Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Dienstag, den 24. August 1920 Nummer 347- Abend-Ausgabe Wr•ftanrf«. m/a-j—._____— �....—#•--.--->.——.---- «•f'Wm morjtn» mtb nachi»ittog». Sonntag» mrt) Montag, mtt 10_ kf?- unterhandeln. Auch haben sie M i l l e r a n d ein gemein- jJWllchgz Vorgehen vorgeschlagen, um für Polen alle Rechte auf ricki».des Verjailler Vertrages zu erzwingen. Der offizielle Be- Uer tt Mstern abend gleichzeitig in Paris, London und Rom . b°N-ntlicht wurde, besagt, datz Frankreich nicht zu denken dmi' dntz die Uebereinstimmung hinsichtlich der polnischen Frage ÄfliM � Sehen würde. Giolitti habe erklärt, daß bei allen erst völlige Uebereinstimmung bestehe. Lloyd George kam der xi � morgen in den Besitz der offiziellen Erklärung, nach und Ki� �nteregierung ihre Vorschläge wechselt labt 2�nrch eine Aenderung der ganzen Lage veran- dimn, besteht kein Zweifel, daß, wenn die bolschewistischen Be- ourb en' der Kritischen Regierung ursprünglich mitgeteilt Rät angenommen worden wären, die Anerkennung der „'Regierung nur noch eine Frage von Wochen, vielleicht siibt°x°" �ugen gewesen wäre. Die plötzlich zutage getretene Ab- au!».* Dolschewisten. ein sogenanntes Arbeiterheer izustellen, hat Lloyd George aufs höchste verstimmt. Gestern Freist� � et �klärt, daß durch die russischen Bedingungen die Kon! Polens vernichtet würde. Lloyd George gab sich nach der bero � nüt Giolitti keine Mühe, feine Empfindungen zu ver- und x' r. Pk�cheinlich fühlte er, datz man ihn hintergangen hat Rukr x olle seine Bestrebungen, die Handelsbeziehungen mit iUm»! nieder herzustellen und dem Osten den Frieden wieder- den r"x bui(� die Böswilligkeit der Bolschewisten vereitelt wor- ido« i �nch Moskau ist ein Telegramm gesandt worden, Benni� mesentlichen ein Ultimatum darstellt und dessen Hortung bis Ende dieser Woche verlangt wird. In diesem Reckt � werden die französischen Bedingungen, die Polens p e Sarantieren. anstecht erhalten, während zugleich auf die nzt.st � o nd u n g von Entente st reitkräften angespielt vor'x�st"?. � zu schützen. Lloyd George hob ausdrücklich her- zue»,>oine Weigerung, die Räteregierung an» Tai! oder mit ihr zu verhandeln, nichts mit der DiktlJi lu lun habe, dah die Räteregierung eine rechtest'nr des Proletariats ist. Er sagte, datz die Auf- keit sj,.ltung der territorialen Integrität und der Unabhängig- Polens für alle Mächte von großer Bedeutung sei. Die««geblichen Forderungen Sowjetrußlands D«_ HR. Warschau, August. Minsk 5» x Auhenminifter erhielt eine Mitteilung aus London n«iagt wird, daß die Sowjetregierung den in e" hin,u»?«ii si�Z'venen Bedingungen jetzt neueForderun« '»"-'«TK ÄY'«, f davon sei bfe Bew.fs. ®e9tan der Verhandlungen In Minsk An««K i„,. Marsch an. 22. August. demzufolge die i»-�er Moskau hier ein Funkspruch eingetroffen. machten SchwieJü,��� Abordnung bei der Prüfung der Boll- Handlungen beon»" gemacht, schließlich aber doch die Ber» tretern gestellten«n x- � von den bolschewistischen Ber» Presse bekannt a»n,/x"�vngen, die allein aus der Moskauer als die. welche dürrst» iind, sind in gewissen Punkte« hart e r, geteilt worden sind"menew der englischen Regierung mit» polnischen Regieruno T, ,*"obingungen werden natürlich von der Die polnisch, Abordn«"�angenommen werden. die polnische Regier» den Empfang der Funksprüche, die zeitig über die Vermit«..» direkt nach Minsk und gleich- bestätigt-, man muß dah..�"�" Moskau dorthin sendet, nicht Warschau— Minsk aus""."�men, daß die Funkverbindung regierung freie Berbindun» stößt, obwohl die Sowjet« In der Nacht zum 21.„VW"1 � a».., x Funkspruch gesandt: Uhr wurde an Moskau folgender 1�M Funkspruche» vom 19. d. M.. Ztri IZ ZtrZiL mi* unserer Abordnung versprochen durck Moskau Ick der Funliprüch« unserer Abordnung urch 2"l)skau. Ich stelle fest, daß der FunNpruch unserer Ab- ordnung. den Moskau übermittelte, die Rr.- tragt, wonach die hu'Z x"""d»n ist. Die direkte Funkverbin« düng mit Minsk.st dauernd gestört. Da ich an di, loyale Aus« l™""8 Ax" f«866"«"»«Iprechens glaub«, bitte ich Sie. die " t8?"?! tl'c"cn' um«ine freie Berbindung zu ge- w�rUisten, o�ne die unsere Abordnung keinen schnellen Waffen- stillstand abschließe« kann. gej. gapieha. Die Organisation der Roten Armee L y ck, 23. August.(Privattelegramm.) In Grajewo ist russische Kavallerie, die die Grenze bei Prostken abstreift. Einzelne Mannschaften sind übergetreten und ent- wassnet worden. Die Polen dürsten heute Grajewo besetzen. Die Sicherheitswehr rückt au» Lyck zur Grenze. Zwischen der pol« nischen Sowjetregierung und den deutschen vrenzstellen waren bereit» a» 29. August Verhandlungen eingeleitet. Die pol- nischen revolutionären Komitees hatten lokale Verhandlungen ursprünglich abgelehnt. Schließlich war für den 21. August eine Konferenz in Proftken zwischen deutschen Vertretern und den Delegierten der revolutionären Komitee» aus Lomsha vereinbart, die von der Sowjetregierung Marschlewsky in Bialystok bevollmächtigt waren. Ueb im schnellen Rückzüge befindet. Bei Lemberg haben wir eine Gegenoffensive gegen bolschewistische Reiterei begonnen. Wir nähern uns der Stadt S t r y. Unsere Gegenoffensive ist>» vollem Gange. Die Lage in Oberschlesien Beuthcn, 24. August. Die Telegraphen-Union berichtet: Von einem Abflauen des Aufstandes ist nichts zu merken. Vielmehr deuten alle Meldun- gen darauf hin, daß das Bandenunwesen unverändert anhält und zunimmt. Neuerdings sind auch die Kreise Lublinitz und Rosen- berg gefährdet. Mit der Entwaffnung ist begonnen worden, aber die Durchführung gestaltet sich äußerst schwierig. Aus dem 0>e- biete der Unruhen treffen Scharen von Flüchtlingen ein, die Städte sind überfüllt. Die interalliierte Kommission gibt jetzt zu, daß bewaffnete polnische Haufen über die Grenze gekommen si»- und Zustände geschaffen haben, die nicht länger zu ertragen sin° und die Verhängung des Belagerungszustandes über den Kreis Rybnik notwendig gemacht haben. Den Polenführern ist dar ein Ultimatum gestellt worden, die Unruhen einzustellen, sonls würde mit den schärfsten Maßnahmen eingeschritten werden. Be» den leitenden Stellen der Besatzungsbehörden besteht der ernstliche Wille, diesen Zuständen ei» Ende z« machen, jedoch wird erkliirk daß die zur Verfügung stehenden Truppen unzureichend wären-| Aus dem Aufftandsgebiet werden dauernd Vorstöße nach allen. möglichen Orten unternommen. Bismarckhütt« wurde bis jetzt verschiedentlich gestürmt, doch ist es den Polen bis jetzt nicht S?! lungen, stch in dessen Besitz zu setzen. Auf der Ballodhlltte wur- s den von der Bcsatzungsbehörde ein Oberingenieur, ein Personal- chef, ein Bergverwalter und zwei