Einzelpreis 30 Pfg.• Z.Iahrgang Freitag, den S. Angust 1920 Nummer 316. Morgen-Ausgabe »Freiheit� erscheint niora«»« eerrX ttnehmiHi***««v*——- .«OT0CT» jhüi nocfitntttdgs, eonatags nnb VtontBft tat U— L AÜ,- V' es notwendig, daß die Proletarier aller Lander in geschlossener Front kämpften., i, v._ Der italienische Genosse B o m b a c c i betonte, daß 70 Prozent seiner Partei Reformisten seien. Eine Angliederung an die dritte Internationale könnt« aus diesem Grund« nicht nur für die sozialistischen Parteien Frankreichs und Deutschlands, sondern auch verschiedener Element« der sozialistischen Partei Italien» nicht in Frage kommen, wenn dieser Anschluß möglich oder not- wendig werden sollte, so wäre dazu unbedingt dt« strengst« Wiedereintragung aller Mitglieder notwendtg. und zwar ahn- lich der Form, welch« einen Teil de» System» der Kommunisti- schen Partei Rußlands bildet. Selbst unter dieser Bedingung müsse die systematisch«»tjgliebmilsi der verschiedenen Element« in hie kommunistischePartei mit KußeriterStrenge durchgeführt«ntmn Die Genossen Polano, Mayer, Weinkop wandten sich entschieden gegen die Angliederung der Unabhängigen Partei a« die dritt« Znternational«. Der Genosse Lorsowski erklärt. daß die Angliederung von politischen Organisationen, die ihr Pro- gramm nicht offen erklären, und nicht klar»um Ausdruck bringen. mit wem sie sich verständigen wollen, keinesfalls geduldet werden dürfe. Er erinnerte an die Rolle, die die Mensche misten in Rußland bei Beginn der Oktober-Revolution gespielt haben. Sie machten den Vorschlag, die Arbeiter zu entwaffnen und die Kosaken in Petersburg einrücken zu lassen und begnügten sich dabei mit der Versicherung, daß keine Arbeiter-Riedermetzelung stattfinden würde. Die Element« de, Zentrum» würden mehr als einmal in jedem Lande, wo die Revolution sich in ahn- licher Lage befinden würde, der Znternational« in derselben Weise in den Rücken fallen. Genosse Cri spien erhält das Wort und stellt mit Genug- tuung fest, daß die Mitglieder der dritten Internationale äugen- fcheinllch nunmehr ausreichend über die Vorgänge in Deutschland unterichtet seien. Er betont dann die äußerst schwierige Lage, in der die deutschen Sozialisten sich bei Ausbruch des Krieges befanden. Zn der Sitzung des Kongresses vom Z. August sprach Vu ch a r i n über die Frag«: die Kommunistisch« Partei und der Parla- mentarismus. Er erklärte, daß die Ausgabe der Kommu- nistischen Partei je nach der politischen Situation«ine ver- schieden« sei. In der Zeit, in der«i» ,u einem gewissen «rad« gemeinstme Interesse« mit dem«apftalismns beständen. müsse die sozialistisch« Fraktion bestrebt sein, im Parlament eine großer« Vedeutung zu erlange«. In der zweiten Periode de» kapi- talistischen Beifalls aber und zu Beginn revolutionärer Umwal- zungen müsse die sozialistische Fraktion sich zu einer Waffe zum Zweck« der Zerstörung de» Parlaments verwandeln. Bei der Besprechung über den Bestand und die Arbeit der Fraktionen in den europäischenParlamenten, wies Ducharin darauf hin, daß diese alle in größerem oder geringerem Maß« unter den Kompromissen zu leiden hätten. Di« am meisten revolutionär gesinnten Arbeiter lehnen ein« Beteiligung am Parlament ab; die Bildung einer kommunistischen Fraktion, in der keinerlei Kompromiß-Elemente mehr vorhanden seien, sei die alleinige Garantie dafür, daß da, Parlament für revolutionäre Zweck« benutzt werden könne. Erst dann wird die Kommunistische Frak- tion das wahre Werkzeug zur Zerstörung de» Parlajneitts«erden. Der Bericht, der einige Verstümmelungen enthält, gibt über die Verhandlungen natürlich nur ein gekürztes Bild. Eine o b j e k- tive Darstellung wird erst möglich fein, wenn uns«« Genossen «w Zstkpskyv gyrückg«khft hnd.' t Waffenschiebungen für Polen „Seelische Drpresfionen" als Ursache Z« unserer gestrigen Morzennummer teilten wir mit, daß in der Pa>>auer Straße«in großes Wajjendepot entdeckt ist. Dazu wird von der Sicherhcilspolizei amtlich mitgeteilt, daß die Waffen von einem Lastauto der technischen Hundertschaft, Polizei- abteilung Neukölln, in das Haus Passauer Str. 2 gefahren worden sind. Die Waffen, die in der Wohnung des Ingenieurs S e e k a tz beschlagnahmt worden sind, sind auf Veranlaisuna des Oberwacht- meisters Eommerkorn von der Sicherheitspolizei dort unter« gebracht worden. Es handelt sich o» zirka 40 leichte Maschinen» Sewehr«. Sommerkorn ist nunmehr verhaftet worden und gab bei seiner Vernehmung an, daß er die Maschinengewehre, die nach dem Friedensvertrag der Luftfahrt-lleberwachungskom» Mission übergeben werden müßten, deshalb in die Woh» nnng des Ingenieurs Seekatz bringen ließ, damit sie nicht in die Hände der Entente fielen. Ihm als alten Soldaten hätte es g e- schmerzt, zu wissen, daß die f ch ö n e n W a f f e n durch die En» tente vernichtet werden. Er sei seinerzeit Augenzeuge der Ver- nichtung von 200 Znfanteriegewehren gewesen, was eine stark« seelische Depression bei ihm hervorgerusen hätte. Er be- streitet enüchieden, daß die Waffen an Polen arcsgeliefeit werden sollten. Das bisherige Ergebnis der eingeleiteten Untersuchung hat ahtt ergeben, daß Agenten für die polnische Regierung Waffen, Muni- tion und Flugmotor« in Deutschland aaftaujen und diese nach tslen schmuggeln. Es ist festgestellt worden, daß ein im Hotel ristol wohnender Pol« von Schiebern geögere Posten von F«A«wassen und Maschinengewehren aufgekauft und ror wenigen Tage« fezae anfacht hnt. einen Waggon Heeresmaterial«ach Po» le« zu verschieben. Ueber den Verbleib de» Waggons ist bisher noch nichts bekannt. Die Berliner Zentralen stehen auch mit De- pots in E l b i n g und Z o p p o t in Verbindung, von wo aus ein reger Schmuggelverkehr über See betrieben wird. In den letzte« Tage« find größere Beschlagnahmungen von Flugzeug« ina! er«»«folgt, so hat man z.-Ö. den Albatroswerlen in Johannisthal und den Zokkerwerken eine größere Anzahl Flugmotore abgenommen. Auch sind bei einem früheren sehr bc- kannten Zioilslieaer, der mehrere Motore bei einem Spe- diteur deponiert hatte. Beschlagnahmungen vorgenommen worden. Escherich und Orgefch Von zuständiger Stelle wird der„Dens" mitgeteilt: Dem preußischen Ministerium des Innern sind die Bemühungen des bayerischen Forstrats Dr. Escherich, auch in Preußen Selbstschutz-� organisationen nach seinem bayerischen Muster zu schaffen. seit längerer Zeit bekannt. Sosart, als der Minister des Innern Kenntnis hiervon erhielt, hat er nicht nur jede Unter- stützung der Pläne Escherichs untersagt, sondern auch ihre strikte Bekämpfung angeordnet. In der Konserenz der Oberpräsiden- ten, die am 14. Juli beim preußischen Minister des Innern statt- fand, wurden unter Hinweis aus Ostpreußen die Bestrebungen Escherichs ausführlich geschildert. Auf Grund der Instruktionen. die damals den Oberprä fidenten erteilt wurden, ist der jetzige Er- lag des Hannoverschen Oberpräfidenten R o s k e gegen den„Selbstschutz. System Escherich", ergangen. Stimmt! Noske hat für die Provinz Hannover den „Selbstschutz" verboten. Wie steht es aber in B e r l i n? Hier wird munter weiter organisiert, die Polizei begnügt sich mit einer angeblichen„U e b e r m a ch u n g", obwohl nur ein so- fortiges, prinzipielles V e r b o t die Organisation zerschlagen könnte, bevor sie zu einer wirklichen Gefahr geworden ist. Die Flaggenfrage Berli«, 5. August. � Di« Fluggenfrage ist. wie wir höre«. Gegenstand eines Rotem» echstl» zwischen der französischen Botschaft und der deut« sche» Regierung. Die Regierung hosst, Mittel und Weg« zu finden. die aus der Flaggeuaugelegeuheit entstandene Spannung im Sinn« der Völkerbuudsakt« zu erledigen. Kein deutsch-russischer Bertrag Berlin. S. August(W. T. BZ Petit Parisien" und..Times'' bringen am S. August den Text eines angeblich durch Geheimrat v. Maltzahn im Auftrage der deutschen Regierung und Herrn Kopp im Auftrage der Sowjetregierung vereinbarten Vertragsentwurfs über wirtschaftliche und politische Abmachungen zwischen Deutschland und Rußland in Verbindung mit der militärischen Lage ,m Osten. In gleicher Weise wird von dem Bureau Havas verbreitet, daß bereits vor der polnischen Offensive ein Geheimvertraa zwischen Deutschland und Eowjetrußland bestanden habe. Diese beiden Meldungen entbehren jeder tatsächlichen Grundlage und find ftei erfunden. Zwischen Deutschland und Rußland bestehen keinerlei derartig« Abmachungen. Herabsetzung der Fleischprelse Zu Beginn der Sitzung de. Volkswirtschaftlichen Ausschusses de» Reichstags gab es eine lange Erörterung über die geschäftliche Behandlung der Vorlagen. Die Agrarier wollten zunächst die Erledigung der Vorlage über die Preissenkung zu � verhindern suchen, waren statt dessen jetzt bereit, einen Termin für die Auf- Hebung der Zwangswirtschaft sestzusetzen. Da auch der Minister sich dagegen wandte, wurde dieser Plan verhindert, obwohl der volk�parteilich« Abgeordnete Gebhardt zunächst damit drohte, daß dann die Landwirte das Brotgetreide nicht ad- liefern würden. Späterhin suchte er diese Ausführungen ab- zuf Die Agrarier wandten sich alle gegen die Preissenkung, obwohl der Minister erneut darauf hingewiesen hatte, dan eine erhebliche Verminderung der Produktionskosten der Fleischerzeugung eingetreten und eine Aufrcchterhaltung der hohen Presse un- verantwortlich sei. Genosse Dr Hertz wies darauf hin. daß es nur der Eigennutz sei. der d,e Landwirte zur Gegner, chast gegen die Preissenkung veranlasse. Sie wollen aber auch, daß die Steigerung, die bei der Freigab« eintrete,, den Massen nicht allzu deutlich werde. Die Schwache der Stellung der Agrarier gebe ja auch aus ihrer jeder sachlichen Begründung entbehrenden Stellung hervor. Es sei sehr bezeichnend, daß die Landwirte sogar mit Vergrößerung des Wuchers und des Schleich- Handels drohen. Der Zentrumsmann Wieder, der m,t einigen Zentrumsabgeordneten Hit bie Vorlage