Cinzelprew 30 Pfennig. 3. Jahrgang V?» er�<>«ini moraens nno�na»m,tt�as. Aonntazs und lllonlaz» nur einmal. »er iteiumpnis Mrtfl«» de) re er?N«I»II„NN in-> UN-'nr«ru-»<>»'N« lo.00 IN. IM �»»ran, rablbar,»»n der Sp dilion selbst abziliolt S SV U!. Für c>»st>'.>»n nebmen sämtliche Pustunsta ten vestiltnn�en intgeuen. ilnter»lienNrn� bezuu-n für i enls�. land und<0.ste.r-i.l> Ist.ü0 m., nie du, ibriu»:ln,tand ZI 50 n>. e'nst ilich vatuta» aufschlug, per L.ief für veutschlan» und Gest- reeich Z0.«> M. Medastion m>d«strpkdition:«'drtin stlW.«.?-t>i>si>auer»a»« 19 HI. Zrrirjprecher: Htm Sinken 833—36 unk 9708. Vonnerstag, öen 17. 3uni lH20 Nummer 230- Mcrgen-7!usgabe >1« achtgespaUene!?oppar?ik»zeise oder deren Rann, kostet S.— Mk. einschließlich Leueru'g?z sch'ag A'eine Zline qen: Da» fe taedrnckte l�or' 2— jede- weitere U)ort t.'� DI f., e nschließtich Ce ernnaeznsch a.i kaufende Dnzcizen laut Tarif. Familien- Zlitieuzen und Stellenaesa c r» n g s s o z i a l i st i s ch c r Grund- s a tz l o s i g kc i t. zu der selbst der frühere Minister- Präsident Hirsch sich veranlaßt sieht. Er bezeichnet in der „Vossischcn Zeitung"(Nr. List) den Entwurf als..herzlich belanglos" und meint, er..hätte dem Reichstage getrost auch vor dem Kriege mit der Aussicht a u f Annahme unterbreitet werden können". Und weiter: und dann befriedigt daS Gesetz in keiner Weise: cS erweckt den Anschein als ob etwas geschieht, während in Wirk- lichkeit alles �og» t wie beim alten bleibt. ei bietet den Sozialisierungsfrennden nicht weniger An- grisfsflächen als dem Geaner. es ist eine halbe Maß- nähme, weder Fisch noch Fleisch."... Schon aus diesem Worlcn ist zu ersehen, daß die De- sölkerung den Verheißungen der Rcchtssozivlistcn kein vertrauen schenken darf. Wenn auch die rechtssozialistischen Kommunalvertreter üch zu wesentlichen Punkten unseres KommnnalprograminS „istimiiiend äußern, so saot sich die Bevölkerung niit Rech«. wß man zu solchen Versicherungen, die. wie die Erfahrung ehrt, nur ein Lippenbekenntnis sind, kein Der- taum hoben kann. Denn in den letzten ein und- Es wird ireller veihandelt. Es wird amtlich hekanntgegöben, daß der Präsident der Nat i onal'o e r sa nrnft u ug, Fohrenlbach, den n e u g e w ä h l t e n Reichstag auf Donnerstag, den 2-1. Juni, nach- mittags 3 Uhr, eiuiberufen hat. Der Reichstag wird also in einer Woche zusammentre- ten. Ob er aber eine amtssähige Regiening vorfindet, ist noch immer sehr zweifelhaft. Herr F e h r e n b a ch. den sein Parteigenosse Trimborn als Reichskanzler auscrschcn Halle, hat abgelehnt. Nun ist der Ruf zur Kanzlevschast Ai Herrn Mayer-Kaufbeuren, den deutschen Ge- schäftsträger in Paris, ergangen. Ob Mayer-Kausbeuren die Bildung eincS Kabinetts übernehmen wird, ist aber noch ringaviß, da er von Miinck?cn, mo er sich bis vor kurzem aufgehalten hat, nach Paris zurückgereist ist.. Mitt- '.vockz aibend lag noch keine Antwort von ih-ni vor. JnGvhschen verhandrit Herr Trim'born immer noch mit der Dentichen Volksparlei ans der einen Seite, mit der er ein bürgerliches Kabinett bilden und mit den Nechisscgiaili'sten auf der anderen Seite, mit denen«die alte Koalition wieder herstellen möchte. Die Demökralen haben Mittiwoch vormittag eine Fraktions- sitzung ihrer Reichstagsc.ibgcordncten abgehallcn. die sich mit der politischen Lage befaßt hat. Wie die demokratische Presse berichtet, hat ein großer Teil der A'geordnetcn den Wunsch ausgesprochen, die bisilzerige Regierungökoalition wiederherzustellen. Wie sich die Rechtssozialisten dazu oer- halten, hat man bisher noch nicht erfahren. Die ZiiiammenMe In G'elwitz. Eigene Drahtmetkunz der.Freiheit" Gleiwih, tö. Juni. In der gestrigen St-dtverordnetenoerslimiMurig wuide nach sehr erreg er Aiik'ivrcchc und nachdem sich di« polnischen und die unabhängigen Stadtverordneten a u S der Versammlung entfernt hatten, ein« Entichlie- ßung angeuonmicn, in irelch« 1. der Ma-ststrat ersucht, di« 0n tenteSom Mission zu bltlcn, daß die f r a n z ö s i s ch e Besatzung durch ander« Ententetruppen ersetzt wird, wo l die Franzosen n'cht fäh'g g"Wesen sind, srir Aich« ii»d Ordnung zu sorge» und 2. verlangt wird, daß d e schuldigen Lifti ziere und Manuscl)aftcn öffenllich genannt werden und die Art ihrer Vr- strafting östcnt-lich bcfaniit gegeben wird. Di« EZefeh'idiglcn sollen auch eine grtuisie Summe oU Entschädigung erhalten. Am Schlüsse dieser Entscheidung wurde noch dagegen protestiert, daß in die Befugnisse de» Aisg'slrat» eingegriffen worden ist. Dieser Praest bezieht sich ans dcn Borwci», den der zweite Dürgor» »'.eist er in G-leiwltz von den Franzosen bekommen hat. * Heber den bereit« gemeldeten Zusammenstoß zwischen fran» zöfischen Soldaien und Eymnaisiasicn ist der amtliche Be- r i ch t c es cht: nen. Die Nn«rsuchwng hat ergeben, daß dcn Schülern i-n keiner Weise irgendeine Schuld trifft, sondern daß i> e allein Schuldigen an diesem Vorfall die f r a n z ö s i s ch e n S o Id a t e n waren, welck)« durch da» Lachen der Schüler über die Uniform des bei ihnen wei'enden schot- schen Soldaten gereizt waren. Ter Schotte seihst halte daran kein Aergrrnis genommen. Slcin» würfe der Schüler auf di« Sodalen sind nach übereinstimmende» Berichten der Augenzeugen nicht erfolgt. Tm neue UMmsche kabinelk. Rom, IN. Juni. DaS neue Kabinett hat sich wie folgt gebildet: Giolittk Ministerpritlideut und JnncrcS: Sforza, AcnbercS! Nossi, Kolonien! Krra, Justiz; TedcLco, Finanzen! Med«, j Schah; Bonoiui, Krieg! Sc cht, Mar'mc; Orccc, Undrr» i richt; P e g n o, Ocssentllche Arbrilen; M icholi, La dwirt- t sihast! Alessio, Industrie; PaSanalino Vassall», Post; Naincri, bcsr.ite Ecbictc; Labriola, Arbeit. Us hollZLdlsch-deulsche KredilabkoNmea. Haag, IK. Juni. Der Gesetzentwurf betr. das holländisch denlschc Kredit- und K» h l e n a b k o in m c n ist tcr Zweiten Kainnicr zugestellt worden. In den Erlänteriingen heißt cö n. a.: Auf Grund de» AbkomniciiS wird Holland«inen zwrifacheii Kredit für Deutsch- land rrilssnen, einen von llll Millionen Gulden f II i de« Ankauf von L r b e u S in i t t r l n lwiliindischeii und nie. dcr>lä».disch-ini ischon Ursprungs, eine» zweiten von litt Mil- l i o n e n Gulden für den Ankauf von Rohstoffen. Für bride Kredite ist der Zinkfnh auf ll Prozent festgesetzt. Alk Unterpfand werden deutsche Tchatzauwrisungen biS zum V.-trag« von All) Millionen Gulden bei der Niederländi'chen Bank depo- nlert. Die Riiikzahiitizg deS LcbenStnitlclkr dlle» soll durch Verrechnung mit 2b Prozent des Preis:» der Kohlen erfolgen, die auf Grnud de» Abkommens durch Deutschland an Holland ge- liefert werden, mit der Malnehme, daß Tenischlond„ich, mehr al» hilchsten» 2l) Millionen Gulden jährlich obzuzehlen braucht. Der Nchstosskredit w»ß spälesten» am ZI. Trzeinber IllZl ge- tilgt sein. Hierbei ist nicht bestimmt, dost die Mohstoffe nieder. liindischen oder niederländisch Indischen tirsprnng« sein mllifen, so dag Tenifchland auf dcn vorteilhaftesten Märkten kaufen kann. ein halb Jahren haben ihre Vertreter in der Regier» ng» n d in den P a r l n in e n t e n infolge ihrer A n l e h n u n a an die bürgerlichen P a r- t e i c» so manche s o z i a t i st i s ch e Forderung schnöde verraten! Erst in allerletzter Zeit, unter dem kräftigen Druck, den»»scre Fraltion ausübte, haben sie sich, viel- leicht onch im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen eincS besseren besonnen. Wi» schwer es ihnen wird, sich freizumachen von k k c i n- bürgerlichen Erwägung n. zeigte uns die Verhandlung über die Forderungen der MagistratShilsskrästc in der letz- ie» Stadtv.-rordnetcnsitzimg. � Erst sprachen ihre Vertreter niit Entschiedenheit gegen dir Anträge ii n s e r e r F r a k t i o n. die sich bemühten, den Forderungen der Hilfskräfte gerecht z» werden. Bei der Abstimmung aber kam es zu einem eigenartigen Schauspiel. Er st schüchtern, einer und wieder einer. dann schließlich unter den aulmiimternden Zurufen der U. S. P- D. und dem schaden- frohen Geheul der Bürgerlichen erhob sich mit A ch u n d K r a ch die ganze S. P- D-!?— Schwankende Gest alten— wie kann z u ihnen die Wählerschaft Vertrauen haben! Wir sind»nS wobl bewußt, daß. wenn uns am 20. Juni die Bevölkerung Berlins die Treue hält und wir die Mehr-, hcit erlangen, oder mindestens den entscheidenden Einfluß auf die neuc Ttadtverwaltuna gewinnen, wir, soweit eS im Rahmen der Kommunalvenvalluiig möglich ist, auch d i e volle Verantwortung für alles, WaS wir tun und lassen, tragen. Als konsequente Vertreter deS Sozialismus werden wir bestrebt sein, die wirtschasllickien Verhältnisse der breiten Masse der V.völkeriinq zu fördern. JiiSbejoiiderc werden wir stets daran denken müssen, daß der neuc Verwaltungs- organ-ismilS Berlins über die engeren Grenzen unseres Landes hinaus, der Jnlernationale Muster und Vorbild für rin s Gcincinwcicn geben soll. « Das Interesse gerade unserer Frauen möchten wie noch auf einige Zweige der Verwaltung hinlenken, die für sie von besonderer Bedeutung sind. Bioher haben sie u. E. den Fragen der Gemeindepolitik viel zu wenig Ausmerkiain» kcit gesck?enkt. Das muß anders werden. Einmal sind die Frauen als der größte Teil der Wählerschaft bei der Zu- sammcnsctznng deS Stadtparlaments iven ausschlaggebender Bedeutung, imd zum andern Male sind die Einrichtungen der Stadt für sie als Hausfrau und Mutter von»n- mittelbarer Bedentimg. Ruf die ErnädrungS- und Woh- mingsfragc wurde schon oben hingewiesen. Die Sorge i»n unsere Kinder und Jugendlichen wird vorangestellt werden müssen. Wir werden so schnell und so gründlich wie möglich daran aebcn müllen. die frn, die der CrcftMnnfl slaaiSerhaltcnden s a ft! I» lcn ��»sbcschworcn und bis zur'zu scln. D!, Dcsehttnc'kl'el'drd- hol auch da, Tinnen voa Liedern., >- dur�n.siidrt v»n dm fOflcnnnntcn die einen feindseligen Charakter gegen Frankreich trage», ver- >, r- s'"'S"+>:'V'C.:CI1' �tlu ioolfe und in erster Linie boten. In dicker Hinsicht inacht sie es pencru so wie die Ten! , n.S�liU.ru wieder ,in lv c n n s i c z u r Wnhlschreiten! Im Bericht der Vereinigung für Kindcrhilf« für den Internefionnlen Kongreg für KinderhiHe m Genf im Fe brner iL2l) heißt es"'''" Jas JeiterMehen der pre:chisHen Laiidesv�samMkAn?. Der Berfas sungsauSichuh der Preußischen L a n d e S v c r s a in m l u n g trat DienSlag vormin.ag zusainmen und beriet zunächst den Ge'chentwurs über die Vertretung der i preußischen Prollinze» im Reichörat. Vor C'.n.riit in die Ver- j handkuiigen siegte Etcnosse Dr. Lloscnseld den Antrag, mit Nus?n. Das Korpergewicht ist bedeutend gesunken.!