Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Sonnabend, den 10. Juli 1920 Nummer 271« Abend-Ausgabe Die»Freiheit� erscheint morgen, und nachmittags. Sonntag» und Montag« nur emmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß-Bcrlm iu.— uu. tut voraus f �———--~- Die adttgefpelttne XonpcniailtUe ober bnm SXaum kofiet 5.- m.«Wich�llch »TTTl. aniriom; Das frltgkdnl-kl« Wort 2,— W.,|rt« i««™ Twm!og°,ukchl-g. Saufen»,«njria« ,6.50 an.,'für bas fibrigt«uslon» 21,50 M. Uta-Auffchlag, ptc®titf für Deutschland und Oesterreich 30,— 931. wwHwte«rpediti»« uab fDerto«: SBctlin« 2,»reit, e traft. S.a. Kleine An.. aZl?ii~,ar J"»schließlich Teuerungszuschlag. Lausende Anzeigen laut iany. &onü�SS�itl£? T6 Stellen-Gesuche 3,20 93t. netto pro geile. Stellen-Gesuche in Wort-Anzetgen:»„ fettgedruckte Wort 1,50 M., jedes weitere Wort 1,— M. Smlsnch«: S«t»» 20zo. 2öt5. tStl WOZ. 4635, 4649, 492L _ QerKtw■Orgon jpr Unabhängigen ScaSalöenwfmtie S>eulfcf>Imb& >MWWM Ml WAMWchM Polens verzweifelte Lage Die Rote Armee vor Wilna Die Lage der polnischen Armee scheint sich immer schwieriger zu gestalten. Nach einer Londoner Nachricht soll das Oberkommando �efehl gegeben haben, auf der ganzen ICtilO Kilometer breiten üftont von der Düna bis zur rumänischen Grenze den Rückzug Anzutreten. Die Straßen nach Warschau sind von Soldaten, Flüchtlingen und Verwundeten überfüllt. Das Gerücht, die Sowjet- truppen hätten bereits Lemberg besetzt, wird von polnischer �eite dementiert. Sehr gefährlich ist die Lage im Norden ge- worden. Dort waren, einer Meldung aus Kowno zufolge, die Polen gezwungen, Dünaburg Und die ganze Front südlich der Ctadt zu räumen. Die Bahnlinie von Kalkunai bis zum Smalva-See ist darauf von den Litauern besetzt worden. Litauische Reiterei hat östlich des genannten Sees bereits Fühlung mit den bolschewistischen Truppen bekommen. Die Bolschewisten nehmen gegenüber den Litauern eine passive Haltung ein. Pn mehreren Stellen der Demarkationslinie sind große litauische Truppenmasien eingetroffen und man rechnet damit, daß die Polschewisten den Litauern die W i l n a f: o n t überlasten. Nach- dem inzwischen auch Vertreter Englands und Amerikas in Kowno eingetroffen sind, um mit den Litauern zu verhandeln, sieht man der weiteren Entwicklung der Dinge mit größterSpannung entgegen. w6- � seilte dem Hilferuf Polens Folge leisten wird, steht Ziageu. Im englischen Unterhaus erklärte BonarLaw, B Polen vollkommen unterrichtet war, daß England n i ch t d i e « i»» � siir die Folgen einer von den Polen e n t- veifiosf,, Offensive tragen könne. Das klingt nicht gerade mi'ft t01 P�en, wenn auch daran erinnert werden rcirfu-° hu eindirekte Zustimmung Englands und Frank- nen' stine Operationen gegen Rußland begon- Der Ministerpräsident Erabski ist in Spaa ein- dniiZ ir" wird dort dringende Vorstellungen erheben, aber der Frieden®itb bo�"ur der sein, recht schnell Rußland zu schließen. feiri» TO0(rCr!0mmanbo ber Noten Armee hat gegen die Polen die- bei ib/en � angewandt, die M a ck e n s e n und F a l k c n h a y n vi wjten Operationen gegen Rumänien in der Dobrudscha und Die Konserenz von Spaa H. R. Spaa. t«. Juli. u' Nachmittagssitzung dauert« von �5 bis y38 Uhr. �'Mukohlenfrage gewidmet. Der deutsche Sachoer- n., J** Sctgmann setzte die Umstände auseinander, die nach An- br' alle Unterschiede zwischen den Ziffern ett'Uro,«? 5 ��""""ission und der gelieferten Tonnage Sinn» h r,2, V"9"ar allem d« außerordentlich hohe Nherns, die inneren Unruhen und die meiior'„f 10 e 0 u" S- Seit April find die gelieferten Mengen ll«stiegen und am t. Mai haben sie etwa 46 660 Tonnen ich�oß feine Anseinandersctzung damit, daß die s�-iin ehrlichen Uevrreinkunst kommen wolle, daß Lief.. u ll bM;>ar Uebereintnnft aber von der regelmäßigen �'nng der Steinkohlen aus O b e r s ch l e s i e n bestimmt werde. die � antwortet« mit dem Hinweis, daß die Regelung, steht nr,A s vorichlägt, bereits im Verjailler Abkommen fest- Tonnen 1 Deutschland eine Lieferung von 36 Millionen ten e(ami.!!in,0??,ncn hat. Im Zusammenhang mit den erwähn- komnuifin» J'c! a>»rde dies« Zahl von der NZicdcrherstellungs- Deutschland u""" 31 0"f 21 Millionen Tonnen herabgesetzt. außerdem».s � �""h»"ht die Halste hiervon gelicsert und liefernde ��b 15. Znni ab eigenmächtig das zu Steinkohlen»«ItSS antet bem Borwande, daß Polen mehr Tonnen täglich Dberfchlesien beziehe, als festgesetzt sei. aus 16 666 viel ii n st i n, herabgesetzt. Deutschland befindet sich in einer dürsnisse bis zu Frankreich dn es feine Ve- nur bis 56 v k ,» b�°a'anne. wahrend Frankreich dies neriirn/itunoän».in!??' So3nt wenn Deutschland seine Vertrags- »»küaen"och übe. 67°. H. seines Ve. dieser Umstände habe Deutschland ein �h'°mm-n mit bet Schweiz aus Lieferung von 35666 monatlich und mit Holland sogar aus Lieferung von 86666 Tonnen monatlich, geschlossen. Millerand machte der deutschen �'ernng ferner einen Borwurf daraus, daß sie den Kredit von �..Millionen Gulden mit Holland geschlosten habe. Wenn * i.!l e ,'1 h'enim gebeten hätte, so wäre auch diese �*5 hrang eines Kredit« und zur Lieferung von Rahrungs- «Mein verelt gewesen. Ew Protest der deutschen Delegation TU. Span. 16. Zuli. Wie wir erfahren, hat die deutsche Delegation in der heutigen' «oemittagssisping gegen die Strasbestimnuingen in der Entwafs- nungssrage einen Protest zu Protokoll gegeben. Die Entrüstung der deutschen Sachverständigen _-,. T. U. Amsterdam, 16. Juli. Berichterstatter des„Allgemcen Handelsblad" in.Spaa, schreibt unter dem g.: Der Eindruck, den die Haltung der Lcntente in Transylvcmien gebrauchten. Di« bolschewistische Armee wurde in zwei Gruppen mit je einem Oberkommando geteilt. Die erste Heeresgruppe wurde in der Richtung auf Ki e w in Marsch gesetzt, die zweite in der Richtung auf M i n s k. Die Schläge dieser beiden Armeen folgten mit so großer Schnelligkeit aufeinander, daß die polnischen Reserven fast dauernd im Eisenbahnzuge gehalten wurden und daher im entscheidenden Augenblick versagen mußten. Die Bolschewisten oerfügen über schwere Artillerie, Tanks und Flieger. In der Schlacht bei Kowno nahm ein Geschwader von 46 bolschewistischen Flugzeugen teil. In der Ee- gend von M o s i r haben die Bolschewisten mehr als 306 Geschütze größeren Kalibers eingesetzt. Der Kommandeur der Kavallerie, General B o u d e n n q, ist ein früherer Arbeiter. Der russische Durchbruch Kopenhagen, 6. Juli. „Nationaliidende" meldet aus Helsingsoro: Die aus Polen und Helfingsors einlaufenden Nachrichten bestätigen, daß die mili- tär�scheLagePolensverzweiseltist. Der russische Dorchbruch bei Pripet wurde mit ungeheurer Kraft durchgeführt. Südlich davon bei Preskurow erfolgte am letzten Dienstag em neuer Durchbruch. Auf der ganzen Front befinden sich die Polen in panikartiger Flucht. Bon den Karpathen bis an die Berefina ist die polnische Front in Auflösung. Die Polen haben ein Heer von 306 666 Mann aufstellen können, das jetzt gegen eine mehrsache Uebermacht kämpfe« muß. Di« russische Offensiv« nimmt folgend« drei Hauptrichtungen: Von Proskurow und Tarnapol gegen Lemberg, von Saslavi gegen Lemberg und südlich von Jublin und die dritte und wichtigst« von Mosyr gegen Pinsk, Brest Litowsk und Warschau. Die letztere be- deutet sür die Polen die größte Gefahr, da fie deu polnischen Lebensmittelmarkt bedroht und de« Feldzng mit Polen» Untergang entscheiden kann. Wrangels Bormarsch Konstantinopel, 7. Juli.