Einzelpreis 20 Pfennig ♦ 3. Jahrgang Sonnabend, den 72. 3uni 1920 Die erickeini movatns un�na flbenö-flusgabt Dis achtgefpaltcne Nonpareillezeile oder deren Raum kostet 5.-— 111k. einschließlich Teueru-'gsz lfitiiag. Zl'eine Zln�e�qen: Das fe�tgedru�to lvort 2.— IVi f., jede? weiter? Ulort 1.50 UTP� einschließlich Zt lerunzsxusch'ag. taufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und �teuengesache'2�20 111k. netto pro Aeiie.' KteUengesuche in Ivortanzeigeir: das fettgedruckte Wort JJjO jedes weitere Wort i.— Ulk. �niaraten-Abteiumst: Nerim?iW. K. �chiffbanerdamm Fernsprecher: Amt Norden 831*— tt«, Vuchhandinnq Zentrum 2045 »Freiheit"- Buchdruckerei Zentrum*OSO. berliner'Orffan i�itglj�agsai AOus zur Völlerversihvwg. An Ap? ll an die deutschen Arbeiter. T. U. Lrmdan, 12. Jmn. gn der yeftrsg�R UnierhauSsitz«ng erklärte Lloyd George. e» bei ke�n Grund vorhanden zu der Annahme, das} die Geldmittel, die Krassin und der rnssischen Delegation zur Verfügung stehen, in illoyaler Weise ausgegeben vrircden. Genosse Jacques M e u n i e r, Generalsekretär eines französischen Eisenbahnerjyndikats, schreibt uns sol- genden beachtenswerten Brief. Brrlm, den 8. Juni 1620. Genossenl Ich bin dabei, nach Paris zurückzulehnen, nach einer Reise durch Deutschland, die ich allein zu dem Zwecke gemacht habe, die Denfioeise nicht alle n der verschiedenen sozialen Klaffen, sondern des ganzen deutschen Volkes zu studieren. Ich gestehe Smh. baff-ch von Such gehe mit der Traurig- teit eines Menschen, der sich furchtbar getäuscht sieht. Genossen die Arbeiter, das helfet die Mensckzen. d« produ. zieren und die in unseren Nationen arbeien, muffen sich endlich verstehen und muffen über ein Mittel nachdenken, den idiot schon Haff der Chauvinisten und der verbrecherischen Shchnieffer dieser «achmalionen zu zerstören. Das ist die dringendste uns höchste Ausgabe des Sozialismus. In den deutschen Zeitungen läuft jetzt ein erbüterter und bettagenS- werter Kampf gegen Frankreich mit dem klaren Ziel, die Arbeiterilassen— dte anderen fmd es schon— gegen die fran- zSsische Nation aufzuhetzen. Genossen, die verbrecherische Regie- rung hat erkanw, daff das einzige Mittel, die Nationen zu be- herrschen und auszubeuten und sie nach ihrem Willen zu führen, das ist, sie auf das geistige Niveau von ISIS zurück- zuführen, das heiffi also, sie blind zu machen. Und diese surchibaren Plane sind nahe daran, zu gelingen, wenn wir Sozialisten n cht so rasch wie möglich dazwischen treten. Genossen, vrrgefft nicht, daff der Haff, den Eure Regierung siien will, im Gvunde genommen ohne Unterlagen und ohne Gründe ist. Eure Ausgebe ist also nicht zu schwer. Der Haff der Franzosen ist aber leiser begründet. Nicht wozeii der anderthalb Millionen gclötetcr Brüder! �Jhr Hab! auch d e selben schmerzhaften Bevtusle. Ihr Tod hätte einen Zweck, wenn alle Brüder geworden wären. ES handelt sich um die Ruinen unserer Dörfer, unserer Fabriken. um unsere He im e, die von Eueren Wahnsinn gen M-i-litärs seit W» dam H-indenburgrückzug 1917 zerstört worden sind. Ich spreche � Bank ausgeteilte Scheck» vieler Millionen. nicht von den Tor fern, de durch die Schachen verwüstet worden Jji6, denn das war trotz allem urwermre-idlich ES ist vielmehr ie Sklaverei, d e unsere BevMevuing während des Kriege» in den besetzten Gebeten über sich-hat erg>.'>hen lassen müssen, �ch lönstatiere mit Bovanügen. daff nicht die Kämpfer, alio d e Arvei er und die Produzenten, die Henker unserer unglücklichen Vtittmrger waren, sondern allein diese Jzu n k e r, dietz! Ossi- ziere usw., d« hinter Euerer Front lagen. Also, Genossen, ich biwe Euch Mistßutdig, rarst es Usul dem'deutschen Volke zu, tuff«S »Sein diri« Kerle sind. Sie die Urheber des bedauern»- werten Schicksals Deutschlands find, d-ie die Fomd- ick�ft der Enten:« und des ftanzöstschen Volles im besonderen hervorgerufen haben. Merkt es gut:-Selbst der Arbeiter'chliefft sich denn an. Denn der Arm« ebenso wie der Reich« nrurde von diesen Varbaren gamirrwrt. Lest z. B. das Buch.Charlrville", da#?ITh- km Appen» in Doramumd verösftmlkicht hat und Ihr wenve leicht veosiehen, daff e» unseren Regierenden stetS gelingt, sie«tempathie und die!Si»:gung der ganzen Nation in ihren gegen De-ut'lchlan'» zu s-echan. SS ist Pflicht des französischen Sozial-swn, seinem Volke zu erS-il-eei, do'z es nicht der Deutsche war, der ihn quälte, son- bern d i« barbarische Klasse der Militaristen, Z u» k e r, A l I d e u t s ch e n, id�e das ganze deutsche VvA tyranni. lerten und die noch heute bcrrscken. Euere Ausgabe ist ebenfalls ganz Lwr. Ihr mufft dem beutsch--n Volle die Griinde de» Haffe? w-Ien»N-n?, wa? den Namen deutsch trägt verstänblich mache«. ober d«ff es auch bei uns Männer g:bl, d>e dabei find, die Nation b.cheu zu bringen, nicht mehr d e zu hassen, die im Grunde ge» u.>:«wsn an akl>dew, ma? geschebm v't, unschuldig sind.?«m> ivlrb der Tag kommen, wo der D-sutfche und der Fc«»zof« sich d e PricheRsand reichen wird. Die Arbeit, die uns erwartet, ist tchwtr, aber vorwärts für die Wiedervereinigung der VölterlII Fveuirdschaftiiche Grüffe Euor K>,:nerad Jaegiw» Meunier, GenvraksotrrtSr dos E�-�i'l'ahn-erveNbanldeS der Linien Paris— Lyon— Medilevrane. Sußlasd und die kn'enle. ll. dl. Paris, IL. yursi. Sie Kommission de» Obersten WirtschaftSrateS trat am Frei- tag»uf« nr.ue zusamnivn.«tu dieser Sitzung nahm der B-r- kreier eowjet�IujziandS nicht teil. Dor französisch,««rtreter gab ein« AuSeinomdersetzung der Lage und es wurde darouf beschlossen,«»nen Fragebogon aulzustellen, der sämtlich« von Frankreich alS»ichtigsw Punkte erachtete Fragen enthalten und Ktaffi*»nc Beantwortung v»egetegt werden soK. * Di« schwedische Reglern ng»rkKrt». dafür zu ga«,«- tierr»,»äff die 29 Millionen Golbrubel der Sowfetreg:«- rung nicht in de»«erkrhr ,«»rn«h< und unter nnuttche Pe wo Atina oesiav' von der polnW'Mffischen Front. Kopenhagen, 12. Juni. Etwun Lelegramm au» Warschau zufolge teilt der pol- nWscho Generalstabsbericht mit: Auf dem nördluhen Fontabschnitt dringen die polnischen Heeve trotz de? Widerstande» de» Feindes siegreich vor. ES wurden zahlreiche Gefangene ge- macht und über IM Maschinengewehre und eine groffe Zahl Wagen und andere» KsnegSmatarial erbeutet. Um die sich zurück- ziehenden Ha» ptt nippen auf d�m nördlichen Kampfplatz zu ent- kosten, haben die Bolschewisten mit grösirren Streitkräften einige Punkte an der mittleren Beresina angegeriffen, um den Fluff zu ülbeuschreiten. Dieser Angriff wurde zurückgewiesen. Ans der Front zwischen de-n Dnjepir und Dujestr entwickeltcn sich lokale Kämpft mit gutem Erfolge für die Polen. Ler schwedisch'russische W?r�ouskausch. T. U. Stockholm. 