>°>il sie sich nicht mehr als Ausdruck d Tie Swnblichkeit erlcblich gestiegen. Ter Bericht sagti&o sur� Tckassunq ei MM Sn~l"-... t. Jta 'Nestern vormittag fand m lex Mordslekk« ein Lokal» I c r»i i n statt. Auch hierbei leuÄhr'e sich die Lü'eiegcmein. sck)ast wieder voriresskich. ,U e b« r c i n st> m me nd'(die .Ilebevcinistiinmuirg- ist bei Verbrechern, die sick) auf freiem Fuß l>esindcn. käst.'ich!)— iideremstiiiimems stellten also die An-gcklag. tcn lest, daß sie die Clesanqemcn«auf der Fluch" erschossen haben. Heue heg nnen in Bkarburg die ZeuHciivernehmunsicn. CS sind etwa 40 Personen gvlaoen. Der Zuschaueraum dcS Lter.chtS ist fast ausschließlich mit Korpsstudenten besetzt. kolfoechmiiUrg d-r Lstrieberüle des Witt- fchliikshezUs HM L�pzig. Die don mehr als 800 Delegierten ans allen Nevieren des ter WirtschaftSbezirkeS Halle— Leipzig, sowie von Gästen auS daß Hamburg Dresden, Thüringen und Eiibdentschland zusammen» 'zu- gesetzte Vo"'''.....""''' mitteldeutschen öllbersainmlung der Betriebsräte des des Va kSwllenS de-' Bezirks brachte nach Nefecaleu der Genossen Daum ig, einer Verfassung g?» Koeneu und Malzahn zum Autdruck, das Rötesystem nicht ... LaudeSvcrsammlung infolge sofortiger nach den 10« Paragraphen des VctrubkratcgekebeS, sende» im nächsten Ighrrm dem Unte'raÄ'nä'äcWeillt'find w''NN ni'cht"so! ihr- eigentliche Aufgabe, die preußische Verfassung, revolutionär-sozialistischen Sinne zu verwirklichen. Sie be. ,'uurm. vr... ornirrgung nreue.yr Uwo. w.nn Nlwt 10> nicht mehr.erledig, so tr«„e die VcranUvvrtung dafür.«- Ne- kannten sich zum Programm der Unabhängigen Sozialdemokratie. ferner, daß ungefähr 2'/- Millionen deutscher Kinder in den i rILu �' fr und d e n Tod deS Volkes hernnlvnchsen sehen, nnd würden im gegebenen Moment ivieder genau so handeln. « ihnen den Neg für ein bevorzugtes L.ben zu el'nm. Wir wollen nicht ruhen, bis wir genügend GesniidungZ. »nd Erholungswöglichkeilen für unsere Kinder geschaffen haben. listen. Bei der Abstimmung wurde der Antrag unseres Vertrc rerS gegen dessen Siimme abgelehnt. Wie wenig wohl sich ab r die Herren fühlten, die unseren Antrag ni«dergsstm:ni rn\ a... �.. m,.....„ ihafen, ergab sich zum Schluß der Sitzung.-Der Abg. Dr. Was sind ihnen die Proseiar.erkinder? Faschinen, NM Friedbcrg fDcm.) crklärie p.ötzlich, daß er nur dann für die Weiierberatung der Vcrfasiung»nd gegen sosortige Neuwahlen sei. wenn die Herren von der Rechten weiter zi tagen bereit keien. Nnd der Abg. Heilmann(Soz.) meinte, die Nu- wablcn hätten ziuar eine erheblich« Verschiebung der Wähler er« ZLÄ« Ä'tf J; bei jedem Nmich�ig der Stimmung der Wähler Neuwahlen vor- nehmen. Erst wenn einige Parieicn Obstruktion treiben würden, wäre eine neue Situation gcschafsen. Genosse Dr. R o s e n f e I d: Die Demokraten lassen sich also ihre Haltung von den Deutschnationalen vor« schreiben, und auch die N e ch i S s o z i a l> st c n waren ab, ob die OppositionSparieien Obstruktion machen. Es müßte für demokratisch? BalkSvcrlreter selbstverständlich sein, den Willen des Volkes in möglichst häufigen Wahlen zum Ausdruck in unserem Sinne ausgebaut. In der Stadt aber können wir ihr helfend zur Seite stehen: bier werden die Kinder durch die Berilssvonnnubschaft erfaßt und ihre Neckste gezen den Erzeuger gründlich wahrgenommen. Schwangeren- und Miilterlieime müssen gegründet werden, um den werbenden Muttern in den lehton Monaten die Sorae um die Iknterkurrft zu nehmen. Wir können nicht dulden, daß auch jetzt noch im Ialjre ea. 100 Frauen Berlins, durch die'Not gezwungen, im Obdach ihre schwer' Stunde erwarten. Mütter« Helme sollen die Möglichkeit geben, daß die innige Ge- nieinschaft zwischen Mnltcr und Kind nicht durch den brutalen Kampf»ms täglicke Brot gelöst wird. Anchließend an diese Heime werden ArbeiiSgelegenbeiten zu schaffen sein, damit die Insassen ganz oder zum Teil ihren Unter- halt erwerben können. Die W a i s e n s u r s o rg e wird im'oziaklstischen Sinne auszubauen lein. Wir werden die Kinder in kicinrn LanderzichungSheimen zusammenfassen müssen. Denn die Familienpflege, wie sie sich beute gestgltet hat, ist nur ein Notbehelf. Namentlich auf dem Lande werden die Kinder als willkommene Hilfe für Hans und Wirtschaft in Vslege genommen. Die Aussichtsorgane. meist die Herren Pfarrer am Ort. vertreten letzten Endes viel mehr die Interessen der OrtSangehörigen wie die unserer Kinder. Hier läge ei» weites, segensreiches Tätigkeilsfeld für unsere Eltern- beirät?. Viele andere Fragen ließen sich noch aufrallen, um unseren Frauen die Wichtigkeit der kommenden Wahl zu beweisen. Wo man auch die kommunalen Fragen anpacken mag, stetS kommt man zu dem Schluß, nur eine frei«, ungehemmte Entwicklung des neuen Ge- m e i n w e s e n i ist imstande, auch hellte kcho» viele Be- schwernisse der minder« und unbemittelten Bevölkerung zu lindern und zu belxben. Die Entschridung fällt am nächsten Sonntag. Alle Arbeiter, Angestellten und Beamten Groß-BerlinZ müssen ihre Pflicht tun nnd einmütig ein- treten fürdieLisiederUnabhangigenSozial. demokratischen Partei. JJomSrts'MIlanöver. wird sich taz.i noch äußern Der.D o r w ä r t»" gesteht nun endlich, daß die Mechl«- sczia listen die Bildung einer rein sozialistischen Negierung für unmöglich kälten und macht da» bekannte parlamentarische Ncchenczempel aus. Cr setzt sich also, von un» gestellt, in Wider. spruch zu Kautßky, wa» ihn aber nicht hindert, in einer dem Ceständni» unmittelbar solgcnden Notiz Kauttky wieder ali an- geblichen Zeugen gegen un» und für seine eigene Poinik auf- morschierrn zu lassen. Da wir wissen, daß dies« SchraU bei» Manöver mindesten» knl zu den Kommunalwahlen fori- dauern werden, können wir un» dir weitere Polemik ersparen Recht possierlich ist ob?r diese fortwährend« Berufung auf die Autorität Kaut»ty» immerhin. S» sind dieselben Leute, di- ftauKkt) während de« Kriege» wegen seiner Haltung au» ihrer neugebackenen patriotischen Gesinnung heraus nicht nur moßlo» beschimpft, sondern dieselben, die Ihn in gemeinster Weis» gemaßregelt haben. Erinnern sich die. Herren vom„Vor- wäri»' nicht mehr daran, wie sie freudig zugestimmt haben, a.t dem Manne, auf dessen Autorität si« sich setz» gerne berufen möchten, die von ihm begründete, von ihm geleitete Zeitichrift U»l«r schnödem Mißbrauch juristischer Formeln geraubt worden ist. ganz nach Art schmutziger kapitalistischer Ver« leger oder giaubcr sie. die selbst durch einen ähnlichen Streich gu Redakteuren de».Vorwärts" geworden sind, daß di« da. maligen Taten ihre- Parteileitung vergesien sind? Belehrungen über sozialistische Grundsätze und Poldtik von dieser S«ite habrn wir denn doch e'nig«» Recht, un» zu verbitten. vkr� ttangen im besetzten Ge�l. Die Franüosrn haben im Besetzung»gebiit in den letzten Tagen mehrere Perba rdungen von Arbeltersührern vorgenommen, ohne die Gründe für dieses Vorgehen anzugeben. In Mainz..... wurde der sozialdemokratische Arbcit.r�r.tär Grohner verhafte!! � sKrv°r'm.en und dr««brechen mit in Wiesbaden wurden den den Franzosen i i 3 clueui tSafl von Lng u.tv Trug verdeck n kann. tzemokrolischcn Arbcitcrsekreiar.»eser. dem RedakteUc 2 I n � � it)ven y�n doch hlxvswn, da» Gericht dtg, dem Partrisekreiär Witt« und dem Journalist.rt Weck» � können, niema« aber die Otifrntlick'keii. Denn e» Haussuchungen vorgenommen, wobei einige überall erha I« � 7�-, tia� �ic Ermordet«» alle tödliche K-pischüsse hatten und kicke Broschüren betchlagnahmp wurden. Auch in Ludwig», �ß dies« Stisisse itilw.stse sogar von vorn abntgeb ti werden sind. w....... et verhaftet. Die boftig« � ftm Mord aye� außerdem dich er N< bei h?rrscht«�wir» e» außerbald der � um«inen Fll«l»i'>>«u nllc'amt„rein zuiull! > ütt»«ucoileu wurden. schaslSbundeS wurden abgelehnt» vielmehr verpflich» tele sich die Konferenz, den schärfsten Kampf gegen die Politik der ArbeitSgeincinschaft zu führen. Die Vollversammlung nahm einmütig eine Entschließung an, wonach die Erfassung aller Ve» triebSräte de» Bezirks sofort und energisch in die Hand zu nehmen, die Rätevrganisation nach den Grundsätzen des Der- liner Entwurfs auszubauen»nd in engster Qlemdnsihaft mit de» Gewerkschaften, die sich zum revolutionären Klassenkampf be- kennen, zu arbeilen ist. Die provüerisch« RcichSzentral«, die als solche anerkannt wurde, soll so schnell wie möglich einen Reichs- kongreß der Betriebsräte zusanimenbringen. Der Tarisrerttstg im Luhrbsrgb�u. Wie die P. P. R. auS dem Ruhrgediet«rtahren, gilt der neUabgeWepen« Tar'-vertiag nur für den Monat Juni; er ist zwischen Unternehmern und A'.beiiern mit Hilfe der Reichs- regierung gcschloss.n worden. In der nächsten Woche werden van denselben Instanzen neue Verhandlungen füe di« Z.i»erhShungcn kommen au» Anlaß des Abschlusses de» Tarifvcrtregc! im Ruhr-' bergbou vorerst nicht i Ii Frage. Da! Fahren d.« Uelier. schichten leS wi'd Manlag, Dicnktag, Tonnerkiag und Freitag eine balbe Schicht extra gefahren) vollzieht sich vollständig rei- bungSlo».> Äer tilnder'chacher. Voljchetvistenangst im Kintergnmd. Der.Manchester Guardian' vcreffentlichi folgende Meldung aus B u d a p e st i Wahrend man in Ncuilly über den Frieden»- vertrag mit Ungarn verhand.lte, bemühten sich die französische Diplomatie und di« französische Finanz, vertrcien durch Loucheur und Paleo'ogue, ein ganz anderes Abkommen abzu« Minderbeiten unberücksichlig« bieibcn, so daß die Proiinzverüeter i schließen. Der wichtigste Punkt in den Unterhandlungen hs«�e im ReickSra! nur kehr unvollkommen die w'rkliche Stimmung der! sich nm die Abiretung der ungarischen Stemisbahtien an ejn preußischen Bevölkerung wiedergeben würden. Unser Vertreier ftanzösischcZ Syndikat. Dagegen b.