s» IL k 5 >«-» I . fei IriL' �Wzekpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Donnerstag, 2. September 1920 Nummer 362. Morgen-Ausgabe morgens med nachmittags. Sonntags und Montags rast ia_ Bemasoreis betrSat h»i frrf«: Zustellung ins Haus fÜr�Grost-Berlin Für Post- Streifband MriiV« �?uia>le»d und Oesterreich 16.S0 M.. für das übrige Ausland 21.50 M. �«al-loA-sschl-g. ptz Brief für De»tschw»d ml» Oesterreich Z0.- M. "W»*,«westWon renk Berw«! Berlin C2, Breite Straf,» 8*8. i' V ——~ övicuic W-Ii�ciycn,[Ciiy Vtiiuaiic �ÜUCI—*«.» jv».»-"J;'—." S?0",-' 2,' einschließlich Teurning!!,»schlag. Laufende Anzeigen lam Tarif. �annlicwAn, eigen und Stellen-Gesuche Z,20 W. netto pro Zeile. SIellen-Sesuche fit Worten, eigen: da» fettgedruckte Wott l.SV M.. fede» weitere Wort 1,- W. Smlprecher: Svltnwl 20ZI>. zm, 4516 4603, 4836, 4849, 492L $erRner-Vigim bpr VnafiMnsfgen Swialöemfmtie Sentfcbtanba DasErgebnis von Moskau t. Demokratie und Diktatur des Proletariats. Bon SeppOerter. di,?«?'chtkwien der kommunistischen Internationale und »..Bedingungen für die Aufnahme in diese Internationale (£-£ mit dem Gefühl gelesen: Wenn das sozialistischer Inn � Geist des proletarischen Befreiungskampfes sein M dann danke ich bestens. Ich war jedoch durchaus nicht z5°rrascht von diesen Bedingungen, weil ich sie mir aus der Mche des Bolschewismus erkläre und aus der besonderen ?>yche der Männer, die sie aufstellten, und der Zeit, in der � aufgestellt worden sind. Vierzehn Tage später .und die Bedingungen hätten anders ge- .5» t e t! Moskau stand vor Warschau, als diese Be- mgungen aufgestellt wurden. Es sind Siegerbedin- nick» ö e n im Geiste der Ludendorffe und Hindenburge— «- cht sozialistische Bedingungen. Aus ihnen spricht das L?.alo— sie jubeo. Und das ist unsozialistisch und reak- �anar. Der Sozialismus hat immer die gleichen Ziele und 'ivrderungen, ob er Sieger ist oder nicht. Wie Moskau von leinen Friedensbedingungen an Polen abgegangen ist, als sich zurückziehen muhte, so wäre es. wenn der Kongreh Jwzehn Tage später stattgefunden hätte, zu anderen Be- .Mgungen für die Aufnahme in die 3. Internationale ge- aimen. Denn Moskau ist in seinen Grund- a2sien immer schwankend, je nach Erfolg oder Y b e r f o l g in seiner inneren und äußeren Politik. .llnd schwankend muh Moskau sein, weil seine Macht sich gründet auf wirklich sozialistischen Grundsätzen und ?�il es seine Pkachfnicht stützt auf sozialistisch e und daher revolutionäre Mittel, son- 2*rn auf durchaus reaktionäre Mittel. Der Bolschewismus und mit ihm der Kommunismus ist vor allem Uber eine durchaus bourgeoise und reaktionäre Auffassung °es Begriffes der Diktatur nicht hinausgekommen und des- Wb macht er den Begriff Diktatur des Proletariats zu einer Karikatur. Er stellt Demokratie und Herrschaft des Pro- !?mriats als unüberbrückbare Gegensätze hin, was sie nicht Uv. selbst nicht für die Kommunisten, wenn sie von der j-cheorie zur Praxis übergehen. Denn auch sie versuchen, die rasten Massen zu gewinnen, um für die Diktatur die demo- katische Unterlage zu schaffen. » Bannkreise kommunistischer Auffassungen lebend und bestrebt, doch ja nicht weniger unklar und radikal als die Kommunisten zu sein, reden auch manche unserer Genossen Men nach und besleihigen sich, mit Eifer darzutun, dah alle Demokratie reaktionär sei, während sie sich mit ebensolchem �>ser bemühen, in die demokratischen Institutionen in Ge- feinde, Land und Reich einzuziehen. Und man muh sagen, M sie dort emsig und fleißig demokratische Aufgaben zu losen versuchen. v t5ch will oiumal versuchen, den sozialistischen Begriff Diktatur— wir brauchten dieses bürgerliche Wort über- s?k>t>t nicht zu benützen, sondern viel klarer sagen: Herr- byaft(das klingt freilich nicht so radikal)— des Proletariats "bfzuschliehen. Die lleberführung der Produktionsmittel �us dem Besttz der Privatkapitalisten in den Besitz der All- Gemeinheit kann nur das Werk der Arbeiterklasse sein. Sie ouh dazu im bemühten Klassenkampfe die »Jütische Macht erobern. Zur Eroberung der politischen Macht muh sich die Arbeiterklasse aller Mittel des proletarischen Klassenkampfes ,der wirtschaftlichen, politischen "bd parlamentarischen, bedienen, und damit auch demokra- sicher Mittel. Ausgeschlossen s i n d für den prole- frischen Befreiungskampf alle reaktionären Littel. Ist das Ziel des Klassenkampfes— die Er- xoerung der politischen Macht— erreicht, dann beginnt die �orrschast des Proletariats; d. h. die Arbeiterklasse wird iBorn bestimmend für die Gestaltung der politischen, wirt- Köstlichen und sozialen Verhältnisse sein. Die Gegner der Arbeiterklasse werden das Objekt der Gesetzgebung. Die ipprrschaft der Arbeiterklasse wird um so gesicherter sein, ze ! Zialistisch geklärter und breiter die Massen sind, die hinter i»» Herrschaft stehen. Sie muh also eine breite Grundlage Jf der Masse des Volkes haben. Zur Verteidigung dieser ?prrschast chird alsdann die Masse des Volkes nach innen ick �uhen bereit sein. Eine solche in einer breiten sozialisti- o»?. Masse gesicherte Herrschaft der Arbeiterklasse kann allein e" die historische Aufgabe des Proletariats herangehen, den j Y>enstaat durch die lleberführung der Produktionsmrttel » den Besitz der Allgemeinheit zu zerstören und die klassen- » le Gesellschaft des Sozialismus ausrichten, die eine wirklich omokratische Gestaltung des Staates ermöglicht. » Zn Ruhland haben wir noch keine Diktatur »� Proletariats, keine Herrschaft der Ar- ftrL1 r e r k l a s s e. Es ist eine Selbsttäuschung gefährlichster r*} und eine ungeheuerliche Täuschung der Arbeiterschaft. Mn z. B. das„Volksblatt" in Halle schreibt:„Die russische �oeiterklasse hat den Kampf aufgenommen und durch- Geführt. In Ruhland ist die Diktatur des Proletariats ver- •rklicht.« Das ist nicfii wahr. In Ruhland haben sich die Kommunisten— die Bolschewiki— im Jahre 1917 unter tiU!!nützung günstiger Umstände handstreichartig der Herr- Mftlbemachtigt. Sie haben eine kommunistische -'ktatur auch über die grohe Mehrheit der Bertrauensbruch der Regierung Die Transportkontrolle Wir berichteten bereits in unserer gestrigen Morgen- ausgäbe über die Telegrammbriefe des Reichsverkehrs- Ministers an die Eisenbahndircktionen, in denen Anweisungen gegeben werden über die Handhabung der Kontrolle bei Waffen- und Munitionstransporten, die den mit Zu- ftimmung der Regierung gebildeten örtlichen Kontroll- kommisfioncn der Gewerkschaften fast jede Ausübung ihrer Tätigkeit unmöglich machen. Die Kontrollkommission hatte sich sofort an die Reichskanzlei gewandt, um zu Berhand- lungen mit der Regierung zu gelangen. Es ist aber im Laufe des gestrigen Tages nicht zur Verhandlung gekommen. Es wird heute noch einmal der Versuch gemacht werden, mit der Regierung zu verhandeln. Die der vereinten bürgerlichen Hetze Rechnung tragenden Erlasse des Reichsverkehrsministers schaffen eine a u h e r- ordentlich ernste Situation. Sie zeigen der Ar- beiterschaft erneut, dah ihre Rechte und Forderungen in Ab- machungen mit der Regierung nichtgarantiert werden. Die Kontrollkommission hat zedc Rückficht, die der Friedens- oertrag auferlegt, genommen. Sie ist aber nicht gewillt, sich unter allen möglichen Borwänden kalt stellen zu lassen. Die Arbeiterschaft verzichtet nicht auf ihr Recht, die Respektie- rung der Neutralität zu überwachen und sie wird es nicht den konterrevolutionären Offizieren und Beamten überlassen, die Waffen- und Munillonstransporte zu überwachen. Die Regierung täuscht sich, wenn sie glaubt, die mit der Arbeiter- schaft getroffenen Vereinbarungen auf die leichte Schulter nehmen zu können. Die Arbeiterschaft wird zur Selbsthilfe reifen getreu ihrer Parole: keinen Mann, keine anone gegen Sowjetruhland! Eine neue Bluttat in Frankfurt Eigene Drahtmeldung der„Freiheit". Frankfurt a. M„ 1. September. Bei der heutigen Arbeitalosendemonftration wurde. nachdem die erste Kommission zu lange blieb, eine zweite gewählt, die versuchen sollte, die Verhandlungen zu beschleunigen. Als diese Kommission ins Rathaus hinein wollte, um den Verhand- lungen beizuwohnen, wurde sie mit Feuer empfangen. Ein Leutnant von der grünen Polizei hatte den Befehl gegeben. Schreckschüsse abzugeben, um die Menge zu zerstreuen. Als Opfer sind Z T o t e und zirka 12 Verwundete zu verzeichnen. Am Nachmittag wurde von der U. S. P. eine Protestver- s a m m l u n g im Zirkus Schumann einberufen, die von zirka IS bis 20 Vtw Personen besucht war. Diese Versammlung ver- lief völlig ruhig. Zur Zeit tagt eine Bertrauensmännersitzung. die noch weitere Beschlüsse fassen wird. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, dah morgen der Generalstreik proklamiert wird, * W. T. B. verbreitet über die Frankfurter Vorgänge folgende Darstellung: Frankfurt a. M., 1, September. Vormittags hielten die hiesigen Erwerbslosen im„Ziller- thal" eine Versammlung ab, in deren Verlauf eine D e p u t a- t i o n nach dem Rathaus gesandt wurde, um dort bei dem Aiagi- strat wegen der Forderungen der Erwerbslosen erneut vorstellig zu werden. Die Deputation wurde auch angenommen. Während sie noch mit dem Magistrat verhandelte, formierte sich ein De- monstrationszug von Erwerbslosen, der ebenfalls nach dem Rathause zog und dort Einlah begehrte. Dies wurde verweigert. Der vor dem Rathhaus diensttuende Kommissar der blauen Poli- zei, der die Menge beruhigen wollte, wurde überschrien. Die Menge versuchte, von verschiedenen Seiten aus in das Rathaus einzudringen. Dies gelang ihr auch am Tor in der Bethmann- strahe. Eine grohe Anzahl Demonstranten drang in das Innere oes Hauses ein. Der hier befindliche Posten der Sicherheitswehr wurde a ngegriffen und machte darauf von der Waffe Ee- 'tauch. Bisher ist noch nicht genau festgestellt, ob Todesopfer' em bedauerlichen Zusammenstoh zu beklagen sind. cheint, dah fünf Personen mehr oder weniger schwer verletzt wor- en sind. Einem Aufgebot der Sichcrheitswehr gelang es, das Rathaus und den Römer-Berg zu räumen und abzusperren. Um die Mittagsstunde bildeten sich in der K a i s e r st r a h e und deren Umgebung Ansammlungen, offenbar mit dem Ziele, die dort befindlichen Waffenläden zu stürmen und den Demon- stranten Waffen zu verschaffen. Ein Offizier der Sicherheitswehr wurde mit Knüppeln und Messern bedroht und konnte sich nur durch die Flucht seinen Verfolgern entziehen. Auch hi die Sicherheitspolizei die Ansammlungen bald zerstre weiNen Zusammenstöhen ist es bisher nicht gekommen. Die Meldung des Wolff-Bureaus weicht in entscheidenden Punk- ten von unserer eigenen Frankfurter Meldung ab. In unserer Meldung wird nur von einer zweiten Deputation gesprochen, während die' Wolff-Meldung von einem Demonstrations- z u g spricht. Jedenfalls müssen die Vorfälle restlos geklärt wer- den. Es besteht nach allen Erfahrungen die Vermutung, dah wieder in leichtsinniger Verantwortungslos ig- keit in die Menge hineingeschossen worden ist. Heute scheint man kein anderes Mittel mehr zur Aufrechterhaltung der Ord- nung zu haben, als das Schieheisen. Es hat sich seit dem glor- reichen Noskeregiment in Deutschland bei den öffentlichen Orga- nen die Meinung herausgebildet, dah man die Arbeiterschaft nur wie tolle Hunde behandelt, die man einfach niederknallt. Im vorliegenden Fall ist das noch nicht erwiesen, wir stellen deshalb unser Urteil zurück, bis wir genaue Meldungen über den Hergang der Ereignisse besitzen. Arbeiterschaft aufgerichtet. Sie versuchen frei- lich ihre Parteidlktatur zu einer Diktatur der Arbeiterklasse auszubauen. Sie bedienen sich dazu auch aller demokratischen Mittel und sie betreiben, um ihren Zweck zu erreichen, eine anerkennenswerte sozialistische Aufklärungsarbeit. Die Dik- tatur der russischen Kommunisten ist aber auch weniger eine Diktatur der Partei als der Partei- führe r. Und weil es— um diesen Ausdruck, der ja so sehr im Sprachgebrauch der Kommunisten liegt, zu ge- brauchen eine Bonzendiktatur ist, deshalb muh diese Diktatur zu allen reaktionären Mitteln greifen, um sich gegen die Mehrheit des russischen Volkes zu halten. Deshalb der Militarismus, der Terror, die An- terdrückung der Pressefreiheit. Und diese reaktionären Mittel werden nicht nur angewandt gegen die russische Bour- geoisie, sondern auch gegen jene russischen Arbeiter und Ar- beiterparteien, die man, weil sie nicht bolschewistisch sind, in bequemer Weise als gegenrevolutionär und antisozialistisch bezeichnet. Daher auch die Bedingungen für die Aufnahme in die 3. Internationale: Alles, was nicht kommu- nistisch ist, verfällt dem Bannspruche der Moskauer kommunistischen Päpste, wird ex- kommuniziert, ist ärger als ein bürgerlicher Heide und öffent- licher Sünder und wird aus dem Schohe der allein selig- machenden kommunistischen Kirche ausgeschlossen. Daher er- richtet Moskau eine Jndexkömmission für alle Preherzeug- nisse der 3. Internationale angeschlossenen Parteien. D i> Herr schaftein er Partei oder einiger Partei für einige Jahre durchsetzen können— auf die Dauer aber auch nicht. Sie konnten sich auch in Ruhland nur durchsetzen, weil sie aufgepfropft worden sind, den ihnenähnlichen Methoden des Zarismus und unter ganz anders ge- lagerten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhalt- diktatoren läht sich eben nur erhalten ver- mittels reaktionärer Mittel, und die wendet Moskau in ausgiebigstem Wahe an nach dem Grundsatz: der Zweck heiligt die MittDix- In der Kinderkrankheit des Radikalismus und in gefühls- mähiger Revolutionsromantik mag man die russischen Ver- Hältnisse als die allein gebotenen halten. E i n S o z i a l i st, der Marx nicht zur Karrikatur macht, der ein Revolutionär ist, muh die kommunistischen Methoden ab- lehnen, schon weil sie mehr von Vakunin in sich tragen als von Marx. Diese Methoden mögen sich auch m Rußland nissen. In Deutschland und Westeuropa angewandt, würden die russischen Methoden zu verhängnisvollen Niederlagen der Arbeiterklasse führen. Die ökonomischen Verhältnisse in Ruhland sind heute noch nicht im marxistischen Sinne reif für den Sozialismus. Das kapitalistische System hatte dort noch nicht jene Stärke und jene Entwicklung wie in West- europa. �n Ruhland konnte sich eine Partei der Herr- schaft bemächtigen, inWesteuropakanndasnurdie Arbeiterklasse als Ganzes, denn ihr steht gegen- über eine viel stärkere Bourgeoisie, ein viel stärkeres anti- sozialistisches Bauerntum, das sich nicht durch den Handstreich einer Partei, das sich nur durch entschlossenen, zäheii und ein- heitlich geführten Klassenkampf überwinden läht. In West- europa ist auch ein Proletariat, das den Klassenkampf nicht gefühlsmähig, sondern bewuhter führt als in Rußland, das nicht den augenblicklichen Erfolg, sondern das große sozialistische Ziel erstrebt, das heranreift zu einer Herrschaft der Arbeiterklasse, das aber zu selbstbewußt ist, um sich die Diktatur einer Parte.irich- tung oder gar einig erParteiführer auf die Dauer gefallen zu lassen; das endlich sozialistisch schon so durchgebildet ist, daß es sich zu einer Erreichung seiner Ziele nicht de r r e aktionärsten Mittel bedient, weil es weih. dasfKch letzten Endes solche Mittel gegen die Arbeiterklasse und das Proletariat selbst kehren und dem wirklichen Sozialismus die Zukunft verschütten. Die Diktatur des P r oletariats ist etwas ganz anderes als die Diktatur der Kom- munisten, der Bolschewiki fn Ruhland. Das muh in unserer Partei einmal erkannt werden. Was in Ruhland zur Anwendung gekommen ist, ist nicht proletarische Diktatur, sondern Diktatur im bürgerlichen Sinne mit allen reaktionären Mitteln der .Bourgeoisie. Die Arbeiterklasse in Deutschland' hat mit allen Mitteln des proletarischen Befreiungskampfes gut Eroberung der politischen Macht und damit zur Herrschaft der Arbeiterklasse zu streben. Sie darf sich nicht in den russischen Stiefel bei ihrem Befreiungskampf zwängen lassen. Der schmeckt zu sehr nach Zarismus. UndichleckedenrussischenSHefel picht— auch nicht, wenn der Fuß eines Lenfn oder Trotzky darin steckt. Und ich hoffe und erwarte das auch nicht von unserer Partei. Die englische Unabhängige Arbeiterpartei an Moskau Die Jndcpendant Labour Party(Unabhängige Ar- bciterpartei) hatte ihre Delegierten beauftragt, dem Exekutiv- lomitee der I. Internationale einige Fragen zu stellen. Auf diese Fragen hat dieses mit einer heftigen Kritik gegen die Führer der Independant Labour Party geantwortet und verlangt, dag sich die I. L- P. über folgende Fragen ausspreche: 1. Die Durchführung des Biir'gerkrieges(die Ent- waffnung der Bourgeoisie und die Bewaffnung des Proletariats) zum Sturz des Kapitalismus. 