der Regierung eintrat, stellt« fest, daß weder die Demokraten�,«och die Volks- eintrat, stellt« fest, daß wever o»»emorrare».now"""f parteiler und die D-utschnationalen in diesen Alls,chnß, der die Preisfestsetzung rornehme. irgend einen Arbeiter- oder Slngestellt«»» Vertreter delegiert haben. Die Vorlage der Regierung mtt der Herabsetzung der Biehpreis« um 40 M. wurde mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. Dadurch tritt eine Herabsetzung der Klein- OTT li!, entfcilffitrh um flO M. ein. August, in der nachften schussev, diskutiert werden. Di« Welt will betrogen fei«. Aus Hamburg hat die bürgerliche fresse in den letzten Wochen schauderhafte Nachrichten uber das reiben einer..roten" Armee gebracht. Der Verfasser dieser Nach- richten war«in gewisser F. T. Holtz. der sich im Schwindeln übt«, um Pinkerton gleich zu kommen. Außerdem ist dieser Mann noch K a p p ift. Der Hamburger Senat wollte dem üblen Burschen das Handwerk legen, da griff die Regierung ein, entzog den Ham- burger Behörden das Untersuchungsverfayren und berief F. G- Holl- nach Berlin. Hier wird nun der Odeftä, windle« als K r o n« zeuge benützr. Er Witt, doe Regierung einen schonen Sens«in« rühren. Adft sie verdient bcnn sie rpill beirogcn fem, Ferienruhe am Königsplatz Gemewer Zynismus ».Das hohe Haus stand gestern unter dem Zeichen der am «ormtttag abgcgedenen Erklärung des Außen- �> st e r s, die deutlich den Ernst der politischen Lage enthüllte. Man häte doch annehmen sollen, daß die inhaltsschweren Hinweise des Ministers einen ernsthaft stimmenden Eindruck auf die Männer der Wahl aller Deutschen hätte hmterlasien sollen, der auch aum Ausdruck gekommen wäre in der würdevollen Behandlung bedeut- mmer Probleme, ernster Lebensfragen der inneren Politik. Indessen enthüllte Herr Moldenhaucr von der Deutschen Bolkspartei den politischen Sedemustand eines Teiles der Parlamentarier, indem er die Auesprache üver die Erwerbs- losenfürforge benutzte, um die Erwerbslosen m i t u n f l ä t i- gen Witzen zu bewerfen. Wesen und Wirkung des Er- werbslofenalmosens glaubte er kennzeichnen zu müssen, in- dam er sich den rohen Scherz eines Witzblattes zu eigen nrachte. der einen jungen Mann zu einem Mädchen sagen läßt: Wir können heiraten, denn ich bin arbeitslos und be- zieh« Erwerbslosenunterstützung. Ein empörendes Niveau. Der Mann erhielt in entrüsteten Zurufen unserer Eenossen treffende Antworten. Derselbe Vertreter der Stinnespartei bestätigte ckuch unsere gestern an dieser Stelle angedeutete Auffassung, daß das Unternehmertum eine produktive Erwerbslosenfürsorge nur soweit billige, als ihm die Möglichkeit gegeben wird, sie für das Profit, interesse auszubeuten. Auf keinen Fall, erklärt« der Prophet des Gottes Stinnes, dürfe sie mit E i n g r i f f e n in die Privatwirtschaft verbunden sein. Wie am Mittwoch RobertDißmann.sogab gestern Genosse M a l z a h n den politischen Agenten der Ausbeuter- gesellschaft die Antwort. Er wies auf die bedeutsame Rolle der Betriebsräte bei der Verhütung von ungerecht- fertigten und planlosen Bctriebseinstellungen durch die Unternehmer hin. Aber da liegt eben der Hase im Pfeifer. Arbeitsminister Brauns beteuerte, daß die Regierung den besten Willen habe, allerlei zu tun. um Produktionseinschrän- kungen zu verhindern. Hätten wir nicht so ein schandbares Betriebsrätegesetz bekommen, hätten die Betriebsrate nennenswerte und wirksame Rechte, daim hätte die Regierung für heute Organe zur Durchführung dieses Willens. Vorausgesetzt, daß er ehrlich gemeint ist. Trotzdem wird Malzahns Appell an unsere Genossen in den Betrieben nicht ungehört verhallen. Dann vertagte sich das hohe Haus. Da es nicht schnell genug ging, machte die Mehrheit mit Gewalt Schluß der Debatte. Ferienruheinmittenstürmischenpo- litischen Wogenganges! Deutscher Reichstag 111. Sitzung, Donnerstag, den 5. August. Am Regierungstisch: Fehrcnbach, Simons. Heinz«, Koch. Dritte Lesung des Entwaffuungsgesetzes Die Sozialdemokraten hüben ihre Anträge aus der zweiten Lesung wieder eingebracht,»nnsch ausdrücklich festgestellt werden soll, daß nur die Reichswehr und die zum Waffentragen be- rechtigte Berufspolizei von der Ablieftrungspsliqt be- .freit sein soll. Demgegenüber liegt ein Antrag der Negieranasparteien vor, den in der zweiten Lesung gestrichenen 8 9. wonach der Reichs- k o m m i l s a r auch andere besondere Organisationen zur Durch- führung seiner Aufgaben heranziehen oder schaffen kann, wieder einzustellen.— Ferner beantragen die Regierungsparteien fol- Senden neuen Paragraphen?a: Der Reichskommisfar hat das Recht, die Abgabe eidesstatt- licher Versicherungen innerhalb der festgesetzten Frist über Waffenjchiebunaen oder über den Besitz und den Verbleib von Waffen oder Munitionslagern allgemein oder im Einzelfalle bei der von ihm zu bezeichnenden Behörde zu verlangen. Genosse Dr. Nosenfeld In letzter Stund« protestieren wir noch einmal dieses Ausnahmegesetz gegen die Arbeiterschaft. Der ensvcrtraa rechtfertigt dieses Gesetz nicht. Die des Hauses, die von Sklaoendienst gegenüber der Entente sprach, al» die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft werden sollte, leistet mit der Eniwaffnungsvorlage einen Sklaven- dienst gern, weil dadurch die A r b« i t e r s ch a f t g e f e s l e l t. der Diktatur des Reichskommisiars ausgeliefert wird. Die Regierung und die Regierungsparteien benutzen nun die Lloyd Georg« und Millerand, um die deutsch« Gegenrevolution zu stärken.(Sehr wahr bei den ll. Soz.) Erst auf die Epitzelmärchen hin. die Reichswehrminister Geßler in Svaa vortrug, forderte die En- tente die Entwaffnung Deutschland,. Nicht weil die Arbeiter Waffen haben, wenden wir uns gegen das Gesetz, sondern weil wir voraussehen, daß d i« Behauptung, die Arbeiterschaft sei bewaffnet den Vorwand zum Borgehen gegen die Arbeiter- schuft bietet. Gestern erst hat der„Vorwärts" neue Entwaffnungspläne der Reaktion enthüllt. Diese Pläne hängen mit der Zentralorgani- sation für alle angeblich ausgelosten Zeltsreiwill,genformationen und Einwohnerwehren im ganzen Reich zusammen. Es steht fest. nach den Feststellungen des..Vorwärts.daß man ,m Zuni lg20. als man schon wußte, dag dt« Entente d«e Entwaffnung Deutsch- lands fordere, daran gegangen'f� neu e b« wa ff ne t e O r- «anisationen zu« Ersatz für Zertfieiwilllge und Einwohner- »***"■«..c™»- I»»|™, bi« Zbfti»,»»»» w«etunb« haben. -x»». fahren durch Truppentransporte lM besetzten Geblet, d:e sicherlich nach Polen geleitet werden sollen. Verwicklungen drohen und mir haben die größten«-denken, daß der Reichstag wünschen ä«'1' �'■ be- den U. Toz�Wr Deutschland,, jedenfalls»„».„. �.u........_*... o dachten und nicht dulden, daß zum Kampf gegen Sowietrußlanh Waffen und Truppen durch Deutschland geführt werden. Weder können wir dem Rei6>skonlmisfar vertrauen, noch dem parlamentarischen Beirat, der nichts anderes ist. als em Fetgen- blatt des Absolutismus.. �. Wir protestieren gegen die»numschränkten Machtbefugnisse de, Reichskommissars, gegen die Aushebung der Schntzbefttmmungen der die Reichskommissar geben will. In diesem Protest wissen wir uns eins mit der gesamten Ar- beiterschaft. Die gewaltige Demonstration der Berliner Arbeiter» fchaft im Lustgarten hat oewiesen, daß sie hinter uns steht. Wir warnen in letzter Stund« vor der Annahme des Gesetz«?. Sie wollen nur das kapitalistisch« Svtzrm gegen die soziale Re- volutioa verteidigen. Sie können aber die wankende kapitalistisch« Gesellschaft nicht mehr lange halten. Gerade die Dur>.führunq dieses Gesetze» dringt neu« Erschütterungen, für die dann nur Sie verantwortlich find.(Sehr wahr bei den JI. Sog.1 Sie wollen eine neu« Drktatur aufrichten! Versuche» Sie, es! Wir werde« picht ruhe««ach raste» bis mir Ihnen die» Schandgesetz �mjsen vor die Füße werfen könne».(Lebhafter Beifall bei den Hierauf gab Minister des A-ußern Dr. Simons die Erklä- rung über die Bedrohung der deutschen Neutralität ab. deren Wortlaut wir bereits im gestrigen Abendblatt veröffeutli�t haben. Abg. Stelling(Soz.): Di« sozialdemokratische Partei ist der Meinung, daß die Notwendigkeit des Gesetzes im Friedensvertrag von Versailles und dem Abkommen von Spaa begründet liegt. Die Unabhängigen sollten sich die Frage vorlegen, ob sie nicht auch diesem Gesetz zustimmen müssen, denn besonders jeder Arbsiterver- treter hat ein Interesse daran. Wir haben alles getan, um das Gesetz so zu gestalten, daß es kein Ausnahmegesetz wird, aber wir können nicht die Verantwortung übernehmen, daß durch ein Scheitern des Gesetzes das Abkam nun von Spaa verletzt würde. (Beifall.) Die Schaffung des parlamentarischen Bei- r a t s wird besonders dazu beitragen,«ine unparteiisch« Hand- habung Zu gewährleisten. Abg. Merk(Bayer. Vp.) stimmt der Vorlage zu. Abg. Frau Zetkin(K. P. 35.): Eo gibt einen Grad der Schlechtigkeit, der jede Verbesserungsfähigkeit ausschließt, und dieser Grad ist für das Proletariat in diesem Gesetz erreicht. Solch ein Gesetz könnte nur durch die p o l i t i s ch e n A r b e i t e r- röte gerecht durchgeführt werden.(Ironische Heiterkeit bei der Mehrheit.) Trotz des parlamentarischen Beirat« bleibt das Gesetz ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter. Warten wir ab, ob das Gesetz z. B. gegen die Organisation Esch er ich angewandt wird, den Haupiherv der reaktionären Bewaffnung. (Sehr richtig!) Wenn Sie glauben, mit diesem Gesetz die Revo- lution aufhalten zu können, so täuschen Sie fich: e« leb« die Welt- reoolution. Abg. Burlag«(Ztr.): Um der Sozialdemokratie entgegenzukommen, ziehen wir unsere Fassung zu§ 9 zurück und übernehmen die sozialdemokratische. Den§ 9 a halten wir aufrecht. Neichoministcr des Innern Koch: Das Gesetz richtet sich gegen alie. die Waffen haben, geaen keinen mehr und keinen weniger, Was die Organisation E s ch e r i ch anbetrifst, so erkläre ich. daß die Reich sregterung eine solch« Organisation offiziell nicht an- erkannt hat, sondern daß sie ausdrücklich darauf hinweist, daß noch dem Abkommen von Spaa eine solche Organisation unzulässig ist. Daß vor der Konferenz von Spaa das eine oder andere be- kannt war, mag wobl richtig sein, denn vor dem Abkommen von Spaa war daran absolut nichts gesetzwidriges zu erblicken. In der Gesamtabstimmung wird daraus das Entwaffnungs- gesetz in dritter Lesung gegen die Stimmen der Unabhängigen und einiger Deutschnationalen(Dr. Rösicke. v. Graese, Ober- fobren usw.) angenommen. Präsident Locbe teilt darauf dem Hause mit, daß um 1 Uhr der Acltestenausschuß zusammentreten wird, um über die neu« Lage zu beraten. Er kündigt«ine neue Erklärung des Außen- Ministers Dr. Simons an.