Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Montag, den 12. Inli 1920 Nummer 273• Abend-Ausgabe 9k erfchewt morgow med nachmittag», Sonntags und Montag» nur einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung in» Haus für Groß-Bcrli« 10,— M. im voraus zahlbar, von der Spedition selbst abgeholt 8,50 M. Für Post- bezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Oesterreich 16,5V M., für das übrige Ausland 21,5V W. zuzügllch Baluta-Aufschlag, per Brief für Deutschland und Oesterreich 3V,— M. Redaktion, Expedition und Verlag: Berlin S 2» Breite Strafte 8» fe Di« achtgespaltene Nonpareillezeile oder deren Raum dostet V.— M. etuschließlich kleine Anzeige«; Da» fettgedruckte Wort 2,— M., jedes weitere Wort 1.5v M.. einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Famlnen-Anzeigen und Stellen-Gesuche 3,20 M. netto pro Zeile. Stellen-Gcsuche in Wort-Anzetgen: das fettgedruckte Wort 1.5V M.. jedes wettere Wott 1.- 9JL SOKlpnUa: Stttm 2030, 2045, 4516 4003, 4636, 4049, 4921. $>ei-[{ner-Organ bar Vnabbäafilgen ScgiatömoPmtip Sfeutfcbfanö» Die Wiedergutmachung Aeberreichung der deutschen Wieder- gutmachungsvorschläge Spaa, 11. Juli. Vorst licnde, Mmister- *..... rästdcnt Lei Aeain« drr beutiaen Sitiuua teilte der gestern beraten hätten, «erde, e.. bereit seien, die vo» bis Er richte daher an die deutschen Dele ur morgigen Zv »ie ihnen für Sitzung versch erten die Fr heute uächmittag o h . l-it chobeu age, ob e» iiedergutmachüngsvorschläg« vorzulegen. � k Reichsminister Dr. Simons entgegnete, die deutsche« Wieder» eien fertiggestellt und ittags zugel _____ tten der reu, im Läufe dieses Rachmittags" zugehen solle«. Er habe desfeu unmittelbar vor der Sitzung erfahren, das, bei de»«o«. mrssionsverhandlungen zwischen den beider, e»t, gen Sachverstand». gen für die Kohlenfrage lein- Einigung erzielt worden]tl We» » der grundlegenden Bedeutung der Kohlenindustrie für das utsch« Wirtschaftsleben fei die deutsche Delegation nickt im- mmde. Borschlage für die Wiedergutmachung vorzulegen, solang« die Kohlen srage unerledigt sei. lp Ministerpräsident«illerand erNärte, dah ihn diese Mit» teilung beunruhige. Er verlas den Bericht der alliierte» Sachverständigen, betonte indessen, dah die Entscheidung der alliierten Regierungen erst morgen stattfinden werde,«nd ersucht, erneut um Ueberreichung der deutschen Wiedccgutmachungsoor» ichläge. Reichsminister Dr. Simons führte darauf ans, dah»ach dem m>n Herrn Millcrand verlesenen Bericht von Deutschland monat- lich das Zweieinhalbsache des m dem deutschen Kohlen» te« Kohlenquantums verlangt werde, i« nur ei» Drittel ihres notwendigen werde. Auf sein Ersuchen wurde die interne» Besprechung de» deutschen ______ Sitzung erklärt« R dah die deutsche» Delegierten angesichts der werden«erde, de» rgutmachungs» händigte mehrere Exe«» Konferenz ein. Cr er» 2)2, S t 8'»»»"»« oenipnen Veteg,eri«n ange duna?» hf? 0tVfCH Millerand und Delacroix, dah die Entschei« Ichloile»««ge« stesaht vo,!»,5°� di«� deutsche» W,ed«> vlare überreichen»nd händigte tlfSrt» j f? bem Generalsekretär der Konser, L?' �.bei die Konferenz, die Gesamtheit der drutsche» hiAß, Ir.!**_S e« aus dem Friedensverteiig« an der Hand »»heilbarer Plan anzusehende, Vorschläge zusam- r J. �"hlenfrage zu prüfen»nd vorliinfiq eine Entschei» n„J aVl« l4"" auszusetzen. Weiter betonte der Minister, dah i-»?», der deutschen Delegierten der Zweck der Kon» iwenz von— v—"•*—--- der trrtro juUl]js?n! ����"?«°itigtr Äusspr ni ».PiT Millerand entgegnete unter Berle! ?an R«nw gefahten Beschlusses, daß der Bertrag von'___ ''5«inschllehlich des Artikels 233 die Grundlage der Bezieh«»- 9 Deutschland und den alliierten Mächten bleibe. ta�° � n,UI�< b«a»f auf Montag, 11 Uhr»ormittag, ver» Der deutsche Kohlenwirtschaftspla«. . � Spaa. lt. Zu«. ntilzZ**, Mliieeten von Deutschland vorgelegte Kohlen- wirtschastsplan lautet: l»«»!'' der Voraussetzung, dah die M» i f S r d e r« n g im Durch. Mltt pro Arbeitstag erhalten und wie im Monat Mai zur ver- BiÜiil9 Relchskommissars für Kohlenverteilung in Deutschland i i n» bieten wir den alliierte« Mächten eine Menge von »«..?? Wonnen im Durchschnitt peo Arbeitstag zur be- mX'Ltä,•" in»«.«»f»e(�,I?n9 biefes Prozentsatzes ist der Mehrverbrauch in- Ä word n �alitätsverschlechternng der Kohle nicht b°rLckfich- vüeu.» vnü �ir beabstchtigen. SO m« Bergleute jahrlich ne. ein- «warten kittn<», �i�.«/��"�?ichsu Wohnungen zu bauen. Wir 'J," xazxt\miiv**1/ uvu �vimuii Up)£& -e �ahr von-«-���'. erhalten die� alliierten Mächte für S Prozent, wä Arbtlistai � � ?u gerechnet 40 Prozent, für das nächste die restlichen Prozent« zur freien Ber» fugnng Deutschlands verbleiben müssen. T. U. Spaa, 12. Jull. Ueber die Beratungen der Sachverständigen in der Kohlensrage verlautet, dah die Franzosen im wesent- lichen an den von Millerand in der Konferenz vorgelegten Eni- sche, düngen festhielten. Wie der Sonderberichterstatter der Tele- graphen-Union meldet, wurde von den bekannten 4 Punkten dieser Entschließung nur in Punkt 3 ein Zugeständnis gemacht, und zwar in der Richtung, daß die in Berlin einzusetzende Kon- trollkom Mission sich nur allgemein mit dem Vertei- lungsplan der Kohlen in Deutschland zu befassen, nicht aber in die Frage der Einzelbelieferung einzugreifen habe. Ueber die genauere Auslegung dieser recht unklaren Bestimmung ist vorläufig noch nichts entschieden worden. Von deutscher Seite war als Erundleistung IMillionTon- nen monatlich zugestanden worden, die je nach der Vermehrung der Produltion erhöht werden sollte. Später wurde diese Menge auf 44 000 Tonnen pro Arbeitstag berechnet und den Alliierten vorgeschlagen. Dabei wurde von deutscher Seite betont, daß die Erfüllung dieser Leistung von einer ganzen Reihe besonderer Um- stände abhängig sei und es sich daher nicht um ein starres Pro- gramm handeln könne. Die Gegenseite lehnte jedoch diesen Ein- wand entschieden ab und bestand auf einer festen Verpflichtung von 2*4 Millionen Tonnen monatlich. Mit Rückficht darauf, daß eine solche Leistung die deutsche In- dustrie um ein volles Drittel ihrer Belieferung berauben und da- durch mit Sicherheit die schwersten wirtschaftlichen«nd sozialen Schäden herbeiführen würde, lehnten nicht nur die Vertreter des deutschen Unternehmertums, sondern ebenso entschieden die der deutschen Arbeiterschaft die Forderung der Alliierten auf monat- liche Lieferung von 2*4 Millionen Tonnen ab. Hue erklärte da- bei, er sei bereit den gegnerischen Vorschlag anzunehmen, wenn die franzöfische Regierung ihrerseits die Verpflichtung übernehmen wolle, für die Hunderttausend« von Deutschen zu sorgen, die da- durch arbeitslos»nd auf die Straße gesetzt werden würden.