ZMMpreis 20 Pfcnnfg- S. �äMang f»w»r«ch»w> mot««n» n» ratfcmittaas. Ssmttaa* MI» SUmaM an ihinL »tt»tpiapni» hti.äot M(rri« A»».Iimi« h» vmu tir Gr»».S-i,u> JOOO M. im •««M saWb«!,—n iwr Sp-diü-m f.lbft«bfriMll 8.50 ST. ftx Po(»b«u, n.bmo, »Rmittch« pofanOaltrw Sistellungen enigez«8. Unier Kireiibaud»eioain M? Deuifch» mW»«»e>reich It�o tit»a» ibrla« Uuslanb 21�0 M. zuzchqUch volnta» «»«chla» per SUef f»r veutschloä»>»»«efteeerich SOOO St Urtcrtion mt»«rvrdUIo«: Sfrlln««.«. ediifTbaturSaKM Min.. ttni|*r*4a:««l 9t««« S3S-S0 mU»7M. r.'f: Mlttwoch77en 23.?uns?H2S Nommer 241> Tlbenö-Ttusgabe Dl»»chi,-spalten, N»np«e-lll�«il,-der»»ren Saum kostet Sit etnschli-»!!»" Ctoetanjes Klein« Anze-nen: So» teiigedruikie Wort 2.— MI. jede, weit, er Wort l.dO M>. emschllißllch lernninzizuschln-. kaiifrnd« Anzel-en lanl iarlf. jo».ik>-n. Anzeigen on» SleNenaesuch, 3.20 Mk. mite pro Stile. SttUen-ejnchi t» wortmizeigNi! d-, setiz«dn>«» w-rt I�o Mt. j�e,»eiie» woei STk. nnicrateii-aifeteiinna.«inrlln«W.«.»chlffvonerdamm>» W«»sprrch«r!«»,«»rde»»»»—,«.«nchhaiidlnni ZrMrm» 9«4« .Frech«lt--Vi»chdn»cke,et Souratm»OSO. berliner-Organ txr VmWänQfffea SctMömwfm Seutfifitante Set Schrei nach dem Mlitarismus. Der doWsivifll'che Vom. Die reattionare Plesse seht ihren Feldzug gegen die von der Entente beschlossene Heeresverminderung auf IVO MO Mann sort. Sie vermag außer dem Bolschewisten» schreck kein Argument vorzubringen. Es ist nichts als die schlotternde Angst, den über alles geliebten preußischen Militarismus, den Hirter und die stärkste Stütze der Neak- tion, zu verlieren. Und darin haben die deutschen Reak» tionäre eine feine Witterung. Ist der Militarismus zcr- trümmert, wird die Entwaffnung mit aller Energie durch- geführt, dann sind die stärksten Hoffmmgen der Reaktion zu- schänden geworden. Daß diese Maßnahine durch außen- stehende Mächte vollzogen werden, ist zwar peinlich, ändert aber nichts an ihrer überaus günstigen Wirkung auf die innern- und außenpolitische Lage Deutschlands. Wie sehr das Bestreben, den Militarismus zu erhalten. Nur von der Absicht diktiert ist, die revolutionäre Arbeiter- schert im Sonde niederzuhalten, geht aus einem Artikel der „Täglichen Rundschau" hervor. Hier wird die Notwendig- keit der Aufrechterhaltung der 200 000 Mann starken Heeres- MÄtJuit a�henpoluischen Motiven überhaupt nicht mehr zu begründen veisncht. Das Lächerliche eines solchen Be- ginnens haben inzwischen auch die Reaktionäre eingesehen. Desto intensiver malen sie die bolschewistische Gefahr an die Wand. Tie„Tägliche Rundschau" schreibt, indem sie voransschickt, daß eine Vermehrung der Polizcilruppen keinen genügenden Verlaß bilde, da die grüne Polizei Beamtencharakter trage: Wir brauchen eine genügend starke Heeresgruppe, die slch.xils Wehrmacht fühlt und wo jeder einzelne nichts ander eS als Soldat ist. Wenn die bolschewistische Agitation sich einmal soweit ausgewirkt haben wird, daß ein allgemeiner Aufstand, und nicht mehr wie bisher, Teilausstände vor sich gehen können, wäre da? deutsche Heer nach der Verminderung außerstande, Deutschland vor dem Bolschewismus zu reiten. Schon bei den bisherigen Teilaufständen war eS trotz der 200 000- Mann-Stärke schwierig, zu gleicher Zeit an verschiedenen Stellen durchzugreifen.— Für die Zukunft wäre das bei einem 100 000- Mann-Heer völlig unmöglich. Also bier wird nichts anders gefordert als die Beibehal- liistg des verhaßten Systems, das den einzelnen Soldaten zur willen- und seelenlosen Kreatur in der Hand macht- vollkommener Lfsiziere herabwürdigt. Die Leute von der „Täglichen Rundschau" und ihre Gesinnungsfreunde von noch weiter rechts wünschen nichts sehnlicher, als daß sie Waffenbestände vernichtet, es gäbe keine Geheimlager mehr und der Friedensvertrag sei«r diesem Punkte also restlos durch- geführt. horthy bille! um Gnade. 23. Juni. Die ungarische Regierung richtete an den Internationalen Gewerkschaftsbund in Amsterdam ein Telegramm, in dem gesagt wird, daß sämtliche Erklärungen, auf die der Boykottbeschluß be- gründet ist, auf Irrtümern und Unkenntnis der Tat- fachen beruhten. Die ungarische Regierung habe sämtliche Maß» nahmen getroffen, um die Ordnung wieder her- z u st e l l e n. Das Telegramm schließt mit der Erklärung, daß, wenn es der Regierung nicht gelingen sollte, ihre Aufgabe mit gutem Erfolge zu Ende zu führen, sie verpflichtet sein würde, ihre Verantwortlichkeit auf diejenigen zu schieben, die die U r- fache der neuen'nationalen Verzweiflung des so schwer geprüften Ungarns seien. Aus dieser Erklärung spricht eine bodenlose Heuchelei. Der weiße Terror ist in Unparn nicht abgeschafft, sondern er tobt weiter. Noch täglich werden Leichen ermordeter Personen gebunden. Und Horthy billigt diese Morde, er möchte sich aber durch einen kühnen Schwindel von der Ver- antwortung drücken, weil der Boykott Ungarn so empfind- s lich trifft, daß es der Gnade der sozialistischen Arbeiterschaft bedarf. Anschluß der österreichischen Bankbeamten. Wien, 23. Juni.(Korr.-Bureau.) Im Zusammenhang mit dem Boykott gegen Ungarn wurde auch der Personenverkehr nach Ungarn auf der Süd- bahnstrecbe mit dm gestrigen Tage eingestellt. Der Gn- terverkcbr der DonaudampsschiffahrtSgesellschast ruht seit � zwei Togen völlig. Die„Arbeiterzeitung" und die„Volks- zeiiung" melden den Anschluß de» Reichsverbandes der Bankbeamten an die Boykottbet» gung. Die österreichische Regierungskrise. T. U. Wien, 23. Juni, Gestern nahmen die Verhandlungen beim Präsidenten Se i tz wegen der inneren Krise ihren Forlgang. Es stand der Vorschlag deS Ahg. Dr. Adler, der die Wahl eines Ueber- gangSkabinetiS nach dem Prvporzsystcm vorsieht, zur Diskussion. Nach Ansicht der Sozialdemokraten kommt als Leiter der Staatskanzler an Sielle Dr. Renners, der sich auf unter den Fittichen dner Mifitaidiftatur ihre alte Machtstellung wieder ausrichten könne. Die Entente spielt ihnen mi ihrer Hartnäckigkeit in der Frage der Entwaffnung und der Heeresverminderung einen bösen Streich. Aber der stärkste Wall gegen das Wiederaufleben des Militarismus und der Reaktion ist das deutsche Proletariat. Es wird niemals dulden, daß jene alten Gewalten sich wieder auf- uichten, selbst um den Preis schwerster Kämpfe. Sludenlen rösten zum Umsturz. In Güttingen ist eS gelungen, einer geheimen studen- tischen Militärorgonisation ans