EMMpress 20 pfeßMg- A. �ayrgang Donnerstag,, öen 24. Juni 1920 vi,«schemi moratn, im�naAmittaaj, Sonntag- und Montag- nur rinmal. vrr Sr-ug-pr-i- oetrazt l>e> ii«l«r An>>-lluna ins I�aus>ur Sroij.�erN» lo.oo m. nn »»rau« z-btbar. von der Sp.'tntion selbst-bzebolt S.So M. Für postoern., n,b„n sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für' ventfib. l-nd und Gesterreich lk�o M..'ür das übrige Ausland 2l.ö0 M. zuzüglich Valuta» anflchlag. xer Blies für Deutschland und«esterreich ZO.OO'M.' Rrdaktlou und Expedition:«erlm«W.«. Sckiffbauerdamm will. Fernsprecher: Amt Nordel: 833—36 und 9768. Nummer 243> /lbenö-�usgÄbe Dit a«�g»fpastene Noi-pareillezeile oder deren Raum kostet 5.— Mk. ei,tschlieglich Teueruutzsz schlaf Kleine Anzeigen: Das feitqedruckie!vor? 2.— Ulf., jedes weitere Wort 1.5, o Mk., einschließlich Te� erungszmsch'ag. taufende Anzeigen laut Tarif. Faniilien, AnMigen und SlFtlengesuche Z.20!Nk. netto pro �»cile. Stellengesuche in Wortmizci�xi; das fettgedruckte Wort �.50 Wk� jedes weitere Wort i.— Mk. �ui-eraten-itoteilvn� Nerttn NW. G, Sct ifrdniicrdntliin Iii Fevnsp regier: Stwt worden 83:?— 30, Bttchha»dllM� Zentrum 3«4ß »FreiheU"-B«chdruckerci Zentrum•■*030. verBaer■Organ txr VnabMnsigea SojMdmiefratie Steutfätfante •'s, �■ 1 �'.1- Zwei Acten zur EntwaWucssrage. Es WM bei 100000 Itlmm Der französische Botschafter für Deutfchlai.d. Bci.der deutschen Regierung sind zur EutwaffnungS» frage zwei Ztoten eingegangen, eine vom Präsidenten der Friedenskonferenz«nd eine vom Oberste» Rat. Die Note des Obersten Rates ist eine Ergänzung der Note des Präsidenten der Friedenskonferenz. Die Forde- rungcn der Noten decken sich ungefähr mit dem, was die französische Presse bereits während der letzten Zeit hierüber zum Ausdruck brachte. Es wird grundsätzlich die Hera b- minder ungdesHecresanfiovoo»Mann ge- fordert. Zugestanden wird eine lokal organisierte Polizei. Die französische Regierung hat bci der deutschen Regie- rung das Agrement. für Charles Laurent, den für Ber- lin bestimmten französischen Botschafter eingefordert. Das Agrement ist bereits erteilt worden. Eine Polizellruppc vo" T)0M)ll Mann für Deutschland. ». N. Brüssel,»«. Juni. Aach Angaben der belgischen Minister hat die Boulogner Konf-rcnz beschlossen, Drntschlaiid zu gestatten, regionale Polizeitruppcn in Höhe vo,-. 15000» Mann zu unterhalten. Sie vorbereisunge» siir SM. tt. dl. Brüssel, 24. Juni. Die vorbereitende Konferenz wird am 2. 3. und t. Juli in Brüssel abgehalten werden. Es werden daran beteiligt sein: Frankreich, Italien, Japan und Belgien.'ES wurde bereits ein Sachverständigenausschuh ernannt, der den Prozentsap feststellen soll, den jeder der Alliierten zu erhalten wünscht. Der IJcricht wird dann geprüft werden. Die Spner Konferenz selbst beginnt am 5. Julj im Laufe des Nachmittags. Ein Eon- Verzug wird die Abgeordneten um diese Zeit nach-Ap, bringen, wo die Deutschen etwa auch dann ankommen sollen. Allch die tschcchlschen, griechischen und rumänischen Abgeordneten werden komme», jedoch nur an den' Beratungen über die Angelegenheiten ihrer eigenen Länder teilnehmen dürfen, Deulschland soll selbst Vorschlüge machen. London, 24. Juni Der Sonderberichterstattor der„Daily News" in Boulogne erklärt, dah die dortigen Besprechungen viel dazu beigetragen haben, die Mihverständnisse zwischen Frankreich und England aus dem Wege zu räumen. Millerand habe in Boulogne deutlich auscinandergesetzt, dah er i» keiner Ängckegenyeit von wesentlicher Bedeutsing Meimnigsverschieden- heiteu mit Lloyd George oder Sforza gehabt habe. Zur Frage des Schadenersatzes ftihrt er aus, cS sei ein Betrag»ach den Gesichtspunkten.festgesetzt worden, dah die Alliierten von Teutschland Hoven mühten, was Deutschland ihnen zahlen könne. Es sei nicht die Absicht der Alliierten �■� und sei auch nie.nals ihre Absicht gewesen— die deutschen Ccr« treter nach Spa zu entbieten, damit sie dort Forderungen dieser oder jener Sumiue in Empfang nehmen. In San Nemo sei bc- schlössen worden, die Deutschen zu ersuche», in Tpa eigene Bor» schläge vorzubringen und bei der Besprechung in Boulogne habe sich nichts ergeben, wa-s den Eindruck erwecken könne, als ob man von dieser Absicht abgehen seile' Der Korrespondent sagt danu er sei zu der Erklärung ermächtigt, dass, wenn die Deutschen Vor- schläge zu niachen hätte«, sie die Freiheit haben sollte», sich»ut den Alliierten aussprechen zu können. Man müsse den Gedanke« zurückweisen, ddtz den Deutschen in Spa eine unabänderliche Forderung- vorgelegt werden, und ferner müsse darauf hingewiesen werden, dass tzie wichtigsten Punkte der jetzigen Bor. schlüge in der Ausschreibung einer Anleihe gipfeln, von der ein Teil zur Hilfeleistung an Deutschland, verwendet werden soll keine Anerkennung der Sowjeirepudlik? T. U. London, 2t. Juul. In einer offiziellen Mitteiluug übe: die Berhändlungcn mit Kr assin hcistt»S, die B e r h a n dl» n g e n würden fort- gesetzt, aber es sei kein Grund zu einer politischen Ancrke«- nvig der Sowietrcaierun, vorhanden. Die nächste Sitzung zwischen dem Obersten Rat und Krassin werde noch vor Ende dieser Woche stattfinden. Vom Kriseu-Schauplaz. Es steht fest, daß der heute zusammentretende Reichs- tag keine neue Regierung vorsindcn toird. Die Verhandlungen werden inzwischen weitergeführt. Allgemein geht die Annahnie dahin, daß die Regierung der Mitte zustande kommen wird. Aus den verschiedenen Preßstimmen läßt sich entnehmen, daß die Schwierigkeiten, die vorgestern angeblich noch unüberwindlich waren, die Regierungsbildung kaum noch verhindern werden. Wir geben nachstehend das wesent- liche aus den Acußerungen der Blätter wieder: Wie man ans d-m„Vorwärts" erfährt, liegt es durchaus nicht in der Absicht der rechtssozialistische« Fraktion, die Bildung einer dstegicrung der bürgerlichen Mitte durch irgc«du> eiche taktischen Kreuz- und Qnersprünge zu verhindern. Taktische Mci- nungsverschiedcnhciten hätten nur die Mittel betroffen, aber nicht dm Zweck. Indem die Demokraten sich auf Forderungen der- steifen, deren Ablehnung durch die«chlLsozialistische Fraktion vorauszusehen war, hätten sie sich selber künstliche Hindernisse geschaff t. Nach ihver Beseitigung wäre de: Weg für sie wieder frei. Es sei utopisch, von einer Partei, die sich an der Regierung nicht beteilige, ein positives Handeln zu deren Gunsten zu ver- lanhcn; das Höchste, was gefordert werden dürfte, könnte doch nur ein Unterlassen sein. Die RechlSsozialisten würden es also unterlasse», der neuen Regierung ein Mißtrauensvotum auszu- stellen, sofern ihre Zusammensetzung und ihr Programm dein entsprechen, was bisher darüber bekannt geworden fei. Präsident F e h r e n b a ch ist an di? Bayerische V o l k S p a r t p i, die gestern eine Sitzung abhielt, herangetreten, um sie zum Eintritt in die Koalition zu veranlassen. Sollte der bürgerliche Block der Mitte Zustandekommen, so will sich die bayerische Volksparlci diesem anschließen, allerdings nicht dann, wenn sie nur aus zwei bürgerlichen Parteien hestchen sollte. Es ist ihr zugesagt worden, daß sie einen Minister stellen solle. , Der„Lokal-Anzeiger" erfährt aus. Kreisen der Deutschen V o l k s p a r t e i, daß dort gestern Nachmittag die endgültigen Verhandlungen über die EntPolitisierung der Wirtschaft statt- gefunden hätten. Die Besprechungen seien nach der sachlichen und persönlichen Seite für die Volkspartei durchaus zufrieden- stellend verlaufen. Es werde bestimmt damit gerechnet, daß- das bürgerliche Kabinett der Mitte zustande komme und daß eS sich am Montag dem Reichstag werde vorstellen können. DaS„Berliner Tageblatt" glaubt Grund zur An, nähme zu haben, daß die Sozialdemokratie vorher öf.fent» lich keine offizielle Erklärung über ihr Verhalten bci der Vorstellung der neuen Regierung im Reichstag abgeben werde, aber sie werde voraussichtlich durch p il r-s ö u l i ch e Fühlungnahme die entscheidenden Faktoren von