Einzelpreis 30 pftnnfg- Z. Ssnncweno, öen 26. Junl M20 äartU*..,. !«* m>«»«»«Ich)v«> Ijclt 8.SO M. ja» prittwog««h»»» Uni»» SIwtf»a*s b»z»g«» fit viu�ch» timmrm/ fofW HL- Mt.«h-fchriec«� U>ect S— ITit, j-lx,»tlltw. »4»» Srtat Sotri Da» fflgiSniit« oflanftaU». JVft'.itr»; fr. "?< 1�.60 ill- satt has ftrrl «»fschlaA, ftx öil�f fte v«ttschi«md nub Geßetreütz SO-ÖO IH, »ig» Au,i»ni n.JO in. j-.'jü.iUch Oalak. NedaNwn«id»öKriitiwu Berit» RW. 9, etftilTXwwtwilH» 13*«. FernMecher:«hat M»»«« 833—80 im*«708 23 i: afJztfcalitm Ncnipsn.sll-zctte Ttueru>sgs��ttaz. Kfnat.%öf%i SSÄÄ'WSSÄ«*» in©»itanätigtr,:>as Jittgrtratft* Oloct ILV Ott,)»>."» JjBioraleo-SlfeiluiTB:»«H« M». S-hiS Fernsprecher:«i»»«»r2en S»»—'U», vuchh«Ai>irn» �ecIHÄt"-V»chwAchFet$m*K* tonfHch» Ün�iQHi Uart SirSuze« a»«l».- 1 üMtntM 13 »«£6 & * fc*- rg»;.. M'W'«M-'.,ft'Ä%4BKä':.V..-V;-.. M .-»m v�•■.?•->-';..;..• vs,.r.- v. 7 �k>'' .Die ßitf ine Entivaffmma T-cutschla-nds beglichen Noten der Entente sind aus untiekannten Gründen bisher n»th nicht im Wortlaut verösfmtticht worden. Aber ihr Hauptinhalt ist bellamrt. Bis ituui 1V. Juli soll die Stärke der Reichswehr auf 100 000 Mann herabgesetzt wenden, die S i ch e r h e i t s w e h r ist auüulSsen. Das irr wird die Berstärkuna der OrtSpMei. über deren BewaffnungZart die verbündeten Regierungen noch Vorschriften treffen wollen, auf 1Ü0 000 Mann- zinzestanden. Die Zerstörung uno A b l i e f e r u n g d e ß.H eeresmaterials entsprechend dem Friedensvertrag wird" dringend gefordert. Desgleichen die Beseitigung der allgemeinen Wehch- P fs i ch t durch ein �besonderes Gesetz. Angeblich weigert sich die Entente ausdrüchlich, über diese Dinge in weitere Ler- handlimgen einzutreten imd ai'ch in Gpaa sollen sie nicht aus die Tagesordnung gesetzt werden. Es tässt sich nicht'leugnen, daß der Erfüllung dieser Forderungen allerlei nicht nnbeträchtliche Schoieri gleiten entgegen slghen. Sie wird der deutschen Negierung noch mvnches Kopfzerövschen verursachen. Verbüllnismäßig am einfachsten läßt sich die Ueberfül>r"Ng der Mannsckwften der Sichcrchcitswefir in die verschiedenen or�sipolizeiiichen Orga- nisationcn vollriüben. Auch Me Vernichtung und Ablieferung des HeeresgerÄrS und veg gesetzliche Abschaffung der allge» meinen Wehrpflicht sind Dinge, ble im wesentlichen nur von dem guten Willen den Regierung und ter Volksvertretung abhängen. Aber die Veriküwdernng der Reichsw«br inner- hatb der angegebenen Frist ist eine liarte Nütz, weit die Stimmung und'd-a s Schicksal der z u e n t- lassenden Soldaten von der Negtening.nicht unberücksichtigt gelassen werden können. Freilich mutz das eine festgestellt werden. Die maß» gebenden Stellen m DeutimlKnd sind für die Be- denKichkeit'der gegenwärtigen Lage am stärksten per- a n t w o r t l i ch-'Obwohl sie schon seit �langem mit der Tat- fache' rechnen mutzten, datz die Entente imbedingt auf der Durchführung ihres Programms bestehen werde, haben sie nichts getan, um die Wehrmacht nach einem einheitlichen Plan, systematisch aögubauen. Sie gaben sim immer wieder der Hoffnung hin, Paris und London würden schließlich doch noch einlenken und ein Entgegenkommen än die Wünsche der deutschen Militaristen beiveisen. Um diese Geneigtheit ■ zu fördeim, haben sie denn immer wieder, wenn die Wer- bUndeten im Begriffe standen ihre Forderungen zu wieder- holhn, erlogene Nachrichten. über drohende Gefahren ko Mm un i strich er Putsche in die Welt gesetzt, und sich die Nolle der die europäischen.Wpftalisteniuteressen .schützenden löendarmen vagefprochen. Gerade in den letzten Tagen nst dieses Sviel sa wieder erneuert worden,'«wo wurde in den Kreisen der ReickiÄvehr sowohl wie dort, wo nian sich aus politischen Gründen an den Gedanken'ihrer Vermiudernng nicht gewöhnen konnte, Hib Uelberzengung be- festigt, es werde schließlich doch noch alles nach Wunsch gehen, und die Entente, deren.flaltrntg in der Tat vor- schiod.entlich nicht ganz eindeutig schien, werbe sich zuletzt mit den 200 000 Mann abfinden. - In derselben Weise glaubte man sich auch um jene De- stimmungcn des Friedensvertrages drücken zu können, die die Ablieferung und Vernichtung des Heeresicrätes be- treffen. Es' ist ein offenes Gelzeimnis, datz die Abrüstung keineswegs in dem vomcstlmiebciien Umfange durchgeführt wurde, und gerade in der letzten.Feit sollen die milit.jri- scheu Vertreter der Entente angeblich auf UmgehungSoer- suche dieser Art aufmerksam gemacht worden sein. Jetzt heitzt es nun plötzlich, in kürzester. Frist den Forderungen entspreckien, denen ncchzurommen derhältnismätzig. leülit gewesen wäre, wenn man sich von Anfang an ernstlich auf sie eingestellt hätte, und die Mie und Verlegenheiten sind grotz. Wir brauchen unsererseits kaum noch einmal darauf aufmerksam zu machen, daß wi r grundsätzlich und in i t all er En tschied enh etzt in dar Fr a g e.dc r Entwaffnung für die Erfüllung des Frie- d c n s v cr tr a g es eintreten. Unsere Haltung ist nicht nur bestimmt durch die Rücksicht auf die interna tionaleu Be- ziehnngen DeutsÄandS, sondern wir haben dabei cuia) seine freiheitliche Entwicklung im Auge. Die Verminderung der Reichswehr ist zu einer innerpolitischen Notwendigkeit für die Republik geworden. Die hinter uns liegenden Gr- fahrungcn sind eine crnste Lehre, und wir brauchen nur an den. jifapp-Putfch zu erinnern und daran, datz es chie Reichs- Ivehr imd die mit ihr im Bunde stehenden Freitorps waren, die für dieses Verbrechen die Vorgntwortüng tragen/ Allerdings sind auch wir der Meinung, datz die Gefahr für die Republik nicht vermindert, sondern im Gegenteil erhöht wird, wenn die Herabsetzung derpStärke der Reichs- 'wehr' nicht" mik' trhendKner" Versorgung für die zur Entlassung. kommenden Truppen Hand in Hand geht, und es mutz jetzt ungesäumt daran gegangen werden, hier Möglich- leiten zu schaffen. Bei ernstem. Willen ist das Probleist auch zu. lösen, und es kommt nur daraus an, datz man'ihm jetzt nicht durch neue Versuche, den bisherigen Zustand zu er- halten, aus dem Wege- geht. Es ficht indessen so aus. als ob die tatsächlichen! Ver hältmsse noch ivmksr. nicht richtig erkannt würden. Das geht nicht zuletzt aus den N.ü ck t r i t t s a,b f ich t e n de Ae i ch s w e h r m i n i st e r s G e tz l e r hervor. Er hat dem Reichskanzler Felirenbcch feine Demission angchoten, und, wie es heitzt, diesen Schritt damit begriindet, datz er die Verantwortung für die Z ust i m m nng' z u den von der Entente gestellten Beding'un- gen nicht überneh m e n köncke. Das heitzt: Nicht die Schwierigkeiten der Entlassung sind' für ihn matzgebend, sondern die.Abneigung gegen eine Verminderung des Heeresbestaudes überhaupt. Damit aber werden wir un mittelbar vor neue Konflikte a.u ß e n p o l i t i s.ch e r sowohl wie i n n erp oli t i sch er. Natur gestellt. Bleibt der Oberste Rat der Verbündeten, wie wir annehmen müssen, fest, dann mutz ein ablehnendes Bcrlialten der idcut- fchen Regierung schlimm'e Folgen für Deutschland haben. Und was wird inucrpolitisch geschehen, wenn Herr Eetzler bei seinen Rücktnttsabstchten beharrt? Bei der Zusammensetzung des Ministeriums und der ganzen Partei- konstellation im Reichstag ist nicht damit zu rechnen, datz an seine Stelle ein anderer treten dürste, der bereit wäre, den Ansvrüchen des Obersten Rates Rechnpng zu tragen. Den Platz, der von einem Demokraten verlassen wird, wird sicher kein Mitglied des Zentrums oder gar der Deutschen Volkspartei einnehmen wollen, um ans ihm das zu tun, dessen sich der Vorgänger weigert. So treiben wir möglicherweise in neue schwere Krise« hinein, und alles das,'weil die verschiedenen Koalitionsregierungen nicht den Willen und stickst die Kraft besessen haben, sich von Anfang an mit Nachbruck dem Treiben ber Militaristen und Ngtiv- ualisten zu widersetzen. Sag bwuZsrle KimsierfM. Die Lorbeeren, die der Staatskommissar für öffentliche Ordnung Dr. Weitzmrmn sich bei seinen Spitzeleitthiilliingen über vNMÄkche.geheime bolschewistische Konferenzen cw rungen hat, haben daS NeichZwchrministe'rium nicht schlafen lassen. ES hat mit der gleichen Sachkenntms, der gleichen Skrupellosizkeit tatkräftig in die Aktion eingegriffen und die Aufgabe übernommen, die äntibolschÄvistische Hetz: in? Ausland zu. tragen. Wir haben gestern bereits von dem Versuch des Presse- chess des AelchAvehxministeriumS berichtet, durch c'. wn hiösi- gen Korrespondenten die Schwindelnachrichten über angeb- liche Truppc»konzentr<'.twnen- der-Noten Armee- in der.Um- gegend von Berlin, in Pommern und Mitteldeutschland nach Amerika zu schmuggeln. Ter Major Gi'ehrl hatte am Freitag vor der Pressekonferenz Gelegenheit,' sich über die st stin s Informationen zu äußern. Alles, was cr'vor- t ringen konnte, war ein toderusteS Gesicht und ein paar Phrasen'vom„Ernst der Situation", die Kvar die Rechtspresse als hingÄvopsene Brocken gierig aufschnappte, die ober für einen ernschaften Kritiker eben nichts als leci'e R.dereien waren..Als den Major und Pressechef des Reick?