Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Freitag, den ZV. Juli 1920 Rnmmer 305• Abend-Ausgabe Jte««itttoftnK MmvcnnkitNt»»«t km««mm MM«.«wscha-anch traminjtjofdilQg.«leine Amnz-n; Da» MtgtbntckU fflo« J,— irt«»Am ' rl»'>!l>ch SoimingsiufdUag. Bouftnl» fliuetgf»>»» I«A. Ro«iiHtnj«iiifi#ni»nd eifDm.Oriurtn S.» JN. netto pro Belle. eteleo-Def»«« i» mortui nieigen■ da» fetlgeti nickte ffioet U»«L, Icke*»ruete«» Wien wird»n, Aurel Stromselb war der Eeneralstabschef der Rote« Vv» me« in Sowjetungarn. Zm großen Kriege war er General- stabsoffizier und Chef einer Division aa der Piavefront. 9t wurde nun vor ein Divistonsgericht gestellt»nd nach ein« ~- drei Zahra« und Einzel» iai, zur Degradlerung uns AusstotzunE au» der Armee verurteilt. Stromfeld ist ein hervorragender Offizier, der dk» Rote Arme« geschassen und mit ihr die Tschechen au, Ungarn m* trieben bat,«in Verdienst, das eben von den heutigen Macht» hadern Ungarn», di« die Rückgewinnung de, alte« Grenze« Ungarn» betreiben, gewürdigt werden sollte. Der siegreich« Feldherr aber wird au» der Armee ausgestoßen»nd in de« Kerker geworfen. Der Grund? Es möge di« Begründung de« Urteil» sprechen: »Sttvmseld war der Organisator der Rote« Wnmt»nd damit der Erretter der Sowjetherrschaft. Dies« Herrschast war aber«in Aufruhr»nd so trug sein« Tätigkeit znr Verlängerung de» Aufruhr, bei. Er stellt« stch a, die Spitz« ein«. Arme«, dk au» bolschewistischen Arbeitern, eidbrüchigen Soldaten, mm dem städtischen Pöbel bestand, deren alleinig« Bestimmung der Um- stürz der rechtmätzigen»nd gesetzlichen Gesellschastsordnung war. Zn der Organisierung»nd Disziplinirrung dies« Arme« hat Strmnseld Hervorragende» geleistet. Dies« Arme««mx dk mächtigst« Waffe der Rote«, dt» vollskommissäre nannte« Stromfeld ihre« Erretter. Set«« Verteidigung, datz er unter ei««« Zwang» gestanden, ist nicht stichhaltig. Er nahm dk Stell« nicht«« all, sondern erfüllte seine Pflichten als Generalstabochef mit seine« autzerordentNcheU Wissen und übermenschlichem Fleitze. Er hätt» fein« Arbeit lau versehen können, aber er tat e» nicht, sondern stellte seinen ganzen Fleitz und sein ganz«. Wissen t« Dienst« d« Diktatur. Er mutzte es wissen, datz die Erhaltung der Diktat« von de» Zustand« der Arme« und ihren Siege» abhängt... Gr war et, linksstehender Sozialdemokrat, der stch als Intev- Nationalisten bekannk, dk Ungerechte Vermöge-svettell»«« elk»nd dafür«ingetreten ist, datz die Macht t« dt« Hände breiterer Volksschichte« gelang«... Da» Divifionsgericht«v- bllckt« t« seiner hervorragenden Begabung, hohen Bildung, eine» gravierenden Umstand, in seinem 52monatlichen musterhafte» Kriegsdienst und in dem Umstand, datz ihm ans seiner hohe« Stellung kein« materielle« Borteile erwuchsen, einen mildernde» Umstand." Diefe» Urteil ist ein Dokument der Klassenjustiz, wk mm» es selten zn sehen bekommt, vi« denn itverhaupt di« Budavester Prozesse nicht nnr zur Revolutionierung d««de garischen Arbeiterklasse sehr viel beitragen werden. Di« Verteidigung Stromfelds war auf zwei Gedanke« auf« gebaut: er sagte, er habe die Rote Armee organisiert,»m dea Landesfeind zu vertreiben und eine bewaffnete Macht zu haben, um der drohenden Anarchie, dem Rauben und Morden i der aus Lumpenproletariern bestehenden Freiwilligenarm« entgegentreten zu können. Demgegenüber wurde vom Ge» richt der Standpunkt vertreten, daß die Rote Armee Kinv Armee war, und al» der Verteidiger diese Frage an«inen Zeugen richtet«, ob nach seiner Auffassung die Kote eine Ar» mee gewesen war, ließ der Vorsitzende diese Frag« nicht zn» und als der Verteidiger auf diese Frage bestand, hielt da» Gericht eine Beratung ab und enuncierte, dag durch die Ver- ordnung der(weißen) Regierung der Roten Armee die Eigen» schaft einer Armee abgesprochen wurde und so diese Frag« nicht zulässig seil Der Vorsitzende führte des weiteren au», daß es ein großes Verbrechen von Ctromfeld war. den Ver» uch zu unternehmen, den Landesfeind zu vertreiben oder i« Anarchie und Räuberunwesen zu bekämpfen, denn sowohl die fremde Besetzung, als auch' die Anarchie»st ein kleinereq Uebel als dk Diktatur des Proletariats! Das Verhör des Generalstabshauptmanns Lichte«« egger gestaltete stch folaendermatzen: Der Vorsitzende: Hielt stch Stromfeld für einen Soziafc demokraten? Der Zeuge: Ja, aber tt wollt« nur die großen vermöge»»« unterschiede ausalcichen. Der Staatsanwalt: Die. ist schon ei«. kommunistisch. Richtung., Der Verteidiger: War es ein allgemeine» Interesse, de» Räuberbanden entgegenzuttete«? Der Zeug«: Hätte« wir das aicht getan, so wäre ein« groß« Gefahr eingetreten., Der Vorsitzendem Wäre dies« Gefahr größer gewesen als diejenige, durch dl» Herbeiführung der Anarchie die rote Herrschaft zu stürzen? Der Zeuge: Darauf ist sehr schwer zu antworten. Die Stil» mung war derart beschaffen, datz innerhalb drei Wochen all« er» schlagen worden wären, die ein besseres Kleid trugen. Der Prozeß warf manche Schlaglichter auf die militärischen Gründe des Zusammenbruches und sollte allen sog. national- bolschewistischen Gedankengängen Zugänglichen eine War- nung sei«. Der Kommandant einer roten Division. General Karl Szabo-Papp erzählte, daß er nach dem siegreichen Vor« marfch in der Clowatzei krank wurde und bei feiner Heimreiss Stromfeld im Hauptquartier einen Besuch abstattete. Bei btcfcr Gelegenheit meldete Stromfeld, daß das l., 4. und 6. Armeekorps in jedem Moment bereit fei, die nationalen Farben zu hissen und daß 80 Prozent der Arbeiter schon nationalistisch gesinnt sind und einen Hah gegen die Volks- kommiffäre hegen. Stromfeld selbst schwankte zwischen seiner nationalistisch-militärischen Gesinnung und seiner sozialisti- schen Ueberzeugung hin und her und er erklärte, dah er es nie zugelasien hätte, daß die Armee gegen Nationalange- hörige, also Eegenrevolutionäre, verwendet werden sollte. Es marschierte eine ganze Reihe von Ossi- öderen auf, die in der Roten Armee gedient und sehr wichtige Posten innehatten und be- zeugten, daß die Rote Armee, was die Offi- ziere betrifft, ein Organ der Eegenrevolu- t i o nw ar. nur darauf bedacht, die Herrschaft der Sowjets zu stürzen wenn der geeignete Mo mcnt dazu gekommen fein wirb. Sogar der in der sozialistischen Verkleidung wirksame nationale Gedanke, der starke militaristische Geist, der in der Diktatur herrschte, die Aussicht, eine Möglichkeit zu finden. tn die militärische Laufbahn wiederzukehren, und so ihre Existenz zu sichern, vermochte die Offiziere nicht für die Sow- jetherrschaft zu gewinnen, mit ein Beweis mehr, wie schmal die soziale Schicht war, auf welche sich die Diktatur des Pro- letariats in Ungarn stützte, und daß bei den Offizieren die ideologischen und politischen Momente stärker wirkten, als ihre wirtschaftlichen Interessen, die während der Sowjetherr- schaft mit allen Mitteln befriedigt wurden. Die erste Revo- lution war in ihrem Wesen pazifistisch, die Sowjetherrschaft kriegerische in der ersten Revolution sind die Offiziere ver- jagt, brotlos gemacht worden, hatten keine andere Aussicht, als auf der Straße Schuhe zu putzen und Zeihingen zu verkaufen e�die zweite etzte sie in ihre Würde ein. gab ihnen eine gesicherte und gehobene Existenz, aber sie waren trotz alledem ihre unversöhnlichen Gegner und trugen sehr viel zu ihrem Sturze bei, was eine der wichtigsten und beherzigungswerten Lehren dieses Prozesses ist. Der PinKerton-Schwindel Hugo Stinues als Auftraggeber Die Urheber des Schwindels, daß zwischen der ll. S. P. D. und dem Abgesandten der Sowjetregierung. Herrn Joffe, in Memel ein Abkommen zur Ausrufung der Räterepublik in Deutschland getroffen worden sei, sind entdeckt. Wir haben gleich, als die Meldung der„Magdeburger Zeitung" auftauchte. die»Deutsche Wirtschaftshilfe" als die Quelle dieser faustdicken Lügennachricht bezeichnet. Die Nachforschungen, die in Magdeburg angestellt worden sind, haben die Richtigkeit unserer Be- hauptung ergeben. Die„Deutsche Wirtschaftshilfe" hat aber nicht nur diesen«inen Schwindel auf dem Gewissen, sondern von ihr gingen und gehen alle Nachrichten aus, die von der bürgerlichen Presse über die Bildung von„Roten Armeen", bevorstehenden