n Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Sonnabend, den 24. Inll 1920 Nummer 294- Morgen-Ausgabe DI« ,Nrech«u»«rschiwt morgkn» und nachmittez», SoTMMe»«ad M»»«»«, m r.nmili- Der Stjugsurei» beträgt bei freier Zustellung in* Hau, fäi Sr-st�eelt» J»,— an. im ooraus zahlbar,»an der Tpebitiou selbst adgehost«,hl»M. Für Post» °ezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband »»iogen für Deutschland und Oesterreich l«,SV JH., für da» übrige Ülunland 21, SV M, luzüglich Baluta-Dusschlag, per Brief für Deutschland und Oefterretch ZV,— M. Redakt!,«,«gpeditt»» o»d Verlag: Berti» T N, Breit» Straße g»» $erffnpr-Orffan bpr Unabhängigen StyialömioFratip S>pttlß1jfanös An die Partei! Genossinnen! Genossen! Trotzdem die deutsche Regierung ihr« RentralitSt gegen« Über dem russtsch-polnischen Krieg erklart hat, werden von russischen Konterrevolutionär«« und ihren deutschen Ge- sinnungssreunden Anwerbungen und Waffenschiebungen auf deutschem Boden fortgesetzt, um den bedrängten Polen ,« KUfe zu eilen, und den Kampf gegen Sowjet» rutzland. den Kampf gegen die revolutionären russischen Arbeiter und Bauern fortzusetze«. Zugleich mit diese« dunklen Machenschaften auf dentschem Loden rafft die Entente alle verfügbaren Kräfte zusammen. um den Zusammenbruch Polen» aufzuhalten und noch einmal«inen konterrevolutionären Wall gegen das siegreiche Sowjctrutzland auszuwerfen. Sie sucht auf diplomatischem Wege die Sowjetregierung zu einem Wa ffenstillstand mit Polen zu Zwingen und bietet sich als Vermittlerin bei den Frie« densoerhandlungen zwischen Polen und Rutzland an. Gleich» Zeitig sucht sie aber, in krasicm Widerspruch mit ihren angeb» lichen Friedensbemühungen, die militärische Macht Polens Zu stärken. Hervorragende Armeeführer und Offiziere der Entente eilen nach dem polnischen Kriegsschauplatz, Mengen von Kriegsmaterial werden auf dem Wege über Danzig nach Polen geschickt und nach französischen Blättermeldungen sind l« Divisionen als Hilfskorps für Polen mobilisiert und stehen zum Abmarsch bereit. Trotz der strikten Neutralitätserklärung Deutschland» find ■n den Ententeländern Bestrebungen im Gange, diese Reu» ralitat zunichte zu machen und Deutschland in den rnsstsch-polnischen Krieg hineinzuziehen Ts soll an die deutsche Regierung das Berlange» der Alliierten gerichtet werden, den Durchmarsch fran» Zösischer Truppen durch deutsches Gebiet zu gestatten. Gleichzeitig droht Lloyd George im englischen Unterhause, daß de« Polen eventuell die Waffen übermittelt werden, die Deutschland an die Entente abzuliefer« hat. Auf diese Weise soll Deutschland zum Waffen» lieferanten Polens, zum Sprungbrett der neuen militärischen Intervention der Entente, zum Verbündeten der konterrevolutionären Koalition gegen Sowjetrutzland ge» macht werden. Das dürfe« die deutsche« Arbeiter nimmer geschehen lassen. Die von Deutschland proklamierte deutsche Neutralität mutz ungeachtet aller reaktionören Treibereien im Innern und aller Beeinflussung von auhen her unter allen Um- ständen aufrechterhalten werden. Deutschland darf nicht zum Porgelände des neuen Kriege»»erden. den die heilige Allianz des Kapitals gegen Sowjet« rnsiland führt. Deutschland darf nicht zum Durchgangsland fremder Truppen und zum Waffenlieferanten Polens gegen Sowjet» rutzland werden Trotz der Neutralitätserklärung der deutschen Regierung haben wir nicht das vertrauen zu ihr. datz sie gegenüber den inner« und äutzern Treibereien standhalten wird. Rur die deutschen Arbeiter können durch ihre tat» kräftige Entschlossenheit die Gefahre« banne«, die der Neutralität Deutschlands von allen Seiten drohen. Rur sie vermögen es zu verhindern, datz das deutsche Boll in den Krieg des Weltkapitals gegen Sowjetrutzland hinein- gezogen wird. Zn diesen Tagen, die uns Entscheidungen von größter politischer Tragweite bringen könne«, gilt e» für die deutsche Arbeiterschaft, zu zeigen, datz sie nicht« gemein hat mit den dunklen Machen- schaften, die von militaristischen Verschwörern in mannigfaltiger Maskierung getrieben werden. Es gilt zu zeigen. datz die deutschen Arbeiter aufs schärfste Front machen auch gegen alle Versuche, die deutsche Politik in den Dienst der europäischen Konterrevolution zu stellen und sie, wie das beispielsweise anlätzlich der skandalösen Verhaftung der früheren ungarischen Volkskommissare Bela Khnn und B a r g a so kratz zum Ausdruck kam, zurHandlangerin der weihen Henker zu machen. Es gilt schlietzlich zu zeigen, datz die deutsche Arbeiterklasse nichts unversucht lassen wird, um die Neutralität Deutschlands aufrecht zu erhalten und dadurch ihre Solidarität mit den kämpfenden«nd leidenden Arbeitern»nd Bauern Sowjetrußlands zum Ausdruck zu bringen. Genossinnen und Genossen! Wir sindgewitz. datz Ihr Euch Eurer Set» antwortung i n dieser schicksalsschweren Stunde bewutzt seid, und wenn es nötig sein sollt«, entsprechend handeln werdet. Um Eurem Willen«nd Eurer Entschlossenheit Ausdruck zu geben, veranstaltet schleunigst überall Protest» kundgebungen, in denen Ihr die Situation beleuchtet und die Massen des Proletariat» zur Wachsamkeit und Kampfbereitschaft verpflichtet. Latzt Euch nicht einlullen durch offiziöse Beruhigungsnoten, latzt Euch auch nicht durch etwa beginnende Friedensverhandlungen im Osten über den»ngeheuren Ernst der Situation hinwegtäuschen. Nur in dem energischen Friedenskampf des westeuropäischen Proletariats, in der tatkräftigen Ent» schlossenheit der deutschen Arbeiterklasse, die Neutralität Deutschlands unter allen Umstünden aufrechtzuerhalten, liegt die Gewähr dafür, datz die diplomatischen Winkelzüg« der Entente gegen Sowjetruhland ebenso scheitern, wie die militärischen Operationen, die Polen al» Mandatar der imperialistischen Weltreaktio« gegen da» rote Rutzland eröffnet hat. Rur durch diesen Kampf, der in wahrhaft internationalem Matzstab durchgeführt«erden mutz, kann e« schlietzlich erreicht werden, datz wir zum Frieden mit Sowjetrutzland gelangen, ,« einem Frieden, der für den Wiederaufbau Europas auf sozialistischer Grundlage die notwendige Boraussetzung ist. Das Zentralkomitee der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Das Ende des polnischen Abenteuers j T. U. Warschau. 23. Juli. Wie der Telegraphen-Union gemeldet wird, hat gestern die polnische Regierung nachstehende Rote an die Sowjetregierung gesandt: Die polnische Regierung hat die Tatsache zur Kenntnis genommen, datz die Sowjetregierung in Beantwortung der Rote der britischen Regierung vom lt. d. M. sich bereiterklärt hat, Friedens» vorschlage entgegenzunehmen, sofern diese oon ihr der polnischen Regierung Ubersandt werden. Die polnische Regierung schlägt, von dem Wunsche ge» leitet, so schnell wie möglich dem Blutvergietzen ein Ende zu machen und de« Frieden wieder« herzustellen, einen sofortigen Waffen- stillstand und die Einleitung von Friedensverhandlungen vor. Das Wasfenstillstandsangebot ist gleichzeitig durch die Oberste Heeresleitung der polnischen Armee an die Oberste Heeresleitung der Sowjetarmee über- sandt. Das vorstehende Waffenstillstandsangebot der polnischen Regierung an Sowjetrutzland ist von außerordentlicher poli- tischer Tragweite. Es bedeutet das Eingeständnis der polnischen Machthaber, daß ihr militärisches Abenteuer gegen Rußland ein schmähliches Fiasko erlitten hat und daß Polen gegenwärtig vor dem Zusammenbruch steht. Vergebens hatten die polnischen Bankrotteure vor einigen Tagen ver- sucht, sich durch den Bcrmittlunasvorschlag der Entente aus der Schlinge zu ziehen und durch einen diplomatischen Druck über London und Paris die bevorstehende Katastrophe ab» zuwenden. Die Antwortnote der SowZetrhgiernng, in der diese die Bermittluna der Entente ablehnte und sich lediglich zu direkten Verhandlungen mit Polen bereit erklärte, hat diesen Versuch durchkreuzt. Und da gleichzeitig die er- wartete militärische Hilfe von der Entente fast völlig aus- blieb, blieb der polnischen Regierung nichts anderes übrig, als sich nun mit dem Ersuchen um einen sofortigen Waffen- stillstand und die Einleitung von Friedensverhandlungen an oie Moskauer Regierung zu wenden. Selten hat ein frivol vom Zaune gebrochenes militärisches Abenteuer so schnell und so nachdrücklich seine Sühne ge- funden, wie jetzt der Angriff Polens gegen Sowjetrußland und die Ukraine. Vor knapp drei Monaten begann bekannt- lich die sorgfältig vorbereitete Offensive der polnischen Ar- meen gegen die Ukraine, die in kurzer Zeit zu beträchtlichen Erfolgen und zur Einnahme Kiews führte. Um diesem Ein- bruch in die Ukraine den Anschein eines..Vesreiungslriegcs" zu geben, hatten die Polen sich mit dem früheren Chef des letzt ein Schattendasein führenden ukrainischen Direktoriums, dem politischen Hachstaber Petljura, verbündet, der die polnische Unterstützung durch die Preisgabe Ostgaliziens und den Perrat der Zntcrcsscn der ukrainischen Bauern und Ar- ! beitcr erkauft hatte. Doch dieses Bündnis zerbrach ebenso- schnell wie die militärische Kraft der polnischen Armeen, die sich nicht nur den Truppen der russischen und ukrainischen Sowjetregierungen, sondern auch einer Bevölkerung gegen- übersahen, die den polnischen„Befreiern" nur Haß und Ver- achtung entgegenbrachten. Nach wenigen Wochen, die für die llmgruppierung der russischen Frontarmeen und die Heranziehung neuer Kräfte notwendig waren, begann an der gesamten rnsstsch-polnischen Front, die sich von der Düna bis zum Dniosrr hinzog, ein immer stärker werdendes Vordringen der russischen Streit- kräfte. Zunächst wurde am nördlichen Teile der Front, in der Gegend von Polozk, ein heftiger Stoß gegen die polnische linke Flanke geführt, der einen beträchtlichen Teil der pol- nischen Kräfte von der ukrainischen Front ablenkte. Erst dann begann der russische Vormarsch an der ukrainischen Front, der sehr bald zur Räumung Kiews und des gesamten besetzten Gebietes durch die Polen führte. Nun richteten sich die russischen Operationen gegen das Zentrum der polnischen Front, das sehr bald durchbrochen wurde. Vom Norden und vom Süden drangen nun die roten Armeen vor. denen die Polen nicht mehr ausreichenden Widerstand entgegensetzen konnten. Sowohl an der litauischen wie an der galizischen Front mußten die Polen zurückweichen und immer mehr schloß sich die Zange, die nicht nur die polnische Front mit einer Katastrophe bedrohte, sondern auch die Möglichkeit der Einnahme Warschaus in greifbare Nähe rückte. Während dieser Kämpfe hatte die polnische Regierung, die sehr schnell ihre imperialistischen Eroberungspläne zerflattern sah und nun um ihre eigene Existenz zu zittern anfing, einen Appell an das polnische Volk gerichtet, thr bei der Verteidi- aung Polens beizustehen. Diesem Rufe sind nicht unbeträcht- liche Mengen gefolgt, doch die neu gesammelten Kräfte ver- mochten das Verhängnis nicht aufzuhalten, das die polnischen Eroberer durch ihren friaolen Krieg selber heraufbeschworen hatten. Auch in R u ß l a n d hatte sich inzwischen, ebenso wie in der Ukraine,«ine mächtige Welle der Volksbewegung er- hoben, die sich gegen die polnischen Eroberer und Unterdrücker richtete und die militärischen Operationen der roten Armeen tatkräftig unterstützte. Dieser Bewegung ist es in nicht ge» rfngem Maße zuzuschreiben, daß die Sowjettruppen ihren Siegeszug gegen die Polen fast ohne Unterbrechung fort- setzen konnten, und daß die Moskauer Sowjetregierung in allen ihren militärischen und politischen Aktionen gegen Polen und die hinter ihm siebende Entente tatsächlich zum Sprachrohr des gesamten russischen und ukrainischen Volkes wurde. Diese Tatsachen, verbunden mit der katastrophalen Nieder- läge der polnischen Armeen und dem Ausbleiben der Ententehilfe sind nicht ohne starke Rückwirkung auch in Polen geblieben. An Stelle der hochfliegenden„nationalen Vegcisteruna" der ersten Kriegswochen ist nun das graue Elend und die politische Ernüchterung das Kennzeichen der inneren Situation in Polen geworden. Es verlautet bereits, daß das polnische Kabinett zurückgetreten sei und daß eine neue Regierung gebildet werde, an der die