N?ontag> öen 2h Jttnf 14M «Jrtawo««» thts.«, te-a.Mi�aueitwram iu Jerusprkcher: Sh*l ftorten SS3— 36 und 976». ■■ t ir-JV'" tycrnf�reuisc; vlhvi»«»cotw oviikhim t*v** .Fr«iheit«-B«chdrmlcrti Zentrum- OSO. berliner<>rgan MW ysNp? ._.v i�v, v-..,, V/-.-; * J Lüchilmg Oer Wahlbeteiligung.— Zerstörte Hoffnungen der Lechlssozislisten� Die gestern stattgef-imdcnen WnMen für Äas neue Sroß-Eerlin find überaus r:chig verlaufen. Sie standen unter dem Zeichen einer verminderten WahWeterlignng, wie ste sich stets nach einer-kurz vorairfgegangenen Wa'hl Kcigt. Einen unstchcrcn und rinberecheicharen Faktor bilden 4tc WLihlergefchichtcn vom 20. Jahre cmstoärts, cckso die jün- deren, politisch weniger Ge'ckniltcn, und insbesondere die weilblichen Wä'hlor. bei denen in letzter Linie die Entscheidung liegt. Die Aubeit unserer Gegner war sehr intensiv. Mes war gegen uns mobil gemacht, vor allem waren die vielen kleinen GeschäftAleute gegen uns auf die Beine gab rächt worden. Die R e ch t s f o z i a l i st e n hatten in der letzten Woche ihre gange Stostkrast gegen Misere Partei gerichtet. Sie glaubten Geschäfte zu machen mit dem Entschluß un- serer Partei, uns an der KtegiernngÄLidung nicht zu be- teiligen, sie leisten auf einen Umschuung zu ihren Gunsten. Die Demokraten find mit gleichen Hofsnungen in den Watbl'kam/ps gegangen,«ie und die �ihrigen bürgerlichen Parteien rechneten damit, daß uns die infolge der vorgc- schri ebenen Ansäffigkeitsdauer verminderte Wählerzahl gro- ßen Abbruch tun würde. Wohl waren viele Wähler, die bei der Reichstags vachil gewählt hatten, diesmal nickt in den Listen, was, wie die„Kreiuzzeitung" Ilwffte, zu unseren Ungunsten>W. wirkte: aber das bisher voliegende Ergebnis zeigt, daß � Dem. 3490_, D. Bp. 5928, Dnt. 5074, Ztr. 1486, Wsch. V. 1976. 16. Distrikt:«. S. P. 2781, D. 1W4, straumpartel—. Dem. 530, D. Vp. 1050, Dnt. 12447 Ztr. 270, Wsch V. 221. Gesamtresultat: lt. S. P. 39 841, S. P. D. 17 070, Frauen. Partei 46, Dem. 10 326, D. Vp. 21 944, Dnt. 15255, Ztr. 5418, Wsch. V. 4680. II. Wahlkreis Berlin-Tkrgarken. N. S. P. 41163, S. P. D. 16124, F-rauenporteii 68, Dem. 0048, D. Vp. 24 731, Dnt. 17 054, Ztr. 6127, Wsch. B. 4485. III. Wcchlkreis Wedding. 11. Distrikt: tt. S. P. 9035, S. P. D. 2393, F-rauenparter Dem. 647, D. Vp. 2033, Dnt. 1609, Ztr. 1028. Wsch V. 452. 13. Deskrikt: U. S. P. 11327, S> P. D. 3510. Frauenpartei—, Dem. 614. D. Vp. löW, Dnt. 1665, Ztr. 753. Wsch V. 483. 16 Distrikt: N. S. P. 20 357, S. P. D. 5374, Frauenpart« t. Dem. 1476. D. Vp. 4251. Dnt. 1049, Ztr. 1094. Wsch. V. 829. 17. Distrikt: N. S. P. 24 951, S, P. D. 6402. Frauenpartei 3, Dem. 145«. D. Vp. 4322. Dnt. 2522. Ztr. 743, Wsch. V. 017. 18. Distrikt: ll. S. P. 25 697, S. P. D. 6083. Frauanpa.iei 2, Denn 1545, D. Vp. 3059, Dnt. 3013, Ztr. 716, Wsch V. 014. Eeiamtr-sultat: 11. 3. P. 91 367, S. P.. D. 24 352, Frauen- parlei 6. Dem. 5733, D. Vp. 15107, Dnt. 11748, Ztr. 4334, Wsch. V. 3600. IV. Wahlkreis Prenzlauer Tor. 9. Distrikt: 11. S. P. 16 374, S. P. D. 8268, Frauenperrtei—. alle Hoffnungen unserer Gegner und der Ne ch t s s oz ial i ft e n uns einen vernichtenden Schlag beizubringen, von der Groß-Berll- ner Arbeiterschaft elend z>u schänden ge- m a ch t f i n d. Unsere Partei hat sich im WähMmlpf gegen alle Parteien glänzend gehalten. Wir sind an dem Strm- menrückgang prozentilal weniger beteiligt, als die übrigen Parteien. Nechstssozialisten und Demokraten find noch weiter zurückgedrängt. SeiN'eit es sich i-.-.n die Stadtverordncknvcrsammlung handelt, so ist im AngeiÄ'ick noch keine Fesistevung über 10. Distrikt: U. S. P. 6818, S. P. D. 3056, FrauenpaUei—. Dem. 1345, D. Vv. 2067, Dnt. 2548, Ztr. 1069, Wich. V. 692. 12. Distrikt: 11. S. P. 20 420, S. P. D. 8041, Fraurnpartei—, Dem. 2044, D. Vp. 5703. Tut. 3860, Ztr. 1643. Wich V. 1462. 13. Distrikt: 11. S. P. 16873, S. P. D 653», Frauenpartei 3. Dem 1500, D. Vp..3446. Dnt. 2880. Ztr. 952. Wsch. V. 1044. Geiamtresuttat: 11. S. P. 60 485, S. P. D. 25 897, Frauen« Partei 3, Dem, 8178, D. Vp. IL 043, Dnt. 14 371, Ztr. 5150, Wsch. V. 5174. * V. Wahlkreis Friebn'chsham. 6. Distrikt:«. E. V. 17 792, S. P. D. 5713, Frauenpartei 4, aus allen Wahlkreisen vorlieg.________ Zusammensetzung angestellt werben bann. Eher läßt sich schon die Zusammensetzung der Nezirksverordnctenversammlungen crken- neu. Im engeren Berlin wird in vier von den sechs Per- waltungsbezirkcn eine sozialistische Mehrheit vorhanden sein, im Bezirk Friedrichshain besieht eine knappe Mehrheit allein aus' Unabhängigen, während im Bezirk Wedding von 45 Bezirksverordneten 29 bis 39 Unabhängige sein werden. Dem schließen sich eine Reihe von Verwaltungsbezirken in den Berlin vorgelagerten Bezirken an. Der Bezirk Wed- ding. Gesundbrunnen marschiert, soweit uns Zahlen vor- liegen, mit seinem neuen Parlament an der Spitze des roten Berlin. Die Demokraien sind weiter vermindert worden zn- gimsten der Wirtschaftlichen Vereinigung, für die viele Ge- ichästsleute und Gewerbetreibende gestimmt haben. Die NechtSsozialisten, die sich in einer schäbigen Be- kämpfung unserer Partei gefielen, haben erneut die_33e« scheiniguna erhalten, daß sie bei der Groß-Berlincr Bevölke- rung kein Vertrauen genießen, und daß, soweit sie noch An- Hänger haben dies? ihnen von Tag zu Tag mehr den Rücken kehren. Lichtenrade: U.S.P. 46«(6820, S.P.D. 840(545),. Partei—(—), Dem. 154(.310), D. Vp. 372£666), Dnt. 274£< Ztr. 30(43), 28.