(Bewegung.) Das Haus tritt dann in die Fortsetzung der Besprechung der Interpellation über die Grwerblosenfürsorge ein. Abg. Andre«(Ztr.): Ein« geordnete Lrbeitslosenfürsorge ist dringend notwendig. Mit den Plänen des Herrn Arb«itsi»inist:rs sind wir einverstanden. In außerordentlicher Not muß bei aller grundsätzlichen Anerkennung des Achtstundentages länger al» acht Stunden gearbeitet werden. Wir unterstützen die Regierung in ihren Bestrebungen.(Beifall.) Abg. Lambach(D.-Nat.): Wir sind zum Arbeitnehmervolk gegenüber den Arbeitgebervölkern der Entente geworden.(Sehr richtig!) Die Sozialisierung halten wir für kein Mittel der Steigerung der Produktion. Wir stimmen mit der„Roten Fahne" überein, daß die Arbeitslosenunterstützung kein Mittel zur Be- Hebung der Krise sei.«eil sie die Produktion nicht steiaern und die Proletarier von der Arbeit entfremden wird.(Beifall rechts.) Vizepräsident Dr. Bell: Es sind noch 12 Redner gemeldet. (Große Unruhe.) Arbeitsminister Brauns: Di« Lohnfrag« ist vom Abgeord- neten D i ß m a n n völlig falsch geschildert worden. Die Karenz- zeit soll für die Kurzarbeiter fortan wegfallen. Der Eo- ji o li s i e r un g gehen wir durchaus nickt aus dem Wege. Ich Hab« die Erklärung abzugehen, daß die Reichsregierun« auf den Beschluß des Reichswirtschaftsrot« vom 21. Juli auf Einführung der Gemeinwtrtfchaft im Bergbau unter Hinzuziehung der Ar- belter lieht. Der Wirtschaftsminister hat ferner den Auftrag er- halten, auch aui Grundlag« der demnächst herauskommenden Be- schluss« der Sozialisierungskommiffion weiter zu arbeiten. Wir werden uns für die Form der Sozialisierung ent- stfwijMn. von der wir uns die größte Wirtschaftlichkeit versprechen. (Lebhafter Beifall.) Die Sozialisierung allein ist aber ebenso- wen,g wie die Erwerbslosenunterstützung da» Mittel, die gegen- wartrge wirtschaftlich« Notlage von heute aus morgen zu ändern. Di« endgültige Lösung der wirtschaftlichen Krifi» kann nur durch Vermehrung der Produktion kommen.(Beifall.) « Dr. Moldenhauer(D. Vp.): Alle Arbeitsgelegenheit hängt letzten Endes von dem Ausfall der Ernte ab. Unsere Produt- tion lerdet sebr unter der schwankenden Valuta. In der staat- lichen Unterstützung bedrohter Privatbetrieb« sehen wir eine schwere Gefahr. Auch darf nicht auf dem Umweg der pro- duktive« Arbeitslosenfürsorge di« Sozialisierung eingeführt Werden. Abg. Erkelenz(Dem): Räch dem schweren Schlag, den unsere Wirtschaft durch den Friedensvertrag erlitten hat. werden viel« Mtlltonen durch unproduktiv« Arbeit beschäftigt. Gleichzeitig werden aber immer noch ungeheure Gewinn« erzielt. Die- ser Zustand muß beseitigt werden. Es gibt noch Stellen im deutschen Wirtschaftsleben, Konventionen, Ring«, die fich mit aller Macht gegen die Herabsetzung der Preise sträuben. Abg. Kalser(Coz.): Die Klassengegensätze lassen sich nicht über- brücke», auch nicht in Deutschland. Die hunderttausend« Arbeit«- losen und Millionen Kurzorbeiter können wir nickt durch Rot- arbeiten befriedigen. Die Industrie hat keine Kohl«, keine Aus- trage und doch verlangt man«in« Verlängerung der Arbeitszeit. kürzerer Arbeitszeit ist zudem die«rdeitsintensivität «ei viel größer. Das wichtigste ist die Arbeitsbeschaffung. Die Unterstützung gebört erst an' den zweiten Platz. Die Wurzeln unserer wirtschaftlichen Kraft liegen injjer Urvroduktion. Für sie muß man Wohnungen schassen. Wir müssen mit der Me- muß sie das mit gesetzgeberischen Magnodmen tun. nickt mit einem Appell an di« Vaterlandslieb«.(Sehr richtig links.) Von den ZM Milliarden Schulden fallen nur'A Milliarden auf die Er- werbslofenfürsorg«. Wir müssen allmählich von der Unterstützung zur Arbeitslosenversicherung übergeben.... Abg. Frau Zetkin(K. P. D.): Die Erwerb-losenfürsorg« darf Nicht in Form einer engbrüstigen Ar mensürsorge gehalten werden. Sie muß für Männer und Frauen gleich sein: denn bei beiden ist die Notlag« gleich groß und da- Ausch welken der Prostitution spricht«in« tragische Sprache» Besonderes Augenmerk muß auch auf die groß« Zabl von arbeitslosen In. tellektuellen gerichtet werden. Das heutige Heer de, Arbeitslosen ist nicht di« Reservearmee de« Kapitalismus, sondern es sind feine Totengräber. Genosie Makzayn: Die allgemeinen Redensarten über Steigerung der Prodnktion, Ruhe und Ordnung nützen de« Arbeitslosen nichts. Die Industrie hat nur Produktionslusi, wenn ib, Profit wintt. Der Motor des Wirtschaftslebens ist die Arbeitirschnst. Die Betriebsräte müssen die Produttion überwachen und alle Betriebseinstellungen verhindern. Wir fordern, daß die«»rtftig» der Betriebs» stoffindustrie mit dem Wirstschaftsministeriu««Mentluht und zu ihrer Prüfung di« Betriebsräte der Autonwlnlindustm ■ herangezogen werde«. In der deutschen Waffen- und Munitftms» faorck stehen für hunderte von Millionen Dtefchinen, die mit einer Mark zu Buch stehen. (Hört! Hört!) Da wird die Enteignung nicht schwer sein. Dort könnten sehr gut Lokomotiven hergestellt und 6000 Arbeiter be- schüftigt werden. S o w j« t r u ß l a nd hat in Skandina» oien erst jüngst taufende von Lokomotiven be» iellt.(Hört! Hört!) In Spandau ist di« Leitung entweder un- ähig, oder man will die Reichsbetrieb«. die Musterbetriebe f-ln ollten, s-bot,eren. Die kapitalistische Profitwirtschast muß adge- löst«erden von der sozialistischen Dedarfswirtschnft.(Beifall bei den U. Soz.) Arbeitzminister Braun«: Die Regierung ist bemüht, die Er» werbslofenunterstutzung der Krise anzupassen. Sie bat beschlossen. »5 Millionen Mark den Ländern zur Vmügunq zu stellen für be» sondere llnterstu�ungen der langfristig Erwerbslosen. Die Länder und Gemeinden sollten Zuschüsse gewähren, sodaß für diesen Zweck insgesamt etwa 60 Millionen zur Verfügung stehen. Auf Antrag des Abg. Erkelenz(Dem.) wird die Debatte gegen die Stimmen der Deutschnationalen und der Unabhängigen ge- schlössen.„ Der unabhängig« An trag wird dem Volkswirt» yh-ftlichen Ausschuß überwies««. Damit ist die agesordnuna erschöpft. Präsident Loet«: Wir stehen am Ende unserer gegenwärtige« Tagung und ich bitte Sie. mir die Festsetzung der nächsten Sitzung und Tagesordnung zu uberlassen. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, vatz mich Kretguisse lenfeits der Grenze, die Verhandlungen in Genf oder andere außenpolitische Zwischenfälle nicht zwingen, Die früher einzuberufen, als es nach dem normalen Geschäftsgang nötig sein würde. Ich bofte. daß sich auch die Arbeits- und Ernährungsverhältnisse in unserm Laude so oe- stalten, daß wir nicht früher zusommentreten brauchen und wünsche Ihnen gute Erholung.(Lebhafter Beifall.) Schluß i*A Uhr. Die Vertagung Der Aeltestenrat des Reichstages trat beut« mittag noch- mals zu einer Sitzung zusammen, um die Geschäftslage z» besprechen. Dem Antrag, wonach der Reichstag infolge der politi- chen Lage weiter versammelt bleiben soll, wurde n i ch t e n t- p r o ch e n. E« bleibt vielmehr dabei, daß der Reichstag heute ein« Beratungen zum Abschluß bringt und sich bis Mitte Ok» tober vertagt. Sollten jedoch politische Ereig- nisse es erforderlich machen, so ist Borsorge ge- troffen, daß der Reichstag auch jederzeit früher zusammentreten kann. Arbeitsaufnahme in Zittau Dresden, 5. August.' Aus der Staatskanzlei wird uns mitgeteilt: In Zittau hat di« Arbeiterschaft nach Verhandlungen mit dem von der Regierung ernannten Rcgierungskommissar beschlossen, heut« d i e Arbeit wieder aufzunehmen. Der Beginn der Arbeits- aufnahm« richtet sich nur danach, wann die Stromlieferunq des Kraftwerkes Kirchfeld wieder einsetzen kann. Eine Besetzung die- se» Werkes hotte sich erübrigt. Der Regierungskommissar hat mit dem Militärbefehlshaber vereinbart, daß so schnell wie möglich mit der Zurückziehung der Truppen begonnen werde. Ueber den Bezirk Löbau ist der Ausnahmezustand bereite aufgehoben worden. Ueber die Aufhebung auch im Bezirk Zittau sind die Er- «ägungen noch nicht abgeschloffen. AÄgemewe Lohnbewegung in Frankfurt am Main TU. Frankfuet«. ß. AugM. Dem Borgehen der Arbeiter in den Großbetrieben der Frankfurter Bezirk« folgend, stellen nunmehr auch di« Arbeiter der anderen Betirebe, wie der Feinleder-Industrte und der landwirtschaftlichen Maschinenfabriken, Lohnforderun- gen. Bor allem Erhöhung der Löhn« in Höh« des Steuer- abzuges und darüber hinaus, sowie teilweise Bezahlung des durch Arbeitseinschränkungen entstandenen Lobnauzfalleg. Heute nachmittag beschäftigt sich eine Sitzung der Ardeitgeber Vereinigungen mit dieser Angelegenheit. Da die Arbeiter ihre Forderungen in durchaus ruhlger Form vorbringen, rechnet man mit einer gütlichen Einigung. Für de« Achtstundentag PPR. Frankfurt, i. August. Die Gemeinde Vertreter im benachbarten Gebiet haben beschloffen, gegen Arbeiter, die nach Schluß der achtstündigen Arbeitszeit bei Landwirten mehrere Stunden tätig sind, mit Hilf« der Betriebsräte und Gewerkschaften vorzu- gehen. Auch di« Gewerbeinspettion soll gegen sie auf- gerufen«erden. Der Streik in den«eeSSdern. Der Ausstand der Beamten und Arbeiterschaft der lleberlandzentrale Stralsund und der Be- triebswerke Swinemünde dauert nach wie vor in vollem Umfange an. s» daß ganz Vorpommern noch immer ohne Licht und Kraft ist. II SP. und Landproletariat Am 21. Juli tagte in Hall««ine Konferenz, di« sich mit der äußerst wichtigen Frage der Landarbeiter-Agitation und des»Zu- sammenarbeitens der ll. E. P. D. mit den revolutionären El«- menten des Landarbeiterverbandes beschäftigte. Vertreten waren dt« Bezirksleitungen der U. S. P. D. von den Agitaiionsbezirken Erfurt, Magdeburg und»Hall«, drei Gauleiter des Lcndarbetter- Verbandes und eine Reihe Partei- und Landarbeiterfunkt, anarc. Die Gauleiter Hobes- Erst, it. Theuerjahr-Eathen und Berkling-Magdeburg wiesen in eindrucksvollen. Sussuhrun- gen nach, wie wichtig die Landarbeiterbewegung für die Partei ist. Besonders klagte man darüber, daß die P�eipresse y«! zu wenig auf die Landardeiterfrage.eingehe. Der..Landbot« würde gewiß in Mitteldeutschland viel gelesen. genüS« aber nicht, da man vorläufig damit noch nicht an alle Landarbeiter herankäme. Di« Debatte war ein« sehr reg«. Einmütig st* Jimn�C b- splitteiong-de st««Hungen eine»* arbeiterverbandes". der im Mansfeldschen ftm Unwesen treibt. Die U. S. P. D. dürfe niemals derartig«. unter radikaler Flagge segelnd« Absplitterungen verteidige«. Zwangswirtschaft. die Frag« der auoläodut�n�andarbeiter. das Sied- lungsgeletz. das Problem der Ar�'t�ec/.fchatt. die Technische Nothilf« auf dem Land«, all diest ��n und einschrertenden bi, M mit SljjS-Q«-»WN" I-». 