nq taufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen tfid Stellengesuche 3.20 mh netto pro Aeile. Stellengesuche in tvortanzeigen: da» settgedeuekt« wort i.50 Mk� jede» weitere wor' Mk. �niernten-�tbteiltmo'kierlin«». �N»iffknucrd0tttm W Isernsprechrr:«>-»'"!<«-»>.»»su—'»«� Buchhandlnn" ZeMru«»«4V .Fretheit--Buchdruckcrei Zeolrum.«»«. Sie Anlivorl m dk» stklchslsozlek. Ilurcaiifratic, drr kapitalistischen Parteien nno des alten Der Reichspräsident hat den Ncichskan»ler Hermann! M'litariSmns betrieben, so dasz die N. S. P. T. gezwungen Müller mit der Neubildung des Kabinetts bcanstrotft. Ter Rei6>skanzler hat daraus im Lvu� d»S gestrigen TagcS an den Vmsihenden unserer Partei. S»- «ossen Crispien. solgendes Schreiben gertchler: B« r l i a, de» 11. Juni 1920. Werter oirnossel Der Herr ReichSpräfidcnt hat mich»ach der Demiffion de» Ksberigen Ministerium» heute mit drr Vildunz einer neusn Re° »icrung hcaustragt, die, da leine Partei dri den Wahlen dir Mehr- hcit der Neichstagßiihc erhalte» hat, nur eine Koalition«. regierung sein kann. Ick, glaubte, da meine Partei al« die Körlste au» den ReichStagbwahIen heroorgegangen ist. diese Auf- »abe übernelnuen zu miistcn. Zur Lösung der mir grstellton Aufgabe wende Ich mich ztrerst »n die Leitung der Nnabhänzigcn Soziald�mokratis�n Partei Deutschlands. Die Wahlen brachten der 11. S. P.D. 80 Mandate ttnh machen sie damit zur zwepstnrtstrn Part»! de« ktinstigen Ncichötage«. Dir SMetligun, der lt. S.?. D. an der Ncgierung ist deshalb da» nöchstliegrnde. In unserer jungen deutschen Rtpublik erscheint mir die Teil» «ahme drr 11. S. P. D. an drr Nezirrnng abrr dethaib besoudrr« aotwcndig, weil nur durch eine nach lint» hin v e r st S r k t r Koalitionsregierung unsere rcpnblikanischrn Sinrichtun- ge» gegen aste Angriffe von recht» verteidigt, reaktioniire At.en- täte auf den Achtstundrntaz und die sozialvo'itischen Errungen- schalten der Nachkriegszeit abgewehrt werden können und eine attsioärtige Politik durchgeführt werden kann, die den ret-ubttka- Zischen und pazifistischen Idee» der»eit stberwiegenden Mehrheit »e» deutschen Polle« entspricht. Indem ich mir weitere miindl'-che Ausführungen vorbehalte, lade ich Si, auf morgen, Sonnabend, den 1?. Juni, früh 11 Uhr, zu einer Aussprach, über den Eintritt von Mitgliedern der 1. S. P. D. in die neu z» bildend? Negierung zu mir in die NeichSkanzlei, W'.lhelmftr. 77, freundlichst ein. Da wegen der in Spaa zu sliheeudrn Verhandlungen die vll- tun« der Regirrunz dringlich ist, sa rechne Ich bestimmt sür mor- gen auf Ihr Erscheinen und würde auch zu einer anderen Stunde ,«r Verfügung stehen, wenn Ihnen die vorgrfchlagene wegen etwa». Itt sicherer Dispositionen nicht genelim sein sollte. Ergebeast (gez.) Mülle«. Genosse Crispien hat darauf mit folgendem Brief ge- »nw ortet: Berlin,!1. Juni im. Sehr geehrter Herr Ncichskanzlcr! Im Aivftragc de» Zentralkomitees der Unabhingigru Eozialdemokratischen Partei Teutschland» übermittle ich Ihnen folgende Antwort aus Ihre Einladung vom 1l. Juni in einer Aussprache über den Eintritt von Mitgliedern «»fem Partei in die nenzubildcndr Rrgiernua: Die U. S. P. D. kann nicht in eine Regierung e i« t r e t c n, die sich die Wiederausrichtung der im Kriege zusammengebrochenen kapitalistischen AudbeiitungSwirtschaft zum Ziel gesetzt hat und zur Niederhaltung de« Proletariat« den Militarismus neu belebt und stärkt, wlr r« die bisherige Koalitionsregierung getan hat. Der Eintritt der U. G. P. D. in eine solche Regierung tvürde die Unterstützung drr konterrrvolntio- stören Politik bedeuten, die sie bisher grundsätzlich bekämpft hat, wäre eine Preisgabe ihres Programm» und ein Verrat an den Interessen der Arbeiter, Angestellten, Be- amten, Kleingewerbetreibenden und Kleinbauern» die der U. S. P. D. bei der Rcichstagswahl Stimme unv Vertrauen geschenkt haben für die energische Fortsetzung«hm Politik de« rücksichtslosen prolclarischen Klasse-nkampfeS mit dem Ziel drr Beseitigung der kapitalistisch miltaristifchen Klassen- hmschast. Zur Erkämpfung diese« Ziele« ist die N. G. P. D. zu Beginn der Revolution in eine gemeinsame Regierung mit drr rrchtSso'.ialistischen Partei eingetreten. Trotzdem diese Partei versprochen hatte, das so.zialdemotrotische Programm ■»zur Grundlage der RcgiernngSpolitik zu machen, haben ihre Vertreter unausgesetzt eine Politik der Ablehnung und des Kompromisse« mit den Vertreter« der alten staatlichen� Reglernng einsrcfrri kann. Aber es ist deuMch zu erkoirneii. dast das Zentrum ciitichlosscn ist, eher ans die Mitarbeit der Rechtssozialisten zu verzichten, als auf die dor rechtsstehenden Parteien. Der Reichskanzler hat in seinem Schreiben auf die Ts- fahren für den Achtstnndentag. für die republikanische»! Einrichtungen und für die Führung der auswärtigen Politik hingewiesen, die eine bürge rlie Ncgicrnng bedeuten würde. Diese Gesahrcn sind siclfcr vorhanden, nickst zuletzt . infolge der bisherigen Politik der Koalitionsregierung. Si« wahren Machtverhäl nisse zu verich leiern� sännen aber nicht üb.'rwunden werden durch d sehr rasch an der zusainmengrsasjlen und geichlosscnen Kraft dcS vroletariickx'n Widerstandes>cheitcrn. Wir ver- muten deshalb, dast eine bürgerlickx Regierung bei de» sozialen Kräftevcrteilimg in Deutschland dielen Widcrstant nicht so lcickst beraussordern wird. Deshalb leben wir auch der weiteren Entwicklung der RegieenngSkrisc niit Niibc entgegen. Mag der Versuch ge» macht werden, die Koalitionspoliiil in der eisten oder anderen Weise noch eine Zeitlang sortzusiihrcn, mag die Scheidung zwischen dem bürgerlichen und proletarischen»Zager aiich politi'ch sofort klar in Erscheinimg treten, der revolnlionäre Sozialisinns wird aus der gröszevzn Klarheit nur gesteigerte Kraft gewinnen können. Feinden der Arbeiterklasse und kann nicht bekämpft werden durch die Fortsetzung der da« Proletariat verwirrenden und spnltcnd'n Koalitionspolitik, sondern nur durch eine grundsätzlich klare und konsequente sozio- l i st i s ch c Politik, dir die Besitzergreisnng der poli- tischen Macht durch da« Proletariat und dessen Alleinherr- schost bi« zur Verwirklichung des Sozialismus erstrebt. Ergibt sich aus der Entwicklung drr Revolution die Notwendigkeit einer sozialistischen Rcgirrung, so kommt für die». S. P. D. als Nebergang mir eine rein s o z i a- Ii st is che Regierung in Betracht, in der ste die Mehr- beit hat, de» bestimmenden Einflnsi ausübt»nv in der ihr Programm die Grundlage der Politik bildet. Durch diese Antwort dürste wohl auch nach Ihrer lieber- zengung die von Ihnen gewünschte Aussprache gegenstands. los geworden sein. Ergebenst E r i S p i e n. Die Antwort besagt nur das S e l b st v e r st ä n d- l i ch e und wird in der G« amtpartci mit einmütiger Z u st i in m u n g ausgenommen werden. Der Reichskanzler hat von vornherein di« Möglichkeit einer rein sozia- listi scheu Regierungsbildung ausgeschlossen und zum Eintritt in eine Koalitionsregierung mit den bürgerlichen Parteien ansgesordert. Wir sollten Seine A slSspnz der ssreuh scheu LanökSöttssüimiiing? Der von der Piru'gischen LandcSmsommhing eingesetzt. AuSschutz. der die Prentzische Periasliiug beraten soll, sollte am nächsten Dienstag mit fein n Verhondlnngen beginnen. D«r Ausfall der Neich»tag»>vahl hatte aber den Vvrfitzmden de« Per- fassungsauSschusse», P o r s ch, veranlagt, dessen Mitglieder zu einer Eitzung einzuladen, um festzustellen, dag trotz deS Ergeb- nisse« der SteichStagSwobl die Arb iten de? VersassungSanSschnsse» wirklich begonnen werden sollen. Unser Vertreter. Genosse Dr. Kurt Vlosenseld, widersprach sofort entschieden dem Veginn . r, i der Beratlinn, weil die Landesvetsammlung da» Recht verwirkt .Worten durch unseren E..i�, tt d.e Fortsetzung � preumt �apcn ntcb z.. Entscheiden, nachdem des bisherigen Regimes ermöglichen. Wir haben gesehen, nein, wir haben am eigenen Leibe schmerzlichst erfahren, was die Koalition eines Teils der Arbeitevchait mit dem Zentrum und den Demokraten bedeutet hat. Und jetzt, nachdem diese Politik zusammengebrochen ist. werden wir «ingeladen, ihre Stützen z» werden! Die Gründe für die Ablehnung gibt da» Schreiben unserer Parteileitung erschöpfend wieder. Es verweist noch einmal mit Nachdruck darauf, das; die KoalitionSvolitik nicht eine Stärkung, sondern eine Schwächung des Prole- tariats bedeutet, weil sie Verwirrung»nd Spaltung in seine Reihen trägt, während die Durchsührung wirklich sozialistischer Massnahmen von den bürgerlichen Mitglie- dern der Regierung verhindert wird. Wenn es dafür noch eines BewereS bedurft hätte, so liefert diesen die schroff ablehnende Hallung, die die bllrger. lichen Parteien unseren Mindestforderungen gegenüber ein- nehmen, an die wir kürzlich erinnert haben.„Berliner Tageblatt" und„Morgenpost" weisen jede Inangrlssnahmc der Tozialisirrung in schärsster Weise zurück, Sic stellen sich schützend vor das Monopol des Großgrundbesitzes und er- klären die Eozialisierung de« Bergbaues, ganz wie Herr T t i n n e s, sür undurchführbar. Sie offenbaren damit ihre Wesensgleichheii mit der Deut chen Volkspartei und zeigen, daß die Koalitionspolitik für sie stets an die Bedingung geknüpft ist, daß von wirklich ernsthasten Konzessionen an die Arbeiterklasse keine Rede sein darf. Das Zentrum aber durch die NeichZMgSmahl florgestellt sei. doh die Ziisammensetziinf der LandeSversammlung der Auffassung de» Volke» nichl mehi entspreche. Genosse Rosenfeld versangte, daß die LandeSve» sammlung beschließen solle, sich auszulösen und daß schlmuigst Neuwahlen für Preußen angeordnet werden. Die Vertreter der bürgertichen Partern verlangten die Be ratung und auch dr Vertreter der Rechtssozialisten, Sie ring erklärte: Ich Hobe Bedenk n, durch Neuwahlen in Preußen dii setzt bestehende Verwirrung noch auszudehnen, deshalb bin ich gegen Neuwahlen in Preußen. Wenn aber eine jetzt besonder» stark geworden« Partei, wie di« U. S. P. D.. gegen den Beginn der Verhandlnnpen Einspruch erbebt, ttrisj ich nickt, ob ick der Eintritt in die Verhandlungen verantworten kann. Sonst wäri ick für den Beginn der Verhandlungen. Es wäre ein Witz dei Weltgeschichte, wenn di« Verfassunggebende Preußische Lande»« Versammlung nicht einmal in die Beratung der Preußischen Ver« sassung eintreten soll. Nachdem gegen die Verhandlungen Wider- spruch erhöhen ist, müssen wir erst den Frak ionen Gelegeiiheit zur Stellungnahme geben und können Dienstag nicht verhandeln. Dr. Raken seid(11. Soz.): Die LandeSversa mmkung hat kein Recht mehr, wichtige Enischeidungen zu tresien. Sie dür« feu sich nicht über da» Votum der ReichStagSwähter. die zun orößten Teil auch Wähler zum Preußischen Landtag sind, einfach hinwegsetzen. Scholich sSoz.): Ich bin dacür, am Dienstag mit de» Verhandlungen zu beginnen. Ihm schsteß» sich nunmehr aiich Siering fSoz.) an. Darauf wurde gegen de» Widerspruch del Genossen Dr. Rosenfrld beschlessen, am DicnStag mit den An»- zeigt immer deuttickier seiw.'N Wunsch, mit der Deutlchon sch,�l.rrat»ngcn über die PreiiSis«, Verfassung zu beginnen. Volkspartei gemeinsame Politik zu treiben. E» iiiöchle zwarj In Preußen wollen di« Erwäblien de« Volke» also so tun, schon miS Rücksicht aus die Arbeiter in seinen Reihen die ai, ob hie Neich»!agSwabI gar nickt stattgefunden habe uns al» Rechtssoz'alislen mit bei der Koalition haben und die„©er-1 oh diese noch berechtigt seien, sich al« wirkliche Vertreter de« mania" redet der T- ut chen Bolkspartei freundlich zu, die Volke» zu betraeb en. Alle Parteien, von Kerghl bi» Hirsch, sind bisherig« Ko lition nocki eine Zeitlang weite i regieren zu lassen, damit sich in einiger Zeit eine„innere Änncibming" vollziehen und die Deutsckje Bokkspartei auch olsiziell in die darüber einig, haß die Versass.ing°berat:>ii.ien begonnen werden sollen, obwobl der VerfassungSaul-'ckuß ganz ander« zusammen- gesetzt ist, al» der Politticke» Ausfassung der Wähler e.ntsprlcht, SszlaW'He Sümme»»es Aus!lmdes. Neichstagswah!