(Havas-Reuter.) Amtlich wird mitgeteilt, daß Wrangels Truppen B e r d i a n s k genommen haben. in der Kohlenftage auf die deutschen Vertreter und die deutschen Kohlensachoerständigen gemacht hat, ist, wie ich vernehme, wo- möglich noch niederschmetternder als der des militärischen Ulti- matums. Die deutschen Sachverständigen, besonders Hugo S t i n n e s, stnd im höchsten Grade entrüstet, und Stinnes hat bereits erNärt, daß Deutschland diese Forderungen unmöglich er- füllen könne. I Sttnnes gegen den Achtstundentag Spaa, 10. Juli. Hugo Stinnes wurd« am Freitag, als er um �5 Uhr eintraf. von einem Journalisten befragt. Zu der Frage der Stein- kohienlieserunaen antwortete er, er sei der Ansicht, daß das Ab- kommen, so wie es jetzt getrosten sei, die Intervention des Reichstages auslösen würde, vor allem würden auch gewisse deutsche Arbeitergesetje eine Aenderuna erfahren müssen, namentlich bezüglich der Zahl der Arbeitsstunden usw. So selbstverständlich es ist. daß Stinnes zur Behebung der allgemeinen Kohlenmisere und der Erfüllung der Kohlen- liescrungen an die Entente n i maßnahmen empfiehlt, die eine Hebung der Kohlcnproduktwn ermöglichten, so selbstverständlich ist es, daß er die e i n z i g e Rettung in der Verlängerung der Arbeitszeit steht. Wann hätte je ein Kapitalist oder Großindustrieller die Kosten oder die Verpflichtungen für den Wiederaufbau der deutschen Pro- duktion sich oder seiner Klasse zur Last gelegt. Die Arbeiter- schaft läßt sich aber nicht mehr willenlos gebrauchen, diese Zeiten sind vorbei. Eine Attacke auf den Achtstundentag würde die größten und hartnäckigsten Kämpfe auslösen. Die russisch-englischen Verhandlungen Kopenhagen, 9. Juli. Der hiesige Korrespondent des Reuterschen Bureaus erfährt aus russischer Quell«, daß die ruffische Regierung darauf eingegangen ist, sofort Verhandlungen auf Grundlage der von der britischen Regierung Krcsfin mitgeteilten Bedingungen aufzunehmen. Eine russische Abordnung wird in nächster Zukunft zu diesem Zweck nach England abreisen. Die Lage in Irland Wie„Nieuwe Rotterdamsche Eourant" meldet, ist die Lage im Süden und Westen von Irland infolge des Stockens des Eisenbahn- Verkehrs s e H r e r n st. In einer Anzahl von Städten ist vorsichtv- halber die Rationierung eingeführt worden. Der Gemeinderat von Dublin hat mit allen gegen eine Stimme beschlossen, die Beamten zu beauftrugen. Beamten der Mischen Regierung keine Erlaubnis zur Untersuchung von Buchern zu erteilen oder Informationen zu geben, die sich auf die ?■ VJ e Lu n 6 heziehen. Solche Mitteilungen dürfen allein an die irische Republik gemacht werden, Das Diktat der Sieger In der Behandlung der Kohlenfrage setzten die AM- ierten ihre diktatgrische Taktik fort. Ist bei den militärischen nur ein Bruchteil des deutschen Volkes von dieser Taktik be- troffen worden, die Nationalisten und sonstigen Eegenrevolu- starken Heeres inter- er dieser Politik Ausführung der wirtschaftlichen' Bedingungen des Friedensvertrages, wird das deutsche Volk zu fühlen bekommen, was es heißt, unter die Fuchtel der imperialistischen Sieger geraten zu sein. Gewiß haben wir alles Interesse, daß die vom deutschen Milita- rismus zerstampften Gebiete neu aufgebaut, daß die Wirt- schaft auch des französischen Volkes neugestaltet werde. Aber niemals wird es möglich fein, einen Ausgleich der Interessen zu schaffen, wenn auf der einen Seite der Befehlston vor- herrscht und von der andern Seite die schnellste Unterwerfung verlangt wird. Daß es dahin gekommen sst— daran muß immer wieder erinnert werden—, das ist die Schuld der im November 1S18 gestürzten Machthaber, die den Krieg bis zum Weißbluten fortführen wollten und ihre ganze Politik auf die Zer- schmetterung der Gegner eingestellt hatte. Schuld daran sind auch d i e Parteien, die, wie die Rechtssozialisten, diese Poli- tik viereinhalb Jahre lang durch dick und dünn unterstützt und nichts ernstliches unternommen hatten, um dem Gemetzel ein Ende zu machen. Nun sind die Alliierten die Trium- phatoren, nun liegt das deutsche Volk am Boden und soll nicht nur den eignen Schaden bezahlen, sondern auch die Kriegs« kosten der Siegr tragen. Mit einer schweren Schuld ist aber auch d,ie Koali- tionsregierung belastet, die nichts dazu getan hat, um die Produktivkräfte des deutschen Volkes zu heben, die deut- leren und Folgen des czen Frist zu überwinden. Statt die Verwirklichung des Sozialismus zu fördern, machten sich die Rechtssozialisten zur stärksten Stütze der Politik der Koa- litionsregierung, die kein anderes Ziel hatte, als die zu- sammengebrochene kapitalistische Wirtschaftsordnung neu zu leimen und das nach Erfüllung seiner Forderungen drän- gende Proletariat niederzuhalten. Besonders in der Kohlen- frage hat die Koalitionsregierung die schwersten Fehler ge- häuft. Eine beträchtliche Hebung der Produktion und die Er- füllung berechtigter Ansprüche der Alliierten wäre nur mög- lich gewesen, wenn die Bergwerke dem Privatkapital ent- rissen und die Kohlenproduktion in den Besitz der Gesellschaft überführt worden wäre. Statt dessen ist die Stellung der Zechenherren nur immer weiter gestärkt worden, die Berg- leute dagegen hat man mit Kanonen, Maschinengewehren und Zuchthausstrafen zur Arbeit zwingen wollen. Trotz dieser Sünden der deutschen Regierung muß aber auch jetzt, in diesen kritischen Augenblick, wiederholt werden, daß mit den von der Entente angedrohten Zwangsmaßnah- wen weder Frankreich, das auf einen Teil der deutschen Koh- len angewiesen ist, noch Deutschland, das ohne eine starke Kohlenproduktion seine Wirtschaft nicht aufrechterhalten kann, nicht gedient ist. EsmußzueinerVerständi- g u n g k o m m e n, die die berechtigten Ansprüche beider Par- teien befriedigt. Von den Vertretern der Alliierten in Spa wird soviel Verständnis für die Lage wohl kaum zu erwarten fein, da sie nur den imperialistischen Bedürfnissen ihrer Län» so notwendiger ist es, daß die Arbeiterklasse ~' ids und Frankreichs, ihre ölkerversöhnung der folgen. Um der Entente, besonders Englands und Machtmittel einsetzt, damit das Werk der nicht immer aufs neue durch die imperialistische Politik ihrer Regierungen behindert werde � Die Meute der reattionären Presse heult wie besessen, daß die Unabhängige Sozialdemokratie die Ausführung des Frie- densvertrages in der Entwaffnungsfrage und die restlose Be- e.:r------- � t nrnorf i?e>(....X. 7""»>-•'•1—;>,»—----- ourch die Entwaffnung zur Ausübung ihrer PflirftW..«!"'" Itch gemacht, die Bewaffnung des Proletaria s kin»» � leidet Nicht die mindeste Einbuße! Keine einzie.s t«5 Unabhängigen oder Kommunisten wird sick, x?,®riWe der — s.__ liurcy dle eprarej. ÄVTt.u. wÄT» Kit den Klassenkampf woblausaerullete or- naherzutreten.~-*■,..... vxxx, weiter, daß das für den Kiasienkampf wohlausgerüstete or- lerte Proletariat von den Abmachungen in Spa in keiner „Kjc berührt werde. Dazu ist nur soviel zu sagen, daß die Bewaffnung des Proletamis leider noch nicht durchgefühtt ist, ja noch nicht einmal begonnen hat. Alle die Nachrichten darüber, daß die AnHanger der Unabhängigen Sozialdemo- kratie mit Waffen wohlausgerüstet feien, haben sich bisher stets als Schwindeleien entpuppt. Was man nicht hat, das kann man nicht hergeben, und deshalb kann die Arbeiterschaft den Maßnahmen der Regierung zur Durckiführung der Ent- waffnunasbestimungen mit der größten Ruhe entgegensehen. Dieselbe Ruhe haben allerdings die Nationalisten nicht? aber wenn die Regierung auch künftig den Weisungen der Militärs e.e.x.... is die Bourgeoisie die in ihrenz wenn oie Regierung auch künftig der folgt, so wird es lange dauern, bis di Besitze befindlichen Kriegsmaterial! Auch die..Rot�e Fahne" verfolgt dle Unabhängige So- iialdemokratie tagtäglich mit ihren wütenden Anfällen. Wir �ten, so behauptet sie, mit unseren Forderungen, daß der Militarismus verschwinde und die Bourgeoisie endlich ent- wafsnet werde, schmählichen Verrat an der Arbeiterklasse ver- übt. Die„Rote Fahne" bezichtigt uns an jedem Tage und in jeder Spalte mindestens einmal dieses Verrats. Festgestellt fei oemgegenüber nur, dast das Blatt am Freitag selbst for- dert, daß die Entwafnung der Bourgeoisie und die Bewaff- nung des Proletariats durchgeführt werde. Man muh schon fr sausen Gedankengängen der„Roten Fahne" zu Hause sein, um zu begreifen, weshalb man Verrat begeht, wenn man sich dafür einsetzt, daß wenigstens die erste dieser !«»>«» zu wilrdig«» weist.„ (Jollto)«"ffefc«nb« Letchn»«"). »wir pimniMi einmünden wie: Epigone, Tonarchitekt, Akademiker» i-N.iN.N«-Ä werk Reger» zu entwerten und sei» Ächassen völlig von ddi musikalischen Bildsläch« zu verdrängen.. K,,, � rn Rener« Bedeutung für den Entwicklungsverlauf ««uMilüben �tuiilströmungen als Markstein und arundbe. in der Musikgeschichte jedem Fortschrittlich- Emvndndenhu- ckon unverkennbar/ Äiell.tchtliegt hierin die tiellte Ursache, weshalb man sich offenstchtl.ch und mit wider- «»»!!»«, DickkäutiskeU seinem weittragenden Einfluß entgegen- r?«mm denn R ger ist Zusamm-nfasse�er und Sprengend« zu- g ich er ist Abschluß und Ansang, er ist Ziel und Wendepunkt. In ihrem Unterbau stellt die Musik Reger» eine Synthese de» ««»LnnVnen dar Die Quellen, aus denen sein« persönliche Kunst zusammenströmt, sind wanntgfaltigster Art. �m�t nur da»"tn wahllosen, kopierenden Nachahm« geworden. Er hat nur das in sich aufgenommen und zu eigenen Umgeprägt, was seiner mneMn' Natur' entsprang, Ähaffvn ist die Frucht seine» un- endlich reichen, übergärenden Gefühlsleben». Di« Parallelen, die man zwischen der Kunst Bach, und Reger» gezogen hat. entwehren nach meiner Ansicht de» Zusam- menhanges. Das HandwerkUch-Gemetnsame, die � bU- der Meister wirkt sich bei Reger auf ungleich höh«« Entw ck. lungsstufe zum Mittel lebendigster Iubaltokraft aus, wird Au». druckstern erschütterndster seelisch« Offenbarungen. V el v«- wandter ist darum lein Verhältnis zu den Oraelsch/pfunßen Ltszt», vereinigte. �« Hier liegen di« Keim« anaedeutet, au, denen der Genius Regtr, seine«st« Anregung sog und hier sind zugleich die Grundelement« i...,-?..! in... tt«gl...»