die Spur zu kommen. Es ist ein D e t a ch c ni e n t gebildet worden, das drei kriegsstarke Kam- pagnicn urnfos)} und einem Major unterstell! ist. Die Bewasf- iiung«fit GcrocT/icn, Handgrauaien, Äulrüstnng�gcge.iständen ist h.rcits sichergestellt DaZ StudentenlorpZ hat die Aufgabe, bei dem kommenden Putsch, der von den Rechtsparteien vorbereitet wird, die Arbeiterschaft in Schach zu halten, damit sich die Militärdiktatur möglichst ungestört etablieren kann. Die militärische Organisation der Studenten besteht nickst nur i» Göttingen. sondern sie wirlk in allen Hochschulstädten gebildet, und zwar ans Grund einer Auwüsung, die von der Wedeiniargani- satlon der NechtSparteien, in der an führender Stell? Oberst Bancr, Kapitän Ehrhordt, Major Bischoff arbeiten, ergangen ist. Waffe» und Munition stehen in jeder gewünschten Meng« zur Verfügung. Sie werden m erster Linie den Depot? der Einwohner- wehren entnommen und unter falscher Teklarierung an du Stoßtrupps der Gegenrevolution verschoben. Die Verschiebung geschieht mit pillschweigender Zubilligung der Regiermig, dit poch außen h,n der W«t vorredet, iir Deutschland iai«* Die Regierungskrise. Den mdmittÄbaren Anlaß des Scheiterns der Reyfo rungsbibdung gab der Beschluß der sog iailbenwkra t i schen Fraktion, über ven der„Vorwärts" folgendes berichtet: Nach mechnzstündiger Debatee, cm der sich etwa 20 Rebner bo» teiligten, wurde gegen b Stimmen beschlossen, die Bar- trauenSabstimmung, di« dar Abgabe der RegierungS- erklärung folgen wird, Stimmenthaltung zu üben. Di« Fvaltion glaubt« nach Erwägung aller Gegengridnde nicht weiter gehen zu kennen, da sich di« Abgabe eines Vertrauens- Votums für eine Ziegierumg, dar Mitglieder der Deutschen Volkspartei angehören, mit ihren Auffassungen nicht vec- trägt. Die Fraktion beabsichtigt ihre Stimmenthaltung so zu moti- Vieren, daß der neuen Regierung in ihrer Stellung der Entente gegenüber in S p a keine Schwierigkeiten erwachsen. Daraus machten die Demokraten den Kriegsfall und erklärten nun ihrerseits, sich an der Regierung nicht beteii iigen zu wollen. Es scheint, daß die bürgerlichen Parteien bisher vom ganzen parlamentarischen System nur den parlamen- tarischen Kretinismus begriffen haben, sonst war« dieses ganze Getue nicht recht zu verstehen. In FrankreWs wie in Italien werden Ministerien gebildet, indem de» signierte Ministerpräsident sich seine Mitarbeiter so zu- sammenstellt, daß er auf eine Majorität im Parlament rech- neu kann. Hier zu Lande entscheiden die ,ZusammensetzilNk der Negierung die verschiedenen Fraktionen in ihrer Ge. samtheit und eine jede scheint der Meinung zu sein, daß si« nicht nur ihre eigene Politik zu bestimmen hat. sondern and; anderen Parteien ihre Bedingungen auferlegen kann. Wenk anders sie noch mitspielen soll. Dieses Gebahren ist gräßlich kindi'ch. Weder im fran- zosischen noch italienischen Parlament verfügen heute di? Regierungen über festgeschlossene Majoritäten. Sie müssen eben so regieren, daß diejenigen, die sie stürzen wollen, aus welchen Gründen immer, in der Minorität bleiben. Und dort ist immerhin das Regieren etwas leichler als gegen- wärlig in Deutschland. Das hindert aber die braven De- m o k r a t e n nicht, zu verlangen, daß eine an der Regie- rung nickst beteiligte Partei dieser noch unbekannten Regie- rung feierlichst ein Vertrauensvotum ausstelle. Ihnen ge- nügt nicht, daß die Regierung parlamentarisch möglich fei, weil eben keine Mehrheit vorhanden ist, die sie von vorn- herein stürzen will. Dabei ist das ganze Verlangen um so kindischer, da schließlich ke'ie Partei sich auf irgendein« Dauer das Recht nehmen lasten kann, gegen eine Regierung � zu stimmen und, wenn sie Montag das Vertrauen hat, Dienstag ihr ein Mißtrauensvotum zu geben. Die ganz« � Geschichte ist nicht ernster zu nehmen, als es der Streit um ! die Formel war, mit welchen Worten die Deutsch« Volks- Partei ein Lippenbekenntnis zur Republik ablegen soll. das Siaatsamt des Aeußern zurückzieht, Staatssekretär! Jedermann weiß, daß in Teutschland der Bestand.dcr """''" �. als! Rep ubl ik nicht von den Erikläriungen der dentschnativna f len Parteien abckiliängt, son'dern von der Kraft nn! Entschlossenheit der gesamten Arbeiter- k l a s s e, die Wiederherstellung der Monarchie unter keine? Bedingungen zu drill den.„ Das ganze Gehaben wäre nichts als unnützeZeit- v e r t r ö d e l u n g, wenn nicht dahinter die Angst voi der Verantwortung stünde. Die bürgerlichen Par- teien haben nicht nur jede rein sozialistische Regierung jür unmöglich erklärt, sondern auch alle einzelnen sozialistischen Maßna-Hnien verhindert. Unter diesen Umständen müssen sie schon zeigen, wie s i e Tentschlanid ohne soziailistische Me- tchoden auf frnrgerlickje Weise regieren wollen. Aber siehe da, die Herrsck?asten. die nicht genug ihre geistige, fachmänni- {che und politische UcfrcriegenHeit über den SogialiSuinS de- tonen konnten, demonstrieren nur das eine denitich, daß sie jeden Tag nach n e u e n A» S f l ri ch t e n suchen, um nur den Beweis ihrer Fähigkeiten nicht erbringen zu müsien.� Ernster als daS demokratische ist das Vorgel'en» der' Deutschen V o l k s v a r t e i zu beurteilen. Ihr Ver- ! langen, alle wirtsckjastlichen Ministerien mit Fachmänner� j d. h. in Praxis mit kapilalistiKlsen Vertretern, die ihner politisch nahestehen, zu besetzen, richtet sich sehr dentlick gegen den linken Fliigol des Zentrums, insbesondere geger die Vertreter der christlichen Ge:ueikschast. Tie Partei, d« theoretisch erklärt, daß sie nicht ohne die Arbeiter, ge'chweig« denn gegen die Arbeiter repicren wolle, schließt in de> Praxis sogar so gemäßigte, in bürgerlichen Ansrfxniniigen noch so stark befangene Arbeiter wie die christlichen Ge werkscha-ftler aus. Unter dem Borwand der Entpolitisieruirs verfo-lgen sie eine rein kapitalistische Politik die Polittk des Herrn S t i n n e s. Was nun werden soll, steht dahin. Schließlich werde, sich die bürgerlichen Parteien doch noch entschließen müssen irgendeine Regierung zustande zu bringen. Vom sozialistischen Standpunkt aua ist das einzig wichtige, daß nicht El Kersch oder Staatssekretär H a n u s ch in Betracht und Vizekanzler Dr. Mahr. Die Cyristkich-Soziaken wünschen für die Besetzung der Staatskanzlei sowie der RessortS deS Innern und des Heeres- lvefens neutrale Beamte. Die