-r'prach Frankreich, sich dafür wies darauf hin. daß der Versuch, schon jetzt �n£cruf"p zu verwenden, daß die Tschcchaslowak/i sich mit einverstanden er- der NeichSvcrfassunfl hercheiziinihren wenig auSucht-woll c. Polen und Ungarn ein« gemeinsame �rd�n�b-i''�VeÄ-«gittu� und'beim Reichstag eine Frenze zu lassen und sich imiür einzusetzen daß Unoarn �erlänn-rung der bi« zum tl August 1920 laufenden Frist der reiche G-Iandcstr-iien zurückgegeben wird, der sich der Drau für die Verabsckncdüng dcS Geictze» nackzusuchcn und aus eine Ab« I»nd der Donau cntlangzieht. sowie der NorUcil de, Banate, änderuna der Artikel St. 63 und 163 der eVrfassUNg hinzuwiri n. s und TemeSvar. Im allgemeinen wird die diplomatische Unter« Die' Fristverlängerung wurde e i n st> m m i g, die �Forderung nach siütznng, welche Frankreich Ungarn leihen wird, daraus abzielen, einer Verfassungtänderung mit allen Stimmen gegen ei,,,!, p»!n!sch-nngarisch-rumllnischcn Wall gegen den Volschewi»- ''' �-- ,n»S zu erstellen und die Grenzkombinationen. welche, wie«» scheint, die Italiener an der Donau vorhaben, zu vereiteln, konimen zu lassen. Eigeniümlich ist das Schweigen der beiden; .Parteien der Rechten. Sie sürchien offenbar selbst am meisten. ähnlich« Erfolge wie bei den NeichStagSwahlen bei den Land- � tagSwahlcn zu erringen. Trotz dieser Provokationen blieben die ! Herren von der Rechten stumm. Bei der Beratung des Gesetzentwurfes ü b e r d i e V e r t r e« � tung Preußen» im Reich»rat wurde von mehreren Parteien geltend gemacht! Die Zabi der Vertreter Perußens im NeichSra, ist durch den Zusammenschluß der Thüringischen Saa« tcn auf 22 gesunken. Wenn nach Artikel 62 der ReichZverserssung die Hälfte dieser Glimmen den Vertretern der einzelnen Pro« Binzen zufällt, könnte nicht mehr jede preußische Provinz einen Vertreter crbalten, sondern e» mußten mehrere Provinzen zu gemeinsamer Vertretung zusammengelegt wer» den. Außerdem wurde geltend gemack't, daß die Summen der Provinzvertreter und die preußischen Staalkstimmcn sich gegen« seilig ausheben und damit Preußen jeder Vertretung im Reichs« rat berauben könnten. Endlich würden in den Provinzen große sech» des Zentrum» und de» Demokraten Dr. P r« u ß gesordert. Der NorS von Lad Thal vor Gerichl. Eine studentische Lügengemeinschast. Der Prozeß gegen die Marburger Zeiisreiwilligpln, die vläh« rend der ivkärzkämpse 15 unschuldige � rbeiter aus Bad Thal ver« schleppten und sie bei Mechterstädt h�nrtuck.ich ermordeten. ist ein würdige» Gegenstück zu den Komödien, die bisher von den Kamcradeugerichien ausgesühri wu-dcn,»"nn sich Mörder au» Ossizier» kreisen zu veranüvorten hatien. Echo»' die Tatsack)« ist beine-kenSwert. daß der Proz-H überhaupt vor einem M iitärg.richt stattfinden tonn Tve AngeNagten find Z« i t s r e i w i I l i g e, sie gehören also nicht zur Rc.ch�v.hr, trotzdem werden sie der Z!vilgcricht»barkci. ev'wger.. anscheinend weil em Miiiiärgerichi süi derartige Fälle �g«ig„el«r erscheint wtitW».. Der Rvichsjuftizmrnijter die«ngeNagten Gudenlen klappt dieser Dreh natürlich ganz vorzüglich. Sie süchlwn sich, nock, vor Begi:..� der«e.nch- mung. in ihrer Ehr« gekränkt, daß eu. Gefrc.ter al« Beiiiber fungierte. Ten Liebkncchtmordern hat die» nichis ge« schadet, wr haben eS also bei den Marburger Herren mit«im- in nocki vornehmeren Kaliber zu tun. Tie«crlangien d>« Erseyunz.... de» Gesrei!«n durch einrn Osfizir« und eireichten eS auch, das, Mehrbeilssazialisten 26, Unabhängige 2. Kommunisten keinen. ihrem Wunsch« s,attl.>!grb«n wurde. Sir. 6"sbei, crschosseii. Bündnis abgeschlossen wird. B tairn verpflichtet sich, die Leiche., bliebrn an Or» und Sielit liegen und dw �«rrer Gu. bedeu end stärkeres Herr als vor dem Krieg« zu unierhal'en beuten eilten weiter. u:n Anschlug ui. da» pdataillon" nicht< seine Festungen zu verstärken. Da« Bündnis ist auf die zu verfemen. Dauer von 12 Fadren abgeschlossen und wird defensiv« n So d e Aussage de» �auptangeklaglen, v-r natürlich vi« ghorakter haben anderen Mitnerbrcckicr bcipflich�tcn, da d�i ganze Gesellschaft »ach der Mordint»ickt eliea v.rlafl«t, sondern auf freiem Fuß« gelassen wurde und somit die beste Gelege., bei, hatte, eine stnden. »ilckie Lilgcngemcinichaft zu b.ld'N, die nun vor Gericht mit an»- wurden mehrere Arbeilerführer d.age außerdem dich er vi< v e, perriry?«, wir» neue«ouc der Kameradengeme>nsck)afi der ltudenii'ck»«« Mörxr konferen, bat dem S nen Mensckxn geben, der der Lüge Glauben schen.lt di« offizielle Noti l>eti«n aile'amt„reit, MtsäiUa' d!--»« 1» dau Kops! Sbcsondere die der westliichcn Vororte Berlins, Zwing. bnrgen des Kapitalismus, hat die Stunde, sie zu schleife», geschlagen. Nt'her; Hie Stunde! Aber damit die Eiich.nnegemcinde da» wird, waS wir hoffen, e!n« F r« i st ci t t« des CiÄtaTiSinu», dazu ist noftvendig, dah energische und unerschrockene Arbeiter am sozlaiistischen W.rle in ihre Vertretungen gesandt werden. Deshalb must am 20. Juni überall gesorgt »tirdcn für die Wahl von Uiiadbliagigeii gozia'demolralen. Kieler'ileresszn«nd Dohiiutizsveibmd. Der WohnungSborband Grob-Berlin lhat in seiner Vollver- sammkling am 5, d. M. einen Stachtrag zur Höchstmieteuanord» nung vom 14. April 1020 beschlossen, durch den die erhöhten rrfseu'tlichen Abgaben auf den Mieter abgzwÄzt werden können Hinter diesem Beschlust verbirgt sich die Absicht der organisierten HanSbeslher, wieder einmal mit Hilfe des WohnnngiverbandeS Grost-ÜZerlin einen Vorstost gegen den Geldbeutel der Mieter- schaft zu machen. Hierboi haben die HauSbositzec in dem Woh- tiungSverband einen willigen Diener. Bereits als ihm das Lrstc Mal die Aufgabe gestellt war, die Zuschlagsäste zu der Höchst- grcuzon-Anordnuirg zu bestimmen, schreckte ei nicht davor zurück, unter wissentlicher und offenkundiger Gesestesumgehung einen Dcschlnst zu erllassen, der mit der ihm gestellte» Ausgab« unve-rein- bar war. Auch nachdem die Neuerung Einspruch erhoben hatte, wiederholte der WechnungSberband diesen tingesestlichen Beschluß Erst die Snischeidung de» Bezirksausschusses zwang den wider- spenftlg«» WohnungSveobaud Beschlüsse, dl» dem Gesetz ent- sprachen, festzus sten. Dieses Verlhalt«, deS DohnuNgSlberbande» ist nicht weiter Ver- wunderlich. Denn«r ist das reine Hauibesitzer-Parla- »n e nt. Ter D'ohnuiig?>verband Ist noch reine Frieden»,»aoe, ge- wählt in der Zeich in der die Hausbesitzer in den Gemeinden un- bestritten herrsch en. In ihm sind allein etwa LS Proz. Archi» leiten, 60 Proz. sind HauSinteressenien, so dast von vornherein feststeht, dast jeder Beschluß deS WohnungSbecbandeS nur den Interessen der Hausbesitzer entspricht. Diese Tendenz konnte'man am uiiverfälschtesten in der Art und Weise beobachten, in der der WohnnugSverband c« sich an- Mastis, den Beschluß de» Bezirksausschusses, der laut gesetzlicher Bestinimuirg endgültig Ist, be'annt zu machen. Er mogelte in dies« Fassung eine neue Beschränkung hinein, nämlich die Bestim- m»»g, dast die festgesetzten Zuschüsse mit dem 30. September 1990 ihre G setziSberechtigung verlieren. Do aber der BezirkSauSschust, der allein zu dieser Bestimmung berechtigt war, dieselbe nicht getrosfen hatte, war und blieb diese ungesetzlich. Alle Versuche der Mieter schaft, zu Ihrem Recht zu kommen, waren vergeblich. S?Ibst die Vor- sitzenden der M.-E.-A., die doch den Sachverhalt genau gekannt haben Müsttcn, stellien sich fast durchweg auf den Standpunkt, dast die Höchstmietensätze nur bi< zum 1. Oktober d. I. Geltung hätten. Dadurch haben EinigungSamt und Wohnungsverband die Höchstgrenzenanordnung eine» Teilt ihre? Inhal!« beraubt. Erst durch ein« neue Verordnung de» Oberpräsidenien vom 8. Juni, die nötig wurde, weil der Wohnunglv-lband eine Ab- «uderung seiner Beschlüsse trotzig ablehnte, wurde erreicht, dast die Verordnung deS WehnungSverbande», soweit sie die Geltung der Anordnung auf die Zeit bis zum 30. Sept-inber beschränkt, ungesetzlich und daher unwirksam sei. E» ist aber ein ganz unerhörter Zustand, dast der Oberpräsi- dent auch in diesem Fall erst gezwungen war. gegen eine ihm unterstellt« Behörde vorzugehen, weil sie ganz offensichtlich die ge'etzlichen Bestimmungen mißachtete. Der WoltnnngSverband fühlt sich eben nicht wie eine Behörde, sondern wie ein? Hau«. besitz er- Gesellschaft ohne Dcran'worillchleit. Uelier diese» BekhaUen müssen die Vilser am 20. Juni die GnlCrntfl ausstellen. Von der Zusaminrnsetziing der G oh-Ber- liner Stadtverordnetenversammlung hängt die Zusammeiisehiing de» WohnnnzSverbendeS und damit mich die Gestaltung des Micterfchuties und drS Wohnungswesens ab. Die bilrzcrlichen Parteien sind mehr oder weniger HauSbesiq-r-Nertretungrn. Die Mieter müssen deshalb fiir eine staeke sozialistische M hrheit der L'ahwerordnc'ent'ersanimlung sorgen. Das können sie am besten, wenn sie am Ll>. Juni dir Kandidaten der Unabhängigen Sozia». »cinolratie wählen. Lessküttsnz i-iü steüer'teien Ninüe?!- ei«komm'«s? Die verflossene Nationalversammlung hat auch ein sage. gönnt s Lande S steue rgese tz beschlossen, welches graste Gefahren für die erwerbstätige Bevölkerung Ii. sich birgt. Das LandeSsteuergcsch räumt nämlich den Ge- meinden das ütecht ein. das durch das Einkommensteuer- nesetz steuerstti gedlieb. ne sogenannte M i n d c st e i n k o m« men nun ihrerseits noch zur Bestcu-runS heranzuztehen und dadurch di» tinschlägigeit Paragraphen des Einkommensteuer. gcsetzeS clnsach illusorisch zu machen.......... ist eS, waS die Frage gerade jetzt!-ioud.'rS aktuell Macht, und c, ist allein schon au» dem Grunde dringend geboten, letzt wo un» nur noch wenig« Tage von der Wabl zu der iieu n Slat» gemeinde Berlin trennen, diese Frage kri nch zu beleuchten.� Ten Wählern, die am 20. Juni zur Wahlurne schreiten, frin eS. wirklich nicht«ieichgülug fein, welche Zusammensetzung dw 'lu,.' Cmdlverordnc'en Versammlung ausweist. Eine reottw-� i-ä e Mehrhekt dürfte nur all'.,, trtu geneigt sein, da» Lande». ,i,n.�e'kb tu einem für die«ibelterfchi-st«nhc'st»ngllnstt. s.. �«nv SttM 6 de« KandrSstei'rr.t 8 6 fetze# zu benutzen, um di« Bestimmungen über He Foei» lassung deS Einkommens bis zu 1800 Mk. einfach ausser Kraft zu setzen. Läßt schon die bolste Existenz eiruJ erartigen Paragraphen auf scharfe Debatten mit den bürgeUichen Parteien in dem künftigen Sladtparlament schließen, so wird die Gefahr geradezu akut, wenn durch Lauheit oder politische Gleichgültigke't seitm? der Wahlberechd'gten dieser Möglichkeit noch �rsa,. 