polnischen Ratio- nalsozialisten unter Führung D a c z y n s k i s teilnehmen sollen. Die imperialistischen Bankrotteure versuchen also be- reits, sich ihrer Verantwortung dadurch zu entziehen, daß sie hinter den Rücken der noch in manchen Volkskreisen popu- lären Nationalsozialisten �— die übrigens an dem militari- schen Abenteuer Polens nicht unbeteiligt sind— Deckung suchen. Anscheinend wird auf diesem Wege versucht werden, die Empörung der irregeleiteten Volksmassen zu beschwich- tigen und eine günstigere Lage für die Friedensverhand- lungen herbeizuführen. Nach den bisherigen Verlaut- barnngen der Moskauer Sowjetregierung ist anzunehmen, daß sie sich dem Waffenstillftandsgesuch der polnischen Re- gierung nicht ablehnend gegenüberstellen wird. Vor- bedingung wird natürlich sein, daß sowohl von feiten Polens, wie von feiten der Entente alle Maßnahmen unter- bleiben, die den Waffenstillstand zur Sammlung neuer Kräfte und zur Aufrichtung einer neuen Front ausnutzen sollen. Jeder Versuch in dieser Richtung würde Zweifels- ohne zur Wiederaufnahme des russischen Vormarsches und zur volligen Zertrümmerung Polens führen. Schon aus diesem Eirunde kann den Machthabern der Entente nur angeraten werden, ihre militärische Unter- stützungsaktion einzustellen und alle Maßnahmen zu unter- lassen, die bei der russischen Sowjetregierung den Anschein erwecken könnten, daß der polnische Waffenstillstand nur eine betrügerische Finte sei. Die Polen jedoch werden im eigenen Interesse guttun, sich nicht auf die prahle- rischen Versprechungen der Pariser Boulevardpresse zu ver- lassen, sondern den Weg eines aufrichtigenehrlichen Friedens zu beschreiten, zu� dem sich die Sowjetregierung schon seit Monaten bereiterklärt hat. Beschreitet die neue polnische Regierung diesen Weg nicht, so wird sie von dem Sturm der Ereignisse fortgefegt werden, der durch den weiteren Fortgang der militärischen Operationen herauf- beschworen werden wird. Englische Waffen für Polen Deutsche Arbeiter, gebt acht! Dresden, 23. Juli. In der heutigen Sitzung der Volkskammer teilt« bei der Etats- beratung der Abgeordnete L i p i n s k i lUnabh.) mit, dah am Donnerstag nachmittag ein Eifenbahnzug mit Gefangenen in Dresden angekommen fei. Diefe angeblichen Gefangenen feien in Neu« englische Infanterie-Unifotmen gekleidet und bewaffnet ge- wesen, auch Munitionowagen habe der Zug geführt. Ein zwei- ter Zug sei schon am Mittag von Hamburg kommend in Dresden eingelaufen und sei ebenfalls mit uniformierten, be- waffnete« englischen Soldaten besetzt gewesen. Di« Züge seien als Lebensmittelzllge deklariert gewesen. Es handele sich offen- bar um einen Bruch der deutschen Neutralität. Die Soldaten hätten unverweilt entwaffnet und interniert werden müssen. Ministerpräsident Bruck erwiderte, er habe am Donnerstag ein Telegramm aus Berlin erhalten, worin um den Durchtrans- port tschechischer Gefangener aus Rußland, die zu Schiff nach Hamburg gelangt feien, gebeten wurde. Im ganzen seien drei Züge durch Dresden gekommen. Nach Ansicht der Regie- rung dürften Tschechen in den Zügen gewesen sein, da mit ihnen in ihrer Muttersprache gesprochen wurde. Ob noch andere Aus- länder in den Zügen waren, fei nicht bekannt. Auffallend fei. dah die Truppen neu eingekleidet und bewaffnet waren. Sollte es sich m enalifche Soldaten handeln, die nach Polen gelangen nollten so wäre dies eine Gewaltanwendung gegen Deutschland, md die Eisenbahner würden in diesem Falle die Transporte un- �glich z« machen wissen.. Die deutschen Mahnahmen Königsberg, 23. Juli. öom Oberpräsidium wird uns zur äußeren Lage in der Provinz itaeteilt- Der Stoß der bolschewistischen Truppen fiel nach allen hier vor iegenden Nachrichten auf Warschau. Es ,ft unwahrfch.in- /ick dai, Truppenabzweigungen zum Zmeikc eines Angriffes auf CftIi«S5en stattfinden. Dicst Möglichkeit wird aber dauernd iin bebalten und scharf beobachtet. Ebenso wird die Möglichkeit �s llebertrittes abgeschwächter polnischer Truppenteil- auf ost- oreusiisibes Gebiet in Rechnung gezogen Auch für den Fall des Eintreffens von Flüchtlingen ist gesorgt. Erschwert werden die «i.. Abwehrmaßnahmen dadurch, daß über das Abstim- Ä!?»nsa-Ket die Interalliierte Kommission das Recht der Staats- kobe?t ausübt Eine Genehmigung zum Einmarsch deutscher Trup- pZ in das Abstimmungsgebiet die beantragt st ist noch nicht er- tettt. Inzwischen übernimmt dort die Sich er he i t s p o liz er. 9rüritmmiittö5(5cBtct üet�öltnismäfjiö jfotf ift, uiib Mc int «�ocrftartt wird, den Grenzschutz. Da sie über eine b-rittener Hundertschaften verfügt, ist sie imstande, den «ften notwendigen Schutz zu gewähren, falls Uei'ergrifs« erfolgen. « e ill bereit und wird noch ,m Augenblick o ver- d°k ll! in der Nähe per Gefahrenstellen konzentriert bleiben um bei Gren,°°rletzung-n s°f°� vorgeworfen werden zu können. Weitere Maßnahmen sind rm Gange. Ausnahmezustand i« Ostpreußen Mi- bis B V N" bören. plant die Reichsregierung, über Ostpreußen wieder den Belagerungszustand zu verhängen. Zweck der Maßregel ist lediglich die Sicherung der R e u t r a l l t a t und die Durchführung des Grenzschutzes gegenuber den nah an Ost- preußen herangerückten Kampfparteien. M't d�, Tartaren- meidungen über Bildung einer All- preußen oder sonstigen innerpolit, schon gründen soll die Verhan- gung des Belagerungszustandes nichts zu tun haben. Ein« dent'ch-nationele Lüge. In der„Deutschen Tageszeitung" vom 22. Juli wird behauptet, daß der Lehrling, der d,e fran- zösische Trik olore am 14. Zul» von der französischen Bcst- fchaft heruntergeholt hat. Mitglied der U. S..P- D. set. Das ist eine Lüge. Die Mitgliederlisten des Ortsvereins Steglitz wei- sen kein Mitglied mit Namen Kreziminski auf. Vertagung der ruMsch-finnischen Berhandlungen. Aus Helsing- fors wird gemeldet, daß die Bolschewisten die Verhandlungen mit Finnland auf unbestimmte Zeit verschoben haben. Die dol- schewistische Delegation�vt sich nach Riga begeben, um mit den Letten zu verHandel» Der russifch-polnische Krieg Vor der Entscheidungsschlacht D. A. Allenstein, 22. Juli. In den Wäldern von A u g u st o w, in denen sich während des Weltkrieges schwere deutsch-russische Kämpfe abspielten, scheint die Entscheidungsschlacht zwischen Polen und Russen begonnen zu haben. Der Geschützdonner ist hin und wieder an der ost- preußischen Grenze deutlich hörbar. lieber zwanzig neue ® o w jetdivisionen sollen in die Kämpfe bereits einge- griffen haben. Die Polen haben S u w a l k i und A u g u st o w geräumt. Unkontrollierbaren Gerüchten nach sollen die Polen neuerdings die Sowjetregierung durch Funkspruch um Waffen- ruhe gebeten haben. Der frühere österreichische General K u s- manek, der Verteidiger von Przemysl, soll die Führung der 12. russischen Sowjetarmee übernommen haben. Ostpreußen ist ruhig, obwohl polnische Marodeure und russische Patrouillen an der Grenze bereits gesichtet worden sind. Weiter südlich sollen die Roten Truppen Bjielo stock besetzt haben. Der euglische Helsershelser Nach einer Meldung aus London verlautet in englischen mili- tärischen Kreisen, daß die Entente vor allem dem General Wran- gel Truppen und Kriegsmaterial zur Verfügung stellen wird, um ihm zu ermöglichen, einen Angriff in die Südflanke der bolschewistischen Truppen zu eröffnen und dadurch die Polen zu entlasten. Wie verlautet, haben sich die Alliierten deshalb zu diesem Wege entschlossen, weil sie es für leichter halten, aus der Türkei und Kleinasien Truppen nach der Krim zu ent- senden, als solche auf dem Seewege nach Polen zu transportieren. Rumänien verhält sich passiv Nach einer Meldung aus Bukarest herrscht in rumänischen parlamentarischen Kreisen eine sehr reservierte Haltung bezüglich einer Mitwirkung im Kampfe gegen Räterußland. Selbst gegen die Auslieferung Bela Khuns. Heute Sonnabend, nachmittags 4 Ahr, findet im Lustgarten eine Massenkundgebung gegen die Verhaftung und geforderte Auslieferung Bela Khuns, Vargas und anderer Kommunisten an die ungarische Henker» regierung statt. Das Berliner Proletariat muß sewen' Willen dagegen bekunden, daß politische Flüchtlinge den ungarischen Mördern ausgeliefert werden oder in die blutbefleckten Hände deutscher Weißgardisten gelangen. Referenten: Breitscheld» Ledebpnr, Lampe, Linde, Rabold, Sabath, Stein» Luise Zietz. Arbeiter. Parteigenossen, erscheint in Massen! SeMMiM 1.5.1.1). finliii-ftinMitg. Ministerpräsident Averescu, der früher für ein unmittelbares Zusammenarbeiten mit Polen war, hat seine Haltung geändert und erklärt, daß Rumänien sich nur dann in den Krieg ein- mengen dürfte, wenn es von Rußland angegriffen werden sollte. Entente-Altimatnm an Rußland? D. A. Mailand, 22. Juli. Wie der.Seeolo" meldet, haben die Alliierten an die Sowjet- regierung ein aus S Tag« befristetes Ultimatum zur Einstellung der Feindseligleiten auf polnischem Gebiet gerichtet. Ein starkes englisches Kriegsschiffgeschwader hat am Mittwoch die Ostsee passiert. Die Flotte fuhr nach Riga. Ei» nationales Koalitionskabinett Paris, 23. Juli. Nach einer Havasmeldung aus Warschau ist dort ein nationales Koalitionskabinett gebildet worden. Den Vorsitz hat Ritos (Volkspartei). Vizepräsident ist der Sozialist D a s z y n s k i. Prinz Sacieha behält das Ministerium des Auswärtigen. Ein englifch-rusfischer Konflikt L o n d o n. 23. Juli. Nach dem„Daily Herald ist der Boffchewist M n r t o«. der ans- gewiesen worden war, inHarwich zurückgehalten worden. Zn einem Moskauer Funkspruch, der von„Daily Chronicle" ver- öfsentlicht wird, droht man mit scharfen Gcgenmaßnah» m e n» falls Murto« von England an Finnland ausgeliefert wer- den sollte, wo er zum Tode verurteilt worden war. � Moskau würde dann an den, in feiner Hand befindlichen englischen Os» sizieven Rache nehmen. Der deutsch-russische Gefangenen- austausch Vorstellungen bei der russischen Vertretung Berlin. 23. Juli. Die Retchszentrale für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: Der Austausch der russischen Kriegsgefangenen in Deutschlund mit den Kriegsgefangenen in Rußland vollzieht sich planmäßig. Bisher sind rund 22»0g Russen gegen 6000 Deutsch« und 10 000 Angehörige der ehemals österreichifch-ungarischen Atanarchie auf dem Seewege ausgetauscht. Die Tatsache, daß bisher keine regu- lären Transporte aus Sibirien eingetroffen sind, hat die deutsche Regierung veranlagt, bei dem hiesigen Vertreter der Sowjet- regierung in Kriegsgefaugenen-Angekegenheiten nachdrücksiÄ Vorstellung z u erheben, da eine Sicherstellung der Hei»" transporte aus Sibirien vor Eintreten des Winters unter alle» Umständen erreicht werden muß. Der Sowjetvertreter, Herr Lib tor Kopp, hat sich veranlaßt gesehen, sich selbst nach Moskau i» begeben, um den berechtigten Forderungen der deutschen Regip rung Geltung zu verschaffen. MUlerand im Senat Paris, 23. Juli. Der französische Senat begann beute mittaa die BeratM des Vvdoets des Ministers für Auswä'.tige Nnael-oenheücn. M i n istervrä siden t Millerond ergriff das Wort, um sich in-rstek Linie über die Verbandliinnen von Spaa ausl>ulvrechen. Sel»» Erklärungen decken sich infinlilich mit dem. was er am Dienste» in der Kammer gesagt hat. Er kam auf die Ernennuna Ebarlek Laurents zum SWii�affet in Berlin zu forschen und lael� außer den besonderen E!nenschg>ten. von denen Laurent in leint» boben Stellnnoen Bemeil? aeneben babe, babe eq ifim nes'lnentN, doß er die Politik chornkteriliere die man in?