- wchrminisieriüms ausgefordert wurde, sein Material b e k a nn tz u a eben, tri u tz t e er g e n.a u s o s chwei- g e n n n d si ch auf g eh e i m n i s v o l l e. A.u d e u%« n» gen b c sch ta ni'k e n, wü ic d e r S t a a t s ko m m i s s o p W e i tz m a n n es s e i t d r e i Tage n t n t. Iii seiner höchst unangenehmen Lage erhoffte der Pvesicches des ReichSwchrmimsteriinnch Hilfe von den be« kannten„C eheincherich!en" des Staat kommissars. Ti Sßaa 5. < B e r l r ii, 25. Juni. Der englische Geschäftsträger erklärte dem Auswärtige» Amt, er sei beauftragt, offiziell mitzuteilen, datz die Kon- f e r e n z von S p a a am 5.. I n l i stattfinde» werde. Sie engUche ArhsilerMrleZ für'm SelbWidiglett ZrlsM. Paris, 25. Juni. Ate„Pettt Parisien" berichtet, hat auf der Arbeiter- '.rsnz in Scarborough bei der Ebrteruug der irische» Frage 'c»Azialistische Tl>eoretikcr Sidney Webb eine Reihe von »m-chiietzungen eingebracht, welche die sofortige Ab- sonderung Irlands oo-r England verkaug-«. Ferucr wird für Irland die politische Nnabhäugigkeit, der Rückzug der englische» Truppen und die Abberufung der cnglichc» Beamten aus Dublin gefordert. ' Ein Msr«f her iksliknischen SsziKkisieu. Mahnung zur DisKpLu. Mailand, 25. Firui. Dem„Avant!" zufolge wird der l citri'.de Ausschuß der so- jialdcmztrmischcn Partei und der sostatrsiischen Parlaments- grupprn an die Arbeiter Italiens einen Aufruf richte». In einem vom Vertreter des allgemein?» Arbei.'crbrmdeS B a l d e s i ge- machten Vorschlag lwißt cZ, man mSchte i» diesem Aufrufe die Arbeitcrorzaiiisationen airffordrrn, strafsdre DPsziplin zu halten, damit uuuittzc abgesonderte und örtliche Bewegungen, die sich ber Führung deZ leitend:'» Ausschusses eutziehen, in Zukunft unterbleibe,». WWWW W WW Hoffnung, aber sollte zusck.anden werben und mit- einre schweren Blamage.des Reichstvehrm i msieriumZ enden. Ter Pressechef der Reichskanzlei'teilte die Berichts mit, die. bai dem größten Teil der Pressevertreter ünzetcicte Heiterkeit und bei der Rechtspresse veblogeues Schwei«' en hervckrrieseu. In diesen Berichten«hieß es, datz ans dem Tempelhofer Felde kleinere Abtsitungen junger Leute, hn Höchstfälle 200 Mann, die'angeblich der K. A. P. D. ange? l'öreu sollen,„■eipe Art militärischen Exerzierens" sbge- halten habest-. An Stelle von Handgranaten hat man-mit Knüppeln und Steinen- inn sich geworfen. Und selbst her so anMolschewWsch veranlagte Stasttskoimuissür mutz in dem Bericht feststellen, daß man von der Organ i s a t i o n «.im er roten Kampftrupve nicht sprechen könne, sondern datz es sich um eiste„Wich-tigttieroi" vereinzelter Elemente handeile,„die keine ernste Gefahr darstelle") da Waffe«' bei-diesen Uebungen niemals beobachwt worden sittö. Nicht viel anders'lauteten die Berichte aus Sachsen, wo man die Eiswcchnerwechr plötzlich.als l.Kamj>forgan!- saiion der U. S. P. D." verdcichtigeu möchte. Ueberadas Ruhrrevier saptz der Bericht,'datz zwar infolge'des geplanten Steuerabzuges eine starke Erregung in der Arbeiter» schaff bestehe, die in größerem Umfange zu Sffeil'bewequu» gen sichren könne, datz aber die Nachforschungen nach einer Propaganda für die Rote Armee ein negatives Er- g e b'ir i S hatten. Angeblich sollen vereinzelte Personen der K. P. D. in den Betrieben von der Noten Armee gesprochen haben.. Mrtlich heitzt es' dann in dem Berich. t:„Fm grotzen und ganzen aber ist von einer Werbetätigkeit: nichtszube merken. Der Sicherheitspolizei ist es«ich gelungen, im größeren Umfange die verschleppten Waffen wieder aufzufinden, so detz man nicht mehr mit dem B o r h a u-d e n s e i n g r ö tz e r e r i ll e g a l e r W a f f e ii» mengen rechnen kann. Für P u t s ch e ist in der Arbeiter--' schaff im allgemeinen wen ig Stimm u n p zu finden." Das ist das Material des Neichstl�r-inmisteriums auf' Grund dessep es sich nicht scheut, in das Ausland das'Märchen von Truppen konzentration cn der Roten Armee in' ein«. Stärke von 30 Kompagnien UimuSzuPosfiPnenp Es ist leicht verständlich, datz. der Pressechef des Reichs- wehrministetiums nach dieser Blamage s cbiv�igen-d den' Rückzug antrat und auf alle Angriffe, selbst auf den Voüwurf der V e rb r c i t u-n g- leichtsinniger Verleumdungen keine Antworten finden konnte.-« Die Affäre brachte aber nach eine weitere/ für dos ReichNvehrministcriimr höchst unangenehme Entl>ülluna-mit sich. Votz der Reichs reg ierung wurde' festgestellt, daß die Informationen der- Auslandskorresponbenzen eine Angelegenheit.deS zuständigen Referates des Auswärtigen Amtes sei. Nur in Spozialfragen veranlasse Man die be- treffendem- Rcichsminisjerien, den Auslandskorrespondenten bestimmte Auskünfte zu erteilen. Sck sei auch in diesem Falle der Vertreter des amerikanischen Blattes lediglich an das Reichkwehmttnisterium verwiesen, worden, weil er über, Me©nftooFfnun�frone bestimmte technische STu 3 fünfte au erholten wünschte, die ihm nur dort erteilt werden U'niite�. Im Gegensatz KU Giesen Instruktionen hat die Pressestelle de« R?i-l>«t:�chrinlN!sterim!»s ihre Sefunuiffe m unerlaubter Weife übertreten und an Stelle tochnischer In- forma tioncn die p o l i t i sch? n Hehndchrichten dem amerikaniiuvn Karrest�ndenten übermittelt, m deren Ver- In-eifunff e? nicht die neringstc Ber.chtigunn hatte. Wir müssen verlangen, daß die??eichdrea>eru»e Information der AuStandSdresse auch in, Reichstvehr. mrmsterkuin Gcltuna au deri-ch�fen. Dcrs Treiben der �-siizier« im RLichswcbrministerilnn in d« Verbreitung fon frei erfundenen Spitzelmeldlmgen bat einen Umfang angenommen, d.r für die Behörden selbst eine«efahr bedeutet. w daß cinKeln« sich bereit« au Abwehrnmrnahmen genötigt � Neich�irvhrministerium durchkreuzt nicht nur �>m»> Belieben mit seiner antibolschewisrischen Hetze alle * BUane de? Auswärtigen Amtes, es versucht snstcmatisch j. durch Falschmeldungen dir V tvlkenmg au beunruhigen. *». rCX®lnn ln� �>nvc� dikser ganzen Hetze, die zeitlich mit der E n t was in i m,>s f rag« zusainmensällt. ist leicht erkenichar. ' Die Mittiais befürchten in dem AX) 000 Mann Heer ihr d Organ siir ihre konierrevolutionären Bestrebungen zu der- Iieren, und scheuen sich �«holb nicht, die OesferitliA�eit durch eine antibolschetvistische Hetze systematisch irrezuführen. \-- ,! im Reichs?«?. Locde Präsident.— Dittmann, Bell, Dietrich Vize- präjiöenten. 8um?räsldeiiten be» NcichZta� würbe in der Siynng»m hrcltag Äi.g z>oeb«(-vi-) mü 307 van 430 Ä>s?g«benen Stirn- incii gewählt. IWbe itdernichm sein Amt mit einer kurzen Ansprache, in der er um freuiidüche Nachiicht Und tätige«Stwir'Sung der Kol- Ie.)en bü. L-ie tarl»'.men!Ärischen KäiiHg« würden sich um so rei» VUirgSluser vollßlchcn, je weniger die Neigung otawiliet, die Per- Handlung, n abwicht, ich zu oniwerten oder zu durchkreuzen.«Die frohen Tehimerigteitcn, in die der Krieg unser Lemd und da» deutschc B»!k gestürzt hat, und die noch lange nicht überwunden sind, werden ihren lebhaften Widerhall in bichem, S«vtl« finden torii) können uns jeden Augenbiitk vor ve-.itso eher Herr wertzon, soweit va« in diesem Saale iibcrhaupt möglich ist, wenn je dar Kmzeln« zroer iioJ muh seiner Lobermuguna Beste vertritt, wir«n» atle ge- m einsam aber t»«nüijen, die äusi-rlichen vorbebinAunge n dafilr zu schaffen, das» fremde und eigen« Me».rangen ungestört hier vertrete» werden könne«, ßocii« schtietzt mit«inen, Donk an ben . Prbsid.mlen der Nationakversammlung Iechrenfeach gnd an den l Altersmäsidenlen Riet. Zu««rilen der drei mik gleichen Rechten ausgestatteten Vizepräsidenten wird dann der Sienoffe D i t t m a n« mit Lö3 von 307 abgegebenen Trimmen gewählt. Zweiter Vizepräsident wird mit SS« bon 307»bg-gebeneu Stimmen Dr. Bell lZtr.). Dritter Vizepräsident wird der«hg. Dietrich. Prenzlau o. a�uändern: U Die Satze der"E-rv,.Äslosi'nfürsorge find auf da» under. Mitwirkung der E-ewerkschaft-n jewedkig fesiznsetz-nd« Ex,- ftenzminimum zu erhöhe» und ohne Riichsicht ans die Dauar der ErwerbSloslgleit zu zahlen. Die Enu«rb»los«nunter- stützung d«r Wetve rischast»« darf ni«w anzerechn«t werden. 2. Dem Erwerbslosen stVdei Disser«u«berrag, der sich au» der seicher bezogen« und der sofort neu s«stzu>ehenden höheren Nnterstützrn.g evzibt,«m! sprechend der Dauer seiner tnstzeagen Crlvcrb» losig teil rückwirkend tn» 1. März ISSO n a ch z» za h l e«. 3. Tieichsetzung der Unterftutzungdsätz« für die»**- tichen und männliche n Srwertbcklos««. 4. Da» Einkommen der beschäftigte« gamiliennritslieder darf auf die dem oder der Erwev-bSios«« gesetzlich zustehcnden UnterstiiPlnzlsätze nicht angerechnet werde»,. L. Veschasfung von Arbeit d u r ch R« i ch, Staat und Gemeinden unter Bezatsiung tarismätziger Löhne. Wieder. aufnehme geeigneter stillgeieoier Bei»leb«, deren Erzerrgmsse für die BedarsSdeckuiiK, der Bevölkerung rrnoiitb ehrlich sind, durch Reich oder Temeiichc» uater Kontrolle der Gaoerkjchasten und B«- trW&ötate. 1>. Gin«rbeittzzwang, besonder» durch Wohnung»-««d VerusSwechset darf nicht auSzeLbt werden. «. Entlassung von Arbeitern, Srbeiteviniw«»«d Angestellten bzw. Stillegung von Betrieben fit durch»er-. fch i rft« viatznahme» zu verhi ndern.«ätzt sich de Sie..LbjMvM" der Kriegsgerichte. Mchregefnng eines LelsftunZszeuge». Wie der.«orwärt»' meldet, ist der Offizierstellvertreter Dahlheim de» Marburger Reichttwehrbataillons, der bereit» im 14. Dicnstjahr steht und bei den KriegSgcrichtSverhandlungen gegen»ie studentischen Zeufrxiwilligen al» B e l a st u n g» z e u g e ausgetreten war, am Montag von dem Bataillonskommandeur Reinhard von Schenk zn Schweinsberg seine» Posten» enthoben worden. Begründet wurde diese» Vorgehen durch den Major da- mit, datz Dahlheim ersten» gegen da» Offizierkorps Stellung ge- nomine» habe und zlveijeii», das infolge seiner Beteiligung an den KriegS�ericht»v«rhandlung«n gegen die Marbürger Zeitfreiwilligen ein Teil der Unteroffiziere seine Entlassung fordere. Was die Stellungnahme gegen das Offizierkorps betrifft, so handelt e» sich um einen Bericht DahlbeimS über daS Verhalten einiger reaktionärer Offiziere' während der Kapp-Tage, der aus Veranlassung de» Abgeordneten Pros. Schücking, Marburg, dem Reichewehrministerium zugegangen ist. Wa» die zweit« Forderung anlangt, s» kann e» sich bei.einem Teil der Unteroffiziere- höchsten» um einen reaktionären Oberjäger handeln, dem ebenso wie dem Major da» energische, verfassungstreue Austreten de» OffizierftellpertreterS Dahlheim ein Dorn im Auge ist. Dies« Mastregelung«ine» Belastungszeugen ist ein neuer De» weis für die weitverzweigte Verschwörung zur Freisprechung der Marburger Mörder. Man lese im übrigen nur den folgenden Be» richt de» Rechtsanwalt» Dr. Liebknecht: Ich Hobe der Marbürger verhand'ung am 17. und 18. d. Vkt»., ferner am IS. bis zum Echlust de» Plädoheyr» de» Anklagevertreter» im Auftrage der Hinterbtiebenen� der Ermordeten beige» wohnt. Die dam Verteidiger der Ausklagten-im Progest, z» deoen Gunsten in der Presse erlassenen Erklärung veranlagt mich. au» dem von mit während der P«r�»ndi«ng gesammelten Mate» rial folgende» herauszugreifend 1. Der AnNagevertretrr hat in feine« Plädoyer erklärt, miki- täristherieit» sei von Anfang an alles getan worden, u« Wahr- heit und Klarheit zu iwast.n. Tatfäckstick war da» einzige, wo» mititärischerseit» mi nächst geschah, die Anordnung, dost die Leichen am Moniaz beerdigt«erden sollten, eine Mastregel also, die in hohe« Mäste geeignet war, der Kerdunkelun« de» Tatbestände» zu dienen. Tatsächlich find dann auch die Leichen»bzehalt war- den,»hne dntz»»rher oine kfeftlrznnz de» Tctbetzande»»der auch nur»ine Vesichtizirng de» Tatvrt»» ersetzt»Lre. Erst dem ener- fisthem Einspruch drS Landtag»at>goordn«ten Lieding gelang e», ie Beerdigung der Leichen am Monlag zu verhindern und ihr« Obduktion durchzusetzen. Dagegen fit die Verhaftung der Beschuldigte» unterblieben. A. Die Tuherung de» Transportes der Gefangenen hätte ver- langt, dost sie in der Mi t t« der Kolonne gerührt wurden. Statt dessen«rlrdcn sie im Abstand hinter den Schlust der Kolonne gesetzt, angechlich au» Sicherheitsgründen, weil Kämpfe er- wartet wurden. Dab-i war nach Aussage de» Adjutanten Baldu» der Truppe vor dem Abmarsch opn der Brigade mitgeteilt worden, dast grösi«e Kanchshandlunaen nicht zu erwarten seien und der Einmarsch wach Gotha sich voraussichtlich ongeüört vollziehen werde. Selbst«oenn man aber mit Kämpfhandtungen rechnete, war da» kein Grund, die Gesängen«« noch hinter die Bagaq« und sogar im Abstand hinter diese zu setzen, denn Angriste hätten ebenso gut wie von vorn auch von hinten erfolgen kbn- ncn. Die beste Sicherung war d.tzhalb immer in der Mitte der .Kolonne. 