31 birtn SÄ Ts-Tä"ÄÄ'""!"m Aus der Partei Warnung not einem Schwindler Die Parteiaenoffen �en hiermit vor einem Schwindle, gewarnt: Er heißt Paul Schüler, ist Znaenienr«nd am 29. Mai 1381 in Metz geboren. Er hat die Partei an viele» Orten, in denen«r sick als.slilchtling au» dem besetzten Gebiet ausgab, um nicht unbedeutend« Summen detrogen. Ins- gesamt, nach den uns zugegangenen Alitteilunaen. um annähernd 20 000 Mark. Er verfchasste fich mehreremal Ausweiseunse» rer Partei, und wird auch jetzt weiter, obwohl ihm da» Mit» gkiedsdnch adgenom.««» wurde, feine Brauds.Äatzung mit«J schliche»«« oder gefälschten Ausweisen fortsetzen. Theater und j Vergnügungen Volksbühne 7'/- US):; Der Kuhreigen Staatt. Schauspielhaus. 2 Sonntags 3V, n. I Mbertreffliches Barietee-Programm! WOM-Meuter 7V, Uhr: Kasernenluft. soiiiiniL ,.! (Kliems) Hafeuheide lS Heute letzte Aufführung: NwembersSanil ab S>/z Uhr: Spezialitäten und Konzert Ab Sonnabend V,8 Uhr: Wilhelm Tell. Easino- Theater Vloäeeoeöifoong?eoitag,iZ.zs». mit dem neuen Doldsstüch Knorp's sel. Witwe öMM-IIlilMi Frankfurter Allee 313 Tägl. 8 U.: Sensal.«Schauspiel Am M MI Das Ende einer Königskrone � vorher ab 6 Uhr: Spezialitäten. Ab Freilag täglich: ämple. Kammer-Tan, spiele I Dülowstr.«, am Nollendorfplatz Telefon: Lül,on> Avs. Tägl. 73/4 Ubr: Lriant. Ballett> und Schiinheita-Tiinzr Neues Äolksthcater Köyenicker Str. 68. Allbbendl. � Z 1'/-Uhr: Neues Operetteuhaus Direktion Jean Kus» Allabendlich 7>/,Ubr! Prinzessin Friedl Tdaatar» Ne>«tva,.?or 1'ei. Uvrittpl.tt 143 it. Täeliok?>/, Hdr: LUte-Sünger Nllltlle«»- iisnieet. Vorvk. II— IV, u.4— 0. Neue Welt Arnold Scholz Hasenheid« 108—11« Täglich Konzert und Borstellung Dienstags, Mittwochs, Donnerstags u. Sonntag» —- Grotzer Dall._ Die Kaffeeküche ist tägl. geöffn. Anfang wochentags 3 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berliner Prater KastanieivAllee 7—3 12 Barietee-TellsaUM» 12 Großer Ball Anfang Uhr In der Tanz-Dicl- 'LifkusLusok-- Oeblude it.n- Vorateliungl srlas I /-UirkusBi | GcbKui Täglich VI, IGr. SpezUllttten- I TPerla Resldanz-Llchtspiele, BlumenstraS« 10 „Aphrodite" Das Problem de? Lieb«. rM Ballfchmieders| Friedrich-WilhelmstNdt. «VARIETE-GARTEN \ Dadstraße 16| ch-usl-rstrah- 60 � Bös große ßlWfltlflß-J}rofltoinin= Jj Jeden Wtttwo« FEUERWERK Jeden D-m-rstag (51 ainiiiiiiniiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilltllll'lllllll ' Konzert- Kaffee Knaben- Anzüge bedeuiend herabgesetzt tiaif-Anriiöf"° 250 240 230 220 uo 200 190 w«Ä"8«uISI 130 123 NSMA 102 95� Stoff'Anzfitfe T®B S20 310 300 290 230 270 26© 250 . 2l5 205 105 185 125 105 155 145«. Stoff-Anzüge 390 375 960 34S 330 919 prizQA Verarbeitung u. Stoff« in allen Fassons W asch- Anzüge Nur elneVerkautetesse �225 200 245 230 215 200«. 30 45 50 55 00 05 25* Hur Chaussee-StraSle 20-30 .UrauffQkiruni Die Krons goldene 1. llfiHHy PortM-FTlDi der Serie 1923 21 >. d.giaichn. Roman i. Olga Wohlbrück Hauptdarsteller: Henny Porten Hartmann/ Thimig/ Vallentin Begle: Alfred Halm Lea Penk e p t im B. B.-Schwank Der llebesschOler Figaros Hochzell Terra-Monnmentalfilm mit Hella Mosa Vera Schwarr, Jlka Grtinlng, Molssl, Tietscher, v. Winterstein, Grata Be sie; Max Nack Verfasser: Hane Brennert Der Sprung Ins Dunkle Schauspiel in 5 Akten mit Stellm Hart Hegie: E. Reicher IDoklorKlauss B. B. Lustspiel nach Adolf L'Arronge alt Konrad Dreher m Maria Tudor Schauspiel in 5 Akten mit Ellen Richter Regie: Adolf Gärtner Doktor Klauss B.B. Lustspiel nach Adolf L'Arronge mit Konrad Dreher ise? ßreleFreimiliFelUBsssb im Sebanspiel Kenschan von heute Der KÖinsllar B. B. Lastspiel mK Arnold Rleck Die letxto Gala.Vorstellung des Zirkus Wolfson Seneatlouefilm Wochentage abTUhr Sonntagsi Beginn 4 Uh Äupfer 10.—, SNesflng 5.25, Zinn 36.—. Blei 2.70, Sink 2.80. Sleae Hathstr. 38 ivoli Chausseestrake 25 � MMnSWM: m». SdWM. de» l MW Briefn!iirRen,Hlinzen kauft Grossmann, Johannisstr. 4 Nordes 10621. Spezial-Arzt �*kÄar�Ä iiariu-ickigr Harnleiden, Ausschlag, nero. Schwäche. llegen Lucs konib. 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Die Lrtoveruurttnng. lIllllillllllUIlUIlllilUIllhIUllllülllilllll'.lllllüll lislkon getragene Damen-. Ällß�U« Herren uhren kauft Adtdl. Alexanderstraße 27 Ii! Treppen. r.iiHiinniiiiiiininnüiiinuiüniiuiiiiniunnist JF- Rauch Alt© Wein- Stuben FrJodrlehstr.ll, Bninnenstr.174, neb. Qe!d-8u«sö, Op. Frankfurtar Strasse 112, neben Jandorf, Inva- lidenstrasse 164.:: Engros: N4, Bergstrasss 34. Tel. Nord. 8214. B'lliffo Bowlenwein©. Eierlikör„ A d vokat". —— Derby-Cosrnec.— i Euiilln ttEaiiMui Verein Berlin._ Den Witgliedrrn zur I Bachricht,»atz der Kollege ttsrmann Z emer (Bezirk Norden I) | am 2.August verstorben ist. Ehre feinem Altdenken! Die Einäscherung findet am Sonnabend, de» 7.Att- gust, vormittags 9 Ilhr, im Krematorium Gericht- I ftraße statt. Der Dorstnnd» DeilWer MMheiter-MM BerlvMngsstelle Berlin N. 5i. Lmievstr. M5 Gisch-stszeU voll vorm. g Uhr bis nachm. i Uhr. Selepiioä: Amt Nvrbev 185, 1233, 1987, 9714. Sonntag, den 8. August 1920, vormittag» 10 Uhr, MsMMlAÜ ölt SMMlliM im Vewerkschaftshaus, Engel-Ufcr 15(Saal 3). Tagesordnung: U Berk and s- u. Branchenangelegenheite« (Bericht über die letzten Verhandlungen). 2. Diskussion. 3. Bev- schied enes. Kollegen, um über die jetzige« Löhne informiert zu fei«, ist e> notwendig, daß Ihr alle erscheint. Das Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Die Ortsverwaltung. Trauringe Enorm billig Dukatengold 900 gest. Stück 130 Wd. an 14«rt. S8S,.70 ». 333.. 40 Stets vo, rätig am Lager Ankauf von alten» Sold und Silber !, Bock, BerNn O, Andreasftr. 44(vis, mInndoest rgira Dukaten — i Anbau H. Dork>B< norm_ billig MW MK. an IW '' I Silber > visIandorst WI für die Abtellmig Optik sofort gesucht. Meldung 11— 12 Uhr i.e. u. Berlin f. 50 Tauentzienstraße 21-24 Tüchtige mit schöner Handschrift sofort gesucht. Meldungen: 12—2 Uhr mittags. 5—6 Uhr abends. iMMiä Belle-Alliance-Str. 1- ü Nr. 316 Beilage zur„Freiheit" Freitag, 6. August 192S Die einmalige Vermögensabgabe Bon Dr. R. Kuczynski, Direktor des Statistischen Amts Berlin-Schöneberg. anderthalb Jahren glaubte man allgemein, daß jeder Deut- «che in kürzester Frist einen erheblichen Teil seines Vermögens an das Reich abzugeben haben werde. Selbst ein so zaghafter Finanz- Politiker wie der damalige Schatzsekretär Schiffer hielt eine jpotze einmalige Vermögensabgabe für unerläßlich. Inzwischen »st es davon immer stiller geworden, trotzdem sich die Finanzlage des Reichs— vor allem infolge unserer kläglichen Steuerpolitik •— so verschlechtert hat, wie man es wohl noch vor einem Jahre für unmöglich gehalten hätte. Und so mancher wohlhabende Mitbürger glaubt heute, stch mit dem Reichsnotopfer von der einmaligen Ver- mögensabgabe loskaufen zu können. Davon kann aber ernstlich nicht die Red« sein. Das Reichsnotopfer ist eine mäßige, vierteljährlich zu entrichtende Ver- m ö g e n s st e u e r, die nie und nimmer eine Sanierung der Rcichsfinanzen bewirken kann. Es sollte ersetzt werden durch eine wirklich �roße einmalige Vermögensabgabe. Leitender Grundsatz müßte sein: An einem bestimmten. möglichst nahen Termin, sagen wir am 4. Oktober 1920, geht die Hälfte des inländischen Vermögens in das Eigentum des Deutschen Reichs über. Die Ausführung denke ich mir so: Kapitalvermögen. Jeder Besitzer von Banknoten, Kassen- scheinen, Reichsanleihen, Reichsschatzanweisungen hat diese Werte in der Zeit vom 4. bis SO. Oktober 1920 bei einer der im„Reichs- anzciger" bekanntzugebenden Umtauschstellen einzureichen. Er er- hält die Hälfte des Nennwertes in neuen Stücken zurück. Das alte Papiergeld gilt vom 4. Oktober 1920 ab nicht mehrals gesetzliches Zahlungsmittel: auch werden von diesem Tage ab alte Zinsscheine nicht mehr«ingelöst. Jeder Vesttzer von Anleihen der Länder, Gemeinden und Ee- meindeverbände, sowie von Schuldverschreibungen, Pfandbriefen, Obligationen, Aktien und Kuxen inländischer Unternehmungen hat diese Werte nebst Zinsbogen bzw. Dioidendenbogen in der Zeit vom 4. bis 30. Oktober 1920 bei einer der im„Reichsanzeiger" bekanntzugebenden Abstempelungsstellen einzureichen. Er erhält dann die abgestempelten, auf die Hälfte des bisherigen Nennwerts herabgesetzten Stücke mit neuen, ebenfalls auf die Hälfte des bis- herigen Werts herabgesetzten Zins- bzw. Dioidendenbogen. wäh- rend das Reich Doppelstücke zurückbehält. Die alten Zins- bzw. Dividendenjcheine werden nicht mehr eingelöst.