Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang 6«JU8 nebmra�Srn.rii4 irz Ex-dmon selbst abgeholt 8,50 M. Rur Post. bezogen für Sntttolr■$ mi$0J�SS222!""Btg"«. Unter Slreisbonb SatEgli* etiS�i,tT*r? 16,50 M., fflt d-, übrige Au.lond 21,50 w. � Wr Deurschlanb iwd Oesrerreich 50,— HL, ««-edttio»»«» lBtrUgi«nti»» S,«reite Ctrafe«»e«. Dienstag» den 17. August 1920 Nummer 335 • i Abend-Ausgabe •�efpattt«« Non,«eistet eil« ob« kernt Jltttttn tostet 5,— O. etnschllestllch Tn-en-ngezoschia,. Ätt(„e Anzeige«! Da, f-ttgedn-ckt- Wort M., I-be, nmter» ®-i ewschltestllch Teuerung-zuschlag. Lausenbe anjngen laut DarJ, "ab Stell en�vesuche 5,20 M. netto ato Zeile. ötillen-Desuch« « W-rt.An«,grt,: ba* fett gebe«-stte Wort 1,50 W., jede»»tttei« Wo« P- HU «erchnch«: sota« 2030, Zttö. 151« 1S0Z. ms. IM«, HU, berliner-Otyon bn Vnab&ättßlften SOfMöemteaäe S>eatrc6fttnö& Die Mo nee MMMM-Mmli« Die internationael Transportarbeiter-Föderation erlaßt folgenden Aufruf: mi. An die Transportarbeiter, Seeleute und Eifen- bahner aller Länder! Kameraden! Der im Mär, d. Z. in«ristiania abgehaltene Z n t ernati«. «al» Transpartarbeiter-Nongreh hat einstinnnig b-fchlogen. dag die Internationale Transportarb-.ter-�dcrat.on vnd die ihr angefchloNenen Organ», atronen alle ihr zu«cbote stehenden Mittel anwenden werden, nm eine Erncnerung des furchtbaren Jammers ,u verHilten, den der Weltkrieg übe- De, Augenblick,°uin diefen Befchlust in die Tat umzufehen, ,st � Die�ta�pitalistifche« Regierungen verfuche«. durch tatkräftige Unter, tutzung des polniichen Reich'».»-» gefallen und nun die Folgen femes»mperiallstifchen Stredens zu tragen hat, einen neuen WeUkrieg zu«ntfeffeln. Der Borstand der Internationalen TransportarbeNer-FSdera, tion erläfit an die Transportarbeiter, Seeleute und Eisenbahner aller Länder den dringenden Ruf ergehen, alle Versuche derjenigen, die das Proletariat neuerlich zur Schlachtbank fähre» wollen. mit allen Mitteln zu vereiteln. Er verlangt von ihnen, daß sie— in Uebereiustimmung mit der Haltung der Ar- beiter in jenen Ländern, die sich bereits dem Transport von Massen und Munition widerseht haben,— sich überall einmütig weigern,«riegomaterial und Truppen, die die kapita- listisch««nd imperialistische Reaktion gegen Ruhland ausbiete» will, verladen, zu versenden und zu befördern. Zn dieser Stunde tut die internationale Klassensolidarität de» Proleiariat» im Kamps gegen die internationale kapitalistische Realtion mehr not denn je'. Das internationale Pro» letariat verlangt Frieden und Freiheit! Es muh bereit fein, Opser zu bringen, um diese höchsten Güter der Mensch» heii zu«robern und zu wahren. Transportarbeiter, Seeleute pnd Eisenbahner aller Länder! Der Augenblick zum Handeln ist da! Verweigert die Beförderung jeglichen Kriegsmaterials, das die kapitalistischen Machthaber nach Polen schicke» wollen! Verweigert die Beförderung aller Soldaten, die die Entente« Regierungen gegen Ruhland ins Feld senden niöchten! Beweist Eure international« Solidarität! Gegen die militaristische Gewalt der kapitalistischen und impe- rialiftischen Regietungen die einmütige Arbeitsoerweigernng des international organisierten Proletariats! Für die Auternationale Transpsrtarbeiter-FSderatio«: Robert Williams, Vorsitzender. Edo Fimmcn, Sekretär. * Der Ruf der Internationale wird in Deutschland nicht ungehört verhallen. Schon seit Wochen stehen die deutschen Eisenbahner bereit zum tätigen Eingreifen für die Wahrung der Neutralität, zur Verhinderung von Transporten von Kriegsmitteln für die Zwecke der militaristischen Reaktion. Das Vmuhtsein, daß die Arbeiterschaft Europas gleichen Sinnes mit ihnen und zum solidarischen Handeln entschlossen. ist, wird ihre Tatkraft steigern. Auch die Bergarbeiter! haben soeben in Genf den Weltbergarbeiterstreik für den Kriegsfall beschlossen. Transportarbeiter und Bergleute � vereinigt und von gleichem Willen beseelt, bilden eine un-, uberwindliche Macht, deren Einfluß sich die europäische Re- aktwn nicht zu entziehen vermag.' /■ 1 ©ine polnische Gegenoffensive TU. Warschau, 17. August. Der amtliche polnische Heeresbericht vom 16. August besagt: Nordsron t: Der weitere Verlauf der durch General Sikorski begonnenen Gegenoffensive unserer Nordarmee entwickelt sich trotz!chw>eriger Umstünde günstig für uns. Ungeachtet der sehr schweren Verluste und des erbitterten Widerstandes des Feindes, der aus diesem Abschnitt unseren Streitkräften zehn Di- Visionen entgcgenwars. bewegen sich unsere Abteilungen aus der ganzen Linie vorwärts. Heute, am 16. August, wurde C i e ch a n 0 w von uns genommen. Der Feind beginnt bereits an mehreren Punkten panikartig zurückzugehen. Unsere Flieger, deren Tätig- keit unsere Offensive vorzüglich unterstützt, beschießen die zurück- gehenden feindlichen Kolonnen und mehren so die Verwirrung. Die Zahl der Gefangenen ist bedeutend. Die Erfolge haben auf unsere Warschauer Abteilungen überaus günstig gewirkt, zumal der feindliche Druck auf Zogreq Dombg bereits stark nachläht. Hartnäckige Kämpfe tobten am 15. und 16. August in der Gegend Radzymin und auf dem nordlichen Abschnitt des«rücken- kovfes der durch vortr-ffli-ye Pofener Truppen verteidigt wird. Unter' Fübruna der Eeil.erale Rzadkowsli, Zeligowski und des Obersten Burckhard brachten unsere Abteilungen alle feindlichen Angriffe zum Scheitern und gingen mehreremal zu Gegenangriffen über. Sie bielten nicht nur die eigene Lmie. sondern trugen ihre Angriffe in die feindlichen Stellungen vor. Zahlreiche Gefangene, darunter der Kommandeur einer bolschewistischen Brigade und ein bolschewistischer Kommissar, fielen in unsere Hände. Mittlere Front: Heute haben die Armeen die Gegen- offensive unter Führung des obersten Heerführers ergriffen. Nach einem Marsche von 16 Kilometer längs des Wieprcz er- reichten Abteilungen der 14. Division mittags C a r w o l i m und umzingelten so den Feind, der bei Maciesowice versuchte, heute die Weichsel zu überschreiten.. Die Beute ist ansehnlich. Der linke Flügel der 4. Armee schlug 6 Gegenangriffe des Feindes bei Kock ab, wobei ein Geschütz, 14 Maschinengewehre und 266 Gefangene in unsere Hand sielen. Unsere Armeen gehen im schnellen Marsch vor. Südfront: Um den Feind, der bei Sola l, zwischen Ka- mionka-Strnm und Puck auf das linke Bugufer hinübergegangen war, zurückzuschlagen, wurde ein Gegenangriff befohlen. Nördlich von Zloczow und Zborow sowie längs der Strypa, wurden örtliche Angriffe abgeschlagen. Warschau von den Nuffen besetzt? W a r s ch a», 17. August. Die„Times" berichtet aus Kowno: Der Stab der vierten Roten Armee in Wilna meldet, daß Warschau am IS. August durch die roten Truppen besetzt worden sei. Zn Warschau sollen unter den bolschewisti» schen Elemente# im Zusammenhang mit diesem Ereignis große Demonstrationen stattgefunden haben. ............ H... Auch ein Handstreich scheint ausgeschlossen zu sein. Anschei» nend will das Pariser Blatt durch seine Meldung nur die Stimmung gegen Rußland erhitzen. Der französische Imperialismus TU. Paris, 17. August. Den Pariser Blättern zufolge beabsichtigt man, zwischen Prag. Belgrad und Bukarest ein Abkommen vorzubereiten, um stch von Frankreichs Forderungen und Wünschen zu befreien und eine Friedenspolitik gegenüber Deutschland und .Rußland zu führen. Unruhen in Mesopotamien London, 17. August. Nach einer Rentermeldnna aus Simla sind wegen der Un- ruhen in Mefepotamien drei Insanteriebrigaden und eine Feldartilleriebrigade als Hilfstruppen dorthin entsandt worden. Einige von den Truvpenabteilungen sind bereits ein- getroffen. Die Lage hat sich gebessert. Kundgebungen in Oberschlesien Berlin, 17. August. Der Telegraphen-Union wird aus Benthe» gemeldet: Die freien Gewerkschaften und sozialistischen Par- t e i e n Oberschlestens rufen für morgen abend Protestoer- s a m m l u n g e n ein zur Abwehr der Versuche der Neutralitäts- Verletzung in Oberschlestcn Sie fordern ein Verbot aller nicht kontrollierten Truppen- und Munitionstransporte. Die Kauf- Mannschaft wird aufgefordert, morgen mittag die Läden zu schlte- ßen. Wie verlautet, treten die Eisenbahner heute zwischen 12 und 2 Uhr in den Protest st reik. Sollten die Forderungen zur Sicherung der Neutralität in Oberschlesten nicht angenommen werden, wird der Generalstreik in schärfster Form an- gedroht. In Oppeln fanden bereits gestern Demonstrationen statt. * Ueber die Veranlassung zu diesen Kundgebungen unterrichtet die folgende Zuschrift, die wir aus Oberschlestcn erhalten: Entgegen den Zusicherungen der Interalliierten Kommission werden dauernd Versuche unternommen, französische Trup- pentransporte durch Oberschlefien nach Polen zu dirigieren. Die Formationen werden vermutlich über Italien und die Tschechoslowakei, aber auch durch Deutschland nach Ober- schlesien geleitet. Auf energische Vorstellungen von Vertretern der U. S. P. D. und der Betriebsräte erklärten die Bevollmächtigten der Interalliierten Kommisston, daß die Transporte lediglich zur Verstärkung der oberschlestschen Besatzungsarmeen dienen und nicht nach Polen geführt werden. Unsere Genossen gaben sich mit dieser höchst zweideutigen Erklärung indessen nicht zufrieden und be- schloffen, jegliche Truppenbewegung der Fran- zosen in Oberschlesten auf der Eisenbahn unmög- lich zu machen, gegebenenfalls durch vollständige Stillegung de« Verkehrs. Am Sonnabend wurden in Natt bor zwei, in Gleiwitz zwei und in Kattowitz ein TruppentransportiMg angehalten. Die Züge werden auf tote Schienenstränge geschoben, Maschinen weiden den Truppen nicht zur Verfügung gesteSt eben- sowenig Fahrpersonal. Die oberschlesifchen Eenoffen sind entschloffen. die Neutralität bis auf, Aeutzerste zu verteidigen: sie appelliert an die Arbeiterschaft Deutschlands, die Aushaltnng der Transporte nicht nur Oberschlesien zu überlaffea. Der Druck des englische» Proletariats „Westminster Gazette", das Organ der englischen Regie» rung, schreibt in seiner Ausgabe vom 16. August an leitender Stelle: Die Politik der Alliierten gegenüber Rußland hat dazu geführt, das bolschewistische System in Ruhland zu stärken, alle Kreis« der Bevölkerung, einschließlich des Mittelstandes und der Mili- taristen hinter der Sowjetregierung zu oereinigen und eine Art Sowjetsystem in die englische Politik einzu» führen. Der letzte Punkt ist nicht weniger wichtig, als dt« anderen. Wenn alle Gewerkschaften zusammenkommen und eine» Aktionsrat zur Beaufsichtigung der gesetzmäßigen Regierung de« Lande» ernennen, so mutz zugegeben werden, daß in England wi« in Rußland ernst« Dinge geschehe«, die vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten worden wären. Die Auffaffung, daß die Ar» beiterführer offen« Türen eingerannt und die Lage für ihr« Zwecke geschickt ausgebeutet haben, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Unter den Arbeiterführern sind einige sehr geschickt« Männer. Sie benutzten die Gelegenheit, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen, bei der sie die öffentliche Meinung hinter sich«iffen. Es handelt sich aber nicht um«ine ge» wöhnliche politische Bewegung. Hunderttausende von Männern, die die Schreckniffe des Krieges am eigenen Leibe er« fahren haben, find seit Wochen besorgt, daß die Mißgriff« der Staatsmänner sie in einen neuen Krieg hin» eintreibe« könnten. Diese Männer, ihre Frauen und Eltern find entschloffen, das nicht geschehen zu laffen. Hinter diesem Willen steckt ein tiefes Mißtrauen gegen die Regierungen und die Ministerien des Aeußern und die all- gemein oerbreitete Auffassung, daß die Parlamente hilflos sind. Zwei Jahre lang haben dies« Menschen die Anstrengungen der Staatsmänner zum Wiederaufbau der Welt verfolgt und haben gesehen, daß alle friedlichen Absichten durchkreuzt und vernichtet. alle alte« Streitigkeiten und Eifersüchteleien wieder an den Ta» gebracht und die alten diplomatischen Methoden wieder zqm Leven erweckt wurden, wahrend die Parlamente offenbar hilslo» zur Seite standen. Der hier wiedergegebene Artikel spiegelt die tiefe Besorg» nis wieder, von der die englischen Regierungskreise ange» sichts der innerpolitischen Krise und der äußeren Berwicke- lungen erfüllt find. Das englische Regierungblatt hat bei aller Abneigung gegen die Arbeiterbewegung und ihre Führer den Mut, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Der Kernpunkt der innerpolitischen Situation in England liegt in der Tat darin, daß die Regierung nicht das tun kann, was sie näch ihrer ganzen bürgerlich-kapitalistischen Natur will, sondern was sie unter dem Druck der Arbeiterorgani- sationen tun muß. Der Akionsrat der Gewerkschaften übt auf die Entschließungen Lloyd Georges bereits einen stär» keren Einfluß aus, als das Parlament. Denn während dieses Parlament, das die Kräfteverhältnisie im Lande nicht im entferntesten mehr widerspiegelt, mit jedem Tage immer mehr an Autorität verliert, repräsentiert der Aktionsrat der Gewerkschaften den zum aktiven Kampf erwachten Willen der Arbeitermaffen, die stch von der bürgerlichen Geheim- diplomatie emanzipiert und auch die auswärtige Politik der. Regierung unter ihre Konirolle nimmt. revolutionären Entwicklung durchlaufen und noch stark im bürgerlich-nationalistischen Sinne beeinflußbar sind. Die Politik Lloyd Georges geht offenkundig darauf aus eine Bresche in die einheitliche Phalanx der Arbeiterklasse zw legen, um die schwankenden Elemente zu sich herüberzuziehen� Das geht deutlich aus den gestrigen Debatten im eng» lischen Unterhause hervor, Über die folgender Bericht vor» liegt: Von« Law erklärte, daß dle Regk-rungspolitrk i» d« Frag« de, rnssisch�olitische» Kr kg«»*** keine Aenderung erfahren Hab«. Die Umstände, die es notwendig machen könnten, das Par- lament früher zusammenzuberufen. dürften nur eintreten, wenn es sich herausstellen fallt«, daß die russisa>en Bedingungen für Po- len unaufrichtig seien, und wenn Ra�and Bedingungen stellen würde, die mit der Unabhängigkeit Polens unvereinbar seien. Falls dies der Fall fein sollte, würde die Regierung eine andere Politik durchzusetzen wissen, und es müßten dann Maßnahmen zur Verteidigung der UnaShäng'gkeit Polens getrosten werden. Vor- läufig liege aber noch kein Grund vor mit dieser Möglichkeit zu rechnen. Der Premierminister habe ernen Brief von Kamenew erhalten, in dem dieser versichert, daß die Bedingungen, die Ruß- land in ihren Umrissen bekanntgegeben habe, nicht abgeändert würden. Unter diesen Umständen werda'vi» englisch-: Re�ierunu, keinerlei»Mi»» unternehmen. Bonar Law meinte dann, eine andere Frag« sei natürlich, welche Deutung man den den Polen gestekkten Bedingungen beilegen müsse. Die Regierung wünsche«» aber, diese Frage dem Unterhaus zu Werlaffen. Das Unterhaus könne versichert sein, daß die Regierung das Sand nicht in irgend» eine Kriegsoperation verwickeln werde, ohne daß sie die entscheid dende Unterstützung de« ganzen Landes hinter stch habe. J Nmnkiks btr unaSHZagkgen PfCctalen Scgrklßte U? q u l t h und immens der Arbeiterpartei Tlynes die Ertläruugeir Bonar iiaai. Dann nahm Lloyd Ke-rgr das Wort� In erster LKle besprach «r die Kritil. die ständig an dem DöllerSand geübt werde utto sagte, der Völkerbund könne nicht in Tätigkeit treten, wenn nicht wV.t Einigkeit herrsche. Es sei ganz deutlich erklärlich, das, nicht alle Alliierten derselben Meinung sein könnten, was die russische und polnische Frage angehe. Es wäre natürlich bester gewesen, die ganze Frage im Völkerbund anstatt im Obersten Kriegsrat zu besprechen. Nustland habe sich aber geweigert, eine Abordnung des Völkerbundes zu empfangen, und die russisch« Regierung Hab« «rklärt, da'g si« unter keinen Umständen eine Zntervention seitens des Völkerbundes dulde« könne. Im weiteren Verlauf seiner Rede sagte Lloyd George, dah er und seine Kollegen ernstlich ver- suchten, den Friede» zu sichern, er hoffe, bald in der Lage zu sein, dem Unterhau» nähere Einzelheiten mitzuteilen. Das Unter- Haus, sowie das ganze Land könnten davon überzeugt fein, daß die Haltung der