2. Die Durchführbarkeit der Aktion einer Minderheit, die ihren Willen einer apathischen oder machtlosen Mehrheit auf- zwingt.(Diktatur der kommunistischen Partei.) ?. Die Beziehungen zwischen den Soziali st en der verschiedenen Richtungen. Wie„Daily Herald" mitteilt, hat der Nationale Verwaltungs- rat der Partei jetzt die Moskauer An t'm orten vcröffcnt- licht. In der Vorrede dazu sagt der Verwaltungsrat: „Die Antwort enthält den klaren Beweis von der lleberzeugung der Verfasser, daß sie ihre Doktrinen, Niethoden und ihre Politik als unfehlbar betrachten und daß sie glauben, der Sozia- lismus könne nur innerhalb ihrer engen Dogmen verwirklicht werden. Die einzigen Punkte in dem Memorandum, auf die wir beson- dere Aufmerksamkeit lenken wollen, sind die Beschuldigungen gegen die deutschen Soziali st en, daß sie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet haben, die schmutzigsten Unterstellungen, daß Henderson und Renaudel das- felbe getan hätten und die schamlosen Ausfälle gegen Otto Bauer, F. Adler und die österreichischen Sozialisten im allgemeinen,— Männer, denen so viele ungarische Sozialisten ihr Leben vcr- danken. Diese schamlosen Beschuldigungen werfen ein grelles Licht auf den Eeist derjenigen, die sie erhoben." Auftakt zur Auseinandersetzung in Frankreich Auch in Frankreich bereitet sich die Auseinandcrjetzung über den Anschluß der Partei an die dritte Internationale und dessen Bedingungen vor. Allerseits bemüht man sich nach Kräften, die Einigkeit der Partei zu wahren. Genosse Paul Fanre, der dem linken Flügel nahe steht, sagte im„Populaire":„Wir wollen überall in der Partei und in den Gewerkschaften hartnäckig kämpfen, aber hüten wir uns, das Instrument zu zerbrecheu, das uns zu handeln erlaubt. Das englische Proletariat ist gemäßigt, dos belgische ebenfalls, beide sind Anhänger der zweiten Inter- nationale. Das hindert nicht, daß das«rstere von Lloyd George eine nachgiebigere Haltung gegenüber der Sowjetrepublik erfahren hat. als wir von feiten Millerands, und daß das zweite sich der Durchfuhr von Munition durch Belgien widersetzt hat und damit eine Ministerkrije hervorrief, die die Demission Hymanns zur Folge hatte. Diese Erfolge sind durch die Einigkeit in England und Belgien erzielt worde n." Genosie Pierre Renaudel. der Führer des rechten Flügels - des französischen Sozialisten, erklärt in der„Humanite" jeden � Versuch, die Einigkeit der Partei zu zerbrechen, für ein Verbrechen gegen die Arbeiterklasse.„Wie immer", fährt er dann fort,„wird es Sophisten geben, die derartige Handlungen entschuldigen. Sie werden sagen, daß das nötig fei. um das Unkraut vomWZeizen zu sondern und die Arbeiterklaffc kräftiger zu machen. Das ist jedoch ein sehr schlechter Parteiknisf. Ohne eine einige Ar- beiterschast gegenüber der Bourgeoisie wird es keine Revo- lution geben, ohne Einigkeit wird es keine soziale Reorganisation geben, ohne Einigkeit werden sich die Arbeiterorgqnisationen nicht zu sozialtstischen Einrichtungen umformen können, zu Einrich- lungen. die die Produktion und den Verbrauch regeln und die Revolution durchführen." In einem zweiten Artikel im„Populaire" führt Genosie Fanre aus, daß man erst die Veröffentlichung aller Dokumente und Iuforinatione». die die Genossen C a ch i n und F r o s s a r d aus Moskau mitgebracht habrn und die in einigen Tagen abge- Ichlossen sein wird, abwarten müsse und auch die Stellungnahme der ausländischen Bruderparteien beobachten müsie. Er ist für den Anschluß an die dritte Internationale,„wenn die französische Partei geschlossen übertreten kann ohne Demütigung und Verleugnung ihrer Prinzipien, ohne daß ihr der Ausschluß von Personen auferlegt wird, über den sie, nach meiner Ansicht, allein befinden muß. ohne daß ihr diese oder jene Hal- hing diktiert wird, die eine AriegserklärungandieGe- w e r k s ch a f t e n(Consederation General du Travail) darstellt. Alle diese Fragen müssen mit dem alleinigen Gedanken diskutiert werden, der Sache des französischen Sozialismus und de? Einigkeit des internationalen Proletariats zu dienen." Im„Populaire" werden jetzt die Bedingungen für die sranzöfifche Partei für den Anschluß an die dritte Internationale veröffentlicht. In einigen Punkten weichen sie von den für Deutschland formulierten Bc- dinaunaen ab. So wird im Punkt 7 nur der Ausschluß von Turati Modigliani u. a." gefordert, während in den deut- (che n Bedingungen noch eine andere Anzahl anderer Namen, wie Hilferdtna. Hillgult, Longuet, Macdonald genannt wer- den. Die Punkte 19. 20 und 21 fehlen voll- ständig._ r Das französische Kapital in Ungarn London, 1. September. „Daily Herald" berichtet, daß ein Vertrag zwischen lln- garn und Frankreich abgeschlossen sei, der den französischen Finanzleuten die Kontrolle"�arischen Eisenbahnen und die h a u p t j a ch l t ch>t e n I n d u st r i e n 3 3Mc weiße Regierung in Ungarn hat fiir das französische Kapital so gut vorgearbeitet, daß sie jetzt rnesem das 1.and zur Ausbeutung völlig übergeben kann..< (W"-■_____ r In der gestrige« Sitzung de» Ausschusses für auswärtige An» gelegeNhriten machte der Reichsminister S i m 0 n' Mitteilungen Über die deutsch« ReutralitSts-PolitiiL Sie sei für Deutschland die einzig« richtige und mögliche. Man habe ihn ousgefordert, mit demBolschewismus gegen die Westmächte vorzugehen und auf diese Weise die Schranken des Versailler Friedens zu brechen. Das habe er unbedingt abgelehnt. Hierauf befaßte sich der Minister mit den Äorbcreitungen für die Kon- ferenz in Genf., Zwei russische Noten Die Truppenübertritte a« der Grenze Der Bertretu der russiichen Regierung, Viktor Kopp, hat dem Auswärtigen Amt im Auftrage seiner Regierung folgende zwei Roten übeucicht: "Ffkk I. Durch den Gang der militärischen Operationen a« Rordflügel der russisch«« Armee war ein Teil der Streitkräfte der Russischen «oziatistifchen Föderativen Sowiet-Republik gezwungen, die oft- preußische Grenze zu überschreiten. Die russischen Truppen be- gaben sich auf Hag Gebiet, das sowohl de facto wie de jure, der Oberhoheit des Deutschen Reiches untersteht. Auf Grund des bestehenden Friedenszustande« zwischen dem Deutschen Rciaie und der Russischen Sowjct-Republik und im Hinblick auf die illeutralitätsertlärung der Deutschen Regierung sollen die über- tretenden russische»Truppe n entwaffnet und in Deutschland interniert werden. Diese Entwaffnung und Znternierung ist ausschließlich Cache der Behörden des Deut- schca Reiches, das der Rujüschcu Sswjet-Republik gegenüber die mckle?tranl«ortn»g für die ordnungsmäßige Durchführnng der Mnzen Altion, sowie für die Aufnahme und Aufbrwahrung des von den Truppen mitgebrachten Hecresgntes trägt. Angesichts dieser völkerrechtliche» Sachlage stellt die durch zuocr- lässige Rachr-chtenqueLeu beglaubigte Beteiligung der so, genannten Interalliierten»ornmission'cn bei der Entwafji-ung und Intcrnierung der russijchen Truppen eine voll- kommen»«zulässige Eiumschuug dritter Machte in«ine Aktion vor. dre sich eusschliesstich zwischen Deutschland und Rußland abzuspielen hat. Diese Einmischung ist also unzulässiger, als sie von den Möchten ausgeht, die nachweisbar direkt oder indirekt sich an demrussisch-polnischinKriegezuGunitenPoleus beteiligen. Sie ist demnach nichts anderes, als«in durch dritte Mächte auf dem Boden des Deutschen Reiches zu Gunsten Polens begangener Bruch der Neutralität. Indem der ergebcnst Unterzeichnete die Aufmerksamkeit des Ans- wärtigen Amtes auf diese Tatsache lenkt, bittet er die Deutsche Regierung, an deren guten Willen die Neutralität aus» strengste zu wahren, er keinen Zweifel hegt, dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Einmischung der Interalli- irrten Kommissionen in die Entwaffnung»- und Interni erungsaktionen künftig unter alle« Um- ständen unterbleibt. Di« Russische Eowjet-Regieruug ist bereit, die aus dem klebertritt der russischen Truppen ans da, deutsche Gebiet sich ergebenden völkerrechtlichen Konsequenzen ans sich zu nehmen und für den Unterhalt ihr» Truppen finanziell zu sorgen. Sie wird ihre Pflichten aber nur dann erfüllen können, wenn sie die Sicherheit besitzt, daß ihre Truppe« und ihr Heeres- gnt sich in der Gewalt eine» neutralen Staates befinden und nicht Gegenstand der Berfiigungen dritter Mächte werden können, deren Parteinahme für das gegen die Russische Eowjet-Republi! lämpfende Polen für alle Welt außer jedem Zweifel steht, ll. Durch das„Woljsschc Telegraphenbureau" wirb die Nachricht verbreitet, dag bei dem Uebertritt der russischen Truppen über die deutsche Grenze bei Klein-Leschicuen diepolnischenTrnppen ihnen auf das deutsche Gebiet gefolgt sind und sie ans dem deutschen Gebiet entwassneten, woraus dir Polen sich wieder entfernt haben, ohne anscheinend durch die deutschen Be- Hörden daran gehindert zu werde». Unter der Voraussetzung, daß diese Meld, mg zutreffend ist. legt der erg. Unterzeichnet« namens fein« Regierung gegen die ans den, Gebiet des russischen Reiches an de« rupchen Staatsangehörigen verübte Gewalttat eilt schieden Protest ein. Er bittet um baldigste Klarstellung des Falles nach folgenden Gesichts- punkten: 1. Sind bei dem gemeldeten Vorfall die deutsche« Be- Hörden oder deutsche Staatsangehörige überhaupt beteiligt gewesen: l 2. w e l ch c M a ß« a h m e n hat die deutsche Regierung ergriffen. um von der polnische» Regierung Senngtnunz sür de« durch polnische Truppen verübten Neutralitätsbruch zu erhalten: Z. wie gedenkt die deutsche Regierung in Z u k» n f t derartige Borkommnisse unmöglich zu machen? Ai Der Drewerband unterstützt die englischen Bergarbeiter HR. London, 1. September. Transportarbeiter und Eisen- 11 ßT �cerkfraze der Bergarbeiter lange Le- BujiSua f a i f i i't_ i C u Namen de» Bergarbecke rver. hi.Vfc w Atzung der Forderungen der Berg- ?ii?"tnA fii-rr n!mje.!?' listen klar, daß so die Ueberführung der Wirtschaft in kow�' nistische Formen sich nicht vollziehen kann. Jedenfalls Handel!* sich um ganz andere Dinge. StiMmen der Parteipreffe „Ostthüringer Tribüne"(Gera). In unserem Geraer Parteiblott schreibt Genesse F. Pctri4 ... So weit wir bisher Eelegenheil hatten, icn unduldM' extremen Moskauer Geist kennen zu lernen, nach den höchst'u-' sen Erfahrungen, die unsere Parteileitung durch die vorautM�. genen Verhandlungen mit dem Exekutivkomitee da dritten os! nationale hotte, konnte man sich auf eine schroffe Form des � trctcns gefaßt machen. Aber das. was unsere Delegierten �. aus Moskau mitgebracht hat als die Vedingungm, unter dt« die U. S. P. aufgenommen werden soll, übertrifft an IlnduW' keit. Kurzsichtigkeit, Sektensanatismus und diktatorischen � kästen über einen Teil des Prolerariats die ärgst? n tungen. Di« entschiedene Absage, die ein Teil der ParieiPhL diesen„Bedingungen" erteilt bat, ist deshalb begreiflich.~ Unabhäfffligc Sozialdemokratie Deutschlands müßte nicht die' rtgener Grundsätze und revolutionärer Vergangmheit. nicht'Ii, drunten Würde und Selbstachtung besitzen, wenn sie sich deib-ch tat der Zstoskauer Kommunistischen Internationale unterwen würde., In diesem Ton und in dieser Form haben proletarisch« teien. dir sich zu einer Kampsgemernschast vereinigen wollen. r her nicht verkehrt: so etwa spricht der Sieger zum Besiegten... n Nichter zum Angeklagte«. Nicht als gleichberechtigte EenAl, und Kampfgeführten werden wir betrachtet, sondern als eine-i'ch tei, die in ihrem gegenwärtigen Bestände zerstört werden ch., bann in der Kommuntstischen Partei aufgehen muß, ehe sie ow• ist. in die dritte Internationale aufgenommen zu werden.�-ch, ist die Erundabficht der Bedingungen: die Unabhängige demokratie muß als Partei zerschlagen werde», sie muß abdi«' zugunsten der Kommunistischen Protei. Rur unter diesem Gesichtspunkte ist auch die Moskauer uns gegenüber zu verstehen. Auf internationaler Basis soll schränkteste Parteipolitik getrieben werden. Was Rade!>>: seinen Freunden bisher nicht auf direktem Wege gelunaen. soll nun auf dem Umwege über die Moskauer Internationale reicht werden. Dabei rechnen die Führer der KommuniinM,. Znternatioale folgendermaßen: wird auch nicht der Uebertritt IL S. P. und der Parteien der anderen Länder geschlossen' reicht, so doch voraussichtlich deren Spaltung in«inen s-Micii.' K)tn und kommunistischen Teil, der nach Moskau abjchvew: eber allem also steht die Stärkung der Kommunistischen («che, die willkürlich zur Angelegenheit de» Proletariats a< Länder gemacht wird. Denn das unter diesen, das Proletao bis ins Endlose spaltenden, selbstverzehrendcn Bedingungen, l male eine die Mehrheit umfassende, aktionsjähige prolemN'., Internationale zustande kommen könnte, wird außer verv». beten Phantasten und Fanatikern niemand behaupten wo�. Wir können das, so bedauerlich es im Interesse der küittU«� proletarischen Internationale auch ist. doch mit der größten zioKsti Diktat de» wissenschaftlichen Marxismus handeln.- Sehen wir uns nun die kommunistischen �Bedingungen" c1®fc näher an. Da wird in der einleitenden Strafpredigt gegen nichckommunistischen Parteien gesagt: f. „Das Verlangen einiger führender Gruppe« dc»»Ientrun�jl in die ll. Interuationale«inzutreten, ist eine, indirekte gung bcjjen, daß die Kommunistische Internationale die thie« der überwiegende» Mehrheit der klassenbewußten A'.'�' der ganze« Meli erobert hat«nd daß sie eine mit jedem T« immer mehr wachsende Macht wird." l4 Diese grobe Selbsttäuschuna ist nur ein Beispiel dafür. � welcher Perspektive die Mosrauer Kommunisten dir Wirklich!� ansehen. Ihrer eingebildeten Stärke und Bedeutung«ntsptt� die cinacblldete absolut« Richtigkeit ihrer Ideen. Mährend° letzte» Wal>len in Deutschland gezeigt haben, daß die Kom�, nistische Partei eine hoffnungslose Minderheit ist. während steht, daß in den großen Ländern Westeuropas die ftonmunipPr Partei so gut wie gar nicht existiert, behaupten die kommnnm schen Illusionäre, daß die Kommunistische International« Sympathien der überwiegenden Mehrheit der klass-nbewuN' Arbeiter der ganzen Welt erobert hat. Dies« maßlose Md* treibung spricht für sich selbst, und die Sympathirn für die dt'1' Internationale, die sich bereite gebildet hatten, können dnrch h"* gründlicher zerstört werden, al» durch die Moskau« Bediuglaw, ... Der Name Kommunistische Partei schreckt uns wah»� nicht und wir haben mehr wie einmal zum Ausdruck gebracht„ unser Leipziger Aktionsprogramm zeugt davon—, daß wir% dem kommunrstifche« Programm in zahlreichen«cheotlich-a Pu» te« übereinstimmen. Was uns ober von den Kommunim grundsätzlich trennt, das ist ihre einseitige, unter nklen tl«W> den auf die Gewalt eingestellte Taktik. Diese Taktik, die dazu nach den Beschlüssen von Moskau durch das Mos»* Parteizentrum" für alle Länder schematisiert wird, lehnt°. Unabhängige Sozialdemokratie mit aller Entschiedenheit ab. � Unterschied, den die Bedingungen zwischen Sozialismus und K?,. munismus machen, gipfelt deirn auch allein in dieser kommnnU' schen Taktik. Und in dieser Erwägung müssen wir den Rai»� Kommunistische Partei ablehnen, weil„die Frag« der Venen"*™! nicht nur ein« formelle, sondern in hohem Maße eine polilu� Frage von großer Wichtigkeit ist." ,, Militärische Fachleute lmben Anweisungen und Grundlagen� schrieben für dre möglichst schnelle Vernichtung des Gegners. � sogenannten Bedingungen der 3. Internationale find eine»nm gesaßt« Anweisung für den nnentwegteu Vernichtnnglckampf in"/., halb der Parteien de» Proletariat» aller Ländern. Punkt Punkt werden die Regeln und die Taktik dieses WematiM Proletarierkrieges begründet, von dem Kampf gegen die Von (xeoisie ist beiläufig auch einmal die Rede. Aber als erster Gr"» atz gilt der Bruderkampf. Ueber allen Parteien steht die. munistisch«. ihr allein kommt noch historische ExistenzbercchtigU'. zu. Diesen fanatifch-sekticrerischen Grundsatz auf alle La"«' übertragen und praktisch anwenden, das heißt den sicheren «mg der internationalen Arbeiterbewegung herbeisSkrea"L de Zvkunftsmöglichkeit des Sozialismus zertrümmern. lehnen deshalb die Moskauer Bedingungen nicht nur als e» und würdelos für die Partei, sondern zugleich al« verderblich l. das gesamte Proletaria: ab. Möge dje Gesamtpartei in dielf. Sinne beschließen, ohne daß es zu einer C pal fang kommt," mögen die Übrigen in Betracht kommenden Parteien des«» � lanoes gleichfalls die Moskauer Diktatur entschieden ablehne». „Schlefische Arbeller-Zeitnnz"(Breslau). Genosse Ernst Däumig tritt in einem Leitartikel, de". in der Donnerstag-Abeud-Ausgadc der„Freiheit" veröffentu»�. für die Anerkennung der vom Kongreß beschlossenen Leitsätze du unsere Partei ein. Wir werden den Artikel am Dienstag"jx serer Zeitung oeröffentlichen, bemerke» aber schon heute, daß w uns voll und ganz mit ihm identifizier««. Wilhelm Wundt gestorben Der Leipzig« Philosoph und Psycholog« Professor W WuudL ist mv Dienstag im. 89. Lebensjahre gestorbeu, JIM* U Russische Preffestimmen zurFrage der Jnternatisnale lan� t�.n ��tikeln bei führenden kommunistischen Blätter Ruh- nachstehend einige Aeußcrungen zu den wichtigsten �»�crlzegeb� Verhandlungen des Kommunistischen Kongresses das kommunistische Zentralorgan, schreibt in seiner vom 31. Juli unter der Ucberschrist„BühendeKom- � 1 0 nt t g i c r einS'1 �0n8reh der dritten Internationale wurde zur Arena Dj. ��enartrgen Schauspiels.' der Buße der Kompromißler. o? r n it der sranMicd-n sozialistischen Partei C a ch i n und Z> ard»schienen auf dem Kongreh. nachdem sie ihr Haupt Ilm.??.J*6 der verbrannten sozialpatriotischen Resolutionen be- der n �d bekannten öffentlich ihre Schuld. Die Vertreter Tci»»£f J�cn Unabhängigen sozialistische!! Partei verhielten sich w; die Rechten. D i t t m a n n und Crispien suchten vu�nerkennung� der Grundsätze der Diktatur des Proletariats wue.r �?is einer glücklichen und vollkommen natürlichen Ent- C t � darzustellen, während die„Linken" D ä u m i g und n..s.s- ihre Halbheit mit dem Hinweis rechtfertigten, dag leid- waren, die Rechten hinter sich herzuschleppen, und das �wenschaftliche Versprechen abgaben, die Unabhängige sozial- Ni!?,?5?i«sch« Pariet in allernacch'ter Zukunft völlig in dem gc- ..»"lVen revolutionären Sinne zu„bessern". Dbwohl also Dirt- vuk? Crispien stoßz erklärten, daß sie keineswegs deshalb Kongreß erschienen seien, damit man sie hier wegen ihrer keit!