«n und Negicrurtgsldse. Die Neichstagswnhien und die durch ihren AnssnH yervorgcrusene neue politische Konstellation begegnen dem gespanntesten Interesse des Auslandes. Das ist ganz nütur- gemäß. Die� Entwicklung der politische» Verhältnisse in Deubchland seit der Revolution sind von größter inter- nationaler Bedeutung, für den Kapitalismus sowohl alS! für den Sozialismus. Ter westeuropäische Kapitalismus steht mit heiliilickiem Schaudern die sozialistische Welle«us Nußland und Deutschland heranbranden. Wohl will er die Vernichtung des preußischen Militarismus, aber er möchte beileibe nicht den Sozialismus dasür eintauschen. Die sozialistischen Parteion der neutralen und Entente. tstnder hinwiederum blicken mit gespanntester Ausmerksatft» keit auf Deutschland an« der tiefsten Ueberzeiigtmg heraus, daß in Deutschland die Entstl>eidungsschlacht für den Sozia- ltSmus geschlagen wird. Allgemein kehrt tu den Kommen- taren der sozialistrchen Blätter deK Auslandes die Ansicht wieder, daß di? Reichstagswahlen die Trennung zwischen Bourgeoisie und sozialistischem Proletariat aufs � schärfste herausgearbeitet haben. Trotzdem sei das endgültige Kräft». Verhältnis noch nickst festgestellt. So schreibt die„Wiener Arbeiter-lfeltung", nachdem sie die neue polltische Lage Deutichlands mit der Deutsch-OesterreichS und der TIcheckio- stowatei vergleicht, wo das Negieren der Koalition immer schwieriger wird und ohne KoaliiioU doch keine reglerungS- fähige Mehrheit aufzutreiben ist: Dntz alle Staat:» im Prozeß der Nebolutlon allmählich in diese Lage geraten, ist kein Zufall. Denn in dieser polilischcn Sage druckt sich nur da» G I ei ch g e w i ch t der Kräftein der llebergongszeit au», in der das Ptoletariat noch nicht stark genug ist. aSein zu httlsche», und doch schon zu stark, al» dah die Bourgeoisie e» beherrschen kSnute. GZ Ist da» Gjlrichg?Njicht der Kräste i« der stebergangezüt, d'e den Entscheidungklämpfen zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie»».ausgeht. Und in einem anderen Artikel der„Wiener Arbeiter- Heilung", der sich mit der Furcht der B»urgeoisie, oh,« dt« Sozialdemokratie di« Macht zu übernehmen, bcschastigt. wird zukreff'.nK ge'agt: Di? deutsche Bourgeoisie hat der Arheiterklasse die Macfit, die sie Im November 1018 eröberi hat, entreißen wollet,. Eie hoffte, »er Gojia'demaktatie ein« schwere Wahlniederlage bereiten zu tStinen. Da» Ergebnis ist, d«h die radikalere der bieden sozial- deinokrcklischen Par'eien auf siosten der gemäßigten bcdeul-nd örslärkt ist. beide zusammen aber fast genau ebenso soviel Pro- zent der Stimmen und Mandate erobert haben, wie im Januar 1918. Die Bourgeoisie hoffte, den Einfluß der Sozialdemokratie «uf die Gesetzgebung und die Verwaltung brechen zu können, das Etgebni» ist, daß sie nun geradezu betteln muß darum, daß doch wenigsten» die gemäßigtere von den beiden sozialdemokratischen Parteien sich Herbellasse, in der Negierung zu bleiben. So bcsiä- tigrn da» Mahlergebm» und die Regierungskrise nur die Mach! de» deutschen Proletariat». Di« deutsche Bourgeoisie zittert davor, daß sie tzezwungen werden könnte, allein den Staat �zü eezicren. Die Zest ist vorbei, in der die Bourgeoisie stark genug war, da» Proletariat zu beherrschet. Tie stark linksgerichtete„Benier Tagivach!" urteilt über den WnhlauSfvll in Deutschland: Das 5klei»bsirgertum, da» feige uivivr dem Bin flu ß der ersten Nevizlut loa»tage der büegcrlichen Lmke» und den MehrheUS' svzlallsten zufloß, hat sich wieder zuciickorientiert zu den konservative» Parteien, während andercrsettl d'e Cchu macht der im KoalitioiiSsumpf sestgefahrenen Partei der Mchrh«U»sozial>ste» eine Radikalisierung der Proletarier verursacht?, die nicht etwa den im politischen CTHao» herm» taumelnden Komm u nisten zngut: kam. sondern de» zielklar arbeitenden, auf dem Boden de««lassenkamps«» stehend«» Hnab- h ä n g i g« n. Unser Ben,« Parteiblatt kennzeichnet dann noch den klaren Willen der deutschen Wählet, der sich ausgedrückt habe,.«ntiocder straNim-konservativ-reaktio- när oder s o z i a l re v o l u tio n är". Zur Rogk-rmisK- krlse meint di'S Blast: Daß die llnabhängigen in di« N-yierung«intreten, ist« n- d«nkba c. Ebenso unmöglich ist die Beteilig, Mg der Mehvheit- ler«n einer Koalition mit de« Alldeutschen, den Junkern. To rllck, di« Frage, ob rein bürgerliche, oder rein sozia- listischc Negierung in den Bordetgrund. Der ebenfalls stärk links orienlwrte„BaSler Porwärts" nennt das D.bacle der deutschen ,.s«rtschrsttl,ch«n" Demo- kinten direkt katastrophal und urteilt über das Anwachsen der Deutschen Lolkspartei und d«r Unabhänglge» folgendermaßen:. Ganz besonder» bezeichnend für die K u r z 1 1 ch t t g I e 1 1 and politische Unbildung de» deutschen Bürger- tum» ist da» relati» stärkste Anwachsen der Deutschen K° I k, P a r t e i. der Erbin der früheren Nailonallibcralen. der bekanntlich charakterlosesten Partei, die überhaup! je «xtstiert«. Auf der anderen Beiie da» gewaltige An- wachsen der Unabhängigen, di« sich alS rnächMac Parte! nun ausgewiesen haben und an Stärke sDtimmenzahl!) di« Re- gierung»sozialts»«n nahezu«rreichen. Dringendste Aufgabe der Partei wird nun sein, die so errungene Position auszubauen, allerdings«ine zewallig« Atbeit, die fast über die versügbare» Mittel und Kräfte geht. DI« Kommunisten haben eine offensichtliche Niederlage erliiten uuld die Frage ist «rlaubl, ob es nicht gerade im Interesse der von ihnen vertretrUe» Grundsätze richtiger war«, diese i nnrrhalbder Unabhän- gigen Partei zu verireien, bei der sowieso groß« Teile aul durchaus kommunistischem Boden stehen. In dieser Richtung schien? uns ein estler Schritt aus dem Wege zu der dringend not- wendigen Einitzung des revolntionären Proletariat» der«riiftefte» Erwägung wert. Die Mehrheit»!ozialisten endlich sind ziemlich genau auf den Stand von vor dem Krieg und der Mevolution zu- rückgesuiiken; fie haben das Vertrauen, den Kredit, da» Pfund. da» der November ISIS in thr« Hände gelegt halt«, restlos vertan. Und zur Resiierunqskris«: Nun herrsch, gwße« Rätselraten über da» weitere Vergehe» Wir glaulien. daß vorerst»«in anderer ßusweg bleiben wird, al» die alte Koalttian trotz ihrer Sckiäche etwa» aufgefrischt w>«h«r herzustellen. Daß kein« groß« Begeisterung dafür vor- Händen sil. ist begreiflich, aber der Aoang der»erh«tnisse ist f, ihker. I» der Beziehnn, werden sich»ielk«icbt bald Shnliche rdältitisie wie in Oesterreich entwickeln, wo der ungeheure Druck der Fr'edensb.'diiigiingo» wie der Wirkungen de» Kriege» und der Niederlag« zu einer au sich umuuürl'che» Koalition wungen. irar nnt Merhaupt Wwn zu kfcrnwn. Dit NnavhSngig«n werden kein« Luft haben, und mi. Recht, in die bisherige Koalition«inzutreten. Nötiger al» j« ist heute der grundsätzliche Kampf für die Sache des revolutionären S>v«lismuS. Die Wah. I«n Hachen dafür die Voraussetzung iv«it«v.r Klarheit geschaffen. Wir können mit Genugtuung vetzeickmen, daß das sozia- listisebe StuSlcrch in unserer Partei di« Vertreterin des deurchen levetutianären Proletariats steht. Die lehtange- führte Stelle ans dem„BaSler Lorträrts' Acht inlosdrn fehl, als es keineSwcp-s bestinmit ist, daß die alt« Koalition wieder hergestellt wird, auch nicht im Hinblick auf Lesbar- reich, w» ebenfalls der ungeheure Druck der FriedeNsbedin- aU ngen und die cillgenieine Not des Landes i,ur unnatürlichen Koalition zwangsn. In Oesterreich ist gerade jetzt die s»ziatdemokra!ischchristlichsvzial>.> Koalition in die Brüche gegangen, in der Tschechoslowakei bereitete die Wiederher- stellung der Koalition erbeblich» Gck>wierigkeiten. Durchaus möglich erscheint die Auflösung der bürgerlich-sozinlistischen Koalitionen als Ausdruck des verschärften Klassenkampfes, der reinlichen Scheidung zwisohen Bourgeoisie und Proletariat. Dieser Entwicklung und den damit verbundenen Kon- seguenzeN können sich auch die reckstSsozialistlschen Parteien nicht entziehen, wollen sie nicht den letzten Nest ihrer An- hängerschaft verlieren. klachlese zur kle'chslagWshl. Das enögLltige Wahlergebnis. Nachdem die bisher noch anbstehvndeu Wahlrefultak« Neineree Bezirke-eine Acndernng der Mandatsziffern ergeben habe», sind in den ReichZtag»ndgölti» mSgefamt tkl Abgeordnet« gewählt worden, und zwar: Die in Klammern besindkichen Zahlen bezeichnen die aus der Aätiviiaitzve sämmwng üve.itoinuiener, Atzzeorviieien der Stenz- gebiete, in denen leine Wähl stattgefunden hat. Cichgültige Nesultale. Lieznltz, II. Juni. Endgültige» amtlich«» Wahirrgebni» bs» Wahlkreises 9(Liegwtzj. Im ganzen stnd S7Z ISO gültig« Dtim- men abgegeben worden, davon U. S. P. D. VVVVä feinen Sitz) NeststimmeN ö; S. P. D. 181831(S Sitze), Neststiminen 4881; Demokraten 72 082 fein n Sitz) ikleftstimmen IL SSL; Deutsch- national« li8 181 feinen Eitz) Rest stimm«» S8 1S1; Zentrum 51 876(»einen Sitz); VolkSpnrteiler 78 720 feinen Sitz) Reststimmen 18 728; K. P. D. bbS7 fjeinen Titz); Lausitzer Boll». Partei 1859(keinen Titz). Erfurt, 11. Jutri. Da» amtliche Wahle rgehni» au» dem 13. Wahl- Irei» Thüringen sSachsen-Thirringen) ist nunmehr festgestellt. ES erhalten: N. S. P. D. fBock) 5 Sitze bei 24 527 Reststimmen, S. P. D. Meißhau») 2 Litze bei 42 öS7 Reftstimmen, Deutsch- naiionalr(Traf) i Sitz bei 81 184 Restftimmen, Demokraten (Bäumet) l Sitz bei, 28 020 Reststiminen, K. P. D.