12. Juni. Advokat Helberg, der hiesige Vertreter der Sowfttregi». rung, dementiert die Bchaupaing der.Times", daff die schwedi- schen Banken sich der Aufnahme de» Handels mit Sowfttrußland gegenüber ff hr reserviert verhalten. Die HandelSverbin- dung sei im Gegenteil bereit» effektiv: die Schtve- den haben bereit» Waren nach Ruffland gesandt und russisches Gold ist in Sch.vede.i angckomme». Eine Stsekffokmer Bank sei seit längerer Zeit in HandelSvcrbindung mit den Zeniro-Doftr». In russischem Besitz in Reval befinden sich auhrrdem von dstftr Die lllaulsch-russlscheu VerhandlsvZen. Kopenhagen, 11. Jnnt. Der Korrespondent der Berstn-Sk« Tidcnde in Krtono drahtet, daff der aus Meskau zurückgekehrte Teil der litauischen FriedsnSabordnung sich demnnchst wieder nach Mo». kau zurückbegeben wird, um die FriedenSverhoichlungen iortqus etzer. Um bei der ftrneren EntwiÄung der polnisch- russischen Kämpft gegen jede ernste Ueberraichung geschiltzt ftt sein, habe die lttawfche Regierung di« Mobilisierung de» litauischen Heere» angeordnet. Sie Neubildung des ttalienMen Kuwekks. Pasel, 12. Juni. Die Agentur Stefam«rekdeft Gftlift? hat dem König di? neue Ministerliste gestern präsentiert. Zum Mimfier de» Aeufferen ist Graf Sforza ernannt. Giolittz wird«iffcr dem Präsidium nixh das Resort de» Jnnennrinisior» übernehmen. Er erklärte, daff er nicht per sän sich an der Konferenz in Spaa tekl. nehmen wrrde. Vo:bcsprechN«-es zur Sv�ereuz Iti Sps�l. H. N. Pari», 12. Juni, Der„Platin" bestätigt, datz Mllorand sich mit der Absicht, eine Sondcrbesprochnng der Minitzrr irgendwo an d»r fronzisischen Stlstr, wahrscheinlich in Voulvgne, vm 2«. Juni st»itsinde» ,« lasten, einreritzinde-, erklärt hebe. Diese Konseren» ist«tt b«reitung zu de» Verhandlungen in Gpaa gedacht. Die Moskauer Z«ivr«akI0R>le gege« die tommuul�che ArdeiteMslel. T. U. Stockholm, 11. Juni. In«in« SrNi»r«ng dor Mostauer kommunistisch»« Int«». »ntlvnale wir» über dn« verhstitni»»«, b»» drntscho« Komma. nisten«mSgcsübrt:»ie brntsche kommanistische«rbeitorpartei hat sich in allen wktifchon Ken«»» mit der tommnaistischen Internationale in Wiv»»sp»nch gefetzt. Da» Er- sachea der Partei um»nfnahm«« di» kemmnntsNs�e Inte». national,»morke von dorn HanvtanSfchnß dahin ftoantvvvrM, dir Parioi kdnne Zutritt erhaldo«,«e»n ste flch»rrvfttchwt, sich all«» Brschiüston b,» K»ngr,sle« zu lnotorwrafen»uv»artzrr bi» na- tionalistisch gesinnten G» g e-nv»v 0 dar b»a» idr e ir t»» der Partei ausschließt. polllische Schieberlriüs. Mr habe« bereits«sagt, daß die Antwort Tr�iSpiens von allen Partetgenossen als rein« Selbstverständlichkeit empfunden werden wird. ES ist uns keine einzige Stimme in d« ganzen Partei bekannt. geworden, die sich dahin geäuffert hätte, daß der Eintritt der Unabhängigen Sozialdemokratie in eine Koalltionsregierung möglich oder denkbar fei. Die bürger- liche Presse, die ihrerselis bereits ihren Parteien erklärt hatte, daff ein Zusammengehen mit der Unabhängigen So- zialdemokratie für sie gar nicht in Betracht kommen könne, sagt denn auch, daff die Antwort Crispiens, wie fchon aus der Haltung der„Freiheit" zu erkennen gewesen wäre, keine Uebcäwaschung bringe. Die Unabhängige Sozialdemokratie hat ihre Antwort mit aller Klarheit erteilt. Sie hat damit gezeigt, daff sie das widerwärtige Spiel, das gegenwärtig von ollen anderen Parteien getrieben wird, keinen Moment lang mitzumachen gewillt ist, und es ist ein Zeichen der Stärke, daff wir auf die elenden politischen Tricks verzichten können. die hierzulande als Politik gelten. Die anderen Parteien suchen gegenwärtig eine jede der anderen die Verantwortung für Beteiligung oder Nicht- beteiligung an der Regierung zuzuschieben. Am dümmsten, weil am durchsichtigsten, betreiben die Rechts sozio- listen diese Taktik. In der Partei bestehen zwei Strömungen, von denen die eine unter allen Umständen an der Regierung beteiligt bleiben will, während die andere zwar sckpveren Herzens, aber der Lehren, die die Wahlen eben erteilt haben, eingedenk, in die Opposition gehen möchte. Wie vorauszusehen, nimmt die Richtung, die sich von dem Schein der Negier ungs macht nicht trennen kann, täg- sich an Einsluff zu. Ihrer Stärkung galt ja auch daS schnelle Vorgehen Müllers, der die morgen zusammentretend« Konferenz der R�chtSsozialisten vor die vollzogene Tatsache der Ablehnung unserer Partei stellen wollte, um so die Stimm 11 ng für d i e Teilnahme der Rechts- s 0 z i a l i st s n pl verstärken. Ebenso läfft sich aus dem Briese deutlich wkenncn, wie diese Herren opsrieren«ollen. Sie werden die Aesahren einer bürgerlichen Rsgirrun» schwarz in schwarz malen, sie werden erzählen, daff damit die ärgsten Gefahren über die Arbeiterbewegung herauf- beschworen werden, und daff Msolgedessen das„schwere Opfer gebracht" werden müsi«. auf den Ministerfuihlcn sitzen zu blsiben. Noch kindischer operiert di«„Dorwärke"-Redaktion, die bisher m«chr dem ttsbergang in do« Opposition zuneigte. Me fälscht deshalb den Sinn der hier verostrntlichten Artikel, und zwar laufen dabei fortwährsnd zwei Fälschungen nebeneinander. Einmal wird den„BorwärtO"-Lesern er- zählt, die„Freiheit"„will die Nsgleruna Helff»rich". DaS andere Mal soll die„Freiheit"«ngedluh H»h«-5ucht nach einer Koalisiontrogierung vsrr«ftn und deshalb«n die de kannten Minimalforderungen erinnert haben. Das«ine ist so unsinnig»ie daS andere. Mir, w«llen" keine Regierung Hetfferich, aber wir haben konsinliert, daff die saziale Kräfteverteilung, wft sie in den Wahlen zum Ausdruck gekommen ist, bürgerlich« Regieruva erv-r daff eine Beieiliung»er RochtSsoziaiisten an der Regierung die Stellung der Bourgeoisie stärkt unb die de« Prole- tomtS schwächt. An der Ablebnung einerKoali- ti 0 n mit ben bürgerlich«« Parteien durch die Unabhängige Sozialdemokratie Kaden mir nie den«erinüsteu Zweifel aufkommen lassen. D«r„Vorwärts" braucht ober Fälscht«»«». Gntsch«ibet sich ftine Parfti für da« verbleiben in der Koalition, so wird der„Vorwärts" di«en Befchluff st««e»«eine andere- Neberzeugung damit begrsinden, daff die Unabhängigen die RechtSsozia listen zur Koalition gezwungen hätten,«eil nur so die Rogieruna H«lffer!ch hätte vermieden werden kSnn«i. Ilm anderen Falle hofft« der„Vorwärts" gleichfalls die Verantwortung auf un» abschied»« zu können. Wir sollten die Forderungen als V«Mngm>g für den Eintritt in ein?. bürgerliche Regierung gestellt haben. Die RochtSsozialisten würden sie ak|U»tur«n. aber die bürgerliche» Parteien würden sie vt«L«ichj ablehnen. Täten sie«S wlöor Er« warte» nicht, s» wären die Unabhängige« gefangen,.bei Ablehnung aber würde die Bürgerlichen die„Nerant- ivortocig" für den Uabergang der Rechkdfozialisten m die Oppositis« treffen und diese hätte dabei gleich»ine güu- stige lSosftion erreicht, indem st« aus gleicher.Linie mit d»« Unabhängigen stünde«. Da» mag nun all«» s«br schlau«rdacht sein, tst aber doch n«r herzlich dumm. Wir haben gar k«i«te Ursache, die Ra«»i»i»>owo>n«, zl, ffcha«««, weil wir staee, arimdsätztfche ji'L veu;s4.>uviDti ju«b im ge5enwärtiit-n Monwnl eine M-öglicht, und wir haben gesagt, "Spolifff frd&en und fcbe Verschkeisnma ftMefcnen. D�n rechtssozialistisch?