ihrem definitiven Schritte unterrichten und so Herrn Fehrenbach die Möglichkeit geben, das Kabinett bei einem wohlwollenden neutralen Verhalten der Sozialdemokratie zustande zu bringet Gestern abend noch habe Fehrenbach geäußert, daß er die Hoffnung rnik die Bildung eines Kabinetts der bürgerlichen Mittclparteien noch keineswegs aufgegeben habe. Zas Sp'chMärchen des StsalskommWrs. � Von dem Vertreter der Sowjetregiernng in Verlin. Victor Kopp, erhalten wir folgende Zuschrift: Unter dem aufsehe nerr-gendoa Titel„Die bclschowlspsche Nebcnr« gierung in Berlin" bringt die Abendausgabe der„Tag- liche« Rundschau" vom 23, d. M. ein Schaue vmärche» über eine angeblich'«»tcr meiner Leitung stattgefundene unabhüngig-kom- mnnistlsche Konferenz. Sin dieser Meldung ist kein einziges Wort wahr. Die Güte d.r Quellen, aus der diese und ähnliche Meldungen fließen, ergibt sich schon ans demj U mnande, daß meine Wohnung Fasanenstraße, in der diese all- gebliche Konferenz vor einigen Tagen, jcdcnfalkS noch den Wahlen, getagt haben soll, von mir bereits sc i t d e m 1. Ma i aufgegeben ,st. Fch weiß nicht, ob dieser Hinweis, der die ganze Meldung als eine nachlässig ausgeführte Spitzelarbeit'enthüllt, genügen wird, um die Zeitungen, di« diese Nachricht gebracht und ver- breitet haben, zum Eingeständnis zu bringen, daß sie in unverantwortlicher Weise irregeführt worden sind. Die breitest: deutsche Qcffeni'ichkcit, die bereits mehrmals ihren unzweideutigen Willen kundgegeben hat, mit dem russischen Volke in Jrie- den und Arbeitsgemeinschaft zu lebe», mag aber entscheiden, wessen Geschäfte durch Erfindung und Verbreitung solcher Nach- richte« in Mrkiichl'ii besorgt werden. HochachiungSvoll LZ. Kopp. Wirlschaslskrise. B. A. Bei der Beurteilung der gegenwärtigen 5krfte innerhalb der deutschen Wirtschaft, deren Umfang und Auö- dehnung wir vorläufig nur abzuschätzen in der Loge sind, dürfen wir keinesfalls die Einwirkung der ausländische» Verhältnisse außer acht lassen, da diese einen sehr wesent- lichen Anteil an den bei uns herrschenden Krisenerscheinun- gen haben. Das Ende des Krieges war überall gekenw- zeichnet durch einen heftigen Kaustaumel, der nach über vier Jahren Rationierung und Einschränkung- verständlich ge» wesen ist, wenn er auch volkswirtschaftlich angesehen durch- aus nicht wünschenswert sein konnte. Dieser Kaustaumel wurde ermöglicht durch die verhältnismäßig beträchtlich« Kaufkraft der besitzenden Schichten sowie eines kleine« Teiles der Arbeiterschaft und des Mittelstandes. Gefördert wurde er aber in besonderem Maße durch die gleichzeitige ständige Verschlechterung der Valuta in fast alleck am Krieg« beteiligt gelvesenen Ländern und die dadurch begünstigt« rasche Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus. In den Ländern mit besonders krasser Verringerung des Geld- wertes— Deutschland, Deutsch-Oesterreich, Ungarn, Italien — steigerte sich dieser Warenhunger' in Verbindung mit der Flucht vor dem Gelde, dessen gänzliche Entwertung man be- fürchtete, so daß der Erwerb von Gütern in zahlreichen Schichten der Bevölkerung zu einer spekulativen Sicherung der Vermögenswerte wurde. Wenn im normalen Wirtschaftsleben eine erhöhte Nach- frage nach Waren irgendeiner Art vorhanden ist, so wird im allgemeinen— falls es sich nicht um Erzeugnisse handelt, deren Vermehrung unmöglich ist— eine sofortige Steigerung der Produktion einsetzen, das Kapital wird sich diesem Zweige zuwenden, neue Prodnktionsstätten errichten und in kurzer Zeit wird ein genügend großes Angebot vorliegen, das den Ausgleich herbeiführt, eventuell sogar eine relative Ucberproduktion ergibt. Dieser Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage war aber in dem Stadium der Entwicklung, das wir seit dem Ende des Krieges durchlebt haben, nicht möglich. Die Er- zeugung innerhalb der gesamten Wirtschast war infolge des Mangels an Nohmaterialien, Vetriebsstösfen(Kohlen usw.), Maschinen und Transportmitteln nicht so steigerungsfähig, wie es vor dem Kriege der Fall gewesen ist, Und aus diesem Grunde mußte der Ausgleich innerhalb des kapitalistischen Systenies ist einer anderen Form erfolgen. Wenn das Quantum verfügbarer Güter nicht ausreicht, um den Be- darf der gesansten Gesellschaft voll zu befriedigen, eine Er- höhung dieser Menge aber.in demselben Zeitpunkt aus irgend welchen Gründen nicht möglich ist, dann gibt es theoretisch zwei Wege, die Verteilung zu ordnen. Der eine — wir wollen ihn als den sozial-ethischen kennzeichnen— führt zu einer Verringerung des auf jeden einzelnen cnt- fallendcck Anteiles, er sucht eine gerechte, möglichst gleich- mäßige Versorgung herbeizuführen und erfolgt unter dem Gesichtspunkte menschlicher Solidarität', oder dem des „DurchHaltens", wie wir ihn in der deutschen Kriegswirt- schast finden. Der andere— kapitalistische— verengert durch Preissteigerung den Kreis der Menschen, die an diesen Gütern Anteil zu erwerben vermögen. Er. sichert den Be- sitzenden ihren uneingeschränkten Verbrauch auf Kosten der großen, notleidenden Masse, die er entweder notdürftig oder so unzureichend versorgt, daß. ein Teil der Menschen— wie wir es in allen Teilen der Welt, besonders im Erzgebirge, Tentsch-Oesterreich, Polen usw. schaudernd erlebt haben— auf das elendeste zugrunde geht. Je kleiner die Zahl der Menschen wirb, die imstande sind, die hohen Preise zu bezahlest und die verfügbaren Waren für sich zu erwerben, desto größer wird das Miß- vcrhnltstis zwischen Kaufkraft u.nd Bedarf bei den arbeiten- den Massen, d. h., desto weniger kann selbst mit nominal er» höhten Einkommcn gekauft werden. Wird die Prek-steige- rung so bedeutend, daß der Umkreis der Käufer schließlich sich derart verkleinert, daß die Prodnktion nicht mehr'glastest Absatz' findet, so muß sich zunächst ein Stocken des Verkaufes und eine daraus folgende Senkung, der.Preise ergeben. Tritt diese Senkung der Preise, in Erscheinung, resp. wird sie wie bei uns durch eine günstigere Gestaltung der Valuta beschleunigt und ist tatsächlich— wie es zur Zeit anscheinend in der ganzen Welt det Fall ist— die Kaufkraft sehr breiter Bevölkerungsschichten erlahmt, dann zeigt sich in den Kreisen der vermögenden Käufer eine mehr oder minder star'ke Zurückhaltnng— der sogenannte Streik der Käufer—, die, zu einer weiteren Verschärfung der Lage, eventuell zu einer ausgesprochenen Krise führt, falls eS nicht gelingt, neue Absatzgebiete zu gewinne» und dadirrch eine Belebung des Geschäfts zu erzielen. Es üst ganz sicher, daß z. B. in den letzten Monaten überall die Erwanung einer Ein- bezielmng des osteuropäischen Marktes in den Absatzkreis ser W?Ilwsrtschast d?e Vpesillak?on zu wahnw�sgeu vngage- mcntS veraulabt hat nil� der Kampf Polens gegen die Iotojetlepublik, der im Auftrage und mit Hilfe des Groß- kapitals der ganzen Welt erfolgt, dient vor allem der Er- Ichliebung dieses ungeheuren Absatzgebietes, dessen Konsum die gegenwärtige Krise beseitigen und zu einer neuen speku- iativen Erhitzung führen könnte.> Die deutsche Produktion der letzten Monate war ztim ßrofeen Teile auf den Export eingestellt. Die Kaufkraft in Deutschland war seit Anfang 1920 so west hinter den Preis- forderungen zurückgeblieben, daß nur der Konsum der b?