Regiening Polen gegenüber ständig die gleiche gewesen sei. Die Regierung sei kein Haar. breit von der Politik abgewichen, die sie fortwährend in dieser Frage oerfolgt habe. Auf eine Anfrage erklärte Lloyd George noch, daß die englischen Gefangenen in Baku am 5. August in Fteihcü gefetzt wurden und jetzt in einem Privathause außerhalb der Stadt wohnen. Ans eine andere Frage erklart« er, es wäre General W r a n g e l vollständig deutlich gemacht, daß, sali» er irgendeinen neuen Angriff gegen die Lolschcwiste« unternehme, er da» aus seine eigene Verantwortung tnn müste. Seitdem habe Wrangel neue Kriegsoperationen angcsaugcn, für die die Ver- antwortang nur aus ihm laste. Nicht minder wichtig wie die Erklärungen Bonar Law» und Lloyd Georges sind die Aeutzerungen, die der Auhen- minister Lord Curzon über den russisch-polnischen Krieg im Oberhause machte. Er sagte: Wir haben nicht genug Truppen oder«eld zur Verfügung, um uns in einen derartigen Krieg zu mischen. Die öffentliche Meinung in England und in den anderen Ländern verlange, sobald es möglich sei, einen gerechten und ehrenvolle» Frieden zu sichern. Diesen Rat hat man der polnischen Regierung gegeben, und heut» morgen tras«och eine Depesche vom italteni» schen Bundesgenossen ein, in der Italien erklärt, daß es mit diesem� Rat vollständig einverstanden sei. Aus allen diesen offiziellen Kundgebungen geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die englische Regierung unter dem Druck der inneren und äußeren Verhältnisse, die einerseits ihre Bewegungsfreiheit hemmen(Opposition der Arbeiter- schaft und finanzielle Krise) und andererseits den Abschluß des Friedens als dringend notwendig erscheinen lasten(Er- fchütterung der englischen Stellung im Orient und Not- wendiakeit des Warenverkehrs mit Rußland), an einer Politik festhält, die im Gegensatz zu der Politik Frankreich» auf eine militärische Unterstützung Polen» verzichtet und einen Ausgleich im Osten schaffen will. Wir sind uns natürlich keinen Augenblick darüber im Unklaren, daß diese Haltung nicht der Sympathie für Sowjetrußland oder gar für das Proletariat entspringt. Wie die Dinge aber einmal liegen, ist diese Haltung Englands eine politische Tatsache, die für die Lösung der Ostkrise entscheidend ins Gewicht fällt. Die russischen Delegierten in London stellen denn auch, wie aus den Kundgebungen Kamenew» hervorgeht, ihre Politik auf diese Tatsache ein, und sie tun gut daran, denn nichts wäre verhängnisvoller, als wenn sie jetzt England wieder in die Arme der f r a n z L s i s ch e n M i l r t a r i st e n trnben würden. Durch diese kluge Politik fördern sie auch den Zusammenhalt der englischen Arbeiterklaste, die gestützt auf die loyalen Erklärungen der russischen Eowjetregierung über diellnabhängigkeitPolensund auf ihre auf- richtigen Friedensbestrebungen, die Front gegen die englischen Kriegstrerber halten und eine aktive Kriegspolitik Englands verhindern. Der weitere Gang der europäischen Politik hängt in starkem Maße davon ab, ob diese Phalanx fest bleibt oder ob Lloyd George durch den Gang der polnisch-russischen Ver- Handlungen die Möglichkeit erlangt, den einmütigen Wider- stand der Arbeitermastrn gegen die Kriegspolitik abzu- schwächen oder zu breche«. Lloyd George und die Arbeiter London, 17. August. Einer ausführlicheren Reutermeldung zufolge sagte Lloyd Ee- orge in seiner Unterhausrede mit Bezug auf die von der Arbeiter- konferenz am Freitag unternommene Aktion, es sei e i n g e f ä h r- lichcs Unternehmen, zu erklären, daß ein Sowjet auf die britische Verfassung aufgepfropft werden müßte, und daß die Verfassung«inen Aktionsausschuß einschließen sollte. der nur einen Teil der Volksgemeinschaft oertret«. Das fei eine der furchtbarsten Herausforderungen, die jemals an die Demokratie gerichtet wurden. Jede Regierung müsse ohne Zögern den Handschuh aufnehmen. Niemals fei«ine außerhalb der Verfassung stehend« Maßnahme weniger berechtigt gewesen. Die Arbeiterpartei habe genau die Politik der Regierung gekannt. Lloyd George erklärte zum Schluß, ein in der Verfassung nicht vorgesehenes Vorgehen sei unter allen Umständen verkehrt und gefährlich. Wenn es sich aber nicht einmal um eine Frage handele, bei der das Land in Gefahr schweb«, so sei es ein gar nicht zu rechtfertigendes Vor- gehen. Es verfolge lediglich den Zweck, bei dem Lande den Tin- druck zu erwecken, daß es ohne diese Drohung Krieg gegeben haben würde. Die Putschfabrik der Rechtsparteien Reichswehr und Orgesch leugnen Dem Spttzelsumpf in Magdeburg entsteigen täglich neue Gift- blasen. Anderthalb Jahre haben die Pinkertons zusammen mit der Reichswehr das Blaue vom Himmel heruntergelogcn. Ein ganze» Heer von Existenzen fristet« sein Dasein durch dt« Fabri- kation von unwahren Nachrichten. Die bürgerliche Presse bestritt au« dem Sumpf ihren politischen Ngitationsfonds. Die Reichswehr ließ sich mit Hilfe der Spitzel den Nachweis ihrer Daseins- berechtigung erbringen. Jetzt ist das Idyll empfindsam gestört worden. Run sollen dt« Risse dt« dem gut funklionterenden Ap- parat beigebracht worden find, schnellsten» überklebt werden. Der Apparat soll weiterspielen, solange, bis da» Ziel: Die Beseitigung der Republik, die Errichtung der Militärdiktatur, erreicht ist. Da- her die verzweifelten Anstrengungen von allen Seiten, die Un- schuldsbeteuerungen, die Vertuschungsmanöver. Am meisten sträubt sich naturgemäß die Reichswehr gegen die volle Aufdeckung de» Epitzelskandal». Die Magdeburger Brigade, wagt allen Tatsachen zuwider m behaupten, sie habe kein« Nachrichtenstelle mit eigenen Agenten unterhalten, die Offizier« der Brigade hätten in keinerlei Beziehungen zu Altmann ge- standen. Die Brigade habe lediglich von Altmann Material bezo- gen und diese» dann in einem Nachrichtenblatt für den eigenen Be- sehlsbereich zusammengestellt und verwendet. Zugleich wird Herr Hörsing aus da» Heftigste angegriffen. Es wird unter Hinweis auf ein erhaltene» Schreiben des Oberprästdcnten mit genauer Angabe des Aktenzeichens gesagt, daß Herr Hörsing den geistigen Leiter der Putschfabrik. Herrn Schaper am 4. Juni 1820 der Brigade als Vertrauensmann de» Regierungskom- mifsars bezeichnet habe. Ferner behauptet die Reichs- wehrbrigad« in ihrer Erklärung, sie habe am 15. Mai 1820 von Hörsing«in Schreiben erhalten, daß«ach Berichte« der Rachrich» tenstell, Schaper-Altmann ein Putsch gegen Magdeburg geplant sei. Hörsing habe deshalb die Brigade um die erforderlichen Maßnahmen ersucht. Am 20. Mai 1820 sei mit dem gleichen Ersuchen ein Schreiben H ö r s i n g s über eine» von Schaper mit- geteilten linksradikalen Putschplan eingelaufen, auch hier werden die Aktenzeichen genannt.' Die Reichswehrbrigade stellt in der Erklärung ganz entschieden in Abrede, daß die beide« Reichs- soldaten Friedrich und Mertens keine Agenten der Brigade ge- wesen seien, sondern auf e i g e n« F a u st mit Altmann gearbeitet hätten. Hierzu stellt nun Hörsing fest: 5tach den eigenen Angaben der Reichswehrsoldaten Friedrich und Mertens vom Nachrichtenzug de« Reichswehrfchützenregi- ments 8 in Magdeburg, hatte die Brigade bis zu dem Zeitpunkt, wo sie für die Aktion gegen Hätz»ingesetzt wurde, ein« eigene Nachrichtenstelle unter der Bezeichnung:„Pressestelle." Diese „Pressestelle" unterhielt einen eigenen Kundschafter- d i« n st. Kundschafter waren auch die beiden Retchswehrsoldaten Friedrich und Mertens. Nach der Rückkehr aus Plauen wurde dies«„Pressestelle" aufgelöst, und der Kundschafterdienst aus Be- fehl offiziell«ingestellt. Znr gleichen Zeit erhielte« jedoch die bisherigen Kundschafter Befehl von dem Leutnant v. Formann» ihre Kundschaftertätigkeit weiter wie bisher auszuüben, die Be- richte aber nicht ihm, sondern Altmann zu übersenden. For- mann hat nach Aussage der Genannten weiter persönlich Auf- träge gegeben. Friedrich und Mertens sollten sich nur in drin- gende« Fällen beim Rachrichteniug sehen lassen. Die Eenanntcir sind denn auch nur zum Löhnungsempfang erschienen. Ein« andere soldatisch« Tätigkeit als den Kundschafterdienst habe« st« nicht bei der Reichswehr ausgeübt. Wichtig ist allerdings, dctz °uch oersucht wurde, diese Kundschafterdienste bei der Reichswehr zu verleugnen. Der mit den Nachforschungen betraute Ossi- zier der Sicherheitspolizei, der sich deshalb in der Kaserne des- Reichswehrregiments Nr. 8 aufhielt, erhielt dort vom Leutnant Bongez den Bescheid, ein Friedrich sei hier unbekannt und Kundschafter gebe es bei der Brigade überhaupt nicht. Die I gleiche Antwort erteilte in Gegenwart von Hauptmann Nagel ein Vizefeldwebel. Nur ein Kompagniefeldwebel des Nachrichten-| dienstes, Kümmer, bei dem sie Löhnung empfingen, beging die Ungeschicklichkeit, geheimnisvoll zu erklären: Jawohl, sowohl, Friedrich wie Merten« sind Angehörige des Nachrichtenzuges und I kommen nur zum Löhnungsempfang. Nachdem am.! 10. August Nachfrage nach Friedrich und Mertens gehalten wurde,.