-- • Die powische Note i» Spaa Spaa, 12. Zull. Der polnischen Frage scheint bei den Besprechungen der Alliier- ten eine ziemlicheWichtigkeit beigemessen zu werden. Die polnische Abordnung auf der Friedenskonferenz hat von ihrer Re- gierung eine Note erhalten, in der die Bereitwilligkeit, mit Sowjetrußland auf der Seundlag« der Selbstbestimmung der Völ« ker Frieden z» schließen, zum Ausdruck gebracht wird. Diese Note ist der polnischen Abordnung zur Mitteilung an die Friedenskon- ferenz üderfandt worden, aber bei der telegraphischen Uebermitte- lung find so viele Verstümmelungen vorgekommen, daß man um eine Wiederholung ersuchen mußte. Man hofft, daß diese Wiederholung der Rote eintreffen wird, bevor die Konferenz zu Ende ist, Sitzung des Oberste« Rates Spaa, 11. Aull Der ObersteRat htrll heut««we Ettzung ab. Er beschäftigte sich mit dem türkische» Friedensvertrag. Die Antwort wird den türkischen Delegierte» endgültig am 17. Juli übergeben werden. Sie enthält einige Abänderungen zugunsten der Türkei. I« der Teschener Frag« ist e,uc Volksab st immun vorgesehen. Die Tschech»Slowaken und die Polen lehnen sie jcdo ab und schlagen eine« Schiedsspruch des belgischen Königs vor. Zn Spaa find We mMtärffchen Fragen abgelöst worden voir den wirtschaftlichen. Man kann ruhig behaupten, e in ihrer Bedeutung zu unter- .tlichen Dinge doch von weitaus größerer Dichtigkeit stnb. Die Lösung des Kohlenproblems und die Wiedergutmachung stnd je nach ihrem Inhalt von entscheidendem Einflufz auf die weltwirtschaftlichen und weit- ohne die Entwäj schätzen, dah die nur aus der Perspektive einer bestimmten wirtschaftlichen In- teressengruppe zu beurteilen. Hier ist internationale Einstellung nötig. Es ist nötig, zu erkennen, dah trotz oder gerade wegen des verheerenden Krieges die Staaten nach Nationen heute mehr als jemals darauf angewiesen sind, gemeinsam an der Beseitigung der Kriegsnöte und der Wiederherstellung wirtschaftlich und politisch erträglicher Zu- stände zu arbeiten. Für den Sozialisten kommt noch hinzu, darauf hinzuarbeiten, dah diese politische und wirtschaftliche Neuordnung der Welt sich in Bahnen vollzieht, die dem internationalen Proletariat eine seiner Bedeutung und seiner zahlenmähigeu Stärke entsprechende Mitwirkung sichern.. � Denn das ist das Kennzeichen der Konferenz von Spaa: Es verhandeln dort ausschliehlich*aP'* a-U.P v 6 Mächtegruppen, die nicht nur sich vollständig der Mittel der alten Diplomatie bedienen, sondern auch ausschließlich vom alten Macht- und Jnteressenstandpunkt beseelt sind. Einmal klopfte bis jetzt das neue Weltgewissen auf den VerHand- Arbeiter nicht bereit wären, das auszuführen. Und weiter hin wies Hue mit vollem Recht darauf hin, dah nur die internationale Regelung der Kohlenfrage erfolgversprechend ist. Stellt man die Ausführungen von Hue und Stinnes einander gegenüber, so wird sofort der ganze Gegensatz der großkapitalistischen und sozialistischen Auffassung klar. Stinnes arbeitete mit nationalistischen Ar- gumenten, die den Wert seiner sachlichen Ausführungen natürlich herabmindern muhta. Aber auch feine sachlichen Aeuherungen blieben an der Schilderung der allgemeinen Schwierigkeiten haften, ohne den befteienden Ausblick zn finden. Das ist ein bedeutsames Moment. Es brachte den ver» sammelten Herrschaften mit Deutlichkeit zum Bewußtsein, dah die einzige wirkliche Lösung des Problems in der internationalen, sozialistischen Organisation der Produktion liegt. Natürlich ist nicht anzunehmen, dah die von dem Vertreter der Bergarbeiter vertretenen Grundsätze schon jetzt von den Herren in Spaa als einzige Möglichkeit empfunden werden. Dazu genügt nicht ein Privatissimum, sondern dazu bedarf es der kräftigen Aktion des Weltproletariats. Aber es ist von größter Wichtigkeit, festzustellen, dah auf dieser. Konferenz in der schwierigsten Frage der Sozialismus triumphierte. Die Abstimmungsgebiete deutsch! Die gestrige Abstimmung in Ost- und Westpreuhen, die überall ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen ist, hat ein für Deutschland über Erwarten günstiges Ergebnis gebracht. Die Mehrheit, die sich für das Verbleiben der Ab« stimmungsgebiete bei Deutschland aussprach, ist nach den bis- herigen Ergebnissen viel größer, als zu erwarten war. Wenn auch an und für sich mit einer deutschen Mehrheit gerechnet werden konnte, so rechnete man doch mit der Möglichkeit, dah in dem einen oder anderen Bezirke die Polen eine Mehrheit erzielen würden. Nach den bisherigen Ergebnissen ist das aber nirgends der Fall, lleberall sind gewaltige deutsche Mehrheiten zu verzeichnen. Zu diesem Ergebnis hatdieHaltungderArbeiter» f ch a f t und der Unabhängigen Sozialdemokratie wesentlich beigetragen. Die überaus reaktionäre Haltung der polnischen! Regierung, die Erschießung der 17 Eraudenzer Arbeiter» führer, der polnische Krieg gegen Sowjetruhland hatten der Arbeiterschaft gezeigt, dah sie bei der Zugehörigkeit zu Pole« neben wirtschaftlicher auch schwerer politischer Entrechtung ausgesetzt und ihr Kampf gegen den Kapitalismus wesentlich erschwert sein würde. Das alles hatte sowohl die in Ost» und Westpreuhen ansässigen Arbeiter als auch die Abgewan- derten veranlaßt, für das Verbleiben bei Deutschland ein« zutreten. Ihre Abstimmung ist deshalb keine nationalisti» sche Kundgebung, kein Sieg des deutschen übex deck polnischen Gedanken, vielmehr ein Bekenntnis zum Klasse,« kämpf, dessen Bedingungen durch diese Abstimmung eine Förderung erfahren sollen. Ueber die allgemeinen politischen Wirkungen der Abstin»- nmng wird zn sprechen sein, wenn das Gesamtergebnis vor». liegt. Wir registrieren im folgenden die einzelnen bisher vorliegenden Ergebnisse. Das vorläufige Ergebnis B e r l i n. 12. Zuli. Vorlaufiges Abstimmungsergebnis in WcstprenßenS gg 31k abgegebene Stimmen, davon 91 834 deutsch, 7882 pol« nisch. Demnach: 92 Prozent deutsch, 8 Prozent pol» nisch. 29 kleine Ortschaften stehen noch aus. Ostpreußen: 3K1 VK3 abgegebene Stimmen, davon deutsch 3S3 KS5, polnisch 7408. Also 97,9 P r o z e n t d e u t s ch. 2.1 Prozent polnisch. K8 kleine Wahlbezirke stehe« noch au». Einzelergebnlsse: Westprcußen: Kreis M a r i e n b u r g: 17 437 deutsch, 183 polnisch. Kreis S t u h m: 18 298 deutsch, 4919 polnisch. Kreis Marienwerder: 22 21S deutsch, Kreis R o s e n b e r g: 33 K84 deutsch. 1074 polnisch. Ost. preußen: A l l c n st e i n Stadt: 1« � deutsch. 342 pol» nisch. A l l e n st e i n L a n d: 30 444 deutsch. 4423 polnisch. Kreis Osterode: 4K 108 deutsch. 1030 polnisch. Kreis Neidcnburg: 2219« deutsch. 320 polnisch. Kreis Ortelsburg: 43 999 deutsch. 449 polnisch. Kreis Zohannisburg: 33 627 deutsch. 14 polnisch Kreis S e n s b u r g: 34 064 deutsch. 23 polnisch. Kre.g Rössel: 33 227 deutsch ,757 polnisch. Kreis Lötz en: 29 025 deutsch. 9 polnisch. Kreis Lyck: 35 574 dciltsch. 37 polmsch. Kre,s O l e tz k o: 28 649 deutsch. 2 polnisch. Marienwerde», 12. Zull. Die Abstimmung in Westpreuhen stellt sich als ein ungeheurer deutscher Sieg dar. Nach den bis 2 Uhr morgens vorliegenden Ergebnisse» sind für Deutschland 59827 und für Polen 5144 Stimmen abgegeben worden. 118 Ortschaften bzw. Gemeinden haben sich sür Deutschland und 10 kemeiuden bzw. Ortschajten für Polen ausgesprochen. Dan, ig,. 11. Zull. Bis 12 Uhr nachts lagen aus dem westpreußischen Abstimmung». gebiet folgend« Resultat« vor: Stadt Marienburg 9977 deut» sche, lSO polnische. 39»ngültige Stimme»; Stadt R i e s e n b u r g 3323 deutsche, 59 poln,, che Stimmen: Stadt Rosenberg 2439 dentschc, 8 polnische. 5 ungilltlge Stimmen; Stadt St ahm 2075 deutsche, 749 pol»>>che, Stadt Deutjch-Eylau 4740 deutsche, 235 polnische Stimmen, Stadt Bischof»werder 1272 deutsch« und 227 polnische Stimme». . Waffenstillstandsangebot der Alliierten an Sowjetrutzland Spaa. 11. Juli. Die Alliierte« haben der Sowjetregicrung den Abschluß eines Waffenstillstandes mit Polen vorge. schlagen, auf Grund der Voraussetzung, datz die Polen sich hinter ihre rechtmäßigen Grenzen zurückziehen. Dem Waffen- stillstand würde dann eine Friedenskonferenzaller Randstaaten folgen. Wenn die Sowjetregierung ab» lehnt, oder wenn sie die Polen innerhalb ihrer eigenen Grenzen angreift, fo werden die Alliierten Polen volle Unterstützung zuteil werden lassen. Nach den vielfachen offiziellen Kundgebungen über die Friedensbereitschaft Sowjetrutzlands ist anzunehmen, dag der Vorschlag der Alliierten in Moskau angenommen wird. Er bietet Ruhland insofern Genugtuung, als die Polen ge- zwungen werden, sich hinter ihre rechtmäßigen Grenzen zu- rückzuziehen. Den Polen wird mit ihrer hoffnungslosen militärischen Lage schon nichts anderes übrig bleiben, als diesem Vorschlag zuzustimmen. Sie sind von den Alliierten abhängig und ohne ihre Hilfe stehen sie vor dem Zusammen- bruch. Paris, 11. Juli. Die Pariser Morgenblätter erklären, dab man sich gestern in Spaa mit der kritischen Lage Polens beschäfligt habe. Titoijb George habe Tschitscherin geantwortet, England mache zur Gniudbedingnng für jede weitere Verhandlung den Abschluß eines Mass ensttllfl and eS mit Polen.