- sitzcndgn oder der iibcr gute Einkommen verfügenden kleinen Schicht merkbar in Erscheinung trat, lpährend das Prole- tariat trotz seines großen Bedarfes immer weniges als Käufer auftreten konnte. Es war die? z. B. ganz' deutlich daraus zu ersehen, daß fast alle Industrien hauptsächlich die teuersten Liirusartlkel herstellten, weil die Kundscl�kt die festen Qualitäten suchte, während die preiswerteren Waren l«el schwerer zu verkaufen waren. Die Besserung �deS Wertes der Mark mußte natürlich zu einer Erschlvcrung der Auslandsverkäufe führen. Die Mark war Ende Ianuar/Ilnfang Februar 4—5 Pfennige, Ende Mai fast 15 Pfennige wert und dadurch trat eine Per- schiebung der Situation gegenüber den fremden Käufern ein. Es gab eine große Anzahl ausländischer Besteller, die bedeutende Aufträge in Deutschland, in Markwäbrung er- teilt und sich den Gegenwert nicht rechtzeitig beschafft hätten/ weil sie mit einer weiteren Senkung der Valuta rechneten, und diesen spekulativen Extragewinn sich sichern wollten. Jetzt stellte sich die bestellte Ware � plötzlich um mehrere hundert Prozent teurer, als sie ursprünglich kalkulierten, und das gab vielen Käufern den Anlaß zu einer Annullie- rung ibrer Austräge, denen die deutschen Lieferanten, soweit sie nicht durch bedeutende Anzahlungen gesichert waren, machtlos gegenüberstehen. Andererseits ergab sich auch für deutsche Lieferanten eine schwierige Situation, soweit sie in ausländischer Valuta auf spätere Termine verkauft hotten., In Mark umgerechnet ergeben sich setzt bei diesen Verkäufen, die erst sehr hohe Profite versprachen, oft beträchtliche Verluste, und so kommt es, daß auch ein Teil unserer Ervorteure ge- neigt ist, die eingegangenen LixferungSverpflichtungen zu streichen. Die hauptsächlichste Schwierigkeit zeigt sich aber darin, daß bei diesen« Stande der Mark eine erschwerte Konkurrenz- fäbigkeit ggg.müber dem AnÄand« besteht. Ties ist besonders in einlaen stiveiarn der iwraichcHenden Industrie der Fall»nd bangt mit den maßlosen Verteuerungen der Nohprodnkte, Halbfabrikate ustv. zusammen. Hier zeigt sich nunmehr die immer wieder gekennzeichnete Gefahr der Be- strelumgen, Kohle, Eisen, Kali, Zementpreise nsw. den Welt- marktnoticrungen anzupassen. In einem Lande, dessen Währung zusainmengebrochen Ist. und das unter den ständigen Schwankungen deS Geld- wertes leidet, gibt eS für eine ihrer Verantwortung be- wußte wirtschaftspolitische Leitung keine wichtigere Auf- gäbe, ols die einer weitgehenden Beschränkung der inlöndi- schen Preisentwicklung durch lplanmäßige Bindungen und Organisation der AnS- und Einfuhr. Die Politik des JajaMT aller", der die deutsche Koalitionsregierung ge- lnildigt hat, mußte zu einer spekulativen Steigerung aller Preise, zu einer forcierten Anssiihr und zu einer Durch- drcchung aller gemeinwirtschaftlichen Tendenzen führen., Die Krise, die wir setzt angesichts der Besserung der Nalnta durchleben, die znr Einschränkung der GiUererzcu- gnng und zur Arb-eilslosigkeit führt, den Mangel an Ge- brauchSgegeNständen also weiter steigert, wird vielleictst in kurzer Zeit durch eine neue Welle der Hochkonjunktur ob- gelöst, wenn eine Ermattung der Markbewertung zu speku- lativem Antri/be wird und der Taumel erneut einsetzt. Aber ebenso sicher muß«ine Kriic wieder ausgelöst werde», sobald die valutarische Entwicklung sich von neuem günstiger gestaltet und diele dauernd? Senkung und Steigerung führt einen Unriihezustand herbei, der die Produktion ununter- vrochen gefährdet. K«Um md Meitzer Im«. Bon Sigmund ftunfi(Wien). Dr. Bkasiu» Kenhere» ist Professur der forensischen Medizin und Dekan der medizinischen Kakultät an der Budapeste� llni- versitSt. Seit mehreren Jahren arbeiteten in feinem Institut drei seiner 53ieblmg»schfiler, die vor einigen Wcchen zum DoP»r hätten promoviert werden sollen. Als sie zur Promotion er» schienen sind, wurden sie von den Offizieren der Bra- chialgewalt der Universität ausgehalten und det Ein- tritt ihnen venvehrt. Als der Dekan Kenyere» Nachricht davon erhielt/ erschien er in vollem Ornat bei. den Offizieren und forderte, daß die Dostorlandidaten«ingelassen werden sollen. Er wurde abgewiesen und>eZ wurde dem Dekan erklärt,. daß die Ossi. ziere der Brachialgewalt darüber zu entscheiden haben, wer in da» Sebäude der Universität zugelassen wird und sie haben eS beschworen und haben außerdem Befehl, Juden, Kommu» nisten, Sozialisten und antinationql gesinnten Hörern den Zutritt zu verwehren. E» entwickelte sich ein Wort- Wechsel, dann ein Handgemenge, der Dekan vertrieb die frechen Burschen— aber in Ungarn gibt eS keinen weißen Terror. Die Universität von Budapest hatte in manchen Jahren 12 000 HSrer, aber nie weniger als 8000. In diesem Semester sind auf der Budapestev Universität nicht einmass SOOO Hörer inskribiert, deren mehr als dreiviertel Offiziere sind. Ts wurde ein MechtsertigungSlomitee eingesetzt, bestehend au? fünf O f f i- zieren, ohne deren Empfehlung niemand inskribiert werden kann. E» ist eine Schmach und Schande, daß sich der ganze Professorenkörper dem Diktat dieser Terroristen fügt und so in den Besetzen und Berordirnngm verbürgte Rechte der studierenden Jugend dieser Offiziermaffia preisgibt. Aber di« begnügen sich nicht damit, daß sie die politisch Verdächtigen von der Budapester Universität vertreiben Si« wollen es verhindern, daß sie überhaupt weiierstudicren können. Die Bedingung der Aufnahme auf einer ausländischen Universität ist ein Ab- gangSzenigniS. Nun haben die Offiziersterroristen eine Kom- mtfston in der UniversiiätSquästur eingesetzt, die darüber zu wachen hat. daß den.Nichtgerechtstttigten' kein Abgangszeugnis ausgestellt werde.' Baron Alexander KorSnyI ist wohl der bedeutendste Arzt und Medisintlcke Sorscher Uuuatn*, der Borstand der Klinik kür Ilm VW S'cnem'-Z«-?. Beunruhigung in Nhemlauh-Westforen. 7. V. Bochum, 24. Juni. Der bevorstehende Abzug vom? rbmZverdiestst hat auch in den hiesigen Arbeiter! clfen große Beunruhigung verursacht. Wie gemeldet>vird, ist auf den großen Werken ein von Tag zu Tag wachsender Widerstand gegen die behördlichen Maßnahmen fest-. zustellen. Wie der Korrespondent der.Telegraphen-Union" m«l. det, bewegt sich die Agitation in der Richtung, daß. iv-enn daS AbzugZve. fahren ivrrklich durchgeführt«verde» sollte, ein vier- undzwanzig stündiger Generalstreik einsetzen wird, um die Beseitigung der neuen Methode zu erzivingen. Tie ilr- beiterschast steht auf dem Standpunkt, daß eS bei der bisherig.'» SteuerelnzichungSniethode bleiben müsse. Kern Steuerabzug in Oberschlesieu. T. Ü. Beuthen, 24. Junt. Auf Anordnung de? Interalliierten Kominission in Oppeln unterbleibt hi- Erh bung der Euifommein'leuet durch Abzug von >0 Prozent de« Arbeitslohnes für daß besetzte oberschlesisck)« Ge- biet. Die Interalliierte Koinlnission hat sich wegen! ußerkrafi» fetzung des zehnprozentigen Steneräbzngcß bereits mit deim Deutschen Reiche in B. rbäidung gesetzt Außerdem ist hie For- tzerung aufgestellt worden, den Arbeitern di« Besatzung-zulage zukomincn zu lassen. Der Bund der Landwitte gegen den Gkencrabzug. 7. II. Berlin, 24. Juni. Der Bund der Landwirte hat an den Reichskanzler eine Ein. gäbe gerichtet, in der«r sich gegen den Steuerabzug in der Land- nrrt'chast w.'iid.t nnh erklärt, der Abzug sei in der Laudivirlschast technisch ohne große� Ungerechtigkeiten nicht durchführbar. Ter Bund der Landwirte rck-tet de-'halb das Ersuchen au die ReichSregirrung. die Ausführung dieser Bestimmungen bis zu ihrer Abänderung zunächst aufzuschieben. Sie MZitmjRftiz muß verschww-Ze»! Di« Unabhängige Fraktion de» ResthSiagS verlangt in einem Antrag die sofortig' Aufhebung dxr MilbtZrgorlchtSbar- seit. Die Regierung ist verpflichtet, diesen Antrag mit alle» Mitfcla zu unierstützen, denn die Militärgerichtsbarkeit ist nach der D rfassung tatsächlich abgeschafft. N o S k e hat aber durch andanerside Schliche und Kniffe, wobei«r von seinen Partei- genossen tatkräf.