Großveutschen wollen ihre Teilnahme an der Kabinettsbilllung von der Erfüllung der Forderungen nach Verringerung der Sta.al§s.ekr«tärstellen und Entpolitisicrung der Wehrmacht abhängig machen. Beide bürger. lichcn Parteien sind gegen den Wiedereintritt des StaatSsckre- tärS Dr. Deutsch, der sich durch den Soldalenraterlaß miß- liebig gemacht Hai Trotz der Differenzen hofft man, deute oder morgen zur dollslänvigen Entwirrung der Krise�zu gelangen. LevorstehenSer Abbruch dec vechandlunzen mit Kraffin. T. lll. L o n d o n, 23. Jnni. Nach dem„Dülv Herald" stel-t ein Abbruch der Ver. hnndlnngen zwischen Lloyd George»nd K r a s s! n bevor. Lloyd George verlangt volle Entschädigung der Vcrlnsie England? in Nuhland und lehnt den Borschlag KrassinS, diese Frage auf einer Fried cnSkonscrnz zu erörtern, ab. Die polnische Kabinettskrise. Warschau, 23. Juni. Nach zweitägigen Beratungen mit dem Zentrum und den L i n l v p a r t e i r n, die daS neue Kabinett bilden sollten, ha« Abg. W tto S gestern abend dir Unmöglichkeit festgestellt, eh, pofitivcs Ergebnis zu erzielen und seinen Auftrag in die Hände de» EtaatschesS zurückgelegt. ITtle de? mvcrtrOTonc TTäJ dazn �rrgc�c», wieder rtrnrr ouijjfritrijcii Politik die Mauer su«lachen uich den vSamUK. UluS Au diÄredltieren. Lemonslratlonen gegen den Vncher. Lebensmittelkrawalle In Westdeutschland. In de» Ufren Taszrn ist c« in verschiedenen Orlen West. SjNlselil�nd-» gu Lebc»siii.ilielunruhen gekommen. Die Bf* Begiinfl der Vevölkeruug ist begreistich, denn di« Preise sür O d st, Fr ühgc m ü se und andere Marklnrtikvl haben eine NX dagmesene Höhe erreichl. Schuld an den Wucher- preisen trägt di« frei« Wirtson 00 vdatk vertäust fciutN. Auch die E u st to i r t s ch a s t e n und Hotel! wurden nmh 2 benSniit�n durchsucht und die Vorräte vcrlcill. In Urcfeld stürmt« die Menge das Wnreirhrul» tietz, tvars die Waren ans dir Gtrah« und verschleppt« sie. Auch an* rcr«(ßcfchäfie, vor altem SchukHuareniager wurden gcräiitNl. Dir deutsche Polizei wurde der aufgeregten Meng« nicht Herr, so dast belgisches Militär cingroisen nnibte. Bei den Zusammen. siotzrii gad es mrhror« verletzt«. Die Lrtwwtmittcl.W Mission der Stadl Kreftld hat daraufhin beschlosten. Ods,. Sie. Milse und andere 2eden>mitlcl In grvstc» Mengen auszukaufen Snö sie zum Selbstkostenpreis a» die Bevölkerung abza- Weier«'Arawolle haben sich in Frankfurt a. Ml«bg«. ft>!elt. Dort wurden die Obstständ« gestürmt, die Kord« unige- stülpt. Obst, Kirschen und Erdbeeren zertreten. In Stuttgart hat ei», groste Demonstralion der Arbeiter vor dem Matzuuse pgcn de» Wucher der Landwirte protestiert. Die P.rst« der NcchlSparteien mächt« den Krawassen allzu gern einen pvlilischen Charakter unterschieben. Sie »erfolgt damit den Zweck, der Cntenl« einziireden. dab b!f Gr. fatrr innerer Unruhen noch nicht behoben bi. und dah Deutsch. lend daher«in st a r k e, H« e r brauche. Die Absicht der Necht». �rle'.rn, an» den LebcnZmitlclunruhen politischen Nutzen zu grhen. mus» daher von der organisierten«rdelierschaft durch. kreuzt norden. e r O s f i z i e r. Na. nu mal iustigl W:r kommen !v n cht weiikrl T ö I d a t c n. Necht» ran! Nechi» ran! Arbeiter. Nicht!&>"r ße-�nouil Lierr... Annahme ves Aofefafg\m ÜeÄsrak. Fchlbcträge bei der Eisenbahn und Post.— Die Beamten* bejoldung. Der Reichörat nahm in jeiner gestrigen Sitzung den Not» etat an, d.'r scfort dem neuer IN'ichsiag vorgelegt werde» soll Die Ausschüsf des llicichSroi# haben auch den Monat Oliober noch mit in diesen Notctat hineingenommen, an der lldcglerung«» Vorlage sildst aber nur wenige Aenldcrungcn vorgenommen. Drt Roie at enihält u. a.«rr« belrächliich? S t e I i« n» e r m e h- rung bei de» V.rkehrSbeamIen der früheren Eisen. bahnstaalen, deren Eisenbah en nunmehr aus da» Ncich über« gegangen sind, ebenso auch de! der Post. Der Brrichlerstativr wie» daraus hin, daß der Feh'betrag kür die ReichSpost und die T'senbahnln in Höhe von C,1 Milliarden rm Notetaj festgesetzt sei und gab der Hoffnung Ausdruck, daß e» doch allmählich ge- linger»verde, über diese» schreckenerrogend« Defizit hinw�gzu- kommen. Finanzmiiiister Dr. Wirlh unierstr ch d>«s« AuSfüh. runge», Jusgisomt würde»»vir alle!» im ordcnstichen Biidg�l de« Nkichsels bahnen eirdw Fehlbetrag von tS Mi!» Ii nrde» haben, und dazu komm« noch de« Fehlbetrag der Post. Er benutz!« dir Gelegenheit, um dem NeichSral zu sat« n, daß wir vor i.-iru«n großen Zuwächsen in den Fehl- de trägen st 2»den, di-: NU» dem hervorgingen, wa» die Länder m ihrer, BesoldungSordnunp.'N getan hätten. Di« Be- omten der Länder, di« in den RfichSdienst übernommen würv n, oerlangen, deß si« in Zukunft nicht nach der NeichNbefoldungS- ordnung Ihr Gehalt rmpslngrn, sond«n so,«IS wenn st« noch >» den Ländern gebiiedeu wären. Damit, so sagte der Fi»auz. minifler, siehe» wir vor der beliübenden Tai fache, daß d e ÜlkichSbesoldiingSordiiung, noch ehe sie wirksam werden sollte, aus» gehoben ist durch die weitergehenden vesoldungSordnungcn ver Länder. Es komme» ganz exorbitant« Mehrtastcn heraus, wenn wir di« Rcichsbeioldung umbaue» müssen uach dem, wa» die Länder getan haben. Außerdem stehen wir vor dem Abschluß «ine» LohntarlseS für dir Rrichsoisenbahnc», wobei e» sich um gewaltige Forderungen der Organisationen ha.i« de». Da? Defizit wird sich durch dies« neuen Forderungen»och erhöhen, c3 wird Sache de» nouen RcichSkolbinettS sein, dazu Stellung zu nehmen.- Die Wahlen znm Thüringer eandtag. Neber den Wahlen,»sali tm neuen BokkSstaat Thüringen schroibl unser Geraer Parleiblatt, die �lleußische Tribüne': Die gestrigen Wahben zürn Thüringer Landtage fanden unter noch schwächerer Beteiligung statt al» di« Wahlen zum Reichstage. Ein Gesamtresultal liegt noch«ich! vor, doch bei einem U eberblick über die bisherigen Teilergebnisse kann man schließen, daß ein« wesentliche Verschiebung in der Parteisiärke nicht eingetreten ist; die Partei«» dürften derhältniSmäßig hie vor zwei Woche» errungenen Po. silionen behaupten. Ob indes eine sozialistische Mehrheit gefichrrt tst. läßt sich noch nicht ermitteln. Die NcüchZtagSwahl brachlr nur ein« gering« Mehrheit der sozialistischen Parteien, und da zur LandtagSwahl von den bürgerlichen Parteien alle» auf» geboten toiiite, den vorfprung ninzuholen, und«ruf der andere» Seil« von de» R e ch t» s o z i a l i st e n noch in den letzten Tage» vor der Wahl,«ine zügellose Hetz-»nd Verleuin» dungSkampagne gegen die U. S. P. betrieben wurde, dürfte die Entscheidung auf des Messers Schneide stehen. Ae Äesieruvgsbilduug ln Württemberg. Stuttgart, 23. Juni. Uciber dl« N«ibild!ing der ksteylerung in K&iUUenvDetij sind zur Zeit immer noch BerhaudUi.iqen zivischen den einzelnen Kra!» tionen em Gange E» wird angenommen, daß eine Koalition von Zentrum, Demokraten und Deutscher BoUSparie! zustande- toimnen wird. Die NeirlMagtsraktion der Demokratischen Partei hat a» die LaiibtagSfraklioai d.