«CO-—(«)-..... � � � t Verschiedene Orte stehen noch auB. XI. Wahlkreis Schöneberg'FrieKetta«. CchSneberg: U. E. P. 15 530(23 109), S. P. D. 11 575(17 1! Frauenpartei 10(—), Dem. 8694(1324), D. Vp. 13 865(22 Bi Dnt. 12 404(17 820), Ztr. 2834(3955), SB.«flg. 4824(1181 Friedenau: N. S. P. 3482, S. P.D. 2279, Frauenpartei i Dem. 1767, D. Vp. 7140, Dnt. 4425/ Ztr. 692, W. Vgg. TSZl Gesamtresultat: N. S. P. 19012, S.P.D. 13 854, Frauen- Partei 13, Dem. 10 461, D Vp. 2100B, Dnt. 10 329, Ztr. 3526, W.Vgg. 5581. xii. Wahlkreis Ncu'ölln-Britz-Buckow-Nuhow. � AeukSkln allein: U. E. P. 53 873(69 480), S. P. D. 26 006 (32 788), Frauenpartei—, Dem. 4580(7366), D. Vp. 11 860 (16 795), Diu. 7557(13 303), Ztr. 2810, Wtsch. Bgg. 7849. XIII. Wahlkreis Treptow-Barnnkchnlenweg. v. S. P. 5054(6173), S. P. D. 3441(4103), Frauenpartei—. Dem. 1192(1799), Büraerblock Treptow 3631(4985), Ztr. 27? (319), Wtsch.«00. 837(640)....«>[m/Sf XIV. Wahlkreis Lichtenberg usw. Lichtenberg: N.S.P. 29 095(39 534), S.P.D. 11 503(15 613) Frauenpartci 7(—), Dem. 2752(4134), D. Vp. 7547(9773), Dnt. 2819(3852), Ztr. 2477(2953), Wisch. Vgg. 4289(3227). Biesdorf: lt.®.«. 375(585), S. P. D. 2W(427), Frauen. Partei—, Dem. 72(194), D.-Vp. 100, Dnt. 338(Rechtsparteien 676), Ztr. 26, LBtsch.«flg. 12. Bellersdorf; U.®. P. 93(186), S.P.D. 42(69), Frauen. Partei—, Dem. 2(2), D. Vp. 20, Dnt 29(Rechtsparteien 79£ Ztr. 12, Wtsch. Vgg.—. Marzahn: N. S. P. 29(70), S.P.D. 56(8). Franenpartei Dem. 13(25), D. Vp. 4, Dnt. 117(Rechtsparteien 150). FriedrlchSfeldc: tt.®. P. 1951, S.P.D. 592, Franenpartei—, Dem. 160, D. Vp. 488, Dnt. 46-4, Ztr. 151, Wtsch. Vgc. 402. KaulSdorf: N. S. P. 441, S. P.D. 472, Frauenpartei—, Den» 126, D. Vv. 177, Dnt. 281. Ztr. 26, Wtsch. Vstg. 85. Sllahlsdorf: U. S. P. 661(1011), S.P.D. 529(844), Frauen. Partei—. Dem. 193, D. Vp. u. Dnt 855(1092), Ztr. 75(72> Wtsch. Vag. 12(9). Karlshorst: tt.S.P. 1117(1444), S.P.D. 1007(1602). Dem. 535(922), D. Vp. 1968(2418), Dnt 1022(1242), Ztr. 289(326), Wtsch. Vca. 417(353). XV. Wahlkreis Weißensee usw. Pankow: tt.S.P. 8872<11439), S.P.D. 4349(6134), Dem. 2096(2762), D. Vp. 5032(7070), Dnt 3907(4127), Ztr. 663(784). Wtsch. Vgg. 1039(315). Niederschönlianscn: tt.S.P. 2946(3530), S.P.D. 1416(1367), Dem. 669(1005), D. Vp. 1559(1964), Dnt 1571(1956), Ztr. 186 (203). Wtsch. Vgc. 751(536). Aosenthal: tt.S.P. 1192(1460), S.P.D. 477(701), Frauen- Partei 1, Dem. 174(274), D. Vp. 270(528), Dnt 304(263), Ztr. 52(63). Wtsch. Vgg. 200(163). Buchholz: tt.S.P. 598, S.P.D. 601, Dem. 100, D. Vp. 249, Dnt. 523, Ztr. 17. Wtsch. Vfic,. 83.- �, Buch: N. S. P. 1038(1233), S. P. D. 429(605). «tt-Mimiichc: tt. S. P. 1036(1245), S. P. D. 614(763), Dem. 241(342),«Lürgerblock 612(775), Ztr. 6(7). Ndlersbof: tt.®. P. 2800(3151), S. P D. 938(1223), Dem. 535(678), Bstrgerbloc? 1497(1733), Ztr. 145(150). Partei 672, Dem. 15 011(23 140), D. Vp. 30 221(39 095), Dnt I NsederschLneweide: U.®. P. 1391, S. P. D. 1204, Dem. 460, -—(1220). Bürgerblock 779, Wtsch. Vgg. 174, Ztr. 141. ihre Zusammensetzung möglich. Erst müssen die Ergebnisse! Dem. 3553, D.Vp. 4625, Dnat 3519, Ztr.� 1876, W.Vgg. 1506. en ehe eine Rechnung über die � I- Distrikt: tt. S. P. 25 370, S.P.D. 9510, Frauenpartei—, ')•'" � oaQri(Pv,<111«; 5, � �«, J, M A n. Wittenau. I?2P. III, SPD. 316, Dem. 115, D.VP. 370. Sr-Hnin». UMP. WJ, cqm Dem. 04, Si vp. 256, Dtn. N, Ztr. 8. Tegel. UTP. S4S4(4426). SPD. 1535(2370). Dem. 520 (6?,). D.M. 1033(2173), Dtn 1167(1139), Ztr. 472(521), Wsch. Vng. 70(— J. Hei, ige,,(er. UEP 242, SPD. 148, Dem. 72, D. VP. 235, Dtn. 61, Ztr. 14. «el».«see. USP. 8340(11 487), SPD. 2764(8911), Dem. 1896(1641), D V'P. 3182(46441), Dtn. 1731(1051), Ztr. 817 ,(032), Wsch. Süg-�. 327, Landwirtschustl. Lifte 216. llT>P. 164 tlSg). SPD. 10(31), D. LP. 122 (175), Dtn. 15, Ztr. 2, Lemd-wirtschafli. Liste 27. Wvrtrnberg. USP. 64, SPD. 18, Dem. 6, D. BP. 48, Dtn. 18, Landtvirtsch. List« 23. F-lkenberg. USP. 69. SPD. 62, Dem. 5. D. BP. 61. Land. dnrtschaftl. Liste 44. Hohenscksttnhauscn. USP. 1215. SPD, 305. Dem. 67. D.?P. 836, Dtn, 84, Ztr. 120, Wirtsch. Bgg. 820, Landtvirtsch. Liste 31. Olierschönnveide. USP 4837(6163), SljjD. 