Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Donnerstag, de« 22. IM 1920 Slnmmer 291. Abend-Ausgabe 2ie.Freiheit" erscheint morotti««nd nnthmii+n** m�k..... . erfcl)fhtt niorgcits und nachmittag». Sonntag» und Montag, nur iä*£. Bezugspreis beträgt bei freier Anstellung in» Hans für Grost-Berlin lv,— W. nn voraus zahlbar, von der Spedition selbst abgeholt 8.50 M. Für Post. vezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband Bezogen für Deutschland und Oesterreich 16,50 M.. für das übrige Ausland 21.50 M. zuzüglich Baluta-Auffchlag, per Brief für Deutschland und Oesterreich ZO,— M« SK'boIrtton,»rprditton uut»ttUtg: VtrOm r 2, Brrtt« Strahl S.S. QeiRner■Organ bar Timbttfaglgm syialöemafratfp Oastßbtanöd Eine englische Drohnng Englands Antwort an Rußland London, 21. Juni. Reuter erfährt: Di« englische Antwort ans die Eowjetnote ist gestern Abend iidersandt worden. Es wird darin oorausge» letzt, datz die Sowjetregiernng bereit ist, Frie» de« zu schliehen. Um aber einstweilen die Aufrichtigkeit der Cowjetregieruug zu prüfen, sind die Polen aufgefordert worden, selbst um einen Waffenstillstand zu er» suchen. Wenn die Sowjetregieruug nicht bereit ist, Friede» zu schliehen und in Polen eindringt, so werden die VerHand- lungen über die Wiederausnahme des Handel» «it Sowjetrutzland eingestellt werden. Vorläufig wird die russische Mission, die sich augenblicklich in Reval befindet, nicht nach England weiter gehen. Rotterdam, 22. Zull. Dem„Manchester Guardian" zufolge wird in der rnUschen Ant- Wortnote autzer dem schon bekannten noch folgendes dar» gelegt: Die Sowjetregieruug weigere sich bestimmt mit einem Vertreter des Generals Wrangel zu» fammeuzukommen. oder feine Sache anzuerkennen. Wran» gel wird dauernd der„Meuternde«eneral" genannt. Die Sowjet- regierung ist bereit, feinen Truppen und den unter feinem Schutz befindlichen Personen Sicherheit zu gewährleisten. Auf der an- deren Seite verlaugt sie bedingungslose Uebergabe derganzenHalbinfelKrim und aller daraus befindlichen militärischen Vorräte. Was den Völkerbund angeht, so wei- »ert sich die russische Regierung, sich an die Borschriften diese» Bundes zu halten, den sie einen Vund der alliierten Regierungen nennt. Die Antwort«eist daraus hin, daf, da» ve» stehen des Bundes Rntzland niemals amtlich mitgeteilt worden ist. und dah sie alles, was es von dem Bund« weltz, aus den Zei- tungen erfahren habe. Die Sowjetregiernng betont, datz trotz der Bestimmungen des Völkerbundsatzes die Alliierten nicht» getau habe« als bekannt wurde, datz Polen eine» Angriff auf Rutzland beabsichtige. Daher sieht die russische Regierung nicht ein. warum sie sich jetzt, wo Polen von einer Katastrophe in den von ihm begonneneu Kriege bedroht sieht, dem Bunde unterwersen soll. Zwei neue Note« der Entente Rotterdam. 22. Aull. Der politische Korrespondent des„Manchester Guardian" erfährt über das Ergebnis der Sitzung des englischen Kabinetts vom 20. d. M. noch, datz beschlossen wurde, zwei Noten zu ver'enden. nämlich die Antwort auf die russische Note und eine andere Note mit Vorschlägen an Polen. In der letzteren wird Polen formell ersucht, sich«egeu eine» Wassenstillstauves direkt nach Moskau zu wenden. London, 22. Juli. In einer vom Reuterfchen Burea» verbreiteten Mitteilung heitzt «s: Aus der russischen Rote gehe deutlich hervor, datz in M o s k a u Zwei Parteien eine Kriegs- und eine Friedens« ?artei vorhanden sind. Welche von beiden die Oberhand be- 'rtien werde, werde sich wahrscheinlich noch Ende der Woche zeigen. Eine Koalitionsregiernng in Polen Berlin. 22. IM. Wie der' Telegraphen-llnion aus Warschau gemeldet wird, be- lilotz der Oberste Rat der Verteidigung in Anbetracht der fchw««- rigen Lage eine Koalitionsregierung aus samt- lichen Parteien zu bilden. Den Posten des Ministerpräst- denten soll die Volkspartei besetzen. Eine rnsfische Bank in London T.ll. London, 21. Juli. Die bolschewistischen Handelsvertreter in London haben da- selbst eine Bank errichtet, deren Kommissare sie selber sind. Die Bank trägt den Namen Russan Trade Delegation Bank. K rassin wird vermutlich zum ersten Direktor ernannt werden. Es wird weiter gemeldet, datz bereits 2 Millionen Pfund Sterling russisches Gold nach England unterwegs seien. Die Kriegslage Weiterer Bormarsch der Russen T. U. Kowno, 21. Inkl. Räch dem polnischen Heeresbericht danern die Kämpfe nördlich Grodno an. Bei Nowogrodek mutzten sich die Polen unter dem Druck des Feindes zurückziehen. Russische Angriffe am S t y r wurden abgewiesen. Bei Dubno und Mlynoi gehen die Kämpfe weiter. Nach einer Mitteilung aus Helfingfors ist Raskolnikow zum Ehef der russischen Ostseeflotte ernannt worden. Es soll sofort eine Reorganisation der russischen Ostseeflott« vorgenommen werden. Die Bolschewisten marschieren in drei Heeressäulen auf Warschau. Bei der Besetzung der Festung Erodno durch die russi- schen Rätetrnppen find auch litauische Truppen in die Stadt ge- drangen. Die Litauer verwahren sich dagegen, dah sie gemeinsam mit den Bolschewisten operieren mutzten. Im bolschewistische» Heer soll eine ausgesprochene nationale Stimmung herrschen. Polnischer Frontbericht T.N. Warschau. 22. Juli. Polnischer Heeresbericht vom 21. Juli: Feindliche Abteilungen haben Erodno besetzt und tragen ihren Angriff an der Chaussee Erodno— Lukowan vor. Unsere Abteilungen kämpfen bei Bakun. Dieser Ort ging eine Zeitlang verloren, wurde aber durch Gegenangriff wieder genommen. Die Bolschewisten versuchen bei L u n a und Mola und an der ganzen Stara ent- lang auf jeden Fall durchzubrechen. Heftige bolschewistische Angriffe auf der ganzen Stara-Linie, die besonders gegen den Brückenkopf S l o n i m gerichtet find, wurden aufgehalten. Es entspannen sich heftige Kämpfe zwischen Slonim und Bielawa. Die Bolschewisten sammelten für diese Aktion drei Infanterie- Livisionen und erlitten beim forzieren der Stara grotze Verluste. Im Polessi-Abschnitt bei Iazlowice haben unsere Abteilungen feindliche Angriffe abgewiesen und warfen bolschewistische Ab- teilungen aus dem Vorfeld zurück. Oestlich der Front mutzte Ee- neral Balachowicz alle Angriffe zu vereiteln, trotzdem die Bolschewisten aus dem engen Raum eine Division und grosse Ka- valleriemassen angesammelt hatten. Der Feind nahm Rzeczyca und warf unsere Truppen� auf Prywiczorka zurück. Südlich davon wurden alle feindlichen Versuche, die Front zu durchbrechen, von unseren Abteilungen vereitelt. Im Süden mutzte die 18. Division nach heldenmütigem Kampfe Dubno räumen. Bei Targowica und bei Kosin wehrte die S. Armee weitere feindliche Angriff« ab. Bei Wolockowice hatte eine 800 Mann starke Kavallerie- brigade der Bolschewisten unsere Front durchbrochen, wurde aber unter schweren Verlusten zurückgeworfen. In der Nacht vom IS. zum 20. ging ein ganzes kubanisches Kosakenregiment mit seinen Offizieren zu uns über. Lärm in der Wiener National- Versammlung T.-U. Wien, 22. Juli. et Einspruch der Wiener Sektion der Reparationskom« * j j i o ii gegen das Gesetz über die Vermögensabgabe ha -i Laus« des gestrigen Tages verschärfteFormen angenom» ün und es mutzte eine formale Aenderung der entsprechenden >ragraphcn des Gesetzes vorgenommen werden, die der Repara- i'nskommission ein« uneingeschränkte Herrschaft über ie gesamte Finanzgebahrung des Staates gewährt. Der Forderung er Reparationskommisston mutzte Rechnung getragen werde«. Der Staatssekretär für Aeutzeres und der Leiter der Staatskanzlei Dr. � a q r haben in der heutigen Rachtsitzung der Nationalver- ammlung die entsprechenden Anträge eingebracht, die von der Nationalversammlung in zweiter und dritter Lesung zum Be- i ch l u tz erhoben wurden. Am Nachmittag kam es in der Nationalversammlung zu einem SrotzenSkandal. Der durch die Rede des sozialdemokratischen Abgeordneten Otto Bauer stark kompromittierte Abgeordnete Friedmann, der Vertreter de« Industriellen, der be- schuldigt wurde, den Einspruch der Reparationskommission her- vorgerufen und die Interessen der Erotzbanken bei drr Reparntionskommission vertreten zu haben, war gestern der Zielpunkt lebhafter Angrijjc seitens der Sozialdemolraten. Oesterreichischer Zusammenbruch Karl als Kriegsverbrecher T.