-r Sozialdemokratie ein. Schreiben Schüsse. Dumpfes Hinstflagen van Körpern. Scharren oon vielen gobgenagellen Stiefeln. Ein Leutnant lacht näselnd. Die Körper wälzen sich zuckend auf der Chaussee. Liegen endlich still. Der Soldatenzug zieht ohne die Arkiiler im Nebel weiter. Verschwindet.) Dervorsihende.„..von der ehernen Notwendigkeit de» Gesetze»—«ine exemplarische Bestrafung. DaS Gericht hat demnach auf eine Gesamtslrase von vier Jahren Gefängnis, ver- Hunden mit einem Chrverliist to» acht Jahren und Zulässigkcil vo» Stellung ualer Polizeiaussicht erkannt. Die nächste Sachet' Der Angeklagte(ist lautlos in der Anklagebank zu- samwengebrochen.) Der B o r s i tz« n de. Jufüzwachtmeiflerk Schaffen Sie den Mann weg! Erst prügeln und dann im rntschridenden Moment sch'app machen! Bändel(Zu den Beisitzern): Feiihstücken wir nachher in der Krone? Einen delikaten Steinbutt gibt» da. Justizwachtineijterl Die nächste Sachet— Rom.'.in BoHflnD zum Volschewismus. In einem von.Poliiike»', der Slockk, olmer linkssoziallsti- scheu Zeitung, veröffenilichte» Brief, Hai der groß« französi- sche Dichter und Pazifist Romain Rolland seit,« Ansicht über den russischen DolschewiSmu» und seinen Glauben an ihn, folgendermaßen kundgegeben: Ich bewundere die mächüge organi'atorische und neu- schaffende Energie in den Räte» Rußland», die um einige geniale Männer geschart swben. In dieser Woche noch schr eb ich In einer französischen Zei- t»ng:.Da» Hir» d«r Welt der Arbeit hcl seinen Sit} in Moffoit." Ich füg« hinzu, daß, meiner Meinung nach, allein eine bolschetuistische Revolul on ülvrhaupt Aussicht aul Ge> lingen habe. Sowohl aus ökonviiiischen oi» a>ich inoralischcn Ursachen. Ich will hier nur ein« einzige aiideuien. Unabhängig von allen marxistischen Aigumenten, die zum Vorschreiien der Revolulion führen, gib, c»>n Rußland ein« moralische Nr'ache. die die reinen Marxisten vielleicht weniger beachten, der ich aber e'nen unermeßlichen Werl beiweis«.— nämlich den sszusagc» religiösen Charoller. den mystischen E n i h n!! a s m n s, der «ine,, Teil dvr russischen Arbciicrklafse durchglüht. Diese Männer glauben. Wenn si« nicht dächten, daß ihre Ali-oplerung der ganze» Welt hülfe und dirnle, würden sie sich nicht seit zwei Jahren mit dieser erhabenen Selbstoetlengnung opfern. Diese» mystisch revolutionäre Gelühl. dieser Glaube dal bisher Nur allzu sehr de» westeuropäische» Völkern gefehlt und insbesondere dem fra». aÄliicke.u Volke, deöen EathuüaSmus sei» Ide! F-ibreu»»>>«n gerichtet, waren st« die SazseWelmoTraNe mff ST» PöTTTstSJ» Trast» weite thrcr HttttdkultgStveise aufmerkseun wachl und nochmat» ensrogt, ob die Sogialdemokratie bereit sei, mit der demotra» Ikschon Fraktion in Verhandlungen übet die gemela- sam« Bildung einer neuen Regierung oinzutrrten. Darauf hat die sozieldrmolra lisch« Fraklton g.anttvortet, daß si« gewäg der Beschlußfassung in der am ietzicn Mvnlag In Eluttgort stett- gck/ibicn Lande Slonferenz der Sozialdemokratischen Partei nicht in de r Lag« sei, eines oder mehrere ihrer Midgtieder in di» neue württemborgische Regierung zu entsenven. Gnl' Ze'l für hochomöler. In Breslau halte sich während der ktapptao« der Graf von Sch m r t t ow zum mllitörisäen Oberdep htShaber««- aannt. Er verjagte dcrt die oersassungStteuen Reg-erung«. beam»eN, starrte sie>n Schutz ha st, dildeir au» dcn Fr«00 Tonncoi schwarKr Kaviar, 4000 Tonnen Harz. 200 Tonn«« Terpentin, 400 Tonnen Schn.«: netwrften. 800 Tonnen Roßhaar 10 000 Tonnnen Mneralöle, 250 000 Tonnen Salz, 3— SSkillionen Stück Leber(Häute, la Qualität), 500000 Stück Bauhohz(Pjoslen). Blutige ZusammenstSsi« l» Mailand. Wie dl« Dläiter da richten, kam es am Sonntag in Mailand anläßlich eine» patriotischen Kundgebung zu Ehren der Dcrsaglieri zu blutige» Zusanimenstößen zwischen den Teilnehmern an der Kundgebung und einer sozialistischen Gegendenion si ratio». Mehrere Personen wurden verwundet. Einige Ossizier« wurdoa von den Demonslranten schwer mißhandelt. BczirkStngSwahlcn in der Saaepsaiz. DezlrkSiagZwahke� noch dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht mit V«v hältniSwahl finden«ndgüliig auch in der Saarpsaiz statt. Dß Regie. nngSkommission ,» Saarbrücken hat di« Ansschrkibung de» Wahlen für den 13. I n I! verfügt. ES werden 23 V:r!retei der zu den Bezirksämtern Hornburg und Zw«ibrück«» gehörenden Gemeinde» gewählt. Ein« pazifistische Feierstunde veranstaltet Pfarrer Blei'«» heute abend'AS llhr in der Schirlaula, Kauersrr. 20. Der Ge- nann'e wi'.d an» den Werken de» ermordeten Han» Paasch» und au» d«n Schriften der Dichterin Selm« Lagerlöss vo» lesen.__ v'rle» fehlgeschlagenen ober verratenen Revolulionen ausgebrannt ist. Allzu oft wird die rrdolulionäre Agilation beschränkt aus eine korpöraliv« Bewegung für Lohnerhöhungen: nicht» Große», ober noch Desländige» kann durchgeführt werde» ohne eine» starken Hauch der Liel* für da» gernc'ne Wohl,— ohne dl» Leidenschaft de» Opser» für die Zukunft der Menschheit. Aber V» ist durchaus möglich, ja,' sogar wahrscheinlich daß die Völker sich wandeln und sich erheben werden unter der Eiw Wirkung der mannigfaltigen Herauiforderungen imd der Prä» fungen, die die Arbeiterbevölkerung von feiten der trium�- phierende» Reaktion sich jetzt gefallen lassen muß. Im Thaliatheate« hat die neue Operette.Ihre Hoheit dl« Tänzerin' den, Publikitm sehr gefallen, obtvolst die Musil von Walter Goetz« sich teilweise über das landläufige Sing- ipielnideau erhebt. Dafür ist aber der Text um so grwohuüchzn E» wimmelt von höfischen und süßlichen Rokoletändolrien. uul sür den durchschniülichen Thea 1« rbesu che r ist e» in der Denisckfc» Republit noch immer die Höhe de! Gefi'chl», wein, eine leivha lige Herzogin einen anfachen Landjunkcr liebt und ihn— tjcisjl