-g unterstützt wurde, es immer wieder zu v'reltcly gewußt, daß die gesetzlichen AussührungSbesiimmungen in der Nationalst rsammlung zur Beratung kamen. Fünf Mi» nuten vox Toresschluß wollte dann die NationalversammUtng ihre große Unterlassungssünde endlich gutmachen. DaZ Vorhaben schei- teile an der Sabotage der Rechtsparteien, die Mikilärjustiz b«. sleh� also«netter, und zwar als schlimmstes Ausnahmegesetz. Tritt die neue Negi-rung, grnz gleich wie sie zusammengesetzt sein mag, nunmehr nicht schirllstens für Beseiligung dieses mittel- afterlichen Schandflecks ein, dann macht sie- sich eines groben Verfassungsbruchs schuldig. .. Unsere Aufgabe wird eZ sein, ohne Rücksicht auf die Stellung der Regierung, das Volk gegen di« deutsch« Justizschand« mobil zu machen. Der Kamps muß auf breitester Basis or- ganistert werd-n. Der Widerwille gegen die MiknZrstisHz Ist grenzenlos. Im.Vorwärts" fordern Käte Kollwitz und Wally Zepler, daß durch eine Bo!ksabstiimnru«tg üöer die Militärjustiz entschieden«oerden solle. DaS Volk würde dabei zugleich sein Urteil über die Mörder von Bad Thal isprechen. Auch der Bund Neues Vaterland ruft zu einem Volksentscheid auf. Er hat allen Mitgliedern des Reichs» tags eine Erklärung zugehen lassen, die lautet: »Der Bund Neues Vaterland, der Nepublikuaische Führer» bund und der Friedensbund der Kriegsteilnehmer haben an- läßlich der E r m'o r d u n g Ha nS PaascheS einen Aufruf an d i« ganze Kultur»velt gerichtet, in dem die Gemein- schädlichkeit des deutschen Militarismus gekennzeichnet ist und in dem die Beseitigung der Militärgerichtsbarkeit gefordert wird. Die Ermorduilg HanS PaafcheS und der Freispruch der Mar. burger Zeitfrelivilligea werden unS um den letzten Rest an innere Krankh.iten, dessen wissenschaftlicher Name in der ganzen Welt geachtet ist und dessen in Deutschland er- schieaenpS Werk„Physikalische Chemie und Medizin" in der ganzen medizinischen Welt bekannt sein dürfte. Sein Bruder, ein charalterloser Bankdircktor« ist der Fi- nanzminister deS� kuilppelchristlichen Kurse?. Professor K o- r ö n y i ist außerdem P r e S bz» t e r der Budapester k a l v i- ni st i sche n Gemeinde. Sein Bater«vor der berühmte Internist Friedrich Koränvi— ein getaufter Jude, der aber, so'ne Söhm:, die schon als Christen geboren wurden, religiös erziehen ließ; Professor Ko r t n y i» Sohn»vollte sich auf die medi- zinisckxe Fakullät, deren Zierde se-in Vater ist, inskribieren lassen: er wurde als Fudeustämmting abgotviesen. Dieses SäuberungSvcrsahren der OffizierSterroristan«er- streckt sich nicht nur auf die Hörer: die Dozenten and Professoren sind ihm auch unterworfen. Alle Dozenten und Professoren, dw enilveder jüdischer Abstammung oder sozialistischer, radikaler, ja nur temokratischer Gesinnung waren, hat man ohne viel Federlesen ihres AmieS enthoben. Heinrich M a r eza I i, Professor der neueren Geschichte, Bernhard Alexander� Professor der Philosophie, Oskar A S b o t h, slawischer, Josef Schmidt, indogermanischer Philologe, Radö KöveSl'igethtz, Astronom und Präsident der internationalen feiSmologi schen Vere-iwigung. der gewesene Justizminister und Professor des bürgerlichen Rechtes Gnheinirat P I o S z— um mir ewige Name» zu nennen, alle langjährige Pro- sesforen der«Budapest«: Universität, von denen einige auch außerhalb Ungarns geachtet« Namen haben, wurden unter', irgend. einem Bsrwaude und in ivgmder.ier Form von der Universität verjagt. Denen, die«nan nicht anzutasten tvagte oder konnte, wird auf anderer Weise der Unterricht unmöglich gemacht. Die Vorlesungen des«Laren Koränyi und deS Professors der Augen- Heilkunde Emit Groß, eine« pokitischen Vertrauten des Arasrn Tisza(1), wurden von dem N e be r w a ch u n g S k o m i I e e der Brachialgewalt aus dem Studienbuche einfach gestrichen und die Hörer so gezwungen, sich bei den Militanten, Klerikalen cheSfelbcn Faches, Baro» Ketty und Karl Hoor, bin Wissenschaft» lichon Nullen, einschreiben zu lassen. Ein anderer Internist, Rudolf Bälint,' ist'der Hausarzt des Erzherzog Josef: man kann ihn atso mcht einfach, verjagen. Run werden Of f i z i e r s- Wachposten aufgestellt und der Einiritt den Hörern zu feinen Borlesimgcn vertvehrt. Er begann seine Vorlesungen— vor J Köoera. die wahrjcheinlletz Heine Ljsijtenten waren. -numvamtn vell WNSTandef anaf tu dem uns Dttrrirjrrentimmt* Ausland« bringe!,. Wenn dee Reichstag nicht unmittelbar nach feinem Zu» s«mm entvitt di« restlose V-zseitigung d�r MlitärgerichtZüarleit beschließt, werden die pasisistischeu Orgcintsationen auf Grund de» Artikels 73 der Neichöversassung dazu aufrufen, durch BvlkSbegehren nnd BolkSentschcio diese Forderuns zu erzwingen.", Die Regierung wird,«veui, der unabhängige Antrag im Reichstag zu: Beratung kommt, sicher wieder allerlei Schtvie» riz? leiten vrtfchützen. die Reil!»parte-cn, i» deren Interesse e? liegt, daß pol'tiMe Wörde, von Offizieren verübt, unbestraft bleiben, werden sich bemühen, den Mörderschutz durch Kriegs» gerichte zum staatlichen Privileg zu erheben. Deshalb muß da? Volk rechtzeitig mobil gemacht werden, damit die Regierung siehh daß es in di»ser Frage kein Zurück mehr gibt. Fgrsorge�kttsn für bis Ardeltslosen. . In unsere Mitl ilung über die Beratungen der Untibhängst gen Fraktion deS Reichstages hat sich ein bedauerlicher Druck. fehl er eingeschiichen. Nicht über, die„Arbeits frage" wird«in Antrag eirgebracht werden, sondern über die„Arb b r a ck. i a l g e w a l t". Sie bestriji aus mehr als 5000 Ossi. zieren, die ein Monatsgehalt vom 4200 Kvonen beziehen, wai einer der materiell:« Hintergründe des K u l i u r t c r r o r» ist. Sie beherrschen auf diese Weise nicht nur den llniversnätsbetrieb. sondern dag ganze. geistig- Leben: sie dringen in. die Theater ein und erzwinge» die Aenderung des Spielplans, die Entlassung von Schauspielern, sie deinsiimn die D r u ck e r e i e» und Redaktionen der ihnen nicht genehmen Zeitungen, sie cr- zwingen den Ausschluß' von Verdächtigen auZ den wissen» s ch a f t I i ch e n und liter arischen V/reine n, sie „überzeugen" mit Gummiknüppel und gezogenem. Revolver die Redaktionen von der Vortrcsslichkcit des von ihre» Schwester» organisationen cingeri.ch'etcn N a ch r i ch t c n d i e n st e s— mit einem Worte, sie errichten da eine spezifisch magyarische christliche Kultur, deren Fundament die Unterdrückung jeder freien Geistig- keit, dbren wissenschaftliches Argument.der Knüppel, Dolch und Handgranate ist und die das Monopol einer verrohten und un- wissenden Offiziershorde an« das ganz« gesstige und sittliche Leben einer Nation dauernd befestigen und in Institutionen verankekn will. Nur die berächtlichsten, unzipilisiertesten Elemente d.'S Preußentumb, et in ärgstem Sinne des Wortes genommen, .beherrschen diese Wilden, und daß sich in Ungarn fast niemand gegen sie auflehiu, ist ein Beweis nicht nnr der Größe de! Terror?, sondeiit auch der gtissigen und sistiichen H a l t I o s i g.» k e i t, die in allen Peririien der ungarischen Revolulion unt Gegenrevolution«ine so betrübende Erscheinung war und ist. Aevolulisrare Kraslr'chkvpgen. Wie alles in der Natur vom kleinsten Atom im wunderbare« Bau der Materie bis zu den riesigen bestehenden Himmelskörp/rn im Dasein einem bestimmet» BelpegungSrhythmuS unterliegt, >o auch das geistige Werden im Kulturgang der Menschheit. Wieder wie vor.300 biS-SLO Jahren befinden wir uns auf ein�m Wellenberg revolutionärer, d. h. neuschöpserischer Dinge. Da» mal« wurde da« alte Weltbild mit seinem Mittelpunkt de« scheibeniärmigen Erde und dein Himmelsgewölbe darunter von KoperuikuS und Galilei abgeiöst durch das neue mit der So»m als Mittelpunkt und der darum kreisenden, kugeltörnugcn Erde. steue jErdleiie wurden entdeckt und jue Wektumsegelmu� Wh LZbZNSWM /. Fast zleichztitig sind i« den verschiedensten Gegenden d«S deutschen SZeiche« Unruhen»uSgebrochen, dir sich gegen dir un. erhSrten Strie-rungen der Lebensmittelpreise richten. Kenn auch durchaus die DtSglichkeit gegeben ist, daß an dem g c w a I t. famrn Charakter, den die Unruhen' in einigen Städten angc- nommrn haben, Element« dir Schuld tragen, die gegenwärtig kurz vor der Konserenz In Eds ein neue« bolschewistische» Schreik- »rspenst an die Wand malen toosien, s» zeigt doch dir Tatsache, daß die Dcmvusteatiouea sofort einen umfassenden llhar akter angenommen haben, ganz deutlich, daß die Not der Veviilk'erung ans da» höchste gestiegen ist. Die sewrltigc Steigerung der Lebensmittelpreise, der rationierten s». wohl wie der im freien Handel erhältlichen, macht- e» dielen An» gehörigen