| wurden diese am 11. nach Neuhaldensleben auf Befehl beurlaubte j Dem Feldwebel war dieser Befehl vom Leutnant E r u b e er- i teilt worden. Die Urlaubsscheine tragen das Datum vom 3. August, sind aber »ach Angabe von Friedrich und Mertens erst am 11. August! geschrieben und unterschrieben. Auch die Ausweise s für die Erlangung einer Militärfahrkarte nach Neuhaldensleben j zwecks Urlaub, der auf den 11. August lautete, beweisen, daß hier «iu« össentliche Urkunde seitens de» Schützenregiment» 8 gefälscht wurde. Auf dem Urlaubsschein des Schützcnregiments stand so- gar überschrieben der IS. August, denn nachträglich war die 3 über- I schrieben worden. Ueber den Grund gefragt, hat Mertens folgen- J des ausgesagt: Wegen der Veröffentlichung meines und Friedrichs J Namen bekamen wir beide vom 11. bis 27. August Urlaub. Damit' � es nicht so aussehen sollte, als wenn man uns von Magdeburg[ verschoben hätte, wurde der 11. August iu den S. verwandelt. Als am 11. August durch die Presse unsere Namen in Verbindung mit; Mtmann genannt wurden, sagte der Oberleutnant Grube im Beisein de» Leutnants H e b e r l«, wir sollten sofort aus Magde- i bürg verschwinden, Soweit die Erklärnng des Herrn Hvrfing. Es bleibt somit für jeden Tinstchtigen die Tatsache bestehen, daß die Reichswehr Nach- richtonfteNen unterhält und sich auch der Hilfe privater Spitzel bedient. Das gilt nicht nur für Magdeburg, sondern für da». ganze Reich. Wir wünschen nun noch von Herrn Hörsing einige. Auskunft darüber, inwieweit er sich durch die Magdeburger Putsch-; fabrik vor der Enthüllungsafsäre unterrichten ließ. Daß er die» getan hat, steht außer Frage, Die Oeffentlichkeit hat ein Recht! darauf, jetzt endlich die volle Wahrheit zu etfahren. Seit Jahren führen wir gegen die behördlich organisierten Spitzelburcau» den erbittertsten Kampf und sind darum oft- mal» nicht nur von der bürgerlichen, sondern auch von der rechts- i sozialistischen Presse angegriffen worden. Daß wir mit unseren i Behauptungen unrecht hatten, konnte uns bis jetzt noch nicht nach- � gewiesen werden. Dagegen ist nunmehr von amtlicher Seite des' Nachweis geführt daß unsere Behörden das Locksvitzelwesen be-, günstigten und förderten. Wir verlangen, daß jetzt endlich reiner Tisch gemacht wird. � �„ Wie aus Magdeburg gemeldet wird, bat der G'sschästsführt� des L a n d b u n d c s, einer Unterorganisation der Orgescb, Hekr* Beck, an den Reichspräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dein erfichgegendasVoraehenHörsings wendet. In diesem Schreiben hcißt es u. a., daß in der Provinz Sachsen und Anhalt die„Orgesch" 20« MO Mitglieder zähle. Von diesen hätten sich viele näch Bayern geflüchtet, weil sie befürchten, ein- gesperrt zu werden. Wie die„Orgesch" und ihre Land- und sonstigen.Münde ar» beiten, geht aus einem Befehl des Landbundes Halle hervor. Bei einer Hansfuchung des Geschäftsführers Deck wurde ein Geheimbefehl beschlagnahmt, in dem, lange nachdem der Erlaß zur Auflösung der Einwohnerwehr und der Zeitfrer- willigen ergangen war, vi« weitere Rufrechterhaltnng dieser Or« ganisatis« angeordnet wnrd«, damit st« in gegebenem Falle zum Kamps eingesetzt«erde« können. Einem Leutnant Oejer sollt« die Leitung dieser neuen Formation übertragen werden. Laut beigefügtem Verteilungsschlüssel wurde dieser Befehl an alle mag- Leben und Wandern Da« Reise» zu Fuß. Von Jean Jacques Rousseau. tS«bor«n 1712 t«««ek.»eftorteii 177» n, voll». 8t (Emil) Ich kenne nur eine Art. angenehmer z« reisen als zu Pferde: Zu Fuß gehen. Man bestimmt stch selber die Zeit, wo man auf- bricht, man bleibt nach Belieben stehe», man macht stch so viel und so wenig Bewegung, al» man will. Man beobachtet die ganze Gegend, man wendet stch zu. Rechten und zur Linken: man untersucht, was einem gefällt: man macht an schönen Ausfichts- punkten Halt. Bemerke ich einen Fluß, ich geh« ihn entlang:«in dichtes Gehölz, ich trete in seinen Schatten: ein« Höhl«, ich be- sichtige st«: einen Steinbruch, ich untersuch« die Mineralien. lleberall, wo es mir gefällt, bleib« ich: in dem Augenblicke, wo ich mich langweile, gehe ich weit«. Weder von den Pferden, noch von einem Postillio« häng« ich ab. Ich brauche keine fertigen Wege, keine bequemen Straßen zu wandeln, sonder« ich komme überall durch, wo ein Mensch durchkommen kann, und sehe alles. was ein Mensch sehen kann: und da ich nur von mir selbst ab- häng«, genieße ich alle Freiheit�die ein Mensch genieße« kann. Zu Fuß reisen, heißt reisen, wi« Plato und Pythagora-.') Ich begreif« schwer, wie ei« Philosoph sich entschließen kann, anders zu reisen, und stch der Untersuchung der Reichtümer entreißen mag, welche er mit Füßen tritt«ad welche dt« Erde seinen Blicken spendet. Wer mächte nicht, wofern er Our«in wenig den Acker- bau liebt, die Erzeugnisse kennen, die dem Klima der betreffenden Gegenden entsprechen, sowie die Art, sie zu gewinnen I Wer kann stch entschließen, sofern er«in wenig Interesse für die Naturkunde hat. über«in Gelände z» gehen, oßnee» zu untersuchen, über einen Felsen, ohne ein Stückchen abzuschlagen, über Berge, ohne zu botanisieren, über Kiesel, ohne nach Versteinerungen zu suchen? Eure Stubengelehrten studiere« die Natur daheim: st« besitzen Sammlungen, sie kenneu Name«, haben aber kein« Idee von der Natur. Mein« Kabinettsammlung ist reich«!, al» die eine« Könige, denn die ganze Erde ist mein Kabinett. Jedes Din« ist hier an seinem Platze: der Konservator»), der dafü, sorgt, hat alle» iu schönster Ordnung ausgestellt. Daubeuton'j hätte es nicht besser gemacht. Welch vielfältiges vergnügen gewinnt man»icht durch diese angenehme Art des Reisen»! Ganz abgesehen von der Gesund- heit, die sich festigt, von der guten Laune, in die man lammt. ») Griechische Philosophen. »f Name, den man den Leitern von Museen und Smm-lunge« gibt. ») Französischer Naturforscher, Mitarbeiter Luffon». Di«, welch« gemächlich in bequemen Wagen«eisen, habe ich stet» träumerisch, traurig, brummig und leidend gefunden, die Wanderer dagegen stets munter, leicht und mit allem zufrieden. Wi« lacht das Herz, wenn man stch dem Nachtquartier nähert! Wie lecker dünkt uns ein frugales Mahl! Wie gut schläft man in einem schlechten Bett«! Wenn man nur einen Ort erreichen will, so kann man mit der Post hineile«: will man dagegen reisen, so muß man zu Fuß gehen. Di« Schweiz. Je näher ich der Schweiz kam. desto bewegter fühlte ich mich. Der Augenblick, wo ich von den Höhen de» Iura de« Genfer See erblickte, war ein Augenblick de, Begeisterung und de« Entzsicken«. Der Anblick dieses Landes, des geliebten Landes, wo Ström« von Freud« mein Her, beglückt hatten: die weiche Luft der Heimat, die mir köstlicher dünkt«, als alle Düfte des Orients: dies« reiche und fruchtbare Gegend, diese einzige Landschaft, die schönst«, die f««in mensch- liche» Auge erblickt«: die reizenden Stätten, denen ich nichts gleich gefunden hatte auf meinen weiten Wanderungen durch die Welt: der Anblick eines glücklichen und freien Volte»: die Milde der Jahreszeit, das heitere Klima, tausend köstlich« Erinnerungen, welche alle holden Gefühle weckten, die ich genossen hatte: das alles versetzte«ich in ein unbeschreibliches Entzücken und ließ mich gleichzeitig den Genuß meine» ganzen Leben«»och einmal durchkosten. Natur. E» gibt ein köstliche» Buch, das vor allen Augen offen liegt: es ist das Buch der Natur. Die Alltäglichkeit der kleinen Pflichten erfordert, wenn man st« gut erfüllt, nicht weniger Kraft, als die heroischen Handlungen. Ist der Körper schwach, so befiehlt er; ist er stark, so ge- horcht er. Di« Menschen sind schlecht, aber der Mensch ist von Natur gut. (In einer Auswahlsammlung Roussean» übersetzt von G. Wer- neck«.