er dock) sck'on Bolko_ zum Leutnant ihrer Leib.'iarde ernennt und den Jüngling dann im Schmucke seiner Epaistetten zum All»' sahrl. Na und so weiter— Gott Hab sie selig, wenn die au»- geiimchseii« Geschichle nur nicht an die vier Stunden dauerte !in> der zapplig«.Komiker' Kurt MikuISki sich nicht beharrlich strapazierte und uns auf die Nerven fiele. Ebcnst heftig trieb eS Theo Stolzenberg als alier Zigeuner. D>« Einstndierung war im übrigen gelungen; Inge van der Slraa» len wirkte als Herzogin, die eine spanische Tänzerin mimt, sehr opcrnh.eft aber ohne di« Grazie, b« man besonders bei einem der Maii'ary würdigen Schlager« de» zweiten Akte» veemißle. Gustav Ja h r b e ck und Hau? Schneider spielte»»nd sauge» mit ienvrislischer Braronr, Betty Feiner soubrellclte in ihr«/ linvährter Manier. Ter Beifall schäumt«»vi« Apselsctt. Der Versiner Volk»-Chor, Dirigent Dr. Ernst Janker der seinen 10. Jahresbericht llHO�IVLO erslallel, hat im>»k'tze- lausencn Vereiii-jahre einen Aufsclzvung gpnouuuen, tvie noch i» keinem der vetaiigegaiiHeneii 10 Jahre! Die Mitzliederzahl bv trug bei Kriegsausbruch 400(271 sigigende»nd 123 zuhörend» Mitglieder) und ging i» der KriegSgeit auf 300 zurück. Volt! nach dem Kriege stieg si« auf 435, d.van 295 akiiv, und leträgl sitzt 333, davon 4dl singende und 432 zuhörende Misisiieder Bon den singenden Miigliedein sind 307 Frauen und 144 Männer. Trctz dem erfreulichen Wachstum de» Chor» ist ei für di« Ausgaben, die er sich sür daS kommende Jahr gesteff hat. noch immer nicht stark genug Sowohl s!it den zum Hetbf geplanten Richard Strauß. Abend lmlt Waudettzk» Hturmllrd und Tailiefer), wie die züln Frühjahr'n Ätt* si/fu aenomunen» Ma: t h ä u fi Da ii lna out ihre» DaiG4t> VIe deMche Ziifllz mi> ver ungarische Terror. Die»Deutsche Sir tanze rte, Volkslied �-Abende und Wo'hnachtSkonzerte bcrvosi- ständigen den Konzeitplan de? kommenden Jahre«.— Sa wird der SroltS-tThar allen widrigen äußeren Verhältnissen zum Troh bemübt sein, gestüht aus die Treue irnd Zuverlässigieit der alten Mitzlleder wie auf den frischen Eifer der neuen, d-r Berliner lklrbeiwischaft auch fernerhin ai'Serlesene mulikolifche Genüsse bgzubieten und sein« führend« Stellung im Musiklehen der vcr» liner Arbeiterklasse zu beb lten. Für die Große VolkSoper gab In der Neuen Welt da? Philharmonische Orchester unter seinem Dirigenten Richard Hagel einen Konzertabend»nlcr Mitlo'rkung ron Frau krwstine Für» bi«»Stvasser vom Nationalthealer in München. Die Darbielun- «cn der Musik Wagner«, Verdi« usw. hielten sich auf künkt- Krischer Höbe und fnnden lebhaften Benall. Kn der Volksbühne, Theater am Bülowplaj», gelangen unter her Direktion Heinrich Neft in der diesjährigen Sommerspiel- zeit folgende Stücke zur Aufführung:.Bruder Martin" hon Carl Costa,»Die Fledermaus' von Iobann S:rauß. .Der Kuhreigen" von Wilbe'm Kicnzl..Zigeuner» liebe" von Franz Lehar.— M'lnliebern de» Verbandes der freien Volksbühnen und den m.t ihm in Arbeitsgemeinschaft stehenden Organisationen stehen hierzu vertragsgemäße Ein- trittskartcn zu gleichen Bedingungen zur Verjügung, wie zu allen Sonderveranstaltungen des Verbände«. »n der Volkshochschule Groß-Berlin setzt Dr Volbach selne Früh ungrn durch Berliner Museen fort E» sind vor. gesehen Führungen durch da« Kiipferstich-Kabine». durch die Alle Natiorurl-Galeric. durch da? Kronprinzen-Pa'a'«. durch da» Museum für Völkerkunde»n|> durch da» Kunsiaewerb miilenm. Vom„Soziallftischrn Erzlrber" ist Nr. 18" ersch enen. InHall: Sozia'istirch? CrziebunpSgedanlen.— Aib.ilSunlerrichl— Tech- nische Vereinbeillichung de» Schulwesens im Reiche.— Die R e i ch» i ch u I k ö n s e r e n z. I. S l i in m» n g S b i l d. II. Hierl-Vkiinchen z u r Frag« der Sinheii». .schule.—.WaS wall, ihr k" oder Idealist und Ideologe.— AuS der Arboll der Elternbeiräte.— Neue Bücher und Zeit» kchriften. Der.Sozialistische Erzieher". Wochen'ck'rist für sozialistische Lehrer und Elternbeiräl«. unentbehrlich kür Bi'dungjMunktionäre, Gemeinde, und Lande«vcrtreler, erschemt wöchentlich. Zu be- «ieb-n durch alle Postansialirn oder beim Verlag.Der Sturm", Rttlin W. 0 Potsdamer Str. 134a, zum Preis« von S.S0 M., zuzüglich l M. Bestellgrld. ,',Kleinsirdlcr" heißt ein« Wochenschrift für SiedlungSwesen. Dbst. und Gartenbau nebst Kleintier,»nd Bienenzucht, die im Kleinssedrerv-rlag vcklsenfurt a. M., erscheint. Sic bring, sür die vielen Laubenkolonislen usw. allerhand Prnklischt« und Miss'»«» werte» au» diesen Gebieten,»nd sollt« sich nur von der klein- bürg r'ich-rcnklioiiären Ileberschätzung fernhalten, als könne durch saWie Verlöndlichnng der Uinba» unserer gesam'en VolkSwIrtsckiast upd ein.neue« Deulschland" geschafscn werden. Auch unsere Meinsiedl» dürfen den Sozialismus»'cht sergessenl Fakbu reu befrag es belamfen. Die dadurch zusammengebrachten Beträge sollten zur Erhöhung der U.ilurstützungSbclräg« der Atters« und Invalidenrenten verwendet werden. Die ReichSregierung unterließ e» aber, di« Ausführung«. besliinNrungen über die Abgwvn bekanntzugeben, trotz wieder. Holter Erinnerung. AIS dann die AuSsührungSbestimmungen mit Wirkung vom t. Aprl 1920 fertig wav n, konnte die Verordnung wegen v«t>iii scher SchwicrigkoUen noch nickg in Kraft treten, der 10. Mai sollte endgültig der Anfang der Erhebung sein. Dt« ArbiNtera.rtneler verlangen, daß die durch di« Saum- seti gleit de» NeirtÄvirtsehaitSnuu�NrS nicht zur Erhebung ge» langt«» Abgabe» wenistru« zum Teil noch nachträgl.