— Inländische Lose stnd ähnlich zu behandeln wie Anleihen. Den Besitzern von Sparkassenguthaben und Bankguthaben wird die Hälfte ihrer Guthaben val. 4. Oktober 1920 gestrichen. Di« Lebens- und Rentenversicherungsgesellschaften und-vereine haben den Endwert der am 4. Oktober 1920 laufenden Verfiche- rungen um die Hälft« ihres„Zeitwerts" vom 4. Oktober 1920 zu kürzen und die Hälfte der Prämienreservc an das Reich abzuführen. Die Hälfte aller Hypotheken. Erundschulden und Rentenschulden ist an das Reich val. 4. Oktober 1920 abzutreten. Das Rei � wird Besitzer von Teilhypotheken usw.. die mit den Stammhypotheken gleichen Rang haben. Grund- und Betriebsvermögen. Jeder Eigentümer eines inländischen Grundstücks hat die Hälfte seines eigenen Gut- Habens an dem Grundstück an das Reich abzutreten. Als Guthaben des Eigentümers gilt der„gemeine Wert" des Grundstücks zur Zeit der Vermögensabgabe, abzüglich der hypothekarischen Belastung. Will der Eigentümer den Besitzanteil des Reichs nicht sofort in Geld oder Eeldeswert ablösen, so ist in Abteilung 3 des Grund- buchs für das Reich eine den vorhandenen Eintragungen nachge- ordnete Sicherungshypothek in Höhe seines Anspruchs einzutragen. Diese Sicherungshypothet ist dem Reich mit 3�4 Prozent zu verzinsen und mit mindestens 1 Prozent jährlich zu tilgen.— Schiffe sind ähnlich zu behandeln wie Grundstücke. Wer als Landwirt, Gewerbetreibender oder in anderer Form eine selbständige gewinnbringende Beschäftigung ausübt, hat die Hälfte seines Betriebsvermögens an das Reich abzutreten. Will der Eigentümer den Besitzanteil des Reichs nicht sofort in Geld oder Eeldeswert ablösen, so wird der Anteil des Reichs in ein bei dem zustehenden Amtsgericht zu führendes Betriebslasten- register eingetragen. Er ist mit 5J4 Prozent zu verzinsen und mit nrindestens iy, Prozent jayrlich zu tilgen. Erleichterungen. Besitzern festverzinslicher Werte(Schuld- verschreibungen, Pfandbriefe, Obligationen, Sparkassenguthaben. Bankguthaben, Hypotheken usw.), die am 4. Oktober l� das 45. Lebensjahr überschritten haben oder dauernd erwerbsunfähig stnd und denen nach Entrichtung der Vermögensabgabe eine Jahres- rente von weniger als 5000 Mt. verbleibt, kann auf Antrag eine lebenslängliche Rente in doppelter Höhe der ihnen verbliebenen Rente gewährt werden, wenn sie auch die andere Hälfte ihrer fest- verzinslichen Werte an das Reich abtreten. Die Vorteile einer solchen Vermögensabgabe für das Reich liegen auf der Hand. Daß sie auch für den Abgabepflichtigen er- träglich und letzten Endes vorteilhafter ist als das Reichsnotopfer. habe ich in einer kürzlich erschienenen Schrift(Ein Reichsfinanz- Programm für 1920, Tübingen, Verlag Z. E. B. Mohr) ausführlich dargelegt. Betriebsräte Die Zusammenfassung der Betriebsräte Die am Sonnabend, den 31. Juli 1920 tagende Vollversammlung der Betriebsräte, Obleute und Funktionäre der Ortsgruppe Eroß-Berlin der Deutschen Filmaewerkschaft hat nach der Wahl der Ortsgruppenleitung, in welcher die Kollegin Gertrud Dua)- nowski, ferner die Kollegen Schaup, Bauke, Bifchoff, Töpffer, Erimm, Plintzner, Knoops und Sagau gewählt wurden. Stellung zur Zentralisierung der Betriebsrate genommen. Nach dem Be- richt des Sekretärs, Kollegen Stabernack, an welchem sich eine Diskusswn schloß, wurde folgender Antrag des Kollegen Plintzner einstimmig angenommen: „Die Mitglieder der Ortsverwaltung Eroß-Verlin der Deutschen Filmgewerkschaft, die der Berliner Gewerkschaftskommission ange- hören, werden unter allen Umständen ersucht, für eine sofortige Einberufung eines allgemeinen deutschen Rätekongresses einzu- treten." Außerdem wurde bekanntgegeben, daß die Tarife für die Berufs- gruppen der Atelierarbeiter und Handwerker, Fabrikationsarbeiter und kaufmännischen Angestellte, r abgeschlossen sind. Die Allgemein- bestimmungen wurden von dem vorjährigen Tarif übernommen. Die noch außenstehenden Tarife der übrigen Verufsgruppen wer- den weiter verhaildelt. Im Falle, daß es bei diesen Verhandlun- gen zu keinem Resultat kommen sollte, wird der Schlichtungs- ausfchuß Eroß-Verlin alsdann entscheiden. Gegen eine etwaige Schließung der Spandauer Reichswerke Mit der Tagesordnung„Stellungnahme zu der beabsichtigten Schließung der Reichswerke in Spandau" hatten der Deutsche Metallarbsiterverband, der Holzarbeiterverband und der Trans- portarbeiterverband sowie die Afa(Ortskartell Spandau) zum vergaigenen Mittwoch nachmittag in Spandau 3 Versammlungen der Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen der Reichswerke einberufen, die sämtlich stark besucht waren. In der Versammlung in den Concordia-Sälen in der Kloster- strahe referierte Weyer vom Deutschen Metallarbeiteroerband. Er begründete die Befürchtung einer plötzlichen Schließung mit dem Hinweise auf die im vorigen Jahre ohne Mitteilung an die Arbeiterschaft erfolgte Schließung, auf die Schließung der Kieler Reichsbetriebe, auf die bevorstehende Entlassung von 100 000 Soldaten und nicht zum wenigsten mit dem Hinweis auf die u n- produktive Arbeit in den Reichswerken, die ledig- lich Schuld der Leitung fei. aber vielleicht wiederum ein- mal den Vorwand für eine Schließung der Werke abgeben könnte. Für die Unproduktivität und die verkehrte Eefchäftsleitung in den Reichswerken führte der Redner eine ganze Anzahl von Bei- svielen an. Bor allem würden in den Reichswerken ganz unnötige Gegenstände, die für den Wiederaufbau unserer Wirtschaft allerlei Bedeutung haben, hergestellt. Zum Beispiel Taichenfeuerzeuge und Asckibecher. Es fehlt eben an den technischen und kaufmännischen Fachleuten in der Verwaltung. Berwunderlicherweise kaufe der Staat beispielsweise die Lokomotiven und Maschinen, die in den Reichswerken hergestellt werden, nicht direkt, sondern durch Privat- firmen, wi- Borsig, Berlin-Anhaltische usw., für die also die Relchswerke ltesorn. In den Reichswerken würden unter anderen l a n d w, r t s ch a s t l i che n Geräten eine Anzahl sogenannter belgischer hergestellt, zu denen so schlechtes Holz verwendet würde, daß diese Karren nicht weniger als dreimal van Frank- zeli® i1," a g e f ch i ck t wurden und umgeändert werden mußten. Sehr erhebliche unnötige Unkosten entstehen in den Re-chswerken durch das fortgesetzte Umhertransportieren und Um- stellen einer grogen Zahl schwerer Maschinen. Als weiteres Bei- iviel mr die unfachaemäße Leitung der Werke nannte der Redner den Wei. erverkauf des sogenannten Eranatschrottes zu einem ganz ungewöhnlich billigen Preise an Privatfirmen, während dieser Schrott sehr wohl in den Werken selbst verwendet werden konnte So habe die Leitung der Reichswerke zum Beispiel mit der Firma Stinnes einen Abschluß auf Lieferung von 2« 000 Schrott Zn einem Preis« gemacht, der nur einen Bruchteil des Preises ausmache, der»och vor zwei bis drei Monaten mit Die schwere Stunde Roman von 80� Victor Pani« Während der Mittagszeit wandere ich in den frostigen Straßen der Stadt. Die Kälte durchdringt mich bis auf die Knochen. Meine schlechte Kleidirna schützt meinen Körper nicht im geringsten vor der Kalte ich klappere mit den Zähnen und versuche nicht einmal, dieses Zittern zu unter- Zücken, es ist mir einfach nicht möglich, ich habe nicht die Steift betäu. , An solch grauen, frostigen Tagen drückt iemand mit grau- samer harter Hand des Knaben kleine, h�kle Illusionen zu Boden. Met sie rupft einer nach der anderen d.e Flügel. [o daß man nicht mehr fliegen kann, auch dem Glauben wer- den die Flügel gestutzt..-.< „Aber, Väterchen, dürste ich mit der Nase spielen. „Du darfst es, mein Liebling!" . Er beginnt nun die Nase zu bewegen, die Nasenlocher zu öffnen und zu schließen, und bringt komische Laute mit der Rase hervor. Aber das Spielen will nicht recht geuagen und wird ihm bald langweilig.-. � Nun komme ich zu ihm heran, nehme das eingehüllte Rind in die Arme, und meinen Jungen an die Brust druckend, gehe ich im Zimmer auf und ab, ihn wiegend und ihm.Olarchen erzählend. Ich erzähle, dafecs dort, weit, weit entfernt, eine andere Welt gibt, wo die Sonne ewig leuchtet, wo es weoer Dunkelheit noch Frost, noch Kälte gibt... Dort frieren dl« Menschen nicht, ihre Gesichter strahlen ewig von Freude, uno dort gehen die kleinen Kinder wie weiße Engel mit tstiigeln auf der Erde umher, und ewig ertönt ihr fröhliches Ee- lachtet! So wird auch mein Wowotschka. wenn er recht artig ist, wenn er seinem Väterchen recht gehorchen wird, dort, weit, weit, mit diesen Engelkindern zusammen sein.... Ich sehe, mein Junge ist längst eingeschlafen, aber ich gehe immer auf und ab, zärtlich meine Last tragend, was aber am merkwürdigsten ist. ich höre nicht auf, meine Märchen zu erzählen, und ertappe mich bei dem Gedanken, daß ich eigentlich 3—4000 Mark gezahlt wurde. Auf Zurufe aus der Versammlung bezifterte der Redner den Preis, den Stinnes zahlt, auf 509 Mark für die Tonne. Forderungen, die der Referent zwecks Besserung dieser Ver» haltmsse und zur Abwendung einer etwaigen Stillegung der Be- triebe ausstellte, waren in einer von ihm unterbreiteten Ent- schließung festgelegt, in der es u. a. heißt:„Die Versammlung ist der Utberzeugllng, daß, falle es zur Schließung der Betriebe kommen sollte, die Schuld der Eeneraldirektion und den leitenden Personen auferlegt werden muß. Die Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen beaustragen deshalb die in Frage kommenden Di« ganijationsvertreter, mit den Betriebsräten beim Reichsschatzamt vorstellig zu weroen, dem alle Mißstände unterbreitet werden sollen. Das Neichsschatzamt soll aufgefordert werden, für schnelle Abhilfe zu sorgen, da sonst die Schließung zur Tatsache wird, und die Arbeiterschaft ohne ihr Verschulden in Not geraten muß. Die Versammelten erklären, nochmals alles daran zu setzen, um die Betriebe rentabel zu gestalten und verlangen von den leitenden Personen, mit rentabler Arbeit beschäftigt zu werden. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, daß Orqanisationsvertreter und Betriebsräte der einzelnen Betriebe bei den einzelnen Beratungen der Gcneraldirektion mit herangezogen werden, um so zu ermvz» lichen, daß auch den Borschlägen der Arbeiterschaft Rechnung gc« tragen wird." In der Aussprache wurden von allen Rednern, die von dem Referenten kritisierten Mißstände bestätigt und Ab» h i l f e g e f o r d e r t. Die Redner, meist Betriebsräte, b e st r i t« t e n aber, daß eine Schließung in absehbarer Zeit be- absichtigt sei. Diese Zusicherung wurde allerdings von der Versammlung mit größtem Zweifel entgegengenommen. Die oben erwähnte Entschließung wurde sodann sowohl in dieser, wie auch in den beiden Parallel-Versammlungen nach längerer Diskussion einstimmig angenommen. Ä» Eine bürgerliche Korrespondenz verbreitet � heute die Nachricht. inspiriert durch die Spandäuer Leitung, daß von einer Schließung nicht die Rede sein könne. Auch Entlassungen, um Platz für Reichswehrsoldaten zu schaffen, seien nicht vorgesehen. An Stinnes sei der Eranatschrott zu Marktpreisen verkauft worden und an den unrentablen Aufträgen seien dieArbeiter-undSoldaten- rät« schuld. Jetzt haben die Arbeiter das Wort. Es wird ein leichtes fein, die Werksleitimg festzunageln und nachzuweisen, daß die Schuld an der empörenden Mißwirtschaft andere Instanzen wie die Arbeiter- rate tragen. Für die Angestellte« der Berliner Metallindustrie Der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände, Ortskar- tell Groß-Berlin, wurde unter dem 2. August 1920 durch das Reichsarbeitsministerium folgende Verbindlichkeitserklärung übermittelt: „Die zwischen der Arbeitsgemeinschaft freier Anaestelltenvsr- bände, Ortssekretariat Berlin, dem Eewerkschaftsbund der Ange» stellten, dem Eewerkschaftsbund kaufmännischer Angcstelltenver- bände und dem Verband Berliner Metallindustrieller E. V. am 11. Februar 1920 vereinbarte Teuerungszulage zu dem allgemein verbindlichen Tarifvertrag vom 5. September 1919 wird zur Re- gelung der Gehalts» und Anstellungsbedingungen für die kauf» männlfchen und technischen Angestellten in der Metallindustrie mit Ausnahme der Angestellten in der Feinmechanik und Optik sowie in der Eisenmöbel- und Drahtmatratzenfabrikation gemäß § 2 der Verordnung vom 23. Dezember 1918(Reichsgesetzbl. E. 1456) für das Gebiet des Tarifvertrages vom 5. Sept. 1919 gleichfalls für allgemein verbindlich erklärt. Die Ausdehnung der allgemeinen Verbindlichkeit auf die Feinmechanik und Optik, sowie aus die Eisenmöbel- und Drahtmatratzen-Fabrikation bleibt.yor- behalten. Die allgemeine Verbindlichkeit beginnt mit.hem t April 1920." Wir fordern deshalb alle Betriebsvertretungen der Berliner Mstallindustrie-Angestellten auf, dafür Sorge zu tragen, daß in den Betrieben, wo die Teuerungszulage ab April 1920 noch nicht gezahlt worden ist, dies schleunigst nachgeholt wird. Afa, Ortskartell Groß-Berlin. Liebeskind. Reinsberg. Wieder eine Betriebsschließung im Buchdruckgewerbe Heute ist dem Betriebsrat der Firma H. S. Hermann u. Co.. Berlin. Beuthstraße 8. von dem Inhaber. Herrn Fritz Hermann. mitgeteilt worden, daß der Betrieb, der rund 1000 Personen be» schäftigt, geschlossen wird. v �., Der Eruno dafür ist, daß die Geschäftsleitung lieber den Betrieb schließen will, als mit dem gesetzlichen Vertreter der Arbe.ter« schaft, dem Betriebsrat, zu verhandeln. Zu erwähnen»st noch, daß die Firma eine der bestbeschäftigten in Berlin ist, denn sie hat gestern und heute noch umfangreiche Personaleinstellungen vorgenommen. Was sagt das Reichsarbeitsministerium dazu, daß die qroßte Lohndruckerei Deutschlands lieber den Betried schließt, als die gesetzliche Vertretung der Arbeiterschaft anzuerkennen? e?enJ0 fehr brauche, wie mein kleiner Wowa. meri»* �"5? der Phantasie fliege ich immer weiter und denke:„Gott, in Indien, in der Sahara, gibt es fÄ-Sottne und Wärme,,.. hier aber erfriert ��.�"�uldiger Jungs, wegen des bösen Frostes! Und ist es so?.zegliches Gefühl der Realität verlierend, • i Dc2?c mir Rechenschaft über die Ebimären zu geben: �5"»'ch Wowa nehmen und mit ihm gehen würde, immer gehen, gehen... bis ich nach Indien käme,... genügten d-"nmeine Kräfte nicht dazu?..... Würde ich denn vor EtfchjJpsung niederfallen?..... Ach nein, für meinen Zungen wäre ich bereit. Ozeane zu durchschwimmen..... m!?.. re braucht ja so wenig. Sonne. Wärme... mein Gott, werden die Märchen auf Erden nie walten? Wer- den sie ewig bloß ein chimärer Traum der sehnsüchtig irren- den Menschenseele bleiben?" wuajug irren Allein bei diesem Gedanken scheint es mir, daß Wowa. ich. die. ganze Menschheit so unendlich unglücklich sind..... Tranen steigen in mir auf. und in bitteren Strömen möchte »ch den vom Menschen vielleicht einmal verlorenen goldenen Traum beweinen, dessen trübe Erinnerung in der Seele noch netter lebt, aber er selbst, dieser aufgescheuchte Traum, will nicht mehr ins Leben zurückkehren.... Märchen... Märchen... weshalb könntest du nicht ins Leben zurückkehren? Regt sich in dir kein Mitleid mit der gequälten, erschöpften Mensch-nsecle? Du hörst, mit welcher Leidenschaft, mit welchem felsenfesten Glauben Wowa von dir träumt, und nicht er allein, sondern Millionen, dutzcnde �lillionen von Wowas. Sollte es möglich fein, daß ein solcher Glaube vergeblich, ewig bloß eine unrealifierbare, trügerische Illusion bleibe?... Aber ich erinnere mich der Worte des großen Kinder- freundes. Christus hat gesagt: Der Glaube kann Berge ver- setzen.— Ich blicke auf Wowas Gesicht: ein glückliches, friedliches Lächeln umspielt seine Lippen. Er schläft, er träumt, er glaubt an Märchen, Sonne und Wärme.... Es ist eine merkwürdige Sache: ich bin bald fünfzig Jahre alt. ich habe schon so lange gelebt, ich habe so viel geschrieben und gelesen, und dachte in naiver Selbstüberhebung, daß ich das Leben kenne, und doch habe ich nicht gewußt, was Hunger ist. Ich kannte nicht eine dieser mächtigen Triebfedern, die unaufhaltsam die Geschichte sortbewMN, die bald Reiche schafft und wieder zerstört, die gewisse Völker in die Sklaverei anderer zwingt, die im Menschen seine atavistischen, tierischen, animalischen Instinkte weckt. Ja, das ist mir alles neu! Nicht, daß ich bisher gar nichts von Hunger gehört, nichts gelesen hätte,— nein, das ist es nicht! Ich habe selbst zwei, drei Tage gehungert, aber auch das ist nicht der wahre Hunger gewesen, weil man wußte, daß es in kurzer Zeit einen Ausweg geben würde. Der schreckliche, echte Hunger beginnt dann, wenn all«! Hoffnung schwindet, ihn je zu stillen. Früher las ich in der Zeitung, in dem Gouvernement herrscht Hungersnot, die Menschen sterben vor Hunger. Ich las es, mir schien es, daß ich die Menschen aus lauter Her- zensgüte bedauerte, jetzt aber sehe ich, daß»ch gar nichts davon verstand, da mein Verständnis nicht weiter ging, als daß ich einige hundert Rubel zugunsten der Hungernden spendete.. Auch wußte ich früher, daß die arme Bevölkerung des riesigen Ameisenhaufens, wo ich in und Wohlstand lebte, hungert, aber ich, ich konnte es mcyt verstehen. Gott, welche Blindheit! Was für em Grausen können die Menschen doch in ihrem, und aus ihrem Leben machen! Jetzt lebe ick wie ick Jahrzehnte lang abgesondert lebte, durchweine Papierwand abgetrennt,.unter der Menschen sich in Qualen wandten, nach einem Stuck T rot leckzend, wie sie sich in unerträglichen Leiden krun�en,.. und bissier ist es mir nicht in den Sinn gekommen, mit dem Finger ein kleines Loch in die Wand zu schlagen, und wenn auch nur mit einem Auge hinein zu blicken, um zu sehen, wie Menschen vor: Hunger sterben. Es war nötig, daß ich selbst zu hungern begann, um die bisher von Hunger Geplagten zu vorstehen. Hunger, du bist eine fürchterliche, unbegreifliche Geißel, ich verfluche dich! So viel Tränen. Vlut und Unglück hast du in die Welt gebrach-, und es wird keine Gerechtigkeit in diesem grauen, irdischen Jammertale geben, ehe du nicht verqj schwunden bist!-- �Fortsetzung folgt.) Teuerungszulagen für Portiers in Geschäfts- und ZndustriehSusern. .Der Verband der Geschäfts- und Jndustrichausbesitzer und der Deutsche Portier-Verband(Lektion 7 des Deutschen Transport- arbciter-Verbandes) haben am 3. Zuni 1920 zu dem Tarifvertrag vom 1. August 1919, folgende Vereinbarung getroffen: Zu den Tarifvertrag vom 1. August 1919, der bis zum 30. Sep- tember 1920 verlängert wird, ist ab 17. Mai 1920, insgesamt eine Teuerungszulage von SO Prozent auf aste Tarifpositionen, und für zedes Unterhaltungspflichtige Kind S M. pro Woche zu zahlen. Zur Lohnbewegung in den Brauereien Srohberlins. Am 19. Zul, cr. hat der Schlichtungsausschug Eroßberlin durch Schieds- Ipruch die Lohne der Brauererarbeiter mit Wirkuna vom 1. Juli d. Js. ab um 25 M. pro Woche erhöht, fodasi der Lohn der ge- lernten und der diesen gleichstehenden Arbeitnehmer auf 245 R. und der der ungelernten auf 240 M. pro Woche festgesetzt werden soll. In dem gleichen Verhältnis sollen ab 1. Juli 1920 die Ueber- stundensatze, die Löhne der weiblichen und jugendlichen Arbeit- nehmer der. Weitzbierarbeiter und die übrigen Bezüge der Brauereiarbeiter erhöht werden. Die Erhöhung der Löhne gegen das Lohnabkommen vom 15. Mai 1920 soll auf Grundlohn und �.»rerungszulage in ursprünglichem Verhältnis dieser Bezüge be- rechnet werden. Die Funktionäre der Brauereiarbeiter haben dem Schzedsspruch zugestimmt. Durch Schreiben vom 28. Juli d. Js. an den«chlichtungsausschuh Erogberlin Hai die Organisation der Arbeitnehmerorganisation aus Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches feine Genehmigung versagen. Die Arbeitnehmer- organlsationcn haben beim Demobilnlachungskommisiar die Ver- bindlichkeitserklärung des Schiedsspruches vom 19. Juli 1920 be- antragt. Sofort nach der Entscheidung des Demobilmachungs- kommissars werden die