der minderbemittelten Schichten unmöglich, mit ihrem Einkommen dl» zur Ernährung notwendtgen Lebensmittel zu kaufen, schafft als, eine Stimmunz, die gewiffcnlosen Provoka» teuren den Anlaß zur Entfesselung von Unruheu gibt. ES zeigt sich an diesen Ereignisse«, wie ungrhencrge» f L h e l i ch die von dem NcichScrnährungsmi niste» rlum getriebene Preispolitik ist, die alle«asprnche der Agrarier ersiisit, und die besonder» in den nächsten Monaten auf» neue erhebliche Steigcrunz der Lebensmittelpreise hetvor« rufen muß. Wie aber auch an» den Meldungen, besonder» au» Ulm, hervorgeht, ist eS neben der Preispolitik auch der LI e. serungSstrrik der Landwirte, der die Erbitterung der Bkvölkeriiug hervorruft. Lediglich weil sie auch mit den jetzige» hohen Preisen nicht zufrieden sind, halten die Landwirte mit ihee« Erzengnissen zurück, da sie ja wissen, daß dir Regierunz Ihren Bestrebungen duldend gegenübersteht und nichts tut. um sie zur Ablieferung zu zwingen. Aber nicht nur in West» und Süddeutschland ist die Erregung der BevSCrrmig auf h-»« HSchste geitirge», i» Berlin ist da» gleiche der Fall. Und wenn der Magistrat Beelit» bei Mm Er. nLhrungZmiaister dringende VorsielluijLen erhoben hat wegen der unerträglichen Höhe nnd�weiieren Steigerung der LebenSmittcl- preise, so hat'et nur einem allgemeinen Empfinden der Berliner Vcbölkcrugg Ausdruck gegeben. Die weitere Mitteilung de» Mazistral? Berlin aber, baß in den letzten Tage» die sogenannte Jndrzkommissiou, die beim NcichSernährungkministerium besteht, eine weitere enorme Erhöhung der G-treidepreifr befürwortet hat, und daß gleichzeitig die NeichZgctreidesicsse eine FeLhdruschprämie für Getreide. i« AuZsichtz genommen habe, dürste die Er» rcgung der Berliner Bevölkerung ungeheuer steigern. ES Ist ein unerhörter Zustand, daß über eine so wichtige Maßnahiue, die die Lebenslage von Misilone» Menschen aufö schärfste gefährdet, hinter geschlossenen Türen verhandelt wird,«ad dgß die Tcffcutlichk.'it nur durch Zufall mit ihr bekanyt wird, che sie Gesetzeökrasr erlangt hat. Bilden sich e!w» dir Herren im RrtchDerrriihrungSministrrtum ein, daß die Bevölkerung diese Provokation ruhig hinnehmen wird, so dürsten sie sich ge. waltig irren. t der nötigen Schärfe vorzn gehen, geeist die BehSebe flogen dt»®s» völkerung ein, die der Hunger zur Acußerun« ihrer Wünsche »eranlaßt. Sie NarhMer N-kWM«. Die Rationalisten seinen die Bluttat. DaS Urteil aozen die Marburc>cr Studenten, Wir erhrben aber auch rtiif» schärfste Einsprach geftcn, daß die w-iritcmbergischr Negierung entgegen den klaren Bcstimmuugrn der Neich?vxrsass»nfl über Ulm den Belaflcrung»- zustand verhängt hat. Einen„B-lazerunzIzusiaud" gibt ei) im deutschen Acisß«ichi mehr, und der„Ausnahmezustand" kann uur vom NrichSprSfidentcn verhtingt werden. ES ist als» eine freche Gesetzesübertretung, die die württembergische Negierung lediglich im Interesse der Agrarier vorgenommen hat. Ter Autrag der Unabhängigen Fraktion de» NeichSiaze», den Sc lagerungSzustand in MM noch besteht, aufzuh halten der württemüorgischcn marken. 9»i- 15 unschuldig« Arbeiter ermordet halxn, und von dem Ge- richt ihrer Kameraden freigesprochen wurden, hat in der bürgerlichen Presse, soweit sie sich noch ein Fünkchcn Obsekiivitüt bewahrt hat, allgemeine Ablehnung gebunden. Di? TtinncSorgane hingegen und die Blatter der Militärpartei b e g r ü f; e ri das Urteil. Der immer noch existierende erzfromme„ReirbS&ote", daS Blatt der Pasto» r e n, ist sogar empört darüber, das? die«�adenten überhaupt„den Unannchmlichkoite'' deZ Pro-' zesseS au Sg sieht'werden konnten". Der vreispnich der vertierten studentischen Lnwmel genügt also dem frommen Organ noch nickst, vielleicht sollten sie nach vollbrachter Mord. tat im T r i u m p h z u g durch Deuischland geführt und in den Genus; einer staatlikfcm Rente gesetzt werden. Die Rechtspresse beweist mit ihren jubelnden �»stimmnngS- erklärunsten im ganzen nur, das; bei ihr jedes Geeeehtrg- kcitSgesühl abgestorben ist. Sie fühlt sich mit den Mördern solidari'ch verbunden: das Recht ist für sie einer Metze der besitzeuden Klassen gcwordm, und die Richter betrachtet sie als die Zuhälter dieser Klassen. Sine überaus lehrreiche Perspektive eröffnet sich bei dieser Betrachlnng für die Ar- beiterklasse. Kämen jene Kreise, die sich national nennen, wieder zur Alleinherrschaft in Deutschland, dann würde daS. was gegenwärtig in N n g a r n geschieht, weit in den Schatten gestellt werden. Und darum muß sich der Kampf der Arbeiterklasse nickst Nur allein gegen das Schandurteil ricksten, sondern es müssen in erster Linie auch jene Kreise gekennzeichnet, ihre Machtpositionen erschüttert wer- � den, die den gemeinen Mord an politischen Begnern zum staatlichen Privileg erheben wallen. Aus unseren bisherige'- Berösfentlichnngen ging schon zur Genna« hervor, daß in Marburg keine Prozetzhandlung, sondern eine nichtswürdig« Komödie ausgeführt wurde. Allein daS Verfahren söge«- die Mtzrdsr wies folgend« schwer? Mängel auf: t,£)i« Angetüa-gten bef inden sieh der»rnb In Frühest»nb vrrkrhrirn mst den Entlajiungszrnt»». Die Au!seg,n stimmt»« daher ansfolkoiid überrim 2. Di« Zeugen aus den Kreisen der WrrktäNgen BevZkk«. rung, dir sämtlich schwer belastend waren, wurden sämtlich al« nicht zuverlässig hil�siellt S. die schwer brüstende AuSsaze» machen konnte», sind gor nicht hrransezogen worbrn. 4. Der Eachversiändigc Nowehrfabrlkant Schräder sst auf Ersuchen t>ei Verteidiger» hevangrzogon worden. Er gab d a»� tjn Au lockst»., ab, das mit das meiste zum Kreijpruch dr>ge- tragrn bat. v. Die Anklage lautete»uf Totschlag, tva» nach dem vor�andenca, Materiak gar m cht bewtestn werden konnte. Die Anklage auf Mord ist trotz schwerer aknewwiuiuat« gar nicht ?rhok>rn worden. Weiter stellen wir noA seft: Der Borsstzondo vereidigte! sämtliche E n t lostungözeugen, darunter riniga, di« der Mittätelschaft verdächtig waren, vor der Ausssg?. vorkommen.� Der BorfEenbe lehnte ble OaZnnz Zeugen ab. Profeffor Ermeling lwt Briefe erhalte« in denen er gebeten wird, für die Angeklagten im Prozeß gl! n st i g au Szusagen, da es ja darauf ankommst, „gegen die Arbeiterschaft z u am m e n z u ha l, t e n". Aber der Zeuge darf sich darüber nicht äussern, eiwi fach, weil es nach Meinung des Vorsitzenden»nicht KU st Sache gehört"._>. J Diese wenigen Tatsachen mögen genügen. � Sie bewevi sen, bah die Kameradenjustiz der Militärkamarilla in Mai> bnrg sich in ihrer häßlichsten Fratze offenbart hat. Eu» sünfzchnfacher Mord ist geschehen. Das Verbrechen wurde l>crt nicht, die Mörder durch, eine sogenannte Justiz be- schützt, weil is,re blutige Tat den Interessen der GegenW revolution entsprach. Gegen diese Schande muß die Ar» beilerschaft auf breiter Front zum Protest» antreten. Und sie darf in ihrem Kampfe'nicht eher erlahmen, als bis die Militärjustiz beseitigt und der deutsche MlNwrismuS. daS ichimpflichs Gebild der Welt, auS seinen letzten Schlupfs winkeln vertrieben ist,,,, Gewerkschaftliches. ' mtoBVWUi t«U'ii■»M Eine Fälfchlmg im„Korrefpondenzblatt". An der Nummer LS deS �KorrcspondrnzblaitrS" schreibt dl?', Redaktion unter.Schneider":„Sinnfälliger kann sich die ge»! wrrkschnft» zerstörende Arbelt dieser Opposition kaum dokumem» lirrrn al» in solchen Kundgebungen." Di« in unserer Mit»! gliederversammlung am 1. Juni d. I. angenommen« Resolution� wird böswilliger Absicht halber falsch dargestellt. Wa» sordev-j ten wir?