(Zetkin) keinen Sitz bei 20 288 Reststimmen, Thüringer Landbund(Döberich) 2 Sitze bei 50 581 Reststimmen, Zentrum(Poppe) keine« Sitz bei 48 472 Neststiminen, Deutsch« Bolkspavtei(Leulh.usser.) S Eitze bei 27 434 Reststimmen. Die Wahl Pfeiffer«. Ein« nochmalige Nachprüfung de» Wahlergebnisses in Poi»- dam II hat für tat Zentrum eine Sttmmenzahl von 28 888 fest- gestollt. Demnach wird sich da» vesamtergebn!» der verbundenen ZentrumSlist« aus dem Wahlkreis« Barl»« und Potsdam II w>e folgt gestalten: Berlin«6 540 Etimmen, Potsdam II 88 868 Viimmon. zusammen 60 403 Stimmen. Damit ist der ZenirumSkandikat D r. Pfeiffer gewählt. Dies«» Resultat ist»ndgiUtig. Die Loche«ach der ssezleranz. Nachdem die«rft, Verärgerung bei don Koalition»parteien vorüber ist> scheint man sich in deren Siethen mit dem Bedanken vertraut zu machen, doch wieder die Regierung zu übernehmen. Di«„Termania" spricht die Hoffnung au», daß die Balje- tische Volkspartei, die sich vom Zentrum.abgefplitiert hat, sich bereitsinden werde, di« alte Koalition zu unterstützen Da» führende Zentrumvblatt beruh sich auf einen Artiial de» „Bäberische» Kurier", in dem ausgeführt wird, daß man bei der Erwägung der verschiedenen KoalitionSmöglichkeiteu schließlich am besten tun werde, zu einem„Ersatz" der alten Mehrheit zu grei- fen. Dazu brauche«S vor allem einen„stillen Teilhaber" an dem Regierungsgeschäft und al» dieser stille Teilhaber käme wohl di« Deutsch« Volkspartei in Belracht. ff» würde'o ein« Regiernngskoalition gebildet au» Rechtssozialisten, Demo- kraten und Zentrum mit Einschluß der Baherische» BoliSpartsi- DaS ergebe ein« Mehrh«it von 248 Stimmen, walvleiiinäßiz die stärkste von allen Kombinationen. Dil„SermaNia" uinni, daß da, ein wenigsten» für» erst« gangbarer Wog sei. Er setze alle»- ding» vorau», daß die Deutsche V»Ik»partei davon absehe, eine rein pnrteipolilische tpposiiiou zu treiben. Ein« Regierung der Mitte, die wenigsten» mit einem großen Teil der Rechten in Burgfrieden lebte, würde der radikalen Linken gegenüber«ine ausreichend gesichert« Stellung zu behaupten in der Lage sein »nd zugleich eine inner» Annäherung»«r auf dem Boden der gegenwärtigen Staa'Sverhältuisse stehenden Parteien anbahnen können. Damit würde ak>«r auch dir ablehnend« Stellung von Nech!»sozialisten und Demokraten den Ttinnesleut«» gegenüber gegenständ« o» werden. Di«„Voi sieche Zeitnirg" spinnt b'chan Faden weiter, int»«» sie mitteilt, daß der Führer der Deutschen Pollspartet, die an- schein«,» w»irig Neigung hreb«, im Büdgeirblick die vevawnwrMche Führung der Reichsgeschäft, zu»»ernehm N. dem Reichs- präfildenien vorichiagen w«�«, entweder e-n Kabinett!ch>rft»vc-r 1 turn zu bilde», oder aber ei-n Kol>>nell au» de» früheren Koali- tionst) arteten, di« ii" neuen Roichslay über eine i«br ge- ringe Mobckheii, a?wr hoch wenogstenS Über estie Mshichekk be iTkdmit Di« Deulfch« Pollopar-ci schein« bere't zu s»in, unter gewissen BedinHttirgen«in« derarchche Ne�ieerettg dwrch wohlwollende Zieutratität z»> unierstütz»«. BesenSer» zu beinerien ist, daß da«„Berliner Tage« blatl" sich heftig gepru eins Behal�dung der„Pcht" wendet, wanach«S„«m liebsten di« BrrbindunH mit den Il-tiabhöng gen knüpfen". Da».B« eigner Tag«bia:t" stellt frst, daß«S vom erst«» Tage an»rkt&t beche. sine Regierung au» den biSheri- gen Koalltiorsparieien«it de« Snabhängig«« erschein« ihm unmöglich. Die Führer de- Toutschen Volkvpartei scheinen der von detz „Sermani»" vorgeschlagenen Lö'iUig der Krise nicht abgeneigt zu s»n. Am Freitag wurde bei Herrn Dr. Stresemann an- dauernd verhandelt, ja«in«», Sogäbm»*st man dort jeboch noch nicht gekommen.' Sstan ai ll au-gÄ-lich erst«chwarten, wo» di« Fraikiion der Recht�ziabiften, die kür Eo-Nnriaa»inberufen wo»- dm, ist, beschließen werde. Da»„Achkihr-Aben�blatt" will wissen, daß hie rw, Professor Kahl sich kromenelu-den Persönkichkeire« Deutsche« Pol?«part« nicht geviirg« Hosfteungen«»us da» den- ,nitt«li»de Seschck de» Herrn Eberl setzen, den,«» schon ge- lürgen werbe, die RechtjfozolÄisten am End« doch zum ffinleuion mW zu pofitivor Mitarbeit zu geiumeisn. Di« Demokraten stechen noch im Schmsllnrinkeck. M« erklären, baß bi« Piirieien dtr Rechten, d e di« bisherige tll.'gfi»- vUirgSeneHtchtil an, parl»ipo!:ti-kch»r R iiificht mit temagozilchoi, i'litieln bekämpft hättorrt, nrcht der Per legen heil ent haben wer- den soll, nun seilet vor den Vahle rn zu»»'gen, ob si« imstande seien,»in««ncheichpfähae Rogieeurdg zu sch»ff«n. Da di« Dein»- le»»«, wm nächsten Mitvooeb zu einer Fraittonssitzung zusam-mvik treten, s« hoch,» fi« cht» dahin genügend Zeit, sich ander» zu be- denken. AvdMerllde bürgerliche Lbslrullisu ia VrsiZvschweig. Dran»schweig. ,1. Junl. Die Wahl der neuon Landesregierung ist weg«» abermaliger Defchlußunj'Shtgreit der LandeSsoe- sammlung auf drn 1». Juni vertagt worden. Nachstehend geben wir da» gemeinsame Programm der Re» gierungsbildung der U.T.P.D.- und der S.P.D.�Fraktianou d«h Braunschweiger Landtag« wieder! Um de», Willen de» VoOeS, wi« c« bei den Landtagiwahle« vom 16. Mai 1826 zum Ausdruck geiangt«, Rechnung tragen, vereinbaren die Landtagsfraktionen der E.P.D.und der ti.S.P.D, folgende Herren zu tninistern zu wählen: Don der N.S.P.D. O» r t e r, I u n k e,« i» w e r», von der S.P.D.««ei». breche», A n t r i ck. Ferner»rr einbaren die beiden Fraktion»« felgende»: Tab Erfuner Programm soll die Eirundlage dt» Zu» sammengetien» beider sozialistischen Parteien bilden. Sie kämp. fen nicht für neu« Klasi,«Privilegien und Borrecht», sondern für di« Abschaffung der Klassenherrschaft und der Klassen selbst«nd für zleiche Rechte und Pflichten aller. Ein Eintreten für die so- fortige potitische RLlrtzerrschaf« oder di« Bor- und Gewaltherr. schaft einer Minderheit ist in Braunschweig ausgeschlossen. Ei« politische» Rätestistem kann in Deutschland nur durch drn Mohr» y»it»wlllen de» Belke» eingeführt werden, nachdem die Arbeite». klasse die politische Macht erobert hat. Die Parteien verwerfen lebe gewaltsMme Putsche t ö k t I t nnd jeetr« ein für»esse Presse-, Deteist». und Serfnissmi lungsfreiheit. Für die p» s i« i v» A r b e i t im Ministerium soll»» im allgemeinen di« Grundsatz« ai> Richtlinien gellen, wie st» in der Braunschweiger„Freiheit" von, 22. April unier 1 bis 12 zu- sammengesayt find, soweit s i» dem Srfterlee Pe». gramm nicht widersprechen und gegenwärtig zu verwirk. lichen sind. Die Beschlüsse des Ministeriums sollen wi« Üblich kollegial«»faßt werdrn. Annahme, Anstellung und Entlassung von Hiifbkräften und Beamten solle» nur in Neberein. stimmung beider Teile staitsinde». Die Kritik an Handlungen««d Unterlassnngeu der Parteiorgane, der parlamentarische« Verirrie« de, Parteien und ihrer Minister ist nur in Formen auszuüben, di« dem angegriffenen Teil»ine sachliche Auseinandersetzung er» mitglichen. Brsonderg sind keinerlei persSnlich« Anschuldigungen liffentkich zu erheben, bevor der Anschuldiger sich von deren Aich. tlgleit überzeugt und all» Mittel erschöpft hat, um Abhilfe zu schaffen, auch Gelegenheil gegeben war, baß der«ngegrifsene sich über die Anschuldigung äußert. Wahrheil, Recht und Sifte solle« di« Grundlage» für da« Betragen der Mitglieder beide, Pur- leie» sein. Durch die Obstruktion der Rechtsparteien, der sich auch die Demokraten anschlössen, wird di« Bildung der Regierung verhindert. Den HauptauSschlag bei der Obstruktion gibt die St i n n««P a r t e.i, dt« in Berlin«N falschem Augenaukschlag an da» vaterländisch« Interesse der sozialistischen Parteien zur Teilnahme an der Regierung appeSwrt, und in Brnunschtveig di« RegierungSbildunz auf Grund der»infachen MehrheilSverhÄtnisse verhindert. Der Vertreter de» Lairdeswahlverbande». der früher« Justizmiuister Hs m p«. gab die Erklärung ab. dnß seine Partei mit allen, auch drn stärksten Mitteln gegen die Bildung einer so» zialtftischeu Regierung aukSmpfen Wiwde. V ttMsrisN ches. Bswesung imier ds« bayerisch»» Beamten. T. U. Miinckwn, 11. Juni Der �Bayerisch« Kurier* Melhel daß«>«« lSinheitSsrcnt der Beamten" in Bazern geschassen w-rdsn ist, damit der gesamt« Beamienkirper der Eisenbahn-. P»ft-u»d Kinanzvewvaltung w Bayern es geschlossen ablehne,>» den ReichSdicnst überzutreten, wenn nicht di« Mindestforderung dar Beamienschcsit«rfstlit wird. Diese Mindestforderung besteht darin, daß den i» den Reichsdieust tibergeUcteneii Beamten die Botteile der bayerischen Besoldungsreform eingeräumt werdon müss.-n. Der„Bayerische Kurier" erklärt, c» war« eine Entrechtung und eine Vergewaltigung Bay f t, wenn den in Frag« komn, enden Beamten diese» Zugestünde.S durch di, R.ichsregierung verend hnlieii werde,, sollt«. Go bedient sich d« reaktionäre bayerlscho Zenirnm» Pnvkikulorir.nrus der wirllchaiiliäwn sisordenmgen der B» Iilhltn, um fctolcn rtichsseindiichHir Brstrtbuncn. Aufhebung de« Velagerunz, zustand«» In den ehcmalS preüßi. scheu T« lgrbietea. txr Minder für dit rdemai» preußischen Teilgebiete Hai den Velagerungszustand für die n«u üb ruamme» neu Länder, die ienseiis der DemmrkmtgSIim« pelflT" waren,»n� den AilsuahmeziiitckNd n den, LN Niiu-Streise» längs der deutsch- polnischen Kamps.inie ou!gebvl»o. MchsfchMnferenz. K.� fj, M« da? alte wilhefminW)« Regiment feine vövirtfen hatte, so hat die demokratisch« Negieninz der ihre Echan gepräng«. Ein solches kutturpoliti- tches Gchsngepränge ist auch die ReichZschulkonferenz. von der sschon so viel gesprochen, geschrieben und versprochen war und die seht— o Ironie des Dchicksals!— gerade stattfinden muh, wo die Demoktatis der Mitte in den lehten Zii gen liegt. Heute morgen wurde die Nsichöschuuonlercnz von dem Noch-Mini'ter des Innern. Herrn Koch mit demokratisch- patriotischem Schuumg er- öffnat und Heinrich Schul», als Manager dss Ganzen, nab die Re�ieinftruktion. Alle Pädagogien Richtungen sind auf dieser ftsnfb- renz vertreten. Also ist der formalen Demokratie Genüge aeschehen und nunmehr können alle Anstljauungen ver- iiichen, sich durchzusehen. Doch welch Trugbild! Univerfi- tätsprofessoren, Geheimräte, Oberlehrer bilden die k o m- Pakte reaktionäre Masse, auch die bürgerlich« Demokratie und sozialdcmokratisierenden Vertreter der Mitte und die entschiedenen Tchulreformer sind da. Doch daS Proletariat hat nur ganz wenige Vertreter. Und doch, wie will man die Schulsrage der Gegenwart ohn« dos Proletariat lösen? Au? der wirtlcixistlicheu Not h.ran» muß auch das Kulturprr'lem begrisfen werden, sonst ist eS Schein- und Schattenbild wi« so viele Ideologie des Bür- gertum». Das Proletariat aber kommt gär nicht zum Wort auf dieser Kon'' renz. Heute sprach als Reierent Kersch ensteiner, der national« Demokrat. Er weih viel schöne Worte zu finden über den Wert der Arbeit, über technische Begabung und di'fetenzierende Gliederung de« Schulwesens, doch er bleibt im Ausbau der Gegenwart stecken. Man dürfe nicht vergessen, dag uwsere Schulen geschichtlich g e w o r.- den sindi Ganz reckst. Herr Kerschensteiner, aber eben deswegen sind sie Klassen- und Stnudessckmfen, hervorgegan- gen ans dem militaristisch-fcndalen und kapitalistischen Geist. Die sozial« Struktur deS deutschen Volkes ist bereits anders geworden, daS Millioncnproletariat meldet seine Aniprüche an,«s will nickst eine durch sogenannten Arbeits- und HandfsrtigkeitsuNtörricht ausgebesserte StandeSschule, sondern eS will eine an« dem Bedürfnis der Produktions- gemeinschast organisch hervorgewRhsene Bildung der E r- ztehungsgeineinschaft. Hert Professor Binder war durch die Weisheit der �egiernna als zweiter Referent bestellt, obwohl er als Per- treter des reaktionären Philologenverein«, also einer für daS Kulturleben der Millionen ganz gcringfligi- gen Oberschicht gäschickt war. Eins muß man diesen Herren lassen: sie verstehen ihre„wohlerworbenen Rechte" mit Enorgie zu pertrelcn. Karsen vom Bund entschie. dener Schultesotmer sprach sehr schön über die Schul« als Erlebnisschule, auch sozialer Geist war in«seinen Ausfühningen. Doch es fehlte der«Hern« Boden der niatervaiistsschen Geschicht?anssassung. Der LpMldirektor Vvß aus Köln verteidigte mit mehr Worten als Gründen di« bestehenden höheren Schulen. Ein Sozialdemo« k r a t kam zu dieser wichtigen Frag« der Einheitsschule nicht zum Wort und das nennt man dann formale Demokratie unter fachmännischen Gesichtspunkten. Bürgerliche Ideologen werden nie die neue Kultur schaffen, auch aus dicheni Gebiet gilt das Wort von Marx, daß die Befreiung der Arbesterklass« nur ihr eigenes Werk sein kann. Wie der ganze Zustand unserer Zeit, so zeigt auch die Neichsschnlkonfev:nz jene Disharmonie des brutalen Pockens auf historisch gewordene Rechte und des sehnsüchtigen Not'ckireis auS Millionen gequälter Men- schenseelcn. Das Proletariat aber steht draußen vor dem ttonlerenzsaal und schiniedet die Waffe für di« Befreiung «uiS der kulturellen Not der Menschen. * Di««rSsfnvngSfttzu»«. Die erst« Vitzung t>«r Rrichkschulkoiiferen» wurde«tft 10 Uhr vom Sdichsministo: Sc» Innern Koch eröstait. sind llZ«rtr«t,r der vcrsch«den«n isteich«, und SMatSininstUue». darunter der NeichSiNinIster vor Kinanzcn Z>r. Wirt h. der preußische KultuSininistrr Harnisch und»ahlrrchs DecheimrSte ou« pim!steick>»mimi!