-.ch erhoben w rdcn sollten. Die lliuernchmerverircter wiesen das nicht nur entschiede» zurück, sondern lrhrte.t den Spieß um und verlangten di« Revision de» Tarifs. Ein wabrrr Proteftsturin setzte ein, mit d:m Erfolg, daß schließlich die Et.nsrtzung einer Kommission zur Prüfung der Frage beschiossrn wurde. Alle« in allem: Sech« Mona:« nach Erlaß haben die Vatuw- rwinnb.r noch nicht e.nen Pfennig zu zahlen brau- e n und jetzt wird auf« nsue geprüft, war sie zahlen sollen. Di« Gewinne selbst sind zum großen Teil in Sicherheit gebracht worden, ilich wenn es endlich so weit kommen sollte, einen Zu. griff zu machen» dann wirb e» ein Griff in die Luft sl.wu Bora Segen der InpUalWcn Mrlschaft. In der Pfälzer Schuhfabriken-Monopole P i r m a s« n» lager.i ungiheure Vorräte an Schuhzrug, doS die Fabrikanten nicht herausgeben, weil di« Preise nun ein wenig gesunken sind. Die Läger bleiben gefüllt, die Fabriken haben den Brlrieb eingestellt und 9000 Arbeiter liegen arbeitslos auf der Straße. Es fehlt als« nickt an Rohmaterial, e» fehlt nicht an Arbeitern, auch nicht an Kohle, es fehlt nur an— hohen Preisen und feilen Profiten für die llnler.iehmer, deshalb müssen die Arbeiter barfuß taufen und da» Personal der Schuh- sabr kcn hungern, so will e« di« k a p i l a l i st i s ch« Ordnung. Der WictsthafiSoat beim Rext�wirischcrftSimnisterium hat am 10. Juni über di« Slilleguug der Prtmasensrr Schuhfabrilen beraten: der Bericht, den die P. P. N. über diese Beratung ver- össrmitichen. charatlerisie« den lapilai istischen Geist, der in dem von dem.Sozialdcmolvalen" Schmidt geleidettu RoichSwirtschastS. Ministerium herrscht. Hören wir: .SlaatSsrlretür Hirsch konnte feststellen, daß dies« Still- legung nicht auf den.bösen Willen", ein« sogenannte Unter» iiehincrsatbolage, zurückzufühv.» sei, sondern, daß tatsächlich ein« derartige Ueberprvduktion siatkgesunedn habe, daß an ein Absctz«» der riesigen Lüger unlcr den ,urgcubl>cklich>cn Verhält- nissan nicht zu denken war. Di« Bankkredite der Fabrikanten sind voll ständig erschöpft. Di« Aab.itSlosenunlerstützuiig für die ctloa lXBO seieruden Arbeiter beträgt allein S bis 0'A Millionen Mo ik im Monat. Würden die Fabrikanten ihre Beinebe weiierarbeiten lassen, wären di« Risikobelräge, na inen ll ich bei einem weiteren Preissturz, aber noch uuverhältniKmäßl.g viel größer als dios« Unterstützung. Bei den Besprechungen, die StaadSsekrelär Dr. Hirsch in Pirmasens hatte, wurdi�i zwei Weg« al» vielleicht gangfüar erörtert. Der eine hätte darin be» standen, die Schuhwaren vorüberEh�ud zur Ausfuhr freizugeben, doch mußte mach hiervon absehen, weil der ungedeckte Jiit�iidS. bedarf bei iwitem zu groß ist. Eine zweite Möglichkoit liegt darin, dic Tchuhiiidilistrie durch Aufträg« des Reiches zu unterstützen, wobei die Unlernchmer ein angesichts der vorherigen Gewinne cd tägliches Opfer z»l bringen hätton. AIS vo-rläufige Regelung bat man in Aussieht gewinmon, durch d»e SchuhnotstandSper» sorguiig größere Posten Schuhwerk abzunehmen und zu billigen Preisen an die Geine-ikdc», Konsumvercino usiv. ai'zug.ben. Die Finanzierung würde unter Mithilfe aller belchligteii Instanzen, auch unler Htrauz.ehung der Mittel der produktiven S r w e: o S- losenfgriorge g-rtg-lt werden. Die in Aussicht ge- nommenen Abgabepreise der Fabriken für Herrenslraßenstiesel i»it etwa ILO bi» lZS Mark je Paar, für geringere Oualitäten wesentlich billiger, würden eine e»»>»>«z« 316 747 Wirtschaftliche Vereinigung..,« 60 770 Haiidel und Gewerbe 8 842 Frauen 924 Da insgesamt 225 Swdkverordnel« zu»vcrhscu sind, fh ist der Wahlquoiicnt, tz. lh. die Slimmcnzahl, die zur Wähl eine« Siadtve'. ordneten nötig ist, 7311. Demnach würden«rheMn: N. S. P. D............»7 S. P. D. 39 Deutschrationale ,...,,»,..26 Deutsche VolkSpart«i e-» 43 flentrum 4 f»**■*■¥» f■ 8 Demokraten z«-... 16 Wirtschaftliche Vereinigung A Handel und Gewerbe.. i...-. 1 In den Einzelwahlbezirken hsirften eitva 170 Siadl veroUdueie gesoählt«verde», während der Rost von 66 Sitzen si� auf die Stchdtlislen verietlt; doch steht dieses Ergebnis noch mchl bolllommen fest. Die Unabhängige Sozialdems» krati« wird auf der Stadtliste«Nva 8 Sitze erhallen, tvährentz die übrigen in den einzelnen Wahlkreisen gewählt HAH de» siiids * Auch die Kusarmnenchtzung der BezirkSdersam'm Hungen läßt sich gegemvärlllg noch nicht endgültig feststelle». In einzelnetz VerwaltungSl'ezirken wird di« Zufammeiifctzung sich folgenderz maßen gestalten: � Im VecwalkungSbezir? Mjnrloktenbnrg entsenden ln di« Be« zerkk-versammlung die U. S. P. D. 14. die S. P. D. 7, t>l« Dm motraien 6, di« Dculsche Vollspartet 10, di« Deutschnationalen 8, die Wirtschaftliche Vereinigung 2 i'ud da» Zentrum 1 VSvdreter, In Spandau usiv. hoben die N.©. P. D. 13, dl« S. P. D. 9. di« Demokraten 3, di« Deiotfche VolfSpart«! 6, di« DvAtschnationaz len 7 uitd das Zentrum 2 Bezirksverordnsle. Im VerwalbungSbezirS Wilmersdorf, Schmargendorf ustch «mifauen dem dem 40 Deziicksverordneten auf h!« N. S. P. D. 7, auf die S. P. D. 6, auf di« Temokralen 6, auf daS flontrum 1, auf d'e W.rlfchastliche Vereinigung 2, auf die Deutsche VokkSpartq 12 Und auf ti« T>eutschna.t:omalen 3. Im Bezirk Steglitz, Lichterfeld«, Lankw'tz usw. verteilen sich dl« ßkz irl«vorard neten maudat« etroa wi« folgt: N.<3. P. D. 7. S. P. D. 3, Demokraten 4, Zentrum 1, Bürgerdlock 20. Im Venva U u ngS bez i-rck Neukölln wird sich da» BezirkSparsaz ment wahrscheinlich zusammensetzen aus U. E. P. D. 21, S. P. D- 10, Demokraten 2, Zentrum 1, Deutsche VollSpartvi 6, Dvntfch» national« 3 und Wirtschaftliche Vereinigung 8. Im Drzirk Schöiieberg-Frledenau verteilen sich die 4S Der ztrckSt>ero-ldii«:«n wi« folgt: U. S. P. D. 10, S. P. D. 7, sikunai kraien 5, Deutsche Vul>kS:«.rtei 11, De-Utschnarionale 8, Zentrum ch Wirtschaftliche Vereinigung 3. Im Vez'rk Tempelhof-Mariendorf: kl. S. P. D. 10, T. P. D. 6, Demokraten 3, Deutsch« Volkspartei 8, Deutsch«»! iomcke 2. Im 15. Verwaltu-igS bezirk, umfallend Treptow, Ober schöne» weide, Niederschöneweide-JohnnuiSthal ust»., haben von den 20 BezirtSverordneten erhMen: N. S. P. D. 12, S P. D. 8, Demokraten 2, Zendrum— Deutsche voblSpaviiez 6, Wwiichajtöche Vsru «dnigung 5. -\ Die schweizerische sozialdemokratische Partei hat die Entseuch düng einer Delegation nach Rußland beschlossen. Protest der lothringischen Staatsbeamten. Au« Straßburg wird der.Telegrapheu-Union" gemeldet, daß die Eisenbahn, und Poftbearnten sowie die übrigen Siaatsbeamie« Sisaß-LotchrinienS nachdvüchlichen Protest erhoben haben gegen den Beschluß d»I französischen Ministerrat», wonach den Beamten nicht mir baß Streikrecht, sondern auch da« KoalitionS-recht abgesprochen wird, Sie weisen darauf hin. daß das franoösische Joch dem Gedankon der Freiheit, Gleichheit und Drüd«r4ichk«:t Hohn spreche. Die rstlilndische Bersassung. Die»stländische ksnstitMssiiSkkS Versammlung hal die estlänbisck e Verfassung angonomm«». Sie vollsvertrelnng heißt danach Reich»konferenz, tzter Staut»» minister führt den Titel Staateältestev. Aus der parke!. Vor Spitzeln wird gewarnt! Sekt dem Spätfrühjahr IVlO war im Auftrage der Kon» munifli scheu Zentrale in Ost» und Westpreußen«in Kommiuitsk tätig, der sich M a r b e r g»ainite. Der richtige Name soll Burgner sein. Burgner-Marberg war Wanderredner; er er- blickte neben der Hetze gegen Unabhängige und Rechtssozi alistou seine Hauptaufgabe darin, ständig nach Putschen zu drängen. Biel» hielten ihn für einen Spitzel, andere für einen unfähigen Reno- misten. Im Frühsahr>020 enthob ihn die Zentrale der Koni» munisten seiner Stellung. Im April diese» Jahre« hatte Mar« berg sein Tätigkeitsgebiet in den polnischen Staat»ach Grau» denz verlegt In der Nacht vom 24. zum 25. April wurde die gesamte Graudenzer Ortsverwaltung an» den Betten her» aui verhaftet, außerdem Dutzende anderer Genossen. In Klein-Tarpen bei Graudeuz sind die Verhaftungen so grünbltth besorgt worden, daß von allen 08 Mitgliedern nicht ein» vrrgck,.