1801(2521). Dem. 739(11051, Biir�rbtock 1133(1507), Ztr. 766(850). Wsch Bgg. 223(12K). Johannisthal. USP. 985(1220). SPD. 610(763). Dem 320(307). Bürgerl'tvch 447(639). Ztr. 57(66), Wsch. Vgg. 35(8). Die lhMkgische» Land!agswj!hleu. T. ll. Weimar, 21. June. Am gestrigen Tonntag fanden in Thüringen die Wahlen 5«m neuen Landtag statt. Die Wahlbeteiligung war bedeutend schwächer als bei den NeichStagSwahlen. Das Zentrum hatte SUmmenenthaltung proklamiert, da es in Thüringen nur über S— 0000 Stimmen verfügt, während erst auf 12 000 Stimmen ein Abgeordneter entfällt. Bis zur Stunde liegen folgende Wahlergebnisse bor: Weimar: Deutschnational 2926, Deutsche Volkk-partei 5121, Sauerubund 50, Demokraien 2214, Mehrheitssozialisteu 2341. stnabhängize 1889, Kommunisten 79; Apolda: Dcutfchnational 035, Deutsche Volkspartei 196, Bauernbund 40. Demokraten 990. Mehrheitssozialist«, 2226, Unabhängige 1352; Jena: Deulschnational 2180, Deutsche BolkSpartei 0588, Bauernbund 96, Demokraten 3164, MehrheitSsozialisten 7302, Unabhängige 4232, Kommunisten 4SI. Sie KadinettsdNdung. Wie i>er„Ovknl'AnssiPer" ans sÄhreudeTi Kreiden ber Deiltickzen BoÄfspartei mittei'lt, lehnten es die Mitglieder der votkSparterlichen Fraktion ab, eine Erklärung zu billi- «cn, die an der grundsätzlichen Stellungnahme der Partei etwas ändert. Dagegen haben sie einer Erklärung zugestimmt, die besagt, dast, angesichts der Zu. sammensassnng aller Kräfte für den Wiederaufbau derfas- sungsrechtliche ktämpse zurücktreten mühten und infolge- dessen der Wiederaufbau auf den« Boden der durch Gefetz festgelegten Verfassung vollziehen soll. Die endgültige Ent G'idttn« der Fraktion der Deutschen Volkspartei wird Montag in einer nachmittags 3 Uhr beginnende» FraktionS- sitzung falle». Ks bleib! bei löLSSS. !- Pari?, 29. Jnai. Die Votfchaftrrkonserrnz hat vi« Sntschcidun,«ber die Frage Uer Entwaffuaag Deuts chlaass»ctrosfeu. Die Eutscheibmig entspricht der der mteratliierteu militSeische» Komitee? und wird de» SiegieruugSchef? i» voulozne mitgeteilt «verde». Dieser amtliche» MUteiluug fk»t„Temps" hl»«», daß da? deutsch« Heer bi» zum 1«. Juli auf 190 909 Mau»»er- mindert werde««ftffc. Sogt» die? Heer»icht ge»üge«, um die iuuere Ordnung«ufrechijaerhaltcn, so«ürde ma» zur Schaf- fttng re?ioaaler Poligritruppe» schreite» müsse». Die alldeutsch« Presse und die von S t i n n e s auZge- hallen en Organ« der Nechtsparteien führen befehlsgeniäß einen heftigen Kampf gegen die Herabsetzung der Heeres- stärke. Sie erklären kategorisch, das} Deutschland dieier Forderung nicht nachgeben dürfe. Wie bei der A u s l i e f e- r u n g S f r a g e, so könne und dürfe die Regierung auch die Herabsetzung der Heere'stärke nur mit einem entschiedenen Nein! beantworten. Unsere Auffassung geht dahin, das} die Reichswehr noch mit 100 000 Mann viel zu stark ist. Sie hat bisher aks OrdnungStruppe völlig versagt nnd bitdet heute mehr denn je den ständigen Gefahr- Punkt skr die Revitbllk. Wenn Deutschlands innere rmd äußere Politik in die Bahnen friedlicher Entwicklung gedrängt werden soll, dann ist die Vor- auSsctzung dafür die völlig« Beseitigung der heutigen Wehrmacht. Denn diese steht geschlossen auf monar- ch i st i s ch e m Boden, ist federzeit bereit, die Republik zu erdolchen, und auch der Revanchegedanke, also ein neuer Krieg� findet bei ihr die günstigste Aufnahme. Deutschstand erfüllt als« lediglich«in Gebot der Selbst- e r h a l t n n g. wenn eS die Stärke der Reichswehr so schnell wie mpstlsch auf 100 000 Mann herabsetzt. -f. Hyttze.». Jrnrf. fHiüiA rnelVf: CR» tzeirtt»«chmktta, v�Sfsentlichter Bedicht sogt: Di« frauzöfische Ncsicr«»s h«t der vo» der«rnastschen Megivrvng aeäuherten Anficht, daß da? Tempo, mit de« die deutsche Rcgieeung die Bestimmungen de? vers«i»»r Vertrages über dl« Entwaffnung durchsdhet, S« b e r st unbefriedi- ch e n d ist, zugestimmt. \ Die beiden tstegirrungen Haste« daher beschlossen, der Inier- Ulkirrten Konferenz in voulogne zu empfehlen, d«H ihre niill- tSritche- Matgebe? beauftragt»»erden«Sge», unverzügliche Vor. fchlSge ltir die Lefchlennigung der«nvsüHrnng der Ber. tragSbestimmnnzen, dir die deutsche HeereSmacht sowohl bezüg- sich Mannschaften wie Material betreffen, a«f,» stelle» Ei» abend? a»?gki!alicdcr in den Reichs- wirtschaftSrnt delegiert: 1. früherer Staats'ek ctär Dr. August Müller, 2. Prof. Dr. Herkner, 3. Prof. der Landwirtschaft Arbo«- Lcipz g, 4. Redakteur Arthur Feiler-Frankfurt a. M., 5. Karl KaulSkh, 6. Professor der HontosSwissepschaft an der N.n!v>ersstät Köln Tchmolmbach, 7. P of. Dr. L-/derer.Heidelberg, st Prof. Dr. Ernst Francke-Berl'.u» 9. Prof. der BolkSwirtschost Endres-Mün- cheu, 10. Max Eohen-Lieuss, 11. Abg. BraunS-M.-Gladbach(Ztr.) und 12. Geh. Jusliznat Kcncpner-Berlin. Der frliberr nationalliberale Reich�togSobgroednete Prinz Schönaich'Carolath ist gestorben D«m alten Reichstag gehörte er vom Jahre 1881 bis zur Revolution an. Sie Sixlomiile» der Seulfche» vollsjurlel. Man schreibt un»: Der«T e m p s" schrie? kürzlich in einem lLei!«rti?