< 1. d-'N unbedingten Rücktritt der neugewählten Haupwov-s slandSmitglledrr, j 2. Urabstimmung über die Wahl de» HauptvorstandeS, sowr»- d»r Sitzverlegung nach Hamburg,) 8. jede Verbindung mit diesem Hauptvorsiande Wetz das S'atut hinan» ist solang« zu unterlassen, bi» dlo Verhält niss« geklärt sind,> 4. die OrtSverwaltun» wird beauftragt, et» MitteiknngSblaw zu schaffen und du Redaktion dem Kollegen Sabath an-»; zubieten, W--Z macht dann,» da» Korrespondenzhlvtt? E» fälscht de« Punkt 8, indem«» di« Wort«„über da» Statut hinau»" seinen Lesern vorentbält. Auf dl-se Fälschung beruhen dann die do« un» angezogenen Gchiutzsätze. Wir bemerken, datz wir dieseD Gesevickakt nicht den Bovwand geben würden, un» au» der Of oanisation auSznschlietz««. Die Punkte 1—i unserer Resolution sind, wenn sie mit den im„Korrrfpordenzblatt absichtlich weg- golassenen Worter im 4. Punkte gelesen werden, dutchern» nicht oraanisatlon» zerstörend. Wir werdcn unsere Tätigkeit auch nicht durch einen Mann perstieton lassen, der im Jahr« lvlS in seinen Artikeln tm Korve.nspondenzblatt sich al»«inen der schlimmsten KriezSverhetzer bekannt hat. Die Ört»verwt«t. die allgemein« Geschäfttlage in den Betrieben zwing» st« zu dem getroffenem Mahna-hmen. Wir sind über di« Situatianem im den bauvtsächlichsten Betzrieb«» nrientiewt, möchten aber einmal gnmdlegvnd den Bechauptungen der Uirtermshmer»ntgegentroten können. DeSha A> ck'-«».Ostt. wendie,. daß d> der«sa angeschlossenen Mttgl'�or t«r etebr,�». dvrtrernngen möglichst schnftlich, am besten durch Rohrpost, fol- grobe Fragen der».„ier.zeickneten Geschäftsstelle bsan-tworton: i. Ist der Betrickb voll beschädigt?«. St»k>en Kündig', nge-n der N«be',t« od« der Angestelltem in Austsicht? S. Sind Einstellung«? ______..„4. ch.ah.tnro Toten und B er munde tri» auf selten der«eviltkerun,.\ ä?sghr«,: daß die herrschenden Gewalten gegen den Hunger der VevülkrrnBZ„t ü s s e n »uch jetzt kein andere» Siittcl kennen, al» blaue Bohnen. Anstatt gegen die wuchernden Landwirte, die die«blleferung ihrer Sr» zeugnlsse verweigern und sie in den Schleichhandel bristzen, mit ''mer'smar« oet«tjiv-üerwnw» Betr ,tzb»v«reret, engen,_•-- U oben gestellten drei Fragen nicht mcchtgeitia durch d-e Post bei ?-■., c. N,,... �,«efchiitztSstell» übermittoln können, können si««m Ftt�ag. d«n >e hören dosh, dab Sie sich irren>xg M., vsvmiitag«, in d« Versammlung am Pmswttddtisch Ein Zeuge besuk tzv» stetiogvaphische Prot»- i ag�n,«•» ist uitzbodingt noltgrobig, dah jeder Sa«*rW) de, g.«. n..............., ten sich die Angetlogten ags« Leugnen. Di« Zo-itzen.! fnmk�a-iä,« der Wamste tzblimde statt. Im si.ringen zeigen t>e A.cldung-n über die.z a h l r e l ch e n UnSscig« l-eh«u-?eni', weeden vom Votsitzetchen on» kell der Fichreihefprechup.g, in der KapitSn Selchow sggto:„ES must der Schein des Rechts gewahrt werden. Fülle wie Liebknecktt n,rd Lutzenchurg dürfen nicht wieder brachte den praktisthen Bewci» der Kugclgestrtlt. Jahrzehnt« jüngst d»n ihm eine empfehlenswert« Gcheist„Vom werden» dauert« r», bis die Menschen diesen neuen Begriff, datz e» Mc«. den L r b c n". wir«S Kindern und Jugendlichen zu erküren schen auf der Erde gibt, die Auiipoden, die unten sehen, wa» wir'it. Die Probt eine der»cschischi ticken Aufklärung und Perant» al» oben betrachten, begriffen. Dir Resornmtion mit ihren kommunistischen Beglestersch:!- mingen brachte eine Befreiung vru der alt«,, Macht und Siarr- heil der Kirche Die fälschlich Nenaiffance genannte küufllerischi Erhebung mit ihren. neuen Wegen künstlerischer �testaltunz be- freit« de» Wcn'chen vom A p der lcibse!udlick>eii Aktesr. Die eug- lisch« Revolullon brach mit dm, unbeschiänkten Herrschaft dc» Kövifl» und setzte an die oberste Stelle dg» Parlament. i So damal». Heute haben wi-r gervaltigcre revolutionär« Dinge von W.ltformat. Polt tische W e I t r e v» l u t i»'n, nicht mit dem Maschinengewehr, wohl aber un der AuSeinaider . ivortung finden hier eine pädagogisch offenherzige und natur- ivissenschastliche sachgemätzc Darstellunz, deren Nutzen man vom elterlichen Standpunkt äu» vertrauen darf Im Prozeß Robert«carn dir vühneuflonoffenschast wurde nach mehrtägiger Perhanblung vom Gericht dahin entschieden, datz der Bkihnengenossepschaft au« den angeblichen Perfehlungrn Roberts als Direktor de» Th«nt«r».Die Tribüne" nicht da» Recht zustehe, ihn auf dir schwarz« List«(der Warnungstafel der Äenozeuschastj zu setzen. Da der HauptbelästungSzeug« umgefallen und mancher Widerspruch in der teilweise �sehr erregten Verhandlung auftaucht«, wird die Berufung» sctzuug der alten fornm'en Ctimmzett�demokeali�mit dem neuen in stanz Gelegenheit zu endgültiger Klärunz der Augelegonhoit Cr» handelt sich nicht nur um persönlisten Bühnentsatsch, sondern mich um soziale Tragen de» Theater» upd setner Begriff der sezialen Demokratie auf Grund dc» R ä t e g e d a n-! pixu«. �' logisch allni. verstellbaren Weg» einer durchgreifen- i ile n», de» WW den Kapiiali»mul durch den EozialiSmu». Im physikalischen Weltbild die unzeheure Umwälzung durch Einstein» Allgemeine» RrlativitätSprin- zip(ARP). Die Z.'tt ist nichl mehr absolut, ist abgelöst durch die neue Borfteviing der Siaumzeit. Die mYsieriSje Kraft 1 Sclbiicrh.,lluiig»triob der Nützlichkeit»' und BcruunslZetbis im Mittelpunkt wird abgeltlt durch di- neue» Siusichtan eine» kv»mischen Geinoinschafisiritzbe». der alle» Lebende umsaht und dessen««staltüng h-i Mensch und Tier durch da» Aukblüben der sozialen Instinkte bewirkt wird. i Sozialistische« t h i I. natürlicher S-incinschaftetrieb |pn Giellc her chpft'i.fe« und bvdbhisiisckep i'idividucllen Er- lSsuug?eil, wart. ist las reepsulionäre ethische fem der Gegen- P. K r i s ch e. /•„ einer.V• nne'nschast für sozialisissche Ethik" wird tnan sich be-'anck.r:» mit di-ftr Richtunfl te» rc»slu«wn»re« Ge- danken« bv''assen. Ärnosse Krieche, Berlin-L�chirrutde. besaht sich dort auch besonder» N»t der Behaudiung retig'Sier Prolsseme �7 Sinne«ine? sozi-listi�cheu Ethik gl, G-meinschaft, kund« und cheuiei' ick-rits�tehni». In Kdulk Hoktmann» Kerlaa«rtchlcn Angestellten, Tie Internationale,«»n« Tragikomödie bc» Emil Hallupp au» dem Arbe>i irrte den, gegen den Völkermord, für den Welt- frieden, die«m Sonntag, den 27. Juli, nachmittag« 3'ch Uhr, im Walhall ath««ier erstmalig in Szene geht, ist jetzt«l» Buch- ausgäbe>>« Verlag der..Freiheit" erschienen Der„«chelmukiSky", ein qlte», deutsch-« VolkSSuch au» der Zeit de« Simpkzijsimu», ist jetzt der Jug-nd zugängl ch gemacht worden. Diese» lustige abmwusriich« Buch, du» an ernsten Stellen ebensowenig arm ist wie der Don Lbuizote» Robinson, TillEulonspicgel und Msinchhausen, ist auch unter den Erwach- serrrn wenig bekannt, Anselm Rucst hebt die Schätze, hie in diesem naiven Buche de» Prahlhänsen und Schabm«,©eljelmufsMy"liegen, an» L cht und nnier«»«merzung der übermiU'gsten Derbheiten erweckt den weiland schnurrigen Leipziger Siudenten Ehristlan Reuter, der da» Schelmrirbuch um l?R> schrieb,«u neuem Leben. Die fartbigen Bilder von Slis-boch Kallen treffen den Ton de» liestigan voge!» an» Schelme»rode. Natur und Liebe, Zeitschrift zur vogrüntzunfl, Verbreitung und Berteidigunfl der Religion de» Toziali»m,iK. Herauigege- be»»ön Dr. Güstau Hoffmann. Verlag iiir sozia'.Isiischc Leben»- fultur, Rostock. Inhalt: Rotuiioziaiilmu«; Itzenichenfwle und! Gcwertichaftttampf; V�n der sozialistisäwn Schuir u. a..m. Da» Abonnement aus di« Rummor>— 6 lostet 1,80 M. Dt»„einnir im Weibe bei Sch'ldhorn führen b'e.Snt» i schiedeiwn Vel ulvelormor" auf ihrer Sonnwendieier am Sonn, i abend, den 66 Juni. 6 Übt nachm., aus. Stach fchateifca«:, jolgen Rvick utäwze. awdonutfmMi uchv rchtallindiiswi« In Häver lwnd» Festsälen vertreten ist. Arbeitsgemeinschaft freier AnflestelltcnveebSnd«, Qrt»ilaetell GroßüZrrltn. Gharkottenvnrg. Die Charlottenburger Gewerkschaft». k o m m i s s i o n bebondeli« in ihrer am 61. Juni stattgehabten Vollversammlung die Organisationsfragr der Be- i r i e b S r ä t e, über welche der Obmann Genosse ff l« m m i n g einleitend referierte. In der Diskusston wurde von den Ge- nassen Frankel» Herzog. Bollentin und Z i p p e l aps die unliebsamen Zerwürfnisse innerhalb der Arbeiterschaft eingegangen, die hindernd die Zusammenfassung der Betrieb»- rill« beeinflusse.