-U. W i e n, 22. Znli. I« Ausschutz sür Heerwesen erstattete der Abgeordnete Wit- i e r l i tz gestern«in eingehendes Referat über die von der Kom» misston zur Feststellung und Verfolgung militärischer Pflicht» Verletzungen im Kriege vorgelegten Bericht. Einer diese, Berichte ist besonder-s interessant dadurch, weil er die Ursachen des Zusammenbruchs an der Südwestfront anfdeckt. Nach diesem Bericht trifft dir Schuld an den ungeheuren Verlusten an Menschen und Material, die sich wenige Stunden vor Veendi. gnng des Weltkrieges an der Siidwestsront ergaben, den Kaiser und das Armeeoberkommando. Der Kaiser und das Armeeoberkommando schwankten nämlich, ob st« die harten Bedingungen annehmen sollten-der nicht. Zuerst wurde aus Baden ein Telegramm an die Front geschickt, den Waffenftrllstand sofort anzunehmen und durch«in späteres Telegramm wieder annulliert. Die hohen E-neröle zeigten im entscheldenden Augenblick Gleichgültigkeit. Der Kaiser war wantel- mütig. Innerhalb 24 Stunden änderte er drei. malseineMeinungund stieß seine vorherigen Entscheid»». gen immer wieder»m. Milderung des Boykotts gegenüber Drutsch-Westungarn. Gegenüber Deutsch-Westungarn wird der Boykott gemildert unter der Voraussetzung, datz den österreichischen Vertretern in Oeden- bürg das Verteilungsrecht der ühgr dfL Ereuze gehenden Waten Zusteht.>a>-■ Die deutsche Neutralität Von Rudols Breitscheid Die deutsche Regierung hat in den letzten Tagen— reichlich spät— ihre Neutralität in dem Krieg zwischen Rußland und Polen erklärt. Diese Erklärung, die natürlich nicht den ge- ringsten Einfluß auf die lebhaften Sympathien auszuüben vermag, die wir für den einen der streitenden Teile, nämlich fürdierusfischeRepublik, im Herzen tragen, hat zunächst insofern eine große politische Bedeutung, als mit ihr amtlich zum Ausdruck gebracht ist. d a ß w i r m i t Sowjetrußland tatsächlich im. Frieden leben. Es ist freilich ein anormaler Friedenszustand, da die diplomatischen Beziehungen seit dem Herbst 1918 nicht bestehen, aber dadurch wird nichts an der Tatsache geändert, daß alle feindlichen Akte, die in der Zwischenzeit gegen die Bolschewiki unternommen worden find, das baltische Aben- teuer sowohl als die Anwerbungen von Truppen für di« antibolschewistischen Generale auf deutschem Boden, auch den Bestimmungen des Völkerechts zuwider geleistet wurden. Die Berechtigung aller scharfen Kritik an dem Verhalten der ver- schiedenen Regierungen, die einander seit dem Januar 1919 gefolgt sind, ist jetzt offiziell anerkannt worden. ...,.>W sichtlich Feind bedrängt, die deutsche Grenze überschreiten, zu ent- waffnen und gleichzeitig Truppen und Munitionstransporte zur Unterstützung einer der kämpfenden Parteien durch sein Gebiet zu verhindern. Was den Durchzug der Truppen angeht, so hat es zwar in vergangenen Zeiten unter den Bvlkerrechtslehrern Mei- nungsvcrschiedenheiten über seine Berechtigung gegeben, und es wurde hier und da behauptet, daß der neutrale Staat ihn nicht verweigern könne. Neuerdings aber ist eine vollständige Uebereinstimmung darüber erzielt, daß die Erlaubnis des Durchmarsches eine offenbare Verletzung der Neutralitäts» pflichten darstelle, und daß der. zu dessen Ungunsten die Truppenverschiebungen erfolgen, berechtigt sei. den Staat, der sie gestattet, als Feind zu betrachten und zu behandeln. Die Frage ist deshalb für uns von unmittelbarer Wichtigkeit, weil die Entente bekanntlich den Russen ge- d r o h t h a t, sie werde für den Fall, daß sie sich auf die von ihr formulierten Friedcnsbedingungen nicht einließe, den Polen mit allen Mitteln zu Hilfe eilen. Der Gedanke. Deutschland als Aufmarschgebiet zu benutzen, liegt außerordentlich nahe, und Deutschland ist nun verpflichtet, sich jedem solchen Versuch mit aller Entschiedenheit zu wioer» setzen. Bei der gegenwärtigen Verteilung der Kräfte kann es bei Verfolg dieser Politik allerdings— das darf nicht verkannt werden— in eine sehr schwierige Lage geraten. Ein be- waffneter Widerstand ist so gut wie ausgeschlossen. Das Bei- spiel, das Belgien im Jahre 1914 gab, läßt sich nicht nach- ahmen. Wir können esnichtaufeinen neuen Krieg mit Frankreich und England ankommen lassen. Wir haben jedoch unser Recht bis zum Aeußersten zu betonen und den verbündeten Regierungen die Ver- letzung der Neutralität so schwer als mög- l i ch z u m a ch e n. Je konsequenter wir dabei verfahren, um so mehr dürfen wir auch hoffen, die Opposition, die in den Weststaaten gegen die Unterstützung der Polen vorhanden ist, zu befestigen und damit das Unternehmen unpopulär zu machen und von vornherein zu schwächen. Die Haltung des amtlichen Deutschland müßte ihre Er- gänzung finden in der Haltung der deutschen Ar- beiterschaft. Je weniger wir imstande sind, einen Bruch des Völkerrechts militärisch abzuwehren, um so mehr muß das Proletariat seine Macht und seinen Einfluß in die Wagschale werfen. Es hat nach der Methode, die die inter» nationalen Gewerkschaften Ungarn gegenüber anwenden, den Boykott über die Entente zu verhängen und alle Mittel an- zuwenden, um den Transport von Truppen und Munition durch Deutschland zu erschweren. Wir zweifeln nicht daran, daß es dazu dereit ist und gewisse Vorgänge aus den letzten Tagen haben uns schon den Beweis erbracht, daß die Arbeiterschaft alle ihre Kräfte auf- bietet, um die Neutralität wirksam zu schützen. Nun kann die deutsche Regierung ihrem Widerspruch gegen Durchmärsche nur dann den gehörigen Nachdruck verleihen, wenn sie auf der anderen Seite mitd er Entwaffnung übergetretener Truppentelle ernst macht, und deshalb können die Absichten, die sie in dieser Beziehung verkündet, an sich gebilligt werden. Das schließt indetz keine unbedingte Zustimmung zu den Wegen ein, die sie zur Erreichung ihres Zweckes eingeschlagen hat. Sie hat in einer Note, die am Mittwoch in Paris überreicht worden ist, auf die Gefahren hingewiesen, die unserer Ost- grenze drohen, und um d,e Erlaubnis gebeten, im Osten militärische� k u n g e n. vorzune hjit e n ohne Spaa eignet..... zu erwecken, darauf gelegenheiten sogar HoeM aufmerksam seh hat im der deutsche gemacht. . jST- Ausschuß für auswärtige An» .mtschnatwnvte Kaum hat man in Spaa unterschrieben, so kommt man schon wieder mit neuen Einschränkungsvorschlägen, und die Gefahr besteht, dak die Entente darin einen neuen B e- weis für die Hinterhältigkeit Deutschlands und für die Absicht erblilkt, fich seinen eben übernommenen Verpflichtungen wieder zu entziehen. Das um so mehr, als die Annäherung der kämpfenden Parteien an die deutsche Grenze doch auch schon bekannt war, als die Konferenz noch tagt«, und trotzdem von den deutschen Delegierten eine For» derung, wie sie in der Rote erhoben wird, gestellt wurde. Aber es gibt auch noch andere Interessen. Der Minister des Auswärtigen hat in der Sitzung des Ausschusses davon gesprochen, dag es ihm weniger um einer Verstärkung der Truppen als um eine Bewaffnung der Einwohner in den bedrohten Grenzgebieten und um die Schaffuna einer Art von O r t s s ch u tz zu tun sei. Darüber würde sich unter Umständen reden lassen, nur gelangen Nach- richten von starken Truppenansammlungen im O st e n an unsere Ohren, und das gibt uns Anlaß zu leb- az.c.-!.-——'•- a - � V V--- � Kjvizy yiw* ui„ v--- haften Befürchtungen. Der Geist dieser Reichswehr ist nicht derartig, daß wir von ihr mit Sicherheit--~ � ______...»