3. Au» dem so im Abstand hinter dem Schluß der Kvlonnd marschtzrcnden Eesasigenentrupp wurde dann aus Befehl de» An- gektogten GöM der angeblich al« besonder» gefährlich betrachtet« Gefangen« Hornschuh herauSzezogen»nd allein und im Abstand von den anderen Desangrnen durch die drei Angeklagten Krau«. Engelbrecht und Jahn transportiert. Ersierer vor, die beiden letzteren hinter ihm' gehend. Schon die Matzresel zu 1 deutete auf Pen gcplauten And hin; die zn 2 ist ans andere Wffie nicht M erkttlrea. 4. E« ist un richtig, daß der Sachverständige Jänicke angegeben hätte, tzornschrch habe den—'osort tödbchen— Herzschuß von vorn empfangen, nachdem sein.'rförper durch«inen anderen Schirst herumgeworfen, worden sei. Demgemäß hat auch der An- klageverteeter die Entlastung der Angeklagten nur durch d>e Kon- struktion versucht, daß, als die Schüsse hinten gesallkn seien, der vormarschierende Angeklagte Krau» sich schnell umgedreht und edensall» Aeschossc» Hobe.* Diese Konjt uktion wäre aber nur möglich, wenn die Leiche zwischen'den dvei �.'giestern gelegen hätte, mit ihrer wirst ichen Lage, 8,80 Meter ab- seit» der Strast«, ist sie unvereinbar. Die Lage der Leiche in Verbindung mit den Verletzungen, die sie auswie». ergibt vsilmehr ztuingend, datz Hvrnschuh genau so vom Wege abgedrängt und bann niedergelchsss»«»mbe« fit, wie man rt m't de« Zeuge» Batz nach dessen«acksage»eriuch»»nt. h.«l« letzt« sollte« nah der Darstellung der«n�stagten acht Gesänge m gtejchze»''« ausgebrochen fein und Kvar je zwei nach recht»«ch tintS. vier gercch.'au« lausend und dann:n ern-e Seiwniveg einbiegend. Di« Lunchen aller acht lagen bi» zu 7V Schritt von einanper emtfeent. Zw« beifamnren-twa««chl», zwei b'isa.nmei cw>o» tint» der Strast«. die wilderen wer etwa» in einem Seibenweg. Liese vi c r i n ei n« m Raum von ewa zwei Meter im Quadrat, einer von ihnen lKarl Fülltner), mit auf drr Brust gefaltete» Händen, auf dem Rücken, d r Kops nach der Strafte zu zeigend. Zwei aiche« auf der Seite, die Hände unter einer«-»ig', all« mit zertrümmerte« Schädeln, einer mit einem de« Körper m der Längsrichtung vom rechten Schlüsse� bo-n bi» zum rechten Kreuzbevn durchtwhreichem Schuft. Der Sachverstä rbige Jän>cke hat nun zrvar ganz abstrakt erklärt dost die Ä,ge der Liche eine» Erschossenen von allerlei ZusAligt-.'iten abhänge und deshalb an sich einen S-t.Il»st aus die Stellung und Bewegung de» Körper,, bei S-mpsimg de, S-husseS-licht zul-'.sse u*ü> dast e» sogar, wenn auch ungeu-öv»! ch sin, dag jemand, d. n die lödfichr Kug.1 dem h.nten aas der Mucht gelrv'fcn. wlt auf der Boust glefa.telen Händen und aus dem Rücken der Richtung de» Schusse« entgegengesetzt»irgend fifkunde» werixe. Er hat es aber? ider unterlassen, darauf einzugehen, iimnew.-it diese ob- straktc Möglichkeit nnt dem vorliegende» Konkreten Sachverhalt, da» fit den Verletzungen Karl Aülltner», indb sonder« dem zer- i fttossenen Schädel vermnbar wur. Uevcrhaupt hat er ebenso wie i ter von der Bers idigung gelad.-we Schiestsachverständig,' Schräder sich mit allgemeinen Mögkichkeitrn b.ynügt, jede kritische �Untersuchung de» einzelnen lonlreten Tal- bestände»,»oie sie doch beider Bedeutung der Sache unabweisbar war, Untertassen. 6. In der Verh-rndtung ist mehrfach zur Sprache gekommen, daß Zeitfreiwillige ihren Unwillen über un- genügend«' Anwendung bzw. die Aufhebung de? Standrechte« geäußert haben. Richtig ist, daß der Angestagte Jahn erklärt hat, Kapitän von Selchow habe bei einer FLHrerversammlung geäußert, man müsse stet« den R«chl»fiandpunkt wahren. Richtig ist aber auch, daß von anderer Seit« behauptet wurde, von Selchow habe ei- klärt, man müsse bei de» Erschießungen den Schein des Rechts wahren. Richt'.g ist ferner, daß einer der Zeugen(Leutnani Lümmel) sich für diesen Worfiaut auf einen Zeugen, den«r'nam- Haft machte, bezog, der die Aeusterung de» Kahitänleutnanis von Selchow ftenogvaphiert habe, und daß da» Gericht auf diesen Zeugen nicht eingegangen ist.. 8. Unrichtig ist, daß der Sergeant Wagncr seine früheren Angaben eingeschränkt hätte, er hat sie vielmehr auf- recht erhalten undmnZhcsonder« die Mißhandlungen der Mc- fsngrnen bestätigt. Richtig fit auch, daß der Kührer � der ß. Stlidentenkompngnie, Leutnant Haken», erklärt hat, er und feine Leute seien Ütwr die roh« Behandlungen der Gefangenen durch den Angeklagten Gobel und seine Mannschaften auf» äußerste empört gewesen, er habe auch geisehen, daß Göbel nach einem Gefangene» getreten Hab«. g. Allem prozessualen Gebrauch zuwivder sind»nnöchst fast die sämtlichen Sntleftu«>s»s«use» vernommen worden, darunter ins')«- sondere auch die 8 nickt miiangeklagten Angehörigen de? Göbelichen G-chi-.gene-näranSvor A cnnmando», diese Höchen sämtlich, inckbeson- der« auch jede Mis»Handlung Gesunkener in Abrede o-'t. ll), trotz- dem äu stierte der Vorsitzende noch der Vernehmung des letzt-'u van ihnen, er trage kein« Bodenken, sie zu vereidigen und er hat sie auch sofort und ohne Widerspruch de» Anklagevertreters vereidigt, »tvsie>'ch dies« Leute nach der ganzen Saihlage der Mitschuld dr»ngent> verdächtig waren, ohaleich die BciastiurgSzeugen noch nicht sfihöet waren and obgleich der Vorsitzende aus den Akthu wlsjen mustte, dast gerrck« sin Punkt der Vdistfrnndllnig von ondeien uubctetbiqteu Zeugen witzersprechende Angaben gemacht werden würden. 10. Trotzdem einige Heulen de« Mistjhandlinig der Gefangerren bÄitudet hatten, lehnt« der Borsitzeerde«m, Eingehen auf diese Auslagen uick die Vernehmung werterer Zeugen mit dem Be- merken ab. das habe ja mit der zur Aull läge stehentzeu Tch ir cht» zu tun. Die» geschah, Obgleich c« für jeden Uns.wsange.nen klar feie, must, dast mit dem RachrveS, dast de« Mitglieder de» Trau»- portkommand� kseien sie Angeklagt«, seien sie Zeugen) fit öioscrn Puullt gelogen hatten, auch für die Bewcrtuug ihrer, übrizfen Ängabon von ausschlaggebender BodeirtUng sein must. Dabei kam auch im Betracht, dast nach der Bekundung d«S Professors Hermelsirg vor dem Prozest in der Mätburgac Siudeutenschaki die Aussai'uerg allgemein propagievt wwrd«. man müsse in die- fem Prozest gegon die Arbeiters chaf t zusammen. halten. 11. Sowohl der Sergeant Wagner wie der Gefreite Lerche haben eidlich bekundet, nachdem hinten Schüsse gefallen, sei der zeit frei- willige Student Hohn.'w mrn rtach hinten zum Göbal scheu Gc- fangenentvanspart gelaufen und Hab« nach seiner Rückkehr ge- ä nste rt, die Gefanzene» würde» nicht auf der Stratze erschessen, e« werkt den Leuten vielmehr gesagt, sie sollte» von der Strasse herunter uud dem» würben sie erschossen, damit e» den Anschein »er Flucht Hab«. . IL. Al» dar al? sechster der nicht angeklagten Begß'itmann- schaften vernommen« Student Kuhn sich bei se>ner Aussage dar- auf beschränkt hatte, daß Hornschuh zurückgerufen worden sei, und nur einige» Belanglose» hinzugrfügj hatte, äußert« der Vorsitzende wörtl'ch zu ihm:.Nachher sind zwei S.'üte link? hinauSgesprungen und etwas abseits de« WegS erschossen worden. Haben Sie das gesehen?' Er unterstellte also— von der suggestiven Wirkung der Fragestellung ganz abgesehen— die angeblickte Flucht drr Gefangeue» als» scha» in diesem Moment al» Sntsache. 13. Richtig ist endlich, daß, al< der Zeuge Schellenbrrg äußerte, er glaub«, in einem der Angeklagten einen Mann wiederzwrrken- neu, der dabei gewesen sei, al» in Thal da» Auto mit dem Geschütz eingefahren sei, al» der betreffende Angeklagte da« ssestriit und der Zeug« daraufhin äußerte,«r glaube, er könne sich nicht täuschen, der»vrsitzenke in erregte« To« zu ihm äußerte:.Gewiss täuschen Sie sich; Sie hären doch daß er sder Angeklagte!) sagt, er war»berhanpt nicht dabei." Berlin, den*. Juni 1830. Theodor Liebknecht, Rechtsanwalt. 1 0) ä r i r e M-h a v»« V � � s«»■ Sinschränku«a b Die lüsligen Söldner. Der japanisch« Gesandt« in«erlin must sich hilfesuchend an »!« deutsch« Presse wenden. Gr btttet. daraus ansmerksinn zn «wdien, dast der Glaube falsch fit) daß die japanische Re- lU»*« dss.Uch« Otsigier« In ihr,•«««««t»' stelle. Die japanische Bolschoft müsse alle die zahlreichen Ge- such«, die ihr diesbezüglich zugingen, mit abschlägigem Bescheide zurückgeben. Dieser Hilferuf de» japanischen Gesandten kenngrichnet wieder einmal s« recht die Bedenken losigkeit der deutsche» Beruf»- Militärs, denen e» ganz gleichgültig ist. wem fie dienen, wenn st« für Hr»en nütze» Hemtzwerk«rr genügend«, Lohn er�cktem. . Weitere tede«smilkfii:«ri'hen. Oldenburg, 2ö. Jnni. Heute vormittag versammelte sich hier eine grvße nach ll,..nsende» zählende Menschenmenge ans de« Pferdemarkt und zog von dvrt truppweise durch die Geschäfte und stellte an die Ge- schnftSinhabee di« Ferdening, dt« Preise slle Leben». mittel, Schuhwaren und KvnsektivnSsachen»m ei» Drittel herabzusetzen,«ine»vntrollkommission»erde in kurzer Seit dt» Geschäfte wieder r»»tr»lllrre» und zu Swangtzmassnahme» «reifen, wenn die Qkschäfiltudaber der«ufsvrdrrnn, nicht nach. gekommen sein sellten. Der Zug bewegte sich dann zum Markt- platz, w» in Aussprachen zur Ruhe und Ordnung aufgefordert wurde und wobei betont wurde, daß sich diese Demouftratiou nicht gegen den Lohnabzug und auch nicht gegen di« Reichswehr»nd die Sicherheitspolizei, sondern lediglich gegen die Wucher- p r, t s»» i« t e. Man»erhandelt heute mit dem«agtstrat»ad mit dem Ministerium zweck» eventueller Festsetzung der Preise. Sollt« bt»«orgen keine Herabsetzung der Preise erfolgt sein, so soll in den vetriede« die Arbeit niedergelegt werden. Mainz, 23. Juni. «m hiesig«» Obstgroßmarkt herrschte heute eine sehr erregte Stimmung. Die Polizei war stark vertreten und kon- trolliertr die Preise,«ußerde» hatte sich eine große Menge von Arbeitern eingefunden, welche von Stand ,» Stand gingen und ein» Ermäßigung der Berkansäpreis« aus einen bisher noch nicht dagewesene» Stand erzwangen. Kirschen wurden für 00 Pfennig bi» eine Mark je Pfund angeboten. E r d- beere» wurden zu 1,50 bi» 3 Mark»erkauft. Auch aus dem Geinstsemarkt wurde» die Preise herabgesetzt. Nnter diesen Umständen war der Markt bakd anäverkanst, da der Nachschub znrllck. gehalten wurde.