Mitglieder des Arbeiterrats als Geiseln festgenommen, weil angeblich Waffen auf der Hütte vei- J borgen sein sollten. Auf Vorstellung der zuständigen Stellen m die Entlassung erfolgt. Auch sonst wurden eine Reihe von Ver« i Haftungen vorgenommen. Die Polen bemächtigten sich in den besetzten Gebieten der Gemeindeverwaltung und der Waffen- i scheinlisten, auf Grund deren sie dann Haussuchungen abhalte«. � Dabei haben fie es auf alle für das Deutschtum wirkenden Per- f sonen, auf Lehrer, Förster, Polizeibeamte usw. abgesehen, die-n den meisten Fällen mißhandelt werden. Die Sicherheitswehr in! Kattowttz hatte bis jetzt 11 Tote und 11 Schwervcrwundete. Vo« den französischen und italienischen Truppen wird jetzt in de»! meisten Fälle» eingeschritten. GegeA die bewaffneten polnischen Haufen Beuthen, 24. August.: Bon der interalliierten Kommission wird mitgeteilt: Da fest«| steht, daß bewaffnete polnische Haufen von jenseits der Grenze I in den Kreis Rybnit eingefallen sind. Zusammenstöße mit dek Bevölkerung gehabt haben und Zustände' entstanden find, die nicht l länger zu ertragen sind, ist über den Kreis Rybnik der B e-\ lagerungszustand verhängt worden. Die Militärbehörden; find mit allen Vollmachten zur Wiederherstellung der Ruhe ver�j sehen worden. Der Schrei aus der Tiefe U«der die erst« Aufführung von Hoffmannsthals*I«der. mann" auf dem Domplatz in Salzburg telegraphiert der Dichter Andreas Satzko dem„B. T": Die großen Glocken d— Turms, mit schalldämpfenden Tüchern umwickelt, überwölbte» den Schauplatz mit einer tönenden Kuppel, und vor dem hoch- ragenden Bau. zu dessen Füßen die tausendköpfige Menge wie erdrückt in Reue kauerte, klang da- alte Spiel vom bitteren Sterben in ehrlich tiefer Bellommonheit aus. Moifsi. prächtig wie immer, hatte unvergeßlich herrlich« Momente. Sein Ver- zwefflungsschrei„Hier wird kein zweites Mal ge- lebt!" gellte fchmetternd-steil aus der tiefsten Not der Kreatur über alle Kirchtürme hoch. Nach dem Lobe auch der übrigen Mit- wirkenden schließt der Dichter des erschütternden Buches„Menschen im Kriege": «Im ganzen ist Reinhardts kühner Versuch, das alt« naiv geradlinige Jahrmarktsspiel zurückzuführen dorthin, woher es kam. über Erwarten gut gelungen. Nur als Orgelton und Glocken- schlag oerhallt waren. Automobilhupen aufbellten und der Sturm auf die wenigen fashionablen Gasttokale der rasend überfüllten Stadt einsetzte, wurde alle Sammlung im Nu hinweggespült von dem geputzt überlauten, von Lebensgier trunkenen Gedränge dieser Zeit, die mehr als jede andere den Vorwurf verdient, den Gott der Herr zu Beginn des Spieles erhebt: ihr Trachten gehe auf irdisch Gut allein. Al» ich diese Zeilen zum Telegraphenamt trug, mußte ich vor- bei an dem hellen Saal, in dessen Ecke der Präsident der deutsch- österreichischen Republik, eigens zu der Festaufführung hierher- gereist, umkränzt von Reinhardt und seinen Künstlern fröhlich tafelte, als hätten die Darsteller den Kreislauf des alten Spieles von vorne begonnen. Und im Dunkel der schlafgeduckten Häuser versank der ganze mächtige Aufwand, das Dröhnen der haushohen Orgelpfeifen, das Geläute der zentnerschweren Kirchenglocken: und übrig blieb nur der Schrei der gottbegnadeten Menschentehle, die für alle Todsünden der letzten Jahre im Namen von Millionen um Sühne schrie:„Hier wird kein zweites Mal gelebt." Schauspielerelend In der letzterschienenen Nummer des bühnengenossenschaftlichen „Neuen Weg" lesen wir: Es ist eine allzu bekannte und traurige Tatsache, daß der Schauspieler in dieser furchtbaren Zeit ein Leben führt, das man als„Vegetieren" bezeichnen muh. Unsere Genossenichaft, die bis jetzt Außergewöhnliches geleistet hat, wird wohl schwer in der Lag« sein, das Elend zu lindern.— Warum schreiben Direktoren »ich Agenten stets auf- Angebot»:„Aeuherste Eageforderungl"? Warum? Weil es viele Herrschaften gibt, die stch für„geringe Gage" anbieten. Ja. Vor nicht langer Zeit könnt« man im „Neuen Weg" wieder mal ein derartiges Angebot von seiten eines Mitgliedes lesen. Und die Konsequenz? Der arni« Schau- spieler wartet und wartet: weil er nicht unter S00 M. Mindest- gage abschließen will. Ja, da kann er lange warten. Die Herren Direktoren haben es gar nicht nötig, eine so„hohe" Gage zu zamen, wo es jetzt so furchtbar viel Schauspieler gibt, die für noch niedrigeren Hundelohn abschließen. Traurig, aber wahr.— Und was sind denn überhaupt 500 M. monatlich in dieser Zeit? Das langt gerade, um von der Hand in den Mund zu leben". Wovon schafft sich der Schauspieler, die Schauspielerin Garderobe Üntn us®-'»»» keinen Anzug mehr wie im Frieden für«0 M. liefern. Dazu kommt, daß einige von unserer ehe- waligen glorreichen Arme« zum Theater gelaufene..Sporenträger" (Menschen) zur Buhne gehen, denn:„Was soll man denn machen? Das ist doch noch der einzige Ausweg!" Und es gibt Direktoren. die so etwas engagieren und Schauspieler, die ihnen Unterricht geben?! Dann gibt es noch andere, bekannte Tatsachen: bittet ja nicht„karrieremachende" Kollegen, die einst mit Euch an einem Strange zogen, um Peotektion oder Beistand. Oh, Ihr Klein- gläubigen. So ein„Hinaufgekommener" wird sich den Deibel drum scheren, was unter ihm liegt, denn:„Wer Dreck angreift, besudelt sich!— Achtet genau darauf. Lieber durch eigene Kraft (d. h. erst, wenn Ihr wieder mal ordentlich gegessen habt...) — Das Elend gafft Euch von früh bis stiät an, auch wenn Ihr mal so glücklich seid, einen Anzug oder Kleid Euch selbst erarbeitet zu haben. Das heißt: auf Pump. Wer ehrlich ist. Es gibt aber auch welche, die es auf andere Art machen.... Traurig! Aber sie müssen es docki. Herrschaften. Wollt Ihr einmal ohne Hut oder Robe spielen? Dazu seid Ihr dock viel zu eitel, um Euer Elend zu euernien. Und nun frage ich Euw: ist das ein Dasein? Heißt das ein Dasein? Es müßte tatsächlich mal in unserem Beruf eine Razzia gemacht werden und jedem, der mit„knurrendem" Magen und ausgefranzten Hosen umherläuft und sich vom Schick- sal auserkoren fühlt, ein Kulturträger zu sein, sollte klar gemacht werds», daß er unter solchen Verhältnissen nicht dazu beiträgt, die Kultur zu verbreiten, sondern das Elend am Theater zu ver- mehren.— Deshalb rettet Euer bißchen Menschsein für andere Tättgkeiten, die Euch besseren Verdienst sichern.— Es gibt sicher einige, die, wenu sie sich nicht ganz von ihrem sog.