Auf- ständen, Terrorabsichten der Arbeiterklasse in die Welt gesetzt wer- den. Dir„Wirtschaftshilfe" ist ein Millionen unter- nehmen, das seine Gelder von der Schwerindustrie, dem Han- del und den Großbanken bezieht. Sie ist au» der berüchtigten Bereinigung zur Bekämpfung de» Bolschewismus hervorgegangen, jener gegenrevolutionären Organisation, die in den ersten Mona- ten nach dem Umsturz die Städte mit blutrünstigen Bil- dern verschandelte, ihre Häscher auf Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg hetzte, und für die Ermordung de» Arbeiter- führe: hohe Belohnungen aussetzt«. Auch die Bekanntmachung, die im Januar 1919 an den Berliner Plakatsäulen erschien und für den Kopf Rädels 20 090 Mark auslobte, war ihr Werk, wie überhaupt alle Scheußlichkeiten, die während der Revolution ver- übt wurden, auf die geistigen Einflüsse dieser Mörderltgazu- rückzufllhren sind. Als die Tätigkeit dieser Gesellschaft tn der OeffentNchkeit. M stark anrüchig wurde, legte sie sich den Namen.Deutsch« Wirt- schaftshilfe" bei, trat fortan in der Ocffentlichkeit nicht mehr her- vor, sondern verlegte sich nur noch auf die unterirdische Arbeit. Die Wirtschaftshilfe wurde die Geheimorganisation der Rechtsparteien. Sie stellte ein großes Heer von Spitzeln an, der Stab wurde gebildet von früheren Nachrichtenoffizieren, einer der Hauptmacher wurde aber das ehemalig« Vollzugsrats- Mitglied G e r h a r d t, der unter dem Namen Dr. Gärtner auf- tritt und unter diesem Decknamen im Frühjahr 1S1» verschiedene ungesetzliche Verhaftungen vornahm, mit der klaren«dstcht, die Verhasteten zu ermorden.(2 e d e b o u r, Richard Müller.) Die Organisation ist vor allem in Bayern sehr stark ausgebaut. Sie hat im ganzen Reiche Zweigstellen, schickt ihre Agenten auch als schlichte Arbeiter in die Betriebe, die dort Hetzen, putschen, provo- zieren müssen, damit die Oeffentlichkeit durch beunruhigende Nach- richten dauernd in Spannung gehalten wird. Die Bettiebsputsche- reien werden von einer Nebenstelle der„Wirtschaftshilfe", die sich Pinkerton-Eesellschast nennt, großzügig betrieben. Die„Deutsche Wirtschaftshilfe" hat auch an dem Kapp- Putsch tätigen Anteil gehabt. Sie hat durch Telegramme aus dem Reich die Lüttwitzverbrecher auf dem Laufenden gehalten, sie arbeitet heute noch mit den militärischen Nachrichten- stellen zusammen, ihre Hauptaufgabe ist es vor allem, dem Aus- land die Notwendigkeit einer starke» Wehrmacht zu suggerieren. S t i n n e s, der Hauptgeldgeber, rechnet vor allem mit folgendem: Die unwahren Nachrichten sollen im Auslande den Eindruck her- vorrufen, als ginge in Deutschland alles drunter und drüber. Die ausländischen Kapitalisten sollen, durch Schrecknach- richten aus der Verfassung gebracht, auf ihre Regierungen ein- wirken, daß in Deutschland eine rechtsgerichtete Regierung zu- stände kommt. Eine Allianz der europäischen Kapitalisten soll dann die Ausbeutung des deutschen Volkes so betreiben, daß auch Herr Stinnes und seine Bundesgenossen auf ihre Kosten kommen. Wir haben es also mit einer regelrechten politischen Ver- drecherbande zu tun, die unter dem wohlwollenden Schutz der Regierung ihr Dasein fristet. In Magdeburg ist bei den Banditen auf Grund der Schwindelnachrichten eine Haussuchung vor- genommen worden. Die Hauptgeschäftsstelle in Berlin bleibt un- behelligt, obwohl wir schon seit Wochen auf die Gefährlichkeit dieses Sumpfes hingewiesen haben, aus dem alle Giftgase entsteigen, die das politische Leben Deutschlands verpesten. Der Staatskommissar Weißmann hat die Hallunken aus der Oranienburger Str. 67 nicht ungern. Sie haben ihm, seinem Vorgänger und darüber hin- aus auch den Ministern Heine, Hirsch und N o s k e schon viel wertvolles„Material" geliefett, daß es als Staatsverbrechen er- scheinen könnte, dieses Verbrechernest auszuheben. Die Truppentransporte Zu den zahlreiche», die Bevölkerung beunruhigenden Gerüchten über die Beförderung von Truppen und Kampf- Material der Entente auf deutschen Eisen- d a h n e n, die im Kriege Polens gegen Sowjetrußland verwandt werden sollen, erfährt WTB. von zuständiger Seit« folgendes: „Es gehen regelmäßig Nachschübe und Abschübe zu und von den in den Abstimmungsgebieten Ostpreußens, Wsstpreußens und Oberschlesiens stationierten Befatzungstruppen. Diese Transvorte laufen von Bischofsheim nach Sagan über die Strecke Frankfurt- Süd— Hanau- Ost— Flieden— Blankenheim— Eerstungen— Erfurt— Weißenfels— Leutzsch— Taucha— Eilenburg— Fasten berg—Kottbus Sagan und zwar in der Weise, dah an die regelmäßigen am Sonn- tag. Dienstag. Donnerstag und Sonnabend verkehrenden Züge sowie an die Montag, Mittwoch und Freitag verkehrenden Kurierzüge einige Wagen mit Mannschaften und Material, dar- unter auch für die Schießübungen der Truppen erforderliche Muni- tion angehängt werden. Die Transvorte gehen von Sagan weiter nach Oppeln für Oberfchlefien über die Stationen Liegnitz— Maltzfch Mochbern— Brockau— Carlsmarkt, während von den am Sonntag und Donnerstag verkehrenden Zügen eine Wagengruppe für West- und Ostpreußen nach Deutfch-Evlau abgezweigt wird. Entfpre- chend verkehren regelmäßig Rückzüge über dieselben Strecken. Diese Transporte dienen lediglich dem Zweck, die Besatzungsttup- pen abzulösen und mit Material zu versehen und werden darauf- hin von den zuständigen deutschen Stellen regelmäßig kontrolliert." Trotz dieser beruhigenden Meldung muß die Arbeiterschaft ein wachsames Auge auf die Truppentransporte richten. Unter der Maske. Nachschübe für die Befatzungstruppen vor- zunehmen, können sehr leicht polnische Hilsstruppen befördert werden. Deshalb ist verschärfte Aufmerksamkeit am Platze. Die persönliche Angelegenheit Wir haben darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Schlicke bei der Abstimmung im Reichstag über unseren die Sozialifierung des Kohlenbergbaues fordernden Antrag feine Ablehnung durch Sitzenbleiben zum Ausdruck gebracht hat. Dem.�vorwärts" gefällt das nicht. Stillschweigen darüber wäre ihm sym- pathischer gewesen. Er bellt un» an und findet, daß wir nur un- serm Agitationsbedürfnis Rechnung tragen wollten. Im übrigen Handel« es fich um eine„Angelegenheit persönlicher Art". Wenn das Blatt damit sagen will, die Abstiminung des Herrn Schlicke sei seine persönliche Angelegenheit, so können wir denn doch unser Erstaunen über eine so laxe Auffassung nicht verhehlen, die wir selbst bei den Rechtssozialisten auf ihrem gegen» wältigen Niveau nicht vermutet hätten. Nein, es kst eine Au» gelegenheit der Arbeiterklasse, wenn ein sich sozial- demokratisch nennender Abgeordneter gegen die Sozialifierung stimmt. Und diese Handlung fällt zurück auf seine Par- t e i, die ihn für wert hielt, einen wichtigen Poste« im Ministerium zu besteiden. Der Fall Herzog Wir erhalten aus Moskau eine Zuschrift von Wilhelm Herzog. die sich gegen einige in der„Freiheit" vom 28. Juni aufgestellte Behauptungen richtet. Herzog betont darin, daß er mit sein» Reise nach Rußland dem Wunsche einiger russischer Genossen um» seinem eigenen Willen gefolgt sei, um die wirtschaftlichen, politi» schen und kulturellen Verhältnisse Sowjetrußlands kennen zu ler- ncn. Die von uns wiedergegebene Mitteilung der„Frankfurt» Zeitung", daß er sich als Vertreter des linten Flügels der ll. S. P- bezeichnet habe, sei unwahr. An der Sitzung des Exekutivkomitees der dritten Internationale habe et auf Einladung des Vorsitzenden Sinoviews und seines Sekretärs, Radek, teilgenommen. Fern» erklärt Herzog, ihm sei unbekannt gewesen, daß das Zentralkomi- tee, irgendeine derattige Aufforderung, ihn von der Reichstags- kandidaienliste zu streichen, an die Hamburger Organisation ge- richtet habe Bis zum letzten Tage seines Hamburger Aufenthalts fei dort kein Brief des Zentralkomitees eingetroffen. Er sei auch den unangenehmen Auseinandersetzungen nichtzaus dem Wege ge- gangen, sondern habe sie zum wiederholten Male schriftlich und mündlich immer wieder gefordert. Daß Herzog von dem Brief des Zentralkomitees nicht unterrichtet war, ändert nichts an der Tatsache, daß er wirklich ge- schrieben und abgesandt worden ist. Im übrigen haben wir zu den Bemerkungen Herzogs zu erklären, daß