„Maltn' sagt. Lloyd George habe in seinem Namen geantwortet, aber im Einverständnis mit Frankreich. Italien und Japan. Er denke nicht daran, Polen im Zlich zu lassen, und auch nicht daran, einen Sonderfrieden mit Moskau zu schließen. Die letzten Nachrichten von der pol- nischen Front seien sehr beunruhigend, die Soldaten gingen zum großen Teil zu den Bollchewislcn über oder suchten rumänisches Gebiet zu erreichen, daß ihnen jedoch verschlossen sei.„Mattn* hält auch Mitteleuropa, namentlich Ungarn, für bedroht, wo in jedem Augenblick beim Vormarsche der Note» Armee eine Bewegung zum Sturze des Ministeriums ausbrechen könne. » Ueber den wetteren Verlauf der russischen Offensive gegen Po- len liegen zur Stunde keine neuen Meldungen vor. Soviel steht aber fest, daß Polen aus der Suche nach Verbündeten ist, die ihm aus seiner bedrohten Lage helfen sollen. Während England noch schwankt, scheint bereit» Frankreich tatkräftige Hilfe leisten zu wollen. Es schiebt einstweilen Rumänien als Prell- bock vor. Nach einer Meldung aus Warschau hat in Bukarest der Vorsitzende der französischen militärischen.Mission, General P a y e t an die rumänische Regierung eine Note gerichtet, in der er von der rumänischen Regierung die Entsendung von Truppen über den Dnjestr zwecks gemeinsamer Aktion mit der polni» schen Armee verlangt. Der Oberbefehl der neuen polnisch- rumänischen Offensive würde in den Händen französischer Offiziere liegen, während das Kommando über die einzelnen Frontabschnitte bei den Offizieren der beiden Nationen läge. Im K r o n r a t. der unter Vorsitz de» Königs stattfand, unter» st ll tz t e der Minister de» Aeußeren, Take Jonescn, den fran- zösischen Vorschlag, während alle anderen Minister dagegen waren. Frankreich war es, daß Polen zur Offenfiv« gegen Sowjetrußland angefeuert hat, jetzt jetzt es seine Machinationen fort, um den Brand im Osten eine weitere Ausdehung zu geben. Die französische Arbeiterllasi« muß dieser Abenteuerpolitik zähen ÄtfjKrfsiänd entgegensetzen, aus dem Krieg zwischen Polen und Rußland darf kein neues Kesseltreiben gegen Sowjetrußland wer- den, bei dem die Imperialisten der Entente die Treiber spielen. Polen setzte inzwischen sein Liebeswerben auch bei den Englän- dern fort. Der neue Außenminister S a p i e h a erklärte einem Berichterstatter der„Times", Polen sei zum Kriege gezwungen worden, es wünsche im Osten kein Land zu besetzen, in dem sich kein« polnische Mehrheit befind«, wohl aber müsie e» in der Ukraine und in Weißruthenien den polnischen Minder- heiten seinen Schutz gewähren. Wenn irgendein« interna tio- nale Organisation bestände, die in der Lage wäre, diese polnischen Minderheiten zu schützen, würden die polnischen Truppen unver- zllglich zurückgezogen werden. Ob die Ukraine sich später Polen oder Rußland anschließen will, soll ihr überlasten sein, keinesfalls wolle Polen in dieser Beziehung einen Druck auf die Ukraine ausüben. Wie man sieht, versteht sich die polnische Regierung so gut aufs Heucheln, wie � alle anderen kapitalistischen Staaten. Nach dem Fehlschlag der Ofsenstve, die lediglich ein Er- obererzug nach dem Osten war. will Polen auf einmal nur die Absicht gehabt haben.„Minderheiten" in Schutz zu nehmen. Mit Militärdiktatur oder Soziale Revolution von Michael. Bakunin. rits« Klotze« sthrleb«»«»»>»>»7l. St« tz«d dem Buch« MUltiirdtltatur«vei Sozlalrevoliltion'«nlnommeii. DI«„SBel* Üen Blätter" dringen ein Kapitel daran, al» Beitrag j-r Deut- schen Revalntion tSl». Nachstehe»» et» t»r)er«tt»j»g. Vertrauen wird nur durch Vertrauen gewonnen. Hat das Bürgertum soeben das geringste Vertrauen zum werktätigen Volk bewiesen? Weit, weit gefehlt l Seine früheren und jetzigen Taten beweisen im Gegenteil, daß sein Mißtrauen gegen die Arbeiter alle Grenzen überschritten hat. Das geht so weit, daß in einem Augenblick, wo das Zntereste, das Heil Frankreichs offen- sichtlich die Bewaffnung des ganzen Volkes erfordert, die Bürger sich geweigert haben, ihnen Waffen zu geben. Erst als die Ar- beiter mit Gewalt drohten, mußten sie nachgeben. Aber nachdem sie ihnen die Gewehre ausgeliefert hatten, machten sie alle mög- lichen Anstrengungen um ihnen die Munition vorzuenthalten. Sie mußten zum zweitenmal nachgeben, und jetzt, wo die Arbeiter bewaffnet find, werden sie in den Augen der Burger nur noch gefährlicher und verabscheuungswerter. Aus Haß und Furcht vor der Arbeiterschaft haben die Bürger nie eine Republik gewollt, noch wollen sie st- letzt. Vergessen wir nie, lieber Freund, daß in allen großen Städten Frankreichs. in Marseille. Lyon. Paris, nicht die Bürger, sondern die werk- tätige Bevölkerung, das heißt die Arbeiter, die Republik ausge- rufen haben, und dah in Paris nicht einmal die paar eifrigen und unversöhnlichen Republikaner der Kammer, die heute fast sämtlich in der Regierung der Nationalen Vertemgung sitzen. sondern die Arbeiter von Villete und Belleville. und zwar gegen den deutlich ausgesprochenen Wunsch und Vorsatz dieser seltsamen Republikaner von gesterih die Republik ausriefen. Das rote Ee- spenst, die Fahne des revolutionären Sozialismus, das von den Herren Bürgern im Juni begangene Verbrechen, hat ihnen den Geschmack an der Republik verdorben. Wir wollen nicht vergesten, daß, als am 4. September die Arbeiter von Belleville Herrn Gambctta begegneten und ihn mit den Ruf begrüßten:„Es leb« die Republik", er mit den Worten antwortete:„Ich sage Euch, es lebe Frankreich!" Verleumde ich etwa die Bürger? Du weißt sehr wohl, lieber Freund, daß ich sß nicht M, Und MeMes Mt ts jetzt eüml derartigen moralischen Verbrämungen wurde bisher seder imperia- listische Raubzug zu beschönigen versucht, aber es wird Polen noch weniger gelingen, sich damit Freunde zu erwerben, weil die Tat- fache nicht aus der Welt zu schaffen ist, daß die Schläge, die es jetzt bekommt, die Rückwirkung jenes grenzenlosen Machtrausches sind, der alle Friedensangebote Sowjetrußlands illusorisch machte. Polen wollte den Krieg, jetzt hat es keine andere Pflicht, als eine andere Politik einzuschlagen, seine imperialistischen Ziele aufzugeben, und sofort für den Frieden mit Sowjetrußland zu wirken. Ob Polen allein in der Lage sein wird, die Situation mi- litärisch zu retten, stehe sehr in Frage. General Haller ist in Warschau dabei, eine Freiwilligenarmee zu bilden. Diese Hilfe kann für die Front unter Umständen schon zu spät sein, vor allem wenn Rußland noch genügend Reserven und Munition hat. um den Vormarsch weiter fortsetzen zu können. Um den Muni- iionsmangel Polens zu beheben, sind in Warschau Vertreter englischer Munitionsfabriken zwecks Besprechung mit der polni- schen Heeresleitung eingetroffen. Es soll stch um private Ab- machung der in Frage kommenden englischen Firmen handeln, mit denen die englische Regierung offiziell nichts zu tun haben soll. An der rumänischen Grenze hat ein Teil der polnischen Armee von den rumänischen Behörden die Erlaubnis verlangt, auf rumänisches Gebiet zu flüchten. Da diese die Neutralität wahren wollten, verweigerten sie die Genehmigung. Die polnischen Sozialisten verlangten den sofortigen Frieden. In der französischen Kammer hat der Abgeordnete Bellet ein« Z n- terpellation über die Haltung der französischen Regierung angesichts der Ereignisse in Polen eingebracht. Rufst fch-kansdifche Handels- beziehungen Montreal. 1». InN.