„Künstlerstolz" beeinflussen lassen, sich in stillen Augenblicken sagen müssen:„Was Hast du profitiert von deiner Arbeit? Nichts, als deine Spiel- ■w-»»»» Jf«-« V I» J*.v II*»•» If, Brot" eingebüßt haben: Von 4S 000 Bühnenangehörigen genügen die Hälfte um den Bedarf der wenigen, meist vor der Pleite stehenden Theater, zu decken. Die Summe des pekuniären Ver- lustes unserer Genossenschaft, Mitglieder zu verlieren, die wegen Existenzkampf abbauen müssen, ist verschwindend klein gegen die Summe, die aufgebracht werden muß. die Not einigermaßen zu linder«. F. E. Weber. Mode und Wirtschaft An der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Mode ist man oft achtlos vorübergegangen. Arbeitgeberverbände oder deren Sachwalter haben sich anläßlich der vollkommen verfehlten Modewoche bemüßigt gesehen, de« volkswirtschaftlichen Wert der Mode zu betonen, und damit eine noch lange nicht entschiedene Frage zur Debatte gestellt. Die Merkantilisten haben im allgemeinen den volkswirtschaftlichen Wert der Mode nicht geleugnet, nationale Merkantilisten in erste» Linie die Schaffung einer heimischen Mode— als Befreiung von der französischen Direktive— verlangt. Ein Smith-Jllnger, Say, tritt als erster bedeutenderer National- ötonom gegen die Mode auf. Die Mode— so ungefähr führt er aus— sei ein für die Erzeugung der Manufakturen unge- eignetes Mittel, sie verleitet zur Massenfabrikation ohne Rücksicht auf den Absatz. Spätere Volkswirte vertteten diese Auffassung noch schärfer und tragen kein Bedenken, die Mode als volkswirtfchafrlich schädlich hinzustellen, da sie zu keiner Vervollkommnung der Gewerbe bei- trage, vielmehr zu einem ewigen sinnlosen Wechsel führe. Es ist verkehrt, die Sucht, stch den Formen der„höheren" Klassen anpassen zu wollen, als demokratischen Trieb, als ein Bestreben sozialer Anlehnung zu kennzeichnen. In der Mode herrscht die Tendenz vor, sich irgendwie von der„großen Masse" abheben zu wollen! Di« Mode dient der Befriedigung der Gefallsucht, dernJÜB echsel des Bedarfs, aber nicht seiner zweckmäßigen Vereinheitlichung. Wenn der Gebrauchswert hinter dem Liebhaberwert so sehr in den Hintergrund tritt, wie es bei der Mode meist der Fall ist, muß man von Luxus reden. Außerdem kann die Mode sehr ungesunde Arbeitsverhältnis!» zeitigen und durch launenhafte Wendungen Katastrophen herbev führen. Die Geschichte lehrt uns, daß derartige Krisen— Ent- lassung großer Arbeitermassen, Lohnreduzierungen usw.— nichts Seltenes gewesen sind, und oft schwerste Folgen für die Arbeiter- schast zeitigten. M. B. „Die Tänzerin", Melchior Langyels vielaespielte migarische Komödie, jjibt jetzt Leopoldine Konstantin im Lessinatheater Gelegenheit, die unechten Brillanten dieses Bllhnenschmockstückes sprühen und flimmern zu lassen. Hinter ihrer Routine vibriert aber auch starkes Gefühl und mit Hermann T h i m i g und H a a s e gewinnt die Aufführung gleichfalls neuen Reiz. Das Schiklevtheater w Eharlottenburg eröffnet seine Wintcr-s spielzeit am Donnerstag mit Lesfings„Nathan der Weise"] Kommunismus und Weltrevolution These» des Moskauer Kongresses Kongreh der 3. Internationale in Moskau nahm ein- i n ho ar>e'en"�er � t e Aufgaben des Kommunismus da-- sn. � � �° � u t i 0 n an. Einleitend heißt es darin, daß vai- onf:Ae-?r'at°tler Länder mit bedeutender Arbeiterbewegung it o»«, ��"imenarbeitens mit Bewegungen und Organisationen tionäro?«anistischer Art, ja. selbst solcher, die ausgesprochen reak- H u �vtur seien(gelbe Verbände, christliche Verbände). w.„„ bie klassische Dreiteilung der Arbeiterbe- die Xh 1 8 Partei, Gewerkschaften und Genossenschaften sagen iutiön?' �vß fie als Ergebnis der�siegreichen russischen �Revo- lari�t- Partei als„organisierter Portrupp des Hrole- die Führerrolle der kommunistischen Partei sei auch durch lur w arun8 der Sowjets als„historische Grundform der Dilta- nerfckiak. Proletariats" keineswegs uberholt. Die anfängliche Eeg- LäiVoil. der Sowjets— in Rußland, Deutschland und anderen der An»»--"?e0en die Partei und ihre Unterstützung der Politik tei Wf rü. der Bourgeoisie sei vorüber. Di« kommunistische Par- fn.�.sich niemals irgend welchen Richtungen in den Sowiets ,.Linno„>. ,� ietzt auch Unabhängige und Rechtssozialisten ein arbeito» ablegten— anpassen, sondern stets darauf hin- Towio»i>. dre Führung in die Hand zu bekommen, damit die wieildee nicht verdreht werden könnte. Zu Professor Richets siebzigsten ��°?stag« Uhr densbund der Kriegsteilnehmer am � o n �-� Kymnasiums. «ine Feier veranstalten in der Aula i�ugu'�«erger Cauerstraße 3S. Charlottenburg � 1�e�"-,5lkaturwissenschaft- über das Leben und die philo ophis�ttterarrsch-n-� � l'chen Werke des berühmten franzosischen�Kutturyu Richet �ch den Nobelpreis erhielt), ferner P saurer Richets uls Norlämpfer des Pazifismus. Außerdem w"» Dichtungen in der Bergerschen Umdichtung vo g Ein« neue Sturmbühne„Zukunft", dl»"it dtt jm Waiden gegründeten nichts zu tun hat. ne' unl) De- Resstersaal mit einer Programmerklärung, Tanz. klamation■ ma„revolutionäres iU ilamation, vor. Man beabnchttgt auch Dhea � ! arisches Theater" für Arbeiter, hat g�gen a�e Rittagsvorstellungen bereits gewann. Bon A-b. dem guten Willen noch nichts bewcss n �nannten war nichts zu hören und zu sehen. �chgerade genug D.ie naren Jugendexperimenten haben wn tantisches erlebt. � nie Feststellung' Der„Sturm"mal«r Otto Nebel legt W" Darmstadte daß er mu dem hier von Dr. Adols Beyn« r» T.„�isch und lunn Kunstbericht kritisie.ten Maier Nebel' gzird uns zu lcrisch nicht verwandt ist.— Bon beteiliater � �itun« � dem Bericht noch mitgeteilt, daß die Au-steuunn�� hsnsicht- ..Sturm" mit ihren Künstlern keine bindenden lich der Ausstellungen usw. abzuschließen p'�8.- � bekann- Die Uraussührung de» Films„Stlmurum � mit Paul ten Pantomime von Ernst Lubitsch bearbeitet findet mit Wegencr und Zennq Hasselquist in den m b e r im Ufa- der Musik von Viktor Holländer am 1.« ep Palast am Zoo statt.«-Uoich-Sarrasani Jm Zirkus Busch wird der bekannte Zirkus« � �itistcnf ein Gastspiel mit seinem gesamten Tiermaterial � Ux personal absolvieren. In dieser Zeit wird der�tm» zfrsen- Sarrasani in Dresden zu Gaste ein und«ine»«a"" fischen Festspiele" oeran, talten. Das Kampsliederfmch der„Freien sozialistischen Jugend ist mit Noten in neuer Auslage erschienen. Es enthalt.u. a. aua, russische revolutionäre Lieoer und kostet 2.25 M.. für sationen Preisermäßigungen vom Verlag Junge Garde, Bernn, Stralauer Straße 12- Auch nach der Eroberung der politischen Macht durch das Prole- tariat bleibt die kommunistische Partei nur ein Teil der Arbeiter- klasse, aber derjenige, der den Sieg organisiere: seit zwei Jahr- zehnten wie in Rußland und seit Jahren wie in Deutschland immer gegen die Bourgeoisie und diejenigen„Sozialisten" kämpfe, die die Träger der bürgerlichen Beeinflussung des Proletariats feien. Nur ihre Geschlossenheit könne die Schwierigkeiten überwinden, die sich der Arbeiterklasse am Tage nach dem Siege in