�-nii�tond veo folgen wolle, und die eine Politik der mirtschgitlichen Zu' sammenarbeit sei. Bus dielnn Grunde sei auch d»« Entwaslnnn» in Spaa an erster Stelle bebnndelt worden. Wiederum ext�1 Millerand e? fei ein �rrixm, ,u glauben, daß er wünsche, weite- Xefft ran Deutschland befeben lallen.in können. Riemand bab» die fcrffnuno mebr gfa er daß diele Möglichf-it nicht eintrete. Die Frage der deutschen Entfchädigun g hoste man in Snoa nicht erledigen können, es feien iedoch einige allgemeine Ernnb' fätze festgestellt worden. Die Alliierten hätten?u einem go-' stenen Moment die Verhandlungen bei der Kollenfrage unter- brechen.miisien wegen der lö-i-erlichon(!) Vorschläge Deutle lands. Sie statten die Marschälle Foch und Misfan berusen die Eventuosüöt einer Besestung in« Auoe gefaßt. Ilm der Om ratian jeden Schein der Sv-lulotion zu nestmen, fei bei der Kols' lenfraoe der Kol'lennr-is erstöbt worden. MifTsrand spricht als> donn über die Kontrolle, die bei den Kostlenlieferungen auoae- fiibrt werden soll und erklärt, gewiß habe man eine finanziell Lost auf sich genommen, aber man stöbe dos getan, um zu dem Ergebnis der Herabsetzung des Kostlennreifes zu kommen, und um die Deckung des Kostlenbe>'grls für Frankreich auf 8V Prozeß des früsteren Bedarfes zu erstöstsn. Zum Schluß spricht der Miuistervrösident von der Lage i» Polen. In Span stabe der volnisch» Ministerpräsident um Hllst gebeten. Der englische Minist-rnräsident babe desbalb die Sov' ietregierung um einen Waffenstillstand und um Beteiligung einer Konferenz in London gebeten. Die Alliierten hätten. die englisch« Regierung nickt die Annahme istres Vorschlages»ss long«, beschlossen. Polen zu Hilfe zu kommen. Missionen seien unterwegs, um an Ort und Stelle Ll' Hebungen anzustellen, damit eine genaue Auskunft über die gegeben werden könne, und damit man mit allen Kräften die polnische Regierung unterstützen könne. A?,ßerdem sollten die Missionen auist feststellen, welche Hilfe das polnische Heer o«ll läge. Die Alliierten feien«ntfchlassen, das mögliche und msaliche zu tun.«iff ibeen Verbündeten zu Hilfe zu kommen. fei kein« Zeit, Vorwürfe zu mochen, Polen erwarte von Frankreich anderes. Er könne die Versicherung geben, es werde nicht ver' geblich warten. Die Entwaffnung Berlin, 23. Jull. Im Reichsministerium des Innern fand gestern unter dem Voll sitz des Reichsministers des Innern Koch eine Befvrechung ds» Vertreter aller Länder statt über Durchführung der>» der Abmachung von Spaa geforderten Entwaffnung d»' Zivilbevölkerung. Es herrschte llebereinstimmung darübi* daß das Reich selbst die Entwaffnung durchführen und daß asio- geschehen müsse, um die Waffen restlos zu erfassen und aus de» Bevölkerung herauszudringen. Ein Gesetzentwurf des Reichsministeriums des Innern las bereits vor: er wird wohl nächster Tage dem Kabinett zur 23"" schlußsassung zugehen und alsdann den Reichstag, alsbald nao) fein-m Zusammentritt, beschäftigen. Wir hoffen, dah ans der Cntwaffnunasaktion kei» Hunnenzug gegen die klassenbewußte Arbeiterschaft wird. Tck versteckten Waffen befinden sich ausschließlich bei der real' tionären Bourgeoisie, der sie mit Hilfe Heines, Noskc» und der konterrevolutionären Offiziere geliefert worden stn»' Die Entwaffnungsaktion muh vor allem bei den grohe" Gütern einsetzen. Dort haben die Mittelsmänner de» Reichswehr nicht nur Handfeuerwaffen und Munition, sab' dern auch Geschütze. Minenwerfer und Flugzeuge unter' gebracht. Allever st eckten Waffen stammen aU" den Beständen der Reichswehr. Da die Schi� bungen auch jetzt noch vorgenommen werden, sollten dir Herren Gehler und S e e ck t sich einmal etwas gründlicher in ihrem Ressort umfesten. Sie könnten sonst leicht in de» Verdacht kommen, dah die Waffen mit ihrem Willen vel' schoben werden. Das reaktionäre Bayern �Die bayerischen Genossen Riekisch, Hagemeister, Saude und Schmidt, die wegen ihrer Tätigkeit in der Mü»' chencr Räterepublik zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt wor- den waren und jetzt ihre Strafen auf Festung'verbüßen, sind � den bayerischen Landtag gewählt worden. Dieser hatte sich nu»' mehr mit dem Antrage unserer Landtagsfraktion auf Haft' «ntlafsung ihrer inhaftierten Mitglieder zu befassen, damit sie ihr Mandat ausüben könnten. Da sie keiner ehrenrllh' rigen Handlungen bezichtigt waren— das beweist IckM» ihre Verurteilung zu Festungshaft— hätte man annehmen fosteN' dag bayerische Landesparlament würde dem Antrag unserer nassen ohne weiteres zugestimmt haben. Aber weit gefehlt: di» bayerischen Reaktionäre, die über die Mehrheit im Landtage vel' fügen, lehnten den Antrag ab. Rur die Sozialisten erhoben(W dafür. Die Ablehnung des Antrages hat bei der Arbeiterschaft grotz» Erbitterung ausgelöst. Die gewählten Genossen werden durch dK Haltung der Reaktionäre ganz einfach an der Ausübung ihl� Mandats verhindert. Die Wühler, die ihnen das Vertraue» schenkten, bleiben im Landtag ohne Vertretung. Die U- S. P. München hat sich am Donnerstag abend in mehreren großen Vel' fammlungen mit dem Beschluß des Landtags befaßt. Es rvurd beschlossen, einen 24stündigen Generalstreik zu prollamiereN< wenn der reaktionäre bayerische Landtag seine Haltung nicht a»' dern sollte. Mit den Borarbeiten wurde eine siebengliedrig» Kommission betraut. Die Reaktion macht inzwischen weitere Fortschritte. Eegs den Genossen Liening und zwei anderen Genossen ist Strafverfahren eingeleitet worden, weil sie in einer a» geblichen„Geheimsttzung" für den Generalstreik eingetreten stw sollen. Die Denunziation erfolgte durch einen Spitzel, � hoffentlich in der Verhandlung, die am LS. Juli stattfinden st1"' gründlich entlarvt wird, Die Einwohnerwehr mobilisiert Gründung einer G.m.b.H. Auch in Berlin denkt die Einwohnerwehr nicht daran, sich auflösen zu lassen. Sie ist noch in dem Besitz fast sämtlicher Massen, ausserdem stehen ihr durch die guten Beziehungen. vle sie zur Reichswehr unterhält, jederzeit die Waffendepots Zur Verfügung. Um nach aussen keinen Anstoh zu erregen, hat die Einwohnerwehr dem Scheine nach ihren Namen gewechselt. Auf Grund bestimmter Anweisungen einer cie n t r a Ist e l le wird die Umorganisierung in den letzten Machen fieberhaft betrieben. Bon einigen Bezirken haben wir darüber bereits unumstösslichesVeweismaterial veröffentlicht. Die Behörden schweigen. Heute können wir mit neuen Tatsachen aufwarten. Am 1-t. Juli wurde folgen- des vertrauliche Schreiben verschickt: Vertraulich. Berlin, den tt. Juli ISA. Sehr geehrter Herr! Die Mitglieder der ehemaligen Einwohnerwehr von Berlin und dessen Vororten haben sich in anderer Form und unter anderem •RttBwn wieder zuiammengeschlcssen, um in Zeiten der Gefahr ihr Eigentum, sowie das ihrer Mitbürger vor Plünderern und Ver- blechern zu schützen. Nur unser Benrk hat sich, da ihm die Führung fehlte, bis fetzt dem Zusammenschlug ferngehalten, trotzdem ein markiges Zb- lammenhalten jetzt mehr denn je von Nöten ist. Um über unseren gemeinsamen llebertritt in die neue Vereinigung zu be- raten, bitte ich Sie, unserem Rufe Folge zu leisten und be- stlmmt am: Montag, den lg. Juli ISA. abends 8 Uhr. im Restaurant Flora, Velle-Alliance-Strasse 22(Eingang vom Hof) iu erscheinen, wo Ihnen alles weitere bekanntgegeben wird. Keine? darf fehlen! da es dem Schutze unserer Familien und unseres Eigentums gilt. ?. A.: Erich Feldmüller. Gneifenauftr. 92. Sämtliche Einladungen dieser Art find mit dem D i e n st- st e m p e l der Einwohnerwehr und mit einer Dienst- ablösungsmarke verfehen, das heißt: portofrei befördert worden. Die neue Einwohnerwehr heisst nunmehr„Der- liner Selbstschutz c. G. m. b. H.". Die Satzungen sind, um Deckung zu haben, harmloser Natur. Es heißt darin u. a.: S S- Gegenstand des Unternehmens ist: a) Schutz von Hab und Gut durch Errichtung eines Wachtwrsens, b) Annahme von Spar- einlaaen nnd Gewährung von Darlehen, c) Verschaffung von Ver- günstigungen beim Abschluß von Versichcrungs- und anderen Verträgen. Die Geschäftsordnung über den gesamten Geschäftsbetrieb und die nach Bedürfnis erforderlichen besonderen Bcftimmunaen für jeden einzelnen Geschäftszweig werden vom Vorstand aufgestellt. Eie bedürfen der Genehmigung des Aufsichtsrates. 8 S- Der Geschäftsanteil eines feden Genossen wird auf 20 M. festgesetzt Ein Genosse darf nicht mehr als 500 Geschäftsanteile erwerben. Der Geschäftsanteil muß in einer Summe ein- gezahlt werden. Die auf die Geschäftsanteile geleisteten Einzah- lungen zuzüglich des zugeschriebenen Gewinns und abzüglich eines abgeschriebenen Verlustes bilden das Geschäftsguthaben eines Ge- Nossen. Das Geschäftsguthabeil darf, solange der Genosse nicht ausgeschieden, von der Genossenschaft nicht zurückgezahlt nnd von dem Genossen weder abgetreten noch verpfändet werden. 8 S. Die Mitgliedschaft können erwerben: a) Einwohner der Stadt Berlin und Bororte, die sich im Besitze oer bürgerlichen Ehren- rechte befinden, b) juristische Personen. Den Mitgliedern wird ein besonderer Berpflichtungschein ausgehändigt, nach dessen Unterfckrist die Mitgliedschaft als vollzogen gilt. Die Gründer sind deutschnationale Größen und konspirierende Militärs. Nur politisch zuverlässige Leute werden in die E. m. b. H. aufgenommen. Alle bisherigen Besprechungen waren streng vertraulicher Natur. Der „Vorwärts" ist in der Lage, aus einer Sitzung folgende Tat- lachen mitzuteilen: Herr Feldmüller eröffnete die von 28 Personen besucht« Versammlung und führte etwa solgendes aus: Herr Hauptmann K r a u s n e ck fei mit der Bitte an ihn heran- getreten, inj Bezirk., H a l l e s ch e s Tor" den„Berliner Selbst- schütz" ins Leben zu rufen. Er habe die Sache eingehend geprüft und könne sie nur dringend empfehlen. ..Sie wissen daß die S i ch e r h e i t s p o l i, e i aufgelöst wird und fomit Eile am Platze ist. Im übrigen funktioniert der Selbstschutz schon, auch in der H a s e n h e i d e. Man ist in letz. terer bei den Einladungen ebenso vorsichtig ans Werk ge- gangen, wie hier, indem man alle diejenige«, du in den Mar?» tagen nicht mitgemacht haben, nicht eingeladen' hat: denn den Levten Jveine« wir keine Träne nach". Hierauf erfolgten Mitteilungen über Abzeichen und Aufnahme- scheine: darauf fuhr der Redner fort: . Wir müssen zuerst einen Ausschuß wählen, der die Ver- hältniss« des einzelnen«ach allen Richtungen gründlich prüft. damit wir genau wissen, ob derselbe ausgenommen werde« kann." In der nach der Vorsitzendenwahl erfolgenden Diskussion wurde eine Anfrage gestellt, in der darauf hingewiesen wurde, daß der Selbstschutz doch aus Zivilpersonen bestehe: ob es nicht möglich sei, mit den Behörden in Kollision zu kommen? Hauptmann Krausneck gab darauf die beruhigende Antwort. daß sie als H i l f so o l i z e i b e a m t e n betrachtet werden soll- ten, und daß diese Angelegenheit„in unserem Sinne" Erledigung finden werde. Er fuhr fort: „Außerdem ist die Sache nicht so schlimm. Man könnt« im Höchstfälle wegen verbotenen Waffentragens gefaßt werden, und das bezahlt selbstverständlich die Genossenschaft." Aus die Fraije wie es mit Brownings stehe, wurde er- widert, diele smen zu teuer, und Herr Hauptmann Krausneck könne durch das K r e i s a m t genügend Waffen zur Verfügung stellen. Weiter wurde der Antrag gestellt, die Geschäfte, die fleißig zahlten, zu schützen, und den„Schwcinepriestern, die nicht zahlten", den Schutz zu entziehen. Der Antrag wurde mit Beifall aufgenommen. Weiter sprach der Vor- fitzende Feldmüller— im Anschluß an einen„Freiheit"-Ar- tirel— von„Pack, das umgefallen fei' und von„Gesindel, dem man bei Gelegenheit auf die Finger klopfen werde", und fuhr fort: „Wir wollen die Sache vorläufig streng geheim hnften, damit nichts in die Oesfentlichlcit kommt. Der Ausschuß kann in- zwischen Umschau halten, wen wir noch einladen könnten. Ich«erde die Einladungen so halte«, daß selbst. u»«aa e»»« verloren gehen sollte, nicht daraus ersichtlich wird, was sie bedeuten soll. Ich werde jetzt die gesamte Liste der ehemaligen Einwohnerwehr zur Verlesung bringen, und Sie können durch Zurufe bekanntgeben, wer g e st r i ch e n werden soll." Der frühere Vorsitzende der Einwohnerwehr, Löfs er(S. P. D.) wird sofort gestrichen. Bei weiteren Mitgliedern, die teils Arbeiter, teils Abteilungsleiter der forialdemo- kratifchen Abteilung sind, wurde stürmisch„streichen, streichen" da- zwischen gerufen. Hierzu können wir noch ergänzend mitteilen, daß in der Sitzung behauptet wurde, die Umbildung geschehe auf Grund eines Erlasses des Preußischen Ministers des Innern vom 17. Juni 1920. Herr Severing wird sich dazu schnellstens äußern müssen. Wir haben ein großes Interesse, den Erlaß schnellstens kennen zu lernen. Weiter stellen wir fest, daß auch die