�"�it Ruten peitschte", waren ihre Reden in Wirklich- und 1Ur5�s öderes, als Ströme von Rechtfertigungen, die einzig o allein den Zweck verfolgten, um jeden Preis dem drohenden »•nutenbund" zu entrinnen! Däumig und Stoeckcr jedoch bemühten aller Kraft zu verstehen zu geben, dag sie nur aus Soli- Ntatsgefühl und Disziplin„gesündigt" hatten! foid Qu� dem Kongreß zutage getretene geistige Kapitulation der J�chrer der Zentrumspartcien. die aus der zweiten Internationale �alt zür die sofortige Aufnahme in die dritte �ternationale reit geworden sind. Tie Debatten 1A.. v< sr- r..>._____ V__ Q?. �!___ v"d Verhandlungen auf dem Kongreh sind nur der Beginn Int �'ugestaltungsprozesses und der rückfichts- Flesten Säuberung der sozialistischen Parteien � a p a s, die von dem Schwungrad der sich entfaltenden Re- �.t.. y•» w, 4/v|i W Hl Wl Elution mitgerissen werden." , In der„Zswestija", dem amtlichen Organ des Allrussischen ��ral-Exewtiv-Komitees. vom 4. August, schreibt I. S t e k l o f leitender Steve über die Frage der gewerkschaftlichen internationale; IiÄ'�on nun 0d kann die Bourgeoisie nur noch auf die Wirtschaft- nyen Organisationen rechnen, die auf sozialoerräterischem Stand- Mkt stehen. In der Eewerkschastsbewegung war der Verrat der twhrer, die vor dem Kriege in einer Reihe von Ländern mit evolutionär-svndikalistischen und anarchistischen Phrasen paradiert ?a"eii. noch schamloser und vollständiger, als selbst der Verrat 7� alten sozialistischen Parteien. Auf diesem Ecbiet ist der Bruch Zwischen den opportunislisch gestimmten Gewerkschaftsführern und mit jeden! Tage radikaler werdenden Masten noch krasser und Dreiender. als innerhalb der politischen Organisationen. Der �ternationale Eewerkschaftsbund. dessen Zentrale 8? in Amsterdam defindet, hat sich in eine gelbe verrate- stsche Organisation verwandelt, die systematisch die In- �.testen des ihm vertrauenden Proletariats verkauft und die ?scht nur aus Furcht, sondern aus eigenem Antrieb derbürger- �'chen Gegenrevolution dient. . Es war notwendig, der Baurgemfic auch diesen letzten Stütz- S» zu entreinen. Diese wichtige Aktion ist nun begonnen wor- °Cn.- Die in Moskau versammelten Vertreter der revolutionär �uchtelcn Gewerkschaften Englands. Frankreichs, Italiens. Ruh- Ulnds. Spaniens, Iugoslavicns, Bulgariens ufw. haben ein n°ues Zentrum der gewerkschaftlichen Einigung SI i ch a f s e«: den..Internationalen Rat der Gewertschafts- und �nifsverbände." Schon setzt vereinige» sich in dieser neuen Or- 8»uisation annähernd � Millionen Mitglieder, d. h. etwa aller W-werlschaftlich organisierten Arbeiter, deren Zahl sich auf zirka Millionen beläuft. Die neue Organisation steht auf dem Bo- °in der Kommunistischen Internationale, d. h. sie tritt für den unmittelbaren revolutionären Kampf des Proletariats mit der Bourgeoisie, für die gewaltsam« politische und wirtschaftliche Ex- nwpriation der Kapitalistenklasic ein. Sie bildet die ökonomische »eite jener Bewegung, die ihren politischen, d. h. allgemein lei- senden Ausdruck in der 3. Internationale gefunden hat. .Dt« neue Organisation, die sich anschickt, mit tU.ll Sozialverrätern der in Amsterdam tagenden aoberation einen Kampf auf Leben und Tod zu � ä f f n« n. hat sich an die Gewerkschaften aller Länder mit rc.nö*.bald sein Ziel erreicht, die Millionen Arbeiter, die in den 'ocwerk,chaftsi>erbanden gruppiert sind, dem verderblichen Einfluß Sozlalverrater zu entziehen. Dann verliert die Bourgeoisie yren letzten Stützpunkt' dann tritt eine Klasse offen der anderen entgegen und dann nimmt die Herrschaft des Kapitals ihr Ende." Die Teuerung im Auslande «.Das englisch« Arbeitsministerium hat festgestellt, daß die S"*?Ö«tun3 der Preise für Nahrungsmittel in England von zöUli 1914 bis Juli 1920 158 Prozent betragen hat. Die Klein- �udelsprejie insgesamt(enthaltend auch die Preise für Licht, Hei- °„ug. Wohnung) haben sich um 152 Prozent erhöht. Die Index- »ayl des„Economist". die den Durchschnitt von 1901/05 mit 100 Ansetzt, ist für Juli 1920 358. In Holland sind die Kosten für oen Lebensunterhalt einer Ardeiterfamilie feit 1913 bisher um Prozent für Ernährung und um 103,8 Prozent für Kleidung. Mhnung usw. gestiegen.— In Italien ist eine durchschnitt- v5�,v?Zorteu«rung aller Waren von Juli 1911 bis Juni 1920 un �••--■—-..-»rf- er-.___ f; J..... Ergebnisse zu erwarten ist. Die Erhebung umfaßt allerdings nur die Monate Dezember 1919 bis April 1920, kann also für die seit- dem eingetretene Verschärfung der Teuerung durchaus nicht heran. ge-ogen werden. Ein weiterer, noch wesentlich erheblicherer Stach. teil ist die Tatsache, daß nur die Kosten der Lebensmittel statistisch erfaßt worden find, nicht aber die der gesamten Lebens- Haltung. Die Begründung sür diese Beschränkung aber ist für die traurige Lage weiter Schichten bezeichnend.„Die Preise von Beklcidungsgegenständen. Kleidern. Wäsche, Schuhen", so heißt es da,„find gegenwärtig in Deutschland so anormal, daß beim UWwMmüMMw! A« R? MMe lirdkiteM AN«! W 8G5 ÄliRffi* ZlM«! Wie im Vorjahre am 7. September die revolutionäre Ingeud in allen Ländern auf die Straße ging, um ihre Forderungen, die Forderungen des revolutionären Proletariats, zu dekräftigen, so wird in diesem Jahre die Jugend am 5. September unter den Parolen der komulimistischeu Jugend- Internationale demonstrieren. Die Jugend wird an diesem Tage, begeistert durch den heroischen Kampf der Arbeiter und Bauer« Nußlanos. den Beweis ihrer Treue zur proletarischen Revolution wiederum erbringe». In allen Be- trieben und Werkstätten, überall da, wo Jngendlichc ansgobentet werden, muß unser Ruf erschalle», müsien die Herzen und Hirne der Abseitsstehenden für die große Sache des Proletariats gewönnen werden. Immer lauter und gewaltiger muß unser Lied erklingen: ..Wacht auf. Verdammt« dieser Erde, Die stets man noch zum Hungern zwingt! Das Recht, wie Glut im Kraierhmdc, Run mit Macht zum Durchbruch dringt." Der 5. September muß die mächtigste Demonstration deS Jnng- proleiariats werde»! Der internationale Jugendtag soll für uns ein Kampftag sein. Die internatiouale Kapitalistenilafse soll spüren, daß ein junges Geschlecht im Werden ist, vor dem sie zu zittern hat. Die Jugend wird ihren revolutionären Willen kundtun und zeigen, daß sie bereit ist, alles zu opfern, wenn eS gilt, die letzte Schlacht im proletarischen Befreiungskampf« zuschlagen. Uns, die wir in Teutschland in einem mit großer Leidenschast geführten Kampfe gegen die Konterrevolution stoben, wird der inter- nationale Jugendtag neue Kraft und neuen Mut zum weiteren Kampfe gebe». Wir werden erfüllt mit»euer Zuversicht und neuer Hoffnung, wcun wir am 5. September unsere Gedaulen über die Grenzen hin- weg zu unseren kämpfeichen Brüdern der ganzen Welt seuden. die genau so wie wir erfüllt find vom Wunsche, frei zu werden»du aller Knechtschaft, von aller Tyrannei. Arbeitende Jugend! Junge Proletarier! Heran» aus den düster» Werkstätten und staubigen Kontoren, beweist durch die Tat, daß ihr nicht länger gewillt seid, die Ketten der Ausbeutung und Unterdrückung zu tragen, folgt mutig und ohne Zaudern der kommunistischen Jugend-Jnternationgle. der ziel- klareu und konfeguenten Führerin des revolurionären Junaprole-- tariatSl Zeigt, daß ihr euch solidarisch fühlt mit enren kämpfenden Brüdern de? ganzen Welt. Demonstriert am 5. September. Für die Durch fiihrnng der proletarischen Revolution! Für die Zertrümmernng de» bürgerlichen Staate»! Für die Uebernahme»er politischen Gewalt dnrch»ie Arbeiter- und Banern-Räte! Für den Aufbau der kommunistischen Gesellschaft mit Hilfe der proletarischen Diktatur!' Jugendliche Arbeiter. Erwachsene, Klassengenoffen erscheint iu Masse«! SMW Ml s. mmm MS NAlMM! (12 Uhr,£o*«l„Alter Stenn»") Ks Irte Kit MUmWche IwnMnttnifilloWtl ksledi«e-wwm gsiMMaiMM! Es lebe dieWeltrevolution! Fttie SojAlistische-Isgesd Bezirk Groß-Serltn Sozialistische Proktoirr-Iügeast Bezirk Groß-Berli» iß- T,r0�ent eingetreten. Getreide und Fleisch verteuerten sich um w�. Dozent, andere Lebensmittel um 180 Prozent uns Textil- i„~e* um 666 Prozent.— In den Vereinigten Staaten W-�"'damerika ist von Juli 1911 bis März 1920 eine Ter- �uerung der Lebenshallung um 95 Prozent eingetreten.— In *l»V>an(Dolio) waren die Lebensmittelpreise im Mai dieses »u � um 186,1 Prozent Häher als im selben Monat 1911. Pn-i'0 Neuerung allenthalben. Wie schwer sie in den einzeln«« Lon r/? die Arbeiterschaft trifft, das hängt von den erreichten bnA-r fletunfleri ab. Darüber liegen keine genauen Angaben vor, ,a) ist es wahrscheinlich, daß am schlechtesten die deutsche Arbeiter- abgeschnitten hat, da ihr Reallohn ganz erheblich ge- Die Kosten der Lebenshaltung Die Indexziffern der Regiernng Uns �.f�stche Reichsstatistik hat sowohl während des Krieges (gl?"Ktzr noch seit dieser Zeit ihre Aufgaben durchaus nicht erfüllt. , n nach vielem Drängen ist vor einigen Monaten die Arbeit an«, genommen worden, die Kosten der Lebenshaltung im lownR? Deutschen Reich statistisch zu erfassen. Die Tatsache, daß inein� Privatpersonen, wie Kuczynski, als auch einzelne Ge- Erl,»Ii(Berlin u. o.) durch ihre eigenen Unternehmungen und Cm r;!"06" zeigten, daß sie durchaus möglich sind, zwang die -Ulche Statistik endlich zu folgen. das„Berliner Tageblatt" meldet, sind vor einigen Tagen . r er»»» h,T«BrirfidTpfrimino über die ftnbcr.iiffem 4« rsten Mitteilungen der Neichsreaierung Uber dle Indexziffern Druck übergeben worden, so daß nun endlich, wenn auch Ik'» Druck übergeben worden, so daß nun«nviny. wenn aum vielleicht erst in Monatsfrist, die Veröffentlichung einiger der Gemeinsamer Treffpunkt in Pichelsberg« n« 12 m»t im Lokal ,«lt?r Freund« Anßerdem Treffpunkt« um 7 und 10 Ahr Norden: Netteldeckplatz. Bhf. Gesuudbrunu--. BHf. Schönhauser Allee- Osten: Schleflscker Bhf.. Mada!. Ecke Muchtstr. Süden: GMitzer Ms.- Westen: Lutzowplatz. Wwterseldtplatz- Zentrum: Hackescher Markt. normalen Arbeitereinkommen die Anschaffung solcher Gegen st ände kaum in Betracht kommt. Selbst das„B. T." muß deshalb daraus folgern: „Wenn man die Lebenshaltung der Massen in Deutschland statistisch erfassen will, hat man mit der Tatsache zu rechnen. daß sie nichts für Bekleidungsgegenstände ausgeben, oder so gut wie nichts, weil sie es nicht rönnen, und daß sie ihr Ein» kommen ganz ung gar für Nahrung, Wohnung, Beheizung und Beleuchtung verbrauchen." Auf die übrigen Feststellungen einzugehen, wird man bis zur Bekanntgabe der amtlichen Zahlen und der genauen Darlegung der Erhebungsmethode oertagen müssen. Schon heute aber ist erkennbar, daß auch diese Statistik zeigen wird, welch gewaltiges Elend die Teuerung über die Masse der Bevölkerung herauf- beschworen hat. Di« Konzentration im Kali-Bergbau. Der Kali-Bergbau ist— oberflächlich detrachtet— in eine große Zahl von Erubengewerk- schaften und Aktien-Eefellschaften zersplittert. In Wirklichkeit sind die einzelnen Werte aber zum größten Teil in wenig« Hände zu- sammengefaßt. Das bestätigt erneut der Jahresbericht des söge- nannten Wintershall-Konzerns. aus dem hervorgeht. daß dieser z. Zt. 28 Werke mit einer 13prozentigen Eesamtbeteiu- gung am Kali-Syndikat umfaßt. Im Jahre 1919 konnten die Werke des Konzerns rund 20 Prozent des Gesamtabsatzes des Kali-Syn. dikats liefern, indem sie von nichtfördernden Werken deren Be- teiligung übernahmen.— Welterreichend« Komentrationsbestre- bungen im Kali-Bergbau werden voraussichtlich bald zu neuen Konzern-Bildungen bzw. Erweiterungen bereits bestehender führen......■*- i i Die Neugestaltung der Polizei in Prettften , 2n Nr 16 der„Deutschen Polizeibcamtenzeitung" vom 1. Seö- temoet schreibt der Generalsekretär des Reichsverdandes der Poll- zeideamten, Dr. F r a n ck e, über die Neugestaltung der preugi- P*'1 Polizei. Aus den Ausführungen dieses Kenners der Ver- hattnisie geben wir einige Auszüge wieder, die das Interesse der Oeffeutlichke.it erheische». Die seit der Gründung de» Reichsverbandes erstrebte Neu« o r d n u n g des gesamten P o l i z e i w e s e n s ist in Preußen nunmechr l» Angriff genommen worden. Die Reform soll im Sinne veretnhcullchter Ausübung der Polizeigewolt durch die ordentlichen Behörden unter der Beseitigung der zur Zeit herrschenden Zerspnt- tenmg vor sich gehen. Es ist die Verschmelzung der Ordnungs- poli�cl, der Sicherheitspolizei und der Gendarmerie unter Berück- üchtlgung der Forderungen der Entente geplant. Bei der Reu- gestaltung soll den Provinzialinstanzen mehr Selbständigkeit als bisber eingeräumt werden. Die beabsichtigte Neugestaltung hat. wie vorauszusehen war. alle diejenigeu Persönlichkeiten, die an dem gegenwärtigen Poli- zeiwirrwarr Schuld sind, in begreifliche Aufregung versetzt. Die gesamte reaktionäre und Scherltzchc Presse ist mobil gemacht worden, um gegen den Plan, einer den Zeitverhältnissen und unfern schwierigen finanziellen Lage entsprechende Polizei zu schassen, Stellung zu nehmen. Die Argumente, die dabei ins Treffen geführt werden, sind derart durchsichtig daß auch jeder Fernstehende sofort raerleu muß. wohin die Richtung gehen sali. Man fürchftet den Verlust der sehr einträglichen Stellungen bei den bisherigen Stäben der Sicherheltsvolizei und man defürchtet ferner. daß an Stelle der mit gewissen Geheimräten fand in Hand arbeitenden Ofsizierskamarilla achleute treten, die sich lediglich von dem Gesichtspunkte des Staatswohles und dem Interesse der Beamtenschaft und de: Allgemeinheit leiten lassen würden. Als Mittel zum Zweck er- hebt ein große». Klagegeschrei über die angebliche Kaltstellung des Herrn Geheimrats von Priesdorf..... Unter dem Borwande, daß die Existenz der Unterbeamten der Sipo bedroht sei,»ersucht man diese gegen den Plan der Regie- rung mobil zu machen. Auch in den Kreisen der Eendarmcrie und der Kriminalbeamten hat man sich gefügige Werkzeirge für seine Pläne zu verschaffen gesucht. Was die Sicher hcits- polizet anbetrifft, so können wir erfreulicherweise»nit teilen, daß der Reichswirtichaftsver- band der Sicherheitspolizeien es mit