„»>» die Beobachtung unbedingter Neutralität auch gegenüber der russischen Roten Armee erwarten können. In dem Augenblick, wo sich ruMche und deutsch« Truppen an der Grenz« gegenüberstehen, ist die Möglichkeit zu Konflikten gegeben, und ein unbeabfichtigtes Eindringen russischer Truppen in deutsches Gebiet könnte die Reichswehr zu folgenschweren Maßregeln veranlassen. Das um so mehr, als ja in nationalistischen Kreisen die Vehauptung vertreten wird, die Eowjetregierung beabfich- tige den Krieg zum Zwecke der Revolutionierung über die deutschen Grenzen zu tragen. Dies«Behauptung ist s a l s ch. sie widerspricht den sämtlichen Erklärungen, die von Moskau aus ergangen sind und widerspricht auch den Er- wägungen der Vernunft. Wir haben zu dem Minister Simons persönlich das Vertäuen, daß er es mit der Neu- tralität ehrlich meint, aber die Frage ist. ob er die Militärs unter allen Umständen an der Hand hat. und deshalb muß darauf gedrungen werden, daß die Zahl der für die etwaige Entwaffnung zur Verwendung kommenden Truppen so niedrig als möglich gehalten wird. Darüber hinaus aber wäre es Vflicht der Regierung, ge- �* r?,__ /K-f-C----"------—" tobe wenn sie an eine Gefahr von dem bolschewistischen"Ruß- land glaubt, ungesäumt in Verhandlungen mit 777''-' � v i u y � ii Ii» i i Moskau einzutreten, um den formalrecktlichen Friedens- zustand zu einem wirklichen ,u machen und f r e u n d s ch a f t- IicheBezi«h«ngen mit der östlichen Republik herzustellen. Simons hat am Mittwoch die Erklärung ab- gegeben, er werde sich niemals dürft Furcht vor russischer Propaganda in seinen Entschlüssen über die Gestaltung unserer Verhältnisse zu Rußland beeinflussen lassen. Der Moment ist da. um aus dieser Versicherung die praktischen Schluß- folgerungen zu ziehen. Die Kommunisten und die Neutralität Die„Rote Fahne' schreibt in ihrer heutigen Ausgab«:„Wir deutschen Kommunisten haben stet» erklärt und erklären auch heute noch: daß die deutsch« proletarische Revolution allein die Sache der deutschen Arbeiter ist, und daß ste nicht mit der Hilf« der Roten Arme« Sowjetruhlands zum Siege geführt wer- den kann. Wir wissen uns darin mit unseren stegreichen ruffischen Brüdern durchaus einig. Die Russen werden dt« deutsch« Grenze nicht überschreiten. Sie werden der deutschen Konterrevolution nicht den Gefallen tun, einen Norwand zum Angriff auf Ruh- land und zur Errichtung der Militärdiktatur in Deutschland zu geben.' Bela Khun in Stettin angehalten! Ei« österreichischer Offizier als Angeber verlin, 21. Juli. W.T.B, meldet: Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die Lfterreichische Regierung steht mit Sowjetrußland in Berhand- langen über den Austausch der beiderseitigen Kriegsgefangenen. Sie hat daher vor kurzem die Reichs- rrgierung ersucht, die noch in Oesterreich internierten kriegs- gefangenen Russen durch Deutschland nach Rußland zurückbcsördern zu dürfen. Di« deutsch« Regierung hat ihre Zustimmung dazu erteilt. Runmehr«st ein Transport von 108 Männern und» Frauen über Bodenbach nach Stettin gesührt worden. Dort macht« der Ssterreichisch« Offizier, der den Transport führte, die Mitteilung, daß fich hochpolitisch« Persönlichkeiten bei dem Transport befänden. Schon vorher war durch das österreichische Korrespondenzbureau verbreitet worden, daß Bela Khu» mit mehreren Begleitern nach Deutschland abgeschoben worden sei. Da die deutsche Regierung aus eine gelegentliche Anfrage des österreichischen Gesandten in Berlin ausdrücklich erklärt hatte, daß ihre Zustimmung sich nur auf den Druchtransport von Kriegsgefangenen bezöge, und wir es grundsätzlich nicht gestatten könnten, daß andere Personen, ins- besondere politische Verfolgte wie Bela Kuhn, dem Transport an- geschlossen würden, mußte der Transport tu Stettin angehalten werden. Nach den Regeln des Völkerrechts war der unter österreichischer Leitung und Bewaffnung stehende Transport als exterritorial an- zusehen. Eine Aussonderung der politischen Persönlichkeiten von den Kriegsgefangenen stand daher der deutschen Behörde nicht zu. Vielmehr mußte der ganze Transport, weil er gegen die Verein- barung zusammengestellt war, nach Oesterreich zurückgeleitet wer- den. Die Rückführung des Transportes ist bereits im Gange. Die deutsche Regierung bedauert, daß infolge des Vorgehens der öfter- reichischen Regierung die Heimkehr der russischen Kriegsgefangenen verzögert wird: sie wird die Heimkehr dieser Gefangenen mit größter Beschleunigung bewirken, sobald die österreichische Regie- rung ihr nachweist, daß der erneute Transport der Vereinbarung entspricht. Die Rechtssozialisten retten die Stadtwehr In der Bremer Bürgerschaft wurde In der vorigen Woche ein Anttag auf Auslosung der— gesetzlich schon gar nicht mehr erlaubten— Stadtwehr verhandelt. Man hätte annehmen sollen, daß dieser Antrag selbstverständlich angenommen worden wäre, da doch die drei sozialistijchen Fraktionen die Mehrheit in der Bürgerschaft haben. Doch die Rechtssozialisten waren anderer Meinung. Sie, die der U. S. P. D. dreimal taglich den Vorwurf machen, daß sie zu feige sei, Verantwortung zu übernehmen, er- klärten, nur dann für die Auflösuna der Stadlwehr stimmen zu wollen, wenn die U. S. P. D. bereit sei, im Falle einer sich daraus ergebenden Senatslrise in die Regierung einzutteten. Daber schnitten die Rechtssozialisten durch einen Schlußantrag unseren Genossen da» Wort zu einer Erklärung ab. Bei der Abstimmung enthielten fich die Rechtssozialisten der Stimme und erreichten da- durch, daß zur großen Freude des Bürgertums die Auflösung der Stadtwehr gegen die Stimmen der U. S. P. D. und Kommunisten abgelehnt wurde. Für diesen Liebesdienst der Rechtssozialisten, die nicht mehr wagen, s o z i a l i st i s ch e Politik zu treiben, ist die Bourgeoisie ihnen gewiß sehr dankbar. Der Rückgang der Weltmarktpreise Die vom„Economist' veröffentlichten Indexzahlen für Juni zelgen einen w« i t e r e n. v- r h ä l t n i s m a ß ig bedeuten. d-« R ü ckgang der Weltmarktpreise. Wahrend die seit März- dem Beginn des Zusammenbruches des hochgetriebenen -»reisgebäudes- uerössentlichten Angaben nur etwa, b Proz. (April), Proz.(Mai) Ermäßigung zeigten, ist im Juni eine ?erabsetzung um etwa 1ü Proz. eingetreten. Die Durchschnitts- zahl für Juni ist nunmehr mit 350,7 genannt. Voraussichtlich wird die Preiskrise auf dem Weltmärkte noch weiter wirken, äugen- dlickltch ist erst der noch immer hohe Stand von Ansang Februar erreicht. Oberschlesische Betriebsrätewahlen Au» Kattowitz wird gemeldet: Die Betriebsrätewahlen im Eisenbahnbetrieb für den Diret- ttonsbezirk Kattowitz baden dem polnischen Fachverband eine vernichtende Niederlage eingebracht. Von S811 gültigen Stim- men, die bei der Wahl des Werkstätten-Vetriebsrates im genann- ten Direktionsbezirk abgegeben wurden, erhielten die Polen nur 1331 Stimmen. Die polnische Vereinigung hat also nur zwei Betriebsräte von insgesamt 10 durchgebracht. Bei den Bezirks- betriebsräten fchnitten die Polen noch wesentlich ungllnsti- ger ab. Es wurden abgegeben IL Sil gültige Stimmen. Davon entfielen aus die Polen nur 2409. Während der deutsche Eisenbahnerverband also a ch t S i tz e im Betriebsrat er- ringen konnte, mußten stch die Polen nur mit zweien bescheiden. Wir haben kein Interesse daran, diesen Wahlaussall zu un- aunsten der polnischen Nationalität zu deuten, wie die bürgerliche Presse. Der Sieg des deutschen Eisenbahnerverbandes zeigt nur die Ueberlegenheit dieser freigewerkschaftlichen Organisation über die polnisch« Fachvereinigung, womit keineswegs gesagt ist, daß nur Deutsche für die freie Gewerkfchaft gestimmt haben. Der deutsche Eisenbahnerverband hat zahlreiche MitgNeder polnss»« Nationalität, die die proletari>che Solidarität über nationalljtislV Zersplitterung stellen und bei den Betriebsrätewahlen als äi- heiter, nicht als Polen stimmen. Es wäre daher mindest«» voreilig, von diesem Wahlergebnis Schlüsse auf den Ansst» der bevorstehenden Abstimmung über die Zugehörigkeit Oven jchlesi-ns zu Polen oder Deutschland zu ziehen. Steinkohle für Holland Der Berliner Bertreter des„Nieuwe Courant" berichtet, et habe von zuverlässiger deutscher Seite erfahren, es bestehe keinerlei Veranlassung zur Furcht, daß Deutschland das Steinkohlen« abkommen mit Holland nicht erfüllen werde. Es werde amt« lich bekanntgegeben, daß der W i e d e r h e r st e l l u n g s a»s« l ch u ß die Liefernng von Steinkohlen an Holland g e n e h m i zt habe. Die Internationalisterung des Bergbaues. Nach einer Erklib rung des Generalsekretärs der französischen Bergarbeiterverbänd« haben die Delegierten der französischen Bergarbeiter, die stch>»> Monat August zum Kongreß nach Genf begeben werden, die Dis« kuksi»n der Jnternationalisterung der Bergbauproduktion, wie vo» ö- c Seite vorgeschlagen worden ist, abgelehnt. Sie werde» ..e Veistaallichung der Bergwerte, sowie rein professionell« Fragen diskutieren. -er!