(•TfiKi�pferisch« t sprengen lllltiuuuu U/Ul, Ulli IUb bWIIII>.»IIWC WblW.BUjbCb V.« wu,.bU(b'n Unübersehbar neuer Aklordverbtndungen zu öffnen. Derartige Energien können nicht au» einem Epigonen hervor- brechen, sondern nur au» einem Schöpfer, der ein Eigener und Tin- ziger ist. politische Verwicklungen und damit schwere wirtschaftliche Folgen ergeben, so tragen jene dunklen Ehrenmänner die Schuld, die sich nicht scheuen, ihre reaktionären Ziele durch planmäßige Verleumdung des braunschweigischen Volkes zu fördern. Die Führer des Volkes Die reaktionäre Presse, und diese nicht allein, gefällt sich immer und immer wieder in der skrupellosen Behauptung, die Unabhängigen besorgten durch ihre rückhaltlose, waht- heitsgemaße Darstellung der innerpolitischen und besonders der militärischen Zustände die Geschäfte der Entente. Dieser selbe Unkenruf ertönte auch jetzt wieder zur Konferenz von Epaa. Die bürgerliche Presse, bis weit nach links, und die reaktionären Sprecher im Preußenparlament betonten wie- derholt, daß die Unabhängigen der deutschen Regierung in dieser schwierigen Situation in den Rücken sielen. In Wirk- lichkeit ist die offene Sprache gegenüber der Entente das ein- zige Mittel, um zu einem gegenseitigen vertrauensvollerem Perhältnis zu kommen, zumal die Alliierten genau Bescheid wissen, wie es bei uns aussteht. Wer aber in Wirklichkeit fortgesetzt die politische Lage der Entente gegenüber verschlechtert und dauernd in Gefahr bringt, das sind dieselben Kreise, die im neuen Deutschland am Sturze der Republik und an der Wiederaufrichtung der Monarchie arbeiten, nämlich die Offiziere. In der heutigen Morgenausgabe des„Vorwärts" zitiert Scheide mann in einem Artikel Auszüge aus der Nr. 18 der Zettschrift des Nattonaloerbandes deutscher Offiziere, der letzten Nummer des Blattes vor Spaa. Da ist u. a. zu lesen: Von Feinden geknebelt das Vaterland, Erdrosselt, gemeuchelt von ruchlos« Hand. Der deutsch« Siegfried von hinten erstochen, Das glorreiche Deutschland am Boden zerbräche � Das Volk bis auf's Blut schon ausgesogen, Zon..Volksbeglückern" verhetzt und betrogen! Ihr welschen Bluthunde, gebet achtl chr Volksbeglücker der Internation, Es ist kein Hohn! Rein, wahrlich, kein Hohn! Noch lebt die alte treudeutiche Wacht. ?uch. die ihr gefallen in Ehre und Treu Am heutigen Tage euch schwör'n wir'» auf's neu: Will uns der Erbfeind den Rest noch geben. Oder will auch der inn'r« Feind Uns an's Leben, Dann wird der alte Weckruf erschallen, Von allen Bergen h«ab widerhallen. Dann werden vi« alten Fahqeen wehn, Ein Heer von., Deutschen" in Waffen stehn, Dann richten die alte Ehre wir auf. ic Faust wie eh'dem am Schwertesknauf. Es kommt«inst di« Zettl Wir sind bereit. Sind alle dabei: „Furchtlo« und treu!" Diesem poetisch-nationalistischen Erguß entsprich» die Prosa bist» Offiziersorgan». Obwohl niemand, selbst der objektivste Geschichts chreiber nicht behaupten kann, daß der deutsche oder preußische Offizier iemal» Führer des Volkes im besten Sinne des Worte« geweien ist. schreibt dlests Blatt mit der» alten Anmaßung, e» werde erst dann«leder besser werden in Deutschland, wenn «ir Ossizier« de»«inst wieder Führer«erde««nferem Volke, wie wir es früher waren und wie«» uns auch fernerhin zukommt Ist da» nun Borniertheit oder Frechheit oder überspannter Stande»- und Machtdünkel? Jedenfalls ist es alles dies zusammen. Man braucht sich nur einen Moment eine beut- (che Zukunft vorzustellen, in der der deutsche Offizier di« viel- gestalttaen politischen und wirtschaftlichen Probleme zu mei- stern hätte, um die ganze Absurdität dieser Forderung und die Weltfremdheit der Militärs zu erkennen. Aber das wichtigste ist doch der„Dolchstoß", um sich dieses ge- flügclten Ausdruck» zu bedienen, der gegen die neue Regie- rung geführt wird. Bon ihr wird in dem Blat gesagt: Die neue Regierung ist nun endlich nach vielen Muhen, um in Spa wenig st ens etwas vorführenzukönnen, zustande gekommen, aber st. wie sie sich gestaltet hat,«st sie gewiß nicht der- art, daß ihr von irgendeiner Seit» bestndm» Vertraue» entgegen- gebracht wird. Auch wir find dazu beim besten Mllen nicht im« stand«.... Hier haben wir einen unbezweifelbaren Beweis, wer der I deutschen Regierung tatsächlich in den Rücken fällt. Oder kann man eine Regierung vor der Oeffentlichkeit starker her- absetzen und in ihrem Ansehen erschüttern, als indem man i von ihr sagt, daß sie„wenigstens etwas vorführen könne?- Hier ist ein fetter Happen. Herr Reventlow und ihr an-! deren Schreier von der„Deutschen Zeitung", der„Täglichen Rundschau" usw. Ob sie anbeißen werden? Scheidema»tn bemerkt in seinem Artikel, daß zwar iN Deutschland außer in den engsten Fachkreisen niemand der- artige Blätter liest. Er weist aber mit Recht darauf hin, dag im Ausland die Offiztersblätter sehr genau gelesen werden. Danach kann man es getrost der anständigen po- � lttischen Oeffentlichkeit überlassen, wer die deutschen Jnter-! essen bei der Entente schädigt und bei wem sich das deutsche Volk und die deutsche Regierung zu beklagen haben, wenn � Mißtrauen und Härte bei der Entente eine vernünftige Ver« ständigung immer wieder unmöglich machen. Die Geh eitn-K o nferenz des„Vorwärts" Dem„Vorwärts" tut es sehr leid, daß er mit seiner Schwindel- Meldung über die Geheimkonferenz der Unabhängigen st bös hereingefallen ist In feiner heutigen Morgenausgabe tischt er das Märchen aufs neue auf und versichert, die Konferenz habe, � wie er genau wisse, in der Wohnung des Genossen Dr. Weyl.> Lothringer Str. 42, stattgefunden.— Diese Behauptung ist ebenso wie alle übrigen in dieser Angelegenheit aufgestellten Behaup- tungen völig aus der Luft gegriffen. In der Woh- nung des Genossen Wey! hat diese Geheimkonferenz ebensowenig statgefunden, wie anderswo. Was wird der„Vorwärts" nun er« finden, um seinen Reinsall zu verdecken? Beförderung der Hochverräter! Wie offiziös gemeldet wird. Ist die„Auflösung" der 2. Marine- brigade seit dem 31. Mai, die der 3. Marinebrigade seit dem 83. Juni vollendet. Von der ursprünglichen Kopfstärt« von je' 5000 Mann soll da» Personal in der 2. Brigade auf 2000. in der! 3. auf 2500 beschränkt sein. Diese 4500 Meuterer, die unter der Führung der Ehrhardt und L ä w e n s e l d sich am März-\ Kapp-Putsch hervorragend beteiligt haben, sollen aus den ordent«! lichen Etat der Reichsmarin«, der nach dem Friedensvertrag eine Stärke von 15 000 Mann zuläßt, in Anrechnung kommen. Wie die Meldung bestgt, haben diese Hochverräter gegenwärtig im Senne- und Munsterlager ihren Sammelpunkt, sollen aber nach und nach di« Beiatzungen der in den Dienst zu stellenden Schtss« und Fahrzeuge der Reichsmarin, bilde». DI« halb- und ganzoffiziösen Spaa-Meldungen find in der Regck mit Kommentaren versehen, di« dem deutschen Volk zeigen sollen, in welch niedertrachtiger Weise MINerand und Lloyd George ihr« Bedingungen diktieren. Wenn da« deutsche Volk unter den Lasten dieser Bedingungen zusammenzubrechen droht, st zeigt es sich hi-e erneut, daß die deutsche Regierung, die völlig unter der Fuchtel der hochverräterischen Offizierskarnarilla steht, die Hauptschuld daran trägt. Und mehr noch: Di« Reichsmarine hat bisher ihr« voll« K o P f st ä r k« sehabt. st« bestand au» wirklichen See- Mannschaften. Die Brigaden Loewenfeld(2) und Ehrhardt(0 führten den Namen Marinebrigaden nur zum Schein' ilst Mannschaftsdestand fetzt« sich In Wirklichkeit aus zufammengelait» fenem Landvolk zusammen, nur die Kommandeure waren Seeoffi- ziere. Run soll dieses hochverräterische Pack der Reichsmarine zu- geführt werden. Di« Folg- davon ist. daß von den bisherige» Marinemannschaften meherere Tausend Mann entlassen werde» müssen, damit für die Kappverbrecher Plätze frei werden. Z» dieser Methode liegt System. Di« Reichsmarine hat sich n» 18. März gegen ihr« Kappoffiziere erklärt. Run werden zur Straf« dafür die verfassungstreuen Mannschaften aus der Marin« hinausdugsiert und hochverräterische, Gesindel nimmt ihren Platz ein. «in Kampfwort Reger», mit dem er einst für Brahms begeistert eintrat, möchte man in erhöhtem Maße über ihn selbst allen Avge- «endeten zurufen: „Es wäre sehr traurig um die Unsterblichkeit«ine» Brahms be- st«"), wenn er sie in erster Lime seiner Anlehnung an die alten M e i sie r acrdatute. So etwas kann nur di« ??"