— Sin Bericht de» Genossen Behrendt über die letzte Sitzung de» Kuratorium» kür Kriegsbeschädigten» und Hinterbliebeiienfürsorg« rief eine längere Debatte hervor. In dieser Sitzung wurden von den Vertretern de» Internationalen Bund»« für KrioaSbeschndigte usw. Anträge an die Kommune ge- stellt, die er nicht befürworten konnte, weil si« zu weitgehend waren. Daher habe er sich die Feindschaft der Vertreter de» Bunde» zuxezogon. Von den Genossen Aeldrich und STtorch wird auf die schlechte Finanzlage der städtischen Verwaltung hin- gewiesen, und e» sei ein« notwendige Pflicht de» Reiche» und Staate», sich für die Kriegsopfer mehr in« Zeug zu legen. Die Versammlung war mit der Tätigkeit de« Genossen Behrendt ein« verstanden und erteilte ihm ein Vertrauensvotum. Genosse F l e m m i n g besprach nunmebr die Abänderiiiig de? Tesche» be- txeffend di« Gewerbe- und Kau fm ci n n«ae vickit e. Orr bedauerte. dnst man den Frauen nur da« altive und nicht auch da» passive Wablrocht gegeben habe. Wenn die Frauen jetzt fähig seien, an der Gesetzgebung mitzuarbeiten, wieviel mehr mühte man sie auch konseauenterwcike an der Rcchliprechung im Berufe teil- nehmen lassen.— Einmütig wurde die Forderung eine« gesetz-. llch geregelten zehnstündigen Btarimalarbeitstage» für die Hans- nngestellte» gutoeheisien, für die überall die Protwganda ent- faltet werde» soll. Zum Schlüsse wurde noch der Entwurf bey Schlichtiing«ardnung vom Genossen Flemminz einer Kritik unter- zogen. Eist« Protestresolution gegen di« darin enthalten« Er- drosselung de» Koalilion«rechts wurde einstimniig angenommen.. — Am DonntrSIag. den 24. Juni, abend» TU Uhr, findet ckm Volksbaus«(vOTii Parterre)»ine Sitzung statt: in welcher die Vergebung der Säle de» Volkthause» für Vergnügiingen in dxr Herbst-»nd Wintersais»» dorzenommtzn werben soll. Die Gewerkschaften und Vereine, die auf die Abhaltung eine» Feste» reflektieren,' werden hiermit gebeten, diese Sitznng zu besuchen. fjUine i 4< 7 Mk> mit Frlcclenskauscchuk 8 Jahre schrlftl. Oarantlc. Zahnrtchen mit BetBübone befBestel'un« von(iebiaeen»ratio. Kronen v. 30 Mk. an. Spsi; Zähne ohne Gaumen. KolflB luiiispielsü. 'ahn- Praxis OanzlM StiaSs l Der SKsirtcuoittT nu ine SZMNvrremiurarr iravnsiiien«r- Kitor. D« sich die Erledigung der Streitpunlte über den Ar- beiier-Manteltarif durch den ZeutrnlanSsdM des Deutsche» Städtetages verzögerte, wurde iin Eürvernebmen mit den Arbeit- nohmerorgMisatchneir die Groge. Depututwn des Magistrats BsÄin als Schiedsstelle augcrusa». Der Magistrat Skarlotten- hurz b-autvagt nunmehr bei Stadtverordnetenvcrsmnmwng die ZnSimnmng zur Annahme dies Schiedsspruchs der Grasten Deputation über den' Dlanielwrif und der Vereinbarungen über' da? Schlichtungswesen und das MitbestinrinungSrecht. Diese Vereinbsrmraon sind vom Magistrat Bettin mit den Arbeit- nehmerargamsationen getc�fen. Die Bestimmungen riber das Schlichtungstvesen werden als§ 20 in den TarisvertKig aufge. nommcn." Das Mitbestimmungsrecht sst in Anlehnung an das Mitbestimmungsrecht der Bureauhilssangestellten geragelt. rsK-Lerlin. � Stützen der Sicherheit. Unter der Sicherbeitswehr befinden sich Elemente, die je länger je-mehr zu einer öffentlichen Gefahr werden. Eine ZNi'este-rei in'der. Heidcnfeldstrast-, bei der ein junger Mastn er- hcblich verwundet wurde und über die kürzlich dre Presse berichtete, ist so bezeichnend, das; wir hier eine nähere Darstellung folgen lallen. Ein junger Mann S., Petersburger Straße 41 bei' den Eltern wohnhaft, war seit 19l3 fahnenflüchtig und wurde gesucht. Das ist für unsere Justände schon bezeichnend. In demlelben Lause wohnte ein Sicherheitspolizist Karl Krüger, der am 14. Mai 1920 eingetreten ist. Dieser Mann war kurz vorher in einem Beleidigungsprozeß gegen den jungen Mann als Zeuge aufgetreten. Seitdem verfolgte er den S. ständig und erklärte ihn. wiederholt für verhaftet, ohne sich zu legitimieren und einen Haftbe'chl vorzuzeigen. Der junge S. folgte der Aufforderung nicht, zumal Krüger sich in Zivil befand. Als dann S. mit seiner Mutter auf dem Wege zum Kriegsgericht in der G-nthincr Straße sich befand, um den Haftbefehl auf- heben und einen neuen'Verhandlungstermin ansetzen zu lassen, wollte Krüger wiederum S. verhafte», und weil K. sich nicht legi- timierte, entfernte sich S., während Krüger auf die Mutter ein- drang. Dann aber zog der Sicherheitsmann seinen Revolver und feuerte auf den jungen Menschen. Die ersten Kugeln ver- fehlten den S. Nach dem fünften Schuf; erreichte sie ihr Ziel. Schwer am Fuße verletzt wurde S. in einen Hausflur gebracht, oon einen; Arzt verbunden und nach dem Krankenhaus Ftied- cichshmn gebracht, während der Schiester von. Passanten arg verprügelt wurde. Der Angeschossene ist ohnehin übel daran, er ist schwer kriegsbes chädigt/ hat Bauchschuß, Oberschenkel- schuß, Hand- und Fußschaß. Es ist unerhört, welche Unver- schäintheiten sich manche Elemente unter der Sicherheitswehr erlauben. Bezeichnend ist noch, daß Krüger kürzlich aus dem Hause Pelersburger Straße unit Lilfe von 10 SicherheitS- becimten auszog, und daß er und seine Kameraden gegen den Vater deS Angeschossenen noch schwere Drohungen aussprach. So wird heute die Sicherheit gewahrt. Das ist schlimmer wie früher. Ein. anderer Fall wird auS Tegel berichtet. Dort wurden in der Nähe der Luftschiffhalle einige junge L�ute von zwei Arünen verhaftet, weil sie in den Verdächt des Diebstahls ge- raten waren. Sie waren aber völlig unschuldig. Sie wurden auf die Wache der Luftschiffer gebracht und in eine Zelle ge- sperrt. Dann wurde nach dem Wohnort der Festgenommenen angerufen und die Identität festgestellt. Danach hätte die Ent- lassung erfolgen müssen. Das geschah aber nicht. Ein Grüner iragtc. oh sie den Namen der Spitzbwben angeben wollten, und weil sie das nicht konnten, behielt man die jungen Leute da. ne mußten die ganze Nacht ohne Decke in der Zelle zubringen. Ein Gefäß, um die Notdurft zu verrichten, fehlte, nur ein Spucknapf waa vorhanden, in dem sie in ihrer Not ihre Be- dürfnisse verrichteten.\ Um 12 Uhr mittags kam ein Grüner. Die beiveu«sesaageneu wurden mit Ohrfelgen und ftnßrrrrien traktiert. Dann mußten sie die Zellen reinigen. Von Nach- mitiag 4 Uhr bis zum andern Tage 10 Uhr früh waren sie ohne Nahrung.. Das ist die BchandUu'.g�, die den Leuten zuteil wurde. Sie paßt sich dem ersten Fall au. Wie lange soll dieser Sfandal dauern?_ Und wer übernimmt die Verantwortung für' diese skandalösen Zustände? Arbeiter-Turu- und Sportfest im Stodion. Am kommenden Sannta.g<-den 27. Juni, ladet der Kreis I des ver mriafsvegai-vnwt �,n»cningrNiZr''wvrvrn, vir vviN ui habe» sich die Vewkehrsinstitut« in diesem EaHre_. kriölpft Verhalten, so daß nach der Sitat.on Nennbahn Grunewald tStaatSbahn). und Sindion fHochbahn), nicht bloß dann Extra- züge eingelegt worden sind, nenu dort Pferdoren-nen gelaufen wurden, loudorn auch dann, wenn SpqvtVeraweswltuingen statt- fanden. Wir geben uns daher der Hoffnung.hin, daß Estenbahu sowohl als auch die Hochbahn dem.zu erwartenden Andränge mehr Rechnung tragen, als im Vorjahre, und durch Einlösung der bor Vera uftaltun gen von bürgerlicher Seire gegebenen Versprechen auf Einlegung von Soiiderzügc.n einen ungewöhnlichen Andrang verhindern. Die unglaublichen Anistände des Vorjahres lassen dem Gedanken wenig Spielraum, daß..alte bsivährHi Kräfte".in der neuen Zeit nickst Surch weitsichtigere zu ersetzen seien. Unse-ren Räch vorliegendcii Ueberstchten est mit einer weit größeren Voranftalrung zu rechnen, wie 1919.. Zirka 900 Einzel kämpfe sind gemeldet, denen sich gegen 2000 Mannschafts- und Massen- beteiligte zugefelleu werden. Ter Aufschwung des Kinderturnons wird' sich in der Beteiligung an den Kiiideibovführu.ugen feist- stellen lassen, deren fHa usttprvgr a m mp u nkt in.den FroMbungen von mindestens 4000 Kindern bcstrhon wird. Leider lassen die Vor» hältnisse. die restlose Heranziehung der Kinder nicht einmal aus Groß-Berlin zu, so' daß der größte KreiSverein.sichte"-Berlin schon jetzt mit den Borbereitungen