- zir 3> er t der 8 Ii «eil Schi ttur Nit- E Pol Einigung in der Betriebsrätefrage? Die Haltung der Betriebsräte Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Berliner Gewerb schastskommisston und der Betriebsräte-Zentrale Münzstraße, od selbständig« Betriebsräteorganisation oder Anschluß der Be- ttiebsräte an die Gewerkschaften, scheinen dadurch, daß die Frag« nun in großen Versammlungen von den Eroß-Berliner Betriebs' räten diskutiert wird, einer Klärung zuzusteuern. Die zwischen den beiden Körperschaften �führten Derhandlum gen hatten fich, nachdem man kurz vor der Einigung stand, Z««' schlagen. Darauf beschloß die von der Betriebsräte-Zentral« Münzsttaße zufammenberufene Generalversammlung der Betriebs- rät« die Zusammenfassung der Bettiebsräte in einer felbstän« digen Räteorganisation. Die Berliner Eewerkfchafts« kommiffion und die Afa. Ortskartell Berlin, beriefen ihrerseits di« Betriebsräte der einzelnen Jndustriegruppen zusammen, die fw nach Anhören eines Bortrages über„Wirtschaftspolitik und Ve- ttiebsräte" auch mit der W a h l d e r O r g a n e befassen sollt«. Das Ergebnis dieser Gruppenoerfammlungen zeigt nun, daß di« Betriebsräte in fast allen Jndustriegruppen die Einigung zwifche» Betriebsrätezentrale und Berliner Gewerlschaftskom Mission und Afa verlangen. Die Industtiegrupp« II(Baugewerbe und Stefnindustriel foroi« die Gruppe XIII(Transport und Berkehrj haben stch auf de» Standpunkt der Betrrebsrätezentrale Münzstraße gestellt und somit di« Bildung der selbständigen Betriebsräte- organisation verlangt. Jedoch fordern auch di efe Enrp- p«n, daß die Verhandlungen mit der Ecwerkfchaftskommiffion 3» einem befriedigenden Ergebnis geführt werden. Die Industrie- gruppe VIII(Landwirtschaft und Gärtnerei) sowie die Gruppe l-t (Lebens- und Eenußmlttel) haben die Wahl nach den Vorschläge» der Gewerkschaftskommisfion vollzogen, fordern jedoch gleichfalls die E i n i g u n g der beiden Körperschaften. Die Jndustriegruppen III(Bekleidungs- und Textilindustrie) und Gruppe lV(Ehemisch« s Industrie), Gruppe VI(Graphisches Gewerbe), Gruppe VII(HolZ- tndustrl«), Gruppe X(Lederindustrie). Gruppe> I(MetalNndnstrjjl) Gruppe XII(Staatliche und kommunale Behörden) haben$0 weder für die selbständige Betriebsräteorganisation noch fnt den Standpunkt der Berliner Eewcrkschaftskommission und der Asa erklätt Diese Jndustriegruppen verlangen mit aller Entschieden- heit, daß die Berhandlungen zwischen Bettiebsrälezentral« und Gewerkschaften wiederaufgenommen, undzueineur im Interesse der sozialen Revolution und som'i im Interesse des Proletariats liegenden Ergeb- nis geführt werden Die Berliner Gewerkschaftskommission tritt heute Abend In ein« Lolloersammlung zusammen und wird sich voraussichtlich mit de« durch diese Beschlüsse geschaffenen Situation zu beschäftigen haben- Ohne diesen Verhandlungen in irgend einer Form vorgreifen Z» wollen, möchten wir schon jetzt der Hoffnung Ausdruck verleihen. daß das Ergebnis dieser Verhandlungen zu der von den Groß- Berliner Betriebsräten stürmisch verlangten Einigung führt. Richard Wagner als Revolutionär Bon Fritz T. Schneider. Allen Anhängern Wagner» dürfte es bekannt fein, daß dieser genial« Meister.— im Innersten seiner Seele zur Melodie eines friedlichen Lebens neigend—, an den revolutionären Vor- gangen in den ersten Maitagen des Jahres l«49 lebhaft und un- mittelbar teilnahm und seine ganze Persönlichkeit mit feuriger Begeisterung in den Dienst der Sache stellte. Inwieweit aber die Handlungen, mit denen Wagner tätig und fördernd sich an diesem traurig gescheiterten Maiaufstand beteiligte, verbürgten Tatsachen entsprechen, bzw. als unhaltbare, böswillige Verleumdungen zu bewerten sind, mögen diese Zeilen aus den Aufzeichnungen eine» damaligen Dresdner Mitkämpfers näher beleuchten. Den Freiheitskämpfern der Jahre 1848/49 gehörten viele in- telleltnelle Köpfe an. und fest steht die Tatsache, daß fich Wagner als damaliger Kgl. Hofkapcllmc ister nicht in der Neutralitätszoire hielt, die Amt und Stellung ihm anwies. Er zeigte stch öffentlich mit den revolntionären Führern in Dresden, nahm an acbcrmen Versammlungen der Umstürzler teil und seine freundsrhaftlichen Beziehungen zu den gefährlichen R o e ck e l und B a k u n t n waren offenkundig. Was Wagner auf die Bahn der Revolution führte, war einerseits die Empörung gegen die kapitalistiiche Eesellschafi und gegen eine parasittsche Luxuskunst, das Mitte, d mit dem ent- rechteten Proletariat und auch der Enthusiasmus für alle idealen Ziele überhaupt: andererseits aber auch der Zorn über die Kunst- feindllch-eit jener Männer, die als dominierende Kunsibehörde Wagners Werke nicht nur feindlich gesinnten, verständnislosen und ungerechten Kritiken aussetzte, sondern auch feinen Reformplänen überall hindernd entgegentrat und ihm die freie Bahn oerlegt«. Irgend welchen Akt von verbrecherischer Roheit und Vernich» tnngswut hat Wagner nicht begangen: nie stand er aus der Varri- lade mit dem Säbel in der Faust, nie feuerte er mit der Muskete auf die köniHstrsuen Soldaten. Die Boha-.ivtiing, daß Wagner, die Straßenkampfe leitend und die Aufrührer zum äußersten Widerstände anfeuernd, pnloergeschwärzt und mit zerrissener Klei- dung auf und hinter einer der von seinem Freunde GottNed nfteben worden sei if, dung ans und ytmer einer oer oo» mnrW to» 5 Semper errichteten, massiven Bärrikaden ge eh s. ist niemals bewiesen worden.. Waaner lag ew'0 da?. Nrch« niemals bewiesen worden. Wagner lag einzig oaiun, vrn, mron» baren Blutoergießen zwischen sachsischen Truppen und Dresdner Bürgern ein Ende zu machen und die sächsischen Truppen mit dem sächsischen Volk gegen die anrückenden preußischen Bataillone, zu einheitlicher Abwehr.zulammenzubringen. Aus diesem Grunde ver- teilte er auch an das stlchstschc Mll'tir Zettel mit dem Aufdrucke: „Seid ihr mit uns gegen fremd« Trupuen?' Eine verbärgt« Tatsache Ist es, daß Wagner oben auf der Gnf-rie des hohen Turmes der Kreuzkirche. deren Sturmglocken miaufhörNch heulten. Ausschau nach Zuzügen von auswärts ge- hauen und wohl auch dementsprechend vereinbarte Signale an die nufgestellten Posten weiter gegeben hat, während um ihn die Kugeln auf dao Mauerwe� des Turmes klatschten. Auch wissen wir, daß Wagner, nachdem er die vokerzenguag gewonnen hatte daß Dresden nicyt länger mehr zu halten s«t. den Freiheitskämpfen d«, stratsglschen Rat erteilt hat, oas Kampfgebiet nach den schützenden Bergen des sächsischen Erzgebirges zu verlegen: wie er auch bei seiner Flucht nach Chemnitz hier eifrig für den Auf- bruch der Kommunalgarde nach Dresden�rnd ihren Anschluß an die Aufständischen gewirkt hat. Das war das Tatsächliche seiner Beteiligung am Ausstand. Was sonst erbitterte Feind« Wagners an revolutionären Taten und wil- den Beweisen seiner Zerstorunaslust nachsagten, ist längst als Ber- teumdung entlarvt. So vor allem di« ungeheuerliche Behauptung. 1 Prinzen-Palais in Brand zu stecken versuchte und den Mk-n�n!ni t?s alt« Opernhaus geworfen habe. Einwandfrei dieser Brandstiftungen«in Bäcker- 2� w vetracht kommt. Diese Namensgleich- La?" damaligen sächsischen Minister Gras Bcust nicht gehindert. Backeraefellen und Hofkapellmeister— scheinbar Nicht ohne böswillige Abfichtlichkeit>— zu verwechseln Für die Wagner zur Last gelegten aufrührerischen Delikte wurde aeaen ihn das Verfahren wegen Hochverrat eingeleitet und nach- stehender Steckorn, erlösten: Steckbrief. Der unten näher bezeichnete Käniglich« Hofkapellmeister Richard Wagner von hier ist wegen wesentlicher Teilnahme an der in hiesiger Stadt srattgefundenen aufrührerische» Be- wegung zur Untersuchung zu ziehen, zur Zeit aber nicht zu er- langen gewesen. Es werden daher alle Polizeibehörden auf denselben aufmerksam gemacht und ersticht, Wagner im Be- tretungsfalle zu verhaften und davon schleunigst Nachricht zu er- Wagner ist 37 bis 38 Jahre alt, mittler« Statur, hat braunes Haar und trägt eine Brille. Dresden, den 16. Mai 1849. i �luna der Politischen Kommissionen des Be- wi?irSanbes Berlin-Brandenburg. wurden organisatorische Fragen besprochen, wobei die ruve darüber zum Ausdruck kam, daß durch die Bottversamm- �9 Der politischen Kommissionen ein Organ geschaffen sei. das in »«hmen° aU brennenden politischen Fragen schnell Stellung zu fi??