«l, dass es höchst vodauerkich sei, dass die Twutscheu sich von dc« Diplomaten vom Schlage des Grasen Brcxkdorff-Naiipau und des Freiherrn von LerZerer nicht zu trennen vermörtzten, da diese Leute ni mute mehr das restlos« P.wtvamen de» Auslandes er- w«rb:n lsinnten; aber gerade der.Temps' hat kein Recht zur Klage, denn seine Kreise Ware« es, die gerade Herrn S t i n n e i, den Parteifreund des Herrn v. LerSncr, als Unterhändler über WirtschastSsragen in Paris gewünscht haben.Z Iustimmwng abnehmen musste. Die SlkSversndustrie in der Person de? Herrn StinneS nnd jene Politiker und Diplomaten, wie LerSner und Kemnitz, sind während das Krieges, was ihr« Gewaktpolitlk i»st> ihre Kiiegt- treiberei angeht, stets beisammen gewesen. In der Denttchen BolkSpartci haben sich diese Männer nun wieder zusammen- gefunden und beftivune« daS Wesen dieser Partei. Üsliilsche Schreikeisheltschsfi. 17 P«leigtnvfle7i aus Gravdenz standrechtlich erschollen. Bcm einem ostpreussischen Genossen wird unS berichtet: Di« Gewaltherrschaft der polnischen Behörden in Westpreusse» nimmt immer brutalere Formen an. Bon polizeilichen ver» folgungen und militärische» Willkürinassnahme», die fich vor allem gegen die organisiert« Arbeiterschaft richten, ist man allmählich zu standrechtlichen ErschieK»»«en übergegangen. Ein solcher Fall ereignet« fich jüngst in Thorn, wo 17 Mann mxS Graude q am 25. Mai standrechtlich erschossen worden sind. Die Borgeschichte diese» FalleS ist folgende: Am 18. April wurde unser Genosse Polakowski, ein ruhiger, unbescholtener Arbeiter, von zwei polnischen Soldaten mit dem Seitengewehr erstochen. Sämtliche politische Parteien nahmen an der Be- erdigung de» Genossen Polakowski teil. Aach der Beerdigung fand eine kleine Bersammlung unter freiem Himmel statt, welche den Zweck hatte, eine Geldsammlung für die Hinterbliebene Ehe- frau und die sechs kleinen Kinder Polakowski« zu veranstalten. Tag» darauf wurde der Gewertschaftzföchrer Bauer wegen der Veranstaltung dieser Bersammlung verhaftet. Da sich die Ar- beiterschast di s««eioaltherr schuf, nicht mehr gefallen lasse» wollte, griff fie als Abwehrmittel zum«eneral streik, der durch ei« Plakat angekündigt wurde, in dem die Entfernung de« polnische» Militär? mi? Grouden, verlangt wurde. In den nach- folgenden Tage» wurden«acheivander 17 führend« Mitglieder der U. 35. P. D. verhaftet und nach Thom vor da? Standgericht geschleppt, da» das«rwähot« mörderisclL Urteil fällte. Zwei Wetter« Geuossen. welch«»ach der Srschiessung ver- hahtel worden sind, befinden fich k» Warschan km EcfängnB, NH str am 23. Mai zu 15 Jahren Zuchthaus verurtc i..c.i ü-chj Die hier wiedergegebenen Mitteilung'ii Ä> richierstatters werden uns von verschir».- os> stätigt. Auch unser KönigSberger Papjeibla/»sei« heit", bringt eine» Bericht, der sich im gr. mit dem unsrige» deckt. Es besteht demii dass der Mord an unseren 17 Genossen/. jcgo nommen worden ist. Wir erheben schärfst e ri rote? gegen diesen Mord, der die Barbarei der po'nichen Beboc- den und der poln!sck)en SoldateSka in ein grelles Licht rückt. Das heuchlerische Gerede von dem polnischen»Kub turträgerlum" wird durch die Gewaltherrschaft der pob nischcn Militärs endgültig erledigt. Tie Entente- regier ungcn haben wahrlich keine Veranlassung, ans ihre polnischen Schützlinge stolz zu sein, die nicht nur die arbeitenden Klassen in ihrem Lande drangksalieren� und vergetvaltigen, sondern di? anck ihre barbariick»en' M etuod en in die ehemals dentschen Bezirke t�nd in die Adslimmnn's- gebiete übertragen, wo ihueu wuuettUich die Arbettcrs.l�it zu Opfer fällt, üciae Waffen g-ysn R ißland. Sine Stettiner BetriebSräte-Vollversammlunz»cchu, s..ende Tntschlicssung an: »Die BvUversammlung drr?ctrlrb?retr spricht bea rU'.er Hafenarbeitern ihre vollste Zustimmung auS z» dem;.-jtu:?, keine Munition und Waffen zn verlade». Dieser Ptzschlvi) c.it» spricht der Solidarität, die die Ardeiier aller Länder dr.n rnssi- scheu Proletariat z» bezeugen habe». Die Ztrttiner A.öe.ter folgen damit dem rühmlichen Beisplel de? italienifcherii engültheil, französtschen und tschechischrv Proletariats, das sich ersrenluher« weise energisch Wassrn- und MnnitionStronSpvrtcn, die gezr» Ziuhland gebraucht werde» sollen, widrrseht. Solche Tranl-pvrtO dienen nur gegcnrcvvlvtionärcn Borberritvugen, die nur z» neue» kriczerischc» Verwicklungen führen»der die Realtion im Kampf« gegen da« Protelarlat stärken kvniien. Ja keinem Fall« sind dir Waffen zur Bewossuuiig der Arbeiter verwendet worden. Die Waffen- und Munitionstransparte sind deshalb t» ver» hindern." Ausserdem erklärte fich die Vollversammlung einstimmig mi! dem Aufruf des Internationalen GewerlschafiSburrde? jus Bohkottierung Ungarns eiiroerstanden. S« DeMM eeges$es»«'5« llMNi. Wien, 20. JunB. Der Vohkatt gegen Ungarn begann, wie die VlSttcr melden» heute kiach. Die Arbeiterzeitung fchrewt: Zum erste» Make greift die Internationale der Gcwerkschnftsn mit ein«» große« Aktion in das Krtrebe der europäischen Pol til