den Weg stellten. Erst mit der völligen Vernichiung der Klasse könne sich die kom- munistische Partei vollständig in der Arbeieerklasse auflösen, dann, wenn der Kommunismus kein Kampfobjekt mehr sei und die Ar- beiterklasse kommunistisch. Am Schlüsse der insgesamt lg Thesen wird gesagt, daß die inter- national« Organisation des Proletariats nur dann stark sein kann. wenn in allen Ländern, wo Kommunisten kämpfen, sich die in den Thesen ausgesprochenen Grundsätze befestigen. Mit jeder Ecwerk- schuft, jeder nicht„parteimäßigen" Arbeiterorganisation, die ehr- lich einen revolutionären Kampf gegen die Bourgeoisie führen. werde die kommunistische Internationale zusammenarbeiten. Dabei aber werde sie die Proletarier der ganzen Welt auf die Notwendig- keit einer straffen zentralisierten foTT.mumft'f�cn Partei als Haupt- und Erundwaffe zur Befreiung der Arbeiterklasse hin- weisen und zugleich ani die Notwenvigteit, daß in jedem Lande nur eine einzige einheitliche kommunistische Partei bestehen könne. Rüstung der Reaktion (Eigene Drahtmeldung der„Freihei t".) Leipzig. 24. August. Am Sonnabend, den 14. August, wurden mehrere jung« Arbeiter auf dem Bahnhos Saulseld von dem Unteroffizier Koch, der der Reichswehr augehört, gefragt, ob fie sich nicht nach dem Bal- tikum anwerben laste« wallten. Sie würden 5»« Mark Eintritts« geld und für jeden Tag bis zum Abtransport 43 Mark erhalten. Wohin der Transport gehen fällte, sagte er nickst. Das Werbe- bureau, für das der Unterossizier tätig ist, befindet sich in Saalfeld, im Hotel zum weißen Schwan. Der Leiter ist ein Offizier. Ein Werbmserat desselben Inhalts erschien Ende Juli im„Saalfelder Volksblatt" und im„Krcisblatt". Die Werbungen werden jedenfalls nicht für das Bal- tikum bestimmt fein, es wird sich wahrscheinlich nm die Auf- stellnng van reaktionären Organisationen auf oft elbischen Gütern handeln. Ein Fall, daß Angeworbene mit der Angab«, sie seien fürs Ausland bestimmt, in solcher Weise verschleppt worden sind, wurde ja kürzlich gewettet. Was aber sagt der Rcichswehrmiaister zu solcher Be- tätigung eines Reichswehruntercffiziers und was tut die Polizei gegen das Werbcbureau im Hotel zum weißen Schwan zu Saalsett? Die Arbeitsverhältnisse im Reichstag Vom Arbeiterrat für Lohnempfänger beim Reichstag wird uns zu diesem Thema noch geschrieben: Die in der„Freiheit". Nr. 334 und 888 veröffentlichte Notiz gibt dem Arbeiterrat der Reichstagsverwaltung Veranlassung zur Klärung und Erläuterung. Bei den Parlamenten, Reichstag und Abgeordnetenhaus, ver- handelt der Arbeitcrrat nicht nur mit dem Direktor, sondern ist abhängig von den weiteren Verhandlungen des Direktors mit dem Präsidenten. Dieser jedoch ist wiederum abbängig von dem Haushaltvorstand, welcher entsprechend der Stärke der Parteien zusammengesetzt ist. Der Haushaltvorstand besteht aus 12 Mit- gliedern des Reichstags unter Vorsitz des Präsidenten. Die sozia- listischen Mitglieder sind in der Minderheit. Der Arbeiterrat überreichte seine Anliegen, welche besonders auf die dauernde Beschäftigung aller Lohnempfänger, einheitliche dreißigtägig« Be- Zahlung sowie Verbesserung der bestehenden Gnadenpensionsver- Hältnisse hinzielten, in ausführlichen Begründungen allen Mit- gliedern des Vorstandes. Leider wird bei den Verhandlungen, gleichviel ob Beamten-, Angestellten- oder Arbeiterkragen behandelt werden, die betref- sende Vertreterschaft der Arbeitnehmer nicht hinzugezogen. In einem einzigen Falle war es dem Arbeiterrat gestattet, dieser Kommission ihre Anliegen mündlich eingehend begründen zu dür- fen, nicht aber bei den Verhandlungen selbst teilzunehmen. Die Arbeitnehmer sind nunmehr auf den Direktor angewiesen, welcher einschließlich eines Rechnungsrats bei den Verhandlungen zugegen ist, von dem die einzelnen Fragen den Vorstandsmitglieder nach seinem Ermessen schmackhaft gemacht werden. Die unterschiedliche Behandlung der dreihigtägigen Bezahlung ergibt stch aus dem mit dem Verbände der Gemeinde- und Staatsarbeiter eingegangenen Tarifverträge, in welchem aus- drücklich bei Zustandekommen desselben die behördlichen Vertreter sich gegen eine dreißigtägige Bezahlung verwahrten, und nur deniemgen einen Anspruch darauf zustanden, die eine solche Be- Zahlung bereits beziehen. Auch den alten Lohnempfängern war die dreißigtägige Bezahlung genommen, wurde aber unter Be- rufung auf den Tarifvertrag notgedrungen wieder gewährt. Alle i' Januar 1919 eingestellten Lohnempfänger sind aus- drücklich nur für vorübergehende Beschäftigung angenommen, ob- wohl«in dauernd beschäftigtes, eingearbeitetes Personal eine Notwendigkeit im Dienste des Parlaments ist. Die für uns be- deutfamen Fragen tonnten im Voraus eine erfreuliche Lösung nicht erwarten, fehlten doch in dieser Sitzung u. a. auch die Mit- glieder linksstehender Parteien. Ein alldeutscher Arzt Nor Tagen ging durch die Presse eine Notiz, daß der Münchener Universitatsprofessor Medizinalrat Max von Grubcr habe ge- legentlich des internationalen Hilfwerkes für Deutschlands tubcr- kulose Kinder geäußert:„Ich halte es für unabwend- bar, daß in der einen oder anderen Weise 19 bis 15 Millionen Menschen aussterben". Heute kommt uns ein Ausruf zu Gesicht, der unter der Parole:„Tuber- kulöse, fordert ein deutsches Davos!" dafür Stim- mung zu machen versucht, in den bayrischen Alpen einen Kurort zu schaffen, der die gleichen Vorzüge des schweizerischen Davos bietet. Reben allerlei anderen, meist hochfeudalen Unterzeichnern ist auch Prof. Dr. Max von Gruber zufinden. Allem Anschein nach ist die Tuberkulose für die besttzenden Klassen Deutschlands eine gefährliche Seuche, denn wie könnte sonst der gemütvolle Eruber feinen Namen dazu hergeben. Ein schwächliches Dementi Das preußische Landwirtschaftsministerium versendet eine lange Erklärung, die die vom„Berliner Tageblatt" und auch von uns gebrachten Mitteilungen über die militärischen Umtriebe im L o ck- stedter Lager als den Tatsachen nicht entsprechend bezeich- net. Dabei wird in der Erklärung an den mitgeteilten Tatsachen hartnäckig vorbeigegangen und des langen und breiten über die Organisation des Siedlungsbetriebs erzählt. Dem Landwirt- schaftsministerium dürft« es doch nicht entgangen fein, auf welche Punkt« in unseren und des„Berliner Tageblatts' Mitteilungen mit allem Nachdruck hingewiesen wurde. Die aufreizenden Aeuße- rungen des Hauptmanns Kiewitt sind dem Landwirtichasts- ministerium zwar nicht bekannt, das hindert das Ministerium aber nicht, die gemachten Mitteilungen summarisch als nicht den Tatsachen entsprechend zu bezeichnen. Das Ministerium erklart, daß selbstverständlich sofort eine Untersuchung der Ange- legcnheit