« Opportunisten irgendeine verant- Wartung adzunchmen, besteht für uns gar keine Voran- laffuvg Das Schreiben Srilpten« hat all diesen tak- Usch?» Winkelzügen ein Ende geniacht, und daher das Wut- toichrci de»„vorwärts":„Tie will Helfferichl" Rkfei.minder widerwärtig ist das verhalten der bürgerlichen Parteien. Auch sie suchen alle nach Gründen, die pslitische B-rantwoi-tung von sich selbst abzuwälzen. Am sch«selsten benehmen sich die nationalen Parteien, die zuerst die«egierung der Demokraten und Rechtssozialisten al» fe«s Uebelste vom Nebeln denunziert baben. und jetzt dies« Parteien duvchair» wi»dsr in der Veaiernna mithatten «Lchte». Sl�erdi»�? ist•» nicht nnwahrschmulich, bafe fie schließlich Erfolg hab«u werden. Tic K o a l i t i o n soll in der alten stiorm wieder erneuert werden und dabei die D e u t f ch« V« l? t p a r t e i wohlwollende lsteutrali- Mt übe«. Mau Witt die Herren Strcsemann und Helfferich znuir borlänsig noch nicht Unter den Linden grüßen, aber nu« Wik schon jetzt stÄ zusammenfinden. Di« sogenannte alie' Koalition würde als» nicht« andere» bedeuten, a!S die Mitregierun« der Deutschen BolkSpartei. Wenn aiuh der«icher« Schein notdürftig gewahrt bliebe, so wäre in Wirklichkeit die Koalition nach recht» verbreitert, der Pakt mit der BolkSpartei gerchloss««. Wa« die Kerl iSsozialisten gestern noch «lS jjiiiz auZgeschloji«« erklärt hätten, würde morgen ver- wirklicht. VZ braucht nicht erst getagt zu«erden, daß der bürger- lichc und arbeiterfeindlich« Charakter der KoalitionSrcgie- rung durch dies« Lbsung womöglich noch»ermehrt würde. Die Pochttsozioltfier» würden in einer solchen Zfcgierung »och in gesteigertem Maße die Bülte! der Bourgcoiste sPiolen. AB ist nicht unsere Sache, ste davor zu warnen. Kstr unS, und wie wir denken, für die gsamte Urbeiter» asse. ist die Situation dann erst recht klar. Die Recht»- saziaststen treten auf» neue auf die Seite der Klasscnseinde de? Urolchariat» und vereinigen sich mit der Partei Heifss- richs und Stinne». Tics« Art Koalitionspolitik schasst dann nicht geringere.Ktarheit al« di« Bildung einer rein bürger» lichen Regierung. Aber die RcchtSso»ialisten erleichtern der vaurseoist« gan« archerordentiich ihre Herrschaft und schwächen durch ihre Beteiligung in gestihrvoller. kritischer Situation die Kraft der Arbeiterklasse. Aber dies,» Spiel kann unmöglich von Dauer kein. Lassen stch die Rocht»- sozMliften darauf ein, so wird ihr Schicksal bald nnd endgültig besiegelt sein. Nsttere Wtch'reMÄe. Noch der«mtkichen endgültigen Feststellung ist da« vogobiü« stn Wahlkrei» Nretlau wie folgt: Abgegebene endgültig« Stimme«»?S b0t. S« haben erhalten: Dcutschnationale tSl S6V, Deutsche»»lktpartei V7 8<0, Demokraten 66 666, Zentrum 177 WO,«>ttekstand«part»i 11 070, Sozialdemokraten 817 87«, KneiHngtio« 68 M«.©« find gewählt: Deutschnationale Boik«- Partei>, Deutsche voklSzartei 1, Zentrum 2, Sozialdemokraten 8 Sitz«. Durch die Sereinizung der Neststimmen aus dem Wahl- kreis« B»»»l«u und Liegnih ergibt sich für die Demokraten ein Sitz i« Wahkkrei» Bretlau, für die Deutschnationalen»in wei- terer Sitz im Wahlkreis Licaiiitz. Das Wahlergebnis filr Köln— Aachen ist folgendes: Zentrum ««»W, Christliche Volkspartei 23 610, Deutsche Volkspartei 77 408, Deutschuational 33 033, Demokraten 34 007, MchrbeitS- kozialisten 170 927, Unatchlinglge 70 630. Da» Zentrum erhält 7, die Tozialdemokraten 2, die U. S.P. 1, die Deutsche BolkSpartei 1 Mandat. Aach dem amtklchen WahkergebniS«ntfi? Weiterung der Regieruiigkkoalition in Baperu. Dem Eintritt der M cch r-heii dfazio listen in di« Regierung soll grundsätzlich kein Hindorivi» in den Weg gelegt werden. De züglich der Wahlen nn Reich erklärt« der AH». Leicht, dx Bayerische Volkspartei werde kwmesfall»«in« Koalition mitmachen, der die it S. P. angehört. tk tschechischen SoztalOemslnken Wer die Keuischen Wahlen. „Prauo L'du", da» Zentralorgan der tschechischen sotzialdemo- »»«»tischen Partei, äugen fich zu den Wahlen in e-nnn„Die Wah. len und die reaktionären Strömungen in Deutschland" über- schrieben«» Leitart'kcl. Die moiia chifstsche OsfizierSpartei wird darin al«.Weihe Narde" bezeichnet, der Instand in Deutsckiand sestr uoiersroudch geiiairnt, auch wegen d«r.Rü«kvirkumg auf die Reaktion in Deutsch-Oesterreich und in Tschechien selbst.„In Bayern*, so heitzt es in dem Artikel,„tritt dm.Ordnungsblock' «iftn unter der Devise Gott, König und Vaterland auf, mit Unterdrückung von Press« und Versammlungsfreiheit. Di« LHn- macht der deutschen Regierung gegen di« Monarchisten rächt sich schmr-. infolge der Schwäche und inneren Zernffercheit der d«ut- scheuil- sch>md-u gemacht werden in einem Cntscheidungökampf, dessen Folgen sich auch bei uns sin Tschechien) de, spürbar mache« werden." SrleDti-chwlrktidzen I« Sberschlefie«.! AuS G l e i w i tz O.-D. wird unS geschrieben: Wa« fich in verschiedenen Städten Oberschlesien» abspiekt »nd abgespielt hat, find die Sympiome einer Krankheit, die man mit Kriegspsychose bezeichnen kann. Die in Oberschlesien vertretenen Nationalitäten, Deutsch«, Polen und Franzosen, leiden geistig und kkrperkich all« noch an den Nachwirkungen de» graueuhasten Mafsengemetzel». Die Leiden der Völker waren so entsetzlich, datz die jetzt noch Herr- schende Gereiztheit für jeden, der ehrlich bestrebt ist, sich in die Psyche der Menschen hineinzudenken, sehr leicht erklärlich ist. Wem es mit der Verständigung der Völker ernst ist, der wird die« fem Umstand Rechnung tragen. Bei un» in Oberschlesien kommt noch hinzu, daß die De Völle- rung jetzt über ihre staatlich« Zugehörigkeit abstimmen soll. ES hat deshalb von einem Teil der beiden»n Frag« kommenden Parteien, Deutschen und Polen, eine wüste, nationalistische Pro- poganda eingesetzt. Infolge der krankhaflen Gereiztheit dieser Teile der Beeollerung führt die mit vergifteten Waffen geführte Propaganda fortwährend zu Explosionen. Zwischen den sich wie Kampfl>ähne gegenüberstehenden Parteien befinden sich die De- satzungStruppen. E« ist nicht zu verkennen, daß diese fremden Soldaten, selbst den besten Willen vorausgesetzt, einen sehr schweren Stand hoben. Die Kampfhähne auf beiden Seilen bücken auf sie mit ArguSaugea. Wehe ihnen, wenn fix der einen oder anderen Partei ein freundlichere« Angesicht zeigen. Völlig unberührt davon stand bisher tue klassenbewußte Arbeiter- schaf tda. S!« folgt der ll. S. P., bie für die Verbrüderung der Völker wirkt. Ohne die Arbeiterschaft geht e» aber nicht. Die Hakatisten auf beiden Seiten reisten wohl sehr gern da» große Maul auf, aber mit bloßem Maiilausreißc» ist e» nicht getan. Ez muß wesen, guckten gegen da» abgenutzte Geldtäschchen und zuckten zurück... „Dot fange Pfund fünf Mirker", schrie der Mann noch sin- man schrill, al» müßte er die Versonnen« wecken, je rascher und grausamer, umso besser! 6» gelang ihm auch. Wie ein Fliehen war e» nach diesem Erwachen, nur forr von dem Ltzstwaaen,... fort...