( ber Diskussion darüber sprachen die Genossen Meyer, »erln�.! b a r t h, R e u l i n g und Kosellek. Genosse Stein ..nie. besondere Bildung eines Mrtschaftsrates zur �ulung für die llebernahme und Kontrolle der Produktion, es «Uroe nh*r Ui~--- s.-:,..----____<. m\.""b Spaa". Er führte aus: dnb»'?nnen von Spaa nicht enttäuscht sein, weil wir wissen, k,!» verhandelten. Dennoch darf in unseren Reihen k»» wleichgültigteit gegenüber diesen Verhandlungen auf- denn auswärtige und innere Politik find eng miteinander �r>undeiu Spaa war die Fortsetzung von Versailles: der Bertrag i»i. Ulcht revidiert, sondern nur ausgelegt. Eine Revision ist Ültn-i" erwarten, wenn in allen Ländern die Arbeiterklasse zur ■umcyt gekommen ist. Schuld an den Friedcnsbedingungen tragen, wuß immer wieder festgestellt werden, nicht die Unterzeichner, pnoern die Kriegshetzer und Kriegsvcrlängcrer, die in Brest- I/�wsk dem russischen Volke noch ungleich härtere Bedingungen 2,«8* haben. Schuld daran tragen auch diejenigen, die nach bnn-"Evolution den Militarismus wieder in den Sattel gehoben Mven. Schuld an dem Mißtrauen der Alliierten, das eine Ver- !>° erschwert, ist der Geist des Bürgertums, und vor allem "er Geist, der auf unseren Universitäten herrscht. Ohne Programm ist man nach Spaa gegangen, man hat wieder llic?�' ichan so�oft im Kriege, auf die Uneinigkeit der Ab Und Ziffern verlangen. Simons ist diplomatisch geschickt aufge- den beiden letzten sozialdemokratischen Außenministern •*Atei und Müller ist er entschieden vorzuziehen. In der Eni- npssnungsfragc hätte man nicht mit dem Popanz des Bolschewis- Ms kommen dürfen. Fehrcnbach hat aber in Spaa eine ganze Keihe altes Spitzelmaterial, geheftet in einem Bande„Die rote «rmee und der Märzputjch� vorgelegt. Daraus hatte die Entente sich aber nicht eingelassen. �Zu dem russischen Bormarsch, der den deutschen Militärs in Maa sehr gelegen kam, um sich wieder einmal als die Gendarmen Europas aufspielen zu können, erklärt Dreitscheid, daß er nicht tzer Ansicht ist. daß die Russen deutsches Gebiet verletzen wollen. A�lchtig ist aber die Feststellung, daß nach dem Reutralitätserlah MPtts tatsächlich Friede mit Rußland besteht. Nun soll man sich uuch endlich zu Verhandlungen mit Rußland bequemen. Je eher Ul>r Rußland durch Gestellung von Technikern und gelernten Ar- Ottern, aber auch durch Lieferung landwirtschaftlicher Geräte und �viomotiven in den Stand setzen, seine ungeheuren Produktions- Mglichkeiten zu entfalten, um so eher werden wir selbst den Vor- �eil davon haben. . Gefährlich und unbedingt abzulehnen sei aber das Spiel mit Nationalbojchcwismuo. Breilicheid erzählt, wie erst dieser •�age ein adliger Offizier bei ihm gewesen sei und mit ihm über Me Verständigung mit Sowjetruhland zu einem Kriege gegen vi« Entente oerhandeln wollte. Wir wollen keinen neuen Krieg die Entente sühren. Diese Pläne in den Gehirnen der llachtpolitiker gehen letzten Endes darauf hinaus, den Militärs vie Macht wieder ganz in die Hände zu spielen, die sie dann zur Wiedereinführung des kaiserlichen Regimes mißbrauchen würden. �Zu der inneren Entwaffnung sei au fordern, daß jetzt mit allem Mchdruck damit begonnen werde, die schwerbewaffneten Agrarier. Atfrriwilligen und Studenten zu entwaffnen. Die Arbeiterschaft affne» � Legner der Gewaltanwendung und habe noch nie von ihren Wuffen, falls sie solche überhaupt besitzen sollte, offensiven Ge- Much gemacht. Ist aber die Bourgeoisie entwaffnet, dann ist jede Gefahr' eines Blutvergießen vermieden, denn die Arbeiterschaft sii vermöge ihrer entscheidenden Stellung im Produktionsprozeß o?rk genug, um aller Massen entbehren zu können. Darum sollen svir unablässig darauf hinweisen, wenn wir irgendwo Waffenver- Ichiebungen bemerken, auch wenn wir uns durch solche Hinweis« ven in letzter Zeit wieder beliebten Vorwurf des Landesverrats iUZiehen. . In der K o h vurch stärkere Pssung der verschobenen............ �„ Mullt werden könnten. Erst in den letzten Tagen seien l Million Tonnen deutscher Kohle im Schweden angeboten worden. Ein Mgrifi auf die Slrbcitszelt der Bergarbeiter würde das Signal Der Dieb Von H. G u t m a n n. Die GTsv be-zaben sich auf die Terrasse des Hotels. Dort wurde ihre Aufmerksamkeit auf einen Jungen gerichtet, der kstn—.. l......... A �..___ Ol* dem man aus herausholte. über die un- . �mn fchmachtiger Korper l '�vberen Wangen liefen die Tränen....,...r, »Warum hast du gestohlen? He,— mach dein Maul auf. �arum hast du gestohlen?!" regte sich wieder der Wirt aus, an- ■Killend mehr aus Eifer vor den Gästen als aus Jerger. Hab zwei Tage nichts gegessen-- Ich ha'te— en Hunger »Hunger hattest' du! Glaubst du, wenn ich Hunger habe, gehe einfach hin und stehle?— Glaubst du das?! Einige lachten laut auf bei dem Gedanken an die Möglichkeit. 'ü dieser kleine, harmlose Herr stehlen ginge. �—- L-v"( sagte eine altere Dame, wahrend ja, ja", sag�te jemand, �wei Tage muß man ihn hierbehalten rbe" Die Mehrheit der Anwesenden stimmte diesem Mittel zu. Der .»Was das Obst heute kostet ■[ich eine Zigarette anzünden lief L°.)a". saate je> nd arbeiten lassen! •-'-»icyen Dazu, feivft Das Recht auszuüben.>sie yuttr»»» . Mugte Empfinden, daß dieses armselige Geschöpf sie alle unbe- Mt persönlich anginge, und waren empört..... Mn Knabe mit seidenen Strümpfchen und einem �'nvn- •ngelchen einen halben Bonbon noch im Munde, regte sich sehr •uf und redete den kleinen Dieb an: »Glaubst du denn gar nicht an Gott? Es ist doch verboten zu hlen!"— »Entartete Schädelform.— Säuferfamilie." sagte ein Herr, enbar Mediziner.„Was ist dein Vater? "Bater ist tot!"— stieß der Junge unter Geheul hervor, •-. im.... Bergwerk verunglückt....." »Und deine Mutter—" �Wascht... Jetzt... ist... sie... krank... Kann sich 'Kt. rühren..- ■fen Gästen wurde es peinlich. Sie veranlassten den Wirt, den Kerl nach einer gehörigen Tracht Priiael laufen zu lassen. ->. Tie Birnen warf man zu den Abfällen, da sie in den schmierigen -�chchen des Jungen gelegen hatten. -uctnn traten die Herrschaften in das Haus und erfrischtem sich un köstlichen Leckerbisjen, im stolzen Bewußtsein ihrer hohen Moral. zu einer allgemeinen Empörung der deutschen Arbeiter sein, denn die Bergarbeiter haben infolge ihrer schweren Arbeit schon an der jetzigen Arbeitszeitdauer übergenug. Ist aber erst die Arbeits- zeit der Bergarbeiter verlängert worden, so wird das Kapital sofort versuchen, auch die Arbeitszeit in Industrie und Landwirt- ichaft ins Ungemessene zu verlängern. Wir fordern demgegenüber die Sozialisierung der Bergwerke und man sollte sich auch in Kreisen der Bourgeoisie überlegen, ob es im Interesse des ganzen deutichcn Volkes nicht zweckmäßiger sei, den Bergbau zu soziali- sieren. Bis zur Konferenz von Genf muß die deutsche Arbeiterschaft er- neut zeigen, daß das alte Deutschland endgültig begraben ist. Es erwächst ihr die Pflicbt. auswärtige Politik zu treiben und die Verhandlungen der Mächte zu beeinflussen, solange bis die Ar bcitcrjchaft der ganzen Welt fähig ist, oie Vertreter der geoisie von der Leitung der Staatsgefchüfte hinwegzufegen. Die Ausführungen Breitscheids wurden mit st a r k e m B e i f a l l b e g r ll ß t. Die Versammlung beschloß ein- stimmig, von einer Diskussion abzusehen. Eine Rede Lloyd Georges Foch soll nach Polen gehen London, 21. Juli. Im dicht besetzten Unterhaus hielt heute Nachmittag Lloyd George eine ausführliche Rede über die politische Lage. Zu- nächst besprach der Premierminister die Erfolge Griechenlands in Klcinasicn und sagte, die englische Regierung sei zu dem Schluß gekommen, daß es am besten sei, griechische Sireitkrafte für diesen Zweck zu verwenden. Frankreich habe seine Zustimmung dazu gegeben. Die griechischen Truppen hatten ihre Auigabe innerhalb zehn Tagen beendet. Er hoffe, daß die Griechen in Thrazien einen gleichen Erfolg erzielen würden. Die Griechen hätten Eeschicklich- teil, Mäßigung und staatsmännische Klugheil bewiesen. Deshalb hätten die Alliierten die Griechin zur verstei ung Der Ordnung in diesem Teil der Welt erfolgreich herangezogen. Lloyd George führte weiter aus, die Türkei habe zehn Tage Zeit erhalten um den Friedensvertrag anzunehmen. Er hoffe, daß sie ihn unterzeichnen werde. Der