(Reutet.) Die Syndikate, die mit der Sowjetregiernng über Warenliefernng für zehn Millionen Dollar ab- geschlossen haben, teilen mit, daß die Frag« der Kredite befriedi- gend geregelt worden sei, so daß die Seuonngeu unverzüglich de» ginne» könne». Wahlen in Petersburg Die.vossische Zeitung' läßt stch aus Kopenhagen melde«: Die .KraSnaja Gazetta' berichtet folgend« Resultat« von den jetzt abgeschlossenen Wahle« in Petersburg Im ganzen wurden 2214 Vertreter gewählt, darunter lS78 Kommunist«», MKommu- niften-Kaudtdaten, 468 Parteilose, 6 Mensche- w i st e n. 2 Anarchisten und 17 Sozialrevolutionäre. Die Studenten, die zum ersten Mal au den Wahlen teilnahmen, wählten 12 Parteilose und 7 Kommunisten. Die sogenannten Par- letloie« haben bereit» ihr« erst« Sitzung abgehalten, in der als die Hauptaufgabe des Laudr» der Abschluß des Krieges, Reinigung der Verwaltung von schlechten Elementen und die Durchführung fester ArbettSdisziplin bezeichnet wurde. Es bandelt stch hier ossenbar um die Wahlen>u» großen Arbeiter- und Eoldatenrat von Petersburg, a» dessen Spitz« Stnowjew steht. Der Schmock im„Vorwärts" Der.vorwärts' hat. wie die bürgerlichen Blätter.-«inen Korr«- spoudente» in Spaa, und zwar Herrn Viktor Schiss, früheres Mitglied de» österreichischen Kriegspresseamts, der geuau wie sein« bürg c, lichen Kollegen in übelster Schmockmauier berichtet. In der Sonntagsausgab« des.vorwärts' berichtet er, daß Lloyd George am Sonnabend in de. Pause Otto Hut ta ei» Gespräch gezogen und ihm Komplimente über sew« Rede gemacht habe. Dan« heißt es tm„vorwärts"«brtlich: „Im weiteren Gespräch fragte Lloyd George Hut, od er de« englische» Arbeiterführer Seir Hardt« kenne und von seiner Erkrankung gehört habe. waS Hut bejahte." Wenn Herr Schiff von de» euglichen. Verhältnissen soviel Ahnuug hälte wie Lloyd George von de» deutschen, so würde er sich diesen Unsinn nicht aus den Fingern gesogen haben. Denn abgesehen da- von. daß Lloyd George sehr genau wissen dürfte, daß Hut Keir Hardie so genau gekannt hat wie er, wissen sowohl Llond Georg« wie auch Hut, daß Keir Hardie kurz»ach Kriegsaustruch ge- st orbeu ist. Der.vorwärts', der in der letzten Zeit Herr« Viktor Schiss etwa? an die Kette gelegt hatte, dürfte also gut tun. wenn er fich für die Folg« solch« Reinfille ersparen will, Herr» Schiff dorthin zu pla- zieren, wo er nach seinen geringen geistigen Fähigleiteu»ad setner großen Anmaßung hingehört. «erwersnng de» Achtstundentag« fvr die Seelente. Die Seeleulckonst'enz prüfte den endgültigen Text der Louoenttou über den Achtstundentag. Die Abstimmung ergab 48 Stimme» für und 24 Stimmen gegen da» Abkommen. Da jedoch ein« Zwctdrittel- Mehrheit notwendig ist. wurde dt« Konvention alsverworfen erklärt. Der Prozeß gegen die ungarischen Volkskommissare Budapest, 10. IuN. 1 In dem Prozeß gegen die Volksbeaustragten wurde heute da» verhör de» ehemaligen Volksbeauftragten Bantus fortgesetzt. Der Präsident hielt ihm vor, daß er sich wiederholt im kommu« nistischen Sinne betätigt habe. Demgegenüber beharrte Vantu» dabei, stets ein Gegner des Terrors gewesen zu sein und auch an den Borbereitungen zur Räteherrschaft nicht teilgenom- men zu haben. Seine Unterschrift auf der Urkunde, welch« die llebernahme der Macht durch Bela Kum enthielt, sei gefälscht. Der darauf vernommene ehemalige Volksbeauftragte Haub« rich erklärte sich gleichfalls für nichtschuldig. Er habe an de» Sitzungen der Räteregierung nicht teilgenommen, auch nicht an der Aufstellung der Roten Armee, welche von Szamueli und der Schauspielerin Sari Fedak angeworben worden sei. Die VerHand- lung wird morgen fortgesetzt Die angeklagten.Volkskommissare gehören zu den hervorragend» sten Führern der ungarischen Arbeiterschaft. Die Prozeßführuna wird nach dem sogenannten„beschleunigtenVerfahren geführt, das man eigens für die Aburteilung der Sozialisten und Revolutionäre geschatfen hat. Angeklagt sind: 1. Peter Agofton, Professor der Budapester Universität, bekann» ter Gelehrter nud Fachschriftsteller. Die bedeutendsten seiner größeren Werke sind:„Die Grundlagen des Eigentumrechtes", „Das System des Pfandrechtes",„Die Rechtsgrundlage de» Streiks"(alle 8 Arbeiten sind in mehreren Sprachen übersetzt wo» den). ,T)ie Geschichte des kirchlichen und weltlichen Großgrund- besitzes in Ungarn".„Unsere Wege".„Der Weg der Juden'',„Die Ursachen des Krieges". Er war ständiger Mitarbeiter der Zeit» schriften:„Huszadik Ehazad"(Das zwanzigste Jahrhundert), „Jodtudomanyi Kozlöny(Rechtswissenschaftliche Zeitung),„Zo- gallam"(Rechtsstaat) und„Sozialismus". Er ist ein weltberühm- ier Gelehrter und bekannter Theoretiker des Sozialismus. 2. Franz Bajaky, Eisenarbeiter, war Sekretär der Eisenarbeite«- gewerkschaft. Eines der wertvollsten Mitglieder der ungarische« jüngeren Arbeitergeneration. 8. Desider vokanyi. ein volkstümlicher beliebter Arbeiterfllhr«. der eine jahrzehntelange aufopfernde Tätigkeit hinter sich hat. Vor der Diktatur war er Direktor der Arbeitelversicherungsanstalt. Er bereicherte die sozialistische Fachliteratur durch viele trefflich« Uebersetzungen und Essays. Er hat n. a. Werke von Marx. Laz- falle, Engels übersetzt und kommentiert. 4. Anton D-ocsak. alter Sozialdemokrat, gewesener Präsident de» Eisen- und Metallarbeitergewerkschaft. S. Ioser Haubrich, gewesener sozialdemokratischer«rdeiterfilhret. 6. Heinrich Kalmar, war lange Zeit hindurch Schriftleiter der „Deutschen Volksstmme. Er hat fich große Berdienste in des Ungarländischen Deutschen Bewegung und bei Einrichtung de« Deutschen Gaue erworben. Die Karolyiregierung betraute ihn mit der Ausarbeitung des auf die Autonomie der Deutschen bezügl. Gesetzentwurfes. Tüchtiger Sozialpolitiker. Er war iabrelan« Präsident der Prehburger Arbeiterpartei. 7. Joses Kelen, iunger ausgezeichne ter Ingenieur, hervorragen- der Theoretiker der technischen Wissenschaften. Bekannter techni- scher Schriftsteller. Mitarbeiter der Zeftsch'rift„�Ik?ro"echnik und Maschinenbau" und mehrerer großer.ausländischen Zeitungen. Sein AusM, enthaltend neue wichtig« Ergebnisse auf dem Geriet de» Magi»tismu», in einer der jüngsten Rummer von„Elektro- technik und Maschinenbau hat Aufsehen in Fachkreisen erregt. Während der Diktatur beschäftigte er sich mit der Lösung de» rei» theoretlschen Problem» det technischen Betriebsvereinigungen und mit dem Plane der Errichtung eine» groß angelegten Taylor« Laboratoriums., 8. Georg Ilyifztot, Landarbeiter, typischer Vertreter der Na» denkenden, trotzigen, verbitterten Frohnbauern. Er war Sekretär �lKKtt? Echrtftleiter ihre» Blatt* " 9.»r. Mexändee Szavado», bekannter Fachschriktst-n., ner Vorsitzender-Stellvertreter de, W*** ner Vorsitzender-Stellvertreter de, Schriststeller. oerein-„Otthon" Hervorraaender Zeberseder bat«* gezeichnete Uebersetzung des kommunistischen Manifeste» 10. Carl Bantus, alter bewährter Kämpf-i der �-i.-��«. ®ie ungarische Regierungskrise Der Reichsverweser beauftragte den Grafen �■ "*"■»'"••«•'"i"»il d-, Vnuifl Beendig»»,»es SNetallarbeiterstretk« i« � Metallarbetlerstreit ist beendigt. Die«rbetlae?er und vereinbarten gestern die Wiederaufnahm« der Arbeit£ >-»-—»"■«lch« hlaW.«. offensichtlich unwiderlegbaren Beweis für die Wahrheit und Ge- rechttgkeit meiner Anklagen gegen die Bürger. Ihr schlechter Wille und ihre Gleichgültigkeit haben sich in der Geldfrag« nur iU n?.1.