„N* Vms vier Mark fündig, Hansels Schuhchen bo- sohlt, drmstig Mark,... daz Fett akcholen,... v«er Karten,.., macht,... nein... fi« dürft« ja nur für zwe, bei den beuten Preisen nehm-eni,... Milch für» kranke Lottekind, die kbar» tofseln,... ein Stück Seif« neun Mark für die Wäsche, und. und...' rechnend, zählend lief fi« wi« geiagt weiter... Mer da war schon wieder ein Ki-.fchenwagen,... und da schon wieder,... wundervolle, groß«, köstliche Früchte, um di« man sich riß, di« man»irkkch kaufte trotz alledem!... Kchhernd«, blutjunge Mädek», Lonifchnqen,... behäbige Aebei. cht, di««logante Frau, der modorne Mann,«ffc, alle überlegten gor nicht, daß sie mit ih»«m ber«'twillig»n Angehen aus die hohen Pre s« d« Wucher di« Weg« ebneten. Sie kmeften, denn s i e hotten e» ja dazu. Kauften, schmausten,... jpuckhoa di« Gtoin« linh» und rechts und gerodoeniS,...„i« wch billig, Menschen»ft ich. gestern Hai stchsc für'n Pfund jch-ben', sag«? triumpihtomnd gerat*«in» der kuezgneeckten Dnoxer nehe» der wie tau mal nd schreitenden Frau und Mucher. U«d dicht da- »eben, dicht am Pürgerschig. s» dem»ahinsaufenden Auto, hatte da» Porchen, auch eine Riesenkirschendüte im Arm, fk'rtete, lachte. schmalist«,... weit im Bogen Fegen die noch halb von Kirch» fteisch umhüklchn Steine«u» dem Wagen....R«. Schatz, wen» ch für drshundeat Mars'ntm Hm tragen sekl, denn ierst du .Ella» war denn,... wa, gnckste denn?" setzt«>!« lachend» Siiiieme noch Hinz«, al» der Man« sich pStzllch weit au» den: Auto lehnt« „Ach, ich weiß nicht,... da muß irgend estvack passinst sei« am Potsdamer Platz,...«s sammeln sich viele Leute an," meinte er und grifs erneut und geiangweilt in die ihm gnädig gereicht« Kirsch« utüte. Aber die neug'erigen, lachende» tilgen kennten nicht mehr sehen, wa»«» ww.. Ein« Frau lag da in der Mawwonp«. di« sehen so warm«nd stark in diesem?ahr gewesen, daß sie Frücht« reisen konnte, ibrder den seinen Schläfen eiefelK' durch das frühe graue Haar dunkelrole» Blut. Di« Augen wann hol» geöffnet, blickten starr auf den Kirsthenrestltum da drüb.'n, nach dem sich so gerne Kinderhände streckten... Der Mund war nocki immer wie durstig geöffnet, trotzdem kein Atem mehr darin war. „Wie ist denn da» nur passieeik" fragte man, al» st« auf- gehoben, in ein Haus getragen wurde,..,«in« s» laicht», zum Gebarme« leichie Salt... auch gchandelt werde«. Man vorfircht nun, die Arbeiterschaft auf die Straße zu locken, um sie vor den hakatistisch-nationalistischen Karren zu spannen. Man dichtet den Franzosen Greueltaten an und wenn solche nicht geschehen, müssen Provokateure den notwendigen Beweis schaffe« oder e» muß aus der Mücke«in Elefant gemacht werden. Ein sehr beliebte» Argument ist die Entrüstung über„schäm- loseS" Verhalten von Mädchen, die mit französischen Soldaten verkehren. Da muß sich einem, um mit dem Herrn Abgeordne- ten Roman Becker zu sprechen„da? Herz im Leibe heruin- drehen*. Eitel Heuchelei! Herr Roman Becker, warum hat sich Fhr Herz nicht im Leibe herumgedreht, al» 16 bi» 20jährige Mädchen von Angehörigen de» Grenzschutzes gefchstchtSkrank gemachl wurden, so daß si« au» ihrem Elternhaus geschafft werden mußten, um sich heilen zu lassenk Oder wäre e» nicht richtiger, Ihr Herz drehte fich noch jetzt um, wenn Sie fich daran erinn.'rn, daß im besetzten Frankreich Frauen und Mädchen zu Tausende« gezwungen wurden, in Geschlechtsverkehr mit d-utschen Offizieren und Soldaten zu treten, daß die deutschen Truppen Bordell« schufen, in die nicht nur Dirnen hineingebracht wurden?„Ja,* sagen die deutschen nationalistischen Schreier:„Damals war Krieg I" S-hr richtig! Aber die Mädchen werden doch bei un« nicht e-zwungen, mit den Franzosen zu verkehren, sondern st« wn et freiwillig. Die ganz« EMrüftungSmache ist auch um de»- willen Heuchelei, weil man nicht die Tochter der besser situiertee Kveise, die mit französischen Offizieren ganz ungezwung n verkehre«, nnd sich ihnen an den Hol» werfen, insultiert und mit Namensnennung der öffentlichen Verachtung preisgibt. Dal französische Mlitär zu bekämpfen, hat die oberschkest- ich.' Arbeiterschaft kerne Veranlassung.®4l jetzt hat die B«. »tzungSbehörde der Arbeiterschaft noch jede Fotderiiug bewilligt! sie bat da» bindend« Versprechen abgegeben, in jeder Sache d« Meinung der Arbritervertreter zu hören und, wenn sie nicht getTn die AbstimmungSangelegenheiton verstoßen, auch zu er- stillen. Fn dieser Hinsicht sticht da» Verhalten der Besatzung gegenüber dem früheren Regiment Hörsing» wohltuend ab. Die Arbeiterschaft wird deShakb ihre Kraft aufsparen für wichtige Aktionen nnd sich nicht von Hakatisten auf die Straße sichren lassen, wenn betrunkene frantzZfische Soldaten sich mit betruni«»»«- Rationakisten um Mädchen» die Schädel einschlagen wollen. Efo entt-Mler Vrovskalem. Wie mtser Kasseler Bruderblatt feststellt, hat der Führer d» Kasseler Offizierskompagnie» Oberleutnant M a r a u», den Gärtner Karl Marbach beauftragt, Mitglied dcr ll. S. P. D. zu werden und für die Offizierskompagnie Spitzeldienste zu leisten. Marbach trat am letzten Montag an ünseren Parteisekretär L Ü p n i tz heran und erbot fich. für 266 Mark den Oberleutnant Maraun, den Leutnant WeiSbera nnd einen Baron um die Ecke zu bringen. Genosse Lüpnitz bestellt« daraus Marbach für den nächsten Tag wieder zu sich und sagte ihm auf den Kopf zu. daß er ein bezahlter Lockspitzel sei, der auftragsgemäß unschuldige Leute zur Mordanstiftung verführen wolle. Marbach gestand nunmehr ein, daß er von dem Oderleutnant Maraun>00 M. er- halten habe, daß er auch bei der Zeftfrelwilllzcnkompagnle sei und auch von dieser täglich 15 M. erhalte, um die U. S..P. und vor allem di« führenden Leute auSzuspitzeln. Genosse Lüpnitz ließ Marbach sofort verhaften und übergab die Angelegenheit de- Staatsanwaltschaft. Der Schacher mit der sffe«klichev Mtimtg. Die ,M ecklenburgische Zeitung* in Schwerin, da» einzige zweimal täglich erscheinende Blaft Mecklenburg», hol vor einigen Tagcn seine Beziehungen zur demokratischen Partei ab- gebrochen und sich auf die Seilt der Deutschen Volkspartei ge- schlagen. Obwohl über eine Aenderung der VerlagSverhältniss« bisher nicht« bekannt ist, erscheint e« angesichts der zahlreichen ahn- lichen Vorgänge in den letzten Wochen doch all durchaus wahr- fchkinltch. daß auch die» Blati den klingenden Lockungen de» StinneS-Konzern» zum Opfer gefallen ist. . Au Sje- litten uff'n Kirschkern,* meint« ein» der MüdolS, denen dal Lachen jäh eben durchgebvschcn war, als der Frauen- kör per so hart gegen d> skimrne Kante de» Bürg.'rsleigs fiel. „Wo»ie man khe« Augen jehabt hat,* sagte da eine anbei«. und kepstchsttwlntz lief sie neben der Freundin weiter, währen» der»er Gcheeck noch im Mund geblieben« letzt« Kirschenstein neben ihr auf da» Pfiaster fleg... Lysisttaka. Große« Schauspielhaus. D« üb« zweitausend Jahre alte wahrhaft Nassische Komödie de» Aristophane»»L h s i st r a t a" hat nicht nur der Griechen Her» und Sinne erfreut, sie hat auch bei den Nachfahren ihre llvirfimg