Zeitfreiwilligen eine neue Organi- sation gebildet haben: den Sportklub„Olympia". Dieser hält jeden Donnerstag von 4 Uhr ab in der Hasen- Heide, Stand 28—30, Uebungsschießen ab unter der Leitung eines Oberleutnants und anderen Offizieren. Die Uebungswaffen, sechs Karabiner 08, befinden sich in Ver- wahrung eines Wachtmeisters der Eicherheitspolize«. Außer- dem sind vor einigen Tagen bei der Firma Adam Opel, Schönebera, 15 neue Tanks, einstweilen noch ohne Pan- zeruna. aber fahrfertig, eingefahren. Die Tanks sind für Zeitfreiwillige bestimmt, und zwar ausschließlich für Angehörige der Kodurger Landsmannschaft, die bereite die Bedienungsmannschaften bereitgestellt hat. In den westlichen Vororten hat sich ein„Deutschnationales Hilfskorps. Germanischer Stoßtrup p". gebildet. Die ganze Bewegung ist zentralisiert und hat auch in der Provinz festen Boden gefaßt. Weiß die Regierung, die bisher auf jedes Spitzelmärchen hereingefallen ist, was diese Tatsachen zu bedeuten haben? Konferenz über die Kohlen- förderung Di« Rei-bsregierung hatte die Führer der Bergarbeiterorgani- sationen und die Vertreter der Zechenbesitzer zu einer gemeinsamen Konferenz zu gestern nach Berlin berufen. Es handelte l-ch nnt eine Festlegungderlleberschichten. Besprechungen über eine bessere Ernährung, sowie um die Erhöhung der Lohn- zuschlage. Das Ergebnis der Berliner Konserenz soll als Unter- läge für eine gemeinsame Beratung der Arbeiterorganisationen im Ruhrkohlenbergbau dienen. Die Bergarbeiter forderten u. a. die Einführung eines billigen Vororttarifes im Ruhrgeoiet, außer- dem eine ourchareifende Erneuerung des technischen Betriebswesens in den Zechen, um eine Verlängerung der Arbeitszeit zu vermeiden. Am Nachmittag wurde die Konferenz in Gegenwart der Ver- treter der Arbeiterorganisationen der Kriegsgesellschaften, der Ee- nossenschaften und der Stävtevereiniaungen fortgejetzt. Zur Verhandlung stand in erster Linie die Ernährungsfrag«. Di« Vertreter der Bergarbeiter forderten für den Induitnebezirl eine Mchrbelieferung an Brot und Mehl. Es wurde auch der Wunsch geäußert, verschiedene Sorten Mehl zu erhalten, um den infolge des schlechten Brotes erkrankten Bergarbeitern auch Weißbrot liefern zu können. Weiterhin wurde die standige Ve- lieferung mit Margarine bemängelt und statt dessen Butter gefordert. Au Stelle des Gefrierfleisches und der Kon- lernen soll, soweit dies möglich ist, F r i s ch s l e i s ch tretem Zuch müsse aus ein« ausreichende Versorgung mit Kartoffeln, mn deren Lieferung es in letzter Zeit besonders schlecht bestellt war, hingewirkt werden. Weher wurde eine besser« Organisation der Lebensmittel- und Mchlversorgung verlangt. Besonders soll auf die Belieferung der Genossenschaftsbäckereien Rückficht genommen werden. In der Aussprache betonten sämtlich« Redner, daß die Ein- Haltung des Kohlenabkommens durchaus abhängig fei von einer ausreichenden Belieferung der Bergarbeiter mit Brot und Mehl. Gegenwärtig seien die Ernährungsverhältnisse der Bergarbeiter im Ruhr-Revicr besonders traurig. An einigen Orten gebe es überhaupt kein Brot, an anderen nur ein kaum genieß- bares Gemisch von Brot aus Ersatzstoffen. Die Forderung der Nuhrarbeiter sei: Erst Brot, dann Kohle! Im weiteren Verlauf der Verhandlungen schlössen sich auch die Vertreter des oberfchlefifchen und des mitteldeutschen Kohlenreviers den Forderungen der Beraarbtiter von Rheinland und Westfalen auf bessere Lebensmitteloelieferung au. Insbesondere wurde Auskunft verlangt über die Frage, welch« Lebensmittel zur Verteilung gelangen, wie diese erworben werden Und wer sie verteilen solle. Als von Regierungsseite darauf hinge- wiesen wurde, daß diese ganze Besprechung nur einen informatori- ichen Charakter haben solle, damit die Ernährungsstellen sich über die Wünsch« der Bevölkerung in den Industriebezirten unterrichten innen, wurde von den Arbeitervertretern mit großer Entschiedenheit betont, daß man unbedingt zu einem Ergebnis der Lebensmittelfrage kommen müsse, damit die Ver- � «ctei der Arbeiterorganisationen in der Lag« wären, den Berg- urbeitern der Kohlenreviere auf den am kommenden Sonntag statt- findenden Bergarbeiterkonferenzen über das bei den VerHand- lungen Erreichte Bericht zu erstatten. Wenn die Delegierten am Sonntag mit leeren Händen vor den Bergarbeitern erschienen, so würde dies zweifelsohne große Beunruhigung unter der Arberterschaft hervorrufen. Die Mittel zur Steigerung der Kohlenförderung 1. Es ist rund eine Million Tonnen Mehrförde« ' u n g gegenüber der Maisörderung erforderlich, wenn trotz der be- vorrechtrten Ablieferung an die Entente unsere deutsche Wirt- � schalt auch nur in ihrem heutige« Bestände aufrechterhalten blei- ben soll.& Die Braunkohle kann und soll stärker herangezo» gen werden, dazu ist ersordrrlich, daß die Transportver- h S l t» i s s e für Brauukohle aus lange Sicht gebessert«erden, daß ! die in Betracht kommenden Abnehmer sich aus die Benutzung der Braunkohlen einstellen und daß die notwendigen«afchinellen Dervollkommaunge» ausgeführt werden. 3. Zunächst ist eine all- gemein« Besserung der Lebenshaltung der Werk- arbefter in Angrif zu nehmen. 4. Da» bestehend« U e b e r- schichtab komme» soll nicht gekündigt werden, etwaige Diffe- renze» sollen in baldigen VerhanMungen geklärt werden. X Es «mpsiehlt sich, daß zunächst die beiderseitigen Verbände der Ar- beitgeber nnd Arbeitnehmer in eine Prüfung darüber«intreten, welche Maßnahme» zur Erzielung der«ehrför- derung zu ergrrisen stnd. 6. Sodann sollen gemeinsam« Beratung«« innerhalb der einzelnen Bergreviere stattfinden. die durch das Reichsarbeitsministcrium einzuleiten sind. 7. Zeg. licher Verschiebung von Kohlen ist mit größtem Nachdruck entgegen ,n wirken. Der Fuchs im Eisen � Zu den Ausführungen des Staatssekretärs HeinrichSchulz über seine Tätigkeit in den Kapptagen, wird uns noch geschrie- ben: Herr Schulz macht gar nicht den ernsthaften Versuch, die siegen ihn erhobenen Angriffe zu widerlegen, weil das ja auch tatsachlich nicht möglich»st. Er beruft sich darauf, daß über die Zusammen- künfte des Reichsrates und der Unterstaatslekretäre ein amtliches Protokoll nicht geführt worden ist und das uns deshalb lediglich ITagebuchnotizen oder Bleistiftnotizen zur Verfügung stehen könnten. Eo lückenhaft, wie Herr Schulz es darstellen mochte, ist nun unser Material nicht, sondern der in unsere Hände befindliche, außerordentlich sachlich gehaltene Bericht umfaßt vierzig eng be- schriebene Schreibmaschinenseiten, worin die Ausführungen fedes Redners sinngemäß niedergeschrieben sind. Wir gehen wohl nicht zu weit, wenn wir sagen, daß das stellvertretene Mitglied zum Reichsrat, das diesen Bericht für seine vorgesetzte Behörde.gn- fertigte, durchaus fähig war, die einzelnen Redner, wenn auch Stürzt, so doch sachgemäß zu protokollieren und daß ihm vor allem fede Tendenz und entstellende Abficht ferngelegen hat. De» Bericht hat also zweifellos den Wert eines Dokument», so unanaenchm das Herrn Schulz auch fein mag. Herr ochnlz skizziert dann mit einigen nichtssagenden Sätzen., aus denen seine totale Verlegenheit spricht, sein angebliches Per- halten in den Kapptagen: er habe dem Kappunternehmen ein schnelles Ende bereiten wollen, habe jeden Persuch zu Perhanl»- lungen abgelehnt, habe militärisches Vorgehen gegen die Ar- beiterfchafr zu verhindern versucht und eine einheitliche Aktion der Berliner Arbeiterschaft gefördert. Die erste Absicht. Kapp und Lüttwitz so.schnell wie möglich zu Fall zu bringen, wollen wir Herrn Schulz nicht streitig machen, darin war er einig mit Herrn Schiffer, der mit den Kapvoffizieren die intimsten Verbindungen unterhielt. Aber alle weiteren Behauptungen stnd leere Phra- Jen. Nach dem uns vatlieflenben Bericht hat er nicht den leise» sten Versuch gemacht, die Verhandlungen mit den Kappoffiziere» zu verhindern. Der einzige jm Reichsrat anwesende Rechtssozialist, der sich einer korrekten und»m Arbeiterinteresse liegenden Hal- tung befleißigte, war llnterstaatssekretär Göhre, der wieder- holt im Austrage seiner Parteigenossen jede Verhandlung mit Kapp ablehnte, während Herr Hildenbrand aus Stuttgart offen dazu aufforderte, zu Ludendorff-u gehen und ihn aufzufordern, alles wieder gutzumachen. Nimmt man dazu die antibolfchewistMhen Hirnge.pinste Sude f ums, so kommt man zu dem Ergebnis, daß die rechtssozialistischen Mi- nister und Unterstaaatssekretäre kerne geschlossene Haltung ein- nahmen, sondern feder von ihnen Politik auf eigene Faust trieb. Am tollsten ist die Behauptung von cchulz. daß er„einen Un- terschied zwischen sozialdemokratischen, unabhängigen und kam- inunistischen Arbeitern nicht gemacht habe. er habe vielmehr eine einheitlich« Aktion der Arbeiterschaft gefördert. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle seine in dem Bericht vermerkten Reden der Abscheu und die Furcht vor„Spartakisten" und„Bolsche- ivisten", zu denen er bis zum 17. März auch die Unabhängige Sozialdemokratie rechnete. Und mag Schulz noch zehnmal von „blühender Phantasie oder bösem Willen" schreiben, er wird es nicht aus der Welt schaffen können, daß er sich in der Roch: vom 16. zum 17. März unter dem Einfluß des von den Kappoffizteren inszenierten Spuks bereit erklärte, die rechtssozialistischen Arbeiter zu isolieren und den militärischen Kamps gegen das revolutionäre Proletariat zu dulden: die Rechts, fozialisten hätten, wenn der Angriff des Proletariats eingetreten wäre, dieselbe verräterisch-erbärmliche Rolle gespielt, wie im Ja» nuar und März 1919. Im übrigen hat selbst die inhaltliche Erklärung des Herrn Schulz den„Vorwärts" die Sprache zu der Frage noch nicht finden lassen: er druckt sie ab, ohne ein Wort des Kommentars hinzuzu- fügen. Neutralität und„Rote Fahne" Ein Unabhängiger kann schreiben, was er will und wie er will, er wird niemals Gnade vor den Augen der„Roten Fahne" finden. Am Donnerstag hat sich Genosse B r e i t f ch e i d in der„Frei- heit" über die deutsche Neutralität verbreitet. Er betonte die Notwendigkeit, daß die deutsche Regierung sich mit allem Nach- druck etwaigen Truppendurchmärschen und Munitionotransporten, die der Unterstützung der Polen dienen sollten, zu widersetzen habe, fügte aber hinzu, daß Deutschland nicht in der Lage sein werde, sich mit bewaffneter Hand gegen solche Versuche zu wehren, und deshalb die amtliche Neutralität ihre Ergänzung finden müsse in der Haltung der deutschen Arbeiterschaft, die den Boykott über die Entente zu verhängen und alle Mittel an- zuwenden habe, um den Transport von Munition und TAippen durch Deutschland zu erschweren.