>/ Das neue Mesopotamien v»n Englaud» Gnaden. Durch isteuter ttrit» amtlich.»nfivtteiit, dast unter dem britischen Mau- bat über Mestzpotamien da» StaatSgrvnpyesetz unter be- ratender Mitwirkung der Bevölkerung ausg«- stellt werden wird, durch da» di« Snlwicklunst de» Landes zu einem Staat mit Selbstregieruug erleichtert wird, damit e« bei v Ablauf de» Mandat» imstande ist, aus eigene� Küsten zu stehen. Ein vorläufiger Staatsrat wird unter einem arabischen P'.äst» deuten gebildet werden, ebenso eine freigewählte Rati»- aalv« r s a m« l n» g. •\ Ter Mord an dem Volizeispitzel Blau. Ein eigenartiges Sachverstänbigengvtachte«. Zweiter V e rh a n d l« o g s ta g. Zu Begmn der gestrigen Sitzung teilte StantSanwav Dr. Orth mann mit, dah er sich gesiern sofort zur Ermittlung de« aichterschienene» Zeugen Schreiber an die Münchener Polizei- direltitm gewandt habe. Er habe jetzt die telegraphiscl)» Antwort von dort erhalten und darin werde nochmals betont, dajj der Aufenthalt Spitzel» Walter Schreiber, der seinerzeit nach Lindau abgeschoben worden ist. n i ch t b e k a n n t sei. Ebenso sej die telcgraphisch« Anfrag« bei dem Generalkonsulat und der Polizeidircktion in Zürich ohne Erfolg geblieben. Auf Anregung de» N.-A. Dr. Weinberg soll bei Herrn von Sald«r»berg dm» der antibolschcwistischen Liga Au»kunst eingeholt werden. Der vorsitzend« fährt dann in der gestern unterbrochenen ver- uehmung de» Angeklagten Hopp« fort. Er bcsragt de« Au- geklagten, ob er stch auch, s mit tzppne tische» Fragen beschäftigt habe. Hoppe bejaht diese Frage und erzähl! mehrere Einzelfälle, in denen er von einem seiner vekannten in Hypnose dersetzl worden sei. In einem Fall habe er in der Hypnose ein« ParlamcntSred« als Ministerpräsident Scheidemann gehalten. Ein andermal habe«r eine Debalt« mit Parlamentariern als K o« k r geführt. Er habe auf seinen Hypnotiseur stets sehr stark reagiert und sei jeglicher Gedankenübertragung zugänglich ge- Die Sachverständigen Dr. Ii r o n f e l b, Gefängni»arzt Dr. Hirsch und SanitätSrat Dr. Le b n s e n stellen dazu an den An. geklagten eine ganze Reihe von Fragen, die sich auf die Hand- tangen d«S Angeklagten im hypnotischen Zustand« beziehen. In der Vernehmung Hoppe» wird sodann weiter fortgefahren. Der Angeklagte schildert, wie er am Abend gemeinsam mit Blau und Pohl nach der Winklerschen Wohnung Grostbeeren- stratze 20 gegongen sei. vor dem Hause erwartete sie.Franz' mit den Schlüsseln zyr Wohnung. Pohl verabschiedete stch. .Franz', Blau und Hoppe gingen hinaus. Blau erzählt? ih« eben, datz er in München für die»Antlbelschcwistisch« Liga' die Kommunisten bespitzeln sollt«. Er habe die Aga jedoch de» trogen und für die Kommunisten gearbeitet. Auf Befragen deS Vorsitzenden, warum er denn den Bla« dann noch fest» geholten hat, erklärt Hoppe, dnh nach seiner Meinung Blai» al» Spitzel zwangsweise hätte photographiert werden müssen.— R.A. Dr. Weinberg hebt hervor, da� da» früher bei der sozialdemokratischen Partei auch üblich gewesen sei, um mit Hllfe der Photographie die Genoffen warnen zu können. Der ehemalige Polizeipräsident Eugen Ernst sei früher Spezialist für Spitzelphotographie gewesen. Hoppe gibt dann weiter an, daß ungefähr eine Stunde nachdem sie die Wohnung betreten halten, orei Männer er- schienen, die auf ihn«inen sehr wenig»ertrauen« rw eckenden Eindruck machten. Sie benahmen sich äußerst gewöhnlich, k>»- sonders der größte von ihnen. Dieser forderte Hopp« auf, doch endlich mit dem Blau S ch l u ß z u m a ch e n. Er bot ih« da- bei dasselbe Fläschchen Morphium und denselben Strick an, die ihm bereits am Vormittag in der Pohlschen Wohnung von einem ibm Unbekannten angeboten worden waren. Er lehnte dieses Ansinnen entschieden ab. Da er aber bemerkt«, daß die drei neu Erschienenen mit der Absicht gekommen waren, den Blau umzubringen und einsah, daß er sie von diesem vorhaben nicht abbringen könne, zog er e» vor, hie Wohnung z« verlaffe« da er nichts damit zu tun haben wollte. Er sei in großer Auf- regung gewesen«nd sei erst einige Zeit planlo« herumgeirrt. Dann sei er nach Hause gegangen und habe sich zu Bett gelegt. Er fand aber keinen Schlaf. Jchn trieb besonder« die Unruhe, daß er die Winllersche Wohnung, die doch ih« andertraut war, den fremden Männern überlassen habe. Er sei deshalb nach einer Stunde wieder aufgestanden«nd dann zurück nach der Großbeeren straße 20 gegangen. Er wartete einige Zbit vor dem Haus«,«nd e» kamen dann nach«imger Zeit der groß« und der eine mit der feldgraue» Uniform v» tbtu herunter. Sie sagten ihm, «st« seien eben fertig. Die anderen timtn gleich mit der Leiche hernntn.' stakd darauf kamen auch.F r u n z' und der andere Feldgran« mit dem t» einer Teck» eingehüine« Körper vlau». Sie legten die Leiche erst im Hau»flur nieder. Dem neu hinzugekommene« Schröder, der körperlich kräftig ist. wurde die Leick« über die Schuller gelegt und sie gingen dann gemeinsam zu der drei Minuten entfernt liegenden Brücke, dan der die Leiche dann in den Kanal hineingewarfen wurde. Hopp« ging dann mit.Franz' und Pohl gemeinsam fort. Auf Hoppe» Er- suchen schilderte.Franz' den Vorgang. Sie hätten Wein ga- holt und jeder hätte Wein getrunken. Dem Blau hatte man Morphium in den Wein hineingetan, so daß er betäubt war. Dany sei ihm eine Schlinge um den Hals gelegt»nd er sei to erdrosselt worden. Naher« Einzelhesten, z. B. wer die Schlinge zugezogen hat, hätte ihm.Franz' nicht erzählt. Auf Befragen de» Vorsitzende» erklärte Hopp« nochmal» ausdrücklich, dap er bei Begehung der Tat nicht»ugegen gewesen sei»nd nicht» damit zu tun habe. Der Vorsitzend« läßt dann de» von Hoppe an Mnkler ge- schriebenen.«-i,-— Kassiber gut Verlesung bringen. Diesen hat Ainkler nicht zum Lese» bc- kommen, da ihn«in GefänaniSbeamter vorher fortgenommem hatte. Ja diesem Kassiber ga» Hoppe dem Winktcr gut« Motsckläge, wie er in der Hauptverhandlung aussagen sollt«. Der Vorsitzende beftagt ihn, warum er denn diesen Kassiber geschrieben Hab«. Wenn sich alle» so abgespielt Härte, wie er e» hier darffiellt, Hätte ihn doch Wu'fler mlwwtä'belasten können. Hoppe meint daz», er hätte d>ftegt, wie est heutige kapitalistische Wirt- schaftSweise zu bestitlgen ste. Er sti heut««nhänger der kswmu- »istischen Weltanschauung, jodoch gehöre tr lenet Ponte wchtung >n. Er steh« auf dem Beden des Pariamentartsmu» und sei als öl che r Regner der Propaganda der Tat.. � � � Winkler ichübcnt bann, wst ec' femem Kreiieche Hoppe an >etn bawußlen ScninAenb die Wohnung stineir Eisern»v«mer «übtet itznna ü-strließ.«r sti der«uftassung«»vest». wß r» stch um ene Sitzung für d>««iiegale B«w«- tu na handele urid hob« es dedhtlp für sti« stkbstvorständl' che Pflicht gehalten, ist Wohnung Freund« zue Perfümtng ut stelle»,«r fei zu ewiem Freunde«egangem und habe dort lilermtchlei und am ander«. Morgen chann nach TrqUew zu Wtctt STtt""f"' fr klagen, dw gu stiuer Vewaoteituna vor dam«tsterovbentlichen KrwgSgrricht führten, zu stwwr fehoaiakUwstt* in Kestm Prozeß nwt herangezogen«wrven sollwn, bann müßte stitstvooftäiwlch da» gange vorfahren ot tuest.« Poo�eß awchmol» ausgaroikt«oenbetu Ruch wrgoa Beratung de»»röchtShost» vertündew der Vorsitze nd«, daß tu« Verlesung de» Urteil» vorläufig zurück- gestellt weide, e» müjst«wer doch im Laust de» Prozeff:« girr Verlesung g bracht werden. Bei der Vernehmung de» Sachverfiebtdigen Prvstssor Strauch, der gemeinsam mit MedizimUxot Dr. Hoffmann dst Oddukstrm der Leiche Blaus vorgenommen hat, wird bebrn.rt, daß die Leiche am Halse ein« StrangulationSmari« auf- wies. Weitere Merimaie war«« nicht ststzu stellen, st daß ihr Urteil tauSte, die Tot»»Ursache sei nicht ststzuszelle». Es wurde auch die Möglichstit de» Selbjiuiorde» angenommen. Vach dem d.»herigen Verlauf der verbaitdiuna�n sti er jetzt jedoch zu her Ueberzeugtntg gestmnne«, daß der Tech durch Erdrosseln eietgetiUen sei. Ein Geschworeuer beftagt d-n Sachdevständigetr, od denn der Befund bestimmt ergeben Hab«, daß der Tod durch Erdrosseln«i,-getreten sti; denn wenn Bla« nach nicht t«t ge- wcse« uwre, bann wöit doch p t Erstickungstod durch da» Riitgen «»�getreten, machst derstnig« der Mtrder, der Blau in» Waffer »e warfen hstte. Bei Beuetolung der Schürf rag« hänge doch sehr »sti mm der Klärung d estr Frage ab. Ein ondtrer Geschworener verweist darauf, wß e» doch sticht möglich sti, daß Bta« nur betäubt gewestn war, da man Ihm Morphium eingeflößt habe. � Der gerichtliche Sachverständige, Profeffor Dr. Strauch, beantwoest-t die Frage de» Geschworenen dahin, daß er jetzt tnft «llex lfteffirnrncheit die Erdroflelui-g de» Blau als Todesursache annchme. W'wn ein getchsier Widerfpench mit dem jchriftiche» bei den Akten lvünWlichen Gutachten vorhanden sti, st liege oaS bttftm, daß die DodeStrr fache be>i Erdroffvlung nie mal» mit Sicherheit festzustellen sei, und sie u,»üßien als Sachvcrstän- big- dann imnter sehr, kouttchnkarrinr Gutachten«bgepe«. Hstrauf Wied der SnchofrftanWge Sanitätsrat Dr. L ehn sen verriommen. der itdvch rnchw Hv-fr«fitch«eues zu jag«« bat. Du: Kitzuchg wurde dcnrn«ruf G«rn«rbe-nd tvrnrtftag Uhr versagt. Der Vsykoll yegeu ö.igar«. Eigen« Drahtmeldung der-Freiheit'. Wie«.