«riilm drl Innern und dem preußischen KultuKmi niste riuln. Di« BerfammlUns, detröxt weit Wer W Sstitßilcdor, so daß ein Swßer teil von ihn«« Sriuen?'»tz find,!. Die Tribünen st:» ebenialw üderlüllt. iste'ck'ominister Koch warnt driS in den ersten T5h«n vor 6iu«r Uebcrichichmdg der Srgebnilf« der Koeifeee»»» Di« Vkichsregieruilg erdosst von den Bo Handlungen kein und»fr! cd'- gciideZ Ergebnis. Die ReichSschuIkonferen» soll Nnvcgungen geben, Ausgleich der Meinungen soll eingeleitet werden. Die»ielsachen Anschauungen vom Stand de» Bildungswesen« sollen zum t n»druck kommen. W-nn seist freie Bahn" für den Nie so r m g eda n kr n geschaffen wird, so soll da« nicht bedeuten, daß man j«ht wcaga.oppieve, sondern daß man di« Entwicklung in ruhigen Bohnen vor- wartSbringt. In d'e Konfcrenz soüen feincrlri politisch« T«sichi»punkte stnrinkominen. Im Gegenteil soll die Besinnung«us die Sie- nieinsamkrit der st» l t n r a r b e i t für die Gcgensa"« inilvernd wirken. In keiner Weis« darf fc« Eigenart der Sr- gieh./r durch vnreaulratic eingeengt werr«n. Der ReichSta« und alle Par'eieu dürfen nur Richstinien seftivge». chßchlich muß die Lehrerbild l«g stweinheiisicht werden, weil alle Ledrer eine große Msstcm basten. Mii diesen Aufgaben wird daS Echulivefen und di« ReichSichul- lonferen,. die sich mit ihm beschäftigt, zur Wiedererstarkung Deulschlond» beitragen. Unterstaat, sekre-ör Heinrich Schulz betont die Rotwendig- frtt de» stusam-mengeben« von Reich, Ländern und Gemeinden bei der Reform de» Schulwesen», und zwar nicht von Fall zu Fall, feupenn auf dein W«qe zur Gesetzgebung. Er betont, daß alle Richtungen zu Wort kommen sollen, teilt ferner mit, daß ein besonderer Ausschuß für kär» perliche Ertüchtigung«ing-richtet worden ist. und daß di« Ausschüsse am Dienbtag und Mittwoch an die Bollvrriamm- lung fertig« Erg»bniss« weiter geben sollen. Endlich bittet er dringend um Sachlichkeit der Berbandlungen. die um so mcbr g-wShrl«ist?t werden lünne, al, alle Weltanschauungen an der Konferenz beteiligt feia». Der GiaatSsekrstär«rllärt« aus- drückltch, daß Kulturpolitik nur unmittelbar Porteivolttik chs tind büß die Gegensätze auf der ReichSschuIko'iserenz iiich! auf politifche» Gebiet. hinüPergeipieU. werdeii � sollten. Die- Reich»- £*niriri legte k?b«rstn dienrat Kerschensteiner alz erster Verichterstalter die drei Gütz« fest, ans denen sei« Referat beruh!: Jeder habe ein Recht, nach seiner Nildsamkeit gefiedert zu wer- den; die Mannigfaltigkeit der Begabung beding« Mannigfaltig- keit der BiidungjorganiSmen; der Staat dürfe kein Bildung»- nionopol beanspMchcn, sondern da» Bilduns»wes«n müsse fe«i- bleiben. Pr»?e?e>r Dr. Binder- chstvtßprrt fächerte vor allem mbg- Kchsb« Freiheit auf geistigem Gebiet«. De«ruf dem Gewtete de» Schulwe'fut» fiöhrcrch-c Großstädte müsse weit- rhceästte Freiheit gelasfen, den füchrvndon Pevstbnt ichfeit«« de» MumgiUt'e.se'r» dürfe di« Allst Ivnd Liebe für dm, Bernf m-icht qemmnnc-i« worden. Da» Gruodschnsgeseh sei eine solche F! n e n g u n g umid bstdet dah-T eln«n wewig er- freutchen Am stakt. Dr. Korsen- Bieksterfe-Id« tnat den letzten A-n«sühr, engen scharf»ntgcgen. Di« gaschWsrten tSestr«b.u-ngen fei ein nur dazu bestimmt, ich« Gchuilrefaum zu behin ve-rn und die U>ui»«.nsii.rt !<« ihrer fossilem starni»u erhalten. Di« Adrmdenzahl in der Schul« müsse hevaizgeduückt, Vi« al.an?tch»n«usgemorzt werden. Geaerirlsekvetär Tew»: Tie LolkSschni« solle alle KrZs!«»rhiff«>»tnd nach den Gvilndfegon der Erz- rh?n sfen- ichj-st anbeut rn. Die Ätl-stvcvhme»in«»" Kinds»-n d-e. Bürger», lvtittel- oder.Hochichu,!« köirn« nnr von s«»n«n geistigon Fähig- keilten abhängig gttnucht wcrdon. Dir Volksschule nniß st, anSy-.-staktot wttdvn, daß ha» KÄimem und da» Wiste« al» gleichmerdig aagesechen werden. M idiessr BoASschul» sich zn beikciina» ist dt« Rmfyccke>dor Kcmfersnz. Der letzte!&»na«rtistoiter zu dem Thoma ist Lhzoalldirekkor D-r. Boß-CSIn, d»r a-rrf Gound feiner Erfehr�ragsn an ollsn Arten van Schulen j/u der Karborrdn«>tomznt, daß da», wa» sich bisher bewährt hat, bei einer Leeedsrnng iüi Schu'Sivcsen» geschont werde n müsse. Der Ned-n«c trat entschiidon slür che k«nf«sfionelle Voltsschule«i-n. Damit ftnld die vorgdfrhonon Berichterstastsr zu Worte ge- kommen. Ehe m die Diskussion eingetreten tvivd, teilt h»r Vorsitzend«, Reich?., mwsier Koch, u«t, daß nicht weniger als 78 WortmeNrnnge« vorlicHen, Und daß, da nicht mAz-lich sei, all« Redner sprechrn zu lassen,«me Kommission,«m» Mibgfeeder« aller R ch!n-ng'.-n bestsheuld, ei.nr Auslese der b e r u f e ai st e n Wortführer vorgnoinmen habe, wobei wledoru-m»jede Richtung zu ihrem Recht" tentne. In sehr scharfer West« nahm Rektor W igg« für dl« S-n- htitsschnle Etellung. Die tbe-rschul« sei«S gewesen, die durch ihre falsche Erziehung den Krieg mitcherausbeschnwreit habe. Denn für den Krieg war die. von der Qberschnl« e-rzoaen« Schicht der B�-völkermig. sDtiirm.fche Oho» und Schluß-rufe.) Di« Lber- schick« habc awzc-blich Kulwr der secanben BaÄer lehren Ivollair, »der nicht« devgl-eich«« sei in Akchichest grichchsn.(Skwlet Beifall.) Professor W« h r i n g. Berlin: Diese Ausführungen sind fachtich nicht Nichsty. sCho!) Wir ferhern daß vi« HZHero.-i LehraeHaits» sich fei« auf den biÄherdgxn Grrmd wiss«>n- kchaftlicher �orschunpen ausbauen. Wir wenden uns gcgsn die feuf«i- und sprmdginäßigvn Ausstieg« der Schul«». Dr. Hofstaedter- Dresden ist der Meinung, daß man mit hier Jahren Grundschul««uSkommen und dabei ersprießliche« sowohl in der Grundschule wie an den höheren Schulen leisten könne. Gehelmvat Ca u er- Münster betont die Wichligkett der finanziellen Frage für die ganze Neugestaltung dos deutschen EchubwesemS. Frau Direktor Roscher sprach üb«« die Mädchen- schulen, die ebenfalls reformbedürftig feien. Für ihren Au«- bau und Aufbau verlangt sie die Schaffung von besonderen Höheren Mädchen- und Frauenschulen. Dr. B i e l e ck e- München erklärte, daß für ihn di« Frage der E i n he i t» sch u I««ine rein politische Frage sej> wobei es sich darum handele, einem möKlichst großen Kreis« di« höher« Schulbildung zugänglich zu macheu. Der alden Pädagogik felii« e» durchaus an dem Sinn für die Jupend, der Sinn dafür, daß die Jugend nicht Malerial, sondern Btensch heüswesen mit einem besouderen Eigenlebci, seil. Prosessor B« i t h- München! Wir in der evangelischen Kirch« stehen auf dem Bode u der Kon-fessiontschule und nehm,« da» Recht in Anspruch, daß unser« Wünsche ebenso Berürlfichi-igurq finden, wie die anderer Leute. Dr. H i e r I> Münch«,: Ich dekenn« mich äl« r e I i z i S s« n Kommunisten. Ich glaub« nicht, daß re mözilch ist, ig ab- sehbarer Zeit, da» deutsch« Volk auf«ine gemeinfarn« Welt. ansthauung zu bringe«, die riöiiq ist, um einem Boit dl«.Ein- he>il»schuke" zu rfebeiu Wenn Sie Reulaich suckx'N, und»iZ geht jetzt um die Reugeburt der Me« scheu, wie vor SGOO Jahren, dann verzichten Sie auf di« mittler« Linie und der- suchen sie in grundlezenber AuSeinanderfetzuug da« Neu« zu finden. Nach einfeen geschä�stidev llkV�ikunden de» Präsidiums wurde die Aitzüng um i Uhr z»schlössen. Di« Konferon, beginnt am Sonnabend um Uhv. Neich«schil«Lo»ftteuz und Prolstarfer. Donnerstag abend veranftalfet« der Verband fezialsitstcher Lehrer 10 öffentliche M a lf e n v e r sa m m l n n g« n in Groß-Derltn und behandelt« di« Frag«: ,,Wa« erwartet da« Pro- lctariat von der RcichSschullouferenz?" In den Kieferabe,, tvurdc dl« zw-ngeud« N-otibcnbigfeit der Befreiung des Pral«. tariat» au? der geistig»« Gebundenheit und Knechtung, wie sie in un'erem heutigen, ver otteten Schulsyfü m sich zeigt, laut zum Ausdruck g br.ncht. Es wurde betont, daß von der a»genb,ils!-ch tagenden tffeichSfchurfonse-rvng kein« Hilfe zu ertv'.irtcn ist. In allen AuSfüchrungen der Diskussionsredner kam die Verachtung über dies«-Ü! e i ch» n u I l k o n f e r« n z" zum Ausdruck. Vbeiefo wi? auf wiristhaftkichem Gebiete wurde auch für di« Besserung der Schule ait einzige» Mittel die-Selbsthilfe durch die Aktion der Masse erkannt. Mehrfach wn'den Resolutionen in diesem Sinne«ingebracht. Al» besondere» Mittel luu.de der verschärfle Kampf gegen die Kirch« pvoilam ert. In einer Versammcung de» Norden» wurde felgmide Res». l u t i o n gcsiißt: „Die«»irsversammlvn« forde»« von d«r ReichSschnlkenserenz, das) fle mit Entschiedenheit erklärt, das) sich«„f dem B»drn der Artikel 1S6— 19 der gieichSvorfassunz fei» Schul,«nd Pildim,». wese« aufbauen läßt, d»S den Forderungo« des Proletariats rnt. spricht." Räiselhgsle StteikNkkuszea. Aussperrung bei Krupp. Die gesamte bürgerliche Presse erhebt ein wütendes Geschrei, weil mehrere hundert Kruppsche Arbeiter vor dem Verwaltungsgebäude der Nriedrich-Alfred» Hütte in N h c i n h o u s e n für Lohnerhöhungen de- monstriert habkn. Die Verwaltung hat«in SiU««heU auf die Forderungen abgelehnt und die demonstrierende Menge legte darauf„nach«inigen Reden ihrer Führer das ge'ruute Werk still", wie es fehr orakvihast in der Metdung lautet. Tie gesamte Belegschaft der Friedrich. Alfred-Hütte ist f«Kbna-——«»---« on----—*1-i— 4 teÜA hundert demonstrierende STrdeUn ein Wer? miF s» shzrkql BelegschaftSzifser„stillegen" können? Wie belanglos in Wirklichkeit die ganz« Geschichte ist ergibt sich daraus, daßeinen Tag nachderDemo» stration die Arbeit bereits wi«d«r aufg»-- nommen wurde und daß di« Arbeiter erneut mit dgr WerkSleihrng über ihr« Forderungen verhandeln. Absr, so fahren die Meldungen de» bürgerlichen Presfe fort, die Arbeit könne zunächst mir in beschränkteO Umfang« wieder aufMnommen werden, da infolg« d« Verweigerung der NotstandSarbsiten durch die Streikend«« die volle Inbetriebnahme erst allmählich erfolgen könn«.. Dieser entsetzlich« Schaden soll durch den eintägigen Gtrsi?, zu dem angeblich wenige hundert Demonstranten di« un» geheure Menge von 8S00 Mann spielend durch«in wenig Reden veranlaßt l?aben, verursacht worden seint In Wirklichkeit ist das purer Schwindel.?sn Wahrheit banutzt die W e r k s d i r e k t i o n die Gelegenheit, u« das Work sinisi« Tag« still zu fegin und die Arbeiter au». zusperren, damit sie für die Unvsrschämtheit, daß sie anständige und ctustöinmlich« Löhne sardern, bestraf» werden. Re Mckkehr Siollllls. Mach einer Meldung auS Rom ist Molitti mit de« Bsiduiig de» Kabinott» beavftrazt worden.