~. Die„Rote Fahne" behauptet, diese Ausführungen bauten k't Negierung eine Brücke zur Aufgabe ihrer Neutralität. Sic r> r> sichert, die deutschen Arbeiter würden nicht zusehen, wie sie in konterrevolutionäre Abenteuer gegen ihre russischen Brüder ge- führt würden und sich nicht darauf beschränken, die Anschläge des internationalen Kapitales gegen Sowjetrußland zu„erschweren". Das deutsche Proletariat ist nicht wie Breitscheid bereit, sich nach zartem Sträuben vom Ententekapital mißbrauchen zu lassen, wobl aber ist es bereit, feine Solidarität mit dem kämpfenden russi- scheu Proletariat durch die Tat zu beweisen. Wir fragen, wo in dem Artikel der„Freiheit" von einer Be. reit willi gleit, sich vom Ententekapital mißbrauchen zu lassen, die Rede ist? Es wird ausdrücklich das Mitiel aufgezeigt, mit dem das deutsche Proletariat den Versuch eines solchen Miß- brauch«? abwehren kann. Welche anderen Mittel bringt die „Rote Fahne" in Lorschlag? Sie spricht von der Solidarität, die „durch die Tat" bewiesen werden solle. Wenn das nicht nur eine Phrase ist. so wünschen wir zu wissen, wag unter der„Tat" verstanden werden soll. Perlangt die„Note Fahne", daß Deutsch- land der Entente den Krieg erklärt? Verlangt sie, daß deutsche Arbeiter auf eigene Faust sich den französischen und englischen Truppen mit ein paar Flinten und vielleicht ein paar Maschinen- gewehren entgegenstellen? Es ist wirklich notwendig, daß sie sich klarer ausdrückt, wenn nicht der Verdacht erweckt werden soll, daß sie auch in diesem Falle wieder einzig und allein den Zweck ver- folgt. Mitglieder der U. S. P., die nach der unmaßgeblichen Mei- nung der Kommunisten dem sogenannten rechten Flügel der Par- tei angehören, durch allgemeine Redensarten bei den Massen i« Mißkredit zu bringen. Der MitteAandkanal Genosse Kunert hat im Reichstag folgende Anfrage gestellt: Der preußischen Landesoersammlung ist eine Vorlage über die Erbauung des Mittellandkanals auf der Grundlage der sogenann- ten Mittellinie— ohne Verbindungskanal zur Saale— zu gegangen. Die Südlinie ist bei dem Projekt unberücksichtigt ge »heben. Das mitteldeutsche Industriegebiet wird damit ignoriert und die Kanalfrage als eine spezifisch preußische Angelegenheit behandelt. Run sind aber daran Sach- sen, Anhalt, Thüringen, Braunschweig. Oldenburg und Bremen außerordentlich interessiert. Daher muß eine Entscheidung durch das Reich und durch den Reichstag in dieser reichsdeutschen An- gelcgenheit erwartet werden. Welche Stellung zu dieser Sache nimmt im allgemeinen und zu der Linienführung des Mittellandkanals im besonderen die Reichsregierung ein? Ist die Reichsrcgicrung in der Lage, über dies« für ganz Mitteldeutschland wichtige Verlehrssragc Aufschluß zu geben? Zusammenstöße in Allenstein vllenstein, 23. Juli. Heute morgen gegen 9. Ahr überfuhr das Automobil des pol- Nischen Generalkonsuls Fürsten C z a r t o r p s k, das sich auf dem Wege von Warschau nach Allenstein befand, in der Hohensteiner Straße, gegenüber der Kreiskrankenanstalt, drei Kinder im Alter von 12, 10 und 1 Iahren und verletztesieschwer. Im Automobil fanden sich neben Revolvern und Gummiknllp- p e l n auch acht Flaschen Kognak, die zum Teil geleert waren. Anscheinend hat der betrunkene Kraftwagens uhrer die Ge- walt über den Wagen verloren. Die Volksmenge ergriff die drei Znsassen des Autos, darunter den aus Allenstein stammenden Dr. von Langowski, und verprügelte sie. Die drei Polen, einschließlich des Kraftwagenführers, wurden in Haft genommen. Di« Erregung der Bevölkerung ist außerordentlich groß. Roch im Laufe des Vormittags sammelte sich vor dem Polnischen Haupt« quartier eine große Menschenmenge an die eine drohendeHal» tung annahm. Sicherheitspolizei ist zum Schutze ausgerückt. naSmtttag?......_ 3.30 Uhr für di@ Kinder Max und Moritz MttlMN'Mtti"""............-...............-...................................—- Heute Sonnabend, den 24. Juli 1920 abends 8 Ukr �udzSZums-Auffökrung von (Kleine Preise) „Prinz und Bettlerin" HmnxmnimmmmiumiwIimiimumuuiminiffluwnMimBimffiifflrawuuiiwuRn�uaiNnmn Vorher ab 5.80 Uhr die bekannten Spezialüäten. t* V�' % Volksbühne 7'/j Ullt: Bruder Martin Nchm. 3 u.: Die Fledernmu» " Sroßes SHMspielhW Kailskrahe 7 Uhr: Saliu» S8(a«. <27. Abieilung, V. Abends Direlltio»: Mar Reinhardl MHes Theater lilhr: >v«ib und Hampelmann »Uhr: M MfölSile. Kleines Schüvspiclhavs 7":Uhr:Bi!ch,.d„Pan»°ea Theater des Westeas '« Uhr: labenoat»» »er Direhllon »ari Meinhard» Aud. Bernauer Theater i. d. . KSttiggrSher Straße £ Geständnis • Uhr: Petz-Rainer Bsklett Verlmer Theater y�Uhr: Der letzt« Wall«»« TriaMl- Theater Bahnhof syriedrichstraße) Alladentilich 9 Uhr: Der große Erfolg SLS mm mm von Hermann Sudermame. Tmr-' 9er Störeafried MM-Mater (Stadtbahn JannowitzbrÜck«) Allabendlich 7',, Uhr: Der große Erfolg Die AMhsffs .' Sonntag—" 4 Uhr: Ar gute Mf ''lies WetteahW Direktor Jean Ären Allabendlich 7"0 Uhr: Koot!)» Pimoalel'« ■j ü'ürliliilisch. phaiiiaitilch-Pallett Vorher: Prinzessin Friedl. � Thealeri Sommerspielzeit Allad-ndlich» Uhr: LeöMdine KvastaM m Das klas der Mgsra« Atitslh. Mstl.-Theater 7iUnd-ndI!ch Vi, Uhr: Die bessere Hälfte mit Max Adalbert Rose-Theater TV-Uhr: Gin Wnlqertranm Gartenbühne täglich: 7 Uhr: Die Fluch: um d. Grde. WslkaA?lMter" Täglich 7, Uhr: Kasernenlust. soirt. JiHirlli" (Ällcme) HafentzcioelS Täglich 8 Uhr: Das Schwrsterftück von Krone und Fessei Prinz «n» Bettlerin ecnfatls»*» Drama Ab gl,. Konzert. Sprzialiiätra Apollo- Theater Frirdrichstr. 22» -all Allabendlich 711 I|2 ffionntng» 3'/, u. I jj UniibxrtrWchez Miete-ProgriM! Miner Wer Kastanien. Allee 7—9 12 Miete-ÄMliimn 12 Großer All _ Ansang Uhr Äanimer-Tansspiele 3» der Tanz-Diele Bülowstr. 6, am Nolleudorfplatz Telefon: LNkow 2305. Tägl. 7� Iltzr: Orient. Ballett und Schönhoits-ZtLnze Theater av: Kottvnse? Tor eitts°ZUn«zsr Täglich II/, Uhr Dflsttpirl der Original Leepsiger Friii-Weoer- Sängar. Borverkauf 11— ll/9 n. 4—Ä Uhr Theater , ei kircu» ivu,««, aaUSuttM 1äal!cb VI, Uhr: 3r. SpazlKititen- Vorsl�lliag Gr. Pantnmilnr Ehemalige« Voigt-Theater Vabstratze&S. SommerbUhue: Täglich nachm. VI, Uhr: MM UM»«De etdarfsartifctl pr«>»>»«rt. hSnisL IUI f franko Bunter Teil, ftfatll-- Industrie fa.S; DiS Dame W CirCBS D-rli-»». Friedrich, tr. l«. «allschmird—, Srl.drich.lwUh.lmst«»«.« 2-dftrah. l, I �»fs-rstraf!« 30 Nur«o« FEUERWERK ZittuDomsÄ« A diene Welt Arnold Scholz{ S-lmM« 188:114 Iflglid) Ssvznl und BOifteKnag nZtaas.MittwochZ.DonnelStazSu. Sonntags Großer Ball. Die Kaff?eküche ist täglich geöffnet. »fang«pch-ntag»««»».* Uh».� ß* nigfi.2062 Dampfre-Sr«-«' Fahr««» ab VoisenblStle I-drn Sonntag und Mittmach H ilhr� Irden Sonntag H'l, und 2 Uhr; Werkt, nufi. Sonn. lDorno»» 3»««) Teuplt* Krampenburs .b.»b icu�r* WWelichlvßMMsdost *tZ?o'Zsr Zeuthen a»b«l»l blag« f fWMHZ- kürptr, Lampion« billigst w B«8« Auswahl. Q««t. Utamino Ww-. CM, 'Mollfitahe 8],«chr NturAoststra»- Tel.: Moritzplag»2S2. (vs IfiBjtn:: Mesmrieii kauft Oroflmann, Johannisstr. 4. Norden 10621. "sr Rauchtabak versteuert Pfund 26 Mark TMMWlW Wer Ww.>) | Trl. 8907. MtafaBKn,©nmannslratz« 32 Tel. 8807.(* l Dilchtig« Dertret»r überall grsncht. 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Diskussion. Eintritt nur gegett die rote Legitimdionskarte und Mitgliedsbuch. Achtung! Achtung! Nur für Händler iahir für«upfev 0,00 lirsstug 4,70, Tlotgatz 8,70 Adlirserg. Schönhauscr�ilicr 80 Gebr. Endemann «Snigstadi 9223. lätowieriiii� Garantie für vollst, schmerzl. Entf. fed. TStow. ohne Stechen, Schneid, i. wenig. Taa. Profp. (rat.tzU6odki,,VharIoUandurg 1, Miitr. bO. Spr. tägl. 10.12,3-7. Kuprer 8,25 Messing 4.— und sämtliche Metalle kauft Oderberger Str. 1 Lothringer Straße 48 (am Aosenthaler Platz.) i(ußs5er 8.— aoSguft 7.— Messing 4.— Olue'CksiibBSO.-— Ü31cl, Zinn, Zink kauft Metallverwerfung Weitzenbnrge? Strafte il Atvpeiticker Strafte 121» Äein l-ikendorfer Str. 1V7 5 lh iaget Sstllße 47. ZMÄSNSM SN MMölk _ OrtooerwaUnng B rlin._ Montag, den»«. Juli l«20,»b«kd, 7 Uhr General-Versammlung im iNewelbsehastshans, Engeluscr 13, Saal 1. T-geoordnung: l. Aallenbestchi vom il. Quartal. 2. iveo- tandsangelegenheste,:. 3. D-rschicdene». Um, ah, reiche» Besuch b stier Di- Qrtsv.rn>ali,>ng Z. A: August Lukas. Mligliedsduch legiiimlert. Die Uradstimmung findet am z annin», de» tS. Juli, ron 9 bis 12 Uhr, in folgenden Lokal-» statt: VI«'. Sl-swAicr Siratz» 2. b->«runb°w-ki. »l, Prinzen.« llre t0, dei Hamann. 0, rCänt'tv it>, die Mastendneger.(Pfcfirrkom). Armeepistoleu und Jagdwafsen kaufe F. llv. Bandrei, 4k da. istewehrsabrik Berlin SW SS, Liudenftr.»0. SV. Mantenffelsir. 20. bei Hartman». Schtznrl-erg, Stubenranchstr. 0, dei«ornag. .. Aharlotienbneq, Lprecftr.»0, bei Hase. Kausen Zeder«ollege kau» dort stimmen, wo er es am nächste» hat. Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Die Qrts»ern»nlt»ng. ___ für Haut» und tSefchlechialeiden � beiMIuuee». Frauen, Bluiuntersuchungeu, ner». Schwäche. B«. handlg. schnell, sicher, mägl. ohne Zierusostär. fioskunN»o»'.»lo«. itsillll filstsrooeele% I. Er., Ecl.e PreslaucrStr. sdichi a.Schl.Bhf.) »llllll, nliUIölloo». lff, Sprech,. 10— 12, S-7>/,. Sonnt, geschlossen. J** ute&ia billsse Bücher für MZ ReSse u.Sommerfrische „Freiheit"- Buchhandlunq, Berlin C DevM NetMkbM'BMÄ Verwaltungsstelle Drrlin._ Todes-AnzeSge. ! Den Kollegen zur Nachricht, daft folgende Mitglieder gestorben sind: Die Arbeiterin Marta Horn 1 Aonlgsberger T'.rahc 5 6, am 20. d. Mts. Di? Beerdigung findet am Sonnabend, den 2«. d. Mts., I nachmittags l2>/, Uhr, von der Leichenhalle des Slädl. ! Friedhofes in Buch, aus statt. Der Schlosser iNnton Kehrbaum I Stralsunder Strahe 31, am 21. d. Mts. j Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 24. d. Mts, ! nachmittags 4 Uhr. von der Leichenhalle des St. Sebastian- > Friedhofe», in Reinickendorf, Humboldtstraste, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf, Ferner find gestorben: Der Arbeiter Wllhslm Pless Friedrichshagen, am 2. d. Mts. Die Arbeiterin Hanrlstte Sehmoldt Siargatder Strotze 82, am 21. b. Mts. Ehre ihrem«nbcnfcen I Di» Vrtaverwaltung. j Deutscher Holzarbeiter-Verband _ Gauvorstand Brandenburg_ Den Kollegen und Fttunden znr Kenntnis, dast unser krsni SSuschs ' Im 53. Lebenssahre nach langem Leiden verstorben ist. Seit 20 Fahren hat der Verstorbene in unserem Gau- vorstand seine Tä.'gkcit als Vorsitzender in vorbildlicher Weise ansgeübk. Wir verlieren in ihm einen sifteund und Breite Strafte S S Mitkämpfer von hervorragendem Wissen und nimmer müder Arbeitskraft. Seine stete Hilfsbereitschaft und edle Ge- "nnung sichert ihm bei uns ein dauerndes Andenken. Die Einäscherung findei am Montag, den 26. Juli, nachm. � 4 Uhr, im Krematorium, Baumschulen weg, statt. Der Ganvorstand. CnOtFflSftV■ ß>Wi?r' Geschlechts-, 3lf3®Ä»€Ä£» 2,» Haut-, Harn--. Frauenleiden,' harmächige Harnleiden, Ausschlag, nerv. Schwäche, gegen Lues> Komb. 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IuN 1920 Eine Botschaft KropotKins BfütB Peter SxupotRti, den man als Zdealanarchlslen bezeich- nen rann, hat durch Vermittluna van Margareth Landfield, elne�n Mitglied der britischen Arbeiterdelegatian sür Rukland, die salaende Latschaft an die britischen Arbeiter gerichtet. Di« Auffassungen Äiepaifins w-ichen in wesentlichen Punkten van den unseren ab-, insbesandere wird man seine Meinungen über die Sowjetregierun», über die Erundzüge eines sazialistifchen Aufbaues und über die Anteilnahme der zentralen Organisatianen an der Perwirklichung des Eazialismns nicht teilen kZnnen. Tie sind indioiduell-anarchiftilchcr Natur und haben mit sazialiftischen TrundsZhen nichts zu tun. Iratjdem Krapatltn die laltik der Svwietregierung kritisiert, lehnt er ausdrücklich die �»teroentlansiivlitik der Entente ab. mich, ob ich den Arbeitern der westlichen Welt nicht . Milderte Botschaft zu senden hätte? Sicherlich ist Vieles über i augenblicklichen Ereignisse in Nugland zu sagen und Vieles lein ul"\u �rncn. Die Botschaft könne eine sehr ausführliche rsi doch will ich nur einige hauptsächliche Punkte ausführen s iiad! a�cn Dingen sollten die Arbeiter der zivilisterten Länder ™ deren Freunde der anderen Gesellschaftsklassen auf ihre Re- gerungen dahinwirken, das; diese gänzlich von dem Ee- lS mn e*nes bewaffneten Eingreifens in russi- '5 e Angelegenheiten absehen, sei es ein Eingreifen «v i? oder verkappter Art. ein militärisches oder in der Form 1 Unterstützungen durch verschiedene Nationen. ..-�Ufjltmd durchlebt jetzt eine Revolution von der gleichen Wich- -Weit und Tragweite wie sie von 1639 bis 1648 die Britische imd in Frankreich von 1789 bis 1794 durchgemacht haben; Jede dieser Nationen mutzte sich weigern, eine so beschämende f�ue wie Großbritannien. Preutzen und Oesterreich zur Zeit der französischen Revolution zu spielen. ckeberdies mutz berücksichtigt werden, datz die rustische Revo- aa ÜT" indem sie versucht, eine Eesell'chaft zu bilden, in der °Ue Produkte aus Arbeit, Technik und Wissenschaft dem Allge- ?«nwohl zugute kommen sollen—, nicht nur durch einen Klotzen Mall im Kampf der verschiedenen Parteien entstanden ist. Sie if last ein Jahrhundert lang, seit den Zeiten Robert Oweens, S.1 Simons und Fouriers durch kommunistische und sozialistische �ropadanda vorbereitet worden; und obgleich der Versuch, die Gesellschaftsform durch die Diktatur einzuführen, scheinbar MIT•. I?« rt A.. 1 CC ICi.____ r... a*..