4.«l.l�et wird..Die steuerfreie Grenze ist in ssassun�% S§ 1? la# Einkommensteuergesetzes wirklich so niedrig gazogm daß mm getiust von einer Besteuerung d'S Hu»z?rz sprechen darf, wenn man sich bergegenwmUigh best tri iv» exorbitant hohen Preisen für alle Lebensmittel und Bedarfsartikel kein Mensch in der Lage ist, ,ich mit einem Jahreseinkommen von sage und schreibe 1500 Mk. zu ernähren und zu kleiden. Deshalb müssen alle Arbeiter, Angestellten und Beamten am 20. Juni für die Kandidaten der Unabhiiegizen S»?wldemo- f o.'ic eintreten. Lessegllichi! kommmlalivSbler.vetsiiiiiiniiinzen. finden heute, Donnerstag, abends 7 Uhr, in folgenden Lokale» statt: «üttnor. Straße 28. Graumanns Festsäle, Nauntznstr. 27. Achutaula, Gleimstr. Ä. «chulaula, Albrechtstr. 27. Schulaula, Mühlcnslr. b0. F-rcischütz, Fruchtstr. 80a. Bichhofblirse, Eldenaier?traste, Referent: Gen. Dr. H'Iser. ding. Thema: Sozialisierung und Kommunalisierung. KommeniuSsäle, Memeler Str. 07. Lichtersclde: Schnabel, Hindenburgdamm 104. Weissensee: 714 Uhr, Aula, Wöllepromenade. «tkutillln: bei Kassuh», Erkslr. 8. Turnhalbe der Eemeindcschule, Kopfstr.(T Uhr) Jdea. rssino, Mavcschftr. 15. Greil» gejtsäle, Hermannstr. 103. KarlSgarpen, Karligartenstraste. Aula de? Nealgtzninasium», Boddlnstraste(für Angestellte und städtische Arbeiter). Dwptow! Am WirtschaftZhof, Grätz», Ecke Elsenstraste. Baumschulenwrg: BaumlchUlenstraße, Platz vor der Kirche Grosse össcutliche Demonstration, Sportplatz, Gosslerstrasse. Gemeivdk« und ZwangseiuquarN'cuug. Die Vereinigung deutscher Wohnungsämter hielt vor einigen Tagen eine Versammlung ob, in der Richtlinien für die ZwangScinquarlierung angenommen wurden, in denen eS heißt: Die Zwangseinquartierung allein kann zur Behebung der Wohnungsnot nicht ausreichen, auf ihre Durchführung kann aber trotz der erheblichen mit ihr verbundenen Miststände(Sinken des Wohnungsstandards) nicht verzichtet werden. Sie hat sich grundsätzlich auf alle Größenklassen von Wohnungen zu erstrecken. Zur Vermeidung von Härten muß die Zwangs» einquarlierung unbedingt unter weitgehendster Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Einzelfalles ohne jeden Schema» tiSmuS durchgeführt werden. Bei Festsetzung der MietS» höhe soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deS Eingewiesenen weitgehendst berücksichtigt werden. Der objektive Mietwert der Räume kann allein Nicht ausschlaggebend sein. Von den In» habern groster Wohnungen muß gefordert werden, daß sie ent» sprechend dem öffentlich-rechtlichev Charakter der Zwangs» einquartlerung ihrerseits bereit sind, die nötigen Unbe» quemlichkeiten auf sich zu nehmen. Viel dürfte durch diese Richtlinien an dem Wohnungselend nicht geändert werden. Nicht nur, weil die ZwangSeinquartiernng allein dazu nicht imstande ist, sondern auch, weil sie bisher überall viel zu zaghaft und mit übergroßer Rücksicht auf die Interessen der Besitzenden angewendet worden ist. Noch heute haben Hundert« von Reichen mehrer« Wohnungen oder Dutzende von Räumen, während Tausend« von minder- bemittelten Familien in größtem Elend hausen. Die Sozialisier ung de? Wohnungswesen» allein ist der rettend« Ausweg aus dem Wohnungselend. Kommu nen und Sladlverord lekenwahlen. Die Kommunisten wollten sich auch an der bevorstehenden Stadtverordnetonwathl belei>l'gen. Diese Absicht können sie aber nicht ausführen. Sic begründen das damit, ihre Organisation sei nicht ausgebaut, doz» kämen auch andere Schwierigkeiten. Essel schwer, die notlvcndigen 100 Unterschriften zu den Wahivorschlägrn zu bekommen, obwohl sie in Berlin 15 000 Stimmen gemustert hätten, kluch sei es bedenklich, die Namen der Unterzeichner der Wahlvorschläge preiszugeben im Hinblick auf rtwaige Verfolgun- gen. Als ob dieser Einwand nicht auch für die Kandidaten zu» treffen würde. Nein! Wahrheit»st. daß der Wahlleiter der Kommiinlstischen Partei in Berlin den Termin für die Einreichung der LVahlvor- schlage versäumt hat, wie die«Rote Fahne" mitteilt, deSnx-gen, weil vr der Meinung getvesen sein will» die Siatziverordileteii- wählen fänden unabhängig Von den Wablen zu den Bezirksverord- netei ver'ammlunge» statt. Dieser Me'nnng konnte aber niemand fein, der sich die Wallordnung durchgesehen hat. Alle anderen Parteien hwben den s.stgcsetztcn Termin eingehalten. Bei Un- klarheiten hätte auch eine Anfrage on das städtisch. Wnhlbureäu genügt, INN eine klare Auskunft zu-.halten. Aber so ist cäl Wenn es an die praktische Arbeit geht, ist v» etwa« ander«, al« nur den Mund auszureißen. Lea«ttuzehü?tee und Arbeiletlö�e. Del der Ietz>n Reform der Bezüge der städtischen HilsSang«. stellt n lebuteu die Magistrate die Anerkennung de» vom Schlich» tung-auSschust gefällten Schiedsspruches ab und schlugen dafür durchschnittlich bei ten männlichen Hil'Sk.äkten um fast 10 Prozent niedrigere Lohnsätze vor, bei den weiblickjen um fast 20 Pro-; zent niedrigere. Wer aber annehmen würde. daS sei geschehen au» Sorge um die schlechten städtischen Finanzen, wird erstaunt kein zu ermhren. dast diese Svarlanik it nicht in Anwendung kommen sellie,«usbesoi�ere bei de» höheren Beamten der Magistrate. «o sollte»enpwswrpe nt den wesMchen Bororlen für gtstrats Mitglieder an Stelle eines AnsangSgehaltZ voi 20 400 Mk. ein solches von SO 000 Mk. treten, während das End« gehalt von 20 400 Mk. auf 45 000 Mk. steigen sollte. Noch höhe, waren natürlich die Gehälter der Bürgermeister und Oberbürger- meister festgesetzt, die an Stelle von etwa 30 000 Mk. bzw. 40 000 Mark jetzt 00 000 bzw. 75 000 Mk. erhallen sollten. Einsttveile« ist die Verwirklichung dieser Absichten an dem Widerstand in»- besondere der Unabhängigen Sozialdemokraten gescheitert, doch wird erst der Ausfall der Wahlen am 20. Juni d!« endgültig« Entscheidung bestimmen. Im übrigen ist diese Fürsorge ch.tr die MagistratSmitgUedetz im'? eigenartiger, als ein erheblicher Teil von ihnen . nirch die Neuordnung"er Hemeindeverhältnisse von Berlin wahr- ' schyrlio, in Pension gehen wird, so dast sie zwar die hohen -öshält».?, die Gernoierden aber nicht die entsprechende» Leistungen Hab-.'?«eflirten, Die gegen die kalk! Rate Fahne' drucki heute die Anwürfe de# Rasch .Freiheit" tb, und hat die Frechheit, demr hinzuzufügen, .Hat der Chefredakteur der.Freiheot' sich wirklich so ve« halten, wie Rasch e» hier mi'-'-itt, so dst keine Krrtit z« scha-k gegen ihn. Aber ganz abg-iche« von dem Falk Hilferding blelbi unser Urteil über die Führmig der K. A. P. D. bestehen: Durch ihr Abweichen-orn geraden Wege de» revolutionäre» Marxismus-ist sie zu einer Organisation geworden, die de« Treiben aller Lockspitzel den günstigen Nä-Hrlboden abgibt." DaS nötigt unS doch noch zu einigen Bemerkungen. Un# wurden von Anspach sechst drei Dokumente zur Veröffentlichung� übergeben. Er erwähnte natürlch mit keinem, Worte, daß«r irgendeine Kenntnis hätte von einer„Samrnilung von Dokumenten", noch weniger, daß es sich um gefälscht« Dokumente handeln könnte oder, gar, dast er rogendtvolche Totumonte der K. A. P. D. zur Versügurig gestellt hätte,«eil er sie für eine Fälschung hielt. Wir hatten weder davon eine Ahnung noch überhaupt, daß Anspach, der Mitglied unserer Parle! und seit einiger Zeit rrn» ser ständiger MitavbeWer ist,-irgeirdw eiche Beziehungen zur K. A. P. D. unterhielt. Anspach sprach sich vielmehr recht zurückhaltend über die Herkunst der Dokument« aus und erklärte nur einem un» serer Redaiieure, streng vertraulich, dast sie von einem Offizier herstammen, daß die Originaldokumenie nur für wenige Stunde« at'.S zur Verfügung stünden. Wir Netzen sie de-Shallb pthotograph!«. -en und gaben sie zurück. Man wird zugeben, dast wir keinen Gru-ud hatten an der Echthoit zu zliveifoln. Jrgendwelehe Zcch» lung kür die Dokumente wurde weder verlangt noch geleistet. Wir-unterzogen die Dokumente einer genauen Prü-- fu ng. Nichts deutet« darauf hin, daß sie gefälscht seien. Anspach- selbst kam golegent-lich zu«linem Gespräch über die Dokumente- hinzu und meinte, wir solÄcn jedenfalls genau nachprüfe«. Nie hat er uns irgendeine Mitteilung gemacht, dast er selbst die Do-- kumente für falsch halte oder gar bestimmt eine solche Behauptung aufgestellt. Ebensowenig teilte er uns mit, daß er selbst irgend- welche Schritt-? gemacht hätte, um durch einen.Inhaber«ine# Nachrichtenbureau»' die Echtheit nachprüfen zu lassen, oder gar- irgendwelche Resultate dieser Schritte. ES stimmt auch garnicht� dast die uns zugegangenen Dokument« dieselbe Schreibmaschinen- schrrft aufweisen. Eine schon geplante Veröffentlichung unterblieb vorerst auf Veranlassung de» fllenossen HilserdiNg, aber nichl au? Zweifeln an der Echtheit, sondern weil er vor der Veröffenk- lichung noch einen anderen außerhalb der Redaktion stehenden Genossen befragen wollte. Wik bezweifelten die Ecksheit umso weniger, als wir Kennt- n!S davon hatten, daß die Kappisten sich sehr um Verhandlungen Mit revolutionären Arbeitern bemüht haben. Wir erinnern nnr an ihre Verhandlungen mit Herrn Waner und anderen, sowie an die gescheiterten Versuche verschiedener Offizier« mit unso-rm Genossen W gmann in Verhandlungen zu treten. Insbesondere licss uns auch das Aktenzeichen auf dem Bogen de# Auswärtigen ÄmteS an der Echtheit deS Dokuments nicht zweifeln. Nun aber zum dritten Dokument. ES betraf ein Mitglied der K. P. D., da» früher zur K. A. P. D. gehört hat. Wenn es uns, wie Herr Rasch verleumdet, um politisch« AuSschlachtung zu tun gewesen wäre, hätten wir sicher am ehesten dieses Dokument veröffentlicht, da» das Mitglied einer Partei betraf, die In persönlicher gehässiger Welse den Wahlkamps gegen � uns führte. Da es uns aber nur darum geht, die Arbeiter-! schaft vor der grassierenden Seuche de? Lock-! spitzelt um» zu bewahren und da wir annehmen, daß' die Leitung der K. P. D. gleichfalls diefei Bestreben hat, konnten lvir in diesem Falle anders vorgehen. Gerade auf Veransassung de# Genossen Hilferding wurde gelegentlich durch ein Mitglied der K. P. D. der Zentrale der K. P. D. mitgeteilt, daß ein solches Dokument in unsettM Besitze sei, und aus Ersuchen der Zentrale wurde ihr dasselbe wie auch die