die von dem Zentralkomitee eingesetzte Kommission ihre Untersuchungen längst erledigt hätte, wenn seine Abreise das nicht unmogkick gemacht hätte. Da sie die Anschuldigungen gegen ihn sofott nach seiner Ruckkehr erledigen will, dürfte man ihr wohl weitere Fest- stellungen üb»lasskn. Der Kongreß der 2. Internattonale Räch einer Meldung des„Berliner Tageblatts" aus Genf wird der Kongreß d» 2. Internationale, d« am Sonnabend beginnt. wahrscheinlich vom belgischen Justizminister Bandervelde ge- leitet werden, da Branting. dem diese Aufgabe zufiel, sich wegen Krankheit entschuldigen ließ. Ganz international wird die Ver« sammlung nicht sein, denn Italien und auch Frankreich sind nicht vertreten. Aus Frankreich kommen all»ding» einige Abgeordnete, an deren Spitze Auriol steht, aber das sind jene Dissidenten, die bei der letzten Wahl von der Partei aus- geschlossen und nur mit Hilfe d» bürgerlichen Stimmen in die Kammer gewählt worden sind. Die„Huinanitee" schweigt de« Kongreß bis jetzt vollkommen tot, ab» aus bürg»lichen Blättern erfährt man, daß die Herren Auriol und Genossen in Genf die Frage nach der Verantwottlichkeit am Kriege stellen und ein beut- fches Schuldbekenntnis fordern werden. Die wichtigsten Gegen- stände der Beratung dürften die Einheit der Partei und die Ab- sage an den russischen Diktaturgedanken sein. Wie Huysmans versicherte, sind fast alle zusammenkommenden 200 Delegierteu a»tt» bolschewisttsch gesinnt. Der internationale Bergarbeiterkongreß Am Montag beginnt ebenfalls in G e« f d» vermutlich wefent- lich wichtigere internationale Kohlenberaarbeiterkongreß sein« Sitzungen. Es haben fich bish» angemeldet 70 Engländer, 85 Deutsche, 25 Franzosen, 15 Belgier, 1 Oester- reicher, 1 Ungar. Ob die Äm»ikan«r kommen, weiß man noch nicht. Auf der Tagesordnung stehen unt» anderem die von den England»» vorgeschlagene„Nationalisierung der Bergwerke in allen Staaten und die zwei deutschen Lorschläge, nämlich internationale Verteilung der KohleuixZ und Einführung des Sechsstundentages. Dieses� letztere Thema»weckt, nach dem„B. T.". in der ftanzösijchen' Presse ein gewisses Mißtrauen. Man beginne zu fürchten, daß auf dem Genfer Kongreß eme Sabotage d« Beschlüsse von Spaa ver» sucht werden könnte. Die heuttge Sitzung des Reichstages Die heuttge Sitzung des Reichstages begann bereits um II Uhr vormittags. Als erster Punkt d» Tagesordnung werden fast 50 kleine Anfragen erledigt, darunt» auch einige Anfragen der Kommunisten und der ll n a b h ä n g i g e u, die aber am Schlüsse der Redaktton unseres Blattes noch nicht verhandelt worden find. Die Beantwortung der Anfragen geschieht unter ziemlicher Teilnahmslosigkeit des schwach besetzten Hauses. ohne daß es zu irgendwelchen weiteren Erörterungen darüber kommt. Der wichtigste Gegenstand der heutigen Tagesordnung ist die dritte Lesung des Gesetzes üb» Aufhebung der Mili- tär Gerichtsbarkeit und die Borlage über die Vnlängerung der Gültigkeitsdauer des Kohlensteuergefetzes. Ein Mächen Don Josef Lengyel. (Sa nxit einmal, übet toitb einmal s�ll. ein ..... uX wnM lernanb freuen wollte, brauchte ? eines der alaswandigen Häuser zu blicken, und wenn » K wie gut u�d SZ dott die Menschen leben, wurde es ÜFICäh itr ää sä Snige. Denn welcher König kann heute«n dem einen End« !» Erde zum anderen fliegen, um dort �ine»«-rannten zu iegegnen, und in kurz» Zeit wieder daheim fem. � In dies» Welt war dies jedem mögltch. denn da jP..' 0lInb Flugzeug, das er. wenn es, hm beliebte, b tz � � außerdem, welcher König oder Heerführer ha �• dem Wetter, dem Regen und den Wmdenzugev'ettn. Eine solche wirklich große M a ch t � b-sltzt h°ute n.emanv �n diesem Land jedoch hatten die E-lehrten allmählich icden Gmnd und jede Ursache der Witterung"kannt allmMtch vernwchten sie im Voraus zu jagen, was für Weit»es geben Werve, m-ßer- dem»fanden sie auch, was man tun müsse. damtt ,olqes fetter sei, wie sie wünschen. Als sie so weit gekommen waren, traten sie zusammen, berieten, was für Wetter dasgünstgs handelten danach.- Und in den Kalendern standen mcht meyr solche Dummheiten, wie heute. Wenn jemand-inen Ausflug machte, konnte er ganz bestimmt im Voraus wissem naß werden wird, oder nicht: er mußte stch bloß den«ateno» an. �lnt» diesen, die Zeit und die Sterne erforschenden Männern gab es einen, namens Sternekund. Dieser besatz in einem schonen Garten ein glaswändiges Haus, wo er zu schlafen unv zu leien pflegte. Wenn er sich des Morgen» von feinem«rhoo. badete« in dem krisiallrswen Wasser d» Mar�rbassins und schwamm um die Wette mit sewen lungen und alten Gefährte� Dann gingen sie zusammon mtttagessen, nachh« arbe'iete er frisch tn dem gemeinsamen Gemüsegarten. Abends erforschte er die Sterne ui» trug seine Wahrnehmungen jeden Tag in ein großes Buch«in: so»ermehrte er den höchsten gemeinsamen Schatz der Menschen, die Wissenschast. d» alles Ente entsprang. Eines Ab«chs. als« in sein Buch tasM»«- nützlich« und hheiessaiUc Aufzeichnungen geschrieben hatte, setzte fich der wacker« Sternekund unt»wegs. da« heimstrebte, auf eine Bank und dachte über fein glückliches Leben nach. „Ich bin ein besonder« glücklicher Mensch"— dachte»— ßb-nn ich diene der ganzen Menschheit gar trefflich mit meiner �'Wch°ft. Und mein Leben ist so schon. Denn es ist ja ein prachtvoller Genuß, im Garten zu arbeiten. Da» eine ist eine großer« Freude als da» and»e. Aber ist es denn richtig daß mir di- Arbeit gar nicht schwer fällt, und ich an ihr Genuß?inde? ~;lh nichts ftetlhh tut es nichts, ist aber auch jedes Menschen Arbeit so genußreich.— Es siel ihm sein Freund und Schul- Sm Kanä�s�te." etnem kmt"hrte und � t K°nalreinig°n wurde zwar von Maschinen besorgt, war aber trotzdem ,m«»gleich zu den übrigen sehr schönen und lebr reinen Arbeiten eine mit Schmutz v»bundene Beschästiquna und manchmal, wenn es hi« und dort etwa» auszubessern gab,' roch es auch Übel. „Weshalb muß Reinekund auch de« Kanal noch säubern"— dachte Sternekund—„da ihm nicht einmal»»gönnt ist. an d« Bereicherung der Wissenschaften Freude zu finden?" Und so ging er denn zu Reinekund und sprach also zu ihm: „Lied» Bruder und Schulkamerad! Jede mein» Beschäftigungen ist genußreicher, denn die deinen und deshalb bitte ich dich tausche mit mir. Arbeite du im Gatten und gestatte, daß ich den Kanal reinige. Du machst mir damit eine Freude." Re weiß,„„... W________ PH_______■■, gegenüber beglückt, deshalb leiste ich deiner Bitte Folge Es ist schon von dir, daß du mir helfen wolltest, ich bin glücklich darüber. Obschon ich auch bisher zufrieden war. denn ich wußte ja, daß meine Arbeit ein Teil der gemeinsamen Arbeit der Menschheit sei." Und sie sprachen darüber auch nickt mehr, Reinekund ward der Gärtn» und Sternekund der Kanalräumer. Sternekund war noch glücklicher als bisher, denn er konnte der Menschheit noch demütiger dienen. Doch wurde di« Sache in der großen Garten- stadt bekannt, denn Reinekund. d» einstige Kanalraumer erzahlte sie den Leuten..