$» wird behauptet, daß»r sich auf ein« gewaltige Mehrheit in dar Kammer stützeck fön»«, da nur die Sozialist«» in ihrer grundsätzlich«» Opposition»»»- harren wollt«». Die Katholiken, die Radikalen und die Reform» sozialksten wollen sich an per Kabinettsbildung be teilt gen. Di» bürgerliche Presse Jtallen» erwartet von Ciolitti, daß er die in»». ren Schwierigteiten überwinden und«rußenpolttlfeh«in« günstt- Qtrt Lage gegenüber den Alliierten schaffen werd«. Di« wahve Bedeutung de» Kabinett» Vlolitti soll in der Annäherung de» Staate» an di« Arbeiterklasse besteh»». Gi-Ntti behalte sich da» Portefeuille de» Innern vor, werde als» nicht persönlich nach Spaa gehen. Da die Rückkehr Giolitti», der in» Jahr« 1916 wegen feiner KuiogSgegnerschaft au» Rom flächt»» mußt«, in Frankreich nicht gerade freundlich aufgrnommen wird, so will e» Giolitti offenbar vermeiden, daß et»n Gpaa zu»Mi«» Retbungon zwischen den Alliierten kommt. Die bürgerlich« Presse Italien» begrüßt Giokiiti, wen» man den Meldungen von dort Gianben schenken darf, al» den Retter de» Lande». Di« sozialistische Press» hält sich abseits. Der „Avantt" sagt, daß auch Molitti die Klassengegensätze nicht auf- hoben könne. In der Tat liegen di« Gchtmerigfesten ylalienj» nicht in der Unfähigfest einzelner Persönlichkeiten, sondttn in der Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage. Auch stärkeren Männern als Giolitti ist«» nicht gelungen, den Klaffenstaat mit der Arfeiter» bewegung auszusöhnen. Und wenn Giolitti«S unternehmen sollte, die vorrechfe und die Besitztitol der kapitalistischen Kreis« allzu kräftig anzupacken, so wird er von ihnen bald»benso«n die Per- dammnis geschickt werde», wie sei« Porgänger. Vsßsr tm über die Beziehnnge« zu RuWud. Amsterdam, 11. Funi. An Birmingham hielt Bonar La» gestern abend«ne Rede, In der«r die P o I i t i k d e r K o a I t t i o n Z r e g i« r u n g verteidigte und betonte, daß durch die dirrkte Besteuerung der wohkhabiMden Waffen zwei Milliarden Pfund Sterling«in» gebracht würden, wa»«wen einzig dastehenden Fall bedeute. lieber die Besprechung dt» Handel« mit Rußland sagte Bonar Law.' Wir gedenken nicht mit der AiadütviSffnung der Handel»« bezfehungen der Sowjelrcgirrnng«inen Gefallen zu tun, ad«r Rußland ist«in Lagerhau» von Rr hmat«riali«n für dir Welt. Die Sachwer stündigen sind der Ansicht, daß fe knapp die Ernten fe diesem Fahre auch sind, icke V-.rhSliivisfe im nächfien Jahr« noch viel schlimmer sein werden, fall» Ruß- land nicht In den Handelsverkehr hineingezogen wird. Bonar>nw betont« zum Schlüsse nochmal«, daß zwischen Sloiid Georg« nnl den an deren Mitgliedern der Regierung kein« Meinung»« Verschiedenheiten über diesen Gegenstand destchen. Die evgllschen Verigcheller gegen d!e mliUürjsche NiedttZwivgmlg Mands. London, lö. Funi. lR«ut«<.s Di« VandeSkonferonz de» Bergarbeiterbunde» i« London hat den Vollzugsausschuß deaufiwgt, di« finanzfellen Za» stände in der Kohlenindustrie, Über dl««in.? Beräsfentlichung femch die Regierung bevorstehe, zu pritfen,«m Vorschlag« Üb«? Lohnerhöhungen aufstellen zu können. Kerner w:rd die sofortige Zu rückjiehvng her Truppen au» Irland gefordert und die Sinberufung ein«» außerordentlichen Gewerkschaftskongresse» empfohlen, um die Stellung der Arbeiterschaft zu den für Jrtand bestimmten Muni- tionSsendungen festzulegen. Slne nene Bisenbohneegcwrrkfchaft. Eint Dersammlung vu» Pertrelern aller Beamtcnorüpren der R-ichSeisenbnhnen hat die Gründung einer einheitlichen Reichsgewerkschaft Deckt» scher Eisenbahn bcamien und- Anwärter b u'chwsson. DI» neue Gewerkschaft umfaßt rund SOO lWO Mitgliedtr tst parteipolitisch neutral und steht auf dem Buden des uneinge» schränkten KoalitionSrechte». Bsendiz»»» de» kopenhagener Hafenarbeiter- nnb Getlcnfe- streife. Da dfe Verhandlungen zwischen den Hafenarbeiter« und den Teeleuten«iNerseits und den Arfeeitgebern anderevseiick z» einer Siniaung geführt haben, ist damit dur Hafenarbert«» nah Seleutestreik beendet. Aus aller mit Schweres ErubettUr.glück in Ungarn. Tenrelva», 11. Juni, llllzentrer Daminnü »uk der Grube Huuzat'.a drg der«taatSrtseubaluiftefcVschatz gehörigen Vergweofev von An!»« ist da» Dhnaenitbrpot der Grube au» unbekannter sirsach« geradr in dem Augenblick in dir Luft ge- flogen, als dir Arbeiter den Schacht verlassen wollte«. Bis jetzt wurden 173 Leichon gebor«»«, außerdem wnrdeu SS P e r g» Irnte mit schweren PerglftungSerfcheinungeu ins Krankenhaus gebracht. SV Berglcrcke werde»«och vermißt. Ein deltfjchsr Dampfer auf eine Mine gelaufen. kk. dl. Rotterdam, 11. Juni. Der deutfeh.- Dnnepfer.�rnta Theresia", der von dem eng likchSii Schleppdampfer»StoDSm.'lle" geschleppt wurde, geriet bei Terschelling in«l». Maeufeld. Ex stieß auf eure Mine und jaich SVMW »HO Thea;« mü Volksbühne 7 U1>r t Zum ersten Male: Bino Landpartie Tarwicfaollg G©acmchlo Heues VolkstheBter Köpenicker Sir n ui» Pension (A Staatstheater Optrohdac Anfanit 7 Uhr: Klein Ida« Blumen Susannens Oehelnials Vcrsieselt / Sebaitplrlhair Vjl- Uhr: Maria StuarL Großes Scliauspieta Karlslran« V Uhr: Lyslstrata (AuOcr Abonnement) DirektioB f ti! Belahard— Rad. UntMr Tbc.ntei L d. RönlggrötzerSfrnRe t«U.: D. srroße Katharina «. Mit d. Feuer spielen. i Romjjfllenhflas NU.: Die RcUo 1. d. Müdcbeozclt . Berliner Theater |g,Ubf; Der let rt e Walzer irtanon- Theater �{BaiiDtiol PrledrlchattaBe) UTIrllch 8 Uhr; WSal n. Bruno Koatner la Der gute Ruf poantat< Uhr kleine Prciaoi i Der SlörenlrietL rMdenz-ttienter KlsdtbAhn iannowitzbrUcke. Vatsrcrundbahn Klo&Urstr.> TlKilcb V8 Uhr: Die Rasthhons eantat � Uhr klslne Preise: Johannlsfctier. ier I T Utir- Zum entan Mal«: UpldineKonstnnthi b, Dss Blas der Jungfrau AdeÜnA. Opernsilaserin Leo* •Idlne Konstantin. Madonna eairice Odo Bäck. Coletta ,a Rdgbert. Marcoüna Käte ka, Lahory, Journalist ,../ad Haaee. QroOlQrst Paul Irara Mcynadior. Montignore .iiusoppc Knill Lind. Carlo Petronl. Makkaronifabrikant Klaas Stornbcrx. Graf Kster- Kszy Alfred Walters. Beppe: Peter Ihle. (Bnnntn; und Moatajt 7V» Uhr; Pas(llas der Junafrau MiUl-Mif Allabendlich 7� Uhr: Die bessert Hälfte ah M b» Adalbert L_öll M» x A d albert Wll Oueretlenhaus i Diralrtor: J.an Kaan Abend« 7 Uhr: Frinzessin Fr 5 e dl �dhaila Theater KU: Unsere Maedalenen Gaslno- Toaster 7� uhr; Onkel Cohn VoMcfstnck In 3 AafiXgew Soninjsrtlisfi'er .SroJ-BwlHi", süsm Itlta'i — Hnsoniteide 15= Zills« Schuhet Ullsise Schuh«! TV Uhr: MiKKsino.nn mrfesr ü§'« ÄMrül fcfsl Presfiaia jWMiiiiii«www IM< Iiyi-Ijuww— ww hosQ- Theater 7\ Uhr: SchwarxwatdiaSdet ClartenWöbrne täglich: 7*1 Uhr: Die Piarbt ditf rde. fc KGLlftSZ�ZS? Ii V7«ICtheeB- roiuer». |\ U Torrfc, ll-ll, n.*-». eheinaliites Vol�t-l'iseater BadslruCa SS. Semmorhflhaoi Tdjlleb nachm. Uhn Wieder ein Kämpfer abends 7�, Uhr: Der selige Balduin Beiiner Maler KaAlamen* AHce 7—9 izfMß-«!i'M«M Tadele Gfßßef BDI! Anfaeg iS Uhr K«mmor-Tanzapi«le Bfliowslr.K am Nuliendorfplatx Telephon: Lfttzow 2305. Täglich 7% Uhr: IHnt. kaii«! wiii Schön hollstdnre. Apofi8o«Thcator rrledricbstr. 21S. Jl/ A'iabcadlicb Ii r1 Sonntags 3% u. i' UnObenralfilchBS Varielö- Programm! �-Sch!otaerc!-> tchöneDeit Banplslr 122. 1?S»,.ü IrtRir Hcati, Sanatni In U tat: Wloderholuna dua Eni- acheldau(«knmplao Uw«(c(«a AudrUa Nackdam riag»: IlawliUcü k trjen DSrlat im* Enlscbtidon�skanpf Qu«. Naher guaea Toraol Vorher: Koniart a. Vartett A.fe.7. U.. RiogV. 8< U. Moiaen, Soanma and lol» aendc Taae forloelauua aar intereatadtaa Rlog- klmpf«. ■> pgenterwaSd -•hem. Siedl. El«rh«uaer He... I OroRcr sute VoBkstßf. ..ier Job ol und Trubel I Dia TodesverSohtep Turmsellki'nsIUr Llepelt b. MIß Mnry MllltSr-ü�onzert. l'ir-: Oito Wagner. ■ O Attraktlonan■ Sonntac: Fptthkonzart bo! freiem Eintritt - Cjut.n Ifir UOOO Poauonan.-, •C~0-®."C>~w- Treptow"ö"•"■♦"U"O. Beedersi Ms! i E�riMf Ferntproche-J 2ädä wK�iiracfee 1 im 2 f'>1 1 1 w o c K) TcupHa Cu Ma len Sonntar{ f Kr&moenCtiri? ier rote Sehabseller HiM" HaunyrSStJ'SBQ 62 vvird Leute ezöüaet. We ßs Leinen Gamcnsoangenschüfia Ledersohie«, boh« Absätze— Sclmrz3 CiirGmcüBirrcau-OanisnsGh jll.'SGhjIio, Lackk. hohe Ab«ati« SS,— Lila und braune Chevreau-, Wildleder- und La�eder-Binde-, Spangen- und Scbnüräehuae hob»........... Ii©,— KrSftlge SsgeÜußh-äandäiBii uderebwen........ voflSO,— an Braune RlnÄnder-Saudalw............. M 30,— an Roter ScIiislikiiSer B e r a i n, Ha-isRyststrafle 62, aaÄ asÄiiu!1 Straß cnl>a'in Halen 2. 3. 5. II. 18. 28. 45. 48. 49. 68. 93. 94. R. m Paul Levi spricht Über die politische Lage nach den Reich: tag»tvahte« in der öffentlichen VoikSveriammrunif ObgolP'tlranrTti, UrrnjluutcSU», Sa»n!ag, 13. 3unl, dorm. 10 Uhr Bom>n«nIsiI:chr Varlet»culschlaud»(Spartnknsvund). tieÄkDIDZlVN Nletehslrow:: Vrchstrvui kauft Hknieui'IiefMS�ikit!� II er II» IV 9. I.lakair. I«. Tal-: LiUzow 3705 und.8818 Die Bibel der Ehe v!»l»W?U Mit Recht kann da» Werk von vi. jar. Spicc Die Schnle der Ehe Em Libensbuch jnr Pflege dos eheliche» Stücks �»nannt werden. Wie Illionen TSenfchcn gehe»««- beraten and naiv in die She, weich»ine unendliche Summe w.en'chlicheu Sliitks ist in Ochrrbon gebrochen, wet! viele Ehen fatlch nnd nuvorteilhafi geflibri wurden. — Viefts Wsrk wil seinem vor- lorgenden und enfleiärenden 5«, kenn fe viel Unheil oerhiiteu unb ist daher wie geschaLen, ein Retgeber f>r«lle die» jenig?,! in lein, die ein «irlilichesSliliii in der Ohe finde» wollen. ®«a Werk nmfaSI IS RrmiW mtb 1(1 ea. 70»(ei In stark. Pre!« auni»,w gebunbe».'.1k. 51.20.- Za degeh««»mich Bogler Sc Co., Berlin W 9, KSihener Sic. 27. SpesKisbi-r Arxt ftlr äffe QsschiechtskraaUhelten. Harn*. FrautnloWen. Malua«rsuslimuxen. Salvarttn- Kur, Boüanöloua Hjhnclt. sicher, ohne Bcr«isstÖ:une. MkUifC Preise. Hclioaatalc ür. med. Lotthitier. 10- 1 4— 7% S. 10—18. Brunniansir.lSS(M>Ü!. Platz). # SpeziaikxDh�ncSiung# tUr rlatul. uaaad e»« ,ech»i*< t,»»ko>e»«a> CHfenkSoiwWkna» lciwaM»nstr. 147 ■ Vr�f 0 H I. Ttoro. ecke Dergalrage. Kosteri)8se SsiMMM m Es�lsag m ZßchßsMs ZKkMivas iiadon tO-U ud d-S. 5 Sprochataa Suauatacfl 10— U Sp@ziaB- Behandlung l*r Oeacliioe«!«-. Haut., Knru-, 7ra«aalold«a!«ruelell voialiaee bsrMiakla» HarttWda«. Aimelila«. der» Scbw5ci kSua«. kostenlos iage a. Liefere auch a. auswärts. Hötel■ Csbn Ii 1 Min. v. AfexardEral. | Filiale; Uai5»Ar. �7-4«. 5 M n. r. Utf Gckuod r. SWWe."�TioSÄs � «h»o» lloutor, haltbaxa Bloffe roo lOOO.— aul � ESjCSI aofaOn« SireifeBinoater.............*»a 150,—»of ISO«-"»• §9®Li€r-Fs!def Rssr 0br!V: 0-0�.-I SZS.-». tteHtöll'FSiMSlSl Spordono. mit Gort rtaffahemm»oa 790,— aul 0. M UdeanUiatel.»u»i iamecc, Ktoaen- n. jöEüJ�aEiiWc ge&r��aj Hur »t«eVVrH»«"istelle Wmt 2S SS Kur Wer Siedler ist oder werden will lese die Äl-ch«oschrift 5fiits�tlK!ck'vikSlti Prodma n«nem uu sOnst vom c i a» 6ie BIoI, ZSlaaK, � •MESSlüG,.' ffit nmalol, Ztaiaalolie, Aliirmlnltim, CoIS tnolal. n«* ii,. Oold.SUbsr, ' pa'fsns Fienrlanor 8tr. 2A ' mosus Waldf tr. 'Q. «M'�eoer 5'r.»'» 'u�E-msWESE' 5c2iöR9b«rr. ah'Str. 46. HAASS ?k Till»»,»tr. 9äa m iaathrr ridtz. a�ILKF. NammK-rrtr. Mc Brno. Cu»oui»'''»ar. Clo!, , i.pt*-a wuw. pTjm. «bBEV« Siaoh* aa Üakmelaj» aiaoa Htiii-m l.irwiiwttr.li Z.fßSi!:!rsS24§ 3,Beas&htr.2f z.KeiibSüNÄSP j Tupfer, N• s s i ng, �lel, Zisir, TfiEn, Wt'Qnthll, Äntüiiöa, ktthnw.ei r Mr.'mi�ii ktSükj'.ell.I.sr.lUStfeia'. I. lltHiesiitri Ji»|tiraii2t II. liiB&illi), SielBüielzslr. 18. . V dCusfUis * be-cit a'iro Ii JMt\\ SrnUaNch ,lltal-. K\\* It'ld. iiMihuat VI l» CJCM 0. ttKU Ut. Kupier, Messing M.anef"''a�khiTmroji ScliilnliQUser ftsiss öS. am ßahnhoL ImSZZ isehe ..Harn- Stkalthuittlaia. •«IM«Au».. V» Cuau iL hriH«A u». HÄÄ y Biedre«tz 3 Käfer. k... 7 st ftolias... 6.- Menlni.. 3.5a aoolc hSciak. Tu r» i«Uo (»r Zinn. Biel. 7lak zahl, MMa .direkt am Hatte...CH loi), . y rechst saden IV- l. 4-8, Öoantaxs von 1—1 Ubr. S Wartsziaunor» WIßMAR t''a»c'ilstPu»S!» 3 aa l.i Mtlmliolttatrataj uud Uouko wakv-UrUck«. Kr. 2??. HmsmiMMe heraus! Am Sonntag!, den 13. d. MtS., nachmittag? 