Premierminister fuhr dann fort: Polen hat den Alliierten Anlaß zu großer Sorge gegeben. Ich habe offen zu Polen ge- bedauere, daß meine Besürchtungen sich verwirklicht des Frie- prochen und bedauere' daß"meine Befürchtungen sic� verwirklicht oben. Ein unabhängiges Polen ist für die Erhc � Nische Ministerpräsident hat sich bereit erklärt, die polnische Armee innerhalb der eigentlichen Grenzen Polens zurückzuziehen. Mille- rand habe die Antwort der Sowjetregierung als impertinent be- zeichnet, er. Lloyd George, würde lieber das Wort„unlogisch" an- wenden. Die Cowjetregierung sei bereit, die Frage eines Waffen- stillstandes mit Polen in freundschaftliche Erwägung zu ziehen, es seien indes Anzeichen dafür vorhanden, daß die Sowjstrcgieruna lediglich bereit sei, über die Angelegenheit mit einer Proletarierregierung zu verhandeln. Das sei eine unerträgliche Lage. Alles, was die Alliierten bezüg- lich Rußlands gewünscht �~~...... eigene Regierung wähle Rußland gewählt worden, sie sei eine große Autokratie, wie ihre Vorgängerin. Um die Ehrlichkeit der Sowjetregierung aus die Probe zu stellen, hätten die Alliierten Polen den Rat gegeben, an Rußland heranzutreten und um einen Waffenstillstand zu ersuchen. Wenn Rußland dieses Ersuchen ablehne, und die russischen Truppen in Polen einmarschierten, dann würden die alliierten Möchte Polen alle in ihrer Macht liegende Unterstützung gewähren. Innerhalb der letzten Tage hätten die Polen ein freiwilliges Heer von S00 000 Mann aufgestellt. Polen habe also reichlich Mannschaften, aber Mangel an Ausrüstung und organisatorischen Kräften. Frankreich und England könnten diese liefern. Es liege im Interesse von England und Europa, daß Polen nicht vernichtet werde. Frank- seiner Grenzen beizustehen. Wir haben den englischen Botschafter in Berlin mit einem militärischen Vertreter abgeschickt, and Frankreich sendet General Weigand. Es ist auch sehr möglich, daß Foch nach Polen gehen wird, aber ich hoffe, dag dies nicht erforderlich sein wird. Lloyd George wendet sich dann den Ergebnissen der Konferenz in Spaa zu und bemerkt, die Konferenz habe den Deutschen die Möglichkeit Kam W ff 1 1 � 1.., 1 u �____<•....... ivr,»--.>' konzker und Dr. Simons zwei vollkommen ehrenhafte, aufrichtige Manner seien. Sie seien Leute, die ihr Bestes tun würden, um den Friedensvertrag auszuführen. In Spaa seien für jedes ein- zelne Land wertvolle Ergebnisse erzielt und die Einigkeit der Alliierten gestärkt worden. Lloyd George führte weiter aus. daß etwa zwei Millionen Tonnen Schiffsraum an Großbritannien seit dem Waffenstillstand ausgeliefert worden seien. Diese Schisse würden zum Vorteil des «gliichen Staatsschatzes verkaust und der Erlös in erster Linie jg�. iltnT'w?!: n öer englischcnBesatzungsarmee und in zweiter an Frankreich gehen würden. Es sei erwiesen, daß die Deutschen c. m ri m Problem der Entschädigung abgemüht hätten und große Anstrengungen machten, um damit vorwärts zu kommen. Lloyd George betonte, daß Pläne zur Beschaffung von Geldmittel« ausgestellt worden seien, um Deutschland in den Stand zu setzen, öle Zahlungen zu leisten. Ein Versuch, sich den eingegangenen Verpflichtungen zu entziehen, sei nicht wahrzunehmen. Während . S�oche würde ein Ausschuß von Sachverständigen sich Mit den Plänen befassen. 3ur Frag« der„Kriegsverbrecher" bemerkte Lloyd Georg«, in Spaa feien Abmachungen getroffen worden, die es ermöglichten, die Frage zu einem neuen Zeitpunkt ohne Verzug und mit Nach- druck zu behandeln. Die Entwaffnungsstage sei eines der schwierigsten Probleme gewesen, denen man gegenüberstand. Bezüglich der Kriegsflotte sei ein befriedigender Fortschritt erzielt. Es seien nur noch einige Schiffe und nur noch geringes Material auszuliefern. Alle großen Schine. Il-Bo»te und Torpedoboote seien ausgeliefert worden. Zu Ende September würdc der ganze Rest der Kriegsfahrzeuge ausgelisfert fein. Unter dem an die Alliierten ausgelieferten Kriegsmaterial befänden sich SS 000 schwere Geschütze. Das deutsche Heer besitze noch 2000 Maschinengewehre, eine große Anzahl von Erabenmörsern und eineiuhclb Millionen Handfeuerwaffen, ferner 170 Millionen Patronen. 2S Millionen Granaten und noch den größten Teil der Flugzeuge. Die deutsche Armee sei bereits auf 200 000 Mann vermindert worden. Es befänden sich aber außer- dem noch drei Millionen Flinten in Deutschland, die noch nicht ausgeliefert feien. Die Hälfie der ausgeliefeoten Geschütze sei be- reits zerstört worden. Der Rest werde gegenwärtig in einem Verhältnis von 1000 Stück wöchentlich zerstört. Die Deutschen hätten noch 6000 Maschinengewehre. Ferner b/sänden sich außer dem regulären Heere ungefähr 100 000 bewaffnete Männer in Deutschland. Lloyd George fuhr fort: Eo befinde sich als"«llju» viel Kriegsmaterial in Deutschland, als daß man sich sich" fühlen konnte. Die Gewehre würden nicht ausgeliefert, weil die politi- i-ben Parteien in Deutichland einander mißtrauten. Die Alliierten hätten verlangt, daß ein« Proklamation erlassen werde, und hoff- ten. daß infolgedessen die rückständigen Gewehre bis Ende Septem- ber ausgeliefert sein würden. Die Mißachtung des Völkerbundes Amsterdam, 22. Juki. In der gestrigen Unterhauosttzung erklärten in der Debatt« Asquith und Lord Robert Ceqfl, es sei zu m lagen, dich die Jntefe vention des Völkerbundes in dem russisch-polmfchen Streit nicht eher angerufen worden sei. Die jüngste Antwort Moskaus habe eine große Mißachtung für den Völkerbund zum Ausdruck gebracht. Spaa im Reich swlrLsch�stsrat Die gestrige Sitzung des wirtschaftsvolitischen Aus- schu sse s.beim vorläufigen Reichswirtschaftsrat beschäftigte sich zunächst mit den in der Presse dagegen geäußerten BeSenken, daß die Reichsregierung vor dem Zusammentritt des Reichstages sich bereit gesunden habe, dem Roichswirtschaftsrat über das Abkommen Jipaa beantragt und vom Kabinett gencbmigt worden fei. An sich habe der Reichswirtschaftsrat über die Einberufung seiner Sitzungen s e l b st z u o c st, m in e n und er habe das Recht, yierzu die beteiligten Minister einzuladen. Es fei also nicht Schuld des Reichswirtschaftsrates, wenn der Reichstag jetzt erst später zusam- mengetreten sei. Reichswirtschaftsminister Dr. Scholz verwies darauf, daß die Reichsregierung von dem Gedanken ausgegangen sei, daß der Reichswirtschaftsrat gemäß den Bestimmungen der Rcichsverfassung gutachtlich zu hören sei. Eine solche gutacht- liche Aeußerung des Reichswirtsujaslsrates habe aber nur dann Sinn, wenn sie vor der Stellungnahme des Reichstages, der selbst- verständlich die Entscheidung habe, bereits vorliege. Im weiteren betonte der Reichzwirtschaftsnunister, daß das Reichswirtschafts- ministcrium alle Kräfte daran setzen werde, das in Epaa getroffene Abkommen zur Durchführung zu bringen Der wirtjchastspolitische Ausschuß setzte dann einen nchtzehngliedngen Unterausschuß zur Besprechung der Ernährungsfrcgen ein. In der heutigen Vollsitzung des Relchswirtschaftsrates werden zunächst der Reichswirtschaftsinlnister 3)r. Scholz„nd der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hermes das Wort ergreifen. Daraus wird Reichsminister Dr. Simons einen Bericht über die Konferenz von Spaa geben, woran sich eine Aus» spräche anschließen wird. Das Verhältnis zwischen diesem Reichswirtschaftsrat und dem Reichstag bedarf noch sehr der K l ä r u n g. Wir erwarten, daß sich im Reichstag Gelegenheit finden wird, sie herbeizuführen. Es geht nicht, daß der Regierung die Freiheit gegeben wird, mit den Ta- gungen und Kundgebungen der beiden Häuser nach Belieben und Bedarf zu jonglieren. Einberufung der Wlkerbondsoersammknng. Präsident Wilson hat die erste Völkerbundversammlung formell eiube- rufen. Die Versammlung wird im November in Gens abgehalten werden. Die portugiesische Mii-isterkrise ist durch die Verständigung fast aller Parteien beigelegt worden. Unter dem Vorsitz des libe- ralen Führers Antonio Eranio wurde ein Koalitions- kabinett gebildet. Japanischer Militarismus. Räch einer Havasmeldung aus Tokio beschloß das Repräsentantenhaus, einen Ergänzungskrcdit von 465 Millionen Pen zu bewilligen, die hauptsächlich für die Landesverteidigung Verwendung finden sollen. Zurücksendung der russischen Kuiegsgefangenen au» Frankreich. Frankreich beginnt nunmehr alle seine russischen Kriegsgefangenen zurückzusenden. Verschärfung des Malerstreiks Die spontan aus der großen Erregung über die Verschleppung?