auf dem Theater nie»erfehlt. Auch in Berlin wurde fie in veefttziedonon Bsarbeitungen schon mehrfach gegeben. In die WrrNichkeit freilich trat dieser Aristo» Hanesche Streik der Frauen, die sich ihren Männern und Buhlen standhaft versagen, di? der Fried« zwischen feindlichen Staaten wie dem als zwischen Athen und Sparta erzwungen ist, höchsten» einmal bei einzelnen um privater Zwecke willen. Und doch hätte dieser.LiebeSstrcik* auch in unserer KriegSdarbarei vielleicht ein pazifistisches Mittel sein können, unser« praß*« und kleine« Siraiegen zur Riaison zu bringen, die sich»inem falschen Heldentum opferten Traue aber einer dr« Frau»« in dieser Pepieheing... Der große griechisch« Kemödiendtchter de» Altertum», den alle Völker und Zeiten um die Schlagkraft seened Witz,» beneid««, weil er lam stärksten« den„Vögeln*) m*««im».; gtze�oitlich an keine Ration gm Kunden war, lüpft« mit keckem Griff die Zipfel der Gewänden mit der fich fnlsche Scham und kriegerisch eitle Heldenpose gern dvapiereu. Der graße F-ldherr— Näglich girrt nnd gurrt er im Staub« vor der Geliebten. Und KriegSziel und Schlachtenruhm zerfalle» in lliicht» vor einer brünstigen Umarmung. Gewiß, auch den.Weiberstaat' verschent Aristophane» nicht mit seinem Spott, aber gegen Kriegsmord, Länderschacher und Heldeir- vsrebrung ist fein« Satire am blutigsten«nd trifft noch heut« WS Schwarze. Mit Aristophane» trug diesmal auch Max Reinhardt no Z»rku»-Th«at»r«inen Sieg davon, der auch über den Somme, Lauern wird. Mit dem Mut zur avSgelasse«. n ßustigkeil:asza. nierl« er die Komödie al« klassische Posse,»s war ein?l»frus zur Freude,«in Tanz am dft Lieb« und Sinneirluft. ein Lachen Über un» selbst und all« Geschlechter. Die geschickte Bearbeitung von L«« Sreiner hatte manch« antike Derbheit gemildert, aber innerhalb der gein»ßigt«a Zone war doch ulla» so bunt und frisch anMpackt und rhytnttstert, das; Auge und Ohr in üppigsten Kar- den und Klängen schwelgen konnten. Viele» war in Matie und des Hmtf m R?eWech?s. Po«m«sche Gewerkschafter gegen den Entwurf der Schlichlungsordnung. Der..Tcwcrkschastliche Nachrichtendienst* des«. D. G. B. verössentlicht folgenden Protest gegen die Erdrosse- lung des Streikrechts mittels obligatorischer Schieds- gcrrchte: .Die für Pommern bestehende«rbeitSgemelnschaft der Gauleiter und sonftiaen B e» i r t S b e a m t e n der freien Gewerkschaften bat in ihrer letzten Zu- samnienkiinft Stellung gen>,inmen gu dem Entwurf der neuen Echiichtuiig�ordnung. Die Anwesenden verurteilen mit aller Schürfe dir in dem Entwurf zutage tretende Tendenz, dag KoaiitionSrecht der Arbeiter zu verschlechtern. Die grwerkschaftiich organisierten Arbeiter miisscn mit alter Ent- � schlcdcnhrit verlangen, das) sie in ihrer Bewegungsfrci» h« I t zur Erziclung besserer Lohn, und Arbeitsbedingungen unter keinen Umstünden durch irgendwelche einengenden Bc- stimmunge» behindert werden. Sollen staatliche Schiich. tungSstellen geschaffen werden, so muh unbedingt verlangt wer- de», daß schon bei der Zufammcnsrtzung der Schlichtung»«»». schlisse, bei der VesteNung der unparteiischen Vorsitzenden usw. den gewerkschaftlichen Organisationen ein grShereS Mit. bestimiiinngSrecht eingerSumt wird, da dir bisherigen In. stitntioncn nicht dazn angetan waren, diesen ein gröhere» Vertrauen entgegenzubringen. Wir erwarten vom ReichSarbeitSminifterium, d-h diese» bei der nochmaligen Umarbeitung de» Entwürfe» vor allen Dingen »ine griiherr Anzahl Ganleiter und Geschiift«föhrer der Ge- werkschastcn hinzuziehen wird, da diese durch ihre bisherige prak- tische Tätigkeit in der Bearbeitung der einzelnen yälle vvr den «chiichtnne»an»lch!ißvn genügende Erfahrungen und Senntnisse gesammelt haben." Wir holten hoS Vei�pi«! PammernS ffir s«hr nachahmenswert. Zuglrick, sollten die»ewerkschoften in ihren Versonimliinqen den Tntwnrs einer SchlichtungSord- nnnsi zum Gcqenstand einoehender Beratung machen, damit die oraonisierte Arbeiterschaft da» reastionärc Wesen dieses Entwurfs erkennt und sich zum Mas'enprotest gegen den Raub des Ctreikrecht? vereinigt. Die dünnen Strminen der Gauleiter allein dllrsten dem Geb r u l l der R e a k- t t o n nach den obkia»torischen Schiedsgerichten nicht gewach- isn sein. V> tci?bsrLtt?s»ß?eß w 0K?rW«?e«. Am Sontag. den S.?uni, tagte in KönigShlitt« der l. allgemeine Betriebsräte'eng?eh für da» oberfthsesilch« Ab- ftimmungs-�biet. Der von den Genossen Karg uim I a d a s ch in deutscher und polnischer Sprache begründet« Arbeitsplan «if der Grundlage de« Entwürfe» der Zentrale der Be- triebSräte(Berlins wurde mit allen gegen vier Stimmen angenommen, ebenso zwei vom Bonassen S p e i l> Kwtowitz vor- gelegte R solulionen, die wir im Auszug folgen lassen: .Der am si.?un! d. I. in KönigShülte to-gendc erste Kongreß der Brtriel'Sräie O-lerschlesiemS bekenn! sich einmütig zu dem von oer Larr-Kam Mission ausgestelkten Arde:»plan, der eine BctriebSräteorganisotien al» gemeinschaftliche Kampksorm der oderichlesisclie» Arbeiterschaft gegen da» Kapital ver langt. Nicht Gonderiinleresien einzelner Aeiverkschaften, sondern der Auf- st>eg der Arbeiterklasse ist leitender Grundsatz für die IBctricbe-iäte. Der Kongreß verurteil» den adlehnenden Sland- Punkt der g«Merkschos'Iirl>en Arbeitsgemeinschaft.... Der PollzimSanSschnß oer ober'chiessschen Betriebsräte wird beauftragt, nn Rah man der aufgestellten Richtlinien txrld zur dru'tisrtx-n Arbeit zu schreiten, um- da» ober'chlesisclx- Proietaral in Gcmeinseltztft mit den revolutionären Gewerkscharten und Par.eien an» der Knech schaft de« Kapilal« herauszuführen zum endgültigen Sieg der Hand- und Kopfarbeiter unter der Devise: (8ni< Mach! den Betriebsräten I" In der zweien Resolution heißt e«: .Der Kongreß verurteilt«mischieden hs« naktonalen Machen schalten in Obersckstesien und betont die Nowendig. keil, daß sich die gesamte oberschlesische Arbeilerschast von allen diesen Treibereien ferichält und ein« geschlossene Kampf- front aufr chlel gegen Kapital und Reaktion. Die Kampffront darf nicht durch national« Strei igleiten zer- rissen werden. Di« oberfchlesi scheu Arbeiter sind eni schlössen, sich ebenso energisch iwgen Uebergrifse jeder Militär- Willkür zu wenden. De versammelten Betriebsräte geloben, in ihren Betrieben oafür einzutreten, daß in keinem oberschlesischen Werk Kriegsmaterial hergeftesit wird, da» zum Kampf gegn« Sowjet- rußlond Verwendung finden soll. Der Kongreß bekundet den russischen Arbcr'Sb rüdern seine Sympathie im Kampf der Arbeit gegen den Imperialismus." Der Kongreß war von 108 Betrieben mit 820 Dele- gierten beschickt. Der llZprszeniige Lshiabzug. T» wird mitgctrilt: Die Vorschriften über den Abzug von Einkommensteuer an Arbeitslohn lgemäß den§§ 4S— 52 de» Ein- ko in men ste»erge sc tze S>, die an, 25� Juni lSSv in Kraft treten, haben in der Oeffentiichkeit vielfach zu irrigen Annahmen gesührt. ES besteht die Ansicht, al» ob nur der vom 25. Juni 1020 ab ver- diente ArbtitSlol?