5 Uhr. findet «n Berliner Lnstgarten eine grotzs Protestversammlung lex Berliner Hansangeftellten statt, einbcrafen von der Ortsgruppe deS Verbandes de? Hausangestellten. Die Versammelten wollen protestieren gegen die noch immer Übliche sehr lange Arbeitszeit der Hausangestellten, die teilweise noch 14 bis 17 Stunden täglich beträgt und sie wollen Ilcichfalls protestieren sowohl gegen das unsoziale Verhalten »er organisierten Hausfrauen, die sich weigern, kontrattlich den Zchnstundentag mit den organisierten Hausangestellten zu vrr- »inbaren? wie gegen das unsoziale Verhalten der Re- gterung, die nicht beabsichtigt, im Sausangestelltenrecht eine Festlegung der Arbeitszeit vorzunehmen. Genossinnen und Genossen! Unterstützt die Hau?- angestellten in ihrem schweren Kampfe. Steht ihnen bei, damit sie sich ein menschenwürdiges Dasei,, erringen können; eS sind sa unsere Söhne und Töchter, die heute noch als moderne Haus- > laben im Dienste unserer Ausbeuter und unserer politischen G:g- ner sich qnälen müssen. Trotzdem die Gesindeordnungen gefallen ülid, führen sie in vielen Fällen kein beneidenswertes Dasein. Helft ihnen, damit aus der modernen Hausstlavin die freie Arbeiterin werde. Macht alle Hausangestellten auf die Versammlung am Sonntag aufmcrksmn und nehmt selbst teil an der Kundgebung, erscheint zahlreich am Sonntag, 5 lihr, im Lustgarten um eure' Sollidarität mit den Hausangestellten zu bekunden. Luise Z i r tz. Zteier Hansel oSer Zwangswirlschasl. Gegen die im Kriege eingeführte und teilweise noch jetzt de- sehende Zwangsbewirtschaftung notwendiger Lebensmittel und L' darfsartikel ist von Anfang an Sturm gelaufen. Viele Jnter- rsscnten sahen sich duxch die Zwangswirtschaft verhindert, ihr« Profitgier unbeschränkt zu befriedigen, was zur Folge gehabt f'aie. dah zwar die«ohlhabende Bevölkerung mit Leichtigkeit. trenn auch zu-hohen Preisen, Lebensmittel aller Art hätte kaufen können, aber die ärmere Bevölkerung, die diese hohen Preise nicht hätte zahlen können, wäre noch mehr verolendet. Zweifellos hat die Zwangswirtschaft nicht wenig Mängel aus- zuweisen; diese beruhen aber weniger in dem System, als viel- mehr in der Anfeindung, die sie von vielen Seiten erfährt und vor allen Dingen daran, daß die Waren nicht genügend erfatzt Kurden, sondern in den Schleichhandel übergingen. Die Zwangs- ' Wirtschaft ist von Anfang an sabotiert worden, und es ist erllär- Zich, das; eine Sache, der fortdauernd die schwersten Hindernisse m den Weg gesetzt werden, ihren Wert nicht so voll in die Erschci- n»ng treten lassen kann, als wenn sie sich frei und ungehemmt «ntsaüen kann. D?r wahr« Wert der Zwangswirtschaft läßt sich »iur klar erkennen, wenn man daneben die freie Wirtschast stellt, und man kann ja jetzt schon deutlich sehen, wie einzelne Produkte, die dem freien Handel wieder ausgeliefert sind, hoch im Preis: jemtrotzdcm sie reichlich vorhanden sind. Der Dualismus, der jetzt insofern besteht, daß wir teils Zwangs- Wirtschaft, teils freien Handel haben, führt aber naturgemäß auch dazu, daß die hohen Preise, die im freien Handel erzielt werden, -uch auf die rationierten Waren übergreifen, da sonst sowohl Produzenten wie Händler di« rationierten Waren vernachlässigen ind sich nur den freigegebenen Waren zuwenden, die ihnen einen höheren Profit gewährleisten. Gin beliebter Einwand gegen die Zwangswirtschaft ist auch, ,aß sie zu teuer arbeite und daß sie zu Waren verderben lasse. In einzelnen Fällen mag dieser Vorwurf berechtigt sein; lsicht immer standen die richtigen Personen am Platze, die in- folge ihrer Sachkenntnis und ihres organisatorischen Talcniz die tl'nfte zu leiten verstanden. Aber im großen ganzen haben die tuin vorliegenden Abrechnungen der einzelnen Kommunen gezeigt, ; die Gerüchte über die»Mißwirtschaft" in der ZwangSwirl- oft der Kommunen zum mind.'ftSn stark übertrieben sind. In w Siadtvcrordnetensitzung sind derartig« Angriffe, die natürlich »ur von den Vertretern bürgerlicher Parteien erhoben wurden. ™ Der Sternstemhof. Noman von Ludwig Anzengruber. Helene kam mit dem Kinde auf den-Sternsteinhof und Ästen es mit der Klankenpflege sehr ernst nehmen zu wollen, her die Bäuerin schreckte vor jeder VerüHerung des jungen Xeiä.s zurück und wollte es weder am Kops- noch ani Fuß- ende des Bettes sitzen l>aben. Anfangs boten ihr die Besuche des alten Sternsteinhosers willkommenen Anlaß, ihre War- terin gor aus der Stube zu schassen; dann lag sie und hielt oft durch Stunden mit ihren abgezehrten Fingern die rauhe. ornernc Rechte des Alten über der Bettdecke fest; es war ie einzige Hand, die sie zu halten hatte und dabei ein Vcr- i% neu empfand, daß diese auch sie gerne halten möchte. . öhrend bei allen Handreichungen Tonis und Helencns 'i' das ängstliche@cful)I ankam, die beiden ließen sie zwischen wn Armen hinabgleiten,— o, wie tief! Wenn nach eineni solchen Krankenbesuche der alte Bauer über den Hof seiner Ausnahm' zuschritt, so fluchte ud wtüerle er laut, daß jeder, der um die Wege war, es hören konnte, und belegte dabei des Herrgottliiiacfyers Wih mit einem Titel, der in aller Kürze das strikte Gegenteil einer Vestalin besagt; ab.'r es geschah das lediglich zu seiner -igenen Erleichterung, ohne der Geschmähten irgendwelchen llerger zu bereiten, denn dor Scklimpf war so groß, daß es üemand wagte, denselben ihr ins Gesicht zu wiederholen. E-'- war, wie gesagt, zu Anfang, daß der alte Stern- fteiuhoser leine meiste Zeit bei der kranken Bäuerin zu- brachte: mählich kam er seltener, schließlich blieb er gar lange von dem einen auf das andere Mal weg; dazu be- ßiinmten ihn zwei Gründe. Er hatte geglaubt, die Schmie- ertockter würde ihres Siechtums Meister werden, bald wieder auf die Beine kommen, und darum suchte er sie zu nst reuen, keine Gedanken an Vernacksiässigung und Vor- einsamung in ibr auskommen zu lassen und sie bei gutem Mute zu erhalten: der Gesunden wollte er dann beistehen, re Rechte zu wahren und mit den ungebetenen Gästen den -'hrnis zu tanzen. Als er aber merkte, daß die Bäuerin >imf c meh'- netficl und von Kräften kam, da suchte er sie Veilaae zur..FreUjeil" vom Oberbürgermeister Mermuth bereits mit dem am Platze ge- wesenen Spott zurückgewiesen worden. Nichtsdestoweniger werden diese Herren in dem Wabtkampf um die Besetzung der städtischen Körperschaften nach wie vor mit ihren Vorwürfen weiter arbeiten. Deswegen ist es interessant, hier einige Zahlen über das Er- gebnis der kommunalen LebenSmittelbewirtschaftung zu geben. Oberbürgermeister Mermuth nahm am Freitag bei einer Be- sprechung mit Vertretern der Berliner Presse Veranlassung, aus seine Erklärung in der Berliner Stadtverordnetenversammlung zu- rückzukommen und diese iu einigen wesentlichen Punkten zu er- gänzen. U. a. teilte er mit, daß der Verlust bei der Brot- Versorgung bis Ende Juni 1919 nur 1,7 Millionen Mark für Berlin betragen hat, daß dieser Verlust aber im Dezember 1919 schon wieder«ingeholt war. Der Verlust bei der Kartoffelversorgung stellt« sich ln dem gleichen Zeitraum auf 4,3 Millionen Mark, und bei der Ge m ü s e v« r s o r g u n g infolge der leicht verderblichen Vorräte usw. auf 15,4 Millionen Mark. Diesen Verlusten stand ein Gewinn gegenüber bei den Nährmitteln von 1,3 Mill. M., bei Eiern 9,3 Mill. M., bei Fische» 0.8 Mill. M., bei Zucker 0.23 Mill. M., bei Milch 3 M'll. M., bei Käse 9,5 und bei Butier 1,8 Mill. M. Die Fleischver- sorgung ergab einen Verlust von 4,9 Mill. M. Dieser Ver- lust wird aber durch eine» gleich hohen Gelvinn be! der Groß-Ber- liner Viehverteilung ausgeglichen. Dazu tritt ein Golvinn von 1,2 Mll. M. bei Fleischcinkäufen im Auslände. Dieser Abschluß lväre noch bedeutend günstiger gewesen, wenn nicht Valutaverluste »nd Preissenkungen ihn beinslußt hätten. Diese PreiSsenkungS- bestrebungcn werden auch i» Zukamst Berlin nicht vor Verlusten schützen. Bemerkenswert waren die Angaben des Oberbürgermeisters über die Umsätze. Es wurden z. B. umgesetzt: Mehl von Anfang 1915 bis Ende September 1919 2556 Millionen in Groß-Berlin, Fleisch vonm 1. Oktober 19 bis 39. September 1919 338 Millionen, Milch innerhalb dreier Jahre 343 Mill. Liter in Groß-Berlin außer Niede.barnim, Butter 71 Mill. Pfund, Obst und Gemüse 909 Mill. Pfund und Kartoffeln nur in Berlin von Mitte März 1916 bis Ende September 1919 2 Milliarden 448 Millionen Pfund. Der Kartosfelfchwund bclies sich auf 175 Mill. Pfund, d. h. man hätte können die ganze Fricdrichstraße damit drei Meter hoch be- schütten, und trotzdem betrug er nur 8 Proz. de? Umsatzes. Die ökonomische Wirkung dieses Schlvundes ist also Verhältnis- mäßig sehr gering angesichts der großen Aufgaben, die aus diese ni Gebiete zu lösen waren. Zu diesen Ziffern sei noch bemerkt, daß das Verderben von Lebensmitteln kein« Begleiterscheinung nur der Zwangswirtschaft ist, sondern sich von jeher gezeigt hat und auch nicht ganz zu vor« meiden ist. Verringern läßt sich der Abgang aber, wenn di« nötige Sorgsalt gcgrben wird. Es wird Sorge getragen werden müssen, daß die Personen, die schuldhastcrwcise Lebensmittel der- derben lassen, zur Verantwortung gezogen werden. Die Agrarier haben aber am wenigsten Ursache,»Haltet den Dieb" zu schreien; vft genug haben sie die Lebensmittel so lange zurückgehalten, bis sie schon halb verdorben waren, und die trostlosen Transportvcr- hältnissc gaben dann noch de» Nest. Die Kartoffeln sollen nun vom nächsten Erntejähr ab zmn Teil wieder vom freien Handel erfaßt werden. Bis zum 19. Juni haben die Kommunen ihren Bedarf anzumelden, der ihnen zu- geführt werden muß; alles waz darüber erzeugt wird, gehört dem freien Handel. Eine schwierige Sstuation für die Kommunen entsteht dadurch, daß bei der Bestellung der von der Regierung den Landwirten zugebilligte Erzeugerpreis von 25 Mark pro Zent- ner garantiert werden muß, wozu noch 5 Mark pro Zentner für die Vorzugsbelieserung kommen. Dieser Preis von 39 Mark pro Zentner für den Erzeuger ist schon unter den augenblicklichen Verhältnissen außerordentlich hoch und eine reckt fette Liebesgabe an die Agrarier Der Preis bleibt aber bestehen, selbst wenn andere Preise und vor allen-Dingen auch die Löhn« fallen. Der freie Handel ist dann schließlich, wenn eine reich: Ernte erzielt wird, in der Lage, billiger als die Kommunen zu liefern. An- gesichts dieser Sachlage tappen die Kommunen bei ihren Bestellungen im Dunklen. Bestellen sie zu viel, dann müssen sie unter Umständen die Kartoffeln unter dem E nkaufspreis abgeben, also .große Verluste erleiden. Bestellen sie aber zu wenig, dann be- steht die Gefahr, daß sie im Winter nicht genügend versorgt sind selten heim und blieb nur für kurz; zusehen, wie es mit solch einem Aufgegebenen Schritt für Schritt zu Ende ging und sich so unmittelbar an sein eigenes malmen zu lassen, das war nicht seine Sache. Andernteils machte ihm gerade dieser Stand der Dinge den Anblick Helencns um so verheiß- ter. So flüchtig auch alle bisherigen Begegnungen mit ihr gewesen, die zufälligen, wo beide ohne Gruß aneinander vornberlurchten. und die unausweichlichen in der Kranken- siiibe, Wo sie ihm schweigend den Stuhl an daß Bett rückte, mit der Schürze darüber wischte und dann zur Türe hinaus- ging, von nun ob vermied er geflissentlich all' und jedes Zilsammentressen, da er mit großem Unbehagen fühlte, wie ihm in der Nähe dieses Weibes die Fäuste zuckten, aber qleichzcit das Wort versagte. Was ihn diese Bettlerin, wenn nicht fürchten, so doch kcheuen machte, er wußte es selbst nicht. Ja. die wußte, waz sie wollte, hat unverrückt ihr Ziel im Aug' behalten, gleich bereit, wenn es dasselbe zu erreichen galt, danach zu laufen oder langsam Fuß vor Fuß zu setzen. und obwohl sie schon einmal nach einer Seite..abgckngelt" war. kommt sie setzt von der anderen heran und erreicht's! Sie wird's erveichen. Ein harter Kopf und ein fester Will'! Nicht, wi: es sonst damit bei den Weibern bestellt ist. Schlug' ihr der Teufel ein Bein unter, jetzt, wo sie den Fuß zum letzten Schritt hebt, glaublich, sie wüßt' doch aus den Fleck zu fallen, wo sie hinrechnct!