« v 2kder weiß, daß die Finanzen de» Lande» verrüttei find; daß kein So» in den Kassen dieser Regierung der Rationalen Verteidigung zu finden ist. welche dt« Herren Bürger jetzt mit so brennendem Eifer und Interesse zu unterstützen schei- nen. Jeder steht ein, daß diese Regierung außerstand« ist, die Kassen auf dem gewöhnlichen Wege der Anleihen und der Steuer wieder zu füllen. Eine irreguläre Regierung außerstande ist, die finden, und der Steuerertrag ist gleich Rull geworden. Ein Teil Frankreichs, der die reichsten Industrie Provinzen umfaßt, ist besetzt und der regelrechten Ausbeutung durch die Preußen preisgegeben. In allen übrigen Teilen sind Handel. Industrie, sämtliche geschäft- lichen Beziehungen zum Stillstand gekommen. Die indirekten Steuern ergeben nicht» oder so gut wie nichts mehr. Di« direkten Steuern werden mit unermeßlicher Schwierigkeit und verzweifelter Langsamkeit eingetrieben. Und da» in einem Augenblick, wo Frankreich aller seiner Hilfsquellen und seines ganzen Kredits bedürfte, um die außerordentlichen, jede» Maß übersteigenden und ins Riesenhafte wachsenden Ausgaben der Rationalen Verteidi- gung zu bestreiten, ilucf) wer alles andere als Geschäftsmann ist, muß einsehen, daß Frankreich, wenn es nicht sofort Geld, viel Geld findet, nicht imstande ist, seine Verteidigung gegen die preu- bische Invasion fortzusetzen. Niemand sollte da» besser verstehen als die Bürger, die ihr ganze» Leben damit verbracht haben, Geschäfte zu machen, und die leine andere Macht anerkennen als die des Geldes. Da Frank- reich stch da, ganze Geld, da» zu seiner Rettung erforderlich ist. nicht mehr durch die gesetzmäßigen Staatsmittel verschaffen kann, sollten die Bürger auch einsehen, daß es das Recht und die Pflicht hat, das Geld da zu nehmen, wo es fich findet. Und wo steckt es? Sicherlich nicht in den Taschen dieses unglücklichen Proletariats. dem die bürgerliche Geldgier kaum die Möglichkeit läßt, stch zu ernähren: es befindet stch also einzig und allein und ausschließlich in den Geldschränken der Herren Bürger. Sie allein halten das zur Rettung Frankreichs notwendige Geld zurück. Haben sie auch nur einen Teil davon freiwillig und ans eigenem Antrieb ge» opfert? i Ich werde auf diese Geldfrage, lleder Freund, zurückkommen, pe ist die Hauptfrage, wenn es sich dämm handelt, zu prüfen, ob »nd«je Mit dU HeMle. die Prxozip.ien und der Patriotismus ��7"°u�chtlg find� Allgemeine Regel: willst Dn�nw fem In f" n, nb° � �ger emsthast diese oder jene Sachr will, so frage, ob er Geld geopfert hat. um fie zu erreichen. Den« Yl �n�L�r* �rger etwas leidenschaftlich wollen. schrecken ste vor keinem Geldopfer zurück. Haben fie nicht unge- fs?»««"XollÄ« iVf lm 1848 die Republik Z» töten, zu erdrosseln? Und haben ste nicht später allen Steuern und Anleihen, die Napoleon III. von ihnen oerlangte, begeistert zugestimmt und in ihren Geldschränken an» Fabelhafte grenzend« Summen gefunden um diese Anleihe zu zeichnen? Kurz, schlag« ihnen vor, zeige ihnen den Weg, in Frankreich«in« gefestigte. starke und reaktionäre Monarchie wieder aufzurichten, die ihnen neben der über alles geliebten öffentlichen Ordnung und Ruh« auf den Straßen die wirtschaftliche Vorherrschaft zurückgibt, da« kostbare Recht, das Elend des Proletariat» schäm- und schonungs- los unter dem Schutz der Gesetze systematisch auszubeuten, und Du wirst sehen, ob ste stch knauserig zeigen werden! Versprich ihnen nur, wenn erst die Preußen vom ftanzöstscheN Gebiet vertrieben find, die Wiederherstellung dieser Monarchie, sei es unter Heinrich oder einem Herzog von Orleans oder selbst unter einem Rachlömmling des schändlichen Bonaparte, und über- zmge Dich recht, daß stch sofort ihre Geldschränke öffnen und si« dort alle zur Vertreibung der Preußen notwendigen Mittel vor- finden werden. Aber man verheißt ihnen die Bepublik, die Herr- schaft der Demokratie, die Souveränität des Volkes, die B«- freiung des Proletariat», und fie wollen um keinen Preis vo» eurer Republik oder dieser Emanzipation etwas wissen, und ff beweisen es dadurch, daß fie ihre Geldschränke verschlossen halte« und keinen Eon opfern.-' _... �_—t nitd man empfiehlt dem Bolle, zu diesem Bürgertum Vertrauen zu haben! Es hat die Stim, den Cynismus dieses Vertrauen fordern. Die Bürger maßen sich an. diese Republik, die fie im Innersten ihres Herzens verfluchen, selbst zu regieren und zu ver- walten. Im Namen der Republik bemühen sie sich, ihre vorüber- gehend erschütterte Autorität und Vorherrschaft wiederherzustellen und zu festigen. Sie haben, sich aller Aemter bemächtigt, all« Stellen bekleidet und nur wenige einer kleinen Zahl von ab- trünnigen Arbeitern überlassen, die ühsrglücklich sind, unter de« Herrn Bürgern zu sttzon... w: Generalversammlung des Bezirks 4 Potsdam Die Teneralversammlung des Bezirks 4 fPotsdam) fand gestern ini Cafe B-lletme in Lichtenberg, statt. Die Tagesordnung sah den Eeschnftsbcricht des Vorstandes und Neuwahlen fowie ein Referat oes Genossen Dr. V r e i t i ch e i d über»Di« p o- l i t i s ch e L a g e" vor. Genosse Richter eröffnet die Versammlung mit einer kurzen Ansnrache auf das einjährige Bestehen der.Organifation und die «W-c..!.!:______< � Orr-»-------*!<)t bCt Vor- Nationalversammlung haben diese gezeigt, dah das bisherige Organisations- gebilde nicht mehr zeitgemäh fei, und man habe die Heu- tlge Vezirksorganisation geschassen. Zn diesem einem Jahr, wel- ches nun hinter uns liegt, sei geradezu musterhaft gearbeitet wor- den, das beweise das rapide Wachstum unserer Organisation. Die Hauptausgabe sei, jetzt für die geistige Vertiefung unserer Mit- glieder Sorge zu tragen. Nur mit wenigen Mitteln ausgestattet, stnd die Wahlkämpfe im vorigen Jahre geführt worden, und daran erst ist zu ermessen, was für Arbeit geleistet worden ist. Da aber die Geldmittel nicht genügten, habe Berlin Zuschüsse geben müssen, um diese ungeheure Arbeit in der Provinz bewältigen zu können. Alle Arbeit in Klein-Berlin wäre nutzlos, wenn das flache Land versagt.(Stürmische Zustim- niung.) Das haben die Märzereignisse gezeigt. Kein Glied ln der Kette darf fehlen, wenn wir die politische Macht erobern wollen. Eine der wichtigsten Fragen ist deshalb die Land- a r b e i t e r f r a g e. Es ist eine der wichtigsten Auf- gaben unserer Partei, du«ch Schaffung eines Agrarprogramms, die Lösung der Agrarfrage zu beschleunigen. Positive Arbeit im In- teresse der Landarbeiter ist unbedingt notwendig.— Alsdann behandelt Genosse Küter weiter die Pressefrage. Für die Distrikte Ost- und West Havelland, sowie Jüterbog- Luckenwalde und Zauch-Belzig ist ja ein Kopfblatt ge- Ichaffen worden, weitere zu schaffen, ist gegenwärtig bei den tech- n>>chen Schwierigkeiten mcht möglich. Was nun durch die Organisation geleistet worden ist. läht stch an folgenden Zahlen ermessen: Bei Gründung des Bezirks am 1. August 1919 waren vorhanden 99 Ortsgruppen mit ca. 21 909 Mitgliedern, am 1. Oktober bereits 127 Ortsgruppen mit 29 895 Mitgliedern, und am 31. März d. I. zählten wir 229 Ortsaruppen mit 37 824 Mitgliedern, und wenn in diesem Sinne weiter ge- arbeitet wird, hoffen wir, im nächsten Jahre das Doppelte erreicht Zu haben. Die geleistete Arbeit läht sich auch an den Reichs- tagswahlen ermessen, bei der wir im Gegensatz zum Vorjahr mehr als das Doppelt« an Stimmen aufgebracht haben, nämlich 258 929 Stimmen. Aber auch die Landtagswahlen stehen uns bevor, und da heiht es. weiter zu werben und aufzuklären, um unsere Anhängerzahl zu verdoppeln: schliehlich kann die Arbeit nicht nur vom Bezirksvorstand geleistet werden, sondern es muh der Vezirksverband sein möglichstes hergeben. Auch haben wir auf die politische Entwicklung unser Augenmerk zu rich- ten. Wir haben durch die Verschärfung der politischen Gegensätze mehr als bisher die Aufgabe der U. E. P. herauszuschälen, denn gerade die Frage der Regierungsbildung hat uns bewiesen, datz wir den rechten Weg gegangen sind, aber zweifellos wird sich' politff' Wei JL,............... wir weiter am Echluh wiedergeben. SK ääää des Proletariats Wirklichkeit wird. v. vi.i» fflenoTtc R r ü b l erstattet nunmehr den Kassenbericht, va orefer aber infolge der vorzunehmenden Neuregelung der Kassengeschafte mit dem vezirksverband Berlin-Brandenbura b.s»um/.Juliab- geschlossen ist, so kann mitgeteilt werden, dah die Zahl der Orts- gruppen bereits von 227 auf � 288 gestiegen ist. Genosse B-M erläutert dann den Bericht noch eingehend, der in Einnahme und Ausgabe abschlietzt mit 279 894,42 M. bei einem Bestände von 9821,91 M._,. Die nunmehr einsetzende Diskusston, die in seder Beziehung eine äutzerst sachliche war, wurde eröffnet vom Gen. Schindler, oer die Ausführungen des Genossen Küter teilte, auf die Frage Neu- Berlin einging, ferner wünschte, dah die Organisation Brrlm mehr zur Unterstützung der Landagitation herangezogen wird. Bor allem aber wünscht er, dah endlich einmal die Reorganisation nach Teltow-Beeskower Muster durchgeführt wird._ Genosse N am rockt verbreitet sich über die Frage der Kopfblatter und wünscht, dah hierfür mehr getan wird. Genosse Nikolaus- weist daraus hin, dah da» Zentralkomitee zu wenig andarbeiterfrag« getan hat �nd wünscht, dah die An» ur die trä> ma tenberg„.............. �»uiirnvrrg. va glieder bereits ein Delegierter entfällt, um so den Mitgliedschaften ein grösseres Mitbestimmungsrecht zu geben. Die Rcorganisation hält er nicht für gut, da sie der Organisation nicht du nötige �chlagfertigkeit gibt. Die Hauptfrage der Diskusston bildet die Landarbeiter- f r a g e, für die mehr positive Arbeit seitens des Zentralkomitees gefordert wird. Auch da» Referentenmaterial soll in hielt«*»»*' die sie mehr wünschte. Aufmerksamkeit selten» Bezirksvorstande» Im Schlusswort spricht Genosse K ü ter sein« I�ud« über die sachliche Kritik aus, weist°ber dem Genossen Schind er �egen über nach, daß die Reorganisation fich in Berlm leicht durch führen lasse, nicht aber in der«roviK der Fra« d« N0P- blätter warnt er vor übereilten Experimenten, die uns mu nur e r ..