« dem lOprozentigen Abzug unterliege. Der Arbeitgeber nimmt daher an. daß. wenn er den Arbeitslohn am Schlüsse eine« bestimnitc» Zeiträume» zahle, er eine doppelte Rech. nung aufmachen müssci einmal wa» sein Arbeilnebmcr bi» zum 24. Juni 1020 und dann, wa» sein Arbeitnehmer vom 25. Juni 1020 an verdient habe. Diese Auffassung ist irrig. Dem lOpro» zentigen Abzug unterlieg, jeder Arbeitelohn, der vom 25. Juni lS20 an zur Auszahlung gelangt, und zwar mich dann, wenn er auf«ine vor dein 25. Juni 1020 liegende Zeit entkälll. Werden also beispielStveise für die Lobnwoch« vom 2l. bi« 2ö. Juni l02V 260 Mark Arbeitslohn aulgezahlt, so find 10 v. H. von den ganzen 250 Mark zu kürzen. Werden am 30. Juni I0W 1000 Mark Ar- bei!»Iohn für den Juni au?gezahlt, so unterliegen die ganzen 1000 Mark dem Abzug. Sin« AuScinanderrcchnung also zwischen vor und nach dem 25. Juni 1V20»erdienten ArbeitSlvh» findet nicht statt. Lj Groß-Serlin. Die Frauen und die Reichstagswahl. In Spandau haben, wie schon bei den Wahlen zur National« Versammlung im Jahre 1019, in 31 Wahlbezirken, von insgesamt 35, Männer und Frauen gelrennt abgestimmt. In dieien 31 Wahlbezirken sind inSgcsami 23 294 Männer- und 23 359 Frauen- stimmen gültig abgegeben worden. Nach den Feststellungen de« Siatistiichcn Amt» der Stadl Spandau entfallen von 100 gültig», Stimmen auf D. U. S.% S. P. D. Deutfchnalionale Deutsche VolkSpartci '»ich«' V«lk«partei Männer . 35,4 . 21.3 . 12,$ . 13.5 . 83 Kranen 83,6 19,3 16,7 14,5 7,» 4,9 6,0 0,14 Deut ich« Demolrarisch« Partei Kommunisten........ 6,3 ZeiilrumSparlei 8,2 Sonstige........... 0,26 91 kommen sonach von je 100«ültixcn Siimnren bei de« Männern<>3,0, bei den Frauen 50,1 auf die sozialistischen P»rteie» lein'chl. der Kvmpuin sdon). D-vegen«rhieiten die 6ik«'»Iich»n Partei on von den Mäimevn 37 Prozent, von den Frauen 4$,H Prozent Stiircmon. Em weitere» Beispiel für die reastionäre W-ipkuME d«S Frauenstimmrecht» b«4et die Mistimnwna-rn4em haben; nur die NechSSsazsirlFten unid die i Demokraten verwifchan diesen Eindruck etwa». Im allgemeine« . kann«rber� al» feststehend erachtet werdon, daß die Frau«» die Zahl der abstirnmeniden Mann« Bebel, der Borkämpser der politv sehen töloichberechiigivng der Fvaiu, stigte einmal, daß in der ersten Zeit, in der die Frau daS politische Wahlrecht habe, si» , diese» Recht im rrastianäron Simie anStchen würde. Er hat Recht behalten. W-ie in den gemannten Orten, so dürft« auch in and«- In der DonnerStagmorgenauSgabe veröffentlichten wir zwei Schriftstücke, au» denen hervorging, daß zwischen führenden Mit- gliedern der K. 91. P. D. und Kappoffiziercn Verhandlungen ge- 1 bei den Rechtsparte ion pflogen worden sind, mit dem Ziel, die Interessen der Arbeiter- � überwiegen. � Genosse schaft an die Militärdiktatur zu verschachern. Eine» der Schrift- stück« war mit„W. v. Hcimburg" gezeichnet. Wir erhielten darauf die folgend«, mit Hakenkreuz versehene Berichtigung de» Herrn v. Heimburg: � ren Ortrn die Sachlage die gleiche sein und beweisen, wieviel E» ist nicht richtig, daß ich am 14. März 1020 den in der Arbeit unter de» Frauen noch zu tun ist: denn e» gibt noch viel« .Freiheit" vom 10. Juni verösfentlichten Brief geschrieben habe.! proletarisch« Frauen, die ihre Gegner wählen. Richtig ist vielmehr, daß mir die Herren Na»ch und v. Declhorst i völlig unbekannt find, und daß ich erst durch die.Freisieit' von diesem angebliche» Brief Kenntnis erhalten habe. Ich Hab« mit der erwähnten Angelegenheit niental« auch nur da« ge- ringste zu tun gehabt. Auch die Leitung der K. A. P. D. streitet in einem an un»; gerichteten Schreiben die Echtheit de» Schriftstücke» ab und weist i!" Charlottenburger Stabtverordnetenversammkmg. Die Beratung der vorlagen über die Besoldung der Beamte«, der HilfSangeslellten sowie über da» Mitbestimmungsrecht in der Stadtverordnetenversammlung am Freilag verliefen recht nibig. Da der Mogistrat erklärt hat:«, daß er sich den Berliner Be« uil bezüglich der HilsSangcstellten vollkommen an- � m< a h I schließen werde, war seine den Schiedsspruch nicht«nerlenn-nd« -»von sich, daß.igsch n.it Ä>. v. Hcin.urg irge dw>.)e>. vornherein erledigt. Für die unabhängige Fraktion lnrwie» Genosse Hertz darauf, daß er bereit» in der vergangenen Sitzung die Ansprüche der HilsSangestellten al» berechtigt anerkannt habe und daß sein« Fraktion deshalb den Berliner Beschlüssen über die Anerkennung de» SebiedSspruche» und da» Mitbestimmungsrecht sreudlg zustimme. Im übrigen wnrd« nach Masse dem Japanischen Volkktheater angenähert(besonder» die gwife» Kriegkkneebte al».Heiben", an Kette und Stange kcu- chends. Die Massen drängten zum Großen Schanspielhaus«. und so muß Reinhardt aus seinem viel angefeindeten Wege wohl doch ei» dolkStiimfiche» Bedürfnis hevauSgespürt und erfüllt hain-n, allen trinsthen Lileiaturmäselelen zum Trotz. Vielleicht wird doch nock, in dieser Richtung ein höhere» Ziel der Kunst für all« zu cv reichen fern Die vnllSttsg« Eignung de» Rlesenkheater« für massenhafie und doch künstteriiche AuSnr.rkungen wurde gestern auf» Neu- erwiesen. Da» Stück kam in feinem Grundmotiv, da« üb: igen» auch Anzengrubrr in den.Kreuzlschreibern" übernahm, sowie in seine» noch heut« lebendigen dramatischen und satirischen Au»- strahl ungrn allseitig zur Geltnng. Else Heim», anmutig,«toiz und schalkhaft zugbsch, war al» Lysistraia«ine überlegene Führeriv und Spircherin der Frauen, unter denen Else EckerSberg und Lotte Stein noch besonder« hervorragten. Von den Männern hatte Janning» einen saststrotzenden Humor, und auch Güi st o r s f. G r ä tz und die anderen trugen mit dem Heer von Man- nern uich Frauen den Ersvlg aus parke« Schultern und nackten Bei inn. Erich B*ron. „Die«otdene Ritterzeit", der an« dem Engktschen stammende »«riesle Sckioank. den man bereit« früher mit Bafett sah. bat jetzt im Theater de« Wetten» seine sommerliche Ans- rrsiebung. E» gelingt Max Pallenberg. den«Nva» zäh- fkussigen Humor der Sache allmählich aufzuwirbeln und mit seinen Ppäßen ba, Publikum auch über die Schwächen de» sonstigen Ensemble» himurgzuamüsioren. viugegangeae vruckscheifie«. Rudolf Hilfrrdtng: Da»i Fsnanzkapitai. Zweit« unver- änderte Auflage. 500 Seiten. 500 Ott« Bauer: Bolsck'*Urax* oder EogiaÜdenwkrati«. 180 Seiten. Gustav Eckstein! KamVmSatUi»nt> Savi«ii�mu». 120 S. efrmtM erschienen im der PoliSbuchhandlnng und zu beziebon tznech die Puchgundtung.Frsihsit", VeAra E 2, Brette Straß« 8—0 Bei durch die t>ga«»isation«n Rabati. Vom„«»zialiftische« Erzieher" ist Hest 17«schienen. 