„ Die Menschen waren glücklich darüber daß sie über etnem d» ersten Gelehrten der Stadt abermals die Kunde einer neuen schönen Tat vernahmen. Und die Kinder warteten aus ihn. wenn « von der Arbeit heimkam, und wuschen im Wasser der Marmor- basstns seine Hände rein. Er aber statttte den Kindern durch das Erzählen schöner lehrreicher Geschichten seinen Dank ab. So lebte Sternekund glücklich, seine zwei Berufe ausübend: das KanakeSumen und die Dtronomie. Denn in diesem glücklichen Lende hatte jeder zwei Beschafttgun- gen. Bei der einen diente er seinen Renschenbrüd»n durch die körperliche Kraft, bei der anderen durch den Verstand, und nützte derart der Welt mit jeder guten Kraft. Doch waren in dem großen Land noch Städte, wo es noch ge- sondert Gelehrte und gesondert Arbeiter gab. So viel war dott noch von jvner alten, alten Wekt entufetfMieton, w» es«ch Leiche und Arme gegeben hatte. SS» die Kunde von der D« des wackeren Sternekund nach etlicher Zett auch hierh» gedrungen war, brachen die Gelehrten dieser Städte auf, pilgerten zu de« Kanalräumern und schwere Arbeit verrichtenden Menschenbrüdern, denn ste sahen mit ihrem klugen Verstand ein, welch eine groß« Selbstaufopferung es ist, wenn wir unseren Menschenbrüdern durch demütige schwere Arbeit dienen. Und die Gesetzgeber und Ge- lehrten kamen in Sternekrntds Stadt gepilgert und verneigten fich vor den hi« lebenden Menschen. Und auch die Kind»«htten sie und lernten zweierlei Berufe, auf das es für niemanden ein schweres Opfer sei, womit» seinen Menschenbrüdern dient. Und so lebten die Menschen glücklich weiter, dachten dariib« nach, zerbrachen sich darüber den Kopf, wie man das Lebe» deü Menschen schön» und wahrer gestalten könnte. Gorki über den Krieg mit Polen Beim Geleit der So«mu niste« in Front hielt Wnzim Gmcki am 4. Mai folgende Ansprache: Genossen, üb» eure Köpfe hinweg möchte ich de« ehrenhaften polnischen Bürgern, wenn es dort solche noch gibt, einige Wort« sagen, die bi« an ihre Ohren dringen sollen. In der Vergangenheit haben die polnischen Gutsh»ren mit den russischen Zaren einen langen Kampf geführt um die Erwer- dung weiterer Ländereien und weiterer Sklavenarbeitskrast. Im Verlauf dieses Kampfes ist es vorgekommen, daß die Polen im Kreml oder die Russen in Warschau einzogen. Der Kampf endete mit dem Sieg der russischen Zaren. Dreimal ist das polnische«» Reich vom wutentbrannntsn russischen Selbscherrschertum in Stücke gerissen worden. Aus dieser Zeit des erbitterten Kampfes ist sowohl bei uns Russen als auch bei den Polen etwas im Herze« zurückgeblieben, das dem jetzigen Krieg einen besonders grau- jamen und unversöhnlichen Charakter zu verleihen droht. So standen die Dinge früher. Jetzt ist die Lage anders. Jetzt besitzt der Arbeiter und der Bauer die Macht. Sowjetrußland übernimmt keinerlei Verantwottung für die Sünden des Selbst-, henschertums. Ab» die Macht der Vergangenheit ist groß und. °ie Nachwehen der alten Zeit wurzeln noch tief in der Volksseele. Und dies kann dem Kriege einen nationalen Charakter»»leihen, der alle Klassen zu einigen vermag, trotz aller Verschiedenheit ihr» Interessen. Nun möchte ich euch, Genossen, einige Wort« üb» den von euch geführten Komps sagen. Schlag auf Schlag hagelt auf eure Köpfe hernieder. Und«eöhckkb? Nur«eil thr das Leben auf neuen u tur.ZIa0?n""ckchossen wollt. Unter einem Teil der Gesellschaft herrscht die Meinung, daß ihr in eurem Aufbauen Fehler begeht, in eurem Kampfe zuweilen vielleicht unnötige Grausamteiten ge- schehen laßt. Aber nicht wegen eurer Fehl« und Graitsamkeite« »erdet che geh«hl.©»ujornkelteu hat es auch stich» gegebeiu und sog« a überreichem Matze. Schätzt werdet ihr nur des- Völkerverhetzung Ferdinand T a» s s y, Berichterstatter der„Hnmanite". Zum Jahresfest der Ermordung IaurSs, das kommenden Sonn- uvend in Paris stattfinden wird, hatte die franzöfische sozialistifche wrtei, getreu den Traditionen der Internationale, zu deren be- beutendsten Vertreter der große Verstorbene gehört hat, auch Ee- anderer Länder eingeladen; für Deutschland war Georg �-edebour berufen worden. Die Einladung Ledebours durch die franzöfische Partei war aus folgenden Motiven erfolgt: Ledebour ist vor allem einer der oiiesten Führer der sozialistischen Partei; als solcher war er oft wt Jaures in Berührung gekommen und hatte sich dessen Freund- wst durch die Lebhaftigkeit seines Geistes, durch den Reichtum i"!61 Beredsamkeit und vor allem durch das Feuer seiner revo- uitionären Gesinnung erworben. Abgesehen davon haben wir uns daran erinnert, daß Ledebour bon Anfang an die Bewilligung der Kricgskredite aufs schärfste bekämpft hat. Es versteht sich von selbst, daß, wenn wir diese Datsache hervorheben, wir in keiner Weise nationalistischen Ee- fehlen Ausdruck geben. Heute, nachdem der Krieg hinter uns "egt, wollen wir mit den deutschen Genossen nicht ins Gericht Gohen, die sich durch die Lügen der imperialistischen Regierung Anfangen ließen, so wenig wir dies mit unseren französischen und englischen Genossen tun, die sich auch ihrerseits im Verlaufe des Sieges in den Schlingen des imperialistischen Kapitalismus ver- wickelten. Es ist nicht allen gegeben, in den Nebeln der bürger- bchen Politik klar zu sehen. Aber nur diejenigen können als Führer des Proletariats gelten, die wie Ledebour vom ersten Dage an klar gesehen haben. Die französische Regierung, die zu diesem Zweck zu einer Kabi- Nettsitzung zusammengetreten war, hat nun Ledebour das Vi- >um verweigert, das sie vor kurzem mit soviel Bereitwillig- 'eit dem Hauptschuldigen an den Verwüstungen Nordfrankreichs Und den Deportationen französischer und belgischer Arbeiter, Herrn «tinnes, bewilligte. Verantwortlich für diese Ablehnung der Einreiseerlaubnis ist Herr Millerand, aber unsere französischen Genossen werden diese reaktionäre Handlung schon zu beantworten wissen. Ich höre von hier das Rauschen des Beifalls, mit dem am nächsten Sonnabend in einem Saale von 12 000 Menschen die Vorlesung der Ansprache Ledebours begrützt werden wird, die die Polizei Millerands trotz alledem nicht wird verhindern können. Unseren deutschen Genossen, die diese Beleidigung in gleicher «eise wie uns trifft, begnüge ich mich zu ihrer Beurteilung folgen- des ins Gedächtnis zu rufen: Dieser Millerand hat ehemals der sozialdemokratischen Partei angehört; ein kleiner Advokat ohne Beredsamkeit, ein beschränkter Geist von langsamem und schwerem Berständnis, dessen einzige Qualifikation in Arbeitsamkeit besteht, berdankt er sein ganzes politisches Glück Jaurbs. Indem er jetzt das Andenken dieses Mannes, der sein Wohltäter war, schändet. spricht er selbst das Urteil über die moralische Beschaffenheit feiner Persönlichkeit. Aber dieser Fall geht nicht allein Herrn Millerand an; durch die Verweigerung des Passes an Ledebour hat die französische Re- Gierung jener Furcht vor dem Sozialismus Ausdruck Gegeben, die alle ihre Handlungen bestimmt und aus ihr die reaktiv- xärste Regierung Europas neben der des Admirals Horthy gemacht hat. Durch ihren Widerstand gegen eine Demonstration der inter- Nationalen Z�-rföhnung setzt sie die Taktik de, Aufstachelung des Masses zwischen den Nationen fort. Aber die Zeit ist vorüber, wo die Massen ohne Ausnahme den Eingebungen des Hasses folgten. Belehrt durch die Erfahrungen dis Krieges, mehr und mehr durchdrungen von der sozialistischen Erkenntnis, weiß die Arbeiterklasse eines jeden Landes, daß sie in den Arbeitern der anderen Länder»einen Feind hat und daß ihr einziger Feind der alte Obrigkeitsstaat ist, der sich vom Mitteb alter her erhalten und der den Kapitalismus als Klassenstaat in d«n Dienst seiner Interessen gestellt hat. Die Antwort der arbeitenden Klassen beider Wlnder wird der immer innigere Zusammenschluß, eine bis in die Ein- irlhejten gehende Uebereinstimmung der Aktion feinl ..Eine Kundaebuna der irischen Arbeiter.„Daily Herald ocr» Kentlicht eine Kundgebung der irischen Arbeiter«ndre englische Arbeiterschaft, in der darauf hingewiesen wird, daß Verhand- .langen mit der englischen Regierung nur die zukunstige srischx Republik führen kann. Es wird gefordert, daß Eng iand seine Truppen aus Jrland zurückzieht und dem irischen Bolte �ibst die Verantwortung überläßt.----- Haft, weil ihr das alte Bourgeoifie-Staatswesen zertrümmert �avt und neues Leben erschafft. Genossen, ich hasse den Krieg als höchst grausame Erscheinung, °r. wenn man mir an die Kehle springt, werde ich mich bis »um fetzten Blutstropfen verteidigen. Di« polnischen Pans wingen uns trotz aller Bemühungen der Sowjetrepublik, einen siledlichen Ausgleich zu finden, den Krieg auf, sie springen uns a die Kehle. So sei es denn Krieg! So sei es denn /kämpf! �'nter euch stehen die Arbeiter und Bauern von ganz Sowjet- Bland und ihr werdet siegen! Ich grüß« euch, werte Genossen! . Aeier die Bedeutung Ganghofers. Zu unserer Notiz über Gang- sind uns zahlreiche Zuschriften widersprechendster Aeuße- PG'n zugegangen. ..Wie wir bereits hervorgehoben haben, sind wir über die ein- Mde Mitarbeit unserer Leser am Aufbau unseres Kulturteiles M«rfreut. Selbstverständlich wird es sich nicht selten ereignen, i,n� et etuent solchen Zusammenwirken Kunst- und Weltanschau- «-„gen in scharfem Kontrast gegenüberstehen(wie hier im Falle unGhofer). Aber gerade aus dieser Gegensätzlichkeit erwächst der Gewinn: die Anregung für alle beteiligten Kreise zur Bil- .