- taktik der Unertnehmer än Emzelbetrieben entstandenen Streiks. werden eine Erweiterung erfahren. Die Vertrauensmänner der streikenden Betriebe stellten in der gestrigen Vollversammlung dvr Vertrauensmänner, nach einem Bericht des Gen. Kaiser über die Situation, den Antrag: „In allen Werkstätten, die bis heute noch keine Zugeständnisse gemacht haben, morgen die Forderungen zu überreichen. Wird kein Zugeständnis erreicht, so ist die Arbeit sofort niederzulegen." Der Antrag wurde nach ausgiebiger Diskussion angenommen Es ist demnach mit einer Ausdehnung des Streiks zu rechnen. Generalversammlung der Fabrikarbeiter In der Generalversammlung, die Mittwoch im Eewerkschafts- Haus stattfand, gab Genosse Reimann den Bericht vom Verbanostag. Die Opposition war wohl zahlenmäßig schwächer als die Vor- standspartei. ihr Einfluß und ihre Wirkung zeigte g/, icdoch in der Annahme der Anträge zum Statut und de:.Resolution zur intcruatioualen Gewerkschaftspolitik, sowie in der Schaffung eines Beirates mit weitgehenden Rechten. Die Diskussion, in der von verschiedenen Delegierten der Be- richt ergänzt wurde, führte zur Annahme folgender Resolution: „Sie Eeneraloerfammlung stellt ausdrücklich fest, daß sie mA der Arbeit und der klaren Stellungnahme der Opposition auf dem Verbandstag in Hannover einverstandqn ist und iwont ausdrücklich, daß sie die Haltung der Berliner Delegierten gut- heißt. Die Generalversammlung macht es sich zur Pflicht, über die Grenzen der Zahlstelle hinaus, in diesem Sinne für die Eni- wicklung des Verbandes zu wirken." Die Staatsarbeiter gegen die Negierung Am 20. Juli 1920 hatte der Deutsche Transportarbeiierverband die m den Reichsbetrieben und Staatsverwaltungs öehvrden beschäftigten Lohnempfänger zu einer Protcstvcrsammiuna nack dem Königftadt-Kasino berufen, die einen überaus siarcen Befuctj aufwies. Genossin Z i e tz referiert« über das Thema:„U5a3 haben die Staatsarbeiter von der jetzigen Regierung zu er- warten?" Ihre interessanten Ausführungen, die spepell dienet genartigen Auffassungen des Herrn �eichsfinanMinifters Wirt? von der Besoldung der Staatsbeamten und Arbeiter darkg.cu fanden die begeisterte Zustimmung aller Auwesendxn. Nach e,m gehender Diskussion fand folgende Entschließung einstimmige ,iw nähme � � � zgzg versammelten, im Tranoportarbeitev verband organisierten Lohnempfänger der Äm�betriioe un* Verrvaltuiigsbchsirden. erheben schärfsten Pn'��gen die um verantwortliche Verschleppung ihrer. �nverhandlungen. D von dem Arbcitsministerium vorbrachten Gründe, daß wege, des noch nicht abffcschlosienen Elienbahnertaiifs me Zerband� lunaen noch nickst aufge, lommen könnten, können d, Versammelten nicht anerkennen. Sie ab, d»h de Gestaltung ihres Lohnabkovimens Ve�handmngen auchcglagi gebend zugrunde gelegt werden soNeu. an denen sie nicht ov sind Stß foibCIU bßljw W3 etnc � C 1 1) ß U D< Des weiteren vÄesti««« � Versammelten gern( du Regier«, igsmitglieder, welche ei« ShI« B�reimcnunn von Mitteln für die Reichs-»!id Staat» arbeitn glauben ab?eb..en zu müssen. Die Organssotionsve, treter werden verpflichtet, sofort Schritte zu unternehmen, un Verhandlungen üher die neuen Lohnforderungen uiiverz.iglicl in die Wege zu leiten."_ Versammlung der Meiallschleifer. Eine Vets-mmling bei Metallschleiser und Galvaniseure beschäftigte sich Dienstag mi dem Thema:„Gewerkschaften, Partei und Räte." Der Referen Genosse Winguth polemisierte gegen einen Artikel in ds „Freiheit", der am 10. Juni im Anschluß an eine Resolution de, gleichen Branche«schienen ist. Er führte ans. daß die tveteieba räts über de« Kampfwillen und die Kampffähigkstt d« Arbeite, schaft am basten uistailan könnten und darum auch in bat Lage such de« ZMens.cuiÄ'ruck der Massen fichchar zu machen und m Kamp usammenbringt. Es ist gleich, wer die Betriebsräte zusammen- saht, nur zusammengefaßt sollen sie werden. Wenn sie sich dann mit den Aufgaben im Kampf gegen die Sabotage der Unternehmer und mit der Kontrolle der Produktion befassen, werden sie in den Gewerkschaften die vorwärtstreibenden Kräfte fein, und die „Legiene/ werden entweder mitgehen oder verschwinden müssen. Wenn die Betriebsräte nicht die Kraft aufbringen, die Arbeits- gemeinschaften und ihre Vertreter zu beseitigen, werden sie auch die Neoolution nicht weiter bringen. Nach kurzer Diskussion, in der auch Genosse Winguth den Vermittlungsvorschlag des Genossen Ledebour in der„Freiheit" für eine geeignete Grundlage zum Weiterarbeiten erklärte, ergab sich eine einheitliche Auffassung in der Versammlung. R. Stoü e- Co.. SNatienfcIbt. Di«»oll« Arb«tt,a«pu>hm« dl« SttttNunfl«* beginnt greitag mit den bisherigen Schichtzeiten. Der Arbeiterrat. .kl.«. s. Hcunigsborf. All« Kollegen mid Kolleginnen, die noch»om grohen Metallarbeiterstrell ohne Arbeit[mb, melden sich zwecks wichtiger Ausspruche am Montag, vormittag m Uhr, i« früberen Streitlolal, Lothringer Straße, mit Tnilassungspapieisn. Küha. Grotz- Berlin Beim Bade« ertrunken Beinahe täglich melden jetzt leider die Zeitungen Bade- Unfälle, die mit Ertrinken einer oder mehrerer Personen geendet haben. Eine bedauernswerte Schattenseite der Frei- badebewegung. Heute ist das Baden auch an von den Be- Hörden nicht dazu freigegebenen Stellen beinahe Allgemein- gut geworden. Wie kommen nun die Unfälle zustande? In Ausnahmefällen können sie auch den geübten Schwimmer treffen. So kam Kurt Erottewitz ums Leben, den Schlinggewächse in der großen Krampe in die Tiefe zogen, ohne daß die Freunde ihn zunächst vermißten. Manchen hinderten Waoenkrämpfe am Schwimmen, mancher versank lautlos nach einem Schlaganfall. In der Regel aber treffen Unfälle Anfänger und Nicht- schwimmer, die plötzlich den Boden unter den Füßen verlieren. Ursache ist die Bodenbildung m unseren märkischen Ge- wässern. In Eebirgsströmen und Seen fällt das Ufer steil ab, und dieser Abfall setzt sich unter Wasser fort, eine große Tiefe liegenden weit vorspringenden„Bammelecke" erstreckt sich ein gewaltiges Flach weit ins Wasser hinein. � Der Stronl ist immer am stärksten an der Außenseite der Flußbiegung und spült dort den Boden ab,' im stillen Wasser der Innenseite schlägt sich dann die losgelöste Erde nieder, dort das Vorland bildend. geht aber dieses Vorland keineswegs völlig gleich- mäßig in die Flußsole über. In jahrhundertelanger Rage- arbeit hat der Fluß sich in der Mitte ein besonderes Bett gegraben, in das er sich— die Ufer langsam preisgebend— bei Niedrigwasser zurückzieht und das er immer tiefer und tiefer aushölt. In gleicher Zeit dringen vom Ufer aus Rohr- und Wassergewächse nach der Flußmitte vor. Absterbend er- höhen sie langsam den Grund, auf dem sie stehen. So bildet sich unter Wasser zwischen dem flachen Badestrand und der Flußsole eine steile Absturzstelle, die„Schar" genannt. Diese Stelle ist es, wo die Nichtschwimmer— eben noch anscheinend sicher— auf ebenem Grunde dahin schreitend, plötzlich vor den Augen der Nichtbadenden den Boden unter den Füßen verlieren und auch meist sofort von der Strömung, in der sie nunmehr gelangt sind, hinweggetragen werden. Auf den Berliner Gewässern wird der llebergang vom flachen zum tiefen Wasser noch verschärft durch den Schiffs- verkehr. Die Schleppzüge schneidei�die flachen Ecken langsam immer dichter vom Ufer ab. Ein mehrhundertpferdiger Dampfer, der seine drei- bis viertausend Tonnen um eine solche flache Stelle herumschleppen muß, wühlt den Grund tief auf und der Abhang der„Schar" wird an solchen Stellen auch am Ufer bedingend. Ein Beispiel dafür haben"wir auf einer Wanderung von Woltersdorfer Schleuse nach den Kalkbergen am Ufer des Kalksees. Dort erhebt sich der Pfad schwimmer. Sonst geht das sanft abfallende Ufer in der Mark meist in eine sich weit in den See oder Fluß erstreckende Untiefe über, wie am Freibad Wannsee, wo Segelboote mehrere hun- dert Meter vom Strande entfernt auf Grund geraten können. Das sind die Badegelegenheiten für Nichtschwimmer. Auf den Flußstrecken finden sich die tiefen Stellen