eingeleitet worden ist und daß erneut Nachforschungen nach etwa versteckt gehaltenen Waffen angeordnet worden sind. Das Ministerium möge dafür Sorge tragen, daß diese Untersuchungen mit der nötigen Umsicht und Energie vorgenommen werden und sich seine Schlüsse bis nach deren Ergebnis vorbehalten. Wir halten jedenfalls an unseren Mitteilungen fest, eh« nicht der strengste Beweis ihrer Unrichtigkeit erbracht ist. GewerKschastsKommisston und Betriebsräte Gegen Herstellung und Transport von Kriegs- Material suhrhchen Bericht über die Entwicklung dieser Frage, die durch die Entscheidung der Betriebsräte der Äfa und der S. P. D. Zi» neuen Verwicklungen geführt habe. Zu dieser veränderten: Situation hätten bereit? der größte Teil der Berliner Eewerk- schasten in ihren maßgebenden Körperschasten Stellung genommen; ein Teil der Eewerkschaften sei zu der Auffassung gekommen, daß zu der veränderten Situation erneut eine Entscheidung der Plenarversammlung der Berliner Eewerkfchastskommission herbei» geführt werden müsse. Vollmerhaus betonte, daß sich der Streit hauptsächlich darum drehe, daß die Vertreter der Münz» straße auf dem Standpunkt st ehe«, daß alle Be» t r i e b s r ä t e von der Zentrale erfaßt werden müßten, während die As a- V e tri eb sr a te erklären, daß sie" an keiner Korperschaft betet l tat fern tonnen, in welcher auch Gelbe. Deutschnationale und sonstige Harmonieverbände mitwirken. Die Berliner Gewerk» schaftskommission müßte nunmehr«inen vermittelnden Standpunkt einnehmen, um der Afa in der provisorischen freigewerkschaftlich«« Betriebsrätezentrale den Eintritt zu erleichtern. Das fei nicht nur notwendig, um die Einheitsfront der Hand- und Kopfarbeiter herzustellen, fondern auch um in der provisorischen Zentrale dir Zusammenarbeiten auf der Grundlage der von der Gewerkschaft»-' kommission aufgestellten Richtlinien möglich zu machen. Durch das Fernbleiben der Afa- und S. P. D.-Vertreter sei die Zu- sammensetzung der provisorischen Zentrale ein« derartige, daß die Eewerkschastsvertretet keinen entscheidenden Einfluß hätten. Um nun zu einer Verständigung zu kommen, müßte« beide Parteien ein gewisses Entgegenlommen zeigen. Ganz besonders müßten die Vertreter der MLnzstraße darauf verzichte», alle Betriebsräte erfassen zu wollen. Wenn dann die provisorische Zentrale auf der geplanten Grund» läge zustandeaekommen ist, dann müsse es aber auch aufhören, daß die Münzstraßc weiter ihre Betricbsrätemarken veraus» gabt. Am Schluß seiner Ausführungen ersucht Vollmerhaus die Versammlung, unter A u s r e ch t e r h a l t u n a des am 22. Juli gefaßten Vefchlufses, den Ausschuß zu beauftragen, erneut Verhandlungen mit der Afa über den Anschluß air die provisorische Zentrale zu führen. Er unterbreitete der Gewerk» schaftskommission eine in diesem Sinne gehaltene Resolution. An den Bericht knüpfte sich ein« lebhaft« D e b a t t e � in der die einzelnen Organisationsvertrcter ihre gnind' blicke Stellung zum Ausdruck brachten. Ueberwiegend war die Ansicht vertreten, daß an der grundsätzlichen Entscheidung, die die Plenarversammlung der Gewerkschaftskommisfion am 22. Juli ge- saßt hat, nichts geändert werden darf. Wenn die Afa dieseir Mehrheitsbeschluß nicht befolge, so sei dies bedauerlich, nicht nur weil diese Haltung gegen die gewerkschaftliche Disziplin verstoße, sondern auch die Einheitsfront der Hand- und Koosarbeiter zer- störe. Demgegenüber legte ein Vertreter des Zentralverbandes der Angestellten nochmals eingehend den Standpunkt der Afa-V?» triebsräte dar. Wenn die Vertreter der Mün.', straße darauf ver» zichten würden, auch die deutschnationalen und gelben Betriebs» räte zu erfassen, dann sei die Afa bereit, in die provisorische Zcn- trale einzutreten. Nach mehrstündiger Debatte wurde ein Antrag angenommen, der den Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommisfion beauftragt. auf der Gründlage des am 22. Juli 1929 gefaßten Beschlusses erneut Einigungsverhanolungen mit der Afa-Zcn» trale zu führen. Dieser Antrag, zu dessen Gunsten Vollmerhaus feine Resolution zurückzog, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Ein Vertreter der Steinarbeiter gab hierauf ein« kuree Uebersicht über den Stand des Streiks feiner Berufskollegen. Die Gewerkschaftskommisfion brachte zum Ausdruck, daß sie dieler Be- wegung ihre volle Sympathie entgegenbringe. Jm Anschluß daran beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage� der Herstellung und de» Transports von Kriegs- Material. Dazu wurde einstimmig eine Entschließung ange- nommen, in der gesagt wird, daß die Organisationen dahin wirken sollen, daß die Herstellung und der Transport von«mgsmatertal unter allen Umständen zu oerhindern fei. Da».Krnpp- Grnfon werk und Cfcherich. Boudergriedr.Krnpp A. G.-Ärnfonwerk in Magdebura geht m>S ein« Aenchtiguug zu, worin behauptet wird, daß daii Deik kein« Geldunterstiitzungen an dl« Spitzelzentrale bezahlt habe. Ebenso sei unrichtig, daß Herr Dr. Lötz vom Krupp-Arnsonwerk mit Altmann und Zicsenitz in Verbindung gestanden hätten. Herr Dr. Lötz fei Direkttonsassistent der Firma und nicht Direktor. Einberufung de» Reichstage». Präsident L o e b e wird oo» Reicdstag zum 18. Oktober einberufen. Verlchärfte Kontroll» im desetzte« Gebiet. Infolge der Putsch- versuche der letzten Tage ist die Konirolle bei den Uebergäivaen in das besetzte Gebiet außerordentlich oerschärft worden. Jede Person wird körperlich untersucht, und zwar hauptsächlich nach Waffen und kommunistischen Zeitungen und Flugblättern. Gestern wur- den auf der Rheinbrücke bei' D ü s s e l d o r f acht Personen von dem belgischen Posten verhaftet, weil sie Waffen bei stch trugen. Waffenscheine, die von den deutschen Behörden ausgestellt sind, werden von belgischen Posten nicht mehr anerkannt. Beendigung des Hamburger verkehrellreiks. Nachdem ani Mon- tag die zwischen dem Vorstand der Hochbahn und der streikenden Verkehrsangestellten abgehaltenen Versammlungen zur vollen Einigung geführt haben, ist der Verkehrsausstand beendet. Die Wiederaufnahme der Arbeit erfolgt am Mittwoch. Gegen de» Ctenerabzug. Ans der Zeche„Westfalen" brach ein Streik aus zum Protest gegen den Steuerabzug und die Lebensmittelteuerung. Die befürchteten Ausschreitungen sind ausgeblieben. Die Arbeiter wählten einen Betriebsrat, der an die Beamten der Zeche«in Ultimatum richtete, ihn bis Montag vormittag anzuerkennen. Die Beamten lehnten es ab, den neuen Rat anzuerkennen. Rückkehr der Palästina-Deutsche«. Der neue Oberrommifsar von Palästina Sir Herbert Samuel hat die Erlaubnis zur Rückkehr der Deutschcu erteilt. Alle auS Palästina auSacwt-seuen deutschen Kolonisten