— Nur Aerger war dort oben in der Krankenstubc meh r zu holen, Gift und Galle cinzuschlucken und der armen Seel' damit nicht geholfen, überhaupt nimmer zu helfen. Der Alte hielt sich davon und die Kranke mußte sich nun den langen, bangen Tag über die Gesellschaft Helenens gefallen lassen. Wenn dann manchmal der kleine Mucker! zur Türe bercinpolterte. die Mutter aussuchen, wofür er jedesmal einen scharfen Verweis erhielt, so sah die Bäuerin in der ersten Zeit von dem gesunden, rotbäckigen Jungen weg nach der Wiege, in der ihr eigenes, halblebigcs Wiirmchen lag, ihre Augen wurden festcht und� langsam perlten schwere Trapsen über ihre Wangen; spärer aber ließ sie auch das gleichgültig, nur wenn ihr Mann in der Stube war und mit hegebrlich>en Blicken an dem schönen Weibe hing und dieses es ihm mit unwilligem Zublinken verwies, dann blitzte es in den tiefdunklen Sternen auf, rege und glühend folgten Somabend. 12. Zun! 1920 und die arme Bwölkerung muß verhungern. Wir ziehen die erst» Alternative vor, denn ioenn«Z auch ei» Skandal ist, daß die Ne gierung den Agrariern zuliebe die Kommunen in eine solch» Zwangslage gebracht hat, so darf e? doch nicht dazu kommen, daß Tausende den Hungertod sterben. Die Frage.Freier Handel oder Zwangswirtschaft" wird jä nun nicht von den Kommunen entschieden, sondern in erster Linie vom Reiche, und eS ist ja wahrscheinlich, daß der neu« Reichstag die Zwangswirtschaft unter dem Drucke der rechtsstehenden Wäh- levmassen aufhebt. ES wird sich dann erst zeigen, welche? System bei oem Mangel an Produkten, unter dem wir zweifellos noch viel« Jahre leiden werden, das beste ist. Unsere Ueberzeugung daß die Z>wan>r,? Wirtschaft jetzt notwendig ist, steht fest.?Ui ihrer Durchführung bedarf eS aber auch in den Kommunen--Personen, die das System fördern und eS nicht bekämpfen. Daß solche Per» sonen in die städtischen Körperschaften d«S neuen Groß-Berlin hineinkommen, kann jeder Kommunalwählor am 29. Juni durch Abgabe seiner Stimme für die Unabhängige Sozialdemokratistije Partei herbeiführen Hölsen. � Sswerkschastliches. Abbruch des Streiks im Berliner Friseurgewerbe. Wiederaufnahme der Arbeit heute früh. Die streikenden Berliner Friseure hielten gestern abend ein* Streikversammlung ab, in der sie den Bericht der Streikleitung entgegennahmen. Der Saal war derartig überfüllt, daß eine Paraüelversaminkuilg ak'ichcrltcn werden mußt«, die ebenfalls bis auf den letzten Platz gesüllt war. Der Ortsvorsitzende Zobel legte in«ingehender Weise den Verlauf der Bewegung dar. Er schilde-rte dann die am Mittwoch mit den Unternehmern gehabten Verhandlungen, die zur Ablehirung der gestellten Mindestforderungen der Arbeitnehmer von 159 M. für Herren-, und 160 Mark für Tamen-Friscure führten. Dil- liegen erklärten sie sich, entgegen ihrer bisherigen Stellungnghme bereit, sofort in ein tarifliches Verhältnis zu treten, in dem als Wochenlohn 135 resp. 145 M. vorgesehen sine. Die Zentralstreiklcitung, sowie eine Funktionärkonferenz hatte sich nach Abschluß dieser Verhandlungen eingehend mit der dadurch geschaffenen Situation beschäftigt und einslimmig beschlossen, der Streikversammlung die Wiederaufnahme der Arbeit zu Sonnabend früh zu empfehlen. Der Ortsvorsitzende Zobel, der GcioerksckostSsekretär Link von Der Berliner Gewcrkschafts. kommission, sowie fast sämtlich« Diskussionsredner«npsahleu naöf eingehender Prüfung der Sachlage, den Beschluß der Funktionär. körperschaften anzunehmen. In beiden Versammlungen wurd« dementsprechend beschlossen. Damit hat der am 12. Mai beschlossene Streik sein Ende cp» reicht. Die Arbeit wird heut« früh wieder aufgenommen. Et wird nunmehr Aufgabe der Ve rha ndlu ngSkom mi fsion sein, die vo« den Unternehmern gemachten Zusagen in einein Tarifverhältnit festzulegen. Die Betriebsräte des Post- nnd TelegraphenpeesonatS(Trans. porlarbeiterve-oband) hielten Donnerstag crberiid im Gewcokschafts� Haus ihre Ver'ammtung ab. Genosse Echmibt rciferiorte über di« Aufgaben ider Betriebsräte im Beräch der Post- und Telogruphsn- •veonMilUMig. Vom Standpunkt der Go-verkschaften«uSgehond, gafi er Erläuterungen zuun Betri ebsrätegcfe tz. Ein« prinzipielle Auseinandersetzung fand nicht sta!t, nachdem einem Redner, der für dt« BotriebSrätc zent rate sprechen wollte, durch Versa nimlu-ngS- beschluß das Wort verweigert wurde, weit er Mitglied einer anderen Sektion de? TrainSvortarbeiterverban.des ist. Dst Ver< sanrmlinnig dch'chiiftigie sich srivm» m t der Aufstelluing der Kandi« da ton für dem Bezirks- und Zentralrot. Achtung, Bauarbeiter! Die Sperr« bei der Berlinische» Bodwgcselfchnft ist«beigelegt. Tie. Urma hat dnrch den Ver- band der Baugaschäfte erneut Aim>ei>;ung erhalten, daß— ge- mäß dem Bestmmmigon des Tari fvenrnges— Akkordarbeit für Maurer im Ge li ungsberoi ch Groß-Verl im' unzu lässig fei. Nach- dem die Firma erklär! hatte, sich.nunmehr den Anweisumgcm lügen zu wollen, wurde die Sperre-nifgchobenl Die Aufnahm« der A-rtwit erfolgte erm 11. Jmmi. De ül>or die Siedelungs- gesellschaft Lichtenrade verhängte Bcnisperre dauert fort. Dachdecker und VerufSgenossen Berlins. Durch Annahme dek Schiedsspruchs im Baugewerbe erhöht sich der Lohn bor Dach-' decker auf 6,59 M. pro Stunde, vom 1. Juli auf 9.89 M Der sie jedem Mienenspiel, jeder Gebärde der beiden und ließen nicht nach, ihnen zu folgen, bis zu dem Tage, wo diese Augen — voll lautloser, herber Anklage, voll stunimsr, wchei Herzensprin— brachen und dpr alte Stcrnstcinhofcr sie zu- drückte, da die Sckstidende diestzn Liebesdienst von ihm cv beten. „Hast nit viel Glit's g'habt," sagte er.„Warst wohl a reiche Bäu'rin, aber dabei a am's Weib. Der Herr laß s ruh'n in Wieden und's ewige Licht leuchte ihr. Amen." xx r. Welchen Wandlungen die Volksstiinmiing unterliege, da? zeigte sich in Zwiichenbiihel gegenüber den Geschchnisfen ans dem Sternstei'nhose. Ein grober Verstoß gegen landläufige, sittliche Grund- sätze und Anschauungen erweckt vorerst lanre Entrüstung argen beide Schuldige, aber bald führt dos Zusammen- lebcnmüssen zu Bedachtnabmeu und Nachgiebigkeiten gegen den einen wehrhafteren Teil und zum llnrcckte gegen den wehrlosen, auf dem allein die üble Nachrede haften bleibt, bis die Leute, Schimpfens und Anteilnehmens niüde, gleickwiltiger werden und mählich zu vergessen an- fangen: einmal noch— mapft nun neue Unbill Hinz». kommen oder nicht— lodert Wohl das Zorn jener wicdei enivor, dann aber schickt man sich darein, von dem allgemein Gültigen abzusehen, den Fall an sich als Ausnahm« zu betrachten, was man ja ohne Gefahr tun kann, da er nur die Regel zu bestätigen vermag, und um io nachsichtiger fällt das Endnrteil aus, als schroffer und unverrückbarer die an- stinglich allen llnwillen erregende Tätliche bestehen bleibt, da aber weder das eingewöhnte Donken, noch das«rspriing- licho, widernnlliae Gestibl über die Konflikte hinweabelfen. so formuliert sich die Anklage, wenn der Fall ein erschüttern- der. an die letzte Adresse, an das Schicksal, streben aber die Dinge wieder mit dem Alltäglichen sich in's' Glejchaewicht zu setzen, so sucht die Monge mit aller Spitzft tdiqleit nach dom, dessan Anstoß den ärgerlichen Verlauf verursacht« und findet diesen neuen, endgültig Schuldigen oft in einer Per- so», die anfänglich, wie gefeit, ganz beiseite gestanden Hatto sFortsctzuna folgt.) Ecfjn der piTftorWter Pro Swnve 0�0 St. mefrrinct. R-rch» Sahliuifl hat vom M. Mai ad zu«rfolgen, wo bis zum 19. Juni micht olleS nachgezahlt, erwartet der Vorstand sofort Mitteilung. Der Streik beim Norddeutschen Aement-Verband, Mühlen- firaße 09, ist beigelegt. Ein neuer Besitzer hat den Berti b über- noininen, der sich sofort zum Abschluß eines neuen Tarifver- rtages bereit erklärte. Die Verhandlung ergab, daß die Arbeit- nehmer die Ardeit sofort wieder ausnehmen konnten. Der Lohn wurde auf folgender Grundlage festgelegt: Di« Arbeit» hmer er- halten rückwirkend für Monat April 80 M. nachbezahlt. Der Stundenlohn beträgt füd Monat Mai S,?n M., rür Jiuiti bßü Mark, für Juli bis Oktober 5.90 M. Ab l. Noe'ember d. I. pro Stunde 0 M. Di« drei Sfreiktage vergütet die Fi»ma. rner erhalten alle Arbeitnehmer Z Wochen Aerien. Die Ber- n-dbuiiigen über den Gesamttarif gehen weiter. Deudsche-r TranSportaibeirtr-Verband Dezirlsverwaltung Groß-Derlin. rog-Serlin. Spottet seiner selbst und weiß nicht wie. Der„Vorwärts" kommt m seiner gestrigen Abend- miSgabe auf die. Verhandlungen in drr Berliner Stadt-' verordneten-Versauimlung zurück und sckzrcibt von zwei Abschlachtungen, die vorgenommen worden seien. Soweit eS sich um die Auscinaudersctzungen zwischen dem Oberbürgermeister und dem Redner der bürgerlichen Vereinigung. Herrn Pastor Koch, handelt, so ist unbestritten, daß der pol- ternde Pastor böse hineingefallen ist. In diesem Zusammen. hang schreibt der„VonnärtS" von ei nein ähnlichen Schick- sal. daß ein Unabhängiger, der Stadtrat Weise, über sich hätte ergchen lassen müssen. Diese Abschlachtung soll nun darin bestanden haben, daß Weise in der Großen Deputation die Auffassung vertreten habe, daß die BureauhilsS- fräste vor den städtischen Arbaitern nicht bevorzugt werden könnten und daß ihn das ani Donnerstag vorgehalten wor- den wäre. Das soll eine Slbschlachtung darstellen. In Wirk- lichkcit soll diose Darstellung nur ablenken von der bla- mablen Noll«, welche die Nechtssoziolisten in der Stadtver- ordneten-Versammlnng gespielt haben. Wir wollen hier eine bürgerliche Stimme reden lasten. DaS„Berliner Tageblatt" schreibt: fielen sie zum grüßten Teil u m und verhalsen den rtrro- ristischen Forderungen der Demonstranten zur Annahme, ob- gleich der Stadtverordnete Pattloch selbst van»niedrigster Wahldemagogie" gesprochen hatte." Die„Berliner Volkszeitung" berichtet, daß die mehr- heitssozialistischcn Mitglieder der Stadtverordnetenverlomm- lung es mit dw Angst zu tun bekamen und gegen ihre De- putationsvertreter und Fraktionsredncr für die Zorde- rungen der Demonstranten stimmten. Die Fraktion hatte geschlossen einen Vertagungsantraq gestellt, aber fast alle Fraktionsmitglieder sielen um und waren dann für den zustimnienden Antrag der Unabhängigen. Und die„Vostische Zeitung" sagt: Di« Mehrzahl der MehrheitSsoziaM«, fi«l b« der Ab- stimmuwg um und fl'nm!« im Neyenfatz DM ihw« Rednern Wirb ran d alle MchrheiiSso�ioldemokrateu. di«|«r S zwei Drittel der FraklionSmilglieder dann doch für den Antrag der Unatch&ngigvn, durch oen der GchiedSspnich für di« Hilf»- arbei'er angenommer. wurde. Ein« Hon.d nach der anderen «rhob sich zugunsten diese» Antrage» der Unabhängigen. Stür- mische, minutenlange Heilerkeii bei allen anderen Fraktionen war die Folge.