>5. Jnut. Die»ngarksche Regierung verbrrlstft die»achricht, da»»in« telrgraphische»rrbindun,«it Berlin itber>»r«, bewerkstellig sei. Wie der«edaktenr Stivin vem„Pred, Lid»" mittrilt, ist die» ein« tenbenzisse Erfindung. Di«»egyarisch« Regierung Hab« sich zweimal an da? tschechoslewakisch, Preffr- bnrea« wtt de« Ansuche» gewendrt, de» R-chrichtendirnft übe, Prag»»»ermitteln, was aber strikt«»b,«wiese» wurde. Der Bopk»« gegen Ungar» wirb von der Tschech«. ftewaket»«■ allen staatlichen AerkehrSbetrlebe» strenge durchgeführt. Wie die Staatstksrrrspandenz Wie» meldet, wandte stch der ungarisch« Gesandt,«ratz an den Staatbkanzler Reitner in der Bahkeftangelegeuheit. Redner erklärte» ber Batzkstt sei keine Angelegeuheit der ästerrcichische» Regirrun», senderu«ine internatienale snzialr Aktiv». Di, Sstertwichtsch« beiterschaft werde zweiftlü» der Amsterdamer Lvsang stlgen, ade« die»ftrrr, ichische Regierung brsttze keine«acht, diest soziale S«. wegnng zu unterdrücken. ES tauchte dann dar Gedanke der «ermitteln»«»wische» der»ngarischen Regirrun, und Amster- dam auf. Nachdem vorher die Zustimmung der nngarisch«» Regier«», eingehett worden war,«»»dt« sich Staatskanzler Renner an de» Gewerkschaftbbuitd mit de« Bsrschlag« zu einer «rmeinsamen«esprechnug. De« Sekretär de, äfterreichische» GewerkschaftSkommlsfien H neb er'«ahm daraufhin Uützluug mit dem ungarisch«» Gesandte»«ad et wurde»ereiubart, für den 2& Juni eine AuSstzrache zwischen je drei Bertreiern der »»garische« Regieruu»»nd de» iuternattenalen Gewerkschaft». Hunde»«nter de»»ermittelnden Benitz de» Btaatttangier» Renner»ach Wir» rinzttdernfrn.-/ Am füustru BetzketttTage ist die Absperrung Angarnb »ullkvmmr». Di« Knnkcustntlvnr» de» Warschau und Pari»,»eiche bi»h»r den Nachrichtendienst«nvallständig»er. mltteltrn, sind jetzt auch ausgeschaltet,«»mit ist der Bvtzkutt lückeulv». «uverbllrgtro Nachrichten zufolge maeschiert Obcrlrutuant Peija»»» der epitze von V0«i brweffneteu Serdatea und Bauern gegen vndapeft. In Budapest horrscht»rohe Panik, die Jude« flüchte» massenweise. Die Re�e Finunevs wach Wie». II. bl. H» a g, So. Jnni. F i m« e n. her Sekretär de» Internationalen Gewerftchast». Hunde», hat»»r friuer Wiener Reif« folgend« Erklärung ab- gegeben: Der Bohkott soll angrschwächt fortgesetzt werden, nur die verschärfte» Maßnahmen, dir a« Sonnabend beginnen foüten, solle» vorläufig so lange, bi» die«erhandlungen beendet sind, nicht angewandt werde». Soweit ich Bericht« erhalten habe, wird der PotzkoU in Deutschland, Frankreich. Belgien, Oesterreich und der Tschrchoslowakri streng durch. geführt. Zuverlässig« Berichte aus Südslawiru»ud an» Polen Hab« ich noch nicht erHelten. Wen» Ich uicht glaubte, daß die vre- Handlunge» ein« Grundlage bilden konnten für di«. Aufhebung de» vohkotts, dann würde ich uicht»ach Wien gehen. De» von unserem verband gestellten Forderungen habe ich nicht» Hinz«. zufügen. Ich habe auch bereits der ungarischen Regierung in Budapest mitgeteilt, beß dieser Botzkott nicht auch«uf die un- garische Politik i« weiten Sinn« Einfluß ausüben, sonder» lediglich dem.wrißven Terror ein Ende mache» soll, damit die Arbeiterbewegung in Ungarn sich in derselbe»«eise«ntwickel» kann, W i c i» anderen Länder«. Bernbigung deS Streik» in Essen. Der Streik der siädti- sehen Arbeiter ist heut« riacht durch«cchandlungen beendet»or- den. Di« Arbeiter erhalte»«ine Kenderstulast«. Dt« Astbeit wurde ausgenoenmon. Geaemnmsmiimlmlg der LMebsrAe. Wir haben bereit» über den Beschluß der Getteralversainm- Inng tu der heurige» MorigenauSgabe berichtet. Der Mferent für du Vetrielr�äte-Zentral«, Gene, ff« Richard Müller, er» innert zuerst au die©cltinipfieng de« NöGgebankenS. Die Be- «orttsthastett der fRkhtung tibari Legien hoben erst von ihrem Widerstand stehen da» BetriedZräiegssetz abgelasien, als chitct» Bewähr(joartien wurde, daß die Aetricvsrät« unter ihren Ein- ItuJj gestellt werden. Nach einer Reiho brutaler Gewalt inaß, nohönen gegen die Arbeiterrääte, die in der Auslösung des Vokl» zugSrntc» und Berhaftmig einzelner seiner Mitglieder ihre Spilft [aaden, wurde jede Totigleü zur Erfasiuiiq der Betriebsräte ver- boten. Die heutige verscnnmlung ist da» ErMbnil der trotz dies»» Verbote» durchx«fü»>rtea Arbeit. AuS den Delegierten aller Jndnstrieymtppen zujaenmengesetzt, bildet sie die Spitz« der Ber- lmer Räteorgonsation. Wir brauchen eine sellfftüiidige Cigfltni» fation der Betriebsräte, um cnrch die 10 Millionen Arbeiter zu erfassen, di« noch nicht gewerkschaftlich orgaiüsiect sind,, um die in Parteien und Gruppan zer splittert« Arbeiterschaft al» feste Macht der geschlossenen Front der Ueitcrnehmer rirtgk�enzcb. stellen. Di« beiden Körperschaften werden sich verständigen mitsica, um eine einheitliche Organisation für Groß-Drrlin zu schaffen. Es ist bereit« eine Einigung erzielt dyrüber, daß dir Erfassung der li�etricbSrä!« gemenesom nach Betrieb und Beruf co> folgen soll, daß ei» provisorische» Sekretariat zu errichten ist, daß die Generaive rsamml««g au* Delegierten der einzelnen Honpt- gruppen besteht, und ftd« Hauptgcuppe Delegierte für die Be tri et»rät«-Zentral« namhaft macht, die von der General» veriamenlung bestätigt tvetden.. Die Zentrale soll besteben au» 9ß Deftgierien, 6 Sekretären und 5 Mitgliedern der Ge« «erkschaftSiom Mission und Asa. Auch di« HauptzeupPen wählen geschästlführende Ausschüsse. Die Generalversammlung soll zu allen- Wirtschaft»politische ii Frage» Stellung nehmen und zu allen Aktionen Beschlüsse fassen, di« keine finanzielle Leistung der Getoerkschaften erfordern. Streitfragen sind noch; die Frage der Finanzierung, der Zusammeufetzung der provisorischen Zentrale, und ob die bestehenden Beiriebdlcrtrzentralcu sofort aus- gelöst werden oder in Liquidation treten solle». Sowohl in de« Hassenführ ung ml»- auch in der Zusannenens estnnq und in den Nechtea der provisorischen Zentral« schlagen bi« Gewerkschaften Au?- füheunggbestimmungep vor, die ihnen ein« veberlegenheit sichern. Um die Einigung nicht an her Finanzirage scheitern zu lassen, würde die BetriebSrätezcnirale einer Verständigung auf folgen- ver Grundlage ztiftimment Die finanziellen Mittel für die Räte- organisatioa werden von den Arbeitern- und Angestelltenorgani- setionen durch ein Umlageverfahren aufgebracht. Jede Geruerl» sckaft führt pfo Mitglied und Jahr eine Mark an die Kasse der Röteorganisation ab. Die Äettrug« find in viertelsah rekraten im voraus zu entrichten. Diejenigen Arbeiter, di« bisher keiner Gewerkschaft cengehörtrn, leisten ihre Beiträge durch Gntnahma von BeirragSmarkdu, die durch di« Kasse ber Stäieorganisaliou auSgryeben werden. Die Zentrale ist flir alle Ausgaben der Generälversammluna derantworttich. Di« AuMstrungSbestirn,- münzen über die Zusammensetzung der provisorischen Zentral« sind unannehmbar,»eil sie eine Mehrheit der GewrrkschaftS- Vertreter vorsohe«. Auch einer fojortigon Auslösting� tonnen nsir nicht zustimmen. Dir betresfenbe Bestimmung müßte lauten: Stach An/tahm« der Richtlinien treten die bestehenden Betriebs» rätezentralen in Liquitatian. Die Bew«rkschast»?ommissivn ist brnncht, mit nnS zu einer Einigung»» kommen; darum soll sie ihren cisssherzigen Standpunkt in bfcsen Fragen aufgeben. Genosse. Z i» k a sprach«IS Korreferent für bi« Gewerkschaft»- kom Mission. Sticht«in« selbst-indige Organisation, sondern div Zusammenfassung von Gewerkschaft, Partei und Räten soll tir neu« Betriebsräte zentral« darstellen. Aach langwierigz»» ver- Handlungen war»S möglich, in den meisten Punkten einen Aus- gleich zu finden, so daß e» aus dem Wege der»veiteren vcv> handlung-il möglich sei» wird, di« letzte» Gegensätze zu über- brücken. In der Frag«, wrlche Stelle über die i6e;tvendung best Mittel entstbeide» soll, ist die Zusammensetzung der Sewerk- schaft»kom«nission zu berücksichtigen und ihr schwerer Standpunkt gegenüber dam, traten, erhielt Abgeordneter Genosse Braß als blast das Wort, s der über den Stand der. Rütebevegting im rheinischen Industrie- gebiet berichtete. Die Organisationt srog« der Betriebsräte JitJ# auf der Tagesordnung im ganzen llieich. Wir haben in unteren Aktionsausschüssen eine ähnlich« Beriretung gehabt, wie sie die Betriebörätezentrale hier. vorschlägt, und werden auch den Aufbau der Betriebsräteorganiscttion in gleichem Sinne vornehmen. Cs «st ein Unb-ng. den Betriebsräten anzu.r.»ten, sich immrhglh der. Gewerkschaften zu organisieren. Sie'müssen ab« eine selbständige, Organisation um Zusa m inonattbe ften mit tx-r Ätttvenkschaft ihr«- gr�en Aufgaben erfüllen. Die Generalversamotlung muß tn «»llen Fragen die höchste Instanz bleiben. Genosse Dr. B e h e r- Hamburg gelangt nach, einer Betrach-. tung über die wirtschaftlichen verhattnisse in Deutschland �zu dein 1 gleichen Ergebnis. r'! In einer Bemerkung gegen den Antrag auf»chlutz der f Debatte, der nun gestellt wurde, trat Genosse H i l d e S h e i m tun- j der Vewerkschastskom Mission der Ausicht da�, tte* ffie-\ werkschastskom Mission die Selbständigkeit der B�triebSrateorpam. I satfön verhindern will. Genosse. Z i s k a führte m seinem S:.!u> s wort aus. daß auch in der Besetzung der provisorischen Zentrale � ein« Verständigung möglich sein wird. Di« Betriebsräte müssen dafür sorgen, daß di« neu aufzunehmtudefi Berhaudlungeit zu einer Sintgttttg fuhren können. �. Genosse Richard Müller führte in seinem-Schlußwort aus: Der bshcrige vorkruf d« Gen-rast'ersammlnng gibt ihr durch di« Ru-He uiid SochüchW der Äerht>ndli«üsstn best»igt»vor. de», und dst««.handlungien wecden diest-«erstä»d>ssung prmgeit, wecm sie'weitergeführt werben von dem eftrlicheit Willen zu einer Emigtrug, den Genosse Zi»la Heu«« stwohl nü-e in den VerHand» l tu»gen mit. der Gi-wertsthiftskommitsion gezeigt hat. Wenn e» der ge'amöen Realkt»« nicht gelang, t»st Rä ckbewaguna tot zu machen, wird e«««ch nicht gel u�en, die BolriebSrä e abzuhalten von d« Erfüllung wvolutioilärer Ausgabcnt. Di« Versiaudtgung tza�u weht erzielt werdet» airtce Preisgabe revolutioi.aver Slot« wenbpletten. Dar bewit# im Warftant verSsteu ficht« Antrag würbe zum Beschluß erHobe» Genosse Eundmäcker beirichiete. für die ReviisionMommission, daß oi» Kossen führung der Betrieb» rätezeiv» -*-• /Ämüjfa uun-S i« twfftex Otitutiutui nduxtbui fimwCc Nssk siüi Volksbükns '0" Meiöü�'WlkM. St9»0toÜl*dtCP Oppr«h»«'ir fUIir: MsUania Butt�rHy S c Ii a n s 0.1 c I h h n s S1■.• iv.r: Dia FtJ<"er. ßi'iüs Sshäü�feäB» Kai'Isiriüe/ 7 Uiir: Jt'in» CRrar. ) f!?, �' tellun j. TV. AbenO_ Oirektiim:»U HotalM** KSMM : Ys if Ii � [ �äöfiC»©«T>«Ät2r Frledi lchstr; 21S.- 'Ji/ AUAlwR/iiich fi 2 SonatÄts 3I 9 u. J lZchmüMMz VAiM. Prtgiüffifl! (i Uhr |a»;f�r llsie 7 Uhr: L«KfBa."d'»t F lSJe ZÄMfWM f[ Uhr; Moral dtf Frei Dvtska. t-M ki Westen V;. Uh.r;(\yji6 nc RUterzait. a. alle ßedarfsavtilrel preisw. PreiaJfate MM fjnaiü. FoiO'T?f.