begonnen hat. Anfang Septem- ber eine besondere Kinderveränstaltuna im Stadion zu treffen, die dann Groß-B�rlin umfassen soll. Die nächsten Jahre lassen hoffentlich die Möglichveit zu, auch die Arbeiterkinder aus der weiteren Provinz mit den Berlinern sich gemeinsam tummeln'zu lassen. Alles in allem, w-i« immer bei den Turnern» großzügig an- gelegt, dürfte jedem, der Sinn für Leibespflege. besitzt, ein genuß- reicher Tag geboten werden. Besonders die Ärbeitoreltern wer- den init gewissem Stolz sich den; Gefühl hingeben könnon, daß ihre Nachkommen in der Gemeinschaft der gleichen Interessen noch bessere Kämpfer werden können, als es iwis zu werden möglich»rar. Kämpfer für unsere Sache zu schaif.feu, ist die Arbeiter- fßootbavcgung die geelgnelste, soweit die ökonomischen Verhäldnisse dies zulasse.». Sie bildet gewissermaßen das Rekrutendepot der revol u tionären Arl>eitevbewe au ng. Am Sounwg betätigt sich nstn der Sturmtrupp dieses Rekru- tendcpots, die Arbeiterturner, im Stadion. Bei der allgemeinen Sympathie, die diese genießen, brauche» wir nicht noch besonders zum Besuch des Festes aufsufordern. Aber wir nehmen Gelegen- 'heit, den Voranftaltonden besten Erfolg zu wünschen. Denn: dem Volke gilt es, während sie zu spielen scheinen. Die Sonnenwendfeier des Arbeiterwauderbundes„Natur- freunde" findet wie alljährlich am Sonnabend, den 26. Juni in Tornows Idyll am T au p i tz s e e statt. Die Extrazüge ab Königs- Wusterhausen sind mit den Vorortzügen ab Görlitzer Bahnhof 2,10, 3.27, 4,27, 6,00, 7,37 und' 8,47 Ahr zu erreichen. Fähr- karten, Teilnehmerkarten und Festschriften sind in der Bundes- gefchästsstelle, F. Kruse, SO, DSäriannenstraße 11, zu haben. Der Bannkreis um das Reichstagsgcbäude. Mit dem Zu- famliieutmtt des neuen Reichstages gewinnt das Gesetz über die Befriedung des Reichstagsgebäudes vom 8. Mai. 1920 erhöhte Bedeutung. Nach dem Gesetz dürfen- innerhalb des befriedeten Bannkreises Versammlungen unter freiem Himmel und Umzüge nicht stattfinden. Für die Uebertretung des Verbotes sind ziemlich erhebliche Strafen angedroht. Der befriedete Bannkreis ist von Karl st raste und von dort längs SKoßen Stern zurückführt.-...'....... Beim Uilfsteigvn auf eincn sahrsiidA» Eiielibähnzug kodlm »»runglückt i't gchtc«, auf dem Bahnyof Katstr-�ricdrtch- Straß. ?u Neukölln eine unbekannte izrau von etwa 60— Vo �agren Di, Leiche wurde beschlagnahm! und nach dem Berliner SMuhanst gebracht. Die Tote ist klein und dunkelblond, trug ein schwarzes Kleid und sck'toarze Stiefel. Bei sich hatte sie ein Paket mit einer weißen Schürze, die 33. D. gezeichnet ist, dabei lag an Zettel mit der Aufschrift: Pcituick.L'chtenverI, Gartenztraße 28. Ein K iidesmord beschäftigt die Kriminalpolizei. Im Trep- tower Park sand eine Arbeiterin die Leiche eines neugeborenen Knaben, der anscheinend gleich nach der Geburt erdrosselt wor- den ist. Di: kleine Leiche wurde nach der Halle in de: K'?s>b>!z- straße gebracht. � Eine mutige Tat vollbrachte am.Montag nachmittag en. junger Mann. Am Engelufer waren beim Spstelen zwc, Kna- den im Alter von 7 und 8 Jahren ins Wasser gefallen. Kurz entschlossen sprang der lOjührige B r u il o Wilhelm, Tempel- Hof, Dorfstrahe 18 wohnhaft, ins Wasser und rettete die Kindel vor dem Ertrinken.,■' Der Sternstelühof. De» Genossen und Genossinil-n, dn trotz der anstrengenden Wahlwochen Zeit und Muße gefunden haben, den Roman in der„Freiheit" zu lesen, bereiten wir aus jeden Fäll eine Freude, wenn wir sie auf das zur Zeit.im städtischen Panorama in Neukölln gezeigte Programm hinweisen. Die Gegend des Sternsteinhofs wird gegenwärtig daselbst in nicht zu übertreffender Weife gezeigt. XHier bekommt der Toni, die. Lern und der alte Sternsteinhofbauer feste Gestalt.' AUeL in allem eine wahre Verbildlichung von Land und Gegenständen. Voraussichtliches Wetter für morgt-n für Grosf-Bcrlin und Umgegend: Ziemlich kühl, zeitweise heiter, jedoch unbeständig mit wiederholten leichfen Regenschauern und frischen n-rdwest» lichen Winden. � Aus den veganMsnen. S. Dlstrwt, Agitationskommilstvn- �Freitag, den LZ. Juni, 7 Uhu Sitzung bei Lang:. Eneifenau-, kkcke Scksteiermacherstratze. lg. Distribt, 2. Abteilung, fftaucnl-seobend Donnerstag abend standssitzunig bei Ku-zrock. Zionskirchplatz S. 1V. Disiilit, L. Abteiluug. Frauenleseabend Donnerstag abend 756 Uhr bei Kurzrock, Zionskirchplotz ü. NeuliZlln. Politische Kommission FreihW abend 7 Uhr Sitzung in Parteibureau. Steglitz-Friedenau. Bildungskmnmission'. Die nächsie Sihunj findet am Freitag, den SS- d. SR., abends 8 Uhr, bei Spieß. F i.'brnau, Rhein-, Ecke Rö.nnebergstrabe, statt. Verems-alender. Achtang! Mitglieder der Verwaltung des Melallacbeiler-Verban- des. Tie außerordentliche Sitzung der engeren Verw-alinng findet am Freitag nachmittag 3 Uhr statt, die Sitzung der nilttlsren Der- walwng um S Uhr. S-lition Post und Telegraphie. Freitag abend 8 Uhr Versainm- lüng Gerichtstt. 74. Referent: Wilhelm Hofsinanm> Verantwortlich für die Redaktion: Leo LIebschlltz, Friedenau. Verantwortlich f d. Inseratenteil: Ludwig Komeriner; Karlshorfl Verlagsgenossenschaft„Fieihett", e. G. m. b. H.. Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Vorlagsgesellschast m. b. H., Cchissbauerdamni 19. K.i£&ssei&.f tasiiiz Von Friix Sclinelder Preis l.SO Marie enlhJSlI■wichfiges Moferial Rlr Referenten Organisafionen erhalfen Rabafll Buclrtratnclluirg„FreiKell", Berlin C. Z Brette Straße S— S. 18. Distrikt. Am 21. Juni starb der i | Genosse v fraaz Eonglanek Einäscheruag am 25. [ Juni, nachm. SlvUhr, Qe- riciitgtr. Der Vorstand.\ DeiiisclißP Eaiiartwilßfve�anii Voref« BerUn. Speraikohrer Abstimmimg in OsüprcuSen Sc Iimirsrell einen, nur neue, kauft Maller, Neue Straße" �3(Alexanderplatz). Den Mitgliedern j Nachricht� daß j Kollege XarB Knauer [(Bezirk Fried rieb sfclde)[ ! am 21» Juni verstorben ist! I Ehro seinem Andenken!| Die Beerdigung findet> , am Freitag, den 25. Juni, j nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Qeineinde- Friedhotes in Karishorst | aus statt I>er Vorstand. 1 verlangt GÄrhard, Sarlsfeorst, | Aupsta-Vjkloria-MJii. Boltarten • e K�pterdratit, Utzen«Bö Wadisdraht kaufet höphstzahlend BpnioflvliureaQ Sciiileblioii, fterün W 9. Linkslrnße 10. pr.sl.: Lützow 3705 uad 8518. kNNISIl: stellt ein q G.Kommnick � * Bergst«*. 7 l Matieaiiorf l e••••••• B�te�fB-awen ter groSe Touren Im Ransaviertel stellt sofort ein HIiki LQüstKer Mto Ii. DER M O RD an Karl isiebknecht # Abstimmungsberechtigte, die in der Zeit vom 30. 6. bis 8. 7, mit dem Sonderzuge nach Ostpreußen- durch den polnischen Korridor reihen, müssen sich mit einem poüzeitich abgestempelten Lichthilde versehen. Anmeldungen für die Fahrt vom 30. 6. bis 8- 7. sind n�indestenz 6 Tage vor der Abreise bei dem Obmann des Bezirks anzubringen. Bei der Anmeldung ist der Wahlauswcis vorzulegen. Bund heimattreuer Ostpreußen. SW. 11, Ilaliesches Ufer 24. Geöffnet 9—6. Partei-' Sekretär für Elberfeld gesucht. Derselbe muß über gute organisatorische und rednerische Fähigkeiten verfügen. Bewerbungen mit Lebenslauf sind bis zum I. Juli zu richten an die Adresse Soziclßemckr. Verein IJ.S.9.9. PnrteiWarinen.Msnenslr. Annahme ) in allen Speditionen des Verlases KLEINE ANZEIGEN Geschäftsstelle: Berlin NWö.Sch'ffbauer- damm 19 Das Ueberschrittswort 2.— M., Jedes weitere Wort Im Text 1.50 M. netto; Stellengesuche: Ueberschriltswort 1.50 Jedes weitere Wort km Text 1.— M. Gardiscmrerkanl Deutsch, Landsberger Straße 13._ Gardinen mit Ouerbehang 48.— Mk. an# Stückware 5.— an, Bettdecken 95.— an. Madras gardicen.StoresJPortieren Sußerst billig. Vorzeiger erhält bis 30. Juni 6% Rabatt. Spezialgeschäft für Qelegenheits- kü'ife, Köpenicker Straße 101. Zweite Etage. Stadfbahn Jan- nowitzbrückc. Chaiseioneues. 150.— bis 600.—. Metailbetten 250.— bis 2000.—, weiße Schlafzimmer Meicke. Auguststr. 32a. Oogb. 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