beiden anderen zur Verfügung gestellt, mit der Bilte, uns von dem Resultat der. Nutersuchung möglichst bald MitleiluNg zu machen. Die Zen» trale ließ uns danken und uns durch die betreffende GenSsfiN, ein langjährige» Mitglied ihrer Partei, noch sagen, dast sie da» größte Interesse«n der Veröffentlichung der beiden anderen Dokumente hätte. Sie hätte ihrer» seit? Material und sei überzeugt, dast solch« Verhandlungen staltgcsunden hätten.' Nach eingehendster Prüfung der Dokumente selbst, nach Rücksprache mit anderen Genossen,.nach der Aufforderung der Kommunistischen Zentrale trfalgti cklsS erst du Verösfentlichung. Und da wagt«8 die„Rote Fahne", die diese Dinge wohl kennen muß, von einem„Fall H i l f e r d i n g' z» reden! Wenn Herr Rusch auf Grund haltloser Trnischereien und in der begreiflichen Erregung des Angegriffenett sich z» Ver- leumdungen hinreisten läßt, mag das hingehen. Der Redak- iion der„Roten Fahne" aber muß ge�at werden, daf ihre K a in p s c S w e> s e ungemein verächtlich ist un» nur«in persönlich schmierige» Subjekt sich so be» nehmen kann. Im übrigen wollen wir noch hinzufügen, daß, wenn Anspach wirklich die Gewißheit gehabt hat, dast die Dokumente gefälscht ftien, er in Unvcrantworllicher Weise un» irregeführt hat. Uns selbst fällt eS noch, heute sehwer. an eine Fälschung zu glauben, deren Sinn nicht recht zu erkennen wäre. An uns wurden, wie gesagt, Geidsorderungen Irgeirdwelcher Art nicht ge- stellt. WaS sollte sonst«ber die Fäl'chung für Zweck haben?! Daß in die Reihen der K. A. P. D. sich auch Spitzel eingemste? haben, ist sozusagen gerichtSnoioriieh. Einen umfangreichen Fälscherapparat in Bewegung zu setzen, um ein einzelnes Mit« glied zu verdächtigen, ist ebenso unpraktisch wie unwahrscheinlich. Immerhin wäre e» nicht undenkbar. Herr Rasch nennt eine? gewissen Möller, der sich den Namen von Voßberg beilegt als N.'bermilller oder Urheber der gefälschten Doknmcnbe. D» nach hätte die Polizei olle Veranlassung, sich Mit diejeW Herrn etuw« näher zu beschästioeu« Sr Unser® «i na seilen gürastige Angebote iinkayfsinögBiclikci V I 1 Mir. Hemdeniuch so°m droit.9.50 1 U 1 Mir. Moiion w cm breit..... 9.50 \j;W 1 Mir. Handtuchsioff is cm breit 9.50 I%/ 1 Mir. Baiist geatickt....... 9.50 6 gr. Sciflappen.......... 9.50 3 gr, Herren-Taschentücher. 9.50 3 Dam.-Taschcniüch.ü.geit'l'Se 9.50 1 P. Damenstrümpfe waui8".8'1.1'? 9.50 1 Paar Frauenstrümpfe?ang'?h. 9.50 1 Paar Herrensocken bäun"". � 9.50 1 P. Dam.-Stoffhandschuheforb- 9.50 1 Paar Stoffheusschuhe.... 9.50 2 Herren-Sportkragen...... 1 seidene Krawatte, SS« Bind« 1 Paar pr. 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(SU.: I). sroßc Katharina Mit d. Feuer spielen. iBoneabendr Zum ersten Male: ■CiasSä?ssgR!s - mit Lucle Höflfch, Ludwig 4 Wartau, Theodor Becker. , KoraSÖIßRhBöS fiV.: Die Rclscl ti. Mädchcnzelt f Berliner Tlißaier 88 l-'lir: Derletzte Walzer itDÖBS ScIlBüSpiBte Karlstraßo Donnerst. 7 U.; Lv i-trata � UO. Abteilung IV. Abend.) | Direktion: Wax Reinhardt / Bßülsclißs Tlientsr Schrei nach dem Kind Konrnißrspißie Taiiun. Kislnes Schauspielliaus Lcibgardlst ni?5lcr 025 Westens Qoldene Kitterzelt �iies Operettenhaas Direktor; Jean Kren Abends 7 Uhr: Prinzessin FrisdS Trlnnoa-Thenter SBahnhof PrledrichstiaÜc) Tätlich 8 Uhr W SöiZ Ruf ConntÄg 4 Uhr kleine Preise; Bsr Sürenfrleä. L L Residenz-Thsoter JS?»dtbahn Jannowltzbriickp, Uaterg(undbflha Kiostcrsir.) •jüerlich i8 Uhr- Eis RflschüefB $ouit:av: 4 Uhr kleine Preise: JcSranntSteuer. teii-ftir SO MMP,RSPICLZ',IT Ailabfndlich 6 Uhr: l.WKs's süstia h. Da Giss der JLTglfäa teiiftstl-TiMfe' Allabeiidlich 7' Uhrr Ol bessere iiä itö Mit Max Adalbert Rose-Theater 7k Uhr; Schwarzwaldmädcl. Oartenbfihno Ifiglich; 7l'i Uhr: Die Flucht tun dleFrde. BeMner Proter Kastamen-Alhe 7—9 Tanz-I)iele GfCEßr Ball _ Anfang{S Uhr_ Apollo-Theater Frledrlchitr. 218. 71/ Allabendlich Ii /9 Sonntags 3'» u. J l/arictö-Pfcgfanim! « TUextera Kotlbnn.TäA A. Tel MonlzpNU 1181;, Ha-rile"u'' 7'/' Ii 6? Ol. Jioriiznierx 1181 'I'dgllcü 7'.', Um vgjStC'Süngi liinthigen-KOKer?. Yorrk. II-IV, u.4— S. Ehcmaliees Voi�t-Tneater liadsiraBe 58. Sommerböhne: Tflgllch nachm. 4V Uhr* Wieder ein Kämpfer abends 7lt Uhr: Der selige Balduin Kummer• T an s»plel e öfilowstr. 6. aniNollcndorlplatz Telephon; Lfltzow 2305. T5fHch A Uhr: Orfsit. ßaüitt ur.d SchöntieltstSoze. Metalle K io er. RotcuO. BfeL t.essinir..Zintv. /-ii.»», Lagfermetall»V.v. kauft zu unüberbietbaren Tagespreisen Zuck4»rma Aiij Eianssor StraOe 9V vorn II. Norden 4661, '.-ii Kri3.'0--IZ. NrunnSNslr.HLS MeM Ruw. 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S!iBerI:rucl\I rißcüstznhSGiidi�bmr�'Vd�f�0) €? irut** rv■«1 0 n wft Dr. Skotti für Geschlecht«-. 1 il llaat-, harn-, fraiienlelden. li.irtnScklffC Harnleiden, Xosschlag.■erv.SchwIcb�. Gegen Lnes knrub. Salvar�nn- Kuren, IMiilnntersiichnntei». Im ersten und "—■ Kar-i 9Ue im Haup omte auf d?m Spielplatz.Am Urban" zu besetze». Die monailich. Vergütung wird nachVrreinb.iruus, f. st esetzt. Beiverb. r werden ersua.t, ihre Meldungen bis zum 2!. Auili d. Id. unter Beifügung eines Lebenslaufes und i.ührungs�.'ug liff.'Z an das Skädt. Jugend- amt-i erlin, Abt. Jugendpfleizeamt f christlich eiuzurei. en. d. Zum l. Juli ist die Steile eines Platz- vS?ivli!terS im Nebenamte auf d-m sta.t. Spielplatz«An der einsam?» Pappel- an der . ch.» anier Allee zu b setzen. Die monatliche Vergülung wird na Vereinbarung feirgesetzt Bewerber Wersen ersucht, ihre Pleldungen bis zum 21. Stttii d. IS unter B.ifü ung eines L bru'leinfeS und Fn runa?zrn niffeZ an dn? Tlavt. Jugend- ttsit, Bsr'i», Slbt. Ju-sendvftegea.-nt, I chr ift ii ch enigur�chen. ,Mjr kaufei' sisd s;ahicn sc!ir% .liölia Prciso tür� KUPFER, BJ3I, Zlnlc, •[/i ES SING, Stanniol, j£lnn:oI c, oscriiieEn,> " umlnUim,> elluiold. vlr Aluminium, Celluioid. *.ßm y Pia. In, i GoJd.SlJber, K S�ETESS Ny Picnrlaner Str. 24, 7 MÜSUS %, WaldStr. 3, y'G. ERMEL# Gubener Str.$9 ./'©KQSNßRx� Hv Schöneber�, l-ahnstr. 45, •• HAASE 5kl, litzer Str. 93a Euk- la«J?itrr Piifz. B©2tKE Ra.-umJ orstr. ü». reish sÜÄfii iackcm-Anzfiffe- u Ji, C schbne Mual.r, halibnre Stoff, to» IOOO.—»nl 00,— IL EiCSStl«bSn. Strclfwimonlor............. tod S50,—„J 189,~ w 8SWNW pS?elHi Ten«SO.- nuf 520-U �Sli!)lBSi£5'Mj»I2sd Eporlform. mit Qnrt rlngsheiam Ton 730.— not 899»— IL LodeomanlfC. SporUmzaee, Kco&sn- a. ifflnSlia�anztUe«ehr bim� Hup elrcVcrkau'sstelle CfiausssG-Straß« ZS.ZS Mur / kr. 250. Z?0MNSl6Z. IT. Zun! 1520 Sie ll. S. L. und die Z. ZnieinMoliaie. III. Wir veröffentlichten in unserem letzten Artikels den Kataloq der Sünden, die unsere Partei imch Ansicht sinmv- jetvS bcaanaen hat. Wir teilen diese münden mit den Loneiuetisten in Frankreich, der Unabhängizen Arbeiter- Partei in Enalaad usw.. d. h. mit allen senen Parteien, die aemeinsam mit uns an dem Aufbau einer aktionsfähigen sozialrcvolutionären Internationale mitwirken wollen. Nach der Ansicht Sinowjews schwanken wir alle zwischen dem .offenen Sozialverrat vom Typus Noske" und der„Linie des revolutionären Proletariats, d. h. des Kommunismus". Sinowiew will uns vom„Sozialverrat" befreien und auf den richtigen Weg führen. Sehen wir uns seine Lehren an. Sinowjcw belehrt uns. es heihe in Wirklichkeit, den Gcsichtsvunlt der Diktatur des Proletariats zu verlassen und tatsächlich auf den Standpunkt der bürgerlichen Demo- kratie überzugehen, wenn man verlange, daß die Avant- garde des Proletariats sich erst die Mehrheit des Volkes durch Wahlen für die bürgerlichen Parlamente erwerben müsse. Es ist schleierhaft, woher Sinowiew d!� Weisheit geschöpft hat, daß der von ihm gekennzeichnete Standpunkt der Standpunkt der U. S. P. sei. In unserem L'üpziger Aktionsprogramm heißt es: »Di« Diktatur des Proletariats ist ein-evolutionäre; ivutel zur Beseitigung aller Klassen und Aufbebung jeder Klalsenherr- schast, zur Erringung der sozialistischen Demokratie. Mit der Sicherung der sozialistischen Gesellschaft hört die Diktatur des Proletariats auf und die sozialistische Demokratie kommt zur vollen Entfaltung." Aus dieser Formulierung des Begriffs geht hervor, daß unsere Partei die Diktatur als notwendig erachtet in der Uebergangszeit von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft. W i e und unter welchen II m st ä n d c n es zur Diktatur des Piolctariats kommt, ist keine theoretische Doktorsrage, sondern eine Frage des politischen Machtkampfes, eine Frage des realen Krästeverhältnisses der kämpfenden Klassen. Mit der ständigen Wiederholung des Wortes Diktatur löst man auch nicht �das kleinste polr tische Problem. Es kommt vielmehr darauf an, die voll tische und wirtschaftliche Kraft des Proletariats so zu stei> gern, daß es die Pol! lisch: Macht, bei einer günstigen Sr tuation, nicht nur erobern, sondern auch fest in der Hand behalten kann. Zu diesem Zweck bedient sich die U. S. P., wie es in dem Aktionsprogramm weiter heißt,„planmäßig und systematisch gemeinsam mit den revolunonären Ge WCTk'chfiften und der prolebarischm Näteorganisätion aller politischen, parlamentarischen und wirtschaftlichen Kamps mittel". Es versteht sich von selbst, daß eine proletarische Diktatur in Teutschland, wie in vllcn ivesteuropOiifthen Ländern, nur Erfolg haben kann, wenn sie keine Min d c r h e i t s d i k t a t u r ist, sondern die großen Massen des Proletariats, d. h. der wirklichen Mehrheit des Volkes, hinter sich hat. Tiefen Grundsatz erkennt sogar das Pro gram m des Spartakusbundes an, und es ist deshalb mehr als eigenartig, wenn nun an Stelle einer durch die kompli- zierten Klasscnverbältnisse Westeuropas bedingten tieferen Auffassung des Diktaturproblems die flache Phraseologie Sinowjews als der Weisheit letzter Schluß uns zur Nicht Amur gemacht wird. Ebenso wie mit dieser Frage verMt es sich mit der Frege der Anwendung der Gewalt in der proletarischen Nevoluticm. In unserem Aktionsprogramm heißt es über diesen Punkt: „Die Ilnabhängi-ze Sozialdeinskratische Partei verwirft ge Wal sam«S Vorgehen einzelner Gruppen und Personen. Ihr Ziel ist nicht die Vernichtung von Produktionsinstrumenten, sondern die Be'ei'igung des kapitalistischen Systems." Demgegenüber erklärt Sinowiew, die Diktatur des Prolctorials