mit Ausnahme derjenige», die stck 0°n politische Vergehen haben zu Schulden kommen lasten, dürfen nunmehr nach dam heiligen Laude zurück. Sitzung de» Völkerbund«». Da» Staatsdepartement gibt de- kannt, daß der Präsident einen Aufruf Zur e r st c n Zu s a m m e n- kunft des Völkerbundes erlassen wird. Um ein gefchlosfents Auf- treten zu ermöglichen, soll«ine nicht öffentliche Sitzung in Genf vorangehen. t Da» Schicksal der deutschen sadl-ekolonien. Die australische Re- gierung hat eine Gesetzesvorlage eingebracht über die Annahme des Mandats über die ehemaligen deul>chen Besitzungen im Stilleu Ozean. Die Vorlage sieht für diese Gebiete d» Bezeichnung„N e u- Guinea" vor. Kongreß der französischen Staatseisenbahner. Bei dem Kongreß der Eisenbahner der französischen Slaatseisenbahnen die gewerkschaftlich organisiert sind siegte die gemäßigte Richtung über die extreme. Damit ist die Stellung de? GewerkschastssekretärS Bid«garay. der ror dem letzten Streik seiner Stellung enthoben wurde, wiederum gefestigt. Ein Widerspruch»-«»-» vcschluß. Die sozialistische Par. tei von Amerika hat.sich durch eine Urabstimmung unter ge- wissen Vorbehalten für die dritte I n t c r uä t i o u a"! e ausae prochen. Durch e ne weitere Abstimmung sprach sich di« Partei ledoch gegen die Diktatur des Proletariat». wie sie in Rußland ausgeübt werde, aus. ii. Gewerkschaftliches Ersatzkrankenkaffe für die Mitglieder des Zentral- Verbandes der Angestellte« Der Zentralverband der Ang-Pellten hat wie andere freiaewerk- schafthche Orgamsatlonen von, jeher auf dem Standpunkt ge- standen, daß die strasfeste Zusammenfassung aller Krankenkassen nötig»st. Er hat sich infolgedessen stets gegen die Sonderkaj en gewandt und auch die Ersatzkc.ssen der kaufmännischen Angestellten- Organisationen aufs schärfste bekämpft. Leider ist es ihm aber trotz aller Bemühungen nicht gelungen, die gesetzgebenden Körper- schaften von der Notwendigkeit der Beseitigung der Ersatzkassen zu überzeugen, im Gegenteil, man hat im Jahre ISIS den Ersatz- lassen noch weitergehende Rechte eingeräumt als in der vorrevo- lutionären Zeit. Die Mehrheit der National-Versammluna betrachtet die Ersatzkrankenbassen eben von rein politischen Gesichts- punkten. Die Ersatzkrankenkassen der kaufmännischen Angestellten sollen einen Damm bilden gegen das Abschwenken der Angestellten rn das freigewerkschaftliche. Lager. Bei der gegenwärtigen Zu- sammensetzung des Reichstages ist natürlich erst recht nicht zu er- warten, daß eine Einengung der bestehenden Ersatzkrankenkaffen vorgenommen wird und darum sah sich der Zentralverband der An- gestellten veranlaßt, dem Drängen großer Mitgliederkreise folgend, einen Vertrag mit einer schon bestehenden Ersatzkrankenkasse ab- zuschließen, der den Mitgliedern des Zentralverbandes der An- gestellten erhebliche Vorteile bietet. Der Zentraloerband der Angestellten weiß, daß viele Taujende von Angestellten, besonders diejenigen, deren Einkommen über 15 000 M. beträgt, heute nur noch in den Harmonieverbänden sind, weil eben diese Verbände eine Ersatzkrankenkasse haben. Jetzt ist auch für diese Angestellten die Möglichkeit gegeben, aus den bürgerlichen Verbänden auszu- ''eiden und sich der freigewerkschastlichen Organisation anzugießen. Aufnahmepapiere für die Krankenkasse sind bei den De- jäftsstellen und Ortsleituigen des Zentralverbandes der Ange- tellten zu haben. Tarifvertrag«nd ansgeschiedene Arbeitnehmer Unter dieser lleberschrift erschien am 0. August im.Berliner Tageblatt" ein Artikel, auf Grund dessen die Arbeitgeber es ver- suchen, gewesene Angesteltte um einen Teil ihres Gehaltes zu bringen. Die Ueberhäufung der Schlichtungsausschüsse, vielfach auch Verschleppungsmanöver der Arbeitgeber bringen es mit sich, daß fast jeder Tarifvertrag zum endgültigen Abschluß lange nach seinem eigentlichen Inkrafttreten gelangt. Bisher bat dies beide Par- teien nicht sonderlich geängstigt, weil die Differenzen sämtlichen Arbeitnehmern für d,e Zeit ab Beginn des Tarife» nachgezahlt wurden, selbstverständlich auch solchen die ihre Stellung inzwischen geändert hatten.— Jetzt wird vielfach die Nachzahlung an in- zwischen ausgeschiedene Angestellte unter Bezugnahme auf den er- wähnten Artikel verweigert, mit der Begründung daß es sich um einen rückwirkenden Tarif handele. In Wirklichkeit handelt es sich garnicht um einen Tarif mit rückwirkender Kraft, d. h. um einen solchen, der sich auf rückwirkende Abmachungen stützt, sondern um Abkommen, die nach Ablauf des alten Tarife» in Kraft traten. Beispielsweise: Der alte Tarif war abgelaufen ultimo Mai. Der neue Tarif veginnt am 1. Juni, wurde abgeschlossen am 1. Juli. Er ist nicht rückwirkend, sondern 30 Tage nach Beginn getätigt. Diese technische Verzögerung übt keinen Einfluß auf den Beginn des Tarifes als solchen aus. Rückwirkend wäre derselbe Tarif, wenn beispielsweise die Eehaltssätze rückwirkend ab l. Mai ver- einbart worden wären: dann könnte die llebereinkunft statt- gefunden haben, daß Angestellte, die inzwischen ausschieden, für diesen Monat nicht die nachträgliche Vergütung zu beanspruchen hätten. Beginnt jedoch der Tarif ordnungsmäßig am 1. Juni, so liegt wahrlich kein Grund vor, für die Juni-Arbeit den Ange- stellten, die sich später oer.md rten weniger Geya t zu geben als ben..aleicken Angestellten, welche in ihrer Stellung verblieben. geben und die sofort in Angriff genommen werden können. In erster Linie haben Reich und Land entsprechende Maßnahmen vorzubereiten. Im Verfolg dieser Entschließung werden in den nächsten Tagen Verhandlungen des Reichsarbeitsministeriums mit den zuständigen Regierungsbehörden des Reiches und Preußens stattfinden. Die beim Reichsarbeitsministerium eingehenden Pro- lekte der Gemeinden werden unter Beteiligung der Preußischen Regierungsbehörden geprüft werden. Erforderlichenfalls wird die Zustimmung des Reichsfinanzministeriums erbeten werden, um angesichts der augenblicklichen Notlage über die bestimmungsmäßi- gen Grenzen hinaus eine Förderung dieser Unternehmungen aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfllrsorge zu ermöglichen. Eine ebenso wohlwollende Behandlung werden selbstverständlich auch später eingehende Projekte erfahren. Es ist aber notwendig, daß bei ihrer Prüfung derbisherüblicheJnstanzenweg eingehalten wird. Wir befürchten nur, daß bei der Innehaltung des bekannten In- stanzcnweaes die Arbeitslosen verhungern, ehe diese Instanzen für Arbeit gesorgt haben. Unzuträglichkeiten auf der Stadtbahn Von einem Leser unseres Blattes wird uns geschrieben: „Von der Eisenbahndirektion wird öfters auf eine Besserung im Stadtbahn- und Vorortverkehr