�G eines eigenen Urteils. Kritik kann nur anregen, niemals fcs L.m andern eine eigene Anschauung ersetzen. Bedingung ist »»'dieser gemeinsamen Arbeit, daß man von dem unerschütterlichen zMkheits- und Objektivitätsw i l l e n der bei uns ausgesprochenen l, Kchken überzeugt ist, mag man die Ansichten im einzelnen für noch wm'h unb irrtumlich halten.— In unserem speziellen Fall emp- wir unsern Lesern, Eanghofer zunächst einmal unter der I-i-."live Anzengrubers und Roseggers zu betrachten, um un- En absprechenden Urteil für den literaturgeschichtlichen Wert "nghoferz näherzukommen. *!®'n psychotechnischer Kursus wird vom V. bis 14. September im »wM�hdischen Laboratorium des Versuchsfeldes für Werkzeug- lnJfwren und Betriebslehre an der Technischen Hochschule Ehar- Erfn? G abgehalten, der einen Ueberblick über die bisherigen �.,°brungen und Methoden der psnchotechnischen Lehrlingsprüfung Deik?«rll. Neben Vorlesungen sind llebungen geplant, um den Clp!?/bmern Einblick in die praktische Prllftatigkeit zu gewähren. wlch�itig werden praktisch arbeitende Prüfftellen der Induftrie diel?, Gl sowie Werkschulen Groß-Berliner Jndustriestätten. An- Grob«Gen sind zu richten an das Technische Vorlesungswesen N'lrf,. �"lins des Vereins deutscher Ingenieure, Abt. psychotech- '�er Kursus. Verlin NW. 7. Commerstr. 4a. 8 a i iCm6et�utm' ein neues Revolutionsstllck von Emil «b-n>> p- dem Verfasser der„Internationale", wird am Sonn- Berlin«« Juli, abends ly, Uhr, im Sommertheater„Groß- ""> Sasenheide 15. erstmalig aufgeführt. Die Kohlmpreise Neue Preiserhöhung für Kohle in Aussicht? Der Sitzung des Reichskohlenverbandes mit dem großen Aus- fchuß des Reichskohlenrates, über die wir an anderer Stelle berich- ten, liegt auch ein Antrag des Rheinisch-Westfäli- schen Kohlensyndikats auf Erhöhung der Ruhr- kohlen vor. Das Syndikat beantragt, wie das„Berliner Tage- blatt" mitteilt, eine Heraufsetzung von 25 Mark pro Tonne, wo- durch zuzüglich der Kohlen- und der Umsatzsteuer der Kohlenpreis um mehr als 30 Mark pro Tonne steigen würde. Selbst das „Berliner Tageblatt" meint, daß nicht ersichtlich sei, weshalb eine über die Siedlungsaufwendungen hinausgehende Preiserhöhung von 11 Mark notwendig sein solle. Auch wenn die ganzen, den Bergarbeitern am 1. Juni gewährten Mehrlöhne von 7,50 Mark jetzt auf den Preis geschlagen werden sollen, so bliebe immer noch ein Betrag von 3,50 Mark, für den jede Erklärung und Berechti- gung fehle.„Um so mehr, als die Zechenbesitzer jetzt für Zwei- drittel bis Dreiviertel der an die Entente zu liefernden Kohlen, nämlich 1,4 Mill. To. monatlich, einen Zuschlag von 5 Goldmark gleich 40 Papiermark erhalten, was auf die ganze Ruhrkohlen- Produktion von 7 Mill. Mark monatlich verteilt eine Preis- erhöhung von 8 Mark pro Tonne bedeutet. Wenngleich diese Zuschüsse von 5 Eoldmark zu bestimmten Zwecken, insbeson- dere für die bessere Ernährung der Bergarbeiter verwendet werden müssen, so entlasten sie doch das Budget der Zechen in irgendeiner Hinsicht, denn diese Beträge müßten sonst in anderer Weise aufgebracht werden. Reue Lohnforderungen allgemeiner Natur haben die Bergarbeiter nicht gestellt, und die Mehrzahlun- gen, die sich daraus ergeben, daß infolge des Spaa-Abkommens mehr höherbezahlte lleberfchichten als bisher verfahren werden müssen, finden dadurch ihren Ausgleich, daß bei steigender Förde- rung die Eeneralunkosten sich entsprechend verringern. Eine Kohlenpreiserhöhung ist im gegenwärtigen Augenblicke, in dem auf einen Abbau der Warenpreise hingearbeitet werden soll, höch st bedenklich, aus tatsächlichen sowie auch aus psycho- logischen Gründen, denn eine Kohlenpreiserhöhung wirkt nicht nur selbstkostenverteuernd für die ganze Industrie, sondern sie stefft auch denjenigen Warenbesitzern den Rücken, die in der Hoffnung auf einen Konjunkturumschwung sich bisher noch nicht zu erheb- lichen Preisnachlässen entschlossen haben. In dieser Hinsicht haben sich die Verhältnisse gegenüber dem Juni d. I. nicht geändert." Wir können diesen Ausführungen durchaus zustimmen. Die Erhöhung der Kohlenpreise im gegenwärtigen Augenblick würde geradezu verhängnisvolle Folgen haben. Sie müßte als ein starker Anreiz zur Preiserhöhung auf fast allen Ge- bieten wirken und die Lebenshaltung der Massen in einem Maße beeinträchtigen, die die schwersten Gefahren befürchten lassen. Schon jetzt ist überall ein Rückgang der Arbeitsleistung der Ar- beiter wegen der Unmöglichkeit, eine ausreichende Ernährung zu bezahlen, zu beobachten. Die Arbeitsfähigkeit der Arbeiter müsse weiter rapide schnell sinken und Zustände heraufbeschwören, die der beste Boden für gewaltsame Ausbrüche der Unzufriedenheit und des Elends in der Lage der Arbeiterklasse darstellen würden. Es muß deshalb verlangt werden, daß die Kohlenpreiserhöhung unter allen Umständen oermieden wird. Preiserhöhung, obwohl der den unerschütterten Fest« Auch diese neue Forderung nach � Unternehmsrgcwinn im Bergbau nacl,. siellungen Dr. Kuczinskys feit 1914 um das 32 fache gestiegen ist, d zegen die Arbeitslöhne nur um das 11 fache, zeigt die Dring« l i ch k e i t der Sozialisterung des Kohlenbergbaues. Die Regierung gegen höhere Preise Im Anschluß an die gestrige öffentliche Sitzung des Reichs» kohlenrates. über die wir im Morgenblatt berichteten, fand ein« Tagung des Reichskohlenverbandes und des Großen Ausschusses des Reichskohlenrates statt, die insbesondere über den Antrag auf eine ab 1. August wirksame Kohlenpreis« erhöhung des Nhemisch-Westialischon Kohlensyndikats « Mark je Tonne ausschließlich Kohlensteuer Beschluß fassen sollte. Diese 25 Mark setze sich aus folgende« drei Posten zusammen: 1. 14 Mark für verstärkten Heimstättenbau; 2. 9 Mark zur Uebernahme der seit Juni anläßlich einer Lohnsteigerung einstweilen vom Reich kreditweise hergege- benen 4% Mark je Schicht für Leben- mit t e l b o n g; 3. 1,80 Mark bzw. rund 2 Mark zur Rückzahlung der z« Ziffer 2 genannten schon ausgegebenen Betrage an das Reich. Staatssekretär Dr. Hirsch teilte dazu mit, daß das Kabinett sich mit der Frage beschäftigt habe und zu folgendem Ergebnis. gekommen fei: Das allgemeiuwirtfchaftliche Interesse läßt zur Zeit ein« Kohlen« Preiserhöhung nicht zu. Wird sie beschlossen, so ist gegen diese« Beschluß der gesetzliche Einspruch zu erheben. Indessen erklärt die Reichsregierung sich bereit, für den Berg« aroeiterheimstättenbau sofort 300 Millionen Mark im Wege des Kredits bereit zu stellen und auf die Rückzahlung der oben zu Punkt 3 genannten Beträge zu verzichten. Die verbleibenden 9 Mark des Antrages würden die Zechen ab 1. August selbst ohne Preiserhöhung tragen können aus drei Gründen: 1. weil die Materialpreije in den letzten Monaten stark ge- funken feien und sich dadurch dieSelbstkostenermäßigen würden: 2. weil die Förderung steigen und auch dadurch die Selbstkosten sinken würden; 3. weil die meisten Zechen bisher schon gute Gewinne aus Rebenbetrieben erzielt hätten. Nach eingehender Aussprache wurde angenommen, daß die Preis» erhöhung zu Punkt 8 über 2 M. durch das Angebot der Regierung hinfallig sei. Ein Antrag, hiernach nur 23 M. pro Tonne Preiserhöhung zu beschließen, wurde abgelehnt. Ein weiterer Antrag, angesichts des Angebots des Heimstättenkredtts nur die noch zu verbleibenden 9 M. Preiserhöhung zu fordern, fand An», nähme. Staatssekretär Dr. Hirsch legte gegen die Erhöhung im Auftrage der Reichsregierung Einspruch ein. Es wurde ein kleiner Ausschuß aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und einem Ver- braucher gewählt, der dem Reichskabinett den Standpunkt der Bergoauinteressenten morgen darlegen soll. Schließlich fanden Verhandlungen statt, die auf eine Ermäßigung der Braunkohlenpreife hinzielen. Diese Verhandlungen dauern noch an. Schein und Wirklichkeit Der„Vorwärts" jammert etwa alle zwei Tage in einem Leit- artikel, und daneben noch in zahlreichen kleinen Notizen darüber, daß die Unabhängige Sozialdemokratie wie im Reiche so auch in den Einzelstaaten es ablehne, mit bürgerlichen Parteien K o a l i- tiousregierungen zu bilden, und daß sie in den Fällen, wo sie sich überhaupt zu Berhandlungen