Entschic- denheit ablehnt, für die Interessen Einzelner um ihre Sinekure bangender Herren Vorspann- dienst e»u leisten. Die Mehrheit der Sipobeamten haben erkannt, daß die geplant« Neuorganisation der Poltzjei ihnen die Mögli�eit bietet, ihre Zukunft sicherzustellen und m Beamten- stcllungen zu gelangen, während sie heute als milirärijche Truppe bei dekadenweifer Löhnung und einer kurzfristigen Kündigung einer höchst unsicheren Zukunft entgegensehen und fortgesetzt als Mittel zum Zwecke gegen ihren Willen ÄerwcN- dung finden. Letzten Endes versucht man dann schließlich noch, die preußischen Wähler und das Reichsministerium des Innern, da bekanntlich das Reich 80 Prozent der Kosten für die Sipo trägt, gegen die Reform der Polizei aufzuhetzen. Diese Hetze dürfte in das Gegen- teil umschlagen, wenn die Steuerzahler erfahren, daß zur Zeit nicht mehr wie 17 Polizei organisationen neben- einander arbeiten, für die die Steuerzahler die Kosten zu tragen haben, und bog die Sipo in der gegenwärtigen Auf- machung einen Kostenaus wand von mehr als 2 MU- liarden jährlich erfordert. * Daß wir auch einer umorganisierten Sicherheitspolizei, wie jeder Polizeiorgamsation der bürgeriich-kapitalisiischen Staats- gewalt mit Mißtrauen gegenüberstehen, brauchen wir näht zu betonen. Auch die Unterbeamten der Sicherheitspolizei habvik nichts getan, um sich das Vertrauen bor klassenbewußten Arbeiter- schaft zu erwerben. Dennoch werden sie unsere Unterstützung finden, wenn sie mit uns einen ehrlichen Kampf gegen eine Millionen v-rschlingonde Pf-ründ««Wirtschaft und gegen den M il i t a r i s m n s(nicht nur den„Uebermilitaris- m u s") in den Polizeiformationen wie im Staate über- Haupt führen wollen. Wir hoffen, daß sich auch diese Prole- tarier in nicht zu ferner Zeit auf dem Boden der Einsicht, daß der Kampf der Arbeiterschaft akch ihr Kamps ist. mit uns begegnen»erden. Erst dann wirb es ihnen möglich fem. sich alle Pfründenjäger radikal vom Halse zu schaffen. Diesmal, so fürchten wir. werden die Herren A b e g g und Pries darf, für die Dr. Francke mit Wärme eintritt, sie genau so e i n s e i f e n, wie irgend ein anderer. Deutschlands Kohlenproduktiml Nach einer Mttteillmg des Statistische« RetchSamteZ im'�e.ct.z- anzciger" betrug die deutsche Kohlcnproduktion: Juli Januar bis Juli ISA» ISlS 1990 l»lS To. To. To. To. Steinkohlen 1 1 SO» 268 10 806 671 73 899 186 63 083 697 Braunkohle» 8 334 886 8 492 64#«IIS# 266 62 036 269 Während in den Zahle» für 1919 nur Elsaß-Lotbringeos Kohlen- firbmmg nicht mehr enthalten ist, verstehe« sich di» AngaOeu für 19*0 oh« die Produktion Elsaß-LotbrmgevS. de» Caarg�icti) und der Pfalz. Im Jabr« ISIS belief sich die Förderung dies« drei Steinkohlengedtete für die ersten 7 Monat« auf rund lOV, Millionen Tonnen. I» der gleichen Zeit ISIS hatte die Förderung cm- schließlich dieser Distrikte 88 HO 978 Tonnen betragen. Der Ruck- gang der Steiukohlenproduklion unter Berücksichligung deS An? salles erheblicher Förderbqtrke ist als» recht boträchtltch>md«uicot mit aller Klarhetc die verwüpeude Wirknug. die der Raubbau im Kriege binterlasfeu hat._, Die«raunkohlenfördernng hat sich im Gegensätze zur Stein- kohlenprodultion im Bergleiche mit der vorkriegsmätzisen um etiva 90 Prozent gehoben. Im Jahre 1913 betrug»ämltch d» Brau»- kvhleugewtnn rm,d 19 108 700 Tom,en. Eine«eitere beträchtliche Produktionszunahme steht in»usflcht..-,_ Die KohlcvbajiS des deutschen Wirtschaftslebens wird auf alle Fälle für unabsehbar« Zell sehr schmal sei-.. Nmso uotlyendlger ist eS. dafür zu sorge«, dop endlich der Bergbau, n d e n U es t tz der Allgemeinheit überführt werde, damit dem Kohlenwucher ei» für allemal ein Sude bereitet«Ed. Ist doch der KohlenpreiS letzten Endes etuer der wichtigsten Fakchreu �r allgemeinen Waren- Preisbildung, weshalb seine Bestimwong nicht länger der Profitgier privater Unternehwer ausgeliefert bleiben darf. RatisizLerung des lettisch-mfsischen Friedens J«. Helsingfnr». 1. September. � Der Lllrnssische RSteknngreß beauftragte da» Zentral- Exekativkomitee. den russiich-lettischcn Frieden zu ratifi- ziere«. Dentsch-italienisch« Ernährungakonserenz.„Corriern della Sera" berichtet, daß in Verbindung mft den Beschlüssen von Spaa eine Konferenz zwischen den Ernährungsministern von Italien und Deutschland festgesetzt worden sei, um über Vorschüsse für die Verpflegung des deutschen Volkes und über die Kohlenlieferungen Deutschlands zu beraten, mit deck Ziel, nähere Bestimmungen darüber fesizuzetzen. Die Konferenz wird am 2. September in Ztresa stattfinden. Vertreter der englischen und der sraiuösischen Regierung werden darun�teilnehmen Die Einladung ist dereiis in Berlin eingegangen.. "-........... i i Billige Weiße Bohnen............ p�dl.es Vikfioria Erbsen......... 2,45 Haferflocken............... � 2.20 Haferbackmehl......... � 3.io Tafefreis....................... p�d 4,95 Maissries...................... pfu„d 3,75 Heye Linsen................ p�d 5.40 Weißkohl....................... p�d 20 � BOtkOhi Holländer)............. Pfund 30 PL Grüne Bohnen............ p�d 45 pl Mohrrüben.................. prund 20 pl Tomaten......................... p/und SO pl Grüne Gurken............ p�d 30 pl Rhabarber.................... p� 1 5 pl Zwiebeln....................... p�d 75 pl Kochäpfel................... p�d 45 Tafeiapkel..................... Phmd 95 p«. Kochbirnen................. p�d 55 p«. Eßbfrnen....................... pf-d 95 � Blaue Pflaumen........ Phmd@5 � Frische Schallfische..Pfund 2.75 Flundern gersudiert............... Pfund 4,75 Bücklinge............. PAmd S.so Vollheringe 9r.,s........... � S5 � Junge Hühner........... p�d 13.75 Junge Gänse.............. Phmd 14.00 KOgnak(Weinbrand)....... Vi Flasche 48.75. Große Frankfurter Str. Wilmersdorf er Straße TW« md BeWiMM Vplksbühne Donnerstag 7�1, Uhr: «Eine Landpartie- «VernZickelte Geschichte- Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr 0»«QL»c4»d«i'vnSWU Operette in drei Akten nach einem Motiv Petöfis von Fritz Grünbaum. Neues Bolkstheater Köpenicker Str. 68. ?>/, Uhr: Bib-rpel,. Staatstheater O p ern h aus Außer Abonnement tihr: Meistersinger. Schauspielhau» k>/? Uhr: M»In Direktion: SNax Reinhardt. Deutsches Theater 7U. i Der lebend» Leichnam Kammerspiele 1>>, u.: Diichs« der Pandora «rohes kchauspielhlws Karlstraße VI, Uhr: Lpslstrata (16. Abteilung, V. Abend) Direblton Carl Meinhard. Sind. Bernauer Theater i. d. KöniggrSher Straße -j,» Uhr: GestLndni». Eonnabend zum 1. Male: Glässner, Käte Hannemaan, Ztose Deldtkirch, Wusiao Botz, Heinz Eticda, Felix Siosiert.) ll�: Eine Nacht i. Paradie» Verliuer Theater u�- Der letzte Walzer. Kleines echauspielhalls Fasanenstr. 1(Nähe Bhs. Zoo). «Uhr: Floh im Panzerhans LeWg- Theater Allabendlich 7>/,Uhr> Die Tänzerin (Leopoldine Konstantin). Deutsch. Mstl.-Theater Zum t. Male 7 Uhr: Sie Mesdvvgsrelse Musikalischer Schwand»on Leo Walter Stein, Musik»an Hugo Inszenierung Victor Palst (Max Adalbert und Trude Hesterberg) Triauou- Theater lBahnhos Frledrichstraße) Allabendlich 8 Uhr: Hansi Arnstadt in Untreu Komödie von Roberto Braeco. nachmÄ-DerStlireusried Refldenz- Theater (Stadtbahn Ianno witzbrücke) Untergrundbahn Klosterstraße. Heute zum 1. Male 7 Uhr: Die Freundin. Schauspiel von SudermanM Regie: Alfred Rotter (Durieux, Toelle» Albers, Bildt, Biensfeldt, Vallentin.) Freitag und folgende Tage 71/3 Uhr: Die Freundin. 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Linienstr.»w Gelchiistszeit von vom. S Uhr bis mchm. i Uhr. Telephon: Amt RorSen 1»s, 12Zg, ig87, 9714 Heute, Donnerstag, d. 2. September 1!>20. abend» in der Kulo des Köllnischen Gymnasiums, Jnselstr. Versammlung der Elektromontcure und Helfer der Großbetriebe � Sämtliche Kollegen, die in Betrieben de, Derbande, deutsck? Installationosirmen der Zwangsinnung Neukölln oder in wll°� Betricdcn arbeiten, haben die Pflicht, zu erscheinen. Die Srtsoerivaltuug- Mmas-AMtmWe ver Mler-MM ___»u Berlin.„ s Zunder am Montag, den 1». September 1020. abe»»» s Uhr, im Holzarbeiter-Berbandshaus. Rungestratzc Hof, part. links, im Sitzungssaal, stattfindenden MemMWe« Mswmms. werden die Herren Vertreter der Innung und der Kapr Mitglieder hierdurch eingeladen. Tagesordnung: 1. Vorlage des neuen Tarifvertrages der Angestellten, ev." fchlußfasiung über Abänderung der Dienstordnung. 2. Das Abkommen mit den Kassenärzten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Otto Gronau, Vorsitzender. H. Nätebusch, Schriftführer� aektung I llfl Achtung i Ui alle in Zigaretten- qnö IßüaniettieDen deUglkiglen mannet nnd Stauen aUI tagt am Freitag, den 3. September, nachmittags£**. im Lokal Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee lyl (Ine InKteWe Betiaraiung Die Tagesordnung lautet: Die Bedeutung der»olitifcheu Arbeiterrate« Reserenlen: H. Heckert, H. Slenmann. Pllnktlich und zahlreich zu erscheinen ersucht Der Einberufe� vesnsli-DgaraNsn nur aus reine» srlentallschen Tabaken hergestellt Zigarettenfabrik Desnoli, Berlin N37, Schwedter Str. 13.(Humboldt 4363 u. 1366) Emin Pascha 30 Pfg._ Nr. 362 Beilage zur„Freiheit" Donnerstag, 2. September 1920 ''�ung des Berichts aus der gestrigen Abend-Ausgabe.) Crispien(fortfahrend): 8ieoifr.?!?'�fi,3fraÖe lagt, die U. S. P. nenne die Teilnahme an der d« K �° �"demann eine historische Tatsache, die sich aus Mamtf f• l*5? Verhältnissen ergeben habe. Ob es der Delegation talin,, m die grögte Organisation der U. S. P., nämlich die �illiniL� � 5 Organisation, damals schon in Opposition zu der Ti- V.°.5" der Regierung gestanden habe. U.T Nr».Frage beschäftigt sich mit der Verantwortung der h>'lid' � lur die Ausweisung der russischen Vertretung aus Deutsch- tallli, r10"� darin gefragt, ob der Delegation bekannt sei, daß 'tobe m.irm dir Gctreidesenduug aus Rußland deswegen abgelehnt , Amerika Eetreidcscndungen versprochen habe. Die viert- teiks Ifvit sich mit den Verhältnissen iu der Zeit des General- «b g-'» ,?. lünste Frage enthielt die Anfrage an die Delegation. /ur möglich halte, daß in Deutschland die Diktatur deS leiben lo durchzuführen sei, daß Uuschuldige nicht darunter zu lonki Die sechste Frage verlangt von der Delegation Aus- iffi's f?,nL'„ot> fte es für möglich halte, die bürgerliche Wirtschaft »iinU, der Revolution ausrecht zu erhalten. Die siebente Frage fyffltt!:, l,cn der Delegation zu wissen, welche Mittel sie zu ihrer tocnw® �ur Ausführung der Revolution ohne Bürgerkrieg an- >>i>,.,.,.mo>e. Die achte Frage, die sich mit der Zukunft beschäftigt, Eie hin I? wissen, mit welchen Mitteln will die U. S. P. siegen. die Anwendung von Massenaktionen für notwendig. Ist �i—.�uch der bewaffnete Aufstand gemeint? Hält die Delc- Die Reichskonferenz der A.S.P.D. die batunl.,' Anwendung von Masseuaklionen für notwendig. ßotiott auch der bewaffnete Aufstand gemeint? Hält die Z h.S N �'ür notwendig, und welche Vorbereitungen hat Ez ai getroffen? Und j,1"'»och weitere Fragen gestellt worden von L e v y von den deutschen Kommunisten und von ta,i(>nn, t'£,n bcn italienische» Sozialisten. Von einer sofortigen !°lle."'"g aller dieser Fragen wurde Abstand genommen, das die'sju einer weiteren Sitzung geschehen. Ueber die Frage, ob »>esk»- Delegation mit dem Antwortschreiben einverstanden gc Hö-t> wnnte keine Einigung erzielt werden.«lVkikmttcS.Rört bic«ij.VUritf: Stoecker.) Crispien schildert (Lebhaftes Hört! dann ausführlich spielte! nicht ganz einwandfreie Rolle, die der Genosse Stoecker dabei Die Besprechung verlief ohne Resultat. *7CT7fl.| vytw— Ntichs,(|r. daraus folgenden Sitzung des Exekutivkomitees hielt zu- .polstii».» größeres Referat, das die Wichtigkeit der N,/--..Partei hervorhob und in allen wesentlichen Teilen mit Ein'ra|lunÖcn der U. S. P. D. übereinstimmte. >. e weii--,-- n� des Exekutivkomitees fand am 24. Juli Rat)£ �c'tcre Sil, WW» 1�.7 oei der die Leitsätze der dritten Internationale angenommen 'lulivkomitees zugestanden worden fei. .Älich wurde die Zulassung der Delegation zu den Kom- Mb-j« beschlossen. In einer Sitzung der Kommission zur Aus- tiirti»" �et Aufnahinebedingunaen in die dritte Internationale h von Radek noch einmal das ganze Sündenregister der -p. D. verlesen. Ebenso griff S i n o w j e w die U. S. P. D. ........." Ü Hu"•"ot-- rte 0�**v| VV uuvr; �v�viv i-jz QU3 dx, �drtej auszuschließenden Genossen, da dies der Einheitlichkeit -.proletarischen Bewegung große Gefahr bringe. «5"?ch sprach Trotzki mit aller Deutlichkeit aus, daß man U�n-r Spaltung der U. S. P. D. bringen müsse. In einer Pg,,..sp.Citzung legte S�inowjew den Antrag Lenins vor, alle n-sst��nzen der ll. P. D. zu Zweidritteln mit solchen Ee- sun? unannehmbar seien. Der Antrag fand dann aber mit die Vr yen drei bei zwei Stimmenthaltungen Annahme. Gegen Poll o�podte sich auch S e r r a t i, der diese für Widerspruchs- Silin-?- e- 3" einer fünften Sitzung des Exekutivkomitees sprach .tafiw ,! e w- Hierbei erklärte er es für unmöglich, mit den sHreib?.. � P- D. zufainmenzuarbeiten. Das Antwort- Ä-ij,,, ber!l. S. P. D. deute auf Ententeorientierung hin. Schern" auf ,bie französische, schweizerische, italienische und �gei�sn» sprechen. An allen der dritten Internationale piurd,? Parteien übte er schärfste Kritik. Bei den meisten opportunistische Politik getrieben, die r:',,—">>-»- ktzl der dritten Internationale sich mit den Grund- unmöglich vereinbaren ließe. Die schwere Stunde Roma» .% 0 , von Victor Panin �iele weinten, schluchzten laut und hysterisch... und über >nen AZangen rollten Tränen hinunter... diesem Äugenblicke war ich einem Wahnsinnigen gleich: z,.. Seele war voll Entzücken, das an Ekstase grenzte, ich ,:„9ag meine ganze graue, qualyolle Vergangenheit, und mit >0« nQch innen gekehrten Blick umfaßte ich die ganze Erde. ? von einem neuen, buntglißernden Licht bestrahlte Leben. i�vNge noch zerrten sie mich hin und her, umarmten sie mich, „Men mir die Hände, die Wangen, ich fühlte aber nichts. Ich ii?? im Traum, von einer Ekstase ergriffen, ich war von Fvt Leben abwesend, ich schwebte hoch... >. plötzlich drang in das Däinmerlicht, das in der Gefängnis- Uvi herrschte, ein leises Abendgelüute, das die Schatten ''Icheuchte, sie in Schwingung versetzte: es tönte weich an „'ne Brust, mich zum Leben rufend. Ich schaute umher, alle iW.n fortgegangen, die Kanzlei war leer, und von Abend- Hutten angefüllt, erschien sie so ungemütlich... Aber der ,„?Ng der Glocken von einem entfernten Kirchenturm strömte z, 9 strömte immerfort,— es war ein leises Abendgeläutc, .(ches in meiner Brust neue, mir bisher unbekannte Saiten 'Mern ließ. jw? fühlte, daß ich niedergebrochen war, ich empfand ein 'vyl, als hätte jemand meine Seele mit heilsamem Wasser Oorj)»' a�s � dadurch reiner, besser, gütiger ge- llnh Cjn freudiges Licht erleuchtete, leise brennend, meme Ue, und ich fühlte so deutlich das unlösliche Band, das mit der ganzen Menschheit vereinigte. Und ich wollte die Mc leidende Welt uinarmen, an meine Brust drücken und � Reue sagen: bin dir ja nicht ein Wolf, sondern ein Bruder, ein leib- � Bruder, der bereit ist, sein ganzes Leben dir zum Opfer 'bringen, der bereit ist, zu leiden und zu kämpfen, um dir / Eliick zu erobern... Die Stunde deiner Geburt sei segnet! -Las Abendgeläute tönte und tönte immer fort, traurig an- M'g über der verwundeten Erde schwebend, die ermüdeten � vor Kummer und Eram gebeugten Menschen an andere, lichte Welten erinnernd... Instinktiv fiel ich auf die Knie nieder, kreuzte beide Hände , der Brust und andächtig den Kopf gebeugt, verschmolz '• ohne Gedanken, ohne Worte, mit dem Geiste der Erde, Ferner machten hierbei Vertreter der verschiedenen Parteien Mit- teilungen. Meyer(Deutschland) meinte, der ll. S. P. D. stehe die Organisation höher als die Revolution. Ledebour habe die Diktatur verworfen. Auf die Leiter der Partei seien keine Er- Wartungen zu setzen. Auch Münzenberg trat der Aufnahme der ll. S. P. scharf entgegen. Dann sprach Crispien. Er warnte vor den auf eine Spaltung der ll. S. P. D. gesetzten Hoff- nungen und erinnerte an die Rede Sinowiews, in welcher er keine einzige bisher der dritten Internationale angehörenden Partei — außer der russischen— als würdig befunden habe. Die ll. S. P. D. sei eine durchaus revolutionäre Partei und würde dies ungeachtet aller Beschlüsse des Kongresses bleiben. S e r r a t i ver- teidigte die U. S. P. D. Sie sei in keiner Weise mit der französi- schen Partei gleichzusetzen. Dann sprach Lenin. Er warf vor, Ledebour verwerfe den Terror, Trispicn habe gesprochen wie ein Sozialpazifist. D L u m i g wies diese Angriff- dann in ihren hauplsächlichsten Teilen zurück. In Einzelheiten sei die Kritik be- rechtigt. S i n o w j e w teilte mit, daß Rühle und M e r g e s von der K. A. P. D. eine Beteiligung an dem Kongreß abgelehnt hätten, weil sie die Leitsätze der dritten Internationale als oppor- tunistifch verwerfen. Wynkop befürwortete die Thesen und meinte, nach Anhören der Genossen D ä u m i g und Stoecker habe er alle Hoffnungen auf die Linke innerhalb der U. S. P. D. ausgegeben. In der 7. In der 7. Sitzung sprach Bucharin über Parlamentarismus. Am 23. Juli fand dann die zweite Vollsitzung des Kongresses statt, die über die Notwendigkeit volitischer Parteien debattierte. Referent war S i n o w j e w, dessen Ausführungen sich völlig mit dem deckten, was ich selbst einmal über diese Frage ausführte. Die politischen Parteien seien die einzigen, die den revolutionären Kampf durchführen können. Das ganze war ein U. S. P.