�f%s}*l� S©s%ii46# Friftdrctie�raßo 14. Heute i firos-g1 Fenerw�rk uiJsl-Roazßrt. b»!Ö»ro, kräftige Stoffe, gula JtiiiPT» movLerne Verarbeitung.... ven j&Sisä'ämmt Uust�nj Tr�*: naT In Wefnem Größtrn, bestehend aos sm/�ngo I Jackett a. Weata und Toruelun gostr. Ilo&e jcl/.t lQmmcü'&!S&&&r..?!. fr1'.'5;. ■- M. u. irensre! SöüijsSnfli as MSehwTr itättffi Hcuic Sonnabends ßrefer Blciiafd Waper-Aöand / rsfik "Cirl.Keljüiajrtl— Rud. S�maccr Tiicrtor!. d, u, 3Qii"lKdSli3 1 .A't� liefert hu berste««! twPrdi« eni Tüiiaiieng ausgeführt vom gesamten Bistliuiw-Örcheafea:- Leftmic:#&?«slkdiff©ktor Hofcrlch Schräder. Im grossen Saai DAX.!.. ILocxcrCböc�iaa 7 Uhr 'RWMMZ85 SU.: ÜleStef&ei.i. MMckeozelt Isr�sr ftefrfüt '°J'hr. i.>er letzte'iV'nlrrr ff"«? im mit kleiner ÄHZS ilW?« Süll V�-nspiMemitt i W-5.•■■?«*? awr, acW-fzim tner, EpÄiaaaitaiwir, Hafrorx'aiRvor 'iu großer Ans wähl SO M MUR SPIÜLZCTT Aflabcndl.ch S.Uir: rr. 0S5 5-38 l!sr h'-iffM ":-s'a IfSwtj . V. Ai'.ift w) V,»- 2 Äb K 1*4 Allabendlich y• l.hr; l r:|35sscrc!!ä fte mit Max Adalbert Roes-Theater 71 U r; ScIsv/arxwaldMddcl.' OÄrtgnV.ühne üTjTck; * l iir: p]c TrJ'X hCüSS d�fe�KMz Direktor# Jaaa iirsr Schleuge, Abfahrt: hfOfiflt&cS fe1)« Uhr vom. und 2l/4 Vor nacHwittags. Wochentags nur 9 Uhr vormittags. He«fd0rol Jvieck, raIkcnstefnptT.48. Telcpk. Mofitzpl.8197. Bordeaux. Portwein Stärkstar Qkoep- iüotoro WMS-�WW (Bahnbot Frledrichstiaßc) Tög'icli.S Uhr; Masker. de. SomrtaiT 4 UJFr kleine Preise: l'NMMG SüSSüSi RMWPW.M« .�Stadtbahn Jaiinowiizbrücko, jünte rg tu® 1 s�n K'os ter s tr.) TSgiioh»8 Uhr: i> Ü �«ä. Sountag 4 Uhr kleine Preise: Joha:iii>stetier. , W« WMesw Kdpenicker Str. M, 7i w«: C-3 3 7«Ü;isg8. MM SMsr Kastar.Ien-Allee 7—9 der SksZsr M Tanz-Diele _ Ar f ng*5 Ühf l5�ve»«ttges V 3.1 t- Titaafer Kadstraßc 55. Sommerbühne: rl Igli:h n. ehm. 4S Uhr: feine Ntminser. a--- ult— � �' t�r Biuß ceub tokil nb�nds 7l 3 Uhr: UMMftMM L iUkalhi-fkkättf TScIich'A U»r: KaseinenltilL ■ * i A tHsiid jbca liru!)- iA-.\\|'Hnffij■ q\>" iKo'dMMi-.lliuil-.Haril-; I»-!«.: starb. ')9cfeer»ia:i» SinchroSr,. cvliB i-'Hlur.'.lcritc. 2 Feiu.'U'!>!or.6Pf. ts2K est. birOvacbl. Berlin SW, Erhüdenlir. 6. gen.tuj: B Uttum 18»2. Dr.SritoffchurfbI.Btilw.i;ii.!>man.Siiivcni-i»chs>r.4S.�er�>uftPjaljd.3Z«4, geb. S-VilU estüielj, Pate da, II', Breite Str. t2. «st. 3eun?rnationale in einer Sitzung des Zentralkomitees, dcS Äeiratt und der Kontrollkommission unserer Partei erneut eingehend be- raten. Es wurde festgestellt, das; alle Maßnahmen auf rmd�dnK dm 0�n t�o tröcrt waren, Hj�ung nur durch Kuriere hergestellt werden kaim� Dieser Brief l. i.i die Art J» et Durch ttyrung e l n st l m M l g e wurde keinem einzigen aezeigt, soichern ist die» die erste Stelle. wohen der Brief gebrocht würbe., CriSpien! Wo befindet sich der erste Vrrefk Borodin: B» ist möglich, dost da» Osteuropäische Sekretariat kein« direk!« Berbindung mit dem Zemlrolkom tee stnöen konn'e. Ich werde in Kofrfau berichten, dast der erst« Brief da» Zentral- komite« nicht erreichst hat. CriSpien: Bei einem flüchtigen T.urck> lesen de« Brest« bc- merke ich eine Reih« von Froren, die beautmorwt nxrden istlten. Ist die Beau Nvortur�g dieser Fragen die Boraussetzung. dah über- Haupt VerhanslunHen mit der Dto»laner International« statl- finden können k Bor od! n: Ts wäre gut, wenn Sie mir die Antwort auf diese Fragen geben könnten. Ich beal lau zu schicken. E» wirrde un» aber erklärt, zu einer Ein- roisoerioutnsts bedürfe c» erst der Zustimmung der Moskauer Jiiteomr Kmai«. Wir haben un» an einen Berne ter oe» West- euro->ä»schen SekretarioiS gewandt, ober keine Arstwori bekomme». Borodiu: Söbnlld da? Zendvalkomitoe der Ii. E. P. an da» Wesicurc»»äische Teckretlarint lchvoKn, dast e» bereit sei, ein llo- mii« nach Moslau zu««stsentien, w-Ld et die notwendige Ertaub- »:» zur Ein-reist bot o mmen. G» ist aber auch möglich, dah de Senoistn van her nach Neval gehen und dort die neimerich«(Jin- vcifesteoilligarrg für McSlan trhnlfrn. LriSpirn: Würde also di« Entseirdun-g erner klommrffion nach Moskau nicht an einer aiblechacnden Haltung der Moskauer Jnter- national« lchoitevnk vor»din: Nesr. ErtSpie»: E» ist nicht msigl'ch. dast wir seht schon die gefiell- ten Fragen beoirwarton. llnsere Besorgni» richtet sich haupl- Schlich auf die letzten Punkt«, in denen gesagt wstd, dast die Mo»> uer entschieden jede Mstaebelwtffchast m t dem rechten Aiügel Billlaung fand. Die Citzimg besck)lotz, eine Kommission nach Moskau zu senden mit dem Auftrag, an Ort und Stelle wegen des Zusammenschlusses mit der III. Jnter- national zu verhandeln. Bei unserer 3, ücf spräche mit einem matzgebenden Vertreter der Bolschewiki wegen der Einreiseerlaubnis nach Ruhlond wurde uns erklärt, datz wir uns zunächst ein BeflirwortungS- schreiben des Westeuropäischen Sekretariats beschaffen mutzten. Da uns weder die Mitglieder noch die Adresse des Sekretariats mitgeteilt wurden, so mutzten wir unt durch die Vermittlung eines russischen Genossen schriftlich an daS Sekretariat wenden. Auf unser schriftliches Ersuchen an das Westeuropäische Sekretariat, unsere Bemühungen um die Entsendung einer Konntiisston nach Moskau zu unterstützen, haben wir gar k e i n e A n t- wort bekommen. Dann kam der 13. März. DaS Niederringen der Kapp-Lültwitze nahm alle unsere Kräfte in Anspruch. Trotz- dem fanden wir Zeit,'seübst während dieses gewaltigen Kampfes, am 19. März uns in Berlin mit dem fron- zö fischen Genossen Mistral über den Stand der inter- nationalen Fragen auszusprechen. Wieder baten wir, die Absicht einer Einberufung einer internationalen Konferenz für die lvesteuropäischen sozial isti'chen Parteien zurückzustellen. ES müsse doch endlich eine Antwort auZ Moskau kommen. Die Bemühungen der soziaNstischen Parteien, der Ar- beiter» und?lngestelltenorganisationen, einer rachsüchtigen Soldateska, belonders im Jluhrgebiet, Zügel anzulegen, waren noch im Gang, als unS am 8. April der russische Genosse Borodin Borodin übergab unS WVWWWWIWWWWWWWWWDW._ einen Brief des Westeuropäischen S e k r e t a. I b« Un->lbh ngigen P.rrtei und den Long, urst ftcn ablckhren. Wrr , j«-erden avkAvfordcet, die Reihen de, Fühevr der kl-mvhang'qen r i a t S der Kommunisiischen Internationale vom 8. April 1912; Tiefer Brief, dem ein Sek/reiben des Exekutivkomitees der j? o m m u ir i st i s cb e n Internationale, datiert vom K. Februar 1929, enthielt die Mitteilung, datz daS Westeuropäische Sckve- tariat, den Auftrag erhalten hätte. unS da? Scksteiben dar III. Internationale �»zustellen. Etwaige Antworten unserer..m,....... Parier an die Srvkuiwe der UI. Internationale.sei da» st,-irn' dstst z« Sekretariat bereit, zu vermitteln. Dach felilt auch in diesem''' Brief die Adresse deS Wefteuropäilchen Sekretariats. Aus uirscre Frage an den Genossen Borodin. ob er unS die Adresse mitteilen könne, antwortete dieler. datz er das nich! könne, er würde uns aber die Adresse in den nächsten Tagen bestimmt bringen. Genosse Borodin hat uns die Adresse des Westeuropäischem Sekretariats nicht gebreststt. Die Art, wie wir am 8. April 1929 zu der Antwort der LH. Internationale vom 5. Februar 192 0 ans iinstr Schreiben vom 15. Dezember 1919 gekommen sind. (ei hiernrit durch die'Wiedergabe der Aufzeichnungen unserer Unterredung mit dem Genossen Borodin mitgeteilt: Aussprach« des Parteivorstcmdes mit dem Genossen Vorvdin. Arlßble«: Ich möchte Sst fristien, woster Sie kommen. In welchem Vlu.str,»ge umb welch« Mission D« zu uns kühn? Eis über brachen un« ein«n Brief d«r Moskau«! Interixstiviiale. Ist Partei m tzinber» un» eine Berein»gow, mit her Kommunist;ch. n I>->! Kiitivrn u,a> eine �sremsgung i T«?-«<«>»!<«,'>? herbe izust'thren. T ps�str«.-x,l« rgtiSk-raer sind friynr u'nfeee Benhästnifst nicht»n:er- ritr»tsten haben sich ja wieder gespalten. Wie have-n sich da» di« Zpotstiranr Genossen gedacht? Borrdin: E» würist kemen Zweck haben, in i»i«stm Augenblick üVr diele Cache ein« TiSknssion zu führen. Ich kann irler d«st Fragen keuvn Kommentar gchen. Ich mutz eS den Genomen über- lagen, die'« Fan,'«'»*u I-eett-Mx-rNn,. Ansier denm Auge? (srispien: Da» sollte bei den Verhandlungen klargestellt werden. Wir sind nicht der Meinung, dah wir erst von irgend» welchen Leuten ein Glaubensbekenntnis verlangen. Wir haben gedacht, dah Moskau auf unseren Vorschlag eingehen würde, ein« Zusammenkunft zu veranstalten und alle Parteien einzuladen, die bereit sind, wegen eine» Zusammenschlüsse» zu verhandeln. Au» den Verhandlungn würde sich dann ergeben, welche Partei sich anschsietzcn könnte oder nicht. Wir glaubten,' dah die Mos» kauer die Initiativ« ergreisen würden, wie dieS auch Genosse Radek zugesagt hat. Vvrodin: Glauben Sie, dah derartige' revolutionäre Elemente von der II. Internationale übrig geblieben sind, mit denen wir in llnterhandlnngen eintreten könnten? Wer sind dies« Elemente? Meinen Sie die Iudependent Labour Party oder die sozialistisch« Partei Amerikas? ffrisvien: Zunächst meinen wir die Parteien, die au» der ll. Internationale ausgetreten si»rd; dazu sind in letzter Zeit gekommen die französisch« Partei und die Independent Labour Party. Wir vrrlwndetn nur mit den Varieien, die allgemein auf unserm grundsätzlichen Boden' stehen, nicht aus dem Grunde, weil sie die II. Internationale verlassen haben. Borod!