«.V A«««• 4- SkevT* Sirt>4? f. M- i WIK W l Iii( U/C Wi&UU tn ledes Bürgers eingeführt hat. , llebcrhaupt sollten nicht nur die Arbeiter, sondern alle fort- � rittlichen Elemente der zivilisieren Ratio- J.rn versuchen, die Unterstützung, die bisher den Gegnern der Evolution zuteil wurde, zu oerhindern. Das heitzt nicht etwa, °15 wäre nichts gegen die Methoden der bolschewistischen Regle- Mß einzuwenden; weit davon entfernt! Aber weil jedes be- Mfnete Eingreifen einer ausländischen Macht eine Verstärkung � diktatorischen Tendenzen der Regierenden verursacht und die Mtrebungen jener Russen schwächt, die unabhängig von der Re- Irrung bereit sind. Rußland beim Wiederaufbau seines Lebens "lich neuen Grundsätzen zu helfen. .?>ie Uebel, die natürlicherweise eine Parteidiktatur mit sich v�gt. sind durch den Kriegszustand, in dem die Partei sich be- Met. vermehrr worden. Der Kriegszustand entschuldigt das Er- �Aen der diktatorischen Methoden der Parti sowohl, als auch Zrei Tendenz, alle Einzelheiten des Lebens in den Händen der �gierung zu zentralisieren, mit dem Erfolg, datz ungeheure Mrs innerhalb der Nation zum Stillstand gebracht wurden. natürlichen Uebel des staatlichen Kommunismus sind ver- Wacht durch die Entschuldigung, datz alles Unglück un- l'res Lebens der Intervention Fremde r zu ver- a»ken ist. <«utzerdem will ich erwähnen, datz eine militärische Intervention Z Alliierten, sofern diese fortgesetzt wird, unbedingt in Ruhland bitteres Gefühl gegen die westlichen Nationen hervorrufen ?>rd und daraus werden ihre Feinde eines Tages bei Konflikten �tzen ziehen. Eine solche Bitterkeit ist schon fetzt im Entstehen. „kurzum, es ist höchste Zeit, datz die westeuropäischen ,»tionen in direkte Beziehungen zu Rutzland I„°t«n. Und hierin habt ihr. ihr Arbeiter und ihr Fortschrittler "kr Nationen, auch mitzureden. in Aach oin Wort über allgemeine Fragen. Eine Erneuerung der Ziehungen zwischen den europäischen und amerikanischen Ratio- /si und Rutzland bedeutet natürlich nicht eine Vorherrschaft der Mischen Nation über jene Natioiialltäten. die das ehemalige Menreich bildeten. Das imperialistische Rußland ist lot und h'rd nie wieder auferstehen. Die Zukunft der verschiedenen Pro- Knzen. aus denen sich das Reich zusammensetzte, liegt in der Achtung auf eine große Föderation. Die natürlichen Territorien 7;* verichiedencu Teile der Föderation sind denen unter uns genau �mnnt. die mit der Geschichte Rußlands, seiner Ethnographie und l!11« Wirtschaftslage vertraut sind. Und alle Versuche, die sich Mft verwaltenden Teile Rußlands— Litauen. Finland. d,e ,°ltischeil Provinzen, die Ukraine. Georgien. Armenien, l-ibmen )®-— unter eine Herrschaft zu bringen, werden stcherlich mig- '?Sen. Die Zukunft des ehemaligen Russischen Reichs liegt im 'Mdnis der �aneinander unabhängigen Gebiete. Es liegt daher im Interesse der Allgemeinheit, wenn die westlichen Nationen bereits im voraus das Recht der Selbstrcgierung jeden einzelnen Gebietes des ehemaligen Russischen Reichs anerkennen. Meine eigenen Anschauungen über diese Cache gehen noch weiter. Ich sehe die Zeit nahen, wo jedes Gebiet jeder Föderation eine Föderation freier Gemeinden und freier Städte sein wird. Und ich glaube dock, datz ein Teil des westlichen Europas bald dieser Entwicklung folgen wird. Was nun unsere gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage anbetrifft— die russische Revolution mutz als eine Fort- setzung der beiden großen Revolutionen in England und Frankreich betrachtet werden— so ver- sucht Rußland, dort einen Schritt weiter zu gehen, wo Frankreich stehen blieb, als es im Leben verwirklichen wollte, das es die wahre Gleichheit fcgalite de fait) nannte, nämlich die w i r t � s ch a f t l i ch e Gleichheit. Unglücklicherweise ist der Versuch, jenen Schritt zu unternehmen. in Rutzland unter der streng zentralisierten Diktatur einer Partei — den sozialdemokratischen Marimalisten— unternommen worden; und der Versuch wurde nach den Richtlinien der äußerst. zsntrallstijcken und jacooinistischen Verschwörung Babeufs unter- nommen. Ucber diesen Versuch fühle ick mich verpslichtet, ihnen offen zu sagen, daß meiner Meinung nach, der Versuch, eine kam- munistische Republik gemäß den Richtlinien eines streng zentrali- stcrten Ctaatskommunismus unter der eisernen Herrschaft der Diktatur einer Partei aufzubauen, ohne Erfolg enden wird. Aus den russischen Verhältnissen lernen wir, wie der Kommu- nismus nicht eingeführt werden sollte, obgleich die durch das alte Regime verseuchte Bevölkerung bei dem Experi- ment der neuen Regierung keinen aktiven Widerstand leistete. Die Idee der Sowjets, das heitzt der Arbeiter- und Bauern rate, wurde zuerst während der Revolution von 1965 ausgesprochen und sosort, als das Zarenrcgime zusammenbrach, durch die Revolution im Februar 1917 verwirklicht. Die Idee solcher Räte, die das politische und wirtschaftliche Leben des Landes kontrollieren, ist außerordentlich bedeutungsvoll. Um so mehr, als sie naturgemäß dahin fuhrt, datz an ihr. der Idee der Räte, alle diejenigen wahren Anteil nehmen, die.ihre volle Kraft für das nationale Wohl einsetzen. Doch so lange das Land von der Diktatur einer Partei be- herrscht wird, verlieren die Arbeiter- und Bauernräte äugen- scheinlich ihre Bedeutung. Sie sind dazu herabgewürdigt, die passive Rolle zu spielen, die sie in den Zeiten' der„General- Staaten" und der Parlamente spielen mutzten, die vom König zusammenberufen wurden und der Allmacht der königlichen Re- gierung opponieren durften. Ein Arbeiterrat hört auf, ein kreier und wertvoller Ratgeber zu sein, sobald nicht Pressefreiheit im Lande herrscht, wie wir es ieit fast zwei Iahren durchgemacht haben;— eine Entschuldigung für einen solchen Zustand war der Krieg. Mehr als das. Die Arbeiter- und Baueruräte verlieren allen ihren Einfluß, wenn nicht umfangreiche Agitation den Wahlen vorangeht, wenn die Wahlen unter dem Druck der Partei- diktatur vor sich gehen. Natürlich ist die übliche Entschuldigung. datz eine diktatorisckie Herrschaft als Kampfmittel gegen die alt- Regierung unvermeidlich war. Jedoch eine derartige Räte-Regic- rung bedeutet einen Schritt zurück, sobald die Revolution zur Er- richtung einer neuen Gesell. chaft auf neuer wirtschaftlicher Basis fortschreitet; sie wird zum toten Prinzip auf einer neuen Grund- läge. Die Wege, die zur Ueberwältigung einer bereits geschwächten Regierung führen, sind aus der alten und neuen Geschichte wohl bekannt. Doch wenn ganz neue Lebensbedingunschr geschaffen werden sollen, besonders neue Formen der Produktion und des Austausches, ohne einem Beispiel folgen zu können,— wenn alles gleich auf der Stelle geleistet werden mutz, dann wird eine macht- volle zentralisierte Regierung, die es sich zur Aufgabe macht, jeden Einwohner mit jedem Lampenzylinder und jedem Streichholz zum Anzünden der Lampe zu verjehen, sich absolut unfähig erweisen, das durch ihre Funktionäre zu tun,— ganz abgesehen davon, wie zahlreich sie auch sein mögen, es wird undurchführbar. Sie ent- wickelt sich zu einem förmlichen Bureaukratiesystem, das im Ver- gleich mit der französischen Burcaukratie, die eine Intervention von 46 Funktionären benötigt, um einen vom Sturm auf einer Nationasstratze gefällten Baum zu verkaufen, noch eine Klcinig- keit ist. So etwas sehen wir jetzt in Rutzland. Und das könnt und müßt ihr, ihr Arbeiter des Westens, unter allen Umstünden vermeiden, wenn euch an dem Erfolg eines sozialen Ausbaues gelegen ist und die ihr eure Delegierten hierher gesandt habt, um zu sehen, wie die Revolution in Wirklichkeit ist. Die ungeheure Aufbauarbeit, die eine soziale Revolution er- fordert, rann durch eine zentrale Regierung nicht restlos ausgc- führt werden, selbst wenn ihr als Führer für ihr Werk wert- vollere Dinge zur Verfügung stehen als einige sozialistische und anarchistische Schriften. Sic erjordert das Wissen, die geistige Ar- beil und die willige Zusammenarbeit einer Masse örtlicher und �käfte, die allein mit der Mannigfaltigkeit der wirt- jchaftnchen Probleme in ihrem örtlichen Umkreis kämpfen können. Diese Zusammenarbeit hinwegzufegen und das Vertrauen auf den Genius der Parteidiktaloren zu defestigen, den unabhängigen Kern zu zerstreuen, wie fle in den Gewerkschaften und in örtlichen Kon- sumgenvisensmaften sich finden— indem man sie in burcaukratischer Organe der Partei verwandelt—, dcks ist das, was jetzt geschieht. Doch das ist nicht der Weg, die Revolution weiterzuführen; das ist der Weg, ihre Verwirklichung unmöglich zu machen. Und daher betrachte ich es als meine Pflicht, euch vor diesen Grundsätzen für die Aktion ernstlich zu warnen. Imperialistische Eroberer aller Nationalitäten mögen wünschen. daß die Bevölkerung des Ex-Zarenreiches Rutzlands solange als möglich in elenden wirtschaftlichen Verhältnissen leben sollte, und dazu verdammt zu sein, das westliche und Mitteleuropa mit Roh- stossen zu versehen, während die Fabrikanten des Westens die Fcr- tigware produzieren und all den Nutzen einstreichen, den die russische Bevölkerung für ihre Leistung erhalten mutzte. Aber die Arbeiterklassen Europas und Amerikas sowie der intellektuelle Kern dieser Länder begreifen sicherlich, daß sie nur mittels einer Eroberung Rutzlands diesen unterdrückten Zustand erhalten können. Gleichzeitig zeigen die Sympathien, die man unserer Revolution von ganz Europa und Amerika her bezeugte, datz ihr glücklich wäret, Rutzland als ein neues Glied der Internationalen Gemeinschaft der Nationen zu begrüßen. Und bald werdet ihr sehen, datz es im Interesse der Arbeiter der ganzen Welt liegt, daß Ruhland aus den Verhältnissen baldmöglichst herauskommt, die feine Entwicklung hemmen. Noch ein paar Worte. Der letzte Krieg hat neue Lebens- b e d i n g u n g e n für die zivilisierte Welt geschassen. Der So- zialismus wird einen ganz bedeutenden Aufschwung erfahren. und neue Farmen eines unabhängigen Lebens werden sicherlich bald gemäß den Richtlinien lokalpolitischer Unabhängigkeit und seine Ziele bei der sozialen Wiederherstellung errichtet werden; entweder auf friedlichem Wege oder durch revolutionäre Mittel, wenn die intelligenteren Kreise der zivilisierten Nationen stch nicht an der Arbeit des unausbleiblichen Wiederaufbaues be- teiligen., Aber der Erfolg des Wiederaufbaues hängt zum größten Teil von der Möglichkeit einer Mitarbeit der verschiedenen Nationen ab. Denn diese Gemeinschaft der arbeitenden Klassen aller Nationen mutz fest zusammenholten und zu diesem Zweck mutz die Idee der großen Internationale aller Arbeiter der Welt erneuert werden. Nicht in der Form einer Ber- einigung, die von einer einzelnen'Partei geführt wird, wie es bei der zweiten Internationale der Fall war, und wie es wieder in der dritten Interna onale der Fall ist. Solche Bereinigungen haben natürlich volle Daseinsberechtigung; aber außer ihnen mutz, sse alle zusammenfassend, eine Vereinigung aller Arbeiterorganisationen der Welt entstehen, vereinigt zu diesem Zweck, die Arbeit der ganzen Welt von der gegenwärtigen Vchsklavung durch das Kapi- tal zu befreien. Streik im Lebensmittelhandel aufgehoben! Am 22. Juli fanden vor dem Reichsarbeitsministerium Ver- Handlungen mit den Arbeitgeberverbänden statt. Bei dieser Be- sprechuna wurden nochmals eingehe..d die E Haltssätze besprochen und nach 4 stündiger Beratung der Vergleich abgeschlossen. Die streikenden Angestellten hatten um 8 Uhr in den Sophiensälen eine Versammlung, welche äußerst stark besucht war. Andrer gab den Situationsbericht von den Verhandlungen und empfahl die Annahme dieses Vergleiches, umsomehr die Sätze unwesentlich nur verändert worden sind. Nach eingehender Debatte wurde dann dieser Vergleich fast einstimmig angenommen. f Zum Streik der Fensterputzer Die streikenden Fensterputzer wenden sich noch einmal cu.die organisierte Arbeiterschaft Berlins mit dem Ersuchen, sie in ihrem schweren Kampf»u unterstützen. Es mutz von den organisierten Arbeitern mehr darauf geachtet werden, datz die arbeitenden Fensterputzer im Besitz einer Ausweiskartc der Zcntralstreik- leitung sind. Können sie eine solche nicht vorzeigyi. so sind sie aus das Verwerfliche ihrer Handlungsweise hinzuweisen Rohrers Die Rohrdecken-Fabrikanten haben jede Verhandlung mit der Organisation abgelehnt. Die Ursache ist wohl hauptsäch- lich darin zu suchen, daß nenn Zehntel der zurzeit beschäftigten Rohrer auf Regie- und Siedlungsbauten beschäftigt sind und aus- schließlich in Lohn arbeiten. Die Nohrdeckenfabrikantcn dagegen lehnen jede Lohnarbeit ab, angeblich, weil sie keine Kontrolle hätten, und weil der Prosit darunter leiden könnte. Es wird deshalb über folgende Firmen die Sperre verhängt: Wilhelm Stahl, Pankow. Wollankstr. 