? goldenen Strom« des Lebens. fach«, daß er neu« ungeahnt« seelisch« Stimmungen auszulösen «Ä» auf Grund seiner eigenen seelischen Perstnlichteit." Dies« lebendige Auffassung von Kunst und Kunslschasfen führt in Gärende. Eigen. ä Äts; was gelöst sein feinfühliges Innere unaufhaltsam durchwogte. Daß er die Form al» etwas Gegebenes hinnahm— sie genügte ihm, um die Fülle feines gewaltigen Inhalte» zu fassen: es widersprach seiner völlig vertnnerlichten Natur, etwas Aeuhcriiches ohne zwin- genden Anlaß als Problem zu nehmen. Er erklärte sich feindselig gegen alle, denen das Unerhörte, noch nicht Dagewe ene kein un- umgängliches Bedürfnis, sondern nur Mittel zu sensationellen Zwecken war.- � Reger» Hinneigung zur kombinatorischen Form, sein« Meister- schaft in der Kontrapunktik und seine Genialität in unerschöpslicher vermauert, um das metaphysische Geheimnis der Unmittelbarkeit und Unermeßlichkeit in Reger« Schassensfreude auch nur entfernt zu ahnen. Eber drohte seiner Kunst bei dem Unvefttand seines be- stimmenden Gemütes die. Gefahr einer völligen Gezühlszerfaserung, als daß er klangliche Konzesiwnen gemacht hätte, die nicht seinem innersten Gepräge entsprossen. Cr ichreckte nichl vor Harten und Ungewohntem zurück, wenn es ein zwingendes Empfinden ihm ein- gab. Wahrhaftigkeit ist bei ihm ein ebensowenig wegdcnkbare» Korrelativ seiner Kunst wie bei Schönberg und Mahler. Sein horchendes Hinneigen zu den feinsten Regungen der Volks- feele. das sich in der Fülle seiner einfachen schuchten Weise au». prägte und in dem urwüchsigen Humor seiner Scherzi entlud, sein .—„„vi—...i------ � �'—-' der infernalen Wucht lantu uus Abbild unserer Zeit _ tzritz Frtd. Windisch. Mar KUnger-Ausstelluna. In der neuen Abteilung de« Kupfer- stichkabtnetts im Neuen Museum ist eine Gedächtnisausstellung .b.b.- v Studenten Sroß-verli««'' ver- anstaltet Montag, den 12. Juli. 7« Uhr abends, im Hörsaal 3S der Universität«inen Vortragsabend. Prof. E. F. Nicolai und Retchstagsabg. Georg Ledebour sprechen über „Pazftismus und Sozialismus". Freie Aussprache. Eintritt 50 Pfennig. Echte willkommen.,' Die Gewalt Bon Heinrich vutmann. Ein Knabe schlägt«inen Neinen Jungen...FetgNng!" schreit. ein Mann, der dieses steht,„dich an einem kleinen Jungen zu ver-- greifen I" Und der Mann schlägt den Knaben. „Schämen Sie sich nicht einen Knaben zu schlagen?!" rufen zwei, Manner, die des Weges kommen. Und sie packen den Mann um ihn von dem Burschen zu trennen, j „Zwei geg-n«inen! brüllt di. Menge, welch, die Schlägerei' begafft, und hetzt den einen gegen di« beiden.—__ 2_— f Ein junger Mensch im Arbeiterkittel tritt auf di« sich Schlagen- den zu. „Warum schlagt ihr euch?" spricht et. Die sanfte Festigkeit des Ausdruck»'läßt sie hinhören. „Zwei gegen einenl"--._ brüllt drohend di- Menge. „Wae mischt ihr euch drein?" schreien die beiden Männer z» den Umstehenden, der Kerl da vergreifl sich an einem Jungen---- "Das Seht euch nichts an! Dieser Bursche hat einen Kleine« geschlagen-- entgegnet jener. „Er hat aber angefangen." heult der Jung«,„er hat mit Steine« nach mir geworfen! Soll ich mir da» etwa gefallen lassen? Der Mann da hat mich aber geschlagen!"— Der junge Mensch im Arbeiterkittel wirft sich zwischen die sich Schlagenden, wobei er selbst von den Erbitterten geschlagen wird. Aber er wehrt sich nicht, sondern mit sanfter Gebärde sucht er' ste zu trennen. „Das gerade tut ihr, was ihr verhindern wollt." spricht ti mit lauter, eindringlicher Stimme. «Es ist feig, daß«in Bursche ein Kind schlägt.— Der Man« aber wird zum Feigling, der einen Burschen schlägt! Daß der Mann sich an dem Burschen vergreift, ist feig,— jene beide« Männer werden zu Feiglingen, die sich an einem Mann vet* greifen.— Feige seid ihr Umstehenden, die ihr so viele gegen zw-t vorgeht!— Mutz man, um der Feigheit entgegenzutreten, selbst feig« -sein?!— Muß man. um das Uebel zu bekämpfen, selbst de» Uebel» voll sein? Handelt so, wie ich es euch gezeigt habe!"——. Und er eilt fort durch die Meng«.— Im Neuen«volstheater, kkvpenicker Straß«, findet heute d' 25. Aufführung des lustige» Schwankos„Die 3 Zwillinge" m» Josesine Dora und Geo�g Paselt tn�den�Hauptroll�l stau. klerikale Lehrerhetze |<6ttebe�em r�c'n'�''1DeW'�i'�en Jndustrieverband wird uns g«- Die Kulturpolitik der Koalition von Rechtssozialisten, Demo- »raten und Zentrum wird durch nichts bester gerennzeichnet, als ourch das Lob, das ihr von Zentrumspolititern ausgesprochen «md. Wenn z. B. der Reichspostminister Gtesbert» erklärt: »eine moderne demokratische Versastung enthält so starke Eiche- rungcn für Religion und christliche Kultur, wie unsere deutsche—, i �L/nbart da» einen Ersolg des Zentrums, der nur durch den ichmahlichsten Berat seiner Blockbrüder an allen Kulturintercssen Smoglich werden konnte, deren besondere Pilege diese stch, nach rogramm und Grundsätzen besonder» hätten angelegen sein stcn mästen. Was für die Kulturpolitik insgesamt gilt, da» gllt insbesondere auch von der Schulpolitik der Nationalversamm- lung Bon diesem wichtigen Zweige der Kulturpolitik sagt« in ven Tagen vor der Reichstaaswahl ein Führer des Kölner Zcn- »ums. der Kaplan Dr. E e s ch e r: In der Schulfrage seien die �-rgcbniste der Zentrumopolitik zwar nicht so glänzend ausge- lallen, wie in der Kirchenfrage, aber sie seien«doch sehr be- > � l e d i g e n d". Gegen die also gelobte Schulpolitik, deren Ergebniste in der Beriagung„verankert" sind, lausen jetzt die Ultraklerikalen Sturm. In Absatz 2 des Artikels 14» der Versastung ist übe, die Rechte der Lehrer bestimmt:„Die Erteilung religiösen Unterricht» und die Vornahm« kirchlicher Verrichtungen bleibt ®f, Willenserklärung der Lehrer... überlasten." Der Sinn dieser Verfastungs-Vorjchrift ist der. das, an konfesstonellen und �»multanschulen der besonderen religiösen Ueberzeugung der Mer. Rechnung getragen, daß Toleranz geübt werden soll. Nest Toleranz ist aber etwa», wa» dem Geiste de» klerikalen „ sWkM» stralts zuwiderläuft. Unduldsamkeit war immer seine schärfsten hervortretende Eigenschaft, und zwischen den Ketzer- dirfolgunaen de» Mittelalter» und den Ketzjagden, die bi» in d<« iungste Vergangenheit von klerikalen Fanatikern gegen unbe- tzuem« Freigeister veranstaltet wluden. ist nur ein gradueller. dber kein prinzipieller Unterschied. Solch« Demonstrationen christkatbolische, Unduldsamkeit, wie fie Ltz» anscheinend zum grötzten Beyagen der zentrumskatholrschen .Ureste im westfälischen Industriegebiet bereit» seit Wochen statt- I»den, waren auf Grund der„Losung" der Frag« de» religiösen Unterrichts, wie sie die Verfassung vorgesehen hat, zu erwarten. Solange der Bestand der katholisch-, konfessionellen Schulen ge- wahrleistet ist, solange währt die unbedingte Herrschaft des orlerue in ihnen; und so lange wird der katholisch« Lehrer ent- weder ein folgsamer Untergebener de» geistlichen»Herrn", oder « wird nicht sein. »?n der überwiegend polnisch-katbolischen Industriestadt Herl»« �t Bochum wagten e» drei tatholisch« Lehrer, die Erteilung de» Religionsunterricht« einzustellen. Sie blieben Mitglieder ihrer Kirche, allerdings nur, wie man ihnen jetzt vorwirft, nach„Tauf- Ichein und Steuerzettel". Sit blieben auch Lehrer an den kon- lcgionell-katholischen Schulen, an denen sie bi» dabin gewirkt tzatten. Ganz im Sinne der Versastung! Aber natürlich nicht im «>nne der klerikalen Drahtzieher am Orte. Dies« putschten die »atholischen Eltern auf. stch ihre gar nicht bedrohten„Rechte auf »onfesstonelle Schulerztehung" zu wahren. In bekannter Weis« wurde die katholische Volksseele zum Kochen gebracht, und da die Regierung keinen Grund fand, gegen die drei Sünder«inzu» Ichreiten, gebar eben diese Volksseele einen Schulstreik. Am »/ Juni traten von etwa 8300 katholischen Schulknaben der Stadt Hnne angeblich über 7000, in den Streik. Um ihre Seele nicht Schaden leiden zu lasten, erweitert« die Geistlichkeit die Schul- mejsen und erteilt« in den Kirchen ausgiebig Religionsunterricht. 50n �ristlichkeit aufgestellte und von den Eltern der fo» o.* Schultiiiver übernommene Forderung geht dahin, die Hc&en 9w rÖx ben katholischen Schulen zu entfernen. Zur recht- W»t°"�ÄA dieser Forderung wird ausgeführt LKöln. auf die B« r I I 2unN:„Wenn sich die ungläubigen öehrer Eltern gerufen..... so glauben die katholischen te-ÄI»?'I-li/w'«Änn5»«..b m Ä' H-I'j* stch wobt>.« dürfen die Herner katholischen Eltern Nutichland.b��heit hingeben, dast da- ganze katholiich« Sumoatb- ,!», f �wpf UM dt« schule mit uneingeschräilkrer vympathte verfolgt. Sie kämvfen ja nic"« nur für sich, de, d auch entscheidend sein ssionellen Schul« zu« gangszeit bis zum Reichsges «qmparyte verfolgt. Sie kämpfen Ausgang ihres Kampfe» wird für die Lage der konfess nächst in der Uebergangs „Rabenvater" und„Marzipan� Erstaussührungen nicht von dem Stück im TheLte« Reden wir de» i n-t 0tm otua«m Thea...