hingewiesen. Dieses trifft wohl betreffs einiger neu hinzugekommener Züge zu, aber es wäre dringend wünschenswert, wenn auch die Züge auf den einzel- nen Bahnhöfen richtig angezeigt und darauf im Interesse der Fahrgäste mehr Eewissenhastigkeit verwendet würde. Ganz be- sonders schlimm sind aber die Zustände auf dem Bahnhof Westend. Morgens zirka 7 Uhr trifft ein Zug über Friedenau-Wilmersdorf dort ein, der auf den vorliegenden Stationen als bis Westend fahrend angezeigt wird. Die Lokomotive hat trotzdem oft das Schild„Vollring". In Westend ist beim Einlaufen des Zuges Vollring gezogen, obgleich die Beamten und an erster Stelle der Stationsvorsteher doch wissen muß. daß der einfahrende Zug hier endet. Neue Fahrgäste steigen ein. und da nimmt man auch wieder seinen Platz ein, in der Annahme, daß der Zug wohl doch weiter fährt als das Schild andeutet. Aber irren ist menschlich und so ertönt dann nach einiger Zeit der Ruf„Alles aussteigen". Die Schilder auf dem Bahnsteig zeigen aber immer noch dieselbe Aufschrift. Der Aerger der Fahrenden über dieses Zum-Narren- ! machen ist natürlich groß. Man fragt sich nun, ob es der Eisen- bahndirektion nicht möglich sein sollte, hier Abhilfe zu schaffen und dafür zu sorgen, daß die Beamten etwas mehr achtgeben und wenn sie dann vom reisenden Publikum wegen dieser dauernden Un- zuträglichkeiten auf der Bahn verantwortlich gemacht werden, auch den nötigen Bildungsgrad und Anstand besitzen, niit dem Publikum umzugehen." Wir geben dieser Zuschrift Raum, weil solche Klagen nicht ver- einzelt an uns gelangen, und wir selbst auch schon Gelegenheit hatten, ähnliche Erfahrungen zu machen. Den Beamten möchten wir hiermit den wohlgemeinten Rat erteilen, auf das Publikum etwas mehr Rücksicht zu nehmen, um unnütze Erregung zu ver- meiden. Die Arbeitsbeschaffung Vom Reichsarbeitsministerium wird uns mitgeteilt: Am Mon- tag fand im Reichsarbeitsministerium unter Leitung de» Regie- rungsrats A l b r e ch t, eine Sitzung der Kommission zur Be- schaffung von Arbeit für Groß-Berliner Erwerbslose statt. An den Verhandlungen waren beteiligt Vertreter des Reichsfinanz- Ministeriums, des Reichswirtschaftsministeriums— nicht, wie einige Blätter irrtümlich gemeldet haben, des Reichswirtschafts- rotes—, des Reichsamtes für Arbeitsvermittlung, ferner ves Preußischen Ministeriums für Volkswohlfahrt, des Preußischen Ministeriums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, des Ober- Präsidenten als Demobilmachungskommissar, des Landarbeit»- amtes Eroß-Berlins und Vertreter der Erwerbslosen und der Ge- meinden Eroß-Berlins und Potsdams. Es wurde eine Entschließung angenommen, nach der die Ge- meinden Eroß-Berlins bis zum 1. September beim Reichsarbeitsministerium Projekte einzurei- ch e n haben, die geeignet sind, Erwerbslosen Beschäftigung zu Arveiter«nd Angestellte der Metallind,'ll'ie? Mittwoch. den 25. August, Erohe öffentliche Versammlungen. Siehe Inserat. Charlottenburg.(7. Wahlbezirk.) In der letzten Sitzung der neuaewählten Stadt- und Bezirksverordneten, die sich mit der Wahl des Fraktionsvorstandes beschäftigte, wurden als gleich- berechtigte Vorfitzende die Genossen K a r r e r und R o s e n t h a t. als Schriftführer die Genossen Kiefer und Tzarlinski und als Kassierer der Genosse v i l s e gewählt. Eine neue Kraftstromleitung soll demnächst von dem Kraftwerk Trattendors-Spremberg i. L. nach Berlin-Fri'edrichsfeld« gebaut werden. Für den Bau dieser Krastfernleitung, bei der es ähnlich wie bei der Eolpa-Leitung daraus ankommt, hochgespannte Elek- trizität über ein« weite Streck«(Luftlinie etwa 120 Km.) zu leiten, wird soeben das Enteianungsrecht auf Grund des Gesetzes über vi« Eozialisternng der Elektrizitätswirtschaft der Gesellschaft für Kraftübertragung in Berlin verliehen. Die in Trattendorf erzeugte Elektrizität soll in einer Transformatorenschaltstation bei Berlin-Friedrichsfelde geleitet werden, dort in die Ver- brauchsfpannung umgeformt und in das Groß-Berliner Stromnetz eingeführt werden. Die hierzu erforderliche Leitung wird durch die Kreise Spremberg, Kottbus, Kölau, Lübben, Luckau. sowie Tel- tow und Niederbarnim geführt werden. Da die Krafterzeuaung durch die im Spremberger Kreise gewonnene Braunkohle erfolgt, so wird ebenso wie durch die bereits während des Krieges erbaute 100 000-Volt-Leitung Golpa-Berlin, durch die neue Kraft- Übertragung eine Entlastung der Berliner Elektrizitätswerke und gleichzeitig eine Verringerung des Verbrauchs an Steinkohle er- reicht, die in erhöhtem Maße den Berliner Gasanstalten zugute kommen kann. Große Berliner Straßenbahn. Vom 25. d. M. ab verkehren wegen Bauarbeiten die Linien 58, 65, 66 und 67 bis auf weiteres in Richtung Molkenmarkt— Alexander-Platz nicht durch die Stra- lauer und Jüdenstraße, sondern durch die Spandauer u. Känigstr. Petrolrumverteilung. Am Donnerstag, Freitag und Sonn- abend dieser Sstoche wird denen, die bisher Petroleum zur Be- leuchtung erhalten haben, auf der zuständigen Brotkommission eine Marke zum Bezüge von% Liter Petroleum zum Preise von 2,50 Mk.. ausgehändigt. Die Ware mutz brs Ende August ab- geholt fein._' C Der LichtenVerger Schwimm-CluV„Reptun 1824" hiell a» Sonntag sein 26. Sommerschwimmfest im Seebad Rummelsburg ad. Es beteiligten sich an den einzelnen Konkurrenzen die Vev eine:„Union" Berlin,„Welle" Berlin, A. S. V. Nord, A. S. D Cöpenick und„Neptun" Weißensee. Nachstehend die einzelne» Resultate: Lolalt-«ll-bnischwim»«». 100 Weter, ielleii». 1. s-g««. 6.«..W-lr (1.50). 2. Eräbert..Reptun 94" Lichtenberg(1.d4).— gnternca Diannetro?'*! schwimmen. 100 Meter. 1. Wilde„Neptun 04" Lichtenberg(1.43). 2. Krug» 1 „Neptun 94" Lichtenberg(1.48!.- Lolal« Mäbchenstagette. 3X100 Met« beliebig. 1.„Neptun" W-ipenI-e(5.57). 2.„Neptun 94� Lichtenberg(6.18).' "''' hwimmen�(iir Mitglieder, die im Jahr« 10Z0 das Schwimmen erlernt« . �_,______ Zahre», berg(1.11). 2. E. ksbilinslu„Neptun 94" Lichtenberg. man»!., 14-17 gabren. 50 Meter. 1. Kurt Wilde.Fieptun 94" Lichten-»« (1.1). 2. R. H-rbich„Neptun 94" Lichtenberg(1.5).—«) Damen, 50 R-'«- 1.<5. Druwe..Neptun 94" Lichtenberg(1.59).— Q Manner, 50 Meter. 1.--tnw „Neptun 94" Lichtenberg(1.3). 2. W. lornotla„Neptun 94" Lichtenberg(1.4).„ Lalale» Ränerlprtngc». 3 Pflicht-, 3 Kürsprünge. 1. Zanilch„Ztepiun 9« Lichtenberg(23 Punkte). 2. Miclbardt„Reptun Weißenice(15 Punkte). Lolole» Männerfpringcn. 3 Pslicht-. 3 Kürsprünge. 1. Ianilch„Neptun 9� (1.42). 2. t). Zauerfeindt„Neptun 94"(1.43)..— Internes Damenlchwtmme» a) 14—17 Iabren. 190 Meter. 1. K. Raseharn„Neptun 94"(2.10). 2. 6. Kn>el-e> „Neptun 94"(2.10).— b> Über 17 Jahre. 75 Meter. 1. Frl. E. „SiePtu».