67, Krumrci» Jnh. R. Arndt, Südende, Friedenauer Str. 3. Aug. Schröder, Schreiner Str. 46. Deutscher Bauarbciteroerband, Sektionsleitung der Rohrer. Zeichnet Anteilscheine! mm WWIUIWWMmiIHWHHIJ Die schwere Stunde Roma» VD» 91 Victor Pani« -Ihr Verhältnis zur Mutter ist ganz offensichtlich ein femd- >kges. Es kommt vor, datz ich durch die hacbMoffneten .�ren höre, wie sie stundenlang miteinander streiten, und tt-}n den ganzen Tag verstimmt sind, �ch rvtll mich aber in iiw Off frtmmm liinöß Peilte Artete Niussia ungehalten, und sogar in etwas ärgerlichem otic; -"Ach, Papa, gibt es denn wenig Menschen?" dabei verbog � das Gesicht zu einer Grimasse, als wollte sie sagen. Ist ü9 eine dumme Frage! .�n, geben miä ich nicht, von ferne, mit einem Auge beob- �chtc ich«fijuista; ich möchte erfahren, wovon ihre Seele lebt. ihr Leben ausgefüllt ist, wo ihr aufgespanntes Segel '"'steuert. �ie ist entzückt von der neuen Ordnung und wenn man Bolschewismus redet, so glänzen ihre Augen' von jugend- .Wm Glauben erjüllt, meint sie in ihrer Eradlinigleit, das auf Erden sei schon eingetreten, es bedürfe nur einer geringen Anstrengung, eines letzten Stoßes, um dieses Äiderwärtige, Schmutzige im Leben wegzufegen, � 11 Hb dann attb der Aufgang des neuen Lebens da sein. es biiji so sein! Alles dies freut mich sogar. Eine Cteic ohne Träumereien und Schwärmereien gleicht tnet Vese obne Grün. Was mir aber unverständlich ist M mich sogar schmerzlich berührt, das ist die Tatsache, datz k ihre lichten Ideale, ihr brennender Glaube mit wilden MMlosen Begehren und Leidenschaften vermischt sind. «..Immer öfter bittet sie mich dringend, ihr dieses oder jenes £leib-u kaufen. Auf ihrem Tische finde ich bloß die aller- Z�'gsten Boulevard-Romane und die gegenwärtig er- inenden, dekadenten Illustrationen, in denen die nackte, unverbüllte Ausschweifung mit dem Zynismus einer tieri- schen AbgestumpftheiF wetteifert. Immer häufiger verschwindet sie aus dem Haufe, um allerlei Ball- und Abendgesellschaften zu besuchen. Wenn das Gespräch auf das Tanzen kommt, so sehe ich, wie sie vor Ungeduld erbebt. Sie tanzt unaufhörlich bis zur Be- wutztlostgkeit. Diese beiden Gegensätze versetzen mich in Er- staunen. Sollte auch das Kriegspsychose sein? Einst fragte ich sie; "Njusfia, glaubst du, datz man das neue Leben bauen mutz?" „Aber gewitz doch. Papachen!" „Wenn aber alle Citizen und sich amüsieren werden, wer tuttb denn dann das Bauen übernehmen?" »Ach, Väterchen, man kann ja schlistzlich auch nicht immer blotz arbeiten! Das Leben ist kurz, man mutz vom Leben eben alles nehmen, was es bietet. Tu hast es ja selbst ge- schrteben, in deinem Buche;„Evas Leben". Ich erinnere mich ja ganz genau, wie du da schreibst,... Bezaubernde Schönheit, weder der Glanz deiner Augen, noch die Har- monie deiner Linie und die berückende Schönheit deines Ant- litzes werden dir helfen, dem Tode zu entgehen, trotz allem wirst du den Würmern verfallen. Weshalb denn grämst du dich dann? So stürze dich ins volle Leben, trinke den Kelch des Genusses bis auf den Grund und wisse, datz das Leben nickt mehr wiederkehrt.... Siehst du, Papachen, ich kann es sogar auswendig! Ich lieb- dich doch, ich tue ja das. was du geschrieben hast! Weitzt du wohl, jetzt ist ja die ganze Jugend ganz bege.stert von dir. Alle Liebcssachen aus deinen Büchern können sie auswendig, wie sind sie doch all- mundervoll!.... Viele beneid-n mich, datz ich deine Tochter bin. Und weitzt du, Papachen, viele olaubcn. ba— ha�ha! datz du nicht wie die gewöhnlichen Menschen seist, sondern ein ganz Besonderer, ern Riese, datz dein Kopf hundert Pud wiegen müsse! Wie stotztg, ich lache mich dabei halbtot! Und mein Papachen ist doch genau so, wie die anderen Menschen!" Sie nähert sich mir. und hinter meinem Sessel stebend, nimmt sie mich fest um den Hals, küßt mich auf die Stirne und verlätzt das Zimmer. Wie niedergeschmettert sitze ich da, als hätte mich jemand soeben mit der Peitsche gesckjlagen; ich ziehe den Kopf ein, ohne datz ich wage, die Hand zu erheben und mich zu ver- teidigen. Sie hat ja recht, so habe ich geschrieben, ich er- innere mich. Die eigene Tochter tut das, was ich sie gelehrt habe, was ist denn dabei? Entweder betrachte ich jetzt das Leben anders, oder ich schrieb damals die Unwahrheit? Oder vielleicht dachte ich beim Schreiben nicht an Njusna? Ich dachte wohl nur an die Töchter der anderen, als ich das schrieb und vergatz meine eigene? Und nun rächt sich das Leben an mir. Immer häufiger kommt mir der Gedanke in den Sinn, aber entsetzt jage ich Ihn von mir und denke: es ist unmog- lich!— Früher, als ich Njussia umarmte, kützte, sie an meiye Wange drückte, fühlte ich, als. sie klein war, den Geruch der Milch, später, als sie größer wurde, spürte ich den Geruch jugendlicher Unschuld und Frische, ja eben der körperlichen Unschuld und Reinheit. Es mag komiich erscheinen, aber es war gerade so, dieser Geruch, dieses Gefühl, erfüllten mich ganz mit einer entzückten Ehrfurcht vor ihr. Ich fühlte, datz ich selbst durch die Berührung mit dieser naiven, kindlichen Reinheit reiner, kenscher wurde. Wie sonderbar es auch scheinen mag, ich finde bei ihr nicht mehr dieses Gefühl jugendlicher Reinheit, ich empfinde nicht diesen sepzifischen Geruch der Keuschheit, der den Unschul- digcn eigen ist. Wenn sie zu mir herantritt, so merke ich instinktiv, datz neben mir schon eine Frau steht, eine Frau, die dep Schmutz des Lebens schon kennen gelernt hat. For- schend blicke ich in ihr Gesicht, betrachte ihre ausgebildeten Brüste und möchte erraten, ob sie gelebt hat, ob sie sich jemandem hingegeben hat? Häufig, wenn ich daran denke, datz vielleicht jemand sie umarmt, geküßt, sie besessen bat. schwindelt mir der Kopf, der Atem stockt mir, und lange kann ich nicht zu mir kommen. Ich begreife nicht, wieso das kommen kann, sie ist ja schon ein erwachsener Mensch, sie kann und mutz ihr eigenes Le» ben führen! Sollte es väterliche Eifersucht sein? (Fortsetzung folgt.) T ■• Vv••■t v'%*1» �»»'» Ii. Groß-Berlin Die Zuwanderung aus dem Osteu Die ständige Zuwanderung aus dem Osten bildet seit längerer Zeit Gegenstand von Verhandlungen in den ver- schiedensten öffentlichen Körperschaften. Diese Erörterungen 5nd nicht immer frei von antisemitischen Tendenzen, weil es ch um Ostjuden handelt. Dom Standpunkt der Wohnungsnot aus verdient die Frage eine gewisse Beachtung, obwohl in bestimmten Gegenden Berlins nur eine noch größere Ueberfüllung von Wohnungen eingetreten ist. nicht aber eine Fortnahme freier Wohnräume. Nun aber wird die Zahl der Zuströmenden auch stark übertrieben. Jetzt will man dieser Erscheinung entweder mit der Aufhebung der Frei- -mgigkeit zu Leibe gehen oder mit Jnternierung. beides Maßnahmen, die.nur mit starken polizeilichen Kräften zu lösen sein werden. Im„Berliner Tageblatt" verbreitet sich der Leiter des Berliner Wohnungsamtes, Herr Dr. Laporte, über die Sache, indem er auf eine Lösung dieser Frage hinweist. Er weist auf die Schwierigkeiten hin und sagt dann: „Um so mehr ist es zu begrüßen, daß jetzt das jüdische Arbeiterfürsorgeamt selbst den Jnternierungsgedanken, aber in anderer, freierer Form, aufgenommen hat. um Ab- Hilfe für die verschiedenen Mißstände zu schaffen. Der Unterschied des neuen Vorschlages von dem früheren der militärischen Zwangsinternierung liegt darin, daß jetzt von den jüdischen Einwanderern ein Lager unter Aufsicht des jüdischen Arbeiterfürsorgeamts bezogen werden soll. In dem Lager soll allerlei produktive Arbeit unter Anleitung geleistet werden. Der Gedanke ist durch duribaus gewahrt werden, eine Kontrolle über die Zu Wanderung ermöglicht wird und unproduktive Elemente, ___________., Arbeiterfürsorgeamt braucht Anweisung auf ein günstig gelegenes Lager zu erhalten, um es mit eigenen Mitteln sofort ermieten und in Betrieb setzen zu können. Hoffentlich scheitert der ganze Plan nicht an dem Bureaukratismus und der Langweiligkeit der Er- ledigung dieser Dinge bei unseren Behörden." Ob dieser neue Plan wirklich ein solcher ist. um dem Uebel u steuern, erscheint mehr als zweifelhaft. Bisher haben alle iese Pläne als undurchführbar aufgegeben werden müssen. Zur heutige« Protestkundgebung im Lustgarte« Die Referenten für die heutige Kundgebung treffen sich nachmittags 3 Uhr in den Räumen der Buchhandlung„Frei- heit" in der Breite Straße. Die Ordner zu der heutigen Protestkundgebung treffen sich um 2� Uhr nachmittags am Zirkus Busch. Meldung beim Genoffen Herbst. K Zur Teilnahm« an der K..... B Lustqarten fordert die Mitglieder zu reger der heute stattfindende« Kundaedung Freie sozialistische Jugend Deutschlands Beteiligung auf. im ihr« Prestkommisfion Sie Preßkommission hat sich konstituiert und Unterzeichneten zum r sitzenden gewählt. Alle Zuschriften. Presseangelegenheiten de- jjtnb. sind an seine Adresse zuLchte«..______ Die vors trefft liu, IIIIV WH svinv a—••"7'*"".,. Ä— W cvn Nächste Sitzung der Pretzkommisfion Dienstag, den 27. d. M., abends« Uhr. Schi-klerstr. 5. Paul Schwenk. N. 65. Tr,ftstr.«4. Polizei im GewerKschaftshaus Sin Genosse, dem von den Grünen—„Ordnung" gelehrt wurde. W!ÄcinU5ßöit über die Straßenhündler. wer im«ewerkschafts- Haus zu tun hat. ist fest davon uberzeugt, daß die Polizei die Ord- jvung aufrecht erhalten soll. Ich nehm« an. daß man besonders be- mbte Leute zu diesem Dienst auserwählt hat. war aber sehr er- staunt am 22. Juli vormittags Augenzeuge zu sein, wie Ordnungs- Männer— Grüne— lln— ordnung schaffen. Folgender Fall gibt �SttaKe!hündler«erden von zwei Ordnungsmännern- fRiünc_ aufgefordert, sich zu entfernen— Wortwechsel,«»« heute überall durch die Notlage hervorgerufen- Ansammlung von Menschen- Aeutzerung eines Mannes, der das Gewerkschaftshaus ...kinch» l»oei Dolizisien— Grunc— betreten das Gewerk- lchastsnaus- Auseinandersetzung- sehr buman angefaßt. Seiten- iir«-- saqlcklaaen— Revolver in der Hand, das war eins. Aufregung der M-ns-Knm-ng-- wohl sehr verständlich Ich übersah sofort die Situation, machte vom Hausrecht Gebrauch, for- derte die beide» Hüter des Gesetzes auf. unler Saus zu verlassen. Da lam ich schön an!— Run lenkte OrdnunLLyuter auf Ordnung ausr-wi zu yanen.- Was für aashü ti man dann in die Welt Gesetzes von Wichtigkeit. War es für die Hüter des Sen'iöifanm der geschlagen wurde, zu v e r- Ge etzes von wumiu«««,„„"7 V.- fioften so durfte man ihn nicht lausen lassen. Menschen' d e sich nicht zu solch wichtigem Dienst eignen, müssen entfernt weiden, um Unheil zu verhüten und vor allem- d,e eiuseiiu iwtwwii, Ordnung aufrecht zu halten! Wie uns scheint, laßt stchd'« Kauflust der Gnlnen überhaupt nickt' biindiaen Auch die nichtbeteiligten Grünen auf der-wawe NM?" W- uli mm.