____ l e Sr« r a„Ä.Ol0n, der Darstellung, die unter Max Pal. rollen Werbezir.! als Träger der Haupt kann über ruhig wird. --- CJ*•!»« VL» l f C l u iü C I 0 6 5 i rollen natürlich glänzend war. Aber man lagen, das) man allmählich auch Pallenberg uoer»u». Denn es ist selbstverstä>ü>lich. das, ihm die Darstellung der sich stetig auf gleicher Höhe ober gleicher Ties« haltenden Lust- spiel« und Cchwänl« im eigenwillig« Charakterisierung nimmt und zur Schablone wird. Seine Partnerin stellte eine schon in der Erscheinung prächtig« Landbürgersfrau hin. die bei allem hanebüchenem Unsinn«inen Zug echter Mütterlichkeit bewahrt«. Rätselhast blieb, warum sich in dem starten Beisoll hart- näcktgee Pfeifen und Zischen mischte. E» kann doch gewitz numund zu diesem Abend gegangen sein, um literarisch« oder dramatische Eroberungen zu machen. Ebensowenig ichien dieser ch"U«st der Darstellung zu gelten, oder sollte«» vUlleick Art Sffllhtrft».'••- zuzutrauen: dl-ibt nur W. � im«nh� und AnM" S' M."!.....- � so etwa» wie eine das Publikum doch _______ wi» fcUHlJ»«»» J W> uno io etwas wie eine Hoffnung. datz wan mstnahm«. Ä nicht unterschätzen soll? Aber da. ist!« Marzipan heißt das Sommer-Volksstuck von K... im Friedrich Wilhewstädtischen Theat«� Wen yst- Locktitel, wenn auch den Sinnen wenig venutzreiche» Das Grelel. das neb--. ,-c- tens ein leckerer >» geboten wird. ücreude und be> _______-— uj ucn esmnen wenig Genutzreich«» gel Das Eretel. das neben mir'jatz, hatte i�ne helle.... dauerte, datz nach»kurzen Akten schon Echlutz war,— ich«nun gähnend meinem Schöpfer. Da aber hauptsächlich anspruchslos« Gretchen mit ihren noch anspruchsloseren Kavalieren die Gaste der Sommertheater sind, so mutz ich zugeben, datz der beschrankt« Zweck aus ganz harmlose Art erreicht ist. Won sollt««igentlsch in solchen unpersönlichen Fällen immer ein GreUl mit stch sübre« (wenn man gerade ein» zur Hand hat). fCl______— „— x/mivu Eine neue Zeitschrist,„Der getreue Eckart" ist vor kurzem herausgekommen.' Sie«richeint zweimal im Monat und will, wie der Herausgeber Kurt A. Nitzsch» und der Hauptschristleiter, Alsred Lorek. sagen, über die Parieien stehen. An dieser Ar- beit beteiligen sich im ersten Heste der neuen Zeitschrist u. a. Eduard Bernstein. Stegerwald. Eugen Zimmermann.- Hedwig He»,! und Walter v. Mott- Die Zeitsihrist will also da» sortsetzen, was Herr Thimme. der Blbliothekar de» Herrenhauses, de, auch mit einem Beitrag vertreten ist, während de das flcherem Vernehmen nach noch mehrere Jahr« auf stch warten lasten kann." Dieser Hinweis ist nicht ohne Wirkung geblieben. Am 10. Juni berichtete die„Germania" über die Stretklage:„Der Herner Schulstreik zieht weitere K r ei s e. In vielen Städten und Gemeinden der westfälischen Mark, so in Bochum. Wattenscheid, Weimar, Gelsenkirchen, Langendreer, Solingen haben grotzc El- ternversammlungen stattgefunden, die den Herner Katholiken Sympathiekundgebungen übermittelten und ihnen versprachen, sie mit allen Mitteln in ihrem Kampfe um die konfessionellen Schulen zu unterstützen." Am lg. Juni konnte die„Germania" mitteilen:„Inzwischen droht der Streik auf das ganze rbeinisch- westsälische Industriegebiet überzugreifen. Die katholischen Eltern« organisationen im rheinisch-westsälischen Industrierevier, die mit dem Herner Schulstreik sympathisieren, haben nämlich beschlossen. «benfall» in den Streik einzutreten. Der Generalstreik soll bereits am kommenden Montag(am 21. Juni) beginnen." Dieser „Generalstreik" ist allerdings nicht zum Ausbruch gekommen. Doch droht er noch immer, wie die„Köln. Volksztg." zu- letzt noch am 2. Juli mitteilte. Herr Hönisch ist durch den Streik in eine schwierige Lag« gera>en. Er machte zunächst in einer an die Brest« versandten Er- klärung vergebens viel Worte, um sein« Verlegenheit zu ver- bergen. Nachsichtig erklärte er:„Von der Verhängung«nt,chieden begründeter Schulstrafen sehe ich, so scharf den Schulstreit mih- billige. ab. da ich mit Polizeistrafen in derartige Stre'k» nicht eingreifen will." Im übrigen sei er„nicht in der Lag«, dem Wunsch der katholischen Eltern nach Abberufung jener Lehrkräste zu entsprechen. Im Gegenteil müsse er„darauf besteben. datz die katholischen Eltern solchen Lehrern gegenüber Duldsamkeit üben", wie diese alle» zu vermeiden haben,„was die religiösen Empfindungen der ihnen anvertrauten Kinder verletzen könnte." Eine„sofort nach Abbruch de, Schulstreiko schleunig durchzu- führend« Untersuchung" soll« Klarheit darüber schaffen, ob die Lehrer sich bisher etwa in dieser Beziehuna vergangen haben. Ein neues Wirtschaftsabkommen mit der Schweiz Räch einem vertraglosen Zustand von sechs Monaten ist fetzt, wie das„Berliner Tageblatt meldet,«in neue» Wirtfchafis- abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz unterzeichnet wor- den. Der alte Vertrag war nach einer provisorischen Verläng«- rung am»1. Dezember 1310 abgelaufen!«Ine Erneuerung scheitert« damals an den geforderten Kohlenprc»'>,. Da» heute unter- schrieben« neue Abkommen ist wieder für sechs Monat» geschlossen worden. Die Verhandlungen, die aus deutscher Seit« unter Leitung de» Ministerialdirektor» v. Stockhammern vom Aus- wältigen Amt geführt wurden, dauerten nur vier Tag« und«n- deten mit der Vereinbarung einer Lieferung von monat« l i ch»0000 bis 35000 Tonnen Kohle, wovon die Hälft« Braunkohlenbrikett» sein sollen. Den Kern de, diplomatischen Do- kument» bildet ein Kauf- und Lieferungsvertrag -.,-ch nicht erreichen, denn die Klassengegensätze sind" �"berbrücken sondern sie müsten ausgekämpft werden. Deswegen werden auch die Bestrebungen de»„Getreuen Eckart", der techniicd gut ausgestattet ist, keinen Erfolg haben.— Di« Zeitschrift ist im Verlage von Han» Robert Engelmann. Berlin W.15, erschienen! U afc.' Weites beträgt 8 Mark, der syiert'eljW.prei» Sen» im Mai die höchst« Kobleneinfuhrziffer seit Beginn de» !rieges zu verzeichnen: mehr als 310 000 Tonnen, von denen da» Hauptlontingent auf amerikanisch« Kohle entfiel Rumänisches Erdölmonopol Der rumänische Staat hat durch ein Dekret die staatlich« Kon- troll« Uber den Inlandabsatz sämtlicher Erdölprodukte angeordnet. Wie die„Tägl. Berichte aus der Petroleumindustrie" mitteilen, toll der Absatz für den inländischen Verbrauch ganz indieHände des Staates gelegt werden. Auch sämtliche Transport- und Lagerungsmittel kommen unter die Verfügungsgewalt des Staates, der die Berechtigung zum Kauf oder zur mietweisen In- anspruchnahme haben soll. Es kommen für diesen Zweck hauptsäch- lich Tankkähne. Zisternenwagen. Reservoirs usw. in Betracht Für«inen dreimonatlichen Bedarf soll eine Reserve angelegt werden. Für vorläufig fünf Jahre überträgt der Staat die ihm aus dieser Verordnung zufallenden Rechte an die„Industrio Romana de Petrol",«ine mit Kapitalbeteiligung de» Staate» neu gegründete Gesellschaft. DU Notwendigkeit«ine, planmäßigen, von gemeinwirtschaft- lichen G«sicht»punkten geleiteten Organisation der Pdoduktion und des Absatzes zeigt sich in allen Ländern und zwingt zu einer weit- gehenden Umgestaltung der Wirtschaft. Aufgab« des Proletariat« ist es,»u verhindern, datz diese Neuordnung nach staatskapitaltstisch- bureaukratischen Tendenzen erfolgt, vielmehr«ine wirklich« sozialt- stische Gestaltung sich durchsetzt. Die Arbeiterbewegung in Polen Nach einer Statistik de« polnischen Arbeitsministeriums sind in Polen 347 000 Arbeiter gewerkschaftlich organisiert. Davon gehören nur 5? v. H. den freien Gewerkschaften an, mit Einschluß von 92 000 jüdischen Arbeitern, die wiederum in drei Richtungen zersplittert sind. Bon der Gesamtzahl der Organister- ten entfallen auf die freigewerkschaftlichcn Verbind«: in Galt» zien 05 v. H.. tn Kongretzpolen 76 v. H., in Posen nur 0.4 v. H. Der übrige Prozentsatz gehört den gelben National« arbeiterverbänden an. die sich im schnellen Wachstum befinden. Ihnen strömen besonder» die früher rndifferenten Masten zu, die eine Zeitlang da» Hauptkontingent der Kommunisten stellten und sich jetzt wieder den gelben nationalistischen Organisationen an- schlietzen. An der Spitz« der freien Gewerkschaften marschiert der Land- arbeiterverband mit 170 000 Mitgliedern, dann folgen die Eisenbahner mit 30 000, die Bergarbeiter mit 00 000, die Metallarbeiter mit 50 000. die Textilarbeiter mit 4V 000. di, Bauarbeiter mit 20 000, die A r b e i t e r d e r chemischen Industrie mit 12 000, di« Lederarbeiter mit 11 000 Mitgliedern... Di« nationalen Arbeiterverbänd«, die ihren Auf- stieg vorwiegend de, jetzt üppig gedeihenden nationalen Phrase zu verdanken haben, suchen sich ebenfalls zu zentralisteren. Verschie« dene national« Verbände Kongretzpolen» haben sich bereit» mit der polnischen Berussvereinigung vereinigt, die ihren Sitz in Pp. Jen hat. ihren Mitglieder stamm aber in Oberschlesten und Rhein, land-Westfalen besitzt. Außerdem bestehen noch christlich« Arbetter. verein«, di« unseren katholischen Fachabteilungen gleichzustellen sind. Sie sind aber völlig bodeutunaslo». Die sreien Gewerkschaften Polen» haben noch ungeheuere Schmie. rigkeiten zu überwinden, bis es aelingt, die Indifferenten, noch unter klerikalem nationalistischen Einfluß stehenden Arbeitermassen aufzurütteln und zu proletarischem Denken zu erziehen. Versammlung des Völkerbundes Amsterdam. 