herbeilasse, so harte Be- dtngungen stelle, daß die Bildung einer Regierung mit ihnen un- möglich wäre. Auf diese Weife komme es dahin, daß die bürger- lichen Parteien überall die Regierungsbildung übernehmen müßten und dadurch bröckle die Arbettermacht auch in den Einzel- staaten unaufhaltsam ab. So erst neuerdings wieder in M e ck- len bürg. Die Politik der A. S, P. arbeite nur für die Kappisten, und dadurch erweise sie sich als der Totengräber der Arbeiter- macht in Deutschland. Anderthalb Jahre lang haben die Rechtssozialisten im Reiche die Koalitionsregierung mit den Demokraten und dem Zentrum ge- bildet. Anderthalb Jahre lang also haben sie Zeit gehabt, zu er- weisen, welche Früchte die Koalitionspolitik für die Arbeiterschaft hervorzubringen in der Lag« fei. Was aber haben wir gesehen? In dieser Zeit ist den Arbeitern ein Recht nach dem anderen ge- raubt worden, immer ungestörter konnte sich dagegen die Reaktion entwickeln. Die Arbeiterklasse wurde von der Koalitionsregierung immer weiter auf den Stand zurückgedrängt, den sie vor den No- vembertagen eingenommen hatte, die Bourgeoisie dagegen konnte sich fast all« Machtpositionen zurückholen, die sie damals aufgeben mußte. Die ganze Arbeit der Koalitionsregierung erschöpfte sich darin, die weitere Auswirkung der sozialen Revolution zu ver- hindern und dafür die kapitalistische Wirtschaft und den Klassen- staat in vollem Umfange wieder herzustellen. Was der„Bor- wärts" unter„Arbeitermacht" versteht,, das sind die dekorativen Würden, mit denen die Ebert, Scheidemann und Roske bekleidet wurden. In Wirklichkeit waren diese Leute nichts anderes als die Platzhalter der Reaktion, die ihre Leute einrücken läßt, wenn die Rechtssozialisten die genügende Vorarbeit geleistet haben. Man braucht sich nur an den Namen Noske zu erinnern, um die ganze Heuchelei dieses rechtssozialistischen Gejammers zu er- kennen. Auch dieser Mann hat wohl ein Stück„Arbeitermacht" verkörpert. Aber seiner Tätigkeit gedenkt die Arbeiterklasse nur mit einem Fluche. Nicht die Uneinigkeit der Arbeiter hat den Märzputsch vorbereitet, sie ist auch nicht daran schuld, daß die„Er- rungenschaften" der Märztage wieder verraucht sind, sondern die Politik der Rechtssozialisten, die sse vor und nach dem Putsch ge- trieben hatten und die ste heute noch fortfetzen, hat es bisher ver- hindert, daß das Proletariat von seiner wirklichen Macht, die sich nicht im Besitze einiger Ministersessel und Oberpräst- dententitel ausdrückt, Gebrauch machen konnte. Das Proletariat kämpft nicht um den Schein der Macht, fondern es verlangt nach der wirklichen Macht. Diese erreicht es nicht in der Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien, son- dern nur dadurch, daß es sich auf dem Boden des r e v o l u t i o- närenKlaffenkampfes sammelt. Dadurch erst gewinnt die Arbeiterklasse die Macht, ihren Gegner, den Kapitalismus, voll- ständig und auf die Dauer niederzuwerfen. Die Koalitionspolitik dagegen schwächt das Proletariat und verhindert es, seine wirk- liche Macht zu gebrauchen. Aufhebung der Zwangswirtschaft Ut Baden Xll. Startetufo 90. Juli. In der g-strwn Swmg des Landtag« erklärte bei der Be- prechung über vre AuDebupg �der es Innern, daß die Mlwesse Aufhebung der Z»a«, Zaden den schärfsten Widerstand der Re der Mnffier Baden den schärfsten Wioerftand der Reichsregie- rung gefunden habe und daß Repressalien zu befitehten seien. So seien keine Karteffebl von Norddeuisthlcmd nach Baden angewiesen worden. Die«chwivrigkeitm habe die baWfce Regeerung vorausgesehen und sie warne de« Lundtag. der teil weisen Ach. fremde Auskaufer � das Vieh aufkaufen. Der Landtag nahm trotzdem einstimmig einen Antrag an, wonach die Zwangswir.-■ schaft für Kartoffeln, Oel, Schlachttiere, Fleisch, Fett, Tabak, ferne? für Flachs und Hanf alsbald aufgehoben werden soll. Die Kosten der Kriegswirtschaft. Lei der städtischen Lebens- mittelversorgungsstelle in Bochum ist ein Verlust von rund zehn Millionen Mark entstanden, die die Stadt Bochum während der Dauer der Kriegswirtschaft zusetzen mußte. Ueber die Grenzen hinweg! Der Bezirk Saarreoier des Berbande, der Berg« arbeiterDentschlands(sogenannter Alter Verband), dessen Arbeitsgebiet sür 15 Jahre von Frankreich besetzt gehalten wird, und der Verband der Bergardeiter Lothringens haben einen Kartelloertrag abgeschlossen, der bezweckt, eine enge Verbindung zwischen beiden Organisationen herzustellen, in- dem fich die beiden Verbände fortlaufend über alle Ereignisse in ihren Gebieten unterrichten, sowie einander hilfreich beistehen, so- weit dies nach den fteigewerkschaftlichen Grundsätzen und nach ihren Satzungen möglich ist. In Paragraph 4 des Vertrages heißt es: Der Verband der Bergarbeiter Lothringens verpflichtet sich, da er in der französischen Arbeiterpresse und im französischen Parla- ment Einfluß besitzt, nach bestem Können die beruflichen Interessen d er S a a r b e r g a rb e i t ersch aft gemäß den interuatioualen Grundsätze« mitznvertei« dtgen. Deutschland und Holland Das Kohlen- und Kreditabkommen TU. Haag. SO. IuN. In ihrer Antwort an die erste Kammer bezüglich der Kredite für Deutschland sagt die holländische Regierung, daß die deutschen Kohlenlieferungen gesichert feien, und daß keinerlei internationale Verwickelungen zu befürchten wären. Die erste Kammer hat ohne Abstimmung de« Gesetzentwurf de« treffend den Kredit au Deutschland angenommen. Skandal in der belgischen Kammer HR. Brüssel, 30. Juli. In der belgischen Kammer sollte gestern eine Gesetzesvorlasie be» handelt werden, die die Errichtung eines Fonds für oelgifche Krie» ger vorsieht und für den der Betrag von M Millionen Franken bewilligt werden sollte. Es kam zu einer großen Kundgebung der frühere« Frontsoldaten, die nach Ueberwälitgung der Polizei in den Sitzungssaal eindrangen. Die Demonstrantenmenge belief sich auf 12—15 000 Personen. Unter dem Nuse„Nieder mit dem Kriegsminister" wurden die Fenster des belgischen Kammer- gebäudes eingeschlagen und etwa 500 Personen drangen in den Sitzungssaal ein. Dort entstand ein lebhaftes Handgemenge zwischen den Demonstranten und den Kammermitgliedern. Der Ab- geordnete Hubin erhielt Prügel. Die Tumulte dauerten etwa ein: Stunde. Dann zogen die Demonstranten wieder ab. Um 5 Uhr war alles ruhig in der Kammer und man konnte in der Verhand- lung der Tagesordnung fortfahren. Die Regierung will gegen das �katt„Onze Vaderland"«ine gerichtliche Untersuchung einleiten, weil sie es als Haup-anstifter der Kundgebungen betrachtet. ExplMon eines Gefchotzlagers Hent«» Ahe vormittags expkeMerte in der Munitionsfabrik �uefchan au» unbekannter Ursache ein Eeschoßlager. bei Ig Arbeiter getötet und 8 schwer verletzt wurden, von »enen zwei im Krankenhaus starben. Außerdem sind K Avteichn»sicht verletzt worden,«ine gerichtliche Kommisston er« schien a««vfallsort. doch konnte nichts belastendes festgestellt »erde«, B tU Ith*„ Sammlung der Afa Noch keine Einigung Die Betriebsräte der Afa versammelten sich am D«n- nerstag abend in den Musikersülen Kaiser. Wilhelm-Strak«. um zu dem Thema„Afa. Eenerallommission, Betriebsräte" endgültig N ö r p e l hielt das Referat, E a d a t h war al» Vertreter der Berliner Gewerkschaftstommiffion geladen, um deren Stellung- nähme zu der Vetriebsrätefrage klarzulegen. In zirka eineinhalbstündiger Rede legte Nörvrl nochmals den Standpunkt der Mehrheit des Afa-Ausfchusses dar. Di- Plenar- Versammlung der Berliner Eewerkschaftkommission Hab« mit der letzten Bcschluhfasfung in der Betnebsrätesrage wichtige ge- werkschaftliche Eirundsätz« preisgegeben. Etwa« anderes bedeute die«Einigung� mit der Betriebsrätezentrale Munzftratze nicht. Es ei klar, daß der Gesamtheit der freiaewerk- schaftlich organisierten Arbeiterschaft daraus der größte Schaden erwachsen müsse. Die freien Gewerffchaften mühten den Booen des prinzipiellen Klassenkampfes verlassen, wenn sie gemeinsam mit gelben, blauen und sonstigen Harmoniegewerkschaften in einer Be- triebsrätezentrale die Erfassung aller Betriebsräte vornehmen Rörpel betonte, daß er de« Genossen in der Münzstraße nicht den guten Glauben absprechen wolle, wenn sie behaupten, durch