— Selbstverlag. Ratzungen in Westfalen.) Aus einem Badeort Eindrücke«ine» Arbeiters. „Bad Ems!" Ich kam kürzlich dorthin, nicht als Badegast: fonder« nur, um«inen meiner wenigen Ferientage, die ich im unweit entfernt gelegenen Elternhaus«»erbringe, zu benutzen, das Leben und Treiben hier anzusohen. Gm»! Welche Perl« der Ratur am unteren Lauf« der Lahn. knapp drei Stunden Fußweg vor ihrer Mündung in den Rhein bei Lahnstein. Zu beiden Seiten Mose» ruhigen Flüßchen« gelegen, inmitten hoher, prächtig bewaldeter Berge, mit feinen berühmten warmen Quellen, seinem gesunden Klima, ist Ems schon seit langem der Anziehungspunkt der internationalen reichen Bour- geoisie, die hier die Sommermonate verbringt. Hotel an Hotel» Villa an Villa reiht sich hier aneinander, nur unterbrochen durch Geschäfte, die zugeschnitten sind auf die Bedürfnisse der Badegäste. Drohnen der menschlichen Gesellschaft sind es zumeist, die stch in den Badeorten monatelang herumtreiben und vorgeben, sich„er- holen" zu müssen. Als ob sie der Erholung bedürften, sie, die Arbeit nie getan. Wirklich kranke, leidend aussehende Menschen sieht man in Ems sehr selten; kräftige Gestalten beiderlei Ge- schlechtg, denen die Gesundheit aus den Augen strahlt, sind es, die hier die Zeit totschlagen, den Mehrwert der Arbeit verzehren, diewetl man sich überall die Köpfe zerbricht, wie wir aus dem heutigen wirtschaftlichen Glend herauskommen können. Ich stell« Betrachtungen darüber an, wieviel kranke Proletarier hier durch die Einflüsse der Ratur, durch den Gebrauch der gesund- heitspendenden warmen Quellen ihr« durch die kapitalistische Pro- fitwirtschast zermürbte Arbeitskraft wieder erlangen könnten und so wieder froh schaffende Mitglieder der Menschheit würden, neu gestählt für die harten Ledensnotwendigkeiten, die Arbeit, ohne die nun einmal die Welt undenkbar ist. Doch ihnen, die es ver- dienten sich zu erholen, versagt die heutige Wirtschaftsordnung das, worauf jeder Mensch«in Anrecht haben sollte. Vor mir fitzt ein Herr, dem Aussehen nach ein Industrieller, ver- tieft in den Kursbericht seines Lcibblatte», der„Rheinisch-West- fälischen". Vor meinem Auge steigen Tausende von Fabrikarbei- kern auf. die ihm wohl tagaus, tagein frönen für kargen Lohn. Und wenn auch feit der Revolution letzter« zum Teil einige Tage Ferien erhalten, so gestattet es doch nicht die Rückflcht auf die Fa- milie, daß sie diese Tage außerhalb, vielleicht auch einmal in einer Sommerfrische, verbringen, sondern auch diese wenigen freien Tage muß der Arbeiter in seinen vier Minden verleben, da der Lohn ja kaum zum Lebensnotwendigen reicht. Nur sein Arbeitgeber. sein„Brotherr", sitzt hier und um ihn herum seine Familie. Nichts bei der Frau, nichts bei den lustig daher springenden Kindern läßt «kennen, daß wir in einer so fürchterlich armen Zeit leben. Ein- gehüllt sind sie in die teuersten Gewänder der modernsten Mode und in ihren Gesichtern spiegelt sich die Lebensfreude wieder. Und wiederum steigt' vor mir das Elendsdlld der Großstadt auf. Die müden Augen abgearbeiteter Frauen, so glanzlos in den magere» Gesichtern liegend, kaum daß ste genügend gekleidet sind, um die Blöße ihrer Körper zu bedecken, die hohlwangigen Kinder, viel- fach in alte Lumpen gehüllt, die selten einen freien Luftzug atmen können, da st« eingepfercht in elende Wohnungen sind, deren Spiel- platz selten die freie Natur, fondern engt schmutzige Gassen sind. Reich« BürgeriLchter faulenzen hier noch mehr als zuhause, die- weil Taufende von Prsletariertöchtern in angestrengter Arbeit, sei e» in Fabrik, Laden, Kontor oder als Dienstmädchen, ein freudloses Dasein führe«. Ich stelle Vei�ieMe an: Ein Tag Badeaufenthalt lichen Stellen weitergegeben� nur das Magdeburger OberprSsidium wurde davon ausgenanhnieiu' Das zeigt den Eeheinicharalter der Organisation....... Die„Liga Christi" viömisch-katholisthe Hirtrenkreuzler Aus Dresden wird uns gclchriebeb!. ��itaduna einer neuen onudolichUvistischen und antlsoznr- itMjchan Organijalion fordert jetii �>as Dresdener Zentrumsblatt. d'c..Sächsische Voltszeitung" auf.'&t ioS vvn vornherein anf internationale Bans aekcllt werde wwjv eiiCHuen ujtuieu,*>u>— �Was die"n Christo dem Herrn-rganisiert�Reakt���und Dunkelmänner wollen, geht aus der mzenn man von Aufforderung hervor, in der es wörtlich. e � � der fc...... �,--7-—....... � Ärienn man von aufmrderung hervor, in der es wortkch �0�., n-däi f t e n, der den internationalen Kongressen der<5 c n?'l. w i a t c n, der Mischen Borsenmänner. der �Sazraldem-r« �rd Athciiten und nicht zuletzt der Freimaurer m)t,. Reaktiv »r... t. i........!..._s Zitier tBeoitttttti- v__ um 825 740 Tonnen sich verringert hat. Durch den Rückgang des Schlachtgewichtes um 30 Prozent entsteht aber noch ein Ausfall von 350 478 Tonneu. Bei den Schafen, Ziegen, Pferden und Hunden ist ein NOckgong der Neifchproduftion nicht eingetreten. Die Zahl der geschlachteten Hunde ist seit 1913 bis 1919 gestiegen von 7259 auf 14 990 die der Pferde im gleichen Zeiträume von 103 628 auf 311 582. Die Zahl der Schafe oder ist von 5520 03? im Jahre 1913 gestiegen auf 7 031 342, im Jahre 1319 die der Ziegen von 3 548 384 auf 4 907 587. Es darf deshalb die gegenwärtige, jährliche Fleifchprsduktion in Deutschland folgcn.dermatzen taxiert werden i Rinder(Fleisch und Fett)... 408 137,6 T.= 38% Schweine(Fleisch und Fett)... 831 782.0 T. � 60% Schafe. Ziegen, Pferde, Hunde. 119 990,0 T. 7% in Summa 1 419 809,5 T.--- 100% Mit der vom Minister für Ernährung und Landwirtschaft für notwendig gehaltenen Einsuhr von 180 090 Tonnen Fleisch er- hielten wir 1 599 809,5 Tonnen, was auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet 20% Kg. pro Jahr ausmacht. Wir nmtzten deshalb unseren Fleischbedarf auf die Hälfte der Vorkriegszeit einstellen. We eine möglichst gleichmätzigc Verteilung erreicht werden kann, soll in einem weiteren Artikel gezeigt werden. (T\t* ftuf Vrmm�ohle zs Alchen Borsenmänner, der dann wird Athctften und nicht zuletzt der Freimaurer liest..-- wan j,hr traurig und kleinmütig." Dieser Bedruckn' a�r sollen nun die modernen Türkenkrreger eni Volks- Ihre Aufgabe wird es, ebenfalls nach öe!L"�"�L�crialifti- »ttuna". sein,.chic gesponnenen Netze der uMlaub-gen jchen Welt, wenn auch nach zähem Mieerswnd. zu z> E- gilt also, die sozialistischen � lebe granaten her, aus zum Standgericht uich Sch.l.schaui. � das moderne antisozialistische, christllch-katholische Au.odt.> Horthps berühmtem Muster in Deutschland. Unsere Fleischversorgung Der Staust unserer Fleischprosti-kition Der Reichsminister für Ernährung und LandMrtsch��ha�e durch die deutsche Delegation der Konserenz von Epaa ein Expose Lber unsere Ernährnngslage unterbrertet. Wir wollen dt«. dann ausgesäten Zahlen, soweit diese die Flcischversorgung betrosten. herausgreisen und kritisch beleuchten, um darzutun, mxe es»n Wirk. lichkeit um unsere Fleischversorgung destellt ist.