9« steh« im Zeichen der R»,ih»schulkonf«renz. Inhalt Ziehungen angeknüpft habe. Wir bemerke» hierzu da« folgend«: Di« Tchriftsincke haben un» im Original vorgelegen, und wir hatten um so weniger Grund, an ihrer Echtheit zu zweifeln, als während de« Kapp-Putsche.» wieberhol, offiziell betont wurde, die neue Regierung habe.Verhandlungen mit Arbeitervertretern" angeknüpft. Weiterhin steht fest, daß da» Organ der K. A.P. D. in jenen kritischen Tagen schrieb:„Die politische Macht wird heute frei auSgrboten, da» Proletariat braucht nur zuzugretfen." Dieser Satz konnte sich logisckn-rweis« nur auf Verhandlungen bezichen, die zwischen den Kappleuten und Vertretern der K. A- P. D. ge» führt wurden, denn nur diese Partei ist auf den abenteuerlich- verbrecherischen Gedanken gekommen, daß die politische Macht wie«ine Marktware verschachert werden könne. In dieser Verbindung ist et von Interesse, daß die.Note Fahne" im Anschluß an unsere Veröffentlichnng feststellt, sie habe sich schon vor Wochen bereit erklärt, der K.«. P. D. außer F i st e r .die Namen weiterer Mitglieder zu nennen, die nachweisbar mit den Kapplenten tn Verbindung standen". Die Leitung der K.« P.D. wünschte die weiteren Einzelheiten nicht zu ersahren und wir find deshalb zu der Behauptung berechtigt, daß die K. A. P. D. die gegen ihre Mitglieder erhobenen Anschiildigungen »icht. entkräften kann, wenn fie fich nicht einwandfrei zu den An- schnlbigungen der.Roten Fahne" äußert. Ans der plirkel. Wir haben bereit» mitgeteilt, daß da, Erekutivkomitee der m. International« einen Kongreß na» Moskau einberuft. Die- ser Kongreß soll der Erörterung einer R-ihe schwebender Fragen. insbesondere aber der Festlegung der Bedinaungen fttr den Bei- tritt zur lll. Internationale gewidmet se?» Er soll am 15. Juni diese» Jahre» Funkspruch verbreiteten... Der zw rite Kongreß der lll. International« in Moskau wird sich vor allem auch mi« dem Verlangen der H.®- P D internationalen Kon den Beschlüssen de» Ausschüsse» die Regelung des Mitbcstim- ' mungSrecht« der Beamten vertagt und die BefoldungSvorlag« der f Beamten mit Ausnahme der der MagistratSmit- glieder und der außerhalb der Besoldung«- ordnung stehenden Personen nach den Beschlüssen de» Ausschusses angenommen. Di« Regelung der Besoldung der : angenommenen Gruppen soll nochmal» im Ausschuß beraten ; werden. Zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem ! Stabtsyndiku« Sembritzki führt« die Anfrage über den Beschluß der Vorsitzenden der MieteinigungSämter, den Z 10 der Höchst- mietcnvcrordniing im Gegensatz zu den Bestimmungen de» Gor setze» ohne Rücksicht ans den Einzelfall anzuwenden. Stadl» syyndikuS Sembritzki enthüllte ssch bei dieser Diskussion nicht nun al« ein scharfer Gegner der Höchstmietenverordnung, sondern ver» weigert auch jede Einwirkung auf die Vorsitzenden zur Aende- rung tbrer Haltung. Sowohl von dem RechtSsozialisten Dr. Rosenfeld wi« von dem Genossen Hertz nnd dem Demokrat«» Gladthagen wurde dieser Standpunkt al» abwegig bezeichnet. Der versuch de« DemMaten Dr. Etz. Seoübritzki zu stützen, bitdf ohne joden Eindruck Wettlich« Schulen in Neukölln. In der am Frefrag statt grsundenen Gsadtverordiietensitzrwg h» Neukölln wurden neben einer Reihe kleinerer Dorlagen der Beamten- und LehrerbesoldunnSreform und dem EchledS» spruch kür die nick>» ständig Angestellten vebattelo» zugestimmt. Die Magistratsvorlage, betr. Deckung der Polizeikosten von 1913 wurde einstimig abgelehnt, nachdem Genosse Radtke in längeren Ausführungen die Tätigkeit der neuen Sicherheit»- Sicherheitspolizei zur eigenen fina-n» -sm.. � nnen.. durch p°l-S-i kritisiert hatte. Sicherheitspolizei zur eigen«. fm n o w I e w. Antrag unserer Fraktion verlangt die H nt• richlnng. Ein Antrag unserer Fraktion verlangt Wandlung der Neuköllner Volksschule auf Einberusung einer M � fei« uz aller revolutwnSren Parteien zur Bildung einer wirk- weltlick�n Schulen derlangte. Genosse lich umfassende», aktioNSfähigen III. Internationale zu befassen gründet« unseren Antrag und wie» neben habe». Äos der parfelvreffe. Di» soeben erschienen« Nummer 24 der unabhängigen sozial» demokratisck-en Wochenschrift..Der S»ziallst" entbält folgende Beiträge: Ungewißbelt von Rud. Breiftcheid; Zentrum und Koalition von Joh Kretzen; Finanzen nnd Steuern von Bruno AI»; vom Stadtleben zur Landwirtschaft von Akberi Schmidt. Die L-Hre« de» ungarischen Zusammenbruch» von Dr. S. D- .Der« o z i a l I st" erscheint wöchentlich einmal und ,st durch all« Buchhandlungen, durch die Post«der durch ben Verlag t»r-iftch,Id. Berlin 98. 1»,»um Preis« von piertestäHrlich 19 Zt.. Sinzelnnmmer t M., tu beziehen. Sozialistische Erzi«hung«ged»nf«n.— Die Reichöschulkonseren» l Best Nr. 2t de».A r b« i«« e ra t ist ertchienen. Au» dem '3-•••-------■- au, der R,ich«sch»'- s Inhalt: N. .............-......... bi» dt« �weltliche Schule, während die S. P. D die Zusammen« fassung aller vom Religionsunterricht befreiten Kinder in befon- -----—-■. Schneider bo- den prinzipiellen Gründen, welche dafür sprechen, auf die vielen Mißstände hfte. welch« sich setzt für d e Disstdentenkinder ergeben. E» gab ein« richtig« Kulturkampfdebatt«. Der Zcntrumsreoner drohte, dies« Frage in den Wahlkampl zu Wersen»nd betonte den außen ordentlichen Wert der christlichen Erziehung ftir den Wi-deo .niibau Deutschland«. Genosse Schneider gab dem Herrn die gebührende Antwort. Er zeigte an Beispielen, wie oies« christlich Erziehung«ehandbabl wird und betont«, daß von den herrschenden Klassen dl« Religion nur benutzt wird, um die auf- ftrebende Arbeiterklasse niederzuhalten. Beb« Anträge wurde« angenommen. Allerdtng» besteht augenblicklich kein« An»- sich, daß sämtliche Schilen al« westlich« Schulen eingerichtet werben. E» gibt itw die IfögicHeit, die Kinder nach dem S. P. D- Antrag in etnrxn webllchen Schtle» zusammen»»»' fassen Au» den Pralttken der Kriegsgewinnler. und da» liroletariat.— Di«>l!»mib«irät« aus der R«ich«schn' Inhalt: Il.S. konferenz.— Da« Erziehungsmesen im sozialistischen Staate.- Bann kommt Der Schiilkindergarien.— An« der»rb«ft der Elternbeiräte.— Schulreform in Sowjet rußland.— Au« unserer Bewegung. Der.Sozia ttftisch» Erzieher", Wochenschrift de« Verband«» sozialiftischer Lehrer und Lehrerinnen und der jozialislischen joeri Elteriibrirät«. erscheint wöchentlich,«emig-prei» vierleljährftch ftzlu« der Mäwschnle. Bücherschau. P. und Rät« beweg«»q. von Mag Glever». vor der 5. Strafkaman-r de« Landgericht» I fand zesderu der Sozia fi»nru«k, veu Karl Marchisnini. Verhandlung statt, die den PatriottSmu» der KriegigAv'nnler Da» gemi'cht-wirtschaftliche Svstam«nd»i«»rbei>rschast. van eigenartig bestucktet«. Angeklagt waeen die Jnbab«, der Ma- Hermann Polack. Gesabven.Sr»st deutsch.ölstrrcich stften! s�nentadrtt.Adler". Frühling und Moser, sow'e«in Arbetterräst, von De Otto Leichter. Lohn- und Währung»«! Betriebsleiter, ein Kontrolleur und zwei Arbeit« der Firma von Otto vindner. WirdftMttkrise. von Fr. P e t? i ch. wegen Verstoß gegen die ssZ«0 nnd 263 de» Strafgesatzbnche». Sll0 M.(ohne Bestellgeld) durch die Post oder vom �Der Sturm". Berlin W. 0. Not« damer Ltrake 134». Variaa 1 Zu beziehen durch jede« Postamt, oll« Buchhandlnngem oder > direkt vom verlas.Der Arbeiderrat". Berila L 25. Münzstr. 