Erfassung und Schulung auch dieser Betriebsräte sei auch die in den Harmonieverbänden organisierte Arbeiterschaft mit soziallsti. schem Geiste zu erfüllen. Er selbst könnte sich zu diesem Standpunkt niemals aufschwingen, denn sie hätten in der Angestellten- bewegung im jahrelangen Kampf mit diesen Leuten die denkbar schlechtesten Ersahrungen gemacht. Er glaube deshalb auch nicht, daß es der provisorischen Zentrale gelingen würde. Die freien Gewerkschäften hätten die Aufgabe, die Erfassung der freigewerkschaftlich organisierten Betriebsräte oorzuneh- men und diese nach sozialistischenGrundsätzenHU schulen. Er sei aus diesem Grunde auch grundsätzlicher Gegner der Legien- scheu Arbeitsgemeinschaft, die zu bekämpfen er für sein« Pflicht halte, aber rm RahmenderGewerlschaften. Wenn die Berliner Gewerkschasten jetzt einer besonderen'Räte- organisation zustimmen, so setzen ste sich der Gefahr aus, bei Zu- sammenberufung eines allgemeinen deutschen Betriebsrätekongres- ses durch die Gewerkschaften ausgeschaltet zu werden. Ans all diesen Gründen ersuche er die Bersammluna. heute die gleiche Eni- chließung, wie es bereits dreimal durch die Afabetriebsrate ge- schehen sei. zu fasten, daß die Erfastung der Betriebsrate nur du r chd i e Gew er kfchafte« zu erfolgen habe. Auf dieser Grundlage sei die Afa jederzeit bereit, erneut mit der Berliner Eewerkschaftskommissioil zu verhandeln und mit den freien Arbeiternew-rkschaften gemeinsame Sache ,« machen, denn nur die Einheitsfront der Hand- und Kopfarbeiter biete Gewähr fär die Verwirklichung des Sozialismus. Der Vorsitzende der Berliner Gewerkschaft-kommWon. Genoste « a b a t h. betonte, daß er wie auch die Mehrzahl der Mitglieder der Eewerlschaftskommission im allgemeinen den von Rörpel so- eben dargelegten Standpunkt vertrete. Sie hätten aus diesem Grunde die Eruppenversammlunaen der Betriebsräte zusammen- gerufen die sich auch mit der Wahl der Oraane befallen sollten. Die Mehrzahl dieser Gruppen hätte stch aber gegen den Standpunkt der Gewerkschaftskom. Mission gewandt und fast alle dl« Einigung mit der Betr,«bsratezentr-l« MS«, strafe verlangt. Unter diesen Umständen blieb dem Ausschuß der Berliner Gewerk» schaftskommission nichts weiter übrig als der Plenarversammlung zu empfehlen, den Weg der Verständigung erneut zu betreten. St« hatten das schon tun mllsten. um endlich znpositiverArdeit zu kommen. Wenn sich herausstellen sollt«, daß positiv« Arbeit auch jetzt nicht geleistet werden tan«, dann würden sie Veranlas- jung nehmen, ihre Auftraggeber davon in Kenntnis zu setzen. Destenunaeachtet sei es aber notwendig daß die Stnheitsfront der Hand- und Kopfarbeiter hergestellt wird, damit über den Rahmen des Vetriebsrätegesetzes hinaus die Sozialifiernna in Angriff g«- nommen werden kann und die Betriebsräte gemeinsam all die an- deren großen Ausgaben erfüllen können. Vor Eintritt in die Diskussion wurde ein Antrag auf ve- schränkung der Redezeit auf zehn Minuten ange- nommen. Als erster Redner spricht der Genosse Brandler als Vertreter der provisorischen Zentrale. Rörpel hätte in seinem Referat es so dargestellt, als wenn die provisorische Zentral« nur die Aufgab« hätte, die Einigung mit den Harmonieverbänden herbeizuführen. Das sei eine völlige Verkennung. Die Betriebsräteorgoniiation soll das Organ werden, mit dem das Proletariat den Klassenkampf mit allem Nachdruck führen könne. Die Gewerkschaften allein genügen in ihrer bestehenden Form nicht. Das bedeute aber nicht, daß sie jetzt achtlos beiseite gestellt werden sollen, sondern sie hätten im Gegenteil gemeinsam mit den Betriebsräten«inen erweiterten Nufgabenkreis. Das Bestreben der provisorischen Zentrale geht dahin, möglichst schnell zu einem allgemeinen Betriebsräte» k o n g r e ß für Deutschland zu kommen. Die Angestelltenorganisa- tionen müßten aber mit den Arbeiter-Gewerkschaften bei der Er- strebung dieses Zieles zusammengehen, da ste gegenseitig aufein- ander angewiesen seien. Da» deutsche Proletariat kann es stch nicht mehr erlauben, sich in Ginzelaktionen zu verbluten, es gelte den Kapitalismus zu zertrümmern, und das könne nur durch den gemeinsamen Willen und eine straffe Organisation aller Hand- und Kopfarbeiter geschehen. �_..,. Richard Müller verwahrt sich gegen einige von Rörpel er- bobenen Anwürfe. Schon zu Beginn der Revolution hätte er sich mit aller Entschiedenheit für das Zusammenwirken aller Hand- und Kopfarbeiter eingesetzt und er tue es heute noch. Wenn er jetzt versuche, mit allen Arbeitern gemeinsam den Kampf gegen den KapitaNsmus aufzunehmen, dann müßten auch die gelben und sonstigen Betriebsrat« von der Be- triebsräteorgantsation erfaßt werden. Denn die Arbeiter, die sich in diesen Orgamsationen heute noch zusammen- finden, seien nur irregeleitet. Ein Zusammengehen mit deren Führern dagegen müsse er mit aller Ent>ch,edenheit ablehnen, genau uic u«s uouh.-vi.»ujse,««i» uu. Toöseiude» des Proletariats, der Kapitalistenklasse, eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden.' Es gelte dieVerwirklichungdesSozialismus. Dieses Ziel könne jedoch nur erreicht werden durch die geschlossene Front aller Hand- und Kopfarbeiter. FritzSchmidt: Die Arbeitsgemeinschaften find zur Unfruchtbarkeit verurteilt und wir bekämpfen ste deshalb. Wir müssen es aber auch ablehnen, den Kampf gegen den Kapita- lismus gemeinsam mit den Harmonieverbänden zu führen. Die blauen und gelben Angestelltenorganisationen stnd die erbittertsten Gegner der freien Angestelltenbewegung. Sie seien nicht einmal den christlichen und Hirsch-Dunckerschen Arbeiterorganisationen gleichzusetzen. Wenn die Münzstraße an dem Standpunkt festhält, mit diesen Verrätern des Proletariats gemeinsame Sache zu machen und von den-freien Arbeitergewerkschasten in diesen Bestrebungen unterstützt werde, dann müsse die Afa vor- läufig allein ihren Weg gehen. Die Entwicklung wird uns recht geben und wrr werden uns deshalb in gar nicht allzu langer Zeit mit den Arbeiter-Gewerkschaften wieder zusammenfinden. Hierauf wurde ein Schlußantrag angenommen. Die bei- den Referenten verzichteten auf das Schlußwort. Die von Rörpel vorgelegte R e f o l u t i o n, die wir bereits in Nummer 300 unseres Blattes zum Abdruck gebracht haben, wurde hierauf mit großer Mehrheit angenommen. Durch Annahme dieser Resolution haben die Betriebsräte der Afa zum Ausdruck gebracht, daß ste fich an der von der Eewerlschaftskommission mit den Be- triebsrätezentrale« vollzogenen Einigung, die zur Bildung der provisorischen Zentrale geführt hat. zunächst nicht beteiligen wollen. Afa-Beisttzer des Schlichtungsausschusses Montag, den 2. August 1920, abends 7 Uhr, findet im„Börsen- saal" des Mustker-Vereinshauses, Kaiser-Wilhelm-Straße 31, ein« Versammlung der Beifitzer des Schlichtungsausichusses statt, die in Äfa-Verbänden organisiert find. In dieser Versammlung soll über die jetzige Schlichwngsordnung und den bekannten Entwurf zu einer neuen gesprochen werden, wie auch über besondere Anae- legenbeiten, dre die Zusammensetzung der Kammern und die Un- terweisung der Beisitzer betreffen. Es wird auch über die vor- liegenden drei Anträge beraten, welche den VoiRfc im Schlichtungs- ausschuß regeln sollen und über die in einer Plenarversammlung aller ständigen Beisitzer am Donnerstag, den S. August 1920, abge- stimmt werden soll. Teuerunaszulaae für Poetier« und Hausreinigerinnen in Wohn» Häusern. Endlich nach viermonatlichem langen Warten ist am 28. Juli 1920 der Schiedsspruch de« Schlichlungsausschusses vom 23. April 1920 von dem Demobilmachungslommipar für verbindlich erklärt, welcher besagt, daß auf den Tarif- vertraa vom 17. Juli 1919, welcher mit dem Bund der Berliner Grundbesitzervereine tauch in den Vororten) und dem Deutschen Portierverband, Sektion 7 des Deutschen Transportarbeiterver- bandes abgeschlossen worden ist, 20 Prozent Teueningszulage, so wie für jedes Unterhaltungspflichtige Kind eine Kinderzulage von 6 Mark pro Woche zu zahlen ist, und zwar rückwirkend vom 16. geb. 1920. Für die Schöneberger und Eharlotten burger ist jedoch diese Teuerung?