- Referat, wie eS jeder rechte Führer halte» kann. Eine Rede H e n k e s wurde von S i n o w j e w als rechtssozialistisch bezeichnet, trotzdem sogar Klara Zetkin dc» Genossen Henke damals zu dieser Rede be- glückwünscht hatte. In der DiSnission sprach Genosse Serrati, der ausführte, daß man auf dem Kongreß nicht nnr Stellung nehme gegen den OpportnniSmns. den Reformis- mus, sondern auch gegen Syndtkalismns, Jndi» vidualismus und Anarchismus. Darauf sagte Trotzky, er verhandele lieber mit spanischen Syndikaltsten. holländischen Anarchisten als mit Scheide mann und K a u t L k y. In d-r Boll- sitzung wurden die Leitsätze über die poltlischen Parteien angenommen. Der 24. Juli brachte die dritte Vollsitzung des Kongresses mit dem Bericht von Stnowjew über die Leitsätze der K. P. D. Man wolle Syndikalisten und Anarchisten in den Reihe» haben, damit sie tögltch mehr Kommunisten ivürdcu. ES wmden sieben Kommissionen über die Thesen eingesetzt. Es entstand die Frage, was geschieht mit den U. S. P.- Delegierten. Sollten sie in diese Kommissionen hinein. Es war ihnen beratende Stimme zu- gesagt worden. Nur Holland, Wynkopp, wandle sich wieder dagegen, daß die U. S. P.- Delegation in den Kommissionen vertreten sein solle. Radek war dafür, G u i l d c a u x war dagegen. Die Sitnation ivar so, daß Däumtg aufsprang, an das Rednerpult eilte und in den Saal donnerte, er verwahre sich dagegen, daß die ll. S. P. nicht als revolutionär gelte» solle. Wyn- kopp erhob nochmals Widerspruch. Sinowjew antwortete ihm aber, daß die U. S. P. trotz ihres rechten Flügels eine große Massenpartei sei, daß aber Wynkopp in 15 jähriger Arbeit nicht mehr als 1600 Menschen um sich geschart habe. ES wurde dann beschlossen, uns an der Kommissionsarbeit teil- nehmen zu lasse». Wir beschränkten unS auf die eine Kommisston, in der dt« An- schlußbedinaungcn beraten wurden. Nachmals wurde dann daS ganze Sündenregister der U. S. P. aufgezogen. D i ß m a n n betriebe eine Gewerkschaftspolitik wie Legten, er sei kein Revo- lutionär. Auf unsere Einwendung, daß die K. P. D. t» Deutschland in der revolutionären Periode auch keine andere Politik getrieben Hab» als die U. S. P., erklärte Sinowjew, die K. P. D. habe alle Entschuldigung für sich, sie sei eine kleine Partei. D i ß m a u n werde unter keinen Umständen tu die S. Internationale aufgenommen werden... Meyer, der deutsche Kommunist, wie? daraus hin. daß die deutsche Delegation doch gespalten sei, daDäumigundStoecker immer schwiegen und nur CriSpien und Ditt- mann redeten. Dittmaun wandte sich dagegen, daß iu die Bedingungen aufgenommen werde, daß man den bewaffneten Auf- stand vorbereite. So etwas tut man,, lege es aber der breiten Oefimtlichkeit nicht vor. Wir wollen Vicht die Partei dem Kapl» talismuS als Freiwild ausliefern. Denn in diesem Falle wären die Massen der kapitalistischen kilassenjusttz ausgeliefert. Wir ivollen nicht die Grundsätze über die illegalen Organisationen in die Bedingungen aufnehmen. Anch Daumig und Stoecker stimmten uns bei in der Sache, llnscr Einwand machte Eindruck in der Kommisston. Es wurde eine Unterkommission gebildet, in der Dittmann delegiert wurde, um eine Formultertin« zn finden, die anch für Deutschland annehmbar wäre. Ick selbst habe dann die Acnßerung L e d e b o u r s auf dem Leipziger Parteitag richtiggestellt. Was man heute in Rußland pro- pagieren kaim. wo kein ernsthafter Gegner mehr gegenübersteht, das ist m Deutschland unmöglich. Däumig spricht von den beiden Strömungen in der Partei und meint, daß der linke Flüael jetzt gestärkt sei. Er wandte sich aber entschieden gegen eine Namensliste, da sie den Anschluß umnöglich mache. Trotzki hielt eine heftige Rede gegen die U.S. P., die Freiheit- Redaktion und die ganze Parteipresse. Die Sval- t u n g der ll. S. P. müsse kommen. Trotzki plädiert für daS schärfste Programm, damit die Führer unschädlich gemacht iverden. Wir bemühten uns in cincr weiteren Sitzung, die Naniensliste zu verhindern. Sinowjew brachte so leichthin einen Antrag Lenins zur Kenntnis, daß im Zentral- vorstand der lt. S. P. zwei Drittel der Mitglieder nur ans solchen Porsoncii bestehen dürfen, die schon vor dem 2. Kongreß der 3. Internationale für den bedinanngsloscu Anschluß waren. Wir erklärten alle vier einstimmig, daß daran alles scheitere. Das machte Eindruck. Trotzdem wurde der Antrag in der Kommission an- genommen. Wir nahmen an, daß der Kongreß selbst zu einer anderen Stellungnahme kommen werde und verhandelten weiter/ Am 26. Juli tagte der Kongreß weiter. Vorher war die Dele- galion unter sich zusammengekommen, und hier kam Stoecker da- mit heraus, daß Sinowjew doch nicht ganz Unrecht habe, daß Dittmann und ich imscre Partei doch zu vollkommen hingestellt haben, und daß er nicht mit uns einverstanden sei. Crispien wandte sich mit äußerster Schärfe gegen das Gebahren S t o c ck e r s untcr dem lebhasten Beifall der Anwesende». Er wies besonders auch auf die gemeinsamen Unterhanolungen Stoeckcrs und Wilhelm Herzogs hin, waS von feiten Herzogs, der in der Konferenz anwesend war, erregte Zwischenrufe vcranlaßte. Eine scharse Rede hielt Sinowjew gegen die politischen Arbeiterräte. Er bezeichnete sie in vielen Füllen als objektiv konterrevolutionär. Nach diesen Sitzungen trat die Delegation der U.S. P. noch ein- mal zusamnien, um über eine gemeinsame Erklärung zu beraten.: Ein von Dittmaun vorgelegter Entwurf wurde von Däumig und Stoecker abgelehnt. Da eine Verständigung hierüber nicht zn erzielen war, so wnrde von der Abgabe einer Erklärung ganz Abstand genommen. In diesem Moment brachte Dittmann die Mit- leilung, daß von der Snbkommssston alle aus den Aufnahmebe- dingnngen herausgenommenen Schärfen in weit stärkerem Maße wieder eingesetzt waren und iu der veröffentlichten Form zur An- nähme gelangten. Im weiteren Verlans deS Berichts kommt CriSpien auch auf den am 4. August in der„Hamburger Bolkszeitung" erschienenen Funk- spruch Wilhelm Herzog« zu spreche«. Er brandmarkt solche Machenschaften als hinterhältig und verwirrend. „Zusammenfassend muß ich sagen", so fuhr CriSpien fort,„daß bei geschlossenem Auftreten der Deleganon die Verhandlungen zu einem Ziele hätten führen müssen. Wer die Bedingungen der dritten Internationale annehme, der müsse sich die Taktik der deutschen Kommmsisteu zu eigen machen. Wohin das führen könne, der möge das daran-rm-ssen, daß in Deutschland von den Kommunisten jetzt Propaganda für den Krieg gegen Frankreich entfaltet ipird. Die U. S. P. habe eine Weltmission. Sozialisten der ganzen Welt schauen aus die deutsche ll. S. P. Tie Moskauer Internationale ist keine Internationale. Mit Ausnahme der scharf kritisierten italienischen Partei und der skandinavischen Parteien gehörten ihr nur kleine verschwindende Gruppen an. Lenin lebe in dem falschen Wahn, von Rußland ans die Weltrevolution betreiben zu können. Dieser falschen Auf- fassung müsse entgegengetreten werden. Unsere Ausgabe sei die Zusammenfassung de« gesamten revolutionären Proletariats. NichlS sei seinem Kampfe um die Befreiung gefährlicher als der Zerfall in Sekten." Genosse Crispien schloß seinen zweieinhalbstündige Ausführungen iu der Zuversicht, daß die Unabhängige Sozialdemokratie auch diese Krise nicht nur überstehen, sondern klarer, geschlossener und einiger den« je aus ihr hervorgehen werde(Lebhafter Beifall). der mit erhabener Macht das Leben geschaffen hat, und die Menschen auf den unbekannten Wegen leitet.«»« „ll— uh?" erweckte mich ein sonderbarer Ausruf, ber von der Tür der Kanzlei herüberschallte,„ist da jemand?" hörte ich Oljas Stimme,„Ach Gott, ich sehe ja gar nichts!" fügte sie hinzu, tastend in die fast dunkle Kanzlei tretend. Ich nahm meine Kräfte zusammen, stand eilig auf, betastete die Wand, um den elektrischen Knopf zu finden. Außer Atem lief Olja auf mich zu, erfaßte meine beiden Arme über dem Ellbogen und sagte, sich überhaspelnd und stockend: „Komme schnell, Wowa ruft dich!" und ohne mir Zeit zu geben, zur Besinnung zu kommen, zog sie mich zur Türe hin. Ich fragte:„Stirbt er?«... Verlegen wandte sie den Kopf weg, schüttelte aber ver- neinend den Kopf und fügte mit bebender Stimme hinzu: „Was fällt dir ein... er ruft bloß!" Sie blickte auf mich, ich hatte keine Mütze auf, sie ging selbst, sie zu suchen, konnte sie aber nicht finden. Dann kehrte sie zu mir zurück, trat dicht an mich heran. „Komm! Ich will dir wenigstens die Haare zurechtlegen", und mit ihren dünnen, abgemagerten Fingern begann sie zerzausten, grauen Haare zu glätten. Plötzlich trat sie Schritt zurück, schlug die Hände zusammen, und ver- meine einen flocht die Finger. „Was fehlt dir? Du hast ein so merkwürdiges Gesicht!" sagte sie, trat wieder einen Schritt nach vorne, beugte sich dicht über mein Gesicht und fügte hinzu: „Das Gesicht eines Heiligen! Auf dem Heimwege erzählte ich ihr, wie ich die Türen des Gefängnisses geöffnet habe: der Zustand der Begeisterung verließ mich nicht, ich konnte die Wirklichkeit nicht verstehen, nicht erfassen. Es kam mir ganz unmöglich vor, daß Wowa in diesem Augenblicke sterben könne... Wenn die Türen der Ee- fängnisse sich öffnen, wenn die Fesseln reißen, wenn die Gräber sich auftun, wenn der bisher tote Mensch aufersteht, dann ist es doch nicht möglich, daß Wowa, mein Wowa, stirbt!... Der Tod ist ja weit zurückgetreten, der Tod ist nicht mehr möglich, da der Auferstandene den Tod besiegt hat... Ich redete so zu Olja. aber sie zog mich, meinen Arm haltend, kräftig und eilig vorwärts, wobei ich zuweilen über die Schneehaufen auf dem Trottoir stolperte. Zärtlich und mütterlich wiederholte sie von Zeit zu Zeit: „Komm nur, komm, mein Guter, gequält bist du, das Leben hat dich arg mitgenommen", und so viel Mitleid und Tränen waren in diesen Worten verborgen. In der Stube des Hausknechts traf ich den Arzt an, der gerade im Begriff war, fortzugehen. Schweigend, ftagend blickte ich ihn an. Schweigend drückte er mir fest die Hand,! zuckte die Achseln, als wollte er eine Last abschütteln, und sagte, indem er vermied, mir in die Augen zu sehen: „Was kann ich da helfen? Du weißt ja selbst, daß es schlecht geht, hier ist keine Krankheit, das ist Hunger. Wenn man ein wenig Milch oder Eier herbeischaffen könnte... Ich trat an Wowas Bett, das schwach durch das Licht der kleinen Petroleumlampe erleuchtet war. Er warf sich im' Fieber hin und her, bald undeutlich phantasierend, bald schwer, herzzerreißend stöhnend. Das Kindernäschen hatte sich zugespitzt, die bleichen Wangen sind tief eingefallen, und ich sah, wie an der Ctirne die Haut an den Knochen klebte, die kleinsten Adern unter der Haut waren ganz deutlich zu sehen. Ich faßte ihn bei der Hand, ich rief ihn bei seinem Namen, aber er erkannte mich nicht. Und in diesem Augen-' blicke wurde es mir zum ersten Male im Leben klar, wie ein unschuldiges Kind vor Hunger sterben kann. In meiner Seele war weder Empörung, noch Haß, noch Bosheit... E» war, als hätte man alles aus meiner Brust ausgeschnitten, alles herausgenommen, leer war es dort, ich hatte nichts mehr, womit ich fühlen konnte, ich hatte nichts mehr zu fühlen. Ick dachte: „Hat wohl Clcmenceau auch einen vor Hunger sterbenden Sohn? Wenn man ihn hierher führte und ihn an Wowas Bett stellte, würde sich dann vielleicht das Herz dieses alten Henkers erweichen, würde er wohl meinen Wowa ein Stück Brot geben? Ein Stück Brot und ein wenig Milch würden genügen, um das Leben meines Jungen zu retten.. Der Gedanke an Milch durchzuckte mich. I'i, dachte: Ich bin ja der Vater, ich muß kämpfen, ich werde versuchen. meinen Wowa zu retten, ich werde Much für ihn finden. Ja, unbedingt werde ich welche finden,— und ich stürzte� nach meiner Mütze zu suchen, als sei das die allerwlchtigste Sache in diesem Äugenblicke, als. hinge davon die Losung der Frage ab. Ich konnto-aber meine Äiutze nicht finden. „Was suchst du?" fragte Olza. "Du"hast ficla im Gefängnis vergessen!" D�'suchte�ch�auf dem Kleiderhaken nach der Mütze des Guten Menschen, stülpte sie auf und ging zur Türe. Olja. stürzte mir nach: unter dem Torbogen, in der Dunkelheit. hängte sie sich ani meinen Arm. mich zurückhaltend:„Wohin?" »Laß mich, ich gehe nach Kolomna zu, ich werde Milch finden, verstehst du, er braucht Milch, der Zunge wird ja ohne Milch sterben!" „Ob du wohl welche finden wirst?" sagte sie mit zweifeln« der Stimme, ohne meine Hand loszulassen, (Fortsetzung folgt.) Dauwigs Korreferat AlS Korreferent spricht Däuinig. Aus der ganzen politischen Konstellation der Welt und insbesondere Deutschlands habe fiuj für ihn die Notivcndigkeit des Anschluffes an die dritte Jnter- nationale ergeben. Crispien habe mit aller Sorgfalt das zu- sammengetragen, was gegen dm Anschluß sprechen könne. Genosse Crispien habe daher nachdrücklich auf die Uneinigkeit der Dete- gation hingewiesen. Gegenüber den von Crispien eingflochtenen Bemerkungen gegen S t o e ck e r erkläre er sich solidarisch mit Stoecker. Durch die Aufsätze CriSpiens. insbesondere durch seinen Bericht, sei «un Klarheit geschaffen. Die Aufnahmebedingungen haben Geltung für alle Parteien und find nicht nur für die U. S. P. zusammen- gestellt worden. D ä u n» i g unterzieht die politische Lage einer näheren Betrachtung. Es sei Tatsache, daß augenblicklich Viußland in der dritten Jnteruationale ein Uebergewicht besitze. Vom marxistischen Standpunkt aus sei gegen die Thesen der dritten Jnter- nationale kann» ctwaö einzuwenden. Die Position der Delegation cväre sicherlich bester gewesen, wenn sie mit einer einheitlichen Willenserklärung hingekommen wäre. Wir haben in Moskau gesehen, daß ein Auseinanderhalten von Sowjetrußlaud und de» Problemen der dritten Internationale nicht in Arage kommen kann. Die große Masse in Rußland sei natürlich nicht liolschewiscisch durchgebildet. Es sei falsch, den russischen Kommunisten wegen ihrer Agrarpolitik Opportunismus vor- zuwerfen. C ach in und F r o i s a r d hätten erklärt, daß, wenn in Leipzig die U. S. P. den Anschluß an die dritte Internationale beschlossen hätte, auch de? französischen Partei die Eulschließung er- leichtert worden sei. Deutschland sei heute das Borgelände im Kampfe des EutenteKapitals gegen den Bolschewismus fcworden. Ar>s dieser Tatsache lönuten sich die schwersten Kon- ikte ergebe». Die Partei dürfe sich nicht länger zum Garant?» des Bersailler Jricdcr.Svcrtragcs hergeben. Cachin und Froffard bilden den Beweis, wie wenig die Russen sich a» Bororteilc klammern. Cachin gehörte während des Krieges zu den entschiedenst?» Kriegspolitikern und reiste im Austrage der französischen Regierung nach dem damals zaristischen Rußland. Cachin hat erklärt, daß er die Spaltung seiner Partei wünscht, wobei mar, berücksichtige» muß, daß in der sranzöstscher» Partei noch die Scheidemänner vorherrschen. Däumig ivcnder sich gegen die Darstellung Crispiens, daß die bekannten Namen aus- geschloffen werden müßten. Die russischen Kommunisten hätten erklärt, daß sie das den Parteien überlassen.(Heftige Unruhe und Zwischenrufe: Das steht doch in den Bedingungen.) Däumig stellt die Behailph'.nq auf, daß die Mo-kancr kein sormal-juristisches Heilgericht über die Genoffen beabsichtigen.