--k-n« PS' SS Ä®'"ilg'äÄ diesen unsauberen Elementen bedanken, bei diesen Rowdys, die nach vorliegenden Beschwerden einen ziemlich großen Prozentsatz der Sicherheit»- polizet bilden. Der MÜ«Ke»sommer Die Mückenplage des Sommers 1920 ist fürchterlich. Ueberall in Stadt und Land, nicht nur in den ohnehin berüchtigten Mücken- gestern, sieht man zerstochene Gesichter, zerkratzte Mückenstiche. Selbst inmitten des Steinmeers Berlin dringen die Mücken zu Dutzenden in die Schlafzimmer und lassen in ihrer Blutgier den ermüdeten Großstädter nicht den ersehnten Schlaf finden. Erst nach längerem wütenden Kampf gegen die kleinen Blutsauger, deren pfeifendünnes Geschwirr das Lbr entsetzt, kommt der Schlaf. und am Morgen besieht man sich bekümmert an Kopf und Händen die Miickenwunden. Die Mückenplage ist ein« Folge des nassen Frühjahrs und Sommers. Di« Pfützen und Tümpel, die Bäche und stehenden Gewässer sind die Brutstätten der Mücken: sie sind durch die reichen Niederschläge dieses Jahres für die Mückeneier und-larven weit mehr als sonst geeignete Ablegungs- und Wachs- statten geworden, und deshalb tanzen nicht nur in Finkenkrug, im Brieselang, dem gefürchtesten Mückenquartier in der Umgegend Berlins, die Mücken und Schnaken zu Tausenden, sondern aller- wärt» zum Leidwesen von jung und alt. Dazu kommt, daß die in der Vorkriegszeit planmäßig durchgeführte Mückenbekämpfung g der Muckennester in Kellern und anderen l rr- Und durch Ausräucherung feuchten Hausecken als Folge der allgemeinen Verwahrlosung er- heblich nachgelassen hat, zum Teil gänzlich unterblieben ist. Und auch die Wild- und Stockenten, die in den Parkteichen Eroh-Zier- hat, zum Teil gänzlich unterblieben .... Stockenten, die in den Parkteichen i lins stch durch Vertilgen der Muckender verdient gemacht haben, [ind durch Wilderer stark vermindert und können bei weitem nickt o viel wie früher zur Beseitigung der Mücken beitragen. Wäh- rend es also Mücken im lleberfluß gibt, fehlt es in diesem Jahr fast völlig an Wespen. Das hat dieselbe Ursache: nasses Früh- fahr— viele Mücken: trockener Frühling und Sommer— viele Wespen! Und da die Schlupfwespen fehlen, die ihre Eier mit Vorliebe in den Puppen der Kohlweißlinge ablegen, gibt es wiederum Unmengen von Kohlweißlingen, diesen Schädlingen in Obst- und Gemüsegärten. Wenn die Sonne scheint, ist die Luft in den Vororten oft erfüllr von Hunderten und Tausenden der kleinen, so unschuldig-weiß aussehenden Falter. An den Mücken, Wespen und Kohlweißlingen kann auch der naturfremdeste Groß- städter den innigen Zusammenhang der verschiedenen Tierarten im Haushalt der Natur erkennen. Auf die Frag« aber, was uns Menschen lieber ist: Mücken oder Wespen und Kohlweißlinge, kann die Antwort nicht zweifelhaft sein, denn die letzten beiden saugen uns nicht bis aufs Blut aus. Stadt« und Bezirksverorduete von Groß-Berlin Mittwoch, den 28. Juli, abends 7 Uhr. Sitzung in den Prachtsälen Alt-Berlin, Blumenstraße 10. Portrag des Ee- nassen Leid über„Die Kompetenzen der Stadtverordneten und Bezirksverordneten auf Grund des neuen Gesetzes. Waldfest in der Königsheide Am Sonntag, den 25. Juli, veranstaltet der 4. Distrikt in der beide ein Waldfest. Mitwirkung des Gesangvereins„Vor- wärts Südost" und des Turnverein«„Fichte''. Festrede, Gesang und Spiele für groß und klein sollen dieses Waldfest oerschonen. Abmarsch der Teilnehmer vom Bahnhof Baumschulenweg. vor- mittags 8H Uhr. Ei« schwerer Raubiiberfakl. bei dem den unbekannt entkommenen Tätern 15 000 Mark bares Geld in die Hände gefallen find,«uro« -Straße 10 verübt. In dem alten r-Kastrne, dewohnt die 78 Jahre geboren« Juckeit, mit ihrer Tochter im zweiten Stockwerk Stube und Küche. Die Greisin erhält Armen- Unterstützung, während die Tochter durch Handel etwa« hinzu- verdient. Gestern um die Mittagsstunde, also am hellichten Tage, als die Tochter auf eine knappe Biertelstunde ausgegangen war, um einige Einkäufe für den Haushalt zu machen und die alte ge- brechliche Frau allein in der kleinen armseligen Behausung zurück- geblieben war, wurde diese von zwei feldgrau gekleideten Män- nern überfallen und beraubt. Diese müssen sich in dem Hause versteckt gehalten und das Weggehen der Tochter abgewartet '' Die Räuber drangen in warfen sie auf ein Liegesofa, deckten ihr mehrere Kissen über den haben. Vi Wohnung der Greisin ein. Kops und verhinderten sie so am Schreien und raubten die ge- samten Ersparnisse der alten Witwe. 15 000 Mark, die diese im Bett versteckt gehalten hatte. Diesen Ausbewahrungsort müssen die Räuber gekannt haben, denn sie rissen das ganze Bettzeug hinaus, um an die Ersparnisse zu gelangen. Mit diesen eilten sie dann davon und entkamen, bevor die ueberfallene wieder zu sich gekommen war. Als wenig« Minuten später die Tochter heim- kehrte, fand sie das große Durcheinander in dem Zimmer und als die alte Mutter wieder zu sich gekommen war, konnte sie den Hergang des Ueberfalles schildern. Der Raubmord-« der«reisiu in der Eöpenicker Straße 102, der 71 Jahre alten Witwe Thielemann, harrt noch der Aufklärung. Von der Kriminalvolizei sind auf die Ergreifung der Täter, es handelt sich nach den neueren Feststellungen wahrscheinlich um zwei, je 1500 Mark, zusammen asso 8000 Mark Belohnung aus- gesetzt. Der Raubmord im Hotel München« die Hände gefallen sind. Di« Mörder haben ihr Opfer vollständig ausgeplündert. An barem Geld« find ihnen nur etwa 200 bis 800 Mark in die Hände gefallen. Außerdem aber raubten sie dem Ueberfallenen, der der Sohn eines Hotelbesitzers aus Marien- bad ist und sehr vermögend war, vom kleinen Finger der linken Hand einen Brillantring mit einem 2,42/64 Karat großen, in Platin gefaßten Brillanten und einer 14karStig«n goldenen Diahtfchiene. Dieser Ring ist allein 45—50 000 Mark wert. Ein Platinbandring mit einem Brillanten und zwei Saphiren und ein l4karätiger Damenring mit Rosen die der Ermordete an der Uhrkette trug, sind ebenfalls mit der Uhrkette und der Uhr ver- fchwunden. Die Uhr ist eine 14 karätig« Omega-Uhr, die Kett« eine 14karätige goldene Panzerkett«. Auf die Wiederherbei- fchaffuna hat der Mitinhaber des Beleuchtungskörpergeschäftes Wolkner Herr Hardir. eine Belohnung von 10 000 Mark aus- aefetit'Außerdem auf die Ermittelung der Täter außer den von der Kriminalpolizei ausgesetzten 5000 Mark, weitere 5000 Mark. Die Vernehmung des Herrn Hardix laßt erkennen, daß der Raubmord ein von langer Hand vorbereitetes Verbrechen»st. Das anaeblicke Ehepaar Bartels war gestern vormittag ,n dem Ge- schuft von Wolter in der Prinzenstr. 89 gewesen und hat sich dort als ein jung verheiratetes Ehepaar aus der Provinz ausgegeben. das Beleuchtungskörper kaufen schäftes bestellten sie dann Herrn Wolfner nach dem Hotel Mun- rfirti/yr fmf Dort ist das Paar, das vorher alle Vorbereitungen zu dem Ueberfall getroffen hatte, wahrfch�ch in dem Augenblick über den Kaufmann hergefallen, als er am Tische>ag, um die Be- stellung entgegenzunehmen. Ei» Ehepaar i« de« Kanal gestürzt. Am 28. d. M. gegen L" vormittags ist an der Jnfelbrucke(Grünstraße) ein bli� paar, in den Kanal gestürzt. Während der Mann werden konnte, blieben die bei der Frau gemachten belebunasversuch« erfolglos. Dieser betrübliche Fall ist n* I bedauerlicher, als er hätte verhindert werden können, wenn M ein Stück des Geländers defekt gewesen wäre.„. Es muß Sorge getragen werden, daß in Zukunft ein betatttlP Fall sich nickt wiederholen kann, auch Kinder können wP*? leiden. Allerdings wird die Frau dadurch nicht wieder ledert Semacht. Der Brunnen wird immer erst zugedeckt, wenn das JO» ineingefallen ist. Beschlagnahmt ausländffcher Kartoffeln. In Berlin wurden 0 Freitag und Donnerstag große Mengen von FrühHv toffeln beschlagnahmt, die aus dem Inland« stammten u? als ausländische Ware an den Mann gebracht werden sollten, w Teil der beschlagnahmten Kartoffeln war verdorben und WL Fäulnis übergegangen, angeblich durch mangelhafte Aufmerkl»" keit auf dem Transport und infolge großer Hitze. Um die Quäkerspeisung während der Ferien unseren Kindern k erhalten, muß darauf hingewiesen werden, daß Erwachsene°° der Speisung auszuschließen sind. Gespeist werden nur K»»'' die von den Schulärzten untersucht sind. Gegessen wird Ausnahme an den Ausgabestellen. Mitnahme ins Haus ist geschlossen. Es wird dringend gebeten, im Interesse der Weu" führung der Speisung, diese Vorschriften zu beachten. Ei» Kinderfest in Blötzensee veranstaltet heute der Arbeits elternbund. Gruppe Moabit, im Klostergarten. Die Geno»' werden ersucht, sich recht zahlreich zu beteiligen. Der Eintritt- preis beträgt l,50 M.. Kinder sind frei. Eröffnung 2 Uhr. Kaffeeküche wird um 3 Uhr eröffnet. Lichtenberg. Am 22. Juli trat die Stadtverordnetenversai»� lung nach mehrwöchentlicher Pause wieder einmal zusamw� Unter geichäftlichcn Mitteilungen verlangte Een. Mie'litz � den bürgerl. Abgeordneten Schachtel und Frau B u ch m a» das angebotene Brweismnterial für zu hohe Trügerkosten städtischen Beerdigungswesen. Es war nicht erbracht und � Dezernent. Gen. S t i m m i n g. bewicknete nach ausführlickcn« weisen dieses Verhalten als bewußte Verleumdung.— Die der Pfleger für die Armen- und Wohlfahrtspflege, die schon räume Zeit der Erledigung harrte, konnte nicht geschehen, da wj Konstatierung unseres Een. Richter die Bürgerlichen imi?� noch keine Vorschläge gebracht hatten.— Die Kriegsoeschädil petitionierten für Kommunalisicrung.des Aohlenverkauf«s< Schritte des Magistrats scheiterten beim ReichskohlenkommiU Der Magistrat will jedoch Mittel für eine Verteilungsstelle, � von den Kriegsbeschädigten geleilet wird, zur Verfügung stellen. Die Beamtenbesoldungsvorlage, die sich auf das Gesetz der Laiu>� Versammlung berief, wurde mit Ausnahme der Gruppen 1a, l?-' abgelehnt. Een. Thurm vertrat unseren Standpunkt: er erklär� daß wir den letzten Beschluß, wonach die Maaistratsbeamten K Jahr 6000 M. Teuerungszulage bekommen, ausrecht erhalten! können es vor der arbeitenden Bevölkerung nicht verantwor« höher« Summen zu bewilligen.— Interessant war das Verha'/. des Demokraten H e n n i g e bei Begründung seines Antrages. Schornsteinfeger-Privileg aufzubeben. Er hatte vor der eig�' Courage Angst bekommen und forderte bei der Begründung ein Reförmchen. Gen. M i e l i tz und auch die S. P. D. stellten � Antrag, das Fegen in städtischen Betrieb zu übernehmen und sofort beim Bezirksamt zu beantragen: er fand Annahme.— Lorlage über Mitbestimmungsrecht uitd Annahme de» Erotz>»7 liner Manteltarifs für Beamte und Angestellte zeitigte ein« 5 regte Debatte. Der rechtssozialistische„Eewerkschaftsdeantt Börkel beantragte Abänderungen, die den Acht-Stundenl� illusorisch machten. Dieses reaktionär« Eebahren wurde von"r Gen. Thurm und M i« l i tz gebührend gekennzeichnet und» dient, hober gehängt zu werden. Die Vorlage wird angenows»� die Abänderungen verfallen dem Hohn der größeren Mehrheit-. Der Bau des Arbeitsamtes und der Kleinwohnungen fand stimmig« Annahme. Ans den Organisationen 57. e. M..»ochmlttaa» 2 Mir. tresse» m im Parad«i>zrt«i>. Schwirbilf« Strafc«. b im Juli sälll aus. t.»istritt. riti>»Ias. htn Teaosstnnen mit Ihrea ätabera milllommen. Der Frauraadenb.... I.»ifirlft. Heute finbet bie Vorstellung Im HZalstalla-Dheater ,D>i»' � aationals" nicht statt, saubeia am Sonntag, bot 8. August. Die bereit» r lilstea kulichein� behalten ihr« lliüliigieit�.jf _~" hstiig »tag. 7 Uhr. Slinnt r Strah, 2,.yf In her Schutaula, W»* "uWutrli?. öannobtnb, Z48 Uhr, G-i-nglaal Ut Schul« Sarleastr. 25: tW"*' 3 Äurfna übet„Sozialist«!»»«� Referent: Gen. Präger. !».»lfteUt. Montag, ben 20., abend» 7 Uhr bei llrugr, Putlljistr. 10, konleren«. Das erscheinen ber Stobt» anb Diftrrktsnerordneien wirb erwartet. ist. abend SUtli lellil. Wielen Den Bai heute, Panlow. v»,!ch»h ber«nbeelchMiirommiistoaen ber 18»«liner Distrikte tl>i� pünktlich oormlttagz 6 Uhr, bei Haffmann. Gaben« Siraho 5. H .«•■ ltanimunole Aaniiniffwn. Heule, Sennabend, abend» 7 Uhr. Restaurant ooa Vater, Milhlenftr. 12, wichtige Sitzung.«.Ii' «etheafee. Sonnt««, ben 25. Zulr, vormiiiag, 9 Uhr im Lokal von'jjV mann in Malchow, iffentliche Verlammluna. Die Genoffen treffen stch um» im Lokal von Mosch«. Berliner Allee 252...«W1 OGerlchönemetbe. Moniag, obtnb» 7 Uhr, graneakommiffioni-SitzuN, bm- derg, Zvilhelminenhosstrahe 84. 4 Vereinskalender ««MstfftfShTenbet«»»ichntz ber Ctntrale der»«trleh»e«te. Sonnabend 24. Zatt. nachmittag, z Wst, Sitzung., Ala,vetrieb»e8t«. Donner-tag, den 29."uli, abend» 7 Uhr. findet im Saal« b» Mustlerveieinobauie».«aller Wilheimstratz« ZI. eine«erfammlu»« Betrieberate, Angestelltenräte und Betriebeoblente ber Af-, statt., Zateenotionaler«anb Kri,n,befchib>gter nnb htaterbllebenen. 51' K' 7'' nach Tegel. Abfahrt 8.00 Uhr. L«"' � Zeatraloerboab ber Molchiaisten«ab chri,«. Heut«. 8 Uhr,«ewerklck-st»�! großer Saal. aaßerordenittHe Mitgliederversammlung. Aach nicht bei