3. Juli. In der gestrigen Sitzung de» englischen Unterhaus«» sagt« Harmsworth. Präsident Wilson habe di« Aufforderung de» völkerbundsrate». di« Bölkerbundsv-rsammlung im November einzuberufen, angenommen. Di« Aalandsfrage vor dem Völkerbundrat H. N. London. 10. Juli. Der Pölkerdundrat wird am heutigen Sonnabend unter Bor- von Bour�oie die JJraa« der«alandsinleln behandeln. Di« tzung wird für da» Publikum zugängig fein. Branting wird den vericht erstatten, während der finnisch» Gesandt« in Paris di« Anficht setner Regierung vertreten wird. . Gegen den«ten—»zng. Vet der großen Maschinenfabrik Maffel m München Kt am Freitag die gesamt« Arbeiterschaft zum Pro- test gegen den Steuerabzug in den S t r« i k aetreten. gierungsprcisident von Königsberg bestätigt worden. Bolck ist Rechtssozialist. Regierungswechsel in Portugal. Wie aus Listabon gemeldet wird, ist da» Kabinett zurückgetreten. Brand im Belgrader Parlamentsgebäud«. Im Belgrader Par- lamentsgebäude brach am Freitag nach der Sigung der National- Versammlung ein großer Brand aus, dessen Bewältigung drei Stunden in Anspruch nahm. Der S ch a d e n ist e n o r m. Die Sitzungen der Nationalversammlung müsten vertagt werden. Aus der Parteipresse Heft Nr. 20 der Wochenschrift„Der A r b e i t e rr a t" ist er« sienen. Aus dem Inhalt: Generalversammlung der GroI-Ber- sch:....... liner Betriebsrat« Die Führer der Konferenz der Betriebsräte der Niederiausitz: Opposition im Zentralverband der Angestellten ausgeschlosten: Rundschau! Krach, von Hermann Po lack. Karls- rube- Das füroletariat als Rechtslchöpfer. von Feltx Halle. Der Sozialisterungsversuch in Bayern, von Jakob M e t h: Un« gartt als Räterepublik, von Dr. Julius Moses? Unterrichts» Methoden... �. „Der Arbeiterrat" ist zu beziehen durch tedes Postamt, durch all« Freiheit- Speditionen, dte Buchhandlung der.Freiheit. Breitestr. 8-3, oder direkt vom Verlag„Der Arbeiterrat* Berlin EZS Müniistr*>4 Preis für ein Monatsabonnement Z.oO Mt� VierteWabonnement iolsO Mt.. Einzelheft i Mi. Rr. 13 der Sozialistischen Gemeinde ist soeben erschienen Sie enthält eine Füll« von Belehrung� ofs für unsere Gemetndever- treter. wie schon di« Inlialtaub-rstcht ergibt.. Wir erwähnen da- raus: Die Stadtverorvnetenwahlen in Drog-Verlin. Die Rot- wendtakeit des Sozialismus. Die Ausgaben der Jugenderzie. hung in den Gemeinden. Vom Kamps gegen den Mietwucher. Wie kommen wir zu brauchbaren Beamten. Zur Verstadtlillmng de» Schornsteinfegergewerbe». Apotheten-Sozialisterung usw. Bericht« aus den Gemeinden. Kommunalvolttcsche» au» den Parlamenten. Mitteilungen kommunaler Arbetterrate und«in« Literaturübersicht vervollständigen den reichen Inhalt. Preis der Einzelnummer 50 Pfg. Vierteljahresabonnement 3 Mark. Sozialistischer Erzieher. Heft 20. Der Bezug de» Sozialistischen Erziehers, der Wochenschrift für sozialistische Erziehung und Btl- düng, ist für da» Vierteljabr Iuli-Sept-mb-, zu erneuern. Be- zuaopreis 0,50 M.(ohne Bestellgeld). Bestellung bei der Post oder be m Verlag der„Sturm", Berttn W. 3. Potsdamer Straße 134a. Gewerkschaftliches .................................................. •»ii u-p«»«»n«ucutiuiMun ,n ocn«ircii gerreren. ttt«.-u« Regic-ungspriiltdent. Der Rechtsanwatt Ernst Bolck IN Tilsit ist vom prcugischen Staatsniinisterium als Re- Das Streikrckcht in Gefahr Seit Dienstag dieser Woche streiten di« R- �tsanwaltsanae- stellten. E» Kanvclt stch um eine»vprozentige Huna ihrer Gehälter. Zur Zeit beziehen di« Lehrlinge 70—120 M., die Gehilfen 220— 140 M.(letzteren Betrag nam neunjähriger Tätigkeit), Stenotypistinnen 250- 430 M., ReaisUatoren 510-050 M. und Bureauvorfteher 740—825 M. monatlich! Teuerungszulagen werden nicht gezahlt. Von diesen Beträgen«erden noch die Steuern und Versicherungsbeiträge gekürzt. Im Verhandlungswege war ein« Einigung nicht zu erzielen, auch vor dem Reichsarbettsministerium nicht. Ein groster Teil der Rechtsanwälte hat die Forderungen bereits bewilligt. Gestern wurde dem Zentralverband der Ange- stellten, welcher den Streik für die Angestellten führt, ein Beschluß zugestellt, wonach auf Antrag de» Berliner Anwaltsvcreins und der Rechtsanwälte Loew« und Altertum dem Zentralvcrband der Angestellten aufgegeben wird, bei Vermeidung einer Geldstrafe von 1500 M. für jeden Fall der Zuwiderhandlung, alle Hand- lungen zu unterlassen, durch die der Streik der Rechtsanwalt», angestellten in Erotz-Berlin eingeleitet, gefördert oder sonst unter« stützt werden könnte, insbesondere Aufrufe, Ermahnungen und Auf» forderungen dieses Inhalts in Wort und Schrift, Einberufung von Streikversammlungen und Beteiligung an solchen in jeder Form, Zahlung von Streikunterstützungen und Organisation d»» Streckpostendienstes. Eine Begründung ist diesem Gerichtsbeschluß nicht angefügt. Es versteht sich von selbst, daß eine derartige Ver» fllgung natürlich unhaltbar ist. Es würde damit das allen An» gestellten gewährleistete Streikrecht ohne wettere» beseitigt werden. Die Rechtsanwaltsangestellten werden gegen diese Vergewaltigung in einer am Sonntag, den 11. d. M., vormittags 10 Uhr. in den Sophiensälen, Sophienstr. 17—18 stattfindenden Versammlung pro- testieren, in welcher der Reichstagsabgeordnete Giebel das Referat übernommen hat. Der Streik im Tiefbaugewerbe Seit 12 Tagen streiken dte Tiefbauarbeiter. Sie fordern die Zuschläge, die im Hochbaugewerde bereits bewilligt sind. 1300 Mann stehen noch im Streik, während 7500 bereits zu den er- kämpften besseren Bedingungen arbeiten. Die Gemeinden Berlin und Spandau haben sich bereit erklärt, den Unternehmern di« Differenzbeträg« für die noch in Ausstand stehenden Arbeiter, zu erstatten. DU Magistrate haben also di» Forderungen bewiltcgt und die Arbeit könnte sofort aufgenommen werden. Trotzdem wollen die Unternehmer die bewilligten Zulagen nicht zur Au,« zahlung bringen. Diese Scharsmacherei geht vom Reichsverband für das Tiefbaugewerbe, Ortsgruppe Berlin, aus. Eine klein« Gruppe von Kriegsgewinnlern gefährdet somit di« öffentlich« Sicherheit in Berlin. Die schwersten Gefahren für di« Gemeinde und für die Sicherheit des Leben» und de» Eigentums der An- wohner des Nord- und Siidbahnbaues, sind durch diesen mut» willigen Machtdünkel einer kleinen Unternehmerklique herauf« beschworen. An der Unterführung der Kronenstraße, der Mohren« straße und der Weidendamer Brücke besteht Einsturzgefahr. ,---,...■"-j-rf � i— CY5--- d*««ta VKll Die laiwciiicfi«leimtut-o« ou utsutu/iv»», wvdvi» Gefährdung der Oefs-ntlichkeit wird nichts unternommen. meinden müsien unbedingt m dte Lage versetzt werdem diefcm Unternehmerterrorismus zu begegnen, dadurch, daß st« tnvte �age versetzt werden, di- Arbeiten i«lb°- s-rtzumhr-n. D« Wahnsinn da-«Ine Handvoll Ausbeuter, obwohl st« nicht mtt einem Psenmg durch die Beendigung des Kamvie» 0« chad gt««»den. d«,� der Gesamtheit Millionenschäden zufügen, ist län«, �««mgen. Heute tritt ein« Verschärfung des Kampfe»«». E n° �rstmm lung dp Tiefbauarbeiter hat beschloss«". heute wettere latw üu beiter tu den Streik zu stellen. Herr �BUinet, das System der Eni- löhnuna in feinem Betriebe zu detaillieren: wohl wissltld, daß durck d?ci«s System die Zahl der Arbettslosen nicht nur mAver- mindert sondern vergrößert wird. Es kommt nicht darauf an, «imelnen dt« Taschen zu füllen, sondern mögltchst vielen Arbeit». lolen Geleaenbeit zur Arbeit zu geben. Diese doch nur allzu bcrvcktiate Forderung wird durch da» System Bittner sowie durch fortaeießte Umgehung de» Paritätischen Arbeitsnachweises, sa- bottiert Herr B.. d«r auf seinem Herrenhause-Standpuntt be- harrt scheut sich nitht. die Vertreter der Orqantsation als.Horde" zu bezeichnen. Andererlett» verursacht es Herr» B. aber keinerlei Beschwerden, di- organisierte Ardetterschast zur Fortführung bzw. Ervaltung seiner Ek'stenz ,u gebrauchen. Herr B. der keiner Arveitgcber-Orgnnisatton angehört, lehnt nach wie vor die An« «rkennung de» Tarifvertrage» ab. Der Kamps wird gewünscht. nun gut. wir nehmen ihn auf: der Unterstützung der organisierten Arbeiterschaft stnd wir gewiß. Da» Lokal„Schmerterlingshorst" bleibt für or, ganisierte Gastwirtigehilfen weiter gesperrt. Zu dem vericht über di« Delegiertenversammlung de, Zentral» verband«« teilt un» Paul L a n a e al, Redakteur de»..Freren An- gestellten" mit, daß sich die Opposition nicht an da» Ve&mdaorga». um Aufnahme irgend eines Artikels gewandt habe. '.