______.i vor übereilten(Siperltnenten, die uns r schaden würden.— Für die Revisoren beantragt Genosse Berg Entlastung für umsichtige Führung der Kassengeschafte. Nunmehr wird über die eingegangenen Anträge abgestimmt: Antrag Lichtenberg: Die Generalversammlung wolle be- schliehen: Absatz z d«, Statuts(Bestimmungen über die Beschickung der Generalversammlung wird wie folgt geändert:..Die Delegier- ten Mr. Generalversammlung werden in den Ortsgruppen ge- wählt, �ede Ortsgruppe bis 199 Mitglieder stellt 1 Dele- gierten, für jede weiteren 199 einen Delegierten mehr. wird angenommen. Antrag Niederbarnim Nord: »Der Bezirksvorstand wird beauftragt, umgehend die Billdung der Bezirks-Kommissionen auf der Grundlage des Statuts Bln.- Brandenburg vorzunehmen.- wird. angenommen. Der Distrikt P renzlau beantragt: „Die Land arb eiterfrage ist auf die Tagesordnung der nächsten Bezirks-Eeneralvcrsammlung zu setzen und zu be- handeln, da dieselbe eine Lebensnotwendigkcit für die Partei als Vertreterin des gesamten Proletariats ist." wird ebenfalls angenommen. Antrag Rathenow: „Es wird beantragt die Beiträge von 1,69 M. auf 9,89 M. herabzusetzen." wird abgelehnt. Antrag Eberswalde: „1. Der Ortsgruppe erscheint es in Anbetracht der baldmög- lichen Uebernahme der Regierungsgewalt unbedingt erforder- lich eine Verwaltungsschule, ähnlich der kaufmännischen Hoch- schule, einzurichten." wird dem aPrteitag überwiesen. „2. Zur Wahrung des inneren Gefüges der Partei und der Festigung ihres äusseren Ansehens ist Einheitlichkeit der Hand Festigung lung unb ... lnterstützung durch Referenten erhalten, die der Masse etwas zu sagen haben. wird zur»Kenntnis genommen. Zwei weitere Anträge auf Schaffung von Kopfblättern werden der Preßkommission überwiesen. Ein Antrag Herzfelde auf Staffelung der Bei- träge wird dem Vorstand als Material überwiesen. Nunmehr nimmt zum 2. Punkt der Tagesordnung, Wahlen zum Vorstand, der Genosse Witzle das Wort. Er führt aus, daß durch die Umänderung der Organisation Kassierer und Revisoren nicht mehr gewählt werden brauchen. Da man aber mit der Tätigkeit des Vorstande» zufrieden ist, ersucht er diesen en block wieder zu wählen, mit Ausnahme des Genossen D a b l k e- Spandau, der wegen Ueberlastung eine Wiederwahl ablehnt.— Der Vorstand wird dann einstimmig, wie folgt, B e i ß i g- Veltep, P l a m a n n- Eberswalde. Koppen- Ratbe.' now, H o m a- Luckenwalde und W i tz k e- Lichtenberg. Zu Se- kretaren werden wiedergewählt: Brühl- und Eäbel-Llck.� berg und Alfted John- Brandenburg"m. w a b e I- Lichten- Den letzten Punkt der Tagesordnung bildete ein Referat über gäbe ausführlich behandeln. P �" Funktionärfitzung des deutscheu Eisenbahner» Verbandes, Ortsgruppe Groh-Berlin Eine von der Ortsverwaltung Eroß-Berlin des Deutschen Eisenbahnerverbandes in den Zentralsestjälen einberufene Funk- tionärsitzung nahm zu den brennendsten Fragen, die die Eisen- bahnerschaft bewegen, Stellung: insbesondere zum Reichslohntaris und zu der Einstufungsfrage der Beamten im Besoldungsgesetz. Nach eingehender Diskussion wurden nachstehende Resolutionen einstimmig angenommen, die dem Hauptvorstand mit auf den Weg gegeben werden sollten, bei den Beratungen im Haushal- tungsausschusse des Reichstage«. .T>ie Sitzung der Funktionäre der Ortsgruppe Groß-BerNn de» Deutschen Eisenbabner-Verbande». am 7. 7. 1929, fordert von dem Reichstage die sofortige Bereitstellung der Mittel zur Durchfüh- rung des zum Abschlug gekommenen Reichslohntarif». Ebenso ist die Einstusungsfrage für die Eisenbahnbeamten so zu regeln, oaß das Besoldungsgesetz endlich die berechtigten An- sprüche der genannten Beamten erfüllt." Eine zweite Resolution, die sich mit dess Eisenbahndiätaren be- schästigt, wurde ebenfalls einstimmig angenommen: der Wort- laut ist folgender: .Die Sitzung der Funktionär« der Ortsgruppe Gross-BerNn de, Deutschen Eisenbabner-Verbande», vom 7. 7. 1929, ersucht da» Reichsverkehrsministerium, die den in da» diätarische Beamten- Verhältnis überführten Hilfsbeamten gemachten Abzüge für die Monate Juni und.Juli zurückzuzahlen und dafür zu sorgen, daß die Diätare nach Unterstellung unter da» Besoldungsgesetz nicht werden, al» das unter dem Reichslohntarif der schlechter bezahlt Fall sein würde." gefallen, durch Kurse Beamte mit dem nötigen Beruftwissen heran« i zubilden und auf sonstige Unsachliche Bedingungen zu verzichte». Aber diese in kurzen Kursen Ausgebildeten muß man den heutige» Verhältnissen entsprechend bezahlen. Nun offenbart sich der Wider» sinn der ganzen Einrichtung. In gleicher Tätigkeit sind außer« vlanmäßige Beamte, die seit Jahren ohne Besoldung arbeiten und jetzt gnadenweise eine Unterstützung bekommen, nnd Kursiste«, die nach kurzer Ausbildung bezahlt iverden. In einer Tagung am Sonnabend, die von der Interessengemeinschaft der außerplanmäßig angestellten Beamten veranstaltet wurde, ist diese Ungerechtigkeit zur Sprache gekommen nnd energisch Abhilfe verlangt worden. Be- gründet wird diese Forderung wie immer bei Beamten damit, daß andere Beamteyschichten, z. B. die Lehrer, besser gestellt sind. Es ist aber Zeit, daß die Beamten erkennen, daß alle Arbeitenden Anspruch auf ausreichenden Lebensunterhalt haben. Nicht der Neid auf de» Andern, sondern das eigene Recht muß der Antrieb sein, sich sein« Lage zu verbessern. Gerade die Sleuerbcamten müssen durch ihre Arbeit gegen kapitalistische Steuerdefraudanten zu der Erkenntnis kommen, daß es nur zwei Klassen im Staate gibt: Ausbeuter uud Ausgebeutete. Wann diese Erkenntnis bei den Beamten stch endlich Bahn bricht. daS steht auf einem anderen Blatt. Ein Antrag Ullrich, die Ortsoenvaltung zu beauftragen, die Zufammenfaffung der Betriebsrat« mit der Be- triebsrätezentrale gemeinsam im engsten Ein- vernehmen umgehend zu bewerkstelligen, wurde mit grosser Majorität abgelehnt. In der Diskussion wurde wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß die wirtschaftliche Lage der Eisenbahner auf einen Punkt angelangt sei, der zu unabsehbaren folgen führen könnte, wenn nicht schleunigst die im Reichslohntarif vorgesehenen Verbesserun- gen des Lohneinkommens verwirklicht würden. Es wurde insbesondere daraus hingewiesen, daß die Stimmung im Land« derartig sei, daß man, wenn nicht baldige Abhilfe ge- fchieht, mit schweren wirtschajllichen Störungen rechnen kann. E» wurde allgemein der Wunsch ausgesprochen, den Reichslohn- tarif endgültig zum Abschwss z» bringen. Die Not der unteren Beamte« i Um die Beamtenschast von proletarischen Elementen freizuhalten, um den Beamtentitel in Hellem Glänze erstrahlen zu lassen und um den Kastengeist der Bureaukrati« zu züchten, läßt der Staat die Aspiranten auf Beamtenposteo jahrelang unentgeltlich arbeiten und zwingt ste zu mehr oder weniger unsinnigen Prüfungen. Run macht die traurige Wirtschaftslage ti selbst dem Mittelstand un- möglich, dem Elaate erwachsene Männer obne Entschädigung zu stellen. Man erkennt zwar noch nicht da» Ausbeutungssystem, durch das man bedrückt wird, man weiß noch nicht, daß alle Arbeitenden gleiche Interessen und ein gleiche? LedenSrecht haben; aber man fängt schon zu schimpfen an und daS ist immerhin etwaS. Zu denen, die sich in diesem ersten Stadium des Erwache»« befinden, gehören die außerpIanmäßigen�Beamten der Reichsfillanzverwalt»ng. Aas Grund Die Generalversammlung der Bezirksorganisatto» Berlin-Stadt findet am kommenden Freitag, abends 7 Uhr, in den Sophien« sälen, Sophienstraße 17/18, statt. Tagesordnung: 1. Geschäfts- uirt Kassenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. � Fnnktionärverfammlung Bezirksverband Berlin-Brandenburg Die Fortsetzung der am Mittwoch, den 7. Juli, vertagten Fun«- tionärtonserenz, welche stch mit dem Thema „Selbständige Betriebsräte-Zentrale«der Betriebsräte-Zentral, der freien Gewerkschaften befaßt«, findet am D o n n e r s t a g, den 15. h. M., abends 7 Uhr, Tn den Sophien-Sälen, Sophienstr. 