ein. De» Bopkott, den die GrwerkschaftSlntcrnationale übe» U. gar» verhäng, flrtlt den«rstr» Versuch dar, die gewerkschiftv lichen Kampfmittel in den Dicnst der intcrnativnqle» po'.ttischc» Akbv» zu stellen. ES wird, wen» nicht alle Zeichen tönschen, sehe bald d e Gelegenheit zum Eingreife» auch in a:»dere Angrlege»- hrite« gLgebr» sein. Auch die bürgerliche Presse beschäftizt sich mit dem Botzkott. DaS«Neue Wiener Tazblatt" gibt einen auch i» anderen Aläuern rnthaltenrn Gedankengang wieder, indem eS sagt: Die Bodkottierung eine? Ttaa- te? auf Geheiß ecuer ausländischen Partelargavt» satio n ist eine nrch nie dagewesene Erscheiuviig, welche nnab» sehbare MSzlüchkeite» in sich schließe Sic ist die Zerstör»», de, Grundlage» aus denen daS inurrftvatüch«»ad da? intern»!.«nal« BerkehrStebe« aufgebaut ist. Der Bichk-4t weist deutlich in die Richtung der proletarische» Diktatur. Der SSleur« un. tmrischr Gesandte Dr. Graf rrNirt br der„ReichSPost", der rasch» Zusammenbruch des!S»v!»4S sei geradezu ein europäische? Jntew esse, den» sonst hätte Europa von nun a» i» Amsterdam eine Wrltregiernnz, welilw heute Horthy, morgen vielleicht aber Llopd George oder Mistercurd aus iziefem Wcge ihre o gcuc Politik auj« drängen kännto. t• Der SeäRbpLAl! der UAgarsichen Reglmmg. Budapest, 20. Juni. Der SSandpunÄ de? ungarischen Neg'erunzz zum Bo�k�tt �in Ungarn sst, wie das Ilmgarischc Jtett./Buteau«Wchrt, der, dass die ungarische Sk.-gierung ge� n alle Slawen,»velche die Mocknd« tatsäch�ch durchsülhren, von ihrem vollen sttechte, Repressalie» zu ergreife», Gebrauch mache» und diesaUen Mass. nahineiz durchjachten wind, welche gegen Ungar» 1» den betresse,»» 'J ii Siaaten tatsächlich, durchgeführt werden. II>1»>1>!»> I,,!!!!» m vkS Mhisik. »Da? Geständnis". Da« Theater in d- ktSaig» grätzer Strasse ist jetzt unter der Scmmerdirekti»'.! Schiveit arof die schiche Ldene der Kinadraancttik geraten. ES führt«in» ameri-tcrnische Geschichte in sieben B.kdern auf, die»DaS Ge» ständni?" hrisst und im übetst-.» Kolportagestil von Mord und Lieb« im Bereich« eines eimerckan scheu DollarttZuig» und eine? auägzkachien Sherlel Holme» hantelt. E»«st traurig, dass sich namhafte und gu Jbs&itt ie Schmsp eZkräst- wie Luc!« Höflich und Else Mosa, Äudtvig Hartau und Theodor Becker alS Aushängeschild für niedere Theatergeschäfte, jei«S«Zjch.N2r.jN Somm», missbrallchiUr iah««. „Die Frau tat Dunkeln" heilst die rkewe Siperefte der Komi. scheu L p c r, in der€*1» Arlfe gl hört,»te bedeutet hätten: »Habt ihr auch Gefangene? Die werben nicht weiter rwumen.- Später, bon Gotha au«, habe sein Zugführer ihm von«iner (führerbespiechung nritgeleut. man mSsse bei Erschietzun. ;e« immer V-« Süßeren Rechie�rwch wahren, Fälle wie Lieb- inecht und Rasa Lnzemburg dtlisttn nicht»arkammen. Der Zeuge Ofsizi«»si«ll»ertreter Dahlheim, NeichRvehr- jägerbaiaillen Narburg berich et tber r.tze>Iitzha»d!n»,en der lvcsangcnin durch di, Z»!»freiwiSi»en-Wachter, Drohungen an di» Gcsangcnan, sie ,u arsch-etze«, rrn-ute Quälereien, Futzti.tte, Fsogen wie: Sind alle erledig rk I a, all« erlc- dl gl seien imm r c»idelkt wvrden. Räch Aush.bung de» Stand- mcht» sei von ben Studen«» gesagt«xwben: Jeht wallen wir Sberi»r-gen. datz er nickt« zn sez.ru hat. Zeugr.©ergraut Wagner sagte au», er sei am Margen de» lg. Mä» al» Küchenunterafsizicr hinter dem Ba- taillo», lllv Meter vor den Sefcmgenen gefahren. Rückvörl» gehend Hab! er«>,'ehcn, wie die Gefangenen mitzbandett,«r- schla»e« und mi Zützen getreten seien. Sin Student HSHnamarui, der bei der Küche gewesen sei, Hab« ihm gesagt, die Oksautcnr» wurden erst von der Llratze gedeäng», ehe fi« er- schaffe« wurden. Sin Student sei vor betze kommen und Hab« gesagt, drei feie» schon ersch Isen, di« anderen faigten. Zeuge Student P a c s ch l e war auf dem Marsch nach tvotha dei t«r Feldküche. Ibis die Schüsse hinter ihn- n fielen, sei sein Begleiter, U't Zeuge Student HSHuemann, zurückgelaufru. Rerch tnrjr Zeit sei er»orgekommen und Hab« ihm erzählt: �Hintan sind Sesangene»rschaffea wardrn.- riner Flucht»der Shn- lichem habe ihm HShnemann«ich«» erzählt. I&ger Stein,»er als weiterer Zr.u«« vern-m.rn«n wird, war eben fall» bei d r Bagage. Al» er aus die Schäffe hin zuräes. »ehe» walte, um nnchzufthen, wn« lv» sei, sei er van Studenten — er erkenn« darunSer ainen teil der angeklagten— nicht durch- gelaffr««ardea. Späkr sei Hähncmann zu ihm gekommen, aus jeine Frag« habe«r ihm«rjechtt: Hinten mlltzie« die«»fanganen»an der Straße wegtrete» und Wirde» erschaffen. Der Znig« Gtud'nt HShnemann deistreibet zwar, diese Au«. tzige geniachi zu haben. Der Zeuge Stein bleibt, vom v»rsitz:nde» nockma!» auf dw freilchkeU de» Kid«» hingewiesen. t»i sew-r ttpalnfl. Student Haken». dar damok» ylchrar der v. Studenten- kompagn-:« war, hie sich sehr airständia benahm, sagt au», daß«r am Schutz sc«er.Iwmpagni« II) Gefangene m.tgeiührt chibe. lk» sei Vau» beuchen worden, der»bieilung de» Angeklagten Borbet die Leute»u übergeben. Dias,» ftommandv einen sehr s ch' e ch t« n E' n d r u«k auf Shn««machl. D.