24 Genannte Firma ha tst während de» jftrieue» für die Mu- niftonSfob ik Spandau Granaten zu liefern. Nach d«n Fcstsstllnn- ota de» Gericht» baden sich die angekiagtcn Firmeuiubaboe arvb« F?gen die beiten. Es ist bezc chnend, dax die Firineniuhaber rvrsuchtcn, alle Schuld von sich auf bW Mitangeklagten Arbeiter abzuwälzen.?a° Gericht verurteilte die treidln Firmeninhaber Frühling und Moser zu je neun Monaten TefängniS. Der Mitangeklagte Kontrolleur John erhielt ebenfalls neun Monate, der Betriebs- .leitet F r a n k e n t h a I sechs Monate Gefängnis. Tagegen wur- den die beiden Mitangeklagten Arbeiter freigesprochen. Gegen die hoben Preise der Zihtdtjälzer. Gegen die hohen Dreiie der AündhAIzor rchtct sich.ins besondere Mitteilung hes SeichSwir'schasjKtnimsternun» an die PreiSprüfungSstellen. Für die Abgabe� an den Großhandel sind Höchstpreise vorgeschrieben, Ks ist dabei unerheblich, welche Mengen der Großhändler bezieht oder in Ivefchem Umfange der Erzeuger schon ar Goalchärdler insgesamt gcliesert hat. Damit bat sich auch hi« Mndholz-Fn- dust'ie-Mticngescllschaft inrd dir Vertreter der Industrie emder- standen erklärt. Wenn sinzelne Firmen neben dem Groschandel Berechnung des Klsinhändlev�inkonfspreises bei Lieferungen an den Großhandel ircht besonders anperochnot werden. Es ist di«Z sogar eine strafbare Höchstpreisüberschreitung. Gesetzliche HSchst- preis? dürfen' weder trriritwlhnr noch m itte! bar durch Berechnung besondorer Zuschläge für Steuern, strackst oder Verpackung u. a. Überschritten werden. D,e Steuer ist bei dem Höchstpreis berück- sich! ich. Einrichtung einer Behandlnngsstclle für Lungenkranke. Im Institut.Nobert Koch". Berlin N., Föhrerstrasze 9, gegenüber >em Nudolf-Virchow-Krankenhause, an der Pu'litzbrücke, ist neuerdings eine Bchandlungsstelle für Lungenkranke eingerichtet worden. Sprechstunden Mittwochs und Sonnabends von 4—5. Die Mitglieder der Allgemeinen OrtSkrankenkasse der Stadt Beelin sind berechtigt, diese Behandlungsstelle in Anspruch zu nehmen; sie kommt ftairpttachllch für Bewohner der Stadtteile Moabit und Wedding in Betracht. Vene Ginreisevorfchrlsten im Verkehr mit Oberschlestrn sind nrit sofortiger Gültigkeit soeben in Kras! gelreteiu Danach hat de interalliierte Regwrun-as- und Plobitzi,'ammission ißt Qx-r- schlefien verfügt, daß jede Person, die das AbsttniinungSgebicl� zu betreten beabsichtigt, im Besitze eines von der Aaiionalbehörde seines Landes ausgestellten Passes sein muß, der im voraus von den französischen dtpchmalrchcii oler Konsularbe Hörden_ visiert sein muß. Bei Betreten des Landes wcvven die Pässe der Einreisenden-durch die LandeSüherwachungsstellen aestenrpclt und bedürfen eines neuen Visums im Abstimmungsgebiet nicht. Die Eiureife der Abstimmungsberechtigten ioll späterhin rechtzeitig er- leichtert werden. An mehreren Bahnhöfen werden Ueberwachungs. stellen eingerichtet. Tie Iirinickcndorf-Lielienwalder Bahn(Heidekrautbahn), eine Nebenbahn mit Ferntarif, hatte eine LSprozentige Tarif- erhöhung vorgenommen, der dann eine weitere gieuh« Erhöhung solch?. Mstimmung in Ostpreußen. Alle achstimmungsberechtigten Personen, die in der Zon vom 20. bis 30. Juni d. I. nach Ost- Preußen zur Abstimmung sah en wollen, werden gebeten, sich in der Zentralstelle d'-S Bunde» heimattreuer Ost» preugeu, H-allesches Ufer 24, Hof I(Telephon; Lützow 3075) melden zu wollen. Göschaftsfrunden 9— 6 Uhr. DaS gestohlene Magistratsrad. Gestern vormittag wurde vor dem jtäbtrschen Heimstätienaiilt, Dlumensiraße 97, ein Gepäckdreirad de» Magistrats gestohlen. Der blautackierte Kasten ist mit dem Wappen der Stadtgemeinde Beul in und der Bezeichnung Rad 2 versehe,'.. Da das Siad wertvolle Akten enthielt, vi« aber für den Ti.h leinen Wert haben, wird darum gebeten, die Akte» bei dem Portier dcS Rathauses abgeben zu lassen oder das Zen- tralbureau des Magistrats zu benachrichtigen, von wo dke Akten abzuholen sind. Auf der Hamstersahrt todlich verunglückt ist ein 33 Jahre alter Fieischer Albert K ä o'�> s e r t aus der Wssnstrafce 96. Der Mann hatte Rogg.-n, Mehl lmd dergleichen eingekauft und belichte zur Nückfahrt nach Bmlm einen Am au» der Richtung Hannover. Ä0s er in der Nähe von Greß-Belsivitz sich aus d«n Kenfter des Mteils lehnte, traf ihn ein Ueberlvger von einem äuS der entgegengesetzten Rochwng kmirmenden tNbd.rzuq am Kopfe so schwer, daß er bcsirniungstos in imS 7kbs.il zurücksank und tot zusaanmenboach. Die Leiche wurde«ach Nervin m» SchaulhauS gebracht. Ein Einbrnch bri der KmnrindevrNvaktiing von Zevrrnick beschäftigte die hiesige Kriminalpolizei. Di» noch unbekannten Täter, die der Gemcind.o.rnxillung alle nn Akmogebäude vorfände ner», Lebensmittelkarten stahlen, sind wahrscheinlich Berlirver ! Brot�metendsiche. ! BoranSsichtliches Wetter für vrrsin nnd Umgegend am Sonntag, Zunächst überwiegend heiter und trocken. Am Tage warm, bei mäßigen südöstlichen Winden. Nachher langsames ; Zunehmen der Bewölkung. Aus den Or?(n$g*tonen. | 6. Distrikt. Montag. 14. Juni, 7 Uhr. Sitzung der Zravenorbeits- � und Klnderschutzkominisston bei Otto. Palisodenstr. 4. lk. Distrikt. Sonniag Iressen sich die Genosse» in ihre» Zahl- abenMoliel-n zur Hondzelteioerleiluiig. 1 18. Distrikt. Sonntofl vormittag 10 Uhr Vorsts nd»sttzur>g bei Knapp. Grün-thcldr Straß« 1. Drepww-Taumschuienweg. Heut« abend I Uhr Zlugblatw« dreh- lung von den Beslrke.lokolen aus. 7 Uhr Agitalionskommissions» Sitzung!>ei Rm-her, Kleisiolzstr..40. Steglitz. Montag 8 Uhr Sitzung sämtlicher Funktionär« bei Rank Urchtestraßa. Vereins'aiender. Deutscher Eisenbahner-Verband, Ortsgruppe Groß-Berlin. DleNTl<»g. bü. Juni, nachm.» Uh-, Fortsetzung der außerordentlichen IRmvrole-srfcnmnlung vom Z0. Mai im Leh«rvereinshauo. Alerande» platz. In dieser Lersemmlunfl muß endlich Klarheit geschossen werden. wie sich die'Verwaltung von Eroß-Berlin zusammensetzen soll. Mit- qNedsbuch legitimiert. Ohne ordnungsmäßig geführte» Mitgliedsbuch kein Zutritt. Detttsiher Iransportarbeiter-Derband. T e x t i l• Gruppe n (Bauen wolle, Leinen). Moiilog. 14. Juni, abends S Uhr, Versammlung in der Aula Hinter der Garnisonkirche. Neue Friedrichstraß«. Tages: ordnung: l. Stellungnahm« zu unserem neuen Lohntaris. 2. Gruppen- angelegenheiten. Verantwortlich für die Redobtion: Leo Liebschütz, Friedenau. Vi. antwortlich s d. Fnseraienteilt LudwigKomeriaer, Karlshoest Qoriagsgenossenschast.Freiheit", e. G. m. b. H., Berlin.— Druck d»r Lindendruckeret und B.'rlagsxesellschaft m. b. H, Schifsdouerdamm IS. Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend Eingeiragene Genossenschaft cni! beschrankter Haftpflicht 140 Lebensmittel- Verteilungsstellen Marmelade Feinster Himbeersaft mit 60 Proz. Zucker eingekocht la Qualität, eingekocht mit 50 Proz. Zucker, Pfd. 3.70 (aus der Tschecho-Slowakci) O Flasche 18,50,>/, Flasche 0>li) Schokolade extrafeine Schmelz- �2_ 100-Qramra-Tafel Mk. Sarotti-N ährkakao empiehlenswerte Kinderuahrunz Selterwasser Brausen. exkl. 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