bedeute„die Erkenninis der Notwendigkeit, den Widerstand der Ausbeuter mit Gewalt zu brechen". Der Verzicht ans die Anwendung von Gewalt, auf den Terror bedeute, sich in einen weinerlichen Kleinbürger zu der- wandeln und das revolutionäre Bewußtsein der Arbeiter zu demoralisieren. Auch hier fehen wir an Stelle einer marxistischen Auffassung des Gewaltproblems, die bisher in der russischen wie in der internationalen Sozialdemokratie allgemeine Geltung hatte, eine aus den speziellen Verl)ält- nissen der bolschewistischen Diktatur sich ergebende Uebcr- schätzung und fast eine Heiligsprechung der Geivalt, des Terrors als des vornehmsten Mittels der Proletarischen Revolution. Dagegen ist zu sagen, daß� die Gewalt zwar „die Geburtshelferin jeder alten Gesellschaft ist, die mit einer neuen schwanger geht". Aber die Gewalt kann die neue Gesellschaft nicht zutage fördern, che sie nicht im Schöße der alten gereist ist. Sie kann es um so weniger, je ungünstiger die Klasscnverhälbnisse in einem Lande sind, se stärker die Geschlossenheit und das Klassenbewußtsein der Bourgeoisie und der Bauernschaft, je komplizierter das wirtschaftlicbe Leben, das durch die Anwendung der GeWall unter Umständen zur Katastrophe getrieben werden kann. Die bloße Gewast"cr.r.: die Voraussetzungen des siegreichen proletarischen Endkampfes und des sozialistischen Aufbaues nicht schaffen. Deslwlb verzichtet unsere Partei auf die Propagierung des GcwaltprmzipS, des Terrors, die nur die geistige Verwilderung durch den Krieg und die mili- tanstische Denkweise verewigen könnte. ES kann allerdings auch für die Partei des revolutionären Proletariats eine Situation eintreten, wo sie zur Anwendung der Gewalt greifen müßte. Dies würde aber nur gelchehen.� wenn es sich um Abwehr drohender konterrevolutionärer Ge- fahren, um die Zurückschi ogung eines Attentats der Reaktion gegen die Arbeiterklasse handeln würde. Die Uebertragung speziell russischer Verhältnisie auf Teutschland und die anderen westeuropäischen Länder, die schon aus den beiden behandelten Punkten des Briefes Sinowjews hervorgeht, zeigt sich besonders deutlich bei der Behandlung der M! l i t ä r f r a g e. Sinowsew erklärt, die U. S. P.»nd die französischen Longuetisten wendeten sich„henchlerrch parasitisch(oder feige) ab von der Bildung einer Roten Garde, einer Roten Armee der Proletarier, die fähig wäre, den Widerstand der Ausbeuter zu unter- drücken". Man fragt sich erstaunt, wie derartiges Zeug in einem programmatischen Schreiben des Exekutivkomitees der kommunistischen Internationale Raum finden kann. Tie Bildung einer Roten Armee ist in Rußland möglich geworden, erst nachdem die politische Macht vom Proletariat erobert und die Diktatur der Arbeiter und Bauern auf- gerichtet worden ist. Die Bildung einer Arbeiterwehr— unsere österreichischen Genossen konnten sie verwirklichen— haben unsere Volksbeauftragten mit allem Nachdruck ge fordert, sie scheiterten an dem Widerstand der Rechte sozialisten.- Als es nicht gelang, die militärr'chen Arbeiten forderungcn durchzusetzen, als namentlich auch die Rechte der Soldatenräte beschnitten wurden, schieden unsere Ge- nassen aus der Regierung aus. Eine Arbeiterarmee kann in den westlichen Ländern nur dann geschaffen werden, wenn das Proletariat die politische Macht erobert hat oder wenn es sich im Stadium des offenen Machtkampfes befindet. Alle Versuche, sie vorher ins Leben z» rufen, sind entweder Spielerei oder ein Provokationsmittel der militärischen Kamarilla, der es nach einem neuen Aderlaß der revolutionären Arbeiterschaft gelüstet.. Die Prova- gierung solcher Anschauungen, wie sie Sinowjew ausspricht, bedeutete also geradezu eine Unterstützung des gerade von der 3. Internationale belämpsten Nationalbolschewismus. Die angeführten Stichproben genügen zur Feststellung, daß die Anklagen Sinowjews gegen nwcrc Partei vor allem aus einer Verkcnnnng der Verhältnisse West- europas, insbesondere Deutschlands, entspringen. Wir machen Sinowjew daraus keinen Vorwurf. Er ist be- langen in den besonderen Gedankengängen, die der Veilauf der russischen Revolution— einer Revolution, in der das städtische Proletariat, gestützt auf die Haltung des revo lutionären Bauerntums, seine Diktatur aufrichten konnte— bei der herrschenden kommunistischen Partei hervorgericken hat. Es ist aber unmöglich, die Methoden der russischen Revolution ohne weiteres auf die ganz anders gce.l'.eten Verhältnisse der westeuropäischen Revolution überteage.r zu lassen. Wohin das führen würde,'kann sich jeder Leser selbst ausdenken, wenn er die lll Punkte Sinowjews auf die deutschen Verbällnisse übertragen wollte. Und wohin das geführt h a! zeigt das Schicksal der Kommunistischen Partei Deutschlands, V* vwn ersten Tage ihres Bestehens an sich die„russische Tckkrr." zu eigen gemacht hat. Wenn sie sich heute aus de», vüfün Wirvivarr. in dem sie sich befarad. allmählich heru-\ holtet, so verdankt sie das dem lhin» stände, daß sie mey.- und mehr zu der reälvolit ischen Ein- sicht und theoretischen Erkenntnis unserer Partei den Wog findet— nicht zuletzt durch die Mithilfe R a d e k S, dessen Schrift über die Weltrevolution trotz aller Venwchungert. unsere Partei anzugreifen, doch im großen und gangen tue Anerkennung der Richtigkeit unserer Taktik bedeutet. Diese Tatsache möge auch als Antwort aws den letzten Punkt der AiÄage Sinowjews dienen, der von der Vereim- gung der 11. S. P. D. mit der K. P. D. spricht. Wein eine solche Vereinigung erwünscht ist. der muß mit der Tatsache rechncii, daß die U. S. P. D. tatsächlich die Mil- lionen des klassenbciwußten revolutionär r Proletariats Deutschlands nm schließt, und daß auch die links von ihr stehenden Gruppen sich wehr und mehr zu«hrtu Anschauungen und zu ihrer Praxis bekehren müsse.. Einer solchen Einigung des revolutionären Proletariats dient man aber nicht, wenn man, wie das wicderliolt.in dem Briefe Sinowjews geschieht, die Massen gegen die„Führer der U. S. P. D." ausspielt und sie durch falsche V-orsplogclun- gen in das Lager der Ohnmächtigen kommunistischen Gruppen hinüberzuziehen sucht. Eine selche Spaltungspolitik entspricht am allerwenigsten den Aufgaben einer Organr- sation, die sich die große Aufgebe stellt, alle Kräfte deZ internationalen Proletariats zusaniulenzuschließen. Ä : ■ Der Schiedsspruch für die Angestellten der Berliner Metallindustrie. Da? vom A c ich? nr&e i t? rn i nt)te rit m zur Deileguirg der Toris vertragSstreltigkeiten zwischM den Auge stellton und den Ardeil» gebern in der Berliner Metallindustrie eingesetzte Schied szer cht unter dein Vorsitz des früheren FinanzministerS Südolmn hat nach mehrtägiger Beratung am gestrigen Mittwoch mittag seinen Spruch dahin verkündet, daß die Teuerungszulai« auf vi« ab 1. Juli 191!) fest gesetzten Tarifcinkommen unter Fortfall der in» zwschen genährten Zulegen für alle Angestellten 119 Proz., für Lehrlinge 99 Proz. be! ragen soll. Daneben soll die bisherige Ver» heirateten- und Kinderzulage in Höh- von je 99 W. monatlich gezahlt werden. Tie neuen Ginkommen sollen für die Monate Mai bis einschließlich August 1920 gelten, während im übrige» der Tarifvertrag bis zum 8l. März 1921 laufen soll. Die Arbeits» -eit ist nach dem Schiedsspruch in allen Be! rieben für sämtlich« Angestellte sie gleiche, wie sie jeweils als normale für die Arbei» terschaft gilt. d. h. gegenwärtig eine SüsZstündige in der Woch». In allen Fragen des sogenannten MiibcslimmungSrechteZ soll ei bei den Vestimmungcm des SSeiriebSrätegesetzeS sein Bewenden haben. Die Parteien haben sich b'9 zum DienÄa.-», den 22. Iunch mittags 12 Ubr, über Annahme oder Ablehnung des SchiebS- spnlcheS zu erklären. 9!euer Schiedsspruch km Cinzechandef. Da die Verhaniolungcn zwischen der Einzelhandels Gemein« schaft Groh-Berlin und deu Angestellten-Verbändcn zu keinem Ergebnis führten, trat ans Antrag beider Parteien am 19. Juni dieses Jahres unter dem Vonsitz von Dr. M. Weiert ein Schlich. tnngSauLschug im NeichSarbeitSministerium zusammen. Der Ausschuß fälle am 12. Juni d. I. einen Schiedsspruch, der sich ans alle strittigen Fragen des Nahmentarifvertrages bez'eht und insbesondere d e Fragen der Uebcestuneen, der SonntaaSarbcit. der Probe und AuSbilfetätigkeit, der Ein.gru ppierung ver Ange» stellten in die Gehaltsgruppen, die IlrlaubSsrage. das Verfahren vor einer tariflichen SchlichtungSstcll« usw. regelt. ES besteht 76> Der Skernsteinhof. Roman von Ludwig Ailzengruber. „Stell' du zwei Fall'n auf und leg' in jede ein' kxtraichen Speck, ich geh' dir in keine." „Daß ich dich fangen wollt', daS bild' dir nit ein. Mir war nur um's geg'nseitia gute D'rauskommen. Gäbst du mir mein' Respekt, gab' ich dir auch'n dein'. Hätt'st du mit mir a Einseh'n, wurd' ich auch ein's mit dir hab'n. Du aber will'st anders»nd so kann dir'S auch werd'nl Du sollst nit umsonst die Gedanken in mir auf'ricgelt hab'n, wi? mir Siind' und Schand', jed's Unterkriechen und Verstell'n, all's, was mich d'sieb'nthalb Jahr' her g'psinigt bat. erspart g'bliebcn war, lätt'st du dich seinzeit nit in gleich herzloser, wie umlöt'ger Weis', dawiderg'sctzt nnd damal schon zngeb'n, was d' heut' nit verhindern konnt'st! Du sollst mich nit umsonst erinnert haben an die Stund', wo ich mehr tot wie iebend'g, die Stieg'» da hernnterg'schsichen bin und zu un» serin Herrgott gebet't Hab', er mächt' inich'n Tag ei leb'n lassen, wo ich dir dein' erbarntlose Hochkabrt beimzablen könnt'. Terselb' Tag is hitzt da und ich will dir weisen, daß er da iS!" Der Alte sah sie mit zusammengekniffenen Augen und breitgezogenein Munde an.