-: Sind Sie der Ansicht, dah in der III. Jnter- nationale derselbe tos« Zusammenhang ist und eine gewisse Dezentralisation wie in der II. Internationale? EriZvien: Da» würde zu weit führen, nnS darüber jetzt anS- «".ncmdet zu setzen. Da» iollte ßVgeüiftorth der Pe�haudlnngrn («in. Wi-r wollt«» uns mit WvStau Sa rüder aussprechen und«wie gemoinfamc Struichlaye finden. Für un» ckt di« Hauptsache, zn wisien, od die Mv-fauer Genossen bevcil sind, mit unit direkt zu "erharideln und auch andere Pirte«n zuzulassen, di« den Wun>ch haben, mdt Motchlm in Verhandlungen ri.nzntrestn. Vorodn»: Seitdem tzstste Brstf!»l««intrelen nnd all« BfdiNgungem derselbe» «nnebme»? Wa» scheid« di« U. S. P. D. von der K P. D.? Eritpien: Der Cpariakusbund, die Zentrale der K.P. D. steht heue« aus dem Standpunck: de» Parlament-rv-Smu? und der lste- ustrkschaften. znefl stand sie nicht auf desem Standpunkt, sie hat sich unseren Änchchten umpcpastl. De Moskauer haben ein voll- kommeai faliche» Bckd von der Ilnavb'mgigen Part«. De K. P. D. tveibt eine fchtvankenide Potttik. st' hü beim letzten G-.'neralstreit »n 24 Stunden drei P�rcAcn gehabt, die grisndsätzlich n und lakti- sch�n Dfffsrenzen znstfchen unS und der K. P. D. mii,,«» gründlich bespräche»»lerden. BütnMir Seit dem Lechz'siwr Kongreh ist«in Estchili« von aöeestcöhtijt Bdrutung. nicht nur für Deutschland, sondern auch für»st imernatic-nale Bewegung«nget'eten: der lg. März unt» dst BovgÄNt» m Rnchraebstt Wir im stup'oich, dst wir auf d'« Nnasthäitgij»« Prrsti»l» unchren kstnki'gen MUrtfV'er fchanc«, sind sthr mim liiert, zu erfalhren. welch« lllalle de lln'bstänaige Pmete! in dstst» EveigN's'en ge'pi lt bat, wst der A>«ik gosiihrl i!»ch abgebrochen wurde. We'.qM. Standpunlit dst Pawtei den Ar- tzeiwen im ftuftrwfrwt(wpwriilvt c-nntsiin, wie sich d- Verh-nitz- lnn-wn mit der Reg ekung.ckmeipstlt Hlk-N. w-eH die Pachte der Atckr:«rveösiewtlng z«««er Ze l»»'g-'-chk'-cn wurde, a!» sie wuh- st», d-rh die obiee stkron die Eben-.-gering stä.k.st, statt sie zu Ichwächeri ES besteht der Eindruck, dah nicht nur ein« T sfeeenz Iwstrln zzoilchan dein, wofür d-e Jnstvnationqte kämpf' und Iva» Sst ta-l!'chl ich Kchrn halst n. sjobem auch ein« DisUve.i» m.4■ Ihrem Programm von Lechzig. Erißplen: Sowohl mit he-' K P. D..als auch mit allen anderen Parteien hevr'cht« tzgeiiÄ-r il'nsi'mm glest, �rh wüh rnd d'e'rS Generalstreik» dst SkäsevrptiHkik n cht erruneen worden könnt«. SS ivnrde von vormtst'.stim«chegt. bah dpr kst mpf uu? g'führt m r-d. um der Aebech-rNafst««st«r äster« Mscht zu«wriisg-m. Es ich st« in Dentsch'aud die realen illa,»->-,»ktoren. über die imr nicht ver- fügen, die B,»n.,>ffnte zu betreiben, um bei schicklicker Zeit und Gelegenheit wieder heiraten zu können, aber sie erklärte, vorab wolle sie erleben, dah Ihr Bub' als Bauer aufm Stcriisteinhot sähe»nd die Dirn' unter die.Haube käiii'. bis dahin bescbäftiglen die beiden vollkommen ihr Sorgen und Sinnen, im übrigen(ei sie darüber hinaus, von einem abzuhängen und ihm zu Gewllcn zu leben! den Kin- dern lebe sie zu Liebe, weil die von ihr abhinyen und werde ihnen keinen Stiefvater aufhitlsen, der gerne aller Herrn spielen möchte, und wenn mau>.e darauf aufmerksam machte, datz sie doch selbst zu Julianen Stiefmutter sei, fragte sie lächelnd:„Bin ick a solche? Vrnpürst du was davon?" Woraus daS Mädchen ungehalten den Kopf schüttelte._ Wohl sah man zweifelnd nach dem lebenSlriscllen, seiner Schönheit bewußten Weibe, aber niemand in Zwiichenbiihrl, nocki sonst irgendwo, mutzte zu sagen, datz die Stern stein« hofbäuerin je ein AergerniS gegeben.„Ist sie eine Heim- lidyc,"— ljv sagten jene, die ei am meisten verdroß, nichts ausspüren zu können.—„so ist sie'» aber auch schon recht." Dieser ihr UnabkmngigkeitSsinn. der schlietzl'ich dein Anlvesen und dessen Erben zugute kam. ihr allerdings nücht von Eitelkeit sreleZ Bemühen, den eigenen Jungen und dw Stieftockiter rechtschaffen zu erziehen, um als achtbar« Mutter wohlgearteter Kinder vor den Augen der W?» büAiisitchen, ihre Bereitwilligkeit, Bedürftigen beiznspringcn. da ihr der Anblick der Not. die sie au« eigener Erfahrung kannte. pei»rlich war»md sie sich gerne vo« ulbem loskaufte. chre freilich mit etwas Prahlerei miftretende Fvelgebigkeit !ür gemeinnützige Zwecke.- Straßen, und Brückenanlagen. xchulbauten und dergleichen.- aber auch nur fur ioiche. tte kür fragwürdige. daS alles waren ebenso mele Steine, >ie sie bei den Leuten im Brette hatte und in Zwilchen- iühel so wie in der Umgegend galt sie s"r«n„Kennwetb v allen Stücken". Ucber dieleS �lernwetb vergast man die ZinShoeer Dirn' und de» HerrgoitlnwcherS Weib, man fragle nicksi donackr rcxis die Tternsteinh-oferin ge»vei«n. noch was sie würde, man nahm sie. wie sie»var. Sie wußte da«. Wenn Sonntag» mit dem dritten Läuten der Wogen vom Sternsteinhose unten an der Kirchentreppe holt, dann steigen Mnckerl und Juliane die Sinken vorauf hinan.— wohl ein prächtige« Paar junger Leute.— ihnen folgen Großvater und Mutter Die Bäuerin schiebt ihren Arm leicht unter den deS Bauern, es sieht nickt auS, als welle sie den Alten stützen, sondern mehr, als ob es(feüKifje, gleichen Schritt mit ihm zu holten, denn er icheint Ernst machen zu Nvllen mit den hundert Jahren, die er zu leben sich vorgenommen. Die Aelleren blickten vergnügt und stolz auf die voran- schncitenden Jungen und nickten den grüßenden Leuten mit Here blossen der Freundlichkeit zu und dann blinlt es in den noch imnrer jugendfriichcn Kugon der Bäuerin so selbst- bewußt und überlegen-. Wie ich bin— weil ich bin! Sie war sich bewußt, datz sie eiwaS gelte unolckast man etwas an ihr verlieren werde und pure Eitelkrii war etz, die sie vom ersten Augenblicke an. wo sich die? Bewutztsein in ihr regte, danach trachten ließ, auch rttoa»..Nechtes" zn gelten und nichts zu untettasfen, n?aS ih«.»« Verlust zu einem augenfälligen' mackten konnte, und lp Mwann sie. die immer und allzeit nur sick) allein lebte, einen größeren und wohl- tätiscren Einfluß auf viele, als manche andere, die bin* gebiingSvoll nur einem einzigen Wssen oder n>en!gen. ihnen zunächst, leben, oft allein durch diele Ausschließung sich gegen alle Fernstehenden bis zur Ungerechtigkeit verhärten und nochbem sie da» Beispiel einer fast selbstsüchtig erscheinenden, ensumgrcnzten Pflichtersüllung der Welt ge- geben, bedeutungslos für diese, vom Scbauplahe abtrewn. Wer bot die wackste ttleebinderin. ihren braven Sohn, den Holz'chnitzer. bedauert? Wer wird die rechillichassene Sepherl beklagen? Niemand. Sie taten da» immer unter sich, der Ueberlebende den Vorangegangenen: ein andere» ober, wenn He-lene stirbt, nicht nur ihrem eigenen Kinde wird das Herz schwer werden, anch da« fremde wird ihr heiße Tränen nachweinen, die Armen in der Uurgegend und alle jene, die gewqfrnt waren, fteündn achba r lich sich Rat und Tat zu erbitten, wird der Ta�r bedrücken an nxüchem der Tod die Bäuerin hinwegbolt vom Sternsteinbose. *** Der Leser hat eine Frage frei. Worum erzählt man wiche G.-scksi-chten, die mir aufweisen,„wie cS ipi Leben zugeht?- Allerdings gibt da» ein unfruchtbares Wissen, da e» nick'tS on den vorgäNtstM ändern lebrt und woS es lehrt. doch nie, loibft von den Wissenden nickst, mit dem Handelst in Einklaltg zu bringen versiickü wird: so bleibt es denn � voraussichtlich noch lange mit alleni menschliche« Treiben ' uns Trachten bei ni alten irnd eine neue Geschichte kann nur darin»- daß, was vorging, noch vorgeht. Uebrigen» ist eS nickt»cu. von den Goiahren der Tchönheft, für den, der si« besitzt, wie für andere zu erzählen, es ist nicht�neu. zu erzählen. wie in nmnck*» Menschen Leben die Treue gegen das eigene Selbst mit dem Verrate an anderen verknüpft zu lein icheiut, und solcke alt« Geschichten von erprobter Wirkung in ein ncirrs Gewand zu stecken, ist nur ein kirnst- sicher Behelf und ein anderer ist e«. das letztere auS Loden zuzu chnciden: eS geschieht dres nicht in dem riiisältigen Glauben, daß dadurch Borwrn als Leser zu gewinnen wären, noch in dir spekulativen Absicht, einer mehr irch mehr in die Mode kommenden Kichtung zp huldigen,� son- d«rn lediglich auS dem Grunde, weil der-eingeschränkte Wirkungskreis des ländlichen Leben» die Charaktere weniger in ibrer Natürlichkeit und Urspriingsichkeit beeinflußt, die Leidensch, asten, rückhaltlos sich äußernd, oder rn nur linki- scher Verstellung, verständlicher bleibe» und der Ausweis: wie Charaktere unter dem Einflüsse der Geschicke werden oder verderben, oder sickr gegen dieen: und sich und anderen das Fat um fetzen,— klarer zu erlmstgen ist an einem MtchanismuS. der gleichsam am Tage liegt, als an einem. den ein doppelte« Gehäuse umschließt und BerschnSrkelun- gen und ein krauses Ziiferblatt umgeben: wie denn auch in den ältesten, einfachen, wirksamsten Geschichten di« Helden und Fürsten Heerdenzüchter und Großgrundbesitzer war«, und Sauhirten ihre Hausminister und üan»ier. Ende. ist, weil Mcje Genossen Gefahr laufen, in jedem Lande! sattem die Annahme des Tarifverträge? empfehle. Nach längerer sofort verhaftet zu werde«. Ss sei für die deutschoir Ge> Nossen viel leichter, nach Moskau zu komnwn. Es derükirte eiffenartig, daß die Antwort in erster Linie an„alle Arbertrr DentseUands", in zweiter Linie an die Reichs zentrale der Kommu- nistischen Partei Deutschland», und er st in dritter Linie an den Bor st and der Unabdän- nitienSozialdernokratiichenParteiDeutsch. l a n d» gerichtet war. Unmittelbar nach den groken Massenaktionen gegen die Kahip-Liiltünihe sehe der Wachikampf ein. Jccher Genosse auch von der Parteileitung muhte an Kräften und Energie hergeben, was er bergeben konnte. Das sehr um- fangreiche Manuskript wurde durch unser Press.bureagi unserer Parteipresse noch während deS WahlkcnnpseS übermittelt. Wir werden das Schreiben in allernächster �eii ausführlich beankvorten und diese Antwort ebenfalls der Oeffentlichk.it übergeben. t''-■■■........ iiii� W"1" fliilil IlfiijUlUT Ii i iWiiFT Ilif i) H�werkschastlickt». Ter Kampf der AuLlstellten m der Retallindtijtrie. Die Ablehnung de>-? Cchiedtspruchs über den Tarif der An giji.Ul.ii>n der u»»etall.'.iduftrie durch die Unternehmer ist ein Schulbeispiel dafür, wir es den Arbeibgioern in den gegenwiirti- gen ÄeriM.niz.en möglich ist,' durch Beijchieppen der Beryandtun» gen die Arbeitnehmer schwer zu sttzädigen. Die Fun-twnäre und »iigrstelllenrüte der!!>«tallindustrie virsarnnielteu sich gestern vor rtt g, um über die Loge zu ist. raten, die der neue Winkel, zug der Unterrehmer geschas'ra 1«!. Nach dem von Flatauer erstalite ten Bericht Wer den Stand der Berhaublungen besprachen mehrere stiedner oie gr„>an.»e �.»uai«n m den v«rr.»oen. wie Wn�-si,(Leu sind et tust über die Absicht der Unternehmer, ihnen für de» lvkvnat Mai die Bestiunmung des lder'.rage?»orFueulhal- ten. Sie sind cnischlossen, sek»si«ndiz vorzugehen, salls die Orga» ui salinen, nicht zrir entschiedenen itiuxhr gegen diesen Anjchl- g «msrusen. ES wurde eine Kommtifion von 1b Niisste>d«rn gewählt, die»vc den aus dem Schuchose jt-ehrnden Lrhrern«.IZ«rund der fvso.. im II« ichdarben Sannisteri um aus d»«>e tl � m.js« auf- w i!n?,stchen UnhösiHchie«t dee Tdiilors K. die.Verhäl ntffe mrrksam mache.! soll. DeS weiteren wurde folgender A»trag angenommen: „Tie anwesenden Funktionäre, Betriebs- und Angestellten- röte der A'sa erkoren, unter keinen Uni-stäwdin an d-n Min- destsätzen �des SchedSsprucheS etwa» nachullasstn und ver pflichten fxh, mncrhatb der Betriebe für d»�>e Forderung ent- stlstden ein�ulret'n." Am Sonnabend finden vor dem Reithstarbeittwinisteristm Ber.»' Upen statt, in denen die B rtreter der Angestekteu die Beb, i eiflärung des Schiedsspruches beantragen werden, Debatte nrurde der Tarifvertrag und die Verfahrensordnung zum Schiedsgericht einstimmig angenommen. Auskunft über diesen Tarifv-rtrag erieilt die Geschäftsstelle des Zentralverbcmdss der Angestellten, Belle-» llianre-Htr. 7/iO. Sroß-Serlia. Achtung! vuchbwber! Die Sperve über die Buchbinder?