« Be.sang,nen, die di«h,r ganz ruhig m sainer«ompagni« mit- marsch ert wären, hat!« man s« behandelt, datz«r i>ch »aruber empört habe. S» sei mit Fützen ner» de« W«rnn. Ken»«treten worden. Darauf erzählt der Zeuge, bas;«r ans jgm ij» ßwiml und ltlaer Leu'«»u» seine Kow- ! Llullal A M TM. pagni« Msamnrneg'.rufen und ihr erklärt habe, solche Mitzhand- tun ge,, mache er nicht mit.' Zeuge Ba a t» aus Eisenach war unker den zehn Gefange- neu, die zunächst von der Kompagnie Haken», später von dem Kom- mando Äoebel bewacht wurden. Tr sagt au», datz er gerade in den kritischen Tagen bei[einem Onkel in der Nähe von Setieljtädi war, irrn Stzivaren einzuZauicn. Er wollte zurück nach Eisenelch. Ein Masor habe ihm ein n AuZwei» geg b«n. Er so:«ach unbe- helligt bis Mäch'�rstädt gelangt. Dort hätten ihn Studenten(«r erkannte sie au den Schmiden) zuerst angehaiten. Er Hab« sei-iitu Ausweis vorgezeigt. Zur Antwort habe er beiommen: Der ist gefälscht, Sie Tpiirtakistenhund. Später sei ein weiterer Mann verhaftet gebracht wvrden, der Zeug« Arnold. Sie seien beide in das isspelhcnchait» abge- sühri wordcn, in dem«in Toter gelesen habe. Man Hab« ih» dort nochiiiai» auf Waffen untersucht, ihm an Feuerz. uz uno das Taichcuinesser aE�tiiommen. Leider habe«r es bis heute noch nicht wieder erhalten. Dann erzählt or von den Bedrohungen, denen er rin Spritzenhaus auchjest'tzt war. Bdil®r- i>ehreu habe man nach ih:en gezielt. E>n betrunkener Soldat mit einem Messer in der Hand habe unter den Worte» »Schneidet ihm den Hals ob, für eine Kugel ist er zu schabein das Spritzenhaus einzud. ingev versucht. Am nächsten Morgen s«iw st« wieder in ben Bauernhof gebracht worden, wo weitere 8 Gefairgene standen. Es war eine schwarz-weitz-rote Fahne geletzt. Kurz nachdem nia» marschiert sei, seien pic.hi ich Schüsse hinter ih««!: gefallen, und pvar ein« Saloe und ei« eiazelner Schutz kurz darauf. Auch die iväteren Schüsse, ee gefallen seien, seien stet* eine Salve, manchmal»nt einem ei»:»elneu Schutz sAanalchutz) kurz hinterher gewesen. Rur bei der letzten©chietzcvei seien nach der Salve einige©ckniss« nachgefallen. Di« Gefangenen s«en am Ende der 6. Kompagm« marsehicri und von diesen Leuten gut behandelt worden. Der Nebel hatte sich allmählich ver logen und bei i*n kurzen Glaakturgen das Bergaufmarsehierens habe er etwa L— Äö<> Mcier hinter sich eine geschloffen« Abteilung marschueren sehen, in deren Mitte Zivilisten gewesen seien. Plötzlich habe er wieder Schüsse zatzirt, wie beim Bechnn»e» Marsche», und Wehe, und Klage- rufe: Mutter, Mutter! Au! oul! Da» Hab« sieh später noch ein- mal wiederhast und bei eine« kanten Halt sei die Abteilung hiniertzer, ahne Ziviliste« in seh« schnellem Temp, nach- gekatnmen. Der Führer dieser Kbseilung, in dem der Zeuae den Hauptaugektaaten Wo edel wiedercrienut, fei darauf zum Führer der sie bewachenden Gruppe gegcmaen und habe i«f diesen ein- geredet. Gr h-rbe ar»» dem Gespräch«»tnourmen datz Aoebel die „SemriaNstenhurche-, vi««r mit Worten:»Da sind;# n,ch mehr salcher Lump«»- bezeichnete, r« sein« Obhut ivehmau wallst'. Der *tup.'«nKihvet der g. Ks>mpa-pn:e habe nach einigem Sträuben fie(feie Grfauganen) Goebel üderioffen. Run sei eine Zeit bor fürchterlichsten Qnalcn för sie angozangen. Üocbei Hache die Vajono.te wi[pflanzen soffen. Da de? Zeris« wohl«n etwnS verdutzte« Geficht gemacht Hab«, sei« a e b e l auf ihn zugesprungen, habe ihn, ins Gesicht gespuckt n»d auf ch« eiugeschlage«, dann habe er auf einen Aeugen, der auch als Defanzener mitgeführt wrird«,«inzcschiagen nick dem Zeugen Arneld mit der Faust in das Gesicht»ehanen. ©aebel gab ans dem Viaasch den Befehl, datz die Leute die Hände über dem Kopf halten sollten, wenn einmal einer die Arm««t»«S wentfer straff schalten hatte, sei er unter wüsten AeschimtzsunS«« und UchiSgr« ans die Arma zu« Au»stre«ken derselben gezwungen wurde». Der einer späteren kurzen Marschpause habe Goebel mit den Worten:»Di« sollen Paradeeper- ziereu", sie Wendung, Äuiafceuge« und ander« Freiübungen machen lassen. Al» ei» Mann bei den stet« sich wioderholenden Beschienpsunxen einmal lacht«, habe man ihm mit dm» Kolben in da» Gesicht»eschlagen. Ihn, selber sei von Goebel di« deutsche Kokarde von der Rühe gerissen worden und mit der rechten Faust in das Gesicht geschlagen worden, er nennt di« G«sauger»enaufseh«r in Gotha al» Zeuge», datz seine Nasse und sein Mund dort noch ganz au- geschwollen und blutunterlaufen gewesen seien. Ein halbe» Prat, das de« Zeuge bei sich hatte, ist ih«»an«aebel»u« der Hand getreten und dann auf da« Baden zerstampft warben. Dabei hat ltzaehel ilefagt:„Tie brauchm, nicht» zu fressen, Sie kLnnen nachher vielleicht auch Waffar saufe». Da I hatte er da- mal» nicht verstanden, heut«,«» er wisse, datz zwei