«» wurde. Marberg ist dam als univerhafjet worden. Einige Tag« spater war er aber bereits wieber in Da II z i g in Freiheit. Dori wurde er am 14 Mai auf Anordnung de» rechmsozinlislische* Polizeipräsidenten Früngel festgenommen und nach Lauen» bürg in Pommern abgeschoben. Was dann an» ihm geworden ist, ist unbekannt. Im?lnschliih hieran sei noch mitgeteilt, daß die Kommnnistisch« Zentrale im vorigen Jahre einen gewisse» Mark nach M e in e I schickte(nicht mit Marberg identisch). Morl sollte al» Sekretär die Verbindung mit Sowiet-Rußland ausrecht» erhalten. Er war ein Spitzet, ließ die ganze Leitung der Memeler Kommunisten berhaften und ist wahrend de« KappiPittsche» Ossiziersiellvertretec in Königsberg ausgetreten. Mg der Wrkelprefse. Heft Nr. 22 der Wochenschrift„Der Arbciterrat" ist erschienen. Au» dem Inhalt sei genannt: U. S. P und Räl'd.wegiing do» Max Suve»i Die NZt.bewegnng auf dem i>,i.dc: Sialut sür di« iriilschasl.' che Räteorganisation des W'rEchaftSbezjrk» Halle- Leipzig; AlbeilSgemeinschait und Klossciikamvi.» I Me erste Sitzung des Gwß-Berliner Stadtparlaments. D'? LW Mi, tgNcber der neuen Berliner Stadlvcrordnetenver- «nunlumq werden vom«OderHrä.sldewten Dr� Maier zu ihrer hrstim Sitzung nach dorn Kqtsaäl des Berliner Rathauses einbe- �ifen, in Hu« A emier eingeführt uich durch Handschlag an Eides Stuut ver�islichtet lDeti>cn. Vis zum 1. Ottober bleiben aber noch >-ie bisherigen einzelnen Stadwerordnetenvcrsaminlungen unb Ge» »ireinde<>evlretungen bestehen. Di« erste Sitzung des neuen Stadt- Parlaments mnZd voranbiichtlich A n fa n g Zj u l i oder doch in der drston Hälfte de? I»li stad�firiben. Di« erst« Nurgabe der �trosj-.Berliner Stcidtvervrdn«tcM>«r- sammlung ist di« Wghl des Vorstandes und der Mit- ß>i>d«r für das endgftlijäge SchicbSgericht im AuSeinandersetzungs- reusahrcn mit den RestvorNndum vor allem aber die Beschlüft» sasuiug über die Größe des Magistrats, dessen Mitgliederzahl höchstens 30 betragen darf, die Verieilung der Magistratssitze auf d'« besoldeten und unbesoldeten MagiistiratSmilglieder uno die W a h l d« S neuen M a g i st r a t S.. Für diese Aufgabe wird thicauS fichtlich ein ve sonderer Ausschuß eMgesetzt wenden, der scikiL Arbeiten trotz der Sommerserien dorant wird fördern müssen, daß der neu« Magistrat im Lauf« des August gewählt werden lann. Bis Anfang September müssen die Vorbereitungen für das neue Berlin wenigstens so weit gefördert fein, daß für die ersten UtbergangsgLbeitkn die«rforderlichcri Stellen geschaffsn und setzt sind. Neue Spielplätze. NtlS tviiid geschrieben: Die Parkanlagen gm Urban werben bndUch mit einem Spielplatz ausgestattet. Schmuckanlagen sind ßwar auch erfreulich, aber unsere stinder brauchen Bewegung, sie branchsu Gelegenheit, sich auszutoben, weil sie sonst naturgemäß auf Unarten verfallen. Es ist zu begrüßen, daß auch die Park- Verwaltung die Notwendigkeit erkennt, diesem dringenden Be- dürinis Rechnung zu tragen. Ebenso wäre zu wünschen, daß endlich einige Freiflächen de» Tiergartens fiir Kinderspiele frei- Hegeben werden. Bei dem großen Mangel an Spielgelegenheit ist es unverantwortlich, dieses Luftreservoir, nach dem zehn- tmisend: Prolcta-rierkinder hungern, nur für die Spaziergänger des Westens und für einige Dutzend ihrer Kinder freizuhalten. Wir hoffen, daß die Berhandsiingen, die jetzt wegen Errichtung don Spielplätzen im Tiergarten geführt werden, Erfolg haben. Das bißchen frische Luft, das noch in und um der Stadt den er» hvlungSbedürftiaen Kindern dienstbar gemacht werden kann, darf Utcht auch ein PrivlXegimn der Neichen sein. Hierzu sei bemerkt, daß im Park deS Schlosses Bellevue streng berbohm ist, mit Kinderwagen zu fahren, und daß Personen, die dr Unkenntnis dieses Verbotes handelten, schroff aus dem Park gewieseu wurden. Die Riesenprvvisicncn des Herrn Plate. Die Riefen, rodisionen des Prokuristen Hans Plate von der ReichSstelle für Gemüse und Obst bildeten den Ausgangspunkt einer Anklage wegen unlauteren Wettbewerbs, die den Direktor der Versicherungsgesellschaft„Allianz", Herrn G r u m b t, vor die 7. Strafkammer des Landgerichts l unter Vorsitz des Land» »crichtSdircktorö Dr. Weigert fiihrte. Ter Verein gegen da? bestschungSwefen hatte durch feinen Generalsekretär Dr. Pohle >en Strafantrag gestellt, der sich auch auf den Prokuristen Plate wslr.'ckte. DaZ Verfahren gegen den letzteren ist aber eingestellt »Orden, weil auf ihn als Kriegsbeschädigten die Amnestie An- venduvg fand. Plate war bis Ende August tv18 Prokurist der Reichsstelle fiir Gemüse und Obst. Er war dort zunächst bei der Kasse und Guchhaltcrei beschäftigt und wurde später Prokurist. Er war gleichzeitig Agent der Versicherungsanstalt„Allianz". Als daZ 1 Tätigkeitsfeld der Reichsstelle einen immer größeren Umfang j ---- annahm u.;.cherung i?er Transporte in rkestgem Um- fange gerege.. iver.e» mußte, vermittelte Plate, der ja Fachmann war, diese Versicherungen zwischen der Reichsstelle und der „Allianz"; eS wurde auch bei anderen Versicherungsgesellschaften seitens der Verwaltung angefragt, doch wurden die umfangreichen Transportversicherungen zunächst nur der„Allianz" zugewiesen. Diese gewährte Herrn Plate dafür für sich persönlich eine Provision von 16 Prozent. Dieser Satz wurde später ermäßigt. Plate er- hielt im Läufe der Jahre von der„Allianz" im gaiizen 1% Mil lionen M ä r k Provision. Im Lckbfe der Zeit ist dann die Reichsstelle bei dem Gewinn der„Allianz" beteiligt worden. In dieser Transaktion des Plate in feiner Stellung als An- gestellter der Rcichsftitlle erblickte der Verein gegen da? Be- stcchmngSwcscn die Gewährung resp. Annahme von Bestechung?