Kollegen von dieser Entscheidung in Kennt- nis gesetzt werden. Die Opposition der graphischen Hilfsarbeiter. In der gestern abgchaltenneii Versammlung der ovposttionellen Buch- und Stein- druckhilfsarbeiter erstattete Gen. Kraas Bericht über den Ver- bandstag in Frankfurt a. M. Der frühere Wahlmodus, der als Dreiklassenwahlrecht bezeichnet werden kann, ergab ein falsches Bild über die Stimmung der Mitgliedschaft. Obwohl fast die Hälfte der Mitglieder zur Opposition gehören, hatte sie unter den 101 Delegierten nur 29 Vertreter. Als Erfolg ist die Einführung eines neuen Delegiertensystems zu verzeichnen, das demokratisch ist. Nur den Gauleitern hat man es wieder erspart, zu prüfen ob sie das Vertrauen der Mitglieder besitzen. Auch ist endlich zugestanden worden, daß politische Fragen vom Gewerkschaftsleben nicht zu trennen sind. Im übrigen hat die Mehrheit als Ab- stimmungsmafchine funktioniert und hat selbst die eigenen An- träge niedergestimmt, wenn diese die Zustimmung der Opposition gefunden hatten. Der Versuch, die Zusammenfassung der Oppo- sition zu hintertreiben, wurde abgeschlagen, und nun wird dafür gesorgt werden müssen, daß sich die Opposition der ganzen In- dustrie, und darüber hinaus, zusammenfindet, um den alten Gewerkschaftsgeist endgültig zu beseitigen. Der Rechen- schaftsbericht des Kassierers. Gen. Mendt, wurde mit einem Ver- trauensootum für die Prooagandakommisston zur Kenntnis ge- nommen. Auch wurde beschlossen, in gleicher Weise wie bisher. weiterzuarbeiten. Den Arbeitsnachweis im Tarifvertrag. Die wachsende Bedeu- tung der öffentlichen Arbeitsnachweise führt häufig zu der Auf- nähme einer Bestimmung in die Tarifverträge, daß die Ver- mittlung von Arbeitskräften nur durch die öffentlichen Arbeitsnachweise erfolgen darf. Eine solche Bestimmung der Tarisoerträge ist nicht nur rechtswirksam, sondern eine der- artige Entwickelung ist auch durchaus erwünscht. Dagegen wird, wie unlängst schon in der Presse mitgeteilt wurde, die Bindung an den Arbeitsnachweis der am Tarifabkommen beteiligten Orga- nisationen amtlich für unzulässig und rechtsunwirksam erachtet. Heilgehilfen der Berliner Metallindustrie. Montag, den 9. d. M.. nachmittags 5 Uhr, im„Schultheih", Johannisstrahe 22, Versamm- lung. Tagesordnung: Einreihung in den neuen Tarif. Mitglieds- buch legitimiert. Verband der Eemeindearbeiter. Sektion„Gesundheitswesen". Ofensetzer. In Stallupönen und Gumbinnen in Ostpreußen be- finden sich unsere Kollegen im Streik. Vor Zuzug wird gewarnt. Muß das so sei«? Nachmittags aus dem Bureau kommend, will ich, in Ee- danken versunken, den üblichen Weg nach dem Bahnhofe gehen, als ich beim Ueberschreiten des Fahrdammes plötzlich bemerke, dah derselbe neu asphaltiert, und darum abgesperrt ist. Meinen Irrtum einsehend, und im Begriffe schnell zu- rückzugehen, schallen mir plötzlich laute Rufe entgegen: Mach, dah Du da herunterkommst. Du denkst wohl, weil Du solch' feinen Anzug anhast und'nen weißen Kragen um. kannst Du da herumtrampeln?"— Erstaunt blicke ich auf und sehe, wie einige Arbeiter, die mit der Renovierung des Dammes beschäftigt sind, mich haßerfüllt anstarren. Arbeiter, Genossen! Denkt daran, daß wir gemeinsam kämpfen für unsere Befreiung vom kapitalistischen Joch! Denkt daran, dag wir gemeinsam hinter Eefängnismauern als politische Verbrecher hungern und mißhandelt werden! Ihr dürft den behäbigen Spießbürger, der die Szene beob- achtet, nicht Gelegenheit geben, mit bezeichnender Geste auf euch deutend zu äußern:„Pöbel"! Bekämpft eure Gegner überall, wenn ihr wißt, daß es eure Gegner sind, aber greift eure eigenen Mitkämpfer nicht an, weil sie einen sauberen Anzug und einen weißen Kragen tragen: gebt unseren Gegnern nicht Gelegenheit, sich über Zwietracht in unseren eigenen Reihen zu freuen! Unter dem weit-cz Vorhemd schlägt oft ebensolch revolutionäres Herz wie unter der rußi- gen Ärbeitsbluse. Ob Arbeiter, ob Angestellter, alle sind wir Ausgebeutete der kapitalistischen Gesellschaft und nur vereint werden wir den Kampf zur Beseitigung dieser Sippe siegreich führen können! Arbeitslose Rentenempfänger«nd Arbeitslosen- Unterstntznng Es besteht bei vielen Rentenempfängern die Meinung, daß alle Rentenempfänger auch berechtigt Erwerbslosenunterstützung zu beziehen. Deswegen sind nachstehende Satze eingehend'durchzu- lesen und bei Stellung eines Antrages auf Erwerbslosenunter- stütznng zu beachten. Nach dem bestehenden Gesetz können Jnva- lidenrentner keinen Anspruch erheben auf Erwerbslosenunter- stützung, weil sie nach dem Gesetz der Invalidenversicherung erst dann Rente bekommen, wenn sie 00� Prozent arbeitsunfähig sind. Das Gesetz über Erwerbslosenfürsorge steht vor, daß nur Erwerbsloscnunterstützung gezahlt werden darf an arbeitsfähige Perjonen, welche arbeitslos sind, die also noch eine Arbeitsfähig- keit von über 3354 Prozent durch ärztliches Gutachten nach- weisen. Invalidenrentner haben also nach dem Gesetz keinen An- spruch auf Erwerbslosenunterstützung. Die Regierung glaubt den Jnvalidenrentnern dadurch helfen zu können, daß sie die Leute an den Armcnvorsteher verweist. Anträge auf Erhöhung der In- validcnrente liegen bereits bei der Regierung vor, sind aber noch nicht entschieden. Die Geschäftsstellen der Erwerbslosenfürsorge werden aber angewiesen, die Akten der Jnvalidenrentencmpfänger, soweit sie schon Erwerbslosenunterstützung bezogen haben, dem zuständigen Armenvorsteher sofort nach Ablehnung der Erwerbs- losenunterstützung zu überweisen. Krankenrentenbezieher können ebenfalls nach dem Gesetz keinen Antrag auf Erwerbslosenunter- stützung stellen, da sie nicht erwerbsfähig im Sinne der Erwerbs- lojenfürsorge sind. Soweit sie schon Erwerblosenunterstützung be- zogen haben und während dieser Zeit Krankenrente zugesprochen erhalten, ruht vom Tage der Bewilligung an die Zahlung der Erwerbslosenunterstützung bis die Krankheit behoben ist. Fami- lienzufchläge werden aber während der Zeit des Bezuges von Krankenrente gezahlt. Unfall- und Altersrentncr dagegen haben Anspruch auf Erwerbslosenuntcrstützung. wenn sie durch ärzt- liches Gutachten nachweisen, daß sie weniger als 6G% Prozent Arbeitsunfähigkeit besitzen. Das ärztliche Attest kann durch den Kreisarzt erfolgen. Bei Unbemittelten übernimmt der Armen- Vorsteher auf Antrag die Kosten. Preßkommission. Sitzung findet Sonnabend, nackmittag um 3 Uhr, in der Buchhandlung der„Freiheit" statt. Die Bezirkooerordneten und Stadiverordueten sowie Vertreter der Ortsvorstände und der Kommunalen Kommission des 15. Ver- waltungsbczirks werden zu einer Frakiionssitzung äm Freitag, den 0. August, nachmittags 7 Uhr. Lokal von Boges in Baumjchulenweg, Baumschulenstr. 14, eingeladen. Die umfangreiche Fahrplanänderuna aus der Ringbahn. Wie bereits kurz mitgeteilt, wird vom nächsten Montag eine umfang- reiche Fahrplanänderung in Kraft treten, um der Ueberfüllung, die auf den beiden Ringbahnstrecken zu jeder Tagesstunde sich bemerkbar macht, Herr werden zu können. Wie bereits erwähnt. bringt die Fahrplanänderung eine erhebliche Vermehrung der Züge mit sich, die nur dadurch möglich geworden iii. daß einerseits Züge von Westend nach dem Potsdamer Ringbahnhof usw. durchgeführt wurden und andererseits, daß einige neue Wagenzüge eingelegt worden sind. Folgende Ringbahnzüge, die bisher nur bis Westend verkehrten, weiden bis Potsdamer Bahnhof lgeführt, von wo aus sie dann auch wieder abfahren: ab Westend 0.31, 7.01, 7.31, 8.01, 8.41, 9.11, 9.41, ebenso auch in den Nachmittags- stunden, die Züge ab Westend: 2.32, 3.01, 3.31, 4.01 nachmittags und 8.41 abends. Neben diesen verlängerten Zügen beginnen eine Reihe von Ringbahnzllgen auch ihre Fahrt schon bei einer früheren Station, so daß nunmehr auch in den Morgenstunden vier Züge über die Ringbahn verkehren, und zwar ab Potsdamer Ringbahnhof 4.07, 4.57, 5.07 und 5.27 früh. In den Hauptoer- kehrszeiten sowie in den Vomittagsstunden sind eine Reihe neuer Züge eingelegt worden, die vom Potsdamer Ringbahn- Hof um 8.47, 8.57, 9.27, 9.57, 10.27, 10.57 vormittags, 1.02 und 1.32 nachmittags abfahren und über Hermannstraßc, Stralau- Rummelsburg nach Westend und Potsdamer Bahnhof geleitet wer- den. Auch der Abend- und Spätverkehr ist erweitert worden, so daß nunmehr Vollringzüge ab Potsdamer Ringbahnhof bis um 10.37 viermal in der Stunde verkehren. Der letzte Vollringzug in dieser Richtung trifft um 12.20 nachts auf dem Potsdamer Ringbahnhof ein. Auch Spätzllge sind erheblich verlängert wor- den, der Zug, bisher ab Potsdamer Bahnhof 12.37, der über Stralau-Rummelsburg nach dem Schlesijchen Bahnhof geführt wurde, hat einen Vorzug erhalten, der um 1.00 nachts auf dem Schlesu�>en Bahnhof eintrifft. Endlich wird auch noch vor dem letzten Zuge auf der RinoNahn, der nur noch zwischen Potsdamer Bahnhof und Hermannstraße verkehrt, ein Zug eingelegt, der vom Potsdamer Bab'�of um 12.57 nachts abfäbrt, um 1.10 in Her mannstraße eintrifft.— In der Gegenrichtung hat eine ent- sprechende Zugvermehrung durch Verlängern der Zugstrecken statt- gefunden. Auch hier hat der Spätoerkehr sowie auch die Zeiten, die außerhalb des Berufsverkehrs liegen, Fahrplanoerbesserungen erfahren, so daß zu erwarten ist, daß von der nächsten Woche ab die Verkehrsverhältnisse eine durchgreifende Besserung erfahren. Die Lösung von Zusatzkarten. Infolge der verschärften Zug- kontrollen auf der Berltner Stadt-, Ring- und Vorortbahn hat sich auch eine Verschärfung der Bestimmungen über die Lösung von Zusatzkarten als notwendig erwiesen. Nach der Eisenbahnverkehrs- ordnung muß der Reisende seine Fahrkarte mit Angabe von Strecke, Zuggattung, Wagenklasse und Fahrpreis vor dem Antritt der Fahrt lösen. Diese Bestimmung soll nunmehr sinngemäß auch für die Lösung von Zusatzkarten gelten, wenn der Reisende mit einer Fahrkarte 3. in die 2. Waaenklasse übergeht und auch dann, wenn er über d»e auf der Fahrkarte angegebene Station hinaus- fahren will. Reffende, die in beiden Fällen die erforderliche Zu- satzkarte nicht vor dem Uebergang in die höhere Wagcnklai>e oder nicht vor Erreichung der Zwischenstation, bis zu der die Fahrkarte gilt, gelöst haben, werden bei einer etwa stattfindenden Fahr- kartenprüfunA in Zukunft wie Reisende ohne gültige Fahrkarte bebandelt. Sie haben also den erhöhten Fahrpreis, also 20 M. zu entrichten. Von der Zahlung des erhöhten Fahrgeldes ist der betr. Reisende nur dann befreit wenn er entweder nicht betroffen wird und sich freiwillig zur Nachzahlung auf einer Zwischenstation oder dem Reffeendztel meldet. Wird er jedoch durch Revisoren im Zuge als ohne Fahrkarte festgestellt so gilt die Absicht freiwilliger Mel- °ung mcht.