der Erschossenen im Bach gelegen hätten, wisse er, wo» man ih«, angedroht habe. Sobald sie etwa» nah« an die sechste Kompagnie herangekommen seien, habe man langsamer gemacht. Bei einem Halt seien sie ein Stück zurückgeführt worden und mm sei er der letzte gewesen. Da habe man ihn immer «it Schlüge« nnb KolbenflSssen auf die Nuke Ttrahcnsaite drängen wollen. Er habe sich berzweiselt dagegen gewehrt«ud auch durchgesetzt, aas; cr auf der Strstzenmitte blieb. Die Leute der 0. Kompagnie hätten ab und zu die viishandiungen geseb'n und sich darüber »ssensichtiich empört. Der Zeuge nrnret die Namen nub Adressen mehre'-er Stubenten, die sich über die Art de» vargehen» der Abtallnug Siarbel empllrt hätten. Da» Gericht lehnt die Äer uehrniinz dieser Zeugen ab. Auf ein« Zwischenfrage de» Vorsitzenden gerät der Zeirgc so tn Errezuirg, datz«r sogt: Fragen Sie doch die' Studant.m Her 6. Kompagnie, dt« ich«en<»irut b.vbe, nnb frage» Sie alle die Äafangenen, st« werden dasselbe sagen wie ich. Die»nzevasten lägen äffe. Zeuge Arnold bestätigt die Aussvaen des Zeugen Bvrtz. Er selbst Hove vom Angeklagte« C-Sbel Schlag« w die Zähne vckeiu.:>«:>. stuf dem Marsche seien fünf Auto» mit ainern Seneral und Tlad an Ihnen und den Srschosseeren darbet gekommen. Später cr- falgt« ihre Übergabe«n d!« S. Kompagnie, wogegen sich der Pen>achuu»vtr»pp GSbel gesträubt habe. Bei dar ä. Kwupagnie seien sta orbnungdmätzig behandatt»orbon. Dia weiter, Zengvnverrwbmmng ergab, das; von den Stuben� ten«uch alte Aranen besckümpft nnb«eenihhanbest wurden. Zeugen aus der ArteiterbevSIkerunz. die vor Dchlutz der Vowelsantuabnre noch einige Crgänt>g»uilmm«c, „Wah plakat« der ll. S. P. D. tn tz n städtafchan Straß««.. bahnen. Diu bekann�n.gelben" Zettel mit der«uff-rtzerun� „Wählt nur U. S. P. D.' prangt e« gestern nachmittag«rn allen W«�en der Linien Treptow— Li-ehrrnstraßc.«lädt. Ost-Rmg ustv. Das; die Verwaltung tzi««enehmigunst hierz-r ncht ar- teilt hat, darf man wohl ann hme«, ebenso mutz bezweifelt werden,»ah die Ittel vs« Paff nuten«nigebracht si«d. d�n« die. selbe« woae« so hech und gen«» am hu Scheibe« angeklebt, daß dies nur aus ben B'triebsbahichüfan aescheP. n sm» kann. Daß dp Wagen der ftädtischen St ratzen»ahnen»ur»er WaMrrlama einer Partei dienstbar gemacht werd! n— und dann«utge- rechnet den Unabhängigen—, ist«ine Uuge Hörigkeit. Daß dift weist.«natitKtnffiotn" Straffen bahner die gelb« Farbe be».„ Vorzügen,«st Wahl utw ei« Zeichen tzckfür, das; sie chra fTÜHerc GesinnUiP auch heutzi noch nicht verleugne« könn««.- Sy, b« haben tzi« Grtechcnbahner ihr Fett. Der.BarwärtS- ist wütend darüber, datz die Stratzenk-ahner n-4t für die Rechts. sozialtstrn geardeiiet habe«. Da» idnnen wir verstehe« unkt nchnren ei che« nicht übel. Kenn er aber in feinem Zorn sich dag« hinreisten läßt, die S' raßonbahuer al« stich re Peche zu bk zeichnen, so ist da» cme Jnfatni«, di«■ihresgleichen hat- Wie will diele» Matt den Betve.» für fein« Behauptung erbringenl Und tva» da» Unerböriest« ist, ist di« Tatsache, datz derart ge Hem absetziing n einar dlobeitergriPp« auo gerechnet v.n.Bortvärt�? zu lesen sind. Sa etwas nennt sich Arheikertzlatt. Di« Ion träte der BetrieStrSte in der Münzstratzc ersucht u« Beröstentlichung folgender Zeilon: JSe tauchen in der letzten Zeit in der Oessssentlichfeit immer wick>cr Gerücht« aus über Unregelmätzin�eiten m der Kasseusüh» rung der.Zentrale der BeniebSrZte. Affünzstr. 24. lieber die Absicht, dt« sich hinter solchen Gerüchten»erdirgh sind wir im klaren, ihren Quellen liachgussorsetz«» ist un» unmöglich. Ans Grund eine» solchen Gerffcht« haben wir einem©e»; trieb» rat folgende» Schreiben zugehen lassen, da» wir, um«in sür allem»! dielen Wachi nav onen den Bode« ju entziehen, hie» mit du Qefferlichkeit übergeben: An den Betriebsrat der A tk. W. Äuissenstr., Avi. Z. Alerter Genossel Wir erklären hiermit, datz all« im Ilmlauf befitidlicken G» rüchte über Unstimmigke-ten in der Kasse der.Zentral« der Bei inebsräte" auf Uniwnhcheit beruhen. Di« Sl«Vision der Kasse ist durch die Revisoren beende!, und die Bücher und Belege sind i* Orbnung befunden worden. In dt r demnächst stattfindeiiben®e- neratversammlung fern: Nrtri«?0räte wird der Kaffenbericht tzen Deteg-erden schriftl ch übergeben werden. Wir ersuchen, daß nickt nur der Kakfiernng kein« Tchwievl»« leiten bereitet werden, sondern datz di« vetriedsrä!« ihre Pflicht darin sehen, die Kassierung im Interesse der Bowegung zu jörderth Zentral« der Betriebsräte, Miinzstr. 34. geg. Ackert, Kafsieroc. H. Vi alz ahn. Borfitzender. Sin Schwindler. Der früher in der Leitung der Grotz-Be» llner RStelchut« stehend« F. A. Fister renommierte damit, er s«I mit der Borbereitung und Errichtung eine««rziehungSinftituti für jung« Arbeiter beauftragt, da» mit Hilfe vermögender Gv nossesi durch die Stäleschule geschaffen werden soll. Daran ist kein wahres Wort. Weder ist Fister mit solchen Aufträgen betraud noch ist von der RSi-schuir ein solche» Unternehmen geplant. Gegen Fister besteht der bereit» früher von un» ausgesprochen� Verdacht. ES sei daher vor ihm gewarnt.