- gcldern im Sinn« des§ 12 deö Wettbewerbs gesetzrZ. Die NcichS- stelle, so wurde ausgeführt, fei keine Behörde, sondern nur ein geschäftlicher Betrieb in Form einer G. m. b. H. Plate Hab« n'cht obsektiv verfahren, sondern auS Gewinnsucht die„Allianz" bevorzugt und sich damit unlauter gegen die Wettbewerber der �Allianz" verhalten. In der Verhandlung, in der auch mehrere Sachtvrständifie vernommen wurden, kam zur Sprache, daß Plate dem lngeklagten aus feiner Riefenprovision den Betrag von 14ine andere geschäftliche Stellung innehatten. Das Ver- halten des Angeklagien und Plate? fei nicht einwandfrei, ebenso hätte die Leitung der Reichsstelle, die die Jnieresscn des Staat«» wahrzunehmen hatte, ganz be'onders vorsichtig fein müssen, wie ja auch der Zeuge Direktor Kohlmann zugegeben habe, daß er eingegriffen hätte, wenn er die ganze Tragweite der Geschäfte des Herrn Plate übersehen hätte. Der Angeklagte Grumbt habe sich auch strafbar gemacht. Im ganzen sei«r aber bedeutend weniger b.lastet als Plate. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 2000 Mark Geldstrafe eventuell All) Tags Gefängnis. Bon der Ein- Ziehung der 140 OöO Man, die der Staatsanwalt beantragt batte, nahm das Gericht sonderbarerweise Abstand. Der Angeklagte hat also trotz seiner Ve.mrteilung noch ein feines Geschäft g«- macht. Und was geschieht mit der Million, die Plate«ingeheimst hat? Soll er die, weil er infolge der Amnestie straffrei bleibt, auch behalten dürf.n? Da? Geld ist doch indwekt den Steuer- zahlcrn abgeknöpft worden, also besteht doch die Verpflichtung zur Herausgabe. Di« v. S. P. und die NägderungSbildung. ttebcr dieses Thema sprach am DienStag abend in der Aula de? Humboldt- gymnasiumS der Genosse C r i S p e n. Die Versammlung war derartig überfüllt, daß aus dem Hof eine Peirallelvermmmlung abgehalten werden mußte, in welcher Genosse Fritz Schneider referierte. Beide Redner sianden die Zustimmung der Bersamm- lungSbcsucher. Ein« Diskussion wuvde nicht gewünscht. Mit einem begeisterten Hoch auf die Internationale wurden beide Berfammuingen geschlossen. Verschiedene Neuaufnahmen wurden noch gemacht. Teinpclbof. Freitag, 2S. Juni, abends 8 Uhr, findet im Lhzeum in der Germaniastraße eine öffentliche Elternversammlung der Gemeindeschulcn Tempelhofs statt. BoranSsichtlichrS Wetter für Berlin und Umgebung am Donnerstag. Zunächst überwiegend heiter, etwa? wärmer, bei mäßigen südwestlichen Winden, nachher Zunähme der B. wölkung und Gewitterneigung. Mg den LrlMWionen. An all» Distrikte. Eogon die S.'nossen Otto Loose, Betried»» rat, Lauslher Str. LS, ist von der Schiedskommission des 18. Distrikt» der Ausschluß aus der Partei und Enthebung seiner Asmter ausgesprochen worden. Das Per fahren ist dem Bo stand der Partei, dem Netallarbekkr-Berblnw mit» vor ttrtHewKWgoiTN» Di» Schiedskommission für den 18. Distrikt. I. A.: Rudolf De[od 4. Distrikt. Donnerstag? Uhr Elternversammlung der Iva. und lik. Eemeiudeschuie, Neichenborger Strotze 57/70. Genossin Deck»fei riert über:„Religion und Schule". 11. Distrikt. Mittwoch 7 Uhr Sitzung der Gewerkschaft»«ch Rätekoinmilsion bei Metier, Ackerst:. 123. 18. Distrikt. Donnerstag 7 Uhr Elternbetvato-Sttzmig in de! Schulaula Sonnrnberger Stratze: S!« llungnahm« zum Srei».Elterl»> dei.ot. Eharkottenburg, 7. Gruppe. Heute abend 714 Uhr Extvazahladend bei Thunack, Wieiandstr. 4. Eharlottendurg. Tonnneretag, den S4. ssuni. abend» 1 Uhr, Funktionär fitzung im Volkshaus, Rosinenstr. 4. Rrinickendorf-Dest. Donnerstag 7 Uhr Sitzung aller Funktionär» im Jugendheim. Vereinskosender. Land der technischen Angestellten und veamten. Freitag 7 Uhi Ortzvorständeversammlung Börsensaai, Mustker-FestsAe, Aaiser-Wil» Helm Stratze 81. Zeutroioerband der Fleischer. Versammlung der Vertrauen ei eut». Betriebsräte und Oble»!» und Dorstandsmltoiieder der Sektion l iWurst, und Konservenfakriken. Fleischereien) Freitag abend 7 Uhr w Boeker» Festsälen, Weberstr. 47. Eingegangene SruSschei'len. N. Lenin: Dir große Jnitiave. Preis 8 Äst. Verbog» genossen schaft„Neue Erde", Wien. Dr. Aftred Hueck: Das Slechf deS TavifvortrageS un�r be> sowdevrr Bcrücksnchtigung der Verordnung vom 23. Dezember iL iL. Berlin IL 20. Verlag von Franz Bahlen, Berlin W ö, Linkstr. 16. Preis 16 M.£08 Seilei. Handkvmmentar zum Relchseinkommenstoucrgcsetz von Dr. Friedrich Erchir und Rechtsanwalt Dr. jur. Fritz Koppe. Inda- strievcrlag Spaeih>l. Linde. Berlin T 2. Königflraße ö?. Die neuen Steuern. Ein Leitfaden für den praktischen Go- brauch. Son.derabdruck aus der„Frankfurter Zeitung". Druck und Verlag der Frankfurter SozielätSdruckerei. Dr. jür� Dr. oec. pukl. E. H. Mehre, Sieuerrecht und Ge- nossenschaften. Er st e r Teil: Kredilgenossenfchasten. Hest 17 der Gcnossenfchastlichen Zeit- und Streitsragrn. Berlin und Leist- zig 1920. Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Walter da Gruyter u. Co., Berlin W 10. Zweiter Teil: Sieuerrecht und Genossenschaften: Gewerbliche und landwirtschaftliche Genossenschaften, Konsumver- eine, Baugenossenschaften. Hest 13 der Genossenschaftlichen Zvit- und S'reitfragen. Felix Hirsch-Berlin, Zweck und Zi«!I der Opvosi'ion im Zentralverband der Angestevien. Bcrlag Else Beck, Berlin S. 42. Verantwortlich für die Rednkiion: Leo Liebschütz, Friedenau BerontworUich f d. Inseralenteil: LudwigKomeriner, Karishorp Verlagsgenossenschofi„Fieiheit", e. G. m. b. H., Berlin.— Druck bei Lindendruckerei und Berlagsgesellschasl m. b. H., Schiffbauerdomm IS Loebea srsekieoelll Der Elternheirat ü Richtlinien für seine Tätigkeit» Von Dr. Kurt Kerlöw- Low enstein ——— Preis 2,25 M.-------- Organisationen erhalten Rabatt Buchhandlung„Freiheit", Breite Sir 8-9 Okssm A n unsere Qewerksc haffts« und arleigenosseuS Druckerei der„Freiheil", E. m. b. H., Breite Straße L— S, ist in vollem Betriebe. Für seschniackvollo und sorgfältige Ausführung werden wir Sorge tragen:: Kostenanschläge usw. stehen jederzeit zur Verfügung. O-e eesehäftslc�tung. Den Gewerkschaften u. unseren OrgsitisalionLn ist jetzt Gelegenheit geboten, uns durch Er- teliung von Druekaufirägen zu unterstützen. in-M Enier W. Hivos�slebGRstraße 21, Hc*nhof Bülowstr. Sprechstunden wochentass von 9— 1.2. 2— 6 Uhr. 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