(Erneute Zwischen- rufe.) Es wird allerdings eine theoretische Klärung der Partei verlangt. Tie weitere Eutwickeluug wird ja zeigen, ob meine oder CrispienL Auffassungen richtig sind. Abcr wir können nicht unbc- teiligt zusehen, wir muffen aktiv eingreifen. Das Versumpfen nnd Versanden der revolutionären Entwicklung in Deutschland er- möglicht es dem WcllkapitaltSmus, gegen Sowjetrußland vorzugehen. ES ist einfach undenkbar, daß in Zukunft nach einem vollzogeneu Anschluß eine Kräftcvcrgclidnng in Auseinandersetzungen mit der K. P.D. vor sich gehe» kann. Ich will gerade unsere starke Partei in die 8. Internationale bringen, um mit ihrem Schwergewicht auch die Poliiik der deutschen Kommunisten zu becinflussen. Allerdings in der 3. Internationale kann eine Meinungsfreiheit im alten demokratischen Sinne nicht herrschen. Uebcr die Grundlagen darf eS keine Meinungsverschiedenheiten geben, wobei selbstverständlich über organisatorlsche und taktische Dinge diskutiert werden laun. Däumig erklärt, daß er nach wie vor dabei bleibt, daß die Forderungen aus straffe Zentralisation und Organisation berechtigt sind und alle anderen Fragen so aufgefaßt werden müssen, wie sie die Russen auffassen, nämlich als Enlwickkungssacho. OrganisationLformon sind historisä, bedingt. Unsere freiere Organt- saiion gegenüber dem bureankratisch-roaktionäreu Zentralismus der alten Partei Hatto deshalb ihre Berechtigung. Dt« Frage der Orga« nisatiou beirisst aber alle Parteien und wir haben zu prüfen, ob die ausländischen Parteien unS nicht auch hierin wieder zuvor» kommen. Alle Thesen find in marxistischem Geiste getragen, bringen allen Parteien ernste Verpflichtungen. Däumig weist be- sonders ans die These» über die Koionialpolitik hin, die die Parteien der Kolonialländer verpflichten, sich mit de» Problemen aus- einandcrzusetzen. Er weist auch weiter auf die Erschiiiterung der englischen Weltherrschaft in Asien hin, die es mit sich bringt, daß man in der driiten Internationale mit Parteien nnd Personen zu tun hat, die nicht als sozia'.istische anzusprechen sind. Die ftan- zösischen und englischen Parteien haben nicht die geringsten Er- sahrungen in der illegalen Organisation. Däumig schildert dann die Umstände, wie tu der letzten Sitzung plötzlich alle jene Schürfen wieder in die Bedingungen kamen, die vorher entfernt wurden. Radok habe zugegeben, das sei vorzugs- weise wegen deS Verhaltens der Genossen Crispien nnd Dittmann geschehe». Wir haben stet? den Nüssen gegenüber die Veraut- wortung für unser Antwortschreiben übernommen. Aber nach der neuen Situation bin ich der Ansicht, daß die Partei klar und scharf ihren Standpunkt präzisiert. Es heißt jetzt Stellung nehmen- fiir oder gegen die dritte Internationale. Für mich kann cS nur Heipen: für die dritte Internationale. Voraussetzung für den Anschluß ist natürlich das Bekenntnis zur Diktatur de» Proletariats und deren Vorbereitung. Aber der Parteitag muß sich erklären, ob die Richtung Kautsky, Hilferding immer»och in der Partei eine Rolle spielt. Die Russen weisen daraufhin, daß die Auffassung KautSkyS immer noch gilt als die Ansicht der Un- abhängig?» Partei Deutschlands, daß sie gelte zur Rechtfertigung Judcnitsch, DcnikinS, Koltfchaks u. a. Däumig seht sich auch mit Hilferding auseinander, der die internationale Verbindung skeptisch betraciilet. Hilferding bat die Partei nicht in konscquent-revolutionärem Sinne geführt.(Zuruf: Däumig ist doch Vorsitzender.) Ja, abcr Hilferdtng nimmt an ollen Sitzungen teil und beeinflußt sie entscheidend. Hilserding hat die Bcravkcrnng der Räte in der Verfassung pro- pagiert. er hat auf denk Leipziger Parteitag Ausführungen über die Weltlage gemacht, die durchaus nicht der Situation culsprachcn, er hat im März die Verhandlungen mit Legten geleitet und mit dazu beigetragen, daß der Generalstreik abgebrochen wurde. Nach der Klärung der theoretischen Grundlage der Partei wird die Brücke geschlagen sein, die uns mit der 3. Jnter- nationale verbindet. Ueber- die Einzelfragen hinaus steht für mich fest, daß an der Tatsache des Anschlusses selbst nicht gerüttelt werden kann. Ich für meinen Teil bleibe unbekümmert um alles bei der festen Nebcrzcngunz, da? Schicksal der deutschen Ncuolution, d?r Weltrevolution, der Unabhängigen Partei wird eng vetbunden sein mit der 3. Internationale. Dittmauns Referat Als Dritter spricht Gen. Dittmann: Ueber den größten Teil der Ausführungen Däumigs besteht innerhalb der Partei keinerlei Zwiespalt. Wir sind vom ersten Beginn der Machtergreifung der Bolschewiki an für ihre Unterstützung eingetreten. Aber es gibt Genossen, die schon jede Kritik an deren Politik als Verrat be- trachten. Es ist notwendig, daß man sich über die Erundlage der bolschewistischen Herrschaft klar werde und daß man prüft, ob diese selben Grundlagen auch in den andern Landern gegeben sind. In Nußland sind durch die Schuld des Zarismus 7Z Prozent der Vevölkerupg stumpf und dumpf, deren Intcregen größtenteils durch Gewährung von Vorteilen(Zuweisung von Land, Enthebung von der Cteuervslicht usw.) befriedigt werden konnten. Die rns- fischen Führer-hätten selbst zugegeben, daß die,? Massen keine Kommunisten sind, sondern noch van agrarisaien,-leinbürgerkichen Anschauungen befangen sind. Ein. klassenbewußtes Industrie- Proletariat habe es in Rußland nicht gegeben.� Als dann nach der Machtergreifung durch die Bolschewiki Lencn die Parole zur Enteignung der Enteigner herausgab, folgten diese stumpfen Massen dieser Aufforderung natürlich sofort. Aber aus diesem Wege ließ sich kein Kommunismus ausbauen. Daher werde jetzt versucht, Viesen von obenher zu dekretieren. Das habe zu einem unglaublichen Anschwellen des Bsamtsnapparates geführt. In den russischen Bureaus, wie im Heere, seien die reaktionärsten Beamten und Offiziere tätig, die eine ständige Bedrohung der Sswsetmacht bilden. Die Kuktuvlosigkeit und die Passivität der breiten Massen bilde die Erundlage Sowjetrußlands. Rußland brauche zu seinem Weiterbestand die Weltrevolution. Im besonderen erwarte Nußland von jeder Krise eine inter- nationale Zujtoitzung. In der ersten Sitzung habe Lenin in den einleitenden Worten gesagt, daß die von ihm aufgestellten Thesen nur eine Vorbereitung des russischen Versuchs zur Ausrich« tnnq des Kommunismus bedeuten. Aber die Voraussetzungen in Westeuropa, insbesondere in Deutschland seien vollständig ver- schieden von denen Rußlands. Vor allem seien die Arbeiter- massen in Deutschland weiter durchpolitisiert und niemals mit den Massen Nußlands zu vergleichen. Das deutsche Proletariat würde darum die Diltatnr einer kleinen Fiihmtlique ablehnen und sich gegen die ihm zugemutete Selbstausschaltung auflehnen. Wohin solche Diktatur der Internationale führen muh. das zeige ein Beispiel der österreichischen Kommunisten. Diese Hütten beschlossen gehabt, sich an den nächsten Wahlen nicht zu beteiligen. Lenin und Trotzky hätten diesem Beschluß zugestimmt, aber das Exekutivkomitee habe anders entschieden und den österreichischen Kommunisten die Beteiligung angeordnet. Aus Gesprächen mit Lenin sei außerdem hervorgegangen, daß dieser über die Lage in Deutschland völlig falsch orientiert sei. So habe er der Dele- gation scharfe Vorwürfe wegen ihrer Haltung beim Kapp-Putsch gemacht und die Auffassung geäußert, es hätte diese Situation zur Machtergreifung durch das deutsche Proletariat ausgenutzt werden müssen. Mehrere Parteien, welche ihren Anschluß an die 3. Jnter- nationale beschlossen hatten, seien abgewiesen worden. Darunter die Bulgaren., die Amerikaner um Debbs, Hillquitt und B e r g e r. Warum? Weil dort eine kleine kommunistische Gruppe bestehe, die wohl kaum jemals aus ihren Schattenseiten herausgelange. Wenn Däumig gesagt habe, man liefere durch die offenen Dar- legungen über Rußland Material für die antibolschewistische Liga, so sei demgegenüber zu erklären, daß dann jedem Genossen der Mund orrschlosseu würde. Es ist notwendig, daß das deutsche Proletariat vor Enttäuschungen bewahrt bleibe und daß die Dele- gation offen und frei über ihre Ersahrungen und Feststellungen in Rußland berichte. In seinem Referat erklärte Sinowjew, daß die dritte Jnter- nationale das Zusammenarbeiten mit dem„rechten" Flügel der II. S. P. D. ablehne. Daraus geht hervor, daß die Darlegungen Däumigs und Stoeckers, als sei an einen Ausschluß von Mitgliedern der U. S. P. D. nicht gedacht worden, irrig sind. Die Frasse heißt nicht:?ür oder gegen die dritte Internationale, sondern Vre Frage sei: sür oder gegen diese Aufnahmebedingungen. Mir wünschen eine Formulierung der Thesen, die wir in Deutschland vertreten und die wir auch erfüllen können. Gerade im Hinblick auf die Weltrevolution dürfte den einzelnen Par- teien die Autonomie nicht genommen werden. Die eigene Entschlußfähigkeit und Handlungsfreiheit dürfe ihnen unmöglich genommen werden. Aber in Moskau wolle man die Spaltung der ll. S. P. D. Wenn Däumig und Stoecker sich dieser Aus- schaltnng unterwerfen, ist das ihre Sache, aber ich muß eine solche Unterwerfung als Revolutionär und Proletarier ablehnen. Wir wollen aus unserer Partei keine Sekte machen. Wir wollen den Zeitpunkt unseres Handelns selbst bestimmen und uns diesen nicht von einer bestimmten Stelle vorschreiben lassen. Wir sind bereit. mit allen revolutionären Parteien zusammenzugehen, abcr wir dürfen uns nicht irgend einer Partennstanz unterwerfen.(Lebhafter Beifall.) Stoeckevs Rede russischen Genossen geleistet haben.(Es erhebt sich große Unruhe über Stoecker- Aeußerungen.) Er hält es für eine platte Selbst- Verständlichkeit, dag die rnssischen Formen nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragen werden können. Die Voraussetzungen für die proletarische Diktatur in Deutschland sind ganz andere als in Ruhland. Es kommt darauf an, au» den Lehren der rufst- scheu Revolution die Schlüsse für die deutschen Verhältnisse zu ziehen. Die Russen haben gerade in letzter Zeit ihre_Propa- ganda mit Erfolg auf das Land getragen, weil sie wissen, daß das zur Erhaltung der revolutionären Errungenschäften notwen- dia ist. Es bestand von je ein Unterschied zwischen der deutschen und russischen Betriebsführung, und das ist durch den vjährigen Krieg niaft besser geworden. Stoecker wendet sich scharf gegen Olbergs „Briefe aus Sowjetrußland", die alles kleinliche und häßliche mit Fleiß zusammentragen. Wir, Däumig und ich, haben in Leipzig schon erklärt, daß uns nichts Erunosätzliches trennt von der dritten Internationale. Stoecker wendet sich gegen Crispien und stellt richtig, daß er und Däumig sich am ersten Tage an den Arbeiten des Kongresses beteiligt haben. Die Verständigung scheiterte nicht an der Verantwortung für das Antwortschreiben. Die Russen fragten uns, ob es denn richtig sei, daß unsere Partei völlig einig sei, oder ob keine Meinungsverschiedenheiten bestehen. Stoecker verliest das Antwortschreiben, das er und Däumig ent- warfen haben. In diesem Schreiben werden die Ströniungen der Partei, die sich um die Begriffe Demokratie— Diktatur— Rätesystem bildeten, skizziert. Es ist in diesem Schreiben auch die Erklärung über die Verantwortung für das Antwortschreiben an das Exekutivkomitee der dritten Internationale enthalten. Die Erklärung besagt, daß das Antwortschreiben unter Zustim- mung des ganzen Zentralkomitees zustande gekommen ist. Stoecker nimmt d» rnspichen Kommunisten gegen den Vor- wurs des Opportunismus energisch in Schutz. Er hat den Ein- druck, daß die Russen auf unsere Partei viel Wert legen, daß sie aber befürchten, daß die reformistischen und opportuniftben Ele- mcnt« ihren Einfluß behalten. Sie wollen mit Recht verhindern. daß es so wird wie in der zweiten Internationale. Von den Be- b.nzung-n«st m Deutschland ein Zerrbild dargestellt worden, das kaum zu glauben ff:, Stoecker polemisiert andauernd gegen Dittmann und dessen Auslegung der Aufnahmebedingungen. Er halt den Bescyluß des Exekutivkomitees, daß die Oesterreicher sich gegen ihren Willen an den Parlamentswahlen zu beteiligen haben, lur durchaus gerechtfertigt. Es handelt sich nicht um den demo- kratlschen Grundcharakter unserer Organisation. Es handelt sich darum, daß die Russen in dreijährigem Kampf diesen nur de- stehen konnten durch die straffste Zentralisation in der Partei. In Rußland ist keine Bonzenwirtschaft. Es gibt keine Partei, die sobiel Bezirks- und Kreiskonferenzen abhält, wie die russischen Kommunisten. Stoecker geht dann auch zur Frage der illegalen Organisation über. Wir stehen heute in einer Situation, wo das Bürgertum sich wenig daran stört, ob wir illegale Organisationen haben oder nicht. Die Staatsanwälte pfeifen auf die Legalität oder die Illegalität, wenn es sich um Revolutionäre handelt. Di« ent- scheidende Frage ist die: Werden wir eine revolutionäre Partei. die sich nicht darauf beschränkt mitzugehen, sondern die Massen führt, dann gibt es kein Hindernis für den Anschluß. Das ist der fachliche Kern, um den es sich handelt. Stoecker übt heftige Kritik an der Schreibweise der„Freiheit", der„Leipzigee Volkszeitung" und einen Teil der Parteipresse. Er wird heftig unter- brachen, als er die Aufgaben der Redakteure darlegt, die sie seiner Meinung nach haben müßten. Die Frage der proletarischen Diktatur ist ein Kampfobjekt, um das wir- ringen. Darauf muß alles zu- gespitzt werden. Wir wollen Offenstvgeist in der deutschen Ar- beiterschaft. Die Frage des internationalen Bürgerkrieges steht sehr nahe vor uns, auch die politische Entscheidung in Deutsch- land. Wir wollen die Gewalt nicht vermeiden, nein, wir brau- chen sie, wir fordern unsere Parteigenossen auf, mit Gewaltmitteln gegen die Bourgeoisie vorzugehen.'' Es handelt sich auch darum, Stellung zu ne?)men gegen alle pazisistcschen Illusionen. Wir waren keine vorwärtsdrängende Partei. Auf Erimd der ökonomischen Verhältnisse brauchen wir eine Partei, die klar und deutlich ihre Richtlinien ausgibt. Ich dillige durchaus den Beschluß der Exckutioe, daß die Elemente, die grundsätzlich auf einem anderen Standpunkt stehen, die Par- tei verlassen. Man muß klar und offen aussprechen, daß Kautsky nicht mehr in unsere Partei gehört, trotzdem ich ihn persönlich achte und viel von ihn: gelernt habe. Nach der Rede des Ge- nossen Crispien steht hie Sache nicht mehr auf Anschluß, sondern auf Kampf gegen die dritte Internationale. Wir sind der% ficht, daß die dritte Internationale eine wahrhafte Inteawtw»» ist. Die Italiener, die Norweger, die Bulgaren, die Selben, st in ihren Ländern die entscheidenden soziallstischen Parteien. den Erklärungen Eachins und Frossarts habe ich und der nosse Däumig die feste Ueberzeugung, daß die französische P°� sich der dritten Internationale anschließen wird. � Wir stehen in Bälde vor den entscheidenden Kämpfe«. halb sage ich: So seh: wir im einzelnen gegen die Beding» sind, der Zusammenschluß mit der dritten Internationale nr e» bundertmal wichtiger als unbegueme Bedingungen. Wir eine große, starke Sektion der dritten Internationale. Wir«t, den den Kampf mit aller Energie und aller Entschiedenheu i- rem(Beifall.) Genosse Dittmann stellt in einer persönlichen Bemen»« verschiedene Aeußerungen Crispiens und Stoeckers richtffj. Darauf wird die Konferenz auf Donnerstag vertagt. Zum Kampfe um die Moskauel Von Benno Maaß. Nichts wäre schädlicher als mit vorgefaßter Meinung� die Moskauer Aufnahmebedingungen heranzugehen. Vor ff ist es ünerläßlich, sich über die Lage des deutschen Proleta« klar zu sein. Täuschen wir uns auch nur über eine Ader � Bewegung, so könnte dies verhängnisvoll werden.