>« kehens«ikkeikkle?iSer. 5!"ckollrt. In dar nWHten Wach«?» tssehnng back verstrtjfp Mt Soferstocken(Abschnitt l7M.— Auf die waeent-ejugslwrta."9 K «uagaba»on«sndans fllr Ktndar»on«—« Jahren In denjenigen Sa lchafi«», in denen die voianmetdung erfolgt ist. Die Feltiolion bm liest w fflranm vutta» und 7»«lamm Mcilgsrme, dt« llartokf-i! raticn S Pfd. «riß. Nach den hier eingereichten K-rrtssseNiundenIMen fchkei noch rund 4»ufi Anmeldungen. Wir mefen erneut de raus hin, höh sjss alle»rttzer Einwohner für den siriddkarlofjeldegug in tu« Kundenltfit bei alnam lHeieihändl« ver Ledeiuxnittalbrenche, soweit sie«oitofseltl führen hilnnaa, eintrage,, lassen muss?».(Eine Kreignbe der striüikar» toffel» ist noch nicht ersolgt und Hannen nur diejenigen P' ltmeist welche bei einem Klainhündl« ainget.agen sind, bei der Bertaeuuiui berücksichtigt weichen., r-ltom. Wo Gramm Tesiiwa'»« für t«st. auf»dschusit» VM Lebegchmttle>IZ,mtv&,—. Aul dio RreunMiiueiikuc;* tuttati«* isua Xjv M 3,99 Mt.«-'«Is«avausve?le?snms Kr dse Woche vom!L. Jvm bi, 4. IM twwi«nd ÄnrtofWn»nintummn««d«».— NU»« och.»ach- mittags uor 4 bis 7 Ufer, öevfcouf&»» 8 Pfd. Pixmven fftr 1,48 Sit, jvRd 1 Pst». tzlKg � z,sq Nk>«l Kvi»«bkj6M2!e, d« HiMÄsl, � � tm NZsÄkMemn. 3. Distrikt. T>i«nstog T Uhr©cnevalcetfarnrnTutig Ech'.cktmia /titknmoib« Sir. 34. Taoescxbming: vericht uni» AsuwaP des üorjicwbe». MiiDiioddbuch iegitirniert. 7. Dtstrilt. Mrtt-woch, den SS In«, abends 7 Uhr, bei Vissing, Lubsucr Str. LZ, tngvet Aorftandssttzung. 9. Distrikt. Km Pia« jag bei A ätsch tnowitrie vo:st»ndositzn«g. Ne Oilwvk der Äominisstone» sind besonder» eingeladen. S. Distrikt. Am I)ien&laft den 28, Juni, abend» 7 Uhr bei SPläWer MmKgsv Str. 4S tagt bte Kinbrrschv�bmnmission Zxn Erschein«« vkler Venofssn rmd Senvssimien der Koinnrissi«« ist uno?» dingt«ohueubtg.©»seifest tos»«ach die YoausnaubettskommWon. Die ZKitgiicber der Lrün-rirarde-itsiutimnissio« sttd veapsiichteh,«««send x« sein. IS.©»stritt. S.«tttiftlns- SttifeMch 7 Uhr«tun« der Ds�k»- siihrer und Odleett» bei KurzroS. Aineirirchpiest k. 11.©isteikt. Sd-itmoch 7 Uhr Sitzrng de» Oewerstlchafstfe- vod ZÜUebsmmiWvn bei Weyer, Acherstr. Väl. 14. und 18.©ipeitt. Dt»«»dt- und Veziekeverordneöen-Kendi- baten trefsen sich heul« Sioniog«feenb 7}i Uhr der Btoun, Mihekms- haoener Str. ii, x««i»«r nstchttgta Dsspoechung. Mitgliedsbuch der Tewerhschast ist n.itzribeir.gen. 18. Distrttt. ÄomnMwvaHiMnnvtHlon. Die Sihnnx.en der Unter- kommtPien»« finden i« der Woche vom LI. bis SS. Juni« den de- kannten Lokelen statt «»«MSn.©iensteg o&snb 7 Uhr Sitzung der AgÄationekom- «ifsien und der bei der Lc-ndaAtation ielkgen<9«»oss»» bei Wolf, P.!nz»K«ndjeryStvaßt 0Ü/S7.©»«---»»«lng:«ejuttvt« der Wahlen. V�S. P�GastwirWangesi-Tk«. � ie�Bilt>ur«?fch-ala Echiittorfir. b, e-jchehwn dnnge«d JKrttwnitfe.' rs�{ismwmmsgr-w wß'yc�m 3 Porff�s», WÄ 0B«MMifaRb«*ai ■•. 1 /■ Deutsch- r Eisonbahnsr-Perbanfe, Orisgnq��' Qrob-DeUin. Mtki woch S Uhr in den MusiKer-iSÄetd S�scchWWKli-KiWLH LU Vranchenversammiuna der Sohlenleder.■ vwi:■•< Bund sie preltt-eische S-lliae. Dersoemaluttg Snvmtas 7� UhZ Gipsstr. SS, Schul«, Saat S. Authstt»scher Verichl über.prslotarischf Kulturarbeit in Zwhiandi Befpreihung über p«ol»m FHtz beydötz. ttaiÄttn, fctnahnnulaB 1. Zi»�»u: itfcart�kl ik 77S1. SMMr KtteRstSssttt-BeilSÄi BCTlNttttuK«»»!»«««tv«*»KIU. SkileyRmds 83=00. «a»»creac>tdei«». 8. WcrtcSUtc««._ i Am Mittwoch, 23. Jitni 1929, abcndS 6 Uhr, im Lokal von»tl.wlj,«cr.icäücatca»' Brattchett-Kouferetez■ aller Vertr«t»e»tste»tt« BetrieövrZtst der Walgwerk', Wleikadrl-, Papier« rohrarveiter««d Arbeiteriui-eb:. I I a» 1 2 o t b nun je 1. BwW». f. 0e«e(be::flirflftcnrit bellen. ik Jseci�kbtmA. Di« Orisosrwaltunffel Spezlail-�ah@»ciiugii tfir(Msck'eckta-, Baal-, Hwa-, PronaMlaidoii:»r»»i.u veralmw - JnM« barlaickbtc U.raiaiUea,«»aMitlac, mrt. Scawact«. felui. b-w- fuclwus. Safvaruul-Xnram U.kt-Beliaid!*. n.s> slrakUD»M,GciieaiiiaW«.rH*'jaijK.«r f. lZa»a«M«.Tiii-, aq IakIümm„LGAKZ', Münxstr. 9. eotie A!>»MS«er«latz.— 4—1, 4—8.£«.'i«ta-o 9— 12. Inserate für 41« Abond-Frtlhcll wliw«« seilcsi?»! bis 19 Uhr vormHtaes, lür t'a« 4a,-aullal««u4eo Tscbit«l'briiaciim.. k»l eftr Expetiitinn kaiHI-. banerdami» lUcieKcüetert sein! Dr. statt! IBr UescWocht«, >f#1SXMBl"AZ*l Hrn., ilsr».. Prnsariüdoi HaHeäeU-ensrnluUca, 1»nr'T'r»erv. Scbwucb«. Oeü-n Li.ci bomb. Sairarua.Knr««, Clu»»®<»rs!veb»«9«B. Ii» erste« im 4 mf- IÄ®r zewk?T'4*rZZr*i°i M KSZMÄSfSk Kf. ö§-?8 aegeu Brnkruifc««3 QlsZssbLkZ sekötzt wirksam der | Pa*.oxtstkJ5*St-:'ocid«e, Plathi, Qeidbruch und Silberkruch. EJsisteme, Schmacksaciieu kauft Cdelinciallschmelze, Blumenstrefle CS._ üaud. 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