17/18, statt. Schöneberger Kommunalwar«. Es stehen>. ZI. an Kom» munalware zum Verkauf: Mänuerhemden, Unterhofen, Futterstoff. Drell, Drellhosen, Handtuchstoff, bunter Hemdenstoff, KiudertricotS, Kiuderstrümpfe, Erstlingshemden, ErstlingSjäckchen, Mantelstoff, Damenröcke, Dameumänrel. Kostüme, Stoff zu Knabenanzügen. Näheres am schwarzen Brett und Zimmer 217 des neuen NathauseS. — Etnkommcnshöchstgrenze für den Bezug von Kommnnalschuhwerk ist auf 3999 Mk. zuzüglich 599 Mk für jedes Kind festgesetzt. Der.Spielklub des Kammergerichtsreferendaren. In der Nacht zum gestrigen Sonmag wurde vom Epielerdezernat der Berliner Kriminalpolizei ein gut besuchter Baccaratklub aufgehoben, der unter Leitung deS Kammergerichtsreferendaren Werner von Parisch stand, der dem Dezernat alZ Epielklnbletter bereits bekannt und dessen Klub auch beretts Anfaug dieses Jahres einmal auS» gehoben worden war. Diesmal wurde wiederum daS ganz« Spiel» Serät beschlagnahmt unb alle Beteiligten wurden festgestellt. Bares ield konnte nicht beschlagnahmt werden, da tn den Epielklubs, wo es um hohe Einsätze gLht, immer nur bargeldlos, d. h. mit Schip», gespielt wird. Selbstmord weg«» Arbeitslofigeit. Der 69 Jahre alte Wächter Otto Schulz auS der Wollinerstr. 7 wurde von heimlehrende» Nach« barsleuten, die einen starken Gasgeruch aus setner Wohnung wahr« nahmen, in seiner Küche tot aufgefunden. Er saß neben der Koch« Maschine und hatte den Schlauch deS geöffneten Gaskocher? in den Mund genommen. Schulz hatte schon wiederholt geäussert, daß er stch da? Leben nehmen werde, wen« er keine Arbeit fiaden wurde. Die Unterschlagungen beim Anhalter Bahnhof. Kurt Anders, der bei der Fahrkartenausgabe des Ankalter Bahnhofs 269 999 Mk. unterschlagen hatte, ist gestern tn Ewiuemünd« durch Beamte der Eisenbahn-Ueberwachungs-Abteilung verhastet worden. A. war noch tm Besitze von ca. 99 999 Mk. Das Geld hatte er i» Damenbegleitung durch Kauf von Schmucksachen, seidene Wäsche us«. durchgebracht. Der Mord in dem Fremdenheim. Der in Wan«s«e verhastet« Photograph Emil Schubert bleibt dabei, daß er seine Geliebte mit deren Einverständnis umgebracht habe, um gemeinsam aus dem Leben z» scheiden. Diese Darstellung trifft jedoch nach den Fest» ........ war i am Abend iwc Dem(jw..... yvivm. ,1V«w. w am nächste» Morgen nach Hamburg fahren, während Schobert noch einige Tage in Berlin bleiben werde. Sie hatte stch auch schon ein« Fahrkarte II. Klaffe dorthin gelöst. Wahrscheinlich war Schubert mit dieser Trennung nicht einverstanden und hat das Berbrechen au« Eifer« sucht beganaen. Borausfichtliches«etter für Berli» und Umgebung am Dien-« tag. Etwa» wärmer, vielfach heiter, vorübergehend stärker be- wölkt bei meist schwachen vorherrschend südöstlichen Winden. Ge«. witter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. einer bestimmten Borbildung dürfen sie acht Jahr« lang, ohne Be- soldung, in durchaus selbständiger Stellung als Eleuerbeamt« arbeiten. Sie erhalten dafür den wunderschönen Titel: RegierungS- Supernumerar. und erst wenn ste sich an das parasitär« Dasein im Haus« der Angehöitgen gewöhnt und jedes Selbstgefühl dadurch verloren haben, wenn ste»ach vielen Jahren die verschiedenen Prüfungen durchgemacht haben, dann schwellt der glanzvoll« Titel Ober-Finanz-Cekrctär die stolz« Beamtenbrust. In dem Füll, von dem wir sprechen, zeiat sich die Uustuaigkeit dieser Beamienzüchlung besonder« kraß. Nach dem Krieg ist ein großer Bedarf a» Steuer- beamten eingetreten. Die Zahl derer, die acht Jahre lang für eine» Titel hungern wolle», reicht uicht aus. Da ist man endlich daraus Aus den Organisationen I.»Iftritt, 4.«bUlUnj. Mittwoch, gtmoiafamn gahlabcnfe, Diesten bachstr. SC Echulaula. I. Sljtrili.(tRItmStlilte.) Kente, 7 Uhr, Lqze»»,»reifenxUdel Strich« M (fttionfislaol), versammliina. I. Xifttitt. feeute 7 Uhr. erweitert, vorstmidefitzung I» Zetchenfaol b«* Bwotm, SitlfemaRiet Striche t4. IS.»tilrtlt. Heut« 7 Uhr M VNesch«,»openhogener Strub«, ämrUwiS», Mitglieder haben ru. VtlllUt., ugi o« umtltae. üii IS. XijtriU. Sewerstchaft» und IllltetommiNion. EöwtNch« (Ich Ihr« Auewell« von H a b n« r, Saudyftr. t4. abzuholen...._ nbcrg«w� Rr. SC»ei Serhold. Freilug. 8 llhr. FunktionSrverlawmlnn«. Schicklerftrtche b/«, Arhetterhildungsjchul». Vereinskalender »ntnle Der SeMetniti. Mittwoch, 4 Uhr.!- b?.Zentrnte t« Slbung.Iaal. Münzfiratze S4. S Ir». SM« o«ui4 te»„tlfl.n,'lll? «(weinen.— Betrteboräteder M« seilt n du hii«I Dienetag, S Uhr,. eetfomiulungeu der Betrteberäte in MetaNtadufir!«.ffsasnd« Untergruxpe«:. Untergruppe» I« Sitzunaelaal« der Zentral«, llntergruppe 4 und« «u der Schulauto. S, einKatze»1/S4.«BKHtlfl« Tageeordnun«. verantwortlich fgr »ortllih für den verlagegenogenfcha� Dr,' üMM iiGARlTTMIi — t' i Nach wie vor Außerordentlich billig Hemdentucln<•* kräftige Qualität............................. Meter Renforce 44.. vorzügliche Qualität...,,..................... Meter l'VadW Louisiana 4« für Leib- oder Bettwäsche.................... Meter I ve"0 Köper Barchend 47 gebleicht..................................... Meter>»»Sv Schiirzenstoff«7.. doppelbreit, hübsche Streifen................. Meter I B a5fW ZQchen 40.. kariert.................................... Meter>V»SV SnSet IQ ba Kopfkhsenbreite..............-.............. Meter IvadO Inlet 9Q.. Deckbettbreite............................... Meter hh aär a50 Louisiana YQ.A Deckbettbreite............................... Meter M!I!I!IIIll!!!!I!Il!>II!!IIll!I!!N!IlIlIMII!lIIIIII!!«l!IIIIlIMI!!lM!lII1!lI!!I»II!!IIIM!IlI!WWDl!lII!Il!!lI Strickblndar gute Qualität, neue Streifenmuster Jandorf Große Trankfurier Slraße Jandorf Brunnensfraße M lang, Fuss ohne Naht, Ferse und Spitze W verstärkt, sdiwarr, weiss A = oder lederfarbig...Paar©a95 I Oamenstr&mp?e = lang, schwarz, Fuss ohne Naht, Ferse 1 und Spitze verstärkt be-«RA | sond, gute Qualität Paar IäbSS Netzhemden 1 für Herren, verschiedene s Grössen»«•••••••• | Schlupfbeinkleider W für Damen, verschiedene A mP | Farben................# aSKS tiiitiiiiiiiiiiiiiiBiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieiiiiiiininimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii||iiiiiiii, Batist weiss bestickt, verschiedene Punktstellungen Zephir Meter Meter Kafffeell frisch gebrannt t/s Pfund.. B B @.90 für Blusen oder Kleider................. Meter.3.70 Schleierstoff 44 bedruckt, hübsche Muster.................... Meter I"va75 Parka I für Oberhemden............................. Meter I%9a90 Voll Voile 97 hellblau..................................... Meter A#■] Kleiderstoff schwarz-weiss kariert........................ Meter Deckbett aus gutem Wäschestoff................... Kopfkissen dazu passend............................ l-siken kräftige Qualität................................... M!IMl!Il>lIIl>!iiMIII,!lIIIIMWM«!MlI!WIIlIIWMWI>WIM!MW!WM!!IlMIMMlMtIIIWM ,80 ZS.S0 L@.so 26.90 SS.- «YD Selbstbinder g» offene Form, modern geiyustert..................... M »Wm- Theater und Vergnügungen Volksbühne 7',- Uhr: Bruder Martin Sut; Die FledMW Neues BMsiheater --KSpünick-r Str. KS.' TÄr Die 3 Dillluge etaott. Schauspielhan». tOpürttten-Gastspiey v�uhri Me Slrvhwiwe Musik von Leo Blech. .75 Jandorf Tio II buser Damm Jandorf (Cfyarloltenbarg) Wilmersdorfer Slraße Nefidenz- Theater tStadlbühn Ialinon>itzbrllckc> Allabendlich 7>/, Uhr: Der große Erfolg Die RasGG Der gute Ruf Ehemaliges Voigt- Theater Badstrasie 58. ommerbühne: Eomm Täglich nachm. 4*, Uhr: Großes echauspiclhM Karlftrahe Vi, Uhr: Lyfiftrata. P4. Abteilung, IV. Abend) Direktion: Max Reinhardt Deutsches Theater »Uhr: Weib and Hampelmann 8 Uhr: L«tba»rdist Kleines Schauspielhans 7>/,Uhr: Dllchse der Pandora Theattt des Wefteus '1,8 Uhr: Der Rabenvater Direktion Carl Meinhard« Kuli. Bernauer Theater i. d. Käuiggrätzer Straße Geständnis Kiünädikühiiüs' 8 U. 01» Reite Iii die Mädahenieit Perliner Theater V,8 Uhr: Der letzte Wal, er. LeWz-Theattt Sommerspielzeit Allabendlich 8 Uhr: Leopoldiue Konstantin -n Das Glas dtt Zungfran Deutsch. Kitustl-Theater Allabendlich 7'/, Uhr: Die bessere Hälfte mit Max Adalbert Nose- Theater 7-/, Uhr: ein Walzertranm. Gartendilhne täglich: 7 Uhr: Die Flucht»m d. Erdr. Neues Operetteuhaus Direktor Jean Uten Slll-brndlich?■/, Uhr: Georges Baovalet's Naturaksiisch. phaiilaslisch. Palct! Vorher: Prinzessin Friedl. Triauon- Theam iBahnhos Friedrlchftragei Allabendlich S Uhr: Der große Erfolg Maskerade eÄ.8 Der Störenfried THe lustige Witnoe. Er must taub seial Der We AMtin Kammer-Tanzfpiele Bülowstr.«, am Nollendorfplatz Tclrfon: Llltzow 2ZNö. Täglich 7',, Uhr: Orient. Ballett-u.Schönheits-Tänze Berlilln Prater Kastanien- Allee 7— S 12 Variete-Sensationen 12 TÄD?-.. Großer _ Anfang 1/35 Uhr Theater am ftottfmfer Tor .0 EIKe-Sänger ß Täglich TV, Uhr Jbv, Gastspirl der Original Wh«.«'P-iger M frltz-Veder. " Sänger. Darverkauf 11—1'/, n. 4— 8 Uhr Apollo- Theater Friedrichs»». 818 Hll Allabendlich VI I 12 Sonntag« 2N/s».• I2 Mbertreffiiches Mriele-Prograum! Schaubühne Landsberger«Nee 76/77 (direkt am Rmgbahnhost. Täglich! Bei Regen im Saall Deginn des 2. Meislerringer-Wettflttits um Preise van 12 00« Rlk. -» n Weltmeister des A n 1b �"K'�lb Unter anderen: Hintzr, Welt« meister; Georg S tr r n g e, Welt. meist«! T-mps-n. Reger. Tha:npion-West:nd:cn.; Hufer, �stnrIng.r.Ba�nchw Dordem: iUMZM Mw Bimetc-Borstellmig. Sonntag» u- Donnerstag» BMaickFmervnk Mittmocho°°"�.»hr°b Famitten.»nd Kinderfeste mit lvcfchenk. Verteilung. Aufana de- K-n,erts und der Darstellung So nnta g» lUhr, Wochentage V,7 Uhr. Die Ringkämpfe begrünen um i/,g Uhr pünktlich MHM-Thellter Täglich 7'/ Uhr: Die Internationale. Neue Welt Arnold Scholz Hasenfteide 108 114 Täglich Konzert und Borstellung Dienstags. Mittwoch«. Donnerstags u. Soimtags Groster Dall. DieKafieckücheist täg!. geoffn. Anfang wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 SOMHERTHEATCR .GroS-Beckii'.eiiem.Kaem's = Hafenheide 15— Die vier ietzte» Tage Abds. 8U.: Scnfat. Schauspiel Krone und Fessel Da- Ende ein« Känig-krone. öV, Uhr: Spegialitiiten /tfX is-si itas. ti T � i Isolierten Mseroraht, Wn md Mihsdraht Kauft hächstzahlcnd IogenieorbureauSchlichting, Verlin W 9, Linkftratzr 10. Telephon; Lütz o w 3705 und 8518. Q) Friedrich-Wilhrlmstädt.| Dallschmieder» -VARIETE-GARTEN Thausseestratze 30 I Badstratze 16 Dir. Alex,«rahlmann Dir grdhtrn und blMgsten Varletebilhne« Verlin» Unsere Progrsmme sind unerreicht(' < In Jedem uns«« Gärten /| •) 12 ATTRAKTIONEN! 12 'tz n. A.: 2 Roit», Handakrobaten, Victor Ritter, Berlins Iß ükTuofUl/rrr, DzercN»-vrctkils wuvssMDß .> Tara Taltva, indische Tänzerin mit Schlange, 4 Vena». y Schleuder�Akro baten, 5 Lin», Radsahrer.Aki, 2 Mar» | kani», Gladiatoren-Spiele, usw. ei Jeden Donnerstag be,«. M l t t m« ch /, Elite- Brillant- Feuerwerk 2Xllu 4.85 die 100-Gramm- Tafel OIIU. 2*ßO die 50-Gramm- Tafel in Luxuspackung Mk. 5.5V die IM-Gramm-Tafe� Mk. 2.85 die üll-Gramm- Tafel G. Wechselmann Berlin W. 9, Linkstraße 20, Hof links I. Fernsprecher: Ro llendorf87S. Telrgrammgdr.: Bitalimenta B«»n. N»-V» � Dr- ekatti für Geschlecht».. »SFWZIBa ATr Ad Haut«. Harn«, Fraurnleiden. hartniichige Harnleiden, stlusschlag, nerv. Schwäch-. Gegen Lae» Komb. Saloarsan- Kuren, Llulunl«suchungen. Im«sten und vir. kÖSBf senior|itnÄ3ÄlT. Nur RosenthalerStr. 69-70 für Selwetiggg D. sr.©.an. Harjophon" nnrkt v«blllsf. ■kaSSSlId Beseit. Ohrg«. flJubttJm nervös. Ohren. iJjKUBB schm. Unslchfb. bepusm zu trag. nat.Uposae Preis 12,50 n. WargophonstSbch. 1 Dtz. 5.— B. Ansknnft umsonst. Harjonal-Co. Berlin, Brlle�lllianer Str. 32. Felle all« Art kaust hvehstzahlead Wolf, Prenzlauer Str. 58 «nr 1 Treppe. Kupfer M. 7.— Messing M.».50 sowie sämtliche Metalle Metalloerwertung Weißenbnrger Strahe 11 «astanirnallee«5 Rriuickendvrser Strohe 10? Di« SZeukäNner Metali- Einkaufs-Zenlrale Kottbuser Damm 66» am Hermounplatz kauft sämtliche ÄilmelMe zu den höchsten Tagespreisen ?nm Endter Nflg. Alvenslebenstr. 21, Hochbahnhof Bülowstr Sprechstunden wochentags von 9—12, 2_ 6 Uhr. Nur 2 feste Preise: Zähne 5 M. u. 7,50 H. ScMne natürliche Farben u. Formen mit cchteoi Fried enskaotaclralc u. echrilllicher Qaranfie. Qoldkronen. Brücken. Stiftzähne. Mund* Untersuchung gratts. Keine Luxuspreii Gaumenloser Zahnersatz. Elellttomiitore GlelWoll n NreMom kauft 3»geitieurbittea«öchlilhting Berlin«», Linkst». 10. Telefon. Llltzow 3705 n. 8518. l�GtSlI« Kupfer, Rotguß, Blei, Messing, Zink, Zinn und Lagermetall, Platin, Qnred. filorr Lbnbietbare» Tage». preise Tuckermann, Glsaster Strahe v, vorn tt Tr. —— Norden 4661., JUt-Papitr, alte» gekntlllte» Papier, Zeitungen, Zettschriften, Biicher, Skripturen ufn». kauft zu höchsten Tagespreisen. Fritz Seqdlitz, Neukölln, Hermanuplatz 1. Trlrson: Maritzplatz 72S1. Billige mmm erzielt man durch Pakent.TchlasmSbel Derwandrlhare Chaiselongues, Bettstelle», Dettsos-S, Bett. stichle, Tischbetten ete. Be- fichtig. ohne Kanszwang erdet. tiiT>psd.Poretie» Fat.SvkIarmäd.- Fmt, Berlin, Oranienstr. 112. Parabellum», Armee» Pistolen, Mauser» Pistolen» S mm, sowie Jagdivasse« kaust zu höchsten Preisen W. PIEFKE Aommandantenft». 30. b|r Spez§a8behandlung As il für Hunt- und üeschleeUtsIeidcn■ f—-_____ n- Invalidenstr. �»7 weissen I. Etage, Ecke Bergslr. Kostenlose Untersuchung und Beratung Uber sachgemässe Behandlung Bpreohstnndon lO 12 n. 4—8. Sonntag« 10— 1Ä Spezial�Behandlung hdrtnilchige Harnleiden, Pusschlag, nerv. Schmäche, Vlutnntersuchung, Salvars.-.«ur., Bestrahl. „Löser", Münzstr. 9 nahe Alexander-Plak. 9-1, 4-8, Sonnt. 10*12, Damenzimmer sep. FBoten- ftauen| 1 verlangt sofort= 1 Spedition Lorenz Z | WMenbllrg| 1 Wallstraße 68 g �HiiiHiiiimiiHiiiiiniiiiiiiiniHiiiiiiiiiil� ..Ji.................... Den Miterlebenden der groOen deutschen Revolution, dem Proletariat des 9. Novembers Emil Barth; Aus der Werkstatt der deutschen Revolution Male „„.,'Fe-i. Mark 8.50 Der Orcenieetor der Rcolulchr gibt hier«um ersten eine Dars I ung der Vorbereitnnr der Revolution /nd der geheimen Orgenisationen ferner erschien; Geldwert, Geldentwertung «nd Proletariat Valntafragen voo Emil Barth Freie Mark J.80 •In alle, Bachhandlungen 1 erschienen in A. Hlft-nn.. Verl�r».b.H.Bep!ln 0«7 Bhimcnstraüe 22, I Ütap:: Briesyilirkel kauft Groll mann, Johannlsstr. Norden 106 21. TeW wert! für die Deiheit Annahme in alle» Spedttione« des Verlage» Kleine Anzeigen Da» Ueberschriftsmvrt 2— Mk., jedes«eitere Wart im ----- 3.— M., Kupl-r?. ''.Sch°ffl-Ä Hundefu!l«v«kauf. Hundepark, Pallis Pamfadenstr. mmm Ansiedelungen Ssübstbau. ParzeAen teils eingezau� Fvodersdorf, Hohennweuvo 296.— An«hlung. Hülfen Steglitz» Treltschkeftraße. .