— Bedingungen liest, wird zunächst von der Schärfe des Ausd� peinlich berührt sein, hingegen wird die Prägnanz der Eeda* uns zweifellos Achtung abnötigen. Ein ganz anderes�'".', bekommt die Sache, wenn wir prüfen, ob unsere Moskauer Sstrii, selbst die Bedingungen restlos erfüllen, die sie bei Etabltt�' der— sagen wir— Kommunistischen Weltpartei den Ei» heischenden glauben auferlegen zu sollem Hierzu ein grundsätzliche Bemerkungen. � Die Stabilisierung der Sowjets war nur dadurch erreia?.. daß sie den obersten Fundamentalsatz des Kommunismus—. Abschaffung des Eigentums— brevi manu außer* setzten. Einzig und allein dadurch, daß sie den verhaßten b l grundbcsitz durch den von den politisch rückständigste«, menten heiß begehrten Kleingrundbesitz ersetzten, ko« � sie überhaupt nur zur Macht gelangen und wenn nicht all?. zeichen trügen, kommt diese Macht sofort ins Rutschen, sobald erkennt, und e i n g e st e h t, daß man sich an Geist und Ei«« kommunistischen Programms aufs• allerfchwerste vergangen J- Was dann? Die Tatsache, daß Millionen besitzloser t scher Bauern, durch die Räteregierung zu Besiv geworden, kann doch unmöglich aus der Welt talmudisiert wer, Und dennoch konnten sich die Moskauer Freunde den Puiw ihrer Aufnahmebedingungen nicht verkneifen. Dort wird systematische— und was genau dasselbe ist— p l a n m a li Agitation auf dem flachen Lande gefordert.„Die Arbeitert. vermag nicht zu siegen, wenn sie nicht die Landproletarier wenigstens einen Teil der ärmsten Bauern«' � sich und die Neutralität eines Teils der übrigen Dorfbevölkci■ Zentrums" zu enuarnen. iü i i|uueii uui� � Partei von den„einschleichenden kleinbürgerlichen Ele«� säubern". Und wissen und lehren, daß die Proletar-ßer des Kleinbürgertums reißende Fortschritte macht und uns neue Scharen in die Arme treibt Ja, liebe Moskauer Flk«" das versteh«, wer muß!. Der Fragen gibt? fast kein Ende. Wie kommunistisch und re� lutionär erhärtet durch Mannesehrenwort, hat sich der Edtf! gesandte, Wigdor Kopp, noch am 24. August zu einem � frager des„Berliner Tageblattes" geäußert?„Wir können feststellen, daß wir aus wirtschaftlichen Eründ em. diese Gründe bestimmen uns, einen russisch-polnischen Fr: benötigen..... daß wir an einen inneren Aufbau««? Landes schreiten werden, ohne in die Politik der lich gelegenen bürgerlichen Staaten einzugr.� fen.....„daß wir bei einem günstigen Abschluß der M>«'� igen, allgemeinen Verhandlungen auf einen b a l d i den mit den westeuropäischen Staaten rechnen können." � c Ausfrager warf hier ein, in gewissen deutschen Kreisen b?.-., die Befürchtung, daß Rußland sich bei einem eventuellen 3 j densschluß mit Deutschland nicht zur Einhaltung einer Ii chen Neutralität, das heißt zur Enthaltung von«l'. politischen Interventionen und Agitatio«. bereit erklären würde. Er erinnerte dabei an den Fall der einen deutlichen Beweis für die Auffassung Sowjetruß!�'. von politischer Neutralität bilde. Ich kann Ihnen darauf ff erwidern— bemerkte Herr Kopp, daß unsere Friede«. absichten durchaus ehrlich sind, und wir, da es liche Garantien überhaupt nicht gibt, uns auf die Bersta«° gung zwischen dem deutschen und dem russischen Vertreter«j lassen müssen. Wir hoffen, daß man einem Mannesehren». glauben wird. Dazu kommt noch in diesem Falle, daß Pj Bolschewismus durchaus nicht, wie immer irrtümlich behau:.. wird, an eine rapide Revolution in allen Staaten gebunden nnd wir die ruhige Entwicklung der Dinge abzuwarten wohl> stände sind!" � Ich habe diese Rekrimination hierher gesetzt, um zunächst dende« sen Genossen die Moskauer Freunde bei der p r a k t i f ch e n Ar« zu zeigen und zum andern, um bei den einsetzenden Verhand«� gen wohloorbereitet die Verständigung betreiben zu können- � Hierbei darf ich betonen, daß die ob der Aufnahmebeding««-� etwas verblüfften Genossen keineswegs Gegner des Eintritts„ die 3. Internationale find. Beileibe nicht! Nur erheben Anspruch darauf, daß mit gleichem Maße gemessen und. deutschen Arbeiterbewegung, die es beispiellos schwer«, bei ihrem entschlossenen Ringen um die Fö r« rung der Weltreoolution, nicht Felsblöcke in den � gewälzt werden. Die norwegische Sozialdemokratie und die dritt Internationale i Von einem norwegischen Genossen wird uns zur Informat' mitgeteilt:.„jj In Norwegen besteht seit Jahren die Eigentümlichkeit, dag sozialistische Parteiorganisation ans den Gewerkschaftsvereinen gebaut ist. Damit steht es vielleicht in Zusammenhang, daß � Partei immer mehr von dem Gedanken der direkten Aktion flußt ist, obwohl diese Beeinflussung bis jetzt sich nicht in«O. gehenden praktischen Maßnahmen geäußert hat. Auf dem P«*!,, roiigreß in Chnstiania 1319 erklärte sich die Partei mit ist««. Mehrheit für den Anschluß an die dritte I« nationale, doch unter Vorbehalt ihres stark antimilitaristff?:ü Programms. Zur selben Zeit bildete sich eine antibolschcs« � sche Opposition innerhalb der Partei, die ihr eigenes Zeit««»' organ„Arbeitcrpolitikcn" hat. In letzter Zeit scheint die Stimmung für eine vo llständ'ii. Trenn un g innerhalb der Partei immer größer... wohl es für die Parteiopposttion ei" eine selbständige sozialdemokratische Partei zu bilden. eine schwere Aufgabe sein � .- P..M-----------.che Partei zu bilden. Nach Moskauer Kongreß hat„Arbeiterpolitiren" sich offen für«, Trennung erklärt und das sozialistische Hauptorgan demokraten" scheint zufrieden zu sein, die„Konterrevoluti los zu werden.'-"r' /■■••>,»>• r-K—y-v -. H. A____ ,A.. � Betriebsräte msb Gewerkschafte« 5ö?tl diesem Thema beschäftigte sich eine außerordentliche "�luulversammlung der Mitglieder des Holzarbeiteroerbandes, Änjgft �.-rvaltungsstellc, am 27. August in der Brauerei or�'e Versammlung, die einen sehr stürmischen Verlauf nahm, K-tangte ichließlich dL',u, die bisherigen beiden Bevollmächtigten tpr-f.ß t c und Zirkel sowie zwei weitere Beamte, die sich gegen °£DR9tge Vctricbsräteorgailisationen ausgesprochen hatten, ab- -�«rn. Von der Ortsoerwaltung wird uns darüber noch das ol�ndcjjcrichlci- ri"tie<5rage, selbständige Betriebsrätcorganisation oder Ein- s.f, rnng derselben in die Eewerkschaften, ist in unserer Organi- Do.n Lanz entscheidender Bedeutung. Im April dieses Jahres hii t- Funktionäre der Organisation Richtlinien beschlossen, i.|l'Ur die zukünftige Tätigkeit der Verwaltung maßgebend sein ?- �n diesen Richtlinien war auch die Selbständigkeit der� lebsräteorganisation festgelegt. >>»»> gesanite engere Verwaltung bei ihrer Neuwahl sich auf en Boden dieses Programins stellte und die Neuwahlen sich dem- �ulprechend vollzogen, war die Tätigkeit der Verwaltung klar umschrieben. �Die Funktionäre haben in dem Streit um die Zusammenfassung °er. Betriebsräte die Tätigkeit der Verwaltung ganz besonders veriolgt und glauben die Tatsache festzustellen, daß nicht im Sinne »er damals festgelegten Richtlinien gehandelt wurde und stellten veshalo an die Verwaltung folgenden Antrag: »Di« Generalversammlung wolle beschließen: Diejenigen Mitglieder der engeren Verwaltung, welche die Auffassung vertreten oder vertreten haben, daß die Erfassung der Betriebsräte einzig und allein durch die Gewerkschaften geschicht, haben gegen oie programmatiiche Erklärung, welche sie als Mitglieder der U. S. P. oder it. P. D. bei ihrer Wahl abgegeben haben, ver- stoßen. Der Parteitag der U. S- P. D. und eine am IS. April istLO von den Vertretern der Verwaltung einstimmig ange- nommene Resolution Thielemann haben das Aktionsprogramm bekräftigt und die Selbständigkeit der Räteorganisation an- erkannt. Wegen dieser Verstöße spricht die E-neralversamm- luna de» in' Frage kommenden Kollegen die schärfste Miß- billignng aus. Die Erfassung der Betriebsräte nach den Richtlinien des Ee- wcrkschaflsdundes(Zentr. Arbeitsg.) vereinbart sich nicht mit ber grundfäßlichen Auffassung der Wähler." geführt »vif, t.,.| WIV UV Vtfc tv.»g gegen U'e Leitung gestemmt habe. War es doch gerade Kollege Siegle, welchem Redner an Hand Von früheren, gefaßten Resolutionen nachweisen konnte, daß seine ganze Haltung, welche er in dieser Frage einnahm, im krassen Widerspruch zu jenen angedeuteten - Resolutionen stand, welchen nachweisbar auch von ihm zugestimmt wurde. Um nun endlich aus den Wortgefechten und dem Gegeneinander- Urbelten herauszukommen, kam man dazu, der Versammlung oben abgedruckten Antrag vorzulegen und die Mitglieder entscheiden lassen, welche Politik in Zukunft maßgebend sein soll. Bereits zu Beginn der Versammlung kam es zu Zusammen- stoßen zwischen Leitung und Versammlung, indem em Antrag °Us unparteiische Besehung des Bureaus eingereicht wurde. Die �okanntgaoe der Abstimmung besagte Ablehnung des Antrages. Bei nochmaliger Prüfung des Stimmenverhältnisses stellte sich Mraus, daß derselbe angenommen war. Nun wurde den Kollegen Lückert und Donath die Leitung übertragen. Bei dieser Ec- wgcnheit brachte es Kollege Siegle fertig, zu erklären, daß, Nachdem der Antrag, welcher eine uliparteiische Leitung wünschte, Ware, Amt?.WWWWWWWW�M� uicht die' allgemeine Zustimmung der Versa«? Etile weitere, nicht zu seinen Gunsten ausfallende Bloße gab sich Kollege Siegle, indem er nach mehrmaliger Aufforderung der Ver- lammlung. doch zu feine: Rechtsertigung das Wort zu nehmen. auch z�sts strikte ablehnte, indem er immer wieder darauf hin- wies, daß die Versammlung keine Existenzberechtigung habe. In btescm sen'"'" Zirkel. nein Berhalien fand er die Unterstützung des Kollegen Stimmen abgelehnt. Der von der Opposition eingereichte oben abgedruckte Antrag wurde gegen einige Stimmen angenommen. Nach Annahme dieses Antrages war die Notwendigkeit der Neuwahl gegeben. Es wurden an Stelle der in Frage kommenden Kollegen Siegle, Zirkel, Paul und Reiscck die Kollegen Frei- gang, Boese, Lieske und Werner gegen etwa zehn Stimmen gewählt. Die durch die Wahl der Kollegen Freigcng und Boese zu Be- vollmächtigten sreigewordenen Stellen werden ausgeschrieben." Wir wollen uns nicht in''' hineinmischen, und enthalten Urteils. Wenn der„Porwäris' fammlung mit der lleberschrift versieht:„Die Drachensaat geht auf!", so beweist er damit, daß er immer noch nicht begriffen hat, daß die Arbeiter jetzt selbst darüber bestimmen, welche Politik ge- trieben wird. Damit muß eben jeder, der auf einen Posten be- rufen wird, rechnen und jederzeit bereit sein, diesen wieder zu ver- lassen. Die Rücksichtnahme auf„treu geleistete Dienste", die man früher stets verlangte, kann im Interesse eines revolutionären Vorwärtsschreiiens nicht mehr gewährt werden. Man mag also zu den Fragen, die in der Generalversammlung der Holzarbeiter verhandelt wurden, stehen wie man will, das Recht, sich die Füh- rung zu wählen, die sie wünschen, steht ihnen jederzeit zu. Die Bankangestellten und die Internationale Der Allgemeine Verband der Bankangestellten hatte Dienstag in den Ecrmaniasälen eine gutbesuchte Versammlung abgehalten, in der eine internationale Verbindung der Bankangestellten ange- bahnt werden sollte. Es sprachen als Referenten: Allina- Wien, Vieri-Zürich. Dr. M a n d c l i k-Prag und Mari- Berlin. Sie forderten die Bankangestellten auf. nach dem Bor- bild der freioewerkfchaftlichen Arbeiter den inrernationalen Zu- sammenschluß herbeizuführen. Politische Neutralität heißt nicht, sich des politischen Einslusses begeben. Das Vortreiben der Sozialpolitik ist nicht möglich in den Organisationen, die unter dem Einfluß der Unteritchmerintercssen stehen. Die einzelnen Käm-'fe werden erschwert durch die Hinweise der Unternehmer aus die Bezirksvcrband Berlin-Brandenburg Am Sonnabend abend L Uhr findet in der«Neuen Welt". Hasenheide, eine Konferenz der Berlin-Bran- denbürger Parteifunktionäre statt. Tages- Ordnung: Kerichterstattung von Moskau. Referent: Cenoffe Crispien. Korreferent: Genosse Däumig. Es wird besondere» Gewicht darauf gelegt, daß der Ein- tritt nur gegen Vorzeigung der roten Aus- weiskartc erfolgt. rm Die Zentralvorstandssitzung findet Freitag abend Bcrbandsburea«, Echicklerstr. S/S. statt. K Uhr Verhältnisse im benachbarten Ausland. Es sind dieselben Probleme, um die in allen Ländern gekämpft wird. Die Aus- führungen wurden in folgender Resolution zusammengefaßt, die gegen wenige Stimmen angenommen wurde: ,/Oie Versammlung der Bankangestellten Eroß-Berlins steht mit dem vierten ordentlichen Verbandstag des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Bankbeamten auf dem Standpunkt, daß die Ersah- rungcn der gewerkschaftlichen Kämpfe sowohl wie auch die Grund- sätze der Ärbeitnehmcr-Solidarität eine internationale Organisation der Bankangestellten für eine zwin- gendc Notwendigkeit und als einen erfreulichen Fortschritt gegen- über den reaktionären Bestrebungen der Kapitalisten aller Länder erscheinen lassen. Diese internationale Organisation soll ausgehen von dem Grundsatz des unüberbrückbaren Gegensatzes zwischen Arbeit und er Länder zum Kampfe Befreiung. Sie soll es �________________ sich nicht bloß an die Klassengenossen des eigenen Landes, sondern darüber hinaus an die Solidarität aller Arbeitnehmer zu wenden. Den mehr und mehr sich bemerkbar machenden Anstürmen der Reaktion gegenüber soll diese Internationale der Arbeitnehmer des Vanlgewerbes alle Zeit eintreten für Freiheit und Kort- fchaftsleben zukommt." In der Diskussion versuchten sich Verbandstag entstandenen Opposition issic a«ntsta.___„,„„ erster« sehr für Erheiterung der' Versammlung �sorgte�Vd"so" viel Beifall zwei Redner, durchzusetzen. iluna sori der auf dem Während der ..In der sich anschließenden Diskussion stimmten alle Redner mit Ausnahme des Kollegen Leopold den Ausführungen Hennigs o». Kollege Leopold beantragte Uebergang zur Tagesordnung und Verweisung des Antrages an die Mitglieder, um den beiden �cvollmöchtigten nochmals Gelegenheit zu geben, ihre Tätigkeit iu rechtfertigen. Der Antrag Leopold wurde gegen wenige ' 5-'h-' i•'| I• 1 fl|'—— ü II■ n• i• 1 1 1 f n-■ I...............«5?»!, direkt als gewissenlos. Im ganzen Vereich der freien Gewcrk- schonen gilt der Grundsatz: die Opposition innerhalb des Ver- bandes auszutragen. Der gegenteilige Standpunkt dieser Leute zeigt von mangelnden Glauben an die eigene Sache. Die Beamtenschaft fetzt den Kamps fort Ein neuer Zusammenstoß zwischen den gewerkschaftlichen Organs- sationen der Beamten im Deutschen Veamtenvund. dem Allge- melnen deutschen Gewertschastsbund und dem Deutschen(frereezt* fchaftsouno fand am 1. September gelegentlich einer Konferenz nn Preuglschen Abgeordnetenhause statt. Neben den genanntcn Groi;organ:sattonen hatte die Preußische Regierung auch noch den jBurcb hoher Beamter und den Preußischen Nichteroerein zu den Besprechungen hinzugezogen. Geh. Oberregierungsrat Erythro- p e l eröffnete bte Veryandlyngen und schlug eine Aussprache über folgende vier Hauptpunkte vor: l. Asststentenfraze: 2. Orr:- fekretarsrage; 3. tleberführung von unteren Beamten in mittlre Beanitenstellen und von mittleren Beamten in höhere Beamten- stellen: Z. Eleia)behandlung von Provinzial- und Lokalbehörden bei der Eingruppierung. Nachdem der Berhandlungoleiter mit- zeteilt hatte, welche Organisationen zur Besprechung eingeladen eien, gab der Vorsttzende des Devischen Beamtenbundes Flügel olgende Erklärung ab:„Der Deutsche Beamtenbund sieht als ver- Ü denen Vertreter sogenannter Harmonie- und Staudesvereinigung- n beteiligt sind." Er richtete an den Vcrhandlungsleiter die Frage, nähme des Eutachterausschusses zu den vom Vorsitzenden festac- legten Fragen kennen zu lernen. Abgeordneter R o h n b r 0 ck gab namens der sozialdemokratischen Fraktion die Erklärung ab, daß die unabhängige Sozialdemokratie an. Darauf verließen die Ver- treter des Deutschen Beamtenbundes, gefolgt von den Abgeordneten der drei genannten Parteien den Verhandlungsiaal, wäh- rend die Regierungsvertreter mit den Vertretern des Bundes der höheren Beamten und den Abgeordneten der übrigen Parteien noch kurze Zeit beisammenblieben. Der Kampf der Beamtenschaft gegen die preußische Reaktion ist nunmehr auf der ganzen Linie entbrannt und es ist zu hoffen, daß eine Klärung in kürzester Zeit erfolgen muß. Klasfenkampf oder Wirtschaftsftiede? Der Gedanke der zentralen Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Unternehmertum und der Arbeitnehmerschaft. der auch seit den bekannten Vereinbarungen vom November 1918 in der großen Masse der arbeitenden Bevölkerung nicht Wurzel gefaßt hatte, hat sich durch die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre und Monate immer mehr zu einem Schatten- dasein verflüchtigt. Es haben durch die zentrale Arbeitsgemein- schaft nächst den Unternehmern nur die gelben und gelblichen Verbände und Verbändchen einen Vorteil gehabt. Den letzteren ist es leider wiederholt gelungen, durch die Hinterpsorte der zentralen Arbeitsgemeinschaft flch in die Kämpfe zwischen der freigewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmerschaft und dem ' ß die Preis Unternehmertum kämpfende Arbeitnehmers ihres Ringens gebracht wurde. In der Zeit, da das kapitalisti- ich« Unternehmertum sich rüstet, eine Heraussetzung der Arbeits- botage tum ist es charakteristisch, dä J. sich Stimmen hervorwagcn, die dem Schattendasein der zentralen Arbeitsgemeinschaft neuen Lebens- odem einhauchen wollen. Die Wortführer des äußersten Schars- machertums vom Schlage des Herrn Sorge, begegnen sich dabei mit den Vertretern von Angestellten-Organisationen, wie Herrn Schneider-Sachsen. Soll etwa auf dem Wege über die Arbeits« aemeinschaft längere Arbeitszeit und Verkürzung der Löhne und »älter herbeigeführt werden? )er Zentralverband der Angestellten, Bezirk Groß-Berlin, ruft die Angestellten in kaufmännischen und Bureaubetrieben auf, zu diesen Fragen in einer öffentlichen Versammlung am Donners- tag, den 9. September, abends 7� Uhr, in der "rauerei König st a dt, Schönhauser Allee 9—11, vird referieren über das ~■ e- s- vollen Kundgebung für die Fortführung des Klassenkampfes um de Grundrechte der Arbeitnehmerschaft zu gestalten. Eeschohfabrik Spandau. Die Auszahlung beginnt am Freitag. den 19. September, 19 Uhr für A. D. und Ecwerk 4, die andere» Eewerke am Sonnabend, den II! September, 9 Uhr. vis drei springenden Punkte ! Verkauf an 1 i ledermann (•rKiiiiiiiiiuiiiimimiiiiuinMiinimir I beim Einkauf finden Sie in den Verkaufsstellen der Pflügerstr. 