„• h Der Reichsminister legte dar. datz unser D e st a n d a n- R n d- »ieh in dem Zeitraum 1913 bis 1919 g-�nken ist von rund 18 Millionen aus 10.5 Millionen, d h."m � �ozenll Der Schweinebestand ging im gleichen Zeitraum zuruck von 18.5 Millionen auf 11.5 Millionen also um rund" Prozent Der Rückgang an Schweinen sei am so empfindlicher, weil aus der Schweinezucht 05 Prozent unserer Fleisch- und Fettoersorgung beruhte. Schließlich sei der Ertrag de« Schlachtgewlchtes ber Rindern, Schweinen und Schafen um 50 bis 30 Prozent gesunken. Im Jahre 1912/13 betrug nach Dr. Kuczynski der V er- b r a u ch a n F l e i s ch im Deutschen Reiche 8 434 900 Tonnen, davon stammten 279 500 Tonnen— 8,14 Prozent aus dem Ausland, während der Rest von S 155 400 Tonnen=- 91,86 Prozent aus unserer eigenen Mehproduktion herrührt. Die Jnlandserzeu- gung verteilte sich auf die einzelnen Gruppen Rinder, Schweine Hud Schaf» folgendermaßen: Rinder(Fleisch und Fett)..— 1 021 500 T.--- 82.88% Schweine(Fleisch und Fett) 2 014 000 T.-- 63P2% Schafe, Ziegen, Pserd«. Hunde-- 110900 T.— 8,80% Summa= 3 155 400 I.=100,00% Räch den Angabe« des Ernährungsmrnifter» hat fich d i e 3» h l ?,t,n � e 1 um � Prozent verringert. Gleichzeitig ist aber das Schlachtgewicht der Rinder um 50 Prozent zurückgegangen. Die Flelschversorgung aus unserem Rindviehbestand ist deshalb zunächst um ein Zwölftel geringer geworden, d. h. um 85 125 Ton- neu. Der Rest von 936 375 Tonnen verringert stch dann aber noch um 50 Prozent, um den das Schlachtgewicht unserer Rinder ge- fallen ist. Das macht 468 187,5 Tonnen. Der Schweinebestand hat sich um 40 Prozeut gesenkt. Das bedeutet, daß die Schweinefleifchproduktio« durch diesen Umstand für so eine Bourgeoistochter erfordert mehr Geld, als die meiste« sog. Herrschaften ihren Dienstmädchen an Mor.atslohn gewähren. Ich denke an den so schweren Kampf der Hausangestellten um einen Halbsweg annehmbaren Lohn, um einige freie Stunden in der Woche und an den Widerstand der„Gnädigen", und sehe hier das faule Lehen und die Verschwendungesucht der Geschlechtsge- nosstnnen, die durch Zufall, nicht durch Arbeit, diese Reichtümer befitzen, die ihnen ein solches Leben gestatten. Ich sehe, wie sie hier kokette Blicke nach den sranzöfischen Besatzungsofsizieren wer- fcn, wie sie mit den Offizieren„parlieren" und sich besonders . erhaben fühlen, einen Offizier zum Liebhaber zu haben. Ich gedenke der Zeit, wo die nationalistische Widerwärtigkeit von den „Erbseinden" und der Grausamkeit der Franzosen faselte. Hier tut sich ein Bild auf von der„Maral" der Bourgeoisie. Faul treiben sich hier kräftige Burschen in den besten Jahren umt�r, bald sich hier, bald dort niederlossend, Und wissen kaum die Zeit totzujchlagest, einig« in der Lahn nach Fischen angelnd. »tmge ihre Angeln nach anderem auswerfend... Und wiederum j drangt sich mir ein Vild vor Augen, da« ich morgens früh sah. �um eine Stunde Fugwegs entfernt liegt das Gruvendorf Fried- richsfegen. Schon in aller Frühe, wen« diese Parasiten noch stunden- lang des.-chiafes Wohltat tosten, find hier schon Arbeiter unter- wegs. Aus benachbarten und weiter entlegenen Dörfern kommen sie stundenweit zu Fuß. manche auch per Fahrrad, in Ermangelung anderer Ver.ehrsmittcl und fördern bei angestrengter Arbeit und kargem Lohn die Erze aus dem Schöße der Mutter Erde hervor. die die SJcrt« schaffen, sie, die diesen Tagedieben durch ihre Arbeit erst die Möglichkeit zu diesem Parasiienleben geben, sie haben kaum genug, um ihre meist großen Familten dürftig zu ernähren. Wie viele ausgeruht« Körper uird starke Arme liegen da brach, die da nützliche Arbeit tun könnten. So sind sie nur ein Aergernis für jeden Menschen, dem noch ein Funken Gerechtigkeitssinn innewohnt.— Doch onch Hier, der Stätte des Luru», der Genußsucht und des Ergötzen, bieten sich dem aufmerksamen Beobachter Bilder der Armut. Mit gebeugtem Rücken, gestützt anf einen Stock, in zerrissener Kleidung, kraucht ein alter Invalide daher. Sein Gesicht ist oerwelkt, die Backenknochen stehen weit hervor. An- sehn kann er nur, wie hier die Werte verpraßt werden, die auch «sein Lebenlang hat erzeugen helfe». Vorüber am Benedetti-Stein. dem Ort. wo 1870 der Auftakt zu einem Menschheitsverbrechen gegeben wurde, eile ich fort von dstier Stätte die-in Zeugnis der Kultur sein könnte und ,° nu in tzeuanis un-rer Unkultur ist. Erst der S° z i a l i» m u s wird mtt der gerechteren E�ellichastsordnung dem schassenden Meuiiben dos aeben worauf jede« menschliche Lebewesen schon von fühlen 1 Adolf aJU9. strie auf die Anregung, stri.' oorr, wo es..... ist, dem Verbrauch der Steinkohle auf denjenigen von Roh Braunkohle umzustellen, bereitwillig und sofort ein- gegangen. Bei der Wärmestelle des Vereins Deutscher Eisenhütten- leute z. B. sind iir den letzten Wochen Gutachtennachfragen bezw. Anträge eingegangen, die den jährlichen Versend allein an rheini- scher Rohbrannlohke recht erheblich fftüftl* würden A. a. will z. B. auch Krupp ethebliche Teile seiner Betriebe anf die Verwendung vdn Rohbratznkvhle umstellen. Natürlich sind die Kesselanlagen entsprechend umzuändern. Die da und dort auftauchenden Ze- fürchtungen, daß die verstärkte Verwendung von Braunkohle ihren Preis wieder nach oben beeinflusien«erde, sind nicht zutreffend. Die Erhöhung der Draunkohlcnförderung dürfte verhältnismäßig einfacher sein, als" der Umbau der Feuerungen und die Regelung der Transportfrage. In diesem Zusammenhange ist mitzuteilen, daß die Kohlen- ablieferungen an die Entente in dem in Spaa ver- einbarten Umfang« glatt vonstatten gehen Sie werden begünstigt Durch die gegenwärtig noch gute Transportlage und auch durch die allgemeine Absatzstockung auf dem Warenmarkte. Da die Ab- j.\fferung der vereinbarten Ententekohlen ihrer Menge nach akten- lu iK>ig offen liegt, unternimmt es ein Teil der ausländischen Pr. isse, die Qualität dieser Brennstcchslieferungen als Vertrags- wiv.«g zu bemängeln Dazu ist zu bemerken, daß die Qualität der abliefernden Kohle in Verhandlungen an den GewinnuNgsstätten mit. Ententevertretern vereinbart wurde, und genau den Al'm»8)ungen entsprechend vollziehen stch die Lieferungen. Solche VersuV«, Deutschland aus der Qualirätsfrage Schwierigkeiten zu machen, entbehren jeglicher Grundlage. Sozialisierung der Kurorte In der Georg Bernhard herausgegebenen finanz- und wirt- jchaftspoli-Vch�u Zeitschrift„Plutus" macht der Regierungsrat Hans der gleichzeitig Pressereferent der preußischen -taatsregic)v«tl ist, den Vorschlag, die natürlichen Heilgueven --—>■» tw Ausnutzung für die Volksgesundheit der oer öxctwvv W machte dabei den Zwischenruf:„Das ist das rötttste. Dieser Zwischenruf eiitfesselte große Lärmszenen. Der Staats- jekretar im Ministerium des Innern, I u l i u s G ö m b ö s, früher BcnijaOiftnet und gegenwärtig Präsident der weitverzweigten Ofnzlersoereinigung'„Pkove" sprang von seinem Sitze und be- drohte mit der Faust den Abgeordneten Ereki. Ein anderer Freund ,ztiedrlchs be>chuldkgte die Polizei, mit Geld Zeugen gegen Fried- rich gekauft zu haben. Dieser verweist auch daraus, daß der Ober- stadthauptmann M a t t y a s 0 v s z k y, der jüngst seine Stelle verlassen mußte, erklärt Hobe, er HSkte in der letzten Zeit in vielen Fällen so aum in der Mnrdaffäre des früheren Redakteurs der „Nvpszava Bola Somsgyi", die Mörder ausgeforscht, dock' hätten die Beherden von einer Bersoixung oer Mörser abgesehen. Diese Enthütlungen olieveN bisher von der Regiernngs�ehörde unbe- antwortet. Während im Parlament nun darüber gestritten wird, ob dem Ausliejetungsdeg-Hren der Staatsanmalclchast slattgc- geben werden sott, erschien Friedrich als Zeuge vor dem Militär. gericht. Es ist nur natürlich, daß Friedrich, der in rascher Bus- einandersolge vom extremsten Revolutionären sich zum Führer der Gegenrevolution emporgessiuvungen hat, vor Gericht die Sonne vom Himmel ableugnet. Preußische Beamte und Krankei-versicherungspslicht. Räch einem Beschlüsse des Staatsministeriums ist Beamten unter 15 000 Mark Ginkommen im Erktankungssalle ein Anspruch auf Gehalt usw. in anderthallfachem Betrage des Krankengeldes bis zu 20 Wochen zu gewährleisten. Damit sind sie von der Krankenverstcherungs- Pflicht befreit. Zu antiftinitischen Exzessen ist es am Sonntag abend in Swi» N e m it n d e gekammen. Unter Führung von Reichswehr- f 0 l d a t e n, anscheinend früheren Baltikumern und Marineange- hörigen, zog