stets an der Außenseite, die flachen an der Innenseite der Fluß- von„Marienlnst" am biegungen. So können in der Bucht Fuße der MUagelberge die großen Dampfer an Verhältnis- ähig kurzen Landungsbrücken anlegen. An der gegenüber- mn noch steiler und tiefer sein, als dies ohne den Schiffsverkehr schon möglich wäre. Man lasse sich also beim Baden im Freien nicht durch die anscheinend günstige Bodengestaltung täuschen. Am besten ist es, in einem der offiziellen Freibäder innerhalb der aus- gelegten Tonnen zu bleiben. Wer das nicht will oder kann, gehe nie tiefer ins Wasser, als bis er sitzend noch bequem den Kopf über das Wasser halten kann. Watet er tiefer, so nähert er sich mit jedem Schritte der so gefährlichen„Schar" und damit dem Versinken. Sonderzuteilung von Nährmitteln in Neukölln. Der Magistrat hat auf Antrag des Lebensmittelamtes beschlossen, eine Sonderzu- teilung von Nährmitteln zu wesentlich verbilligten Preisen an fol- gende Bevölkerungsgruppen vorzunehmen: Verheiratete Erwerbs- lose, Empfänger von Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenren- ten, sowie Empfänger von llnfallrenten in Höhe von 50 Prozent Vollrente und mehr, Personen, die laufende Armenunterstiitzung beziehen, Kriegshinterbliebene, ledige Erwerbslose, Minderbemit- telte bis zu einem Einkommen von 5000 M.. wobei für jedes nicht erwerbstätige Kind diesem Einkommen ein Betrag von je 1000 M. hinzuzurechnen ist. Die entsprechenden Bekanntmachungen erfolgen nacheinander in den Neuköllner Tageszeitungen. Jugendweihe R«inickendors-W. Die Vorbereitung zur Zugend- weihe beginnt unmittelbar nach den Schulferien. Anmeldungen nehmen alle sozialistischen Elternbeiräte entgegen. Diese über- Mitteln alle Anmeldungen von der 2. Gemeindeschule dem Obmann Gen. Hoffmann, Schillinastr. 20, von der 5. Gemeindeschule dem Obmann Gen. Schmidt, Scharnweberstr. 01 Ii. Waldfest. Am Sonntag, dem 25. Juli veranstaltet der 10. Distrikt gemeinsam mit dem Kriegsbeschädigtenbund und dem Turnverein Fichte unter Hinzuziehung von drei Mnstkkapellen ein W a l d f e st in der I u n g s e r n h e i d e, in der Nähe des Schützenhauses. Die Genossen werden ersucht, sich mit Kindern recht zahlreich zu be- teiligen. Zum Besten der polttischen Inhaftierten veranstalten am kom- mcnedn Sontag die Genossen von Hermsdorf und Umgegend im „Waldschlößchen" zu Hermsdorf ein Wohltätigkeitsfest unter Mit- Wirkung der Arbeitersänger- und-turner. Die tanzlustige Jugend wird sich in zwei Sälen austoben können. Anfang des GarW« festes um 3 Uhr. Von dieser Zeit ab ist auch die KaffeekiW geöffnet. Eintritt einschließlich Steuer 2 M. Im Interesse de* guten Zweckes der Veranstaltung ist ihr ein Massenöesuch, aB durch die Berliner Genossen zu wünschen. Die„rote Hand vom Wedding". Zu einem Feuergefecht zwiM Polizeibeamten und Einbrechern, bei dem ungefähr 30 bis � Schüne gewechselt wurden, kam es in der vergangenen Nacht» der Eschenallee zu Charlottenburg. Eine Einbrecherbande Wedding, die unter Führung eines steckbrieflich gesuchten Brechers Richard Heinisch steht und den Namen„Die rote Hall« vom Wedding" führte, hatte es dort auf eineVilla abgesehen, dcw Besitzer sich auf Sommerreise befindet. Während des Einbruch« wurden sie von den Beamten der Sicherheitspolizei Gast u"! Schwankt von der Elifabeth-Wache in Charlottenburg, die s® ihrem Rundgange dort vorbeikamen, überrascht und gestellt. D" Verbrecher, die alle bewaffnet waren, eröffneten sofort ein Feuel' gefecht auf die Beamten, die aus einer Deckung die Schüsse tv widerten. So waren ungefähr 30 bis 40 Schüsse gefallen, als p die Einbrecher doch vorzogen, die Flucht zu ergreifen, zumal, es scheint, einer von ihnen verwundet worden ist. Durch ein» von den Sicherheitsbeamten abgegebenen Signalpfiff war u.«j auch der Kriminalwachtmeister Ohne von der Hindenburgwa? aufmerksam gemacht worden. Grade in dem Augenblick, als» die Eschenallee einbiegen wollte, stürzte ihm ein Mann ahne Kol? Bedeckung entgegen. In der richtigen Annahme, daß es sich einen fliehenden Verbrecher handelte, griff er zu und es gelam ihm so, den Mann festzunehmen, ehe dieser noch von seiner Sew waffe, die er bei sich führte, Gebrauch machen konnte. Außer dei> Revolver besaß dieser auch noch eine Flasche Schwefelsäure. DO Verhastete wurde nach der Wache gebracht und dort als ein gf wisser Walter Lie festgestellt, der, wie er zugibt, Mitglied d« Einbrecherkolonne„Die rote Hand vom Wedding" war. Wie» weiter angibt, sind alle deren Mitglieder nicht nur mit Schu? waffen, sondern auch mit Schwefelsäure ausgerüstet, um dovo» im Nahkampf Gebrauch zu machen. Die anderen Verbrecher F1 sämtlich entkommen. Zwei mutmaßlich« Kindermorde beschäftigen die Krimino� polizei. Aus dem Friedhof der Märzgefallenen am Friedrichsha» wurde im Gebüsch die in Papier eingewickelte Leiche eines geborenen Knaben aufgefunden, eine zweite in der Nähe d» Fruchtstraße aus der Spree gelandet. Beide Leichen wurden de>» Schauhause überwiesen. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am UM* tag. Zunächst warm und schwül, überwiegend bewölkt mit witterneigung und mäßigen südlichen bis südwestlichen Winde« Später wieder zeitweise aufklärend und etwas kühler. Aus den Organisationen ,?• Distel». Bilbungakoinmisfton. Heute, 714 Ahr, Sitzung sämtlicher Milgli?» bei Schlechter, Danziger Etrcße. Cherlotteuburg. Sitzung der Franen-Kommisfio» Freitag, 7 Ahr, Slatha»" Zimmer 301.. EharlottenSura. 7. Krupp«. Das Sommerfest unierei Krupp« flnbet erst tU Ist. August, nochmittags 2 Uhr. Im Etabtparl. Zungfernheibe, statt. ,< Elternbeiräte b-r 10. Hilfsschule, der 32., TS., 118., 127., 147., 225„ 244., t? Eemeinbeschulen, ebenso b>- Helferinnen ber Ouäkerspcisungsstelle, Pankstr.' Sitzung bei Krämer, Döttgerstr. 22"" Rlederfchänha»!-». Freitag,-48 r, bei Engelk«, Walbstratze Eck« PlatauP- ftrntze.»rnuenleseabenb., j Bilbung». und Znaendtommisston Paulo«. Freitag, 7 Uhr, sehr michtige Sitz-" bei Sckiumanu, Drchmestr. 50. � Köpenick. Freiing, 8 Uhr, bei Ehrenberg, Elisabethstr, 2, wichtige Sitzung" Zeitung»-, Lanbagitations- unb Frauen-Kommission. Vereinskalender Pank»«. Eoz. Prolctarier-Zugend. Heute, 7 Uhr, auherorbentNche Mitglied Pcrsainmlung, Iugenbheim Kaiilarbstr. 82. Verband de, Post. NN» Telegraphenpersonal, sMitgliedschnst im Deuts«? Transportarbeiisr-Derband). Sonntag, nachm. l-4 Uhr, im EewerlschaftshoP- S0 18, Engeluser 14-15, Seltionsmitglreder-Lersammlung. Verantwortlich für die Redaliton! Emil Rnbold, Berlin. Verantwori Iii» für den Inseratenteil: Ludwig Komerlner,'Karlshorst.— Versag «.eHeif is. m. b. H., Berlin.— Druck der..Freiheit ®. m. b. H.. Berlin<1.2. Breite Straße 8-0. neri-G rOrxi(fccrei der„freiheit"© Berlin, Bmteftr.S-�, ift In vollem Betrieb 4 «tid Parteigenossen! b.fi für gescknssekvoNe nnd sorgfältig« Husfübrung werden wir Sorge tragen. Koften-HnfchUige stehen jederzeit zur Verfügung. Den Sewerhfebaften«. unseren Organisationen ist Gelegenheit geboten, uns durch Srteilung von Hufträgen zu unterstützen. Bariehllguiig. Am 20. d. DI«».(Ten «njfi Den oss« Karl Bayer Bergstraße 131. Dir Bccrbigini« findet om 24. b. Mt»., nachm. , Uhr, ans dem Neu. Kästner Temeinbe-Fried- dos, ONarienborser Weg, statt. Um regeBctettignng � ersucht Der Borstand. SpIralBokrer Schtnlrgellawe«, nnr neue, Kauft matter, «ftrttfr. 38, lW.I.nd«pl°tz., D.«.«.Dl. „Uargopdon» wirkt»erdUff. Besett. Ohrger. urrvlis. Ohren- schm. llnolodtd. . bequ,m rote«». nat.Bnoasa Preis 12,50 M. Wargophoustödch. 1 Dg. 5.— ig. Ausklttift umsonst. Miirgaii«].Co. Berlin, Belle-Alliance Str. 32 Som Freitag, den 23. Juli wird im Betriebe der W Werner A.-G., MrieWe die Arbeit auch von den laut Anschlag anders igeteilten Gruppen um 7� Ahr früh wieder voll aufgenommen. Fritz Werne« Marienfelde. '.FreieWelt" Heute neu! Kunst und Dichtung der„Schwarzen" Als Protest zur Hetze gegen die„schwarze" Schmach Preis: 60 Pfg. SUst. 4.85 bie loo-Eramm- Tafel Alst. 2,80 bie StVErmam-Sasel tri Luxtiapachttng Alk. 5.50 bie lOO-Okamm. Sasel Alk. 2.85 die StMBnnmi. Sasel G. Wechselmann Berlin W. 0, Linkstraße 20, Hof links I. Fernsprecher! Dollen darf 87». Teiegrammadr.' BttaNmentaBerlw. 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