7/ Donaustr. 131/ Iansastr. 4/ Hermannstr. 5/ Mainzer Str. 45/ Steinmetzstr. 114/ Herrfurth. stratze 9/ Weisestr. 35/ Kirchhofstr. 42/ Nogatstr. 11/ Boddinstr. 45 ✓ Knesebeckstr. 24/ Hermannstr. 142 Groß-Berlin Fraktion der Stadtverordneten Groß-Berlins � Heute, Donnerstag, abends 6 Uhr, findet eine gemeinsame Sitzung der alten und neuen Fraktion im Rathaus, Bürger- saal, statt. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. »— Für die weltliche Schule Zu einer starken Kundgebung kam es am Dienstag abend m emer von der U. S. P.-Neukölln einberufenen öffentlichen -Versammlung in der„Neuen Welt". Den grohen Saal füllten etwa 4000 Besucher, die dem fesselnden Vortrag des Genossen Dr. L ö w e n st e i n mit gröhter Aufmerksamkeit folgten. Genosse Löwenstein legte in seinem zweistündigen Vortrag alle Gründe dar, die für die Notwendigkeit der Ein- sührung der weltlichen Schule sprechen. Vom politischen Standpunkt sei die weltliche Schule, d. h. die Beseitigung des Religionsunterrichts aus der Schule, notwendig, weil dieser Unterricht den herrschenden Klassen stets als ein Mittel ge- gölten hat, das Volk zu einem blinden Autoritätsglauben zu erziehen. Aber auch aus pädagogischen Gründen gehöre der Religionsunterricht nicht in die Schule hinein; denn es sei ein Unding, gewisse Dinge einmal durch die Naturlehre, das anderemal aber durch die Neligionslehre im entgegengesetzten Sinne zu erklären. Der Redner lehnte auch den von gewisser Seite empfohlenen interkonfessionellen Religionsunterricht ab und betonte, dag es in dieser Frage keinen Kompromiß geben könne. Alle sonstigen Einwände, die in bezug auf den Religionsunterricht als ethisches Moment für die Bcibehal- tung dieses Unterrichts in der Schule ins Feld geführt wer- den, verstand der Redner in glänzenden Ausführungen ab- zuschlagen. Durch stürmischen Beifall bewies die Versamm- lung, daß sie den Redner verstanden hat und mit seinen Aus- siihrungen übereinstimmt. In der Diskussion, in der besonders die gegnerischen Auf- fassungen des Referenten zum Ausdruck kamen, versuchte es der erste Redner, ein Lehrer Müller, den Anhängern der weltlichen Schule das Motiv in die Schuhe zu schieben, sie wollten die Schule politisieren. Ein anderer Redner, Pfarrer Lichtenberg aus Charlottenburg, legte sich be- sonders für die katholische Kirche ins Zeug, während der Lehrer E x n c r sich im allgemeinen mit den Ausführungen des Genossen Löwenstein einverstanden erklärte, jedoch dafür eintrat, daß in der Schule wenigstens Religionsgeschichte ge- lehrt würde. In seinem Schlußwort wies Genosse L ö w e n st e i n den Vorwurf des Herrn Müller, er und feine Freunde wollen die Schule politisieren, nochmals energisch zurück und zeigte an verschiedenen Beispielen, wie gerade die bisherigen Macht- haber in der Schule diese zu politischen Zwecken mißbraucht hätten. Gegenüber dem Pfarrer Lichtenberg bemerkte er, daß die katholische Kirche trotz ihrer fast 2v00jährigen Existenz es nicht vermocht habe, für die Beseitigung des Aus- beutertums mit all seinen schlimmen Vegleitetscheinungen zu wirken, im Gegenteil, auch die katholische Kirche habe sich stets als die Beschützerin von Kapitalismus und Militansmus bewährt. ■ Die Versammlung nahm gegen wenige Stimmen eine Reso- lution an, worin zum Ausdruck gebracht wird, daß nur die weltliche Schule allein eine von politischer Beeinflussung freie und sittlich bildende Erziehung gewährleiste. Die Ver- sammlung gelobt daher, daß sie nicht nachlassen werde in ihrem Kampfe, bis die weltliche Schule erobert ist. Der Versammlungsleiter, Genosse Harnisch, machte dann bekannt, daß die städtischen Körperschaften Neuköllns beschlossen hätten, für alle Kinder, die bis ,um neuen Schuljahr vom Religionsunterricht befreit worden find, bestimmte Schulen als weltliche Schulen einzurichten. Voraussetzung sei aber eine genügende Beteiligung, und es m ü s s e n m i n- destensio 00 0 Kindervorhandensein, die vom Religionsunterricht befreit sind. Für alle die Kinder, die noch nicht vom Religionsunterricht befreit sind, und auch für die, die jetzt eingeschult werden, muß bis spätestens den 10. September diese Erklärung beim Rektor der betreffenden Schule abgegeben sein. Um die Bewegung für den Austritt aus der Landeskirche und die Befreiung vom Religionsunterricht noch recht kräftig in Schuß zu bringen, veranstaltet die U. S. P.-Neukölln am Sonntag, den 5. September, große Demonstrationsversammlungen. Die Teilnehmer versammeln sich mittags 1 Uhr in der Schönstedtstraße am Rathaus. Von dort aus wird ein Demonstrationszug sich nach dem Hertz- berg-Platz begeben, wo verschiedene Redner über das Thema „Weltliche Schule" sprechen werden. Männer, Frauen und Kinder sind eingeladen, sich an dieser Demonstration recht zahlreich zu beteiligen. Die Vevtcilunq von Lebensmitteln seitens der Kinderschutzkommis- sion der UEPD. erfolgt an folgenden Tagen: Donnerstag. 2. g., Nummer 1—170: Freitag, 3. 3., Nummer 171—310: Sonnabend, 1. 9., Nuninier 311—600, vormittags von 10— 2 Uhr in der Stadt- halle(Keller), Eingang Stralauer Straße. Ter Leuensmittelrat mutz um d'A Uhr an Ort und Stelle fein. Russischer und polnischer Sprachunterricht. In den städtischen Fortbildungsschulen wird wiederum ruffifcher und polnischer Unterricht erteilt und zwar: Russisch für Anfänge: und Fortgc- schrittene vom 6. Oktober ab in wöchentlich vier Stunden an der 7. Wahlfortbildungsschule, Ehoriner Str. 71 und an der 3. Wahl- fortbildungsschule, Wrangelstratze 83. An dieser t"iro auch in polnischer Sprache Unterricht erteilt. Das Schr-gcld beträgt 10 M. für das Halbjahr. An dem Unterrricht können Damen und Herren teilnehmen. Meldungen täglich von 6 Uhr abends an im Amtszimmer. Das Brennen von Getreide. Aus landwirtschaftlichen Kreisen wird wiederholt mitgeteilt, welch' bcdeutendei, die Ernährungs- Wirtschaft gefährdenden Umfang das Brennen von Getreide an- genommen hat. Der Reichsminister für Ernährung und Land- Wirtschaft weist in einem besonderen Erlaß darauf hin, datz. so- weit Brotgetreide und Gerste in Frage komint, das Brennen nach der Reichsgetreideordnung mit Gefängnis bis zu einem Jahr und Geldstrafe bis zu 50 000 M., bei gewerbsmässigem Vergehen mit Gefängnis bis zu fünf Jahren und Geldstrafe bis zu 100 000 Mark sowie den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedroht wird. Ebenso ist auch das verbotswidrige Brennen von Hafer, Buchweizen, Hirse und.Hülsenfrüchten verboten und strafbar.— Vielleicht findet der Minister recht bald mehr den Mut, den Land- wirten wegen Verfütterung von Brotgetreide an Vieh, etwas energischer zu Leibe zu rücken. Treptow-Vaumschulenweg. Am Sonnabend, den 1. September, nachm. 7 Uhr, findet in Baumschulenweg, Baumschulenstrahe 6, die Sitzung der Bezirks- und Stadlverordneten des Bezirks 15 statt, wozu ein Vertreter des örtlichen Borstandes und ein Vertreter der örtlichen kommunalen Kommission eingeladen wird. Die Ob- leute der kommunalen Kommissionen sollen sich bereits um 6 Uhr zu einer Borbesprechung einjiildni. Bogelsdorf. Zu erregten Szenen kam es in der am Sonn- abend tagenden Gcmeindevertreter-Sitzung. Der von Bauern und Rcchtssozialisten ncugcwählte(aber noch nicht bestätigte) Ge- meinde-Vorsteher B t r l e m war Gegenstand heftiger Angriffe unserer Genossen. Der Beweis wurde erbracht, datz Herr Birlem, der nebenbei auch Kaufmann ist, zur Verteilung bestimmte Lebensmittel an gute Freunde verschoben hatte. Vogelsdorf ist trotz überwiegender Jndustriebevölkerung Selbstversorgergemeinde und sind seine Einwohner im Punkte Lebensmittelverteilung be- sonders empsindlich. Bon den als Zuhörer anwesenden Einwoh- nein wurde denn auch kurzer Prozetz gemacht..,Raus"-Rufe, die von allen Seiten ertönten, beantwortete der Herr mit der Er- klärung, daß ihn niemand hinausbekäme. Kaum war die Er- klärung abgegeben, wurde er auch schon gepackt und durch ver- schiedene Türen hinausbefördert. Das geschah so wenig sanft, daß dem Herrn das Nasenbein demoliert wurde und er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte.— Eine von unseren Genossen ge- plante Protestversammlung gegen die Wahl dieses Gemeinde- Oberhauptes fand dadurch seine Erledigung. Der Rest der Tagesordnung konnte nicht mehr erledigt werden, da die Parteifreunde dieses Herrn sich eiligst empfahlen. Ein frevelhaftes Spiel treibt in der Umgegend von Britz seit einiger Zeit ein Unbekannter, der es auf kleine, der Schule noch angehörende Mädchew abgesehen zu haben scheint. Bor einigen Tagen hatte er die achtjährige Tochter eines Britzer Einwohners unter harnilossn Vorwand mit in die Nähe von Mariendorf ge- nommen und dort seine böse Absicht auszuführen versucht. Damit er noch besser zum Ziele kam. hat der unbekannte Täter der «t**«*4 a o Tiirtiii'rt« v» CVT.________ rv Aus den Organisationen ;. Siftrt». Heute, abends 7 Uhr, Mitgliedeeversammlung in dei Lchulafc® Pallaspr. 15. 7. Diftri«. Sitzung der BiNiungskammiüian, Freitag, 7 Ahr, bei Reckling, ton pernikusstr. ZZ._ � 7. Dijtrilt, 6. Abteilung. Politische Kommission, Donnerstag, 7Vj Uhr, i-adma Siratze 7 bei Fleischmnnn. 7. Tistritt. Politische Kommission. Heute, 7 Uhr, Sitzung bei Rcckling, tu- xernikusstr. 25. Die Abteilunassitzungen fallen aus. m-L, !>. Tisteitt. Bildungskommission. Donnerstag, 7 Uhr, Sitzung sämtlicher»iin gliedor bei Schlechter, Lanziger Sir. 18. 9. Tistiitt. Elternbeiräte, Freitag, 7 tlchr, im Lyzeum Ereifswalder S-laze, Versammlung. Zieserat:..Di- Arbeitsschule". Kandidaten der Wählerlisli w® E. SB., somie alle Eltern, welche sich für Schulfragen interessieren, als Däste io'- tommen. 12. Tiftrikt. Freitag, 8>4 Uhr. all« Mitglieder der kommunalen Komiittltz» somie Stadt- und Bezirksverordnete im Lokal..Zum Strautz", Payxel-AUee-s- 13. Distrikt. Bolloersammlung der politischen und Agitationskominisfion, c"'* abend, 5 Uhr, bei Zval-leben, Kopenhogcner Str. 19. in der Aula der 5. C-emcindeschüle. Vortrog des Genossen Kausmnnnt tion und yroletariiche Bildungsarbeit".... TrertoaxB- umIchulenmeg. Freitag, 7!4 Uhr, Sitzung sämtlicher Koinm-n'-ont- bei Röder, Kiefholgsiratze. mar.;.ic Kommission und Akiionsrat zu dringender Ausspreche. Steglitz. Bildunzskoniinission. Heute, abend? 8 Uhr, Sitzung bei Rongk, Ficht� strane 1. Bollzählige? Er>chc!nen inirb erwartet.. td allem. Heute, ch.8 Uhr. Mitzliederperlanimlung im B.estaurant oon utchiUtt..' Königin Luile-Str. 12. Bortrag des Eenosfen E r y l e w i tz über:„fceljo» Politik in die Eewerkschoft?" Vereinskale:;der Zentralperbaiid de? Angeslellten. Fachgruppe Sa sRechieantualtsangcsteiltch- üitgliederi'ersaninlung, 2. 9.. 7Vj Ur. No'enthaler Hot, tKosenthale: Sir. JG'-j gelungen, Den Namen Dieses toajnoitngs festzustellen. Die Eltern aus Britz mögen aus diesem traurigen Vorfall lernen und auf ihre Kinder Obacht geben. korper Bronze—' Metallwaren-Fabrir). Mitgliederoerjammlung, tag, 2. 9., abends 7 Uhr. Verbandslokal, Blauet Saal., Deutscher Tronsportarbeiter-Berband, Bezirk Erotz-Berlin, Sektion 2. Bran� der Angestellten ans den Vferdebandlungen und �Tattersals. Branchen-Versaai lung. Freitag, abends, 9 Uhr, bei Schultz, Am Königsgrabe» 2.„ Deptscher Traiiepoitaibeitcr-Serb-i!». Eruppe 1, Tuche— Filz«-- Kleide stosfe. Vertraueu-mönirer-Versammlnng Freitag, l!ä Uhr bei Karl Witte, r m sirntzc 29. Buch-Konirolie.. Obü» de- iechaischrn Aiigestelkten UN» Beamt-N. Heute, Mitglied-rp-rsai"»� lung Narden. Litwenbrauerei, Hoch- und Ecke Bodftratzc. Fziedenau,-vjj', zollcrn, Hondjerostratze: Eharloltrndura l, 2, 3, abends 7' 2 Uhr in der Eemeindeichule, Peitalozzislr, 11-15: Lichtenberg. Zar Hütte Franksurter AU» ?!r. 228: ölten 2. Brauerei Pfesfeibero. Franksurter All» 515. abend? Us Steglitz, abends'VA Ulir. Zum Altbof. Althofftratze Eck- Körnerprabel«« mersdort, Augustahef. Auzuitajir. 1. Versammlung der Vertrau-n-leu:- im bau, abends l'A Uhr im Bundeshaus, Werftstr. 7.— Am Freitag, �B'ülikd- oersammlung, Südost, abends 7 Uhr im Zieichcnberger Hof. �eichcnserg Sir.<17: Schöneberg, Ebershof, Ebersstr.«8 abend» 7V: Uhr: Sieukulln, aden» TA. Uhr. Bürgersäl«, B-rgitiatz-: Eentriim-e-udcn, ab-nds JW Ubr tin Slc-a� driner, Alexaadrinenstratze 87; Obcrschöneweide, abends Thh Uhr tdr Hu- tu-,(hdison- Ecke Waltfttahe: Potsdam, abends 7!h Uhr im Muhlenpark, P"� dam, Nenbabelsberger Stratze._„ Sand der technitchrn Ang-Üellte» and Beamte» sOrtsv-rwaltung Eharwiiem bürg l, 2p 3).(ieaiciniamc Monatshauotversammlung, heute. 7Va Uhr, tn u- ■Jlula der 13. und 11. Nemeindeschule. Eharloiiendurg. Pest-l-zzistr. 10. «und»er technischen Angen-lit-n UN» Beamten, Lrlsoerwaltung Schanebei»- Freitag, 7 Uhr, im„Ebershos' Eberesir. cS, Monatsoersammlung und Ze-.ladeno. Verband Volls-es-ndh-it. s-ute. TA uhr. in der MederwaUstr. 12, Vortrag de? Eenossen Fiebrandt:„Bon der Iugendbowegungs.■. t i» «rbeiter.A»-ndero-r-in„Berlin". Sonntag. 5. September, Wanderfahrt..>? die Diibro". Abfahrt 5.10 Vorortzug bis Wufieryausen. Fernzug Absahrt bin Krotz-Besten(ßorltiict Lohnhoss. Fiis-urgel'ils-n. Eng-lus-r 15, abend- 8 Uhr, Versammlung Freie I-iialistische Jagen», S-zIalUtisch» Proletarier-Zügen». Sämtliche 9% Jifcn mit Rad tressen sich zwecks Propagandafahrt D nojfen Ialobstr. 158 Donnerstag, 8 Uhr, Ali«' -nd. Freie loiiolistlsch« Zugend. ßtotze öffentlich» . Schalaula. Petersburger Str. 1. Afjtmo- llhr. Demonstration. Tresspunkt: Baltenplatz-. �Sozialistische Pr«letarier7Zogead Tr-ptow. Heule, 7<,tz Uhr. öitentliche Ver- sammlung mit dem Thema: fugend und Internationale. bei Mutze! iTi-oW» Reue Krug-Allee 59. Lebensmittelkalender kommen auf dl» " Donners« Zchlendorf. Für die Bcrleilungsperiode»om 1. bis 15. September 1928 0-'? langen pom 2. his 1. September 1928 zur Ausgabe: Aus die blaugrüne Leben«' mittelkarte: Abschnitt 11. 1 Pfund Haferflocken; aus die blaue" Zehleiidorfr» Lebensmittelkarie: Abschnitt 8. 1«üchse Kaltfleischwürstch-n sin der Büchse wärmen), Abschnitt 7, 1 Büchse Bohne» in Schweinefett, Abschnitt 8 1 Pl». Fruchtmarmelede in ldlösern. Aus die Iuaendlichen-Korte: Abschnitt 1A. 125 lötz Weizenmehl, 1 Paket Keks. Aus die Zu' Zucker. Zuckerkarte: Abschnitt»1. 875 Eram« Verantwortlich für die Redaktion: Leo Liebfchütz, Berlin-Friedenau. V»?' ontwortlich jüt den Inseratenieil:�L u d w ig K 0 m e r i ne r� Karls�orft.�� IUP ovn � u u ui i � v u» b*» i»v Vcrlagsgenogenschaft.Freiheit" e.<5. m. b. H., Beilin.— Druck der Druckerei S. ra. b. H.. Berlin C. 2. Breite Stratze S-0. Fi-Giksit- A u«I»k»n«IIung itmemiäBaMaBXssprf!,Blci,3inb, Azeltzlogep, Sueckftlber zahlt allerhöchste Tagespreise MküksMtStr.SZ. Hohe Preise zahlt für Kupfer Rotgufi, SUessing, Dlei, Kinfi,'Ulumlnium, sllmtl. Späne, Ni-Kel, Ouccktsilbcr, ginn Schönhieuser Allee 118. Die Nauköllner Metall» Cinkaufs-Zentrale Kottbuser Damm 06, am HermanapkaK, kauft KWKeWg. W. Parabellum», Armee- Pistole», Maaser- Pisiolrn, 9 mm, sowie Iagdwassen kaust zu höchsten Preisen «. v s L I- ü e KommandauteDtstv. 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