- und Kinderzulaae nur vom lS. Februar 1920 bis zum 1. Mai 1920 zu zahlen, soweit die Hausbesitzer nicht dem Bund der Berliner Grundbefitzervereine angehören. Hiermit fordern wir die Kollegen und Kolleginnen auf, sofort die Teuerung»- und Kinderzulage von dem Eigentümer zu ver- langen. Ferner weisen wir daraus hin, daß die Teuerung?- und Kiiwerznlage, welch« mit dem Bund der Berliner Grundbesitzer- vereine und dem Gelben Verband(Berliner Portier» und Be- rnfsgenossen und Umgegend) abgeschlossen ist, und 10 Prozent, für da» Kind 3 Mark pro Woche, und zwar nur für die Pos. 1. bringen soft, abzulehnen ist. Die Entscheidung ergeht auf Grund von F ZS. bzw. K 20 der Verordnung vom 3. September 1919(RGBl. E. 1500). Sie ist endgültig und kann durch Rechtsmittel nicht angefochten werden. Weitere Auskunft im Berbandsbureau Berlin. Bayreuter Straße S1. Die Sektionsleitung. Gegen die Korruption in den Wohnnngs» inspektione« Rachgerade pfiffen es die Spatzen von den Dächern, daß in manchen Wohnungsinspektionen man Wohnung erhielte, wenn man den Angestellten einige hundert Mark in die Hand drücke. Es ging so weit, daß in einigen Gegenden eine richtige Börse aufgemacht wurde, in der Wohnungen verschachert wurden. Be- amte. Angestellte und Hilfskräfte in den Wohnungsinfpektionen fanden stch«in und verhökerten unter Fälschung der Eintrage- listen Wohnungen gegen mehr oder minder hohe Bestechungs- summen. An manchen Stellen arbeitete mgn Hand in Hand Am schlimmsten war es in der zweiten Wohnungsinspektion die im Potsdamer Viertel gelegen ist. in einer Gegend, wo zahlungs- fähiges Publikum wohnt. Dort gehen die gezahlten Bestechunas- gelder in die vielen taufende. Der Magistrat hat sich mit der Sachlage beschäftigt und ist fest entschlossen, mit aller Schärfe ohne Rücksicht auf die Person, vorzugehen. Es stnd bereits eine Anzahl bestechlicher Angestellter und Hilfskräfte entlassen worden. andere sollen entlassen werden. Ferner ist das Material der Staatsanwaltschaft übergeben, mit Strafanträgen gegen diesent- gen. die an diesen Bcstechungsskandalen beteiligt find. Es wer- den noch weitere Ermittelungen gepflogen, um den Augiasstall auszuräumen. Es sei bemerkt, daß der Du. um U.? Wohnung� amtes, Herr Dr. Laporte, m der Sache selbst eine sehr lax« 6» schäftsführung zeigt. Er. der so viel über Reforme» auf de« Gebiete der Wohnungsmifere schreibt, hätte alle Ursach«, erst ei» mal im eigenen Hause nach dem Rechten zu sehen. Die Fol«* dieses Skandals ist, daß die ärmere Bevölkerung stets beMy- teiligt ist. Die Leiter der Ferienspiele wolle« streike« Diese Drohung haben die Leiter der Feriensptele ausgesprochen Es bat sich mit der Zeit ein Stamm solcher Leiter und Leiterin!«» gebildet, die jahraus, jahrein zur Verfügung stehen; außerde« gibt es auch Perjonen, die keine Lehrperjonen find, die als Spleb leiter fich betätigen. Die Lehrperjonen beziehen neben ihrem Ge» halt eine Tagesentichädigung von 15 Mark, wozu noch ftei« Vev pflegung auf den Plätzen kommt, die oft immer besser als die d« Kinder ist. Die Spielleiter verlangen ein« erhebliche Erhöhun« ihre Tagessätze, anstatt 15 Mark wollen ste 24 Mark, und sie habe« gedroht, im Ablehnungsfalle streiken zu wollen. Der Magiltro- bat geglaubt, die Anträge ablehnen zu sollen. Ob die Lehrer ib» Drohung wahrmachen und den armen Kindern die Ferienspiele be< einträchtigen werden, steht dahin. Aber heute schon muß ausg» sprachen werden, daß für die Zukunft Personen als Spielleit« herangezogen werden, die nicht gerade unter allen Umstände» Lehrpersonen zu sein brauchen. Es gibt eine ganz« Anzahl sonen, die pädagogisches Talent genug besitzen, um die Ferie» spiele leiten zu können. Schon jetzt hat sich gezeigt, daß Personen. die aus den Kreisen der Turnvereine herangezogen werden, manw liche und weibliche, sich sehr gut zu Spielleitern eignen. Und.b«> genügender Anleitung werden sich auch sonst noch Leute genug>>N' den, die mit Freuden bereit sind, Proletarierlinder zu betreue« In manchen Vororten hat fich dieses System gut bewährt. M«» wird nicht säumen dürsen, diesen Weg zu beschreiten. Auch Kurl« für Spieleliter für die Mitglieder des Ärbeiter-Elternbundes wer« den gute Früchte tragen und einen Stamm sehr geeigneter 6vltV leiter und Leiterinnen heranbilden. Antrüge nach dieser Richlu»» hin sind schon vor sechs Monaten gestellt worden. Leider hat da» Jugendamt versagt. Bei dieser Gelegenheit sei mitgeteilt, daß auf der großen Ferle» spielwiese im Plänterwald zur nächtlichen Bewachung der do» untergebrachten Lebensmittel der aktive Vizefeldwebel Stern»« von der 9. Kompagnie 115. Jnfanterit-Re* und 10 Kriminalbeamte aufgeboten, um in der Reuen Schön» hauser Straße eine Razzia zu veranstalten. Eine Anzahl Personen« die sich nicht genügend ausweisen konnten, wurden»festgenon»ne»' Vriefiafch« verlöre«! Auf Zahlstelle 10 de, Deutschen hM arbeiter-Verbandes. Blumenfttoße 34. bei Pilzecker, verlor'»» vergangenen Sonnabend ein Kollege feine Brieftasche, enthaltend 180 M. Lohn, Militärpaviere, Vertrauensmännerkarte und e�s Lotterielos. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Brieftasche in» Inhalt im Bureau des Verbandes, Rungestraßc 30, Zimmer 5.»"* zugeben.% Vorausfichikiches Weiter für Berlin und Umgebung am So»*' abend. Ein wenig wärmer, vielfach heiter, aber noch sehr v«� änderlich. bei mäßigen südwestlichen Winden. Keine erheblich«* Niederschläge. Ans den Oraanikattonen ». Eomiabnid, 7 Uhr, Sit Nettlchlag, Cchrelnerstr.!i, BorflouMU1'� mit Bttion.'iat. 11. DIft-lN. 148 Uhr.(Matiflsfanl her Schal«, Sartmfrt. � 8. Vortrag he» Srnoflta Prager t SojlaNfirrang in Rahlanh. 18. SIRrttt. SRontog. den 2. Nilgast, abend» 7 Uhr, Sitzana her penttW ÄomtnifHan bei Ebel. Uferstr.«. � r-eotoW.VaaWschalenweg. Nile ff Item werden gebeten. Ibre. der Schnl»**1 wachlrnen Kinder, zu der heute, abends 7 Ubr. stattfindenden Iugendzulamn'� fünft bei vage« I» Vaumlchnlenweg� Vaumlchulenstr.>1, z» entsenden.— SR«'I2 Sonnabend, den 81. 7., abend« 7 Uhr, findet h«> sfroinm, Veermannstr. 18, a-K ardentlich« gratttonssthung der fflternbeirite statt, ffs«Iranrt daran teil: V Barstand des Wahloeretn» und der Aftionsrntsodaian». T-eptow-vaninIch-Ienioe». Am 80. Zult 1020 oeronstolte« dt«.EozIaNstuP Vratetarlertugend, Ortsgrnpoe Treptow-Vaunischulenweg. bei Bog«, ffrnst-, a°Z Daumschulen strah«. eine Zugendversammlung.— Sonntag: Wanderung, Slto4� herg— Bohsee. Treffpunkt morgens 8 Uhr, Bahnhof Treptow Mederschbnhaulen. Am Sonntag, den 1. All," hörigen nach Schnlzendorf— Helligrnsee. Abmarsch VadegelegenHett. Obe-Ichöneweld«. Eonnahend, 7 Uhr, Sitzung der Landagitatlonskomwlsfio», Imberg. 'uimifV) Buai'.ft, Masfenausflug mit"J», rfch 8 Uhr früh oom Frieden, pw-' W» Vereinskalender »rheltee-Athletenhnnd. Sonntag. Sommerfest bei Schulz, TMlhevisbaeg. f*! trltt-farten, IllfUer Str. M, vereinslokal«od bei Mtlschntz, Petersburg-' Strasse 8.____ � verantwortlich fstr die Aedakllan: ff mil Rabol». Berlin, verantwortl«* für den Inseratenteil: Ludwig Komerlner, Karlsharst.— Verlaj? genostenschaft Jjreiheit" ffi. m. b.£>.. Berlin.— Vruif der.Freiheit'-vrut«� H.. Berlin ff. 2. Breite Strasie 84. Parteisekretär r.(«..-.»cUfererarkrt Bommern der U. 6. B. wird.... SS» ÄTüsaa» sSr&S fähig, und mit der Berwalmng.arbett°«rMt sein. -jnfragckommendr wsrden�g-betni�t�r � � � cbi* Infragckommende werden gebeten,« i&eliallsanspriiche» dt» spätestenslb � zirksfebretoriiU gm Stettw.«atfer-WUHrlm-Stratze 78, zusenden. 1«.»Utrikt, 2. BUrt., Bez. 801.__ Am 25. Juli verstarb durch UnglllchsfaN der Brnvffe Willi Barks Aalbcrgtt Strotze 18. Dir Sinischerung stnd et am Sannad.. den 81.Znl!, nachm.>/,g Uhr.«m«rr- maioriam«ftichtstr. statt. ffhtt feinem Andenken I De» Boestand. «„nahm» in»ve» SpedUion«» de» Brrtage» Das»«««swM vnU fflnteltnng und ff rlüuitrnngen oon Bugen Beuger 88 Seiten t: Preis 4 Mk. Zu« Gebrauch für Arbeiter, AazesteMe u. GwnbeKeibenbe Zu beziehen durch die BerlagsgenHenschast»Freiheit" e.G.uilS. Abteilung P«chhanbl«sz:: Berlin fi 2, Breite Str. b-S Wr olle Lied««ud Teilnahme, die un« beim Tode unserer geliebten Mutter uud istrotzmuttrr drwiesm wurde, sagen wie ans diesem Wege -Men herzlichen Dank. 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