„Was willst mec denn iveisen, du?" „WaS ich dir weis'? Dein Ausnahms-Ansnahm' asim Hof da, dö werd' ich dir vertun." „Du unterstünd'st dich—?!" „Jed's weitere Wort spar'! Vergiß nit. wen d' vor dir hast. Ich brauch' mir von dir nix sagen z'lasscn!" Damit kehrte ihm Helene den Rücken zu und schritt voran nach der Stiib" zurück, während der alte Stcrnsteinhofer mit ge- ballten Fausten, die cingezogenen Arme vor Wut schüttelnd. hinterdrein stapfte. Der große Aerger tat aber weder seiner Eßlust noch seiner Tniukiicbe Abbruch, sondern schien beide nur zu vermehren. denn ihm schmeckte kein kleiner Bissen und niundete FLin mäßiger Schluck, so daß er. als die Gäste ausbrachen, mit kläglicher Stimme erklärte, daß ihn„nun schon d'Füß' verließen und d'Augcn nix mehr taugen wollten": die Schilderung seines Zustandes ließ man, als der Wahrheit gemäß, unangefochten, aber die Rechtfertigung desselben durch sein Alter wies man svöttisch zurück und einige Mindcrbejahrte meinten: heut' wären sie just so alt wie er, oder er so jung wie sie. Er erbat sich das Geleite KäSbicrmarteks nnd der Lange mühte sich denn auch getreulich, seinem Schützlinge, ge- weiften Weges, über den Hof zu helfen: eS gelang ihm, allen kleinen Fährlichkeiten auszuweichen und wenn es bei größeren merkwürdigerweise fehlschlug, so bestand er sie einträchtig mit dem Freunde. Er rannte mit ihm gege?» ein balboffenstehendcS Schenncntor, und als dieses durch Früh am Morgen öffnete sich oben auf dem Sternstein» Hofe ein Fenster der großen Stube, Helene beugte sich heran? und sah auf daS Dorf hinab. Ein leichter Flor lag noch da unten. Langsam kam die Sonne im Rücken des Hügels herau, »nd unten am Bache ward es licht. Das Turmkreuz der kleinen Kirche brannte, die HmiS- che» und Hütten hauchten sich rot an und einzelne Fenstet erglühten. Frisch wehte die Morgenliist. Die Bäuerin strich einzelne Haarsträhne, die ihr vo< dem Skuge fächelten, zurück. Als sie nach der letzten Hütte sah, wo sie eine freudlose den etzlnprall ganz anffolg, so stürzten beide in taumelnder' Kindheit verlebt, und nach dem Häuschen daneben, wo sie Hast dahinterher, so weit cS sich in den Angeln drehte, ein � sich und die andern zu Leid und Last gehaust hatte, da er- Paar Schritte weiter fielen sie Arm in Arm über einen um- s faßte es sie, gleich der bedrückenden Empfindung ver- gestürzten, aiisgemiisterteii Brunnentrog: von diesem einem worrenen Träumens: doch von hier oben verschmolzen die „Verlauf" und andern„Fall" abgesehen, erreichten sie glück-' einzelnen Behausungen der Straße nach in eine helle Zeile lich das Ziel und da lallte an der Schwelle deS Häuschens und mit den grünen Hügeln dahinter und dem blauen der Käsbiermartel:„Was bist du— du aber in dein' nlt'n Himmel darüber in ein freundliches Bild: das eigene Er- Täg'n— für— für a leichtsinniger Mo»— gält's—> lebte verblaßte vor dem Gedanken an das gemeinsam« könnt' mcr dich heut' wieder— hint'— hint' im Wag'n- s Drangsal nnd Elend, dem sie entronnen, und daS von z» tiefst da unten, am Fuße des Hügels, nicht hinan leichte zum Gipfel, von dem es ihr nun doch vergönnt war, herab- zuschauen, wie sie es einst in kindischer Seele gewünscht im? ersehnt. So hatte cS sich doch gefugt! Ein dankbares, fast andächtiges Gefühl überkam sie g'flechtel hab'n Der alte Sternstcinhofer riß sich von feinem Begleiter los nnd versetzte ihm eins m die Rippen, daß der laut ans- schrie. Aber trotz seiner Erl-irterung vergaß der Käsbier- inaitel nicht, daß ibm doch ndch obliege, den Alfen unter Dach zu bringen, und so faßte er ihn denn neuerdings an, freilich etwas kräftiger, als just not tat und unter Gefluche und Gepolter ging es die Trepp Hinän i n r Gekrache sie wußte es selbst nicht, gegen wen oder waSf und Geber te z'i? Kammermr'hinein nnd da fand sich£ Lutt�die'üb e� Plötzlich der Käsbiermartel allein im Mustern.„Sternst.;,,. Ä.£ Ä,' r � regte, gegen böser"- rief er balblaut.-„Stcrnsteinhofer! Wo bist �nre scliöne m�näende Wllt% �' öeflCK* denn? No, so meld' dich, dummer Kerl, ob d' da bist?", Lanze, schone, prangende Bklt—?— Erst nodi einer Weile antwortete ons einer Ede lier„ �, �«�nu�e vor der Brust.!?onste dl!ed s?e. ein lautes Schnarchen.„Rh so", sagte befriedigt der Lange,)-'b'"-' luhr sie mit einem lachenden Schrei zurück. Der dann sah er nach dem leeren Bette, nieinte:„Es wär' doch Bauer stand hinter ihr, er hatte sie mit beiden a Sund'" und legte sich in dasselbe. i Hunden unter den Achseln angefaßt. ——————————' lLcrtsctzuna»lnU feflrftnbcfe Aussicht, daß Me Parteien den Sch'edsspruch,'eer«tnen aerechlen Ausgleich zwischen den Wünschen der Parteien zu schasse« sucht, onnehuian werden. Deutsch« Telephonwerke, Wteilun> NiederschSnewridr. Eänrtliche In der Abteilung Niederschöneweide beschäftigt gcwese. neu Kollegen und Kulleginnen, sofern sie an der Klage b.teiligt und nicht länger«IS 6 Wochen mit ihren Beiträgen im Rückstand sind, werden h'«rdurch aufgefordert, sich zwecks � chtSschud bis spätestens Donnerstag, 4 Uhr nachmiltagS, aus! em Bureau des Deutschen Metallarbeiterverbande», Berlin, Linie r. j, Zimmer 4, unter Vorlage deS MltglirdSbucheS zu melden. Aussperrung in Danzig. Die Schiffswerft E. W. Klawitter m Danzig hat am Mittwoch sämtliche Arbeiter aus» («sperrt, da sie der Allsicht ist, daß der Betrieb ohne die inlnierl"lte, die sich seit acht Tagen im Ausstand befinden, nicht «ufrechterhalten werden kann. Daraufhin ist die Arbeiterschaft der gleichnamig n Masck'inensabrik, die von der Schließung deS lLerftbetriebeS nicht berührt war, in den Ausstand getreten. Di «RÄSKiTir:..... v-r- Groß-Serlin. Die Verwahrlosten. Der Krieg hat das Bibelwort wahr gewaich', daß die Sünden der Väter bis ins vierte Glied von den Kindern gebüßt werden müssen. Es ist ein furchtbares Erbe, das wir mit den kommenden Generationen antreten. In dein Elend, das-aus dem Gobiet der Erziehung, der Geiundheit und der Lcbcnsnot unter den Kindern herrscht, spielt die Ver- Wahrlosung eine große Rolle. Kinder verlieren den Zusam- menhang mit der menschlichen Gemeinschaft, sie werden Nusgestoßene, durch ein Vergehen, für das sie nicht verant- wortlich zu machen sind. Die Tat des Kindes entspringt sei- ner Aufsichts» und Hemmungslosigkeit, der Not, sehr oft aber nur dem Bedürfnis, zur Geltung zu kommen, die Auf- merksamkeit auf sich zu ziehen. Diese Tat jedoch macht das Kind zum Außenseiter der Gesellschaft. Sie drückt ihm den Stempel auf. der ihm die Rückkehr in seine naturgemäße Stellung erschwert. Für die Gesellschaft entsteht ein dop- peltcr Schaden. Der Verlust eines Meeschen und die Be- lastung der Gerichte, Fiirsorgeanstalten und anderer Ein- richtungcn, die vor allem von den Außenseitern der Ge- sellschast gefüllt werden. Fachleute, die sich mit den Fragen der Jugendgerichtsbarkcit befassen, sind zu der Neberzeu- vung gelangt, daß Kinder nur durch die Schuld der Gesell- schaft zu Verbrechern werden. In dem Buche,„Jugendrecht und Gericht" sagt der Geheimrat Franz v. Liszt:„Wir sind uns klar darüber, daß in der Kriminalität der Jugendlichen die Schuld des Einzelnen zurücktritt hinter der Kollektiv- schuld der Gesellsckfaft... Die Aufgabe der Gesellschaft liegt also in der möglichsten Beseitigung der gesellschaftlichen Ver- Hältnisse, in denen die Kriminalität der Jugendlichen ihren Nährboden findet. Und da unter die'en Verhaltnissen das Fehlen oder die Mangelhaftigkeit der Erziehung im Eltern- Hause die Hauptrolle spielt, tritt das Erziehungs- Problem in den Vordergrund des Interesses." Der Krieg hatte sich mit den Schlagworten Aufschwung, Kultur und Entwicklung geschmückt, und nun sieht man in seinen Folgen Gefahren aufsteigen, denen gegenüber die dorhandenen Jugcndfllrsorgeeinrichtungen nur Schönheits- pflästcrchen sind. Auch der berühmte �Lindenhof" ist nichts anderes. Was bedeutet es, daß einige hundert Kinder in guten Anstalten erzogen, und nicht bestraft werden, wenn Hunderttausende an der Erzichungsnot unserer gesellschaftlichen Verhältnisse leiden. Es bedeutet um so weniger, als eine reaktionäre Bureaukratie nicht auS den Erziehnngserfolgen dieser einen Anstalt die Erkenntnis zieht, daß die anderen Anstalten sofort umgestaltet werden müssen, sondern die möglichen Erfolge dieser Anstalt zu hintertreiben sucht, indem sie die Anstalt nur als Durch- gangSstation bem'itzt. Was bedeutet eine oder selbst einige guter Anstalten, wenn in vielen anderen nach mittel- cilterliche Zuchthansverhältnisse herrschen? Hosfentlist wird der Erfolg der Wahlen am 20. Juni es möglich machen, mit manchen alten Hindernissen gründlich aufzuräumen und die Erkenntnis in die Tat umzusetzen, daß das Gute All- gemeingut werden muß. Daß Vorbeugen besser ist als hei- len. daß man nicht warten darf, bis die Jugend verkommt, um dann an ihr herumzuflicken. Die Gesellschaft, die die Fainilie zerstört hat, die den Kindern Valer und Mutter nimmt, um sie in den Krieg, in die Arbeitsfron zu schicken, muß den Kindern wenigstens Heime mit Spielplätzen, Ge- legcnheit zu spielender Beschäftigung. Erholungsstätten geben. Der letzte Rest der vom Kapitalismus zerstörten Familienerziehung kann nur dadurch bewahrt werden, daß den Eltern das Recht gegeben wird, die Leitung solcher Ein- richtungen selbst zu wählen, an ihrer Entwicklung mitzu- arbeiten, ihre Richtung zu bestimmen. Wir müssen den Vfafsen und Burcaukraten, die noch immer das Werk der Jugendvcrdcrbnis fortsetzen, das uns an den Abgrund ge- führt hat, die Kinder endgültig entreißen. Die Gasversorgung Berlins. Laut Verordnung des KohlenkommiffarS sind die Gaswerke ter' i lichtet, während der Zeit von 8— U'A Uhr vormittags und »vi! 2—7 Uhr nachmittags sogenannten Sperrdruck zu geben. Dieser Druck gestattet immerhin noch di« Entnahme von Gas, beso-d-r« in höher gel genen Wohnungen. Das Znbereiten von £ lifen dauert jedoch wesentlich länger, weil die Flamme be- d nlend kleiner brennt und eine viel geringere WS in« erzeugt unrd. Die Folge davon ist ein erheblicher Verlust der Wärme inspsge verlängerter Nusstcahlung, somit ein Mehrverbrauch a» GoS. Der Leidtragende ist also der Konsument. Anders ist es mit industriellen Anlagen, die ihren Fabri- � kationsbetrieb mit Gas betreiben. Sie haben mit Genehmigung der Kohkenstell- Apparate eingebaut, welche während de» vollen Gasdrucks soviel GaS aus den Leitungen saugen, um in den Sperrstunden voll arbeiten zu kimnen. Die ganze Einrichtung der Sperrstunde ist auf das HKlist« unsozial, weil sie Haupt- sächlich die erwerbstätige BcvöAeruidg trifft. Wohl wenigen ist j es möglich, ibve Mahlzeiten zur Mittagszeit einzunehmen, die meisten Beschäftigten muffen inwlge ihrer weiten Entfernung von der Wohnung abends essen, und gerade in dieser Zeit ist Sperrdruck. Die beabsichngte Wirkung aus Kohlenersparnis ist übrigens schon von vielen Fachleuten als sehr zweifelhaft hingestellt worden. ES erscheint daher zeitgemäß, sallS noch nicht die Möglichkeit besteht, die GaSwerk« mit Kohl« voll zn be- liefern, zum mindesten dies« Sp'rrzeit in der Nachmittagsstunde auszuheben. Die Sperrstunden und die nicht volle Belieierung mit Kohle wirken läbmend auf die Gaswerre selbst, denn sie steigern die Unrentadiuität. Di« zum TVM crauz modern ausgebauten Gaswerk« können ihren Betrieb nicht voll aus- mitzen. Nach dem letzten Geschäftsbericht der städtischen GaS- wer?» Berlins haben die.