—-'— i 1~ hallstiel, Männer- 2. Lichten! Klasse). 1. Lichtenberg. Schmolle„Neptun 94' (4-19).- d " �ijcnbol cht Lichtenberg..---------,—„—_-■. berg(1.30).— Interne kurze Strecke lä? Männee, 50 Meter, mit Abspr»»t> 1. SB. Krüger„Neptun 94" Lichtenberg(38). 2. P. Iöntich„Neptun 94� LK«» 150 Meter. 1. SB. Müller 2. E. Neimann„Neptun 94" Ltchl«? eck« für Männer, 50 Meter, mit ger„Neptun 94" Ltchtenderg(381, 2. P. berg(40).— Internes Bruftichwimmen sllr Manner. „Neptun 04" Lichtenberg(2.'"""" Interne» Iagendschwiinme» (2). 2. K. König„Neptun„.. „Welle" Berlin—„Neptun" Lichtenberg(0: 5). Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Mst*' woch. Vielfach heiter, aber noch oeränderlich, bei mäßigen wcsp lichen Winden. Keine erheblichen Niederschläge. Morgens uw' abends kühl, mittags etwas wärmer. Aus den Organisationen ». Distrikt. Donneretag, 7 Uhr, in der Aula Bergmannstr. 28-20, P«Ja«0- lung aller Elternbeiräte. Ersatzleute der Kandidatenlisten und inieressterten Eli«»- Bartiag der Eenassin Lehrerin Elise Beck. 1. und 3. Abteilung besonders �7�?ist'»t. 7. Abteilung, Donneistag, 27. 8., Sitzung lämtlicher Kömmlitz!"' Mitglieder im Lokal von Hoffmann, Gubener Strahe d. Reuwahl der mlilt««a».CU l'o. Bezirk. Mittwoch, den 25. 8 abends 7 ilbr. Bejirk�ersaw» lung, Iügerftr. 3, bei Richter. Vortrag.— Am Donnerstaa, den 20.. abe>" 7 U�r, findet in i>-r Aula der Ob-rr-allchule. Emser Straste, Elternversammlunl. Gem-ind-ichul- Neukölln statt. Hierzu werden die Lehrer und Eltern drei» " Sl°glitz.'"�m�MttIwsch�d-n 25., abend» 8 Ilhr. findet im Somnastum Hees» straffe eine Mitaliederrersammlung de? Ortsverein» Tagesordnung: � Verhältnis der Angestellten zu den Arbeltern.- Die Ausgaben der Betriedo» räte. 2. Vereinsangclegenheiten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Vereinskalender Fabrikarbelter-Beriand, Gruppe Nieter. Am 25. August, abend»» llhr, Be»- ammlung Reichenberger Str. 147. Unser llebertritt zum SB-rkmeistero-rbai» Bücher und Karten mitbringen. Berein sozialistischer Lehrer und Lehrerinne«. Ortsgruppe Reuvll». Anzengruber-Klanse. Schulkino und Lehrst ..... e-.�.— V Süoen------------,_ ».n. �JSBSß............. allgemeine MitgliederversammlnA Gruppe Süd-Äesten. Donnerstag, 7 Uhr, Mittwalder Str.-»> tag. TA ilist. Anzengruber-Klaus«. Schulkina und Lebritlm. Sozialistische Proletarier. Jugend, Aktionsbezirk Süden- Neukölln. 7 Uhr, im Jugendheim, Neukölln, Nugaiftr. 15, All aller Truppen~ Danner»' Mittw!»»- Heute, 7V4 Uhr Mitgiiederversammlung._. Sozialistisch« Proletarier. Jugend. Gruppe Nord> Vst. Nätsch, Frtedeberger Etr. t, Diskusstonsabend. L ebensmittelkalend er rempelbo«. Zucker.») 375Gr. auf Abschnitt 93 der Zuckerkart« de, Kreises Teltow, für die Zeit oom 10.-31. August 1920. Sundenüfte. b)«ukerdem Zusatzkart«! Für Kinder im l. Leben»),, hie 75« Gr sur«Inder 1» 9. L-b-nsiab- Äo Gr., für Kinder im 3.-7. Lebensiahre 25« Gr. sur den Monat. Eugst-N I "' Grund»er Abschnttt« der Süsiftasskarte für die Akonale Juli und AuguU I 3 Treppen, Zimmer 24. statt. Vorzuiege.. IM Gemeinde fSerlin-Tempelhos. Kartosseln. 7 tzsd. Kartoffeln auf die Abschniil« 35 a— g der Karioffelkari« de» Kreise-- Teltow. Preis 0,40 M. sur 1 Pst-, Speisefette. 20 Er. Buttrr zum Preise von 0.75 M für Hande.sware 1 un» f 0.73 M. für Handelsware 2. 70 Er. Schmalz, zum Pr-ise van 2,38 M.. a«. Abschnitt 35 der Speiseseltkart«. Kundenlift-, K>e Aushändigung der Speis� sett-Zusatzkaiten sür Kranke ersalgt nur grgen Norleguigg des letzten Ben!!!' «ungsichreiben». Nährmittel, A. Verious: a> 125 Er Hoierslocken sur 9,85 M-, (1 V-S 3 10 SR) auf Abschnitt 30 der Ledensmittel karte des Kreises Teltow,> 8 250 Gr. Linsen sür 1�75 M.(> Pst. 3.50 MZ. au, A�chui.i W der Leben.-. miticlkarte b-r Gemeinde Berlin-Tempelhos. B Anmeldung!� 250 �«r.. W«A Vohn«, für 1,25 M.<1 Pst. 2.50 M.I. aus Abschnitt 27(V-rkanfsabschnitt �1 der Lebenemiti-llari- der Gemeinde B-rltn-remp-lhaf Amn-ldezeit. Zu 7«. Dom Mittwoch, den 25. August bi» Freilag. den 27, �«uft lSA. Telto».>W Er. Gerstenmebl zum Pret,« oon 55 Pfg, ans Abschnitt 10. Aus die Abschnitte 35 a—« können zusammen 10 Pst. Kartasjeän �um preise voe Saweit die Abgabe noch aui.frühere Abschnitt« ___..._Mchi_____. ersalgt? bl-'>bt'"ber�'Pr«is von 50 Pfg. je Pst. bestehen.— Mittwoch nachmitia von 5�-7 Uhr«erkaus»on Malzertrakt oder Kunsthonig an Zug-ndllche. A« Abschnitt 17 der van diesen vorzulegenden Lebensnisltelkaiten enusallt eine Buch' . � s a) 17 hur nun diesen vorÄUlcacnvcn«cvensmuicuancu ciuiiuu cme Buchte für�4 30 M bzw. Pst sür 7,30 M.. Zu gleicher Zeit D.rkatzs°»n Milch süg. loeiien Fleisch- und Fischkonserven sowie Kerzen- Fettwochenareag«! 100 Gr. Butter' kur 3 50 M— Vom 12, August 1920 ad sind zur Enlnahme und Abgase oon Koblen Äblck'nlil 0 der 12-, i0 der 10-, 2« der 24-, 30 der 32-Zentir«r-Kochkart-, «blckin?tt 0 d-r 5- 10 der lO-, 20 der 20-, 30 der 30-. 40. 50. 00 der 40-Z-ntn«r. Mar,- sowie Äschnitt 17 und 18 der neuen Kok», und 11 und 12 d-r Sonder. karte freigegeben.______________________ '"Perantwortlich für die Redaktion! L- o Li- b s ch 0». Berlin veraniworilich kür den Inseratenleil: Ludwig Komeriner, Karlshorst.— Berlags- oenoslenlchast„Freiheit" e. G. m. b. H.. Berlin.— Druck der ,,r«Ihe>t-Druckerei g-nog-ngga,„o � � C 2. Breite Straft. 8-9__ Achtung! Achtung! Am Mittwoch, 25. August, abend« S Ahe Gr. öffentliche Versammlungen aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen«. Angestellten in folgenden Lokalen: Germania«Säle. Ehausseesir. 110, Pharua-Säle, Müllerftr. ttL, Sophien- Säle» Sophienltr. 17-13, Stadttheater Moabit, All-Moabit 47-4«. Zum Patzenhofer, Fidicwsir. 2-8. Kliems Festsäle, Hasenheide 18» Schwarzer Adler, G»öneba...?aup!str. 144. Gewerkschaftshaus, Enaelufer 15, Reichenberger Hof, Reichen- bcrger Elr, 147, Prachtsäle de« Ostens, Frankfuiler Allee 4S. Tagesordnung: Die Sabotage der Unternehmer nnd unser wirtschaftliches Verhülwis zu Rußland ' Referenten- Günther/ Kittler t Koch/ Kraast Ochmann/ Mielitz/ Rheinsberg Fritz Schmidt/ Urich/ Zimmermann/ Zioba. Arbeiter, Angestellte! Prolesttcrt gM-n die Sabotage der Unter- nebmer! Erscheint in s->assen. Afa OrtstzartrllGroß-Berlin. Liebeskind, RheiuSber« v R»l, B• I•,« n 4, miO.'e*1!*' Prozesse, � Alexandersir. 45. ll«,ofl,vb.(oeg.Tleti) 8-7, G'ä"1- Beobaoftt.«Ii», ntmh. Juristen. Sonntag 10-12 VerlrauoneJaclion. nehmcr! Deutscher Metallarbeiter-Verband Z i L k a. Nicht in 6— 8 Wochen sondern 3— 6 logen werden sämtl. Mitlläe- u, Zivtlgarderoben gesörbt- I�nersochen bin- nen 24 Stunden.— Somd-u.Plllschaardcroben werden durch Austämwsrn wie neu Hergestellr. 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