eine große Menschenmenge mit Akusik und Gesang vor die vollbesetzten Vergnügungslokals, wo Drohungen gegen die jüdischen Badegäste ausgestoßen wurden. Der verstärkten Polizei- ------„.tonn rcj öutcki sofortige Schließung der Lakale die Ausschreitungen zu ver- hindern, am uhuiuu«... lertschaften zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Adkommcn zwischen Dänemark und Amerika. Um den Wechsel- kurs zwischen Dänemark und Amerika zu befestigen, wird Däne- mark eine große Menge Baustein? nach den Vereinigten Staaten ausführen. Danemark hat als Gegenleistung Steinkohlen und Nahrungsmittel zu erhalten. ANS der Parte» Kreisftonfcrenz Elbs?feldLBarmen Außerordentlich gute Fortschritte hat die Parteiorganisation des Kreises Elberfeld-Barmen im letzten Jahre zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl stieg von 2500 im Vorjahre auf 12 200 in diesem Jahre. Entsprechend diesem gefunden Wachstum der Miiglieder- zahl besserte sich auch das Kastenwesen. Das Vermögen der Partei- lasse beträgt heute 33 500 M. Die U. S. P. ist heute die weitaus stärkste Partei des Wuppertals. Bei der letzten Mahl erhielten wir 57 000 Stimmen, die Nechtsfozüalisten 22 000. Für Sowjetrußland— gegen das Entwasfnui'.ocgefetz demon- strierten am letzten Mittwoch nacbmi.iag in den Wuvvcrstadtrn rund 25 000 Arbeiterinnen und Arbeiter in imposanten Umzügen. Weitere Tausende bevölkerten die Straßstt, duro, die die Demonstranten zogen. Die Betriebe hatten von 3 Uhr ab geschlossen. Insassen Währung itaaiiiajer um.....- 4. Maßnahmen zur Ver�b�erung ver»"'l™ � bestens auf die Zeit von Vwte April bis Mitte Oktober, o. eine den Bedürfnissen des foM'M Hrlfswerks sich anpastcude Elsen- bahnpolitiki 6. rücksichtslose Vnwendung des Entemnunasrechts im zialversicherung. Billigere V�umwoNe Während des Krieges sind die ctzaulmwollernten in den Vereinig- ten Staaten von Nordamerika iV l�nrag sehr �u�llgegangem Man erntete beispielsweise 1914 iB.1 M'U'vneN Ballen, dagegen 1917 nur 11.8. 1918 12 und 1919 1,V3 PkilllonenBatten. In die- sem Jahre hofft man auf 12.5 Mi L'vMi Ballen, das wäre der höchste Ertrag seit 1915. In der Preisgestaltung kommt da? bessere Ernteergebnis bereits kräftig'«Am Ausdrlttk. WahrP« Mr Zeit-----— I——»Nv Waimungtl� Der Russe Nikolaus Gredioff, der sich als politischer Flücht- ling ausgibt, ist unter Einkassierung einer hohen Geldsumme und unter Mitnahme eines feldgrauen Zio-lanzuges von Lux- räch flüchtig. Er spricht ziemlich gut deutsch und kennt sich in der deutschen und auslaudiichen Politik sehr gltt aus. Er sprich, gern von führenden Parteigenossen des In- und Auslandes. Kenn- zeichen: schwarzer Flecken am Halse. Falls er irgendwo puftaucht, ist die Ortsgruppe Lörrach sofort unter Tiergarten, Lörrach, Brom- bacheistr. 2, telegraphisch zu benachrichtigen. AÄS Ser Partell«xeffe Heft Nr. 32 der Wochenschrift„Der Arbeiterrat"(Schristleiimtg Ernst Säumig) ist soeben erschienen. Aus dem Inhalt.- An die Betriebsräte und Botriebsobleute aller Industrie- und Verke-'rs- gruppenl Gegen die Mdeitolvstgkeit. Rundschau. Der Staats- bankerott von Hermann P 0 l l all- Karlsrube. An die Betriebs- räte! Wesen und Ausbau der modernen Jnsnstrie-llntin.ehn: ng von Richard O e h r i n g. Eine Anfrage an den Genossen Dliimann. Die Betriebsräte in den Konsumvereinen gegen die Geschä-ls- fiihrerdiktotur. Es sollen keine Lokcmotiven gebaut werden. Zu- sammenjchluß der Unternehmer. Der Gewerischaftsbureaukratismus gegen das Rätesystem. Bücherschau. „Der Arbcikcrrat" ist zu beziehen durch da» zuständige Postamt am jeweiligen Wohnort, sowie Buchhandlung„Freiheit und Par- > WWWtRtMtvNtzlt. Ernteergeonls berelts kraftlg> � j�lgeds'�n dl- ..... �..it nur geringe Vorräte spätere Verödungen Vreise sehr hoch sind, liegen die Preise s'. � jetzigen. Es ist aus der neuen Ernte bis zu 30 jchersorgnng mit Baum- .. Lage kattten, r allem ---%4i auf reichlichere und billigere—■ wolle vorhanden. Ob freilich die arbeitende(k Maßen rv der u sein werden, sich die dringend nötigen Beklc oegenwärtttz geordnete sr«,«n orwvc,,,,.„v,JPP. anwgltichaft wegen Mitschuld an dem Verbrechen de»-moiur. fordert, ausgeliöfett«erorn soll oder nicht. Der Im, m u n i tätvausschuß, der ursprünglich den Beschluß gefaßt dat, das Jmmunitätsrecht des Abgeordneten Friedrich auszuheben, ch.mderte die,en Besil?luß tags darauf dahin ab, daß die ÄlislieferuiVl nur mit ausdrtmliHem Vorbehalt erfolgen soll, daß für den Fo l), daß sich im Verlaufe des strafrechtlichen Versahrens die Einschränkung der persönlichen Freiheit des Abgeordneten Friedrich als not- wendig crweisin sollt«, die Ttaats.i'swallschaft sich neuerlich a st dt' Rattonalversammlung«enden müsse. Ueber diesen Antrag des AusPhusses wird nun eine langwierige stellenweise sehr erregt« Debatte in der Nationalversammlung ab- geführt. Ein Mitglied de« Ausschusses unterbreitete dem Plenum. ein Scparatvvtum, in den. beantragt wird, da« Ansliefetungs- begehren entweder ganz abzulehnen oder die Akten an den Zmmu- nttätsausschuß mit der Weisung zutüsizuleiten. von der Staats- auwaltschatt sämtliche auf oirse Angelegenheit bezügliche Akten ~»ß«' tiftfrnraliden i, Graf Paul nit«teaus>cyus«i,-«...„„uruikzulenen, von w.------- anwaltschast sämtliche auf diese Angelegenheit bezügliche Akte einzufordern. Der sonst so redselige Ministetpräsident, Graf P a u T« l e k i, griff in die Debatte mit einer ganz kurzen Sr>lürun„ ein, in der er sich darauf beschränkte, festzustellen, daß die Regie- runa in dieser Angelegenheit überhauvt keinen festgelegten Stand- punrt einnehme und dies«, Frage als keine pcklttische Frag« be- trachte. Dessenungeachtet dehandelten die Redner, die an der Debaii« teilnahmen, ohne Ausnahme diese Angelegenheit als Politikum und nicht als Rechtsfrage. Der Abgeordnete Hornyanszky, an»'• 1....»« Betriedsritte Die Ban!,en sind, und er unter Beilegung von Rückporto verschieter � gemahnt hat, ist ihm der Schein noch nicht wieder Zug«' I00r. den. Der Beschwerdeführer meint wohl mit Recht, da� Eisenbahnbehörde mit der Einziehung von Strafen nicht Ic.f ftIt(,e ,gfiern dürfte. Wir hoffen nunmehr, daß auch inbezug ti'/ 1{nträae und Wünsche des Publikums die Eisenbahnbehörde� schneller arbeitet. Verussberatnn». Am 12. d M. fand ein« Be?p//.chnna von Ver- tretern aller Gemeinden von Groß-Berlin über dj,.«inhei�licke Ee- staltuna gesamten Berufsberatung der /'künftigen Stadt- gemeinde Berlin statt. Es wurde ein Arbntsg'�;tchu, � gliedern eingesetzt, der gemeinsame Richtlinie v ülkt die Berufsberatung im neuen Berlin ausarbeiten soll./ ein Arbeitsausschuß gehören an die acht Stadtgemeinde« und voit den Landgemeinden der Kreffe Teltow und Nredcrbarmm Treptow> und gBeiftcnfee Die Geschäfte dieses Ausschusses werden durch dS s Städtische Ve- ruf samt, Berlin N. 24, Oranienburger Str. 54 lFcrniprechcr: Norden 2195/99) erledigt. Eine Gesellschaftsfahrt in den Oberfyx„wald veranstaltet der Arbeiterwanderbund„N o t ur fr e v. �„ e" am Sonntag, den 29. August. Abfahrt der-utlnefyv;t Sonnabend nachmittag 2L5 Uhr bezw. 8 Uhr abends ab däpf iitzer Bahnhof. Besuch des Kirchganges der Wenden ,n Burg, Bahnfahrt durch die Burger Kaupen über Forsthaus Eia,e. Staw uzmühle, Wolschofska. Lehde nach Lübbenau. Rückfahrt Sonn/»* abend 9 Uhr. Preis der Teilnehmerkarte für Bahnfahrt Bahnfahrt. Logis und Kaffee 35 bezw. 42 M. �.eilnehmer sind zu haben bei Harsch, Engelufer 15. Maßphul, Brn./�r. Straße 14. Zintel, Neukölln. Bergstraße 112 und in der BundesgeschÄ» sstk-Ve F. Kruse, Marian neniUaße n. Am Donnerstag, den 2���. findet bei Feyfara. Melch.orstraße 1o, für die Teilneh�ac«.in unentgeltlicher Licht- b.ldervor rag über den Spreewald Die Fahrten führen durch den schönsten Teil des Spreewarde?. der Vn seiner Eigenart nicht nur eme Perl« der Mark Brandk nourg ist. sondern'der zu den schönsten deutschen Landscyaftan üb, rhau� geHort. «Mke�t der Kinder aus der-? hw� Die 200 Kinder, die am 20. Mai nach der Schweiz«usger.