-wrterfiw.'Wei Groß-Berlin tu Stadtverordnete! Heute. Sonna»-nd. K'/, Uhr. im Vürgerlaal des Rathauses, wlchngc �raktioassitzuilg. Srschemen aller ,st Pflicht. Dr. Weql. Kinderhilfsanstalten Es find wohl 15 Jahre ins Land gegangen, seitdem unser leider 3U fr ah oerstorüsne Genosse Wurm den ersten Antrag für die Einrichtung von kommunalen Kinderkrippen,-gärten und-horten rn der Berliner Ctadtverorduetenversammlung vertrat. Damals lehnte der Kommunalfreistnn, der die Herrschaft im Rathaus hatte. den Antrag ab mit der Begründung, daß einerseits private Ein- richtungcn beständen, man aber andererseits gar reine Veranlassung hatte, die Faulheit der Arbeiterfrauen zu unterstützen. Das waren damals die Männer von solchen Frauen, die ohne Hilfe der Pro- letarierinnen ihren Haushalt überhaupt nicht fuhren konnten. Wir forderten die Einrichtung städtischer Anstalten, um jeder Frau, ohne Rückstcht auf religiöse oder politische Bekenntnisse, das Recht auf Unterbringpng ihrer Kinder zu geben und ihr so bei dem Erwerb des Brotes die Sorge mir das Wohl ihrer Lieblinge ab- zunehmen Ruch heute noch liegt diese Kinderhilfe in privaten Händen. Rur mit dem Unterschied, datz die privaten Mittel bloss einen kleinen Teil der Unkosten decken, und die Stadt erhebliche Summen für diese Zwecke zur Verfügung stellen mutz. Die Rot der Anstalten war schon während des Krieges recht bedenklich und nach der Revolution stieg sie ins Unermeßliche. Die Zuschüsse der Stadt wurden höher, denn die Geldquellen der privaten Wohlfahrts- pflege sind fast ganz versiecht. Vielen, die früher mit vollen Händen gaben, ist es unter den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen unmöglich geworden, anderen wieder gefällt die Einrichtung nicht; sie haben für die Armen, die sich ihre Rechte fordern, nichts mehr übrig. Mögen sie rhre Almosen behalten! Die städtische Verwaltung wird so schnell wie möglich nachholen müssen, was sie in früheren Zeiten versäumte. Im Augeirblick stehen die Dinge so. dass die meisten der Anstalten schließen müßten, wenn die Stadt ihnen keine Summen bereitstellen würde. Um dem vorzubeugen, wurden in der letzten Magistratssitzung 2 383 360 Mark aus Vorschussmitteln bereitgestellt. Znteressant war uns nur die Begründung, die das Jugendamt der Forderung beige- geben hatte; Es hieß in derselben, dass die Mittel notwendig wären, um einer drohenden Kommunalisierung vor- zubeugen! Diese Sorge vor der Gefahr der Kommunalisierung ist bezeichnend für den Geist, der in unserem so freudig begrüßten Jugendamt herrscht. Es wurde dann im Magistrat von dem Ver- trcter der Vorlage entschuldigend angeführt, daß es sich nur um einen unglücklich gewählten Ausdruck handele. Nun geht aber eine Notiz durch die Presse, deren ganze Auf- machung die Vermutung nahe legt, als wenn es ein Wortlaut der diesbezüglichen Magistrat sbeschlusse wäre. Auch da heißt es wört- lich;„Die Mittel wurden bereitgestellt, um der drohenden Kom- munalisicrung vorzubeugen". So ist es n i ch t. Die Mittel wurden bewilligt, utii die Anstalten offen zu halten und namentlich ihren Angestellten, die zu Hungerlöhnen arbeiteten, das Leben erträg- licher zu gestalten Wir bitten unser« Inserenten die neue Adresse des Verlages Rtiüj?'. Wir wollen aber so bald wie möglich die Anstalten übernehmen, um sie in unserem Geiste zu leiten und auszubauen Es könnte manchen Kreisen gefallen, daß die sozialistische Mehrheit ihnen Mittel zur Verfügung stellt, um ihre Arbeit im alten Sinne weiter zu führen und die drohende Konimunalisterung zu verhindern. Die Herrschaften mögen sich gesagt sein lassen, daß ihr Spiel mit un- serem Eelde nicht lange mehr währen wird. Den massgeblichen Herren im Jugendamt sei aber der Rat ge- geben, den neuzeitlichen Ideen mehr Rechnung zu tragen. Pazifismus und Sozialismus. Montag abend 7% Uhr findet in der Universität(Unter den Linden), Hörsaal 33, eine Zusam- menkunft, einberufen von der Vereinigung sozialistischer Staden- ten, statt. Auf der Tagesordnung stehen zwei Vorträge von Herrn Prof. Dr. Nicolai und Genosse Ledebour, M. d. R., über„Pazi- fismus und Sozialismus".— Zum Eintritt berechtigen die von den Distriktsleitern ausgegebenen gestempelten Karten. Weitere Eintrittstarten sind zum Preise von 50 Psg. am Eingang des Saales zu haben. Städtischer Vrennholzverkaus! Die der Kohlendeputation des Magistrats Berlin angeschlossene Berliner Brennstoff-Beschaffungs- Gesellschaft m. b. H. verkaust jetzt täglich von y,9 bis 12 und bis 3 Uhr auf ihren Lagerplätzen in geeichten Metzbänken Brenn- holz. Der Preis für 1 Raummeter ungeschnittenes Kiefernholz beträgt 120 M., ein Zwanzigstel Raummeter Kiefernholz, dreimal geschnitten, wird zu 6,35 M., und dreimal geschnitten und ge- spalten zu 6,75 M. vertauft. Auf Holzkarten, die Minderbemittelte auf Antrag in den Brotkommisflonen erhalten, wird das Holz um 16 M. für den Raummeter billiger abgegeben. Lagerplätze der Gesellschaft befinden sich Sellerstr. 27-28, Prenzlauer Allee 80, Ereifswalder Straße(Gasanstalt), Landwehrstrasse 28-2S, Kott- buser Ufer 20-22, Uröanhafen(Insel), Zelleftrasse 3. Jede weitere Auskunft erteilt das Bureau der Berliner Brennstoff-Beschaffungs- Gesellschaft m. b. H., Berlin NW. 7, Friedrichstr. 150, Telefon; Amt Zentrum 6170, und Magistrat Berlin 438. Es empfiehlt sich für jeden Haushalt dringend, den Brennholzbedarf möglichst schon jetzt und nicht erst im Winter zu decken. Der Bäckermeister Conrad Erosse-Rohde, Liebenwalder Str. 60, ist wegen unzuverlässiger Betriebsführung von der Mehlzuteilung ausgeschlossen worden. Warnung! Wir warnen alle Parteibureaus und Sekretariate sowie llnterstützungskomissioncn vor einen gewissen Viktor Adrian. Derselbe ist Rumäne und hat in Berlin seinen Logiswirt mehrere Anzüge gestohlen und sämtliche Ausweiie auf den Namen Paul Tiedtke. Sollte sich der obige Viktor Adrian melden oder unter den Namen Paul Tiedtke auftreten, so bitten wir, denselben an- zuhalten und sofort nach Berlin Nachricht zu geben.— Die Unter- stützungskommission der Berliner Arbeiterschaft. Ausflügler. In Potsdam und Umgegend wird noch immer ein lOprozentiger Aufschlag als Bedienungsgeld zur Zeche erhoben. Nach einer Entscheidung des Reichswirtschaftsministeriums ist dies nicht mehr zulässig. Die Gastwirte aber kehren sich nicht daran und überlassen nach wie vor dem Publikum die Bezahlung des Kellners. Durch dieses System ist es den Potsdamer Gastwirten möglich, für sich größere Gewinne heraus zu wirtschaften, als ihre Berliner Kol- legen. Während Letztere bei den gleichen Preisen die Kellner be- zahlen müssen, wird in den Potsdamer Gaststätten der Besucher gezwungen, dem zahlungspflichtigen Arbeitgeber die Lohnzahlung abzunehmen. Diese ungerechtfertigte Bereicherung der Unterneh- BERLIN C., BREITE STRASSE S» und die neue Tele!. No. Zentrum 4516 mer muß durch das Publikum unterbunden werden. Wir bittel deshalb die Besucher aller Lokale die Bezahlung der lOprozentigen Zuschläge zu verweigern. Jeder Gast mutz sich die einzelnen PofV tionen seiner Zeche genau vorrechnen lassen und sie mit den Preis- Verzeichnissen vergleichen. Er schützt sich dadurch vor llebervor- teilungf weil vielfach die Aufschläge ohne Hinweis gleich eingerech- net und er in Unkenntnis noch zum Trinkgeldgeben veranlasst wird. Verband der Castwirtsgehilfen. Verwaltungsstelle Gross-Berlin. Ein grosses Sportfest veranstaltet am morgigen Sonntag da» „Arbeiter-Sportkartell Weißensee" auf dem Ge- � mcinde-Sportplatz Nennbahnstraße(frühere Trabrennbahn). Un> ter anderem werden leichtathletische Wettkämpfe, Vorführungen der Turner, Radsah: ed. Touristen, Gesang vom„Männerchoti Weissensec", ferner Schachwettkämpfe Weißensee-Norden4 geboten. Den Abschluß des Festes bildet ein Propaganda-Fußballspiel! zwischen„Freie Turnerschaft Nowawes" und einer kombinierten Weissenseer Mannschaft.— Die Vorkämpfe beginnen bereits tun 9 Uhr vormittags, während die Hauptveranstaltung um �2 Uht ihren Anfang nimmt. Eintritt ist frei! Programme zul Verfolgung der einzelnen Veranstaltungen kosten 50 Pfennig.