— Daß die Effenbahnverwaltung im Falle einer frei- willigen Meldung von der Zahlung des erhöhten Fahrgeldes ab- sieht, gibt dem Reisenden keinen Anspruch d a r a u s ohne v o r h er ig e L o s u n g der erforderlichen Zusatzkarte in die höhere Wagenklasse uberzugehen oder über die Zielstation der Fahrkarte hinauszufahren. Das Ende der Auslandszigarett« ist durch die jetzt geltenden Zoll- und Steuervorschriften ziemlich besiegelt. Seit dem 11 Juli d. I. gilt für ausländische Zigaretten unter Berücksichtigung' des Goldzolles ein Einfuhrzoll von 000 Mark pro Mille. Dazu kommt die Banderolensteuer mit 150 Mark, so daß jede Zigarette allein an Zoll und Steuer mit 75 Pfennig belastet ist. Infolge- dessen stockt die Zufuhr ssänziich und die ,n den Zollniederlagen vorhandenen Vorräte beginnen, soweit sie nicht schon verzollt sind. wieder ins Ausland abzugehen. Unsere Raucher werden sich daher wieder wie vor dem Kriege an deutsche Ware gewöhnen müssen. Diejenigen aber, die sich den Luxus weiter gestatten wollen, wer- den gezwungen sein, eine Mark bis 1,20 Mark anzulegen. Der 14. und 15. Distrikt veranstaltet am Sonnabend, den 7. August in dem Lokal„Carlshof" am Spandauer Schiffahrt?- kanal ein Sommerfest mit recht reichhaltigem Programm. Festrede: Genosse Eichhorn, Gesangs-, Turn- und Sportaufführungen. Mitwirkende: Männerchor Moabit, Turnverein Fichte, Sportver- einigung Nord-West. Kinderbelustigungen aller Art. Kaste« küche, Tanz. Anfang 4 Uhr. Der Besuch ist jedem unserer G« nassen zu empfehlen. Treptow. Ferienspiele. Um den, vom„Ortselternrat" vera« stalteten Ferienspielen der Kinder unserer Gemeinde einen wllrdU gen Abschluß zu geben, findet am Sonntag, den 8. August, nach« mittags 3 Uhr, auf dem Turnplatz Fichte zwischen Treptow un» Baumschulenweg ein großes Ktnder- und Familienfest statt. Dt» Teilnehmer sammeln sich für Treptow am Wirtschaftshof, Grätz« Ecke Wildenbruchstraße: für Baumschulenweg am Lyzeum, Baum« schulenstraße. Abmarsch von Treptow unter Vorantritt des Musik« korps, pünktlich 2 Uhr. Zur Deckung der Unkosten wird der Betrag von 50 Pfg. für Erwachsene erhoben, Kinder sind ftei. Fricdrichshagen. Die Fericn-Kinderspiele finden auch in diese?» Jahre ihren Abschluß mit einem Kinderfest, welches am Sonn« abend, den 7. August, in Ravenstein stattfindet. Die Kinder ver« sammeln sich um 2 Uhr am Marktplatz. Fackeln mit Licht sind i« Lokal für 80 Pfg. zu haben. Die Parteimitglieder und Sänger» gruppe treffen sich abends daselbst zu einem gemütlichen Bei« sammensein. Ein Sommerfest veranstalten die Arbeiterturner am kommenden Sonntag im herrlichen Garten des Turngenossea Grothe in Stähnsdorf-Kl.- Machnow. Für gutes Konzert, Unterhaltung und Aufführungen ist gesorgt. Eintritt 1 M.(Kinder frei). Anfang 3 Uhr. Die Arbeiter Zehlendorfs» Teltows und Umgegend werden um Unterstützung ersucht. Lustmord an der eigenen Tochter. Die seit dem 10. v. Mts. vermißte 15 Jahre alte Tochter Margarethe des Iustizwacht« meisters Elfe aus der Bahnhofstr. 0 zu Lindow in der Mark ist. wie wir mitteilten, als Leiche in einem Kornfeld« aufgefunden worden. Sie war dorthin verschleppt und mit einem Riemen er« drosselt worden. Obwohl die schon stark in Verwesung übergegan« gene Leiche dies nicht mehr genau erkennen ließ, so mutzte damit gerechnet werden, daß ein Lustmord an dem Mädchen verübt wor« den fft. Die Staatsanwaltschaft von Reuruppin benachrichtigt« deshalb die Berliner Kriminalpolizei mit der Aufklärung des Verbrechens. Die von dieser dorthin entsandten Beamten haben sofort die Ermittelungen aufgenommen, die heute zur Festnahm« des 43 Jahre alten Vaters der Ermordeten führten. Dieser steht unter dem dringenden Verdacht, die eigene Tochter nach vorauf« gegangenen schweren sittlichen Verfehlungen ums Leben gebracht zu haben. Es konnte festgestellt werden, daß Margarethe Elf« Freundinnen gegenüber angedeutet hatte, daß ihr Vater seit Januar d. I. einen sträflichen Verkehr mit ihr ausgeübt habe. Der Vater habe sie wiederholt gedroht, davon nicht zu sprechen, da sonst etwas passieren werde. Für die Täterschaft des Vaters sprechen noch verschiedene andere Umstände. So hat er sich her der Suche nach dem vermißten Mädchen, an der er sich beteiligte» geäußert, eine Absuchung der Kornfelder, in dem die Leiche später gefunden wurde, sei ganz zwecklos, denn da sei sie doch nicht drin. Am Tatort wurde sodann die Schnalle eines Hosenträgers ge« fanden, die von der Reithose des Verhafteten stammen soll. Aufklärung des Raubmordes im Hotel„Münchener Hof". De« Raubmord an dem 33 Jahre alten Kaufmann Paul Wolfner. aus der Prinzenstraße 89, in dem Hotel„Münchener Hof"»n de« Königgrätzer Str. 34. hat jetzt restlos aufgeklärt werden können. Es ist gelungen, das Mördcrpaar und einen dritten Beteiligten, den Urheber und geistigen Leiter des schweren Verbrechens an drei verschiedenen Stellen, in Braunschweig, einem kleinen Harzer Badeort und in Berlin zu verhaften. Die geraubten Schmuck« fachen, darunter auch der große, kostbare Brillantring, im Wert« von 50 000 Mark, sind wieder herbeigeschafft. Als Täter kommen die 21jährige Gertrud Nägler und ihr Vetter, der 25 Jahre alte Drogist Wilhelm Back in Frage, während als Urheber des Verbrechens der 20jährige Bruder der Nägler, Ernst N.. verbaftet wurde. Aus den Organisationen 11. Distrikt. 3. Abteilung, yrettag. den v.. 7 llyr. SUjunq der«ezirtsf»U Elternbeiräte und Obleute aller Kommissionen, bei Paul sozt. Kattstr. 1. 11. Distrikt. Am Sonnabend kann der Kursus wegen Ertrankung des Genosse« �U�Tistritt. Uhr. Sitzung der gollMchen bei Maitz. I�Tistrikt. 8, Abteilung. Eonnab-nd. de» 7. August, findet abends S Uhr, im Lokal von Linke, ZNaldemarstr, 65o, eine Zusammenkunst der Bezirkskührcr und Obleute der itommüäonen statt.„. Keaiölin. Sonnabend, 6S Uhr, r-ich-ia««--ft-nd-sttzuna Charlotteadurg. Sonnabend, abends 7� Ühr, Sitzung des Attionsrates. Jicit* �rege�'ör-stag. Uhr. bei L-nh-rdt. wichtige Sitzung der U. S. Poltern« ��Nrll�Nstderbisiutm.?!--». Sonnabend,«zh Uhr, in Pankow, �chulaula. Erunowstr,. Distriktc-konferenz. lagcsordnung! 1. M°-kau und Sda� R-strcn. GrnoNe Einstein, 2, Dlstriktsangeieg-nhelten, An diefer Konseren, n«iim-n t-i!. die Distritisleitung, die Porsitzenden und Äassterer I«der Ortogrugp« und die Distriktzkommissionen. Vereinskalender Zentraloerband der Arb-it-inoellden, Ortsgruppe Kr-h-««rlin Allster»rd«�- lim« Eeneraloerlammluna, Sonntag,« Uhr, in der Schulaula, Elisabetbln. S7>SS. deutscher Werimeister-Verband." Werkmeister im Tiesbang-werbe. Ve-I-mm. luna beute» Uhr, im Bureau. Stralauer Str. 50. aienlldlilanilcher ifmircrbnnd. Erotze, öls-ntliche Nersammlung, am Freitag, den tz Ät«Ä'? Ühr, in der Schülaula. B.t.-abu.g.r Str. tz sÄ-h« ffrant. fürter Allee), Thema: Der FLHrerblmd und die«eaktton. A?keiter-Wanderbund„Watorsreande*, Ortsgruppe Wilmersdorf. 7. b» 8 Auqust. Spandau-Wen— Spandaucr Stadtforsi. 1. Abfahrt �7 abends,»hf. Zungsernheid«, 2, Äinderwanderung. Iresspunkt: Sonntag, 7 Uhr m»rg-ns, � �»zi?NlliIch«� Broictarlerjngend. Ortogruppe Weiten und Ebarlotreni-rg. Frei- tag 7 Ubi im L°!'-Hau-, Rokin.nstr, 4, gemeinsame lfuntt.onar�ung Soriatistilch««roletarierjngeiid. Weddtna i. Heute, 7 Uhr, Di-kusfion-ab-nd, bei Kroll Ulrcchter Str., Elke Henniaedorfer Str, Bund der technischen Sna-steSl-n und«eamten, Ortoverwalwn« R->ck»lln. Mit. »lieder-eisammtuna. am Freitag. 7,20 Uhr, im Restaurant Biirge-Iale, Berg. �T°rn'"r°w°"gicht.-. Abteilungen de- Na-db-zirk-, Turnplatz R-inickendock. Hierdurch werden all« Turnacnossen ausaesordert. i�e freie Feit bei der Tlatz- renanierung in Sreini�-nd-r zur Bersüaun» ju stellen, Trelspunst au d�« Turnplatz. Für die Mitglieder, die am Tag- arbeiten. Tr.sspunk, nachmittag» 5 Uhr. Lehensmittelkalender Zehlendorf. Für die Verteilungeperiode vom 1. bis IS. �ug� 1� gelassen vom Donnerstag.den 5., bis Sonnabend, den 7. August Ausgabe, a f blauarüne Leben-zmitteltarte: Abschnitt 39 1 Vid. Haferflocke». Abschnitt 4 IIUUU..U. OoftTtnhorfec Lebensmittelkarte: Abschnitt z jd. Buchweizenmehl. karte: Ablchnitt S2 37b Er, Znaer,__,,, Reinitkendors. In dieser Woche weiden auf die Abschnitte Z2c— d der Aelnilken. d-rf-r«aitosselkarte 2 weitere Psund«artokseln ausgegeben. als»>n-g«l°mt auf die Abschnitt« Wa-d i Psund, Es wird dringen» ersucht, die Abholung um< gehend nach dem Eintreffen bei dem Händler ,u b«m-rkstellig-n, da die Eesahr des Lerderoens bei den Frühkartoffeln b-t längerer Lagerung grast ist. Geschäftliches Bei der Firma Aleidermerke Ba«r Sohn, in der Thauffecstiast« 89-30, findet zum Lchulansong ein billiger Berkaus von ttnaben-Anzügen statt. Verantwortlich für die Redaktion: Emil N- b o l d, Berlin, verantwortlich für den Inseratenteil: Ludwig Komertner,«arl.horst.— Bert-«»- genostenschast.Freiheit" E. m. b, S,. Berlin.— Druck der Lre>h«it".Druck«ret <5. in. b. H.. Berlin C. 8. Breite Strafte M. Die guteMassary-Zigarette Der gute Ruf der Massary-Zigaretten ist der schlagendste Beweis für die hervorragende Ciiate dieser Zigaretten. 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