�ssnd, kommen wahrscheinlich heute abend um 10 Uhr Äghal/e/, /Kahnhof an. Die Eltern haben sich genau nach den Vorschiff/»., btt Ordner zu richten. Die IS Ausschußmitglieder der Kin te ft/hutzkommission müssen anwesend Zeugen gesucht. Alle, d/r gesehen haben, wie am 8. August, nachmittags gegen 5 Uhr, R/rdfahrer von der Straßenbahn an- gefahren und das jxo�ftn wurde, wollen ihre Adresse ab- geben bei N a w r a t..tr&wntt Straße 39. Zeugen gesucht, öic hwfjehen haben, wie am 10. April v. I. ein Mann am Kusirmer P Jag v- ,m Wagen herab verhaftet und nach der Wanie Frucht, traße.(* Ja. Münchcberger Straße gebracht wurde. dort dem Beamten ni. Zftiil mit beiden Fäusten vor die Brust stieß Urt.oof." entkam;■' juitf, den Eid des Beamten ist ein Unschuldiger äu? Monaten Ee Mgffig oerurteilt worden. Um Angaben bittet herzlich Anna Rv„g«. ZAarschauer Straße 45, Quergebäude, 2 Tr. Betriebsunfall ,�1 d'/r Hochbahn. Ans der Station Warschauer Brücke,� iuhr gestern ��ezmittag ein von der Station Stralauer Tor einlaufender Zug, infolge falscher Weichenstellung auf einen ge- rade ausfahrendei« Zug, dessen erste Achse dadurch aus den Schie« neu gehoben wvzL c Bei dem Zusammenstoß erlitten zwei Fahr« gaste, der Post ic � Paul Makiolla und der Tischler Her- m a n n w u! i /g e, schwere Fußverletzungen, ein anderer Fahrgast erim eine-ü 4 letzung am Arm. Eine weitere Anzahl von Fahr« gasten trug tt fthtere Kontusionen und Hautabschürfungen davon. , j-"1 � Herausnahme des vollen Betriebes wurde der Zug- durchgcfü"�.®cften aus Zunächst bis zur Station Kottbufer Tor sichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Witt« m?ß- k>ltweise heiter und vorwiegend trocken, am Tage etwas warm g jpäter stärker bewölkt bei mäßigen südwestlichen Winden. Aus den Organisationen J£'' Siptiit. Mittwoch, 7 Uhr, Sonttaloeijamintimg l« der Mehhofsbitrs«- /® a: Der neue Maat, trat von Berlin, •1 Diitrilt. 1. Abteilung. Politische und Bildungskommitzion, Mittwoch, 7 Uhr» � Usedoinstr. 18. iei ftnb Diitriit. .Jl«itritt. «luroc, Us „■9.. DIftei». " t, bei ftnb; ,-15. Dijtri«. t. 2. Abteilung, Mittwoch, 7% Uhr, Sitzung sämtlicher Znuktle» rübner, Eaudysrr. lk, ,.iijunlt. Freitag, 7", 4 Uhr, Sitzung der Agitatwnskommissionen de»»«- ' ainten Distrikt», bei Mari, Oldenburger Str. 10. Sleuliill«. 11. Beztrl. Donnerstag, den 19., Bezirlsversammlung, Zdealllause, Mareschstr. It. Vortrag de« Eenossen Höhne: Politische Lage.— Zur Verband«- generaioersammluna am 2S. 8., Tageaordnung: Wahl des Magiitrat». Jeder Bezirk musj einen Delegierten wählen. Karten Freitag im Bureau lkieäarstr.-- Ticotow Banmlchulenweg. Heute abend, 7 Uhr, Mitgliederversammlung de» Wahlvereinz, bei Mischl«, Am Treptower Park.— Mittwoch, vsu Uhr, Sitzung des Porstande«, Akiionsrat», alte und neue Eemeindevertreter, Lebensmittel» beirät«, Kommunale und Jrauenkommisston, bei Sandig, Erätzstr. tg. Trepiow-Banmschvlenmeg. Mittwoch, 7 Uhr, Sitzung der örtlichen Eltern» beiräte, bei Reinsdorsf, Beermanuftr. 8. Pankow. Zngendlommisnon, Die Sitzung findet nicht am Mittwoch den l», sondern Donnerstag, den Il>. 8., bei Schmidt, Florastr, ls, Eingang Eörschstr� stall. Pankow. Kommunale Kommission, Donnerstag, 7 Uhr, Sitzung bei Manske, Bremer Ktr, 21. Die für Mittwoch anberaumte Sitzung der Lebensmittelunter» komuiisüon sä!lt aus._. Beinlirrndors.Weft. U. S. P.-Elternbeiräte und Ersatzmänner der b. Gemeinde» ule, Mittwoch, 8 Ahr, im Bollshaus, Fraltion-sttzung.— Freitag, 7 Ilh«, erzimmer, Bollsttzung. schule, Lehre eihensee. Mittivoch, 7 Uhr, Sitzung der politischen Kommission, bei Neu» Ehar'"'—'' Itnngobe- Wirtschastsamte» zu Reinickendorf, Flotb arlottenburger' Str. 112. ZV. Beewaltnvgsbezirt. Frakttonssitziinsl, Freitag, Iltz Uhr, im Sitzungssaal de» Vereinskalender Ortsgruppe EZpeuick. lMieter-Derband Erotz-Berlinl Mltgliederoersammlunß am Mittwoch, den 18. August, abends l.8 Uhr, bet Elanert, Grünauer Str. 7- Sozialistische Prolctaricrjugend ttzrotz-Berliu. Mittwoch, j7su Uhr. im Jugend» sekretariat, Königsderger Str. 7, wichtige Zentralvorstandssttzung. Alle Ernppe» müssen vertreten sein. 'Deutscher Tran»i>ortarbelter.«»rt»»d. Kellernrbritrr. Arbeiterinnen, Kuilh aus ben Weinarotzhnndlunzen, Likörbeilieben, Mineralwasser» und Esstgsabr, Mittwoch, fh7 llhr, Brancheuvcrsammlung, Englischer Hos, SUexanderstr. 27b der Magazlnstr.j. Verantwortlich sisr die Redaktion: Emil Rabold, Berlin, verantwortlich sllr den Inieratentcil: Ludwig Komeriner. Karlshorst.— Berlag»» genosseuschaft Freiheit" e. E. m. b. H., Berlin.— Druck der ,,Freiheit">Druckerel «. m. b. h.. Berlin E. 2. Breite Strane 8-8. »»• .Freie Welt" Hvtt 31 Die neuen Soldaten Der Herr Eniwaffnungskornrnfssar Heute neu! Heute neu! ZMKMOMWWMe Ortsverw«'tung Berlin.___ Mittwoch, den 18. A«g«st. abend» 7 Uhr MUsliederversammlung Engel- Ufer 1«, Saal l. Tagesordnung- 1. Berich« der Lohnkommisflon. 2. Der. andsangelegenheircn. 8. Derschiedenes.. �. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend en°-de>uch: N-S lade, ein Die Vri-veewaltnng. WttgMdsbnch legitimiert. A.- August Lach--. Redakteur, tüchtige, bewälirte Äraft, fflr die politische Leitung des pommerschett Tages- argans der II. S.P. Bewerbungen mit Angabe der Gedaltean- z Aar Sttberhochzelt dem ü - früheren Vezirksfübrei- - Cckvsiseu Lvitz trat) gr*tt! = Kurfürstcndamm 76, die ü = herzlichsten Glückwünsche 5 ~ Dre siebente Gruppe> Charlottenburg. 7m»„, HetaSle Kupfer, Gold, Silber, in Bruch und Barrls i Alte Iahnge�issfx weit über Tageskurs. Tag Kurs täglich im Schmufens W. SNaeckert, U'/Jrrnad-*r Borckftraf;e Oornold, Uhrmach,� Fidicinstraße «otgnh» SNesftng, Sink, olnn und Lagermstall, Quecksilber unüberbietbare Tagespreise Slfasser Strafe vorn II Tr. ——- Norden 4663........ SS SvM M. Ii.5lj iNotgmh ÜB l zo.oo -Noinzw» bis f, u,. 35,00 Moabit, Witts« tj.« ett. 19. «rrnrepiftole/ft häuft ,u HSch. «u, Linicnsir.b» bmrl Die besiä u. dMixzsie Ee'e£% p�uelie in SchnürsenkelfMacc«»|?ic �n. garn u. Nähgarn ist und ZlUüilU«.Wm" MuH 24. Oa/ MU straje 8, ArbeiSersekretär gesucht P.,Gewerk-ch-ft»k!ü-ll Arn nnschwrig such, zum möglichst sofortige» Antritt einen zweiten �. u. e? � Arbeite rsekretar Anstellung nach den Grundsätzen be- A-b°Nmpreste. evtl. Dienst-tzre wcroen angerechnet. Dewer", � beiratrt. b Jahre erwetdschas.l ch und V�Msch°�-vmpnr. seu:. Dewerblingoschreiben, Driesumschlag>nit d«"hlllts- Bewerbung zum Sekretär», stnd untre An�b« dtt«egau�- s-rdmmg zu richten UN 0tt. Fisch"!. V-rch-"°s'r°i.e u«. Kapitalistische Kolonie Sozialistischer Mirtschaftsbund Die Zukunft Europas von Hans Ä»-l0 Fre»nd»SlUr>eberg Preis Mb. s.sv, Organisationen erhalten Rabatt Rru erschienene Schrift, dir gerade für-uo-s'b�Uch"'. wrNpolitischen Probleme von au Hefter Wichtigkeit ist -Verlags, enossenschast.Der® Müttchcu, schellingfir. 3»— Postscheckkonto 17275.� — Rat Belstanit, ntüS. Prdlw, TelU»h|'''J9- Prozesse, r»»-,»ilm«»«-. htr»!,»°hsn. /HISX»nä«r8ti'. 45. llosoilsob. tosg. Aste) e-7, llldnr. p-obaoht.»N«. na«». JurUte». SorSk/l lO— 12 Vortrauon»»»otwit- Hef.t 31 Z itate von ' WM LaMe TroW.?schitschtti» ÄuS dem Leben Sroßtt Zeitgelivssen prsis SÄ Pf. Tlnnmffme in nUtn Spevittsne« des Berlages Kleine Anzeigen «»o» u.brrschristsmvrt 2.— Mtl., jede»»eitere Wort i« Xnt(.50 021 h. netto. ; Serll««g,gesnei»e: Uederschristsroort 1.50 Mb., jedes>o eitere Wort Im Dejrt 1,— Mb. ....................... tSenossen! Anzüge, eben. bärtig jeder Mastarbeit, in Blau. Kammgarn, Twill sowie Tina. wag, gestreiste Hosen, Palelots, finden Sie nur bei Btlrgherr, Britzee Straste 20, vorn II. 50"l, billiger wie im Laben. «ehrockoiezNge, Fra». anzüge, Smokinganzüge, Iachetlanzllge, Paletots nur au» rrsiklasfigen Friedensstoffeu, M-stverarbejtuug verdaust ZU billigen P.eisen, Schnopek-s Gelee, enheitekäufe, Stzaiitzee Straße l2>>, Nähe äkoildufee Tor. Desrllschastsanzäge auch leihweise. Gordloenorrdaus Deutsch, Landsberger Straste 13. Mähmaschine, Singer 18», Frei, Jüngste. 3. 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