— Besonders eingeladen sind alle Parteigenossen, die noch in bürge» lichen Organisationen ihren Sport und ihre Leibesübungen b» treiben, um zu begreifen, daß auch die Arbeiter-Sportverbänd« imstande sind, guten Sport zu zeigen.— Der Wahlspruch all« sportfreudigen Parteigenossen muß am Sonntag sein:»Auf zuv Sportfest nach der Rennbahn!" »Quer durch Berlin". Der Schwimmverein„Vorwärts" 1897, Mitglied des Arbeiter-Wassersport-Verbandes. veranstaltet mov gen, Sonntag, vormittag 10 Uhr ein grosses Propaganda- und Werbeschwimmen„Quer durch Berlin" dessen Konkurrenzen von 397 Teilnehmern bestritten werden. Der Start ist am Urban» Hafen, die 2200 Meter lange Strecke führt durch den Landweh» kanal(Admiralsbrücke. Kottbuser Brücke, Hobrechtbrücke) bis zul Ratiborstraße. Zweck der Veranstaltung ist, den Wassersport i« weitesten Bevölkerungsschichten zu propagieren, besonders de« Arbeitern, die heute noch in bürgerlichen Sportvereinen sich be» finden, den Weg zu den Sportorganisationen zu zeigen, in die sie gehören.— An den Brucken finden ab �9 Uhr Rettungsoorfüh» rungen statt. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung at» Sonntag: Etwas wärmer, zeitweise heiß, aber noch überwiegend bewölkt, mit geringeren Regeniällen und mäßigen aufaugs nord» westlichen, später südwestlichen Mnden. Aus den Organisationen Bezirksorganisation Berlin-Stadt. Die Jnformationsblättei müssen umgehend vom Bureau, Schicklerstr. 5—6, abgeholt werdeir 7 Uhr in der Aul-, WÄ Sitzmm Iä°» licher gunitionäre und des alten Vorstandes. 1». Sistritt. Monwa. 7 Uhr„unkiionSrronserenz bei ftullet, S-Ukowstr ftrahe 34..Areiheiis-Blocks" mitbringen. f J �GfjoTtottcnborg. Festlomitee, Sonniag normiltag 10 Uhr. Sitzung bei ötuf* Spreestr. 50. Ntukalnerband 0 Uhr. Mitglicderuerstimmlung. der Vereinskalender «ebeitsinu-lid-, SicuISll». Sonntag. U., uormlttal» Verantwdrttlch lur die Rcbalition. s e 0 Li e b s ch II g, FNedcnos. Verontwottfl« für den Inf-rn-coteU: Ludwig Komerlner Karl-i,orst. Derlaa-genoffcns-t!»« „Freiheit-, e.®, rn. b. H„ D�l.n- Drrnk der Fe.ih.,f.DruVee.i« m d. v- Berlin C.2, Breite Straße 8-9. Tüchtige für die Abteilung Korsetts sofort gesucht MÄllPir 12 bis 2 Uhr mittags, nslUlll�li": 5 bis 6 uhr a5ends Kottbuserdamm 1 mit Wser Hmiiischrist sofort gesucht. Meldung. 12— 2 Uhr mittags oder 5— S Uhr abends. A. zmorf& CO. Kottbuserdamm L FBoten- � frauen| verlangt sofort| Wlill!>«| Charlottenburg= Wallstraße 68 Z ilffi.llrttrtmtt-Rfl-faftt I Der Genosse Theod. Krause | schied freiwillig aus dem | Leben. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Ehre feinem Andenken. l Die GeschSftoleitnng. 16. Distrikt. l.JUbt, Am 6. Juli starb der| Genosse, Gastwirt Ferd. Scharf? Stent Hochstr. 49 Am 12. 7., nachm. k Uhr,! ! findet die Einäscherung im Krematorium Gericht-| | strafte statt. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand. Ildf. iMltlÄ® gesucht für Merten Kvpferdraht. Aöev nnd Mlhsdrahj Kunst hbchstzahlend IMNimbilreauvchlllhtiüg. Berlin W O, Litlkftraftc 10. Telep hon; Lützo w 3705 und 8518. rJwiM,16' Bewerber müffc« über orgavi'[ *:Slunb°att"�r>sche Fähigkeiten verfüg-» mUn btr Mitteilung der bishcria-» Tätigkeit in der Arbelterbeweguug und Geholt� ansprucheu sind bis zum 1. August' einzureichen W* Alfred Jans. Wilhelmshaven, Hollmannstr. fj "5 Säuglings- f FflrsorBe-Lotterie Ziehung am 20. und 21. lull. 7SOOO 2674 Gexr. v. 1 Prftm. i. W. t.M. Höchster rnm,~~~~ arsSCICWO 1 ir.inpt- rewinn L W. t. M. ................................. Botenfrauen ;• für dauernd stetll sofort oln Ii Spedition :: Werder StraBe 31 Jeden 0onn(on und SNittrooch 8 Nhr: aiaifenötötfe| (lorneu)» Idyll) 1 PrSnle i. W. v. M. .- TetapStz.., «ä8: Krampenburs Seiten Dzmerstlig 10 W: Zeuthen MüggelsM Poltersdorf llWfe. 4.85 die 100-Gramm- Tafel Md. L.UO die 50-Gramm- Tafel in Lnxuszfaettnng SNb. 5.50 die 100-Gramm- Tafel MK. 2.85 die 50-Gramm-Tafel G. Wechselmann Berlin W. 9, Linkstraste 20, Hof links!. Fernspr-chrr! NollsudorfST». Telegrauimadr.: Ditalimeitta Berlin. sssss! Büuxlinzs. kkür-sonze- r.ese IN. 3,60 J.iste und Porto 90 Pf. ertT*. - Iö Los« sortiert ans TSrsch. Taus.«. 86,-- . Lad. BHUlsr& Co. BEttLIN W., Werllerschsr Markt 10. •"•lion Lotterlegatehiltdn n. Loseverkaufarttl!. zu haben. SpiraSbohrer Srchmirgellelnen» nur neue, kauft ON II t( e r, Neue so ASnigstr. 00, iAlee-nderpfatz). KW 7.Zl> N SlhchevdorfVStr.�. Annahme in alle« Speditionen de» Berlage» Geschäftsstelle: Berlin C 2, Brette Straße 8-S Kleine Anzeigen 2-- M.. iedes weitere Wort I«rn �aiv nctt0' Stellengesuch«: Nberfchrist»- n>o« l.oO M., ,edes weitere Wort im Text 1.— M. «Z ffir.rr.ineiioerlißui Deutsch, Landsberger Snofte 13. Rreuäfürtife! sowie andere neue stScUfochen aller Ar!, keine Berfa tzware, immer noch zu staunenerrrgend sxoiibjWgen Sornmerpreisen im Leihhausl Warsdiauer Slr. 7._ jtrcusfiichfe, Alasbasllchse und alle anderen Pel, arten, enorot billiges immeepreite. Ia< schenuheen, Brillanten, Schmucksachen, Stlbemtatett. Linien. str 203.4, ticke Rosenihaler Str., I. Treppe.____________ Ollehrcrc IaetittanHUge, tSchtockanzüge, llttiawaganjug, Sinoktttgintz�, �llnglittgoatt- jiige, püngtingsmifaltct, spoti« Vilüp. stiriieurgeschäst, Sieitchltr.« Bornehm- Jackett-. Smoking-. Frackanzüge,«ommer- valetots,(Sumnrimantel, Hosen kaufen Sie am billigsten im Leihaus«ofenberg, Ziosen- thaler Strafte 14. .Baumntoll Pt-lstcr-W»- tc-.iot", für Polsteeg-tchastc, Schneidereien und Sattlereten verkauft Durckhardt» Fehr- b-llinerftr. 27. Möbel Selten billigt Schlafzitnmer. helleiche, nußdauni, 130-160 breiter Spiegelschrank, Wohn- zlmmer, Speisezimmer, Sofa, Umbauten..stächen. Petersburger Str. 41�_ Aahlungserleichterung. Spiegel und Polfi�r- waren gegen Kasse ttnd Teil- zahwug. S. Grau, Friedrich- strafte 7. Nähe Belle-Allianee- XU* SihÄni5me- Stl*lfe(ang«u� 160,— bi* 600,—, Meialldmen 230,— bis �chialzinimce .Meicke, 2tucu Äfirhcn, moderne, mit und ohne Anetchle, lackier«, laste«. roh, jetzt oon 430 Bl. ab. Riesen- answahl. drüchenmödeijadrik Himmel, Lotheinger Straße 22 <>schSnhaus« a.or>. Erleichterun�dei««schas. sung oon billigen MSbeln, Schlafzimmer,«oeitezimmer, Hemniimmet, Äüchcit, Garantie 3!iabeIfabrik£anbs6cc#etRUee2D s Kansgesuche ...... n-;* Teppich kauft(mitbringen) Pollle-». i?«p.>elaOee J3. Pinsel, Schellack, Leim, Benzw soivte sämtliche Nlaieri- allen kauft Schmidt i- Wehnee, ,"7 eljtb elitner Sit, 24.__ •Mrmccjjiftol«» kauft zu HSchsten Preisen Airslein, Linien- fteatze 50. Pfandscheine,'Wettsachen. kauft milRUckkausseechiLchmidt s, Egger-, Schöneberg, Sedatt- straßr 40. Etrtlnisung, fachen, Diiütäe- stiefel, Hetrengarderobe(Preis- angabe) Strubo.Baedeiebenste. 3 «irammoph-nplatten, Bruchstücke, Kilo iO.— Ankaufs- ftelie OlenltBlln, Inliu5.st.aste 59. " ßeim jeden Polten kauft Kilo 20,00 Herbst, Tapezierer, vroße Hamburger Sir. 14-1!'. Werkzeuge u. Maschinen Snoobinoniobroodan, S6,loß. schrauben, Stiimirgelleinen kaust in großen Posten, Halfter, Lands- bergerstraße 83. Stg% 9375. Leint, Schellach, Firnis, Locke, Dleiweiß, Terpentin kaust jeden Posten zu den bbchsten Preisen. Handlung chemischer Produkte. Wilb-Iw» Spiralbohrer, Schmirgel- leinen, neu, kaust geumee, Hussitenstraße 44, o. iV. Spiralböhrer kauft gegen fofortiae Ketlse. Schulze, Friedenau, Wiesbadener Sie. 6. ! Pfalzb. 4875._ | eoJöichran&en, Feilen, i Spiealbobeer, fangen, Schmie- i gelleinen kauft Rominger,(Sr. 1 Frankfurterjtr. 93, ootn 2, nur von 2— 8. Spiralbohrer, neue, jeden Vofien kauft Marten, L?we- HSchstpreis. fgr Spiral. bohrer, Schmirqelleinen, neu, zahl: Schmidt,.�dpenicker Str. -"b, Stadtdohn Ianno wchdrücke Spiral bohrer, Schmirgel- leinen kaust jeden Posten Schley, MeukSllu, Prinz �»andjeryftr. 44/45. Pusch, Ächtenberg, Gössest?. 0. Schnellaufbohrer,' neue, kauft jeden Posten Werkzeug- l.andlung, Reinickendorfer Strafte 08. Spiralb ohrer und Schmirgel- leinen kaufen Werkzeughand- lungen Lfuisenufe? 18, Lübecker Strafte 33. � Verschiedenes� Erfinder» Patentbureau !...... ü.jffli.w Tiermarkt Schllf.rhnndr, Stuben. bunbe, Hnnbeoerkanj,«nbauf, Dreffurbne-, 3— M..«uoieren, Hiinbefutternertruf. Sehaff. Tands Hundexark, Pallisaden. straße 25. VNeerschtpelnchen, Aanin» »en, kaust Tier-Instilut, llvei- tenfee, Lehderftr. 72. | ArboitsmarKt ..... n'*""!....... i...... nr" 0N»»elltischler, Former««* ffiletzereileute gesucht oon bnktlo-COenostenfchoft. Sinl'K 2000 Mit. to. Otle,(Seil 1,0 weg 7711. 3 Richtiges Drntsch sprechen, sch eiden lehrt Erwachsene abends eesaheenee Sprachlehrer. ................. 497' rr'-'rrff-l | Ansiedelungen BausteüeJ teils eingezäunt. Fredersvo! Hoheuneuendorf. 200.— Hülfen. Steg'.id.TreilschkesttSV� Beachtet unsere -•;--»fC