„Seht die Angst, di« st« um ihre Mandate haben l", wurde Ihnen von den Unabhängigen zugerufen. AIS oann der unabhängige Antrag, den weibUchen Hilf»- angestellten 90 v. f>. der Sätze zu geivähren, die die mannlichen nach vem LchicdSivruch erhalten sollen,— für eine austömm- liche Bezahlung der weiblichen Angestellten hatte sich der Tower kschaftSbund kaufmännischer Anaeftelltenverbäiche in Unterredungen mit allen Fraktionen eingesetzt-—, zur 5ch« i stimniuiig kam, gegen den die MehrheitSsozialisien sich eben- fall» ganz entschieden ausgesprochen Haiden, wurde die Lage noch grotesker. Die M«h ehe i tSsoz iakbften sahen bei»er Ab- stimnrung«inander an und wußten nicht vscht, wie sie stimmen sollten. Da» Bureau konnte so kein endgültige» Trgebni» ermitteln und forderte nun die St ad verordneten, die für den Antrirg der U. S. P. D. eintrete wollten, auf, sich von ihren Plätzen zu erHeden. Di« Unabhängigen sprangen sofort alle auf und von den Mehrheitssoziaii-sten zwei. Dann erhob sich in ihren Bänken einer nach dem anderen, so«aß schließ- I-ch auch dieser Antrag mit gut zwei Drittel der Stimmen der Mehrh« tosoziakistsn angcnommvn wurde. Wiederum schal- tende Heiserkeit und Aus«:„Sure Angst vor dem Wahlen wünsche ich keinem Haindl" Der„Vorwärts" hätte klug getan, wenn er lieber hübsch still geschwiegen hätte. Ab ge Machtet haben die Mitglieder seiner Fraktion ihre eigenen Redner durch ihre Abfttmwpng »ud die„vossi'che Zeitung" hat schon recht, wenn sie sagt, daß ein blamahlerer Vorgang in der parlamentarischen Te- schichte kaum dagewesen ist. Die Bluttat in der Chvriner Straße vor dem Schwurgericht. Die Bluttat w der Chartner Straße hat gestern vor dem Schwurgericht de» Landgericht» I ihr« gerichtliche Sühne gtsnnden. Wie erinnerlich, wurde am 99. Januar d. I. der Altlsiindler Koch »n seinem Keller, Choriner Straß« b, toi aufgefunden. Er war überfallen und beraubt worden und hatte durch Schläge, die mit einem Gummiknüppel mit großer Wucht gegen seine,, Kopf ge- führt waren, den Tod gefunden. Al» Täter wurden der Ätsährize HilfSmonfevr Alexander Sommerfeld und der 21jährige Arbeiter Reinhard Schmidt ermittelt und festgenommen. Nach längerer Beweisaufnahme beantragt« der Siaatsanwalt je 12 Jahre Zucht- bau» ii ich 10 Jahre Ehrverlust, nachdem die Geschworenen die Schuldsragen auf Raub mit TodeSfolge bejaht hatten. Das Ge- richt erkaimte auf' IL bezw. 13 Jahre Zuchthau» und 19 Jahr« Ehrverlust. Die Abhilfe gegen di« Schulnot verlanigen di« Gltem, deren Kinder die 87., 08., 200. und 287. Gemeindcsthulen besuchen. Sie versammelten sich am Donnerstag in der Schule in der Brombe» ger Str., um gegen die Zusammenlegung dieser Schulen Protest einzulegen. ÖHngShend wurden alle Nachteile für Kinder uns Eltevu �würh-igt, die durch die Zusanrmenleaung eintreten. Die Nerhanciiungen mit der Schuldepudativn stellten Abhilfe nur für später in Audsicht, nicht aber für heute. Driirt find di« Eltern nicht zufrieden. Sie verlangen in einer Resolution unverzüglich die Freimachung der Schule' in der Memeler Straße und stellen in Aussicht, daß sie vom Montag, den LI. Juni ab ihre Kinder vom Unterricht fern hatten worden, wenn bi» 18. Juni den Wünschen nicht entsprochen ist. Da» 4. Städtische Volkskonzert de» Vlüthner-Orchester? findet am Dienstag, den IS. d. Mt»., abends TU Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 19/11. unter Leitung von Paul Scheinpflug statt. Programm: Richard und Johann Srtautz- Abend. Karten llnd zu haben in d«r»Freiheit, Breite Straße, uns an der Abendkasse. Ein blutige« LirbeSdrama spielte fich in der vergangenen Woche auf dem Laube ngeläud«„Karlsruhe" an der Köllnischen Allee zu Neukölln ab. Der Ld Jahr« alt« Kutscher August Bennigsen hat dort«in« Laubentvohnung, in der«r mit seiner Geliebien, einer 8S Jahre alten Bertha Ehrlich und einem 8 Jahne alten Sobn« He'nz, der au» dem Derhältni» hervorgegangen ist, haust«. Da» Paar lebte schon feit goraumr'r Zeit in ständigem Zwist, der wiederholt auch zu Tätlichkeiten führte. Gestern griff der Mann zum Revokvec. Nach rncm heftigen Auftritt schoß er in seiner Wut erst auf den Knaben und dann auf fein« Ge- liebt«. Veid« wurden schwer verletzt. Di« benachrichtigte Polizei. brach!« Mutter und Kind nach dem Krankenhaus«. Hennigfen wurde verhaftet und noch de? Wach- ge'-racht. Bor der StaatSoper«rschosten wunde gestern nachmittag der 83 Iahe« alle Arbeiter Watter Tauschir-.tz au» der Dunker- straße 18. Dieser bot«nit dem Kutscher Willi Revier au» der ! Pappel-Allee 48 linier den Kud««, sie der Nähe der Mrmk'apet ■ Dameustiefel ÄorütieeDehende« zum Kauf an. Zwei Becrm« der Sicher hei lbvolizei schritten zur Feststellung der beiden Strafen- handler, weil der Verdacht besteht, daß di« Schuhwaren aus einem �-iebitahl herrühren. Auf dem Wege zur Wache soll Tauschwitz Widerstand geleistet haben. Tauschwitz habe dem Wachtmeister Brun law, der die Stiefel an sich genotmi.en hatte, diese entrissen, auf ihn«iiigeschlagen und sei dann davcocgelaufrn. AbZ er auch l auf dce Anrufe des Beanrten wicht stehen blieb, zog dieser sein« Dienstwaffe und gab zunächst emen Schuß in Sic Löf! ab. Da auch Sa» ittchi» half, feuert« er auf Tau ich, ritz und:-crf ihn so schwor in die Brust, daß er auf der Stelle iufirnune udrach In der T ha rite konnte cm Arzt nur noch seinen Tod fezt'tellen! Ter Mi-lfa,-gestellte, Kutscher Revier, gibt an, daß st« die Smefei in der Dunterstroß« von einem Unbekannten gekaust hatten. W« sind der Mainung. daß die Schießerei in den Straßen Bert in» nicht gerechtfertigt werden kann, zumal och« Kreise oe» lchAWunr.s zofahnvtt»«oben. kehessmitlelkglender. Pankow. Bon heute ab SSVi Galla-. v-rnimstr. 20. All» Disttiktsobleute der«inzelnen Kominisstonen sind hierzu eingeladen, 7. Distrikt. Konnnunale Kommisston. Bestellte»Gesetz Groß- Berlin' adholen beim Genossen Fischer, Memeler Strotze 11. 8. Distrikt. Heute, Sonnabend, i! Uhr wichtige Funklionär- und Konnnissionsmitgiiedersttzung bei Rettschlag, Schreinerflr. 18. Charlottenburg. Heute 7 Uhr Versammlung aller ge-wähltsn Elternbeiräte im Volbshaus, Rvstnenstr. 4. Echöneberg. Sonnabend 714 Uhr Sffeirlliche Kominunalwähler» Versammlung in der Aula der Hohenzollernschule, Delziger Strotze. Referent: Genasse Stall. Friedenau. Sonnabend 8 Uhr Flugblattverdrettung von den Bezirbslokalea aus.— Mittwoch TA Uhr MUgliederverfaimnluag im vürgerfaal. NeuIiSlln. Heute, Sonnabend, wichtige Sitzung sämtlicher Stadt- verordnelenkandidatc-n und Bezirkosührer bei Wolsf, Kiichhofstr. 41. Britz. Buchow. Rudow. Zu obiger Neuköllner Bersaurmlung kommen die Kandidaten genannter Orte edenfall». Tempelhof. Sonnabend, IL. Juni, tA Uhr. öffentlich« versamm- lung in der Aula de» R-nl»r>mi«»stum». Dortrag:„Da, neue Gros,' Berlin.- Ref.: Etadloerordnater Schneider.— Montag, 14. Zur TA Uhr, Aktioneratssttzung bei Hennig. Friedrich-Wilhelm�tvatze 35. Distrikt Rlederbaentm-Ost. Montag, 13- Juni. 7 Uhr. Sitzung der Distriktsleitung bei«Idrecht, Lichtenberg. Neue vahnhosstratze. Es nehmen daran teil die Obleute der Dtstiiklskommifsione» sowie die Mitglieder der Distrikt»»AzitstI»n»kommisston. Lichtenberg. Zrau«nasiietion»kommisston. Sonnabend«tdend 8 Uhr Sitzung bei Albrecht. Neue Baljnhosstr. S. Rahnsdorf, Wilhelmehagen, Hessenwinkel. Sonnabend, 12. Juni. 8 Uhr, gemeinsamer Zahl abend de! Kram er, Rahnsdorf, Mühle. Tagesordnung: Stadt, und Bezirksverordnetenwahl. Der für Wilhelms- Hägen anberrnnnte Jnhlabend mutzt« umständehalber ausfallen. Vereinskalender. flreiMlkftkSs» Gemeinde. Sonntng vorm. 11 Uhr in d«r EtnWhalle, Klosterstr. 50, Bortrog der Frau M. Kitsche:»Unser Unterricht für dt» au, dem Neligionounterrichl abgemeldeten Kinder.— Harmonium: Madrigal(Stmonetli).— Gäste willkommen. Deutscher Iran, portor iol»et•Her band. Sektion n(Invnstri»» ai better). Sonntag vormittag 9A Uhr im Gerverkfchastshmis, E:::sl- ufer 74/15, Branchenversammlung für alle beschäfttgt-n Arbeiter und Kutscher der Alleisenplätze, Altmaschinen» und Altelfenhandluneen G.otz-Derlin».— Branche Möbelhandel. Montag 7 Iii r Versammlung der Kutscher und Hausdiener bei Wegener. Segdelstr. 30. — S e k t i» n I(BekIeldungsinduftrieZ. Montag HA Uhr©rupport« Versammlung der Handelshilfsarbeiter und-aibaiterinnen der Gruppe V(Hut. und Mützenbetriebe) bei Witte, Postftr. 29. Berantwortltch für die Redaktion: Leo Liebschütz, Friedenau. Beranlwortlich f d. Inseratenteil: LudwigKomeriner, Karlshorst Berlagsgenossenfcheft„Freiheit-, e.<5. m. b. H., Berlin.— Druck der Lindendruckecei und B-rlazsxefellfchafl m. b. H., Schiffbauerdamm lg. Birfoelis-Preis „e.15500 Große Befände! BreiLime 11�113 s cli.\i Ii.-Wo cli.e! Einheils- Preis __ 0® Mk." Alle Oröfien vorrälig I broun Boxcoll braun Cbevreaux braun KÄSS?" in cnsvraoux Vüd- mit braun cnavraaux rn» beio« aiavreeux-Blnpafie braun od. rokbraun Boxe all braun od rotbraun Chevreaux braun od. rotor. Qravr. braun VDdloder roibraun boxealt braun BoxcoJk mlk beioe WüdlecL-Bins. Lindens chuhhaus Einhelfs'Preis MR. 155°° Lindenstraße 81 :Z IS Ii :'4 »»»»»«»»»»chchchch»«»»»»»»«—««»»»»« a Zinn I LOtxinn I /apltf r! Rcijrneit M Nic�alabLi 8t*|b«»>-> Welasmelnll I 1 1 Atomiiaia Ü«,c!..t;W.r. S.a.i.»..« PlnllncaJb—.— , MctisMleiHi: ----------- ,erl>nicK! Eo«l«»«i«ii-Kiiili»ml»5»r,To Weherstr. 31(Tolel.! Alex, 41»)) 1 Htfren-Gorüerfilie Sonderangabot ron kk Paiatt fs, CutewsyB mit g«str. Ho«« grSItc Antwehl, beiosders preiswert Tailaahiung gastatlati__________ Belser, Lothris�ßf Str. 67 WZ —JMll II I II Hill 1 1 Iii IIIIW Will I)■■Ii ITI!m1 Santa Lucia SfiJwain. nrlwb* eine ienrtte Meie chr Se»»» t SHmm Depot; N. 4. Beraatr.»4. N»r4. AMI- Ueberell kloNIek. W BrlkimorHen, HQüzeii kauft ßrossmann, Johannisstr 4 Norden 10011 Entferne TtMermn Metall« Kupier. Rot iiO. Blei. A"«g«lnsf. Ziak. Zinn, Lstrerinetall asw. keoltxu an)berhletbar«« T«ee»prel»«o ZacRnrsna- n, Elaassar 8i»»li« 9,»er» II. Nnr4«ii 4WI. KWmswtts' unter Qtremtle ohne Rieche», olne Sohuoiden Mutt«rm»le and. _________. Wenen. t|*ilcl.; --- lüb.6, Mlilw u.>»nnt. 10 b 13. Cunler. i Praktikant der Cbiraril«, Kalser«tr.4ll. Nthe Alniandarplate. i O., eck* über, Zlrtn.titftiii. bliberbruch usw.. ksult za lidchsten Preisen MetnlU 8«hni«lie»»rinicssln. nauetr. 17. neben Waitkaim (MeiltaPl«)»' ea«ros MdoiS.®«" ddtall « AU'Btchen s Sfitfclaale Tngcapresiae d| SeMataauar Alle* 80. An Bahah. Sellin h. All«. 3 Mialfiiairotii O s 4 e n, Urflner We»»0, ahlt l> bWMlM Tta<*nke Bi Kupfer. Meaelno, Biel» Zink, tia-vf. Kupfer p. kg b. 8,50 .Mflgp. kg b. 4.50 stiel, Zinn. Zink fcaait MlaT». 3 Ankaufet.; W«li>«nt>urgarStr.11, Kastanien-Allee$5, riiistlflkendorfsr Str. 101 PisfeSan Armee und W«ufier, 9 mn Llaienatratt» tu. Armeepiefolen lud Jnactwa.ttam kante» zv kohen Preisen F.W.VuciraylCo.haetriikiDi Berlik SW„. UDdnnsli. 90 Scbnellaefbcärer. Äikkmskvdm.�e. ScbiatrselielnsB kauft Iii»ti«rdAek»kteo Tegei- "�Hunsehol, Moabit. RoatMk.r Str. 38. II! Gold III fflr lad» Warlaat-a« Hkchela Aakaufspralst I. Pienjschela«. Hrillantan. Ooldkaaaastende, Ttpniohe. Becher»sw Wolll. rrwdrltkllr. 41 III. lote(Mkttr AH-Keb le Etiffros-Vtrwtrhiuf» Invalidenstraße 143 Parabellum-, Armee- Pistolen, Manaor-Piatoten, 9 mm ia»ie Jnjrtiwti'-coitiui; ra hSchstnn Prelseo W. DiKPICE. KaaiiaeadaaianslraBoSti. Ait-Panäc?, tllea eobsstUIlc« Pcp'er, »tttweoaa. 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