« allein«ine_ Miweererzeugung von rund KL Millionen Kubi knia.ev Gas jährlich der FriedenSzeil gegenüber zu verzeichnen. Man rechne den Ausfall der dadurch entstehenden Einnahmen in den heutigen Ge SP reisen um und be- denke dabei, daß bei voller Ausnutzung»er Gaswerke die Zahl der Belegschaft sehr wenig erhöht zu werden brauch!«. Mrn be- denke ferner, daß der Ausfall der Einnahm« aus Nebenprodukten -Koks, Teer usw.) nach dem Bericht der GaStver'e auf 6 243 000 Mark geschätzt wird. E'n« weitere Mindereinnahme von 442 000 Mark entsteht puvch die öffentliche Beleuchtung; d e enorme Preis« ite'gerung der Koh'e ist hier nicht in Rechnung gestellt. Ferner haben di« Gaswerke darunter zu leiden, daß die wenige ihnen zugewiesen« Kohl« nicht ausgesprochene GaS kohl« ist, fem de im zum großen T« l Kohl«, d!« sich gar nich zur Gasproduktion eignet. Alle Vorstellungen bäm R c Ich? ohl« nk om-mi ssa r, welche von der Direktion der Gaswerk« sowohl wie von der Vertretung der. Arbeituehmerschaft unternommen wurden sinv resulwikos ver- laufen. Die Oeffentlichkeit und ganz besonders die Stadtverwaltung Berlins fyat«in Recht zu fordern, daß hier endl ch Wandel ge- ichaffem wird. Wenn die Stadverordnetenversammlung in nächster Zeit dazu gezwungen ist, oen GaS preis abermals zu er- höhen, so liegt di« Ursache darin in den amgeführlen Gründen, alles reaktionäre Gezeter von dem Rückgang der Leistung der Arbeiterschaft ist hinfällig. Kuchenabfälle. Man schreibt unS:«sfn der Abendnummer der„Freiheit" vom 1ö. Juni wivo auf die Bekanntmachung deS ZlllagVstratS zurückgekommen und sehr richtig die Notwendigkeit einer direkten Ablieferung an di« Viehhalter betont. Eine reche merkwürdige Illustration zu dem ganzen Thema gibt ein« Bekan-nrimachung. welche in Neukölln, HaüS Jlfeftr. 28, foitenS de» Hausw rteS an» geschlagen ist. Dort heißt es:„Die Küchenobfäll« werden nicht mehr abgeholt. Es wird gebcien, diese in die Müllkästen zu werfen." Dieses eigenartige Verfahren, dos doch irgewoein« Grundlage haben muß, dürfte de Oeffentlichkeit recht iurtcr- effkoen," Aus dieser Zuschrift geht hervor, daß die in Fvooe kommend« Verordnung, wie wir schon geschrieben hatten, in der Praxis voll- ständig ihren Zweck verfehlt hat. Uebrig geblieben'ist nur die Sch'kanierung unschuldiger Personen. Darum nochmals: Fort mit dieser Verordnung und Niederschlagung der ergangenen Strasbe fehle! Achtungi Arveiterturn- und Spertveretn« Gr»tz-verNn»I Heute, DonncrStag, abends 7 Uhr, im GewerkschaktShauS Berlin, Engelufer IS, Saal 1, Versammlung aller im Wirkungsbereich der Eingemeindung befindlichen Arbeiterturn- und Sportvereine. Tagesordnung: Stellungnahme zur Gründung einer einheitlichen Turn- und Sportorganisation. Das Märkische Museum bleibt am Sonntag, den L0. d. M„ mit Rücksicht auf die Wahlen geschlossen. Der Verband sozialistischer Lehrer veranstaltet al» Kund- gebung während der Reichsschulkonferenz heute(Donnerstag) abend 7 Uhr eine Massenversammlung im Friedrich-Wil- hei m S- G h m n a s! u m, K a ch st r. 13. Es reden M. d. A. König über„Politik und Schulreform", der bekannt« Schul- rcformer, ehemalige? Mitglied des preußischen KuliuSministe- riumS, Genosse Dr. Wyn ecken über„Kunsterziehung" und Genosse Dr. Hier! aus München über.Sozialismus und da» religiöse Problem." Alle sckiulnMressierten Genossen, Eltern und Elternbeiräte werden aufgefordert zu kommen, um somit den Ruf nach proletarischer Schulrekorm verstärken zu Selsen. Kommt urvs seid alle auf dem Posten! Die Recrktton hat ihre Reihen geschlossen und marschiert. Der Republikanische Führerbnnb hält am Sonnabend, den Ist. Juni, abends 7i4 Uhr, in HaverlcmdS Festsälen, Neue Friedrichstraße 35, eine Mitgliedewersammlung der Ortsgruppe Groß. Berlin ab. MitglVdSbuch legitimiert. Wegen der Wichtigkeit der TageSorbmlng wird das Erscheinen aller Mitglieder erwartet. Der Neuköllner Polizeiprästdent Appich ist vom Minister deS Innern seines Amte? enthoben worden. Diese Maßreges hängt wohl zusammen mit den Vorgängen, die erst jetzt wieder in der Oeffentlichkeit besprochen wurden, dem Vorgehen ApPichS gegeck ihm unterstellte Beamte und dem Vorfall im„Tanzpapa" in Neukölln. Appich hat gegen den„Berliner Lokalanzeiger", der diese Affäre ebenso wie andere. Berliner Blätter besprochen hatte, die Beleidigungsklage anhängig gemacht. DaS Vorlebe» des ermordeten Oberlehrer» Da.-Hemirrger, über das ein Landsmann von ihm in der„Badischen Landes- zeitung" ausführlich berichtete, hat auch die Kriminalpolizei be- schäftigt. Das Ergebnis ihrer Ermiltlungen deckt sich mit dem, was der Landsmann mitteilte. Dr. Hemberger wav in der Tat früher katholischer Priester in Würzburg und ist wegen Sittlich- keilSvergehenS mit l1/» Jahren Gefängnis bestraft. Seine erst« Ehe wurde in London geschlossen und in Berlin wieder ge- schieden, nach der Behauptung Hembergers wegen Untreue der Frau. Diese hat infolge der Vorgänge an ihrer Geistesgesund- hcit gelitten und befindet sich jetzt in einer Nervenheilanstalt. Neukölln. In der städtischen W a ld« r ho l u n g S- statte KönigZheide können noch eine Anzahl erholungZbe« vürfliger weiblicher Personen und Kinder gegen Zahsting eneZ täglichen V e rpflegu ivgSsatze S von 4 M. bzw. 3 M. für Kinder, Aufnahme finden. Gewährt wird Mittagessen und Milch. An- Meldungen nimmt das Bureau der Erholungsstätte, Neukölln, Richardstraß« 118, Ou. I Top. von 9— 1 Uhr entgegen. LedensMkeMeüM. Weiheuse«.«bschnitt 30 unb 81 der allgern. Lsixn-mitielklrrt« 250 Gramm Hafer stock«».„ Mg dM Organisatoren. Bezirksverband Berlin--Brandenburg. Die VkrbandsgenernlbersKMtnlung findet Voraussicht lich am Sonntag, den 4. Juli, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Geschäfts, und Kassen» berichte, 2. Neuwahl des Vorstandes, 3. Organisatious- angelegenheiten. Da? Lokal wird noch bekanntgegeben. Die Geschäftsleitnng. Dezirksverbaud Berlin-Stadt. Di« Distrikte werden ersucht, Flugblätter und sonstige» Ma-- terml DonnerSwg t-'.S 6 Uhr«rmchm�tagS vom Bureau, Schicklev» straße 6/6, aKholen zu lassen. � Der 3. und 6. Wahlbezirk wird ersucht, die Stimmzettel fü« Stadtverordneten- und BezlrkSverordnetenroahlen sofort de« „Frc!heit"-Druckerei, Breite Str. 8/9, in Auftrag z» geben. Di« Grfchäftsleitung. t. Distrikt. Der für Vonnerstag, den 17. Zunt, angesetzte Z-chK abend fallt wia. 5. Distrikt. Heute abend Handzettelverdreitung tm ganzen Distrikt. 10. Distrikt. Musiker, di» gewillt sind, am Sonnabend von k bis 7 Uhr bei einem Demansirationsumzug zu spielen, bitte sich bei Müller, Kremmener Straß« 6(Laden) zu melden. 11.. 1Z.,!»., 17. und 18. Distrikt(Z. Berliner Wahlkreis). De» nannte DistrlKtsWtungen wollen dafür Sorge trogen, datz am Frei« lag nachmittag die Stimmzettel aus dem Zentral-WahIIokal de» Kreises, Pankstr. LS, bei Stäfflei' Kledekolonnen. LIchtrrfelde. Donnerstag 7 Uhr öffentliche KommunastWählerver- fammlung bei Schnabel, H i nden büvgd amm 104.— Freitag 7% Uhr Mitglied evverfainmlung bei Fleischner, Bäkeftr. 7.— Sonnabend Flugz blatwerbreiwng von den Degirksiokalen aus. Schnravgendorf. Donnerstag 8 Uhr im»Wilden Tber", Warn»» Münder Straße, Mitgliederversammlung. Lichtenberg. Freilog 7X Uhr Unterausschuß für Wohlfahrtspflege der kommunalen Kommission lm Rathaussaal. Mtgltedsbuch-Kon- trolle. Ausgabe von Legitimaflonskavten. Frledrlchrfrlde. Donnerstag abend Flugblattverbreitung von den Gruppenlokolen. Freitag 7Z4 Uhr Kommunalwähler-Bersammlung im .Lindenpark". Dezirk Borsigioalde. Oeffentliche Wöhlerversammlung Freitag 7 Uhr in den Borsigwalder Festsälen. Referent Genosse Stadtrat Weise. Hohenschönhausen. Freitag TM Uhr öffentliche Volksversammlung In der Aula der Gemoindeschule, Rödernstraße. Welßensee. Morgen 7l4 Uhr in der Aula Woelck-Promenade öffentliche K ommunal-Wöhlerversammlung. Genossen, sorgt fü, Massenbesuch!__ Vereins?a!endek. Achtung! Schachspieler. Heute Donnerstag abend 7Ü Uhr findet In der Abteilung Norden ll des Berliner Arbeiier-Schachklub, in der Echwebenstr. 13 bei Stengel ein Dortvag über die Geschichte der beut. scheu Arbeiter-Schachbewegung statt. Referent Gen. Oehlschlüger. Gaste willkommen. Freireligiöse Gemeinde Hennigsdorf. Donnerstag 8 Uhr bei Rut- kawski, Fabrikstraße, Bersämmlung. Borlrag des Den. Harndis. Alle aus der Kirche Geschiedenen sind eingeladen. Betriebsräte der Textil-Industrie, Untergruppe 4. Heute nach- mittag 5 Uhr in der Schulaulo, Weirnueisierstr. 15, Dollversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Derhandlungen mit der Sewerk- schaflskommifston. 2. Wahl der Delegierten zur Genoralversammlung. Zentralv-rband der Angestellten. Bersammlungen am Freiing: Jugendlich« Dortrnuensleute Vollversammlung 7 Uhr im Ortsbureau. —'Fachgnippo 7(Kauf- und Warenhäuser. Spezialgoschäffo) Mitglieder- Versammlung 7M Uhr Germania-Sale. Cheusseostt. 110 sAnnahme oder Ablehnung des Söiiedsspruches). Fachgruppe 11gc»prei>en Fritz deydlitz. Nkiildlln, Ocrmoniivlot*• Telefon: iWoilpplo» 7291. Käufer 8.-, Rotguß 7.20, Späne 5.50, Meeeing 4,—, Blei, Zink ScböiUuuiser Allee 143. O s i e n, ürfiner Weu 80. ahll i.e htcMn Tigninisi Ar Kupfer, Messlno, Biel, y, lr>K usw. Glelchotroiii Drehslroa kieil Berlin\V 9. Llnkstr. 10. Tel.: Uitiaw 37U5 ooJ S51S 1000 Fahr. radmäntel 98 Mk., Schlauche 32 Mk. Rercnhnrdt. Blr.-t-lc' tenbcrR. Sirgff:e K rfitle 9. k-inLa�en! flls-Mesie Rneros-�erwertung. Invaiidenstraße 142 ÄltmetaUo Qäec�siiber, Zaliiigeblss?, Platifi-Si'lieibruGh, kanft zu �chmelyprc'sen I. Bninnßnstr. 11 2. Heiiköiin 229 ta'Mr-FfiitncS-Stfstsi. Futterstcffa Nähearne und Seiden kaufe jeden Posten für ei?. Bedarf. Zahle höchste Preise. 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