� Emst Better, Bülolvstr. 66, ist hi-rmi aufgegeben. Die Dtsserenzen in der«nannten Firma si. d richt besr iigt, trohdcm erklär die Branchnire.dung der Buch- binder die Sperre als aufseheben. Verband der B««choi»der. EcilcralverfammkuiL der Sattler. G» Denn rSiag bunte im„D-utschen Nldf" die GeneraGverfiamm- Rlruug, des Berbaiides der Eattter«ch Tahez erer, in iter die Bor- schnwizung der beiden Berufe emdgüttig durchgeführt wurde. Tie lx',ibe auggor.nsen itnb der® ed>;wch«a uJf chu tz hat ldwun auch don Beschtuss der Berliner S-vedverrnaitung ausgehet�n. Di«(stHr'ge Qstneuilitv rfar.;e u!» ng hat wich ausführlicher und zak- weis« sehr erwcgtar D-Skussian, in der di« RochtSho� alisren ii»id U«- abhingige chrc-n eotanstpun«t darlegten, ei«»n An rag abgelehnt, der dir Entscheil Filiale Nor liMiti seine Neiträge nicht muwchmiMi, Ein alter treuer Genosse, der Violen Berlinern bekannte Klempner Gustav Neu mann in Britz, ist uns durch de u Tod entrissen worden. Ein tückisches Ohrenleiden hat ihn plötzlich aufs Krankenlager geworfen, wo ihn nach wenigen Tagen der «e chron«-tnnstpunsi d,,,v?g:en. ewn Än rag abgelehnt, der| CMiItc. Schon in jungen Jahren bekannte er sich zur So- che!duna b>s zun, nächst«, Vchtbanbdtaga ufzch'.ebcu w, kl, Die!-j«,ldemckratie, der er LS Jahre ununterorvchen angehZrlc, und Berlm betrachtet« bort auch weatar als aiwcf phiosten und Z j»ründnna der U. S. P. war er einer der Ersten in unseren Achtung Ziu»»rercr! Mr bitten die im Tiefbau beschäftigten Ve'.bai.reer-ichlieder, hie durch den Schiedsspruch ihren scstgesetz- bei Gründung der U. S. P< lldeihen. Ein stiller, ruhiger, aber überzeugter Genosse, der bei allen Parteiarbeiten und in Vrrsammlungen mit seiner Gattin nie fehlte, bis zum letzen Augenblick noch bei den letzten Wahlen hat er als 56jähriger Flugblätter und Stimmzettel verteilt. Ein Wir werden sein Andenken t«n Dahn nicht erhalten, zu der an, Spnntag, vormittag 014 Uhr, schlich eö Vorbild für jeden Arbeiiet, S5 in VoelerS Festjä.en, Web« oft,«he 17, statt pichenden Tiefbau- in Ehren halten.— Die viuäiscsterr'irg findet Dienstag nach ___ r.■ l. � TT. k.... � k-» O ItC». f,»v» r,-»sev f n r r, r-rr» arbcitecksersamimkung ssth im Garten zu»erfammeln. Zentrchverlmnd der Zimmerer Deutschlands. ZahilsteS« VerNn und IdmigcgM. Tarifavschluß für die Angestelltcn im Butchrckllleivhondel. 2 Uhr, im Krematorium Gcrichtsrrosse statt. Mr»«ei Millwuen Zucker verschollen. Sine grosse Zucker- schiellung»st vom ReiehSwucheramt in Verbindung mit der Reichs- tuckcrstelle aufnedeckt worden, di handelt sich um eine Unter- Sack Zucker durch die� Firma W�o l f f u.______________ Verantwortlich fiit die Redeblion: Leo Liebsch u ss, Frieven-m. �______________._________________ �. HWWWWWW �. Be-onlwo-tlich f d. Inseratenteil: LudwigKomeriner, tkarlohorst da«?ie Fard« rü ngen der'AnAestellien nicht ganz erfüllt wurden',! grötzereS Lager bei der Firma Stäge in der Jnvalidenstr. 120/21. DeclogsMnossessckolt.ssl-iheit". c.Q. n. b H.. Berlin- Druck der aber trotzdem bei der heutig n tvirtschastlicheii Krise die Organs-! Bon dort aus sind nach und nach 1066 Gack Zucker an Privatleute, Lwdendruck-cei und Berlogsg-sellschai, m. b. H,. Schiffbeuerdamm lg. In einer Bersammluug der Angestllten referierte?! n d r e e vom schlagling von 1600 Sack Zucker durch die Firma Wolfs u, tteuira wer band über die Tarisverhandlungen mit dem Verein H c p n c r, die als Vertreterin der Stadt Verlm di« Zuteilung d«r Butterkaufloute. Der Neserent machte darauf aufmerksam, von Zucker m, die einzttnei, Firmen regelte. S"« batt«?»> ... c«na»i«er.' d. � chl» t T � �-ch., l verschoben worden, die ungefähr 2 Millionen M. wert sind. Wie uns Ale Firma Stäge mitteilt, ist sie an der Schiebung unbete»- ligt, da sie nur ihre Lagerräume zur Verfügung gestellt hat und der Zucker nur auf Anweisung des jungen Hepner ausgegeben wurde. Am Montag früh wurde der junge Hepner verhaftet. Ter Seuiorchef der Firma, Wilhelm Hepner, hat auf die Nachricht von der Unterschlagung seines Söhnst Selbstmord begangen. Verkehr zum vrbeitsrsportfest. Bei dem zu erwartenden Andränge zum S'adionfeft der Arbeiterturner am Sonntag wird die Hochbahn nach Bedarf bis zum Stabion durchfahren. Wir emp-chlcn nochmals frühzeitig nach dem Stadion zu fahren, um den Verkehr nicht bloss aus kurze Zeit zusainmeichrängend zu be» lasten. Mit der Stadtbahn ist folgende Zugverbindung zu emp- fehlen: 11,16, 12.13, 1.12. 1.55, 2,22 ab Bahnhof Eharloteenburg bis Rennbahn, Weitere Verbindung bis Bahnhof Witzleben, vop dort 26 Minuten Futzweg. Aus tzen örfamsa�öl�eu. Die Delegierten zur Generalversammlung. Die Voissänd-e der Onganisationen und die Distrikts» leiter irerden darauf mjfmcifstvm aentodtt, dass nach c,..em Beschluß der Berbanrö-GenerMiorsämmliina vcm 2.?lvril tt)20 der Reorssanifatisnsentwurs cm die MtFlieder zurück- vvninesen ist, und der Entwurf von Telfow-Beeskcnv in Kraft bleibt. Demnach darf die LEscmrtzcM der Mandate 300 De- legierte nicht übersteigen. Es entfallen somit aus Berlin- Vtadt 120 Delegierte. Potsdam IV 80 Deiegsoicke, Teltow- Breskow 7V Delegierte und Frankfurt 20 Delegierte. Die ZentinlvorftanHsmitsckieder erhalten ihre Karten besonders. Der Bezirksvarstanid Berlin-Brandenburg. -t«dt Berlin. Sitzung der 18 Obleute der Räte- und Dewe k- lchofiekommistion Monlog 7 Uhr bei Gllcsche, Kopenhogener Str. 74. 12. Distrikt. Tonnaäsnd cbend L Uhr engere Borstcmdssitzung bei Hofimon». Lvchener Strah« 8 17. listrikt. Avi-siondchtung Zlondag. abends 7 Uhr. bei R-nnow. Brüsseler., SAe©«mier Strasse.— Frauen-Lessabend Montag 7 Uhr bei Best-, Mull er st che 196., «euköll». Die Sibiiotheksbücher sind wegen Znoenturaufnahmo bis lpätsstens zum l. Fu« in der Bibliothek,«nzeng uöerskasse 20, okzchtsf»««.— Heute. Sonnabend, abends 7 Uhr, S.t-ung des eiferen Beüftondes. Pünktliche» Srfcheinov erforverliq. R»«!»Sll,<. Sonntag vorm. g Uhr Sl.ernversammlung der S,. S» lS.. 27., LS. und«6.©emeintefchulc auf dem Plötz der Dart-nlmu- f«hu<«, recht» der©renzatlee,»m Slichkanal. Erscheinen der U. S Htetrvi ottarte«rmün'cht. Hatense». Auof ug der Mitglieder nebst Fr-m-llien des Dezirk» am Sonntag, den 27. Juni, noch Plchelsberge, Teeffpunkt 8,!Z0 wir vormittags Dahnhof Chorlolteadurg, Elngmnz Cerwinuisstwhe. Zlach» zilgler„Liter F>e»nd", Pstbetswerder Spielwiese, T's.rikt Esthienfcerg, Donner,«vz. den 1. Juli, ckdends 7j� Uhr, in der Aul« ldronprinzenftross«, Akiionoratsfttzung. Erscheinen aller KommisstonsmiSxlieder unbedingt ntrnzertdi?. Lechtrnbeeg. Kommunale Ksmmiskivn. Svnn'ag 9 Uhr Besichtigung des Armenhauses und Kinde Heims. Tresfpunkt'A9 Uhr am Stadthaus. Bernou. Sonnadend TA Uhr Mttgüed«»Versammlung de! Modisch, Kaiserstrasse. lajcsockmmg; die Fnternatlon-'Ie. tsesrtistt. Dienstag 8 Uhr bei©lenerf, Q-un-auct Str. 7. wichtige Sitzung sämtlicher Funktionäre. Auch sind dee alleren Parteigenossen do-u eingeladen. Friede lcknbagcn. Di« Jugendweihe für die Dklvver aus der Schule zur Entlassung komniorrdcn Kinde � lall wieder wi" zu Ostern mit Köpenick veramstaltet werden. Alle Eltern, welche ihre Kwder daran teilnehmen lassen wollen, Ivevden g»a«ton. di« Anmeldungen sosort ad-meeben, und zwar betm Den. Nawrocki, Friedrlchstr 90. und ©enofsin Stttz, Friedrlchstr. 122, da de: Moralunterricht sofort beginnt. beginnt. Zeitungskommifsionsmitglieder der T?»dit.'on Werner. Mon'ag 7 Uhr Sitzung der in Frage kommenden Distrikte bei Ratsch, Friede- berger Strohe 1.„ Vere'nß'alsndsr. Freireligiöse©em-inde. Sonnlstg vorm. 11 Uhr In der Siodt» Halle Klosiorst. üb Varirag des Herrn Dr. P. Kröche: Neues zur ©»schichte de« U'gssev schos!. Harmonium: Ich grolle nicht sSchu» mann), Eäste willkommen,— Bon, 4. Juli bis 8 August kein Bortrag. Ze,«i»«i»erband der An»cl!e'!Sen. Fachgruppe s», lRechtsemvolts- und Nolariatsongestelile.) Mitxstederverssmmlung Sonnc�nd, den LS. Juni. 1 Uhr, im Dresdener Tasino, Dresdener Strohe W. Oppssitionello B'rchtruchcr, Bezirk 1 und 2. Sonntag, 27. Juni, vorm, Uhr, Zufe.nmenkunft.bei Klinge, Sellerftr. 1t, FabcUtatbeiSet! Sonnabend, 5 Uhr, im grossen Saale des Ge- werkfchastsiMlses ausserordentliche Deneraloerfammlung unter Teil- nahine sämtlicher Funktionär«. T�coordnung: Stellunsuahme zu den Anl'ögen zum»erbvndsiog und Erhöhung des Lobalb.'itrags. Iu.eriuttionattr Bund. Sonnlag vorm. 9pZ Uhr in der„Neuen Welt' ösfeaUiche Betfammfuns, in welch-- tic Genossen Henry Torre» und Rorl Dornier aus Paris über Völkerverbricde.ung spreck-l« wenden. Für Mitglieder des Bundes 50 Ps., für N-chlmitglieder 1 3)1 Eintrittsgeld. M Urdec.ec.Slteru-Bund, Gruppe Weissense e. Morgen, Sonnlag As, Kation raussiug nach Eberswald« Boom. L), Uhr in Müller, Feztsälen össenlli仫 Dolksversammlung. Gen, Leh er IwZlfe- spricht »der„Ehr riti ich« Weltansckzauun?. oder soziaiiltifche Eihll,«- Religion und Schule". Alnnarsch in Deisse-nse« Sonniag früh 6 Uhr vom Antonplntz, zu Fuss über den HaciSeurgsr Platz nach Heinersdorf, ab Sesmhof Pankow Heinersdorf 7 Uhr 53 Mm. noch Be-.»cru—-Eberswalde. WW.W�W�WA'/VWA-WV�VW�AV-W�W.VÄWVV�V�VW/V'.VÄVV.VW.VeVWW-W.WWöW�-'AV.V.'VV�WkWVVVWVAV'�WVV S t a ö t Neukölln '! Große Preisermäßigungen in Scittuhwaren bei der sliidllsclien Beltleldungsslelle In Neultölln, Berostraße 29 Damensfiefel moderne Fassons, exlra gule Rofichevreaux- und Rindledersorlen, Fve. iv_AJ.' GeschKÖ«*»« voa 8—6 Vttr FacFjmKnnlacUo De�Uenuno gewührlelAieck Herrensflefel gediegene Arbeit prima Rindbox, Kurze moderne-i-| r=; Form...... MK. Kinderstiefel bequeme Form, dauerballe Qualiläl_ von HR. an WarenaJvgabe oHne BcanigSscbcIni«n Jedermann auch NIcht-Neukeilner L��-JJJVIWVVVWWWWWWWW�WWWWWWWWWWVWW�� V-.WAVAV.VW.W.V.*.